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Die Calender-Extracten des Husumer Pastors Peter Danckwerth und die Herzoginwitwe Augusta

Kraack, Detlev

Abstract

In diesem Beitrag werden die Calender-Extracte des Husumer Pastors Peter Danckwerth (1580-1652) als neu entdeckte Quellenüberlieferung für Husum…

Full text

| 119 De le K aack Die Calende -Ex ac en des Husume Pas o s Pe e Danckwe h und die He zoginwi we Augus a Die Beschä igung mi den im Gegensa z zu ih en Ehemänne n und Söhnen bislang ehe e - nachlässig en Fü s innen des Landes ha in jünge e Zei einen e eulichen Au schwung e ah- en. 1 Dabei is deu lich gewo den, welch E kenn nispo en ial die in ensi e Auseinande se zung mi diesen in de Regel eben doch seh eigens ändigen, e wa mi einem eigenen Haushal ausges a e en, eng in zen ale Pe sonenne zwe ke eingebundenen und dami wi kmäch igen Pe sönlichkei en bie e . Ehe auen und Wi wen wa en in diesem Sinne meh als schmückendes Beiwe k, die Ve hei a ung on Töch e n s ell e ein o mals e gleichba p es ige äch iges Poli- ikum da wie die de Söhne, und insbesonde e ü s liche Wi wen a en bisweilen als eigen- s ändig agie ende Figu en und hochpoli ische Ak eu e gegenübe ih en Söhnen in E scheinung. Fü die E o schung de sich aus diesen seh un e schiedlichen Lebens- und All agswi klichkei- en e gebenden Szena ien sowie de Kon lik elde und de Handlungsspiel äume, die sich da- aus ü Fü s innen und Wi wen e ö ne en, s ehen mi Rechnungsübe lie e ungen, Tes amen- en, Leichenp edig en, S i ungsdokumen en und – o allem – Ko espondenzen im Um eld de zahl eichen Hö e des Landes um ang eiche Quellenbes ände ü die wei e e E o schung weibliche Teilhabe an ü s liche He scha zu Ve ügung. Dass es da übe hinaus auch seh aussagek ä ige, ge ade das Selbs e s ändnis diese weiblichen Ak eu e e lek ie ende Bild- quellen – Einzelpo ä s ebenso wie Familienbilde bis hin zu dynas ischen Apo heosen – gib , sei an diese S elle lediglich angedeu e . Neben Kuns his o ike innen und Kuns his o ike n dü en auch His o ike innen und His o ike aus diesem um ang eichen Ma e ial siche noch 1 Vgl. s ell e e end ü eine ganze Reihe ande e biog aphisch wie analy isch und diach on e gleichend anse zen- de Un e suchungen zu de im Folgenden in den Mi elpunk ges ell en He zoginwi we Augus a Melanie G eine : Zwischen Un e o dnung und Selbs behaup ung. Handlungsspiel äume Go o e Fü s innen (1564–1721) (Kiele Sch i en zu Regionalgeschich e 1), Kiel/Hambu g 2018; Oli e Auge/Nina Gallion/Thomas S eensen (Hg.): Fü s - liche Wi wen und Wi wensi ze in Schleswig-Hols ein (Quellen und Fo schungen zu Geschich e Schleswig-Hols eins 127), Husum 2019 (da in speziell: Melanie G eine : Das »Fü s lich Hus« o Husum als Wi wensi z de He zoginnen Augus a und Ma ia Elisabe h on Schleswig-Hols ein-Go o , S. 29–50, hie S. 29–39; Albe Pan en: Die Wi wen im Schloss o Husum und ih e Un e anen, S. 53–63, hie S. 53–60). Kiel-UP • h ps://doi.o g/10.38072/2943-5331/p7 120 | Fü s innen in Schleswig-Hols ein meh E kenn nisse schöp en können, als dies bishe geschehen is . In de Summe e ö ne die Auseinande se zung mi diesem iel äl igen sch i lichen und bildlichen Ma e ial ein ande es, du chaus eigens ändige es Bild de weiblichen Ak eu e, als es uns in de adi ionsbildenden ch onikalischen Übe lie e ung en gegen i . Fü den Augenblick äll zudem au , dass übe all do , wo in diesem Ma e ial be ei s ie e geschü wo den is , iel äl ige Pe spek i en ü wei- e e Fo schungen au scheinen. In diesem Sinne soll im Folgenden mi den Kalende no izen des Husume Pas o s Pe e Danckwe h (1580–1652)2 eine ü Husum und Umgebung neu e schlossene Quellenübe lie- e ung zu All agswi klichkei de e s en Häl e des 17. Jah hunde s da au be ag we den, welche In o ma ionen sich aus ih übe die He zoginwi we Augus a (1580–1639) gewinnen lassen. Diese ha e nach dem Ableben ih es ü s lichen Ga en, des He zogs Johann Adol on Schleswig-Hols ein-Go o (1575–1616; egie e sei 1590), im Schloss Husum ih en neuen Lebensmi elpunk ge unden. Obwohl sie on do aus egelmäßig zu Ve wand en- besuchen au b ach und auch da übe hinaus eine beme kenswe e Mobili ä an den Tag leg e, hiel sie sich doch wäh end ih e Wi wenscha o nehmlich in Husum au . Dass und wie Augus a an ih em Al e ssi z und on diesem aus wei e hin He scha ausüb e, wie sie ö en lich in E scheinung a und sich dabei du ch milde Gaben und S i ungen sowie du ch An eilnahme und pe sönliche Nähe zu ih en Un e anen, die ein ech lich gesehen doch ehe die ih es Sohnes, des egie enden Fü s en F ied ich III. on Schleswig-Hols ein-Go o (1597–1659; egie e sei 1616), wa en, zumindes gewisse Handlungs elde und Spiel äu- me ü eigens ändiges Agie en e schloss, soll dabei nähe be ach e we den. Es s eh zu e mu en, dass sie dabei im Zwei els all genau do an G enzen s ieß, wo ih e eigenen In e essen mi denen ih es ü s lichen Sohnes kollidie en. Die äumliche Dis anz zwischen Go o und Husum schein in diesem Zusammenhang eine wich ige Rolle gespiel zu haben. Zwa wa sie so g oß, dass sie Augus a ganz aglos ein gewisses Maß an Eigens ändigkei e hiel . Gleichzei wu den wich ige Pe sonalen scheidungen auch im unmi elba en Um- eld de Wi we nich ge o en, ohne dass diese om ü s lichen Ho gebillig wu den. Hie sch ump e die Tages eise zwischen Go o und Husum zu einem Fede s ich. Beispiele, in denen Augus a nach be ei s ge o ene Weichens ellung e wa ü eine S ellenbese zung wie- de zu ück ude n muss e, e deu lichen, dass im Zwei els all eben nich in Husum, sonde n in Go o en schieden und das do Beschiedene o O in Husum umgese z wu de. Dass die ü s liche Wi we und Mu e dabei nich au ih e P ä oga i e bes and, sonde n lexibel nachzugeben e s and, um da ü in ande en Be eichen in En scheidungs indungsp ozesse eingebunden zu bleiben bzw. zu we den, spiegel seh schön wide , wie on ü s lichen Hö en auss ahlende He scha im 17. Jah hunde konk e ausgehandel wu de und nu 2 Vgl. zum Folgenden De le K aack (Hg.): Die Kalende no izen des Husume Pas o s Pe e Danckwe h (1611–1652) (S udien und Ma e ialien 36), B eds ed 2021; De s.: H e dags agmen e o e o den ide ho ison . Kalende no a e a Husum-p æs en Pe e Danckwe h (1580–1652) o å ene 1611 il 1652, in: Mikkel Le h Jespe sen/Mikkel Thelle (Hg.): Land og by på æ s 1000–1800. Fes sk i il Bjø n Poulsen på 65-å s dagen (Sk i e om dansk byhis o ie 13), Aa hus 2020, S. 241–269. K aack: Die Calende -Ex ac en des Husume Pas o s Pe e Danckwe h und die He zoginwi we Augus a | 121 aus einem komplexen, o mals siche auch kon o e sen Mi - und Gegeneinande he aus zu e s ehen is . Dass sich im Um eld en sp echende En scheidungen neben dem Fü s- en und den Spi zen de au ihn ausge ich e en Ve wal ung auch poli isch klug agie enden Ak eu innen wie Augus a zumindes gewisse Möglichkei en de Ein lussnahme e ö ne en, is kein übe aschendes E gebnis en sp echende Un e suchungen. Aus de Pe sönlichkei und Lebensgeschich e e wachsene Ansp üche und diese beg enzende S uk u en e ö ne en en schlossen zupackenden Ak eu en beide lei Geschlech s imme wiede die Möglichkei , eigene In e essen klug und lexibel du chzuse zen, auch wenn dazu bisweilen an ande e S elle nachgegeben ode ein Umweg in Kau genommen we den muss e. Quelle, Ve asse und Übe lie e ung Die ü die Jah e 1611 bis 1652 kopial übe lie e en Kalende no izen des Husume Pas o s Pe e Danckwe h, die in de handsch i lichen Übe lie e ung des Nehm ene Gu sa chi s als Calen- de -Ex ac en bezeichne we den, bie en bishe unbekann es Ma e ial ü die Beschä igung mi de Wah nehmung de He zoginwi we Augus a o O in Husum. Wi assen in diese Übe lie e ung mi ande en Wo en nich Ideal ode Wi klichkei sno m, sonde n die on einem wachen Zei genossen wah genommene Wi klichkei . Bei dem Ma e ial handel es sich um aus dem diens lichen und dem p i a en All ag Danckwe hs he aus en s andene No a e aus den Jah eskalende n des Pas o s. Die hie assba en Nach ich en übe die He zoginwi we sind im Folgenden olls ändig zusammenges ell und sys ema isch ausgewe e . Aus ihnen e gib sich ein bun es Kaleidoskop on In o ma ionen aus den un e schiedlichs en Be eichen. Diese In o - ma ionen sind, so unscheinba sie als einzelne Nach ich en auch wi ken mögen, in de Summe dazu angeleg , das on de bishe igen Fo schung gezeichne e Bild diese o O in Husum ungemein ak i en und p äsen en Pe sönlichkei wei e zu e eine n und es in gewissen Be- eichen soga um neue Aspek e zu e wei e n. Die Kalende no izen (Calende -Ex ac en) Kaum ande s als heu e haben auch im 17. Jah hunde zahl eiche Pe sonen ü die Bewäl i- gung de aus ih em be u lichen und p i a en All ag e wachsenden He aus o de ungen einen Jah eskalende ge üh . Dabei handel e es sich um o ged uck e Kalenda ien, die man käu lich e we ben konn e und die ü die einzelnen Tage Raum ü handsch i liche No a e bo en. 3 Im o liegenden Fall dien en diese Kalende nich so seh de o ausblickenden Planung, sonde n 3 Vgl. das am Ins i u ü Buchwissenscha de Uni e si ä E langen angesiedel e Da enbank-P ojek ›E schließung de handsch i lichen Ein äge in ühneuzei lichen Sch eibkalende n mi els eines Repe o iums (ci ca 1540 bis 1800)‹ (P o . D . Daniel Belling ad /D . Klaus-Die e He bs ), h ps://sch eibkalende .wisski.da a. au.de (le z e Au u : 12.02.2024). 122 | Fü s innen in Schleswig-Hols ein in ihnen ha de Husume Pas o Pe e Danckwe h aus seinem All ag e wachsene Re lexionen a- gebucha ig es gehal en. Bei de Lek ü e seine No izen blicken wi dem Hi en de Husume Ge- meinde gleichsam übe die Schul e , wäh end e die E lebnisse des du chleb en Tages e lek ie . Dabei assen wi ebenso eine Au s ellung seine diens lichen Ve ich ungen wie Nach ich en aus seinem pe sönlichen Um eld sowie aus dem K eis on F eunden und Bekann en. Neben Ge- bu en und Tau en, Ve lobungen und Hochzei en sowie Todes ällen und Beise zungen, ü die ja nich zule z jeweils Gebüh en an ielen, e ah en wi , was on de Kanzel e künde und was an die Ki che ges i e wu de, welche Baumaßnahmen an de Husume Ki che du chge üh wu den und was da übe hinaus in de Gemeinde und im Go o e He zog um geschah. Da de Pas o als Am spe son wie als Pe sönlichkei in ein wei es Ne zwe k on Pe sonen eingebunden wa und gemeinsam mi seinen geis lichen Am skollegen sowie Ve e e n des Ra es auch die Husume Schulangelegenhei en beglei e e und da e übe seine Funk ion als Seelso ge und Gemeindehi e auch die ein achen Menschen mi ih en all äglichen So gen und Nö en im Blick ha e, sind die on ihm es gehal enen No izen übe wei e S ecken eine Quelle ü Be eiche de All agswi k- lichkei , übe die wi ansons en nu wenig e ah en. Dass wi es hie nich mi de Wi klichkei selbs , sonde n mi seh subjek i en und selek i en Re lexen au die e gangene Wi klichkei zu un haben, soll e bei de A bei mi dem Ma e ial na ü lich s e s bedach we den. Pe e Danckwe h – om Rek o de Husume La einschule zum Haup pas o de S ad De Ve asse de Kalende no izen wu de im Jah e 1580 in Lü jenbu g gebo en. E wa ein Sohn des damaligen Lü jenbu ge und o maligen Plöne Bü ge s und Schuhmache s Die ich Joachim Danckwe h, de am 11. Ok obe 1613 im Al e on 80 Jah en bei einem agischen Unglücks all bei Giekau ums Leben kam. Was wi übe Pe e Danckwe hs Kindhei und Ju- gend wissen, is aus In o ma ionen zusammenge agen, die e e lek ie end und be ich end in einige seine Kalende no izen einge loch en ha . So be ich e e wenig übe seinen Va e und übe wei e e Familienangehö ige, e wa seinen äl e en B ude Hans (1566–1633) und seine beiden Schwes e n Johanna († Feb ua 1648) und Ge ud bzw. Do o hea (e wähn 1613 im Zusammenhang mi dem Tod des Va e s). 4 Pe e Danckwe h selbs wu de im Jah e 1598 (als in Kiel die Pes wü e e) in eine Lehmkuhle am Lü jenbu ge Teich o e schü e und konn e nu mi g oße Mühe wiede beleb we den. Fü ihn sei dieses E lebnis, on dem e aus de Rückschau be ich e , Anlass gewesen, sein Leben in den Diens Go es zu s ellen und die geis - liche Lau bahn anzus eben (habe damals go gelobe , Jhm Jn seine ki chen zu dienen, e cum domino op ime p ocessi ). 5 Alle Wah scheinlichkei nach ha e e wie sein äl e e B ude Hans Danckwe h die Bo de sholme La einschule besuch , be o e zum S udium nach Ros ock und 4 K aack: Kalende no izen (wie Anm. 2), S. 40, Abschni [12a]–[12b]. 5 Ebd., S. 88 ., Abschni [232]–[232b] (Zi a : Abschni [232a]). K aack: Die Calende -Ex ac en des Husume Pas o s Pe e Danckwe h und die He zoginwi we Augus a | 123 Wi enbe g au b ach. Nach Einschä zung des Husume Ch onis en Melchio K a (1673–1751) gal Pe e Danckwe h, de in den Jah en 1609 bis 1615 zunächs als Rek o de Husume La einschule wi k e, in Philosophicis, Theologicis und in Li e is humanio ibus als ein gan z geleh e Mann. 6 Wohl eine sei s au G und seines 1598 abgeleg en Gelübdes, abe ande e - sei s auch wegen des höhe en sozialen Ansehens und wohl nich zule z wegen de höhe en Einkün e wechsel e e 1615 on de wel lichen in die geis liche Lau bahn. So wu de e im Mai 1615 zunächs Diakon, im Jah e da au A chidiakon und 1618 schließlich Haup pas o de Husume Gemeinde. Wäh end eine Zei on meh als d ei Jah zehn en e sah e dieses Am o his o isch wild beweg em Hin e g und. 7 Die S u m lu en de Jah e 1615, 1625 und 1634 (zwei e ›G oße Mand änke‹) und die ka as ophal euch en und kal en Somme de Jah e 1648 und 1650 haben sich in seinen Au zeichnungen ebenso niede geschlagen wie die ü Husum und Umgebung e hee enden K iegshandlungen de Jah e 1627 bis 1629 und 1643 bis 1645, als kaise liche bzw. schwedische und dänische T uppen die eichen Ma schen egionen an de Wes küs e e schieden lich heimsuch en und plünde en. Pe e Danckwe h wa zweimal e hei a e . So ehelich e e 1612 Magdalena No o p († 17. Ap il 1642), eine Toch e des Husume Ho p edige s Ma in No o p († 17. Ok obe 1625); und be ei s ein Jah nach Magdalenas Tod hei a e e e e neu , dieses Mal die Wi we Salome Hansen († 25. Mai 1644). Aus Danckwe hs e s e Ehe gingen meh e e Kinde he o : Sein Sohn Samuel (1615–1667) wi k e spä e zei weise als Sub ek o de Bo desholme La ein- schule; seine Toch e Augus a (* 1617), ein Pa enkind üb igens alle Wah scheinlichkei nach de gleichnamigen He zoginwi we,8 hei a e e 1639 Nicolaus Theodo i († 1666), den spä e en Rek o d e Husume La einschule. Diese wa nach dem S udium in Ros ock, Wi enbe g und G ei swald wäh end de Jah e 1631 bis 1634 zunächs Rek o in Tönning gewesen, wechsel e on do aus als Diakon nach Schwabs ed und wu de 1652 Rek o de Husume La einschule. Aus den nachgelassenen und heu e e lo enen Kalende n seines Schwiege - a e s Pe e Danckwe h ha Theodo i im Jah e 1655 dessen Kalende no izen abgesch ieben und dami ü die Nachwel gesiche .9 Alle Wah scheinlichkei nach geschah dies au Ini- ia i e des geleh en Husume Pa izie s Ti us Axen (1602–1662), de sich aus In e esse ü die Geschich e seine Familie und de gesam en Wes küs en egion um die Sammlung und 6 Melchio K a : Ein Zwey aches Zweihunde -Jäh iges Jubel-Gedäch nis de en das E s e [...], Hambu g 1723, S. 160. 7 Vgl. zum his o ischen Hin e g und Hans Joachim Kühn (Hg.): Geschich e Husums. Von den An ängen bis in die Gegen- wa (Sch i en de Gesellscha ü Husume S ad geschich e 3), Husum 2003 (da in speziell: Klaus Schumache : In K isen und K iegen [1603–1713], S. 77–98). 8 Wäh end Pe e Danckwe h selbs in seinem Kalende lediglich Augus as Gebu am 21. No embe 1617 no ie e und Nicolaus Theodo i den ak ualisie enden Zusa z uxo Rec o is hinzu üg e, lieg es nahe, dass hie die He zoginwi we als Pa en an e ungie e, wie es e wa auch ü den 1638 gebo enen Augus us Axen, einen Sohn Ti us Axens, assba is . Vgl. K aack: Kalende no izen (wie Anm. 2), S. 19, Anm. 31 (nach Gu sa chi Nehm en, Im Nahmen de heiligen D ey al ig- kei [Genealogische Au s ellung zu Familie Axen], Sign. AA 1.1.), und S. 52, Abschni [61]; De s.: Ein Blick hin e die Molle schen S amm a eln. Vo ah en und Kinde des Husume Pa izie s Ti us Axen (1602–1662) und seine Ehe au Elsabe, geb. Pe e sen (1607–1644), nach handsch i lichen Au zeichnungen im Gu sa chi Nehm en (i. Vo b.). 9 Vgl. De s.: Kalende no izen (wie Anm. 2), S. 37, Abschni [1] (ex Communica ione Domini Nicolai Theodo i Gene i, 1655. 26 Junij). 124 | Fü s innen in Schleswig-Hols ein E hal ung en sp echende Nach ich en zu de aus Rödemi s bzw. Padeleck s ammenden Fa- milie Axen und ih e wei e en Ve wand scha bemüh e. Pe e Danckwe hs B ude Hans ha e nach dem Schulbesuch in Bo desholm Ju a s udie ; im Anschluss da an wi k e e zunächs als Sch eibe bei den Eide s ed e S alle n Caspa und He mann Hoye au Hoye swo , spä e als Landsch eibe in Lunden. Sei dem 5. Mä z 1611 bekleide e e das Am des Bü ge meis e s on Husum, wo sein B ude Pe e be ei s zwei Jah e zu o das Rek o a de La einschule übe nommen ha e. Hans Danckwe hs Sohn Caspa (um 1605–1672) s udie e zunächs Medizin, un e ande em in Basel, und wu de 1641, wie schon sein Va e o ihm, Bü ge meis e on Husum. E wa ein geleh e Kop und e ass e e wa die 1652 in Schleswig ged uck e Newe Landesbesch eibung de He zog hüme Schleswich und Hols ein. Caspa s jünge e B ude Joachim (1606–1674) wu de 1636 un e He zog F ied ich III. Am s e wal e im Am Apen ade und e sah sei 1641 das Am eines Kamme meis e s au Schloss Go o . Von dahe be ach e läss sich die Geschich e Pe e Danckwe hs und seine Ve wand en als ühneuzei liche Mig a ions- und Au s iegsgeschich e deu en, wobei Bildung, das gewissenha e Wal en im Am und die Einbindung in Pe sonenne zwe ke als T ansmis- sions iemen ü den sozialen Au s ieg ungie en. De Weg de Calende -Ex ac en on Husum nach Nehm en Die on Pe e Danckwe hs Schwiege sohn Nicolaus Theodo i abgesch iebenen Kalende no- izen be inden sich heu e im Gu sa chi Nehm en. Do is das unscheinba e Manusk ip als Calende -No izen un e de Signa u VK 46 im Bes and de Va ia eingeo dne . De Weg de on ih em Inhal he beme kenswe en A chi alie nach Nehm en is au s engs e mi de beweg en Geschich e de Gu sbesi ze amilie und ih e Vo ah en e bunden. Wie be ei s angedeu e , gelang en Pe e Danckwe hs on Theodo i abgesch iebene Kalende no izen wohl zunächs in den Besi z on Ti us Axen. Von diesem wu den sie an seinen Sohn Pe e Axen (1635–1707) wei e gegeben, de als wel gewand e Ju is und Diploma ü He zog Ch is ian Alb ech on Schleswig-Hols ein-Go o (1641–1694; egie e sei 1659) ä ig wa . Pe e Axens Toch e Anna Ch is ina (1672–1749) wa in de olgenden Gene a ion mi dem königlichen E a s a Gab iel Sch eibe (1661–1722) e hei a e . Übe de en Enkel Gab iel F ied ich Sch eibe on C ons e n (1740–1807), dessen Va e als Gab iel Sch eibe on C ons e n (1709–1763) in den Adel e ho- ben wo den wa , gelang en die Kalende no izen gemeinsam mi ande en A chi alien de Fami- lie Axen nach Nehm en, das sich sei 1768 im Besi z de Familie be and. Von eine Gene a ion au die olgende wei e gegeben, gelang e das um ang eiche A chi ma e ial de Familie Axen gemeinsam mi den Übe lie e ungen de Familien Jüge , Sch eibe on C ons e n, Scheel und Plessen im Jah e 1985 in den Besi z de Familie Fü s enbe g-Plessen, die sich des we ollen his o ischen Ve mäch nisses nu allzu bewuss is und sich ü die E schließung und Nu zung dieses übe die enge e Region hinaus bedeu enden kul u ellen E bes engagie . K aack: Die Calende -Ex ac en des Husume Pas o s Pe e Danckwe h und die He zoginwi we Augus a | 125 E wähnungen de He zogin bzw. He zoginwi we Augus a in Pe e Danckwe hs Kalende no izen Vo dem Hin e g und de o ausgeschick en Übe legungen sind im Folgenden die Abschni e aus Danckwe hs Kalende no izen zusammenges ell , in denen die He zogin bzw. sei 1616 He zoginwi we Augus a e wähn wi d ode als handelnde Pe son in E scheinung i . Diese wa en on ih em Ehemann, dem Go o e He zog Johann Adol (1575–1616), be ei s 1602 Schloss und Am Husum als Leibgedingsgü e e sp ochen wo den, 10 weshalb da on auszu- gehen is , dass Augus a die En wicklung de S ad Husum be ei s lange o ih e Wi wenscha mi wachem In e esse e olg e. Auch ha sie wäh end de olgenden Jah e imme wiede Bau- maßnahmen an de e wei e en Schlossanlage o genommen und sich um eine s andesgemä- ße Auss a ung de Räumlichkei en gekümme . 11 Einzig die Ein ich ung eine ep äsen a i en Schlosskapelle e olg e e s nach ih em und ih e jünge en Kinde Umzug nach Husum und zog sich sei 1616 übe meh als ein Jah zehn hin. 12 Eine P a e wahl mi Hinde nissen ‒ die Nach olge egelungen ü Pas o und Diakon in Husum in den Jah en 1614 bis 1617 Am 4. Ap il 1614 wa de damalige Husume (Haup -)Pas o And eas Te zle ius (1573–1614) e s o ben. 13 Im Zusammenhang mi de Neubese zung de ebenso luk a i en wie mi hohem sozialen Ansehen e bundenen S elle en spann sich ein Kon lik , in den neben de He zogin Augus a und ih em Ehemann, He zog Johann Adol , auch die Husume Gemeinde eng einge- bunden wa . Dass hie bei nich zule z die in eligiösen Angelegenhei en ie en Ze wü nisse zwischen dem cal inis ische Tendenzen bei Ho e un e s ü zenden He zog Johann Adol und seine es im Lu he um e wu zel en Ehe au Augus a eine Rolle spiel en, 14 s eh zu e - mu en; es ha sich abe in den Kalende no izen Pe e Danckwe hs in diesem Zusammenhang nich niede geschlagen. Wie dem aus de Rückschau on knapp 150 Jah en gegebenen Be ich des Theologen und Ch onis en Melchio K a zu en nehmen is , ging de e s e Impuls zu Neubese zung de Husume S elle on Augus a aus, die alles on lange Hand o be ei e zu haben schien: 10 Vgl. G eine : »Fü s lich Hus« (wie Anm. 1), S. 30 . 11 Ebd., S. 31–35. 12 Vgl. Dies.: Un e o dnung und Selbs behaup ung (wie Anm. 1), S. 253 .; Dies.: »Fü s lich Hus« (wie Anm. 1), S. 35. 13 Vgl. K aack: Kalende no izen (wie Anm. 2), S. 41, Abschni [18]; De s. (Hg.): Das Dia ium Saxe (1538–1616). Ch o- nikalische Au zeichnungen des Flensbu ge Kau manns, Ki chgeschwo enen, Ra s e wand en und Kämme e s Pe e Saxe (um 1508–1571) und seines Sohnes, des Husume Pas o s Jacob Saxe (1554–1616) (S udien und Ma e ialien), B eds ed (i. Vo b.), Abschni [766]. 14 Vgl. G eine : Un e o dnung und Selbs behaup ung (wie Anm. 1), S. 241–243; Pan en: Wi wen (wie Anm. 1), S. 53. 126 | Fü s innen in Schleswig-Hols ein Es ha e nemlich die sons hoechs loebliche H e zogin Augus a, He zogs Joh. Adolphi, F au Gemahlin, eine ih e Camme -Maidgen (wie de Ti el damahls wa ) e hey a he an Ba holomaeum on Acken, Pas o en in Be genhusen, de Landscha S apelholm, den sie dann zu dem acan en Pas o a hieselbs ha e o geschlagen. 15 Pa allel hie zu ha e de Schleswige Domp edige Ch is ian Sleidan (la einisch: Sledanus) (1579–1646) seine sei s die Ini ia i e e g i en; e ha e mi dem Ros ocke Kan o Pe e Hö- pne einen ande en Kandida en ins Rennen geschick und ihn dem Husume Bü ge meis e emp ohlen. Obwohl diese o O au allgemeine Zus immung s ieß und das Wahl o um de Gemeinde e lang e, e schoben die Husume Bü ge , on de He zogin e mahn , in de Sa- che nich zu eigens ändig und waghalsig zu agie en, die Be u ung Höpne s als neue Pas o zunächs . Sie schick en den Kandida en, dem sie ü seine Au wendungen 40 Tale e s a e en, wiede nach Hause und wa e en ab, was de He zog und sein Um eld bei Ho e en scheiden wü den. Die An wo kam p omp und wa eindeu ig. Die eigens ändige Ini ia i e de Bü ge wu de du ch ein ges enges Manda des He zogs e wo en. Pe e Danckwe h no ie e hie zu in seinem Kalende : 1. Augus i [1614] Communi su agio pas o Husensis designa us Magis e Pe us Hoppne us (can o scholae Ros ockiensis ad Di um Pe um a Doc o e Sledano consuli commenda us) Ci es au em a ducissa admoni i ne hac in e eme a ie age en absque consensu p incipis, o- ca ionem dis ule un , e ad ce um empus 40 hale is dona um dimise un , exi um a Domino e aula expec an es. No a Bene: p oposi um hoc s a im manda o se e o p incipis inhibi um.16 Zunächs wohl ehe un e halb de ö en lichen Wah nehmung wand e sich einige Zei spä e Pe e Danckwe h, damals noch Rek o de Husume La einschule, mi eine pe sön- lich übe mi el en Bi sch i an den Fü s en au Schloss Go o (con uli me Sles igam cum libello supplici ad Illus issimum P incipem)17 und e hiel on diesem einen gu en Mona spä e eine posi i e An wo : Danckwe h wu de de Wechsel on de wel lichen in die geis - liche Lau bahn in Aussich ges ell ( ansmissa mihi ui expec an ia de o icio pas o a us ab illus issimo p incipe).18 Dami kam e de E üllung seines 1598 in Lü jenbu g abgeleg en Gelübdes ein gu es S ück nähe . Ob hie bei be ei s die spä e ge undene Lösung de S ellen- bese zungs age im Hin e g und als Op ion on Teilen de Husume Gemeinde eine Rolle spiel e, sei dahinges ell . 15 K a : Jubel-Gedäch nis (wie Anm. 6), S. 149. 16 K aack: Kalende no izen (wie Anm. 2), S. 42, Abschni [24a]–[24b] (1. Augus 1614). Vgl. auch De s.: Dia ium Saxe (wie Anm. 13), Abschni [797]–[797a]. 17 Vgl. De s.: Kalende no izen (wie Anm. 2), S. 43, Abschni [26] (19. Ok obe 1614). 18 Vgl. ebd., Abschni [26] (24. No embe 1614). K aack: Die Calende -Ex ac en des Husume Pas o s Pe e Danckwe h und die He zoginwi we Augus a | 127 Als de anges eb e Lau bahnwechsel Danckwe hs uchba wu de, melde en sich o O in Husum k i ische S immen zu Wo bzw. s a e en uns nich nähe assba e K eise, die eine ande e Lösung de Wiede bese zungs age p ä e ie en, eine anonym lancie e Ve - leumdungskampagne. So no ie e Danckwe h am 19. Mä z in seinem Kalende : Cha a amosa a Calumnia o e pessimo e imp obo nebulone p ojec a ui in emplo e sub- selliis pas o um, q a ego no aba quod locum acan em pas o is a ec a em adeoque quod ex a meum o icium mihi nego ia anc anda sume em, quam e um hic scu a sc ipse i . 19 Hie wu de ihm nun ganz o en de Vo wu en gegengeschme e bzw. übe eine A Flug- bla ode Schmähpamphle in de Ki che und au den Pas o ens ühlen e eil , e s ebe die akan e Husume Pas o ens elle an und maße sich Dinge an, die jensei s seines eigen lichen Au gabenbe eiches (als Rek o de Husume Schule) lägen. Nu wenige Tage spä e s ell e sich de on de He zogin Augus a a o isie e Kandida , de Be genhusene Pas o Ba holomaeus on Aken († 1629), in Husum ein: 22. Ma ij [1615]. Ba holomaeus ab Aken pas o Be genhusensis cum p incipis manda o accedens pas o Husensis denuncia u , hono i ice dona u , ac a u , e oca ionem ce e is consigna am us a lagi ans, dimi i u sed cum sena us um ci ium ac imonia. 20 Obwohl e ein he zogliches Be u ungssch eiben o weisen konn e, s ieß seine Bewe bung nich au unge eil e Zus immung. Sena und Bü ge scha wiesen den Kandida en en schieden zu ück. Ganz o ensich lich einig e man sich jedoch da au , dass diese , wie bei Ve ah en di e se A üblich, bei nächs e Gelegenhei im Rahmen eine P obep edig zunächs einmal sein Können als P edige un e Beweis s ellen soll e. Dies a Ba holomaeus keine zwei Wochen spä e : 2. Ap ilis [1615]. duas hic habui Conciones ad p obam spon e sua non coac us Dominus Ba holomaeus al e am ab 8. in 9. [ho am ma u inam] de domini in oi u in U bem Hie o- solymam al e am a 3. in 4. [ho am espe inam] ex his o ia passionis de Coho e judeo um Ch is um capien ium in ho o. de his judicium penes alio es o. 21 Wie de Schluss on Pe e Danckwe hs Kalende ein ag zum 2. Ap il 1615 andeu e , hiel e selbs sich mi eine posi i en Beu eilung de beiden zu Gehö geb ach en P edig en au - 19 Ebd., S. 44, Abschni [30a] (19. Mä z 1615). 20 Ebd., Abschni [31] (22. Mä z 1615). 21 Ebd., S. 45, Abschni [32] (2. Ap il 1615). Vgl. auch De s.: Dia ium Saxe (wie Anm. 13), Abschni [832] (he Ba - holemeus an Aken, Pas o ho Ba genhusen ÿn S apelholm, [...] ge ede an dem be ope de p edige , nde ock sÿnen be op bewÿse da mede, da en de landes ö s e hÿ he gesend , be open nde bes elle hedde) und [833] (beides zum 2. Ap il 1615). 134 | Fü s innen in Schleswig-Hols ein nach Go o einzuholen (Js die Leiche bei Bus o mi eine schönen Reu e ei en angen nd wi P edige u he gangen samp den Schüle n)47 und am Tag da au on do nach Schles- wig zu Beise zung im Dom zu gelei en. Die He zoginwi we Augus a ha e als P edig ex Genesis 3,19 (»Denn du bis E de und solls zu E de we den«) selbs ausgewähl und wa , als Danckwe h am 23. No embe nach Husum zu ückkeh e, noch nich wiede zugegen: 22[. No emb is 1631] Js die Leiche on Go o Jn die um ki chen zu Schleswig beglei e , o he sein gegangen ein Compagnie zu ueß. He nach die Schule , die P edige ode Pas o en ausm Go o schen amp ge olge , pos ea de Rah zu Schleswig, e ne die P e de gelei e , die Cu assie des seligen he n leib Jung mi e gul em Cu is, den das leib P e d mi einem weisen C eu zen da au , die Leiche Jn einem 4kan igen wagen nd weiß C eu zen mi wapen. olgen die he en. die Cuh u s liche wi we on Liech ens ein. euwlein Augus a u s liche Gnaden gemahlin Go o e c. zu le z ein Compangie zu ueß. – de he Supe in endens ha e zum ex , welche ih e u s liche Gnaden Augus a e wehle : Te a es e c. Gen. 3. bin da au wie ande e den 23 wiede wegk ge eise . Se enissima non ad ui . 48 Mild ä ige S i ungen und Mäzena en um Nachdem die He zoginwi we sich be ei s ühe um die Au s ockung de P edige bezüge ge- kümme ha e, nahm sie auch in den Folgejah en ih e Rolle als landeshe liche Ki chenpa onin e ns und s i e e e schieden lich Gewände ü die Go esdiens eie n und Auss a ungss ücke ü die Husume Ki che. So ug Pe e Danckwe h zu Weihnach en 1633 e s mals de he zoginnen Augus ae e eh es Mesgewan .49 Wei e hin no ie e e am 9. Feb ua 1634 in seinem Kalende : Se enissima Domina Augus a ha ein o es sammi en laken mi gulden pos amen en s al a doni dazu ein kelch mi dem Pa inchen nd e gul es obla ensch einlein, wie dan auch ein mu schen zu se zen om misskleides zeuch. 50 Nähe e Einzelhei en zu den auch on Sei en de beschenk en Gemeinde als du chaus g oß- zügig emp undenen Gaben »Ih e Fü s lichen Gnaden« e ah en wi in den Danckwe hs Ka- lende no izen e gleichba en Au zeichnungen on Jacob Fab icius dem Jünge en (1589–1645). Do is on einem Messkleid, einem Hemd und eine eils geblüm en, eils schlich en Al a decke, e ne on einem Messkelch sam Schale und Obla endose die Rede, die zu o in 47 Ebd., S. 81, Abschni [199] (21. No embe 1631). 48 Ebd., Abschni [200]–[200b] (22. No embe 1631). 49 Ebd., S. 85, Abschni [216] (25. Dezembe 1633). 50 Ebd., S. 85 ., Abschni [220] (9. Feb ua 1634). K aack: Die Calende -Ex ac en des Husume Pas o s Pe e Danckwe h und die He zoginwi we Augus a | 135 de Schlosski che in Geb auch gewesen und om Silbe knech an die Gemeinde übe b ach wo den seien. Wiede i als Ve mi le des Dankes, den de Pas o im Namen des P edige - kollegiums und de Gemeinde abs a e , Augus as Sek e ä Ma kus Lüde s in E scheinung, und e neu nimm die He zoginwi we diesen Dank huld olls en gegen: Illus issima ha umb weihnach en und he nach a[nn]o laben e 1633 e sub ini ium 1634 de ki chen zu Husum e eh e ein schön messkleid on kös lichen blian mi seh b ei en güldenen schnü en, ein kös lich hemb mi dem seidenbande dami das hemb au geschü ze wi , eine o e heil e blüm e, eils schlech e sammi en decke au und und umb den al a he umb, wie auch einen e gulde en kelch samb pa en und büchslin, so in o igen jah en in emplo aulico geb auche wo den. Die gemeine ha dem silbe knech e liche eichs hl. e eh e , de es b ach e. Dn. pas o ha nomine minis e ii e ecclesiae Illus issimae apud M. Lude um gedancke , welches I. . G. gnediglich au genommen. 51 Noch im selben Jah s i e e Augus a auch noch eine neue Kanzel ü die Ki che, die zu Alle heiligen 1634 du ch eine P edig on Pe e Danckwe h eie lich eingeweih wu de.52 Diese ma e iellen Fü so ge s and die Hohei und Au o i ä in genehmigungsp lich igen Angelegenhei en gegenübe . So heiß es zu eine Hochzei , die am 22. Feb ua 1638 in Elias Obbens Haus zu Husum ge eie wu de, dies sei mi ausd ückliche Genehmigung de He zogin- wi we (ex concessione Se enissimae) geschehen. 53 Tod und Beise zung Augus as (Feb ua /Mä z 1639) Mi Blick au das Ableben de He zoginwi we am 5. Feb ua 1639 ass e de geleh e Husume Ju is und Bü ge meis e Johannes Laß (1721–1789) de en Leben und Wi ken wäh end ih e Husume Zei mi ane kennenden Wo en zusammen: Und weilen solche Fü s in zum gedeyhlichen Au nehmen iele 1.000 Menschen sich alhie au gehal en, die Schule s a lich beschencke , in dem gan zen Am e sich seh gnädig bewiesen ha e, so konn e es nich ande s seyn, als daß solche Tag des Ablebens als ein Tag des T üb- sals besonde s denen Am s Eingesessenen angezeichne wo den. 54 51 Jacob Fab icius den Yng es: Op egnelse 1617–1644, hg. . Ande s Ande sen (His o isk Sam und o Sønde jylland, Sk i e 32), Kopenhagen 1964, S. 357 . – Blian is ein »mi Gold du chweb e Seidens o « ( gl. O o Mensing: Schles- wig-Hols einisches Wö e buch, Bd. 1, Neumüns e 1927, Sp. 383 [Lemma: ›Blian ‹]). 52 Vgl. K aack: Kalende no izen (wie Anm. 2), S. 89, Abschni [233] (1. No embe 1634). 53 Ebd., S. 93, Abschni [248] (22. Feb ua 1638). 54 Johannes Laß: Sammelung einige Husumischen Nach ich en on Ann o 1089 bis Anno 1700 inclusi e aus un e schie- denen Manusc ip en und Documen en e c. zusammen ge agenen und nach e lang e alle gnädigs en Königl. E laubnis dem D uck übe geben on Johannes Laß, Flensbu g 1750, S. 132. 136 | Fü s innen in Schleswig-Hols ein De Husume Pas o Pe e Danckwe h ha zum Ableben Augus as und zu den sich an- schließenden T aue eie lichkei en e schiedene Ein äge in seinem Kalende o genommen. Zunächs e ah en wi anlässlich des am 5. Feb ua 1639 ühmo gens um 5 Uh einge e enen Todes de hie nich nu als Se enissima, sonde n auch als Clemen issima besch iebenen He - zoginwi we, diese habe o ih em Ableben noch zwei Wochen k ank daniede gelegen. Auße - dem wi d da au e wiesen, sie habe nich ohne alle Zei genossen lau es Klagen und ie en G am das Zei liche gesegne , habe übe E be und Beg äbnis zu o noch alles ech e üg : 5 Feb ua ij [1639] mane ho a 5. † Se enissima e Clemen issima domina Augus a idua, pos eaq am 14 dies decubuisse non sine magno omnium luc u e mae o e. de Bonis e Sepul u a, Jus e omnia deposui . 55 Fü die Beg äbnis eie lichkei en wu de de Leichnam de hohen F au knapp einen Mo- na nach de en Tod du ch die G oßen des Landes un e Füh ung des egie enden He zogs F ied ich III. und seines B ude s Hans (1606–1655), de im Jah e 1634 seinem Onkel als Fü s bischo on Lübeck nachge olg wa , nach Schleswig übe üh . Das ganze Land, on den Minis e n und Ra she en bis zu den ganz no malen Bü ge n und ih en Ehe auen, sei in T aue gewesen und habe den Ve lus beklag : 3 Ma ij [1639] Js die u s liche leiche du ch einen ansehnlichen Comi a on hinnen abge- hole , wa en Jn die 300 P e de, om adel dabei Jh Gnaden Jllus issimus nos e nd he zog hans. wah besse anzusehen, alß zu Schleswig. Minis i Sena us Ci es e Uxo es e c. exeq ias q e un [ u ]. 56 Zwei Tage spä e and im Dom zu Schleswig die eigen liche T aue eie s a . De T aue - zug au dem Weg in die Ki che wa s ändisch geo dne : o weg die zahl eich e schienenen Ve e e des Adels, aus Husum Pas o Danckwe h, ü den es nach eigenem Bekunden schon das sechs e ü s liche Leichenbegängnis wa , auße dem de Diakon Joachim Wich- mann (1585–1659) mi ie Kollegen aus de La einschule, alle dings ohne Schüle , wie Danckwe h ausd ücklich es häl . De Einzug sei zwa ohne indi iduelle Abs u ung und Namensnennung, wohl abe de s ändischen Abs u ung nach e olg : 5. di o [1639] Js die u s liche leiche zu Schleswig bes e ige . Die om adel gingen alle zu ueß. Js mi das 6 e mahl das Jch zu u s lichen beg ebnissen gewesen. dismahl wah he Jochim mi , nd 4 Collegen Scholae. sine discipulis. wenn auch keine namen alles eingezogen secundum o i disposi ionem. 57 55 K aack: Kalende no izen (wie Anm. 2), S. 96, Abschni [265] (5. Feb ua 1639). 56 Ebd., Abschni [267] (3. Mä z 1639). 57 Ebd., Abschni [268a] (5. Mä z 1639). K aack: Die Calende -Ex ac en des Husume Pas o s Pe e Danckwe h und die He zoginwi we Augus a | 137 Mi Augus a ha e ganz zwei ellos eine bedeu ende He sche pe sönlichkei das Zei liche gesegne . Ähnlich wie sie im Leben als He zoginwi we in den un e schiedlichs en Be eichen eine ü iele Zei genossen und Ins i u ionen in und um Husum übe aus segens eiche Wi kung en al e ha e, schlug sie die Menschen in ih em Um eld auch als ü s liche Leiche in ih en Bann. Was on Pe e Danckwe h nich hema isie wi d Es lieg au de Hand, dass die on Pe e Danckwe h in seinen Kalende n es gehal enen Nach- ich en eine ungemein subjek i e Sich au die e gangene Wi klichkei wiede geben. Ganze Be eiche diese Wi klichkei bekommen wi übe diese Quelle ga nich in den Blick, weil schon Danckwe h sie nich im Blick ha e. Ob e sich nich ü Immobiliene we b und Im- mobiliennu zung de ü s lichen Wi we in e essie e obe e übe die Um- und Neubau en am Schloss, e wa die Schlosskapelle be e end, schlich weg nich o ien ie wa und ob ihn K edi - geschä e und landwi scha liche G undp oduk ion ehe am Rande ode ga nich in e essie - en, sei dahinges ell . Zumindes en hal en seine Au zeichnungen zu all diesen und auch noch zu manch ande en Be eichen, in denen Augus a eine iel äl ige Wi kung en al e e, keine lei In o ma ionen. Dass zu E hellung de genann en Tä igkei s elde zum Teil seh auskun s eu- dige Ma e ialien zu Ve ügung s ehen, haben nich zule z Melanie G eine und Albe Pan en in ih en be ei s wei e oben ange üh en Un e suchungen 58 eind ucks oll un e Beweis ges ell . Gleichwohl wä en ü eine neue Gesam bewe ung de He zoginwi we eben auch Zeugnisse om Cha ak e de Danckwe h’schen Kalende no izen – ähnlich wie die Au zeichnungen aus de Fede on Jacob Fab icius dem Jünge en –, so subjek i und selek i sie die e gangene Wi klichkei auch ein angen mögen, mi einigem Gewinn he anzuziehen. Zusammen assung de E gebnisse In de Summe i uns Augus a als eine ü die lokale Be ölke ung in Husum und Umgebung wich ige Ve e e in de landeshe lichen Dynas ie en gegen. Je nach Be e und Si ua ion ko- ope ie e ode konku ie e sie mi dem egie enden He zog und mi den Spi zen de ü s - lich-go o ischen Ve wal ung. Schon ih e He kun aus dem königlich-dänischen Zweig de oldenbu gischen Ve wand scha siche e ih eine gewisse Eigens ändigkei gegenübe ih em Ehemann und seinen di ek en Angehö igen, ließ sie abe im Kon lik all auch zu einem mögli- chen Bindeglied und ausgleichenden Fak o we den. Hie bei ging es wie so o in de o mode - nen Wi klichkei iel ach nich zule z um Rang und Loyali ä . Diese bilde en die G undlage ü ein komplexes Mi - und Gegeneinande . Dass Augus a on Pe sönlichkei und In ellek he in 58 Vgl. Anm. 1. 138 | Fü s innen in Schleswig-Hols ein de Lage wa , sich in dem komplexen Wi kungs eld, das sich dadu ch au spann e, Handlungs- spiel äume und Wi kmöglichkei en zu e schließen, da on legen Danckwe hs Au zeichnungen eind ucks oll Zeugnis ab. Abs ac This a icle examines he calenda no es (Calende -Ex ac en) o he Husum pas o Pe e Danckwe h (1580–1652) as a newly disco e ed sou ce adi ion o unde s anding e e yday li e in Husum and he su ounding a ea du ing he i s hal o he 17 h cen u y, ocusing on wha in o ma ion can be ga he ed abou Dowage Duchess Augus a (1580–1639). A e he dea h o he p incely husband, Duke Johann Adol on Schleswig-Hols ein-Go o (1575–1616), Augus a ound a new home in Husum Cas le. This a icle will explo e how Augus a con inued o exe cise ule a and om he e i emen esidence, he public appea ances, and how she c ea ed oppo uni ies o independen ac ion h ough cha i able gi s and dona ions, as well as he sympa hy and pe sonal closeness o he subjec s, who legally we e subjec s o he son, he eigning P ince F ede ick III o Schleswig-Hols ein-Go o (1597–1659). Au o P o . D . De le K aack His o ike , P o esso ü mi elal e liche Geschich e und Landesgeschich e, Obe s udien a ü die Fäche La ein und Geschich e am Gymnasium Schloss Plön. Seine zahl eichen Ve ö en lichungen be- schä igen sich schwe punk mäßig mi de Sozial- und Wi scha sgeschich e Schleswig-Hols eins. E-Mail: de le .k aac[email p o ec ed] Open Access // De Bei ag is un e de C ea i e-Commons-Lizenz Namensnennung - Wei e gabe un- e gleichen Bedingungen 4.0 In e na ional (CC BY-SA 4.0) e ö en lich . Den Ve ags ex inden Sie un e : h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by-sa/4.0. Bi e beach en Sie, dass einzelne, en sp e- chend gekennzeichne e Teile des Bei ags on de genann en Lizenz ausgenommen sein bzw. ande en u hebe ech lichen Bedingungen un e liegen können.