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Wien unter Ferdinand I. 1521–1564. Über die Verflechtungen von Fürst, Stadt und Residenz aus kunsthistorischer Perspektive

Holzschuh-Hofer, Renate

Abstract

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OPEN ACCESS Wien unter Ferdinand I. 1521–1564. Über die verflechtungen von fürst, Stadt und Residenz aus kunsthistorischer Perspektive Renate Holzschuh-Hofer VIENNA UNDER FERDINAND I, 1521–1564. RELATIONS BETWEEN THE PRINCE, THE TOWN AND THE RESIDENCE FROM THE PERSPECTIVE OF ART HISTORY Driven by his political ambition to obtain the imperial title following his brother Charles V as well as being under the Ottoman threat, Ferdinand I had advocated Vienna’s establishment as the residential capital since 1522. The architecture of his main residence, the Vienna Hofburg, acquired with his imperial guiding principle a corresponding iconic character. KEYWORDS: Ferdinand I; Vienna; Vienna as imperial residence; Hofburg — Castle of Vienna; residential town of Vienna; imperial succession between brothers; Kunstkammer; Ottoman siege of Vienna 1529 Im vorliegenden Artikel sind Fragestellungen und mögliche Antworten formuliert, die das Beziehungsnetzwerk von Fürst und Stadt Wien in den ersten drei Jahrzehnten der Herrschaft Ferdinands I. beleuchten. Die im Titel aufscheinende „kunsthistorische Perspektive“ gibt einen Blickwinkel vor und setzt die von Ferdinand I. in Auftrag gegebene Residenzarchitektur in ihrer Funktion als Medium zur Veröffentlichung seiner politischen Ziele1 zur Fragestellung „Verhältnis zwischen Fürst und Stadt“ in Bezug. Insgesamt bildet die These, dass es — von Ferdinand I. forciert — bereits in den 1520er Jahren starke Tendenzen gab, Wien als Zentrum zu etablieren, eine Art roten Faden. Die Literaturverweise nennen selektiv richtungsweisende Publikationen. Insgesamt ist es das Ziel dieses Beitrags, darauf aufmerksam zu machen, dass in den Geschichtswissenschaften und in deren genereller Einschätzung die ferdinandeische Regierungszeit im Verhältnis zur Amtszeit Rudolfs II. stark unterbewertet und teilweise unverstanden ist. Die Sicht der beiden Epochen ist teilweise auch noch in der Fachwelt von veralteten Klischees bestimmt, die partiell auf eine mangelnde Forschungslage zur Geschichte und Kunstgeschichte Österreichs für die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts zurückzuführen ist. Es ist zu hoffen, dass mit den in jüngerer Zeit vorgelegten zahlreichen Ergebnissen der Geschichtswissenschaften zu Ferdinand I. die Gewichtung dieser, für Europa zukunftsweisende Abschnitt in eine adäquate Balance gerückt wird. * Seit August 2015 heißt sie Renate Leggatt-Hofer. 1 Renate HOLZSCHUH-HOFER, Die Hofburg und ihre Ikonologie im 16. Jahrhundert, in: Herbert Karner (ed.), Die Wiener Hofburg 1521–1705: Baugeschichte, Funktion und Etablierung als Kaiserresidenz (Denkschriften der philosophisch-historischen Klasse 444), Wien 2014, S. 530–548. REnaTE HOLZScHuH-HOfER 61 OPEN ACCESS Im Jahr 1993 begann Christiane Thomas ihren Artikel,2 der ein Meilenstein in der Erforschung der Stadtgeschichte von Wien geworden ist, mit dem Satz: „Wien im Zeitalter Ferdinands I. — ist das überhaupt der Rede wert?“ und meinte damit, dass im generellen Verständnis die Bedeutung Wiens ebenso im Schatten stünde, wie die Einschätzung ihres Fürsten Ferdinand als der ewig zweite, im Schatten seines mächtigen Bruders Karls V. befindliche jüngere Bruder. Damit hat Thomas einen jener Punkte angesprochen, der für die politischen Aktivitäten Ferdinands eine anhaltende Quelle der Motivation darstellte: Die von Ferdinand als Ungerechtigkeit eingestufte Machtaufteilung zwischen ihm und seinem Bruder Karl wett zu machen. Daraus entwickelte sich konkret seine Ambition die Kaiserwürde zu erlangen — ein Ziel, zu dessen Erreichung Karl bereits während seines Wahlkampfes um den Kaisertitel im ersten Halbjahr 1519 Ferdinand seine Unterstützung zugesagt hatte. Es ist anzunehmen, dass dieses ungewöhnliche Kaiserwerdungsprojekt — es war die einzige geplante Bruderfolge in der Geschichte des Heiligen Römischen Reichs — von Ferdinand als gerechter Ausgleich zum Verlust der Herrschaftsübernahme in Spanien gesehen wurde. Der Ausspruch Fiat iustitia et pereat mundus, den Ferdinand 1558 im Zuge seiner Kaiserproklamation 1558 getätigt hat, deutet darauf hin.3 Die Demütigung und politische Neutralisierung Ferdinands begann in den Jahren 1517/1518, nachdem Karl durch die Übernahme der Erbschaften beider Großeltern — 1506 Burgund mit den Niederlanden, 1516 Spanien mit den Königreichen Neapel und Sizilien und Amerika sowie 1519 Österreich — über eine territoriale Herrschaftsbasis außerhalb des Reichs verfügte, die keiner seiner imperialen Nachfolger mehr erreichen konnte.4 Nach dem Regierungsantritt Karls in Spanien 1517 musste der im Land geborene und wie ein kastilisch-aragonesischer Infant erzogene Ferdinand 1518 Spanien verlassen und seine Abschiebung in die burgundischen Niederlande an den Hof von Margarete von Österreich5 zur Kenntnis nehmen.6 Das erste Ereignis, das die Trendumkehr zugunsten Ferdinands einleitete, war der Vorschlag von Margarete, anstelle von Karl doch Ferdinand als habsburgischen Kaiserkandidat7 zu präsentieren, da Karls Chancen, sich gegen den ebenfalls kandidierenden französischen Kö2 Christiane THOMAS, Wien als Residenz unter Kaiser Ferdinand I., Jahrbuch des Vereins für Geschichte der Stadt Wien 49, 1993, S. 101–117. 3 Jan BAŽANT — Nina BAŽANTOVÁ, Pražský Belvedér (1537–1562), První renesanční vila ve střední Evropě [Das Prager Belvedere (1537–1562), Die erste Renaissance-Villa in Mitteleuropa], Praha 2014, Abb. mit Porträtdarstellung Ferdinands I., Spruch Fiat Iustitia et Pereat Mundus, Weltkugel und Doppeladler von 1564 auf S. 202. 4 Alfred KOHLER, Karl V. 1500–1558. Eine Biographie, München 2005, S. 13; mit umfassender Bibliographie. 5 Dagmar EICHBERGER, Leben mit Kunst — Wirken durch Kunst. Sammelwesen und Hofkunst unter Margarete von Österreich, Regentin der Niederlande (Burgundica 5), Turnhout 2002. 6 Gerhard RILL, Fürst und Hof in Österreich von den habsburgischen Teilungsverträgen bis zur Schlacht von Mohács (1521/22 bis 1526) I: Außenpolitik und Diplomatie (Forschungen zur Europäischen und Vergleichenden Rechtsgeschichte 7/1), Wien — Köln — Weimar 1993; II: Gabriel von Salamanca, Zentralverwaltung und Finanzen (Forschungen zur Europäischen und Vergleichenden Rechtsgeschichte 7/2), Wien — Köln — Weimar 2003. 7 Royall TYLER, Kaiser Karl V., Stuttgart 1959, S. 59. 62 HISTORIE — OTÁZKY — PROBLÉMY 2/2015 OPEN ACCESS nig Franz I. durchzusetzen, schlecht stünden: „… nous semble […] qu’il seroit bon de mettre et adjouster èsdits pouvoirs et instructions ou par autres instructions à part donner charge à vosdits commis de, audit cas, demander et procurer ladite election por monseigneur vostre frere, si d’aventure lesdits electeurs se vouloient plutôt arrester à lui que á vous ou audit roy de France.“8 Karl lehnte dies strikt ab, bot aber Ferdinand die Option an, ihn zum Römischen König zu machen, sofern er bei der Kaiserwahl siegreich sein würde: „Mais par le contraire, estant nous esleu et couronné empereur, nous pourrions assez plus facilement et sans dangier le faire eslire roy des Romains, et mectre lʼempire en tel estat quʼil pourroit à tousjours demeurer en nostre maison…“9 Zu diesem Zeitpunkt war nicht absehbar, dass dieses Versprechen eine der nachhaltigsten Weichenstellungen für die Dynastie, für die weitere Herrschaftsaufteilung innerhalb der Dynastie und letztlich für ganz Europa sein würde, es war zu diesem Moment eher der Versuch, die Konkurrenz des jüngeren Bruders im Reich zu verhindern.10 Immerhin konnte Ferdinand ab nun auf die in Aussicht gestellte Erbteilung sowie auf seine Designation zum Römischen König pochen.11 Nach der Wahl Karls zum Römischen König und Kaiser am 28. Juni 1519 in Frankfurt erfolgte im Vertrag von Worms am 28. April 1521 mit den fünf niederösterreichischen Ländern (Österreich unter und ob der Enns, Steiermark, Kärnten, Krain) die Übertragung des ersten Erbteils an Ferdinand, gegen deren Zuteilung Ferdinand als zu wenig und ungerecht protestierte. In den Verträgen von Brüssel 1522 erhielt er auch Tirol, Württemberg, Pfirt und Hagenau und mit Görz, Friaul und Triest den Zugang zur Adria. Die Brüsseler Bestimmungen sollten allerdings sechs Jahre, mindestens jedoch bis zur Kaiserkrönung Karls geheim bleiben, wodurch Ferdinand in seinen Ländern nur als Statthalter Karls auftreten durfte — eine Beeinträchtigung, die zu ständigen Auseinandersetzungen führte. Dieser kurze Überblick über die Ereignisse, die dem Herrschaftsantritt Ferdinands I. unmittelbar vorangingen, zeigen die Rahmenbedingungen, aus denen heraus die Ambitionen Ferdinands entstanden. Von Beginn seiner Herrschaftsausübung an und allen Widrigkeiten entgegen ist sein Projekt, die Kaiserwürde zu erlangen, als primäres Ziel durchgängig spürbar und spielte bei seiner Wertzuordnung bezüglich der Stadt Wien12 und bei seiner gesamten späteren Auftragsarchitektur13 eine wichtige Rolle. 8 Schreiben von Margarete und ihren Räten an Karl am 20. Februar 1519, zitiert nach André Ghislain LE GLAY, Négociations diplomatiques entre la France et lʼAutriche durant les trente premières années du XVIe siècle II, Paris 1845, S. 253–262, hier S. 255. 9 Von Karl an Margarete in der Instruktion für Adrian de Croy, Herrn von Roeux und Beaurain, vom 5./6. März 1519; zitiert nach ebd., S. 309–310. 10 Ernst LAUBACH, Karl V., Ferdinand I. und die Nachfolge im Reich, Mitteilungen des österreichischen Staatsarchivs 29, 1976, S. 1–51, hier S. 4. 11 G. RILL, Fürst und Hof in Österreich I, S. 205 und 208–209. 12 Ferdinand OPLL, Ferdinand I. und seine Stadt Wien. Versuch einer Neubewertung des Verhältnisses zwischen Herrscher und Stadt, Studien zur Wiener Geschichte. Jahrbuch des Vereins für Geschichte der Stadt Wien 61, 2005, S. 73–98, hier S. 94. 13 Zur Wiener Hofburg siehe Renate HOLZSCHUH-HOFER, Die Alte Burg (Schweizerhof) 1521–1619, in: H. Karner (ed.), Die Wiener Hofburg, S. 80–143. REnaTE HOLZScHuH-HOfER 63 OPEN ACCESS Im Zuge der 1520er Jahre war das Verhältnis zwischen Fürst und Stadt einem prägenden Wandel unterworfen, den die Wechselwirkung zahlreicher Faktoren bestimmte. Den weitaus gewichtigsten Einfluss auf die Beziehung zwischen Fürst und Stadt hatte zweifellos der Eroberungswille der Osmanen.14 Am 29. August 1521 fiel Belgrad als strategische Schlüsselposition an der Donau in die Hand der Türken und ihre weitere Eroberungsrichtung entlang der Donau, und damit schließlich auch gegen Wien, war vorgezeichnet.15 Daraus entstand ein unmittelbares Bedrohungsszenario, das zeitgleich mit Ferdinands Herrschaftsantritt aktiv wurde. Einen weiteren bedrohlichen Zustand stellte die innenpolitische Situation dar. Die Stände hatten in der fürstenlosen Zeit 1519–1521 die von Maximilian I. eingesetzte Regierung entmachtet, die daraufhin ihren Standort von Wien nach Wiener Neustadt verlegen musste. Damit war die Haltung der Stadt Wien, in der die Aufständischen die Macht ergriffen hatten, dem neu eingesetzten Landesfürst gegenüber feindlich gestimmt. Zusätzliches Misstrauen erweckte der Faktor, dass Ferdinand als Ausländer bzw. als spanischer Prinz ohne Kenntnisse der Sprache und der landesüblichen Gepflogenheiten nicht berechenbar war. Sein erster Aufenthaltsort war daher nicht Wien, sondern Wiener Neustadt, wo er am 9. und 11. August 1522 nach einer Gerichtsverhandlung öffentlich acht Todesurteile an den Aufständischen vollziehen ließ, nämlich die Enthauptung von Michael von Eytzing, Hans von Puchheim, dem Wiener Bürgermeister Dr. Martin Siebenbürger, sowie von fünf Wiener Ratsmitgliedern.16 Maximilian I. fokussierte eher Innsbruck als Residenz, ließ aber dennoch die Regierungsund Finanzbehörden der niederösterreichischen Ländergruppen nach Wien verlegen.17 Dagegen etablierte Ferdinand bereits ab 1522 schrittweise seine Re14 Ralf C. MÜLLER, Der umworbene „Erbfeind“: Habsburgische Diplomatie an der Hohen Pforte vom Regierungsantritt Maximilians I. bis zum „Langen Türkenkrieg“ — ein Entwurf, in: Marlene Kurz — Martin Scheutz — Karl Vocelka — Thomas Winkelbauer (edd.), Das Osmanische Reich und die Habsburgermonarchie. Akten des internationalen Kongresses zum 150-jährigen Bestehen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung Wien, 22.–25. September 2004, Wien — München 2005, S. 251–279, hier S. 259–268. 15 Jaroslava HAUSENBLASOVÁ — Markus JEITLER, Die Hofburg im Mittelpunkt militärischer Ereignisse, in: H. Karner (ed.), Die Wiener Hofburg, S. 31–34. 16 Die Leichen der Enthaupteten waren nach Wien geschafft und auf dem alten Fleischmarkte vor dem Nonnenkloster zu St. Laurenz über Nacht auf dem Wagen gelassen worden. „Das volckh in der stat ist gantz verzagt vnd still gewest, mit grossen sorgen vnd trauern“, Zitiert aus Theodor Georg von KARAJAN (ed.), Selbstbiographie Siegmunds Freiherrn von Herberstein 1486–1553 (Fontes rerum Austriacarum I/1), Wien 1855, S. 262 nach Richard MÜLLER, Wiens räumliche Entwicklung und topographische Benennungen 1522–1740, in: Alterthumsvereine zu Wien (ed.), Geschichte der Stadt Wien IV, 1911, S. 283–410, hier S. 284, Anm. 3. Matthias PFAFFENBICHLER, „Fiat iustitia aut pereat mundus.“ Ferdinand und das „Wiener Neustädter Blutgericht“, in: Wilfried Seipel (ed.), Kaiser Ferdinand I. 1503–1564. Das Werden der Habsburgermonarchie, Ausstellungskatalog, Wien 2003, S. 85–88. 17 Ch. THOMAS, Wien als Residenz, S. 104. Karl VOCELKA, „Du bist die port und zir alzeit, befestigung der christenheit.“ Wien zwischen Grenzfestung und Residenzstadt im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit, in: Evamaria Engel — Karen Lambrecht — Hanna Nogossek (edd.), 64 HISTORIE — OTÁZKY — PROBLÉMY 2/2015 OPEN ACCESS sidenz in Wien,18 was z. B. durch die ab 1524 hier dauerhaft akkreditierten diplomatischen Vertretungen von Venedig und dem Heiligen Stuhl deutlich wird.19 Nach einigen Rückschlägen, Blamagen und Verrat20 auf dem politischen Feld stellte der Großbrand von Wien, der 1525, ausgehend vom landesfürstlichen Cillierhof, fast ein Drittel der innerstädtischen Häuser vernichtete, einen gewaltigen Einbruch in die fürstlichen Bemühungen, die Stadt Wien als Residenz einzurichten, dar. Der Sieg der Türken bei Mohács und der Tod von König Ludwig II. Jagiello 1526 brachte die Königreiche Böhmen und Ungarn unter die Herrschaft von Ferdinand I., gleichzeitig war die Stadt Wien ab nun direkt existentiell bedroht. Die Pufferzone zwischen den Imperien Habsburg und Osman existierte nicht mehr,21 die europäische Grenze verlief vor der Tür der Casa Austria. Dennoch setzte man die Verwaltungsreform fort und begann ein zentral organisiertes Regierungsinstrument für die gesamten ferdinandeischen Länder zu schaffen, das in Wien etabliert wurde: Am 1. Januar 1527 wurde die neue Hofstaatsordnung erlassen — ein deutliches Signal für die Zentralisierung in Wien. Auch im Hinblick auf den Erwerb der Königreiche Böhmen und Ungarn hat man „… in rückblickender, historischer Perspektive den Eindruck, dass mit diesen Geschehnissen Wiens spätere Rolle als Residenzhauptstadt eines großen Reiches in ihren ersten Konturen erkennbar wird […].“22 Auch die auf Anordnung Ferdinands erlassene neue Stadtordnung für Wien23 ist in diesem Zusammenhang zu nennen. Sie wurde am 12. März 1526 in Augsburg beurkundet. Die Mitglieder des inneren Rates (12 Bürger, die Hausbesitzer sein mussten und keine Handwerker) wurden zur Hälfte vom Landesherrn ernannt. Der äußere Rat umfasste 76 Mitglieder und wurde aus der gesamten Bürgerschaft gewählt, ein vom Landesherrn eingesetzter Stadtanwalt, der kein Bürger sein durfte, war der Vertreter des Landesherrn in der Stadtregierung.24 Ab 1527 waren Maßnahmen zur notdürftigen Verstärkung der alten Stadtmauer eingeleitet. Als ein anderes Indiz für die Entscheidung, Wien als Hauptstadt zu etablieren, sind die Bestrebungen Ferdinands zu bewerten, ab den 1520er Jahren seine Besitztümer, die an diversen Plätzen weit verstreut gelagert waMetropolen im Wandel. Zentralität in Ostmitteleuropa an der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit (Forschungen zur Geschichte und Kultur des östlichen Mitteleuropa), Berlin 1995, S. 263–275, hier S. 265. 18 J. HAUSENBLASOVÁ — M. JEITLER, Die Hofburg, S. 24–30. 19 Ch. THOMAS, Wien als Residenz, S. 113, Anm. 61. 20 Gerhard RILL, Die Hannart-Affäre. Eine Vertrauenskrise in der Casa de Austria 1524, Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs 34, 1981, S. 89–146; DERS., Petrus Julianus, Daten und Hintergründe eines Verrates (1524/26), Mitteilungen des Oberösterreichischen Landesarchivs 14, 1984, S. 27–45. 21 Matthias PFAFFENBICHLER, Das andere Reich. Die osmanische Herrschaft unter Süleiman dem Großen, in: W. Seipel (ed.), Kaiser Ferdinand I., S. 109–115, hier S. 112. 22 F. OPLL, Ferdinand I. und seine Stadt Wien, S. 79. 23 Herbert KNITTLER, Die Städtepolitik Ferdinands I. — Aspekte eines Widerspruchs?, in: Martina Fuchs — Alfred Kohler (edd.), Kaiser Ferdinand I. Aspekte eines Herrscherlebens (Geschichte in der Epoche Karls V. 2), Münster 2003, S. 71–86. 24 M. PFAFFENBICHLER, „Fiat iustitia aut pereat mundus.“ S. 85–87, hier S. 87. REnaTE HOLZScHuH-HOfER 65 OPEN ACCESS ren, inventarisieren und nach Wien transferieren zu lassen25 und in der Hofburg in einem 1558 eigens für die Sammlung errichteten Kunstkammergebäude zu institutionalisieren.26 Der Angriff auf die Stadt Wien durch die Türken vom 22. September bis 14. Oktober 1529 konnte unter dem Kommando von Niclas Graf Salm abgewehrt werden. Dies brachte Wien europaweit mediale Aufmerksamkeit und Anerkennung und bedeutete für die Stadt und Ferdinand I. einen immensen Imagegewinn. Die Propagandawelle, die die Stadt Wien und ihren Fürsten zum Retter der Christenheit hochstilisierte, setzte bereits unmittelbar nach dem Abzug der Türken ein. Die Auswirkungen für die Bevölkerung und die Stadt waren allerdings erschütternd: Auf die Minenexplosionen und die niedergebrannten Vorstädte bezogen, schreibt Wolfgang Schmeltzl 1547: „O Wienn, dir ist ein Feder zogn, bist mehr dann halb gen hymel gflogn“ in seinem Lobspruch der hochlöblichen weitberühmten königlichen Stadt Wien in Österreich, welche wider den Tyrannen und Erbfeind Christi nit die wenigst sondern die höchst Hauptbefestigung der Christenheit ist […] Römisch Königlicher Majestät unserm aller gnädigsten Herren zu Ehren beschrieben.27 „Für die Türken war Wien‚ die Stadt des goldenen Apfels‘ die begehrenswerteste, genau das Gegenteil ihrer selbst, die Stadt par excellence, welche die Hauptstadt eines christlich-muselmanischen Universalreiches von den Steppen Inner-Asiens bis zu den mitteleuropäischen Laubwäldern sein könnte.“28 Aus der Sicht der zeitgenössischen osmanischen Historiographie war Wien der Thronsitz: „Die Gier des ungläubigen Ferdinands nach den Ländern Ungarns veranlasste Süleyman zu einem Feldzug ‚mit der Absicht gegen Wien zu ziehen, das der Unglück verheißende Thronsitz jenes Böses wissenden Verfluchten‘, d. h. Ferdinand, war.“29 Es galt für Ferdinand in dieser Situation äußerster Bedrohung nicht auszuweichen, sondern sich gleich einem Schutzschild vor sein Volk, und in diesem Fall zusätzlich als Schutzherr zur Verteidigung von Europa und der Christenheit, voran in die erste Reihe dem Feind entgegen zu stellen. Als guter Fürst im Sinne des Erasmus von Rotterdam, der die zweite Auflage (Juli 1518) seiner berühmten Fürstenerziehung, „Institutio Principis Christiani“, Ferdinand widmete,30 war er geradezu verpflichtet, 25 Jahrbuch der kunsthistorischen Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses 3, 1885, S. XLII, Reg. 2708 und S. LXXXI, Reg. 2950; Alphons LHOTSKY, Geschichte der Sammlungen. 1. Hälfte, Von den Anfängen bis zum Tode Kaiser Karls VI. 1740, in: Festschrift des Kunsthistorischen Museums zur Feier des fünfzigjährigen Bestandes, Zweiter Teil. Die Geschichte der Sammlungen, Wien 1941–1945, S. 137–155; Ch. THOMAS, Wien als Residenz, S. 113–114. 26 Renate HOLZSCHUH-HOFER, Galerie, Kunstkammergebäude und Ballhaus 1521–1619, in: H.Karner (ed.), Die Wiener Hofburg, S. 198–211. 27 E[lla] TRIEBNIGG — Wolfgang SCHMELTZL, Der Wiener Hans Sachs. Eine Auslese seiner Werke mit Anmerkungen versehen und herausgegeben von E. Triebnigg, Wien 1915, S. 70. 28 Zit. aus Xavier SELLÉS-FERRANDO, Die erste Türkenbelagerung Wiens in der spanischen Literatur, in: W. Seipel (ed.), Kaiser Ferdinand I., S. 101–107, hier S. 105. 29 Zit. nach Marlene KURZ, Österreich in der osmanischen Historiographie, in: M. Kurz — M.Scheutz — K. Vocelka — T. Winkelbauer (edd.), Das Osmanische Reich, S. 53–65, hier S. 54. 30 Alfred KOHLER, Ferdinand I. 1503–1564. Fürst, König und Kaiser, München 2003, S. 56–57; Kurt KLUXEN (ed.), Erasmus von Rotterdam: Fürstenerziehung, Institutio Principis Christiani, 66 HISTORIE — OTÁZKY — PROBLÉMY 2/2015 OPEN ACCESS seine Hauptresidenz in Wien zu verankern, als Symbol seiner dauerhaften Präsenz31 und Zeichen seiner tugendhaften Vorzüglichkeit: „Ut inter apes Rex medio agmine cingitur, nec usquam provolat, ut cor in meditullio corporis, ita convenit Principem semper observari inter suos“ [„Wie unter Bienen die Königin mitten im Schwarm festgehalten wird und nirgendwohin entweichen kann, wie das Herz mitten im Körper ist, so muss ein Fürst immer mitten unter den Seinen weilen“].32 Noch im Dezember 1529 kündigte der Sultan einen weiteren Angriff auf Wien an. Trotz der Tatsache, „dass das Unternehmen gegen die staubgleichen Ungläubigen nicht von Allah begünstigt war,“ war es das Ziel Süleymans, nach Ungarn auch Mitteleuropa zu erobern. „Man sagte, dass er nicht nur wegen dem ‚armseligen Besitzer von Wien‘ sondern auch um mit dem Kaiser persönlich um die Weltherrschaft zu kämpfen, wiederkehren werde.“33 In der Kriegserklärung, dem Absagebrief Sultan Süleymans an König Ferdinand, veröffentlicht in Nürnberg bei Hans Guldenmundt34 im Dezember 1529, wird das deutlich: „Wir Sultan Solleyman von des grossen Gots im hymel genaden / vn jch Got auff dem erdtreych / […] vnd Künig aller Künig / von auffgang der Sünnen / biß zum nydergang. Probst des yrdischen Paradeyß Machomets / trost vnd heyl der Thürcken und Hayden / vn eyn verderber der Christenheyt / Eyn Behüter der grüßen des gecreutzigten Gots / und Künig zu Hierusalem. Ferdinandus / der sich schreybt in vnsern landen eyn Künig zu Hungern / Du solt dich bey verlierung vnser Kron gentzlich versehen / dz wir dich mit dreyzehen Künigreychen / in kurtzer zeyt mit vnser macht zu Wien suchen wollen / Alleyn der groß gott im hymel woll dir helffen / So will ich gott auff erdtreych / dich vn all deyn helffer / mit vnsern kriegßstücken / des aller ellendischen tods / so wir erdencken mügen / richten lassen / darnach müst du gentzlich versehen / das wir das gantz gemeyn Teutschland / vnsers Keyserthumbs in kürtz / mit vnser macht / belegern vn besetzen wollen. Haben wir dir vnd deynem Brüder Carolo nicht wollen verhalten. Datum in Constantinopel im 1529. Jar.“35 Diese Ankündigung hatte nahezu den Effekt eines Todesurteils, die Gefahr stufte man dementsprechend als schicksalshaft für Europa ein. So schreibt Ferdinand am 17. März 1531 an Die Erziehung eines christlichen Fürsten, Einführung, Übersetzung und Bearbeitung von Anton J. Gail, Sammlung Schöningh zur Geschichte und Gegenwart, Paderborn 1968. 31 Matthias MÜLLER, Das Schloß als Bild des Fürsten. Herrschaftliche Metaphorik in der Residenzarchitektur des Alten Reichs 1470–1618 (Historische Semantik 6), Göttingen 2004, S. 172–173. 32 Zit. nach K. KLUXEN (ed.), Erasmus von Rotterdam, S. 148 und 149. 33 X. SELLÉS-FERRANDO, Die erste Türkenbelagerung Wiens, S. 103. 34 Heinrich KÁBDEBO, Der Antheil der Nürnberger Briefmaler Meldeman und Guldenmundt an der Literatur der ersten Wiener Türkenbelagerung, Berichte und Mittheilungen des Alterthums-Vereines zu Wien XV, 1875, S. 97–106. 35 Abbildung in Albert CAMESINA, Fliegende Blätter über das Türkische Heer vor Wien im Jahre 1529. Von Hans Guldenmundt herausgegebene Blätter mit Darstellungen von Heerführern und Kriegern aus dem türkischen Heere, Berichte und Mittheilungen des Alterthums-Vereines zu Wien XV, 1875, S. 107–116, Tafel I.; Günter DÜRIEGL, Fliegende Blätter des Hans Guldenmundt, in: ders. (ed.), Wien 1529. Die erste Türkenbelagerung, Ausstellungskatalog, Wien 1980, Kat. Nr. 151, S. 63–64. REnaTE HOLZScHuH-HOfER 67 OPEN ACCESS Karl: „… dass nicht nur die Sache Ferdinands und Karls, sondern die der gesamten Christenheit auf dem Spiel stehe.“36 Während dieser massiv bedrängenden Situation fanden zwei reichspolitisch folgenschwere Ereignisse statt: Die Belehnung Ferdinands I. mit den österreichischen Ländern am 5. September 1530 im Rahmen des Augsburger Reichstages (April bis September 1530) auf Schloss Wellenburg,37 nachdem er bis dahin offiziell nur als Statthalter in seinen eigenen Ländern auftreten durfte. In dem bemerkenswerten Zeremoniell38 wurde er den Reichsfürsten als gleichrangig mit dem Kaiser präsentiert. Abgesehen davon, dass auch ein Römischer König im Zeremoniell dem Kaiser nicht ebenbürtig erscheinen durfte, fand die Wahl zum Römischen König, vivente imperatore, erst vier Monate später, am 5. Januar 1531 (Krönung in Aachen am 11. Januar 1531), statt. Ab diesem Moment war die Wiener Burg offiziell die zukünftige Kaiserresidenz und Wien die zukünftige Hauptstadt im Reich. Am 10. März 1531 heißt es in einem dramatisch dringlichen Schreiben der Kammerund Kriegsräte an Ferdinand: Für den Fall, dass der Ausbau der Befestigung von Wien nicht bewerkstelligt würde, wäre die Stadt „gantz bloss […] gegen des Cristlichen Veinds grossen macht in seiner ankunft zu Eur Kün. Mt. Kunigreichen, Landen vnd lewtn vnd gantzer gemainen Cristenhait. Ewigen spot, vnerhorten verderben, der seelen, leib, Eer vnd güeter, [….] vnnd woser dann Eur Kü. Mt ye wolle, das die Stat Wienn vor disen des Cristlichn Namens geweltigen Veindt zu lenger aufenthalt vnd trosst der anderen Lannde vnd gemainer Cristenhait, erhalten werden solle,“ so möge er die Finanzierung und Durchführung sicherstellen.39 Den nächsten Feldzug trat der Sultan nun gegen den zukünftigen Kaiserkandidat an. Im August 1532 blieb das türkische Heer am Widerstand der Grenzfestung Köseg/Güns hängen. Für den Ernstfall eigentlich zu spät, erst im September, erreichte das kaiserliche Reichsheer mit Karl V. und Ferdinand an der Spitze Wien.40 Es gab jedoch keine Schlacht und keine Belagerung. Das Image Wiens als Bollwerk der Christenheit war ab 1532 schnell verbreitet: Bei Schmeltzl heißt es 1548 über Wien: „Du bist die port und zir alzeit, / Befestigung der Christenheit! / Der Türck mit ernst früh und spat / Sein Kopf an dir zerstossen hat!“41 Der venezianische Gesandte Giovanni Michele 36 Zit. nach Alfred KOHLER, Karl V., Ferdinand I. und das Königreich Ungarn, in: Martina Fuchs — Teréz Oborni — Gábor Ujváry (edd.), Kaiser Ferdinand I. Ein mitteleuropäischer Herrscher (Geschichte in der Epoche Karls V. 5), Münster 2005, S. 3–12, hier S. 3–4. 37 Nicole RIEGEL, Die Bautätigkeit des Kardinals Matthäus Lang von Wellenburg (1468–1540) (Tholos — Kunsthistorische Studien 5), Münster 2009. 38 Barbara STOLLBERG-RILINGER, Des Kaisers alte Kleider. Verfassungsgeschichte und Symbolsprache des Alten Reiches, München 2008, S. 125–131. 39 Zitiert nach Albert CAMESINA, Urkundliche Beiträge zur Geschichte Wiens im XVI. Jahrhundert, Wien 1881, S. 52. 40 Es war dies die einzige Anwesenheit Karls V. in dieser Region, vom 23. September 1532 an für ganze 11 Tage, aber nicht in der Stadt selbst. Weil in Wien die Pest ausgebrochen war, reiste er am 4. November wieder ab, siehe X. SELLÉS-FERRANDO, Die erste Türkenbelagerung Wiens, S. 105. 41 Zit. nach E. TRIEBNIGG — W. SCHMELTZL, Der Wiener Hans Sachs, S. 30. 68 HISTORIE — OTÁZKY — PROBLÉMY 2/2015 OPEN ACCESS berichtet 1563 und 1571, „Wien sei eine der bedeutendsten Städte Europas, nicht nur weil es als Residenz des Herrschers und seines Hofes den Mittelpunkt verkörpert, der alle anzieht, sondern weil es nach dem Verlust Ungarns die einzige Grenzsperre der Christen gegen die Türken sei. Und das sei gut so, denn ohne Wien wäre ganz Deutschland schutzlos dem Feind ausgeliefert.“42 Das Itinerar Ferdinands macht deutlich, dass er seine Anwesenheit in Wien ab den 1520er Jahren sukzessive gesteigert hat43 während seine Reisetätigkeit auf die Notwendigkeit der persönlichen Anwesenheit bei den mehrmonatigen Reichstagen, seine Verpflichtungen als böhmischer und ungarischer König und seine Präsenz auf den Landtagen in den Hauptstädten seiner österreichischen Länder zurückzuführen ist. In den 1530er Jahren folgten in Wien der Wiederaufbau und die Konsolidierung der Verhältnisse. Am 2. November 1533 gibt König Ferdinand Anweisungen zur Errichtung von Bauten und Gärten im Bereich der Wiener Burg, in Ebersdorf und Himberg: „Beuelch etlich gepew Jnn der Purkh Zu Wien vnd Eberstorf etc. thuen Zulassen. Ersamer gelerter getrewer lieber, Vnnser Beuelch ist, Das du vnnser Sloß Eberstorff, desgleichen vnnsern Valkhenhoff Zu Himperg, mit Stallung vnnd Annderm, so Zu vnnserm Niderlenndischen gestüet von nötten sein wirdet / Auch in vnnser Burgkh Zu Wienn, Ain Newe Altann, Ainen Jrrgarten, Auch in dem Alten gemeur, neben der Öden kirchen, bey gemelter vnser Burgkh Zu Wienn, Zu vnnsern Laybphärdten, ain Stallung mit notturfftigen Zymern, Vnd dann noch in sölchem gemeur ainen Pindtstadl, Pawen vnd ZwRichten lasset, Wie du dann sölches alles, vorhin von vnns Ajnndtlich [endlich] in Beuelch Hast, Vnd was du auf solhe gepew ausgebest wirdest, das solle dir, auf disen vnnsern Beuelch vnd geburlich PawZettln, vnd Certification, in deiner Vitzdombambts Raittung fur guet Ausgab angenomen vnd Passiert werden, Vnd du thuest daran vnnser Ermessliche Maynung, Geben Wienn am xx Tag Nouemb Anno etc. im xxxiiiten, An vitzdomb Zu Wienn“.44 Bei der Fertigstellung der ersten Bauetappe des Burggartens in der Hofburg wurde von Ferdinand I. in der Burggasse ein öffentlicher Brunnen installiert, der den Beginn einer zuverlässigen Wasserversorgung nicht nur für die Burg, sondern auch für die Stadt mittels Rohrleitungen darstellte. Die Tafel mit dem Dank der Stadt für diese Leistung aus dem Jahr 1536 ist am Schweizertrakt der Wiener Burg erhalten.45 Die Implementierung von Wien als zentrale Residenzstadt mit dem gleichzeitigen Image als Bollwerk der Christenheit war in den 1540er Jahren abgeschlossen und das Verhältnis zwischen Fürst und Stadt konsolidiert. Nicht zuletzt hatte die äußere Bedrohung und der gemeinsame Abwehrkampf gegen die Türken ein positives Nahverhältnis zwischen Fürst und Stadt bewirkt. Dieses Zusammenwirken ist in 42 Joseph FIEDLER (ed.), Relationen venetianischer Botschafter über Deutschland und Österreich im sechzehnten Jahrhundert (Fontes Rerum Austriacarum II/30), Wien 1870, S. 272, zitiert nach Ch. THOMAS, Wien als Residenz, S. 104. 43 Anton von GÉVAY, Itinerar Kaiser Ferdinands I. 1521–1564, Wien 1843; Ch. THOMAS, Wien als Residenz, S. 103; A. KOHLER, Ferdinand I., S. 118–121. 44 Finanzund Hofkammerarchiv, Gedenkbuch 40, fol. 226v. 45 R. HOLZSCHUH-HOFER, Galerie, Kunstkammergebäude und Ballhaus, S. 198–211, hier besonders S. 207–208.