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Amelie Bendheim/ Heinz Sieburg (Hgg.): Prag in der Zeit der Luxemburger Dynastie: Literatur, Religion und Herrschaftskulturen zwischen Bereicherung und Behauptung. Bielefeld: transcript, 2018

Solomon, Kristýna

Abstract

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Full text

Amelie Bendheim/ Heinz Siebu g (Hgg.): P ag in de Zei de Luxembu ge Dynas ie: Li e a u , Religion und He scha skul u en zwischen Be eiche ung und Behaup ung. Biele eld: ansc ip , 2018, 200 Sei en. K is ýna Solomon– Palacký ‑Uni e si ä Olomouc De in de Reihe In e kul u ali ä . S udien zu Sp ache, Li e a u , Gesellscha e schienene Band zum Thema ‚P ag in de Zei de Luxembu ge ‘ s ell einen in e disziplinä en Bei ag zum gesellscha lichen Klima und zu ( o nehmlich) li e a ischen P oduk ion am P age Ho des 14. Jah hunde s da . Be ei s au den e s en Blick d äng sich die An- nahme au , dass die his o ische Reali ä eine op imale Basis ü ein in e disziplinä es Engagemen lie e , denn P ag bzw. Böhmen in diese Zei wa ein meh sp achige Kommunika ions aum, in dem e schiedene Kul u en nebeneinande exis ie en. Das 700. Gebu sjubiläum des– nach de im Jah e 2005 on dem Tschechischen Fe n- sehen (ČT) ini iie en Um age– g öß en Tschechen (!) in de Geschich e des Landes, Ka lIV., wa ein Anlass ü die O ganisa ion eine in e na ionalen Kon e enz, welche dem Sammelband zug unde lieg . De Sammelband bes eh aus Bei ägen aus den Be eichen Geschich e, Li e a u - wissenscha und Linguis ik. De An ang wi d heo e ischen Bei ägen einge äum , in denen die his o ische Reali ä P ags un e jeweils un e schiedlich gep äg e na io- nale Pe spek i e da ges ell wi d. Michel Pauly konzen ie sich au die Wes poli ik Ka lsIV., insbesonde e au die Mo i e des Ve zich s au die G a scha Luxembu g zuguns en WenzelsIV., seine Poli ik im obe lo ha ingischen Raum und seine eichs- poli ischen In e essen in Niede lo ha ingien. In Bezug au die Wes poli ik komm Pauly zum Schluss, dass sich Ka lIV. als P agma ike und Realis e wies, indem e sich au die S abilisie ung des Reiches im Os en umo ien ie e, soll e de P eis ü eine Expansion im Wes en zu hoch sein. Im zwei en Bei ag se z sich Hans -Joachim Solm mi de Si ua ion de deu schen Sp ache in Böhmen zu Mi e des 14. Jah hunde s auseinande . Dabei wi d akzen u- ie , dass die Haup s ad Böhmens als adminis a i es Zen um eine wich ige Rolle ü die deu sche Sp achgeschich ssch eibung spiel e, weil die P age Kanzlei zu En wick- lung de Sch i sp ache beige agen und den Übe gang om Mi elhochdeu schen ins F ühneuhochdeu sche e möglich ha . Anhand de Analyse sp achliche Phänomene wi d die Mi els ellung de P age Kanzlei zwischen dem Obe deu schen und Mi el- deu schen bes ä ig , gleichzei ig wi d da au hingewiesen, dass eine solche Tendenz einen b ei e en Raum um ass , wobei P ag als Ausgangspunk zu e s ehen is . De e s e hema ische Be eich un e schiedliche Pe spek i ie ung de Wah - nehmung de Regie ungszei Ka lsIV. wi d abgeschlossen du ch den Bei ag on Lenka Vod ážko á. Fokussie wi d au die Rezep ion de Luxembu ge -Ä a du ch die Ge manis en, die an de – nach de Teilung in eine deu sche und eine schechische ‚Sek ion‘– ze allenen Ka l -Fe dinand -Uni e si ä (1882) ä ig wa en. Vod ážko á komm zum Schluss, dass– obwohl es als eines de zen alen Anliegen de P age Ge manis en gal , die gemeinsamen schechisch -deu schen Wu zeln zu beleuch en– die Ge manis ik kein besonde s g oßes In e esse am Gesam kon ex de Regie ungs- 124 BRÜCKEN 27/2 zei Ka lsIV. au wies. Man besch änk e sich au Einzelgebie e, zu denen die P age Kanzleisp ache, De Acke mann und die Dalimilch onik gehö en. De olgende Bei ag on Milan T dík lie e einen Übe blick übe die li e a ische Tä igkei am Ho e de le z en Přemysliden, des Johann on Luxembu g und schließ- lich on Ka lIV. P ag wi d un e ande em als Konku enzo zu Rom da ges ell und de Ein luss i alienische Humanis en au Ka l wi d akzen uie . Den Übe gang zu mode nen Li e a u bilde de on Man ed Weinbe g e ass e Bei ag übe den Roman F anz Spundas De He on H adschin. Die in de Zei des Na ionalsozialismus e anke e ik i e Biog aphie Ka ls s ell lau Fo schung keine Spi zenleis ung de Sch eibkuns da , jedoch sei diese ein in e essan e Zeuge da on, wie die mul ikul u ellen Ve häl nisse im Böhmen des 14. Jah hunde s, sowie die Ka l häu ig zugesch iebenen landespa io ischen Tendenzen, im Hin e g und des Na ionalsozialismus äsonie en. Mi dem Bei ag on Amelie Bendheim wi d die ‚Sek ion‘ mediä is ische li e a u - wissenscha liche Bei äge e ö ne . Bendheim analysie das um 1355 zu Eh en Ka ls e ass e Buch De Meide K anz Hein ichs on Mügeln, de au eine e wa 200 Jah e ühe en s andene Vo lage, den An iclaudianus des Alanus ab Insulis, zu ückgeh . Dabei s eh die F age nach dem Bild des Kaise s im Mi elpunk , welche als wel liche Abd uck Go es die zen ale Ins anz und das Sinnbild des „neuen“ Menschen da s ell . Eine de meis disku ie en Tex e de schechischen mediä is ischen Li e a u - wissenscha is die Dalimilch onik. In dem Bei ag on Eloïse Adde wi d au die deu sch eindlichen Tendenzen, die die Ch onik bekann e maßen p ägen, eingegan- gen, und es wi d die These au ges ell , dass jene Tendenzen als Kon lik zwischen dem Bü ge um und dem Adel zu e s ehen seien. Dalimil habe die Mach ansp üche de damaligen s äd ischen Eli en als s ö end be ach e und das Bü ge um– im Wide sp uch zu his o ischen Reali ä – mi dem F emden, dem Deu schen iden i- izie . Adde e gleich zwei deu sche Übe se zungen mi de schechischen Vo lage und komm zum Schluss, dass, wäh end die Reim assung das Deu sch um mi els Umakzen uie ung zu ehabili ie en e such , die iel spä e e ass e P osa assung de Vo lage eu bleib . Einige Jah zehn e nach de Reim assung de Dalimilch onik wi d de al schechi- sche T is am -Roman da ie . K is ýna Solomon un e s eich in ih em Bei ag die Rolle Böhmens bzgl. de S o adi ion und kon ex ualisie den al schechischen Roman im Hinblick au die deu schsp achigen Vo lagen. Die Umakzen uie ung de Vo lagen wi d am Beispiel des Mä y e odes gezeig . Václa Boks S udie übe die niede heinische Wenzelslegende ma kie den Übe - gang zum Legendenbe eich. De hl. Wenzel, de Schu zheilige Böhmens, komm in la einischen Fassungen sei dem 10. Jah hunde o . Das In e esse an Wenzel s eig im 14. Jah hunde immens, was his o isch ge ech e ig is , denn de Luxembu ge Johann hei a e die Přemyslidin Elisabe h. De Wenzelskul wi d in de Regie ungszei Ka ls noch ges ä k , weil Wenzel– ähnlich wie Ka l de G oße im Römischen Reich– als iden i ä ss i ende G ünde ungie . Bok e klä die P äsenz des Wenzelkul s im deu schsp achigen Be eich und analysie die au Deu sch e ass e Ve sion De selige Wen zelao, in de die eligiöse Dimension in den Vo de g und ück . De le z e Bei ag g ei ebenso au den Legendenbe eich zu ück. Jan Hon be ass sich mi zwei Legenden des ausgehenden 14. Jah hunde s, de al schechischen Le- 125REZENSIONEN gende on de Heiligen Ka ha ina und de Legende on zehn ausend Ri e n. Beide We ke kennzeichne die gemeinsame Tendenz, die Handlungsebene mi de Ex adiegese eng zu e binden. Du ch die exempla ische Analyse zeig Hon das Po en ial, die Mediali- ä s o schung im Be eich de Hagiog aphie p oduk i zu machen. De o liegende Sammelband ha sein Ziel nich e ehl : Die Bei äge deu sche , schechische und luxembu gische His o ike , Linguis en und Li e a u wissen- scha le haben dazu beige agen, di e gie ende kul u elle Pa adigmen au die Ä a de Luxembu ge zu p ojizie en und die jeweils na ionale Pe spek i e zu ela i ie en. De Band bilde dami , dies läss sich zusammen assend sagen, einen undie en Bei ag zum In e kul u ali ä sdisku s inne halb de Ge manis ischen Mediä is ik. Clai e Madl, Pe Píša, Michael Wöge baue : Buchwesen in Böhmen 1749–1848. Kommen ie es Ve zeichnis de D ucke , Buchhändle , Buchbinde , Kup e - und S eind ucke (= Buch o schung. Bei äge zum Buchwesen in Ös e eich, Band 11). Wiesbaden: Ha assowi z, 2019, 508 Sei en. Sabine Voda Eschg älle – Palacký ‑Uni e si ä Olomouc Das Au o en eam de Tschechischen Akademie de Wissenscha en leg e 2019, zum 95. Gebu s ag on Pe e R. F ank, ein um assendes Nachschlagewe k ü jeden o , de sich mi den Fi men und Ak eu en des Buchma k es au dem Gebie de Me opole P ag, abe auch des böhmischen Umlandes, beschä ig . Es s ell dami einen wei e en Fo schungssch i au dem Weg hin zu eine schlüssigen Da s ellung de Abläu e und Impulsgebe au dem habsbu gischen Büche ma k da , nachdem 2008 be ei s on F ank und Johannes F immel das Buchwesen in Wien 1750–1850 ü die in e essie e Lese scha e schlossen wo den is . Die Reihe Buch o schung. Bei äge zum Buchwesen in Ös e eich, in de beide Un e suchungen e schienen sind, wu de on Pe e R. F ank und Mu ay G. Hall he ausgegeben und on de G an o á agen u a ČR und dem Ins i u ü Tschechische Li e a u an de Tschechischen Akademie de Wissenscha en inanzie . Den Lexikonein ägen o anges ell inde sich in Buchwesen in Böhmen ein einlei- endes Kapi el, in dem die En wicklung des habsbu gischen Buchma k es zwischen den Jah en 1749 und 1848 besch ieben wi d, wobei selbs edend auch e läu e wi d, weshalb sich ge ade diese Jah eszahlen als Eckda en ü den Un e suchungszei aum anbie en. De böhmische Buchma k zeig sich ge ade auch du ch diese Beg enzungen als Kno en- und Ve bindungspunk inne halb des habsbu gischen Buchwesens, das sich zwischen den Re o men Ma ia The esias und de Abscha ung de Vo zensu im Vo mä z beispielsweise du ch eine besonde e in e na ionale Dimension, eine ma kan e sp achliche O enhei und– e wa Ende de 1760e Jah e– du ch einen (k iegsbeding en) Ans ieg on Buchp o essionis en in de Haup s ad auszeichne e. Die beeind uckende In o ma ions ülle des Nachschlagewe kes be uh au eine o ensich lich ex ensi en G undlagen o schung, in de e schiedens e A en ad- minis a i e Papie e, E bscha sdokumen e, Nachlässe, Dokumen e de P age