Vierte Satzung zur Änderung der Prüfungsordnung für den Masterstudiengang Maschinenbau der Fakultät für Maschinenbau an der Universität Paderborn: vom 10. August 2016
Abstract
Veröffentlichungen der Universität ohne VL-DOI. Vierte Satzung zur Änderung der Prüfungsordnung für den Masterstudiengang Maschinenbau der Fakultät für Maschinenbau an der Universität Paderborn : vom 10. August 2016. Paderborn : Präsidium der Universität Paderborn, 2016
Full text
amtliche mitteilungen verkündungsblatt der universität paderborn am.uni.pb ausgabe 184.16 vom 10. august 2016 vierte satzung zur änderung der prüfungsordnung für den masterstudiengang maschinenbau der fakultät für maschinenbau an der universität paderborn vom 10. August 2016 herausgeber: präsidium der universität paderborn
2 Vierte Satzung zur Änderung der Prüfungsordnung für den Masterstudiengang Maschinenbau der Fakultät für Maschinenbau an der Universität Paderborn vom 10. August 2016 Aufgrund des § 2 Absatz 4 und des § 64 Absatz 1 des Gesetzes über die Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen (Hochschulgesetz – HG) vom 16. September 2014 (GV.NRW. S. 547) hat die Universität Paderborn die folgende Satzung erlassen: Artikel I Die Prüfungsordnung für den Masterstudiengang Maschinenbau an der Universität Paderborn in der Fassung der Änderung und Neufassung vom 29. November 2013 (AM.Uni.Pb. 92.13), zuletzt geändert durch Satzung vom 22. Dezember 2015 (AM.Uni.Pb. 117.15), wird wie folgt geändert: 1. In § 14 Abs. 2 wird als Nr. 8 die Vertiefungsrichtung „Leichtbau mit Hybridsystemen“ aufgenommen. 2. Der Anhang A.1 wird wie folgt geändert: a) Bei der Tabelle „Vertiefungsrichtungen“ wird die Vertiefungsrichtung „Leichtbau“ angefügt. b) Bei der Tabelle „Wahlpflichtmodule“ wird das Modul „Chemie und Physik von Leichtbaumaterialien“ angefügt. c) Bei der Tabelle „Wahlpflichtmodule“, wenn die Vertiefungsrichtung Ingenieurinformatik gewählt wird, werden die Module „Werkstoffliche und strukturelle Leichtbauprinzipien“, „Leichtbaugerechte Produktions- und Fertigungstechnik“ und „Chemie und Physik von Leichtbaumaterialien“ angefügt. 3. Der Anhang A.2 wird wie folgt geändert: a) Unter 1 „Studienverlaufsplan und Leistungspunktesystem für den Masterstudiengang Maschinenbau“ wird bei der Tabelle „Vertiefungsrichtungen“ die Vertiefungsrichtung „Leichtbau“ eingefügt. b) Unter 1 „Studienverlaufsplan und Leistungspunktesystem für den Masterstudiengang Maschinenbau“ wird bei der Tabelle „Wahlpflichtmodule“ das Modul „Chemie und Physik von Leichtbaumaterialien“ eingefügt. c) Unter 1 „Studienverlaufsplan und Leistungspunktesystem für den Masterstudiengang Maschinenbau“ werden bei der Tabelle „Wahlpflichtmodule“, wenn die Vertiefungsrichtung Ingenieurinformatik gewählt wird, die Module „Werkstoffliche und strukturelle Leichtbauprinzipien“, „Leichtbaugerechte Produktions- und Fertigungstechnik“ und „Chemie und Physik von Leichtbaumaterialien“ eingefügt. d) Nr. 3 Basismodule wird wie folgt geändert: a. In Modul 3.1.2 „Verfahrenstechnische Anlagen“ wird in Nummer 1 bei der Lehrveranstaltung „Produktanalyse“ „Ü1“ durch „P1“ ersetzt. b. In Modul 3.2.1 „Kunststofftechnik“ wird in Nummer 1 die Lehrveranstaltung „FEM in der Werkstoffsimulation“ durch „Fügen von Kunststoffen“ ersetzt. c. In Modul 3.2.2 „Werkstoffe und Oberflächen“ wird in Nummer 1 die Lehrveranstaltung „Lacksysteme 1“ durch „Korrosion und Korrosionsschutz“ ersetzt. d. In Modul 3.4.2 „Angewandte Mechanik“ wird in Nummer 10 als Modulverantwortlicher „H. A. Richard“ durch „G. Kullmer“ ersetzt. e. Nach Modul 3.6.2 „Werkstoffmechanik“ werden die neuen Module 3.7.1 „Werkstoffliche und strukturelle Leichtbauprinzipien“ und 3.7.2 „Leichtbaugerechte Produktions- und Fertigungstechnik“ eingefügt:
3 3.7.1 Werkstoffliche und strukturelle Leichtbauprinzipien Werkstoffliche und strukturelle Leichtbauprinzipien Nummer M104.6213 Workload 360 h Credits 12 Studiensemester 1.-4. Sem. Häufigkeit des Angebots Jedes Jahr Dauer 2 Semester 1 Lehrveranstaltungen LV-Nr. Lehrformen, Semester Kontaktzeit Selbststudium Leichtbau 1 L.104.25240 V2 Ü1, WS 45 h 75 h Aufbau technischer Werkstoffe L.104.23220 V2 P1, SS 45 h 75 h FEM in der Werkstoffsimulation L.104.22221 V2 Ü1, WS 45 h 75 h 2 Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen Die Studierenden können Prinzipien des Leichtbaus auf konkrete Problemstellungen anwende n. Dazu gehört eine ganzheitliche Betrachtung insbesondere der Aspekte „Konstruktion und Auslegung“ sowie der „Werkstoffe“ hybrider Strukturen. Im Bereich der „Konstruktion und Auslegung“ können vertiefend insbesondere Inhalte hinsichtlich höchsteffiziente r, numerisch unterstützter Auslegungskonzepte (Konzept der Finite-Element- Methode) sowie exemplarisch deren praktischer Bezug erlernt werden. Der Aufbau technischer Werkstoffe als weitere entscheidende Säule des Leichtbaus wird ebenfalls vertiefend betrach tet. Hierbei werden ausgehend von den grundlegenden Eigenschaften von Festkörpern der innere Aufbau und die Oberflächeneigenschaften abgeleitet. Ziel ist es hierbei, die Studierenden in die Lage zu versetzen, aufgrund der Kenntnis der relevanten physikalis chen Phänomene das Potential aber auch die Grenzen für den Einsatz extrem belasteter Werkstoffe und deren Beschichtungen richtig abschätzen zu können. Die Studierenden können selbstständig oder im Team den Gedanken des Leichtbaus als einen wesentlichen Op timierungsschritt aufnehmen und die damit verbundene werkstoffliche und strukturelle Herangehensweise in die Produktschaffens- und Überarbeitungsphase einbringen. 3 Inhalte Leichtbau I: • Strukturleichtbau: Leichtbau-Prinzipien, Strukturentwurf, Versteifungen, Sicken; Verbundbauweisen • Stoffleichtbau: Werkstoffe; Werkstoffkennwerte, Fertigungsverfahren • Betrachtung des Balkens als grundlegendem Konstruktionselement: - Normalkraft-, Biege- und Temperaturbeanspruchung - Querkraft-, Torsionsbeanspruchung - Verformungen Aufbau technischer Werkstoffe: • Hochfeste Werkstoffe: - Maraging Stähle - Manganhartstähle / metastabile austenitische Stähle - Hochfeste Aluminiumlegierungen - Titanlegierungen • Hochtemperaturwerkstoffe: - ferritische Chromstähle -austenitische Stähle -Nickelbasis-Superlegierungen -Hochtemperaturkeramik FEM in der Werkstoffsimulation: • Problemstellungen des Maschinenbaus: Elastische Probleme, Stationäre Wärmeleitung • Ein-, zwei- und dreidimensionale Finite-Element Formulierung • Einführung in gemischte Formulierungen • Einführung in adaptive Verfahren • Anwendungen der FEM in Pre- und Post-Processing mit Einführung in Abaqus-CAE • Implementierung in MATLAB (Pre-Processing, Aufstellen und Lösen des Gleichungssystems, Post- Processing)
4 4 Lehrformen Vorlesungen, Übungen, Praktikum, Selbststudium 5 Gruppengröße Vorlesung: 20 – 50 TN, Übung: 20 – 50 TN, Praktikum 10 – 15 TN 6 Verwendung des Moduls (in anderen Studiengängen) Master Maschinenbau, Master Wirtschaftsingenieurwesen Maschinenbau 7 Empfohlene Vorkenntnisse - 8 Prüfungsformen In der Prüfung sollen die Studierenden für exemplarische strukturelle und werkstoffliche Problemstellungen ihre Herangehensweise erläutern, geeignete Konzepte auswählen und beschreiben sowie Zusammenhänge hinsichtlich Struktur, Werkstoff sowie Konstruktion und Auslegung aufzeigen. Es finden drei lehrveranstaltungsbezogene Prüfungen statt, die als Klausuren mit einem Umfang von 1,5 - 2 h oder mündliche Prüfungen mit einem Umfang von 30 – 45 Minuten abgehalten werden. Die jeweilige Prüfungsform wird vom Prüfungsausschuss im Einvernehmen mit dem Prüfer festgelegt. Die Bekanntmachungen erfolgen in der Regel in den Veranstaltungskommentaren, bei Änderungen zu Beginn eines Semesters durch Aushang bei den Prüfenden, spätestens jedoch bis zum Ende der zweiten Vorlesungswoche. 9 Voraussetzungen für die Teilnahme an Prüfungen bzw. die Vergabe von Kreditpunkten - 10 Modulbeauftragter Prof. Dr. T. Tröster 3.7.2 Leichtbaugerechte Produktions- und Fertigungstechnik Leichtbaugerechte Produktions- und Fertigungstechnik Nummer M104.6214 Workload 360 h Credits 12 Studiensemester 1.-4. Sem. Häufigkeit des Angebots Jedes Jahr Dauer 2 Semester 1 Lehrveranstaltungen LV-Nr. Lehrformen, Semester Kontaktzeit Selbststudium Fügen von Leichtbauwerkstoffen L.104.21220 V2 Ü1, SS 45 h 75 h Innovative Prozesse in der Fertigungstechnik L.104.24260 V2 Ü1, WS 45 h 75 h Mehrkomponententechnik L.104.41295 V2 P1, SS 45 h 75 h 2 Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen Unter der t reibenden Kraft der Thematik „Leichtbau mit Hybridsystemen“ ergeben sich immer neue fertigungstechnische Herausforderungen, welche die stetige Weiterentwicklung insbesondere der Produktions- und Fertigungstechnologien Fügen, Trennen, Ur- und Umformen sowie Beschichten erzwingt. Die in Wechselwirkung stehenden Fertigungsverfahren für Leichtbaustrukturen in Mischbauweise sowie Lösungsansätze aus einer gezielten Gliederung der Fertigungsprozessketten sollen innerhalb dieses Modules vermittelt werden. Die Studierenden können den Leichtbaugedanken aus Sicht der Produktions- und Fertigungstechnik ergreifen und umsetzen. Sie kennen bewährte und innovative Verfahren zur Herstellung von leichtbaugerechten Halbzeugen, Werkstücken und Baugruppen. Mit Hilfe der gelernten Übersichten sind die Studierenden in der Lage, neue Fertigungskonzepte durch die Ableitung und Übertragung geeigneter Mechanismen zu entwickeln. Das notwendige Knowhow zur werkstoff-, anwendungs- und bedarfsgerechten Integration in eine umgebende Gesamt struktur erfahren sie u.a. durch die fügetechnischen Veranstaltungen. Dabei erhält der/die Studierende einen Überblick über die verschiedenen Fügeverfahren zum Verbinden von Leichtbauwerkstoffen und ist in der Lage, diese unter definierten Einsatzgesichtspunkten auszuwählen, auszulegen und zu bewerten.
5 3 Inhalte Fügen von Leichtbauwerkstoffen: • Grundlagen Leichtbauwerkstoffe • Einsatzgesichtspunkte und Eigenschaftsprofile technischer Leichtbauwerkstoffe • Fügen von hochfesten Stahlblechen, Al-, Mg- bzw. Faserverbundwerkstoffen • Fügen der Werkstoffe im Materialmix • Konstruktive Auslegung und Gestaltung der Verbindungen • Eigenschaften der Verbindungen • Wirtschaftliche und technologische Einsatzgesichtspunkte für die verschiedenen Fügeverfahren • Anwendungsbeispiele Innovative Prozesse in der Fertigungstechnik: • Innovative Entwicklungen im Bereich der Feinbearbeitung • Innovative Entwicklungen im Bereich der Zerspanungstechnik • Simulation in der spanenden Fertigung • Rechnerintegrierte Fertigung im Bereich der spanenden Fertigung • Elektromagnetische Umformung • Wirkmedienbasierte Hochgeschwindigkeitsumformung (Explosivumformung, Unterwasserstoßwellen) • Blechumformung mit Wirkmedien • Inkrementelle Umformung Mehrkomponententechnik: • Verträglichkeit unterschiedlicher Werkstoffe • Berechnung von einfachen Mehrphasenströmungen • Co-Extrudate • Coextrusionswerkzeuge • Mehrfarbenspritzgießen • Sandwichspritzgießen • Gasinnendruckspritzguss und Wasserinjektionstechnik • Schäumen • Abkühlberechnung an Mehrkomponentenwerkstoffen 4 Lehrformen Vorlesungen, Übungen, Selbststudium 5 Gruppengröße Vorlesung: 20 – 50 TN, Übung: 20 – 50 TN 6 Verwendung des Moduls (in anderen Studiengängen) Master Maschinenbau, Master Wirtschaftsingenieurwesen Maschinenbau 7 Empfohlene Vorkenntnisse - 8 Prüfungsformen In de r Prüfung sollen die Studierenden für exemplarische, fertigungstechnikbezogene Problemstellungen ihre Herangehensweise erläutern, geeignete Verfahren auswählen, entsprechende Abläufe und Mechanismen beschreiben sowie Zusammenhänge zwischen den werkstofflichen und produktions- bzw. fertigungstechnischen Anforderungen aufzeigen. Es finden d rei lehrveranstaltungsbezogene Prüfungen statt, die als Klausuren mit einem Umfang von 1,5 - 2h oder mündliche Prüfungen mit einem Umfang von 30 – 45 Minuten abgehalten wer den. Die jeweilige Prüfungsform wird vom Prüfungsausschuss im Einvernehmen mit dem Prüfer festgelegt. Die Bekanntmachungen erfolgen in der Regel in den Veranstaltungskommentaren, bei Änderungen zu Beginn eines Semesters durch Aushang bei den Prüfenden, spätestens jedoch bis zum Ende der zweiten Vorlesungswoche. 9 Voraussetzungen für die Teilnahme an Prüfungen bzw. die Vergabe von Kreditpunkten - 10 Modulbeauftragter Prof. Dr. G. Meschut
6 e) Nr. 4 Wahlpflichtmodule wird wie folgt geändert: a. In Modul 4.1.2 „Verfahrenstechnische Anlagen“ wird in Nummer 1 bei der Lehrveranstaltung „Produktanalyse“ „Ü1“ durch „P1“ ersetzt. b. In Modul 4.1.3 „Kunststofftechnik“ werden in Nummer 1 die Lehrveranstaltungen „Kunststofffolien“ und „Simulationsverfahren der Kunststofftechnik“ wie folgt angefügt Kunststofffolien L.104.41250 V2 Ü1, SS 45 h 75 h Simulationsverfahren der Kunststofftechnik L.104.42250 V2 Ü1, SS 45 h 75 h c. In Modul 4.1.4 „Werkstoffe und Oberflächen“ wird die Lehrveranstaltung „Lacksysteme 1“ durch „Werkstoffmechanik der Kunststoffe/ Mechanical Behavior of Polymers“ ersetzt und die Lehrveranstaltungen „Numerische Methoden in der Kunststofftechnik“, „Kunststofffolien“ und „Simulationsverfahren der Kunststofftechnik“ wie folgt angefügt: Numerische Methoden in der Kunststofftechnik L.104.42280 V2 Ü1, WS 45 h 75 h Kunststofffolien L.104.41250 V2 Ü1, SS 45 h 75 h Simulationsverfahren der Kunststofftechnik L.104.42250 V2 Ü1, SS 45 h 75 h d. In Modul 4.1.6 „Dynamik mechatronischer Systeme“ wird die Lehrveranstaltung „Biomechanik des menschlichen Bewegungsapparates“ durch die Lehrveranstaltung „FEM in der Produktentwicklung 2“ ersetzt. e. In Modul 4.1.7 „Konstruktion“ wird die Lehrveranstaltung „Simulationstechnik“ durch die Lehrveranstaltung „Modellbildung und Simulation II“ ersetzt. f. In Modul 4.1.8 „Angewandte Mechanik“ wird in Nummer 10 als Modulverantwortlicher „H. A. Richard“ durch „G. Kullmer“ ersetzt. g. Nach Modul 4.1.12 „Werkstoffmechanik“ werden die Module 4.1.13 „Werkstoffliche und strukturelle Leichtbauprinzipien“ und 4.1.14 „Leichtbaugerechte Produktions- und Fertigungstechnik“ eingefügt: 4.1.13 Werkstoffliche und strukturelle Leichtbauprinzipien Werkstoffliche und strukturelle Leichtbauprinzipien Nummer M.104.6313 Workload 360 h Credits 12 Studiensemester 1.-4. Sem. Häufigkeit des Angebots Jedes Jahr Dauer 2 Semester 1 Lehrveranstaltungen LV-Nr. Lehrformen, Semester Kontaktzeit Selbststudium Leichtbau 1 L.104.25240 V2 Ü1, WS 45 h 75 h Aufbau technischer Werkstoffe L.104.23220 V2 P1, SS 45 h 75 h FEM in der Werkstoffsimulation L.104.22221 V2 Ü1, WS 45 h 75 h Kunststoffproduktentwicklung L.104.42260 V2 Ü1, SS 45 h 75 h Karosserietechnologie L.104.25210 V2 Ü1, SS 45 h 75 h Simulation of materials L.104.22260 V2 Ü1, SS 45 h 75 h Beschichtungstechnik L.104.21245 V2 Ü1, SS 45 h 75 h Modern steels and steel making L.104.23270 V2 Ü1, WS 45 h 75 h Das Modul besteht aus drei Veranstaltungen. Die erste Veranstaltung ist Pflicht, und es sind zwei weitere Veranstaltungen aus der obigen Liste zu wählen.
7 2 Lernergebnisse (Learning Outcomes) / Kompetenzen Die Studierenden können Prinzipien des Leichtbaus auf konkrete Problemstellungen anwenden. Dazu gehört eine ganzheitliche Betrachtung insbesondere der Aspekte „Konstruktion und Auslegung“ sowie der „We rkstoffe“ hybrider Strukturen. Im Bereich der „Konstruktion und Auslegung“ können vertiefend insbesondere Inhalte hinsichtlich höchsteffizienter, numerisch unterstützter Auslegungskonzepte (Konzept der Finite-Element-Methode) sowie exemplarisch deren prakt ischer Bezug erlernt werden. Der Aufbau technischer Werkstoffe als weitere entscheidende Säule des Leichtbaus wird ebenfalls vertiefend betrachtet. Hierbei werden ausgehend von den grundlegenden Eigenschaften von Festkörpern der innere Aufbau und die Oberf lächeneigenschaften abgeleitet. Ziel ist es hierbei, die Studierenden in die Lage zu versetzen, aufgrund der Kenntnis der relevanten physikalischen Phänomene das Potential aber auch die Grenzen für den Einsatz extrem belasteter Werkstoffe und deren Beschic htungen richtig abschätzen zu können. Die Studierenden können selbstständig oder im Team den Gedanken des Leichtbaus als einen wesentlichen Optimierungsschritt aufnehmen und die damit verbundene werkstoffliche und strukturelle Herangehensweise in die Produktschaffens- und Überarbeitungsphase einbringen. 3 Inhalte Leichtbau I: • Strukturleichtbau: Leichtbau-Prinzipien, Strukturentwurf, Versteifungen, Sicken; Verbundbauweisen • Stoffleichtbau: Werkstoffe; Werkstoffkennwerte, Fertigungsverfahren • Betrachtung des Balkens als grundlegendem Konstruktionselement: - Normalkraft-, Biege- und Temperaturbeanspruchung - Querkraft-, Torsionsbeanspruchung - Verformungen Die Inhalte der weiteren Veranstaltungen sind in PAUL beschrieben. 4 Lehrformen Vorlesungen, Übungen, Praktikum, Selbststudium 5 Gruppengröße Vorlesung: 20 – 50 TN, Übung: 20 - 50 TN, Praktikum 10 -15 TN 6 Verwendung des Moduls (in anderen Studiengängen) Master Maschinenbau, Master Wirtschaftsingenieurwesen Maschinenbau 7 Empfohlene Vorkenntnisse - 8 Prüfungsformen In der Prüfung sollen die Studierenden für exemplarische strukturelle und werkstoffliche Problemstellungen ihre Herangehensweise erläutern, geeignete Konzepte auswählen und beschreiben sowie Zusammenhänge hinsichtlich Struktur, Werkstoff sowie Konstruktion und Auslegung aufzeigen. Es finden drei lehrveranstaltungsbezogene Prüfungen statt, die als Klausuren mit einem Umfang von 1,5 - 2 h oder mündliche Prüfungen mit einem Umfang von 30 – 45 Minuten abgehalten werden. Die jeweilige Prüfungsform wird vom Prüfungsausschuss im Einvernehmen mit dem Prüfer festgelegt. Die Bekanntmachungen erfolgen in der Regel in den Veranstaltungskommentaren, bei Änderungen zu Beginn eines Semesters durch Aushang bei den Prüfenden, spätestens jedoch bis zum Ende de r zweiten Vorlesungswoche. 9 Voraussetzungen für die Teilnahme an Prüfungen bzw. die Vergabe von Kreditpunkten - 10 Modulbeauftragter Prof. Dr. T. Tröster
8 Leichtbaugerechte Produktions- und Fertigungstechnik Nummer M104.6314 Workload 360 h Credits 12 Studiensemester 1.-4. Sem. Häufigkeit des Angebots Jedes Jahr Dauer 2 Semester 1 Lehrveranstaltungen LV-Nr. Lehrformen, Semester Kontaktzeit Selbststudium Fügen von Leichtbauwerkstoffen L.104.21220 V2 Ü1, WS 45 h 75 h Innovative Prozesse in der Fertigungstechnik L.104.24260 V2 Ü1, SS 45 h 75 h Mehrkomponententechnik L.104.41295 V2 Ü1, WS 45 h 75 h Gießereitechnik L.104.23260 V2 Ü1, SS 45 h 75 h Klebtechnische Fertigungsverfahren / Adhesive Bonding Technologies L.104.21240 V2 Ü1, SS 45 h 75 h Fertigungstechnische Prozessketten L.104.24240 V2 Ü1, SS 45 h 75 h Innovationslabor Fertigungstechnik L.104.24760 S4, WS/SS 45 h 75 h Das Modul besteht aus drei Veranstaltungen. Die erste Veranstaltung ist Pflicht, und es sind zwei weitere Veranstaltungen aus der obigen Liste zu wählen. 2 Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen Unter der treibenden Kraft der Thematik „Leichtbau mit Hybridsystemen“ ergeben sich immer neue fertigungstechnische Herausforderungen, welche die stetige Weiteren twicklung insbesondere der Produktions- und Fertigungstechnologien Fügen, Trennen, Ur- und Umformen sowie Beschichten erzwingt. Die in Wechselwirkung stehenden Fertigungsverfahren für Leichtbaustrukturen in Mischbauweise sowie Lösungsansätze aus einer gezi elten Gliederung der Fertigungsprozessketten sollen innerhalb dieses Modules vermittelt werden. Die Studierenden können den Leichtbaugedanken aus Sicht der Produktions- und Fertigungstechnik ergreifen und umsetzen. Sie kennen bewährte und innovative Verfa hren zur Herstellung von leichtbaugerechten Halbzeugen, Werkstücken und Baugruppen. Mit Hilfe der gelernten Übersichten sind die Studierenden in der Lage, neue Fertigungskonzepte durch die Ableitung und Übertragung geeigneter Mechanismen zu entwickeln. Das notwendige Knowhow zur werkstoff-, anwendungs- und bedarfsgerechten Integration in eine umgebende Gesamtstruktur erfahren sie u.a. durch die fügetechnischen Veranstaltungen. Dabei erhält der/die Studierende einen Überblick über die verschiedenen Fügeverfa hren zum Verbinden von Leichtbauwerkstoffen und ist in der Lage, diese unter definierten Einsatzgesichtspunkten auszuwählen, auszulegen und zu bewerten. 3 Inhalte Fügen von Leichtbauwerkstoffen: • Grundlagen Leichtbauwerkstoffe • Einsatzgesichtspunkte und Eigenschaftsprofile technischer Leichtbauwerkstoffe • Fügen von hochfesten Stahlblechen, Al-, Mg- bzw. Faserverbundwerkstoffen • Fügen der Werkstoffe im Materialmix • Konstruktive Auslegung und Gestaltung der Verbindungen • Eigenschaften der Verbindungen • Wirtschaftliche und technologische Einsatzgesichtspunkte für die verschiedenen Fügeverfahren • Anwendungsbeispiele Die Inhalte der weiteren Veranstaltungen sind in PAUL beschrieben. 4 Lehrformen Vorlesungen, Übungen, Seminare, Selbststudium 5 Gruppengröße Vorlesung: 20 – 50 TN, Übung: 20 – 50 TN, Praktikum / Seminar 10 – 15 TN
9 6 Verwendung des Moduls (in anderen Studiengängen) Master Maschinenbau, Master Wirtschaftsingenieurwesen Maschinenbau 7 Empfohlene Vorkenntnisse - 8 Prüfungsformen In der Prüfung sollen d ie Studierenden für exemplarische, fertigungstechnikbezogene Problemstellungen ihre Herangehensweise erläutern, geeignete Verfahren auswählen, entsprechende Abläufe und Mechanismen beschreiben sowie Zusammenhänge zwischen den werkstofflichen und produktions- bzw. fertigungstechnischen Anforderungen aufzeigen. Es finden d rei lehrveranstaltungsbezogene Prüfungen statt, die als Klausuren mit einem Umfang von 1,5 - 2 h oder mündliche Prüfungen mit einem Umfang von 30 – 45 Minuten abgehalten werden. Die jeweili ge Prüfungsform wird vom Prüfungsausschuss im Einvernehmen mit dem Prüfer festgelegt. Die Be kanntmachungen erfolgen in der Regel in den Veranstaltungskommentaren, bei Änderungen zu Beginn eines Semesters durch Aushang bei den Prüfenden, spätestens jedoch bis zum Ende der zweiten Vorlesungswoche. 9 Voraussetzungen für die Teilnahme an Prüfungen bzw. die Vergabe von Kreditpunkten - 10 Modulbeauftragter Prof. Dr. G. Meschut f) In Modul 4.3 „Bauteilzuverlässigkeit“ wird in Nummer 10 als Modulverantwortlicher „H. A. Richard“ durch „G. Kullmer“ ersetzt. g) Das Modul 4.6 „Entwurf mechatronischer System“ wird wie folgt geändert: Entwurf mechatronischer Systeme Nummer M.104.6340 Workload 360 h Credits 12 Studiensemester 1.-4. Sem. Häufigkeit des Angebots Jedes Jahr Dauer 2 Semester 1 Lehrveranstaltungen LV-Nr. Lehrformen, Semester Kontaktzeit Selbststudium Modellbildung und Simulation II L.104.52260 V2 Ü1, SS 45 h 75 h Modellbasierter Entwurf mechatronischer Systeme L.104.52221 V2 Ü1, WS 45 h 75 h Digitale Steuerungen und Regelungen L.104.52250 V2 Ü1, SS 45 h 75 h Echtzeitsimulation mit HiL-Praktikum L.104.52285 V2 P1, WS 45 h 75 h Hydraulische Systeme in der Mechatronik L.104.52240 V2 Ü1, WS 45 h 75 h Mehrkörperdynamik L.104.12220 V2 Ü1, WS 45 h 75 h Innovations- und Entwicklungsmanagement L.104.51210 V2 Ü1, WS 45 h 75 h Ergänzende mathematische Methoden der Regelungstechnik L.104.52290 V2 Ü1, SS 45 h 75 h Entwurf und Spezifikation von intelligenten technischen Systemen L.104.52245 V2 Ü1, WS 45 h 75 h Systems Engineering L.104.51270 V2 Ü1, WS (dt.)/ SS (engl.) 45 h 75 h Mechatronik-Fertigung L.104.52296 V2 Ü1, SS 45 h 75 h Das Modul besteht aus drei Veranstaltungen. Die erste Veranstaltung ist Pflicht, und es sind zwei weitere Veranstaltungen aus der obigen Liste zu wählen.
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