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Jiří Gruša, Karel Kraus, Josef Balvín: Překlady a adaptace. Dílo Jiřího Gruši [Übersetzungen und Adaptionen. Das Werk Jiří Grušas], Bd. VII. Hrsg. von Dalibor Dobiáš. Brno: Barrister & Principal, 2019, 664 Seiten.

Mareček, Zdeněk

Abstract

192

Full text

192 BRÜCKEN 28/2 Jiří G uša, Ka el K aus, Jose Bal ín: Překlady aadap ace. Dílo Jiřího G uši [Übe se zungen und Adap ionen. Das We k Jiří G ušas], Bd. VII. H sg. on Dalibo Dobiáš. B no: Ba is e & P incipal, 2019, 664 Sei en. Zdeněk Ma eček– Masa yk -Uni e si ä B no Mi diesem VII. Band wu de die Edi ion des Gesam we kes on Jiří G uša in schechi- sche Sp ache abgeschlossen. Die on Hans -Die e Zimme mann und Dalibo Dobiáš be eu en und au 10 Bände e anschlag en Gesammel en We ke im Wiese Ve lag en - hal en z. B. zwei Romane G ušas als Einzelbände, wäh end die schechische Ausgabe Do azník (De 16. F agebogen) und Dok o Kokeš– Mis Panny (D .Kokeš) in einem Band zusammen ass . Die schechische Ausgabe is in ih e O enlegung de Tex eing i e p äzise als die deu sche. Die aus dem Nachlass on Ka el K aus ged uck en und de einzige gemeinsam mi Jose Bal ín übe se z e Schwank on Pe e Hacks Ja ma k e Volop ech [Das Jah ma k s es zu Plunde sweile n, nach Goe he] zeigen jedoch, wie lückenha die Tex geschich e de un e Decknamen e ö en lich en D amen ex e übe lie e is . Es kann nu allgemein on eine kollek i en Au o scha gesp ochen we den, nähe es– z. B. zum An eil on Ka l K aus an de bühnenwi ksamen Ges al- ung de Repliken– is kaum meh zu ekons uie en. Jiří G uša übe se z e deu schsp achige Ly ik o allem o seinem Exil. Eine Schlüssel olle auch ü seine eigene Poe ik spiel e Rilkes Gedich O pheus Eu ydike He mes (1964 und 1979 übe a bei e wiede ), 1966-69 e scheinen die e s en Übe - se zungen de Duinese Elegien und alle zehn wa en 1969 ü den Ve lag Odeon o - be ei e . Publizie wu den sie alle dings e s 1979 in de Samizda -Edi ion K a und 1999 (wiede übe a bei e ) im Ve lag Mladá F on a. Vladimí Jano ic und G uša übe se z en die Auswahl Va o ná znamení [Wa ngedich e] on E ich F ied, die im Un e schied zu Rilke im Odeon im Ve lag S oboda 1969 noch e scheinen du e, un e ande en da um, weil hie Jano ic bis 1970 anges ell blieb und die Ly ik eihe Sy inx be eu e (auch nachdem Tomáš Kos a ins Exil gegangen wa und de Ve lag on Jose Kadlec gelei e wu de). Wei e e P ag -Gedich e on dem DDR -Dissiden en Ul ich Schach , de wie G uša un eiwillig poli isches Exil in de Bundes epublik and, e schienen 1990 in de Zei sch i Li e á ní no iny. Die im besp ochenen Band e e enen D amenübe se zungen s ammen meh hei lich on deu sch- sp achigen Au o en (Pe e Weiss, F ied ich Schille , Emanuel Schikanede und Johann Nepomuk Nes oy), d ei– im Fall de gemeinsam mi Ka l K aus übe se z en Bühnen assungen de S ücke on Sophokles und Co neille sowie des Honnege - O a o iums– aus ande en Sp achen, die G uša nich behe sch e. Nes oys Posse F eihei in K äwinkel dien e G uša als Vo lage ü eine ech eie Adap ion. Wiene Ve häl nisse wäh end de Re olu ion 1848 wu den au die Si ua ion in Čecho ín nach de Wende 1989 übe agen. Obwohl das Spiel mi einem mi Tschechismen e se z en Russisch ode mi Anglizismen e se z en Tschechisch un e hal end is , zeig die Ta sache, dass sei 2001 kein Thea e ensemble diese allzu o de g ündigen Wi ze seinem Publikum zumu en woll e, dass dieses S ück ehe zu Lek ü e als zu Au üh ung aug . 193REZENSIONEN Es is anzunehmen, dass nach Dalibo Dobiáš‘ g ündliche Beschä igung mi G ušas Übe se zungen kaum neue En deckungen zu dem Thema zu e wa en sind. De VII. Band de We kausgabe en häl einen meh als ün zig Sei en langen Kom- men a des He ausgebe s (S. 607–661). Auße dem gib es meh e e Au sä ze on ihm: zu Geb auchsanweisung ü Tschechien und P ag [Jak si po adi Česku - češ ině in Česká li e a u a, 2002], zu Übe se zung on G ušas deu schen Büche n ins Tschechische [G uša překládá G ušu in T a , Jg. 22, 2011] und auch den Bei ag zum P ojek Modelle des Kul u wechsels (München: Fo os 2003), dessen Ti el an Dobiášs biog aphisches In e iew mi G uša e inne – Jiří G uša: „Die Kuns des Al - we dens“ zwischen Tschechien und Deu schland – und en häl au meh als zwei Sei en auch wesen liche Aussagen übe G ušas Übe se zungen. Einen wich igen Tex s ell Dobiášs Bei ag Překlad aadap ace jako „ná a “ do jazyka. Kpozdním českojazyčným dílům Jiřího G uši [Übe se zung und Adap ion als ‚Heimkeh ‘ in die Sp ache. Zu spä en schechischsp achigen We ken on Jiří G uša] da , de zum 70. Gebu s ag on Jiří Pelán gesch ieben wu de. Das Einzige, was man in DobiášsVII. Band de We kausgabe und in seinen zu Leb- zei en G ušas publizie en Tex e e missen könn e, sind ielleich einige k i ische Beme kungen zum Ve gleich de Übe se zungen G ušas mi ande en schechischen Fassungen on Ka ka- ode Rilke -Tex en. Das P oblem lieg da in, wie unwissenscha - lich solche We ungen sind. Dalibo Dobiáš e gleich ühe e und spä e e Fassungen de Übe se zungen G ušas und s ell dessen Tendenz es , on eine an de Vo lage o ien ie en Übe se zung (‚o e ansla ion‘ in de Te minologie on Juliane House) zu eine meh an den heu igen Rezipien en o ien ie en eie en Übe se zung zu gelangen. Dobiáš be on , dass nich zu ällig am An ang des übe se ze ischen We ks G ušas Rilke und Ka ka s ehen, weil G uša in de Mi e de 1960e Jah e dami au die damals ‚un e d ück e deu schsp achige Geschich e Böhmens‘ au me ksam mach e. Nich zu ällig wa de biog aphische Hin e g und diese Wahl. G ušas e s e Ka ka- Übe se zungen e schien 1963 in de populä en Wochensch i Mladý s ě gemeinsam mi Edua d Golds ücke s Essay Posels í F anze Ka ky [Die Bo scha F anz Ka kas]; und auch die li e a isch enommie e e Zei sch i Plamen wu de 1963 du ch einen Essay on G ušas Schwiege a e Golds ücke eingelei e : U edení do s ě a F anze Ka ky [Ein üh ung in die Wel F anz Ka kas]. P inzipien eine ex k i ischen Ausgabe e p lich en zu Au nahme auch wenige gelungene Übe se zungs a ian en, alls G uša selbs keine Gelegenhei meh bekam, sie zu ko igie en. Vladimí Ka ka ha e den Vo eil, Ka kas E zählungen e s nach Jiří G uša zu übe se zen, abe auch den Nach eil, G ušas gelungene Lösungen meiden zu müssen bzw. zu wollen. In Ka kas E s es Leid äll seine p äzise, im Tschechischen e was ums ändlich wi kende Besch eibung au : de Imp esa io lehn e in de Fens e ecke gegenübe und las ein Buch, da ede e ihn de T apezküns le leise an […] ‚mi schwe e So ge‘ be ach e e e ‚heimlich übe das Buch hinweg‘ den T apezküns le . Jiří G uša e such e sich so eu wie möglich an den O iginal ex zu hal en, auch um den P eis eine küns lich wi kenden Sp ache. Vielleich wa abe auch eine mangel- ha e edak ionelle Bea bei ung an dem unbe iedigenden E gebnis schuld: 194 BRÜCKEN 28/2 imp esá io se nap o i ‚opí al okenním ohu‘ ače l knihu, když u jej umělec iše ‚oslo il.‘ […] ’s íži ou s a os í ajně, zpoza knihy‘ pozo o al umělce. Vladimí Ka ka wähl e dagegen einen seh iel zi ile en Duk us und ha e wohl p o- essionelle Lek o en des Odeon -Ve lages zu Sei e: […] imp esá io seděl opřený nap o i ‚ kou ě uokna‘ ače l knihu, a ehdy na něj umělec na h azdě iše ‚p omlu il.‘ […] us a aně ‚pokuko al přes knihu‘ na umělce na h azdě. Ähnlich ‚eigenwillig‘ (se z man o aus, G uša woll e Ka kas S il e assen) kling G ušas An ang de E zählung Die So ge des Haus a e s. […] das Wo Od adek s amme aus dem Slawischen und sie suchen au G und dessen ‚die Bildung des Wo es‘ nachzuweisen. Ande e wiede meinen, es s amme aus dem Deu schen, om Slawischen sei es nu ‚beein luß .‘ JG: […] že slo o od adek je pů odu slo anského, apokoušejí se na základě oho dokáza a slo a. D uzí zase soudí, že pochází zněmčiny aže jsou na něm slo anské jenom li y. VK: […] že slo o Od adek je slo anského pů odu, ana základě oho se snaží dokáza , jak bylo u ořeno. Jiní opě soudí, že je pů odu německého, slo anské jazyky je p ý pouze o li nily. Ka kas Ausd uck „das Slawische“ be i die zwei e Landessp ache, was in beiden Übe se zungen e lo en ging. De Ve gleich on G ušas Übe se zung des Gedich s O pheus. Eu ydike. He mes mi de on Ladisla Fika läss G ušas e habenen Rhy hmus, seine k ea i e A bei mi dem Wechsel on langen und ku zen Silben und seine Vo liebe ü einen e lesenen Wo scha z he o e en: Den Go des Ganges und de wei en Bo scha , die Reisehaube übe hellen Augen, den schlanken S ab he agend o dem Leibe und lügelschlagend an den Fußgelenken; und seine linken Hand gegeben: sie. Die So -gelieb e, dass aus eine Leie meh Klage kam als je aus Klage auen; […] und unbe üh ba ; ih Geschlech wa zu wie eine junge Blume gegen Abend, G uša bemüh sich um einen Ve sausklang mi langen Silben, um seinem Ve s Flügel zu geben und den wiede hol en ku zen schechischen Akkusa i on ‚ji / sie‘ in den häu igen Wö e n mi Ibzw Í sich spiegeln zu lassen. Unwillkü lich denk man bei 195REZENSIONEN dem langen Ypsilon an Máchas Gedich Dan e („Vbásnic í še pod z ukem é lý y se mění: / Předmě y, ob aznos , sloh, jsou šude zákony umu“): jak bůh é chůze, zří elnice přílbí, bůh z ěs o a el, k e ý š íhlos hole má před sebou akřídla na ko nících, a křídla, k e á lehce řepo ají, jak en o bůh ji dop o ází– ji, ach, Tolik -Milo anou, olik, že izlý y íc pláče zešlo nežli zplaček pláče, […] je nedo knu a ajejí malý klín je zamčen jako pupen za s mí ání Ladisla Fika übe se z au de lexikalischen Ebene ex ge eue (die ‚linke Hand‘ ehl bei G uša), abe auch mi einem kon en ionelle en Wo scha z. Sein Ve s wi k wenige lega oha : Jej, boha chůze, posels í adálek, ces o ní čapku nad s ě lem d ou očí, s ou hůlku jak si nese před ělem abije křídly na ko nících nohou ajeho le ičce je dána: ona. Tak milo aná, že zjediné ly y íc nářku zešlo než ze sbo u plaček […] nedo knu elná. Její pohla í se za řelo jako mladý k ě “ Aus diese ku zen Tex p obe kann man keine g oßen Schlüsse ziehen. Ein Ve gleich de Übe se zung de Vie en Duinese Elegie on G uša und Jindřich Poko ný wü de den Rahmen diese Wü digung des VII. Bandes de We ke on Jiří G uša aus dem B ünne Ve lag Ba is e & P incipal leide schon sp engen. De Ve lag und de He ausgebe Dobiáš e dienen das Lob da ü , dass (mi Ausnahme eine Ve wechslung de Rei- hen olge on Co neille und Schikanede in de Inhal sangabe) eine mus e gül ige edi o ische Leis ung gelungen is , die eine e lässliche Basis ü die Un e suchung on G ušas We k da s ell . In seine P osa und Essayis ik äll die häu ige He anziehung de me asp achlichen Ebene au . Die Übe se zungen weisen au die Wu zeln diese sp achzen ie en Sich anschaulich hin.