Jugendverschuldung:
Zum Einfluss der Strukturkategorie Geschlecht auf Verschul-
dungsverhalten, den Umgang mit Geld und Wissen
um Kredite und ihre Kosten
Dissertation
zur Erlangung des akademischen Grades
eines Doctor philosophiae
(Dr. phil.)
der Universität Paderborn
Fakultät für Naturwissenschaften
Department Sport und Gesundheit
Institut für Ernährung, Konsum und Gesundheit
vorgelegt von
Uta Hippel
geb. am 11. August 1977 in Recklinghausen
Erstgutachterin: Frau Prof. Dr. Kirsten Schlegel-Matthies
Zweitgutachter: Herr Prof. Dr. Helmut Heseker
Paderborn im Februar 2011
Mit herzlichem Dank an meine Familie und meine Freundinnen und Freunde, ohne deren Unterstüt-
zung diese Arbeit nur unter erschwerten Bedingungen möglich gewesen wäre – insbesondere meiner
engsten Vertrauten Simone Bunse, die mir mit ihrer liebevollen Geduld Tag und Nacht zur Seite stand,
mich zu motivieren und abzulenken wusste: Du bist die Beste! An meine lieben Eltern, Annegret und
Eckhard Hippel, die immer an mich glaubten und alles in ihrer Macht stehende taten, um mir diese
Arbeit zu ermöglichen: Ich danke Euch! An meinen Bruder, Matthias Hippel, der nie an mir zweifelte,
obwohl er schonungslos ehrlich ist; an meine Oma, für die es keinen Unterschied zwischen Studium
und Promotion gibt und die sich immer für mich freut.
Ich bedanke mich darüber hinaus herzlich bei Elisei Rotaru, der mich erbarmungslos in die Bibliothek
trieb und ein treuer Freund ist; Daniel Spasovski, der Clown unserer Bibliothekstruppe; Jens Krause
und Dan Anca, ohne die Teile der Statistik nie zu Stande gekommen wären; Dr. Annabell Preußler, die
mir dabei half, Gedankengänge zu Ende zu denken, zu strukturieren und eine Hilfe in jeder Lebensla-
ge ist; Paula Anca, von der ich viel gelernt habe; Dr. Mirjam Gille, impulsgebend, immer aufgeschlos-
sen gegenüber einer Kaffeepause und mich zum Schmunzeln bringend; Dr. Döndü Top für ihre an-
steckende Energie; Carolin Geißler, die als Freundin zu haben mir so viel bedeutet; Anne Ott, Kirsten
Willeke, Kerstin und Martin Knobel-Fessler und Katrin Deckers. Danke an Euch alle für Eure großarti-
ge Unterstützung und die langjährigen Freundschaften selbst in schwierigen Zeiten. Ihr alle seid die
wichtigsten Menschen für mich!
Ganz besonderen Dank möchte ich aussprechen an Frau Prof. Dr. Kirsten Schlegel-Matthies, die mir
die Möglichkeit gab, diese Arbeit in dieser Form zu verwirklichen. Ebenso gilt mein herzlicher Dank
Herrn Prof. Dr. Helmut Heseker für seine freundliche Unterstützung und Beratung. Vielen Dank für die
Diskussionen „zwischen Tür und Angel“ und die kollegiale Hilfe meinen (ehemaligen) Kolleginnen und
Kollegen an der Universität Paderborn: Judith Gockeln, Claudia Vohmann, Dr. Heinke Möllenhoff, Dr.
Almut Christiane Schmid, Veronika Backhausen, Georg Israel, Silvia Leutnant, Sebastian Ptok, Georg
Raacke, Heike Masan und Uwe Krüger. Weiterer Dank geht an meine Mitstreiterinnen Dr. Stephanie
Strathmann und Dr. Anna Stahl für SPSS-Lehrstunden, anregende Debatten und hilfreiche Kritik.
Nicht zuletzt sei meinen Eltern, Annegret und Eckhard Hippel, für ihre unermüdliche Hilfe bei den Kor-
rekturen gedankt, ebenso wie Garth Lüdtkemeier für die Unterstützung bei der Übersetzung einiger
Passagen der Dissertation.
Ich widme diese Arbeit meinen lieben Eltern, Annegret und Eckhard Hippel.
I
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS III
ABBILDUNGSVERZEICHNIS IV
I. EINLEITUNG 1
1.1. Problemstellung und Gegenstand 1
1.2. Vorgehensweise 6
II. JUGEND 9
2.1. Begriffsfassung 9
2.2. Das Phänomen Jugend 10
III. KONSUM 14
3.1. Begriffsfassung 14
3.2. Merkmale von Konsumgesellschaften und Funktionen
des Konsums 14
IV. VERSCHULDUNG 19
4.1. Verschuldung und Überschuldung
in der Gesamtbevölkerung 19
4.2. Jugendverschuldung 23
V. FRAUEN UND GELD 30
5.1. Soziale Dimensionen von Geld 30
5.2. Frauen im Umgang mit Geld 31
5.3. Frauentypische Verschuldung 36
5.4. Zum Umgang mit Geld in Paarbeziehungen 37
5.5. Die Unwissenheit von Frauen in finanziellen
Angelegenheiten 39
5.6. Geschlechterspezifische Stereotype
und Rollenvorstellungen 41
VI. JUGEND, KONSUM, GESCHLECHT UND IDENTITÄT 46
6.1. Jugend, Konsum, Geschlecht und Identität 46
6.2. Die Strukturkategorie Geschlecht 62
VII. QUANTITATIVE UNTERSUCHUNG 71
7.1. Begründung der empirischen Untersuchung 71
7.2. Hypothesen 78
VIII. METHODE 83
8.1. Die Inhalte des Fragebogens 83
8.2. Untersuchungsablauf 90
II
IX. ERGEBNISSE 99
9.1. Zusammensetzung der Stichprobe,
soziodemographische Daten und familiärer Hintergrund 99
9.2. Daten zur finanziellen Situation 107
9.3. Verschuldungssituation und Verschuldungsverhalten 111
9.4. Daten zum Umgang mit Geld in Paarbeziehungen 134
9.5. Zum Wissensstand um Kredite und ihre Kosten 136
X. Interpretation und Diskussion 147
10.1. Inhaltliche Interpretation und Diskussion 147
10.2. Methodische Diskussion 178
XI. STELLENWERT DES PROJEKTES UND AUSBLICK 186
LITERATURVERZEICHNIS 192
ANHANG 230
1. Fragebogen 231
2. Weitere Ergebnisse der
quantitativen Untersuchung 250
2.1. Zusammensetzung der Stichprobe 251
2.2. Daten zur finanziellen Situation 252
2.3. Zur Verschuldungssituation und
zum Verschuldungsverhalten 260
2.4. Zum Umgang mit Geld in Paarbeziehungen 316
2.5. Zum Wissensstand
um Kredite und ihre Kosten 320
Abkürzungsverzeichnis
III
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
a.a.O.: am angeführten / angegebenen Ort
BK: Berufskolleg
d.h.: Das heißt
ebd.: Ebenda
G: Gymnasium
GSP: Gesamtstichprobe
m: männlich
n: Stichprobenumfang
o.g.: Oben genannt
s. o.: siehe oben
s.u.: siehe unten
TS: Teilstichprobe
u. a.: Unter anderem
u. U.: Unter Umständen
vgl.: vergleiche
w: weiblich
z. B.: Zum Beispiel
Abbildungsverzeichnis
IV
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abb. 1: Kritische Anzeichen privater Verschuldung nach Privat-
verschuldungsindex (PVI), 1. Halbjahr 2008, Bundeslän-
der
Abb. 2: Kritische Anzeichen privater Verschuldung nach Privat-
verschuldungsindex (PVI), 1. Halbjahr 2008, Kreise
Abb. 3: Geschlechterzusammensetzung innerhalb der Gesamt-
stichprobe
Abb. 4: Schulformzusammensetzung innerhalb der Gesamtstich-
probe
Abb. 5: Geschlechterzusammensetzung an den Schulformen
innerhalb der Gesamtstichprobe
Abb. 6: Altersspanne der Gesamtstichprobe differenziert nach
Geschlecht
Abb. 7: Altersspanne der Gesamtstichprobe differenziert nach
Schulform
Abb. 8: Verteilung der Einkünfte der Gesamtstichprobe differen-
ziert nach Geschlecht
Abb. 9: Verteilung der Einkünfte der Gesamtstichprobe differen-
ziert nach Schulform
Abb. 10: Verschuldungsanteil der Gesamtstichprobe differenziert
nach Geschlecht
Abb. 11: Verschuldungsanteil der Gesamtstichprobe differenziert
Schulform
Abb. 12: Verschuldungsanteil an den Gymnasien
Abb. 13: Verschuldungsanteil an den Berufskollegs
Abb. 14: Überschuldungsanteil an den Gymnasien
Abb. 15: Überschuldungsanteil an den Berufskollegs
Abbildungsverzeichnis
V
Abb. 16: Verschuldungsanteile bei offiziellen Gläubigern an den
Berufskollegs differenziert nach Geschlecht
Abb. 17: Durchschnittliche Verschuldungshöhen (Median) bei offi-
ziellen Gläubigern differenziert nach Geschlecht
Abb. 18: Durchschnittliche Verschuldungshöhen (Median) bei offi-
ziellen Gläubigern
Abb. 19: Nutzungsfrequenzen von Dispositionskrediten innerhalb
der Gesamtstichprobe
Abb. 20: Verschuldungsfrequenzen innerhalb der Gesamtstichpro-
be
Abb. 21: Tilgungszeiträume der Gesamtstichprobe differenziert
nach Geschlecht
Abb. 22: Tilgungszeiträume der Gesamtstichprobe differenziert
nach Schulform
Abb. 23: Emotionen bei Verschuldung / Geldausborgen der Ge-
samtstichprobe differenziert nach Geschlecht
Abb. 24: Verschuldungsbereitschaft der Gesamtstichprobe diffe-
renziert nach Geschlecht
Abb. 25: Emotionen bei der Nichteinhaltung der Rückzahlungsmo-
dalitäten der Gesamtstichprobe differenziert nach Ge-
schlecht
Abb. 26: Wissen bezüglich der Definition des Begriffes Schulden
Abb. 27: Wissen bezüglich der Definition des Begriffes Überschul-
dung
Abb. 28: Wissen bezüglich der Definition des Begriffes Dispositi-
onskredit
Abb. 29: Wissen bezüglich der Definition des Begriffes Bürge
Abb. 30: Wissen bezüglich des bargeldlosen Zahlungsverkehrs
Abb. 31: Wissen bezüglich Kredite und ihre Kosten
Abb. 32: Wissen bezüglich der Nutzung von Dispositionskrediten
Abb. 33: Wissen bezüglich der Vergleichsoptionen von
Kreditsätzen
Einleitung
1
I. Einleitung
1.1. Problemstellung und Gegenstand
Jugendliche werden häufig in der öffentlichen bzw. medialen Diskussion
als Konsumentinnen und Konsumenten wahrgenommen, die sich z. B. in
Folge eines ausschweifenden Konsums von Telekommunikationspro-
dukten und -dienstleistungen, insbesondere dem Handy, und den damit
verbundenen Rechnungen verschulden. Schlagzeilen wie „Jugendliche:
Schuldenfallen lauern überall“ (vgl. Grabitz, 2009) oder „Immer mehr
Jugendliche verschuldet“ (vgl. Becker, 2010) zeichnen dieses Bild. Wird
diese Außenperspektive dem Verschuldungsverhalten Jugendlicher ge-
recht? Wissenschaftliche Studien zum Thema belegten tatsächlich, dass
sich der Anteil der unter 25-Jährigen, die etwa Rat und Hilfe bei Schuld-
nerberatungsstellen suchten, auf einer bedenklichen Höhe eingependelt
hat (vgl. Gabanyi, Hemedinger & Lehner, 2007b, S. 4), und obgleich die
Mehrheit der Jugendlichen ihre Geldmittel überlegt einzusetzen vermag,
scheint die Hemmschwelle für rasche Befriedigung von Konsumwün-
schen zu sinken (vgl. Zimmermann, 2004a, S. 8).
Darüber hinaus konnte nachgewiesen werden, dass sich jugendliches
Verschuldungsverhalten von dem anderer Altersstufen unterscheidet
(vgl. Bpb, 2007; Gabanyi, Hemedinger & Lehner, 2007a und b; Lange,
2004; Lange & Fries, 2006a und b; Lewald & Dannemann, 1999a und b;
Schufa Holding AG, 2005; Reifner & Zimmermann, 2005; Verein
Schuldnerhilfe Essen, 2004; Zimmermann, 2004a). Eindeutig ergeben
sich in und aus dieser Lebensphase typische Konsummuster, Verschul-
dungsursachen, Gläubigerstrukturen, Risikofaktoren etc. Eine Beson-
derheit dieser Lebensphase scheint zu sein, dass das Geschlecht eine
bedeutsamere Rolle bezüglich des Verschuldungsverhaltens spielt als in
anderen Altersstufen (vgl. dazu u. a. Gabanyi, Hemedinger & Lehner,
2007b, S. 12f; Lange, 2004, S. 149, S. 150; Reifner & Zimmermann,
2005, S. 144ff; Zimmermann, 2004, S. 7).
Trotz dieser Hinweise existiert bislang keine Untersuchung, die umfas-
send überprüft, wie sich der Einfluss des Geschlechts auswirkt, ob und
in welcher Form geschlechtertypisches Jugendverschuldungsverhalten
Einleitung
2
existiert, aus welchen Zusammenhängen heraus es möglicherweise
erklärt und wie es charakterisiert werden kann.
Von der Privatwirtschaft durchgeführte bzw. finanzierte Studien domi-
nierten bisher das Forschungsfeld (vgl. Lange & Fries, 2006; Schufa
Holding AG, 2005; BdB, 2009; Commerzbank, 2003). Der Fokus dieser
Untersuchungen lag z. B. auf der Erklärung der Haltung Jugendlicher
zur entsprechenden Branche. Die Ergebnisse dienten damit primär der
Marktforschung. Die wenigen wissenschaftlichen Untersuchungen, die
nicht durch Unternehmen finanziert wurden, befassten sich nur marginal
mit Jugendverschuldung (z. B. im Rahmen der Untersuchung von ju-
gendlichem Konsumverhalten (vgl. Lange, 2004) bzw. setzten andere
Forschungsschwerpunkte (etwa die Erarbeitung von Präventionsansät-
zen vgl. Gabanyi, Hemedinger & Lehner, 2007a und b). Um jedoch
passgenaue gendersensitive Präventionsansätze entwickeln zu können,
ist eine umfassende Untersuchung von Jugendverschuldungsverhalten,
differenziert nach Geschlecht von Nöten, denn im Unterschied zu ande-
ren Dimensionen durchzieht das Geschlecht jede Handlung und fungiert
gleichzeitig als Ordnungsmuster innerhalb der Gesellschaft (vgl. Löw,
2003, S. 60).
Als ein wesentlicher Risikofaktor für Jugendverschuldung konnte die
Unwissenheit der Zielgruppe in lebenspraktischen finanziellen Angele-
genheiten identifiziert werden (vgl. Gabanyi, Hemedinger & Lehner,
2007a, S. 99). So steht großen Konsumwünschen von Jugendlichen
deren fehlende Finanzkompetenz gegenüber. Dabei sind Kompetenzen
für einen selbstbestimmten und reflektierten Umgang mit eigenen Wün-
schen und Bedürfnissen zentral für eine gelingende Lebensführung und
eröffnen nicht nur für Jugendliche Gestaltungs- und Teilhabechancen
gleichermaßen. Fehlende Finanzkompetenz führt dagegen zu erhebli-
chen Belastungen für Individuen und die Gesellschaft; etwa in Form von
Verschuldungs- und Überschuldungssituationen und in Folge ungenü-
gender oder fehlender Daseinsvorsorge. Befunde, wie es um den Wis-
Einleitung
3
sensstand Jugendlicher bestellt ist, existieren nur vereinzelt und lassen
sich ebenfalls der Marktforschung zuordnen (vgl. BdB, 2009; Commerz-
bank, 2003). So blieben empirisch ermittelte wissenschaftliche Ergeb-
nisse zum Wissensstand Jugendlicher um Kredite und ihre Kosten for-
schungsdesiderat. Dabei stellte bereits Tatjana Rosendorfer (1998) fest,
dass sich die Konsumkompetenz von Kindern auf die vom Markt ge-
wünschten Kompetenzen reduziert, während Fähigkeiten eines kriti-
schen Verbraucherverhaltens aufgrund eines mangelnden Verständnis-
ses ökonomischer Zusammenhänge nicht entwickelt werden können
(vgl. Rosendorfer, 1998, S. 49 zit. nach Schlegel-Matthies, 2001b, S.
43). Da lebenszyklisch bedingt auf Jugendliche zeitnah Anschaffungen
von finanziell größerer Tragweite zukommen können, die eventuell
durch Kredite finanziert werden (Führerschein, erstes Fahrzeug, Auszug
aus dem Elternhaus verbunden mit einer ersten Haushaltsgründung),
erschien es relevant, das Wissen um Kredite und ihre Kosten sowie wei-
tere alltagspraktische Aspekte der Jugendlichen im Umgang mit Geld zu
überprüfen.
Im Forschungsprojekt REVIS („Reform der Ernährungs- und Verbrau-
cherbildung in allgemeinbildenden Schulen“, 2003-2005)1 wurden inner-
halb eines konsens- und tragfähigen Rahmenverständnisses Kompeten-
zen und Standards für die schulische Verbraucherbildung entwickelt und
darüber hinaus Unterrichtshilfen konzipiert, die diesen Kompetenzen
und Standards im Umgang von Kindern und Jugendlichen mit Geld und
Konsum gerecht werden (s. dazu Unterrichtshilfe Finanzkompetenz un-
ter URL: http://www.unterrichtshilfe-finanzkompetenz.de/index.htm
[Stand 20. Juli 2010]). An den dort entwickelten Kompetenzen anzuset-
zen und diese zu überprüfen, ist in dieser ressourcenbegrenzten Arbeit
leider nicht möglich. Daher sollen nur erste Daten bezüglich des Wis-
sensstandes erhoben und überprüft werden. In vorangegangenen Studi-
1 Vertiefende Literatur zum Projekt findet sich im Schlussbereicht (Fachgruppe
Ernährung und Verbraucherbildung) (2005): Schlussbericht: REVIS Modellpro-
jekt. 2003-2005. Paderborn: Universität Paderborn und unter
URL:htp://fb6www.uni-paderborn.de/evb/forschung/revis/schlussbericht.html
[Stand 6. Juli 2010]
Einleitung
4
en wurde fehlendes Wissen Jugendlicher im lebenspraktischen Umgang
mit Geld bemängelt (vgl. Gabanyi, Hemedinger & Lehner, 2007a, S. 99).
Als Beispiel wurde genannt, dass sich Schülerinnen und Schüler zwar
ein Auto anschaffen, die Folgekosten jedoch nicht abschätzen können
(vgl. a.a. O., S. 99). Hier setzt die vorliegende Arbeit an. Lebenszyklisch
bedingt werden Jugendliche zeitnah mit Anschaffungen von finanziell
größerer Tragweite konfrontiert, deren Finanzierung eventuell durch
Kredite erfolgen muss (Führerschein, erstes Fahrzeug, Auszug aus dem
Elternhaus verbunden mit einer ersten Haushaltsgründung etc.). Daher
wird untersucht, wie es um den Wissensstand über Kredite und ihre Ko-
sten etc. bei Jugendlichen bestellt ist.
Wenn Geschlecht im Verschuldungsverhalten Jugendlicher eine bedeut-
samere Rolle spielt als im Verschuldungsverhalten innerhalb der Ge-
samtbevölkerung und erste Hinweise existieren, dass Jugendverschul-
dungsverhalten geschlechtsabhängig ist (vgl. dazu z. B. Gabanyi, He-
medinger & Lehner, 2007b, S. 12f; Lange, 2004, S. 149f; Reifner &
Zimmermann, 2005, S. 144ff), stellt sich zunächst die Frage, wie das
Geschlecht Einfluss nehmen könnte auf Jugendverschuldungsverhalten:
Gibt es Hinweise in der Literatur etc., ob Frauen und Männer ein spezifi-
sches Verhalten bezüglich Verschuldung aufweisen oder Hinweise all-
gemeinerer Natur, dass Frauen und Männer unterschiedlich mit Geld
umgehen? Wie können die verschiedenen Verhaltensweisen der Ge-
schlechter charakterisiert werden und worauf lässt sich ein solches Ver-
halten zurückführen? An diesen Fragen setzte Kapitel 5.6. an. Aufgrund
der mangelhaften Forschungslage wurde Literatur der Geschlechterfor-
schung herangezogen, die aus den 1990er und beginnenden 2000er
Jahren stammte und Umgangsweisen Erwachsener mit Geld analysier-
te. Welche typischen Neigungen beeinflussten die alltäglichen Handlun-
gen im Umgang mit Geld von Frauen und Männern? Welche Geschlech-
terdifferenzen konnten ermittelt werden und worauf waren diese Unter-
schiede zurückzuführen? Diese Fragestellungen rückten soziale Dimen-
sionen im Umgang mit Geld in den Mittelpunkt der Betrachtung, so auch
Einleitung
5
geschlechtertypische Arrangements bezüglich der Geldverwaltung in
Paarbeziehungen und dahinterliegender Bedeutungen jener Arrange-
ments. Fragestellungen, die den Fortbestand geschlechtstypischer Ver-
haltensweisen Jugendlicher hinsichtlich jener Arrangements in Paarbe-
ziehungen betrafen, wurden rahmend zu jenen des Verschuldungsver-
haltens in die Untersuchung mitaufgenommen, da sie einen relevanten
Aspekt im geschlechtertypischen Umgang mit Geld darstellten und im
Sinne von alltäglichen Handlungen Verschuldungsverhalten kontextual
komplettierten. Nach der Ermittlung geschlechtertypischer Verhaltens-
weisen und Neigungen im Umgang mit Geld bei Erwachsenen der
1990er Jahre stellte sich die Frage, ob jene Verhaltensweisen an Ju-
gendliche tradiert werden, welchen Einfluss gesellschaftliche Liberalisie-
rungstendenzen und neue Bilder (öffentlicher Diskurse) von Weiblichkeit
und Männlichkeit auf Jugendliche besitzen? Weiterhin interessant er-
schien, wie sich in diesem Zusammenhang die für diese Lebensphase
(Jugend)typische Verunsicherung, Identitätsfindungsprozesse und die
Entwicklung der Geschlechtsrolle (vgl. z. B. Abels, 2000, S. 85f; Fend,
2003, S. 222-267; Eisenstadt, 1966; Schelsky, 1963; Tenbruck zit. nach
Griese, 2007; Hurrelmann, 2007, S. 27; King, 2000, S. 40) auswirken
bzw. welche Rolle diese Aspekte spielen? Aus der Diskussion jenes
Zusammenspiels wurden die Hypothesen der vorliegenden Arbeit gene-
riert.
Ziel vorliegender Arbeit ist es, eine Untersuchung durchzuführen, die
Jugendverschuldung, alltägliche Handlungsweisen Jugendlicher mit
Geld und deren Wissensstand um Kredite und ihre Kosten als einen
potenziellen Risikofaktor (im Zusammenspiel mit weiteren zu Verschul-
dungssituationen) umfassend nach Geschlecht analysiert, differenziert
und charakterisiert, um einen Beitrag zur fachdidaktischen gendersensi-
tiven Diskussion innerhalb der schulischen Verbraucherbildung zu lei-
sten.
Um einer kategorialen Singularität innerhalb der vorliegenden Arbeit
entgegenzuwirken, wird neben der Strukturkategorie Geschlecht auch
Einleitung
6
nach Schicht (oder Sozialstruktur) differenziert, denn Verschuldung als
Folge von entsprechendem Konsumverhalten hat auch immer mit kon-
sumptiven Möglichkeiten, Ressourcen und Ungleichheiten innerhalb der
Sozialstruktur zu tun. Trotz der Beachtung der Verwobenheit beider Ka-
tegorien, Geschlecht und Status, soll der Schwerpunkt der Untersu-
chung eindeutig auf der Betrachtung des Einflusses der Strukturkatego-
rie Geschlecht liegen. Statusaspekte als Einfluss z. B. auf den Umgang
mit Geld etc. und die entsprechende Literatur werden daher nicht einge-
hend analysiert, sondern interaktive Bedingungen nur marginal an Punk-
ten erörtert, an denen Statusdifferenzen bzw. Verwobenheiten auffällig
werden und eine Erörterung zu einem besseren Verständnis des For-
schungsschwerpunktes führen.
Der Arbeit liegen im Wesentlichen folgende Forschungsfragen2 zu
Grunde:
• Welche Unterschiede zwischen weiblichen und männlichen Ju-
gendlichen bezüglich des Verschuldungsverhaltens konnten bis-
lang empirisch ermittelt werden?
• In welchem Zusammenhang stehen Identität Jugendlicher, Ver-
schuldung und Geschlecht?
• Welchen Bestand haben geschlechtertypische Neigungen und in
welcher Form drücken sich diese in entsprechenden Verhaltens-
weisen im Umgang mit Geld, im Verschuldungsverhalten und im
Wissensstand um Kredite und ihre Kosten aus vor dem Hinter-
grund gesellschaftlicher Liberalisierungstenzdenzen, neuen Bil-
dern unter Jugendlichen von Weiblichkeit und Männlichkeit?
• Wie kann weibliches und männliches Verschuldungsverhalten
näher charakterisiert werden?
1.2. Vorgehensweise
In der Arbeit wird versucht, generalisierte Zusammenhänge von Auswir-
kungen geschlechterstereotypen Rollenverhaltens in der Lebensphase
2 Spezifische Hypothesen werden im Kapitel 7.2. erarbeitet.
Einleitung
7
Jugend auf das Verschuldungsverhalten bzw. das Verhalten im Umgang
mit Geld und den Wissensstand um Kredite und ihre Kosten zu erken-
nen. Die Komplexität des Forschungsgegenstandes erfordert dazu einen
interdisziplinären Zugang. Gegenstand und Fragestellungen zeigen sich
in der Verbraucherbildung und Haushaltswissenschaft verankert. Dabei
bedienen sich beide Wissenschaftszweige, neben einem fachinternen
Theoriegerüst, entsprechend ihrer jeweiligen Fragestellungen unter-
schiedlicher Disziplinen wie etwa der Soziologie (etwa hinsichtlich der
Betrachtung von Geschlechterverhältnissen), den Erziehungswissen-
schaften (z. B. bei der Analyse von Lebenswelten Jugendlicher und we-
sentlicher Sozialisationsinstanzen) und der Psychologie (etwa bei der
Identitätsentwicklung Jugendlicher). Hinsichtlich der Vorgehensweise ist
anzumerken, dass in den ersten vier Kapiteln eine Betrachtung einzelner
Gesichtspunkte erfolgt, um daran anschließend eigens in einem geson-
derten Kapitel eine Zusammenführung und Diskussion dieser Punkte zu
vollziehen. Entsprechend dieser Vorgehensweise findet zunächst in Ka-
pitel 2 eine Annäherung an die Zielgruppe Jugend durch eine Begriffs-
fassung und eine Skizzierung des Phänomens Jugend statt. Da Ver-
schuldungssituationen aus entsprechendem Konsumverhalten resultie-
ren, wird darauffolgend der Begriff Konsum aufgegriffen sowie Merkmale
von Konsumgesellschaften und Funktionen des Konsums erläutert. Im
Kapitel vier werden wesentliche Ergebnisse zur Verschuldung und
Überschuldung von Privathaushalten in der Gesamtbevölkerung skiz-
ziert, um kontrastiv dazu jugendspezifische Verschuldungsstrukturen
herauszuarbeiten.
Im fünften Kapitel sind geschlechtertypische und insbesondere frauenty-
pische Umgangsweisen mit Geld Untersuchungsschwerpunkt. Dazu
werden Erkenntnisse der Geschlechterforschung erörtert und geschlech-
terspezifische Stereotype und Rollenvorstellungen erläutert, auf die ent-
sprechende Umgangsweisen zurückzuführen sind. Eine Zusammenfüh-
rung bisheriger Überlegungen erfolgt im sechsten Kapitel, und aus der
Abwägung einzelner Einflüsse (z. B. einer Orientierung Jugendlicher an
traditionellen Geschlechterrollen gegenüber gesellschaftlichen Liberali-
Einleitung
8
sierungstendenzen und aktuellen Bildern von Weiblichkeit und Männ-
lichkeit) werden Hypothesen zur Wirkung des Geschlechts auf Ver-
schuldungsverhalten, den Umgang mit Geld sowie den Wissensstand
um Kredite und ihre Kosten generiert. Daran schließt sich eine Begrün-
dung der Untersuchung an, deren Ergebnisse in Kapitel neun präsentiert
werden. In Kapitel zehn werden Befunde interpretiert und diskutiert, um
abschließend im elften Kapitel mit der Einschätzung zum Stellenwert der
Untersuchung und einem Ausblick zu schließen.
Jugend
9
II. Jugend
2.1. Begriffsfassung
Das folgende Kapitel skizziert Jugend einführend. Im Verlauf der Arbeit
soll die Zielgruppe im Kontext mit weiteren Themen und Fragestellungen
immer wieder aufgegriffen werden. An dieser Stelle erfolgt zunächst
nach einer Annäherung aus zeitlicher Perspektive eine einleitende Be-
trachtung des Phänomens Jugend aus sozialisationstheoretischem
Blickwinkel, um mit einem kurzen Überblick über die Inhalte klassischer
Jugendtheorien (vgl. Eisenstadt, 1966; Schelsky, 1963; Tenbruck zit.
nach Griese, 2007) zu schließen.
Unter dem Begriff Jugend wird im Allgemeinen die Zeit zwischen Kind-
heit und Erwachsensein verstanden (vgl. Eisenstadt, 1966; Schelsky,
1963, S. 17; Scherr, 2009, S. 22). Eine Umreißung des Begriffes gestal-
tet sich komplex, da es bei der Definition zahlreiche Perspektiven zu
berücksichtigen gilt: Es kann dabei eine Phase im Leben eines Indivi-
duums oder eine eigenständige Gruppierung von Menschen bezeichnet
werden (vgl. Griese, 2007, S. 9; Hurrelmann, 2007; S. 31f; Griese, Man-
sel & Scherr, 2003; S. 7; Scherr, 2009, S. 20). Je nach Perspektive se-
hen einige Expertinnen und Experten Jugend auch als Generation (vgl.
Eisenstadt, 1966, S. 7; Griese, 2007, S. 81ff) oder Subkultur (vgl. Baake,
1999; Baake & Ferchhoff, 1992, S. 436ff; Kreutz, 1974, S. 115).
Eine Eingrenzung der Lebensphase kann ebenso an Hand des Alters
oder anderer quantitativer Merkmale vorgenommen werden (vgl. Eisen-
stadt, 1966, S. 13; Scherr, 2009, S. 45f). Selbst die scheinbar simple
Erfassung nach Alter birgt Unwägbarkeiten in sich: Während die Shell-
Studie (hier exemplarisch für repräsentative Studien gewählt), deren
Zielgruppe Jugendliche sind, im Jahr 1985 die Altersgruppe der 15- bis
24-Jährigen befragte, wurden 1992 13- bis 29-Jährige in die Untersu-
chung einbezogen (vgl. Shell Deutschland Holding, 1992) und 2006
wiederum 12- bis 25-Jährige (vgl. Shell Deutschland Holding 2006).
Jugend
10
Dies verdeutlicht, wie Altersgrenzen in großen Untersuchungen variieren
können. Dabei werden die 18- bis 25-jährigen Jugendlichen allgemein
als Adoleszente bezeichnet (vgl. Böhm 2005, S. 5).
Aus rechtlicher Perspektive ist in Deutschland jugendlich, „wer 14, aber
noch nicht 18 Jahre alt ist“ (SGB VIII, § 7, Abs. 1, Nr. 2). Ein Jugendli-
cher gehört laut dem Achten Buch des Sozialgesetzes (SGB VIII) zu den
definierten jungen Menschen, zu denen ebenfalls die ältere Personen-
gruppe der Kinder gehört sowie die Personengruppe der 18- bis ein-
schließlich 26-jährigen jungen Volljährigen (vgl. SGB VIII).
In der vorliegenden Arbeit werden die Termini Jugendliche, Heranwach-
sende, junge Frauen und Männer und Adoleszente synonym verwendet.
Dies geschieht im Bewusstsein über die Komplexität und Differenziert-
heit einzelner Abschnitte und die fließenden Übergänge an den jeweils
inhaltlich passenden Textpassagen.
2.2. Das Phänomen Jugend
Unter sozialisationstheoretischem Blickpunkt kann Jugend als eine Le-
bensphase in der Entwicklung eines Menschen bezeichnet werden (vgl.
Scherr, 2009, S. 18), die mit der Geschlechtsreife in der Pubertät um
das 13. Lebensjahr beginnt und mit der Übernahme der Erwachsenen-
rolle, vor allem der Berufsrolle sowie der Rolle innerhalb einer Partner-
schaft, etwa zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr endet (vgl. Hurrel-
mann, 2010, S. 26ff; Hurrelmann, 1999, S. 38f). Kennzeichnend für die-
se Sichtweise ist die Eröffnung eines zeitlichen Korridors, die nicht allein
die Wandlungen innerhalb der Jugendphase erfasst, sondern auch jene
gesellschaftlichen Verhältnisse, in denen sich ebendiese manifestieren
(z. B. im Bereich der Familie, der Schule, der Gleichaltrigengruppe und
der Wirtschaft, die Jugendliche als Zielgruppe identifiziert etc.) (vgl. Ei-
senstadt, 1966, S. 14; Griese, 2007, S. 114, Scherr, 2009, S. 21). Dies
erscheint unabdingbar, da Jugend als ein Phänomen moderner Gesell-
schaften betrachtet werden kann (vgl. Griese, 2007, S. 15; Hurrelmann,
Jugend
11
2010, S. 6f; Löw, 2003, S. 114f; Scherr, 2009, S. 27f): Erst durch die
Herausbildung der industrialisierten Gesellschaft kommt es zur klaren
Trennung zwischen Familie und Arbeitswelt (vgl. Griese, 2007, S. 81;
Hurrelmann, 2010, S. 22f; Löw, 2003, S. 114). Der Übergang von der
Kindheit ins Erwachsenenalter erfolgt nicht mehr im Rahmen von per-
sönlich emotionalen Beziehungen in der Familie, sondern innerhalb der
Gesellschaft, in der eine sachlich funktionale Beziehung das Zusam-
menleben bestimmt (vgl. Abels, 2000, S. 82; Griese, 2007, S. 105). Aus-
schließlich in der Familie erlernte Werte und Verhaltensregeln reichen
nicht länger aus, um sich mit dem gesellschaftlichen Leben angemessen
auseinandersetzen zu können (vgl. Abels, 2000, S. 82; Griese, 2007, S.
105). Die Herausbildung der Jugend ist daher notwendig, um diesen
Übergang zu bewältigen (vgl. Schäfers, 2001, S. 34). Damit wird deut-
lich, dass das Phänomen Jugend eng an gesellschaftliche Entwicklun-
gen geknüpft bzw. erst aus diesen entstanden ist. In der Tradition be-
zieht sich Zimmermann (2004b) auf Schelsky, wenn er behauptet, dass
dieser, wie kaum jemand vor ihm, nicht den Anspruch erhebt, einen
normativen allgemein gültigen Jugendbegriff zu entwickeln, sondern
Jugend im Zusammenhang mit generationsspezifischen, gesellschaftli-
chen Entwicklungen seiner Zeit zu betrachten (vgl. Schelsky, 1963, zit.
nach Zimmermann, 2004b, S. 170). Weitere Ausführungen dieser Arbeit
schließen sich diesem Ansatz bzw. o. g. sozialisationstheoretischem
Blickwinkel an, da nicht nur Strukturveränderungen innerhalb der Ju-
gendphase, sondern auch solche der Gesellschaft, in die individuelle
Fälle eingebettet sind, als relevant erachtet werden. Die Strukturverän-
derungen innerhalb der Jugendphase zeigen sich u. a. in Kombinationen
und Verschiebungen von Entwicklungsabschnitten. Derlei Kombinatio-
nen und Verschiebungen führen zu einer hohen Komplexität sowie Diffe-
renziertheit der persönlichen Entwicklung Jugendlicher. Dies resultiert
unter anderem aus dem Spannungsverhältnis zwischen der Integration
der Jugendlichen in die Gesellschaft durch Rollen- sowie Normüber-
nahmen und dem Aufbau der Individualität als Grundlage einer eigen-
ständigen Persönlichkeit, was durch eine Distanzierung von den Vorga-
Jugend
12
ben der Erwachsenengeneration und deren kritischer Reflexion vollzo-
gen wird (vgl. Scherr, 2009, S. 118). Die Bewältigung dieses Span-
nungsverhältnisses erfolgt, im Unterschied zur Kindheit, in der Jugend
wesentlich dadurch, dass sich Jugendliche von den zentralen Bezugs-
personen wie Mutter und Vater ablösen. Dies führt zu einer Autonomie
innerhalb der Persönlichkeitsorganisation und ist Ausgangspunkt und
Voraussetzung dafür, dass sich Jugendliche außerfamiliären Bezugs-
personen und Institutionen zuwenden können (vgl. Hurrelmann, 2007; S.
92 u. 107ff; Rosewitz & Wolf, 1985).
Das Verlassen der Familie und die Eingliederung in die Gesellschaft, in
der andere Regeln und Normen das Zusammenleben bestimmen, brin-
gen Unsicherheit und Orientierungslosigkeit mit sich. Darüber sind sich
klassische Jugendtheorien einig (vgl. Eisenstadt, 1966; Schelsky, 1963;
Tenbruck zit. nach Griese, 2007). Diese haben im Prinzip immer den
Aspekts des Übertritts von der Kindheit in das Erwachsenenalter als
eine der zentralen Aufgaben der Jugend betrachtet (vgl. Abels, 2000, S.
85; Griese, 2007, S. 104f). Schelsky stellt die Relevanz bestimmter epo-
chaler, zeitgeschichtlich politischer und gesellschaftlicher Bedingungen
für die jeweilige Erscheinungsform der Jugend in den Vordergrund sei-
nes phänomenologischen Erklärungsansatzes (vgl. Hurrelmann, 1999,
S. 58). Eisenstadt betont die Funktion der Bildung von Altersgruppierun-
gen, um Werte und Normen ausbilden zu können. Sein strukturell-
funktionaler Ansatz betrachtet Jugend als Vorbereitung für den Eintritt in
die Gesellschaft, in der emotionale Umgangsformen der Familie abge-
legt und gesellschaftlich sachliche Umgangsformen erprobt werden (vgl.
Abels, 2000, S. 84f; Griese, 2007, S. 116f), während Tenbrucks hand-
lungstheoretischer Ansatz die gemeinsame Identität3, die sich Jugendli-
3In soziologischen Indentitätskonzepten wird grundlegend zwischen sozialer
und individueller Identität unterschieden (vgl. dazu grundlegend Mead, 1968;
Goffman, 1967). Unter sozialer Identität werden an soziale Positionen gebun-
dene Erwartungen in Hinblick auf Eigenschaften, Fähigkeiten, Interessen usw.
verstanden, die Individuen kennzeichnen: unter individueller Identität die soziale
Wahrnehmung des Einzelnen als von anderen unterschiedene Person. Auf eine
Jugend
13
che aufgrund der Orientierungslosigkeit verschaffen, zum Zentrum sei-
ner Theorien macht (vgl. Abels, 2000, S. 85f).
tiefergehende Auseinandersetzung mit dem Terminus der Identität und Identi-
tätskonzepten wird an dieser Stelle verzichtet, da dies den Rahmen der Arbeit
überschreitet, und nur auf für die Untersuchung relevante Aspekte eingegan-
gen. Nähere Literatur s. z. B. Fend, 2003; Scherr, 2009, S. 125ff.
Konsum
14
III. Konsum
Konsum kann verstanden werden als eine – oder vielleicht sogar die
zentrale – „Lebensform der Moderne“ (König, 2000, S. 7 zit. nach Schle-
gel-Matthies, 2005, S. 25), denn unter dem Begriff Konsum wird eine
Vielfalt von Alltags- und Freizeithandlungen, institutionalisierten Rege-
lungen und alltäglichen Ritualen gefasst, welche die Lebensform der
Moderne kennzeichnen (vgl. ebd.). Im Folgenden soll zunächst eine
Begriffsbestimmung erfolgen, um anschließend Charakteristika von
Konsumgesellschaft und deren Funktionen zu skizzieren.
3.1 Begriffsfassung
Der Begriff Konsum leitet sich ab vom Lateinischen consumere, was
verwenden, verbrauchen, verzehren bedeutet. Unterschiedliche Diszipli-
ne verfügen über verschiedene Konsumverständnisse. Während der
ökonomische Konsumbegriff Wertvernichtung, Bedürfnisbefriedigung,
Abnutzung und Marktentnahme beinhaltet, bezieht das soziologische
Verständnis des Begriffes soziales Handeln und die Bedeutung des
Konsums für das Individuum mit ein (Distinktion, Identitätsgewinnung,
Statuserlangung) (vgl. Schlegel-Matthies, 2010, S. 2). Die Marktfor-
schung zeigt vorrangig Interesse an Konsumtrends für Marketingent-
scheidungen, während der haushaltswissenschaftliche Konsumbegriff
umfassender ist: Konsumgüter werden hier als Produktionsmittel ver-
standen und Konsum beinhaltet ein Zusammenspiel von Wertmustern,
Handlungsspielräumen sowie Ressourcen (vgl. ebd.).
3.2. Merkmale von Konsumgesellschaften und Funktionen des
Konsums
Hatte vor dem 20. Jahrhundert der Konsum in breiten Teilen der Bevöl-
kerung beinahe ausschließlich der Existenzsicherung gedient, so führten
verbesserte ökonomische Lebensbedingungen zu erweiterten konsump-
tiven Möglichkeiten. Auf kultureller Ebene löste sich die Konsummoral
allmählich von der asketischen Lebensweise und wandte sich der Ästhe-
tisierung von Konsumgütern und der Demonstration von Besitzgütern
Konsum
15
zu. Die zunehmende Nachfrage bewirkte den Anstieg des Warenange-
botes. Die Massenproduktion, die Steigerung der Kaufkraft und das
Marketingwesen leiteten eine neue Konsumära ein (vgl. Schneider,
2000, S. 9ff). Die Herausbildung der Konsumgesellschaft wurzelt in die-
sen Entwicklungen.
In Konsumgesellschaften besitzt der Konsum einen wesentlich höheren
Stellenwert als in anderen Gesellschaften (vgl. Schneider, 2000, S. 11f).
Brewer (1997) stellte sechs konstituierende Merkmale westlicher Kon-
sumgesellschaften zusammen (vgl. a.a.O., S. 51-74), wie sie u. a. in der
deutschen Gesellschaft in ihrer derzeitigen Ausgestaltung zu finden
sind: Demnach charakterisiert diese erstens ein reichhaltiges Warensor-
timent, das sich auf die Erfüllung von Konsumwünschen auf der Basis
bereits befriedigter Grundbedürfnisse richtet. Darüber hinaus existieren
zweitens bedürfnisweckende, -steuernde sowie bedeutungsgebende
Kommunikationssysteme wie z. B. Werbewirtschaft und Marktforschung.
Dritten ist kennzeichnend die Bildung von Objektbereichen, die soge-
nannten Sphären des Geschmacks (vgl. a.a.O., S. 63), der Mode und
des Stils, die sicherstellen, dass trotz Massenproduktion und Massen-
konsum soziale Distinktion ausgedrückt werden kann. Viertens spielen
die Betonung und Wertschätzung von Freizeit und Konsum (gegenüber
der Produktion) als eigenständige Werte- und Lebensbereiche eine zen-
trale Rolle. Die Entwicklung der Konsumenten in ihrer eigenständigen
Rolle und sozialen Kategorie (fünftens), und sechstens die Entstehung
von Konsumkritik (institutionalisierte Kritik gegenüber der konsumorien-
tierten Gesellschaft und deren potenziellen Gefahren wie z. B. Schuld-
nerberatung, Therapieeinrichtungen etc.) bilden die letzten Merkmale
einer Konsumgesellschaft (vgl. a.a.O., S. 72f).
Konsum wird in der Konsumgesellschaft mit Selbstbestimmung und -
verwirklichung sowie Genuss in Zusammenhang gebracht. Über den
Konsum bestimmter Güter entwickelt sich ein eigener Sinngehalt (vgl.
Schneider, 2000, S. 11f). In Folge dessen verändert sich die Auffassung
Konsum
16
der Konsumentin, des Konsumenten zum Konsum. Es kann nicht länger
von der Konsumentin, dem Konsumenten als rationalem Entscheider
ausgegangen werden, denn Kaufentscheidungen fallen vielmehr emo-
tional bedingt, spontan und dann wieder rational und überlegt aus (vgl.
a.a.O., S. 13f). Damit ändert sich Art und Umfang des Konsums, die
Bedeutung desselbigen auf individueller und gesellschaftlicher Ebene
und die Einstellung dazu (vgl. a.a.O., S. 11). Entsprechend ergeben sich
u. a. folgende weitere Funktionen des Konsums:
• Durch die Analyse des Konsumverhaltens werden Personen
bestimmte Charakteristika zugeordnet. So kann ein Indivi-
duum versuchen, durch den Konsum bestimmter Güter an
Identität zu gewinnen. Konsum wird damit zum Ausdrucksmit-
tel, das die Persönlichkeit widerspiegelt oder widerspiegeln
soll (vgl. Friese, 1998, S. 42). Folglich wird Identität als Bild
über das bewusste Selbst durch den Konsum jener Güter
vermittelt, deren Image mit dem eigenen Selbstbild überein-
stimmt (vgl. a.a.O., S. 43).
• Konsum dient u. a. der Statuserlangung4 (vgl. Schneider, 2000,
S. 12). In den Konsum ist ein Symbolcharakter eingebunden,
4Ganz allgemein bezeichnet der soziale Status als Terminus die gesellschaftli-
che Stellung einer Person auf Grund ihrer Position und den damit verbundenen
Rechten, Pflichten, Privilegien, Ressourcen Rollen usw. mit allgemein verhal-
tensrelevanten konstituierenden Folgen (vgl. Böhm, 2005, S. 611). In den Gei-
steswissenschaften herrscht Einvernehmen darüber, dass sich der soziale Sta-
tus auf Hierarchie- und Prestigeaspekte sozialer Positionen innerhalb eines
hierarchisch strukturierten sozialen Systems bezieht (vgl. Rombach, 1977, S.
217). Anders als in Zeiten feudalaristokratischen Agrargesellschaften wird der
soziale Status in industrialisierten Leistungsgesellschaften nicht mehr von Ge-
neration zu Generation vererbt und einer Person lebenslänglich zugeschrieben
(z. B. durch soziale Herkunft, Rassen- oder Geschlechtszugehörigkeit), sondern
ist durch Eigeninitiative und individuelle Leistungen prinzipiell erwerbbar und
damit wandelbar. Durch seine selektierende Funktion nimmt das Bildungswe-
sen für den Erwerb des sozialen Status eine zentrale Stellung ein (vgl. Böhm,
2005, S. 611). Eine Person als Statusinhaber ist eingebunden in eine vertikale
Sozialstruktur, die auch als soziale Klasse, soziale Schicht oder Schichtung
bezeichnet wird (vgl. Rombach, 1977, S. 217). Während der Begriff der Klasse
vielfach politische Implikationen beinhaltet, die ihren Fokus auf die Erklärung
(ungleicher) Lebensbedingungen richtet (vgl. Assmann & Eichhorn et. al., 1983,
S. 340; Giddens, 1984), wird durch Verwendung des Terminus der sozialen
Schicht ebendiese Implikation vermieden, da hier die Beschreibung von Le-
bensbedingungen fokussiert wird. Schicht wird dabei zu einem rein deskriptiv
Konsum
17
der auf die individuelle Lebensausgestaltung verweist, wobei
diese durch die Gesellschaft eine soziale Wertung erfährt.
Insbesondere in Gesellschaften, in denen Konsum keiner so-
zialen Regelung unterliegt, gilt ebensolcher als Hinweis auf
den sozialen Status einer Person (vgl. Burghardt, 1974, S.
171f).
• Konsum kann kompensatorische Funktion erfüllen, wenn die
Konsumentin, der Konsument einen selbstwertbezogenen
Mangel durch die Betonung dieser Eigenschaft über symboli-
sche Konsumgüter auszugleichen versucht (vgl. Lange, 2004;
Stihler, 1998, S. 58).
• Bezüglich der Kaufmotivation der Konsumentin, des Konsu-
menten ist ein Trend zu erkennen, bei dem das Konsumziel
zunehmend erlebnisorientiert ausfällt (vgl Schulze, 1996, S.
422ff). Ein Erklärungsansatz für diese Tendenz ist, dass sich
Kaufmotive, die mit objektiv angenommenen Eigenschaften
der Güter verbunden waren (Preis, Qualität, Funktionalität), in
Richtung subjektbezogener innerer Kaufmotive verschoben
haben, welche auf das Wesen der Konsumentin und des Kon-
sumenten ausgerichtet sind (z. B. Wissen, Einstellungen, Er-
lebnisse etc.) (vgl. a.a.O., S. 425). Während sich außengelei-
tete Konsumentscheidungen an Funktionalität und finanziellen
Aspekten orientieren, werden innenorientierte Entscheidungen
nach dem Erlebniswert getroffen (vgl. a.a.O., S. 428). Dabei
wird mit einer zunehmenden Ästhetisierung des Alltags der
Nutzen von Gütern mit ästhetischen Begriffen wie interessant,
amüsant, stilvoll, schön usw. beschrieben (vgl. a.a.O., S. 422).
„Die Befürchtung entgangener Lebensfreude ist eine uner-
schöpfliche Ressource des Erlebnismarktes“ (a.a.O., S. 449).
genutzten Ordnungsbegriff. In diesem Sinne werden in der vorliegenden Arbeit
die Begrifflichkeiten Sozialstruktur, Schicht und Schichtung synonym verwen-
det.
Konsum
18
• Gesamtgesellschaftlich betrachtet spielt Konsum eine bedeuten-
de Rolle, weil er zum einen durch soziale Distinktion von Grup-
pen soziale Ungleichheit5 schafft (vgl. Schneider 2000, S 12),
andrerseits entstehen durch soziale Kontakte und gemeinsame
Unternehmungen von Konsumentinnen und Konsumenten mit
ähnlichen Lebensstilen6 soziale Bindungen (vgl. Opaschowski
1990, S 112 f).
5 Soziale Ungleichheit ist ein Begriff der Soziologie und liegt dann vor, wenn
Menschen aufgrund ihrer Stellung in der Sozialstruktur von den wertvollen Gü-
tern einer Gesellschaft regelmäßig mehr als andere erhalten (vgl. Hradil, 2001,
S. 30). Aufgrund des wertenden Charakters ist soziale Ungleichheit von dem
neutralen Begriff der sozialen Differenzierung abzugrenzen.
6 Lebensstile bezeichnen ästhetisch expressive, relativ ganzheitliche Muster der
alltäglichen Lebensführung von Personen und Gruppen, die in einem bestimm-
ten Habitus und einem strukturierten Set von Konsumpräferenzen, Verhaltens-
weisen und Geschmacksurteilen zum Ausdruck kommen (vgl. Band & Müller,
1998, S. 419ff). Dabei werden Lebensstilkonzepte in der soziologischen Dis-
kussion unterschieden (vgl. dazu u. a. Spellerberg, 1992, S. 7; Hradil, 2001, S.
44ff). Details dieser Diskussion werden hier nicht weiter erörtert (da keine Erklä-
rung derselben stattfinden soll), sondern nur an den Stellen punktuell aufgegrif-
fen, an denen es zum besseren Verständnis des Kernthemas der Arbeit beiträgt
(vgl. dazu Kapitel 6.1.: Zum Zusammenhang von Jugend, Identität, Konsum und
Lebensstil).
Verschuldung
19
IV. Verschuldung
Einleitend wird zunächst die Verschuldungs7 - und Überschuldungssitua-
tion8 der Gesamtbevölkerung in Deutschland dargestellt, um kontrastiv
dazu auf Jugendverschuldung einzugehen.
4.1. Verschuldung und Überschuldung in der Gesamtbevölkerung
Je nach Definitionen schwankt die Zahl der verschuldeten und über-
schuldeten Privathaushalte zwischen knapp unter bis weit über drei Mil-
lionen in Deutschland (vgl. Angele, 2007; Bpb, 2007; Korczak, 2004,
2003b) – exakte Angaben fehlen.
Zum Jahresende 2006 wertete das Statistische Bundesamt erstmals
Daten der Schuldnerberatungsstätten aus und analysierte so die erfass-
ten Angaben von 33000 überschuldeten Personen in Deutschland (vgl.
Angele, 2007, S. 948). Demnach waren die von den Beratungsstellen
beratenen Personen im Durchschnitt mit 37 000 ! verschuldet bei einem
Nettoeinkommen aller Haushaltsmitglieder von monatlich 1144 ! (vgl.
Angele, 2007, S. 948). Es ist anzunehmen, dass verschuldete bzw.
überschuldete Haushalte, die keine Schuldnerberatungsstelle aufsuch-
ten, ähnliche Schuldenstrukturen aufweisen wie die der beratenen Per-
sonen, da das gesamte Schuldenvolumen (ohne Selbstständige und
7 Die Termini Verschuldung und Überschuldung sind seit den 1990er Jahren
verstärkt in die wissenschaftliche Diskussion geraten. Trotz dieser Zeitspanne
werden beide Begrifflichkeiten weder deutschlandweit noch auf EU-Ebene ein-
heitlich verwendet. Eine exakte rechtliche Definition existiert nicht (vgl.
BMFSFJ, 2005b; BMFSFJ, 2004; Korczak, 2003a). Die Begriffsfassungen un-
terscheiden sich je nach Perspektive (semantisch-ethymologischer, religiiös-
philosophischer, psychologischer, soziologischer, juristischer oder ökonomi-
scher) (vgl. Korczak, 2003a, S. 12). Hier soll zunächst die Definition Korczaks
(2003a) herangezogen werden, die dieser nach Analyse verschiedener deut-
scher und europäischer Verschuldungsdefinitionen resümierend fasste: „Ver-
schuldung ist jede Form des Eingehens von Zahlungsverpflichtungen.“ (Korc-
zak, 2003a, S. 14). Im weiteren Verlauf wird definitorisch (mit Beachtung der
Besonderheiten der Zielgruppe Jugend) weiter ausdifferenziert (vgl. Kapitel 4.2.
und 8).
8 Zur Begriffsbestimmung Überschuldung: „Ein Privathaushalt, dessen Ein-
kommen über einen längeren Zeitraum nach Abzug der Lebenshaltungskosten
trotz Reduzierung seines Lebensstandards nicht zur fristgerechten Schuldentil-
gung ausreicht, ist überschuldet“ (BMFSFJ, 2004, S. 1).
Verschuldung
20
Hypothekenschuldner) schätzungsweise 65 bis 70 Milliarden Euro be-
trägt (vgl. Bpb, 2007, S. 15). Die Gesamtzahl der Verbraucherinsolven-
zen erhöhte sich von 3357 im Jahr 1999 - über 33609 im Jahr 2003 - auf
105000 im Jahr 2007 (Bpb, 2007, S. 14)9.
Die Auslöser der Überschuldung stellten kritische Lebensereignisse (z.
B. Arbeitslosigkeit, Scheidung, Trennung, Tod etc. [vgl. a.a.O., S. 13f]),
subjektive Verhaltensweisen (z. B. unwirtschaftliche Haushaltsführung
etc. [vgl. ebd.]), die Ausweitung der Kreditierungsoptionen zur Finanzie-
rung des Konsumbedarfs seitens der Kreditinstitute verbunden mit ag-
gressiven Werbestrategien (vgl. Schlabs, 2007, S. 20) sowie Bildungs-
defizite10 / Unerfahrenheit in lebenspraktischen Konsumangelegenheiten
(vgl. Korczak, 2004, S. 28) dar. Überschuldung zeigte sich als ein multi-
faktorielles Phänomen: In den meisten Fällen wurden mehr als eine Ur-
sache benannt.
Die Anzahl der Gläubiger fiel relativ gering aus: Über 40 % aller über-
schuldeten Personen hatten finanzielle Verpflichtungen gegenüber
höchstens vier Gläubigern (vgl. Angele, 2007, S. 953). Bei 14 % bestan-
den Forderungen nur eines Gläubigers, und in nur 9 % der Fälle besa-
ßen 20 und mehr Gläubiger Ansprüche gegenüber der überschuldeten
9 Dabei ist zu berücksichtigen, dass ein Grund für die Steigerung die zuneh-
mende Bekanntheit der gerichtlichen Schuldenregulierung war. Der Auslöser für
die Überschuldung kann viele Jahre zurückliegen (vgl. ebd., S. 14).
10 Bildung ist ein sprachlich, kulturell und historisch bedingter hochkomplexer
Begriff, der hier nur insofern definitorisch aufgegriffen werden kann, wie es für
die Inhalte vorliegender Arbeit von Relevanz ist. In der pädagogischen Termino-
logie bezeichnet Bildung die allseitige Persönlichkeitsentwicklung eines Men-
schen im Bewusstsein seiner Verantwortlichkeit sich selbst, der Mitwelt und
Umwelt gegenüber (vgl. Böhm, 2005, S. 90). Dabei lässt sich Bildung nicht auf
Wissen reduzieren. Wissen ist nicht das Ziel der Bildung, aber sehr wohl ein
Hilfsmittel. Bildung setzt vielmehr Urteilsvermögen, Reflexion und kritische Di-
stanz gegenüber dem Informationsangebot voraus (vgl. Köck, 2008, S. 63). In
der erziehungswissenschaftlichen Diskussion erscheint Bildung im Sinne des
kulturanthropologischen Ansatzes als die subjektive Seite der Kultur im Sinne
einer Aneignung und Weiterentwicklung von Kulturgütern, im Sinne des curricu-
laren oder lernzieltheoretischen Ansatzes als Befähigung zum erfolgreichen
Umgang mit der Welt und im Sinne eines soziologischen Ansatzes als Arbeit an
Verhaltensweisen, die das Leben und Überleben als Individuum und als sozia-
les Wesen in einer Gesellschaft sichern (vgl. Köck, 2008, S. 63).
Verschuldung
21
Person (vgl. a.a.O., S. 954). Die Altersgruppe der 65 bis 70-jährigen
Personen wies mit durchschnittlich 3900 Euro die höchsten Schulden
bei Versandhäusern aus; die höchsten Mietrückstände entfielen auf die
55 bis 65-Jährigen sowie auf alleinerziehende Frauen und Männer (vgl.
Bpb, 2007, S. 15).
Hinsichtlich der Kommunikationsmuster im Falle einer Verschuldungssi-
tuation zeigte sich, dass in verschuldeten wie überschuldeten Haushal-
ten weniger über Finanzen und die damit verbundenen Probleme ge-
sprochen wurde als in Haushalten ohne Verschuldungssituationen (vgl.
Verein Schuldnerhilfe Essen, 2004, S. 7).
Verschuldete wie überschuldete Personen konnten folgendermaßen
charakterisiert werden:
• Das Geschlechterverhältnis zeigte sich relativ ausgewogen (vgl.
Angele, 2007, S. 950). Differenzen bestanden insofern, als dass
ein Großteil der alleinerziehenden Überschuldeten weiblich war
(Alleinerziehende galten als besondere Risikogruppe. Unter allen
Altersklassen nahmen sie in der Gruppe der 35- bis unter 45-
Jährigen die Dienste der Beratungsstellen am häufigsten in An-
spruch. Weibliche Alleinerziehende machten 14 % der Über-
schuldeten aus, wobei sie nur 3 % der Gesamtbevölkerung stell-
ten11 [vgl. a.a.O., S. 948]) und bei den Einpersonenhaushalten
vor allem Männer vorzufinden waren (vgl. a.a.O., S. 951).
• Mehr als die Hälfte aller Überschuldeten war arbeitslos (vgl.
a.a.O., S. 948). Die Arbeitslosigkeit war auch bei knapp einem
Drittel Auslöser der finanziellen Misere. Nicht einmal 30 % der
Befragten gingen einer geregelten Beschäftigung nach (vgl.
a.a.O., S. 951).
11 Von den 8,4 Millionen Familien mit Kindern unter 18 Jahren sind in Deutsch-
land 1,6 Millionen alleinerziehend (vgl. BMFSFJ, 2010, S. 70), also knapp 20 %.
Zehn Jahre zuvor lag der Anteil der Alleinerziehenden an allen Familien noch
bei 14 Prozent (vgl. ebd. S. 70). 87 % der Alleinerziehenden sind Frauen (vgl.
BMBF, 2003, S. 13).
Verschuldung
22
• Das durchschnittliche Äquivalenzeinkommen jener Haushalte,
die Kreditschulden aufwiesen, lag deutlich über dem durch-
schnittlichen Äquivalenzeinkommen der Gesamtzahl der unter-
suchten Überschuldeten. Nicht einmal 1% aller beteiligten Per-
sonen bezog Einkünfte von mehr als 2600 Euro (vgl. a.a.O., S.
952).
• Neuere Auswertungen geben keinen Aufschluss über den Bil-
dungsstand Betroffener (vgl. Angele, 2007; Bpb, 2007). Aller-
dings offenbarten ältere Studien, die ebenfalls überschuldete
Klientinnen und Klienten von Schuldnerberatungsstätten unter-
suchten, ein markantes Detail: Der Anteil der höherwertigen Ab-
schlüsse (über einen Hauptschulabschluss hinausgehend) lag in
der Gesamtbevölkerung doppelt so hoch wie in der Gruppe der
Überschuldeten (vgl. Zimmermann 2000b, S 40 ff).
• Ein knappes Viertel aller zu beratenden Personen war zwischen
25 und 35 Jahre alt (vgl. Angele, 2007, S. 950). Zwei Drittel von
ihnen gingen keiner Erwerbstätigkeit nach (vgl. a.a.O., S. 951).
• Der Anteil der beratenen Personen, der nicht die deutsche
Staatsangehörigkeit besaßen, war mit 7% relativ gering12 (vgl.
ebd.).
Private Überschuldung markiert eine relativ neue Form sozialer Un-
gleichheit, die häufig mit dem Begriff der Armut13 in Verbindung gebracht
wird (s. dazu u. a. Meilwes, 1996; S. 45f oder BMAS, 2001a, S. 68). Die
12 Gemessen an der gesamten Wohnbevölkerung Deutschlands über 18 Jahre
beläuft sich der Anteil der ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger auf 9 %
(vgl. ebd., S. 951).
13 Armut bezeichnet laut Armuts- und Reichtumsberichte der Bundesregierung
als relative Armut den Anteil der Personen in Haushalten, deren bedarfsge-
wichtetes Nettoäquivalenzeinkommen weniger als 60% des Mittelwerts
(Median) aller Personen beträgt (vgl. BMAS, 2004, S. 25). Neben der mone-
tären Messung von Armut existiert auch die, die das sozio-kulturelle Exi-
stenzminimum betrachtet. Dabei wird davon ausgegangen, dass nicht nur
die physische Existenz einen Bezugspunkt für Armut bildet (vornehmlich
nicht in Gesellschaften mit höherem durchschnittlichen Wohlstandsniveau),
sondern auch der Ausschluss von der Teilhabe am gesellschaftlich üblichen
Leben, eine soziale Ausgrenzung, ein wesentlicher Indikator für Armut ist
(vgl. BMAS, 2004, S. 151).
Verschuldung
23
Größenordnung der Ausbreitung dieses sozialen Problems als Phäno-
men ist in der Form erst in der postmodernen Gesellschaft nach 1945
festzustellen (vgl. Schlabs, 2007, S. 23).
4.2. Jugendverschuldung
In Folge der medialen Beachtung des Themas wurden Konsum und
Verschuldung junger Menschen zum Gegenstand wissenschaftlicher
Forschung. Verschiedene Studien untersuchten Verschuldungs- und
Überschuldungsanteile, Höhen und Häufigkeiten der Verschuldung bei
Jugendlichen, Gläubigerstrukturen und Tilgungszeiträume. Um aber
das Phänomen der privaten Verschuldung erklären zu können, wandten
sich o. g. Untersuchungen auch den persönlichen Einstellungen, den
Kommunikationsmustern und der Verschuldungsbereitschaft bzw. -
neigung der Jugendlichen zu, um dahinterliegende Werthaltungen, Ur-
sachen und Zusammenhänge zu ermitteln.
Demnach führen irrationale Konsummuster Jugendlicher in Verbindung
mit weiteren Faktoren (wie etwa Selbstwertschwäche) zu einem erhöh-
ten Verschuldungssrisiko (vgl. Lange, 2004, S. 165). Als irrationale
Konsummuster konnten der demonstrative14 und kompensatorische15
Konsum identifiziert werden (vgl. Lange, 2004, S. 172). Diesen irratio-
nalen Konsummustern steht der rationale Konsum gegenüber, der auf
bestmögliche Bedürfnisbefriedigung zielt in Hinblick auf Qualität und
Quantität bei möglichst geringem finanziellen Aufwand (vgl. Lange,
2004, S. 114). Dabei ist anzumerken, dass es sich hierbei um theoreti-
sche, ökonomische Modelle handelt, die dergestalt in der Realität nicht
existent sind.
14welcher motiviert wird durch das Ziel, soziale Anerkennung durch den Kon-
sum zu erlangen; diesem Konsumtyp sind Jugendliche zuzuordnen, die sich
vorwiegend an Markenartikeln und an Qualität orientieren, wobei der Preis eine
untergeordnete Rolle spielt. Sie haben den Anspruch, auch technisch auf dem
aktuellen Stand zu sein (Lange 2004, S 126 f]).
15welcher dem Ausgleich einer Frustration in einem Lebensbereich dient; das
Einkaufen wird in Folge als Hobby empfunden; Entzugserscheinungen bei
Nichtkonsum und das innere Gefühl, sich nicht zurückhalten zu können, verwei-
sen bereits auf eine ausgeprägte Form der Kaufsucht (Lange 2004, S 132 f).
Verschuldung
24
In der öffentlichen Diskussion werden das Handy und die damit verbun-
denen Kosten häufig als Schuldenfalle für Jugendliche gesehen, denn
innerhalb nur eines Jahrzehnts ist der Besitz eines Mobiltelefons auch
für 15- bis 18-Jährige zur Normalität geworden. Tatsächlich erhöht sich
die Wahrscheinlichkeit höherer Schulden mit steigenden Handyrech-
nungen (vgl. Gabanyi, Hemedinger & Lehner, 2007a, S. 59). So wiesen
diejenigen unter 20-Jährigen, die Schuldnerberatungsstätten konsultier-
ten, von allen Altersklassen die höchsten durchschnittlichen Schulden
bei Telefongesellschaften auf (1900 Euro) (vgl. Bpb, 2007, S. 15). Bei
dem Mobiltelefon handelt es sich um ein kostenintensives Produkt, denn
zur Anschaffung desselben kommen Gesprächskosten und weitere Ko-
sten durch die verschiedenen Zusatzfunktionen hinzu. Besonders Ju-
gendliche nutzen diese Zusatzfunktionen und werden von der Industrie
entsprechend umworben. Das Produkt Handy aber deshalb generell als
primären Risikofaktor für Jugendverschuldung zu deklarieren, wäre eine
allgemeine und vereinfachte Sichtweise. Studien belegen, dass Jugend-
liche, die im Alltag bedacht mit Geld umgehen und bei Konsumentschei-
dungen eher rational handeln, normalerweise dieses Verhalten auch im
Umgang mit dem Mobiltelefon an den Tag legen und sich daher seltener
aufgrund erhöhter Handyausgaben verschulden (vgl. Gabanyi, Heme-
dinger & Lehner, 2007a, S. 56ff). Je stärker hingegen demonstrative
oder kompensatorische Konsummuster Jugendlicher im Vordergrund
stehen, desto häufiger wird auch das Handymodell gewechselt und de-
sto höher fallen damit verbundene Kosten an (vgl. Gabanyi, Hemedinger
& Lehner, 2007a, S. 56ff). Hier ist demnach nicht das Mobiltelefon als
technisches Gerät ausschlaggebend, sondern eher Konsumformen, die
zum Steigen der monatlichen Rechnungsbeträge und somit zum An-
wachsen der Schuldenhöhe führen.
Insgesamt varrieren die Ergebnisse zur Verschuldungssituation nach
Perspektive, Hintergrund, Forschungsinteresse und -design. Trotz die-
ser Heterogenität konnte bei den maßgeblichen Studien zum Thema im
Verschuldung
25
deutschsprachigen Raum ermittelt werden, dass der Verschuldungsan-
teil16 von Jugendlichen bei etwa 6 % (vgl. Lange & Fries, 2006, S. 67)
bis 7 % (vgl. Gabanyi, Hemedinger & Lehner, 2007b, S. 13) und der
Überschuldungsanteil17 bei etwa 3 % lag (vgl. Gabanyi, Lehner & He-
medinger, 2007b, S. 13; Lange, 2004, S. 156).
Die Summen, mit denen Heranwachsende verschuldet waren, differier-
ten erheblich und lagen zwischen einem und über 50000 ! (vgl. Gaba-
nyi, Lehner & Hemedinger, 2007a, S. 91; Lange, 2004; S. 149; Lange &
Fries, 2006, S. 67f). Insgesamt wiesen Jugendliche geringere Schul-
denhöhen im Vergleich zu anderen Altersgruppen auf (s. oben: Bpb,
2007, S. 15). Jedoch hatten sie höhere sonstige Schulden bei inoffiziel-
len Kreditgebern als Erwachsene (vgl. Reifner & Zimmermann, 2005, S.
156).
Die Verschuldungsbereitschaft oder -neigung von Jugendlichen zeigte
sich nicht sehr ausgeprägt: Mehr als die Hälfte der Befragten war Wil-
lens zu sparen, bis sie sich ihren Konsumwunsch erfüllen konnten (vgl.
Lewald, 1999b, S. 20; Zimmermann, 2004, S. 5). Immerhin knapp ein
Drittel der Jugendlichen nahm eine Verschuldung in Kauf, wenn sich die
Jugendlichen einen Konsumwunsch erfüllen wollten (vgl. Zimmermann,
2004, S. 5).
16 Wie o. g. sind unter 18jährige Jugendliche nur beschränkt geschäftsfähig.
Daher ist der Begriff Verschuldung bei den Minderjährigen im tatsächlichen
Sinne als Außenstände zu verstehen und nicht im rechtlichen Sinne als Haftung
für Schulden (vgl. BGB § 105 bis 110). Lange & Fries (2006) definieren Ver-
schuldung wie folgt: „Wir wollen hier daher pragmatisch dann von einer Ver-
schuldung der Kinder und Jugendlichen sprechen, wenn sie sich Geld geliehen
haben, das sie nicht gleich wieder zurückzahlen können“ (Lange & Fries, 2006,
S. 67). Da weitere Studien inhaltlich mit dieser Begriffsfassung übereinstimmen
(vgl. Gabanyi, Hemedinger & Lehner, 2007b, S. 13), schließen sich weitere
Ausführungen der vorliegenden Arbeit dieser an.
17 Von Überschuldung ist bei Jugendlichen dann die Rede, „wenn die Tilgung
der Schulden einschließlich der Zinszahlung so viel an Einnahmen verbraucht,
dass nicht mehr genügend Geld für das tägliche Leben verbleibt“ (Lange &
Fries, 2006, S. 67).
Verschuldung
26
Hinsichtlich der Gläubigerstrukturen zeigte sich, dass Jugendliche inof-
fizielle Gläubiger wie Eltern und Freunde gegenüber offiziellen Gläubi-
gern wie Warenhäusern, Kreditinstituten usw. bevorzugten (vgl. Lange,
2004, S. 155; Lange & Fries, 2006, S. 71; Reifner & Zimmermann,
2005, S. 156). Bei der Reihenfolge der inoffiziellen Gläubiger lagen in
einer Studie Eltern vor Gleichaltrigen (zumeist Freunde) (vgl. z. B. Lan-
ge, 2004, S. 155), und in einigen anderen Untersuchungen stellte sich
das Verhältnis umgekehrt dar (vgl. z. B. Gabanyi, Lehner & Hemedin-
ger, 2007a, S. 73; Lange & Fries, 2006, S. 71).
Insgesamt nahmen 18- bis 24-Jährige meist kleinere Kredite bis 2000 !
auf (vgl. Schufa Holding AG, 2005, S. 75). Hypothekenkredite spielten
bei ihnen erwartungsgemäß keine nennenswerte Rolle (vgl. Zimmer-
mann, 2005, S. 144). Verliehen Jugendliche Geld und Sachgüter an
andere18, so hatte die Mehrheit bereits negative Erfahrungen gesam-
melt, denn mehr als die Hälfte von ihnen musste einmal bis mehrmals
an die Rückgabe erinnern (vgl. Lewald, 1999b, S. 26).
Die Tilgungzeiträume fielen so unterschiedlich aus wie die Verschul-
dungshöhen (vgl. Lange, 2004, S. 164; Lange & Fries, 2006, S. 73).
Dabei versuchten Jugendliche überwiegend, Schulden so schnell wie
möglich zurückzuzahlen (vgl. Lange & Fries, 2006, S. 72f).
In Folge von Verschuldungssituationen schränkten sich Jugendliche
zunächst ein, d. h. sie reduzierten ihre Ausgaben (vgl. Lange, 2004, S.
162ff; Lange & Fries, 2006, S. 71). Zahlungsverzug wurde bei Jugendli-
chen überwiegend von negativen Gefühlen begleitet, denn 44,6 % von
ihnen gaben an, sich „schlecht“ dabei zu fühlen, während nur 0,2 % den
Umstand der unpünktlichen Rückzahlung als „nicht so schlimm“ emp-
fanden (vgl. Lewald & Dannemann, 1999, S. 26). Generell fühlten sich
18 Dieser Aspekt gehört nicht explizit zum Verschuldungsverhalten, wurde je-
doch erhoben, da es eine Gesamtschau des Verhaltens und der Erfahrungen
Jugendlicher im Umgang mit Geld und Ausborgen etc. zuließ (vgl. Lewald &
Dannemann, 1999a und b).
Verschuldung
27
verschuldete Jugendliche belastet: Stress, Resignation und Minderwer-
tigkeitsgefühle nahmen in Folge einer solchen Situation zu (vgl. Lange,
2004, S. 160ff; Lange & Fries, 2006, S. 71). Je höher die Schulden,
desto belastender empfanden sie die Heranwachsenden (vgl. Zimmer-
mann, 2004, S. 7f). Fast ein Drittel der Jugendlichen berichtete auch
von erheblichen familiären Konfliktsituationen, die sich aus ihrer Ver-
schuldungssituation ergaben (vgl. Lange, 2004, S. 160).
Bei den Kommunikationsmustern im Falle einer Verschuldungssituation
zeigte sich, dass Jugendliche von allen untersuchten Altersgruppen den
geringsten Kommunikationsgrad aufwiesen, d. h. sie vermieden Ge-
spräche über dieses Thema entschiedener als Erwachsene (vgl. Verein
Schuldnerhilfe Essen, 2004, S. 7). Falls sie doch darüber sprachen,
waren ihre Kommunikationspartner erstens die Familie und zweitens
ihre Freunde (vgl. a.a.O., S. 10).
Jugendliche selbst nahmen Verschuldung als selbstverständlichen All-
tagsbestandteil wahr (vgl. Lewald & Dannemann 1999a, S. 10). Exper-
tinnen und Experten bezeichneten Jugendverschuldung ab einem ge-
wissen Ausmaß und unter bestimmten Bedingungen als riskant (vgl.
Lange, 2004, S. 152). Besonders häufig wurden Verschuldungssituatio-
nen dann prekär, wenn sie kombiniert waren mit einer sozial benachtei-
ligten Herkunft (vgl. Gabanyi, Hemedinger & Lehner, 2007b, S. 16;
Korczak, 2005, S. 169; Zimmermann, 2005, S. 152): Hier lag oftmals bei
einer mehr oder weniger hohen Schuldsumme der Grund für eine nicht
mehr zu bewältigende soziale Destabilisierung.
Verschuldete und überschuldete Jugendliche konnten folgendermaßen
charakterisiert werden:
• Anders als in der Gesamtbevölkerung wurden Geschlechtsdiffe-
renzen bei der Jugendverschuldung nur marginal untersucht,
doch wenn, existierten im Gegensatz zur Gesamtbevölkerung
auffällige Unterschiede zwischen weiblichen und männlichen Ju-
Verschuldung
28
gendlichen (vgl. Lange, 2004, S. 151ff; Zimmermann, 2005, S.
149). Lange (2004) brachte es auf den Punkt: „Verschuldung und
Überschuldung sind deutlich geschlechtsabhängig“ (Lange,
2004, S. 150).
• Ebenso wie bei Überschuldeten in der Gesamtbevölkerung wie-
sen überschuldete Jugendliche einen unterdurchschnittlichen
(Aus-) Bildungsstand auf (vgl. Reifner & Zimmermann, 2005, S.
154).
• Alter: Bei den über 18-Jährigen unterschied sich das Verschul-
dungsmuster systematisch von den Jüngeren, da bei ihnen die
Verschuldung aufgrund rechtlicher19 und sozialer Selbstständig-
keit sprunghaft anstieg (Lange & Fries, 2006, S. 10).
19 Mit dem Erreichen der Volljährigkeit ist ein junger Mensch dem Allgemeinen
Bürgerlichen Gesetzbuch (ABGB) nach voll handlungs- und geschäftsfähig (vgl.
VZ NRW, 2010). Wer das 18. Lebensjahr vollendet hat und damit volljährig ist,
handelt rechtlich gänzlich eigenverantwortlich. Ab diesem Zeitpunkt endet die
elterliche Obsorge. Minderjährige sind grundsätzlich nicht geschäftsfähig. Es
werden jedoch Ausnahmen für Rechtsgeschäfte gemacht. So gelten Jugendli-
che ab dem vollendeten 14. Lebensjahr bis zum 18. Geburtstag als mündige
Minderjährige (vgl. VZ NRW, 2010). Sie sind beschränkt geschäftsfähig. Damit
benötigen sie für alle Rechtsgeschäfte, die ihnen nicht nur rechtliche Vorteile
bieten, die vorherige Einwilligung ihrer gesetzlichen Vertreter (§107 BGB) oder
die – dann aber fristgebundene – nachträgliche Genehmigung (§ 108 BGB).
Der Paragraph 110 des Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuches, der soge-
nannte „Taschengeldparagraph“ stellt sicher, dass Kinder und Jugendliche bis
zum 18. Geburtstag ihr Taschengeld zur freien Verfügung haben und so z. B.
ohne die Zustimmung ihrer Eltern Schenkungen annehmen dürfen, selbständig
über alle Sachen verfügen, die ihnen zur freien Verfügung überlassen worden
sind, sich selbständig zu Leistungen verpflichten, soweit dadurch nicht die Be-
friedigung ihrer Lebensbedürfnisse gefährdet wird, selbständig Dienstverträge
abschließen und kündigen können und selbständig über das Einkommen aus
eigenem Erwerb so weit verfügen dürfen, als dadurch keine Gefährdung der
Lebensbedürfnisse eintritt (vgl. VZ NRW, 2010). Bis zur Erteilung der Zustim-
mung eines Elternteils, beider Eltern oder die Genehmigung durch das Pfleg-
schaftsgericht sind solche Rechtsgeschäfte „schwebend unwirksam“ und erlan-
gen erst mit der nachträglichen Zustimmung volle Gültigkeit (vgl. VZ NRW,
2010). Wird diese Zustimmung verweigert, ist das Rechtsgeschäft von Anfang
an ungültig. Damit stehen unter 18-jährige Jugendliche unter besonderem
rechtlichen Schutz: Kreditverträge können von ihnen nicht alleine wirksam ab-
geschlossen werden, da ein Kreditvertrag Rückzahlungspflichten und Zinsla-
sten nach sich zieht. Ob es um die Überziehung des Girokontos oder einen
Kredit für z. B. ein Fahrzeug (finanzierter Kauf) geht: Jeder Darlehensantrag
eines mündigen Minderjährigen muss zusätzlich zur Zustimmung der Eltern
vom Vormundschaftsgericht genehmigt werden, da andernfalls der Vertrag nicht
wirksam wird (vgl. VZ NRW, 2010).
Verschuldung
29
Anstatt Trennung, Scheidung, Tod etc. (wie bei anderen Altersstufen)
zeigten sich ein Auszug aus dem Elternhaus, die erste Haushaltsgrün-
dung und die Anschaffung von Fahrzeugen als ein nachgewiesener Ri-
sikofaktor bei Jugendlichen. Jugendliche, die z. B. in einem eigenen
Haushalt mit einer Partnerin, einem Partner zusammenlebten, wiesen
ein überproportionales Überschuldungsrisiko auf (vgl. Reifner & Zim-
mermann, 2005, S. 156; Zimmermann, 2005, S. 146; zum Risikofaktor
Auto, erste Wohnungseinrichtung s. u. a. Korczak & Pfefferkorn, 1990:
Pilz-Kusch, 1993, Stellfen, 2001; Wolsing, 1990). Ebenso konnte Lange
(2004) nachweisen, dass die Geburt eines Kindes bei Jugendlichen di-
rekt in eine Überschuldungssituation mündete (vgl. Lange, 2004, S.
158).
Weitere Risikofaktoren für eine Verschuldungs- und Überschuldungssi-
tuation stellten Bildungsdefizite im Bereich persönlicher finanzieller An-
gelegenheiten, ein wenig vorbildhaftes Verhalten der Eltern und man-
gelnde Konsumerziehung für jene dar, die über wenig finanzielle Res-
sourcen verfügten (vgl. Gabanyi, Hemedinger & Lehner, 2007a, S. 42,
S. 99). Bildungsdefizite und Unwissenheit gegenüber Kredit- und Kon-
sumangeboten wurden in allen genannten Studien zur Jugendverschul-
dung in besonderer Weise hervorgehoben (vgl. Gabanyi, Hemedinger &
Lehner, 2007a, S. 42, S. 99; Lange, 2004, S. 172; Lewald & Danne-
mann, 1999a, S. 13f; Zimmermann, 2004, S. 9):
„Einen Problempunkt im Konsumbereich, der in
der Präventionsarbeit an Schulen spürbar wird,
stellt die Unwissenheit der Schüler /-innen in fi-
nanziellen Angelegenheiten dar“ (Gabanyi, He-
medinger & Lehner, 2007, S. 99).
Konkret wurde angeführt, dass in vielen Fällen lebenspraktische finanzi-
elle Fähigkeiten bei Jugendlichen nicht ausreichend vorhanden seien.
Sie zeigten sich unwissend in finanztechnischen Zusammenhängen und
Verschuldung
30
Abläufen; z. B. Folgekosten einer ersten Haushaltsgründung oder die
Anschaffung eines Fahrzeugs waren für sie nicht abschätzbar (vgl. Ga-
banyi, Hemedinger & Lehner, 2007a, S. 99).
Bislang fehlen Studien, die das Finanzwissen von Jugendlichen wissen-
schaftlich untersuchten; vereinzelte Befunde zum Wissen von Kindern
und Jugendlichen in diesem Bereich stammen ausschließlich aus der
Wirtschaft. So gelangte die Commerzbank-Studie (2003) zu dem
Schluss, dass die bis 29-Jährigen über ein mangelhaftes Zahlungswis-
sen verfügten (vgl. Reifner, 2006, S. 319ff). Einzelheiten zu dieser Al-
tersgruppe wurden nicht benannt. Der Bundesverband Deutscher Ban-
ken (BdB) untersuchte primär die Haltung Jugendlicher der Wirtschaft
und den Banken gegenüber, und konstatierte dabei, dass sich jeder
zweite befragte Jugendliche (von 14 bis 24 Jahren) „kaum“ oder „gar
nicht“ in Geld- und Finanzfragen auskenne (vgl. BdB, 2009, S. 14).
V. Frauen und Geld
5.1. Soziale Dimensionen von Geld
Die sozialen Dimensionen von Geld werden in der aktuellen wissen-
schaftlichen Diskussion kaum berücksichtigt. Vielmehr stehen bei der
Betrachtung von Geld und z. B. Gesellschaft wirtschaftswissenschaftli-
che Aspekte im Vordergrund. Dabei ist Geld weit mehr als ein Zahlungs-
Tausch- und Wertaufbewahrungsmittel. Besonders im Bereich privater
zwischenmenschlicher Beziehungen wird der Symbolcharakter des Gel-
des evident, denn in jeder Familie spielt Geld bei der Gestaltung von
Beziehungen eine Rolle. Wie schon oben skizziert (vgl. Kapitel 3.2.),
kann Geld bzw. Konsum für die Identität und das Selbstwertgefühl eines
Menschen bestimmend sein. Nach Kaufmann (1977) beginnt der be-
wusste Umgang mit Geld im Alter zwischen fünf und neun Jahren. Die
Entwicklung gefühlsmäßiger Reaktionen gegenüber dem Symbolgehalt
des Geldes erweist sich als prägend für den späteren Umgang mit Geld
(vgl. Kaufmann, 1977). Kinder und Jugendliche erleben in ihren Familien
Frauen und Geld
31
Streit um Geld und seine Verwendung (vgl. Piorkowsky & Warnecke,
1994, S. 165 zit. nach Schlegel-Matthies, 2001b, S. 42). Sie erfahren,
dass Geld neben der Funktion als Zahlungsmittel auch psychische und
soziale Funktionen besitzt (vgl. Hoffmann, 1998, S. 20 zit. nach ebd.)
und z. B. als Machtmittel eingesetzt oder missbraucht werden kann (vgl.
ebd.). Neben einem emotional ausgeglichenen Gebrauch von Geld kann
ebenso ein problematisches Verhalten entstehen. Demzufolge erfahren
Kinder und Jugendliche über Geldgeschenke oder monetäre Sanktionen
einen Zusammenhang zwischen Geld und Liebe, der sich im Erwachse-
nenalter z. B. in zwanghaftem Ausgeben oder Nicht-Ausgeben wider-
spiegeln kann (vgl. Kaufmann, 1977). Irrationale Konsummuster resul-
tieren daraus (vgl. Lange, 2004).
Im Gegensatz zur psychoanalytischen Sichtweise, die unter anderem
aufgrund fehlender Operationalisierung als unzureichend für die Erklä-
rung ökonomischer Phänomene betrachtet wird (vgl. Brand, 1999, S.
76), versteht die Lerntheorie Geld als einen generalisierten Verstärker
(operante Konditionierung). Mit Geld können sogenannte Primärbedürf-
nisse wie Essen und Trinken oder das Bedürfnis nach Sicherheit befrie-
digt werden ebenso sekundäre Bedürfnisse, z. B. Macht oder Statuser-
langung (vgl. a.a.O., S. 75ff).
Der Begriff Schulden verdeutlicht einen Aspekt des Symbolcharakters
von Geld, denn das Wort Schulden kommt von dem moralisch negativ
besetzten Wort Schuld. Anders als beispielsweise im Englischen, wo
sehr genau zwischen der monetären Schuld (debt) und der moralischen
bzw. strafrechtlichen Schuld (guilt) differenziert wird, ist diese Unter-
scheidung in der deutschen Sprache keineswegs der Fall. Schulden zu
haben ist – oder vielleicht war – negativ konnotiert.
5.2. Frauen im Umgang mit Geld
In den 1990er Jahre wurde das Themenspektrum Frauen und Geld po-
pulär. Eine Vielzahl von Ratgebern und Wegweisern erschien, doch wis-
Frauen und Geld
32
senschaftliche Untersuchungen zum Thema blieben rar. Daran hat sich
bis heute kaum etwas geändert: Erkenntnisse der Geschlechterfor-
schung gehen fast ausschließlich auf die 1990er Jahre zurück. Sozial-
wissenschaftliche Beiträge sind nur sehr vereinzelt zu finden (vgl.
Schlabs, 2007, S. 34; Schmedt, 2000; Wimbauer, 2003; Wimbauer et. al
2002; Wrede, 2006, S. 4ff), obgleich aktuelle Befunde einen Fortbestand
spezifischer Aspekte von Frauen im Umgang mit Geld belegen (vgl.
Swedberg, 2009, S. 277f ; Wrede, 2006, S. 4ff verweist hier auf DAB,
2002, S.3f; DIA, 2001, S. 4; FORSA 2001). Da die aktuellen Befunde
aus der Marktforschung (FORSA 2001, DAB, 2001, DIA, 2001 zit. Nach
Wrede, 2006, S. 4ff) oder aus der Wirtschaftssoziologie (vgl. Swedberg,
2009, S. 277f) stammen und so gering im Umfang sind, dass sie nur als
vereinzelte Hinweise gelten können, werden im Folgenden eingehender
und überwiegend die Befunde der sozialwissenschaftlichen bzw. Ge-
schlechterforschung aus den 1990er Jahren betrachtet. Die neuesten
Befunde dazu erfahren eine ergänzende Behandlung.
Jene Studien offenbarten, dass Frauen einen spezifischen Umgang mit
Geld zeigten: Zwar waren Frauen häufig verantwortlich für die Verwal-
tung des familialen Haushaltsbudgets, überließen Entscheidungen von
größerer Tragweite, etwa über Geldanlagen, -investitionen oder der Al-
tersvorsorge, jedoch ihrem Partner (vgl. Wrede, 1998, S. 12). Damit be-
schränkte sich die innerfamiliare Verfügungsgewalt des weiblichen Ge-
schlechts über Geld zumeist auf die sparsame und rationelle Bewirt-
schaftung des Budgets für alltägliche Haushaltsaufgaben (vgl. a.a.O., S.
13). Wrede (1998), die den Umgang von Frauen mit Geld eingehend
untersuchte, charakterisierte diesen als „risikoscheu“ (Wrede, 1998, S.
14). Königswieser (1990) sprach gar von der „Angst“ von Frauen, sich
mit Geld zu beschäftigen (Königswieser, 1990, S. 154), denn Frauen
wiesen u. a. Zugangsbarrieren und eine große Distanz zum Geldmarkt
auf (vgl. Wrede, 1998, S. 9), tendierten zu konservativen Anlageformen,
da sie am ehesten kalkulierbar erschienen (vgl. Wrede, 1998, S. 13),
und investierten nur wenig Zeit und Anstrengungen in Geldgeschäfte
Frauen und Geld
33
(vgl. Wrede, 1998, S. 15). Haubl (1998) brachte Entstehungsgründe und
die damit einhergehenden Folgen auf den Punkt: „Dabei sind sie [Frau-
en] historisch so lange als Vertragspartnerinnen diskreditiert gewesen,
daß ihre Handhabung von Geld auch heute noch sehr ambivalent ist und
sogar phobische Züge trägt [...]“ (Haubl, 1998, S. 22).
Selbst jene, die professionell mit Geldanlagen beschäftigt waren, be-
fassten sich in ihrem Privatleben nur ungern mit Geld (vgl. Wrede, 1998,
S. 17).
Der Verschuldung gegenüber zeigten Frauen eine ausgeprägte Skepsis.
Eine breite Ablehnungsfront wiesen sie insbesondere gegenüber Schul-
den im Rahmen von Kreditgeschäften auf (vgl. a.a.O., S. 14). Schlegel-
Matthies (2006) kam in Auseinandersetzung mit dem Thema zu dem
Schluss, dass es den Anschein habe, als gehöre „Verschuldet-sein“
nicht zu den Vorstellungen über Weiblichkeit und sei damit, auch auf
Seiten der Frauen, weniger akzeptiert (vgl. Schlegel-Matthies, 2006, S.
28).
Weiterhin zeigte sich die Distanz des weiblichen Geschlechts zu Geld
auch darin, dass Frauen Probleme zu haben schienen, dieses für sich
selbst zu fordern: Sie zeigten großes Geschick z. B. bei finanziellen
Verhandlungen oder wenn es um das Wohl anderer (z. B. der Firma
oder Familie) ging; doch sobald sie für ihre persönlichen (finanziellen)
Interessen einstehen sollten, blieben sie eher bescheiden (vgl. Duprée,
1998, S. 56; Keuler, 1996, S. 104f).
Die Gründe bzw. Ursachen für diese frauentypischen Verhaltensweisen
klangen an einigen Punkten bereits an. Eine weitere Erklärung wurde
darin gesehen, dass Frauen von jeher weitestgehend vom „großen
Geld“ ausgeschlossen waren (vgl. Schiestel, 1993, S. 14 nach Wrede,
1998, S. 10):
Frauen und Geld
34
„Obgleich „oikos“ etymologisch auf Ökonomie
verweist, hat man(n) Frauen doch nur die Haus-
wirtschaft bedingungslos überlassen. Den Zu-
gang zu allen Bereichen des Erwerbs- und Ge-
schäftslebens, in denen monetäre Verhältnisse
vorherrschen, müssen sie jedoch gegen massive
Widerstände durchsetzen“ (Haubl, 1998, S. 22).
Die Distanz zum großen Geld erscheint daher naheliegend, doch auch,
wenn es um das kleine Geld und z. B. das Anlegen kleinerer Beträge
ging, blockten Frauen häufig ab mit dem Hinweis auf zu geringe finanzi-
elle Mittel und ein Einkommen, das gerade für den alltäglichen Konsum
ausreiche (vgl. Wrede, 2006, S. 4). Auf diese Art und Weise gingen sie
einer Auseinandersetzung mit Geldangelegenheiten weiterhin aus dem
Weg.
Weibliches Streben nach Geld blieb über Jahrhunderte stets mit negati-
ven Wahrnehmungen verknüpft. Finanzieller Erfolg galt als unweiblich:
Wenn sich Frauen Geld planmäßig und zielstrebig aneigneten, es aktiv
(be-)nutzten, drohte der Verlust an weiblicher Identität und von Bezie-
hungen (vgl. Kuhlmann, 1995, S. 393f). Während Männlichkeit stark an
Verdienst, Einkommen und Besitz gemessen wurde, zeigten sich Frau-
en, die mehr als ihr Partner verdienten, mit Schwierigkeiten in ihrem
sozialen Umfeldes konfrontiert (vgl. Wrede, 1998, S. 21). Die Identität
und das Selbstbewusstsein von Männern schienen unauflösbar verbun-
den mit (dem Besitz oder Nicht-Besitz) von Geld, während für Frauen
Geld etwas Abstraktes, Unpersönliches darstellte (vgl. Königswieser et.
al., 1990, S. 10). So sahen Männer Geld eher als Tauschwert und Frau-
en selbiges eher als Gebrauchswert an (vgl. Wrede, 1998, S. 17).
Neuere Untersuchungen zum Thema aus sozialwissenschaftlicher Per-
spektive sind, wie o. bereits skizziert, kaum existent. Anzumerken bleibt,
dass Frauen derzeit nach wie vor über weniger Geld verfügen als Män-
Frauen und Geld
35
ner: Sie sind einer Einkommensdiskriminierung ausgesetzt, die sich in
Deutschland als besonders ausgeprägt erweist (im Vergleich zu anderen
EU-Staaten)20 (vgl. KEG, 2007; Destatis, 2006; Plantenga & Remery,
2006).
Der Reproduktionsbereich entzieht sich jeglichen monetären Maßstä-
ben. Für die konkrete Operationalisierung des Haushaltsproduktionsbe-
griffs wird das sogenannte Dritt-Personen-Kriterium herangezogen.
Demnach wird als Hausarbeit oder Haushaltsleistung alles das gewertet,
was auch über den Markt bzw. von einer dritten Person gegen Bezah-
lung übernommen werden könnte (vgl. Kettschau, 1998, S. 32). Versu-
che, z. B. Kindererziehung, Hausarbeit oder die Pflege von alten Men-
schen finanziell zu erfassen, konnten bislang lediglich einen ungefähren
Wert ermitteln. Dabei wird für die europäischen Staaten angenommen,
dass dieser höher ausfällt als das Bruttosozialprodukt, das bedeutet:
Mehr als die Hälfte der gesamtgesellschaftlich geleisteten Arbeit wird
unentgeltlich überwiegend von Frauen in der Familie verrichtet (vgl.
Wrede, 2006, S. 4). Infolgedessen und ebenfalls durch geringere Ent-
lohnung im Erwerbsbereich sind Frauen besonders von Armut betroffen.
Aktuelle Fakten belegen dies: Alleinerziehende Mütter unterliegen über-
proportional häufig einem Armutsrisiko (vgl. Schlabs, 2007, S. 34).
Ebenso zu den Risikogruppen bezüglich Armut zählen kinderreiche Fa-
milien sowie Kinder und Jugendliche, Menschen in Arbeitslosigkeit, mit
Migrationshintergrund, einer Behinderung oder mit Niedrigeinkommen.
In all diesen Risikogruppen sind Frauen ebenfalls überproportional ver-
treten (vgl. ebd.). Damit kann Ruth Köppens (1985) Publikationstitel „Die
Armut ist weiblich“ aus dem Jahr 1985 (vgl. Köppen, 1985) weiterhin als
zutreffend bezeichnet werden.
20 Bei gleicher Qualifikation und Tätigkeit verdienen Frauen nach wie vor weniger
als Männer: Je nach Quelle liegt die Differenz dabei im Schnitt zwischen 22 % bis
29 % Differenz (vgl. KEG, 2007; Destatis, 2006; Plantenga & Remery, 2006, S.
35ff). Damit gehört Deutschland zu den EU-Staaten mit der höchsten Ungleich-
heit bei der Bezahlung von Männern und Frauen, denn nur in Estland, Zypern
und der Slowakei sind die Unterschiede größer oder ebenso groß (vgl. KEG,
2007; Plantenga & Remery, 2006).
Frauen und Geld
36
5.3. Frauentypische Verschuldung
Während Frauen gegenüber einer Verschuldung für ihre eigenen finan-
ziellen Belange äußerst ablehnend auftreten (s. o.), bildet die Verschul-
dung für andere ein frauentypisches Phänomen (vgl. Schlabs, 2007, S.
37, Schmedt, 2000). Treusch-Dieter (2000) nennt dies gar ein frauenty-
pisches Massenphänomen, denn das Ausmaß an betroffenen Frauen
kann als immens bezeichnet werden (Treusch-Dieter, 2000, S. 146).
Leider existieren zu dieser Problematik keinerlei qualitative oder quanti-
tative Untersuchungen, so dass ausschließlich auf Erfahrungsberichte
zurückgegriffen werden muss. Diese bestätigen eine offensichtliche Nei-
gung von Frauen, ihren Partnern oder Angehörigen Statussymbole, be-
rufliche oder private Lebensentwürfe oder sonstige Wünsche zu finan-
zieren.21 Dabei übernehmen Frauen in vielen Fällen Bürgschaften für
ihren Partner und sichern auf diese Weise etwa dessen beruflichen
Werdegang (z. B. bei dem Versuch einer Geschäftsgründung) finanziell
ab. Expertinnen und Experten berichten vielfach, dass Frauen zu derlei
Bürgschaftsübernahmen geradezu gedrängt werden, z. B. durch Fragen
(im Falle von Skepsis) der Kreditinstitute bezüglich der Solidarität und
des gegenseitigen Vertrauens innerhalb ihrer Partnerschaft (vgl.
Treusch-Dieter, 2000, S. 146f). Aber auch von Seiten des Mannes wird
oftmals Druck ausgeübt, dem sich viele Frauen nicht entziehen können
(vgl. Schmedt, 2000, S. 43). Selbstverständlich haben Bürgschaftsüber-
nahmen auch im Falle einer Trennung weiterhin rechtlichen Bestand.
Die Erfahrungen zeigen, dass Betroffene in solchen Fällen häufig ohne
Unterhalt zurückgelassen werden und sich als Alleinerziehende wieder-
finden (vgl. Bergmann, 2000, S. 54). Dabei übernehmen Frauen häufig
arglos Bürgschaften für ihren Partner (vgl. Schmedt, 2000, S. 16), auch
dadurch motiviert, ihre Beziehung nicht zu gefährden (vgl. Schmedt,
2000, S. 41). Sie werden auf diesem Weg zu dienstbaren Geistern, si-
chern den beruflichen Erfolg ihres Mannes ab und mindern gleichzeitig
21 Siehe dazu u. a. die „Initiative Bürgschaftsgeschädigter Frauen“ und Publika-
tionen dazu von Annette Schmedt, z. B. 2000 oder Schruth, 2003, S. 232f.
Frauen und Geld
37
dessen Risiko, das sich aus den gewinnträchtigen Geschäften der Kre-
ditinstitute ergibt, oftmals ohne das Ausmaß der Folgen abschätzen zu
können (vgl. Bergmann, 2000, S. 74). Die Erfahrungsberichte sprechen
eine eindeutige Sprache:
„Denn für ihre Solidaritätsleistung werden Frauen
weder gelobt noch geliebt, sondern von Banken,
Männern und Gerichten für solche Dummheit
verhöhnt, verspottet und verlassen“ (vgl.
Schmedt, 2000, S. 44).
Die Folgen für betroffene Frauen sind physische wie psychische Erkran-
kungen ausgelöst durch Belastung und Überforderung (vgl. ebd.).
5.4. Zum Umgang mit Geld in Paarbeziehungen
Wimbauer (2003) stellte fest, dass Geld aufgrund seiner symbolischen
Eigenschaften als soziales Beziehungsmittel in Paarbeziehungen wirkt
und innerhalb dieser ein Macht- und Ungleichheitsgefälle erzeugt (vgl.
Wimbauer, 2003, S. 253f). Dabei stehen Geld und Liebe scheinbar in
einem unversöhnlichen Gegensatz zueinander: Entsprechend dem ro-
mantischen Liebesideal gilt die Liebesbeziehung mit ihrem Anspruch auf
Dauer und Wahrheit bis heute als Gegenpol zu den sozialen Beziehun-
gen zwischen Akteuren in der modernen Geldwirtschaft, wo Individuen
in ihrem geldvermittelten Austausch gerade nicht in ihrer Individualität in
Erscheinung treten können bzw. müssen (vgl. Wimbauer et. al., 2002, S.
263). Diese Gegensätzlichkeit von Liebe und Geld als entweder – oder,
die von der bürgerlichen Moderne bis in die heutige Alltagsbedeutung
hineinreicht, ging einher mit der Durchsetzung des bürgerlichen Ehe-
konzepts, welches mit seinem Rollenmodell des männlichen Hauptver-
dieners und der weiblichen Hausfrauentätigkeit eine ganz eigene macht-
volle Ordnung von Geld und Liebe im Privaten etablierte (vgl. Wimbauer
et. al., 2002, S. 263), wobei ein rein quantitatives Mehr an Geld nicht
automatisch auf ein Mehr an Macht in Beziehungen schließen lässt (vgl.
Frauen und Geld
38
Wimbauer, 2002, S. 283). Vielmehr handelt es sich um einen vielschich-
tigen wechselseitigen Komplex von Beziehungen und charakteristischen
Zuschreibungen (vgl. Wimbauer, 2002, S. 283). Dabei stehen sich in
einer traditionellen Paarbeziehung Einkommen (des Mannes) und Un-
terhalt (der Frau) diamentral gegenüber, denn während das Einkommen
als Resultat gesellschaftlich anerkannter Aktivität kommuniziert wird,
erscheint Unterhalt als unverdientes Geld (vgl. Wrede, 2006, S. 8).
Vogler und Pahl (1993, 1994 zit. nach Wimbauer, 2003, S. 123) unter-
suchten die Geldverwaltung in Paarbeziehungen. Dabei stellte sich her-
aus, dass die Wahl der Geldarrangements mit der Bildung des Eheman-
nes (die Bildung der Frau zeigte hier keinen Einfluss) und Höhe und
Zusammensetzung des Geldeinkommens zusammenhing: Je höher die
Bildung des Mannes, desto häufiger fand sich in der Paarbeziehung eine
gemeinsame Verwaltung; bei geringer Bildung überwog das weiblich
dominierte Gesamtverwaltungssystem (hier wurde das gesamte Ein-
kommen von einer Person, in der Regel der Frau, verwaltet, und diese
erhielt eine bestimmte Summe zur individuellen Verfügung. Was zu-
nächst als größere Verfügungsgewalt der Frauen über Geld erscheint,
stellt sich gerade in ökonomisch schlecht gestellten Haushalten als die
Anlastung der Frauen durch die Übertragung einer Mängelverwaltung
heraus [vgl. Vogler & Pahl, 1993, 1994 zit. nach Wimbauer, 2003, S.
123]). Bei höherem Einkommen überwog das System der vom Mann
dominierten Gesamtverwaltung bzw. gemeinsamen Verwaltung, wäh-
rend bei niedrigerem Einkommen überproportional häufig die entspre-
chenden weiblich dominierten Systeme zu finden waren (vgl. Vogler &
Pahl, 1993, 1994 zit. nach Wimbauer, 2003, S. 122). Bei den jüngeren
Altersstufen (unter 40 Jahren) ließen sich eher gleichberechtigte Geldar-
rangements finden (vgl. Pahl & Vogler, 1993, 1994, zit. nach Wimbauer,
2003, S. 121ff).
Heute stellt sich die Frage, inwieweit ein Wandel herbeigeführt wurde (u.
a. auch durch die zunehmende Erwerbstätigkeit von Frauen) und tradi-
tionelle Arrangements, bei denen der Hauptverdiener seiner Partnerin
Frauen und Geld
39
das Haushaltsgeld und gegebenenfalls eine kleine Summe für persönli-
che Bedürfnisse zuteilt, abgelöst und ersetzt wurden durch gemeinsa-
me, teilweise oder gänzlich individuelle Geldverwaltung (vgl. Wimbauer
et. al., 2002, S. 269).
Wimbauer (2002) wies Tendenzen einer frauentypischen Einstellung zu
Geld nach, indem sie konstatierte, dass von Frauen verdientes, sozusa-
gen „fraueneigenes“ Geld, von ihnen selbst nicht als individuelles Geld
betrachtet, sondern vielmehr als ein auf eine Beziehung gerichtetes Gut
angesehen wurde, dass infolgedessen auch dem Partner in gleichem
Maße zur Verfügung stand (vgl. Wimbauer, 2002, S. 282). Demzufolge
seien es wahrscheinlich vielmehr Männer, die eher Konzepte des „eige-
nen“ Geldes entwickelten (vgl. Wimbauer, 2002, S. 282).
5.5. Die Unwissenheit von Frauen in finanziellen Angelegenheiten
Die Hinweise, dass Frauen weniger wissen in finanziellen Angelegenhei-
ten als Männer, sind vielfältig. Die einzige Studie, die dazu empirische
Daten erhob, stammte aus der Marktforschung (vgl. Commerzbank,
2003)22. Die Untersuchung prüfte das finanzwirtschaftliche Grundwissen
der deutschen Bevölkerung und stellte dabei fest, dass Frauen weniger
über Kredite, Zahlungsverkehr, private Vorsorge und Geldanlagen wuss-
ten als Männer (vgl. Commerzbank, 2003, S. 22). Weniger als die Hälfte
der Frauen konnte 50 % der Fragen korrekt beantworten; bei den Män-
nern lag der Anteil bei 68 % (vgl. a.a.O., S. 51). Bei dem Thema Geldan-
lage schnitten die Frauen am schlechtesten ab (vgl. a.a.O., S. 26), was
nicht nur im Hinblick auf die höhere Lebenserwartung von Frauen be-
22 Im August 2003 veröffentliche die Commerzbank die Studie Finanzielle All-
gemeinbildung in Deutschland. Der Fragebogen wurde von der Universität Ol-
denburg konzipiert (vgl. Commerzbank, 2003, S. 3). Die Stichprobe war reprä-
sentativ für 18- bis 65-Jährige. Ziel war es, das finanzwirtschaftliche Grundwis-
sen der deutschen Bevölkerung zu ermitteln (vgl. Commerzbank, 2003, S. 2).
Dazu wurden Punkte über Orientierungswissen, Einkommen und Zahlungsver-
kehr, Kredite, private Vorsorge und Geldanlage erhoben (vgl. Commerzbank,
2003, S. 2). In der Detailauswertung Frauen zur Studie Finanzielle Allgemein-
bildung in Deutschland wurden die Ergebnisse der Teilnehmerinnen denen der
Teilnehmer gegenübergestellt (vgl. Commerzbank, 2003).
Frauen und Geld
40
merkenswert erscheint. Weniger Defizite zeigten sie in den Bereichen
Einkommen und Zahlungsverkehr sowie Kredite (vgl. a.a.O., S. 22, 29).
Studien aus der Geschlechterforschung bemerkten in den 1990er Jah-
ren, dass Frauen erst dann bereit waren, risikofreudiger in finanziellen
Angelegenheiten zu agieren, wenn sie sich gut informiert fühlten (vgl.
Wrede, 1998, S. 28). Nichtwissen förderte Passivität (vgl. Wrede, 1998,
S. 28). Dieser Aspekt in Kombination mit den Daten des Jahres 2003
würde bedeuten, dass o. g. geschlechtstypische Aspekte von Frauen im
Umgang mit Geld nach wie vor Aktualität besitzen könnten.
Haubl (1998) fasste es wie folgt zusammen:
„Im Vergleich mit Männern haben Frauen nach
wie vor aufgrund ihrer geschlechtsspezifischen
Sozialisationsbedingungen weit mehr Schwierig-
keiten, eine monetäre Kompetenz auszubilden,
die sich auf der Höhe einer durchgehend monet-
arisierten Gesellschaft befindet“ (Haubl, 1998, S.
22).
Wrede (2006) lieferte ebenfalls Hinweise für den Fortbestand o. g. ge-
schlechtsstereotyper Verhaltensweisen im Umgang mit Geld: Dabei
führte sie Befunde23 an, nach denen sich zwei Fünftel der befragten
Frauen auf eine finanzielle Absicherung durch den Partner verlassen,
ein Drittel kein Interesse zeigt, sich mit Finanzen auseinanderzusetzen,
drei Fünftel sich von der Angebotsvielfalt des Geldmarktes überfordert
fühlen und drei Viertel der Meinung sind, dass die Altersvorsorge Sache
es Staates sei (vgl. DIA, 2001, S. 4f zit. nach Wrede, 2006, S. 6). Resü-
mierend folgerte sie: „So verwundert es kaum, dass Frauen in Finanz-
fragen deutliche Wissenslücken haben“ (Wrede, 2006, S. 6).
23 Dabei griff sie vornehmlich auf Ergebnisse zurück, die von Banken und
Marktforschungsinstituten der Wirtschaft stammten (z. B. der Direkt Anlage
Bank (DAB) FORSA etc.), da keinerlei neuere Befunde aus wissenschaftlicher
bzw. verbraucherbildender Forschung existierten (vgl. dazu Wrede, 2006, S. 9).
Frauen und Geld
41
5.6. Geschlechterspezifische Stereotype und Rollenvorstellungen
Die Differenzierung nach Geschlecht erfolgt auf Grundlage der Annah-
me, Tätigkeitsfelder und Begabungsbereiche seien spezifisch männlich
oder weiblich konstituiert. Dabei lassen sich diese auf die Oppositions-
paare Produktion / Reproduktion und Öffentlichkeit / Privatheit minimali-
sieren. Entlang einer idealtypischen Betrachtung werden Frauen dem
Privaten und Männer stärker dem Öffentlichen zugeordnet. In ihren ma-
nifesten Bestimmungen legen Geschlechtskonstruktionen fest, über wel-
che Potenziale Frauen und Männer vermeintlich verfügen.
Werden Menschen einer sozialen Kategorie, also dem Männlichen oder
Weiblichen, zugeordnet, führt dies dazu, dass bestimmte Erwartungen
aktiviert werden, die als Stereotype24 im Sinne von Wahrscheinlichkeits-
annahmen wirken und als Rollenerwartungen normativen Charakter tra-
gen können (vgl. Alfermann, 1996, S. 7). Nach Eagly (1987) entspre-
chen diese Stereotype expressiven Geschlechterrollen25, die wiederum
zentrale Ursache für Geschlechterunterschiede im sozialen Handeln
darstellen (vgl. Eagly, 1987, S. 13).
So gelten Mädchen traditionell z. B. als emotional, gefühlvoll, hilfsbereit,
einfühlsam, angepasst, verständnisvoll, rücksichtsvoll, nachdenklich,
passiv, tröstend, bescheiden etc. (vgl. Alfermann, 1996, S. 16ff; Becker-
Schmidt, 2007, S. 64f; Hausen, 1976, S. 364-368; Popp, 2002, S. 44),
während Jungen Eigenschaften zugeschrieben werden wie abenteuerlu-
24 Der Begriff Geschlechterstereotype kann gefasst werden als verbreitete An-
nahmen über relevante Eigenschaften einer Personengruppe (vgl. Alfermann,
1996, S. 7). Geschlechterstereotype sind demnach „die strukturierten Sätze von
Annahmen über die personalen Eigenschaften von Frauen und Männern“ („the
structured sets of beliefs about the personal attributes of women and of men“
Ashmore & DelBoca, 1979, S. 222 zit. nach Alfermann, 1996, S. 7).
25 Geschlechterrollen beinhalten normative Erwartungen bestimmter Eigen-
schaften und insbesondere Handlungsweisen, und gehen auf Grund der prä-
skriptiven Komponente einen Schritt weiter als Geschlechterstereoptype: An die
Inhaberin, den Inhaber einer Rolle werden bestimmte Rollenerwartungen ge-
richtet (vgl. Alfermann, 1996, S. 31).
Frauen und Geld
42
stig, aktiv, egoistisch, entschlossen, initiativ, fortschrittlich, kühn, mutig,
stark, tatkräftig, unbekümmert, geschäftsfähig, entscheidungsfreudig,
risikofreudig etc. (vgl. Alfermann, 1996, S. 16ff; Hausen, 1976, S. 363-
393). Die Speicherung dieser kognitiven Wissensbestände erfolgt dabei
in Clusterform (z. B. Stärke / Schwäche, Aktivität / Passivität) mit dazu-
gehörigen Eigenschaften (vgl. Alfermann, 1996, S. 9f; Grundmann,
2006, S. 99).
Derlei sozusagen angeheftete psychologische, soziale, kognitive, affek-
tive etc. Eigenschaften (vgl. Becker-Schmidt, 2007, S. 64f; Goffmann,
1977; Popp, 2002, S. 44) verdeutlichen, dass sie in extremer Ausfor-
mung einer gelebten Praxis zum Ausschlusskriterium werden können.
Im Grunde dienen derlei geschlechtsspezifische Stereotypen in erster
Linie einer Strukturierung der Komplexität der Erfahrungswelt und bieten
Orientierung sowohl für Verhaltensvorhersagen als auch für eigenes
Handeln (vgl. Lorenz, 1995, S. 56), doch es spricht vieles dafür, dass sie
zugleich in entscheidendem Maße das Selbstkonzept, d. h. die Art und
Weise, wie wir uns selber wahrnehmen, tangieren:
„Ein soziales System ist somit die Funktion einer
gemeinsamen Kultur, die nicht nur die Basis der
Interkommunikation seiner Mitglieder bildet, son-
dern auch den relativen Status seiner Mitglieder
definiert und deshalb in gewissem Sinne be-
stimmt. [...] was Personen sind, kann nur ver-
standen werden im Rahmen von Überzeugungen
und Gefühlen, die definieren, was sie sein sollen“
(Parsons, 1968, S. 31).
Unser Verhalten und Fühlen als Frauen bzw. Männer lässt sich offenbar
demnach nicht von stereotypen, gesellschaftlichen Vorstellungen tren-
nen wie wir als Frauen und Männer sein sollten.
Frauen und Geld
43
Derlei Rollenaufteilungen besitzen eine lange Tradition, denn die relativ
stabil und weit verbreiteten Stereotype lassen sich bis zum aristoteli-
schen und urchristlichen Diskurs zurückverfolgen (vgl. Lorenz, 1995, S.
64). Außerdem herrscht ein hoher interkultureller Konsens über derlei
Zuschreibungen (vgl. Alfermann, 1996, S. 21), und spätestens seit Eta-
blierung der bürgerlichen Gesellschaft sind sie eine gesellschaftlich
normierte Festlegung, die sich trotz Aufweichungs- und Liberalisierungs-
tendenzen in ihren Grunddimensionen nicht wesentlich verändert haben,
und sich z. B. bei der Berufs- und Ausbildungswahl in spezifisch männli-
chen (produktiven) und weiblichen (reproduktiven) Tätigkeitsbereichen
bis heute fortschreibt (vgl. BMFSFJ, 2007; Destatis, 2006)26. Es hat sich
beispielsweise gezeigt, dass sich Frauen stärker als Männer für Hilfsbe-
dürftige und Unterdrückte engagieren und in entsprechenden sozialen
Berufen und sozialen Diensten tätig sind (vgl. Alfermann, 1996, S. 36).
Studien verweisen darauf, dass in unterschiedlichen Bereichen z. B.
fürsorgliches Verhalten bereits unter jüngeren Kindern bei Mädchen
ausgeprägter ist als bei Jungen (vgl. Alfermann, 1996, S. 36). Dies
könnte eine Folge dessen sein, dass gemäß o. g. unterschiedlicher Rol-
lentheorien davon ausgegangen wird, die Zugehörigkeit zur sozialen
Kategorie Geschlecht rufe unterschiedliche Erwartungen auch bezüglich
des hilfreichen Verhaltens hervor (vgl. Alfermann, 1996, S. 36). Die
weibliche Rolle veranlasst demnach Frauen dazu, eher gemeinnützig zu
handeln. Hierunter fallen die emotionale Betreuung anderer sowie Hilfe-
leistung und Umsorgung als auch das Spenden von Mitgefühl und Trost.
26 Zwar vollzieht sich ein Wandel innerhalb der Berufsstrukturen, jedoch kann
beobachtet werden, dass dieser bezogen auf geschlechterstereotype Muster
der Berufswahl nur sehr langsam verläuft: Während Frauen im Jahr 2006 in
Dienstleistungsberufen die überwiegende Mehrheit stellten, dominierten männ-
liche Jugendliche im Fertigungssektor (vgl. Destatis, 2006, S. 18). Die vorwie-
gend von weiblichen Jugendlichen gewählten Sparten, die sogenannten Frau-
enberufe (als Frauenberufe werden weiblich dominierte Berufe bezeichnet, d. h.
Berufe, die zu 80 Prozent und mehr von Frauen erlernt und ausgeübt werden
(vgl. Statistisches Bundesamt, 2006, S. 2) sind gekennzeichnet durch geringere
Löhne, schlechtere Aufstiegschancen, höheres Beschäftigungsrisiko, eine ge-
ringere Übertragbarkeit der erworbenen Qualifikationen auf andere Bereiche
und wenig gesellschaftliche Anerkennung (vgl. Destatis 2006, S. 35; BMFSFJ,
2002a, Lemmermöhle, 1997, S. 4).
Frauen und Geld
44
Die Analyse von derlei Geschlechterdifferenzen und -verhältnissen spielt
in den Sozialwissenschaften eine große Rolle, ausgelöst durch die
Frauenbewegung der 60er und 70er Jahre des vergangenen Jahrhun-
derts (vgl. BFSFJ, 2002, S. 108). Die soziale Sichtweise „Verdienst der
neueren feministischen Frauenforschung“ (Schildmann, 2001, S. 49)
entlarvt geschlechterbezogene Ungleichheiten als Prozesse sozialer
Zuordnung und rückt biologische Ansätze in den Hintergrund. So wird in
feministischen wie auch sozialwissenschaftlichen Ansätzen die Begriff-
lichkeit Geschlecht mehrheitlich in das biologische Geschlecht (englisch
= sex) sowie in eine soziale Konstruktion (englisch = gender) unterteilt
(vgl. u. a. Gildemeister, 2001, S. 67; lfs, 2002; Kunert-Zier, 2005, S. 15,
Lorber, 1994, S. 13ff). Bei dieser Unterscheidung gehen die Autorinnen
und Autoren davon aus, dass Menschen als weiblich und männlich ge-
boren werden, die geschlechtliche Identität sich jedoch in der Interaktion
entwickelt. So erlangen biologische Unterschiede erst in bestimmten
soziokulturellen Kontexten Bedeutung, werden folglich konstruiert (vgl.
u. a. lfs, 2002; Krais, 2001, S. 323; Kunert-Zier, 2005, S. 15; Gildemei-
ster 2001, S. 67; Lorber, 1994, S. 13ff ). Hagemann-White (1993) bringt
es auf den Punkt:„Geschlecht ist nicht etwas, das wir haben oder sind
(sex), sondern etwas, das wir tun (doing gender)“ (Hagemann-White,
1993, S. 17).
Die These, dass biologische Unterschiede kulturell überformt werden,
wurde Mitte der 1990er Jahre erneut in Frage gestellt durch die Diskus-
sion, ob nicht alles Kultur sei – inklusive der Biologie selbst. Dahinter
steht eine Radikalisierung der sex / gender-Unterscheidung mit dem
Gedanken, dass der anatomische Unterschied keine Unterscheidung
der Natur sei, sondern das Chaotisch-Mannigfaltige erst durch mensch-
liche Begriffe in eine Ordnung gebracht würde, die biologischen Ge-
schlechtsbestimmungsmethoden folglich bereits kulturelle Praktiken sei-
en (vgl. Landweer, 1993, S. 34; Wetterer, 2004, S. 123).
Frauen und Geld
45
Wenn biologische Ansätze in den Hintergrund rücken und Verhaltensun-
terschiede ebenso wie geschlechtsspezifische Prägung sozial konstru-
iert sind, spielt Erziehung oder, wissenschaftlich exakter, Sozialisation27
eine bedeutende Rolle. Die Rede ist hier einerseits von (früh-)kindlicher
Erziehung, welche primär innerhalb der Familie stattfindet, und anderer-
seits von Sozialisation als lebenslanger Prozess, bei dem Sozialisations-
instanzen neben der Familie wie Schule, Ausbildung, Beruf, Medien etc.
wirksam werden (vgl. Kutsch, 1986; 1999; Zimmermann, 2000). Beide
Formen lassen die beschriebenen Geschlechterrollen zu einem wesent-
lichen Bestandteil des Selbstbildes und damit des Handelns werden (vgl.
Grundmann, 2006, S. 100f).
„Seit der frühen Kindheit ermuntern Eltern Jun-
gen und Mädchen zu verschiedenen Tätigkeiten,
sie schenken ihnen verschiedene Spielzeuge,
und sie richten verschiedene Erwartungen an
sie. Aber auch gegenüber Jugendlichen und jun-
gen Erwachsenen der beiden Geschlechter ver-
hält sich die Gesellschaft verschieden“ (Green-
glass, 1986, S. 9 zitiert nach Lorenz, 1995,
S.74).
Obgleich das Bild von Familie seit geraumer Zeit im Wandel begriffen
ist, werden Mädchen und Jungen nach wie vor von klein auf mit ge-
schlechtsspezifischen Erwartungen und Reaktionen konfrontiert. So
werden etwa spezifische Leistungen gelobt und gefördert und dadurch
verstärkt (vgl. a.a.O., S. 75). Dies macht eine geschlechtstypische Inter-
essen- und Fähigkeitsentwicklung wahrscheinlich, die ins Erwachsenen-
alter transportiert wird, was wiederum zu einer fortwährenden Reproduk-
tion von Geschlechterstereotypen führt.
27 Unter Sozialisation wird ein interaktiver Prozess verstanden, in dem eine
Persönlichkeitsentwicklung unter wechselseitiger Abhängigkeit von der gesell-
schaftlichen Umwelt stattfindet (vgl. Zimmermann, 2000, S. 16).
Jugend, Konsum, Geschlecht und Identität
46
VI. Jugend, Konsum, Geschlecht und Identität
6.1. Jugend, Konsum, Geschlecht und Identität
Wie o. skizziert, nimmt Konsum innerhalb der Konsumgesellschaft einen
wesentlich höheren Stellenwert ein als in anderen Gesellschaften, denn
Konsum dient hier nicht allein der individuellen Lebensausgestaltung,
sondern trägt darüber hinaus zur Selbstbestimmung bei, wirkt sinnstif-
tend und wird als Ausdrucksmittel für die eigene Persönlichkeit genutzt,
ebenso zur individuellen Verortung der Gesellschaftsmitglieder in die
jeweilige Sozialstruktur und außerdem kompensatorisch, um selbstbe-
zogene Mängel auszugleichen (vgl. Kapitel 3.2.). Lange (2004) unter-
suchte, wie oben skizziert, die Konsummuster, die zu Verschuldungssi-
tuationen Jugendlicher führen können, und konnte in diesem Zusam-
menhang kompensatorischen wie demonstrativen Konsum als solche
Muster explorieren (vgl. Kapitel 4.2.).
Für Jugendliche nehmen o. g. Funktionen des Konsums einen besonde-
ren Stellenwert ein, denn Unsicherheit und Orientierungslosigkeit sind
typisch für diese Lebensphase, bedingt durch die Ablösung vom Eltern-
haus, die Entwicklung eigener Werte und die Identitätsarbeit, die Ju-
gendliche in Folge leisten: Individuation und Identitätsarbeit gelten in-
nerhalb der Psychologie, Soziologie und psychosozialen Sozialisations-
forschung als Kern der Herausforderung des Jugendalters (vgl. u. a.
Fend, 2003, S. 158f; Löw, 2003, S. 116; Scherr, 2009, S. 125ff). Das
Selbst, die Persönlichkeit des Individuums, entwickelt sich in Auseinan-
dersetzung mit den sozialen Erwartungen, die sich auf seine soziale und
individuelle Identität beziehen. Mead (1968) beschreibt die Entwicklung
von Identität als einen „Prozess“, dem die „gegenseitige Beeinflussung
der Mitglieder sozialer Gruppen zu Grunde liegt“ (vgl. Mead, 1968., S.
207). Er geht davon aus, dass sich die einzelne Person nicht unmittelbar
mit sich selbst auseinandersetzt, sondern sich nur indirekt aus der „Sicht
der Mitglieder der gleichen gesellschaftlichen Gruppe, zu der er gehört“
erfährt (a.a.O., S. 180). Die Identität im engeren Sinne besteht demnach
Jugend, Konsum, Geschlecht und Identität
47
in der Auseinandersetzung mit den Vorstellungen, die andere über uns
haben. Herauszufinden, was die eigene Person ausmacht und wer man
in dieser Welt sein möchte, wird zur zentralen Aufgabe des Aufwach-
sens, die sich in der Adoleszenz zuspitzt, da sich heranwachsende Ju-
gendliche erstmals aus autoritativen Vorgaben der Kindheit herauszulö-
sen beginnen (vgl. Fend, 2003, S. 158).
Identität als Prozess, in dem die Vorstellungen anderer über die eigene
Person eine so bedeutende Rolle spielen, rücken die Sozialisationsin-
stanzen Jugendlicher in den Blickpunkt der Aufmerksamkeit, die Heran-
wachsende auch in ihren Konsumgewohnheiten beeinflussen: Wesentli-
che alltägliche Bezugsgruppen für Jugendliche neben der Familie sind
Schule, Medien und die sogenannte Peergroup28, die Gruppe der
Gleichaltrigen29. Kutsch (1986) spricht in diesem Zusammenhang von
der „Sozialisations-Quadriga“ (vgl. Kutsch, 1986, S. 216). Auf Grund der
Zielgruppe vorliegender Untersuchung wird diese Sozialisations-
Quadriga erweitert um die weitere Instanz Ausbildung.
Zimmermann (2000) verweist darauf, dass alle Theorien und Forschun-
gen die Familie als zentrale Sozialisationsinstanz herausstellen (vgl.
Zimmermann, 2000, S. 13). Die Bedeutsamkeit der Familie resultiert aus
der Herausbildung von „ (...) Werteorientierungen, kognitiven Schemata,
Kompetenzen sozialen Handelns, Leistungsmotivation, Sprachstilen,
Weltdeutungen, Bildung des Gewissens“ (Zimmermann, 2000, S. 73).
Folgerichtig stellt die Prägung auch von Konsummustern in der Familie
einen wichtigen Bereich dar. Die Ausstattung mit Geld beginnt für Kinder
in der Familie. Bei der Sozialisation im Umgang mit Geld spielt zunächst
die Beobachtung und Nachahmung der Eltern eine entscheidende Rolle
(vgl. Kutsch, 1999, S. 52). Kutsch (1999) formuliert drei Dimensionen
28 „Mit Peers werden all diejenigen Personen bezeichnet, die hinsichtlich be-
stimmter sozialer Attribute als gleichwertig und gleichrangig wahrgenommen
werden“ (Lenz, 1989, S. 53).
29 Wobei Lenz (1989) anmerkt, dass die Angehörigen dieser Gruppe nicht zwin-
gend aber üblicherweise Gleichaltrige sind (ebd., S. 53).
Jugend, Konsum, Geschlecht und Identität
48
der Sozialisation in diesem Kontext (a.a.O., S. 50): erstens die kognitive
Dimension, in der ökonomische Sachverhalte und Begriffe über die Er-
klärungen der Eltern erlernt werden; zweitens die affektive Dimension,
bei der Emotionen über den Besitz oder Nicht-Besitz von Geld ausgebil-
det werden; und drittens die konative Dimension, innerhalb deren die in
der Familie etablierten Geldverwendungs- und Sparmuster übernommen
werden. Jugendlichen wird, wie in vielen anderen Bereichen (vgl. Kapitel
2.2.), auch im Konsumsektor zunehmend Freiheit zugestanden. Sie
können vermehrt Wünsche äußern und Meinungen einbringen und auf
diese Weise das Familienleben mitgestalten (vgl. Schäfers, 1994, S.
132).
Typisch für die Jugendphase ist die Ablösung von den Eltern (s. o.). Wie
Jugendliche von der Gesellschaft bewertet werden, hängt nun vermehrt
von der eigenen Leistung in unterschiedlichen Bereichen (z. B. Schule)
ab (vgl. Hurrelmann, 1999, S. 41). Selbstdefinitionen erfolgen über die
eigene Identitätsbildung, und diese entsteht nicht länger bloß über elter-
liche Zuschreibungen (vgl. Lenz, 1989, S. 27f). Dennoch bleiben in der
Familie erworbene Normen und Wertemuster im Jugendlichen verinner-
licht (vgl. ebd.).
Neben der Familie besitzt für Jugendliche die Gleichaltrigengruppe,
auch Peergroup genannt, eine relevante Sozialisationsfunktion. Entwick-
lungspsychologisch gesehen nimmt mit der einsetzenden Pubertät die
Bedeutung der Gleichaltrigengruppe in vielen Bereichen stetig zu: Lenz
(1989) sieht den Bedeutungszuwachs durch die frühere Selbstständig-
keit von Jugendlichen gewährleistet, die im Freizeitbereich u. a. dadurch
herausgebildet werden konnte, dass eine Fülle von Möglichkeiten der
Freizeitgestaltung entstand (wie etwa Schwimmbäder, Jugendgruppen,
Lounges etc.) (vgl. Lenz, 1989, S. 56f). Dadurch wurde das Zusammen-
kommen von informellen Gruppen unterstützt, während die früheren
Möglichkeiten des Zusammenkommens oftmals auf die Straße be-
schränkt waren (vgl. ebd.).
Jugend, Konsum, Geschlecht und Identität
49
Es sind unterschiedliche Einflussbereiche der Sozialisationsinstanzen
Familie und Gleichaltrigengruppe zu beobachten:
„Während ein zentraler Einflussbereich der Fami-
lie die Schul- und Berufskarriere ist, liegt die Ori-
entierungskraft der Peers im Freizeit- und Kon-
sumbereich. Eine Domäne der Familie ist die
Norm- und Wertbildung, dagegen bewirken
Peers eher unmittelbare Verhaltensvorbilder“
(a.a.O., S. 54).
Bereits bei 6- bis 10-Jährigen dienen so die Gleichaltrigen als Informati-
onsträger für prestigeträchtige Objekte und setzen Standards für Pro-
duktpräferenzen (vgl. Fauth, 1999, S. 65f). Die Zugehörigkeit zu einer
Gruppe orientiert sich an der Erfüllung dieser Standards (vgl. ebd.).
Lange (1997, 1999, 2004) kommt innerhalb seiner Untersuchungen zu
dem Ergebnis, dass diejenigen, die eher an der Peripherie einer solchen
Bezugsgruppe stehen, durch ein geringeres Selbstbewusstsein gekenn-
zeichnet sind und häufiger Konsum zum Zweck der Kompensation nut-
zen als jene, die sich als Meinungsführer innerhalb einer Gleichaltrigen-
gruppe etablieren (vgl. Lange, 2004, S. 137ff). Im Prozess der Sozialisa-
tion dient die Gleichaltrigengruppe vor allem als Vergleichsgröße: Durch
externe Richtgrößen beeinflusst diese Bezugsgruppe Eltern in zuneh-
menden Maße, z. B. bei der Taschengeldhöhe (vgl. Kutsch, 1999, S.
53).
Neben der Familie und Gleichaltrigengruppe wird die individuelle und
soziale Existenz Jugendlicher wesentlich durch die Schule bestimmt.
Schulische Leistungen bieten die Basis für den späteren sozialen Sta-
tus. Nicht zu vergessen bleibt dabei allerdings, dass ein hoher sozialer
Status der Eltern mit einem hohen Schulabschluss der Kinder einher-
geht (Kapitel 7.2.).
Jugend, Konsum, Geschlecht und Identität
50
Die Gegebenheit, dass sich Bildungs- und Ausbildungsphasen ausge-
dehnt haben, kann als Indikator dafür betrachtet werden, dass der Stel-
lenwert von Bildung bei Eltern wie Jugendlichen eine Aufwertung erfah-
ren hat (vgl. Hackauf & Winzen, 2004, S. 41). Bietet die Schule auf ge-
sellschaftlicher Ebene die Vorbereitung für die Eingliederung in eine
komplexe arbeitsteilige Gesellschaft und reproduziert die Bildung soziale
Hierarchien, so konfrontiert sie auf individueller Ebene Heranwachsende
erstmals mit vorwiegend sachbezogenen und funktionalen Aufgaben
(vgl. Schäfers, 1994, S. 146f).
In der Schule agieren Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler mit- und
untereinander, wobei ihre Handlungen an gesellschaftliche Erwartungen
geknüpft sind. Zimmermann (2000) formuliert in Anlehnung an Fend und
Klafki vier Funktionen schulischer Sozialisation (vgl. Zimmermann, 2000,
S. 113-115): erstens die Qualifikationsfunktion (Kenntnisse, Rechnen,
Schreiben, Leistungsbereitschaft und Fleiß, Pünktlichkeit und Ordnung),
zweitens die Selektions- und Allokationsfunktion, innerhalb deren eine
Sortierung der Kinder nach der Grundschule in verschiedene Schulfor-
men stattfindet, womit sich indirekt eine Zuordnung zu beruflichen Posi-
tionen vollzieht (Kapitel 7.2.), drittens die Legitimations- und Integrati-
onsfunktion (Unterricht in Politik und Geschichte), und viertens die Funk-
tion der Kulturüberlieferung, welche über die Tradierung und Entwick-
lung der Kultur in den verschiedenen Unterrichtsfächern verläuft.
Bezüglich schulischer Sozialisation im Bereich der Verbraucherbildung
und verwandten Fachgebieten ist festzustellen, dass auf Grund der un-
zufriedenstellenden Ausweitung eines Faches30, welches Verbraucher-
bildung zum Mittelpunkt der Betrachtung macht, Wirkungseinflüsse bis-
lang wenig erforscht sind (vgl. Fauth, 1999, S. 67). Zwar existieren für
die gymnasiale Oberstufe und die Haupt-, Real- und Gesamtschulen im
Fach Sozialwissenschaften oder im Lernbereich Arbeitslehre (Hauswirt-
30 Dabei wird hier von dem Bundesland Nordrhein-Westfalen ausgegangen, da
in diesem die Untersuchung stattfindet.
Jugend, Konsum, Geschlecht und Identität
51
schaft, Wirtschaft und Technik) Stundendeputate für die Auseinander-
setzung mit verbraucherbildenden Fragestellungen, jedoch entfallen
diese entweder gänzlich aufgrund mangelnder Ausstattung der Schulen
oder aufgrund des Mangels an qualifizierten Fachkräften, oder jene
Stundendeputate werden in den Wahlpflichtbereich integriert, wodurch
eine hinreichende Auseinandersetzung aller Schülerinnen und Schüler
mit verbraucherbildenden Inhalten nicht möglich ist.
Für Adoleszente, die die Schullaufbahn bereits beendet haben, spielt die
Ausbildung eine wichtige Rolle innerhalb ihrer Sozialisation. Schäfers
(1994) zufolge haben die Differenzen in Hinblick auf die Sozialisation
zwischen Auszubildenden und jenen Jugendlichen, die sich noch aus-
schließlich in der Schulbildung befinden, abgenommen, da auch Auszu-
bildende, das Verhalten betreffend, noch immer an der Jugendkultur
teilnehmen (vgl. Schäfers, 1994, S. 149f). Die Entscheidung für eine
Ausbildung und die Berufswahl fallen nicht länger so eng zusammen wie
noch vor einigen Jahrzehnten (vgl. a.a.O., S. 153): Jugendliche können
heute aus einer breiteren Berufspalette wählen und wollen sich nicht
lebenslänglich an eine Berufsrolle binden. Nach welchen Kriterien die
Wahl der Ausbildung getroffen wird, hängt im Wesentlichen von eigenen
Präferenzen (bestimmt durch Interesse, Neigung und Erwartungen an
eine Berufsbranche) und von Bewertungen ab, die durch Eltern, Ver-
wandtschaft, Lehrkräfte und Gleichaltrigengruppe vorgenommen wird
(vgl. ebd.).
In den vergangenen Jahren etablierten sich zusätzlich die Medien als
entscheidende Sozialisationsinstanz in zweifacher Hinsicht: Zum einen
nehmen sie Einfluss auf die Entwicklung der Persönlichkeit Jugendlicher
und zum anderen findet im Zuge der medialen Sozialisation der Erwerb
von Medienkompetenz statt, die den Einzelnen befähigt, einen sachge-
rechten Umgang mit Medien zu vollziehen (vgl. Aufenanger, 1990, S.
30). Der Sozialisationseffekt neuer, digitaler Medien ist gerade bei Kin-
dern und Jugendlichen zu betonen. Bereitwilliger als viele Ältere lassen
Jugend, Konsum, Geschlecht und Identität
52
sie sich auf neue Medien ein, kommunizieren mit Gleichaltrigen zuneh-
mend über soziale Netzwerke (vgl. Vollbracht, 2010, S. 6), in denen
Werbung häufig subtil integriert ist und prägend auf das konsumptive
Handeln von Kindern und Jugendlichen einwirkt (vgl. Fauth, 1999, S.
69).
In o. g. Art und Weise werden Jugendliche demnach durch Familie,
Gleichaltrigengruppe, Schule, Ausbildung und Medien sozialisiert und in
ihren Handlungsmustern für den Freizeit- und Konsumbereich geprägt
und durch sie beeinflusst. Rahmend für die Sozialisationsinstanzen ist
dabei u. a. die Gegebenheit der „Kommerzialisierung des Jugendalters“
(vgl. Griese, 2007, S. 14), die in den vergangenen Dekaden stetig zuge-
nommen hat: Jugendliche leben heute in einer zunehmend monetarisier-
ten Welt (vgl. Griese, 2007, S. 14; Sander, 2000, S. 11). Für den größ-
ten Teil ihrer Freizeitaktivitäten benötigen sie Geld oder Konsumgüter,
denn die Ausgestaltung ihres Alltags verläuft über Konsum und prägt
damit den jeweiligen Lebensstil31. Soziale Kontakte basieren fast aus-
nahmslos auf dem gemeinsamen Konsum (vgl. Schlegel-Matthies &
Methfessel, 2009, S. 17). So bedeuten Geld und Konsum mehr für Ju-
gendliche als die Erfüllung von Wünschen. Geld wird (nicht nur) für sie
zu einem Schlüssel für die soziale Positionierung und Selbstdarstellung
(vgl. Schlegel-Matthies, 2001b, S. 42). Durch Konsum findet eine Ein-
ordnung in Gruppen und eine Abgrenzung von anderen statt (vgl. Sim-
mel, 1989; Bourdieu, 1993 nach Methfessel, 2001, S. 20). Jugendliche
31 Lebensstile konnten sich erst formieren, nachdem ständische Normierungen
aufgebrochen waren und sich zunehmend eine Wahlfreiheit in der individuellen
Lebensführung etablierte (vgl. Schlegel-Matthies, 2001a, S. 1). An die Stelle
von ständischem Regelwerk, Geboten und Verboten von Religionen und jahr-
hundertealten Traditionen traten eine Vielzahl an Handlungs- und Gestaltungs-
möglichkeiten für die alltägliche Lebensführung, die eine Ausprägung individuel-
ler Lebensstile erst ermöglichte. Lebensstile werden dabei durch materielle
Rahmenbedingungen geprägt, doch wesentliche Einflussgrößen und Voraus-
setzungen für die Herausbildung von Lebensstilen sind nach wie vor geltende
Normen und Werte, bewusst vorgenommene und unbewusst automatisierte
Verhaltensweisen, Einstellungen und Zielvorstellungen, Kontakte, Positionen in
Netzwerken etc.: Lebensstile sind demnach Folgen individueller Organisation
und expressiver Gestaltung (Hradil, 2001, S. 44ff).
Jugend, Konsum, Geschlecht und Identität
53
sind dabei aufgefordert, sich u. a. durch den Konsum bestimmter Güter
als unverkennbare Individuen und Teil einer Gruppe / Kultur zu präsen-
tieren. Anerkennung und Beliebtheit innerhalb der Gleichaltrigengruppen
hängen in Folge von den Verfügungsmöglichkeiten über Geld ab, weil
viele Dinge, die in der Peergroup Eindruck hinterlassen, Geld kosten
(vgl. Schlegel-Matthies, 2001b, S. 44). Einerseits bieten die gleichaltri-
gen Bezugsgruppen Jugendlicher einen Freiraum, in dem Heranwach-
sende in Geschmacks- und Stilfragen experimentieren können und ihren
persönlichen Lebensstil wählen und entwickeln können (vgl. Lüdtke,
1989; Bierwert, 1987 nach Schlegel-Matthies, 2001b, S. 44). Anderer-
seits verstärkt sich hier der soziale Druck, bestimmte Güter konsumieren
zu müssen, um dazuzugehören. Was Jugendliche von den Erwachse-
nen u. a. unterscheidet ist, dass Heranwachsende innerhalb der kom-
plexen Lebenszusammenhänge ihren Platz innerhalb der Gesellschaft
erst finden müssen. Erst wer seinen Platz durch entsprechende Res-
sourcen gesichert hat, kann sich von der Bedeutung der Selbstpräsenta-
tion lösen (vgl. Methfessel, 2001, S. 26).
Dabei gestaltet sich der Eingliederungsprozess Jugendlicher in die
(Konsum-) Gesellschaft zunehmend komplexer, denn seit dem 2. Welt-
krieg hat sich ein „gesellschaftlicher Individualisierungsschub“ (Beck,
1994, S. 44) vollzogen. Es ist von einer Pluralisierung der Lebensstile,
Werthaltungen und Ziele innerhalb der Gesellschaft die Rede. Die ein-
schlägige erziehungswissenschaftliche, bildungspolitische, psychologi-
sche und soziologische Literatur fasst die Herausforderung des Einglie-
derungsprozesses unter der Überschrift „Aufwachsen in der Spätmoder-
ne“ (vgl. BMFSFJ, 2009, S. 44) oder ähnlichen Titeln zusammen, denn
Jugendliche haben sich neben der Individuationsarbeit auf persönlicher
Ebene ebenso mit der Individualisierung auf gesellschaftlicher Ebene
auseinanderzusetzen (Beck, 1986; Ferchhoff, 2007; Ziehe, 1991, S.
120f).
Jugend, Konsum, Geschlecht und Identität
54
Die gesamtgesellschaftlichen Pluralisierungstendenzen drücken sich bei
Jugendlichen u. a. in der Herausbildung einer Vielzahl von jugendkultu-
rellen Stilen aus (vgl. Ferchhoff & Neubauer, 1996; Ferchhoff & Neu-
bauer 1997, S. 109ff). Diese Stile sind durch ein Spiel mit Stilelementen
und unterschiedlichsten Moden aus vergangenen Zeiten gekennzeichnet
und folgen einem stetigen schnellen Wandel. Die jugendtypische opposi-
tionelle Haltung zur Erwachsenenwelt wird dabei dadurch erschwert,
dass sich die gesamtgesellschaftliche Entwicklung von sozialen Milie-
us32 parallel zu der Entwicklung von jugendkulturellen Stilbildungen voll-
zieht (vgl. a.a.O., S. 110ff). Jugendlichen fällt es so zusätzlich zu dem
allgemein verbreiteten Jugendkult zunehmend schwerer, sich von der
Erwachsenenwelt abzugrenzen. Dies verdeutlicht, dass sich für Jugend-
liche innerhalb des gesellschaftlichen Kontextes Freiheitsgewinne eben-
so wie neue Herausforderungen ergeben, denn Lebensstile sind nicht
automatisch von Kindheit an präsent, sondern sie sind Folge einer Ent-
wicklung innerhalb biographischer Prozesse (vgl. Beck, 1994, S. 46).
Der Bildungsforscher und Entwicklungspsychologe Fend (1988) be-
zeichnet diesen Zugewinn an Freiheit in seinem Buch „Sozialgeschichte
des Aufwachsens“ (1988) auch als zunehmende „Freiheitsgrade des
Handelns“ (Fend, 1988, S. 296), und charakterisiert diese wie folgt:
„Erweiterte Möglichkeiten bedeuten aber auch
geringere Notwendigkeiten der Einordnung in
gegebene Verhältnisse. (...) Damit werden aber
Tugenden, mit (unveränderlichen) Umständen
leben zu können, weniger funktional und weniger
eintrainiert als Tugenden, sich klug entscheiden
zu können und Beziehungsverhältnisse aktiv be-
friedigend zu gestalten“ (Fend, 1988, S. 296).
Frustrationsgrenzen können so infolgedessen sinken (dies gilt nicht aus-
schließlich für Jugendliche), denn der Freiheitsgewinn verspricht direkt
32 In Milieus treffen Gruppen zusammen, die eine „ähnliche Alltagskultur ent-
wickeln“ (Vester et al. 2001, S. 24f).
Jugend, Konsum, Geschlecht und Identität
55
und indirekt, dass alles möglich ist. Um diese erweiterten Freiheitsgrade
und Möglichkeiten jedoch nutzen zu können, brauchen Jugendliche Le-
benserfahrung und Selbstbewusstsein, worüber sie oftmals (noch) nicht
verfügen, vielmehr sich diese erst erarbeiten müssen (vgl. Schlegel-
Matthies, 2001b, S. 42). „Alles ist möglich“ bedeutet in diesem Zusam-
menhang, dass die gesellschaftlichen Strukturen Erfolge verheißen,
aber auch infolge sozialer Ungleichheit zu Misserfolgen führen können,
die dann, obgleich strukturell bedingt, dem Unvermögen des einzelnen
Individuums angelastet werden. Denn die sozialstrukturell gegebenen
Lebenschancen stellen sich höchst unterschiedlich dar (vgl. BMAS,
2001a, 2004, 2008; Deutsches Kinderhilfswerk e. V., 2010; UNICEF,
2005): In den vergangenen Jahrzehnten vergrößerte sich die Schere
zwischen Arm und Reich zunehmend. Die Wirtschaftskrise spitzte die
Lage weiter zu. Das aktuell geschnürte Sparpaket der Bundesregierung
verstärkt die soziale Polarisierung (vgl. Zimmermann, 2010, S. 9). Die
Gesellschaft zeigt sich zunehmend gespalten: ein (kleinerer) Teil profi-
tiert vom gesellschaftlichen Reichtum, ein (größerer) Teil der Bevölke-
rung wird zur (a)sozialen Randgruppe infolge von Erwerbslosigkeit oder
ungenügendem Einkommen. Selbst Gruppierungen des mittleren Teils
der gesellschaftlichen Sozialstruktur, der sogenannten bürgerlichen Mit-
telschicht, rücken dabei immer weiter in die Nähe prekärer Lebenslagen.
Ein sichtbarer Indikator hierfür ist die ungleiche Verteilung der Einkom-
men innerhalb der Bevölkerung: Der Anteil der Menschen, die über mehr
als 200 % des Durchschnittseinkommens verfügen, vergrößerte sich von
6,4 % im Jahre 1996 auf 9,2 % im Jahre 2006. Demgegenüber steht der
alarmierende Anstieg der Armen: Mussten im Jahr 1996 noch 7,3 % der
Bevölkerung mit weniger als 50 % des Durchschnittseinkommens aus-
kommen, so betrug dieser Anteil 2006 schon 11,4 % (vgl. Holtz, 2008
nach Schlegel-Matthies & Methfessel, 2009, S. 16 oder auch BMAS,
2001a; 2001b; 2008).
Die Pluralisierung der Gesellschaft tangierte auch die Geschlech-
ter(rollen): In der Gegenwartsgesellschaft hat sich die normative Idee
Jugend, Konsum, Geschlecht und Identität
56
einer anzustrebenden Gleichberechtigung von Frauen und Männern
weitestgehend durchgesetzt, obgleich nach wie vor Ungleichheiten und
Unterschiede existieren, die keineswegs als Folge vermeintlich natürli-
cher geschlechtstypischer Eigenschaften erklärt werden können (vgl.
Kapitel 5.6.). Die aktuelle sozialwissenschaftliche Geschlechterfor-
schung geht davon aus, dass die heutige Gesellschaft zwar eine Kultur
der Zweigeschlechtlichkeit darstellt, jedoch nicht von einer einheitlichen
und umfassenden Geschlechterordnung ausgegangen werden kann
(vgl. Scherr, 2009, S. 81). Die Gesellschaft ist vielmehr geprägt durch
komplexe Lagen von heterogenen Erwartungen, Typisierungen und
Normen, massenmedialen Geschlechterbildern, politischen und rechtli-
chen Festlegungen sowie vielfältigen geschlechtsbezogene Praktiken im
Alltag der Individuen (vgl. Scherr, 2009, S. 81f). Diese Vielfalt führte da-
zu, dass eindimensionale traditionelle Weiblichkeits- und Männlichkeits-
bilder und damit verbundene normative Erwartungshaltungen an die
Geschlechterrollen zu Teilen aufgebrochen werden konnten, denn die
Pluralisierung führte u. a. für Frauen und Männer zu neuen Wahlmög-
lichkeiten: Mädchen und Frauen können sich vom „Dasein für andere“
lösen. Dadurch besteht die Möglichkeit für Jungen und Männer, Fürsor-
ge und Bezogenheit auf andere selbst verstärkt zu enfalten (vgl. Kunert-
Zier, 2005, S. 11).
In der Jugendphase werden gesellschaftliche Geschlechterbilder und die
damit verbundenen Anforderungen für die Heranwachsenden auf eine
neue Weise bedeutsam, denn Erwachsenwerden heißt in westlich indu-
strialisierten Gesellschaften auch immer zu Frau und Mann zu werden.
Jugendliche setzen sich dabei mit ihrer eigenen Geschlechtsrolle aus-
einander (vgl. Fend, 2003, S. 222-267; Hurrelmann, 2007, S. 27). Mit
der Sexualität gewinnt das soziale Geschlecht für die Fremd- und
Selbstwahrnehmung an Bedeutung. King (2000) bezeichnet die Pubertät
als „heiße Phase der Produktion von Geschlechtlichkeit“ (King, 2000, S.
40). Durch Einübung sozialen Verhaltens gegenüber Gleichaltrigen des
eigenen und anderen Geschlechts wird die Basis für eine spätere Über-
Jugend, Konsum, Geschlecht und Identität
57
nahme der Rolle u. a. innerhalb einer Partnerschaft gelegt (vgl. Hurrel-
mann, 2007, S. 28, S. 118). Orte dieser Einübung sind die Familie sowie
Treffpunkte Gleichaltriger (vgl. Hurrelmann, 2007, S. 27ff). Eine Beson-
derheit dieses Aspekts stellt dar, dass gesellschaftliche Prozesse der
Vergangenheit maßgebliche Veränderungen im Bereich der Familie und
der Gleichaltrigen bewirkten. Dies ging unter anderem mit einer Locke-
rung der Sexualnorm während der vergangenen fünf bis sechs Deka-
den einher. Sie führte zu Veränderungen sexueller Verhaltensweisen;
daraus wiederum folgte eine Verkürzung der Jugendzeit aus sexueller
und emotionaler Sicht, wobei die anfänglich (besonders von der Eltern-
generation) befürchtete Zunahme der Promiskuität ausblieb (vgl. Hur-
relmann, 2007, S. 120f). Im Gegenteil belegen repräsentative Studien
eine ansteigende Wertschätzung von partnerschaftlicher Treue (vgl.
Shell Deutschland, 2006, S. 175ff; Zinnecker, 2005, S. 176f).
Eine Nebenerscheinung der Herausbildung der Geschlechtsrolle ist,
dass Geschlechterdifferenzen in der Jugendphase verstärkt inszeniert
und etabliert werden (vgl. Frosh, 2002: Phoenix & Frosh, 2005). Dabei
liegen den Geschlechterdifferenzen komplexe Prozesse des doing gen-
der zugrunde, einer aktiven, aber häufig unbewussten Herstellung von
Unterschieden zwischen den Geschlechtern, die sich zwischen weibli-
chen und männlichen Jugendlichen abspielt (vgl. Budde, 2006 zit. nach
Jösting & Seemann, 2006, S. 29). Obgleich traditionelle Weiblichkeits-
und Männlichkeitsbilder in öffentlichen Diskussionen zunehmend pro-
blematisiert werden, orientieren sich weibliche und männliche Jugendli-
che dennoch stark an derlei Bildern, wie sie etwa in Kapitel 5.6. skizziert
wurden (vgl. Budde & Faulstein-Wieland, 2005; King, 2000; Meuser,
2005). Jugendliche versuchen diesen traditionellen Leitbildern möglichst
nahe zu kommen, u. a. indem sie sich vom jeweils anderen Geschlecht
abgrenzen (vgl. Flaake, 2006, S. 30). Damit arbeiten weibliche und
männliche Jugendliche mit an der Aufrechterhaltung eines Geschlech-
terbildes, das egalitären Geschlechterverhältnissen gegenübersteht. Ein
Grund dafür könnte sein, dass eingeübtes, traditionelles Rollenverhalten
Jugend, Konsum, Geschlecht und Identität
58
Sicherheit verspricht in einer pluralisierten Umwelt und in einer Lebens-
phase, in der Selbstkonzepte der eigenen Person erst entwickelt werden
müssen, um selbstbewusst Positionen einnehmen zu können. Beson-
ders Mädchen (anders als Jungen) verlieren im Alter von 13 und 14 Jah-
ren an Selbstvertrauen – zu diesem Schluss gelangten ältere Studien
(vgl. Horstkemper, 1988 zit. Nach Flaake, S. 34). Neuere Befunde exi-
stieren an dieser Stelle nicht, und es stellt sich die Frage, ob dies noch
immer Bestand hat, obgleich z. B. weibliche Jugendliche männliche Ju-
gendliche bezüglich des schulischen Erfolges überholt haben: Noch in
den 1960er Jahren waren Mädchen im deutschen Schulsystem eindeu-
tig benachteiligt (wenn Benachteiligung am Erreichen von Schulab-
schlüssen gemessen wird). Im Jahr 2006 zeigten sich weibliche Jugend-
liche in Deutschland unter den Absolventen ohne Schulabschluss (37 %)
und unter denen mit Hauptschulabschluss (41 %) deutlich unterreprä-
sentiert (vgl. van Ackeren & Klemm, 2009, S. 86). Hingegen stellten sie
bei den mittleren Schulabschlüssen (51 %) und ebenso wie bei denen
mit Allgemeiner Hochschulreife (55 %) die Mehrheit (vgl. ebd.) 33. Dies
passt zum Mädchenbild, das gegenwärtig in öffentlichen Diskursen,
speziell in Jugendmedien und der Werbung, aber auch in erziehungs-
wissenschaftlichen Praxisratgebern, gezeichnet wird: Hier ist von dem
modernen Mädchen als dem starken bzw. coolen Mädchen die Rede
(vgl. Flaake & Fleßner, 2005, S. 136; s. auch dazu Fleßner, 2000; 2002:
Rhyner, 2009). Im Kern wird dabei ein Mädchenbild präsentiert, das als
selbstbewusst, eigenwillig, direkt in der Meinungsäußerung und selbst-
bestimmt charakterisiert werden kann (vgl. Flaake, 2006, S. 34). Welche
normative Kraft geht von diesem Mädchenbild aus, und wie kann es in
dem Zusammenhang mit Geschlechterdifferenzen innerhalb der Ju-
gendverschuldung erklärt werden?
33 Dabei bleibt zu bedenken, dass Mädchen und Frauen nach der Schulzeit –
gemessen an den gesellschaftlichen Erfolgsstandards – weit hinter Männern
zurückbleiben, d. h. die Erfolge der Schulzeit werden bislang nicht in die Phase
der Erwerbstätigkeit transportiert (vgl. Destatis 2006, S. 35; BMFSFJ, 2002a,
Lemmermöhle, 1997, S. 4).
Jugend, Konsum, Geschlecht und Identität
59
Wie in den Kapiteln 4.2. und 6.1. skizziert, wurden Geschlechtsdifferen-
zen bei der Jugendverschuldung nur marginal untersucht, doch wenn
dies geschah, konnten (im Gegensatz zur Gesamtbevölkerung) auffälli-
ge Unterschiede zwischen weiblichen und männlichen Jugendlichen
beobachtet werden (vgl. Lange, 2004, S. 151ff; Zimmermann, 2005, S.
149). Dabei existiert bislang keine Untersuchung, die Jugendverschul-
dung durchgängig nach der Strukturkategorie Geschlecht analysiert und
diese Perspektive in den Fokus der Untersuchung stellt. Vereinzelte
Befunde fielen so in unterschiedlichen Studien teilweise widersprüchlich
aus:
Bezüglich des Anteils verschuldeter Jugendlicher gelangten drei Studien
(vgl. Gabanyi, Hemedinger & Lehner, 2007b, S. 12f; Lange, 2004, S.
149f; Reifner & Zimmermann, 2005, S. 144ff) zu dem Schluss, dass der
Anteil männlicher Verschuldeter über dem der weiblichen lag34: Bei Lan-
ge (2004) betrug das Verhältnis 23 % zu 13 % (vgl, a.a.O., S. 150);
Reifner & Zimmermann (2005) untersuchten innerhalb des Schulden-
kompasses 18- bis 24-Jährige, die durch Konsumentenkredite verschul-
det waren, und auch hier lag der Anteil der männlichen mit 57 % zu 43 %
höher (vgl. Reifner & Zimmermann, 2005, S. 149); Gabanyi, Hemedinger
& Lehner (20007a, b) ermittelten noch markantere Zahlen: 74% zu 26 %
(vgl. Gabanyi, Hemedinger & Lehner, 2007b, S. 13).
Bis auf eine Ausnahme (vgl. Lange, 2004, S. 150)35 ermittelten die Stu-
dien höhere Schuldsummen auf Seiten der männlichen Jugendlichen
34 Lange & Fries (2006) ermittelten einen höheren Verschuldungsanteil auf Sei-
ten der Mädchen, doch da in dieser Studie 10- bis 17jährige Jugendliche unter-
sucht wurden, und die Studie auf Grund dessen hinsichtlich des Alters stark von
den übrigen abwich, stellt dieser Befund keinen direkten Widerspruch zu den
anderen Studien dar (vgl. Lange & Fries, 2006, S. 69).
35 Lange (2004) selbst fügte diesem Ergebnis der höheren Schuldsummen auf
Seiten der weiblichen Jugendlichen hinzu, dass dieses Ergebnis aufgrund der
geringeren Fallzahlen und der bei der Berechnung der arithmetischen Mittelwer-
te bedeutsamen Ausreißerwerte dieser Befund mit Vorsicht zu genießen sei
(vgl. Lange, 2004, S. 150).
Jugend, Konsum, Geschlecht und Identität
60
(vgl. Gabanyi, Hemedinger & Lehner, 2007b, S. 13f; Zimmermann,
2004, S. 7).
Die Geschlechterdifferenzen bezüglich der Gläubigerstrukturen gestalte-
ten sich derart, dass sich weibliche Jugendliche nach Eintritt der Volljäh-
rigkeit eher an ihre Eltern (also inoffizielle Gläubiger) wandten, während
männliche eher zu Kreditinstituten (offizielle Gläubiger) tendierten (vgl.
Lange, 2004, S. 155).
Weibliche Jugendliche taten deutlich mehr für ihre Schuldentilgung und
konnten deutlich weniger gut mit ihrer Verschuldungssituation leben als
männliche (vgl. Lange, 2004, S. 162). Im Einzelnen verzichteten weibli-
che Heranwachsende eher auf größere Anschaffungen und sparten
bzw. schränkten sich eher ein als ihre männlichen Altersgenossen (vgl.
Lange, 2004, S. 162f). Beide Geschlechter versuchten in gleichem Ma-
ße, ihre Einkommenssituation zu verbessern, um eine Entschuldung
herbeizuführen. Immerhin 20 % der männlichen Jugendlichen (im Ver-
gleich zu 9 % weiblichen Jugendlichen) gaben an, dass sie keine Stra-
tegien der Schuldentilgung verfolgten, da sie mit der Verschuldungssi-
tuation gut leben könnten (vgl. Lange, 2004, S. 162f).
Dass weibliche Jugendliche mehr für die Tilgung ihrer Schulden unter-
nahmen, passte insofern ins Bild, als dass sie häufiger an Stress und
Resignationstendenzen in einer Verschuldungssituation litten als männ-
liche Jugendliche (vgl. Lange, 2004, S. 162ff). Hingegen neigten die
männlichen Heranwachsenden infolge eher zu kompensatorischem Ver-
halten und konsumierten höhere Mengen an Alkohol, Zigaretten etc.
(vgl. ebd.).
Bei der Frage nach der Verschuldungsneigung konnte Zimmermann
(2004) den Unterschied ausmachen, dass zwar mehr männliche Ju-
gendliche dazu bereit waren, Verzicht zu üben, wenn das Geld zur Erfül-
lung eines Wunsches nicht ausreichte, ihre weiblichen Altersgenossen
Jugend, Konsum, Geschlecht und Identität
61
hingegen nicht ausdrücklich angaben, sich den Konsumwunsch den-
noch zu erfüllen, sondern eher die Antwort „weiß nicht“ wählten, d. h.
sich unentschlossen zeigten (vgl. Zimmermann, 2004, S. 5). Dies stand
dem entgegen, dass männliche Jugendliche den deutlich höheren Anteil
an Verschuldeten insgesamt stellten.
Zur Jugendüberschuldung existieren insgesamt nur sehr vereinzelt Da-
ten. Dies könnte eine Folge dessen sein, dass bisherige Definitionsan-
sätze wenig präzise abgegrenzt waren, eine deutliche Grenzziehung
zwischen Verschuldung und Überschuldung nicht in ausreichendem
Maße existierte und daher Daten nicht eindeutig bezüglich dieses Phä-
nomens ausgewertet und abgeglichen werden konnten (vgl. Gabanyi,
Hemedinger & Lehner, 2007b, S. 12f; Lange, 2004, S. 147; Lange &
Fries, 2006, S. 67). Die Daten zur Überschuldung bestätigen die Befun-
de des Verschuldungsverhaltens: Geschlecht wie auch Überschul-
dungssituation und -verhalten hingen eng miteinander zusammen in der
Form, dass der Anteil überschuldeter männlicher Jugendlicher deutlich
über dem der überschuldeten weiblichen Altersgenossen lag (vgl. Lan-
ge, 2004; S. 156ff; SCHUFA, 2005). Bei Lange (2004) zeigten sich dop-
pelt so viele junge Männer wie Frauen überschuldet (9 % zu 4 %) (vgl.
Lange, 2004, S. 155f). Von allen Verschuldeten seiner Stichprobe waren
insgesamt 43 % der Teilnehmer, aber nur 35 % der Teilnehmerinnen
überschuldet. Die Ergebnisse von Reifner & Zimmermann (2005) im
Schuldenkompass bestätigen dies: In allen Altersgruppen waren die
Anteile der überschuldeten männlichen Befragten höher als die der
weiblichen. Mit zunehmendem Alter stieg der Anteil überschuldeter
männlicher Jugendlicher noch an36 (vgl. Reifner & Zimmermann, 2005,
S. 156).
36 Bei dieser Untersuchung fiel der Stichprobenumfang relativ gering aus (n=12)
und die CAWIN-Analysen waren durch einen Pilotcharakter geprägt. Dies er-
laubte noch keine kombinierten repräsentativen Interpretationsansätze auf
Bundesebene (vgl. Reifner & Zimmermann, 2005, S. 153).
Jugend, Konsum, Geschlecht und Identität
62
Bezüglich der Überschuldungsanlässe waren die Geschlechterunter-
schiede deutlich: Während sich männliche Jugendliche für Autos, Motor-
räder und elektronische Güter überschuldeten, taten weibliche dies für
Reisen, Einrichtungsgegenstände und Kleidung (vgl. Lange, 2004,
S.156ff). Wie auch bei der Verschuldung bevorzugten überschuldete
weibliche Jugendliche eher Eltern als Gläubiger als überschuldete
männliche Jugendliche (vgl. Lange, 2004, S. 158). Weibliche Jugendli-
che gaben eher als männliche an, dass eine unzureichende Wirtschafts-
planung eine Überschuldungssituation verursacht habe. Sie waren damit
eher bereit, eigene Defizite einzuräumen (vgl. Lange, 2004, S. 158). Ein
wesentliches Ergebnis, das Verschuldung und Überschuldung als Ar-
mutsphänomen kennzeichnete und den Fokus auf die Situation weibli-
cher Jugendlicher und junger Frauen in Deutschland lenkte, war Fol-
gendes: Für junge Frauen begünstigte die Geburt eines Kindes das
Überschuldungsrisiko erheblich (vgl. Lange, 2004, S. 157f). Auf diesen
Aspekt soll im weiteren Verlauf dieser Arbeit noch eingegangen werden
(vgl. Kapitel 10.1.). Wenig erstaunte in diesem Zusammenhang das Er-
gebnis von Reifner & Zimmermann (2005), demzufolge vorrangig junge
Frauen in finanziell prekäre Situationen gerieten trotz eines insgesamt
relativ geringen Überschuldungsanteils. In keiner anderen Lebensphase
zeigten sich Frauen stärker bedroht (vgl. Reifner & Zimmermann, 2005,
S.156).
6.2. Die Strukturkategorie Geschlecht
Im folgenden Kapitel soll die Analysekategorie Geschlecht zur Dispositi-
on gestellt werden. Inwiefern bietet sich die Erforschung des Phäno-
mens Jugendverschuldung aus diesem Blickwinkel an?
In der soziologischen Ungleichheitsforschung37 kommt neben der Kate-
gorie Schicht (oder Sozialstruktur) der des Geschlechts eine besondere
37 In der Soziologie wird von sozialer Ungleichheit allgemeint dann gesprochen,
wenn wertvolle Güter unter den Gesellschaftsmitgliedern nicht absolut gleich
verteilt sind und die Ungleichverteilung einer Systematik folgt, die auf die Posi-
Jugend, Konsum, Geschlecht und Identität
63
Bedeutung zu, denn im Unterschied zu anderen Dimensionen sozialer
Ungleichheit kann sehr umfassend nachgewiesen werden, dass das
Geschlecht jede Handlung durchzieht und gleichzeitig als Ordnungsmu-
ster des Gesellschaftlichen fungiert (vgl. Löw, 2003, S. 60). Deshalb wird
dieses Feld oder jene Dimension als maßgebliche Strukturkategorie
bezeichnet. In diesem Sinne beschreibt auch Schildmann (2000) Ge-
schlecht innerhalb der Forschung als „eine relativ stabile, sozial gefestig-
te Strukturkategorie“ (Schildmann, 2000, S. 59), die jedoch erst seit ca.
15 Jahren als eine solche akzeptiert ist (vgl. Löw, 2003, S. 65).
In den bisherigen Kapiteln wurden Geschlechterverhältnisse und ge-
schlechtstypisches Verhalten aus erziehungs- und sozialwissenschaftli-
cher, verhaltenspsychologischer Perspektive und aus Sicht der Ge-
schlechterforschung skizziert. Zu einer umfassenden interdisziplinären
Darstellung fehlen noch Aspekte soziologischer Forschung. Diese sollen
nachführend erörtert werden unter besonderer Berücksichtigung der
Strukturkategorie Geschlecht aus ebendieser Perspektive. Dabei kommt
es zu einer Zusammenschau o. g. einzeln aufgeführter Aspekte der Ge-
schlechterrollen, des Reproduzierens von Geschlechterverhältnissen
und der Einflüsse normativer Erwartungshaltungen auf das Selbstkon-
zepts von Menschen und das Zusammenspiel von Gesellschaft und sich
zu verortendem Indivudiuum.
Soziologinnen und Soziologen, die sich umfassend mit der Theorie der
Bildung und Erziehung befassen und gleichzeitig Parameter wie das
Geschlecht integrieren, sind selten geworden. Der französische Soziolo-
ge Pierre Bourdieu gehört zu den wenigen, die Bildungs- und Erzie-
hungsfragen in ihren Werken systematisch berücksichtigen und auch
Geschlechterverhältnisse einbeziehen. Auf Grund dessen und seines
komplexen Werkes hinsichtlich des Zusammenspiels von Bildung, Er-
ziehung und Gesellschaft wird seine Perspektive hier diskutiert.
tionierung im gesellschaftlichen Beziehungsgefüge zurückgeht (vgl. Hradil,
2001).
Jugend, Konsum, Geschlecht und Identität
64
Bourdieu (1997a, 1997c) geht von der soziologischen Basisannahme
aus, dass Gesellschaft von sozialen Strukturen, das heißt von einer sy-
stematischen und statistisch erhebbaren Verteilung materieller Ressour-
cen und Aneignungsoptionen seltener und begehrter Güter und Werte
durchzogen ist. Diese Verteilungsstrukturen bilden eine Matrix, welche
Handlungsmöglichkeiten formiert. Dabei nimmt Bourdieu an, und das
unterscheidet ihn von vielen anderen Soziologinnen und Soziologen,
dass Strukturen ein „Doppelleben“ (Wacquant, 1996, S. 24) führen, denn
sie funktionieren nicht nur als Verteilungskonstellationen, sondern auch
inkorporiert als symbolische Matrix des praktischen Handelns. Struktu-
ren leiten den Menschen damit nicht nur äußerlich, sondern verwirkli-
chen sich auch im Handeln, Verhalten als auch in Gedanken, Emotio-
nen, Wahrnehmungen und Urteilen sozialer Akteure. Dieser Aspekt
greift auf, was (wie in Kapitel 5.6. skizziert) Parsons (1968) entwickelte,
nämlich dass Geschlechterrollen das Selbstkonzept von Menschen be-
einflussen (vgl. Parsons, 1968, S. 31). Im Sinne Bourdieus bedeutet
dies, dass Strukturen nicht nur als Gesellschaftsordnungen existieren,
sondern auch als mentale Prägungen wirken. Die Grundhypothese der
Bourdieuschen Soziologie ist, dass zwischen den gesellschaftlichen
Strukturen und den inkorporierten Prägungen eine Korrespondenz be-
steht (vgl. Bourdieu, 1997a, 1997c; Löw, 2003, S. 44). Handeln richtet
sich nach den verinnerlichten Ordnungen und reproduziert auf diese
Weise gesellschaftliche Strukturen erneut.
Bourdieu hat die Geschlechterkategorie und ihre symbolische Implikati-
on differenziert in seinem Konzept der männlichen Herrschaft erarbeitet
(vgl. Bourdieu, 1997a, 1997c). Diese hält er für eine kollektive Mytholo-
gie, die eine bestehende soziale Ordnung – welche sich in der ge-
schlechtstypischen Teilung der biologischen sowie der sozialen Repro-
duktionsarbeit äußert – zum Ausdruck bringt und stetig reproduziert (vgl.
Bourdieu, 1997a, S. 156). Gemäß Bourdieu stellt die männliche Herr-
schaft eine besonders ausgeprägte Version einer allgemeineren Form
symbolischer Herrschaft dar, die sich in den sozialisierten Körpern (Ha-
Jugend, Konsum, Geschlecht und Identität
65
bitus) und in rituellen Praktiken niederschlägt (vgl. Bourdieu, 1997b, S.
219).
Das eigentliche Instrumentarium der symbolischen Herrschaft erkennt
Bourdieu in den symbolischen Teilungsprinzipien, die dem Erkennen,
Beurteilen und Handeln der Subjekte zugrunde liegen. Dabei stellt er die
These auf, dass alle Gegenstände und Praktiken der sozialen Welt nach
Unterscheidungen klassifiziert werden, die auf die gesellschaftlich kon-
struierte Dichotomie männlich / weiblich zurückführbar seien (vgl. Bour-
dieu, 1997a, S. 161). Bei diesen Unterscheidungen handelt es sich um
semantische Gegensatzpaare (z. B. aussen / innen, hell / dunkel, vorne /
hinten, positiv / negativ usw.), die sich auf einem höheren Abstraktions-
niveau als Gegensatzpaare zwischen Bewusstsein und Materie, Geist
und Körper beziehungsweise zwischen Kultur und Natur fortschreiben.
Als willkürliche Einteilungen und Klassifikationssysteme stellen derge-
staltige Differenzierungen allgemein gültige Wahrnehmungskategorien
dar, die jeweils auf Unterschiede verweisen, die in der Natur zu liegen
scheinen (vgl. Bourdieu, 1997a, S. 161). Die Unterscheidungen – es
handelt sich dabei um die fundamentalen Kategorien der jeweils herr-
schenden Weltsicht – stellen eine Semantik dar, die natürliche und rela-
tionale Eigenschaften symbolisch übernehmen. Als im Kern ver-
geschlechtliche Prinzipien des Einteilens strukturieren sie unser System
der Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungskategorien und fungieren in
ihrer individuellen praktischen Entfaltung als Wahrnehmungs-, Bewer-
tungs- und Handlungsprogramme. Wenn nach Bourdieu die Beherrsch-
ten in diesen geschlechtlich konnotierten Kategorien denken, sind ihre
Erkenntnisakte Taten der Anerkennung der herrschenden Weltsicht (vgl.
Bourdieu, 1997a, S. 177f). Bourdieu hält diese symbolischen (Ein-
)Teilungsprinzipien für Herrschaftsmittel, die die Verwandlung des will-
kürlichen Nomos (des vom Menschen gesetzten Rechts) in eine Not-
wendigkeit der Natur ermöglichen.
Jugend, Konsum, Geschlecht und Identität
66
Die herrschende Weltsicht verbreitet und reproduziert sich in Form sym-
bolischer Macht unter der Nutzung symbolischer Gewalt. Der Beherrsch-
te spricht (ohne freiwillige Einwilligung) die Sprache des Herrschenden
(zu der es oft keine Alternative gibt) und teilt mit diesem seine Erkennt-
nismittel, die dieses Herrschaftsverhältnis widerspiegeln. Dies hat die
Anerkennung der bestehenden Ordnungsverhältnisse durch den Be-
herrschten zur Folge, da dieser die magischen Grenzlinien zwischen
sich und dem Herrschenden akzeptiert. Der Beherrschte wirkt so an
seiner eigenen Unterdrückung mit, was wiederum der Absicherung der
Herrschaft zugute kommt. Symbolische Gewalt macht physische Gewalt
überflüssig, indem sie sich als unsichtbare Gewalt des Vertrauens und
der Verpflichtung vollzieht (vgl. Bourdieu, 1993a, S. 232). Sie führt zu
einer Verkennung und Verklärung von Herrschaftsverhältnissen. Sie
wirkt nicht in der Logik des wahrnehmenden Bewusstseins, sondern im
Dunkel der praktischen Strukturen des Habitus, in welchem sich die
symbolische Gewalt verkörperlicht. Symbolische Gewalt erhält ihre
Wirksamkeit also durch ihren Einfluss, den sie – neben der Auswirkung
auf das Bewusstsein – auf die Körper ausübt, wobei sich die Körper ge-
radezu dadurch auszeichnen, dass sie mögliche Erkenntnisse des Be-
wusstseins selten und zumeist verzögert verstehen (vgl. Bourdieu,
1997a, S. 215).
Die primären und sekundären Geschlechtsmerkmale von Frau und
Mann – und die daran ersichtlichen Geschlechtsunterschiede – markie-
ren als symbolische Stützen verdichtend den gesellschaftlich konstruier-
ten Geschlechterunterschied. Diese biologischen und anatomischen
Unterschiede, die für mehrere Konstruktionsarten offen wären (vgl.
Bourdieu 1997a, S. 215), dienen mit hoher Wirksamkeit der Rechtferti-
gung der sozial konstruierten Differenz. Aus ihnen wird die Teilung der
geschlechtlichen Arbeit (der biologischen Reproduktionsarbeit, insbe-
sondere Zeugung, Schwangerschaft, Gebären und Stillen) abgeleitet,
welche wiederum die Teilung der sozialen Reproduktionsarbeit zu recht-
fertigen scheint. Dies führt zu einer gelungenen Übereinstimmung zwi-
Jugend, Konsum, Geschlecht und Identität
67
schen Arbeitsteilung, Klassifikationsschemata sowie Geschlechtsorga-
nen und deren Funktionen, also zwischen objektiven, kognitiven und
biologischen Strukturen, aus der sich eine scheinbar selbstverständlich
gewordene Natur der Dinge ableiten lässt (vgl. Bourdieu, 1997a, S.
159).
Mit Hinblick auf die Einprägung der Herrschaftsverhältnisse in den indi-
viduellen Habitus spricht Bourdieu von der Somatisierung der symboli-
schen Herrschaft (vgl. Bourdieu, 1997a, S. 166ff). Soziale Konstruktio-
nen nehmen ihre Einschreibung in die Körper der Menschen – im Kon-
text der Sozialisation – die Erscheinungsform eines Naturgesetzes an.
Der Körper stellt dadurch ein Produkt eines umfassenden gesellschaftli-
chen Konstruktionsprozesses dar:
„Messen alle Gesellschaften (...) den augenblick-
lichen unbedeutenden Einzelheiten der Haltung,
des Auftretens, der körperlichen und verbalen
Darstellungsweisen einen so großen Wert bei, so
darum, weil sie, indem sie den Körper wie ein
Gedächtnis behandeln, ihm in gedrängter und
praktischer Form (...) die fundamentalen Prinzi-
pien der kulturellen Willkür zuweisen“ (Bourdieu,
1976, S. 200).
Im Falle der Geschlechter erfolgt die Somatisierung der zweigeschlecht-
lichen sozialen Ordnung als Generierung von zwei vergeschlechtlichen
Naturen in Körper und Geist (Habitus) im Sinne gesellschaftlich aufge-
zwungener Identitäten (vgl. auch Hagemann-White, 1988, S. 231). Kör-
perliche Emotionen sind ein Beispiel für die Einschreibung herrschender
Schemata in die Körper, welche für die Anerkennung der Herrschaft
funktional sind: Frauen reagieren, wenn sie sich öffentlich zur Schau
gestellt fühlen, häufiger als Männer mit Gefühlen der Scham, Schüch-
ternheit, Ängstlichkeit oder Bescheidenheit und überlassen damit (wenn
Jugend, Konsum, Geschlecht und Identität
68
auch unbewusst, aber mit anerkennender Wirkung) den Männern das
Ruder. Dies ermöglicht es letzteren, einen Diskurs im öffentlichen Raum
zu ihren Gunsten zu manövrieren. Derlei emotionale Reaktionen von
Frauen sind die Folge ihres strukturellen Ausschlusses von öffentlichen
Gemeinplätzen. Damit werden sie daran gehindert, sich die Dispositio-
nen anzueignen, die durch die Frequentierung solcher Gemeinplätze
erwerbbar sind und der Befähigung zur Teilnahme an den machtvollen
Spielen dienen, die auf eben diesen öffentlichen Plätzen ausgetragen
werden (vgl. Bordieu, 1997a, S. 189).
Die Produktion des Habitus, das heißt die Eingewöhnung der Körper in
eine symbolisch strukturierte und vergeschlechtliche Welt, vollzieht sich
in den Räumen familiärer und schulischer Erziehung und Bildung (vgl.
Bourdieu, 1997a, S. 186). Die gesellschaftliche Konstruktion der ver-
geschlechtlichen Körper verläuft über psychosomatische Aktionen im
Verlauf der Sozialisation, also über den Aufbau von Dispositionen und
Schemata (von vergeschlechtlichem Kulturkapital), die des Weiteren
unkontrollierte Gewohnheiten sowie unbewusste Triebe organisieren.
Die Entstehung von Geschlechterunterschieden und ihre Aufrechterhal-
tung können daher mit dem Prozess der Aneignung des Systems sinn-
voller erklärt werden als mit Merkmalen der Person (vgl. Hagemann-
White, 1988, S. 234), wobei die soziale Existenz eines Geschlechts an
einen spezifischen Habitus gebunden ist, der bestimmte Praktiken gene-
riert und andere verhindert (vgl. Meuser, 1998, S. 112).
In hohem Maße anschlussfähig an die Problematisierung des Verhält-
nisses zwischen Gender und Sex innerhalb der Geschlechterforschung,
nämlich einem Verständnis von Geschlecht im Sinne eines sowohl sozi-
al konstruierten gesellschaftlichen als auch biologisch historischen Kon-
strukts (vgl. u. a. Becker-Schmidt, 1993; Nicholson, 1994; Scott, 1986),
beschreibt Bourdieu Geschlecht als mythisch-rituelles System, das
gleichzeitig in den Einteilungen der sozialen Welt und in den Körpern
und Köpfen der Menschen existiert, wobei die Unterscheidung von Gen-
Jugend, Konsum, Geschlecht und Identität
69
der und Sex als eine Entgegensetzung von Körper und Geist im Habi-
tus-Konzept gerade außer Kraft gesetzt wird (vgl. Krais, 2001, S. 322).
Mit Einschreibung der vergeschlechtlichen Ordnungsverhältnisse in den
Habitus antizipieren und reproduzieren die Individuen Geschlecht – im
Sinne von „doing gender“ (vgl. Krais, 2001, S. 323; Meuser, 1998, S.
113; West & Zimmermann, 1987) – durch ihr vergeschlechtliches Den-
ken und Handeln. Dabei legitimieren sich die gesellschaftlichen Artefak-
te der weiblichen Frau und des männlichen Mannes als soziale Kon-
struktionen selbst durch ihre reklamierte Naturhaftigkeit (vgl. Meuser,
1998, S. 113).
Zusammenfassend können folgende relevante Erkenntnisse aus Bour-
dieus Werk für die Kategorie Geschlecht herauskristallisiert werden: Das
Geschlecht der, in diesem Fall, Schülerinnen und Schüler, ist Ausdruck
eines mythisch-rituellen Systems, das zeitgleich in den Einteilungen der
sozialen Welt und in den Körpern und kognitiven Schemata der Akteure
besteht. Als praxisleitendes Prinzip kommt dieses System in den Korre-
lationen zwischen Geschlecht und bestimmten Praxisformen der Schüle-
rinnen und Schüler zum Ausdruck. Geschlecht stellt damit einen Wir-
kungszusammenhang dar, der sich – als Folge der sozialen Position, die
Jugendlichen in der Familie, im Klassenverband, innerhalb der Gleichalt-
rigengruppe und anderswo zugewiesen werden – in die Disposition von
Schülerinnen und Schülern als weibliche bzw. männliche Eigenschaften
(im Sinne spezifisch strukturierter Kapitalien und deren symbolischen
Repräsentationen) einschreibt, wobei sich dadurch spezifische Interakti-
onsmuster zwischen Schülerinnen, Schülern, Lehrerinnen, Lehrern usw.
ergeben (vgl. dazu ausführlicher Durand-Delvigne & Duru-Bellat, 2001;
Hodges et. al 1999, S. 418ff).
Das Geschlecht schreibt sich jedoch auch tief in die Institutionen mit
ihren geschlechtstypischen Ausrichtungen und in die unser Alltagswis-
sen strukturierende Sprache immer wieder neu ein. Legitimiert durch
eine hochgradige Übereinstimmung von objektiven, kognitiven und bio-
Jugend, Konsum, Geschlecht und Identität
70
logischen Strukturen regelt es den Zugang der Jugendlichen zu sozialen
und kulturellen Ressourcen im Sinne verfestigter Handlungschancen
und -bedingungen nicht nur innerhalb einer bestimmten Institution (z. B.
Schule), sondern auch im Hinblick auf die Übergänge in vergeschlechtli-
che Instituionen (beispielsweise Berufsausbildung), womit die Lebens-
läufe der Schülerinnen und Schüler bereits zu einem frühen Zeitpunkt
geschlechtsspezifisch sozial standardisiert werden (vgl. Krüger, 1995).
Die Schülerin und der Schüler stellen demnach in ihrer Weiblich- und
Männlichkeit gesellschaftlich konstruierte Artefakte dar, denn die Verge-
sellschaftung der Physiologie, die sich daraus ergibt, dass sich physio-
logische Ereignisse in symbolische verwandeln, ist eine Folge kultureller
Willkür (vgl. Bourdieu, 1997, S. 199f). Um nicht der Gefahr einer überhi-
storischen Interpretation des bourdieuschen Konzepts der männlichen
Herrschaft zu erliegen, muss die Geschlechterkategorie gleichzeitig als
historisch entwickelte (und damit variable) sowie relationale, das heißt
Unabhängigkeiten beschreibende Größe verstanden werden (vgl. Klein
& Liebsch, 2001, S. 247): Weiblichkeiten können nicht ohne Männlich-
keiten gedacht werden, und das Verhältnis von unterschiedlichen Ge-
schlechtlichkeiten ist als Folge des sozialen Wandels in stetiger Verän-
derung begriffen.
Dieses durch Bourdieu beschriebene mythisch-rituelle System, das eine
Einteilung der sozialen Welt in Körper und Köpfe der sozialen Akteure
innerhalb des o. g. Systems bedeutet, verdeutlicht, wie unumgänglich es
ist, Verhalten und Phänomene unter Einbeziehung der Strukturkategorie
Geschlecht zu untersuchen.
Quantitative Untersuchung
71
VII. QUANTITATIVE UNTERSUCHUNG
7.1. Begründung der Untersuchung
Wie o. erörtert, stellt die Strukturkategorie Geschlecht eine Variable dar,
die faktisch in jeder empirisch-soziologischen und empirisch-
pädagogischen Untersuchung erhoben wird. Bei der Recherche zum
vorliegenden Projekt erschien es daher verwunderlich, dass Jugendver-
schuldung, ein bedeutendes Feld innerhalb der Konsumforschung, im
deutschsprachigen Raum noch nicht durchgängig und schwerpunktmä-
ßig aus dieser Perspektive untersucht wurde, da dies als Basisarbeit
angesehen werden kann und in verwandten Disziplinen eine Selbstver-
ständlichkeit darstellt. Aus Studien der sozialwissenschaftlichen Bil-
dungsforschung ist bekannt, dass sich die Unterschiede zwischen den
Geschlechtern bereits nivelliert haben (vgl. Eigler & Hansen et. al.,
1980). Dass die Einflüsse dieser Strukturkategorie auf das Jugendver-
schuldungsverhalten bislang nicht umfassend untersucht wurden (und
damit Entwicklungen dieser Einflüsse im Nachhinein nicht ermittelbar
sind), zeigt, wie sehr die Forschung im Bereich der Verbraucherbildung
innerhalb Deutschlands noch „in den Kinderschuhen“ steckt.
Den Einfluss der Kategorie Geschlecht auf das Jugendverschuldungs-
verhalten zu überprüfen, indem z. B. Datenmaterial bisheriger Studien
einer eingehenden Untersuchung unterzogen würden, schließt sich aus,
damit wie o. g., keine Studie bislang durchgängig nach Geschlecht diffe-
renzierte und so Verhaltensmuster, die sich durchziehen, nicht erkenn-
bar wären. Damit würde eine Gesamtsicht einzelner Verhaltensaspekte
im Kontext unmöglich. Davon abgesehen sind dann Kommunikations-
verhalten bezüglich der Verschuldung, der Umgang mit Geld von Ju-
gendlichen in Paarbeziehungen und Daten zum Wissensstand um Kredi-
te und ihre Kosten forschungsdesiderat. Darum erfolgt eine Erhebung
eigens zu diesem Zweck.
Die Überprüfung des Umgangs Jugendlicher mit Geld in Paarbeziehun-
gen ergibt sich daraus, dass die Perspektive der Strukturkategorie Ge-
Quantitative Untersuchung
72
schlecht die sozialen Dimensionen von Geld in den Blickpunkt rückt. Ein
wesentlicher Aspekt des frauentypischen Umgangs mit Geld zeigte sich
in Paarbeziehungen (vgl. Wimbauer, 2002; 2003). Um überprüfen zu
können, ob sich Geschlechterdifferenzen in o. g. Form auch im Umgang
mit Geld bei Jugendlichen in Paarbeziehungen fortsetzen, wird der ana-
lytische Blick auf jugendliche Paare und ihre Verflechtungen mit Geld
bzw. ihre Verhaltensweisen in diesem Kontext gerichtet, denn Paarbe-
ziehungen sind nicht nur Orte der Zuneigung, der affektiven Konstruktion
von Gemeinsamkeit, sondern in ihnen wird auch gemeinsam gewirt-
schaftet. Diese Perspektive, die auch soziologische Dimensionen des
Geldes mit einbezieht, wird dem Oikos, dem „Ganz[em] Haus“ gerecht.
Mit der fortschreitenden Entwicklung des Finanzdienstleistungssektors
sind Jugendliche mit einem Überangebot unterschiedlichster Finanz-
dienstleistungen konfrontiert: Die Mehrheit von ihnen nutzt Girokonten,
nimmt Ratenkredite in Anspruch, überzieht Konten (vgl. Lange, 2004, S.
153ff). Obgleich eine Wechselwirkung zwischen dem Erwerb zusätzli-
cher Informationen in diesem Themenkreis und entsprechendem Verhal-
ten bestätigt ist, denn das Vorhandensein von mehr Informationen führt
zu einem verbesserten Konsumverhalten (vgl. Braunstein & Carolyn,
2002, S. 452-453), existieren dem derzeitigen Erkenntnisstand nach
bislang keine wissenschaftlich fundierten Daten, wie es um den Wis-
sensstand Jugendlicher im Bereich Kredite und ihre Kosten bestellt ist
(vgl. Kapitel 4.2.).
Wie o. gezeigt, bilden Konsum und Konsumieren in unserer Gesellschaft
wichtige Handlungs- und Kommunikationsfelder, die Selbstverständnis
und Identität von (insbesondere) Jugendlichen wesentlich mitbestim-
men. Dabei sind Kompetenzen38 für einen selbstbestimmten und reflek-
38 Innerhalb dieser Arbeit wird sich auf den Kompetenzbegriff von Franz E.
Weinert bezogen, auf den sich sowohl die OECD in der Pisa-Studie und in Fol-
ge die DIPF-Expertise (vgl. Klieme et al, 2003) sowie der innerhalb des REVIS-
Projektes erarbeitete Referenzrahmen EVB bezieht (vgl. FG EVB, 2005, S.
25ff). Kompetenzen sind entsprechend an spezifische Gegenstände, Inhalts-,
Quantitative Untersuchung
73
tierten Umgang mit eigenen Wünschen und Bedürfnissen zentral für
eine gelingende Lebensführung und eröffnen Gestaltungs- und Teilha-
bechancen gleichermaßen. Verschuldungs- und Überschuldungssitua-
tionen infolge mangelnder Konsumkompetenz führen zu erheblichen
Belastungen für Individuen und Gesellschaft; ebenso ungenügende oder
fehlende Daseinsvorsorge.
Tatjana Rosendorfer (1998) stellte fest, dass das Konsumwissen von
Kindern und Jugendlichen in erster Linie ein vom Marketing etabliertes
Wissen darstellt, während ihnen Marketingmechanismen und -ziele ver-
borgen bleiben. Daraus folgerte sie, dass sich die Konsumkompetenz
von Kindern auf vom Markt gewünschte Kompetenzen reduziert (etwa
die Kenntnisse von Produkten und Marken, von Preisen und Geschäften
sowie die Artikulation von Konsumwünschen und Wissen um das dafür
benötigte Geld), während die Fähigkeiten zum kritischen Verbraucher-
verhalten aufgrund eines mangelnden Verständnisses ökonomischer
Zusammenhänge nicht entwickelt werden könne (vgl. Rosendorfer,
1998, S. 49).
Da die vorliegende Arbeit im Tätigkeitsfeld der Verbraucherbildung ent-
steht, sollen Daten zum Wissensstand der Jugendlichen in diesem
Rahmen erhoben werden, da Unwissenheit in finanziellen Angelegen-
heiten als ein wesentlicher Risikofaktor für die Entstehung von Ver-
schuldung Jugendlicher identifiziert werden konnte (vgl. Gabanyi, He-
medinger & Lehner, 2007a, S. 99).
Wissens- und Fähigkeitsbereiche gebunden und nach Weinert (2001) „die bei
Individuen verfügbaren oder von ihnen erlernbaren kognitiven Fähigkeiten und
Fertigkeiten, bestimmte Probleme zu lösen, sowie die damit verbundenen moti-
vationalen, volitionalen und sozialen Bereitschaften und Fähigkeiten, die Pro-
blemlösungen in variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll nut-
zen können“ (Weinert, 2001, S. 27f). Vertiefende Literatur dazu unter Weinert,
2001.
Quantitative Untersuchung
74
Im Forschungsprojekt REVIS („Reform der Ernährungs- und Verbrau-
cherbildung in allgemeinbildenden Schulen, 2003-2005)39 wurden inner-
halb eines konsens- und tragfähigen Rahmenverständnisses Kompeten-
zen und Standards für u. a. die Verbraucherbildung entwickelt. Die dort
benannten Kompetenzen zu überprüfen, ist in dieser ressourcenbe-
grenzten Arbeit leider nicht möglich. Außerdem liegt der Fokus dieser
Arbeit darauf, den Einfluss der Strukturkategorie Geschlecht auf ver-
schiedene Bereiche, die mit der Jugendverschuldung zusammenhän-
gen, zu überprüfen und nicht vorrangig darauf, Kompetenzen zu ermit-
teln. Daher sollen nur erste Daten erhoben und überprüft werden. Wie
oben erläutert, fehlt laut verschiedenen Studien Wissen im lebensprakti-
schen Umgang mit Geld (vgl. Gabanyi, Hemedinger & Lehner, 2007a, S.
99). Als Beispiel wurde genannt, dass sich Schülerinnen und Schüler
zwar ein Auto anschaffen, die Folgekosten jedoch nicht abschätzen
können (vgl. ebd.). Diesen alltagspraktischen Aspekten des Wissens im
Umgang mit Geld soll hier Rechnung getragen werden. Lebenszyklisch
bedingt werden Jugendliche zeitnah mit Anschaffungen von finanziell
größerer Tragweite konfrontiert, die eventuell durch Kredite finanziert
werden müssen (Führerschein, erstes Fahrzeug, Auszug aus dem El-
ternhaus verbunden mit einer ersten Haushaltsgründung). Daher wird in
einem Teil dieser Arbeit untersucht, wie es um den Wissensstand über
Kredite und ihre Kosten etc. bei Jugendlichen bestellt ist.
Die im Folgenden präsentierte Untersuchung hat explorativen Charakter
und dient der Überprüfung der aus dem Forschungsstand generierten
Hypothesen. Diese sollen einer ersten empirischen Überprüfung unter-
zogen werden. Dabei soll die Arbeit der Zielgruppenanalyse zur Weiter-
entwicklung der fachdidaktischen Diskussion für die schulische Verbrau-
cherbildung dienen.
39 Vertiefende Literatur zum Projekt findet sich im Schlussbereicht (Fachgruppe
Ernährung und Verbraucherbildung) (2005): Schlussbericht: REVIS Modellpro-
jekt. 2003-2005. Paderborn: Universität Paderborn und unter
URL:htp://fb6www.uni-paderborn.de/evb/forschung/revis/schlussbericht.html
[Stand 28. Februar 2010]
Quantitative Untersuchung
75
Eine Schwerpunktsetzung auf die Perspektive des Einflusses der Struk-
turkategorie Geschlecht stellt eine mögliche Perspektive dar, die zu ei-
ner Erweiterung und Fortführung obiger theoretischer Debatte zu Ge-
schlechterverhältnissen und gesellschaftlichen Liberalisierungstenden-
zen notwendigerweise erforscht werden muss.
Die ausschließliche Betrachtung der Strukturkategorie Geschlecht läuft
Gefahr, die Verwobenheit mit anderen Kategorien zu vernachlässigen.
Wie o. dargestellt, muss mitgedacht werden, dass Heranwachsende in
ihren Lebenskontexten sehr ungleiche Voraussetzungen und Chancen
vorfinden. Aus diesem Bewusstsein für ungleiche Chancen und Risiken
werden in der empirischen Sozialforschung die Strukturkategorien Ge-
schlecht und soziale Herkunft bzw. Sozialstatus zunehmend häufiger
erhoben (vgl. BMFSFJ, 2009 S. 47).
Gesamtgesellschaftliche Entwicklungstendenzen wie die der Pluralisie-
rung, Individualisierung und Differenzierung werden im Hannoveraner
Modell40 differenziert dargestellt, das sich als Erweiterung des klassen-
theoretischen Habitus-Ansatzes (vgl. Vester et. al., 2001) von Bourdieu
und den Sinus-Milieus der Marktforschung versteht. In das mehrschich-
tige Hannoveraner Modell fließen Herrschafts- und Machtverhältnisse
ebenso wie grundlegende Wertorientierungen und Traditionslinien der
Autoritätsbindung und der Eigenverantwortlichkeit auf Grundlage von
kulturellem und ökonomischem Kapital nach Bordieu ein. Diese Eintei-
lung basiert auf der Annahme, dass Lebensweise und Werteorientierung
stärker als soziodemographische Gruppierungen mit den Parametern
40 Das Hannoveraner Modell der sozialen Milieus (vgl. Vester et. al., 2001) ba-
siert auf aktuellen Daten für Deutschland und entwickelt das Bourdieusche Mo-
dell weiter. Darin aufgegriffen wird der Bourdieusche Ansatz, der mit Milieutheo-
rien der Marktforschung zu einem neuen milieutheoretischen Ansatz weiterent-
wickelt wird. Dies erfolgt auf Grund der Überlegung, dass Bourdieu als Vertreter
des Kohärenzparadigmas innerhalb aktueller soziologischer Diskussionen in
Abgrenzung zu Becks Individualisierungsthese gesehen wird. Vester et. al.
(2001) folgen dem Ansatz Bourdieus in Grundsätzen und überzeugen durch
Differenziertheit des methodischen Zugangs und den daraus erhaltenen empiri-
schen Daten. Vertiefende Literatur dazu siehe Vester et. al., 2001.
Quantitative Untersuchung
76
Einkommen, Bildung und Beruf differenzieren (vgl. Nowak & Plöger,
1997). Auf der gleichen Grundlage stehen auch die Studien der Gesell-
schaft für Konsumforschung (Nürnberg) von 1989, 1995 und 1998, die
mit Hilfe von 14 Typen die unterschiedlichen Lebensstile beschreiben.
Wichtig für diese Arbeit ist die Feststellung und Wahrnehmung der Diffe-
renziertheit der Lebensstile und des Auseinanderdriftens derselben. Um
zuverlässige Aussagen zu einer Verortung der Schülerinnen und Schü-
ler innerhalb dieses Modells treffen zu können, wären umfangreiche
Erhebung von soziokulturellen und sozioökonomischen Daten notwen-
dig. Die begrenzten Ressourcen der vorliegenden Untersuchung erlau-
ben diese Prüfung leider nicht. Daher wird in der hier vorliegenden Un-
tersuchung die Variable „besuchte Schulform“ als Indiz für soziale Diffe-
renzierungen gewählt. In der Ungleichheitsforschung41 innerhalb der
Soziologie und Bildungsforschung herrscht Konsens darüber, dass über
Bildung soziale Ungleichheit in besonderem Maße hergestellt wird: Über
die Differenz von gebildet / ungebildet bzw. über den Erwerb / Aus-
schluss von Bildungszertifikaten werden Bildungsinstitutionen als Horte
der Reproduktion sozialer Ungleichheit und als Schaltstellen für mögli-
che Veränderungen angesehen (vgl. z. B. Geißler, 1994; Timmermann
et al., 1994, S. 19).
Dabei wird in der folgenden Untersuchung zwischen den Schulformen
Gymnasium und Berufskolleg unterschieden, denn innerhalb der Bil-
dungsforschung werden Jugendliche mehrheitlich in die Gruppen, die
das Gymnasium besuchen, und diejenigen, die nicht das Gymnasium
sondern andere Schulformen (Haupt-, Real-, Berufschulen) besuchen,
eingeteilt (vgl. Köhler, 1992), da sich (nach wie vor) besonders am
Gymnasium soziale Disparitäten hinsichtlich der Bildungsbeteiligung
außerordentlich wirksam zeigen:
41 In der Soziologie wird von sozialer Ungleichheit allgemein dann gesprochen,
wenn wertvolle Güter unter den Gesellschaftsmitgliedern nicht absolut gleich
verteilt sind und die Ungleichverteilung einer Systematik folgt, die auf die Posi-
tionierung im gesellschaftlichen Beziehungsgefüge zurückgeht (vgl. Hradil,
2001).
Quantitative Untersuchung
77
„So beträgt zum Beispiel die Chance eines Ju-
gendlichen aus einem Facharbeiterhaushalt, ein
Gymnasium anstelle einer anderen Schulform zu
besuchen, ungefähr 3:17. (...) Für Jugendliche,
die aus Familien der oberen Dienstklasse stam-
men, betragen die Chancen, ein Gymnasium
statt einer anderen Schulform zu besuchen, in
etwa 1:1 (Baumert & Schümer, 2001,S. 372).“
Nirgendwo in Europa ist der Schulerfolg so eng an den Sozialstatus
bzw. die formale Ausbildung der Eltern gekoppelt wie in Deutschland
(vgl ebd.).
Als zweites Untersuchungsfeld wird das Berufskolleg ausgewählt, da
dies die einzige Schulform ist, in der Schülerinnen und Schüler mit glei-
cher Altersstruktur wie jener der Oberstufe Gymnasium untersucht wer-
den können. Durch diese weitere Ausdifferenzierung soll einer katego-
rialen Singularität entgegengewirkt werden. Trotz der Beachtung der
Verwobenheit der Kategorien Geschlecht und Status wird der Schwer-
punkt der Untersuchung auf der Betrachtung des Einflusses der Struk-
turkategorie Geschlecht liegen. Daher werden Statusaspekte als Ein-
fluss z. B. auf den Umgang mit Geld etc. und die entsprechende Litera-
tur nicht eingehend analysiert, sondern interaktive Bedingungen nur
marginal innerhalb der Diskussion an Punkten erörtert, an denen Sta-
tusdifferenzen bzw. Verwobenheiten auffällig werden und zu einem bes-
seren Verständnis des Forschungsschwerpunktes führen.
Die für die vorliegende Studie benötigten Daten werden anhand eines
schriftlichen Fragebogens (s. Anhang) ermittelt. Die Beantwortung durch
die Jugendlichen nimmt ca. 45 Minuten in Anspruch. Die Fragebögen für
die Schülerinnen und Schüler der Gymnasien und der Berufskollegs sind
formal wie inhaltlich identisch. Zur formalen Ausrichtung erscheint es
Quantitative Untersuchung
78
sinnvoll, die Antworten derart zu formulieren, dass sie einheitliche, wie-
derkehrende Schemata aufweisen, um eine Konzentration auf inhaltliche
Aspekte zu ermöglichen und entsprechend Abläufe zu vereinfachen.
7.2. Hypothesen
Aus der theoretischen Diskussion der vorherigen Kapitel kann abgeleitet
werden, dass weibliche und männliche Jugendliche inkorporierte Ge-
schlechterverhältnisse reproduzieren, d. h., dass sie Geschlecht durch
die Einschreibung der vergeschlechtlichen Ordnungsverhätlnisse in den
Habitus aktiv in ihrem Denken antizipieren und durch ihr Handeln repro-
duzieren im Sinne des doing gender (vgl. Bourdieu, 1997a, 1997c; Krais,
2001, S. 323; Meuser, 1998, S. 113; West & Zimmermann, 1987). Nach
dem Stand der Literatur kann angenommen werden, dass Jugendliche
sich hinsichtlich der Verschuldung dabei, trotz gesellschaftlicher Libera-
lisierungstendenzen bezüglich der Weiblichkeits- und Männlichkeitsbil-
der, an expressiven tradionellen Geschlechterrollen orientieren; sowohl
Befunde aus anderen wie verwandten Bereichen (vgl. Schlabs, 2007, S.
38; Schmedt, 2000; Wrede, 2006, S. 4ff) als auch erste Ergebnisse zu
den Geschlechterdifferenzen hinsichtlich des Jugendverschuldungsver-
haltens deuten diesen Fortbestand an (vgl. Kapitel 6.1.).
Dabei wird angenommen, dass die wesentliche Rolle, die Geschlechter-
differenzen bei der Jugendverschuldung spielt, zu Teilen durch die Ver-
unsicherung in Bezug auf die eigene Identität und die Entwicklung der
Geschlechterrolle erklärt werden kann: Geschlechterdifferenzen spielen
eine besondere Bedeutung in der Adoleszenz (vgl. Flaake, 2006, S. 29).
Die Entwicklung der Geschlechterrolle verläuft über die Abgrenzung vom
Gegengeschlechtlichen und die Entwertung deselben und all dem, was
gegengeschlechtlich männlich oder weiblich konnotiert ist (vgl. Flaake,
2006, S. 31; Grundmann, 2006, S. 100). Durch diese Abgrenzung wer-
den Geschlechterdifferenzen in besonderem Maße inszeniert und eta-
bliert (vgl. Frosh, 2002; Phoenix & Frosh, 2005), um sich selbst in der
zweigeschlechtlichen Gesellschaftsstruktur verorten und Identitäts-
Quantitative Untersuchung
79
aspekte der eigenen Geschlechterrolle ausbilden zu können (vgl. Flaa-
ke, 2006, S. 29).
Orientieren sich Jugendliche eher an expressiven traditionellen Ge-
schlechterrollen, werden demzufolge weibliche Jugendliche hinsichtlich
des Verschuldungsverhaltens eher risikoscheu, passiv, hilfsbereit und
angepasst agieren (Alfermann, 1996, S. 16ff; Becker-Schmidt, 2007, S.
64f; Hausen, 1976, S. 364-368; Popp, 2002, S. 44), während männliche
Jugendliche eher risikofreudig, aktiv, egoistisch und unbekümmert auf-
treten werden (vgl. Alfermann, 1996, S. 16ff; Hausen, 1976, S. 363-393).
Wenn weibliche Jugendliche eher risikoscheu bzw. vorsichtig, hilfsbereit
und angepasst agieren, dann wird dies im Verschuldungsverhalten in
der Form sichtbar werden, dass weibliche Jugendliche eher (gegenüber
männlichen)
- anteilig geringer verschuldet und überschuldet sind (auch mit
Hinblick auf die Vergangenheit und unabhängig davon, ob sie
noch im Elternhaus oder bereits im eigenen Haushalt mit
oder ohne Partner leben).
- grundsätzlich inoffizielle Gläubiger, vorzugsweise Eltern, vor
offiziellen favorisieren,
- mit geringeren Summen verschuldet bzw. überschuldet sind,
da das Risiko mit kleineren Beträgen kalkulierbarer erscheint,
- seltener und mit geringeren Summen ihren Dispositionskredit
in Anspruch nehmen,
- schneller tilgen, eher so schnell wie möglich tilgen,
- belastet sind, wenn sie Schulden nicht zur vereinbarten Zeit
zurückzahlen können,
- es als unangenehm empfinden, selbst kleinere Beträge aus-
zuleihen
- eine geringere Neigung zur Verschuldung zeigen, da ihnen
Schulden unangenehmer sind als männlichen Jugendlichen.
Wie o. g. konstatierte Zimmermann (2004a) hinsichtlich der
Quantitative Untersuchung
80
Verschuldungsneigung, dass mehr männliche Jugendliche
dazu bereit waren, Verzicht zu üben und sich nicht zu ver-
schulden, während sich weibliche Jugendliche unentschlos-
sen zeigten. Der Befund in Zimmermanns Studie (2004a) wie
in anderen einschlägigen Untersuchungen zeigt die deutliche
Überrepräsentation männlicher Jugendlicher in Bezug auf
Verschuldung. Dieser Sachverhalt führt zu der Annahme,
dass weibliche Heranwachsende, unentschlossen in einer
konkreten Entscheidungssituation, Verschuldung vermeiden
würden. Von dieser Annahme wird im weiteren Verlauf dieser
Untersuchung ausgegangen.
- dem Sparen gegenüber offen eingestellt zeigen;
- es als unangenehm empfinden, selbst um Schuldenrückgabe
zu bitten;
- bereit sind, Bürgschaften für andere Personen zu überneh-
men;
- bereit sind, anderen durch das Verleihen von Geld zu helfen;
- häufiger über persönliche finanzielle Angelegenheiten kom-
munizieren;
- generell offener im Gespräch über finanzielle Belange und
kommunizieren und sich häufiger in Folge einer Verschul-
dungssituation austauschen.
Wie o. dargestellt, zeigten darüber hinaus Frauen einen spezifischen
Umgang mit Geld sowohl in Paarbeziehungen (vgl. Wimbauer, 2003;
Wimbauer et. al, 2002) als auch in Neigungen und alltäglichen Handlun-
gen (vgl. Duprée, 1998; Keuler, 1996; Königswieser, 1990; Wrede,
1998). Bislang wurde nicht empirisch untersucht, ob diese Verhaltens-
weisen weiterhin an Jugendliche tradiert werden bzw. ob sich noch Ten-
denzen im Verhalten gemäß traditioneller Geschlechterrollen in eben-
diesen Bereichen nachweisen lassen. Zudem sind die Befunde des spe-
zifischen Umgangs von Frauen mit Geld veraltet, da sie überwiegend
aus den 1990er Jahren stammen. Es stellt sich die Frage der Aktualität
Quantitative Untersuchung
81
vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Entwicklungen, z. B. bezüglich
des Schulerfolges von Mädchen (vgl. van Ackeren & Klemm, 2009, S.
86) und des o. skizzierten Mädchenbildes. Zeigen sich im weiteren Ver-
lauf dieser Arbeit im Verhalten weiblicher und männlicher Jugendlicher
eher Indizien o. g. gesellschaftlicher Liberalisierungstendenzen oder
werden eher Spuren althergebrachter Sozialisationsmechanismen sicht-
bar? Wenn sich o. g. traditionelles geschlechterstereotypes Rollenver-
halten in Paarbeziehungen (vgl. Wimbauer, 2003; Wimbauer et. al,
2002) als auch in Neigungen und alltäglichen Handlungen (vgl. Duprée,
1998; Keuler, 1996; Königswieser, 1990; Wrede, 1998) fortsetzt, wird
sich das darin widerspiegeln, dass weibliche Jugendliche (eher als
männliche).
- weniger häufig die Rechnung für beide beim gemeinsamen
Ausgehen übernehmen bzw. eher dazu tendieren, die Rech-
nung aufzuteilen oder sich einladen zu lassen,
- die Entscheidung über größere Anschaffungen ihrem Partner
überlassen (möchten), da sie sich nur ungern mit Geld aus-
einandersetzen (vgl. Wrede, 1998, S. 17) oder eher gemein-
sam entscheiden (möchten), da ihnen ein Konzept von „eige-
nem“ Geld möglicherweise fremd ist und sie selbstverdientes
Geld u. U. in die Beziehung miteinfließen lassen (vgl. Wim-
bauer, 2002, S. 282),
- selten beanspruchen, allein oder zusammen mit ihrem Part-
ner einen Mietvertrag abschließen.
Wie o. dargelegt, stellt einen weiteren Bereich frauentypischen Verhal-
tens im Umgang mit Geld ihr geringeres Wissen in finanziellen Angele-
genheiten dar (vgl. Commerzbank, 2003; Wrede, 2006). Wenn sich hin-
sichtlich des Wissens in finanziellen Angelegenheiten Jugendliche weiter
an o. g. Verhaltensweisen orientieren, werden weibliche Jugendliche,
trotz ihres Schulerfolges bzw. ihrer besseren Leistungen in allen Schul-
fächern außer Physik und Mathematik (vgl. van Ackeren & Klemm,
2009, S. 86), im Bereich des Wissens um Kredite und ihre Kosten einen
Quantitative Untersuchung
82
geringeren Wissensstand aufweisen als ihre männlichen Altersgenos-
sen.
Methode
83
VIII. METHODE
8.1. Die Inhalte des Fragebogens
Der Fragebogen setzt sich aus 49 geschlossenen Fragen, 9 offenen und
fünf kombinierten Fragen zusammen. Dabei erfassen die Fragen folgen-
de Inhaltsbereiche42: Soziodemografische Angaben zu den Jugendli-
chen und den Eltern, Angaben zur finanziellen Situation der Jugendli-
chen, zum Verschuldungsverhalten, zum Umgang mit Geld in Paarbe-
ziehungen, zu ihrem Wissensstand zum Thema Geld und Sonstigem43.
Soziodemografische Angaben
Insgesamt 11 Fragestellungen erfassen Geschlecht, Schule, Klasse,
Nationalität, Alter, Familienstand und Wohnform der Jugendlichen sowie
Beruf und Bruttoeinkommen der Eltern. Beruf und Bruttoeinkommen der
Eltern dienen als Merkmale des Bildungsstandes und der ökonomischen
Situation der Herkunftsfamilie. Dabei findet sowohl bei den Fragestel-
lungen als auch bei den anschließenden Analysen eine Orientierung an
dem Klassenschema von Erikson und Goldthorpe (1992) statt. Diese Art
der Klassifikation wird derzeit in fast allen international vergleichenden
Untersuchungen angewendet. Um Eltern innerhalb der Sozialstruktur
verorten zu können, werden Berufsstatus (was zu großen Teilen Bil-
dungsstatus beinhaltet) und Haushaltseinkommen erfasst. Damit werden
zugleich wichtige Ressourcen benannt, die auch ihren Kindern für Kon-
sumzwecke zur Verfügung stehen.
42 Soziodemografische Angaben der Jugendlichen (S 1 bis S6 [Diese Fragen
kennzeichnen die unnummerierten Fragen zu Beginn des Fragebogens] (vgl.
Anhang) und Fragen 3 bis 5 sowie die Angaben der Eltern Fragen 6 bis 8), An-
gaben zur finanziellen Situation der Jugendlichen (Fragen 20 bis 25), Verschul-
dungsverhalten (Fragen 10 bis 19, 21, 22, 26 bis 30 und 58 bis 59), Umgang
mit Geld in Paarbeziehungen (Fragen 54 bis 57), Wissen (Fragen 40 bis 51),
sonstige (Fragen 1, 2 und 53).
43 Weitere Untersuchungssegmente, die sich in oben aufgeführte Kategorien
nicht eindeutig einordnen lassen, umfassen Untersuchungen nach Teilnahme
an Präventionsprogrammen bezüglich dieses Themenkomplexes in der Ver-
gangenheit und im letzten Punkt Wünsche bezüglich der Aufklärungsarbeit.
Speziell geht es um die Meinung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu dem
Stellenwert der Schule innerhalb der Aufklärungsarbeit. Diese Fragestellung ist
von besonderem Interesse, da alle Expertinnen und Experten die Relevanz der
schulischen Verbraucherbildung oder eines ähnlichen Faches betonen, die
Meinung der Jugendlichen dazu jedoch bislang nicht ermittelt wurde.
Methode
84
Angaben zur finanziellen Situation
Die Voraussetzungen für Konsum sind finanzielle Mittel. Um ökonomi-
sche Hintergründe ermitteln zu können, werden Fragen zur finanziellen
Situation gefasst, die aus dem unveröffentlichten standardisierten Fra-
gebogen von Lange (2004) stammen und dort bereits validiert wurden
(F20, F21, F22, F24, F25).
Zur Verschuldungssituation und zum Verschuldungsverhalten
Indikatoren für Risikoscheu, Passivität, Hilfsbereitschaft, Anpassung
oder Risikofreude, Aktivität, Egoismus, Unbekümmertheit müssen für die
folgende Untersuchung nicht exploriert werden, da auf den unveröffent-
lichten standardisierten Fragebogen zurückgegriffen werden kann, der
bereits in Langes Studie (2004) zum Einsatz kam und dort validiert wur-
de. Die Fragen S1 bis S5, F3 bis F5 bis F9, F20 bis F23, F25 bis F27,
F29, F33, F34 sind diesem Fragebogen entnommen, die weiteren selbst
konzipiert und hinzugefügt. Wenn dieser Fragebogen anhand der Struk-
turkategorie Geschlecht ausgewertet bzw. durchgängig nach Geschlecht
differenziert wird, ergeben sich in der Konstrastierung zwischen den
Angaben weiblicher und männlicher Jugendlicher erste Hinweise, die
Rückschlüsse auf spezifisches weibliches bzw. männliches Verschul-
dungsverhalten zulassen.
Der Fragebogen erhebt Anteile der Verschuldeten und Überschuldeten,
Häufigkeit, Höhe, Gläubigerstrukturen und Tilgungsverhalten (F13-F18,
F26-F30).
Verschuldungsanteile ergeben sich aus den Daten zur finanziellen Situa-
tion der Jugendlichen, und auch die Grenzziehung zwischen Geldaus-
borgen und Verschuldung sowie Überschuldung erfolgt anhand dieser
Daten. In anderen Untersuchungen zur Jugendverschuldung hatte sich
die Grenzziehung zwischen Geldausborgen und Verschuldung bewährt,
die als Grenze die Summe einer durchschnittlichen, monatlichen Ein-
kunft festlegte (vgl. Hemedinger, Lehner & Gabanyi, 2007b, S. 13) und
Methode
85
eine Grenzziehung zwischen Verschuldung und Überschuldung, welche
alle Summen, die das Dreifache der Monatseinkünfte überstiegen, als
eine Überschuldung benannte (vgl. ebd.). Daran soll hier angeknüpft
werden. So wird im Folgenden der Median der einzelnen Teilgruppen
herangezogen, um diesen zu verdreifachen, und Verschuldungsbeträge,
die diese Summe übersteigen, als Überschuldung zu identifizieren.
Wie oben skizziert, werden Dispositionskredite bei den bisherigen Daten
über Verschuldungsanteile nicht berücksichtigt. So sollen an dieser Stel-
le separate Analysen zu Inanspruchnahme und Umfang von Dispositi-
onskrediten erläutert werden. Dies beginnt mit Daten zur Inanspruch-
nahme von ebensolchen (F14-15).
Die Jugendlichen werden hinsichtlich emotionaler Aspekte des Geld-
ausborgens befragt. Dabei können sie angeben, ob es ihnen unange-
nehm ist, jemanden um 20 ! zu bitten, sich diese auszuleihen (F12),
oder ob dies für sie eine Selbstverständlichkeit darstellt. Damit sollen
Aspekte der Einstellung zur Verschuldung und Verschuldungsneigungen
exploriert werden (ebenso F11), um Anteile und emotionale Aspekte des
Verschuldungsverhaltens einordnen zu können.
Durch die Erfassung der Höhe einer eventuell existierenden Verschul-
dung mit Hilfe zweier Fragen, einer geschlossenen, die sowohl zeitliche
Dimension und Gläubigerstrukturen beinhaltet (F26), als auch einer of-
fenen Fragestellung, die darauf aufbaut und zusätzlich zu o. g. Aspekten
den Verschuldungsanlass beleuchtet (F27), werden aufeinander auf-
bauende Strukturen berücksichtigt (vgl. Mummendey, 1987, S. 37). Die-
se Sparte dient gleichermaßen der Erfassung einer Überschuldungssi-
tuation. Um Rückschlüsse auf Verhaltensweisen bezüglich der Vergan-
genheit ziehen zu können, werden solche ab dem 15. Lebensjahr mit-
einbezogen (F29).
Methode
86
Hinsichtlich der Gläubigerstrukturen gilt als gesichert, dass Jugendliche
eher zu Gleichaltrigen und Familienangehörigen denn zu offiziellen Kre-
ditgebern tendieren, wobei mit steigendem Alter letztere zunehmen (vgl.
Gabanyi, Lehner & Hemedinger, 2007b, S. 20). Während einige Fragen
explizit Banken als Kreditgeber untersuchen und in diesem Zusammen-
hang sowohl Dispositionskredite als auch entsprechende Beträge über-
prüfen (F15-16), schließen andere Fragen inoffizielle Kreditgeber durch
die Benennung derselben mit ein (F26-F27, F29).
Die Überprüfung des Tilgungsverhaltens erfordert ausschließlich die
Erfassung der verschuldeten bzw. überschuldeten Heranwachsenden
(F30). Anhand der Items werden nicht nur zeitliche, sondern auch mone-
täre Ausmaße der Situation sichtbar gemacht. Um eventuelle Motive
hinter dem Rückzahlungsverhalten identifizieren zu können, wird nach
Tilgungszeiträumen in Verbindung mit weiteren Aspekten und damit ver-
bundenen Emotionen oder Abhängigkeiten von Gläubigerstrukturen etc.
gefragt (F18).
Um den Grad der Verschuldungsbereitschaft erfassen zu können, wer-
den die Jugendlichen gefragt, wie sie sich in dem Falle eines Konsum-
wunsches verhalten (würden), den sie sich angesichts ihrer finanziellen
Situation zur Zeit nicht erfüllen können (F 10). Die Antwortoptionen vari-
ieren vom Geldausborgen bei unterschiedlichen Gläubigern, dem Ein-
satz von Erspartem bis hin zum Verzicht.
Die Fragen 11 und 12 betreffen ebenfalls die Einstellung der Jugendli-
chen zur Verschuldung. Dabei werden Obergrenzen der Beträge sowie
Reaktionen auf psycho-sozialer Ebene ermittelt. Dieser Teil der Befra-
gung tangierte den sensiblen Bereich des Umgangs und eventuelle Fol-
gen einer Verschuldung, die nicht allein zu einer ökonomischen, sondern
auch zu einer psycho-sozialen Destabilisierung führen können (vgl.
Korczak, 2003a; Korczak & Pfefferkorn, 1990, 1992). Um die Illustration
zu vervollständigen, widmet sich eine Frage der Einstellung zum spar-
Methode
87
samen Umgang mit Geld (F19). Hier wird deutlich wertend formuliert, um
Teilnehmende zu eindeutigen Aussagen zu bewegen.
Die Fragen 58 und 59 erfassen die Verleihbereitschaft und die tatsächli-
chen Verleiherfahrungen der Jugendlichen. Alle Teilnehmer und Teil-
nehmerinnen werden dabei zunächst im Konjunktiv befragt, ob sie Geld
an vorgegebene Personengruppen verleihen würden, wenn diese unbe-
stimmte Summen benötigten (s Anhang, Frage 58). Im nächsten Schritt
wird erhoben, ob sie an identisch gewählte Personengruppen auch tat-
sächlich schon einmal unbestimmte Summen verliehen haben (s. An-
hang, Frage 59). Bei den ausgewählten Personengruppen handelt es
sich um Eltern und Geschwister, Verwandte, engste Freunde, Partner
oder Partnerin und um die Option „Ich helfe fast allen gerne, indem ich
Geld verleihe“.
Um die Erfahrungen der Jugendlichen hinsichtlich des Ausborgens von
Geld mehrperspektivisch untersuchen zu können, wird weiterhin erho-
ben, inwieweit sie selber Geld und / oder Sachgegenstände an andere
verleihen, und ob diese Erfahrungen positiv oder negativ ausfallen, d. h.
ob sie Verliehenes ohne mehrmaliges Erinnern zurückerhalten oder an
die Rückgabe mehrfach erinnern müssen (F31, 32).
Die Fragen 33 bis 35 erfassen die Kommunikationsstrukturen im Bereich
persönlicher finanzieller Angelegenheiten. Die Jugendlichen werden
daraufhin untersucht, ob und mit wem sie über Finanzen, Einkommen,
Ausgaben etc. sprechen. Dabei soll überprüft werden, ob sich eine Ta-
buisierung von Geld unter Jugendlichen fortsetzt, welche Ansprechpart-
ner sie aufsuchen und ob Verschuldungssituationen ein Thema darstel-
len.
Zum Umgang mit Geld in Paarbeziehungen
Um das Verhalten Jugendlicher in Bezug auf den Umgang mit Geld in
Paarbeziehungen zu untersuchen, werden als Indikatoren die Rech-
Methode
88
nungsübernahme (F55), die Entscheidungsarragements über kostenin-
tensive Anschaffungen (F54), und die Festschreibung der Parteien im
Mietvertrag (F56) benannt.
Die Frage um die Festschreibung im Mietvertrag im Falle einer gemein-
samen Wohnung mit Partner / Partnerin wird aufgegriffen, da auf viele
Jugendliche diese Entscheidung zeitnah zukommen wird. Dabei machen
sich Paare in der Regel wenig Gedanken um mietrechtliche Folgen des
Zusammenziehens (vgl. Berliner Mieterverein e. V., 2002, S. 27). Wird
die Beziehung beendet, kommt es in vielen Fällen zu Räumungsklagen
(vgl. a.a.O., S. 28), denn nichteheliche Beziehungen sind in vielen Punk-
ten nach wie vor weniger geschützt als die Ehe. Trennt sich etwa ein
nicht verheiratetes Paar, muss derjenige, der nicht im Mietvertrag fest-
geschrieben ist, sofort ausziehen, entweder, weil ihn der Hauptmieter
dazu veranlasst oder weil dieser die Wohnung insgesamt kündigt. Dabei
bestehen auf Seiten desjenigen, der nicht im Mietvertrag steht, keinerlei
rechtliche Ansprüche (z. B. keinerlei Kündigungsfristen) (vgl. a.a.O., S.
31). Dies verdeutlicht die Relevanz, sich mit diesem Thema auseinan-
derzusetzen einerseits und andererseits die Machtverhältnisse, die die-
se Fragestellung impliziert.
Über die Arragements, wer beim gemeinsamen Ausgehen die Rechnung
bezahlt, entscheiden individualistische Konzepte, die von den Paaren
entworfen, und über die Einstellungen transportiert werden (vgl. Hartung
& Rohowski, 2008, S. 2). Dabei zeigt sich in relativ direkter Form, ob
eher an konservativen Verhaltensweisen festgehalten wird (wenn in die-
sem Fall der junge Mann die Rechnung für beide übernimmt) oder stär-
ker individualisierte Verhaltensweisen (zumeist getrennte Rechnungs-
übernahme) bevorzugt werden (vgl. ebd.).
Methode
89
Zum Wissensstand um Kredite und ihre Kosten
Zur Ermittlung des Wissens um Kredite und ihre Kosten kommen eigens
dafür entwickelte Fragen zum Einsatz (F40-F51). Als Indikatoren werden
gewählt das Wissen um
• Vergleichsoptionen bei Krediten (F40),
• bargeldlosen Zahlungsverkehr (F41),
• Anlegemöglichkeiten hinsichtlich des langfristigen Sparens (F42),
• Voraussetzungen für die Eröffnung eines Girokontos (F43),
• Vergleichsoptionen von Kreditkosten (F44),
• die Nutzung eines Dispo-Kredites (F45),
• die Einordnung des Begriffes Überschuldung (F46),
• die Einordnung des Begriffes Schulden (F47),
• die Einordnung des Begriffes Dispositionskredit (F48),
• die Ursachen für Verschuldungssituationen (F49),
• die Einordnung des Begriffes Bürge (F51),
Wie o. genannt, werden mit den Fragen zu Krediten und ihren Kosten
alltagspraktische Aspekte des Wissens im Umgang mit Geld einer Über-
prüfung unterzogen, da lebenszyklisch bedingt zeitnah auf Jugendliche
Anschaffungen von finanziell größerer Tragweite zukommen können, die
eventuell durch Kredite finanziert werden (Führerschein, erstes Fahr-
zeug, Auszug aus dem Elternhaus verbunden mit einer ersten Haus-
haltsgründung).
Die Fragestellungen, die Einordnungen von Grundbegriffen zum Thema
Kredite und Verschuldung betreffen, sollen Grundwissen in diesem Be-
reich überprüfen.
Da sämtliche Fragen in geschlossener Form gestaltet sind, müssen die
Jugendlichen nicht selbst Begrifflichkeiten und Lösungen formulieren,
sondern können aus Items wählen. Dies soll eine moderate Schwierig-
keitsstufe sichern.
Methode
90
Viele Expertinnen und Experten sehen die Verantwortung für Jugend-
verschuldung und damit einhergehende erschwerte Startbedingungen in
einem Schulsystem, das Kinder und Jugendliche nicht genügend vorbe-
reitet, Aufklärungsarbeit leistet, indem es Kompetenzen und damit pro-
tektive Faktoren ausbildet (vgl. Bergmann, 2000, S. 64; Grote, 2000, S.
98). Beinahe allen Jugendverschuldungsstudien ist gemein, dass in ih-
nen betont und appelliert wird, derlei Inhalte im schulischen Bereich zu
verankern (vgl. Gabanyi, Hemedinger & Lehner, 2007b, S. 21; Lange,
2004, S. 172; Zimmermann, 2004, S. 8). Damit besteht ein breiter Kon-
sens (nicht nur in der Fachwelt). Auch sind tragfähige Bildungsziele,
Kompetenzen und Standards ebenso vorhanden wie ein Kernkurriculum
durch das Forschungsprojekt REVIS benannt, die nur noch konsequent
umgesetzt werden müssen. In dieser Untersuchung soll das Interesse
der Jugendlichen in den Blickpunkt der Aufmerksamkeit gerückt werden:
Wünschen sich Jugendliche ein Schulfach, in dem Geld und Finanzen
thematisiert werden (F53)? Besteht auch von ihrer Seite ein Interesse
daran?
8.2. Untersuchungsablauf
Die konzeptionelle Planung der vorliegenden Untersuchung, die Litera-
turrecherche und Erarbeitung, die Auseinandersetzung mit dem For-
schungsstand und die Identifizierung der Forschungslücken sowie die
Entwicklung und Ausarbeitung des Fragebogens erfolgten in den Mona-
ten Oktober 2005 bis Juli 2006. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer
waren vor und während der schriftlichten Befragung über das Ziel der
Studie nicht explizit informiert. Es wurde eine „Umfrage zu Schülerinnen
und Schülern und Geld“ angekündigt. Durch diese Maßnahme sollte
eine Teilnahmeverweigerung von Schülerinnen und Schülern in
Verschuldungs- oder Überschuldungssituationen verhindert werden.
Durch den allgemein gehaltenen Titel der Ankündigung sollten
Hemmschwellen vermieden und möglichst eine große Bandbreite der
Befragten gewährleistet werden.
Methode
91
Pilotstudie
Mitte August 2006 fand im Rahmen einer Pilotstudie eine Voruntersu-
chung statt. An der Universität Paderborn nahmen daran insgesamt 18
Studierende der Fächer Ernährung und Verbraucherbildung im Depart-
ment Sport und Gesundheit, Erziehungswissenschaften und zwei weite-
rer Fächer für das Lehramt teil. Der Vorteil der Auswahl jener Stichprobe
lag u. a. darin, dass sie explizit dazu aufgefordert wurden, den Fragebo-
gen auf seine Bezogenheit auf die Zielgruppe „Schülerin, Schüler“ zu
überprüfen. Auf Grund der Auswahl der Studierenden konnte auf einen
umfangreichen Fundus an verschiedenen Erfahrungshorizonten mit Ju-
gendlichen zurückgegriffen werden. Die Teilnehmenden füllten den Fra-
gebogen aus und diskutierten anschließend formale und inhaltliche
Aspekte des Erhebungsinstrumentes in schriftlicher Form.
Die schriftliche Diskussion wurde von den Teilnehmenden mit großem
Engagement geführt. Sie wiesen auf konkrete Fragestellungen hin, er-
gänzten und kommentierten ausführlich. Die Studierenden führten an,
wie „wichtig ein solches Projekt in Schulen“ sei. Ohne Ausnahme wur-
den alle Anregungen, Hinweise, Ergänzungen und Kommentare einge-
hend geprüft, der Fragebogen überarbeitet, verändert, angepasst etc..
Dadurch trugen sie wesentlich zu einer Verbesserung und einem kom-
plikationslosen Einsatz bei.
Rekrutierung der Schülerinnen- und Schülerstichprobe
Die Rekrutierung der Schülerinnen und Schüler erfolgte in den Monaten
Oktober 2006 bis Dezember 2006. Die Schulleitungen sowie Koordinati-
onsleitungen erfuhren zunächst schriftlich und anschließend persönlich
eine Vorstellung des Befragungsprojektes. Die Leitungen aller Gymnasi-
en und Berufskollegs in Dortmund wurden zur Beteiligung an dem Pro-
jekt aufgerufen bzw. gezielt angesprochen.
Insgesamt zeigten sich die Schulleitungen von sieben Gymnasien und
fünf Berufskollegs zur Mitarbeit bereit. Um vergleichbare Stichproben-
Methode
92
größen an den unterschiedlichen Schulformen gewährleisten zu können,
wurden an den Berufskollegs mit hohen Schülerinnenzahlen und einer
großen Bandbreite an Ausbildungsberufen anteilig entsprechend eine
höhere Anzahl an Fragebögen eingesetzt, und zwar so, dass schließlich
617 gültige Fragebögen von Gymnasien und 569 von Berufskollegs in
die Datenanalyse einflossen.
Die Untersuchung ausschließlich von Schülerinnen und Schülern der
Oberstufe erfolgte aus dem Grund, da in dieser Altersphase den Teil-
nehmenden bereits erwähnenswerte Geldsummen zur Verfügung ste-
hen; darüber hinaus befinden sie sich entweder kurz vor einer eigenen
Haushaltsgründung oder haben diese bereits abgeschlossen, so dass
genau die Altersspanne untersucht werden konnte, die lebenszyklisch
bedingt ein erhöhtes Verschuldungs- sowie Überschuldungsrisiko auf-
weist (Kapitel 4.2.). Nach Rücksprache mit den Schulleitungen wurde in
einigen Fällen von einer Befragung der 13. Jahrgangsstufe abgesehen,
da sich jene in der Vorbereitungsphase für die Abiturprüfungen befan-
den. Dennoch umfasste die Stichprobe Personen bis 25 Jahren (über-
wiegend aus der Teilstichprobe Berufskolleg). Dies verstärkte die Gege-
benheit der Abdeckung einer lebenszyklisch interessanten Zielgruppe.
Zur Auswahl der Region
Wie auf der Karte zu erkennen (siehe Abbildung 1), fallen die Anteile
privater Verschuldung und Überschuldung von Erwachsenen regional
höchst unterschiedlich aus. Entsprechend hohe Anteile lassen sich in
den Ballungsräumen beobachten. Zusätzlich existiert ein deutliches
Nord-Süd-Gefälle: Je südlicher die Bundesländer liegen, desto weniger
sind sie betroffen. Dortmund als Ort der Studie bietet sich aus zwei we-
sentlichen Gründen an: Erstens liegt es geographisch im größten Bal-
lungszentrum Deutschlands und kann infolgedessen exemplarisch für
urbane Regionen in Deutschland stehen. Großstädte gelten in der wis-
senschaftlichen Diskussion als Indikatoren für zukünftige gesamtgesell-
schaftliche Entwicklungen (vgl. BMAS, 2008). Häufig werden Strömun-
Methode
93
gen, die sich zuerst in Stadtgebieten zeigen, von Jugendlichen ländli-
cher Regionen oft zeitlich versetzt in Folge übernommen. Damit er-
scheint Dortmund als größte Stadt Westfalens prädestiniert für vorlie-
gende Untersuchungsanstrengungen. Der zweite zentrale Grund für
diese Auswahl ist, dass Dortmund mittig zwischen Nord und Süd liegt
und damit einen mittleren bis hohen Privatverschuldungsindex (PVI)44
aufweist. Im ersten Halbjahr 2007 wies die kreisfreie Stadt Dortmund
einen PVI von 1350 auf und war damit rot gekennzeichnet, was für ver-
stärkt auftretende kritische Anzeichen von Privatverschuldungen spricht.
Die prognostizierte Änderung vom Jahr 2007 bis Ende Dezember des
Jahres 2008 betrug 0,07; damit unterschritt sie die vom Jahr 2006 bis
Ende Dezember des Jahres 2007 von 0,60 deutlich, gestaltete sich da-
mit abnehmend und kann orange, also mit einer niedrigeren Risikostufe,
gekennzeichnet werden (vgl. SCHUFA Holding AG, 2008). Auf Grund
obig skizzierter Merkmale des geographischen Raumes, der sich offen-
bar in dynamischen Entwicklungsprozessen befindet, wird dieser als
ideale Region zur Datenentnahme ausgewählt.
Es besteht Klarheit über den Sachverhalt, dass o.g. Daten für die Ziel-
gruppe Erwachsene gelten und daraus entsprechend nur die Vermutung
entwickelt werden kann, dass sich ähnliche Tendenzen bei Jugendlichen
erkennen lassen. Doch da für Jugendliche keine vergleichbaren Befunde
bestehen, wird trotz dieser Asymmetrie auf obig skizzierte Fakten zu-
rückgegriffen.
44 Der Privatverschuldungsindex dient als Barometer und spiegelt die Zu- und Abnahme
von kritischen Anzeichen privater Verschuldung wider (vgl. Schufa Holding AG, 2008, S.
62f).
Methode
94
Abb. 1: Kritische Anzeichen privater Verschuldung nach Privatverschuldungs-
index (PVI), 1. Halbjahr 2008, Bundesländer (Quelle Schufa Holding, 2008)
Abb.: 2, Kritische Anzeichen privater Verschuldung nach Privatverschuldungs-
index (PVI), 1. Halbjahr 2008, Kreise (Quelle: Schufa Holdung, 2008)
Methode
95
Durchführung der Befragung
Die Durchführung der Befragung fand im Zeitraum von Oktober 2006 bis
März 2007 statt. Nachdem die Schulleitungen die Zustimmung zur
Durchführung der Befragung der einzelnen Kurse erteilt hatten, wurden
Termine koordiniert. Es existierten insgesamt drei Formen, was die Or-
ganisationsform und zeitliche Dimension betraf: a) die Erhebung der
Daten als Bestandteil einer festen Hausaufgabe im Nachmittagsbereich,
b) die Durchführung in sogenannten „Ausfallstunden“, d. h. Schulstun-
den bei plötzlicher Erkrankung oder Abwesenheit der betreffenden Lehr-
kraft und c) die Nutzung regulärer Unterrichtszeit.
Bei der ersten und am seltensten angewandten Form wurde an einige
Kurse die Fragebogenbatterie ausgehändigt, welche sie als feste
Hausaufgabe im Nachmittagsbereich ausfüllten. Diese Vorgehensweise
erfolgte punktuell in Kursen, die aus zeitlichen Gründen vor Prüfungs-
phasen keine Schulstunden entbehren konnten. Der Durchführung ging
eine Einführung der Lehrenden voraus, die in Funktion von Multiplikato-
rinnen und Multiplikatoren jenes einführende Wissen an Teilnehmende
weitergaben. Der Vorteil lag hierbei darin, dass die Bögen in einer ver-
trauten Atmosphäre ohne Mitschülerinnen und -schüler sowie Lehrende
ausgefüllt werden konnten; der Nachteil bestand darin, dass keine Mög-
lichkeit der Rückfrage zum Zeitpunkt des Ausfüllens gegeben war. Aus-
gefüllte Fragebögen aus derlei Kursen wiesen daher häufig unausgefüll-
te Passagen auf, was zu einem Ausschluss führte. Gründe dafür mögen
darin liegen, dass auftretende Fragen nicht zeitnah beantwortet werden
konnten oder die Untersuchung auf Grund der Verschiebung in den
Nachmittagsbereich nicht angemessen ernst genommen wurde. Da die-
se Vorgehensweise nur bei insgesamt drei Kursen zu nutzen war,
verblieb die Ausfallquote in einem gemäßigten Bereich.
Bei der zweiten Form, der Durchführung der Befragung in o. g. „Ausfall-
stunden“, stand die Interviewerin telefonisch jederzeit bereit, um kurzfri-
stig einsetzbar zu sein. Im Kursraum angekommen, wurde den Schüle-
Methode
96
rinnen und Schülern für ihre Bereitschaft zur Teilnahme gedankt. Das
Thema der Untersuchung bekamen die Schülerinnen und Schüler kurz
genannt, ohne den Zusammenhang mit der Verschuldungs- und Über-
schuldungsthematik zu erwähnen (aus o. bereits g. Gründen). Die Ju-
gendlichen wurden gebeten, den Fragebogen umfassend, offen und
ehrlich auszufüllen. Auf Grund des Umfangs der Fragebogen-Batterie
erhielten sie den Hinweis auf eine zügige Bearbeitung. Die Wichtigkeit
der vollständigen Beantwortung aller Fragen und die Anonymität der
Aktion wurden betont mit dem relevanten Zusatz, dass das Ausfüllen
oder Nichtausfüllen in keinem Fall Einfluss auf Zensurenvergabe oder
Schulgeschehen haben und Lehrenden keinen Einblick in Fragebögen
gewährt werde. Weiterhin erfolgte die Information, dass die Interviewerin
für Rückfragen zur Verfügung stehe, während der gesamten Durchfüh-
rungsphase im Raum verbleibe und die Auswertung der Ergebnisse an
die Schulen geschickt würde bzw. persönlich erfragt werden könne. Die
Untersuchungsteilnehmerinnen und -teilnehmer wurden aufgefordert,
während des Ausfüllens der Bögen einzeln zu arbeiten.
Diese Vorgehensweise nahmen die Befragten sehr wohlwollend auf. Die
individuelle Beantwortung weiterer Fragen während des Prozesses der
Untersuchung führte zu detaillierten Angaben. Damit wies diese Art der
Durchführung einige Vorteile auf: Erstens erfuhren die Teilnehmerinnen
und Teilnehmer von den Ausfallstunden und der „Vertretung“ (Durchfüh-
rung der Befragung) in den meisten Fällen am Tag der Erhebung und oft
erst direkt zu Beginn der besagten Schulstunde. Das absichtliche Fern-
bleiben von der Schule am Tag der Untersuchung konnte damit ausge-
schlossen werden. Zweitens war in diesen Fällen kein Lehrperson an-
wesend, was eine anonyme, unbefangene Atmosphäre unterstützte.
Drittens erhielt die Gesamtstichprobe einen umfassenden Eindruck von
dem Forschungsvorhaben. Dies führte zu einer deutlich spürbaren Moti-
vation der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Die letzte Form der Durchführung gestaltete sich inhaltlich wie die zuvor
genannte mit dem Unterschied, dass hierfür nicht „Ausfallstunden“, son-
Methode
97
dern reguläre Unterrichtszeit genutzt wurde. Diese Form war die am
häufigsten angewandte. Wie oben präsentierte die Interviewerin der
Stichprobengruppe das Projekt, verwies u. a. ausdrücklich auf Anonymi-
tät und Wertfreiheit der Aussagen, gab eine Einführung in das Erhe-
bungsinstrument, beantwortete Fragen und verblieb während des Ver-
laufs der Stunde im Raum, um auftretende Rückfragen beantworten zu
können.
Die Vorteile wie Nachteile gestalteten sich wie bei o. genannter Durch-
führung mit dem Unterschied, dass Lehrerinnen und Lehrer häufig an-
wesend blieben, was eine anonyme Atmosphäre teilweise einschränkte.
Bei beiden letztgenannten Formen trug die Anwesenheit der Interviewe-
rin mit und ohne Lehrkraft zu einer hohen Verbindlichkeit bei. Aus dieser
resultierte der hohe Anteil an verwertbaren Bögen (s. u.).
Allen Teilnehmenden wurden nach Veröffentlichung der Untersuchung
Gruppengespräche zur Präsentation der Untersuchungsergebnisse und
zur Diskussion angeboten, um ihre Teilnahme zu würdigen und weitere
Informationen für die Fragestellung der Untersuchung zu gewinnen.
Statistisches Auswertungsverfahren
Die Eingabe der Daten der Fragebogenbatterie erfolgte direkt in Masken
des Statistikprogramms Statistical Package for the Social Sciences
(SPSS) Version 14.0 und später 17.0, das zugleich der Datenauswer-
tung diente.
Alle stetigen Variablen wurden zunächst mittels Kolmogorov-Smirnov-
Test auf Normalverteilung geprüft. Dabei zeigte sich, dass keine einheit-
lichen Verteilungen vorlagen. Die Behandlung der Daten als nicht nor-
malverteilt war notwendig, um eine einheitliche Darstellung und Auswer-
tung zu ermöglichen. Zur deskriptiven Auswertung der Daten wurden bei
nicht normalverteilten Variablen der Median sowie die 25. und 75. Per-
zentile berechnet.
Methode
98
Die Beschreibung nominaler Variablen erfolgte mittels absoluter und
relativer Häufigkeit. Um kategorische Variablen auf Abhängigkeiten zu
prüfen, wurde der Chi2-Test nach Pearson durchgeführt. Waren dabei
einzelne Gruppen nicht ausreichend besetzt, kam der zweiseitige Exact-
Test nach Fisher zur Anwendung. Als Signifikanzniveau wurde p < =0,05
gewählt.
Ergebnisse
99
9.1. Zusammensetzung der Stichprobe, soziodemographische Da-
ten und familiärer Hintergrund
An der vorliegenden Studie nahmen insgesamt 1193 Jugendliche teil.
Sieben Fragebögen (0,58 %) mussten von der Auswertung ausge-
schlossen werden, vier davon wegen des zu stark abweichenden Alters,
die restlichen drei auf Grund dominanter mangelnder Passagen inner-
halb der Fragebogenbatterie. Insgesamt verblieben demnach 1186
Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 16 bis 25 Jahren, welche
die Gesamtzahl der Stichprobe (Gesamtstichprobe) ausmachte. Einzel-
fälle wurden auf Grund fehlender Angaben bei der Betrachtung be-
stimmter Fragestellungen nicht einbezogen.
Geschlechterzusammensetzung
Ausgehend von der Gesamtstichprobe nahmen 598 weibliche und 588
männliche Jugendliche an der Untersuchung teil. Damit war das Ge-
schlechterverhältnis beinahe ausgeglichen und betrug 50,4 % w zu 49,6
% m (Abb. 3).
Abb. 3: Geschlechterzusammensetzung innerhalb der Gesamtstichprobe
Schulformzusammensetzung
Untergliedert nach Schulform umfasste die Gruppe der Gymnasien 617
Schülerinnen und Schüler und die der Berufskollegs 569 Schülerinnen
und Schüler (Tab.1 und 2, Abb. 4). Damit lag das Verhältnis bei 52 % zu
48 %. Die Schülerinnen und Schüler wurden aus sieben Gymnasien und
Ergebnisse
100
sechs Berufskollegs rekrutiert (Tab. 1 und 2). Während an den Gymna-
sien die Schülerinnen überrepräsentiert waren, waren es an den Berufs-
kollegs die Schüler (Abb. 5).
Abb. 4: Schulformzusammensetzung innerhalb der Gesamtstichprobe
Abb. 5: Geschlechterzusammensetzung an den Schulformen der Gesamtstich-
probe
99
16,0
16,0
16,0
83
13,5
13,5
29,5
53
8,6
8,6
38,1
110
17,8
17,8
55,9
85
13,8
13,8
69,7
113
18,3
18,3
88,0
74
12,0
12,0
100,0
617
100,0
100,0
Heinrich-Heine-Gym
Helene-Lange-Gym
Stadtgymnasium
Dortmund
Käthe-Kollwitz-
Gymnasium
Leibniz-Gym
Immanuel-Kant-Gym
Max-Planck-Gym
Gesamt
Gültig
Häufigkeit
Prozent
Gültige
Prozente
Kumulierte
Prozente
n= 617
Tab 1.: Verteilung der TS G auf die einzelnen Schulen
Tab.: Verteilung der TS G auf die einzelnen Schulen
Ergebnisse
101
Die Gymnasiastinnen und Gymnasiasten besuchten ausschließlich die
Oberstufe. 37,9 % besuchen die 11., 40,0 % die 12. und 22 % die 13.
Jahrgangsstufe (Tab. 3).
Die Berufskollegschülerinnen und -schüler nahmen im Rahmen der
Oberstufe an dualen Ausbildungsgängen teil in den Bereichen Industrie-
kaufleute, Frisörinnen / Frisöre, Gartenbau, Floristik, Sport- und Fitness-
kaufleute sowie Steuerfachangestellte. Zu Gunsten der Gewährleistung
der Anonymität der Schülerinnen und Schüler konnten keine genauen
Verteilungen auf die o. g. Aubildungsgänge dokumentiert werden. Je-
doch wurde in der Planung in Kooperation mit den Lehrkräften eine
gleichgewichtige Verteilung angestrebt. Circa 20 % der Schülerinnen
und Schüler der Berufskollegs waren nicht in diese Ausbildungsgänge
integriert, sondern nutzten das Kolleg, um einen höheren Schulab-
schluss zu erlangen.
Um Strukturen zu vereinheitlichen, wurden im Folgenden sämtliche Er-
gebnisse erstens nach Geschlecht und zweitens nach Schulform unter-
gliedert skizziert und abschließend beide Strukturmerkmale in Kombina-
Tab. 2: Verteilung der TS BK auf die einzelnen Schulen
91
16,0
16,0
16,0
101
17,8
17,8
33,7
160
28,1
28,1
61,9
78
13,7
13,7
75,6
138
24,3
24,3
99,8
1
,2
,2
100,0
569
100,0
100,0
Konrad-Klepping-BK
Karl-Schiller-BK
Paul-Ehrlich-BK
Gisbert-von-Romberg-BK
Robert-Bosch-BK
Max-Planck-Gym
Gesamt
Gültig
Häufigkeit
Prozent
Gültige
Prozente
Kumulierte
Prozente
n=569
Tab. 3: Verteilung der TS G auf die Jahrgangsstufen
Tab.: Verteilung der TS G auf die Schulstufen
234
37,9
37,9
37,9
247
40,0
40,0
78,0
136
22,0
22,0
100,0
617
100,0
100,0
11
12
13
Gesamt
Gültig
Häufigkeit
Prozent
Gültige
Prozente
Kumulierte
Prozente
n=617
Ergebnisse
102
tion betrachtet. Nur an solchen Stellen, an denen sich eine andere Glie-
derung als sinnvoll herausstellte, wird von dieser Reihenfolge abgewi-
chen werden.
Altersspanne
Die Altersspanne der Gesamtstichprobe lag zwischen 16 und 25 Jahren,
der Median bei 18 Jahren, Minimum und Maximum bei 16 bis 25 Jahren.
Da sich weitere Ausführungen dieser Arbeit in Kapitel zwei skizziertem
sozialisationstheoretischem Blickwinkel anschließen, welcher Jugend als
einen Entwicklungsabschnitt versteht, wird im weiteren Verlauf der Be-
griff Jugendliche für die hier untersuchte Stichprobe im Alter von 16 bis
25 Jahren verwendet. Die Ausweitung auf die Phase bis zum 25. Le-
bensjahr erschien insofern naheliegend, da Beobachtungen eine Ver-
längerung speziell mit Blick auf die akademische Jugendphase naheleg-
ten (vgl. Hurrelmann, 2010, S. 13; Scherr, 2009, S. 27f, Schäfers, 1994,
S. 142). Davon konnte auch bei der vorliegenden Untersuchung, die 21-
bis 25-jährigen Jugendlichen betraf, ausgegangen werden, da sie nach
wie vor in Bildungs- und Ausbildungssequenzen anzusiedeln waren und
hier Rollenübernahmen zum Erwachsenensein noch nicht allumfassend
vollendet erschienen, sondern Kombinationen und Verschiebungen in-
nerhalb der Entwicklungssequenzen vollzogen wurden.
Unterschiede in der Altersverteilung verdeutlicht Abbildung 6: Die Mehr-
heit der Schülerinnen war zwischen 17 und 19 Jahre alt, während die
Anteile der Schüler in den 20. bis 25. Lebensjahren höher lagen. Damit
waren die Teilnehmerinnen im Schnitt jünger als die Teilnehmer.
Ergebnisse
103
Abb. 6: Altersspanne der Gesamtstichprobe
Nach Schulformen aufgeteilt, lag der Median an den Gymnasien bei 18
Jahren, an den Berufskollegs bei 20 Jahren und war dort somit höher.
Abbildung Nummer 7 zeigt die Altersverteilung nach Schulformen: Wäh-
rend die Mehrheit an den Gymnasien 17- bis 18-jährig war, lage das
Alter bei den Berufskollegschülerinnen und -schülern im Schnitt höher,
und die Mehrheit bewegt sich zwischen dem 17. und 22. Lebensjahr.
Abb. 7: Altersspanne an den Schulformen
Ergebnisse
104
Familienstand
Bezüglich des Familienstandes zeigte sich, dass die Mehrheit der Ge-
samtstichprobe zum Zeitpunkt der Erhebung als Single lebte (58,4 %)
(Tab. 9). Darauf folgten diejenigen mit 40,9 %, die angaben, in einer
festen Beziehung zu leben. Wenig erstaunlich auf Grund des Alters der
Stichprobe erschien der geringe Anteil der Verheirateten von insgesamt
0,7 %.
Bezogen auf die weiblichen Jugendlichen wurde deutlich, dass signifi-
kant weniger von ihnen Single waren (w 51,8 % / m 65,2 %) und mehr in
festen Beziehungen lebten (w 58,5 % w / m 41,5 %) (Tab. 9).
Bezogen auf die Schulformen waren signifikant mehr Schülerinnen und
Schüler der Gymnasien Single (G 66,9 % / BK 49,2 %) (Tab. 10). Die
fünf Schülerinnen und drei Schüler, die verheiratet warent, besuchten
allesamt Berufskollegs.
Insgesamt 98,9 % der Gesamtstichprobe hatten keine Kinder. Genau 12
von 1186 Schülerinnen und Schülern gaben demnach an, ein bis zwei
Kinder zu haben. Das entsprach 1,1 %. Die Anteile der Geschlechter
zeigten sich mit sechs Schülerinnen zu sechs Schülern gleichgewichtet.
Sie bewegten sich zwischen dem 20. und 25. Lebensjahr und besuchten
allesamt Berufskollegs. Sieben von ihnen gaben an, in einer festen
Partnerschaft zu leben, zwei waren verheiratet und drei Single. Vier ga-
ben an, allein mit dem Kind zu wohnen (davon 3 w / 1 m). Damit wies
die Gesamtstichprobe mehr weibliche als männliche Alleinerziehende
auf. Acht von den 12 lebten mit Partner, Partnerin und Kindern zusam-
men.
Haushaltsform
Bezüglich der Haushaltsform ließ sich beobachten, dass der größte Teil
der Gesamtstichprobe mit 84,3 % im Haushalt der Eltern lebte (Tab. 11).
Auf Rang zwei folgten mit einem Anteil von 8,8 % diejenigen, die allein
Ergebnisse
105
in einem eigenen Haushalt lebten; auf Rang drei mit 7,0 % diejenigen,
welche in einem eigenen Haushalt mit Partner oder Partnerin zusam-
menlebten.
Signifikant mehr Schülerinnen als Schüler lebten im Haushalt ihrer El-
tern (w 86,6 % / m 81,9 %), während signifikant mehr Schüler in einem
eigenen Haushalt wohnten (mit oder ohne Partnerin) (m 11,3 % / w 6,3
%) (Tab. 11).
Untergliedert nach Schulform zeigte sich, dass erwartungsgemäß signi-
fikant mehr Jugendliche an den Gymnasien im Haushalt ihrer Eltern leb-
ten (G 96,7 % / BK 70,5 %) und entsprechend mehr an den Berufskol-
legs allein in eigenen Haushalten oder mit Partner bzw. Partnerin zu-
sammenlebten (BK 19, 5 % / G 3,2 %) (Tab. 12). Dies erklärt, warum
mehr Schüler bereits in einem eigenen Haushalt lebten, denn sie waren
in der Teilstichprobe der Berufskollegs überrepräsentiert (s. o.).
Soziodemographie der Herkunftsfamilie
Bezüglich des Bildungsstatus ließ sich beobachten, dass 37,6 % der
Mütter und 44,9 % der Väter der Gesamtstichprobe das Abitur oder ein
Studium absolviert hatten.
Die Eltern der weiblichen Jugendlichen wiesen häufiger höhere Bil-
dungsabschlüsse auf als die Eltern der männlichen Jugendlichen, und
die Eltern der Gymnasiastinnen und Gymnasiasten erwarben ebenso
höhere Bildungsabschlüsse als die der Berufskollegschülerinnen und -
schüler. Insbesondere die Mütter der Gymnasiastinnen und Gymnasia-
sten hatten häufiger ein Studium abgeschlossen als die der Berufskol-
legschülerinnen und -schüler (G 48,3 % / BK 27,9 %). Auf die Gesamt-
stichprobe bezogen wiesen die Väter insgesamt häufiger einen Hoch-
schulabschluss auf als die Mütter.
Insgesamt 47,3 % der Väter der Gesamtstichprobe gehörten zur Arbei-
Ergebnisse
106
terklasse und zur Schicht der einfachen Angestellten und Beamten. Et-
was unter einem Viertel zählte zur unteren und knapp ein Fünftel zur
mittleren Mittelschicht. 4 % ließen sich der oberen Mittelschicht und 3 %
der Oberschicht zurechnen. Im Vergleich dazu tendierten die Mütter
hinsichtlich ihres Berufsstatus stärker zur Kategorie der „mittleren Ange-
stellten“, während die Berufsklassen der Väter in allen Bereichen stärker
im oberen Leistungssegment angesiedelt waren.
Hinsichtlich der Untergliederung der Geschlechter wurde deutlich, dass
die Unterschiede der Bildungsabschlüsse in entsprechende Unterschie-
de bezüglich des Berufsstatus mündeten: Die Eltern der weiblichen Ju-
gendlichen wiesen häufiger Berufe im oberen Leistungssegment auf
(gehobene bzw. höhere Angestellte, Beamte, Selbstständige, Unter-
nehmer sowie freie akademische Berufe) als die Eltern der männlichen
Jugendlichen.
Der Berufstatus der Eltern der Gymnasiastinnen und Gymnasiasten ten-
dierte ebenfalls eher zur Sparte „höhere Angestellte, Beamte, Unter-
nehmer sowie freie (akademische) Berufe“, während der der Eltern der
Berufskollegschülerinnen und -schüler sich verstärkt im Bereich „Fach-
arbeiter, mittlere Angestellte und Beamte sowie kleine bis mittlere Selb-
ständige“ verorten ließ.
Bei der Analyse der Haushaltseinkommen zeigte sich, dass etwa ein
Zehntel der Gesamtstichprobe (9,8 %) mit weniger als 1 000 ! pro Mo-
nat auskommen musste. Etwas mehr als die Hälfte (55,1 %) verfügte
über ein Einkommen zwischen 1001 und 3000 ! und ein etwa ein Viertel
(24,6 %) über ein Einkommen über 3001 !.
Insgesamt 5,5 % der Gesamtstichprobe gaben an, dass ihre Eltern zum
Zeitpunkt der Erhebung arbeitsuchend waren. Ein ebenso großer Anteil,
nämlich 5,6 %, machte keinerlei Angaben zum sozioökonomischen Hin-
tergrund seiner Stammfamilie.
Ergebnisse
107
Damit schließt hier der Teil zur Zusammensetzung sowie zu den sozio-
demographischen Daten der Gesamtstichprobe. Alle weiteren Daten
müssen auf dieser Grundlage eingeordnet und betrachtet werden.
9.2. Daten zur finanziellen Situation
Im Folgenden wird die finanzielle Situation der Jugendlichen detailliert
dargelegt. Dazu zählen Daten zu den Einkünften (Höhe, Quellen und
Zusammensetzung) und Ausgaben, der Gegenüberstellung dieser Po-
sten und ebenso Daten zum Überblick und der Einschätzung der finan-
ziellen Situation der Jugendlichen selbst.
Einkünfte
Die monatlichen Einkünfte (aus Taschengeld, Ausbildungsvergütung,
Nebenjob, Renten etc.) der Gesamtstichprobe lagen zwischen 0 ! (Min)
und 2000 ! (Max). Der Median lag bei 200 ! (Tab. 126).
Erwartungsgemäß verfügten die Gymnasiastinnen und Gymnasiasten
über signifikant geringere Einkünfte als die Schülerinnen und Schüler
der Berufskollegs (Tab. 131). Während die Mehrheit der Gymnasiastin-
nen und Gymnasiasten im Bereich zwischen 0 ! und 200 ! anzusiedeln
war (G 85,0 % / BK 14,0 %), verfügte die Mehrheit der Berufkollegschü-
lerinnen und -schüler über Beträge zwischen 401 ! und 1100 ! (BK 61,6
% / G 4,2 %) monatlich.
Das Minimum der Schülerinnen und Schüler der Gymnasien lag bei 0 !,
das Maximum bei 1500 ! und der Median bei 100,00 ! (Tab. 132). Auf
Seiten der Gruppe Berufskolleg lag das Minimum bei 0 !, das Maximum
bei 2000 ! und der Median bei 500 !, und damit fünfmal so hoch wie bei
Schülerinnen und Schülern der Gymnasien (Tab. 130).
Bestanden bezüglich der monatlichen Einkünfte bei der Gruppe der
Gymnasiastinnen und Gymnasiasten keinerlei Geschlechterunterschie-
de, so verfügten die Schülerinnen der Berufkollegs über weniger Geld
Ergebnisse
108
als die Schüler (BK w Median 436 ! / BK m Median 550 !) (Tab. 128.1.
– 128.4.).
Abb. 8: Verteilung der Einkünfte der Gesamtstichprobe differenziert nach Geschlecht
Abb. 9: Verteilung der Einkünfte der Gesamtstichprobe differenziert nach Schulform
Ergebnisse
109
Einnahmequellen
Bezüglich der Einnahmequellen zeigte sich den Erwartungen entspre-
chend, dass signifikant mehr Schülerinnen und Schüler der Gymnasien
als die der Berufkollegs von Eltern bezogenes Taschengeld als Haupt-
einnahmequelle nannten (G 97,2 % / BK 16,2 %). Genau 60,1 % der
Schülerinnen und Schüler der Berufskollegs bekamen regelmäßig Geld
von ihren Eltern, welches jedoch nicht ihre Haupteinnahmequelle dar-
stellte.
Mehr Gymnasiastinnen und Gymnasiasten als Berufskollegsschülerin-
nen und -schüler besserten ihre Einkünfte durch Nebenjobs auf, wobei
an den Gymnasien mehr weibliche Jugendliche als männliche hinsicht-
lich der Nebenjobs aktiv wurden (G w 57,1 % / G m 46,9 %). Über 80 %
der Schülerinnen und Schüler der Berufskollegs erhielten Ausbildungs-
vergütung (BK 81,1 %) und innerhalb dieser Teilstichprobe mehr männ-
liche als weibliche Jugendliche. Dies war in Zusammenhang damit zu
sehen, dass mehr männliche Jugendliche den Berufskollegs entstamm-
ten, während Schülerinnen an den Gymnasien überrepräsentiert waren
(s. o.).
Ausgaben
Die durchschnittlichen monatlichen Ausgaben der Gesamtstichprobe
lagen zwischen 0 (Minimum) und 2100 (Maximum) ! (Tab. 133 und
134). Der Median betrug 120 ! und lag damit 80 ! unter dem Median der
monatlichen Einkünfte (s. o.).
Signifikant gestalteten sich die Unterschiede zwischen den Schulformen
(Tab. 136 und 137): Während der Median an den Gymnasien bei 60 !
lag, fiel der Median an den Berufskollegs mit 350 ! signifikant höher
aus.
Während 90,5 % der Schülerinnen und Schüler der Gymnasien bis 200
! ausgaben (hingegen nur 30,5 % der Schülerinnen und Schüler der
Ergebnisse
110
Berufskollegs), lag die Mehrheit der Berufskollegschülerinnen und -
schüler bei Summen zwischen 201 ! und 1100 ! (67,8 %). Der Anteil
derjenigen an den Berufskollegs, die über 1100 ! pro Monat durch-
schnittlich ausgaben, lag fast neunmal so hoch wie jener an den Gym-
nasien (G 0,2 % / BK 1,7 %).
Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern fielen an den Gymnasien
nicht signifikant aus, jedoch an den Berufkollegs: Das Gros der Schüle-
rinnen gab zwischen 0 ! und 400 ! aus (BK w 70,0 % / BK m 55,4 %).
Die Mehrheit der Schüler gab mehr aus, nämlich zwischen 201 ! und
1100 ! (BK w 61,7 % / BK m 72,3 %). Auch fiel der Anteil der Schüler,
die über 1100 ! pro Monat ausgaben, mit 2,3 % mehr als doppelt so
hoch aus wie der der Schülerinnen mit 0,9 %. Diese Daten hingen eng
mit denen der Einkünfte zusammen (Kapitel 6.1.).
Überblick bezüglich der persönlichen finanziellen Lage
Mehr als 46 % der Gesamtstichprobe gaben an, ihre finanzielle Situation
gut oder zumindest durchschnittlich zu überblicken (Tab. 141). Immerhin
7,0 % besaßen nach eigenen Angaben überhaupt keinen Überblick über
ihre Finanzen.
Die weiblichen Jugendlichen schätzten ihren eigenen Überblick signifi-
kant schlechter ein als die männlichen (Tab. 141): Während signifikant
mehr Schülerinnen angatben, über einen durchschnittlichen Überblick zu
verfügen, bezeichneten signifikant mehr Schüler ihren Überblick als gut.
Signifikant schlechter schätzten sich die Gymnasiastinnen im Vergleich
zu den Gymnasiasten ein (Tab. 143): Während deutlich über die Hälfte
von ihnen angab, über einen durchschnittlichen Überblick zu verfügen,
gaben deutlich über die Hälfte der Gymnasiasten an, einen guten Über-
blick zu besitzen. Diese Ergebnisse erwiesen sich als signifikant, jene an
den Berufskollegs nicht (Tab. 144).
Ergebnisse
111
Einschätzung der persönlichen finanziellen Situation
Zur Nachzeichnung der finanziellen Situation wurde des Weiteren evalu-
iert, wie die Jugendlichen ihre eigene finanzielle Lage einschätzten. Da-
bei zeigte sich, dass insgesamt 86,7 % angaben, ihnen gehe es finanzi-
ell sehr gut bis durchschnittlich. Damit räumten immerhin 14,5 % der
weiblichen Jugendlichen und 12,0 % der männlichen ein, dass sie sich
nur das Nötigste leisten könnten oder sogar „finanziell große Sorgen“
hätten.
Signifikant mehr Schülerinnen und Schüler an den Berufskollges als die
an den Gymnasien schätzten ihre eigene finanzielle Lage als schlecht
ein (G 8,0 % / BK 19,0 %).
9.3. Verschuldungssituation und Verschuldungsverhalten
Verschuldungsanteile
Insgesamt 8,85 % der Gesamtstichprobe zeigten sich zum Zeitpunkt der
Befragung als verschuldet45.
45 Wie o. g. ergeben sich die Werte dabei aus den Daten zur finanziellen Situa-
tion der Jugendlichen. Von einer Verschuldung ist nachfolgend die Rede bei
Summen über 100 ! und jeder Art der Inanspruchnahme eines Kredits mit Aus-
nahme von Dispositionskrediten im Rahmen eines Girokontos. 100 ! entspre-
chen der durchschnittlichen Einkunftshöhe der Schülerinnen und Schüler an
den Gymnasien. Selbst wenn die durchschnittliche Einkunftshöhe der Berufs-
kollegschülerinnen und -schüler bei 500 ! liegt, so stellen auch für sie 100 !
einen Betrag dar, der nicht aus der „Portokasse“ gezahlt werden kann. Ein wei-
terer Grund für die Grenzziehung liegt in der Vergleichbarkeit mit anderen gro-
ßen Studien im deutschsprachigen Raum, die eben diesen Wert wählten (vgl.
vgl. Gabanyi, Hemedinger & Lehner, 2007b, S. 13; Lange & Fries, 2006, S. 67).
Die Nichtberücksichtigung von Dispositionskrediten bei Girokonten findet auf
Grund der Überlegung statt, dass ein großer Anteil Jugendlicher Überziehungs-
beträge eventuell nicht selbstverständlich zu Verschuldungssummen addieren
würde und damit einige diese Beträge aussparen, andere hinzufügen usw. Da
dies zu einer entsprechenden Verfälschung der Ergebnisse führen könnte, wird
entschieden, im weiteren Verlauf dieser Thematik separat Rechnung zu tragen
und explizit entsprechende Anteile zu analysieren (s. u.).
Ergebnisse
112
Der Anteil verschuldeter weiblicher Jugendlicher lag mit 4,52 % nicht
einmal halb so hoch wie der der männlichen mit 11,05%.
Abb. 10: Verschuldungsanteil der Gesamtstichprobe differenziert Geschlecht
Ebenso lag der Anteil an den Gymnasien deutlich unter dem der Schüle-
rinnen und Schüler der Berufskollegs: 3,73% der Gymnasiastinnen und
Gymnasiasten erwiesen sich als verschuldet und 13,71 % der Schüle-
rinnen und Schüler der Berufskollegs. Damit war die Anzahl der Beruf-
kollegschülerinnen und -schüler gegenüber jenen der Gymnasien, die
eine dergestaltige Verschuldung aufwiesen, mehr als dreimal so hoch.
Abb. 11: Verschuldungsanteil der Gesamtstichprobe differenziert Schulform
Ergebnisse
113
Wurden die 3,73 % der Verschuldeten an den Gymnasien als 100 %
gesetzt, so ergab sich folgendes Verhältnis seitens der Verschuldeten:
43,48 % weiblich und 56,51 % männlich.
Abb. 12: Verschuldungsanteil in der TS G differenziert Geschlecht
Abb. 11: Verschuldungsanteile innerhalb der TS G
An den Berufskollegs zeigte sich das Verhältnis von 20,73 % weiblich zu
79,29 % männlich. Damit fielen die Geschlechterdifferenzen hier drasti-
scher aus.
Abb. 13: Verschuldungsanteil innerhalb der TS BK
Überschuldungsanteil
Nach obiger Definition, die eine Überschuldung dann als solche feststell-
te, wenn die Verschuldungssummen das Dreifache der Höhe der durch-
Ergebnisse
114
schnittlichen Einkünfte überstiegen, lag die Überschuldungsgrenze bei
den Gymnasiastinnen und Gymnasiasten bei 300 ! und bei den Berufs-
kollegschülerinnen und -schülern bei 1500 !.
Demzufolge ergaben sich an den Gymnasien Überschuldungsanteile
von 2,27 % und an den Berufskollegs von 5,80 %. Die Anteile an den
Gymnasien waren damit nicht halb so hoch wie die an den Kollegs.
Eine Überschuldung traf auf Schülerinnen signifikant seltener zu als auf
Schüler, und das an beiden Schulformen: Wurden die 2,27 % an den
Gymnasien als 100 % gesetzt, so ergab sich ein Anteil an Schülerinnen
von 35,71 % zu 64,29 % Schülern. In der Gruppe der Berufskollegs fie-
len die Ergebnisse mit 21,21 % Schülerinnen gegenüber 78,78 % Schü-
lern noch gravierender aus.
Abb. 14: Überschuldungsanteil innerhalb der der TS G
Abb. 15: Überschuldungsanteil innerhalb der der TS BK
Ergebnisse
115
Verschuldungsverhalten in der Vergangenheit
Um die Perspektive zeitlich zu erweitern, wurde das Verschuldungsver-
halten Jugendlicher in der Vergangenheit untersucht. Dabei zeigte sich,
dass insgesamt 26,5 % der Gesamtstichprobe seit ihrem 15. Lebensjahr
mindestens einmal verschuldet waren mit einer Summe, die die Höhe
ihrer monatlichen Einkünfte überstieg; das war jede vierte Person.
Die weiblichen Jugendlichen waren auch hier signifikant seltener betrof-
fen als die männlichen: Ein Fünftel von ihnen und ein Drittel der männli-
chen Jugendlichen gaben an, mindestens einmal seit ihrem 15. Lebens-
jahr verschuldet gewesen zu sein (w 19,6 % / m 33,3 %). Seltener trat
eine Verschuldung an den Gymnasien auf (G 22,4 % / BK 30,9 %). Si-
gnifikant mehr Schüler an beiden Schulformen gaben an, sich schon
einmal in einer solchen Höhe verschuldet zu haben (G w 16,0 % / G m
30,7 % // BK w 24,7% / BK m 35,4 % ) (Tab. 15 und 16).
Verschuldungsanteile in Abhängigkeit der Haushaltsform
Um die Verschuldungsanteile mit eventuellen Merkmalen in Zusammen-
hang bringen zu können, wurdet die Gesamtstichprobe daraufhin unter-
sucht, inwieweit Verschuldungsanteile und Haushaltsformen korrelierten
und inwieweit Differenzen hinsichtlich Geschlecht und Schulform exi-
stierten, wenn Jugendliche entweder im Haushalt gemeinsam mit ihren
Eltern, in einem Haushalt zusammen mit Partner, Partnerin oder in ei-
nem eigenen Haushalt wirtschaftend wohnhaft waren. Dies sollte u. a.
den in der öffentlichen Diskussion bestehenden Aspekt näher beleuch-
Ergebnisse
116
ten, der beinhaltete, dass Jugendverschuldung eng verbunden zu sein
schien mit einer ersten Haushaltsgründung (Kapitel 2.9.).
Es bestanden keinerlei signifikante Unterschiede bezüglich der Anteile
der Verschuldung in Abhängigkeit zur Haushaltsform. (Tab. 17). Bei wei-
terer Ausdifferenzierung der Datensätze zeigte sich, dass nur in einem
Fall Signifikanzen ermittelt werden konnten, nämlich auf Seiten der
männlichen Jugendlichen der Gesamtstichprobe (Tab. 19): Hier zeigten
diejenigen die höchsten Verschuldungsanteile, die in einem Haushalt
zusammen mit einer Partnerin lebten (52,6 %), gefolgt von denjenigen,
die bei ihren Eltern wohnten (33,7 %), und den geringsten Verschul-
dungsanteil wiesen die in einem Haushalt allein Wirtschaftenden auf
(22,8 %).
Gläubigerstrukturen
Insgesamt rangierten bei den Gläubigerstrukturen inoffizielle Gläubiger
vorn. Banken und andere offizielle Kreditgeber spielten eine untergeord-
nete Rolle. In diesem Bereich dominierten die Unterschiede zwischen
den Schulformen. Die Gläubigerstrukturen, unterteilt nach Schulform,
legten folgende Platzierung offen46:
Gläubiger der Teilstichprobe Berufskolleg
1. Eltern (36,0 %)
2. enge Freunde (29,2 %)
3. offizielle Kreditgeber (19,2 %)
4. weitere Verwandte (15,6 %)
Gläubiger der Teilstichprobe Gymnasium
1. enge Freunde (46, 3 %)
2. Eltern (37, 2%)
3. weitere Verwandte (16,3 %)
4. offizielle Kreditgeber (0,2 %)
46 n=262
Ergebnisse
117
Während knapp ein Fünftel der Schülerinnen und Schüler der Berufskol-
legs bereits auf offizielle Gläubiger zurückgegriffen hatte, spielten diese
bei den Gymnasien mit 0,2 % keine nennenswerte Rolle.
Hinsichtlich der Geschlechterdifferenzen konnte nachgewiesen werden,
dass sich die weiblichen Jugendlichen insgesamt signifikant seltener bei
offiziellen Gläubigern verschuldeten als die männlichen ( w 1,7 % / m 5,0
%).
Gymnasiastinnen wendeten sich in erster Linie an ihre Eltern und hatten
in keinem Fall offizielle Gläubiger in Anspruch genommen. Bei den
Gymnasiasten rangierten enge Freunde an erster Stelle; ein Gymnasiast
hatte bereits offizielle Kreditgeber genutzt.
Nur halb so viele Berufsschülerinnen wie -schüler konsultierten offizielle
Gläubiger (BK w 10, 9 % / BK m 24,7 %). An erster Stelle standen bei
beiden Geschlechtern die Eltern.
Abb. 16: Verschuldungsanteile bei offiziellen Gläubigern innerhalb der TS BK
differenziert nach Geschlecht
Jüngere Teilnehmerinnen und Teilnehmer favorisierten erwartungsge-
mäß inoffizielle Gläubiger. Bei einer Verschuldungssumme von über
Ergebnisse
118
100 ! lag der Anteil verschuldeter 17- bis 18-Jähriger mit offiziellen
Gläubigern bei 0,95 % (n=1), mit inoffiziellen Gläubigern bei 21,90 %
(n=23).
Verschuldungshöhe
Nachfolgend sollen zunächst die Höhen bei inoffiziellen Gläubigern und
im zweiten Schritt die bei offiziellen Gläubigern dargelegt werden.
Verschuldungshöhe bei inoffiziellen Gläubigern
Insgesamt ließ sich ermitteln, dass Jugendliche inoffizielle Gläubiger vor
offiziellen merklich favorisierten. Zum Zeitpunkt der Befragung waren
6,91 % der Gesamtstichprobe bei inoffiziellen Gläubigern in Summen >
100 ! verschuldet. Das Minimum lag bei 140 !, das Maximum bei 80
000 !, der Median bei 500 ! (Tab. 22).
Die Differenzen zwischen den Geschlechtern fielen drastisch aus: So lag
der Median der männlichen Jugendlichen mit 825 ! fast doppelt so hoch
wie der der weiblichen mit 446 ! (Tab. 23 und 24). Das Minimum lag bei
beiden Geschlechtern bei 140 !, das Maximum der weiblichen Jugendli-
chen bei 7500 !, das der männlichen bei 80 000 !; d. h. das Maximum
der Schüler überstieg das der Schülerinnen um mehr als das 10fache.
Abb. 17: Durchschnittliche Verschuldungshöhen (Median) bei inoffiziellen Gläubigern
Die Unterschiede setzten sich hinsichtlich der Schulformen fort: Der Me-
dian der Berufskollegschülerinnen und -schüler lag mit 700 ! fünfmal so
Ergebnisse
119
hoch wie der der Gymnasiastinnen und Gymnasiasten mit 140 ! (Tab.
25 und 26). Das Minimum an Schuldenhöhe lag in der Gruppe der Gym-
nasien mit 140! 10! unter dem der Gruppe der Berufskollegs mit 150 !,
und das Maximum der Gruppe Berufskollegs mit 80 000 ! vierzig mal so
hoch wie das Maximum der Gruppe der Gymnasien mit 2000 !.
Verschuldungshöhe bei offiziellen Gläubigern
Bei der Betrachtung der Verschuldungshöhen bei offiziellen Gläubigern
ließ sich zunächst ermitteln, dass hier die Verschuldungshöhe erwar-
tungsgemäß deutlich höher ausfiel. So war der Median der Gesamt-
stichprobe bei 1750 ! anzusiedeln, das Minimum bei 200 !, das Maxi-
mum bei 80000 !.
Insgesamt 3,3 % der Gesamtstichprobe waren mindestens einmal bei
offiziellen Kreditgebern in einer Höhe von über 500 ! verschuldet gewe-
sen. Nur ein Fall war dabei der Teilstichprobe Gymnasium zuzuordnen,
d. h. dass nahezu 100 % der Fälle der auf die Berufsschülerinnen und -
schüler entfielen (s. o.) und damit fast ein Fünftel dieser Gruppe (TS BK
19,0 %) bereits einen offiziellen Gläubiger in Anspruch genommen hatte
im Vergleich zu 0,2 % der Teilstichprobe Gymnasium. Dabei lagen die
Kreditsummen jener 3,3, % zwischen 500 ! (Min), 80 000 ! (Max) und
bei einem Median von 1500 !. Der Modus betrug 10 000 ! (fünf Nen-
nungen) (allerdings entfallen auf die Summe von 1 000 ! vier Nennun-
gen).
Signifikant weniger Schülerinnen als Schüler wiesen eine derartige Ver-
schuldung auf (w 1,67 % / m 4,93 %). Weibliche Jugendliche waren da-
mit nicht nur seltener, sondern wenn, dann auch mit konsequent niedri-
geren Summen verschuldet: Während ihr Median bei 1000 ! lag, fiel der
der männlichen Jugendlichen mit 2000 ! doppelt so hoch aus. Damit
konnte ein Zusammenhang zwischen der Einkommenshöhe und dem
Schuldenstand ermittelt werden: Die Schüler, die mehr Geld zu Verfü-
gung hatten als die Schülerinnen (s. o.), sowie die Teilstichprobe Be-
Ergebnisse
120
rufskolleg die über deutlich höhere Einkünfte verfügte (s. o. ) als die
Teilstichprobe Gymnasium, nahmen häufiger Kredite in Anspruch (BK
6,9 % / G 0,2 %) und liehen sich auch bei inoffiziellen Gläubigern insge-
samt höhere Teilbebeträge aus (G Median 10 ! / BK 50 !). Auch bei
offiziellen Gläubigern zeigten sich die weiblichen Jugendlichen mit ge-
ringeren Summen verschuldet (Tab 28 und 29): So lag ihr Median bei
1500 !, der der männlichen Jugendlichen bei 2000 !. Das Minimum fiel
mit 200 ! bei beiden Geschlechtern identisch aus, während das Maxi-
mum der Teilnehmerinnen mit 10 000 ! zu beziffern blieb, dagegen fiel
das der Teilnehmer mit 80 000 ! 8 mal so hoch aus.
Abb. 18: Durchschnittliche Verschuldungshöhen (Median) bei offiziellen Gläubigern
differenziert nach Geschlecht
Wie o. bereits genannt, entstammten, mit einer Ausnahme, sämtliche
Fälle von Verschuldungen bei offiziellen Gläubigern der Teilstichprobe
Berufskolleg, d. h., obige Geschlechterdifferenzen ließen sich fast aus-
schließlich auf diese Statusgruppe beziehen (Tab 30 und 31). Der eine
Ausnahmefall der Teilstichprobe Gymnasium war mit 1500 ! verschul-
det. Bei den Berufskollegschülerinnen und -schülern lag das Minimum
bei 200 !, das Maximum bei 80 000 !, der Median bei 1750 !.
Ergebnisse
121
Dispositionskreditinanspruchnahme
Insgesamt 22,7 % der Gesamtstichprobe hatten schon einmal einen
Dispositionskredit im Rahmen ihres Girokontos in Anspruch genommen,
also mehr als ein Fünftel, 77,3 % hingegen nicht (Tab. 36). Fast jede 10.
Person gab dabei an, diese Art von Kredit häufig gewählt zu haben (9,7
%).
Die Differenzen zwischen den Geschlechtern gestalteten sich signifikant
(Tab. 36): Deutlich mehr weibliche als männliche Jugendliche hatten
noch zu keinem Zeitpunkt von einem Dispositionskredit Gebrauch ge-
macht, deutlich weniger von ihnen nutzten ihn häufig, also mit einer ho-
hen Frequenz.
Abb. 19: Nutzungsfrequenzen von Dispositionskrediten innerhalb der Gesamtstichprobe
Signifikant gestalteten sich die Unterschiede zwischen den Schulformen
(Tab. 37): Die Berufskollegschülerinnen und -schüler nahmen häufiger
einen derartigen Kredit in Anspruch. Während 9,4 % der Gymnasiastin-
nen und Gymnasiasten angaben, diesen bereits in Anspruch genommen
zu haben, waren es auf Seiten der Teilstichprobe Berufskolleg 37,1 %,
d. h. deutlich mehr als ein Drittel.
Ergebnisse
122
Während 2,4 % der Schülerinnen und Schüler der Teilstichprobe Gym-
nasium angaben, diesen des Öfteren zu nutzen, waren es innerhalb
Teilstichprobe Berufskolleg 17,5 % der Schülerinnen und Schüler.
Dispositionskredithöhe
Nachdem die Anteile derer ermittelt wurden, die Dispositionskredite in
Anspruch genommen hatten, erfolgte anschließend die Untersuchung
der Daten nach Höhe. Wurden obige 22,7 % derjenigen, die diesen Kre-
dit in Anspruch nahmen, als 100 % gesetzt, so zeigte sich, dass 5,3 %
der Gesamtstichprobe den Dispositionskredit in einer Höhe über 1001 !
nutzten, 31,6 % in Höhe von 101 ! bis 1000 ! und 63,2 % bis 100 !
(Tab. 40).
Bezüglich der Höhe eines in Anspruch genommenen Dispositionskredi-
tes bestanden keinerlei signifikante Unterschiede zwischen den Ge-
schlechtern (Tab. 40). Der Großteil von 59,3 % (m) bzw. 67,8 % (w) hat-
te das Konto bisher in keinem Fall mit mehr als 100 ! belastet. Etwa ein
Drittel beider Geschlechter gab an, bereits mit einer Summe von 101 !
bis 1000 ! überzogen zu haben (w 26,4 % / m 35,9 %), und nur bei 4,8
% (w) bis 5,8 % (m) lag der Überziehungsbetrag über 1001 !.
Signifikante Unterschiede ließen sich in Abhängigkeit von der Schulform
festhalten (Tab. 41): Während 94,4 % der Gymnasiastinnen und Gym-
nasiasten angaben, ihren Dispositionskredit bis 100 ! und nicht darüber
hinaus genutzt zu haben, wiesen die Berufskollegschülerinnen und -
schüler erheblich höhere Summen auf. 38,7 % von ihnen bewegten sich
zwischen 101 ! und 1000 ! (im Vergleich zu 3,7 % TS G) und 6,1 %
über 1001 ! (im Vergleich zu 1,9 % der TS G).
Frequenzen der Verschuldung
Nach Analyse der Verschuldungsanteile sowie der Gläubigerstrukturen
und Verschuldungshöhen erschien es von Interesse, mit welcher Häu-
figkeit Verschuldungsituationen auftraten. Dazu wurden die Verschul-
dungsfrequenzen genauer untersucht. Hierbei zeigte sich, dass insge-
Ergebnisse
123
samt 42,3 % der Gesamtstichprobe angaben, sich grundsätzlich nie zu
verschulden (unabhängig von Höhe und Gläubigerstrukturen) (Tab. 32).
Knapp ein Drittel (31,2 %) räumten ein, sich relativ häufig zu verschul-
den, und 26,5 % verschuldeten sich nach eigenen Angaben selten.
Ein signifikant höherer Anteil an Schülerinnen gab an, sich grundsätzlich
nie zu verschulden, während signifikant mehr Schüler selbst ihre Fre-
quenz als häufig bezeichneten (Tab. 32).
Abb. 20: Verschuldungsfrequenzen innerhalb der Gesamtstichprobe
Signifikant mehr Berufskollegsschülerinnen und -schüler gaben an, sich
nie Geld auszuleihen oder sich zu verschulden (Tab. 33). Damit wiesen
die Schülerinnen und Schüler der Teilstichprobe Gymnasium eine stär-
kere Tendenz zu einer höheren Verschuldungsfrequenz auf.
Signifikanzen unter den Geschlechtern innerhalb der verschiedenen
Schulformen traten nicht an den Gymnasien, jedoch an den Berufskol-
legs auf (Tab. 34 und 35): Hier wiesen die Schülerinnen eine niedrigere
Frequenz auf als ihre Mitschüler, da sie sich weniger häufig verschulde-
ten und anteilig berachtet in höherem Maße auf Verschuldung verzichte-
ten.
Ergebnisse
124
Tilgungszeiträume
Die absolute Mehrheit (89,4 %) der Gesamtstichprobe gab an, bis zu
einem Jahr für die Tilgung ihrer Schulden zu benötigen, 5,9 % planten 1
bis 3 Jahre und 4,6 % länger als drei Jahre ein (Tab. 44).
Weibliche Jugendliche zahlten ihre Schulden signifikant schneller zurück
als männliche (Tab. 44): 91,2 % der Schülerinnen planten bis zu einem
Jahr dafür ein und nur 1,4 % schätzten den Zeitraum auf länger als 3
Jahre, während fast fünfmal so viele Schüler länger als drei Jahre zur
Tilgung benötigten (6,6 %).
Abb. 21: Tilgungszeiträume der Gesamtstichprobe
differenziert nach Geschlecht
Auch fielen die Tilgungszeiträume der Teilstichprobe Gymnasium kürzer
aus als die der Teilstichprobe Berufskolleg: 93,7 % der Gymnasiastinnen
und Gymnasiasten und 86,0 % der Berufskollegschülerinnen und -
schüler tilgten innerhalb eines Jahres. Auch an dieser Stelle sei auf die
höheren Verschuldungsbeträge bei der Teilstichprobe Berufskolleg hin-
gewiesen.
Ergebnisse
125
Abb. 22: Tilgungszeiträume an den Schulformen
Die Signifikanzen setzten sich in Kombination entsprechend fort und
fielen bei den Gymnasiastinnen und Gymnasiasten drastischer aus als
bei den Schülerinnen und Schülern der Berufskollegs (Tab. 46 und 47):
Während keine Gymnasiastin angab, für die Tilgung länger als 3 Jahre
zu veranschlagen, waren es 6,1 % der Gymnasiasten.
Auch innerhalb der Teilstichprobe Berufskolleg tilgten die Schülerinnen
schneller als ihre männlichen Altersgenossen: Länger als drei Jahre
planten hier nur 2,8 % von ihnen ein, die Schüler hingegen 7,0 %.
Tilgungszeiträume und Emotionen
Um eventuelle Motive hinter dem Rückzahlungsverhalten identifizieren
zu können, wurde nach Tilgungszeiträumen in Verbindung mit weiteren
Aspekten und damit verbundenen Emotionen oder Abhängigkeiten von
Gläubigerstrukturen etc. gefragt.
Bezüglich der Einstellung zur Schuldentilgung zeigte sich die Gesamt-
stichprobe beinahe einig: 89,4 % gaben an, Schulden so schnell wie
möglich zu begleichen. Nur 10,6 % von ihnen zahlten das Geld erst zu-
rück, wenn sie darauf angesprochen wurden oder machten es davon
abhängig, bei wem sie sich verschuldet hatten.
Ergebnisse
126
Signifikant mehr weibliche als männliche Jugendliche beglichen ihre
Schulden schnellstmöglich (w 91,5 % / m 87,2 %), und die Schülerinnen
und Schüler der Teilstichprobe Gymnasium hatten es dabei mit der
Rückzahlung nicht so eilig wie die der Teilstichprobe Berufskolleg (G
12,5 % / BK 8,6%).
An den Berufskollegs beglichen die Schülerinnen signifikant schneller
als die Schüler.
Geldausborgen und Emotionen
Die Jugendlichen wurden auf emotionale Aspekte des Geldausborgens
untersucht. Dabei konnten diese angeben, ob es ihnen unangenehm
war, sich von jemandem 20 ! zu leihen (s. Fragebogenkatalog, S. F12),
oder ob dies für sie eine Selbstverständlichkeit darstellte.
Genau 64,0 % der Gesamtstichprobe empfanden es als unangenehm,
von jemandem 20 ! auszuleihen. Dem verbleibenden Drittel erschien es
nicht als unangenehm (36,0 %).
Signifikant mehr Schülerinnen war es unangenehm, ihre Mitmenschen
um eine Summe von 20 ! zu bitten (w 67,7 % / m 60,2 %) (Tab. 110).
Signifikant mehr Schüler waren der Meinung, dass dies normal sei und
sie Freunde, Eltern, Geschwister usw. darum bitten dürften (w 32,3 % /
m 39,8 %).
Ergebnisse
127
Abb. 23: Emotionen bei Verschuldung / Geldausborgen der Gesamtstichprobe
differenziert nach Gesschlecht
Den Schülerinnen der Berufskollegs war es anteilig am unangenehm-
sten, jemanden um diese Summe Geld zu bitten.
Verschuldungsneigung I
Die Gesamtstichprobe wurde daraufhin untersucht, wie sie dem Geld-
ausborgen bzw. einer Verschuldung gegenüberstand. Dabei hatten die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer explizit die Option, sich für das Geld-
ausborgen, jedoch gegen eine Verschuldung auszusprechen (vg. F 11,
Fragenkatalog, S. 11, 12).
Insgesamt hielten 56,7 % Geldausborgen für normal, während sich etwa
ein Drittel (33,6 %) dagegen und 9,7 % für das Geldausborgen, jedoch
gegen eine Verschuldung aussprachen (Tab. 108).
Bezüglich der Einstellung zur Verschuldung ließen sich keinerlei Signifi-
kanzen zwischen den Geschlechtern feststellen (Tab. 108): Deutlich
über die Hälfte der Schülerinnen und Schüler empfand Geldausborgen
als etwas ganz Normales (w 57,3 % / m 56,2 %), etwa ein Drittel sprach
sich grundsätzlich gegen das Geldausborgen aus (w 34,7 % / m 32,5
%), und 8,0 % der weiblichen und 11,4 % der männlichen Jugendlichen-
Ergebnisse
128
fanden Geldausborgen bis zu einer Summe von 100 ! in Ordnung, dar-
über jedoch nicht mehr.
Etwa 10 % beider Schulformen sprachen sich für Geldausborgen, je-
doch gegen Verschuldung aus (G 9,9 % /BK 9,5 %) (Tab. 109).
Signifikant mehr Gymnasiastinnen und Gymnasiasten hielten Geldaus-
borgen für normal, während sich mehr Berufskollegschülerinnen und -
schüler grundsätzlich gegen das Ausborgen von Geld aussprachen.
Verschuldungsneigung II
Über ein Drittel der Gesamtstichprobe zeigten nach obiger Defintion (vgl.
Kapitel 4.2.) eine Verschuldungsneigung (36,4 %) (Tab. 48) und fast
zwei Drittel von ihnen zeigten keine Verschuldungsbereitschaft (63,6 %).
Die weiblichen Jugendlichen wiesen eine signifikant höhere Verschul-
dungsneigung im Vergleich zu den männlichen Jugendlichen auf (w 39,3
% / m 33,6 %), während zwischen den Schulformen keinerlei Unter-
schiede festzustellen waren. Bei den Gymnasiastinnen war die höchste
Verschuldungsbereitschaft von allen Subgruppierungen nachzuweisen
(TS G w 40,8 % / TS G m 32,8 %).
Abb. 24: Verschuldungsbereitschaft der Gesamtstichprobe
Ergebnisse
129
Emotionen bei Nichteinhaltung der Rückzahlungsmodalitäten
Fast 90 % der Jugendlichen belastete es, wenn sie Schulden nicht zur
abgemachten Zeit zurückzahlen konnten (89,6 %). Genau 10,4 % gaben
an, dass ihnen ein schlechtes Gewissen in diesem Zusammenhang
fremd sei. Weibliche Jugendliche belastete ein solcher Umstand deutlich
intensiver als männliche (w 93,9 % / m 84,0 %) oder anders ausge-
drückt: Fast dreimal so viele männliche wie weibliche Jugendliche fühl-
ten sich gut trotz Nichteinhaltung der Rückzahlungsmodalitäten ihrer
Schulden (w 6,1 % / m 16,0 %).
Abb. 25: Emotionen bei der Nichteinhaltung der Rückzahlungsmodalitäten der Gesamt-
stichprobe differenziert nach Geschlecht
Es bestanden keinerlei signifikante Unterschiede zwischen den Schul-
formen, wenn geliehenes Geld nicht zur abgemachten Zeit zurückge-
zahlt werden konnte (Tab. 115), und an beiden Schulformen gaben
Schülerinnen deutlich häufiger an, sich stärker belastet zu fühlen als ihre
männlichen Altersgenossen (Tab. 116 und 117).
Einstellung zum Sparen
Hinsichtlich der Haltung gegenüber dem Sparen von Geld zeigte sich,
dass die absolute Mehrheit der Gesamtstichprobe (96,4 %) dafür war
und 3,6 % dagegen.
Ergebnisse
130
Die Schülerinnen waren dem Sparen gegenüber signifikant aufge-
schlossener (w 97,5 % / m 95,2 % ), während mehr Schüler Sparen als
altmodisch empfanden.
Verleihbereitschaft und tatsächliche Verleiherfahrungen gegenüber
bestimmten Personengruppen
Hinsichtlich der Verleihbereitschaft gegenüber bestimmten Personen-
gruppen und der tatsächlichen Verleiherfahrung ihnen gegenüber zeigte
sich, dass die Gesamtstichprobe die höchste Verleihbereitschaft gegen-
über Eltern aufwies (95,5 %); es folgten Partner, Partnerin (89,0 %),
dann Freunde (35,5 %) und an vierter Stelle weitere Verwandte (68,7
%). Mehr als jede zehnte befragte Person gab dabei an, fast allen gerne
zu helfen, indem sie als Gläubiger auftrete (12,1 %).
Die Verleihbereitschaft in Zusammenhang mit den tatsächlichen Erfah-
rungen offenbarte, dass die tatsächliche Verleiherfahrung die Verleihbe-
reitschaft deutlich überstieg. Damit wurde am häufigsten an enge
Freunde verliehen, zweitens an Partner, Partnerin (56,1 %), drittens an
die Eltern (55,5 %) und viertens an Verwandte (23,5 %); identisch ge-
mäß der Verleihbereitschaft auf Platz fünf lag die Option „Ich helfe fast
allen gerne, indem ich Geld verleihe“ (10,8 %).
Weibliche Jugendliche zeigten gegenüber ihren Eltern, ihrem Partner
und bei der Option „Ich helfe fast allen gerne, indem ich Geld verleihe“
eine signifikant höhere Verleihbereitschaft als männliche. Tatsächlich
gaben signifikant mehr weibliche als männliche Jugendliche an, auch
aus Hilfsbereitschaft Geld zu verleihen, d. h., in drei von fünf Fällen zeig-
ten sie sich eher verleihbereit, und in einem von fünf Fällen wiesen sie
darüber hinaus höhere Verleiherfahrungen auf als männliche Jugendli-
che.
Hinsichtlich der Differenzen zwischen den Schulformen konnte ermittelt
werden, dass die Schülerinnen und Schüler der Gymnasien eine signifi-
kant höhere Verleihbereitschaft gegenüber ihren Eltern aufwiesen, wäh-
Ergebnisse
131
rend sie weniger verleihbereit waren als die der Berufskollegs bei der
Option „Ich helfe fast allen, in dem ich Geld verleihe“.
Die höhere Verleihbereitschaft und die folglich ausgeprägteren Verlei-
herfahrungen der weiblichen Jugendlichen spiegelte sich auch wider im
Vergleich der Geschlechter, getrennt nach Schulform: In zwei von fünf
Fällen zeigten sich die Gymnasiastinnen eher bereit, Geld zu verleihen
als die Gymnasiasten (gegenüber 1. Eltern, 2. Partner, Partnerin). Infol-
gedessen wiesen sie auch im Zusammenhang mit engsten Freunden
und dem Partner höhere Verleiherfahrungen auf. An den Berufskollegs
gestalteten sich die Unterschiede zwischen den Geschlechtern in der
Art, dass die Berufkollegschülerinnen häufiger als die -schüler Geld ver-
liehen (unabhängig von der Personengruppe), um auf diese Weise zu
helfen.
Erfahrungen mit dem Verleihen von Geld und / oder Sachgegen-
ständen
Bei der Gesamtstichprobe zeigten sich die Erfahrungen mit dem Verlei-
hen von Geld und / oder Sachgegenständen ausgeglichen: Jeweils etwa
die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler gab an, positive wie auch ne-
gative Erfahrungen gemacht zu haben (Tab. 104). Demnach mussten
bereits 47,8 % mehrmals an die Rückgabe des Verliehenen erinnern,
während 52,2 % angaben, dass diejenigen, denen sie etwas ausliehen
hatten, selber an die Rückgabe dachten.
An den Berufskollegs ließen sich keinerlei signifikante Differenzen zwi-
schen den Geschlechtern nachweisen (Tab. 107); anders an den Gym-
nasien (Tab. 106): Hier gaben signifikant weniger Schülerinnen als
Schüler an, bereits negative Erfahrungen mit dem Verleihen von Geld
und / oder Sachgegenständen gesammelt zu haben.
Ergebnisse
132
Zur Bereitschaft, Bürgschaften für bestimmte Personengruppen zu
übernehmen
Nur insgesamt 12,4 % zeigten sich grundsätzlich skeptisch, Bürgschaf-
ten für andere zu übernehmen und drückten dies aus, indem sie anga-
ben, für niemanden bürgen zu wollen. Immerhin 13,2 % der Ge-
samststichprobe zeigten sich unentschlossen und wählten die Antwort-
option „Ich weiß nicht“. Am kritischsten reagierten die Schülerinnen und
Schüler der Berufskollegs: Fast ein Fünftel von ihnen war grundsätzlich
nicht bereit zur Bürgschaftsübernahme, unabhängig welcher Personen-
gruppierung gegenüber (G 2,8 % / BK 17,4 %). Die restlichen 74,4 %,
die sich grundsätzlich bereit zeigten, Bürgschaften zu übernehmen, of-
fenbarten die ausgeprägteste Bereitschaft gegenüber Eltern (74,0 %),
gefolgt von Partnern, Partnerin (55,6 %) und engen Freunden (42,8 %).
Insgesamt sprachen sich 10,6 % aller Jugendlichen dafür aus, „Men-
schen in Not“ durch eine Bürgschaftsübernahme helfen zu wollen. Signi-
fikant mehr weibliche als männliche Jugendliche zeigten eine Bereit-
schaft, Bürgschaften zu übernehmen gegenüber „Menschen in Not“ (w
12,4 % / m 8,8 %), während männliche Jugendliche signifikant offener
gegenüber einer Bürgschaftübernahme für enge Freunde waren (w 39,3
% / m 46,4 %).
Kommunikationsstrukturen im Bereich persönlicher finanzieller
Angelegenheiten
Hinsichtlich der Ansprechpartner von Jugendlichen über persönliche
finanzielle Angelegenheiten zeigte sich, dass innerhalb der Gesamt-
stichprobe die Eltern am häufigsten gewählt wurden (85,7 %), gefolgt
von zweitens den Freunden (60,3 %) und erst drittens der Partnerin bzw.
dem Partner (55,9 %). Mit steigendem Alter nahm dabei die Bedeutung
der Partnerin oder des Partners als primär gewähltes Gesprächsgegen-
über zu, wenn Jugendliche aus dem Haushalt ihrer Eltern ausgezogen
waren.
Ergebnisse
133
Insgesamt ließ sich beobachten, dass die Kommunikationsdichte bei
den Schülerinnen in allen Fällen und mit allen Gesprächspartnern signi-
fikant höher lag als die der Schüler (Eltern: w 90,5 % / m 80,8 % //
Freunde: w 63,3 % / m 57,4 % // Partner, Partnerin w 61,2 % / m 50,6
%).
Hinsichtlich der Schulformen konnte nachgewiesen werden, dass bei
den Gymnasiastinnen und Gymnasiasten Eltern und Freunde eine signi-
fikant größere Bedeutung einnahmen und bei den Berufskollegschüle-
rinnen und -schülern deutlicher der Partner bzw. die Partnerin favorisiert
wurde. Die Geschlechterdifferenzen setzten sich an den einzelnen
Schulformen fort: Bis auf eine Ausnahme zeigten weibliche Jugendliche
mit allen Ansprechpartnern höhere Anteile als männliche.
Das Einkommen stellte unter Jugendlichen insgesamt kein Tabuthema
dar: Über die Hälfte aller Jugendlichen (50,9 %) vertrauten ausgewähl-
ten Personen wie Eltern, Partnern, Partnerinnen und engen Freunden
Informationen über Einkünfte an. Über ein Drittel aller Schülerinnen und
Schüler (37,4 %) machte aus ihrem Einkommen grundsätzlich kein Ge-
heimnis, und nur gut ein Zehntel (11,7 %) sprach bewusst mit nieman-
dem darüber.
Die Schülerinnen waren insgesamt offener, jedoch nur zu ausgewählten
Personen, während sich die Anteile der Schüler eher polarisierten: Die
Mehrheit machte aus der Einkommenssituation kein Geheimnis. Jedoch
war festzustellen, dass mehr männliche als weibliche Jugendliche mit
niemanden über ihre Einkünfte sprachen.
Als signifikant gesprächiger konnten die Schülerinnen und Schüler der
Berufskollegs im Vergleich zu denen der Gymnasien ermittelt werden:
Sie machten mehrheitlich aus ihren Einkünften kein Geheimnis, und
Ergebnisse
134
deutlich weniger von ihnen klammerten dieses Gesprächsthema kom-
plett aus.
Im Falle der Kommunikation bezüglich einer Verschuldungssituation
teilte sich die Gesamtstichprobe auf: 52,2 % suchten das Gespräch dar-
über, 47,8 % (und damit etwas weniger) vermieden Gespräche.
Auch hier wiesen weibliche Jugendliche signifikant höhere Kommunika-
tionsanteile auf als männliche (w 56,2 % / m 48,2 %), und signifikant
mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Gymnasien (G 55,5 % / BK
48,8 %) sprachen darüber. Die höchsten Gesprächsanteile der Ge-
samtsstichprobe konnten bei den Gymnasiastinnen nachgewiesen wer-
den. Nur 7,6 % gaben an, nicht über die Verschuldung gesprochen, sich
jedoch Kommunikation gewünscht zu haben. Dabei ließen sich keinerlei
Signifikanzen zwischen Geschlecht und / oder Schulformen ermitteln.
Die drei am häufigsten genannten Gründe, warum (gewollt oder auch
ungewollt) keine Kommunikation über eine Verschuldungserfahrung
stattgefunden hatte, waren
1.) „Das geht niemanden etwas an“ und „ Über Geld spricht man
nicht“ (68,7 %)
2.) „Scham“, „Scheu“, „Befangenheit“, „Angst, als Schnorrer Looser
dazustehen“ (31,1 %) und
3.) Sonstiges („Kein Gesprächsbedarf“, „schnelle Rückzahlung der
Schulden“ etc.) (0,2 %)
9.4. Daten zum Umgang mit Geld in Paarbeziehungen
Rechnungsübernahme
Insgesamt 70,6 % aller Jugendlichen gaben an, dass das Verhältnis
ausgeglichen sei, wer im Falle des Ausgehens die Rechnung überneh-
me. Dabei existierten signifikante Unterschiede zwischen den Ge-
schlechtern: Mehr Schüler übernahmen die Rechnung auch für ihre
Ergebnisse
135
Partnerin, und mehr Schülerinnen als Schüler gaben an, dass das Ver-
hältnis ausgeglichen sei. Ebenso signifikant ergab sich, dass mehr Teil-
nehmerinnen und Teilnehmer der Schulform Gymnasium angaben, das
Verhältnis der Rechnungsübernahme ausgeglichen sei. Bei der Mehrheit
der Schülerinnen und Schüler der Berufskollegs zeigte sich die Ten-
denz, dass männliche Jugendliche die Rechnung übernahmen.
Während sich die Geschlechterunterschiede am Gymnasium nicht als
signifikant erwiesen, beglichen nach eigenen Angaben signifikant mehr
Berufskollegschüler als -schülerinnen die gemeinsame Rechnung.
Entscheidung bei finanziellen größeren Anschaffungen
Die überwiegende Mehrheit von 98,0 % der Gesamtstichprobe entschied
größere Anschaffungen in einer Partnerschaft gemeinsam (oder will dies
in Zukunft so arrangieren). Bei den verbleibenden 2,0 % ergaben sich
insofern signifikante Unterschiede, dass mehr männliche als weibliche
Jugendliche über größere Anschaffungen in einer Partnerschaft im Al-
leingang entscheideten bzw. entscheiden wollten. Hinsichtlich der Schul-
formen ergaben sich hier keine signifikanten Differenzen, während sich
die Geschlechterunterschiede an beiden Schulformen fortsetzten.
Festschreibung im Mietvertrag
Über die Hälfte der Gesamtstichprobe (52,7 %) legte Wert auf eine
Festschreibung beider Parteien, fast ein Drittel (31,0 %) hielt diesen
Aspekt für belanglos und über ein Sechstel (16,3 %) beanspruchte, al-
leinig festgeschrieben zu sein oder zu werden.
Signifikant mehr männliche als weibliche Jugendliche gingen davon aus,
dass sie alleinig im Mietvertrag festgschrieben werden. Unwichtig hielten
dies bei beiden Geschlechtern knapp ein Drittel der Befragten, und die
meisten weiblichen Jugendlichen gingen davon aus, dass der Mietver-
trag für beide verbindlich ist.
Ergebnisse
136
Mehr Berufskollegschülerinnen und -schüler gingen davon aus, alleinig
im Vertrag festgeschrieben zu sein bzw. zu werden, während dies signi-
fikant mehr Gymnasiastinnen und Gymnasiasten unwichtig erschien.
Oben skizzierte Geschlechterdifferenzen setzten sich an beiden Schul-
formen fort.
9.5. Zum Wissensstand um Kredite und ihre Kosten
Vergleichsweise mangelhaft schnitten im Bereich Wissen eindeutig die
Gymnasiastinnen ab: In sieben von acht Fragestellungen lagen sie hin-
ter allen anderen, gefolgt von den Berufsschülerinnen: Sie schnitten
prozentual besser ab, lagen jedoch ebenso in sieben von acht Fällen
hinter ihren Mitschülern sowie den Gymnasiasten. Die besten Ergebnis-
se erzielten die Berufkollegschüler, gefolgt von den Gymnasiasten.
Dennoch zeigten sich insgesamt erhebliche Defizite im Bereich Wissen,
besonders auf Seiten der weiblichen Jugendlichen. Die Ergebnisse im
Detail gestalteten sich wie folgt:
Definition des Begriffes Schulden
Der Anteil der Jugendlichen, der die Definition des Begriffes Schulden
nicht kannte, war insgesamt hoch: 40 % der Gesamtstichprobe gelang
es nicht, den Begriff richtig einzuordnen.
Ergebnisse
137
Abb. 26: Wissen bezüglich der Definition des Begriffes Schulden
Die männlichen Jugendlichen verfügten über einen signifikanten Wis-
sensvorsprung gegenüber ihren weiblichen Altersgenossinnen (Tab.
155): Signifikant mehr von ihnen wussten, was Schulden sind (w 46,1 %
/ m 63,0 %).
Zwischen den Schulformen gab es keinerlei Signifikanzen hinsichtlich
dieses Begriffes (Tab. 156).
Signifikant weniger Berufskollegschülerinnen wussten den Begriff kor-
rekt einzuordnen (Tab. 158): 46,1 % zu 63,0 %. Innerhalb der Gruppe
der Schülerinnen und Schüler der Gymnasien wichen die Ergebnisse
zwischen den Geschlechtern nicht signifikant voneinander ab (Tab.
157).
Definition des Begriffes Überschuldung
Die Definition der Überschuldung war noch weniger Jugendlichen be-
kannt: Nur 23,8 % der Gesamtstichprobe wussten, was dieser Begriff
bedeutet, somit insgesamt 76,2 % nicht.
Ergebnisse
138
Abb. 27: Wissen bezüglich der Definition des Begriffes Überschuldung
Während über ein Viertel der männlichen Jugendlichen den Begriff rich-
tig einordnen konnte, waren es knapp ein Fünftel der weiblichen Jugend-
lichen (w 19,4 % / m 28,3) (Tab. 159). Der Wissensvorsprung der männ-
lichen Heranwachsenden war hier damit signifikant.
Nahezu 80 % der Gymnasiastinnen und Gymnasiasten kannten den
Begriff Überschuldung nicht (Tab. 160). Hingegen war gut einem Viertel
der Berufskollegschülerinnen und -schüler die korrekte Definition geläu-
fig. Damit existierten signifikante statistische Unterschiede hinsichtlich
dieses Begriffes zwischen den Schulformen.
Definition des Begriffes Dispositionskredit
Nur ca. ein Drittel der Gesamtstichprobe wusste, was unter einem Dis-
positionskredit zu verstehen ist (34,5 %).
Ergebnisse
139
Abb. 28: Wissen bezüglich der Definition des Begriffes Dispositionskredit
Das Bild der vorangegangenen Analysen setzte sich fort: Signifikant
mehr Schüler als Schülerinnen wussten, was ein Dispositionskredit ist
(w 30,2 % / m 39,2 %).
Fast die Hälfte der Schülerinnen und Schüler der Berufskollegs, aber nur
ein Viertel der der Gymnasien konnte diesen Begriff sinnvoll einordnen
(G 25,2 % / BK 44,4 %). Die Gymnasiastinnen wussten signifikant selte-
ner Bescheid als die Gymnasiasten (G w 21,7 % / G m 30,1 %).
Definition des Begriffes Bürge
Bei der letzten Begriffsbestimmung, nach der gefragt wurde, konnten
immerhin mehr als zwei Drittel aller befragten Jugendlichen (72,8 %)
etwas mit dem Begriff des Bürgen verbinden. Über ein Viertel der Ge-
samtstichprobe konnte den Begriff nicht richtig einordnen (27,2 %).
Ergebnisse
140
Abb. 29: Wissen bezüglich der Definition des Begriffes Bürge
Bezüglich des Wissens um die korrekte Definition obiger Begriffe exi-
stierten keinerlei Signifikanzen in Abhängigkeit des Merkmals Ge-
schlecht (Tab. 167). Über ein Viertel auf beiden Seiten konnte den Be-
griff nicht richtig einordnen (w 26,2 % / m 28,1 %).
Drastische Unterschiede konnten zwischen den Schulformen ermittelt
werden (Tab. 168): Die Schülerinnen und Schüler der Gymnasien ver-
fügten in diesem Bereich über einen signifikanten Wissensvorsprung
gegenüber den Schülerinnen und Schülern der Berufskollegs (G 75,6 %
/ BK 69,8 %).
Es ließen sich keine signifikanten Unterschiede zwischen den Ge-
schlechtern an den einzelnen Schulformen ermitteln (Tab. 169 und 170).
Wissen über bargeldlosen Zahlungsverkehr
Insgesamt 76,1 % aller befragten Schülerinnen und Schüler wussten,
dass sich ein Girokonto zum bargeldlosen Zahlungsverkehr eignet, d. h.
fast ein Viertel zeigte sich desbezüglich nicht informiert. Genau 8,6 %
wählten eine falsche Antwort, und über 15 % der befragten Jugendlichen
gaben von vornherein an, nicht die richtige Antwort zu kennen.
Ergebnisse
141
Auch an dieser Stelle zeigten sich die weiblichen Jugendlichen deutlich
weniger informiert als die männlichen (w 70, 2 % / m 82,1 %) (Tab. 171).
Abb. 30: Wissen bezüglich des bargeldlosen Zahlungsverkehrs
Bezüglich der Differenzen in Abhängigkeit des Merkmals Schulform war
zu ermitteln, dass die Teilstichprobe Gymnasium signifikant schlechter
informiert ist im Vergleich zu der des Berufskolleg (G 72,5 % / BK 79,9
%) (Tab. 172).
Wurden die Ergebnisse hinsichtlich der Schulform sowie des Ge-
schlechts analysiert, so ließen sich signifikante Unterschiede auf Seiten
der Berufskollegschülerinnen und -schüler, keine Signifikanzen zwi-
schen Gymnasiastinnen und Gymnasiasten nachweisen (Tab. 173 und
174): Signifikant mehr Schüler als Schülerinnen der Berufskollegs gaben
hier die richtige Antwort (BK w 70,4 % / BK m 87,1 %). Damit erwiesen
sich die Berufskollegschüler als am besten informiert.
Wissen über Kredite und ihre Kosten
Nur unterhalb eines Viertels der Gesamtstichprobe wies Kenntnisse
über Kredite und ihre Kosten auf (22,6 %) (Tab. 175). Damit konnten
77,4 % hier keine sinnvolle Antwortoption geben.
Ergebnisse
142
Abb. 31: Wissen bezüglich Kredite und ihre Kosten
Die Differenzen zwischen den Geschlechtern erwiesen sich als signifi-
kant (Tab. 175): Während knapp unterhalb eines Drittels der männlichen
Jugendlichen Wissen um die Kosten von verschiedenartigen Krediten
aufwies, waren es unter 15 % auf Seiten der weiblichen Jugendlichen (w
14,6 % / m 30,9 %).
Ebenso deutlich waren die statistischen Unterschiede zwischen den
Schulformen (Tab. 176): Signifikant mehr Teilnehmerinnen und Teil-
nehmer der Teilstichprobe Berufskolleg zeigten sich in der Lage, Kredi-
te, Kosten und Zinsen sinnvoll einzuordnen (G 16,0 % / BK 29,8%).
Wissen um die Nutzung von Dispositionskrediten
Insgesamt über ein Drittel aller Jugendlichen wusste, dass ein Dispositi-
onskredit kurzfristig zu nutzen ist, und konnten damit die richtige Antwort
geben (36,3 %) (Tab. 179). Demnach kannten nahezu zwei Drittel die
zutreffende Antwort nicht (63,7 %).
Ergebnisse
143
Abb. 32: Wissen bezüglich der Nutzung von Dispositionskrediten
Weniger als ein Drittel der Schülerinnen und gut 40 % der Schüler waren
übr relevante Details bezüglich der Nutzung von Dispositionskrediten
informiert. Das heißt, dass die weiblichen Jugendlichen bei dieser Frage
signifikant schlechter abschnitten und anteilig häufiger falsche Antworten
wählten im Vergleich zu den männlichen Jugendlichen (w 30,6 % / m
42,1 %) (Tab. 179).
Überdeutlich gestalteten sich ebenso die Differenzen zwischen den
Schulformen (Tab. 180): Signifikant weniger Gymnasiastinnen und
Gymnasiasten kannten die richtige Antwort nicht, d. h. etwas über ein
Viertel im Vergleich zu fast der Hälfte der Berufskollegschülerinnen und -
schüler, die wussten, dass ein Dispositionskredit nach Möglichkeit nur
kurzfristig genutzt werden sollte (G 27,4 % / BK 46,0 %).
Zwischen den Schülerinnen und Schülern an den Gymnasien offenbar-
ten sich geschlechtsspezifisch signifikante Differenzen (Tab. 181): Nur
weniger als ein Viertel der Schülerinnen im Vergleich zu einem Drittel
der Schüler wusste um die richtige Antwortoption. Auch auf Seiten der
Berufskollegs war bei der Minderheit der Schüler die richtige Antwort
bekannt, doch da die Differenzen keine Signifikanzen zeigten, erwies
sich dies als statistisch irrelevant (G w 41,7 % / BK m 49,2 %) (Tab.
182).
Ergebnisse
144
Wissen über Vergleichsoptionen von Kreditsätzen
Nur etwa ein Drittel der befragten Jugendlichen (28,3 %) wusste um
sinnvolle Vergleichsoptionen von Kreditsätzen (Tab. 183). Damit offen-
barten zwei Drittel in diesem Bereich entsprechende Defizite.
Drastische Differenzen konnten ermittelt werden hinsichtlich der Struk-
turkategorie Geschlecht (Tab. 183): Unter einem Fünftel der weiblichen
Jugendlichen und mehr als ein Drittel der männlichen zeigten sich hier
informiert (w 19,0 % / m 37,8 %).
Abb. 33: Wissen bezüglich der Vergleichsoptionen von Kreditsätzen
Die Differenzen in Abhängigkeit des Merkmals Schulform erwiesen sich
als nicht signifikant (Tab. 184).
Optionen von Geldanlagen
Hinsichtlich der Optionen von Geldanlagen konnten nur Tendenzen er-
mittelt werden. Die Mehrheit der Gesamtstichprobe traute sich Einschät-
zungen zu: nur 5 bis 10 % gaben hier an, keine Antwort zu wissen (Tab.
194).
Die männlichen Jugendlichen konnten gegenüber den weiblichen ihren
Wissensvorsprung behaupten, da sie wenig sinnvolle Optionen wie
„Spardose“ oder „Girokonto“ anteilig häufiger aussortierten (Tab. 187,
190, 192).
Ergebnisse
145
Zwischen den Schulformen ließen sich keine eindeutigen Differenzen
nachweisen (Tab. 188, 189, 191, 193, 195).
Informationen und Bildungsangebote
Interesse und Art der Quellen
Die Jugendlichen wurden zunächst dahingehend untersucht, von wel-
chen Quellen sie sich Bildungsangebote und Informationen im Bereich
Geld und Finanzen, Kredite und ihre Kosten etc. wünschten. An erster
Stelle erwartete die Gesamtstichprobe Bildungsangebote und Wissens-
vermittlung in diesem Bereich durch die Schule (53,9 %); an zweiter
Stelle standen Banken (47,6 %), an dritter Stelle die Medien (39,8 %),
viertens folgten die Eltern (25,3 %) und auf Platz fünf Schuldnerberatun-
gen (15,3 %) (da Mehrfachnennungen möglich, entspricht die Summe <
100).
Signifikanzen ergaben sich insofern, als dass mehr weibliche Heran-
wachsende und Schülerinnen und Schüler der Gymnasien die Schule
sowie Eltern als Wissensvermittler favorisierten, während die Berufskol-
legschülerinnen und -schüler deutlicher Banken und Medien bevorzug-
ten:
1. Schule (53,9 % der Gesamtstichprobe)
• (w 55,4% / m 52,3 %)
• (TS G 57,6 % / TS BK 49,7 %)
2. Banken (47,6 % der Gesamtstichprobe)
• (w 47,8 % / m 47,4 %)
• (TS G 42,9 % / TS BK 52,7 %)
3. Medien (39,8 % der Gesamtstichprobe)
• (w 37,8 % / m 41,8 %)
• (TS G 36,6 % / TS BK 43,3 %)
Ergebnisse
146
4. Eltern (25,3 % der Gesamtstichprobe)
• (w 28,7 % / m 21,7 %)
• (TS G 29,9 % / TS BK 20,2 %)
5. Schuldnerberatung
• (w 14,7 % / m 16,0 %)
• (TS G 13,2 % / TS BK 17,6 %)
Interpretation und Diskussion
147
X. INTERPRETATION UND DISKUSSION
10.1. INHALTLICHE INTERPRETATION UND DISKUSSION
Eisenstadts (1966) strukturell-funktionaler Ansatz (skizziert in Kapitel 1)
begreift Jugend als Vorbereitung für den Eintritt in die Gesellschaft (vgl.
Abels, 2000, S. 84f; Griese, 2007, S. 116f). Für die Jugendlichen der
Gegenwart bedeutet das, Individuations- und Identitätsarbeit bei gleich-
zeitiger Unsicherheit zu leisten in einer Vorbereitungsphase, in der sie
ihre eigene Position innerhalb einer Konsumgesellschaft finden (müs-
sen). Erschwert zeigt sich diese Verortung dadurch, dass sich die sozi-
alstrukturell gegebenen Lebenschancen höchst unterschiedlich darstel-
len und vorgegebene Normen, Regeln und Standardbiografien wichen.
An deren Stelle traten vielfältige Möglichkeiten in Folge der Pluralisie-
rung der Lebensstile, Werthaltungen und Ziele. Jugendliche sind dabei
aufgefordert, die Verantwortung für ihr Leben in die eigene Hand zu
nehmen, selbst zu entscheiden mit allen damit verbundenen individuel-
len Chancen und Risiken und ungleich verteilten objektiven Gestal-
tungsspielräumen (Beck, 1997; Keupp, 1999), denn nicht alle können in
gleichem Maße kosumptiv mithalten bei den Anforderungen, die sich
ihnen unter anderem durch die „Kommerzialisierung des Jugendalters“
stellen (vgl. Griese, 2007, S. 14). Dabei gilt es, z. B. bezogen auf den
Konsum- und Freizeitbereich, Handlungsmuster herauszubilden, um zu
einem unabhängigen, reflektierten, bedürfnisorientierten Umgang mit
Angeboten des Marktes zu gelangen. Konsum kann aber auch als Aus-
drucksmittel für die Persönlichkeit (vgl. Friese, 1998, S. 42), kompensa-
torisch (vgl. Lange 2004, S. 132-143; Stihler, 1998, S. 58), demonstrativ
(vgl. Lange 2004, S 126-131) oder als Mittel genutzt werden, um sich
Gruppen zuzuorden oder sich von ebendiesen abzugrenzen (vgl. Opa-
schowski 1990, S 116 f). Irrationale Konsummuster in Kombination mit
weiteren Risikofaktoren können zu Verschuldungssituationen führen
(vgl. Lange, 2004, S. 165), die Jugendliche belasten, sie sozial destabili-
sieren und ihnen gesellschaftliche Teilhabechancen verwehren.
Interpretation und Diskussion
148
Tenbrucks handlungstheoretischer Ansatz (Tenbruck zit. nach Griese,
2007), der die gemeinsame Identität von Jugendlichen ins Zentrum der
Betrachtung rückt, die sie sich, bedingt durch Orientierungslosigkeit ver-
schaffen, trug einen wesentlichen Aspekt zur Hypothesenbildung bei,
denn es stellte sich die Frage, in welcher Art und Weise die Strukturka-
tegorie Geschlecht Einfluss nimmt auf das Verschuldungsverhalten, das
für diese Lebensphase typisch ist und sich von dem anderer Altersstufen
wahrscheinlich deswegen unterscheidet, weil durch die Verunsicherung
gemeinsame identitätsstiftende Ausdrucks- und Verhaltensweisen in den
Mittelpunkt rücken.
Die Befunde zum geschlechtstypischen Umgangs mit Geld stammten
fast ausschließlich aus den 1990er Jahren. Seitdem haben sich gesell-
schaftliche Liberalisierungstendenzen fortgesetzt, und es etablierten sich
(auch) unter Jugendlichen neue Weiblichkeits- und Männlichkeitsbilder
(vgl. Flaake & Fleßner, 2005, S. 136; s. auch dazu Fleßner, 2000; 2002:
Rhyner, 2008). Es stellte sich also die Frage nach der Aktualität jener
Resultate bzw. neuen Strömungen.
Bei der Betrachtung geschlechtstypischer Umgangsweisen mit Geld
wurde offenkundig, dass sich diese anhand von geschlechtsstereotypem
Rollenverhalten und -erwartungen erklären lassen, die an die Mitglieder
der jeweiligen sozialen Kategorie Geschlecht gerichtet werden und die
Einfluss auf das Selbstkonzept von Individuen besitzen. Obgleich sich
die normative Idee einer anzustrebenden Gleichberechtigung von Frau-
en und Männern in der Gegenwartsgesellschaft weitestgehend durchge-
setzt hat, traditionelle Bilder von Weiblichkeit und Männlichkeit zuneh-
mend gesellschaftlich problematisiert werden und die Gesellschaft ge-
prägt ist durch ein komplexes Nebeneinander von heterogenen Erwar-
tungen, Typisierungen und Normen, massenmedialen Geschlechterbil-
dern, politischen und rechtlichen Festlegungen sowie vielfältigen ge-
schlechtsbezogene Praktiken im Alltag der Individuen (vgl. Scherr, 2009,
S. 81f), gab es Hinweise darauf, dass sich Jugendliche in ihrem Verhal-
Interpretation und Diskussion
149
ten (insbesondere in dieser Lebensphase) an traditionellen Geschlech-
terbildern orientieren, um sich dadurch vom anderen Geschlecht ab-
grenzen zu können und um das eigene Geschlecht durch Inszenierung
zu etablieren (vgl. Frosh, 2002; Phoenix & Frosh, 2005), denn die Ent-
wicklung der Geschlechterrolle verläuft über die Abgrenzung von und die
Entwertung des Gegengeschlechtlichen und all dessen, was gegenge-
schlechtlich männlich oder weiblich konnotiert ist (vgl. Flaake, 2006, S.
31; Grundmann, 2006, S. 100). Anhand dieser Hypothese wurde Ju-
gendverschuldung untersucht.
In Folge der Auseinandersetzung mit bisherigen Studien zur Jugendver-
schuldung wurden weiterhin Daten zum Wissensstand der Jugendlichen
zu Krediten und ihren Kosten erhoben, da Unwissenheit als Risikofaktor
identifiziert werden konnte, jedoch der Wissensstand Jugendlicher for-
schungsdesiderat verblieb. Darüber hinaus ergab sich in der Auseinan-
dersetzung mit dem Thema Frauen und Geld die Frage, ob sich bei Ju-
gendlichen geschlechtstypischer Umgang mit Geld in Paarbeziehungen
fortschreibt trotz o. g. gesellschaftlicher Liberalisierungstendenzen. Der
Wissensstand um Kredite und ihre Kosten ebenso wie Verhalten im
Umgang mit Geld sollten ebenfalls rahmend auf den Einfluss der Struk-
turkategorie Geschlecht überprüft werden.
Um einer kategorialen Singularität entgegenzuwirken, wurden neben der
Strukturkategorie Geschlecht auch Einflüsse des Sozialstatus beachtet,
wobei ressourcenbedingt leider nur Indizien auf soziale Disparitäten an-
hand der Variablen „besuchte Schulform“ möglich waren.
O. g. Feststellung von Lange (2004) „Verschuldung und Überschuldung
sind deutlich geschlechtsabhängig“ (Lange, 2004, S. 150) kann nach
eingehender Erhebung der Strukturkategorie Geschlecht auf das Ju-
gendverschuldungsverhalten unterstützt werden: Im Vergleich zur Ge-
samtbevölkerung zeigen Jugendliche ein spezifisches Verschuldungs-
verhalten, das durchzogen ist von Geschlechterdifferenzen, wie sie sich
Interpretation und Diskussion
150
dergestalt und in diesem Umfang in keiner anderen Altersgruppe nach-
weisen lassen.
Bis auf zwei Ausnahmen können die aus dem Forschungsstand gene-
rierten Hypothesen anhand der erhobenen Daten belegt werden. Die
Gesamtheit der Befunde kann als Indiz dafür gedeutet werden, dass
Jugendliche Schlüsse ziehen und Prägungen inkorporiert haben, die
sich so reproduzieren und ablesbar werden in ihren praktischen Hand-
lungen (vgl. vgl. Bourdieu, 1997a, 1997c), d. h., dass sie inkorporierte
Geschlechterverhältnisse in der Form reproduzieren, dass sie doing
gender betreiben gemäß in Kapitel 5.6. geschlechterstereotyper Zuord-
nungen, demnach Frauen traditionell u. a. eher emotional, gefühlvoll,
hilfsbereit, einfühlsam, angepasst, verständnisvoll, rücksichtsvoll, nach-
denklich, passiv, tröstend, bescheiden (vgl. Alfermann, 1996, S. 16ff;
Becker-Schmidt, 2007, S. 64f; Hausen, 1976, S. 364-368; Popp, 2002,
S. 44) sind und Männer u. a. eher abenteuerlustig, aktiv, egoistisch, ent-
schlossen, initiativ, fortschrittlich, kühn, mutig, stark, tatkräftig, unbe-
kümmert, geschäftsfähig, entscheidungsfreudig, risikofreudig (vgl. Al-
fermann, 1996, S. 16ff; Hausen, 1976, S. 363-393): Geringere Verschul-
dungs- wie Überschuldungsanteile, geringere Verschuldungshäufigkei-
ten und -summen weiblicher Jugendlicher verweisen auf ein eher vor-
sichtiges Verschuldungsverhalten im Vergleich zu männlichen Jugendli-
chen. Die Gegebenheit, dass sie seltener offizielle Gläubiger konsultie-
ren und eher zu ihren Eltern als Gläubiger tendieren, kann als Hinweis
für risikominimierendes Verhalten gewertet werden, wie Wrede (1998)
den Umgang von Frauen mit Geld im Allgemeinen bezeichnete (vgl.
Wrede, 1998, S. 14f), da bei Eltern und weiteren inoffiziellen Gläubigern
die Rahmenbedingungen um geliehene Schuldsummen auf einer per-
sönlicheren Ebene verhandelbar bleiben sowie die Konsequenzen
wahrscheinlich milder ausfallen, wenn es zu Komplikationen (etwa bei
der Rückzahlung) kommt als es bei offiziellen Gläubigern der Fall ist, wo
rechtliche Rahmenbedingungen den Vertrag leiten.
Interpretation und Diskussion
151
Die kürzeren Tilgungszeiträume der Schülerinnen sind erstens in Ver-
bindung mit den geringeren Schuldsummen zu sehen, jedoch belegen
die Befunde in Bezug auf emotionale Aspekte des Tilgungsverhaltens,
dass dieses Verhalten ebenfalls dadurch zu erklären ist, dass Nichtein-
haltung von Zeiträumen der Rückzahlung von Schulden die Schülerin-
nen signifikant stärker belastet (als die Schüler). Dieses Verhalten kann
in dem Sinne als angepasst bezeichnet werden, da weibliche Jugendli-
che offenbar einer Konfrontation aus dem Wege gehen, indem sie zum
vereinbarten Zeitpunkt tilgen. Ebenso erscheint ihr Verhalten angepass-
ter mit Hinblick darauf, dass es ihnen deutlich unangenehmer als männ-
lichen Jugendlichen ist, andere Personen um geringe Geldbeträge zu
bitten bzw. sich diese zu leihen: Nach wie vor sind Schulden oder auch
fehlende finanzielle Mittel negativ besetzt. Indem die Schülerinnen die
damit verbundenen Emotionen als eher unangenehm bezeichnen, stüt-
zen sie die in diesem Bereich vorherrschenden gesellschaftlichen Ord-
nungen und agieren in diesem Sinne eher regelkonform.
Die höhere Verleihbereitschaft weiblicher Jugendlicher kann sowohl als
hilfsbereit als auch als angepasst bezeichnet werden; angepasst daher,
weil durch eine höhere Verleihbereitschaft vermieden wird, jemandem
Hilfe zu versagen. Die von ihnen signifikant häufiger gewählte Antwort-
option in diesem Zusammenhang „Ich helfe fast allen gerne, indem ich
Geld verleihe“ sowie ihre höhere Bereitschaft der Bürgschaftsübernah-
me gegenüber „Menschen in Not“ bringen ihre höhere Fürsorglichkeit
bzw. Hilfsbereitschaft auf den Punkt, wie sie in verwandten Zusammen-
hängen im Umgang mit Geld als charakteristisch für Frauen bezeichnet
wurde (vgl. Schlabs, 2007, S. 37, Schmedt, 2000; Treusch-Dieter, 2000;
Wimbauer, 2003). Dass die Schülerinnen insgesamt eine höhere Kom-
munikationsdichte aufweisen, vervollständigt das Bild gemäß geschlech-
terstereotyper Zuordnung, nach dem Frauen im Zuge eines deutlicher
ausgeprägten sozialen Verhaltens eher zu Interaktionen neigen (vgl.
Alfermann, 1996, S. 16ff).
Interpretation und Diskussion
152
Die folgende Diskussion beleuchtet die Befunde im Detail:
Da finanzielle Mittel die Voraussetzung für Konsum darstellen, wurden
zunächst Daten zur Finanzsituation der Jugendlichen erhoben. Weil 80
% der Berufskollegschülerinnen und -schüler an Ausbildungsgängen
teilnehmen, verfügen sie bereits über Ausbildungsvergütung, und ihre
Einkünfte wie Ausgaben liegen erwartungsgemäß deutlich über denen
der Vergleichsgruppe des Gymnasiums (Einkünfte Median G 100 ! /
Median BK 500 ! // Ausgaben G Median 60 ! / BK Median 350 !). Inter-
essant erscheint bei der Gegenüberstellung der Einkünfte und Ausga-
ben aller befragten Jugendlichen, dass die Ausgaben im Schnitt konse-
quent unter den Einkünften liegen. Dazu geben auch über 95 % an, dem
Sparen gegenüber aufgeschlossen zu sein. Damit erscheint unter den
Jugendlichen das Ansparen von Beträgen als eine regelmäßige Praxis.
Diese Ergebnisse entkräften somit das Bild, das in öffentlichen Diskur-
sen (besonders in den Medien) von Jugendlichen entworfen wird, wo-
nach diese überwiegend dazu neigen, halt- und grenzenlos zu konsu-
mieren und sich infolgedessen zu verschulden. Sie belegen im Gegen-
teil, dass die absolute Mehrheit der Jugendlichen nicht dazu neigt, über
ihre Verhältnisse zu leben, sondern sehr klar in der Lage zu sein
scheint, eine Balance zwischen Einkünften und Ausgaben herzustellen
und darüber hinaus Geld anzusparen.
Der Median bezüglich Ausbildungsvergütung von Berufskollegsschüle-
rinnen und -schülern liegt mit 500 ! um 144 ! unter dem Durchschnitt
des Medians der Auszubildenden in Westdeutschland im Jahr 2007 (vgl.
BIBB, 2007)47. Diese relativ hohe Abweichung in den Summen lässt sich
zum einen dadurch erklären, dass die Verteilung der Schülerinnen und
Schüler auf die unterschiedlichen Ausbildungsgänge nicht als repräsen-
tativ angesehen werden kann, und zum anderen dadurch, dass etwa 20
% von ihnen das Kolleg nutzen, um höhere Schulabschlüsse zu erlan-
47 Auszubildende in der Binnenschfffahrt verdienten demnach mit 925 ! die
höchsten Summen und Friseur-Lehrlinge mit monatlich 266 ! die geringsten
(vgl. BIBB, 2007). Zur genaueren Betrachtung der untersuchten Ausbildungs-
gruppen siehe Kapitel 9.1..
Interpretation und Diskussion
153
gen, ohne dabei in eine Ausbildung integriert zu sein und eine entspre-
chende Vergütung zu erhalten. Zwar scheint die Mehrheit der Berufs-
schülerinnen und -schüler durch Konsumzurückhaltung in der Lage zu
sein, Beträge anzusparen (Einkünfte Median BK 500 ! // Ausgaben BK
Median 350 !), dennoch bleibt fraglich, ob (auch angesichts der ersten
Haushaltsgründung, des Erwerbs eines Führerscheins und eines Fahr-
zeugs und weiterer kostenintensiver Anschaffungen, die erstmalig in
dieser Lebensphase anfallen) genügend finanzielle Mittel für Vermö-
gensbildung, für Maßnahmen der Altersvorsorge oder Absicherung für
Notfälle verbleiben. Denn bundesweit zeigt sich der Trend, dass zwei
Drittel der ab 17-Jährigen über kaum oder kein Vermögen verfügt (vgl.
Frick, Grabka, 2009 nach Schlegel-Matthies & Methfessel, 2009, S. 16).
Dies wäre aber bereits für diese Altersgruppe mit Hinblick auf einen
markanten Abbau staatlicher Sozialleistungen unbedingt notwendig. Ob
Jugendliche der Berufskollegs dazu finanziell in der Lage sind, bleibt
offen.
Bei den Schülerinnen und Schülern der Gymnasien stellt das Taschen-
geld der Eltern die Haupteinnahmequelle dar. Die Schülerinnen erhalten
statistisch gesehen gleich hohe Summen an Taschengeld wie die Schü-
ler (Median bei 100,00 !). Anders gestaltet sich dieser Aspekt in der
einschlägigen Literatur, demzufolge Jungen etwas mehr Taschengeld
und zusätzlich höhere Geldgeschenke erhalten als Mädchen (vgl. Institut
für Jugendforschung, 1993, S. 82f; Lange, 2004, S. 69). Darüber hinaus
wird ihnen eher als Mädchen zusätzliches Geld gewährt, wenn ihr Ta-
schengeld nicht ausreicht (vgl. Frunham & Thomas, 1984a, S. 209 zit.
nach Rosendorfer, 2000, S. 31). Die hier ermittelten Abweichungen vom
bisherigen Forschungsstand könnten darin begründet liegen, dass sich
etwa das Vergabeverhalten der Eltern in Bezug auf Taschengeld verän-
dert hat. Da in der vorliegenden Untersuchung jedoch nur Schätzwerte
abgefragt wurden, könnten die Jugendlichen zusätzliche Geldgeschen-
ke, insbesondere kleinere Summen, schlicht vergessen haben und diese
dadurch der Erhebung entgangen sein.
Interpretation und Diskussion
154
Zusätzlich zum Taschengeld bessern 50 % der Gymnasiastinnen und
Gymnasiasten dieses durch Nebenjobs auf. Dabei zeigt sich, dass mehr
Schülerinnen als Schüler über einen Nebenjob verfügen. Der repräsen-
tativen Untersuchung des Jugendforschungsinstitus München zufolge
jobbten 22 % der 12- bis 17-Jährigen regelmäßig und weitere 20 % ge-
legentlich im Jahr 2001 mit einer zunehmenden Tendenz bei steigen-
dem Alter (vgl. Lambrecht, 2002, S. 1). Die erhobenen Daten liegen
zwar oberhalb dieses Wertes, jedoch ist die Stichprobe insgesamt älter,
was die Differenz erklären könnte. Die Ergebnisse hinsichtlich der Ge-
schlechterdifferenzen unterstützen Langes (2004) Befunde, der inner-
halb seiner repräsentativen Studie ebenfalls einen höheren Anteil weibli-
cher Jugendlicher ermitteln konnte, der Nebenjobs nachging (vgl. Lange,
2004, S. 76f).
Die Gegebenheit der deutlich geringeren Einkünfte48 der Berufskolleg-
schülerinnen (im Vergleich zu den -schülern) weist auf die geschlechts-
typische Berufswahl und / oder Entlohnungsdiskriminierung hin (vgl.
Kapitel 5). Zwar vollzieht sich ein Wandel innerhalb der Berufsstruktu-
ren, jedoch kann beobachtet werden, dass dieser bezogen auf ge-
schlechterstereotype Muster der Berufswahl nur sehr langsam verläuft:
Während Frauen im Jahr 2006 z. B. in Dienstleistungsberufen die über-
wiegende Mehrheit stellten, dominierten männliche Jugendliche im Fer-
tigungssektor (vgl. Destatis, 2006, S. 18). Leider konnten auf Grund der
Gewährleistung der Anonymität keine genauen Verteilungen der hier
befragen Schülerinnen und Schüler auf die unterschiedlichen Aubil-
dungsgänge dokumentiert werden, aber der Vergütungsunterschied lie-
ße sich parziell hiermit erklären. Eine zweite mögliche Deutung wäre die
Entlohnungsdiskriminierung, die sich darin ausdrückt, dass Frauen in
Deutschland bei gleicher Qualifikation und Tätigkeit nach wie vor weni-
ger verdienen als Männer: Je nach Quelle liegt die Differenz dabei im
Schnitt zwischen 20 % bis 29 % (vgl. KEG, 2007; Destatis, 2006, S. 1;
48 Der Unterschied bei den Einkünften von Berufsschülerinnen und -schülern
beläuft sich auf 20,72 %.
Interpretation und Diskussion
155
Plantenga & Remery, 2006). Damit gehört Deutschland zu den EU-
Staaten mit der höchsten Ungleichheit bei der Bezahlung von Frauen
und Männern, denn nur in Estland, Zypern und der Slowakei sind die
Unterschiede größer oder ebenso groß (vgl. KEG, 2007; Plantenga &
Remery, 2006).
Sollen Jugendliche selbst ihren Überblick über ihre persönliche finanziel-
le Lage einschätzen, fällt die Neigung weiblicher Jugendlicher auf, sich
im Vergleich zu männlichen Jugendlichen schlechter zu beurteilen (von
46,4 %, die den Überblick als gut bezeichnen, sind es w 40,0 % / m 52,8
%). Dabei fällt die Eigenbewertung der Gymnasiastinnen besonders
negativ aus. Befunde der Bildungsforschung belegten, dass Mädchen
ihre Fähigkeiten, z. B. in Mathematik und Physik, schlechter einschätz-
ten als Jungen (vgl. Kessels, 2002, S. 21) und dass sie dabei ihre Lei-
stungen nicht immer wahrheitsgetreu beurteilten, denn Mädchen unter-
schätzten ihre Begabungen auf diesen Gebieten, während sich Jungen
im Vergleich überschätzten (vgl. ebd.). Selbiges Verhalten kann in der
vorliegenden Untersuchung nicht ausgeschlossen werden. Der insge-
samt geringe Anteil derjenigen, die ihre Finanzen gut überblicken (trotz
o. g. Balance zwischen Einkünften und Ausgaben), könnte auf einen
Einübungsprozess im Umgang mit Geld hindeuten. Deutlicher wird dies
bei dem Befund, dass Berufskollegschülerinnen und -schüler ihre per-
sönliche finanzielle Lage signifikant schlechter einschätzen als Gymna-
siastinnen und Gymnasiasten (von 86,7 %, denen es finanziell sehr gut
bis durchschnittlich geht, sind es an den Gymnasien 92,0 % und an den
Berufskollegs 81,0 %). Da Berufskollegschülerinnen und -schüler le-
benszyklisch bedingt und durch ihre Einkommenssituation begünstigt
(im Vergleich zu der Gruppe der Gymnasiastinnen und Gymnasiasten)
aus dem Elternhaus ausziehen, die erste Haushaltsgründung etc. voll-
ziehen (19,5 % von ihnen leben bereits in einem eigenen Haushalt im
Vergleich zu 3,2 % der Schülerinnen und Schüler der Gymnasien)49,
49 Dabei passt der geringe Anteil der Berufskollegschülerinnen und -schüler, die
aus ihrem Elternhaus ausgezogen sind, insofern ins Bild, als dass Jugendliche
Interpretation und Diskussion
156
stehen sie vor der Aufgabe, erstmalig mit größeren Geldsummen wirt-
schaften zu können (zu müssen). Ihre Unwissenheit in finanziellen An-
gelegenheiten (darauf wird unten detailliert eingegangen) bei gleichzeiti-
ger Unerfahrenheit kann dazu führen, dass sie ihre Lage schlechter ein-
schätzen als Gymnasiastinnen und Gymnasiasten, die damit noch nicht
in diesem Maße konfroniert sind.
Hinsichtlich des Verschuldungsverhaltens und bei einem Verschul-
dungsanteil aller Jugendlichen von 8,85 %50 zeigen sich Schülerinnen
anteilig geringer verschuldet (als Schüler) (w 4,52 % / m 11,05 %), antei-
lig geringer überschuldet (die Überschuldungsanteile wurden nach den
Schulformen differenziert: Wird der Überschuldungsanteil von 2,27 % an
den Gymnasien als 100 % gesetzt, so ergibt sich ein Anteil an Schüle-
rinnen von 35,71 % zu 64,29 % Schülern und ein Überschuldungsanteil
an den Berufskollegs von 5,80 % insgesamt, aufgeteilt in 21,21 % auf
Seiten der Schülerinnen gegenüber 78,78 % der Schüler), seltener in
der Vergangenheit verschuldet (w 19,6 % / m 33,3 %), mit geringeren
Summen verschuldet (Median bei inoffiziellen Gläubigern w 446 ! / m
825 ! und Median bei offiziellen Gläubigern w 1000 ! / m 2000 !) und
auch seltener verschuldet unabhängig von der Haushaltsform. Anders
als erwartet, zeigen weibliche Jugendliche eine ausgeprägtere Ver-
schuldungsneigung als männliche (w 39,3 % / m 33,6 %). Zimmermann
(2004) konnte bislang nachweisen, dass männliche Jugendliche eher
dazu bereit waren, Verzicht zu üben und sich trotz eines konsumptiven
Wunsches nicht zu verschulden, während sich weibliche Jugendliche in
der gleichen Situation unentschlossen zeigten. Da in bisherigen Studien
in Deutschland aufgrund verlängerter Ausbildungssequenzen eine erste eigene
Haushaltsgründung immer weiter aufschieben: So zogen zwischen 1972 und
1981 geborene junge Männer im Durchschnitt erst mit 26 Jahren aus dem El-
ternhaus aus, und junge Frauen derselben Kohorte bereits mit 21,5 Jahren
(Weick 2002, S. 11). Diese Geschlechtsdifferenzen lassen sich in der Form
nicht in den erhobenen Daten wiederfinden.
50Dieser Wert reiht sich in die Ergebnisse repräsentativer Studien ein: So postu-
lierten etwa Gabanyi, Hemedinger & Lehner (2007b) einen Verschuldungsan-
teil von 7 % (vgl. Gabanyi, Hemedinger & Lehner, 2007b, S. 13) Die Deckungs-
gleichheit dieses wesentlichen Wertes deutet auf die hohe Qualität der erzielten
Daten hin.
Interpretation und Diskussion
157
männliche Jugendliche bei den Verschuldeten überrepräsentiert waren
(vgl. Gabanyi, Hemedinger & Lehner, 2007b, S. 12f; Lange, 2004, S.
149f; Reifner & Zimmermann, 2005, S. 144ff) und eine geringere Ver-
schuldungsneigung eher einem geschlechterstereotypen Verhalten von
Frauen entspricht (vgl. Kapitel 5.6.), wurde bei der Hypothesenbildung
davon ausgegangen, dass sich die von Zimmermann (2004) konstatierte
Unentschlossenheit der weiblichen Jugendlichen in einer konkreten Ent-
scheidungssituation in eine letztendliche Abneigung verkehren würde,
und es demzufolge nicht zu einer Verschuldung käme. Die hier erhobe-
nen Daten zeigen (hinsichtlich einer höheren Verschuldungsneigung)
das Gegenteil – Wie ist dieser Befund zu deuten? Dass weibliche Ju-
gendliche eher zu einer Verschuldung neigen (d. h. die höchste Bereit-
schaft von allen zeigen, zu konsumieren, selbst dann, wenn sie es sich
eigentlich nicht leisten können), passt zu den geringeren Beträgen, mit
denen sie sich verschulden. Unabhängig davon, ob es sich um inoffiziel-
le oder offizielle Gläubiger handelt, fallen bei ihnen die Schuldsummen
nur etwa halb so hoch aus wie bei ihren männlichen Altersgenossen. Da
sie diese geringeren Schulden schneller zu tilgen vermögen, könnte es
sein, dass sie daher diesen Spielraum nutzen, einer Verschuldung mit
geringen Beträgen offen gegenüber stehen und aufgrund der kleinen
Beträge Verschuldung nicht in dem Maße als einen Grenzbereich se-
hen, der eine Hemmschwelle bedeutet. Die Verschuldungsneigung führt
bei ihnen jedoch nicht zu einer erhöhten Verschuldungshäufigkeit, denn
im Gegenteil verschulden sich weibliche Jugendliche seltener als männ-
liche Jugendliche (ein signifikant höherer Anteil an Schülerinnen gibt an,
sich grundsätzlich nie zu verschulden, während signifikant mehr Schüler
selbst ihre Frequenz als häufig bezeichnen), und sie bevorzugen inoffi-
zielle Gläubiger (Gymnasiastinnen wenden sich in erster Linie an ihre
Eltern und haben in keinem Fall offizielle Gläubiger in Anspruch ge-
nommen. Bei den Gymnasiasten rangieren enge Freunde an erster Stel-
le; ein Gymnasiast hat bereits offizielle Kreditgeber genutzt. Nur halb so
viele Berufsschülerinnen wie -schüler konsultieren offizielle Gläubiger
[BK w 10, 9 % / BK m 24,7 %]). Darüber hinaus nutzen sie seltener
Interpretation und Diskussion
158
Dispokredite, aber, anders als zuvor angenommen, beanspruchen sie
keine geringeren Summen als männliche Jugenldiche. Dies könnte ein
Hinweis darauf sein, dass im Falle einer Entscheidung für eine Inan-
spruchnahme eines Dispokredites sie planhaft die Summen tatsächlich
nutzen, die sie benötigen, ohne sich hierbei weiter einzuschränken. Das
würde bedeuten, dass sie zwar eine höhere Hemmschwelle haben oder
einfach seltener Summen dieser Form des Kredites benötigen als männ-
liche Jugendliche. Wenn dies aber der Fall ist, dann schränken sie sich
hinsichtlich der Summen nicht weiter ein.
Hypothesenkonform tilgen weibliche Jugendliche Schulden jeder Art
schneller als männliche (91,2 % der Schülerinnen planen bis zu einem
Jahr dafür ein, und nur 1,4 % schätzen den Zeitraum auf länger als 3
Jahre, während fast fünfmal so viele Schüler länger als drei Jahre ein-
planen [6,6 %]), und die Mehrheit von ihnen tilgen so schnell wie mög-
lich (w 91,5 % / m 87,2 %). Dies passt zu dem Befund, dass es weibli-
che Jugendliche stärker belastet als männliche, wenn sie ihre Schulden
nicht zur vereinbarten Zeit zurückzahlen können (w 93,9 % / m 84,0 %).
Fast dreimal so viele männliche wie weibliche Jugendliche fühlen sich
„gut“ trotz Nichteinhaltung der Rückzahlungsmodalitäten ihrer Schulden
(w 6,1 % / m 16,0 %). Auch verbinden weibliche Jugendliche eher nega-
tive Gefühle damit, sich bei Freunden etc. kleine Geldbeträge zu leihen
(w 67,7 % / m 60,2 %), und zeigen sich dem Sparen gegenüber aufge-
schlossener (w 97,5 % / m 95,2 %), während mehr Schüler Sparen als
„altmodisch“ empfinden. Die Gesamtheit dieser Befunde zeichnet die
Hintergründe nach, aus denen heraus geringere Verschuldungs- wie
Überschuldungsanteile erklärt werden können, denn sie belegen, dass
dies nicht Folge zufälliger Prozesse zu sein scheint, sondern Handlun-
gen aus o. g. Einstellungen zum Verschuldungsverhalten erwachsen
bzw. Folge dessen sein könnten. Weitere Ergebnisse bekräftigen diese
Gegebenheit: Wie o. skizziert, wurde und wird an das weibliche Ge-
schlecht traditionell die Erwartung gerichtet, für andere dazusein (vgl.
Alfermann, 1996, S. 36): Hierunter fallen die emonitonale Betreuung
Interpretation und Diskussion
159
anderer, Hilfeleistungen, Umsorgung wie auch das Spenden von Mitge-
fühl und Trost. Auch mit Hinblick auf Verschuldungsverhalten liefern die
erhobenen Daten Indizien dafür, dass sich dieses fürsorgliche Verhalten
weiblicher Jugendlicher fortschreibt, denn sie zeigen gegenüber ihren
Eltern, ihrem Partner und bei der Option „Ich helfe fast allen gerne, in-
dem ich Geld verleihe“ eine signifikant höhere Verleihbereitschaft als
männliche Jugendliche. Hinsichtlich einer Verschuldung für andere, ei-
ner Bürgschaftsübernahme sind weibliche Jugendliche auf den ersten
Blick nicht generell eher dazu bereit, Bürgschaften zu übernehmen. Auf
den zweiten Blick verkehrt sich jedoch das Bild, denn gegenüber „Men-
schen in Not“ zeigen sie signifikant mehr Hilfsbereitschaft (in Form einer
erhöhten Bürgschaftsbereitschaft) (w 12,4 % / m 8,8 %), während männ-
liche Jugendliche offener gegenüber einer Bürgschaft für enge Freunde
sind (w 39,3 % / m 46,4 %).
Diese Form der Bereitschaft auf Seiten der Schülerinnen wirkt im Ver-
gleich zu der entsprechenden Haltung der Schüler ungezielt, zu verall-
gemeinernd, fast wahllos. Für „Menschen in Not“ Verantwortung zu
übernehmen in Form einer Bürgschaft kann als erhöhte Fürsorglichkeit
interpretiert werden, verbunden allerdings auch mit einer gewissen Nai-
vität, denn Jugendliche, insbesonders weibliche Jugendliche, scheinen
sich nicht darüber bewusst zu sein, was eine solche Bürgschaft bedeutet
und welche Konsequenzen daraus erwachsen. Mit Blick auf die erhobe-
nen Daten zum Wissensstand zeigt sich eindeutig, dass diese Hilfsbe-
reitschaft u. a. einer Unwissenheit entspringt, denn nur 12,4 % aller Be-
fragten schließen eine Bürgschaftsübernahme konsequent aus, obgleich
14,8 % aller nicht wissen, was ebensolche bedeutet. Dass immerhin
73,8 % der Schülerinnen und 71,9 % der Schüler um die Definition des
Begriffes „Bürge“ weiß, verblüfft beinahe bei der hohen Bereitschaft.
Dieser hohe Prozentsatz kann u. a. dadurch erklärt werden, dass bei
keiner anderen Fragestellungen soviel Austausch unter den Schülerin-
nen und Schülern aufkeimte wie bei der um die Bedeutung des Begriffes
„Bürge“ (wahrscheinlich deswegen, weil die Frage nach einer etwaigen
Interpretation und Diskussion
160
Bürgschaftsübernahme zuvor bearbeitet wurde). Trotz der Bitte, auch
diese Frage (wie alle anderen) in Einzelarbeit zu ermitteln, kann nicht
ausgeschlossen werden, dass hier Ergebnisse entsprechend verfälscht
wurden. Zusätzlich berichteten ebenfalls ausschließlich bei dieser Fra-
gestellungen Berufskollegschülerinnen und -schüler ganzer Kursverbän-
de, dass sie die Thematik Bürgschaften in der Woche zuvor im Unter-
richt thematisiert hatten. Auch das könnte den hier relativ hohen Wis-
sensstand erklären.
Die Gegebenheit der erhöhten Hilfsbereitschaft der Schülerinnen, bezo-
gen auch auf finanzielle Angelegenheiten und Bereiche, wirkt insofern
bedenklich, als dass speziell auf diese Zielgruppe wegen ihres Lebens-
alters und dem damit verbundenen Start in eine berufliche wie private
Zukunft verstärkt Entscheidungssituationen zukommen werden, die un-
ter anderem erfordern können, sich für oder gegen Bürgschaftsüber-
nahmen aussprechen zu müssen. Die Auszüge aus den Erfahrungsbe-
richten von Expertinnen und Experten, die tagtäglich mit betroffenen
Frauen umgehen in Kapitel 5.3. belegen, dass die Folgen von Bürg-
schaftsübernahmen extrem ausfallen können, und Betroffene im
schlimmsten Fall nicht nur finanziell ruinieren, sondern auch sozial aus-
grenzen und gesundheitlich aufzehren. Darüber muss Klarheit bestehen,
insbesondere bei weiblichen Jugendlichen. Eine Gesellschaft, die der
nächsten Generation diese Informationen nicht vermittelt, keinerlei insti-
tutionell verankerte Aufklärungsarbeit leistet, lässt diese in ein „offenes
Messer laufen“.
Nachdem Einstellungen hinter dem konkreten Verschuldungsverhalten
diskutiert wurden, seien nachfolgend die Kommunikationsstrukturen um
Verschuldungssituationen und um persönliche finanzielle Aspekte erör-
tert. Hinsichtlich der Kommunikationsstrukturen zeigt sich wie erwartet,
dass weibliche Jugendliche gegenüber allen befragten Gesprächspart-
nern eine insgesamt höhere Kommunikationsdichte im Bereich persönli-
cher finanzieller Angelegenheiten aufweisen als männliche (Eltern: w
Interpretation und Diskussion
161
90,5 % / m 80,8 % // Freunde: w 63,3 % / m 57,4 % // Partner, Partnerin
w 61,2 % / m 50,6 %). Schülerinnen sprechen sowohl offener über ihre
Einkünfte (gegenüber bestimmten Personen) als auch häufiger über
Verschuldungserfahrungen als Schüler (w 56,2 % m 48,2 %). Bei einer
detaillierteren Betrachtung der Befunde werden die Altersunterschiede
und damit zusammenhängende Folgen ersichtlich, denn während Gym-
nasiastinnen und Gymnasiasten eher Eltern als Ansprechpartner favori-
sieren, wenn es um ihre persönlichen Finanzen geht, steht bei den
Schülerinnen und Schülern der Berufskollegs die Partnerin oder der
Partner an erster Stelle. Das charakteristische Merkmal des Ablösungs-
prozesses der Jugendlichen von den zentralen Bezugspersonen wie
Mutter und Vater hat sich somit vollzogen. Die Gegebenheit, dass auch
ein größerer Anteil von ihnen (im Vergleich zu den Schülerinnen und
Schülern der Gymnasien) bereits mit Partner oder Partnerin zusammen-
leben, komplettiert das Bild.
Geht es um die Kommunikation der Jugendlichen über Einkünfte, su-
chen die Berufskollegsschülerinnen und -schüler anteilig häufiger im
Vergleich zu denen des Gymnasiums das Gespräch darüber (G 86,0 % /
BK 90,7 %), während die der Gymnasien häufiger über eine Verschul-
dungssituation kommunizieren (G 55,5 % / BK 48,8 %). Ersteres lässt
sich dadurch erklären, dass die Berufskollegsschülerinnen und -schüler
erstmalig Ausbildungsvergütung erhalten. Dies schafft mehr Gesprächs-
bedarf (im Vergleich zu denjenigen, die weiterhin mit dem Taschengeld
wirtschaften). Dabei stellt der Dialog über die Einkünfte den wichtigen
Abgleich und Vergleich mit der Gleichaltrigengruppe dar, der so charak-
teristisch ist für diese Lebensphase (vgl. Tenbruck zit. nach Griese,
2007). Der hohe Gesprächsanteil über Einkünfte (nur insgesamt 11,7 %
aller Jugendlichen teilt niemandem Einzelheiten über Einkünfte mit)
grenzt diese von der Erwachsenenwelt ab, denn innerhalb der Gesamt-
bevölkerung zeigen sich Folgen einer ausgeprägten Tabuisierung von
Geld, speziell von Einkünften. Nirgendwo wird so wenig über Geld ge-
sprochen wie in deutschen Familien und Freundeskreisen (vgl. Hilde-
Interpretation und Diskussion
162
brandt-Woeckel, 2008, S. 19). Das Tabu reicht soweit, dass viele Arbeit-
geber ihren Angestellten verbieten, über Gehalt und Prämien zu spre-
chen. Das Gespräch über Einkünfte bei den hier befragten Jugendlichen
und der dadurch vollzogene Vergleich und Abgleich mit Gleichaltrigen
stellt die gemeinsame Identität in dieser durch Verunsicherung gepräg-
ten Lebensphase erneut in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, ebenso
wie es als Indiz für eine Einübungsphase in Bezug auf das Auskommen
mit Geld und die Erfassung konsumptiver Möglichkeiten interpretiert
werden kann. Die Orientierungskraft der Gleichaltrigengruppe liegt vor-
rangig im Freizeit- und Konsumbereich, den es in Folge von erweiterter-
ten finanziellen Möglichkeiten (Ausbildungsvergütung) neu zu entdecken
gilt. Diese beiden Aspekte scheinen schwerwiegender zu sein als die
Verschwiegenheit, die sich offenbar erst in späteren Lebensphasen ma-
nifestiert.
Im Falle der Kommunikation bezüglich einer Verschuldungssituation
teilen sich die Jugendlichen auf: 52,2 % von ihnen suchen das Gespräch
und 47,8 % sprechen mit niemandem darüber. Auch hier ist festzustel-
len, dass mehr weibliche als männliche Jugendliche Gesprächbereit-
schaft zeigen (w 56,2 % / m 48,2 %). Die zweite Hälfte der Jugendlichen
suchen von sich aus kein Gespräch, denn nur 7,6 % aller Befragten ge-
ben an, nicht über die Verschuldung gesprochen, sich jedoch Kommuni-
kation gewünscht zu haben. Die Gründe, warum (gewollt oder auch un-
gewollt) keine Kommunikation über eine Verschuldungserfahrung statt-
gefunden hatte, verweisen auf die Schamhaftigkeit, die Verschuldungs-
situationen auch unter Jugendlichen immer wieder hervorrufen:
a) „Das geht niemanden etwas an“ und „ Über Geld spricht man
nicht“ (68,7 %)
b) „Scham“, „Scheu“, „Befangenheit“, „Angst, als Schnorrer Looser
dazustehen“ (31,1 %) und
c) sonstiges („Kein Gesprächsbedarf“, „schnelle Rückzahlung der
Schulden“ etc.) (0,2 %).
Interpretation und Diskussion
163
Als Zwischenfazit lässt sich über das Verschuldungsverhalten Jugendli-
cher und den damit verbundenen Bereichen sagen, dass, auf Grund der
lebensphasentypischen Orientierungslosigkeit und Verunsicherung (vgl.
Eisenstadt, 1966; Schelsky, 1963; Tenbruck zit. nach Griese, 2007) Ge-
schlechterdifferenzen bezüglich des Verschuldungsverhaltens in beson-
derem Maße in o. g. Form inszeniert und etabliert werden (vgl. Frosh,
2002: Phoenix & Frosh, 2005). An den Berufskollegs (im Vergleich zu
den Gymnasien) zeigen sich dabei die Geschlechterdifferenzen markan-
ter ausgeprägt hinsichtlich des Verschuldungs- wie Überschuldungsan-
teils, der Verschuldungshäufigkeit und des Tilgungsverhaltens. Wie ist
das zu erklären? Studien aus der Psychologie, Soziologie und den Er-
ziehungswissenschaften konstatierten, dass die Orientierung an dem,
was gesellschaftlich als typisch weiblich oder typisch männlich gilt, umso
ausgeprägter bei Jugendlichen unterer sozialer Schichtungen ausfällt, je
stärker Perspektiven und Lebensbedingungen eingeschränkter sind (vgl.
Helfferich, 1994; King, 2002). Dies könnte eine mögliche Erklärung hier-
für sein. Wie sind diese Befunde in ihrer Gesamtheit jedoch in Zusam-
menhang zu bringen mit dem neuen starken Mädchenbild, das durch
Selbstbewusstsein, Eigenwille und Selbstbestimmtheit (vgl. Flaake &
Fleßner, 2005, S. 136; s. auch dazu Fleßner, 2000; 2002; Rhyner, 2009)
den traditionellen Weiblichkeitsbildern entgegensteht? Psychologinnen
und Psychologen sprechen in diesem Zusammenhang von einer „zwei-
ten Wirklichkeit“ (vgl. Streeck-Fischer, 1997, S. 52), die sich bei weibli-
chen Jugendlichen während der Adoleszenz entwickelt und sich einer-
seits am Bild des starken Mädchens orientiert, während gleichzeitig auf
konservative, gesellschaftlich akzeptierte Weiblichkeitsideale zurückge-
griffen wird. Diese Gegebenheit könnte auch den Widerspruch erklären.
Dabei könnte für Jugendliche eine Anlehnung im Verhalten an traditio-
nelle Geschlechterbilder ein Stück Sicherheit in einer pluralisierten Ge-
sellschaft bedeuten, die, wie o. g. u. a. durch komplexe Lebenszusam-
menhänge und steten Wandel Eingliederungs- und Verortungsprozesse
erschwert. Die Inszenierung der Geschlechterverhältnisse könnte eine
temporäre Erscheinung sein, da Befunde in anderen Bereichen darauf
Interpretation und Diskussion
164
hindeuten, dass erst derjenige, der durch entsprechende Ressourcen
seinen Platz innerhalb der Gesellschaft gefunden hat, sich von der
Selbstpräsentation lösen kann (vgl. Methfessel, 2001, S. 21), doch dies
ist lediglich eine Vermutung, denn es gilt generell bei den Befunden zu
beachten: Obgleich die Resultate der Erhebung mehrheitlich hypothe-
senkonform ausfallen, ist bei den Ergebnissen dringend eine Unter-
scheidung zwischen Ursache und Wirkung zu bedenken. Es gibt Hin-
weise darauf, dass sich Jugendliche in ihrem Verschuldungsverhalten
an traditionellen Geschlechterrollen orientieren. Ob eine Anlehnung an
diese Rollen ursächlich für ihr Verhalten ist, bleibt ungeklärt. Es kann
kein kausaler Zusammenhang ermittelt werden, denn bei vorliegender
Untersuchung handelt es sich um eine Querschnittsstudie; und damit
sind Rückschlüsse auf Ursache und Wirkung grundsätzlich unzulässig.
Ohne umfangreiche weitere Erhebungen zu Einstellungen, zu zeitlichen
Verläufen duch Längsschnittuntersuchungen etc. ist es nicht möglich,
Rückschlüsse zu ziehen und Schlussfolgerungen zu treffen.
Jugendverschuldungsverhalten aus erziehungswissenschaftlicher Per-
spektive kann auch als Einübung und Verselbstständigung betrachtet
werden: Indem Jugendliche Geld zur Verfügung haben, das sie selbst
verwalten können, fallen zum Teil äußere Kontrollen durch die Eltern
weg – die Verantwortung muss von ihnen kommen. Dass die Mehrheit
der hier befragten Jugendlichen diese Aufgabe erfolgreich meistert,
kann der Gegenüberstellung der Einkünfte mit den Ausgaben entnom-
men werden. Verschuldungserfahrungen stehen in diesem Sinne für
einen Prozess des Experimentierens und der Grenzfindung. Aus dieser
Perspektive nutzen weniger weibliche als männliche Jugendliche diese
Möglichkeit. Der Vorteil besteht darin, dass ihnen prekäre Situationen
und negative Erfahrungen erspart bleiben; Nachteil ist, dass sie sich
ebendieser Erfahrungen berauben und Kompetenzen wie etwa im
Breich der Planung, Risikoabwägung, Entscheidung und des Handelns
in Bezug auf Verschuldung, die im Erwachsenenalter wesentlich sind,
eventuell nicht in dem Maße einüben, wie es wünschenswert wäre.
Interpretation und Diskussion
165
Die Analyse der Verwobenheit beider Strukturkategorien, der des Ge-
schlechts und des Status bzw. der Schulform komplettieren das Bild von
Jugendverschuldung, denn diese ist untrennbar mit dem gesellschaftli-
chen Kontext verknüpft: Hinsichtlich des Verschuldungsverhaltens zei-
gen sich die Einflüsse beider Kategorien sowohl quantitativ als qualitativ
gleichermaßen ausgeprägt (mit Ausnahme der Kommunikationsstruktu-
ren, bei denen der Einfluss des Geschlechts dominiert). Was bedeutet
das? Prekär wird die Verschuldung für Heranwachsende häufig erst in
der Kombination mit einer sozial benachteiligten Herkunft: Reifner
(2005) konnte bei der Untersuchung der Sozialprofile überschuldeter
junger Erwachsener innerhalb der CAWIN-Pilotuntersuchung nachwei-
sen, dass sich solche, die allein erziehend und / oder arbeitslos und /
oder mit geringer Ausbildung und / oder einkommensarm waren, in be-
sonderem Maße von Überschuldung betroffen zeigten51 (vgl. Reifner,
2005, S. 153ff, insbesondere 156). Auch Gabanyi, Hemedinger & Leh-
ner (2007a) stellten fest, dass bei den befragten 138 jungen Menschen
bis einschließlich 25 Jahren, welche Hilfe bei Schuldnerberatungsstätten
aufgesucht hatten, die Mehrheit in wirtschaftlich ungünstigen Lebens-
umständen lebte (vgl. Gabanyi, Hemedinger & Lehner, 2007a, S. 16).
Nur etwa 41 % von ihnen gingen einer Vollzeitbeschäftigung nach und
31 % von ihnen musste mit monatlich weniger als 1000 ! auskommen
(vgl. ebd.). Darüber hinaus konstatierten die Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler aus Oberösterreich, dass Jugendverschuldung als Ar-
mutsphänomen in vielen Fällen ein Erbe der Herkunftsfamilie zu sein
schien (vgl. ebd.). Dies wird nachvollziehbar mit weiteren Befunden von
Reifner & Zimmermann (2005), die ermittelten, dass, im Falle einer Ver-
schuldung der Jugendlichen, Haushaltsressourcen der Eltern bzw.
Stammfamilie aktiviert und die Jugendlichen damit ökonomisch „aufge-
fangen“ wurden (vgl. Zimmermann, 2005, S. 152). Entstammten Ju-
gendliche jedoch einkommensarmen Familien, konnten entsprechende
ökonomische Defizite dort nicht kompensiert werden. Werden diese Re-
51 Da der Stichprobenumfang gering ausfiel (n=300) und die CAWIN-Analysen
durch einen Pilotcharakter geprägt waren (vgl. a.a.O., S. 153), können diese
Ergebnisse wohl nur Tendenzen andeuten.
Interpretation und Diskussion
166
sultate bisheriger Studien mit denen vorliegender Untersuchung kombi-
niert, ergibt sich, sofern in diesem Sinne Risikogruppen benannt werden
sollen, die besonders von Jugendverschuldung betroffen sind und die in
Kombination mit ungleich verteilten Lebenschancen gefährdet erschei-
nen, auf den ersten Blick als Risikogruppe die männlichen Jugendlichen
der Statusgruppe Berufskolleg, denn unter ihnen zeigen sich die höch-
sten Verschuldungsanteile, die höchsten Verschuldungssummen, -
häufigkeiten und die höchste Tendenz zur Verschuldung bei offiziellen
Gläubigern. Ihr eher risikofreudiges Verhalten mit Hinblick auf Verschul-
dung kann sich z. B. in Folge von Arbeitslosigkeit in ruinöse finanzielle
Lagen verkehren, wenn entsprechend hohe Verschuldungssummen bei
offiziellen Gläubigern in solche Phasen transportiert werden. Dabei sind
Jugendliche, je geringer ihr Schulabschluss ist, umso deutlicher von
Arbeitslosigkeit bedroht, denn Statistiken belegen den Zusammenhang
zwischen Bildung und Arbeitslosigkeit: Die Erwerbslosenquote lag bei
mittlerem Bildungsabschluss, also Berufsausbildung oder Abitur ohne
Studium bei 8,2 % und die der höher gebildeten Erwerbspersonen bei
nur 3,6 % (vgl. Destatis, 2010c). Grundsätzlich ist die Bedrohung durch
Arbeitslosigkeit für Jugendliche sehr hoch, denn die Jugendarbeitslosig-
keitsquote betrug im Jahr 2009 in Deutschland 10,5 % (vgl. Destatis,
2010), und in der Gruppe der Menschen zwischen 15 und 24 Jahren war
die Arbeitslosenquote mit 14,9 % fast doppelt so hoch wie in der Ge-
samtbevölkerung (7,7%, Stand: Januar 2007) (vgl. Deutsche Shell,
2006).
Auf den zweiten Blick sind weibliche Jugendliche auf Grund gesell-
schaftlicher Gegebenheiten besonders gefährdet, denn obgleich sie
durch eher vorsichtiges Verschuldungsverhalten finanzielle Nachteile
(geringere Ausbildungsvergütung) in dieser Lebensphase ausgleichen
können, zeigen sie sich im weiteren Lebensverlauf stärker von Ver-
schuldung bzw. finanziell prekären Lebensumständen bedroht aufgrund
strukturell bedingter Benachteiligung. Selbst mit dem geringeren Ver-
schuldungsanteil von 4,52 % und einem geringeren Überschuldungsan-
Interpretation und Diskussion
167
teil (im Vergleich zu männlichen Jugendlichen) sind sie stärker betroffen,
z. B. durch die o. g. Lohndiskriminierung (vgl. Destatis, 2010b) und die
Brüche in ihrer Erwerbsbiographie, die sie hinzunehmen haben, da
Frauen noch immer hauptsächlich für die Kinderversorgung verantwort-
lich sind (vgl. Destatis, 2010a). Dennoch scheinen sie in keiner Weise
darauf vorbereitet zu sein, denn
„Obgleich der traditionelle weibliche Lebens-
entwurf mit seiner Orientierung auf die Versor-
gungsehe, die eine ökonomische Absicherung
in allen Lebensphasen implizierte, brüchig wird,
behält er in den Köpfen noch seine Gültigkeit.
Angesichts der hohen Zahlen von allein leben-
den und geschiedenen Frauen ist die Annah-
me, dass „der Mann“ die ökonomische Absiche-
rung übernimmt und langfristig trägt, unreali-
stisch“ (Wrede, 2006, S. 4f).
Die Geburt eines Kindes stellt in dieser Lebensphase für weibliche Ju-
gendliche ein Armutsrisiko dar (vgl. Lange, 2004, S. 157f). Zusätzlich
kann auf sie (auch in späteren Lebensphasen) die Situation einer Allein-
erziehenden zukommen, denn jede fünfte Familie in Deutschland be-
steht aus einem allein erziehendem Elternteil (8,4 Millionen Familien mit
Kindern unter 18 Jahren in Deutschland sind 1,6 Millionen alleinerzie-
hend), und 87 % der Alleinerziehenden sind Frauen (vgl. BMBF, 2003).
Die Zahlen steigen weiter an. Zehn Jahre zuvor lag der Anteil der Allein-
erziehenden an allen Familien noch bei nur 14 Prozent (vgl. BFSFJ,
2010, S. 70).
Selbst wenn sie mit einem Partner zusammen Familienleben gestalten,
erwarten sie im weiteren Lebensverlauf geringere Renten und Pensionen:
„Die stets geringere Bezahlung von vollzeitbe-
schäftigten Frauen sowie die Berufsunterbre-
Interpretation und Diskussion
168
chungen und Teilzeitbeschäftigungen von Müt-
tern führen dazu, dass Frauen über das ganze
Erwerbsleben hinweg betrachtet ein deutlich
geringeres Lebensarbeitseinkommen erzielen
als Männer“ (BFSFJ, 2005c, S. 57f).
Aufgrund ihres geringeren Arbeitseinkommens und der höheren Le-
benserwartung (im Vergleich zu Männern) (vgl. Destatis, 2010d) wird für
die Frauen private Altersvorsorge besonders relevant. Doch während für
Männer häufig schon mit Berufseintritt Maßnahmen zur privaten Alters-
vorsorge selbstverständlich sind, machen sich Frauen häufig erst im
mittleren Alter oder später Gedanken darüber (vgl. Wrede, 2006, S. 5).
Dass eine frühe private Vorsorge jedoch unbedingt von Nöten ist, wird
deutlich mit Betrachtung des Sparprogramms, das die Bundesregierung
gegenwärtig konzeptioniert hat und welches einen markanten Abbau
von Sozialleistungen beinhaltet. Ob es in diesem Umfang verabschiedet
werden sollte oder nicht, unstrittig bleibt jedoch, dass sozialstaatliche
Transferleistungen sukzessiv reduziert werden und Eigenverantwortlich-
keit damit weiter in den Vordergrund gerückt wird (vgl. BMAS, 2010).
Zu diesen Rahmenbedingungen kommt hinzu, dass sich Verschul-
dungsgefahren für weibliche Jugendliche verschärfen, sollten diese im
weiteren Entwicklungsverlauf nicht in der Lage sein, sich von dem in
Kapitel 5 skizziertem „Dasein für andere“ zu lösen (vgl. Kunert-Zier,
2005, S. 11), das bei ihnen Aktualität besitzt im Hinblick auf signifikant
höhere Fürsorglichkeit und Hilfsbereitschaft (im Vergleich zu den Schü-
lern) in finanziellen Angelegenheiten, wie die Befunde vorliegender Un-
tersuchung eindeutig belegen. Gelingt ihnen diese Ablösung nicht, könn-
te sich das frauentypische Phänomen der Schulden für andere (vgl.
Schlabs, 2007, S. 37, Schmedt, 2000; Treusch-Dieter, 2000, S. 146)
fortschreiben, ohne dass sie in der Jugendphase Planungs- und Risiko-
abwägungsverhalten (bezogen auf Verschuldung) in ähnlichem Maße
einüben konnten wie männliche Jugendliche. Schlegel-Matthies (2006)
Interpretation und Diskussion
169
forderte, resümierend nach der Auseinandersetzung mit der Thematik
„Verschuldung – kein Problem für Mädchen?“, auf die Problematik der
Verschuldung für andere besonderes Augenmerk zu legen (vgl. Schle-
gel-Matthies, 2006, S. 28). Dabei verwies sie darauf, dass Präventions-
angebote für Mädchen und junge Frauen gezielt bei der Lebensplanung
ansetzen und die Konsequenzen der Verbindung von Geld und Liebe in
Beziehungen bearbeitet werden sollten (vgl. ebd.). Ansätze dazu bietet
z. B. ein Infoblatt zum Thema „Bürgschaften“ des Vereins Schuldnerhilfe
Essen e. V. (vgl. VSE, 2004) oder die Unterrichtshilfe Finanzkompe-
tenz52, die diese Problematik aufgreifen. Darüber hinaus erarbeitete
Schlegel-Matthies (2006) Impulse für konkrete Hilfestellungen, wie eine
inhaltliche Auseinandersetzung mit der Problematik gestaltet werden
kann (vgl. a.a.O., S. 28).
Wie o. skizziert erschienen auch Aspekte sozialer Dimensionen von
Geld von Bedeutung infolge der Auseinandersetzung mit der Thematik
Frauen und Geld, die nicht explizit zum Verschuldungsverhalten gehör-
ten. Daher wurden dazu marginal Daten erhoben, um zu überprüfen, ob
sich geschlechtertypisches Verhalten auch im Bereich des Umgangs mit
Geld in Paarbeziehungen bei Jugendlichen fortsetzt. Diese weiteren
Daten dienen der Ergänzung der Kernthemen der Arbeit (Verschul-
dungsverhalten und Wissensstand um Kredite und ihre Kosten), um
Verhaltensaspekte Jugendlicher in einen größeren Zusammenhang ein-
ordnen zu können und damit eventuell nachvollziehbar werden zu las-
sen.
Hinsichtlich des Umgangs mit Geld in Paarbeziehungen von Jugendli-
chen zeigen sich deutliche Liberalisierungstendenzen im Vergleich zu
den Befunden der Geschlechterforschung aus den 1990er und begin-
52 Dabei wies Schlegel-Matthies (2006) daraufhin, dass die Unterrichtshilfe Fi-
nanzkompetenz das Thema Bürgschaften zwar aufgreift, aber eine Überarbei-
tung des Moduls mit Hinblick auf eine spezielle Bearbeitung im Zusammenhang
mit Beziehungsschulden bislang aussteht (vgl. Schlegel-Matthies, 2006, S. 28).
Siehe dazu URL: http://www.unterrichtshilfe-finanzkompetenz.de/index.htm
[Stand 20. Juli 2010].
Interpretation und Diskussion
170
nenden 2000er Jahren. Als Indikatoren dafür wurden die Arrangements
der Rechnungsübernahme beim gemeinsamen Ausgehen, bei der Ent-
scheidung über Anschaffungen größerer finanzieller Tragweite und der
Eintragung in Mietverträgen benannt. Positiv erscheint, dass insgesamt
70,6 % aller befragten Jugendlichen angeben, dass das Verhältnis aus-
geglichen sei, wer im Falle des Ausgehens die Rechnung übernehme,
98, 0 % von ihnen im Falle des Zusammenlebens mit einem Partner /
einer Partnerin kostenintensive Anschaffungen gemeinsam planen und
zusammen Entscheidungen darüber fällen (wollen) und mehr als die
Hälfte (52,7 %) aller Jugendlichen auf eine Festschreibung beider Part-
ner im Falle des Zusammenziehens wert legen. Dies zeigt, dass sich
unter Jugendlichen neben o. g. Inszenierung eines eindimensionalen
Geschlechterbildes, das egalitären Geschlechterverhältnissen gegenü-
bersteht, auch Prozesse der Gleichberechtigung von Frauen und Män-
nern abbilden, die sichtbar werden in deren Neigungen und alltäglichen
Handlungen. So erweitert sich hier die Perspektive, denn obige Befunde
zum Verschuldungsverhalten verdeutlichen zwar eine Kultur der Zwei-
geschlechtlichkeit, doch die Ergebnisse der Jugendlichen zum Umgang
mit Geld in Paarbeziehungen beschreiben dagegen nicht eine Welt, in
der einheitliche und umfassende Geschlechterordnungen vorherrschen,
sondern sie betonen vielmehr die Vielfalt, die geprägt ist durch komplexe
Lagen von heterogenen Erwartungen, Typisierungen und Normen, Ge-
schlechterbildern, Festlegungen sowie vielfältigen geschlechtsbezoge-
nen Praktiken im Alltag der Individuen (vgl. Scherr, 2009, S. 81f). Zwar
verhalten sich die geringen Anteile Jugendlicher, die sich nicht für ge-
meinschaftliche Arrangements entscheiden, hypothesenkonform, d. h.,
dass von den verbleibenden 29,4 % mehr weibliche als männliche Ju-
gendliche angeben, die Rechnung werde beim gemeinsamen Ausgehen
getrennt bezahlt (w 74,5 % / m 66,6 %), während mehr Schüler ange-
ben, für beide die Rechnung zu übernehmen (w 3,3 % / m 31,6 %). Bei
der Frage bezüglich der Entscheidung über kostenintensive Anschaffun-
gen wollen mehr männliche als weibliche Jugendliche diese allein tref-
fen. Signifikant mehr männliche Jugendliche als weibliche gehen davon
Interpretation und Diskussion
171
aus, dass sie allein im Mietvertrag stehen bzw. stehen werden (w 7,4 %
/ m 25,2 %). Dass in allen Fällen mehr weibliche als männliche Jugend-
liche gleichberechtigte Arrangements als Antwortoptionen wählen, kann
als eine Chance gedeutet werden, dass sie verstärkt an ihrer Gleichbe-
rechtigung mitarbeiten und nach wie vor bestehende Ungleichheiten
minimieren wollen.
Wie schon hinsichtlich des Verschuldungs- wie Überschuldungsanteils,
der Verschuldungshäufigkeiten und bezüglich des Tilgungsverhaltens
zeigen sich Geschlechterdifferenzen im Umgang mit Geld in Paarbezie-
hungen bzw. ein Verhalten gemäß der o. g. traditionellen Geschlechter-
rollen bei den Berufskollegsschülerinnen und -schülern deutlicher aus-
geprägt als bei den Schülerinnen und Schülern der Gymnasien: Die
Mehrheit von ihnen gibt an, dass der männliche Jugendliche auch für
seine Partnerin beim gemeinsamen Ausgehen die Rechnung übernimmt
und dass er beim gemeinsamen Wohnen mit Partnerin alleinig im Ver-
trag als Mieter festgeschrieben wird. Auch an dieser Stelle sei hingewie-
sen auf die o. g. Befunde, die eine stärkere Orientierung an geschlech-
terstereotypen Verhaltensweisen bei Jugendlichen unterer sozialer
Schichtungen ermitteln konnten (vgl. Helfferich, 1994; King, 2002). Die
genauen Hintergründe für diese Differenzen bleiben jedoch forschungs-
desiderat.
Wie o. wurde Unwissenheit von Jugendlichen als ein Risikofaktor für
Verschuldungs- und Überschuldungssituationen bezeichnet (vgl. Gaba-
nyi, Hemedinger & Lehner, 2007a, S. 42, S. 99). Folgekosten von Kredi-
ten waren für Jugendliche nicht abschätzbar (vgl. Gabanyi, Hemedinger
& Lehner, 2007a, S. 99). Eindrücke, die erste Hinweise darauf gaben,
dass die bis 29-Jährigen über ein mangelhaftes Zahlungswissen verfüg-
ten (vgl. Reifner, 2006, S. 319ff), können anhand der erhobenen Daten
bekräftigt werden: Insgesamt ist festzustellen, dass die Wissenslücken
der Jugendlichen eklatant ausfallen: Nur ein knappes Viertel (22,6 %)
weist Kenntnisse über Kredite und ihre Kosten auf, nur etwa ein Drittel
Interpretation und Diskussion
172
der befragten Jugendlichen (28,3 %) weiß um sinnvolle Vergleichsoptio-
nen von Kreditsätzen, nur ca. ein Drittel aller Jugendlichen gibt an,
Kenntnisse über einen Dispositionskredit zu haben (34,5 %); und mehr
als Dreiviertel aller wissen z. B. nicht, was eine Überschuldung ist.
Bezüglich dieses Wissens rangieren weibliche Jugendliche hypothesen-
konform deutlich hinter den männlichen: In sieben von acht untersuchten
Wissensbereichen schneiden sie signifikant schlechter ab. Den Begriff
Schulden können 60 % der Gesamtstichprobe bedeutungskorrekt ein-
ordnen. Von diesen 60 % (wird der Wert zu 100% gesetzt) sind 46,1 %
weibliche und 63,0 % männliche Jugendliche (60 % insgesamt, w 46,1
% / m 63,0 %). Weniger wissen, was unter dem Begriff der Überschul-
dung zu verstehen ist (von nur 23,8 % insgesamt, die den Begriff richtig
einordnen konnten: w 19,4 % / m 28,3), und weniger wissen, was ein
Dispositionskredit ist (von nur 34,5 % insgesamt w 30,2 % / m 39,2 %).
Sie zeigen außerdem mangelhaftes Wissen bezüglich des bargeldlosen
Zahlungsverkehrs (von 76,1 % insgesamt w 70, 2 % / m 82,1 %) und
ebenfalls hinsichtlich einer sinnvollen Nutzung von Dispositionskrediten
(von nur 36,3 % insgesamt w 30,6 % / m 42,1 %) ist ihr Kenntnisstand
unzureichend. Darüber hinaus sind sie weniger informiert über Ver-
gleichsoptionen von Kreditsätzen (von nur 28,3 % insgesamt w 19,0 % /
m 37,8 %) und schneiden auch hinsichtlich des Wissens um Möglichkei-
ten bei Geldanlagen schlechter ab als männliche Jugendliche. Am gra-
vierendsten zeigen sich die Geschlechterdifferenzen, bezogen auf Kredi-
te und ihren Kosten: Von nur 22,6 % aller Jugendlichen, die hier die kor-
rekte Antwortoption wählen, sind es 14,6 % weibliche gegenüber 30,9 %
männlichen Jugendlichen. Die einzige Ausnahme, in der weibliche Ju-
gendliche nicht weniger wissen als ihre männlichen Altersgenossen,
bildet das Wissen um die Bedeutung eines Bürgen: Deutlich über zwei
Drittel aller Jugendlichen können den Begriff des Bürgen definitorisch
korrekt einordnen (72,8 %), und dabei zeigen sich keinerlei Signifikan-
zen zwischen den Geschlechtern, wohl aber zwischen den Schulformen:
Hier rangieren die Schülerinnen und Schüler der Berufskollegs klar vor
Interpretation und Diskussion
173
denen der Gymnasien (G 69,8 % / BK 75,6 %). Dies muss unter o. g.
Umständen interpretiert werden, da ganze Klassenverbände der Berufs-
kollegs das Thema der Bürgschaften zuvor im Unterricht behandelt hat-
ten und bei dieser Fragestellung vermehrt verbaler Austausch unter den
Schülerinnen und Schülern stattfand, der hier möglicherweise zu ent-
sprechenden Verfälschungen führte.
Insgesamt kann ermittelt werden, dass die größten Mängel im Bereich
Wissen bei den Gymnasiastinnen festzustellen sind, gefolgt von den
Berufskollegschülerinnen, die zwar prozentual etwas besser abschnei-
den, jedoch auch in sieben von acht Fragestellungen hinter den Berufs-
kollegschülern zurückliegen.
Was bedeuten diese Ergebnisse in ihrer Gesamtheit? Studien der Ge-
schlechterforschung bemerkten in den 1990er Jahren, dass Frauen erst
dann dazu bereit waren, risikofreudiger in finanziellen Angelegenheiten
zu agieren, wenn sie sich gut informiert fühlten (vgl. Wrede, 1998, S.
28). Nichtwissen förderte dagegen Passivität (vgl. Wrede, 1998, S. 28).
Die erheblichen Defizite im Wissensbereich der weiblichen Jugendlichen
können demnach eine Erklärung für ihr eher zurückhaltendes, eher vor-
sichtiges, eher passives Verschuldungsverhalten sein, wie es in der vor-
liegenden Untersuchung nachgewiesen werden konnte. Die Maßnah-
men, die hieraus abzuleiten sind, scheinen demnach in erster Linie eine
flächendeckende, schulformübergreifende, curricular verankerte Wis-
sens- und darüber hinaus Kompetenzvermittlung zu sein, wie sie kon-
sensfähig gefordert wird und welche einem vorrangig durch den Markt
und die Marketingmechanismen vermittelten Konsumwissen entgegen-
steht (vgl. Rosendorfer, 1998, S. 49). Dabei gilt für Schülerinnen und
Schüler, sich im Rahmen eines verbraucherbildenden Unterrichts Kom-
petenzen anzueignen, die es ihnen ermöglichen, Werbung und Marke-
tingstrategien zu durchschauen, ihre eigenen Bedingungen, Wünsche
und Ziele zu formulieren und reflektieren zu können, insbesondere mit
Hinblick auf etwaige Verschuldungssituationen perspektivisch, d h. in die
Interpretation und Diskussion
174
Zukunft gerichtet zu denken und zu planen und dabei ihren eigenen Bio-
grafieverlauf und ihre zukünftige Lebensplanung kritisch einschätzen zu
lernen (vgl. Schlegel-Matthies, 2001b, S. 45). Kirsten Schlegel-Matthies
(2001b) bringt die Relevanz auf den Punkt:
Der Umgang mit Geld umfasst mehr als Kaufen
(Konsum) und stellt eine zentrale Daseinskom-
petenz dar, die nicht angeboren ist, sondern er-
lernt werden muss (Schlegel-Matthies, 2001b,
S. 45).
Für weibliche Jugendliche erscheint der Wissensrückstand ihrerseits (im
Vergleich zu männlichen Jugendlichen) besonders besorgniserregend
mit Blick auf die o. skizzierten strukturell ungleichen gesellschaftlichen
Bedingungen wie etwa dem geringeren Lebensarbeitseinkommen
(BFSFJ, 2005c, S. 57f). Es stellt sich insbesondere für sie die Frage, ob
sie zu einem unabhängigen und reflektierten Umgang mit Angeboten
des Marktes gelangen und hier entsprechende Kompetenzen ausbilden
zu können, wie es in Anbetracht des Hineinwachsens in eine Komsum-
gesellschaft und in Folge einer „Kommerzialisierung des Jugendalters“
von Bedeutung wäre (vgl. Griese, 2007, S. 14). Darüber hinaus er-
scheint es aufgrund der ausgeprägten Unwissenheit fragwürdig, ob sie
z. B. die Angebote des Versicherungsmarktes bedarfsgerecht nutzen
können, weil dazu Voraussetzungen zu fehlen scheinen.
Welchen Standpunkt nehmen die Jugendlichen selbst dazu ein? Von
welchen Quellen erwarten sie mehr Informationen und Bildungsangebo-
te im Bereich Geld und Finanzen etc.? Tatsächlich wünschen sich Ju-
gendliche mehr Informationen und Bildungsangebote erstens von Seiten
der Schule (53,9 %), gefolgt von zweitens den Banken (47,6 %), drittens
den Medien (39,8 %), viertens den Eltern (25,3 %), und auf Platz fünf
liegen Schuldnerberatungen (15,3 %) (da Mehrfachnennungen möglich,
entspricht die Summe < 100 %). Das bedeutet, dass nicht nur unter Ver-
Interpretation und Diskussion
175
treterinnen und Vertretern aus Verbraucher- und Schuldnerverbänden,
Banken, Wirtschaft sowie Wissenschaft, Politik und Bildungseinrichtun-
gen Einigkeit über eine currikulare Verankerung und schulformübergrei-
fende Verbreitung eines Faches herrscht, sondern auch auf Seiten der
Schülerinnen und Schüler ein Interesse besteht, dem es nachzukommen
gilt. Mehr als jeder zweite Jugendliche spricht sich für ein solches Fach
aus, und Interesse besteht dabei unabhängig von Geschlecht und
Schulform.
Mit Hinblick auf die weiteren Ränge der Informationsquellen erscheint
bedenklich, dass mehr Berufskollegsschülerinnen und -schüler Banken
und Medien als Informationsvermittler favorisieren (während mehr weib-
liche Jugendliche und Gymnasiastinnen und Gymnasiasten die Schule
und Eltern bevorzugen). Studien zum Mediennutzungsverhalten Jugend-
licher zeigen z. B., dass das Internet bei Jugendlichen einen hohen Stel-
lenwert einnimmt. Die Seriösität der dort abgerufenen Inhalte hängt von
der Auswahl der jeweiligen Nutzerin, des jeweiligen Nutzers ab, so dass
daraus hier keine Schlüsse gezogen werden können. Hinsichtlich des
TV-Konsums ist allerdings nachzuweisen, dass öffentlich-rechtliche
Sender von Jugendlichen belächelt und als seriöse Sender für Erwach-
sene empfunden werden, während sie selbst die privaten klar bevorzu-
gen (vgl. IHK, 2009, S. 6). Ob in den Formaten der Privatsender, die
Jugendliche als Zielgruppe anvisieren, seriöse Informationen über Geld-
anlagen etc. vermittelt werden können, darf angezweifelt werden (vgl.
Reifner, 2003, S. 195f). Banken dagegen führen eindeutig Verkaufsge-
spräche und sind im Sinne fehlender Neutralität ebenfalls nicht als ob-
jektive Hauptinformationsquelle zu beurteilen. Dabei scheinen Vorurteile
vieler Finanzberaterinnen und Finanzberater oft geradezu zu verhindern,
dass eine Beratung und der Abschluss von Verträgen im Sinne insbe-
sondere von Kundinnen gestaltet werden (vgl. Wrede, 2006, S. 7): Einer
Untersuchung der Stiftung Warentest zufolge beraten deutsche Kreditin-
stitute Frauen anders als Männer (vgl. Lessmann, 1999); so wurde bei-
spielsweise auf ihre persönliche Situation mehrheitlich nicht eingegan-
Interpretation und Diskussion
176
gen, und Risikopapiere (wie etwa Optionen, Fremdwährungsanleihen
oder hochverzinste Auslandsanleihen) boten die „Beraterinnen“ und
„Berater“ Frauen im Gegensatz zu Männern gar nicht erst an. Abgese-
hen von diesem Optimierungsbedarf, der hier offenkundig wird, rückt die
Verantwortung der Banken in den Blickpunkt, denn mit Ausweitung der
Kreditierungsoptionen zur Finanzierung des Konsumbedarfs ihrerseits
und dem Vertrauen, was sie von Seiten der Jugendlichen genießen, sind
sie aufgefordert, diese Zielgruppe in ihren konsumptiven Wünschen zu
unterstützen und zugleich zu schützen, z. B. durch Kooperationen mit
Verbraucher- und Schuldnerverbänden53.
Abschließend bleibt festzuhalten, dass sich Jugendverschuldung nicht
länger bagatellisieren lässt mit einem o. ermittelten Verschuldungsanteil
von 8,85 %, der ungefähr dem Überschuldungsanteil innerhalb der Er-
wachsenenwelt entspricht (dem statistischem Bundesamt zufolge liegt
der Anteil überschuldeter Privathaushalte bei 6,6 %, der GP For-
schungsgruppe zufolge bei 8,1 %.vgl. Korczak, 2004, S. 46; Statisti-
sches Bundesamt, 2004, S. 599). Eine Gesellschaft, die angesichts des
ermittelten Interesses der Jugendlichen dieses nicht nutzt, um Bildungs-
angebote in Schulen innerhalb eines Faches, das sich mit verbraucher-
bildenden Inhalten befasst, zu etablieren, schaut tatenlos dabei zu, wie
Jugendliche uninformiert, unwissend und unvorbereitet der Konsumge-
sellschaft mit all ihren o. skizzierten Chancen und Risiken gegenübertre-
ten, denn innerhalb dieser hat sich Geld nicht nur als Verbindungsglied
zwischen sämtliche Lebensbereiche geschoben; darüber hinaus müssen
Dienstleistungen in Anspruch genommen werden, die im Finanzbereich
erst die Verfügbarkeit des eigenen Einkommens für Konsum, Ausbil-
dung, Freizeit, Urlaub, Altersvorsorge, Risikostreuung und Teilhabe an
Vereinen, Systemen und wirtschaftlichen Möglichkeiten sicherstellen
53 Als ein Beispiel für gelungene kooperative Zusammenarbeit ist hier das Prä-
ventionsnetzwerk Finanzkompetenz zu nennen. Nähere Informationen dazu
siehe URL: http://www.praeventionsnetzwerk-finanzkompetenz.de/ [Stand 20.
Juli 2010].
Interpretation und Diskussion
177
(vgl. Reifner, 2003b, S. 15). Die sinnvolle Nutzung von Krediten, Konten
und Versicherungen stellen einen Schlüssel zur Teilhabe an der Privat-
wirtschaft dar (vgl. Reifner, 2003b, S. 16).
Durch Verschuldungssituationen entsteht neben allen materiellen Schä-
den auch erheblicher immaterieller Schaden für Betroffene, denn die
psychosozialen Auswirkungen neben der sozialen Ausgrenzung sind
immens (vgl. Korczak, 2003a; Korczak & Pfefferkorn, 1990, 1992). Die
Würde Jugendlicher kann Schaden nehmen, ebenso wie ihr Mut, sich
neuen Herausforderungen zu stellen, und der Glaube daran, sie zu mei-
stern. Studien verweisen darauf, dass Verschuldung in der Regel nicht
durch exzessiven Konsum einzelner Gutverdiener entsteht (vgl. Gaba-
nyi, Hemedinger & Lehner, 2007a, S. 81). Die hier ermittelten Ergebnis-
se belegen, dass präventive Potenziale zur Verfügung stehen, jedoch
nicht in ausreichendem Maße genutzt werden. Es kann nicht (länger)
schlicht darauf gehofft werden, dass Eltern verschuldeter Jugendlicher
Haushaltsressourcen aktivieren, um auf diese Weise die Schulden ihrer
Kinder zu kompensieren, damit Jugendverschuldung nicht zu einem
Armutsphänomen wird, sondern es gilt, das Präventionspotenzial zu
nutzen, wie es in anderen EU-Staaten längst üblich ist (vgl. Wismer,
2007).
Zum Maß des Einflusses von Geschlecht und Status lässt sich nach
Durchsicht des Datenmaterials feststellen, dass, wie o. g., die Verschul-
dungssituation und das -verhalten sich gleichermaßen stark durch beide
Kategorien beeinflusst zeigen (d. h., dass die Differenzen zwischen den
Geschlechts- und Statusgruppen quantitativ wie qualitativ ausgewogen
erscheinen). Im Wissensbereich und im Umgang mit Geld in Paarbezie-
hungen sowie bei den Kommunikationsmustern ist der Einfluss der Ka-
tegorie Geschlecht deutlich dominanter als der des Status. Warum dies
in diesen untersuchten Bereichen der Fall ist, kann innerhalb dieser Ar-
beit nicht ermittelt werden. Es zeigt jedoch, wie ausgeprägt der Einfluss
des Geschlechts ist, oder wie Bourdieu (Bourdieu, 1997a, 1997c) es
Interpretation und Diskussion
178
nennt, wie ausgeprägt die Prägung des Geschlechts ist als Ausdruck
eines mythisch-rituellen Systems, das zeitgleich in den Einteilungen der
sozialen Welt und in den Körpern und kognitiven Schemata der Akteure
besteht und hier inkorporiert als symbolische Matrix des praktischen
Handelns fortwirkt (vgl. Bourdieu, 1997a, 1997c). Dennoch muss ab-
schließend bedacht werden, worauf Carol Hagemann-White (2000) in
ihrer Sozialisationsstudie „weiblich – männlich?“ verwies: „Selbst die
größten Unterschiede, die zwischen den Geschlechtern berichtet wer-
den, sind ohne Zweifel weit geringer als die Variationen innerhalb eines
Geschlechts“ (Hagemann-White, 2000, S. 13). Dem fügte sie hinzu,
dass Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen innerhalb der wis-
senschaftlichen Forschung vielfach überschätzt und Gemeinsamkeiten
übersehen werden. Genderkompetente Arbeit mit Jugendlichen, etwa im
Rahmen des verbraucherbildenden Unterrichts in Schulen, mit Jugendli-
chen ist unter Berücksichtigung desselben darauf verwiesen, gesell-
schaftlich einflussreiche Annahmen über das vermeintlich typisch Weib-
liche und das typisch Männliche selbst zu hinterfragen und zu untersu-
chen, was diese Annahmen bewirken, wie sie also etwa zu Einschrän-
kungen individueller Eintwicklungspotenziale führen und in welcher Wei-
se diese abzubauen sind.
10.2. Methodische Diskussion
Um die vorliegenden Ergebnisse korrekt einordnen zu können, erscheint
es notwendig, die Möglichkeiten und Grenzen der Methoden zu beden-
ken. Innerhalb der Studie werden Daten zur Finanzsituation, zum Ver-
schuldungsverhalten sowie zum Wissensstand bezüglich Kredite und
ihrer Kosten von 1186 Jugendlichen im Alter von 16 bis 25 Jahren erho-
ben. Die Stichprobenziehung erfolgte innerhalb der Stadt Dortmund ex-
emplarisch für urbane Regionen innerhalb Deutschlands (vgl. Kapitel
8.2.).
Zunächst soll die Repräsentativität vorliegender Untersuchung diskutiert
werden. Da die Zielgruppe nicht nach Maßstäben einer repräsentativen
Interpretation und Diskussion
179
Erhebung ausgewählt wurde, kann eine Verzerrung der Ergebnisse (Re-
sponse Bias) nicht ausgeschlossen werden (vgl. Kapitel 8.2.). Die Studie
ist damit als eine explorative anzusehen.
Dortmund hatte zum Zeitpunkt der Erhebung (im Jahr 2007) 583.945
Einwohner. Davon
• 6003 16-Jährige
• 6016 17-Jährige
• 6194 18-Jährige
• 6153 19-Jährige
• 6342 20-Jährige
• 6337 21-Jährige
• 6486 22-Jährige
• 7016 23-Jährige
• 7113 24-Jährige
• 7347 25-Jährige
und aufsummiert insgesamt 65 007 Jugendliche im Alter zwischen 16
und 25 Jahren (vgl. Stadt Dortmund, 2008). Wie oben bereits erwähnt,
wurden 1186 Jugendliche befragt, d. h., dass insgesamt 1,82 % der Ju-
gendlichen in dieser Altersspanne in Dortmund an der Untersuchung
teilnahmen. Damit ist eine Jugendliche bzw. ein Jugendlicher der vorlie-
genden Untersuchung eine Repräsentantin bzw. ein Repräsentant für
54,81 Jugendliche zwischen 16 und 25 Jahren in Dortmund.
Dieser für eine explorative Erhebung sehr hohe Stichprobenumfang
wurde rekrutiert zum einen aufgrund der Überlegung, ein möglichst brei-
tes Spektrum an Gruppierungen innerhalb der heterogen gestalteten
Zielgruppe Jugendlicher abbilden zu können (vgl. Kapitel 2.2.). Zum an-
deren wurde die Bewältigung dieses relativ hohen Stichprobenumfanges
in Verbindung mit der profunden Fragebogenbatterie als eine (nicht nur)
organisatorische Herausforderung angesehen, welche sich für ein Dis-
sertationsprojekt und entsprechende Zeitkapazitäten besonders eignet.
Kritisch dazu bleibt anzumerken, dass der Umfang des Projektes partiell
Interpretation und Diskussion
180
extrem unterschätzt wurde. Mit Ausnahme einiger Arbeiten der Daten-
eingabe durch eine Hilfskraft wurde alles ohne Ausnahme mit Beginn
der Recherche, Entwicklung der Fragebogenbatterie, des Studiende-
signs, der Durchführung der Befragung, Großteile der Dateneingabe,
sämtliche Datenanalysen und Redaktion sowie Verfassung des vorlie-
genden Berichtes von einer Person vorgenommen. Dies in Zusammen-
hang mit dem ungewöhnlich großen Umfang der Studie führte zu einer
entsprechenden zeitlichen Ausdehnung des Projektes.
Die Datenerhebung fand von Oktober 2006 bis März 2007 statt. Die Da-
ten von 99,42 % der befragten Jugendlichen gingen in die Auswertun-
gen ein (s. o.). Eine genaue Einschätzung der Explorativität ist auf
Grund fehlender Vergleichsstudien nicht möglich. Ein Vergleich der Ver-
schuldungs- und Überschuldungsanteile der Gesamtstichprobe mit ent-
sprechenden Anteilen unter den Jugendlichen anderer, allerdings reprä-
sentativer Studien in Deutschland und Österreich, spricht für eine gute
Übereinstimmung (vgl. Kapitel 4.2.). Zu bedenken ist, dass Dortmund
innerhalb der Landkarte vergleichbar mit anderen Großstädten Deutsch-
lands ist, jedoch Abweichungen von ländlichen Regionen aufzeigt (vgl.
Kapitel 8.2.). Wie oben bereits erläutert, ist Dortmund als Untersu-
chungsregion insofern prädestiniert, da Großstädte in der wissenschaft-
lichen Diskussion als Indikatoren für zukünftige gesamtgesellschaftliche
Entwicklungen fungieren (vgl. Sellach, 1996, S. 10) und Dortmund die
größte Stadt Westfalens und des Ballungszentrums Ruhrgebiet darstellt.
Im Allgemeinen werden Strömungen, die zuerst in Stadtgebieten zu
beobachten sind, auch von Jugendlichen in ländlichen Regionen über-
nommen. Insofern relativieren sich die oben skizzierten Einschränkun-
gen, aber eine Durchschnittlichkeit ist mit Sicherheit nicht gewährleistet.
Dass das Alter der weiblichen Jugendichen insgesamt geringer ausfällt
und sie in der unter den Schülerinnen und Schülern der Gymnasien
überrepräsentiert sind und weiterhin, dass mehr Jugendliche von Gym-
nasien stammen und ihr Alter insgesamt geringer ist (s. o.), besitzt Ein-
Interpretation und Diskussion
181
fluss auf die Ergebnisse, und sie sind unbedingt vor diesem Hintergrund
zu betrachten. Weiterhin zeigt sich die Gruppe der Berufskollegschüle-
rinnen und -schüler besonders inhomogen hinsichtlich Migrationshinter-
grund und Alter, was ebenfalls zu einer Verzerrung der Gruppenergeb-
nisse und Signifikanzen führt (Kapitel 9.1.).
Nach Diskussion der Repräsentativität wird im Folgenden die Validität
erörtert. Zur Erhebung vorliegender Daten wurde im Anhang beigefügte
Fragebogenbatterie eingesetzt. Die Schülerinnen und Schüler füllten
diese selbstständig schriftlich aus. Ein standardisierter Fragebogen die-
ser Art ist ein relativ statisches Instrument, das eingesetzt wird, um den
Ist-Zustand systematisch zu ermitteln (vgl. Bühner, 2004, S. 15f). Ein
ebensolcher Fragebogen verfolgt das Ziel, die individuell verschiedenen
Antworten nach Kategorien zu ordnen, so dass sich für die befragte
Stichprobe gewisse Häufigkeitsverteilungen ergeben. Die Antworten
sind vergleichbar und können mit anderen Variablen korrelieren (vgl.
Roth, 1993, S. 52). Da standardisierte Fragebögen so konstruiert sein
müssen, dass sie z. B. von verschiedenen Bevölkerungsteilen verstan-
den und beantwortet werden können, bedeutet dies, dass viele Fragen
nicht spezifisch auf jeweilige Sondersituationen zuzuschneiden sind.
Dies ist besonders ungünstig, da in vorliegender Studie der Versuch
unternommen wurde, der Heterogenität der Zielgruppe Jugend Rech-
nung zu tragen (Kapitel 2). Auf Grund der Vergleichbarkeit der Daten
wurde für die Schülerinnen und Schüler der Gymnasien als auch der
Berufskollegs ein identischer Fragebogen gewählt, der o. g. Sondersi-
tuationen (z. B. der unterschiedlichen Vorbildung im Bereich des Wis-
sens um Kredite und ihre Kosten durch Projekttage, Fächer etc) nicht
berücksichtigte. Entsprechende Einschränkungen müssen beachtet
werden. Dieser Umstand bedingt die wesentlichen Nachteile dieser Er-
hebungsmethode. Ein Vorteil ist, dass die Jugendlichen direkt die Fra-
gen beantworten können, ohne dass es zu Einwirkungen von außen
(wie etwa innerhalb eines Interviews) kommen kann (vgl. Bühner, 2004,
S. 28ff).
Interpretation und Diskussion
182
Der Umfang der Fragebogenbatterie verlangte von den Jugendlichen
einen relativ hohen Einsatz an Zeitressourcen und Motivation. So er-
scheint der Anteil an Fragebögen, die auf Grund ihrer Vollständigkeit in
die Auswertung einfließen konnten, als sehr hoch. Die Anwesenheit der
Lehrkräfte und / oder der Projektmitarbeiterin könnte dazu ihren Beitrag
geleistet haben.
Bei der Dateninterpretation gilt es zu berücksichtigen, dass eine weniger
hohe Konzentrationsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler und damit
einhergehend eine Abnahme an der Zuverlässigkeit der Aussagen ge-
gen Ende der Batterie nicht ausgeschlossen werden kann. Bewusst
wurden innerhalb der Batterie die einzelnen Teile, die inhaltlich zusam-
menhingen, teilweise losgelöst voneinander fragmentarisch zusammen-
gefügt. Dies sollte einer fahrlässigen Behandlung der Beantwortung so-
wie einem Auslassen ganzer thematisch verwandter Segmente vorbeu-
gen. Die Reihenfolge erstens der Abfrage bestimmter Einstellungs-
merkmale und im weiteren Verlauf folgend Wissensinhalte sollte zu einer
ungefilterten Preisgabe persönlicher Überzeugungen beitragen und, im
Falle von selbst empfundenen Wissenslücken, eine Verunsicherung bei
der Beantwortung der Fragen verhindern. Die Wiederholung einzelner
Fragestellungen mit identischem Inhalt, jedoch in unterschiedlichen
Formulierungen, zielte erstens darauf ab, durch eine rhetorische Varianz
allen Schülerinnen und Schülern einen Zugang zu ermöglichen und
zweitens die Richtigkeit der Angaben durch erneutes Abfragen zu si-
chern und damit die Zuverlässigkeit der Daten zu erhöhen. Dies wurde
primär bei Fragestellungen durchgeführt, die für das vorliegende Projekt
als besonders relevant erschienen (vgl. Frage 16,26,27).
Teile des Fragebogens kamen bereits bei vorangegangenen Studien
zum Einsatz und bewährten sich dort (vgl. Kapitel 8.1.). Damit schienen
jene Fragestellungen das Potenzial zu haben, die Erfassung von Inhal-
ten zu gewährleisten. Um die Grenzen der Validität transparent aufzu-
Interpretation und Diskussion
183
zeigen, bleibt hervorzuheben, dass sämtliche anderen Teile der Batterie
Fragestellungen (F1, F2, F6, F10 bis F19, F24, F28, F30 bis FF32, F35
F59) abbilden, die selbst entwickelt wurden, da kein entsprechendes
Material zur Verfügung stand und keine einheitlichen Standards existier-
ten. Für diese selbstkonstruierten Fragen gilt, wie oben bereits erwähnt,
dass die Auswahl als strittig aufgefasst werden kann. Dies gilt insbeson-
dere für den Bereich der Fragestellungen zu Krediten und ihren Kosten.
Erstens konnten hier nur Basiskenntnisse abgefragt werden, und zwei-
tens lässt sich über die Auswahl der einzelnen Wissenspunkte diskutie-
ren. Das ressourcenbegrenzte Dissertationsprojekt ließ damit nur Ten-
denzen erarbeiten, die weiteren Forschungsaktivitäten dringlich nach
sich ziehen müssen. Resümierend bleibt anzumerken, dass die selbst-
entwickelten Fragekonstruktionen mit Sicherheit verbesserungswürdig
bzw. überarbeitungsbedürftig sind.
Um die Fehler- und Ausfallquote möglichst gering zu halten, wurde ein
Pretest durchgeführt (vgl. Kapitel 8.2.). Wie dieser vorab ergeben hatte,
war die Anleitung zum Ausfüllen des Fragebogens gut umzusetzen und
der notwendige Zeitaufwand vertretbar. Zur Gewährleistung einer hohen
Datenqualität wurden umfassende qualitätssichernde Maßnahmen (u. a
Recherche von bewährten Formen der Anordnung von Fragen, Plausibi-
litätskontrollen für alle Teile der Batterie sowie ihre Kodierung, Klärung
von Unklarheiten mit den Schülerinnen und Schülern etc.) unternom-
men. Dennoch kann nicht davon ausgegangen werden, dass die Frage-
bögen völlig valide und damit frei von zufälligen und systematischen
Fehlern sind. Da die Geldbeträge durch die Schülerinnen und Schüler
eigens aus der Retrospektive erhoben wurden, ist es zum einen mög-
lich, dass die Beträge durch zeitliche Verzerrung zu gering oder zu hoch
geschätzt und angegeben wurden. Dabei wäre denkbar, dass sozial
erwünschte Verhaltensweisen (keine oder niedrige geliehene Beträge
oder Verschuldungssummen) in höherem Maße angegeben wurden, als
sie tatsächlich stattfinden und es so zu einer Verfälschung der Ergebnis-
se kommt. Für die präsentierten Resultate würde dies bedeuten, dass
Interpretation und Diskussion
184
tatsächlich ein höherer Anteil an Jugendlichen verschuldet sein könnte
oder Anteile sich mit höheren Summen verschuldet hätten, als erhoben
wurde. So bestünde die Gefahr, ebendiese Anteile, Höhen, Häufigkeiten
etc. zu unterschätzen. Bislang besteht kein Konsens darüber, wie mit
derartigen Schwierigkeiten umgegangen werden soll. Es sind keine Ver-
fahren bekannt, mit Hilfe derer statistische Verfahren gegen zufällige
und systematische Fehler zu adjustieren sind. Daher wird empfohlen,
etwaige Dunkelziffern bei der Dateninterpretation zu berücksichtigen
bzw. die Daten vor dem Hintergrund zu betrachten, dass manche Beträ-
ge und Summen eventuell unterschätzt bzw. verzerrt wurden. Insgesamt
ist es nicht möglich, mit hoher Sensitivität und Spezifität invalide Frage-
bögen zu entdecken und so eine Garantie für interne Validität zu geben.
Jedoch ist interne Validität notwendig, um die Ergebnisse verallgemei-
nern zu können. Da die Studie nicht den Anspruch auf Repräsentativität
erhebt, sondern, wie oben erläutert, einen explorativen Ansatz verfolgt,
erscheint hier die Gefahr von unberechtigten Verallgemeinerungen in
geringerem Maße existent. Im Abgleich mit anderen Studien zeigen sich
die bedeutsamen Ergebnisse jedoch hinsichtlich der Anteile und Ten-
denzen robust (vgl. Kapitel 10.1.).
Als weitere zentrale Einschränkung muss bei der Dateninterpretation
bedacht werden, dass die Ergebnisse der standardisierten Befragung
Informationen zu quantitativen Ausprägungen beinhalten, die jedoch für
die Klärung komplexer Zusammenhänge nicht ausreichen. Es kann so
etwa ermittelt werden, ob die Ursache des Einflusses der Strukturkate-
gorie Geschlecht tatsächlich angenommene geschlechterstereotype
Rollenbilder und daran angelehntes Verhalten darstellt. Wie genau hier
Gegebenheiten zusammenhängen oder ob sie zusammenhängen, lässt
sich durch vorliegendes Projekt nicht beantworten.
Ohne Längsschnittuntersuchungen ist es nicht möglich, darüber hinaus
Schlussfolgerungen zu etwa langfristigen Folgen einer Verschuldung im
Jugendalter zu ziehen. Obgleich Studienergebnisse anderer Studien auf
Interpretation und Diskussion
185
einen starken Zusammenhang zwischen Verschuldungs- und Über-
schuldungssituationen sowie dem Armutsphänomen hinweisen (vgl.
Gabanyi, Hemedinger & Lehner, 2007a und b; Reifner & Zimmermann,
2005), und bereits belegt werden konnte, dass für Jugendliche aus ein-
kommensarmen Verhältnissen bzw. finanziell prekären Situationen Ver-
schuldung bzw. Überschuldung zu einem Armutsphänomen werden
kann (vgl. Reifner & Zimmermann, 2005) ist zum Beispiel im Zusam-
menhang mit vorliegender Studie nicht nachweisbar und bleibt eine
Vermutung. Wahrscheinlich hängen die Studienergebnisse von vielen
hier nicht untersuchten Faktoren ab, etwa von generellen Persönlich-
keitsmerkmalen wie Selbstbewusstsein etc, Aspekten sozialer Positio-
nierung und Kompetenzen im Umgang mit Finanzen, die weit über das
hier abgefragte Wissen hinausgehen, so dass Erklärungen, Zusammen-
hänge wie auch Schlussfolgerungen prinzipiell nicht zulässig sind.
Wie in Kapiteln vier erläutert, ist bei der Interpretation der vorliegenden
Studienergebnisse die Problematik der Definitionen von Begrifflichkeiten
als Einschränkung zu beachten. Bereits in anderen Studien wurde diese
Gegebenheit erwähnt oder gar diskutiert (vgl. Lange, 2004, S. 147; Lan-
ge & Fries, 2006, S. 67; Gabanyi, Lehner & Hemedinger, 2007b, S. 13).
Ab welcher Summe beginnt für die Jugendlichen eine selbst wahrge-
nommene Verschuldung, und bis zu welchem Betrag wird es von ihnen
als geborgtes Geld betrachtet? Zählen sie Überziehungsbeträge ihres
Girokontos hinzu? Erster Fragestellung wurde Rechnung getragen, in-
dem die Jugendlichen aufgefordert waren, in unterschiedlichen Frage-
stellungen alle Beträge ab dem geringen Betrag von 50 Cent miteinzu-
beziehen und dann durch Abwägung verschiedener Nuancen geborgte
Summen von Verschuldungsbeträgen abzugrenzen (Frage Nummer 16,
26, 27, ). Letzterer Möglichkeit sollte durch die explizite Behandlung des
Themas Dispositionskredite vorgebeugt werden (Fragen Nummer 14,
15).
Interpretation und Diskussion
186
Wie oben bereits skizziert, existierten im Bereich des Wissens um Kredi-
te und ihre Kosten keinerlei Vergleichsmöglichkeiten der erhobenen Da-
ten mit denen sonstiger Studien, da jener Bereich bei der Zielgruppe
Jugendlicher bislang unerforscht war. So wurden als vage Orientie-
rungspunkte Studien zum Vergleich herangezogen, die sich auf das
Wissen von Erwachsenen auf diesem Sektor bezogen (s. o.). Der vor-
genommene bestmögliche Vergleich ist auf Grund dieses Ansatzes ent-
sprechend ungenau und kann nur Tendenzen ermitteln.
Nach Diskussion der Validität erfolgt nun eine der statistischen Tests der
Untersuchung. Die statistische Auswertung beruht auf deskriptiver He-
rangehensweise. Zunächst ist es sinnvoll, die Daten durch Angabe eines
mittleren Wertes kombiniert mit Werten, die eine Abschätzung der
Streuung zulassen, zusammenzufassen (vgl. Bühner, 2004, S. 72). Auf
Grund der überwiegend nicht normal verteilten Variablen werden Median
sowie 25. und 75. Perzentile zur Beschreibung der Daten verwendet
(vgl. a.a.O., S. 74f). Wie oben beschrieben, wurden in vorangegangenen
Studien üblicherweise eindimensional die Differenzen zwischen den
Altersklassen und eventuell noch verschiedenen Statusgruppen unter-
sucht. Durch die vorgenommene Unterteilung in Teilstichproben werden
Vergleiche mit alters- sowie status- und darüber hinaus geschlechtsab-
hängigen Werten ermöglicht. Die deskriptive Statistik kann hier einen
ersten Eindruck von Unterschieden vermitteln. Auch wenn dieses Ver-
fahren zu konsistenten Resultaten kommt, ist die Aussagekraft dennoch
als gering zu bewerten, da weitere Einflussfaktoren nicht berücksichtigt
werden.
XI. STELLENWERT DER UNTERSUCHUNG UND AUSBLICK
Jugendliche wachsen in unserer heutigen Gesellschaft selbstverständ-
lich in eine sich immer schneller wandelnde Konsumwelt hinein mit
ständig wechselnden Trends hinsichtlich Kleidung, Ernährung, der me-
dialen Welt etc.. Die Industrie hat die ökonomische Macht dieser Ziel-
gruppe längst erkannt. Ganze Wirtschaftszweige buhlen um ihre Auf-
Interpretation und Diskussion
187
merksamkeit, entwickeln immer neue Must-Haves und entsprechende
Marketingstrategien, um Jugendliche von heute als Konsumenten von
morgen, z. B. durch die Etablierung von Markenkenntnissen und -
präferenzen, an sich zu binden (vgl. Preuß & Steffens, 1993).
Hinzu kommt, dass Verfügungsmöglichkeiten über Geld eine elementare
Rolle spielen zur sozialen Positionierung von Jugendlichen und davon
Popularität und Anerkennung innerhalb der Gleichaltrigengruppe abhän-
gen. Elmar Lange (1991, 1997, 2004) konnte in seinen Studien ein-
drücklich nachweisen, dass Besitz und Nutzung von Konsumgütern bei
Jugendlichen ganz wesentlich zur Selbstverwirklichung und Selbstin-
szenierung beitragen. Geld funktioniert für Jugendliche wie eine Art
Schlüssel für soziale Teilhabe, denn für die meisten Freizeitaktivitäten
benötigen sie Geld oder Konsumgüter. Das kann zu einem Druck füh-
ren, dem sich Jugendliche ausgesetzt fühlen, denn es gilt, finanziell mit
Gleichaltrigen mithalten zu können.
Nun stellt sich die Frage nach der Finanzierung all dessen. In der Er-
wachsenenwelt wächst die Bereitschaft zum kreditfinanzierten Konsum,
und auch unter Jugendlichen konnte diese Strömung bereits bekann-
termaßen nachgewiesen werden (vgl. Gabanyi, Hemedinger & Lehner,
2007a und b; Lange, 2004; Lange & Fries, 2006; Lewald & Dannemann,
1999; SCHUFA, 2005; Zimmermann, 2004a).
Parallel dazu zeigt sich auf gesellschaftlicher Ebene in Deutschland eine
neue Armut, wie es sie dergestalt seit Gründung der Bundesrepublik
1949 nicht gegeben hat. Der Paritätische Wohlfahrtsverband veröffent-
lichte im Jahr 2009 den ersten Armutsatlas in Deutschland. Demzufolge
liegt die Armutsquote in der Bundesrepublik bei 14,3 %54 (vgl. Hüben-
thal, 2009, S. 17). Von dieser Armut zeigen sich immer mehr Kinder und
54 D. h. dass 14,3 % der Gesamtbevölkerung mit einem Äqivalenzeinkommen
von weniger als 60 % des Median der Äqivalenzeinkommen der Bevölkerung in
Privathaushalten auskommen musste (vgl. Martens, 2009).
Interpretation und Diskussion
188
Jugendliche betroffen (vgl. BMAS; Hübenthal, 2009; 2008; UNICEF,
2005). Die globale Wirtschaftskrise spitzte diese Situation weiter zu.
Repräsentative Studien weisen eindrücklich nach, dass das Wissen der
Erwachsenen in finanziellen Belangen als mangelhaft zu bezeichnen ist
(vgl. Commerzbank, 2003). Die vorliegende Untersuchung kommt zu
dem Schluss, dass das Wissen der Jugendlichen in diesem Bereich
noch besorgniserregender ausfällt. Die Resultate in dieser Disziplin ge-
stalten sich als alarmierend. Es stellt sich die Frage, wie Erwachsene
Kindern und Jugendlichen Kompetenzen bezüglich dieses Themenkom-
plexes vermitteln sollen, wenn sie selbst eklatante Wissenslücken auf-
weisen bzw. ihnen dazu sämtliche Voraussetzungen zu fehlen scheinen.
Dieses Bündel an Gegebenheiten auf individueller und gesellschaftlicher
Ebene verdeutlicht den Stellenwert und den Bedarf des Faches Ver-
braucherbildung an Schulen. Die Politik setzt verstärkt darauf, die Al-
tersvorsorge in die Eigenverantwortlichkeit jedes einzelnen Bürgers,
jeder einzelnen Bürgerin zu legen. Infolgedessen steht sie auch in der
Pflicht, die Voraussetzungen dafür zu schaffen. Die Schule als Sozialisa-
tionsinstanz Nummer zwei (hinter der Familie), die alle Menschen durch-
laufen, besitzt hier einen Bildungsauftrag, denn Selbstbestimmung und
Mündigkeit können nur dann gelingen, wenn sie den Themenkomplex
Konsum und Finanzen umfassen und das Fach der Verbraucherbildung
in allen Schulformen curricular verankert und zum Pflichtfach ausgebaut
wird. Es gilt demnach, jenes Fach, das in den Schulen bereits besteht,
nicht, wie bislang, weiter zu kürzen, sondern im Gegenteil, bestehende
Stellen zu festigen, neue zu etablieren und die Forschung in diesem
Bereich auszudehnen. Darüber besteht Konsens quer durch die wissen-
schaftliche und wirtschaftliche Fachwelt (vgl. BdB, 2003, 2006; Gabanyi,
Lehner & Hemedinger, 2007; Lange, 2004; Lange & Fries, 2006; Lewald
& Dannemann, 1999; Schlegel-Matthies, 2005d; Zimmermann, 2004).
Die Pressesprecherin des Bundesverbandes deutscher Inkasso-
Unternehmen, Marion Kremer, bringt es auf den Punkt
Interpretation und Diskussion
189
„[...] Aber unverbindliche Vorschläge reichen
nicht aus [...]. Der Umgang mit Geld in unserer
Konsum- und Kreditgesellschaft und das Ver-
meiden von Schulden müssen fester Bestand-
teil der Lehrpläne werden - nur so lässt sich das
Problem nachhaltig in den Griff bekommen“
(Kremer zit. nach BDIU, 2009, S. 1).
Die Einigkeit der Akteure mit unterschiedlichen Hintergründen gilt es als
Ressource zu nutzen, Banken wie weitere Expertinnen und Experten
aus der Wirtschaft als wertvolle Partner einzubinden, verschiedene For-
schungsansätze zusammenzuführen und Lösungsansätze weiterzuent-
wickeln.
Zentrale Aufgabe des curricular verankerten Unterrichts der Ernährungs-
und Verbraucherbildung dabei muss sein, Jugendliche zu befähigen,
ihre (Konsum-) Wünsche und Lebensvorstellungen reflektiert mit den
ihnen zur Verfügung stehenden (finanziellen) Mitteln in Verbindung zu
setzen, Handlungsspielräume zu entdecken und Erkenntnisse über die
Werte zu gewinnen, die ihnen im Leben wichtig sind. Erklärtes Ziel muss
sein, bezogen auf die Schuldenprävention als Bestandteil dieses Fa-
ches, gemeinsam zu erlernen, zukunftsgerichtet zu denken, zu planen
sowie die eigene Biographie und zukünftige Lebensplanung auch im
Bewusstsein von zu erwartenden Brüchen (z. B. Arbeitslosigkeit, Schei-
dung, Trennung von Familien, Krankheit, Unfällen etc.) realistisch einzu-
schätzen. Bisherige Bemühungen zeichneten partiell ein negatives Ge-
genbild zu Erlebnis, Freiheit und Selbstverwirklichung verheißenden
Bildern des Marktes, in dem sie kulturkritisch z. B. zu Konsumverzicht
aufforderten. Eine Verbraucherbildung, die an die Lebenswelt der Schü-
lerinnen und Schüler anknüpft und diese in den Mittelpunkt stellt, bedeu-
tet eine Bildung jenseits der kultur- bzw. konsumkritischen Haltung und
einer weltfremden Verherrlichung eines asketischen Lebenswandels, die
Interpretation und Diskussion
190
den Jugendlichen und ihrer Gesamtheit an Wünschen und Bedürfnissen
so nicht gerecht werden kann.
Die vorliegende Untersuchung soll dazu einen Beitrag leisten. Sie lässt
sich durch die hier vorgenommene Ausdifferenzierung in die verbrau-
cherbildungstheoretische Grundlagenforschung einordnen. Als zentraler
Bestandteil zeigt sie auf, inwiefern Unterschiede vorliegen zwischen den
Geschlechtern bezüglich Verschuldungs- wie Überschuldungssituatio-
nen und -verhaltensmustern mit dem Ziel, neue empirisch belegte Im-
pulse für die Fortführung einer gendersensitiven Debatte innerhalb der
Didiaktik der schulischen Verbraucherbildung zu liefern.
Jugendliche müssen in ihrem durch oben präsentierte Daten nachge-
wiesenen Wunsch nach mehr Bildung im Bereich der Verbraucherbil-
dung durch die Schule ernst genommen werden. Das Interesse der Ziel-
gruppe ist vorhanden, der Bedarf mehr als offenkundig und die Gesell-
schaft in der Pflicht, dem nachzukommen.
Jugendverschuldung und -überschuldung bedeuten, dass die nächste
Generation unter dramatisch erschwerten Bedingungen in die Zukunft
startet. Wie oben präsentiert, weisen weibliche Jugendliche die gravie-
rendsten Defizite im Wissensbereich auf. Dies erscheint besonders be-
sorgniserregend im Hinblick auf ihre Eigenverantwortlichkeit bezüglich
der Altersvorsorge. Gleichzeitig tragen sie als potenzielle zukünftige
Alleinerziehende das höchste Risiko, einkommensarm zu werden und
somit in monetär prekäre Situationen zu geraten (vgl. BMAS, 2008).
Zudem bleiben ihnen Einübungsprozesse im Umgang mit Geld durch ihr
eher vorsichtiges Verhalten unbekannt. Reifner & Zimmermann (2005)
konnten nachweisen, dass Frauen in keiner anderen Lebensphase stär-
ker bedroht sind, in prekäre finanzielle Situationen zu geraten, als in der
Jugendphase bzw. der Phase als junge Erwachsene (vgl. Reifner, &
Zimmermann, 2005, S. 153f). Zu diesem wirtschaftlichen Risiko kommt
hinzu, dass, wie oben bereits skizziert, Privatverschuldung einen Infor-
Interpretation und Diskussion
191
mationsgewinn bei der Erklärung gesundheitlicher Ungleichheit leistet
(vgl. Brzoska & Razum, 2008). Es besteht ein signifikanter und stabiler
Einfluss der Verschuldung auf die Mortalität, d. h., dass private Ver-
schuldung oder Überschuldung mit einem schlechten Gesundheitszu-
stand assoziiert werden kann (vgl. Brzoska & Razum, 2008). Das macht
das Phänomen der Jugendverschuldung und die Resultate vorliegender
Studie besonders brisant und verweist auf den dringlichen Handlungs-
bedarf, damit sich Kredite aus der Jugendphase nicht in dramatische
Überschuldungskarrieren im Erwachsenenalter verkehren und zur Ver-
armung führen (vgl. Korczak, 2003a; Korczak 2004).
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& Richard, B. (Hg.) (2005): Coolhunters, Frankfurt a. M., S.
175-190
Anhang
230
Anhang
236
Universität Paderborn
Ernährung und Verbraucherbildung
Forschungsprojekt: Schülerinnen und Schüler und Geld
Uta Hippel
lfd. Nr
……………….
Schülerinnen und Schüler und Geld
Dortmund, ___ . ___. 2006
Anhang
237
Liebe Schülerinnen und Schüler!
Wir kommen aus dem Fachbereich Ernährungs- und Verbraucherbildung an der Universität Paderborn. Wir führen ein
Forschungsprojekt durch, das sich mit dem Thema „Schülerinnen und Schüler und Geld“ beschäftigt. In diesem Zusam-
menhang möchten wir Sie bitten, uns einige Fragen zu beantworten! Bei unserer Forschung brauchen wir Ihre Unterstüt-
zung! Sie können ganz ehrlich antworten, denn der Fragebogen dient nicht zur Lernkontrolle und wird Ihren Lehre-
rinnen und Lehrern auch nicht gezeigt. Wenn Ihnen etwas unklar ist und Sie Fragen haben, dann wenden Sie sich
bitte an uns. Wir helfen gern. Mit Ihren Antworten helfen Sie uns bei unserem Projekt.
Vielen Dank für Ihre Mitarbeit!
Uta Hippel
P.S.:
Für das Ausfüllen des Fragebogens ganz wichtig:
BITTE BEANTWORTEN SIE JEDE FRAGE!
Wenn wir vom „Ausleihen von Geld“ reden, dann meinen wir alles von 50 Cent bis unendlich viel Geld, von ein paar Stunden
bis einigen Jahren!
Vielen Dank!!
S1 Weiblich !
S2 Männlich !
S3 Schule:
S4 Klasse:
S5 Nationalität:
S6: Alter:
1. Fanden in Ihrer Schulzeit Projekttage, Besuche von Schuldnerberaterinnen und –beratern etc. zum Umgang mit
Geld, mit Verschuldung bzw. Überschuldung, Präventionsprogramme oder ähnliches statt?
1
Ja, und zwar mit dem Titel und zum
Thema
……………………………………………………………………
2
Nein
2. Wenn ja, in welcher Klasse, in welcher Schulform (Grundschule, Gymnasium, Haupt-, Real-, Gesamtschule, Berufs-
schule usw.)?
3. Wie ist Ihr Familienstand?
1
Single
2
In einer festen Beziehung lebend
3
Verheiratet
4
Geschieden
5
Getrennt lebend
Anhang
238
4. Haben Sie Kinder?
Nein
Ja? Wie viele?
5. Mit wem wohnen Sie in einem Haushalt zusammen?
1
Mit meinen Eltern
2
Ich wohne allein in einer eigenen Wohnung bzw. einem eigenen Zimmer
3
Ich wohne mit meiner Partnerin / meinem Partner zusammen
4
WG
5
Ich wohne mit meiner Partnerin / meinem Partner und Kindern zusammen
6
Ich wohne alleine mit meinen Kindern zusammen (allein erziehend)
6. Welchen Beruf übt Ihr Vater aus?
7. Welchen Beruf übt Ihre Mutter aus?
8. Wie hoch ist das Bruttoeinkommen Ihrer Eltern im Monat ungefähr?
1
Bis unter 500 !
2
500 ! bis unter 1 000 !
3
1 000 ! bis unter 1 500 !
4
1 500 ! bis unter 2 000 !
5
2 000 ! bis unter 2 500 !
6
2 500 ! bis unter 3 000 !
7
3 000 ! bis unter 3 500 !
8
3 500 ! bis unter 4 000 !
9
4 000 ! bis unter 4 500 !
10
4 500 ! bis unter 5 000 !
11
5 000 ! und mehr
12
Das weiß ich nicht
9. Führen Ihre Eltern ein Haushaltsbuch?
1
Ja
2
Nein
3
Ab und zu
Anhang
239
4
Das weiß ich nicht
10. Sie möchten etwas haben, was Sie sich momentan nicht leisten können. Welche der Antworten trifft am ehesten auf
Sie zu (bitte nur 1 Antwort ankreuzen)?
1
Ich hole mir Geld von meinem Sparbuch
2
Ich spare solange, bis ich es bezahlen kann
3
Ich leihe mir Geld von meiner Mutter oder meinem Vater
4
Ich leihe mir Geld von Verwandten, z. B. Geschwistern, Großeltern, Tanten, Onkel etc.
5
Ich leihe mir Geld von meinen Freunden
6
Ich leihe mir Geld von meiner Partnerin / meinem Partner
7
Ich bitte meinen Arbeitgeber um einen Vorschuss
8
Ich bitte meine Eltern um einen Taschengeldvorschuss
9
Dann verzichte ich eben
11. Wie ist Ihre Einstellung dazu, sich Geld ausleihen (0,50 Cent bis unendlich viel)? Welche der Antworten trifft am
ehesten auf Sie zu (bitte nur 1 Antwort)?
1
Das ist was ganz Normales
2
Das lehne ich ab
3
Ich kenne viele, die sich Geld ausleihen
4
Ich finde es ok, sich Geld auszuleihen, wenn es nötig ist
5
Ausleihen bis 100 ! ist ok, darüber nicht
6
Ich will mir kein Geld bei anderen ausleihen
7
Das weiß ich nicht
12. Ist es Ihnen unangenehm, wenn Sie jemanden um 20 ! bitten? Was trifft am ehesten auf Sie zu (bitte nur 1 Antwort)?
1
Nein, das ist normal
2
Nein, denn dazu sind Freunde da
3
Nein, denn dazu sind Eltern, Geschwister, Verwandte etc. da
4
Ja, es ist mir unangenehm
13. Leihen Sie sich Geld aus und wie häufig (0,50 Cent bis unendlich) ? Welche der Antworten trifft am ehesten auf Sie
zu (bitte nur 1 Antwort)?
1
1 x pro Woche
2
1 x pro Monat
3
Ein paar Mal im Jahr
4
Seltener als ein paar Mal pro Jahr
Anhang
240
5
Ich leihe mir so gut wie nie Geld
6
Ich leihe mir nie Geld
7
Ich versuche, Geldausleihen zu vermeiden
14. Haben Sie schon einmal Ihr Konto überzogen (bitte nur 1 Antwort)?
1
Ja, insgesamt 1 – 5 Mal
2
Ja, insgesamt häufiger als 5 Mal
3
Ja, insgesamt 5 – 10 Mal
4
Eigentlich ist mein Konto immer überzogen
5
Nein, ich habe noch nie mein Konto überzogen
15. Wenn Sie Ihr Konto überzogen haben oder hatten, wie hoch ist oder war der Überziehungsbetrag?
1
Bis 50 !
2
50 ! – 100 !
3
100 ! -500 !
4
500 ! - 1000 !
5
1000 ! - 2000 !
6
Über 2000 !
7
Ich versuche Geldausleihen zu vermeiden
8
Ich habe mein Konto noch nicht überzogen
16. Haben Sie sich schon mal Geld bei einer Bank geliehen (Kredit aufgenommen) und wie hoch war der höchste
Betrag?
1
Ja, ich habe schon einmal einen Kredit aufgenommen
Die Höhe des Kredits lag bei.................................................................... !
2
Nein, ich habe noch keinen Kredit aufgenommen
17. Wie schnell zahlen Sie geliehenes Geld zurück (50 Cent bis unendlich)? Welche der Antworten trifft am ehesten auf
Sie zu (bitte nur 1 Antwort)?
1
Sobald ich wieder Geld habe
2
Wenn ich mal Geld übrig habe
3
Nach und nach
4
Wenn ich darauf angesprochen werde
5
Kommt darauf an, bei wem ich mir das Geld geliehen habe
6
So schnell wie möglich, da ich sonst ein schlechtes Gewissen habe
Anhang
241
18. Wenn Sie geliehenes Geld nicht zur abgemachten Zeit zurückgeben konnten, wie haben Sie sich dabei gefühlt?
Welche Antwort trifft am ehesten auf Sie zu (bitte nur 1 Antwort)?
1
Gut, denn ich zahle es ja später zurück
2
Neutral, denn es stört mich nicht, aber gut fühle ich mich auch nicht
3
Das belastet mich schon
4
Ich fühle mich eher nicht gut dabei
5
Das kommt auf die Höhe an. Bis 100 ! komm ich klar damit
6
Mir geht es grundsätzlich schlecht dabei
7
Das weiß ich nicht
19. Was halten Sie vom Sparen? Was trifft auf Sie am ehesten zu (bitte nur 1 Antwort)?
1
Sparen finde ich gut
2
Sparen ist altmodisch
3
Ich würde gerne sparen, habe aber kein Geld dazu
20. Geld kann man aus verschiedenen Quellen beziehen. Geben Sie bitte bei den folgenden Einnahmequellen an, ob Sie
aus ihnen regelmäßig Geld beziehen. Bitte kreuzen Sie in jeder Zeile an!
Einnahmequellen
Ja
Nein
1
Geld von Eltern und Verwandten (Taschengeld oder Geld-
Geschenke)
2
Nebenjobeinkünfte
3
Lohn aus fester Erwerbstätigkeit / Ausbildung
4
Geld aus unregelmäßigen Jobs
5
Staatliche Mittel (z. B. Stipendien, Renten usw.)
6
Einkünfte aus Vermögen
21. Wie hoch sind Ihre monatlichen Einkünfte durchschnittlich (Taschengeld, Nebenjob, Ausbildungsvergütung, Renten
etc.)? Wenn Sie es nicht genau wissen, schätzen Sie bitte!
Ca. !
22. Und wie viel Geld geben Sie im Monat durchschnittlich insgesamt aus (Taschengeld, eventuell Miete, Transport,
Handy, Lebensmittel etc.)? Auch hier bitte wieder schätzen, wenn Sie es nicht genau wissen!
Ca. !
Anhang
242
23. Haben Sie einen Überblick über Ihre Finanzen (Wofür gebe ich Geld aus? Wie viel bleibt am Monatsende übrig? Was
sind meine Einkünfte im Einzelnen etc.)? Was trifft auf Sie am ehesten zu (bitte nur 1 Antwort)?
1
Ich habe einen sehr guten Überblick
2
Ich habe einen durchschnittlichen Überblick
3
Ich habe eher gar keinen Überblick
24. Führen Sie ein Haushaltsbuch? Schreiben Sie auf, was Sie täglich für Ihren Lebensunterhalt ausgeben? Was trifft am
ehesten auf Sie zu (bitte nur 1 Antwort)?
1
Ja, ich schreibe alle Ausgaben auf
2
Ich schreibe nur die wichtigsten Ausgaben auf
3
Nein, ich schreibe überhaupt nichts auf
25. Wie würden Sie Ihre jetzige finanzielle Situation einstufen? Was trifft am ehesten auf Sie zu (bitte nur 1 Antwort)?
1
Mir geht es finanziell sehr gut, ich habe keine Sorgen
2
Ich komme mehr oder weniger gut zurecht
3
Ich muss mich finanziell ziemlich beschränken und kann mir nur das Nötigste leisten
4
Ich habe finanziell ziemlich große Sorgen und weiß kaum, wie ich zurecht kommen soll
26. Haben Sie sich zur Zeit Geld bei Eltern, Verwandten, Freunden oder bei Kreditinstituten (nicht Bafög) ausgeliehen
(50 Cent bis unendlich)
1
Ja
2
Nein
27. Wenn ja, in welcher Höhe haben Sie sich Geld geliehen aktuell und bei wem und wofür (ab 50 Cent)?
Höhe
!
Bei wem ?......................................................................................................
Wofür? ..........................................................................................................
28. Wenn ja, in welchem Zeitraum planen Sie, das geliehene Geld zurückzugeben?
1
In den kommenden Tagen
2
In der kommenden Woche
3
Im kommenden Monat
4
In den nächsten Monaten
5
In 1 oder 2 Jahren
Anhang
243
6
Das weiß ich nicht
29. Haben Sie seit Ihrem 15. Lebensjahr irgendwann Geld geliehen bei Eltern, Freunden, Verwandten oder
bei Banken, wobei die Summe höher war als Ihre monatlichen Einkünfte?
30. Wenn ja, in welchem Zeitraum konnten Sie das geliehene Geld zurückgeben? Welche Antwort trifft am ehesten
zu?
1
Innerhalb von 6 Monaten
2
Innerhalb von 6 Monaten bis 1 Jahr
3
1 Jahr bis 1,5 Jahren
4
1,5 Jahren bis 2 Jahren
5
2,5 bis 3 Jahren
6
Länger als 3 Jahre
31. Haben Sie schon mal etwas an andere verliehen (Geld, CDs, Spiele, Bücher etc.)
32. Wenn ja: Geben die meisten das Geliehene zurück, ohne dass Sie sie daran erinnern müssen?
Welche Antwort trifft am ehesten zu (bitte nur 1 Antwort)?
1
Ja, die meisten denken alleine daran
2
Die meisten geben Geliehenes erst zurück, wenn man sie daran erinnert
3
Viele geben Geliehenes erst nach mehreren Erinnerungen zurück
33. Sprechen Sie mit Ihren Eltern, Freunden, Bekannten, Ihrer Partnerin, Ihrem Partner über Finanzen, Einkommen,
Ausgaben etc.? Bitte kreuzen Sie in jeder Zeile an!
Ja
Nein
1
Mit meinen Eltern
2
Mit meinen Freunden
3
Mit Bekannten
4
Mit meiner Partnerin / meinem Partner
1
Ja
2
Nein
3
Das weiß ich nicht
1
Ja
2
Nein
Anhang
244
34. Über welche Themen sprechen Sie und wie häufig mit Ihrer Partnerin / Ihrem Partner?
Kreuzen Sie bitte in jeder Zeile an:
Sehr oft
Oft
Eher
weniger
Fast gar
nicht
Nie
1
Über die Schule
2
Über Freizeitgestaltung
3
Über Computer, Handys und Internet
4
Was gerade „in“ ist
5
Über das Taschengeld
6
Über Geld, das meiner Familie zur Verfügung steht
7
Über privaten Anschaffungen
8
Über Anschaffungen meiner Eltern
9
Über Geld
35. Sagen Sie anderen, wie viel Sie verdienen?
1
Ja, das ist kein Geheimnis
2
Nur meinen Eltern, meiner Partnerin / meinem Partner , meinen engsten Freunden
3
Nein, das geht niemanden etwas an
36. Wenn Sie sich schon mal größere Summen Geld (ab 50 ! und mehr) geliehen hatten bei Eltern, Ihrer Partnerin /
Ihrem Partner, Verwandten, Freunden der Bank etc., sprechen Sie mit jemandem darüber?
1
Ja, ich spreche darüber
2
Nein, darüber rede ich mit niemandem
37. Würden Sie denn gerne mit jemandem darüber sprechen, wenn Sie es nicht getan haben?
1
Ich habe darüber mit jemandem gesprochen
2
Nein, das brauch ich nicht
3
Das weiß ich nicht
4
Ja, ich würde gerne mit jemandem darüber sprechen
5
Mit wem? ……………………………………………..
38. Wenn Sie über das geliehene Geld (ab 50 ! und mehr) nicht mit jemanden sprechen oder gesprochen haben,
warum nicht?
Anhang
245
39. Stellen Sie sich vor, Sie leisten sich ein Auto, Computer, Urlaub, Möbel, Kleidung oder sonstiges. Dafür müssen
Sie Geld bei einer Bank aufnehmen. Wofür entscheiden Sie sich? Was trifft am ehesten auf Sie zu (bitte nur 1 Ant-
wort)?
1
Ich überziehe mein Konto
2
Ich vereinbare einen Ratenkredit
3
Ich verzichte und spare
4
Das weiß ich nicht
40. Wie finden Sie heraus, welcher Kredit für Sie am günstigsten wäre (mehrere Antworten möglich)?
1
Ich vergleiche den Zinssatz
2
Ich vergleiche die Devisensätze
3
Ich vergleiche den effektiven Jahreszins
4
Ich richte mich nach der Laufzeit
5
Das weiß ich nicht
41. Welches Konto eignet sich für den bargeldlosen Zahlungsverkehr (bitte nur 1 Antwort ankreuzen)?
1
Girokonto
2
Bausparvertrag
3
Sparkonto
4
Festgeldkonto
5
Das weiß ich nicht
42. Welche Geldanlegemöglichkeiten eignen sich zum langfristigen Sparen (mehrere Antworten möglich)?
1
Aktien / Fonds
2
Sparkonto
3
Bausparvertrag
4
Spardose
5
Girokonto
6
Das weiß ich nicht
Anhang
246
43. Welche Voraussetzungen gelten, um ein „normales“ Girokonto zu eröffnen (bitte nur 1 Antwort ankreuzen)?
1
Keine
2
Volljährigkeit
3
Regelmäßige Einkünfte
4
Einwilligung der Eltern
5
Das weiß ich nicht
44. Für welchen Kredit sind höhere Zinsen zu zahlen (bitte nur 1 Antwort ankreuzen)?
1
Dispo-Kredit
2
Hypothekenkredit
3
Bürgschaftskredit
4
Raten-Kredit
5
Das weiß ich nicht
45. Wie nutzt man einen Dispo-Kredit sinnvoll (bitte nur 1 Antwort ankreuzen)?
1
Kurzfristig
2
Auf die Zeit kommt es dabei nicht an
3
Höchstens 4 Jahre
4
Langfristig
5
Das weiß ich nicht
46. Wann spricht man von „Überschuldung“ (bitte nur 1 Antwort ankreuzen)?
1
Wenn man über einen Zeitraum von einem " Jahr mehr als 10 % des monatlichen Nettoeinkommens ausgibt
2
Wenn nach Abzug der Lebenshaltungskosten das Geld nicht für die zu zahlenden Raten ausreicht
3
Wenn man über einen Zeitraum von einem " Jahr mehr als 15 % des monatlichen Nettoeinkommens ausgibt
4
Wenn nach Abzug der Lebenshaltungskosten 10 % der zu zahlenden Raten beglichen werden können
5
Wenn man 10 % über dem durchschnittlichen Schuldensatz liegt
6
Das weiß ich nicht
47. Wann spricht man von „Schulden“ (bitte nur 1 Antwort ankreuzen)?
1
Bei geliehenem Geld
2
Bei geliehenem Geld von Banken
3
Bei kurzfristig geliehenem Geld von Banken
4
Bei langfristig geliehenem Geld von Banken
Anhang
247
5
Das weiß ich nicht
48. Was ist ein „Dispositionskredit“ (bitte nur 1 Antwort ankreuzen)?
1
Ein Dispositionskredit ist ein verbriefter Anteil an einer Gesellschaft oder Kommanditgesellschaft
2
Ein Dispositionskredit bezeichnet einen Betrag, der von einem Kredit-Geber einmalig ausgezahlt wird
3
Ein Dispositionskredit ist ein meist langfristiges Darlehen, das durch Grundpfandrechte gesichert ist
4
Ein Dispositionskredit bezeichnet den Überziehungskredit für ein Konto
5
Ein Dispositionskredit ist eine aus einer Leistungsart stammenden Einnahme eines Unternehmens
6
Das weiß ich nicht
49. Was denken Sie, sind die typischen Ursachen für Schulden (mehrere Antworten möglich)?
1
Der Euro
2
Scheidung
3
Arbeitsplatzverlust
4
Nicht richtig „wirtschaften“ können
5
Lust am Kaufen
6
Krankheit
7
Unfälle
8
Das weiß ich nicht
50. Eine Bürgschaft würde ich übernehmen (bitte kreuzen Sie in jeder Zeile an)...
Ja
Nein
1
Für meine Partnerin / meinen Partner
2
Für meine Eltern
3
Für enge Freunde
4
Für Menschen in Not
5
Überhaupt nicht
6
Das weiß ich nicht
51. Was ist ein „Bürge“?
1
Ein Kreditnehmer
2
Eine Person, die die Rückzahlung eines Kredites garantiert
3
Eine Person, die einem eine größere Summe Bargeld schuldet
Anhang
248
4
Eine Person, die mit festverzinslichen Wertpapieren handelt
5
Das weiß ich nicht
52. Von wem oder wodurch würden Sie gerne mehr über Geld und Finanzen erfahren
(mehrere Antworten möglich)?
1
Medien
2
Schule
3
Schuldnerberatung
4
Banken
5
Eltern
53. Hätten Sie gerne ein Schulfach, in dem Sie mehr über Geld und Finanzen erfahren?
54. Wenn Sie mit Ihrer Partnerin / Ihrem Partner zusammen wohnen oder in Zukunft zusammen wohnen werden:
Größere Anschaffungen... Was trifft am ehesten auf Sie zu (bitte 1 Antwort ankreuzen)?
1
Besprechen wir gemeinsam ausführlich
2
Besprechen wir kurz
3
Entscheide ich mit
4
Entscheiden wir gemeinsam
5
Entscheiden wir auch getrennt
55. Wenn Sie ausgehen (Kino, Café, Bar, Diskothek etc.) – wer zahlt? Was trifft am ehesten auf Sie zu (bitte nur 1
Antwort)?
1
Jeder für sich
2
Überwiegend meine Partnerin / mein Partner
3
Überwiegend ich
4
Das Verhältnis ist ausgeglichen
56. Wenn Sie mit Ihrer Partnerin / Ihrem Partner zusammen wohnen oder wohnen würden, wer steht / stünde als Mie-
terin / Mieter im Mietvertrag? Was trifft am ehesten auf Sie zu (bitte nur 1 Antwort)?
1
Ich
2
Meine Partnerin / mein Partner
1
Ja
2
Nein
Anhang
249
3
Wir beide
4
Unwichtig
5
Darüber hab ich mir noch keine Gedanken gemacht
57. Stellen Sie sich folgendes vor: Ihre Partnerin / Ihr Partner möchte sich ein Auto kaufen, hat aber nicht genügend
Geld. Würden Sie Ihr oder Ihm eine größere Summe (mind. 200 !) leihen? Was trifft am ehesten auf Sie zu?
58. Wenn diese Menschen Geld bräuchten, würden Sie ihnen Geld leihen (bitte kreuzen Sie in jeder Zeile an)?
Ja
Nein
1
Eltern
2
Verwandten
3
Engsten Freunden
4
Meiner Partnerin / meinem Partner
5
Bekannten
6
Ich helfe fast allen gerne, indem ich Geld verleihe
7
Ich verleihe ungern / kein Geld
59. Und wem haben Sie tatsächlich schon mal Geld geliehen (bitte kreuzen Sie in jeder Zeile an)?
Ja
Nein
1
Eltern
2
Verwandten
3
Engsten Freunden
4
Meiner Partnerin / meinem Partner
5
Bekannten
6
Ich helfe fast allen gerne, indem ich Geld leihe
7
Ich verleihe ungern / kein Geld
Vielen Dank!!
1
Ja
2
Nein
3
Das weiß ich nicht
Anhang
250
2. Weitere Ergebnisse der quantitativen Untersuchung
2.1. Zusammensetzung der Stichprobe 251
2.2. Daten zur finanziellen Situation 252
2.3. Zur Verschuldungssituation und
zum Verschuldungsverhalten 260
2.4. Zum Umgang mit Geld in Paarbeziehungen 316
2.5. Zum Wissensstand um Kredite und ihre Kosten 320
Anhang
Anhang
251
2. Anhang
2.1. Zusammensetzung der Stichprobe, soziodemographische Daten und familiärer
Hintergrund
Tab 10.: Verteilung der GSP nach Familienstand und Schulform
412
279
691
59,6%
40,4%
100,0%
66,9%
49,2%
58,4%
204
280
484
42,1%
57,9%
100,0%
33,1%
49,4%
40,9%
0
8
8
,0%
100,0%
100,0%
,0%
1,4%
,7%
616
567
1183
52,1%
47,9%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F3.4
% von Schultyp
Anzahl
% von F3.4
% von Schultyp
Anzahl
% von F3.4
% von Schultyp
Anzahl
% von F3.4
% von Schultyp
Single
in einer festen Beziehung
verheiratet
F3.4
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1183
p= 0,000 Exakter Test nach Fisher
Tab. 9: Verteilung der GSP nach Familienstand und Geschlecht
309
382
691
44,7%
55,3%
100,0%
51,8%
65,2%
58,4%
283
201
484
58,5%
41,5%
100,0%
47,4%
34,3%
40,9%
5
3
8
62,5%
37,5%
100,0%
,8%
,5%
,7%
597
586
1183
50,5%
49,5%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F3.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F3.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F3.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F3.4
% von Geschlecht
Single
in einer festen Beziehung
verheiratet
F3.4
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1183
p= 0,000 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Anhang
252
2.2. Daten zur finanziellen Situation
Tab. 126: Einkünfte GSP
1129
57
200,00
0
2000
50,00
700,00
Gültig
Fehlend
N
Median
Minimum
Maximum
10
90
Perzentile
Tab 11: Verteilung auf die Haushaltsformen in Abhängigkeit des Merkmals Geschlecht
509
472
981
51,9%
48,1%
100,0%
86,6%
81,9%
84,3%
42
39
81
51,9%
48,1%
100,0%
7,1%
6,8%
7,0%
37
65
102
36,3%
63,7%
100,0%
6,3%
11,3%
8,8%
588
576
1164
50,5%
49,5%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F5.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F5.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F5.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F5.2
% von Geschlecht
bei den Eltern
mit PartnerIn
allein in einem Haushalt
F5.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n= 1164
p= 0,011 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
591
390
981
60,2%
39,8%
100,0%
96,7%
70,5%
84,3%
7
74
81
8,6%
91,4%
100,0%
1,1%
13,4%
7,0%
13
89
102
12,7%
87,3%
100,0%
2,1%
16,1%
8,8%
611
553
1164
52,5%
47,5%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F5.2
% von Schultyp
Anzahl
% von F5.2
% von Schultyp
Anzahl
% von F5.2
% von Schultyp
Anzahl
% von F5.2
% von Schultyp
bei den Eltern
mit PartnerIn
allein in einem Haushalt
F5.2
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n= 1164
p= 0,000 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 12: Verteilung auf die Haushaltsformen in Abhängigkeit des Merkmals Schulform
Anhang
253
Tab. 131: Einkünfte TS BK
534
35
521,01
500,00
500
0
2000
Gültig
Fehlend
N
Mittelwert
Median
Modus
Minimum
Maximum
Tab. 127: Einkünfte Schülerinnen
568
30
150,00
0
1800
50,00
600,00
Gültig
Fehlend
N
Median
Minimum
Maximum
10
90
Perzentile
Tab. 128: Einkünfte Schüler
562
26
329,00
0
5000
50,00
800,00
Gültig
Fehlend
N
Median
Minimum
Maximum
10
90
Perzentile
337
244
581
58,0%
42,0%
100,0%
59,3%
43,5%
51,5%
101
75
176
57,4%
42,6%
100,0%
17,8%
13,4%
15,6%
127
227
354
35,9%
64,1%
100,0%
22,4%
40,5%
31,4%
3
15
18
16,7%
83,3%
100,0%
,5%
2,7%
1,6%
568
561
1129
50,3%
49,7%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F21.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F21.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F21.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F21.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F21.2
% von Geschlecht
0-200€
201-400€
401-1100€
größer 1100
F21.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1129
p=0,000 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 129: Verteilung der GSP nach Einkünften gestaffelt in Abhängigkeit des Merkmals
Geschlecht
Tab. 130: Einkünfte TS G
595
22
138,00
100,00
50
0
1500
Gültig
Fehlend
N
Mittelwert
Median
Modus
Minimum
Maximum
Anhang
254
Tab. 134: Ausgaben Schüler
558
30
282,62
200,00
100
0
2100
Gültig
Fehlend
N
Mittelwert
Median
Modus
Minimum
Maximum
Tab. 133: Ausgaben Schülerinnen
573
25
189,19
100,00
50
0
1500
Gültig
Fehlend
N
Mittelwert
Median
Modus
Minimum
Maximum
506
75
581
87,1%
12,9%
100,0%
85,0%
14,0%
51,5%
62
114
176
35,2%
64,8%
100,0%
10,4%
21,3%
15,6%
25
329
354
7,1%
92,9%
100,0%
4,2%
61,6%
31,4%
2
16
18
11,1%
88,9%
100,0%
,3%
3,0%
1,6%
595
534
1129
52,7%
47,3%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F21.2
% von Schultyp
Anzahl
% von F21.2
% von Schultyp
Anzahl
% von F21.2
% von Schultyp
Anzahl
% von F21.2
% von Schultyp
Anzahl
% von F21.2
% von Schultyp
0-200€
201-400€
401-1100€
größer 1100
F21.2
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1129
p=0,000 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 132: Verteilung der GSP nach Einkünften gestaffelt in Abhängigkeit des Merkmals
Schulform
Anhang
255
Tab. 137: Ausgaben TS BK
534
35
388,69
350,00
400
0
2100
Gültig
Fehlend
N
Mittelwert
Median
Modus
Minimum
Maximum
398
305
703
56,6%
43,4%
100,0%
69,5%
54,7%
62,2%
99
107
206
48,1%
51,9%
100,0%
17,3%
19,2%
18,2%
74
138
212
34,9%
65,1%
100,0%
12,9%
24,7%
18,7%
2
8
10
20,0%
80,0%
100,0%
,3%
1,4%
,9%
573
558
1131
50,7%
49,3%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F22.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F22.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F22.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F22.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F22.2
% von Geschlecht
0-200€
201-400€
400-1100€
alles größer als 1100€
F22.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1131
p=0,000 Exakter Test nach Fisher
Tab. 135: Verteilung der GSP nach Ausgaben gestaffelt in Abhängigkeit des Merkmals Geschlecht
Tab. 136: Ausgaben TS G
597
20
98,07
60,00
50
0
1400
Gültig
Fehlend
N
Mittelwert
Median
Modus
Minimum
Maximum
Anhang
256
a
313
227
540
58,0%
42,0%
100,0%
90,5%
90,4%
90,5%
25
15
40
62,5%
37,5%
100,0%
7,2%
6,0%
6,7%
8
8
16
50,0%
50,0%
100,0%
2,3%
3,2%
2,7%
0
1
1
,0%
100,0%
100,0%
,0%
,4%
,2%
346
251
597
58,0%
42,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F22.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F22.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F22.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F22.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F22.2
% von Geschlecht
0-200€
201-400€
400-1100€
alles größer als 1100€
F22.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 139: Verteilung der TS G nach Ausgaben gestaffelt in Abhängigkeit des Merkmals Geschlecht
n=597
p=0,545 Exakter Test nach Fisher
540
163
703
76,8%
23,2%
100,0%
90,5%
30,5%
62,2%
40
166
206
19,4%
80,6%
100,0%
6,7%
31,1%
18,2%
16
196
212
7,5%
92,5%
100,0%
2,7%
36,7%
18,7%
1
9
10
10,0%
90,0%
100,0%
,2%
1,7%
,9%
597
534
1131
52,8%
47,2%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F22.2
% von Schulform
Anzahl
% von F22.2
% von Schulform
Anzahl
% von F22.2
% von Schulform
Anzahl
% von F22.2
% von Schulform
Anzahl
% von F22.2
% von Schulform
0-200€
201-400€
400-1100€
alles größer als 1100€
F22.2
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1131
p=0,000 Exakter Test nach Fisher
Tab. 138: Verteilung der GSP nach Ausgaben gestaffelt in Abhängigkeit des Merkmals Schulform
Anhang
257
85
78
163
52,1%
47,9%
100,0%
37,4%
25,4%
30,5%
74
92
166
44,6%
55,4%
100,0%
32,6%
30,0%
31,1%
66
130
196
33,7%
66,3%
100,0%
29,1%
42,3%
36,7%
2
7
9
22,2%
77,8%
100,0%
,9%
2,3%
1,7%
227
307
534
42,5%
57,5%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F22.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F22.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F22.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F22.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F22.2
% von Geschlecht
0-200€
201-400€
400-1100€
alles größer als 1100€
F22.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 140: Verteilung der TS BK nach Ausgaben gestaffelt in Abhängigkeit des Merkmals Geschlecht
n=534
p=0,003 Exakter Test nach Fisher
239
309
548
43,6%
56,4%
100,0%
40,0%
52,8%
46,4%
315
236
551
57,2%
42,8%
100,0%
52,8%
40,3%
46,6%
43
40
83
51,8%
48,2%
100,0%
7,2%
6,8%
7,0%
597
585
1182
50,5%
49,5%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F23.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F23.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F23.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F23.4
% von Geschlecht
guter Überblick
durchschnittlicher
Überblick
eher gar kein Überblick
F23.4
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1182
p=0,000 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 141: Verteilung der GSP nach Überblick über eigene finanzielle Lage in Abhängigkeit des
Merkmals Geschlecht
Anhang
258
132
146
278
47,5%
52,5%
100,0%
37,3%
56,2%
45,3%
193
91
284
68,0%
32,0%
100,0%
54,5%
35,0%
46,3%
29
23
52
55,8%
44,2%
100,0%
8,2%
8,8%
8,5%
354
260
614
57,7%
42,3%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F23.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F23.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F23.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F23.4
% von Geschlecht
guter Überblick
durchschnittlicher
Überblick
eher gar kein Überblick
F23.4
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 143: Verteilung der TS G nach Überblick über eigene finanzielle Lage undGeschlecht
n=614
p=0,000 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
278
270
548
50,7%
49,3%
100,0%
45,3%
47,5%
46,4%
284
267
551
51,5%
48,5%
100,0%
46,3%
47,0%
46,6%
52
31
83
62,7%
37,3%
100,0%
8,5%
5,5%
7,0%
614
568
1182
51,9%
48,1%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F23.4
% von Schultyp
Anzahl
% von F23.4
% von Schultyp
Anzahl
% von F23.4
% von Schultyp
Anzahl
% von F23.4
% von Schultyp
guter Überblick
durchschnittlicher
Überblick
eher gar kein Überblick
F23.4
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
Tab. 142: Verteilung der GSP nach Überblick über eigene finanzielle Lage und Schulform
n=1182
p=0,124 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Anhang
259
566
460
1026
55,2%
44,8%
100,0%
92,0%
81,0%
86,7%
49
108
157
31,2%
68,8%
100,0%
8,0%
19,0%
13,3%
615
568
1183
52,0%
48,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F25.2
% von Schultyp
Anzahl
% von F25.2
% von Schultyp
Anzahl
% von F25.2
% von Schultyp
gut
schlecht
F25.2
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1183
p=0,000 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 146: Verteilung der GSP nach Einschätzung der eigenen finanziellen Lage und
Schulform
511
515
1026
49,8%
50,2%
100,0%
85,5%
88,0%
86,7%
87
70
157
55,4%
44,6%
100,0%
14,5%
12,0%
13,3%
598
585
1183
50,5%
49,5%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F25.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F25.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F25.2
% von Geschlecht
gut
schlecht
F25.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1183
p=0,191 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 145: Verteilung der GSP nach Einschätzung der eigenen finanziellen und
Geschlecht
107
163
270
39,6%
60,4%
100,0%
44,0%
50,2%
47,5%
122
145
267
45,7%
54,3%
100,0%
50,2%
44,6%
47,0%
14
17
31
45,2%
54,8%
100,0%
5,8%
5,2%
5,5%
243
325
568
42,8%
57,2%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F23.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F23.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F23.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F23.4
% von Geschlecht
guter Überblick
durchschnittlicher
Überblick
eher gar kein Überblick
F23.4
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=568
p=0,351 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 144: Verteilung der TS BK nach Überblick über eigene finanzielle Lage und Geschlecht
Anhang
260
2.3. Zur Verschuldungssituation und zum Verschuldungsverhalten
322
244
566
56,9%
43,1%
100,0%
90,7%
93,8%
92,0%
33
16
49
67,3%
32,7%
100,0%
9,3%
6,2%
8,0%
355
260
615
57,7%
42,3%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F25.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F25.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F25.2
% von Geschlecht
gut
schlecht
F25.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 147: Verteilung der TS G nach Einschätzung der eigenen finanziellen Lage und
Geschlecht
n=615
p=0,155 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
189
271
460
41,1%
58,9%
100,0%
77,8%
83,4%
81,0%
54
54
108
50,0%
50,0%
100,0%
22,2%
16,6%
19,0%
243
325
568
42,8%
57,2%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F25.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F25.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F25.2
% von Geschlecht
gut
schlecht
F25.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 148: Verteilung der TS BK nach Einschätzung der eigenen finanziellen Lage und
Geschlecht
n=668
p=0,092 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
106
183
289
36,7%
63,3%
100,0%
19,6%
33,3%
26,5%
436
366
802
54,4%
45,6%
100,0%
80,4%
66,7%
73,5%
542
549
1091
49,7%
50,3%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F29.9
% von Geschlecht
Anzahl
% von F29.9
% von Geschlecht
Anzahl
% von F29.9
% von Geschlecht
ja
nein
F29.9
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1091
p=0,000 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 13: Verteilung der GSP nach Verschuldungen seit
dem 15. Lebensjahr und in Abhängigkeit des Merkmals Geschlecht
Anhang
261
51
75
126
40,5%
59,5%
100,0%
16,0%
30,7%
22,4%
268
169
437
61,3%
38,7%
100,0%
84,0%
69,3%
77,6%
319
244
563
56,7%
43,3%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F29.9
% von Geschlecht
Anzahl
% von F29.9
% von Geschlecht
Anzahl
% von F29.9
% von Geschlecht
ja
nein
F29.9
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=563
p=0,000 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 15: Verteilung der TS G nach Verschuldungen seit dem 15. Lebensjahr und
Geschlecht
126
163
289
43,6%
56,4%
100,0%
22,4%
30,9%
26,5%
437
365
802
54,5%
45,5%
100,0%
77,6%
69,1%
73,5%
563
528
1091
51,6%
48,4%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F29.9
% von Schulform
Anzahl
% von F29.9
% von Schulform
Anzahl
% von F29.9
% von Schulform
ja
nein
F29.9
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1091
p=0,001 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab.: 14 Verteilung der GSP nach Verschuldungen seit
dem 15. Lebensjahr und in Abhängigkeit des Merkmals Schulform
55
108
163
33,7%
66,3%
100,0%
24,7%
35,4%
30,9%
168
197
365
46,0%
54,0%
100,0%
75,3%
64,6%
69,1%
223
305
528
42,2%
57,8%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F29.9
% von Geschlecht
Anzahl
% von F29.9
% von Geschlecht
Anzahl
% von F29.9
% von Geschlecht
ja
nein
F29.9
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=528
p=0,008 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 16: Verteilung der TS BK nach Verschuldungen seit
dem 15. Lebensjahr und in Abhängigkeit des Merkmals Geschlecht
Anhang
262
89
375
464
19,2%
80,8%
100,0%
85,6%
87,6%
87,2%
8
29
37
21,6%
78,4%
100,0%
7,7%
6,8%
7,0%
7
24
31
22,6%
77,4%
100,0%
6,7%
5,6%
5,8%
104
428
532
19,5%
80,5%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F5.2
% von F29.9
Anzahl
% von F5.2
% von F29.9
Anzahl
% von F5.2
% von F29.9
Anzahl
% von F5.2
% von F29.9
bei den Eltern
mit PartnerIn
allein in einem Haushalt
F5.2
Gesamt
ja
nein
F29.9
Gesamt
Tab. 18: Verteilung der Probandinnen nach Verschuldungsanteilen in
Zusammenhang mit Haushaltsform
n=532
p=0,851 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
238
668
906
26,3%
73,7%
100,0%
83,2%
85,3%
84,8%
28
47
75
37,3%
62,7%
100,0%
9,8%
6,0%
7,0%
20
68
88
22,7%
77,3%
100,0%
7,0%
8,7%
8,2%
286
783
1069
26,8%
73,2%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F5.2
% von F29.9
Anzahl
% von F5.2
% von F29.9
Anzahl
% von F5.2
% von F29.9
Anzahl
% von F5.2
% von F29.9
bei den Eltern
mit PartnerIn
allein in einem Haushalt
F5.2
Gesamt
ja
nein
F29.9
Gesamt
n=1069
p=0,077 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab 17.: Verteilung der der GSP nach Verschuldungsanteilen in
Zusammenhang mit Haushaltsform
Anhang
263
126
415
541
23,3%
76,7%
100,0%
100,0%
96,3%
97,1%
0
6
6
,0%
100,0%
100,0%
,0%
1,4%
1,1%
0
10
10
,0%
100,0%
100,0%
,0%
2,3%
1,8%
126
431
557
22,6%
77,4%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F5.2
% von F29.9
Anzahl
% von F5.2
% von F29.9
Anzahl
% von F5.2
% von F29.9
Anzahl
% von F5.2
% von F29.9
bei den Eltern
mit PartnerIn
allein in einem Haushalt
F5.2
Gesamt
ja
nein
F29.9
Gesamt
Tab 20.: Verteilung der TS G nach Verschuldungsanteilen in Zusammenhang
mit Haushaltsform
n=557
p=0,090 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
149
293
442
33,7%
66,3%
100,0%
81,9%
82,5%
82,3%
20
18
38
52,6%
47,4%
100,0%
11,0%
5,1%
7,1%
13
44
57
22,8%
77,2%
100,0%
7,1%
12,4%
10,6%
182
355
537
33,9%
66,1%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F5.2
% von F29.9
Anzahl
% von F5.2
% von F29.9
Anzahl
% von F5.2
% von F29.9
Anzahl
% von F5.2
% von F29.9
bei den Eltern
mit PartnerIn
allein in einem Haushalt
F5.2
Gesamt
ja
nein
F29.9
Gesamt
n=537
p=0,011 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab 19.: Verteilung der Schüler nach Verschuldungsanteilen in
Zusammenhang mit Haushaltsform
Anhang
264
112
253
365
30,7%
69,3%
100,0%
70,0%
71,9%
71,3%
28
41
69
40,6%
59,4%
100,0%
17,5%
11,6%
13,5%
20
58
78
25,6%
74,4%
100,0%
12,5%
16,5%
15,2%
160
352
512
31,3%
68,8%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F5.2
% von F29.9
Anzahl
% von F5.2
% von F29.9
Anzahl
% von F5.2
% von F29.9
Anzahl
% von F5.2
% von F29.9
bei den Eltern
mit PartnerIn
allein in einem Haushalt
F5.2
Gesamt
ja
nein
F29.9
Gesamt
Tab 21.: Verteilung der TS BK nach Verschuldungsanteilen in Zusammenhang
mit Haushaltsform
n=512
p=0,136 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
82
0
500,00
140
80000
200,00
211,40
250,00
300,00
400,00
500,00
890,00
1000,00
1575,00
2000,00
3000,00
Gültig
Fehlend
N
Median
Minimum
Maximum
10
20
25
30
40
50
60
70
75
80
90
Perzentile
Tab. 22: Verschuldungshöhe der GSP beii
inoffiziellen Gläubigern
Anhang
265
Tab. 26: Verschuldungshöhe der TS BK bei
inoffiziellen Gläubigern
60
0
700,00
150
80000
200,00
250,00
300,00
386,00
500,00
700,00
1000,00
1710,00
2000,00
2190,00
4220,00
Gültig
Fehlend
N
Median
Minimum
Maximum
10
20
25
30
40
50
60
70
75
80
90
Perzentile
58
0
825,00
140
80000
200,00
244,00
300,00
300,00
500,00
825,00
1000,00
1611,00
2000,00
2030,00
3050,00
Gültig
Fehlend
N
Median
Minimum
Maximum
10
20
25
30
40
50
60
70
75
80
90
Perzentile
Tab. 24: Verschuldungshöhe der Schüler
bei inoffiziellen Gläubigern
24
0
446,00
140
7500
160,00
200,00
200,00
215,00
380,00
446,00
500,00
680,00
950,00
1000,00
3050,00
Gültig
Fehlend
N
Median
Minimum
Maximum
10
20
25
30
40
50
60
70
75
80
90
Perzentile
Tab. 23: Verschuldungshöhe der
Schülerinnen bei inoffiziellen
Gläubigern
22
0
350,00
140
2000
143,00
200,00
200,00
200,00
300,00
350,00
500,00
805,00
864,25
944,20
1760,00
Gültig
Fehlend
N
Median
Minimum
Maximum
10
20
25
30
40
50
60
70
75
80
90
Perzentile
Tab 25: Verschuldungshöhe der TS G bei
inoffiziellen Gläubigern
Anhang
266
Tab. 29: Verschuldungshöhe der Schüler
bei off
i
ziellen Gläubigern
29
0
2000,00
200
70000
300,00
589,00
800,00
1000,00
1500,00
2000,00
3000,00
4600,00
5000,00
8500,00
10000,00
Gültig
Fehlend
N
Median
Minimum
Maximum
10
20
25
30
40
50
60
70
75
80
90
Perzentile
38
0
1750,00
200
80000
295,00
490,00
566,75
880,00
1300,00
1750,00
3000,00
4720,00
5000,00
7700,00
10000,00
Gültig
Fehlend
N
Median
Minimum
Maximum
10
20
25
30
40
50
60
70
75
80
90
Perzentile
Tab. 27: Verschuldungshöhe der GSP bei
offizilziellen Gläubigern
Tab. 28: Verschuldungshöhe der
Schülerinnen bei offiziellen Gläubigern
9
0
1500,00
200
10000
200,00
450,00
475,00
500,00
500,00
1500,00
1500,00
5000,00
6250,00
7500,00
10000,00
Gültig
Fehlend
N
Median
Minimum
Maximum
10
20
25
30
40
50
60
70
75
80
90
Perzentile
Anhang
267
Tab. 31: Verschuldungshöhe der TS BK
bei offiziellen Gläubigern
38
0
1750,00
200
70000
295,00
490,00
566,75
880,00
1300,00
1750,00
3000,00
4720,00
5000,00
7700,00
10000,00
Gültig
Fehlend
N
Median
Minimum
Maximum
10
20
25
30
40
50
60
70
75
80
90
Perzentile
97
133
230
42,2%
57,8%
100,0%
27,6%
34,5%
31,2%
87
108
195
44,6%
55,4%
100,0%
24,7%
28,1%
26,5%
168
144
312
53,8%
46,2%
100,0%
47,7%
37,4%
42,3%
352
385
737
47,8%
52,2%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F13.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F13.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F13.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F13.4
% von Geschlecht
Häufig (1 x pro
Woche o. Monat
Selten
Nie
F13.4
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=737
p=0,016 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 32: Verteilung der GSP nach Verschuldungsfrequenzen und
in Abhängigkeit des Merkmals Geschlecht
Tab. 30: Verschuldungshöhe der TS G
bei offiziellen Gläubigern
1
0
1500,00
1500
1500
1500,00
1500,00
1500,00
1500,00
1500,00
1500,00
1500,00
1500,00
1500,00
1500,00
1500,00
Gültig
Fehlend
N
Median
Minimum
Maximum
10
20
25
30
40
50
60
70
75
80
90
Perzentile
Anhang
268
149
81
230
64,8%
35,2%
100,0%
37,6%
23,8%
31,2%
102
93
195
52,3%
47,7%
100,0%
25,8%
27,3%
26,5%
145
167
312
46,5%
53,5%
100,0%
36,6%
49,0%
42,3%
396
341
737
53,7%
46,3%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F13.4
% von Schulform
Anzahl
% von F13.4
% von Schulform
Anzahl
% von F13.4
% von Schulform
Anzahl
% von F13.4
% von Schulform
Häufig (1 x pro
Woche o. Monat
Selten
Nie
F13.4
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=737
p=0,023 Test nach Pearson
Tab. 33: Verteilung der Gesamtstichpobe nach Verschuldungsfrequenzen und
in Abhängigkeit des Merkmals Schulform
70
79
149
47, 0%
53,0%
100,0%
34,5%
40,9%
37,6%
51
51
102
50,0%
50,0%
100,0%
25,1%
26,4%
25,8%
82
63
145
56,6%
43,4%
100,0%
40,4%
32,6%
36,6%
203
193
396
51,3%
48,7%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F13.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F13.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F13.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F13.4
% von Geschlecht
Häufig (1 x pro
Woche o. Monat
Selten
Nie
F13.4
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=737
p=0,249 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab 34.: Verteilung der TS G nach Verschuldungsfrequenzen und in
Abhängigkeit des Merkmals Geschlecht
Anhang
269
27
54
81
33,3%
66,7%
100,0%
18,1%
28,1%
23,8%
36
57
93
38,7%
61,3%
100,0%
24,2%
29,7%
27,3%
86
81
167
51,5%
48,5%
100,0%
57,7%
42,2%
49,0%
149
192
341
43,7%
56,3%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F13.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F13.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F13.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F13.4
% von Geschlecht
Häufig (1 x pro
Woche o. Monat
Selten
Nie
F13.4
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 35: Verteilung derTS BK nach Verschuldungsfrequenzen und
in Abhängigkeit des Merkmals Geschlecht
n=341
p=0,014 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
80
74
154
51,9%
48,1%
100,0%
13,5%
12,6%
13,0%
40
74
114
35,1%
64,9%
100,0%
6,7%
12,6%
9,7%
473
440
913
51,8%
48,2%
100,0%
79,8%
74,8%
77,3%
593
588
1181
50,2%
49,8%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F14.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F14.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F14.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F14.4
% von Geschlecht
Ja, selten
Ja, häufig
Nein, nie
F14.4
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1181
p=0,003 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 36: Verteilung der GSP nach Inanspruchnahme von Dispositions-
Krediten und in Abhängigkeit des Merkmals Geschlecht
Anhang
270
30
13
43
69,8%
30,2%
100,0%
8,5%
5,0%
7,0%
6
9
15
40,0%
60,0%
100,0%
1,7%
3,4%
2,4%
316
240
556
56,8%
43,2%
100,0%
89,8%
91,6%
90,6%
352
262
614
57,3%
42,7%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F14.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F14.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F14.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F14.4
% von Geschlecht
Ja, selten
Ja, häufig
Nein, nie
F14.4
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 38: Verteilung der TS G nach Inanspruchnahme von Dispositions-
Krediten und in Abhängigkeit des Merkmals Geschlecht
n=614
p=0,099 Exakter Test nach Fisher
43
111
154
27,9%
72,1%
100,0%
7,0%
19,6%
13,0%
15
99
114
13,2%
86,8%
100,0%
2,4%
17,5%
9,7%
556
357
913
60,9%
39,1%
100,0%
90,6%
63,0%
77,3%
614
567
1181
52,0%
48,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F14.4
% von Schulform
Anzahl
% von F14.4
% von Schulform
Anzahl
% von F14.4
% von Schulform
Anzahl
% von F14.4
% von Schulform
Ja, selten
Ja, häufig
Nein, nie
F14.4
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1181
p=0,000 Exakter Test nach Fisher
Tab. 37: Verteilung der GSP nach Inanspruchnahme von Dispositions-
Krediten und in Abhängigkeit des Merkmals Schulform
Anhang
271
50
61
111
45,0%
55,0%
100,0%
20,7%
18,7%
19,6%
34
65
99
34,3%
65,7%
100,0%
14,1%
19,9%
17,5%
157
200
357
44,0%
56,0%
100,0%
65,1%
61,3%
63,0%
241
326
567
42,5%
57,5%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F14.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F14.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F14.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F14.4
% von Geschlecht
Ja, selten
Ja, häufig
Nein, nie
F14.4
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 39: Verteilung der TS BK nach Inanspruchnahme von Dispositions-
Krediten und in Abhängigkeit des Merkmals Geschlecht
n=567
p=0,191 Exakter Test nach Fisher
82
86
168
48,8%
51,2%
100,0%
67,8%
59,3%
63,2%
31
43
74
41,9%
58,1%
100,0%
25,6%
29,7%
27,8%
1
9
10
10,0%
90,0%
100,0%
,8%
6,2%
3,8%
7
7
14
50,0%
50,0%
100,0%
5,8%
4,8%
5,3%
121
145
266
45,5%
54,5%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F15.6
% von Geschlecht
Anzahl
% von F15.6
% von Geschlecht
Anzahl
% von F15.6
% von Geschlecht
Anzahl
% von F15.6
% von Geschlecht
Anzahl
% von F15.6
% von Geschlecht
0 bis 100 €
101 bis 500 €
501 bis 1000 €
größer als 1001 €
F15.6
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=266
p=0,065 Exakter Test nach Fisher
Tab. 40: Verteilung der GSP nach Höhe der Dispositionsbeträge und
in Abhängigkeit des Merkmals Geschlecht
Anhang
272
51
117
168
30,4%
69,6%
100,0%
94,4%
55,2%
63,2%
2
72
74
2,7%
97,3%
100,0%
3,7%
34,0%
27,8%
0
10
10
,0%
100,0%
100,0%
,0%
4,7%
3,8%
1
13
14
7,1%
92,9%
100,0%
1,9%
6,1%
5,3%
54
212
266
20,3%
79,7%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F15.6
% von Schulform
Anzahl
% von F15.6
% von Schulform
Anzahl
% von F15.6
% von Schulform
Anzahl
% von F15.6
% von Schulform
Anzahl
% von F15.6
% von Schulform
0 bis 100 €
101 bis 500 €
501 bis 1000 €
größer als 1001 €
F15.6
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=266
p=0,000 Exakter Test nach Fisher
Tab. 41: Verteilung der GSP nach Höhe der Dispositionsbeträge und in
Abhängigkeit des Merkmals Schulform
32
19
51
62,7%
37,3%
100,0%
94,1%
95,0%
94,4%
1
1
2
50,0%
50,0%
100,0%
2,9%
5,0%
3,7%
1
0
1
100,0%
,0%
100,0%
2,9%
,0%
1,9%
34
20
54
63,0%
37,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F15.6
% von Geschlecht
Anzahl
% von F15.6
% von Geschlecht
Anzahl
% von F15.6
% von Geschlecht
Anzahl
% von F15.6
% von Geschlecht
0 bis 100 €
101 bis 500 €
größer als 1001 €
F15.6
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 42: Verteilung der TS G nach Höhe der Dispositionsbeträge und in
Abhängigkeit des Merkmals Geschlecht
n=54
p=0,587 Exakter Test nach Fisher
Anhang
273
134
213
347
38,6%
61,4%
100,0%
91,2%
88,4%
89,4%
11
12
23
47,8%
52,2%
100,0%
7,5%
5,0%
5,9%
2
16
18
11,1%
88,9%
100,0%
1,4%
6,6%
4,6%
147
241
388
37,9%
62,1%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F30.5
% von Geschlecht
Anzahl
% von F30.5
% von Geschlecht
Anzahl
% von F30.5
% von Geschlecht
Anzahl
% von F30.5
% von Geschlecht
Bis 1 Jahr
1 bi 3 Jahre
Länger als 3 Jahre
F30.5
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=388
p=0,046 Exakter Test nach Fisher
Tab. 44: Verteilung der GSP nach Tilgungszeiträumen und in Abhängigkeit
des Merkmals Geschlecht
50
67
117
42,7%
57,3%
100,0%
57,5%
53,6%
55,2%
30
42
72
41,7%
58,3%
100,0%
34,5%
33,6%
34,0%
1
9
10
10,0%
90,0%
100,0%
1,1%
7,2%
4,7%
6
7
13
46,2%
53,8%
100,0%
6,9%
5,6%
6,1%
87
125
212
41,0%
59,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F15.6
% von Geschlecht
Anzahl
% von F15.6
% von Geschlecht
Anzahl
% von F15.6
% von Geschlecht
Anzahl
% von F15.6
% von Geschlecht
Anzahl
% von F15.6
% von Geschlecht
0 bis 100 €
101 bis 500 €
501 bis 1000 €
größer als 1001 €
F15.6
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 43: Verteilung der TS BK nach Höhe der Dispositionsbeträge und
n Abhängigkeit des Merkmals Geschlecht
n=212
p=0,531 Exakter Test nach Fisher
Anhang
274
.
72
91
163
44,2%
55,8%
100,0%
94,7%
92,9%
93,7%
4
1
5
80,0%
20,0%
100,0%
5,3%
1,0%
2,9%
0
6
6
,0%
100,0%
100,0%
,0%
6,1%
3,4%
76
98
174
43,7%
56,3%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F30.5
% von Geschlecht
Anzahl
% von F30.5
% von Geschlecht
Anzahl
% von F30.5
% von Geschlecht
Anzahl
% von F30.5
% von Geschlecht
Bis 1 Jahr
1 bi 3 Jahre
Länger als 3 Jahre
F30.5
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=174
p=0,025 Exakter Test nach Fisher
Tab. 46: Verteilung der TS G nach Tilgungszeiträumen und in Abhängigkeit des
Merkmals Geschlecht
163
184
347
47,0%
53,0%
100,0%
93,7%
86,0%
89,4%
5
18
23
21,7%
78,3%
100,0%
2,9%
8,4%
5,9%
6
12
18
33,3%
66,7%
100,0%
3,4%
5,6%
4,6%
174
214
388
44,8%
55,2%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F30.5
% von Schulform
Anzahl
% von F30.5
% von Schulform
Anzahl
% von F30.5
% von Schulform
Anzahl
% von F30.5
% von Schulform
Bis 1 Jahr
1 bis 3 Jahre
Länger als 3 Jahre
F30.5
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=388
p=0,038 Exakter Test nach Fisher
Tab. 45: Verteilung der GSP nach Tilgungszeiträumen und in
Abhängigkeit des Merkmals Schulform
Anhang
275
Tab. 48: Verteilung der GSP nach Verschuldungsbereitschaft und Geschlecht
234
196
430
54,4%
45,6%
100,0%
39,3%
33,6%
36,4%
362
388
750
48,3%
51,7%
100,0%
60,7%
66,4%
63,6%
596
584
1180
50,5%
49,5%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F10.2_
Verschuldungsbe
reitschaft
% von Geschlecht
Anzahl
% von F10.2_
Verschuldungsbe
reitschaft
% von Geschlecht
Anzahl
% von F10.2_
Verschuldungsbe
reitschaft
% von Geschlecht
Bereit
nicht bereit
F10.2_
Verschuldung
sbereitschaft
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1180
P=0,042 Chi-Quadrat-Test
62
122
184
33,7%
66,3%
100,0%
87,3%
85,3%
86,0%
7
11
18
38,9%
61,1%
100,0%
9,9%
7,7%
8,4%
2
10
12
16,7%
83,3%
100,0%
2,8%
7,0%
5,6%
71
143
214
33,2%
66,8%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F30.5
% von Geschlecht
Anzahl
% von F30.5
% von Geschlecht
Anzahl
% von F30.5
% von Geschlecht
Anzahl
% von F30.5
% von Geschlecht
Bis 1 Jahr
1 bi 3 Jahre
Länger als 3 Jahre
F30.5
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=214
p=0,037 Exakter Test nach Fisher
Tab. 47: Verteilung der TS BK nach Tilgungszeiträumen und in Abhängigkeit des
Merkmals Geschlecht
Anhang
276
230
200
430
53,5%
46,5%
100,0%
37,4%
35,4%
36,4%
385
365
750
51,3%
48,7%
100,0%
62,6%
64,6%
63,6%
615
565
1180
52,1%
47,9%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F10.2_
Verschuldungsb
ereitschaft
% von Schulform
Anzahl
% von F10.2_
Verschuldungsb
ereitschaft
% von Schulform
Anzahl
% von F10.2_
Verschuldungsb
ereitschaft
% von Schulform
Bereit
nicht bereit
F10.2_
Verschuldung
sbereitschaft
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1180
p=0,476 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 49: Verteilung der GSP nach Verschuldungsbereitschaft in Abhängigkeit
des Merkmals Schulform
144
86
230
62,6%
37,4%
100,0%
40,8%
32,8%
37,4%
209
176
385
54,3%
45,7%
100,0%
59,2%
67,2%
62,6%
353
262
615
57,4%
42,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F10.2_
Verschuldungsbe
reitschaft
% von Geschlecht
Anzahl
% von F10.2_
Verschuldungsbe
reitschaft
% von Geschlecht
Anzahl
% von F10.2_
Verschuldungsbe
reitschaft
% von Geschlecht
Bereit
nicht bereit
F10.2_
Verschuldung
sbereitschaft
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 50: Verteilung der TS G nach Verschuldungsbereitschaft in Abhängigkeit
des Merkmals Geschlecht
n=615
p=0,043 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Anhang
277
376
283
659
57,1%
42,9%
100,0%
60,9%
49,7%
55,6%
241
286
527
45,7%
54,3%
100,0%
39,1%
50,3%
44,4%
617
569
1186
52,0%
48,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F50.1
% von Schulform
Anzahl
% von F50.1
% von Schulform
Anzahl
% von F50.1
% von Schulform
ja
nein
F50.1
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1186
p=0,000 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 53: Verteilung der GSP nach der Bereitschaft,
Bürgschaften zu übernehmen für Partner / Partnerin und Schulform
321
338
659
48,7%
51,3%
100,0%
53,7%
57,5%
55,6%
277
250
527
52,6%
47,4%
100,0%
46,3%
42,5%
44,4%
598
588
1186
50,4%
49,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F50.1
% von Geschlecht
Anzahl
% von F50.1
% von Geschlecht
Anzahl
% von F50.1
% von Geschlecht
ja
nein
F50.1
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1186
p=0,187 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 52: Verteilung der GSP nach der Bereitschaft,
Bürgschaften zu übernehmen für Partner / Partnerin und Geschlecht
90
110
200
45,0%
55,0%
100,0%
37,0%
34,2%
35,4%
153
212
365
41,9%
58,1%
100,0%
63,0%
65,8%
64,6%
243
322
565
43,0%
57,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F10.2_
Verschuldungsbe
reitschaft
% von Geschlecht
Anzahl
% von F10.2_
Verschuldungsbe
reitschaft
% von Geschlecht
Anzahl
% von F10.2_
Verschuldungsbe
reitschaft
% von Geschlecht
Bereit
nicht bereit
F10.2_
Verschuldung
sbereitschaft
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 51: Verteilung der TS BK nach Verschuldungsbereitschaft in Abhängigkeit
des Merkmals Geschlecht
n=565
p=0,479 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Anhang
278
235
273
508
46,3%
53,7%
100,0%
39,3%
46,4%
42,8%
363
315
678
53,5%
46,5%
100,0%
60,7%
53,6%
57,2%
598
588
1186
50,4%
49,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F50.3
% von Geschlecht
Anzahl
% von F50.3
% von Geschlecht
Anzahl
% von F50.3
% von Geschlecht
ja
nein
F50.3
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1186
p=0,013 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 56: Verteilung der GSP nach der Bereitschaft,
Bürgschaften zu übernehmen für enge Freunde und Geschlecht
498
380
878
56,7%
43,3%
100,0%
80,7%
66,8%
74,0%
119
189
308
38,6%
61,4%
100,0%
19,3%
33,2%
26,0%
617
569
1186
52,0%
48,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F50.2
% von Schulform
Anzahl
% von F50.2
% von Schulform
Anzahl
% von F50.2
% von Schulform
ja
nein
F50.2
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1186
p=0,000 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 55: Verteilung der GSP nach der Bereitschaft,
Bürgschaften zu übernehmen für die eigenen Eltern und Schulform
449
429
878
51,1%
48,9%
100,0%
75,1%
73,0%
74,0%
149
159
308
48,4%
51,6%
100,0%
24,9%
27,0%
26,0%
598
588
1186
50,4%
49,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F50.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F50.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F50.2
% von Geschlecht
ja
nein
F50.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1186
p=0,404 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 54 Verteilung der GSP nach der Bereitschaft,
Bürgschaften zu übernehmen für die eigenen Eltern und Geschlecht
Anhang
279
78
48
126
61,9%
38,1%
100,0%
12,6%
8,4%
10,6%
539
521
1060
50,8%
49,2%
100,0%
87,4%
91,6%
89,4%
617
569
1186
52,0%
48,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F50.4
% von Schulform
Anzahl
% von F50.4
% von Schulform
Anzahl
% von F50.4
% von Schulform
ja
nein
F50.4
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1186
p=0,019 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 59: Verteilung der GSP nach der Bereitschaft,
Bürgschaften zu übernehmen für „Menschen in Not“ und Schulform
74
52
126
58,7%
41,3%
100,0%
12,4%
8,8%
10,6%
524
536
1060
49,4%
50,6%
100,0%
87,6%
91,2%
89,4%
598
588
1186
50,4%
49,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F50.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F50.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F50.4
% von Geschlecht
ja
nein
F50.4
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1186
p=0,048 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 58: Verteilung der GSP nach der Bereitschaft, Bürgschaften zu übernehmen für
„Menschen in Not“ und Geschlecht
333
175
508
65,6%
34,4%
100,0%
54,0%
30,8%
42,8%
284
394
678
41,9%
58,1%
100,0%
46,0%
69,2%
57,2%
617
569
1186
52,0%
48,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F50.3
% von Schulform
Anzahl
% von F50.3
% von Schulform
Anzahl
% von F50.3
% von Schulform
ja
nein
F50.3
G
BK
Schulform
Gesamt
Gesamt
n=1186
p=0,000 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 57 Verteilung der GSP nach der Bereitschaft,
Bürgschaften zu übernehmen für enge Freunde und Schulform
Anhang
280
84
72
156
53,8%
46,2%
100,0%
14,0%
12,2%
13,2%
514
516
1030
49,9%
50,1%
100,0%
86,0%
87,8%
86,8%
598
588
1186
50,4%
49,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F50.6
% von Geschlecht
Anzahl
% von F50.6
% von Geschlecht
Anzahl
% von F50.6
% von Geschlecht
ja
nein
F50.6
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1186
p=0,359 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 62: Verteilung der GSP nach der der Antwortoption
„Das weiß ich nicht“ und Geschlecht
48
99
147
32,7%
67,3%
100,0%
7,8%
17,4%
12,4%
569
470
1039
54,8%
45,2%
100,0%
92,2%
82,6%
87,6%
617
569
1186
52,0%
48,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F50.5
% von Schulform
Anzahl
% von F50.5
% von Schulform
Anzahl
% von F50.5
% von Schulform
ja
nein
F50.5
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1186
p=0,000 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 61: Verteilung der GSP nach der der Antwortoption
„Ich übernehme überhaupt keine Bürgschaft“ und Schulform
66
81
147
44,9%
55,1%
100,0%
11,0%
13,8%
12,4%
532
507
1039
51,2%
48,8%
100,0%
89,0%
86,2%
87,6%
598
588
1186
50,4%
49,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F50.5
% von Geschlecht
Anzahl
% von F50.5
% von Geschlecht
Anzahl
% von F50.5
% von Geschlecht
ja
nein
F50.5
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1186
p=0,152 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 60: Verteilung der GSP nach der der Antwortoption
„Ich übernehme überhaupt keine Bürgschaft“ und Geschlecht
Anhang
281
332
326
658
50,5%
49,5%
100,0%
55,5%
55,4%
55,5%
266
262
528
50,4%
49,6%
100,0%
44,5%
44,6%
44,5%
598
588
1186
50,4%
49,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F59.
1ElternTatsächlich
% von Geschlecht
Anzahl
% von F59.
1ElternTatsächlich
% von Geschlecht
Anzahl
% von F59.
1ElternTatsächlich
% von Geschlecht
ja
nein
F59.1ElternTatsächlich
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1186
p=0,979 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 65: Verteilung der GSP nach tatsächlichen Verleiherfahrungen
gegenüber Eltern und Geschlecht
581
552
1133
51,3%
48,7%
100,0%
97,2%
93,9%
95,5%
17
36
53
32,1%
67,9%
100,0%
2,8%
6,1%
4,5%
598
588
1186
50,4%
49,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F58.1ElternWürden
% von Geschlecht
Anzahl
% von F58.1ElternWürden
% von Geschlecht
Anzahl
% von F58.1ElternWürden
% von Geschlecht
ja
nein
F58.1ElternWürden
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1186
p=0,006 Chi-Quadrat-Test nach Fisher
Tab. 64: Verteilung der GSP nach der Verleihbereitschaft gegenüber Eltern
und Geschlecht
84
72
156
53,8%
46,2%
100,0%
13,6%
12,7%
13,2%
533
497
1030
51,7%
48,3%
100,0%
86,4%
87,3%
86,8%
617
569
1186
52,0%
48,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F50.6
% von Schulform
Anzahl
% von F50.6
% von Schulform
Anzahl
% von F50.6
% von Schulform
ja
nein
F50.6
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1186
p=0,625 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 63: Verteilung der GSP nach der der Antwortoption
Das weiß ich nicht“ und Schulform
Anhang
282
361
297
658
54,9%
45,1%
100,0%
58,5%
52,2%
55,5%
256
272
528
48,5%
51,5%
100,0%
41,5%
47,8%
44,5%
617
569
1186
52,0%
48,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F59.
1ElternTatsächlich
% von Schultyp
Anzahl
% von F59.
1ElternTatsächlich
% von Schultyp
Anzahl
% von F59.
1ElternTatsächlich
% von Schultyp
ja
nein
F59.1ElternTatsächlich
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1186
p=0,029 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab.: 67 Verteilung der GSP nach tatsächlichen Verleiherfahrungen
gegenüber Eltern und Schulform
592
541
1133
52,3%
47,7%
100,0%
95,9%
95,1%
95,5%
25
28
53
47,2%
52,8%
100,0%
4,1%
4,9%
4,5%
617
569
1186
52,0%
48,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F58.1ElternWürden
% von Schultyp
Anzahl
% von F58.1ElternWürden
% von Schultyp
Anzahl
% von F58.1ElternWürden
% von Schultyp
ja
nein
F58.1ElternWürden
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1186
p=0,469 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 66: Verteilung der GSP nach der Verleihbereitschaft gegenüber Eltern
und Schulform
347
246
593
58,5%
41,5%
100,0%
97,7%
93,5%
96,0%
8
17
25
32,0%
68,0%
100,0%
2,3%
6,5%
4,0%
355
263
618
57,4%
42,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F58.1ElternWürden
% von Geschlecht
Anzahl
% von F58.1ElternWürden
% von Geschlecht
Anzahl
% von F58.1ElternWürden
% von Geschlecht
ja
nein
F58.1ElternWürden
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 68: Verteilung der TS G nach der Verleihbereitschaft gegenüber Eltern und Geschlecht
n=618
p=0,009 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Anhang
283
204
157
361
56,5%
43,5%
100,0%
57,5%
59,7%
58,4%
151
106
257
58,8%
41,2%
100,0%
42,5%
40,3%
41,6%
355
263
618
57,4%
42,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F59.
1ElternTatsächlich
% von Geschlecht
Anzahl
% von F59.
1ElternTatsächlich
% von Geschlecht
Anzahl
% von F59.
1ElternTatsächlich
% von Geschlecht
ja
nein
F59.1ElternTatsächlich
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=618
p=0,578 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 69: Verteilung der TS G nach tatsächlichen Verleiherfahrungen
gegenüber Eltern und Geschlecht
234
306
540
43,3%
56,7%
100,0%
96,3%
94,2%
95,1%
9
19
28
32,1%
67,9%
100,0%
3,7%
5,8%
4,9%
243
325
568
42,8%
57,2%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F58.1ElternWürden
% von Geschlecht
Anzahl
% von F58.1ElternWürden
% von Geschlecht
Anzahl
% von F58.1ElternWürden
% von Geschlecht
ja
nein
F58.1ElternWürden
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 70: Verteilung der TS BK nach der Verleihbereitschaft
gegenüber Eltern und Geschlecht
n=568
p=0,243 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
128
169
297
43,1%
56,9%
100,0%
52,7%
52,0%
52,3%
115
156
271
42,4%
57,6%
100,0%
47,3%
48,0%
47,7%
243
325
568
42,8%
57,2%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F59.
1ElternTatsächlich
% von Geschlecht
Anzahl
% von F59.
1ElternTatsächlich
% von Geschlecht
Anzahl
% von F59.
1ElternTatsächlich
% von Geschlecht
ja
nein
F59.1ElternTatsächlich
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 71: Verteilung der TS BK nach tatsächlichen Verleiherfahrungen
gegenüber Eltern und Geschlecht
n=568
p=0,873 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Anhang
284
132
147
279
47,3%
52,7%
100,0%
22,1%
25,0%
23,5%
466
441
907
51,4%
48,6%
100,0%
77,9%
75,0%
76,5%
598
588
1186
50,4%
49,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F59.
2VerwandteTatsächlich
% von Geschlecht
Anzahl
% von F59.
2VerwandteTatsächlich
% von Geschlecht
Anzahl
% von F59.
2VerwandteTatsächlich
% von Geschlecht
ja
nein
F59.
2VerwandteTatsächlich
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1186
p=0,235 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 73: Verteilung der GSP nach tatsächlichen Verleiherfahrungen
gegenüber Verwandten und Geschlecht
419
396
815
51,4%
48,6%
100,0%
70,1%
67,3%
68,7%
179
192
371
48,2%
51,8%
100,0%
29,9%
32,7%
31,3%
598
588
1186
50,4%
49,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F58.
2VerwandteWürde
% von Geschlecht
Anzahl
% von F58.
2VerwandteWürde
% von Geschlecht
Anzahl
% von F58.
2VerwandteWürde
% von Geschlecht
ja
nein
F58.2VerwandteWürde
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1186
p=0,312 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 72: Verteilung der GSP nach der Verleihbereitschaft
gegenüber Verwandten Geschlecht
Anhang
285
144
135
279
51,6%
48,4%
100,0%
23,3%
23,7%
23,5%
473
434
907
52,1%
47,9%
100,0%
76,7%
76,3%
76,5%
617
569
1186
52,0%
48,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F59.
2VerwandteTatsächlich
% von Schultyp
Anzahl
% von F59.
2VerwandteTatsächlich
% von Schultyp
Anzahl
% von F59.
2VerwandteTatsächlich
% von Schultyp
ja
nein
F59.
2VerwandteTatsächlich
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1186
p=0,875 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 75: Verteilung der GSP nach tatsächlichen Verleiherfahrungen
gegenüber Verwandten und Schulform
429
386
815
52,6%
47,4%
100,0%
69,5%
67,8%
68,7%
188
183
371
50,7%
49,3%
100,0%
30,5%
32,2%
31,3%
617
569
1186
52,0%
48,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F58.
2VerwandteWürde
% von Schultyp
Anzahl
% von F58.
2VerwandteWürde
% von Schultyp
Anzahl
% von F58.
2VerwandteWürde
% von Schultyp
ja
nein
F58.2VerwandteWürde
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1186
p=0,530 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 74: Verteilung der GSP nach der Verleihbereitschaft
gegenüber Verwandten und Schulform
Anhang
286
254
176
430
59,1%
40,9%
100,0%
71,5%
66,9%
69,6%
101
87
188
53,7%
46,3%
100,0%
28,5%
33,1%
30,4%
355
263
618
57,4%
42,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F58.
2VerwandteWürde
% von Geschlecht
Anzahl
% von F58.
2VerwandteWürde
% von Geschlecht
Anzahl
% von F58.
2VerwandteWürde
% von Geschlecht
ja
nein
F58.2VerwandteWürde
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 76: Verteilung der TS G der Verleihbereitschaft gegenüber Verwandten und Geschlecht
n=618
p=0,216 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
78
66
144
54,2%
45,8%
100,0%
22,0%
25,1%
23,3%
277
197
474
58,4%
41,6%
100,0%
78,0%
74,9%
76,7%
355
263
618
57,4%
42,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F59.
2VerwandteTatsächlich
% von Geschlecht
Anzahl
% von F59.
2VerwandteTatsächlich
% von Geschlecht
Anzahl
% von F59.
2VerwandteTatsächlich
% von Geschlecht
ja
nein
F59.
2VerwandteTatsächlich
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 77: Verteilung der TS G nach tatsächlichen Verleiherfahrungen gegenüber Verwandten und Geschlecht
n=618
p=0,364 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Anhang
287
Tab. 78: Verteilung der TS BK der Verleihbereitschaft gegenüber Verwandten und Geschlecht
165
220
385
42,9%
57,1%
100,0%
67,9%
67,7%
67,8%
78
105
183
42,6%
57,4%
100,0%
32,1%
32,3%
32,2%
243
325
568
42,8%
57,2%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F58.
2VerwandteWürde
% von Geschlecht
Anzahl
% von F58.
2VerwandteWürde
% von Geschlecht
Anzahl
% von F58.
2VerwandteWürde
% von Geschlecht
ja
nein
F58.2VerwandteWürde
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=568
p=0,958 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
54
81
135
40,0%
60,0%
100,0%
22,2%
24,9%
23,8%
189
244
433
43,6%
56,4%
100,0%
77,8%
75,1%
76,2%
243
325
568
42,8%
57,2%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F59.
2VerwandteTatsächlich
% von Geschlecht
Anzahl
% von F59.
2VerwandteTatsächlich
% von Geschlecht
Anzahl
% von F59.
2VerwandteTatsächlich
% von Geschlecht
ja
nein
F59.
2VerwandteTatsächlich
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 79: Verteilung der TS BK nach tatsächlichen Verleiherfahrungen gegenüber Verwandten und Geschlecht
n=568
p=0,454 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Anhang
288
522
499
1021
51,1%
48,9%
100,0%
87,3%
84,9%
86,1%
76
89
165
46,1%
53,9%
100,0%
12,7%
15,1%
13,9%
598
588
1186
50,4%
49,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F59.
3EngsteFreunde
Tatsächlich
% von Geschlecht
Anzahl
% von F59.
3EngsteFreunde
Tatsächlich
% von Geschlecht
Anzahl
% von F59.
3EngsteFreunde
Tatsächlich
% von Geschlecht
ja
nein
F59.
3EngsteFreunde
Tatsächlich
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1186
p=0,227 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 81: Verteilung der GSP nach tatsächlichen Verleiherfahrungen mit engsten Freunden und
Geschlecht
506
484
990
51,1%
48,9%
100,0%
84,6%
82,3%
83,5%
92
104
196
46,9%
53,1%
100,0%
15,4%
17,7%
16,5%
598
588
1186
50,4%
49,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F58.
3engsteFreundeWürde
% von Geschlecht
Anzahl
% von F58.
3engsteFreundeWürde
% von Geschlecht
Anzahl
% von F58.
3engsteFreundeWürde
% von Geschlecht
ja
nein
F58.
3engsteFreundeWürde
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1186
p=0,286 Chi-Quadrat-Gest nach Pearson
Tab. 80: Verteilung der GSP nach der Verleihbereitschaft gegenüber engsten Freunden und Geschlecht
Anhang
289
526
464
990
53,1%
46,9%
100,0%
85,3%
81,5%
83,5%
91
105
196
46,4%
53,6%
100,0%
14,7%
18,5%
16,5%
617
569
1186
52,0%
48,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F58.
3engsteFreundeWürde
% von Schultyp
Anzahl
% von F58.
3engsteFreundeWürde
% von Schultyp
Anzahl
% von F58.
3engsteFreundeWürde
% von Schultyp
ja
nein
F58.
3engsteFreundeWürde
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1186
p=0,086 Chi-Quadrat-Gest nach Pearson
Tab. 82: Verteilung der GSP nach der Verleihbereitschaft
gegenüber engsten Freunden und Schulform
554
467
1021
54,3%
45,7%
100,0%
89,8%
82,1%
86,1%
63
102
165
38,2%
61,8%
100,0%
10,2%
17,9%
13,9%
617
569
1186
52,0%
48,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F59.
3EngsteFreunde
Tatsächlich
% von Schultyp
Anzahl
% von F59.
3EngsteFreunde
Tatsächlich
% von Schultyp
Anzahl
% von F59.
3EngsteFreunde
Tatsächlich
% von Schultyp
ja
nein
F59.
3EngsteFreunde
Tatsächlich
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1186
p=0,227 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 83: Verteilung der GSP nach tatsächlichen Verleiherfahrungen
mit engsten Freunden und Schulform
Anhang
290
310
217
527
58,8%
41,2%
100,0%
87,3%
82,5%
85,3%
45
46
91
49,5%
50,5%
100,0%
12,7%
17,5%
14,7%
355
263
618
57,4%
42,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F58.
3engsteFreundeWürde
% von Geschlecht
Anzahl
% von F58.
3engsteFreundeWürde
% von Geschlecht
Anzahl
% von F58.
3engsteFreundeWürde
% von Geschlecht
ja
nein
F58.
3engsteFreundeWürde
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=618
p=0,095 Chi-Quadrat-Gest nach Pearson
Tab. 84: Verteilung der TS G nach der Verleihbereitschaft gegenüber engsten Freunden und Geschlecht
329
226
555
59,3%
40,7%
100,0%
92,7%
85,9%
89,8%
26
37
63
41,3%
58,7%
100,0%
7,3%
14,1%
10,2%
355
263
618
57,4%
42,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F59.
3EngsteFreunde
Tatsächlich
% von Geschlecht
Anzahl
% von F59.
3EngsteFreunde
Tatsächlich
% von Geschlecht
Anzahl
% von F59.
3EngsteFreunde
Tatsächlich
% von Geschlecht
ja
nein
F59.
3EngsteFreunde
Tatsächlich
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 85: Verteilung der TS G nach tatsächlichen Verleiherfahrungen mit engsten Freunden und
Geschlecht
n=618
p=0,006 Chi-Quadrat-Gest nach Pearson
Anhang
291
196
267
463
42,3%
57,7%
100,0%
80,7%
82,2%
81,5%
47
58
105
44,8%
55,2%
100,0%
19,3%
17,8%
18,5%
243
325
568
42,8%
57,2%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F58.
3engsteFreundeWürde
% von Geschlecht
Anzahl
% von F58.
3engsteFreundeWürde
% von Geschlecht
Anzahl
% von F58.
3engsteFreundeWürde
% von Geschlecht
ja
nein
F58.
3engsteFreundeWürde
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 86: Verteilung der TS Bk nach der Verleihbereitschaft gegenüber engsten Freunden und Geschlecht
n=568
p=0,650 Chi-Quadrat-Gest nach Pearson
193
273
466
41,4%
58,6%
100,0%
79,4%
84,0%
82,0%
50
52
102
49,0%
51,0%
100,0%
20,6%
16,0%
18,0%
243
325
568
42,8%
57,2%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F59.
3EngsteFreunde
Tatsächlich
% von Geschlecht
Anzahl
% von F59.
3EngsteFreunde
Tatsächlich
% von Geschlecht
Anzahl
% von F59.
3EngsteFreunde
Tatsächlich
% von Geschlecht
ja
nein
F59.
3EngsteFreunde
Tatsächlich
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 87: Verteilung der TS BK nach tatsächlichen Verleiherfahrungen mit engsten Freunden und
Geschlecht
n=568
p=0,650 Chi-Quadrat-Gest nach Pearson
Anhang
292
348
317
665
52,3%
47,7%
100,0%
58,2%
53,9%
56,1%
250
271
521
48,0%
52,0%
100,0%
41,8%
46,1%
43,9%
598
588
1186
50,4%
49,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F59.
4PartnerinTatsächlich
% von Geschlecht
Anzahl
% von F59.
4PartnerinTatsächlich
% von Geschlecht
Anzahl
% von F59.
4PartnerinTatsächlich
% von Geschlecht
ja
nein
F59.
4PartnerinTatsächlich
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1186
p=0,137 Chi-Quadrat-Test
Tab. 89 Verteilung der GSP nach tatsächlichen Verleiherfahrungen mit dem Partner / der Partnerin und
Geschlecht
548
508
1056
51,9%
48,1%
100,0%
91,6%
86,4%
89,0%
50
80
130
38,5%
61,5%
100,0%
8,4%
13,6%
11,0%
598
588
1186
50,4%
49,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F58.
4PartnerinWürde
% von Geschlecht
Anzahl
% von F58.
4PartnerinWürde
% von Geschlecht
Anzahl
% von F58.
4PartnerinWürde
% von Geschlecht
ja
nein
F58.4PartnerinWürde
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1186
p=0,004 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 88: Verteilung der GSP nach der Verleihbereitschaft gegenüber Partnerin / Partner und
Geschlecht
Anhang
293
314
351
665
47,2%
52,8%
100,0%
50,9%
61,7%
56,1%
303
218
521
58,2%
41,8%
100,0%
49,1%
38,3%
43,9%
617
569
1186
52,0%
48,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F59.
4PartnerinTatsächlich
% von Schultyp
Anzahl
% von F59.
4PartnerinTatsächlich
% von Schultyp
Anzahl
% von F59.
4PartnerinTatsächlich
% von Schultyp
ja
nein
F59.
4PartnerinTatsächlich
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1186
p=0,000 Chi-Quadrat-Test
Tab. 91: Verteilung der GSP nach tatsächlichen Verleiherfahrungen
mit dem Partner / der Partnerin und Schulform
548
508
1056
51,9%
48,1%
100,0%
88,8%
89,3%
89,0%
69
61
130
53,1%
46,9%
100,0%
11,2%
10,7%
11,0%
617
569
1186
52,0%
48,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F58.
4PartnerinWürde
% von Schultyp
Anzahl
% von F58.
4PartnerinWürde
% von Schultyp
Anzahl
% von F58.
4PartnerinWürde
% von Schultyp
ja
nein
F58.4PartnerinWürde
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1186
p=0,799 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 90: Verteilung der GSP nach der Verleihbereitschaft gegenüber Partnerin / Partner und
Schulform
Anhang
294
Tab. 92: Verteilung der TS G nach der Verleihbereitschaftgegenüber Partnerin / Partner und
Geschlecht
328
221
549
59,7%
40,3%
100,0%
92,4%
84,0%
88,8%
27
42
69
39,1%
60,9%
100,0%
7,6%
16,0%
11,2%
355
263
618
57,4%
42,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F58.
4PartnerinWürde
% von Geschlecht
Anzahl
% von F58.
4PartnerinWürde
% von Geschlecht
Anzahl
% von F58.
4PartnerinWürde
% von Geschlecht
ja
nein
F58.4PartnerinWürde
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=618
p=0,001 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
194
120
314
61,8%
38,2%
100,0%
54,6%
45,6%
50,8%
161
143
304
53,0%
47,0%
100,0%
45,4%
54,4%
49,2%
355
263
618
57,4%
42,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F59.
4PartnerinTatsächlich
% von Geschlecht
Anzahl
% von F59.
4PartnerinTatsächlich
% von Geschlecht
Anzahl
% von F59.
4PartnerinTatsächlich
% von Geschlecht
ja
nein
F59.
4PartnerinTatsächlich
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 93: Verteilung der TS G nach tatsächlichen Verleiherfahrungen mit dem Partner / der Partnerin und
Geschlecht
n=618
p=0,027 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Anhang
295
220
287
507
43,4%
56,6%
100,0%
90,5%
88,3%
89,3%
23
38
61
37,7%
62,3%
100,0%
9,5%
11,7%
10,7%
243
325
568
42,8%
57,2%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F58.
4PartnerinWürde
% von Geschlecht
Anzahl
% von F58.
4PartnerinWürde
% von Geschlecht
Anzahl
% von F58.
4PartnerinWürde
% von Geschlecht
ja
nein
F58.4PartnerinWürde
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 94: Verteilung der TS BK nach der Verleihbereitschaft gegenüber Partnerin / Partner und
Geschlecht
n=568
p=0,396 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
154
197
351
43,9%
56,1%
100,0%
63,4%
60,6%
61,8%
89
128
217
41,0%
59,0%
100,0%
36,6%
39,4%
38,2%
243
325
568
42,8%
57,2%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F59.
4PartnerinTatsächlich
% von Geschlecht
Anzahl
% von F59.
4PartnerinTatsächlich
% von Geschlecht
Anzahl
% von F59.
4PartnerinTatsächlich
% von Geschlecht
ja
nein
F59.
4PartnerinTatsächlich
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab.: 95 Verteilung der TS BK nach tatsächlichen Verleiherfahrungen mit dem Partner / der Partnerin und
Geschlecht
n=568
p=0,503 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Anhang
296
87
57
144
60,4%
39,6%
100,0%
14,5%
9,7%
12,1%
511
531
1042
49,0%
51,0%
100,0%
85,5%
90,3%
87,9%
598
588
1186
50,4%
49,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F58.
6FastAllenWürde
% von Geschlecht
Anzahl
% von F58.
6FastAllenWürde
% von Geschlecht
Anzahl
% von F58.
6FastAllenWürde
% von Geschlecht
ja
nein
F58.6FastAllenWürde
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1186
p=0,010 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 96: Verteilung der GSP nach Verleihbereitschaft gegenüber
„Ich helfe fast allen gerne, indem ich Geld verleihe“ und Geschlecht
75
53
128
58,6%
41,4%
100,0%
12,5%
9,0%
10,8%
523
535
1058
49,4%
50,6%
100,0%
87,5%
91,0%
89,2%
598
588
1186
50,4%
49,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F59.
6FastAllenTatsächlich
% von Geschlecht
Anzahl
% von F59.
6FastAllenTatsächlich
% von Geschlecht
Anzahl
% von F59.
6FastAllenTatsächlich
% von Geschlecht
ja
nein
F59.
6FastAllenTatsächlich
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1186
p=0,049 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 97: Verteilung der GSP nach tatsächlichen Verleiherfahrungen im Sinne von „Ich helfe fast allen gerne,
indem ich Geld leihe“ und Geschlecht
Anhang
297
63
65
128
49,2%
50,8%
100,0%
10,2%
11,4%
10,8%
554
504
1058
52,4%
47,6%
100,0%
89,8%
88,6%
89,2%
617
569
1186
52,0%
48,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F59.
6FastAllenTatsächlich
% von Schultyp
Anzahl
% von F59.
6FastAllenTatsächlich
% von Schultyp
Anzahl
% von F59.
6FastAllenTatsächlich
% von Schultyp
ja
nein
F59.
6FastAllenTatsächlich
G
BK
Schulform
Gesamt
Tab. 99: Verteilung der GSP nach tatsächlichen Verleiherfahrungen im
im Sinne von „Ich helfe fast allen gerne, indem ich Geld verleihe“ und Schulform
n=1186
p=0,501 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
60
84
144
41,7%
58,3%
100,0%
9,7%
14,8%
12,1%
557
485
1042
53,5%
46,5%
100,0%
90,3%
85,2%
87,9%
617
569
1186
52,0%
48,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F58.
6FastAllenWürde
% von Schultyp
Anzahl
% von F58.
6FastAllenWürde
% von Schultyp
Anzahl
% von F58.
6FastAllenWürde
% von Schultyp
ja
nein
F58.6FastAllenWürde
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1186
p=0,008 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 98: Verteilung der GSP nach Verleihbereitschaft gegenüber
„Ich helfe fast allen gerne, indem ich Geld verleihe“ und Schulform
Anhang
298
40
21
61
65,6%
34,4%
100,0%
11,3%
8,0%
9,9%
315
242
557
56,6%
43,4%
100,0%
88,7%
92,0%
90,1%
355
263
618
57,4%
42,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F58.
6FastAllenWürde
% von Geschlecht
Anzahl
% von F58.
6FastAllenWürde
% von Geschlecht
Anzahl
% von F58.
6FastAllenWürde
% von Geschlecht
ja
nein
F58.6FastAllenWürde
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 100: Verteilung der TS G nach Verleihbereitschaft gegenüber
„Ich helfe fast allen gerne, indem ich Geld verleihe“ und Geschlecht
39
25
64
60,9%
39,1%
100,0%
11,0%
9,5%
10,4%
316
238
554
57,0%
43,0%
100,0%
89,0%
90,5%
89,6%
355
263
618
57,4%
42,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F59.
6FastAllenTatsächlich
% von Geschlecht
Anzahl
% von F59.
6FastAllenTatsächlich
% von Geschlecht
Anzahl
% von F59.
6FastAllenTatsächlich
% von Geschlecht
ja
nein
F59.
6FastAllenTatsächlich
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 101: Verteilung derTS G nach tatsächlichen Verleiherfahrungen
im Sinne von „Ich helfe fast allen gerne, indem ich Geld verleihe“ und Geschlecht
n=618
p=0,550 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
n=618
p=0,176 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Anhang
299
Tab. 104: Verteilung der GSP nach Verleiherfahrungen II und Geschlecht
320
285
605
52,9%
47,1%
100,0%
55,0%
49,3%
52,2%
262
293
555
47,2%
52,8%
100,0%
45,0%
50,7%
47,8%
582
578
1160
50,2%
49,8%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F32.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F32.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F32.2
% von Geschlecht
Denken alleine daran
Erst nach Erinnerungen
F32.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1160
p=0,053 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
47
36
83
56,6%
43,4%
100,0%
19,3%
11,1%
14,6%
196
289
485
40,4%
59,6%
100,0%
80,7%
88,9%
85,4%
243
325
568
42,8%
57,2%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F58.
6FastAllenWürde
% von Geschlecht
Anzahl
% von F58.
6FastAllenWürde
% von Geschlecht
Anzahl
% von F58.
6FastAllenWürde
% von Geschlecht
ja
nein
F58.6FastAllenWürde
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 102: Verteilung der TS BK nach Verleihbereitschaft gegenüber
„Ich helfe fast allen gerne, indem ich Geld verleihe“ und Geschlecht
n=568
p=0,006 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
36
28
64
56,3%
43,8%
100,0%
14,8%
8,6%
11,3%
207
297
504
41,1%
58,9%
100,0%
85,2%
91,4%
88,7%
243
325
568
42,8%
57,2%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F59.
6FastAllenTatsächlich
% von Geschlecht
Anzahl
% von F59.
6FastAllenTatsächlich
% von Geschlecht
Anzahl
% von F59.
6FastAllenTatsächlich
% von Geschlecht
ja
nein
F59.
6FastAllenTatsächlich
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 103: Verteilung derTS BK nach tatsächlichen Verleiherfahrungen
im Sinne von „Ich helfe fast allen gerne, indem ich Geld verleihe“ und Geschlecht
n=568
p=0,021 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Anhang
300
308
297
605
50,9%
49,1%
100,0%
50,7%
53,7%
52,2%
299
256
555
53,9%
46,1%
100,0%
49,3%
46,3%
47,8%
607
553
1160
52,3%
47,7%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F32.2
% von Schulform
Anzahl
% von F32.2
% von Schulform
Anzahl
% von F32.2
% von Schulform
Denken alleine daran
Erst nach Erinnerungen
F32.2
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1160
p=0,313 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 105: Verteilung der der GSP nach Verleiherfahrungen II und Schulform
Tab. 106: Verteilung der TS G nach Verleiherfahrungen II und Geschlecht
193
115
308
62,7%
37,3%
100,0%
55,3%
44,6%
50,7%
156
143
299
52,2%
47,8%
100,0%
44,7%
55,4%
49,3%
349
258
607
57,5%
42,5%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F32.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F32.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F32.2
% von Geschlecht
Denken alleine daran
Erst nach Erinnerungen
F32.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=607
p=0,09 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
127
170
297
42,8%
57,2%
100,0%
54,5%
53,1%
53,7%
106
150
256
41,4%
58,6%
100,0%
45,5%
46,9%
46,3%
233
320
553
42,1%
57,9%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F32.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F32.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F32.2
% von Geschlecht
Denken alleine daran
Erst nach Erinnerungen
F32.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 107: Verteilung der TS BK nach Verleiherfahrungen II und Geschlecht
n=553
p=0,748 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Anhang
301
Tab. 108: Verteilung der GSP nach Einstellung zum Geldausborgen und zur Verschuldung und
42
61
103
40,8%
59,2%
100,0%
8,0%
11,4%
9,7%
182
174
356
51,1%
48,9%
100,0%
34,7%
32,5%
33,6%
301
301
602
50,0%
50,0%
100,0%
57,3%
56,2%
56,7%
525
536
1061
49,5%
50,5%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F11.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F11.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F11.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F11.4
% von Geschlecht
Contra Verschuldung,
pro Geldausborgen
Gegen Geldausborgen
Geldausborgen normal
F11.4
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1061
p=0,168 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
193
234
427
45,2%
54,8%
100,0%
32,3%
39,8%
36,0%
404
354
758
53,3%
46,7%
100,0%
67,7%
60,2%
64,0%
597
588
1185
50,4%
49,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F12.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F12.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F12.2
% von Geschlecht
Dafür
Dagegen
F12.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1185
p=0,007 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 110: Verteilung der GSP nach Einstellung zum Geldausborgen, zur Ver-
schuldung II in Abhängigkeit des Merkmals Geschlecht
54
49
103
52,4%
47,6%
100,0%
9,9%
9,5%
9,7%
152
204
356
42,7%
57,3%
100,0%
28,0%
39,4%
33,6%
337
265
602
56,0%
44,0%
100,0%
62,1%
51,2%
56,7%
543
518
1061
51,2%
48,8%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F11.4
% von Schultyp
Anzahl
% von F11.4
% von Schultyp
Anzahl
% von F11.4
% von Schultyp
Anzahl
% von F11.4
% von Schultyp
Contra Verschuldung,
pro Geldausborgen
Gegen Geldausborgen
Geldausborgen normal
F11.4
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1061
p=0,000 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 109 Verteilung der GSP nach Einstellung zum Geldausborgen und zur Verschuldung in
Abhängigkeit des Merkmals Schulform
Anhang
302
124
111
235
52,8%
47,2%
100,0%
34,9%
42,4%
38,1%
231
151
382
60,5%
39,5%
100,0%
65,1%
57,6%
61,9%
355
262
617
57,5%
42,5%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F12.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F12.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F12.2
% von Geschlecht
Dafür
Dagegen
F12.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 112: Verteilung der TS G nach Einstellung zum Geldausborgen, zur Ver-
schuldung II in Abhängigkeit des Merkmals Geschlecht
n=617
p=0,060 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
69
123
192
35,9%
64,1%
100,0%
28,5%
37,7%
33,8%
173
203
376
46,0%
54,0%
100,0%
71,5%
62,3%
66,2%
242
326
568
42,6%
57,4%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F12.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F12.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F12.2
% von Geschlecht
Dafür
Dagegen
F12.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 113: Verteilung der TS BK nach Einstellung zum Geldausborgen, zur Ver
schuldung II in Abhängigkeit des Merkmals Geschlecht
n=568
p=0,022 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
235
192
427
55,0%
45,0%
100,0%
38,1%
33,8%
36,0%
382
376
758
50,4%
49,6%
100,0%
61,9%
66,2%
64,0%
617
568
1185
52,1%
47,9%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F12.2
% von Schulform
Anzahl
% von F12.2
% von Schulform
Anzahl
% von F12.2
% von Schulform
Dafür
Dagegen
F12.2
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1185
p=0,125 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 111: Verteilung der GSP nach Einstellung zum Geldausborgen,
zur Verschuldung II in Abhängigkeit des Merkmals Schulform
Anhang
303
50
39
89
56,2%
43,8%
100,0%
11,4%
9,4%
10,4%
389
375
764
50,9%
49,1%
100,0%
88,6%
90,6%
89,6%
439
414
853
51,5%
48,5%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F18.2
% von Schultyp
Anzahl
% von F18.2
% von Schultyp
Anzahl
% von F18.2
% von Schultyp
gut
schlecht / das
belastet mich
F18.2
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=853
p=0,347 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 115: Verteilung der GSP nach Emotionen bei Nichteinhaltung der
Rückzahlungsmodalitäten und Schulform
20
30
50
40,0%
60,0%
100,0%
7,0%
19,5%
11,4%
265
124
389
68,1%
31,9%
100,0%
93,0%
80,5%
88,6%
285
154
439
64,9%
35,1%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F18.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F18.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F18.2
% von Geschlecht
gut
schlecht / das
belastet mich
F18.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=439
p=0,000 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 116: Verteilung der TS G nach Emotionen bei Nichteinhaltung der
Rückzahlungsmodalitäten und in Abhängigkeit des Merkmals Geschlecht
29
60
89
32,6%
67,4%
100,0%
6,1%
16,0%
10,4%
448
316
764
58,6%
41,4%
100,0%
93,9%
84,0%
89,6%
477
376
853
55,9%
44,1%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F18.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F18.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F18.2
% von Geschlecht
gut
schlecht / das
belastet mich
F18.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=853
p=0,000 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 114: Verteilung der GSP nach Emotionen bei Nichteinhaltung der Rück-
zahlungsmodalitäten und in Abhängigkeit des Merkmals Geschlecht
Anhang
304
539
504
1043
51,7%
48,3%
100,0%
91,5%
87,2%
89,4%
50
74
124
40,3%
59,7%
100,0%
8,5%
12,8%
10,6%
589
578
1167
50,5%
49,5%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F17.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F17.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F17.2
% von Geschlecht
So schnell wie möglich
Nicht so eilig
F17.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1167
p=0,017 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 118: Verteilung der GSP nach Tilgungszeiträumen und in Abhängigkeit des Merkmals Geschlecht
Tab.
119
: Verteilung der GSP nach Tilgung
szeiträumen und in Abhängigkeit des Merkmals Schulform
534
509
1043
51,2%
48,8%
100,0%
87,5%
91,4%
89,4%
76
48
124
61,3%
38,7%
100,0%
12,5%
8,6%
10,6%
610
557
1167
52,3%
47,7%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F17.2
% von Schulform
Anzahl
% von F17.2
% von Schulform
Anzahl
% von F17.2
% von Schulform
So schnell wie möglich
Nicht so eilig
F17.2
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1167
p=0,033 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
9
30
39
23,1%
76,9%
100,0%
4,7%
13,5%
9,4%
183
192
375
48,8%
51,2%
100,0%
95,3%
86,5%
90,6%
192
222
414
46,4%
53,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F18.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F18.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F18.2
% von Geschlecht
gut
schlecht / das
belastet mich
F18.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 117: Verteilung der TS BK nach Emotionen bei unpünktlicher Rückgabe in
Abhängigkeit des MerkmalsGeschlecht
n=414
p=0,002 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Anhang
305
Tab.
121
: Verteilung der TS BK nach Tilgung
szeiträumen und in Abhängigkeit
des Merkmals Geschlecht
223
286
509
43,8%
56,2%
100,0%
94,5%
89,1%
91,4%
13
35
48
27,1%
72,9%
100,0%
5,5%
10,9%
8,6%
236
321
557
42,4%
57,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F17.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F17.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F17.2
% von Geschlecht
So schnell wie möglich
Nicht so eilig
F17.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=557
p=0,025 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
316
218
534
59,2%
40,8%
100,0%
89,5%
84,8%
87,5%
37
39
76
48,7%
51,3%
100,0%
10,5%
15,2%
12,5%
353
257
610
57,9%
42,1%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F17.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F17.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F17.2
% von Geschlecht
So schnell wie möglich
Nicht so eilig
F17.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab.
120
: Verteilung der TS G nach Tilgung
szeiträumen und in Abhängigkeit
des Merkmals Geschlecht
n=610
p=0,083 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
581
559
1140
51,0%
49,0%
100,0%
97,5%
95,2%
96,4%
15
28
43
34,9%
65,1%
100,0%
2,5%
4,8%
3,6%
596
587
1183
50,4%
49,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F19.2Sparen
% von Geschlecht
Anzahl
% von F19.2Sparen
% von Geschlecht
Anzahl
% von F19.2Sparen
% von Geschlecht
dafür
dagegen
F19.2Sparen
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1183
p=0,038 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 122: Verteilung der GSP nach Einstellung zum Sparen in Abhängigkeit des´Merkmals
Geschlecht
Anhang
306
237
311
548
43,2%
56,8%
100,0%
97,9%
95,4%
96,5%
5
15
20
25,0%
75,0%
100,0%
2,1%
4,6%
3,5%
242
326
568
42,6%
57,4%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F19.2Sparen
% von Geschlecht
Anzahl
% von F19.2Sparen
% von Geschlecht
Anzahl
% von F19.2Sparen
% von Geschlecht
dafür
dagegen
F19.2Sparen
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 125: Verteilung der TS BK nach Einstellung zum Sparen in Abhängigkeit
des Merkmals Geschlecht
n=568
p=0,105 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
344
248
592
58,1%
41,9%
100,0%
97,2%
95,0%
96,3%
10
13
23
43,5%
56,5%
100,0%
2,8%
5,0%
3,7%
354
261
615
57,6%
42,4%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F19.2Sparen
% von Geschlecht
Anzahl
% von F19.2Sparen
% von Geschlecht
Anzahl
% von F19.2Sparen
% von Geschlecht
dafür
dagegen
F19.2Sparen
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 124: Verteilung der TS G nach Einstellung zum Sparen in Abhängigkeit des
Merkmals Geschlecht
n=615
p=0,164 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
592
548
1140
51,9%
48,1%
100,0%
96,3%
96,5%
96,4%
23
20
43
53,5%
46,5%
100,0%
3,7%
3,5%
3,6%
615
568
1183
52,0%
48,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F19.2Sparen
% von Schultyp
Anzahl
% von F19.2Sparen
% von Schultyp
Anzahl
% von F19.2Sparen
% von Schultyp
dafür
dagegen
F19.2Sparen
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1183
p=0,841 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 123: Verteilung der GSP nach Einstellung zum Sparen in Abhängigkeit des
Merkmals Schulform
Anhang
307
295
254
549
53,7%
46,3%
100,0%
56,2%
48,2%
52,2%
230
273
503
45,7%
54,3%
100,0%
43,8%
51,8%
47,8%
525
527
1052
49,9%
50,1%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F_
36SprechenTatsächlich
% von Geschlecht
Anzahl
% von F_
36SprechenTatsächlich
% von Geschlecht
Anzahl
% von F_
36SprechenTatsächlich
% von Geschlecht
Ja
Nein
F_
36SprechenTatsächlich
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1052
p=0,009 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 125.1: Verteilung der GSP nach Kommunikation über Verschuldung in Abhängigkeit
des Merkmals Geschlecht
295
254
549
53,7%
46,3%
100,0%
55,5%
48,8%
52,2%
237
266
503
47,1%
52,9%
100,0%
44,5%
51,2%
47,8%
532
520
1052
50,6%
49,4%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F_
36SprechenTatsächlich
% von Schultyp
Anzahl
% von F_
36SprechenTatsächlich
% von Schultyp
Anzahl
% von F_
36SprechenTatsächlich
% von Schultyp
Ja
Nein
F_
36SprechenTatsächlich
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1052
p=0,008 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab.125.2.: Verteilung der GSP nach Kommunikation über Verschuldung in Abhängigkeit
des Merkmals Schulform
186
109
295
63,1%
36,9%
100,0%
61,4%
47,6%
55,5%
117
120
237
49,4%
50,6%
100,0%
38,6%
52,4%
44,5%
303
229
532
57,0%
43,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F_
36SprechenTatsächlich
% von Geschlecht
Anzahl
% von F_
36SprechenTatsächlich
% von Geschlecht
Anzahl
% von F_
36SprechenTatsächlich
% von Geschlecht
Ja
Nein
F_
36SprechenTatsächlich
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=532
p=0,002 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
.
Tab. 125.3: Verteilung der TS G nach Kommunikation über Verschuldungssituationen und
Geschlecht
Anhang
308
17
17
34
50,0%
50,0%
100,0%
8,2%
7,0%
7,6%
190
225
415
45,8%
54,2%
100,0%
91,8%
93,0%
92,4%
207
242
449
46,1%
53,9%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F37.2
% von Schultyp
Anzahl
% von F37.2
% von Schultyp
Anzahl
% von F37.2
% von Schultyp
ja
nein
F37.2
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=449
p=0,635 Chi
-
Quadrat
-
Test nach Pearson
Tab.125.6: Verteilung der GSP nach dem Wunsch nach
Kommunikation
175
240
415
42,2%
57,8%
100,0%
89,7%
94,5%
92,4%
20
14
34
58,8%
41,2%
100,0%
10,3%
5,5%
7,6%
195
254
449
43,4%
56,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F37.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F37.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F37.2
% von Geschlecht
nein
ja
F37.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=449
p=0,060 Chi
-
Quadrat
-
Test nach Pearson
Tab. 125.1: Verteilung der GSP nach dem Wunsch nach Kommunikation
109
145
254
42,9%
57,1%
100,0%
49,1%
48,7%
48,8%
113
153
266
42,5%
57,5%
100,0%
50,9%
51,3%
51,2%
222
298
520
42,7%
57,3%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F_
36SprechenTatsächlich
% von Geschlecht
Anzahl
% von F_
36SprechenTatsächlich
% von Geschlecht
Anzahl
% von F_
36SprechenTatsächlich
% von Geschlecht
Ja
Nein
F_
36SprechenTatsächlich
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=532
p=0,001 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab.125.4: Verteilung der TS BK nach Kommunikation über Verschuldungssituationen und
Geschlecht
Anhang
309
94
96
190
49,5%
50,5%
100,0%
89,5%
94,1%
91,8%
11
6
17
64,7%
35,3%
100,0%
10,5%
5,9%
8,2%
105
102
207
50,7%
49,3%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F37.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F37.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F37.4
% von Geschlecht
Nein
Ja
F37.4
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=207
p=0,229 Chi
-
Quadrat
-
Test nach Pearson
Tab.125.7: Verteilung der TS G nach dem Wunsch nach
Kommunikation
81
144
225
36,0%
64,0%
100,0%
90,0%
94,7%
93,0%
9
8
17
52,9%
47,1%
100,0%
10,0%
5,3%
7,0%
90
152
242
37,2%
62,8%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F37.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F37.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F37.4
% von Geschlecht
Nein
Ja
F37.4
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=242
p=0,163 Chi
-
Quadrat
-
Test nach Pearson
Tab.125.8: Verteilung der TS BK nach dem Wunsch nach
Kommunikation und Geschlecht
Anhang
310
189
249
438
43,2%
56,8%
100,0%
31,1%
44,1%
37,4%
333
263
596
55,9%
44,1%
100,0%
54,9%
46,6%
50,9%
85
52
137
62,0%
38,0%
100,0%
14,0%
9,2%
11,7%
607
564
1171
51,8%
48,2%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F35.4
% von Schultyp
Anzahl
% von F35.4
% von Schultyp
Anzahl
% von F35.4
% von Schultyp
Anzahl
% von F35.4
% von Schultyp
Ja, das ist kein
Geheimnis
Ja, aber nur meinen
engsten Vertrauten
Nein, niemandem
F35.4
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1171
p=0,000 Chi
-
Quadrat
-
Test nach Pearson
Tab.125.9: Verteilung der GSP nach „Tabuthema Einkünfte“ und
Schulform
211
227
438
48,2%
51,8%
100,0%
35,7%
39,1%
37,4%
321
275
596
53,9%
46,1%
100,0%
54,3%
47,4%
50,9%
59
78
137
43,1%
56,9%
100,0%
10,0%
13,4%
11,7%
591
580
1171
50,5%
49,5%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F35.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F35.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F35.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F35.4
% von Geschlecht
Ja, das ist kein
Geheimnis
Ja, aber nur meinen
engsten Vertrauten
Nein, niemandem
F35.4
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1171
p=0,036 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab.125.10: Verteilung der GSP nach „Tabuthema Einkünfte“ und
Geschlecht
114
76
190
60,0%
40,0%
100,0%
32,6%
29,5%
31,3%
195
138
333
58,6%
41,4%
100,0%
55,7%
53,5%
54,8%
41
44
85
48,2%
51,8%
100,0%
11,7%
17,1%
14,0%
350
258
608
57,6%
42,4%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F35.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F35.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F35.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F35.4
% von Geschlecht
Ja, das ist kein
Geheimnis
Ja, aber nur meinen
engsten Vertrauten
Nein, niemandem
F35.4
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=608
p=0,163 Chi
-
Quadrat
-
Test nach Pearson
Tab.125.11: Verteilung der TS G nach „Tabuthema Einkünfte“ und Geschlecht
Anhang
311
374
335
709
52,8%
47,2%
100,0%
63,3%
57,4%
60,3%
217
249
466
46,6%
53,4%
100,0%
36,7%
42,6%
39,7%
591
584
1175
50,3%
49,7%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F_
33Kommunikation
Freunden
% von Geschlecht
Anzahl
% von F_
33Kommunikation
Freunden
% von Geschlecht
Anzahl
% von F_
33Kommunikation
Freunden
% von Geschlecht
Ja
Nein
F_
33Kommunikation
Freunden
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1175
p=0,038 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab.125.13: Verteilung der GSP nach Kommunikation mit den Freunden und
Geschlecht
534
470
1004
53,2%
46,8%
100,0%
90,5%
80,8%
85,7%
56
112
168
33,3%
66,7%
100,0%
9,5%
19,2%
14,3%
590
582
1172
50,3%
49,7%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F_
33KommunikationEltern
% von Geschlecht
Anzahl
% von F_
33KommunikationEltern
% von Geschlecht
Anzahl
% von F_
33KommunikationEltern
% von Geschlecht
Ja
Nein
F_
33KommunikationEltern
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1172
p=0,000 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab.125.12: Verteilung der GSP nach Kommunikation mit den Eltern und Geschlecht
97
151
248
39,1%
60,9%
100,0%
40,2%
46,9%
44,0%
126
137
263
47,9%
52,1%
100,0%
52,3%
42,5%
46,7%
18
34
52
34,6%
65,4%
100,0%
7,5%
10,6%
9,2%
241
322
563
42,8%
57,2%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F35.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F35.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F35.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F35.4
% von Geschlecht
Ja, das ist kein
Geheimnis
Ja, aber nur meinen
engsten Vertrauten
Nein, niemandem
F35.4
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab.125.11: Verteilung der TS BK nach „Tabuthema Einkünfte“ und Geschlecht
n=563
p=0,061 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Anhang
312
393
316
709
55,4%
44,6%
100,0%
64,4%
55,9%
60,3%
217
249
466
46,6%
53,4%
100,0%
35,6%
44,1%
39,7%
610
565
1175
51,9%
48,1%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F_
33Kommunikation
Freunden
% von Schultyp
Anzahl
% von F_
33Kommunikation
Freunden
% von Schultyp
Anzahl
% von F_
33Kommunikation
Freunden
% von Schultyp
Ja
Nein
F_
33Kommunikation
Freunden
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1175
p=0,003 Chi
-
Quadrat
-
Test nach Pearson
Tab.125.16: Verteilung der GSP nach Kommunikation mit den Freunden und Schulform
534
470
1004
53,2%
46,8%
100,0%
87,7%
83,5%
85,7%
75
93
168
44,6%
55,4%
100,0%
12,3%
16,5%
14,3%
609
563
1172
52,0%
48,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F_
33KommunikationEltern
% von Schultyp
Anzahl
% von F_
33KommunikationEltern
% von Schultyp
Anzahl
% von F_
33KommunikationEltern
% von Schultyp
Ja
Nein
F_
33KommunikationEltern
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1172
p=0,040 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab.125.15: Verteilung der GSP nach Kommunikation mit den Eltern und Schulform
361
294
655
55,1%
44,9%
100,0%
61,2%
50,6%
55,9%
229
287
516
44,4%
55,6%
100,0%
38,8%
49,4%
44,1%
590
581
1171
50,4%
49,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F_
33Kommunikation
PartnerIn
% von Geschlecht
Anzahl
% von F_
33Kommunikation
PartnerIn
% von Geschlecht
Anzahl
% von F_
33Kommunikation
PartnerIn
% von Geschlecht
Ja
Nein
F_
33Kommunikation
PartnerIn
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab.125.14: Verteilung der GSP nach Kommunikation mit Partner/ Partnerin und
Geschlecht
n=1171
p=0,000 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Anhang
313
287
368
655
43,8%
56,2%
100,0%
47,1%
65,5%
55,9%
322
194
516
62,4%
37,6%
100,0%
52,9%
34,5%
44,1%
609
562
1171
52,0%
48,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F_
33Kommunikation
PartnerIn
% von Schultyp
Anzahl
% von F_
33Kommunikation
PartnerIn
% von Schultyp
Anzahl
% von F_
33Kommunikation
PartnerIn
% von Schultyp
Ja
Nein
F_
33Kommunikation
PartnerIn
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1171
p=0,000 Chi
-
Quadrat
-
Test nach Pearson
Tab.125.17: Verteilung der GSP nach Kommunikation mit Partner/ Partnerin und
Schulform
211
258
469
45,0%
55,0%
100,0%
87,6%
80,4%
83,5%
30
63
93
32,3%
67,7%
100,0%
12,4%
19,6%
16,5%
241
321
562
42,9%
57,1%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F_
33KommunikationEltern
% von Geschlecht
Anzahl
% von F_
33KommunikationEltern
% von Geschlecht
Anzahl
% von F_
33KommunikationEltern
% von Geschlecht
Ja
Nein
F_
33KommunikationEltern
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=562
p=0,023 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab.125.19: Verteilung der TS BK nach Kommunikation mit den Eltern und Geschlecht
323
212
535
60,4%
39,6%
100,0%
92,6%
81,2%
87,7%
26
49
75
34,7%
65,3%
100,0%
7,4%
18,8%
12,3%
349
261
610
57,2%
42,8%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F_
33KommunikationEltern
% von Geschlecht
Anzahl
% von F_
33KommunikationEltern
% von Geschlecht
Anzahl
% von F_
33KommunikationEltern
% von Geschlecht
Ja
Nein
F_
33KommunikationEltern
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab.125.18: Verteilung der TS G nach Kommunikation mit den Eltern und Geschlecht
n=610
p=0,000 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Anhang
314
Tab.125.21 Verteilung der TS BK nach Kommunikation mit Freunden und Geschlecht
132
183
315
41,9%
58,1%
100,0%
54,8%
56,7%
55,9%
109
140
249
43,8%
56,2%
100,0%
45,2%
43,3%
44,1%
241
323
564
42,7%
57,3%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F_
33Kommunikation
Freunden
% von Geschlecht
Anzahl
% von F_
33Kommunikation
Freunden
% von Geschlecht
Anzahl
% von F_
33Kommunikation
Freunden
% von Geschlecht
Ja
Nein
F_
33Kommunikation
Freunden
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=564
p=0,656 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab.125.20
: Verteilung der TS G nach Kommunikation mit Freunde und Geschlecht
242
152
394
61,4%
38,6%
100,0%
69,1%
58,2%
64,5%
108
109
217
49,8%
50,2%
100,0%
30,9%
41,8%
35,5%
350
261
611
57,3%
42,7%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F_
33Kommunikation
Freunden
% von Geschlecht
Anzahl
% von F_
33Kommunikation
Freunden
% von Geschlecht
Anzahl
% von F_
33Kommunikation
Freunden
% von Geschlecht
Ja
Nein
F_
33Kommunikation
Freunden
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=611
p=0,005 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Anhang
315
190
97
287
66,2%
33,8%
100,0%
54,4%
37,2%
47,0%
159
164
323
49,2%
50,8%
100,0%
45,6%
62,8%
53,0%
349
261
610
57,2%
42,8%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F_
33Kommunikation
PartnerIn
% von Geschlecht
Anzahl
% von F_
33Kommunikation
PartnerIn
% von Geschlecht
Anzahl
% von F_
33Kommunikation
PartnerIn
% von Geschlecht
Ja
Nein
F_
33Kommunikation
PartnerIn
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=610
p=0,000 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab.125.22: Verteilung der TS G nach Kommunikation Partnerin, Partner und Geschlecht
Tab. 125.
23
.: Verteilung der TS BK nach K
ommunikation Partnerin, Partner
und Geschlecht
171
197
368
46,5%
53,5%
100,0%
71,0%
61,6%
65,6%
70
123
193
36,3%
63,7%
100,0%
29,0%
38,4%
34,4%
241
320
561
43,0%
57,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F_
33Kommunikation
PartnerIn
% von Geschlecht
Anzahl
% von F_
33Kommunikation
PartnerIn
% von Geschlecht
Anzahl
% von F_
33Kommunikation
PartnerIn
% von Geschlecht
Ja
Nein
F_
33Kommunikation
PartnerIn
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=561
p=0,020 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Anhang
316
2.4. Zum Umgang mit Geld in Paarbeziehungen
70
128
198
35,4%
64,6%
100,0%
11,9%
23,0%
17,3%
69
69
138
50,0%
50,0%
100,0%
11,8%
12,4%
12,1%
447
360
807
55,4%
44,6%
100,0%
76,3%
64,6%
70,6%
586
557
1143
51,3%
48,7%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F55.2
% von Schultyp
Anzahl
% von F55.2
% von Schultyp
Anzahl
% von F55.2
% von Schultyp
Anzahl
% von F55.2
% von Schultyp
Überwiegend ich
Überwiegend mein
Partner / meine Partnerin
Das Verhältnis ist
ausgeglichen
F55.2
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1143
p=0,000 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab 125.25.: Verteilung der GSP nach dem Bezahlen beim Ausgehen
19
179
198
9,6%
90,4%
100,0%
3,3%
31,6%
17,3%
128
10
138
92,8%
7,2%
100,0%
22,2%
1,8%
12,1%
430
377
807
53,3%
46,7%
100,0%
74,5%
66,6%
70,6%
577
566
1143
50,5%
49,5%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F55.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F55.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F55.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F55.2
% von Geschlecht
Überwiegend ich
Überwiegend mein
Partner / meine Partnerin
Das Verhältnis ist
ausgeglichen
F55.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1143
p=0,000 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab125.24 .: Verteilung der GSP nach dem Bezahlen beim Ausgehen
Anhang
317
568
534
1102
51,5%
48,5%
100,0%
99,0%
96,9%
98,0%
6
17
23
26,1%
73,9%
100,0%
1,0%
3,1%
2,0%
574
551
1125
51,0%
49,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F54.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F54.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F54.2
% von Geschlecht
Entscheiden wir
gemeinsam
Entscheiden wir
auch getrennt
F54.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1125
p=0,006 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 125.28: Verteilung der GSP nach Umgang mit Finanzen innerhalb
von Partnerschaften und Ges
chlecht
4
66
70
5,7%
94,3%
100,0%
1,2%
26,9%
11,9%
66
3
69
95,7%
4,3%
100,0%
19,4%
1,2%
11,8%
271
176
447
60,6%
39,4%
100,0%
79,5%
71,8%
76,3%
341
245
586
58,2%
41,8%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F55.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F55.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F55.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F55.2
% von Geschlecht
Überwiegend ich
Überwiegend mein
Partner / meine Partnerin
Das Verhältnis ist
ausgeglichen
F55.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 125.26: Verteilung der TS G nach dem Bezahlen beim Ausgehen und Geschlecht
n=586
p=0,000 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab.
125.27
: Verteilung der TS BK nach dem Bezahlen beim Ausgehen und
15
113
128
11,7%
88,3%
100,0%
6,4%
35,2%
23,0%
62
7
69
89,9%
10,1%
100,0%
26,3%
2,2%
12,4%
159
201
360
44,2%
55,8%
100,0%
67,4%
62,6%
64,6%
236
321
557
42,4%
57,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F55.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F55.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F55.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F55.2
% von Geschlecht
Überwiegend ich
Überwiegend mein
Partner / meine Partnerin
Das Verhältnis ist
ausgeglichen
F55.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=557
p=0,000 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Anhang
318
338
230
568
59,5%
40,5%
100,0%
99,4%
98,3%
99,0%
2
4
6
33,3%
66,7%
100,0%
,6%
1,7%
1,0%
340
234
574
59,2%
40,8%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F54.2
% von Schultyp
Anzahl
% von F54.2
% von Schultyp
Anzahl
% von F54.2
% von Schultyp
Entscheiden wir
gemeinsam
Entscheiden wir
auch getrennt
F54.2
Gesamt
w
m
Schulform
Gesamt
Tab. 125.30: Verteilung der TS G nach Umgang mit Finanzen
Innerhalb von Partnerschaften und Geschlecht
n=574
p=0,005 Exakter Test nach Fisher
232
302
534
43,4%
56,6%
100,0%
96,3%
97,4%
96,9%
9
8
17
52,9%
47,1%
100,0%
3,7%
2,6%
3,1%
241
310
551
43,7%
56,3%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F54.2
% von Schultyp
Anzahl
% von F54.2
% von Schultyp
Anzahl
% von F54.2
% von Schultyp
Entscheiden wir
gemeinsam
Entscheiden wir
auch getrennt
F54.2
Gesamt
w
m
Schulform
Gesamt
n=551
p=0,009 Exakter Test nach Fisher
.
Tab. 125.31: Verteilung der TS BK nach Umgang mit Finanzen
Innerhalb von Partnerschaften und Geschlecht
Tab. 125.29: Verteilung der GSP nach Umgang mit Finanzen
innerhalb von Partnerschaften und Schulform
570
532
1102
51,7%
48,3%
100,0%
98,1%
97,8%
98,0%
11
12
23
47,8%
52,2%
100,0%
1,9%
2,2%
2,0%
581
544
1125
51,6%
48,4%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F54.2
% von Schultyp
Anzahl
% von F54.2
% von Schultyp
Anzahl
% von F54.2
% von Schultyp
Entscheiden wir
gemeinsam
Entscheiden wir
auch getrennt
F54.2
Gesamt
G
BK
Schuform
Gesamt
n=1125
p=0,711 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Anhang
319
76
100
176
43,2%
56,8%
100,0%
13,4%
19,6%
16,3%
288
281
569
50,6%
49,4%
100,0%
50,7%
55,0%
52,7%
204
130
334
61,1%
38,9%
100,0%
35,9%
25,4%
31,0%
568
511
1079
52,6%
47,4%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F56.2
% von Schultyp
Anzahl
% von F56.2
% von Schultyp
Anzahl
% von F56.2
% von Schultyp
Anzahl
% von F56.2
% von Schultyp
Ich
Wir beide
Unwichtig
F56.2
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1079
p=0,000 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 125.33: Verteilung der GSP nach der Meinung, wer in einer
Partnerschaft im Mi
etvertrag eingetragen sein sollte und Schulform
40
136
176
22,7%
77,3%
100,0%
7,4%
25,2%
16,3%
331
238
569
58,2%
41,8%
100,0%
61,3%
44,2%
52,7%
169
165
334
50,6%
49,4%
100,0%
31,3%
30,6%
31,0%
540
539
1079
50,0%
50,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F56.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F56.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F56.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F56.2
% von Geschlecht
Ich
Wir beide
Unwichtig
F56.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 125.32: Verteilung der GSP nach der Meinung, wer in einer
Partnerschaft im Mietvertrag eingetragen sein sollte und Geschlecht
n=1079
p=0,000 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
18
58
76
23,7%
76,3%
100,0%
5,5%
23,8%
13,4%
188
101
289
65,1%
34,9%
100,0%
57,8%
41,4%
50,8%
119
85
204
58,3%
41,7%
100,0%
36,6%
34,8%
35,9%
325
244
569
57,1%
42,9%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F56.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F56.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F56.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F56.2
% von Geschlecht
Ich
Wir beide
Unwichtig
F56.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=569
p=0,000 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 125.34: Verteilung der TS G nach der Meinung, wer in einer
Partnerschaft im Mietvertrag eingetragen sein sollte und Geschlecht
Anhang
320
2.5. Zum Wissensstand um Kredite und Kosten
22
78
100
22,0%
78,0%
100,0%
10,2%
26,4%
19,6%
143
137
280
51,1%
48,9%
100,0%
66,5%
46,4%
54,9%
50
80
130
38,5%
61,5%
100,0%
23,3%
27,1%
25,5%
215
295
510
42,2%
57,8%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F56.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F56.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F56.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F56.2
% von Geschlecht
Ich
Wir beide
Unwichtig
F56.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=510
p=0,000 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 125.35: Verteilung der TS BK nach der Meinung, wer in einer
Partnerschaft im Mietvertrag eingetragen sein sollte und Geschlecht
358
316
674
53,1%
46,9%
100,0%
58,7%
55,7%
57,3%
252
251
503
50,1%
49,9%
100,0%
41,3%
44,3%
42,7%
610
567
1177
51,8%
48,2%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F47.2
% von Schulform
Anzahl
% von F47.2
% von Schulform
Anzahl
% von F47.2
% von Schulform
Antwort a
sonstige
F47.2
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1177
p=0,306 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 156: Verteilung der GSP nach dem Wissen um die Definition des Begriffes
„Schulden“ und Schulform
311
363
674
46,1%
53,9%
100,0%
52,2%
62,5%
57,3%
285
218
503
56,7%
43,3%
100,0%
47,8%
37,5%
42,7%
596
581
1177
50,6%
49,4%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F47.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F47.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F47.2
% von Geschlecht
Antwort a
sonstige
F47.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1177
p=0,000 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 155: Verteilung der GSP nach dem Wissen um die Definition des Begriffes
„Schulden“ und Geschlecht
Anhang
321
115
163
278
41,4%
58,6%
100,0%
19,4%
28,3%
23,8%
479
413
892
53,7%
46,3%
100,0%
80,6%
71,7%
76,2%
594
576
1170
50,8%
49,2%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F46.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F46.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F46.2
% von Geschlecht
Antwort b
sonstige
F46.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1170
p=0,000 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 159: Verteilung der GSP nach dem Wissen um die Definition des Begriffes
„Überschuldung“
und Geschlecht
199
159
358
55,6%
44,4%
100,0%
56,4%
61,9%
58,7%
154
98
252
61,1%
38,9%
100,0%
43,6%
38,1%
41,3%
353
257
610
57,9%
42,1%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F47.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F47.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F47.2
% von Geschlecht
Antwort a
sonstige
F47.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 157: Verteilung der TS G nach dem Wissen um die Definition des Begriffes „Schulden“
und Geschlecht
n=610
p=0,174 Exakter Test nach Fisher
112
204
316
35,4%
64,6%
100,0%
46,1%
63,0%
55,7%
131
120
251
52,2%
47,8%
100,0%
53,9%
37,0%
44,3%
243
324
567
42,9%
57,1%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F47.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F47.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F47.2
% von Geschlecht
Antwort a
sonstige
F47.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=567
p=0,000 Exakter Test nach Fisher
Tab. 158: Verteilung der TS BK nach dem Wissen um die Definition des Begriffes
„Schulden“ und Geschlecht
Anhang
322
125
153
278
45,0%
55,0%
100,0%
20,6%
27,2%
23,8%
483
409
892
54,1%
45,9%
100,0%
79,4%
72,8%
76,2%
608
562
1170
52,0%
48,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F46.2
% von Schulform
Anzahl
% von F46.2
% von Schulform
Anzahl
% von F46.2
% von Schulform
Antwort b
sonstige
F46.2
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1170
p=0,007 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 160: Verteilung der GSP nach dem Wissen um die Definition des Begriffes
„Überschuldung“ und Schulform
65
60
125
52,0%
48,0%
100,0%
18,5%
23,3%
20,6%
286
197
483
59,2%
40,8%
100,0%
81,5%
76,7%
79,4%
351
257
608
57,7%
42,3%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F46.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F46.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F46.2
% von Geschlecht
Antwort b
sonstige
F46.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 161: Verteilung der TS G nach dem Wissen um die Definition des Begriffes
„Überschuldung“ und Geschlecht
n=608
p= 0,146 Exakter Test nach Fisher
50
103
153
32,7%
67,3%
100,0%
20,6%
32,3%
27,2%
193
216
409
47,2%
52,8%
100,0%
79,4%
67,7%
72,8%
243
319
562
43,2%
56,8%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F46.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F46.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F46.2
% von Geschlecht
Antwort b
sonstige
F46.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 162: Verteilung der TS BK nach dem Wissen um die Definition des Begriffes
„Überschuldung“ und Geschlecht
n=562
p=0,002 Exakter Test nach Fisher
Anhang
323
.
153
252
405
37,8%
62,2%
100,0%
25,2%
44,8%
34,6%
454
310
764
59,4%
40,6%
100,0%
74,8%
55,2%
65,4%
607
562
1169
51,9%
48,1%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F48.2
% von Schulform
Anzahl
% von F48.2
% von Schulform
Anzahl
% von F48.2
% von Schulform
Antwort d
sonstige
F48.2
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1169
p=0,000 Exakter Test nach Fisher
Tab. 164: Verteilung der GSP nach dem Wissen um die Definition des Begriffes
„Disopositionskredit“ und Schulform
179
226
405
44,2%
55,8%
100,0%
30,2%
39,2%
34,6%
414
350
764
54,2%
45,8%
100,0%
69,8%
60,8%
65,4%
593
576
1169
50,7%
49,3%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F48.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F48.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F48.2
% von Geschlecht
Antwort d
sonstige
F48.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1169
p=0,001 Exakter Test nach Fisher
Tab. 163: Verteilung der GSP nach dem Wissen um die Definition des Begriffes
„Disopositionskredit“ und Geschlecht
76
77
153
49,7%
50,3%
100,0%
21,7%
30,1%
25,2%
275
179
454
60,6%
39,4%
100,0%
78,3%
69,9%
74,8%
351
256
607
57,8%
42,2%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F48.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F48.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F48.2
% von Geschlecht
Antwort d
sonstige
F48.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 165: Verteilung der TS G nach dem Wissen um die Definition des Begriffes
„Disopositionskredit“ und Geschlecht
n=607
p=0,021 Exakter Test nach Fisher
Anhang
324
459
391
850
54,0%
46,0%
100,0%
75,6%
69,8%
72,8%
148
169
317
46,7%
53,3%
100,0%
24,4%
30,2%
27,2%
607
560
1167
52,0%
48,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F51.2
% von Schulform
Anzahl
% von F51.2
% von Schulform
Anzahl
% von F51.2
% von Schulform
Antwort b
sonstige
F51.2
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1167
p=0,026 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 168: Verteilung der GSP nach dem Wissen um die Definition des Begriffes
„Bürge“ und Schulform
433
417
850
50,9%
49,1%
100,0%
73,8%
71,9%
72,8%
154
163
317
48,6%
51,4%
100,0%
26,2%
28,1%
27,2%
587
580
1167
50,3%
49,7%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F51.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F51.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F51.2
% von Geschlecht
Antwort b
sonstige
F51.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1167
p=0,471 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 167: Verteilung der GSP nach dem Wissen um die Definition des Begriffes „Bürge“
und Geschlecht
103
149
252
40,9%
59,1%
100,0%
42,6%
46,6%
44,8%
139
171
310
44,8%
55,2%
100,0%
57,4%
53,4%
55,2%
242
320
562
43,1%
56,9%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F48.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F48.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F48.2
% von Geschlecht
Antwort d
sonstige
F48.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 166: Verteilung der TS BK nach dem Wissen um die Definition des Begriffes
„Disopositionskredit“ und Geschlecht
n=562
p=0,345 Exakter Test nach Fisher
Anhang
325
417
480
897
46,5%
53,5%
100,0%
70,2%
82,1%
76,1%
58
43
101
57,4%
42,6%
100,0%
9,8%
7,4%
8,6%
119
62
181
65,7%
34,3%
100,0%
20,0%
10,6%
15,4%
594
585
1179
50,4%
49,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F41.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F41.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F41.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F41.4
% von Geschlecht
Antwort a
sonstige
Das weiß ich nicht
F41.4
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1179
p=0,000 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 171: Verteilung der GSP nach dem Wissen um Optionen des
bargeldlosen Zahlungsverkehrs
und Geschlecht
268
191
459
58,4%
41,6%
100,0%
76,8%
74,0%
75,6%
81
67
148
54,7%
45,3%
100,0%
23,2%
26,0%
24,4%
349
258
607
57,5%
42,5%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F51.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F51.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F51.2
% von Geschlecht
Antwort b
sonstige
F51.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=607
p=0,434 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 169: Verteilung der TS G nach dem Wissen um die Definition des Begriffes „Bürge“
und Geschlecht
165
226
391
42,2%
57,8%
100,0%
69,3%
70,2%
69,8%
73
96
169
43,2%
56,8%
100,0%
30,7%
29,8%
30,2%
238
322
560
42,5%
57,5%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F51.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F51.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F51.2
% von Geschlecht
Antwort b
sonstige
F51.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 170: Verteilung der TS BK nach dem Wissen um die Definition des Begriffes
„Bürge“ und Geschlecht
n=560
p=0,827 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Anhang
326
443
454
897
49,4%
50,6%
100,0%
72,5%
79,9%
76,1%
55
46
101
54,5%
45,5%
100,0%
9,0%
8,1%
8,6%
113
68
181
62,4%
37,6%
100,0%
18,5%
12,0%
15,4%
611
568
1179
51,8%
48,2%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F41.4
% von Schulform
Anzahl
% von F41.4
% von Schulform
Anzahl
% von F41.4
% von Schulform
Anzahl
% von F41.4
% von Schulform
Antwort a
sonstige
Das weiß ich nicht
F41.4
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1179
p=0,005 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 172: Verteilung der GSP nach dem Wissen um Optionen des bargeldlosen
Zahlungsverkehrs und Schulform
246
197
443
55,5%
44,5%
100,0%
70,1%
75,8%
72,5%
29
26
55
52,7%
47,3%
100,0%
8,3%
10,0%
9,0%
76
37
113
67,3%
32,7%
100,0%
21,7%
14,2%
18,5%
351
260
611
57,4%
42,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F41.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F41.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F41.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F41.4
% von Geschlecht
Antwort a
sonstige
Das weiß ich nicht
F41.4
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 173: Verteilung der TS G nach dem Wissen um Optionen des bargeldlosen
Zahlungsverkehrs und Geschlecht
n=611
p=0,060 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Anhang
327
87
179
266
32,7%
67,3%
100,0%
14,6%
30,9%
22,6%
510
401
911
56,0%
44,0%
100,0%
85,4%
69,1%
77,4%
597
580
1177
50,7%
49,3%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F44.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F44.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F44.4
% von Geschlecht
Antwort a
sonstige
F44.4
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1177
p=0,000 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 175: Verteilung der GSP nach dem Wissen um Kredite, Zinsen und Geschlecht
38
60
98
38,8%
61,2%
100,0%
10,7%
23,1%
16,0%
316
200
516
61,2%
38,8%
100,0%
89,3%
76,9%
84,0%
354
260
614
57,7%
42,3%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F44.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F44.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F44.4
% von Geschlecht
Antwort a
sonstige
F44.4
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 177: Verteilung der TS G nach Wissen um Kredite, Zinsen und Geschlecht
n=614
p=0,000 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
171
283
454
37,7%
62,3%
100,0%
70,4%
87,1%
79,9%
29
17
46
63,0%
37,0%
100,0%
11,9%
5,2%
8,1%
43
25
68
63,2%
36,8%
100,0%
17,7%
7,7%
12,0%
243
325
568
42,8%
57,2%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F41.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F41.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F41.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F41.4
% von Geschlecht
Antwort a
sonstige
Das weiß ich nicht
F41.4
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 174: Verteilung der TS BK nach dem Wissen um Optionen des bargeldlosen
Zahlungsverkehrs und Geschlecht
n=568
p=0,000 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Anhang
328
167
259
426
39,2%
60,8%
100,0%
27,4%
46,0%
36,3%
443
304
747
59,3%
40,7%
100,0%
72,6%
54,0%
63,7%
610
563
1173
52,0%
48,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F45.2
% von Schulform
Anzahl
% von F45.2
% von Schulform
Anzahl
% von F45.2
% von Schulform
Antwort a
sonstige
F45.2
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1173
p=0,000 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 180: Verteilung der GSP nach dem Wissen um die Nutzung von
Dispositionskrediten II und Schulform
182
244
426
42,7%
57,3%
100,0%
30,6%
42,1%
36,3%
412
335
747
55,2%
44,8%
100,0%
69,4%
57,9%
63,7%
594
579
1173
50,6%
49,4%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F45.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F45.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F45.2
% von Geschlecht
Antwort a
sonstige
F45.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1173
p=0,000 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 179: Verteilung der GSP nach dem Wissen um die Nutzung von
Dispositionskrediten II und Geschlecht
Tab.
178
: Verteilung der TS BK
nach dem Wissen um
Kredite, Zinsen und Geschlecht
49
119
168
29,2%
70,8%
100,0%
20,2%
37,2%
29,8%
194
201
395
49,1%
50,9%
100,0%
79,8%
62,8%
70,2%
243
320
563
43,2%
56,8%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F44.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F44.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F44.4
% von Geschlecht
Antwort a
sonstige
F44.4
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=563
p=0,000 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Anhang
329
189
267
456
41,4%
58,6%
100,0%
31,6%
45,4%
38,4%
409
321
730
56,0%
44,0%
100,0%
68,4%
54,6%
61,6%
598
588
1186
50,4%
49,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F40.1
% von Geschlecht
Anzahl
% von F40.1
% von Geschlecht
Anzahl
% von F40.1
% von Geschlecht
Antwort a
sonstige
F40.1
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1186
p=0,000 Exakter Test nach Fisher
Tab. 183: Verteilung der GSP Wissen über Kredite und Geschlecht
81
86
167
48,5%
51,5%
100,0%
23,0%
33,3%
27,4%
271
172
443
61,2%
38,8%
100,0%
77,0%
66,7%
72,6%
352
258
610
57,7%
42,3%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F45.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F45.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F45.2
% von Geschlecht
Antwort a
sonstige
F45.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 181: Verteilung der TS G nach dem Wissen um die Nutzung von
Dispositionskrediten II und Geschlecht
101
158
259
39,0%
61,0%
100,0%
41,7%
49,2%
46,0%
141
163
304
46,4%
53,6%
100,0%
58,3%
50,8%
54,0%
242
321
563
43,0%
57,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F45.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F45.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F45.2
% von Geschlecht
Antwort a
sonstige
F45.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 182: Verteilung der TS BK nach dem Wissen um die Nutzung von
Dispositionskrediten II und Geschlecht
n=563
p=0,077 Exakter Test nach Fisher
n=610
p=0,005 Exakter Test nach Fisher
Anhang
330
80
144
224
35,7%
64,3%
100,0%
32,9%
44,2%
39,4%
163
182
345
47,2%
52,8%
100,0%
67,1%
55,8%
60,6%
243
326
569
42,7%
57,3%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F40.1
% von Geschlecht
Anzahl
% von F40.1
% von Geschlecht
Anzahl
% von F40.1
% von Geschlecht
Antwortac
sonstige
F40.1
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 186: Verteilung der TS BK Wissen über Kredite und Geschlecht
n=569
p=0,007 Exakter Test nach Fisher
Tab. 185: Verteilung der TS G Wissen über Kredite und Geschlecht
109
123
232
47,0%
53,0%
100,0%
30,7%
46,9%
37,6%
246
139
385
63,9%
36,1%
100,0%
69,3%
53,1%
62,4%
355
262
617
57,5%
42,5%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F40.1
% von Geschlecht
Anzahl
% von F40.1
% von Geschlecht
Anzahl
% von F40.1
% von Geschlecht
Antwort a
sonstige
F40.1
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=617
p=0,000 Exakter Test nach Fisher
232
224
456
50,9%
49,1%
100,0%
37,6%
39,4%
38,4%
385
345
730
52,7%
47,3%
100,0%
62,4%
60,6%
61,6%
617
569
1186
52,0%
48,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F40.1
% von Schulform
Anzahl
% von F40.1
% von Schulform
Anzahl
% von F40.1
% von Schulform
Antwort a
sonstige
F40.1
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1186
p=0,532 Exakter Test nach Fisher
Tab 184.: Verteilung der GSP Wissen über Kredite und Schulform
Anhang
331
113
219
332
34,0%
66,0%
100,0%
18,9%
37,2%
28,0%
485
369
854
56,8%
43,2%
100,0%
81,1%
62,8%
72,0%
598
588
1186
50,4%
49,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F40.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F40.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F40.2
% von Geschlecht
Antwort b
sonstige
F40.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1186
p=0,000 Exakter Test nach Fisher
Tab. 187: Verteilung der GSP nach Wissen Devisensätze und Geschlecht
153
179
332
46,1%
53,9%
100,0%
24,8%
31,5%
28,0%
464
390
854
54,3%
45,7%
100,0%
75,2%
68,5%
72,0%
617
569
1186
52,0%
48,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F40.2
% von Schulform
Anzahl
% von F40.2
% von Schulform
Anzahl
% von F40.2
% von Schulform
Antwort b
sonstige
F40.2
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1186
p=0,011 Exakter Test nach Fisher
Tab. 188: Verteilung der GSP nach Wissen Devisensätze und Schulform
202
190
392
51,5%
48,5%
100,0%
32,7%
33,4%
33,1%
415
379
794
52,3%
47,7%
100,0%
67,3%
66,6%
66,9%
617
569
1186
52,0%
48,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F42.1
% von Schulform
Anzahl
% von F42.1
% von Schulform
Anzahl
% von F42.1
% von Schulform
Antwort a
sonstige
F42.1
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1186
p=0,811 Exakter Test nach Fisher
Tab. 189: Verteilung der GSP nach dem Wissen Optionen des langfristigen Sparens
und Schulform
Anhang
332
379
382
761
49,8%
50,2%
100,0%
61,4%
67,1%
64,2%
238
187
425
56,0%
44,0%
100,0%
38,6%
32,9%
35,8%
617
569
1186
52,0%
48,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F42.3
% von Schulform
Anzahl
% von F42.3
% von Schulform
Anzahl
% von F42.3
% von Schulform
Antwort c
sonstige
F42.3
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1186
p=0,041 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 193: Verteilung der GSP nach dem Wissen um Optionen des langfristigen
Sparens III und Schulform
355
406
761
46,6%
53,4%
100,0%
59,4%
69,0%
64,2%
243
182
425
57,2%
42,8%
100,0%
40,6%
31,0%
35,8%
598
588
1186
50,4%
49,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F42.3
% von Geschlecht
Anzahl
% von F42.3
% von Geschlecht
Anzahl
% von F42.3
% von Geschlecht
Antwort c
sonstige
F42.3
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1186
p=0,001 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 192: Verteilung der GSP nach dem Wissen um Optionen des langfristigen
Sparens III und Geschlecht
438
391
829
52,8%
47,2%
100,0%
71,0%
68,7%
69,9%
179
178
357
50,1%
49,9%
100,0%
29,0%
31,3%
30,1%
617
569
1186
52,0%
48,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F42.2
% von Schulform
Anzahl
% von F42.2
% von Schulform
Anzahl
% von F42.2
% von Schulform
Antowrt b
sonstige
F42.2
Gesamt
Gym
BK
Schulform
Gesamt
n=1186
p=0,394 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 191: Verteilung der GSP nach dem Wissen um Optionen des langfristigen
Sparens II und Schulform
Anhang
333
222
238
460
48,3%
51,7%
100,0%
37,1%
40,5%
38,8%
376
350
726
51,8%
48,2%
100,0%
62,9%
59,5%
61,2%
598
588
1186
50,4%
49,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F52.1
% von Geschlecht
Anzahl
% von F52.1
% von Geschlecht
Anzahl
% von F52.1
% von Geschlecht
ja
nein
F52.1
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1186
p=0,236 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 196: Verteilung der GSP nach dem Wunsch nach mehr
Informationen über Verbraucherbildung und Geschlecht
555
527
1082
51,3%
48,7%
100,0%
90,0%
92,6%
91,2%
62
42
104
59,6%
40,4%
100,0%
10,0%
7,4%
8,8%
617
569
1186
52,0%
48,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F42.4
% von Schulform
Anzahl
% von F42.4
% von Schulform
Anzahl
% von F42.4
% von Schulform
Das weiß ich
Das weiß ich nicht
F42.4
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1186
p=0,105 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 195: Verteilung der GSP nach der Antwortoption „Das weiß ich / nicht“ und Schulform
537
545
1082
49,6%
50,4%
100,0%
89,8%
92,7%
91,2%
61
43
104
58,7%
41,3%
100,0%
10,2%
7,3%
8,8%
598
588
1186
50,4%
49,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F42.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F42.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F42.4
% von Geschlecht
Das weiß ich
Das weiß ich nicht
F42.4
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1186
p=0,079 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 194: Verteilung der GSP nach der Antwortoption „Das weiß ich / nicht“ Geschlecht
Anhang
334
349
273
622
56,1%
43,9%
100,0%
56,6%
48,0%
52,4%
268
296
564
47,5%
52,5%
100,0%
43,4%
52,0%
47,6%
617
569
1186
52,0%
48,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F52.2
% von Schulform
Anzahl
% von F52.2
% von Schulform
Anzahl
% von F52.2
% von Schulform
ja
nein
F52.2
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1186
p=0,003 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 199: Verteilung der GSP nach dem Wunsch nach mehr Informationen über
Verbraucherbildung von Seiten der Schule
325
297
622
52,3%
47,7%
100,0%
54,3%
50,5%
52,4%
273
291
564
48,4%
51,6%
100,0%
45,7%
49,5%
47,6%
598
588
1186
50,4%
49,6%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F52.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F52.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F52.2
% von Geschlecht
ja
nein
F52.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1186
p=0,186 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 198: Verteilung der GSP nach dem Wunsch nach mehr Informationen über
Verbraucherbildung von Seiten der Schule
221
239
460
48,0%
52,0%
100,0%
35,8%
42,0%
38,8%
396
330
726
54,5%
45,5%
100,0%
64,2%
58,0%
61,2%
617
569
1186
52,0%
48,0%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F52.1
% von Schulform
Anzahl
% von F52.1
% von Schulform
Anzahl
% von F52.1
% von Schulform
ja
nein
F52.1
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1186
p=0,029 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 197: Verteilung der GSP nach dem Wunsch nach mehr Informationen über
Verbraucherbildung und Schulform
Anhang
335
281
269
550
51,1%
48,9%
100,0%
47,0%
45,8%
46,4%
317
318
635
49,9%
50,1%
100,0%
53,0%
54,2%
53,6%
598
587
1185
50,5%
49,5%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F52.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F52.4
% von Geschlecht
Anzahl
% von F52.4
% von Geschlecht
ja
nein
F52.4
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1185
p=0,688 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 202: Verteilung der GSP nach dem Wunsch nach mehr Informationen über
Verbraucherbildung von Seiten der Banken und Geschlecht
80
97
177
45,2%
54,8%
100,0%
13,0%
17,1%
14,9%
537
471
1008
53,3%
46,7%
100,0%
87,0%
82,9%
85,1%
617
568
1185
52,1%
47,9%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F52.3
% von Schulform
Anzahl
% von F52.3
% von Schulform
Anzahl
% von F52.3
% von Schulform
ja
nein
F52.3
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1185
p=0,047 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 201: Verteilung der GSP nach dem Wunsch nach mehr Informationen über Verbraucherbildung
von Seiten der Schuldnerberatung und Schulform
86
91
177
48,6%
51,4%
100,0%
14,4%
15,5%
14,9%
512
496
1008
50,8%
49,2%
100,0%
85,6%
84,5%
85,1%
598
587
1185
50,5%
49,5%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F52.3
% von Geschlecht
Anzahl
% von F52.3
% von Geschlecht
Anzahl
% von F52.3
% von Geschlecht
ja
nein
F52.3
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1185
p=0,588 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 200: Verteilung der GSP nach dem Wunsch nach mehr Informationen über
Verbraucherbildung von Seiten der Schuldnerberatung und Geschlecht
Anhang
336
181
111
292
62,0%
38,0%
100,0%
29,3%
19,5%
24,6%
436
457
893
48,8%
51,2%
100,0%
70,7%
80,5%
75,4%
617
568
1185
52,1%
47,9%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F52.5
% von Schulform
Anzahl
% von F52.5
% von Schulform
Anzahl
% von F52.5
% von Schulform
ja
nein
F52.5
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1185
p=0,000 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 205: Verteilung der GSP nach dem Wunsch nach mehr Informationen über
Verbraucherbildung von Seiten der Eltern und Schulform
169
123
292
57,9%
42,1%
100,0%
28,3%
21,0%
24,6%
429
464
893
48,0%
52,0%
100,0%
71,7%
79,0%
75,4%
598
587
1185
50,5%
49,5%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F52.5
% von Geschlecht
Anzahl
% von F52.5
% von Geschlecht
Anzahl
% von F52.5
% von Geschlecht
ja
nein
F52.5
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1185
p=0,004 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 204: Verteilung der GSP nach dem Wunsch nach mehr Informationen über
Verbraucherbildung von Seiten der Eltern und Geschlecht
260
290
550
47,3%
52,7%
100,0%
42,1%
51,1%
46,4%
357
278
635
56,2%
43,8%
100,0%
57,9%
48,9%
53,6%
617
568
1185
52,1%
47,9%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F52.4
% von Schulform
Anzahl
% von F52.4
% von Schulform
Anzahl
% von F52.4
% von Schulform
ja
nein
F52.4
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1185
p=0,002 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 203: Verteilung der GSP nach dem Wunsch nach mehr Informationen über
Verbraucherbildung von Seiten der Banken und Schulform
Anhang
337
173
145
318
54,4%
45,6%
100,0%
49,1%
56,6%
52,3%
179
111
290
61,7%
38,3%
100,0%
50,9%
43,4%
47,7%
352
256
608
57,9%
42,1%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F53.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F53.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F53.2
% von Geschlecht
Ja
Nein
F53.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 208: Verteilung der TS G nach dem Wunsch nach einem eigenen Schulfach
Aspekte der finanziellen Allgemeinbildung u. Geschlecht
302
323
625
48,3%
51,7%
100,0%
50,9%
55,9%
53,4%
291
255
546
53,3%
46,7%
100,0%
49,1%
44,1%
46,6%
593
578
1171
50,6%
49,4%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F53.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F53.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F53.2
% von Geschlecht
Ja
Nein
F53.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
n=1171
p=0,089 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 206: Verteilung der GSP nach dem Wunsch nach einem eigenen Schulfach
Aspekte der finanziellen Allgemeinbildung und Geschlecht
318
307
625
50,9%
49,1%
100,0%
52,3%
54,5%
53,4%
290
256
546
53,1%
46,9%
100,0%
47,7%
45,5%
46,6%
608
563
1171
51,9%
48,1%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F53.2
% von Schulform
Anzahl
% von F53.2
% von Schulform
Anzahl
% von F53.2
% von Schulform
Ja
Nein
F53.2
Gesamt
G
BK
Schulform
Gesamt
n=1171
p=0,445 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Tab. 207: Verteilung der GSP nach dem Wunsch nach einem eigenen Schulfach
Aspekte der finanziellen Allgemeinbildung u. Schulform
n=608
p=0,068 Chi-Quadrat-Test nach Pearson
Anhang
338
129
178
307
42,0%
58,0%
100,0%
53,5%
55,3%
54,5%
112
144
256
43,8%
56,3%
100,0%
46,5%
44,7%
45,5%
241
322
563
42,8%
57,2%
100,0%
100,0%
100,0%
100,0%
Anzahl
% von F53.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F53.2
% von Geschlecht
Anzahl
% von F53.2
% von Geschlecht
Ja
Nein
F53.2
Gesamt
weiblich
männlich
Geschlecht
Gesamt
Tab. 209: Verteilung der TS BK nach dem Wunsch nach einem eigenen Schulfach
Aspekte finanzieller Allgemeinbildung u. Geschlecht
n=563
p=0,679 Chi-Quadrat-Test nach Pearson