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Ein böhmischer Prälat zwischen Ferdinands Hof und der Erzdiözese Prag: Scribonius

Richard, Nicolas

Abstract

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Full text

OPEN ACCESS Ein böhmische P äla zwischen Fe dinands Ho und de E zdiözese P ag: Sc ibonius nicolas Richa d A BOHEMIAN PRELATE BETWEEN FERDINAND’S COURT AND THE PRAGUE ARCHDIOCESE: SCRIBONIUS This pape deals wi h he las Ca holic adminis a o o he P ague’s A chdiocese Sc ibonius, his ca ee and his opinions abou he eligious policy in Bohemia in imes o Fe dinand I. KEYWORDS: Ca holic Chu ch; eligious his o y; P ague’s A chdiocese; Sc ibonius; Council o T en Die Ho p äla en o schung is heu e in F ank eich ein Schwe punk de Fo schung zum 16. und 17. Jah hunde .1 Fü Böhmen is es alle dings aglich, ob in diesem Zei aum übe haup on de Exis enz on Ho p äla en gesp ochen we den kann. Böhmen ha e bis 1562–1563 keinen Bischo ; die aus Böhmen s ammenden P äla en am Ho Fe dinands sind bishe kaum un e such wu den — wenn man on An on B us on Mügli z ab- sieh , übe den eine zwa gu e, abe al e Biog aphie o lieg .2 Die Domhe en, die bis zu Einse zung B us’ das E zbis um P ag e wal e en, sind kaum e o sch . Nun s ell die Regie ungszei Fe dinands ü die böhmischen Geis lichen — und besonde s ü die ka holischen — einen Wendepunk da . Abe die Beziehungen zwi- schen hö ische Poli ik und böhmischen P äla en sind nich eindeu ig cha ak e i- sie ba . E üll e Fe dinand mi seine U aquis enpoli ik die Ho nungen de ka ho- lischen P äla en ode nich ? Eine An wo au diese F age ges al e sich schwie ig. Es wä e da ü no wendig, me hodisch das Leben und die heologische O ien ie ung de g oßen böhmischen Theologen, Geis lichen und P äla en zu un e suchen. Die deu - sche Geschich swissenscha 3 ha gezeig , wie uch ba eine solche Me hode sein kann. Sie ha die g oße Bedeu ung on Pe sönlichkei und eligiöse Geis eshal ung ü die un e schiedliche Hal ung de Ki chenmänne zu Lu he sache he ausgea - 1 Céd ic MICHON, La c osse e le scep e: les p éla s d’É a sous F ançois Ie e Hen i VIII, Pa is 2008; Benois PIERRE, La Mona chie Ecclésiale. Le cle gé de Cou en F ance à l’époque mode ne, Seys- sel 2013. Mein he zliche Dank gehö F au D . Ma ina Šá o co á ü die Fußno en 17 u. 58 und He n Mg . Ch is ian Mühling (Ma bu g) ü die deu schen Ko ek u en. 2 Klemen BOROVÝ, An onín B us z Mohelnice, a cibiskup p ažský [An on B us on Mügli z, E zbischo on P ag], P aha 1873. 3 U. a. Jose SCHWEIZER — Augus FRANZEN (edd.), Amb osius Ca ha inus Poli us O. P .: Apo- logia p o e i a e Ca holicae e apos olicae idei […], Müns e 1956; Theobald FREUDENBERGER (ed.), Hie onymus Emse , Müns e 1959. Abe auch Michel de CERTEAU S.J. (ed.), Bienheu eux Pie e Fa e. Mémo ial, Pa is 1960 ode Hube JEDIN, Die Au obiog aphie des Ka dinals Giulio An- onio San o io († 1602), Wiesbaden 1969; DERS., Ka dinal Caesa Ba onius, Müns e , 1978, usw. 86 HISTORIE — OTÁZKY — PROBLÉMY 2/2015 OPEN ACCESS bei e . So ha zum Beispiel Hube Jedin gezeig , dass ü die spä e e En wicklung Cochlæus nich nu die humanis ische Denk o m wich ig wa , sonde n auch die E - ziehung im ommen Milieu des heiligen Köln.4 Im Folgenden möch e ich e suchen eine solche Me hode ü die böhmischen P äla en anzuwenden, um die Religionspo- li ik Fe dinands besse e s ehen zu können. Im Zen um meine Aus üh ungen s eh de le z e ka holische Adminis a o des E zbis ums P ag, de Domp ops Hein ich Píšek on Bischo eini z/Ho šo ský Týn, genann Sc ibonius. In de Fo schung wu de e bishe nu in einigen Randbe- me kungen gewü dig .5 Es is beme kenswe , dass Sc ibonius in eine Zei , in de sich iele de lu he ischen Leh e zuwand en, dem ka holischen Glauben eu blieb. E wu de 1536 Cho he , 1549 P ops und 1556 schließlich zum Adminis a o en de ka holischen E zdiözese P ag e nann . Nach Wiede bese zung des E zbis ums, blieb e bis zu seinem Tod (13. Janua 1586) P ops . So s and e wäh end de g oßen Diskus- sionen um die F age des Laienkelchs und de Reunion de U aquis en an de Spi ze de E zdiözese P ag und wa also eng in die Ki chenpoli ik des Ho s Fe dinands I. eingebunden. Fe dinand ha e die Absich , den Laienkelch als Konzession om Konzil on T ien zu e langen. Sc ibonius un e s ü z e ihn bei diesem Vo haben, abe sein Ei e ü die Gewäh ung des Laienkelchs e log asch. Diese En wicklung wi eine Reihe on F agen au . Wa Sc ibonius nu ein ei ige Diene de kaise lichen Ki - chenpoli ik? Wie sahen seine Analyse de Lage, seine Spi i uali ä , seine poli ischen Lei linien in diesem on de Glaubensspal ung e schü e en Zei al e aus? Was hieß zu Zei Fe dinands, ein P ops und ka holische Adminis a o zu sein? Die Ka ons aus dem P age E zdiözesana chi , die die Ko espondenz on Sc i- bonius en hal en, sind meh hei lich adminis a i e Na u und be e en die Zei nach Fe dinands Tod.6 Sie s ellen dennoch einen Meh we ü die Fo schung da , weil einige da on unse e Pe iode be e en und Rückschlüsse au d ei Themenkom- plexe e lauben: die G ünde ü Sc ibonius’ Ka ie e, sein Ve hal en in Bezug au die eligiös-poli ischen F agen seine Zei und schließlich sein eligiöses P o il und seine Spi i uali ä . An diesen d ei Themenkomplexen we den sich auch meine olgenden Aus üh ungen o ien ie en. *** 4 DERS., Des Johannes Cochlæus S ei sch i de libe o a bi io hominis (1525), B eslau 1927. 5 Um einen Übe blick übe die Quellen (nu die Ko espondenz ehl ) und die Li e a u zu haben: Jose HEJNIC, Sc ibonius, in: An onín T uhlář — Ka el H dina — Jose Hejnic — Jan Ma ínek (edd.), Ruko ěť humanis ického básnic í Čechách a na Mo a ě V, S–Ž [Hand- buch de humanis ischen Dich ung in Böhmen und Mäh en] P aha 1982, S. 34–36 und Jo- se HEJNIC — Jan MARTÍNEK (edd.), Ruko ěť humanis ického básnic í Čechách a na Mo- a ě VI, doda ky A–Ž, P aha 2011, S. 344. 6 Das A chi des E zbis ums P ag [A chi p ažského a cibiskups í, wei e nu APA] im schechischen Na ionala chi P ag [Ná odní a chi , P aha, wei e nu NA] en häl iele B ie e und Sch i en on Sc ibonius, u. a. in den Ka ons C 1a, 2002, 2027, 2028. In Recep- a be inden sich B ie e on übe Sc ibonius in den Ka ons 690, 694, 698–700, 703–706, 708–713, 715–718. Die Kü ze dieses A ikels e laub uns kein de aillie es In en a zu geben. nIcOLaS RIcHaRD 87 OPEN ACCESS Man muss es s ellen, dass übe die Jugend on Sc ibonius wenig bekann is .7 E wu de in Bischo eini z in eine ka holischen Pilsene 8 Familie gebo en. Do ode in Pilsen e hiel e auch seine Schulbildung. 1528 ließ e sich an de Leipzige Uni e - si ä imma ikulie en.9 Am e s en Sep embe desselben Jah es wu de e do zum baccalau eus p omo ie und 1539 zum magis e a ium. In den Folgejah en üb e e wah scheinlich die Tä igkei eines Leh e s an eine s äd ischen Schule in Böhmen aus. Wäh enddessen ha e e auch eine nich selbs e s ändliche geis liche Ka ie e begonnen.10 1536 wu de e als canonicus hono a ius, d. h. ohne Residenzp lich , in das P age Domkapi el gewähl . Einen solchen We degang du chlie en o mals iele böhmische, ka holische Geis - liche. Abe zu Zei on Sc ibonius ha e sich die Lage g undlegend e ände . Die Wahl des S udieno es Leipzig hieß schon in den 1520e Jah en, in ein Bollwe k de Al gläubi- gen zu gehen und sich gegen die Hussi en und das au kommende Lu he um zu s ellen.11 Es handel e sich nich meh um die S ei e eien gegen den s engen Humanismus Wi - enbe gs und E u s ode um den homis ischen Sieg übe die Poesie in Leipzig. Nach 1524 wa de Kamp gegen Lu he s Leh e im albe inische Sachsen und besonde s an de Uni e si ä in ollem Gange. Wie seh beein luss en diese Auseinande se zungen Sc ibonius? Hie zu muss man anme ken, dass Sc ibonius nich an de Theologischen Fakul ä s udie e, die eine ech gläubige und homis ische Theologie e eidig e.12 7 J. HEJNIC, Sc ibonius, S. 34–36. 8 Fü Emil FELIX, Li e á ní Plzeň ob yse I [Das li e a ische Pilsen im Um iss], Plzeň — P aha 1930, S. 42–43 s amm e Píšek aus eine bü ge lichen Familie aus Pilsen. Abe am 11. Augus 1562 e laub e Kaise Fe dinand dem Sc ibonius und seinem B ude (soused Týně Ho šo ském), das P ädika z Ho šo a zu agen. Augus SEDLÁČEK, Českomo a ská He aldi- ka [Böhmisch-Mäh ische He aldik], P aha 1925, S. 602. 9 Am 23. Ap il 1528 imma ikulie e de Rek o Johannes Saue „Heyn icus Bischeck Thinen- sis“ in die polnische Na ion de Uni e si ä . Geo g ERLER (ed.), Die Ma ikel de Uni e si ä Leipzig I: Die Imma ikula ionen on 1409–1559, Leipzig 1895, S. 599. Jose Ví ězsla ŠIMÁK, S uden i z Čech, Mo a y a Slezska na německých uni e si ách XV.–XVIII. s . (Dokončení) [Die S u- den en aus Böhmen, Mäh en und Schlesien an deu schen Uni e si ä en im XV.–XVIII. Jh. (Abschluss)], Časopis Musea K álo s í českého 80, 1906, S. 510–539, hie S. 522. 10 1533 sch ieb de Apos olische Nun ius, dass es in ganz Böhmen dieses Jah nu ün O di- na ionen gab und — wah scheinlich nich ohne Übe eibung — dass die Neup ies e wie Be le leben we den müssen. P ag, 28. Dezembe 1533, Ve ge io an Ca nesecchi. Nun ia- u be ich e aus Deu schland I/1 [wei e nu Nun ia u be ich e], Go ha 1892, S. 152. 11 Zu Leipzige Uni e si ä in diese Zei gl. He be HELBIG, Die Re o ma ion de Uni e - si ä Leipzig im 16. Jah hunde , Gü e sloh 1953, besonde s S. 13–49; Ge ha d ZSCHÄBITZ, S aa und Uni e si ä Leipzig zu Zei de Re o ma ion I–II, Leipzig 1959, hie I, S. 34–67; ge- ne ali e Gün he WARTENBERG, Leipzig, Uni e si ä , Theologische Realenzyklopädie XX, Be lin — New Yo k 1990, S. 721–729 (Li e a u ); Kon ad KRAUSE, Alma ma e Lipsiensis, Leipzig 2003, S. 42–57. 12 Gün he WARTENBERG, Die heologische Fakul ä de Uni e si ä Leipzig wäh end de Ein üh ung de Re o ma ion im he zoglichen Sachsen, [1981], Rep in in: Jonas FLÖTER — Ma kus HEIN (edd.), Gün he Wa enbe g: Wi enbe ge Re o ma ion und e i o iale Poli ik, Leipzig 2003, S. 257–264. 88 HISTORIE — OTÁZKY — PROBLÉMY 2/2015 OPEN ACCESS Wäh end seines S udiums de eien Küns e13 scheinen die Re o mbemühungen He zog Geo gs ü eine humanis ische Gesinnung ganz o eilha gewesen zu sein. Wenn sie die He scha des A is o eles auch nich b achen, so wa en be ei s neue Klassike in den Vo lesungsplan au genommen wo den.14 Die knappen E wähnungen in de P age Ak enübe lie e ung zu den zwanzige bis ie zige Jah en schilde n Sc ibonius o allem als Leh e . Da übe hinaus ge- hö e e zu einem Ne zwe k böhmische und sächsische P äla en und Humanis en, die seine Ka ie e un e s ü z en. Eine Schlüssel igu ü den wei e en We degang Sc ibonius’ schein de Lei me i ze Kapi eldekan (1534) Johannes Ho a ius Hasen- be ge (Jan Ho ák on Milešo ka, † 1551) gewesen zu sein. Wah scheinlich kann en sich die beiden Ki chenmänne aus den Zei en on Sc ibonius Leipzige S udien: zu selben Zei soll Hasenbe ge do geleh haben.15 De Magis e g ad e laub e Sc ibo- nius die Lei ung de Lei me i ze Schule on Hasenbe ge zu übe nehmen, als le z- e e zum E ziehe de Kinde Fe dinands I. on Habsbu g e nann wu de (Mä z — Ap il 1539).16 In den ie zige Jah en eis e Sc ibonius meh mals nach I alien, wo e die Dok o wü de e lang e.17 E leh e auch an de ü s bischö lichen Passaue Schule. In Lei me i z18 wie in Passau19 und I alien20 le n e Sc ibonius junge A is ok a en aus den o nehms en böhmischen Adelshäuse n und Mi gliede des königlichen Ho- 13 Enno BÜNZ u. a., Geschich e de Uni e si ä Leipzig 1409–2009 I, Leipzig 2009, S. 178–188. 14 Übe die neuen Me hoden: An ony GRAFTON — Lisa JARDINE, F om Humanism o he Hu- mani ies, London 1986; Paul F. GRENDLER, Schooling in Renaissance I aly, Bal imo e — Lon- don 1989, S. 111 u. olg.; Robe BLACK, Humanism and Educa ion in medie al and enaissan- ce I aly, Camb idge 2001. 15 B uno STÜBEL (ed.), U kundenbuch de Uni e si ä Leipzig, Leipzig 1879, S. 466–471. Übe Hasenbe ge A. TRUHLÁŘ — K. HRDINA — J. HEJNIC — J. MARTÍNEK (edd.), Ruko ěť II, S. 327, 332–336; V, S. 497. 16 Jose HEJNIC, La inská škola Plzni a její pos a ení Čechách (13.–18. s ole í) [Die La einschu- le in Pilsen und ih e S ellung in Böhmen (13.–18. Jah hunde )], Rozp a y ČSAV, řada spo- lečensko ědní 89, č. 2, P aha 1979, S. 19–20. 17 Gio anni MINNUCCI, Češi, k eří ys udo ali Sieně e 14. až 17. s ole í [Böhmen, die om 14.bis zum 17. Jah hunde in Siena s udie en], in: Alena Pazde o á — Lucia Bonelli Co- nenna (edd.), Siena P aze. Dějiny, umění, společnos , P aha 2000, S. 54–58, hie S. 55. 18 Ma in HOLÝ, Z ození enesančního ka alí a [Die En s ehung des Renaissance-Ka alie s], P aha 2010, S. 151–152. 19 Zu Zei des hochgebilde en Bischo s Wol gang G a on Salm (1541–1555), Theologe und Humanis , spiel e die Passaue Schule eine he aus agende Rolle, mi hochquali izie en Leh e n (z. B. Jakob Ziegle ). Dank Václa Březan (1568–1618?) wissen wi , dass hie Sc i- bonius u. a. die S uden en Nikolaus Popel on Lobkowicz, Wenzel Albin on Hel enbu g, Nikolaus und Ludwig on Salm, die zwei Hein ich on Plauen, Be nha d on Ha degg und o allem Wilhelm on Rosenbe g un e ich e e. Březan besch ieb auch Sc ibonius’ Tä ig- kei als Leh e : Ja osla PÁNEK (ed.), Václa Březan: Ži o y posledních Rožmbe ků I [Václa Březan: Das Leben de le z en Rosenbe ge ], P aha 1985, S. 46–47. 20 Březan e wähn eine 1547 un e nommene I alien eise Sc ibonius’ als P äzep o de Söhne des böhmischen Kanzle s Hein ich IV. on Plauen und Ma ga e e on Salm, Hein ich V. und Hein ich VI; ü ihn wa es mindes ens die zwei e I alien eise. nIcOLaS RIcHaRD 89 OPEN ACCESS es kennen. E e dank e es wah scheinlich Hasenbe ge , zu einem de E ziehe des d i en und le z en Sohn Fe dinands I., Ka l (1540–1590), des spä e en Ka l II. on Inne ös e eich, e nann zu we den.21 Diese Ve bindungen mi dem Königsho 22 e - klä en, wa um Fe dinand schon 1546 das e zbischö liche Domkapi el zu P ag ba , Dok o Sc ibonius zu wählen,23 wah scheinlich au eine P äla u , was das Domkapi- el nich ge n sah.24 D ei Jah e spä e , am 25. Janua 1549, wu de Sc ibonius dennoch zum P ops gewähl .25 Sieben Jah e spä e wu de e o z de an änglichen Bedenken seine Kollegen zum Adminis a o gewähl (1556). Ein neu en deck es Dokumen gib Au schluss, wa um seine Wahl so spä e olg e. An ang de ün zige Jah e weil e Sc ibonius noch einmal ü einen S udienau en hal in I alien, dieses Mal o iziell als P äzep o de Söhne des böhmischen Obe s landsch eibe s Wol on Vřeso ic und um die Heilige Sch i und Kanonisches Rech zu s udie en.26 Eine S udien eise nach I alien wa ü einen P age P ops höchs sel en,27 abe sie un e s ich die hu- 21 Es wä e ein I um, die spä e e behaup e e ka holische Poli ik on Ka l (und dessen Sohn, des spä e en Kaise s Fe dinand II.) in Inne ös e eich di ek den E ziehe n zuzu- sch eiben: da übe schweigen die Dokumen e, z. B. Johann LOSERTH (ed.), Ac en und Co - espondenzen zu Geschich e de Gegen e o ma ion in Inne ös e eich un e E zhe zog Ka l II. (1578–1590), Wien 1898. Die einzige Analyse on Ka ls eligiösem P o il schein heu e e - al e (Felix STIEVE, Ka l II. (E zhe zog on Ös e eich), Allgemeine Deu sche Biog aphie XV [1882], Rep in Be lin 1969, S. 318–322), abe die mode ne e Geschich ssch eibung ha nu seine eligiöse Poli ik e o sch : Alexande NOVOTNY — Be hold SUTTER, Inne ös- e eich 1564–1619, G az 1967; Geo g HEILINGSETZER, E zhe zog Ka l II. on Inne ös e eich, in: B igi e Hamann (ed.), Die Habsbu ge , ein biog aphisches Lexikon, München 1988, S. 203–206; F ance M. DOLINAR u. a. (edd.), Ka holische Re o m und Gegen e o ma ion in In- ne ös e eich, Klagen u 1994, besonde s S. 373–386, 405–418; Ka l AMON, Inne ös e eich, in: An on Schindling — Wal e Ziegle (edd.), Die Te i o ien des Reichs im Zei al e de Re o ma ion und Kon essionalisie ung I: De Südos en, Müns e 1989, S. 102–116. 22 Auch ungie e Sc ibonius zwöl Jah e als Beich a e de Königin Anna Jagiello (1503–1547), e wähn Podlaha. Abe man muss sich agen, inwiewei diese Funk ion meh wa als ein wah scheinlich auch mi einigen Einkün e e bundene Eh en i el. Um diese F age bean wo en zu können, müss e man die Familienko espondenz Fe dinands ü die Jah e 1537–1564 zu Ve ügung haben. An onín PODLAHA, Se ies p æposi o um […] Me opoli anæ Ecclesiæ P agensis I, P aha 1912, S. 120–126. 23 NA, RG 34, ol. 116 , 22. Feb ua 1546, Fe dinand an den Adminis a o und das Domkapi el. 24 Vielleich um solche In e en ionen zu e meiden, ba en die Domhe en nach dem Tode des P ops s E ns on Schleini z Fe dinand, au die eie Wahl des Kapi els Rücksich zu nehmen. P ag, 15. Feb ua 1548, Domkapi el an Fe dinand. Klemen BOROVÝ (ed.), Jed- nání a dopisy konsis oře ka olické i u ak is ické II: Ak a konsis oře ka olické [Ve handlungen und B ie e des ka holischen und u aquis ischen Konsi o iums II: Ak en des ka holischen Konsis o iums], P aha 1869, S. 88–89. 25 A. PODLAHA, Se ies, S. 121. 26 NA, APA I, B1/2, ol. 31 – , s. d. [1550–1553], Domkapi el an den P ops . 27 Kla is , das die o he igen und olgenden Domhe en und P äla en nich sel en in I ali- en s udie haben, um z. B. die Dok o wü de zu e langen: 1497 handel e es sich um Ch is- oph on Wei mühl (danach zei ig P ops zu P ag), 1501 um E ns on Schleini z, 1511 um 90 HISTORIE — OTÁZKY — PROBLÉMY 2/2015 OPEN ACCESS manis ische Gesinnung Sc ibonius’ in diesen Jah en. Das Domkapi el o de e einen hochgebilde en P äla en als Adminis a o en, abe auch, dass diese seine Residenz in P ag nahm. Was bedeu e e abe , ü einen Menschen wie Sc ibonius de unp äzise Beg i „Humanismus“?28 Diese F age is ohne Ego-Dokumen e schwe zu bean wo en.29 Fes s eh abe , dass Sc ibonius zu eine G uppe gehö e, die in engen Ve bindun- gen zu Cochlæus s and.30 Fü Cochlæus ode Hasenbe ge wa die Ve eidigung des Ka holizismus eine Selbs e s ändlichkei . Die äl e e Fo schungsli e a u , die Ka i- e eg ünde als Mo i a ion zu Ve eidigung des Ka holizismus an üh , is s a k on de Zei des Kul u kamp es gep äg .31 Im Sinne des E asmus’ wa en Cochlæus und seine Anhänge Re o ma o en. Als Cochlæus am Ende de d eißige Jah e wegen de Lu he ane das albe inische Sachsen e lassen muss e, ba e den Nun ius, den Lai- enkelch und die P ies e ehe ü die sächsischen Geis lichen zu gewäh en.32 E dach e, dass hie in eine Möglichkei läge, in Sachsen den Ka holizismus zu bewah en. Coch- læus sowie Hasenbe ge benü z en in ih e Polemik gegen Lu he „humanis ische“ A gumen e au die gleiche Weise wie E asmus und nich die homis ische A gumen- a ion des Johannes Eck.33 Die Gewäh ung on Konzessionen, um den al en Glaube zu e eidigen, en sp ach auch schon de Poli ik Fe dinands.34 Wi wissen nich , welche Posi ion Sc ibonius zu diesen F agen einnahm. Abe seine S ellungnahmen in seine Villa icus, danach um Albin on Hel enbu g, usw. Gus a C. KNOD (ed.), Deu sche S uden- en in Bologna, Be lin 1899, N . 4121, 3332, 3900, S. 662. Abe sie besaßen noch keine P äla- enp ünde… 28 „A p o ean concep “, Lewis W. SPITZ, Humanism and he p o es an e o ma ion, in: Robe Black (ed.), The Renaissance, c i ical concep s in his o ical s udies I–IV, London — New Yo k 2006, hie I, S. 301–329, o allem S. 301. Übe die Humanis en-P äla en: Rainald BECKER, Wege au den Bischo s h on, Rom 2006, besonde s S. 369–370. Im Fall Sc iboni- us: Ja osla HAVRLANT, Ekleziologie Tomáše Ba o o ského († 1562) [Die Ekklesiologie des Tomáš Ba o o ský († 1562)], Disse a ion de Ka holischen heologischen Fakul ä de Ka lsuni e si ä , P aha 2013, S. 162–164, 174. 29 Kaspa on GREYERZ (ed.), Eu opäische Selbs zeugnisse als his o ische Quellen, Köln 2001, S. 26. 30 Z. B. Meißen, 27. Ap il 1539, Cochlæus an Hasenbe ge . Nun ia u be ich e I/4, Go ha 1893, S. 550–552. 31 H. JEDIN, Des Johannes Cochlæus, S. 113–121; Fü Hasenbe ge üh e diese Idee noch aus: A.TRUHLÁŘ — K. HRDINA — J. HEJNIC — J. MARTÍNEK (edd.), Ruko ěť II, S. 332. 32 S olpen, 1. Juni 1539, Cochlaeus an Nun ius Alexande . Nun ia u be ich e I/4, S. 563. 33 Monique SAMUEL-SCHEYDER, Johannes Cochlæus. Humanis e e ad e sai e de Lu he , Nan- cy 1993, besonde s S. 343 . Cochlæus, zwa ein Pädagoge, kein Theologe (S. 47 .), wa abe in de Philosophie in eine ealis ischen und homis ischen ia an ica e zogen, nich in de nominalis ischen ia mode na, wie Lu he . 34 Z. B. Wien, 3. Janua 1540, Mo one an Ce ini. Nun ia u be ich e I/5, Be lin, 1909, S. 29. P ag, 11. Mai 1543, Ve allo an Fa nese. Ebd., 7, Be lin, 1912, S. 358–359. Vgl. auch die Rela i- on on 1541 des enezianische Bo scha e s am Ho e Fe dinands, Ma ino Gius iniano: Eu- genio ALBERI (ed.), Relazioni degli Ambascia o i Vene i al Sena o I/4, Fi enze 1840, S. 117–158, hie S. 139–140. nIcOLaS RIcHaRD 91 OPEN ACCESS Rolle als Adminis a o zeigen, dass e mindes ens eilweise diese „humanis ische“ Posi ionen e a . Ab de Mi e de ün zige Jah e besi z man meh Zeugnisse übe den P ops und on 1556 bis 1562 übe den Adminis a o en Sc ibonius.35 Obwohl die Meh hei diese Quellen adminis a i en Cha ak e besi z , zeigen einige die S ellung Sc ibonius’ zu d ei de wich igs en En scheidungen de Fe dinandeischen Ki chenpoli ik: die Ein- üh ung des Jesui eno dens in P ag, die Wiede bese zung des Am es des P age E zbi- scho s und die Bemühung um die Gewäh ung des Laienkelchs au dem Konzil on T ien . Wenn es 1554 zum Plan eine Niede lassung de Jesui en in Böhmen kam, so nahm Sc ibonius eine Schlüssels ellung bei de Du ch üh ung dieses P ojek es ein. Ob- gleich e nu P ops wa , a bei e e e eng mi Fe dinand zusammen, um ein Kollegium zu e ich en.36 E un e s ü z e die Pa es mi seinem eigenem Geld,37 und emp ahl sie den böhmischen Ka holiken.38 Man muss abe es s ellen, dass, als sich Canisius in P ag mi einem s a ken Wide s and de Nich ka holiken kon on ie sah, de junge Jesui eno den zu diese Zei noch keineswegs zum Symbol eines unnachgiebigen Ka- holizismus gewo den wa . Canisius sp ach sich ü den Laienkelch aus39 und gehö e zusammen mi S aphylus, einem damaligen Lu he ane , dem Ra gebe g emium ü die Religionspoli ik Fe dinands an.40 Fü Sc ibonius wa die Ein üh ung de Jesui en 35 Übe die Adminis a u on Sc ibonius gl. K. BOROVÝ (ed.), Jednání, S. 201–376, 388–390. NA, APA I, Ka . 689–691 ( ecep a 1545–1563); A chi de P age Bu g [A chi P ažského h a- du, wei e nu APH], A chi des Domkapi els [A chi Me opoli ní kapi uly u S . Ví a, wei- e nu AMK], Cod. VI–12 (ab 1561). Besch eibung in An onín PODLAHA, Ca alogus codicum manu sc ip o um, qui in A chi io Capi uli Me opoli ani P agensis asse an u , P aha 1923, S. 115 . 36 De (kün ige hl.) Pe us Canisius ie die Niede lassung in P ag wegen de böhmischen F eunde, d. h. Sc ibonius, B us (G oßmeis e de K euzhe en mi dem o en S e n), und Sch adin. Wien, 14. Ok obe 1554, Pe us Canisius an (den kün igen hl.) Igna ius on Lo- yola; P ag, 15. Juli 1555, Canisius an Igna ius. O o BRAUNSBERGER S.J. (ed.), Bea i Pe i Ca- nisii, Socie a is Iesu, Epis ulæ e Ac a I: 1541–1556, II: 1556–1560, F eibu g im B eisgau 1896 u. 1898, hie I, S. 497, 548–549. Fe dinand be ahl E zhe zog Fe dinand die Ein üh ung de Jesui en im Au ag des P ops es. Augsbu g, 7. Mä z 1555, Fe dinand an E zhe zog Fe din- and; Augsbu g, 20. Mä z 1555, Fe dinand an E zhe zog Fe dinand. K. BOROVÝ (ed.), Jed- nání, S. 201–202, 204–205. P ag, 16. Juli 1555, Sc ibonius, B us u. Sch adin an Fe dinand. O. BRAUNSBERGER S.J. (ed.), Bea i Pe i Canisii […] Epis ulæ I, S. 763. 37 P ag, Feb ua — Juli 1556, Canisius an Sc ibonius; P ag, an e 18. Mai 1556, Canisius an Sc i- bonius; P ag, Juni ode Juli 1556, Canisius an Sc ibonius. Ebd., S. 599, 610–611, 634–635. P ag, 12. Augus 1564 Sc ibonius an die königliche Kamme . K. BOROVÝ (ed.), Jednání, S. 388–390. 38 P ag, 17. Mai 1556, Canisius an Igna ius, O. BRAUNSBERGER S.J. (ed.), Bea i Pe i Canisii […] Epis ulæ, S. 618, Anm. 3. 39 Klaus SCHATZ S.J., In Auseinande se zung mi Hussi ismus und Lu he um — Pe us Canisius und de Laienkelch, in: Pe onilla Cemus (ed.), Bohemia Jesuis ica 1556–2006 I, P aha 2010, S. 207–213. Übe Canisius’ Tä igkei : Xa ie -Ma ie LE BACHELET S.J., in: Dic ionnai e de Théologie Ca holique III, Pa is 1905, S. 1007–1037. 40 Vgl. z. B. Canisius’ Ho nungen o dem Wo mse Kolloquien: Ingols ad , 28. Juli 1557, Ca- nisius an Sc ibonius und B us. O. BRAUNSBERGER S.J. (ed.), Bea i Pe i Canisii […] Epis ulæ II, S. 107–109. 92 HISTORIE — OTÁZKY — PROBLÉMY 2/2015 OPEN ACCESS die Lösung des P oblems des P ies e mangels. Die Pa es wü den die zukün igen ka- holischen P ies e de E zdiözese e ziehen41 und ü die gegenwä ige Geis lichkei als Vo bild im P ies e am und P edig dienen.42 Das Ve häl nis on Sc ibonius zum Ho läss sich am bes en bei eine Analyse sei- ne S ellung als Adminis a o und im Ve lau de Wiede e ich ung des E zbis ums P ag un e suchen. Die Ve handlungen übe die Wiede bese zung des E zbis ums P ag wu den allein zwischen Fe dinand und de Ku ie ge üh , ohne dass sich die Ad- minis a u da an be eilig hä e.43 De G und da ü wa wah scheinlich die niede e S ellung on Sc ibonius als Adminis a o , die keinem Bischo gleichkam, auch wenn e de ac o als o dina ius loci ungie e.44 Die Domhe en be ieben eine eigens än- dige Poli ik, zu de auch de Plan zu Wiede einse zung eines E zbischo s gehö e. Sie woll en wie Fe dinand un e de De ise unus pas o , g ex unus eine Ki chenunion mi den U aquis en he s ellen.45 De Adminis a o Sc ibonius wuss e so wenig on den diploma ischen Ve handlungen, dass e im Jah 1560 den Nun ius Hosius um die Gewäh ung des Laienkelchs und die Wiede einse zung eines gemeinsamen E zbischo s on P ag ü die U aquis en und Ka holiken ba . Mi diese Fo de ung schloss e di ek an die humanis ischen P ojek e de d eißige Jah e an. Dabei han- del e e im Namen des Kapi els mo u p op io, das heiß ohne kaise lichen Be ehl.46 Zu diese Zei bes and abe schon eine Disk epanz zwischen de kaise lichen Ki chen- poli ik in Böhmen und den Vo haben on Sc ibonius. Am kaise lichen Ho wu den die Vo s ellungen des Bischo s D aško ić on Fün ki chen p o egie , de sich einen „e angelischen“ Bischo wünsch e. Da un e e s and e eilich keinen Lu he ane , sonde n einen O dina ius mi einen, o züglichen Si en, de die Residenzp lich wah nehmen soll e. Die ma e ielle und mach poli ische Absiche ung dieses Planes in e essie en D aško ić wenige . 41 P ag, Juli 1556, Sc ibonius u. Canisius an Fe dinand. Ebd., I, S. 647–648. Die F age eine ka- holischen Uni e si ä s ell e das Kapi el schon 1547. Augus 1547, Domkapi el an den Kö- nig. K. BOROVÝ (ed.), Jednání, S. 62. 42 Wien, Augus — Dezembe 1560, Canisius an Sc ibonius; Wien, 4. ode 5. Ok obe 1558, J. de Vic o ia S.J. an Canisius. O. BRAUNSBERGER S.J. (ed.), Bea i Pe i Canisii […] Epis ulæ II, S. 716, 314. 43 Nun ia u be ich e I/1, 2, 7, 10, 11; II/1–2. F an išek KAVKA — Anna SKÝBOVÁ, Husi - ský epilog na koncilu iden ském a pů odní koncepce habsbu ské eka olizace Čech [Hussi i- sche Epilog au dem T iden ine Konzil und die u sp üngliche Konzep ion de Habs- bu ge Reka holisie ung Böhmen], P aha 1969; Anna SKÝBOVÁ, Obno ení p ažského a - cibiskups í [Die E neue ung de P age E zbis ums], in: Zdeňka Hledíko á — Ja o sla V.Polc (edd.), P ažské a cibiskups í 1344–1994 [Das P age E zbis um 1344–1994], P aha 1994, S. 114–128. 44 Die Adminis a u , die sogenann e au ho i a e apos olica, wa keine apos olische Adminis- a u im mode nen kanonischen Sinn. Das heiß , dass sie übe keine bischö liche Gewal meh e üg e, wie no male weise sede acan e und keine ömische Kon i ma ion besaß. Eine sys ema ische Analyse de Adminis a u P ags ehl abe . 45 S. l., 23. Augus 1547, Domkapi el an Fe dinand. K. BOROVÝ (ed.), Jednání, S. 63–64. 46 Wien, 15., 17. Juli 1560, Nun ius Hosius an Pius IV. Nun ia u be ich e II/1, Wien 1897, S. 70–71. nIcOLaS RIcHaRD 93 OPEN ACCESS Die Wiede bese zung des E zbischö lichen Am es e ände e die Posi ion on Sc ibonius und die S ellung des Domkapi els im E zbis um nachhal ig. Die Ausein- ande se zungen zwischen dem Domkapi el und dem E zbischo gehö en alle dings in die Regie ungszei Kaise Maximilians II. und Kaise Rudol s II. und soll en den P ops die Bischo swü de kos en.47 Unmi elba nach de Wiede bese zung des E z- bis ums weil e sein neue Am s äge B us in T ien , wo das Konzil in seine le z e Si zungspe iode ein a , so dass Sc ibonius wei e die Ve wal ung de E zdiözese ausüb e. Aus dem B ie wechsel de beiden P äla en kann man ablei en, was Sc i- bonius übe die ki chlichen Angelegenhei en dach e. Fü Sc ibonius wa das Konzil die ielleich le z e Chance, den F ieden und die Einhei de Ch is enhei wiede - he zus ellen. Da ü muss e man seine Ansich nach glühend be en. E wa sich si- che lich wie die Rä e Fe dinands und des kaise lichen Beich a e s Si a dus, den e seh schä z e, de D inglichkei de Lage bewuss .48 Sc ibonius kann e die konk e en P obleme de P a eien besse als sons jemand. Die kaise lichen Gesand en ba en in T ien um die Gewäh ung des Laienkelchs, de ü sie ein Mi el wa , Ki chen- übe i e zum Lu he um abzuwenden und die U aquis en zu ück in den Schoß de ka holischen Ki che zu üh en. In P ag sah Sc ibonius die Kelchkommunion de bishe igen Ka holiken als Zeichen ih e Apos asie an.49 E beme k e auch, wie sich die U aquis en schon mi den Lu he ane n e misch ha en. E beklag e die Un- ä igkei de königlichen Behö den gegen die Lu he ane .50 Und Sc ibonius sah das Konsis o ium sub u aque nich be ei , sich mi den Ka holiken un e einem neuen E zbischo zu e einigen, wie es Kaise Fe dinand wünsch e.51 Auch de Wille Fe di- nands, in T ien nich on Theologie zu sp echen, sonde n nu on Disziplin, e schien ihm be emdlich. Nach de Meinung on Sc ibonius muss e das Konzil kla die ka- holischen Dogmen e e en. Ge n hä e e ein Ve bo des Gebe es Jesu Ch is e, bi e ü uns e lang , das in Böhmen seh e b ei e wa , ihm abe hä e isch e schien.52 Am Ende des Konzils wa Sc ibonius gek änk , die Hö linge, selbs wenn sie selbs dem ka holischen Glauben anhingen, das Konzil on T ien k i isie en zu hö en.53 Fü ihn wa dank de Dek e e des Konzils die Zei de Gene al e o ma ion gekommen. Gleichwohl wa en ihm einige Beschlüsse des Konzils unkla . E ag e B us beispielsweise nach de Bedeu ung de Einzigkei des Pa en bei de Tau e, des Dispenses on a ini as,54 und de Rech sgül igkei on geheimen Ehen (clandes ina 47 Wien, 8. Mai 1567, Nun ius Biglia an Commendone; Wien, 15. Mai 1567, Biglia an Alessan- d ino; 12. Juni 1567, Biglia an Commendone. Nun ia u be ich e II/6, Wien 1939, S. 67 . 48 P ag, 28. Feb ua 1562, Sc ibonius an B us. NA, APA I, Ka . 690. 49 P ag, 13. Juni 1563, Sc ibonius an B us. Ebd., Ka . 691. 50 P ag, 4. Mai 1562, Sc ibonius an B us; P ag, 25. Mai 1562, Sc ibonius an B us. Ebd., Ka . 690; P ag, 18. Janua 1563, Sc ibonius an B us; Komo au/Chomu o , 14. Feb ua 1563, Sc i- bonius an B us; s. l., 9. Juli 1563, Sc ibonius an B us. Ebd., Ka . 691. 51 P ag, 1. Juni 1562, Sc ibonius an B us; P ag, nach 15. Juni 1562, Sc ibonius an B us. Ebd., Ka . 690. 52 K. BOROVÝ, An onín B us, S. 29. 53 P ag, 25. No embe 1563, Sc ibonius an B us, NA, APA I, Ka . 691. 54 P ag, 15. Ok obe 1563, Sc ibonius an B us. Ebd., Ka . 691.