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Rezensionsteil aus der Zeitschrift Nordelbingen 90.2024

Trinkert, Julia,Richter, Jörg,Böker, Johann Josef,Littmann, Pia,Pieper, Roland,Kirsch, Matthias,Beuckers, Klaus Gereon,Wozniak, Thomas,Esquivel, Yanine,Kuhn, Stephan

Abstract

Sammlung von Rezensionen zu folgenden Titeln: Der Bordesholmer Altar des Hans Brüggemann. Tagungsband zur interdisziplinären Tagung zum 500-jährigen…

Full text

| 271 De Bo desholme Al a des Hans B üggemann Tagungsband zu in e disziplinä en Tagung zum 500-jäh igen Bes ehen des Bo desholme Al a e abels on Hans B üggemann hg. . Oli e Auge, Cons anze Kös e , U a Kuhl und Tho s en Sadowsky Michael Imho Ve lag: Pe e sbe g 2023 336 Sei en, 221 Fa b- und 14 SW-Abbildungen ISBN 978-3-7319-1313-9, EUR 49,95 Ausgehend on de Insch i OPVS HOC INSIGNE CON- PLETVM EST ANNO INCARNACIONIS DOMINICE 1521 AD DEI HONORE(M) au dem monumen alen Flügel e a- bel im Dom zu Schleswig mi seinem En s ehungsda um wu de anlässlich seine 500-jäh igen Vollendung 2021 eine Tagung ini iie . Diese s and un e Fede üh ung de S i ung Schleswig-Hols einische Landesmuseen Schloss Go o , des Fachbe eichs Regionalgeschich e de Ch is- ian-Alb ech s-Uni e si ä zu Kiel un e Be eiligung de Theologischen Fakul ä , de Ki chengemeinde Schleswig und de Schleswige Bischo skanzlei. De o liegende Band dokumen ie mi seinen 19 Bei ägen ak uelle Fo - schungse kenn nisse zum ›Bo desholme Al a ‹ aus Sich un e schiedliche Fachdisziplinen, die au Schloss Go o sowie im Dom S . Pe i in Schleswig disku ie wu den. Den G ußwo en sowie de Einlei ung de Redak eu in- nen Cons anze Kös e und U a Kuhl, die gleichzei ig O - ganisa o innen de Tagung und Mi he ausgebe innen des Bandes sind, is zu en nehmen, dass dieses Jubiläum eine güns ige Gelegenhei bo , die Geschich e und den En - s ehungskon ex des g oß o ma igs en Al a e abels in Schleswig-Hols ein e neu aus eine in e disziplinä en Pe spek i e zu be ach en. Fü die He ausgabe des 336 Sei en um assenden Bandes im Michael Imho Ve lag sind da übe hinaus Oli e Auge und Tho s en Sadowsky e - an wo lich. Das Buch is as du chgehend mi Fa babbil- dungen ausges a e ; zudem wu den zwei g öße e Ta el- eile mi ak uellen De ailau nahmen des We ks in eg ie . Diese machen die A gumen a ionen eine sei s nach oll- ziehba , ande e sei s e lauben sie eine Nahsich au die küns le ische Quali ä de Schni ze eien, die au g und de Monumen ali ä des gesam en Re abels om üblichen Be- ach ungss andpunk o O kaum möglich sind. Die Bezeichnung als ›Bo desholme Al a ‹ geh au den u sp ünglichen Au s ellungso des Re abels zu ück, die S i ski che de Augus ine -Cho he en in Bo des- holm. Au aggebe und S i e wa He zog F ied ich I. on Schleswig und Hols ein (1471–1533), de au Schloss Go o esidie e und Bo desholm als S ando ü das P inzipalauss a ungss ück seine u sp ünglich geplan- en G ablege wähl e, on de sich wiede um die Tumba mi den beiden Liege igu en on ihm und seine e s en F au Anna on B andenbu g als G abmal e hal en haben. Dass das g oß o ma ige Re abel wah scheinlich bei Hans B üg- gemann bes ell wu de, is aus eine Beme kung Hein ich Ran zaus in seine Landesbesch eibung Cimb icæ Che - sonesi eiusdemque pa ium desc ip io no a on 1597 übe lie e (Ran zau 1739, Sp. 42). Schon 1666 wu de es un e He zog Ch is ian Alb ech in den Schleswige Dom, die damalige Ho ki che und G ablege de Go o e He - zöge, übe üh . Thema isch beginn de Band mi his o ischen Bei ä- gen, es olgen heologische und schließlich de g öß e Teil mi kuns his o ischen Au sä zen, die du ch einen kuns - echnologisch-modehis o ischen Bei ag e gänz we - den. Zwei wei e e kuns echnologische Tagungsbei äge zum Cho ges ühl in Bo desholm (Alexande an den Heu- el) und zu den abgenommenen Säulen igu en (U sula Lins) wu den bedaue liche weise nich publizie . In zwei g oßen inhal lichen Teilen we den zunächs de Kon ex des Re abels mi Schwe punk en au den u sp ünglichen Au s ellungso und seine Bedeu ung ü die He zog ü- me (Auge, Bünz, Magnussen), die S i ungsums ände Rezensionen Kiel-UP • h ps://doi.o g/10.38072/2941-3362/p22 272 | No delbingen 90 (Magnussen, K aack), die O densne zwe ke und -beson- de hei en (Bünz, Muschiol) sowie die eligionsgeschich - lichen und heologischen Rahmenbedingungen (Lo en - zen, Mülle , E e s) p äsen ie und schließlich um assend die We kmonog a ie des Re abels be ach e . In diesem zwei en Teil wi d pe sonenzen ie (Ka enb ock, Rich- e ), his o isch (Habenich , Hilleb and, Wende holm), bildwissenscha lich (E e s, Weisse , Hei el, Kock) so- wie kul u his o isch (Lemai e, S e nbe g) a gumen ie . Ein üh end e o e Oli e Auge den S i e des Re a- bels, He zog F ied ich I. on Schleswig und Hols ein, als Haup ak eu inne halb de ki chlichen und poli ischen En s ehungsbedingungen des We ks am Vo abend de Re o ma ion in den He zog üme n, die ü seine E ablie- ung im südwes lichen Os see aum und den E olg de Klos e - und Ki chen e o m ele an wa en. Enno Bünz und Gisela Muschiol be assen sich mi de Blü ezei des Augus ine -Cho he ens i s in Bo desholm sowie mi den du ch die Windesheime Kong ega ion ge ö de en Impulsen de De o io mode na. S e an Magnussen ana- lysie die Ve o ung des Augus ine -Cho he ens i s im Kon ex eine übe geo dne en S i ungs- und Memo ial- p axis des He zogpaa es F ied ich I. und Anna on B an- denbu g. Dabei heb e he o , dass das Flügel e abel on B üggemann zwa einen Höhepunk da s ell , die S i e jedoch neben Bo desholm auch die S . Jü genkapelle im S . Pe i-Dom in Schleswig, die Zis e ziense ki che on Løgumklos e ode Klös e in Schleswig, Kiel und Tønde be ücksich ig en. Tim Lo en zen widme sich de öm- migkei s heologischen G undlage des Bildp og amms des Re abels, welche die Augus ine -Cho he en schon o de De o io mode na e a en. And eas Mülle zeig , dass Einzelszenen au eine In e p e a ion aus Pe spek i e eine augus inischen Theologie konzipie wo den sind. Luca E e s schläg o de Folie de zei genössischen Sak amen enleh e o , die ie e Mahlsda s ellung in de P edella als eine Da s ellung on Augus inus wäh end de Spendung des Sak amen s zu lesen. De le K aack wid- me seinen Bei ag eine um assenden Da s ellung des le z en ka holischen Bischo s on Schleswig, Go schalk on Ahle eld (1475–1541), de dem He zog als Kanz- le nahes and und mögliche weise auch das inhal liche Konzep des Bildp og amms des Re abels e an wo e e. Thomas S e nbe g a gumen ie anhand on Quellen- übe lie e ungen, ikonog a ischen Ve gleichen und heils- geschich liche Bedü nisse, dass die Figu des Ch is us- kindes konzep uell in de e gi e en Mi elnische de P edella ges anden haben muss. De olgende kuns his o ische Teil is nich ohne den 25 Jah e äl e en Tagungsband De Bo desholme Al a des Hans B üggemann. We k und Wi kung, 1996 on Uwe Alb ech , Ge ha d Kaldewei, Ha mu K ohm, U a Lemai e und U sula Lins he ausgegeben, zu denken. Anlass wa en damals neben dem 475-jäh igen Jubiläum seine Fe igs ellung neue kuns echnologische Un e - suchungse gebnisse on U sula Lins und U a Lemai e, die e s mals E kenn nisse zum We kp ozess und den e - wende en Ma e ialien bo en. Du ch diese G undlagen o - schung e hiel die ›B üggemann-Fo schung‹ in de Folge einen deu lichen Au schwung. Als neue Einsich en lassen sich nun im neuen Band u.a. olgende Aspek e inden: Fü die Rekons uk ion des un e en Sch einbe eichs des sog. Goschho -Re abels, das als F ühwe k B üggemanns gil , schläg Cons anze Kös e nun einen A bo Annae an de Fehls elle um den Baum mi dem Ch is uskind in Analogie zum Mo i eine Wu zel Jesse o . Thekla-Ch is ine Kock üh e ne das in No deu opa häu ig anzu e ende Mo i de Seelengelei e ein, das in de ikonog a ischen Kombi- na ion mi dem Jüngs en Ge ich ein Alleins ellungsme k- mal is und nich au die (auch in diesem Band) iel ach zi ie en Beispiele aus de D uckg a ik zu ückgeh . Das b ei e In e esse an Rep oduk ionen des Re abels sei dem 19. Jah hunde is zwa bekann , doch kann I is Wende - holm du ch die Rezep ionsgeschich e seinen Weg in den Kanon de Kuns geschich e nachzeichnen. Insgesam wi d deu lich, dass eine e neu e um assen- de, mul ipe spek i ische Auseinande se zung mi dem Bo desholme Al a e abel im Schleswige Dom zu neuen E kenn nissen üh en kann. Die kon ex uellen Rahmen- bedingungen wie die ki chenpoli ische Si ua ion am Vo - abend de Re o ma ion, die Rolle des S i e s und die des Au s ellungso es in de Augus ine -Cho he ens i s- ki che s ehen in di ek e Ve bindung zu Ges al ung des monumen alen Auss a ungss ücks. Fe ne wi d deu lich, dass die kuns his o ischen Haup agen zu diesem We k auch 2021 wei e hin kon o e s disku ie wu den: Die Iden i izie ung de beiden Säulen igu en sowie die Rol- le de Monoch omie espek i e de Holzsich igkei . Au diese Tagung sp achen iele A gumen e ü eine Iden i- ika ion de Säulen igu en als Augus us und de Tibu i- nischen Sibylle (Lins, S e nbe g, Ka enb ock) sowie ü eine on An ang an geplan e Holzsich igkei . Es bleib also abzuwa en, ob sich 2046 zu 525-jäh igen Fe igs ellung des g öß en Re abels in Schleswig-Hols ein und dem 380-jäh igen Jubiläum am S ando im Schleswige Dom e neu eine Ini ia i e inden wi d, die an die T adi ion de bishe igen Tagungen anschließ und die Fo schung o - se z . Zu wünschen wä e es. Julia T inke Ins i u ü Kuns geschich e de Hein ich-Heine- Uni e si ä Düsseldo Rezensionen | 273 Klos e P ee z im Mi elal e Bei äge zu Geschich e, Kuns - und Musikgeschich e hg. . Klaus Ge eon Beucke s und Oli e Auge (Fo schungen zu Klos e und S i P ee z, Bd. 3) Ve lag Ludwig: Kiel 2024 400 Sei en, 212 Fa b- und 12 SW-Abbildungen ISBN 978-3-86935-464-4, EUR 69,90 Dank eines kon inuie lichen Bes ehens sei dem 13. Jah - hunde bewah das Adelige Klos e P ee z ein im ländli- chen Hols ein einziga iges Ensemble on Bau- und Kuns - we ken. De im Wesen lichen zwischen dem 13. und dem 19. Jah hunde gescha ene Gebäudebes and mi seinen Auss a ungss ücken du chlie meh ach T ans o ma ions- p ozesse, die als Zeugen sich wandelnde Ideale in e p e- ie we den können. Anzuzeigen is an diese S elle ein on Klaus Ge eon Beucke s und Oli e Auge he ausgegebene Sammelband, de dem Klos e P ee z im Mi elal e gewid- me is und au eine im Sep embe 2023 o O ausge ich- e e Tagung zu ückgeh . Es handel sich um Band 3 de sei 2022 in asche Folge e scheinenden Fo schungen zu Klos- e und S i P ee z, he ausgegeben neben Klaus Ge eon Beucke s du ch die P ee ze P iö in E ika on Bülow. Zu- sammenge üh wu den 23 Bei äge, die sich einem b ei en hema ischen Spek um on de G ündungsgeschich e des Klos e s übe Buch- und Goldschmiedekuns , de Bauge- schich e, Musik, Skulp u und Tex ilkuns widmen. In eine den Bei ägen o anges ell en Einlei ung u Klaus Ge eon Beucke s zen ale Eckda en de P ee ze Ge- schich e in E inne ung – die G unds einlegung ü die Klos- e ki che im Jah 1268 sowie die 1286 e üg e Limi ie ung des Kon en es au siebzig Nonnen, wü dig die gu e Übe - lie e ungssi ua ion und e e ie die Fo schungsgeschich e. Oli e Auge e weis zu Beginn seines Au sa zes zu G ündungsgeschich e on Klos e P ee z au die 2009 pu- blizie e Disse a ion on Johannes Rosenplän e , de en E gebnisse lediglich in Nuancen e wei e we den könn en. Es olg eine konsis en e Da s ellung de on G a Alb ech II. on O lamünde und Bischo Be hold on Lübeck um 1211 o ange iebenen und du ch G a Adol IV. on Schauenbu g 1226 usu pie en Klos e g ündung, de en Anliegen nich zule z auch die E ablie ung eines »kle ikale[n] Pe sonal e- se oi [s]« (S. 33) in Pe son de P öps e gewesen sei. Johannes Rosenplän e , de de zei wohl bes e Ken- ne de mi elal e lichen Geschich e on Klos e P ee z, s eue einen Bei ag zu wi scha lichen Si ua ion de Ge- meinscha bei. Un e dem Ti el A mu im Klos e P ee z? Wi scha s üh ung und Ve so gungsengpässe im 15. Jah - hunde gib de Au o zunächs eine Übe sich übe die du chaus beach liche, sei de G ündung sch i weise e - wei e e G undhe scha des Klos e s. Zugu e komm ihm dabei eine ungewöhnlich gu e Quellenlage, se z en die e - hal enen Rechnungen de P ee ze P ops ei doch be ei s 1411 ein. Die G ündung des Klos e s in einem Neusied- lungsgebie e möglich e diesem den Au bau eine » e i- o ial abgeschlossene[n] Klos e g undhe scha « (S. 38). Eine ausgewogene Mischung aus Geld- und Na u alabga- ben ga an ie e de Gemeinscha eine e gleichsweise s abile wi scha liche G undlage. Vo diesem Hin e g und s ell sich die F age, wa um man sich im Klos e meh ach als in »a mo h« (S. 35) bezeichne e. Rosenplän e kann zei- gen, dass die Klos e wi scha nich au das E zielen on Übe schüssen ausge ich e gewesen is . Man wi scha e- e on de Hand in den Mund, ein Sys em, das in K isenzei- en ode bei e höh em Mi elbeda e wa ü Baua bei en an seine G enzen kam. De Beg i de A mu besch eibe hie somi einen »ku z is ige[n] Ve so gungsengpass« (S. 43) und kein daue ha es s uk u elles P oblem. Beizu- p lich en is dem Au o in seine am Schluss des Bei ages o geb ach en Beobach ung eine mangelnden Tex k i ik ch onikalische Nach ich en, die wi scha liche Ve häl - nisse be e en. Die Behaup ung on »a mo h« in zu ücklie- genden Zei en könne schließlich auch dazu gedien haben, das eigene e olg eiche Wi scha en umso glanz olle he o e en zu lassen. De olgende Au sa z on F ede ic Zangel zum Ve - häl nis des hols einischen Niede adels zum Klos e P ee z spü – wiede um au de Basis de Disse a ion on Johannes Rosenplän e – einem de Ne zwe ke nach, in die das Klos e eingebunden gewesen is . Zu In e ak- ion mi dem egionalen Niede adel kam es au meh e en Handlungs elde n, e wa beim E we b on Bu gen bzw. Hö en du ch das Klos e ode beim Ve kau on Bauma- e ial aus de klos e eigenen Ziegelei. Wesen lich ü das Handeln des Kon en es dü e die soziale He kun seine Mi gliede gewesen sein, die zu dem Jah 1491 anhand eine Kon en slis e e schließba is : Von gesiche bü - ge liche He kun wa zu diesem Zei punk eine on 66 Nonnen. Die Kon en ualinnen adelige He kun s ell en übe wiegend üh ende Familien de hols einischen Ri - e scha , allen o an die Familie Ran zau. Passend schließ hie de Bei ag on De le K aack zu mi elal e lichen He aldik im Klos e P ee z an. Auch K aack be on die enge Ve bindung zwischen klös e li- che und adelige Lebenswel , die du ch die He kun de 274 | No delbingen 90 Kon en ualinnen, P iö innen und P öps e, du ch Mess- s i ungen und G ablegen gegeben wa . Die Zahl de im Klos e e hal enen Wappen aus o e o ma o ische Zei is eilich ge ing. Zu Rech e weis de Au o au die p o- minen pla zie en Wappen an den ös lichen Wangen des Cho ges ühls, on denen bislang alle dings nu das de Askanie iden i izie sei. Besse läss sich de S i ungs- zusammenhang des mi Wappen de Familie Ran zau e - sehenen P ee ze Ve kündigungs e abels e schließen, dessen ehemalige S ando Bezug au eine G ablege de Familie nahm. Fü kün ige Fo schungen zu den P ee ze S icke eien mi Wappen is die Klä ung on de en genea- logischem Hin e g und on hohem We . Mi dem ›Buch im Cho e‹ de P iö in Anna on Buch- wald (am . 1484–1508) nimm sich And eas Mülle des zen alen P ee ze Monumen es de monas ischen Re- o mbewegung im le z en D i el des 15. Jah hunde s an. Viele de in Anlehnung an Bu s elde Ideale in P ee z e g i enen Maßnahmen gleichen denen in ande en no d- und mi eldeu schen F auenklös e n: Ins andse zung de Gebäude, Ach ung de Klausu , Neuo dnung de Li u gie, Beau agung on Kuns we ken. Kodikologisch nähe sich Ke s in Schnabel in ih em Bei- ag dem ›Buch im Cho e‹, wobei das Haup augenme k au eine ak ibischen Besch eibung des in de O izin des Hin- ich Cos e in Lübeck 1487/88 gescha enen Einbandes sam seinen Beschlägen und Schließen, de Einbandmakula u und de Ke e lieg . Ein on Schnabel benann es Deside- a soll e bald Ta en nach sich ziehen: Vom ›Buch im Cho e‹ exis ie , o z des 2022 on Klaus Ge eon Beucke s publi- zie en und kommen ie en Faksimiles, noch imme keine »sys ema isch-wissenscha liche Besch eibung« (S. 85). Eben alls om ›Buch im Cho e‹ geh ein de gesunge- nen Li u gie im Klos e P ee z gewidme e Bei ag on Alison Noel Al s a aus, de le z lich einen Nachweis de kom-plexen und nu übe au wendige Schulungen p ak- izie ba en Li u gie und dami des geis igen Ni eaus des Klos e s da s ell . Auch hie zu is die Übe lie e ungs- si ua ion e gleichsweise güns ig: E hal en blieben mi dem Win e eil eines An iphona s und einem G aduale zwei li u gische Handsch i en des 14. Jah hunde s, also aus de Zei o de Klos e e o m. Als kleine Sensa ion is die im Rahmen de P ee ze Tagung 2023 ollzogene Rückkeh zweie zum G aduale gehö ige Doppelblä e zu we en, welche die Au o in im B uno-S äblein-A chi de Uni e si ä Wü zbu g en deck ha e. Al s a zu olge be ieben die P ee ze Nonnen ein Sk ip o ium, das einen »singulä en S il musikalische No a ion« (S. 107) p leg e. Zu einigen o malen Eigenhei en inden sich Pa allelen im mi le en Rheinland. Aus üh lich wü dig Al s a die im ›Buch im Cho e‹ es gehal ene O dnung des Go es- diens es du ch Anna on Buchwald, die o ih e Wahl zu P iö in das Am de Kan o in innegehab ha e. Mi Bea e B aun-Nieh konn e ü eine Un e suchung des P ee ze E angelia s eine ausgewiesene Kenne in de Buchkuns des 13. Jah hunde s gewonnen we den. In dem wohl bald nach de Mi e des 13. Jah hunde s ge e ig en Codex mach B aun-Nieh sowohl konse a i e als auch neue Elemen e aus: En hal en sind eine olls ändige Folge on Kanon a eln sowie ein Capi ula e e angelio um, ohne dass diese al he geb ach en Na iga ionshil en im Ge- b auch des E angelia s a sächlich nu zba wä en. Zu O i- en ie ung im Tex dienen ielmeh ub izie e Kapi el-Zi - e n, eine neua ige, on Pa is aus e b ei e e Gliede ung de E angelien. Beme kenswe sind die den Kanon a eln o anges ell en Tex e, ü die die Au o in eine mi el heini- sche Vo lage e mu e . Fü gewisse Mo i e de Buchmale- eien können Vo lagen aus ka olingische und o onische Zei wah scheinlich gemach we den. Vo sich ig schläg B aun-Nieh eine Fe igung des Codex in Hambu g o , wo eine sei s äl e e Vo lagen g ei ba wa en und ande e sei s eine Kenn nis ak uelle Buchkuns aus dem nö dlichen Ha z o land und Magdebu g o ausgese z we den kann. Ein on Klaus Nieh und Bea e B aun-Nieh e ass- e Bei ag be ach e sodann den Einband des P ee ze E angelia s, de sich als ein aus he e ogenen Teilen kom- ponie es »Pas iccio« (S. 159) e weis . Im Zen um de Un- e suchung s ehen die ün mi elal e lichen S anzen aus e golde em Silbe blech, die heu e au dem Rückdeckel mon ie sind. Wäh end de do h onende Ch is us de e s en Häl e des 13. Jah hunde s angehö , dü en die ihn umgebenden ie Medaillons mi den E angelis ensym- bolen gegen 1300 en s anden sein. Die ehemaligen Zusam- menhänge, aus denen die S anzen mögliche weise e s in de Neuzei gewonnen wu den, sind unbekann . Ve gleiche mi s ilis isch ähnlichen S anzen üh en zumindes ü die E angelis ensymbole zu Ve mu ung eine Fe igung in Lü- nebu g, Hambu g ode Lübeck. Mi dem P ee ze Messkelch widme sich Klaus Nieh schließlich de p ominen es en Goldschmiedea bei des Klos e s. Die ün am Fuß des Kelches mon ie en Tondi mi Szenen aus dem Leben Ch is i gehö en zum g oßen Bes and ähnliche , abe nie iden ische T eiba bei en, die »übe ganz No d-, Wes - und Os deu schland« e b ei e sind (S. 174). Dem Au o is beizup lich en, wenn e kon- s a ie , dass die Tondi »nu wenig ü eine genaue e Ein- o dnung des S ücks wei e hel en« (S. 176). Ähnlich e häl es sich mi dem Filig an an Kuppa und Nodus des Kelches. Nieh e e ie die En a nung des Kelches on S . Ma ien in Be gen au Rügen, de lange als Pa allele zum P ee ze S ück gal , als eine A bei des 19. Jah hunde s. In No d- deu schland s eh de P ee ze Kelch mi seinem à jou übe die Kuppa geleg en Filig an sei dem isolie da. Nach sei- ne Ve weige ung eine allzu wohl eilen Lokalisie ung de Goldschmiedewe ks a geh de Au o noch einen Sch i wei e , indem e ag , ob de Kelch denn mi Siche hei ü P ee z gea bei e wo den sei. Es olg eine eind ucks olle Pa ade on Quellen, die das Ve lage n, Kon iszie en, Ve - schenken und Ve kau en on asa sac a aus no ddeu schen Ki chen in de F ühen Neuzei belegen. Die F age, ob es sich beim Kelch um eine ech e »P ee ziose« (S. 182) han- dele, müsse dahe o enbleiben. Den Sp ung on de Buch- und Scha zkuns hin zu Bau o schung leis e Ul ich Knapp mi seinem Bei ag zum Rezensionen | 275 Kon en bau des Klos e s, de eine E gänzung zu seinem hie eben alls besp ochenen Buch übe die Ki che is (Ul- ich Knapp: Die Klos e ki che P ee z. Beobach ungen zu Baugeschich e [Fo schungen zu Klos e und S i P ee z, Bd. 1], Kiel 2023). Die im Ke n mi elal e lichen Gebäu- de wa en 1847/48 wei gehend abgeb ochen wo den, de e bliebene To so wu de 1850/51 in einen Neubau in e- g ie . In den 1850e Jah en e wach e das his o iog a i- sche In e esse an den ku z zu o ze s ö en Ke n äumen des P ee ze Kon en es. Un e Nu zung on Auskün en ehemalige Bewohne en s anden e s e Rekons uk- ionszeichnungen. E gänzend zu den Planzeichnungen können die Belege zu Baumaßnahmen, die sich sei 1411 in den Rechnungsbüche n des Klos e s inden, he ange- zogen we den, um eine o sich ige Rekons uk ion de Bauges al und eine Funk ionszuweisung de Räume zu wagen. Knapp e o e das Do mi o ium bzw. Schla haus de Nonnen, e neue e wa 1412/15, im Wes lügel. An- gesich s de Lage des Zugangs zum Nonnencho möch e de Rezensen agen, ob diese Maßnahme nich doch ehe den Os lügel, namen lich dessen Obe geschoss, be o en haben könn e. Un e P ops Johannes Knu e (am . 1437–1449 u. 1452–1453) begann dann de Neu- bau des Re ek o iums, on Knapp übe zeugend als Teil des No d lügels lokalisie , sowie des Langen Hauses mi de Küche, das de Au o wiede um mi dem Wes lügel iden i izie . Fü die zwei e Häl e des 15. Jah hunde s is die sch i weise E neue ung de d ei K euzgang lü gel, die nun Gewölbe e hiel en, beleg . Die in diesem Zusammen- hang e wähn e »cappellen« (S. 202) iden i izie Knapp mi dem Kapi elsaal, den e ebenso wie die Schule im Os lügel sieh . Neben den Belegen, die den an die Ki che anschließenden Kon en bau be e en, e e ie Knapp auch die Quellen zu wei e en klös e lichen Gebäuden: Badhaus, P ops enhaus, P ies e haus, Haus de P iö- in, Siechenhaus. Das so un e Vo behal e schließba e Raump og amm sei dem de Benedik ine innenklös e Ebs o und Lüne e gleichba , die im Zuge de Klos e - e o m im 15. Jah hunde ähnlich ie g ei end e neue wo den sind. Ka ha ina P iewe e such im Anschluss an die 2023 du ch Ul ich Knapp e idie e Baugeschich e de Klos- e ki che e s mals de en um assende e Eino dnung in den Kon ex de Backs eina chi ek u um 1300. De Bau en hal e, insbesonde e im Cho , noch Teile eine d ei- schi igen Ki che aus dem ie en Vie el des 13. Jah - hunde s. Vielleich in Folge des Klos e b andes on 1307 sei das Langhaus dann in Fo m de bes ehenden S a elhalle e ich e und de Cho en sp echend e höh wo den. Das Dachwe k is um 1325 +/- 5 (d) au ge ich- e wo den. Bedeu sam is die on Knapp ich igges ell e Deu ung de 1327 o genommenen S i ung zuguns en eines neuen Cho s de Nonnen, die eben nich dem a - chi ek onischen Cho polygon, sonde n dem Einbau des li u gischen Nonnencho s in das Mi elschi gegol en ha . Einen Impuls zu Fo m indung ü die zu En s e- hungszei in wei em Umk eis einziga ige F auenklos- e ki che e mu e P iewe, da in Knapp olgend, in de zwischen 1292 und 1306 e olg en Bes a ung on Elisa- be h, Mu e des G a en Johann II. on Hols ein-Kiel, in P ee z. Zu ges al e ischen De ails, u.a. den Diens bün- deln im Langhaus und de en S uckkapi ellen, nenn die Au o in übe zeugende Pa allelen, wobei den ab 1260/70 e ich e en Teilen de Lübecke Ma ienki che besonde e Bedeu ung zuzukommen schein . In seine Un e suchung zu sak alen Binnen opog a- ie de Klos e ki che geh Klaus Ge eon Beucke s on de ungewöhnlichen ebene digen Anlage des P ee ze Nonnencho es aus. Me hodisch knüp e an die weg- weisenden S udien on Clemens Kosch an, de en We ü das Ve s ändnis mi elal e liche Sak albau en nich hoch genug einzuschä zen is . Die Abmaue ungen des Nonnencho es und des nö dlichen Sei enschi es sind gu nach ollziehba , ebenso die im spä en Mi elal e o han- denen Du chgänge. Zudem sind zumindes die S ando e de d ei wich igs en Al ä e – Hochal a , Al a des Nonnen- cho es, K euzal a – gesiche . Anhand de Du chgänge und Al a s ando e ekons uie Beucke s übe zeugend die O e d eie li u gische Handlungen: de Au bah ung Ve s o bene , des Einzuges des Palmesel-Ch is us’ und de Weihe des Tau wasse s. Bedeu sam wa en bei diesen Ak ionen die beiden wes lichen Joche des Mi elschi es, die als Laienki che dien en. Hie be and sich die Nah - s elle, an de zu bes imm en Ri en de Kon en mi dem Laien olk zusammen a . Anja Selige wende sich dem bislang nu ansa zweise e o sch en Cho ges ühl de P ee ze Klos e ki che zu. Anhand kons uk i e De ails plädie sie ü eine einhei - liche En s ehung de Längs eihen und de Wes eihe. De Deko de Le z e en is im Zuge eine Res au ie ung 1897 wei gehend neu gescha en wo den. Als mi elal e liche Teile läss Selige lediglich sechs alle dings übe a bei e e Wimpe ge und, mi leich em Zwei el, die Kapi ellkonsolen gel en. Die gesiche en Da en de Baugeschich e – Dach- we k 1325 +/- 5 (d) sowie 1327 S i ung zuguns en des Nonnencho s – b ing die Au o in übe zeugend in Ein- klang mi den o malen Me kmalen des Ges ühls. Diskus- sionsbeda bes eh noch bei de Zuweisung de Wappen an den beiden ös lichen Wangen. Hie gehen die im Band e sammel en Ansich en on De le K aack und Anja Se- lige auseinande . Nu so iel: Das Wappen de No dos - wange da doch als das des Fü s en ums Anhal gel en. Die sel samen Wappen ie e an de Südos wange könn en aus dem Schild gewonnen wo den sein, den Alb ech II., e s e S i e on P ee z, au seinen als G a on O lamün- de ge üh en Siegeln nu z e. Diese zeig zwei sch ei en- de Leopa den (O o Posse: Die Siegel des Adels de We - ine Lande bis zum Jah e 1500, Bd. V, D esden 1917, S. 11 mi Ta . 5,10 u. 6,1+2). Bedenk man, dass man in P ee z um 1327 das Wappen des S i e s, dem ein Jah hunde zu o Hols ein e lus ig ging, zum Zwecke de Memo ia wohl nu aus Siegeln e schließen konn e, dann wi d das agwü dige E gebnis de geschni z en Umse zung e - s ändlich. 276 | No delbingen 90 Mi dem D ei al igkei sbild de Wes eihe widme sich Luca E e s de einzigen heu e olls ändig sich ba en spä - mi elal e lichen Bild a el am Cho ges ühl. Übe zeugend lei e e e s mals eine Da ie ung de Male ei um 1485/90 he , o dne sie ein und s ell sie in den Kon ex de un e P iö in Anna on Buchwald ini iie en Auss a ungsp ojek- e. Eine Zusch eibung an den on de P iö in beschä ig en Lübecke Meis e Pe e is wah scheinlich. Zwei el möch e de Rezensen lediglich an de bislang üblichen Da ie ung de P ee ze Ablass a el in das ühe 16. Jah hunde äu- ße n. Eine eigene S udie zu diesem übe a bei e en We k wä e wünschenswe . Ka ja Hilleb and s ell das um 1435 gescha ene Haup - al a e abel de Klos e ki che, das sich heu e im Däni- schen Na ionalmuseum in Kopenhagen be inde , o . So- wohl die Male eien de Flügelaußensei en als auch einige de Skulp u en ezipie en Figu en om Hambu ge Tho- mas-Al a des ›Meis e s F ancke‹, was eine en sp echende Da ie ung und Lokalisie ung des P ee ze Re abels nach sich zieh . Angeme k sei, dass die im Bei ag genu z e Da- ie ung de Goldenen Ta el aus S . Michaelis in Lünebu g »um 1400« (S. 288) sei dem jüngs en Fo schungsp ojek am Niede sächsischen Landesmuseum Hanno e obsole is . Dend och onologische Da en zeigen, dass an dem Re- abel ab 1422 gea bei e wo den sein kann (Eliza Reichel: Die Kons uk ion de Goldenen Ta el, in: Die Goldene Ta el aus Lünebu g, hg. on An je-Fee Kölle mann u. Ch is ine Unsinn [Niede deu sche Bei äge zu Kuns geschich e, N.F. Bd. 5/6], Pe e sbe g 2021, S. 198–216, hie S. 198). Fü das ch onologische Ge üs , in dem no ddeu sche Re- abel des 15. Jah hunde s zu disku ie en sind, is dami ein wich ige Fixpunk gewonnen. Dem in de Klos e ki che e bliebenen, leide s a k be- schädig en Re abel aus dem ühen 16. Jah hunde widme Jan F ied ich Rich e einen Bei ag. Das Bildp og amm des zwei ach wandelba en Re abels läss sich e schließen: Im geschlossenen Zus and ie Passionsszenen, im Zus and de e s en Wandlung dann links und ech s außen ie wei e e Passionsszenen, die eine Da s ellung de G e- go smesse ein assen. Im olls ändig geö ne en Zus and en hiel das Re abel 22 Skulp u en, on denen el e hal en sind. In de Mi elachse angeo dne wa en Ma ia und die hl. Anna. Zu Rech ag Rich e , ob das Re abel on o n- he ein ü seinen ak uellen S ando , den Al a de Laien- ki che, gescha en wo den is . E be on die ü die En s e- hungszei anach onis ische Ikonog a ie de Fes agssei e, die in zwei Regis e n s upide au ge eih e Skulp u en zeig , und zwa einen Mix on Heiligen, die sich zu keine inhal - lich konsis en en G uppe zusammen ügen. Rich e schläg o , dass hie die an de Klos e ki che besonde s e eh en Heiligen zusammenges ell wo den seien. Mangels Pla zes ü die sons übliche Reihe on Nebenal ä en habe man Laien dami ein quasi komp imie es Ve eh ungsangebo gemach . Mi gu en G ünden weis Rich e das Re abel de We ks a des Schni ze s Lü je Mölle in Schleswig zu. Mi dem Ve kündigungs e abel un e such Julia T in- ke den zwei en Al a au sa z P ee ze P o enienz, de sich heu e in Kopenhagen be inde . S ingen einem ob- jek wissenscha lichen Ansa z olgend ag die Au o in nach Ma e ialien, We kp ozess, Ikonog a ie und anhand o male K i e ien nach einem möglichen We ks a zu- sammenhang. Das Re abel gehö in den Kon ex eine in No ddeu schland ab 1510 zu e zeichnenden Rezep ion on A bei en de Riemenschneide -We ks a . Kons uk- i e und s ilis ische Me kmale machen eine Fe igung in Lübeck zwischen 1510 und 1525 wah scheinlich. E s mals di e enzie die Au o in die im Mi elsch ein pla zie e Wappenallianz de Familien Ran zau und Re en low/ode Wals o /ode Muggele, wo aus sich e schiedene denk- ba e S i ungszusammenhänge e geben. Vi ien Biene behandel schließlich das im Klos- e e bliebene Sippen e abel, ü das anhand o male Me kmale eine Fe igung um 1520 in Lübeck wah schein- lich gemach we den kann. Die wohl im 17. Jah hunde ollzogene Au s ellung des Re abels o de Wes eihe des Cho ges ühls kann, wie die Au o in zu Rech e me k , nich die u sp üngliche gewesen sein. Sie zieh ielmeh eine Pla zie ung au dem Al a o de Os wand des nö dli- chen Sei enschi es ode – ü den Rezensen en ehe übe - zeugend – im Siechenhaus des Klos e s in Be ach . Eben alls Vi ien Biene is ein Leh p ojek mi Kiele S udie enden zu e danken, aus dem he aus ku ze Bei ä- ge zu ach spä mi elal e lichen Skulp u en des Klos e s en s anden sind. Neben p ominen en, in de Fo schung beach e en We ken wie dem To so des Palmesel-Ch is us ge a en auch A bei en in den Blick, die noch kaum eine sys ema ische kuns his o ische Bea bei ung e ah en haben. Kün ige S udien können an das hie E a bei e e anknüp en. So könn e e wa dem Bezug zu Klos e e o m des 15. Jah hunde s, den es ü die lebensg oßen Skulp- u en des K euz agenden Ch is us und des Schme zens- manns zu geben schein , nachgegangen we den. Das Wissen um zwei he aus agende Skulp u en in P ee z e ie en die anschließenden Bei äge. Ma hias Wenige be e den To so eine Pie à aus Kalks ein in seine S udien zum Expo P age Bildwe ke im 15. Jah - hunde ein. Dabei geh sein Bei ag wei übe eine S udie zum P ee ze Vespe bild hinaus, e e ie e doch in einem Ka alog nich wenige als den Fo schungss and zu eu o- pawei en Zi kula ion P age S einskulp u en. Johannes T ipps nimm den wohl aus dem spä en 13. Jah hunde s ammenden P ee ze Palmesel-Ch is- us zum Anlass, die ühes en, sei dem 10. Jah hunde g ei ba en Quellen zum Geb auch des Palmesels zusam- menzus ellen. Zu Rech ag de Au o , wie man sich denn das Ri ual des Einzuges Ch is i un e Be eiligung eines Kon en es on Benedik ine innen o zus ellen habe. Mangels edie e Quellen ma kie de Bei ag hie ein Deside a de Fo schung. Den Abschluss des Bandes bilde ein Au sa z on Ve a Henkelmann, de den bislang nu in Ansä zen e o sch en mi elal e lichen Tex ilien aus Klos e P ee z gewidme is . Auch wenn die el e hal enen Einzels ücke mi Siche - hei nu ein ge inge Res des eins mals Vo handenen Rezensionen | 277 sind, dü e das Kon olu doch zum Um ang eichs en ge- hö en, was in diese A in Hols ein e hal en geblieben is . Fü das sogenann e ›Hunge uch‹ leg die Au o in da , dass die ges ick en Wappen und Ini ialen mi nich en eine Fe igung de S icke ei im Klos e selbs belegen. Das S ück kann ebenso wie das ges ick e Tuch mi Minnesze- nen als Schenkung ins Klos e gelang sein. Übe zeugend sind die Vo schläge, das Tuch mi Adle n als Lesepul - decke, das Tuch mi Ve kündigung und Ma ien od abe als Ka a alkdecke zu iden i izie en. Skepsis möch e de Rezensen anmelden hinsich lich eine Da ie ung de an de P ee ze ›Tasche‹ e a bei e en Sam e »um 1310« bzw. »um 1400« (S. 390). De ails wie dieses zeigen, dass ü die Tex ilien ein ähnliches Deside a bes eh wie ü das ›Buch im Cho e‹: Zu e a bei en wä en de aillie e Objek doku- men a ionen, die als Basis wei e gehende Übe legungen dienen können. Die Bei äge des Bandes zeigen, zu welchem E kenn - nisgewinn eine genaue, me hodisch undie e Analyse einzelne Quellen und Kuns we ke üh en kann. Fäche - übe g ei end e geben sich imme wiede Que e weise, e wa wenn dem Baugeschehen au dem Klos e a eal so- wohl bau- als auch wi scha shis o isch nachgegangen wi d ode wenn sich Spu en mi el heinische Vo lagen sowohl in de gesungenen Li u gie als auch in de Aus- s a ung des P ee ze E angelia s inden. Zu agen wä e, wie eine solche Beobach ung o dem Hin e g und de komplexen G ündungsgeschich e des Klos e s denn ein- zuo dnen is . Zu bes imm en Objek en soll e das in e - disziplinä e Nachdenken o ge üh we den. So geh die Ikonog a ie des kapi alen ges ick en Tuches mi ie Bild- egis e n und Allianzwappen de Familien Sehes ed und Ra low siche da übe hinaus, schlich ein »Zeugnis de in- ensi en Ma ien e eh ung des ausgehenden Mi elal e s« (S. 65) zu sein. Nach diese e s en, übe aus gelungenen Tie ensondie ung sind Geschich e und Kuns des Klos e s P ee z bei Wei em nich ›ausge o sch ‹. Jö g Rich e Klos e kamme Hanno e De Schwe ine Dom und König Ludwig IX. on F ank eich Zum T ans e de Hochgo ik in den Os see aum on Rudol Con ades Michael Imho Ve lag: Pe e sbe g 2023 368 Sei en, 230 Fa b- und 31 SW-Abbildungen ISBN 978-3-7319-1123-4, EUR 49,95 De Dom zu Schwe in Baugeschich e – Cho disposi ion – Denkmalp lege on Anna Ho mann a s + science weima GmbH: Ilm al-Weins aße 2023 428 Sei en, 229 Fa b- und 42 SW-Abbildungen ISBN 978-3-89739-952-5, EUR 52,00 Wenn übe ein bedeu endes Bauwe k wie den Schwe ine Dom zei gleich und unabhängig oneinande gleich zwei Monog a ien e scheinen, so is die E wa ungshal ung 278 | No delbingen 90 gegenübe den o ges ell en E gebnissen hoch und wi d, um es o weg zu sagen, in dem o liegenden Fall, einem de Schlüsselbau en de no ddeu schen Backs eingo ik, keines alls en äusch . Die e s e A bei on Anna Ho mann, eine an de Ma in- Lu he -Uni e si ä Halle-Wi enbe g en s andene kuns - geschich liche Disse a ion, se z sich die p äzise bau- a chäologische wie quellenkundliche Un e suchung des go ischen Bauwe ks zum Ziel. Ausgehend on de Da ie- ungsp oblema ik eines Baubeginns um 1270 ode 1290 und dami de F age nach de zei lichen S ellung gegenübe de Ab eiki che Dobe an komm sie au g und eines de ail- lie en Fo men e gleichs zu de beg ünde en E kenn nis eine P io i ä des Schwe ine Doms, zumal die bislang ü die Spä da ie ung ange üh e o male Abhängigkei on de Wes bauplanung des Kölne Domes inzwischen du ch de en Neuda ie ung in das mi le e 14. Jah hunde ob- sole gewo den is und ielmeh die 1277 e igges ell e Kölne Domsak is ei den eigen lichen Bezugspunk da - s ell . Die E wähnung eines Baumeis e s We ne 1272 be- zieh sich dami au den be ei s im Bau be indlichen Cho , de 1317 einschließlich de ös lichen Que hausmaue n im Wesen lichen abgeschlossen gewesen sein dü e. Da abe auch de als Ini ialbau de Schwe ine Umgangscho - lösung angesehene Lübecke Ma iencho nich o 1277 begonnen sein kann, so bedeu e dieses nich s wenige als eine Umkeh de bishe e ablie en Bau en olge, an de en Spi ze nun zwei els ei Schwe in ück . Un e Annahme eine Bauun e b echung on 25 Jah en wä en das Que - haus ab 1343 und das Langhaus nach olgend in de zwei- en Jah hunde häl e en s anden, um schließlich 1416 mi de Einwölbung zum Abschluss zu gelangen. Auch ü die Geschich e de Fa b assung e gab sich eine en schei- dende P äzisie ung: Wäh end die e s en Bauphasen noch eine Ro assung des Innen aums zeig en, e olg e mi dem Beginn de Einwölbung nach 1382/84 de Übe gang zu Weiß assung, die auch in de Rekons uk ion on 1980 den heu igen Raumeind uck bes imm . In de allgemeinen A chi ek u geschich e behaup e e de Schwe ine Dom seinen es en Pla z als eines de p o- minen es en Beispiele des in de Backs eina chi ek u des südlichen Os see aums e e enen Bau yps des basilika- len Umgangscho es, bei dem die Kapellen mi den jewei- ligen Umgangsjochen un e gemeinsamen K euz ippenge- wölben zusammenge ass sind. Die p äzise Analyse de de Schwe ine Cho schlussplanung zug undeliegenden Geo- me ie e gab dabei die ungewöhnliche gleichzei ige Ve - wendung eines inne en Ok ogons und äuße en Dekagons als G undlage ü den aus einzelnen Hexagonen gebilde en Cho umgang. Demgegenübe s ell , wie die Ve asse in nachweisen konn e, die »Dobe ane Cho g und issdisposi- ion« be ei s »die Reduzie ung de Schwe ine Cho anlage« da (S. 170), und auch »[d]e Baumeis e de Ros ocke Ma ienki che nahm un e Kenn nis de Dobe ane Cho - g und issdisposi ion eine wei e e Ve ein achung de kom- plexen Schwe ine Disposi ion o « (S. 173). Schwie ige ges al e sich hingegen die Analyse des Cho polygons de Lübecke Ma ienki che, die bislang wie selbs e s änd- lich an den An ang de En wicklungs eihe gese z wo - den is : Au g und de komplexen Baugeschich e, bei de de hochgo ische Cho bau sekundä einem bes ehenden Hallencho mi D eiapsidenschluss ange üg wu de, sind Außen- und Binnencho si ua ionsbeding als zwei seh un egelmäßige Ok ogone angeleg . »Da keine Cho neu- konzep ion o lieg «, könne, so die logische und zugleich e olu ionie ende Schluss olge ung de Ve asse in, »de Lübecke Ma ienki che in Bezug au die Cho g und issdis- posi ion auch keine Vo ei e olle zugesch ieben we den« (S. 177). Vielmeh liege hie »eine pseudopolygonale Cho - anlage mi nu d ei K anzkapellen« o , »was ih e ypolo- gische Eino dnung e hinde « (S. 181). Die P io i ä de Schwe ine Lösung o den Ve gleichsbau en im südlichen Os see aum, und das is das en scheidende Resul a diese A bei , is dami unbes i en. In de allgemeinen A chi ek u geschich e wa das Thema eine möglichen Ablei ung de Lübecke /Schwe- ine G und isslösung on wes eu opäischen P o o y- pen in Soissons, Quimpe und U ech aus de Mi e des 13. Jah hunde s disku ie und scheinba logisch du ch die Fe nhandelsbeziehungen de Hanses ad e klä wo den. Wie die Ve asse in nun au g und ih e Analysen glaubha machen konn e, is es nich die Rezep ion eines o handenen G und iss yps, sonde n die in allen Fällen gleiche G und o ausse zung de Kombina ion eines Ka- pellenumgangscho es mi einem d ei- s a ün schi igen Langcho , die den neuen Bau ypus des » usionie e[n] Kapellenk anz[es]« gene ie e (S. 186). Nich om a chi ek u geschich lichen, sonde n ge- schich lichen Ansa z he komm die zwei e Publika ion on Rudol Con ades zu einem, was das Da um des Baubeginns in Schwe in anbe i , ganz gleichen E gebnis. Fü ihn is es die Ta sache, dass Bischo Rudol I. on Schwe in 1262 in Pa is on König Ludwig IX. einen Do n aus de Do nenk one Ch is i ü den Schwe ine Dom geschenk e hiel , die den Ans oß ü den Neubau seine Domki che 1272 gegeben habe. Unmi elba e Anlass seines Besuchs in Pa is wa die Eheschließung Alb ech s on B aunschweig mi Alessina on Mon e a gewesen, die du ch Bischo Rudol – zu o S i sp ops in B aunschweig – s ell e e end ü den ab- wesenden B äu igam ollzogen wu de, wobei Rudol hie im Zen um de Hochgo ik die Gelegenhei and, die wich- igs en Bauwe ke des neuen A chi ek u s ils, namen lich die Sain e-Chapelle, die Que haus assaden on No e- Dame und die Ab eiki che on Sain -Denis sowie die inno- a i en Baup ojek e des Pie e de Mon euil, kennen und schä zen zu le nen. Als Beleg ü die F ühda ie ung e mag e die Al a weihen on 1282 he anzuziehen, abe auch sein Hinweis au die 1267 e olg e G unds ücksübe eignung an das Domkapi el läss deu lich genug au die Vo be ei ung eines g öße en Baup ojek s schließen. Dami is zugleich de his o ische Hin e g und ü den Schwe ine Dombau übe zeugend nachgezeichne . Auch das am Cho po al an- geb ach e Bülow’sche Wappen, das au ie , zwischen 1292 und 1375 egie ende Bischö e diese Familie e weis und Rezensionen | 279 dahe s e s als his o isches A gumen ü eine Spä da ie- ung des Baubeginns he angezogen wu de, konn e om Ve asse als spä e e Zu a wah scheinlich gemach und dami als Beleg en k ä e we den. Schwie ige hingegen ges al e sich die Suche nach un- mi elba en a chi ek onischen Vo bilde n ü den Schwe- ine Dom im Be eich de anzösischen Hochgo ik, da die Ges al ungs o ausse zungen ü einen eich mi Maßwe k- o men du chse z en We ks einbau und einen on g oßen, ungegliede en Wand lächen gep äg en Backs einbau zu un e schiedlich sind und sich dahe ein Ve gleich nu au ela i allgemeine Eigen ümlichkei en besch änken kann. Mi den beiden gleichzei ig e schienenen Un e su- chungen zum Schwe ine Dom lieg ge adezu ein Glücks- all ü die Geschich e de E o schung dieses Bauwe ks o , dessen Bedeu ung als Ini ialbau ü die go ischen Basiliken im Backs eingebie dami mani es wi d und als Bischo ski che seinen Vo ang o de s äd isch-bü ge - lichen Ma ienki che Lübecks zu behaup en e mag. Johann Jose Böke Ins i u ü Baugeschich e am Ka ls uhe Ins i u ü Technologie Schleswig-hols einische Küns le innen und Küns le in de Wel haup s ad de Kuns Hans Ch is iansen Dame mi „Le Figa o» (De ail), um 1899 Pos ka enen wu aus de Se ie „Pa ise Mädels des XX. Jah hunde s“ 22,3 x 14,6 cm Museumsbe g Flensbu g, In . N . KV 277 a Schleswig-hols einische Küns le innen und Küns le in de Wel haup s ad de Kuns ISBN: 978-3-9820658-5-4 Pa is! Schleswig-hols einische Küns le innen und Küns le in de Wel haup s ad de Kuns Auss ellungska alog Museumsbe g Flensbu g hg. . Michael Fuh Museumsbe g Flensbu g: Flensbu g 2022 122 Sei en, Fa babbildungen ISBN 978-3-9820658-5-4, EUR 21,90 Noch wäh end die École des Beaux-A s, eine de bes en und äl es en Kuns hochschulen, Mi e/Ende des 19. Jah - hunde s den Ton in Pa is angib , sp ießen zahl eiche p i- a ge üh e A elie s aus dem Boden. Ein ich ungen wie die Académie Julian ode die Académie Cola ossi üh en keine Eignungsp ü ung du ch, sonde n e langen Geld on ih e Schüle scha . Das mag schnöde klingen, e - meh jedoch das k ea i e Po enzial und b ing den Vo - eil mi sich, dass nich nach Gus o ode anzösischen Sp achkenn nissen ( ü die École zen al) gewähl wi d, sonde n Küns le und auch Küns le innen on übe all willkommen sind. Die eien Akademien hal en den D uck au die École au ech und als 1874 die e s e Imp essionis- en-Auss ellung s a inde , die Salon des Indépendan s en s ehen und die e olu ionä e Küns le g uppe de Na- bis e schein , is Pa is um 1900 endgül ig die Wel haup - s ad de Kuns gewo den. Ein Magne – auch ü Kuns scha ende aus de Region, die wi sei 1946 als Schleswig-Hols ein kennen. Ohnehin müssen diese mobil sein, denn eine Kuns hochschule gib es in dem Lands ich zwischen No d- und Os see lange nich . Was abe üh sie nach Pa is, was sehen sie do , was b ingen sie mi ? Diesen F agen haben sich die Ku- a o innen des Flensbu ge Museumsbe ges, Madeleine S äd le sowie ih e Vo gänge in Dö e Ah ens, mi Blick au ih e Sammlung sowie wei e e Au o innen und Au o en im Auss ellungska alog Pa is! Schleswig-hols einische Küns le innen und Küns le in de Wel haup s ad de Kuns engagie angenommen. Die Be ach ungen se z en im Wesen lichen 1864 ein, als Schleswig-Hols ein p eußische P o inz wi d. De Deezbülle Ca l Ludwig Jessen (1833–1917), auch als ›F iesenmale ‹ bekann , ha zunächs an de Königlich Dä- nischen Kuns akademie in Kopenhagen bei Wilhelm Ma - s and s udie . Nach Ausb uch des deu sch-dänischen K ieges se z e »seine Ho nungen au die En wicklungen in Deu schland« (S. 22). Wie iele ande e üh en ihn diese nach F ank eich: 1867 geh Jessen mi hil e eines S ipen- diums nach Pa is, wo e bei dem His o ienmale und Bild- haue Jean-Léon Gé ôme s udie . Seine S udien – Kapi- elle, To bögen, ein an üh endes B us bild nach Oc a e Tassae – sind noch on ganz klassische P ägung, doch auch au den S aßen schau e sich um und da mag man schmunzeln: Jessens 1868 begonnenes (e s 1889 ollen- de es) Gemälde Pa ise Ca é sieh aus wie eine mondäne Va ian e seine heima lichen Gen ebilde und In e ieu s. 1871 ende de deu sch- anzösische K ieg, die ›E b- eindscha ‹ abe bleib nach G ündung des deu schen Kaise eiches e hal en. Die Küns le se z en sich übe den schwellenden Na ionalismus eils hinweg, eils be- dienen sie diesen: 1889 soll de Hols eine Male Hans Olde (1855–1917) wegen de angespann en poli ischen Beziehungen seine Teilnahme an de Pa ise Wel aus- s ellung ausschlagen. Dem abe wide se zen sich Olde und zahl eiche ande e un e Lei ung on Max Liebe mann – sie zeigen ih e We ke o zdem. Und wäh end Olde seine F au olle Begeis e ung on de Begegnung mi Claude Mone s Ge eideschobe n (Les meules) sch eib (S. 65), nimm de S ei um den anzösischen Imp es- sionismus und seinen Ein luss au die deu sche Kuns in seine Heima e s ich ig Fah au . Auch in den Gemäl- den on Emil Nolde (1867–1956) hallen die E ah ungen 286 | No delbingen 90 Fo mensp ache und ih e Mo i e o dem Hin e g und de küns le ischen A bei en de en we enden Küns le sowie ih e Einbe ung in die Kuns de Zei is die Au gabe des nächs en Fo schungssch i es, nachdem mi diesem Band die We ke zusammenges ell wu den. Das in den le z en Jah en in ande en Regionen dokumen ie e Ma e ial bie e zahl eiche Ve gleichsmöglichkei en und o de zu eine Wü digung de no ddeu schen Glasmale ei im Kon ex ih e Zei he aus. Denn es is bezeichnend, dass beispiels- weise in de Un e suchung on Ma ia-Ka ha ina Schulz (Glasmale ei de klassischen Mode ne in Deu schland [Eu opäische Hochschulsch i en, Reihe 28: Kuns ge- schich e, Bd. 74], F ank u am Main 1987) kein einziges Beispiel aus dem No den en hal en is . Dies dü e sich nach de Vo lage des Bandes on Loh und Pe e sen ände n. Seh zu beg üßen wä e es, wenn nach diesem Band zu den Ki chen ens e n eine ähnliche E assung de Glasma- le ei im p o anen Be eich, also in den Ve wal ungsbau en, den Schulen und sons igen ö en lichen Gebäuden, abe auch in den iel schwie ige zugänglichen P i a häuse n olgen wü de. Do dü e die E hal ungsquo e deu lich ge inge sein und die de zei igen Bau o gaben beispiels- weise zu ene ge ischen E üch igungen ge äh den ih en Bes and ak uell besonde s. Sie sind abe eine wich ige Re e enzg undlage, um die Spezi ik on Glasmale ei in Ki chen e assen zu können. Insgesam is de o liegende Band ein Glücks all ü die E o schung de Male eigeschich e hie im No den. Seine In en a isie ung wi d die G undlage zukün ige Fo schung bilden. De We des Buches lieg wenige in den Au sä zen als ielmeh in de gelungenen Kombina- ion de Zusammen agung diese immensen In o ma- ionsmenge du ch Axel Loh und de Bilddokumen a ion du ch Jan Pe e sen. Das seh solide, lese eundliche Lay- ou des Buches äg (wie die Regis e ) ganz e heblich zum Ve gnügen bei, mi dem man dieses Buch du chsieh , das e s mals einen Eind uck da on gib , welche ielen Glasmale ei-Leis ungen sich in den Ki chenbau en des No dens e be gen. Dies in den Blick geb ach zu haben, is jensei s alle kuns his o ischen Rele anz ein g oßes Ve diens . Klaus Ge eon Beucke s Kuns his o isches Ins i u de Ch is ian-Alb ech s- Uni e si ä zu Kiel Mi elal e liche S ad be es igungen in de Ma k B andenbu g und in No ddeu schland h g. . Joachim Mülle und Di k Schumann (Sch i en de Landesgeschich lichen Ve einigung ü die Ma k B andenbu g, N.F. Bd. 11; S udien zu b anden- bu gischen und e gleichenden Landesgeschich e, Bd. 27) Lukas Ve lag: Be lin 2023 463 Sei en, 590 meis a bige Abbildungen ISBN 978-3-86732-362-8, EUR 50,00 Die Un e suchung mi elal e liche S ad be es igungen ha in den le z en d eißig Jah en in den nö dlichen Bundes- lände n einen neuen Schwung e hal en, de zudem du ch das Handbuch Die mi elal e lichen S ad be es igungen im deu schsp achigen Raum on Thomas Bille (2 Bde., Da m- s ad 2016) wei e e s ä k wu de. Ohne d uck echnische Besch änkungen wu de hie ein so um ang eiche , a bige wie g oße Sammelband o geleg , de zwanzig einzelne Bei äge o s ell , die sich nach de aus üh lichen Einlei ung on Di k Schumann De Bau mi elal e liche s eine ne S ad be es igungen in de Ma k B andenbu g und in No dos deu schland. Eine Ein üh ung (S. 9–49) mi Aspek en mi elal e liche s ei- ne ne S ad be es igungen beschä igen, da on ach Tex- e ü No ddeu schland (S. 51–252) und el ü die Ma k B andenbu g (S. 255–437). Di k Schumann be on , dass den meis en Felds ein- maue n de Region, die im 13. und ühen 14. Jah hunde begonnen wu den, hölze ne Be es igungen o ausgingen und dass die Höhe de S einmaue n (häu ig eine Feld- s einbasis mi Backs einau bau) on 6 bis 7,5 m eich e. Vo bild ü die mä kischen Maue n sei die S ad maue on Köln (13. Jah hunde ) gewesen (S. 15), jedoch ehl e ih- nen meis de Weh gang und sie wu den on zahl eichen Wiekhäuse n aus e eidig . Au seh spannende Be unde mach Ma hias Un e - mann in seinem Tex Von S ad maue n übe schni ene Siedlungen (S. 51–63) au me ksam. Vo annahmen au Rezensionen | 287 Basis ückschauende P ojek ionen sind imme ein P o- blem, besonde s wenn S ad maue n äl e e Siedlungs- be unde du chschneiden. Die im De ail p äsen ie en Beispiele (u.a. F eibu g im B eisgau, Heidelbe g) sind a sächlich ›übe aschend‹ und seh beme kenswe , lie- gen abe alle in Südwes deu schland und wü den dami nich unbeding in einem Band übe No ddeu schland ge- such we den. Viele Seehandelss äd e nahmen die S ad maue on Lübeck zum Vo bild, um ih e Zugehö igkei zum lübischen S ad ech auszud ücken. Die De ails diese Lübecke Maue zeig de Bei ag on Di k Riege und Ing id Schalies Topog aphie als wesen liches Elemen – Lübecks G ün- dungssiedlung (S. 64–75), de sich de Lage de Ke nsied- lungen widme und zahl eiche G abungsbe unde zusam- men ass . De om Um ang he längs e Bei ag des Bandes is on Jens Ch is ian Hols und be i Die S ad als Bu g. Lübecks Be es igung zu Zei Waldema s II. (S. 76–193). E bie e eilweise seh au wendige g a ische Analysen de Ansich en, S ein o ma e und Maue we ke. Insbesonde e die au wendigen Rekons uk ionen de Landmaue in e - schiedenen Zei s u en (um 1180, 1190, 1217, 1234) heben diese Fo m de analysie enden P äsen a ion au eine neue S u e. Lübeck is nich nu eich bezüglich seine Baube- unde, sonde n auch de zahl eichen gezeichne en S ad - ansich en des 15. bis 19. Jah hunde s. Im olgenden Bei ag on Edga Ring geh es um Die mi elal e liche Lünebu ge S ad be es igung in Ansich en des 15., 16. und ühen 17. Jah hunde s (S. 194–203) anhand on el e hal enen S ad ansich en des 15. und 16. Jah hunde s, die übe aschend iele De ails be ei hal en. Ehe den Übe blick s eb Jan Schi me in seinem Tex Mi elal e liche S ad be es igungen in Mecklenbu g-Vo - pomme n – ein wei es Feld (S. 204–215) an, wobei e sich o allem au Te e ow, Malchin, Woldegk, Neub anden- bu g, Pasewalk, S alsund, G ei swald und Ba h bezieh . Ganz ins De ail geh Di k Schumann bei seine Be ach- ung zu De T ep owe To u m und die Neub andenbu ge S ad be es igung (S. 216–235), die au bauhis o ischen Un e suchungen de Jah e 2017 bis 2019 be uh . Die Neu- b andenbu ge Anlagen haben als »eine de bes e hal- enen S ad be es igungen No ddeu schlands« (S. 216) siche eine übe egionale Bedeu ung, was anhand zahl- eiche Baual e s- und Be undpläne deu lich wi d. Felix Bie mann widme seinen Tex den absei s de S ad zu e o enden Sonde ällen de »Ländliche[n] O seinhegungen und Do be es igungen des Mi elal e s in B andenbu g« (S. 236–245), denn »[n]ich nu S äd e, auch Dö e No dos deu schlands besaßen […] Um ie- dungen« (S. 236). Diese wa en zwa nich so en wickel , auch ehl e ihnen die Symbolik bü ge lichen S olzes, abe ü die do lebenden Baue n konn en sie gemeinscha s- s i end sein. Mi zwei Maue ingen seh au wendig wa die on Pe e Knü ene in seinem Bei ag Die mi elal e - liche Zi aue S ad be es igung (S. 246–252) behandel e Anlage, die alle dings im 19. Jah hunde wei gehend e schwunden is und nu noch aus a chi alischen Quel- len ekons uie we den kann. In allen nun olgenden Bei ägen geh es um S ad - be es igungen in de Ma k B andenbu g (S. 255–437). Mi den Res en de um 1300 e ich e en Be es igungen in Be lin, Cölln und Spandau beschä ig sich de Bei ag Beispiele ühe S ad be es igungen in Be lin und Span- dau (S. 255–261) on Uwe Michas. Die wäh end zahl ei- che G abungen dokumen ie en Be unde e geben mi - le weile ein genaue es Bild de Anlagen und e möglichen ü Spandau auch dend och onologische Da ie ungen de Bu g ins Jah 1197d. In seinem Bei ag Die S ad be es igung on S aus- be g – die äl es e S ad maue de Mi elma k? (S. 262–284) kann Hans-Jö g Fa hke anhand de zahl eichen noch s e- henden Maue abschni e insgesam ach un e schiedli- che Bauphasen de S ausbe ge Maue assen. Au g und dend och onologisch da ie e Funde (1225d) dü e die S ad in den spä en 1220e und ühen 1230e Jah en en - s anden sein. Joachim Mülle sieh seinen um ang eichen Tex B andenbu g an de Ha el. Die S ad be es igungen de Doppels ad (S. 285–313) als o läu igen Abschlussbe- ich nach d eißig Jah en in ensi e Fo schung. Die s ei- ne nen S ad maue n des übe egional wich igen B an- denbu gs we den in einem besch eibenden Rundgang ge enn nach Al - und Neus ad de aillie mi ak uellen Fo os de übe lie e en Anlagen und zei genössischen Da s ellungen dokumen ie . Da on de ehemaligen S ad be es igung obe ägig nich s meh sich ba is , muss Ch is ian Ma hes sich in sei- nen Be ach ungen übe Die S ad be es igung on F ank u (Ode ) (S. 314–330) ganz au e g abene a chäologische Be unde und au his o ische Quellen, o allem Ansich en und Pläne, s ü zen. T o zdem geling es, ün Bauphasen zu un e scheiden. Die Va ia ionen spä e e Da s ellungen mi »P inzipzeichnungen« (S. 329) zu e klä en is denkba , in ande en S äd en ha abe die F age nach dem Zielpublikum de Ka en meh geb ach . Von den a chäologischen Be- unden (slawische Fundschleie ) s echen ein al slawische B unnen (d748 +/- 10) und ein (unda ie e ) Palisadeng a- ben mi P os enspu en im Südwes en de Al s ad he o . Wei e e spannende a chäologische Be unde de G abungen 2007, 2008/09, 2009 und 2011 we den on Ca hé ine Ko - luss in ih em Tex übe Die S ad be es igungen on F ank- u (Ode ) im a chäologischen Be und (S. 331–339) o ge- s ell . Mi zunehmende G abungs ie e wu den » e meh und eiche T i lagen mi Reisig […] und Schil packlagen« (S. 331) es ges ell . Von einem spä mi elal e lichen Holz- bohlenweg wa keines de Hölze meh dend o ähig. In de südlichen P ies e gasse konn en G ubenbe unde de B onze-/Eisenzei und de ömischen Kaise zei au ge- deck we den. Fü seinen de aillie en Übe blick übe Die Mi elal e - lichen S ad be es igungen in de Neuma k (S. 340–366) nu z Ch is ian Gahlbeck die Kup e s iche on Ma häus Me ian 1652, die e du ch wei e e Ma e ialien e gänz . 288 | No delbingen 90 T o z noch wenige Quellen geling es Ma hias Schulz in seinem Tex S ad maue n und S ad o e, Wall und G a- ben. A chäologische Be unde zu S ad be es igungen im Landk eis Ucke ma k (S. 367–384) die a chäologischen Beobach ungen on ach O en (Ange münde, B üssow, Fü s enwe de , Ga z/Ode , Lychen, P enzlau, Schwed / Ode , Templin) in umgezeichne en Plänen zu e o en und auszuwe en. Als Besonde hei in de Region kann Kai Schi me Die mi elal e liche S ad be es igung on Luckau in de Nie- de lausi z (S. 385–393) nachzeichnen, die om Zwei en Wel k ieg e schon geblieben is . Obwohl auch hie die Wiekhäuse und S ad o e e schwunden sind, s ehen noch wesen liche Teile de S ad maue sam dem G aben. Im Bei ag on Go don Thalmann übe Maue n, Tü me, To e in P i zwalk und Wi enbe ge. Bauhis o ische und a chäologische Be unde zu mi elal e lichen S ad be es- igungen de P igni z (S. 394–415) we den jeweils die S ad be es igungen sam de Landweh ekons uie . Beme kenswe e Be unde bilden das Al a bild on 1517d und de nachgewiesene Bohlenweg on 1398d (S. 411 .). Kay Rich e zeig , dass Die mi elal e lichen Be es i- gungsanlagen on Pe lebe g (S. 416–427) nu noch in we- nigen Teilen e hal en sind. Die o handenen Quellen üh e gu zusammen (beme kenswe e Zeichnung on Bee 1725) und e ass du ch den Ve gleich on U mess isch- blä e n mi mode nen ka og a ischen Möglichkei en die Landweh de 4366 ha g oßen Feldma k. Mi dem Tex on Di k Schumann Das Uenglinge To und die ep äsen a i e spä go ische A chi ek u in S en- dal (S. 428–437) inde de Band einen gu en Abschluss, ha dieses To in de Ve gangenhei doch imme wiede übe schwängliches Lob e hal en. Dies kann hie e gänz we den du ch Beobach ungen zum Maue e band, zum Dachwe k (1433/34d) und die E kenn nis, eine » a ian- en eiche his o isie ende Zie a chi ek u mi e schiede- nen Bedeu ungsebenen« (S. 434) o uns zu haben. Abge unde wi d de s a liche Band im Anhang mi ei- nem Ve zeichnis de Au o en (S. 440), einem O s-, einem Pe sonen- und einem Sach egis e (S. 441–463). Das g oße Fo ma und die Fa bd ucke machen hie iele Quellen o - bildlich sich ba . Dem Au u eines Au o s kann nu zuge- s imm we den: »Fü die kün ige Fo schung wä e ein noch s ä ke als bishe in e disziplinä e Ansa z zum Gesam sys- em de S ad be es igung wünschenswe .« (S. 214). Thomas Wozniak Semina ü mi elal e liche Geschich e de Ebe ha d Ka ls Uni e si ä Tübingen 46 Kuns objek e im ö en lichen Raum de S ad No de s ed bea b. . Susanne Schwe ege (Kuns im ö en lichen Raum in Schleswig-Hols ein, Bd. 1) Ve lag Ludwig: Kiel 2022 200 Sei en, 122 Fa babbildungen ISBN 978-3-86935-441-5, EUR 14,90 Nich sel en we den Kuns we ke an ö en lichen Plä zen au g und on Unwissenhei k i isie , e nachlässig ode übe sehen. Bei 46 Kuns objek e im ö en lichen Raum de S ad No de s ed , bea bei e on Susanne Schwe ege und he ausgegeben on Klaus Ge eon Beucke s, Kuns - his o isches Ins i u de Ch is ian-Alb ech s-Uni e si ä zu Kiel, handel es sich um den e s en Band eine Reihe, die sich de E assung und kuns his o ischen Eino dnung die- se Kuns we ke im ö en lichen Raum in Schleswig-Hols ein widme . Es wu de nich nu eine de aillie e Bes andsau - nahme ü die S ad No de s ed gescha en, sonde n de G unds ein ü ein eh geiziges P ojek geleg , das maßgeb- lich dazu bei äg , die Wah nehmung de Kuns im ö en li- chen Raum zu p ägen. Auslöse dieses Vo habens wa die 2019 in No de s ed ge üh e Diskussion übe die geplan e T ilogie zum Thema ›Zyklus des Lebens‹ on Thomas Beh end . Nach Au s ellung seine e s en A bei Familie kam es zu s a kem P o es bei den Bü ge n No de s ed s. Dies üh e zu eine An age an den Leh s uhl ü Kuns geschich e in Kiel, ob eine Bes ands- au nahme de Kuns im ö en lichen Raum in No de s ed das Wissen um solche Kuns we ke in de Be ölke ung e b ei- e n könne. Klaus Ge eon Beucke s e s ell e ein Konzep zu Realisie ung und Ve anke ung in die Leh e am Ins i u , wel- ches schließlich on Susanne Schwe ege in Fo m on zwei Leh e ans al ungen umgese z wu de. Un e ih e Be eu- ung en s and die Publika ion zu Kuns im ö en lichen Raum in No de s ed . Es handel sich um den e s en Band eine geplan en Reihe, die sich de Kuns im ö en lichen Raum in Schleswig-Hols ein widme . Die Kuns we ke we den un e Rezensionen | 289 kuns his o ischen Aspek en analysie und in das We k des jeweiligen Küns le s und de allgemeinen Kuns en wicklung eingeo dne . De Au s ellungso is ein wei e es wich iges K i e ium bei de Analyse, da e en wede maßgeblich au das We k einwi k ode on diesem losgelös is . In No de s ed ha sich eine abwechslungs eiche Kuns - landscha en wickel , die au g und ih es Zusammenschlus- ses 1970 aus ie O en keinem e bindlichen Konzep olg . Nachdem die Kuns im ö en lichen Raum ih en Höhepunk im le z en Vie el des 20. Jah hunde s ha e und zum Ende hin wenige kon o e se, ehe deko a i e We ke be o zug wu den, is es umso wich ige , dass o de Auswahl schwe e s ändliche Kuns we ke nich zu ückgesch eck wi d, nu um die ö en liche Diskussion zu e meiden. Die o liegende Publika ion soll dabei hel en, das Kuns e s ändnis de Ö - en lichkei zu p ägen und zu e wei e n. Von de einen Zie de an Bauwe ken übe Denkmäle bis hin zu ›Kuns am Bau‹, Objek en ü Auss ellungs o - ma e im Außen aum und E gebnissen on Bildhaue sym- posien wi d die En wicklung de Kuns im ö en lichen Raum on de An ike bis heu e o ges ell . Im Lau e diese En wicklung e s ä k sich de Ein luss de Ö en lich- kei . Neben den s aa lichen Ins i u ionen is sie nun ak i an de Mi ges al ung des ö en lichen Raumes be eilig und p äg das kollek i e Gedäch nis. Kuns we ke im ö - en lichen Raum nehmen eine wich ige Gegenposi ion zu We be a eln und ande e Beschilde ung ein. Die bewuss e Auswahl de We ke gewäh den Bü ge innen und Bü ge n eine Iden i ika ionsmöglichkei mi de S ad und e deu - lich gleichzei ig die Rele anz on Kuns im ö en lichen Raum. Dabei haben sich besonde s Schulen als wich ige O de Au s ellung he o ge an. Schwe ege üh dies au das Un e ich s ach Kuns zu ück, in dem nich nu heo e isches und p ak isches Wissen e mi el , sonde n auch eine ak i e Auseinande se zung ge ö de wi d. F a- gen zu Kuns im ö en lichen Raum we den auch in Zu- kun im Sinne de Ö en lichkei behandel . Dabei soll e nich e gessen we den, das Kuns we k imme in Bezug au seine Funk ion und Raumbindung zu be ach en. De Haup eil de Publika ion bes eh aus de E as- sung on 46 Kuns we ken im ö en lichen Raum on No - de s ed . Alphabe isch so ie nach den Nachnamen de Küns le innen und Küns le , ange angen bei Wal e A no bis Geo g Weiland, wi d jedes Kuns we k aus üh lich mi Ti el, En s ehungszei , Ma e ial, Maßen und S ando o - ges ell . Jedes Kuns we k wi d besch ieben, seine En - s ehung e läu e , in das Oeu e de Küns le in bzw. des Küns le s und de allgemeinen Kuns en wicklung einge- o dne und e gänzend die biog a ischen Da en de Küns - le o ges ell . Sinn olle weise wi d jede Posi ion eine ganzsei ige Abbildung o anges ell , die das Kuns we k in seinem ö lichen Kon ex zeig . Wei e e kleine e Abbil- dungen e gänzen die jeweiligen Tex e mi De ailau nah- men und Fo og a ien ande e , im Tex e wähn e A bei en. Fußno en und Li e a u angaben e deu lichen den wis- senscha lichen Ansp uch de Publika ion und belegen die de aillie e Reche che de Au o innen und Au o en. De o liegende e s e Band is ein wich ige Bei ag zu Kuns im ö en lichen Raum in Schleswig-Hols ein. Vo wo und einlei ende Tex e läu e n die En wicklungsgeschich e zu Kuns im ö en lichen Raum in eine komp imie en Fo m, die sowohl ü Kuns his o ike innen und Kuns his o ike als auch ü ach emde Lese innen und Lese in e essan is . Bei wei e em In e esse bie e eine ku ze Reche che im In e ne die Möglichkei , Li e a u zu inden, die sich de ail- lie e mi de En wicklung on Kuns im ö en lichen Raum beschä ig . Hie e üll die Publika ion ih en Zweck, die Bü - ge innen und Bü ge de S ad No de s ed zu e eichen, die zwa ag äglich an den angesp ochenen Kuns we ken o - beigehen, abe au g und ehlende Vo kenn nisse keine lei Eino dnung o nehmen können. Die Lese in ode de Lese kann sich in die einzelnen Objek e hineinlesen ode di ek ein bes imm es We k he aussuchen, das die Au me ksam- kei e eg ha . Hie wä e jedoch als kleine K i ikpunk ein Inhal s e zeichnis emp ehlenswe , das Küns le und We k mi Sei enzahl au lis en wü de. Bei de Au lis ung de We - ke wä e auch eine Ka e mi eingezeichne em S ando eine emp ehlenswe e E gänzung. Im Zei al e de digi alen Na- iga ionssys eme könn en die Lese die Ad essen zwa aus den We kbezeichnungen eingeben, abe eine abged uck e Ka e wä e in diesem Fall wenige ums ändlich. De Band leis e mi seinem kla s uk u ie en Au bau und seinen de aillie en, sachlichen Besch eibungen einen wich igen Bei ag zu Wah nehmung de Kuns im ö en - lichen Raum. Du ch die E assung de Objek e we den sie und die Küns le innen und Küns le , die sie schu en, we - geschä z und wi d das Ve s ändnis ü den E hal ges ä k . Eine undie e G undlage un e s ü z bei di e sen P oble- men, die im Zusammenhang mi Kuns im ö en lichen Raum he schen. So sei das Thema Kuns p lege genann . E s wenn sich eine S ad übe den iden i ä ss i enden Cha ak e de Kuns we ke bewuss is , wi d sie die Rele anz de P lege e kennen. Au diese Basis kann auch das Ve s ändnis ü zukün ige Au s ellungen gep äg we den. De Band kann, wei e gedach , als G undlage ü S ad üh ungen, In o ma- ionsbeschilde ungen o O ode eine digi ale E assung dienen, die sich in Zukun soga deu schlandwei de E - assung on Kuns im ö en lichen Raum widmen könn e. Schon je z is eine Au lis ung online au de Websi e de S ad No de s ed (h ps://www.no de s ed .de/Kul u - und-F ei zei /Museen-und-Kuns /Kuns -im-ö en lichen- Raum/) zu inden, die somi ü jeden ei zugänglich is . Bei Du chsich des Bandes äll au , dass on 46 Kuns - we ken nu 4 Posi ionen on Küns le innen s ammen. Eine Si ua ion, die auch Museen und ö en liche Samm- lungen be i , die abe besonde s in einem Be eich, de du ch die Ö en lichkei gep äg is , zu denken gib . Dies is ein Beispiel da ü , was du ch die E assung de Objek e sich ba gemach wi d und wie sie G undlagen ü neue Denkans öße scha . Yanine Esqui el He be Ge isch-S i ung Neumüns e 290 | No delbingen 90 Das An ependium des 13. Jah hunde s in Rieseby Rekons uk ion und kuns his o ische Eino dnung on Finja H. Zande (Sch i en aus dem Kuns his o ischen Ins i u de Ch is ian-Alb ech s-Uni e si ä zu Kiel, Bd. 10) LIT Ve lag: Müns e 2021 106 Sei en, 18 (Fa b-)Ta eln und 46 SW-Abbildungen ISBN 978-3-643-14581-9, EUR 24,90 Ohne Zwei el handel es sich bei dem sogenann en An e- pendium aus Rieseby in Schleswig-Hols ein um eines de Haup we ke de im deu schen Sp ach aum e hal enen Ta elmale ei des 13. Jah hunde s. Angesich s de ag- men ie en E hal ung wu de das We k jedoch bishe in de Fo schung nu wenig gewü dig . Mi Finja H. Zande s mo- nog a ische A bei lieg nun e s mals eine um assende Un e suchung des An ependiums o . Schon alleine dies is ein g oßes Ve diens . Die im Zuge eine Abschlussa - bei 2016 en s andene S udie wu de in de Sch i en eihe des Kuns his o ischen Ins i u s de Ch is ian-Alb ech s- Uni e si ä zu Kiel mi einem Gelei wo on Klaus Ge eon Beucke s 2021 he ausgegeben. Das in de S udie zen als ehende An ependium s amm aus de spä omanischen Backs einki che S . Pe e zu Rieseby nahe Schleswig, wo es sich als Al a schmuck noch heu e o dem Hochal a be inde . In jene Ki che ha sich eben alls eine bedeu ende T iumphk euzg uppe aus dem 13. Jah hunde e hal en. In de kuns his o i- schen Fo schung is zu lesen, dass das An ependium e s 1 550 nach Rieseby gelang sein soll. Im um ang eichen Fo schungss and s ell Zande kla , dass diese Annahme au eine Publika ion aus dem Jah 1847 zu ückgehe und es unsiche sei, ob es sich bei de do e wähn en Ta el um besag es übe lie e es An ependium handele. In de Folgezei wu de diese Annahme jedoch egelmäßig au - geg i en (S. 13, 15). Ve gleiche – insbesonde e mi dem skandina ischen Ma e ial – zeigen abe , dass quali ä - olle We ke auch aus Landki chen e hal en sind und eine u sp üngliche Au s ellung in eine bedeu enden Ki che wie beispielsweise dem Dom zu Schleswig – wie in de kuns his o ischen Fo schung angenommen – dahe nich zwingend is . Zande nähe sich dem An ependium au un e schied- liche Weise und un e such dabei sowohl die geschni z e Blenda chi ek u als auch die agmen ie übe lie e e Male ei, um schließlich einen äuße s de aillie en Re- kons uk ions o schlag zu p äsen ie en. Die s ilis ische Eino dnung zieh We ke aus e schiedenen Regionen he an, u.a. egionale We ke wie die Passions elie s aus No dhacks ed , abe auch We ke wie die Cho sch an- ke on Halbe s ad , das Gnadens uhl e abel aus Soes und die hölze ne Decke in S . Michael zu Hildesheim (S. 56–66). Im Fazi de A bei zieh sie eine Auswei ung de möglichen En s ehung des Riesebye An ependiums ins Ha zgebie in Be ach . Die on de Au o in angesp o- chenen s ilis ischen Pa allelen gehen jedoch übe den zei ypischen S il nich hinaus. S ilis ische Pa allelen zu We ken im Ha z aum sind wohl auch au den Ums and zu ückzu üh en, dass hie die Zahl e hal ene We ke des 13. Jah hunde s, wie auch Beucke s im Gelei wo (S. 7) anme k , e gleichsweise hoch is . Die no ddeu - sche Ta elmale ei sowie die Male ei aus Dänema k sind bis au wenige Beispiele nahezu gänzlich e lo en (Ebbe Nybo g: Danish Panel Pain ing un il c. 1300, in: Medie al pain ing in No he n Eu ope. Techniques, analysis, a his- o y. S udies in commemo a ion o he 70 h bi hday o Unn Pla he , hg. . Jilleen Nadolny, London 2007, S. 248–265). Eine ku ze Auseinande se zung mi de skandina ischen Ta elmale ei des 13. Jah hunde s, die in No wegen du ch 31 gemal e An ependien aus de Zei zwischen 1250 und 1350 in eine un e gleichba en Fülle übe lie e is , wä e wünschenswe ; nich zule z deshalb, da es sich hie - bei ypologisch eben alls um Al a o sa z a eln handel (Anne Wichs øm u.a.: Pain ed al a on als o No - way, 1250–1350, 3 Bde., London 2004). Gene ell äll die Diskussion des Typus' An ependium ech ku z aus (S. 27–29) und basie g öß en eils au Joseph B auns S udie (A . ›Al a an ependium [ka h.]‹, in: Reallexikon zu deu schen Kuns geschich e, Bd. 1, S u ga 1937, Sp. 441–459). Wei e hin g ei Zande au das on Joachim K use 1958 ausgea bei e e Flächengliede ungssys em ühe An ependien zu ück (S. 26, Abb. 17). Eine nähe e Auseinande se zung mi dem übe lie e en Bes and aus Skandina ien (insbesonde e No wegen) und Südeu opa (insbesonde e Ka alonien) anhand on wenigen e en- den Beispielen hä e diesen Teil de A bei be eiche . Besonde s in e essan is die on Zande he ausge- a bei e e Ve bindung de zu En s ehungszei mode nen A chi ek u elemen e (geschni z ) mi de s ilis isch o en- sich lich eine äl e en T adi ion olgenden, e a die en- den Ta elmale ei (S. 56–66). Dies bie e Anhal spunk e ü wei e e Fo schungen bezüglich eine Zusammena bei e schiedene Handwe ke in We ks ä en, in denen so- wohl Schni za bei en als auch Male ei ausge üh wu - den. E s mals un e such Zande die A chi ek u elemen e Rezensionen | 291 des Riesebye An ependiums und s ell ihnen konk e e Beispiele gegenübe (S. 30–39). Die ges auch e Fo m de k abbenbese zen Wimpe ge au dem An ependium e gleich sie mi We ken aus dem zwei en D i el des 13. Jah hunde s, wie sie an den Südque hauspo alen in Reims und Amiens zu inden seien (S. 37). Rich ige weise mach sie da au au me ksam, dass eine di ek e Übe - nahme aus den no d anzösischen Monumen albau en als ehe unwah scheinlich anzusehen sei, eine Übe nah- me aus dem Fo men epe oi e de Kleinkuns dahe an- genommen we den könne (S. 39). »Einzel o men« in de Wimpe g e zie ung e anlassen Zande die bishe o - geschlagene Da ie ung in das spä e 13. bzw. beginnende 14. Jah hunde au das zwei e D i el des 13. Jah hun- de s zu e wei e n (S. 39). Alle dings muss hie da au hingewiesen we den, dass eine Übe nahme on äl e en Fo men zu einem spä e en Zei punk möglich wä e, das Au e en diese Fo men an den genann en G oßbau en und die Übe nahme in die Kleinkuns demnach di e en- zie be ach e we den muss. Die Komplexi ä eine Fo - menanalyse wi d hie besonde s deu lich. Ein Ve gleich mi A chi ek u mo i en au wei e en, in Ta elmale ei aus- ge üh en An ependien wä e hie in e essan gewesen. Im no wegischen Bes and we den e gleichba e (gemal e) k abbenbese z e Wimpe gmo i e bishe um 1300 ange- se z (z.B. die An ependien aus K æ jo d, T ondheim und Vanyl en). Un e suchungen on wei e en Beispielen de Kleinkuns können eine Da ie ung mögliche weise wei e eing enzen, wü den den Rahmen eine solchen S udie al- le dings wohl sp engen. Eine E wei e ung des Da ie ungs- zei aums au das zwei e D i el des 13. Jah hunde s – wie Zande o schläg – e schein hie dennoch ich ig. Besonde s in e essan sind die Besch eibungen de igü lichen Da s ellungen und die Iden i ika ion de Sp uchbände (S. 40–46) sowie die digi al he ges ell en Ka ie ungen, die in einem um ang eichen Ta el eil e - schlossen we den (S. 67–75 sowie 18 Bild a eln). Diese Rekons uk ionen e höhen die Lesba kei des We kes und e möglichen e s mals ikonog a ische Feinhei en zu e - kennen. Dabei g ei die Au o in au bildbea bei ende Mi - el zu Rekons uk ion des E scheinungsbildes de Ta el zu ück, wobei die einzelnen Analysesch i e me hodisch anspa en und de aillie dokumen ie sind. Diese in- no a i e Zugang benö ig also wede eine Pigmen ana- lyse noch eine in asi e P obeen nahme, sonde n s ü z sich au das ein op ische E scheinungsbild des Un e - suchungsobjek s. Dies b ing hie E gebnisse he o , die bishe nich o liegen und das ohne eine seh au wendige es au a o ische Analyse ode P obenen nahme. Diese me hodisch in e essan e, neue Zugang bie e sich auch ü wei e e We ke des 13. Jah hunde s an. So is zu wün- schen, dass diese Ve ö en lichung zu einem neuen In e - esse ü die ühe Ta elmale ei bei äg . S ephan Kuhn Sø -T oms Museum Ha s ad (No wegen) 292 | No delbingen 90 Ve zeichnis de Rezensen innen und Rezensen en P o . D . Klaus Ge eon Beucke s , Kuns his o isches Ins i u de Ch is ian-Alb ech s-Uni e si ä zu Kiel. E-Mail: beucke s@kuns geschich e.uni-kiel.de P o . D . Johann Jose Böke , Ins i u ü Baugeschich e am Ka ls uhe Ins i u ü Technologie. E-Mail: hans.boeke @ki .edu Yanine Esqui el M.A., He be Ge isch-S i ung Neumüns e . E-Mail: esqui el@ge isch-s i ung.de D . Ma hias Ki sch, Musikwissenscha liches Ins i u de Ch is ian-Alb ech s-Uni e si ä zu Kiel. E-Mail: mki [email protected] D . S ephan Kuhn , Sø -T oms Museum Ha s ad (No wegen). E-Mail: [email p o ec ed] D . Pia Li mann, Museum Kuns de Wes küs e Alke sum/Föh . E-Mail: [email protected] D . Roland Piepe , Müns e E-Mail: oland_piepe @ -online.de D . des. Jö g Rich e , Klos e kamme Hanno e . E-Mail: joe g. ich e @klos e kamme .de Jun.-P o . D . Julia T inke , Ins i u ü Kuns geschich e de Hein ich-Heine-Uni e si ä Düsseldo . E-Mail: inke @uni-duesseldo .de P o . D . Thomas Wozniak , Semina ü mi elal e liche Geschich e de Ebe ha d Ka ls Uni e si ä Tübingen. E-Mail: homas.wozniak@uni- uebingen.de