Lexikos 31 (AFRILEX- eeks/se ies 31: 2021): 20-50
Zu Da s ellung eines meh s u igen
P o o ypbeg i s in de
mul ilingualen au oma ischen
Sp achgene ie ung: om Ko pus
übe wo d embeddings bis hin zum
au oma ischen Wö e buch
Ma ía José Domínguez Vázquez, Uni e sidade de San iago de
Compos ela — ILG, Spain (
[email protected])
Zusammen assung: Das mul ilinguale Wö e buch zu Subs an i alenz Po lex gil als
Ausgangpunk ü die En s ehung de au oma ischen Sp achgene a o en Xe a und Combina o ia,
de en En wicklung und Handhabung hie p äsen ie wi d. Beide P o o ypen dienen zu au oma-
ischen Gene ie ung on Nominalph asen mi ih en mono- und bia gumen alen Valenzs ellen, die
u.a. als Wö e buchbeispiele ode als in eg ie e Bes and eile kün ige au onome E-Lea ning-
Tools eine Anwendung inden könn en. Als Modelle ü neua ige au oma ische Valenzwö e -
büche mi Benu ze in e ak ion assen wi die Sp achgene a o en in ih em heu igen Zus and au .
Bei dem spezi ischen me hodologischen Ve ah en zu En wicklung de Sp achgene a o en
s ell sich die syn ak isch-seman ische Besch eibung de om Valenz äge e ö ne en Lee s ellen
aus syn agma ische und pa adigma ische Sich als Schwe punk he aus. Zusammen mi Fak o en
wie de Rep äsen a i i ä , de g amma ischen Ko ek hei , de seman ischen Kohä enz, de F e-
quenz und de Viel äl igkei de lexikalischen Kandida en sowie de seman ischen Klassen und de
A gumen s uk u en, die es e Bes and eile beide Ressou cen sind, s ich ein meh schich ige P o o-
ypsbeg i he o . Die kombinie e Anwendung dieses P o o ypbeg i s sowie on wo d embeddings
zeig zusammen mi Techniken aus dem Gebie de maschinellen Ve a bei ung und Gene a ion
na ü liche Sp ache (NLP und NLG) einen neuen Weg zu kün igen En wicklung on au oma isch
gene ie en plu ilingualen Valenzwö e büche n.
Insgesam s ell de Bei ag die Sp achgene a o en sowohl aus de Pe spek i e ih e En -
wicklung als auch aus Nu ze sich da . De Fokuss wi d au die Rolle des P o o ypbeg i s bei de
En wicklung de Ressou cen geleg .
Schlüsselwö e : NLG: NATURAL LANGUAGE GENERATION, AUTOMATISCHES WÖR-
TERBUCH, INTERAKTIVES WÖRTERBUCH, SPRACHGENERATOREN, KORPUSLEXIKOGRA-
PHIE, ONTOLOGIE, PROTOTYP, LEXIKALISCHER PROTOTYP, SEMANTISCHE PROTO-
TYPISCHE KLASSEN
Abs ac : Towa ds he Desc ip ion o a Mul i-sided P o o ype Concep in
Mul ilingual Au oma ic Language Gene a ion: F om Co pus ia Wo d
h p://lexikos.jou nals.ac.za; h ps://doi.o g/10.5788/31-1-1623
Vom Ko pus übe wo d embeddings bis hin zum au oma ischen Wö e buch 21
Embeddings o he Au oma ic Dic iona y. The mul ilingual dic iona y o noun alency
Po lex is conside ed o be he igge o he c ea ion o he au oma ic language gene a o s Xe a
and Combina o ia, whose de elopmen and use is p esen ed in his pape . Bo h p o o ypes a e used
o he au oma ic gene a ion o nominal ph ases wi h hei mono- and bi-a gumen al alence slo s,
which could be used, among o he s, as dic iona y examples o as in eg a ed componen s o u u e
au onomous E-Lea ning-Tools. As samples o new ypes o au oma ic alency dic iona ies in-
cluding use in e ac ion, we conside he language gene a o s as we know hem oday.
In he speci ic me hodological p ocedu e o he de elopmen o he language gene a o s, he
syn ac ic-seman ic desc ip ion o he noun slo s u ns ou o be he main ocus om a syn agma ic
and pa adigma ic poin o iew. Along wi h ac o s such as ep esen a i eness, g amma ical co -
ec ness, seman ic cohe ence, equency and he a ie y o lexical candida es, as well as seman ic
classes and a gumen s uc u es, which a e ixed componen s o bo h esou ces, a concep o a
mul i-sided p o o ype s ands ou . The combined applica ion o his p o o ype concep as well as o
wo d embeddings oge he wi h echniques om he ield o au oma ic na u al language p ocessing
and gene a ion (NLP and NLG) opens up a new way o he u u e de elopmen o au oma ically
gene a ed plu ilingual alency dic iona ies.
All hings conside ed, he pape depic s he language gene a o s bo h om he poin o iew
o hei de elopmen as well as om ha o he use s. The ocus lies on he ole o he p o o ype
concep wi hin he de elopmen o he esou ces.
Keywo ds: NLG: NATURAL LANGUAGE GENERATION, AUTOMATIC DICTIONARY,
INTERACTIVE DICTIONARY, LANGUAGE GENERATORS, CORPUS LEXICOGRAPHY,
ONTOLOGY, PROTOTYPE, LEXICAL PROTOTYPE, SEMANTIC PROTOTYPICAL CLASSES
1. Ein üh ung
De Ausgangspunk ü die Ges al ung de Sp achgene a o en Xe a und Combi-
na o ia (Domínguez Vázquez e al. 2020) is das online Wö e buch zu Subs an i -
alenz Po lex (Domínguez Vázquez e al. 2018). Po lex is ein semikollabo a i es,
mul ilinguales, c oss-lingual Wö e buch ü Deu sch, Spanisch, F anzösisch,
I alienisch und Galicisch (Domínguez Vázquez und Valcá cel Ri ei o 2020). Bei
seine En wicklung haben wi es s ellen können, dass die E hebung on Ko -
po abelegen1 zu Ve anschaulichung de om Subs an i e ö ne en Valenz-
s ellen sowie insbesonde e zu Besch eibung des Kombina ionspo en ials de
e schiedenen Ausd ucks o men jedes A gumen s ü ün Sp achen iel Zei
in Ansp uch nimm . Besonde s bei Suchan agen zu Ve deu lichung de In e -
ak ion de E gänzungen ha sich eine nich zu un e schä zende Anzahl an
e hobenen Ko po abelegen angesich s des Wö e buch yps nich imme als
adäqua e wiesen. Das be i o allem die Realisie ung de E gänzungen in
Fo m eines Adjek i s ode eines Komposi abes and eils, denn — wie allgemein
bekann — geh die Ko pushäu igkei eine Ausd ucks o m nich unbeding
mi ih em E gänzungss a us einhe .
Au g und de Ta sache, dass die e wende en Ko po a zu An e igung
on Po lex wede unk ional-syn ak isch noch seman isch anno ie sind2 —
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demen sp echend lassen sich die Ko po abelege und -da en nich nach diesen
Pa ame e n ab u en —, haben wi uns dazu en schieden, die Pe spek i e
umzukeh en: ans a Ko po abelege zu Da s ellung de Nominal alenz anzu-
bie en, ko pusges ü z e Beispiele ü die jeweiligen Valenzmus e au oma isch
zu gene ie en. So sind Xe a und Combina o ia en s anden.
Beide P o o ypen e mi eln au oma isch gene ie e Nominalph asen ü
jeweils 20 Subs an i e im Spanischen, Deu schen und F anzösischen3. Xe a
e zeug ein ache syn ak isch-seman ische A gumen s uk u en — wie z.B. de
Ge uch nach Blumen; Combina o ia äg zu Ve mi lung komplexe e nominale
Valenzmus e bei, wie z.B de Ge uch des Zimme s nach Blumen (siehe 3.). Fe ne
sind die Gene a o en zu Einbindung wei e e Besch eibungseinhei en sowie
Sp achen ges al e und lassen sich eben alls in wei e e Ressou cen in eg ie en
und dadu ch wiede e we en.
In beiden Ressou cen is eine alenz undie e Besch eibung des nomina-
len Kombina ionspo en ials mi Fokus au die kombina o ische Bedeu ung
(Engel 1996, 2004) on unen beh liche Bedeu ung. Es geh hie bei nich nu
um die F age, ob bei de Wiede gabe eine seman ischen Rolle eine bes imm e
on ologische En i ä eine Valenzs elle belegen kann (ode nich ), sonde n auch
da um, welche konk e en lexikalischen Kandida en bzw. on ologischen Ka e-
go ien diese S elle einnehmen können. Diese He angehensweise häng mi dem
Haup ziel on Valenzwö e büche n zusammen, die Schumache (2006: 1396)
so besch eib :
Ein De izi diese [g amma ikog aphischen] Da s ellungs o m bes eh da in,
dass hie bei die Regeln imme nu mi ela i wenigen Beispielen illus ie
we den können. Dadu ch bleib ü den Benu ze die F age bes ehen, welche de
Regeln ü die ielen Fälle zu e en könn en, die nich als g amma ikalisches
Beispiel dienen. Hie kann ein Lexikon Abhil e scha en [...].
Bei de An e igung de Sp achgene a o en ha sich die me hodologische
F age, wie man eine seman isch undie e Besch eibung de nominalen Valenz-
s ellen au oma isch e lang und gene ie , als eine He aus o de ung e wiesen.
Zu ih e Bean wo ung sind wi on de Anwendung eine „kombinie en
Me hode“ mi Rückg i au die In e ope abili ä on Ressou cen ausgegangen.
Im Konk e en bau das me hodologische Ve ah en zu Fes legung de anzu-
bie enden nominalen A gumen s uk u en sowie de Beispiele au (a) eine
alenz undie en Besch eibung des Subs an i s und de zu belegenden Lee -
s ellen, (b) eine ko pusges ü z en Analyse e hobene Ko-Oku enzen sowie
ih em Kombina ionspo en ial, (c) eine au oma ische Da ene hebung on lexika-
lischen Da en aus NLP-Ressou cen und aus den Wo dne s ü die besch iebe-
nen Sp achen, o handen in dem Mul ilingual Cen al Reposi o y4 (s. Domínguez
Vázquez, Solla Po ela und Valcá cel Ri ei o 2019) und (d) einem meh schich-
igen P o o ypbeg i au .
P o o ypen sind in unse em Ansa z ypische bzw. ep äsen a i e Ins anzen
ü eine konk e e Slo bese zung ode ü eine konk e e A gumen s uk u . De
Besch eibung des P o o ypbeg i s weis diese Bei ag einen gesonde en
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S ellenwe zu, denn e gil als Ve knüp ungselemen bei de au oma ischen
Da ene hebung und -gene ie ung. Wei e hin sind die on Gene a o en gelie-
e en Beispiele und Mus e im Hinblick au ih e Rep äsen a i i ä , seman ische
Kompabili ä sowie g amma ische Ko ek hei , Viel äl igkei und P o o ypizi ä
sowohl manuell als auch au oma isch he ausge il e wo den5:
— Es is allgemein bekann , dass g amma ische Ko ek hei mi seman ische
Akzep abili ä nich imme einhe geh , sowie dass eine Ausd ucks o m
mi un e schiedlichen Bedeu ungen ko elie en kann. Dahe wi d die syn-
ak ische und seman ische Analyse de om Valenz äge ge o de en
A gumen en, ih e In e ak ions- sowie (In)kompa ibili ä s egeln und ih e
Dis ibu ion un e Be ücksich igung alenz undie e K i e ien sowie de
Ko ek hei und Akzep abili ä zum Schlüsselkonzep . Es handel sich hie
um die Analyse de kombina o ischen Bedeu ung im Sinne on Engel
(2004: 188).
— Zu Gewäh leis ung ep äsen a i e und p o o ypische Beispiele we den
zum einen Belege aus den Ko po a aus Ske ch Engine he angezogen6 und
nach Häu igkei sk i e ien so ie , zum ande en beda die En al ung des
im Nomen en hal enen Po en ials eine nähe en Un e suchung, die mi
Rückg i au den P o o ypbeg i sowie au die Anwendung de p ädik-
i en Me hode wo d2 ec (wo d embeddings) e olg .
— Die seman ische Zuo dung des Sp achma e ials und die E ablie ung on
seman ischen Klassen wi d mi hil e de On ologien aus Wo dNe 7 e lang .
Dazu g ei man eben alls au die P o o ypizi ä zu ück.
De Fokus des Bei ags lieg somi au de Da s ellung des me hodologischen
Ve ah ens und des den Gene a o en zug undeliegenden meh schich igen P o-
o ypbeg i s, d.h. au de En wicklung de Gene a o en. Das is u.E. inso e n
ele an , dass sie ein compu e ges ü z es Modell ü die E s ellung on au o-
ma isch gene ie en plu ilingualen Valenzwö e büche n o s ellen. Einblicke
in die Nu ze pe spek i e lassen sich auch gewinnen.
De Bei ag is wie olg au gebau : Im Abschni 2 wi d ein Gesam übe -
blick übe G undeigenscha en de Gene a o en gegeben. Abschni 3 e deu lich
angesich s eines meh schich igen P o o ypbeg i s das me hodologische Ve -
ah en. Au die Wechselwi kung zwischen Typizi ä , F equenz und Rep äsen a i-
i ä bei de Auswahl de A gumen s uk u en, lexikalische Kandida en und
seman ische Klassen wi d in 4 eingegangen. De 5. Abschni se z sich mi
den Gene a o en als Modell ü ein au oma isches plu ilinguales Wö e buch
auseinande .
2. Allgemeines zu Typologie de mul ilingualen Sp achgene a o en
Das wissenscha liche In e esse an de na ü lichsp achlichen Gene ie ung (NLG)
is sei den 90e Jah en gewachsen. Heu zu age gib es un e schiedliche au o-
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ma ische Gene a o en na ü liche Sp ache, de en Ziel die E zeugung menschen-
ähnliche Tex e jegliche A is . Als Beispiele lassen sich me eo ologische ode
spo liche Be ich e, medizinische Zusammen assungen, e ein ach e Tex e,
Emp ehlungs ex e und Dialoge, u.a. (Vicen e e al. 2015, Nallapa i e al. 2016,
So doni e al. 2015) an üh en. Eben alls is es möglich, aus Bilde n Tex e au o-
ma isch zu gene ie en und umgekeh (O e e al. 2020) sowie mi eine ge ingen
Menge an Ausgangsma e ial Wi ze, Gedich e und Geschich en (Roemmele 2016)
zu e s ellen. Au lexikog aphischem Gebie echne man auch mi Vo schlägen
zu au oma ischen Gene ie ung on Wö e büche n (Ba danca Ou ei iño 2020,
Héja und Takács 2012, Kabashi 2018) sowie Wö e buchein ägen (Geyken e
al. 2017), zu Iden i izie ung on mik os uk u ellen Teilen, wie z.B. den Bei-
spielen (Kilga i e al. 2008), ode zu ih e au oma ischen E hebung (Kosem e
al. 2019). Das Endp oduk unse e Gene a o en is ein ande es, und zwa syn-
ak isch-seman isch akzep able ein ache und komplexe Nominalph asen im
Kon ex 8. In beiden Gene a o en handel es sich nämlich um die Ve mi lung
eine aus eichenden und dis ink i en Auskun übe den om Valenz äge
es geleg en syn ak isch-seman ischen Rahmen, d.h. übe die syn ak isch-
seman ische Schni s elle de Nominalph ase.
3. Allgemeine Besch eibung de Sp achgene a o en Xe a und Combina-
o ia
3.1 Besch eibungsebenen: die Fes legung de A gumen s uk u
Jeweils 20 Subs an i e des Deu schen, Spanischen und F anzösischen, de en
Auswahl au ih e Eino dnung in un e schiedliche Szenen zu ückgeh , sind zu
Auswe ung de P o o ypen he angezogen wo den (Tab. 1).
Szenen
Subs an i e
BEWEGUNG
huida | Fluch | ui e
iaje | Reise | oyage
mudanza | Umzug | déménagemen
LOKATION
p esencia | Anwesenhei | p ésence
ausencia | Abwesenhei | absence
es ancia | Au en hal | séjou
AUSDRUCK
con e sación | Gesp äch | con e sa ion
discusión | Diskussion | discussion
p egun a | F age | ques ion
espues a | An wo | éponse
ex o |Tex | ex e
ideo | Video | idéo
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AFFIZIERTHEIT
mue e | Tod | mo
aumen o | Zunahme |augmen a ion
dolo | Schme z | douleu
amo | Liebe | amou
KLASSIFIKATION
olo | Ge uch | odeu
sabo | Geschmack | sa eu
colo | Fa be | couleu
anchu a | B ei e | la geu
Tab. 1: Subs an i e in Xe a und Combina o ia
Fü die Gewäh leis ung de au oma ischen E hebung und Gene ie ung sp ach-
liche Da en sind un e schiedliche A bei sphasen und - e ah en no wendig:
(i) Fes legung de A gumen s uk u , (ii) seman ische P o o ypisie ung, (iii) Ex-
pandie ung de P o o ypen, i ) Debugging und ) pa adigma ische Ve -
packung und au oma ische Gene ie ung de Nominalph ase (s. Domínguez
Vázquez, Solla Po ela und Valcá cel Ri ei o 2019). Die un e schiedlichen
A bei ssch i e und die da ü eingese z en Ressou cen und Tools ass die Abb. 19
zusammen:
Abb. 1: Besch eibungsebenen und Ressou cen
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Die e s e Besch eibungsphase10 be i die Fes legung de A gumen s uk u ,
was am Beispiel des Subs an i s TEXT e anschaulich wi d: Abb. 211 zeig die
Analyse de Valenzs ellen, Abb. 3 einige bia gumen ale Mus e .
Abb. 2: A gumen s ellen on TEXT
Abb. 3: Bia gumen ale Mus e on TEXT
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Wie aus de Abb. 2. he o geh , s eh in unse em Modell ein seman isch
e anke e alenz undie e Ansa z im Vo de g und:
— Die jeweiligen A gumen s ellen we den nach ih e ela ionalen Bedeu-
ung — wie bei A g1 `de jenige, de die Handlung du ch üh ´ — ana-
lysie . Die Besch eibung de seman ischen Rollen e möglich den no wen-
digen Un e schied zwischen einem A g14, z.B. ‘Kommissions ex ’, gegenübe
einem A g52 wie ‘Abschieds ex ’.
— Die Kandida en zu Wiede gabe eine Rolle bzw. zu Bese zung eine
bes imm en Lee s elle bes immen wi eben alls ka ego iell12 (s. 4.3.) und
sch eiben sie eine seman ischen Klasse (s. 4.4.) zu.
Das be ei s Ange üh e soll e nich den Eind uck e wecken, dass die Aus-
d ucksebene auße Ach gelassen wi d, ganz im Gegen eil: eine olls ändige
Da s ellung alenzbezogene A gumen s uk u en se z die Besch eibung
mögliche Realisie ungen sowie ih es Kombina ionspo en ials o aus, und dies
ü die d ei besch iebenen Sp achen.
3.2 Nu ze und Nu zung de Ressou cen
F emdsp achens uden Innen und -dozen Innen s ellen sich als den an e s e
S elle an isie en Benu ze k eis he aus. Beide können bei un e schiedlichen
Benu zungszielen und -si ua ionen on den Ressou cen p o i ie en, o allem
wenn man in Be ach zieh , dass (i) die au die Valenz zu ückgehenden Fehle
im F emdsp achenun e ich häu ig o kommen (Gao und Liu 2020, Nied
Cu cio 2014) und (ii) das E le nen des Wo scha zes eng mi de Aneignung de
syn ak isch-seman ischen Umgebung zusammenhäng (Lau e und Na ion 2012).
Als sekundä e Nu ze kommen Wissenscha le und Compu e lexika, die
sp achliches Wissen benö igen, in F age ( gl. 5).
Bei de Handhabung beide Tools is om menschlichen Nu ze zunächs
die Sp ache und das nachzuschlagende Subs an i auszuwählen. Anschließend
en s eh in beiden Tools ein D opdown-Menü: das A gumen s uk u menü in
Xe a (Abb. 4) und eine zu selegie ende Kombina ion on A gumen ens ellen in
Combina o ia (Abb. 7).
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Abb. 4: A gumen s uk u menü bei Xe a. Beispiel TEXT
Je nach selegie em Mus e wi d ein wei e es Menü mi den seman ischen p o-
o ypischen Klassen (s. 4.4.) de ausgewähl en Lee s elle en al e . Somi lie e
Xe a beim Mus e [De e minan + Adjek i + TEXT + De e minan im Geni i +
A g11] die olgenden seman ischen Klassen13, beglei e on S anda dbeispielen:
Abb. 5: Auswahlmenü seman ische Klassen bei Xe a. Beispiel TEXT
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kann, da sie zu wei ge ass sind. Dahe e s ellen wi au de G undlage eine
summa i en Besch eibung de lexikalischen Kandida en (Abb. 9) p o o ypische
seman ische Klassen. Ein Beispiel da ü bilde die Besch eibung de seman-
ischen Ka ego ien zu Wiede gabe de Agens olle bei TEXT (Abb. 10).
Abb. 10: Seman ische Klassen de Agens olle bei TEXT
Abe dami is die seman ische Analyse nich ausgeschöp :
(a) Zu Beziehung zwischen lexikalischen Kandida en und seman ischen
Klassen: Eine seman ische Klasse mi ih en Ve e e n läss sich nich als allge-
meingül ige, ixie e Ka ego ie ü jegliche Subs an i e bes immen und
demen sp echend au oma isch e wenden. Zu Ve deu lichung wi d die
seman ische Klasse {BELEBT MENSCHLICH KÖRPERTEIL} he angezogen: Bei de
Analyse ha sich e wiesen, dass diese seman ische Klasse bei e schiedenen
Subs an i en, wie z.B. FARBE und SCHMERZ, als p o o ypisch gil . Man kann
abe dieses lexikalische Package — die diese Klasse zugeo dne e In o ma ion —
nich au oma isch wiede e wenden, da die lexikalischen Kandida en de
seman ischen Klasse {BELEBT MENSCHLICH KÖRPERTEIL} bei FARBE und
SCHMERZ nich übe eins immen19:
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36 Ma ía José Domínguez Vázquez
Valenz äge
Mus e
Lexikalische
P o o ypen
F equenz20
FARBE
+[DETERMINANT IM
GENITIV+ADJEKTIVFAKULTATIV +NOMEN]
‘Auge’
P.: 31. 460-mal
‘Haa ’
P.: 38. 402-mal
‘Hau ’
P.: 54. 285-mal
SCHMERZ
+[DETERMINANT + {KÖRPERTEIL}-
+SCHMERZ]
‘Auge’
P.: 30.1949-mal
‘Haa ’
P.: 263. 39-mal
‘Hau ’
P.: 234. 48-mal
Tab. 3: Gegenübe s ellung de Kandida en eine seman ischen Klasse bei
e schiedenen Nomina. Da en aus Ske ch Engine
Bei SCHMERZ lassen sich ‘Haa ’ und ‘Hau ’ im Gegen eil zu FARBE nich als
p o o ypische Ve e e diese seman ischen Klasse au assen, o allem wenn
man ih e Ko-Oku enzen den p o o ypischen und häu ig o kommenden
Komposi a gegenübe s ell (Tab. 4).
SCHMERZ
+[DETERMINANT + {KÖRPERTEIL}-
+SCHMERZ]
‘Kop schme z’
P.:1. 188948-mal
‘Rückenschme z’
P.:2. 92363-mal
‘Bauchschme z’
P.: 3. 45907-mal
Tab. 4: Lexikalische P o o ypen bei SCHMERZ. Da en aus Ske ch Engine
(b) Zu Wo scha ze wei e ung: Bezüglich de E s ellung de Gene a o en is
eine wei e en F age nachzugehen, die auch an die Wich igkei de Fes legung
seman ische p o o ypische Klassen anknüp : die Rolle de seman ischen
Klassen ode Ka ego ien, und eben alls de konk e en ka ego iellen Me kmale
([Menschen], [O ganisa ion]), als Ve knüp ungsins anz mi Ka ego ien und Sub-
ka ego ien de Wo dNe -On ologien (Gómez Guino a und Solla Po ela 2018).
Dabei sind die seman ischen Klassen on he aus agende Bedeu ung, und dies
aus den olgenden G ünden:
— Die Ve linkung au die Wo dNe -On ologien mi hil e de seman ischen
Klassen e möglich eine e eine e G anula i ä unse e On ologie sowie
eine de aillie e e Besch eibung des sp achlichen Ma e ials.
— Dadu ch gelang man zu eine olls ändige en Wo scha zlis e ü jede
konk e e Lee s ellenbese zung.
Dieses Ve ah en de Wo scha ze wei e ung äg zu Bildung eines
selegie en Lexempa adigmas mi den gleichen seman ischen Eigenscha en
wie denen des u sp ünglichen lexikalisch-seman ischen P o o yps bei. So wi d
die pa adigma ische Achse es geleg , die die lexikalische Auswahl bei de
au oma isie en Gene ie ung on Nominalph asen un e s ü z .
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Vom Ko pus übe wo d embeddings bis hin zum au oma ischen Wö e buch 37
Die Expandie ung e olg dank de Anwendung de Tools Lema iza21 und
Combina22 (Domínguez Vázquez, Solla Po ela und Valcá cel Ri ei o 2019).
Du ch ih en Einsa z können wi Wo scha zlis en aus den Wo dNe -On olo-
gien — z.B. {KÖRPERTEIL} in de Tab. 5 — geziel zusammens ellen, abe auch
seman ische Klassen genaue ein eilen (Tab. 6). Diese Ein eilung in Klassen
und Un e klassen is eno m ele an : denn — nochmals am Beispiel om
{KÖRPERTEIL} — wi alle wissen, dass nich alle Kö pe eile iechen ode
weh un, d.h. nich alle Kö pe eile kommen im gleichen P ädika ausd uck o .
Wo dNe : On ologien23
Klassen
SUMO On ology
BodyPa + BodyJunc ion+ O gan +
Epinonyms
[1] ex e nal_body_pa
Basic Le el Concep
05220461-n body_pa
Wo dNe Domains
ana omy
Top Concep On ology
1s O de En i y+ Li ing+ Pa +
Tab. 5: {KÖRPERTEIL} bei Wo dNe -On ologien
Klassen
Ve e e beispiel
[beleb ] [menschlich] [Kö pe eil] [ex e n]
‘Kop ’
[beleb ] [menschlich] [Kö pe eil] [in e n] [Muskel/Knochen]
‘Muskel’
[beleb ] [menschlich] [Kö pe eil] [Beschich ung]
‘Hau ’
[beleb ] [menschlich] [Kö pe eil] [O gan]
‘Eie s ock’
Tab. 6: Seman ische Klassen mi {KÖRPERTEIL}
Bei diesem Ve ah en s eh de Gedanke eine ges eue en E hebung on eine
signi ika i en Anzahl an lexikalischen Kandida en im Vo de g und. Diese zu-
le z genann e Aspek is nich zu un e schä zen, denn bei de quali a i en
E alua ion on au oma isch gene ie en Da en (Hashimo o e al. 2019, Vicen e
e al. 2015) sind nich nu ih e Quali ä , sonde n auch ih e Viel al igkei zen al.
4.5 P o o ypen als ex e n und in e n e gleichende Ins anzen
4.5.1 Ein üh ung
Bei de p ak ischen Anwendung unse es P o o ypizi ä beg i s bzw. Typikali-
ä sbeg i s sind wi au un e schiedliche Fälle ges oßen, die eine nähe en
Beobachung bedü en und die P o o ype nähe bes immen lassen:
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38 Ma ía José Domínguez Vázquez
— P o o yp als ex e n e gleichende Ins anz: Diese Au assung e möglich
die Gegenübe s ellung eines konk e en lexikalischen Kandida s bei un e -
schiedlichen nominalen Valenz äge n. Ein Beispiel da ü bilde de schon
ange üh e Ve gleich on {KÖRPERTEIL} bei FARBE und SCHMERZ ( gl. 4.4.).
Eine wei e e Anwendung des P o o yps als ex e n e gleichende Ins anz
kann auch bei de Gegenübe s ellung e schiedene Sp achen e olgen.
Dies läss sich beim Vo kommen de Eigennamen in den 3 besch iebenen
Sp achen deu lich beobach en. Somi sind p o o ypisch ‘Mia’ ode ‘Lena’
im Deu schen, im Spanischen ‘Susana’ ode ‘Pa icia’ und im F anzö-
sischen ‘Paule e’ ode ‘Annick’.
— P o o yp als in e n e gleichende Ins anz: Zu einem in e nen Ve gleich
e weis sich eben alls de P o o yp als ausschlaggebend, e ne bes ä ig
diese ihn als solchen. In diesem Zusammenhang is dem Ve häl nis
zwischen de Rep äsen a i i ä de A gumen s uk u , de Anzahl an lexi-
kalischen Kandida en sowie de Häu igkei de lexikalischen Kooku en-
zen ein zen ale S ellenwe zuzuweisen. Da au wi d in den nachs ehen-
den Abschni en eingegangen.
4.5.2 P o o ypen: A gumen s uk u und Kandidan enlis e
Als in e n e gleichende Ins anzen lassen sich die P o o ypen nach e schie-
dena igen P o o ypizi ä s ypen ode -g ade au eine ik i en P o o ypizi-
ä skala un e scheiden:
(i) Als p o o ypischs e A gumen s uk u s ell sich ein ep äsen a i es und
häu ig o kommendes Mus e mi eine b ei en Pale e an e schiedenen
lexikalischen Kandida en he aus, die auße dem häu ig o kommen. Ein
Beispiel da ü bilde die A gumen s uk u [DISKUSSION + P äposi-
ionübe /um + Nomen] bei Wiede gabe de seman ischen Rolle `THEMA´:
Häu igkei
Sco es
Diskussion übe
114,929
6.57%
Diskussion um
110,558
6.32%
Diskussion zu
47,816
2.73%
"Diskussion" auße halb + noun
21
0,0%
"Diskussion" anlässlich + noun
15
0,0%
Diskussion bzgl.
13
0,0%
Tab. 7: Gegenübe s ellung on F equenzangaben bei DISKUSSION + P äpo-
si ion
Die Tabelle gib zu e kennen, dass das Mus e [DISKUSSION + P äposi-
ionübe + Nomen] häu ige als ande e Kombina ionen o komm und dass
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Vom Ko pus übe wo d embeddings bis hin zum au oma ischen Wö e buch 39
es im Ve gleich zu ande en möglichen Realisie ungsmus e n, z.B. [Kom-
posi a + -DISKUSSION], bei Wiede gabe de selben seman ischen Rolle
ep äsen a i is . Hinzu komm , dass sie übe un e schiedliche und häu ig
o kommende lexikalische Kandidan en e üg :
Diskussion übe F equenz
Thema
5,189
Zukun
2,886
Sinn
1,893
F age
2,383
Rolle
874
P oblem
874
Ein üh ung
714
Umgang
743
Inhal
765
Möglichkei
838
Tab. 8: Lexikalische Kandida en nach Häu igkei sangaben
(ii) Im Gegensa z zu (i) sind zwa nich häu ige A gumen mus e o handen,
die sich abe als ep äsen a i he auss ellen: Aus eine alenzbasie en Ana-
lyse de aus Ske ch Engine e hobenen Da en übe das Mus e [Adjek i +
SCHMERZ] läss sich ablei en24, dass nich alenzbezogene Realisie ungen
bezüglich de Gesam anzahl de Adjek i e als auch de Ko-Oku enzen in
de Meh hei s ehen. Somi zeig eine seman isch basie e Analyse de
e s en 100 Subs an i e, dass 92% de o kommenden Adjek i e nich alenz-
ge o de sind, bei den es lichen 8% handel es sich um E gänzungen.
G aphik 1: Seman isch alenzbasie e Analyse on Adjek i en bei SCHMERZ
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40 Ma ía José Domínguez Vázquez
In Bezug au die Häu igkei de alenzbezogenen Realisie ungen läss sich
das Mus e zwei elsohne nich als häu ig bezeichnen. Indem es sich abe
als ep äsen a i ü eine mögliche Realisie ung de seman ischen Rolle
`EXPERIENCER´ e weis , wi d es in den Gene a o en be ücksich ig .
Hie mi läss sich eben alls beobach en, dass dieses Mus e eine seh
eingesch änk e Kandida enlis e zeig , de en Ve e e — ‘kö pe lich’
(5,899 T e e ; 5. Häu igkei sposi ion) und ‘seelisch’ (10. Häu igkei sposi-
ion mi 3,621 T e e ) — abe ganz oben in de F equenzlis e s ehen.
Häu igkei
Häu igkei p o Million
1
s a k Schme z
30,125
1.52
2
ch onisch Schme z
21,934
1.11
3
g oß Schme z
12,875
0.65
4
s echend Schme z
8,063
0.41
5
kö pe lich Schme z
5,899
0.30
6
he ig Schme z
5,165
0.26
7
aku Schme z
5,045
0.25
8
leich Schme z
4,624
0.23
9
b ennend Schme z
3,673
0.19
10
seelisch Schme z
3,612
0.18
Tab. 9: Häu igkei sangaben on Adjek i en + SCHMERZ
(iii) Nich ep äsen a i e wie auch nich häu ig o kommende A gumen -
s uk u en mi wenigen und nich equen en Kandida en we den nich in
die Gene a o en in eg ie . Zu Ve anschaulichung de a ige Fälle dien
das Mus e [SCHMERZ + Geni i : {BELEBT MENSCHLICH KÖRPERTEIL}].
Hingegen deu en die Ko po ada en zu P o o ypizi ä de Komposi a eali-
sie ung hin:
Häu igkei
Häu igkei p o Million
107 Schme z die Kop
21
< 0.01
1 Kop schme z
188950
954
Tab. 10: Gegenübe s ellung on ‘Kop ’ in Ve bindung mi SCHMERZ
4.5.3 P o o ypen: seman ische Klassen und A gumen s uk u
Hinsich lich des Ve häl nisses zwischen seman ischen Klassen und A gumen -
mus e n sind zwei Fälle zu beach en:
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Vom Ko pus übe wo d embeddings bis hin zum au oma ischen Wö e buch 41
(i) In eg ie we den in die Gene a o en seman ische Klassen mi eine signi-
ika i en Anzahl an Ve e e n, die sich eine häu igen und ep äsen a i-
en A gumen s uk u mus e zusch eiben lassen. Als Beispiel s ell sich
die seman ische Klasse {BELEBT MENSCHLICH KÖRPERTEIL} in Fo m eines
Komposi umsbes and eils bei SCHMERZ he aus:
G aphik 2: P ozen ansä ze on Komposi a mi Kö pe eil bei SCHMERZ
(ii) Im Gegensa z zu (i) s öß man auch au Fälle on seman ischen Klassen
mi wenigen abe häu ig o kommenden Ve e e n. Ein Beispiel da ü
inde das syn ak ische Mus e [FARBE + Geni i ], dessen Geni i ealisie-
ung mi ielen seman ischen Klassen ausges a e is . Da un e läss sich
als Beispiel da ü die seman ische Klasse {MATERIELL GEGENSTAND
SCHÖNHEITSPLEGE KOSMETIK} nennen, die eine eingesch änk e Anzahl
an Ve e e n ha — z.B. ‘Lippens i ’ — , die abe schon seh häu ig au -
auchen.
4.5.4 P o o ypen in den bia gumen alen S uk u en
Bishe wa on monoa gumen alen S uk u en die Rede. Deu lich we den
soll e alle dings unmi elba , dass sich bei de En al ung des im Nomen enhal-
enen Po en ials nich alle Kombina ionen und Selek ionsbesch änkungen o -
aussehen bzw. o ausse zen lassen. Im Hinblick da au lieg es nahe, dass nich
alle Ve e e jede seman ischen Klasse eines A gumen sX mi allen Ve e e n
eine ande en Klasse eines A gumen sY in eine bia gumen alen Realisie ung
kombinie ba sind.
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42 Ma ía José Domínguez Vázquez
Bei de Fes legung bia gumen ale Mus e g ei man wiede au den P o-
o ypbeg i zu ück. Somi is es e o de lich, zue s das Vo handensein des
bia gumen alen Mus e s im Ko pus zu p ü en. Lieg de Analyse das Mus e
[De e minan + {Adjek i } + ANTWORT + De e minan im Geni i + A gumen
N1 + au + De e minan im Akkusa i + A gumen N2] zug unde, läss sich
es hal en, dass die seman ische Klasse {ORGANISATION REGIERUNGSGEBUN-
DEN} ü N1 und die seman ische Klasse {INTELLEKTUELLES KOMMUNIKA-
TION} ü N2 p o o ypisch sind. Beach e man konk e die o kommenden lexi-
kalischen P o o ypen, is zu beobach en, dass die lexikalischen Kandida en
‘An age’ und ‘F age’ in de Meh hei s ehen:
ANTWORT
die Bundes egie ung au eine An age
465
die Landes egie ung au eine An age
92
die Sena au eine An age
81
die Bundes egie ung au die An age
66
die Landes egie ung au die An age
38
die Regie ung au eine An age
37
die Ve wal ung au eine An age
35
die Bundes egie ung au die F age
35
die S ad e wal ung au eine An age
31
die Ve wal ung au die An age
29
Tab. 11: Bia gumen ales Mus e on ANTWORT
Zum E langen akzep able E gebnisse bei de sp achlichen Gene ie ung is zwa
eine e ie e Analyse de bia gumen alen Mus e unen beh lich, jedoch kann
jede mögliche seman isch-syn ak ische Kombina ion nich manuell analysie
we den. Aus diesem G und lassen sich die Resul a e unse es kombina o ischen
Tools — Combina o ia — mi hil e de p ädik i en Me hode Wo d2 ec (Mikolo
e al. 2013) au die Kompa ibili ä de lexikalischen Kandida en jedes A gu-
men s übe p ü en (Domínguez Vázquez 2020). Anges eb wi d dabei nich ,
die Bedeu ung eines Wo es einem ande en gegenübe zus ellen — wie beim
Embedding Viewe on Ske ch Engine ode die möglich ab u ba pa adigma ische
Da ene hebung aus De eko ecs25, sonde n die Besei igung on Inkompa ibili ä en
au de Ebene de kombina o ischen Bedeu ung. Dieses Vo gehen äg zu
seman ischen Kohä enz bei, einem Quali ä s ak o bei jedem Gene a o na ü -
liche Sp achen. De Zug i au wo d embeddings wi d auch die In eg a ion on
nich alenzbezogenen Adjek i en in die nominalen A gumen mus e e mög-
lichen, dami de ph asale Kon ex e mi el wi d: De {unangenehme} |
{angenehme} | {üble} | {in ensi e} Ge uch.
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Vom Ko pus übe wo d embeddings bis hin zum au oma ischen Wö e buch 43
5. Au dem Weg zum au oma ischen Wö e buch
Bei den o angehenden Abschni en is au die In eg a ion und Rückkoppe-
lung e schiedene A bei ssch i e und Besch eibungsebenen zwecks de au o-
ma isie en Da ene hebung und -gene ie ung on syn ak isch-seman ischen
Valenzmus e n eingegangen. De Fokus ha insbesonde e au de En wicklung
eines meh sich igen P o o ypbeg i s gelegen, denn diese s ell sich ü die
Ve linkung zwischen zwei zen alen Besch eibungsebenen als ausschlaggebend
he aus: zum einem die au oma ische E hebung seman ische Da en, zum ande en
die Gene ie ung des syn ak isch-seman ischen En al ungspo en ials de Nomi-
nalph ase.
Die Sp achgene a o en, Xe a und Combina o ia, können als selbs ändige
Tools, als lexikalische bzw. sp achliche In o ma ionssys eme (s. Villa Vigoni-
Thesen 2018) geb auch we den. Da übe hinaus assen wi sie als inno a i e
Modelle ü au oma ische und in e ak i e e Valenzwö e büche bzw. syn ag-
ma ische Kombina ionswö e büche au . Sie b ingen gegenübe on ak uellen
online syn agma ischen Wö e büche n gewisse Neue ungen mi sich:
Die seman ischen Rollen, die p o o ypischen seman ischen Klassen und
die lexikalischen P o o ypen gel en bei de E s ellung und bei de Hanhabung
de Ressou ce als en scheidende Baus eine. Inso e n bie en die Gene a o en
nich nu eine on ologisch undie e Besch eibung, sonde n auch ein In en a
an seman ischen Ka ego ien und an lexikalischen Kandida en zu Belegung
eine konk e en Valenzs elle an. Somi leis en sie, wie klassische Valenzwö e -
büche , Hil e in eine ypischen P oduk ionssi ua ion.
Aus ypologische Sich bes immen zwei Schlüsselkonzep e, au oma isch
und in e ak i , den ak uellen S and de P o o ypen:
— Es handel sich um au oma ische Ressou cen in dem Sinne, dass sowohl
ü die Da ene hebung als auch ü die Da engene ie ung Techniken und
Ve ah en aus de NLP und NLG eingese z bzw. neu konzipie wu den.
Die Gene a o en können eine G undlage ü die En wicklung kün ige
au oma ische bzw. au oma isch compu e ges ü ze Valenzwö e büche
bilden.
— Beide Ressou cen sind eben alls als in e ak i e Tools konzipie , indem im
Gegen eil zu ühe en syn agma ischen We ken eine In e ak ionshand-
lung zwischen We k und Nu ze s a inde . Bei ih e Handhabung kann
in ih em ak uellen S and eine in o ma i -besch eibende In e ak ion e olgen.
Folglich kann man zu Ve gewisse ung in eine P oduk ions- ode Ko ek-
u si ua ion geziel bes imm e Mus e bzw. Kombina ionen ab agen.
Zwei in e ak i e He angehensweisen be inden sich in eine En wicklungs-
phase: (i) eine expe imen a i -nachschlagende In e ak ion (Selbs gene ie-
ung und -übe p ü ung eines Ausd ucks) und (ii) eine expe imen a i –
be eu e In e ak ion (Du ch üh ung de on den Tools angebo enen online
Übungen). Insgesam sind die didak ischen Anwendungen de Gene a o-
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44 Ma ía José Domínguez Vázquez
en iel äl ig (Domínguez Vázquez, Sanma co Bande, Solla Po ela und
Valcá cel Ri ei o 2019: 133-135).
Neben de Anwendung de Gene a o en als selbs ändige Ressou cen und als
Modelle ü neua ige Valenzwö e büche is ein wei e e Anwendungs-
be eich zu e gänzen: die In eg a ion ih e Da en in ande e E-Tools sowie die
Anwendung de de En wicklung de Gene a o en zug undeliegenden Tools
ü ande e In o ma ionssys eme. Beide sind wich ige Au gaben de elek o-
nischen Lexikog aphie:
Ano he aspec is sma use and euse o dic iona y con en . Namely, dic iona -
ies o en emain isola ed en i ies, whe eas he use needs and habi s indica e ha
i would be much mo e use ul o ha e hem linked o o he dic iona ies and lan-
guage esou ces, o e en in eg a ed in a ious ools. (siehe Elex 201926)
6. Ausblick
Eine aus üh liche Analyse de syn ak isch-seman ischen Schni s elle is aus
linguis ische Pe spek i e zen al, da die konk e e Bese zung de om Valenz-
äge e ö ne en S ellen zu P ädika sin e p e a ion und da übe hinaus zu
Abg enzung gegenübe ande en P ädika en üh . Aus P og ammie ungssich
is eben alls die seman ische In o ma ion unen beh lich, denn Maschinen e -
ügen nich übe ein seman isches Wissen, dahe inde in unse em Modell eine
syn ak isch-seman isch alenz undie e Besch eibung des om Valenz äge
es geleg en syn ak isch-seman ischen Rahmens s a . Im Hinblick au die no -
wendige syn agma ische und pa adigma ische Selek ion de on Gene a o en
gelie e en Da en, is ein meh s u ige P o o ypbeg i en wickel wo den, de
sich als wesen liche Bes and eil des me hologischen Ve ah ens e weis . Sowohl
aus de En wicklungspe spek i e als auch aus de Nu ze sich ück in unse em
Ansa z die Da legung de kombina o ischen Bedeu ung au ph asale Ebene in
den Vo de g und. Die au oma ische Gene ie ung on sa zwe igen Realisie-
ungen s ell sich als nächs es Ziel he aus.
Beide schon einsa zbe ei e P o o ype e kö pe n einen ypologischen Vo -
schlag zu neuen au oma ischen compu e ges ü z en syn agma ischen plu-
ingualen Wö e büche n, die eben alls un e schiedliche In e ak ionen beach e .
Insgesam zeichne de Bei ag nach, wie neue lexikog aphische Tools au
de G undlage des schon o handenen lexikog apischen Wissens, de In e ak ion
zwischen de Lexikog aphie und de na ü lichen Sp ach e a bei ung (NLP) und
-gene ie ung (NLG) sowie de Da enin eg a ion und Ressou cenin e ope abili ä
zus ande kommen können.
Danksagung
Ich danke den anonymen Gu ach e /-innen ü die we ollen Hinweise und
Anme kungen.
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