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Kaiser Ferdinand I. und das Schicksal des Herrscherzyklus’ im Alten Königspalast der Prager Burg

Fučíková, Eliška

Abstract

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Full text

OPEN ACCESS Kaise Fe dinand I. und das Schicksal des He sche zyklus’ im Al en Königspalas de P age Bu g* Eliška učíko á EMPEROR FERDINAND I AND THE FATE OF THE RULERʼS PORTRAIT SERIES IN THE OLD ROYAL PALACE AT THE PRAGUE CASTLE Co espondence be ween Empe o Fe dinand I and A chduke Fe dinand II documen s no only a lo ing ela ionship be ween a he and son, bu also hei ex ao dina y pe sonal engagemen in cons uc ion ac i i ies a he P ague Cas le. A case in poin is he planned ealisa ion o he ule s’ cycle in Vladisla Hall and i s a e du ing he eign o Empe o Fe dinand I. A lack o money, slow p og ess o he cons uc ion wo k and a g adual ans e o i s si e om Vladisla Hall o he acade o he New Land Regis y and hen o he Assembly Hall sealed he a e o his p ojec . Despi e se e al a emp s he plan was no execu ed. KEYWORDS: Fe dinand I; Fe dinand II o Ty ol; P ague Cas le; Vladisla Hall; Old Assembly Hall; New Land Regis y; Gio anni Ba is a Fe o; Ul ico Aos alli; Gio anni Campione; Domenico dal Pozzo Am zwei en Juni 1541 wu den die P age Bu g, de H adschin und die Kleinsei e on einem g oßen B and heimgesuch .1 Die Haup so ge Fe dinands I. gal dem Wiede - au bau o angig de Teile de königlichen Residenz, die wäh end des ü den 4. De- zembe angese z en und au de P age Bu g s a indenden Land ags geb auch wü den.2 De König gab genaue Anweisungen, wie alles möglichs schnell on s a - en gehen solle und die Kos en möglichs nied ig zu hal en seien. Man solle beispiels- weise die Wände in dem Wohnbe eich nich weißen, sonde n nu mi Tapisse ien behängen. Diese asche und e ek i e Raumdeko a ion wi d in den olgenden Jah- en noch meh mals e wähn . So läss sich e klä en, wa um die wiede hol besp o- chene und geplan e Ausmalung einige bedeu ende Räumlichkei en doch nie eali- sie wu de: Es ehl en die inanziellen Mi el dazu. Am 17. Juli 1548 beschloss König Fe dinand I., den Wladislawsaal mi einem gemal- en Zyklus böhmische He sche schmücken zu lassen, de in dem neu e ich e en * Diese S udie en s and dank de Un e s ü zung de Czech Science Founda ion, P ojek N . 13–16963S, P ague — Residence o Fe dinand I o Habsbu g and his Cul u al Ci cle, 1526–1564. 1 Václa Vladi oj TOMEK, Dějepis měs a P ahy XI [Geschich e de S ad P ag], P aha 1897, S. 202–210. 2 Dazu Eliška FUČÍKOVÁ, Císař Fe dinand I. a a ci é oda Fe dinand II. — d a s a os li í s a eb- níci [Kaise Fe dinand I. und E zhe zog Fe dinand II. — zwei so gsame Bauhe en], in: Be- ke Buko inská — Lubomí Konečný (edd.), A s longa. Sbo ník k nedoži ým sedmdesá- inám Jose a K ásy, P aha 2007, S. 107–122, hie S. 110–113. 136 HISTORIE — OTÁZKY — PROBLÉMY 2/2015 OPEN ACCESS monumen alen Raum die u sp üngliche Deko a ion eines de Rep äsen a ionszim- me im go ischen Palas on Kaise Ka l IV. e se zen soll e.3 De B ie wechsel zwischen Fe dinand I. und seinem Sohn sowie ih e Besp echun- gen mi dem Bu ga chi ek en zeugen da on, dass ih In e esse ü die Bau ä igkei au de P age Bu g nich nu o male Na u wa . Es zeig e sich, dass beide Habs- bu ge übe um assende Fachkenn nisse e üg en und ih e En scheidungen ach- kundig und wohlübe leg wa en. E zhe zog Fe dinand II. no ie e schon am 30. Juni 1548 zu Ausmalung des Wladislawsaals im B ie an seinen Va e , dass „[…] oben bei de lands uben im g ossen ens e eue kgl. maj. aigne pe son samb meine liebs- en auen und mue e hochlöblichis e gedech nus, baid in de selben he ligchai siczend, und zw eue maj. ech en sei en uns d ei eue maj. söne, zw linkhen abe meine auen shwes e n […]. Und zu e ich ung solches gemälds möch en eue maj. meines e ach ens mais e Hannsen, malle on Salczbu g, […].“4 E sende den En wu , emp iehl , zu Ve ich ung de A bei en einen o sansäs- sigen Male zu engagie en und üg hinzu, dass die Kos en angesich s des e wende- en eu en Ma e ials nich un e 800 Tale wü den sinken können.5 Fe dinand I. en - sand e den ange ag en Meis e Hans — den Male Gio anni Ba is a Fe o — nach P ag, dami diese sich den O und die Vo lagen ansehe, den Raum e messe und einen Kos enplan au s elle. Nach seinem Besuch und dem Gesp äch mi den Ve e- e n de Ho kamme sch ieb E zhe zog Fe dinand einen langen Kommen a an sei- nen Va e , in dem e da au hinweis , dass de Pu z im Saal nach dem B and imme noch e mode sei, dass es sich bei dem Saal um einen o enen, leich zugänglichen Raum handele und das au zus ellende Ge üs hie seh lange s ehen wü de. „[…] wo eue maj. je sölchem saal ain ziee , wie e des wol wi dig is , anzulegen gedech en, wu de ä liche sein, das eue maj. sölchen cos en e wo au zimlich appeze eien, die an disem und ande n o en geb auch we den möch en, anlegen liessen.“6 Nach eine um assenden Ko espondenz mi seinem Sohn sand e Fe dinand I. am 19. Juli 1548 eine Ins uk ion, in de e seine En scheidung hinsich lich de um ang- eichenWiede he s ellung des Saals mi eil . Nachdem e sich mi den Beme kungen des Meis e Pauls (gemein is Paolo della S ella) und seine Mi a bei e bekann ge- mach ha e, be iehl e , den Saal zu weißen, zu e glasen und nach dem Vo bild de Deko a ion des un e gegangenen obe en Saals in diesem neuen Saal an die Wände zwischen den Fens e n „unnse e o o de n, he zogen, khunigen unnd kaise n in Beheim“ in Po ä s mi Insch i enbände zu malen und hie so g äl ig ausge üh 3 Joseph NEUWIRTH, De e lo ene Cyklus böhmische He sche bilde in de P age Königsbu g, P aha 1896, S. 5–65. Die u sp üngliche Deko a ion des Palas es Kaise Ka ls IV. wu de schon in de Zei de Bese zung de P age Bu g du ch die T uppen des Kaise s Sigmund und wäh end de Hussi enk iege s a k beschädig . 4 F anz KREYCZI, U kunden und Reges en aus dem K. u. K. Reichs-Finanz-A chi , Jah buch de Kuns his o ischen Sammlungen des Alle höchs en Kaise hauses 5, 1887, 2. Teil, Reg. 4145; Ka l KÖPL, U kunden, Ac en, Reges en und In en a e aus dem K. K. S a hal e ei-A chi in P ag, 10, 1889, 2. Teil, Reg. 6090, 6094. 5 J. NEUWIRTH, De e lo ene Cyklus, S. 6–33. 6 F. KREYCZI, U kunden und Reges en, Reg. 4152. Vgl. dazu auch ebd., Reg. 4153–4155. ELIšKa učíKO Á 137 OPEN ACCESS sein eigenes Po ä , das Bildnis seine e s o benen, gelieb en Gemahlin, und die Po ä s seine Söhne und Töch e anzub ingen. De E zhe zog soll sich da übe noch mi jenen besp echen, die dami be au we den und gleich alls übe die Aus- malung seines Gewölbes nach den gesand en Vo lagen, au dem Ma mo ie ung und ande e Fa ben e wende und die eise nen Zuganke dann e golde we den sollen. Falls de om E zhe zog o geschlagene Male nich gu genug sei, wä e es nö ig, den He sche dies wissen zu lassen, dami e einen geeigne en auswähle. Fe dinand I. bi e den Sohn, im Saal eine kleine P obe an e igen zu lassen und ihm die Vo lage zu schicken, dami e sie beu eilen und seine En scheidung mi eilen könne.7 Nach Absp ache mi den o sansässigen Male n kam de E zhe zog jedoch zu Übe zeugung, dass de o geschlagene P eis zu hoch sei, übe läss abe die En schei- dung übe die Wei e üh ung de A bei en ganz dem König selbs . Die Gesam summe ü die komple e Ausmalung inklusi e Ve goldung belie sich au 6 400 K onen. Im olgenden B ie schläg e angesich s de sich e zöge nden En scheidung o , dass sich Fe dinand I. bei seinem nächs en Besuch in P ag die En wü e di ek o O ansehen solle und bei Beda den Male selbs dazu be ag . An diesem Punk schein das P ojek nach ei liche Übe legung wegen de win e lichen Jah eszei au den 7 Na ionala chi [Ná odní a chi , wei e nu NA], P ag, Al e Manipula ion [S a á mani- pulace, wei e nu SM], S 21/7, ol. 1, 2: „Wi haben dein lieb geho sam an zaigen unnd be ich , de gleichen mais e Paullen unnd annde e we chleu guo beduncken be o - ennd den sall ode pallas in unnse m khunigelichen schloß zu P ag e c. Dieweill de selb unse m be elch nach, e weis , unnd e glas , das noch on des me e zie unnd woll- s annd weegen diese uncos en geleg we den solle, dami bes imb e saal ode pallas an den wenden unnd zwischen den enns e n he umb unnse e o o de n, he zogen, khunigen unnd kaise n in Beheim bildnussen samb in den sch i en so hie o im Obe n Gmach unnde ainem yedlichen ges annden, de gleichen unnse aigne pe son unnd unn- se liebs e gmahl hohselige unnd lobliche gedach nus, samb unnse n khunigelichen sonen und och e n e c. au das leissigis abcon e e unnd gemal wu d mi me e aus- ue ung gnedigelich angeho unnd e s annden, Lassen unns auch also sollich deine lieb unnd bes imb e we chleu bedennckhen. Nemlichen das d[a]z gwelb oben in de hoh am saal, nach e mug de ube schickh en mus e , mi de ma bell unnd ande n a ben, de gleichen den eu eisen unnd gold gemal , unnd gemach we de, du ch aus wolge al- len. Mi gnedigem bege en, dein lieb welle soliches alles in das we ch unnd ol ziehung zub ingen e o dnen. Auch den malle in deine lieb sch eiben e mel , so e de selb zu soliche a bai geschickh , euglich, unnd gnuegsam is , u nemen. Im all abe daz dein lieb an soliche pe son unnd s a liche e ich ung dises malwe chs zwei el he en, so wissen Sy unns desselben zube ich en, dami wi on annde n o en ain augliche pe son daselbs hin e o dnen mugen. Mi le zei unnd es abe obbes imb e a bai e ich wi - de , Legen wie deine lieb au , das dieselb in dem unnde n aill ain klaine mus e unnd con e e h e assen lassen, wo wie unnd weliche o en unnse unnse e lieben gemahl selige und kynnde , De gleichen auch de kaise , khunig unnd he zogen in Beheim bild- nuß daselbs im saal o denn lich unnd mi gue e zie nach ainande ges ell we den sol- len, unnd unns alsdann soliche mus e zueschickhen. Wellen wi diesselb e sehen, unnd e e dises unnd de malle , de gleichen de kunig con e e h halben beschaid geben. Woll en wi deine lieb au hie di zmall gnedigelich nich e hal en, unnd es beschich hie Innen unnse a e liche willen unnd maynung.“ 138 HISTORIE — OTÁZKY — PROBLÉMY 2/2015 OPEN ACCESS F ühling e leg wo den zu sein. Au G und de Kos spieligkei und Komplizie hei des Vo habens wu de die Ausmalung alle dings le z endlich doch nich ealisie . D ingliche e schien damals die Reno ie ung eines ande en Raumes, de ü das Funk ionie en on Landesäm e n — sp ich de Land ech s ube — e o de lich wa . Im Juli 1545 in o mie schon König Fe dinand I. die Böhmische Kamme übe den ka as ophalen Zus and dieses Be eichs des Königspalas es. „Demnach emp elchen wi euch und wellen, das i angezaig e s uben auch die o s eend ge e ligchai ai- gen lich beseche und da au dieselb an alles e ziehen wide umben nod u iglich mi gue e bes ändigkhai pauen und pesse n lasse , also daz sich zum kun igen land ech en, dabei wi mi hil des allmech igen aigne pe son sein wellen, und hin- u an dhaines ueb igen eingang ode ainiche ge e ligchai zu beso gen sei, und wie i also solchen mangl de s uben be inden auch zu wide e hebung de selben e o d- nung und be elch geben, uns de owegen be ich hue .“8 Abe auch de Wiede au bau de Land ech s ube e lie nich nach den u sp üngli- chen Vo s ellungen. Im Janua 1559 eil e E zhe zog Fe dinand seinem Va e mi , „dass die zween Welsche pawleu on Wien geho samblich alhie e shinen und die gepew de ech s uben au dem P age schlosz besich ig hä en. Was nun hie innen i ä h- lich gue bedunken is und was unge e lich sollich gepew i em anschlag und e ach en nach ges ehn auch ew kais. maj. paumais e dem Boni acio on e ich ung desselben ube haup zu geben sein wu de,“ wie dem beige üg en Be ich de beiden e wähn en I aliene zu en nehmen wa , die ih e A bei skos en au 5 668 Tale schä z en, wäh end Boni az Wohlmu h lediglich 3 300 e lang e.9 Die Wahl des Kaise s iel beg ei liche - weise au die billige e Lösung. Eine Rolle bei de En scheidung dü e alle dings auch die Ta sache gespiel haben, dass — den beiden e hal enen Zeichnungen zu olge — de i alienische En wu in keine lei ideellem Zusammenhang mi dem Bauzweck s and.10 Die Baumeis e Ul ico Aos alli und Gio anni Campione, an die man sich in diese An- gelegenhei zue s gewand ha e, e such en mi Hil e on Hans Ty ol Wohlmu hs En wu anzug ei en, wie in den e hal enen A chi quellen nachzulesen is .11 Wohlmu hs lange Aus üh ungen übe alle Bau en au de P age Bu g en hal en un e ande em auch Passagen übe die Land ech s ube, de en kün iges Aussehen sich o ien ie en soll e an „ainem solchen nuczlichen, kuns lichen auch schönen o m, wie dan de sall da neben, welche on allen kuns e s endigen in de ganzen wel be- uemp , ge ad en. Ich ad auch noch au kain ande n weeg, u sach das die lands ue- ben dem sall da neben zue gleich o mig gemach und gewelb sol we den. Es moch en auch nachmallen ih Romisch kais. maj. e c. zwischen das gehauen s ainwe ch schone al e his o ien machen und mallen lasen samb den Behamischen kinnigen neben an den ie sei en he umb, wie dan ih Romisch kais. maj. e c. dieselben e o dne und ich sie zwischen das gewelb und ens e neües moddells o denlichen ausge hil .“12 8 K. KÖPL, U kunden, Reg. 6072. 9 F. KREYCZI, U kunden und Reges en, Reg. 4278, 4279, 4280. 10 NA, P ag, Bes and Böhmische Ho kamme [České oddělení d o ské komo y], Ka . 191/1. 11 F. KREYCZI, U kunden und Reges en, Reg. 4283. 12 Ebd., S. LXXXI, C, Boni acius Wohlmu h unde hennige gegenbe ich des gebi [!] de land ech s uben belangund. ELIšKa učíKO Á 139 OPEN ACCESS Im Janua 1560 bes ä ig e Kaise Fe dinand I. den E hal des B ie es on E zhe zog Fe dinand und billig e den on Wohlmu h angekündig en Abschluss de Baua bei en inne halb on zwei Jah en. Angesich s de langsam o angehenden Wiede he s ellung de Neuen Land a eln und de anliegenden Land ech s ube soll e nun die male ische Ve zie ung mi einem Zyklus böhmische He sche an de Außen assade angeb ach we den. Und wiede g i E zhe zog Fe dinand in die lau enden A bei en ein. De Zu- s immung des Baumeis e s zu Ve zie ung de Fassade de Land a eln üg e e einen sch i lichen Be ich übe die Bau o gänge au de P age Bu g und seinen eigenen Kommen a hinzu: Was das „gemäl“ an de neuen Land ech s ube, welche an den Saal ans osse, anbelange, so inde e dasselbe „ni so ga unzie lich“, da es abe dem Regen- we e ausgese z sei und „obe dem kalk s eh “, das heiss wohl nich al esco gemal sei, so we de es „ni lang bes endig sein können“. Auch sei iel blaue Fa be da in, die iel kos e. Weil nun de Saal (gemein is de Wladislawsaal) außen nich bemal sei und mi de Land ech s ube in einem S ock s ehe, so hal e e es ü „ansehnliche und zie liche “, wenn die Land ech s ube wie de Saal außen nu mi Tünche e sehen wü de.13 Die An wo des Kaise s a am 1. Juni aus Wien ein: „Me soll das ange angen gemäl ausse halben an de land ech s uben, wie es jeczo ange angen wo den, bleiben und nich s wei e s me gemah ode abge han we den pisz au i maj. ankhun .“14 De Male wi d hie nich namen lich e wähn , abe es s eh es , dass die be- gonnene A bei au Emp ehlung des E zhe zogs Fe dinand nich meh wei e ge üh wu de.15 In den 1560e Jah en ha man dem Gebäudekomplex de Land ech s ube und Neuen Land a eln noch ein T ak o gebau , wodu ch aus de Außen assade eine In- nenwand wu de. 1993 und 1994 en deck e man wäh end Repa a u a bei en im zwei- en S ock de Neuen Land a eln F agmen e on Wandmale eien, die man so o zu es au ie en begann. Glückliche weise handel es sich um eben jenen Zyklus böhmi- sche He sche , de u sp ünglich ü den Wladislawsaal, spä e ü die Land ech - s ube o gesehen wa und le z endlich an de Außen assade de Neuen Land a eln ealisie we den soll e. Sein Schicksal wu de du ch die unglückliche En scheidung übe die echnische Umse zung besiegel . De sachkundige Kenne on A chi ek u sowie Bau- und Mal echniken, E zhe zog Fe dinand II., beschloss nach Absp ache mi seinem ebenso e sie en Va e Kaise Fe dinand I., das iel e sp echende Ma- le we k le z en Endes doch nich wei e o üh en zu lassen. Aus heu ige Sich handel e es sich alle dings wohl doch um eine zumindes pa iell zweckge ich e e En scheidung — kamen doch in Böhmen solche Deko a ionen on Außen assaden in secco esco häu ige o , eine aus e wa de gleichen Zei wie diejenige de P age Bu g ha sich beispielsweise im Ho des Schlosses Čas olo ice e hal en. Du ch ein glückliches Zusammenspiel de Ums ände is es uns möglich, anhand de es au ie en F agmen e die geplan e Ausmalung in Fo m, Ausmaß und Quali- 13 Da id Ri e on SCHÖNHERR, U kunden und Reges en aus de K. K. S a hal e ei-A chi in Innsb uck, Jah buch de Kuns his o ischen Sammlungem des Alle öchs en Kaise hauses 11, 1890, 2. Teil, Reg. 7463. 14 K. KÖPL, U kunden, Reg. 6182. 15 Vielleich wa es Domenico dal Pozzo, de spä e , im Jah 1564, den Zyklus de böhmischen He sche ange angen, abe wiede nich ha aus üh en können. 140 HISTORIE — OTÁZKY — PROBLÉMY 2/2015 OPEN ACCESS ä zu beu eilen. Bei ih em Schöp e handel e es sich e mu lich um Domenico dal Pozzo, um einen Male i alienische He kun , de sei 1559 im Ho diens in P ag und Innsb uck ä ig wa . E wa in Mailand gebo en, do auch geschul , ein sou e äne Zeichne , de die einzelnen Figu en zunächs di ek mi Rö el an die Wand o zeich- ne e und dann die Fa ben au ug. Die Siche hei in de Aus üh ung is übe aschend und zeug on E ah ungen mi ähnlichen P ojek en, deshalb is es wi klich bekla- genswe , dass das begonnene We k — mindes ens eine Wand wa be ei s e igge- s ell wo den — nie ollende wu de.16 Man muss alle dings de En scheidung de beiden Bauhe en beip lich en: die Ve einhei lichung de Deko a ion dieses Teils de Außen assaden des Königspalas es hob in ih e Ein achhei die Monumen ali ä und S il einhei he o . Kaise Fe di- nand I. und sein Sohn E zhe zog Fe dinand II. e wiesen sich als besonnene und sach- kundige Bauhe en, die in olge a alen Geldmangels — abe auch o z diesem — de P age Bu g die Ges al e liehen, die wi heu e noch in ielen Teilen bewunde n können. 16 Es handel sich um secco esco. De Male ha zue s — ohne einen Ka on zu Übe a- gung zu benü zen — die Komposi ion di ek an die Wand gezeichne und e s dann die Fa ben au ge agen. abb. 1–2: Domenico dal Pozzo [?], F agmen e de Male eien an de Wand in den Neuen Land a eln im Al en Königspalas , 1560–1561 (© Sbí ky P ažského h adu, o o Jan Gloc). ELIšKa učíKO Á 141 OPEN ACCESS RÉSUMÉ: In 1548 Fe dinand I decided o ha e Vladisla Hall (P ague Cas le) deco a ed wi h a pain ed cycle o Bohemian ule s, which was o eplace in he new magni icen hall he o iginal des oyed deco a ion o one o he ep esen a i e chambe s o he go hic palace o Empe o Cha les IV. Co espondence be ween Fe dinand I and his son, and hei consul a ions wi h he cou a chi ec indica e ha hei in e es in he cons uc ion ac i i ies a he P ague Cas le was no me ely o mal. In hese exchanges o le e s bo h Habsbu gs demons a ed uncommon expe ise and hey decisions we e in o med and judicious. In June 1548 Fe dinand I decided o begin es o a ion wo k in Vladisla Hall. The o al budge o he deco a ion wo k, including he gilding, came o 6 400 c owns (acco ding o a sou ce), which seemed oo high. A e a con e ence wi h local deco a o s i was decided o awai he ule ’s e u n. Ha ing seen he plans and ha ing conside ed he p ojec ca e ully he pos poned he p ojec o he nex sp ing because o he win e season. In he end, he cos and complexi y o he planned deco a ions caused he p ojec o be abandoned. Mo e u gen was he e u bishmen o ano he space necessa y o he unc ioning o he Land Au ho i ies — he Assembly Hall. As ea ly as July 1545 King Fe dinand I announced o he Bohemian Cou Chambe ha his pa o he oyal palace was in a s a e o dis epai . This eno a ion did no p oceed as planned, howe e . Due o he slow p og ess in he cons uc ion o he Assembly Hall and he adjacen Land Regis y i was decided o ealise he cycle o Bohemian ule s on he ou side wall o his building. A chduke Fe dinand again in e e ed wi h he con inuing deco a ion o he acade, saying ha he echnical execu ion did no gua an ee he du abili y o he pain ings. As a esul , hei execu ion was hal ed. In 1993 and 1994, du ing epai s in he in e io o he second loo o he Land Regis y agmen s o wall pain ings we e disco e ed and subsequen ly es o ed. By a happy coincidence we can say ha hese a e emains o he cycle o Bohemian ule s, o iginally in ended o Vladisla Hall, la e planned o he Assembly Hall, which was o be inally ealised on he ou e wall o he Land Regis y. They we e p esen ed because a new wing was buil o his building. Using he es o ed agmen s we can conside he appea ance o he planned deco a ions, hei monumen al size and ex ao dina y quali y. They we e p obably p oduced by Domenico dal Pozzo o Milan, a pain e ac i e om 1559 in he cou se ice. He was a mas e ul d augh sman who i s d ew he indi idual igu es by hand on he wall and hen began o wo k wi h colou s. The s eadiness o he execu ion is su p ising, he pain e mus ha e al eady had expe ience o such a solu ion and i is un o una e ha he commenced wo k — a leas one side o he building was p ac ically comple ed — was no inished. I is necessa y o commend he inal decision o s anda dise he deco a ion o he acades o he New Land Regis y and Vladisla Hall, whose simplici y helped o highligh he magni icence and s yle pu i y o his pa o he Old Royal Palace. Empe o Fe dinand I and his son A chduke Fe dinand II p o ed o be in o med and pains aking builde s who ga e, despi e he a al lack o money hey had o s uggle wi h, he P ague Cas le he appea ance which we can admi e o his day in many o i s pa s. PhD . Eliška Fučíko á, CSc., wo ked in he Ins i u e o A His o y o he Czechoslo ak Academy o Sciences and hen as head o he He i age Conse a ion Depa men o O ice o he P esiden o he Republic. She has pa icipa ed in many majo exhibi ion and esea ch p ojec s. She specialises in A a he cou o Rudol II, Du ch and Ge man manne is pain ing, and he his o y o he P ague Cas le Pic u e Galle y collec ions (e uciko [email protected]).