Umweltbericht
2004
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Nachhaltig
Lehren und Forschen
2
Organisation und Kernkennzahlen
Technische Universität Berlin
3
Inhalt
Umweltbericht 2004
Haushalt
Mio. Gesamtvolumen inkl. Drittmittel,
davon , Mio. Landeszuschuss
Forschung
, Mio. eingeworbene Drittmittel
Lehre
Studiengänge inkl. Aufbau-, Ergänzungs-
und Teilstudiengänge mit den Abschlüssen
Diplom, Magister, Bachelor of Science, Mas-
ter of Science, Staatsexamen (Lebensmittel-
chemie, Lehramtsstudiengänge) sowie Pro-
motion
Fakultäten
Geisteswissenschaften
Mathematik und Naturwissenschaften
Prozesswissenschaften
Elektrotechnik und Informatik
Verkehrs- und Maschinensysteme
Bauingenieurwesen und
Angewandte Geowissenschaften
Architektur – Umwelt – Gesellschaft
Wirtschaft und Management
Organisation und Kernkennzahlen
Abt. IV – Gebäude- und Dienstemanagement, Betrieb
AUG – Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz, Betrieb
AUMS – Betriebliches Arbeits- und Umweltschutzmanagement-System der TU Berlin
AUSA – Arbeits- und Umweltschutz-Ausschuss, Betrieb
BÄD – Betriebsärztlicher Dienst
ESP – Energiesparpartnerschaft
FG – Wissenschaftliche Fachgebiete
FSP – Fakultätsübergreifende Forschungsschwerpunkte
GD – Geschäftsführende Direktoren der Institute
KLR – Kosten- und Leistungsrechnung
SB-DUB – Sicherheits- und Dezentrale Umweltbeauftragte, Betrieb
SDU – Sicherheitstechnische Dienste und Umweltschutz, Betrieb
ZUV – Zentrale Universitätsverwaltung
Abkürzungsverzeichnis
Titelbild: Das leichte und geräuscharme Güterwagendrehgestell, das unter Federführung der TU Berlin im Rahmen
des BMBF Projekts „Leiser Verkehr“ entwickelt wurde, zeigt beispielhaft unsere nachhaltige Forschung im
Sinne unserer Umweltleitlinien.
Standorte
in den Stadtteilen:
Zentraler Campus in Charlottenburg
Tiergarten/Spreebogen
Wedding
Steglitz
Zehlendorf/Dahlem
Gebäude
Gebäude, Nebengebäude,
. m² Gesamtnutzfläche
Mitglieder
Insgesamt . Personen, davon
. Studierende
. Beschäftigte (Mai )
Soweit nicht anders angegeben, stammen die Da-
ten aus dem Jahr .
2
Organisation und Kernkennzahlen
Technische Universität Berlin
3
Inhalt
Umweltbericht 2004
Inhalt
............
Organisation und
Kernkennzahlen 2
....................................................
............
Abkürzungsverzeichnis 2
....................................................
............
Inhalt 3
....................................................
............
Vorwort 4
....................................................
............
Zusammenfassung 5
....................................................
............
Umweltleitlinien für
Forschung, Lehre und Betrieb 8
....................................................
............
Forschung, Lehre
und Weiterbildung 10
....................................................
Forschung 11
Nachhaltige Forschungsprojekte
arbeiten disziplinübergreifend 11
Mehr Forschung auf Umwelt
und Nachhaltigkeit bezogen 14
Lehre 14
Mehr Nachhaltigkeit gelehrt 14
Ziele mit Umweltbezug
vereinbart 15
In- und Externe
weitergebildet 16
Zentral kooperiert 16
Wissenschaft in
langer Nacht gezeigt 17
Handy und Umwelt-
schutz am GirlsDay 17
............
Forschung, Lehre und
der Betrieb TU 18
....................................................
Umweltbezogene und
nachhaltige Lehre über
den Betrieb der TU 18
Nachhaltige Forschung im
Betrieb der TU angewendet 18
............
Betrieb TU Berlin 19
....................................................
Zentrale betriebliche Umwelt-
ziele, Aktivitäten und ihre
Bewertung 19
Ziel: Das Arbeits- und Umwelt-
schutzmanagement-System
pflegen und stärker anwenden 19
Ziel: Verringern des Energie-,
Wasser- und Materialverbrauchs 21
Ziel: Verbessern der Abfall-
erfassung und -trennung 30
Ziel: Verringern des motorisierten
Individualverkehrs für Mitglieder
und Besucher der TU Berlin 32
Ziel: Verbessern der technischen
Sicherheit und des Gesundheits-
schutzes am Arbeitsplatz 32
Ziel: Schützen und Erhalten der
natürlichen Lebensgrundlagen 35
Dezentrale betriebliche
Ziele und Aktivitäten in
den Fakultäten 35
............
4 Anhang 40
....................................................
Daten aus dem Betrieb TU 40
Mitglieder und Gesamtnutzfläche 40
Energie- und Wasserverbrauch 40
Hauptbegehungen im Arbeits-
und Umweltschutz 40
Abfallaufkommen 41
Arbeits- und Wegeunfälle
der Beschäftigten 42
............
Impressum 43
....................................................
4
Vorwort
Technische Universität Berlin
5
Zusammenfassung
Umweltbericht 2004
Vorwort
Sehr geehrte Damen und Herren,
im Rahmen der im Juni abgeschlossenen Strukturplanung
nennt die Technische Universität Berlin sieben Zukunftsfelder.
Dies sind Energie, Gestaltung von Lebensräumen, Gesundheit
und Ernährung, Information und Kommunikation, Mobilität
und Verkehr, Wasser sowie Wissensmanagement. Die TU Ber-
lin sieht es als ihre Aufgabe an, in diesen Bereichen problem-
gerechte und anwendungsorientierte Lösungen anzubieten und
diese mit ihrer Forschung weiter zu entwickeln. Allein fünf
dieser sieben Zukunftsfelder beziehen sich unmittelbar auf
Nachhaltigkeit. Das bedeutet, umweltbezogen, wirtschaftlich
und sozial zu handeln.
Um Ihnen einen Überblick der vielfältigen Aktivitäten der TU
auf dem Gebiet des Umweltschutzes zu geben, lege ich hier-
mit den diesjährigen Umweltbericht vor. Ich bitte Sie, diesen
ergänzend zu anderen Publikationen wie z. B. dem Rechen-
schaftsbericht zu sehen.
Hervorzuheben ist aus dem Berichtszeitraum der termingerecht
bezogene Neubau der Hauptbibliothek mit seinem innovativen
Energiekonzept und dem damit verbundenen sparsamen Ener-
gieverbrauch. Auch die begonnenen Energiesparpartnerschaften
zeigen erste Erfolge in den modernisierten Gebäuden. Dies ist
insofern von besonderer Bedeutung, als der vorliegende Bericht
die immer noch hohen Kosten der umweltrelevanten Verbräuche von Strom und Wärme für den Betrieb der
TU aufzeigt. Denn nicht in allen Fällen lässt sich ein hoher Energiebedarf vermeiden. Das neu eingerichtete
„Nanophotonik-Zentrum“ mit seiner energieaufwändigen Reinraumtechnologie ist ein Beispiel dafür, dass die
damit ermöglichte nachhaltige Forschung einen erhöhten Energiebedarf rechtfertigt.
Der Bericht zeigt aber gleichzeitig auch die vorhandenen Sparpotenziale und Aktivitäten zu ihrer Realisie-
rung auf. Die TU geht u. a. Rationalisierungen in der Gebäudetechnik aktiv an, auch um in Anbetracht der
angespannten Haushaltssituation Handlungsspielräume bei der Verfolgung primärer Zielsetzungen in For-
schung und Lehre zu gewinnen.
Ich bitte insbesondere die Beschäftigten der TU Berlin, diesen Bericht als Anregung zu verstehen, im Sinne
der Nachhaltigkeit für jetzige und künftige Generationen zu handeln.
Mit freundlichen Grüßen
Prof. Kurt Kutzler
Präsident der Technischen Universität Berlin
Der aktuelle Berichtszeitraum umfasst die Daten des Jahres und Aktivitäten von November
bis zum Redaktionsschluss im Oktober . Der vorliegende Bericht ergänzt die Berichte , ,
, , und . Er führt weiter gültige Angaben nicht wieder auf. Die Berichte sind im In-
ternet einsehbar unter: http://www.tu-berlin.de/zuv/sdu/UWS/Umweltbericht.htm.
4
Vorwort
Technische Universität Berlin
5
Zusammenfassung
Umweltbericht 2004
Zusammenfassung
Nachhaltiger gelehrt und geforscht
Der diesjährige Umweltbericht wertet zum
dritten Mal sämtliche Forschungsprojekte und
Lehrveranstaltungen aus dem Berichtszeitraum
im Hinblick auf ihren Beitrag zur nachhaltigen
Entwicklung aus. Verwendet wurden die drei
Hauptdimensionen von Nachhaltigkeit: „wirt-
schaftlich“, „umweltbezogen“ und „sozial“. Mit
diesen bildeten wir vier Kategorien:
„Umweltbezogen“,
„Umweltbezogen mit wirtschaftlichem Be-
zug“,
„Umweltbezogen mit sozialem Bezug“ und
„Umweltbezogen mit wirtschaftlichem und
sozialem Bezug“.
Mit Hilfe von Stichworten ermittelten wir nach
diesen Kategorien die umweltbezogenen und
nachhaltigen Forschungsprojekte bzw. Lehrver-
anstaltungen. Im Vergleich zu den Vorjahren
wurde die Auswertesystematik u. a. durch Hin-
zunehmen neuer Suchbegriffe verfeinert; dies
garantiert jedoch keine Vollständigkeit.
Im Berichtsjahr beziehen sich aller For-
schungsprojekte ausdrücklich auf das ema
„Umwelt und Nachhaltigkeit“. Im Vergleich
zu den des Jahres und den im
Jahr steigerten wir damit den Anteil
unserer auf „Umwelt und Nachhaltigkeit“
bezogenen Forschung wesentlich.
Der Schwerpunkt der umweltbezogenen For-
schung ( ) liegt in der Kategorie „Umwelt-
bezogen mit wirtschaftlichem Bezug“,
der Projekte forschen „Umweltbezogen“ und
„Umweltbezogen mit wirtschaftlichem
und sozialem Bezug“.
Im Bereich der Lehre haben der Lehrver-
anstaltungen einen expliziten Bezug zu „Um-
welt und Nachhaltigkeit“.
Der Schwerpunkt des Lehrangebots liegt mit
in der Kategorie „Umweltbezogen mit
wirtschaftlichem Bezug“, gefolgt von „Um-
weltbezogen“ mit und „Umweltbezogen
mit wirtschaftlichem und sozialem Bezug“
mit .
Die Fakultäten III, V und VII erbringen etwa
des Angebots in Forschung und Lehre
mit Nachhaltigkeitsbezug. Diese Fakultäten
beteiligen sich auch federführend an Fakul-
tätsübergreifenden Forschungsschwerpunkten
(FSP).
Hervorzuheben sind zudem der Sonderfor-
schungsbereich „Demontagefabriken zur Rück-
gewinnung von Ressourcen in Produkt- und
Materialkreisläufen“, der BMBF-Forschungs-
verbund „Leiser Verkehr“, die Forschergruppe
„INTERURBAN – Systemverständnis: Wasser-
und Stoffdynamik urbaner Standorte“ sowie
der Forschungsschwerpunkt „Wasser in Bal-
lungsräumen“, der an der Gründung des Kom-
petenzzentrums Wasser Berlin beteiligt war.
Im Bereich der Lehre sind die Diplomstudien-
gänge Technischer Umweltschutz sowie Land-
schaftsplanung und Stadt und Regionalplanung
die Hauptanbieter von Lehrveranstaltungen
mit Nachhaltigkeitsbezug.
Dieser Bericht führt zusammenfassende Teile
der Auswertung sowie eine Kurzdarstellung der
Fakultätsübergreifenden Forschungsschwerpunk-
te auf. Im Internet listen wir alle Ergebnisse der
Auswertung vollständig auf (http://www.tu-
berlin.de/zuv/sdu/UWS/Umweltbericht.htm).
Betrieb
Zentral
Arbeits- und Umweltschutzmanagement-Sys-
tem (AUMS): Entsprechend der Zielvorgabe aus
dem Jahr ist das an der TU entwickelte
AUMS eingeführt. Um dieses Management-
system besser bekannt zu machen, gab die TU
die Broschüre „Verantwortung für Gegenwart und
Zukunft“ heraus. Es kommt zukünftig darauf an,
das AUMS in der Praxis zu verankern. Die jewei-
ligen Systemelemente werden gepflegt und weiter
entwickelt. Damit ist auch das neue zentrale Ziel
benannt: „Das AUMS pflegen und stärker an-
wenden.“
Ein wichtiger Baustein bleibt die Weiterbildung
im Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz.
Die Nachfrage nach Weiterbildung ist zwar leicht
gesunken, so dass einzelne Kurse ausfielen. Das
Angebot wird jedoch vorerst aufrecht erhalten
und neue Kurse werden aufgenommen.
Energie- und Wasserverbrauch:
Bericht: Der Stromverbrauch ist um , ge-
sunken. Trotzdem stiegen die Stromkosten
auf Grund höherer Strompreise um , . Die
6
Zusammenfassung
Technische Universität Berlin
7
Zusammenfassung
Umweltbericht 2004
TU Berlin bezog witterungsbereinigt , weni-
ger Heizwärme.
Analyse: Herausragende Wärmeverbraucher sind
die großen naturwissenschaftlichen Gebäude. An
der Spitze im Wärmeverbrauch steht das Gebäu-
de PN mit seinem hohen Anteil künstlich belüf-
teter Räume und schlecht regelbarer Lüftungs-
technik. Es wird gefolgt vom Gebäude C, dessen
geplante moderne Regelungstechnik auf Grund
aufgetretener technischer Mängel nicht realisiert
wurde. Große Sparpotenziale enthält das Verhal-
ten der Nutzenden der Abzüge in Chemielabors.
Im Stromverbrauch liegt das Gebäude TIB
in der gebäudebezogenen Analyse an der Spitze.
Dies ist auf die dort vorhandenen Reinraumbe-
reiche im Forschungsschwerpunkt „Technologien
der Mikroperipherik“ zurückzuführen. Auch das
neue Zentrum für Nanophotonik mit seiner Rein-
raumanlage im Gebäude PN erweist sich als star-
ker Stromverbraucher, erfüllt aber als modernster
Reinraum der TU beispielhaft energiesparende
Merkmale. Die Gebäude E-N und MA fallen mit
ihrem relativ hohen Stromverbrauch auf Grund
der dort untergebrachten EDV-Anlagen auf. Hier
lassen sich durch umweltbewusstes Verhalten
entsprechende Sparpotenziale ausschöpfen. Im
Rahmen der eingegangenen Energiesparpart-
nerschaften wurde das Ausschöpfen eines durch
gründliche Analyse ermittelten Sparpotenzials
von vertraglich fest vereinbart.
Der Wasserverbrauch sank geringfügig um , .
Die im Vorjahr beschriebenen Sparaktivitäten
werden weiter betrieben.
Aktivitäten: Die Gebäudetechnik spart Ressour-
cen durch Verbessern des Energiemanagements
und der Technik. Der Strom der nächsten beiden
Jahre wird zu mehr als aus Kraft-Wärme-
Kopplung und zu weniger als regenerativ
gewonnen und ist atomstromfrei.
Die mit einem externen Investor eingegangenen
Energiesparpartnerschaften zeigen erste Erfolge
durch teilweise gesenkten Wärme- und Wasser-
verbrauch. Die Kosten- und Leistungsrechnung
soll den Verantwortlichen vor Ort die Gebäude-
kosten transparent zeigen, um Sparverhalten an-
zuregen. Die neue Bibliothek für die Technische
Universität und die Universität der Künste Berlin
wurde am . . geöffnet und soll mit sei-
nem Energiebedarf ca. unter dem erforder-
lichen Grenzwert der Energieeinsparverordnung
liegen. Das Gebäude BH-Altbau wurde saniert
und umgebaut, das Dach über dem Lichthof
des Hauptgebäudes technisch und energetisch
saniert, Asbest und künstliche Mineralfasern
wurden an mehreren Orten entfernt.
Material und Abfall: Die Sonderabfallentsor-
gungskosten konnten bei gleich bleibenden
Sonderabfallmengen und eingehaltenen gesetz-
lichen Vorschriften gesenkt werden. Der aufge-
gebene zentrale Abfallplatz ist in die Flächen-
planung aufgenommen. Kosten und Ressourcen
sollen durch neue Stoffhandtuch-Spender und
ein Rundschreiben, welches das Verwenden von
zertifiziertem Recyclingpapier anregt, gespart
werden.
Verkehr: Im Sinne des Ziels „Verringern des
motorisierten Individualverkehrs“ sind die stei-
gende Nachfrage des Jobtickets, die Kooperation
der Zentralen Universitätsverwaltung mit der
Studierendenschaft bei der Durchführung des
Semestertickets und die aufgestellten modernen
Abstellbügel für Radfahrende.
Arbeitsschutz: Im Berichtszeitraum konnte die
bereits niedrige Anzahl der Arbeitsunfälle des
Vorjahres wiederum gesenkt werden. Sorge berei-
ten die Wegeunfälle mit schweren Personenschä-
den und einem Todesfall. Doch hat die TU hier
nur geringe Möglichkeiten, Einfluss zu nehmen.
Unfälle mit großen Sachschäden, Gefahrgut-
unfälle oder größere Brände ereigneten sich
nicht. Die technische Früherkennung von Brän-
den durch automatische Brandmelder wurde
verbessert und weiter ausgebaut.
Die Arbeitsstättenbegehungen fanden planmäßig
in Kombination mit Umweltschutzfragen statt.
Das über die gesamte TU geführte Chemikalien-
verzeichnis verbessert die Sicherheit bei Lagerung
und Umgang mit Gefahrstoffen. Die Anzahl
der Nutzenden in diesem EDV-geführten Ver-
zeichnis ist gestiegen. Erstmalig konnte über eine
Auswertung der Nachweis erstellt werden, dass
die TU keine störfallrelevanten Mengen von Ge-
fahrstoffen entsprechend dem Gefahrenbeherr-
schungsgesetz besitzt.
Auf Grund einer neuen Verordnung im Strah-
lenschutz wurde die TU-interne Strahlenschutz-
anweisung überarbeitet und der Vorschrift ange-
passt.
Dezentral
Die Fakultäten, Institute und Fachgebiete und
die Zentraleinrichtung Rechenzentrum berich-
ten beispielhaft über ihre betrieblichen Ziele
und Aktivitäten, die Ressourcen sparen und den
Arbeitsschutz verbessern:
6
Zusammenfassung
Technische Universität Berlin
7
Zusammenfassung
Umweltbericht 2004
Das Optisches Institut der Fakultät II ersetzte
eine Aufdampfanlage mit hohem elektrischen
Verbrauch und Kühlwasserbedarf durch eine
energieeffizientere.
In der Fakultät III sollen umzugsbedingt
erhebliche Mengen nicht mehr benötigter
Chemikalien, elektrische Geräte, Maschinen-
parks, Labore sowie Versuchsanlagen entsorgt
werden. Das Institut für Lebensmittelchemie
und Lebensmitteltechnologie berichtet in-
tensive Aktivitäten im Arbeits- und Umwelt-
schutzmanagement.
Lärm und Wärme aus dem PC-Pool des
Fachgebietes Energietechnik und Umwelt-
schutz zu verringern und Energie zu sparen
ist Ziel des Systemadministrators.
Der Informatik-Rechnerbetrieb der Fakul-
tät IV betreibt energiesparendes Management
für die Monitore der UNIX-Rechner.
Das Fachgebiet Bauwirtschaft und Baube-
trieb der Fakultät VI verwendet ausschließ-
lich Recyclingpapier mit „Blauem Engel“ und
verbessert die Abfalltrennung.
Wasser spart der verbesserte Einsatz der ge-
otechnischen Versuchsgrube im Fachgebiet
Grundbau und Bodenmechanik der Fakul-
tät VI.
Das Fachgebiet Entwerfen und Gebäudekun-
de der Fakultät VII verwendet Recyclingpa-
pier und trennt den Abfall besser.
Die Institute für Molekulare Biologie und
Biochemie und für Ökologie verbessern das
Lagern und Management von Gefahrstoffen
für die Gebäude OE und FR.
Das Zentrale Rechenzentrum hilft durch
eine Fachveröffentlichung an alle registrierten
EDV-Nutzenden, Energie zu sparen.
8
Umweltleitlinien für Forschung, Lehre und Betrieb
Technische Universität Berlin
9
Umweltleitlinien für Forschung, Lehre und Betrieb
Umweltbericht 2004
Der Akademische Senat der Technischen Uni-
versität Berlin beschloss am . November
einstimmig Umweltleitlinien für die Techni-
sche Universität Berlin. Am . Dezember
stimmte auch das Kuratorium der TU Berlin
den Umweltleitlinien zu. Damit bekennen die
Universitätsleitung und die Universitätsange-
hörigen aller Statusgruppen, die Universität
umweltorientiert zu entwickeln. Mit der Anwen-
dung der Leitlinien will die Universität ihrer ge-
sellschaftlichen Vorbildfunktion nachkommen.
Der Akademische Senat und das Präsidium for-
dern damit die Mitglieder in den Wissenschafts-
und Betriebsbereichen der TU Berlin auf, bei
der Umsetzung der Umweltleitlinien in Lehre,
Forschung und Betrieb aktiv mitzuarbeiten. Das
tägliche Handeln und die Entscheidungen an
jedem Arbeitsplatz sollen von dem Bewusstsein
der Leitlinien beeinflusst sein. Ziel ist letztend-
lich, eine breite Integration des Umweltschutzes
zu erreichen.
Präambel
Die Technische Universität Berlin sieht sich
aufgrund der globalen Umweltsituation dem
Grundsatz der nachhaltigen Entwicklung ver-
pflichtet:
Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Develop-
ment) ist eine Entwicklung, die die Bedürfnisse
heutiger Generationen befriedigt, ohne zu ris-
kieren, dass künftige Generationen ihre Bedürf-
nisse nicht befriedigen können. (World Com-
mission on Environment and Development:
“Our Common Future” [Brundtland-Bericht],
)
Die Universität trägt eine besondere gesell-
schaftliche Verantwortung, da sie zukünftige
Entscheidungsträger/innen unserer Gesellschaft
ausbildet und prägt. Sie hat damit eine Mul-
tiplikatorfunktion – dieses ist Verantwortung
und Chance zugleich. Da wissenschaftliche
Forschung Auswirkungen auf Mensch und
Natur hat, trägt die Wissenschaft eine besonde-
re Verantwortung für ihre Forschungsziele und
-ergebnisse.
Die Technische Universität Berlin stellt sich mit
ihrem breiten Fächerspektrum und den inter-
disziplinären Möglichkeiten der ökologischen
Herausforderung durch die Entwicklung einer
umweltgerechten und umweltvernetzten Wis-
senschaft, um so eine langfristige Entwicklung
einzuleiten (Sustainable Development).
Mit ihren ca. . Mitgliedern und dem
damit verbundenen Energie- und Stoffumsatz
ist die Technische Universität Berlin mit einem
großen Wirtschaftsunternehmen vergleichbar.
Die durch den Universitätsbetrieb entstehenden
erheblichen Umweltbelastungen gilt es zu mini-
mieren.
Zur Verdeutlichung der Verantwortung für die
Ausbildung zukünftiger Generationen und zur
Förderung des universitären Umweltbewusst-
seins und Umwelthandelns in Lehre, Forschung
und in der betrieblichen Praxis billigt die Tech-
nische Universität Berlin die CRE-Charta for
Sustainable Development (CRE-COPERNI-
CUS: “e University Charta for Sustainable
Development”, ) und legt die folgenden
Umweltleitlinien fest:
Leitlinien
Der Schutz und Erhalt der natürlichen Le-
bensgrundlagen im Rahmen einer nachhalti-
gen Entwicklung ist vorrangiges Ziel unserer
Universität in Forschung, Lehre und Betrieb.
Der Auftrag ist die dafür nötige fachüber-
greifende Erarbeitung von Grundlagenwissen
zum Umweltschutz sowie der Wissenstrans-
fer in alle Bereiche der Gesellschaft und in
die interne Praxis.
Wir fördern das Umweltbewusstsein aller
Mitglieder der Universität. Umweltschutz
ist ein festes Element in unseren Lehr- und
Studienangeboten und der Forschung. Die
Studierenden und Beschäftigten werden so
aus- und weitergebildet, dass sie ihre beruf-
liche Tätigkeit im Bewusstsein ihrer Verant-
wortung für die Umwelt ausüben.
Forschung und Lehre betreiben wir un-
ter Umweltschutzaspekten. Versuche und
Technologien untersuchen wir vorsorgend
auf mögliche Umweltbelastungen. Die Fa-
kultäten und die fakultätsübergreifenden
Einrichtungen der Universität fördern wis-
senschaftliche Arbeiten im Umweltbereich
sowie die Vernetzung und interdisziplinäre
Umweltleitlinien für Forschung, Lehre und Betrieb
8
Umweltleitlinien für Forschung, Lehre und Betrieb
Technische Universität Berlin
9
Umweltleitlinien für Forschung, Lehre und Betrieb
Umweltbericht 2004
Bearbeitung von umweltrelevanten Fragen in
Forschung und Lehre. Wir entwickeln unse-
re Universität entsprechend den Handlungs-
prinzipien der CRE-Charta (Hochschulchar-
ta für nachhaltige Entwicklung).
Unsere Universität strebt den intensiven Aus-
tausch mit anderen Hochschulen zur Förde-
rung des Umweltschutzgedankens an. Durch
gezielte Zusammenarbeit in Forschung,
Lehre und Betrieb auf nationaler und inter-
nationaler Ebene stellen wir uns der globalen
Verantwortung für Umwelt und nachhaltige
Entwicklung.
Wir setzen den Umweltschutz an unserer
Universität ressortübergreifend um, so dass
sowohl Verwaltung als auch Fakultäten in
Umweltschutzangelegenheiten ihre Verant-
wortung wahrnehmen und kooperieren.
Durch den umweltschonenden Einsatz der
bestverfügbaren Techniken erreichen wir
eine kontinuierliche Verbesserung unseres
betrieblichen Umweltschutzes. Bei zukünf-
tigen Investitionen und Anschaffungen der
Universität werden wir die Umweltauswir-
kungen im Voraus in Betracht ziehen und
den umweltgerechten Varianten den Vorzug
geben.
Mit Ressourcen (Rohstoffe, Energie, Wasser)
gehen wir sparsam um. Umweltbelastungen
– wie Abluft, Lärm, Abfälle und Abwasser
– reduzieren wir auf ein wirtschaftlich ver-
tretbares Mindestmaß. Der Senkung des
Materialeinsatzes und der Wiederverwertung
von Materialien geben wir den Vorrang vor
der Entsorgung.
Von unseren Lieferanten/innen und Dienst-
leistenden erwarten wir das Einhalten der
gleichen Umweltmaßstäbe, wie wir sie für
uns gesetzt haben. Wir wirken auf unsere
Geschäftspartner/innen ein, um eine ökolo-
gische Verbesserung der von ihnen bezoge-
nen Waren und Dienstleistungen zu errei-
chen. Wir bevorzugen soweit wie möglich
Lieferanten/innen, die nach EG-Öko-Audit-
verordnung oder ISO (International Stan-
dard Organization) zertifiziert sind.
Gesetzliche Vorgaben und behördliche Auf-
lagen zum Umweltschutz sehen wir als ein-
zuhaltende Mindeststandards an, die nach
Möglichkeit überboten werden sollen. Nicht
gesetzlich Geregeltes wird in eigener Ver-
antwortung ausgefüllt. Regelmäßige Öko-
Audits gewährleisten, dass wir künftig die
Vorgaben, Auflagen und universitätsinternen
Anordnungen zum Umweltschutz einhalten.
Unsere Universität führt einen offenen Di-
alog und betreibt gezielte Öffentlichkeits-
arbeit. Damit ist gewährleistet, dass die
Umsetzung der hochschulinternen Umwelt-
politik öffentlich transparent und bewertbar
wird.
Die Umweltleitlinien sind regelmäßig Teil des Umweltberichts.
Dieser wird über das Kuratorium hinaus wie folgt verteilt:
Intern
Alle Hochschullehrende, Geschäftsführende Direktoren (GD), Zentrale Einrichtungen (ZE), ZUV-
Abteilungen und -Referate, Auszubildende, Fakultäten, Fakultätsreferenten für Arbeits- und Um-
weltschutz, Dezentrale Sicherheits- und Umweltbeauftragte (SB-DUB), Universitätsbibliothek (UB),
Mitglieder des Akademischen Senats (AS), der Kommission für Entwicklungsplanung (EPK), der
Kommission für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs (FNK), der Kommission für das Bi-
bliothekswesen, Ausschuss für Arbeits- und Umweltschutz (AUSA), wiederholte Auslage in Fluren des
Hauptgebäudes.
Extern
Presseverteiler, Industrie- und Handelskammer, Berliner Hochschulen, Bundesweite Hochschulen,
HIS GmbH, Umweltbundesamt (UBA), Parteienvertreter der EU in Berlin; Einzelverteilung bei Wei-
terbildungsveranstaltungen, Erstsemestertag und auf Anfrage In- und Externer, Internet auf der SDU-
Homepage, Hinweis auf zwei hochschulbezogenen Mailinglisten.
Darüber hinaus liegen die Umweltleitlinien als mehrsprachige Broschüre vor der Pressestelle aus.
Umweltleitlinien für Forschung, Lehre und Betrieb
10
Forschung. Lehre und Weiterbildung
Technische Universität Berlin
11
Forschung, Lehre und Weiterbildung >> Forschung
Umweltbericht 2004
1 Forschung, Lehre und Weiterbildung
Zum Aufgabenspektrum vieler Fachgebiete der
Technischen Universität Berlin – besonders in
den Ingenieur-, Planungs- und Naturwissen-
schaften – gehört das Erarbeiten von Antworten
auf umweltrelevante Fragestellungen.
Im Hinblick auf die Aktivitäten mit Nachhaltig-
keitsbezug in Forschung und Lehre ist das
gegründete Institut für Technischen Umwelt-
schutz der Fakultät III (Prozesswissenschaften)
nach wie vor ein Schwerpunkt der TU Berlin.
Die dort angesiedelten Fachgebiete integrieren
ingenieurtechnische und naturwissenschaftliche
Fachkenntnisse und erarbeiten prospektiv Ent-
scheidungshilfen, die eine nachhaltige Entwick-
lung ohne Problemverlagerung ermöglichen. Mit
der Gründung des Instituts erfolgte die Einrich-
tung des Diplomstudiengangs Technischer Um-
weltschutz. Für diesen konnten auf Grund der
guten Nachfrage stets nur beschränkt Studieren-
de zugelassen werden. Gegenstand des Studien-
gangs sind Verfahren, Methoden und Strategien
zum Erkennen, Beurteilen, Vermeiden und Be-
seitigen von Umweltschäden, Umweltrisiken und
Umweltbelastungen. Zunehmend hat sich der
Schwerpunkt von Nachsorgungskonzepten und
Sanierungsaufgaben hin zu vorsorgenden und
strategischen Konzepten von integralen Umwel-
tentlastungsmaßnahmen verschoben.
Die Umweltberichte aus den Jahren , ,
und beschrieben detailliert die zen-
tralen Aktivitäten und die Instrumentarien zur
infrastrukturellen Förderung der Umweltfor-
schung. Da diese Berichte im Internet verfügbar
sind (http://www.tu-berlin.de/zuv/sdu/) und die
dort getroffenen Aussagen nach wie vor ihre Gül-
tigkeit besitzen, verzichten wir an dieser Stelle
auf eine vollständige Wiederholung der ausführ-
lichen Darstellungen der Vorjahrsberichte. Wir
stellen allerdings ausgewählte Elemente erneut
dar.
In diesem Kapitel stellen wir nach einer sum-
marischen Darstellung der Auswertemethodik
ausgewählte Forschungsprojekte mit Nachhaltig-
keitsbezug in Abschnitt .. vor. Die Abschnit-
te .. bzw. .. zeigen eine summarische
Übersicht der Forschungsprojekte bzw. der
Lehrveranstaltungen mit Nachhaltigkeitsbezug.
Abschnitt . führt die abgeschlossenen Zielver-
einbarungen auf. Diese enthalten „Nachhaltig-
keit“ als Querschnittsthema und sollen zu einer
weiteren Konkretisierung der in den Umwelt-
leitlinien genannten Ziele führen. Gleichzeitig
geben die Zielvereinbarungen einen Ausblick auf
die künftige Entwicklung von Forschung und
Lehre an der TU Berlin. Zum Abschluss des Ka-
pitels stellen wir in Abschnitt . die Aktivitäten
im Bereich der Weiterbildung dar. Dieser Ab-
schnitt geht in diesem Jahr auch auf Tagungen
und Veranstaltungen mit Nachhaltigkeitsbezug
ein.
Auswertung zur nachhaltigen Ent-
wicklung in Forschung und Lehre
Für den diesjährigen Umweltbericht ist die in
den letzten beiden Jahren praktizierte Darstel-
lung erneut angewendet. Ein Ziel im Sinne der
Umweltleitlinien (s. S. und des Berichts) ist,
eine jahresaktuelle Übersicht über die durchge-
führten Forschungsprojekte und die Lehrver-
anstaltungen unter den Gesichtspunkten der
nachhaltigen Entwicklung herzustellen. Dazu
werteten wir die Forschungsdatenbank (http:
//www.tu-berlin.de/zuv/IIIC/fordat/) und das
Vorlesungsverzeichnis aus dem Wintersemester
/ und dem Sommersemester (http:
//www.tu-berlin.de/vv/recherche/) im Hinblick
auf ihre Beiträge für eine nachhaltige Entwick-
lung aus. Verwendet wurden die drei Hauptdi-
mensionen von Nachhaltigkeit: „wirtschaftlich“,
„umweltbezogen“ und „sozial“. Mit diesen bilde-
ten wir durch Kombination die vier Kategorien
„Umweltbezogen“ (U),
„Umweltbezogen mit wirtschaftlichem Be-
zug“ (UW),
„Umweltbezogen mit sozialem Bezug“ (US)
und
„Umweltbezogen mit wirtschaftlichem und
sozialem Bezug“ (UWS).
Wir fassen die Kategorien zusammen als „For-
schung bzw. Lehre mit nachhaltigem Bezug“.
Mit Hilfe von Stichworten werteten wir nach
diesen Kategorien die Forschungsprojekte bzw.
Lehrveranstaltungen aus. Die Methodik ver-
feinerten wir im Vergleich zum Vorjahr u. a.
durch das Hinzunehmen neuer Suchbegriffe;
dies garantiert jedoch keine Vollständigkeit. Die
Ergebnisse der Auswertung wurden den Fakul-
täten und sämtlichen Fachgebieten im Juli mit-
10
Forschung. Lehre und Weiterbildung
Technische Universität Berlin
11
Forschung, Lehre und Weiterbildung >> Forschung
Umweltbericht 2004
geteilt, die nachfolgend genannten Ergänzungen
und Korrekturen wurden im Bericht berücksich-
tigt. Die ausführliche Darstellung der Systema-
tik und sämtlicher Ergebnisse sind im Internet
(http://www.tu-berlin.de/zuv/sdu/) abrufbar
und schaffen eine transparente Darstellung der
Leistungsfähigkeit der Universität für die Ge-
sellschaft. Ein weiteres Ziel besteht darin, das
Angebot der Universität in Forschung und Lehre
im Sinne der Umweltleitlinien auszubauen und
zusätzliche Anreize zur Integration umweltrele-
vanter emenstellungen zu schaffen. Die in den
Abschnitten . und . gezeigten, seit drei Jahren
beobachteten relativen Steigerungen im For-
schungs- und Lehrangebot mit Nachhaltigkeits-
bezug belegen, dass die angewandte Methodik
den in den Umweltleitlinien formulierten Zielen
gerecht wird.
.........
1.1 Forschung
........................................
1.1.1 Nachhaltige Forschungsprojekte
arbeiten disziplinübergreifend
Ein besonderes Beispiel für interdisziplinäre und
fakultätsübergreifende Forschungsprojekte ist der
durch das Bundesministerium für Bildung und
Forschung (BMBF) geförderte Forschungsverbund
„Leiser Verkehr“. Prof. Hecht ist stellvertretender
Leiter des Verbundes und ist gleichzeitig verant-
wortlich für den Bereich „Leise Züge und Tras-
sen“.
Lärm ist, wie der Schadstoffausstoß, inzwischen
eine vorrangig zu bekämpfende Umweltbe-
einträchtigung. Im Vergleich zu Straßen- und
Luftverkehr sind die Lärmminderungspotenzi-
ale im Schienenverkehr am größten. Im Schie-
nen-Personenverkehr haben sich in den letzten
Jahrzehnten sowohl im Regional- als auch im
Hochgeschwindigkeitsbereich neue Technologi-
en in Form rentabler und moderner Fahrzeuge
etabliert. Dagegen weisen europäische Güterwa-
gen heute zumeist die selben Komponenten wie
vor Jahren auf. Solange diese Situation unver-
ändert bleibt, besteht eine Diskrepanz zwischen
dem (europäischen) politischen Willen, Verände-
rungen zu Gunsten des Schienen-Güterverkehrs
einzuleiten und dessen tatsächliche Konkurrenz-
fähigkeit zum Straßen-Güterverkehr herzustel-
len. In dem Projekt „LEILA-DG“ (LEIchtes und
LärmArmes Güterwagen-DrehGestell, s. Abb.
oben) hat die TU Berlin die Federführung. Das
Projekt zielt darauf ab, mit der Entwicklung
eines neuen Laufwerks die Schlüsselpositionen
aller Baugruppen eines Güterwagens zu ersetzen.
Zu den technischen Anforderungen an das LEI-
LA-Drehgestell gehört „leichter, leiser, schneller,
zuverlässiger sowie verschleißärmer“ als derzeitige
Güterwagen-Drehgestelle zu sein. Unter anderem
werden Gummifederelemente anstelle von Stahl-
federn und Scheibenbremsen anstelle der aktuell
vielfach diskutierten Klotzbremse eingesetzt. Das
Drehgestell soll dB weniger Lärm erzeugen.
Diese Geräuschverminderung bedeutet, dass im
Vergleich ein einziger mit Grauguss gebremster
moderner Güterwagen und LEILA-Wagen
eine identische Lärmmenge aussenden.
Die Herstellung leistungsstarker Antriebssysteme
für Triebfahrzeuge erfordert die Entwicklung
von besonders leistungsfähigen Kühlsystemen.
Wegen des knappen Bauraums für die Lüftungs-
anlage bewirkt oft erst eine erhöhte Ventilator-
drehzahl den notwendigen Luftdurchsatz. Da die
Schallleistung eines Ventilators mit der fünften
Potenz der Drehzahl steigt, erklärt sich das zum
Teil laute Lüftergeräusch. Das Projekt „Leiser
Verkehr“ optimierte den Kühlturm einer E-Lok
akustisch (s. Abb. nächste Seite). Das Projekt
wurde durchgeführt unter
Federführung der Siemens AG/
Transportations Systems – Trains, unter
Beteiligung der Deutschen Bahn AG, des
Deutschen Zentrums für Luft- und
Raumfahrt/Institut für Antriebstechnik in
Berlin, des
LEIchtes und LärmArmes Güterwagen-Drehgestell (LEILA), das im Rah-
men des BMBF-Projekts „Leiser Verkehr“ entwickelt wird (GRAFIK HECHT)
12
Forschung, Lehre und Weiterbildung >> Forschung
Technische Universität Berlin
13
Forschung, Lehre und Weiterbildung >> Forschung
Umweltbericht 2004
Fraunhofer-Instituts für Bauphysik, der Fir-
men
Behr Industry GmbH und
Müller-BBM GmbH sowie dem
Fachgebiet Schienenfahrzeuge der TU Berlin.
Die Lüftergeräusche sollen um dB reduziert
werden.
Das Institut für Bauingenieurwesen beteiligt
sich an dem Projekt „VerProM“, einem weiteren
Teilprojekt des Forschungsverbunds „Leiser Ver-
kehr“. Hierbei soll ein Prognoseverfahren entwi-
ckelt werden, durch dass spätere Erschütterungen
und Sekundärschall bereits im Planungsstadi-
um von Bau- und Verkehrsanlagen angemessen
berücksichtigt werden. Darüber hinaus sollen po-
tenzielle Minderungsmaßnahmen entwickelt und
im Prognosemodell berücksichtigt werden.
Ein weiteres herausragendes Beispiel für inter-
disziplinäre, fakultätsübergreifende Projekte mit
„Umwelt- und Wirtschaftsbezug“ ist der von
der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
finanzierte Sonderforschungsbereich (Sfb) „Demon-
tagefabriken zur Rückgewinnung von Ressourcen in
Produkt- und Materialkreisläufen“ (Sprecher: Prof.
Seliger). Dieser eingerichtete Sfb beschäftigt
sich schwerpunktmäßig mit der Entwicklung
von Technologien zur sortengerechten Entsor-
gung und Wiederverwendung von Komponenten
von ausgedienten technischen Konsumgeräten,
vor allem Haushaltsgroßgeräten. Er wurde durch
die DFG im Jahr evaluiert und bis zum
Jahr verlängert. Im letzten Umweltbericht
haben wir den Sfb mit dem Teilprojekt „Handy-
demontage“ ausführlich gewürdigt.
Im Berichtszeitraum weitergeführt wurde au-
ßerdem die von der DFG im Jahr einge-
richtete Forschergruppe „INTERURBAN – Sys-
temverständnis: Wasser- und Stoffdynamik urba-
ner Standorte“ (Sprecher: Prof. Dr. Wessolek).
Das Spektrum der beteiligten Fachgebiete der
Technischen und der Freien Universität Berlin
umfasst die Bodenkunde, Mikrobiologie, Geo-
physik, Umweltchemie und Abwasserreinigung.
Hauptziel der Forschergruppe ist es, die Umset-
zungsprozesse auf urbanen Standorten zu cha-
rakterisieren und den Stofftransport zu bestim-
men. Das Projekt „Stadtökologische Perspektiven
einer europäischen Metropole – das Beispiel Berlin“
wurde im Rahmen eines Graduiertenkollegs
durchgeführt. Das im letzten Umweltbericht
dargestellte Projekt liefert ein anschauliches Bei-
spiel wie z. B. der „Ritzendreck“ in Straßenfugen
Schadstoffe aus dem Autoverkehr gezielt zurück-
halten kann.
Die Untersuchung von Böden ist auch ein Ge-
genstand der Umweltchemie (s. Abb. rechts
oben). Ziel der Umweltchemie ist die Aufklärung
der chemischen Prozesse und der Wechselwir-
kungen in der Umwelt. Auch sollen Beurtei-
lungskriterien und Maßnahmenkataloge entwi-
ckelt werden, die auf eine umweltverträgliche
Lebens- und Produktionsweise hinauslaufen und
Gefahrenpotenziale mindern sollen.
Die TU-interne Forschungsförderung hat insbe-
sondere durch das Instrument der Fakultätsüber-
greifenden Forschungsschwerpunkte (FSP) zu einer
Förderung zahlreicher Vorhaben im Bereich der
Umweltforschung geführt und die Drittmittelbi-
lanz verbessert.
Die Abbildung
zeigt den akus-
tisch optimierten
Kühlturm einer
E-Lok. Die Lüf-
tergeräusche
sollen damit um
8 dB verringert
werden.
(FOTO HECHT)
12
Forschung, Lehre und Weiterbildung >> Forschung
Technische Universität Berlin
13
Forschung, Lehre und Weiterbildung >> Forschung
Umweltbericht 2004
Ein herausragendes Beispiel ist der im Jahr
eingerichtete fakultätsübergreifende FSP „Wasser
in Ballungsräumen“ (Sprecher: Prof. Jekel), der im
Berichtsraum weitergeführt wurde. Im Bereich
„Wasser“ besteht hier eine besondere Chance für
die TU. Sie kann mit ihren wissenschaftlichen
Kompetenzen, den vorhandenen Ressourcen
und den bereits bestehenden nationalen und
internationalen Kooperations-Netzwerken einen
wichtigen Beitrag für das Land Berlin und die
Region leisten. Dies lässt sich bereits jetzt in der
Gründung des Kompetenzzentrums Wasser Berlin
erkennen. Der FSP soll das fachübergreifende
wissenschaftliche Bearbeiten von emenkomp-
lexen, in denen die TU spezifische Kompetenzen
aufweist, weiter entwickeln. Dabei sollen vor
allem methodische Grundlagen erarbeitet wer-
den. Ziel ist, den Umgang mit Wasser im Sinne
einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Bewirt-
schaftung zu verändern und die stetig wachsen-
den Umweltprobleme urbaner Räume, die immer
auch den Bereich Wasser tangieren, sinnvoll und
nachhaltig zu lösen. Ein besonderes Gewicht
wird dabei auch der hohen Bedeutung von Was-
serressourcen auf internationaler Ebene, insbe-
sondere in Schwellen- und Entwicklungsländern
und dem besonderen Bedarf an angepassten
Lösungen beigemessen werden. Detaillierte
Informationen finden Sie unter http://www.Fsp-
Wib.TU-berlin.de.
Ein weiteres Beispiel ist der im September
eingerichtete FSP „Biotechnologie-Zentrum“, der
im Berichtszeitraum weitergeführt wurde und
unter anderem auch im Bereich Umweltbiologie
Aktivitäten entwickelt hat.
Der Schwerpunkt „Nachhaltige Entwicklung“ ist
einer der vier emenschwerpunkte des Zen-
trums für Technik und Gesellschaft (ZTG) und
besitzt einen besonderen Umweltbezug. Weitere
Informationen sind unter http://www.ztg.tu-
berlin.de abrufbar. Der Akademische Senat hat
im Wintersemester / die Weiterführung
des Zentrums beschlossen.
Im Berichtsraum neu hinzu gekommen ist die
Gründung des Zentrums für Nanophotonik am
Institut für Festkörperphysik (Sprecher: Prof.
Bimberg). Das Projekt wurde insgesamt mit
, Mio. gefördert: Der Europäische Fonds für
regionale Entwicklung übernahm , Mio. , das
BMBF steuerte . bei und die TU Berlin
beteiligte sich mit , Mio. . Durch das Na-
nophotonik-Zentrum wurde eine Infrastruktur
geschaffen, um für nanoepitaktische Materialien
sämtliche Techniken zur Strukturierung und
Entwicklung für Informations- und Kommuni-
kationstechniken vollständig zu entwickeln und
gegebenenfalls Pilotlinien für derartige Bauele-
mente herzustellen. Unter anderem soll im Na-
nophotonik-Zentrum durch die Entwicklung
von Mikrolasern die Basis für einen Laser-Fern-
seher geschaffen werden, der nur noch fünf Pro-
zent des Stroms der heutigen Geräte verbrauchen
wird (s. Abb. unten). Dieses Beispiel zeigt, dass
die aufwändige und teure Reinraumtechnologie
(s. a. S. ), die zu hohen Stromverbrauchswerten
führt, von besonderer Bedeutung für die nach-
haltige Entwicklung werden kann.
Die Quellung von Böden wird im Rahmen der Umweltchemie unter-
sucht (FOTO ROTARD)
Es ist zu erwarten, dass die Laser-Fernseher der Zukunft nur noch fünf
Prozent des Stroms der heutigen Geräte verbrauchen (GRAFIK KUNTZ)
14
Forschung, Lehre und Weiterbildung >> Lehre
Technische Universität Berlin
15
Forschung, Lehre und Weiterbildung >> Ziele mit Umweltbezug vereinbart
Umweltbericht 2004
1.1.2 Mehr Forschung auf Umwelt
und Nachhaltigkeit bezogen
Die TU Berlin verzeichnet . Projekte in der
Forschungsdatenbank. Davon laufen . Pro-
jekte über den . . hinaus. Davon haben
insgesamt Projekte (d. h. , ) einen expli-
ziten Bezug zur ematik „Umwelt und Nach-
haltigkeit“. Das heißt, sie sind den Kategorien U,
UW, US oder UWS zugeordnet.
Die Verteilung der Forschungsprojekte auf die
Fakultäten zeigen Tabelle und Grafik .
Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die An-
zahl um Projekte. Diese Steigerung ist erheb-
lich und deutet zusammen mit der bereits in
letztem Jahr erfolgten Erhöhung einen positiven
Trend an. Von den Forschungsprojekten
mit Umwelt- und Nachhaltigkeitsbezug sind
(d. h. ) umwelt- und wirtschaftsbezogen
(Kat. UW). Diese Kategorie stellt den Schwer-
punkt im Angebot dar und ist durch das anwen-
dungsorientierte Profil der TU Berlin bedingt.
der Forschungsprojekte mit Umwelt- und
Nachhaltigkeitsbezug werden von den Fakultä-
ten III, V und VII betrieben, die auch maßgeb-
lich an den oben beschriebenen fakultätsüber-
greifenden Forschungsvorhaben beteiligt sind.
.........
1.2 Lehre
........................................
1.2.1 Mehr Nachhaltigkeit gelehrt
Die Vorlesungsverzeichnisse der beiden zurück-
liegenden Semester wurden analog zum Bereich
„Forschung“ ausgewertet. Insgesamt führte das
Vorlesungsverzeichnis . Lehrveranstaltungen
auf. Davon bezogen sich Lehrveranstaltun-
gen (, ) auf Umwelt und Nachhaltigkeit. Die
absolute Anzahl der Lehrveranstaltungen mit
Umwelt- und Nachhaltigkeitsbezug verminder-
te sich im Vergleich zum Vorjahr um . Jedoch
stieg der relative Anteil um , . Damit deutet
sich auch hier ein positiver Trend an.
Die Schwerpunkte im Angebot an Lehrveran-
staltungen mit Umwelt- und Nachhaltigkeits-
Die vier Kategorien für Forschungsprojekte
und Lehrveranstaltungen mit Umwelt- und
Nachhaltigkeitsbezug:
U – Umweltbezogen
UW – Umweltbezogen mit wirtschaftlichem
Bezug
US – Umweltbezogen mit sozialem Bezug
UWS – Umweltbezogen mit wirtschaftlichem
und sozialem Bezug
Kategorie Fakultät Andere Summe
1 2 3 4 5 6 7 8 absolut prozentual
Umweltbezogen 0 1 10 0 1 3 24 0 1 40 22 %
Umweltbezogen mit
wirtschaftlichem Bezug 0 1 39 5 37 2 9 7 3 103 55 %
Umweltbezogen mit
sozialem Bezug 0 0 2 0 1 0 12 0 4 19 10 %
Umweltbezogen mit
wirtschaftlichem und
sozialem Bezug
0 1 6 0 1 1 12 1 2 24 13 %
Summe absolut 0 3 57 5 40 6 57 8 10 186 100 %
prozentual 0 % 2 % 31 % 3 % 22 % 3 % 31 % 4 % 5 % 100 %
Tab. 1: Forschungsprojekte mit Umwelt- und Nachhaltigkeitsbezug im Berichtszeitraum
Grafik 1: Forschungsprojekte mit Umwelt- und Nachhaltigkeitsbezug
im Berichtszeitraum
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14
Forschung, Lehre und Weiterbildung >> Lehre
Technische Universität Berlin
15
Forschung, Lehre und Weiterbildung >> Ziele mit Umweltbezug vereinbart
Umweltbericht 2004
bezug liegen in den Fakultäten III und VII. Zu-
sammen erbringen beide Fakultäten des re-
levanten Lehrangebots der TU Berlin. Das Lehr-
angebot gehört im Wesentlichen zum Studien-
gang Technischer Umweltschutz der Fakultät III
und zu den Studiengängen Landschaftsplanung,
Stadt- und Regionalplanung sowie Architektur
der Fakultät VII. Von den Lehrveranstaltun-
gen mit Umwelt- und Nachhaltigkeitsbezug sind
(d. h. ) umwelt- und wirtschaftsbezogen
(Kat. UW). Diese Kategorie stellt den Schwer-
punkt im Angebot dar und ist durch das anwen-
dungsorientierte Profil der TU Berlin bedingt.
Eine weitere Besonderheit der TU Berlin stellen
in studentischer Initiative durchgeführte Projekt-
werkstätten dar. Vier im Berichtszeitraum laufen-
de Projektwerkstätten beziehen sich auf Nachhal-
tigkeit:
„Vergessene Technologien der Energiegewin-
nung und -nutzung“,
„Wissenstransfer zu Strukturen und Projekten
dezentraler Energiegewinnung in der Ukraine
und in der BRD“,
„Planung einer Krankenstation für ländliche
Entwicklungsregionen und Bau eines An-
schauungsgebäudes in Lehmbauweise“ und
„Hybridluftschiff“.
.........
1.3 Ziele mit Umwelt-
bezug vereinbart
........................................
Das Kuratorium beauftragte in seinem Beschluss
(A /) den Präsidenten „die Umweltleitlinien
zu einem Kernbegriff der universitären Diskussion
zu machen. […] Dadurch sollen sich alle Universi-
tätsmitglieder mit den Zielen der Umweltschutzleit-
linien und der Nachhaltigen Entwicklung identi-
fizieren und aktiv zu ihrer Umsetzung beitragen.“
Im Rahmen der Zielvereinbarungen zwischen
dem Präsidenten und den Fakultäten wurde die
Umsetzung der Umweltleitlinien in einzelnen
Vereinbarungsteilen konkretisiert. Dabei ist die
Nachhaltigkeit ein Querschnittsthema, das u. a.
die Bereiche Forschung, Lehre und Nachwuchs-
förderung tangiert.
Die Konzeption neuer Forschungsschwerpunkte
ist u. a. mit den Fakultäten V und VI vereinbart
worden. Dabei sollen die Anträge „Verkehrssys-
temtechnik zur nachhaltigen Entwicklung zukünf-
tiger Mobilität“ (Fakultät V) und „Infrastruktur
in Ballungsräumen“ (Fakultät VI) ausgearbeitet
werden. Im Bereich der Lehre wurden die Kon-
zeption eines Bachelor-/Masterstudiengangs „Rege-
nerative Energien“ mit der Fakultät III sowie der
Entwurf eines internationalen Masterstudiengangs
„Urbane Ökologie“ mit der Fakultät VII verein-
Grafik 2: Lehrveranstaltungen mit Umwelt- und Nachhaltigkeitsbezug im
Wintersemester 2003 / 04 und Sommersemester 2004
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Kategorie Fakultät Andere Summe
1 2 3 4 5 6 7 8 absolut prozentual
Umweltbezogen 0 2 34 3 0 7 51 0 0 97 24 %
Umweltbezogen mit
wirtschaftlichem Bezug 2 3 97 15 12 9 21 7 1 167 41 %
Umweltbezogen mit
sozialem Bezug 3 4 13 2 8 1 25 9 1 66 16 %
Umweltbezogen mit
wirtschaftlichem und
sozialem Bezug
10 0 28 0 6 0 27 9 0 80 19 %
Summe absolut 15 9 172 20 26 17 124 25 2 410 100 %
prozentual 4 % 2 % 42 % 5 % 6 % 4 % 30 % 6 % 1 % 100 %
Tab. 2: Lehrveranstaltungen mit Umwelt- und Nachhaltigkeitsbezug im Wintersemester 2003 / 04 und Sommersemester 2004
16
Forschung, Lehre und Weiterbildung >> In- und Externe weitergebildet
Technische Universität Berlin
17
Forschung, Lehre und Weiterbildung >> In- und Externe weitergebildet
Umweltbericht 2004
bart. Als Folge der im Juni vorgelegten
Strukturplanung müssen diese Pläne vor dem
Hintergrund der zukünftig verfügbaren Ausstat-
tung angepasst werden. Im Bereich der Nach-
wuchsförderung wurde die Erarbeitung eines
Antrags für ein internationales Graduiertenkolleg
(„Transatlantisches Graduiertenkolleg Berlin-New
York“ ) mit der Fakultät I vereinbart. Der Antrag
wurde von der DFG befürwortet, das Graduier-
tenkolleg beginnt im Wintersemester /.
Die geförderten Projekte ermöglichen einen
Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der
TU Berlin im Bereich der Nachhaltigkeit.
.........
1.4 In- und Externe
weitergebildet
........................................
Die TU Berlin arbeitet aktiv an der Öffnung der
Universität gegenüber relevanten gesellschaftli-
chen Gruppen und öffentlichen Einrichtungen
durch praxisbezogene, regionale Kooperationen
und Weiterbildung.
1.4.1 Zentral kooperiert
Die Zentraleinrichtung Kooperation (ZEK, http:
//www.tu-berlin.de/zek/) bearbeitet ökologi-
sche, soziale und wirtschaftliche Fragestellun-
gen mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung
und initiiert entsprechende Weiterbildungs-
veranstaltungen. Es ist Aufgabe der ZEK, das
Zusammenarbeiten mit TU-Fachgebieten und
wichtigen gesellschaftlichen Organisationen an-
zuregen und zu begleiten.
Der Kooperationsbereich der ZEK (KOOP und
kubus) führte im Berichtszeitraum neben den
ständigen Serviceleistungen und Veranstaltun-
gen fünf drittmittelfinanzierte Projekte aus dem
emenkreis Umweltschutz und Nachhaltigkeit
durch. Die Kooperations- und Beratungsstelle für
Umweltfragen (kubus) initiiert und moderiert
Projekte und Veranstaltungen insbesondere
für regionale Nichtregierungsorganisationen
(NGOs), Ämter und Kleinbetriebe sowie deren
Verbände. Im Arbeitsschwerpunkt nachhaltiges
Wassermanagement ist kubus Co-Koordinato-
rin des EU-Projektes “Zer-M – sustainable con-
cepts towards a zero-outflow municipality” (http:
//www.zer-m.org). In dem Projekt arbeiten elf
internationale Partner, darunter das FG Ver-
fahrenstechnik der TU Berlin, aus Nordeuropa
und dem Mittelmeerraum am Wissensaustausch
über Konzepte für die „abwasserfreie Gemein-
de“. Im Projekt „ISSNET – Improving Science
Shop Networking“ wurde Angebot und Nach-
frage für die Vernetzung von Wissenschaftlern
und regionalen Umweltakteuren im Bereich
nachhaltiges Wassermanagement ermittelt. Dies
soll den Dialog Wissenschaft – Gesellschaft be-
leben und konkrete Projekte anstoßen (http:
//www.scienceshops.org). Das BMBF-geförderte
Projekt „Regionale Netze zur Wieder- und Wei-
terverwendung elektronischer Geräte – ReUse-
Computer“ (s. a. Abschnitt .) verknüpft Um-
weltentlastungen mit der Sicherung regionaler
Beschäftigungspotenziale und wurde daher als
Leitprojekt der Lokalen Agenda der Stadt Ber-
lin ausgewählt.
Die Studien- und Diplomarbeitsbörse „Umwelt-
börse“ (http://www.tu-berlin.de/SDB) vermittelt
Studierende und Diplomarbeiten für die Bearbei-
tung von Umweltthemen aus KMUs und Ein-
richtungen der Region.
Die Kooperationsstelle Wissenschaft/Arbeitswelt
(KOOP) vermittelt emen, Projekte und Per-
sonen zwischen der TU Berlin und den Gewerk-
schaften, Betriebs- und Personalräten. Eines
der zentralen emen ist dabei der Umwelt-
schutz, der vom betrieblichen Umweltschutz,
wie er sich z. B. beim EU-Öko-Audit darstellt,
bis zur Energie- und Wasserpolitik reicht. Die
Tagung „Biomassenutzung“ sowie die gemein-
same Tagung von KOOP und kubus „Wege zu
einer nachhaltigen Wasserwirtschaft“ boten TU-
Wissenschaftler/innen und gesellschaftlichen
Akteuren eine gemeinsame Diskussionsplattform
über technische und gesellschaftliche Aspekte.
Das fortlaufende Verbundprojekt „Fachinforma-
tionsdienst Ökoline“ (http://www.oekoline.net),
bietet speziell für Gewerkschafter/innen, betrieb-
liche Umweltbeauftragte, Beschäftigte sowie
Betriebs- und Personalräte eine Internetplattform
zum betrieblichen Umweltschutz. Diese wurde
erweitert und wird von KOOP kontinuierlich in
Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften des
DGB konzeptionell betreut. Ähnlich auch die
aktuelle Forschungsdatenbank für arbeitnehmer-
und gewerkschaftsrelevante Forschung an der TU
(www.tu-berlin.de/zek/koop/fordok/). Sie gibt
Auskunft über zahlreiche Forschungsprojekte
und Dissertationen zum emenbereich Um-
weltschutz, Ökologie und Nachhaltigkeit (s. a.
Forschungsdokumentation der ZEK, Zeitraum
– , Seiten).
Im Weiterbildungsbereich der ZEK ist das „Ber-
liner Modell Ausbildung für nachberufliche Akti-
16
Forschung, Lehre und Weiterbildung >> In- und Externe weitergebildet
Technische Universität Berlin
17
Forschung, Lehre und Weiterbildung >> In- und Externe weitergebildet
Umweltbericht 2004
vitäten“ (BANA) angesiedelt. Dort bilden sich
ältere Mitbürger/innen, die nicht berufstätig sind
oder nach der aktiven Familienphase mehr Zeit
für sich haben, weiter, um im Anschluss in einem
gesellschaftlich wichtigen Aufgabenfeld aktiv
werden zu können. Die drei BANA-Studien-
schwerpunkte, darunter der Schwerpunkt „Ernäh-
rung und Gesunderhaltung“, stehen explizit unter
der Zielsetzung der Nachhaltigkeit.
1.4.2 Wissenschaft in
langer Nacht gezeigt
Darüber hinaus wurden zahlreiche Aktivitäten
mit Nachhaltigkeitsbezug der TU Berlin im
Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften im
Juni präsentiert. Da die Zielgruppe dieser
Veranstaltung vor allem die interessierte Öf-
fentlichkeit darstellt, kann die Veranstaltung im
weiteren Sinn auch als Weiterbildung aufgefasst
werden. Beispielhafte Projekte waren u. a.
„Kälte aus der Sonne“,
„Schlauer Strom erzeugen –
innovative Energietechniken“,
„Die zehn Leben eines Jogurtbechers“ und
„Mehrweg-Handys“.
1.4.3 Handy und Umwelt-
schutz am GirlsDay
Das Design umweltverträglicher Produkte wird
im Fraunhofer-IZM gelehrt. In Kooperation mit
dem TU-Forschungsschwerpunkt Mikroperi-
pherik und dem Wartenberger Innovations- und
Bildungszentrum wurde im April der erste
„GirlsDay“ für Mädchen im Alter zwischen
und Jahren durchgeführt. Dabei stand das
ema „Handy und Umweltschutz“ im Vor-
dergrund. Im Labor wurden von den Mädchen
selbständig Handys auseinander genommen, im
Vordergrund standen dabei die Fragen: Wie ist
ein Handy aufgebaut? Wie wirkt sich das Her-
stellen der Elektronik auf die Umwelt aus? Was
passiert mit Elektroschrott? Wie viel Energie
verbrauchen Handys?
GirlsDay behandelt „Handy und Umweltschutz“ (FOTO MIDDENDORF)
18
Forschung, Lehre und der betrieb TU >> Umweltbezogene und nachhaltige Lehre über den Betrieb der TU
Technische Universität Berlin
19
Betrieb TU Berlin >> Zentrale betriebliche Umweltziele, Aktivitäten und ihre Bewertung
Umweltbericht 2004
2 Forschung, Lehre und der Betrieb TU
.........
2.1 Umweltbezogene und
nachhaltige Lehre über
den Betrieb der TU
........................................
Ausbauseminar unter-
sucht Architekturgebäude
Gegenstand der Untersuchung ist das Gebäude A
der Fakultät VII am Ernst-Reuter-Platz. Die
technischen Disziplinen Brandschutz, Schall-
schutz, Raumlufttechnik und Lichttechnik sind
integrativer Bestandteil der Arbeit (Prof. C.
Steffan, WM Sebastian Hauser, WM Jörg Lam-
mers).
emen für Studien-, Projekt-
und Diplomarbeiten angeboten
Um die Anwendung der Lehre auf den Betrieb
zu fördern, bietet SDU für Studierende und
wissenschaftlich Betreuende emen für Studi-
en-, Diplom- und Projektarbeiten im betriebli-
chen Umweltschutz der TU an (http://www.tu-
berlin.de/zuv/sdu/kooptub.htm). Dazu gehören
fachliches Betreuen, die Gewähr, dass gute Er-
gebnisse die Umweltpraxis der TU voranbringen,
kurze Wege zur Studienpraxis und erleichterten
Zugang zur Verwaltung und den Beschäftigten.
Zielgruppe sind besonders Studierende der Um-
welttechnik, Verfahrenstechnik, Chemie, Land-
schaftsplanung, Energietechnik, Informatik, des
Wirtschaftsingenieurwesens, der Architektur
und der Betriebswirtschaft. Die wissenschaft-
liche Betreuung suchen sich die Studierenden
selbst.
.........
2.2 Nachhaltige Forschung im
Betrieb der TU angewendet
........................................
Kosten gespart und Umwelt entlastet
Mit großem Erfolg wurde unter Leitung der
Kooperations- und Beratungsstelle für Um-
weltfragen (kubus) in der ZEK (http://www.tu-
berlin.de/zek/) das Kooperationsprojekt „Regionale
Netze zur Wieder- und Weiterverwendung elek-
tronischer Geräte – ReUse-Computer“ realisiert
(Hr. Becker). Gefördert wurde dieses Projekt
mit insgesamt , Mio. durch das BMBF. Am
. Februar gründeten Computerfachun-
ternehmen aus dem ReUse-Projekt unter Beteili-
gung von kubus den ReUse-Computer Verein e. V.
i. G. Damit ist die Grundlage für eine tragfähige,
unternehmensbasierte Fortführung dieser neu-
en Nutzungsstrategie gelegt worden. Ergebnisse
wurden auf dem ReUse-Symposium „Unterneh-
mensnetzwerke“ als Grundlage für lebensfähige
Nachhaltigkeitsstrategien am . März im
Produktionstechnischen Zentrum der TU Berlin
der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt.
Auch die Verwaltung der TU Berlin selbst prüft,
ob sie die Ergebnisse des Projektes verwenden
kann. Eine entsprechende Zielvereinbarung
wurde geschlossen. Alle Einrichtungen der TU
haben ab sofort die Möglichkeit, leistungsneutra-
le Kosteneinsparungspotenziale zu mobilisieren
und auf Qualitätstechnik unter dem Warenzei-
chen „ReUse-Computer“ zurückzugreifen.
Für die Produktion eines PC war ein Ener-
gieaufwand nötig, der dem Kraftstoffverbrauch
einer Pkw-Fahrt von Berlin nach München ent-
spricht. Heute kann jede/r Mitarbeiter/in der TU
durch eigene Aktivitäten Kosten sparen, unsere
Umwelt entlasten und wertvolle Ressourcen ein-
sparen. Erste Referenzprojekte sind z. B. ein W-
LAN-Laptopnetzwerk für den Weiterbildungsbe-
reich der ZEK und Veranstaltungstechnik für die
Tagung „Qualitative Daten im Wissensmanage-
ment“ des „nexus Instituts für Kooperationsma-
nagement und interdisziplinäre Forschung“.
18
Forschung, Lehre und der betrieb TU >> Umweltbezogene und nachhaltige Lehre über den Betrieb der TU
Technische Universität Berlin
19
Betrieb TU Berlin >> Zentrale betriebliche Umweltziele, Aktivitäten und ihre Bewertung
Umweltbericht 2004
3 Betrieb TU Berlin
Die Umweltziele der TU Berlin:
. Das Arbeits- und Umweltschutzmanage-
ment-System pflegen und stärker anwenden
. Verringern des Energie-, Wasser- und Ma-
terialverbrauchs
. Verbessern der Abfallerfassung und -tren-
nung
. Verringern des motorisierten Individual-
verkehrs für Mitglieder und Besucher der
TU Berlin
. Verbessern der technischen Sicherheit und
des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz
. Schützen und Erhalten der natürlichen Le-
bensgrundlagen
.........
3.1 Zentrale betriebliche Um-
weltziele, Aktivitäten und
ihre Bewertung
........................................
Die Ziele des Vorjahres werden weiter verfolgt
und mit neuen Aktivitäten verwirklicht. Dieser
siebte Umweltbericht der TU Berlin zeigt einer-
seits die Kontinuität in der Berichterstattung
und andererseits differenziert und bewertet er
noch stärker die Umweltleistung. Entwicklungen
werden zunehmend an Hand der verdichteten
Ergebnisse über die Kennzahlen verfolgt und mit
Aktivitäten in der Hochschule in Zusammen-
hang gebracht.
Im Folgenden zeigen wir nach Zielen strukturiert
jeweils die Aktivitäten, um die Ziele zu erreichen
und, wo möglich, eine Bewertung des Ergebnis-
ses.
3.1.1 Ziel: Das Arbeits- und Umwelt-
schutzmanagement-System pfle-
gen und stärker anwenden
Arbeits- und Umweltschutzmanagement-
System beschrieben und das Ziel fortge-
schrieben
Das formulierte Ziel der letzten Jahre bestand
darin, das Arbeits- und Umweltschutzmanage-
ment-System (AUMS) auszubauen bzw. zu ver-
festigen. Die im Berichtsjahr herausgegebene
Broschüre „Verantwortung für Gegenwart und
Zukunft – Das AUMS der TU Berlin“ beschreibt
im Sinne dieses Ziels anschaulich, knapp und
übersichtlich das AUMS der TU Berlin. Die
Broschüre wurde in- und extern breit verteilt.
Sie ist einsehbar unter http://www.tu-berlin.de/
Esdu/AUMS-Broschuere.pdf. Im Weiteren
gilt es dieses System zu pflegen und seine bessere
Anwendung zu erreichen. Dies setzen wir uns für
die nächsten Jahre zum neuen Ziel. In diesem
Sinne systematisierte zum Beispiel die Stabsstelle
Sicherheitstechnische Dienste und Umweltschutz
(SDU) intern den Ablauf der kontrollierenden,
beratenden Kombinationsbegehungen der zentra-
len Beauftragten durch Checklisten. Diese Bege-
hungen bündeln sowohl die Belange des Arbeits-
schutzes als auch des Umweltschutzes. Das Bege-
hungsprotokoll stellt nunmehr gleichzeitig eine
Beratung zur Fortschreibung der gesetzlich gefor-
derten Gefährdungsermittlung am Arbeitsplatz
dar. Das Fortschreiben von Zielen und Maßnah-
men im Arbeits- und Umweltschutz bildet einen
sehr wichtigen Teil des Managementsystems,
weil unsere Arbeit dadurch messbar, transparent
und zielorientierter wird. Die Ziele und unser
Handeln basieren auf unserer Umweltpolitik. Sie
>> VERANTWORTUNG FÜR
GEGENWART UND ZUKUNFT
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01_TU-Br_AK3 18.08.2003 13:23 Uhr Seite 1
20
Betrieb TU Berlin >> Zentrale betriebliche Umweltziele, Aktivitäten und ihre Bewertung
Technische Universität Berlin
21
Betrieb TU Berlin >> Zentrale betriebliche Umweltziele, Aktivitäten und ihre Bewertung
Umweltbericht 2004
ist dokumentiert durch die Umweltleitlinien und
die Leitlinien im Arbeitsschutz.
Unser Ziel, den Arbeits- und Umweltschutz-
Ausschuss (AUSA) als zentrales Gremium zur
Vorbereitung von Leitungsentscheidungen im
Arbeits- und Umweltschutz zu etablieren, bleibt
bestehen. Bis zur Erfüllung dieses Ziels wird
SDU das System und die Umwelteinwirkungen
bewerten und damit die Kontroll- und Berichts-
funktion für die Leitung übernehmen. Mit dem
Benennen der Fakultätsbeauftragten für Arbeits-
und Umweltschutz in jeder Fakultät wurde die
Leitungsverantwortung im AUSA gestärkt. Die
praktizierte Einbindung der Fakultätsbeauftrag-
ten in die Leitungsentscheidungen der Fakultät
muss jedoch noch gestärkt werden.
Ein wichtiger Bestandteil eines Arbeits- und Um-
weltschutzmanagement-Systems ist ein Informa-
tionssystem. An der TU besteht dieses aus den
Informationen im Internet über die SDU-Home-
page http://www.tu-berlin.de/~sdu/Index.htm,
dem jährlichen Umweltbericht, der nach Bedarf
von SDU herausgegebenen internen Zeitschrift
AUGENBLICK und den Arbeits- und Um-
weltschutz-Merkblättern. Der Umweltbericht
dokumentiert direkte und indirekte Umwelt-
einwirkungen der TU, das Managementsystem
mit speziellen Aktivitäten und das Erreichen
der formulierten Ziele oder Teilziele. Indirekte
Umwelteinwirkungen stellen das Verhältnis von
umweltrelevanter Forschung und Lehre zum Ge-
samtforschungs- und Lehrangebot der TU dar.
Direkte Umwelteinwirkungen wie Energie- und
Wasserverbrauch, Abfallaufkommen etc. erzeugt
der Betrieb TU. Umweltberichte bilden darüber
hinaus im Sinne der Umweltleitlinien die Ba-
sis für den Dialog mit der Öffentlichkeit. Zum
Arbeits- und Umweltschutzmanagement-System
zählen auch einzelne Aktivitäten in den nachfol-
gend beschriebenen emen.
Architekturgebäude: Benannte Zu-
ständige sollen Gefahren verhindern
Jedes FG im Architekturgebäude benennt zur
Unterstützung der verantwortlichen Hochschul-
lehrer und Hochschullehrerinnen Ansprechper-
sonen aus dem Lehrpersonal für den betriebli-
chen Arbeits- und Umweltschutz. Sie sollen vor
allem Gefährdungen durch Brandlasten sowie
Fluchtwegblockaden verhindern und die Abfall-
entsorgung geregelt organisieren. Arbeitsmateri-
alien und alte Modelle wurden in Flurbereichen
und Räumen unzulässig angehäuft. Dieser Vor-
stoß, gezielt Lehrpersonal für die organisatori-
schen und betrieblichen Belange des Arbeits- und
Umweltschutzes einzusetzen, ist ein weiterer Ver-
such, das bisherige Gefährdungspotenzial in der
Architektur zu minimieren. Ohne die Unterstüt-
zung der Professoren und Professorinnen bleibt
es aber weiterhin hoch. Diese Aktivität kann als
Pilotprojekt für das bestehende AUMS betrachtet
werden, das dazu dienen könnte, das System der
dezentralen Sicherheits- und Umweltbeauftrag-
ten (SB-DUB) strukturell zu verbessern. Die in-
tensive Betreuung und Sensibilisierung von Stu-
dierenden in betrieblichen Belangen wie Brand-
schutz und Umweltschutz sind wegen der Not-
wendigkeit des materialintensiven Modellbaus,
den regelmäßigen Präsentationen von Projekten,
Diplomarbeiten u. ä. von hoher Bedeutung. Wir
Stabsstelle SDU
in begrüntem
Gebäude „AM“
auf dem Stamm-
gelände
(FOTO ALBRECHT)
Leitlinien des Arbeits- und Gesundheitsschutzes
und des Umweltschutzes:
Im Arbeits- und Gesundheitsschutz
Schutz der Beschäftigten vor Unfällen und arbeitsbedingten
Beeinträchtigungen der Gesundheit
Erste Hilfe sicherstellen und den Brandschutz organisieren
Aktive betriebliche Gesundheitsförderung
Ergonomische Gestaltung von Arbeitsplätzen
Im Umweltschutz (Auszug)
Sparsamer Einsatz von Ressourcen wie Energie und Wasser
Reduzieren von Emissionen und Abfällen
Vermeiden von Grenzwertüberschreitungen im Abwasser und
von Verunreinigung des Bodens
Fördern des Umweltbewusstseins
Umsetzen des Umweltschutzes ressortübergreifend
20
Betrieb TU Berlin >> Zentrale betriebliche Umweltziele, Aktivitäten und ihre Bewertung
Technische Universität Berlin
21
Betrieb TU Berlin >> Zentrale betriebliche Umweltziele, Aktivitäten und ihre Bewertung
Umweltbericht 2004
berichteten über die Problematik bereits in der
Vergangenheit. Nicht zuletzt werden die meisten
Studierenden später im Beruf diese Aspekte mit
berücksichtigen müssen; lernen können sie dies
bereits im Studium. Fachgebietsverantwortliche
im Architekturgebäude setzen mit Hilfe der Fa-
kultätsverwaltung und des Dekans den Organi-
sationsvorschlag von SDU um.
Interne Weiterbildung stetig
angeboten, Nachfrage gesunken
Die innerbetriebliche Weiterbildung im Arbeits-,
Umwelt- und Gesundheitsschutz konzipieren
SDU und der Betriebsärztliche Dienst (BÄD).
Beschäftigte dieser Bereiche tragen vor, leiten die
Kurse und akquirieren externe Referierende. Den
Bedarf für neue Kurse und deren Inhalte ermit-
teln sie aus ihrer täglichen Fachpraxis und den
Rückmeldungen der bisher Teilnehmenden.
Um die großen Energiesparpotenziale im EDV-
Betrieb zu eröffnen, bot die TU erstmals im
Jahr drei neue Kurse an: „Energiesparen
in der EDV“ für die Betriebsysteme Windows,
Unix/Linux, MacOS. Zielgruppe sind EDV-
Administrator/inn/en der TU, Beschaffende
von EDV und interessierte Anwendende. ema
dieser Kurse war die Verringerung von Leerlauf-
verlusten der EDV. Das Ziel ist, unter Mitarbeit
der EDV-Betreuenden und -Anwendenden in
Arbeitspausen und nach Arbeitsende Energie zu
sparen sowie Wärmelasten im Sommer zu ver-
ringern. Es wurden auf das jeweilige Betriebssys-
tem bezogene Hintergründe, Sparpotenziale und
Maßnahmen zum Energiesparen mittels entspre-
chender Systemeinstellungen und technischer
Lösungen bei Einzelgeräten und Netzwerken
sowie bei der Beschaffung in Vortrag und Dialog
erörtert.
In den Kursen wurden darüber hinaus der recht-
liche Rahmen, die Umweltziele der TU und ins-
besondere das Verringern des Energie-, Kühlwas-
ser- und Materialverbrauchs behandelt. Die drei
Kurse wurden auf Grund der geringen Zahl an
Anmeldungen zu einem Kurs zusammengefasst.
Festzustellen ist, dass die Bereitschaft bzw. Mög-
lichkeit zur Teilnahme an der kostenlos in der
Dienstzeit angebotenen Weiterbildung rückläufig
ist und sich somit die Zahl der Teilnehmenden
verringerte. Durch fehlende Anmeldungen fielen
Kurse aus. Ein Grund dafür ist das durch die bis-
herigen Schulungen geschaffene hohe Qualifika-
tionsniveau bei gleichzeitig nicht neu hinzukom-
mendem Personal. Dies gilt z. B. bei den Kursen
„Umgang mit Gefahrstoffen in Forschungs- und
Lehrlaboren“, „Gefahrgut- und Abfallrecht für
Sonderabfall-Sammelstellen-Betreuende, sog.
„Entsorger und Selbsttransporteure von Abfall-
und Gefahrgut“. Für die neuen Kurse „Sicher
und gesund mit dem Fahrrad zur Arbeit“ und
„Arbeitsschutz im Internet“ lagen bedauerlicher-
weise für die Durchführung zu wenig Anmel-
dungen vor. Der Kurs „Nachhaltiges Bauen und
Bauunterhalten“ wurde speziell für die Ingenieu-
re der Abteilung Gebäude- und Dienstemanage-
ment der ZUV angeboten. Der Kurs wurde in
der Abteilung nicht ausreichend unterstützt und
musste aufgrund fehlender Anmeldungen abge-
sagt werden.
Die Weiterbildung im Arbeits-, Umwelt- und
Gesundheitsschutz wurde weiter verzahnt. Gut
besucht werden die Pflichtkurse wie „Einweisung
von Sicherheits- und dezentralen Umweltbeauf-
tragten“. Am stärksten nachgefragt wurden die
Kurse „Brandschutz mit Übung“ und „Arbeits-
und Umweltschutz – Organisation und Rechts-
vorschriften“. Im Jahr wurden zwei zusätzli-
che Kurse angeboten.
Arbeits- und Umweltschutzbegehungen fin-
den regelmäßig statt.
Die Fachkräfte der Bereiche SDU und BÄD
begingen wieder planmäßig Arbeitsstätten. Die
Synergieeffekte in Organisations- und Verant-
wortungsfragen nutzend finden sie als sogenann-
te Kombinationsbegehungen im Arbeits- und
Umweltschutz mit Beratung und Kontrolle für
Verbesserungen statt. Die Ergebnisse erhalten die
Verantwortlichen in einem bewertenden Proto-
koll. Die Namen der begangenen Fachgebiete
sind im Anhang .. aufgeführt.
3.1.2 Ziel: Verringern des Energie-,
Wasser- und Materialverbrauchs
Etwas weniger Strom verbraucht,
aber Kosten gestiegen
Der absolute und relative Gesamt-Stromver-
brauch nahm um , ab. Die Veränderung des
Jahr Kurse Teilneh-
mende
angeboten
(inkl. Doppelungen,
Sondermaßnahmen)
durch-
geführt
2000 24 12 122
2001 15 11 112
2002 15 15 192
2003 17 8 72
Tab. 3:
Kurse- und Teil-
nehmende der
durch SDU und
BÄD konzipierten
innerbetrieblichen
Weiterbildung im
Arbeits- und Ge-
sundheitsschutz
22
Betrieb TU Berlin >> Zentrale betriebliche Umweltziele, Aktivitäten und ihre Bewertung
Technische Universität Berlin
23
Betrieb TU Berlin >> Zentrale betriebliche Umweltziele, Aktivitäten und ihre Bewertung
Umweltbericht 2004
Verbrauchs wird im Wesentlichen durch wech-
selnde Bedürfnisse der Lehre und Forschung,
einschließlich des verstärkten Einsatzes von Käl-
temaschinen für wissenschaftliche Zwecke und
den Betrieb von Lüftungsanlagen, bestimmt. Die
Kosten stiegen trotz des Verbrauchsrückganges
auf Grund höherer Strompreise um , von
, Mio. im Jahr auf , Mio. im
Berichtsjahr.
Wieder weniger Heizenergie verbraucht
Die TU Berlin verbrauchte witterungsbereinigt,
sowohl absolut als auch auf die Fläche bezogen,
, weniger Heizwärme. Die Kosten bilden
aber mit , Mio. eine nicht geringe Position
im Haushalt, so dass sich bei vorhandenen Spar-
potenzialen Aktivitäten lohnen, diese zu erschlie-
ßen.
Etwas weniger Wasser verbraucht
Der Wasserverbrauch sank um , , die für
Kühlzwecke geförderte Brunnenwassermenge um
, . Unbefriedigend ist, dass noch ältere Ge-
räte, Betriebsmittel und Räume mit Trinkwasser
gekühlt werden. Diese werden, wie im Vorjahres-
bericht beschrieben, durch geschlossene Systeme
oder luftgekühlte Maschinen ersetzt.
Sparpotenziale im Ressourcenverbrauch
Das Sparpotenzial für den Energieverbrauch liegt
sehr vorsichtig geschätzt mit in den nächs-
ten Jahren jeweils unter dem Jahresverbrauch der
gesamten TU. Dieser Wert wurde im Rahmen
der eingegangenen Energiesparpartnerschaften
(ESP) nach gründlicher Analyse ermittelt und
vertraglich für die betroffenen Gebäudekomple-
xe vereinbart. Der Schwerpunkt der ESP liegt in
Einsparungen durch gebäudetechnische Maß-
nahmen.
Die Sparpotenziale teilen sich auf die Bereiche
„Nutzende“, „Gebäudetechnik“ und „Gebäude-
substanz“ auf:
Nutzende: Verhaltensbezogene Sparpotenziale
liegen vor. Diese sind z. B.
Reinräume: Luftleistung in den Nebenzeiten
verringern,
Chemielabore: Abzug „AUS“ nach Arbeitsen-
de (TU-weit Arbeitsplätze, an denen mit
großen Luftmengen Gefahrstoffe abgesaugt
werden),
EDV-Serverräume: Kühlung erst bei °C,
EDV-Arbeitsplätze und Netzwerke: Standby-
Funktion aktivieren,
Grafik 5: Entwicklung des Verbrauchs an Heizenergie bezogen auf die
versorgte Fläche. Zum besseren Vergleich ist der gemessene
Jahresverbrauch auf ein durchschnittliches Klima mit Klimafak-
toren „witterungsbereinigt“ gemäß VDI 3807
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Grafik 4: Entwicklung des Gesamt-Stromverbrauchs
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Grafik 3: Entwicklung des Stromverbrauchs bezogen auf
die Gesamtnutzfläche
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Betrieb TU Berlin >> Zentrale betriebliche Umweltziele, Aktivitäten und ihre Bewertung
Technische Universität Berlin
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Betrieb TU Berlin >> Zentrale betriebliche Umweltziele, Aktivitäten und ihre Bewertung
Umweltbericht 2004
Energiesparpartnerschaft TU
�Energiesparpartnerschaft (ESP)
Ein verringerter Energieverbrauch in der
Technischen Universität Berlin (TU) entlastet den
Haushalt und setzt so Finanzmittel frei, die an
dringend benötigten Stellen eingesetzt werden
können. Aus diesem Grund sind die TU Berlin und
Siemens Building Technologies eine Partnerschaft
mit dem Ziel der Energiekosteneinsparung und des
Klimaschutzes eingegangen. Dazu werden in
nächster Zeit energiesparende Maßnahmen in den
TU-Gebäuden (A, E, E-N, EMH, FR, OE, GOR und
SG) umgesetzt.
Diese Energiesparmaßnahmen umfassen u.a. den
Umbau von Lüftungsanlagen, der Warmwasser-
versorgungen, die Optimierung von Heizungs-
regelungen, den Austausch von Heizungstechnik, die
Modernisierung der Beleuchtung und den Einsatz
von Thermostatventilen.
Der Erfolg der ESP ist auch von Ihrem Beitrag
abhängig. Deshalb haben wir in diesem Merkblatt für
Sie einige praktische Hinweise für das richtige
Heizen und Lüften aufgeführt.
Wir bitten Sie um ihre Unterstützung und freuen uns
auf eine gute Zusammenarbeit.
Energiesparpartnerschaft TU
�Konstante Raumtemperatur
Mit neuen Thermostatventilen können Sie die
Raumtemperatur besser regulieren, den Wärme-
verbrauch in Ihrem Büroraum selbst beeinflussen
und die Einsparpotenziale nutzen.
Während des Heizbetriebes sorgt das Thermostat-
ventil selbständig und zuverlässig für eine konstante
Raumtemperatur.
Bildquelle:Initiativkreis Erdgas und Umwelt
Raumtemperatur nach Einstellung des Thermostatventils
(bei einer Skala 1- 5)
Die Einstellung eines Thermostatventils mit einer
Skala von 1 bis 5 entsprechen den Raum-
temperaturen von 12 bis 28°C (Aufteilung siehe
Abbildung).
Für Büroräume ist eine Raumtemperatur von 20-
22°C vorgesehen.1
1 siehe auch Arbeitsstätten-Richtlinie, Ausgabe Mai 2001
Energiesparpartnerschaft TU
�Fremdwärme im Raum
Das Thermostatventil erfasst auch Fremdwärme, die
beispielsweise von Sonneneinstrahlung, elektrischen
Lichtquellen oder Computern ausgeht. Das Thermo-
statventil verringert dementsprechend die Heiz-
wasserzufuhr zum Heizkörper.
Sonneneinstrahlung im Raum
Bei starkem Fremdwärmeeinfluss wird der
Heizkörper nur noch teilweise erwärmt oder kühlt
sogar völlig ab. Das ist ok, denn ein Blick auf das
Thermometer beweist, dass die Raumtemperatur
konstant geblieben ist.
Und noch ein Hinweis:
Vorgestellte Möbel sorgen für einen Wärmestau am
Heizkörper, so dass die Heizwasserzufuhr gedrosselt
wird, weil es vermeintlich warm genug ist. Vermeiden
Sie darum möglichst das Zustellen der Heizkörper!
Heizperiode: Stoß- statt Dauerlüften und
Verwenden von preisgünstigem Recyclingpa-
pier mit „Blauem Engel“ statt weißem Papier
(s. a. „Rundschreiben soll Nutzende für das En-
ergiesparen gewinnen“). Diese Sparpotenziale
sollen die Nutzenden selbst umsetzen. Von zen-
traler Seite können im Rahmen des Umweltma-
nagement-Systems auf die Nutzenden bezogene
Maßnahmen angeregt werden. Die Rückmeldun-
gen aus den Fakultäten zu diesem Bericht thema-
tisieren das Energiesparen zu gering.
Die Schwankungen durch den Wissenschaftsbe-
trieb sind schwer kalkulierbar; neu aufgenomme-
ne Forschungsprojekte, Umzüge und strukturelle
Veränderungen beeinflussen dies ebenso wie
Veränderungen der Lehrveranstaltungen.
Gebäudetechnik: Sparpotenziale werden z. B.
durch Energiesparpartnerschaften (ESP) und
Modernisierungsaktivitäten der Bauabteilung im
Rahmen der verfügbaren Mittel erschlossen. Bei-
spiele siehe in Tab. auf der nächsten Seite. Aber
auch hier gibt es verhaltensbezogene Potenziale:
Die Qualität der Justage und Pflege der Anlagen
durch die Gebäudetechniker, Störungsmeldun-
gen durch Nutzende u. ä.
Gebäudesubstanz: Sparpotenziale durch Moder-
nisierung, wie z. B. Wärmedämmung von Wän-
den, Dächern und Fenstern, werden bei Aus- und
Umbauten sowie dem Beseitigen von technischen
Gebäudemängeln im Rahmen der verfügbaren
Mittel realisiert. Diese Maßnahmen lassen sich
jedoch nicht allein mit der zu erwartenden En-
ergieeinsparung begründen und müssen daher
mit anderen baulichen Aktivitäten verbunden
werden. Grafik 8: Entwicklung der Pro-Kopf-Fördermengen von Brunnenwasser
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Grafik 7: Entwicklung des Pro-Kopf-Wasserverbrauchs
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Grafik 6: Entwicklung des Gesamt-Wärmeverbrauchs
der TU-Gebäude (witterungsbereinigt)
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Betrieb TU Berlin >> Zentrale betriebliche Umweltziele, Aktivitäten und ihre Bewertung
Technische Universität Berlin
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Betrieb TU Berlin >> Zentrale betriebliche Umweltziele, Aktivitäten und ihre Bewertung
Umweltbericht 2004
Verwendung der Energie-
träger verschiebt sich
In den oben und unter dem Punkt „Wasser“
beschriebenen Maßnahmen wird hauptsächlich
Einfluss auf den effektiven Einsatz der Energie-
träger genommen. Dabei sind durchaus Verschie-
bungen beim absoluten Bezug der Energieträger
erkennbar. So kann das Ablösen von Brunnen-
wasser zur Klimatisierung durch Kältemaschi-
nen mit Rückkühlwerk neben einer Einsparung
von Brunnenwasser gleichzeitig zur Erhöhung
des Stromverbrauches führen (z. B. HL). Die für
alle Medien zu verzeichnenden Schwankungen
ergeben sich im Wesentlichen aus wechselnden
Bedürfnissen der Nutzenden. Deren Bedürfnis-
se in ihrer wissenschaftlichen Arbeit sind be-
stimmt durch sich verändernde Forschungs- und
Lehrinhalte. Komfortbedürfnisse spielen dagegen
eine untergeordnete Rolle im Energieverbrauch.
Durch die sich verändernden Inhalte von Lehre
und Forschung wird in bestimmten Bereichen
eine Steigerung der Abnahme absehbar.
Energieverbrauch der Gebäude analysiert
Stromverbrauch einzelner Gebäude
Das denkmalgeschützte Mietgebäude TIB ragt
beim Stromverbrauch aller TU-Gebäude heraus.
Dieses hat mit m² sehr große Reinraumberei-
che mit hohem Stromverbrauch für die Luftauf-
bereitung und technologische Prozesse. Das Ge-
bäude nutzt auf TU-Seite der Forschungsschwer-
punkt Technologien der Mikroperipherik (Prof.
Dr.-Ing. Dr. E. h. Herbert Reichl). Sparmöglich-
keiten wären im Wesentlichen bei den Betreibern
der bestehenden Reinräume zu suchen, zum
kleineren Teil aber auch bei den Nutzenden der
lufttechnischen Anlagen im Institut für Lebens-
mittelchemie.
Für das Gebäude PN wird mit Ingenieurauftrag
der Energieverbrauch in der Heizperiode /
analysiert, um effektive wirtschaftliche Maß-
nahmen zu ermitteln. Allerdings wird das im
Jahr eröffnete Zentrum für Nanophotonik
(Institut für Festkörperphysik) mit seiner Rein-
raumanlage zusätzlich Strom verbrauchen. Das
Zentrum erfüllt aber als modernster Reinraum
der TU energiesparende Merkmale:
Der Reinraumbereich wird aus energetisch-
ökologischen Gründen außerhalb der Haupt-
nutzungszeiten mit reduzierten Luftmengen
betrieben.
In der Lüftungsanlage ist die Außenluftauf-
bereitung mit einem Wärmerückgewinnungs-
system versehen und die Anlage wird mit ei-
nem größtmöglichen Umluftanteil betrieben.
Gezielte Flächenabsaugung verringert den
Energieverbrauch der Gesamtanlage.
Das energiesparende Betreiben ist Teil der
Betriebsanweisung der Anlage.
Ein weiterer kleinerer Reinraum im Institut für
Festkörperphysik ist auch relevanter Stromver-
braucher im Gebäude PN. Mehrere Gas-Ionen-
Laser mit ungünstigem elektrischen Wirkungs-
grad haben Anteil am Stromverbrauch des Ge-
bäudes.
Die Gebäude E-N und MA fallen mit ihrem re-
lativ hohen Stromverbrauch auf. Diesen führen
wir auf die dort untergebrachten EDV-Anlagen
– Netzwerke, Server sowie für deren Betrieb
notwendige Raumkühlung – zurück, im Gebäu-
de E-N insbesondere auf die Zentraleinrichtung
Rechenzentrum, das Projekt TUBKOM, die stu-
dentischen EDV-Arbeitsplätze und das Prozess-
rechenzentrum. Hier soll das Contracting eine
Verbesserung bringen. Darüber hinaus benötigt
das Gebäude MA Kälte für die EDV (dezentra-
le Serverräume, Rechnerpool für studentische
Arbeitsplätze) und die Lüftung der Hörsäle. Die
geplante Gebäudeleittechnik (GLT) soll deren
Betrieb sparsamer führen.
Die beiden Reinräume in den Gebäuden CR/J
(Prof. Dr.-Ing. Christian Boit) und HFT (Prof.
Dr.-Ing. Klaus Petermann) verbrauchen ebenfalls
spezifisch viel Strom.
Reinraum im Nanophotonik-Zentrum im Gebäude PN (FOTO POHL)
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Betrieb TU Berlin >> Zentrale betriebliche Umweltziele, Aktivitäten und ihre Bewertung
Technische Universität Berlin
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Betrieb TU Berlin >> Zentrale betriebliche Umweltziele, Aktivitäten und ihre Bewertung
Umweltbericht 2004
Für die älteren Reinräume sollte geprüft werden,
ob sie, wie oben beschrieben, energetisch nachge-
rüstet bzw. betrieben werden können.
Wärmeverbrauch einzelner Gebäude
Herausragender Wärmeverbraucher ist das Ge-
bäude PN. Es hat einen hohen Anteil künstlich
belüfteter Räume und eine schlecht regelbare Ge-
bäudetechnik. Auch hier soll eine Energieanalyse
Vorschläge zur Einsparung erarbeiten.
Das fast fertig modernisierte Gebäude C mit dem
zweitstärksten Wärmeverbrauch in der TU stellt
einen Problemfall dar. Dieser Missstand ist im
Wesentlichen nicht auf die Tätigkeit der hier
Arbeitenden zurückzuführen, sondern auf Män-
gel in der Bauplanung. Hier zeigt sich die Bedeu-
tung einer sorgfältigen Energiekonzeption bei
Planungen von Aus-, Um- und Neubau.
Im Komplex KL verbrauchen Gewächshäuser, die
nicht nach dem Stand der Technik ausgerüstet
sind (thermisch nicht entkoppelte Rahmen, Ein-
scheibenglas), viel Wärme.
Das Gebäude TC hat als relativ neu modernisier-
tes Gebäude Sparpotenziale bei der Betriebsweise
durch die Nutzenden.
Im Gebäude PTZ sollte im Rahmen der ESP eine
Infrarotheizung in der großen, mit Glas gedeck-
ten Halle Energie sparen. Nach Einspruch der
Nutzenden konnte diese Modernisierung jedoch
nicht durchgeführt werden.
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Grafik 9: Das Diagramm stellt den Jahres-Stromverbrauch größerer Gebäude (waagerecht) im Verhältnis zu ihrem
spezifischen Stromverbrauch je Nutzfläche (senkrecht) dar. Eine Analyse lohnt sich grundsätzlich für
über dem Durchschnitt liegende Gebäude; dann um so eher, je weiter sie vom Nullpunkt entfernt lie-
gen. Gebäude, die unter dem Durchschnitt liegen, werden nicht betrachtet und lediglich durch Rauten
ohne nähere Bezeichnung dargestellt
Zwölf strombetrie-
bene Verdichter
und Pumpen
erzeugen und
verteilen Kälte
für Räume und
wissenschaftliche
Geräte im Gebäu-
de PN
(FOTO ALBRECHT)
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Betrieb TU Berlin >> Zentrale betriebliche Umweltziele, Aktivitäten und ihre Bewertung
Technische Universität Berlin
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Umweltbericht 2004
Ausgangszustand Aktivität Kosten Ökologische Auswirkungen Stand
Konventionelle Vor-
schaltgeräte für
Leuchtstoffröhren an
Bildschirmplätzen,
sowie verstärkt in Ge-
bäuden
Ersetzen von zweiröh-
rigen Leuchten durch
z. T. einröhrige, blendar-
me Rasterleuchten mit
elektronischen Vorschalt-
geräten (ca. 1.000 Stück
jährlich)
ca. 120 T€Einsparen elektrischer En-
ergie (ca. 80 – 90 MWh/a je
1.000 Stück), Verbessern der
Arbeitsbedingungen, aber
gleichzeitig zum Sichern der
geforderten Beleuchtungs-
stärke teilweise absolutes
Erhöhen der Leuchtenanzahl
Weiterführung 2003 mit
ca. 1.000 Leuchten
Fehlende Energiever-
brauchserfassung
Ausbau des Energiema-
nagement-Systems zur
Datenerfassung und
Analyse der Energiever-
bräuche, Integration in
das FM-System
k. A. Verbrauchs- und Schwachstel-
lenanalyse
Weiterführung 2003:
Einbau von 8 WMZ
Fehlende Möglichkeit
der Eigenfinanzierung
für Erneuerung ver-
sorgungstechnischer
Anlagen zur Energie-
einsparung
Durchführung Energie-
spar-Contracting für
A-F, A-H, FR, OE, GOR,
SG 01 – SG 13, EMH, E-N;
Alternative zu „Heizung
PTZ-Rundhalle“
k. A. Siehe gesonderten Beitrag Siehe gesonderten Beitrag
Erweiterung
Gebäudeleittechnik
Erweitern der Gebäu-
deleittechnik PN, Stö-
rungsweitermeldung
zum Hauptpförtner über
Leitwarte
k. A. Einsparen von Wärme- und
Elektroenergie, Senken der
Reaktionszeiten bei Störungen
Weiterführung 2003/04:
Einbinden von MA, BH
Einbindung im Rahmen
Contracting: FR / OE / GOR, E,
E-N, EMH, SG, A
Tab. 4: Aktivitäten zur Einsparung von Ressourcen in der Gebäudetechnik
Grafik 10: Das Diagramm stellt den Jahreswärmeverbrauch größerer Gebäude (waagerecht) im Verhältnis zu ih-
rem spezifischen Wärmeverbrauch je Nutzfläche (senkrecht) dar. Eine Analyse lohnt sich grundsätzlich
für über dem Durchschnitt liegende Gebäude; dann um so eher, je weiter sie vom Nullpunkt entfernt
liegen. Gebäude, die unter dem Durchschnitt liegen, werden nicht betrachtet und lediglich durch
Rauten ohne nähere Bezeichnung dargestellt
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Betrieb TU Berlin >> Zentrale betriebliche Umweltziele, Aktivitäten und ihre Bewertung
Technische Universität Berlin
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Betrieb TU Berlin >> Zentrale betriebliche Umweltziele, Aktivitäten und ihre Bewertung
Umweltbericht 2004
Aktivitäten, die Energie und Wasser sparen
Gebäudeleittechnik weiter ausgebaut
Die Abt. IV erweitert in einer über mehrere Jahre
laufenden Maßnahme umfangreich die Gebäu-
deleittechnik und bezieht den Bibliotheks-Neu-
bau dabei ein. Gleichzeitig erweitert die Abtei-
lung das Energiemanagement-System. Sie baut es
für die Datenerfassung und Analyse der Energie-
verbräuche und Integration in das Gebäudema-
nagement-System aus:
weitestgehend lückenloses Zuordnen von
Verbrauchs- und Kostendaten zu Räumen
und Gebäuden mit maximaler Zeitnähe und
Genauigkeit,
Zuordnen von Verbrauchsdaten zu Ausrüs-
tungen in Räumen und Gebäuden,
Benchmarking der Energiesparmaßnahmen,
Einsparen von Bearbeitungszeit durch das
Bündeln von Leistungen,
zunehmendes Ablösen manueller Eingaben
durch automatische,
verursachungsgerechtere (ggf. fiktive) Mas-
sen- und Kostenzuordnung der Energiever-
bräuche,
Trendberechnungen sowie
Kostenanalysen.
Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung
und atomstromfrei
Die Belieferung mit Strom schrieb die Senatsver-
waltung für Finanzen des Landes Berlin euro-
paweit aus. Die Ausschreibung beinhaltete den
Zeitraum ab . . für alle leistungsgemesse-
nen Abnahmestellen der Universitäten Berlins als
ein Los. Den Zuschlag erhielten die wirtschaft-
lichsten Angebote von „Electrabel“ (> der
Abnahmemenge der TU Berlin) für alle leis-
tungsgemessenen Abnahmestellen und „Licht-
blick“ (Tarifabnahmestellen, < ). Dabei war
es verpflichtende Bedingung, dass kein Strom
aus Kernkraftwerken geliefert und die Herkunft
des Stroms offengelegt wird. Weitere ökologische
Kriterien wurden in Form von Nebenangebo-
ten abgefragt. Im Ergebnis wird in den nächsten
beiden Jahren die Stromlieferung an das Land
Berlin und die TU Berlin hohen Ansprüchen an
die Umweltverträglichkeit der Stromerzeugung
gerecht. Der Anbieter Electrabel wird an Berlin
Gigawattstunden pro Jahr aus gasgefeuerten
Kraft-Wärme-Kopplungs-(KWK)-Anlagen der
Kraftwerksgesellschaft Gera liefern und die rest-
liche Menge auf dem Großhandelsmarkt dazu
kaufen. Die Lieferung von Atomstrom ist dabei
ausgeschlossen. Der Ökostrom-Anbieter Licht-
blick liefert an Berlin regenerativ erzeugten
Strom aus Wasserkraftwerken: Die Einhaltung
dieser Zusage wird vom TÜV überprüft und
zertifiziert. Trotz der Auswahl der günstigsten
Anbieter wird der Preis im Vergleich zu den
bisherigen Lieferkonditionen steigen, weil die
Strompreise insgesamt stark angezogen haben.
Rundschreiben soll Nutzende
für das Energiesparen gewinnen
Um die verhaltensbezogenen Sparpotenziale
anzusprechen, ist im Jahr als betriebliche
Regelung ein Rundschreiben „Energiesparen für
Gebäudenutzende“ an alle Beschäftigten geplant.
Es regelt unter Beachtung des Arbeits- und Ge-
sundheitsschutzes u. a. Maximaltemperaturen am
Arbeitsplatz, das Verwenden von Kühlgeräten,
das energiesparende Betreiben von Beleuchtung,
EDV und anderen Geräten sowie der Abluft-
anlagen in chemischen Laboratorien. Der Ent-
wurf ist im Rahmen der internen Abstimmung
unter http://www.iku.tu-berlin.de/serviceverw/
Energiesparpartnerschaft TU
Energiesparpartnerschaft
Technische Universität Berlin
Siemens Building Technologies
Mein persönlicher Beitrag zur
Energieeinsparung
im Büroraum
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Betrieb TU Berlin >> Zentrale betriebliche Umweltziele, Aktivitäten und ihre Bewertung
Technische Universität Berlin
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Betrieb TU Berlin >> Zentrale betriebliche Umweltziele, Aktivitäten und ihre Bewertung
Umweltbericht 2004
Verringern der Energie- und Wasserkosten
von jährlich , Mio. um mehr als ,
Vermindern der CO₂-Emissionen um ca.
. Tonnen/Jahr sowie
Informieren und Motivieren der Nutzenden
zum Energie sparen.
Energiesparende Veränderungen
Im Juni schlossen TU und SBT einen
Energiesparvertrag.
Energieanalysen und Planungen wurden von
SBT erbracht und von der TU geprüft.
Energieträger wurden in den Gebäuden FR,
OE und GOR von Heizöl auf Erdgas umge-
stellt.
In den Gebäuden A, E, E-N, EMH, FR, OE,
GOR und SG wurden die Gebäudeautomati-
on (DDC-Technik) modernisiert sowie ener-
giesparende Softwareregler eingesetzt.
Die Beleuchtung in Fluren und Büroräumen
ist in einigen Gebäuden erneuert worden; es
werden effizientere Leuchten eingesetzt.
Der größte Teil der wesentlichen Sanierungs-
und Modernisierungsmaßnahmen ist ausge-
führt, so dass die Einstellarbeiten bzw. Be-
triebsoptimierungen erfolgen können.
Für die von den Nutzenden abgelehnten
Maßnahmen im PTZ zur Veränderung der
Beheizung der Rundhalle wird eine Ersatz-
maßnahme im PN-Gebäude unter Nutzen
der seit / vorliegenden Energieanalyse
gesucht.
Erfolge zeigen sich
Bereits während der Ausführungsphase begann
SBT mit dem Energiecontrolling. Dabei werden
die Betriebs- bzw. Verbrauchsdaten der Anlagen
kontinuierlich erfasst und analysiert. Neben dem
kontinuierlichen Optimieren der Anlagen wer-
den durch diese sorgfältige Kontrolle die ersten
Erfolge der Maßnahmen ersichtlich:
Der Wärmeverbrauch im FR-Gebäude wurde
zeitnah ausgewertet und zum Vergleichszeit-
raum gesenkt.
Der Verbrauch von Frischwasser im FR-Ge-
bäude zeigt bereits in der ersten Jahreshälfte
zum Vergleichszeitraum eine sinkende
Tendenz.
Die erste Abrechnung der Energieeinsparung
wird zum Jahresende erfolgen.Grafik 12: Verteilung der Einsparung von Energie- und Wasserkosten
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Grafik 11: Verteilung der Energie- und Wasserkosten
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Dienstvereinbarungen/RSheizentub.pdf für TU-
Nutzende intern einsehbar.
Energiesparpartnerschaften zeigen erste Erfolge
Ein verringerter Energie- und Wasserverbrauch
in der TU Berlin kann den Haushalt entlasten,
so dass dringend benötigte Finanzmittel für an-
dere Zwecke freigesetzt werden. Aus dieser Aus-
gangsbasis ergeben sich die wesentlichen Ziele
der Energiesparpartnerschaft (ESP) zwischen der
TU Berlin (TU) und Siemens Building Techno-
logies (SBT). Die ESP modernisiert derzeit die
Gebäude A, E, E-N, EMH, FR, OE, GOR und
SG. SBT investiert dafür , Mio. .
Ziele der Energiesparpartnerschaft
Direktes Entlasten des Haushalts der TU
während der Hauptleistungsphase um
. /Jahr,
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Betrieb TU Berlin >> Zentrale betriebliche Umweltziele, Aktivitäten und ihre Bewertung
Technische Universität Berlin
29
Betrieb TU Berlin >> Zentrale betriebliche Umweltziele, Aktivitäten und ihre Bewertung
Umweltbericht 2004
Nutzende informiert
Im Rahmen des Umsetzens der Einsparmaß-
nahmen fanden vor Ort Informationsveranstal-
tungen statt, die Nutzenden über die Baumaß-
nahmen sowie über das Projekt informierten.
Zur Information diente darüber hinaus ein neu
erstelltes Faltblatt. Zur Zeit prüfen TU und SBT
die weitgehend positive Resonanz, um auf dieser
Grundlage weitere Informationen zum Energie-
einsparen zu veröffentlichen.
Gebäudekosten werden transparent
Die Gebäudekosten wie Stromverbrauch, Heiz-
wärme, Zu- und Abwasser bergen sowohl Spar-
potenziale als auch eine Bedeutung für die Ent-
lastung der Umwelt. Diese Kosten werden aus
zentralen Mitteln gezahlt, so dass den Nutzenden
Medien und Service entgeltfrei zur Verfügung
stehen. Dabei kann für die verbrauchenden Wis-
senschaftler und Wissenschaftlerinnen vor Ort
der Eindruck kostenloser Ressourcen entstehen.
Um dort mehr Verantwortung zu schaffen, reali-
siert die TU Berlin im Zuge ihrer Verwaltungsre-
form die Kosten- und Leistungsrechnung (KLR)
als Teil des Gesamtkomplexes „Budgetierung
– Kosten- und Leistungsrechnung – Zielverein-
barungen“.
Seit Beginn des Jahres werden sämtliche
Einnahmen und Ausgaben aller Fakultäten, Zen-
traleinrichtungen und der Verwaltung sogenann-
ten Kostenstellen und -arten zugeordnet. Hier-
durch wird die TU Berlin erstmals in die Lage
versetzt, sämtliche Gebäudekosten wie Strom,
Heizung, Wasser sowie Abfall den nutzenden
Kostenstellen zuzuordnen.
Alle Ausgaben bzw. Buchungen können ent-
sprechend der Funktion der Berechtigten online
eingesehen werden. Die eingesehenen Ausgaben
und Buchungen können für eine Vielzahl von
Recherchen mit dem Ziel der Überwachung des
Mittelabflusses genutzt werden. Verantwortliche
können dadurch direkt das Controlling ihrer
Mittel ausüben.
Zur Zeit wird ein Programm und seine Anbin-
dung an die relevanten Datenliefersysteme, wie
z. B. das Facility-Management-System, getes-
Energiesparpartnerschaft TU
�Richtiges Lüften
Zum Lüften sollten die Fenster während der
Heizperiode nur wenige Minuten mehrmals täglich
geöffnet werden Stoßlüften.
Stoßlüften statt Dauerlüften
Um im Regelfall die Aufwärmung der Räume am
Morgen und nach dem Stoßlüften zu gewährleisten,
belassen Sie ihre Thermostatventile in der
Heizperiode auch nach Arbeitsende auf Stellung 3.
Sie sparen darüber hinaus zusätzlich Energie, wenn
Sie nach Arbeitsende, über das Wochenende sowie
an Feier- und Urlaubstagen das Thermostatventil in
ihrem Büroraum von der Stellung 3 auf Stellung 2
runterdrehen.
Energiesparpartnerschaft TU
�Weitere Energiesparmaßnahmen 2
� Schalten Sie bei ausreichendem Tageslicht oder
beim Verlassen des Raumes3die Beleuchtung
aus.
� Bitte verwenden Sie Kaffeemaschinen nur für
die Kaffeezubereitung. Den gekochten Kaffee
halten Sie bitte in einer Thermoskanne warm.
Das spart nicht nur Energie, sondern schont das
Aroma und mindert außerdem das Brandrisiko.
� Nutzen Sie die Energiesparfunktion ihres
Computers und schalten Sie den Monitor bei
Arbeitspausen und nach der Arbeit aus.
Vielen Dank für Ihren Beitrag zum
Klimaschutz!
Siemens Building Technologies TU Berlin
Herr Höfer Herr Zielke
Holländer Str. 34/34a Energiemanagement
D-13407 Berlin IV C 9
Tel. (030) 45 507-0 Tel. (030) 314- 22 000
Th. Albrecht,
http://www.sbt.siemens.com Umweltbeauftragter
SDU 20
Tel. (030) 314-21 392
2 siehe auch Arbeits-Umweltschutz Merkblatt SDU Nr. 1.6-I.C.01 Nov. 2003
3 bei den neu installierten elektronischen Leuchtstofflampen ist es, energiesparender bei
Nichtgebrauch die Lampen auszuschalten.
Stand März 2004
Energiesparpartnerschaft TU
Energiesparpartnerschaft
Technische Universität Berlin
Siemens Building Technologies
Mein persönlicher Beitrag zur
Energieeinsparung
im Büroraum
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Integrales Energiekonzept Bibliothek TU & HdK Berlin
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Betrieb TU Berlin >> Zentrale betriebliche Umweltziele, Aktivitäten und ihre Bewertung
Technische Universität Berlin
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Betrieb TU Berlin >> Zentrale betriebliche Umweltziele, Aktivitäten und ihre Bewertung
Umweltbericht 2004
tet, um so den emenkomplex „Umlagen“ wie
Strom, Heizung, Wasser und Abfall in die
Kostenrechnung zu integrieren. In –
Monaten sollen auch diese Informationen
über die KLR den Organisationsein-
heiten in papierloser Form zugänglich
werden, um Sparverhalten anzuregen.
Das Projekt KLR hat gemeinsam mit der
Einführung der Budgetierung dazu ge-
führt, dass auf allen Ebenen stärker „wirt-
schaftlich“ gedacht und gehandelt wird.
Ressourcenschonende Zentralbibliothek eröffnet
Die neue Bibliothek für die Technische Universi-
tät und die Universität der Künste Berlin wurde
am . . geöffnet. Der Neubau soll mit
seinem Energiekonzept den Niedrigenergiestan-
dard für ein Bibliotheksgebäude, bezogen auf die
Kennzahlen für Wärme, Kälte und Strom, erfül-
len. Entsprechend des Energiebedarfsausweises
vom . . wird ein Jahreswärmebedarf von
nur , kWh/m²a prognostiziert. Der berechne-
te Energiebedarf liegt damit ca. unter dem
erforderlichen Grenzwert der Energieeinsparver-
ordnung. Eine wissenschaftliche Begleitung soll
das innovative Konzept auswerten. Das ausführ-
liche Konzept siehe Bericht , Abschnitt ...
der mit „Blauem Engel“ und die Seifenspender
durch solche, die vorgeschäumte Seife abgeben.
Das spart Kosten und Reinigungsarbeit und hat
umweltrelevante Vorteile: Das Mehrwegsystem
anstelle der Einmal-Papierhandtücher schont
Ressourcen. Der Papierabfall verringert sich
erheblich. In vielen Sanitärräumen sind nach
der Umstellung die Abfallbehälter fast leer. Die
Hygiene in den Sanitärräumen verbessert sich,
da keine Papierhandtücher mehr herum liegen.
Wasser wird ebenfalls gespart, da die neuen Sei-
fenspender vorgeschäumte Seife abgeben.
Das Verwenden von Recyclingpapier geregelt
Aus Umwelt- und Kostengründen wird mit
einem Rundschreiben das Verwenden von zerti-
fiziertem Recyclingpapier empfohlen. Alle Be-
schäftigen werden gebeten, für die internen und
grundsätzlich auch für externe Zwecke Recyc-
lingpapier zu verwenden, das mit dem „Blauen
Engel“ bzw. RAL-UZ -Zeichen gekennzeich-
net ist. Dieses Papier garantiert mit dem von
Herstellern unabhängigen Gütezeichen einen
technisch und ökologisch hohen
Standard und transportiert im
Sinne der TU-Umweltleitlini-
en den Wert „Ökologisches
Verantwortungsbewusst-
sein“. Unterstützung für
die Beschaffung gibt die
Internetseite des zentralen
Einkaufs (TU-Hauptsei-
te > Service > Einkaufsplatt-
form). Diese nennt Anbieter
von RC-Papier, das mit dem
Blauen Engel gekennzeichnet und in
den Weißegraden , und erhältlich ist.
Je niedriger der Weißegrad, desto preisgünstiger
und ökologischer ist das Papier. Die Beschäf-
tigten werden gleichzeitig gebeten, beidseitig zu
kopieren und zu drucken, neben dem Kopierer
Fehldrucke zu sammeln und die Rückseiten von
Fehldrucken für Skizzen und Notizen zu verwen-
den.
Stoffhandtuch-
Spender mit
Rollenware
(FOTO ALBRECHT)
3.1.3 Ziel: Verbessern der Abfall-
erfassung und -trennung
Weiter weniger Abfall im Trend
Mit . Gewichtstonnen Gesamtabfallmenge
im Jahr zeigt sich ein bereits im Jahr
eingeleiteter Trend zu jährlich weniger Abfall.
Dieser positive Trend ist seit Realisieren des neu-
en Abfallkonzeptes zu beobachten.
Stoffhandtuch-Spender schonen Ressourcen
Das zentrale Referat IV D – Vertragsmanage-
ment ersetzte in allen TU-Sanitärräumen die
Papierhandtücher durch Stoffhandtuch-Spen-
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Betrieb TU Berlin >> Zentrale betriebliche Umweltziele, Aktivitäten und ihre Bewertung
Technische Universität Berlin
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Betrieb TU Berlin >> Zentrale betriebliche Umweltziele, Aktivitäten und ihre Bewertung
Umweltbericht 2004
Wichtig für die Bilanzierung ist stets, die Re-
produzierbarkeit der Daten zu verbessern. Das
Erfassen der tatsächlichen Gewichte als organi-
satorische Maßnahme bzw. als Forderung ge-
genüber dem Entsorgungsunternehmen stellt ein
Qualitätsmerkmal hierfür dar. Das wird in den
nächsten Jahren weiterhin ein wichtiges Anliegen
sein, da es noch immer nicht möglich ist, dies für
jede Abfallfraktion zu realisieren. Für Sperrmüll
haben wir deshalb eine Überprüfung der Um-
rechnungsdaten vorgenommen und als Ergebnis
die Bilanz bis in das Jahr zurück korrigiert.
Der Rückgang gegenüber den Jahren bis
ist dabei trotzdem zu beobachten. Aller-
dings schwankt gerade die Menge dieser Fraktion
auf Grund der Umzugsintensität in der TU und
der damit verbundenen Entsorgung.
Wie in den vergangenen Jahren blieb der Rest-
müllanteil mit , Tonnen etwa gleich. Durch
Reduzierung der Gesamtmenge bedeutet dies
jedoch eine prozentuale Erhöhung und damit
eine schlechtere Trennqualität, an der gearbeitet
werden muss. Die Entwicklung der Pro-Kopf-
Menge ist mit , kg Abfall im Jahr wie-
derum erfreulich, weil im Trend diese Quote
sinkt. Die Menge an verwertbaren Verpackungen
(„gelbe Tonne“) liegt mit Tonnen im Jahr
gegenüber dem Vorjahr um höher.
Das scheint zu hoch und könnte durch fehler-
hafte Interpretation der Menge in den Behältern
begründet sein.
Die Menge verwertbaren Holzes stieg im Jahr
– wie schon im Vorjahr – durch Um-
stellung der Sperrmüllsammlung um weitere
Tonnen auf , Tonnen. Dies ist erfreulich,
weil die Holzfraktion verwertet wird und kosten-
günstiger entsorgt werden kann als Sperrmüll.
Seit der Umstellung sammeln wir beschichtetes
und lackiertes Holz nicht mehr als Sperrmüll,
sondern als „behandeltes Holz zur Verwertung“.
Sonderabfallkosten gesenkt
Der zentrale Servicebereich SDU senkte durch
konsequente Preisverhandlungen mit den Entsor-
gungsunternehmen und durch verbesserte orga-
nisatorische Abläufe, insbesondere bei den vorbe-
reitenden Arbeiten für das Abholen der Abfälle,
die Kosten der Sonderabfallentsorgung erheblich.
Hierdurch verringerten sich die Entsorgungskos-
ten bei nahezu gleichbleibenden Sonderabfall-
mengen und Einhalten der sich verändernden
Rechtsvorschriften im Vergleich zu von
. auf . im Jahr .
Zentraler Abfallplatz in der Flächenplanung
Als zentraler Bestandteil des von SDU er-
stellten Konzeptes zur Abfallwirtschaft der TU
ist der zentrale Abfallplatz zu sehen. Dieser be-
währte sich wie berichtet seit der Inbetriebnahme
aus ökonomischer und gesetzlicher Sicht.
Die jährlichen Einsparungen von ca. .
amortisierten die damaligen Errichtungskosten
von umgerechnet ca. . bisher mehrfach.
Wie im letzten Jahr berichtet, musste die TU das
Grundstück, auf dem sie den zentralen Abfall-
platz betrieb, leider abtreten. Seit Ende des Jahres
verwendet die TU ersatzweise zwei Stand-
orte, die als Provisorium gelten, weil sie getrennt
liegen und nicht umzäunt bzw. zu klein sind.
Der dadurch verursachte Mehraufwand und die
Mehrkosten sind jedoch eine gewisse Zeit ver-
tretbar. Die Einrichtung eines zentralen Abfall-
Grafik 13: Entwicklung der Mengen von Restmüll und Wertstoffen
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Grafik 14: Entwicklung der Pro-Kopf-Mengen von Restmüll
und Wertstoffen
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Betrieb TU Berlin >> Zentrale betriebliche Umweltziele, Aktivitäten und ihre Bewertung
Technische Universität Berlin
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Betrieb TU Berlin >> Zentrale betriebliche Umweltziele, Aktivitäten und ihre Bewertung
Umweltbericht 2004
platzes wird in die mittelfristige Flächenplanung
der TU aufgenommen.
3.1.4 Ziel: Verringern des motorisierten
Individualverkehrs für Mitglieder
und Besucher der TU Berlin
Jobticket rege nachgefragt
Die TU Berlin führte für die Beschäftigten zum
. . das Jobticket der öffentlichen Verkehr-
betriebe mit einem Rabatt von ein. Anfangs
lagen Bestellungen für ca. Jobtickets vor.
Derzeit sind Jobtickets vergeben, da es zum
. . eine weitere Einstiegsmöglichkeit für
Neueingestellte gab. Längerfristig erwarten wir,
dass die Anzahl der Jobticket-Nutzenden weiter
erfreulich steigt.
TU Berlin und Studierendenschaft
kooperieren beim Semesterticket
Die TU Berlin kooperiert bei der Verwaltung des
Semestertickets eng mit der Studierendenschaft.
Grundlage ist eine gemeinsame Verwaltungsver-
einbarung, die unter anderem Regelungen über
die Kontenführung für das Semesterticket und
die Einrichtung des Semesterticketbüros enthält.
Der Abschluss dieser Verwaltungsvereinbarung
ist nach dem Berliner Hochschulgesetz vorgese-
hen.
Das Fahrradfahren durch neue
moderne Abstellbügel gefördert
Das Team Hochbau (IV B) installierte witte-
rungsgeschützt, ebenerdig unter dem Gebäude B
und auf dem Gelände Wilmersdorfer Straße neue
Fahrradständer in der sicheren und fahrradge-
rechten Ausführung „Rahmenbügel“. Das Team
stellte auch für die Nutzenden der Sportstätten
an der sogenannten „Dekrahalle“ neue Fahrrad-
ständer auf.
3.1.5 Ziel: Verbessern der technischen
Sicherheit und des Gesundheits-
schutzes am Arbeitsplatz
Wärmedämmung verbessert,
Arbeitsplätze gesünder
Sowohl bei bauunterhaltenden als auch bei inves-
tiven Baumaßnahmen beachtet das zuständige
Team IV B die Umweltleitlinien der TU Berlin
und die Verwendungsverbote bzw. -beschrän-
kungen von Baustoffen der Senatsbauverwal-
tung. Allen öffentlichen Ausschreibungen fügt
das Team entsprechende Verwendungsverbote
bei. Die Ausschreibungen von Bauleistungen
fordern den Einsatz von für die Umwelt und die
Beschäftigten verträglichen Materialien. Zum
Beispiel werden Linoleum als Fußbodenbelag
und lösungsmittelfreie Farben verwendet. Die
ausführenden Firmen sind verpflichtet, bei der
Abnahme der Leistungen entsprechende Nach-
weise zu übergeben. Besondere Beachtung wird
bei Einsatz von künstlichen Mineralfasern als
Dämmmaterial auf den Nachweis des Kanzero-
genitätsindexes gleich oder größer als gelegt.
Gebäude BH (Altbau) saniert und umgebaut
Die Kelleraußenwände wurden mit Horizon-
talsperre und Vertikalabdichtung gegen nicht
drückendes Wasser saniert, die Dachdämmung
aus bauphysikalischen Gründen verbessert,
Fenster als Holz-Aluminium-Konstruktion mit
Isolierverglasung (k-Wert ,) erneuert sowie ein
außenliegender Sonnenschutz zur Verminderung
der Wärmebelastung an den Süd- und Westfassa-
den mit gleichzeitiger Funktion als Blendschutz
für Bildschirmarbeitsplätze installiert. Außer den
gefliesten Räumen erhalten alle anderen einen
neuen Linoleumbelag.
Dach über dem Lichthof des Hauptgebäudes saniert
Das Lichthofdach wurde saniert und in der
Deckung erneuert. Dabei wurde eine neue
DIN-gerechte Glaseindeckung mit den gelten-
Aschenbecher in
den Eingangsbe-
reichen für die
letzte Zigarette
(FOTO ALBRECHT)
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Betrieb TU Berlin >> Zentrale betriebliche Umweltziele, Aktivitäten und ihre Bewertung
Technische Universität Berlin
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Betrieb TU Berlin >> Zentrale betriebliche Umweltziele, Aktivitäten und ihre Bewertung
Umweltbericht 2004
den Wärmedurchgangswerten aufgebracht. Die
Temperaturregelung im Dachbereich wurde mit
Hilfe neuer Rauchabzugsöffnungen mit Lüfter-
unterstützung verbessert. Der Wärmeverbrauch
wird durch diese Maßnahmen reduziert.
Asbest und künstliche Mineralfasern entfernt
Der Hörsaal im Architekturgebäude wurde
asbestsaniert.
Die Asbestsanierung in den Obergeschossen
des Physik-Neubaus wurde abgeschlossen.
Der schallarme Raum des TA-Gebäudes
wurde komplett saniert. Dabei wurde die
alte Isolierung aus künstlichen Mineralfasern
mit einem kritischen Kanzerogenitätsindex
von weniger als µm komplett entfernt und
durch normgerechte Mineralfasern ersetzt.
Gefahrgut weiter gut gefahren
Unfälle mit Gefahrgütern waren auch in diesem
Berichtsjahr nicht zu verzeichnen. Das zeigt den
sorgsamen Umgang der Beschäftigten in diesem
Bereich und den Erfolg der konsequenten Schu-
lung und Kontrolle. Der zentrale Beauftragte bil-
dete Beschäftigte weiter, beriet und kontrollierte
Lager und Sonderabfallsammelstellen vor Ort
und erstellte den gesetzlich geforderten Gefahr-
gutbericht. Die TU transportierte weniger flüs-
sige Gase, entsorgte weniger radioaktiv dotierte
Lösungen und Trockenabfälle. Die Beschäftig-
ten transportierten in geringem Umfang kleine
Mengen gefährlicher Güter bis zu den zulässigen
Mengen in Kfz selbst. Die Beschäftigten sam-
meln die Sonderabfälle, die gleichzeitig auch
Gefahrgut sind, in zugelassenen Transportgebin-
den, verpacken für die Abgabe an externe Be-
triebe – in der Regel Entsorgungsbetriebe – und
übergeben diese an die Betriebe. Das findet
erzeugernah in der Regel an sogenannten dezen-
tralen Sonderabfallsammelstellen, insgesamt an
ca. Orten in der TU, statt. Laborchemikalien
werden an den Lagerorten von den beauftragten
Entsorgungsbetrieben verpackt, etikettiert und
entsorgt. Laborchemikalien müssen dafür ledig-
lich gelistet und deklariert sein.
Strahlenschutz und Biologische Sicherheit
Strahlenschutz weiter an
neue Vorschriften angepasst
Auch im Jahr lief der Umsetzungsprozess
der neuen Strahlenschutz- und Röntgenverord-
nung weiter. Insbesondere erarbeitete SDU für
alle Umgangsgenehmigungen eine Strahlen-
schutzanweisung. Die ersten Strahlenschutzbe-
auftragten absolvierten ihre Weiterbildung zum
Erhalt der Fachkunde, da der Fachkundenach-
weis nur noch fünf Jahre gültig ist. Außerdem
erfolgte eine weitere Zusammenlegung von
Umgangsgenehmigungen verschiedener Bereiche
und die Entsorgung von radioaktiven Reststof-
fen.
Im Jahr erklärten STEAG und RWE in
mehreren Projektgesprächen ihre Bereitschaft zur
Übernahme des Kernbrennstoffes aus dem nicht
mehr genutzten SUR-Forschungsreaktor. Damit
ist die Voraussetzung für die geplante Entsor-
gung gegeben.
Das Rauchen ist in den Gebäuden verboten (FOTO ALBRECHT)
Gefahrgutlogistik der TU Berlin (GRAFIK ALBRECHT)
Sonderabfall
Deklarieren
Sammeln in nach
GGVS zugelassenen
Gefäßen, Etikettieren
Bereitstellen zur
Abholung
Zu Abholung
übergeben
Gefährliche Abfälle
erzeugen ca. 100
wissenschaftliche
Einrichtungen
Externe
Betriebe:
Transportieren,
Entsor
g
en
Ca. 55 dezentrale Sonderabfallsammelstellen
Laboraltchemikalien:
Verpacken, Etikettieren,
A
bholen , Entsorgen
Externe Betriebe
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Betrieb TU Berlin >> Zentrale betriebliche Umweltziele, Aktivitäten und ihre Bewertung
Technische Universität Berlin
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Betrieb TU Berlin >> Dezentrale betriebliche Ziele und Aktivitäten in den Fakultäten
Umweltbericht 2004
Wartung der Sicherheitswerkbänke für
biologische Arbeitsstoffe zentral bezahlt
Für die Wartung der Sicherheitswerkbänke in
den einzelnen Fakultäten konnte mit der Abt. IV
eine Regelung gefunden werden, nach der sie die
Kosten übernimmt. Die Zahl der gentechnischen
Projekte mit den niedrigen Gefährdungsstufen S
und S blieb im Jahr gleich. Die Kontrollen
der Aufsichtsbehörden ergaben keine größeren
Mängel. Die Umsetzung der neuen Gentechnik-
Sicherheitsverordnung und des Gentechnikgeset-
zes verlief ohne Probleme.
Bränden vorbeugen bewährt sich
Im Berichtszeitraum musste die Feuerwehr nicht
zur Brandbekämpfung gerufen werden. Das ist
eine erfreuliche Entwicklung. Alle durch die
automatische Brandmeldeanlage ausgelösten
Brandmeldungen erwiesen sich als Fehlmeldun-
gen. Kleine Entstehungsbrände konnten mit den
vorhandenen Feuerlöschern gelöscht werden.
Die Früherkennung von Bränden bleibt von zen-
traler Bedeutung. Mit dem Einbau von Rauch-
bzw. Brandmeldern in den Gebäuden und deren
Aufschaltung auf die Brandmeldezentrale wird
die automatische Brandmeldung erweitert. Es ist
das Ziel, in den kommenden Jahren alle größeren
Gebäude der TU mit Rauch- oder Temperatur-
meldern auszustatten und an die Brandmelde-
zentrale anzuschließen. Entsprechende Aktivi-
täten sind geplant. Ebenso ist die Einweisung
des Pförtner-, Hausmeister- und anderen Wach-
personals in die Regeln und das Verhalten im
Brandfall entsprechend der Brandschutzordnung
der TU verbessert worden. Zukünftig sollen
kurze praxisbezogene Wiederholungseinweisun-
gen mindestens vierteljährlich stattfinden. Das
von SDU durchgeführte Brandschutzseminar
mit anschließender praktischer Löschübung war
auch im Jahr gut besucht. Brandschutzse-
minare und praktische Übungen für Beschäftigte
und Studierende werden weiter angeboten; deren
Anzahl soll auf Grund des großen Interesses auf
jährlich vier erhöht werden.
Gefahrstoffmanagement:
TU auf Störfallrecht hin geprüft
Seit dem katastrophalen Unfall in Seveso erließ
der Gesetzgeber eine Reihe von Gesetzen, um
derartige Unfälle in Zukunft zu verhindern.
Auch die Hochschulen als nicht gewerbliche
Einrichtungen sind davon betroffen. So hat
die TU seit dem Jahr einmal jährlich der
Ordnungsbehörde eine Aufstellung über ihren
tatsächlichen Chemikalienbestand und über
potenzielle Lagermengen zu übermitteln. Aus der
Stoffauflistung des Gesetzes ist z. B. für Benzidin
und seine Salze ersichtlich, dass bereits kleine
Mengen dieses krebserregenden Stoffes (ab g)
dazu führen können, dass die TU – durch das
Gefahrenbeherrschungsgesetz vorgegeben – ein
aufwändiges, umfangreiches Sicherheitsma-
nagement aufbauen müsste. SDU stellte für die
Tankanlagen und Gefahrstofflager diese Aufstel-
lung zusammen und ruft dafür den Chemikali-
enbestand im Chemikalienverzeichnis über das
TU-Netz ab. Um jedoch nicht unter die Anfor-
derungen des entsprechenden Gesetzes zur Ge-
fahrenabwehr (Teile der Störfallverordnung) bei
schweren oder folgenschweren Unfällen zu fallen,
sollen nach Vorschlag von SDU maximale Lager-
mengen vermindert werden.
Die Software „Chemikalienverzeichnis TU“ stellt
SDU seit einigen Jahren als TU-intern zugäng-
liche Datenbank allen Chemikalienbesitzern
kostenlos zur Verfügung. Die Verantwortlichen
für Chemikalien sind in der Mehrzahl Hoch-
schullehrende und wenige Bereiche der ZUV.
Mit der Software wird den Chemikalienbesitzern
auf komfortable Weise ermöglicht, ihren Bestand
zu führen. Zusätzlich können sich die Nutzen-
den auf Wunsch gegenseitig Bestände im Börsen-
sinne zur Verfügung stellen. Dies praktiziert z. B.
das Institut für Lebensmittelchemie. Die Pflicht,
ein Verzeichnis der Chemikalien zu führen und
regelmäßig zu aktualisieren, gibt die Gefahrstoff-
verordnung vor. Die Software entwickelt SDU
in Zusammenarbeit mit einem externen Anbieter Suchmaske des Online-Chemikalienverzeichnisses TU Berlin
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Betrieb TU Berlin >> Zentrale betriebliche Umweltziele, Aktivitäten und ihre Bewertung
Technische Universität Berlin
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Betrieb TU Berlin >> Dezentrale betriebliche Ziele und Aktivitäten in den Fakultäten
Umweltbericht 2004
in ihrer Funktionalität kontinuierlich weiter. Seit
dem Jahr sind über . Stoffe für eine
vereinfachte Eingabe mit Sicherheitsdaten hin-
terlegt. Das Programm hat Prüffunktionen, um
Fehleintragungen zu verhindern und eine Aktua-
lisierung zu erleichtern.
Obwohl nach Schätzungen von SDU die Anzahl
der im Verzeichnis eingetragenen Stoffe im Jahr
von . auf . stieg, besteht doch
Nachtragebedarf. Das bezieht sich auf einige
Verantwortungsbereiche bzw. auf Aktualität oder
Vollständigkeit der Einträge.
Unfälle der Beschäftigten wieder
weniger, Wegeunfälle zu häufig
Die Gesamtzahl der Unfälle nahm von im
Jahr auf Unfälle im Jahr ab. Das
ist mit Abstand die niedrigste Unfallquote seit
Einführung der Unfallstatistik im Jahr .
Mehr als die Hälfte aller gemeldeten Unfälle (
Unfälle entsprechend . ) geschahen nicht
unmittelbar am Arbeitsplatz. Es waren Wegeun-
fälle, d. h. die Beschäftigten erlitten den Unfall
auf dem Weg zur Arbeit oder von der Arbeit
nach Hause. Ein Todesfall ist zu beklagen. Die
Zahl der meldepflichtigen Unfälle, d. h. Unfälle
mit mehr als drei Tagen Arbeitsausfall, nahm
von Unfällen im Jahr auf Unfälle im
Jahr ab. Die unfallbedingten Krankentage
stiegen von Tagen im Jahr auf Tage
im Jahr an. Die durchschnittlichen Krank-
heitstage pro Unfall haben sich von , Tagen
im Jahr auf , Tage im Jahr erhöht.
Auch die sog. „Tausend-Personen-Quote“ ist von
, auf , Unfälle zurückgegangen. Trotz der
positiven Zahlen wird SDU versuchen, durch
Prävention und Weiterbildungsangebote die Un-
fallhäufigkeit weiter zu vermindern. Die ausführ-
liche, noch geltende Analyse finden Sie im Um-
weltbericht , S. .
3.1.6 Ziel: Schützen und Erhalten der
natürlichen Lebensgrundlagen
Es liegen z. B. für den Grundwasserschutz keine
umweltgefährdenden Vorfälle wie Havarien und
keine zu berichtenden Aktivitäten vor.
.........
3.2 Dezentrale betriebliche
Ziele und Aktivitäten in
den Fakultäten
........................................
Die Beiträge aus den Fakultäten entstanden aus
Zuschriften der einzelnen Fachgebiete oder Fa-
kultätsreferenten für Arbeits-, Gesundheits- und
Umweltschutz. Die Redaktion schrieb alle Hoch-
schullehrenden, Wissenschaftlichen Mitarbeiten-
den, Dezentralen Sicherheits- und Umweltbeauf-
tragten und alle Fakultätsbeauftragten für Ar-
beits- und Umweltschutz an und bat um Beiträge
zu ihren Zielen und Aktivitäten im betrieblichen
Umweltschutz in ihrem Verantwortungsbereich.
Die Beiträge geben daher beispielhaft die ge-
nannten Aktivitäten und exemplarisch Ziele „vor
Ort“ wieder.
Anlagen modernisiert und stillgelegt
Optisches Institut, GD Prof. Dr. Eichler,
Fakultät II
Das Institut veranlasste das Stilllegen von nicht
mehr benötigten Gasanschlüssen und spart so
jährlich . kWh Strom für die Anzeigenbe-
leuchtung. Das Institut ersetzte durch innerbe-
triebliche Umstrukturierung eine kW-Auf-
dampfanlage mit hohem elektrischem Verbrauch
und Kühlwasserbedarf durch eine modernere,
kleinere und energieeffizientere mit kW Ab-
schlussleistung.
Grafik 15: Entwicklung der Arbeits- und Wegeunfälle der Beschäftigten
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Betrieb TU Berlin >> Dezentrale betriebliche Ziele und Aktivitäten in den Fakultäten
Technische Universität Berlin
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Betrieb TU Berlin >> Dezentrale betriebliche Ziele und Aktivitäten in den Fakultäten
Umweltbericht 2004
Universitärer Strukturplan löst
Umzüge und Entsorgung aus
Hr. Koch, Fr. Wagner, Fakultätsbeauftragte für
Arbeits- und Umweltschutz, Fakultät III
Die Fakultät verfolgt die Ziele „Energiespa-
ren“ und „Verbessern der Abfalltrennung“.
Die Sanierung der Arbeitsplätze Chemie, Me-
tallographie, Mikroskopie, Büro und physi-
kalisches Labor wurde begonnen und soll im
Jahr abgeschlossen sein.
Wie auch in anderen Fakultäten der TU Ber-
lin, verringert im Jahr der Strukturplan
der TU Berlin die Zahl der wissenschaftli-
chen Fachgebiete. Dann sollen erhebliche
Mengen Chemikalien, elektrische Geräte und
Maschinenparks, Labore sowie Versuchs-
anlagen, wie z. B. im Gebäude EB, entsorgt
werden.
Arbeits- und Umweltschutzmanage-
ment immer groß geschrieben
Institut für Lebensmittelchemie und Lebensmit-
teltechnologie, Prof. Dr. L. Kroh, Fr. Manteuffel,
Fakultät III
Halbjährliche Unterweisungen in der Arbeitssi-
cherheit und im Umweltschutz sind seit Jahren
eine Selbstverständlichkeit für Studierende und
Beschäftigte. Darüber hinaus finden regelmäßig
vor Dienstberatungen Begehungen mit einem
Hochschullehrer und der Sicherheits- und De-
zentralen Umweltbeauftragten (SB-DUB) in
einzelnen Bereichen statt. Dort wird vor Ort und
gegebenenfalls in der Dienstberatung über Män-
gel und deren Beseitigung gesprochen.
Wesentliche Ziele sind Energie zu sparen und
Abfall zu verringern. Die Aufgaben im Institut
erfordern den Einsatz von Lösungsmitteln hoher
Reinheit. Diese werden in Mehrweg-Rückgabe-
fässern aus Edelstahl von maximal l gekauft.
Somit kann mit Fußpumpen einfach und ge-
fahrlos abgefüllt werden. Ein energieaufwändi-
ges Destillieren entfällt und dem Institut stehen
Lösungsmittel gleich bleibender Qualität zur
Verfügung. Der Abholservice der Firmen arbeitet
gut. Einweggebinde sind zwar preiswerter, doch
verbrauchen sie zusätzlich Energie bei ihrer stoff-
lichen Verwertung.
Die Gefahrstoffe des Instituts sind im großen
Umfang in das Chemikalienverzeichnis der
TU Berlin eingegeben worden und das Chemi-
kalienverzeichnis ist für alle Arbeitskreise der
Lebensmittelchemie zugänglich.
Lärm und Wärme aus PCs verringert
Fakultät III, Hr. Sahlmann, Systemadministra-
tor, Fachgebiet Energietechnik und Umweltschutz,
Prof. Dr.-Ing. Tsatsaronis
Das FG nutzt ca. Arbeitsplatzrechner und
Server. Sein Ziel ist, Ende des Jahres den
PC-Pool des Fachgebietes zu erneuern und auf
einen energiesparenden Standard zu bringen. Ak-
tuell plant das FG energiesparende Maßnahmen
am PC, wie z. B. das energiesparende Konfigu-
rieren und Umrüsten auf schaltbare Steckerleis-
ten. Um zu prüfen, wie sich das energiesparende
„Cool’n & Quiet“-Energiemanagement-System
des Lieferanten AMD bewährt, testete der Ad-
ministrator das System an zwei neu beschafften
PCs. Der nebenstehende anschauliche Bericht
beschreibt den erfolgreichen Test.
Power-Management unter UNIX
Informatik-Rechnerbetrieb, Hr. Bürk, Fakultät IV
Die Monitore im Informatik-Rechnerbetrieb
(Unix) sind so eingerichtet, dass sie automatisch
nach einstellbarer Leerlaufzeit abschalten; die
Rechner der Workstations sind permanent einge-
schaltet. Unter anderem um Energie zu sparen,
sind diese zum großen Teil durch Terminals,
d. h. Bildschirme ohne lokalen Rechner, ersetzt
worden.
Lösungsmittel in Mehrwegfass (FOTO MANTEUFFEL)
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Betrieb TU Berlin >> Dezentrale betriebliche Ziele und Aktivitäten in den Fakultäten
Technische Universität Berlin
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Betrieb TU Berlin >> Dezentrale betriebliche Ziele und Aktivitäten in den Fakultäten
Umweltbericht 2004
„Blauer Engel“ verwendet
Prof. Dr.-Ing. B. Kochendörfer, Fr. Uebel, FG
Fachgebiet Bauwirtschaft und Baubetrieb, Fakul-
tät VI
Da das Fachgebiet nicht experimentell arbeitet,
erstreckt sich der betriebliche Umweltschutz
auf die Bürotätigkeit. Die Beschäftigten des FG
verwenden ausschließlich Recyclingpapier mit
„Blauem Engel“ und trennen den Abfall nach
Glas, Papier, Kunststoff und Restmüll. Insbeson-
dere in den Teeküchen sollen Abfalltrennbehäl-
ter mit Schwingdeckeln aufgestellt werden, um
Optik und Hygiene zu verbessern.
Wassersparender Einsatz der
geotechnischen Versuchsgrube
Prof. Dr.-Ing. S. Savidis, Hr. Rackwitz, Fachgebiet
Grundbau und Bodenmechanik Fakultät VI
Seit der Inbetriebnahme der Hydropulszylinder
im Dezember steht dem Fachgebiet eine
modern ausgestattete Versuchsgrube für groß-
maßstäbliche geotechnische Modellversuche
zur Verfügung. Durch die Abmessungen der
Versuchsgrube (Länge/Breite/Tiefe = ,/,/
, m), die Nennprüfkräfte der Versuchszylinder
(vertikal/horizontal = ./ kN) sowie die
Möglichkeit der computergesteuerten Wasserbe-
füllung besitzt diese Versuchsgrube Alleinstel-
lungsmerkmale auf dem Gebiet der Geotechnik
„Cool’n & Quiet“ – Ein Bericht
Wenn wir uns den Alltag unseres elektroni-
schen Helfers einmal anschauen, so wird uns
auffallen, dass er die meiste Zeit einsam auf
einen Tastendruck oder einen Mausklick von
uns wartet. Dabei stellt er uns jederzeit die
volle Leistung zur Verfügung und läuft auf
Hochtouren.
Ein Auto ist vergleichsweise intelligenter, da
es Benzin spart und Verschleißteile schont,
indem es die Möglichkeit bietet, im Stand auf
Leerlaufdrehzahl zu reduzieren. Würde ein
Auto sich wie ein schlecht konfigurierter PC
verhalten und an der roten Ampel mit z. B.
. Umdrehungen pro Minute stehen, fän-
den wir das alle nicht besonders lustig.
Die aktuellen PCs haben teilweise sehr hohe
Wärmeverlustleistungen (> W), die über
große Kühlkörper und Lüfter an die Umwelt
abgegeben werden müssen. Im Winter ist die
zusätzliche Wärmequelle vielleicht noch will-
kommen, aber im Sommer mögen wir es ja
eigentlich alle eher kühl. Den durch die Lüfter
verursachten Lärm empfindet auch nicht jede
Mitarbeiterin oder jeder Mitarbeiter als ange-
nehm.
Zögerlich reagiert die Industrie auf diese Pro-
bleme, um unnötigen Lärm und übermäßige
Wärmeabgabe zu vermeiden. Wir testeten die
von AMD neu entwickelte „Cool’n & Quiet“-
Technologie, die im Leerlaufbetrieb den Pro-
zessortakt und die Versorgungsspannung in
mehreren Schritten reduziert.
Als Nebeneffekt haben wir ca. Watt weniger
Energieverbrauch gemessen. Der Mitarbei-
ter, der an diesem PC arbeitet, war über den
geringen Geräuschpegel sehr erfreut. Auch die
Wärmeabgabe ist merklich reduziert und stellt
in den Sommermonaten keine Belastung dar.
Jetzt gibt der PC seine volle Leistung erst ab,
wenn sie auch wirklich benötigt wird.
Leider sind die meisten PC-Netzteile weiterhin
so ausgelegt, dass sie im ausgeschalteten Zu-
stand ca. Watt verbrauchen und über keinen
Ausschalter auf der Primärseite verfügen. Eine
schaltbare Steckerleiste verhindert hier den
-stündigen Verbrauch am Wochenende und
während der restlichen Stunden der Woche, in
denen nicht gearbeitet wird.
Abdichtung der
einzelnen Kam-
mern der Ver-
suchsgrube gegen
Wasseraustritt
(FOTO RACKWITZ)
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Betrieb TU Berlin >> Dezentrale betriebliche Ziele und Aktivitäten in den Fakultäten
Technische Universität Berlin
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Betrieb TU Berlin >> Dezentrale betriebliche Ziele und Aktivitäten in den Fakultäten
Umweltbericht 2004
in Deutschland. Zur Durchführung von Mo-
dellversuchen wird selten die gesamte Grund-
fläche der Versuchsgrube benötigt, weshalb eine
Einteilung der Grube in bis zu sechs einzelne
Kammern durch eingestellte Stahlsegmentwände
möglich ist.
Bei Übergabe der Grube an das Fachgebiet
war keine Dichtigkeit der einzelnen Kammern
untereinander gegen Wasseraustritt gegeben.
Daher war zur Durchführung der ersten Mo-
dellversuche im Januar mit Sandfüllung
in zwei Kammern der Grube die Füllung der
gesamten Versuchsgrube mit ca. m³ Wasser
erforderlich. Bei vollständiger Grubenfüllung
ohne Boden werden ca. m³ Wasser benötigt.
Um für zukünftige Versuche in Einzelkammern
Wasser zu sparen, dichtet deshalb das technische
Personal des Fachgebiets die Undichtigkeiten der
Stahlsegmentwände gegen Wasseraustritt ab.
Recyclingpapier verwendet
und Abfall besser getrennt
Prof. Dipl.-Ing. Finn Geipel, Hr. Woditsch, Fach-
gebiet Entwerfen und Gebäudekunde, Fakul-
tät VII,
Bisher trennen die Studierenden ihre Abfälle in
ihrem Arbeitsraum. Die Beschäftigten des Fach-
gebietes verwenden Recyclingpapier mit „Blau-
em Engel“ für die Arbeitsplatzdrucker und den
Kopierer und führen, um Ressourcen zu sparen,
die Abfalltrennung ein.
Lagern und Management von Gefahrstoffen
für die Gebäude OE und FR verbessert
Dr. Keller, Institut für Molekulare Biologie und
Biochemie, Fak. III, Prof. Wilke, Prof. Kaupenjo-
hann, Dr. Siemens, Institut für Ökologie, Fakul-
tät VII
Veranlasst durch den aktuellen Strukturplan
integrierte die TU das Labor des Fachgebietes
Abfallbelastung der Landschaft in das Zentral-
labor des Institutes für Ökologie am Campus
Franklinstraße. Die Abt. IV ertüchtigte die vor-
handenen Gefahrstofflager des Fachgebietes Bo-
denkunde und des Instituts für Biochemie und
Molekulare Biologie im Gebäude OE, welche
durch die neue Kooperation mit dem Institut für
Ökologie und Biologie besser ausgenutzt werden.
Die FG, Institute und das Zentrallabor entsor-
gen zukünftig Laborabfälle kostensparend ge-
meinsam. Mit der zentralen Entsorgung und der
Benennung zweier Mitarbeiterinnen als Koordi-
natorinnen für das Lager steigern die Beteiligten
die Effizienz des Gefahrstoffmanagements. Dies
verbessert gleichzeitig die Arbeitssicherheit und
verringert die Umweltbelastung. Die organisato-
rische und bauliche Optimierung initiierte und
begleitete SDU. Die Abt. IV führte dies baulich
durch. Für das große Engagement und die Um-
sicht bedanken sich die Mitarbeiter der Institute
an dieser Stelle herzlich.
Zentrales Rechenzentrum hilft
EDV-Energie sparen
Hr. Synofzik, Zentraleinrichtung Rechenzentrum
Regelmäßig versendet das zentrale Rechenzent-
rum (ZRZ) seine „ZRZ-Notizen“ an alle .
dort registrierten EDV-Nutzenden. In den Noti-
zen Nr. vom April regt ein ausführlicher
technischer Artikel die Möglichkeiten an, beim
PC Energie zu sparen (http://www.tu-berlin.de/
zrz/information/notizen/index.html).
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Umweltbericht 2004
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Technische Universität Berlin
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Anhang
Umweltbericht 2004
4 Anhang
4.1.2 Hauptbegehungen im Arbeits-
und Umweltschutz
Im Jahr begingen SDU und BÄD folgen-
de Bereiche: Herrn Prof. Hellwich, Sekr. EB ,
Herrn Prof. Schindler, Sekr. TIB , Herrn Prof.
Hese, Sekr. PN -, Herrn Prof. Peter Zimmer-
mann, Sekr. PN , Herrn Prof. Dieter Zimmer-
mann, Sekr. PN -, Herrn Prof. von Oppen,
Sekr. PN -, Herrn Prof. Steinbach, Sekr. TK -
, Herrn Prof. Kowarik, Sekr. AB , Herrn Prof.
Uhlmann, Sekr. PTZ, Frau Prof. Maschewsky-
Schneider, Herrn Prof. Lerch, Sekr. C , Herrn
Prof. Burkhardt, Sekr. ACK , Herrn Prof. Kalk-
ner, Sekr. HT
4.1.3 Energie- und Wasserverbrauch
.........
4.1 Daten aus dem Betrieb TU
........................................
4.1.1 Mitglieder und Gesamtnutzfläche
Jahr Mitglieder Gesamtnutzfläche
1994 46.608 629.873 m2
1995 45.499 632.453 m2
1996 42.742 631.179 m2
1997 39.646 635.001 m2
1998 36.340 635.648 m2
1999 36.072 627.519 m2
2000 35.784 627.519 m2
2001 35.479 625.118 m2
2002 35.432 614.402 m2
2003 37.508 603.048 m2
Tab. A – 1:
Entwicklung der
Mitgliederzahl und
der Gesamtnutz-
fläche
Jahr Stromverbrauch Ausgaben
absolut flächenbezogen
1994 53.027.019 kWh 84,19 kWh/m25.721 T€
1995 50.936.543 kWh 80,54 kWh/m25.230 T€
1996 51.075.477 kWh 80,92 kWh/m24.851 T€
1997 50.283.610 kWh 79,19 kWh/m24.531 T€
1998 50.466.217 kWh 79,39 kWh/m23.916 T€
1999 47.977.258 kWh 76,46 kWh/m24.015 T€
2000 46.268.422 kWh 73,73 kWh/m23.690 T€
2001 45.650.855 kWh 73,03 kWh/m23.589 T€
2002 48.364.931 kWh 80,20 kWh/m23.457 T€
2003 47.052.146 kWh 78,02 kWh/m23.750 T€
Tab. A – 2: Verbrauchsdaten elektrischer Energie
Jahr Heizenergieverbrauch Ausgaben
absolut flächenbezogen
1998 114.305.031 kWh 181,63 kWh/m2k. A.
1999 109.948.670 kWh 175,21 kWh/m2k. A.
2000 107.700.452 kWh 171,63 kWh/m2k. A.
2001 112.547.568 kWh 180,04 kWh/m2k. A.
2002 106.002.968 kWh 176,07 kWh/m23.376 T€
2003 100.482.062 kWh 166,90 kWh/m24.283 T€
Tab. A – 3: Witterungsbereinigte Verbrauchsdaten für Heizenergie
Jahr Fördermenge
Brunnenwasser
Nieder-
schlags-
wasser
absolut pro Kopf
1998 28.192 m30,76 m3k. A.
1999 85.231 m32,36 m3k. A.
2000 142.230 m33,97 m3k. A.
2001 109.019 m33,07 m3k. A.
2002 102.618 m32,90 m3225.910 m3
2003 101.748 m32,71 m3225.910 m3
Tab. A – 5: Fördermengen Brunnenwasser,
Menge des Niederschlagswassers
Jahr Wasserverbrauch Abwasser
absolut pro Kopf
1994 545.933 m311,71 m3513.063 m3
1995 533.679 m311,73 m3497.700 m3
1996 499.310 m311,68 m3475.098 m3
1997 445.232 m311,23 m3424.802 m3
1998 360.217 m3 9,91 m3325.715 m3
1999 383.579 m310,63 m3383.579 m3
2000 293.302 m3 8,20 m3k. A.
2001 277.795 m3 7,83 m3k. A.
2002 274.924 m3 7,76 m3248.542 m3
2003 270.997 m3 7,20 m3231.224 m3
Tab. A – 4:
Verbrauchsdaten von Zu- und Abwasser
40
Anhang
Technische Universität Berlin
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Anhang
Umweltbericht 2004
4.1.4 Abfallaufkommen
Abfall-/Wertstoffart 1998 1999 2000 2001 2002 2003
Restmüll 713,20 t 639,84 t 509,67 t 484,12 t 480,79 t 483,26 t
Papier 713,27 t 878,88 t 648,86 t 644,04 t 521,60 t 444,77 t
Glas 350,00 t 350,00 t 150,00 t 114,00 t 114,00 t 114,00 t
Verpackungen 76,00 t 70,00 t 86,00 t 121,60 t 104,90 t 151,62 t
Holz 16,32 t 18,96 t 13,00 t 13,35 t 34,71 t 54,70 t
Metalle 84,50 t 31,20 t 72,25 t 39,27 t 64,50 t 49,45 t
Sperrmüll 66,36 t 44,08 t 103,21 t 186,70 t 149,16 t 65,86 t
Gartenabfälle 29,80 t 35,90 t 35,50 t 59,30 t 55,74 t 58,42 t
Hartkunststoffe k. A. k. A. 3,40 t 4,40 t 4,16 t 4,00 t
Bauabfälle 14,40 t 44,20 t 24,74 t 19,73 t 53,25 t 28,30 t
Summe absolut 2.063,85 t 2.113,06 t 1.646,63 t 1.686,51 t 1.582,81 t 1.454,38 t
pro Kopf 52,23 kg 58,81 kg 45,24 kg 47,53 kg 45,97 kg 38,76 kg
Tab. A – 6:
Restmüll und
Wertstoffmengen
Sonderabfallart 1999 2000 2001 2002 2003
Absorber 0,10 t 0,50 t 0,05 t 0,15 t 0,00 t
Altöl, Emulsionen 13,10 t 6,45 t 5,10 t 8,50 t 15,03 t
Asbestprodukte 3,91 t 10,44 t 0,06 t 0,15 t 0,38 t
Autobatterien, Akkus 0,00 t 0,40 t 0,72 t 0,00 t 0,02 t
chemisch verunreinigte Betriebsmittel 5,17 t 3,71 t 2,93 t 2,09 t 1,94 t
Farben, Klebstoffe 0,42 t 1,46 t 1,30 t 0,73 t 0,75 t
Entwickler, Fixierer 4,78 t 5,44 t 3,58 t 2,93 t 3,15 t
Infektiöse Abfälle 0,34 t 0,15 t 0,36 t 0,28 t 0,30 t
Kühlgeräte 0,71 t 1,15 t 0,91 t 1,23 t 0,70 t
Laugen 0,19 t 0,00 t 0,47 t 0,23 t 0,47 t
Leuchtstofflampen 12,00 t 11,00 t 1,98 t 1,79 t 2,30 t
Lösemittelgemische 11,39 t 11,85 t 12,43 t 8,86 t 10,92 t
Laborchemikalien 3,52 t 8,73 t 4,69 t 5,25 t 6,42 t
ölhaltige Betriebsmittel, Leeremballagen 2,31 t 3,12 t 3,06 t 1,58 t 1,19 t
PCB-Kondensatoren 0,11 t 0,15 t 0,24 t 0,00 t 0,01 t
Quecksilberabfälle 2,33 t 0,00 t 0,45 t 0,16 t 0,05 t
Säuren 4,48 t 0,79 t 0,76 t 0,49 t 0,49 t
schwermetallhaltige Lösungen 1,75 t 2,08 t 2,10 t 1,93 t 2,25 t
Benzinabscheider 5,00 t 2,25 t 6,00 t 4,96 t 11,39 t
Trockenbatterien 1,40 t 1,46 t 0,72 t 0,72 t 0,72 t
Elektronikschrott 25,01 t 33,36 t 39,38 t 36,30 t 38,03 t
Summe absolut 97,99 t 104,49 t 87,29 t 78,33 t 96,51 t
pro Kopf 2,72 kg 2,91 kg 2,44 kg 2,19 kg 2,57 kg
Tab. A – 7:
Sonderabfallmen-
gen aufgeschlüs-
selt nach Abfallar-
ten
42
Anhang
Technische Universität Berlin
43
Impressum
Umweltbericht 2004
4.1.5 Arbeits- und Wegeunfälle
der Beschäftigten
1999 2000 2001 2002 2003 Durchschnitt
Alle Arbeits- und Wegeunfälle 120 112 116 108 127 111,4
Meldepflichtige Unfälle 46 59 44 42 39 46,0
Unfallbedingte Tage 848 d 1.100 d 758 d 793 d 818 d 863,4 d
Durchschnitt Tage pro Unfall 7,6 d 9,5 d 7 d 6,2 d 8,7 d 7,8 d
Unfälle je tausend Beschäftigte 21,9 22,8 21,6 25,4 18,8 22,1
Tab. A – 8: Arbeits- und Wegeunfälle der Beschäftigten
Die Beispiele ausgewählter Lehr- und For-
schungsprojekte aus den letzten beiden Umwelt-
berichten entfallen in diesem Bericht, da die
vollständige Auflistung im Internet abrufbar ist.
Darüber hinaus ist jede Auswahl auch ein Anlass
zur Kritik aus den nicht erwähnten Projekten.
Dieser Bericht hat die Kritik aus den Fakultäten
zur Auswahl aufgenommen. Das Kürzen trägt
auch dazu bei, den Bericht lesbarer zu gestalten.
42
Anhang
Technische Universität Berlin
43
Impressum
Umweltbericht 2004
Kontakt und Redaktion
Technische Universität Berlin
Der Präsident
Umweltbeauftragter
.Albrecht
Geschäftszeichen SDU
Strasse des . Juni
Berlin
() –
() –
T.Albrecht@TU-Berlin.DE
http://www.tu-berlin.de/~sdu/Index.htm
Weitere Ansprechpersonen finden Sie über
die TU Berlin-Homepage http://www.tu-
berlin.de/, wenn sie unter der Rubrik SU-
CHEN die genannten Namen eingeben.
Herausgeber
Der Präsident der Technischen Universität
Berlin, Prof. Kurt Kutzler
Endredaktion
omas Albrecht, Herbert Sörje, Dr. Patrick
urian, Marianne Walther v. Loebenstein
Inhaltlich verantwortlich für
den Teil Betrieb TU Berlin
Beschäftigte der Abteilung IV und des Berei-
ches SDU entsprechend ihrer Zuständigkeit.
Inhaltlich verantwortlich für den Teil
Dienstleistung Forschung, Lehre und
Weiterbildung
Dr. Patrick urian (SC )
Layout und Gestaltung
omas Koegstadt
Herstellung
TU-Druckerei
Auflage
. Exemplare
Impressum
Bildnachweis
Titel (Hintergrund): Pressestelle
Titel (kleine Grafik): Hecht
Foto des Präsidenten: Pressestelle
Umweltleitlinien (Hintergrund): Broschüre
„Umweltleitlinien der TU Berlin“
Umweltleitlinien (Ränder): Walther v. Loe-
benstein
„ermostat“ S. , „Stoßlüften statt Dauer-
lüften“, S. : Siemens Building Technologies
„Integrales Energiekonzept Bibliothek“ S. :
Steinbeiss-Transferzentrum EGS
Übrige Bildquellen siehe jeweils dort.
Danksagung:
Der verantwortliche Redakteur dankt allen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Uni-
versität, die zum Zustandekommen dieses
Umweltberichtes beigetragen haben.
Umweltbeauf-
tragter Thomas
Albrecht
(FOTO WEISS)
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