amtliche mitteilungen
verkündungsblatt der universität paderborn am.uni.pb
ausgabe 78.14 vom 27. märz 2014
besondere bestimmungen der prüfungsordnung
für den masterstudiengang
lehramt an gymnasien und gesamtschulen
mit dem unterrichtsfach chemie
an der universität paderborn
vom 27. märz 2014
herausgeber: präsidium der universität paderborn
-2-
Besondere Bestimmungen der Prüfungsordnung für den Masterstudiengang
Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen mit dem Unterrichtsfach Chemie
an der Universität Paderborn vom 27. März 2014
Aufgrund des § 2 Absatz 4 und des § 64 Absatz 1 des Gesetzes über die Hochschulen des Landes
Nordrhein-Westfalen (Hochschulgesetz – HG) vom 31. Oktober 2006 (GV.NRW. S. 474), zuletzt
geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 3. Dezember 2013 (GV.NRW. S. 723), hat die Universität
Paderborn folgende Ordnung erlassen:
INHALTSÜBERSICHT
Teil I Allgemeines
§ 34 Zugangs- und Studienvoraussetzungen ....................................................................... 3
§ 35 Studienbeginn ............................................................................................................... 3
§ 36 Studienumfang ............................................................................................................. 3
§ 37 Erwerb von Kompetenzen ............................................................................................ 3
§ 38 Module .......................................................................................................................... 3
§ 39 Praxissemester ............................................................................................................. 5
§ 40 Profilbildung .................................................................................................................. 5
Teil II Art und Umfang der Prüfungsleistungen
§ 41 Zulassung zur Masterprüfung ....................................................................................... 5
§ 42 Prüfungsleistungen und Formen der Leistungserbringung .......................................... 6
§ 43 Masterarbeit .................................................................................................................. 6
§ 44 Bildung der Fachnote ................................................................................................... 6
Teil III Schlussbestimmungen
§ 45 Inkrafttreten und Veröffentlichung ................................................................................. 7
Anhang
Studienverlaufsplan
Modulbeschreibungen
-3-
Teil I
Allgemeines
§ 34
Zugangs- und Studienvoraussetzungen
Über die in § 4 Allgemeine Bestimmungen genannten Vorgaben hinaus gibt es keine weiteren.
§ 35
Studienbeginn
Studienbeginn ist zum Sommer- und im Wintersemester möglich. Empfohlen wird der Beginn zum
Wintersemester.
§ 36
Studienumfang
Das Studienvolumen des Unterrichtsfaches Chemie umfasst 27 Leistungspunkte (LP), davon 9 LP
fachdidaktische Studien, sowie zusätzlich 3 LP fachdidaktische Studien im Praxissemester.
§ 37
Erwerb von Kompetenzen
(1) In den fachwissenschaftlichen Studien des Unterrichtsfaches Chemie sollen die Studierenden
folgende Kompetenzen erwerben:
Die Studierenden
verfügen über vertiefte Wissensstrukturen auf schulchemisch bedeutsamen Teilgebieten der
Chemie,
können chemisches Wissen und chemische Arbeitstätigkeiten bzw. Erkenntnismethoden
nutzen und auf Alltagssituationen beziehen,
können chemisches Wissen in alltäglichen und fachübergreifenden Zusammenhängen
anwenden,
können chemische Fragestellungen experimentell bearbeiten.
(2) In den fachdidaktischen Studien des Unterrichtsfaches Chemie sollen die Studierenden folgende
Kompetenzen erwerben:
Die Studierenden
sind befähigt, chemiedidaktische Theorieelemente, Erkenntnisse, Einsichten und Prinzipien
zur Unterrichtsplanung und -analyse sowie zur Lerndiagnostik anzuwenden,
verfügen über die Fähigkeit, reale Unterrichtsabläufe im Hinblick auf prognostizierte
Erwartungen des konstruierten Modells zu analysieren,
sind in der Lage, in unterrichtlichen Zusammenhängen situativ zu handeln bzw. zu reagieren,
verfügen über ein differenziertes Selbstkonzept in ihrer Rolle als zukünftige Chemielehrer.
§ 38
Module
(1) Das Studienangebot im Umfang von 27 LP, davon 9 LP fachdidaktische Studien, ist modularisiert
und umfasst vier Module.
-4-
(2) Die Module bestehen aus Pflicht- und/oder Wahlpflichtveranstaltungen. Die
Wahlpflichtveranstaltungen können aus einem Veranstaltungskatalog gewählt werden.
(3) Die Studierenden erwerben die in § 37 genannten Kompetenzen im Rahmen folgender Module:
1 Vertiefungsmodul Chemie 9 LP
Zeitpunkt
(Sem.)
P/WP
Work-
load(h)
1. Sem.
Vertiefung Anorganische Chemie (V2 Ü1)
Gefahrstoffe, Rechtskunde, Toxikologie (V2)
Grundlegende Experimente zu Reaktionstypen und -
mechanismen (S3)
P
P
P
90
90
90
2 Vertiefungsmodul Spezielle Themen der Chemie 9 LP
Zeitpunkt
(Sem.)
P/WP
Work-
load(h)
3.- 4. Sem.
Drei der folgenden Veranstaltungen
in der Regel im WS angeboten:
- Geschichte der Chemie (V2)
- Medizinische Chemie (V2 Ü1)
- Einführung in die Quantenchemie (V2 Ü1)
- Biochemie (V2)
in der Regel im SS angeboten:
- Makromolekulare Chemie (V2)
- Festkörper- und Materialchemie (V2)
- Kolloide und Grenzflächen (V3)
WP
270
3 Vertiefungsmodul Fachdidaktik Chemie Teil 1* 3 LP
Zeitpunkt
(Sem.)
P/WP
Work-
load(h)
1. Sem.
Planung, Durchführung und Analyse von Chemieunterricht –
GyGe (S2) (Vorbereitung des Praxissemesters)
P
90
* Hinweis: Im Sinne einer inneren Differenzierung wird den
schulformspezifischen Besonderheiten entsprochen.
4 Vertiefungsmodul Fachdidaktik Chemie Teil 2* 6 LP
Zeitpunkt
(Sem.)
P/WP
Work-
load(h)
3., 4. Sem.
Chemische Bildung und chemiedidaktische Konzeptionen
(S2)
Spezielle Themen aus der Chemiedidaktik - Wechselnde
Themen (S2)
P
WP
90
90
* Hinweis: Im Sinne einer inneren Differenzierung wird den
schulformspezifischen Besonderheiten entsprochen.
(4) Die Beschreibungen der einzelnen Module sind den Modulbeschreibungen im Anhang zu
entnehmen. Die Modulbeschreibungen enthalten insbesondere die Qualifikationsziele bzw.
Standards, Inhalte, Lehr- und Lernformen sowie die Prüfungsmodalitäten und Prüfungsformen
der Modulabschlussprüfungen.
-5-
§ 39
Praxissemester
Das Masterstudium im Unterrichtsfach Chemie umfasst gem. § 7 Abs. 3 und § 11 Allgemeine
Bestimmungen ein Praxissemester an einem Gymnasium oder einer Gesamtschule. Das Nähere wird in
einer gesonderten Ordnung geregelt.
§ 40
Profilbildung
Das Fach Chemie beteiligt sich am Lehrveranstaltungsangebot zu den standortspezifischen
berufsfeldbezogenen Profilen gemäß § 12 Allgemeine Bestimmungen. Die Beiträge des Faches können
den semesterweisen Übersichten entnommen werden, die einen Überblick über die Angebote aller
Fächer geben.
Teil II
Art und Umfang der Prüfungsleistungen
§ 41
Zulassung zur Masterprüfung
Die über die in § 17 Allgemeine Bestimmungen hinausgehenden Vorgaben für die Teilnahme an
Prüfungsleistungen im Fach Chemie sind den Modulbeschreibungen im Anhang zu entnehmen.
§ 42
Prüfungsleistungen und Formen der Leistungserbringung
(1) Prüfungsleistungen werden als Modulabschlussprüfungen gemäß §§ 18 und 19 Allgemeine
Bestimmungen in Form von mündlichen Prüfungen und Klausuren erbracht. Mindestens eine
Prüfung muss mündlich und mindestens eine Prüfung muss schriftlich sein.
(2) Darüber hinaus sind Studienleistungen bzw. Nachweise der aktiven und qualifizierten Teilnahme
entsprechend den Vorgaben der jeweiligen Modulbeschreibung zu erbringen. Näheres kann den
Modulbeschreibungen im Anhang entnommen werden.
(3) Sofern in der Modulbeschreibung Rahmenvorgaben zu Form und/ oder Dauer/ Umfang von
Prüfungsleistungen enthalten sind, wird vom jeweiligen Lehrenden bzw. Modulbeauftragten zu
Semesterbeginn bekannt gegeben, wie die Prüfungsleistung konkret zu erbringen ist. Dies gilt
entsprechend für Studienleistungen.
§ 43
Masterarbeit
Wird die Masterarbeit gemäß §§17 und 21 Allgemeine Bestimmungen im Unterrichtsfach Chemie
verfasst, so hat sie einen Umfang, der 18 LP entspricht. Sie soll zeigen, dass die Kandidatin bzw. der
Kandidat in der Lage ist, innerhalb einer vorgegebenen Frist ein für das Berufsfeld Schule relevantes
Thema bzw. Problem aus dem Fach Chemie mit wissenschaftlichen Methoden selbständig zu
bearbeiten und die Ergebnisse sachgerecht darzustellen. Die Masterarbeit kann wahlweise in der
Fachwissenschaft oder der Fachdidaktik verfasst werden. Sie soll einen Umfang von etwa 60-80 Seiten
nicht überschreiten.
-6-
§ 44
Bildung der Fachnote
Gemäß § 24 Abs. 3 Allgemeine Bestimmungen wird eine Gesamtnote für das Fach Chemie gebildet.
Alle Modulnoten des Faches gehen gewichtet nach Leistungspunkten in die Gesamtnote des Faches
ein. Ausgenommen ist die Note für die Masterarbeit, auch wenn sie im Fach geschrieben wird. Für die
Berechnung der Fachnote gilt § 24 Abs. 2 Allgemeine Bestimmungen entsprechend.
Teil III
Schlussbestimmungen
§ 45
Inkrafttreten und Veröffentlichung
(1) Diese besonderen Bestimmungen der Prüfungsordnung für den Masterstudiengang Lehramt an
Gymnasien und Gesamtschulen mit dem Unterrichtsfach Chemie treten am 01. Oktober 2014 in
Kraft.
(2) Sie werden in den Amtlichen Mitteilungen der Universität Paderborn veröffentlicht.
Ausgefertigt aufgrund des Beschlusses des Fakultätsrats der Fakultät für Naturwissenschaften vom 05.
März 2014 im Benehmen mit dem Ausschuss für Lehrerbildung (AfL) vom 20. März 2014 sowie nach
Prüfung der Rechtmäßigkeit durch das Präsidium der Universität Paderborn vom 26. März 2014.
Paderborn, den 27. März 2014 Der Präsident
der Universität Paderborn
Professor Dr. Nikolaus Risch
Anhang
Studienverlaufsplan
1. Semester (WS)
Vertiefung Anorganische Chemie
V2 Ü1
Gefahrstoffe, Rechtskunde, Toxikologie
V2
Grundlegende Experimente zu Reaktionstypen und -mechanismen
S3
Planung, Durchführung und Analyse von Chemieunterricht – GyGe
S2
Summe 12 LP
2. Semester (SS)
Begleitseminar zum Praxissemester: Lehrerverhalten im Unterrichtspraktikum -
Analyse von Anfängerschwierigkeiten
3. Semester (WS)
Zwei der folgenden Optionen
Geschichte der Chemie
V2
Medizinische Chemie
V2 Ü1
Einführung in die Quantenchemie
V2 Ü1
Biochemie
V2
Makromolekulare Chemie
V2
Festkörper- und Materialchemie
V2
Kolloide und Grenzflächen
V3
Chemische Bildung und chemiedidaktische Konzeptionen
S2
Summe 9 LP
4. Semester (SS)
Eine der folgenden Optionen , sofern nicht bereits im 3. Semester gewählt:
Geschichte der Chemie
V2
Medizinische Chemie
V2 Ü1
Einführung in die Quantenchemie
V2 Ü1
Biochemie
V2
Makromolekulare Chemie
V2
Festkörper und Materialchemie
V2
Kolloide und Grenzflächen
V3
Spezielle Themen aus der Chemiedidaktik
S2
Summe 6 LP
insgesamt 27 LP, davon 9 Fachdidaktik
Modulbeschreibungen
Titel des Moduls: Vertiefungsmodul Chemie
Modulnummer
Workload
Credits
Studiensemester
Häufigkeit des Angebots
Dauer
1
270 h
9
1.
jedes WS
1 Semester
1 Lehrveranstaltungen Kontaktzei: Selbststudium
(a) Vertiefung Anorganische Chemie (V2 Ü1)
(b) Gefahrstoffe, Rechtskunde, Toxikologie (V2)
(c) Grundlegende Experimente zu Reaktionstypen und
-mechanismen (S3)
3 SWS / 45 h
2 SWS / 30 h
3 SWS / 45 h
45 h
60 h
45 h
2 Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen
Fachliche Kompetenzen
• erweitertes Verständnis für Struktur-Eigenschaftsbeziehungen
• erweitertes Verständnis für Konzepte der chemischen Bindung
• vertiefte Kenntnisse über anorganische Substanzklassen
• Grundkenntnisse in Toxikologie und Rechtskunde
• Fähigkeit zum sachgerechten Umgang mit Gefahrstoffen
• (in der beruflichen Praxis geforderter) Sachkundenachweis für das Inverkehrbringen von Gefahrstoffe
• Kenntnis schulchemisch relevanter Reaktionstypen und zugrundeliegender (Reaktions-)Parameter
Spezifische Schlüsselkompetenzen
• Fähigkeit zur sprachlich und logisch korrekten Argumentation (durch Ausarbeitung von Übungsaufgaben und
Praktikumsprotokollen
• Fähigkeit zur mündlichen und schriftlichen Kommunikation wissenschaftlicher Sachverhalte (durch
Ausarbeitung von Übungsaufgaben und deren Präsentation an der Tafel)
• Fähigkeit zum Modelldenken
• Fähigkeit zur Teamarbeit (durch Arbeit in Kleingruppen)
• Fremdsprachenkompetenz (durch Verwendung englischsprachiger Lehrbücher und Kommunikation mit
ausländischen Assistenten)
• Fähigkeit zur Abschätzung von Gefahrenpotenzialen
3 Inhalte
(a) Vertiefung Anorganische Chemie:
• Chemische Bindung: MO-Theorie
• Elemente des d- und f-Blocks
• Molekülsymmetrie
• Koordinationschemie, Organometallchemie
• Kristallfeld-/ Ligandenfeldtheorie
• Magnetismus, Farbigkeit
• spezielle anorganische Verbindungen, Reaktionen, Anwendungen
(b) Gefahrstoffe, Rechtskunde, Toxikologie:
• Toxikologische Grundlagen
• chemierelevante Rechtsvorschriften
• Schutzmaßnahmen
• Luftanalytik, Wirkungen einzelner Stoffe und Stoffklassen, Informationsquellen
(c) Grundlegende Experimente zu Reaktionstypen und -mechanismen:
• Begriffsklärungen "Typ" und "Mechanismus"
• Substitutionsreaktionen (Radikalisch, nukleophil)
• elektrophile aromatische Substitution
• Additionsreaktionen ( an C=C und C=0-Doppelbindung)
• Eliminierungsreaktionen
• Pericyclische Reaktionen
• Umlagerungsreaktionen
• Oxidations -und Reduktionsreaktionen in der organischen Chemie
• C-H-acide Verbindungen
4 Lehrformen
(a) Vorlesung mit Übungen
(b) Vorlesung
(c) Vorlesung mit chemischen Experimenten
5 Gruppengröße
100 Teilnehmer
6 Verwendung des Moduls (in anderen Studiengängen)
Masterstudium Lehramt „Chemie“ für HRGe (Teile) Masterstudium Lehramt “Chemie“ für BK
7 Teilnahmevoraussetzungen
Keine
8 Prüfungsformen
Die Modulabschlussprüfung ist eine Klausur (2 Stunden) oder eine mündliche Prüfung (30-45 Minuten).
9 Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten
Erfolgreich bestandene Modulabschlussprüfung sowie eine erfolgreich erbrachte Studienleistung (und
Voraussetzung für die Befugnis zum Umgang mit Gefahrstoffen) zur Veranstaltung b) Gefahrstoffe, Rechtskunde,
Toxikologie in Form eines Tests von 2 Stunden oder einer mündlichen Befragung von 30-45 Minuten.
10 Modulbeauftragte/r und hauptamtlich Lehrende/r
Henkel (verantwortlich), Grote
11 Sonstige Informationen
Empfohlene Literatur:
Huheey/Keiter/Keiter, Anorganische Chemie
Schriftenreihe Schule In NRW, Nr. 1031/1 Sicherheit im naturwissenschaftlich-technischen Unterricht an
allgemeinbildenden Schulen, MSWWF
Titel des Moduls: Vertiefungsmodul Spezielle Themen der Chemie
Modulnummer
Workload
Credits
Studiensemester
Häufigkeit des Angebots
Dauer
2
270 h
9
3.-4.
vgl. 1
2 Semester
1 Lehrveranstaltungen Kontaktzeit Selbststudium
Drei der folgenden Veranstaltungen
in der Regel im WS angeboten:
(a) Geschichte der Chemie (V2)
(b) Medizinische Chemie (V2 Ü1)
(c) Einführung in die Quantenchemie (V2 Ü1)
(d) Biochemie (V2)
in der Regel im SS angeboten
(e) Makromolekulare Chemie (V2)
(f) Festkörper- und Materialchemie (V2)
(g) Kolloide und Grenzflächen (V3)
2 SWS / 30 h
3 SWS / 45 h
3 SWS / 45 h
2 SWS / 30 h
2 SWS / 30 h
2 SWS / 30 h
3 SWS / 45 h
60 h
45 h
45 h
60 h
60 h
60 h
45 h
2 Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen
Fachliche Kompetenzen
• Beherrschen fachlicher Grundlagen, auch um schulische Inhalte sachanalytisch zu bewerten
• Verständnis für Struktur-Eigenschaftsbeziehungen chemischer Materialien, Produkte und Phänomene des
Alltags
• Fähigkeit zur Identifizierung und zum Begreifen chemischer Vorgänge und Stofftransportvorgänge in
Umweltkompartimenten
• Elementare Kenntnisse über biochemische Stoffklassen und biologisch-ernährungsphysiologisch relevante
Zyklen
• vertiefte Kenntnisse über biologisch wichtige Moleküle, die in der Medizinischen und Bioanorganischen Chemie
von Bedeutung sind
• Vertiefte Kenntnisse über moderne Bindungskonzepte
• Verständnis für den mikroskopischen Aufbau der Materie
• Kenntnisse der geschichtlichen Entwicklung der Chemie und von Problemlagen, die die Verwertung und
Anwendung chemischer Erkenntnisse sowie Aspekte der gesellschaftlichen Akzeptanz der Chemie als
Wissenschaft und Unterrichtsfach betreffen
• Erweiterung des „Symmetrie“-Konzepts
Spezifische Schlüsselkompetenzen
• Fähigkeit zur sprachlich und logisch korrekten Argumentation (durch Ausarbeitung von Übungsaufgaben und
Praktikumsprotokollen
• Fähigkeit zur mündlichen und schriftlichen Kommunikation wissenschaftlicher Sachverhalte (durch
Ausarbeitung von Übungsaufgaben und deren Präsentation an der Tafel)
• Fähigkeit zum Modelldenken
• Fähigkeit zur Teamarbeit (durch Arbeit in Kleingruppen)
• Fremdsprachenkompetenz (durch Verwendung englischsprachiger Lehrbücher und Kommunikation mit
ausländischen Assistenten)
• Fähigkeit zur Akzentuierung von Problemlagen, die die Verwertung und Anwendung chemischer Erkenntnisse
sowie Aspekte der gesellschaftlichen Akzeptanz der Chemie als Wissenschaft betreffen
• Fähigkeit zur gesellschaftlichen Akzentuierung naturwissenschaftlicher Sachinhalte
3 Inhalte:
(a) Geschichte der Chemie:
• Geschichtliches Altertum (Mythen, Naturphilosophie, Atomistik)
• Alchemie (Transmutation, natur- und geisteswissenschaftliche Aspekte)
• Phlogistonlehre und Gaschemie (Empirismus, Exhaurierung)
• Quantitative Chemie (Atom- und Molekularlehre)
• Organische Chemie (Vitalismus, chemische Legenden, Elementaranalyse)
• Industrielle Revolution (Nützlichkeit der Chemie, Grenzen des Wachstums, Akzeptanz)
(b) Medizinische Chemie:
• Methoden der Leitstrukturfindung, -entwicklung und -optimierung
• Aufbau und Wirkungsweise von Enzymen und Rezeptoren, Wechselwirkungen mit Wirkstoffen
• Pharmakodynamik und Pharmakokinetik
• Fallbeispiele aus der Entwicklung von Pharmaka bis zur Marktreife
(c) Einführung in die Quantenchemie:
• Vorstellung grundlegender Experimente der Quantenmechanik
• Mathematische Beschreibung quantenmechanischer Probleme
• Schrödinger-Gleichung
• Lösungen der Schrödinger-Gleichung für ausgewählte quantenmechanische Probleme
• Grundlagen der Spektroskopie
(d) Biochemie:
• Einführung: Anatomie und Intermediärstoffwechsel
• Stoffklassen/Stoffwechsel: Aminosäuren, Peptide, Proteine, Lipide, Kohlenhydrate, Purine, DNA,
Steroide, Vitamine, Hormone
• Biochemische Prozesse: Energie- und Stofftransformationen
• Enzyme, Glykolyse, Citratzyklus, Atmungskette
(e) Makromolekulare Chemie
• Klassifizierung und Herstellung von Polymeren
• Molmassen und Molmassenverteilung
• Stufen- und Kettenreaktionen, Grundlagen der Polykondensation und -addition sowie der radikalischen und
ionischen Polymerisation, Copolymerisation, koordinative Polymerisation
• Methoden zur Charakterisierung und Molmassenbestimmung in Lösung.
(f) Festkörper- und Materialchemie:
• Kristallstrukturen, Raumgruppen
• Spezielle analytische Methoden (z.B. Beugungsmethoden, Thermoanalyse, Porosimetrie)
• Moderne Syntheseverfahren (z.B. Sol-Gel-Verfahren, Abscheidung, Templatverfahren)
• Funktionsmaterialien (z.B. poröse Materialien, Keramiken)
(g) Kolloide und Grenzflächen
• Kolloidale Materialien, Arten von Grenzflächen
• Physik der Grenzfläche, Stabilisierung von Grenzflächen
• Rheologie von Kolloiden
• Kolloide und Licht
• Einführung in spezielle Charakterisierungsmethoden, Reinigungsprozesse
• polymere Kolloide, Lebensmittelkolloide
4 Lehrformen
(a) Vorlesung
(b) Vorlesung
(c) Vorlesung
(d) Vorlesung
(e) Vorlesung
(f) Vorlesung
(g) Vorlesung
5 Gruppengröße
100 Teilnehmer
6 Verwendung des Moduls (in anderen Studiengängen)
Masterstudium „Chemie“; Masterstudium Lehramt “Chemie“ für BK
7 Teilnahmevoraussetzungen
Keine
8 Prüfungsformen
Die Modulabschlussprüfung ist eine Klausur (2 Stunden) oder mündliche Prüfung (30-45 Minuten).
9 Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten
Erfolgreich bestandene Modulabschlussprüfung
10 Modulbeauftragte/r und hauptamtlich Lehrende/r:
Henkel, Kuckling, Kitzerow, Tiemann
11 Sonstige Informationen
Empfohlene Literatur:
P. W. Atkins, Physikalische Chemie, 4. Auflage, Wiley VCh
G. Wedler, Lehrbuch der Physikalischen Chemie, 5. Auflage, Wiley VCh
U. Schubert, N. Hüsing: Synthesis of Inorganic Materials, 2nd Ed., Wiley-VCH
G. Löffler, P.E. Petrides, P.C. Heinrich., „Biochemie und Pathobiochemie“; Springer
T. Kreutzig, „Kurzlehrbuch Biochemie“, Urban & Fischer Verlag
G. Rehner, H. Daniel, „Biochemie der Ernährung“; Spektrum Akademischer Verlag
E. Ströker, "Denkwege der Chemie" - Elemente ihrer Wissenschaftstheorie, Verlag Karl Alber
W. Röd, „Kleine Geschichte der antiken Philosophie", Beck'sche Reihe
A.G.M. van Melsen, "Atom - gestern und heute", Verlag Karl Alber
E. Ploss, H. Roosen-Runge u. a., Alchimia", Moos
H. Moesta, „Erze und Metalle – ihre Kulturgeschichte im Experiment“, Springer
Hans-Werner Schütt, „Auf der Suche nach dem Stein der Weisen – die Geschichte der Alchemie“, Verlag C. H.
Beck
William H. Brock, „Viewegs Geschichte der Chemie“, Springer
M. D. Lechner, K. Gehrke, E. H. Nordmeier, Makromolekulare Chemie
Pashley/Karaman, Applied Colloid and Surface Chemistry
C. Bliefert, Umweltchemie
G. Schwedt, Taschenatlas der Umweltchemie
J.F. Diehl, Chemie in Lebensmitteln
U. Schubert, N. Hüsing, Synthesis of Inorganic Materials, 2nd Ed., Wiley-VCH
L. E. Smart, E. A. Moore, Solid State Chemistry, 3rd Ed., CRC Press, Taylor & Francis
Titel des Moduls: Vertiefungsmodul Fachdidaktik Chemie Teil 1
Modulnummer
Workload
Credits
Studiensemester
Häufigkeit des Angebots:
Dauer:
3
90 h
3
1.
jedes WS
1 Semester
1 Lehrveranstaltungen Kontaktzeit Selbststudium
Planung, Durchführung und Analyse von Chemieunterricht –
GyGe (S2)
(Vorbereitung des Praxissemesters)
2 SWS / 30 h
60
2 Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen
Fachliche Kompetenzen
Die Studierenden
• können Konzeptionen in bildungstheoretischer, unterrichtspraktischer und lernpsychologischer Hinsicht
bewerten,
• können Chemieunterricht „adressatengerecht“ planen und gestalten,
Spezifische Schlüsselkompetenzen
Die Studierenden
• verbessern Reflexions- und Prognosekompetenzen,
• steigern bewertende und kommunikative Kompetenzen.
3 Inhalte*
* Hinweis: Im Sinne einer inneren Differenzierung wird den schulformspezifischen Besonderheiten entsprochen.
Im BA-Studium erworbene Kenntnisse werden auf zentrale berufsspezifische Funktionen bezogen. Themen sind:
• Planung als Aufgabe, Notwendigkeit, Prozess, Problem
• Planungsmodelle und chemische Unterrichtsrealität
• grundlegende Begriffskonstrukte zum Bereich Planung , etwa Sachanalyse, Strukturanalyse bzw.
Legitimationshilfen, Fach- und Schülerorientierung, Schülervorstellungen und didaktische Rekonstruktion,
Situation bzw. Situativität, Anspruchsniveau, Methoden, Intentionen, Konzeptionen, Differenzierung,
Lernkontrollen, Leistungsmessung
• Analyse von „Fremdplanungen“ unter zentralen Aspekten wie Interdependenz, Widerspruchsfreiheit,
Bedingungen, Faktenbeurteilung und Normenkritik, Kompetenzvermittlung, Lernzielbeschreibungen bzw.
Qualifikationsanalysen, Auswirkungen auf Schülerverhalten
• Didaktische Prinzipien als Planungsgrundsätze
• Unterrichtsentwürfe als Ergebnis und als Modell geplanten Handelns und als Reflexionsübungen
• Studentische Anfängerfehler und Probleme im konkreten Unterrichtshandeln (video-unterstützt)
4 Lehrformen
Seminar mit Unterrichtsbesuchen (Hospitationen) und Gruppenarbeit
5 Gruppengröße
je 25 Teilnehmer
6 Verwendung des Moduls (in anderen Studiengängen:
Masterstudium Lehramt “Chemie“ für HRGe, Masterstudium Lehramt “Chemie“ für BK
7 Teilnahmevoraussetzungen
Keine
8 Prüfungsformen
Mündliche Modulabschlussprüfung von ca. 30 Minuten
9
Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten
Erfolgreich bestandene Modulabschlussprüfung sowie erfolgreicher Besuch der Veranstaltung, nachgewiesen
durch eine Grobplanung (Unterrichtseinheit) als Gruppenarbeit und in Rückkopplung zur Unterrichtsrealität
(mehrere Varianten möglich), schriftlich fixiert
10 Modulbeauftragte/r und hauptamtlich Lehrende/r
Becker, N.N.
11
Sonstige Informationen
H.-J. Becker, Konzeptionelle Vielfalt im naturwissenschaftlichen Unterricht. In: B. Herzig/U. Schwerdt (Hg),
Subjekt- oder Sachorientierung in der Didaktik, LIT
R. Demuth u.a., Chemie im Kontext, Waxmann
H.-J. Becker u.a., Trendberichte zur Chemiedidaktik 2003,2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, In: Nachrichten
aus der Chemie
V. Woest, Offener Chemieunterricht, Luchterhand
E. Spörlein,“Das mit dem Chemischen finde ich nicht so wichtig…“, Leske + Budrich
H.-J. Becker, Chemiedidaktische Entwicklungen in der BRD, Lang
Titel des Moduls: Vertiefungsmodul Fachdidaktik Chemie Teil 2
Modulnummer
Workload
Credits
Studiensemester
Häufigkeit des Angebots
Dauer
4
189
6
3., 4.
(a) jedes WS
(b) jedes SS
2 Semester
1 Lehrveranstaltungen Kontaktzeit Selbststudium
(a) Chemische Bildung und chemiedidaktische Konzeptionen
(S2)
(b) Spezielle Themen aus der Chemiedidaktik -wechselnde
Themen (S2)
2 SWS / 30 h
2 SWS / 30 h
60
60
2 Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen
Fachliche Kompetenzen
Die Studierenden
• können Konzeptionen in bildungstheoretischer, unterrichtspraktischer und lernpsychologischer Hinsicht
differenziert bewerten,
• vertiefen Planungs-, Gestaltungs- und Analysekompetenzen.
Spezifische Schlüsselkompetenzen
Die Studierenden
• verbessern Reflexions- und Prognosekompetenzen,
• steigern bewertende und kommunikative Kompetenzen.
3 Inhalte*
* Hinweis: Im Sinne einer inneren Differenzierung wird den schulformspezifischen Besonderheiten entsprochen.
(a) Chemische Bildung und chemiedidaktische Konzeptionen:
Zusammenhänge von Bildungsabsichten und chemiedidaktischen Konzeptionsprogrammen werden thematisiert
und von den Studierenden in einer forschenden Perspektive bearbeitet, im einzelnen:
• Begriffsklärungen (Bildung, chemische Bildung, Allgemeinbildung, Berufsbildung, Bildungsrelevanzen, Bildung
als Konsens und Orientierungshilfe, Bildungskonzeptionen, Bildungsgänge, Bildungsstudien)
• Chemische Lehrpläne, Richtlinien, Curricula (auch aus historischer Perspektive)
• Entscheidungshilfen zur Ableitung von Bildungszusammenhängen und -absichten wie kulturelle Normen,
fachstrukturelle vs. individuelle Angemessenheit, Intentionen – Themen - Matrices, Strukturgitteransätze,
Qualifikationsanalysen, Kompetenzmodelle und Kompetenzmodellierungen
• Methodische Grundformen (darbieten, erarbeiten, entdecken) und schulpädagogische Ansätze (ganzheitlich-
analytisch, elementenhaft -synthetisch, fachübergreifend, Projekte, (Rollen)Spiele) als Konkretisierungshilfen
chemischer Bildungsabsichten
• Chemiedidaktische Konzeptionen als komplexe Unterrichtsprogramme (lebensweltliche,
wissenschaftstheoretische bzw. -geschichtliche, kind- bzw. schülergemäße, technik-umwelt-
gesellschaftsorientierte, fachübergreifende Ansätze) in Abgrenzung zu fachstrukturellen Ansätzen
(Gegenständen wie Erkenntnismethoden)
• Konzeptionen als Lernhilfe für den Aufbau von Fachstrukturen und zur Entwicklung konzeptueller Vorstellungen
als Chance für Erfahrungsrepräsentationen und für die Verbesserung emotionaler Zustände
• Methodische und konzeptionelle Realitäten „Chemieunterricht“ (Forschungslage)
• Studentische Reflexionen hinsichtlich realisierter Bildungsprozesse und Konzeptionen im Praktikumsunterricht
• Empathisches Lehrerverhalten als Agens konzeptioneller Vielfalt im Chemieunterricht
(b) Spezielle Themen aus der Chemiedidaktik:
Seminare zu wechselnden Themenstellungen vermitteln je nach Interessenlage und Schwerpunktsetzung der
Studierenden und je nach aktuellen Gegebenheiten vertiefte Einblicke in chemiedidaktische Erkenntnisstände, z.
B.
• Schülerorientierung und experimentelle Selbsttätigkeit im Chemieunterricht
• Innere Differenzierung und Heterogenität – Herausforderungen für Chemieunterricht (Schwerpunkt
Hauptschule)
• Diagnostische Möglichkeiten im Chemieunterricht – Theorie und Realitäten
• Lernschwierigkeiten und Schülervorstellungen
• Modelle, Modellversuche, Analogien, Metaphern, Eselsbrücken - Lernhilfen im Chemieunterricht?!
(Schwerpunkt Hauptschule)
• Leistung und Interessen von Schülern – Metaanalysen, Fallstudien, Erhebungen
• Kompetenzen und Kompetenzmodellierung - mehr als ein Konstrukt?!
• Chemische Alltagskommunikation als Forschungsgegenstand und unterrichtliches Gestaltungsmittel
(Schwerpunkt Hauptschule)
• Medien im Chemieunterricht - Möglichkeiten, Chancen, Probleme
• Chemiedidaktische Forschungsansätze - Empirie, Hermeneutik, Heuristik, Ideologiekritik
• Sprache und Begriffsbildungsprozesse m Chemieunterricht (Schwerpunkt Hauptschule)
• Schülerinteressen und Chemieunterricht an der Hauptschule (Schwerpunkt Hauptschule)
• Zum Verhältnis von chemischer Allgemein- und Berufsbildung
• ……
4 Lehrformen
(a) Seminar (Einzel-, Gruppenarbeit) mit empirischen Bezügen und Quellenarbeiten
(b) Seminar (Einzel-, Gruppenarbeit) mit empirischen Bezügen und Quellenarbeiten
5 Gruppengröße
je 25 Teilnehmer
6 Verwendung des Moduls (in anderen Studiengängen)
Masterstudium Lehramt “Chemie“ für HRGe, Masterstudium Lehramt “Chemie“ für BK
7 Teilnahmevoraussetzungen
Keine
8 Prüfungsformen
Mündliche Modulabschlussprüfung von ca. 45 Minuten
9
Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten
Erfolgreich bestandene Modulabschlussprüfung sowie erfolgreicher Besuch der Modulveranstaltungen,
nachgewiesen durch
(a) eine Grobplanung (Unterrichtseinheit) als Gruppenarbeit und in Rückkopplung zur Unterrichtsrealität (mehrere
Varianten möglich), schriftlich fixiert
(b) Referat zu einer selbst gewählten Seminarthematik mit einem deutlichen Bezug zum Unterrichtspraktikum
10 Modulbeauftragte/r und hauptamtlich Lehrende/r
Becker, N.N.
11
Sonstige Informationen
H.-J. Becker, Konzeptionelle Vielfalt im naturwissenschaftlichen Unterricht. In: B. Herzig/U. Schwerdt (Hg),
Subjekt- oder Sachorientierung in der Didaktik, LIT
R. Demuth u.a., Chemie im Kontext, Waxmann
H.-J. Becker u.a., Trendberichte zur Chemiedidaktik 2003,2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, In: Nachrichten
aus der Chemie
V. Woest, Offener Chemieunterricht, Luchterhand
E. Spörlein,“Das mit dem Chemischen finde ich nicht so wichtig…“, Leske + Budrich
H.-J. Becker, Chemiedidaktische Entwicklungen in der BRD, Lang