„Týká se nás všech“
Abstract
Kritické rozhledy
Full text
„Týká se nás šech“
Ines Koel zsch
Masa yků ús a aA chi Akademie ěd České epubliky, P aha
[email p o ec ed]
„Nejlépe léz si pod peřinu, přik ý se až po uši a yléz až po s á cích“ (S.5).1 So be-
ginn Milena Jesenskás e s es Feuille on mi dem Ti el Vídeň ü die Zei sch i T i-
buna on Ende Dezembe 1919, das zugleich auch die hie zu besp echende Edi ion des
jou nalis ischen We kes de Au o in und Übe se ze in e ö ne . Jesenská besch eib
hie nich nu ih en pe sönlichen, agabhängigen Zus and des Dep imie seins, son-
de n die Mise e eine G oßs ad gesellscha nach dem E s en Wel k ieg— die an-
hal ende No , die Käl e und den Hunge de Wiene Be ölke ung: „Tisíce lidí jdou
denně do Vídeňského lesa na dří í apřinášejí mok é kusy s omů, k e é kamnech
se doslo ně aří a epla o šem nedají. Na konečných s anicích pe i e ií ídeňských
čekají pěli ě zás upy lidí sbaťohy, py li, kabelami plnými dří í; ženy, s a ci, dě i
soh omnými náklady. Ve mě ypadá celá ka a ana g o eskně až kúděsu, jakoby a-
jemně se pohybující les“ (ebd.).2
Be ei s in diesem e s en wie auch in den nach olgenden Feuille ons aus Wien zeig
sich Jesenskás li e a isches Talen und sozialk i ische Beobach ungsgabe, die sie o
allem e neu Ende de 1930e Jah e in Pe ou kas Zei sch i Pří omnos un e Beweis
s ell e. In ih en Repo agen zwischen Sep embe 1937 und Sep embe 1938 be ich e e
sie übe die Lage de Flüch linge aus NS-Deu schland und Ös e eich, insbesonde e
de jüdischen sowie übe die angespann e poli ische und soziale Lage in den G enz-
gebie en. Jesenská zeig in diesen Tex en iel Empha ie mi den Ma ginalisie en und
e such die Bandb ei e indi iduelle Fluch g ünde und -e ah ungen au zuzeigen
1 „Am bes en un e s Fede be k iechen, sich bis zu den Oh en zudecken und e s nach den
Feie agen he o kommen“ (Jesenská, Milena: Wien. In: Dies.: „Alles is Leben“. Feuille-
ons und Repo agen 1919–1939, h sg. und mi eine biog aphischen Skizze e sehen on
Do o hea Rein. Ve lag NeueK i ik, F ank u am Main 1984, S.11, übe s. on Reinha d
Fische ).
2 „Tausende gehen äglich in den Wiene wald nach Holz (sic) und b ingen nasse Äs e heim,
die im O en wo wö lich kochen und na ü lich keine Wä me geben. An den Ends a ionen
de T ambahn in den Vo o en wa en geduldig Menschenscha en mi Taschen, Säcken
und Rucksäcken olle Holz; F auen, G eise, Kinde , mi schwe en Las en. Im Dunkeln
wi k diese Menge g o esk bis zum E schaude n, wie ein sich geheimnis oll bewegende
Wald“ (ebd.).
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und Ve s ändnis bei den Lese n ü die Flüch linge zu e wecken. In eine ih e be-
kann es en Repo age Lidé na ýspě (Ges ande e Menschen) om Sep embe 1937
e lek ie sie zudem selbs k i isch ih e Si ua ion als Jou nalis in: „Úloha epo é a
se někdy podobá úloze hyeny. Obchází sno ýskem azapisuje si lidské ú apy, aby je
sdělil no inám. Kdyby o dělal bez jiskřičky naděje, že jeho y iš ěná slo a pomohou,
nes ál by ani za podání uky. P o u o naději se omlou ám šem, k e é jsem posled-
ních dnech yhledala jejich b lozích, za z ída os s ého yp á ání, jež jim musilo
bý boles né ado ě né. Musila jsem jim nu ně připada jako člo ěk zd uhého, bez-
pečného břehu, k e ý zapisuje s už ičkou uce mí u jejich s ádání. S ála jsem před
nimi zahanbena, neboť mne očeká al lídný domo , p áce azí řek“ (S.536).3
Zwischen diesen beiden Scha enspe ioden liegen iele Jah e pe sönliche und
be u liche Pe ipe ien, gezeichne on E olgen und Niede lagen, Pa ne scha en
und T ennungen, Mu e scha und K ankhei sowie nich zule z om zei weisen
poli ischen Engagemen ü die kommunis ische Pa ei. Genauso imposan lies sich
auch die Lis e de Zei ungen und Zei sch i en, ü die Jesenská sch ieb, da un e :
T ibuna (1919–1922), Ná odní lis y (1923–1929), Lido é no iny (1929–1930), T o ba und
S ě p áce (1932–1936) sowie Pří omnos (1937–1939). Jesenská wechsel e hie bei nich
nu zwischen e schiedenen poli ischen Aus ich ungen— libe al, na ionalkonse -
a i und kommunis isch, sonde n deck e auch eine g oße Bandb ei e an Themen
ab, die sie mal ie g ündig, mal belanglos, dem jou nalis ischen Tagesgeschä en -
sp echend bea bei e e. Ih e Feuille ons d ehen sich um das Lei bild eine „neuen,
mode nen F au“, um einen gesunden Lebenss il (E näh ung, Spo und Bewegung),
die Beziehungen zwischen Mann und F au, die Ve einba kei on Be u und Familie,
Kinde e ziehung, Mode, Design, Wohnen, Film und (Kinde -)Li e a u , Reisen und
u banes Ve gnügen.
Un e diese g oßen Anzahl on A ikeln, die Jesenská häu ig auch aus exis en-
ziellen G ünden sch eiben muss e, inden sich imme wiede All agsbesch eibun-
gen und li e a ische Kleinode wie beispielsweise in ih em in den Ná odní lis y e -
ö en lich em Feuille on Přímý ůz P aha— Vídeň om Feb ua 1925: „Teď u sedíme
ane íme, kam sočima. Máme upja é áře asedíme způsobně. Hledíme zokna a e-
kapi ulujeme cosi hla ě, č eme no iny. Ticho jako kos ele, pán kou ě dříme.
Vejde p ů odčí, šes paží podá šes lís ků. Azase icho. Bum a a, hučí kola. Venku
le í k ajina ksm i nudná, za m ými poli zapadá bezba ě slunce! S anice za s a-
nicí míjí, pokaždé se di íš: a ady edy žijí aké lidé? Připadá i, že je škoda času, že
bys měl něco domysli do konce. Ry micky i běží předs a y mozkem, bum a a, bum
3 „Das Tagewe k des Repo e s ähnel häu ig dem eine Hyäne. Mi dem No izbuch in de
Hand zieh e umhe und no ie sich menschliches Elend, um in den Zei ungen da on
zu be ich en. Wenn e dies ohne ein Fünkchen Ho nung u , daß seine ged uck en Wo e
hel en können, is e nich einmal einen Händed uck we . Diese Ho nung wegen en -
schuldige ich mich bei allen, die ich in den le z en Tagen in ih en Schlup winkeln au ge-
such habe, ü meine Neugie und meine F agen, die ihnen schme zlich und zud inglich
e schienen sein müssen. Ich muß e ihnen wie ein Mensch on ande en U e o kommen,
de mi seinem Bleis i das Maß ih es Leidens es häl . Ich s and beschäm o ihnen,
denn mich e wa e e ein eundliches Heim, A bei und ein Mo gen“ (Jesenská, Milena:
Ges ande e Menschen. In: Dies.; „Alles is Leben“, S.133, übe s. on Wilma Löwenbach).
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a a, ale myšlenek hla ě není“ (S.254).4 Zwei Jah e spä e sch ieb sie wiede um ü
die Ná odní lis y ein un e hal sames Feuille on übe das Ka zenleben in de G oß-
s ad und dessen Gegensa z zwischen Tag und Nach : „Když zhasnou lampy aulice
je če ná, když zmizí iposlední chodci aulice je p ázdná, míhají se po ní kočky jako
němé s íny. […] Milují se eplých nocích, kdy je šude zelené s ě lo měsíce akřičí
při om ba ba sky a ášni ě, jako někdo, kdo je na s ě ě sám hodině s ašné h ůzy
ak ásy. Při ýchodu slunce sedí šak už zase schouleny na py lech bu ských oříšků,
ohří ajíce načech anou s s na ozpálených plo nách ýkladních skříní amimo
očí, přimhouřených záhadných čá kách, není na nich nic di okého a ášni ého“
(S.424–425).5
Neben diesen ku zweiligen Beobach ungen e ö en lich e Jesenská hin und
wiede ein paa wenige, ku ze sozialk i ische Repo agen, jedoch nich mi de -
selben In ensi ä wie in den k isenha en Zei en nach dem E s en Wel k ieg und
Ende de 1930e Jah e. In ih e 1929 in den Lido é no iny e ö en lich en Repo age
Pop é na Slo ensku be ich e sie beispielsweise knapp on ih e e s en Reise du ch
die Slowakei. T o z ih e eils kosmopoli ischen Neigung wi d in diesem A ikel
wie auch in ande en ih e Ve wu zelung o allem mi de schechischen Kul u
P age P o enienz deu lich. Sie läss hie das Bild eine noch in de T adi ion e -
ha enden, ag a ischen und e a m en Gesellscha en s ehen, gep äg on A mu
und e hnischen Kon lik lagen au dem Land: „[V]iděla jsem jejich dědiny, malé do-
mečky sžud y aob ázky s a ých, malé chudé dě i a šude kupce-Žida. […] Kořalna
je každé si. Co obchod, o Žid. […] Za dědinami příby ky zblá a p o cikány. Aci-
kánů šude plno, šude oně zakopneš, na ces ě se álí uohně lidé, kozy, h nce,
špina é peřiny, jako by pa řili zemi jako m a enci“ (s.472–473).6 Es is schade, dass
4 „Je z wissen wi nich , wohin mi den Augen. Wi haben unnahba e Gesich e und si zen
s ei da. Wi blicken aus dem Fens e , sinnie en, lesen Zei ung. Es is s ill wie in de Ki -
che, de He in de Ecke schlumme . De Scha ne komm , sechs Hände eichen sechs
Fah ka en. Und wiede S ille. Bum- a- a, d öhnen die Räde . D außen lieg eine langwei-
lige Landscha , hin e o en Felde n geh a blos die Sonne un e . Ein Bahnho nach dem
ande en husch o übe , jedesmal wunde e ich mich: Hie leben also auch Menschen?
Es komm mi o , als müß e ich übe e was nachdenken. Rhy hmisch lau en die Gedan-
ken du chs Hi n, bum- a- a, bum- a- a, abe sie e geben keinen Sinn“ (Jesenská, Milena:
D-Zug P ag— Wien. In: Dies.: „Alles is Leben“, S.100, übe s. on Reinha d Fische ).
5 „Wenn die Lampen ausgehen und die S aße sich schwa z ä b , wenn auch die le z en
Fußgänge e schwinden und die S aße e wais , wande n die Ka zen wie s umme
Scha en au ih en lang. […] Sie lieben sich in wa men Näch en, wenn das Mondlich
übe all g ünlich schimme und sie sch eien hie bei ba ba isch und leidenscha lich, wie
jemand, de sich in diese S unde des G auens und de Schönhei allein au de Wel ühl .
Bei Sonnenau gang si zen sie dann schon wiede zusammenge oll au den E dnusssä-
cken, ih au ges ell es Fell an den heißen He dpla en de Schau ens e wä mend, und au-
ße ih en geheimnis oll blinzelnden Schli zaugen e inne nich s an das Wilde und Lei-
denscha liche“ (übe s. on I.K. und Milosla Szabó).
6 „Ich sah ih e Dö e , kleine Vo laubenhäuschen mi Heiligenbilde n, kleine a me Kinde
und übe all jüdische Kau leu e. […] In jedem Do ein Ausschank. Jedes Geschä jüdisch.
[…] Hin e den Dö e n Lehmbehausungen ü Zigeune . Und übe all is es oll on Zi-
geune n, übe all s olpe man übe sie, am S aßen and wälzen sich um das Feue he -
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diese Repo age keine wei e en olg en. In ih e Isolie hei e s ä k sie ehe die
einsei ige, p agozen ische Sich weise de Slowakei als eine in iel ache Hinsich
ücks ändigen Gesellscha .
Nich nu hema isch, sonde n auch sp achlich un e scheiden sich ih e A ikel.
Wäh end in ih en A ikeln bis He bs 1938 die F eihei und Leich igkei des Wo es zu
g ei en is , wi d aus den Feuille ons, die sie nach dem „Münchne Abkommen“ und
insbesonde e nach de deu schen Besa zung im Mä z 1939 e ass e, deu lich, wie
sich de Raum des Sagba en du ch (Au o-)Zensu in einem au o i ä en Regime zu-
nehmend e eng e und die Wo wahl imme schwe e iel. Diese Ve engung des Sag-
ba en mach e sie auch zum Gegens and ih es Feuille ons Týká se nás šech (Es be i
uns alle) in de Pří omnos om Juni 1939: „Český no inář dos al dnem 15. března 1939
no ou úlohou, k e á se málo podobala jeho úloze s a é. Bylo-li dří záslužné ybí a i
si éma a zajíma á, e s ě ě ozlehlá azp aco á a i je s ědomím ain o macemi co
nejdůkladnějšími, zúžil se en o plošný obzo současně se zmenšením našich h a-
nic ap ohloubil se do ducho ní hloubky. Český no inář má ukou české ži é slo o
apřed sebou kus bílého papí u“ (S.733).7 Auch Jesenská muss e zu diese Zei Zuge-
s ändnisse an Inhal e und Wo wahl machen, um publizie en zu können. Wenngleich
Jesenská einen au humanis ischen We en basie enden Pa io ismus in diese Zei
p leg e und un e ande em sch ieb, dass es nich eiche, Tscheche zu sein, sonde n
alle soll en danach s eben, „ eie und gu e Tschechen“ zu sein. Wa dies abe un e
den poli ischen Bedingungen nach dem Sep embe 1938 übe haup noch möglich?
Und wie e ände en sich Denken und Sch eiben, wenn „Tscheche“, „Tschechin“ in
jedem A ikel zum Subs i u ü „Bü ge “, „Bü ge in“ we den?
Es is das g oße Ve diens Ma ie Ji ásko ás, das um ang eiche jou nalis ische
We k de Au o in und Übe se ze in Milena Jesenskás in seine gesam en B ei e zu-
gänglich zu machen. Zwa lagen— abgesehen on den zu Lebzei en he ausgegebe-
nen Sammlungen on Jesenskás Feuille ons— bis da o ein paa wenige Edi ionen
au Deu sch, Tschechisch, F anzösisch und Englisch o , diese p äsen ie en jedoch
nu einen kleine en Ausschni aus ih em jou nalis ischen We k.8 Es is schade, dass
die He ausgebe in in ih em Nachwo , das haup sächlich de Rezep ion Jesenskás
in de Tschechoslowakei zwischen 1945 und 1989 gewidme is , beziehungsweise in
de edi o ischen Anme kung nich nähe e läu e , nach welchen Gesich spunk en
um Menschen, Ziegen, Töp e, d eckige Decken, als ob sie wie Ameisen de E de gehö en“
(übe s. on I.K. und M.S.).
7 „De schechische Jou nalis bekam mi dem 15. Mä z 1939 eine neue Au gabe, die kaum
mi seine al en e gleichba is . Wa es ühe e diens oll, in e essan e, in de Wel
e b ei e e Themen auszuwählen und diese mi dem Bewuss sein und den In o ma io-
nen so g ündlich wie möglich zu e a bei en, e eng e sich diese Raum gleichzei ig mi
de Ve kleine ung unse e G enzen und keh e in die Tie en des Geis es ein. De sche-
chische Jou nalis ha das schechische lebendige Wo in de Hand und ein S ück weißes
Papie o sich“ (übe s. on I.K. und M.S.).
8 Jesenská, Milena: „Alles is Leben“; dieselbe: Nad naše síly. Češi, Židé aNěmci 1937–1939,
hg. Václa Bu ian. Vo obia, Olomouc 1997; Hayes, Ka hleen (ed.): The Jou nalism o Milena
Jesenská. AC i ical Voice in In e wa Cen al Eu ope. Be ghahn Books, New Yo k— Ox o d
2002.
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sie die meh e en Hunde A ikel aus de Gesam bibliog a ie on übe 1100 jou na-
lis ischen Bei ägen Jesenskás auswähl e. So is Jesenskás poli ische Publizis ik aus
den Jah en 1937 bis 1939 zu ech olls ändig abged uck . Zudem wä e es beg üßens-
we gewesen, wenn die He ausgebe in die A ikel nich nu ch onologisch, sonde n
übe sich liche — e wa nach Scha enspe iode, Pe iodikum ode abe Thema—
s uk u ie hä e. Edi ionen soll en imme auch dazu dienen, einem in e essie en,
g öße en Publikum wie Leh e Innen, Schüle Innen und S udie enden den Zugang
zu in e essan en Zeugnissen aus de Ve gangenhei zu e leich e n. E was un e -
s ändlich bleib auch, wa um die Tex e o og a isch angepass wu den. Ge ade die
Feuille ons— nich nu Milena Jesenskás— aus de Zwischenk iegszei zeugen on
de Lebendigkei und dem aschen Wandel de Sp ache, om manchmal unsiche
wi kenden Umgang mi Anglizismen und ande en In e na ionalismen in de Sch i -
sp ache. Diese Viel al und Flexibili ä on Sp ache soll e man ge ade auch heu igen
Gene a ionen e mi eln und zumu en.
Nich sdes o o z geling es Ma ie Ji ásko á mi ih e Edi ion, die eine „ ela i
olls ändige“ Bibliog a ie des jou nalis ischen Scha ens Milena Jesenskás, einen
Bildanhang wie auch einen Übe blick übe ih e wich igs en Lebensda en en häl ,
„Ka kas B ie eundin“ als g oße Ch onis in de Gesellscha de E s en Tschechos-
lowakischen Republik zu wü digen. Du ch diese Edi ion wi d deu liche als bishe ,
dass Jesenská einen mindes ens ebenbü igen Pla z neben Feuille onis en wie Fe -
dinand Pe ou ka, F an išek Lange ode Ka el Čapek gebüh en wü de. In iele lei
Hinsich übe ag sie soga ih e Kollegen du ch ih e empa hische, sozial engagie e
und mi un e selbs e lexi e Sch eibweise. Zwischen 1937 und 1939 ennen sie bei-
spielsweise Wel en on ih em Che edak eu Pe ou ka: Wäh end diese eine zuneh-
mend xenophoben Hal ung Pla z mach e, e such e Jesenská au das Schicksal de
poli ischen und o allem jüdischen Flüch linge au me ksam zu machen und Ve -
s ändnis ü ih e Lage zu wecken. Jesenská wa dabei nie auch ganz ei on s e eo-
ypen Wah nehmungsmus e n, dennoch zeugen ih e Repo agen on ih em hohen
zi ilgesellscha lichen Engagemen auch auße halb ih es Be u s, das sie schließlich
mi dem Leben bezahlen muss e.
In zukün igen Da s ellungen zu Geschich e de E s en Republik sowie zu
schechoslowakisch-ös e eichisch-deu schen Ve lech ungsgeschich e zwischen
den beiden Wel k iegen soll en Jesenskás Tex e nich meh ehlen. Zudem eg
die o liegende Edi ion ho en lich zukün ige Li e a u wissenscha le Innen an,
sich genaue mi Jesenskás li e a ische Sch eibweise zu beschä igen. Nich zu-
le z wi diese Sammlung du ch ih en b ei en Ausschni eine Vielzahl on k i-
ischen F agen au : Wa um gelang es Milena Jesenská meis in K isenzei en, übe
sozialk i ische Themen zu sch eiben? Wa um sch ieb sie in Zei en de S abili ä
o nehmlich übe All agsbeobach ungen und F agen des gu en Lebens? Wie sahen
die Geschlech e e häl nisse in den Redak ionen de P age Zei ungen und Zei -
sch i en in den 1920e und 1930e Jah en aus? Inwie e n un e schieden sich hie
linke, linkslibe ale und konse a i e Redak ionen? Wie p ägend wa en Jesenskás
A ikel ü die He ausbildung eines neuen mode nen F auen- und Mu e bildes in
de Tschechoslowakei? Wie wi k sich exis enzielle Angs au s Sch eiben aus, wie
limi ie es das Sch eiben? Und wie e ände sich o allem die Sp ache in Zei en
au o i ä e Poli ik? Welchen Sinn mach es übe haup noch, un e didak o ischen
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INES KOEL ZSch 185
Ve häl nissen und e schä en Zensu maßnahmen zu publizie en? Diese und an-
de e F agen gil es in de Zukun , in de Fo schung (nich nu ) zu Milena Jesenská
wei e zu disku ie en. Die o liegende Edi ion lie e hie ü eine he o agende
G undlage.
AD:
Milena Jesenská: Křižo a ky (Výbo zdíla), ed. Ma ie Ji ásko á. To s , P aha 2017. 880 s.
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