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Die Schauspielerin: Drama in zwei Akten

Leffler, Anne Charlotte

Abstract

Anne Charlotte Lefflers Skådespelerskan wurde erstmals 1873 am Königlichen Dramatischen Theater in Stockholm aufgeführt (sechs Jahre vor Ibsens…

Full text

Anne Cha lo e Le le Die Schauspiele in D ama in zwei Ak en aus dem Schwedischen on La a Mahlau »Skådespele skan. D ama isk eckning i å ak e « e schien 1883 e s mals in ged uck e Fo m bei Z. Hæggs öms ö lags-expedi ion, S ockholm. Die U au üh ung and am 18. Dezembe 1873 im Königlichen D ama ischen Thea e in S ockholm s a . De schwedische O iginal ex , au dem die o liegende deu sche Übe se zung be uh , inde sich ei zugänglich als gemein eie Ve sion au D amawebben (h ps://li e a u banken.se/d amawebben). URN: h ps://u n.kb.se/ esol e?u n=u n:nbn:se:lb-lb999200104- aksimil Diese Übe se zung wi d un e de C ea i e-Commons-Lizenz Namensnennung 4.0 In e na ional e ö en lich . Um au den Ve ags ex zuzug ei en, u en Sie den olgenden Link au : h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/. Die elek onische Ve sion de Übe se zung is au dem Open-Access-Publika ionsse e MACAU de Uni e si ä sbiblio hek Kiel (h ps://macau.uni-kiel.de) ei e ügba : h ps://doi.o g/10.38071/2024-00882-3. Uni e si ä sbiblio hek Kiel, 2024 Leibnizs . 9 24118 Kiel Deu schland h ps://www.ub.uni-kiel.de Die Pe sonen: Es e La son. Be iebsdi ek o S ålbe g. F au S ålbe g. Elin Agda I a Se h Helge, F au S ålbe gs Sohn aus eine o he igen Ehe. S en, Elins Ve lob e . Anna, das Diens mädchen. Die Handlung spiel bei Familie S ålbe g im schwedischen S öms o s B uk. ERSTER AKT. (Ein g oßes, elegan einge ich e es Wohnzimme . An de Wand ein Büche sch ank zwischen zwei geö ne en Tü en, umgeben on Vo hängen. Zu ech en Sei e des Publikums zwei Fens e . Zu linken eine Tü sowie So as und Sessel, die um einen unden Tisch g uppie sind. Das Zimme wi d on de Decke aus beleuch e . Du ch die Tü ö nungen in de Wand sieh man e hell e Räume.) (Elin s eh einsam da und schau du ch das Fens e , das den Zuschaue n am nächs en is .) AGDA. Abe Elin, wo wills du denn hin? Du bis aus Papas Zimme ge ann und has ga nich ich ig au ge äum ! Die Jalousien liegen au dem S uhl, und au dem Boden s ehen Blumen öp e. ELIN. Ich dach e, ich hä e Glocken gehö ; deshalb bin ich nach un en gelau en. Sei doch so gu und b ing diese Baga ellen ü mich in O dnung. AGDA. Keine Lus . Helges Zimme hab’ ich ganz alleine au ge äum . ELIN. Abe auch nu das. Ich muss mich um zwei Zimme kümme n. AGDA (spi z). Um das deines Ve lob en, ja. Das mach di bes imm ich ig zu scha en! (F au S ålbe g komm du ch die ech e Tü hinein.) FRAU STÅLBERG. Seid ih e ig mi de A bei , meine Kleinen? Ich dach e, ich hä e Glocken gehö – ielleich sind unse e Reisenden gleich hie . AGDA. Ich glaube, dass Mama, die bald d eißig Jah e e hei a e is , genauso o Glocken hö wie Elin, die sei einem halben Jah e lob is . Abe ich wa e au keinen Ve lob en und au keinen Ehemann und we de noch eine halbe S unde lang keine Glocken hö en. Vo he is eh keine on ihnen hie . ELIN. Liebs e Agda, geh doch hinau in Papas Zimme und b ing die paa Sachen in O dnung, die ich e gessen habe. S en wi d ganz au ig sein, wenn e ankomm und ich ihn nich da bin, um ihn zu emp angen. AGDA. Oh, Go bewah e mich da o , ihm solch einen Kumme zu be ei en! Ich hab’ oben schon alles au ge äum , weil ich genau wuss e, dass dich keine Mach de Wel on diesem Fens e da wegbekomm , be o dein „unaussp echlich Gelieb e “, dein „ eu e , eu e S en“ einge o en is . ELIN. Agda! AGDA. Wenn du deine ange angenen B ie e au dem Sch eib isch liegen läss , kann ich auch nich s da ü , dass mein Blick ganz aus Ve sehen au die Übe sch i äll . FRAU STÅLBERG. Meine liebe Agda! AGDA. Ja, Mama, da s and wi klich „ eu e , eu e , unaussp echlich gelieb e S en“. Ich age mich, ob es au de Wel i gendeinen Mann gib , de mich so sen imen al machen könn e. ELIN. Du bis noch ein Kind, liebs e Agda. Du beg ei s ga nich , wo übe du dich lus ig machs . FRAU STÅLBERG. Wie es wohl sein wi d, meinen Helge nach ün langen Mona en endlich wiede zusehen? Elin, sein le z e B ie klang e was melancholisch. ELIN. E übe ans eng sich da oben in S ockholm mi seine g oßen P axis. AGDA. Ach, Elin, ich glaube, es gib eine wei aus besse e E klä ung da ü , dass e so langweilig gewo den is . Na ü lich is e e lieb . FRAU STÅLBERG. Das glaube ich nich . Dann hä e e sich mi an e au . AGDA. Sei di da mal nich so siche , Mamachen! E weiß, dass seine Ause ko ene dem k i ischen Blick de Mu e nich s andhäl , selbs wenn sie ein Engel om Himmel wä e. Da um will e Mama bes imm übe aschen. FRAU STÅLBERG. So e was wü de e nich un. E is ein iel zu liebe olle Sohn. AGDA. Ob uns Papa wohl iele schöne Geschenke gekau ha ? Das wa wi klich eine ne e Idee on ihm, nach S ockholm zu ah en, um Weihnach sgeschenke zu beso gen. Ach, wenn ich doch ein blaues Seidenkleid bekommen könn e! Mama, glaubs du, das k iege ich? FRAU STÅLBERG. Das bild di mal bloß nich ein, meine Liebe! Es gehö sich nich , dass ein Kind blaue Seide äg . AGDA. Abe Mama, weiß du denn nich meh , wie Elin dieses hübsche Kleid on ih em Ve lob en bekommen ha ? Und ich bin so neidisch gewesen, und Papa ha gesag : Sei nich au ig, Kni ps. Auch wenn du keinen Ve lob en has – o Weihnach en ah e ich nach S ockholm, und dann bekomms du ein genauso schönes Kleid. FRAU STÅLBERG. Ich sage es ja imme wiede : Papa e wöhn dich wi klich nach S ich und Faden. ELIN (am Fens e ). Wie u ch ba lange S en b auch ! AGDA (sie nachä end). Wie u ch ba lange Papa und Helge b auchen! En se zlich, g ässlich lange! FRAU STÅLBERG. Is denn ü den Weihnach sbaum schon alles be ei , Kinde ? Ih müss ihn mo gen Vo mi ag zei ig schmücken, dami nich s noch au die le z e Minu e gemach we den muss. AGDA. Ja eilich, ich wa in de Ap elkamme und habe die kleinen, süßen Ro backigen genommen; ich habe mich um das Kon ek gekümme , S e ne ausges ochen und Wich e und Wich elmännchen gebacken, und das alles, wäh end Elin nu geseu z und sich nach ih em Ve lob en e zeh und sich Ve se ausgedach ha , die sie au seine Weihnach sgeschenke sch eiben will. Ve lob e Mädchen sind imme so nü zlich. FRAU STÅLBERG (geh zum Fens e , an dem Elin s eh ). Was ü ein abscheuliches Unwe e ! Dass sich die Bu schen nu nich au dem Ku schbock e käl en! Hä e ich sie bloß nich ah en lassen … AGDA. Och, sag das nich ! Ein paa S unden mi ihnen zu e b ingen, das wi d so schön. Auße dem e käl en sich Jungs nie. – Je z , je z hö e ich die Glocken auch! Sie kommen! (S ü z zum Fens e und s ell sich au die Zehenspi zen, um übe die ande en hinübe schauen zu können.) ELIN. Ach, das kann nu S en sein! AGDA. Ach, das können nu Papa und Helge sein! FRAU STÅLBERG. Das sind Papa und Helge. Den Schli en kenne ich. ELIN (jubelnd). Nein, es is S en! Sein P e d und seinen Schli en e kenne ich un e ausenden wiede ! Schau , je z schwenk e um und hinau zum Ho ! AGDA (langsam). Ja, a sächlich, es is S en! (Ungeduldig.) Kommen Papa und Helge denn nie? (Elin läu du ch die linke Tü hinaus.) FRAU STÅLBERG (zu Agda). Bes ell Tee, mein Kind. S en b auch gleich e was zum Au wä men. Räum die Büche und Handa bei en om Tisch, dann s ellen wi das Tee able do hin. Ach, Elin hol sich da d außen in dem kal en Vo zimme noch eine E käl ung! AGDA (wäh end sie die Sachen om Tisch weg äum ). Um angen om kal en Fell ih es Ve lob en! FRAU STÅLBERG (ö ne die Tü zu Linken und u :) Elin, Elin, komm so o wiede ein! S en da dich e s beg üßen, wenn e seinen kal en Man el ausgezogen ha . Denk an deinen Hus en. ELIN (komm wide willig zu ück). Abe Mamachen, da an is doch nich s ge äh lich. FRAU STÅLBERG. Mein liebes Kind, wie kanns du denn nu so wenig nachdenken! (S en komm du ch die linke Tü hinein.) SVEN (zu Elin). Gu en Abend, mein Schä zchen! Da ha dich deine böse Mama on mi o ge issen, be o ich dich ich ig küssen konn e. (Uma m und küss sie.) AGDA (mu mel halblau ). Ja-ja, ang je z mi dem Geknu sche an und mach das ganze Weihnach s es dami wei e , wenn’s denn schmeck . FRAU STÅLBERG. Was seid ih Männe nich egois isch! Du besche s deine Ve lob en liebe eine Lungenen zündung als den Beg üßungskuss um ün Minu en au zuschieben. SVEN (schü el F au S ålbe g die Hand). Na, na, Schwiege mü e chen, be o du mi mi schimp s , lass mich wenigs ens e s einmal ich ig g üßen. Gu en Abend, gu en Abend! FRAU STÅLBERG. Willkommen, mein liebe S en. Huch, has du kal e Hände! SVEN. Das glaub’ ich di so o . Da d außen is es heu e Abend wi klich e damm kal . ELIN (zä lich). Ja, es sind zwöl G ad minus, und dazu noch de Schnees u m! F ie s du seh ? (Nimm seine Hände in ih e und hauch sie an, um sie zu wä men.) ELIN. Wie hea alisch! FRAU STÅLBERG. Das wa ein schwe e Schlag, das muss ich zugeben. Ich hab’ doch nie jemanden inden können, de gu genug ü meinen Helge wa , und die bes en, o e lichs en Mädchen als zu unbedeu end ü ihn abge an. Und so soll es nun enden! BETRIEBSDIREKTOR STÅLBERG. Abe meine liebe Malin, dein Ausb uch is wi klich seh o eilig; schließlich weiß du noch ga nich s übe die Ause ko ene deines Sohnes. Es e La son is schlich weg das aszinie ends e Mädchen, das ich je gesehen habe, und nich wenige . FRAU STÅLBERG (ku z). Mein liebe Al e , wann has du je ande s übe ein schönes Mädchen gesp ochen, ganz gleich, wie sie ansons en wa ! SVEN (zu Elin). Wenn du nich seine Schwes e wä s , hä e es mich wenige e wunde . Abe da e an dein unkomplizie es, unschuldiges Wesen gewöhn is , will es nich in meinen Kop hinein, wie ihn eine Schauspiele in be ö en konn e. BETRIEBSDIREKTOR STÅLBERG ( e s imm ). Ach, s eh nich da und qua sch Kokolo es, mein gu e S en! Di mögen ja Tauben am liebs en sein, abe de Res on uns da sich doch o zdem in ande e e lieben, zum Beispiel in – in – in AGDA (wi zelnd). In P auen – dass du nich on allein da au komms , Papachen! Da ha sich Papachen eine Rüge einge angen, abe je z häl e dem a men unschuldigen S en eine Mo alp edig , weil de seine Ve lob en e was Ne es gesag ha . Da ü au sich Papa je z bes imm nich meh , zu sagen, dass i gendein Mädchen schön is , wenn Mama mi hö . BETRIEBSDIREKTOR STÅLBERG ( e legen). Bis du wohl uhig, du kleine Quassels ippe! ELIN. Ruhe, da komm sie! (Alle sehen gen Tü .) (Es e und Helge kommen A m in A m hinein. Es e is elegan zu ech gemach .) ESTER (läu in F au S ålbe gs A me). Gelieb e Mama! So da ich doch sagen? Ich habe noch nie zu o Mama gesag , und dabei is das doch de süßes e Name au E den. (F au S ålbe g e wide ih en G uß s ei .) Und du muss Elin sein! Das e kenne ich so o an Helges Besch eibung. Wi s du mi eine kleine Po ion Geschwis e liebe schenken? Helge is de e s e Mensch, de mich je gelieb ha , und e ha mi e sp ochen, dass ih mich ihm zuliebe auch lieben we de . (Elin sieh sie scha an und beg üß sie kal .) Und da haben wi Agda, den kleinen Halunken, wie dich Helge nenn . Du und ich, wi we den zusammen iele kleine S eiche spielen. Ich kann auch oll und ganz zum Halunken we den, das da s du ge ne glauben! Eine Schauspiele in ha so iele Sei en! Mi Elin kann ich emp indsam sein und mi Mama e nün ig eden; ich spiele Schach mi Papa und auche Ziga e mi S en. Gu en Tag, Schwage S en, dich habe ich ja noch ga nich geg üß . (Schü el ihm die Hand.) AGDA (halblau zu Elin). Sie is es, sie is es! Oh, was bin ich oh! ELIN. Liebs e Agda, nun sei doch nich so kindisch! F oh! Ich möch e am liebs en weinen. BETRIEBSDIREKTOR STÅLBERG. Na, Libellchen, g üß du mich denn ga nich ? ESTER ( ä schel ihm die Schul e ). Oh Papa, mein al e Reisege äh e, dich hab’ ich doch heu e schon d ei Mal geküss , obwohl du dich sei d ei Tagen nich meh asie has . – Abe wo sind denn die Jungs abgeblieben, I a und Se h, de liebe Ku sche und de liebe Diene ? Ach, da sind sie ja! (I a und Se h kommen du ch die Tü zu Linken.) ESTER. Wo seid ih so lange gewesen, Jungs? IVAR. Wi haben na ü lich die P e de abgesa el und ihnen Fu e gegeben. ESTER. Na, ih seid mi wi klich zwei zügige Bu schen! Je z komm einmal he o ins Lich , dami ich euch ich ig ansehen kann, liebe kleine B üde ! Bishe hab’ ich euch imme nu in Män eln und Pelzmü zen gesehen. (Tä schel Se h e aulich die Schul e und schü el I a s Hand; beide sehen sie mi scheue Bewunde ung an.) HELGE. Je z , da du dich mi den Meinen bekann gemach has , komm und ink e was Tee, mein Es e lein. Wenn wi Mama da um bi en, se ie sie ihn uns bes imm . ESTER. Ach, wie en zückend, wie o e lich es hie is ! Ein ich iges Zuhause – ohne Kulissen! ELIN. Haben Sie denn selbs kein Zuhause? ESTER. Sie! – meine süße Elin, was denks du di ? Is sie mi gegenübe e wa schüch e n, Helge? HELGE. Das wi d sie bald übe wunden haben. (Beisei e zu Elin.) Was soll das, Elin? ESTER (e ns zu Elin.) Nein, Elin, ich habe kein Zuhause! AGDA. Abe – Es e , Sie müssen doch i gendwo wohnen, ode ? ESTER. Du unschuldige kleine Maus! Glaubs du, dass jede Wohno ein Zuhause is ? ELIN. Wann haben Sie sie e lo en – Ih e El e n? ESTER. Ich habe meine El e n nie gekann . Meine Wiege s and im Waisenhaus – im Waisenhaus, Agda, ohne El e n, ohne Geschwis e , ohne i gendjemanden, de sich um mich gekümme ha . Kanns du das glauben, du kleine Sonnenschein, de nie e was ande es gesehen ha als Liebe und Glück. AGDA. A me Es e ! Und wohin bis du gekommen, als du das Waisenhaus e lassen has ? ESTER. Schau, nun has du „du“ zu mi gesag ! Danke, das is lieb. Doch, ich wu de mal hie und mal do au dem Lande au genommen und du e a bei en und hunge n. Eines Nach s habe ich mich schließlich o geschlichen, zu eine G uppe on Seil änze n, de en Au i ich im Nachba o gesehen ha e. Ich ba sie da um, dass sie mi ih e Kuns beib ingen, die ich zu ie s bewunde e. Sie anden mich cha man und g aziös und nahmen mich so o als ih e Schüle in an. AGDA (lebha ). Und wa das nich oll, au dem schmalen Seil zu anzen, hoch oben übe den Köp en alle ande en? Dabei ühl man sich doch siche ei und oh wie ein Vogel. ESTER. Tja, das soll es du mal e suchen. P ügel und Applaus, ha e Wo e und enge Kleide . Oh, das wa die unglücklichs e Zei meines Lebens! (Mi plö zliche Hi ze.) Wenn ih e was an mi en deck , das euch miss äll , wenn euch all meine Fehle au allen, dann u eil nich zu s eng übe mich! Wä e ich on gu en, ech scha enen El e n au gezogen wo den, im Schu ze eines Zuhauses, dann wä e ich ielleich nich schlech e als Elin und Agda. HELGE (he ig). Schlech e als Elin und Agda! So e was da s du nich sagen, Es e . Au keinen Fall bis du schlech e als Elin und Agda. Alle d ei seid ih junge, unschuldige Mädchen, on denen ein jedes seine Fehle ha , schä ze ich, obwohl ich zugeben muss, dass ich deine noch nich en deck habe. ESTER (sche zend). Denks du e wa, ich bin so ö ich und lasse zu, dass du dich an den Do nen s ichs , be o ich ganz siche sein kann, dass dich de Du de Rose auch wi klich e zaube ha ? AGDA. Wann bis du Schauspiele in gewo den? ESTER. Als ich ün zehn Jah e al wa , gelang es mi , bei eine umhe eisenden Thea e g uppe als Schüle in angenommen zu we den. Ich habe mi Ei e gele n und bin schon bald e olg eich au ge e en. Abe wenn ich an einem Abend ich ig Bei all bekam, habe ich mich in de Nach meis ens au mein Be gewo en und gewein – gewein ! Ich ha e das Ge ühl, dass ich es nich gescha ha e, mi meinem Spiel in ein He z hineinzusp echen. De Bei all kam o allem on eine G uppe junge He en, die mi zujubel en, weil ich schön wa , und jung, und die mich beleidig en, weil ich weh los und ge allsüch ig wa . (Ve sink in Gedanken.) Ein Mal konn e ich sehen, dass mein Spiel ein unschuldiges He z be üh ha e. Ja, das wa ein wunde ba e Abend! Von da an ha e ich meh Selbs ach ung, und de Glaube an meine Be u ung als Küns le in, de mich sons so o im S ich gelassen ha e, keh e zu mi zu ück. Niemals we de ich die kla en, unschuldigen Kinde augen e gessen, die da ü mich lach en und wein en. Eine de kos ba s en Schä ze, die ich hü e, is auße dem de S auß Wiesenblumen, den mi die Kleine zugewo en ha . FRAU STÅLBERG Wa es ein kleines Mädchen? ESTER. Ja, ein Mädchen on d eizehn ode ie zehn Jah en. Das wa o ie Jah en in Ka ls ad. AGDA (schling de Mu e die A me um den Hals und e bi g ih Gesich .) Mama! FRAU STÅLBERG. Schau hoch, mein kleines Mädchen! Lass Es e in deine Augen sehen. AGDA (heb den Kop und sieh Es e schüch e n an). ESTER (sp ing au .) Agda, liebs e Agda! Diese Augen, die ich niemals e gessen könn e! (Uma m Agda.) Dann komm aus diesem Hause wohl all de Segen, dessen Schein je au mein a mes, lee es, wel liches Leben ge allen is . (S eck F au S ålbe g und Elin die Hände en gegen.) Ach, nehm mich als Toch e und Schwes e un e euch au ! Leh mich, gu und eh lich zu we den, wie ih es selbs seid! HELGE (nimm ih e Hand und leg sie in F au S ålbe gs). Mama, du has ih noch imme nich den Mu e kuss gegeben. Tu es je z . FRAU STÅLBERG (uma m sie ge üh ). Bis du denn auch ganz siche , mein liebes Kind, dass du dich nich in di selbs äuschs , wenn du glaubs , dass du als Helges Ehe au glücklich we den kanns ? Helge, bis du di siche , dass sie nich eine ande e Be u ung ha ? ESTER (plö zlich, indem sie sich F au S ålbe g en zieh ). Abe wäh end ich hie s ehe und ede und Szenen mache, wi d ja de gu e Tee ganz kal . (Se z sich wiede an den Tisch.) Ach, wo habe ich mein Taschen uch? Es is wi klich un o sich ig und un e zeihlich ü eine Schauspiele in, so sen imen al zu we den, ohne dass sie siche gegangen is , dass sie ein Taschen uch bei sich äg . FRAU STÅLBERG (scha ). Es is übe haup un o sich ig on eine Schauspiele in, zu weinen, denn dami uinie sie ja ih e schönen Augen. Und noch ö ich e is es on den ande en, sich on eine Schauspiele in zu T änen na en zu lassen. ELIN (ebenso). Das is das e s e Mal, dass ich Mama wegen eine Komödie weinen sehe. ESTER (lachend). Ih seid siche noch schlimme als die schä s en Zei ungsk i ike ! Hö mal, meine B üde chen, wenn ich ganz eundlich da um bi e, hol mi eine on euch doch bes imm mein Taschen uch. Vo hin habe ich mich im Gäs ezimme umgezogen, da muss ich es in meine Man el asche e gessen haben. Ich ho e, ih en schuldig , dass meine Kleide alle k euz und que du cheinande liegen. (I a und Se h sind beide au ges anden.) FRAU STÅLBERG (s eng). Es eich , wenn eine geh . Se z dich hin, I a . Du bis zu al , um ü so e was losgeschick zu we den. (I a se z sich wide willig, Se h läu ei ig hinaus.) ESTER. B , mi is ganz kal an den Füßen. I a , mein Liebe , hol mi einen Hocke ! (I a geho ch a ig.) Oh nein, au dem da wi d einem nich wa m. Nimm am bes en keinen on den pe lenbes ick en, sonde n einen weichen mi Wolle. So einen habe ich beim Reinkommen in einem Cabine gesehen. Es wä e wi klich lieb on di , wenn du mi den he holen wü des . (I a geh .) HELGE. Wa um bi es du nich mich da um, Liebling? Du weiß , dass ich di mi g öß em Ve gnügen zu Diens en s ehe. ESTER (sche zend, wäh end sie ihm die Hand en gegens eck ). Du da s mi s a dessen die Hand küssen. (E küss sie.) Ich schicke dich ü solche Sachen nich los, weil ich nich einmal ün Minu en au deine Gesellscha e zich en will, weiß du. (I a komm mi einem Hocke , den e ih un e die Füße s ell . Es e ä schel ihm zä lich den Kop , als e sich niede beug .) Vielen Dank, I a ! Wa e, da ich mal sehen? Leg dich au mein Knie, dami ich mi deine Haa e anschauen kann, die haben so eine sel same Fa babs u ung. Wie eigena ig! Mama, has du das beme k ? Ein paa Locken sind iel dunkle als die ande en. Du has übe haup seh schöne Haa e, mein liebe I a . FRAU STÅLBERG. I a , s eh so o au ! Ich dach e, du kanns dich benehmen! ESTER. Liebe Mama, was ha de gu e Junge denn alsch gemach ? (F au S ålbe g will ih he ig an wo en, doch Helge häl sie da on ab, indem e ih bi end seine Hand au die Schul e leg .) SETH (komm ei ig zu ück). Ich konn e das Taschen uch wi klich nich inden. ESTER. Das Taschen uch – ach, u mi leid, Se h, das wa an meinem Gü el. Das habe ich e s gesehen, als du schon losgegangen wa s . – Abe nun da s du als En schädigung ü deine Mühen eine Runde mi mi anzen. (Sp ing au und nimm Se h bei de Hand.) Liebs e Mama, spiel einen Walze ! Ich bin wi klich so e o en, dass ich k ank we de, wenn ich mein Blu nich ein bisschen in Wallung b inge. FRAU STÅLBERG. Dann geh gleich nach oben au dein Zimme und leg dich hin, da wi d di schon wa m. Da ü s elle ich mich an diesem Vo weihnach sabend als Tanzpa ne in zu Ve ügung. ESTER (neig den Kop mi un e wü ige Miene, mach einen boden ie en Knicks). Gu e Nach , meine He scha en! (Geh ab.) HELGE (lebha ). Na, is sie nich bezaube nd? (Langes Schweigen.) HELGE (ungeduldig). Mama! Elin! Seid ih s umm gewo den? Is sie nich wunde ba ? (Wiede langes Schweigen.) IVAR (knu Se h in die Sei e. Halblau ). Wie e sessen du da au wa s , das Taschen uch zu holen! Dabei ha sie eigen lich mich da um gebe en, schließlich ha sie mich dabei angesehen. SETH (lau ). Oh, je z lügs du abe , schließlich ha sie mi zugenick . IVAR (zöge nd, e legen). Hal die Klappe, du Idio , hal den Mund. SETH ( e ä ge mu melnd). I a is so ein eingebilde e Gockel. (Wiede eine lange Pause.) AGDA (halblau zu Elin.) Ach, Elin, kanns du mi mo gen hel en und mi die Haa e so machen, wie Es e sie ha ? Das s eh mi bes imm iel besse , als wenn ich sie so langweilig zu ückges iegel habe. ELIN (lau und scha ). Nein, meine liebe Agda, das ue ich ganz siche nich . Ich müss e mich ja schämen, eine Schwes e zu haben, die so schlude ig he umläu . Wa ih e F isu nich p o zig, S en? HELGE. Reden wi nich wei e da on. Du da s – du kanns mich nich be ügen. ESTER. Ich will dich nich be ügen, Helge. Ich will wi klich ge ne ich ig eh lich mi di sein – abe wenn sich einmal he auss ell , dass ich das nich wa – oh, dann hab E ba men mi mi ! HELGE (uma m sie). Es wü de mi schwe allen, di gegenübe je unba mhe zig zu sein. ESTER. Je z lächels du, ode ? Go sei Dank! Du has mich so e sch eck mi deine E ns ha igkei . Dann lass uns wiede öhlich sein und nich länge on au igen Dingen eden. E zähl, was häl deine Familie on mi ? HELGE. Leide has du sie en gegen meine E wa ungen nich alle gleich im S u m e obe . ESTER. Heiß das, sie mögen mich nich ? Wie sel sam! HELGE. Agdas He z has du oll und ganz e obe , abe ich be ü ch e, dass dich Mama und Elin als e was zu ei emp unden haben. Meine Schwes e n sind so schüch e n und zu ückhal end, so ein ach und u wüchsig, so ein äch ig und b a , dass wede Elin noch Mama dein wel liches, besonde es Wesen e s ehen können. Ich bin übe zeug da on, dass du sie bald ü dich gewinns , du muss am An ang nu e was o sich ig sein. ESTER. Dann sag mi , wie ich mich e hal en soll, und welche Rolle ich spielen soll, um ihnen zu ge allen. Du kenns mein ganzes Repe oi e, und wenn da on nich s aug , dann bin ich ein alls eich genug, um mi eine ganz neue Rolle zu scha en. Du muss mi nu einen Hinweis da au geben, wie die auszusehen ha . HELGE. Du solls ga keine Rolle spielen, mein Es e chen, du solls du selbs sein. ESTER. Ich selbs ! We is das? Es e La son? Es e La son habe ich noch nie gespiel , und so eine Pe son kenne ich auch ga nich . HELGE. Machs du Wi ze, Es e ? ESTER. Nein, das meine ich ganz im E ns , Helge! HELGE. Du wills mi doch nich sagen, dass du in allen Lebenslagen imme eine Rolle spiels . Das wä e ja eine seh schöne En deckung, die ich da machen müss e. ESTER. Schau nich so missmu ig d ein, mein gelieb e Helge! Besse gesag spiele ich nie eine Rolle, denn in jede Rolle, die ich gespiel habe, bin ich imme ich selbs gewesen, abe ich selbs habe genauso iele Schich en wie Es e La son Rollen gespiel ha . HELGE. Gib es an di denn keine ech en und wah en Ge ühle? Is ielleich soga deine Liebe zu mi nu die E indung eine Küns le in? ESTER. Nein, bei di , abe auch wi klich nu bei di , bin ich ganz ich selbs . Da bin ich Es e La son, die nu du ch dich leb und a me . Und das, weiß du, das is das Geheimnis meine Liebe zu di und deine Mach übe mich. Wenn ich es leid bin, zwischen allen möglichen Passionen hin- und he ge issen zu we den, wenn ich es leid bin, meine Seele b ennen zu lassen o Liebe, Hass, Ei e such , Ve zwei lung, Ve zückung, ach, dann is es so wunde ba , dass ich kommen und meinen Kop an deine B us legen und e kennen kann: Hie inde ich F ieden und wah es Glück, hie muss ich meine Seele nich mi Ge ühlen e schöp en, die ande e ü mich gedich e haben, hie da ich selbs Dich e in sein und mein eigenes Leben leben. HELGE. Danke, meine Es e ! – Abe du weiß ga nich , on was ü eine Angs ich e g i en we de, wenn du so edes wie eben. Ich kann mi bei di nie siche sein, du kleine wechselha e Sei enblase, be o ich dich ganz besi ze, be o du meine F au gewo den bis . We d bald meine Ehe au, Es e , wa um sollen wi wa en. ESTER (has ig und beun uhig .) Da on soll en wi je z noch nich eden. (F öhlich.) Be o ich deine Ehe au we den kann, habe ich noch eine Menge zu le nen. Je z muss ich e s mal bei de F au Mama in die Leh e gehen und mi beib ingen lassen, wie man ein Mus e beispiel an Tugend wi d. Ich we de mi das Haa zu ückkämmen und sowohl Kuns haa s ähnen als auch Schminke o legen. (Plö zlich nachdenklich.) Abe dann indes du mich ielleich nich länge schön. HELGE (s eichel ih das Haa .) Has du je z ge ade Kuns haa s ähnen d in? ESTER (lach .) Na ü lich nich , du Esel! Das si z alles es . HELGE. Wozu b auchs du dann Kuns haa , wenn dich die Na u da in genauso eich beschenk ha wie in allem ande en? ESTER. Ach, es wä e zu ums ändlich, mi das eigene Haa jeden Tag in Locken zu legen. HELGE. Ich bin übe zeug da on, dass ich dich ohne Locken noch schöne inden we de. Bis du je z ge ade geschmink ? ESTER. Na ü lich! Ach, nein, wenn ich es mi genaue übe lege, muss ich sagen, dass ich die Schminke nich weglassen kann. Dann wü des du mich nich schön inden, denn weiß du – ja, das sage ich nu di , und wenn du das ausplaude s , e zeihe ich di das nie – meine Hau is so asch ahl. HELGE (sieh sie e ns an). Sei imme so eh lich zu mi , Es e . ESTER (lach ). Wie kanns du wissen, ob ich je z ge ade eh lich bin? Die g öß e Kuns is de Na u am ähnlichs en. HELGE. Nein, ganz im E ns , Es e , bis du wi klich geschmink ? ESTER. Weiß du, ganz im E ns bin ich je z wi klich müde. Seien Sie so gu , mein He , und zünden Sie ein Lich an, bie en Sie mi Ih en A m da und olgen Sie mi bis hin zu meinem Zimme . HELGE. Es e , das geh doch nich ! ESTER. Geh das nich ? Ich meine ja nich , dass du mi mi in mein Zimme hinein olgen solls , weiß du, nu bis o die Tü . HELGE. Und ich sage di , das geh nich , meine ö ich e, kleine, gedankenlose Es e . ESTER. Na gu , wie du wills . Dann gehe ich allein au mein Zimme , abe dami du es gleich weiß : Wenn das die Wahl is , die du i s , kanns du mo gen F üh nachschauen, ob ich nich ohnmäch ig in einem de langen, u ch ba en Ko ido e da oben liege. Ich habe sch eckliche Angs im Dunkeln. HELGE. Angs im Dunkeln? Liebling, wie kanns du nu so kindisch sein. Schau, nimm die Ke ze! (E zünde eine Ke ze an und häl sie ih en gegen.) ESTER (schläg ihm die Ke ze aus de Hand, dass diese zu Boden äll .) Gu e Nach ! (Neig s olz den Kop und geh zu Tü .) HELGE (he ig.) Es e ! (Sie bleib s ehen, ih Gesich abe wei e hin on ihm abgewand .) Spiel keine Spielchen mi mi , Es e ! (Sie s eh eglos da.) Du weiß nich , wie ich deine wegen heu e Abend geli en habe. Das liebe olle Ve häl nis, das bishe imme zwischen mi und meine Familie gehe sch ha , is heu e Abend zum e s en Mal ges ö wo den – deine wegen. Deine wegen da ich Mu e und Geschwis e au geben, deine wegen da ich alle Bindungen au geben – – ESTER (d eh sich halb um.) Weil ich so ande s bin! HELGE. Du has mich en wa ne , Es e . Die F au, die den Mann, de sie lieb , in solch einem Momen so e spo en kann – die ha kein He z. Soll ich wi klich glauben, dass all die Zuneigung, die du mi in den Wochen zu o gezeig has , bloß ein Spiel gewesen is ? Ja, dann muss ich einsehen, dass du eine g oßa ige Schauspiele in bis , abe du bis keine F au. (E wi sich au ein So a.) ESTER (s ü z he bei und knie sich neben ihn.) Oh nein, das wa kein Spiel! Sag nich , dass die bes en, ech es en, eins en Ge ühle, die ich jemals e leb habe, ein Spiel gewesen sind, denn dann e zwei le ich. Denk on mi , was du wills , abe glaub nich , dass ich dich als Schauspiele in liebe. Als F au, als F au liebe ich dich, und das is mein ganzes Glück. Wenn meine Liebe zu di nich ech is , dann gib es nich s au de Wel , an dem ich mich es hal en kann! HELGE. Ich glaube di , Es e ! Zumindes glaube ich, dass deine Liebe je z ge ade ech is . (S eich ih übe das Haa .) Und soll es du einmal he aus inden, dass dein He z eines Ge ühls nich mäch ig is , das ein Wesen ewig und nich nu o übe gehend aus üll – dann hab keine Angs da o , mi das zu sagen! Was auch passie , ich we de ü imme dein bes e und eus e F eund sein. (E hil ih au und üh sie zu einen Tü , geh dann selbs hinaus zu ande en, wäh end de Vo hang äll .) ZWEITER AKT. (Gleiches Zimme wie im e s en Ak .) ESTER ( an as isch gekleide , s eh o dem Spiegel und s udie e schiedene Hal ungen ein. Ges ikulie und deklamie ). „Wie abe , wenn ich, in die G u geleg , e wache o de Zei , da Romeo mich zu e lösen komm ? Fu ch ba e Fall! We d’ ich dann nich in dem Gewölb e s icken?“ (Un e b ich sich.) Nein, mi meh Inb uns ! (Ve such es wiede .) „We d’ ich dann nich in dem Gewölb e s icken, dess’ gi ’ge Mund nie eine Lü e einhauch , und so e wü g da liegen, wann e komm ?“ (Un e b ich sich.) Nein, nein, nich so! – Und so e wü g da liegen, wann e komm ! (B ich ab; s amp au .) Nein, nein, Es e La son, das aug alles nich s. Das is nich Shakespea es Julia! „Und leb ich auch, könn es nich leich geschehn, daß mich das g ause Bild on Tod und Nach , zusammen mi den Sch ecken jenes O es –“ (Un e b ich sich e zwei el .) Nein, nein, das geh nich ! Ich bin die nich snu zigs e, dümms e, missglück es e Schauspiele in, die je geleb ha . – Oh, wenn ich diese Rolle nu spielen könn e! Eine Au gabe, die schwie ige , abe zugleich auch schöne is , kann sich kein Küns le o s ellen. – Ein Küns le ! Bin ich denn ein Küns le ? (Nimm das Deklamie en wiede au .) „O, wach’ ich au , we d’ ich nich asend we den, um ing on all den g euel ollen Sch ecken, und oll mi meine Vä e Gliede spielen? O seh ! Mich dünk , ich sehe Tybal s Geis ! Weile – weile, Tybal !“ Ich bin eine Küns le in. Ich habe den gö lichen Funken des Genies. T o z all de Fehle , die mein Spiel imme noch s ö en, we de ich all meinen Belächle n eines Tages zeigen, dass die koke e, küns liche Es e La son zu den Glücklichen zähl , die mi ih em Genie eine ganze Wel in ih en Bann ziehen können. – „Ich komme, Romeo! Dies ink’ ich di !“ HELGE. Was wi d das hie ? ESTER. Nein, un e b ich mich nich ! Ich spiele die Julia. Julia ha mich in de le z en Woche Tag und Nach e olg , so seh , dass ich kaum an e was ande es denken konn e. (Deklamie an Helge ge ich e .) „Gewiß, mein Mon ague, ich bin zu he zlich; du könn es denken, ich sei leich en Sinns!“ HELGE. Hal , hal ! (Sie nähe sich ihm und be üh ihn zä lich; e s öß sie on sich.) Du i s dich! Mi b auchs du deine Zeilen nich o zu agen; in mi indes du keinen Romeo. ESTER. Sei nich so ha he zig, Helge! HELGE. Doch, Es e , ich we de ha he zig sein, wenn du das Thea e e wähns . Die Angs , dich zu e lie en – – ESTER. Wie kanns du da on eden, mich zu e lie en. Du weiß , dass ich di gehö e, solange du mich nich e läss . HELGE. Ich weiß, dass du mi gehö s , solange – ich dich in meinen A men hal e. Abe in dem Augenblick, in dem ich dich loslasse, bis du wei weg on mi . ESTER (zä lich). Da um da s du mich nie loslassen, weiß du. Wenn mein Kop au deine B us uh und ich dich liebe olle Wo e in mein Oh lüs e n hö e, dann e gesse ich ü den Augenblick alles, dann denke ich, dass ich die ganze Wel ü dich au geben könn e, und wenn ich mein ganzes Leben lang so an deinem He zen e weilen könn e, dann wü de ich mi nich s wei e wünschen. Abe je z bis du nich imme liebe oll zu mi , Helge, du has dich so seh e ände , sei dem wi hie he gekommen sind. HELGE. An meine Liebe ha sich nich s geände , abe da ich je z die ganzen Tage mi di e b ingen da , kann ich nich unau hö lich da on eden. Ganz ande s wa das, als ich mich bloß dann und wann ü eine Weile da ons ehlen konn e, um di zu sagen, wie iel du mi bedeu es . Glaub nich , dass ein ganzes Leben den e s en S unden de Liebe gleichen kann. ESTER. Abe mi eine lauwa men Liebe we de ich nich zu ieden. Du muss mich das ganze Leben lang mi dem gleichen Feue lieben, mi dem unse e Liebe in de e s en Sekunde b ann e. HELGE. Mach di keine de a igen Illusionen, meine a me Es e ! Ich bin kein leidenscha liche Mann, und du muss le nen, dich mi de euen Liebe, die ich di schenke, zu begnügen und keine Hochge ühle und Schwä me eien zu begeh en, die meinem Wesen emd sind. ESTER. Ach, weshalb eiß du all meine schönen T äume en zwei! Weshalb e suchs du, mich in diese P osa des All agslebens zu d ängen, die ich so e abscheue! HELGE. A me Es e ! Ich ü ch e, du has dich selbs belogen, wenn du geglaub has , dass di eines Mannes Liebe den Bei all on Tausenden e se zen kann! Du bis nich ü das s ille, häusliche Leben eine gewöhnlichen F au gescha en, und du kanns auch nich mi de Hingabe eine gewöhnlichen F au lieben. ESTER. Ich kann seh iel eu ige lieben als eine gewöhnliche F au. HELGE. Vielleich – abe nich so ha näckig, nich so ungespal en. Du wä s die P lich en eine Ehe au und die Ein önigkei des häuslichen Lebens bald leid. Ein paa wenige, glückliche Tage lang dach e ich, dass ich dein He z unge eil besäße, abe je z be ü ch e ich meh und meh , dass ich einen Fehle gemach habe. (Nimm ih e Hände in seine.) Ve such es selbs , gelieb e Es e , denk da an, wie seh ich dich liebe, und an wo e mi nach bes em Gewissen: Glaubs du nich , dass du mi Un ech us , indem du mi im Gegenzug ü meine unaussp echliche Liebe ein gespal enes He z anbie en wills ? (Es e eiß mi he ige Bewegung ih e Hände aus seinen und wende sich ab.) Weiß du, wie de Liebe Lei sa z lau e ? (Es e sieh ihn an.) Alles ode – nich s! ESTER. Alles ode nich s! Welch ein Unglück ü mich! HELGE. Meine kleine Es e , das is kein Unglück ü dich. Sieh mich an! Is es nich schön, einen so euen F eund zu haben wie mich? Das hie au zugeben und wiede allein au de Wel zu sein, das aus du dich nich . ESTER (heb den Kop und sag mi g oßem Nachd uck): Ich aue mich alles, um nich wiede allein au de Wel zu sein. (S eh au und schmieg sich zä lich an ihn.) Hö he , Helge, lass mich bald deine Ehe au we den. Ich sehne mich danach, ganz und ga dein zu sein, dami uns nich s meh ennen kann. (Plö zlich.) Geben wi einande das Jawo gleich je z am Sonn ag. HELGE. Is das dein E ns ? ESTER. Es is mein au ich igs e , innigs e Wunsch. HELGE. Und bishe woll es du nich einmal e was on unse e Hochzei hö en! ESTER. Abe nun sehne ich mich danach. HELGE. Abe die P osa des All agslebens, die du so e abscheus ? ESTER. Die wi d es in unse em Zuhause nich geben. SVEN. Das wüss e ich auch ge n. Als ich Elin heu e einen gu en Mo gen gewünsch habe, sah sie so be üb aus, dass ich sie ge ag habe, ob ih jemand e was ge an ha . Ans a zu an wo en, ha sie ange angen, zu weinen, und is o mi wegge ann . Elin, Spä zchen, nun sag mi doch, was los is . ELIN (weinend). Das in e essie dich doch alles ga nich . Sche dich nich um mich, geh zu Es e und bespaß dich mi ih . SVEN. Was meins du denn dami ? ELIN. Ich meine, dass ich au keine A und Weise mi Es e konku ie en will, weil das ein iel zu unge ech e We kamp wä e. Ich besi ze nich einmal ein Vie el ih es Cha mes. SVEN. Du bis imme so ha he zig und unge ech gegenübe Es e . Es is schon beme kenswe , dass es selbs die bes en F auen nich aushal en, wenn eine ande e ge eie wi d. Alle Mädchen sind ei e süch ig au die, die schöne sind als sie. Wenn du glaubs , wiede eine Szene machen zu müssen, weil ich ges e n au dem Ball ein paa Mal mi Es e ge anz habe, muss ich di ganz eh lich sagen, dass ich schon on deine Szene im Schli en ges e n Abend genug ha e. ELIN. Du has keinen Funken Liebe meh ü mich üb ig, und deshalb soll e es mi ollkommen gleichgül ig sein, was du us . Alle dings kann ich nich umhin, di zu sagen, dass dein Benehmen ges e n eine allzu g oße Beleidigung ü deine Ve lob e wa . (Nimm den Ve lobungs ing ab und leg ihn au den Tisch.) Wenn du mi je z auch nu ansa zweise Respek und Mi ge ühl zeigen wills , dann eis noch heu e ab. Vielleich eis Es e gleich mi di mi , denn nach allem, was le z e Nach passie is , e mu e ich, dass Mama sie nich länge in ih em Haus behal en will. FRAU STÅLBERG. Mein Go , was is denn le z e Nach passie ? ELIN. Weiß Mama das noch nich ? Wäh end sich alle ande en zu Ruhe leg en, sind mein Ve lob e und die Ve lob e meines B ude s hinausgegangen und au dem See Schli schuh gelau en, mi Fackeln und in Gesellscha einige He en, mi denen Es e zu o au dem Ball ge li e ha . AGDA. Ach, Elin, was is da an denn so schlimm? Du bis doch o igen Win e selbs mi Fackeln Schli schuh gelau en. ELIN. Wa s du ielleich auch dabei, wenn du die Sache schon e eidigs ? AGDA. Nein, abe ich scheu’ mich nich da o , euch zu sagen, dass ich seh ge ne dabei gewesen wä e, abe dann ha Es e gesag : „Du muss au deine Mu e hö en und da s nich s ohne ih Wissen un, abe ich muss mein Handeln niemandem gegenübe e eidigen, bis au Helge.“ ELIN. Mama, weiß du noch, wie Es e geklag ha , dass sie so müde sei, als wi om Ball heimkamen, und so o hinau in ih Zimme ging? Oh, ich we de so wü end, wenn ich an diese Falschhei denke. HELGE. Nich Falschhei , Elin, nenn das nich Falschhei . FRAU STÅLBERG. Wills du denn imme noch behaup en, dass es bei diesem Mädchen auch nu einen Funken an Ech hei und Eh lichkei gib ? HELGE (he ig). Ja, ja, ja, das will ich behaup en! Ih e Ansich nach wa es nich alsch, das Ganze wa nu ein gedankenloses Un e angen, das niemals in age gekommen wä e, wenn ich daheim gewesen wä e, als ih om Ball kam . ELIN. Beweis es uns, Helge. F ag sie in unse em Beisein, ob sie gleich eingeschla en is , nachdem sie om Ball nach Hause kam. HELGE. Wie kanns du so e was auch nu o schlagen? Glaubs du, ich will so ie sinken und meine Ve lob en nachspionie en, nu um deines hässlichen Miss auens willen? ELIN. Mach, was du wills . In de Zwischenzei b auchs du dich abe nich da übe wunde n, dass wi glauben, dass du es nich wags , sie eine solchen P ü ung zu un e ziehen. HELGE. Ve s ehs du denn nich , dass mein Leben da on abhäng , dass ich ih nich miss aue! Wenn ich he aus inden muss, dass sie mich auch nu in de unbedeu ends en Angelegenhei be ogen ha , weiß ich nich , was ich un we de. FRAU STÅLBERG (zu Anna, die au ih Klingeln hin he einkomm ). Wo is F äulein Es e ? ANNA. F äulein Es e is mi Ba on Clæs zum S je n o p hinausgegangen. FRAU STÅLBERG. Wa e hie ? ANNA. De Ba on is nich bis au den Ho ge ah en, sonde n hiel mi seinem Schli en un en bei den Pa k o en. (Lange Pause.) FRAU STÅLBERG (scha zu Anna). Je z geh schon! Wo au wa es du? (Anna geh ab.) ELIN (halblau zu ih e Mu e ). Schein ja Absich gewesen zu sein, dass die Schli en ah mi dem Ba on Clæs geheim bleib , genau wie de Schli schuhlau le z e Nach . FRAU STÅLBERG (lau ). Na ü lich. Wa um soll e sie ihn sons bi en, bei den Pa k o en s ehen zu bleiben? HELGE. Hab ih denn ga kein Mi leid mi mi ? Ich glaube ih au jeden Fall, ich glaube ih o z all dem, was ih sag . BETRIEBSDIREKTOR STÅLBERG ( i mi einem o enen B ie in de Hand ein). Was heiß das alles? Wo is Es e ? Helge, geh und sag ih , sie soll so o he kommen. HELGE. Was ha sie je z wiede ge an? BETRIEBSDIREKTOR STÅLBERG. We sag denn, dass sie i gendwas ge an ha ! Ich will mi ih eden. FRAU STÅLBERG. Sie is ge ade nich zu Hause. Was wills du on ih , mein liebe Al e ? Was is das ü ein B ie ? BETRIEBSDIREKTOR De is on Es e s ehemaligem Thea e di ek o , einem al en Bekann en on mi , wie du weiß . E sag , dass Es e ihm gesch ieben und um eine Ve länge ung ih e Diens eis ellung gebe en ha , weil ih e Schwiege el e n wünschen, dass sie noch e was länge bleib . Und je z en schuldig e sich bei mi , weil e das unmöglich bewilligen kann. HELGE (nimm den B ie und lies ). Was ha das zu bedeu en? Das is i gendein Miss e s ändnis! BETRIEBSDIREKTOR STÅLBERG. Ja, siche , das is na ü lich i gendein Miss e s ändnis, abe kanns du di e klä en, wie das zusammenhäng ? Diens eis ellung! Ha ihm das Mädchen denn nich ich ig gesag , dass sie das Tiljan-Thea e nie wiede be e en wi d! ELIN. Ha Es e di e sp ochen, das Thea e au zugeben? HELGE. Na ü lich! Das weiß du ganz genau! ELIN. Und ha sie zu di gesag , dass sie sich nich wiede ans ellen läss ? HELGE. Ja, siche ! Wo au wills du hinaus? ELIN. Na, dann has du hie ja einen ganz ausgezeichne en Beweis da ü , wie eh lich sie wi klich zu di is . Na ü lich ha sie sich heimlich ü den Res de Spielzei ans ellen lassen. Ich habe mi ja gleich gedach , dass sie iel zu ei el is , um das Thea e hin e sich zu lassen. HELGE. Wie kanns du nu so einen Ve dach hegen! ELIN. Mein liebe Helge, das sieh doch jedes Kind. Wie wills du di den B ie des Thea e di ek o s sons e klä en? HELGE. Den soll uns Es e selbs e klä en. Wah scheinlich ha sie ih e En scheidung, das Thea e zu e lassen, nich deu lich genug gemach . AGDA (ei ig). Red mi ih un e ie Augen da übe , Helge. Nich , wenn alle ande en dabei sind. HELGE. Wie bi e? AGDA. Ich kann di nich e klä en, was ich dami meine, abe wenn du nich us , wo um ich dich bi e, dann – – Ja, Helge, ich weiß, dass ich ü dich nich meh bin als ein Kind, abe Es e e au mi o zdem, ielleich soga noch meh als di . Red allein mi ih , dann wi d alles gu . HELGE. Ja, du has ech ! Ich gehe nach oben au mein Zimme , und du sei so gu und lass mich wissen, wenn Es e nach Hause komm . (Geh zu Tü .) FRAU STÅLBERG. Wenn du au Agda hö s , Helge, wenn diese Sache nich in unse alle Anwesenhei kla ges ell wi d, we de ich Es e hie nach imme miss auen. Ich we de sie niemals als Toch e in mein He z schließen können. (Helge komm schnell zu ück und wi sich ungeduldig au ein So a, den ande en den Rücken zugewand .) ELIN (zu Helge). F ag sie, wie sie heu e Nach geschla en ha , und wenn sie da au eh lich an wo e , we de ich auch ih e E klä ung zum B ie des Thea e di ek o s glauben. Is das Gegen eil de Fall, muss du mi nachsehen, dass ich glaube, dass sie hin e deinem Rücken eine kleine In ige gesponnen ha und dass sie eine zu geschick e Schauspiele in is , um sich on eine so unbedeu enden Sache wie einem un o he gesehenen B ie en a nen zu lassen. HELGE. Au dass ich di deine Ha he zigkei eines Tages e zeihen kann, Elin! Je z ge ade komm es mi so o , als ob ich nie dazu ims ande sein we de. ELIN (b ich in T änen aus). Du b auchs dich nich da übe wunde n, dass ich ha he zig und e bi e gegenübe de jenigen bin, die mein ganzes Lebensglück ze s ö ha ! Vo all dem habe ich noch nie i gendeinen Menschen gehass , abe sie hasse ich, ja, ich hasse sie on ganzem He zen. Sie ha mich nich s als unglücklich gemach und mich sowohl deine Liebe und – und – – de eines ande en be aub , und ih e wegen bin ich gemein gewo den – ich ig gemein! – – SVEN. Elin, liebe kleine Elin, sie ha dich ganz gewiss nich meine Liebe be aub ! Ich bin e was ange an on ih gewesen, das gebe ich zu, abe mein He z, Elin, Liebes, mein He z – nein, mein He zbla , aus Mangel an meine Liebe, wie du es ausd ücks , b auchs du nich gemein zu we den. Wills du mi diesen o übe gehenden I um nich e zeihen? Du wi s nie wiede G und dazu haben, mi so e was o zuwe en, das e sp eche ich di hoch und heilig. ELIN (wende sich on ihm ab). Je z is mein He z so olle Bi e kei , dass ich niemandes Liebe we bin. (Schnie end.) Ich kann di nich e zeihen. (S en sieh sie au ig an. Dann nimm e ih en Ring, de noch imme au dem Tisch lieg , küss ihn und s eck ihn sich an den Finge .) FRAU STÅLBERG (sieh aus dem Fens e ). Da komm Es e übe den Ho gelau en. (Vielsagend.) Sieh aus, als wä e sie ge ade bei den Pa k o en aus dem Schli en des Ba onen Clæs ges iegen. ESTER (komm hineingelau en, in Man el und Pelzmü ze). Hach, was ü ein he liche Mo gen! Es is ich ig e ischend, d außen du ch die Käl e zu ah en! Und au dem Weg zu ück bin ich übe s Eis gelau en. Ein paa Mal bin ich as ausge u sch , und dann bin ich mi dem Fuß in ein Loch ge e en, das wa wi klich ü ch e lich kal . (Sing .) „Abe es mach alles Spaß, solange nich das He ze ie .“ (Pause.) Ih seh ja alle so e ns aus. Man me k , dass ih noch nich d außen wa und euch den No dwind um die Nase hab wehen lassen. – Helge, wa um si z du da und machs so ein düs e es Gesich ? Ich bilde mi ja ein, dass ich ich ig gu aussehe nach meinem Mo genspazie gang, da um kanns du mi ge ne einen Blick schenken – wenn du mi sons nich s schenken wills . HELGE. Mi wem bis du da d außen umhe ge ah en, Es e ? ESTER (sche zha ). Mi wem? We sag denn, dass ich nich alleine ge ah en bin? HELGE. Nein, ich age dich ganz im E ns . ESTER. Ja, das me ke ich, und mi was ü einem E ns , das e s eh’ ich übe haup nich . Du bis doch nich e wa ei e süch ig, mein Romeo? Das s eh di eigen lich ga nich so schlech . HELGE. Kanns du mi nich an wo en? ESTER. Hö mal, Helge, du jags mi ich ig Angs ein, so s eng siehs du aus. Habe ich denn i gende was u ch ba Schlimmes ge an? Weiß du, du muss auch ga nich ei e süch ig au Ba on Clæs sein. Ich wa nämlich noch nich lange mi ihm ge ah en, als ich seine adenscheinigen Hö lichkei en schon so sa ha e, dass ich aus dem Schli en gesp ungen und zu Fuß die Abkü zung übe den See nach Hause gegangen bin. Es wa en nu sein schicke Schli en und das eu ige P e d, die mich dazu geb ach ha en, mi ihm zu ah en, als ich ihn zu ällig bei den Pa k o en a . HELGE. Go sei Dank, Go sei Dank! ESTER. F eu es dich so seh , dass ich mi dem Ba on Clæs ge ah en bin? Ode has du gedach , ich sei mi einem ge äh liche en Ri alen d außen gewesen? Ode lieg es da an, dass ich aus dem Schli en gesp ungen und ihm da onge ann bin, dass du so glücklich bis ? HELGE. Seh ih , Mama und Elin, ich kenne meine kleine Es e besse als ih ! ESTER. Abe was meins du denn dami ? Mi was ü einem Raub ie ode Ungeheue dach e ih , dass ich ausge ah en wä e? Ich ha e keine üble en Pläne, als mi I a ode Se h hinauszu ah en, das kann ich euch e siche n. (Lach .) Ach, Helge, du wi s nich glauben, wie lus ig das heu ’ F üh wa ! Ich ha e sowohl Se h als auch I a e sp ochen, dass sie mich ah en dü en; ich ha e e gessen, dass ich die gleiche Zei angese z ha e, ode ielleich habe ich das auch mi Absich gemach – so ich ig e inne e ich mich nich – in de Zwischenzei gingen sich die beiden gegensei ig an die Gu gel, und da um wa ich ich ig e leich e , als ich Ba on Clæs au dem Weg a – – das wä e ein Spaß gewo den, wenn e auch bis zu T eppe he ange ah en wä e. BETRIEBSDIREKTOR STÅLBERG. Jaha, du kleine Hüp e , je z hö mal au mi dem Geschna e und e zähl uns liebe , welche Angaben du deinem ehemaligen Di ek o bezüglich deine Zukun spläne gemach has . Schau he . (Reich ih den B ie .) ESTER ( eiß den B ie has ig an sich und lies ). Ich muss so o ab eisen. BETRIEBSDIREKTOR STÅLBERG. Was! So o ab eisen! Dein Beschä igungs e häl nis is doch beende ! ESTER. Heu e Mi ag äh bes imm ein Zug. Den muss ich k iegen. Komm, Agdalein, hil mi mi dem Packen. HELGE (sieh sie scha an). Wa um eis du ab, Es e ? ESTER (beme k seinen Blick und e such , ih e Un uhe im Zaum zu hal en; sag mi scheinba e Gelassenhei ). Ich eise ab, weil ich mich dem He n Di ek o e klä en muss. E wa imme so gu zu mi . Wenn das Miss e s ändnis meine Schuld is , dann muss ich mich bei ihm en schuldigen. Du komms ja siche bald nach, Helge, und dann kann ich das alles genaue mi di besp echen. Je z muss ich hoch und packen. BETRIEBSDIREKTOR STÅLBERG. Ich we de dich selbs ah en, mein liebes Mädchen! AGDA. Und ich packe deine Sachen ein! Du muss an nich s wei e denken! (Schieb ih en A m un e den des Va e s und geh mi ihm ab, wäh end sie ihm ins Gesich schau und ei ig und lehend au ihn ein ede .) ESTER (will gehen). HELGE (nach he igem inne em Kamp ). Nein, Es e , du da s nich ah en! Ich ha e noch nich beg i en, wie iel du mi wi klich bedeu es , bis je z , da du mich so en schieden e lassen wills . ESTER (wäh end sie zu ückeil ). Du bi es mich, zu bleiben! Du e läss mich nich ? Kann ich doch noch deine Ehe au we den? HELGE. Ja, Es e , das kanns du, das muss du! Je z weiß ich, dass ich zu iel on di e lang habe. Du kanns deine küns le ische Lau bahn on nun an ungehinde wei e e olgen; mein einziges Begeh en is , dass ich dich o allen Ge ah en beschü zen und di in allem Kumme zu Sei e s ehen da , de dich au deinem Weg be äll . ESTER. Oh, danke, danke ü diese Wo e! Danke, dass ich nich als a me e s oßene K ea u on hie gehen muss; danke, dass ich di endlich ein Op e e b ingen kann, welches di zeig , dass ich deine Liebe ielleich doch ga nich so unwü dig gewesen bin. HELGE. Es e , du b ings es doch nich übe s He z, mich zu e lassen! ESTER. Oh, mein Gelieb e , wie bi e wü den wi es eines Tages beide be euen, wenn wi je z de Ve suchung des Augenblicks nachgäben. Nein, ich en sage mich nun eiwillig deine Liebe, und eiwillig gehe ich mi all meine K a dem Ru nach, de die einzige Wahl ü mich is . (Ängs lich.) Ach, wenn ich doch noch ein le z es Mal meinen Kop an deine B us legen könn e und ühlen dü e, wie dein He z gegen meins schläg – – HELGE. Es e , Es e , hö au dein He z! (S eck ih die A me en gegen.) ESTER (zieh sich ab up zu ück). Nein, das wage ich nich . In deine Uma mung e gesse ich meine Vo sä ze und de S ei beginn on neuem. (Sie geh zu Tü , bleib s ehen und s eck ihm die A me en gegen; u leidenscha lich aus:) Ein Kuss! Nu noch ein le z e Kuss! (E s ü z au sie zu, abe sie zieh sich zu ück). Nein, nein. Ich da nie wiede den Kuss de Liebe spü en – ich muss meinen schwe en Weg allein gehen – allein – allein. (Sich an die ande en wendend u sie aus:) Ach, ih alle, die ich euch gek änk habe, beweg es eue He z nich zu Nachsich , wenn ih bedenk , wie unsagba iel Glück ih im Gegensa z zu mi hab ? Hab ih kein Mi ge ühl mi de A men, die nun allein in die Wel hinausgeh – ohne S ü ze – ohne Schu z? (F au S ålbe g und Elin uma men sie weinend; Elin uma m danach ih en Ve lob en.) HELGE. Nich allein, Es e ! Nich ohne S ü ze und Schu z! Meine Liebe wi d di olgen, wohin du auch gehs . Sie wi d sich imme schü zend übe dich legen. ESTER (ge üh ). Nein, nich allein, das s imm ! Meine Liebe wi d mich o alle Ve suchung bewah en; sie wi d mich s ü zen und schü zen – ü imme – imme ! (Nimm Helges Hand und küss sie ein paa Mal; läu danach on de Bühne.) (De Vo hang äll .)