Weltmächte und Weltrevolution: Das Jahr 1917 als globale Zäsur in der Historiographie der Zwischenkriegszeit
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Weltmächte und Weltrevolution: Das Jahr 1917 als globale Zäsur in der Historiographie der Zwischenkriegszeit Marc von Knorring1 ABSTRACT World Powers and World Revolution: The Year 1917 as aGlobal Caesura in the Historiography of the Inter-War Period The year 1917 ist still widely accepted as acaesura of global history, according to the emerging of the USA as aworld power and to the „world revolution“, arising from Russia as athreat to almost all societies in europe and the western world. Normally, the german historian Hans Rothfels ist named to be the first having defined this caesura at the beginning of the 1950s. But has he really been the first to do so, and was the ending of the Second World War acondition sine qua non for those thoughts? The article shows, that several inter-war historians dealt with the question of the meaning of „1917“ for global history, that some of them already drew conclusions very near to Rothfels’s considerations and that actually one of them— Paul Schmitthenner— forestalled his deliberations about 20years before him. KEYWORDS global caesura 1917; world powers; world revolution; USA; Russia; historiography of the inter-war period; Hans Rothfels; Paul Schmitthenner Das Dilemma der Periodisierung ist für den Historiker quasi tägliches Brot. Einerseits muss er Epochen bilden, um das große Ganze der „Geschichte“ handhabbar zu machen, andererseits birgt genau dies mannigfache Probleme in sich, denn die Abgrenzung historischer Zeiträume kann nun einmal nach ganz unterschiedlichen Maßstäben erfolgen, und jede Verortung eines Umbruchs ist zwangsläufig verbunden mit einer bestimmten Charakterisierung der Zeit davor und der Zeit danach, über die sich trefflich streiten lässt.2 Eine der bis heute kaum umstrittenen, weithin ak1 Marc von Knorring, Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte, Universität Passau, Innstraße 25, D-94032 Passau, [email protected] 2 R.KOSELLECK, Das achtzehnte Jahrhundert als Beginn der Neuzeit, in: R.HERZOG— R.KOSELLECK (Hrsg.), Epochenschwelle und Epochenbewußtsein, München 1987, S.269–282, hier 270 ff. Vgl. K.SCHREINER, „Diversitas temporum“. Zeiterfahrung und Epochengliederung im späten Mittelalter, in: ebd., S.381–428, hier 383; O.LÖFGREN, Periodisierung als Forschungsproblem, in: G.WIEGELMANN (Hrsg.), Wandel der Alltagskultur seit
MARc VON KNORRING 79 zeptierten Zäsursetzungen für die Weltgeschichte ist dabei sicherlich die Festlegung des Jahres 1917 als Epochenschwelle, die aus vorherrschender Sicht auf Hans Rothfels zurückgeht. Bekannt ist in diesem Zusammenhang vor allem sein Aufsatz „Zeitgeschichte als Aufgabe“, mit dem er 1953, als Tübinger Ordinarius3 für Neuere Geschichte, den ersten Band der von ihm selbst mitbegründeten Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte eröffnete.4 Der Erste Weltkrieg ist für Rothfels hier bis in das Jahr 1917 hinein „nur ein in die Welt verlängerter nationalstaatlicher Konflikt […]. Erst mit dem eigentümlich zusammengeordneten Doppelereignis, dem Eintritt der Vereinigten Staaten in den Krieg und dem Ausbruch der Russischen Revolution, wurde die Konstellation wirklich universal und wurde zugleich der Konflikt von Völkern und Staaten durch gesellschaftliche Gegensätze tiefgreifender Art durchzogen und durchkreuzt.“5 Es sind mithin zwei Ergebnisse des Epochenjahres, die für Rothfels nicht nur parallel laufen, sondern miteinander verwoben sind und so die globale Zäsur begründen: zum einen die beginnende Dominanz weniger großer Weltmächte und auch schon die Anbahnung der Ost-West-Konfrontation, bei gleichzeitigem Zurücktreten der europäischen Nationen ins zweite Glied; und zum anderen die Entstehung gewissermaßen „horizontaler“6 ideologischer und sozialer Konfliktlinien über die nationalen Grenzen hinweg, durch das Aufkommen von Bewegungen innerhalb der bestehenden Staatswesen, die sich auf die Fahnen geschrieben hatten, ihren Teil zur kommunistischen Weltrevolution beizutragen. Beides zusammen eröffnete Rothfels zufolge 1917 unmittelbar ein neues, entsprechend geprägtes Zeitalter, während das Kriegsende 1918 in seiner Darstellung lediglich nachgeordnet erscheint, als Besiegelung der bereits im Jahr zuvor geschaffenen Tatsachen, ebenso wie dann nochmals das Ende des Zweiten Weltkriegs 1945. Mit der uneingeschränkt zustimmenden Rezeption durch Hermann Heimpel im Jahr 1954 waren diese Vorstellungen dann auch bereits in der (west-)deutschen Geschichtswissenschaft angekommen.7 dem Mittelalter. Phasen— Epochen— Zäsuren, Münster 1987, S.91–101, hier 91 (Beiträge zur Volkskultur in Nordwestdeutschland, 55); H.DOLLINGER, Historische Zeit, Rhythmus und Generation, in: H.DOLLINGER (Hrsg.), Evolution— Zeit— Geschichte— Philosophie. Universitätsvorträge, Münster 1982, S.88–131, hier 105 (Schriftenreihe der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, 5).— Vgl. zu dieser Problematik auch M. VON KNORRING, Die Wilhelminische Zeit in der Diskussion. Autobiographische Epochencharakterisierungen 1918–1939 und ihr zeitgenössischer Kontext, Stuttgart 2014, S.20 ff. und 33 ff. (Histo rische Mitteilungen— Beihefte, 88). 3 Zu Rothfels’ Leben vgl. unten nach Anm. 64. 4 H.ROTHFELS, Zeitgeschichte als Aufgabe, in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, Bd. 1, 1953, S.1–8. 5 Ebd., S.6 f. 6 So ebenfalls Rothfels selbst, vgl. ebd., S.7. 7 H.HEIMPEL, Der Mensch in seiner Gegenwart. Sieben historische Essais, Göttingen 1954, hier S.171. Vgl. zu Rothfels’ Überlegungen, ihrem Gehalt und ihrer bis heute andauernden Gültigkeit J.HÜRTER— H.WOLLER (Hrsg.), Hans Rothfels und die deutsche Zeitgeschichte, München 2005 (Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, 90), besonders die Beiträge von H.GRAML, Hans Rothfels und die Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, S.145–157, M.BEER, Hans Rothfels und die Traditionen der deutschen Zeitgeschichte, S.159–190, und H.MÖLLER, Hans Rothfels— Versuch einer Einordnung, S.201–206; vgl. außerdem
80 PRAGUE PAPERS ON THE HISTORY OF INTERNATIONAL RELATIONS 2/2018 Als Rothfels seine Gedanken in den Vierteljahrsheften für Zeitgeschichte veröffentlichte, waren sie freilich schon nichts Neues mehr, denn er selbst hatte sie bereits 1951 in der schmalen Einzelschrift „Gesellschaftsform und Auswärtige Politik“ sehr ähnlich formuliert.8 Sicherlich war dabei die Rückschau aus der Perspektive der frühen zweiten Nachkriegszeit für seine Epochendefinition konstitutiv— nach 1945 musste jedem aufmerksamen Beobachter klar sein, dass sich schon seit 1917 jene Dominanz und zugleich politisch-weltanschauliche Konkurrenz und Einflussnahme der Supermächte entwickelt hatte, die die unmittelbare Vergangenheit und die aktuelle Gegenwart bestimmten.9 Es ist daher im Grunde nicht überraschend, dass Rothfels tatsächlich nicht der erste war, der nach dem Zweiten Weltkrieg auf die Idee kam, für das Jahr 1917 eine weltgeschichtliche Zäsur anzusetzen. Otto Hoetzsch, Lehrstuhlinhaber für osteuropäische Geschichte in Berlin,10 hatte bereits im Mai 1946 in einem Vortrag auf einer Historikertagung in Ost-Berlin, die von der „Zentralverwaltung für Volksbildung“ in der Sowjetischen Besatzungszone organisiert worden war, eine ähnliche Einschätzung geäußert, freilich— aus naheliegenden Gründen— mit besonders starkem Fokus auf der russischen Oktoberrevolution.11 Im Westen dürfte dies allein schon aufgrund der politischen Umstände nicht zur Kenntnis genommen worden sein; Hoetzsch war dann bereits drei Monate später verstorben, ohne seine Gedanken publiziert zu haben. Verfolgt man indessen die Arbeiten Hoetzsch’s zurück bis in die Zwischenkriegszeit, verdient sein Aufsatz „Amerika zwischen Europa und Asien“ von 192212 BeachF.BÖSCH— J.DANYEL (Hrsg.), Zeitgeschichte— Konzepte und Methoden, Göttingen 2012, besonders die Beiträge von G.METZLER, Zeitgeschichte— Begriff— Disziplin— Problem, S.22–46, und M.SABROW, Zäsuren in der Zeitgeschichte, S.109–130. Vgl. schließlich auch die folgenden, neuesten Überblicksdarstellungen zur Geschichte des 20.Jahrhunderts in globaler Perspektive, die die Zäsur von 1917 klar benennen: H.-H. NOLTE, Weltgeschichte des 20.Jahrhunderts, Wien— Köln— Weimar 2009, S.40; E.WOLFRUM, Welt im Zwiespalt. Eine andere Geschichte des 20.Jahrhunderts, Stuttgart 2017, S.26.— Naheliegenderweise fällt das Urteil anders aus, wenn man nach nationalstaatlicher Perspektive differenziert, wie die Beiträge in H.SUNDHAUSSEN— H.-J. TORKE (Hrsg.), 1917–1918 als Epochengrenze?, Wiesbaden 2000 (Multidisziplinäre Veröffentlichungen, Ost europaInstitut der Freien Universität Berlin, 8); ähnlich jetzt auch der Zugriff der einschlägigen Aufsätze in S.KARNER— G.BOTZ— H.KONRAD (Hrsg.), Epochenbrüche im 20.Jahrhundert. Beiträge, Wien— Köln— Weimar 2017 (Veröffentlichungen des Clusters Geschichte der Ludwig Boltzmann Gesellschaft, 4). 8 H.ROTHFELS, Gesellschaftsform und Auswärtige Politik, Schloss Laupheim 1951, hier S.8 f. (Geschichte und Politik. Eine wissenschaftliche Schriftenreihe, 5); vgl. J.ECKEL, Geschichte als Gegenwartswissenschaft. Eine Skizze zur intellektuellen Biographie von Hans Rothfels, in: HÜRTER— WOLLER (Hrsg.), Hans Rothfels, S.7–38, hier 34 f. 9 So speziell zu Rothfels BEER, Hans Rothfels, 159 ff. 10 F.T.EPSTEIN, Hoetzsch, Otto, in: Neue Deutsche Biographie (künftig: NDB), Bd. 9, 1972, S.371 f. 11 O.HOETZSCH, Die Eingliederung der osteuropäischen Geschichte in die Gesamtgeschichte nach Konzeption, Forschung und Lehre (Text des Vortrags von Hoetzsch, in Auszügen vorgetragen auf der Historikertagung in Berlin, 21.Mai 1946), in: G.VOIGT, Otto Hoetzsch, 1876–1946. Wissenschaft und Politik im Leben eines deutschen Historikers, Berlin 1978, Dok. 20, S.340–350, hier 347. 12 O.HOETZSCH, Amerika zwischen Europa und Asien, in: G.ANSCHÜTZ— M.LENZ— A.MENDELSSOHN BARTHOLDY— G. VON SCHANZ— E.SCHIFFER—
MARc VON KNORRING 81 tung, in dem er den USA sinngemäß bescheinigt, 1917 die Rolle des niedergebrochenen Russland in der Welt übernommen zu haben, verbunden mit dem Anspruch auf eine dominierende Stellung gegenüber Europa sowie auf eine Führungsposition in Asien. Dies wirft nun aber zwangsläufig die Frage auf, ob wirklich erst der Zweite Weltkrieg notwendig war, um die Tragweite der Ereignisse von 1917 erkennen zu können, oder ob schon vor Kriegsbeginn Einschätzungen möglich waren und auch diskutiert wurden, wie Rothfels sie dann im Zusammenhang nach 1945 publizierte. Hans Herzfeld äußerte 1968 im Prinzip genau diese Ansicht: Seiner Meinung nach war der Umbruch von 1917 zumindest hinsichtlich des beginnenden Abstiegs der europäischen Mächte bereits für die Zeitgenossen „wahrnehmbar“ gewesen.13 Wie also bewerteten diese Zeitgenossen in der Zwischenkriegszeit das Jahr 1917? Wer oder was bestimmte für sie seitdem die Geschehnisse in der Welt und welche Perspektiven bzw. Erkenntnisinteressen spielten dabei eine Rolle? Mit „Zeitgenossen“ sind hier vorrangig diejenigen Persönlichkeiten gemeint, die von Berufs wegen einen Blick für Machtverschiebungen und strukturelle Umbrüche hatten und das Zeitgeschehen entsprechend aufmerksam beobachteten, also vor allem die Vertreter der Geschichtswissenschaft, aber auch Schriftsteller und Publizisten, die den Anspruch erhoben, profunde Darstellungen und Interpretationen der „Weltgeschichte“ bieten und der Öffentlichkeit vermitteln zu können. Würde man den oft zitierten „großen“ Zusammenschauen über die deutsche Geschichtswissenschaft zwischen 1918 und 1939 folgen, wie etwa der von Hans Schleier— dann müsste man das Unterfangen allerdings gleich beenden, denn für sie existierte in dieser Zeit keine Weltgeschichtsschreibung aus deutscher Feder.14 Unterdessen hat sich jedoch bereits 1934 Walter Goetz der Mühe unterzogen, eine Zusammenstellung und Charakterisierung der seit etwa 1900 international erschienenen Werke mit welthistorischer Perspektive zu erarbeiten und zu publizieren,15 so dass die Recherche und Auswertung der bei ihm genannten sowie weiterer, später erschienener Titel lohnend erscheint. Schon Goetz hat dabei treffend festgestellt, dass die Verfasser dieser „Weltgeschichten“ ihren Gegenstand zwar meist politisch und weniger geistesoder kulturA.WACH (Hrsg.), Handbuch der Politik. Bd. 5: Der Weg in die Zukunft, 3.Aufl. Berlin 1922, S.102–107. 13 H.HERZFELD, Deutsche Geschichtsschreibung im 20.Jahrhundert, in: J.SCHESCHKEWITSCH— H.BEUMANN (Hrsg.), Geschichtsschreibung. Epochen, Methoden, Gestalten, Düsseldorf 1968, S.136–154, hier 138. 14 H.SCHLEIER, Die bürgerliche deutsche Geschichtsschreibung der Weimarer Republik. I.Strömungen— Konzeptionen— Institutionen; II. Die linksliberalen Historiker, Berlin 1975 (Schriften des Zentralinstituts für Geschichte der Akademie der Wissenschaften der DDR, 40); vgl. auch W.BIALAS, Krisendiagnose und Katastrophenerfahrung. Philosophie und Geschichte im Deutschland der Zwischenkriegszeit, in: W.KÜTTLER— J.RÜSEN— E.SCHULIN (i.Verb. mit G.HÜBINGER— J.OSTERHAMMEL— L.RAPHAEL) (Hrsg.), Geschichtsdiskurs. Band 4: Krisenbewußtsein, Katastrophenerfahrungen und Innovationen 1880–1945, Frankfurt am Main 1997, S.189–216; E.SCHULIN, Weltkriegserfahrung und Historikerreaktion, in: ebd., S.165–188.— Vgl. auch KNORRING, Wilhelminische Zeit, S.11 ff., mit weiterer Literatur. 15 W.GOETZ, Weltgeschichte, in: Archiv für Kulturgeschichte, Bd. 24, 1934, S.273–303.
82 PRAGUE PAPERS ON THE HISTORY OF INTERNATIONAL RELATIONS 2/2018 geschichtlich auffassen, dabei aber räumlich und zeitlich sehr unterschiedlich eingrenzen (von der Minimalkonzeption etwa einer abendländischen Weltgeschichte der Neuzeit— oder auch einer morgenländischen Geschichte der Steinzeit— bis hin zu einer umfassenden Perspektive seit der Vorgeschichte und über alle Kontinente hinweg, mit vielen Variationen dazwischen), also keine einheitliche Linie verfolgen, was bereits von zeitgenössischen Vertretern der Geschichtstheorie wie Georg von Below und Erich Keyser (1925 bzw. 1931) vermerkt und kritisiert wurde.16 Darüber hinaus liegt es auf der Hand, dass sich die ideologischen Konfliktlinien seit 1917 natürlich nur Schritt für Schritt schärfer ausprägten und dass die USA wie die Sowjetunion erst nach und nach eine immer wichtigere Rolle in der Welt spielten, dass ihr Machtpotential und ihr Einfluss also nicht abrupt, sondern sukzessive deutlich wurden.17 Die „Erkennbarkeit“ der Zäsur von 1917 dürfte daher erst mit der Zeit zugenommen haben— hier muss Herzfelds pauschale Vermutung sicher differenziert werden—, und dieser Punkt ist bei der Analyse der untersuchten Werke natürlich auch in Rechnung zu stellen. Untergliedert werden die folgenden Ausführungen aber mit Blick auf die Bedeutung, die dem Jahr 1917 von den Autoren der unterschiedlichen „Weltgeschichten“ als Zäsur bzw. für den historischen Prozess beigemessen wird— oder eben auch nicht. Rund zwei Dutzend einschlägige Veröffentlichungen18 konnten ermittelt, analysiert und aufgrund ihrer Disposition in drei Gruppen unterteilt werden, die nacheinander vorgestellt werden sollen, außerdem ein— soviel muss hier vorweggenommen werden— in seinen Aussagen singuläres Werk, das gegen Ende des Beitrags in den Fokus kommt. Dabei sollen die individuellen Sichtweisen der Verfasser nicht nur mit den Erkenntnissen Rothfels’ verglichen, sondern mit Blick auf die Fragestellung eben auch nach den Umständen befragt werden, von denen sie abhängig gewesen sein könnten. Die erste Gruppe lässt sich rasch abhandeln, denn ihre Werke kennen das Jahr 1917 nicht als Zäsur (wenn sie denn überhaupt historische Einschnitte benennen). Es handelt sich dabei um ein gutes halbes Dutzend populärwissenschaftliche „Weltgeschichten“ aus der Zeit zwischen 1923 und 1936, die sich mit reinen Verlaufsschilderungen begnügen bzw. mit chronologischen Aufstellungen der Geschehnisse, oft zwar mit politisch bzw. weltanschaulich bestimmten Kommentaren durchsetzt, aber doch ohne sonstige Kontextualisierung, so dass sie wohl zur Vermittlung von „Basiswissen“ an ein breiteres Publikum gedacht waren. Unter den Verfassern finden sich neben den seinerzeit durchaus bekannten Schriftstellern Adam Buckreis19 und 16 G. VON BELOW, Über historische Periodisierungen. Mit einer Beigabe: Wesen und Ausbreitung der Romantik, Berlin 1925 (Einzelschriften zur Politik und Geschichte, 11); E.KEYSER, Die Geschichtswissenschaft. Aufbau und Aufgaben, München— Berlin 1931. 17 Vgl. etwa H.GRAML, Europa zwischen den Kriegen, 5.Aufl. München 1982. 18 Unberücksichtigt bleiben solche Publikationen, die Politik und Krieg ganz ausblenden und „Weltgeschichte“ als reine Religionsoder Kulturgeschichte (mit Blick auf „Weltzeitalter“) oder mit einer vergleichbaren Schwerpunktsetzung bieten (vgl. GOETZ, Weltgeschichte, passim). 19 A.BUCKREIS, Panorama der Weltund Kulturgeschichte. II. Teil: Der Weltkrieg und die Zeit nach dem Kriege, Nürnberg 1928; A.BUCKREIS, Politik des 20.Jahrhunderts. Weltgeschichte
MARc VON KNORRING 83 Heinar Schilling20 sowie dem Gymnasiallehrer Franz Theodor Poland21 sogar mehrheitlich Universitätsprofessoren oder zumindest promovierte Geisteswissenschaftler wie die Dänen Edvard Lehmann und Peter Petersen22, die Österreicher Gottfried Franz Litschauer23 und Richard Kralik, der die Weltgeschichte des Johann Baptist von Weiß zu Ende führte,24 sowie schließlich der Berliner bzw. Münsteraner Althistoriker Hans Erich Stier25— allesamt Persönlichkeiten, die heute allenfalls Spezialisten der Historiographiebzw. Wissenschaftsgeschichte etwas sagen dürften. Interessanter wird es in der zweiten Gruppe. Rund zehn Autoren charakterisieren hier zunächst einmal das Jahr 1917 als das Wendejahr des Ersten Weltkriegs, vor dem Hintergrund unter anderem auch des Kriegseintritts der USA sowie des Umsturzes in Russland mit ihren unmittelbaren Folgen. Als eigentliche Zäsur, als epochemachend also, begreifen sie allerdings nicht diese Geschehnisse, sondern das Kriegsende und die Friedensschlüsse— und zwar vorrangig oder gar ausschließlich mit Blick auf die Geschicke des Deutschen Reichs, obwohl ihre Werke allesamt die „Weltgeschichte“ im Titel tragen oder zumindest Beiträge zu derart benannten, größeren Sammelwerken darstellen; ebenso geben sie allerdings auch bereits im Titel ihre Fokussierung auf die Ereignisse in (Mittel-)Europa und auf die zu ihrer Zeit unmittelbar vergangenen drei bis vier Jahrzehnte zu erkennen. Es sind dies Abhandlungen aus der gesamten Weimarer Zeit, zumeist von Universitätsprofessoren oder ehemaligen Militärs. Unter ihnen finden sich viele bekannte Persönlichkeiten wie etwa der Berliner Emeritus Dietrich Schäfer, mit dem zweiten 1901–1936, Nürnberg o. J. (reicht bis Anfang November 1936). Vgl. Buckreis, Adam, Indexeintrag in: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116828382.html (05.03.2018). 20 H.SCHILLING, Weltgeschichte. Ereignisse und Daten von der Eiszeit bis heute. Zweite, vermehrte u. verbesserte Ausgabe, Berlin 1935. Vgl. C.DORN, Heinar Schilling— Werdegang vom Expressionismus zum Nationalsozialismus, München 2003. 21 F.T.POLAND, Georg Webers Weltgeschichte in übersichtlicher Darstellung. Völlig neu bearbeitet, 25.bzw. Jubiläumsaufl. Leipzig 1935. Vgl. Poland, Franz, Indexeintrag in: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116261781.html (05.03.2018). 22 E.LEHMANN— P.PETERSEN (Red.), Illustrierte Weltgeschichte. Sechster Band: Unsere Zeit. Die Weltpolitik zur Zeit des bewaffneten Friedens— Der Weltkrieg— Politische und soziale Umwälzungen, Berlin u. a. o. J. [1930]. Vgl. Lehmann, Edvard, Indexeintrag in: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116862068.html (05.03.2018). Zu Petersen vgl. die Angaben im Werk selbst. 23 G.F.LITSCHAUER, Kleine Weltgeschichte, mit Hervorhebung der leitenden Ideen, Innsbruck— Wien— München 1933. Vgl. zu Litschauer die Angaben im Werk selbst. 24 R.KRALIK, Allgemeine Geschichte der Neuesten Zeit von 1815 bis zur Gegenwart. Sechster Band: 1914–1918 Der Völkerkrieg— 1919 Friedensschlüsse, Graz 1923 (Weltgeschichte, XXVIII). Vgl. den Artikel Kralik (Ritter von Meyrswalden), Richard, in: F.FELLNER— D.A.CONRA DINI, Österreichische Geschichtswissenschaft im 20.Jahrhundert. Ein biographisch-bibliographisches Lexikon, Wien— Köln— Weimar 2006, S.235 f. (Veröffentlichungen der Kommission für Neuere Geschichte Österreichs, 99). 25 H.E.STIER, Deutsche Geschichte im Rahmen der Weltgeschichte. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, Berlin 1934. Vgl. den Artikel Stier, Hans Erich, in: Munzinger Online/Personen— Internationales Biographisches Archiv, URL: http://www.munzinger.de/document/00000003653 (5.3.2018).
84 PRAGUE PAPERS ON THE HISTORY OF INTERNATIONAL RELATIONS 2/2018 Teil seiner Weltgeschichte der Neuzeit,26 der ehemalige Generalquartiermeister Wilhelm Groener und der Kölner Professor Martin Spahn, die Abschnitte zu der von Paul Herre herausgegebenen „Weltgeschichte der neuesten Zeit“ beisteuerten,27 oder auch der Ex-General und Militärhistoriker Maximilian Graf Montgelas sowie der Leipziger Professor Erich Brandenburg, die beide in dem von Walter Goetz verantworteten Band der Propyläen-Weltgeschichte zum „Zeitalter des Imperialismus“ vertreten sind.28 Hinzu kommen die Historiker Hans Ferdinand Helmolt (mit seinem „Vierteljahrhundert Weltgeschichte“)29 und Johannes Hohlfeld, der für die von Helmolt begründete, von Armin Tille neu herausgegebene mehrbändige „Weltgeschichte“ einen Beitrag über den Ersten Weltkrieg schrieb.30 Ihrer inhaltlichen Ausrichtung zufolge sind alle diese Werke ganz offensichtlich im größeren Rahmen derjenigen zeitgenössischen, durchaus die politischen Lager übergreifenden wissenschaftlichen und publizistischen Aktivitäten zu sehen, die darauf abzielten, gegen das Versailler Diktat bzw. die angebliche alleinige Kriegsschuld des Deutschen Reichs zu argumentieren.31 Ähnliche Publikationen lassen sich auch für die Zeit nach 1933 nachweisen, wie etwa die Monographien des Stuttgarter Neuzeit-Professors Helmut Göring32 und des Schriftstellers bzw. Redakteurs Rolf Brandt33, allerdings nur vereinzelt, denn das NS-Regime sah die Diskussion ja be26 D.SCHÄFER, Weltgeschichte der Neuzeit. Zweiter Teil: Vom Ende des Siebenjährigen Krieges bis zur Gegenwart. Elfte, durchgesehene u. bis zur Gegenwart fortgeführte Aufl. Berlin 1922. Vgl. K.-L. AY, Schäfer, Dietrich, in: NDB 22, 2005, S.504 f. 27 P.HERRE (Hrsg.), Weltgeschichte der neuesten Zeit. 1890–1925, 2 Teile, Berlin 1925 (Weltgeschichte, 7); darin W.GROENER, Der Landkrieg, S.641–702, und M.SPAHN, Der politische Verlauf des Krieges, S.751–798. Vgl. F.FREIHERR HILLER VON GAERTRINGEN, Groener, Wilhelm, in: NDB 7, 1966, S.111–114; R.MORSEY, Spahn, Martin, in: NDB 24, 2010, S.613 f. 28 M.GRAF MONTGELAS, Militärische und politische Geschichte des Weltkriegs, und E.BRANDENBURG, Europa nach dem Weltkrieg, in: W.GOETZ (Hrsg.), Propyläen-Weltgeschichte. Bd. 10: Das Zeitalter des Imperialismus 1890–1933, Berlin 1933, S.373–458 bzw. S.459–522. Vgl. den Artikel Montgelas, Maximilian Graf von, in: Akten der Reichskanzlei. Weimarer Republik online, http://www.bundesarchiv.de/aktenreichskanzlei/1919–1933/0000/adr/ getPPN/11760092X/ (05.03.2018); H.HELBIG, Brandenburg, Erich, in: NDB 2, 1955, S.517. 29 H.F.HELMOLT, Vierteljahrhundert Weltgeschichte, Charlottenburg 1919. Vgl. H.HELBIG, Helmolt, Hans, in: NDB 8, 1969, S.502 f. 30 J.HOHLFELD, Die englische Weltherrschaft und der Weltkrieg, in: A.TILLE (Hrsg.), Weltgeschichte. Bd. 8: Westeuropa seit 1859. Zweite, neubearbeitete u. vermehrte Aufl. Leipzig— Wien 1921, S.144–296. Vgl. H.HELBIG, Hohlfeld, Johannes, in: NDB 9, 1972, S.506. 31 Vgl. KNORRING, Wilhelminische Zeit, 14 ff. 32 H.GÖRING, Krieg und Nachkriegszeit, in: K.A. VON MÜLLER— P.R.ROHDEN (Hrsg.), Knaurs Weltgeschichte. Von der Urzeit bis zur Gegenwart, Berlin 1935, S.778–820. Vgl. den Artikel Göring, Helmut, in: Landeskunde entdecken online – Baden-Württemberg, https://www. leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/PERSON/wlbblb_personen/116722010/ Göring+Helmut (12.03.2018). 33 R.BRANDT, Dreiunddreißig Jahre Weltgeschichte 1900–1933. Ein Geschichtsabriß, Berlin 1937. Vgl. den Artikel Brandt, Rolf, in: Akten der Reichskanzlei. Weimarer Republik online, http://www.bundesarchiv.de/aktenreichskanzlei/1919–1933/0000/adr/adrag/kap1_2/ para2_279.html (12.03.2018).
MARc VON KNORRING 85 kanntermaßen als abgeschlossen an und konzentrierte sich ganz auf die Revision des Versailler Friedens durch die Schaffung von Tatsachen.34 Einen deutlichen Schritt näher kommt nun aber die dritte Gruppe der Rothfels’schen Einschätzung. Ihre Verfasser— wiederum rund ein halbes Dutzend— begreifen ebenfalls das Jahr 1917 als Wendejahr des Krieges, und dessen Ende bzw. Ergebnisse als Zäsur, allerdings als Zäsur zumindest auch für die Weltgeschichte, und zwar unter Anwendung von Kriterien, die durchaus den von Rothfels gebrauchten gleichen. Zwei frühe Beispiele sind hier der Mediävist, zugleich Monarchist und Weimar-Skeptiker aus Jena Alexander Cartellieri sowie der liberale deutschbaltische Theologe Paul Rohrbach. Cartellieris „Grundzüge der Weltgeschichte“35 und Rohrbachs „Geschichte der Menschheit“36, beide schon 1922 erschienen, sind dabei erkennbar um Universalität im Sinne Rankes37 bemüht (Rohrbachs Studie noch deutlich mehr als Cartellieris). Bei beiden spielen nun der Kriegseintritt der USA und die russische Revolution neben einigen anderen „gewaltigen Veränderungen“ seit Kriegsbeginn, so Cartellieri, eine herausragende Rolle für die „Weltverhältnisse“— wie etwa der Untergang des Habsburgerreichs oder die deutsche Revolution von 1918. Deshalb gehen beide auch noch nicht den Schritt zur Benennung des Jahres 1917 als Epochenschwelle; vielmehr weisen sie, zudem sehr knapp, die hauptsächlichen Weichenstellungen den Jahren 1918/19 zu.38 Ähnlich, jedoch deutlich ausführlicher argumentierte zehn Jahre nach ihnen der liberal-katholische promovierte Historiker und Publizist Alphons Nobel in seiner ebenfalls umfassend angelegten „Weltgeschichte“. Wie bei Cartellieri und Rohrbach steht auch bei ihm nicht zuletzt speziell das Schicksal Deutschlands im Fokus, was bei allen dreien für manche Unschärfe in der Gewichtung der Ereignisse von 1917 bis 1919 verantwortlich sein mag, weil sie die Betrachtungsebenen nicht deutlich voneinander scheiden.39 Etwa zur selben Zeit wie Nobel formulierte der linksgerichtete Berliner Historiker und Nationalökonom Ignaz Jastrow solcherlei Gedanken deutlicher, in seiner klar auf die politische Sphäre fokussierten „Weltgeschichte in einem Band“. Ausdrücklich verweist Jastrow hier auf die durch den Weltkrieg verursachte Neugestaltung des Staatensystems und der Gewichte in der Welt, inklusive der latent drohenden Weltrevolution; die „horizontale“ Frontlinie deutet er allerdings nur an.40 Diese wiede34 Vgl. KNORRING, Wilhelminische Zeit, 18 f. 35 A.CARTELLIERI, Grundzüge der Weltgeschichte. Zweite, vermehrte u. verbesserte Aufl. Leipzig 1922. Vgl. M.STEINBACH, Des Königs Biograph. Alexander Cartellieri (1867–1955). Historiker zwischen Frankreich und Deutschland, Frankfurt am Main u. a. 2001 (Jenaer Beiträge zur Geschichte, 2). 36 P.ROHRBACH, Geschichte der Menschheit, Königstein im Taunus— Leipzig 1922. Vgl. J.ANKER, Rohrbach, Paul, in: NDB 22, 2005, S.5 f. 37 Vgl. GOETZ, Weltgeschichte, S.273 f. 38 CARTELLIERI, Grundzüge der Weltgeschichte, S.237 f.; ROHRBACH, Geschichte der Menschheit, S.243–247. 39 A.NOBEL, Weltgeschichte, Bonn 1932/33, hier S.461–474. Vgl. W.KOSCH, Biographisches Staatshandbuch. Lexikon der Politik, Presse und Publizistik. Fortgeführt von Eugen Kuri, Zweiter Band, Bern— München 1963, S.925. 40 I.JASTROW, Weltgeschichte in einem Band, Berlin 1932, hier S.389–427. Vgl. E.KAUDER, Jastrow, Ignaz, in: NDB 10, 1974, S.366 f.
86 PRAGUE PAPERS ON THE HISTORY OF INTERNATIONAL RELATIONS 2/2018 rum, und auch die im internationalen Vergleich nunmehr stark reduzierte Stellung Europas, finden sich als Ergebnisse des Weltkriegs bei Joachim Kühn, einem erkennbar konservativen Diplomaten, Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Paris. Etwa zeitgleich mit Jastrow, 1933, führte er diese Aspekte als epochemachend an, freilich an eher entlegener Stelle, nämlich in seiner Einleitung zum Abschnitt „Imperialismus und Klassenkampf“ im Sammelwerk „Menschen die Geschichte machten. Viertausend Jahre Weltgeschichte in Zeitund Lebensbildern“.41 Beide, Jastrow und Kühn, beschreiben die Prozesse und ihre Ergebnisse dabei zum Teil sehr umständlich. Kühn spricht beispielsweise davon, dass „[d]ie russische Revolution […] versuchte, durch die Diktatur des Proletariats eine völlige Auflösung der bisher bestehenden bürgerlichen Ordnung […] durchzusetzen. Aus diesem Versuch wurde im Laufe der Jahre eine vollständige […] Umwertung aller Werte— eine Umwertung, die gleichermaßen auf die Opfer und auf die Nutznießer der Verträge von 1919 zurückwirkte“— also eben in allen Gesellschaften die „horizontale“ Konfliktlinie schuf. Wenige Zeilen später konstatiert Kühn, dass „die Stellung, die Europa bisher als Lenker der Weltgeschichte innegehabt“ habe, angesichts der aus dem Krieg resultierenden US-amerikanischen Machtposition zumindest „auf das schwerste bedroht“ sei.42 Sowohl er als auch Jastrow kommen damit gleichwohl der Festmachung der Zäsur an den Entwicklungen, die Rothfels nennt, vielleicht von allen Autoren am nächsten, sowie insbesondere auch der Übertragung auf das Jahr 1917, d. h. der Erkenntnis, dass die epochemachenden Entwicklungen ihren eigentlichen Ursprung bereits hier haben. Keineswegs waren diese Einsichten unterdessen auf die deutschsprachige Geschichtswissenschaft beschränkt. Wie oben bereits erwähnt, verweist schon Walter Goetz in seinem Überblick von 1934 auf eine Reihe von „Weltgeschichten“ außerdeutscher Provenienz; diese sind zwar im hier verfolgten Zusammenhang meist unergiebig, vereinzelt aber ähnlich aussagekräftig wie die eben genannten von Cartellieri bis Kühn. Genannt seien hier nur zwei Autoren: zum einen der Historiker an der Sorbonne Pierre Renouvin, anti-deutsch und politisch eher rechts orientiert, mit seinem einschlägigen Werk „La Crise européenne et la Grande Guerre“ von 1934,43 und zum anderen der zweifellos bekanntere linke Utopist aus Großbritannien Herbert George Wells mit seiner „History of Life and Mankind“ von 1925, 1928 in Übersetzung erschienen als „Die Weltgeschichte“.44 Wells wird hier übrigens deutlicher als noch 41 J.KÜHN, Imperialismus und Klassenkampf, in: P.R.ROHDEN (Hrsg.), Menschen die Geschichte machten. Viertausend Jahre Weltgeschichte in Zeitund Lebensbildern. Zweiter Band: Neuzeit, Wien 1933, S.481–491. Vgl. den Artikel Kühn, Joachim, in: Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung online, http://www.bundesarchiv.de/cocoon/barch/0000/z/z1960a/kap1_11/ para2_193.html?highlight=true&search=Joachim&stemming=false&field=all#highlightedTerm (05.03.2018). 42 KÜHN, Imperialismus, S.489 f. 43 P.RENOUVIN, La Crise européenne et la Grande Guerre, Paris 1934 (erneut 1939), hier S.423, 435 und 602 (Peuples et civilisations, 19). Vgl. den Artikel Renouvin, Pierre Eugène Georges, in: World Biographical Information System Online, https://wbis.degruyter.com/biographic-document/F329381 (5.3.2018). 44 H.G.WELLS, Die Weltgeschichte, Bd. 3, Berlin— Wien— Leipzig 1928 (Übersetzung von Otto Mandl u. a.), S.388–412 (passim). Vgl. den Artikel Wells, H.G., in: Munzinger Online/