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Zentrum und Peripherie. Gescheiterte Ineinanderübersetzung in Franz Kafkas Beim Bau der chinesischen Mauer

Biti, Vladimir

Abstract

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Full text

Zen um und Pe iphe ie. Geschei e e Ineinande übe se zung in F anz Ka kas Beim Bau de chinesischen Maue Vladimi Bi i– Uni e si ä Wien ABSTRACT Cen e and Pe iphe y. Failed In e ansla ion in F anz Ka ka’sA he Cons uc ion o he G ea Wall o China The a icle in es iga es he ailed ansla ion o cen e in o he pe iphe y, and ice e sa, in Ka ka’ss o y. In he ame na a i e, his ansla ion is examined by he pe iphe y; in he embedded pa able, ha was published du ing Ka ka’sli e ime unde he i le An Impe ial Mission, i is p omp ed by he cen e . Despi e his mi o ing ela ion be ween he ame na a i e and he embedded pa able, he eade is p e en ed om smoo hly ansla ing hem in o one ano he . Ye jus as Ka ka akes ca e o sa e om obli ion ha which emains un ansla ed in he i s wo ansla ions, he expec s he eade o do he same in ansla ing one na a i e in o he o he . KEYWORDS cen e , pe iphe y, depu y, ansla ion, emainde EIN BEFÜRWORTER DER PERIPHERIE? In seinem bahnb echenden Essay zu Ka ka e weis Wal e Benjamin au die sys- ema ische Au lösung de Zei - und Raumo ien ie ung in de ik ionalen Wel des Sch i s elle s. Die Ges en seine Figu en seien „zu du chschlagend ü die gewohn e Umwel “, sodass sie au die Bühne des „Wel hea e s“ einb echen, „dessen P ospek de Himmel da s ell “ (Benjamin 1980: 418 .) Ka ka nehme diesen Ges en „die übe - kommenen S ü zen“ weg, um sie dadu ch aus de his o ischen Wi klichkei in einen „undu chschauba en“ und „unübe sehba en“ Be eich übe zulei en, de dem „ge- wöhnlichen Menschen“ o en hal en bleib (Benjamin 1980: 420 .). An die Rä sel und Geheimnisse dieses Schaupla zes muss man „mi Umsich , mi Behu samkei , mi Miß auen“ (Benjamin 1980: 422) he angehen, weil e keine e lässlichen An wo en zu Ve ügung s ell . Benjamin schluss olge : Vielleich woll e Ka ka, den jede Tag seines Lebens o unen ä selba e Ve hal- ungsweisen und undeu liche Ve lau ba ungen ges ell ha , im Tode wenigs ens seine Mi wel mi gleiche Münze heimzahlen. (Benjamin 1980: 422) 18 BRÜCKEN 29/2 Benjamins Anme kung „im Tode wenigs ens“ bezieh sich hie au seine o he ige Deu ung de e wi enden Pa abel Von den Gleichnissen. Da in sonde sich aus dem e zählenden „Wi “ „Eine “ he aus, de au die These des kollek i en E zähle s on de Un e wendba kei de Gleichnisse im All agsleben Folgendes e wide : Wa um weh ih euch? Wü de ih den Gleichnissen olgen, dann wä e ih selbs Gleichnisse gewo den und dami schon de äglichen Mühe ei. (Ka ka 1994c: 131 .) Benjamin e binde diesen ä selha en Ra schlag mi eine chinesischen Legende, in de ein Male , nachdem e sein Gemälde e igges ell ha , da in unwide u lich e schwinde und dami den Beobach e n alle Anweisungen zu dessen Deu ung e weige . In genau de selben Weise habe Ka ka seine auk o iale Bo scha de Lese scha o en hal en. Indem e in den Laby in hen seines We ks e schwand, ha e es seinen Zei genossen da ü , dass sie seine Wi klichkei „ o unen ä selba e Ve hal ungsweisen und undeu liche Ve lau ba ungen“ ges ell haben, sozusagen „heimgezahl “. Als seine Lese muss en diese Zei genossen nun mi seine ebenso e wi enden Wel umgehen. So is also das en s anden, was Benjamin als Ka kas unen zi e ba e „Münze“ be- zeichne . In seinem spä e en Essay Die Au gabe des Übe se ze s inden wi eine dami e bundene Behaup ung, dass „kein Gedich dem Lese , kein Bild dem Beschaue , keine Symphonie de Hö e scha “ (Benjamin 1977a: 50) gil , weswegen alle Übe se - zungen de küns le ischen „A des Meinens“ in ein „Gemein es“ schei e n. Semio isch ausged ück , übe i Ka kas auk o iale Signi ika ion alle Deno ie ungen. Dami nimm Benjamin den Lé i -S aussschen Beg i des „übe schüssigen Signi ikan en“ o weg, den Gio gio Agamben e ospek i zum „Lei beg i in den Humanwissen- scha en des zwanzigs en Jah hunde s“ (Agamben 2004: 47) e hoben ha . Jedes We k Ka kas wi d zu eine Pa abel, de en En schlüsselung wei e e Pa abeln o de . We an den Sch i s elle mi diese Einsich he angeh , e wandel sich sozusagen seine - sei s in eine Pa abel und wi d „dami schon de äglichen Mühe ei“ (Ka ka 1994c: 131). Was Benjamin abe in seine au schluss eichen Lek ü e en geh , is , dass es sich hie bei lediglich um den Re ungs o schlag des „Einen“ handel , de au dem un ass- ba en „D üben“ als le z endlichem Ho izon des menschlichen Lebens bes eh . „Ein Ande e “ hingegen, de au de assba en Wi klichkei als le z endlichem Lebensho- izon beha , heg diesbezüglich kla e Vo behal e. S ell sich Ka kas Au o in de Ta so en schlossen au die Sei e eines seine P o agonis en? Es s imm zwa , dass diese in de Pa abel das Schlusswo behäl , da diese mi seine Behaup ung ende , dass de „Ande e“ nu im Ho izon de Wi klichkei , abe nich des „D übens“ (Ka ka 1994c: 132) Rech haben kann. Ha Ka ka dami das „sagenha e D üben“ de nüch e nen Wi klichkei o gezogen? Ode ha Benjamin dies in seinem Namen ge an? In seine g oßangeleg en S udie U sp ung des deu schen T aue spiels ha Benja- min das Tea um Mundi als eine Bühne o ges ell , die ih e Schauspiele aus de en us ie ende his o ische Gegenwa he auslös , um sie in den jensei igen Be eich de en di e enzie en Ve gangenhei , Gegenwa und Zukun zu e se zen. Die Du chb üche diese e schlungenen „Je z zei “1 scha en es imme wiede , die Be- 1 Diese Beg i en s amm Benjamins Essay Übe den Beg i de Geschich e (Benjamin 1977b: 258). 19VLADIMIR BITI wohne de his o ischen Zei „ o unen ä selba e Ve hal ungsweisen und undeu - liche Ve lau ba ungen“ zu s ellen. Indem Ka ka in seinen We ken das o his o isch en di e enzie e „D üben“ übe die his o isch di e enzie e Wi klichkei wal en ließ, ha e , so Benjamin, die gegebene Gegenwa seine Lese du ch de en e d äng e Vo geschich e he ausge o de . Es bleib abe dennoch aglich, ob Ka ka ein de a leidenscha liche Be ü wo e de ins e en Ve gangenhei gegenübe de au geklä en Gegenwa gewesen is . In einem ühen B ie an Oska Pollak ha e sich zu e s e e was o sich ige geäuße : „Man eh e den Maulwu und seine A , abe man mache ihn nich zu seinem Heiligen.“ (Ka ka 1958: 20) Es geh ihm also nich so seh da um, die Pa ei des Unsich ba en in seinem S ei mi dem Sich ba en zu e g ei en. In Von den Gleichnissen is üb igens nich de Au o de jenige, de das „Wi “ au die Reali ä und die e einzel en „Weisen“ au die Einbildung bezieh . Das u das „Wi “ als eine de eilnehmenden Pa eien. In de en gegengese z en Meinung de ande en Pa ei, d.h. de „Weisen“, s ell die Einbil- dung die einzig ele an e Wi klichkei da und die sog. Reali ä eine Abweh eak ion da au . Mi ande en Wo en, de Un e schied zwischen Wi klichkei und Täuschung bzw. Zen um und Pe iphe ie is bei Ka ka nie schlich gegeben, sonde n imme au ‑ gegeben. In de Pa abel wi d e aus zwei wide s ei enden Pe spek i en gezogen. Als Anhänge des Pe spek i enwechsels is Ka ka nie müde, einen Un e schied du ch einen ande en au zub echen, ohne je au einen allen scheidenden hinauszulau en. EIN VERHÄLTNIS AUS ZWEITER HAND Von den Gleichnissen eil dieses une müdliche Hin -und -He -Umschal en mi ühe- en P osas ücken wie z.B. Beim Bau de chinesischen Maue , Die Abweisung, Ein al es Bla ode Zu F age de Gese ze. In diese Reihe nimm die E zählung Beim Bau de chinesischen Maue einen besonde en Pla z ein, weil sie mi Von den Gleichnissen die Ineinande schach elung on Pa abeln, mi Zu F age de Gese ze das In e esse an de Un e o dnung des Ichs un e ein Wi , und mi De Abweisung und Einem al en Bla den Schaupla z eine wei abgelegenen impe ialen Pe iphe ie e binde . Wäh end in den zwei le z genann en Ku zgeschich en das Impe ium ungenann bleib , deu e im Bau de chinesischen Maue schon de Ti el da au hin, dass e sich au das chinesische Kaise eich bezieh . Doch obwohl geog aphisch e o e , e schein dieses China, wie üblich bei Ka ka, his o isch kaum nach ollziehba : „Alles en sp ich do einande , san geh alles in- einande übe .“ (Ka ka 1992b: 332) Es handel sich zwa um den Bau de chinesischen Maue , doch diese ing gegen Ende des 3. Jah hunde s . Ch . wäh end de Ch’in Dynas ie an, wu de im 14. Jah hunde n. Ch . wäh end de Ming Dynas ie o gese z und e s gegen Ende des 16. Jah hunde s e igges ell . Die Ve einigung Chinas, die in de E zählung angesp ochen wi d, and wäh end de e s en Dynas ie, die ebenso angesp ochene Ve eidigung Chinas gegen die No d ölke wäh end de zwei en s a . Nich nu , dass diese um e wa ach zehn Jah hunde e auseinande liegenden Epochen hie „san ineinande übe gehen“, sie we den da übe hinaus in die Spanne eines menschlichen, nämlich des E zähle lebens eingebau . Nahezu nebenbei e - wähn diese E zähle d ei Episoden, die wei e e Ve blü ung e u sachen: einige Zei nach de Ve kündigung des Maue baues wa e ein Kleinkind im Kinde ga en 20 BRÜCKEN 29/2 (Ka ka 1994a: 66), d eißig Jah e nach de Ve kündigung wa e zehn (Ka ka 1994a: 79) und zu Beginn des Maue baues ( ün zig Jah e nach de Ve kündigung) zwanzig Jah e al (Ka ka 1994a: 67). Selbs wenn wi uns lediglich an den Bau wäh end de Ming Dynas ie hal en, kann kein menschliches Leben d ei Jah hunde e um assen. Da übe hinaus e zähl de E baue diese Geschich e aus eine e heblichen zei lichen Dis anz, besp ich „jene Zei en“ und das „[D]amals“ (Ka ka 1994a: 68 .) des Baues als einen indi e en en Gegens and seine Fo schungen, de ihn pe sönlich nich s an- geh . „[A]us den längs e logenen Gewi e wolken zuck kein Bli z meh .“ (Ka ka 1994a: 71) Die chinesische Geschich e wi d also s a k zusammenged äng , das Leben des E zähle -P o agonis en übe alle Maßen ausgedehn . Indem Ka ka mi zei lichen Da en so unbekümme umgeh , schein sein In e esse am chinesischen Kaise eich nich ge ade his o isch zu sein. In de k i ischen Si ua ion seine Doppelmona chie ku z o de en Au lösung, so mein e dahe Benno Wagne , könn e es sich hie um eine „K yp o -S aa sk i ik“ handeln, „wie sie de spä e e Beg ünde de schechischen P esse, Ka el Ha líček Bo o ský, […] in ik i en Auslandsko espondenzen aus I land und China beg ünde ha e“ (Wagne 2008: 92). Ka kas P osa agmen wu de bislang, g ob gesag , en wede im me aphysischen (so Schoeps 1930), zionis ischen (so z.B. Ande s 1993; Schillemei 2004; Al 2005) ode im Rahmen de jüdischen T adi ionsübe mi lung 2 gedeu e . Wagne (2008) e such ihn poli isch zu lesen, bleib abe ühe en Ve suchen eu, indem e ihn in eine bes imm e, d.h. ös e eichisch -unga ische Wi klichkei „übe se z “. Sobald abe eine E zählung Ka kas in welche konk e e Wi klichkei auch imme übe se z wi d, auchen unübe se z e Res e au . Was die blinde Un e we ung des Volks un e die poli ische Ob igkei be i , wa China om damaligen Wien zwa nich so wei en e n . In einem B ie an Milena nann e Ka ka die „Vo s ellung, dass Tibe wei on Wien is “ schlech hin „dumm“ (Ka ka 1966: 29). Dennoch ha e China als Schau- pla z des poli ischen Geho sams nich on unge äh ausgewähl , weil die wes lichen Philosophen le z e en übliche weise den asia ischen Despo ien zugesch ieben haben. Cha les de Mon esquieu ha z.B. a gumen ie , dass asia ische Völke ih Augen- und Oh enschließen o ih en He en als selbs e s ändliche Un e o dnung un e die Na u gese ze e klä en (Mon esquieu 1995: 158). Sie seien gebo ene Skla en, die ih e menschliche Todesangs du ch die eige Angs o poli ische Bes a ung zu übe - winden e suchen (Mon esquieu 1873: 1). Das o behal slose Beugen un e einen He n we de bei ihnen soga zum He oismus e hoben. Dabei handel de He sche unpe sönlich, sozusagen wie ein lee es Zen um, das seine Mach lediglich du ch seine S ell e e e ausüb ; im Bau inde das a sächlich zue s du ch die „obe s- e Füh e scha “ und dann du ch eine ganze Hie a chie on Un e gebenen s a . Mon esquieus G undsa z om asia ischen Despo ismus e läu e Alain G os icha d olgende maßen: „[L]e izi c ée le despo , ou au an que le despo c ée le izi .“ (G os icha d 1979: 102) [De Wesi e scha den Despo en genauso iel wie de Despo den Wesi e scha .] Jensei s de Ve gegenwä igung e o e , können sich wede Despo noch seine Un e anen di ek einande e gewisse n. Ih e Iden i ä wi d du ch ih e S ell e e e e mi el : je zahl eiche die le z e en, des o nebelha e und espek e egende die e s e en. 2 Siehe Liska (2017: 1 .), die sich o allem mi de eingebe e en Pa abel Eine kaise liche Bo scha be ass . 21VLADIMIR BITI Im Bau de chinesischen Maue schilde de E zähle den Kaise demen sp echend als eine „alle undeu lichs e Ein ich ung“ (Ka ka 1994a: 73), die wie „e wa eine Wolke, uhig un e de Sonne sich wandelnd im Lau e de Zei en“ (Ka ka 1994a: 77) schweb . Doch ge ade seine Une eichba kei häl das Volk zusammen, denn „de einzelne Kaise äll und s ü z ab, selbs ganze Dynas ien sinken endlich niede “ und o zdem bleib „das Kaise um […] uns e blich“ (Ka ka 1994: 74). Tu bulen e E eignisgeschich e gegen- wä ige He sche e weck o allem bei de Pe iphe iebe ölke ung kein In e esse: [W]ie Zuspä gekommene, wie S ad emde s ehen sie am Ende de dich ged äng en Sei engassen, uhig zeh end om mi geb ach en Vo a , wäh end wei o n au dem Ma k pla z in de Mi e die Hin ich ung ih es He n o sich geh . (Ka ka 1994a: 75) Obwohl das Kaise um „seine le z en S ü zen“ im „Volk“ ha (Ka ka 1994a: 73), geho ch das le z e e nich dem egie enden Kaise , sonde n de „Weisung und Wa nung, die aus al en Zei en zu uns he übe eich “ (Ka ka 1994a: 78). Die längs e s o benen Kaise sind in seine „Vo s ellungs- und Glaubensk a “ (Ka ka 1994a: 78) iel mäch- ige als de gegenwä ige. Diese bedenkenlose Ve bundenhei den „al en Zei en“ gegenübe is das „wich igs e Einigungsmi el“ „unse es Volkes“, „de Boden, au dem wi leben“; es zu adeln hieße an „unse n Beinen zu ü eln“ (Ka ka 1994a: 79). G os icha d üh aus: La o ce du sys ème despo ique es donc de ai e c oi e que le despo es pa ou , quand il n’es éelemen nulle pa , qu’il es ou -pouissan , quand il n’es ien pa lui même, qu’il es unique e singulie , quand il es à la ois oues e pe sonne. (G os icha d 1979: 105 .) [Die S ä ke des despo ischen Sys ems bes eh also da in, die Menschen glauben zu machen, dass de Despo übe all is , wobei e in Wi klichkei ni gends is ; dass e allmäch ig is , wobei e an sich nich s is ; dass e einmalig und einziga ig is , wobei e zugleich alle und niemand is .] Nich also de Maue bau an sich in e essie hie Ka ka, sonde n seine Auswi kungen: wie ihn die „obe s e Füh e scha “ (Ka ka 1994a: 70) ü poli ische Zwecke einse z . De E zähle läss keinen Zwei el da an, dass dies „eine Ke n age des ganzen Mau- e baues“ sei, de e als ein selbs geschul e Fo sche „nich genug ie nachboh en“ kann (Ka ka 1994a: 68 .). Diese Un e suchung da e sich alle dings e s nach de Fe igs ellung de Maue leis en. Wäh end des Baues hä e sie die Au ech e hal ung des Volks ge äh de (Ka ka 1994a: 71), die au de Übe zeugung uh e, die Füh e scha bes ehe „sei jehe “ (Ka ka 1994a: 73) und a bei e lediglich da an, gö liche Pläne zu bewe ks elligen (Ka ka 1994a: 70). De aus u al en Zei en he kommende E lass ü den Maue bau wa im „alle undeu lichs en“ Kaise eich „das einzige zwei ellose Gese z“; es wä e un e nün ig, da au zu e zich en (Ka ka 1992c: 273). Is nun diese skla ische Geho sam inne halb de E zählung nu ein Me kmal de asia ischen Pe iphe ie, das den indi idualisie en wes lichen Demok a ien emd is ? Asia ische Despo ien zeichnen sich du ch eine on oben au e leg e Rango dnung 22 BRÜCKEN 29/2 aus, die wäh end des Maue baues du ch eine so g äl ige Au eilung de G uppenzu- s ändigkei en au gebau wu de. Die „unwissenden Taglöhne “ nehmen die niede s e S u e ein, danach kommen die „im Bau ach gebilde en Männe “, danach die „mi le- en“ und „obe en Bau üh e “, die mi g öße en An o de ungen und „pe sönliche Ve an wo ung“ echnen müssen, und au dem nebelha en Gip el, schließlich, si z die „obe s e Füh e scha “ (Ka ka 1994a: 66 .). Doch Ka ka schein diesen e äs el en iesigen S aa sappa a nich ausschließlich mi de „Wel pe iphe ie“, d.h. mi China, zu assoziie en. Wä e e so pe iphe , wa um wü de de Wes en on diesem Appa a so s a k beun uhig sein? In einem ühen B ie an Oska Pollak e läu e e de Sch i s elle den Lei aden seines Scha ens olgende maßen: Wenn das Buch, das wi lesen, uns nich mi einem Faus schlag au den Schädel weck , wozu lesen wi dann das Buch? […] Ein Buch muß die Ax sein ü das ge- o ene Mee in uns. (Ka ka 1958: 27) Hä e de e o sch e Gegens and also keinen Bezug zu heimischen poli ischen Zu- s änden gehab , hä e e Ka ka kaum in e essie . Man beach e auße dem, dass e En wicklungen, die ihn pe sönlich be a en, in seinen We ken au en e n es e Schaubühnen zu e se zen und so aus zwei e Hand da zus ellen p leg e. Peinliche E ah ungen mi dem Eisenbahnbau im Kongo, on denen sein Pa ise Onkel Jose Löwy seinen El e n einmal be ich e ha e, sind in Ka kas E inne ungen an die Kalda‑ bahn in die eiskal en ussischen S eppen e lage (Al 2005: 28). Doch nich allein zwischen zwei wei en e n en Pe iphe ien, dem Kongo und den ussischen S eppen, inden Ka kas Ve se zungen s a ; das Zen um bleib on ihnen auch nich e schon . Das Schnell e ah en des K iegs ech s, das In de S a kolonie in eine abgelegenen anzösischen Kolonie s a inde , übe äll Jose K. gleich zu Beginn des P ocesses, und zwa inmi en, wie e an angs glaub , „eines Rech ss aa es“, in dem „übe all F iede he sch e“ und „alle Gese ze au ech bes anden“ (Ka ka 1994b: 12). Das Gese z, das die Wäch e au ihn anwenden wollen, „kenne e nich “, weil dieses „wohl auch nu in Ih en Köp en“ bes ünde (Ka ka 1994b: 14 .). Zu Beginn ie e s aun on diese Scha ensei e des Gese zwesens seines Landes, e läu e Jose K. seinem e blü en Onkel, nachdem e diese Un ech s e häl nisse besse kennengele n ha , sein Fall we de nich on einem „gewöhnlichen Ge ich “ behandel (Ka ka 1994b: 100). Zu Eigena des ü solche Fälle zus ändigen Un e suchungsge ich s ha sein Anwal Huld Folgendes zu sagen: Die Rango dnung und S eige ung des Ge ich es sei unendlich und selbs ü den Eingeweih en nich absehba . Das Ve ah en o den Ge ich shö en sei abe im all- gemeinen auch ü die un e en Beam en geheim, sie können dahe die Angelegen- hei en, die sie bea bei en, in ih em e ne en Wei e gang kaum jemals olls ändig e olgen, die Ge ich ssache e schein also in ih em Gesich sk eis, ohne daß sie o wissen, wohe sie komm , und sie geh wei e , ohne daß sie e ah en, wohin. (Ka ka 1994b: 124) 23VLADIMIR BITI In de Ta wa kein Ge ich sbeam e welche Rangs u e auch imme im P oceß mi dem Wo lau des Gese zes e au , genauso wie keine de so g äl ig ausgewähl en E baue im Bau de chinesischen Maue den le z endlichen Zweck des Baues e s and. Das Gese z bleib in den e schlungenen „einlei enden Sch i en“ des Gese zbuches und de Zweck in den unzugänglichen S uben de Füh e scha e s eck ; beide sind also lediglich aus zwei e Hand e häl lich. Es is dahe de agwü digen Auslegung de S ell e e e au beiden Sei en übe lassen, die G undlagen des Gemeinwesens zu bes immen. Da in also lieg die Ve bindung zwischen dem al en China und de Doppelmona - chie zu Ka kas Zei : ein allum assende S aa sappa a mach dessen Zen um und Pe iphe ie ausschließlich übe ih e S ell e e e ü einande o handen. Indem abe diesen Appa a le z endlich alle S aa sbü ge e e en, wagen nu jene un e ihnen eine „K i ik“ an ihm, die on ih e Be eiligung an seine Rep oduk ion absehen. Ka ka, de sich ü ein jedes Rädchen dieses Appa a s e an wo lich ühl e, kann selbs kaum dazu zählen. In einem B ie on 31. Juli 1920 e au e Milena an: [M]i abe is das Bu eau– und so wa es die Volksschule, Gymnasium, Uni e si- ä , Familie, alles, ein lebendige Mensch, de mich, wo ich auch bin, mi seinen unschulds ollen Augen ansieh , ein Mensch, mi dem ich au i gendeine mi un- bekann e Weise e bunden wo den bin, o zdem e mi emde is , als die Leu e, die ich je z im Au omobil übe den Ring ah en hö e. (Ka ka 1966: 106) Es is dahe nich de Au o , wie Wagne behaup e , sonde n es sind seine e blen- de en P o agonis en, z.B. Jose K., welche „S aa sk i ik“ üben. So beme k Jose K. e bi e : Eine O ganisa ion, die nich nu bes echliche Wäch e , läppische Au sehe und Un e suchungs ich e , die güns igs en Falles bescheiden sind, beschä ig , sonde n die wei e hin jeden alls eine Rich e scha hohen und höchs en G ades un e häl , mi dem zahllosen, unumgänglichen Ge olge on Diene n, Sch eibe n, Genda men und ande n Hil sk ä en, ielleich soga Henke n, ich scheue o dem Wo nich zu ück. (Ka ka 1994b: 56) Im damaligen Ausnahmezus and de Mona chie wohn e ih also, Jose K. zu olge, de Despo ismus de asia ischen Pe iphe ie inne. Was das ös e eichische Zen um mi de chinesischen „Pe iphe ie“ e binde , sei dieselbe launische S ell e e ung, bei de „nu Einzelne und nich das ganze Volk an de Auslegung [de Gese ze] sich be- eiligen dü en“ (Ka ka 1992c: 270). Alle ande en kennen das Gese z nu aus zwei e Hand. Und es is ü das dabei ausgeklamme e Volk „doch e was äuße s Quälendes, nach Gese zen behe sch zu we den, die man nich kenn “ (Ka ka 1992c: 270). Das is abe wohlgeme k bloß die S ellungnahme eines Un e ans, de wie ein Kind imme die Ande en beschuldig . 24 BRÜCKEN 29/2 DER PARALLELVERLAUF VON DIFFERENZIERUNG UND ENTDIFFERENZIERUNG De Au o selbs bleib diesbezüglich sowohl in Zu F age wie im P oceß zu ückhal end. Das P osas ück wu de 1921 e ass , also ku z nach de Au lösung des Habsbu ge - eiches. Zu Zei de Ve assung des P ocesses, im Jah 1914, woll e sein P o agonis Jose K. noch glauben, e be inde sich inmi en „eines Rech ss aa es“, in dem „übe all F iede he sch e“ und „alle Gese ze au ech bes anden“ (Ka ka 1994b: 12). Beim Bau de chinesischen Maue is dazwischen, im Jah e 1917, gegen Ende des K ieges und nu wenige Mona e nach dem Tod des Kaise s en s anden (Al 2005: 583), als die Au lösung de Mona chie o de Tü s and. De e sinkende S aa muss e be ei s in den le z en Jah zehn en des neunzehn en Jah hunde s in Kau nehmen, dass seine Pe iphe ien selbs ü die „Hin ich ung ih es He n au dem Ma k pla z“ (Ka ka 1994a: 75) nich das ge ings e In e esse zeigen wü den. Um ih e poli ischen Ab ennung o zubeugen, e such e die Re- gie ung, sie ü das impe iale Zen um zu ückzugewinnen. Im Un e schied zum chinesischen Kaise eich, das eine Außenge äh dung ausgese z wa , ühl e sich die Doppelmona chie ehe on innen bed oh . De en Zen um e se z e dahe , als ein Zeichen des En gegenkommens, die jah hunde elange Assimilie ung de ös lichen und südös lichen Pe iphe ien du ch die Un e s ü zung ih e e hnischen, sp achlichen und kul u ellen Eigena . Den P o inzen wu de ih e e hnische Zugehö igkei soga gese zlich au e leg , wodu ch ih e Iden i ä en kollek i abges empel und dadu ch e hnische S e eo ype be ö de wu den (Ande son 1991: 162–185; S ou zh 1994). Nich allein die Pe iphe ien haben in ih e e blende en Vo s ellung om Zen um e ha , das le z e e blieb diesbezüglich keinen Sch i hin e ihnen zu ück. S a nun die eine ode ande e Pa ei zu e g ei en, zieh Ka ka es o , ih e gegensei ige Kondi ionie ung zu e o schen. Zen um und Pe iphe ie, Oben und Un en e keh en mi einande nu du ch ih e launischen S ell e e e , was ih Ve häl nis manche lei Pa adoxien aus- lie e . Ih e Ve suche, oneinande Abs and zu nehmen, münden schlussendlich in eine s a ken gegensei igen Abhängigkei . Am 1. Augus 1920 sch eib Ka ka an Milena: Ich ge alle mi [selbs ] auch so wenig, ich si ze hie o de Di ek o a s ü , de Di ek o is nich da, abe ich wü de nich s aunen, wenn e he auskäme und sag e: „Mi ge allen Sie auch nich , deshalb kündige ich Ihnen.“ „Danke“, wü de ich sagen, „ich b auche das d ingend ü eine Wiene Reise.“ „So“, wü de e sagen, „je z ge allen Sie mi wiede und ich ziehe die Kündigung zu ück.“ „Ach“, wü de ich sagen, „nun kann ich also wiede nich ah en.“ „Oja“, wü de e sagen, „denn je z ge allen Sie mi wiede nich und ich kündige.“ Und so wä e das eine endlose Geschich e. (Ka ka 1966: 107) Zu Ka kas Lebzei en übe siedel en die Mechanismen de „Kapilla übe wachung“ aus ande en eu opäischen Reichen in den poli ischen Raum de Doppelmona chie, um diesen nach dem e hnischen P inzip umzuges al en (Cohen 2013; Judson 2016). Pa a- doxe weise e mu ig e die o genommene Mode nisie ung die e hnische Homogeni- sie ung de Pe iphe ien und ö de e dadu ch die S ä kung ih es Wide s ands gegen das poli ische Zen um (E ans 2006, Co nwall 2006: 174 .). Die Eisenbahnen, die mi 25VLADIMIR BITI dem Ziel gebau wu den, die ökonomische Expansion des Zen ums zu e möglichen, wu den on den Pe iphe ien in ein wich iges Mi el des Wide s ands gegen dieses e wandel (Schenk 2013). Die Ausbildung de P o inzeli en in den impe ialen Zen en be ähig e die e s e en, sich den le z e en en gegenzuse zen (Ba key 1996: 110). Mi einem Wo , die ü die Mona chie ze s ö enden e hnischen Na ionalismen wa en „ o ged in he con ex o Habsbu g impe ial ins i u ions and in he possibili ies hese ins i u ions o esaw“ (Judson 2016: 452). Die mode ne E indung de ausdi e en- zie en Gesellscha wu de, une wa e und unwillen lich, zu „Bedingung ü die genaue e P o ilie ung des Gemeinscha sbeg i s“, inso e n e nun zum Sammelbeg i all dessen a ancie en kann, was im Gesell- scha sbeg i nich au geh . Wäh end „Gesellscha “ so imme meh zum Inbeg i de Mode ne wi d, bündel sich im Beg i de Gemeinscha eine oman ische Sehn- such mi eine g undlegenden K i ik de Mode ne. (Ge enbach/Rosa 2010: 37 .) Die om E zähle des Baues angesp ochene Abwendung des Volks on de g oßen Geschich e des Impe iums und seine leidenscha liche Hinwendung zu lokalen (U -) Ve gangenhei (Ka ka 1994a: 78 .), gil es also diese ungeplan en Ve gemeinscha ung de Pe iphe ien im P ozess ih e an isie en Ve gesellscha ung zuzusch eiben. Ih e „ oman ische Sehnsuch “ nach eigene U sp ünglichkei wu de du ch das Beha en des poli ischen Zen ums au ih e e hnischen, sp achlichen und kul u ellen Eigena e u sach . Hä en nun die P o inzen diesen ih en nich ge ade selbs e schulde en Ta bes and hin e ag , hä en sie ih e Selbs e hal ung ge äh de . Doch obwohl de E zähle au diesem Übe lebensp inzip beha , nimm e sich selbs zugleich aus ihm he aus. Das e gangenhei so ien ie e In -Sich -Selbs - Ve schließen de Pe iphe ie deu e e wenige als Anlass zum Feie n denn als Beweis ü die misslungene Mode nisie ung. E is nu deswegen ims ande, diese kollek i e Ve sunkenhei in die eigenen nebeligen U sp ünge zum Gegens and seines Fo - schungsin e esses zu machen, weil e inzwischen on ih Abs and genommen ha . Aus dem selbs ge essel en Wi seine Gemeinscha ha sich sein nach o schendes Ich en e n , was ihn om E baue mi einem kla eingesch änk en Wissensho izon sch i weise in einen äuße s neugie igen Fo sche e wandel . Fü den meh hei - lichen T ieb nach Gemeinsamkei kann e nu deswegen Ve s ändnis ein o de n, weil e sich ihm nich wei e beug . E sieh sich hingegen on einem F eihei s ieb ge agen, de jedem menschlichen Wesen eigen is : Das menschliche Wesen, leich e ig in seinem G unde, on de Na u des au - liegenden S aubes, e äg keine Fesselung, essel es sich selbs , wi d es bald wahnsinnig an den Fesseln zu ü eln an angen und Maue Ke e und sich selbs in alle Rich ungen ze eißen. (Ka ka 1994a: 70) Diese Be eiung on den Fesseln seine Gemeinscha im Namen des „Menschen an sich“ äuße sich du ch sein bes ändiges Bemühen, dem poli ischen Hin e g und des Sys ems des Maue baues au die Spu zu kommen. Bei Ka ka sind nach o schende Außensei e ih e Gemeinscha en o anzu e en– man denke nu an Den neuen Ad‑ oka , Die Abweisung, Zu F age de Gese ze, Ein al es Bla , Die Fo schungen eines Hundes 32 BRÜCKEN 29/2 An ang des Lese o gangs pa allel en lang de Handlungs- und Kommunika ionsachse bewegen, we den das ehemalige Selbs des E zähle s und wi , die Pa abellese , du ch das angesp ochene Du sozusagen gleichgese z . Diese Ve schmelzung leuch e einem analy isch angeleg en Lese auge alle dings, wenn übe haup , e s e ospek i ein. Den Löwenan eil de Lese scha sie unme klich, dazu anzulei en, mi dem zu ku z gekommenen Du des P o agonis en zu „ usionie en“, um dadu ch eine amo phe Lei- densgemeinscha , ein „Wi de Zuku zgekommenen“, zus ande zu b ingen. Nich nu dieses on ihm o eingese z e Au o manö e ha Ka ka in seinem Tage- buchein ag om 13. Dezembe 1914 aus üh lich e läu e , sonde n da übe hinaus, wie e sich gleichzei ig aus de ges i e en Leidensgemeinscha he auszieh : An allen diesen gu en und s a k übe zeugenden S ellen [meines Sch eibens] han- del es sich imme da um, dass jemand s i b , dass es ihm seh schwe wi d, dass da in ü ihn ein Un ech und wenigs ens eine Hä e lieg und dass das ü den Lese , wenigs ens meine Meinung nach, üh end wi d. Fü mich abe , de ich glaube, au dem S e bbe zu ieden sein zu können, sind solche Schilde ungen im geheimen ein Spiel, ich eue mich in dem S e benden zu s e ben, nü ze dahe mi Be echnung die au den Tod gesammel e Au me ksamkei des Lese s aus, bei iel kla e em Ve s ande als e , on dem ich annehme, dass e au dem S e bbe klagen wi d, und meine Klage is dahe möglichs ollkommen, b ich auch nich e wa plö zlich ab wie wi kliche Klage, sonde n e läu schön und ein. (Ka ka 1989: 326 .) Au dieselbe A und Weise, indem nämlich de Pa abele zähle das Po enzial des sch i lichen Mediums, das sowohl äumliche als auch zei liche Dis anzen iel leich e übe b ück , einse z , e wi b e seine „impe ialen“ Fähigkei en. S a als „jämme - liche Un e an“ des mäch igen Kaise s zu ungie en, is e nun de jenige, de den Kaise als seinen Cha ak e e wal e . Wäh end de Be ich des Rahmene zähle s Jah hunde e um ass , deck sein eigene Be ich Jah ausende ab. Beide E zähle abe e wandeln sich on es genagel en Un e anen in höchs bewegliche Beobach e mi einem sou e änen Übe blick. Auch diesbezüglich agie en sie als S ell e e e ih es Au o s, de in seinem Tage- buchein ag om 28. Sep embe 1917 no ie : Wenn ich mich au mein Endziel hin p ü e, so e gib sich, daß ich nich eigen - lich danach s ebe, ein gu e Mensch zu we den und einem höchs en Ge ich zu en sp echen, sonde n, seh gegensä zlich, die ganze Menschen- und Tie gemein- scha zu übe blicken, ih e g undlegenden Vo lieben, Wünsche, si lichen Ideale zu e kennen, sie au ein ache Vo sch i en zu ückzu üh en… (Ka ka 1989: 390) So un e schwellig üh Ka ka als Au o die Ve wandlung de Pe iphe ie ins Zen um du ch. Gleichzei ig we den seine Lese in die Pe iphe ie e leg , wo sie sich au die Suche nach e s eu en Möglichkei en begeben sollen, die seine o en hal ene Bo - scha hin e lassen ha . 33VLADIMIR BITI LITERATUR Ado no, Theodo Wieseng und (1996): P obleme de Mo alphilosophie. F ank u /M.: Suh kamp. 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