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Der Nachlass Eugen Bormanns an der Prager Karls-Universität

Szemethy, Hubert D.

Abstract

79

Full text

STUDIA HERCYNIA XXIII/1, 79–125 De Nachlass Eugen Bo manns an de P age Ka ls ‑Uni e si ä Hube D. Szeme hy In E inne ung an Elisabe h B una † ABSTRACT Eugen Bo mann, P o esso o Ancien His o y and Epig aphy a he Uni e si y o Vienna om 1885 o 1914, le ag ea scien i ic legacy a e his demise. Because o he p i a e co espondence o his widow Augus e wi h he daugh e Emma, we know de ails abou he sale o his legacy. The legacy was bough by he ex ile indus ialis Hugo Ri e G ab on He mannswö h, who dona ed i o he Ge man Uni e si y in P ague. Some o his legacy has no ye been ound. Bu wha we ha e in abundance is Bo mann’sco espondence in he a chi es o Cha les Uni e si y in P ague. This a icle will no only ace he s o y o he sale o he ‘Bo mann pape s’, i will also cas ligh on a ew selec ed bundles, e.g. gi s o Bo manns 70 h bi hday, school ce i i- ca es, le e s om O o Benndo , Alexande Conze, Michael Ros o ze , o Ma ie on Ebne -Eschenbach. This will show wha emendous easu e slumbe s o he biog aphical esea ch on Eugen Bo mann in he P ague a chi e. The au ho ’sgoal is o li his easu e in he nex ew yea s. KEYWORDS Eugen Bo mann; A chi al Resea ch; Biog aphy; Bo mann pape s; co espondence; le e s; His o y o Classics; Uni e si y o Vienna; Uni e si y o P ague. Wenn de Nachlass eines bedeu enden Geleh en nich in de Familie ode am O bzw. im Land seines Wi kens e wah wi d, sonde n in eine S ad ode einem Land, mi dem den Fo sche nich s bzw. nu wenig e band, so is es nich e wunde lich, dass man sich ag , wie es dazu gekommen is . Das i auch au den im Folgenden zu un e suchenden Fall des Nachlasses des bekann en, on 1885 bis zu seinem Tode im Jah 1917 als Nach olge on O o Hi sch eld in Wien wi kenden P o esso s ü Al e Geschich e, Al e umskunde und Epig a- phik Eugen Bo mann zu.1 Imme wiede wa di e sen sch i lichen Abhandlungen bzw. mündlichen Gesp ächen zu en nehmen, dass de Nachlass mi seinem Schüle A hu S ein, de am 16. Feb ua 1898 mi eine Disse a ion übe die Quellen on Taci us’ e s en sechs Büche n de Annalen in Wien p omo ie und 1915 an de Uni e si ä P ag mi Un e suchungen zu Geschich e und Ve wal ung Ägyp ens in ömische Zei habili ie ha e, nach P ag gekommen sei.2 Dami schien plausibel geklä , wa um sich de Nachlass Bo manns im A chi de Ka ls -Uni e si ä in P ag und nich , wie man e wa en dü e, an ‘seine ’ Wiene Alma Ma e Rudol ina be inde . Nach de Rich igkei dieses E klä ungs e suches wu de nie ge ag . 1 Zu Eugen Bo mann (6.10.1842–4.3.1917) s. Pesdi schek 1996, 42–50 (mi aus üh liche Li e a u ); Sasse 1996.– Zu Geschich e des Wiene al his o ischen Ins i u s gl. Pesdi schek 2002. 2 Sasse 1996, 4 sch eib älschliche weise „E ns S ein“. Zu A hu S ein (10.6.1871–15.11.1950) s. Pesdi schek 2010a; Losemann 2012; Wach el 2012. 80 STUDIA HERCYNIA XXIII/1 Glückliche Ums ände haben es mi sich geb ach , dass ich einen Teilnachlass o wiegend p i a en Cha ak e s, de sich im Besi z de Nachkommen Eugen Bo manns in Klos e neu- bu g be and, An ang Dezembe 2016 als Daue leihgabe ü das Ins i u ü Al e Geschich e und Al e umskunde, Papy ologie und Epig aphik de Uni e si ä Wien gewinnen konn e.3 Was sich da aus zu Geschich e des wissenscha lichen Nachlasses Eugen Bo manns an de P age Ka ls -Uni e si ä e gab, behandel de olgende Bei ag, de auch einige S ei lich e au Teile des Bes andes wi . ZUR PERSON EUGEN BORMANNS Eugen Bo mann (Abb. 1) wu de am 6. Ok obe 1842 in Hilchenbach in Wes alen als Sohn des Rich e s Ludwig Bo mann und seine F au Amalie, geb. Ohle , gebo en. E ha e nach dem Besuch de Bü ge schule und eine P i a schule in Laasphe an de bekann en Landesschule P o a unwei on Naumbu g eine p o unde Ausbildung o allem in al en Sp achen genossen, die seinen Lebensweg o bes imm e. Nachdem e d ei Semes e in Bonn o allem bei O o Jahn und F ied ich Ri schl s udie ha e, wechsel e e nach Be lin zu Augus Böckh, Edua d Ge ha d und Theodo Mommsen, bei welchem e am 21.Mä z1865 mi eine Disse a ion De Sy iae p o inciae Romanae pa ibus capi a nonnulla seine S udien abschloss.4 Nach meh e en Jah en Au en hal in I alien, in denen e mi Wilhelm Henzen in nähe e Beziehung a und sich epig aphischen S udien widme e, absol ie e e im Win e semes e 1869/705 die päda- 3 Wi danken de Familie Johns an diese S elle ü das in uns gese z e Ve auen. Au diesem Klos e neubu ge Nachlass basie e die be ei s e wähn e Disse a ion on Michael Sasse (Sasse 1996). 4 Bo mann 1865. 5 Mülle 1881, 136. Abb. 1: Eugen Bo mann, aus dem Fo oalbum des A chaeologisch -epig aphischen Se- mina s de Uni e si ä Wien, 1901 (SlgAG, In .-N . F0001). 81HUBERTD. SZEMETHY gogische P obezei am F ied ichs -We de schen Gymnasium in Be lin und wa on 1870 bis 1881 Leh e am enommie en Be line Gymnasium zum G auen Klos e 6 . 1870 mach e e den Deu sch -F anzösischen K ieg mi und e li in den Schlach en o Me z bei Ma s -La -Tou eine schwe e Ve wundung.7 1881 wu de Bo mann au Emp ehlung Mommsens als P o esso ü Al e Geschich e nach Ma bu g be u en8 und olg e 1885 O o Hi sch eld9 au den Wiene Leh s uhl ü Al e Geschich- e, Al e umskunde und Epig aphik, wo e Mi di ek o des A chaeologisch -epig aphischen Semina s wa , bis 1898 neben O o Benndo , mi dem e die A chaeologisch ‑Epig aphischen Mi heilungen aus Oes e eich(‑Unga n) 10 he ausgab, und danach neben Emil Reisch. Im Zen um seine wissenscha lichen A bei s and zei lebens die Mi a bei am Co pus insc ip ionum La ina um. Gemeinsam mi Henzen gab e die e s en Teilbände des sechs en Bandes de s ad ömischen Insch i en he aus, die Insch i en Mi eli aliens (CIL XI), d.h. de Aemi- lia, E u iens und Umb iens, bea bei e e e allein. Sein diesbezügliche Einsa z und seine Leis ungen wu den e wa on O o Hi sch eld in einem Nach u olgende maßen gewü dig : „Imme on neuem, und bald– bis zum Jah e 1914– Jah ü Jah , zule z zu He s ellung de im Lau e de Zei no wendig gewo denen Nach äge, ha e sein A bei sgebie bis in die kleins en O scha en hinein du chsuch ; mi o läu igen Absch i en und mi Mi eilungen ande e ha e sich niemals begnügen wollen; seine eigenen Absch i en gehö en zu den zu e lässigs en des ganzen Co pus insc ip ionum.“11 Übe Bo mann, um den sich schon zu Lebzei en ein dich e K anz o hei e e Anekdo en ank e, sch ieb de ös e eichische Bo anike Hans Molisch, sei 1909 als O dina ius de Ana omie und Physiologie de P lanzen an de Wiene Uni e si ä : „Die O iginale un e den P o esso en, wie sie in ühe e Zei ech häu ig wa en, we den imme sel ene . Abe ein O iginal äl e en S iles ha en wi im Wiene Kollegium, es wa de A chäologe P o .Bo mann. Ein g oße Al e ums o sche und belieb e Leh e . Sein Äuße es wa cha ak e is isch. De om weißen Haup - und Ba haa um ahm e Kop , sein sok a isches, eundliches Gesich und de du ch eine Kugel in de Schlach bei Ma s la Tou (1870) e le z e Kie e gaben zusammen mi de s e s schwa zen, e was abge agenen Kleidung seine Pe sönlichkei ein eigenes Gep äge.“12 6 Vgl. Heidemann 1874, 258, 319 und den seh pe sönlichen Nach u on Eugen G ünwald, eines Schüle s on Eugen Bo mann am Gymnasium zum G auen Klos e , G ünwald 1918. 7 F ank u e 1917, 410; G oag 1917, 6; F ey ag 1889, 63–65. Nach Heidemann 1874, 319 soll Bo mann die Ve wundung bei Spiche en, nach Sasse 1996, 40 bei Pon à Mousson e li en haben. 8 Wi belaue 2018. 9 Zu O o Hi sch eld (16.3.1843–27.3.1922) s. ÖBL 2 (1959) 332–333; Pesdi schek 1996, 34–41 (mi aus üh liche Li .); Rebenich 2012; Szeme hy 2018, zu Vi a bes. 47–48; K ie e 2018. 10 Zu diesen s. K ie e 2015. 11 Hi sch eld 1918. Vgl. dazu eine Passage aus dem om 10. Jänne 1885 da ie enden Be ich O o Hi sch elds als Re e en de Kommission „übe die Bese zung de du ch P o .Hi sch eld’sAbgang e ledig en Leh kanzel“ (UAW, Pe sonalak Eugen Bo mann, PH PA 1128):„In de Kenn niß de epig aphischen Denkmäle und de epig aphischen Li e a u , wie in de Siche hei deß En zi e ns de Denkmäle wi d e , on Mommsen e wa abgesehen, ielleich on keinem de je z lebenden Epig aphike e eich , siche on keinem übe o en.“ 12 Molisch 1934, 119. 82 STUDIA HERCYNIA XXIII/1 Die le z en Lebensjah e Eugen Bo manns wa en on eine Reihe on Feie lichkei en und Auszeichnungen gep äg . Zwei Jah e o seine Eme i ie ung wu de am 31.Ok obe 1912 an de Wiene Uni e si ä Bo manns 70. Gebu s ag ge eie . Un e den Geschenken anden sich ein Pas ellbild on de Hand Ludwig Michaleks (Pl. 3/1), ein Fo oalbum mi Po ä s on 189 Schüle n und eine ‘Ad esse’ mi 409 Namen.13 Und am 5.Dezembe 1912 übe eich e ihm de Wiene Bü ge meis e Jose Neumaye wegen seine wissenscha lichen Leis ungen und Ve diens e, o allem um die E o schung des al en Wien, die doppel g oße goldene Sal a o - -Medaille. 14 Seine ‘Abschieds o lesung’ gab Eugen Bo mann un e g oßem medialen In e esse am 11.Juli 191415. Ende Sep embe 1914 a e in den daue nden Ruhes and ein, aus welchem Anlass ihm mi Alle höchs e En schließung om 7.Sep embe das Kom u k euz des F anz Joseph -O dens e liehen wu de.16 De 1914 begonnene K ieg e ände e abe alles. Denn nu wenige Tage nach de e olg- en Auszeichnung e eil e die Familie ein nich zu e schme zende Ve lus , de Tod on Bo manns Sohn Ka l, eines küns le isch hochbegab en jungen Male s und Ly ike s, de nu wenige Wochen nach Beginn des E s en Wel k ieges am 16.Sep embe 1914 als Fähn ich im Deu schmeis e -Regimen bei K upanj in Se bien iel.17 Eugen Bo mann übe nahm wei e hin an de Wiene Uni e si ä in eduzie em Um ang Leh e ans al ungen, mi denen e als Hono a p o esso be au wu de. Doch on dem schwe en pe sönlichen Schicksalsschlag e hol e sich de al e Mann nich . So sehen wi ihn ein knappes Jah spä e , als e sein 50-jäh iges Dok o jubiläum und das Jubiläum seine 30-jäh igen unun e b ochenen Tä igkei als P o esso an de Wiene Uni e si ä eie e,18 zwa noch imme mi wachen Augen, abe deu lich abgemage und geal e , mi schü e gewo denem Haup haa und Ba ein wenig e lo en hin e seinem Sch eib isch si zen (Abb.2). Von seine jugendlichen Lebendigkei und ohen Lebensanschauung, 19 seine ühe en F öhlichkei 20 is nich meh iel zu sehen. De Tod des Sohnes ha unübe sehba e Spu en hin e lassen. 13 Jakauby 2016. 14 s. z. B. Wiene Zei ung N . 280, 6.12.1912, 15; Neues Wiene Tagbla N . 335, 6.12.1912, 12; Reichspos , Mo genbla N . 566, 6.12.1912, 12; Pesdi schek 1996, 49. 15 s. z.B. Neue F eie P esse, Abendbla N . 17915, 11.7.1914, 3; Wiene Zei ung N . 160, 12.7.1914, 4; Deu sches Volksbla , Mo gen -Ausgabe N . 9165, 12.7.1914, 6; Neues Wiene Jou nal N . 7438, 12.7.1914, 13; A bei e ‑Zei ung, Mo genbla N . 190, 12.7.1914, 5. 16 s. z. B. Neue F eie P esse, Nachmi agbla N . 17980, 14.9.1914, 5; P age Abendbla N . 212, 14.9.1914, 5; Pesdi schek 1996, 49. 17 Eugen Bo mann ha e on eine Ve wundung seines Sohnes e ah en und übe die Neue F eie P esse, Mo genbla N . 18000, 4.10.1914, 17 e waige Auskün e da übe e be en. Zum Helden od Ka ls s. z.B. Neues Wiene Abendbla , Abend -Ausgabe N . 277, 7.10.1914, 4; Neue F eie P esse, Abendbla N . 18004, 8.10.1914, 1; F emden ‑Bla , Abend -Bla N . 278, 8.10.1914, 3; P age Tagbla , Mo gen Ausgabe N . 278, 9.10.1914, 2; Oes e eichische Volks ‑Zei ung N . 279, 9.10.1914, 6. 18 Vgl. dazu die in de Gesam si zung de Königlich P eußischen Akademie de Wissenscha en am 8.Ap il 1915 gewidme e Ad esse an H n. Eugen Bo mann zum ün zigjäh igen Dok o jubiläum am 21. Mä z 1915, Si zungsbe ich e de Königlich P eußischen Akademie de Wissenscha en 1915, 317, 319–320; Neues Wiene Abendbla (Abend -Ausgabe des Neuen Wiene Tagbla ) N . 180, 1.7.1915, 4; Neues Wiene Jou nal N . 7790, 2.7.1915, 8; G aze Tagbla , Mo gen -Ausgabe N . 183, 3.7.1915, 2. 19 G oag 1917, 8. 20 Kubi schek 1917, 56. 83HUBERTD. SZEMETHY Am 4. Mä z 1917 e s a b Eugen Bo mann im 75. Lebensjah . Am Tag nach dem Beg äbnis am Klos e neubu ge F iedho , am 6. Mä z, sch ieb Augus e Bo mann an den jah zehn elangen F eund und B ie pa ne ih es e s o benen Mannes, O o Hi sch eld, olgende Zeilen nach Be lin: „Eine böse B onchi is, die ihn Sams ag den 3 Mä z zwang im Be zu bleiben, ging im Lau e de le z en Woche in En zündung de Lunge übe und o z so g äl ige P lege woll e es uns nich gelingen, ihn uns zu e hal en. Seine K ä e wa en du ch das andaue nde Blasenleiden, das wiede hol e ns e An älle e u sach e, zu seh geschwäch , de Tod unse es Ka ls, de Ve a I aliens, das e als zwei e Heima lieb e, ha en ihn au s ie s e ge o en.– Sie e eh e He Geheim a , wissen ja leide mi uns den Ve lus des Sohnes nu zu gu zu emp inden.“21 BRIEFE AUGUSTE BORMANNS AN DIE TOCHTER EMMA Fü unse e F age, wann und un e welchen Ums änden de Nachlass Eugen Bo manns an die P age Ka ls -Uni e si ä gelang e, is in dem aus Klos e neubu g übe nommenen A chi be- s and ein Kon olu on B ie en aus den Jah en 1912 bis 1919 on besonde e Rele anz, gesch ie- ben on Eugen Bo manns zwei e Ehe au Augus e, geb. Roh dan z22 (Abb. 3), an ih e Toch e Emma.23 Emma Bo mann (Abb. 4) wa 1917 e s e weibliche Absol en in an de Uni e si ä Wien im Fach U geschich e– sie p omo ie e am 15. Juni 1917 mi eine on Mo i z Hoe nes und Emil Reisch begu ach e en A bei Zu Ch onologie de jünge en S einzei Niede ös e eichs. Wäh end des Somme s 1918 a bei e e sie im Eggenbu ge K ahule z -Museum, in en a isie e 21 B ie Augus e Bo manns [aus Klos e neubu g] an O o Hi sch eld, 7. Mä z 1917 (SBB, PK, HSA, NL Hi sch eld, Ko . Augus e Bo mann). O o Hi sch elds Zwillingssöhne Theodo und O o wa en beide im E s en Wel k ieg ge allen, gl. Lexikon deu sch ‑jüdische Au o en 12 (2008) 96. 22 Zu Augus e Bo mann (26.8.1859–3.1.1938) s. Mehl 1979, bes. 45–46, 66; Sasse 1996, bes. 16. 89–98; Ang osch– Schild 2005, bes. 77–79. 23 Die E s lesung diese Dokumen e beso g e dankenswe e weise Claudia Szeme hy. Abb. 2: Eugen Bo mann, 1915 (Oes e eichs Illus ie e Zei ung 24/41, 11. Juli 1915, 936). 84 STUDIA HERCYNIA XXIII/1 do die a chäologische Sammlung on Johann K ahule z und e ö en lich e da übe eine ku so ische Au lis ung.24 In spä e en Jah en ha sie sich indes als Küns le in einen Namen gemach . 25 Fü unse en Un e suchungsgegens and besonde s in e essan sind B ie e aus den Jah en 1917 und 1918. Emma hiel sich damals mi ih e F eundin Clemen ine Albe dingk in München au , wo sie „bei F au Nös […] Tü kens asse 85“26 wohn e. Sei 1912, als sie den Male und G a ike Ludwig Michalek bei de An e igung des lebensg oßen Pas ellbildes ih es Va e s (Pl. 3/1) aus Anlass on dessen 70. Gebu s ag beobach en konn e,27 bzw. sei 1913, als sie au de ie en Uni e - 24 Rigo osenak on Emma Bo mann (UAW, PH RA 4328); Bo mann 1918. Ich danke JohannM. Tuza , Di ek o des K ahule z -Museums, ü seine Auskün e. 25 Zu Emma Bo mann (29.7.1887–28.12.1974), ih em Leben und küns le ischem Scha en s. Weixlgä ne 1922; Ankwicz -Kleeho en 1933; Abe 1991; Ang osch– Schild 2005, bes. 80–91; Kaminski 2006; Müksch 2011/2012; Rebay -Salisbu y 2013/2014, 63–66; Johns 2016; Müksch 2016; Ka oly 2018; Ponemone 2018. 26 So egelmäßig au den an Emma ad essie en B ie ku e s. 27 Jakauby 2016, 94. Zu diesem Bild s. auch wei e un en, Sei en 114–115. Abb. 3: Augus e Bo mann (Fo o mi E laubnis des Johns T us s). Abb. 4: Emma Bo mann (SlgAG, NL Bo mann). 85HUBERTD. SZEMETHY si ä s eise nach Sizilien (Pl. 3/2), Tunis und Mal a28 die Küns le Michalek und Oska Laske nähe kennengele n ha e, beschä ig e sie sich imme wiede mi g aphischen A bei en und ha e on 1912 bis 1916 pa allel zu ih en uni e si ä en S udien an de G aphischen Leh - und Ve suchsans al in Wien s udie . Nach dem Tod des gelieb en Va e s hiel sie es in Wien nich meh aus und ‘ loh’ nach München. Do and sie zue s du ch S undengeben ih Auslangen, beleg e im Win e semes e 1917/18 an de s aa lichen Kuns gewe beschule in München einen Leh gang ü g a ische Tech- niken und un e ich e e danach on 1918 bis 1920 an den P i a en Münchne Leh we ks ä en un e de Lei ung on Emil P ee o ius Zeichnen und Malen bzw. Radie ung, Li hog aphie und Holzschni .29 Aus Klos e neubu g schick e ih die Mu e Augus e egelmäßig neues e Nach ich en und ü Emma eingelang e Pos sendungen. 28 Vgl. zu diese Reise: P og amm 1913; Abel 1913; F ank u e 1913. Einige au diese Reise zu ückgehende Radie ungen und Li hog aphien Emma Bo manns wu den 1914 in Leipzig ausges ell , s. Blumaue 1914, 53–54, N . 333–338. 29 Mehl 1979, 47; Ang osch– Schild 2005, 83 (mi den Jah esangaben „1919 bis 1921“); Müksch 2016, 383 (mi den Jah esangaben „1917–1919“). Wie ih e Mu e Augus e übe diesen Au en hal in München dach e, lesen wi in ih em B ie aus Klos e neubu g an Emma Bo mann, 15. Mai 1918 (SlgAG, NL Bo mann): „Und dann denke ich mi wiede , ob es ü Dich nich doch gescheid e gewesen wä e, Du wä es hie , als Zeichenleh e assis en in am Gymnasium geblieben, eine bescheidene abe doch gesiche e Exis enz; hä es Di ü Wochen ags ein Zimme in Wien gehal en u[nd] Sams ags u[nd] Sonn ags wä es Du zu uns he ausgekommen.– Beileibe abe will ich Di den Au en hal in München nich e leiden, Deine gu en Ve bindungen do in Jou nalis en, Küns le u[nd] Geleh enk eisen müssen ja, au die eine od[e ] die ande e Weise ü deine Zukun on Nu zen sein.“ Abb. 5: Ansich ska e mi dem Anwesen Bo manns in de Klos e neubu ge Buchbe ggasse 41 (AKUP, NL Bo mann). 86 STUDIA HERCYNIA XXIII/1 Vieles ha ih die Mu e zu be ich en. Es geh um ih e all äglichen A bei en im Haus– Nä- hen, Kochen, Pu zen, Au waschen, Wanzenjagd– und im Ga en, in dem sie u.a. Weißk au , Sala , E bsen, Bohnen, Kuku uz, E däp el, Sonnenblumen, Ka o en, Pe e silie, Kohl abi, Mohn e c. anbau e und in dem Ap el- und Ma illenbäume s anden, um P obleme mi dem Waschen de Kleidung, um den Gesundhei szus and Augus es, on Emmas Schwes e n Eu- genie und Elisabe h30 und on Bekann en und Ve wand en, um Nach ich en übe das Tun und T eiben on Emmas Schwes e n und F eundinnen, um das O dnen de E bscha sange- legenhei en, die Nö e des E s en Wel k ieges, die o z eigenen Anbaus o malige Knapphei an Lebensmi eln und die hohen Kos en ü diese, die Schwie igkei en, o dem Win e aus- eichend Kohlen und Holz zu bekommen,31 um die Ve mie ung on Teilen des ge äumigen Anwesens in de Klos e neubu ge Buchbe ggasse 41 (Abb. 5). Viel wa es nich , was sich du ch Ve mie ung luk ie en ließ. Dass sie den Mie e n Möbel ih es Mannes und des im E s en Wel k ieg ge allenen Sohnes Ka l übe lassen muss e, be- d ück e sie seh : „Vo hin wa de P o esso om Gymnasium hie u[nd] begu ach e e sein neu einge ich- e es Zimme u[nd] schien be iedig . Va e s Mi el isch haben wi ihm als Sch eib isch gegeben u[nd] Alles sieh saube u[nd] appe i lich aus. […] Ka lchens Wäschesch ank ha e bekommen. Es gib mi imme einen S ich ins He z wenn ich on den Sachen meine 2 Lieben an diese emden Menschen he geben muß u[nd] alles ums elende Geld! und was sieh man je z , im Ve gleich e s ein, was ü g oßzügige o nehme Menschen de Va e , de Ka l wa en!– Nun ich ho e imme , es komm noch mal eine Zei , wo wi ih e gedenken können ohne emde S ö ung!“32 Es sind o allem Geldso gen, die Augus e nach dem Tod ih es Ehemannes plagen, zumal das Haus noch mi 3300 K onen belas e is , sie selbs nu eine ge inge Pension zu e wa en ha und sich nun allein um ih e d ei Töch e und das Nö igs e zum Leben kümme n muss. Ab und an is sie deswegen seh e zag , bed ück und niede geschlagen: „Ich bin wiede mal mu e seelenallein im Hause […] Nachdem ich dann eine Weile du ch die öden Räume gepilge , ge ann bin u[nd] meine Ve zwei lung hinaus geheul u[nd] gesch ieen habe (denn ich b auche mi ja keinen Zwang anzu un) besinne ich mich au Euch D ei, meine Ve p lich ung die ich gegen Euch habe, die F eude die ich on Euch habe u[nd] noch haben we de!“33 Die Einnahmen aus de Ve mie ung eich en o enba nich , um allen „Ve p lich ungen“ nachzukommen. Wi klich Hunge li man alle dings nich : „Ich ü ch e o , daß wi zu üppig leben: Ap elknödel, Speckknödel, Rindsgulasch, Hammel leisch mi Kohl, Wasse spa zen mi Pa adeis Nudeln deßgl[eichen] od[e ] mi Eingemach en! Wenn unse Gemüse aus dem 30 Zu diesen s. Ang osch– Schild 2005, bes. 91–109; Riege 2018a; 2018b. 31 Vgl. z.B. den B ie Augus e Bo manns aus Klos e neubu g an Emma Bo mann, 23. Feb ua 1918 (SlgAG, NL Bo mann): „es gib kein Fleisch, wenig Mehl u[nd] Zucke ich habe heue keine ischen Eie ! abe wi ho en au die Sendungen aus de Uk aine! K ankenmilch u[nd] K ankenkohle sind mi zugesag , wenn ich sie nu auch bekomm.“ 32 B ie Augus e Bo manns aus Klos e neubu g an Emma Bo mann, 20. Ok obe 1917 (SlgAG, NL Bo mann). 33 Wie Anm. zu o . 87HUBERTD. SZEMETHY Ga en e zeh is , dann weiß ich eilich noch nich , was wi d.“34 Wochen spä e leis e e sich Augus e ga den Luxus eine Gans, äsonie e gleichzei ig abe übe die besse en Zei en, als ih Mann Eugen noch leb e: „[…] wi (haben) kü zlich eine schöne Gans gekau , e was übe 8 K [onen] das Kilo; es wa- en im Ganzen übe 35 K [onen] abe wi haben auch beinahe 4 Mahlzei en und dann das Fe da on gehab . Aep el haben wi auch noch on G ein 35 Kilo gehab ! Daß abe Lisbe h mein wi seien besse e so g wie im o igen Win e ! Da ha en wi doch den ganzen Kelle oll Kohlen 2 li [e ] Milch ägl[ich]! je z sehen wi schon wochenlang keine! Jeden Sonn ag Schweineb a en und bei Lebzei en unse es gu en Va e s keine So gen wegen des Auskommens; dann gabs noch Eie u[nd] wöchen lich wenigs ens 1Kilo Bu e .“35 Auch Hühne und Kaninchen hiel Augus e in Klos e neubu g, um sich ein wenig selbs mi Eie n und Fleisch e so gen zu können: „Von unse en Hennen sind mi 2 ges ohlen: die schö- ne gelbe O ping on u[nd] die schwa ze I aliene in. Nu de Gockl, de Luis is uns on de F ühjah szuch geblieben, so daß ich wiede au dem al en S andpunk s ehe.“36 Obwohl es sich bei den Hennen um besonde s g oße, k ä ige, lege eudige Züch ungen handel e, wa die Hal ung de Tie e in K iegszei en nich unp oblema isch: „2 on meinen Hennen sind ges o ben; es is eine au ige Sache dami ; nich das ich ige Fu e und dabei die s enge Käl e.“37 Und de s enge Win e o de e noch wei e e Op e , wie wi im Feb ua 1918 lesen: „Ich habe nu noch eine Henne u[nd] 3 Kaninchen.“38 Man e s eh dahe die g oße F eude übe eine Ände ung de Ve häl nisse in den wä me en Jah eszei en: „Deine Henne leg p ach oll g oße Eie , wah scheinlich is sie zu gu ge ü e gewesen! am selben Tage, wo sich neue - dings 6 kleine eß ei e Kaninchen eins ell en en deck e Lisbe h im g oßen Sale l ein Nes mi sieben Eie n, ein Ve mögen in Je z zei !“39 Wenngleich man aus Augus es B ie en die g oßen Nö e des K ieges nich ode nu seh unscha e kennen kann, so sah sie sich doch gezwungen, alle lei We sachen zu e äuße n. So be üblich es ü sie auch gewesen sein mag, sie muss e sich auch on Dingen und pe - sönlichen E inne ungen ennen, die sie un e no malen Ums änden e mu lich nich aus de Hand gegeben hä e– allem o an Eugen Bo manns Nachlass. Sein Ve kau se lös wa ü die Familie Bo mann bi e nö ig, wie Augus e O o Hi sch eld gegenübe bekennen muss e: „Ta sache is , daß das E gebnis dieses Ve kau s, so schme zlich mi de Gedanke is , all’ das was mi meinem lieben Al en zusammenhäng , seine Büche , seine Diplome, seine Schul- zeugnisse aus P o a, seine Tagebüche , noch on de sizilianisch[en] Reise mi Benndo 34 Wie Anm. zu o . 35 B ie Augus e Bo manns [aus Klos e neubu g] an Emma Bo mann. De B ie is on Augus e mi „8 Decembe 1917“ da ie ; da in de Nachsch i abe „9/11.1917“ s eh , dü e de B ie – auch wegen de ‘Ma inigans’– wohl ehe in den No embe zu se zen sein (SlgAG, NL Bo mann). 36 B ie Augus e Bo manns aus Klos e neubu g an Emma Bo mann, 20. Ok obe 1917 (SlgAG, NL Bo mann). 37 B ie Augus e Bo manns aus Klos e neubu g an Emma Bo mann, 7. Jänne 1918 (SlgAG, NL Bo mann). 38 B ie Augus e Bo manns aus Klos e neubu g an Emma Bo mann, 23. Feb ua 1918 (SlgAG, NL Bo mann). 39 B ie Augus e Bo manns aus Klos e neubu g an Emma Bo mann, 15. Sep embe 1918 (SlgAG, NL Bo mann). 94 STUDIA HERCYNIA XXIII/1 Pollak s and mi Bo mann Zei seines Lebens in engem Ve häl nis. Bo mann ha e ihn, de sein S udium de Klassischen A chäologie und Kuns geschich e 1888 bei Wilhelm Klein (sei 1886 in P ag) in P ag begonnen ha e,60 bald nach seinem Wechsel nach Wien zu eine S udien eise mi nach I alien genommen. 61 Pollak ha e den Zei aum diese Reise (Juli bis Sep embe 1891) in seinen Tagebüche n als „einen de glücklichs en“ bezeichne , den e „bis je z e leb “ ha e. 62 Gegensei ige Besuche in Rom und Wien sowie b ie liche Ko espondenzen ließen den Kon ak de beiden nie au lange Zei un e b echen.63 Wäh end des E s en Wel - k ieges wa Pollak gezwungen, om F ühjah 1916 bis F ühjah 1918 in Wien „in de Zensu de i alienischen K iegsge angenenpos “64 K iegsdiens zu leis en. In seine eien Zei a e sich mi al en F eunden und Bekann en aus den K eisen de Wiene Kuns his o ike und Al e umswissenscha le , da un e die Familie Bo mann. Ob e do auch Rudol Egge 65 (Abb. 9) ge o en ha e, is nich bezeug . Diese ha e jeden alls wäh end seines S udiums Eugen Bo mann au di e sen Reisen beglei e und 1905 bei ihm übe Die Excu se in den Pa allelbiog aphien. Ein Bei ag zu A bei sweise Plu a chs p omo- ie . Von 1904 bis 1906 wa e Hausleh e de Kinde Bo manns gewesen und ha e damals auch in de Klos e neubu ge Villa Bo manns gewohn . E blieb zei lebens ein F eund de Familie seines on ihm e eh en Leh e s und in Kon ak mi ih . Jah e spä e ha e e den G abs ein Bo manns en wo en 66 und is jene eingangs in Augus e Bo manns B ie genann e „D .Egge “, de de Wi we ie , das Angebo Pollaks unbeding anzunehmen. DER KÄUFER DES NACHLASSES: HUGO RITTER GRAB VON HERMANNSWÖRTH Das on Pollak e mi el e Angebo leg e Hugo Ri e G ab on He mannswö h, ein P age Tex ilindus ielle jüdische Abs ammung (Abb. 10). E wa mi Pollak en e n e wand bzw. genaue : e schwäge , was die beiden jedoch nich gewuss haben dü en. 67 Die Familie G ab läss sich in P ag bis ins 18.Jah hunde zu ück e olgen und wa im Leinenhandel ä ig.68 Hugos G oß a e Mo i z ha e die Fi ma g oß gemach , indem e ein Ve ah en zu He s el- lung eines Wachs uches en wickel e, welches o allem ü die E zeugung on Tisch üche n e wende wu de. 69 Diese echnische En wicklung wa ü den wi scha lichen und sozialen Au s ieg de Familie G ab en scheidend. 60 Zu Wilhelm Klein (20.11.1850–2.2.1924), mi dem Pollak enge F eundscha p leg e, s. P aschnike 1925; Ös e eichische Jah eshe e 23, 1926, Sp. 411–413; ÖBL 3 (1965) 385–386; Schie ing 1988; Bouzek 2011. 61 Zu Pollaks Zei an de Wiene Uni e si ä s. zule z Fo es a 2018. 62 Me kel Guldan 1988, 43. 63 Me kel Guldan 1994, 38, 96. 64 Me kel Guldan 1988, 356. 65 Zu Rudol Egge (11.4.1882–7.5.1969), de 1929 au den Leh s uhl seines Leh e s Eugen Bo mann be u en wu de, s. Ve e s 1969; Kandle – Wlach 1998, 108–110; Pesdi schek 2010b, bes. 290–307; Pesdi schek 2012. 66 Mehl 1979, 66. 67 Die G oßmu e on Hugo on G ab wa eine gebo ene Mes i z, und auch de Va e on Ludwig Pollaks Cousine d i en G ades wa ein Mes i z. Fü In o ma ionen übe die Familie G ab danke ich Hans G ab. 68 Zu Familiengeschich e s. Županič 2011. Vgl. Family ee o He mann G ab 2018. 69 Zu Fi ma „M. G ab Söhne“ s. O uba 1983, 225, 231, 246, 262; C ame 1994, 19, Anm. 3. 95HUBERTD. SZEMETHY Mo i z’ Sohn He mann bau e die Fi ma im ausgehenden 19.Jah hunde zu einem de g öß en Tex ilun e nehmen Ös e eich -Unga ns aus. So e ich e e e e wa in Košinka in Libeň eine g oße Wachs uch ab ik, de auch ein Wohn ie el angeschlossen wa . Nach seinem Tod im Jah 1900 ging die Fi menlei ung au seine beiden Söhne Emanuel und Hugo übe . De äl e e, Emanuel, widme e sich ganz de Fi ma und e leg e noch o dem E s en Wel k ieg seinen Wohnsi z nach Wien.70 1916 e wa b e in P ein an de Rax in de Nähe on Reichenau den sog. Flacklho als Nebenwohnsi z, dem e den Namen „He mannswö h“ gab.71 Im Un e schied dazu be ieb Hugo zue s on 1890 bis 1893 an de Eidgenössischen Hochschule in Zü ich ein S udium de echnischen Chemie, das e mi Diplom abschloss,72 und danach e mu lich in Camb idge, Gen und Zü ich ein S udium de Philosophie73– on dahe sein Dok o i el –, ehe auch e sich in de gemeinsamen Fi ma engagie e, die imme besse lo ie e und du ch Webe eien, Spinne eien und e schiedene ande e Fab iken in Unga n und Böhmen e wei e wu de. Ande s als sein B ude Emanuel blieb Hugo in P ag wohnha . 70 Zu Emanuel G ab (28.7.1868–27.6.1929), de seine le z e Ruhes ä e am Döblinge F iedho in Wien and, s. Županič 2011, 43. 71 De Kamme sänge F i z Sch öd e ha e diesen Baue nho 1890 on Hein ich Flackl e wo ben und den Besi z zu eine Ga enlandscha umgewandel , gl. Sch öd e 1914. Ab 1937 nu z e die Ös e eichische Pos spa kasse das Anwesen als E holungsheim. 2005 ging dieses an p i a e Besi ze übe , die es als „Landhaus an de Rax“ (P ein o e 35, 2654 Reichenau) be ieben. 72 Schweize ische Bauzei ung 21–22/5, 1893, 34, s. h ps://www.e -pe iodica.ch/cn mng?pid=sbz-002: 1893:21:328 ( isi ed 05/08/2019). 73 Zu Hugo G ab (9.5.1872–22.12.1937) s. P age Mon agsbla N . 52, 27.12.1937, 1–2; ela i ie end dazu Hobi 1969, 12; Županič 2011, 43. Nach seinem Tod in Wien wu de Hugo G ab nach P ag übe üh und am 26. Dezembe 1937 au dem jüdischen F iedho S ašnice in einem Vo o on P ag als le z es Familienmi glied in de G u de „Familie Mo i z G ab“ bes a e , s. Hobi 1969, 11. Abb. 10: Hugo G ab, 1903, Fo okopie eines Fo os (P i a a chi Hans G ab). 96 STUDIA HERCYNIA XXIII/1 Die Fi ma „Mo i z G ab Söhne“ wa nich nu seh e olg eich, sonde n auch in soziale Hinsich o bildlich. Denn ku z nach dem Tod on He mann G ab ha e dessen F au Ka ha ina, geb. Melle , zum Andenken ih es e s o benen Ga en mi Wi ksamkei zum 1.Jänne 1901 einen Ren en onds sowohl ü Beam e als auch ü A bei e de in Familienbesi z s ehenden Fi ma beg ünde , indem sie du ch Widmung on je 30.000 K onen aus ih em E be den Kapi- alg unds ock diese beiden Pensions onds gescha en ha e.74 Doch nich nu die Mu e Ka ha ina a du ch G oßzügigkei he o , auch ih e beiden Söhne Emanuel und Hugo olg en ih em Beispiel. Wegen ih es humani ä en und kul u ellen Engagemen s sowie ih e Mäzena en ä igkei , die auch wäh end des E s en Wel k iegs nich uh e, wu den sie meh ach mi O den ausgezeichne , und am 8. Mä z 1915 e lieh ihnen Kaise F anz JosephI. in Ane kennung ih es „gemeinnü zigen Wi kens“ den Ri e s and. Den Adelsb ie , mi dem ihnen das P ädika „Ri e G ab on He mannswö h“ und ein Wappen e eil wu de, e hiel en sie am 26.Ok obe desselben Jah es. 75 Als unmi elba e Anlass ü die Nobili ie ung wi d mi un e „eine g osse S i ung zu E wei e ung de Biblio hek de Deu - schen Uni e si ä “76 bzw. „die s ändige g oßzügige inanzielle Un e s ü zung des Deu schen Thea e s in P ag“77 e mu e , doch konn e dies nich e i izie we den. DER NACHLASS EUGEN BORMANNS Wann genau und du ch wen Ludwig Pollak übe das Ansinnen de Nachkommen Eugen Bo - manns, dessen Nachlass zu e kau en, in o mie wu de, wissen wi nich . Ebensowenig, wann und welche möglichen In e essen en e au welchem Wege kon ak ie e. Fes s eh lediglich, dass Hugo on G ab, mi dem Ludwig Pollak nach Ausweis seine Tagebüche sei e wa 20Jah en bekann wa , den Nachlass nich ü sich selbs e we ben woll e, sonde n ihn dem „a chäologisch -epig aphischen Semina de P age deu schen Uni e si ä gewidme “ ha . Das be ich e e schon am 26.Ok obe 1917 die Neue F eie P esse in ih em Mo genbla , wobei de „Fö de e “ namen lich ungenann blieb. De Nachlass bes and demnach „aus unge äh 1300 Bänden und einigen ausend Sepa a abd ücken[,] seine [d.h. Bo manns] gesam en Ko espondenz mi e schiedenen Geleh en, e ne seine Vo lesungen sei Be- ginn de sechzige Jah e, Tagebüche usw.“78 In e essan is de Zei punk diese Mi eilung, denn Hugo on G ab wa , wie ein B ie on Augus e Bo mann an ih e Toch e Emma om 20.No embe 1917 naheleg , e s Mi e No embe gemeinsam mi Pollak nach Klos e neubu g gekommen, um sich ein Bild on dem zu machen, was e ankau en woll e: 74 S. dazu P age Tagbla N . 19, 19.1.1901, 3; Die A bei – Cen alo gan de ös e eichischen A bei gebe N . 560, 24.1.1901, 4662–4663; Županič 2011, 42–43. 75 Ös e eichisches S aa sa chi , Allgemeines Ve wal ungsa chi , Adelsa chi , Emanuel und Hugo G ab, Ri e s and ( on He mannswö h) 1915; F ank -Dö e ing 1989, 317, N . 2757; Županič 2011, 43. 76 Hobi 1969, 15. 77 Diese Auskun e danke ich Hans G ab. 78 Neue F eie P esse, Mo genbla N . 19102, 26. Ok obe 1917, 8. 97HUBERTD. SZEMETHY „Also de R[i e ] [on] G ab wa hie , um die Biblio hek sich anzuschauen. De Besuch daue e e wa ¼ S unde, es wa sch eckliches, naßkal es egne isches We e u[nd] de He ha sich au de Fah hie he neue dings e käl e , so daß e in Wien bei seinem B ude das Be hü en muß, wie mi Pollack sch eib . Dahe ha e auch bishe die Kau summe ü uns noch nich bei seine Bank, wo e ü uns ein Kon o e ö nen woll e, hin e leg , es soll abe in diesen Tagen geschehen. Die Biblio hek habe ich neue dings ü 20,000 K onen e siche n müssen.“79 An ang Dezembe wu de de Kau du ch die Zahlung des e einba en Be ages pe ek : „Die 20.000 K onen sind on D . [on] G ab bei de Anglo -Oes e eichisch -Bank ü mich e leg wo den.“80 Wa das Finanzielle also Ende 1917 un e Dach und Fach, so soll e es abe noch as ein Jah daue n, bis alles aus Klos e neubu g abgehol und nach P ag übe s ell wo den wa . E s Mi e Sep embe 1918 konn e Augus e Emma e leich e mi eilen: „Du weiß wohl, daß ich wegen de Biblio hek an D .Pollack sch ieb?– Endlich sind denn die Sachen alle abgehol […].“ 81 Welche In en ion hin e dem Ankau du ch Hugo Ri e on G ab s and, is unkla . Wa es sein bedingungsloses Bes eben nach Fö de ung de Wissenscha en in P ag, wie de zu o genann e Bei ag in de Neuen F eien P esse sugge ie ? Denn: „Du ch diese übe aus we olle Schenkung is de P age deu schen Uni e si ä eine unschä zba e wissenscha liche Fund- g ube ü das S udium de ömischen Al e umskunde zu eil gewo den.“ 82 Ode s eck en auch pe sönliche G ünde dahin e ? Le z e es läss ein B ie Ludwig Pollaks an seinen ehemaligen P age Leh e Wilhelm Klein e mu en. Da in sch eib Pollak on eine Ve s immung G abs, o enba weil eine ihm zugesiche e „E nennung“, übe die wi beim ak uellen Fo schungs- s and nich s Nähe es wissen,83 nich e olg sei: „Liebe F eund! Auch mi gegenübe schein D . [on] G ab e s imm zu sein. Im Somme e hiel ich in Pa sch on F au Ho [a ] Bo mann ein Sch eiben des Inhal s, ich möch e H[e n] D . [on] G ab bes immen, die Büche e c. endlich on Klos e neubu g wegzuneh- men. Diese Bi e übe mi el e ich gleich He n D . [on] G[ ab], e hiel abe keine An wo u[nd] so wa ich nich wenig übe asch als ich on Di in P ag e uh , daß die ganze Sendung schon in P ag sei. Ich glaube, daß e , ohne es zu sagen, e s imm sei, weil seine E nennung bis je z nich e olg is . E ha sich zwa geweige , sie damals im Sep embe o igen Jah- es, als ich in 5 Minu en seine Be ei willigkei die Biblio hek zu kau en u[nd] zu schenken e lang ha e, anzunehmen, sag e abe schließlich doch zu. Und nun is ein Jah e gangen und on de E nennung keine Spu . Ich mache bei diese Angelegenhei eine b u issima igu a und D [on] G [ab] muß meinen, ich hä e ohne i gend eine Au o isa ion e was e sp ochen u[nd] könne nun das Ve sp echen nich hal en. Und bei diese Lage de F age kann ich ihm nun nich sch eiben, e möge noch die Käs en [wohl ü die Büche ü das Ins i u in P ag] beso gen. Wie wä e es, wenn de seh schwe eiche Schwiege a e des 79 B ie Augus e Bo manns aus Klos e neubu g an Emma Bo mann, 20. No embe 1917 (SlgAG, NL Bo mann). 80 B ie Augus e Bo manns [aus Klos e neubu g] an Emma Bo mann, 8. Dezembe 1917 (SlgAG, NL Bo mann). 81 B ie Augus e Bo manns aus Klos e neubu g an Emma Bo mann, 15. Sep embe 1918 (SlgAG, NL Bo mann). 82 Neue F eie P esse, Mo genbla N . 19102, 26. Ok obe 1917, 8. 83 Hans G ab mein e pe mail am 20. No embe 2018, es „könn e sich um i gendeinen O den handeln, de Hugo [G ab] in seine Auszeichnungssammlung noch ehl e.“ 98 STUDIA HERCYNIA XXIII/1 P o .S ein He U i z84 sie kau e und de Uni e si ä schenk e? Is einmal die E nennung on D .G ab e olg , so kann man an ihn he an e en, ühe wohl nich .“85 Nich wenige e s imm wa man in Wien, und zwa da übe , dass de Nachlass a sächlich nach P ag gegangen wa . Das zeig de B ie on Augus e an Emma om 20.No embe 1917 seh deu lich: „Es spielen da noch alle lei häßliche In igen mi , die ich abe nich sch eiben, liebe mal e zählen will. Es is gewiß manche hie in Wien be o en, daß uns es Va e s ganze Sachen nach P ag kommen; nach P ag wo e doch eigen lich Zei seines Lebens abgesehen on pe sönlichen Bekann scha en, keine Ve bindungen ha e. In Wien hä en sie ihm so eine eh wü dige S ä e des Andenkens s i en müssen! He R[i e ] [on] G ab e siche e mi , daß e es zu Bedingung machen we de, daß nich s on den Sachen o kommen dü e, das alles beisammen bleiben solle.“86 STREIFLICHTER AUF DEN NACHLASS BORMANNS IN PRAG Ich habe mich ge ag , was aus diesem Nachlass gewo den is , und mich im Mä z 2017 ü eine Woche nach P ag begeben. Die wechsel olle Geschich e de P age Uni e si ä ha es mi sich geb ach , dass den Spu en des Nachlasses zu olgen heu e alles ande e als ein ach is . Ein Zimme , in dem „alles beisammen“ is „ ü den spä e en Biog aphen on Eugen Bo mann“, gib es– zumindes heu e– nich . Wah scheinlich ha es dieses Zimme , in welchem auch die „Radie ung on Michalek“ (Abb. 11) au gehäng hä e we den sollen, übe haup nie gegeben. Dass mi diese Radie ung jenes Po ä Bo manns gemein is , welches Claudia Jakauby am Al his o ike Innen ag in Salzbu g im Jah 2014 aus üh lich behandel ha ,87 is nich zu bezwei eln. Unkla is , wo es sich heu e be inde . Denn an den P age Nach olgeins i u en des A chaeologisch -epig aphischen Semina s, dem Depa men ü g iechische und la einische S udien und dem Ins i u ü Klassische A chäologie, weiß niemand da übe Bescheid. Man schließ imme hin nich öllig aus, dass es noch i gendwo in einem Depo des Klemen inum sein könn e. Meh als eichlich ündig wi d man im A chi de P age Ka ls -Uni e si ä , wo Vieles, was in den B ie en Augus e Bo manns bzw. in Zei ungsbe ich en übe den Nachlass E wähnung and, in insgesam 32A chi boxen e wah wi d. Diese Bes and kam 1945 im Zuge de Au - lösung de P age deu schen Uni e si ä om Ins i u ü Klassische Philologie ins A chi de Uni e si ä und is bis au den heu igen Tag nich im De ail e schlossen. In e essan is ein A chi e me k aus dem Jah 1962, aus welchem he o geh , dass diese Bes and zwischen 84 A hu S ein wa sei 1908 mi de am 22. Mai 1884 in P ag gebo enen Flo a U i z, Toch e des bekann en P age Lede wa en ab ikan en Go hold U i z und seine F au Filippine, geb. Taussig, e hei a e . Flo as B ude wa de Philosoph Emil U i z. Zu Familie U i z gl. Bu kha d 1998, bes. 38 mi Anm. 33 au S. 53. 85 B ie Ludwig Pollaks aus Wien IX, Ga nisongasse 10, an Wilhelm Klein, 21. Ok obe 1918 (AKUP, NL Wilhelm Klein). 86 B ie Augus e Bo manns aus Klos e neubu g an Emma Bo mann, 20. No embe 1917 (SlgAG, NL Bo mann). 87 Jakauby 2016, 93–95. Zu diese Radie ung s. auch wei e un en. 99HUBERTD. SZEMETHY 1939 und 1945 aus Wien nach P ag gekommen sei. 88 Man wuss e also schon in den 1960e - -Jah en nich s Genaues meh übe den Zei punk und die nähe en Ums ände de E we bung de „Bo mann pape s“. O dnung he sch in Bo manns Nachlass nu beding o , zumeis machen die Ka ons den Eind uck, als wä en sie schon des Ö e en on Besuche n du chs öbe wo den. Nu meh ab und an inde man Kon olu e, die on Bo mann selbs bzw. on seine F au Augus e zusammenges ell wo den zu sein scheinen. Diesbezüglich ha e Augus e an O o Hi sch eld am 24.Mä z 1917 gesch ieben: „Als o einigen Jah en He Geheim a Schöne an ing B ie e u[nd] Au zeichnungen des Male s D ebe zu sammeln, habe ich Eugens al e B ie scha en da au hin gesich e und einige maßen auseinande gesuch , nich alles ganz geo dne . Eine ziemlich um ang eiche Co espondenz Mommsen– Bo mann u[nd] Hi sch eld– Bo mann u[nd] iele Co espon- denzka en sind o handen.“89 88 Diesen Hinweis e danke ich F au D .Jana Ra ajo á om A chi de P age Ka ls -Uni e si ä (mail om 19. Ok obe 2016). 89 B ie Augus e Bo manns aus Klos e neubu g an O o Hi sch eld, 24. Mä z 1917 (SBB, PK, HSA, NL O o Hi sch eld). Richa d Schönes We k übe Hein ich D ebe wu de e s nach Schönes Tod aus Abb. 11: Ludwig Michalek, Eugen Bo mann, Radie ung 1913 (SlgAG, In .-N . S0012). 100 STUDIA HERCYNIA XXIII/1 Einiges muss nach 1998 on A chi anges ell en geo dne wo den sein, wo au Ku e s hinweisen, die aus Anlass des 650-Jah -Jubiläums de P age Uni e si ä ged uck wu den. In diese wu den einige wenige Ko espondenzen in alphabe ische Reihen olge eingeo dne . Zuweilen e kenn man, dass in de Ve gangenhei Pe sonen an diesem Nachlass a bei e en, die nich wi klich iel on ih em Handwe k e s anden, denn eine mi „HROSCHFELD“ be- sch iebene Seidenpapie hülle bi g z.B. einen B ie , de gu lese lich mi „O[ o] Hi sch eld“ un e zeichne is . G ündliche O dnung he sch nu in den Kon olu en on Theodo Mommsen und O o Hi sch eld o , was mi den Fo schungen on S e an Rebenich übe Mommsen zusammen- häng bzw. mi dem Innsb ucke His o ike Ge ha d Obe ko le , de B ie e O o Hi sch elds an Bo mann sich e e und als Diploma bei an Gab iele Annina Lechne e gab.90 Beide Kon olu e ha e Augus e üb igens bald nach dem Tod Ih es Mannes O o Hi sch eld angebo en, de sie ge ne ü Be lin gehab hä e: „Die Co espondenz Mommsen u[nd] Hi sch eld mi meinem Mann möch e ich baldigs an Sie abschicken, doch weiß ich nich , ob nich du ch die Censu ein Au en hal de Sendung e anlaß we den wi d? Es Jemandem mi zugeben, is auch nich a sam, da den Reisenden an de G enze alles Gesch iebene abgenommen wi d. Vielleich e eilen Sie mi gelegen lich Ih e Anweisungen; die ielen noch o handenen Pos ka en, die ich abe e s he aussuchen müß e, müssen wol auch geschick we den?“91 Als dann abe de Ve kau des Nachlasses mi Hugo on G ab ixie wo den wa , bes and de Käu e da au , dass diese Ko espondenzen im Nachlass e blieben. Da übe se z e Augus e An ang Dezembe 1917 Hi sch eld in Kenn nis: „Ich kann Ihnen die seine zei on mi angebo enen B ie e u[nd] Ka en on Ihnen u[nd] on P o .Mommsen an Eugen gesch ieben, nich lie e n. Du ch Ve mi lung on D .Pollack is die Biblio hek und de gesamm e sch i l[iche] Nachlaß on Eugen du ch He n Ri e D . on G ab in P ag ü 20,000 K onen angekau wo den und diese He wi d das Ganze de deu schen Uni e si ä in P ag als Geschenk übe weisen. Haup bedingung wa , das o e wähn e Co espondenz dabei sei […]“92 In seinem An wo b ie beme k e Hi sch eld dazu nu ku z: „Dass aus Mommsens B ie en nach seine Bes immung nich s o 30 Jah ennach seinem Tode publici we den da , is doch siche H n. [on] G ab mi ge eil wo den?– Meine B ie e an Ih en lieben Mann können ja uhig in P ag daue nd bleiben.“93 seinem Nachlass on seinem Sohn F ied ich und dessen Ne en Wol gang Schöne he ausgegeben, Schöne 1940. Da in inden sich meh e e B ie e Eugen Bo manns. 90 Lechne 1995. 91 B ie Augus e Bo manns aus Klos e neubu g an O o Hi sch eld, 7. Ap il 1917 (SBB, PK, HSA, NL O o Hi sch eld). 92 B ie Augus e Bo manns aus Klos e neubu g an O o Hi sch eld, 3. Dezembe 1917 (SBB, PK, HSA, NL O o Hi sch eld). 93 B ie O o Hi sch elds aus Cha lo enbu g an Augus e Bo mann, 13. Dezembe 1917 (SlgAG, NL Bo mann). 101HUBERTD. SZEMETHY Die on Augus e genann en „Schulzeugnisse aus P o a“ konn e ich nich alle au inden, im- me hin abe das am 2.Mä z 1861 ausges ell e Rei ezeugnis de Königlichen Landes -Schule P o a (Abb. 12). Da aus geh he o , dass Eugen Bo mann ein ausgezeichne e Schüle ge- wesen sein muss, leißig und bescheiden und im Be agen „wohlgesi e “ wa . E ha e sich dadu ch– wenig übe aschend– „die olle Zu iedenhei und die Liebe alle seine Leh e in o züglichs em Maße e wo ben und eben dadu ch auch sich zu seinen Mi schüle n in ein eundliches, au Ach ung geg ünde es Ve häl niß zu se zen gewuß .“ E wa P imus de Klasse und „( )on de mündlichen P ü ung […] au G und seine lobenswe hen sch i lichen P ü ungsa bei en und seine bishe igen Klassenleis ungen dispensi wo den.“ In as allen Fäche n wu de e mi „Vo züglich“ beno e .94 Au schluss eich in meh ache Hinsich is das „P ü ungs -Zeugniß ü den Schulam s- -Candida en He n D .Eugen Bo mann“, ausges ell on de Königlichen Wissenscha lichen P ü ungs -Commission am 3.Juli 1866, mi dem Bo mann „die beding e acul as docendi 94 „Zeugniß de Rei e ü den Zögling de Königlichen Landes -Schule P o a Eugen Ludwig Bo mann“ (AKUP, NL Bo mann). Da de Nachlass Bo manns in P ag bislang a chi alisch unbea bei e und g öß en eils unso ie is und die A chi boxen zum Teil du ch das Fehlen on Numme n nich eindeu ig benann we den können, kann keine eindeu ige Signa u angegeben we den. De Ve . plan jedoch, den Nachlass im Rahmen eines Fo schungsp ojek s au zua bei en. Abb. 12: „Zeugniß de Rei e ü den Zögling de Königlichen Landes -Schule P o a Eugen Ludwig Bo mann“, Ausschni (AKUP, NL Bo mann). 102 STUDIA HERCYNIA XXIII/1 zue kann “ wu de. Demnach en beh e „(s)eine allgemeine Bildung […] noch eines g öße n Um angs philosophische S udien, doch sind gu e An änge anzue kennen.“ Un e ich in de philosophischen P opädeu ik konn e e dahe nich übe nehmen. Dagegen wu de ihm die Be ähigung zugesp ochen, „den Un e ich in den al en Sp achen du ch alle Klassen eines Gymnasiums zu e heilen. De deu schen P obelec ion […] „übe Lessing’ssch i s elle ische und dich e ische Thä igkei in Beziehung zum siebenjäh igen K iege“ ehl e noch das ich- ige Maaß ü den S andpunk de Schüle . Sie ging zu seh in’sDe ail […].“ Und „obgleich e sich noch eine g öße e Siche hei und Uebung im Ve s ändniß des Mi elhochdeu schen e we ben und seine Lec ü e wei e ausb ei en“ müsse, und da e sich auch in de neue en Li e a u du chaus bewande zeig e, so konn e ihm auch „die Be ähigung ü den deu schen Un e ich du ch alle Gymnasialklassen unbedenklich zugesp ochen we den“. Da Bo mann seine bishe igen his o isch -philologischen S udien o wiegend dem ömischen Al e um ge- widme ha e, zeig e e sich im Examen „mi de ömischen Geschich e und Ve assung wohl e au , auch übe de en Quellen gu un e ich e . Wenige schon wa ihm die g iechische Wel bekann und in ih en Ve assungs- und poli ischen Ve häl nissen kla . Die P obelec ion übe die schlesischen K iege F ied ichsII., die e in P ima hiel wa gu o be ei e , wenn auch de Vo ag noch wenig Uebung zeig e; abe es mach e sich e kennba , daß dem Candida en bis zu diese Vo be ei ung hin die Geschich e de Zei emd geblieben wa “. Es o enba en sich zudem Wissenslücken „ on den Jah hunde en des Mi elal e s und de neue en Zei “, Quellen diese Zei wa en ihm nu seh wenige bekann , und on de „O dnung de s aa li- chen und ki chlichen Ve häl nisse (ha e e ) keine i gend kla e und beg ünde e Anschauung […] Nach diesem Aus all des Examens wi d dem Candida en de geschich liche Un e ich bis Te ia, un e de Vo ausse zung g ündliche Vo be ei ung, an e au we den können“.95 Von de in de Neuen F eien P esse genann en „Ko espondenz mi e schiedenen Ge- leh en“ and ich im Rahmen meine einwöchigen Reche che bei zügige Du chsich de A chi boxen des Nachlasses neben einigen p i a en, amiliä en B ie wechseln die zu e wa - enden wissenscha lichen Ko espondenzpa ne . Auße den be ei s e wähn en Mommsen und Hi sch eld na ü lich O o Benndo mi zahl eichen B ie en und Co espondenz -Ka en aus den 1860e -Jah en bis ku z o seinem Tod An ang des Jah es 1907, was sich seh gu mi de gegenläu igen Ko espondenz im Nachlass Benndo s in Wien deck .96 Wi haben e ne Sch eiben on Alexande Conze beginnend mi den 1870e -Jah en, zum Teil mi Konzep en on Bo manns An wo en. Selbs e s ändlich gehö e Conze auch zu Vielzahl de G a u- lan en zu Bo manns 70.Gebu s ag, wenngleich wegen Ausg abungsa bei en in Pe gamon e was e spä e .97 Ein Sch eiben Conzes aus dem Ap il 1876 is besonde s in e essan , denn wi e ah en da aus quasi aus e s e Hand, wa um Bo mann bei de Bese zung de e s en Wiene al his o ischen P o essu – Bo mann wa Conzes e klä e Wunschkandida – om Minis e ium abgelehn wo den wa : „Ich kann bei diese Gelegenhei nich une wähn lassen, daß wi ja o einige Zei in nähe e Be üh ung hä en e en können, als wi ü hie die Lücke zu üllen bes eb wa en, in die nunmeh Hi sch eld aus P ag ein e en wi d. Wenn Sie, wie mi an maßgebende S elle 95 AKUP, NL Bo mann. 96 s. die Mappen mi Ko espondenzen Bo manns an Benndo in de Sammlung on Handsch i en und al en D ucken de Ös e eichischen Na ionalbiblio hek (Au og . 635/32 bis 635/36), die de Ve . im Rahmen seine biog aphischen Fo schungen zu O o Benndo auszuwe en im Beg i e is . 97 B ie Alexande Conzes aus Pe gamon, 13. Ok obe 1912 (AKUP, NL Bo mann). 103HUBERTD. SZEMETHY gesag wu de, „wenigs ens ein Baie “ gewesen wä en, so wü de gewiß, wenigs ens so wei es au hie ankam, E was d aus gewo den sein. So abe wa en Sie S emaye Exc[ellenz]98 zu u ch ba .“99 Wi inden meh e e Sch eiben on Michael Ros o ze (Abb. 13), e wa eines om 23.Sep - embe 1895 aus Po o d’Anzio, wo in e seine Absich mi eil e, „das ganze Win e semes e in Wien zuzub ingen und do spezielle epig aphische S udien zu eiben“, und Bo mann um E laubnis e such e, „ ü diese Zei an Ih em epig aphischen Semina eilnehmen zu dü en.“100 Bo mann e möglich e ihm diese S udien und wies ihn im Win e semes e 1895/96 au eine on Emil Szan o im Zuge eine Reise du ch Ka ien im Jah 1894 in Bod um ge undene Insch i hin. Da aus e wuchs Ros o ze s e s e deu schsp achige Au sa z. 101 In einem ande en B ie om 29.Ok obe 1899 s ell e sich Ros o ze „mi eine in Süd ussland ge undenen Insch i “ 98 Ka l on S emaye wa de damalige Minis e ü Cul us und Un e ich in Wien. 99 B ie Alexande Conzes aus Wien an Eugen Bo mann, 28. Ap il 1876 (AKUP, NL Bo mann). Zu Bese zung diese P o essu s. K ie e 2016, bes. 118–121; K ie e 2018, bes. 82–87. 100 B ie Michael Ros o ze s aus Po o d’Anzio an Eugen Bo mann, 23. Sep embe 1895 (AKUP, NL Bo mann). Zu Ros o ze (10.11.1870–20.10.1952), de seine Sch eiben an Bo mann s e s mi „Ros owzew“ signie , s. zule z Schneide 2012. 101 Ros owzew 1896. Seine enge Ve bundenhei zu Bo mann b ach e Ros o ze in spä e en Jah en u.a. dadu ch zum Ausd uck, dass e Bo mann sein 1902 in Leipzig e schienenes We k „Geschich e de S aa spach in de ömischen Zei bis Diokle ian“ widme e, s. F olo 1993, bes. 202–203; K euche 2003, 98; K euche 2005, 6; Wi belaue 2018, 130. Abb. 13: Michael Ros o ze , aus dem Fo oal- bum ü Eugen Bo mann aus Anlass seines 70. Gebu s ages (SlgAG, In .-N . F0002). 110 STUDIA HERCYNIA XXIII/1 „Das Al e – is das schöns e Al e doch. Dies Wo e p äg e kü zlich zum 80 en Gebu s ag eines begnade en deu schen Dich e s eine G öße e, de en 80 en Gebu s ag je z das deu sche Volk und die Menschhei eie . Und daß das Wo an seine Schöp e in du ch manche Jah e wah bleibe wünsch innig ein um ein Du zend Jah e zu ücks ehende , dessen Al e (nich das Al e ) du ch einige S ahlen de Gü e unse e Jubila in schöne und eiche gewo den und bis je z geblieben is , de dankba u[nd] eh e bie ig e gebene Eugen Bo mann“133 Nich wenige E s aunen als die B ie e Ma ie on Ebne -Eschenbachs ie ein Sch eiben om 15.Feb ua 1916 he o , das mi de Neuges al ung de le z en Ruhes ä e on E zhe - zog F anz Fe dinand und He zogin Sophie on Hohenbe g in A s e en in Zusammenhang s eh .134 Ve ass is es on Landesge ich s a D .F i z S i zl, Ho - und Ge ich s -Ad oka an de Ad esse WienI., Spiegelgasse2, de „als Gene albe ollmäch ig e de E ben weiland Seine kaise lichen und königlichen Hohei des du chlauch igs en He n E zhe zogs F anz Fe dinand on Oes e eich -Es e“, de am 28.Juni 1914 gemeinsam mi seine F au Sophie in Sa aje o einem A en a zum Op e ge allen wa , Eugen Bo mann ein gewiss nich all ägliches, beme kenswe es Anliegen o ug. In diesem Sch i s ück, das Au schluss übe ein bislang wei gehend unbekann es Be ä igungs eld Bo manns gib , heiß es: „In de G u in A s e en sollen Ma mo sa kophage zu Au s ellung gelangen und zwa mi den au de Beilage./1 e sich lichen Insch i en. Selbs e s ändlich is mi ausse o den lich da an gelegen, dass diese Insch i en in jede Rich ung adellos und einwand ei seien, da dieselben ja ü di Ewigkei bes imm sind und iel ach de K i ik un e liegen we den.“ Was lag nähe , als Bo mann „als he o agends e Au o i ä ü de a ige F agen“ zu e suchen, „den p oponie en Tex gü igs eine Du chsich zu un e ziehen“ und „mi zu eilen zu wollen, ob de selbe in jede Beziehung, auch was die Abkü zungen anbelang , als einwand ei be- zeichne we den kann.“135 Die e wähn e Beilage is leide nich meh e hal en, doch e kennen wi au de Zusch i No izen Bo manns, ausge üh sowohl mi Bleis i als auch in Tin e. Wi inden auch den En wu eines An wo sch eibens Bo manns om 25.Feb ua 1916, 136 in dem Bo mann en - sp echend „(d)em E ns e des Raumes und de Kos ba kei des Ma e ials“ ü „Schlich hei de Au sch i en“ plädie e, „also auch Gleichhei de Höhe de eine Zeile bildenden Buchs aben“. An dem o geleg en Konzep ha e Bo mann, wie e sch ieb, lediglich „ge ing ügige Ände- ungen“ o genommen. Abe e un e b ei e e D .S i zl einen Vo schlag: 133 Pos ka e Eugen Bo manns aus Spi al („au dem Wege nach Rom“) an Ma ie on Ebne -Eschenbach, 11.Sep embe 1910 (WBR, HS, NL Ebne -Eschenbach: H.I.N. 61.075). 134 Vgl. dazu O -Wodni 2019, 407. 135 B ie on F i z S i zl aus Wien an Eugen Bo mann, 15. Feb ua 1916 (AKUP, NL Bo mann). 136 Das O iginal on Bo manns An wo b ie konn e in A s e en nich ge unden we den. Ich danke B.E. Leidwein ü ih e Reche chen im A chi im Schloss A s e en. 111HUBERTD. SZEMETHY „Indes is die Ka as ophe, de die Hohei en zum Op e ge allen sind, so eigena ig und e - g ei end, daß ein Hinweis au diese Eigena nu angemessen schein . Und diese Hinweis e äg wohl eine A on Schmuck, indem die P osa du ch einen Ve s e se z wi d. Einen En wu habe ich hinzugesch ieben, einen Hexame e , dessen Inhal s: Ve ein wa en sie du ch die Ehe, e ein we den sie du ch ih (le z es) Schicksal.“137 Zum genaue en O de Anb ingung dieses Ve ses, „e wa übe ode hin e dem Sa kophag“, woll e Bo mann keine nähe e Emp ehlung abgeben. S i zl und dessen Au aggebe haben, wie wi wissen, den Vo schlag Bo manns eine Hinzu ügung eines la einischen Hexame e s au geg i en. Wi lesen dahe heu e au dem gemeinsamen Sockel un e den beiden Sa ko- phagen: IVNCTI CONIVGIO FATIS IVNGVNTUR EISDEM.138 So is in de G u in A s e en un e de dem heiligen Jakob geweih en Schloss- und P a ki che in gewissem Sinn auch ein S ück on Bo manns Wi ken e ewig (Abb. 16). 137 En wu eines B ie es on Eugen Bo mann aus Klos e neubu g an F i z S i zl, 25. Feb ua 1916 (AKUP, NL Bo mann). 138 Aichelbu g 2000, 65; Lau o 2007, 266; Weissens eine 2007, 149; Bled 2013, 285 (mi alsch wiede gegebene Insch i ); Hannig 2013, 214; Aichelbu g 2014, 112–113, 869–870. Abb. 16: G u im Schloss A s e en mi den Ma mo sa kophagen ü F anz Fe dinand und Sophie, 1917 (©Schloss A s e en). 112 STUDIA HERCYNIA XXIII/1 Dass man sich mi diesem Anliegen aus dem Um eld des Kaise hauses ge ade an Bo mann wand e, is nich wei e ungewöhnlich. E wa damals als o den liche P o esso ü Al e Geschich e, Al e umskunde und Epig aphik an de Uni e si ä de Reichshaup s ad de Fachmann schlech hin ü de a ige F agen und ha e schon meh e e Insch i en en wo en, wie ich im Folgenden an nu zwei Beispielen on nachweislich meh e en da legen will. Im Jah 1903 ha e e e wa als Dekan de philosophischen Fakul ä ange eg , das schon bes ehende on Swie en -Denkmal im A kadenho de Wiene Uni e si ä mi den in Aussich genom- menen Denkmäle n de eben alls aus Holland s ammenden Bo anike Nikolaus on Jacquin und Jan Ingen -Housz in eine G uppe zu e einen.139 Und e ha e ü diese Denkmalg uppe nich nu die gemeinsame la einische Insch i am Bogenschei el de iumphbogena ig ge- s al e en A kaden ückwand e ass 140 („IVNXIT HONORATO PRIDEM BATAVO POPVLARES ET MERITI SOCIOS AVSTRIA GRATA DVOS MDCCCCV“), sonde n auch die Insch i en an den g auen Ma mo sockeln de Büs en on Jacquin und Ingen -Housz (Pl. 3/5). In de des Le z e en nann e Bo mann dessen Lebensda en und die Jah e als kaise liche Leiba z und schloss sein wich igs es Fo schungse gebnis, den Assimila ionsp ozess de P lanzen, in Fo m eines Hexame e s an („QVA RATIONE PLANTÆ ALANTVR PRIMVS PERSPEXIT“).141 Die Büs en wu den anlässlich des in Wien agenden II.in e na ionalen bo anischen Kong esses am 14.Juni 1905 en hüll und Bo manns Au o scha an den Insch i en in einigen Be ich en in Tageszei ungen ausd ücklich e wähn .142 Noch wei meh Medienecho b ach e ein Geschenk Kaise F anz Jose sI., de sein 60-jäh- iges Regie ungsjubiläum eie e, an PiusX. anlässlich dessen 50-jäh igen P ies e jubiläums mi sich, ein goldenes B us k euz, das in eine Rahmung on 60B illan en und 50Rubinen eine in Gold ge e ig e Ch is us igu zeig e. Die Rücksei e des K euzes ug, wie wi e wa de Ös e eichischen Volkszei ung en nehmen, eine abhebba e goldene Pla e mi eine Insch i , de en U hebe wiede Eugen Bo mann wa : „F anciscus JosephusI.– Impe a o e Rex– Mu- ne is augus i bis sex qui lus a pe egi – G a a u sac i lus a pe ac a decem– Pio Decimo– Papae– Anno jubilaei u iusque– MDCCCCVIII.– zu Deu sch: F anz JosephI.– Kaise und König– welche 60 Jah e seines heh en Am es gewal e – beglückwünsch Paps PiusX., de selbs du ch 50Jah e sein heiliges Am e sah.– Im Jah des beide sei igen Jubiläums 1908.“ 143 An diese S elle möch e ich noch einmal au Bo manns 70.Gebu s ag zu sp echen kommen, und zwa au die mi eine „Ad esse“ zu e bindende D uckg aphik on Emanuel Baschny (Abb. 17). Es wu de on C. Jakauby be ei s e mu e , dass de Tex in de D uckg aphik nach dem e was ab up en Ende bei „daß sie die Insch i en nich blos als philologische ode an i- qua ische Tex e behandel haben“144 eine Fo se zung e wa en ließe. Im Nachlass Bo manns 139 Ak en des Akademischen Sena s de k.k. Uni e si ä Wien (UAW S. 94.9, Z. 2138 ex 1902/3). Vgl. Maisel 2007, 47 48, N . 35–37; Schempe -Spa holz 2017, 28. 140 Pö zl -Maliko a 1982, 230; Pö zl -Maliko a 2015, 240, Anm. 9 e mi el den alschen Eind uck, die Insch i wü de sich au dem gemeinsamen Sockel be inden. 141 P o okoll de Si zung de a is ischen Kommission om 24.Mä z 1905 (UAW S. 87.3.6, Z. 3154 ex 1905). Vgl. Wiesne 1905, 224. 142 s. z.B. Neues Wiene Jou nal N . 3765; 19.Ap il 1904, 4; s. e ne Neue F eie P esse, Abendbla N . 14657, 14. Juni 1905, 5. 143 Ös e eichische Volkszei ung, 20.Ok obe 1908, 4. Vgl. dazu z.B. Das Va e land. Zei ung ü die ös e eichische Mona chie, Abendbla N . 476, 16.Ok obe 1908, 3; Ag ame Zei ung N . 253, 19.Ok obe 1908, 3; Mühl ie le Nach ich en N . 43, 24.Ok obe 1908, 2. 144 S. Jakauby 2016, 90 (T ansk ip ion) und 91, Abb. 4 (D uckg aphik in Abbildung). 113HUBERTD. SZEMETHY Abb. 17: D uckg aphik on Emanuel Baschny (SlgAG, In .-N . S0011). 114 STUDIA HERCYNIA XXIII/1 inden wi nun den Beweis ü diese Mu maßung. Denn hie ha sich in Bo manns Papie en die „Ad esse“ olls ändig e hal en. De wei e e Tex lau e : „Sie haben ielmeh sie in lebendigs em Zusammenhang mi de En wicklung, de en Zeu- ge sie sind, zu se zen, abe auch als Einzelmonumen e in ih e ollen Bedeu ung zu as- sen gesuch . Diese ü Ih e Geis esa so bezeichnende Behandlung de Insch i en Ih es Co pusbandes und die o bildliche Ve ie ung und Tüch igkei de au das Wesen liche ge ich e en und mi g öß e Au op e ung und mi b ennendem Wah hei sd ang e aß en Einlei ungen zu den einzelnen S ad abschni en Ih es Co pusbandes sind Leis ungen, die Ihnen au ich igen Dank und die höchs e Ach ung Ih e Mi o sche siche n. Neben den wissenscha lichen Au gaben, die Sie sich zum Teil schon in jungen Jah en gehol und aus Ih e no ddeu schen Heima hiehe zu Vollendung mi geb ach haben, haben Sie in g öß em Um ang Ih e we olle Un e s ü zung den heimischen Fo sche n zu Ve ügung ges ell , um die Kla s ellung des ömischen Limes in Ös e eich und die Wiede - au deckung de an iken Ruinens ä e Ca nun um zu ö de n. Was Sie als wissenscha liche Sek e ä an Zei und A bei au die Angelegenhei en und p ak ischen Bedü nisse dieses Ve eins e wende haben, wi d Ihnen un e gessen bleiben. Wie Sie selbs dem Un e ich und de Bildung de Jugend als Obe leh e an dem be ühm- en Be line Gymnasium zum g auen Klos e Ih e Tä igkei gewidme und in die E üllung dieses Be u es nach Ih em eigenen Ges ändnis Ih e höchs e Be iedigung ge unden haben, so a en Sie s e s und nachhal ig ü die innige Ve bindung on Schule und Uni e si ä , on Fo schung und Leh e ein. Sie haben in ungeschmäle em Besi z Ih e geis igen und leiblichen K ä e heu e die Al e ss u e de Siebzige e eich . Uns abe d äng es, nich blos aus ein menschlichem Emp inden, sonde n auch um de Vo eile willen, die die Wissenscha und de Wissen- scha sbe ieb du ch Sie noch gewinnen kann, bei de Da b ingung unse e Glückwünsche die zu e sich liche Ho nung auszusp echen, daß es Ihnen noch lange e gönn sein möge, in Ih e bishe igen Rüh igkei o zuwi ken und aus dem Rückblicke au die E olge Ih es Tä igkei sd anges s e s neue, ohe K a zu schöp en. WIEN, am 6. Ok obe 1912.“145 Die Ad esse bes eh aus insgesam ach ged uck en Sei en, wobei de Tex de Lauda io bis ins obe e Vie el on Sei e 3 eich . Da an schließ ein Ve zeichnis on G a ulan en an. Die- ses wi d on „Johann egie ende Fü s on und zu Liech ens ein“ e ö ne und danach in zwei Spal en in alphabe ische Reihung bis Sei e 7 o ge üh , wo es e wa in de Mi e ende . Insgesam inden sich 411 Namen on Schüle n und Schüle innen, Geleh en, F eunden und Ve eh e n als G a ulan en, 392 Männe , 17 F auen und 2 Ve eine. Diese Zahlen e klä en die hohe Au lage de D uckg aphik. Zudem e ah en wi aus Bo manns Nachlass auch Neues zu einem wei e en Geschenk zu seinem 70.Gebu s ag, dem Pas ellbild Bo manns (Pl. 3/1), das Ludwig Michalek gemal ha e. De Küns le , mi dem Bo mann sei Beginn seine Wiene Zei bekann wa – im He bs 1887 eis en sie gemeinsam du ch I alien146 –, ha e das Gemälde am 23.No embe 1913 „mi dem Wunsche dass Ih e Familie F eude da an habe“,147 an Bo mann gelangen lassen. Die F eude 145 AKUP, NL Bo mann. 146 Wanke -Cze wenka 1992, 8; Sasse 1996, 133. 147 Visi enka e des Male s und Radie e s Ludwig Michalek aus Wien mi au die Rücksei e gesch iebenem Tex , 23.No embe 1913 (AKUP, NL Bo mann). 115HUBERTD. SZEMETHY da übe muss a sächlich seh g oß gewesen sein, wie de En wu eines Danksch eibens an Michalek leh . 148 In einem an Augus e Bo mann ge ich e en An wo b ie sch ieb de Küns le übe seine pe sönliche Einschä zung des Gemäldes gegenübe de Radie ung, abe auch übe Eugen Bo mann, Folgendes: „Hochgeeh e gnädige F au! Ih e gü igen Zeilen de Ane kennung übe das Po ä Ih es lieben hochgeeh en He n Gemahls euen mich seh . Mögen Sie und Ih e Lieben ech iel F eude da an haben.– Ich denke: ü die Familie is das Pas ell e euliche – weil in ime – abe dem Fo sche , dem Geleh en bin ich doch in de Radie ung nähe gekommen.149 Ich habe mich ja wi klich seh ge eu , dass ich om Comi é mi de Au gabe be au wu de Ih en He n Gemahl im Bilde es zuhal en. E was on de he zlichen Ve eh ung und Liebe, die ich dem lieben Manne s e s en gegen b ach e, de mi – wie so Vielen– ein leuch endes Beispiel wah e P lich e üllung, T eue und Lau e kei de Gesinnung is – mag ja in meine Au assung eingewi k haben, so dass die Bilde wi klich iel on Bo manns ech deu sche Eh lichkei – G ündlichkei und Menschen eundlichkei b ingen. Möge de Lebensabend Ih es lieben He n Gemahls– de nie ein S ebe gewesen– und ge ade da um sich die Liebe seine F eunde, Schüle und Ve eh e e ungen, ein glückli- che sein und Sie– seine eue Lebensge äh in und seine Kinde ihn noch lange in Ih e Mi e haben!“150 Sind also, sowei übe blickba , Bo manns Ko espondenzen heu e g osso modo exis en , so habe ich on Vo lesungsmanusk ip en bzw. -no izen, on Tagebüche n und on de on Augus e Bo mann angesp ochenen Sammlung i alienische Fo og a ien nu ganz wenig ge unden. Ebenso muss die F age nach dem Ve bleib on Bo manns Biblio hek o e s o en bleiben. An den P age Biblio heken weiß man heu e nich s da übe . Ex lib is, aus denen man einen Bezug zu He kun he s ellen könn e, scheinen en gegen de Absich on Hugo on G ab nich an- ge e ig und in die Büche gekleb wo den zu sein. Und schon ga nich dü en die Büche neu gebunden wo den sein. Man ha e damals in P ag ande e So gen und Wich ige es zu un. Was Bo manns Medaillensammlung be i , so wä e naheliegend anzunehmen, dass sie dem numisma ischen Kabine de P age Uni e si ä eingegliede wu de. Die Geschich e diese Sammlung is eng mi jene de P age Uni e si ä e woben– Teilung, Ve einigung, Ums uk u ie ungen on Ins i u en e c.151 Bishe konn e niemand übe den Ve bleib on Bo - manns Medaillen Auskun geben. Um welche Medaillen es sich gehandel ha , das o enba zumindes eilweise de Nachlass in P ag. Denn Bo mann wa nachweislich in meh e en Komi ees engagie , die aus un e schiedlichen Anlässen zu eh enden Pe sonen Medaillen zudach en. 148 En wu eines B ie es on Eugen Bo mann an Ludwig Michalek, 27. No embe 1913 (AKUP, NL Bo mann). 149 Zu diese Radie ung s. Wanke -Cze wenka 1992, 57–61. Vo lage ü die Radie ung wa eine Kop s udie, die sich heu e in de Albe ina in Wien, In .-N . 26905, be inde , s. h p://sammlungenonline. albe ina.a /?que y=In en a numme =[26905]&show ype= eco d ( isi ed 26/03/2019); Mede 1917, 65–66 mi Abb. au S. 66. 150 B ie Ludwig Michaleks aus Wien an Augus e Bo mann, 11. Jänne 1914 (AKUP, NL Bo mann). 151 Zu Geschich e de P age Münzsammlung s. Ma ek 1985, 7–9; Lužický 2008; Ma ek 2013, 7. 116 STUDIA HERCYNIA XXIII/1 Fede üh end saß Bo mann z.B. in jenem Komi ee, welches die Feie lichkei en ü Theodo Mommsens 60.Gebu s ag am 30.No embe 1877 o ganisie e, wie aus einem um ang eichen, im P age Nachlass e hal enen Kon olu he o geh , das den Sch i e keh in Be e de „Medaille Mommsen“ beinhal e . Nich nu wu de Mommsen bei diese Gelegenhei on 78Schüle n und F eunden mi eine Fes sch i im Um ang on übe 800Sei en152 geeh , sonde n Schüle übe eich en ihm da übe hinaus noch ein im Du chmesse 134 mm mes- sendes silbe nes Medaillon mi seinem Bildnis, das Reinhold Begas en wo en ha e (Pl. 3/6).153 Diese äl es e Medaille zu Eh en Mommsens wu de on de Be line Silbe wa en ab ik und P ägeans al Vollgold & Sohn ausge üh .154 Die Kollek e da ü wu de seh spä lancie , denn ein on Ca l Ba d , Eugen Bo mann, Paul Es e naux, O o Hi sch eld, F i z Jonas und Gus a Wilmanns un e zeichne e Au u an all jene, „die wäh end seine Leh hä igkei an de Uni e si ä Be lin an den on ihm gelei e en Uebungen heilgenommen haben“, da ie e s om 20.Ok obe 1877. Bei agende soll en „den ü den Einzelnen es gese z en Bei ag on 15Mk.“ bis zum 7.No embe an Eugen Bo mann senden und die Semes e ih e Teilnahme an Mommsens Leh e ans al ungen bekann geben, wo ü sie im Gegenzug eine Zusendung eines Exempla s in B onze in den e s en Tagen nach de Übe eichung des Medaillons an Mommsen e wa en du en. 155 Diesem Ve sp echen kamen die O ganisa o en dann auch nach. Denn schon An ang Jänne 1878 lang en e s e Danksch eiben bei Bo mann ein: „Bescheinige hiemi , daß die Mommsenmedaille glücklich anhe gelang is . Nachdem de Maes o sich nie pho og aphi en lies, ü seine Schüle das willkommens e E inne ungs- zeichen. Ih e gebens e Julius Jung D “156 Fas 20 Jah e spä e sehen wi Eugen Bo mann neben O o Benndo , Theodo Gompe z und ande en im O ganisa ionskommi e on F eunden und Schüle n des Wiene Klassischen Phi- lologen Wilhelm on Ha el, de am 14.Mä z 1896 sein 30-jäh iges Dozen enjubiläum eie n wi d. Wiede is , um „dem hochgeeh en akademischen Leh e in wü dige Fo m Ve eh ung und Dankba kei zu bezeigen,“ beabsich ig , „eine Medaille mi dem Bildnisse des zu Eh enden und eine en sp echenden Insch i p ägen zu lassen und diese mi eine Ad esse, welche die Namen sämm liche an diese Eh ung be heilig en F eunde und Schüle en hal en soll, dem Jubila zu übe eichen.“157 Du ch E lag on 2K onen wu de man in das Namens e zeichnis au genommen, du ch Bezahlung wei e e 4K onen konn e man ein Exempla de Medaille in B onze beziehen. Die on An on Scha ges al e e Medaille mi einem Du chmesse on 59 mm zeig ein B us bild Ha els on links o ne und am Re e s die Insch i PIETATIS ERGO 152 Commen a iones 1877. 153 Mommsen 2016, 13–14, 33, Abb. 8; K mnicek 2017, 30–32; Hoppe 2018, 86, N . 212. 154 Au eine Pos ka e aus Be lin eil en Vollgold & Sohn Eugen Bo mann am 9.No embe 1877 mi , „daß de He P o esso Begas uns das Modell zu de Medaille Mommsen übe geben ha und daß die Le z e e sich be ei s in A bei be inde .“ (AKUP, NL Mommsen). 155 Au u ü eine Medaille zu Theodo Mommsens 60. Gebu s ag, Be lin, 20. Ok obe 1877 (AKUP, NL Mommsen). 156 Pos ka e on Julius Jung aus P ag an Eugen Bo mann, 8. Jänne 1878 (AKUP, NL Mommsen). 157 Au u ü eine Medaille zu Wilhelm on Ha els 30-jäh igem Dozen enjubiläum, Wien, im No embe 1895 (AKUP, NL Mommsen). 117HUBERTD. SZEMETHY DISCIPVLI ET AMICI und eine h onende weibliche Ges al , eine allego ische Da s ellung de Philologie, mi einem o ih s ehenden Jüngling mi Buch, wohl einem S uden en, o eine S ad ansich on Wien (Pl. 3/7).158 Bo mann wi d diese beiden Medaillen gewiss besessen haben, da übe hinaus mi hohe Wah scheinlichkei noch e liche wei e e. Mi dem Nachlass kam abe auch in Augus e Bo manns Ko espondenzen Une wähn es nach P ag, das au eine kleine p i a e Insch i ensammlung schließen läss , beispielsweise eine Basis mi de la einischen Insch i CIL XI 7792. 159 Wann Bo mann dieses Objek aus I alien mi nach Wien ode Klos e neubu g b ach e, wi d sich ielleich bei genauem S udium des P age Nachlasses noch e schließen lassen. In Bo manns Besi z muss sich eins zumindes noch eine wei e e la einische Insch i be unden haben, eine me ische G abinsch i des Ge äßschmiedesL. Maecius Pilo imus (CIL VI 33919).160 Mögliche weise ging auch diese mi Bo manns Nachlass nach P ag, wo sie sich abe bislang nich inden ließ. SCHLUSS Wenn wi heu e übe den Ve kau des wissenscha lichen Nachlasses on Eugen Bo mann ela i genau Bescheid wissen, so e danken wi das im wesen lichen de p i a en Ko es- pondenz seine Wi we Augus e mi de Toch e Emma. Dass de Nachlass mi Bo manns Schüle A hu S ein nach P ag ging, wie man hin und wiede las ode hö e, is alsch. E wu de ielmeh om Tex ilindus iellen Hugo Ri e G ab on He mannswö h gekau und de deu schen Uni e si ä in P ag geschenk . E liches on diesem Nachlass is noch nich au ge unden wo den. Was wi abe haben, sind Bo manns Ko espondenzen im A chi de Ka lsuni e si ä in P ag. Mi diesen wi d sich zusammen mi di e sen ande en Teilnachlässen die biog aphische Fo schung zu Eugen Bo mann wesen lich wei e b ingen lassen. Wi we den ihn dadu ch als Pe son, als Leh e und Wissenscha le besse kennen le nen, ihn, den A u Be z und ande e da ü gewü dig haben, das Wiene „A chaeologisch -epig aphische Semina zu eine in e na ional angesehenen ho- hen Schule de la . Epig aphik gemach zu haben.“161 Und ielleich e s ehen wi dann auch, wa um anlässlich des 50-jäh igen Jubiläums des A chaeologisch -epig aphischen Semina s im Mä z 1927 Emil Reisch in seine Gedenk ede zwa „die Beg ünde de Al e umswissenscha in Oes e eich, die he o agenden Geleh en Conze, Bendo , Hi sch eld, Bo mann“ [sic!] wü dig e, Salomon F ank u e im Rahmen eines Gedenkabends im wissenscha lichen Klub bei seine An egung eines gemeinsamen Denkmals in de Uni e si ä hingegen nu an das „D eiges i n Bendo , Conze und Hi sch eld“ [sic!] dach e.162 158 Zu eie lichen Übe gabe im kleinen K eis: Ha el -Feie 1896. Zu Medaille: Wu zbach -Tannenbe g 1943, N . 3578; Hause 2006, N . 7430. 159 Ma ek 1977, 33–35, N . 8, Ta . 4 und 5. 160 K änzl– Webe 1997, 98–99, N . 122, Ta . 48. 161 Be z 1955. 162 Neues Wiene Jou nal N . 11962, 12. Mä z 1927, 9. 118 STUDIA HERCYNIA XXIII/1 Im Üb igen e hiel nu ein einzige de Genann en ein Denkmal im A kadenho de Wiene Uni e si ä , nämlich O o Benndo eine on Hella Unge ge e ig e Büs e, die im Jah 1929 en hüll wu de.163 Den e s en Ans oß dazu gab im Jah 1914 Eugen Bo mann.164 Bo mann, dem e s spä , abe doch, in de Wiene Uni e si ä eine Eh ung zu eil wu de, indem man seinen Namen zwischen 1957 und 1965 au die Eh en a el de philosophischen Fakul ä se z e.165 DANKSAGUNG UND EDITORISCHER HINWEIS Ich danke Ka l R. K ie e ü die k i ische Lek ü e des Manusk ip s.– Die in diesem Bei ag zi ie en Tex s ellen aus di e sen A chi alien wu den un e Beibehal ung de u sp üngli- chen O hog aphie, G amma ik und Zeichense zung wiede gegeben. 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Pl. 3/7: Medaille aus Anlass on Wilhelm on Ha els 30-jäh igem Dozen enjubiläum am 14. Mä z 1896, Münz Zen um Heinz -W. Mülle , Solingen– Ohligs, Auk ion 185, 18. Mai 2018, Lo 6602 (h ps://www. numisbids.com/n.php?p=lo & sid=2570 & lo =6602, isi ed 25/04/2019).