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Genossenschaftliche Erziehung als Grundlage zum Neubau des Volkstums und des Menschentums / Thesen nebst Einleitung von Paul Natorp

Natorp, Paul

Abstract

UB Digital. Genossenschaftliche Erziehung als Grundlage zum Neubau des Volkstums und des Menschentums / Thesen nebst Einleitung von Paul Natorp. Berlin : Springer, 1920

Full text

Uni e si ä sbiblio hek Pade bo n Genossenscha liche E ziehung als G undlage zum Neubau des Volks ums und des Menschen ums Na o p, Paul Be lin, 1920 u n:nbn:de:hbz:466:1-35829 p . 11 Genossenscha liche E ziehung als G undlage zum Neubau des Volks ums und des Menschen ums Thesen nebs Einlei ung on Paul Na o p Ve lag on Julius Sp inge ■Be lin ■1920 Genossenscha liche E ziehung als G undlage zum Neubau des Volks ums und des Menschen ums Thesen nebs Einlei ung on Paul Na o p Ve lag on Julius Sp inge • Be lin • 1920 Vo beme kung. Die nachs ehenden Thesen haben de Reichsschulkon¬ e enz, die in Be lin (11.—19. Juni 1920) ag e, als Be ich übe den inne en Ausbau de Einhei sschule o gelegen. Eine eingehende Beg ündung gib des Ve asse s Buch: „Sozialidealismus. Neue Rich linien soziale E ¬ ziehung" (Be lin, Julius Sp inge , 1920). Ein Sonde d uck de Thesen schien e wünsch , weil sie, in ih e G undsä z¬ lichkei , wei übe die K eise de Schulkon e enz hinaus, übe haup unabhängig on jede zu zei möglichen ö en ¬ lichen Be a ung und Beschluß assung, die Beach ung alle de e o de n dü en, die au die inne e E neue ung des Volks ums und des Menschen ums sinnen und ü sie zu a bei en en schlossen sind. Meine Au s ellungen we den nich jedem sogleich übe ¬ zeugend sein. Sie o de n ein g ündliches Umdenken, zu dem zwa die E ah ungen jedes Tages au o de n, abe noch imme nu wenige sich au zu a en scheinen. Die Einlei ung möch e dieses Umdenken e leich e n, indem sie einige Vo ¬ ausse zungen allgemeins e A , om G undsä zlichen das G undsä zlichs e, in eie e Weise en wickel . Das hie Ge¬ sag e wu de ähnlich in de Schulkon e enz gesp ochen und ha do wohl einige Au me ksamkei ge unden; es möch e on allen gehö we den, die übe die schwe e Ge ah , in de wi alle schweben, sich im kla en sind und nach Re ¬ ung ausblicken. Es is e ns , was ich zu sagen habe, und wi d, so e n ihm alle Bi e kei lieg , doch manchem nich munden. Um so no wendige is , daß es gesag wi d. Ma bu g, im Juni 1920. Paul Na o p. Einlei ung. 11 b yo, o de eignen Keimk a dessen, was zum Leben d äng . Es sei die umgekeh e Wel , mein e eine (den ich seh hochach e), wenn die Al en on den Jungen, die Jungen on den Jugendlichen, die on den Knaben, de Knabe om Kind, das Kind om Säugling, de Säugling om Emb yo le nen soll e, denn so sei es e s olge ich ig. Ich nehme das Wo au , ganz bis zu le z en Konsequenz. Genau so is es: die u lebendige Keimk a , die go sei dank nich umzu¬ b ingen is , sie allein kann uns e en, genau au die müssen wi zu ück, und in de Ta on ih le nen, das Einzige, das D inglichs e, was es ü die E ziehung zu le nen gib : die Unbe angenhei eien eigenen Wachsens. Ein Ha nack be¬ kann e sich zu de De ini ion de „Bildung", daß sie sei de „Weg zu Nai i ä ". Das weis uns zu ück au das ielleich ie s e Wo , das dem E ziehe gesag is : Daß wi we den müssen wie die Kinde , dann, nu dann we de das Himmel¬ eich unse sein. Kindlichkei , das is alles, was wi b auchen; die abe le nen wi , wenn wi noch zu le nen ähig sind, on dem, das sich wie keine sons da au e s eh : om Kinde. S a dessen hö e man es au de Kon e enz wie aus eindlichen Lage n schallen: Hie Theo ie, hie P axis! Wi haben hie nich Theo ie zu eiben, sonde n p ak ische F agen p ak isch zu lösen, sag en die Einen. Das komm mi o , wie wenn eine sag e: Ich will meinen A m üh en, abe nich meinen Kop . Als ob je de A m sich ande s üh e, als de Kop ihn sich üh en heiß ! Von de ande en Sei e abe wu de dann die Schule de Theo ie gegen, und na ü lich übe die de P axis ges ell . Das mu e mich an, als sp äche man on Schulen ü Menschen mi Köp en ohne Hände, und ande en ü solche mi Händen ohne Köp e. Kop und Hand, Theo ie und P axis gehö en doch wohl un enn¬ ba zusammen, muß das imme noch gesag we den? Abe auch was Kop und Hand, Hand und Kop e ein leis en, is zule z Maschinenwe k. Es behe sch die Mi el, die ganze Wel de Mi el, abe bes imm zule z nich den Zweck. Es be ei e den Boden, schä das We kzeug, um 12 Einlei ung. dem we denden P länzchen Lu und Lich in de ech en Weise zuzu üh en, abe zule z komm es au e was an, das beide auch e ein nich zuwege b ingen: au die Keimk a des Samens. De b auch eilich geeigne en Boden und b auch ielleich auch die Hil e des We kzeugs, um sich ge ade hie und je z au die gewünsch e Weise am eichs en und uch b ingends en zu en al en. Abe das alles be i nu die Mi el und die Mi el zu den Mi eln, es is und bleib mi elba , e mi elnd. Wi müssen on beiden zu¬ ück au den G und de allein schöp e ischen Unmi elba ¬ kei , ande s hil nich s. Da um bin ich gegen alle Übe ¬ ä igkei , die es am Ende doch nich „ u ". Nich un, son¬ de n sein, das is , wo au es ankomm . „Da, wo du bis , sei alles, imme kindlich, so bis du alles, bis unübe wind¬ lich." Das is , was wi om Kinde le nen müssen, und das Kind in uns selbs dazu e wecken, dann we den wi wiede ähig we den, das Kind zu lenken, wie es allein gelenk we den kann: kindlich. Solche Kinde , und sei's mi weißem Haa , leben noch un e uns, ich denke an einen besonde s 1), de mi ganz Pes alozzischem Wagemu , schon ein Siebzige , sich soeben üs e zu einem neuen P obe e such mi de so seh neuen, nämlich uneingesch änk kindlichen Bildungs weise des Kindes, und sich du ch keine noch so hohe Wah scheinlichkei des Mißlingens da in i emachen läß . Ich weiß abe , daß ge¬ ade in unse e Jugend diese D ang je z lebendig gewo den is in einem e s aunlichen G ade. Das ha e schon o dem K ieg begonnen, es is du ch seine u ch ba en Eind ücke und die noch e ns e en de nach olgenden Jah e noch seh ges eige wo den, es sp oß je z aus dem scheinba e ¬ do en Boden übe all he o . Ja, ech eigen lich aus dem Boden: „E de" lau e das Schlagwo . Es handel sich um Siedelungen, kleins en Maßs abes. Ich hö e on Zei zu Zei da on, denn da diese Jugend zu mi einiges Ve auen ha , *) Lange mann. Einlei ung. 13 so komm sie zu mi . Jedesmal wiede e g ei mich schon de Blick des Auges und gib mi die unmi elba e Gewi߬ hei : Hie is e was und „ u " nich nu . Und wenn ich dann hö e, wie man es ang ei , wie man de imme neuen Schwie igkei en meh und meh He wi d, o F agen, übe die wi uns am S udie isch die Köp e ze b achen, au die g ades e Weise gla lös , dann asse ich Ve auen: hie wi d e was, denn hie a bei en Kop und A m aus inne s em Ke n eine Wuchsk a , die ie e geg ünde is als beide. Das häng sich nich an die g oße Glocke, das wi b nich , „o ganisie " nich . Äuße e Ein ich ung und Ein ügung muß ja auch sein; auch das mach man, sowei es nö ig is . Die Behö den, im Siedlungswesen, wo sie es ech machen, haben es ehe on solchen gele n , o dem, als Assesso en u. dgl., wuß en sie es nich . Solche junge Siedle wissen dann auch ih e Umgebung, den Baue nscha en, sich e lich anzuglie¬ de n, sich zu e s ändigen, wohl ä ig au sie zu ückzuwi ken. Das sind Dinge, die wenig bekann sind, sie wollen es ga nich sein, sie scheuen die Ö en lichkei , die äppische Hand e allgemeine nde sich so nennende „O ganisa ion", die in Wah hei nu plumpe Mechanisie ung is . Es gehö zu den e ns es en Fo de ungen heu ige E ziehungspoli ik, daß man solche P obe e suche in keine Weise beeng ode ga un¬ möglich mach , ehe e mu ig . Seien sie noch so spä lich (es mögen heu e nich 1000, ielleich kaum 100 junge Men¬ schen diesen Weg mi au weisba em E olg schon be e en haben) — abe ich hal e sie as ü die einzige, jeden alls ü eine de siche s en Ho nungen ü die ge o de e gänz¬ liche Neug ündung de E ziehung, und mi ih de wi scha lichen, de s aa lichen O dnungen au dem allein ag ähigen G unde de Genossenscha scha ende A bei . Das ha noch mi unsäglichen Schwie igkei en zu ingen, as alles is ja dagegen e schwo en; um so meh beda es des siche en Schu zes, denn hie is za es es kei¬ mendes Leben — ein Emb yo de Zukun . Nahe lieg ja de Einwand, den man s e s wiede e - 14 Einlei ung. nimm : dazu gehö en ganz besonde e, sel ene Fähigkei en, dazu gehö — Genie! Ganz ech , das is Genie. Abe was heiß das eigen lich? Das is mi kü zlich seh deu lich gewo den an einem Manne, den ich als einen de ech es en Küns le in unse e an solche Ech hei a men Zei schä ze. Bei dem beklag en sich die Schüle , e mache es ihnen auch ga zu schwe , e e lange ja, daß sie ganz wiede on o n an angen sollen. „Ja, ang ih denn nich jeden Tag ganz wiede on o n an?" lau e e die ganz schlich e gegebene An wo . We es abe e ah en ha , wie diese Mann Tag um Tag in seine Kuns sich üb , wie e da buchs äblich s e s wiede om Elemen a s en beginn , om ein achen Au ¬ se zen des Finge s au die Tas e, um den einzelnen Ton ech zum Tönen zu b ingen, de e kenn , daß jene An wo nich bloß eine glückliche Eingebung des Augenblicks, sonde n de zusammenge aß e Ausd uck seine Lebensa bei und Küns le e ah ung wa . So s e s wiede ganz on o n an geüb , i dann ein solche Küns le abends au und spiel seinen Bee ho en ode was es sons sei, daß man sich an den Kop g ei und ag , wohe komm das, und mein , es könne nu eine A Eingebung on oben sein — und doch is es das E gebnis eines gewissenha s e s au s Ele¬ men a s e zu ückg ei enden S udiums; eines S udiums ei¬ lich, das alle noch so hochge iebene Technik, alles was In¬ elligenz und Wille e zwingen, schlech e dings un e o dne de einen Hingabe an den le z en, ein achs en G und, aus dem alles lebendig he o wachsen muß, wenn es ech sein soll. So e s ehe ich es, daß Bildung de Weg zu Nai i ä sei. Nich s als das is eben, was man „Genie" nenn . Das abe müß e doch jede können. Es gehö dazu nich s als, um das gu e deu sche Wo zu b auchen: Glauben. Ode heiße es E ns , de ückhal lose E ns des Kindes. So abe da man ge os glauben an das „Volk on Genies", wie eine gesag ha ; d. h. glauben an — den Glauben. Dami is de E ziehung de Weg gewiesen. Die ech en Pes alozziseelen, die es s e s gegeben ha und auch heu e Einlei ung. 15 nooh gib , e en das on selbs und bauen on diesem le z en G unde aus. Das ha sich bewäh an Schwach¬ sinnigen, an Fü so gezöglingen, an Ve b eche n, an I en. Ich lasse mich nich abb ingen on dem ein achen Schluß, das müsse doch wohl auch an den Gesunden möglich sein. Abe welche Weg üh denn dahin? wi d man, nun schon as ungeduldig, agen. — Ich meine, es sei schon ge¬ sag : einzig die Genossenscha unmi elba e A bei . Einzig au diesem G unde is on jehe gesunde E ziehung e wachsen, s e s Hand in Hand mi gesunde Wi scha , gesundem poli ischen Au bau. Nu au diesem Boden lös sich, ein ach und olls ändig, das schwe s e P oblem de E ¬ ziehung, wie de Wi scha und des S aa es: das P o¬ blem des Füh e ums. Ein Ve auens e häl nis des Füh¬ enden und Ge üh en, eiwillige Ge olgscha , e wächs allein aus de Unmi elba kei b üde lichen Zusammena bei ens. Ein Volk is nu , wo das is : on de Ge olgscha is das Volk benann . Man ede on Volksschule. O schon habe ich mich ge ag : Sind wi denn ein Volk? Sind wi es abe nich , wie könn en wi eine Schule haben, die wah ha die Schule des Volkes wä e! Es is o enba , sie kann heu e bes en alls nu sein die Schule zum Volk. Ode man ede on Einhei sschule. Wo abe — weiß Go — keine Einhei is , wie kann es da eine Einhei sschule geben, es sei denn, als Schule zu Einhei ! An de ehl es ja so on G und aus, daß sie nu eben ganz om G unde aus äglich neu gescha en we den kann. Diese G und abe , es is kein ande e als de de Genossenscha de A bei . Das se z eilich seh iel o aus. Es se z o aus den Abbau eines seh g oßen Teiles unse e Indus ie, unse es Handels und Ve keh s, unse e ganzen g oß- und indus ie¬ s äd ischen sich so nennenden „Kul u ", die wi heu e schwe e als je, bis zum kaum meh E äglichen emp inden als sch eiends e Unkul u . Nie ha sich das mi so au ¬ ged äng wie diesmal, wenn ich wiede du ch die S einwüs e pilge e, die sich Be lin nenn . Ich emp and: Ich könn e 16 Einlei ung. da nich leben, es wä e denn (wenn ich jünge wä e) als Fab ika bei e . Doch b auche ich da on e s zu eden? Sch eien nich die S eine? Abbauen! Abbauen! Abe dagegen empö sich alles. Man echne uns o : „Wi b auchen" — 50°/ 0 ode wie iel — Lohna bei e u.s. . Wi b auchen? We b auch ? — Die Gesellscha ! — Ho en ¬ lich eine Gesellscha , die die 50 (ode wie iel) P ozen Lohn¬ a bei e einschließ — wi klich daue nd als „Lohna bei e ", als —' P ole a ia ? Das is ein ü allemal dahin und kann und da nich wiede keh en, diese Beg i muß weg, da an hil uns nich s o bei. Es muß e möglich we den, und es is an sich du chaus möglich, die A bei , nich zu e hal en, abe au neuem Boden so zu g ünden, daß sie mi F euden, ih e selbs wegen, ge an wi d. Es gib keine noch so un¬ menschlich scheinende A bei , die nich an sich de Ve ¬ menschlichung ähig wä e. Die Fachleu e de Indus ie soll en nich s so e ns lich und g ündlich heu e s udie en, als wie das zu e eichen is . Man soll e P obe ab iken eigens dazu g ünden. Es genüg nich die Einsich zu schulen, daß z. B. die A bei gesellscha lich no wendig is ; ode nu den Willen zu üben, die Lus de Bewäl igung des Schwie igs en zu wecken und zu s ählen. Au den gesunden Rhy hmus des A bei ens komm es an, de abe ließ nu aus eine solchen Ges al ung des ganzen Lebens de Zusammen¬ a bei enden, in das die A bei sich, ö de nd ü den A ¬ bei enden selbs , na ü lich ein üg . Eine A bei , die dessen du chaus un ähig wä e, da es ga nich geben, ode sie müß e als ein Op e angesehen we den, das nu eiwillig geb ach wi d, nich um klingenden Lohn und äuße e Ge¬ nießungen, sonde n um die Ach ung o sich selbs und den Dank de e , ü die sie ge an wi d, so wie die Op e a des F eiwilligen im Feld. Wo nich B üde scha inne lich ge¬ g ünde is , die auch solches Op e s we und da um ähig is , da da es nich sein. Es da eine sich op e n, abe keine geop e we den. Abe wie himmelwei sind wi da on heu e en e n ! Einlei ung. 17 Unendlich iel wä e da übe zu sagen. Es bleibe un¬ gesag , denn es bleib wi klich ungesag dem, de es sich nich selbs sag . Es sag es sich selbs abe nu — höchs e Geis . Geis und A bei , A bei und Geis (au diesen Keh ¬ eim muß ich imme zu ückkommen), die zwei müssen sich zusammen inden, ande s is kein Heil. Es gib in de Ta keine A bei , die nich an sich geis ig, also de Ve geis igung ähig — und keinen Geis , de so geis ig wä e, daß e nich s e s sich, An äus gleich, zu s ä ken nö ig hä e aus dem ge¬ sunden E dg unde de unmi elba en A bei . Hie scheuen nun iele zu ück o dem Gespens eines einsei igen „Realismus". Wo bleib das „Ideale", wo die eigen lich „humane" Kul u , die obe halb all de ohen Ma e iali ä de äuße en A bei schweb ? Wo bleib unse e .hochen wickel e sp achliche, unse e his o ische Bildung, wo Kuns , wo Religion? Sei denn ein ku zes Wo auch da übe nich gespa . Nich o Übe schä zung diese Bildungss ücke is zu wa nen, sie können ga nich übe schä z we den. Was zue s die Sp ache be i , so eile ich ganz und ga nich die Au ¬ assung, die manche heu e e ech en, als sei sie nich s als ein Appa a zu äuße en Übe agung on eine zu ande en S elle, e was wie elek ische Lei ung, Funksp uch, mi einem Wo , Appa a . Dazu wi d sie eilich unen inn¬ ba , wenn un e eine allgemeinen Schwächung des Lebens, wie de , un e de heu e alles da niede lieg , eben auch sie de u sp ünglichen Lebenswä me so gu wie ganz e lus ig geh . Abe das muß nich sein und da , wenn es leide je z so is , nich so bleiben. Aussp ache, E ö nung, Selbs ¬ da s ellung, was kann es Inne liche es, Unmi elba e es geben? Diese Unmi elba kei de E schließung on Seele zu Seele, die müssen wi wiede gewinnen. Sie kann abe nu wiede ¬ gewonnen we den aus de lebendigen Zusammena bei . Da sp ich alles, da sp ich auch das Schweigen. An Mu e und Säugling le n sich e s ehen, was Sp ache is und e ¬ mag. Sp ache is ja nich allein de Lu hauch, den die Na o p, Genossenscha liche E ziehung. 2 18 Einlei ung. S imme he o u . Sie is nich e schöp in dem, was ü G amma ik und Wö e buch e aßlich is . Zu Sp ache ge¬ hö de ganze Rhy hmus, in dem Seele und Seele im Gegen¬ einande schwingen und aus de Zweihei , in die sie aus Ein¬ hei sg und sich gespal en haben, zum Einhei sg und wiede Zusammengehn. Das Kind im ühs en Al e is de bes e Leh meis e de Sp achkunde, weil es im lebendigen Sp ach¬ scha en noch mi en inne s eh , das dagegen au wei e e S u e, je höhe hinau , des o meh , zu e lahmen p leg . Jugend beg ei das, jede ech e Küns le beg ei es und jubel au , wenn nu dies Thema einmal ange üh wi d, denn e emp¬ inde so o , was wi Kuns nennen, is ja ga nich s and es als die ungehemm e En al ung diese ech en, unmi elba en Seelensp ache. Will sie e was and es sein, so wi d sie so o Küns elei. Die Al en kann en ga nich das, was uns „Kuns " heiß . Techne, A s, besag ganz e was and es: He scha übe die Mi el. Was wi „Kuns " nennen, is nich s als das Ringen zu ück nach e was, das sie unmi elba und selbs e s ändlich ha en. Uns wi d e s Kuns , was ihnen Na u wa . So ha en die Al en auch keine „Geschich e" in unse m Sinne, die dagegen uns zu uns e E ziehung unen ¬ beh lich is . Ich e s ehe abe Geschich e nich als Ein¬ sa gung, sonde n als Wiede e weckung dessen zum Leben in uns, was ewiges Leben in sich äg und nu da um we und ähig is uns wiede lebendig zu we den. Es is auch Sp ache; Sp ache übe die Jah ausende hinweg. Nich nu die Sonne Home s lächel , seine Menschen leben und eden noch uns, ode es hä e keinen Sinn uns mi ihnen zu be¬ schä igen. De Rückgang au den U g und de Unmi el¬ ba kei , au den E dg und, o de auch das Zu ückg ei en au alles was je unmi elba , u sp ünglich aus dem gleichen G unde he o gesp ossen is , daß wi uns da an e holen und die F eude am eignen Wachsen s ä ken. Auch das is S ä kung de Gemeinscha des Wachs ums, de „Bildung", aus dem gemeinsamen G unde de „Nai i ä ". Lassen Sie mich endlich noch an das Le z e üh en, an Einlei ung. 19 das Le z le z e: Religion. Nun, wo das is , das ich soeben, nich da geleg , abe ielleich ein wenig ühlen gemach habe, da is Religion. Da is O enba ung, is E lösung, is Schöp ung, is Go eskindscha , is alles. Abe we das ha , de mag da on nich Wo e machen, es will geleb sein und nich — man e zeihe das ha e Wo — gepauk . Es leb , am ie s en ielleich , im Schweigen. F ag die Quäke . Auch das abe ließ na ü lich aus jenem U g und de Un¬ mi elba kei , au den alles hie Gesag e nu zu ück üh en woll e. Ich sp ach on Eh u ch : Eh u ch o de A bei und dem A bei e , Eh u ch o de Jugend, o dem Chaos, o dem Emb yo. Man ha da au e wide : Liebe, ja; abe Eh u ch , das sei zu iel e lang . Muß ich also e s Goe he e eidigen, on dessen „d ei Eh u ch en" doch eine die is o dem, was un e uns is ? „Eh u ch ", ein Wo uns e Sp ache, dem, so iel ich weiß, keine and e ein gleiches zu Sei e zu s ellen ha . Es weis in unübe bie ba e Inhal s¬ ülle hin au die schließliche Koinzidenz des Le z en in de Höhe, dem die Eh e gebüh , und des Le z en in de Tie e, das lediglich zu ü ch en wä e, dü en wi nich gewiß sein, auch es s amm aus de Höhe und s eb zu ih zu ück. In de Mi e zwischen beiden lieg die Liebe, die sich nich un e - noch übe -, sonde n gleicho dne . So bleib sie gewiß im Rech , abe nich au Kos en de Eh u ch . Wenn wi so in liebende Eh u ch , eh ü ch ige Liebe wi ken, dann wi ken wi ech und wi d dem Wi ken de E olg nich ehlen. 2* „Einhei sschule". Ih e Au gabe und de en Lösba kei . 27 lieh sein du ch das genaue Zusammenwi ken eines wissen¬ scha lich s eng du chgea bei e en Au bauplanes mi einem s a ken und einmü igen Einsa z alle K ä e unmi elba e A bei sleis ung, de o allem den gu en Willen, abe auch ein nich ge inges Maß on Einsich alle Zusammena bei¬ enden o ausse z . Diese gu e Wille abe und diese Ein¬ sich wi d nu dann zu e zielen sein, wenn jede Be eilig e sich allgemein übe zeugen kann und in de Aus üh ung au Sch i und T i die E ah ung mach , daß e selbs dabei eine inne e Be eiche ung und Lebens eude gewinn , wie nie zu o , und zum e s enmal seines Menschseins bei de A bei und aus ih he aus oh we den kann. Da au is also mi jedem auglichen Mi el hinzua bei en. Das allein dazu aug¬ liche Mi el is abe de enge pe sönliche Zusammenschluß ein und gleich gesinn e Genossen zu solchem Neuau bau zunächs in engs en K eisen, wozu o allem wissenscha ¬ lich genügend geschul e K ä e, in e s e Linie S udie ende .und S udie e, sich be ei inden müssen. E ah ung leh , daß es an diese Be ei scha on ih e Sei e ebensowenig mangel , wie an dem en gegenkommenden Willen in den Bes en de A bei e scha . Wä e ein k a olle An ang e s einmal gemach , so wü de e du ch den unausbleib¬ lichen güns igen E olg on selbs wei e wi ken und so nach und nach den olls ändigen Umbau de ganzen Wi ¬ scha nich nu möglich machen, sonde n zwingend he bei¬ üh en. 6. Poli ische Au bau. So gewiß abe die soziale E ¬ ziehung sich nu on un en au , du ch unmi elba e pe sön¬ liche Zusammena bei ech ges al en kann, beda sie, eben dami diese in nö ige Allgemeinhei e eich wi d, eine einsich igen und de Du chse zung ih e Absich en siche en s aa lichen Lenkung und Übe wachung. Diese se z abe einen in sich gesunden Au bau auch de poli ischen O d¬ nungen de Gesellscha o aus. Den da geleg en G und¬ sä zen gemäß müß e sich de s aa liche Au bau in den ol¬ genden d ei S u en ollziehen. 28 Thesen. Es muß e s ens ein du chaus sou e äne Zen al a das Ganze des Gemeinlebens, sowohl nach seinen wi scha lichen Un e lagen wie nach seine inne en, seelisch-geis igen Ge¬ s al ung, wie auch de dieses beides (gleichsam Leib und Seele des sozialen Kö pe s) mi einande e mi elnden und in es e Wechselbeziehung e hal enden ech lich-poli ischen Fo mung in siche e Hand haben und als sein eigen liche Schöp e und König in de Weise nich bloß u sp ünglich, sonde n imme neu und neu ges al en, daß e , selbs ohne unmi elba gese zgebende ode aus üh ende Gewal , doch au beide den en scheidenden Ein luß üb , indem kein au i gend eine diese d ei wesen lichen sozialen Funk ionen be¬ zügliches Gese z ode eing ei ende e neue Ve wal ungsma߬ nahme ohne seine Vo be a ung und sachkundigs e Du ch¬ a bei ung e gehen da . Es muß zwei ens eine eigene poli ische, d. i. gese z¬ gebende und aus üh ende Behö de bes ehen, welche allein übe die zu e lassenden Gese ze und Ve wal ungsmaßnahmen. Beschluß aß und ü ih e Ein- und Du ch üh ung die Ve ¬ an wo ung äg . Es muß d i ens das unmi elba e A bei sleben de Ge¬ meinscha inne halb de so gegebenen, abe s e s nu all¬ gemeinen Anweisungen in de eies en möglichen Einzelaus¬ üh ung sich in üb igens nich besch änk e Selbs ändigkei en al en können. Die lebendige K a diese d ei sozialen A bei en und de lebendige G und ih es Zusammenschlusses zu innigs en Einhei lieg an sich in jedem Einzelnen. Alle d ei sind schon in de Unmi elba kei des A bei slebens de Idee nach s e s mi einande wi ksam und in ih lebendig eins. In de Mi elba kei de A bei sano dnung (2) e en sie zwa schä e auseinande , um abe in de neuen Un¬ mi elba kei de geis igen Füh ung (1) sich wiede zu Ein¬ hei des scha enden G undes zu ückzu inden. Da um können und müssen an allen d ei O ganisa ionen (de unmi elba en A bei , de ech lich-poli ischen A bei s egelung und de gei¬ s igen Füh ung) g undsä zlich alle eil haben, jede abe o - Inne e Ausbau de Einhei sschule. 29 wal end, be u smäßig, an eine de d ei und einem be¬ s imm en Teile diese einen, nu mi bes immend, du ch Ve ¬ e e wahl, an de ganzen und an allen d eien, nach keine ande en Maßgabe als de de in de Ausübung selbs sich beweisenden Fähigkei . No mal wi d ein jede im he an¬ ei enden Al e seine Zei und K a ganz dem unmi el¬ ba en Wi ken zu widmen haben, mi zunehmende Rei ung am Ano dnen und En al en, im Al e de Vollendung am Füh en und Ra en, je nach dem Maße und de A seine bewiesenen Be ähigung, eilnehmen. Alle Rede on Un e - und Übe we igkei , niede e und höhe e A de A bei , also auch (quali a i ) niede e und höhe e Begabung und Bildung wü de dami ih en Sinn e lie en. Alle A bei is gleich no und ech , wo sie eben no is und ech e ¬ ich e wi d. Die Auswahl de Be ehlenden und de geis ig Füh enden aus den unmi elba A bei enden, sons das schwe s e poli ische P oblem, wü de sich un e unse en Vo ¬ ausse zungen leich und gla ollziehen, weil ü jeden die Aussich bes ände, bei zulängliche Leis ung zu lei ende S ellung da, wo e ü sie und sie ü ihn aug , in na ü ¬ lichem Au s ieg zu gelangen. De leidige S ei um Eh en- und Rangs ellung wü de ebenso e schwinden, wie bei ge¬ ech e Aus eilung de A bei en und des A bei se ags de Habgie de Einzelnen du ch den Weg all alle An eize wie alle Gelegenhei en zu Übe o eilung de Boden weg¬ gezogen wä e. III. Inne e Ausbau de Einhei sschule. 1. Die Bildung de ühen Kindhei . De (in I, 3 ge¬ o de e) Anschauungsg und de Bildung is zu legen in eine solchen E ziehung de ühen Kindhei , welche dahin s eb , das Kind in de ihm na ü lichen, öllig unbe angenen, nai en Hal ung zu seine Umgebung und zum eigenen Selbs ehe es zuhal en als da aus he auszu eißen; es zu e hal en in de einen Unmi elba kei gegenwä igs e Au nahme und Gegen- 30 Thesen. Wi kung und dami zugleich ollen Lebendigkei des Ge ühls ih es unge enn en Einsseins. In de as unausgese z en Übung de Sinne (namen lich des Auges) und de Hand, und de bes ändigen Beglei ung beide mi du chaus konk e em (d. h. nie dem Gegens ande sich äuße lich gegenübe s ellendem, sonde n ganz in ihn eingesenk em) Denken und Wollen, wol¬ lendem Denken, denkendem Wollen, g ünde und s ä k sich unablässig und in gleich e üll e Gegenwä igkei die Fas¬ sungsk a des Ve s andes, die Wi kensk a des Willens, die Scha ensk a de Phan asie, und, diese alle du chd ingend und du chglühend, die Ve senkungs- und Ve inne lichungs- k a des Ge ühls, wie sie ganz ungeschwäch as nu diesem Al e eigen is . Realkenn nis und Realhandlungs ähigkei en al e sich so in einem siche en, na ü lichen Rhy hmus diese K ä e alle in ih em unge enn en Zusammenwi ken. Solche Rhy hmisie ung und Ha monisie ung, in de das ganze kindliche Leben wie in eischwingendem Melos („Spiel") sich hinleb , is eilich heu e, du ch die a ge äuße e Ve ¬ enkung und inne e K ankhei unse es ganzen Lebens, zu e was Sel enem, as Unmöglichem gewo den, und es wä e übe haup keine Ho nung sie je wiede he zus ellen, wä e sie nich an sich dem Kinde na ü lich und wä e nich eben da um auch dem in noch so ungesunde Umgebung Au ge¬ wachsenen doch die Ahnung da on und die Sehnsuch dahin imme noch lebendig. Sie kann bei einmal geweck em Ve ¬ s ändnis und edlichem Willen seh wohl in uns wiede zum Leben geweck we den, so daß wi zu eine Lei ung des Kindes, die ihm eben seine Kindhei zu e hal en bes eb is , wiede auglich we den. Jeden alls sollen wi wissen, daß dies die Au gabe is , daß ohne diese Vo bedingung keine menschenwü dige E ziehung je wiede möglich sein wi d. Sie o de abe ein seh e ns es S udium in s enge , selbs e ¬ leugnende eigene Übung, die nich ande s als im unmi el¬ ba en Zusammenleben mi dem Kinde gewonnen, in bes än¬ dige Selbs be ich igung ge es ig und zu e o de lichen Höhe en wickel we den kann. Inne e Ausbau de Einhei sschule. 31 2. Familie und Kinde ga en. Die na ü liche S ä e eine solchen E ziehung de ühen Kindhei , no mal bis zum 6. Jah e, is die Familie. Da abe diese as nu im Aus¬ nahme all noch in solche K a bes eh , daß sie, zumal un e den heu igen E schwe ungen, diese hohen Fo de ung noch so wie ehedem genügen könn e, so komm es da au an, nich einen gleichwe igen E sa z da ü zu scha en, denn sie is une se zlich, abe zu ih e E neue ung und S ä kung die e o de lichen äuße en Hil en zu bie en. Die einzige b auch¬ ba e Hil e dazu is de Kinde ga en. Diese müß e abe , sowei das i gend un e den gegebenen Ums änden e eich¬ ba is , in den Do scha en, in den A bei e ie eln de Indus ies äd e, übe haup in allen Lebensk eisen, und zwa in Anlehnung an bes ehende ode zu scha ende Be u s e ¬ einigungen, sich an G uppen wi scha lich enge e bundene Familen so anschließen, daß alle ü diese Au gabe aug¬ lichen und e ügba en K ä e de Familien selbs an diese be eilig we den, so de Sinn und die Übung de gedach en E ziehungsweise in die Familie selbs zu ück ließ und da¬ mi die küns liche Hil e des Kinde ga ens mi de Zei meh und meh wiede en beh lich wi d. Ande s abe als in de amiliena igen Gemeinscha eines ollen, besonde s auch au Gemeinscha de wi scha lichen A bei ges ü z en Zu¬ sammenlebens is eine gesunde Bildung des ühen Al e s nich möglich. Denn sie e o de eben die Gemeinscha des ollen unmi elba en Lebens, die Gemeinscha de A bei wie de Ruhe, des eien Spiels und de Feie . In diesem allen muß die E ziehung un e wand ge ich e sein und bleiben nich au asche Empo eibung de K ä e, die de E wachsene b auch , sonde n au die E hal ung des Segens de Kindhei , solange e i gend e hal en bleiben kann. Die K ä e, welche die Au gaben des spä e en Al e s o de n, e wachsen dami on selbs , da das Kind, ge ade je kindliche es seine K ä e en wickeln da , um so k a olle in seine ganze Umgebung und dami eben in die Au gaben des ei e en Al e s, on denen es allen halben umgeben is und mi denen es o 82 Thesen. und o in lebendigs e Wechselbeziehung s eh , hinein¬ wachsen wi d. Geling es auch nu in eine einzigen Gene¬ a ion eine solche E ziehung de ühen Kindhei in ge¬ nügendem Um ang wiede zu e wecken, so wi d das nächs e Geschlech die Au gabe schon seh iel leich e inden, weil dann iel meh e e sein we den, die den Segen solche E ¬ ziehung an sich selbs e ah en haben und da um willens und ims ande sein we den, sie an dem he au wachsenden neuen Geschlech zu üben und wiede um ihm die Fähigkei dazu zu übe mi eln. Man da eilich nich da an denken eine solche E ziehung de Kindhei on heu e au mo gen du ch gese zgebe ische ode Ve wal ungsmaß egeln allgemein ein üh en zu wollen, muß abe um so meh jede sich bie ende Gelegenhei e g ei en, sie in eiwilligen P obe e suchen aus¬ s udie en und die nö igen E ah ungen da übe sammeln zu lassen. An Willen und Fähigkei dazu ehl es in dem jünge en Geschlech nich . Es beda abe , wenn da aus e was Fö de ¬ liches en s ehen soll, d ingend de äuße en Hil en und Mög¬ lichkei en. Solche zu scha en, wä e heu e eine de d ing¬ lichs en Au gaben unse e Kul u poli ik. 3. Sp ache und Zeichen. In solche Gemeinscha un¬ mi elba e E ziehung bilde sich im kindlichen Geis e mi de Sachwel zugleich und als de en Wiede spiegelung eine zwei e, die Sp achwel , die sich als s e s lebendig bleibende Schöp ung in na ü lichem K eislau aus de A bei he aus- und in sie wiede hineinbilde , ganz on ih du chd ungen wi d und wiede um sie du chd ing . Alles komm hie da au an, daß sich das Zeichen nie om Bezeichne en lös und zu o e Dinglichkei e hä e . Das wi d nu dann e mieden, wenn Sp ache und Sache nich bloß (wie e wa nach Comenius Fo de ung) s e s s eng pa allel gehen (was scheinba s a e, es bleibende O dnungen beide o ausse z ), sonde n in leben¬ dige Beweglichkei imme innigs eins sind und bleiben. In de Rich ung de Emp änglichkei (Rezep i i ä ) e gib sich da aus anschauende E kenn nis, d. h. meh und meh sich egelnde und ges al ende inne e Da s ellung dessen was is Inne e Auabau de Einhei sschule. 39 und o geh . In de Gegen ich ung de eigenen Rückwi kung (Spon anei ä ) en al e sich in gleiche Weise das übe den u sp ünglich blinden Be ä igungsd ang sich e hebende eigen ¬ liche Wollen, das sich ebenso zu egeln und zu ges al en s eb , die siche e Rich ungnahme au das, was sein soll ode he o gehen soll. Alles komm abe au diese S u e da au an, daß dieses beides nich in E s a ung äll und eben da¬ mi un e sich de u sp ünglich so innigen Einhei e lus ig geh . Diese Ge ah is dann am g öß en, wenn zwischen beiden die A empause (I, 4) aus äll , die selbs in de Sp ache, wo diese nich den Cha ak e de U sp ünglichkei ganz e lo en ha , sich übe all wohl e s ändlich aussp ich . Denn es sp ich in ih auch de Rhy hmus, die schwingende Ha monie des Ton alls, de Akzen , es sp ich auch die Pause, und in diesem allen das „Ge ühl", welches dann in de eigenen Ge ühls¬ sp ache des Gesangs und Tonspiels sich besonde s en wickel . Dies alles, und zwa nich jedes als einzelnes, sonde n in ungelös em Ve ein, will sich aussp echen, sp ich sich in de Lebendigkei des Zusammenlebens ganz unwillkü lich, as unablässig aus und scha einen wechselsei igen Aus ausch, du ch den die Gemeinscha selbs sich o und o lebendig e häl und sich in wachsende in ensi e K a zugleich ex¬ ensi wei e und wei e auszub ei en ähig wi d. Da aus en wickel sich au wei e e S u e ganz on selbs auch das Bedü nis de Sch i und sons ige ü das gesp ochene Wo s ell e e enden Bezeichnung. Solche S ell e e ung da abe ja nich e üh we den. Alles komm ielmeh da au an, die Sp ache une schü e lich es beim Sachgehal des Aus¬ gesp ochenen zu e hal en. Eine übe aus wich ige Hil e dazu bie e on einem ühen S adium de En wicklung an das plas ische und zeichne ische Nachbilden, welches selbs die u sp ünglichs e, unmi elba s e, dahe ge ade dem Kindesal e nächs liegende A des übe das lüch ige Wo hinaus eichen¬ den Ausd ucks und mi eilenden Aus ausches is . Dies is dahe im Kinde zu p legen, nich bloß de o enba g oßen Vo eile wegen, die es de e ne en Ausbildung des heo e isch- Na o p, Genossenscha liche E ziehung. 3 84 Thesen. echnischen wie auch des ä igen und des ei-küns le ischen Ve mögens bie e , sonde n ganz unmi elba als ein dem Kinde selbs na ü liches, zu gesunden En wicklung und zum ollen Genuß seines kindlichen Daseins une läßliches Näh mi el seines Geis es und Gemü es. Noch besonde e Wich igkei ha dieses Elemen de ühes en Bildung du ch die es e Beziehung de E kenn nis au die äumliche und auch zei ¬ liche O dnung de Dinge und Vo gänge, welche zugleich de Ak i i ä den siche en Bezug und dami die Kla hei und Reinhei de En schließung mi eil , on de auch die Wi ¬ kensk a des Willens wesen lich mi beding is . Vollends die sons leich ins Unbes imm e schwei ende Phan asie des Kindes gelang so allein zu eine Gewöhnung in siche es Ges al en, die sich dann dem Küns le ischen meh und meh nähe n wi d. Abe auch die Ge ühlsk a des Kindes beda ge ade in ih e inne lichen S ä ke um so meh des Hal es an de Ges al . Diese ha zwa hie nu die Bedeu ung des Symbols, denn sie be uh au einem „Gedenken", welches zu dem le z en inne en G unde de Seele s e s nu on i gendeinem (ihm gegenübe ) Äuße en den Weg suchen kann, und, um bei diesem Suchen nich zu e i en, die S a ionen des Weges es im Sinn behal en muß. Daß die Heiligung de A bei in de Gemeinscha , ih e nich bloß in ellek uelle und e hische, sonde n auch küns le ische und eligiöse Du chd ingung an de hie geschilde en zweieinigen En al ung de Sach- und Sp achwel des ühen Kindesal e s wesen lich häng , e gib sich aus allem Gesag en. 4. Schulbildung. Au eine zwei en S u e de Bildung muß dagegen eine gewisse Scheidung nach den Haup ich¬ ungen de En wicklung pla zg ei en. Sie da es, wenn au de e s en S u e de Einhei sg und de Bildung so siche geleg is , daß seine E schü e ung, bei ech e Ges al ung des wei e en Bildungsganges, nich meh -zu beso gen is . Bedingend da ü is , auße de ü uns je z selbs e s änd¬ lichen Fo daue de Gemeinscha de Bildungsa bei , de bes ändige Ausgang on unmi elba e Anschauung und die Inne e Ausbau de Einhei sschule. 35 s e e Wiede zu ückwendung zu ih . Eben dazu beda es ü eine bes imm beg enz e mi le e S u e de eigenen O ¬ ganisa ions o m de Schule. Ih e Eigen ümlichkei bes eh in de ielsei igen En al ung de Bildungsa bei nach ih en möglichen Rich ungen in eichs e Ve zweigung, bei de abe de Einhei szusammenhang diese Rich ungen in keinem Augenblick geschwäch we den da , ielmeh nu um so s enge be on we den muß. Dies e o de eine planmäßige Füh ung diese ganzen, ielsei ig gegliede en Bildungsa bei , die eben dahin zu s eben ha , daß de mi de zunehmenden Di e enzie ung wachsenden Ge ah des Auseinande allens du ch gleichzei ig wachsende Konzen a ion en gegengewi k wi d. Fü die E hal ung des Gleichgewich s zwischen Aus¬ b ei ung und Konzen a ion zu so gen is die Sache de Füh enden, die dazu du ch ebenso ie geg ünde e E kenn ¬ nis wie Willensene gie ausge üs e sein und auch ü die küns le ische und eligiöse Ausges al ung de Bildung leben¬ diges Ve s ändnis mi b ingen müssen. Wi echnen ü diese zwei e S u e de Bildung eine Pe iode on 12 Jah en, no mal om 6.—18. Lebensjah , die sich in zwei je 6jäh ige Un e ¬ s u en ze leg . Fü die e s e e da die Di e enzie ung sich nu e s au die g oßen Haup ich ungen de Bildung e ¬ s ecken, wobei die Gemeinsamkei des ganzen E ziehungs¬ we ks noch so iel wie i gend möglich gewah bleiben muß; wäh end in de zwei en die Sonde en wicklung je nach eine de Haup ich ungen auch gesonde e Schulwege e o de . Diese Spal ung da keines alls o dem 12. Lebensjah e e ¬ olgen, weil ühe die o wiegende Begabungs ich ung eines jeden kaum je, mi hin eichende Siche hei e kann we den kann, daß die En scheidung übe den ganzen kün igen Schul- und Lebensweg da au gebau we den dü e. Du ch die Gemeinsamkei des Un e baues wi d zugleich e eich , daß auch nach einge e ene Spal ung de Übe i in eine ande e Schula (bei e wa nach äglich he o ge e ene be¬ sonde e Begabung nach ande e Rich ung) ehe möglich bleib . Allgemein muß bei de äuße en Scheidung de Schul- 3* 3Ii Thesen. wege die inne e Einhei de Bildung s e s so wei gewah bleiben, daß die noch so iel e zweig e A bei de säm ¬ lichen pa allelen Schulen nich au hö ein o ganisches Ganzes auszumachen. 5. Realis ische und humanis ische Bildung. Die G und¬ ich ungen, nach denen, jenachdem die eine ode die ande e on ihnen o ans eh (doch ohne daß da um eine de ande n ganz aus allen dü e), die Di e enzie ung de Bildung so¬ wohl inne halb de gemeinsamen G undschule als besonde s in de dann olgenden Scheidung sich zu ollziehen ha . sind zuobe s : die sachwissenscha liche ( ealis ische) und die an die Sp achbildung sich besonde s eng anschließende geis eswissenscha liche (humanis ische) Bildung. Inne halb jede on beiden scheide sich wiede die o wal ende Rich¬ ung au die unmi elba am S o zu übende A bei und die au die wissenscha lich- echnische Lei ung und eie Wei e en wicklung diese A bei abzielende. Die unmi el¬ ba e A bei au de humanis ischen Sei e is o zugsweise die de E hal ung und Ube lie e ung des gegebenen geis igen Gu es du ch Leh e und E ziehung zumal au de en un e en S u en. Dazu gehö abe auch die ganze meh ep oduk i und mi eilend ge ich e e A bei des Sch i ums, de Küns e und de Religionsp lege. Die G enzen gegen die neuschöp e¬ ische A bei sind dabei na ü lich ließende; schon aus diese Rücksich da on eine unübe b ückba en Scheidung zwi¬ schen niede em und höhe em Bildungsgange nich die Rede sein. 6. Die ealis ische Bildung. Die in olle Wei e e ¬ s andene ealis ische Bildung e wächs au dem G unde de schon au de S u e de Kindhei aus de Unmi elba kei de Anschauung und de au das S o liche de Umwel ge¬ ich e en A bei gesohöp en E kenn nis eben diese Umwel . Die A bei an de Na u nimm au diese zwei en S u e meh und meh die Fo m de in wei e Ve zweigung plan¬ mäßig au Bewäl igung ganze zusammenhängende Au ¬ gabenbe eiche ge ich e en Technik an. Von diese muß abe Ve lag on Julius Sp inge in Be lin W 9 Im F ühjah 1920 e schien: Sozial-Idealismus Neue Rich linien soziale E ziehung Von Paul Na o p P eis M. 12,— Die Sch i lie e zu des Ve asse s „Sozialpädagogik" die E gänzung, welche du ch den ie g ei enden Wandel de ganzen äuße en und inne en Lage unse es Volkes und die K ise de abendländischen Kul u übe ¬ haup ge o de wa . Sie behandel nich die Volkse ziehung im gemeinen Sinne eine i gendwie gea e en und ausgedehn en Be eiligung de b ei en Volksmassen an dem geis igen Besi z de Höhe - und Höchs gebilde en; sonde n, on de Übe zeugung gelei e , daß die menschliche Bildung in allen Höhen und Tie en zule z ein un eilba es Ganzes ausmach , üh sie diese menschliche Bildung zu ück au den Einhei sg und alles Geis i¬ gen, de eine sich au alle e s eckende und sie inne lich einende, das is soziale E ziehung, übe haup nu zu eine sinn ollenAu gabe mach . .. Psychologie de Wel anschauungen, on Ka l Jaspe », a. o. P o esso an de Uni e si ä Heidelbe g. 1919. P eis M. 22.—.*) Leh buch de Geschich sphilosophie, on D . Geo g Mehlis, P o esso an de Uni e si ä F eibu g i. B . 1915. P eis M. 20.— ; gebunden M. 23,—.*) Deu sche Philosophie. Ein Lesebuch. He ausgegeben on D . Paul P zygodda. Zwei e Band. (Von J. G. Fich e bis E. . Ha mann.) 1916. P eis M. 8.^; gebunden M. 10,60.*) *) Hie zu Teue ungszuschläge Ve lag on Julius Sp inge in Be lin W9 Au sä ze ZU deu schen Re olu ion. Von Hans on Heu ig. 1919. P eis M. 2,60.*) S a ech Ulld Auslese. Eine Anwendung des Kausalgese zes au den ech b echenden Menschen. Von D . Hans on Heu ig. Mi 14 g aphischen Da s ellungen. 1914. P eis M. 6,—.*) Ühe psychologische Be u s -Eignungsp ü ungen ü Ve keh sbe u e. Eine Begu ach ung ih es heo e ischen und p ak ischen We es e läu e du ch eine Un e suchung on S aßen- bahn üh em. Von D . phil. e med. Alex Schackwi z, Assis en am Ins i u ü ge ich liche Medizin de Uni e si ä Kiel. Mi eine Abbildung. 1920. P eis M. 38,—. Die Expe imen alpsychologie im Diens e des Wi ¬ scha slehens. Von P i a dozen D . Wal he Moede. Zwei e, e besse e Au lage mi E wei e ung du ch Teil II: Ra ionalisie¬ ung de A bei s-, Anle n- und Absa z e ah en. In Vo be ei ung. DaS neue A hei S ech Sys ema ische Ein üh ung on P o . D . jn . Wal e Kaskel. 1920. P eis M. 32,— ; gebunden M. 39.60. Wahl und Au gaben de Be iebs ä e, de A bei e ä e und de Anges ell en ä e sowie de Be iebsobleu e. Gemein e s änd¬ liche E läu e ung des Be iebs ä egese zes und seine Wahlo dnimg. Von D . He mann Schulz, Geheime Regie ungs a . Zwei e, e besse e und e wei e e Au lage. 1920. P eis M. 11,—. :) Hie zu Teue ungszuschläge ^ N- O o in 1^- (M O O C_) eCO i—i <_> £c_> -5 in d- O A + CS 1—1 — CO V