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Besondere Bestimmungen der Prüfungsordnung für den
Bachelorstudiengang Lehramt an Haupt-, Real- und
Gesamtschulen mit dem Unterrichtsfach Chemie an der
Universität Paderborn
Universität Paderborn
Paderborn, 2011
urn:nbn:de:hbz:466:1-18159
Amtliche Mitteilungen
Verkündungsblatt der Universität Paderborn (AM. Uni. Pb.)
Nr. 86 /11 vom 28. September 2011
Besondere Bestimmungen
der Prüfungsordnung
für den Bachelorstudiengang
Lehramt an Haupt-, Real- und Gesamtschulen
mit dem Unterrichtsfach Chemie
an der Universität Paderborn
Vom 28. September 2011
UNIVERSITÄT PADERBORN
Die Universität der Informationsgesellschaft
2
Besondere Bestimmungen
der Prüfungsordnung
für den Bachelorstudiengang
Lehramt an Haupt-, Real- und Gesamtschulen
mit dem Unterrichtsfach Chemie
an der Universität Paderborn
Aufgrund des § 2 Abs. 4 und § 64 Abs. 1 des Gesetzes über die Hochschulen des
Landes Nordrhein-Westfalen (Hochschulgesetz - HG) vom 31. Oktober 2006
(GV.NRW. S. 474), zuletzt geändert durch Art. 2 des Gesetzes zum Aufbau der
Fachhochschule für Gesundheitsberufe in Nordrhein-Westfalen (Gesundheitsfach-
hochschulgesetz) vom 08. Oktober 2009 (GV.NRW. S. 516), hat die Universität
Paderborn die folgende Ordnung erlassen:
Vom 28. September 2011
INHALTSÜBERSICHT
Teil I Allgemeines
§ 34
§ 35
§ 36
§ 37
§ 38
§ 39
§ 40
Zugangs- und Studienvoraussetzungen
Studienbeginn.......................................
Studienumfang......................................
Erwerb von Kompetenzen.....................
Module...................................................
Praxisphasen........................................
Profilbildung...........................................
3
3
3
3
3
5
6
Teil II Art und Umfang der Prüfungsleistungen
§ 41
§ 42
§ 43
§ 44
Zulassung zur Bachelorprüfung.........................................
Prüfungsleistungen und Formen der Leistungserbringung
Bachelorarbeit........................................................
Bildung der Fachnote........................................................
6
6
7
7
Teil III Schlussbestimmungen
§ 45 Inkrafttreten und Veröffentlichung 7
Anhang
Studienverlaufsplan
Modulbeschreibungen
3
Teil I
Allgemeines
§34
Zugangs- und Studienvoraussetzungen
Über die in § 4 AllgemeineBestimmungen genannten Vorgaben hinaus gibt es keine
weiteren.
§35
Studienbeginn
Studienbeginn ist im Sommer- und im Wintersemester möglich. Empfohlen wird der
Beginn im Wintersemester.
§36
Studienumfang
Das Studienvolumen des Unterrichtsfaches Chemie umfasst 60 Leistungspunkte
(LP), davon sind 12 LP fachdidaktische Studien nachzuweisen.
§37
Erwerb von Kompetenzen
(1) In den fachwissenschaftlichen Studien des Unterrichtsfaches Chemie sollen die
Studierenden folgende Kompetenzen erwerben:
Die Studierenden
verfügen über grundlegende Wissensstrukturen aus den schulchemisch
bedeutsamen Teilgebieten der Chemie,
verfügen über ein qualifiziertes Verständnis der chemischen Basiskonzepte
Teilchen, Stoff, Bindung, Reaktion, Energie,
wenden für die Chemie typische Erkenntnismethoden wie experimentelle
Arbeitsverfahren und Modelldenken zur Deutung chemischer Reaktionen
und chemischer Alltagsphänomene an.
(2) In den fachdidaktischen Studien des Unterrichtsfaches Chemie sollen die
Studierenden folgende Kompetenzen erwerben:
Die Studierenden
haben ein anschlussfähiges chemiedidaktisches Basiswissen über
Lernvorgänge im Chemieunterricht und schulische sowie außerschulische
Bildungsprozesse erworben,
verfügen über grundlegende Einsichten zur Entwicklung und Förderung
chemiebezogener Interessen,
kommunizierenüber chemische Lehr-, Lern- und Bildungszusammenhänge
unter Verwendungvon chemiedidaktischen Fachbegriffen.
§38
Module
(1) Das Studienangebot im Umfang von 60 LP, davon 12 LP fachdidaktische
Studien, ist modularisiert und umfasst sieben Module.
4
(2) Die Module bestehen aus Pflicht- und/oder Wahlpflichtveranstaltungen. Die
Wahlpflichtveranstaltungen können aus einem Veranstaltungskatalog gewählt
werden.
(3) Die Studierenden erwerben die in § 37 genannten Kompetenzen im Rahmen
folgender Module:
01 -Basismodul Allgemeine Chemie 1^ I p
10 Lr
Zeitpunkt
(Sem.).
P/WP Work-
Inarf fh\
ioaa (nj
1. Sem. Allgemeine Chemie (V4 U2)
Praktikum Allgemeine Chemie (P 4)
P
p
r
240
i^n
IüU
02 -Basismodul Anorganischeund Analytische Chemie 8LP
Zeitpunkt
(Sem.)
P/WP Work-
load (h)
2.-3. Sem. GrundlagenAnorganischeChemie (V2 U1)
Analytische Chemie (V2Ü1)
p
p
120 h
120 h
03 -Basismodul Organische Chemie 16 LP
Zeitpunkt
(Sem.)
P/WP Work-
InsiH fh\
ludu (n)
2.-3. Sem. Organische Chemie Teil 1 (V4 U2)
Organische Chemie Teil 2 (V2 Ü1)
Praktikum OrganischeChemie (P3)
p
p
p
240
i?n
1£U
120
04 - BasismodulPhysikalischeChemie 5LP
Zeitpunkt
(Sem.)
P/WP Work-
load (h)
4. Sem, Physikalische Chemie für HRGe (V2 U1) p150
05 -Basismodul Experimentalchemie 6LP
Zeitpunkt
(Sem.)
P/WP Work-
load (h)
6. Sem. Schulorientierte Versuche (P2)
Praktikum Analytische Chemie (P4)
p
p
60
120
5
06 - Basismodul Fachdidaktik Chemie *12 LP
Zeitpunkt P/WP Work-
(Sem.) load (h)
4.-5. Sem (a) Systematische Chemiedidaktik -Chemieunterrichtliche P 90
Voraussetzungen und Entscheidungen (S2)
(b)Lemvorgängeim Chemieunterricht -Unterrichtliche und P 90
außerschulische Perspektiven (S2)
(c) SchulorientiertesExperimentieren -Theorie und Praxis P 90
(S2)
(d) Chemie in der Erfahrungswelt (V2) P 90
'Hinweis: Im Sinne einer inneren Differenzierung wird den
schulformspezif sehen Besonderheitenentsprochen.
(4) Die Beschreibungen der einzelnen Module sind den Modulbeschreibungen im
Anhang zu entnehmen. Die Modulbeschreibungen enthalten insbesondere die
Qualifikationszielebzw. Standards, Inhalte, Lehr- und Lernformen sowie die
Prüfungsmodalitäten und Prüfungsformen.
§39
Praxisphasen
(1) Das Bachelorstudiumim Lehramt an Haupt-, Real- und Gesamtschulen umfasst
gemäß § 7 Abs. 3und § 11 Abs. 2 und Abs. 4Allgemeine Bestimmungen ein
mindestens vierwöchiges außerschulisches oder schulisches
Berufsfeldpraktikum,das den Studierenden konkretere berufliche Perspektiven
innerhalb oder außerhalb des Schuldienstes eröffnet.
(2) Das Berufsfeldpraktikum kann nach Wahl der Studierenden im Unterrichtsfach
Chemie durchgeführt werden. Wenn es im Unterrichtsfach Chemie als
schulisches Praktikum durchgeführtwird, kann es dazu dienen,
die Einstellungen,Gefühle, Interessen, Kognitionen, Imagebewertungen von
Lernenden zum Chemieunterricht und zum chemischen Bildungsgut an sich
im Kindergarten, an der Grundschule und/oder der Sekundarstufe I zu
untersuchen,
materielle und schulorganisatorische Realitäten als Bedingungen von
naturwissenschaftlichem Unterricht in einer gewählten Schulform zu
dokumentieren und zu interpretieren.
Als außerschulisches Praktikum kann es dazu dienen,
die entwicklungspsychologischen und thematischen Besonderheiten der
chemischen Früherziehung in Vorschulklassen, Kindergärten, (freien)
Erziehungseinreichungen bzw. Bildungsträgernzu erfassen, zu analysieren
und zu bewerten,
Absichten und Realitäten außerschulischer Bildungsaktivitäten bzw. -
Programme wie Schülerlabore oder Kinderfreizeitprojekte oder VHS-
Veranstaltungen oder Initiativen von öffentlichen Bildungsträgern oder
Förderveranstaltungen von Stiftungen/Fachgesellschaften oder
Erwachsenenbildung im Hinblick auf die angezielte chemische Grundbildung
zu untersuchen und zu bewerten,
6
die Strukturen intentionaler wie nicht intentionaler Kommunikation
chemischen bzw. naturwissenschaftlichen Wissens in Redaktionen von
öffentlichen Medien (Zeitungen, Hörfunk...) oder (Schul)Buchverlagen zu
untersuchen,
Anwendungszusammenhänge, somit die existentielle Bedeutung
naturwissenschaftlichen und chemischen Wissens z.B. in
Wirtschaft/Industrie oder Handwerk oder kommunalen
Betrieben/Versorgern,zu beschreiben und zu bewerten.
(3) Die Studierenden führen ein „Portfolio Praxiselemente" und fertigen einen
Praktikumsberichtan, in dem sie ihre Praxiserfahrungen reflektieren.
(4) Das Nähere zu den Praxisphasen wird in einer gesonderten Ordnung geregelt.
§40
Profilbildung
Das Unterrichtsfach Chemie beteiligt sich am Lehrveranstaltungsangebot zu den
standortspezifischen berufsfeldbezogenen Profilen gemäß § 12 Allgemeine
Bestimmungen. Die Beiträge des Unterrichtsfaches können den semesterweisen
Übersichten entnommen werden, die einen Überblick über die Angebote aller Fächer
geben.
Teil II
Art und Umfang der Prüfungsleistungen
§41
Zulassung zur Bachelorprüfung
Die über § 17 Allgemeine Bestimmungen hinausgehenden Vorgaben für die
Teilnahme an Prüfungsleistungen im Unterrichtsfach Chemie sind den
Modulbeschreibungen im Anhang zu entnehmen.
§42
Prüfungsleistungen und Formen der Leistungserbringung
(1) Prüfungsleistungen werden gemäß §§ 18 und 19 Allgemeine Bestimmungen in
Form von
Klausuren,
mündliche Prüfungen,
Durchführung von Experimenten,
Protokollen,
Vorträgen,
schriftlichen Ausarbeitungen
erbracht. Mindestens eine Prüfung muss mündlich und mindestens eine
Prüfung muss schriftlich sein.
(2) Darüber hinaus sind Studienleistungen bzw. Nachweise der aktiven und
qualifizierten Teilnahme entsprechend den Vorgaben der jeweiligen
Modulbeschreibung zu erbringen. Näheres kann den Modulbeschreibungen im
Anhang entnommen werden.
7
(3) Sofern in der Modulbeschreibung Rahmenvorgaben zu Form und/ oder Dauer/
Umfang von Prüfungsleistungen enthalten sind, wird vom jeweiligen Lehrenden
bzw. Modulbeauftragten zu Semesterbeginn bekannt gegeben, wie die
Prüfungsleistung konkret zu erbringen ist. Dies gilt entsprechend für
Studienleistungen.
§43
Bachelorarbeit
Wird die Bachelorarbeit gemäß §§17 und 21 Allgemeine Bestimmungen im
UnterrichtsfachChemie verfasst, so hat sie einen Umfang, der 12 LP entspricht. Sie
soll zeigen, dass die Kandidatin bzw. der Kandidat in der Lage ist, innerhalb einer
vorgegebenen Frist ein für das künftige Berufsfeld relevantes Thema bzw. Problem
aus dem Unterrichtsfach Chemie mit wissenschaftlichen Methoden selbständig zu
bearbeiten und die Ergebnisse sachgerecht darzustellen. Die Bachelorarbeit kann
wahlweise in der Fachwissenschaft oder der Fachdidaktikverfasst werden. Sie soll
einen Umfang von etwa 30-40 Seiten nicht überschreiten.
§44
Bildung der Fachnote
Gemäß § 24 Abs. 3Allgemeine Bestimmungen wird eine Gesamtnote für das Fach
Chemie gebildet. Sie ergibt sich aus dem nach Leistungspunkten gewichteten
arithmetischen Mittel der Modulnoten. Ausgenommen ist die Note der Bachelorarbeit,
auch wenn sie im Fach Chemie geschrieben wird. Für die Berechnung der Fachnote
gilt § 24 Abs. 2entsprechend.
Teil III
Schlussbestimmungen
§45
Inkrafttreten und Veröffentlichung
(1) Diese besonderen Bestimmungen der Prüfungsordnung für den
Bachelorstudiengang Lehramt an Haupt-, Real- und Gesamtschulen mit dem
UnterrichtsfachChemie treten am 01. Oktober 2011 in Kraft.
(2) Sie werden in den Amtlichen Mitteilungen der Universität Paderborn
veröffentlicht.
Ausgefertigt aufgrund des Beschlusses des Fakultätsrats der Fakultät für
Naturwissenschaften vom 12. September 2011 im Benehmen mit dem Ausschuss für
Lehrerbildung (AfL) vom 08. September 2011 sowie nach Prüfung der Recht¬
mäßigkeit durch das Präsidium der Universität Paderborn vom 14. September 2011.
Paderborn, den 28. September 2011 Der Präsident
Professor Dr. Nikolaus Risch
Anhang - Studienverlaufsplan
1. Semester (WS)
Allgemeine Chemie V4U2
Praktikum Allgemeine Chemie P4
Summe 13 LP
2. Semester (SS)
Grundlagen Anorganische Chemie V2U1
Organische Chemie Teil 1V4U2
Summe 12 LP
3. Semester (WS)
Analytische Chemie V2U1
Organische Chemie Teil 2V2U1
Praktikum OrganischeChemie P3
Summe 12 LP
4, Semester (SS)
Systematische Chemiedidaktik -ChemieunterrichtlicheVoraussetzungen und
Entscheidungen
S2
Lemvorgängeim Chemieuntemcht-Unterrichtliche und außerschulische
Perspektiven
S2
Summe 11 LP
5. Semester (WS)
SchulorientiertesExperimentieren -Theorie und Praxis S2
Chemie in der Erfahrungswelt V2
Summe 6LP
6, Semester (SS)
Schulorientierte Versuche IP2
Praktikum Analytische Chemie P4
Summe 6LP
insgesamt 60 LP, davon 12 Didaktik
9
Modulbeschreibungen
Modul¬ Workload: Credits: Studien¬ Häufigkeit Dauer:
nummer: semester: des Angebots:
1390 h 13 1. (a) und (b) jedes WS 1Semester
Titel des Moduls: Basismodul Allgemeine Chemie
Lehrveranstaltungen:
(a) Allgemeine Chemie (V4 Ü2)
(b) Praktikum Allgemeine Chemie (P4)
Kontaktzeit:
6SWS/90h
4SWS / 60 h
Selbststudium:
150 h
90 h
Lernergebnisse(learning outcomes) /Kompetenzen
Fachliche Kompetenzen:
Beherrschen fachlicher Grundlagen
Verständnischemischer Konzepte
Beherrschen grundlegenderFertigkeiten im chemischen Labor
Verständnisfür den Zusammenhang von Abstraktion und Anschauung in der Chemie
Identifizierung und Begreifen chemischer Vorgänge und Produkte im Alltagsleben
Kenntnis fachlicher Grundlagen, um schulische Inhalte sachanalytischzu bewerten und
fachsystematisch einzuordnen
Spezifische Schlüsselkompetenzen:
Fähigkeit zur sprachlich und logisch korrekten Argumentation (durch Ausarbeitung von
Übungsaufgaben und Praktikumsprotokollen)
Fähigkeit zur mündlichen und schriftlichen Kommunikation wissenschaftlicherSachverhalte (durch
Ausarbeitung von Übungsaufgabenund deren Präsentation an der Tafel)
Fähigkeit zum Modelldenken
Fähigkeit zur Dokumentation wissenschaftlicherBefunde (durch Anfertigung von
Praktikumsprotokollen)
Fähigkeit zur kritischen Analyse experimentellerErgebnisse
« Fähigkeit zur Teamarbeit(durch Arbeit in Kleingruppen)_
Inhalte:
(a) Allgemeine Chemie:
Begriffsdefinitionen und Konzepte
Stoffe und Stofftrennung
Stöchiometrie
Atombau
Periodensystem
chemische Bindung
Molekülstrukturen
Kernchemie
chemische Energetik und Gleichgewichte
Reaktionskinetik
Flüssigkeiten, Lösungen, Gase, Festkörper
Säuren &Basen
Redoxreaktionenund Elektrochemie
(b) Praktikum Allgemeine Chemie:
Vertiefung der in Vorlesung und Übung gewonnenen Erkenntnisse durch Laborexperimente
grundlegende handwerkliche Operationen
einfache Trennverfahren
»einfache anorganische und organische Präparate_
10
4 Lehrformen:
(a) Vorlesung mit Übungen
(b) Laborpraktikum
5Gruppengröße:
(a): 100 Teilnehmer; (b): Kleingruppen mit 2-3 Studierenden
6Verwendung des Moduls (in anderen Studiengängen):
BachelorstudiumLehramt "Chemie" für GyGe; Bachelorstudium Lehramt "Chemie" für BK
7Teilnahmevoraussetzungen:
Keine
8Prüfungsformen:
Klausur (2 Stunden) oder mündliche Prüfung (30-45 Minuten) über die Inhalte der Vorlesung sowie
Benotung der Durchführung aller Praktikumsversuche.Das Praktikum besteht aus ca. 15 Versuchen.
Die Prüfungsmodalitätenzu beiden Lehrveranstaltungenwerden jeweils zu Veranstaltungsbeginn
bekannt gegeben. Die Modulnote errechnet sich aus dem nach Leistungspunkten gewichtetenMittel der
Teilnoten zu den Lehrveranstaltungena) (8 LP) und b) (5 LP). Die Teilnote zu b) errechnet sich aus
dem arithmetischenMittel der Noten zu den einzelnen Versuchen.
9Voraussetzungenfür die Vergabe von Kreditpunkten:
Erfolgreich erbrachte Teilprüfungsleistungen
10 Modulbeauftragte/r und hauptamtlich Lehrende/r:
Henkel (verantwortlich),Tiemann, Schubert
11 Sonstige Informationen:
EmpfohleneLiteratur:
C. E. Mortimer, U. Müller: Chemie
M. Binnewies u.a.: Allgemeine und AnorganischeChemie
Modul¬ Workload: Credits: Studien¬ Häufigkeit Dauer:
nummer: semester: des Angebots:
2240 h 8 2.-3. (a) jedes WS
(b) jedes SS
2Semester
Titel des Moduls: Basismodul Anorganische und Analytische Chemie
Lehrveranstaltungen:
(a) Grundlagen Anorganische Chemie (V2 Ü1)
(b) Analytische Chemie (V2Ü1)_
Kontaktzeit:
3SWS/45 h
3SWS/45 h
Selbststudium:
75 h
75 h
Lernergebnisse(learning outcomes) /Kompetenzen
Fachliche Kompetenzen:
Beherrschen fachlicher Grundlagen
Verständnisfür analytisch chemische Methoden
Verständnisfür den Zusammenhang von Abstraktion und Anschauung in der Chemie
spezifische Stoffkenntnisseder Studierendenfestigen und erweitern durch ausgewählte
Trennverfahrenund Nachweisreaktionen
Nachweisreaktionenauch unter umweltrelevantenFragestellungenim Chemieunterricht zu vermitteln
(Schwerpunkt Wasseranalytik)
Identifizierung und Begreifen chemischer Vorgänge und Produkte im Alltagsleben
Kenntnis fachlicher Grundlagen, um schulische Inhalte sachanalytisch zu bewerten und
fachsystematisch einzuordnen
Spezifische Schlüsselkompetenzen:
Fähigkeit zur sprachlich und logisch korrekten Argumentation (durch Ausarbeitung von
Übungsaufgaben und Praktikumsprotokollen)
Fähigkeit zur mündlichen und schriftlichen Kommunikation wissenschaftlicherSachverhalte (durch
Ausarbeitung von Übungsaufgaben und deren Präsentation an der Tafel)_
Inhalte:
(a) Grundlagen der Anorganischen Chemie:
Vorkommen und Gewinnung der Elemente
wichtige Reaktionen der Elemente
wichtige anorganische Verbindungenund deren Vorkommen, Herstellung, Verwendung
wichtige Industrieverfahren,Metallurgie
Chemie von Alltagsphänomenenund -Produkten
Anwendung von Bindungskonzeptenauf ausgewählte Substanzklassen
Struktur-Eigenschaftsbeziehungen
(b) Analytische Chemie:
Reaktionen zur Trennung und Identifizierung von Stoffen:
Protolyse-Gleichgewichte(Puffer, Metallkomplexbildung)
Theorie der Lösung und Fällung (stöchiometrischesund thermodynamischesLöslichkeitsprodukt),
pH-Wert und Fällungsgrad
Fällungsreagentien,Prinzip des Trennungsganges
Trennung und Nachweis ausgewählter Kationen und Anionen
Quantitative Analyse (Methodik und Anwendungsbereiche)
Gravimetrie, Volumetrie, Manganometrie, Argentometrie
Komplexometrie, Potentiometrie,Konduktometrie
Photometrie
»Schnelltestverfahren(Wasseranalytik)_
12
4 Lehrformen:
(a und b) Vorlesung mit Übungen
5Gruppengröße:
(a und b) 100 Teilnehmer
6Verwendung des Moduls (in anderen Studiengängen):
Bachelorstudium Lehramt "Chemie" GyGe (Teil eines dortigen Moduls), Bachelorstudium Lehramt
"Chemie" für BK (Teil eines dortigen Moduls)
7Teilnahmevoraussetzungen:
Erwartet wird der Besuch von Modul 1(a)
8Prüfungsformen:
Klausur (2 Stunden) oder mündliche Prüfung (30-45 Minuten) als Modulabschlussprüfung
9Voraussetzungenfür die Vergabe von Kreditpunkten:
-Erfolgreich erbrachte Modulabschlussprüfung
10 Modulbeauftragte/r und hauptamtlich Lehrende/r:
Henkel (verantwortlich), Grote, Flörke
11 Sonstige Informationen:
Empfohlene Literatur:
Jander-Jahr, Maßanalyse
G. Schwedt, Analytische Chemie
E. Riedel: Anorganische Chemie
A. F. Holleman, E. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie
H.-J. Becker/H. Hildebrandt: Die Kupfergruppe. In: W. Glöckner u.a. (Hrsg.) Chemie der
Gebrauchsmetalle. Band 5des Handbuchs der experimentellenChemie. S II, Aulis
Titel des Moduls: Basismodul Organische Chemie
Modul¬
nummer:
3
Workload:
480 h
Credits:
16
Studien¬
semester:
2.-3.
Häufigkeit
des Angebots:
(a) jedes SS
(b) jedes WS
(c) jedes WS
Dauer:
2Semester
Lehrveranstaltungen:
(a) Organische Chemie Teil 1 (V4 Ü2)
(b) Organische Chemie Teil 2 (V2 Ü1)
(c) Praktikum Organische Chemie (P3)
Kontaktzeit:
6SWS/90 h
3SWS/45 h
3SWS/45 h
Selbststudium:
150 h
75 h
75 h
Lernergebnisse(learning outcomes) /Kompetenzen
Fachliche Kompetenzen:
Grundkenntnisse über Stoffklassen und Reaktionen der Organischen Chemie
Erkennen von Zusammenhängen zwischen Stoffklassen,Strukturmerkmalen, funktionellen Gruppen
und Reaktionstypenbzw. Reaktionsmechanismen
Anwendung der Fachkenntnisse auf Alltagsprobleme und Veranschaulichungdurch einfache
Experimente
Kenntnis grundlegenderArbeitsschritte und des Katalogs der Operationender organischen Synthese.
Fähigkeit im Umgang mit Gefahrstoffen
Kenntnis entscheidender Prozesse zur Herstellung der organischen Primärchemikalien und der
daraus abzuleitendenorganisch-chemischenGrundchemikalien
Spezifische Schlüsselkompetenzen:
Fähigkeit zur sprachlich und logisch korrekten Argumentation (durch Ausarbeitung von
Übungsaufgaben und Praktikumsprotokollen)
Fähigkeit zur mündlichen und schriftlichen Kommunikation wissenschaftlicherSachverhalte (durch
Ausarbeitungvon Übungsaufgaben und deren Präsentation an der Tafel)
Fähigkeit zum Modelldenken
Fähigkeit zur Teamarbeit(durch Arbeit in Kleingruppen)
Fähigkeit zur sprachlich und logisch korrekten Argumentation (durch Ausarbeitung von
Übungsaufgaben und Praktikumsprotokollen)
Fähigkeit zur Dokumentation wissenschaftlicherBefunde (durch Anfertigung von
Praktikumsprotokollen)
»Fähigkeit zur kritischen Analyse experimentellerErgebnisse_
Inhalte:
(a/b) Organische Chemie Teil 1 und 2:
Struktur und Bindung organischer Moleküle
Alkane, Cycloalkane und Isomerie
Stereoisomerie und Chiralität
Halogenalkaneund nucleophile Substitution am gesättigten C-Atom; Eliminierung
Alkene, Alkine und Additionsreaktionen an Doppel- und Dreifachbindungen
radikalische Substitution und Addition
Aromaten und aromatische Substitution
Alkohole und Ether
Aldehyde und Ketone
Carbonsäuren und Carbonsäurederivate
CH-Acidität, Enole und Enolate
Amine
Grundlagender spektrokopische Methoden in der Organischen Chemie
Kohlenhydrate; Aminosäuren und Peptide; Nucleinsäuren
Chemie des Alltags
Farbstoffe
14
Kunststoffe
Medikamente
Vitamine
(c) Praktikum Organische Chemie:
Vertiefung der in Vorlesung und Übung gewonnenen Erkenntnissedurch Laborexperimente
Grundoperationenbei der organisch-chemischenSynthese
Umgang mit Chemikalien allgemein sowie mit Gefahrstoffen; Arbeiten unter Schutzgasatmosphäre
Herstellung von 5Präparaten nach Literaturvorschrift
m Aniß rtinIinn i/An Pi-al/til/i irYicnmtAl/rt an Anali/co Hiir^h ("lieti leelrtr* i/nn h^oot?Ho^or>imA
minui uyuiiy vuii ridiuiKUiiibpiuiuKuiieii, niidiybc uufon L/ibNUbbiun von ivicbbudtcn una
Versuchsergebnissen, schriftliche Darstellung wissenschaftlicherSachverhalte
4 Lehrformen:
(a) Vorlesung mit Übungen, Demonstrationsexperimentein Videos
(b) Vorlesung mit chemischen Experimenten
(c) Laborpraktikum
5Gruppengröße:
(a), (b): 100 Teilnehmer, (c): in Kleingruppen (2-3 Studierende)
6Verwendung des Moduls (in anderen Studiengängen):
BachelorstudiumLehramt "Chemie" für GyGe; BachelorstudiumLehramt "Chemie" für BK
7Teilnahmevoraussetzungen:
Erwartet wird der Besuch von Modul 1(a); für 3(b) wird der Besuch von 3(a) erwartet.
8Prüfungsformen:
Klausur (2 Stunden) oder mündliche Prüfung (30-45 Minuten) über die Inhalte der Lehrveranstaltungen
Organische Chemie Teil 1 und 2 sowie Benotung der Durchführung aller Praktikumsversuche.Das
PraLftiti im hoc+oht 21ic fa £ Drünarotfin Dia Dn'ifiinnemnHalitütnn uiarrlan 711Qanlnn rJor
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Lehrveranstaltungenbekannt gegeben. Die Modulnote errechnet sich aus dem nach Leistungspunkten
gewichteten Mittel der Teilnoten zu den Lehrveranstaltungena) und b) (insg. 12 LP) und c) (4 LP). Die
Teilnote zu c) errechnet sich aus dem arithmetischen Mittel der Noten zu den einzelnen Versuchen.
9Voraussetzungenfür die Vergabe von Kreditpunkten:
Erfolgreich erbrachte Teilprüfungsleistungen
10 Modulbeauftragte/r und hauptamtlich Lehrende/r:
Kuckling, N.N.
11 Sonstige Informationen:
Empfohlene Literatur:
K. P. C. Vollhardt, N. E. Schore, Organische Chemie
Autorenkollektiv, Organikum M. D. Lechner, K, Gehrke, E. H. Nordmeier, Makromolekulare Chemie
Titel des Moduls: Basismodul Physikalische Chemie
Modul¬
nummer:
4
Workload:
150 h
Credits:
5
Studien¬
semester:
4.
Häufigkeit
des Angebots:
jedes SS
Dauer:
1Semester
1Lehrveranstaltungen: Kontaktzeit: Selbststudium:
Physikalische Chemie für HRGe(V2Ü1) 3SWS/45 h 105 h
2Lernergebnisse(learning outcomes) /Kompetenzen
Fachliche Kompetenzen:
Beherrschen fachlicher Grundlagen
Vertiefung grundlegender Konzepte
Verständnisphysikalisch-chemischerKonzepte
Verständnisfür den Zusammenhang zwischen Abstraktion und Anschaulichkeit in der Chemie
Spezifische Schlüsselkompetenzen:
Fähigkeit zur sprachlich und logisch korrekten Argumentation (durch Ausarbeitung von
Übungsaufgabenund Praktikumsprotokollen)
Fähigkeit zur mündlichen und schriftlichen Kommunikation wissenschaftlicherSachverhalte (durch
Ausarbeitung von Übungsaufgabenund deren Präsentation an der Tafel)
Fähigkeit zum Modelldenken
Fähigkeit zur Teamarbeit(durch Arbeit in Kleingruppen)
3Inhalte:
PhysikochemischeGrundlagen stofflicher Systeme:
Begriffsdefinitionen und Konzepte
Zustandsgieichungenvon Gasen
Kinetische Gastheorie
Phasenumwandlungen,-diagramme
Energie und Entropie
Hauptsätze der Thermodynamik
Thermochemie,Enthalpie
Massenwirkungsgesetzund ehem. Gleichgewichte
Atommodelle, Orbitale, Periodensystem,Aufbauprinzip
Chemische Bindungsarten
Oxidationszahlen,VSEPR-Theorie
Elektrochemie, Spannungsreihe, Daniell-Element
A
4Lehrformen:
Vorlesung mit Übungen und Demonstrationsexperimenten
c
0Gruppengröße:
100 Teilnehmer für die Vorlesung, 20 Teilnehmer für die Übungen
6Verwendung des Moduls (in anderen Studiengängen):
Keine
7Teilnahmevoraussetzungen:
Erwartet wird der Besuch von Modul 1 (a) und 1(b)
8Prüfungsformen:
Klausur (2 Stunden) oder mündliche Prüfung (ca. 30-45 Minuten)
9Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten:
Erfolgreich erbrachte Modulprüfung
16
10 Modulbeauftragte/r und hauptamtlich Lehrende/r:
Kitzerow
11 Sonstige Informationen:
Empfohlene Literatur:
Dickerson/Gray/Darensbourg/Darensbourg:Prinzipien der Chemie
Försterling/Kuhn: Moleküle und Molekülanhäufungen
Titel des Moduls: Basismodul Experimentalchemie
Modul¬
nummer:
5
Workload:
180 h
Credits: Studien¬
semester:
6.
Häufigkeit
des Angebots:
jedes SS
Dauer:
1Semester
Lehrveranstaltungen:
(a) Schulorientierte Versuche (P2)
(b) Praktikum Analytische Chemie (P4)
Kontaktzeit:
(a) 2 SWS/30 h
(b) 4 SWS/60 h
Selbststudium:
(a) 30 h
(b) 60 h
Lernergebnisse(learning outcomes) /Kompetenzen
Fachliche Kompetenzen:
Beherrschen fachlicher Grundlagen, auch um schulische Inhalte sachanalytischzu bewerten
Verständnis für Struktur-Eigenschaftsbeziehungenchemischer Stoffe und Phänomene des Alltags
Verständnis für ökochemischund verbraucherschutzorientierteProblemstellungen und
Lösungsansätze
Identifizierung und Begreifen chemischer Vorgänge und Stofftransportvorgängein
Umweltkompartimenten
Fähigkeit zur Umsetzung fachlicher Inhalte in für Schüler geeignete Experimente
Akzentuierung von Problemlagen, die die Verwertung und Anwendung chemischer Erkenntnisse
sowie Aspekte der gesellschaftlichenAkzeptanz der Chemie als Wissenschaftbetreffen
Beherrschen grundlegenderFertigkeiten im chemischen Labor
Spezifische Schlüsselkompetenzen:
Fähigkeit zur sprachlich und logisch korrekten Argumentation (durch Ausarbeitung von
Übungsaufgaben und Praktikumsprotokollen)
Fähigkeit zum Design wissenschaftlicherExperimente
Fähigkeit zur Dokumentation wissenschaftlicherBefunde (durch Anfertigung von
Praktikumsprotokollen)
Fähigkeit zur kritischen Analyse experimenteller Ergebnisse
Fähigkeit zur Teamarbeit (durch Arbeit in Kleingruppen)
Fähigkeit zur kritischen Analyse experimenteller Ergebnisse
Fähigkeit zur Dokumentation wissenschaftlicherBefunde (durch Anfertigung von
Praktikumsprotokollen) _
Inhalte:
a) Schubrientierte Versuche
Durchführung von Standardversuchen zu wechselnden Veranstaltungsthematiken
selbstständige Entwicklung von Experimentalapparaturen,Erprobung der Experimente
Anwendung der Versuche in Hochschulkontexten(z.B. Schülerlabor)
Problematisierungder Apparaturenunter fachdidaktischenGesichtspunkten
(b) Praktikum Analytische Chemie:
Durchführung exemplarischerTrenn- und Nachweisreaktionen
Qualitative Analysen
« Quantitative Analysen _
Lehrformen:
(a) Praktikum
(b) Laborpraktikum
Gruppengröße:
(a) Kleingruppen mit 2-3 Studierenden
(b) 60 Teilnehmer_
18
6Verwendung des Moduls (in anderen Studiengängen):
Bachelorstudium Lehramt "Chemie" für GyGe; BachelorstudiumLehramt "Chemie" für BK
7Teilnahmevoraussetzungen:
Erwartet wird der Besuch der Module 1-3
8Prüfungsformen:
Benotung der Durchführung aller Praktikumsversuchedes Praktikums Analytische Chemie sowie eine
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hinsichtlich fachdidaktischer,fachlicher und experimenteller Aspekte. Das Praktikum besteht aus ca. 9
Versuchen. Die Prüfungsmodalitätenwerden zu Beginn des Praktikums Analytische Chemie bekannt
gegeben. Die Moduinote errechnet sich aus dem nach LeistungspunktengewichtetenMittel der
Teilnoten zu den Lehrveranstaltungena) (insg. 2 LP) und b) (insg. 4LP). Die Teilnote zu b) errechnet
sich aus dem arithmetischenMittel der Noten zu den einzelnen Versuchen.
9Voraussetzungenfür die Vergabe von Kreditpunkten:
Erfolgreich erbrachte Teilprüfungsleistungen
10 Modulbeauftragte/r und hauptamtlich Lehrende/r:
Schmidt (verantwortlich), Bremser, Grote, Becker (d)
11 Sonstige Informationen:
Empfohlene Literatur:
Pashley/Karaman,Applied Colloid and Surface Chemistry
C. Bliefert, Umweltchemie
G. Schwedt, Taschenatlas der Umweltchemie
J.F. Diehl, Chemie in Lebensmitteln
W. Glöckner u.a. (Hg.), Handbuch der experimentellenChemie,(12 Bände) Aulis
Jander-Blasius, Einführung in das anorganisch-chemische Praktikum
K. Doerffel, Analytikum
Titel des Moduls: Basismodul Fachdidaktik Chemie
Modul¬ Workload: Credits: Studien¬ Häufigkeit Dauer:
nummer: semester: des Angebots:
6360 h12 4.-5. (a) und (c) jedes SS 2Semester
(b) jedes WS
Lehrveranstaltungen:
(a) Systematische Chemiedidaktik - Chemie-unterrichtliche
Voraussetzungen und Entscheidungen(S2)
(b) Lernvorgängeim Chemieunterricht -Unterrichtliche und
außerschulische Perspektiven(S2)
(c) SchulorientiertesExperimentieren -Theorie und Praxis (S2)
(d) Chemie in der Erfahrungswelt (V2)_
Kontaktzeit:
2SWS/30 h
2SWS/30 h
2SWS/30h
2SWS/30h
Selbststudium:
60 h
60 h
60 h
60 h
Lernergebnisse(learning outcomes) /Kompetenzen
Fachliche Kompetenzen
Die Studierenden
verfügen im Sinne von Orientierungswissenein systematisches Grundverständnischemischer Lehr-
und Lemvorgänge,
erfassen die BedeutungsvorstellungenfachdidaktischerBegriffe in Abgrenzung zu eigenen
subjektiven Vorstellungen,
können mit chemiedidaktischenBegriffen chemische Lern- und Bildungsphänomenebeschreiben,
können chemische Alltagsdeutungenvon Lernenden rekonstruieren und für Lemvorgängenutzbar
machen,
verfügen über einen reflektierten stofflichen Alltagsbegriff.
Können Lernverhalten diagnostizierenund individuelle Förderkonzepteentwickeln
Spezifische Schlüsselkompetenzen
Die Studierenden
haben ihre Kommunikations- und Interaktionsfähigkeiten erweitert,
verfügen über eine gesteigerte Fähigkeit, Selbsteinschätzungen zu reflektieren und zu relativieren,
verbessern ihre individuellen Potentiale im Hinblick auf selbständige wie eigenverantwortliche
Handlungenbzw. Entscheidungen._
Inhalte: *
*Hinweis: Im Sinne einer inneren Differenzierung wird den schulformspezifischenBesonderheiten
entsprochen.
(a) Systematische Chemiedidaktik
Im Sinne von Orientierungswissenwerden basale Voraussetzungen und Entscheidungen,
Chemieunterricht an allgemein- und berufsbildendenSchulen betreffend, fokussiert, etwa
Inhaltsauswahlund -begründung(Intentionen, Themen), differenzierte Bildungskonzeptionen,
Lehrpläne und Curricula, Schüler- und Lehrerverhalten,methodische, konzeptionelle und mediale
Aspekte, fachliche wie fachübergreifendeOrganisationsformen,Diagnosetechniken,
Differenzierungsmöglichkeiten usw. Dabei werden empirisch -forschende Bezüge, reflektierende
Sichtweisenund normativ -analytische -historische Perspektiven beachtet.
(b) Lernvorgängeim Chemieunterricht
Die Inhalte spiegeln im Kern das Prinzip „Schülerorientierung". Die Vermittlung chemischer
Fachstrukturen muss demzufolge (immer) an individuelle zu diagnostizierendeLernstrukturen
anknüpfen. Angelehnt an kognitive und konstruktivistische Lerntheorien, werden im Hinblick auf eine
heterogene Schülerschaftder SI -immer mit Blick auf diagnostische, fördernde und genderspezifische
Zusammenhänge - u.a.
Kognitionen (Wahrnehmung,Handeln, Gedächtnisstrukturen),
Interessen (Einstellungen, Sachinteresse, situiertes Interesse), Emotionen (Einstellungen,
Fachbeliebtheit,Erwartungen), Motive und Motivstrukturen,
20
„alterspezifische"Lernvoraussetzungen (Denkstufen und -Operationen, Motorik, Interessen) für
chemiebezogene Lernaktivitäten,
(Individuelle) Bedeutungsvorstellungenvon Lernenden (Alltagskonzepte) zu den zentralen
chemischen Fachbegriffen Stoff, Teilchen, Bindung, Reaktion, Energie, Modell,
Erkennen „typischer" Lernschwierigkeiten beim Chemie-Lernen, etwa die Vorstellung „Diskontinuum",
Modelldenken", Zeichensprache,
Möglichkeiten für einen Konzeptwechsel,
Entwicklung von anschlussfähigem (Begriffs)Wissen (Begriffsgenese),
Lernumgebungenund Lernorte,
Effekte von Chemieunterricht(Lernen, Verstehen, Interessen) und praktikable, diagnostische
Erhebungsmethoden (etwa informelle Testverfahren,Mappingverfahren, Aufgabenformate,
Experimentieren,Handlungskontrolle, Einstellungsabschätzungen,Bewertungen...) und darauf
bezogene Förderkonzepte,
soziales und individuelles Lernen
thematisiert.
(c) SchulorientiertesExperimentieren:
Die komplexe Bedeutung von Experimentalunterricht wird in erkenntnistheoretischen,
lernpsychologischen,methodischen, fachlichen, pädagogischen und schulorganisatorischen
Zusammenhängen verdeutlicht. Im einzelnen
chemische Apparaturen (Wahmehmungsgesetze und Prägnanz, Komplexität, Einfachstruktur,
Reagenzglasversuche, Geräte- Form/Material/ Funktion, Gerätesysteme, Sicherheitsfragen)
schulchemische Standardapparaturen und Arbeitstechniken
Lehrer- und Schülerversuche als Organisationsformen
MethodischeAspekte von Experimentalunterricht
Qualitative und Quantitative Experimente
Versuche mit Alltagschemikalien, Low-Cost-Experimente, Experimentierkästen
Modellversuche und Schauversuche
Anforderungenan Lehrerverhalten(videounterstützt)
Effekte von Experimentalunterricht
Das Verhältnis „Phänomen" und „Deutung" als Lemproblem
Unfallverhütungsmafinahmenim Chemieunterricht(Gefahrstoffe)
Gegenstände und Erkenntnismethodender Chemie
d) Chemie in der Erfahrungswelt:
Alltagsprodukte sind kognitiv, handelnd, gedanklich zugänglich. An Stoffen wie
Wasch-, Reinigungs- und Pflegemitteln
Kunststoffen
Werkstoffen
Lebensmitteln(Zucker, Milch, Fette, Marmelade,...)
Farbstoffen
Salzen
Papier
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werden fachliche Grundlagen erarbeitet, chemische Grundoperationengeübt und alltägliche
chemische Vorstellungen in kommunikativen Zusammenhängen (Werbung, Zeitung, Kunst,
Verbraucherratschläge, Dialoge) analysiert.
4Lehrformen:
Seminare, Seminare mit experimentellenAktivitäten (Übung), Seminare mit empirischenElementen
5Gruppengröße:
25 Teilnehmer
21
6Verwendung des Moduls (in anderen Studiengängen):
Veranstaltungen(a) bis (c) Bachelorstudium Lehramt "Chemie" für Gymnasium und Gesamtschule;
BachelorstudiumLehramt "Chemie" für BK
Veranstaltung(b) Profilstudiengang „Umgang mit Heterogenität"
7Teilnahmevoraussetzungen:
Keine
8Prüfungsformen:
(a) Referat mit Diskussionsleitung (ca. 45 Minuten) und schriftlicher Ausarbeitung zu einer frei
wählbaren Seminarlhematik,ein empirischer Bezug ist anzustreben
(b) Seminararbeit(10-15 Seiten) zur Diagnostik von Schülermerkmalen(als Meta-Analyse bzw.
Literaturarbeit oder als reale Fallstudie)
(c) Präsentation eines experimentellenSachverhalts in seinen chemiedidaktischenAkzentuierungen
Die Modulnote errechnet sich aus dem nach Leistungspunktengewichteten Mittel der Teilnoten der
Veranstaltungen(a), (b). und (c)
9Voraussetzungenfür die Vergabe von Kreditpunkten:
Erfolgreich erbrachte Teilprüfungsleistungen zu (a), (b) und (c) sowie aktive und qualifizierte Teilnahme
an den Veranstaltungendes Moduls durch Seminarmoderationund -gestaltung, Tests oder
Übungsaufgaben, Recherchen, Thesenpapier oder Unterrichtsplanung/-reflexion
10 Modulbeauftragte/r und hauptamtlich Lehrende/r:
Becker, N.N,
11 Sonstige Informationen:
Empfohlen wird als Basisliteratur für das Studium:
P. Pfeifer u. a., Konkrete Fachdidaktik Chemie, Cornelsen
H.-J. Becker u. a., Fachdidaktik Chemie, Aulis
H.-D. Barke, Chemiedidaktik: Diagnose und Korrektur von Schülervorstellungen,Springer
M.A. Anton, Kompendium Chemiedidaktik, Klinkhardt
H.-J. Becker u.a., Repetitorium Fachdidaktik Chemie, Klinkhardt
F. Bukatsch/W. Glöckner (Hg), Experimentelle Schulchemie(9 Bände), Aulis
hrsg: Präsidium der Universität Paderborn
Warburger Str. 100 33098 Paderborn