scieee Open visual document viewer

Die türkische Invasion in den Südkaukasus und das Massaker an der armenischen Bevölkerung Bakus im September 1918 vor dem Hintergrund der deutsch-türkischen Kontroverse | Թուրքական ներխուժումը Հարավային Կովկաս և Բաքվի հայ բնակչության կոտորածը 1918 թ․ սեպտեմբերին գերմանա-թուրքական տարակարծության ետնախորքում

Hayruni, Aschot

Abstract

Der Beitrag macht deutlich, dass das Osmanische Reich den Völkermord an den Armeniern bis zum Ende des Krieges fortsetzen wollte. Die Verletzung…

Full text

| 235 Ascho Hay uni Die ü kische In asion in den Südkaukasus und das Massake an de a menischen Be ölke ung Bakus im Sep embe 1918 o dem Hin e g und de deu sch- ü kischen Kon o e se Abs ac The a icle makes clea ha he O oman Empi e aimed o con inue he A menian genocide un il he end o he wa . The Young Tu ks’ iola ion o he T ea y o B es and he in asion o he Sou h Cau- casus led o an inc easing Ge man-Tu kish con o e sy, which eached i s climax owa ds he end o Augus 1918. Howe e , his con o e sy was no based on he h ea o he Ch is ian A menians, which was gene ally accep ed by Ge many, bu abo e all on he i al y be ween he wo allies o he economic exploi a ion o he Caucasus. Wäh end des Völke mo des in den Jah en 1915–1916 ha en sich e wa 300 000 A menie , meis Bewohne de ös lichen G enzgebie e des Osmanischen Reiches, nach Russisch- bzw. Os a menien e en können. Die nach de Feb ua e olu ion 1917 in Russland gebilde e p o iso ische Regie ung e klä e das on de ussischen A mee bese z e Osmanisch- ode Wes a menien zu einem Mili ä gou e nemen , das ih unmi elba un e s ehen soll e. Sie ges a e e den a menischen Flüch lingen, in ih e Heima zu ückzukeh en. Bis Ok obe 1917 wa en übe 140 000 a menische Flüch linge in ih e Heima o e zu ückgekeh .1 Diese En wicklung ende e, als im Ok obe 1917 die Bolschewiki in Pe e sbu g die Mach e g i en. Die neue Regie ung un e Lenin, die on de En en e nich ane kann wu de und dabei mi ielen inne en Gegne n im K ieg s and, sah sich gezwungen, ih e T uppen aus den bese z en Gebie en des Osmanischen Reichs zu ückzuziehen. Das e möglich e dem osmanisch- ü kischen Mili ä schon im Janua 1918 den Ve s oß gegen den am 5. De zem- be geschlossenen Wa ens ills and und das Vo d ingen nach Os en. Ku z danach, am 1 Vgl. Hay uni (2020), XXVII. Kiel-UP • h ps://doi.o g/10.38072/978-3-928794-95-4/p11 236 | Das kul u elle E be on A zach | Արցախի մշակութային ժառանգությունը 3 . Mä z 1918, gelang es de poli isch-mili ä ischen Füh ung des Deu schen Reiches, die us- sische Regie ung zu Un e zeichnung des ü Russland ungüns igen F iedens e ages on B es -Li owsk zu zwingen; danach muss e Russland meh e e seine eu opäischen Gebie e an Deu schland und die ussisch bese z en Teile Wes a meniens an das Osmanische Reich ab e en. Ta sächlich wu den dem Le z e en auch die Bezi ke Ka s, A dahan und Ba umi, die sei 1878 zum Russischen Reich gehö ha en, abge e en.2 Die jung ü kische Regie ung sah im B es e Ve ag eine güns ige Gelegenhei , nich nu die abge e enen Gebie e, sonde n den gesam en Südkaukasus zu behe schen, um dadu ch ih e pan ü kischen Ziele zu e wi klichen. De ü kische Vo s oß wu de du ch neue liche Massake an de wei gehend schu zlosen zi ilen a menischen Be ölke ung beglei e , wäh- end die an Zahl ge ingen und schlech bewa ne en a menischen Ve eidigungs uppen keinen e olg eichen Wide s and zu leis en e moch en. Die deu sche Regie ung wa bes ens in o mie übe diese Vo gänge. Sie e hiel nich nu on ih en Diploma en und Mili ä angehö igen, sonde n auch on ielen ande en Sei- en ala mie ende Nach ich en übe die neue lichen sys ema ischen Massake und ande en G äuel a en an de a menischen Be ölke ung in ussisch- bzw. os a menischen Gebie en und sons igen Dis ik en des Südkaukasus, e bunden mi Appellen, die Tü kei on ih e Ve nich ungspoli ik abzuhal en und sie zum Rückzug ih e S ei k ä e hin e die im B es e Ve ag gezogene G enze zu zwingen. »Tausende on ussischen Nachzügle n wu den e - schossen ode lebend e b ann «, hieß es in einem am 22. Mä z om Auswä igen Am an den S aa ssek e ä nach Buka es geschick en Be ich , »Die A menie we den unbesch eiblichen Qualen un e zogen; Kinde in Säcke ges eck und ins Mee gewo en. Die al en Männe und F auen wu den gek euzig und e s üm- mel , alle jungen Mädchen und jungen F auen wu den den Tü ken ausgelie e «. 3 Die deu sche Regie ung zeig e sich jedoch nich be ei , ih e Akzep anz de Ve nich ungs- maßnahmen ih es osmanischen K iegs e bünde en au zugeben. Sie blieb somi bei de Fo se zung de be ei s 1915 angesich s de Depo a ion und E mo dung de osmanisch-a - menischen Be ölke ung eingenommenen Hal ung. Wie damals begnüg e sie sich mi zu- ückhal enden Wa nungen an die jung ü kische Ad esse. Und selbs dies geschah haup - sächlich aus dem Kalkül, möglichen Vo wü en deu sche Mi schuld ode Mi e an wo ung o zubeugen. Auch nachdem die ü kischen S ei k ä e die G enzen de Gebie e, die dem Osmanischen Reich in olge des B es e Ve ages abge e en wo den wa en, übe sch i en ha en und den Vo ma sch im Os a menien wei e o se z en, schien Deu schland da übe zunächs wenig beso g zu sein. O iziell den S andpunk e e end, dass die Tü kei den B es e Ve ag als 2 Vgl. Ba seġyan (1998), 66-67. 3 Lepsius (1919), 377. Hay uni: Die ü kische In asion in den Südkaukasus | 237 G undlage ih e G enz egulie ung be ach en müsse, un e nahm das Kaise eich dennoch keine wi ksamen Sch i e, um die Tü kei om Ve s oß gegen den Ve ag zu ückzuhal en, wäh end die a menische Sei e da um bemüh wa , den osmanischen T uppen du ch eine ene gische In e en ion Deu schlands Einhal zu gebie en und dadu ch eine ollkommene E mo dung des Volkes abzuwenden. Um dies zu e eichen, schick e de a menische Na io- nal a im Ap il 1918 eine Delega ion nach Be lin. Ungeach e de iel achen Be ich e s a - ungen und Hil egesuche de Delega ion kam sie gegen Ende Mai e gebnislos zu ück. Sie ha e nich einmal einen Emp ang du ch den Reichskanzle e lang .4 Wie aus den Be ich en des damaligen deu schen Bo scha e s in Kons an inopel Johann Hein ich on Be ns o he o geh , beabsich ig e das Osmanische Reich, im Südkauka- sus zwei Republiken zu k eie en, nämlich eine geo gische und eine sogenann e »süd- kaukasische« Republik, die aus A menie n und u ksp achigen Muslimen (»Ta a en« – im ussischen Wo geb auch) bes ehen soll e.5 Das hä e zu Auslöschung des a menischen Volkes auch im Kaukasus ge üh , wenn nich Ende Mai 1918, als die osmanischen T up- pen be ei s in de A a a ebene au E schmiadsin und Je ewan o s ießen, die a menische Gegenweh gelungen wä e. Als die osmanische Mili ä üh ung, die eine schwe e Niede - lage e li en ha e, sich mi de Un e zeichnung des Ba ume Ve ags am 4. Juni 1918 zu Ane kennung de E s en Republik A menien mi einem Te i o ium on e wa 12.000 qkm gezwungen sah, en wickel e sie eine neue Ve nich ungss a egie: Du ch poli ische und wi scha liche Isola ion sowie du ch die e agswid ige Bese zung ih e e ag eichs en Gebie e soll e die kleine Republik A menien ausgehunge we den. Bei diesem Vo gehen konn e die jung ü kische Regie ung einige E olge e zielen: Nachdem die Be ölke ung diese Gebie e zu Fluch gezwungen wa , belie sich die Zahl de Obdachlosen in de Republik A menien au übe eine halbe Million öllig mi ellose Menschen. In nu sechs Mona en e hunge en da on im Jah 1918 übe 180 000 Menschen, iele on ihnen os- manisch-a menische Flüch linge.6 Eine Wende de deu schen Duldung de ü kischen Expansionspoli ik im Kaukasus zeich- ne e sich e s An ang Juni bzw. nach Abschluss de Ba ume F iedens e äge de Tü kei mi den d ei kaukasischen Republiken ab. Jene Wende lagen eine sei s das wachsende Beso gnis de deu schen Regie ung übe die eigene Mi e an wo ung ü den ü kischen Ve s oß gegen den B es e Ve ag einschließlich de en Folgen zug unde, o denen sie on ielen Sei en meh ach gewa n wo den wa . Ande e sei s gab es wi scha liche E wägun- gen: Deu schland s ö e, dass das Osmanische Reich die E döls ad Baku allein bese zen und die wi scha liche Ausbeu ung Kaukasiens allein du ch üh en woll e. »Ziel neu ü kischen Impe ialismus in Kons an inopel is die E obe ung des ganzen Kaukasus«, so Gene al O o on Lossow in seinem am 22. Mai 1918 an das Auswä ige Am geschick en Teleg amm: 4 Vgl. Hay uni (2017), 41. 5 Vgl. Mikaeljan (2004), 512. 6 Vgl. V ac’yan (1993), 199-200. 238 | Das kul u elle E be on A zach | Արցախի մշակութային ժառանգությունը »Ziel Talaa s und des Comi es olls ändige Aus o ung de A menie , Ziel de K iegswuche- e in Kons an inopel Aussaugung de on Tü kei besiedel en Kaukasuss aa en. T uppen e - schiebungen nach Pe sien sind nu Vo wand, alle ü kischen Fo de ungen zu e zwingen«.7 Den Wa nu ngen de deu schen Regie ung olg en nun Abmahnungen in s enge em Ton. »Eue e Exzellenz e suche ich nochmals, die du ch den B es e Ve ag gezogenen G enzen zu espek ie en, wid igen alls ich mi die F eihei wei e e En schließungen o behal en muss«, so de e s e Gene alqua ie meis e im E s en Wel k ieg, Gene al E ich Ludendo in seinem am 8. Juni 1918 an den ü kischen K iegsminis e En e Pascha geschick en Teleg amm, »[…] Wie Eue e Exzellenz bekann , habe ich s e s Ih e In e essen und Wünsche wa m e e en. Ich muss es Eue e Exzellenz gegenübe kla aussp echen, dass ich dies ü die Folge nich nu nich un kann, sonde n dass das e agswid ige Vo gehen de Tü kei ü mich jedes Zusammengehen mi Eue e Exzellenz ausschließen wü de«. 8 Eine Ane kennung de genann en F iedens e äge, welche die Tü kei unabhängig on ih en Ve bünde en mi den Kaukasie n abgeschlossen ha e, wu de on Deu schland schon mi Hinweis da au abgewiesen, dass diese mi dem in A ikel 3 des deu sch- ü kischen Ve ags om 28. Sep embe 1916 ausgesp ochenen Ve bo jedes Sonde iedens im Wide sp uch s anden. »Wi können nu solche Ve äge gel en lassen, die un e Mi wi kung de ie Ve - bünde en zus ande kommen«, hieß es om Auswä igen Am am 3. Juni 1918 an Be ns o geschick en Be ich . »Eue e Exzellenz wollen dies de P o e mi eilen. […] Von allen Sei en […] we den wi um Hil e ü die A menie ange u en und ü alles, was ihnen geschieh , e an wo lich gemach . Wi können uns diese Ve an wo ung als Mi un e zeichne des B es e Ve ags, de den Tü ken den Weg nach A dahan, Ka s und Ba um geö ne ha , nich en ziehen«. 9 Um den Ve s oß gegen den oben e wähn en deu sch-osmanischen Ve ag gu zumachen, e klä e sich die jung ü kische Regie ung, die deu schen Fo de ungen keineswegs nach- geben woll e, be ei , alle den Kaukasus be e enden s i igen F agen, einschließlich de G enz agen bei eine Kon e enz in Kons an inopel un e Be eiligung alle Ve bünde en klä en zu lassen.10 Noch o de Einbe u ung de Kon e enz woll e das Osmanische Reich abe eine ih o g ei ende Ve einba ung mi Deu schland hinsich lich de Vo s ellungen de jung ü kischen und de deu schen Regie ung zu G enz es se zung zwischen den ein- 7 Mikaeljan (2004), 501. 8 Lepsius (1919), 393-394. 9 Mikaeljan (2004), 515. 10 Vgl. Hay uni (2017), 61. Hay uni: Die ü kische In asion in den Südkaukasus | 239 zelnen S aa en im Südkaukasus e eichen und auße dem die du ch die Ba ume Ve äge es gese z en G enzen des Osmanischen Reichs mi Hil e de deu schen Regie ung den ande en Ve bünde en und den im Kaukasus ansässigen Be ölke ungen au ok oyie en. Als sich abe bei eine diesbezüglichen o läu igen Ve handlung ü kische Regie ungs- e e e mi Be ns o he auss ell e, dass Deu schland au den F ieden on B es -Li owsk bes and,11 begann die jung ü kische Regie ung du ch eine o wäh ende Ve zöge ung die e einba e Kaukasuskon e enz schei e n zu lassen. Sie wa dami bis An ang Sep embe e olg eich, wäh end hunde ausende Menschen in de Republik A menien dem Hunge - od p eisgegeben wa en. An ang Juni 1918 wa en om a menischen Na ional a je eine Delega ion nach Be lin und Kons an inopel en sand wo den, um mi Un e s ü zung Deu schlands wenigs ens eine Heimkeh de aus ih en e agswid ig bese z en Wohngebie en e iebenen Heima - losen zu e möglichen, jedoch e ziel en diese Gesand scha en keinen E olg. »Die Lage e schlimme sich äglich«, sch ieb Gene al F ied ich K eß on K essens ein, de Che de deu schen Kaukasusexpedi ion in Ti lis, in seinem im Augus nach Be lin geschick en B ie . »Soll en alle e zwei el en Hil e u e de Regie ung und de obe s en Geis lichkei A me- niens ungehö e hallen, so wi d die Ve an wo ung ü die Ve nich ung dieses al en ch is lichen Volkes ü imme au Deu schland und Ös e eich las en. Geschich e wi d und muss das Zuges ändnis e sagen, dass die beiden g oßen Ch is en eiche Mi eleu opas nich ims ande wa en, wenigs ens hie , wo es sich um Sein ode Nich sein eines ganzen Volkes handel , ih em asia ischen Ve bünde en ih en Willen au zuzwingen«. 12 Die jung ü kische Mili ä üh ung plan e noch im Juni die Bese zung Bakus, was zu eine Ve schä ung ode deu sch- ü kischen Kon o e se üh e. Diese e eich e ih en Höhepunk gegen Ende Augus , als Deu schland sich endlich dazu en schloss, wi ksame gegen die osmanische Expansionspoli ik im Kaukasus o zugehen. Da die Kaukasuskon e enz in Kon- s an inopel on de jung ü kischen Regie ung wei e hin e zöge wu de, wu de beschlos- sen, Ve handlungen mi de Tü kei in Be lin einzulei en, um zwischen den Ve bünde en übe die s i igen F agen Übe eins immung zu e zielen. Am 27. Augus 1918 wu de zudem ein deu sch- ussische E gänzungs e ag zum Ve ag on B es -Li owsk un e zeichne , de eine sei s Russland ges a e e, in Baku die Gewinnung on Rohöl nach K ä en zu ö de n und on den ge ö de en Mengen ein Vie el Deu schland zu übe lassen, ande e sei s gab de Ve ag Russland die Vollmach , die Tü kei zu Einhal ung de Bes immungen des B es- e Ve ags zu zwingen.13 Un e diesen Ums änden muss e die jung ü kische Regie ung bei 11 Vgl. Mikaeljan (2004), 546-547. 12 Lepsius (1919), 431. 13 Siehe Deu sch Russische E gänzungs e ag (1918). 240 | Das kul u elle E be on A zach | Արցախի մշակութային ժառանգությունը den am 8. Sep embe 1918 in Be lin begonnenen Ve handlungen dem D uck Deu schlands nachgeben und e p lich e e sich zum Rückzug ih e S ei k ä e aus dem Kaukasus.14 Russland ging noch wei e , indem es, sich au den ü kischen Ve s oß gegen den 4. A - ikel des ›B es e Ve ags‹ be u end, am 20. Sep embe 1918 alle A ikel des genann en Ve ags, die sich au die Tü kei bezogen, kündig e.15 Es e üb ig sich zu sagen, dass dieses ussische Vo gehen mi dem Wissen Deu schlands geschah und a sächlich au einen wei - gehenden B uch in de deu sch-osmanischen Wa enb üde scha hindeu e e. Diese wu de nich zule z du ch die jung ü kische eigenmäch ige Bese zung Bakus Mi e Sep embe e - anlass , ge ade in den Tagen, als Deu schland und die ande en Ve bünde en in Be lin mi dem Osmanischen Reich übe den Rückzug de ü kischen S ei k ä e aus dem Kaukasus e handel en. Mi de ü kischen Bese zung Bakus begann die sys ema ische E mo dung de a meni- schen Be ölke ung im S ad gebie sowie in Nuchi, A esch und ande en O en Ase baid- schans. Übe diesen Massenmo d, dem allein in Baku in d ei Tagen übe 30 000 A menie zum Op e ielen, liegen zahl eiche Be ich e o , zu denen de we olle Be ich des Che s des Gene als abes de osmanischen Hee esg uppe Os , des deu schen Obe s leu nan s E ns Pa aquin, zähl .16 Alle Be ich e s immen da in übe ein, dass die Massake , an denen sich neben » a a ischen« bzw. ase baidschanischen Banden das ü kische Mili ä ak i be eilig e, on dessen Füh ung noch o de Einnahme Bakus geplan und o be ei e wo den wa en Nach de Bese zung Bakus a die jung ü kische Mili ä üh ung Vo be ei ungen, um auch A zach zu bese zen. Gene al K ess schick e noch An ang Augus ala mie ende Be- ich e an die deu sche Regie ung übe diesen ü kischen Plan, de nach seine Schä zung bei Gelingen zu E mo dung und Ve eibung de do igen a menischen Be ölke ung üh en wü de. »Tü ken wollen neue dings on Ase beidschan [sic!] aus in die ein a menische P o- inz Ka abach ein ücken und diese en wa nen«, hieß es in seinem Be ich om 5. Augus . »Neue Kämp e de weh ha en Be gbewohne gegen Mohammedane sind un e meidlich, wenn wi sie nich da an hinde n. Die ü kische Poli ik gegen die A menie zeichne sich kla ab. Die Tü ken haben ih e Absich , die A menie auszu o en, noch keineswegs au gegeben«. 17 Obwohl es dem Osmanischen Reich angesich s seine be o s ehenden K iegskapi ula ion nich gelang, diesen Plan 1918 du chzu üh en, blieben die ü kischen S ei k ä e un e Ih- san Nu i Pascha nach dem Wa ens ills and wei e hin illegal in Ase baidschan, um bei Ge- legenhei zum Einsa z zu kommen. 14 Vgl. Mikaeljan (2004), 586-588. 15 Vgl. Haye i (1991), 622-624. 16 Vgl. Lepsius (1919), 441-447. 17 A.a.O., 424. Hay uni: Die ü kische In asion in den Südkaukasus | 241 Zusammen assend können wi es hal en, dass das Osmanische Reich bis zum K iegsen- de da au abziel e, den Völke mo d an den A menie n o zuse zen. De jung ü kische Ve - s oß gegen den B es e Ve ag und die In asion in den Südkaukasus üh en dabei zu eine zunehmenden deu sch- ü kischen Kon o e se, die ih en Höhepunk gegen Ende Augus 1918 e eich e. Diese Kon o e se lag abe nich die Bed ohung de ch is lichen A menie zug unde, die in de Regel on Deu schland hingenommen wu de, sonde n o allem die Ri ali ä beide Ve bünde e zu wi scha lichen Ausbeu ung des Kaukasus. Li e a u e zeichnis Ba seġyan, L. A. (H sg.), Čaka ag akan paymanag e , Žoġo açown kazmec’ H. G. Aza yanë, Je ewan 1998. Deu sch-Russische E gänzungs e ag zu dem F ie- dens e age zwischen Deu schland, Ös e eich-Un- ga n, Bulga ien und de Tü kei eine sei s und Ruß- land ande sei s, 1918, un e : h ps://de.wikisou ce. o g/wiki/Deu sch-Russische _E gänzungs e ag_ zu_dem_F iedens e age_zwischen_Deu schland,_ Ös e eich-Unga n,_Bulga ien_und_de _Tü kei_ei- ne sei s_und_Rußland_ande sei s (le z e Zug i : 29.12.2022). Haye i c’eġaspanow ’yownë Òsmanyan kays ow ’yow- nowm, p’as a ’ġ ’e i ew nyow ’e i žoġo açow. M. G. Ne sisyani xmbag ow ’yamb, Je ewan 1991. Hay uni, Ascho , A menien in de deu schen Außen- poli ik im Jah 1918, Je ewan 2017. Hay uni, Ascho , Im Einsa z ü das bed oh e Volk de A menie . Johannes Lepsius und seine Mission, Mün- chen/Pade bo n 2020. Lepsius, Johannes (H sg.), Deu schland und A menien 1914-1918, Sammlung diploma ische Ak ens ücke, Po sdam 1919. Mikaeljan, Wa dges, Die A menische F age und de Genozid an den A menie n. Dokumen e aus dem poli ischen A chi des deu schen Auswä igen Am s, Je ewan 2004. V ac’yan, Simon, Hayas ani Han ape ow ’yown, Je ewan 1993. Au o P o . D . Ascho Hay uni S aa liche Uni e si ä Je ewan, A menien, asho .hay [email protected] 242 | Աշոտ Հայրունի Թուրքական ներխուժումը Հարավային Կովկաս և Բաքվի հայ բնակչության կոտորածը 1918 թ. սեպտեմբերին գերմանա -թուրքական տարակարծության ետնախորքում Մեծ եղեռնի ընթացքում շուրջ 300 000 հայեր՝ մեծ մասամբ Արևմտյան Հայաստանի արևելյան սահմանային շրջանների բնակիչներ, կարողացել էին փրկվել՝ տեղափոխվելով Արևելյան Հայաստան։ 1917 թ. Փետրվարյան հեղափոխությունից հետո Ռուսաստանում ձևավորված ժամանակավոր կառավարությունը ռուսական բանակի կողմից գրավված Արևմտյան Հայաստանում ստեղծեց հատուկ զինվորական վարչություն, որը պետք է անմիջականորեն նրան ենթարկվեր։ Նա հայ փախստականներին թույլատրեց վերադառնալ իրենց հայրենիքը։ Մինչև 1917 թ. հոկտեմբեր շուրջ 140 000 հայ փախստականներ վերադարձան իրենց հայրենի բնակավայրերը։1 Այդ գործընթացը դադարեց, երբ 1917 թ. հոկտեմբերին բոլշևիկները Պետերբուրգում իշխանությունը զավթեցին։ Լենինի գլխավորած նոր կառավարությունը, որն Անտանտի կողմից չճանաչվեց և միաժամանակ բազմաթիվ ներքին հակառակորդների հետ պատերազմական դրության մեջ էր գտնվում, հարկադրված եղավ իր զորքերն Օսմանյան պետության գրավված տարածքներից դուրս բերել։ Դա հնարավորություն տվեց թուրքական զորքերին արդեն 1918 թ. հունվարին խախտել դեկտեմբերի 5-ին կնքված զինադադարը և արշավել դեպի արևելք։ Փոքր ինչ անց՝ 1918 թ. մարտի 3-ին, Գերմանիայի ռազմաքաղաքական ղեկավարությանը հաջողվեց ռուսական կառավարությանը հարկադրել ստորագրել վերջինիս համար աննպաստ Բրեստ-Լիտովսկի պայմանագիրը։ Ըստ այդմ՝ Ռուսաստանը պարտավորվում էր իր բազմաթիվ եվրոպական տարածքներ զիջել Գերմանիային, իսկ Արևմտյան Հայաստանի՝ ռուսական կողմից գրավված տարածքները` Օսմանյան պետությանը։ Փաստացիորեն վերջինիս էին տրվում նաև Կարսի, Արդահանի և Բաթումի շրջանները, որոնք 1878 թ-ից պատկանում էին 1 Hay uni, Im Einsa z ü das bed oh e Volk de A menie , XXVII: Հայրունի, Թուրքական ներխուժումը Հարավային Կովկաս | 243 Ռուսաստանին։2 Թուրքական կառավարությունը Բրեստի պայմանագիրը համարեց նպաստավոր առիթ՝ ոչ միայն զիջված տարածքները, այլև ողջ հարավային Կովկասը գրավելու և այդպիսով իր պանթուրքական նպատակներն իրականացնելու համար։ Թուրքական առաջխաղացումն ուղեկցվում էր անպաշտպան խաղաղ հայ բնակչության նոր կոտորածներով, մինչդեռ թվով նվազ և վատ զինված հայկական զորամասերը չէին կարողանում արդյունավետ դիմադրություն ցուցաբերել։ Գերմանական կառավարությունը լավագույնս իրազեկված էր այդ ամենի մասին։ Նա ոչ միայն իր դիվանագետներից և զինվորական ներկայացուցիչներից, այլև շատ այլ կողմերից Արևելյան Հայաստանի և Հարավային Կովկասի այլ շրջանների հայ բնակչության պարբերական կոտորածների ու նրա հանդեպ իրագործված այլ ոճրագործությունների մասին ստանում էր ահազանգեր, որոնք ուղեկցվում էին Թուրքիայի՝ բնաջնջման քաղաքականությունը արգելելու և թուրքական զորքերին մինչև Բրեստի պայմանագրով գծված սահմանը վերադարձնելու կոչերով։ «Հեռացող հազարավոր ռուսների գնդակահարել կամ կենդանի այրել են», - նշված էր 1918 թ. մարտի 22-ին Գերմանիայի արտգործնախարարության կողմից Բուխարեստ՝ պետքարտուղարին ուղարկված տեղեկագրում։ «Հայերն աննկարագրելի չարչարանքների են ենթարկվում։ Երեխաներին լցնում են պարկերը և նետում ծովը։ Ծեր տղամարդկանց և կանանց խաչում ու խեղում են, բոլոր երիտասարդ աղջիկներն ու երիտասարդ կանայք տրվել են թուրքերի ձեռքը»։ 3 Գերմանական կառավարությունը, սակայն, մտադիր չէր դադարեցնել իր օսմանյան դաշնակցի նախճիրը հանդուրժելը։ Նա այդպիսով շարունակում էր մնալ դեռ 1915 թ. օսմանյան պետության հայ բնակչության տեղահանման և սպանդի հանդեպ իր որդեգրած դիրքորոշմանը։ Ինչպես այն ժամանակ, այնպես էլ այժմ նա բավարարվում էր երիտթուրքերին ուղղված զուսպ նախազգուշացումներով, և անգամ դա տեղի էր ունենում գլխավորապես Գերմանիայի մեղսակցության և պատասխանատվության մեղադրանքները կանխելու նպատակով։ Նաև այն ժամանակ, երբ թուրքական զորքերը Բրեստի պայմանագրի հետևանքով Օսմանյան պետությանը զիջված տարածքների սահմանները խախտեցին և շարունակեցին ներխուժել Արևելյան Հայաստան, Գերմանիան սկզբնական շրջանում առանձնապես մտահոգություն չցուցաբերեց։ Պաշտոնապես ներկայացնելով այն տեսակետը, թե Թուրքիան պետք է Բրեստի պայմանագիրը համարի իր սահմանների կարգավորման հիմք, կայսրությունը, սակայն, որևէ ազդու քայլ չձեռնարկեց՝ Թուրքիային այդ պայմանագրի ոտնահարումից ետ պահելու համար, մինչդեռ հայկական կողմը ջանում էր թուրքական զորքերին Գերմանիայի միջամտությամբ 2 Բարսեղյան, Ճակատագրական պայմանագրեր, 66-67։ 3 Deu schland und A menien 1914-1918, 377: