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Formen der Transkulturalität und Hybridität im Özdamars Werk "Mutterzunge"

Meziouak Nejjari, Nassima

Abstract

Emine Sevgi Özdamar, geboren am 10. August 1946 in Malatya/Türkei, zählt zu den wichtigsten deutsch-túrkischen Schriftstellerinnen, Schauspielerinnen und Theaterregisseurinnen des 21. Jahrunderts. Im Jahr 1990 verfasste Özdamar die Erzählung Mutterzunge, die sich mit der Thematik der Migration nach Deutschland, des Multikulturalismusund der identität beschäftigt. Anhand von vier Protagonisten beschreibt die Schriftstellerin die Zeit der vermehrten Einwarderung aus der Türkei nach Deutschland, die in den 1960er Jahren begonnen hat. Die vorgliende Bachelorarbeit versucht zuerst, neue Möglichkeiten der Betrachtung von Migrationsliteratur im deutschsprachigen Raum aufzuzeigen. Nach einer kurzen Einführung in die Migrationsliteratur un die deutsch-türkische Literatur ist es Ziel der vorliegenden Arbeit Özdamars Erzählung "Mutterzunge" auf transkulturelle und HYbride Elemente in der literarischen Sprache zu untersuchen. Dafür wird die postkoloniale Theorie von Homi K. Bhabha, einen gebürtigen Inder, zu Rat gezogen. Es wird eine Analyse des Buches vorgenommen, bei der näher auf den Inhalt und Aufbau der Erzählung, aber vor aliemauf zentrale Motive wie (Herkunfts-) Identität und Fremdrfahrung, die Kontroverse zwischen Tradition und Moderne, Weiblichkeit, Sexualität und Geschlechterrolien eingegangen wird.

Full text

Nassima Meziouak Nejja i T aballo de Fin de G ao Fo men de T anskul u ali ä und Hyb idi ä im Özdama s We k Mu e zunge Ti o a: Rosa Ma a Gómez Pa o Cu so académico 2018/2019 G ao en Linguas e Li e a u as Mode nas: Alemán Fo men de T anskul u ali ä und Hyb idi ä NASSIMA MEZIOUAK NEJJARI im Özdama s We k Mu e zunge Fo men de T anskul u ali ä und Hyb idi ä NASSIMA MEZIOUAK NEJJARI im Özdama s We k Mu e zunge Fo mas de anscul u ación e hib idación na ob a de Özdama A lingua da miña nai Fo mas de anscul u ación e hib idación en la ob a de Özdama La lengua de mi mad e Fo men de T anskul u ali ä und Hyb idi ä im Özdama s We k Mu e zunge Fo men de T anskul u ali ä und Hyb idi ä NASSIMA MEZIOUAK NEJJARI im Özdama s We k Mu e zunge Inhal s e zeichnis 1. Einlei ung ............................................................................................................................... 5 2. His o ische Hin e g und ..................................................................................................... 7 3. Hyb idi ä und T anskul u ali ä ....................................................................................... 10 4. Deu sch- ü kische Li e a u ...........................................................................……..…….. 12 5. Emine Se gi Özdama ................................................................................…………….….19 6. Mu e zunge .................................................................................................………………. 22 6.1 Einlei ung ................................................................................................................ 23 6.2 Mu e zunge. G oß a e zunge................................................................................. 24 6.3 Ka agöz in Alamania. Schwa zaugen in Deu schland............................................ 31 6.4 Ka ie e eine Pu z au. E inne ungen an Deu schland........................................ 40 7. Schluss olge ung ..................................................................................................………….45 8. Bibliog aphie .................................................................................................…..…………. 47 4 !Fo men de T anskul u ali ä und Hyb idi ä im Özdama s We k Mu e zunge 5 1. Einlei ung Ab den 1960e Jah en e leb e die deu sche Li e a u einen g oßen Wandel. Dies hing o allem mi sozialen und poli ischen Ve ände ungen zusammen, die die Homogeni ä de kul u ellen Iden i ä in F age s ell en. De Zweck diese Abschlussa bei is es, Özdama s E zählung Mu e zunge zu un e suchen, indem die anskul u ellen und hyb iden Elemen e inne halb des We ks analysie we den. Aus diesem G und soll zunächs ku z au den his o ischen Hin e g und eingegangen we den. Diese Da s ellung soll dabei hel en, die sozialen und poli ischen Ve ände ungen zu e s ehen, die sich sei den 1960e Jah en sowohl in Deu schland als auch in de Tü kei ollzogen haben. Diese Ve ände ungen üh en zu eine neuen Gesellscha in Deu schland, die du ch eine neue anskul u elle Li e a u ep äsen ie wi d. Um die Li e a u ab den 1960e Jah en in Deu schland zu kon ex ualisie en, wi d das li e a ische We k de bedeu ends en Au o en1 de Zei ku z mi den wich igs en Me kmalen ih e We ke au gezeig . Die deu sche anskul u elle Li e a u de 1960e bis 1990e Jah e gliede sich in d ei Phasen2. Die e s e Phase beginn mi de Ankun de e s en ü kischen Einwande e in den 1960e Jah en, die Zwei e äng in den 1980e Jah en an. Die Le z e inde im Jah 1990 s a . In diese le z en Phase heb sich Özdama als eine ace en eiche Au o in he o , die We ke au Deu sch e ö en lich , die es scha en, die na ionale G enze zu übe sch ei en und Lände wie G oßb i annien und Spanien zu e eichen. Die Biog aphie de Au o in wi d mi den wich igs en E eignissen ih es Lebens und de En wicklung ih es li e a ischen Scha ens da ges ell . Als Falls udie we den wi das im Jah 1990 e schienene We k Mu e zunge un e suchen. Es we den die wich igs en Themen des We ks un e such , die du ch ih en mul ikul u ellen Cha ak e mi einande e bunden sind. Anschließend wi d eine o male Analyse de einzelnen E zählungen un e Be ücksich igung de olgenden Punk e du chge üh : Inhal , E zähl echnik, O , Zei und Themen. 1 Aus G ünden de Lesba kei wu de im Tex die männliche Fo m gewähl , nich sdes owenige beziehen sich die Angaben au Angehö ige beide Geschlech e . 2 Siehe Ga cía Fe nández, Ma ía Sag a io. La li e a u a del discu so mul icul u al: esc i o es u co- alemanes. Mad id: Uni e sidad Complu ense de Mad id, 2007. !Fo men de T anskul u ali ä und Hyb idi ä im Özdama s We k Mu e zunge 6 Schließlich we den die Schluss olge ungen o ges ell , ge olg on de Bibliog aphie ü die E s ellung de A bei . !Fo men de T anskul u ali ä und Hyb idi ä im Özdama s We k Mu e zunge 7 2. His o ische Hin e g und • Deu schland und die Tü kei on 1960 bis 1990 Im Jah 1950 e eich e Deu schland einen g oßen Au schwung und wu de zu eine Wel mach , insbesonde e in wi scha liche Hinsich . Leide genoss jedoch nich das ganze Land diesen wi scha lichen E olg, denn de Wes en wa eiche als de Os en. Deshalb beschlossen iele junge Menschen, au de Suche nach eine besse en Zukun in den Wes en zu ziehen. Dies üh e am 13. Augus 1961 zu Bildung de Be line Maue , die die S ad in zwei Be eiche Wes und Os au eil e. Diese Maue wu de un e kommunis ische Kon olle e ich e . Ih e Funk ion wa es, den Kon ak zwischen de wes lichen und de ös lichen Be ölke ungsg uppe zu e hinde n, de sich im e gangenen Jah zehn du ch den g oßen Kon as zwischen den Volkswi scha en de beiden Gebie e in ensi ie ha e. In de Tü kei be and sich die Wi scha un e dessen in eine schwe en K ise. Die hohe In la ions a e und die g oße Ve schuldung des Landes üh en dazu, dass die Demok a en die Kon olle e lo en und das Mili ä dank des S aa ss eichs am 27. Mai 1960 das Land un e seine Kon olle bekam. Zu diese Zei wa die Sch i s elle in Emine Se gi Özdama au de Suche nach eine besse en Zukun gezwungen, nach Deu schland zu emig ie en. 1965 eis e sei nach Be lin, um do in eine Fab ik zu a bei en. Abe zwei Jah e spä e keh die Sch i s elle in in die Tü kei zu ück. Im Ve häl nis zu Bundes epublik Deu schland ha en deu sche Un e nehmen ab den 1960e Jah en ein De izi bei de Zahl de Beschä ig en. In olgedessen e möglich e de A bei sminis e Blank3 die Eins ellung on A bei nehme n aus G iechenland, Spanien, Po ugal, de Tü kei, Tunesien und ande en Lände n. Dies geschah du ch eine Ve einba ung, de Anwe beabkommen, die de damals wachsenden deu schen 3!Theodo An on Blank (1905, Elz-1972, Bonn) wa ein deu sche Poli ike de CDU. Von 1955 bis 1965 wa e de e s e Bundesminis e de Ve eidigung de Bundes epublik Deu schland und 1957 wu de Bundesminis e ü A bei und Sozialo dnung.!! !Fo men de T anskul u ali ä und Hyb idi ä im Özdama s We k Mu e zunge 8 Wi scha einen Schub geben soll e. Somi konn en deu sche Un e nehmen in ku ze Zei ein g oßes Wachs um e zielen. Du ch ein hohes S eue au kommen kam dies auch dem S aa zugu e. Man sp ich hie om „Wi scha swunde “. De Bundeskanzle Ludwig Wilhelm E ha d gil als Va e dieses wi scha lichen E olgs, denn e üh e die Bundes epublik zwischen 1963 und 1966 zum Au schwung. Doch in den le z en Jah en beginn das Land schwie ige wi scha liche Zei en zu du chlau en. De E olg de Vo jah e schein ü einen Momen gelähm zu sein. Diese S ills and des Au schwungs üh e un e ande em zu eine S eue e höhung, die die F agmen ie ung de poli ischen Pa eien de Koali ions egie ung e s ä k . Da au hin a Ludwig E ha d 1966 zu ück. Die Jah e 1966 und 1967 wa en nich nu ü die Deu schen, sonde n auch ü die Gas a bei e schwie ig, da sich einige on ihnen in eine Si ua ion de A bei slosigkei be anden. Doch glückliche weise and die K ise bald ein Ende und die Wi scha wuchs wiede . 1971 e laub e die A bei se laubnis e o dnung Auslände n die Rückkeh in die Republik und mach e eine ün jäh ige A bei se laubnis möglich. Sei dem Jah 1978 gib es auch das Familienzusammen üh ungsgese z. Dadu ch s eig die Zahl de Einwande e in de Bundes epublik s e ig. Tü kische Familien du chlau en in den spä en 70e und ühen 80e Jah en eine schwie ige Phase. Sie beginnen, on de Indus ie zunehmend an den Rand ged äng zu we den, da sie in diesem Sek o be ei s an angen, nach geschul em Pe sonal zu suchen, das mi echnologischen Inno a ionen des Ma k es e au is . Ande e sei s e leb die Tü kei einen de komplizie es en Momen e: Am 12. Sep embe 1980 inde im Land de d i e S aa ss eich s a . Ange üh on Gene al Kenan E en, dem S absche de ü kischen A mee. Diese be i auch die Bundes epublik, au g und de s eigenden Anzahl on Flüch lingen aus de Tü kei. De Mili ä pu sch in Is anbul ha e einen g oßen Ein luss au die Meinungs eihei . Dies e anlass e die Bü ge und insbesonde e die Sch i s elle dazu, ih e Wo e weise zu wählen, ohne die om Mili ä gese z en G enzen zu übe sch ei en. Dann begann Özdama sich on ih e Mu e sp ache Tü kisch zu lösen. In diesem Momen beschloss sie, nach Deu schland zu ückzukeh en. !Fo men de T anskul u ali ä und Hyb idi ä im Özdama s We k Mu e zunge 15 Ne za Üs ün, de 1924 in Is anbul gebo en wu de und 1979 in Bolu e s o ben is , ha eine g oße Viel al an We ken, da un e Almanya Almanya (1965), gesch ieben. Almanya Almanya gil als eines de e s en li e a ischen We ke übe Mig a ion und besch eib den gesam en P ozess, den die Einwande e du chgingen, und die E ah ungen, die sie au ih em Weg in die Bundes epublik mach en. Beki Yıldız wu de im Jah 1933 gebo en und is 1998 im Al e on 65 Jah e ges o ben. E komm in den 1960e Jah en nach Deu schland, um do als D ucke zu a bei en und keh le z endlich in die Tü kei zu ück, wo e sein We k Tü kle Almanya’da (1970) e ö en lich , in dem e übe die Tü ken in Deu schland sp ich . De 1940 gebo ene Yüksel Paza kaya gil als de ep äsen a i s e Sch i s elle deu sch ü kische Li e a u seine Zei . Schon in jungen Jah en zog e nach Deu schland, wo e sein S udium de Chemie und spä e das de Ge manis ik begann. 1973 p omo ie e e in Li e a u . Au g und seine langen Ka ie e kann e eine g oße Anzahl an We ken in ü kische und deu sche Sp ache p äsen ie en, un e diesen zum Beispiel: U ku ode De s ä ks e Mann de Wel . Zweisp achig, München und Wien (1974), ode Heima in de F emde? D ei Ku zgeschich en (1979). • Zwei e E appe Die zwei e Phase diese anskul u ellen Li e a u inde in den ach zige Jah en s a . Die We ke diese Pe iode weichen ge ing on jenen de o he igen ab. Sie handeln nich nu on den Emig an en, sonde n e zählen auch on den Schicksalen poli ische Exilan en. Es we den also meh Themen hinzuge üg , un e ande em solche, die die poli ische Si ua ion in de Tü kei wide spiegeln. Ein wei e es Thema is die Suche nach Iden i ä . Dies spiel o allem ü die jünge e Gene a ion de Emig an en eine g oße Rolle; wenn auch nich so s a k wie in den spä e en Phasen. Zusä zlich zu diesen Ve ände ungen beginnen die Sch i s elle in diese Zei , nach Möglichkei en zu suchen, sich gegensei ig zu un e s ü zen und ih e S imme zu e heben. Sie g ünden Ve bänden und Ve lage, mi Hil e de e sie ih e Meinung und ih e Anliegen kund un. So en s eh zum Beispiel de Ve ein Polyna ionen-Li e a u - und Kuns e ein, auch bekann als PoLiKuns . Diese Ve ein, de im Ok obe 1980 !Fo men de T anskul u ali ä und Hyb idi ä im Özdama s We k Mu e zunge 16 geg ünde wu de, gil als die wich igs e mul ikul u elle Ini ia i e. Eben alls en s eh in diese Zei de Ve lag ARARAT, de zu einem de bekann es en ausländischen Ve lage wi d. Hie sind u. a. We ke on Au o en wie A as Ö en, Yüksel Paza kaya und Habib Bek aş e ö en lich wu den. Das Haup ziel diese Ini ia i en is es, die Rech e ü kische Küns le zu e eidigen und eine besse e Kommunika ion zwischen ausländischen Küns le n zu e eichen. Zwischen den Jah en 1980 und 1982 e schein die on Yüksel Paza kaya he ausgegebene Li e a u zei sch i Anadil, die ü kische und deu sche Tex e o s ell . Alle diese Ak i i ä en de ü kischen Au o en zielen da au ab, ih e Rech e als Minde hei in de Gesellscha zu e eidigen und in de deu schen Li e a u S ellung zu beziehen. 1985 e leb de Ve ein PoLikuns einen g oßen Boom. Dadu ch kann sich de Ve ein auch in S äd en wie F ank u ode München p äsen ie en. Dank seines g oßen E olgs e eich de Ve ein sein Ziel, eine Minde hei on Sch i s elle n bekann zu machen, die sich in de deu schen Ö en lichkei e ablie en wollen. In den spä en 1980e und ühen 1990e Jah en gelang es ielen de Au o en sich einen Namen zu machen und somi ih e We ke auch in ande en bekann e en na ionalen Ve lagen e ö en lichen zu können. Dieses üh e dazu, dass die ü kischen Ve lage ih e Ak i i ä en eins ell en. Nachdem nun die Ve ände ungen dieses Jah zehn s aus üh lich besp ochen wu den, wi d es olgend um die he aus agenden Au o en diese Phase gehen. Gül ekin Em e is im Jah 1951 in Be lin gebo en. E ha das We k Die F emdhei des ausländischen A bei e s e ass , das on E inne ungen und dem Flug on einem Land in ein ande es handel . Wie be ei s e wähn , wa die poli ische Si ua ion in de Tü kei nich s abil. Dies e anlass e iele Ve iebene dazu in die Bundes epublik zu gehen. Im Zusammenhang hie mi s eh o allem auch de S aa ss eich on 1980 bei dem das Land on eine Mili ä mach und eine Dik a u ge üh wu de. Ein wei e e Au o is Yusu ziya Bahadιnlι, de im Jah 1927 gebo en wu de. 1980 emig ie e e nach Deu schland, wo e sich de P oblema ik de Mig a ion mi seinen We ken Zwischen zwei Wel en (1980) und In de Dunkelhei des Flu es (1984) widme e. Diese beschä igen sich mi den Schwie igkei en de In eg a ion de Tü ken in Deu schland und s ellen o allem die un e schiedlichen We e als ein Hinde nis ü die !Fo men de T anskul u ali ä und Hyb idi ä im Özdama s We k Mu e zunge 17 Ve schmelzung de beiden Kul u en da . Gleichzei ig sp echen zwei Au o en, Haldun Tane (1915-1986) und Özdemi Basa gan (1935) übe das Thema soziale In eg a ion. Tane s We k Hexenzaube is eine E zählung, in de de P o agonis ein illegale Einwande e is . Des Wei e en is auch den Au o Özdemi Basa gan zu e wähnen, de im Jah 1979 sein We k Teoman de Ungül ige e ö en lich e. Yüksel Paza kaya e ass e das We k Heima in de F emde (1979), das das Leben eines illegalen Einwande e s aus üh lich besch eib . Auch A as Ö en ha in seine A bei Bi e, nix Polizei (1981) die F age de Illegali ä angesp ochen. Hie bei handel es sich um einen Polizei oman, de in Be lin spiel . Ein G oß eil de bishe igen We ke ha sich au das Thema illegale Einwande ung in Deu schland konzen ie . Die schwankende Zus and de Wi scha slage und die Ölk ise im Jah 1973 üh en dazu, dass die Eins ellung ausländische A bei sk ä e ges opp wu de. Dennoch woll en iele Einwande e im Land zu bleiben und ande e nach Deu schland kommen. Denn sie nahmen an, dass sich die wi scha liche Si ua ion in Deu schland o aussich lich nie so seh e schlech e n wü de. Auße dem sahen sie auch keine Zukun in de Tü kei. Au g und dieses sozialen Wandels begannen sie, We ke zu e ö en lichen, in denen de P o agonis ein illegale Einwande e is . Viele We ke aus den spä en 70e Jah en e suchen, das unglückliche Leben, das sie haben, und die Schwie igkei en, denen sie ausgese z sind, da zus ellen. Abgesehen on allen be ei s e wähn en Au o en gib es wei e e, die au g und ih e Gemeinsamkei en g uppie we den können. Viele on ihnen sind in Deu schland gebo en ode kamen in ih e Kindhei nach Deu schland. Dahe sp echen und sch eiben sie au Deu sch. Das üh dazu, dass sie sich zum Beispiel mi Themen wie Iden i ä auseinande se zen, da dies ein wich iges und s i iges Thema ih e Gene a ion is . Inne halb diese G uppe on Au o en zeichnen sich Za e Şenocak (1961), Şİnasi Dikmen (1945) ode Osman Engin (1960) besonde s aus. Die absolu e Meh hei de Namen de deu sch- ü kischen Li e a u sind bishe männlich. Jedoch inde man auch einige Au o innen, wie zum Beispiel Aysel Özakin (1942) und Saliha Scheinha d (1982). Aysel Özakin sch ieb Soll ich hie al we den? !Fo men de T anskul u ali ä und Hyb idi ä im Özdama s We k Mu e zunge 18 (1982). Dieses le z e Buch handel on de bila e alen Pe spek i e eine im Exil lebenden F au. Es wi die F age nach de Iden i ä au und handel auch on ih e Auswande ungsgeschich e, da sie als P os i uie e nach Deu schland ein eis e. Saliha Scheinha d e ö en lich F auen, die s e ben ohne daβ sie geleb hä en im Jah 1983. Die Sch i s elle in k eie in ih em We k eine A Repo age, in de sie das Leben einige ü kische F auen e lek ie , die zu Auswande ung gezwungen wa en. • D i e E appe Die d i e Phase de deu sch- ü kischen Li e a u beginn in den 90e Jah en. In diese Zei inde as eine olls ändige In eg a ion de Sch i s elle s a . Sei den 90e Jah en e schwinde das Tü kische aus de deu schen Li e a u und alle We ke sind au Deu sch e ass . Viele Au o en wu den be ei s in Deu schland gebo en und ü iele e wies sich die deu sche Sp ache als ein mach olles Medium ih es küns le ischen Ausd ucks. Au o en, die ü diese Zei on besonde e Bedeu ung sind, sind zum Beispiel Fe idun Zaimoglu. E sp ich in seinem We k Kanak Sp ak (1995) übe Menschen am Rande de Gesellscha . Dieses Buch ha eine g oße soziale Wi kung, da sie den Namen eines deu sch- ü kischen Soziolek es äg . In diese o le z en Phase nimm die Li e a u ü kische He kun eine inhal liche Wendung. Je z geh es o allem um das li e a ische „Ich“, um die Suche nach de indi iduellen Iden i ä als Deu sch-Tü ke und als Sch i s elle . Am Ende de o angegangenen Phase auch en die e s en weiblichen Namen in diese Li e a u au . In diese Phase machen sich nun imme meh F auen einen Namen. So zum Beispiel Zeh a Çı ak, Renan Demi kan ode Emine Se gi Özdama . Alle beschä igen sich mi ähnlichen Themen, die We ke diese Sch i s elle innen zeigen Geschich en mi biog aphischen Me kmalen, in denen die P o agonis innen ü kische F auen im Ausland sind. Ande e he aus agende Au o en sind Özgen E gin (1947), die 1992 den E zählband Cha lie Kemal e ö en lich e, in dem sie eine Geschich e on Zigeune n e zähl . Hie wi d die F age nach In eg i ä und Iden i ä au gewo en. Die !Fo men de T anskul u ali ä und Hyb idi ä im Özdama s We k Mu e zunge 19 Au o en diese Phase wollen nich den Auslände e e e, sie wollen auch nich als Sp eche de ü kischen Minde hei in Deu schland au e en. Vielmeh e suchen sie, eine neue eigene Iden i ä zu bilden. Die Deba e übe die Suche nach de Iden i ä spiegel sich in Büche n wide wie Das senk ech e Mee on Za e Senocak, welches im Jah 1991 e schien. Saliha Scheinha d e ö en lich 1993 Die S ad und das Mädchen, biog aphische Geschich en on ü kischen F auen. Ale Tekinay e zähl ih e We ke aus biog aphische Sich und behandel Themen wie die Schwie igkei en, mi denen junge Sch i s elle au de Suche nach de eigenen Iden i ä kon on ie sind. 1993 e ö en lich sie ih e A bei Nu de Hauch on Pa adies. 5. Emine Se gi Özdama Eine de wich igs en F auens immen de deu schsp achigen Li e a u is Emine Se gi Özdama . Sie wu de am 10. Augus 1946 in Mala ya in de Tü kei gebo en und wuchs bei ih en G oßel e n ä e liche - und mü e liche sei s au . Somi e b ach e sie ih e Kindhei zwischen den beiden ü kischen S äd en Is anbul und Bu sa. Mi e de 1960e Jah e e hiel sie einen Au ag on eine deu schen Fab ik in Be lin. Von Kindhei an ha e sie eine g oße Liebe zu Kuns , insbesonde e zum Thea e , und eine ih e T äume wa es, Schauspiele in in Deu schland zu sein. Ih e e s en 6 Jah e in Deu schland wa en nich ein ach: sie komm in die Republik ohne Deu sch zu können, leb zue s mi 120 ande en ü kischen F auen in einem Wohnheim in Be lin. E s wenige Mona e spä e inanzie ih Va e ih Sp achun e ich am enommie en Goe he-Ins i u , um ih eine besse e In eg a ion in die Gesellscha zu e möglichen. Jah e spä e keh die Sch i s elle in in ih e Heima , in die Tü kei, zu ück. Do nimm sie e s e Thea e s unden. Spä e geling es ih , in wich igen S ücken au zu e en. Doch au g und des Pu sches, de 1971 in de Tü kei s a and, sind Özdama und ande e Küns le wegen de Dik a u seh eingesch änk . Fü sie bes eh keine Meinungs eihei . Dahe beschließ die Au o in, wie iele ande e ü kische !Fo men de T anskul u ali ä und Hyb idi ä im Özdama s We k Mu e zunge 20 Sch i s elle und Küns le , in die Bundes epublik zu gehen und do ih e li e a ische und küns le ische Tä igkei o zuse zen. 1978 zog sie nach Pa is und s udie e do an de Uni e si ä Pa is VIII, wo sie ih en Abschluss als „Maî ise de Théâ e“ mach e. An ang de 80e Jah e keh e sie nach Be lin zu ück und a bei e e als Schauspiele in mi dem Regisseu Claus Peymann zusammen. Sie übe nahm Film ollen in Yasemin on Ha k Bohm ode Happy Bi hday Tü ke on Do is Dö ie. Sei Ende de 80e Jah e leb sie als eie Au o in und Schauspiele in in Be lin. Emine Se gi Özdama is eine Küns le in, eine ace en eiche F au, die sich nich nu als Au o in auszeichne , sonde n auch als D ama ike in, Schauspiele in, Thea e egisseu in, Male in, Sänge in und Tänze in. Özdama e häl ü ih e e ö en lich en und p äsen ie en A bei en insgesam ie zehn Auszeichnungen und is dami bis zu Ak uali ä die einzige deu sche Sch i s elle in ü kischen U sp ungs, die so iele Auszeichnungen e hal en ha . Auße dem we den ih e We ke auch in zahl eiche wei e e Sp achen übe se z und sind im Ausland bekann . Sie e hiel zahl eiche Auszeichnungen, un e ande en, 1991 den Ingebo g-Bachmann-P eis, 1999 den Adelbe - on-Chamisso P eis, 1999 den P eis de Li e aTou No d, ode 2003 den S ad sch eibe p eis on Be gen-Enkheim. In ih en We ken p äsen ie sie eine g oße Viel al li e a ische Gen es. 1990 e ö en lich e sie ih e s es We k Mu e zunge, eine Sammlung on Ku zgeschich en. Ih e Haup hemen sind die Iden i ä und die Beziehungen zwischen Iden i ä und Sp ache. Des Wei e en se z sie sich mi de Rep äsen a ion on Einwande e n auseinande . 1992 e ö en lich e sie ih en e s en Roman Das Leben is eine Ka awanse ei. Dieses We k ma kie ein Vo he und Nachhe im Leben de Au o in. Es wi d in iele ande e Sp achen übe se z und übe sch ei e dami die G enze des na ionalen We ks. Im selben Jah , 1992, sch ieb Özdama ih en zwei en Roman Die B ücke om goldenen Ho n. Es handel sich um ein au obiog a isches We k, das sich du ch die Ve wendung des na a i en Selbs auszeichne und wie iele ih e We ke in den sechzige Jah en spiel . Im Jah 2001 e ö en lich e sie ih en zwei en !Fo men de T anskul u ali ä und Hyb idi ä im Özdama s We k Mu e zunge 21 Ku zgeschich enband De Ho im Spiegel. In diesem se z sie sich mi Themen wie Liebe, Schme z und Lus auseinande . De Band se z sich aus ach e schiedenen Geschich en zusammen. Schließlich sch ieb sie 2003 ih en le z en deu schen Roman Sel same S e ne s a en zu E de, in dem sie Be lin in den 70e Jah en besch eib . Im Jah 2007 e ö en lich e sie ih e s es P osawe k au Tü kisch Kendi Kendininin Te zisi Bi Kambu , Ece Ayhan'lı anıla , 1974 Zü ih günlüğü, Ece Ayhan'ın mek upla ı. Dies is ein Tagebuch, in dem sie on ih e F eundscha mi dem Regisseu Vasi Öngö en e zähl . Özdama g ei in ih en We ken o au ähnliche Themen, wie Iden i ä , Einwande ung ode Sp ache zu ück und s ell in diesen e schiedenen Po ä s on Einwande e o . Im Folgenden sollen diese Themen nun im De ail besp ochen we den. Iden i ä is eines de Haup hemen de deu sch- ü kischen Li e a u , in de das na a i e Selbs agmen ie is und nich weiß, wo es hingehö . Iden i ä is die Gesam hei de Me kmale eine Pe son, die es ih e möglichen, sich on ande en in eine G uppe zu un e scheiden. Iden i ä is abe kein in sich abgeschlossenes ode s a es Kons uk , sonde n be inde sich imme im Wandel. Die eigenen Posi ionie ungen und die gesellscha lichen A ibuie ungen bes immen die Kons uk ion on Iden i ä . Im pe sönlichen Fall on Özdama is die Sch i s elle in aus poli ischen und wi scha lichen G ünden gezwungen, ih Heima land zu e lassen und sehn sich danach, im Ausland S abili ä und F eihei zu inden. Das is ih e s e Sch i au de Suche nach eine neuen Iden i ä , de sich in ih en We ken wide spiegel . Man könn e sagen, dass dieses Thema au e schiedene Weise angesp ochen wi d. Un e ande em zum Beispiel du ch die symbolische F agmen ie ung on Be lin ode Is anbul. Fas alle We ke Özdama s be inden sich zwischen diesen beiden S äd en. Beide S äd e haben sozusagen einen „ agmen ie enden“ Cha ak e . Eine sei s wa Be lin du ch die be ühm e Maue , die on An ang de 60e Jah e bis zum 9. No embe 1989 Teil eine Binneng enze in Deu schland wa , ge enn . Ande e sei s is auch Is anbul in zwei Zonen un e eil , eine eu opäische und eine asia ische. !Fo men de T anskul u ali ä und Hyb idi ä im Özdama s We k Mu e zunge 22 Auße dem e leben ih e Figu en, die ü kische He kun sind und be ei s in Deu schland ansässig sind, eine s ändige K ise. Auch in einigen Fällen, die spä e analysie we den, gib es Cha ak e e, die in die Tü kei zu ückkeh en, um sich do wiede niede zulassen. Doch dazu sind sie nich meh in de Lage, weil ih e Iden i ä sich en wickel ha . Dami be inde sich die Figu in eine Si ua ion des Iden i ä skon lik s, indem sie nich weiß, wohin sie gehö . Das Po ä de Immig a ion is eines de am häu igs en o kommenden Themen in de deu sch- ü kischen Li e a u und auch in den We ken on Özdama . In ih en Tex en, abe o allem in ih e e s en Ku zgeschich ensammlung Mu e zunge, besch eib die Au o in in de zwei en Geschich e, Schwa zaugen in Deu schland, aus üh lich die Ankun eines Zuges aus de Tü kei in Deu schland und s ell die Einwande ung aus e schiedenen Pe spek i en da . Die Pe spek i en um assen un e ande em einen jungen Fußball an und einen Esel. In diese Geschich e wi d eine pe ek e De ini ion on Einwande ung o genommen; insbesonde e de de beiden P o agonis en. Sie e zähl on dem Momen , in dem sie sich dazu en scheiden, nach Deu schland auszuwande n, bis zu dem Zei punk , wenn sie in die Tü kei zu ückkeh en. 6. Mu e zunge Mu e zunge en häl d ei Geschich en. In jede p äsen ie die Au o in neue Cha ak e e, E zählungen und Kon ex e. Alle sind jedoch mi einande e bunden, da alle die gleichen Themen aus un e schiedlichen Pe spek i en behandeln. Es we den olgende Themen behandel : Iden i ä ssuche und Iden i ä skon lik , Einwande ung und Sp ache bzw. meh sp achige Iden i ä skons uk ion. Auße dem sind die ealen und auch die ik i en Cha ak e e ü kischen U sp ungs und ziehen als Einwande e nach Deu schland, um do eine besse e Zukun zu inden. Nachs ehend wi d jeden Aspek in diese A bei genaue analysie en. Sp ache is ein seh wich iges Thema inne halb de A bei . Sie ungie als ein Spiegel, de den Iden i ä skon lik de Mig an en zeig . Dieses Thema is on g oße !Fo men de T anskul u ali ä und Hyb idi ä im Özdama s We k Mu e zunge 23 Bedeu ung in den We ken on Emine Se gi Özdama im Allgemeinen und in Mu e zunge im Besonde en. In de e s en Geschich e Mu e zunge.G oß a e Zunge, zeig sie es anhand eine jungen F au, die sich öllig in die deu sche Gesellscha in eg ie und plö zlich das Ge ühl ha , dass ih e was ehl . Mi de Zei in Deu schland ha sie die Sp ache ih es G oß a e s e gessen, de ü kisch in a abische Kallig aphie gesch ieben ha . Sie mach sich au die Suche nach de e lo enen Sp ache und se z sich mi ih e Iden i ä und ih en kul u ellen Wu zeln auseinande . In de zwei en Geschich e Ka agöz in Alamania. Schwa zaugen in Deu schland wi d Sp ache als ein Phänomen de Be eiligung an de Gesellscha da ges ell . In diese Geschich e wi d gezeig , wie die Tü ken in Deu schland zu ech kommen, ohne die deu sche Sp ache zu können. Auße dem mach die Geschich e kla , wie die ü kischen Einwande e sich an das neue Land anpassen, indem sie deu sche Wö e in ih e eigene Sp ache, das Tü kische, hin ügen, und so eine hyb ide Sp ache au bauen. Die d i e Geschich e Ka ie e a Pu z au. E inne ungen an Deu schland, geh es um die Suche nach Iden i ä . P äsen ie wi d dies du ch eine ü kische Pu z au, die da on äum , in Deu schland Schauspiele in zu sein. 6.1. Einlei ung Zum Au bau des We ks Mu e zunge is es zuhal en, dass es aus insgesam d ei E zählungen bes eh : 1. Mu e zunge. G oß a e zunge, 2. Ka agöz in Alamania. Schwa zauge Deu schland und 3. Ka ie e eine Pu z au. E inne ungen an Deu schland. Das Buch en häl eine Widmung an die Mu e de Au o in: „Fü meine Mu e Fa ma Hanim“ (Özdama 1990: 8). Au den e s en Blick e schein de Ti el des We kes seh eigena ig. Die Au o in e wende den Beg i „Zunge“ ans elle on „Sp ache“. Mi diesem Ti el „Mu e zunge“ e weis die Au o in au das Ve häl nis zu Mu e sp ache, sowie au das Sp achenle nen. Sie beg ünde die Auswahl des Buch i els wie olg : „In meine Sp ache heiß Zunge: Sp ache. Zunge ha keine Knochen, wohin man sie d eh , d eh !Fo men de T anskul u ali ä und Hyb idi ä im Özdama s We k Mu e zunge 24 sie sich do hin“ (Özdama 1990: 9). Özdama spiel gleichzei ig mi dem Bild de ged eh en Zunge au die Meh sp achigkei an. Mu e zunge is eine E zählung, die ch onologisch s uk u ie is . Sie be ich e om Leben e schiedene ü kische Cha ak e e. Das Leben de Mig an en und ih e P obleme we den o ges ell . Wei e hin zeichne es sich du ch seine Mischung aus ik i en und ealen Cha ak e en aus. Das We k en häl iele an as ische Elemen e, dennoch lassen sich auch ealis ische Elemen e wiede inden, wie ech e De ails ode eale O e. In de e s en Geschich e is die E zähle in die P o agonis in selbs : eine weibliche Figu ü kische He kun . Die zwei e Geschich e wi d in de d i en Pe son e zähl und en häl iele Dialoge. In de le z en Geschich e i eine Ich-E zähle in als Pu z au au . S ilis isch sind die Geschich en olle ulgä e und g o eske Elemen e (die spä e we den nähe e läu e ). Obwohl Özdama das ganze Buch au Deu sch gesch ieben ha , e wende sie meh e e Ausd ücke au Tu kish. So zum Beispiel eligiöse Elemen e, die aus dem Islam kommen, un e ande em die G üße „Selamünaleyüm“ und „Aleykümselam“. Au diese Weise e leih die Au o in ih en Geschich en einen hyb iden Cha ak e . 6.2. Mu e zunge. G oß a e zunge • Inhal Me hame is ein junges Mädchen ü kische He kun , das in Os be lin leb . Diese junge F au ha das Ge ühl, dass sie die Sp ache ih e Mu e (die ü kische Sp ache) und gleichzei ig die Sp ache ih es G oß a e s, die Tü kisch in a abische Kallig aphie is , e lie . Dann beschließ sie ih e e lo ene Ve gangenhei wiede zu inden und nach ih e ü kischen Iden i ä zu suchen: „Ich e inne e mich !Fo men de T anskul u ali ä und Hyb idi ä im Özdama s We k Mu e zunge 31 6.3 Ka agöz in Alamania. Schwa zauge in Deu schland Die zwei e Geschich e, Ka agöz in Alamania. Schwa zaugen in Deu schland, un e scheide sich on de e s en du ch ih en an as ischen Cha ak e . Sie is eine länge e Geschich e, die den au älligen Ti el Ka agöz in Alamania äg , de o he sag , wie die Geschich e aussehen wi d. Be ach e man die He kun des Wo es, so s ell man es , dass Ka agöz im Tü kischen buchs äblich schwa ze Augen bedeu e . Dies inde sich auch in de deu schen Übe se zung wiede und bezieh sich wiede um au eine A Scha en hea e mi Ma ione en aus S äben ode S öcken, die om Puppenspiele beweg we den. Dieses Wo kann sich auch au die A on Geschich e beziehen, die man auch als Ka ne al bezeichnen kann. Auch das Wo Ka agöz bezieh sich au den Namen des P o agonis en de Ka agöz Schicksallos genann wi d. • Inhal Eines Nach s, als die Hunde bell en, äum e die schwange e F au, daß ih Mann on einem Ap elbaum, de dem Nachba n gehö e, Äp el klauen woll e. E wa S eine an die Äp el, e p i nach den Äp eln, abe die Äp el kamen nich he un e . E s ieg au den Rücken seine schwange en F au und e eich e einen Ap el. E gab ihn seine F au. E woll e einen zwei en ü sich p lücken, in dem Momen ielen einige Äp el he un e , und de Besi ze des Baumes kam au seinem Esel dazu und ag e den Baue n: »Oo masallah! Masallah! Was us du denn da?« De Baue sag e: »Ich bin eine Nach igall, ich singe hie au dem Baum. (Özdama 1990: 38) So beginn die zwei e Geschich e mi einem T aum, de am Ende de Geschich e in E üllung geh . In diese Geschich e is de P o agonis ein ü kische Baue , de als Gas a bei e aus seinem He kun sland, aus de Tü kei, nach Deu schland zieh . Die zwei e Rolle spiel de Beglei e des Baue n au de Reise: sein Esel. De Baue eis mi eine g oßen Anzahl ü kische A bei e nach Deu schland und do einen Job an de Keh maschine bekomm . Im Lau e de Mona e beginn e abe , !Fo men de T anskul u ali ä und Hyb idi ä im Özdama s We k Mu e zunge 32 Sehnsuch nach seine Familie und seinem Land zu spü en. Seinem Beglei e , dem Esel, e zähl e , dass e in die Tü kei zu ückkeh en will: E zog sein S aßenkeh e -Kos üm aus und sag e zu dem Esel, e muß weg. De Esel hiel ihn an seine Jacke es und sag e: »Ich komme mi , ich will auch meine F au sehen.«. De Baue ging Rich ung Tü kei, eine C&A-Tü e ging mi ihm mi . (Özdama 1990: 53) Nach seine Reise in die Tü kei keh de Landwi mi Lus au A bei zu ück und b ing seine F au nach Deu schland. Ku z da au beschließ die Baue s au Deu schland zu e lassen, weil sie das Land nich meh e agen kann. Dann keh sie in die Tü kei zu ück, doch als sie do is , e läss sie ih Land wiede , um nach Deu schland zu ückzukeh en. Dies u sie aus dem gleichen G und, nämlich weil sie sich in de Tü kei nich meh zu ech inden kann. Nach einigen Jah en in Deu schland beschließ He Ka agöz, in sein He kun sland zu ückzukeh en. Nach de Ankun des Baue n in seine Heima s ad ände sich alles und e e besse seinen sozialen S a us. E is je z ein espek ie e Mann in seinem Do . Auch in diese , wie in de o he igen Geschich e, is das nich das Ende de Geschich e, denn die Au o in bau auch hie eine Wendung ein. Zu Beginn de Geschich e äum die F au de Baue da on, dass ih Mann Äp el on einem p i a en Feld s iehl . Je z is e jedoch ein G undbesi ze in seinem Heima do in de Tü kei, und als e du ch sein Feld läu , en deck e eine Pe son, die do Äp el s iehl . Dies zeig ein Spiegelbild seines Ve hal ens. De E zähle nenn es „sein Ebenbild“ und besch eib es auch als „Jugend“, indem e au den Cha ak e des Baue n in seine Jugend hinweis . Diese Figu , die sich e häl , wie e selbs zu o , nähe sich ihm und sag ihm, dass e de Besi ze des Feldes is . In olgedessen beginnen de Baue und sein Double da übe zu s ei en, we de wah e Besi ze is . Schließlich beschließ de ech e Baue , nach Deu schland zu gehen und ihm seine Jugend wiede wegzunehmen: !Fo men de T anskul u ali ä und Hyb idi ä im Özdama s We k Mu e zunge 33 Was eibs du au meinem Baum? Das Ebenbild s eig om Baum, beide angen an, sich zu sagen: »Ich bin de Baue , ich bin de Baue .« De Baue ie seinen Esel zu Hil e, dami de Esel sagen konn e, we de ech e Baue is . De Esel kam und ging mi seine Jugend zusammen weg. Die Ap elbäume zi e en. De Opel Reco d sch ie. Die F au om Baue n s and schwange da. De Baue se z e seine Sonnenb ille au , s eig in seinen Opel Reco d, sag e zu seine F au und den Kinde n: »Wi müssen nach Alamania ah en.« Und uh ückwä s nach Alamania. (Özdama 1990: 79) In diesem F agmen wi d on einem Deu schland gesp ochen, in dem alles mi 25 mul iplizie wi d: Weiß du, was Alamania is , He Ahmed?« Dann e zähl e e dem Va e on diesem Land. Wenn e seinen Sohn om Baum hinschicken wü de, daß e dann nich nu einen Sohn, sonde n plö zlich 25 Söhne haben we de, weil in diesem F emdland das Geld 25mal meh We ha als hie in diesem Do . E sag e: »Eine Ma k mach 25 Li a. Ein Sohn mach 25 Söhne. Ein Sohn mach 25 Felde .« De Va e ag e ihn: »Was wills du? «De Wuche e sag e: »Dein Feld und dein Sohn k ieg Geld, dami nach Alamania geh ein Held, und e mach di bald 25 Feld.« (Özdama 1990: 39) • E zähl echnick Die Geschich e Schwa zaugen in Deu schland wi d on einem allwissenden E zähle in de d i en Pe son e zähl : „Es wa einmal ein Do , das ha e einen B unnen und ein g ünes Mina e ... In diesem Do leb en ein Mann und seine F au (Özdama 1990: !Fo men de T anskul u ali ä und Hyb idi ä im Özdama s We k Mu e zunge 34 38). In de Geschich e lassen sich jedoch auch Dialoge wiede inden, in denen Deu schland als subjek i und eigena ig besch ieben wi d. Eine de Au älligkei en de Geschich e is , dass die Au o in keinem de Cha ak e e einen Namen gib , sonde n sie nach ih em Aussehen ode ih e A bei benenn . So zum Beispiel: „Die F au mi dem Taschen uch“ ode „de Baue “. Es schein , dass sie somi e such , den E eignissen meh Bedeu ung beizumessen, als den Figu en. An einem Punk de A bei , wenn de Landwi au ge o de wi d, sich zu iden i izie en, gib ihm die Au o in jedoch den Namen Ka agöz Schicksallos: De Baue muß e ein Papie aus üllen: Name: Schicksallos Vo name: Ka agöz Gebu sda um des Va e s: E muß gebo en sein, als die P laumen ei wa en. (Özdama 1990: 47) Se gi Özdama läss sich in diese Geschich e on Fan asie und I onie lei en. Die Geschich e kann du ch ih en humo ollen und i onischen Cha ak e besch ieben we den: Eine F au saug e S aub. Die Maschine zog an ih en langen Haa en. Ein u al e Mann ockne e mi einem Haa öhn seinen Ba , den e am B unnen wiede und wiede naßmach e. Eine Waschmaschine a bei e e. Ein Kind woll e seine Ka ze auch in de Maschine waschen. (Özdama 1990: 66) Die an as ische Figu om Esel e häl in diese Geschich e menschliche Eigenscha en. E is a m und beschließ , nach Deu schland auszuwande n (Özdama 1990: 40). !Fo men de T anskul u ali ä und Hyb idi ä im Özdama s We k Mu e zunge 35 Bezüglich de Sp ache e wende Özdama in ielen Momen en g o eske Vokabeln. Folgende Szene, in de de P o agonis eine Besch eibung on sich selbs mach , zeig kla dieses Phänomen: Ich bin ein e hei a e e Mann. Ich liebe meine F au seh . Ich ögele ein paa Mal in de Nach mi meine F au, bis die nich meh kann, und dann si ze ich da – unbe iedig . Ich möch e ge ne eine e hei a e e F au kennenle nen, de es auch so geh . Da ich selbs e hei a e bin, müß e die Dame keine Angs haben. S engs e Disk e ion. (Özdama 1990: 65) Eine ande e Szene is , wenn eine F au mi de deu schen Polizei sp ich . Hie sieh man deu lich die Ve wendung on ulgä em und unhö lichem Wo scha z: De G enzpolizis sag e zu ih : »Ih e Au en hal se laubnis is abgelau en. Ve s anden? Du zu ück nach Hause. Alles kla ?« Die F au sag e: »Ich zu ück? Ich bleiben Haus. Nikis alles kla . Mein Mann Alamania-Alaman-F au icken, bleiben.« Sie muß e on de AlamaniaTü zu ückkeh en (Özdama 1990: 52) Es gib zwei Haup äume, nämlich Be lin und ein ü kisches Do : „Es wa einmal ein Do , das ha e einen B unnen und ein g ünes Mina e , on dem de Do hodscha ün mal äglich den Ezan sing “ (Özdama 1990: 38). Wiede einmal inden wi Hyb idi ä und Mul ikul u ali ä im li e a ischen Raum. Und das lieg am Kon as zwischen de Tü kei, e e en du ch ein bescheidenes Volk, und Be lin, de inie als eine g oße S ad olle Möglichkei en und Geld. In diese Geschich e gib es eine Glo i izie ung und Ve g öße ung Deu schlands, au die man im nächs en Kapi el eingegangen wi d. In Bezug au die Zei sag de Sch i s elle in wiede um nich , in welchem Zei aum sich die Geschich e en wickel . Abe du ch die Ve wendung des Beg i s „Gas a bei e “ kann man sagen, dass es in den 60e Jah en is : „Die Züge ah en ab, !Fo men de T anskul u ali ä und Hyb idi ä im Özdama s We k Mu e zunge 36 die Züge kommen an. Es gab beleuch e e Weihnach sbäume. Die Gas a bei e au U laub s anden in G uppen und ede en gleichzei ig“ (Özdama 1990: 59). Diese zwei e Geschich e is seh lang. Um die Szenen zu ennen, e wende die Sch i s elle in olgenden Beg i e: „ES WURDE DUNKEL. ES WURDE HELL“. Diese T ennung is nu in diese Geschich e zu sehen, da die ande en Geschich en kü ze sind und keine T ennung benö igen. • Mig a ion als Thema Inhal lich e such die Geschich e Mig a ion aus eine ande en Pe spek i e zu e lek ie en. Emine Se gi Özdama sp ich übe den gesam en Mig a ionsp ozess: on de En scheidung zu Auswande ung selbs bis hin zum Anpassungsp ozess in Deu schland. De olgende Auszug zeig , wie ü kische Einwande e Handbüche lesen müssen, um sich an das Leben in Deu schland anzupassen: «De Baue ing an, lau aus einem Buch zu lesen, dami de K ach ende . Das wa ein Buch, das die ü kische A bei s e mi lung ü die nach Alamania gehenden A bei e gesch ieben ha e. Es heiß : Ein Handbuch ü Gas a bei e , die in de F emde a bei en gehen. D innen s and: »Liebe B ude A bei e ! Die Toile en in Eu opa sind ande s als bei uns: wie ein S uhl. Ih soll nich da au s ehen, ih soll euch unbeding da au se zen. Fü die Saube kei benu z man nich Wasse , Blä e , E de, ode S ein, sonde n ganz eines Toile enpapie .« (Özdama 1990: 50) Özdama zeig den Lese eine ande e Sei e de Mig a ion in Schwa zaugen in Deu schland. In de nächs en Szene wi d besch ieben, wie schwie ig es is , sich on seinen Leu en, on eigenem Land und Kul u zu e abschieden und nach Deu schland zu wande n: !Fo men de T anskul u ali ä und Hyb idi ä im Özdama s We k Mu e zunge 37 Die F au muß e Wasse holen, Sei e holen, Hand uch holen. Sie ann e ü die Männe und pack e dabei auch ih e paa Sachen. Denn sie dach e, ih Mann wü de sie mi nehmen. De Baue nahm abe seinen Esel mi . Sie muß e im Do bei seinem Onkel-Haus bleiben. Sie s ieg au den Ap elbaum, um dagegen zu p o es ie en, daß ih Mann au eine g oße Reise, wo man nie weiß, ob e wiede zu ückkommen kann, alleine ging. Sie wa Äp el au die Köp e ih es Mannes und seines Onkels, weil e ih en Mann nach Alamania schick e, dami e 25 Ne en ha e. Ih Mann, de Baue , schenk e seine schwange en F au eine Schildk ö e, und sie schwieg mi de Schildk ö e au dem Baum und schau e sich das Weggehen on ih em Mann und ande en Männe n aus dem Do an. Als alle weg wa en, sah das Do so aus, als ob es ges o ben wä e. (Özdama 1990: 40) • Ve he lichung Deu schlands Die Au o in spiegel auch die Phan asie des Einwande e s wide , de in Deu schland alles inden soll, wo on e jemals ge äum ha . Es gib eine Ve he lichung Deu schlands und dessen, was die Einwande e do inden we den: „De Baue e sp ach dem halbnack en Mann, aus dem eichen, emden Land eine Maschine mi zub ingen, die jeden Scha z such und inden kann (Özdama 1990: 41). Ode in eine ande en S elle sag e e : “Has du nich gehö ? Es egne in Deu schland Pe len. Eine Pe le da on ha ins Oh on dem Onkel des Baue n ge egne , und de Baue geh nach Alamania Pe len sammeln.„ (Özdama 1990: 45) • Sp ache als Thema Sp ache is wiede hie eines de Haup hemen In diese Geschich e die E zähle in kommen ie , dass die Tü ken ih e Sp ache mi deu schen Wö e n mischen. Diese Ta sache bezieh sich au die Hyb idi ä de Sp achen. Au diese Weise läss sich das !Fo men de T anskul u ali ä und Hyb idi ä im Özdama s We k Mu e zunge 38 Phänomen de In e imssp ache e lek ie en, die eine hyb ide Mischung bilden und gleichzei ig ü den wes lichen Lese sel sam e scheinen, da sie die beiden Sp achen (Deu sch und Tü kisch) eilen: Die Tü ken sp achen in ih e Sp ache, die mi deu schen Wö e n gemisch wa , wo ü sie in Tü kisch keine Wo e ha en, wie: A bei sam , Finanzam , Lohns eue ka e, Be u sschule. Ein ges andene Gas a bei e sp ach: »Son a Dolme sche geldi. Meis e le konus u. Bu Lohn s eue kaybe mis dedi. Finanzam cok ena dedi. Lohns eue yok. Bombok. Kinde geld alan alamazsin. Yok. Au en hal da yok. F emdpolizei e miyo . Wohnungsam da yok diyo . A bei sam da E laubnis e medi. Ben oglani Be u sschule ye gönde iyo um. Cok Scheiße bu. Sen k ankami cik in.« (Özdama 1990: 59) • Iden i ä s e lus Ein ma kan es Thema is das de Iden i ä , abe in diesem Fall handel es sich um den Iden i ä s e lus . Und das gezeig sich in dem Momen wide , in dem Ka agöz' F au nach Deu schland geh : Die F au des Baue n kam aus. Sie wa schwange , sie ging Rich ung Tü kei und sag e: »Ich nich aushal en können Deu schland.« Dann kam sie wiede aus de Tü kei Rich ung Alamania-Tü , je z wa sie hochschwange und ug ih e s es Baby im A m und sag e: »Ich nich aushal en können Tü kei. «Sie s and an de Deu schland-Tü und ie lau zu ih em Mann. Deu schland wa lau . (Özdama 1990: 57) Diese Szene läss uns übe die Absich de Au o in nachdenken, die e such , den Ve lus de Iden i ä wide zuspiegeln. Das geschieh du ch die Figu de F au des A bei e s. Sie kann sich nich an die deu sche Kul u anpassen. Als sie jedoch in ih em Heima land is , ühl sie sich genauso wie in Deu schland und e spü sozusagen einen „Mangel an Iden i ä “. !Fo men de T anskul u ali ä und Hyb idi ä im Özdama s We k Mu e zunge 39 Özdama schein zu e suchen, den sogenann en „d i en Raum“ du ch die F au de P o agonis in zu e lek ie en. Diese F au ühl sich wede in Deu schland noch in de Tü kei wohl. Dieses Phänomen wi d om indischen Theo e ike Homi K. Bhabha als d i e Raum besch ieben, de als imaginä e , nich ixie e Raum be ach e wi d, zu dem nu Cha ak e e mi hyb idem Cha ak e gehö en. Sie ühl sich wede deu sch noch ü kisch. sonde n eine Mischung aus beidem, mach sie zu einem hyb iden Cha ak e . Und deshalb is es no wendig, dass sie in einem „d i en Raum“ leb , wo sie ih e doppel e Iden i ä leben kann. Wie be ei s e wähn , is die Geschich e lang und inhal lich seh iel äl ig. Sie e such , alle P obleme on Einwande e n zu e lek ie en. • Iden i ä skons uk ion: Nach de Ankun des Baue n in seine Heima s ad ände sich alles und e e besse seinen sozialen S a us. E wi d ein espek ie e Mann: Es gingen iele, iele Jah e o bei. De Baue kam mi seinem Esel aus Alamania. De Baue wa nich meh zu e kennen. Die Häl e seines Gesich s wa gelähm , weil die aschis ischen Tü ken ihn geschlagen ha en. S a seine schönen Haa e ha e e je z eine Gla ze. E ug eine B ille, einen Diploma enko e und einen dunkelblauen Anzug. Sein Kop wa mi eine Bandage umwickel . Sein Esel ug die al en Sachen om Baue n, auch seine schöne o e Wes e. Und e ha e eine o e T inke nase bekommen. Au seinem Rücken schlepp e e iele Geschenke. De Zollbeam e kam mi dem Hund. De Hund beschnuppe e die Sachen, und de Zollbeam e sp ach ins Funkge ä : »Ka in, An on, Richa d, An on, Gus a , O o, Emil, Zeppelin, Sieg ied, Cäsa , Hein ich, Ida, Cäsa , Ka la, Sieg ied, piep, piep. Au machen ich muß das sehen.« (Özdama 1990: 63) Die olgende Szene zeig , wie de Landwi i gendwie dadu ch e he lich wi d, dass e aus Deu schland zu ückgekeh is . Im Do espek ie en ihn alle, denn e is heu e !Fo men de T anskul u ali ä und Hyb idi ä im Özdama s We k Mu e zunge 40 ein eiche Mann: „Die Ve wand en kamen, b ach en Essen und lob en den Baue n, weil e je z ja ein eiche Mann is “ (Özdama 1990: 67). 6.4 Ka ie e eine Pu z au. E inne ungen an Deu schland Das is die kü zes e und le z e E zählung des Buches, in de die P o agonis in eine ü kische Pu z au is , die in Deu schland a bei e . Sie äg , wie auch as alle Cha ak e e in de zwei en E zählung keinen Namen, wi d abe als Ophelia p äsen ie . De G und da ü is e mu lich ih e Liebe zum Thea e . Diese Geschich e zeichne sich o allem dadu ch aus, dass sie, wie die beiden o angegangenen, lus ig und humo oll is . Jedoch un e scheide sich die Geschich e on den ande en in de Bedeu ung de T äume. Die T äume de Pu z au e mischen sich in de E zählung o mi de Reali ä . Es gib eine Mischung aus Reali ä und Fan asie, die in den T äumen Ausd uck inde . De Ti el Ka ie e eine Pu z au. E inne ungen an Deu schland ha , im Gegensa z zu den ande en, keine ü kische Übe se zung. Auße dem weiß de Ti el keinen hyb iden Cha ak e au , wie z. B. Mu e zunge in de e s en E zählung, wessen Bild eine anskul u elle Bedeu ung ha und zu Bildung des hyb iden Wo es „Mu e - zunge“ üh . De Ti el diese Geschich e bezieh sich au die P o agonis in, eine Pu z au. Auch de Un e i el is genauso ein ach mi de E inne ung an diese F au e bunden. • Inhal Es geh hie um eine junge e äum e F au, die nach Deu schland auswande , um einen Job zu inden. Do bekomm sie einen Job als Pu z au. Sie a bei e zunächs in einem Meh amilienhaus, scha sie abe dann, im Thea e zu a bei en, nich als Schauspiele in, sonde n als Pu z au. Es is eine ein ache Geschich e und es gib nich iel Handlung. Un e ande em handel die E zählung da on, das Leben on „Ophelia“ zu e lek ie en und in ih e imaginä e Wel einzu e en. !Fo men de T anskul u ali ä und Hyb idi ä im Özdama s We k Mu e zunge 47 8. Bibliog aphie • P imä li e a u ▪ Özdama , Emine Se gi. La lengua de mi mad e. Mad id: Al agua a, 1994. ▪ Özdama , Emine Se gi. Mu e zunge. Be lin: Ro buch Ve lag, 1990. • Sekundä li e a u ▪ Bhabha, Homi. K. El luga de la cul u a. Buenos Ai es: Manan ial, 2003. ▪ Bhabha, Homi. K. The Loca ion o Cul u e. New Yo k: Rou ledge, 1994. ▪ Ga cía Fe nández, Ma ía Sag a io. La li e a u a del discu so mul icul u al: esc i o es u co-alemanes. Mad id: Uni e sidad Complu ense de Mad id, 2007. ▪ He nández Hidalgo, Ve ónica. “Cul u a, mul icul u alidad, in e cul u alidad y anscul u alidad: e olución de un é mino.” In: Re is a de Ciències de l’Educació, Nº1, 2005. S. 75-85. ▪ He nando, Ana Ma ía. “Los espacios de la Li e a u a: El e ce espacio. 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