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Sophie von Dänemark (1557–1631): Von der jugendlichen Braut zur einflussreichen Königinwitwe

Joost, Sebastian

Abstract

Königin Sophie von Dänemark war eine bemerkenswerte Persönlichkeit und eine Schlüsselfigur innerhalb der protestantischen Dynastien. Als einzige…

Full text

| 95 Sebas ian Joos Sophie on Dänema k (1557–1631) Von de jugendlichen B au zu ein luss eichen Königinwi we Sophie on Dänema k ag un e den Fü s innen ih e Zei he aus. Gebo en als mecklenbu gi- sche P inzessin und im Al e on 14 Jah en mi König F ied ich II. on Dänema k e mähl , en wickel e sie sich zu eine Pe sönlichkei on beme kenswe e Vielsei igkei , de en wei übe den eine Gemahlin, Mu e und Wi we zuges andenen Rahmen hinausgehendes Wi ken ih esgleichen such . Gebilde , cou agie und du chd ungen on Eh geiz und Beha lichkei , be ä ig e Sophie sich als Hei a s e mi le in, Mäzenin und Un e nehme in. Ih Ein luss au die dänische und eu opäische Poli ik wa , nich zule z du ch die zu einem e heblichen Teil on Sophie inanzie en K iege ih es Sohnes Ch is ian IV., be äch lich. 1 Relik e de Königin sind bis heu e im Os see aum allgegenwä ig. Übe dem Po al on Schloss K onbo g in Helsingø , ü das ih Gemahl König F ied ich II. u sp ünglich den Namen Sophienbo g o gesehen ha e, p ang neben dem dänischen das mecklenbu gische Wappen, eine Ahnen a el on gewal igen Dimensionen schmück die Klos e ki che ih es langjäh igen Wi wensi zes Nykøbing, wäh end im Dobe ane Müns e ein on Pie e Isaacsz gescha enes Po ä de Königinwi we p äsen is . Sophies Wi ken a me den Geis de al eu opäischen Gesellscha o dem Ho izon de Kon essionalisie ung. Als Königin und wäh end ih e langjäh igen Wi wenscha s and So- phie mi Fü s en und Diploma en, Geleh en, Dich e n und Bankie s, Küns le n und Land- wi en in Ve bindung, un e ihnen die Geschwis e Sophie und Tycho B ahe, Johannes Kep- le , Ande s Sø ensen Vedel, Pie e Isaaczs, Hein ich Ran zau und die Geb üde Chy äus. Übe ein halbes Jah hunde spiegel ih e Ko espondenz Poli ik, Religion und Familienange- legenhei en, Finanzgeschä e und Landwi scha , A chi ek u und Male ei, Heilkunde und Hexe ei, As onomie und Li e a u wide . Du ch die maßgeblich au Sophies Ini ia i en a angie en Hei a en ih e Kinde knüp e sie ein die p o es an ischen Dynas ien e bindendes Ne zwe k, das übe ih en Tod hinaus au die Poli ik de eu opäischen S aa en einwi k e. Obwohl die üh e wi we e Königin nie poli ische Mach im Rahmen eine Regen scha ausgeüb ha und sich am dänischen Ho 1 Zu ih e Biog aphie gl. Thomas Hill: A . ›Sophie‹, in: Biog aphisches Lexikon ü Mecklenbu g, Bd. 1, B emen 1995, S. 197–200. Siehe auch Sebas ian Joos : A . ›Sophie‹, in: Neue Deu sche Biog a ie, Bd. 24, Be lin 2010, S. 590 . Kiel-UP • h ps://doi.o g/10.38072/2943-5331/p6 96 | Fü s innen in Schleswig-Hols ein poli isch kal ges ell sah, e üg e sie inne halb des p o es an ischen Lage s übe immensen Ein luss, de sich übe Dänema k, das Heilige Römische Reich und die Niede lande bis au die b i ischen Inseln e s eck e. Dank ih es ausge p äg en Geschä ssinns en wickel en sich die Leibgedingsäm e de Königinwi we zu lo ie enden Wi scha sun e nehmen, die be äch liche Gewinne abwa en und sie du ch ih so e wo benes Ba e mögen zu eine ge- ag en Da lehensgebe in we den ließen. Sophies Kon ak e wa en ebenso ge ag wie ih e Finanzk a , die zu dem Sieg Ch is ians IV. im Kalma k ieg gegen Schweden ebenso beige agen ha , wie sie dem König ein Ein- g ei en in den aus dänische Pe spek i e als Kejse k igen wah genommenen Teu schen K ieg e möglich e und dami die Geschicke Eu opas übe Jah zehn e beein luss e. Ta k ä ig e - schloss Sophie sich Handlungsspiel äume, die hinsich lich ih e Ein lussmöglichkei en und Wi kungsmach un e e wi we en und on de Regen scha ausgeschlossenen Fü s innen ih esgleichen suchen. Hin e de Poli ik ih es Sohnes s and imme auch das eno me inan- zielle Po enzial de Königinmu e , das die Poli ik Ch is ians IV. on den In e essen des Reichs a s unabhängig mach e.2 Gemessen an Sophies auße gewöhnlichem Lebensweg, is das wissenscha liche In e - esse an de Königin alle dings übe sich lich geblieben. Wäh end du ch eine Reihe äl e e A bei en eine solide Fo schungs undlage zu iel äl igen Aspek en ih es Wi kens gescha en wo den is und de dänische Fe nsehsende DR 1 ih in de Dokumen a ion På spo e a d onninge ne eine Folge widme e, in de sie als ha geso ene Geschä s au und ›wonde - woman‹ cha ak e isie wi d, inde Sophie in de jünge en Fo schung nu am Rande ande e Da s ellungen Beach ung, eine Biog aphie s eh noch aus.3 Im Rahmen eine biog aphischen Skizze sollen hie Chancen und G enzen ih es Wandels on de Kinde b au und jugendlichen Gemahlin F ied ichs II. on Dänema k zu ein luss- eichen und bes ens e ne z en Königinwi we ebenso da ges ell we den wie die Vo aus- se zungen de En wicklung Sophies zu eine ü s lichen Wi we on auße gewöhnlichem, wi scha lichem und poli ischem Gewich . 2 Paul Douglas Lockha : Denma k. 1513–1660. The ise and decline o a Renaissance mona chy, Ox o d/New Yo k 2007, S. 133. 3 Hie is in e s e Linie anzu üh en Mou i z Mackep ang: D onning So ie og li gedinge . E s ykke dansk landb ugshis- o ie a iden 1600, in: His o isk Tidssk i 7.3 (1900–1902), S. 527–555; sowie E ich Ch is ian We lau : Sophia on Meklenbu g, Königin on Dänema k und No wegen. Mi Rückblick au das ühe e Ve wand scha s e häl niß zwischen dem dänischen und meklenbu gischen Regen enhause, in: Jah büche des Ve eins ü meklenbu gische Geschich e und Al e humskunde 9 (1844), S. 111–165. Ve wiesen sei au die TV-Dokumen a ion På spo e a d onninge ne: Sophie a Mecklenbu g, 1557–1631 au DR 1 mi Li Thomsen, h ps://www.d .dk/d /episode/paa-spo e -a -d onninge ne_- sophie-a -mecklenbu g-1557_1631_283612 (le z e Au u : 12.02.2024). Siehe in jünge e Zei Poul G inde -Hansen: F ede ik 2. Danma ks enæssancekonge, Kopenhagen 2013, passim; Ca s en Bach-Nielsen: F ede ik II a Danma k og Sophie a Mecklenbu g – e s je nepa a enæssancen. En ysk y s elig ep æsen a ions o m i Danma k?, in: ICO. Iconog aphisk Pos . No disk idsk i ö bild olkning. No dic Re iew o Iconog aphy 2 (2015). S. 39–65. Joos : Sophie on Dänema k (1557–1631) | 97 Die jugendliche Königin Sophie wu de am 4. Sep embe 1557 im Wisma e Fü s enho , einem wenige Jah e zu o im Au ag ih es Onkels Johann Alb ech I. nach i alienischem Vo bild e ich e en Renaissance- palais de mecklenbu gischen He zöge gebo en und blieb das einzige Kind He zog Ul ichs on Mecklenbu g und seine Gemahlin Elisabe h on Dänema k, eine Toch e F ied ichs I. und Halbschwes e Ch is ians III. Zu den au wändigen Tau eie lichkei en de P inzessin in Wisma muss en allein 763 P e de un e geb ach we den, was Hin ich Wol e , den Küs e des ›G auen Klos e s‹ im Jah 1572, o dem Hin e g und de Hochzei Sophies mi dem dänischen König, e anlass e, den Ki chenbuchein ag des p ominen en Täu lings du ch eine de aillie e Besch eibung de E eignisse zu e gänzen: De kynd dope dusses F oychen sophia geschach mense Oc ob i o Wißma dosulues , da ele omde Fo s en und He n e sch euen we en, my g o e he lichei ho holdende, nde he och Hans an Meklenbo ch nd he zogk Adol an Hols en onden scha p dem ma ckede, da sie beyde he nde ellen. 4 Hochgebilde und ielsei ig in e essie , haben Sophies El e n ih e au geweck en Toch e eine so g äl ige E ziehung angedeihen lassen. Ih e Kindhei e b ach e die P inzessin am Güs owe Ho , de un e dem gu ha monie enden he zoglichen Paa zu eine Residenz on eu opäischem Rang gewo den wa . Sophies Va e ha e als Zwei gebo ene lange um eine Teilhabe an de He scha in Mecklenbu g ingen müssen. He zog Ul ich dach e nich da an, sich zei lebens mi dem Schwe ine Hochs i zu begnügen, um seinem äl e en B u- de Johann Alb ech I. die He scha übe ganz Mecklenbu g zu übe lassen. Angesich s des on jehe in de Dynas ie p ak izie en E b ech s poch e e da au , die gleichen Ansp üche wie sein äl e e B ude zu haben. Ul ich wuss e, dass Johann Alb ech I. angesich s seine inanziellen Mise e poli isch und mili ä isch kaum handlungs ähig wa , und e eich e du ch ha näckiges Tak ie en, dass ihm de B ude im Ve ag on Wisma 1555 zusä zlich zum S i sland den ä e lichen Güs owe Landes eil zuges ehen und Johann Alb ech I. sich mi dem on seinem Onkel He zog Hein ich V. e e b en Schwe ine Landes eil zu iedengeben muss e. Fü die wei ausg ei enden poli ischen Pläne Johann Alb ech s I. e wies sich de Ausgleich mi Ul ich, den e als unbilligen F ieden abe zum Nu zen des Va e landes be- zeichne e, als he be Rückschlag.5 Ul ich gewann dagegen eigene Handlungsspiel äume, die 4 Zi . n. F ied ich C ull: Zu Tau e on He zog Ul ichs Toch e Sophie im Jah e 1557, in: Jah büche des Ve eins ü meck- lenbu gische Geschich e und Al e umskunde 80 (1915), S. 185–190, hie S. 186. Mi he och Hans an Meklenbo ch nd he zogk Adol an Hols en sind He zog Johann Alb ech I. on Mecklenbu g, Sophies Onkel ä e liche sei s, und He zog Adol I. on Schleswig-Hols ein, ein Onkel mü e liche sei s und Beg ünde de Go o e Linie des Hauses Oldenbu g, gemein . 5 Zi . n. Hein ich Schnell: Mecklenbu g im Zei al e de Re o ma ion. 1503–1603 (Mecklenbu gische Geschich e in Ein- zelda s ellungen 5), Be lin 1900, S. 159. 98 | Fü s innen in Schleswig-Hols ein e poli isch und kul u ell zu nu zen und du ch die Ehe seine einzigen Toch e mi F ied ich II. on Dänema k e heblich zu e wei e n e s and. Seine Toch e demons ie e e so, wie sich ehlende Hausmach du ch Diploma ie, dynas ische Ve bindungen, inanziellen E olg und kul u elles Kapi al kompensie en ließ. Obwohl die Hei a de 14-jäh igen Sophie mi dem 23 Jah e äl e en Dänenkönig ehe einem glücklichen Zu all geschulde als geplan gewesen is , üg e sie sich ideal in das poli- ische und dynas ische Kalkül ih e El e n. Nachdem sich He zog Ul ich nach langen Ausei- nande se zungen mi seinem die P imogeni u übe alle Te i o ien des Hauses Mecklenbu g beansp uchenden B ude Johann Alb ech I. die He scha übe den Güs owe Landes eil und das säkula isie e Hochs i Schwe in gesiche ha e, be and e sich angesich s des Aus- bleibens eines männlichen E ben in eine schwie igen Si ua ion. Umsich ig und eh geizig, wuss e Ul ich um sein bescheidenes poli isches Gewich un e den Reichs ü s en und such e angesich s de Konku enz zu dem in Schwe in egie enden B ude Rückhal bei benach- ba en Mäch en. Die un o he gesehene Eheschließung seine einzigen Toch e mi F ied ich II. on Dänema k, de in einem sieben Jah e andaue nden K ieg gegen Schweden jüngs die dänische Hegemonie im Os see aum behaup e ha e und zu einem begeh en Ve bünde- en de p o es an ischen Reichs ü s en gewo den wa , e se z e dem He zog zwa nich den Sohn, s ä k e ihn abe poli isch. König F ied ich II. ha e e s ku z o seine e s en Begegnung mi Sophie, nach langem D ängen des Reichs a s, seine Mu e Do o hea on Sachsen-Lauenbu g und seine Schwes- e Anna on Sachsen eingewillig , eine ebenbü ige Ehe einzugehen. Übe Jah e gal seine ganze Zuneigung seine Jugendliebe Anna Ha denbe g, eine ehemaligen Ho dame seine Mu e , die de König noch zwei Jah e o seine Hochzei mi Sophie zu hei a en beab- sich ig e und da ü auch eine Abdankung in Kau zu nehmen be ei wa .6 E s als Anna Ha denbe g selbs ihm on einem de a igen Sch i ab ie , en schied sich de König ü eine dynas ische Ve bindung. Dennoch kam eine allein nach poli ischen K i e ien aus de Dis- anz a angie e Ehe ü den eigenwilligen Mona chen nich in F age und ließ ihn au einem pe sönlichen T e en mi den ihm o geschlagenen Kandida innen bes ehen. Hei a sp ojek e mi Renée on Lo h ingen und Ma ia on Jülich und Kle e ha en sich be ei s ze schlagen, als Ende Sep embe 1571 in Nykøbing au Fals e ein T e en mi de 21-jäh igen P inzessin Ma ga e he on Pomme n angebahn wu de, zu dem es in olge des Todes de Königin- mu e Do o hea alle dings e s im No embe gekommen is . A angie ha e das T e en maßgeblich He zogin Elisabe h on Mecklenbu g, die Tan e des Königs, Gemahlin He zog Ul ichs und Mu e Sophies und dessen Schwes e Ku ü s in Anna on Sachsen. F ied ich II., de mi 37 Jah en als gu saussehend und o Lebensk a s o zend geschilde wi d, konn e de pomme schen P inzessin wenig abgewinnen, wa abe seh ange an on seine jugendlichen Cousine Sophie on Mecklenbu g, eine e s 14-jäh igen, apa en Blondine, die Ma ga e he on Pomme n zusammen mi ih en El e n nach Nykøbing beglei e ha e. 6 S e en Heibe g: Ch is ian 4. En eu opæisk s a smand, Kopenhagen 2017, S. 14. Joos : Sophie on Dänema k (1557–1631) | 99 Sei dem is Sophie dem König nich meh aus dem Kop gegangen. Gleich am Neujah s ag des Jah es 1572 e au e e seine Schwes e Anna und de en Gemahl Ku ü s Augus on Sachsen an, seine mecklenbu gische Cousine hei a en zu wollen. O enba s ell e wede de g oße Al e sun e schied noch die enge Ve wand scha zwischen B au und B äu igam, die, obwohl Sophies Mu e und F ied ichs Va e Halbgeschwis e wa en, du ch eine E klä ung de Theologischen Fakul ä de Kopenhagene Uni e si ä als unbedenklich einges u wu - de, ein Hinde nis ü eine Eheschließung da . Übe haup konn e die jugendliche P inzessin als ideale Pa ie gel en. In den Augen ih e kün igen Schwäge in Anna on Sachsen, die bei ih em königlichen B ude übe einigen Ein luss e üg e und als äuße s ansp uchs oll gal , wa sie F ied ich nach S ande und Abkun gemeß und ebenbü ig und seine königlichen Wü den und König eichen eh lich, ühmblich und wohlge ellig.7 Dies gal umso meh , als die B au eine Dynas ie en s amm e, die be ei s ein D ei ie eljah hunde o den egie en- den Oldenbu ge n zu den aussich s eichs en Aspi an en au den Th on Waldema A e dags zähl e.8 Noch Sophies G oß a e , He zog Alb ech VII. on Mecklenbu g, ha e diese An- sp üche seines Hauses im Kop , als e wäh end de knapp ie Jah zehn e zu ückliegenden G a en ehde selbs nach de dänischen K one g i , auße dem wa sie übe ih e Mu e Eli- sabe h selbs die Enkel och e eines dänischen Königs.9 He zog Ul ich kam die Ve bindung aus dynas ischen und poli ischen G ünden ohnehin gelegen und Dänen und Mecklenbu ge wu den sich schnell übe die Ehemodali ä en einig. An ang Juli 1572 s ach Sophie in Beglei ung ih e Mu e und eines zahl eichen Ge olges aus Ho damen und übe wiegend weiblichem Ho pe sonal in Wa nemünde in See und a am 4. Juli 1572 in Kopenhagen ein. Zwei Wochen spä e sah die Residenz den königlichen B äu igam an de Sei e seines Schwage s Augus on Sachsen und seines kün igen Schwie- ge a e s Ul ich on Mecklenbu g un e Salu sal en und Posaunenschall ein ei en. Ge au wu de das Paa am 20. Juli 1572 in de Kapelle des Kopenhagene Schlosses. Am nächs en Tag and die glanz olle K önung de königlichen B au s a . F ied ich II. üh e die P ozes- sion de Hochzei sgäs e an, wäh end Sophie inmi en des eie lichen Zuges in eine on ach P e den gezogenen silbe nen Ku sche de F auenki che en gegen oll e. Hie sch i ih de Reichs a Pede Oxe die K one agend o an, um sie – zusammen mi Holge Rosenk an z – de jungen Königin o dem Hochal a au s Haup zu se zen. F ied ich und Sophie ha monie en ungeach e des e heblichen Al e sun e schieds gu mi einande . Obwohl König F ied ich II. on Jugend an ein unges ümes Junggesellenleben gewöhn wa und wie iele seine S andesgenossen einen G oß eil seine Zei de Jagd und o mals wüs en Gelagen, de en Zügellosigkei zei genössische Beobach e imme wiede in E s aunen e se z en, widme e, and e sich schnell in die Ehe ein. Im bes en Mannesal e 7 Zi . n. Ka in Kelle : Ku ü s in Anna on Sachsen (1532–1585), Regensbu g 2010, S. 88. 8 Vi ian E ing: Queen Ma g e e I (1353–1412) and he ounding o he No dic Union (The No he n wo ld 9), Leiden 2004, S. 12 . 9 Sophies Mu e , He zogin Elisabe h on Mecklenbu g-Güs ow, wa eine Toch e König F ied ichs I. on Dänema k. 100 | Fü s innen in Schleswig-Hols ein s ehend, schein de 38-jäh ige König seine jugendlichen F au au ich ig zuge an gewesen zu sein. Seine langjäh ige Gelieb e Anna Ha denbe g, die ein knappes Jah nach de könig- lichen Hochzei – eben alls in de Kopenhagene F auenki che – F ied ichs langjäh igen Ve au en und Reichs a Olu Mou i sen K ognos ehelich e, wa o an Geschich e. Keines- wegs selbs e s ändlich ü dynas ische Ve bindungen, üh en Sophie und F ied ich eine ha monische, au gegensei ige Sympa hie be uhende Ehe. Viel äl ige Quellen zeugen on de Anhänglichkei des Königs gegenübe seine jugendlichen Gemahlin. F ied ich II. hiel sich sel en länge als zwei Tage an einem O au und eis e ge n mi min so ye, au de en Gesellscha e nu unge n e zich e e, du ch das dänische Insel eich.10 Wa e ohne Sophie un e wegs, be iel ihn schnell g oße Sehnsuch nach Sophie, ganz o enba wi k e die als a - ak i , selbs bewuss und lebens oh besch iebene junge F au i alisie end au den König.11 Beide eil en gemeinsame Passionen und in e essie en sich ü Kuns und Wissenscha , de en in ensi e Fö de ung sie gemeinsam be ieben. Mi g oßen E wa ungen beglei e e das königliche Paa den au gehenden S e n des As- onomen und As ologen Tycho B ahe, de anlässlich de Gebu en de königlichen Kinde aus üh liche Ho oskope zu e s ellen ha e. B ahes Mu e Bea e Bille und seine Tan e und P legemu e Inge Oxe dien en als Ho meis e in bei de Königin, die so in di ek e Ve bin- dung zu ih em P o egé s and. Nachdem Sophie im Ap il 1577 in Gegenwa Inge Oxes on dem Th one ben Ch is ian en bunden wo den wa , übe b ach e Tycho B ahe das Ho oskop des kün igen Königs pe sönlich.12 An einem hei e en Juni ag des Jah es 1586 besuch e Sophie in Beglei ung ih es Ho s aa s, ih e El e n und des He zogs Sigismund Augus on Mecklenbu g B ahes Re ugium im Ø esund ohne den König.13 Fü F ied ich II. on Dänema k wu de Sophies Va e zu einem e au en F eund. Ob- wohl Ul ich nu sieben Jah e äl e als de König wa , besch eib Lockha den He zog als » he a he he ne e had«, de seinen Schwiege sohn mi neuen Zei ungen aus Eu opa und dem Reich e so g e, ihn mi de Poli ik de deu schen Reichs ü s en e au mach e und in eligionspoli ischen Zei agen be ie .14 An seinen Gewohnhei en es hal end, is F ied ich II. zwa zei lebens ein meh als ink- eudige , die Jagd und hö ische Fes e liebende Fü s geblieben, wu de abe dennoch zu einem wa mhe zigen Ehemann und Va e , de sich um das Wohl seine sieben Kinde so g e. Im Augus 1573 b ach e Sophie als 16-Jäh ige ih e e s e Toch e Elisabe h zu Wel , inne halb de nächs en zehn Jah e olg en mi Anna, dem Th on olge Ch is ian, Ul ich, Augus a, Hedwig und Johann sechs wei e e Kinde . Fün ih e Kinde , einschließlich des Th on olge s, kamen 10 O o Ca øe: Kong F ede ik II’s Kalende op egnelse o Aa ene 1583, 1584 og 1587, in: His o isk Tidssk i 3 (1872/73), S. 538–577, hie S. 541 . 11 We lau : Sophia on Meklenbu g (wie Anm. 3), S. 132. 12 John Robe Ch is ianson: On Tycho’s island. Tycho B ahe and his assis an s. 1570–1601, Camb idge 2000, S. 62. 13 We lau : Sophia on Meklenbu g (wie Anm. 3), S. 154. 14 Paul Douglas Lockha : F ede ik II and he P o es an cause. Denma k’s ole in he Wa s o Religion. 1559–1596 (The No he n wo ld 10), Leiden 2004, S. 103. Joos : Sophie on Dänema k (1557–1631) | 101 ku z nach ih e Tau e in die Obhu on Sophies El e n. Im P e deschli en eis e He zogin Elisa- be h im Janua 1578 mi ih em knapp zwei Wochen al en Enkelsohn Ul ich in Beglei ung eine Amme, einigen mecklenbu gischen Ho damen und Edelleu en on Kolding nach Güs ow.15 F ied ich II. und Sophie e au en ih e Kinde aus gu en G ünden den G oßel e n an. Sophies Mu e in e essie e sich ü Medizin und e üg e nach den Be ich en on Johannes Caselius übe p o unde Kenn nisse de F auenheilkunde und Gebu shil e.16 Im Gegensa z zu den egelmäßig wechselnden Au en hal so en des Königspaa es esidie en die El e n Sophies haup sächlich in Güs ow und bo en den Enkeln hie in den e s en Lebensjah en eine behagliche Kinde s ube. Nach de Rückkeh ih e Kinde nach Dänema k lag de en E ziehung haup sächlich in den Händen Sophies, die sich diese Au gabe besonde s dem Th on olge Ch is ian gegen- übe mi Hingabe und ambi ionie e S enge widme e. Mi Billigung ih es Ga en e zog So- phie den Th on olge mi eine Hä e, die auch eigenhändige Züch igungen nich ausschloss und das Ve häl nis zu ih em e s gebo enen Sohn übe Jah e belas e e. Ande e sei s übe - nahm sie abe auch pe sönlich die P lege, wenn ih e Kinde ode de König e k ank wa en. Von Jugend an in die Rolle de Gemahlin F ied ichs II. on Dänema k hineingewachsen, wuss e Sophie sich so ein ü s liches Familienleben zu e hal en, das au ausgep äg e Sym- pa hie un e den Eheleu en be uh e und die Zei – wie We lau anschaulich sch eib – »un e Gelagen, Jagden, Musik und Ballspiel, Spazie i en und e au en Gesp ächen« e - gehen ließ.17 Mi dem Tod des Königs im F ühjah 1588 and dieses Leben une wa e schnell ein Ende. Wi wenscha als Chance Sophie wa 30 Jah e jung, als F ied ich II. on Dänema k im Al e on 53 Jah en übe aschend üh seinem in ensi en Lebenswandel e lag. Sei Mona en on Todesahnungen geplag , klag e de König esignie übe leibs schwachhei und s a b am 4. Ap il 1588 im Beisein Sophies und seine Kinde au Schloss An o sko . 18 Andaue nde Reisen, Jagden, Fes e und Banke e, bei denen Bie und Wein in S ömen lossen und eno me Mengen Fleisch und Fisch e zeh wu - den, ha en seine Gesundhei un e g aben und schließlich ih en P eis ge o de . Aus einem zehn Tage nach dem Tod des Königs an ih en Va e gesch iebenen B ie sp ich e zwei el e Unsiche hei de nun au sich allein ges ell en jungen F au: 15 I a Koch: Haus au und ehelich Weib. F auen in de ühen Neuzei . Ein Bei ag zu Kul u geschich e des 16. und 17. Jah hunde s anlässlich de 1000-Jah -Feie des Landes Mecklenbu g-Vo pomme n (Sch i en eihe des Mu se- ums de S ad Güs ow 5), Güs ow 1995, S. 12 . 16 Ebd. S. 14. 17 We lau : Sophia on Meklenbu g (wie Anm. 3), S. 154. 18 Lockha : F ede ik II (wie Anm. 14), S. 296. 102 | Fü s innen in Schleswig-Hols ein He zliebe He Fa e , ich habe E. G. Sch eiben bei Jochim Bazewi zen bekommen nd da auß ü s anden das E. G. leide mein elende Sch eiben bekommen haben, nd E. G. ein he zlich mi leiden mi mih agen, da ü ich E. G. als die Doch e eund lich dancke. God weis wie he zlich be obe ich mi meinen kleinen Kinde en si ze und nun as keinen os meh habe, ach keine Zu luch ahne zu God und zu E. G. Ich ho e E. G. we den mich och in meinem elende da h ich leide in bin nich ü lassen we den, sonde en mich beis ehen, den ich nich weis wie ich es an angen sol ode was ich don sol, [...]. 19 O enba ha e F ied ich II. e säum , Regelungen ü die Zukun seine hin e bliebenen Ga in und Kinde zu e en. Ra los klag Sophie gegenübe ih em Va e , dass sie nich( ) il mi sonnchen [= solchen] hendelen mgangen habe nd och sons on keinen sachen weis, den mich de Konigk nich s ha bei seinen leben wissen lassen on seinem handel.20 Übe - haup habe de König ih on keinem dinge au de Wel gesage , sonde en den dach zu o en eh e ü scheide , do hede ihm de Dock e nd He K is o e de P edige ge age ob e nich ü o denen wolde wie es mi h mich nd mi meinen Kinde en scholde geholden we den, so he e e gean wo e e konde es nu nich hun abe e wolde mich nd die Kinde God nd seine Vnde hanen besellen, e wüs e wol die wu den mich nd meine Kinde nich ü lassen. God weis das mich ein klegeliche Fall is das ich doch nu bege e das ich moch e do sein den das ich leben sol es is mich ein he zliche os , das e sonnchen schönen he lich ende genomen ha nd ha ge ede bis in sein le ze e nd wah bei alle seinem Fü s ande bis das e ü scheide e. Ich hede nich gemende [= gemeine ] das mich God so ha s a en solde doch wah mich wol allezei bange da ü .21 T o z alle Mi e Ap il 1588 gegenübe ih em Va e o enba en Ve zwei elung and sich die junge Wi we schnell in die neuen Ve häl nisse ein. Vie Mona e spä e zeichne de zu den Beg äbnis eie lichkei en ange eis e und mi den dänischen Ve häl nissen gu e au e englische Gesand e Daniel Roge s ein kom o ables Bild de Lebensums ände de Königin. Nich ohne zu be onen, dass de dänische König zu den eichs en und demnach auch be- deu ends en Mona chen Eu opas zähl , schilde e Roge s seinen Eind uck on Sophie: The Queene o Denma ke ha h he dow ie allo ed un o he in he Islandes o Fals e and Lolland, mos e ile coun ies, which a e igh o e agains he Duke o Mecklenbu ghes he a he dominions: which Queene is a igh e uous and godlie p incess which wi h a mo h 19 Zi . n. We lau : Sophia on Mecklenbu g, S. 162 . 20 Ebd., S. 163. 21 Ebd. Joos : Sophie on Dänema k (1557–1631) | 103 e ly ca e and g ea wisdome ule h he child en; un o all Embassado s do ad esse hemsel es, in he p esence o he ow e Go e no s, which indeed ule all. 22 Ta sächlich hingen Sophies Pe spek i en als Königinwi we on de Hal ung de ie Reichs- ä e ab, au de en Zusammenkun sie so o nach dem Tod des Königs in An o sko be- s anden ha e. Alle dings soll en sich ih e on p ominen en Zei genossen wie Tycho B ahe und dem ein luss eichen Ren meis e Ch is ophe Valkendo ge eil en Ho nungen au die Vo mundscha übe ih en el jäh igen Sohn Ch is ian und eine dami e bundene Teilhabe an de Regen scha , womöglich soga auch au den Vo si z übe die Regen scha s egie ung, schnell ze schlagen.23 Wäh end de Reichs a an seine En schlossenhei , die Regen scha bis zu Volljäh igkei Ch is ians IV. ohne die Königinwi we auszuüben, keinen Zwei el ließ, übe nahmen Kanzle Niels Kaas, Ren meis e Ch is ophe Valkendo , Admi al Pede Munk und Jö gen Rosenk an z als Gou e neu on Jü land el Tage nach dem Tod des Königs die Vo mundscha übe den el jäh igen Th on olge und seine Geschwis e . Au einen Schlag sah sich Sophie ih e Aussich en au eine Be eiligung an de Vo mundscha übe den Th on olge ebenso be aub , wie sie alle Ho nungen au die Ausübung de Regen scha beg aben muss e. Übe haup ände e sich das poli ische Klima nach dem Tod des Königs schnell. Von Sei- en eine b ei en F ak ion des eingebo enen dänischen Adels weh e Sophie ein eisige Wind en gegen, im Reichs a konn e sie zwa noch gelegen lich e mi eln, e lo abe , nachdem die Adelsopposi ion mi dem ih e au en Hein ich Ramel als ehemaligem Kanzle und Ho meis e des jungen Königs und dem Ren meis e Ch is ophe Valkendo zwei eue und un e F ied ich II. äuße s ein luss eiche Ge olgsleu e zu Fall geb ach ha e, imme meh an Rückhal . Dennoch hiel en sich Ramel und Valkendo als al e Ra gebe F ied ichs II. wei e loyal an die Königinmu e und wu den ü sie zu eine wich igen S ü ze. De pomme sche Edelmann Hein ich Ramel, du ch den William Shakespea e aus gu em G und zu seinem Polonius inspi ie wo den is , ha e in Padua die Rech e s udie und o seine Ka ie e in Dänema k in polnischen Diens en ges anden.24 Ramel e üg e zu Lebzei en F ied ichs II. als dessen Ve au e und Ho meis e des Th on olge s übe de a igen Ein luss, dass e selbs dänischen Magna en den Zugang zum Th on olge e weh en konn e.25 Fü den englischen Gesand en Daniel Roge s wa e he mou h o he whole ealme; a man [...] who ha h seen much, and is e ie eloquen , and knowe h mo e o he go e nmen and es a e hen all he es o he Counsello s.26 Nach dem Tod des Königs b ach sich de Unwille g oße 22 Daniel Roge s an Lo d Bu leigh, Roskilde (10.08.1588). Zi n. Leeds Ba oll: Anna o Denma k, Queen o England. A cul u al biog aphy, Philadelphia 2001, S. 149. 23 Die ich Schä e : Geschich e on Dänema k, Bd. 5: Vom Regie ungsan i F ied ichs II. (1559) bis zum Tode Ch is ians IV. (1648), Go ha 1902, S. 254. 24 Ca l Ola Bøggild-Ande sen: A . ›Hen ik Ramel, . ca. 1550‹, in: Dansk Biog a isk Leksikon, h ps://biog a iskleksikon. lex.dk/Hen ik_Ramel,_ ._ca._1550 (le z e Au u : 12.02.2024). 25 Kei h B own: Sigh ings. Selec ed li e a y essays, Ox o d 2008, S. 54 . 26 Siehe Anm. 22. 110 | Fü s innen in Schleswig-Hols ein angig angesehen und is de jugendlichen B au wohlweislich e schwiegen wo den. Ein Jah nach dem englischen Sieg übe die spanische A mada im Somme 1588 wa die on Sophie a o isie e Ve bindung ih e Toch e Anna mi dem E ben Königin Elisabe hs poli- isch äuße s b isan , e üll e angesich s de on ih em Ga en sei Jah en be iebenen Ve - handlungen übe eine p o es an ische Schu zallianz zwischen Dänema k und England abe auch dessen Ve mäch nis.45 Auch die Scho en zeig en sich nach wie o in e essie . Um die soliden inanziellen Ve häl nisse de dänischen K one wissend, and sich im Juni 1589 eine Gesand scha James’ VI. in Kopenhagen ein und hiel um die Hand de 14-jäh igen P inzes- sin an. Die Diploma en des Königs s ell en Maximal o de ungen und e lang en neben eine gewal igen Mi gi in Höhe on 250.000 Reichs ale n auch d ei einsa zbe ei e K iegsschi e. Fü den Fall, dass Scho land angeg i en wü de, soll en die Dänen 5.000 Fußsolda en und 1.000 Rei e s ellen, auße dem e lang e man die Be eiung om Sundzoll, den Ve zich au die O kneyinseln und ein Schu zbündnis gegen die ka holischen Mäch e. Sophie handel e die Mi gi au 75.000 Reichs ale he un e und wuss e auch sons alle s i igen Punk e hin- sich lich des B au geldes und de Rückgabe de O kney- und She landinseln auszu äumen, sodass die Ehe mi James VI. im Augus 1589 au Schloss K onbo g in Abwesenhei des B äu igams geschlossen wu de und die P inzessin wenig spä e mi eine aus 14 Schi en bes ehenden Flo e nach Scho land au b ach.46 Als ein S u m Annas See eise un e b ach und ih Geschwade die no wegische Küs e anlau en muss e, eis e de scho ische König seine dänischen B au in eine au sehene egenden Ak ion pe sönlich en gegen. Mi einem Ge ol- ge on 300 Pe sonen segel e James VI., dem Sophie neben Annas Mi gi 10.000 Reichs ale zum Geschenk gemach ha e, nach No wegen und hei a e e die P inzessin am 23. No embe 1589 in Oslo.47 Abe auch je z a das Paa nich die Heim eise nach Scho land an, sonde n e b ach e au Einladung Sophies den Win e in Kopenhagen, e s Ende Ap il 1590 segel en Anna und Ja mes zu ück. Ku z o Weihnach en emp ing Sophie zusammen mi dem Th on- olge Ch is ian und den ie Reichs ä en das isch e mähl e Paa au Schloss K onbo g. Ein Besuch on U anibo g au H en, bei dem James VI. Sophies be ühm en Schü zling Tycho B ahe kennenle n e, e anlass e den musisch e anlag en und hochgebilde en Scho enkönig, d ei Gedich e au den As onomen zu e assen.48 Gemeinsam mi seine Schwes e Sophie und dem Alchemis en E ik Lange be ei e e B ahe dem Mona chen am 20. Mä z 1590 einen glänzenden Emp ang au de Insel. Neben einem Fes banke und geleh en Dispu a ionen wu den dem König säm liche A ak ionen U anibo gs p äsen ie .49 Tycho B ahe so g e sich nach dem Tod F ied ichs II. um die Zukun seine Schöp ung U anibo g, konn e dank de Fü sp ache de Königinmu e abe ho nungs olle in die Zukun sehen. E s zwei Wochen 45 Ebd. S. 311. 46 Schä e : Geschich e (wie Anm. 23), S. 259. 47 Miles Ke -Pe e son/Michael Pea ce: James VI’s English Subsidy and Danish Dow y Accoun s. 1588–1596 (Sco ish His o y Socie y Miscellany 16), Woodb idge 2020, S. 35 48 Ba oll: Anna o Denma k (wie Anm. 22), S. 176. 49 Ch is ianson: On Tycho’s Island (wie Anm. 12), S. 140 . Joos : Sophie on Dänema k (1557–1631) | 111 o dem Besuch James’ VI. ha e e Sophie au gesuch , die ihm sch i lich e siche e, dass ih e s o bene Ga e die Nach olge eines de na ü lichen Söhne des As onomen au H en beabsich ig ha e. Wi scha spoli isch s ä k en die Ve bindungen nach Scho land du ch die Anwe bung scho ische Schi baue den Ausbau de dänischen K iegs lo e.50 Alle dings ielen auch die dänischen Hexenp ozesse bei James VI. au uch ba en Boden und lös en nach dessen Rückkeh in Scho land eine Welle de Hexen e olgung aus. Noch im Beisein des scho ischen Königspaa es wu de Sophies äl es e Toch e Elisabe h im Ap il 1590 mi He zog Hein ich Julius on B aunschweig-Wol enbü el e mähl . Wie sein scho ische Schwage wa de hochgebilde e Wel e ein ambi alen e Cha ak e , de ungeach e seines lu he ischen Bekenn nisses am kaise lichen Ho übe bes e Ve bindungen e üg e und als Di ek o des Geheimen Ra s und Ve au e Kaise Rudol s II. einigen Ein- luss au die ös e eichischen Habsbu ge ausüb e. Wohl kalkulie wa en auch die Ehen ih e beiden jünge en Töch e Augus a und Hedwig. Fü Augus a ha e schon F ied ich II. eine Ve bindung mi Mo i z on Hessen-Kassel, dem einzigen das E wachsenenal e e eichenden Sohn des ihm eundscha lich e bundenen Landg a en Wilhelm, ins Auge ge ass . Nachdem diese Ehe nich zus ande gekommen wa , b ach e Sophie den Gene als a hal e Mo i z on O anien und den sächsi schen Ku ü s en Ch is ian II. ins Spiel, beides Kandida en, die onangebenden Dynas ien des p o es an ischen Lage s angehö en und ih em scho ischen Schwiege sohn hinsich lich ih es poli ischen Ge- wich s kaum nachs anden. Obwohl diese Ve bindungen nich zus ande gekommen sind und Augus a 1596 He zog Johann Adol on Schleswig-Hols ein-Go o ehelich e, hiel die Köni- ginmu e an dem P ojek eine Ve bindung mi den We ine n es und e mähl e schließ- lich ih e jüngs e Toch e Hedwig 1602 mi dem sächsischen Ku ü s en. Du ch Augus as Ehe mi dem cal inis ischen Go o e He zog siche e sich Sophie ih en Ein luss au das als Sekundogeni u des königlichen Hauses eng mi Dänema k e bundene He zog um Schleswig-Hols ein-Go o . De Geldbeda ih es Schwiege sohnes, dem sie gegen die Ve p ändung de Äm e Kiel, Bo desholm, Lügumklos e und Apen ade 300.000 Reichs a- le lieh, e möglich e ih indi ek nun doch, au einen e heblichen Teil Schleswig-Hols eins zu- zug ei en, und kompensie e wenigs ens eilweise Sophies geschei e en Ve such, die jünge en Söhne mi An eilen de He zog üme zu e so gen.51 Das schloss ein enges p i a es Ve häl nis mi dem Go o e nich aus. Sophies B ie e an ih en Va e illus ie en, dass Familiä es Hand in Hand mi poli ischen und geschä lichen Angelegenhei en ging und beides meis kaum oneinande zu ennen wa . Übe eine be o s ehende Reise an den Go o e Ho sch eib Sophie, 50 Ma in Bellamy: Ch is ian IV and his na y. A poli ical and adminis a i e his o y o he Danish Na y 1596–1648 (The No he n wo ld 25), Leiden 2006, S. 104 . 51 La s N. Henningsen: Die He zöge on Go o , in: Ca s en Po sk og Rasmussen u. a. (Hg.): Die Fü s en des Landes. He zöge und G a en on Schleswig, Hols ein und Lauenbu g, Neumüns e 2008, S. 142–185, hie S. 152. 112 | Fü s innen in Schleswig-Hols ein Weill Go de Almech ige S. L. Gemahlin, unse e eun liche He zliebe Toch e , abe mals mi leibs uch gesegne , Wi wollen S: und Ih e L. den Mü e lichen ge allen bezeigen, und uns an de selbe begeben, dami Ih o L [...] on uns a h und beis and haben moch e. Wan wi den Ih en Lieb ein solchs nich abschlag konnen, sin emahl hochgemel e unse e Toch e gleiche ges al ein solchs mi sonde lichem leiß on Unß begeh , [...]. Auße dem beabsich ig e Sophie au dem Weg nach Go o , ih e eise du ch Seeland und Füne, nach Colding zu, zunemen [...]. Und weill unse eun liche he zliebe Sohn de Konigk, samb S. L. Gemalin, Iezo in Jü land au Hi sch Jag , e sehen wi uns S. L. bei solche gelegenhei au zu wa en zu k igen [...]. 52 Imme wiede schein bei den on Sophie a angie en dynas ischen Ve bindungen de el e liche Ein luss du ch. So is die 1602 geschlossene Ehe on Sophies jüngs e Toch e Hedwig mi Ku ü s Ch is ian II. on Sachsen be ei s 1592 du ch de en G oß a e Ul ich on Mecklenbu g, de dabei wiede um einen Vo schlag seine Schwäge in E dmu he on Pomme n-S e in au geg i en ha e, a o isie wo den. Gegenübe Sophie a gumen ie e Ul ich, dass die Fo p lanzung und E hal ung wa e bes endige F eundscha so nun on ielen Jha en he e zwischen dem koniglichen denema ckischen und chu u s lich sechsischen heuse n gewesen, ü diese Hei a sallianz sp eche.53 Ta sächlich dü en sowohl Ul ich als auch Sophie, die in nahezu iden ischen dynas ischen und poli ischen Ka ego ien dach en, als s enge Lu he ane ein i ales In e esse an eine Ve bindung mi Ku sachsen als dem Mu e land de Re o ma ion und bedeu ends en lu he ischen Reichss and gehab haben. Fü He zog Ul ich und seine Gemahlin Elisabe h, die nich wenige ökonomisch als ih e Toch e dach en, sp achen auße dem inanzielle E wägungen ü eine Ve bindung mi den dank de Wi scha spoli ik des Ku ü s en Augus wohlhabenden Albe ine n. Eine ähnliche Mo i a ion lag de 1597 geschlossenen Ehe König Ch is ians IV. mi Anna Ka ha ina, de äl es en Toch e Ku ü s Joachim F ied ichs on B andenbu g zug unde, die Dänema k mi einem wei e en wich igen lu he ischen Te i o ium e band. Als p oblema ische e wies sich die Ve so gung de jünge en Söhne Ul ich und Johann, die bis zu Ve mählung des jungen Königs mi Anna Ka ha ina on B andenbu g und de Gebu des E bp inzen Ch is ian im Jah 1603 als dynas ische Rese e im Hin e g und s an- den.54 Da de en Auss a ung mi An eilen de He zog üme am e bi e en Wide s and des Reichs a es und des schleswig-hols einischen Adels geschei e wa , such e Sophie nach e - ag eichen P äbenden im Reich und wu de so zu U hebe in de on Ch is ian IV. zu Ve so gung seine eigenen Söhne be iebenen S i spoli ik. Nachdem die schon du ch F ied- 52 LHAS, 211 2/1, Ac a ex e na, Danica 550, Bl. 9, Sophie an He zog Ul ich, Nykøbing (15.08.1600). 53 Essege n: Fü s innen (wie Anm. 34), S. 59. 54 De 1599 gebo ene E bp inz F ied ich s a b im Al e on 3 Wochen. Joos : Sophie on Dänema k (1557–1631) | 113 ich II. un e nommenen Bemühungen, den zwei gebo enen Sohn Ul ich mi dem luk a i en Hochs i S aßbu g zu e so gen, e olglos geblieben wa en, konn e sie sich einmal meh au die Un e s ü zung ih es Va e s e lassen. He zog Ul ich on Mecklenbu g egie e sei 1550 das säkula isie e Schwe ine Hochs i und wa be ei , de öch e lichen Bi e, ih en Zwei gebo enen zu seinem Nach olge als Adminis a o zu bes immen, zu en sp echen. Obwohl Sophies Wunsch keineswegs selbs e s ändlich wa , da du ch ihn das Hochs i dem unmi elba en Zug i des Hauses Mecklenbu g en zogen wu de, signalisie e Ul ich, die Wahl des gleichnamigen Enkels zu seinem Koadju o be ö de n zu wollen. In ih e Bi - e zeig sich einmal meh Sophies Sympa hie ü ih e He kun sdynas ie, indem sie ih en Wunsch mi de Einsch änkung e sah, dass diese Wahl nich gel en soll e, wenn ih em Va e noch ein Sohn gebo en wü de, und e siche e, dass die Regie ung eines dänischen P inzen im S i sland nu eine Ausnahme sei, die dem Haus Mecklenbu g keines alls p äjudizie lich we den solle. Ta sächlich blieb die Regie ung Ul ichs on Dänema ks als Adminis a o des Schwe ine Hochs i s olgenlos ü seine mecklenbu gischen Ve wand en, die zwa ü eine Gene a ion au dieses Te i o ium e zich en muss en, es du ch den F ieden on Müns e und Osnab ück abe 1648 endgül ig als Fü s en um Schwe in ih em He scha sbe eich ein- e leiben konn en. Im Ve häl nis zu seinen du ch Ehen mi bedeu enden Fü s en e so g en Schwes e n blieb de Schwe ine Adminis a o poli isch alle dings bedeu ungslos. Das gil auch ü He zog Johann, Sophies jüngs en Sohn, dessen geplan e Ve hei a ung mi Xenia, de einzigen Toch e des Za en Bo is Godunow sich s a egisch gegen das e s a kende Schweden ich e e. Wie schon de E we b de Inseln Ösel und Wieck du ch König F ied ich II. soll e eine dynas ische Ve bindung mi Russland den schwedischen Ein luss im Bal ikum einhegen. Obwohl die Ini ia i e zu diese Ve bindung om Za en ausgegangen is , de im No- embe 1601 dazu eine ussische Gesand scha an den dänischen Ho en sand ha e, s and das Hei a sp ojek angesich s de undu chsich igen Ve häl nisse am Za enho un e denkba ungüns igen Vo zeichen und nahm, diploma isch schlech o be ei e , ü He zog Johann ein agisches Ende.55 T o z de a ige Rückschläge s eh Sophies Hei a spoli ik ü poli ischen Übe blick, Wei - sich und eine ausgep äg e Beha lichkei im Ve olgen ambi ionie e dynas ische P ojek e. Die Ehen ih e Töch e wa en mi g oße So g al geplan und zeugen on ih em Gespü ü poli ische En wicklungen. En passan dien en sie auch dazu, ih e sei den Auseinande - se zungen übe die Ausübung de Vo mundscha übe den Th on olge und die Teilung de He zog üme angeschlagene Posi ion gegenübe dem Reichs a zu s ä ken. Auch wenn sich Sophie nach dem Tod ih es Ga en dem Reichs a beugen muss e, and sie de ac o Wege, ih en Ein luss an diesem o bei gel end zu machen. Du ch die allesam Sophies Handsch i agenden Hei a sallianzen mi König James I. (VI.) on England und Scho land, dem säch- sischen Ku ü s en Ch is ian II. und Hein ich Julius on B auschweig-Wol enbü el, de am kaise lichen Ho übe bes e Ve bindungen e üg e, e band sie Dänema k mi den ange- 55 He zog Johann s a b am 28. Ok obe 1602 im Al e on 19 Jah en in Moskau. 114 | Fü s innen in Schleswig-Hols ein sehens en und ein luss eichs en p o es an ischen Dynas ien Eu opas und se z e die Poli ik ih es e s o benen Ga en o . Obwohl Ch is ian IV. nach dem Tod seines Va e s wei gehend dem Ein luss Sophies en zogen wo den is , muss e die on seine Mu e be iebene Hei- a spoli ik auch au die G undlinien eine au die S ä kung des P o es an ismus gegenübe allen gegen e o ma o ischen Tendenzen abzielenden Außenpoli ik des jungen Königs wi - ken. Auch wenn de Königinwi we o mal keine Ein lussmöglichkei en e blieben wa en, e s and sie indi ek au die Poli ik Ch is ians IV. einzuwi ken, indem sie dessen Rüs ungen und Feldzüge inanzie e. Angesich s eines sich imme meh e düs e nden poli ischen Ho- izon s in Eu opa en hiel en die on de Königinwi we a angie en Hei a en ih e Kinde dami un e meidlich eine poli ische Dimension, in de sich die an ika holische Diploma ie ih es Gemahls o se z e. König James I. (VI.), dessen poli isches Gewich sich, nachdem e das E be Elisabe hs I. ange e en ha e, e iel ach e, gal sei de E mo dung Hein ichs IV. on F ank eich 1589 als Schu zpa on und Ho nungs äge de deu schen P o es an en. Dessen mi Sophies Enkel och e Elisabe h S ua e mähl e Schwiege sohn F ied ich on de P alz soll e mi de Union ein mili ä isches Bündnis p o es an ische Reichs ü s en gegen den Kaise und seine Ve bünde en an üh en.56 So wie sich F ied ich II. on Dänema k als S ü ze de p o es an ischen Sache e s anden ha e, knüp e nun seine Wi we übe ih e Schwiege söhne ein Ne zwe k p o es an ische Mäch e, das ih em als Obe s des Niede - sächsischen Reichsk eises zum Schu zhe n de deu schen P o es an en gewo denen Sohn Ch is ian IV. zu Sei e s ehen soll e. Gläubige de Ve wand scha und poli ische Ein luss Ein luss und Ansehen de nich ohne G und als G oß- ode Schwiege mu e eines G oß eils de p o es an ischen Reichs ü s en bezeichne en Königinwi we be uh en haup sächlich au de Kombina ion eines in wei en Teilen du ch sie geknüp en dynas isch-poli ischen Ne zwe ks und ih en e heblichen inanziellen Möglichkei en. Diese e schlossen sich neben de inno a- i en Bewi scha ung ih e dänischen Leibgedingsäm e übe wiegend aus de Ve gabe on Da lehen an die o hoch e schulde e, ch onisch inanzschwache Ve wand scha und zumeis dem ländlichen Adel en s ammende Schuldne , die als Siche hei ü Sophies Zahlungen in alle Regel nu Teile ih es eigenen Landes ode Landeigen ums e p änden konn en. Besonde s im No den des Reichs e wa b Sophie au diese Weise be äch lichen P andbesi z, de in olge e - ek i e Bewi scha ung wiede um e hebliche Gewinne abwa und ih e Einnahmen s eige e. Auch ü ih e du ch andaue nde inne dynas ische S ei igkei en in Ansp uch genommene mecklenbu gische Ve wand scha wa die e mögende Wi we eine es e G öße. Ih e minde - jäh ig zu Regie ung gelang en G oßne en Adol F ied ich I. und Johann Alb ech I. p leg en in ensi en Kon ak zu de ein luss eichen G oß an e und be on en, indem sie de en aus- 56 Ronald G. Asch: Die S ua s. Geschich e eine Dynas ie (Beck’sche Reihe 2710), München 2011, S. 44. Joos : Sophie on Dänema k (1557–1631) | 115 gep äg em Familiensinn schmeichel en, imme wiede , dass dieselbige auß dem Uh al en löblichen Hauße Mecklenbu gk en sp oßen und dahe o deßelben gedeihlichen wols and meh den hade und Ungelegenhei zu be o de n, ohnzwei el wolgemein sein müsse.57 Schon au g und ih e ch onischen Finanzno muss en beide Fü s en ein i ales In e esse an gu en Beziehungen zu de in Mecklenbu g übe ausgedehn en P andbesi z e ügenden Königin- wi we haben . Übe haup bedien en sich die He zöge ge n des on Sophie ausgehenden dynas ischen Ne zwe ks. Wie p agma isch diese Beziehungen genu z wo den sind, e deu lich ein ih- en di ek en D ah nach London wide spiegelnde Tagebuchein ag Adol F ied ichs I. on Mecklenbu g-Schwe in, e habe zu Niköping die Königin angesp ochen, daß sie an den König und die Königin in England sch eiben wolle, daß mi 50 Eisens angen zoll ei möch en passi e we den, welches sie gewillige .58 Auch sons lag es ü die Mecklenbu ge nahe, in poli ischen F agen O ien ie ung und Ra in Nykøbing zu suchen. Angesich s des angespann en Ve häl nisses Adol F ied ichs zu seine dem Haus Hols ein-Go o p en s ammenden Mu e Sophia wa die Beziehung zu seine G oß an e ü ihn on besonde em S ellenwe . Die Königinmu e en wickel e ein he zliches Ve häl nis zu ih em G oßne en und sp ach ihn in ih en B ie en als Sohn an. Als umsich ige Beobach e in de poli ischen G oßwe e lage wa sie sowohl mi den Ve häl nis- sen in Mecklenbu g als auch de Si ua ion im Reich bes ens e au , sodass aus de Pe spek- i e de p o es an ischen Reichs ü s en iele Fäden de Poli ik Ch is ians IV. bei Sophie zu- sammenlie en. Mi g oßen Vo behal en sei ens de Lu he ane ich e en sich die Blicke de P o es an en im Vo eld des 30-jäh igen K ieges au Sophies cal inis ischen Schwiege sohn, König James I. on England und Scho land und dessen, die p o es an ische Union an üh- enden Schwiege sohn, Ku ü s F ied ich on de P alz. Wäh end James I. als mäch igs e p o es an ische He sche o dem Hin e g und innenpoli ische P obleme keine Ans al en mach e, in den sich im Reich anbahnenden kon essionellen Kon lik einzug ei en, lös e de G i des P älze s nach de böhmischen K one schließlich den K ieg aus. In diese Si ua ion hiel Sophie engen Kon ak zu den p o es an ischen Mäch en und e - möglich e – wenn auch e olglos – du ch die inanzielle Un e s ü zung de Rüs ungen ih es Sohnes Ch is ian IV., den T uppen Maximilians on Baye ns und Kaise Fe dinands II. mili- ä isch die S i n zu bie en. Die de e nich enden Niede lage Ch is ians IV. bei Lu e am Ba enbe ge 1626 olgende Bese zung No ddeu schlands du ch die Kaise lichen a Sophie neben de mili ä ischen Be- d ohung Dänema ks auch als Gläubige in in ih en u eigens en In e essen. Sieben mecklenbu - gische Äm e be anden sich als Siche hei ü die dem Haus Mecklenbu g gewäh en Da lehen 57 RAK, 202, Kongehuse , Adol F ied ich I. und Johann Alb ech II. an Sophie, Schwe in (03.01.1614). 58 Tagebuchein ag Adol F ied ich I. on Mecklenbu g (24.08.1615). Zi . n. Ca l on Lü zow: Bei ag zu Cha ak e is ik des He zogs Adol F ied ich on Meklenbu g-Schwe in, wie auch zu Schilde ung de Si en des siebenzehn en Jah hun- de s, en lehn aus des obgedach en He zogs eigenhändig ge üh en Tagebüche n im g oßhe zogl. A chi e zu Schwe- in, in: Jah büche des Ve eins ü meklenbu gische Geschich e und Al e humskunde 12 (1847), S. 59–122, hie S. 63. 116 | Fü s innen in Schleswig-Hols ein sei Jah zehn en in ih em P andbesi z.59 Hinzu kamen zahl eiche, on ih en Schuldne n an sie e p ände e Gü e .60 Je z wa diese Besi z dem Feind ausgelie e und die Königinmu - e ha e in olge de En eignung und Ve eibung de bei ih hoch e schulde en mecklen- bu gischen He zöge zuguns en des kaise lichen Feldhe n Alb ech on Wallens ein um ih Geld zu ü ch en. In äuße s e Bed ängnis ge a en, ha e Adol F ied ich I. on Mecklenbu g- Schwe in Sophie schon im Ap il 1627 an e au , um das Leben seine Familie zu ü ch en, und sie gebe en, seine Gemahlin mi sam ih en Kinde n Zu luch zu gewäh en. Als de He - zog ba alle Einkün e und angewiesen au die Un e s ü zung seine Ve wand scha An ang 1628 bei de sol en en G oß an e 20.000 Gulden leihen woll e, bewillig e sie ihm lediglich einen Be ag on 1.000 Gulden. Sein B ude Johann Alb ech II., zu dem Sophie wegen sei- ne Hinwendung zum Cal inismus ohnehin ein gespann es Ve häl nis ha e, ging lee aus. T o z ih e inanziellen Zu ückhal ung s and die be ag e Königinwi we in engem Kon ak mi de exilie en mecklenbu gischen Ve wand scha und be ieb – auch im eigenen In e esse – de en e s mi hil e schwedische Wa en im Somme 1631 e olg e Res i u ion. Noch An ang Ap il 1630 bedank e sich He zog Adol F ied ich I. aus seinem Lübecke Re ugium deßwegen ganz leißig, das E. Kön. M. be ü es unse s Töch e leins sich so eundmü e lich angenom- men [und] daßelbe bis dahin sowol e zogen und demselben alle Königliche gnad und gu ha so mil iglich e wiesen habe.61 Sophies mi dem Au s ieg Schwedens zusammen allende Tod im He bs 1631 s eh zwei Jah e nach dem F ieden on Lübeck sowohl ü den Niede gang dänische Hegemonie im Os see aum als auch den dami einhe gehenden Bedeu ungs e lus des on de Königinwi - we geknüp en dynas ischen Ne zwe ks. Resümee Sophies Leben und Wi ken zeug on ausgep äg em Eh geiz und eno me Beha lichkei , Ei- genscha en du ch die sie sowohl in de ih zugewiesenen Rolle als Gemahlin F ied ichs II. on Dänema k als abe auch besonde s wäh end ih e übe 43-jäh igen Wi wenscha un e den Fü s innen ih e Zei he aus ag . Auch wenn ih e in jungen Jah en geschlossene Ehe mi dem 23 Jah e äl e en Dänenkönig ehe einem Zu all geschulde gewesen is , übe ließ sie sons kaum e was de Fügung. Nach 14 Ehejah en e wi we , ha Sophie es i uos e s anden, poli ische F ei äume zu nu zen, und sich Wi kungs elde e schlossen, die ih du ch den Reichs a ehemen bes i en wo - den sind. De nich zule z auch ih en inanziellen Möglichkei en geschulde e Ein luss au 59 Es handel e sich um die Äm e Neukalen, Neubukow, Schwaan, S a ga d , Gnoien, Da gun und Gadebusch. 60 1603 ha e Caspa on Ba old de Königinwi we beispielsweise sein bei Schwaan gelegenes Gu Dudinghausen ü 6.000 Reichs ale e p ände . Vgl. auch LHAS, 2.12-4/2, Dudinghausen. 61 Ebd., 211 2/1, Ac a ex e na, Danica 555, He zog Adol F ied ich an Sophie, Lübeck (10.04.1630). Bei dem Kind handel es sich um Adol F ied ichs 1627 gebo ene Toch e Anna Ma ia, die Sophie o übe gehend au genommen ha e. Joos : Sophie on Dänema k (1557–1631) | 117 König Ch is ian IV., eine Reihe on Reichs ü s en und ande e hochges ell e Schuldne wu de ü sie zum Su oga ü poli ische Mach . Nachdem sich abzeichne e, dass die on ih an- ges eb e Übe nahme de Regen scha und auch ih e Vo mundscha ü den äl es en Sohn, den Th one ben Ch is ian, nich du chzuse zen wa , be ieb sie umso ziels ebige die Ve so - gung ih e jünge en Kinde und siche e sich einen be äch lichen Ein luss au die dänische Poli ik. Die Ehe ih e Toch e Anna mi dem scho ischen König und englischen Th one ben James VI. b ach e Hamle nach Dänema k und mach e Sophie als ein luss eiche G oßmu e des englischen und scho ischen Königs Ka l I. und dessen Schwes e Elisabe h S ua , de spä e en p älzischen Ku ü s in und Königin on Böhmen, zu eine Schlüssel igu inne halb de p o es an ischen Dynas ien Eu opas. Du ch die Finanzie ung bedeu ende Reichs ü s en und de K iege ih es Sohnes Ch is ian IV. beein luss e sie im Vo eld und wäh end des e s en D i els des Teu schen K ieges die mili ä ischen und poli ischen En wicklungen im Os see- aum in einem Ausmaß, dass de englische Diploma und His o ike James Howell in seinen Epis olae 1632 olle Hochach ung an he la e dea h o he Lady Sophia Queen Dowage o Denma k, ou King’s G andmo he [i. e. Ka l I.] e inne e, she was epu ed he iches Queen o Ch is endom.62 62 James Howell: Familia Le e s, London 2 1650, S. 175. Abs ac Queen Sophie o Denma k was a ema kable pe sonali y and a key igu e wi hin he P o es an dynas- ies. As he only daugh e o Duke Ul ich o Mecklenbu g and he Danish P incess Elisabe h, she was as ambi ious as she was enacious. Ma ied a he age o 14 o King F ede ick II o Denma k, who was 23 yea s he senio , and widowed a e 14 yea s, she became one o he mos in luen ial women o he ime. Wi h a wide ange o in e es s and he abili y o open up new ields o ac i i y as a widow, Sophie was ex emely success ul economically and played an impo an ole in inancing he wa s o he son, Ch is ian IV o Denma k, and he P o es an p inces o he Holy Roman Empi e. Au o D . Sebas ian Joos His o ike , Mi a bei e im P ojek ›Digi ale Quellenedi ion: Ko espondenz eine Mäzenin. Die B ie e de Königin Sophie on Dänema k‹ an de Ch is ian-Alb ech s-Uni e si ä zu Kiel. Zu seinen Fo schungs- schwe punk en gehö en die Mecklenbu gische Landesgeschich e und die mi elal e liche und üh- neuzei liche Geschich e des Os see aumes. E-Mail: s.joos [email protected] 118 | Fü s innen in Schleswig-Hols ein Open Access // De Bei ag is un e de C ea i e-Commons-Lizenz Namensnennung - Wei e gabe un- e gleichen Bedingungen 4.0 In e na ional (CC BY-SA 4.0) e ö en lich . Den Ve ags ex inden Sie un e : h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by-sa/4.0. 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