1
Studiengang
„Populäre Musik und Medien“
Universität Paderborn
BA-Absolventen-
Befragung
2005/2007
Eine vergleichende Zusammenfassung
Dr. Bernhard Weber
unter Mitarbeit von Franziska Olbertz
2
Index (alphabetisch) Seite
Altersstruktur 6
Auslandsstudium und Praktikum 15-17
Basisdaten 6-7
Berufliche Perspektiven 8, 24/26
Berufliche Situation 7, 22-24
Berufliches Selbstverständnis 20/21
Berufswunsch am Ende des Studiums 19-23
Berufswunsch am Beginn des Studiums 8
Betreuung während des Studiums 8-12
Einleitung 4/5
Familienstand 7
Finanzierung des Studiums 7
Freizeitbeschäftigungen 7
Geschlechterverteilung 6
Infrastruktur (räumlich-technische Ausstattung) 14
Instrumentalkenntnisse 6/7
Kenntnisse und Fähigkeiten zu Beginn des Studiums 6/7
Kontakte zum Arbeitsmarkt 10-12, 27/28
Kritik 18/19
Masterstudiengang (PMMA) 22
Module (Qualität und Bewertung einzelner Bereiche) 13-14
Musikalische Vorkenntnisse 6/7
Praktikum und Auslandsstudium 15-17
Qualität der Betreuung 10-12
Qualität der Lehre 13/14, 16/17
Qualität der Studienberatung 9
Resümee 27/28
Sozialstatistische Daten 6/7
Zufriedenheit mit dem Studium 18/19, 24
3
Abbildungsverzeichnis (chronologisch) Seite
Grafik 1 Alter der Befragten 6
Grafik 2 Instrumentalkenntnisse 6
Grafik 3 Finanzierung des Studiums 7
Grafik 4 Gründe für zur Wahl des Studienfachs 8
Grafik 5 Qualität der Studienberatung 9
Grafik 6 Kenntnisse und Fertigkeiten zu Beginn des Studiums 9
Grafik 7 Berufswunsch zu Beginn des Studiums 10
Grafik 8 Allgemeine Betreuung durch die Dozenten 10
Grafiken 8a-c Qualität der Betreuung: fachlich, soziale Kompetenzen,
Studienberatung 11/12
Grafik 9 Bewertung der Pflichtmodule 13
Grafik 10 Bewertung der Wahlpflichtmodule 14
Grafik 11 Beurteilung der Infrastruktur (Räume, Ausstattung etc.) 14
Grafik 12 Bereiche/Branchen der absolvierten Pflichtpraktika 15
Grafik 13 Wie sind Sie zu ihrem Praktikumsplatz gekommen? 16
Grafik 14 Welche Kenntnisse und Fertigkeiten, die Sie im Praktikum benötigt
haben, wurden im Studium vermittelt? 16
Grafik 15 Welche Kenntnisse und Fertigkeiten, die Sie im Praktikum benötigt
haben, wurden im Studium nicht vermittelt? 17
Grafik 16 Zufriedenheit mit dem Studium insgesamt 18
Grafik 17 Würden Sie Freunden empfehlen, „Populäre Musik und Medien“ zu
studieren? 18
Grafik 18 Wichtige Gründe im Hinblick auf eine zukünftige Berufswahl? 20
Grafik 19 Ich sehe mich heute (2007) als... 21
Grafik 20 Berufliche Präferenzen nach dem Studienabschluss 22
Grafik 21 Einstellung zum Masterstudiengang „Populäre Musik und Medien“ 23
Grafik 22a Wie denken Sie über eine hauptberufliche Tätigkeit außerhalb des
Bereichs „Populäre Musik und Medien“? 24
Grafik 22b Berufliche Tätigkeit außerhalb dieses Bereichs, weil… 24
Grafik 23 Zufriedenheit mit a) der universitären Ausbildungssituation und b)
der jetzigen Lebenssituation? 25
Grafik 24 Planen Sie eine berufliche Umorientierung? 26
Grafik 25a-b Die Ausübung einer professionellen musik- und/oder
medienbezogenen Tätigkeit als Bestandteil der eigenen Identität 26/27
4
Einleitung
Populäre Musikkulturen und Medienlandschaften sind einem stetigen und raschen Wandel
unterzogen. Infolgedessen verlangen die damit zusammenhängenden Berufsfelder nach
flexiblen und offenen Qualifikations- und Kompetenzprofilen. Vor diesem Hintergrund
verfolgt der Studiengang „Populäre Musik und Medien“ das Ziel, die Absolventinnen und
Absolventen über die Vermittlung von grundlegendem Fachwissen, Medienkompetenzen
und Schlüsselqualifikationen zu kompetentem und verantwortlichem Handeln in ihrem
späteren Arbeitsumfeld zu befähigen.
Der Bachelor-Studiengang „Populäre Musik und Medien“ wurde im Wintersemester 2002
neu eingeführt. Als ein grundständiges wissenschaftliches Studium führt er zu einem
ersten berufsqualifizierenden Abschluss.
Um der Interdependenz von musikalischen, medialen und ökonomischen Aspekten
populärer Musik gerecht zu werden, wurde der in Deutschland in dieser Form wohl
einmalige Studiengang interdisziplinär angelegt. Die strukturelle Konzeption bringt es
allerdings mit sich, dass sich die Ausbildungsstätten auf drei Standorte verteilen:
Musikwissenschaftliches Seminar Paderborn/Detmold, Musikhochschule Detmold und
Universität Paderborn. Im Wintersemester 2002 haben sich 148 Studierende in den
Studiengang eingeschrieben. Die sehr hohe Einschreibungsquote erklärt sich dadurch,
dass es zu diesem Zeitpunkt keine alternativen Studienangebote gab und das Studienfach
nicht mit einem NC versehen war. Weiterhin gab es keinerlei Instanzen, etwa in Form von
Eignungsprüfungen, in denen speziell studienbezogene Qualifikationen abgeprüft wurden.
Zu diesem Zeitpunkt war die inhaltliche und organisatorische Leitung des Studiengangs
am Musikwissenschaftlichen Seminar Detmold verortet.
Zur generellen Situation des Studiengangs ist zu bemerken, dass es aus verschiedenen
Gründen und nach mehreren Versuchen bis heute nicht gelungen ist, die für diesen
Studiengang vorgesehene Professur zu besetzen. Dadurch wurde die
Studiengangsleitung von den jeweiligen Inhaberinnen und Inhabern der
Vertretungsprofessuren übernommen. Notgedrungen ergaben sich dadurch
unvermeidbare Brüche sowie Schwankungen in der Kontinuität und Qualität der Lehre
hinsichtlich der Leitung und Organisation des Studiengangs sowie in der Betreuung der
Studierenden.
Kurz vor dem Bachelor-Abschluss des ersten Studiensemesters wurde eine Befragung
durchgeführt. Die Studie verfolgt das Ziel, erste empirisch fundierte Informationen über die
Absolventinnen und Absolventen zu erhalten, insbesondere über deren berufliche
Interessen und qualitative Bewertung ausgewählter Studieninhalte.
Die Erhebung fand im Rahmen eines Seminars am Ende des Sommersemesters 2005
mittels eines Fragebogens (siehe Anlage) statt. Der Fragebogen wurde mit freundlicher
Unterstützung von Prof. Dr. Heiner Gembris erstellt. An der Erhebung nahmen 91
Studierende teil. Die Daten wurden mit der Analyse- und Statistiksoftware SPSS deskriptiv
ausgewertet. Das Fach Musik erhofft sich von den Ergebnissen fundierte Hinweise darauf,
mit welchen Kompetenzen und Interessen die Studierenden ihr Studium beginnen und wie
sie nach sechssemestrigem Studium die Inhalte, die Konzeption sowie die
organisatorischen Rahmenbedingungen des Studiengangs bewerten. Gleichzeitig wurden
im Rahmen der Befragung auch studentische Einschätzungen des Masterstudiengangs
eingeholt.
Hochschulpolitische Überlegungen, negative Rückmeldungen von Studierenden sowie die
Ergebnisse dieser ersten Befragung führten dazu, dass ab Wintersemester 2005/6 die
Leitung des Studiengangs an Prof. Dr. Thomas Krettenauer (Fach Musik, Universität
Paderborn) übertragen wurde.
5
Ende des Sommersemesters 2007 wurde eine erneute Abschluss-Befragung mit 25
Studierenden durchgeführt. Neben den Zielsetzungen der ersten Studie lag hinter dieser
Befragung die Intention, erste Rückmeldungen über die im Rahmen des Leitungswechsels
vorgenommenen inhaltlichen, strukturellen sowie räumlichen Veränderungen zu erhalten.
Bei der hier vorliegenden Schrift handelt es sich um eine Zusammenfassung bzw.
Gegenüberstellung beider Studien. Wo aus auswertungstechnischen Gründen kein
direkter Vergleich möglich war, beziehen sich die Darstellungen auf die Studie von 2007.
Die Zusammenfassung gibt einen Einblick in die Weiterentwicklung des Studiengangs
sowie dessen Bewertung durch die Studierenden. Der Fragebogen sowie die kompletten
Datentabellen der aktuellen Befragung (2007) befinden sich im Anhang.
Ingesamt erhofft sich das Fach Musik von beiden Studien wichtige Anregungen für eine
Optimierung des Studiengangs „Populäre Musik und Medien“, um die Universität
Paderborn zu einem attraktiven Standort für diesen Studiengang zu machen.
6
I. BASISDATEN
Zum Zeitpunkt der Erhebung Anfang Juli 2007 waren im Studiengang „Populäre Musik und
Medien“ insgesamt 31 Studierende (9w/22m) eingeschrieben. Davon nahmen 26 an der
Abschluss-Studie 2007 teil, 19 waren männlichen (73%) und 7 weiblichen (27%)
Geschlechts. Damit verschiebt sich im Vergleich zur Befragung von 2005 das nahezu
ausgewogene Geschlechterverhältnis (58%/42%) zu Ungunsten weiblicher Studierender.
Grafik 1: Altersverteilung im Vergleich 2005 und 2007 (gerundete Prozente)
34
29
19
810
22 22
26
30
0
10
20
30
40
50
bis 22 23 24 25 ab 26 Jahre
Prozent
2005
2007
Der Altersvergleich zeigt, dass die Befragten im Studiengang 2007 im Durchschnitt älter
waren. Besonders auffällig ist diese Tendenz bei den über 26-jährigen.
Grafik 2: Ihr Instrument, falls Sie eines spielen? (Mehrfachantworten)
58
46
15
8
4
27
0 20 40 60 80 100
Gitarre / Bassgitarre
Tasteninstrumente
Blasinstrumente
DJ-ing
Schlagzeug
sonstiges
Prozent
Alle Befragten spielen ein Instrument, 16 Studierende spielen mindestens
zwei Instrumente.
Das am meisten favorisierte Instrument ist Gitarre/Bassgitarre, gefolgt von
Keyboard/Klavier.
7
Weitere Nennungen gab es in den Bereichen Blasinstrumente (Saxofon/Trompete),
Schlagzeug, Turntable sowie Gesang und Violine.
Die deutliche Mehrheit der Studierenden beherrscht zwei Instrumente, etwa ein Fünftel
sogar mehr als zwei.
Grafik 3: Finanzierung des Studiums (Mehrfachantworten)
81
39
39
23
15
8
81
34
27
23
8
9
0 20 40 60 80 100
Finanzierung durch Eltern
teils musikbezogen teils musikfremd
Finanzierung durch BAföG
ausschließlich musikfremde Tätigkeiten
sonstige Finanzierung
ausschließlich musikbezogene
Tätigkeiten
Prozent
2007
2005
Das Studium wird überwiegend über die Eltern (80,8%), durch Jobs (69,2%) oder über
BAföG (38,5%) finanziert. 11,1% der Jobs, mit denen die Befragten das Studium
finanzieren, sind musikbezogen, 33,3% liegen in außermusikalischen Bereichen und
55,6% sind teils musikalisch, teils nicht musikalisch ausgerichtet.
Die bevorzugte Freizeitbeschäftigung der Studierenden ist Sport (65,4%), gefolgt von
Kino (57,7%), Reisen und Lesen (je 53,8%).
Knapp über die Hälfe der Befragten (53,8%) leben ohne festen Partner, 42,3% leben in
einer festen Beziehung. Vier Studierende haben eigene Kinder.
8
II. STUDIUM: BERATUNG UND BETREUUNG
Grafik 4: Wie wichtig waren die folgenden Gründe bei der Wahl Ihres Studienfachs?
91
80
84
30
30
28
35
27
16
26
100
88
85
42
36
35
23
19
19
15
0 20 40 60 80 100
Beschäftigung mit
Popmusik
Späterer Arbeitsplatz
in der Medienindustrie
Beschäftigung mit
Medien
Spätere Tätigkeit als
Popmusiker
Spätere Tätigkeit als
Musikvermittler
Berufsaussichten
(allgemein)
Möglichkeiten einer
selbständigen Existenz
Ansehen des
Wunschberufes
Möglichkeit einer
universitären Laufbahn
Verdienstmöglichkeiten
(allgemein)
"wichtig" bis "sehr wichtig" in Prozent
2005
2007
Die Gründe „Beschäftigung mit Popmusik“, „späterer Arbeitsplatz in der Medienindustrie“
sowie „Beschäftigung mit Medien“, nehmen in der Studie von 2007, wenn auch in
veränderter Reihenfolge, in der Präferenzskala die ersten Plätze ein. Die Möglichkeit nach
dem Studium als Popmusiker tätig zu sein, ist für knapp die Hälfte (42%) eine wichtige
Motivation, das Studium zu beginnen. Zu den weniger relevanten Gründen zählt nach wie
vor die berufliche Perspektive einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit populärer
Musik.
9
Grafik 5: Qualität der Studienberatung, bezüglich der…
22 22 18 23
42
21 17 17
0
20
40
60
80
100
...interdisziplin.
Anlage des
Studiengangs
...musikwiss.
Ausrichtung des
Studiums
...allgemeinen
Studienberatung an
der UPB
...konkreten
Studieninhalte im
Fach Musik
"gut" bis "sehr gut" in Prozent
2005
2007
Die Einschätzung der universitären Beratung hinsichtlich der interdisziplinären
Ausrichtung des Studiengangs hat sich im Vergleich zur Umfrage von 2005 deutlich
verbessert. Die restlichen Befragungsergebnisse fordern indessen eine weitere
Optimierung der Beratungsangebote.
Grafik 6: Wie beurteilen Sie im Nachhinein Ihre Kenntnisse und Fertigkeiten zu
Beginn des Studiums?
78
53
72
59
31
29
19
81
62
54
50
35
19
8
0 20 40 60 80 100
Umgang mit Medien
allgemein
Allgemeine
Musiklehre
Hörrepertoire
Populäre Musik
Instrument
Gehörbildung
Umgang mit Audio-
und MIDI-Software
Umgang mit
Studiotechnik
"gut" bis "sehr gut" in Prozent
2005
2007
Tendenziell schätzen die Studierenden in der aktuellen Befragung ihre Kenntnisse und
Fähigkeiten ähnlich ein wie in der Studie von 2005. Ausgesprochen kompetent fühlen sie
sich im praktischen Umgang mit Medien, gefolgt von musiktheoretischen Kenntnissen
10
sowie populärmusikalischen Hörerfahrungen.
Eigene Defizite erkennen die Befragten nach wie vor im Umgang mit Audio-, MIDI- und
insbesondere Studiotechnik.
Grafik 7: Berufswunsch zu Beginn des Studiums (Mehrfachantworten)
35
35
31
19
15
12
4
0 10 20 30 40 50
keine Vorstellungen
Musikmanagement, A&R,
Label, Plattenfirma
Veranstaltungsmanagement
Kultur- / Musikjournalismus
Produktion / Studio(-technik)
Popmusiker/-in
Wissenschaftler/-in
Prozent
Die primären Berufswünsche der Studienanfänger sind in den Branchen
Musikmanagement, Veranstaltungsmanagement sowie Journalismus angesiedelt. Diese
Tendenz deckt sich mit der Abschlussbefragung von 2005. Es fällt auf, dass etwa ein
Drittel der Befragten zu Beginn ihres Studiums über keine konkreten Berufsvorstellungen
verfügen.
Grafik 8: Allgemeine Betreuung durch die Dozenten, bezüglich…
22
28
13
1
30 25
1
56 50
20
13
40 0
0
20
40
60
80
100
...fachlicher
Dinge ...sozialer
Kompetenzen ...Studien-
beratung ...Karriere-
beratung ...Finden eines
Praktikums-
platzes
...Finden eines
ausländ.
Studienplatzes
...Kontakt zum
Arbeitsmarkt
"gut" bis "sehr gut" in Prozent
2005
2007
Die Betreuung durch die Dozenten wurde auf der fachlichen Ebene bezüglich sozialer
11
Kompetenzen sowie hinsichtlich der Karriereberatung 2007 deutlich besser bewertet als
2005. Bei der Praktikumssuche und beim Finden eines Studienplatzes im Ausland wurde
die Betreuung durch den Studiengang 2005 hingegen deutlich besser bewertet.
Hierbei ist anzumerken, dass die Unterstützung bei der Suche nach einer
Praktikumsstelle und/oder einem Studienplatz im Ausland sowie die Herstellung von
Kontakten zum Arbeitsmarkt nicht zum primären Aufgabengebiet der Dozenten gehört.
Um die Kontaktmöglichkeiten für die Studierenden trotzdem zu verbessern, werden
entsprechende Daten online zur Verfügung gestellt. Weiterhin verfügen die Studierenden
inzwischen über ein eigenes Kommunikationsnetz, über das relevante Kontaktdaten
ausgetauscht werden.
Grafiken 8a: Qualität der Betreuung - fachlich
1
21 28
11 5
56
44
0
20
40
60
80
100
sehr gut gut befriedigend schlecht sehr
schlecht
Prozent
2005
2007
Die weiteren Bewertungen „gut“ bis „befriedigend“ zeigen eine deutliche Verbesserung
hinsichtlich der Qualität der fachlichen Beratung durch die Dozenten. Statt 21% beurteilt
jetzt über die Hälfte (56%) der Studierenden die fachbezogene Betreuung mit „gut“. Die
Bewertungsstufen „schlecht“ und „sehr schlecht“ wurden in der aktuellen Befragung nicht
mehr vergeben.
Grafik 8b: Qualität der Betreuung – soziale Kompetenzen
28
54
15
3
12
39 42
8
0
20
40
60
80
100
sehr gut gut befriedigend schlecht sehr
schlecht
Prozent
2005
2007
12
Deutlich besser als bei der ersten Befragung werden auch die sozialen Kompetenzen der
Dozenten eingeschätzt. Mehrheitlich wird dieser Bereich mit „sehr gut“ (12%) bis „gut“
(39 %) bewertet. Allerdings halten immer noch 42% der Studierenden diese Kompetenzen
nur für „befriedigend“.
Grafik 8c: Qualität der Betreuung - Studienberatung
1
12
33 39
14
20
68
12
0
20
40
60
80
100
sehr gut gut befriedigend schlecht sehr
schlecht
Prozent
2005
2007
Leicht verbessert, aber dennoch nicht zufriedenstellend ist die Qualität der
Studienberatung durch die Dozenten. Nur etwa ein Fünftel aller Befragten beurteilen sie
mit gut, für über zwei Drittel ist die Beratung nur befriedigend.
Nach wie vor verbesserungswürdig sind die Beratungsbereiche Karriere, Unterstützung
bei der Suche nach einem Praktikumsplatz bzw. ausländischen Studienplatz sowie
„Kontakt“ zum Arbeitsmarkt.
13
III. STUDIUM: QUALITÄT DER LEHRE
Grafik 9: Bewertung der Pflichtmodule
89
90
39
50
52
46
13
96
92
73
46
35
24
0
0 20 40 60 80 100
Musikgeschichte & Musiklehre I
Musikgeschichte & Musiklehre II
Management
Aktuelle Entwicklungen im Bereich PM
Berufsfeldbezogene Sprachkompetenz
Einführung PM / Grundl. Musikwiss
Musikproduktion
"gut" bis "sehr gut" in Prozent
2005
2007
Die Bewertungen der beiden Module „Musikgeschichte und Musiklehre I und II“ blieben im
Vergleich zur Studie von 2005 nahezu unverändert. Deutlich schlechtere Bewertungen
erhielten die Module „Berufsfeldbezogene Sprachkompetenz“ und die einführenden
Veranstaltungen in die Fachgebiete „Populäre Musik“. Hingegen haben sich die
Bewertungen im Modul „Management“ deutlich verbessert. Diese offensichtlichen
Unterschiede erklären sich durch den zwischenzeitlich vorgenommenen
Dozentenwechsel in diesen Teilmodulen.
Nach wie vor negativ wurde der Fachbereich „Musikproduktion“ beurteilt. Der
Bewertungsrahmen lag mehrheitlich zwischen „schlecht“ (46,2%) und „sehr schlecht“
(30,8%). Ein Fünftel aller Befragten beurteilten diesen Bereich mit „mittel“, im Bereich
„sehr gut“ bis „gut“ gab es keinerlei Bewertungen.
14
Grafik 10: Bewertung der Wahlpflichtmodule
44
50
34
18
57
42
81
73
42
42
40
39
0 20 40 60 80 100
Medienpraxis
Musik in Film, HF,
TV, Internet
Musikvermittlung
Soziale Kontexte
Studium Generale
Grundl. Medienwiss.
"gut" bis "sehr gut" in Prozent
2005
2007
Der Vergleich beider Studien zeigt eine deutlich positive Tendenz. In der Bewertung stark
verbessert haben sich die Module „Medienpraxis“, „Musik in Film, Hörfunk, TV und
Internet“ sowie „Soziale Kontexte“. Eine negative Tendenz zeichnet sich im „Studium
Generale“ ab.
Grafik 11: Beurteilung der Infrastruktur (Räume, Ausstattung etc.)…
24 23 25
44
54 52
0
20
40
60
80
100
...in Detmold (Musikwiss.) ...in Detmold (HfM) ...in Paderborn (Fach
Musik)
"gut" bis "sehr gut" in Prozent
2005
2007
Im Vergleich zur ersten Studie wurde die Infrastruktur an den beiden Standorten in
Detmold (Musikhochschule und Seminar für Musikwissenschaft) und Paderborn deutlich
besser eingeschätzt.
15
IV. PRAKTIKUM UND AUSLANDSSTUDIUM
Bis auf wenige Ausnahmen ziehen die Studierenden in beiden befragten Jahrgängen in
ihrem Praktikumssemester eine berufsbezogene Tätigkeit einem Studium an einer
ausländischen Hochschule vor. Das mangelnde Interesse an einem Auslandssemester
korrespondiert mit dem relativ geringen Interesse an einer wissenschaftlichen Laufbahn
der Studierenden. (vgl. Grafik 4: Gründe bei der Wahl des Studienfaches).
Grafik 12: In welchem Bereich / welcher Branche haben Sie Ihr Pflichtpraktikum
absolviert?
Bereiche / Branchen der Praktika
21
6
14
9
3
11
18
14
2
36
23
23
23
14
5
0 10 20 30 40 50
Veranstaltungsmanagement
Musikmanagement
Produktion, Studio(-technik)
Label, Vertrieb
Kultur-, Musikjournalismus
Sonstiges
Archiv
Film, Fernsehen, Hörfunk
Musikforschung
Nennungen in Prozent (z.T. Mehrfachantworten)
2005
2007
Die Vergleichsgrafik zeigt eine deutliche prozentuale Zunahme von Praktika in den
Bereichen Veranstaltungs- und Musikmanagement sowie Produktion, Vertrieb und
Journalismus, während die Bereiche Archiv, „Film, Fernsehen, Rundfunk“ und Forschung
2007 keine Rolle spielten. Mit 36% und 23% war der überwiegende Teil in den Sparten
„Veranstaltungsmanagement“ und „Musikmanagement“ tätig. Diese Arbeitsfelder wurden
in den Antworten noch einmal weiter in „Produktion/Studiotechnik“ sowie „Label/Vertrieb“
ausdifferenziert. 14% der Studierenden haben ihr Praktikum im Segment „Kultur- oder/und
Musikjournalismus“ absolviert. Die von den Studierenden belegten Praktikumsfelder
bestätigen tendenziell die von ihnen artikulierten Begründungen für die Wahl des
Studiengangs.
16
Grafik 13: Wie sind Sie zu ihrem Praktikumsplatz gekommen?
18
40
17
22
46
41
9
5
0
10
20
30
40
50
persönliche
Kontakte Initiativ-
bewerbung Studiengang-
Info, Internet Ausschreibung /
Bewerbung Dozent/innen
Prozent
2005
2007
Die meisten Studierenden (87%) haben ihren Praktikumsplatz über persönliche Kontakte
und/oder über Eigeninitiativen bekommen. Während im Vergleich zur ersten Studie der
Bereich Eigeninitiative nahezu gleich geblieben ist, verzeichnet die aktuelle Umfrage
einen deutlichen Zuwachs im Bereich „persönliche Kontakte“. Inzwischen greifen einige
der Studierenden (9%) bei der Praktikumssuche auf das neu eingerichtete Online-Forum
zurück.
Grafik 14: Welche Kenntnisse und Fertigkeiten, die Sie in Ihrem Praktikum benötigt
haben, wurden Ihnen im Studium vermittelt?
musikbezogene
Fachkenntnisse
medienbezogene
Kompetenzen
kaum oder keine
Sprachkenntnisse (Englisch)
Management
Journalismus
Kommunikation, Präsentation
Teamwork
50403020100
Nennungen in Prozent
4,5
9,1
9,1
9,1
13,6
40,9
40,9
22,7
In ihrem Praktikum greifen die Studierenden mehrheitlich auf musik- und medienbezogene
Kenntnisse zurück, die sie während ihres Grundstudiums erworben haben. Obwohl in der
17
ersten Studie von 2005 nicht so ausgeprägt, bestätigt die aktuelle Befragung diese
Tendenz. Des Weiteren werden die Bereiche „berufsfeldbezogene Sprachkenntnisse“,
„Management“, „Journalismus“ „Kommunikation/Präsentation“ sowie „Teamwork“ genannt.
Um mehr als die Hälfte verringert hat sich im Vergleich zur ersten Studie die Anzahl
derjenigen Studierenden, die angaben, gar nicht oder kaum im Praktikum von den
Studieninhalten zu profitieren.
Grafik 15: Welche Kenntnisse und Fertigkeiten, die Sie in ihrem Praktikum benötigt
haben, wurden ihnen im Studium nicht vermittelt?
BWL, Musikmanagement
Veranstal-
tungsmanagement
IT- und technische
Kenntnisse
Verwertungsrechte
viele oder alle
kaum oder keine
Fachkenntnisse
806040200
Nennungen in Prozent
18,2
4,5
9,1
4,5
54,5
22,7
22,7
Auch bei dieser Frage bestätigt die aktuelle Studie eine in der Vorstudie festgestellte
Entwicklung. In ihrem Praktikum vermissen die Studierenden Kenntnisse in
„BWL/Musikmanagement“, „Veranstaltungsmanagement“ sowie „IT- und technische
Kenntnisse“. Geändert hat sich im Vergleich zur ersten Studie lediglich die Gewichtung.
An erster Stelle kamen 2005 „IT- und technische Kenntnisse“ (12,8%), dann
„Veranstaltungsmanagement“ (10,5%) und dann „BWL/Musikmanagement“ (9,3%).
18
V. SITUATION DER STUDIERENDEN AM ENDE IHRES STUDIUMS
Grafik 16: Wie zufrieden sind Sie insgesamt mit ihrem Studium?
23
7
4
40 36
20
53
15
0
20
40
60
80
100
sehr zufrieden zufrieden einigermaßen
zufrieden unzufrieden sehr
unzufrieden
Prozent
2005
2007
Die allgemeine studentische Zufriedenheit mit der Ausbildungssituation im Studiengang
„Populäre Musik und Medien“ hat deutlich zugenommen. Noch besser bewerten die
Befragten ihre Zufriedenheit speziell im Hinblick auf das Studium. Während in der Studie
von 2005 die deutliche Mehrheit ihre studienbezogene Zufriedenheit mit „einigermaßen
zufrieden“ (52,8%) bis „unzufrieden“ (23,1%) bewerteten, liegen die aktuellen
Bewertungen zwischen „zufrieden“ (40%) bis „einigermaßen zufrieden“ (36%). Im
Zusammenhang mit diesen Entwicklungen hat sich die Beurteilung der eigenen
Lebenssituation ebenfalls verbessert.
Grafik 17: Würden Sie Freunden empfehlen, „Populäre Musik und Medien“ zu
studieren?
14
68
18
40 32 28
0
20
40
60
80
100
ja nein ambivalent
Angaben in Prozent
2005
2007
19
Die ursprünglichen (inhaltlichen) Vorbehalte gegenüber dem Studiengang haben sich
offensichtlich ins Positive gewendet. Mehrheitlich nehmen die Studierenden die Qualität
des Studiengangs wahr und können ihn deshalb weiterempfehlen. Die ablehnenden
Bewertungen haben sich um die Hälfte reduziert. Die ambivalenten Einschätzungen des
Studiengangs nahmen leicht zu.
Als einer der Hauptgründe in den negativen Bewertungen wird die mangelnde,
insbesondere praktische Berufsvorbereitung bzw. der ungenügende Praxisbezug genannt.
In diesem Zusammenhang wird mehrfach auf „unnütze Veranstaltungen“ hingewiesen.
Einige der Befragten kritisieren die starke musikwissenschaftliche Ausrichtung des
Studiums. Ein weiterer häufig genannter Kritikpunkt ist das fehlende Marketingkonzept
des Studiengangs und damit zusammenhängend dessen mangelnder Bekanntheitsgrad
bei den Firmen und potenziellen Arbeitgebern.
Bei den Positivnennungen wird wiederholt auf das interessante, innovative und
interdisziplinäre Konzept des Studiengangs hingewiesen. Des weiteren wird von einigen
Studierenden auf das gute soziale Klima („Solidarität, „gute Kameradschaft“, „nette
Leute“) zwischen den Studierenden sowie zwischen den Dozenten und den Studierenden
verwiesen.
20
Grafik 18: Wie wichtig sind für Sie heute die folgenden Gründe im Hinblick auf eine
zukünftige Berufswahl? (Mehrfachantworten)
78
88
82
65
39
52
31
23
17
11
96
89
64
62
46
42
39
19
19
19
0 20 40 60 80 100
Beschäftigung mit
Popmusik
Beschäftigung mit
Medien
Arbeitsplatz in der
Medienindustrie
Berufsaussichten
(allgemein)
Möglichkeiten einer
selbständigen Existenz
Verdienstmöglichkeiten
Tätigkeit als
Musikvermittler
Ansehen des
Wunschberufes
Karriere als
Popmusiker
Möglichkeit einer
universitären Laufbahn
"wichtig" bis "sehr wichtig" in Prozent
2005
2007
Auch am Ende ihres Studiums möchten sich die Studierenden bevorzugt mit Popmusik
und Medien beschäftigen und entsprechende Tätigkeiten in ihrem späteren Beruf
ausüben. Dabei hat der Wunsch nach einer späteren popmusikbezogenen Beschäftigung
deutlich zugenommen. Als weitere Argumente für die Berufswahl werden „allgemeine
Berufsaussichten“, „Arbeitsplatz in der Medienindustrie“, „Möglichkeiten einer
selbständigen Existenz“ sowie „Verdienstmöglichkeiten“ genannt, wobei im Vergleich zur
ersten Studie das Interesse an einem Arbeitsplatz in der Medienindustrie zurückgegangen
ist.
Der Wunsch nach einer universitären Laufbahn ist in der aktuellen Studie zwar
vergleichsweise stärker ausgeprägt, trotzdem gehört dieses Berufsfeld tendenziell nicht zu
den bevorzugten Tätigkeitsbereichen.
Insgesamt bestätigen diese Ergebnisse einen auch in der Studie von 2005 zum Ausdruck
kommenden grundsätzlichen Trend, demzufolge sich die Studierenden sowohl im Studium
wie auch im späteren Beruf bevorzugt mit Popmusik und deren medialen Implikationen
beschäftigen möchten.
21
Grafik 19: Ich sehe mich heute (2007) als… (Mehrfachantworten sind möglich)
24
42,3
42,3
42,3
50
24
15,4
3,8
19,2
26,9
52
42,3
53,8
30,8
23,1
0% 20% 40% 60% 80% 100%
...Medienwissen-
schaftler/-in
...Musikwissenschaf
tler/-in
...Popmusiker/-in
...Medienpraktiker/-in
...Musikvermittler/-in
Prozent
eher ja eventuell eher nein
Die Frage nach ihrem derzeitigen fachlichen Selbstverständnis fällt nach wie vor relativ
divergent aus. Viele Studierende definieren sich sowohl durch eine (positive) Zuordnung
als auch durch Abgrenzungen. Beispielsweise sehen sich 42% der Befragten als
„Popmusiker“ und 53% eher nicht. In dieser Divergenz spiegelt sich auch die
interdisziplinär angelegte Struktur des Studiengangs wider. So sehen sich die Hälfte als
Musikvermittler, 42% als Medienpraktiker, 42% als Musikwissenschaftler und 24% als
Medienwissenschaftler.
Zum Vergleich 2005: Ich sehe mich heute als...
28,6
38,1
22,9
35,7
25,3
29,8
22,6
15,7
22,6
21,7
41,7
39,3
61,4
41,7
53
0% 20% 40% 60% 80% 100%
...Medienwissen-
schaftler/-in
...Musikwissenschaft
ler/-in
...Popmusiker/-in
...Medienpraktiker/-in
...Musikvermittler/-in
Prozent
eher ja eventuell eher nein
In der Studie von 2005 fällt auf, dass sich viele der Befragten vermehrt über
Abgrenzungen als über Zuordnungen definieren. Die deutlichen Zunahmen an positiven
Zuordnungen in der Studie 2007 lassen eindeutig auf eine größere Identifizierung der
Studierenden mit den Inhalten des Studiengangs schließen. Insgesamt weicht das
fachliche Selbstverständnis der Studierenden deutlich von ihren beruflichen Wünschen ab
(siehe unten). Ferner verbirgt sich dahinter eine Diskrepanz zwischen den Inhalten des
Studiums und den anvisierten Berufsfeldern der Befragten.
22
Grafik 20: Nennen Sie drei Berufe, in der Reihenfolge ihrer Präferenzen, in denen
Sie nach Ihrem Studienabschluss gerne arbeiten würden.
30,8
23,1
19,2
7,7
7,7
3,9
3,9
3,9
26,9
26,9
19,2
15,4
3,9
7,7
15,4
30,8
26,9
15,4
3,9
7,7
0 10 20 30 40 50
Musikmanagement, A&R,
Label, Plattenfirma
Veranstaltungsmanagement
keine Angaben
Kultur- / Musikjournalismus
Wissenschaft
Popmusiker/-in
Produktion
sonstiges
Prozent
1. Wahl
2. Wahl
3. Wahl
Die beruflichen Präferenzen der Studierenden am Ende des Studiums decken sich mit
den Berufswünschen am Studienbeginn. Die bevorzugten Berufsfelder liegen bei über der
Hälfte der Studierenden (53,9%) im Managementbereich. Auch bei der zweiten Wahl
liegen diese Berufsfelder an der Spitze. Es folgen an zweiter Stelle mit 7% journalistische
Berufsfelder. Diese gewinnen bei der zweiten und dritten Wahl an Bedeutung. Die
Variable „Wissenschaft“ findet in zweiter Wahl keinen Nennungen.
Zum Zeitpunkt der Befragung befindet sich noch kein Studierender in einem unbefristeten
Arbeitsverhältnis. Etwa ein Drittel ist auf Stellensuche.
23
Grafik 21: Möchten Sie den Masterstudiengang „Populäre Musik und Medien“
absolvieren?
18 21
61
17
26
57
0
20
40
60
80
100
ja, in Paderborn ja, in ähnl. Studiengang nein
Angaben in Prozent
2005
2007
Nach wie vor möchten die Studierenden mehrheitlich den Masterstudiengang „Populäre
Musik und Medien“ nicht in Paderborn absolvieren. Von etwa 40% Prozent, die einen
Masterstudiengang durchlaufen möchten, beabsichtigten etwa die Hälfte, sich statt in
Paderborn andernorts in einem inhaltlich ähnlich ausgerichteten Studiengang
einzuschreiben. Aktuell haben sich aus diesem befragten Studienjahrgang (erstes MA-
Semester) nur drei Studierende eingeschrieben.
Die Begründungen, warum sie das Masterstudium nicht in Paderborn durchlaufen
möchten, liegen überwiegend auf einer inhaltlichen Ebene („keine neuen Inhalte“, „keine
Spezialisierungsmöglichkeit“, „nur wissenschaftliche Inhalte“…).
Diejenigen Studierenden, die einen ähnlich ausgerichteten Masterstudiengang
abschließen möchten, suchen dort vor allem ergänzende Inhalte
(„Managementorientierung“, „Zusatzqualifikation im kaufmännischen Bereich“,
„Wissenschaft alleine genügt nicht“), durch die sie sich bessere Berufschancen erhoffen.
Von den drei befragten Studierenden, die mittlerweile im Masterstudiengang
eingeschrieben sind, begründet nur einer seine Wahl für den Standort Paderborn
fachbezogen.
24
Grafik 22a: Wie denken Sie über eine hauptberufliche Tätigkeit außerhalb des
Bereichs „Populäre Musik und Medien“?
Hauptberufliche Tätigkeit außerhalb von
"Musik und Medien"
41
59
42
58
0
20
40
60
80
100
kommt nicht in Frage kommt in Frage
Prozent
2005
2007
Mehr als vierzig Prozent (42%) können sich eine spätere berufliche Tätigkeit außerhalb
des Bereichs „Populäre Musik und Medien“ überhaupt nicht vorstellen. Die restlichen
Befragten (58%) sehen in anderen Berufsfeldern mögliche berufliche Alternativen.
Grafik 22b: Berufliche Tätigkeit außerhalb des Bereichs „Populäre Musik und
Medien“, weil… (Mehrfachantworten)
Hauptberufliche Tätigkeit außerhalb von "Musik und
Medien" kommt in Frage, weil... (Mehrfachantworten)
60 60
17
60 60
7
0
20
40
60
80
100
...es eine mögliche
Alternative ist. ...ich irgendwie Geld
verdienen muss. ...es mir ein Bedürfnis
ist.
Prozent
2005
2007
Von den Befragten, die sich außerhalb ihres ursprünglich gewählten Berufsfeldes eine
Tätigkeit vorstellen können, geben 60% finanzielle Gründe an. Ein ebenso hoher
Prozentsatz sieht darin eine mögliche Alternative. Nur sehr wenige Studierende sehen
ihre berufliche Zukunft ganz bewusst außerhalb der studienbezogenen Berufsfelder.
25
Grafik 23: Wie zufrieden sind Sie insgesamt mit …
...der universitären Ausbildungssituation
6
4
62
19
12
32
51
15
0
20
40
60
80
100
sehr
zufrieden zufrieden einigermaßen
zufrieden unzufrieden sehr
unzufrieden
Prozent
2005
2007
...der jetzigen Lebenssituation
12
40
10 5
12
46
12
32
31
0
20
40
60
80
100
sehr
zufrieden zufrieden einigermaßen
zufrieden unzufrieden sehr
unzufrieden
Prozent
2005
2007
Sowohl bei der Einschätzung der universitären Ausbildungssituation als auch bei der
aktuellen Lebenssituation ist ein positiver Trend zu beobachten.
Die allgemeine Arbeitsmarktsituation wird von den meisten Studierenden verhältnismäßig
schlechter eingeschätzt als die persönlichen Chancen. Auch ihre berufliche Zukunft sehen
die Studierenden in einem positiven Licht.
Im generellen Vergleich zur Studie von 2005 hat sich die private und berufliche
Grundstimmung der Studierenden tendenziell positiv entwickelt.
26
Grafik 24: Planen Sie eine berufliche Umorientierung?
Berufliche Umorientierung
77
10 13
81
4
15
0
20
40
60
80
100
nein ja, innerhalb "Musik &
Medien" ja, außerhalb "Musik &
Medien"
Prozent
2005
2007
Eine sehr deutliche Mehrheit (81%) möchte in der Domäne „Populäre Musik & Medien“
bleiben und plant deshalb keine berufliche Umorientierung. Die restlichen Studierenden
suchen ihre Zukunft in folgenden Berufsfeldern: Arbeit mit Jugendlichen, die Sport- und
Fitnessbranche und Informatik.
In der Studie von 2005 werden an dieser Stelle BWL, Theater, Dramaturgie, Soziologie,
Mediendesign und Musiktherapie genannt.
Grafik 25 a-b: Die Ausübung einer professionellen musik- und/oder
medienbezogenen Tätigkeit als Bestandteil der eigenen Identität
(Mehrfachantworten)
"Die Ausübung einer professionellen Musik- u/o
medienbezogenen Tätigkeit gehört einfach zu mir."
35
44
14
42
35
42
23
0
10
20
30
40
50
trifft voll zu trifft zu unentschie-
den trifft eher nicht
zu trift gar nicht
zu
Prozent
2005
2007
27
"Ich könnte auch zufrieden sein, wenn der Bereich Musik u
Medien nur noch mein Hobby wäre."
2
20 20
45
13
4
15
27
42
12
0
10
20
30
40
50
trifft voll zu trifft zu unentschie-
den trifft eher nicht
zu trift gar nicht
zu
Prozent
2005
2007
Auch in der zweiten Befragung definiert die große Mehrheit der Studierenden (77%) ihre
persönliche Identität im Zusammenhang mit einer professionellen musik- und/oder
medienbezogenen Tätigkeit. Etwa ein Fünftel wäre auch zufrieden, wenn die Bereiche
Populäre Musik und Medien lediglich den Stellenwert eines Hobbys einnehmen würden.
Kontakt zu ihrer Hochschule
Die deutliche Mehrheit der befragten Studierenden (84%) möchte nach dem Studium im
Rahmen von Absolvententreffen mit der Universität in Kontakt bleiben. An zweiter Stelle
steht der Wissenstransfer zwischen ihrem späteren Berufsfeld und der Hochschule.
28
Resümee
Nach wie vor möchten sich die Studierenden in Ihrem Studium und in ihrem späteren
Beruf praktisch mit populärer Musik und Medien beschäftigen. Eine spätere
wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Inhalten des Studiengangs wird nur von
wenigen Studierenden anvisiert. Die beruflichen Wünsche sind in beiden Erhebungen
relativ heterogen mit deutlichen Tendenzen zu den Bereichen
Veranstaltungsmanagement, Musikmanagement und Journalismus. Diese Ergebnisse
begründen die derzeitigen Bemühungen des Faches, den Studiengang hinsichtlich der
beruflichen Wünsche weiter zu optimieren. Die verhältnismäßig heterogenen
Berufsvorstellungen erklären sich durch den in beruflicher Hinsicht relativ offen angelegten
Studiengang, für den keine fest vorgegebenen Berufsfelder existieren.
Die Qualität der Studienberatung wurde vergleichsweise konstant wahrgenommen. Nur
die Beratung bezüglich der interdisziplinären Anlage des Studiengangs hat sich erkennbar
verbessert. Ebenso verbessert haben sich die Beurteilung der fachlichen und sozialen
Kompetenzen der Dozenten sowie die Studienberatung und die Karriereberatung. In der
Bewertung verschlechtert hat sich der Punkt „Finden eines Praktikums- und
Studienplatzes im Ausland“. Allerdings fallen diese beiden Aspekte nicht unmittelbar in das
Aufgabengebiet der Dozenten. Deshalb wurde in der Fakultät für Kulturwissenschaften
eine Koordinationsstelle eingerichtet, in der die Praktika zukünftig organisiert werden.
In der Bewertung nahezu gleich geblieben ist die eigene Einschätzung der zu Beginn des
Studiums vorhandenen Vorkenntnisse und Fertigkeiten. Die Tatsache, dass alle
Studierenden in aller Regel popspezifische Instrumente spielen, korrespondiert mit dem
Wunsch nach einer vermehrten Praxisorientierung des Studiengangs. Bei den im
Erhebungsbogen abgefragten Kompetenzen erkennen die Studierenden eigene Defizite
im Umgang mit Audio- und MIDI-Software sowie Studiotechnik.
In den Pflichtmodulen divergieren die Vergleichsergebnisse teilweise. Während
„Allgemeine Musiklehre“ und „Musikgeschichte“ etwa gleich bewertet werden, wird der
Bereich „Management“ deutlich besser beurteilt. Schlechtere Bewertungen bekommen
hingegen das Modul „Berufsfeldbezogene Sprachkompetenz“ sowie die einführenden
Veranstaltungen. Diese Bewertungsunterschiede stehen im Zusammenhang mit
personellen Änderungen.
Ein deutlicher Zuwachs an positiven Bewertungen ist ebenfalls im Bereich der
Pflichtmodule zu erkennen. Die größten positiven Zuwächse bekommen die Module
„Medienpraxis“, „Musik in Film, HF, TV und Internet“ sowie „Soziale Kontexte“. Weiterhin
schlagen sich auch die verbesserten infrastrukturellen Bedingungen in positiven
Bewertungen nieder.
Äußerst negativ wird das Modul Musikproduktion bewertet. Mündliche Rücksprachen mit
den Studierenden bestätigen im Übrigen diese Ergebnisse. Die entsprechenden
Maßnahmen zur qualitativen Verbesserung dieses Modulangebotes sind bereits
eingeleitet worden (siehe Reakkreditierungsbericht).
Ebenfalls negative Bewertungen gibt es für das Teilmodul „Studium Generale“. Dieser
Bewertung wird in der Neukonzeption des BA-Studiengangs gleichfalls Rechnung
getragen.
Nach wie vor ist die Möglichkeit eines Auslandsstudiums im 5. Semester nur für wenige
Studierende attraktiv. Nahezu alle Studierenden haben ein Praktikum absolviert, das im
Vergleich zur ersten Studie positiver bewertet wird. Die bevorzugten Branchen spiegeln
einerseits die beruflichen Interessen der Studierenden wider, sind andererseits aber auch
Verweise auf mögliche Berufsfelder. Weit mehr Praktikumsplätze als zum Zeitpunkt der
ersten Befragung sind über persönliche Kontakte vermittelt worden. Hinter dieser
29
Entwicklung steht ein gut ausgebautes Netzwerk der Befragten, in dem auch Kontakte zu
ehemaligen Studierenden vorhanden sind, die in den gewählten Branchen inzwischen
über eine Festanstellung verfügen.
Auch in der aktuellen Befragung wünschen sich die Studierenden im Bereich
BWL/Management eine bessere fachliche Vorbereitung auf das Praktikum. Diese
Rückmeldung findet in der inhaltlichen Neukonzeption des BA-Studiengangs
Berücksichtigung.
Die persönliche Zufriedenheit sowie die allgemeine Zufriedenheit mit dem Studiengang
„Populäre Musik und Medien“ zeigt eine positive Tendenz. Mehrheitlich erklären sich die
Studierenden als „zufrieden“ bis „einigermaßen zufrieden“. Negativ bewertet werden in der
aktuellen Studie nach wie vor die mangelnde Praxis, die mangelnde Berufsorientierung
sowie redundante Veranstaltungen. Auch der Standort Paderborn wird von einigen
Studierenden als Negativkriterium genannt.
Ungebrochen ist die negative Bewertung des Masterstudiengangs. Nur etwa ein Fünftel
möchte den Masterstudiengang in Paderborn absolvieren, ein weiteres Fünftel an einem
anderen Studienort mit ähnlichem Profil. Die negativen Argumentationsmuster liegen
nahezu ausnahmslos auf einer inhaltlichen Ebene und fordern eine entsprechende
Korrektur bzw. eine deutlichere Profilbildung des MA-Studiengangs.
Auch am Ende des Studiums ist in beiden Erhebungen die Beschäftigung mit Popmusik
und Medien von hoher Bedeutung. Insbesondere ihre Affinität zur populären Musik sehen
viele als einen festen Bestandteil ihrer persönlichen Identität. Nach wie vor wird eine
wissenschaftliche Beschäftigung mit populärer Musik, beispielsweise im Rahmen einer
universitären Laufbahn, nur von sehr wenigen angestrebt. Die Berufswünsche der
Studierenden haben sich am Ende des Studiums weiter ausdifferenziert. Trotzdem werden
die eingangs formulierten beruflichen Präferenzen bestätigt. Insofern ist die berufliche
Orientierung während des Studiums stabil geblieben.
Im Vergleich beider Umfragen wird sichtbar, dass die befragten Studierenden der
aktuellen Studie, den Studiengang „Populäre Musik und Medien“ deutlich besser bewerten
als in der Erhebung von 2005. Die Gründe liegen in den zwischen 2005 und 2007
vorgenommenen inhaltlichen, strukturellen und infrastrukturellen Verbesserungen. Der
grundsätzlich positive Trend sollte jedoch durch weitere, insbesondere inhaltliche
Modifikationen weiter verstärkt werden.
Paderborn, Januar 2008
Dr. Bernhard Weber
30
Literatur:
Gembris, Heiner & Langner, Daina (2005). Von der Musikhochschule auf den
Arbeitsmarkt. Erfahrungen von Absolventen, Arbeitsmarktexperten und Hochschullehrern.
Augsburg: Wissner.
Jacob, Anna Katharina (2007). Qualitätsmangement an Musikhochschulen in Zeiten sich
wandelnder Umstrukturierungen, Hildesheim: Olms-Verlag.