Jahresbericht Universitätsbibliothek Bayreuth 2012
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Jahresbericht Medienbearbeitung | Benutzung | Teaching Library | Digitale Bibliothek | Forschung und Organisation | Öffentlichkeitsarbeit U n i v e r s i t ä t s b i b l i o t h e k B a y r e u t h 2012
I n h a l t Vorwort 4 Medienbearbeitung und Erwerbungsstatistik 6 Studienbeiträge 9 Benutzung 13 Bauund Erweiterungsmaßnahmen 15 Altes Buch 17 Teaching Library 18 Digitale Bibliothek 20 Forschung und Organisation 22 Aus– und Fortbildung 25 Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit 26 Statistische Übersicht 28 Organigramm 30
4 Vorwort Vorwort „Wir sind cool!“, lautet die Überschrift des Artikels im Tip vom 13. Dezember 2012. Bayreuther Studierende berichten darin von einer UNICUM-Umfrage, in der Bayreuth als coolste Unistadt in Deutschland genannt wird. Selbstverständlich lässt sich über die Bedeutung von Rankings im Hochschulbereich trefflich streiten. Aber das Abschneiden der Uni Bayreuth beim „Times Higher Education World University Ranking“ (Platz 40 der „One hundred under fifty“), im „QS World University Ranking 2012/2013“ (Platz 399) und beim CHE-Ranking im Auftrag der Zeit mit regelmäßig herausragenden Bewertungen ist doch erfreulich. Und nun kommt noch die UNICUM-Umfrage hinzu, bei der neben der „Bayerischen Woche“ in der Mensa auch die „Bibliothek mit ihrem guten Angebot gemessen an der Zahl der Studierenden“ ausdrücklich erwähnt wird. Tatsächlich kann die Universitätsbibliothek Bayreuth auf ein gutes Jahr 2012 zurückblicken. Dafür gab es verschiedene Gründe, allen voran ist die Bereitstellung von Studienbeiträgen in Höhe von knapp 1 Mio. € im Jahr 2012 zu nennen. Für ein attraktives Angebot an konventionellen und digitalen Medien wurden davon insgesamt 725.000 € eingesetzt, allein 200.000 € waren es für den Erwerb von E-Books. Außerdem konnte durch die Studienbeiträge das Dienstleistungsangebot an den verschiedenen Standorten der UB aufrechterhalten oder sogar deutlich verbessert werden. Hierzu zählen die Fortführung großzügiger Öffnungszeiten, die Beschaffung von fünf neuen leistungsfähigen Aufsichtscannern für die Bibliotheksnutzer sowie die Bereitstellung digitalisierter Studienmaterialien in elektronischen Semesterapparaten. Große Freude bereiteten auch die Spendenmittel der Carl Friedrich von Siemens Stiftung. Für den Erwerb gedruckter Monographien wurden der Universität Bayreuth 300.000 € für die Jahre 2012 und 2013 zugewiesen. Dieser Förderung ging ein Antrag der UB voraus, in dem ausführlich die Engpässe beim Bestandsaufbau u.a. in den Bereichen Afrika, Recht, Wirtschaft und Musiktheater beschrieben wurden. Nicht zuletzt führte eine „strenge“ Evaluierung der Zeitschriftenabonnements zu einer - wenn auch moderaten - Entlastung der angespannten Haushaltssituation. So konnte das Ziel, insbesondere in einzelnen Naturund Ingenieurwissenschaften Abbestellungen zu realisieren und dadurch das Bayreuther Portfolio zu aktualisieren, erreicht werden. Entsprechend fällt die Bilanz der UB nicht schlecht aus: Über 24.000 verschiedene E-Journals sind online abrufbar und mehr als 550.000 Artikel wurden von den Uni-Angehörigen 2012 heruntergeladen. Hinzu kommen über 2.000 Recherche-Datenbanken sowie mehrere tausend E-Books, insbesondere Fachund Lehrbücher. Aber auch die Erwerbung von mehr als 27.000 konventionellen Medieneinheiten mit Ralf Brugbauer
Vorwort 5 dem Schwerpunkt Rechtsund Wirtschaftswissenschaften ist beträchtlich. Allerdings dürfen die hier genannten Erfolge nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Haushaltsmittel für die UB Bayreuth auf niedrigem Niveau bewegen, insbesondere unter Berücksichtigung des vielfältigen Fächerund Aufgabenspektrums. Eine deutliche Erhöhung der regulären Zuweisungen für die Literaturversorgung ist gegenüber dem Staatsministerium weiterhin unbedingt anzustreben, wenn die Universität Bayreuth in der Forschung den Anschluss nicht verlieren will. Weiterhin als erfolgreich können die Angebote der UB zur Verbesserung der Informationskompetenz bewertet werden. 256 Schulungen waren gut besucht und insbesondere die Kurse zum Literaturverwaltungsprogramm Citavi zählen zu den großen Rennern. Ebenfalls unterstützt die UB die Forschungsaktivitäten der Universität Bayreuth. Erfolgreich warb sie Drittmittel bei der DFG für einen Open-Access-Publikationsfonds ein, und an zwei aktuellen Forschungsprojekten (Viator und SEED) war sie gemeinsam mit dem IT-Servicezentrum beteiligt. Schließlich zählte zu den großen öffentlichen Ereignissen der Bayerische Bibliothekstag, der im Juni 2012 erstmals in Bayreuth stattfand und an dessen Organisation die UB und die Stadtbibliothek/RW 21 maßgeblich beteiligt waren. Viele Dienstleistungen der UB Bayreuth wären ohne starke Partner nicht möglich gewesen. Großer Dank für ihre Unterstützung gebührt allen Kolleginnen und Kollegen im Bibliotheksverbund Bayern. Ein weiteres herzliches Dankeschön richtet sich an die Hochschulleitung und die Verwaltung der Uni Bayreuth, an die Mitglieder der Präsidialkommission für die Angelegenheiten der UB mit ihrem Vorsitzenden Prof. Sigloch, an die Zentralen Einrichtungen, allen voran das ITS für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und darüber hinaus an alle Universitätsangehörigen, die mit ihren Ideen, Anregungen und ggf. Berufungsmitteln zur Verbesserung der Dienstleistungen und zum Bestandsaufbau der UB beitragen. Ein besonderer Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der UB. Nur durch ihr tägliches, großes Engagement und ihre Bereitschaft, sich flexibel auf die unterschiedlichsten Anforderungen einzustellen, gelingt es, die Universität Bayreuth weiterhin mit „coolen“ Dienstleistungen und einem tollen Angebot zu versorgen. Bayreuth, im Juli 2013
6 Medienbearbeitung Voraussetzung für einen bedarfsgerechten Bestandsaufbau ist ein planbarer Literaturetat mit einer dauerhaft hinreichenden Finanzausstattung. Darüber hinaus sind Sonderzuwendungen des Ministeriums und der Universität (u.a. Studienbeiträge / Studienzuschüsse) für die UB unverzichtbar. Diese sollten für die Zukunft unbedingt fortgeführt und verstetigt werden, um die notwendige Planungssicherheit zu gewährleisten. Im Jahr 2012 gestaltete sich die Etatentwicklung wie folgt: • Normaletat von 1.980.648 € (2011: 1.980.158 €); • Berufungsund Sachmittel der Lehrstühle sowie Drittmittel in Höhe von ca. 168.000 €; • Studienbeiträge in Höhe von 724.626 €; • Spende der Carl Friedrich von Siemens Stiftung über 300.000 €; • zusätzliche Spenden in Höhe von ca. 11.600 €. Wie zuvor ausgeführt, sind es die großen, aber auch die vielen kleineren Spenden, die helfen, Lücken im Bestandsaufbau zu schließen. Folgende Beispiele seien genannt: Die Carl Friedrich von Siemens Stiftung hat im Rahmen eines Förderprogramms für Universitätsbibliotheken bereits seit zwei Jahrzehnten in erheblichem Maße Mittel zur Verfügung gestellt, um dringend benötigte wissenschaftliche Literatur zu beschaffen. Erstmals erhielt nun auch die UB Bayreuth einen Förderbetrag in Höhe von 300.000 €. Diese Summe darf bis Ende 2013 allerdings ausschließlich für die Erwerbung von Print-Monographien in Fächern der Geistes-, Sozialund Wirtschaftswissenschaften verwendet werden. Hierbei sollte der besondere Schwerpunkt auf den Sammelgebieten Afrika, Musiktheater und Internationales Recht liegen. Um das Förderprogramm fortzusetzen, wird sich die UB auch im Jahr 2013 erneut mit einem Antrag bewerben. Im Juli 2012 überreichten Vorstandsmitglieder des Vereins zur Förderung der Forschungsstelle für Bankrecht und Bankpolitik der Universität Bayreuth e.V. der UB eine Sonderzuweisung in Höhe von 4.000 € (Abb. 1). Bereits in den vergangenen Jahrzehnten hat der Förderverein durch beständige Zeitschriften-Patenschaften und Sonderzuwendungen den Aufund Ausbau des Bestands bankrechtlicher und bankwissenschaftlicher Literatur in der Teilbibliothek RW großzügig unterstützt. Seit 1996 unterstützt das traditionsreiche Bayreuther Familienunternehmen Markgraf jährlich die UB mit der Finanzierung wichtiger Zeitschriften. Wie schon im vergangenen Jahr erhielt die UB von Rainer W. Markgraf einen Scheck in Höhe von 1.500 €. Medienbearbeitung und Erwerbungsstatistik Abb. 1
Medienbearbeitung 7 Die Gesamtausgaben für den Literaturerwerb im Jahr 2012 unter Einbeziehung der Studienbeiträge und sonstiger Sach-, Fremdund Berufungsmittel betrugen 3,60 Mio. € (2011: 3,24 Mio. €). Die Ausgaben setzen sich aus folgenden Einzelpositionen (in Euro) zusammen: 1.624.387 468.493 79.124 15.608 1.054.045 Elektronische Medien (E-Journals, Datenbanken, E-Books) AV-Medien, Karten & Mikroformen Bindekosten Monographien, Fortsetzungen & Loseblattausgaben Gedruckte Zeitschriften & Zeitungen Zugang 2012 2011 Neuzugang in Medieneinheiten 36.317 50.444 darunter Kauf 30.321 42.378 darunter Geschenk/Tausch 5.996 8.066 Laufende Zeitschriften und Zeitungen Im Berichtsjahr laufende gedruckte Zeitschriften und Zeitungen nach Titeln 2.409 2.551 darunter Kauftitel 1.684 1.788 darunter Geschenkund Tauschtitel 725 763 Im Berichtsjahr laufende elektronische Zeitschriften 24.074 21.153 1.867.903 (51,8 %) 21.497 (0,6 %) 523.280 (14,5 %) 72.592 (2 %) 1.118.066 (31,0 %)
8 Medienbearbeitung Gesamtausgaben für den Literaturerwerb im Jahr 2012 in Euro Gesamt davon für Monographien (inkl. E-Books) Bände Monographien Informatik 50.632 12.674 197 Mathematik 109.462 20.519 347 Physik 217.368 75.632 574 Biologie 203.124 29.152 575 Chemie 284.316 33.410 363 Geowissenschaften und Bayerisches Geoinstitut 237.236 49.230 1.089 Rechtswissenschaften 422.202 213.682 3.164 Wirtschaftswissenschaften 288.146 115.977 1.734 Sprachund Literaturwissenschaften 221.989 122.090 2.419 Kunst 10.618 6.429 174 Pädagogik, Hochschulwesen 46.880 33.394 832 Volkskunde, Ethnologie 26.448 13.790 232 Geschichte 75.561 48.036 975 Philosophie 42.098 27.179 676 Psychologie 29.620 15.322 242 Politik 5.998 4.961 150 Soziologie 19.515 9.153 212 Sport 37.854 10.898 328 Theologie und Religionswissenschaften 33.982 24.691 613 Angewandte Naturwissenschaften (inkl. Materialwissenschaften) 227.778 49.381 577 Afrikanologie 99.301 59.419 1.537 Musiktheater, Musikwissenschaft 53.736 33.813 748 Bibliotheksund Informationszentrum 70.274 7.848 183 Ökol.-Bot. Garten 4.313 2.955 44 Rechenzentrum 1.033 560 14 Zentrale Technik 653 - - Interventionsfonds 36.252 - - Elektronische Fachinformation (EFI) 341.790 - - Sachund Fremdmittel aus den Fakultäten 197.920 79.154 1.006 Pay-per-View 7.157 - - Studienbeiträge e-Medien 170.136 154.755 - TAO-Unterstützung 29.946 - - Gesamt 3.603.338 1.254.104 19.005
Medienbearbeitung 9 Eine Verbesserung der Literaturversorgung ermöglichen seit dem Sommersemester 2007 die Mittel aus Studienbeiträgen. Diese wurden zweckgebunden für die Anschaffung zusätzlicher Fachund Lehrbücher sowie in einigen Fächern zum Erhalt und Ausbau des Bestands an Datenbanken und E-Books verwendet. Semesterweise wurde von allen Fächern in unterschiedlicher Höhe Geld für den Kauf von Literatur bereitgestellt. Im Sommersemester 2012 waren es insgesamt 270.071 € (zum Vergleich SS 2007: 477.860 €) und im Wintersemester 2012/13 weitere 454.555 €. Darin enthalten sind 200.000 €, welche die UB einmalig aus zentralen Mitteln zum Erwerb elektronischer Bücher für nahezu alle Fachgebiete erhalten hat. Diese Sonderzuweisung erfolgte erst zum Ende des Jahres. Deshalb wird der damit verbundene Titelzuwachs im Katalog (ca. 6.600 Titel) erst im Jahr 2013 in den Zahlen der Bestandsvermehrung nachgewiesen. Seit Beginn der Erhebung von Studienbeiträgen wurden somit insgesamt 3.199.098 € für Literaturmittel zugewiesen. Es hat sich auch im Berichtsjahr gezeigt, dass Erwerbungsmittel aus Studienbeiträgen vor allem dann zeitnah abfließen konnten, wenn den Fachreferenten der Bibliothek ein größerer Entscheidungsspielraum für die Auswahl und Anschaffung studienrelevanter Literatur eingeräumt wurde. Dies ist auch nachvollziehbar, sind doch die Fachreferenten stets auf dem Laufenden über die aktuelle Literaturproduktion in den von ihnen betreuten Fächern. Zuweisungen aus Studienbeiträgen 2007-2012 Mittel für den Erwerb von Studienliteratur in Euro: Studienbeiträge
16 Benutzung Nachdem die Teilbibliothek RW im Jahr 2011 durch einen Anbau und eine Teilaufstockung erweitert worden war, standen hierzu im Berichtsjahr einige abschließende Arbeiten an. Erst nach der Nutzungsfreigabe des zweiten Obergeschosses wurden im Januar mit der Aufstellung einer zweiten Fluchttreppe die letzten sicherheitsrelevanten Arbeiten abgeschlossen. Trotz des Einrichtungsplans, den die Bibliothek schon vor Baubeginn vorgelegt hatte, erwies sich die Beleuchtung des Erweiterungsbaus als lückenhaft. Weil die Leuchtbänder in der vom Architekten festgelegten Montagehöhe nicht unter den Lüftungsrohren hindurchgeführt werden konnten, wurden sie in deren Bereich schlicht unterbrochen, wodurch die dort planmäßig aufgestellten Buchregale völlig unbeleuchtet blieben. Wegen der installierten Kühldecke war eine nachträgliche Deckenmontage weiterer Leuchten nicht möglich. Erst eine in die Regale integrierte Beleuchtung schuf Abhilfe. Aus Kostengründen endeten Datenleitungen, die bereits durch das gesamte Gebäude verlegt waren, in einem Verteiler im Bibliotheksanbau, statt sie die letzten Meter durch den Hohlraumboden bis zu den bei den Arbeitsplätzen vorhandenen Bodendosen zu führen. Das hätte der Baueinstellung einer Brücke wenige Meter vor Erreichen des gegenüberliegenden Ufers entsprochen. Auf nachdrücklichen Wunsch der Bibliothek wurden die Leitungen schließlich doch weiter verlegt. Dank eines Finanzierungsangebots der Gesellschaft der Förderer der RW-Bibliothek konnten im August vier Carrels vom allgemeinen Lesesaalbereich abgetrennt werden (Abb. 5 und 6). Auch diese Maßnahme war zuvor dem Rotstift zum Opfer gefallen. Durch das deutlich vergrößerte Bibliotheksareal bedurfte es auch eines neuen Leitund Orientierungssystems. Die vorhandene Beschilderung hatte sich über viele Jahre hinweg inhomogen entwickelt und erforderte nun einen Neuansatz. Ausgehend von der Projektarbeit einer Referendarin konnten ein fertiges Konzept erstellt, die Kosten ermittelt und zum Jahresende die Finanzierungszusage aus Studienbeiträgen und einer ergänzenden Spende der RW-Alumni eingeholt werden. Über den Abschluss des Projekts wird im nächsten Jahr zu berichten sein. Nach starkem Regen drang am 3. Mai 2012 erneut Wasser im Sekretariat der Zentralbibliothek ein. Mitarbeiter des Staatlichen Bauamts stellten über dem Sekretariat, aber auch an anderen Stellen des Daches Schäden fest. Das Bauamt versuchte, akute Schäden punktuell zu beheben, hält jedoch mittelfristig eine Komplettsanierung des gesamten Blechdaches der Zentralbibliothek für erforderlich. Abb. 5 Abb. 6
Zentralreferat 17 Der Bayreuther Altbestand wird kontinuierlich von Wissenschaftlern unterschiedlichster Fachdisziplinen genutzt. Rund 30 schriftliche und zahlreiche mündliche Anfragen gingen 2012 ein. Eine Schweizer Richard-Wagner-Forscherin etwa wurde durch die Zusammenstellung und Vorlage alter Zeitungsausgaben unterstützt. Im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Bayreuther Jean-Paul-Museums wurde von der UB Hilfe bei der Zuschreibung einzelner Druckwerke und Zeichnungen erbeten. Der Altbestandsreferent hielt für Teilnehmer eines Seminars im IwalewaHaus einen Vortrag über Afrikaner im Bayreuth des 17. bis 19. Jahrhunderts. Er stellte außerdem Studierenden der Bayerischen und Fränkischen Landesgeschichte den Altbestand der UB vor. Eine regionale Historikergruppe aus Pegnitz erhielt auf Wunsch eine Führung durch die Bibliothek des Historischen Vereins für Oberfranken. Die UB erwarb zur Ergänzung des eigenen Bestandes: Johann Gottfried Eisenmann Bericht des Dr. Eisenmann an seine Wähler in Nürnberg und Bayreuth über unsere Zustände und Aufgaben, 1848 (Abb. 7) Abschrift von Martin Heinrich Feder Antiquitates Leonstenses oder [..] Nachricht von dem uralten Bergschloß und ehemaligen Herrschaft der Grafen von Orlamünde, oder heutigen Hochfürstlich Brandenburg. Amte Lauenstein – Ludwigstadt […]., ca. 1840 (Abb.8) Der neue 1. Vorsitzende des Historischen Vereins für Oberfranken, Regierungspräsident Wilhelm Wenning, besuchte die UB und informierte sich mit Norbert Hübsch, dem Geschäftsführer des Vereins, über den Umfang und Zustand der Vereinsbibliothek, die seit 1987 von der UB betreut wird. Für die Bibliothek des Historischen Vereins für Oberfranken registrierte man 2.163 (2011: 2.218) Ausleihen und Verlängerungen. Der Buchbestand wuchs um rund 50 Zeitschriftenbände und etwa 50 Monographien an. Mit der sog. Regimentsbibliothek, einem Sonderbestand innerhalb der Vereinsbibliothek, beschäftigte sich ein Anwärter des gehobenen Bibliotheksdienstes. Seine Diplomarbeit charakterisiert die Regimentsbibliothek als „kriegswissenschaftliche Fachbibliothek“, in der auch der „Allgemeinbildung ein deutlicher Anteil […] eingeräumt werden sollte“. Altes Buch Abb. 7 Abb. 8
18 Benutzung Die große Nachfrage nach Einführungen in das Literaturverwaltungsprogramm Citavi hat sich im Jahr 2012 fortgesetzt. Seit September kann man sich in der freien Citavi-Sprechstunde (Dienstag 14-15 Uhr) auch außerhalb der regelmäßigen Schulungstermine mit konkreten Fragen und Problemen an das Schulungsteam wenden. Der Schwerpunkt der Nachfrage bei den fachbezogenen Einführungen lag erneut bei den Sprachund Kulturwissenschaften. Dass das Angebot der UB immer bekannter wird, belegen regelmäßig neue Anfragen von Lehrstühlen. Die Inhalte des Seminars werden dann den speziellen Anforderungen angepasst, beispielsweise gab es eine Multiplikatorenschulung für mehrere Tutoren nach dem Modell Train the trainer. Zu Semesterbeginn findet der Großteil englischsprachiger Einführungen für die Mitglieder von BIGSAS und die Teilnehmer des ERASMUSProgramms statt. Schon vor Vorlesungsbeginn wird die Einführung Basiswissen Bibliothek einmal täglich angeboten. Hiermit soll allen neuen Studierenden, unabhängig von einzelnen Kursangeboten, der Einstieg in die Bibliotheksbenutzung erleichtert werden. Regelmäßig einmal im Monat findet die fachübergreifende Schulung Elektronische Angebote richtig nutzen statt. Hier erwartet die Kursteilnehmer ein Überblick über das breite Angebot an elektronischen Medien der UB, einzelne fachübergreifende Quellen und ausgewählte freie Internetquellen werden dabei eingehender vorgestellt. Die Anmeldung für diese und alle weiteren regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen wurde zudem komplett auf die E-Learning-Plattform Moodle verlagert. Gerne nehmen Lehrkräfte aus ganz Oberfranken und der nördlichen Oberpfalz das Angebot für W-Seminare wahr. Abhängig vom zeitlichen Rahmen bietet die UB unterschiedliche Modelle an, bei denen auch die Lehrkraft aktiv mitwirken kann und soll. Dies gilt ganz besonders beim Modell Bibliothekseinführung mit selbstständiger Recherchemöglichkeit, bei dem die Schülerinnen und Schüler zu ihren eigenen Themen recherchieren können. Ergänzend zum eigenen Kursangebot ergehen auch Einladungen für Vorträge an Vertreter von Datenbankanbietern. Dadurch konnten im Jahr 2012 die juristische Fachdatenbank Westlaw sowie die wirtschaftswissenschaftliche Fachdatenbank Business Source Premier von Spezialisten präsentiert werden. Im Rahmen des Jour Fixe des ITS stellten Mitarbeiter der Teaching Library den IT-Verantwortlichen der Lehrstühle verschiedene Bibliotheksdienstleistungen wie Katalog, Digitale Bibliothek, OPUS und die Open-Access-Strategie der Universität vor. Teaching Library Abb. 9 Abb. 10
Benutzung 19 Studierende gesamt 2012 2011 Anzahl Veranstaltungen 171 163 Teilnehmer1 1137 1107 Basiswissen ZB, NW I, NW II, GEO und Zeitschriften Anzahl Veranstaltungen 92 77 Teilnehmer 429 191 Fachinformation Anzahl Veranstaltungen 19 24 Teilnehmer 297 378 Citavi, Citavi für Fortgeschrittene Anzahl Veranstaltungen 43 56 Teilnehmer 296 390 Elektronische Angebote richtig nutzen Anzahl Veranstaltungen 15 16 Teilnehmer 95 123 Schüler gesamt Anzahl Veranstaltungen 50 65 Teilnehmer 865 1412 Einführungen mit Bibliotheksführung Anzahl Veranstaltungen 21 40 Teilnehmer 470 1054 Arbeitsblätter Anzahl Veranstaltungen 15 25 Teilnehmer 202 358 Bibliothekseinführung mit selbstständiger Recherchemöglichkeit Anzahl Veranstaltungen 14 - Teilnehmer 193 - Stadtbenutzer Anzahl Veranstaltungen 15 12 Teilnehmer 66 27 1 Anzahl der Stadtbenutzer, die an „Basiswissen Bibliothek“ teilnahm, ist enthalten, aber nicht separat erfasst. Teaching Library in Zahlen
20 Digitale Bibliothek In der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek (EZB) wurden für die UB Ende des Jahres 24.074 lizenzierte, kostenpflichtige Zeitschriften aufgeführt, im Vorjahr waren es noch 21.153. Dabei ist jedoch zu beachten, dass für einige Zeitschriften, z.B. durch Verlagsübernahme oder Titeländerungen, mehrere Einträge im Katalog vorhanden sind. Auch die Anzahl der Volltext-Artikel, die 2012 aus Zeitschriften heruntergeladen wurde, stieg nochmals von rund 520.000 auf ca. 550.000 an. Wie bereits in den vergangenen Jahren entfielen die meisten Artikel-Downloads auf Zeitschriften von Elsevier, WileyBlackwell, Springer, JSTOR und der ACS (American Chemical Society). Der im Vorjahr vollzogene Ausstieg aus dem bayerischen ElsevierKonsortium wirkte sich 2012 erstmalig aus. Damit reduzierte sich die Anzahl der Zeitschriften, auf die im Rahmen eines Abonnements zugegriffen werden konnte, um 330 Titel. Um jedoch notfalls den Zugriff auf einzelne Artikel zu ermöglichen, wurden die Pay-per-View-Kosten der Lehrstühle, die diese durch die Bestellung einzelner Artikel auf der Elsevier-Plattform ScienceDirect verursachten, durch die Bibliothek übernommen. Insgesamt wurden so 466 Zeitschriftenartikel bezogen, deren Einzelkauf sich günstiger gestaltete als der Bezug einer Jahressubskription der jeweiligen Zeitschrift. Da letztlich ein bedarfsgerechtes Angebot zu günstigen Konditionen für die Universität Bayreuth erzielt wurde, hat sich die Entscheidung gegen den bayerischen ElsevierKonsortialvertrag und für einen Einzelabschluss mit Elsevier gut bewährt. Digitale Bibliothek Elektronische Zeitschriften E-Books Nachdem das Angebot an E-Books durch das Ausbauprogramm der Universitäten deutlich verbessert werden konnte, war es 2012 möglich, insbesondere durch die Bereitstellung von Mitteln aus Studienbeiträgen, weitere 6.600 aktuelle E-Books aus allen Fachgebieten zu beschaffen, z.B.: Springer (dt. und engl.) ca. 5.660 Hanser 190 Oldenbourg 280 deGruyter 180 Duncker&Humblot 190 UTB 80 Die Akzeptanz und Nutzung des E-Book-Angebots zeigt sich u.a. in den Downloadzahlen. So wurden von Springer rund 190.000 Kapitel heruntergeladen, von Hanser mit einem wesentlich kleineren Titelspektrum aus Technik und Wirtschaft immerhin 17.000 und von Oldenbourg noch über 10.000.
Digitale Bibliothek 21 Das Datenbank-Angebot der UB umfasst eine Vielzahl von Rechercheund Faktendatenbanken sowie Portalen zu einzelnen Themen. Im Jahr 2012 konnte die Anzahl der zur Verfügung stehenden Datenbanken auf 2.111 gesteigert werden (2011: 1972). Neben neuen, frei zugänglichen Titeln, wurden für die Wirtschaftswissenschaften die Datenbanken Amadeus und Zephyr von Bureau van Dijk sowie Datastream von ThomsonReuters beschafft. Durch die Lizenzierung von IEEE Xplore können für den Bereich der Ingenieurwissenschaften zukünftig die Zeitschriften und Proceedings des IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers) angeboten werden. Datenbanken Elektronische Dienste Um die Sichtbarkeit und die einfachere Nutzung des in den letzten Jahren ausgebauten E-Book-Angebots zu erhöhen, wurden im Berichtsjahr zwei wesentliche Neuerungen umgesetzt: Zum einen wurden im Katalog für mehrere Tausend Titel direkte Verknüpfungen zwischen den Print-Ausgaben und den E-Books geschaffen. So kann von den Print-Titeln direkt auf den elektronischen Volltext des Buches zugegriffen werden. Zum anderen wurden in den Teilbibliotheken NW II und GEO die erworbenen E-Books auch optisch deutlicher hervorgehoben. Hier wurden in den Beständen der Lehrbuchsammlungen bei Büchern, die auch als E-Book vorhanden sind, eigene Repräsentanten mit QR-Code aufgestellt. Mittels mobilen Endgeräts (mit Kamera und QR-CodeApp) kann der QR-Code eingelesen und somit das E-Book direkt auf das Smartphone oder das Tablet geholt werden (Abb. 11). Auf dem Bayreuther Publikationsund Dokumentenserver OPUS wurden 2012 insgesamt 106 (2011: 142) Dokumente neu eingestellt. Zum Jahresende waren damit 847 Online-Publikationen verfügbar. Im Juli 2012 wurde der Bayreuther OPUS-Server auf die neue Version OPUS 4.1 migriert. Anzahl der Recherchen über das Bayreuther Katalog-Portal InfoGuide (Vorjahreswerte in Klammern) InfoGuide gesamt 2.327.024 (2.326.270) davon Bayerischer Verbundkatalog 195.962 (195.901) davon UB-Katalog 1.612.631 (1.619.222) Abb. 11
22 Forschung und Organisation Forschungsaktivitäten Gemeinsam mit den Lehrstühlen für Angewandte Informatik IV (Prof. Dr.-Ing. Jablonski) und Wirtschaftsinformatik (Prof. Dr. Eymann) sowie dem IT-Servicezentrum beteiligte sich die UB im Rahmen eines DFG-Projektes am Aufbau einer Virtuellen Arbeitsplattform für Technik und Organisation im verteilten Forschungsbetrieb (VIATOR). Damit soll ein Instrument zur flexiblen und schnellen Einrichtung virtueller Forschungsumgebungen für Projektgruppen geschaffen werden (www.ai4.uni-bayreuth.de/de/research/projects/020_VIATOR/ index.html). Als ein Anwendungsbeispiel wurde für die UB ESA - Electronic Scan Application entwickelt. Einzelne Forscher können so nach einer Katalogrecherche im InfoGuide an die UB einen Digitalisierungsauftrag richten, um Forschungsmaterialien in einen „virtuellen Handapparat“ einzustellen. Im Jahr 2012 wurde das gemeinschaftliche Forschungsprojekt SEED (http://www.seed.uni-bayreuth.de/de/index.html) zwischen der Universität Bayreuth und der Moi Universität in Eldoret (Kenia) weitergeführt. Das Projekt wird im Rahmen der DIES-Partnerschaften des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes (DAAD) gefördert. Ziel ist, das Hochschulmanagement beider Universitäten durch die Entwicklung und Konfiguration neuer Informations-/ Kommunikationstechnologien (IKT) und Serviceleistungen, insbesondere im Blick auf exzellente Lehr– und Lernbedingungen, zu unterstützen. Die UB konnte sich bei „SEED“ erfolgreich auf dem Gebiet “digital archiving“ einbringen. Hierzu nahmen Frau Böllinger (Wissenschaftliche Mitarbeiterin von DEVA; Abb. 12 h.M.), Herr Dr. Grandel (Direktor des IT-Servicezentrums; Abb. 12 v.l.) und Herr Brugbauer (Ltd. Direktor der UB; Abb. 12 v.r.) im Mai an einem Workshop der Moi-Universität in Eldoret und Nairobi teil. Im Dezember 2012 fand dann der vierte Workshop der Projektgruppe in Bayreuth statt. Erfreulicherweise wurde im Jahr 2012 auch der zweite Antrag der UB an die DFG bewilligt, der sich auf das Förderprogramm „Open Access Publizieren“ bezog. Damit kann einer - wenn auch insgesamt begrenzten - Anzahl von Angehörigen der Universität Bayreuth die Übernahme der Kosten für ihre Open-Access-Publikationen ermöglicht werden (vgl. http://www.ub.uni-bayreuth.de/de/digitale_bibliothek/ open_access/index.html). Hierzu hatte die Universität auch eine OpenAccess-Strategie verabschiedet, in der sie ihre Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ermutigt, die Wege des Open-Access-Publizierens zu nutzen. Verantwortlich für die Verteilung und Verausgabung der von der DFG und der Universität Bayreuth bereitgestellten Mittel ist - nach wie vor - die UB. Forschung und Organisation Abb. 12 Abb. 13
Forschung und Organisation 23 Die Präsidialkommission für Angelegenheiten der Universitätsbibliothek, der sogenannte Bibliotheksausschuss, trat am 23. Juli 2012 zusammen. Nach einem Sachstandsbericht des Bibliotheksdirektors zu den verschiedenen Aktivitäten der UB wurde die Fächerverteilung der Literaturmittel erörtert und beschlossen. Ebenfalls sprach sich der Bibliotheksausschuss einstimmig dafür aus, an der Organisationsform des einschichtigen Bibliothekssystems unbedingt festzuhalten. Dass es sich dabei um eine besondere Stärke der Universität Bayreuth handelt, wie es auch der Oberste Rechnungshof beurteilt, wurde ausdrücklich betont, weil nur so es der UB gelingen kann, die Universität Bayreuth trotz bescheidener finanzieller Mittel ausreichend mit elektronischen Publikationen und konventionellen Medien zu versorgen. In diesem Sinne wurde begrüßt, den Ausbau der Informationsversorgung mit größter Priorität voranzutreiben und gleichzeitig den Umfang der Handapparate der Lehrstühle etc. streng zu limitieren. Mitglied im Bibliotheksausschuss 2012 waren: Frau Prof. Fendler als Vertreterin der Fakultät IV, Herr Prof. Sigloch als Vertreter der Fakultät III und zugleich Ausschussvorsitzender, Herr Prof. Altstädt als Vertreter der Fakultät VI, Herr Prof. Catanese als Vertreter der Fakultät I, Herr Prof. Kölbl als Vertreter der Fakultät V, Herr Prof. Ullmann als Vertreter der Fakultät II, Herr Kanzler Dr. Zanner als Vertreter der Hochschulleitung sowie Herr Brugbauer als Direktor der Universitätsbibliothek. Die Studierenden wurden von Frau Freunek vertreten. Bibliotheksausschuss der Universität Überregional Ralf Brugbauer Unterausschuss für Informationsmanagement der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) Bibliotheksverbund Bayern Ralf Brugbauer IT-Beirat für das Bibliothekswesen Bayerns Otmar Fehn AG Fernleihe Dr. Andreas Grandel (IT-Servicezentrum) IT-Beirat für das Bibliothekswesen Bayerns Verena Mattes AG Lokalsysteme Bernhard Vogt Kommission für Elektronische Ressourcen Dr. Andreas Weber (IT-Servicezentrum) Kommission Virtuelle Bibliothek AG Lokalsysteme Berufsverband Alexander Horn Berufsverband Information Bibliothek e.V. Landesgruppenvorstand Bayern Aktivitäten in Gremien (regional und überregional)
24 Forschung und Organisation Völlig unerwartet verstarb am 1. November 2012 Bibliotheksamtsrat Detlev Gassong (Abb. 14) im Alter von 63 Jahren. Die Nachricht von seinem Tode löste beim Bibliothekspersonal und bei allen Bibliotheksbenutzern, die ihn kannten, Trauer und Betroffenheit aus. Seit 1977 bei der Universitätsbibliothek Bayreuth beschäftigt, wirkte er über dreißig Jahre als Auskunftsbibliothekar. Sein bibliographischer Spürsinn, sein enzyklopädisches Wissen und seine Fachkenntnisse waren legendär. Egal ob Schüler, Student, Professor oder Stadtbenutzer – für alle fand er den rechten Ton und fast immer die rechte Antwort auf ihre Fragen. Am 30. April 2012 ging Bibliotheksdirektor Dr. Harald Rehm (Abb. 15) nach 34 Dienstjahren an der UB Bayreuth in den Ruhestand. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und der Betriebswirtschaftslehre sowie einer juristischen Dissertation entschied sich Dr. Rehm für ein Bibliotheksreferendariat. Mit Abschluss seiner Laufbahnprüfung 1978 kam er an die UB Bayreuth und betreute zunächst die Fachreferate Jura und Politik. Im Jahr 1991 wurde ihm die Leitung der größten Teilbibliothek der UB in der Fakultät Rechtsund Wirtschaftswissenschaften übertragen. In enger Abstimmung mit den Lehrstühlen war er am erfolgreichen Aufund Ausbau der „RW-Bibliothek“ maßgeblich beteiligt. Im Berichtsjahr vollendete ebenfalls Herr Heinz Riedel sein 65. Lebensjahr. Herr Riedel verrichtete seine Aufgaben in der UB im Magazinund Aufsichtsdienst stets zuverlässig und verantwortungsvoll. Beiden wünschen wir von Herzen alles Gute! Nach dem Ausscheiden von Dr. Rehm wurde die „RW-Bibliothek“ in die Benutzungsabteilung der UB integriert. Die Verantwortung für das operative Geschäft übernahm Herr Bibliotheksoberrat Frank Martens, der sich u.a. um die Fachreferate Wirtschaftswissenschaften, Mathematik und Informatik kümmert. Die Fachreferate Jura, Soziologie und Politikwissenschaften betreut nun Frau Bibliotheksrätin Nina Pelka. Personal und Organisation Abb. 15 Abb. 14
Zentralreferat 25 Ein Anwärter der Qualifikationsebene 3 (Kurs 2009/12) absolvierte noch bis Ende März seinen zweiten berufspraktischen Studienabschnitt an der UB. Im Herbst kehrte er dann für das Restpraktikum zurück und konnte zum ersten Dezember eine Stelle in unserem Haus antreten. Anfang Oktober begann der zweite berufspraktische Studienabschnitt einer Anwärterin aus dem Kurs 2010/13. Im Jahr 2012 lösten sich auch zwei Referendarinnen mit ihrem praktischen Jahr an der UB Bayreuth ab. Eine Teilnehmerin des Referendarkurses 2011/13 mit dem Fachgebiet Wirtschaftswissenschaften absolvierte bis zum Sommer ihr Praktikum. Im Oktober trat eine Referendarin des Kurses 2012/14 mit den Fächern Englisch, Geschichte und Sozialkunde den praktischen Teil ihrer Ausbildung an. Neben diesen verwaltungsinternen Praktika konnten wir im August eine am Bibliothekswesen interessierte Schülerin zu einem einwöchigen Praktikum begrüßen. Von und für die Mitarbeiter der UB gab es insgesamt 10 hausinterne Fortbildungsveranstaltungen. Dabei standen Themen des Bibliotheksund Informationswesens im Mittelpunkt. Im Rahmen ihres Aufgabengebietes berichteten Kollegen zum Beispiel von den Besonderheiten bei Zeitschriftenabonnements und deren differenzierter Verwaltung. Projektmanagement und Open Access, der neue Anbau der Teilbibliothek Recht und Wirtschaft und die Migration in die Gemeinsame Normdatei standen ebenfalls auf dem Programm. Im Bereich der externen Fortbildungsveranstaltungen sind sowohl der Bibliothekskongress in Leipzig als auch die 12. Verbundkonferenz des Bibliotheksverbundes Bayern in München zu nennen. Außerdem besuchten Mitarbeiter folgende Veranstaltungen (in Auswahl): Urheberrecht in der Fernleihe Einführung in die Gemeinsame Normdatei GND Was erwarten unsere Benutzer von uns? Englisch für den Bibliotheksalltag Didaktische und organisatorische Standards bei der Zusammenarbeit von wissenschaftlichen Bibliotheken und Schulen Ausund Fortbildung