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Maria Elisabeths emblematisches Bethstübgen im Schloss vor Husum

Höpel, Ingrid

Abstract

Nach dem Tod ihres Mannes Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf lebte Maria Elisabeth, geborene Prinzessin von Sachsen, im Schloss Husum.…

Full text

| 255 Ing id Höpel Ma ia Elisabe hs emblema isches Be hs übgen im Schloss o Husum Als sie nach dem Tod ih es Ga en He zog F ied ichs III. on Schleswig-Hols ein-Go o (1597– 1659) ih en Wi wensi z in Husum nahm, ließ Ma ia Elisabe h, gebo ene P inzessin on Sach- sen (1610–1684), einen als emblema isches Be s übchen bekann en Raum im Schloss o Hu- sum ein ich en. Seine Auss a ung kann also au nach 1660 und o ih em eigenen Tod 1684 da ie we den. De Raum wu de keine 100 Jah e al , denn spä es ens 1751/52 beim Umbau des Schlosses zum Am shaus, mi dem Ab iss on Nebenbau en und sogenann e Ve ein achung des Haup baus wu de die gesam e Innenein ich ung des Schlosses ze s ö . Eine Besch eibung ode bildliche Dokumen a ion des Be s übchens is nich übe lie e . Ansich en und G und isse des Schlosses aus dem 17. Jah hunde haben sich abe in Lau i z de Thu ahs Danske Vi u ius on 1749 e hal en (Abb. 1). 1 De heu ige Außenbau des Schlosses und eine Ansich des Haup baus mi den lankie- enden Schwei giebeln nach Lau i z de Thu ah zeigen, dass es sich um einen Spä enais- sancebau nach niede ländischem Vo bild handel , ähnlich Schloss Reinbek. Schon He zogin Augus a, Wi we He zog Johann Adol s on Schleswig-Hols ein-Go o (1580–1639), die Vo gänge in on Ma ia Elisabe h im Husume Schloss, ließ zwischen 1610 und 1639 An- und Umbau en o nehmen. Aus diese Zei haben sich neben ande em ün Kamine on 1614/16 on Henni Heid ide mi allego ischen Da s ellungen e hal en. He zogin Augus a ha e be ei s 1616 im Süd lügel des E dgeschosses eine Schlosskapelle (im G und iss: A) ein ich en lassen. De be ühm e Silbe al a , de sich je z in Kopenhagen be inde , s and im Wes en de Kapelle. Sei lich des Al a s wa en zwei Du chgänge, de nö dliche üh e in das »un e e Ki chens übchen« (im G und iss: B). Übe diesem be and sich die he zogliche Empo e, on de aus die He zogin dem Go esdiens beiwohnen konn e. De Al a wa on hie aus wah scheinlich nich zu sehen, wohl abe die ü den lu he ischen Go esdiens wich ige Kanzel. Diese Si ua ion is mi de Go o e Schlosskapelle und ih em he zog- lichen Be s uhl unmi elba übe dem Al a e gleichba . De südliche Du chgang üh e 1 [Lau i z de Thu ah:] Den Danske Vi u ius, Bd. 2, Kopenhagen 1966 (ND Kopenhagen 1749), S. 31, T . 151 (G und-Riß on dem un e s en S ockwe k [E dgeschoß] des Schlosses o Husum). – Vgl. zum Folgenden auch Kon ad G unsky/ Wal e Foh beck: Das Schloß o Husum. Geschich e und Ges al eines go o ischen Baudenkmals, in: Kon ad G unsky (Hg.): Schloß o Husum, Husum 1990, S. 25–104. Kiel-UP • h ps://doi.o g/10.38072/2943-5331/p13 256 | Fü s innen in Schleswig-Hols ein zu eine Wendel eppe, übe die man au ebendiese he zogliche Empo e und in die Ge- mäche Ma ia Elisabe hs gelang e. An diesen Raum g enz e wes lich das Be s übchen de He zogin Ma ia Elisabe h (im G und iss: C), das also sowohl on de Ki che aus zugänglich wa als auch on dem g öße en Raum im Wes en aus, dem ›Blauen Saal‹, de e mu lich Emp ängen und Audienzen gedien ha . Die Be kamme muss e wa 20 Quad a me e g oß gewesen sein. Sie wi d besch ieben als » eichhal ig ausges a e es Gemach. De Boden is mi schwa zem und weißem Alabas e beleg , nich nu die Decke, sonde n auch die Wände sind s uckie .«2 Im In en a on 1706 be inde sich die ü den emblema ischen Be und en - scheidende Besch eibung, die Wände seien mi Gibs S acku u [sic!] weiß bese ze und die 2 G unsky/Foh beck: Schloß o Husum (wie Anm. 1), S. 83 (Besch eibung und Zi a [S. 66] nach dem In en a des Schlosses o Husum on 1706: Landesa chi Schleswig-Hols ein, Ab . 7, N . 4792.66). Abb. 1: G und iss nach Lau i z de Thu ah, 1749. © Abb. aus: G unsky/Foh beck: Schloß o Husum (wie Anm. 1), S. 63. Höpel: Ma ia Elisabe hs emblema isches Be hs übgen im Schloss o Husum | 257 Felde emblema a geschilde . Dieses In en a wu de 1710 noch einmal du chgesehen, und zu diesem Zei punk scheinen die Embleme noch in ak gewesen zu sein, da keine Ve än- de ungen ode Ze s ö ungen e me k sind. Ve mu lich is die Auss a ung spä es ens dem Umbau on 1752 zum Op e ge allen, ode die Embleme sind in den dami e bundenen In en a auk ionen e äuße wo den. Wi hal en also es , dass die Wände mi gemal en Emblemen in S uck ahmen ges al e wa en – das is alles, was wi übe das Aussehen on Ma ia Elisabe hs Be s übchen wissen. Au g und seine Lage im Gebäude können wi übe die Funk ion dieses Raums abe meh sagen: E is sowohl ho izon al als auch e ikal übe die Wendel eppe eng mi den p i a en Gemäche n Ma ia Elisabe hs e bunden, sodass wi on eine p i a en, in imen Nu zung des Raums ausgehen können. Mögliche weise dien e ih de Raum o seine Funk ion als Be kamme soga als Schla aum. Im Gewölbe neben- an wu de mögliche weise Silbe au bewah . Einige silbe ne ge iebene S ücke we den im In en a unmi elba nach de Besch eibung des Be s übchens au ge üh . Es bes eh abe auch ein Zugang om Audienzsaal im Wes en aus, de wiede um unmi elba an einen g o- ßen Speisesaal g enz , sodass auch T e en und Gesp äche mi ausgewähl en Gäs en in de Be kamme s a ge unden haben können. An diese S elle üge ich eine ku ze E läu e ung zum kuns his o ischen Beg i des Emblems ein: Es handel sich dabei um eine aus Bild und Tex – Pic u a, Mo o und Subsc ip io – zu- sammengese z e Fo m, die sei 1531 in Buch o m e schien, an angs mi Holzschni en, spä e mi Kup e s ichen e sehen und in la einische Sp ache e ass . Die Büche wa en in ganz Eu opa e b ei e , D ucko e wa en zue s o allem Pa is, Lyon, An we pen, F ank u , Augsbu g, spä e Nü nbe g. In unse e nähe en Umgebung kamen Hambu g, Kopenhagen und in einem Fall Schleswig hinzu. Thema isch gingen Embleme on All ag ode Na u , my- hologischen ode biblischen Da s ellungen aus und en wickel en da aus Lebensweishei en und allgemein gül ige Ve hal ensno men. Die Büche wu den bald aus dem La einischen in die Volkssp achen übe se z , die Themen di e si izie en, sodass e hische, poli ische, eligiö- se, na u kundliche und Liebesemblembüche en s anden. Die Mo i e de Emblempic u ae mi ih en Mo i wu den im Lau des 16. Jah hunde s bis ins 18. Jah hunde hinein in die A chi ek u und Fes kul u übe nommen, sie konn en zu Selbs e gewisse ung und Außen- da s ellung de Bauhe en und Bewohne dienen. Nich um inno a i e Ges al ung ging es dabei, sonde n um eine um assende Kenn nis de Geschich e und um einen sou e änen Umgang mi de T adi ion. Je besse man sich auskann e und je um assende und geziel e man zi ie e, umso g öße wa en Ansehen und Bedeu ung de eigenen Ges al ung. Embleme wu den in p o ane und sak ale A chi ek u e wende – im Schlossbau sowie in de Aus- s a ung on Schlosski chen und Schlosskapellen. Dabei ich e e sich die Ges al ung zumeis nach de egionalen Kuns adi ion: emblema ische Deckengemälde in S uck ahmen gib es o wiegend im Süden, Male ei au Holzempo en, Ges ühl ode Kanzel o allem in No d- eu opa. Bei hö ischen Fes en wie Tau en, Hochzei en ode Beg äbnissen wa die Emblema ik o epheme , e wa in Ga en- und Tischdeko a ion, Fens e illumina ionen, Thea e kulissen, Balle en, Feue we ken und Au zügen. Manchmal wi d diese epheme e Emblema ik in Be- 258 | Fü s innen in Schleswig-Hols ein sch ei bungen und Kup e s ichen übe lie e . So gib es zahl eiche Dokumen a ionen em- blema isch ges al e e Beg äbnisze emonien mi Da s ellungen on Emblemen au Sä gen und Ka a alken, T iumphsäulen und Obelisken. Viele epheme e Ki chenauss a ungen und T aue züge sind du ch Besch eibungen und Kup e s iche in ged uck en Leichenp e- dig en übe lie e . In allen diesen Fo men wu de die Emblema ik auch am Go o e Ho eingese z , die He - zöge dokumen ie en dami ih e Teilhabe an eine a an ga dis ischen Fo m de eu opäischen Fes kul u . Als Dokumen eines Fes e eignisses ha sich de D uck des emblema ischen F ie- dens-Balle s zu Hochzei de Toch e Ma ia Elisabe hs und F ied ichs III. im Jah 1650 e hal- en, das on Ma ia Elisabe h e dach und au ge üh wu de, e mu lich in enge Koope a ion mi dem Ho geleh en Adam Olea ius.3 F ied ichs III. Kenn nis on und Umgang mi de em- blema ischen Bildlichkei zeig sich an zwei Beispielen: Als pe sönliche De ise wähl e e eine Pic u a aus He mann Hugos Pia Deside ia (I.14), zu sehen au einem Po ä (Abb. 2), und e 3 Ing id Höpel: Adam Olea ius und die Go o e Fes e und Fes balle e, in: Ki s en Baumann/Cons anze Kös e /U a Kuhl (Hg.): Adam Olea ius. Neugie als Me hode. Tagungsband, Pe e sbe g 2017, S. 216–225. Abb. 2: Po ä He zog F ied ichs III. on Schles- wig-Hols ein-Go o . Gemein ei ia Wikimedia Commons (le z e Au u : 23.05.2024). Höpel: Ma ia Elisabe hs emblema isches Be hs übgen im Schloss o Husum | 259 üg e einen eigenen Wahlsp uch hinzu: Non es mo ale quod op o (»Was ich begeh e, is nich s e blich«) – nach O id, Buch 2, Zeile 56: So s ua mo alis, non es mo ale, quod op as (»Dein Los is s e blich, [abe ] es is nich s e blich, was Du begeh s «).4 Dieselbe Pic u a wu de auch ü die Empo e de Ki che in Ka ha inenhee d au Eide s ed ausgewähl . Au dem Ti elbla seine Leichenp edig be inde sich de selbe Wahlsp uch mi eine Pic u a aus einem ande en Emblembuch, nach Benedic an Hae ens Schola Co dis. Das Buch is wie Hugos Pia Deside ia in An we pen e schienen.5 Adam Olea ius so g e selbs ü die Ve b ei ung dieses jesui ischen Emblembuchs aus An we pen – e übe se z e He mann Hugos Pia Desida ia und e ö en lich- e die Embleme mi neuen Kup e s ichen un e dem Ti el Geis liche Sinnen=Bilde . Sie wu den 1662 und 1666 bei Elias Holwein in Schleswig ged uck (Abb. 3). Embleme haben sich in de A chi ek u on Schloss Go o nich e hal en. Abe es is in- zwischen e wiesen, dass sich im Fes saal und in den Eckpa illons de Amalienbu g, gebau um 1669 bis 1672, gemal e Embleme be anden, die He zog Ch is ian Alb ech und seine 4 He mann Hugo: Pia Deside ia, An we pen 1624, mi Kup e s ichen on Boe hius an Bolswe h, Emblem I.14. 5 Benedik an Hae en: Schola Co dis, An we pen 1629, mi Kup e s ichen on Boe hius an Bolswe h. Abb. 3: Olea ius: Geis liche Sinnen=Bilde (wie Anm. 27), Ti elbla . © He zog Augus Biblio- hek Wol enbü el, 1281.6 Theol. (1). 260 | Fü s innen in Schleswig-Hols ein Ehe au Anna Amalia anb ingen ließen.6 Sie gingen mi dem Ve all und Ab iss de Amalien- bu g e lo en, ebenso wie die Embleme Ma ia Elisabe hs in de Be kamme im Schloss o Husum beim Umbau des Schlosses. Im Umk eis Go o s haben sich abe meh e e S ä en mi p o anen und sak alen Emblemen aus de Mi e des 17. Jah hunde s e hal en: Schon e wähn wu de die Empo e de Ki che S . Ka ha ina in Ka ha inenhee d au Eide s ed , an de sich eine Auswahl on Emblemen nach He mann Hugos Pia Deside ia be inde . De Emblemzyklus muss zwischen 1635 und 1650 angeb ach wo den sein, ielleich un e dem Ein luss F ied ichs III., Ma ia Elisabe hs ode Adam Olea ius’.7 Au Gu Roes bei Kappeln, an de Wand de Diele ode des Ri e saals, ließ Hein ich on Rumoh um 1641 lebensg oße Embleme nach Daniel C ame s Oc ogin a Emblema a Mo alia no a anb ingen.8 De Flügelal a de Ma ienki che in Bad Sege- be g wu de 1668 on dem S i e ehepaa Nicolaus und Gese B üggemann mi 32 Emblemen e sehen, die heu e nu bei de Wandlung des Al a s zu Passionszei zu sehen sind.9 Ein besonde s he aus agendes Beispiel emblema ische Auss a ung s ell die ›Bun e Kamme ‹ im He enhaus Ludwigsbu g bei Ecke n ö de on 1672 da , die in enge pe sonelle Ve lech ung zu Go o en s and.10 De Eigen üme des He enhauses, F ied ich Ch is ian Kielmann on Kielmannseck, de e mu lich ü die Ges al ung de ›Bun en Kamme ‹ e an wo lich wa , wa enge Be a e He zog Ch is ian Alb ech s on Schleswig-Hols ein-Go o . Die Reihe on A chi ek u emblemen se z sich im spä en 17. und 18. Jah hunde o . Im S . Johannesklos e o Schleswig ließen die S i sdamen um 1690 einen Emblemzyklus nach einem Emblembuch des Ros ocke P a e s Hein ich Mülle und nach de Lünebu ge Ausgabe des Wah en Ch is en ums on Johann A nd anb ingen.11 Im Jah 1700 wu de die Ki che S . Willehad in Leck mi Empo enemblemen ausges a e , um 1702 Decke und Empo e d e Ki che 6 Vgl. zue s Felix Lühning: A chi ek u im ba ocken Niemandsland. Die Go o e Amalienbu g, in: No delbingen 80 (2011), S. 81–120; Ka en Asmussen-S a mann: Das Neue We k on Go o . Rekons uk ion, Geschich e und Be- deu ung eines no ddeu schen Te assenga ens des 17. Jah hunde s (Sonde e ö en lichung de Gesellscha ü Schleswige S ad geschich e), Pe e sbe g 2022, S. 257–259. 7 Wol gang J. Mülle : Die Empo enbilde on Ka ha inenhee d, in: No delbingen 40 (1971), S. 92–109; Ing id Höpel: An we pen au Eide s ed . Ein Emblemzyklus nach He mann Hugos Pia Deside ia in S . Ka ha ina, Ka ha inenhee d au Eide s ed , zwischen 1635 und 1650, in: De ze en iende eeuw. Cul uu in de Nede landen in in e disciplinai pe - spec i 20.2 (2004), S. 323–342; Dies.: Change o Medium – om book g aphics o a in sac ed space. Wi h an exam- ple o an emblem-cycle on a chu ch galle y a Ka ha inenhee d, in: Johannes Köhle /Wol gang Ch is ian Schneide (Hg.): Das Emblem im Wide spiel on In e mediali ä und Synmediali ä . Symposium an de Uni e si ä Hildesheim, 30. Ap il–1. Mai 2004 (Philosophische Tex e und S udien 89), Hildesheim 2007, S. 189–225. 8 Rena e Voß: Daniel C ame au Gu Roes bei Kappeln, in: Ing id Höpel (Hg.): A chi ek u als O ü Embleme. Bei äge zu eine Tagung des Kuns his o ischen Ins i u s de Ch is ian-Alb ech s-Uni e si ä zu Kiel am 26.01.2013 (Mundus symbolicus 2), Kiel 2014, S. 67–76. 9 Ing id Höpel: Ein Emblemp og amm zum Abendmahl am Flügelal a de Ma ienki che in Segebe g, in: Dies.: A chi ek u als O ü Embleme (wie Anm. 8), S. 88–101. 10 Vgl. Ha mu F ey ag/Wol gang Ha ms/Michael Schilling: Gesp ächskul u des Ba ock. Die Embleme de Bun en Kamme im He enhaus Ludwigsbu g bei Ecke n ö de, Kiel 2 2004, S. 28 .; und zule z Asmussen-S a hmann: Das Neue We k (wie Anm. 6), S. 258 . 11 Ing id Höpel: Ein Emblemzyklus on 1690 an de Nonnenempo e de Klos e ki che S . Johannis o Schleswig, in: Bei- äge zu Schleswige S ad geschich e 55 (2010), S. 27–48; siehe mi E gänzungen dazu Dies.: Die Empo enbilde des Schleswige S . Johannisklos e s, in: Schleswig Kul u 43 (2020), S. 34–37. Höpel: Ma ia Elisabe hs emblema isches Be hs übgen im Schloss o Husum | 261 in Ba gum,12 1712 de Tau deckel de Ki che S . Jü gen in Ge o 13 und noch 1770 Decke und Empo e on S . Ka ha ina in Enge.14 P o ane emblema ische Gemälde on um 1700 be- inden sich au Gu Buckhagen bei Kappeln, und eine ›Bun e Kamme ‹ ähnlich de au Gu Ludwigsbu g wu de um 1700 au Gu Gaa z bei Oldenbu g einge ich e .15 1754 schließlich wu den die Fens e des Kiele Ra hauses emblema isch illuminie , mi epheme e Deko a i- on zu Feie de Tau e Paul Pe owi schs, He zog on Schleswig-Hols ein-Go o und spä e ü ein Jah ussische Za . Diese Fes ak wu de au einem Gemälde dokumen ie , das sich im Kiele Ra haus e hal en ha .16 Mi e des 17. Jah hunde s is Ma ia Elisabe h on Sachsen (1610–1684) eine zen ale Ges al , was die Ve wendung on Emblemen im Land be i . Ma ia Elisabe h s amm aus dem sächsischen He zogshaus und b ach e bei ih e Hei a 1630 Kuns schä ze aus D esden mi , bekann sind o allem ih e Gemälde C anachs. Sie kann e die Bedeu ung emblema ische Inszenie ungen om D esdene Ho .17 Bei de Hei a ih e gleichnamigen Toch e Ma ia Elisabe h 1650 wu de ein emblema isches Balle a angie und on de Ho gesellscha au ge üh , das e mu lich in enge Zusammena bei on Ma ia Elisabe h mi Adam Olea ius en s and. Nach ih e Ve wi wung 1659 ode spä es ens nach dem Be- g äbnis F ied ichs III. 1660 siedel e sie ins Husume Schloss übe und se z e dessen Ausbau und Innendeko a ion o , die un e ih e Vo gänge in Augus a schon wei o gesch i en wa . Da wi keine Kenn nisse da übe besi zen, welche und wie iele Embleme in welche Fo m sie in ih e Husume Be kamme e wende e, e suche ich im Folgenden, übe zwei Beispiele p i a e adlige weibliche Andach s äume ein Bild da on zu gewinnen, wie Ma ia Elisabe hs Raum ausgesehen haben könn e. Mi s ilgeschich lich-ikonog aphischen K i e ien e suche ich, ausgehend on zwei Räumen mi e gleichba e Funk ion nach Anhal spunk en ü die Ges al dieses d i en Raums zu suchen. Wei e e Beispiele ü e - gleichba e Andach s äume sind mi zu zei nich bekann . Mi diese Me hode wi d sich kein konk e es Bild des Husume Raums e geben, abe die Bandb ei e de Ges al ungs- möglichkei en kann deu lich we den. 12 Dies.: Le p og amme du pla ond de l’église pa oissiale de Ba gum (F ise-du-No d). Embléma ique e ypologie biblique, in: Paule e Choné/Ma ie Chau ou /Jean-Jacques Cha din (Hg.): L’image pensi e. De ises e emblèmes du XVIe au XXIe siècle, Pa is 2023, S. 409–430. 13 Die ich Biebe : Die Embleme au dem Tau deckel de S .-Jü gen-Ki che zu Ge o , in: Ing id Höpel/La s Olo La sson (Hg.): Emblema ik im Os see aum. Ausgewähl e Bei äge zu 10. In e na ionalen Tagung de Socie y o Emblem S u- dies in Kiel, 27. Juli bis 1. Augus 2014 (Mundus symbolicus 3), Kiel 2016, S. 169–178. 14 Ing id Höpel: Emblema ik im Diens on Pie ismus und Au klä ung. Die Ka ha inenki che in Enge, in: Dies./La sson: Emblema ik im Os see aum (wie Anm. 13), S. 179–190. 15 Bodil Ma ia Busch: Die Embleme de Bun en Kamme au Gu Gaa z, in: No delbingen 75 (2006), S. 15–48. 16 Auße dem Gemälde im Ra haus exis ie eine Tempe amale ei on 1754 im S ad a chi Kiel, Bd. 78, eingebunden als Bl. 190; gl. Ing id Höpel: An emblema ic Illumina ion o he Town Hall in Kiel, in: Sag a io López Poza (Hg.): Flo ilegio de es udios de emblemá ica. Ac as del VI Cong eso In e nacional de Emblemá ica de The Socie y o Emblem S udies (Colección SIELAE), Fe ol 2004, S. 459–466. 17 Vgl. dazu Ma a R. Wade: T iumphus nup ialis danicus. Ge man cou cul u e and Denma k. The »g ea wedding« o 1634 (Wol enbü ele A bei en zu Ba ock o schung 27), Wiesbaden 1996. 262 | Fü s innen in Schleswig-Hols ein Mein e s es Beispiel is ein He enhaus in Ha dwick in Su olk, Os england. De Raum is als Lady Anne Bacon D u ys ›Pain ed Close ‹ bekann . Lady Anne (1572–1624) wa die Nich- e on Si F ancis Bacon (1561–1626). 1592 hei a e e sie Si Robe D u y on Haws ead und Ha dwick (1575–1615). Sie wa mi dem Dich e John Donne (1572–1631) be eunde und mi Joseph Hall (1574–1656), einem anglikanischen Theologen und Philosophen, Ve asse on E bauungssch i en. Sie ö de e beide, was e was übe ih en gesellscha lichen S and und das Ni eau ih es in ellek uellen Aus auschs aussag . Im Un e schied zu ih en El e n, ih- em Ehemann und ih e im Al e on 14 Jah en e s o benen Toch e Elizabe h exis ie on ih anscheinend kein Po ä , nu eine ehe schema ische Da s ellung au dem S ammbaum de Familie Bacon. Die Embleme sind nich meh in si u im Mano House de Familie D u y, sonde n sei dem Ab iss des Gebäudes um 1924 im Museum Ch is chu ch Mansion in Ips- wich. Übe den emblema isch ges al e en Raum in Os england gib es eine Monog aphie on H.L. Meakin on 2013, au die ich mich im Folgenden beziehe.18 Die Wände des Raums wa en mi 40 gemal en Emblemen in Holz ahmen e sehen. De Raum wu de An ang des 16. Jah - hunde s ges al e , nich o 1605/06, ielleich abe auch e s nach dem Tod ih e Toch e 1610. Das ›Pain ed Close ‹ is dami e wa 50 Jah e o de Husume Be kamme en s anden. De e olg eiche Andach ssch i s elle Joseph Hall wa P a e in Haws ead, dem Anwesen de D u ys in Su olk, spä e Bischo on Exe e und No wich. E e ass e E bauungsbüche wie The A e o Di ine Medi a ion on 1607. Da in e sammel e neos oizis ische Medi a io- nen ausgehend on de Na u , on klassischen Quellen und de Bibel, alles wi d mi ch is - lichen We en in Zusammenhang geb ach . Die Na u wi d wie im mi elal e lichen Libe Na u ae als Anlass ü ch is lich- eligiöse Übe legungen und Deu ungen genommen, die auch als Lebenshil e in schwie igen Si ua ionen dienen konn en – ein geeigne e Hin e g und ü die A on Medi a ion, die Lady Bacon D u y in ih e Be kamme ausge üh haben wi d. Die Embleme des ›Pain ed Close ‹ be ö de n genau diese Fo m on medi a i e Ve senkung, die ausgehend on Na u und All agsdingen ch is liche Lebensweishei und Un e s ü zung anbie e , wenn im Leben En äuschungen und dami F us a ion und Bi e kei d ohen (Abb. 4). Jeweils sechs Embleme und zwei P lanzenda s ellungen sind un e halb on sieben la eini- schen Sen enzen des ömischen Epig amma ike s Ma ial angeo dne . Die meis en Pic u ae besi zen ku ze Mo i, die o auch Zeilen aus Ma ial zi ie en. Inwiewei diese heu ige Ano dnung de u sp ünglichen in Haws ead Mano en sp ich , is nich bekann . Ich s elle nu die e s e de Sen enzen und d ei zugehö ige Embleme o , um einen Raumein- d uck zu geben und den in ellek uellen S ando de Bewohne in zu cha ak e isie en.19 Die Sequenz s eh un e dem Mo o eines bekann en Epig amms on Ma ial (Buch 10, 47): Quod sis esse elis, nihilque malis S mmam nec me uas diem, nec op es (»Wünsch’ Di , zu sein, was du bis , wünsch’ Di nich s Besse es; ü ch e nich Deinen le z en Tag, abe wünsch’ ihn auch 18 Vgl. zum Folgenden H. L. Meakin: The Pain ed Close o Lady Anne Bacon D u y, Fa nham u.a. 2013. 19 Die Embleme wu den on Si John Cullum besch ieben: The His o y and An iqui ies o Haws ed, and Ha dwick, in he Coun y o Su olk (Biblio heca opog aphica b i annica 23), London 1784. Höpel: Ma ia Elisabe hs emblema isches Be hs übgen im Schloss o Husum | 263 nich he bei«). Es geh da in um Bes ändigkei und Selbs bescheidung im Hie und Je z . Das e s e Emblem oben links, das diese Sen enz zugeo dne is , zeig einen A en, de im Haus eines Geizigen si z und Golds ücke aus dem Fens e wi , mi dem Mo o: U pa a, labun u (»So wie sie gekommen sind, so gehen sie«) – eine eigenwillige Ve bildlichung des Sp ichwo s ›Wie gewonnen, so ze onnen‹ (Abb. 5). Dies Emblem kann beispielha da ü s ehen, wie die Embleme des Medi a ions aums aus e schiedenen Emblembüche n kompilie und neu in e p e ie wu den; es se z An egun- gen aus dem bekann en Emblembuch And ea Alcia is um, eine Ausgabe on 1550, es se z abe auch die Kenn nis seine englischen Übe agung on Ge ey Whi ney (1586) o aus, bezieh sich au Gab iele Simeonis Bei ag zu Paolo Gio ios Dialogo (1574) und au Claude Pa adins De ises (1591), alles wei e b ei e e und bekann e Emblembüche . Das zwei e Em- blem ech s daneben zeig ein Kamel, das in einem Wasse ümpel s eh und ampel , mi dem Mo o: Pu a iu en alios (»Lass’ eine Dinge den ande en ge allen«) (Abb. 6). In den na u geschich lichen Emblemen on Joachim Came a ius wi d ein Kamel gezeig , das kla es Wasse e schmäh , es üh es mi seinen Füßen au und e schmu z es, be o es ink : Tu ba a delec o (»Ich bin dann e eu , wenn es au ge üh is «) (Abb. 7).20 20 Joachim Came a ius: Symbola e Emblema a, Nü nbe g (1590–1604), hg. . Wol gang Ha ms/Ulla-B i a Kuechen, G az 1988, Emblem 2.15, Bl. 23. Abb. 4: Lady Anne Bacon D u ys Pain ed Close , Museum Ch is chu ch in Ipswich, Innenansich . © Abb. aus: Meakin: Pain ed Close (wie Anm. 18), Abb. 1. 270 | Fü s innen in Schleswig-Hols ein Eine ganz ähnliche Da s ellung zeig Dilhe s Emblembuch au Sei e 247, do übe sch ie- ben mi Fes ag des Heiligen Apos els Thomæe (Abb. 11). Im Ve gleich zum Kup e s ich wu - de das Gemälde de Be kamme abe en scheidend abgewandel : Wäh end es in Dilhe s Pe ikopenbuch a sächlich um den Apos el Thomas geh , s eh au dem Gemälde an seine S elle neben Ch is us eine eich gekleide e F au, die in seine Sei enwunde ass . Man könn e dabei an Ma ia Magdalena denken, de Ch is us am Os e mo gen e schein , abe mi dem ausd ücklichen Gebo : Noli me ange e (»Wage nich , mich zu be üh en«). Deshalb auch knie sie in den Da s ellungen demü ig neben Ch is us und be üh die E scheinung o ih nich . Die F au im Läcköe Gemälde s eh au ech neben Ch is us und be üh die Wunde. Ein zwei e Un e schied: In Melchio Küsells S ich, de lau Signa u nach Dilhe s E indung ausge üh wu de, is den beiden Figu en links im Vo de g und ein wich iges bedeu ungs- agendes Bildelemen hinzuge üg , das die Bibelszene e s zum Emblem mach : In eine Baumhöhle si z ein Vogel, de die Szene o ihm zu be ach en schein . Wei e e Vögel lie- gen hinübe zu ihm. Diese Vogel wi d in Dilhe s zugehö igem P edig ex un e de Glosse E klä ung des Sinnbildes gedeu e . Ich zi ie e hie die Gedich o m: Abb. 11: Dilhe : Augen= und He zens=Lus (wie Anm. 24), S. 247, Ch is us und Thomas. © He zog Augus Biblio hek Wol enbü el, Th 4 13. Gemein ei ia He zog Augus Bib- lio hek Wol enbü el, Th 4° 13. Höpel: Ma ia Elisabe hs emblema isches Be hs übgen im Schloss o Husum | 271 Gleich wie sich ein ein Vögelein In hole Bäum e s ecke ; wenns üb he geh / die Lu uns e / Menschen und Vieh e sch ecke : Also / He Ch is ! mein Zu luch is die Höle Deine Wunden: Wenn Sünd und Tod mich b ing in No h / Hab ich mich d ein ge unden. 25 Mi dem Sinnbild des Vogels, de sich bei Ge ah in eine Baumhöhle lüch e , we den die Menschen e glichen, die T os in de Be üh ung de höhlena igen Sei enwunde Ch is i suchen – das kann de Apos el Thomas sein ode Ma ia Magdalena, abe auch jede T os suchende Mensch, zum Beispiel Ma ie Euph osine. Ih , de He in on Schloss Läckö, en - sp ich die eiche Kleidung, und ih wü de dami auch de in Ich-Fo m e ass e Tex in den Mund geleg : He , in deine Wunden Höle, Ruhe inde meine Seele. Sie is also die P o ago- nis in, die sich mi de au dem Gemälde da ges ell en Figu iden i izie en kann. Auch die Baumhöhle is im Gemälde angedeu e , au g und des Hoch o ma s abe links angeschni en, sodass ein Vogel nu zu ahnen is . Die um dieses Zen um he um angeo dne en Gemälde zeigen wei e e Embleme nach Dilhe s Augen= und He zens=Lus . Ein Pu o in eine Landscha jag dem Scha en eines Ge äßes nach, das eine Hand aus den Wolken häl , mi dem Tex : Go häl uns himmels Wollus ü : Wi g ei en nach dem Scha en hie (Abb. 12). Die Male ei se z auch hie die schwa zweiße Pic u a in ein a biges Gemälde um, de Tex wi d nahezu wö lich on Dilhe übe nommen und wie im Mi elbild au einem Sp uchband ins Bild in eg ie . Im Hin e g und be inde sich bei Dilhe eine Bu g, au dem Deckengemälde eine schlossähnliche A chi ek u . Ein zwei es Emblem mi dem Mo o De is Go es nechs e eund, so sein Wo on He zen mein zeig ein pu ena iges Kind, das o einem Tisch s eh , au dem ein He z und ein Buch liegen, om Tisch s eig eine Taube au , ähnlich wie bei Dilhe (Abb. 13). De Innen aum is mi meh e en Lesepul en ausges a e – ein Hinweis au andäch- iges, on He zen kommendes Gebe in einem eigens da ü einge ich e en Raum, de eine A Be kamme sein könn e. Dilhe s P edig is ü den Tag Ma iae Emp ängnis gedach , deshalb ielleich s eh im Hin e g und des Raums eine Wiege – sie mag dem Emblem ü Ma ia Euph- osyne eine besonde e Bedeu ung e liehen haben, denn sie selbs ha e el Kinde , on denen nu d ei e wachsen wu den. Alle ü die Decke in Läckö ausgewähl en Da s ellungen umk eisen das Thema Andach und Medi a ion, o de n die Annahme gö liche P ü ungen und ih e Übe - windung du ch bedingungslose Hingabe und Glauben. Ma ie Euph osine kann e sich im Gen e de E bauungsli e a u aus. Lau In en a on 1675 besaß sie nich nu iele Büche , sonde n sie wa e mu lich auch He ausgebe in eines 1681 anonym e schienenen Buchs in deu sche Sp ache, das den Ti el äg : De Geis lich-hunge igen Seelen Himmelisches Manna, publizie 25 Ebd., S. 249 . in S ockholm bei Johann Geo g Ebe d . Dabei handel es sich um eine An hologie on 1.600 Sei en, die aus un e schiedlichen Geis eichen Büche n kompilie wa . Ma ie Euph osyne gehö - e eine übe wiegend deu schsp achigen pie is ischen F ömmigkei sbewegung im lu he ischen No deu opa in de zwei en Häl e des 17. Jah hunde s an.26 In diese Gene a ion on gebilde en, kul u ell ak i en F auen mi e inne lich - ommen pie is ischen Neigungen gehö e auch Ma ia Elisabe h on Schleswig-Hols ein-Go o . Da ü sp echen ih e baulichen Ak i i ä en im Schloss o Husum, ih e Kuns sammlung, ih e Fö de ung on Musik und Thea e , ih e He ausgabe eines Gesangbuchs, die enge Zusammena bei mi Adam Olea ius. Im Ve gleich de d ei emblema ischen Andach s äume s ell sich als e s es die F age, welche Ma e ialien und Fo men in Ma ia Elisabe hs Be s übchen e wende wu den? Ausgehend on Lau i z de Thu as Fo mulie ung sind in S uck ge ass e Embleme wah scheinlich ode , wie in Ma ia Euph osynes Be kamme , in gemal en S uck ge ass e Embleme, alle dings wohl nich an de Decke, sonde n an den Wänden. Denkba wä e eine Auss a ung des Raums mi eine Viel- 26 Vgl. hie zu besonde s McKeown: Emblems a Läcko (wie Anm. 23). Abb. 13: Dilhe : Augen= und He zens=Lus (wie Anm. 24) , S. 243. Gemein ei ia He zog Augus Biblio hek Wol en- bü el, Th 4° 13. Abb. 12: Dilhe : Augen= und He zens=Lus (wie Anm. 24), S. 127. Gemein ei ia He zog Augus Biblio hek Wol en- bü el, Th 4° 13. 272 | Fü s innen in Schleswig-Hols ein Höpel: Ma ia Elisabe hs emblema isches Be hs übgen im Schloss o Husum | 273 zahl on gemal en Wandemblemen, wie sie im ›Pain ed Close ‹ de Lady Anne Bacon D u y an- geb ach wa en; die do igen emblema isch e ä el en Wände e inne n an die ›Bun e Kamme ‹ in Ludwigsbu g bei Ecke n ö de, die F ied ich Ch is ian on Kielmannseck 1672 ein ich en ließ. Die o enen F agen be e en abe nich nu die Fo m de Auss a ung in S uck ode Holz sowie Anzahl und Ano dnung – wie in Läckö, Ipswich ode Ludwigsbu g. Auch die F age nach den Mo i en, Inhal en und Vo lagen de Husume Be kamme s ell sich. Dazu einige Übe legungen: Ma ia Elisabe h kann e die Pia Deside ia des An we pene Jesui en He mann Hugo sowie de en Schleswige Adap ion du ch Adam Olea ius (Abb. 3). Olea ius widme e sein We k am 1. Janua 1662 Ma ia Elisabe hs Toch e Anna Do o hea, die mi ih e Mu e zusammen in Husum leb e. Olea ius sp ich in de Widmung die Ho nung aus, dass ih das Buch hel en solle nach dem höchs löblichen Exempel ih e F aw Mu e sich äglich zu üben / und zu gewissen S unden ih e Andach und geis lichen Gedancken abzuliegen p legen – O e da ü we den die Kapelle und das in ime e Be s übchen gewesen sein. Und e wünsch sich, dass dieses kleine Büchlein mi gnädigs en Händen [...] emp angen / und eine S elle un e ih en ielen Be büche n einnehmen we de.27 Die Tex e s ammen lau Olea ius’ Widmung eilweise om Go o e Obe ho p edige und Gene alsupe in enden en Johann Reinbo h, de auch P ops on Go o und Husum und Anna Do o heas Seelso ge wa . Anna Do o hea, 1640 als neun es on 16 Kinde n gebo en, wa zu diesem Zei punk 21 Jah e al und un e hei a e , wäh end ih e äl e en Schwes e n nach An- hal -Ze bs , Mecklenbu g-Güs ow, Hessen-Da ms ad und Hedwig Eleono a nach Schweden als Königin an de Sei e Ka l X. Gus a s gu e hei a e wo den wa en. Die wei e b ei e en Emble- me He mann Hugos ( ielleich in de Ve mi lung on Adam Olea ius) könn en an den Wänden des Be s übchens umgese z wo den sein. Hugos Embleme wa en schon zwischen 1635 und 50 Vo lagen ü die Embleme de Empo e in Ka ha inenhee d au Eide s ed , und sie lie e en die Pic u ae ü F ied ichs III. pe sönliche De ise. Ma ia Elisabe h kann e abe mi Siche hei auch die Emblema a Sac a des S e ine s Daniel C ame . Sein Buch wa um 1640 be ei s ü meh e e Da s ellungen in de Diele des Gu shauses Roes e wende wo den. Sie sind in jü ländischen Ki chen wei e b ei e und on Magnus de la Ga die in de Kapelle au Schloss Läckö e wende wo den. Auch Johann Michael Dilhe s pe ikopische E bauungsbüche gehö en zu Auss a ung gu e Biblio heken; nich nu im schwedischen Läckö, sonde n auch in Husum we den seine Büche bekann gewesen sein. Da übe hinaus kommen einige de Emblembüche mi geis - liche Thema ik, die in de ›Bun en Kamme ‹ im He enhaus Ludwigsbu g e wende wu den, als An egungen ü den Andach s aum in F age; sie we den do ei umgese z und an die bio- g aphische Si ua ion des Bauhe n angepass . Fü Lady Bacon D u ys Andach s aum gil eben- alls, dass sie ih e Quellen als An egungen e s eh und sie zum Teil mi au obiog aphischem Bezug neu zusammens ell . Ma ie Euph osyne bezieh die Dilhe ’schen Embleme mi dem Aus- ausch des ungläubigen Thomas du ch eine F auenges al ausd ücklich au die eigene Pe son. Eine spannende F age zum Abschluss lau e also: Von welchen Emblembüche n ließ sich Ma ia Elisabe h bei de Auss a ung ih e Be kamme an egen, und wie ei ging sie dami um? Welche 27 Adam Olea ius: Geis liche Sinnen=Bilde , Schleswig 1662, Widmung. 274 | Fü s innen in Schleswig-Hols ein Rückschlüsse au ih eigenes Selbs e s ändnis als omme, geleh e, kul u ell engagie e Fü s in hä en die Embleme nahegeleg ? Bishe lassen sich diese F agen nich bean wo en. Die d ei Be kamme n zeigen exempla isch, wie es wäh end de e gangenen Jah hunde e um den Umgang mi de Innenauss a ung on A chi ek u bes ell wa . Weil die Funk ion eines Gebäudes e ände wu de – das Husume Schluss wu de zum Ve wal ungsgebäude umgebau – ode weil sich de Zei geschmack ände e, wu den Gebäude umgebau und die Innenauss a - ung e nich e . Ode die Häuse e ielen und wu den abge issen, die Innenauss a ung wu de musealisie und dabei neu a angie , wie im Fall des ›Pain ed Close ‹, wo sich die Embleme in eine neuen Umgebung und e ände e Ano dnung e hal en haben. Bei eine neuen Nu - zung konn e die Deckenmale ei auch, wie im Fall on Schloss Läckö, un e eine Fa bschich e s eck we den, sodass de Raum au diese Weise dem neuen Lebenss il angepass we den konn e. In einzelnen Fällen wi k e die deckende Fa be dabei als Schu zschich .28 Wenn wi in de Umgebung Husums ins spä e e 17. und ins 18. Jah hunde blicken, geben einige besonde e Phänomene wei e e F agen au . Um 1700 bis in die zwei e Häl e des 18. Jah - hunde hinein we den einige Ki chen emblema isch au ge üs e : die Empo e on S . Willehad in Leck um 1700, Decke und Empo e de Ki che on Ba gum um 1702, Decke und Empo e on S . Ka ha ina in Enge um 1779. Auße dem gib es meh e e besonde s ungewöhnliche Vo kom- men on emblema isch bemal en Sch änken aus ein achen bäue lichen Wohnhäuse n, alle aus de zwei en Häl e des 18. Jah hunde s, die sich heu e in Museen be inden (Landesmuseen Schloss Go o , Museumsbe g Flensbu g, Nissenhaus Husum).29 Dieses besonde e Phänomen on Sch änken mi emblema ische Bemalung aus nich -adligen, nich -bü ge lichen, sonde n ländlich-bäue lichen Wohn e häl nissen kenne ich nu aus No d iesland. E klä ende Hypo he- sen dazu könn en sein, dass du ch die geselligen Ak i i ä en Ma ia Elisabe hs die Embleme de Be kamme in ommen geis lichen K eisen bekann wa en und adie wu den, dass also die Embleme in Leck, Enge und Ba gum on de Auss a ung de Be kamme ange eg wo den sind. Die Sch änke könn en da au zu ückgehen, dass beim Umbau des Schlosses und de Ve auk io- nie ung des In en a s um 1750 Emblempic u ae als Teile des In en a s angebo en, e kau und in de Umgebung wiede e wende wu den, sodass sie als Vo lagen ü die Sch ank ü en im häuslichen Be eich e wende we den konn en. Abe auch dies bleib Ve mu ung. 28 Vgl. zum Beispiel das Kügelgenhaus in D esden; siehe dazu Ha mu F ey ag/Die ma Peil (Hg.): Das Kügelgenhaus in D esden und seine emblema ische Deckendeko a ion, Neus ad a. d. A. 2001. 29 Ing id Höpel: Emblemp og amme au no d iesischen Baue nsch änken des 18. Jah hunde s, in: John Manning/ Ka el Po eman (Hg.): The emblem adi ion and he Low Coun ies. Selec ed pape s o he Leu en In e na ional Emblem Con e ence, 18–23 Augus 1996 (Imago igu a a S udies 1b), Tu nhou 1999, S. 389–421; Dies.: Embleme au Möbeln des 18. Jah hunde s im Umk eis Husums, in: Ge ha d F. S asse /Ma a R. Wade (Hg.): Die Domänen des Emblems. Auße li e a ische Anwendungen de Emblema ik (Wol enbü ele A bei en zu Ba ock o schung 39), Wiesbaden 2004, S. 173–209. Höpel: Ma ia Elisabe hs emblema isches Be hs übgen im Schloss o Husum | 275 Abs ac A e he dea h o he husband, F ied ich III on Schleswig-Hols ein-Go o , Ma ia Elisabe h, née P incess o Saxony, li ed in Husum Palace. Nea he chapel, she c ea ed a p i a e p aye oom (Be hs übgen). Acco ding o con empo a y au ho i ies, his oom was deco a ed wi h emblems. The in e io is nei he p ese ed no documen ed. Wi h e e ence o simila ooms in Sou he n England and Wes e n Sweden, his a icle ies o econs uc he unc ion and appea ance o his oom and o de e mine possible empla es in emblem books. Au o in P o . D . Ing id Höpel Sei 2012 Hono a p o esso in am Kuns his o ischen Ins i u de Ch is ian-Alb ech s-Uni e si ä zu Kiel. Ih e Fo schungsschwe punk e sind die Emblema ik und Tex -Bild-Rela ionen des 16. und 17. Jah hunde s. E-Mail: ihoepel@kuns geschich e.uni-kiel.de Open Access // De Bei ag is un e de C ea i e-Commons-Lizenz Namensnennung - Wei e gabe un- e gleichen Bedingungen 4.0 In e na ional (CC BY-SA 4.0) e ö en lich . Den Ve ags ex inden Sie un e : h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by-sa/4.0. Bi e beach en Sie, dass einzelne, en sp e- chend gekennzeichne e Teile des Bei ags on de genann en Lizenz ausgenommen sein bzw. ande en u hebe ech lichen Bedingungen un e liegen können.