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Suite I - Die StrukturGebende
Teil 2: Essays 6-12
Geordnetes Paar. (p, q). PaarAxiom I. PaarAxiom II.
Bin¨
ar-Cartesisches Produkt. x×y. Bin¨
ar-Cartesisches
Axiom. Identit¨
atsSatz Geordnete Paare. U × U.
Definitions-Bereich. dom x. Bild-Bereich. ran x.
dom ran Axiom. x(nicht-)injektiv. Bild von Eunter x.x[E].
(Keine) Relation (in x). Relation invers x1. Urbild von E
unter x.x1[E].
Andreas Unterreiter
13. September 2011
1
2MENGENLEHRE #6
Geordnetes Paar. (p, q).
PaarAxiom I.PaarAxiom II.
Bin¨
ar-Cartesisches Produkt.x×y.
Bin¨
ar-Cartesisches Axiom.
Identit¨
atsSatz Geordnete Paare.IGP.
U × U.
Ersterstellung: 11/09/05 Letzte ¨
Anderung: 10/04/11
#6 MENGENLEHRE 3
6-1. Es werden geordnete Paare in das LebensWerk eingef¨
uhrt, indem erst-
malig eine Zeichenkette von der Form (p, q)” auftritt, in der, von links nach
rechts gelesen, erst eine linke runde Klammer, dann eine KlassenVariable - sp¨
ater
auch ein KlassenTerm oder ein Parameter -, dann ein Komma, dann eine wei-
tere KlassenVariable - sp¨
ater auch ein KlassenTerm oder ein Parameter - und
dann eine rechte runde Klammer erscheint. Derlei Zeichenketten gelten hiermit
als zul¨
assiger Bestandteil der Essays, das heißt, aus h¨
ochstens zwei KlassenVa-
riablen oder KlassenTermen oder Parametern wird auf die angegebene Weise, die
durchaus ¨
ahnlich zu der Konstruktion von KlassenTermen ist, eine neue Klasse -
siehe PaarAxiom I - kreiert.
Klarer Weise sind in der Literatur auch mengentheoretische Definitionen geord-
neter Paare zu finden. Auf derlei Konstruktionen wird in den Essays auch aus
Zeit- und Aufwand-Ersparnisgr¨
unden verzichtet.
Statt dessen werden geordnete Paare eben als Zeichenkette eingef¨
uhrt und der
Umgang mit geordneten Paaren wird via PaarAxiom I und PaarAxiom II
regelmentiert:
6-1(Definition)
Cgeordnetes Paar von pund q genau dann, wenn gilt:
C= (p, q).
4MENGENLEHRE #6
PaarAxiom I. Geordnete Paare sind via a) stets Klassen.
Geordnete Paare sind via b) genau dann Mengen, wenn die beteiligten Klassen
Mengen sind. In b) von PaarAxiom I wird somit auch gesagt, dass jedes geord-
nete Paar von Klassen - als Menge - eine Klasse ist. Dass via c) kein geordnetes
Paar gleich der leeren Menge ist, ist eine technische, doch wichtige Annahme. In
def) wird gesagt, dass sich die allgemeine Ersetzungsregel” - wonach in einem
Term oder einer Aussage stets Gleiches durch Gleiches ersetzt werden kann - auch
auf geordnete Paare ausdehnt. Vor allem d), wo es um simultanes Gleichsein geht,
k¨
urzt im Folgenden Einiges ab.
Die Umkehrung von Aussage d) wird unter der zus¨
atzlichen Voraussetzung, dass
es sich bei p, q, w, v um Mengen handelt, in PaarAxiom II in die Essays ein-
gef¨
uhrt.
Dar¨
uber hinausgehende Aussagen ¨
uber Konsequenzen aus der Gleichheit geord-
neter Paare werden bis auf Weiteres nicht getroffen. In PaarAxiom I wird nichts
¨
uber geordnete Paare, in denen mindestens eine Unmenge auftritt, gesagt. Gem¨
ab) sind derartige Klassen Unmengen. Ein m¨
ogliches klassentheoretisches Modell
w¨
are es, alle geordnete Paare, in denen mindestens eine Unmenge auftritt gleich
dem Universum Uzu setzen:
PaarAxiom I
a) α, β : ( : = (α, β)).
b) (p, q)Menge” genau dann, wenn pMenge” und qMenge” .
c) α, β : 0 6= (α, β).
d) Aus p=w und q=v folgt (p, q) = (w, v) .
e) Aus p=w folgt (p, q) = (w, q) .
f) Aus q=v folgt (p, q) = (p, v) .
#6 MENGENLEHRE 5
6-2. Da via PaarAxiom I fest gelegt ist, dass es sich bei geordneten Paaren um
Klassen handelt, kann auf die Reflexivit¨
at” der Gleichheit von Klassen zur¨
uck
gegriffen werden und unter Einbeziehung von 6-1(Def) folgen in wenig ¨
uberra-
schender Weise Aussage ab). Aussagen cd) sind einfache Folgerungen aus Paar-
Axiom I b):
6-2(Satz)
a) (p, q)geordnetes Paar von pund q.
b) Aus Cgeordnetes Paar von pund q
und Dgeordnetes Paar von pund q
folgt C=D .
c) Aus pUnmenge” folgt (p, q)Unmenge” .
d) Aus qUnmenge” folgt (p, q)Unmenge” .
Beweis 6-2 a)
Aus (p, q) = (p, q)”
folgt via 6-1(Def): (p, q) geordnetes Paar von pund q.
b) VS gleich (Cgeordnetes Paar von pund q)
(Dgeordnetes Paar von pund q).
1.1: Aus )Cgeordnetes Paar von pund q . . .
folgt via 6-1(Def):C= (p, q).
1.2: Aus )...Dgeordnetes Paar von pund q
folgt via 6-1(Def):D= (p, q).
2: Aus 1.1C= (p, q) und
aus 1.2D= (p, q)
folgt: C=D.
6MENGENLEHRE #6
Beweis 6-2 c) VS gleich pUnmenge.
1: Es gilt: ((p, q) Menge) ((p, q) Unmenge).
Fallunterscheidung
1.1.Fall (p, q) Menge.
2: Aus 1.1.Fall(p, q) Menge”
folgt via PaarAxiom I:pMenge.
3: Es gilt 2pMenge .
Es gilt VS gleich pUnmenge .
Ex falso quodlibet folgt: (p, q) Unmenge.
1.2.Fall (p, q) Unmenge.
Ende Fallunterscheidung In beiden F¨
allen gilt: (p, q) Unmenge.
d) VS gleich qUnmenge.
1: Es gilt: ((p, q) Menge) ((p, q) Unmenge).
Fallunterscheidung
1.1.Fall (p, q) Menge.
2: Aus 1.1.Fall(p, q) Menge”
folgt via PaarAxiom I:qMenge.
3: Es gilt 2qMenge .
Es gilt VS gleich qUnmenge .
Ex falso quodlibet folgt: (p, q) Unmenge.
1.2.Fall (p, q) Unmenge.
Ende Fallunterscheidung In beiden F¨
allen gilt: (p, q) Unmenge.
#6 MENGENLEHRE 7
PaarAxiom II. Die erwartete Regel geordnete Paare sind genau dann gleich,
wenn sie koordinatenweise gleich sind” wird nun in der interessanteren Richtung -
aus der Gleichheit der geordneten Paare folgt unter Zu-Grunde-Legung von Men-
gen die Gleichheit der involvierten Mengen - in die Essays eingef¨
uhrt. Die weniger
interessante Richtung ist die durch PaarAxiom I verf¨
ugbare ErsetzungsRegel.
In PaarAxiom II wird nichts dar¨
uber ausgesagt, was aus der Aussage (p, q) =
(w, v)” folgt, wenn mindestens eine der Klassen p, q, w, v eine Unmenge ist.
Wie in 6-9 gezeigt wird, k¨
onnen die Voraussetzungen von PaarAxiom II da-
hingehend abgeschw¨
acht werden, dass nur die Mengen-Eigenschaft” von wund
vgefordert wird:
PaarAxiom II
Es gelte:
)(p, q) = (w, v).
)pMenge.
)qMenge.
)uMenge.
)vMenge.
Dann folgt p=w und q=v .
8MENGENLEHRE #6
6-3. Das bin¨
ar-cartesische Produkt von xund ybesteht genau aus jenen
geordneten Paaren, deren erste Koordinate” aus xund deren zweiten Koordi-
nate” aus yist. Die Definition des bin¨
aren, cartesischen Produktes kommt ohne
sprachlichen Bezug zu Koordinaten” eines geordneten Paares aus. Somit kann
bis auf Weiteres auf eine Definition der ersten” und zweiten” Koordinate eines
geordneten Paares verzichtet werden:
6-3(Definition)
1) x×y
=6.0(x, y) = {(λ, µ) : (λx)(µy)}
={ω: (,Ψ : (Ω x) y)(ω= (Ω,Ψ)))}.
2) Cbin¨
ar-cartesisches Produkt von xund y
genau dann, wenn gilt:
C=x×y.
#6 MENGENLEHRE 9
6-4. Da es sich bei dem neu eingef¨
uhrten Objekt - hier: das bin¨
ar-cartesische
Produkt von xund y- entsprechend der Konvention der Essays um eine Klasse
handelt, kann n¨
uchtern die folgende Aussage zur Kenntnis genommen werden:
6-4(Satz)
a) x×ybin¨
ar-cartesisches Produkt von xund y.
b) Aus Cbin¨
ar-cartesisches Produkt von xund y
und Dbin¨
ar-cartesisches Produkt von xund y
folgt C=D .
Beweis 6-4 a)
Aus x×y=x×y
folgt via 6-3(Def):x×ybin¨
ar-cartesisches Produkt von xund y.
b) VS gleich (Cbin¨
ar-cartesisches Produkt von xund y)
(Dbin¨
ar-cartesisches Produkt von xund y).
1.1: Aus )Cbin¨
ar-cartesisches Produkt von xund y . . .
folgt via 6-1(Def):C=x×y.
1.2: Aus )...Dbin¨
ar-cartesisches Produkt von xund y
folgt via 6-1(Def):D=x×y.
2: Aus 1.1C=x×y und
aus 1.2D=x×y
folgt: C=D.
10 MENGENLEHRE #6
6-5. Es folgt ein Kriterium f¨
ur das Element-Sein” einer Klasse in einem bin¨
ar-
cartesischen Produkt:
6-5(Satz)
Die Aussagen i),ii) sind ¨
axuivalent:
i) wx×y.
ii) ,Ψ : (Ω x) y)(w= (Ω,Ψ)).
Beweis 6-5 i) ii) VS gleich wx×y.
1: Aus VS gleich wx×y und
aus x×y={ω: (,Ψ : (Ω x) y)(ω= (Ω,Ψ)))}
folgt: w {ω: (,Ψ : (Ω x) y)(ω= (Ω,Ψ)))}.
2: Aus 1w {ω: (,Ψ : (Ω x) y)(ω= (Ω,Ψ)))}
folgt: ,Ψ : (Ω x) y)(w= (Ω,Ψ)).
ii) i) VS gleich ,Ψ : (Ω x) y)(w= (Ω,Ψ)).
1.1: Aus VS gleich ...x . . .
folgt via ElementAxiom: Menge.
1.2: Aus VS gleich ...Ψy . . .
folgt via ElementAxiom: Ψ Menge.
2: Aus 1.1 Menge und
aus 1.2 Ψ Menge
folgt via PaarAxiom I: (Ω,Ψ) Menge.
3: Aus VS gleich . . . w = (Ω,Ψ) und
aus 2 (Ω,Ψ) Menge
folgt: wMenge.
4: Aus VS gleich ,Ψ : (Ω x) y)(w= (Ω,Ψ)) und
aus 2wMenge
folgt: w {ω: (,Ψ : (Ω x) y)(ω= (Ω,Ψ))}.
5: aus 4w {ω: (,Ψ : (Ω x) y)(ω= (Ω,Ψ))} und
aus {ω: (,Ψ : (Ω x) y)(ω= (Ω,Ψ))}=x×y
folgt: wx×y.
#6 MENGENLEHRE 11
6-6. Die Aussagen (p, q)x×y und (px)(qy)” sind ¨
aquiyalent:
6-6(Satz)
Die Aussagen i),ii) sind ¨
aquiyalent:
i) (p, q)x×y.
ii) px und qy .
Beweis 6-6 i) ii) VS gleich (p, q)x×y.
1.1: Aus VS gleich (p, q)x×y
folgt via ElementAxiom: (p, q) Menge.
1.2: Aus VS gleich (p, q)x×y
folgt via 6-5:,Ψ : (Ω x) y)((p, q) = (Ω,Ψ)).
2.1: Aus 1.1 (p, q) Menge
folgt via PaarAxiom I: (pMenge) (qMenge).
2.2: Aus 1.2...x . . .
folgt via ElementAxiom: Menge.
2.3: Aus 1.2...Ψy . . .
folgt via ElementAxiom: Ψ Menge.
3: Aus 1.2...(p, q) = (Ω,Ψ) ,
aus 2.1pMenge. . . ,
aus 2. . . q Menge ,
aus 2.2 Menge und
aus 2.3 Ψ Menge
folgt via PaarAxiom II: (p= Ω) (q= Ψ).
4.1: Aus 3p= ... und
aus 1.2...x . . .
folgt: px.
4.2: Aus 3...q= Ψ und
aus 1.2...Ψy . . .
folgt: qy.
5: Aus 4.1 und
aus 4.2
folgt: (px)(qy).
12 MENGENLEHRE #6
Beweis 6-6 ii) i) VS gleich (px)(qy).
1.1: Aus VS gleich px . . .
folgt: p:px.
1.2: Aus VS gleich . . . q y
folgt: q:qy.
2: Aus 1.1p:px ,
aus 1.2q:qy und
aus (p, q) = (p, q)”
folgt: p, q : (px)(qy)((p, q) = (p, q)).
3: Aus 2p, q : (px)(qy)((p, q) = (p, q))
folgt via 6-5: (p, q)x×y.
#6 MENGENLEHRE 13
6-7. Es folgen vier Aussagen ¨
uber Inklusions-Eigenschaften bin¨
ar-cartesischer
Produkte. Die Beweis-Reihenfolge ist d) -a) -b) -c):
6-7(Satz)
a) Aus xz folgt x×yz×y .
b) Aus yw folgt x×yx×w .
c) Aus xz folgt x×xz×z .
d) Aus xz und yw folgt x×yz×w .
Beweis 6-7 d) VS gleich (xz)(yw).
Thema1 αx×y.
2: Aus Thema1αx×y
folgt via 6-5:
,Ψ : (Ω x) y)(α= (Ω,Ψ)).
3.1: Aus 2...x . . . und
aus VS gleich xz . . .
folgt via 0-4: z.
3.2: Aus 2...Ψy . . . und
aus VS gleich . . . y w
folgt via 0-4: Ψ w.
4: Aus 3.1 z und
aus 3.2 Ψ w
folgt via 6-6: (Ω,Ψ) z×w.
5: Aus 2. . . α = (Ω,Ψ) und
aus 4 (Ω,Ψ) z×w
folgt: αz×w.
Ergo Thema1:α: (αx×y)(αz×w).
Konsezuenz via 0-2(Def):x×yz×w.
14 MENGENLEHRE #6
Beweis 6-7 a) VS gleich xz.
1: Via 0-6 gilt: yy.
2: Aus VS gleich xz und
aus 1yy
folgt via des bereits bewiesenen d):x×yz×y.
b) VS gleich yw.
1: Via 0-6 gilt: xx.
2: Aus 1xx und
aus VS gleich yw
folgt via des bereits bewiesenen d):x×yx×w.
c) VS gleich xz.
Aus VS gleich xz und
aus VS gleich xz
folgt via des bereits bewiesenen d):x×xz×z.
#6 MENGENLEHRE 15
Bin¨
arCartesisches Axiom. Zum Abschluss der allgemeinen, einf¨
uhrenden Be-
trachtungen bin¨
ar-cartesischer Produkte wird axiomatisch fest gelegt, dass das
bin¨
ar-cartesische Produkt zweier Mengen eine Menge ist:
Bin¨
ar-Cartesisches Axiom
Aus xMenge” und yMenge” folgt x×yMenge” .
16 MENGENLEHRE #6
6-8. In abc) sind Aussagen ¨
uber das Element-Sein” in U×U zu finden. Aussagen
b) und c) ergeben ein Kriterium f¨
ur (p, q) U × U . Aussagen def) liefern ein
Kriterium f¨
ur (p, q)/ U × U :
6-8(Satz)
a) Aus w U × U folgt
,Ψ : (Ω Menge) Menge)(w= (Ω,Ψ)) .
b) Aus pMenge” und qMenge” folgt (p, q) U × U .
c) Aus (p, q) U × U folgt pMenge” und qMenge” .
d) Aus pUnmenge” folgt (p, q)/ U × U .
e) Aus qUnmenge” folgt (p, q)/ U × U .
f) Aus (p, q)/ U × U folgt pUnmenge” oder qUnmenge” .
Beweis 6-8 a) VS gleich w U × U.
1: Aus VS gleich w U × U
folgt via 6-5:,Ψ : (Ω U) U)(w= (Ω,Ψ)).
2.1: Aus 1... U ...
folgt via ElementAxiom: Menge.
2.2: Aus 1...Ψ U ...
folgt via ElementAxiom: Ψ Menge.
3: Aus 1,Ψ... ,
aus 2.1 Menge ,
aus 2.2 Ψ Menge und
aus 1. . . w = (Ω,Ψ)
folgt: ,Ψ : (Ω Menge) Menge) (w= (Ω,Ψ)).
#6 MENGENLEHRE 17
Beweis 6-8 b) VS gleich (pMenge) (qMenge).
1.1: Aus VS gleich pMenge. . .
folgt via 0-19:p U.
1.2: Aus VS gleich . . . q Menge
folgt via 0-19:q U.
2: Aus 1.1p U und
aus 1.2q U
folgt via 6-6: (p, q) U × U.
c) VS gleich (p, q) U × U.
1: Aus VS gleich (p, q) U × U
folgt via 6-6: (p U)(q U).
2.1: Aus 1p U ...
folgt via ElementAxiom:pMenge.
2.2: Aus 1...q U
folgt via ElementAxiom:qMenge.
3: Aus 2.1 und
aus 2.2
folgt: (pMenge) (qMenge).
d) VS gleich pUnmenge.
1: Aus VS gleich pUnmenge
folgt via 6-2: (p, q) Unmenge.
2: Aus 1 (p, q) Unmenge
folgt via 0-1: (p, q)/ U × U.
e) VS gleich qUnmenge.
1: Aus VS gleich qUnmenge
folgt via 6-2: (p, q) Unmenge.
2: Aus 1 (p, q) Unmenge
folgt via 0-1: (p, q)/ U × U.
18 MENGENLEHRE #6
Beweis 6-8 f) VS gleich (p, q)/ U × U.
1: Es gilt: (pMenge) (qMenge)
(pUnmenge) (qUnmenge).
Fallunterscheidung
1.1.Fall (pMenge) (qMenge).
2: Aus 1.1.Fall(pMenge) (qMenge)”
folgt via des bereits bewiesenen b): (p, q) U × U.
3: Es gilt 2 (p, q) U × U .
Es gilt VS gleich (p, q)/ U × U .
Ex falso quodlibet folgt: (pUnmenge) (qUnmenge).
1.2.Fall (pUnmenge) (qUnmenge).
Ende Fallunterscheidung In beiden F¨
allen gilt:
(pUnmenge) (qUnmenge).
#6 MENGENLEHRE 19
6-9. Im IGP: Identit¨
atsSatz Geordnete Paare werden die Voraussetzungen
von PaarAxiom II abgeschw¨
acht.
In 6-9 wird erstmalig in einem Satz der Essays die Notation von abgesetzten,
alternativen Voraussetzungen” - hier sind es die Voraussetzungen (p, q) Men-
ge” oder (w, v) Menge” oder p, q Mengen” oder w, v Mengen” - verwendet.
Hierbei handelt es sich um eine Notation, mit deren Hilfe Wiederholungen von
S¨
atzen ¨
ahnlicher Bauart” vermieden werden. Die Beweis-Reihenfolge ist c) -d)
-e) -f) -a) -b):
6-9(Satz) (IGP: Identit¨
atsSatz Geordnete Paare)
Es gelte:
)(p, q) = (w, v).
)
(p, q)Menge.
oder
(w, v)Menge.
oder
pMenge” und qMenge” .
oder
wMenge” und vMenge” .
Dann folgt:
a) p=w.
b) q=v.
c) pMenge.
d) qMenge.
e) wMenge.
f) vMenge.
20 MENGENLEHRE #6
Beweis 6-9
1.1: Nach ) gilt: (p, q) Menge
(w, v) Menge
(pMenge) (qMenge)
(wMenge) (vMenge).
Fallunterscheidung
1.1.1.Fall (p, q) Menge
2: Aus 1.1.1.Fall(p, q) Menge” und
aus ) (p, q) = (w, v)
folgt: (w, v) Menge.
3: Aus 1.1.1.Fall(p, q) Menge” und
aus 2
folgt: ((p, q) Menge) ((w, v) Menge).
1.1.2.Fall (w, v) Menge
2: Aus ) (p, q) = (w, v) und
aus 1.1.2.Fall(w, v) Menge”
folgt: (p, q) Menge.
3: Aus 2und
aus 1.1.2.Fall(w, v) Menge”
folgt: ((p, q) Menge) ((w, v) Menge).
...
#6 MENGENLEHRE 21
Beweis 6-9 ...
...
Fallunterscheidung
...
1.1.3.Fall (pMenge) (qMenge)
2: Aus 1.1.3.Fall(pMenge) (qMenge)”
folgt via PaarAxiom I: (p, q) Menge.
3: Aus ) (p, q) = (w, v) und
aus 2 (p, q) Menge
folgt: (w, v) Menge.
4: Aus 2 (p, q) Menge und
aus 3 (w, v Menge
folgt: ((p, q) Menge) ((w, v) Menge).
1.1.4.Fall (wMenge) (vMenge)
2: Aus 1.1.4.Fall(wMenge) (vMenge)”
folgt via PaarAxiom I: (w, v) Menge.
3: Aus ) (p, q) = (w, v) und
aus 2 (w, v) Menge
folgt: (p, q) Menge.
4: Aus 3 (p, q) Menge und
aus 2 (w, v) Menge
folgt: ((p, q) Menge) ((w, v) Menge).
Ende Fallunterscheidung In allen F¨
allen gilt:
A1
((p, q) Menge) ((w, v) Menge)
...
22 MENGENLEHRE #6
Beweis 6-9 ...
1.2: Aus A1 gleich (p, q) Menge. . .
folgt via PaarAxiom I: (pMenge) (qMenge).
1.3: Aus A1 gleich ...(w, v) Menge
folgt via PaarAxiom I: (wMenge) (vMenge).
2.1: Aus ) (p, q) = (w, v) ,
aus 1.2pMenge. . . ,
aus 1.2...q Menge ,
aus 1.3wMenge. . . und
aus 1.3...v Menge
folgt via PaarAxiom II: (p=w)(q=v).
2.c): Aus 1.2
folgt: pMenge.
2.d): Aus 1.2
folgt: qMenge.
2.e): Aus 1.3
folgt: wMenge.
2.f): Aus 1.3
folgt: vMenge.
3.a): Aus 2.1
folgt: p=w.
3.b): Aus 2.1
folgt: q=v.
#6 MENGENLEHRE 23
6-10. Wie in 6-8 vorweggenommen, liegt der Verdacht nahe, dass es sich bei dem
nachfolgenden KlassenTerm um U × U handelt. Dass dies genau so ist, zeigt sich
in 6-11:
6-10(Definition)
6.1() = {(λ, µ) : (λMenge) (µMenge)}
={ω: (,Ψ : (Ω Menge) Menge) (ω= (Ω,Ψ))}.
24 MENGENLEHRE #6
6-11. Der KlassenTerm 6.1() ist gleich U×U. Obwohl der Ausdruck 6.1() nicht
in 6-11 vorkommt, wird die Definition von 6.1() angegeben. Dies geschieht, um
klar zu machen, dass der in 6-11 auftretende KlassenTerm durch keine implizite
Definition” in die Essays eingef¨
uhrt wird, sondern, da mit einer eigenen Nummer
versehen, in einer vorangehenden Definition erstmalig fest gelegt wurde:
6-11(Satz)
U × U ={(λ, µ) : (λMenge)(µMenge)}.
————————————————————————————
6-10(Def) {(λ, µ) : (λMenge)(µMenge)}.
#6 MENGENLEHRE 25
Beweis 6-11
Thema1.1 α U × U.
2.1: Aus Thema1.1α U × U
folgt via ElementAxiom:αMenge.
2.2: Aus Thema1.1α U × U
folgt via 6-8:
,Ψ : (Ω Menge) Menge) (α= (Ω,Ψ)).
3: Aus 2.2,Ψ : (Ω Menge) Menge)
(α= (Ω,Ψ))” und
aus 2.1αMenge
folgt:
α {ω: (,Ψ : (Ω Menge) Menge) (ω= (Ω,Ψ))}.
4: Aus 3α {ω: (,Ψ : (Ω Menge) Menge)
(ω= (Ω,Ψ))} und
aus {ω: (,Ψ : (Ω Menge) Menge)(ω= (Ω,Ψ))}
={(λ, µ) : (λMenge) (µMenge)}
folgt: α {(λ, µ) : (λMenge) (µMenge)}.
Ergo Thema1.3:α: (α U × U)(α {(λ, µ) : (λMenge) (µMenge))}.
Konsequenz via 0-2(Def):
A1
U × U {(λ, µ) : (λMenge) (µMenge)}
26 MENGENLEHRE #6
Beweis 6-11 ...
Thema1.2 α {(λ, µ) : (λMenge) (µMenge)}.
2: Aus Thema1.2α {(λ, µ) : (λMenge)(µMenge)} und
aus {(λ, µ) : (λMenge) (µMenge)}
={ω: (,Ψ : (Ω Menge) Menge) (ω= (Ω,Ψ))}
folgt:
α {ω: (,Ψ : (Ω Menge) Menge) (ω= (Ω,Ψ))}.
3: aus 2α {ω: (,Ψ : (Ω Menge) Menge)
(ω= (Ω,Ψ))}
folgt: ,Ψ : (Ω Menge) Menge) (α= (Ω,Ψ)).
4: Aus 3... Menge. . . und
aus 3...Ψ Menge
folgt via 6-8: (Ω,Ψ) U × U.
5: Aus 3. . . α = (Ω,Ψ) und
aus 4 (Ω,Ψ) U × U
folgt: α U × U.
Ergo Thema1.2:α: (α {(λ, µ) : (λMenge) (µMenge)})(α U × U).
Konsequenz via 0-2(Def):A2
{(λ, µ) : (λMenge) (µMenge)} U × U
1.3: Aus A1 gleich U × U {(λ, µ) : (λMenge) (µMenge)} und
aus A2 gleich {(λ, µ) : (λMenge) (µMenge)} U × U
folgt via GleichheitsAxiom:
U × U ={(λ, µ) : (λMenge) (µMenge)}.
#6 MENGENLEHRE 27
6-12. Es folgen f¨
unf Resultate ¨
uber U × U. Aussage e) wird im Zusammenhang
mit Relationen gebraucht:
6-12(Satz)
a) 0/ U × U.
b) U × U U.
c) U × U 6=U.
d) U 6⊆ U × U.
e) x×y U × U.
Beweis 6-12 a)
1: Es gilt: (0 U × U)(0 / U × U).
Fallunterscheidung
1.1.Fall 0 U × U.
2: Aus 1.1.Fall0 U × U
folgt via 6-8:,Ψ : (Ω Menge) Menge) (0 = (Ω,Ψ)).
3: Es gilt 2 0 = (Ω,Ψ) .
Via PaarAxiom I gilt 0 6= (Ω,Ψ)” .
Ex falso quodlibet folgt: 0 / U × U.
1.2.Fall 0/ U × U.
Ende Fallunterscheidung In beiden F¨
allen gilt: 0 / U × U.
b) Via 0-18 gilt: U × U U.
28 MENGENLEHRE #6
Beweis 6-12 c)
1.1: Via des bereits bewiesenen a) gilt: 0 / U × U.
1.2: Via 0-18 gilt: 0 U.
2: Aus 1.2 0 U und
aus 1.1 0 / U × U
folgt via 0-10:U 6=U × U.
3: Aus 2
folgt: U × U 6=U.
d)
1.1: Via des bereits bewiesenen c) gilt: U × U 6=U.
1.2: Via des bereits bewiesenen b) gilt: U × U U.
2: Aus 1.1U × U 6=U und
aus 1.2U × U U
folgt via 0-10:U 6⊆ U × U.
e)
1.1: Via 0-18 gilt: x U.
1.2: Via 0-18 gilt: y U.
2: Aus 1.1x U und
aus 1.2y U
folgt via 6-7:x×y U × U.
#6 MENGENLEHRE 29
6-13. Es folgen sechs Aussagen ¨
uber bin¨
ar-cartesische Produkte, in denen die
leere Menge eine Rolle spielt. Aussagen c) und d) ergeben ein Kriterium f¨
ur
x×y= 0” und Aussagen e) und f) ergeben ein Kriterium f¨
ur 0 6=x×y .
Die BeweisReihenfolge ist a) -b) -e) -f) -c) -d):
6-13(Satz)
a) x×0 = 0.
b) 0×y= 0.
c) Aus x×y= 0 folgt x= 0 oder y= 0 .
d) Aus x= 0 oder y= 0 folgt x×y= 0 .
e) Aus 06=x×y folgt 06=x und 06=y .
f) Aus 06=x und 06=y folgt 06=x×y .
Beweis 6-13 a)
Thema1 αx×0.
2: Aus Thema1αx×0
folgt via 6-5:
,Ψ : (Ω x) 0) (α= (Ω,Ψ)).
3: Es gilt 2...Ψ0... .
Via 0-19 gilt Ψ /0” .
Ex falso quodlibet folgt: α /x×0.
Ergo Thema1:α: (αx×0) (α /x×0).
Konsequenz via 0-19:x×0 = 0.
30 MENGENLEHRE #6
Beweis 6-13 b)
Thema1 α0×y.
2: Aus Thema1α0×y
folgt via 6-5:
,Ψ : (Ω 0) y)(α= (Ω,Ψ)).
3: Es gilt 2...0... .
Via 0-19 gilt /0” .
Ex falso quodlibet folgt: α /0×y.
Ergo Thema1:α: (α0×y)(α /0×y).
Konsequenz via 0-19: 0 ×y= 0.
e) VS gleich 0 6=x×y.
1: Aus VS gleich 0 6=x×y
folgt via 0-20: : x×y.
2: Aus 1...x×y
folgt via 6-5:Ψ,Φ : x) y)(Ω = ,Φ)).
3.1: Aus 2...Ψx . . .
folgt via 0-20: 0 6=x.
3.2: Aus 2...Φy . . .
folgt via 0-20: 0 6=y.
4: Aus 3.1 und
aus 3.2
folgt: (0 6=x)(0 6=y).
#6 MENGENLEHRE 31
Beweis 6-13 f) VS gleich (0 6=x)(0 6=y).
1.1: Aus VS gleich 0 6=x . . .
folgt via 0-20:Ω:Ωx.
1.2: Aus VS gleich ...06=y
folgt via 0-20:Ψ:Ψy.
2: Aus 1.1...x und
aus 1.2...Ψy
folgt via 6-6: (Ω,Ψ) x×y.
3: Aus 2 (Ω,Ψ) x×y
folgt via 0-20: 0 6=x×y.
cd)
1.1: Via des bereits bewiesenen e) gilt: (0 6=x×y)((0 6=x)(0 6=y)).
1.2: Via des bereits bewiesenen f) gilt: ((0 6=x)(0 6=y)) (0 6=x×y).
2: Aus 1.1 und
aus 1.2
folgt: (0 6=x×y)((0 6=x)(0 6=y)).
3: Aus 3
folgt: (x×y= 0) ((x= 0) (y= 0)).
4.c): Aus 3
folgt: (x×y= 0) ((x= 0) (y= 0)).
4.d): Aus 3
folgt: ((x= 0) (y= 0)) (x×y= 0).
32 MENGENLEHRE #7
Definitions-Bereich.dom x.
Bild-Bereich.ran x.
dom ran Axiom.
Ersterstellung: 12/09/05 Letzte ¨
Anderung: 07/05/11
#7 MENGENLEHRE 33
7-1. Der Definitions-Bereich von xbesteht genau aus jenen Mengen ω, f¨
ur die
es gibt, so dass (ω, Ω) x. In 7-2 stellt sich heraus, dass dieses eine Menge
ist. Klarer Weise ist hier die Reihenfolge, in der ωund im geordneten Paar
erscheinen, von Bedeutung. Die umgekehrte Reihenfolge tritt beim Bild-Bereich
von xauf, siehe 7-3(Def).
Die Abk¨
urzung dom x f¨
ur den Definitions-Bereich von xerinnert an die engli-
sche Bezeichnung domain” f¨
ur Definitions-Bereich” .
Interessanter Weise wird der Definitions-Bereich f¨
ur beliebige Klassen xin die
Essays eingef¨
uhrt. Dies geschieht ungeachtet der Tatsache, dass in den meisten
vertrauten Anwendungen Definitions-Bereiche f¨
ur Relationen oder Funktionen
betrachtet werden:
7-1(Definition)
1) dom x
=7.0(x) = {ω: ( : (ω, Ω) x)}.
2) CDefinitions-Bereich von x genau dann, wenn gilt:
C=dom x.
34 MENGENLEHRE #7
7-2. Klarer Weise ist dom x der Definitions-Bereich von x, siehe a). In c) wird
die definierende Eigenschaft von dom xin einer kurzen, in Beweisen leicht zu
verwendenden Aussage zusammengefasst.
Gem¨
d) ist jede Klasse mit nicht-leerem Definitions-Bereich eine nicht-leere
Klasse. In 7-11 ist erg¨
anzend hierzu fest gestellt, dass es nicht-leere Klassen -
n¨
amlich zunmindest {0} - mit leerem Definitions-Bereich gibt:
7-2(Satz)
a) dom xDefinitions-Bereich von x.
b) Aus CDefinitions-Bereich von x
und DDefinitions-Bereich von x
folgt C=D .
c) Aus pdom x folgt : (Ω Menge)((p, Ω) x).
d) Aus 06=dom x folgt 06=x .
#7 MENGENLEHRE 35
Beweis 7-2 a)
Aus dom x=dom x
folgt via 7-1(Def):dom xDefinitions-Bereich von x.
b) VS gleich (CDefinitions-Bereich von x)(DDefintions-Bereich von x).
1.1: Aus VS gleich CDefinitions-Bereich von x . . .
folgt via 7-1(Def):C=dom x.
1.2: Aus VS gleich ...DDefinitions-Bereich von x
folgt via 7-1(Def):D=dom x.
2: Aus 1.1C=dom x und
aus 1.2D=dom x
folgt: C=D.
c) VS gleich pdom x.
1: Aus VS gleich pdom x und
aus dom x={ω: ( : (ω, Ω) x)}
folgt: p {ω: ( : (ω, Ω) x)}.
2: Aus 1p {ω: ( : (ω, Ω) x)}
folgt: : (p, Ω) x.
3: Aus 2 (p, Ω) x
folgt via ElementAxiom: (p, Ω) Menge.
4: Aus 3 (p, Ω) Menge
folgt via PaarAxiom I: Menge.
5: Aus 2... ,
aus 4 Menge und
aus 2...(p, Ω) x
folgt: : (Ω Menge) ((p, Ω) x).
d) VS gleich 0 6=dom x.
1: Aus VS gleich 0 6=dom x
folgt via 0-20: : dom x.
2: Aus 1...dom x
folgt via des bereits bewiesenen b):Ψ : Menge) ((Ω,Ψ) x).
3: Aus 2...(Ω,Ψ) x
folgt via 0-20: 0 6=x.
36 MENGENLEHRE #7
7-3. Der Bild-Bereich von xbesteht genau aus jenen Mengen ω, f¨
ur die es
gibt, so dass (Ω, ω)x. In 7-4 stellt sich heraus, dass dieses eine Menge
ist. Klarer Weise ist hier die Reihenfolge, in der die Mengen und ωim geord-
neten Paar erscheinen, von Bedeutung. Die umgekehrte Reihenfolge tritt beim
Definitions-Bereich von xauf, siehe 7-1(Def).
Die Abk¨
urzung ran x f¨
ur den Bild-Bereich von xerinnert an die englische Be-
zeichnung range” f¨
ur Bild-Bereich” .
Interessanter Weise wird der Bild-Bereich f¨
ur beliebige Klassen xin die Essays ein-
gef¨
uhrt. Dies geschieht ungeachtet der Tatsache, dass in den meisten vertrauten
Anwendungen Bild-Bereiche f¨
ur Relationen oder Funktionen betrachtet werden:
7-3(Definition)
1) ran x
=7.1(x) = {ω: ( : (Ω, ω)x)}.
2) CBild-Bereich von x genau dann, wenn gilt:
C=ran x.
#7 MENGENLEHRE 37
7-4. Klarer Weise ist ran x der Bild-Bereich von x, siehe a). In c) wird die
definierende Eigenschaft von ran xin einer kurzen, in Beweisen leicht zu verwen-
denden Aussage zusammengefasst.
Gem¨
d) ist jede Klasse mit nicht-leerem Bild-Bereich eine nicht-leere Klasse.
In 7-11 ist erg¨
anzend hierzu fest gestellt, dass es nicht-leere Klassen - n¨
amlich
zunmindest {0} - mit leerem Bild-Bereich gibt:
7-4(Satz)
a) ran xBild-Bereich von x.
b) Aus CBild-Bereich von x und DBild-Bereich von x
folgt C=D .
c) Aus qran x folgt : (Ω Menge)((Ω, q)x) .
d) Aus 06=ran x folgt 06=x .
38 MENGENLEHRE #7
Beweis 7-4 a)
Aus ran x=ran x
folgt via 7-3(Def):ran xBild-Bereich von x.
b) VS gleich (CBild-Bereich von x(DBild-Bereich von x).
1.1: Aus VS gleich CBild-Bereich von x . . .
folgt via 7-3(Def):C=ran x.
1.2: Aus VS gleich ...DBild-Bereich von x
folgt via 7-3(Def):D=ran x.
2: Aus 1.1C=ran x und
aus 1.2D=ran x
folgt: C=D.
c) VS gleich qran x.
1: Aus VS gleich qran x und
aus ran x={ω: ( : (Ω, ω)x)}
folgt: q {ω: ( : (Ω, ω)x)}.
2: Aus 1q {ω: ( : (Ω, ω)x)}
folgt: : (Ω, q)x.
3: Aus 2...(Ω, q)x
folgt via ElementAxiom: (Ω, q) Menge.
4: Aus 3 (Ω, q) Menge
folgt via PaarAxiom I: Menge.
5: Aus 2... ,
aus 4 Menge und
aus 2...(Ω, q)x
folgt: : (Ω Menge) ((Ω, q)x).
e) VS gleich 0 6=ran x.
1: Aus VS gleich 0 6=ran x
folgt via 0-20:Ω:Ωran x.
2: Aus 1...ran x
folgt via des bereits bewiesenen b):Ψ : Menge) ((Ψ,Ω) x).
3: Aus 2...,Ω) x
folgt via 0-20: 0 6=x.
#7 MENGENLEHRE 39
7-5. Hier sind hinreichende Bedingungen f¨
ur das Element-Sein” im Definitions-
oder Bild-Bereich zu finden:
7-5(Satz)
Aus (p, q)x folgt pdom x und qran x .
Beweis 7-5
1.1: Aus ) (p, q)x
folgt via ElementAxiom: (p, q) Menge.
1.2: Aus ) (p, q)x
folgt: p: (p, q)x.
1.3: Aus ) (p, q)x
folgt: q: (p, q)x.
2: Aus 1.1 (p, q) Menge
folgt via PaarAxiom I: (pMenge) (qMenge).
3.1: Aus 1.2p: (p, q)x und
aus 2. . . q Menge
folgt: q {ω: ( : (Ω, ω)x)}.
3.2: Aus 1.3q: (p, q)x und
aus 2pMenge. . .
folgt: p {ω: ( : (ω, Ω) x)}.
4.a): Aus 3.2p {ω: ( : (ω, Ω) x)} und
aus {ω: ( : (ω, Ω) x)}=dom x
folgt: pdom x.
4.b): Aus 3.1q {ω: ( : (Ω, ω)x)} und
aus {ω: ( : (Ω, ω)x)}=ran x
folgt: qran x.
40 MENGENLEHRE #7
7-6. Via Negation folgen aus 7-5 hinreichende Bedingungen f¨
ur (p, q)/x :
7-6(Satz)
Aus p /dom x oder q /ran x folgt (p, q)/x .
Beweis 7-6
1: Via 7-5 gilt: ((p, q)x)((pdom x)(qran x)).
2: Aus 1
folgt: (¬((pdom x)(qran x))) (¬((p, q)x)).
3: Aus 2
folgt: ((p /dom x)(q /ran x)) ((p, q)/x).
#7 MENGENLEHRE 41
7-7. Aus den folgenden sechs Aussagen ist ersichtlich, dass Definitions- und Bild-
Bereich eng miteinander verwoben sind. Aussagen b) und e) ergeben ein Krite-
rium f¨
ur 0 6=dom x und 0 6=ran x . Aussagen c) und f) folgen aus b) und
e) via Negation und ergeben ein Kriterium f¨
ur dom x= 0” und ran x= 0” .
Die Beweis-Reihenfolge ist a) -b) -d) -e) -c) -f):
7-7(Satz)
a) Aus pdom x folgt : (Ω ran x)((p, Ω) x) .
b) Aus 06=dom x folgt 06=ran x .
c) Aus dom x= 0 folgt ran x= 0 .
d) Aus qran x folgt : (Ω dom x)((Ω, q)x) .
e) Aus 06=ran x folgt 06=dom x .
f) Aus ran x= 0 folgt dom x= 0 .
Beweis 7-7 a) VS gleich pdom x.
1: Aus VS gleich pdom x
folgt via 7-2: : (p, Ω) x.
2: Aus 1...(p, Ω) x
folgt via 7-5: ran x.
3: Aus 1... ,
aus 2 ran x und
aus 1.2...(p, Ω) x
folgt: : (Ω ran x)((p, Ω) x).
b) VS gleich 0 6=dom x.
1: Aus VS gleich 0 6=dom x
folgt via 0-20: : dom x.
2: Aus 1...dom x
folgt via des bereits bewiesenen a):Ψ : ran x)((Ω,Ψ) x).
3: Aus 2...Ψran x . . .
folgt via 0-20: 0 6=ran x.
42 MENGENLEHRE #7
Beweis 7-7 d) VS gleich qran x.
1: Aus VS gleich qran x
folgt via 7-4: : (Ω, q)x.
2: Aus 1.2...(Ω, q)x
folgt via 7-5: dom x.
3: Aus 1.2... ,
aus 2 dom x und
aus 1.2...(Ω, q)x
folgt: : (Ω dom x)((Ω, q)x).
e) VS gleich 0 6=ran x.
1: Aus VS gleich 0 6=ran x
folgt via 0-20:Ω:Ωran x.
2: Aus 1...ran x
folgt via des bereits bewiesenen d):Ψ : dom x)((Ψ,Ω) x).
3: Aus 2...Ψdom x . . .
folgt via 0-20: 0 6=dom x.
c) VS gleich dom x= 0.
1: Es gilt: (0 6=ran x)(ran x= 0).
Fallunterscheidung
1.1.Fall 06=ran x.
2: Aus 1.1.Fall0 6=ran x
folgt via des bereits bewiesenen e): 0 6=dom x.
3: Es gilt 2 0 6=dom x .
Es gilt VS gleich dom x= 0 .
Ex falso quodlibet folgt: ran x= 0.
1.2.Fall ran x= 0.
Ende Fallunterscheidung In beiden F¨
allen gilt: ran x= 0.
#7 MENGENLEHRE 43
Beweis 7-7
f) VS gleich ran x= 0.
1: Es gilt: (0 6=dom x)(dom x= 0).
Fallunterscheidung
1.1.Fall 06=dom x.
2: Aus 1.1.Fall0 6=dom x
folgt via des bereits bewiesenen b): 0 6=ran x.
3: Es gilt 2 0 6=ran x .
Es gilt VS gleich ran x= 0 .
Ex falso quodlibet folgt: dom x= 0.
1.2.Fall dom x= 0.
Ende Fallunterscheidung In beiden F¨
allen gilt: dom x= 0.
44 MENGENLEHRE #7
7-8. Es folgen zwei Aussagen ¨
uber x(U × U) und dom x,ran x:
7-8(Satz)
a) x(U × U)(dom x)×(ran x).
b) Aus dom xMenge” und ran xMenge”
folgt x(U × U)Menge” .
#7 MENGENLEHRE 45
Beweis 7-8 a)
Thema1 αx(U × U).
2: Aus Thema1αx(U × U)
folgt via 2-2: (αx)(α U × U).
3: Aus 2. . . α U × U
folgt via 6-8:
,Ψ : (Ω Menge) Menge) (α= (Ω,Ψ)).
4: Aus 3. . . α = (Ω,Ψ) und
aus 2αx . . .
folgt: (Ω,Ψ) x.
5: Aus 4 (Ω,Ψ) x
folgt via 7-5: (Ω dom x) ran x).
6: Aus 5 dom x . . . und
aus 5...Ψran x
folgt via 6-6: (Ω,Ψ) (dom x)×(ran x).
7: Aus 3. . . α = (Ω,Ψ) und
aus 6 (Ω,Ψ) (dom x)×(ran x)
folgt: α(dom x)×(ran x).
Ergo Thema1:α: (αx(U × U)) (α(dom x)×(ran x)).
Konsequenz via 0-2(Def):x(U × U)(dom x)×(ran x).
b)
1.1: Aus )dom xist ein Menge und
aus )ran xMenge
folgt via Bin¨
ar-Cartesisches Axiom: (dom x)×(ran x) Menge.
1.2: Via des bereits bewiesenen a) gilt: x(U × U)(dom x)×(ran x).
2: Aus 1.2x(U × U)(dom x)×(ran x) und
aus 1.1 (dom x)×(ran x) Menge
folgt via TeilMengenAxiom:x(U × U) Menge.
46 MENGENLEHRE #7
dom ran Axiom. Intuitiv betrachtet haben weder dom xnoch ran xmehr Elemente
als x. Also erscheint das dom ran Axiom recht kanonisch:
dom ran Axiom
Aus xMenge” folgt dom xMenge” und ran xMenge” .
#7 MENGENLEHRE 47
7-9. Vier unmittelbare Folgerungen aus dem dom ran Axiom. Klarer Weise ist
b) ein Spezialfall von a) und d) ist ein Spezialfall von c). Diese Spezialf¨
alle wer-
den in die Essays aufgenommen, um sp¨
atere Beweise ein wenig abzuk¨
urzen. Die
Pr¨
asentation der logischen Umformungen, die im Beweis zum Tragen kommen,
ist auf ein Minimum reduziert:
7-9(Satz)
a) Aus dom xUnmenge” folgt xUnmenge” .
b) Aus dom x=U folgt xUnmenge” .
c) Aus ran xUnmenge” folgt xUnmenge” .
d) Aus ran x=U folgt xUnmenge” .
48 MENGENLEHRE #7
Beweis 7-9 a)
1: Via dom ran Axiom gilt: (xMenge) (dom xMenge).
2: Aus 1
folgt: (dom xUnmenge) (xUnmenge).
b) VS gleich dom x=U.
1: Via 0UAxiom gilt: UUnmenge.
2: Aus VS gleich dom x=U und
aus 1UUnmenge
folgt: dom xUnmenge.
3: Aus 2dom xUnmenge
folgt via des bereits bewiesenen a):xUnmenge.
c)
1: Via dom ran Axiom gilt: (xMenge) (ran xMenge).
2: Aus 2
folgt: (ran xUnmenge) (xUnmenge).
d) VS gleich ran x=U.
1: Via 0UAxiom gilt: UUnmenge.
2: Aus VS gleich ran x=U und
aus 1UUnmenge
folgt: ran xUnmenge.
3: Aus 2ran xUnmenge
folgt via des bereits bewiesenen c):xUnmenge.
#7 MENGENLEHRE 49
7-10. Sowohl Definitions- als auch Bild-Bereich vergr¨
ossern sich, wenn zu einer
umfassenderen Klasse ¨
ubergegangen wird:
7-10(Satz)
a) Aus xy folgt dom xdom y .
b) Aus xy folgt ran xran y .
Beweis 7-10 a) VS gleich xy.
Thema1 αdom x.
2.1: Aus Thema1αdom x
folgt via ElementAxiom:αMenge.
2.2: Aus Thema1αdom x
folgt via 7-2: : (Ω Menge) ((α, Ω) x).
3: Aus 2.2...(α, Ω) x und
aus )xy
folgt via 0-4: (α, Ω) y.
4: Aus 3 (α, Ω) y
folgt via 7-5:αdom y.
Ergo Thema1:α: (αdom x)(αdom y).
Konsequenz via 0-2(Def):dom xdom y.
50 MENGENLEHRE #7
Beweis 7-10 b) VS gleich xy.
Thema1 αran x.
2.1: Aus Thema1αran x
folgt via ElementAxiom:αMenge.
2.2: Aus Thema1αran x
folgt via 7-4: : (Ω Menge) ((Ω, α)x).
3: Aus 2.2...(Ω, α)x und
aus )xy
folgt via 0-4: (Ω, α)y.
4: Aus 3 (Ω, α)y
folgt via 7-5:αran y.
Ergo Thema1:α: (αran x)(αran y).
Konsequenz via 0-2(Def):ran xran y.
#7 MENGENLEHRE 51
7-11. Definitions- und Bild-Bereich von 0,Uund {0}werden ermittelt. Wenig
¨
uberraschend gilt via abcd), dass Definitions- und Bild-Bereich der leeren Menge
gleich der leeren Menge ist und dass Definitions- und Bild-Bereich des Universums
gleich dem Universum ist. Via e) steht fest, dass eine Klasse - hier ist es {0} -
einen leeren Definitions-Bereich haben kann, ohne gleich der leeren Menge zu
sein. ¨
Ahnlich steht via f) steht fest, dass eine Klasse - hier ist es {0} - einen
leeren Bild-Bereich haben kann, ohne gleich der leeren Menge zu sein. In gh) wird
schließlich als Konsequenz von ab) dargelegt, dass aus 0 6=dom xoder 0 6=ran x
die Aussage 0 6=xfolgt:
7-11(Satz)
a) dom 0 = 0.
b) ran 0 = 0.
c) dom U=U.
d) ran U=U.
e) 06={0} und dom {0}= 0 .
f) 06={0} und ran {0}= 0 .
g) Aus 06=dom x folgt 06=x .
h) Aus 06=ran x folgt 06=x .
Beweis 7-11 a)
Thema1 αdom 0.
2: Aus Thema1αdom 0
folgt via 7-2: : (Ω Menge) ((α, Ω) 0).
3: Es gilt 2...(α, Ω) 0”.
Via 0-19 gilt (α, Ω) /0” .
Ex falso quodlibet folgt: α /dom 0.
Ergo Thema1:α: (αdom 0) (α /dom 0).
Konsequenz via 0-19:dom 0 = 0.
52 MENGENLEHRE #7
Beweis 7-11 b)
Thema1 αran 0.
2: Aus Thema1αran 0
folgt via 7-4: : (Ω Menge) ((Ω, α)0).
3: Es gilt 2...(Ω, α)0”.
Via 0-19 gilt (Ω, α)/0” .
Ex falso quodlibet folgt: α /ran 0.
Ergo Thema1:α: (αran 0) (α /ran 0).
Konsequenz via 0-19:ran 0 = 0.
c)
Thema1 α U.
2: Aus Thema1α U
folgt via ElementAxiom:αMenge.
3: Aus 2αMenge und
aus 2αMenge
folgt via PaarAxiom I: (α, α) Menge.
4: Aus 3 (α, α) Menge
folgt via 0-19: (α, α) U.
5: Aus 4 (α, α) U
folgt via 7-5:αdom U.
Ergo Thema1:α: (α U)(αdom U).
Konsequenz via 0-19:dom U=U.
#7 MENGENLEHRE 53
Beweis 7-11 d)
Thema1 α U.
2: Aus Thema1α U
folgt via ElementAxiom:αMenge.
3: Aus 2αMenge und
aus 2αMenge
folgt via PaarAxiom I: (α, α) Menge.
4: Aus 3 (α, α) Menge
folgt via 0-19: (α, α) U.
5: Aus 4 (α, α) U
folgt via 7-5:αran U.
Ergo Thema1:α: (α U)(αran U).
Konsequenz via 0-19:ran U=U.
54 MENGENLEHRE #7
Beweis 7-11 e)
1: Via 1-5 gilt: 0 6={0}.
2: Es gilt: (0 6=dom {0})(dom {0}= 0).
Fallunterscheidung
2.1.Fall 06=dom {0}.
3: Aus 2.1.Fall0 6=dom {0}
folgt via 0-20: : dom {0}.
4: Aus 3...dom {0}
folgt via 7-2:Ψ : Menge) ((Ω,Ψ) {0}).
5: Aus 4...(Ω,Ψ) {0}
folgt via 1-6: (Ω,Ψ) = 0.
6: Es gilt 5 (Ω,Ψ) = 0 .
Via PaarAxiom I gilt 0 6= (Ω,Ψ)” .
Ex falso quodlibet folgt: dom {0}= 0.
2.2.Fall dom {0}= 0.
Ende Fallunterscheidung In beiden F¨
allen gilt: A1
dom {0}= 0
3: Aus 1 0 6={0} und
aus A1 gleich dom {0}= 0
folgt: (0 6={0})(dom {0}= 0).
#7 MENGENLEHRE 55
Beweis 7-11 f)
1: Via 1-5 gilt: 0 6={0}.
2: Es gilt: (0 6=ran {0})(ran {0}= 0).
Fallunterscheidung
2.1.Fall 06=ran {0}.
3: Aus 2.1.Fall0 6=ran {0}
folgt via 0-20:Ω:Ωran {0}.
4: Aus 3...ran {0}
folgt via 7-4:Ψ : Menge) ((Ψ,Ω) {0}).
5: Aus 4...,Ω) {0}
folgt via 1-6: ,Ω) = 0.
6: Es gilt 5 ,Ω) = 0 .
Via PaarAxiom I gilt 0 6= ,Ω)” .
Ex falso quodlibet folgt: ran {0}= 0.
2.2.Fall ran {0}= 0.
Ende Fallunterscheidung In beiden F¨
allen gilt: A1
ran {0}= 0
3: Aus 1 0 6={0} und
aus A1 gleich ran {0}= 0
folgt: (0 6={0})(ran {0}= 0).
56 MENGENLEHRE #7
Beweis 7-11 g) VS gleich 0 6=dom x.
1: Es gilt: (x= 0) (0 6=x).
Fallunterscheidung
1.1.Fall x= 0.
2: Via des bereits bewiesenen a) gilt: dom 0 = 0.
3: Aus 1.1.Fallx= 0” und
aus 2dom 0 = 0
folgt: dom x= 0.
4: Es gilt 3dom x= 0 .
Es gilt VS gleich 0 6=dom x .
Ex falso quodlibet folgt: 0 6=x.
1.2.Fall 06=x.
Ende Fallunterscheidung In beiden F¨
allen gilt: 0 6=x.
h) VS gleich 0 6=ran x.
1: Es gilt: (x= 0) (0 6=x).
Fallunterscheidung
1.1.Fall x= 0.
2: Via des bereits bewiesenen b) gilt: ran 0 = 0.
3: Aus 1.1.Fallx= 0” und
aus 2ran 0 = 0
folgt: ran x= 0.
4: Es gilt 3ran x= 0 .
Es gilt VS gleich 0 6=ran x .
Ex falso quodlibet folgt: 0 6=x.
1.2.Fall 06=x.
Ende Fallunterscheidung In beiden F¨
allen gilt: 0 6=x.
#7 MENGENLEHRE 57
7-12. Es wird die Klasse aller Definitions-Bereiche der Elemente einer gegebenen
Klasse definiert. 7-12 und 7-14 sind ¨
ahnliche Definitionen:
7-12(Definition)
7.2(X) = {dom λ:λX}={ω: ( : (Ω X)(ω=dom Ω))}.
58 MENGENLEHRE #7
7-13. In a) ist eine notwendige Bedingung f¨
ur w {dom λ:λX} formuliert.
In b) findet sich Hinreichendes f¨
ur dom w {dom λ:λX} . Bemerkenswer-
ter Weise wird weder in a) noch in b) eine Mengen-Eigenschaft” gefordert. 7-13
und 7-15 sind in Formulierung und Beweis-F¨
uhrung ¨
ahnlich:
7-13(Satz)
a) Aus w {dom λ:λX} folgt : (w=dom Ω) (Ω X) .
b) Aus xX folgt dom x {dom λ:λX}).
————————————————————————————
7-12(Def) {dom λ:λX}.
#7 MENGENLEHRE 59
Beweis 7-13 a) VS gleich w {dom λ:λX}.
1: Aus VS gleich w {dom λ:λX} und
aus {dom λ:λX}={ω: ( : (Ω X)(ω=dom Ω))}
folgt: w {ω: ( : (Ω X)(ω=dom Ω))}.
2: Aus 1w {ω: ( : (Ω X)(ω=dom Ω))}
folgt: : (Ω X)(w=dom Ω).
3: Aus 2
folgt: : (w=dom Ω) (Ω X).
b) VS gleich xX.
1.1: Aus VS gleich xX
folgt: x:xX.
1.2: Aus VS gleich xX
folgt via ElementAxiom:xMenge.
2: Aus 1.2xMenge
folgt via dom ran Axiom:dom xMenge.
3: Aus 1.1x:xX und
aus dom x=dom x
folgt: x: (xX)(dom x=dom x).
4: Aus 3x: (xX)(dom x=dom x) und
aus 2dom xMenge
folgt: dom x {ω: ( : (Ω X)(ω=dom Ω))}.
6: Aus 5dom x {ω: ( : (Ω X)(ω=dom Ω))} und
aus {ω: ( : (Ω X)(ω=dom Ω))}={dom λ:λX}
folgt: dom x {dom λ:λX}.
60 MENGENLEHRE #7
7-14. Es wird die Klasse aller Bild-Bereiche der Elemente einer gegebenen Klasse
definiert. 7-14 und 7-12 sind ¨
ahnliche Definitionen:
7-14(Definition)
7.3(X) = {ran λ:λX}={ω: ( : (Ω X)(ω=ran Ω))}.
#7 MENGENLEHRE 61
7-15. In a) ist eine notwendige Bedingung f¨
ur w {ran λ:λX} formuliert.
In b) findet sich Hinreichendes f¨
ur dom w {ran λ:λX} . Bemerkenswerter
Weise wird weder in a) noch in b) eine Mengen-Eigenschaft” gefordert. 7-15
und 7-13 sind in Formulierung und Beweis-F¨
uhrung ¨
ahnlich:
7-15(Satz)
a) Aus w {ran λ:λX} folgt : (w=ran Ω) (Ω X) .
b) Aus xX folgt ran x {ran λ:λX}).
————————————————————————————
7-14(Def) {ran λ:λX}.
62 MENGENLEHRE #7
Beweis 7-15 a) VS gleich w {ran λ:λX}.
1: Aus VS gleich w {ran λ:λX} und
aus {ran λ:λX}={ω: ( : (Ω X)(ω=ran Ω))}
folgt: w {ω: ( : (Ω X)(ω=ran Ω))}.
2: Aus 1w {ω: ( : (Ω X)(ω=ran Ω))}
folgt: : (Ω X)(w=ran Ω).
3: Aus 2
folgt: : (w=ran Ω) (Ω X).
b) VS gleich xX.
1.1: Aus VS gleich xX
folgt: x:xX.
1.2: Aus VS gleich xX
folgt via ElementAxiom:xMenge.
2: Aus 1.2xMenge
folgt via dom ran Axiom:ran xMenge.
3: Aus 1.1x:xX und
aus ran x=ran x
folgt: x: (xX)(ran x=ran x).
4: Aus 3x: (xX)(ran x=ran x) und
aus 2ran xMenge
folgt: ran x {ω: ( : (Ω X)(ω=ran Ω))}.
6: Aus 5ran x {ω: ( : (Ω X)(ω=ran Ω))} und
aus {ω: ( : (Ω X)(ω=ran Ω))}={ran λ:λX}
folgt: ran x {ran λ:λX}.
#7 MENGENLEHRE 63
7-16. Es werden Definitions- und Bild-Bereiche im Zusammenhang mit Vereini-
gung und Durchschnitt untersucht. W¨
ahrend Definitions- und Bild-Bereich der
Vereinigung jeweils gleich der Vereinigung der Definitions- und Bild-Bereiche ist,
liegen die Verh¨
altnisse bei dem Durchschnitt anders. Es steht lediglich die Aus-
sage, dass der Definitions- und Bild-Bereich des Durchschnitts jeweils eine Teil-
Klasse des Durchschnitts der Definitions- und Bild-Bereiche ist, zur Verf¨
ugung.
Beispiele, die zeigen, dass die TeilKlassen-Aussagen” beim Durchschnitt nicht
ohne Weiteres durch Gleichungen ersetzt werden k¨
onnen, sind im Folgenden zu
finden, siehe auch 7-17(Bem):
7-16(Satz)
a) dom (SX) = Sdom λ:λX.
b) dom (TX)Tdom λ:λX.
c) ran (SX) = Sran λ:λX.
d) ran (TX)Tran λ:λX}.
e) dom (xy) = (dom x)(dom y).
f) dom (xy)(dom x)(dom y).
g) ran (xy) = (ran x)(ran y).
h) ran (xy)(ran x)(ran y).
————————————————————————————
7-12(Def) {dom λ:λX}.
7-14(Def) {ran λ:λX}.
64 MENGENLEHRE #7
Beweis 7-16 a)
Thema1.1 αdom (SX).
2: Aus Thema1.1αdom (SX)
folgt via 7-2: : (Ω Menge) ((α, Ω) SX).
3: Aus 2...(α, Ω) SX
folgt via 1-12:Ψ : ((α, Ω) Ψ) X).
4.1: Aus 3...(α, Ω) Ψ...
folgt via 7-5:αdom Ψ.
4.2: Aus 3...ΨX
folgt via 7-13:dom Ψ {dom λ:λX}.
5: Aus 4.1αdom Ψ und
aus 4.2dom Ψ {dom λ:λX}
folgt via 1-12:αS{dom λ:λX}.
Ergo Thema1.1:α: (αdom (SX)) (αS{dom λ:λX}).
Konsequenz via 0-2(Def):A1
dom (SX)S{dom λ:λX}
#7 MENGENLEHRE 65
Beweis 7-16 a) ...
Thema1.2 αS{dom λ:λX}.
2: Aus Thema1.2αS{dom λ:λX}
folgt via 1-12: : (αΩ) (Ω {dom λ:λX}).
3: Aus 2... {dom λ:λX}
folgt via 7-13:Ψ : (Ω = dom Ψ) X).
4: Aus 2. . . α ... und
aus 3... = dom Ψ...
folgt: αdom Ψ.
5: Aus 4αdom Ψ
folgt via 7-2:Φ : Menge) ((α, Φ) Ψ).
6: Aus 5...(α, Φ) Ψ und
aus 3...ΨX
folgt via 1-12: (α, Φ) SX.
7: Aus 6 (α, Φ) SX
folgt via 7-5:αdom (SX).
Ergo Thema1.2:α: (αS{dom λ:λX})(αdom (SX)).
Konsequenz via 0-2(Def):A2
S{dom λ:λX} dom (SX)
1.3: Aus A1 gleich dom (SX)S{dom λ:λX} und
aus A2 gleich S{dom λ:λX} dom (SX)
folgt via GleichheitsAxiom:dom (SX) = S{dom λ:λX}.
66 MENGENLEHRE #7
Beweis 7-16 b)
Thema1 αdom (TX).
2.1: Aus Thema1αdom (TX)
folgt via ElementAxiom:αMenge.
2.2: Aus Thema1αdom (TX)
folgt via 7-2: : (Ω Menge) ((α, Ω) TX).
Thema3 β {dom λ:λX}.
4: Aus Thema3β {dom λ:λX}
folgt via 7-13:
Ψ : (β=dom Ψ) X).
5: Aus 2.2...(α, Ω) TX und
aus 4...ΨX
folgt via 1-13: (α, Ω) Ψ.
6: Aus 5 (α, Ω) Ψ
folgt via 7-5:αdom Ψ.
7: Aus 6αdom Ψ und
aus 4...β =dom Ψ...
folgt: αβ.
Ergo Thema3:
A1
β: (β {dom λ:λX})(αβ)
4: Aus A1 gleich
β: (β {dom λ:λX})(αβ)” und
aus 2.1αMenge
folgt via 1-13:αT{dom λ:λX}.
Ergo Thema1:α: (αdom (TX)) (αT{dom λ:λX}).
Konsequenz via 0-2(Def):dom (TX)T{dom λ:λX}.
#7 MENGENLEHRE 67
Beweis 7-16 c)
Thema1.1 αran (SX).
2: Aus Thema1.1αran (SX)
folgt via 7-4: : (Ω Menge) ((Ω, α)SX).
3: Aus 2...(Ω, α)SX
folgt via 1-12:Ψ : ((Ω, α)Ψ) X).
4.1: Aus 3...(Ω, α)Ψ...
folgt via 7-5:αran Ψ.
4.2: Aus 3...ΨX
folgt via 7-15:ran Ψ {ran λ:λX}.
5: Aus 4.1αran Ψ und
aus 4.2ran Ψ {ran λ:λX}
folgt via 1-12:αS{ran λ:λX}.
Ergo Thema1.1:α: (αran (SX)) (αS{ran λ:λX}).
Konsequenz via 0-2(Def):A1
ran (SX)S{ran λ:λX}
68 MENGENLEHRE #7
Beweis 7-16 c) ...
Thema1.2 αS{ran λ:λX}.
2: Aus Thema1.2αS{ran λ:λX}
folgt via 1-12: : (αΩ) (Ω {ran λ:λX}).
3: Aus 2... {ran λ:λX}
folgt via 7-15:Ψ : (Ω = ran Ψ) X).
4: Aus 2. . . α ... und
aus 3... = ran Ψ...
folgt: αran Ψ.
5: Aus 4αran Ψ
folgt via 7-4:Φ : Menge) ((Φ, α)Ψ).
6: Aus 5..., α)Ψ und
aus 3...ΨX
folgt via 1-12: , α)SX.
7: Aus 6 , α)SX
folgt via 7-5:αran (SX).
Ergo Thema1.2:α: (αS{ran λ:λX})(αran (SX)).
Konsequenz via 0-2(Def):A2
S{ran λ:λX} ran (SX)
1.3: Aus A1 gleich ran (SX)S{ran λ:λX} und
aus A2 gleich S{ran λ:λX} ran (SX)
folgt via GleichheitsAxiom:ran (SX) = S{ran λ:λX}.
#7 MENGENLEHRE 69
Beweis 7-16 d)
Thema1 αran (TX).
2.1: Aus Thema1αran (TX)
folgt via ElementAxiom:αMenge.
2.2: Aus Thema1αran (TX)
folgt via 7-4: : (Ω Menge) ((Ω, α)TX).
Thema3 β {ran λ:λX}.
4: Aus Thema3β {ran λ:λX}
folgt via 7-15:
Ψ : (β=ran Ψ) X).
5: Aus 2.2...(Ω, α)TX und
aus 4...ΨX
folgt via 1-13: (Ω, α)Ψ.
6: Aus 5 (Ω, α)Ψ
folgt via 7-5:αran Ψ.
7: Aus 6αran Ψ und
aus 4...β =ran Ψ...
folgt: αβ.
Ergo Thema3:
A1
β: (β {ran λ:λX})(αβ)
4: Aus A1 gleich
β: (β {ran λ:λX})(αβ)” und
aus 2.1αMenge
folgt via 1-13:αT{ran λ:λX}.
Ergo Thema1:α: (αran (TX)) (αT{ran λ:λX}).
Konsequenz via 0-2(Def):ran (TX)T{ran λ:λX}.
70 MENGENLEHRE #7
Beweis 7-16 e)
Thema1.1 αdom (xy).
2: Aus Thema1.1αdom (xy)
folgt via 7-2: : (Ω Menge) ((α, Ω) xy).
3: Aus 2...(α, Ω) xy
folgt via 2-2: ((α, Ω) x)((α, Ω) y).
Fallunterscheidung
3.1.Fall (α, Ω) x.
4: Aus 3.1.Fall(α, Ω) x
folgt via 7-5:αdom x.
5: Aus 4αdom x
folgt via 2-2:α(dom x)(dom y).
3.2.Fall (α, Ω) y.
4: Aus 3.2.Fall(α, Ω) y
folgt via 7-5:αdom y.
5: Aus 4αdom y
folgt via 2-2:α(dom x)(dom y).
Ende Fallunterscheidung In beiden F¨
allen gilt:
α(dom x)(dom y).
Ergo Thema1.1:α: (αdom (xy)) (α(dom x)(dom y)).
Konsequenz via 0-2(Def):A1
dom (xy)(dom x)(dom y)
#7 MENGENLEHRE 71
Beweis 7-16 e) ...
Thema1.2 α(dom x)(dom y).
2: Aus Thema1.2α(dom x)(dom y)
folgt via 2-2: (αdom x)(αdom y).
Fallunterscheidung
2.1.Fall αdom x.
3: Aus 2.2.Fallαdom x
folgt via 7-2: : (Ω Menge) ((α, Ω) x).
4: Aus 3...(α, Ω) x
folgt via 2-2: (α, Ω) xy.
5: Aus 4 (α, Ω) xy
folgt via 7-5:αdom (xy).
2.2.Fall αdom y.
3: Aus 2.2.Fallαdom y
folgt via 7-2: : (Ω Menge) ((α, Ω) y).
4: Aus 3...(α, Ω) y
folgt via 2-2: (α, Ω) xy.
5: Aus 4 (α, Ω) xy
folgt via 7-5:αdom (xy).
Ende Fallunterscheidung
In beiden F¨
allen gilt: αdom (xy).
Ergo Thema1.2:α: (α(dom x)(dom y)) (αdom (xy)).
Konsequenz via 0-2(Def):A2
(dom x)(dom y)dom (xy)
1.3: Aus A1 gleich dom (xy)(dom x)(dom y) und
aus A2 gleich (dom x)(dom y)dom (xy) folgt
via GleichheitsAxiom:dom (xy) = (dom x)(dom y).
72 MENGENLEHRE #7
Beweis 7-16 f)
Thema1 αdom (xy).
2: Aus Thema1αdom (xy)
folgt via 7-2: : (Ω Menge) ((α, Ω) xy).
3: Aus 2...(α, Ω) xy
folgt via 2-2: ((α, Ω) x)((α, Ω) y).
4.1: Aus 3 (α, Ω) x . . .
folgt via 7-5:αdom x.
4.2: Aus 3...(α, Ω) y
folgt via 7-5:αdom y.
5: Aus 4.1αdom x und
aus 4.2αdom y
folgt via 2-2:α(dom x)(dom y).
Ergo Thema1:α: (αdom (xy)) (α(dom x)(dom y)).
Konsequenz via 0-2(Def):dom (xy)(dom x)(dom y).
#7 MENGENLEHRE 73
Beweis 7-16 g)
Thema1.1 αran (xy).
2: Aus Thema1.1αran (xy)
folgt via 7-4: : (Ω Menge) ((Ω, α)xy).
3: Aus 2.2...(Ω, α)xy
folgt via 2-2: ((Ω, α)x)((Ω, α)y).
Fallunterscheidung
3.1.Fall (Ω, α)x.
4: Aus 3.1.Fall(Ω, α)x
folgt via 7-5:αran x.
5: Aus 4αran x
folgt via 2-2:α(ran x)(ran y).
3.2.Fall (Ω, α)y.
4: Aus 3.2.Fall(Ω, α)y
folgt via 7-5:αran y.
5: Aus 4αran y
folgt via 2-2:α(ran x)(ran y).
Ende Fallunterscheidung In beiden F¨
allen gilt:
α(ran x)(ran y).
Ergo Thema1.1:α: (αran (xy)) (α(ran x)(ran y)).
Konsequenz via 0-2(Def):A1
ran (xy)(ran x)(ran y)
74 MENGENLEHRE #7
Beweis 7-16 g) ...
Thema1.2 α(ran x)(ran y).
2: Aus Thema1.2α(ran x)(ran y)
folgt via 2-2: (αran x)(αran y).
Fallunterscheidung
2.1.Fall αran x.
3: Aus 2.2.Fallαran x
folgt via 7-4: : (Ω Menge) ((Ω, α)x).
4: Aus 3...(Ω, α)x
folgt via 2-2: (Ω, α)xy.
5: Aus 4 (Ω, α)xy
folgt via 7-5:αran (xy).
2.2.Fall αran y.
3: Aus 2.2.Fallαran y
folgt via 7-4: : (Ω Menge) ((Ω, α)y).
4: Aus 3...(Ω, α)y
folgt via 2-2: (Ω, α)xy.
5: Aus 4 (Ω, α)xy
folgt via 7-5:αran (xy).
Ende Fallunterscheidung
In beiden F¨
allen gilt: αran (xy).
Ergo Thema1.2:α: (α(ran x)(ran y)) (αran (xy)).
Konsequenz via 0-2(Def):A2
(ran x)(ran y)ran (xy)
1.3: Aus A1 gleich ran (xy)(ran x)(ran y) und
aus A2 gleich (ran x)(ran y)ran (xy) folgt
via GleichheitsAxiom:ran (xy) = (ran x)(ran y).
#7 MENGENLEHRE 75
Beweis 7-16 h)
Thema1 αran (xy).
2: Aus Thema1αran (xy)
folgt via 7-4: : (Ω Menge) ((Ω, α)xy).
3: Aus 2.2...(Ω, α)xy
folgt via 2-2: ((Ω, α)x)((Ω, α)y).
4.1: Aus 3 (Ω, α)x . . .
folgt via 7-5:αran x.
4.2: Aus 3...(Ω, α)y
folgt via 7-5:αran y.
5: Aus 4.1αran x und
aus 4.2αran y
folgt via 2-2:α(ran x)(ran y).
Ergo Thema1:α: (αran (xy)) (α(ran x)(ran y)).
Konsequenz via 0-2(Def):ran (xy)(ran x)(ran y).
76 MENGENLEHRE #7
7-17. Wie in den folgenden vier Beispielen dargelegt, k¨
onnen die TeilKlassen-
Aussagen” von 7-16bdfh) nicht ohne Weiteres durch Gleichungen ersetzt werden:
7-17.Bemerkung
Die Gleichung
dom (TX) = T{dom λ:λX}
ist nicht ohne Weiteres verf¨
ugbar.
Die Gleichung
ran (TX) = T{ran λ:λX}
ist nicht ohne Weiteres verf¨
ugbar.
Die Gleichung
dom (xy) = (dom x)(dom y)”
ist nicht ohne Weiteres verf¨
ugbar.
Die Gleichung
ran (xy) = (ran x)(ran y)”
ist nicht ohne Weiteres verf¨
ugbar.
#7 MENGENLEHRE 77
7-18. Laut folgendem Beispiel ist die Gleichung
dom (TX) = T{dom λ:λX} nicht ohne Weiteres verf¨
ugbar:
7-18.BEISPIEL
Es gelte:
)pMenge.
)qMenge.
)p6=q.
)X={{(p, p)},{(p, q)}}.
Dann folgt:
a) TX= 0.
b) {dom λ:λX}={{p}}.
c) dom (TX) = 0.
d) T{dom λ:λX}) = {p}.
e) dom (TX)6=T{dom λ:λX}.
Ad a): Da p, q Mengen sind und p6=qgilt, folgt (p, p)6= (p, q), woraus sich via
1-6 ergibt, dass es kein Element in TXgeben kann.
78 MENGENLEHRE #7
7-19. Laut folgendem Beispiel ist die Gleichung
ran (TX) = T{ran λ:λX} nicht ohne Weiteres verf¨
ugbar:
7-19.BEISPIEL
Es gelte:
)pMenge.
)qMenge.
)p6=q.
)X={{(p, q)},{(q,q)}}.
Dann folgt:
a) TX= 0.
b) {ran λ:λX}={{q}}.
c) ran (TX) = 0.
d) T{ran λ:λX}) = {q}.
e) dom (TX)6=T{dom λ:λX}.
Ad a): Da p, q Mengen sind und p6=qgilt, folgt (p, q)6= (q, q), woraus sich via
1-6 ergibt, dass es kein Element in TXgeben kann.
#7 MENGENLEHRE 79
7-20. Laut folgendem Beispiel ist die Gleichung
dom (xy) = (dom x)(dom y)” nicht ohne Weiteres verf¨
ugbar:
7-20.BEISPIEL
Es gelte:
)pMenge.
)qMenge.
)p6=q.
)x={(p, p)}.
)y={(p, q)}.
Dann folgt:
a) xy= 0.
b) dom x={p}.
c) dom y={p}.
d) dom (xy) = 0.
e) (dom x)(dom y) = {p}.
f) dom (xy)6= (dom x)(dom y).
80 MENGENLEHRE #7
7-21. Laut folgendem Beispiel ist die Gleichung ran (xy) = (ran x)(ran y)”
nicht ohne Weiteres verf¨
ugbar:
7-21.BEISPIEL
Es gelte:
)pMenge.
)qMenge.
)p6=q.
)x={(p, q)}.
)y={(q,q)}.
Dann folgt:
a) xy= 0.
b) ran x={q}.
c) ran y={q}.
d) ran (xy) = 0.
e) (ran x)(ran y) = {q}.
f) ran (xy)6= (ran x)(ran y).
#7 MENGENLEHRE 81
7-22. Es folgen acht Aussagen ¨
uber Definitions- und Bild-Bereich bin¨
arer, carte-
sischer Produkte. Dabei kommt der leeren Menge eine Sonderrolle zu:
7-22(Satz)
a) dom (x×y)x.
b) Aus 06=y folgt dom (x×y) = x .
c) dom (x×0) = 0.
d) dom (0 ×y) = 0.
e) ran (x×y)y.
f) Aus 06=x folgt ran (x×y) = y .
g) ran (x×0) = 0.
h) ran (0 ×y) = 0.
Beweis 7-22 a)
Thema1 αdom (x×y).
2: Aus Thema1αdom (x×y)
folgt via 7-2: : (Ω Menge) ((α, Ω) x×y).
3: Aus 2...(α, Ω) x×y
folgt via 6-6:αx.
Ergo Thema1:α: (αdom (x×y)) (αx).
Konsequenz via 0-2(Def):dom (x×y)x.
82 MENGENLEHRE #7
Beweis 7-22 b) VS gleich 0 6=y.
1.1: Aus VS gleich 0 6=y
folgt via 0-20: : y.
Thema2 αx.
3: Aus Thema2αx und
aus 1.1...y
folgt via 6-6: (α, Ω) x×y.
4: Aus 3 (α, Ω) x×y
folgt via 7-5:αdom (x×y).
Ergo Thema2:α: (αx)(αdom (x×y)).
Konsequenz via 0-2(Def):A1
xdom (x×y)
1.2: Via des bereits bewiesenen a) gilt: dom (x×y)x.
2: Aus 1.2dom (x×y)x und aus
A1 gleich xdom (x×y) folgt
via GleichheitsAxiom:dom (x×y) = x.
c)
1: dom (x×0) 613
=dom 0711
= 0.
2: Aus 1
folgt: dom (x×0) = 0.
d)
1: dom (0 ×y)613
=dom 0711
= 0.
2: Aus 1
folgt: dom (0 ×y) = 0.
#7 MENGENLEHRE 83
Beweis 7-22 e)
Thema1 αran (x×y).
2: Aus Thema1αran (x×y)
folgt via 7-4: : (Ω Menge) ((Ω, α)x×y).
3: Aus 2...(Ω, α)x×y
folgt via 6-6:αy.
Ergo Thema1:α: (αran (x×y)) (αy).
Konsequenz via 0-2(Def):ran (x×y)y.
f) VS gleich 0 6=x.
1.1: Aus VS gleich 0 6=x
folgt via 0-20:Ω:Ωx.
Thema2 αy.
3: Aus 1.1...x und
aus Thema2αy
folgt via 6-6: (Ω, α)x×y.
4: Aus 3 (Ω, α)x×y
folgt via 7-5:αran (x×y).
Ergo Thema2:α: (αy)(αran (x×y)).
Konsequenz via 0-2(Def):A1
yran (x×y)
1.2: Via des bereits bewiesenen a) gilt: ran (x×y)y.
2: Aus 1.2ran (x×y)y und aus
A1 gleich yran (x×y) folgt
via GleichheitsAxiom:ran (x×y) = y.
84 MENGENLEHRE #7
Beweis 7-22 g)
1: ran (x×0) 613
=ran 0711
= 0.
2: Aus 1
folgt: ran (x×0) = 0.
h)
1: ran (0 ×y)613
=ran 0711
= 0.
2: Aus 1
folgt: ran (0 ×y) = 0.
#7 MENGENLEHRE 85
7-23. Es ist vermutlich wenig ¨
uberraschend, dass U × U keine Menge ist:
7-23(Satz)
U × U Unmenge.
Beweis 7-23
1: Via 0-18 gilt: 0 6=U.
2: Aus 1 0 6=U
folgt via 7-22:dom (U × U) = U.
3: Aus 2dom (U × U) = U
folgt via 7-9:U × U Unmenge.
86 MENGENLEHRE #7
7-24. Die folgenden zwei Aussagen sind als Kombination vorhergehender Resul-
tate einfach zu beweisen:
7-24(Satz)
a) dom (x(y×z)) ydom x.
b) ran (x(y×z)) zran x.
Beweis 7-24 a)
1: Via 7-16 gilt: dom (x(y×z)) (dom x)(dom (y×z)).
2: Via 7-22 gilt: dom (y×z)y.
3: Aus 2dom (y×z)y
folgt via 2-15: (dom (y×z)) dom xydom x.
4: Via KGgilt: (dom x)(dom (y×z)) = (dom (y×z)) dom x.
5: Aus 1dom (x(y×z)) (dom x)(dom (y×z)) und
aus 4 (dom x)(dom (y×z)) = (dom (y×z)) dom x
folgt: dom (x(y×z)) (dom (y×z)) dom x.
6: Aus 5dom (x(y×z)) (dom (y×z)) dom x und
aus 3 (dom (y×z)) dom xydom x
folgt via 0-6:dom (x(y×z)) ydom x.
b)
1: Via 7-16 gilt: ran (x(y×z)) (ran x)(ran (y×z)).
2: Via 7-22 gilt: ran (y×z)z.
3: Aus 2ran (y×z)z
folgt via 2-15: (ran (y×z)) ran xzran x.
4: Via KGgilt: (ran x)(ran (y×z)) = (ran (y×z)) ran x.
5: Aus 1ran (x(y×z)) (ran x)(ran (y×z)) und
aus 4 (ran x)(ran (y×z)) = (ran (y×z)) ran x
folgt: ran (x(y×z)) (ran (y×z)) ran x.
6: Aus 5ran (x(y×z)) (ran (y×z)) ran x und
aus 3 (ran (y×z)) ran xzran x
folgt via 0-6:ran (x(y×z)) zran x.
#8 MENGENLEHRE 87
injektiv.
nicht-injektiv.
Bild von Eunter x.x[E].
Ersterstellung: 12/09/05 Letzte ¨
Anderung: 11/04/11
88 MENGENLEHRE #8
8-1. Die Konzepte der Injektivit¨
at und der Nicht-Injektivit¨
at werden f¨
ur beliebige
Klassen eingef¨
uhrt. Die Phrasen xinjektiv und xnicht-injektiv sind zwar
grammatikalisch unvollst¨
andig, jedoch bestechen sie durch K¨
urze im Gebrauch:
8-1(Definition)
1) xinjektiv genau dann, wenn gilt:
α, β, γ : (((α, β)x)((γ, β)x)) (α=γ).
2) xnicht-injektiv genau dann, wenn gilt:
¬(xinjektiv).
#8 MENGENLEHRE 89
8-2. Es wird fest gestellt, welche Klassen mit welchen Eigenschaften existieren,
wenn xnicht-injektiv ist. Die Liste dieser Eigenschaften ist durchaus beeindru-
ckend und ohne Hilfsmittel kaum in gut lesbare Form zu bringen. So wird der Les-
barkeit halber ein weiteres Ausdrucksmittel in die Essays eingef¨
uhrt. Es besteht
aus einer Liste von Eigenschaften, die mit Nummern, die e. folgen, versehen
ist und der eine verbal formulierte Existenzaussage vorangestellt ist:
8-2(Satz)
Es gelte:
)xnicht-injektiv.
Dann gibt es ,Ψ,Φ, so dass gilt:
e.1) (Ω,Ψ) x.
e.2) ,Ψ) x.
e.3) 6= Φ.
Beweis 8-2
1: Aus )xnicht-injektiv
folgt via 8-1(Def):¬(xinjektiv).
2: Aus 1¬(xinjektiv)
folgt via 8-1(Def):¬(α, β, γ : (((α, β)x)((γ, β)x)) (α=γ)).
3: Aus 2
folgt: ,Ψ,Φ :
(Ω,Ψ) x
,Ψ) x
6= Φ.
90 MENGENLEHRE #8
8-3. Um nachzuweisen, dass xnicht-injektiv ist, sind drei Klassen mit speziellen
Eigenschaften aufzutreiben:
8-3(Satz)
Es gelte:
)(p, q)x.
)(w, q)x.
)p6=w.
Dann folgt xnicht-injektiv” .
Beweis 8-3
1: Es gilt: (xinjektiv) (¬(xinjektiv)).
Fallunterscheidung
1.1.Fall xinjektiv.
2: Aus )xinjektiv ,
aus ) (p, q)x und
aus ) (w, q)x
folgt via 8-1(Def):p=w.
3: Es gilt 2p=w .
Es gilt )p6=w .
Ex falso quodlibet folgt: ¬(xinjektiv).
1.2.Fall ¬(xinjektiv).
Ende Fallunterscheidung In beiden F¨
allen gilt: A1
¬(xinjektiv)
2: Aus A1 gleich ¬(xinjektiv)
folgt via 8-1(Def):xnicht-injektiv.
#8 MENGENLEHRE 91
8-4. Jede TeilKlasse einer injektiven Klasse ist injektiv. Jede Klasse, die eine
nicht-injektive Klasse umfasst, ist nicht-injektiv:
8-4(Satz)
a) Aus xy und yinjektiv” folgt xinjektiv” .
b) Aus xy und xnicht-injektiv” folgt ynicht-injektiv” .
Beweis 8-4 a) VS gleich (xy)(yinjektiv).
Thema1 ((α, β)x)((γ, β)x).
2.1: Aus Thema1 (α, β)x . . . und
aus VS gleich xy
folgt via 0-4: (α, β)y.
2.2: Aus Thema1...(γ, β)x und
aus VS gleich xy
folgt via 0-4: (γ, β)y.
3: Aus )yinjektiv ,
aus 2.1 (α, β)y und
aus 2.2 (γ, β)y
folgt via 8-1(Def):α=γ.
Ergo Thema1:α, β, γ : (((α, β)x)((γ, β)x)) (α=γ).
Konsequenz via 8-1(Def):xinjektiv.
92 MENGENLEHRE #8
Beweis 8-4 b) VS gleich (xy)(xnicht-injektiv).
1: Aus VS gleich . . . x nicht-injektiv
folgt via 8-2:,Ψ,Φ : ((Ω,Ψ) x)((Φ,Ψ) x)(Ω 6= Φ).
2.1: Aus 1...(Ω,Ψ) x . . . und
aus VS gleich xy . . .
folgt via 0-4: (Ω,Ψ) y.
2.2: Aus 1...,Ψ) x . . . und
aus VS gleich xy . . .
folgt via 0-4: ,Ψ) y.
3: Aus 2.1 (Ω,Ψ) y ,
aus 2.2 ,Ψ) y und
aus 1...6= Φ
folgt via 8-3:ynicht-injektiv.
#8 MENGENLEHRE 93
8-5. Das Bild von Eunter xbesteht aus genau jenen Mengen ω, f¨
ur die es
ein gibt, so dass Eund (Ω, ω)x. Obwohl haupts¨
achlich bei Relationen
und Funktionen verwendet, wird das Bild von Eunter xf¨
ur ansonsten beliebige
Klassen Eund xdefiniert. Interessanter Weise liegen schon in diesem Fall viele
der im Zusammenhang mit Relationen oder Funktionen erwarteten Resultate vor:
8-5(Definition)
1) x[E]
=8.0(E, x) = {ω: ( : (Ω E)((Ω, ω)x))}.
2) CBild von Eunter x genau dann, wenn gilt:
C=x[E].
94 MENGENLEHRE #8
8-6. Das Bild von Eunter xist x[E] - und das Bild von Eunter xist eindeutig
bestimmt:
8-6(Satz)
a) x[E]Bild von Eunter x.
b) Aus CBild von Eunter x und DBild von Eunter x
folgt C=D .
Beweis 8-6 a)
Aus x[E] = x[E]”
folgt via 8-5(Def):x[E] ist das Bild von Eunter x.
b) VS gleich (CBild von Eunter x)(DBild von Eunter x).
1.1: Aus VS gleich CBild von Eunter x . . .
folgt via 8-5(Def):C=x[E].
1.2: Aus VS gleich ...DBild von Eunter x
folgt via 8-5(Def):D=x[E].
2: Aus 1.1C=x[E] und
aus 1.2D=x[E]
folgt: C=D.
#8 MENGENLEHRE 95
8-7. Es werden drei notwendige Bedingungen f¨
ur qx[E]” angegeben:
8-7(Satz)
Es gelte:
)qx[E].
Dann gibt es , so dass gilt:
e.1) E.
e.2) dom x.
e.3) (Ω, q)x.
Beweis 8-7
1: Aus )qx[E] und
aus x[E] = {ω: ( : (Ω E)((Ω, ω)x))}
folgt: q {ω: ( : (Ω E)((Ω, ω)x))}.
2: Aus 1q {ω: ( : (Ω E)((Ω, ω)x))}
folgt: : (Ω E)((Ω, q)x).
3: Aus 2...(Ω, q)x
folgt via 7-5: dom x.
4: Aus 2... ,
aus 2...E . . . ,
aus 3 dom x und
aus 2...(Ω, q)x
folgt: :
E
dom x
(Ω, q)x.
96 MENGENLEHRE #8
8-8. Im folgenden Satz wird die - vermutlich erwartete - hinreichende Bedingung
f¨
ur qx[E]” gegeben:
8-8(Satz)
Aus (p, q)x und pE folgt qx[E] .
Beweis 8-8 VS gleich ((p, q)x)(pE).
1.1: Aus VS gleich (p, q)x . . .
folgt: p: (p, q)x.
1.2: Aus VS gleich (p, q)x . . .
folgt via ElementAxiom: (p, q) Menge.
2.1: Aus 1.1p... ,
aus VS gleich . . . p E und
aus VS gleich (p, q)x . . .
folgt: p: (pE)((p, q)x).
2.2: Aus 1.2 (p, q) Menge
folgt via PaarAxiom I:qMenge.
3: Aus 2.1p: (pE)((p, q)x) und
aus 2.2qMenge
folgt: q {ω: ( : (Ω E)((Ω, ω)x))}.
4: Aus 3q {ω: ( : (Ω E)((Ω, ω)x))} und
aus {ω: ( : (Ω E)((Ω, ω)x))}=x[E]”
folgt: qx[E].
#8 MENGENLEHRE 97
8-9. Ohne allzu viel R¨
ucksicht auf die Notationen von 8-9 zu nehmen wird das
Bild von xunter Ewird gr¨
osser, wenn x oder E durch gr¨
oßere Klassen ersetzt
wird:
8-9(Satz)
a) Aus Ee folgt x[E]x[e] .
b) Aus xy folgt x[E]y[E] .
c) Aus xy und Ee folgt x[E]y[e] .
Beweis 8-9 a) VS gleich Ee.
Thema1 αx[E].
2: Aus Thema1αx[E]
folgt via 8-7: : (Ω E)((Ω, α)x)).
3: Aus 2...E . . . und
aus VS gleich Ee
folgt via 0-4: e.
4: Aus 2...(Ω, α)x und
aus 3 e
folgt via 8-8:αx[e].
Ergo Thema1:α: (αx[E]) (αx[e]).
Konsequenz via 0-2(Def):x[E]x[e].
98 MENGENLEHRE #8
Beweis 8-9 b) VS gleich xy.
Thema1 αx[E].
2: Aus Thema1αx[E]
folgt via 8-7: : (Ω E)((Ω, α)x).
3: Aus 2...(Ω, α)x und
aus VS gleich xy
folgt via 0-4: (Ω, α)y.
4: Aus 3 (Ω, α)y und
aus 2...E . . .
folgt via 8-8:αy[E].
Ergo Thema1:α: (αx[E]) (αy[E]).
Konsequenz via 0-2(Def):x[E]y[E].
c) VS gleich (xy)(Ee).
1.1: Aus VS gleich xy . . .
folgt via des bereits bewiesenen b):x[E]y[E].
1.2: Aus VS gleich . . . E e
folgt via des bereits bewiesenen a):y[E]y[e].
2: Aus 1.1x[E]y[E] und
aus 1.2y[E]y[e]
folgt via 0-6:x[E]y[e].
#8 MENGENLEHRE 99
8-10. Das Bild von Eunter xhat Einiges mit dom xund ran xzu tzn:
8-10(Satz)
a) Aus qx[E] folgt qran x .
b) x[E]ran x.
c) x[E] = x[Edom x].
d) x[dom x] = ran x.
Beweis 8-10 a) VS gleich qx[E].
1: Aus VS gleich qx[E]
folgt via 8-7: : (Ω, q)x.
2: Aus 1...(Ω, q)x
folgt via 7-5:qran x.
b)
Thema1 αx[E].
Aus Thema1αx[E]
folgt via des bereits bewiesenen a):αran x.
Ergo Thema1:α: (αx[E]) (αran x).
Konsequenz via 0-2(Def):x[E]ran x.
100 MENGENLEHRE #8
Beweis 8-10 c)
Thema1.1 αx[E].
2: Aus Thema1.1αx[E]
folgt via 8-7:
: (Ω E)(Ω dom x)((Ω, α)x).
3: Aus 2...E . . . und
aus 2.2...dom x . . .
folgt via 2-2: Edom x.
4: Aus 2...(Ω, α)x und
aus 3 Edom x
folgt via 8-8:αx[Edom x].
Ergo Thema1.1:α: (αx[E]) (αx[Edom x]).
Konsequenz via 0-2(Def):A1
x[E]x[Edom x]
1.2: Via 2-7 gilt: Edom xE.
2: Aus 1.2Edom xE
folgt via 8-9:x[Edom x]x[E].
3: Aus A1 gleich x[E]x[Edom x] und
aus 2x[Edom x]x[E]
folgt via GleichheitsAxiom:x[E] = x[Edom x].
#8 MENGENLEHRE 101
Beweis 8-10 d)
Thema1.1 αran x.
2: Aus Thema1.1αran x
folgt via 7-4: : (Ω, α)x.
3: Aus 2...(Ω, α)x
folgt via 7-5: dom x.
4: Aus 2...(Ω, α)x und
aus 3 dom x
folgt via 8-8:αx[dom x].
Ergo Thema1.1:α: (αran x)(αx[dom x]).
Konsequenz via 0-2(Def):A1
ran xx[dom x]
1.2: Via des bereits bewiesenen b) gilt: x[dom x]ran x.
2: Aus 1.2x[dom x]ran x und
aus A1 gleich ran xx[dom x] folgt
via GleichheitsAxiom:x[dom x] = ran x.
102 MENGENLEHRE #8
8-11. Es folgen zwei hinreichende Bedingungen f¨
ur x[E] Menge” . Die Beweis-
Reihenfolge ist b) -a):
8-11(Satz)
a) Aus xMenge” folgt x[E]Menge” .
b) Aus ran xMenge” folgt x[E]Menge” .
Beweis 8-11 b) VS gleich ran xMenge.
1: Via 8-10 gilt: x[E]ran x.
2: Aus 1x[E]ran x und
aus VS gleich ran xMenge
folgt via TeilMengenAxiom:x[E] Menge.
a) VS gleich xMenge.
1: Aus VS gleich xMenge
folgt via dom ran Axiom:ran xMenge.
2: Aus 1ran xMenge
folgt via des bereits bewiesenen b):x[E] Menge.
#8 MENGENLEHRE 103
8-12. Es sind sechs Aussagen ¨
uber das Bild von Eunter xangegeben, in denen
xoder Egleich 0 oder gleich Uist:
8-12(Satz)
a) x[0] = 0.
b) 0[E] = 0.
c) x[U] = ran x.
d) Aus 06=E folgt U[E] = U .
e) U[0] = 0.
f) 0[U] = 0.
Beweis 8-12 a)
Thema1 αx[0].
2: Aus Thema1αx[0]
folgt via 8-7: : (Ω 0) ((Ω, α)x).
3: Es gilt 2...0... .
Via 0-19 gilt /0” .
Ex falso quodlibet folgt: α /x[0].
Ergo Thema1:α: (αx[0]) (α /x[0]).
Konsequenz via 0-19:x[0] = 0.
104 MENGENLEHRE #8
Beweis 8-12 b)
Thema1 α0[E].
2: Aus Thema1α0[E]
folgt via 8-7: : (Ω E)((Ω, α)0).
3: Es gilt 2...(Ω, α)0.
Via 0-19 gilt (Ω, α)/0” .
Ex falso quodlibet folgt: α /0[E].
Ergo Thema1:α: (α0[E]) (α /0[E]).
Konsequenz via 0-19: 0[E] = 0.
c)
Thema1.1 αran x.
2: Aus Thema1.1αran x
folgt via 7-4: : (Ω Menge) ((Ω, α)x).
3: Aus 2... Menge. . .
folgt via 0-19: U.
4: Aus 2...(Ω, α)x und
aus 3 U
folgt via 8-8:αx[U].
Ergo Thema1.1:α: (αran x)(αx[U]).
Konsequenz via 0-2(Def):A1
ran xx[U]
1.2: Via 8-10 gilt: x[U]ran x.
2: Aus 1.2x[U]ran x und
aus A1 gleich ran xx[U]
folgt via GleichheitsAxiom:x[U] = ran x.
#8 MENGENLEHRE 105
Beweis 8-12 d) VS gleich 0 6=E.
Thema1 α U.
2.1: Aus Thema1α U
folgt via ElementAxiom:αMenge.
2.2: Aus VS gleich 0 6=E
folgt via 0-20: : E.
3: Aus 2.2...E
folgt via ElementAxiom: Menge.
4: Aus 3 Menge und
aus 2.1αMenge
folgt via PaarAxiom I: (Ω, α) Menge.
5: Aus 4 (Ω, α) Menge
folgt via 0-19: (Ω, α) U.
6: Aus 5 (Ω, α) U und
aus 2.2...E
folgt via 8-8:α U[E].
Ergo Thema1:α: (α U)(α U[E]).
Konsequenz via 0-19:U[E] = U.
e) Via des bereits bewiesenen a) gilt: U[0] = 0.
f) Via des bereits bewiesenen b) gilt: 0[U] = 0.
106 MENGENLEHRE #8
8-13. Das Kriterium bezieht sich auf x[E] = 0” :
8-13(Satz)
Die Aussagen i),ii) sind ¨
aquivalent:
i) x[E] = 0.
ii) Edom x= 0.
Beweis 8-13 i) ii) VS gleich x[E] = 0.
Thema1 αEdom x.
2: Aus Thema1αEdom x
folgt via 2-2: (αE)(αdom x).
3: Aus 2. . . α dom x
folgt via 7-2: : (α, Ω) x.
4: Aus 3...(α, Ω) x und
aus 2αE . . .
folgt via 8-8: x[E].
5: Aus 4 x[E] und
aus VS gleich x[E] = 0
folgt: 0.
6: Es gilt 5 0”.
Via 0-19 gilt /0” .
Ex falso quodlibet folgt: α /Edom x.
Ergo Thema1:α: (αEdom x)(α /Edom x).
Konsequenz via 0-19:Edom x= 0.
ii) i) VS gleich Edom x= 0.
1: x[E]810
=x[Edom x]VS
=x[0] 812
= 0.
2: Aus 1
folgt: x[E] = 0.
#8 MENGENLEHRE 107
8-14. Durch Negation der Aussagen von 8-13 folgt ein Kriterium f¨
ur 0 6=x[E]” :
8-14(Satz)
Die Aussagen i),ii) sind ¨
aquivalent:
i) 06=x[E].
ii) 06=Edom x.
Beweis 8-14
1: Via 8-13 gilt: (x[E] = 0) (Edom x= 0).
2: Aus 1
folgt: (¬(x[E] = 0)) (¬(Edom x= 0)).
3: Aus 2
folgt: (0 6=x[E]) (0 6=Edom x).
108 MENGENLEHRE #8
8-15. Im folgenden Kriterium geht es um die Frage, wann qkein Element von
x[E] ist:
8-15(Satz)
Die Aussagen i),ii) sind ¨
aquivalent:
i) q /x[E].
ii) qUnmenge” oder α: (αE)((α, q)/x) .
Beweis 8-15 i) ii) VS gleich q /x[E].
1: Aus VS gleich q /x[E] und
aus x[E] = {ω: ( : (Ω E)((Ω, ω)x))}
folgt: q / {ω: ( : (Ω E)((Ω, ω)x))}.
2: Aus 1q / {ω: ( : (Ω E)((Ω, ω)x))}
folgt: (qUnmenge) (¬( : (Ω E)((Ω, q)x)).
3: Aus 2
folgt: (qUnmenge) (α: (αE)((α, q)/x)).
ii) i) VS gleich (qUnmenge) (α: (αE)((α, q)/x)).
1: Aus VS
folgt: (¬(qMenge)) (¬( : (Ω E)((Ω, q)x))).
2: Aus 1
folgt: ¬((qMenge) ( : (Ω E)((Ω, q)x)).
3: Aus 2
folgt: ¬(q {ω: ( : (Ω E)((Ω, ω)x))}).
4: Aus 3
folgt: q / {ω: ( : (Ω E)((Ω, ω)x))}.
5: Aus 4q / {ω: ( : (Ω E)((Ω, ω)x))} und
aus {ω: ( : (Ω E)((Ω, ω)x))}=x[E]”
folgt: q /x[E].
#8 MENGENLEHRE 109
8-16. Via Negation folgt aus 8-15 Hinreichendes f¨
ur q /x[y]” :
8-16(Satz)
Es gelte:
)α: (αEdom x)((α, q)/x).
Dann folgt q /x[E] .
Beweis 8-16
1: Es gilt: (qx[E]) (q /x[E]).
Fallunterscheidung
1.1.Fall qx[E].
2: Aus 1.1.Fallqx[E]”
folgt via 8-7: : (Ω E)(Ω dom x)((Ω, q)x).
3: Aus 2...E . . . und
aus 2...dom x...
folgt via 2-2: Edom x.
4: Aus 3...Edom x... und
aus )α: (αEdom x)((α, q)/x)
folgt: (Ω, q)/x.
5: Es gilt 4...(Ω, q)/x .
Es gilt 2 (Ω, q)x.
Ex falso quodlibet folgt: q /x[E].
1.2.Fall q /x[E].
Ende Fallunterscheidung In beiden F¨
allen gilt: q /x[E].
110 MENGENLEHRE #8
8-17. Die folgenden Aussagen betreffen Folgerungen aus q /x[E]” , wobei q
eine Menge ist und jeweils eine Zusatzpr¨
amisse zur Verf¨
ugung steht:
8-17(Satz)
a) Aus qMenge” und q /x[E] und pE folgt (p, q)/x .
b) Aus qMenge” und q /x[E] und (p, q)x folgt p /E .
Beweis 8-17 a) VS gleich (qMenge) (q /x[E]) (pE).
1: Aus VS gleich . . . q /x[E]...
folgt via 8-15: (qUnmenge) (α: (αE)((α, q)/x)).
2: Aus 1 (qUnmenge) (α: (αE)((α, q)/x)) und
aus VS gleich qMenge. . .
folgt: α: (αE)((α, q)/x).
3: Aus VS gleich . . . p E und
aus 2α: (αE)((α, q)/x)
folgt: (p, q)/x.
b) VS gleich (qMenge) (q /x[E]) ((p, q)x).
1: Es gilt: (pE)(p /E).
Fallunterscheidung
1.1.Fall pE.
2: Aus VS gleich qMenge. . .
aus VS gleich ...q /x[E]... und
aus 1.1.FallpE
folgt via des bereits bewiesenen a): (p, q)/x.
3: Es gilt 2 (p, q)/x .
Es gilt VS gleich ...(p, q)x .
Ex falso quodlibet folgt: p /E.
1.2.Fall p /E.
Ende Fallunterscheidung In beiden F¨
allen gilt: p /E.
#8 MENGENLEHRE 111
8-18. Mit der folgenden Definition wird ein erster Weg f¨
ur KlassenAlgebra mit
Bildern von Xunter Efrei gemacht. Bei {λ[E] : λX} handelt es sich um
die Klasse aller Bilder einer festen Klasse Eunter den Mengen λaus einer Klasse
X. Die Begriffsbildung ist ¨
ahnlich zu, aber ungleich der Definition 8-22:
8-18(Definition)
8.1(X, E) = {λ[E]:λX}={ω: ( : (Ω X)(ω= Ω[E]))}.
112 MENGENLEHRE #8
8-19. In a) wird einiges gesagt, was aus w {λ[E] : λX} folgt. In b)
wird fest gestellt, dass aus wE die Aussage w[X] {λ[X] : λE} folgt.
Interessanter Weise wird in beiden Aussagen keine Mengen-Eigenschaft” voraus
gesetzt:
8-19(Satz)
a) Aus w {λ[E] : λX} folgt : (w= Ω[E]) (Ω X) .
b) Aus xX folgt x[E] {λ[E] : λX} .
————————————————————————————
8-18(Def) {λ[E] : λX}.
#8 MENGENLEHRE 113
Beweis 8-19 a) VS gleich w {λ[E]:λX}.
1: Aus VS gleich w {λ[E]:λX} und
aus {λ[E] : λX}={ω: ( : (Ω X)(ω= Ω[E]))}
folgt: w {ω: ( : (Ω X)(ω= Ω[E]))}.
2: Aus 1w {ω: ( : (Ω X)(ω= Ω[E]))}
folgt: : (Ω X)(w= Ω[E]).
3: Aus 2
folgt: : (w= Ω[E]) (Ω X).
b) VS gleich xX.
1.1: Aus VS gleich xX
folgt: x:xX.
1.2: Aus VS gleich xX
folgt via ElementAxiom:xMenge.
2: Aus 1.2xMenge
folgt via 8-11:x[E] Menge.
3: Aus 1.1x:xX und
aus x[E] = x[E]”
folgt: x: (xX)(x[E] = x[E]).
4: Aus 3x: (xX)(x[E] = x[E]) und
aus 2x[E] Menge
folgt: x[E] {ω: ( : (Ω X)(ω= Ω[E]))}.
5: Aus 4x[E] {ω: ( : (Ω X)(ω= Ω[E]))} und
aus {ω: ( : (Ω X)(ω= Ω[E]))}={λ[E]:λX}
folgt: x[E] {λ[E]:λX}.
114 MENGENLEHRE #8
8-20. Die Diskussion von 8-21 wird durch die folgenden Resultate, in denen es
um (TX)[0]” , um {λ[E] : λ0} und um {λ[0] : λX} geht, vorbereitet.
Aussagen ab) sind einfache Spezialisierungen von 8-12 und werden, weil sie gut
in den Kontext passen, angegeben:
8-20(Satz)
a) (TX)[0] = 0.
b) (T0)[0] = 0.
c) {λ[E]:λ0}= 0.
d) T{λ[E]:λ0}=U.
e) {λ[0] : λX} {0}.
f) Aus 06=X folgt {λ[0] : λX}={0} .
g) Aus 06=X folgt T{λ[0] : λX}= 0 .
————————————————————————————
8-18(Def) {λ[E] : λ0}und {λ[0] : λX}.
Beweis 8-20 a)
Via 8-12 gilt: (TX)[0] = 0.
b)
Via 8-12 gilt: (T0)[0] = 0.
#8 MENGENLEHRE 115
Beweis 8-20 c)
Thema1 α {λ[E]:λ0}.
2: Aus Thema1α {λ[E] : λ0}
folgt via 8-19: : (α= Ω[E]) (Ω 0).
3: Es gilt 2...0”.
Via 0-19 gilt /0” .
Ex falso quodlibet folgt: α / {λ[E]:λ0}.
Ergo Thema1:α: (α {λ[E]:λ0})(α / {λ[E]:λ0}).
Konsequenz via 0-19:{λ[E] : λ0}= 0.
d)
1: T{λ[E]:λ0}c)
=T0114
=U.
2: Aus 1
folgt: T{λ[E] : λ0}=U.
e)
Thema1 α {λ[0] : λX}.
2: Aus Thema1α {λ[0] : λX}
folgt via 8-19: : (α= Ω[0]) (Ω X).
3: Via 8-12 gilt: Ω[0] = 0.
4: Aus 2. . . α = Ω[0] ... und
aus 3 Ω[0] = 0
folgt: α= 0.
5: Via 1-5 gilt: 0 {0}.
6: Aus 4α= 0 und
aus 5 0 {0}
folgt: α {0}.
Ergo Thema1:α: (α {λ[0] : λX})(α {0}).
Konsequenz via 0-2(Def):{λ[0] : λX} {0}.
116 MENGENLEHRE #8
Beweis 8-20 f) VS gleich 0 6=X.
1: Aus VS gleich 0 6=X
folgt via 0-20: : X.
2: Aus 1 X
folgt via 8-19: Ω[0] {λ[0] : λX}.
3: Via 8-12 gilt: Ω[0] = 0.
4: Aus 3 Ω[0] = 0 und
aus 2 Ω[0] {λ[0] : λX}
folgt: 0 {λ[0] : λX}.
5: Aus 4 0 {λ[0] : λX}
folgt via 1-8:{0} {λ[0] : λX}.
6: Via des bereits bewiesenen e) gilt: {λ[0] : λX} {0}.
7: Aus 6{λ[0] : λX} {0} und
aus 5{0} {λ[0] : λX}
folgt via GleichheitsAxiom:{λ[0] : λX}={0}.
g) VS gleich 0 6=X.
1: Aus VS gleich 0 6=X
folgt via des bereits bewiesenen f):{λ[0] : λX}={0}.
2: T{λ[0] : λX}1
=T{0}114
= 0.
3: Aus 2
folgt: T{λ[0] : λX}= 0.
#8 MENGENLEHRE 117
8-21. Gem¨
a) ist das Bild von Eunter der Vereinigung von Xgleich der Verei-
nigung der Bilder von Eunter den Elementen von X. Diese Gleichung ¨
ubertr¨
agt
sich gem¨
f) ¨
ublicher Weise nicht auf die Durchschnittsbildung. In b) wird be-
wiesen, dass das Bild von Eunter dem Durchschnitt von Xeine TeilKlasse des
Durchschnitts der Bilder von Eunter den Elementen von Xist. In cde) werden
drei spezielle F¨
alle angegeben, in denen die TeilKlassen-Aussage” von b) durch
eine Gleichheits-Aussage” ersetzt wird:
8-21(Satz)
a) (SX)[E] = S{λ[E] : λX},
b) (TX)[E]T{λ[E] : λX}.
c) Aus pMenge” folgt (TX)[{p}] = T{λ[{p}] : λX} .
d) Aus 06=X folgt (TX)[0] = T{λ[0] : λX}= 0 .
e) Aus 06=X folgt (TX)[{p}] = T{λ[{p}] : λX} .
f) (T0)[0] 6=T{λ[0] : λ0} und
(T0)[0] = 0 und T{λ[0] : λ0}=U .
————————————————————————————
8-18(Def) {λ[E]:λX}und {λ[0] : λX}
und {λ[{p}] : λX}und {λ[0] : λ0}.
118 MENGENLEHRE #8
Beweis 8-21 a)
Thema1.1 α(SX)[E].
2: Aus Thema1.1α(SX)[E]
folgt via 8-7: : (Ω E)((Ω, α)SX).
3: Aus 2...(Ω, α)SX
folgt via 1-12:Ψ : ((Ω, α)Ψ) X).
4.1: Aus 3...(Ω, α)Ψ... und
aus 2...E . . .
folgt via 8-8:αΨ[E].
4.2: Aus 3...ΨX
folgt via 8-19: Ψ[E] {λ[E]:λX}.
5: Aus 4.1αΨ[E] und
aus 4.2 Ψ[E] {λ[E] : λX}
folgt via 1-12:αS{λ[E]:λX}.
Ergo Thema1.1:α: (α(SX)[E]) (αS{λ[E] : λX}).
Konsequenz via 0-2(Def):A1
(SX)[E]S{λ[E] : λX}
#8 MENGENLEHRE 119
Beweis 8-21 a) ...
Thema1.2 αS{λ[E]:λX}.
2: Aus Thema1.2αS{λ[E]:λX}
folgt via 1-12: : (αΩ) (Ω {λ[E]:λX}).
3: Aus 2... {λ[E]:λX}
folgt via 8-19:Ψ : (Ω = Ψ[E]) X).
4: Aus 2. . . α ... und
aus 3... = Ψ[E]...
folgt: αΨ[E].
5: Aus 4αΨ[E]
folgt via 8-7:Φ : E)((Φ, α)Ψ).
6: Aus 5..., α)Ψ und
aus 3...ΨX
folgt via 1-12: , α)SX.
7: Aus 6 , α)SX und
aus 5...ΦE . . .
folgt via 8-8:α(SX)[E].
Ergo Thema1.2:α: (αS{λ[E]:λX})(α(SX)[E]).
Konsequenz via 0-2(Def):A2
S{λ[E] : λX} (SX)[E]
1.3: Aus A1 gleich (SX)[E]S{λ[E]:XX} und
aus A2 gleich S{λ[E] : λX} (SX)[E] folgt
via GleichheitsAxiom: (SX)[E] = S{λ[E]:λX}.
120 MENGENLEHRE #8
Beweis 8-21 b)
Thema1 α(TX)[E].
2.1: Aus Thema1α(TX)[E]
folgt via ElementAxiom:αMenge.
2.2: Aus Thema1α(TX)[E]
folgt via 8-7: : (Ω E)((Ω, α)TX).
Thema3.1 β {λ[E]:λX}.
4: Aus Thema3.1β {λ[E]:λX}
folgt via 8-19:Ψ : (β= Ψ[E]) X).
5: Aus 2.2...(Ω, α)TX und
aus 4...ΨX
folgt via 1-13: (Ω, α)Ψ.
6: Aus 5 (Ω, α)Ψ und
aus 2.2...E . . .
folgt via 8-8:αΨ[E].
7: Aus 6αΨ[E] und
aus 4...β = Ψ[E]...
folgt: αβ.
Ergo Thema3.1:
A1
β: (β {λ[E]:λX})(αβ)
3.2: Aus A1 gleich
β: (β {λ[E] : λX})(αβ)” und
aus 2.1αMenge
folgt via 1-13:αT{λ[E]:λX}.
Ergo Thema1:α: (α(TX)[E]) (αT{λ[E] : λX}).
Konsequenz via 0-2(Def): (TX)[E]T{λ[E]:λX}.
#8 MENGENLEHRE 121
Beweis 8-21 c) VS gleich pMenge.
Thema1.1 αT{λ[{p}] : λX}.
2.1: Aus Thema1.1αT{λ[{p}] : λX}
folgt via ElementAxiom:αMenge.
Thema2.2 βX.
3: Aus Thema2.2βX
folgt via 8-19:β[{p}] {λ[{p}] : λX}.
4: Aus Thema1.1αT{λ[p}] : λX} und
aus 3β[{p}] {λ[{p}] : λX}
folgt via 1-13:αβ[{p}].
5: Aus 4αβ[{p}]
folgt via 8-7: : (Ω {p})((Ω, α)β).
6: Aus 5... {p}...
folgt via 1-6: = p.
7: Aus 6 = p
folgt via PaarAxiom I: (Ω, α) = (p, α).
8: Aus 7 (Ω, α) = (p, α) und
aus 5...(Ω, α)β
folgt: (p, α)β.
Ergo Thema2.2:A1
β: (βX)((p, α)β)
3: Aus VS gleich pMenge und
aus 2.1αMenge
folgt via PaarAxiom I: (p, α) Menge.
4.1: Aus A1 gleich β: (βX)((p, α)β) und
aus 3 (p, α) Menge
folgt via 1-13: (p, α)TX.
4.2: Aus VS gleich pMenge
folgt via 1-3:p {p}.
...
122 MENGENLEHRE #8
Beweis 8-21 c) ...
Thema1.1 αT{λ[{p}] : λX}.
...
5: Aus 4.1 (p, α)TX und
aus 4.2p {p}
folgt via 8-8:α(TX)[{p}].
Ergo Thema1.1:α: (αT{λ[{p}] : λX})(α(TX)[{p}]).
Konsequenz via 0-2(Def):A2
T{λ[{p}] : λX} (TX)[{p}]
1.2: Via des bereits bewiesenen b) gilt: (TX)[{p}]T{λ[{p}] : λX}.
2: Aus 1.2 (TX)[{p}]T{λ[{p}] : λX} und
aus A2 gleich T{λ[{p}] : λX} (TX)[{p}]
folgt via GleichheitsAxiom: (TX)[{p}] = T{λ[{p}] : λX}.
d) VS gleich 0 6=X.
1.1: Via 8-12 gilt: (TX)[0] = 0.
1.2: Aus VS gleich 0 6=X
folgt via 8-20:T{λ[0] : λX}= 0.
2: Aus 1.1 und
aus 1.2
folgt: (TX)[0] = T{λ[0] : λX}= 0.
#8 MENGENLEHRE 123
Beweis 8-21 e) VS gleich 0 6=X.
1: Es gilt: (pMenge) (pUnmenge).
Fallunterscheidung
1.1.Fall pMenge.
Aus 1.1.FallpMenge”
folgt via des bereits bewiesenen c): (TX)[{p}] = T{λ[{p}] : λX}.
1.2.Fall pUnmenge.
2: Aus 1.2.FallpUnmenge”
folgt via 1-4:{p}= 0.
3: Aus VS gleich 0 6=X
folgt via des bereits bewiesenen d): (TX)[0] = T{λ[0] : λX}.
4: (TX)[{p}]2
= (TX)[0] 3
=T{λ[0] : λX}2
=T{λ[{p}] : λX}.
5: Aus 4
folgt: (TX)[{p}] = T{λ[{p}] : λX}.
Ende Fallunterscheidung In beiden F¨
allen gilt:
(TX)[{p}] = T{λ[{p}] : λX}.
f)
1.1: Via 8-12 gilt: (T0)[0] = 0.
1.2: Via 0-18 gilt: 0 6=U.
1.3: Via 8-20 gilt: T{λ[0] : λ0}=U.
2: Aus 1.1,
aus 1.2 und
aus 1.3
folgt: (T0)[0] 6=T{λ[0] : λ0}
(T0)[0] = 0
T{λ[0] : λ0}=U.
124 MENGENLEHRE #8
8-22. Bei {x[λ]:λE} handelt es sich um die Klasse aller Bilder von Ele-
menten einer festen Klasse Eunter einer festen Klasse x. Die Begriffsbildung ist
¨
ahnlich zu, aber ungleich der Definition 8-18. Aus diesem Grund wird auch die
anonsten eher unhandliche Variabel E eingesetzt:
8-22(Definition)
8.2(E, x) = {x[λ] : λE}={ω: ( : (Ω E)(ω=x[Ω]))}.
#8 MENGENLEHRE 125
8-23. In a) wird Notwendiges aus w {x[λ]:λE} gefolgert. In bc) wird
von Ex ausgegangen und es wird jeweils eine Zusatzbedinung formuliert,
um auf x[E] {x[λ]:λE} schließen zu k¨
onnen. Beide Zusatzbedingungen
fordern eine Mengen-Eigenschaft” ein:
8-23(Satz)
a) Aus w {x[λ]:λE} folgt : (w=x[Ω]) (Ω E) .
b) Aus EE und x[E]Menge” folgt x[E] {x[λ]:λE} .
c) Aus EE und xMenge” folgt x[E] {x[λ]:λE} .
————————————————————————————
8-22(Def) {x[λ] : λE}.
126 MENGENLEHRE #8
Beweis 8-23 a) VS gleich w {x[λ] : λE}.
1: Aus VS gleich w {x[λ]:λE} und
aus {x[λ]:λE}={ω: ( : (Ω E)(ω=x[Ω]))}
folgt: w {ω: ( : (Ω E)(ω=x[Ω]))}.
2: Aus 1w {ω: ( : (Ω E)(ω=x[Ω]))}
folgt: : (Ω E)(w=x[Ω]).
3: Aus 2
folgt: : (w=x[Ω]) (Ω E).
b) VS gleich (EE)(x[E] Menge).
1: Aus VS gleich EE...
folgt: E:EE.
2: Aus 1E:EE und
aus x[E] = x[E]”
folgt: E: (EE)(x[E] = x[E]).
3: Aus 2E: (EE)(x[E] = x[E]) und
aus VS gleich . . . x[E] Menge
folgt: x[E] {ω: ( : (Ω E)(ω=x[Ω])}.
4: Aus 3x[E] {ω: ( : (Ω E)(ω=x[Ω])} und
aus {ω: ( : (Ω E)(ω=x[Ω])}={x[λ]:λE}
folgt: x[E] {x[λ] : λE}.
c) VS gleich (EE)(xMenge).
1: Aus VS gleich . . . x Menge
folgt via 8-11:x[E] Menge.
2: Aus VS gleich EE... und
aus 1. . . x[E] Menge
folgt via des bereits bewiesenen b):x[E] {x[λ] : λE}.
#8 MENGENLEHRE 127
8-24. Es folgt eine Gleichung, die bei weiteren klassenalgebraischen Untersuchun-
gen von {x[λ]:λE} hilfreiche Beispiele liefert:
8-24(Satz)
{x[λ]:λ0}= 0.
————————————————————————————
8-22(Def) {x[λ] : λ0}.
Beweis 8-24
Thema1 α {x[λ]:λ0}.
2: Aus Thema1α {x[λ] : λ0}
folgt via 8-23: : (α=x[Ω]) (Ω 0).
3: Es gilt 2...0”.
Via 0-19 gilt /0” .
Ex falso quodlibet folgt: α / {x[λ]:λ0}.
Ergo Thema1:α: (α {x[λ] : λ0})(α / {x[λ]:λ0}).
Konsequenz via 0-19:{x[λ]:λ0}= 0.
128 MENGENLEHRE #8
8-25. Gem¨
a) ist die Vereinigung der Bilder der Elemente einer Klasse yun-
ter xeine TeilKlasse des Bildes der Vereinigung von yunter x. In bc) wird
jeweils eine Mengen-Eigenschaft” gefordert, die zur Konsequenz hat, dass aus
der TeilKlassen-Aussage” von a) eine Gleichheits-Aussage” wird. Es bleibt in
8-25 offen, ob es Klassen x, y mit S{x[λ]:λy} 6=x[Sy]” gibt. Diese Frage
wird in 8-26 beantwortet, wo mit Hilfe von Ugezeigt wird, dass diese Ungleichung
tats¨
achlich auftreten kann:
8-25(Satz)
a) S{x[λ]:λE} x[SE].
b) Aus α: (αE)(x[α]Menge) folgt
x[SE] = S{x[λ] : λE} .
c) Aus xMenge” folgt x[SE] = S{x[λ] : λE} .
————————————————————————————
8-22(Def) {x[λ]:λE}.
#8 MENGENLEHRE 129
Beweis 8-25 a)
Thema1 αS{x[λ] : λE}.
2: Aus Thema1αS{x[λ]:λE}
folgt via 1-12: : (αΩ) (Ω {x[λ] : λE}).
3: Aus 2... {x[λ]:λE}
folgt via 8-23:Ψ : (Ω = x[Ψ]) E).
4: Aus 2. . . α ... und
aus 3... = x[Ψ] ...
folgt: αx[Ψ].
5: Aus 4αx[Ψ]
folgt via 8-7:Φ : Ψ) ((Φ, α)x).
6: Aus 5...ΦΨ... und
aus 3...ΨE
folgt via 1-12: Φ SE.
7: Aus 5..., α)x und
aus 6 Φ SE
folgt via 8-8:αx[SE].
Ergo Thema1:α: (αS{x[λ]:λE})(αx[SE]).
Konsequenz via 0-2(Def):S{x[λ]:λE} x[SE].
130 MENGENLEHRE #8
Beweis 8-25 b) VS gleich α: (αE)(x[α] Menge).
Thema1.1 βx[SE].
2: Aus Thema1.1βx[SE]
folgt via 8-7: : (Ω SE)((Ω, β)x).
3: Aus 2...SE...
folgt via 1-12:Ψ : (Ω Ψ) E).
4.1: Aus 3...ΨE und
aus VS gleich α: (αE)(x[α] Menge)
folgt: x[Ψ] Menge.
4.2: Aus 2...(Ω, β)x und
aus 3...Ψ...
folgt via 8-8:βx[Ψ].
5: Aus 3...ΨE und
aus 4.1x[Ψ] Menge
folgt via 8-23:x[Ψ] {x[λ] : λE}.
6: Aus 4.2βx[Ψ] und
aus 5x[Ψ] {x[λ]:λE}
folgt via 1-12:βS{x[λ] : λE}.
Ergo Thema1.1:β: (βx[SE]) (βS{x[λ] : λE}).
Konsequenz via 0-2(Def):A1
x[SE]S{x[λ]:λE}
1.2: Via des bereits bewiesenen a) gilt: S{x[λ] : λE})x[SE].
2: Aus A1 gleich x[Sλ]S{x[λ]:λE} und
aus 1.2S{x[λ] : λE} x[SE]
folgt via GleichheitsAxiom:x[SE] = S{x[λ] : λE}.
#8 MENGENLEHRE 131
Beweis 8-25 c) VS gleich xMenge.
Thema1.1 αE.
Aus VS gleich xMenge
folgt via 8-11:x[α] Menge.
Ergo Thema1.1:A1
α: (αE)(x[α] Menge)
1.2: Aus A1 gleich α: (αE)(x[α] Menge)
folgt via des bereits bewiesenen b):x[SE] = S{x[λ] : λE}.
132 MENGENLEHRE #8
8-26. Es wird die offene Frage, ob es y, Emit y[SE]6=S{y[λ] : λE} gibt,
unter Verwendung von y=Upositiv gekl¨
art.
Die Pr¨
amisse von d) ist 0 6=E6={0} . Hiermit ist na¨
urlich (0 6=E)(E6=
{0})” gemeint. Diese Notation ist im Vergleich zu der ausf¨
uhrlichen Schreibweise
knackiger und wird immer wieder eingesetzt:
8-26(Satz)
a) {U[λ]:λE} {0}.
b) S{U[λ]:λE}= 0.
c) Aus U[SE] = S{U[λ]:λE} folgt E= 0 oder E={0} .
d) Aus 06=E6={0} folgt U[SE]6=S{U[λ]:λE} .
e) U[SU]6=S{U[λ]:λ U} und
U[SU] = U und S{U[λ] : λ U} = 0 .
————————————————————————————
8-22(Def) {U[λ]:λE}und {U[λ] : λ U} .
#8 MENGENLEHRE 133
Beweis 8-26 a)
Thema1 α {U[λ] : λE}.
2.1: Aus Thema1α {U[λ] : λE}
folgt via ElementAxiom:αMenge.
2.2: Aus Thema1α {U[λ] : λE}
folgt via 8-23: : (α=U[Ω]) (Ω E).
3: Aus 2.2...α=U[Ω] ... und
aus 2.1αMenge
folgt: U[Ω] Menge.
4.1: Es gilt: (0 6= Ω) (Ω = 0).
Fallunterscheidung
4.1.1.Fall 06= Ω.
5: Aus 4.1.1.Fall0 6= Ω”
folgt via 8-12:U[Ω] = U.
6: Aus 5U[Ω] = U und
aus 3U[Ω] Menge
folgt: UMenge.
7: Es gilt 6UMenge .
Via 0UAxiom gilt UUnmenge” .
Ex falso quodlibet folgt: = 0.
4.1.2.Fall = 0.
Ende Fallunterscheidung In beiden F¨
allen gilt:
A1
= 0
...
134 MENGENLEHRE #8
Beweis 8-26 a) ...
Thema1 α {U[λ] : λE}.
...
4.2: Aus 2.2...α=U[Ω] ... und
aus A1 gleich = 0
folgt: α=U[0].
5: Via 8-12 gilt: U[0] = 0.
6.1: Aus 4.2α=U[0] und
aus 5U[0] = 0
folgt: α= 0.
6.2: Via 1-5 gilt: 0 {0}.
7: Aus 6.1α= 0 und
aus 6.2 0 {0}
folgt: α {0}.
Ergo Thema1:α: (α {U[λ]:λE})(α {0}).
Konsequenz via 0-2(Def):{U[λ] : λE} {0}.
b)
1: Via des bereits bewiesenen a) gilt: {U[λ] : λE} {0}.
2: Aus 1{U[λ]:λE} {0}
folgt via 1-15:S{U[λ] : λE} S{0}.
3: Via 1-14 gilt: S{0}= 0.
4: Aus 2S{U[λ] : λE} S{0} und
aus 3S{0}= 0
folgt: S{U[λ] : λE} 0.
5: Aus 4S{U[λ] : λE} 0
folgt via 0-18:S{U[λ] : λE}= 0.
#8 MENGENLEHRE 135
Beweis 8-26 c) VS gleich U[SE] = S{U[λ] : λE}.
1: Via des bereits bewiesenen b) gilt: S{U[λ] : λE}= 0.
2: Aus VS gleich U[SE] = S{U[λ]:λE} und
aus 1S{U[λ]:λE}= 0
folgt: U[SE] = 0.
3: Aus 2U[SE] = 0
folgt via 8-13: (SE)(dom U) = 0.
4: Via 7-11 gilt: dom U=U.
5: 03
= (SE)(dom U)4
= (SE) U 217
=SE.
6: Aus 5 0 = ...=SE
folgt: SE= 0.
7: Aus 5SE= 0
folgt via 1-18: (E= 0) (E={0}).
d) VS gleich 0 6=E6={0}.
1: Aus VS gleich 0 6=E6={0}
folgt: (0 6=E)(E6={0}).
2: Es gilt: U[SE] = S{U[λ] : λE}
U[SE]6=S{U[λ] : λE}.
Fallunterscheidung
2.1.Fall U[SE] = S{U[λ]:λE}.
3: Aus 2.1.FallU[SE] = S{U[λ] : λE}
folgt via des bereits bewiesenen c): (E= 0) (E={0}).
4: Es gilt 3 (E= 0) (E={0}) .
Es gilt 1 (0 6=E)(E6={0}) .
Ex falso quodlibet folgt: U[SE]6=S{U[λ]:λE}.
2.2.Fall U[SE]6=S{U[λ]:λE}.
Ende Fallunterscheidung In beiden F¨
allen gilt:
U[SE]6=S{U[λ] : λE}.
136 MENGENLEHRE #8
Beweis 8-26 e)
1.1: Via 0-18 gilt: 0 6=U.
1.2: Via des bereits bewiesenen b) gilt: S{U[λ] : λ U} = 0.
1.3: Via 1-14 gilt: SU=U.
2: Aus 1.1 0 6=U und
aus 1.3SU=U
folgt: 0 6=SU.
3: Aus 2 0 6=SU
folgt via 8-12:U[SU] = U.
4: Aus 3U[SU] = U ,
aus 1.1 0 6=U und
aus 1.2S{U[λ] : λ U} = 0
folgt: U[SU]6=S{U[λ] : λ U}
U[SU] = U
S{U[λ] : λ U} = 0.
#8 MENGENLEHRE 137
8-27. Das Bild des Durchschnitts von Eunter xist eine Teilklasse des Durch-
schnitts der Bilder der Elemente von Eunter x. Der Frage, ob es Klassen gibt, wo
Ungleichheit” oder Gleichheit” an Stelle von TeilKlasse” tritt, wird in 8-28
und 8-29 mit dem Ergebnis, dass wohl beides m¨
oglich ist, nachgegangen. Ein
Beispiel f¨
ur die Gleichheit steht via 8-29 erst dann zur Verf¨
ugung, wenn eine
injektive Menge angegeben werden kann. Injektive Mengen gibt es, doch die ent-
sprechenden Beispiele - genauer: injektive Funktionen, die Mengen sind - folgen
erst sp¨
ater. In 8-29 werden Klassen, f¨
ur die Ungleichheit besteht, angegeben:
8-27(Satz)
x[TE]T{x[λ]:λE}.
————————————————————————————
8-22(Def) {x[λ] : λE}.
138 MENGENLEHRE #8
Beweis 8-27
Thema1 αx[TE].
2.1: Aus Thema1αx[TE]
folgt via ElementAxiom:αMenge.
2.2: Aus Thema1αx[TE]
folgt via 8-7: : (Ω TE)((Ω, α)x).
Thema3.1 β {x[λ]:λE}.
4: Aus Thema3.1β {x[λ]:λE}
folgt via 8-23:Ψ : (β=x[Ψ]) E).
5: Aus 2.2...TE... und
aus 4...ΨE
folgt via 1-13: Ψ.
6: Aus 2.2...(Ω, α)x und
aus 5 Ψ
folgt via 8-8:αx[Ψ].
7: Aus 6αx[Ψ] und
aus 4...β =x[Ψ] ...
folgt: αβ.
Ergo Thema3.1:
A1
β: (β {x[λ] : λE})(αβ)
3.2: Aus A1 gleich β: (β {x[λ]:λE})(αβ) und
aus 2.1αMenge
folgt via 1-13:αT{x[λ] : λE}.
Ergo Thema1:α: (αx[TE]) (αT{x[λ] : λE}).
Konsequenz via 0-2(Def):x[TE]T{x[λ] : λE}.
#8 MENGENLEHRE 139
8-28. Obwohl die Formulierung etwas anders lautet, wird im folgenden Satz sicher
gestellt, dass f¨
ur jede injektive Menge xund f¨
ur jede nichtleere Klasse Edie
Gleichung x[TE] = T{x[λ]:λE} besteht. Im Satz wird anders gefordert,
dass f¨
ur jede Menge αEdie Klasse x[α] eine Menge sein muss. Dies ist via
8-11 der Fall, wenn xeine Menge ist:
8-28(Satz)
Es gelte:
)xinjektiv.
)06=E.
)α: (αE)(x[α]Menge).
Dann folgt x[TE] = T{x[λ]:λE} .
————————————————————————————
8-22(Def) {x[λ] : λE}.
140 MENGENLEHRE #8
Beweis 8-28
Thema1.1 βT{x[λ] : λE}.
2: Aus ) 0 6=E
folgt via 0-20: : E.
3: Aus 2.2...E und
aus )α: (αE)(x[α] Menge)
folgt: x[Ω] Menge.
4: Aus 2.2...E und
aus 3x[Ω] Menge
folgt via 8-23:x[Ω] {x[λ] : λE}.
5: Aus Thema1.1βT{x[λ]:λE} und
aus 4x[Ω] {x[λ]:λE}
folgt via 1-13:βx[Ω].
6: Aus 4βx[Ω]
folgt via 8-7:Ψ : Ω) ((Ψ, β)x).
7: Aus 6...Ψ...
folgt via ElementAxiom: Ψ Menge.
...
#8 MENGENLEHRE 141
Beweis 8-28 ...
Thema1.1 βT{x[λ] : λE}.
...
Thema8.1 γE.
9: Aus Thema8.1γE und
aus )α: (αE)(x[α] Menge)
folgt: x[γ] Menge.
10: Aus Thema8.1γE und
aus 9x[γ] Menge
folgt via 8-23:x[γ] {x[λ]:λE}.
11: Aus Thema1.1βT{x[λ] : λE} und
aus 10x[γ] {x[λ] : λE}
folgt via 1-13:βx[γ].
12: Aus 11βx[γ]
folgt via 8-7:Φ : γ)((Φ, β)x).
13: Aus )xinjektiv ,
aus 12..., β)x und
aus 6..., β)x
folgt via 8-1(Def): Φ = Ψ.
14: Aus 13 Φ = Ψ und
aus 12...Φγ . . .
folgt: Ψ γ.
Ergo Thema8.1:A2
γ: (γE) γ)
...
142 MENGENLEHRE #8
Beweis 8-28 ...
Thema1.1 βT{x[λ] : λE}.
...
8.2: Aus A2 gleich γ: (γE) γ) und
aus 7 Ψ Menge
folgt via 1-13: Ψ TE.
9: Aus 6..., β)x und
aus 8.2 Ψ TE
folgt via 8-8:βx[TE].
Ergo Thema1.1:β: (βT{x[λ]:λE})(βx[TE]).
Konsequenz via 0-2(Def):A3
T{x[λ]:λE} x[TE]
1.2: Via 8-27 gilt: x[TE]T{x[λ] : λE}.
2: Aus 1.2x[TE]T{x[λ]:λE} und
aus A3 gleich T{x[λ] : λE} x[TE]
folgt via GleichheitsAxiom:x[TE] = T{x[λ] : λE}.
#8 MENGENLEHRE 143
8-29. Aussagen abc) bereiten d) vor. Im Beweis von b) wird der als hilfreich
titulierte Satz 8-24 verwendet. In d) wird mit x=E= 0” ein Beispiel f¨
ur
x[TE]6=T{x[λ] : λE} gegeben. In diesem Zusammenhang ist interessant,
dass via 8-27 die Aussage x[TE]T{x[λ]:λE} gilt:
8-29(Satz)
a) x[T0]=ran x.
b) T{x[λ]:λ0}=U.
c) Aus x[T0] = T{x[λ]:λ0} folgt ran x=U .
d) 0[T0] 6=T{0[λ] : λ0}
und 0[T0] = 0 und T{0[λ] : λ0}=U .
————————————————————————————
8-22(Def) {x[λ] : λ0}.
144 MENGENLEHRE #8
Beweis 8-29 a)
1: x[T0] 114
=x[U]812
=ran x.
2: Aus 1
folgt: x[T0] = ran x.
b)
1: T{x[λ] : λ0}824
=T0114
=U.
2: Aus 1
folgt: T{x[λ]:λ0}=U.
c) VS gleich x[T0] = T{x[λ] : λ0}.
1.1: Via des bereits bewiesenen a) gilt: x[T0] = ran x.
1.2: Via des bereits bewiesenen b) gilt: T{x[λ]:λ0}=U.
2: Aus 1.1x[T0] = ran x und
aus VS gleich x[T0] = T{x[λ]:λ0}
folgt: ran x=T{x[λ] : λ0}.
3: Aus 2ran x=T{x[λ] : λ0} und
aus 1.2T{x[λ] : λ0}=U
folgt: ran x=U.
d)
1.1: Via 8-12 gilt: 0[T0] = 0.
1.2: Via des bereits bewiesenen b) gilt: T{0[λ] : λ0}=U.
1.3: Via 0-18 gilt: 0 6=U.
2: Aus 1.1,
aus 1.2 und
aus 1.3
folgt: 0[T0] 6=T{0[λ] : λ0}
0[T0] = 0
T{0[λ] : λ0}=U.
#9 MENGENLEHRE 145
Bild von Eunter x:,,\,∆.
xinjektiv.
x[{p}].
(x×y)[E].
Ersterstellung: 12/09/05 Letzte ¨
Anderung: 13/04/11
146 MENGENLEHRE #9
9-1. In a) wird gesagt, dass das Bild von Eunter der bin¨
aren Vereinigung von x
und ygleich der bin¨
aren Vereinigung der Bilder von Eunter xund unter yist.
Gem¨
b) ist das Bild von Eunter dem bin¨
aren Durchschnitt eine TeilKlasse
des bin¨
aren Durchschnitts der Bilder von Eunter xund unter y. Dass hier an
Stelle der TeilKlassen-Aussage” auch eine Gleichheits-Aussage” treten kann,
wird in c) bewiesen. Gem¨
c) ist das Bild von Singelton punter dem bin¨
aren
Durchschnitt von xund ygleich dem bin¨
aren Durchschnitt der Bilder von Sin-
gelton punter xund unter y. In 9-1 wird nichts weiter dar¨
uber ausgesagt, ob
die TeilKlassen-Aussage” von b) auch eine Ungleichheits-Aussage” sein kann.
Genaueres hierzu in der folgenden Bemerkung und dem anschließenden Beispiel:
9-1(Satz)
a) (xy)[E] = (x[E]) (y[E]).
b) (xy)[E](x[E]) (y[E]).
c) (xy)[{p}] = (x[{p}]) (y[{p}]).
#9 MENGENLEHRE 147
Beweis 9-1 a)
Thema1.1 α(xy)[E].
2: Aus Thema1.1α(xy)[E]
folgt via 8-7:
: (Ω E)((Ω, α)xy).
3: Aus 2...(Ω, α)xy
folgt via 2-2: ((Ω, α)x)((Ω, α)y).
Fallunterscheidung
3.1.Fall (Ω, α)x.
4: Aus 3.1.Fall(Ω, α)x und
aus 2...E...
folgt via 8-8:αx[E].
5: Aus 4αx[E]
folgt via 2-2:α(x[E]) (y[E]).
3.2.Fall (Ω, α)y.
4: Aus 3.2.Fall(Ω, α)y und
aus 2.2...E . . .
folgt via 8-8:αy[E].
5: Aus 4αy[E]
folgt via 2-2:α(x[E]) (y[E]).
Ende Fallunterscheidung In beiden F¨
allen gilt:
α(x[E]) (y[E]).
Ergo Thema1.1:α: (α(xy)[E]) (α(x[E]) (y[E])).
Konsequenz via 0-2(Def):A1
(xy)[E](x[E]) (y[E])
148 MENGENLEHRE #9
Beweis 9-1 a) ...
1.2: Via 2-7 gilt: xxy.
1.3: Via 2-7 gilt: yxy.
2.1: Aus 1.2xxy
folgt via 8-9:x[E](xy)[E].
2.2: Aus 1.3yxy
folgt via 8-9:y[E](xy)[E].
3: Aus 2.1x[E](xy)[E] und
aus 2.2y[E](xy)[E]
folgt via 2-12: (x[E]) (y[E]) (xy)[E].
4: Aus A1 gleich (xy)[E](x[E]) (y[E]) und
aus 3 (x[E]) (y[E]) (xy)[E]
folgt via GleichheitsAxiom: (xy)[E] = (x[E]) (y[E]).
b)
1.1: Via 2-7 gilt: xyx.
1.2: Via 2-7 gilt: xyy.
2.1: Aus 1.1xyx
folgt via 8-9: (xy)[E]x[E].
2.2: Aus 1.2xyy
folgt via 8-9: (xy)[E]y[E].
3: Aus 2.1 (xy)[E]x[E] und
aus 2.2 (xy)[E]y[E]
folgt via 2-12: (xy)[E](x[E]) (y[E]).
#9 MENGENLEHRE 149
Beweis 9-1 c)
1: Es gilt: (pMenge) (pUnmenge).
Fallunterscheidung
1.1.Fall pMenge.
Thema2.1 α(x[{p}]) (y[{p}]).
3: Aus Thema2.1α(x[{p}]) (y[{p}])
folgt via 2-2: (αx[{p}]) (αy[{p}]).
4.1: Aus 3αx[{p}]...
folgt via 8-7: : (Ω {p})((Ω, α)x).
4.2: Aus 3...αy[{p}]
folgt via 8-7:Ψ : {p})((Ψ, α)y).
5.1: Aus 4.1... {p}...
folgt via 1-6: = p.
5.2: Aus 4.2...Ψ {p}...
folgt via 1-6: Ψ = p.
6.1: Aus 5.1 = p
folgt via PaarAxiom I: (Ω, α) = (p, α).
6.2: Aus 5.2Ψ=p
folgt via PaarAxiom I: , α) = (p, α).
7.1: Aus 6.1(Ω, α) = (p, α) und
aus 4.1...(Ω, α)x
folgt: (p, α)x.
7.2: Aus 6.2, α) = (p, α) und
aus 4.2..., α)y
folgt: (p, α)y.
8: Aus 7.1(p, α)x und
aus 7.2 (p, α)y
folgt via 2-2: (p, α)xy.
...
...
150 MENGENLEHRE #9
Beweis 9-1 c) ...
Fallunterscheidung
1.1.Fall pMenge.
...
Thema2.1 α(x[{p}]) (y[{p}]).
...
9: Aus VS gleich pMenge
folgt via 1-3:p {p}.
10: Aus 8(p, α)xy und
aus 9p {p}
folgt via 8-8:α(xy)[{p}].
Ergo Thema2.1:α: (α(x[{p}]) (y[{p})) (α(xy)[{p}]).
Konsequenz via 0-2(Def):A3
(x[{p}]) (y[{p}]) (xy)[{p}]
2.2: Via des bereits bewiesenen b) gilt:
(xy)[{p}](x[{p}]) (y[{p}]).
3: Aus 2.2(xy)[{p}](x[{p}]) (y[{p}]) und
aus A3 gleich (x[{p}]) (y[{p}]) (xy)[{p}]
folgt via GleichheitsAxiom: (xy)[{p}] = (x[{p}]) (y[{p}]).
1.2.Fall pUnmenge.
2: Aus 1.2.FallpUnmenge”
folgt via 1-4:{p}= 0.
3: (x[{p}]) (y[{p}]) 3
= (x[0]) (y[0]) 812
= 0 y[0] 217
=y[0] 812
= 0
812
= (xy)[0] 2
= (xy)[{p}].
4: Aus 3
folgt: (xy)[{p}] = (x[{p}]) (y[{p}]).
Ende Fallunterscheidung In beiden F¨
allen gilt:
(xy)[{p}] = (x[{p}]) (y[{p}]).
#9 MENGENLEHRE 151
9-2. Wie aus Beispiel 9-3 ableitbar, kann die TeilKlassen-Aussage” von 9-1b)
nicht ohne Weiteres in eine Gleichung ¨
ubergef¨
uhrt werden:
9-2.Bemerkung
Die Gleichung
(xy)[E] = (x[E]) (y[E])”
ist nicht ohne Weiteres verf¨
ugbar.
152 MENGENLEHRE #9
9-3. Wie an Hand des folgenden Beispiels klar wird, kann die TeilKlassen-
Aussage” von 9-1b) nicht ohne Weiteres in eine Gleichung ¨
ubergef¨
uhrt werden:
9-3.BEISPIEL
Es gelte:
)pMenge.
)qMenge.
)p6=q.
)x={(p, p)}.
)y={(q, p)}.
)E={p, q}.
Dann folgt:
a) xy= 0.
b) x[E] = {p}.
c) y[E] = {p}.
d) (xy)[E] = 0
e) (x[E]) (y[E]) = {p}.
f) (xy)[E]6= (x[E]) (y[E]).
#9 MENGENLEHRE 153
9-4. In a) wird gesagt, dass KlassenDifferenz der Bilder von Eunter xund un-
ter yeine TeilKlasse des Bildes von Eunter der KlassenDifferenz von xund y
ist. In b) wird unter Verwendung von 9-1 bewiesen, dass das Bild von Eunter
xygleich der Vereinigung der Bilder von Eunter x\yund y\xist. Gem¨
c) ist die symmetrische KlassenDifferenz der Bilder von Eunter xund unter
yeine TeilKlasse des Bildes von Eunter xy. Es wird nichts weiter dar¨
uber
ausgesagt, ob die TeilKlassen-Aussage” von ac) auch eine Gleichheits-” oder
Ungleichheits-Aussage” sein kann. Weitere Aussagen hierzu folgen in der nach-
folgenden Bemerkung und den anschließenden Beispielen:
9-4(Satz)
a) (x[E]) \(y[E]) (x\y)[E].
b) ((x\y)[E]) ((y\x)[E]) = (xy)[E].
c) (x[E])∆(y[E]) (xy)[E].
154 MENGENLEHRE #9
Beweis 9-4 a)
Thema1 α(x[E]) \(y[E]).
2.1: Aus Thema1α(x[E]) \(y[E])
folgt via ElementAxiom:αMenge.
2.2: Aus Thema1α(x[E]) \(y[E])
folgt via 5-3: (αx[E]) (α /y[E]).
3: Aus 2.2αx[E]...
folgt via 8-7: : (Ω E)((Ω, α)x).
4: Aus 2.1αMenge ,
aus 2.2...α /y[E] und
aus 3...E . . .
folgt via 8-17: (Ω, α)/y.
5: Aus 3...(Ω, α)x und
aus 4 (Ω, α)/y
folgt via 5-3: (Ω, α)x\y.
6: Aus 5 (Ω, α)x\y und
aus 3...E . . .
folgt via 8-8:α(x\y)[E].
Ergo Thema1:α: (α(x[E]) \(y[E])) (α(x\y)[E]).
Konsequenz via 0-2(Def): (x[E]) \(y[E]) (x\y)[E].
b)
1: ((x\y)[E]) ((y\x)[E]) 91
= ((x\y)(y\x))[E]527
= (xy)[E].
2: Aus 1
folgt: ((x\y)[E]) ((y\x)[E]) = (xy)[E].
#9 MENGENLEHRE 155
Beweis 9-4 c)
1.1: Via des bereits bewiesenen a) gilt: (x[E]) \(y[E]) (x\y)[E].
1.2: Via des bereits bewiesenen a) gilt: (y[E]) \(x[E]) (y\x)[E].
1.3: Via 5-27 gilt: (x[E])∆(y[E]) = ((x[E]) \(y[E])) ((y[E]) \(x[E])).
2: Aus 1.1 (x[E]) \(y[E]) (x\y)[E] und
aus 1.2 (y[E]) \(x[E]) (y\x)[E]
folgt via 2-13:
((x[E]) \(y[E])) ((y[E]) \(x[E])) ((x\y)[E]) ((y\x)[E]).
3: (x[E])∆(y[E]) 1.3
= ((x[E]) \(y[E])) ((y[E]) \(x[E]))
2
((x\y)[E]) ((y\x)[E]) b)
= (xy)[E].
4: Aus 3
folgt: (x[E])∆(y[E]) (xy)[E].
156 MENGENLEHRE #9
9-5. Wie bereits vorab zu 9-4 fest gestellt und wie in den nachfolgenden Bei-
spielen untermauert wird, k¨
onnen die Aussagen 9-4ac) nicht ohne Weiteres in
Gleichungen verwandelt werden:
9-5.Bemerkung
Die Gleichung
(x[E]) \(y[E]) = (x\y)[E]”
ist nicht ohne Weiteres verf¨
ugbar.
Die Gleichung
(x[E])∆(y[E]) = (xy)[E]”
ist nicht ohne Weiteres verf¨
ugbar.
#9 MENGENLEHRE 157
9-6. Es folgt ein Beispiel, das belegt, dass 9-4a) nicht ohne Weiteres als Gleichung
zur Verf¨
ugung steht:
9-6.BEISPIEL
Es gelte:
)pMenge.
)qMenge.
)p6=q.
)x={(p, p)}.
)y={(q, p)}.
)E={p, q}.
Dann folgt:
a) x[E] = {p}.
b) y[E] = {p}.
c) x\y=x.
d) (x[E]) \(y[E]) = 0.
e) (x\y)[E] = {p}.
f) (x[E]) \(y[E]) 6= (x\y)[E].
158 MENGENLEHRE #9
9-7. Es folgt ein Beispiel, das belegt, dass 9-4c) nicht ohne Weiteres als Gleichung
zur Verf¨
ugung steht:
9-7.BEISPIEL
Es gelte:
)pMenge.
)qMenge.
)p6=q.
)x={(p, p)}.
)y={(q, p)}.
)E={p, q}.
Dann folgt:
a) x[E] = {p}.
b) y[E] = {p}.
c) xy={(p, p),(q, p)}.
d) (x[E])∆(y[E]) = 0.
e) (xy)[E] = {p}.
f) (x[E])∆(y[E]) 6= (xy)[E].
#9 MENGENLEHRE 159
9-8. In a) wird gezeigt, dass das Bild von Eeunter xgleich der bin¨
aren Verei-
nigung der Bilder von Eund eunter xist. Im Durchschnitts-Pendant” b) von
a) wird gesagt, dass das Bild von Eeunter xeine TeilKlasse des bin¨
aren
Durchschnitts der Bilder von Eund eunter xist. Gem¨
c) wird aus der
TeilKlassen-Aussage” von b) eine Gleichheits-Aussage” , wenn xinjektiv ist.
Es wird nichts weiter dar¨
uber ausgesagt, ob die TeilKlassen-Aussage” von b)
auch eine Ungleichheits-Aussage” sein kann. Weitere Aussagen hierzu sind der
anschließenden Bemerkung und dem darauf folgenden Beispiel zu entnehmen:
9-8(Satz)
a) x[Ee] = (x[E]) (x[e]).
b) x[Ee](x[E]) (x[e]).
c) Aus xinjektiv” folgt x[Ee] = (x[E]) (x[e]) .
160 MENGENLEHRE #9
Beweis 9-8 a)
Thema1.1 αx[Ee].
2: Aus Thema1.1αx[Ee]
folgt via 8-7: : (Ω Ee)((Ω, α)x).
3: Aus 2...Ee . . .
folgt via 2-2: (Ω E)(Ω e).
Fallunterscheidung
3.1.Fall E.
4: Aus 2.2...(Ω, α)x und
aus 3.1.Fall E
folgt via 8-8:αx[E].
5: Aus 4αx[E]
folgt via 2-2:α(x[E]) (x[e]).
3.2.Fall e.
4: Aus 2.2...(Ω, α)x und
aus 3.2.Fall e
folgt via 8-8:αx[e].
5: Aus 4αx[e]
folgt via 2-2:α(x[E]) (x[e]).
Ende Fallunterscheidung In beiden F¨
allen gilt:
α(x[E]) (x[e]).
Ergo Thema1.1:α: (αx[Ee]) (α(x[E]) (x[e])).
Konsequenz via 0-2(Def):A1
x[Ee](x[E]) (x[e])
#9 MENGENLEHRE 161
Beweis 9-8 a) ...
1.2: Via 2-7 gilt: EEe.
1.3: Via 2-7 gilt: eEe.
2.1: Aus 1.2EEe
folgt via 8-9:x[E]x[Ee].
2.2: Aus 1.3eEe
folgt via 8-9:x[e]x[Ee].
3: Aus 2.1x[E]x[Ee] und
aus 2.2x[e]x[Ee]
folgt via 2-12:A2
(x[E]) (x[e]) x[Ee]
1.4: Aus A1 gleich x[Ee](x[E]) (x[e]) und
aus A2 gleich (x[E]) (x[e]) x[Ee]
folgt via GleichheitsAxiom:x[Ee] = (x[E]) (x[e]).
b)
1.1: Via 2-7 gilt: EeE.
1.2: Via 2-7 gilt: Eee.
2.1: Aus 1.1EeE
folgt via 8-9:x[Ee]x[E].
2.2: Aus 1.2Eee
folgt via 8-9:x[Ee]x[e].
3: Aus 2.1x[Ee]x[E] und
aus 2.2x[Ee]x[e]
folgt via 2-12:x[Ee](x[E]) (x[e]).
162 MENGENLEHRE #9
Beweis 9-8 c) VS gleich xinjektiv.
Thema1.1 α(x[E]) (x[e]).
2.1: Aus Thema1.1α(x[E]) (x[e])
folgt via ElementAxiom:αMenge.
2.2: Aus Thema1.1α(x[E]) (x[e])
folgt via 2-2: (αx[E]) (αx[e]).
3.1: Aus 2.2αx[E]...
folgt via 8-7: : (Ω E)((Ω, α)x).
3.2: Aus 2.2...αx[e]
folgt via 8-7:Ψ : e)((Ψ, α)x).
4: Aus VS gleich xinjektiv ,
aus 3.1...(Ω, α)x und
aus 3.2..., α)x
folgt via 8-1(Def): = Ψ.
5: Aus 4 = Ψ und
aus 3.2...Ψe . . .
folgt: e.
6: Aus 3.1...E . . . und
aus 5 e
folgt via 2-2: Ee.
7: Aus 3.1...(Ω, α)x und
aus 6 Ee
folgt via 8-8:αx[Ee].
Ergo Thema1.1:α: (α(x[E]) (x[e])) (αx[Ee]).
Konsequenz via 0-2(Def):A1
(x[E]) (x[e]) x[Ee]
1.2: Via des bereits bewiesenen b) gilt: x[Ee](x[E]) (x[e]).
1.3: Aus 1.2x[Ee](x[E]) (x[e]) und
aus A1 gleich (x[E]) (x[e]) x[Ee] folgt
via GleichheitsAxiom:x[Ee] = (x[E]) (x[e]).
#9 MENGENLEHRE 163
9-9. Wie in 9-8c) fest gestellt, wird aus 9-8b) eine Gleichung, wenn xinjektiv
ist. In Beispiel 9-10 wird hierzu erg¨
anzend klar gemacht, dass 9-8b) nicht ohne
Weiteres als Gleichung zur Verf¨
ugung steht:
9-9.Bemerkung
Die Gleichung
x[Ee] = (x[E]) (x[e])”
ist nicht ohne Weiteres verf¨
ugbar.
164 MENGENLEHRE #9
9-10. An Hand des folgenden Beispiels wird gekl¨
art, dass die TeilKlassen-
Aussage” von 9-8b) nicht ohne Weiteres als Gleichung verf¨
ugbar ist:
9-10.BEISPIEL
Es gelte:
)pMenge.
)qMenge.
)p6=q.
)x={(p, p),(q, p)}.
)E={p}.
)e={q}.
Dann folgt:
a) Ee= 0.
b) x[E] = {p}.
c) x[e] = {p}.
d) x[Ee] = 0.
e) (x[E]) (x[e]) = {p}.
f) x[Ee]6= (x[E]) (x[e]).
#9 MENGENLEHRE 165
9-11. In a) wird gesagt, dass die KlassenDifferenz der Bilder von Eund eunter
xeine TeilKlasse des Bildes von E\eunter xist. Gem¨
b) wird f¨
ur injektive
xaus dieser TeilKlassen-Aussage” eine Gleichheits-Aussage” . Dass die bin¨
are
Vereinigung der Bilder von E\eund e\Eunter xgleich dem Bild von Ee
unter xist, wird in c) gesagt. Gem¨
d) ist die symmetrische KlassenDiffe-
renz der Bilder von Eund eunter xeine TeilKlasse des Bildes von Eeunter
x. In e) wird geeeigt, dass aus dieser TeilKlassen-Aussge” eine Gleichheits-
Aussage” wird, wenn xinjektiv ist. Es wird nichts weiter dar¨
uber ausgesagt, ob
die TeilKlassen-Aussagen” von ad) auch Ungleichheits-Aussagen” sein k¨
onnen.
Weitere Aussagen hierzu sind in der anschließenden Bemerkung und den folgen-
den Beispielen zu finden:
9-11(Satz)
a) (x[E]) \(x[e]) x[E\e].
b) Aus xinjektiv” folgt (x[E]) \(x[e]) = x[E\e] .
c) (x[E\e]) (x[e\E]) = x[Ee].
d) (x[E])∆(x[e]) x[Ee].
e) Aus xinjektiv” folgt (x[E])∆(x[e]) = x[Ee] .
166 MENGENLEHRE #9
Beweis 9-11 a)
Thema1 α(x[E]) \(x[e]).
2.1: Aus Thema1α(x[E]) \(x[e])
folgt via ElementAxiom:αMenge.
2.2: Aus Thema1α(x[E]) \(x[e])
folgt via 5-3: (αx[E]) (α /x[e]).
3: Aus 2.2αx[E]...
folgt via 8-7: : (Ω E)((Ω, α)x).
4: Aus 2.1αMenge ,
aus 2.2...α /x[e] und
aus 3 (Ω, α)x
folgt via 8-17: /e.
5: Aus 3...E . . . und
aus 4 /e
folgt via 5-3: E\e.
6: Aus 3...(Ω, α)x und
aus 5 E\e
folgt via 8-8:αx[E\e].
Ergo Thema1:α: (α(x[E]) \(x[e])) (αx[E\e]).
Konsequene via 0-2(Def): (x[E]) \(x[e]) x[E\e].
#9 MENGENLEHRE 167
Beweis 9-11 b) VS gleich xinjektiv.
Thema1.1 αx[E\e].
2: Aus Thema1.1αx[E\e]
folgt via 8-7: : (Ω E\e)((Ω, α)x).
3: Aus 2...E\e . . .
folgt via 5-3: (Ω E)(Ω /e).
4.1: Aus 2...(Ω, α)x und
aus 3 E . . .
folgt via 8-8:αx[E].
4.2: Es gilt: (αx[e]) (α /x[e]).
Fallunterscheidung
...
168 MENGENLEHRE #9
Beweis 9-11 b) VS gleich xinjektiv.
...
Thema1.1 αx[E\e].
...
Fallunterscheidung
...
4.2.1.Fall αx[e].
5: Aus 4.2.1.Fallαx[e]”
folgt via 8-7:Ψ : e)((Ψ, α)x).
6: Aus VS gleich xinjektiv ,
aus 2...(Ω, α)x und
aus 5..., α)x
folgt via 8-1(Def): = Ψ.
7: Aus 7 = Ψ und
aus 5...Ψe...
folgt: e.
8: Es gilt 7 e .
Es gilt 3.../e .
Ex falso quodlibet folgt: α /x[e].
4.2.2.Fall α /x[e].
Ende Fallunterscheidung In beiden F¨
allen gilt:
A1
α /x[e]
4.3: Aus 4.1αx[E] und
aus A1 gleich α /x[e]
folgt via 5-3:α(x[E]) \(x[e]).
...
#9 MENGENLEHRE 169
Beweis 9-11 b) VS gleich xinjektiv.
...
Ergo Thema1.1:E: (αx[E\e]) (α(x[E]) \(x[e])).
Konsequene via 0-2(Def):A2
x[E\e](x[E]) \(x[e])
1.2: Via des bereits bewiesenen a) gilt: (x[E]) \(x[e]) x[E\e].
2: Aus 1.2 (x[E]) \(x[e]) x[E\e] und
aus A2 gleich x[E\e](x[E]) \(x[e])
folgt via GleichheitsAxiom: (x[E]) \(x[e]) = x[E\e].
c)
1: (x[E\e]) (x[e\E]) 98
=x[(E\e)(e\E)] 527
=x[Ee].
2: Aus 1
folgt: (x[E\e]) (x[e\E]) = x[Ee].
d)
1.1: Via des bereits bewiesenen a) gilt: (x[E]) \(x[e]) x[E\e].
1.2: Via des bereits bewiesenen a) gilt: (x[e]) \(x[E]) x[e\E].
2: Aus 1.1 (x[E]) \(x[e]) x[E\e] und
aus 1.2 (x[e]) \(x[E]) x[e\E]
folgt via 2-13:
((x[E]) \(x[e])) ((x[e]) \(x[E])) (x[E\e]) (x[e\E]).
3: (x[E])∆(x[e]) 527
= (x[E]\x[e]) (x[e]\x[E])
2
(x[E\e]) (x[e\E])
c)
=x[Ee].
4: Aus 3
folgt: (x[E])∆(x[e]) x[Ee].
170 MENGENLEHRE #9
Beweis 9-11 e) VS gleich xinjektiv.
1.1: Aus VS gleich xinjektiv
folgt via des bereits bewiesenen b): (x[E]) \(x[e]) = x[E\e].
1.2: Aus VS gleich xinjektiv
folgt via des bereits bewiesenen b): (x[e]) \(x[E]) = x[e\E].
2: (x[E])∆(x[e]) 527
= ((x[E]) \(x[e])) ((x[e]) \(x[E]))
1.1
= (x[E\e]) ((x[e]) \(x[E])) 1.2
= (x[E\e]) (x[e\E]) c)
=x[Ee].
3: Aus 2
folgt: (x[E])∆(x[e]) = x[Ee].
#9 MENGENLEHRE 171
9-12. Die TeilKlassen-Aussagen” 9-11ad) k¨
onnen, wie sich aus den nachfolgen-
den Beispielen ergibt, nicht ohne Weiteres durch Gleichungen ersetzt werden:
9-12.Bemerkung
Die Gleichung
(x[E]) \(x[e]) = x[E\e]”
ist nicht ohne Weiteres verf¨
ugbar.
Die Gleichung
(x[E])∆(x[e]) = x[Ee]”
ist nicht ohne Weiteres verf¨
ugbar.
172 MENGENLEHRE #9
9-13. Wie aus folgendem Beispiel ersichtlich, kann 9-11a) nicht ohne Weiteres
zu einer Gleichung versch¨
arft werden:
9-13.BEISPIEL
Es gelte:
)pMenge.
)qMenge.
)p6=q.
)x={(p, p),(q, p)}.
)E={p}.
)e={q}.
Dann folgt:
a) E\e={p}.
b) x[E] = {p}.
c) x[e] = {p}.
d) x[E\e] = {p}.
e) (x[E]) \(x[e]) = 0.
f) (x[E]) \(x[e]) 6=x[E\e].
#9 MENGENLEHRE 173
9-14. Wie aus folgendem Beispiel ersichtlich, kann 9-11d) nicht ohne Weiteres
zu einer Gleichung versch¨
arft werden:
9-14.BEISPIEL
Es gelte:
)pMenge.
)qMenge.
)p6=q.
)x={(p, p),(q, p)}.
)E={p}.
)e={q}.
Dann folgt:
a) Ee={p, q}.
b) x[E] = {p}.
c) x[e] = {p}.
d) x[Ee] = {p}.
e) (x[E])∆(x[e]) = 0.
f) (x[E])∆(x[e]) 6=x[Ee].
174 MENGENLEHRE #9
9-15. Sp¨
atestens wenn x(p)” in die Essays eingef¨
uhrt wird, kommt x[{p}]” eine
ausgezeichnete Bedeutung zu. Hier wird ein Kriterium f¨
ur qx[{p}]” pr¨
asen-
tiert:
9-15(Satz)
Die Aussagen i),ii),iii),iv) sind ¨
aquivalent:
i) qx[{p}].
ii) {q} x[{p}] und qMenge” .
iii) (p, q)x.
iv) (p, q)x und pMenge” und qMenge” .
Beweis 9-15 i) ii) VS gleich qx[{p}].
1.1: Aus VS gleich qx[{p}]
folgt via ElementAxiom:qMenge.
1.2: Aus VS gleich qx[{p}
folgt via 1-8:{q} x[{p}].
2: Aus 1.2 und
aus 1.1
folgt: ({q} x[{p}]) (qMenge).
#9 MENGENLEHRE 175
Beweis 9-15 ii) iii) VS gleich ({q} x[{p}]) (qMenge).
1: Aus VS gleich . . . q Menge
folgt via 1-3:q {q}.
2: Aus 1q {q} und
aus VS gleich {q} x[{p}]...
folgt via 0-4:qx[{p}].
3: Aus 2qx[{p}]
folgt via 8-7: : (Ω {p}) ((Ω, q)x).
4: Aus 3... {p}...
folgt via 1-6: = p.
5: Aus 4 = p
folgt via PaarAxiom I: (Ω, q) = (p, q).
6: Aus 5 (Ω, q) = (p, q) und
aus 3...(Ω, q)x
folgt: (p, q)x.
iii) iv) VS gleich (p, q)x.
1: Aus VS gleich (p, q)x
folgt via ElementAxiom: (p, q) Menge.
2: Aus 1 (p, q) Menge
folgt via PaarAxiom I: (pMenge) (qMenge).
3: Aus VS gleich (p, q)x ,
aus 2pMenge. . . und
aus 2. . . q Menge
folgt: ((p, q)x)(pMenge) (qMenge).
iv) i) VS gleich ((p, q)x)(pMenge) (qMenge).
1: Aus VS gleich . . . p Menge. . .
folgt via 1-3:p {p}.
2: Aus VS gleich (p, q)x . . . und
aus 1p {p}
folgt via 8-8:qx[{p}].
176 MENGENLEHRE #9
9-16. Die hier definierte Klasse ist gleich x[{p}], siehe 9-18:
9-16(Definition)
9.0(p, x) = {ω: (p, ω)x}.
#9 MENGENLEHRE 177
9-17. Die folgende Aussage kann gelassen zur Kenntnis genommen werden. Ihre
Bedeutung wird erst im Zusammenhang mit x(p)” und y(p)” klar. Zum ge-
genw¨
artigen Zeitpunkt sind x(p)” und y(p)” noch nicht definiert:
9-17(Satz)
Aus xy folgt {ω: (p, ω)x} {ω: (p, ω)y} .
————————————————————————————
9-16(Def) {ω: (p, ω)x}und {ω: (p, ω)y}.
Beweis 9-17 VS gleich xy.
Thema1 α {ω: (p, ω)x}.
2.1: Aus Thema1α {ω: (p, ω)x}
folgt via ElementAxiom:αMenge.
2.2: Aus Thema1α {ω: (p, ω)x}
folgt: (p, α)x.
3: Aus 2 (p, α)x und
aus VS gleich xy
folgt via 0-6: (p, α)y.
4: Aus 3 (p, α)y und
aus 2.1αMenge
folgt: α {ω: (p, ω)y}.
Ergo Thema1:α: (α {ω: (p, ω)x})(α {ω: (p, ω)y}).
Konsequenz via 0-2(Def):{ω: (p, ω)x} {ω: (p, ω)y}.
178 MENGENLEHRE #9
9-18. Es gilt x[{p}] = {ω: (p, ω)x}:
9-18(Satz)
x[{p}] = {ω: (p, ω)x}.
————————————————————————————
9-16(Def) {ω: (p, ω)x}.
Beweis 9-18
Thema1.1 αx[{p}].
2.1: Aus Thema1αx[{p}]
folgt via ElementAxiom:αMenge.
2.2: Aus Thema1αx[{p}]
folgt via 8-7: : (Ω {p})((Ω, α)x).
3: Aus 2.2... {p}...
folgt via 1-6: = p.
4: Aus 3 = p
folgt via PaarAxiom I: (Ω, α) = (p, α).
5: Aus 4 (Ω, α) = (p, α) und
aus 2.2...(Ω, α)x
folgt: (p, α)x.
6: Aus 5 (p, α)x und
aus 2.1αMenge
folgt: α {ω: (p, ω)x}.
Ergo Thema1:α: (αx[{p}]) (α {ω: (p, ω)x}).
Konsequenz via 0-2(Def):A1
x[{p}] {ω: (p, ω)x}
...
#9 MENGENLEHRE 179
Beweis 9-18 ...
Thema1.2 α {ω: (p, ω)x}.
2: Aus Thema1.2α {ω: (p, ω)x}
folgt: (p, α)x.
3: Aus 2 (p, α)x
folgt via 9-15:αx[{p}].
Ergo Thema1.2:α: (α {ω: (p, ω)x})(αx[{p}])
Konsequenz via 0-2(Def):A2
{ω: (p, ω)x} x[{p}]
1.3: Aus A1 gleich x[{p}] {ω: (p, ω)x} und
aus A2 gleich {ω: (p, ω)x} x[{p}]
folgt via GleichheitsAxiom:x[{p}] = {ω: (p, ω)x}.
180 MENGENLEHRE #9
9-19. Mit der folgenden Aussage wird die ¨
Aquivalenz von pdom x und x(p)
Menge” vorbereitet. Zum gegenw¨
artigen Zeitpunkt ist x(p)” noch nicht definiert:
9-19(Satz)
Die Aussagen i),ii) sind ¨
aquivalent:
i) pdom x.
ii) 06=x[{p}].
Beweis 9-19 i) ii) VS gleich pdom x.
1: Aus VS gleich pdom x
folgt via 7-2: : (p, Ω) x.
2: Aus 1...(p, Ω) x
folgt via 9-15: x[{p}].
3: Aus 2 x[{p}]
folgt via 0-20: 0 6=x[{p}].
ii) i) VS gleich 0 6=x[{p}].
1: Aus VS gleich 0 6=x[p}]
folgt via 0-20:Ω:Ωx[{p}].
2: Aus 1...x[{p}]
folgt via 9-15: (p, Ω) x.
3: Aus 2 (p, Ω) x
folgt via 7-5:pdom x.
#9 MENGENLEHRE 181
9-20. Via Negation ergibt sich aus 9-19 die folgende ¨
Aquivalenz:
9-20(Satz)
Die Aussagen i),ii) sind ¨
aquivalent:
i) p /dom x.
ii) x[{p}] = 0.
Beweis 9-20
1: Via 9-19 gilt: (pdom x)(0 6=x[{p}]).
2: Aus 1
folgt: (p /dom x)(x[{p}] = 0).
182 MENGENLEHRE #9
9-21 Es werden Folgerungen aus xinjektiv” in Bezug auf x[E]x[e] und auf
(x[{p}]) (x[{q}]) gezogen:
9-21(Satz)
Aus xinjektiv” und . . .
a) . . . und Ee= 0 folgt (x[E]) (x[e]) = 0 .
b) . . . und 06= (x[E]) (x[e]) folgt 06=Ee .
c) . . . und p6=q folgt (x[{p}]) (x[{q}]) = 0 .
d) . . . und 06= (x[{p}]) (x[{q}])
folgt p=q und pMenge” und qMenge” .
Beweis 9-21 a) VS gleich (xinjektiv) (Ee= 0).
1.1: Aus VS gleich xinjektiv . . .
folgt via 9-8:x[Ee] = (x[E]) (x[e]).
1.2: Aus VS
folgt: Ee= 0.
2: (x[E]) (x[e]) 1.1
=x[Ee]1.2
=x[0] 812
= 0.
3: Aus 2
folgt: (x[E]) (x[e]) = 0.
#9 MENGENLEHRE 183
Beweis 9-21 b) VS gleich (xinjektiv) (0 6= (x[E]) (x[e])).
1: Es gilt: (Ee= 0) (0 6=Ee).
Fallunterscheidung
1.1.Fall Ee= 0.
2: Aus VS gleich xinjektiv. . . und
aus 1.1.FallEe= 0”
folgt via des bereits bewiesenen a): (x[E]) (x[e]) = 0.
3: Es gilt 2 (x[E]) (x[e]) = 0 .
Es gilt VS gleich 0 6= (x[E]) (x[e])” .
Ex falso quodlibet folgt: 0 6=Ee.
1.2.Fall 06=Ee.
Ende Fallunterscheidung In beiden F¨
allen gilt: 0 6=Ee.
c) VS gleich (xinjektiv) (p6=q).
1: Aus VS gleich . . . p 6=q
folgt via 2-33:{p} {q}= 0.
2: Aus VS gleich xinjektiv. . . und
aus 1{p} {q}= 0
folgt via des bereits bewiesenen a): (x[{p}]) (x[{q}]) = 0.
d) VS gleich (xinjektiv) (0 6= (x[{p}]) (x[{q}]).
1: Aus VS gleich xinjektiv. . . und
aus VS gleich ...06= (x[{p}]) (x[{q}])
folgt via des bereits bewiesenen b): 0 6={p} {q}.
2: Aus 1 0 6={p} {q}
folgt via 2-33: (p=q)(pMenge) (qMenge).
184 MENGENLEHRE #9
9-22. In Umkehrung von 9-21cd) werden zwei hinreichende, auf (x[{α}])
(x[{β}])” basierende Aussagen f¨
ur xinjektiv” formuliert:
9-22(Satz)
a) Aus α, β : ((αdom x)(βdom x)(α6=β))
((x[{α}]) (x[{β}]) = 0)
folgt xinjektiv” .
b) Aus α, β : ((αdom x)(βdom x)(0 6= (x[{α}]) (x[{β}]))
(α=β)
folgt xinjektiv” .
#9 MENGENLEHRE 185
Beweis 9-22 a) VS gleich α, β : ((αdom x)(βdom x)(α6=β))
((x[{α}]) (x[{β}]) = 0).
Thema1 ((γ, δ)x)((, δ)x).
2: Es gilt: (γ6=)(γ=).
Fallunterscheidung
2.1.Fall γ6=.
3.1: Aus Thema1(γ, δ)x...
folgt via 7-5:γdom x.
3.2: Aus Thema1(γ, δ)x...
folgt via 9-15:δx[{γ}].
3.3: Aus Thema1...(, δ)x
folgt via 7-5:dom x.
3.4: Aus Thema1...(, δ)x
folgt via 9-15:δx[{}].
4.1: Aus 3.1,
aus 3.3 und
aus 2.1.Fall
folgt: (γdom x)(dom x)(γ6=).
4.2: Aus 3.2δx[{γ}] und
aus 3.4δx[{}]
folgt via 2-2:δ(x[{γ}]) (x[{}]).
5: Aus VS gleich
α, β : ((αdom x)(βdom x)(α6=β))
((x[{α}]) (x[{β}]) = 0)” und
aus 4.1 (γdom x)(dom x)(γ6=)
folgt: (x[{γ}]) (x[{}]) = 0.
6: Aus 4.2δ(x[{γ}]) (x[{}]) und
aus 5 (x[{γ}]) (x[{}]) = 0
folgt: δ0.
7: Es gilt 6δ0 .
Via 0-19 gilt δ /0” .
Ex falso quodlibet folgt: γ=.
2.2.Fall γ=.
Ende Fallunterscheidung In beiden F¨
allen gilt: γ=.
...
186 MENGENLEHRE #9
Beweis 9-22 a) VS gleich α, β : ((αdom x)(βdom x)(α6=β))
((x[{α}]) (x[{β}]) = 0).
...
Ergo Thema1:γ, δ, : (((γ, δ)x)((, δ)x)) (γ=).
Konsequenz via 8-1(Def):xinjektiv.
b) VS gleich α, β : ((αdom x)(βdom x)(0 6= (x[{α}]) (x[{β}]))
(α=β).
1: Aus VS folgt:
α, β : ((αdom x)(βdom x)(α6=β)) ((x[{α}]) (x[{β}]) = 0).
2: Aus 1α, β : ((αdom x)(βdom x)(α6=β))
((x[{α}]) (x[{β}]) = 0)”
folgt via des bereits bewiesenen a):xinjektiv.
#9 MENGENLEHRE 187
9-23. Gem¨
a) ist das Bild von Eunter x×yeine TeilKlasse von y. In b) und
c) wird a) unter zus¨
atzlichen Voraussetzungen pr¨
azisiert. Falls 0 6=xE, dann
ist das Bild von Eunter x×ygleich y, siehe b), w¨
ahrend gem¨
c) aus xE= 0
die Aussage (x×y)[E] = 0 folgt:
9-23(Satz)
a) (x×y)[E]y.
b) Aus 06=xE folgt (x×y)[E] = y .
c) Aus xE= 0 folgt (x×y)[E] = 0 .
Beweis 9-23 a)
Thema1 α(x×y)[E].
2: Aus Thema1α(x×y)[E]
folgt via 8-7: : (Ω E)((Ω, α)x×y).
3: Aus 2...(Ω, α)x×y
folgt via 6-6:αy.
Ergo Thema1:α: (α(x×y)[E]) (αy).
Konsequenz via 0-2(Def): (x×y)[E]y.
188 MENGENLEHRE #9
Beweis 9-23 b) VS gleich 0 6=xE.
Thema1.1 αy.
2: Aus VS gleich 0 6=xE
folgt via 0-20:Ω:ΩxE.
3: Aus 2...xE
folgt via 2-2: (Ω x)(Ω E).
4: Aus 3 x . . . und
aus Thema1.1αy
folgt via 6-6: (Ω, α)x×y.
5: Aus 4 (Ω, α)x×y und
aus 3...E
folgt via 8-8:α(x×y)[E].
Ergo Thema1.1:α: (αy)(α(x×y)[E]).
Konsequenz via 0-2(Def):A1
y(x×y)[E]
1.2: Via des bereits bewiesenen a) gilt: (x×y)[E]y.
1.3: Aus 1.2 (x×y)[E]y und
aus A1 gleich y(x×y)[E]
folgt via GleichheitsAxiom: (x×y)[E] = y.
#9 MENGENLEHRE 189
Beweis 9-23 c) VS gleich xE= 0.
Thema1 α(x×y)[E].
2: Aus Thema1α(x×y)[E]
folgt via 8-7: : (Ω E)((Ω, α)x×y).
3: Aus 2...(Ω, α)x×y
folgt via 6-6: (Ω x)(αy).
4: Aus 3 x und
aus 2...E . . .
folgt via 2-2: xE.
5: Aus 4 xE und
aus VS gleich xE= 0
folgt: 0.
6: Es gilt 5 0”.
Via 0-19 gilt /0” .
Ex falso quodlibet folgt: α /(x×y)[E].
Ergo Thema1:α: (α(x×y)[E]) (α /(x×y)[E]).
Konsequenz via 0-19: (x×y)[E] = 0.
190 MENGENLEHRE #10
Relation.Relation in x.Keine Relation.Keine Relation in x.
Ersterstellung: 12/09/05 Letzte ¨
Anderung: 27/05/11
#10 MENGENLEHRE 191
10-1. Wie schon an Hand der folgenden Definition vermutet werden kann, sind
Relationen genau jene Klassen, die ausschließlich aus geordneten Paaren von
Mengen bestehen. Diese Vermutung wird in 10-2 und 10-3 rigoros best¨
atigt.
Zur genaueren Klassifizierung von Relationen ist es hilfreich, eventuell zu Grun-
de liegende Klassen anzugeben. Dies geschieht durch den Begriff Relation in
x . Mitunter ist es von Bedeutung fest zu stellen, dass eine Klasse keine Relation
oder keine Relation in xist. Die kanonische Definition, wann eine Klasse keine
Relation oder keine Relation in xist, erfolgt ebenfalls hier.
10-1(Definition)
1) rRelation genau dann, wenn gilt:
r U × U.
2) rRelation in x genau dann, wenn gilt:
rx×x.
3) rkeine Relation genau dann, wenn gilt:
¬(rRelation).
4) rkeine Relation in x genau dann, wenn gilt:
¬(rRelation in x).
192 MENGENLEHRE #10
10-2. Falls reine Relation ist, so gibt es zu jedem Element xvon rzwei Mengen
dom rund Ψ ran r, so dass x= (Ω,Ψ):
10-2(Satz)
Es gelte:
)rRelation.
)wr.
Dann gibt es ,Ψ, so dass gilt:
e.1) dom r.
e.2) Ψran r.
e.3) w= (Ω,Ψ).
#10 MENGENLEHRE 193
Beweis 10-2
1: Aus )rRelation
folgt via 10-1(Def):r U × U.
2: Aus )wr und
aus 1r U × U
folgt via 0-4:w U × U.
3: Aus 3w U × U
folgt via 6-8:,Ψ : w= (Ω,Ψ).
4: Aus 3w= (Ω,Ψ) und
aus )wr
folgt: (Ω,Ψ) r.
5: Aus 4 (Ω,Ψ) r
folgt via 7-5: (Ω dom r) ran r).
6: Aus 3,Ψ... ,
aus 5 dom r . . . ,
aus 5...Ψran r und
aus 3. . . w = (Ω,Ψ)
folgt: ,Ψ :
dom r
Ψran r
w= (Ω,Ψ).
194 MENGENLEHRE #10
10-3. rist genau dann eine Relation, wenn jedes Element von rein geordnetes
Paar (von Mengen) ist und dies ist genau dann der Fall, wenn r=r(U × U):
10-3(Satz)
Die Aussagen i),ii),iii),iv) sind ¨
aquivalent:
i) rRelation.
ii) α: (αr)(,Ψ : α= (Ω,Ψ)).
iii) α: (αr)(,Ψ : (Ω Menge) Menge)(α= (Ω,Ψ)).
iv) r=r(U × U).
Beweis 10-3 i) ii) VS gleich rRelation.
1: Aus VS gleich rRelation
folgt via 10-1(Def):r U × U.
Thema2 αr.
3: Aus 2αr und
aus 1r U × U
folgt: α U × U.
4: Aus 3α U × U
folgt via 6-8:,Ψ : α= (Ω,Ψ).
Ergo Thema2:α: (αr)(,Ψ : α= (Ω,Ψ)).
#10 MENGENLEHRE 195
Beweis 10-3 ii) iii) VS gleich α: (αr)(,Ψ : α= (Ω,Ψ)).
Thema1 βr.
2.1: Aus Thema1βr
folgt via ElementAxiom:βMenge.
2.2: Aus Thema1βr und
aus VS gleich α: (αr)(,Ψ : α= (Ω,Ψ))
folgt: ,Ψ : β= (Ω,Ψ).
3: Aus 2.2...β = (Ω,Ψ) und
aus 2.1βMenge
folgt: (Ω,Ψ) Menge.
4: Aus 3 (Ω,Ψ) Menge
folgt via PaarAxiom I: (Ω Menge) Menge).
5: Aus 2.2,Ψ... ,
aus 4 Menge. . . ,
aus 4...Ψ Menge und
aus 2.2...β = (Ω,Ψ)
folgt:
,Ψ : (Ω Menge) Menge) (β= (Ω,Ψ)).
Ergo Thema1:β: (βr)(,Ψ : (Ω Menge) Menge) (β= (Ω,Ψ)).
Konsequenz: α: (αr)(,Ψ : (Ω Menge) Menge) (α= (Ω,Ψ)).
196 MENGENLEHRE #10
Beweis 10-3 iii) iv)
VS gleich α: (αr)(,Ψ : (Ω Menge) Menge) (α= (Ω,Ψ)).
Thema1 βr.
2: Aus Thema1βr und
aus VS gleich α: (αr)
(,Ψ : (Ω Menge) Menge) (α= (Ω,Ψ))”
folgt: ,Ψ : (Ω Menge) Menge) (β= (Ω,Ψ)).
3.1: Aus 2... Menge. . .
folgt via 0-19: U.
3.2: Aus 2...Ψ Menge. . .
folgt via 0-19: Ψ U.
4: Aus 3.1 U und
aus 3.2 Ψ U
folgt via 6-6: (Ω,Ψ) U × U.
5: Aus 2. . . β = (Ω,Ψ) und
aus 4 (Ω,Ψ) U × U
folgt: β U × U.
Ergo Thema1:β: (βr)(β U × U).
Konsequenz via 0-2(Def):r U × U.
Konsequenz via 2-10:r=r(U × U).
iv) i) VS gleich r=r(U × U).
1: Aus VS gleich r=r(U × U)
folgt: r(U × U) = r.
2: Aus 1r(U × U) = r
folgt via 2-10:r U × U.
3: Aus 1r U × U
folgt via 10-1(Def):rRelation.
#10 MENGENLEHRE 197
10-4. Es folgen drei Aussagen ¨
uber Relationen. Jede Relation rist gem¨
a) eine
TeilKlasse von (dom r)×(ran r) und gem¨
b) eine Relation in (dom r)(ran r).
Via c) wird fest gestellt, dass jede Relation eine Relation in Uist:
10-4(Satz)
Es gelte:
)rRelation.
Dann folgt:
a) r(dom r)×(ran r).
b) rRelation in (dom r)(ran r).
c) rRelation in U.
Beweis 10-4 a)
Thema1 αr.
2: Aus VS gleich rRelation und
aus Thema1αr
folgt via 10-2:
,Ψ : (Ω dom r) ran r)(α= (Ω,Ψ)).
3: Aus 2...dom r . . . und
aus 2...Ψran r . . .
folgt via 6-6: (Ω,Ψ) (dom r)×(ran r).
4: Aus 2. . . α = (Ω,Ψ) und
aus 3 (Ω,Ψ) (dom r)×(ran r)
folgt: α(dom r)×(ran r).
Ergo Thema1:α: (αr)(α(dom r)×(ran r)).
Konsequenz via 0-2(Def):r(dom r)×(ran r).
198 MENGENLEHRE #10
Beweis 10-4 b)
1: Aus )rRelation
folgt via des bereits bewiesenen a):r(dom r)×(ran r).
2.1: Via 2-7 gilt: dom r(dom r)(ran r).
2.2: Via 2-7 gilt: ran r(dom r)(ran r).
3: Aus 2.1dom r(dom r)(ran r) und
aus 4ran r(dom r)(ran r)
folgt via 6-7:
(dom r)×(ran r)((dom r)(ran r)) ×((dom r)(ran r)).
6: Aus 1r(dom r)×(ran r) und
aus 5 (dom r)×(ran r)((dom r)(ran r)) ×((dom r)(ran r))
folgt via 0-6:r((dom r)(ran r)) ×((dom r)(ran r)).
7: Aus 6r((dom r)(ran r)) ×((dom r)(ran r))
folgt via 10-1(Def):rRelation in (dom r)(ran r).
c)
1: Aus )rRelation
folgt via 10-1(Def):r U × U.
2: Aus 1r U × U
folgt via 10-1(Def):rRelation in U.
#10 MENGENLEHRE 199
10-5. Jede Relation, deren Definitions- und Bild-Bereich eine Menge ist, ist eine
Menge:
10-5(Satz)
Es gelte:
)rRelation.
)dom rMenge.
)ran rMenge.
Dann folgt rMenge” .
Beweis 10-5
1.1: Aus )dom rMenge und
aus )ran rMenge
folgt via Bin¨
arCartesischesAxiom: (dom r)×(ran r) Menge.
1.2: Aus )rRelation
folgt via 10-4:r(dom r)×(ran r).
2: Aus 1.2r(dom r)×(ran r) und
aus 1.1 (dom r)×(ran r) Menge
folgt via TeilMengenAxiom:rMenge.
200 MENGENLEHRE #10
10-6. Jede TeilKlasse einer Relation Relation:
10-6(Satz)
Aus rRelation und sr folgt sRelation .
Beweis 10-6 VS gleich (rRelation) (sr).
1: Aus VS gleich rRelation. . .
folgt via 10-1(Def):r U × U.
2: Aus VS gleich . . . s r und
aus 1r U × U
folgt via 0-6:s U × U.
3: Aus 2s U × U
folgt via 10-1(Def):sRelation.
#10 MENGENLEHRE 201
10-7. Via 2-7 gilt rsrund via 10-6 ist jede TeilKlasse einer Relation
eine Relation. Also ist rseine Relation, wenn reine Relation ist. Dies ist die
Aussage von a). Mit ¨
ahnlichen Argumenten wird in b) gezeigt, dass r\seine
Relation ist, wenn reine Relation ist:
10-7(Satz)
Es gelte:
)rRelation.
Dann folgt:
a) rsRelation und srRelation .
b) r\sRelation.
Beweis 10-7 a)
1.1: Via 2-7 gilt: rsr.
1.2: Via 2-7 gilt: srr.
2.1: Aus )rRelation und
aus 1rsr
folgt via 10-6:rsRelation.
2.2: Aus )rRelation und
aus 1srr
folgt via 10-6:srRelation.
3: Aus 2.1 und
aus 2.2
folgt: (rsRelation) (srRelation).
b)
1: Via 5-5 gilt: r\sr.
2: Aus )rRelation und
aus 1r\sr
folgt via 10-6:r\sRelation.
202 MENGENLEHRE #10
10-8. Gem¨
a) ist die bin¨
are Vereinigung von Relationen eine Relation. Aus
dieser Aussage, aus 5-28, wonach die symmetrische KlassenDifferenz eine Teil-
Klasse der bin¨
aren Vereinigung ist, und aus 10-6 folgt, dass die symmetrische
Differenz von Relationen eine Relation ist. Dies ist die Aussage von b):
10-8(Satz)
Es gelte:
)rRelation.
)sRelation.
Dann folgt:
a) rsRelation.
b) rsRelation.
Beweis 10-8 a)
1.1: Aus )rRelation
folgt via 10-1(Def):r U × U.
1.2: Aus )sRelation
folgt via 10-1(Def):s U × U.
2: Aus 1.1r U × U und
aus 1.2s U × U
folgt via 2-12:rs U × U.
3: Aus 2rs U × U
folgt via 10-1(Def):rsRelation.
b)
1.1: Aus )rRelation und
aus )sRelation
folgt via des bereits bewiesenen a):rsRelation.
1.2: Via 5-28 gilt: rsrs.
2: Aus 1.1rsRelation und
aus 1.2rsrs
folgt via 10-6:rsRelation.
#10 MENGENLEHRE 203
10-9. Die Vereinigung einer Klasse von Relationen Relation. Interessanter Weise
kann diese Klasse durchaus leer sein:
10-9(Satz)
Aus α: (αR)(αRelation) folgt SRRelation .
Beweis 10-9 VS gleich α: (αR)(αRelation).
Thema1.1 βSR.
2: Aus Thema1.1βSR
folgt via 1-12: : (βΩ) (Ω R).
3: Aus 2...R und
aus VS gleich α: (αR)(αRelation)
folgt: Relation.
4: Aus 3 Relation
folgt via 10-1(Def): U × U.
5: Aus 2. . . β und
aus 4 U × U
folgt via 0-4:β U × U.
Ergo Thema1.1:β: (βSR)(β U × U).
Konsequenz via 0-2(Def):A1
SR U × U
1.2: Aus A1 gleich SR U × U
folgt via 10-1(Def):SRRelation.
204 MENGENLEHRE #10
10-10. Enth¨
alt eine Klasse auch nur eine Relation, so ist der Durchschnitt dieser
Klasse als TeilKlasse dieser Relation - siehe 1-15 - eine Relation, siehe 10-6.
Interessanter Weise kann hier die zu Grunde Klasse nicht leer sein. Sonst k¨
onnte
sie keine Relation beinhalten:
10-10(Satz)
Aus rRelation und rR folgt TRRelation .
Beweis 10-10 VS gleich (rRelation) (rR).
1: Aus VS gleich . . . r R
folgt via 1-15:TRr.
2: Aus VS gleich rRelation. . . und
aus 1TRr
folgt via 10-6:TRRelation.
#10 MENGENLEHRE 205
10-11. Wenn alle Elemente einer nicht leeren Klasse Relationen sind, dann ist
der Durchschnitt dieser Klasse eine Relation:
10-11(Satz)
Es gelte:
)α: (αR)(αRelation).
)06=R.
Dann folgt TRRelation .
Beweis 10-11
1: Aus ) 0 6=R
folgt via 0-20: : R.
2: Aus 1...R und
aus )α: (αR)(αRelation)
folgt: Relation.
3: Aus 2 Relation und
aus 1...R
folgt via 10-10:TRRelation.
206 MENGENLEHRE #10
10-12. Jede TeilKlasse eines bin¨
aren, cartesischen Produkts ist eine Relation,
genauer, eine Relation in der bin¨
aren Vereinigung der am bin¨
aren, cartesischen
Produkt beteiligten Klassen. Die TeilKlasse kann durchaus leer sein. In etwas
versteckter Weise ist in 10-12 die Umkehrung von 10-4a) zu finden. Wenn im
jetzigen a) die Wahl x=dom rund y=ran rgetroffen wird, so folgt aus r
(dom r)×(ran r)” die Aussage rRelation” . Also gibt es in Kombination von
10-4 und 10-12 mit rRelation genau dann, wenn r(dom r)×(ran r)” ein
Kriterium f¨
ur rRelation” :
10-12(Satz)
a) Aus rx×y folgt rRelation .
b) Aus rx×y folgt rRelation in xy .
Beweis 10-12 VS gleich rx×y.
1: Via 6-12 gilt: x×y U × U.
2: Aus VS gleich rx×y und
aus 1x×y U × U
folgt via 0-6:r U × U.
3.a): Aus 2r U × U
folgt via 10-1(Def):rRelation.
4.1: Via 2-7 gilt: xxy.
4.2: Via 2-7 gilt: yxy.
5: Aus 4.1xxy und
aus 4.2yxy
folgt via 6-7:x×y(xy)×(xy).
6: Aus VS gleich rx×y und
aus 5x×y(xy)×(xy)
folgt via 0-6:r(xy)×(xy).
7: Aus 6r(xy)×(xy)
folgt via 10-1(Def):rRelation in xy.
#10 MENGENLEHRE 207
10-13. Es folgen drei (in Bezug auf 10-12: weitere) Aussagen ¨
uber Relations-
Eigenschaften” bin¨
arer, cartesischer Produkte:
10-13(Satz)
a) x×yRelation.
b) Aus xz und yz folgt x×yRelation in z .
c) x×yRelation in xy.
Beweis 10-13 a)
1: Via 0-6 gilt: x×yx×y.
2: Aus 1x×yx×y
folgt via 10-12:x×yRelation.
b) VS gleich (xz)(yz).
1: Aus VS gleich xz . . . und
aus VS gleich . . . y z
folgt via 6-7:x×yz×z.
2: Aus 1x×yz×z
folgt via 10-1(Def):x×yRelation in z.
c)
1: Via 0-6 gilt: x×yx×y.
2: Aus 1x×yx×y
folgt via 10-12:x×yRelation in xy.
208 MENGENLEHRE #10
10-14. Es wird fest gestellt, dass jede Relation in xeine Relation ist. Dies liefert
a posteriori eine Rechtfertigung daf¨
ur eine Relation in x eben als Relation” zu
bezeichnen:
10-14(Satz)
Aus rRelation in x folgt rRelation .
Beweis 10-14 VS gleich rRelation in x.
1: Aus VS gleich rRelation in x
folgt via 10-1(Def):rx×x.
2: Via 6-12 gilt: x×x U × U.
3: Aus 1rx×x und
aus 2x×x U × U
folgt via 0-6:r U × U.
4: Aus 3r U × U
folgt via 10-1(Def):rRelation.
#10 MENGENLEHRE 209
10-15. Wenn bei einer Relation Definitions- und Bild-Bereich identisch sind, dann
ist diese Relation sowohl eine Relation in ihrem Definitions-Bereich als auch in
ihrem Bild-Bereich:
10-15(Satz)
Es gelte:
)rRelation.
)dom r=ran r.
Dann folgt:
a) rRelation in dom r.
b) rRelation in ran r.
Beweis 10-15
1.1: Aus )rRelation
folgt via 10-4:rRelation in (dom r)(ran r).
2.1: (dom r)(ran r))
= (ran r)(ran r)214
=ran r.
2.2: (dom r)(ran r))
= (dom r)(dom r)214
=dom r.
3.a): Aus 1rRelation in (dom r)(ran r) und
aus 2.2 (dom r)(dom r) = ...=dom r
folgt: rRelation in dom r.
3.b): Aus 1rRelation in (dom r)(ran r) und
aus 2.1 (dom r)(dom r) = ...=ran r
folgt: rRelation in ran r.
210 MENGENLEHRE #10
10-16. Nun wird ¨
uber jede Relation rin xgesagt, dass rauch eine Relation in
yist, wenn xy. Konsequenter Weise ist x durch die Aussage rRelation in
xnicht eindeutig fest gelegt. Auch wird fest gestellt, dass wenn rRelation in x
und Relation in yist, rRelation in xyist:
10-16(Satz)
a) Aus rRelation in x und xy folgt rRelation in y .
b) Aus rRelation in x und rRelation in y
folgt rRelation in xy .
Beweis 10-16 a) VS gleich (rRelation in x)(xy).
1.1: Aus VS gleich rRelation in x . . .
folgt via 10-1(Def):rx×x.
1.2: Aus VS gleich . . . x y
folgt via 6-7:x×xy×y.
2: Aus 1.1rx×x und
aus 1.2x×xy×y
folgt via 0-6:ry×y.
3: Aus 2ry×y
folgt via 10-1(Def):rRelation in y.
#10 MENGENLEHRE 211
Beweis 10-16 b) VS gleich (rRelation in x)(rRelation in y).
Thema1 αr.
1.1: Aus VS gleich rRelation in x . . .
folgt via 10-1(Def):rx×x.
1.2: Aus VS gleich . . . r Relation in y
folgt via 10-1(Def):ry×y.
2.1: Aus Thema1αr und
aus 1.1rx×x
folgt via 0-4:αx×x.
2.2: Aus Thema1αr und
aus 1.2ry×y
folgt via 0-4:αy×y.
3: Aus 2αx×x
folgt via 6-5:,Ψ : (Ω x) x)(α= (Ω,Ψ)).
4: Aus 2.2αy×y und
aus 3...α= (Ω,Ψ)
folgt: (Ω,Ψ) y×y.
5: Aus 4 (Ω,Ψ) y×y
folgt via 6-6: (Ω y) y).
6.1: Aus 3...x . . . und
aus 5 y . . .
folgt via 2-2: xy.
6.2: Aus 3...Ψx . . . und
aus 5...Ψy
folgt via 2-2: Ψ xy.
7: Aus 6.1 xy und
aus 6.2 Ψ xy
folgt via 6-6: (Ω,Ψ) (xy)×(xy).
8: Aus 3. . . α = (Ω,Ψ) und
aus 7 (Ω,Ψ) (xy)×(xy)
folgt: α(xy)×(xy).
...
212 MENGENLEHRE #10
Beweis 10-16 b) ...
...
Ergo Thema1:α: (αr)(α(xy)×(xy)).
Konsequenz via 0-2(Def):r(xy)×(xy).
Konsequenz via 10-1:rRelation in xy.
#10 MENGENLEHRE 213
10-17. Die in 10-16 angesprochene Nicht-Eindeutigkeit von x , wenn nur be-
kannt ist, dass reine Relation in xist, hat auch einen Vorteil. Wie nun fest
gestellt wird, muss von einer Relation nur bekannt sein, dass Definitions- und
Bild-Bereich TeilKlasse - und nicht etwa gleich - einer Klasse xsind, um fol-
gern zu k¨
onnen, dass diese Relation eine Relation in xist. Interessanter Weise ist
dom rx und ran rx auch notwendig daf¨
ur, dass reine Relation in xist:
10-17(Satz)
Die Aussagen i),ii) sind ¨
aquivalent:
i) rRelation in x .
ii) rRelation und dom rx und ran rx .
214 MENGENLEHRE #10
Beweis 10-17 i) ii) VS gleich rRelation in x.
1.1: Aus VS gleich rRelation in x
folgt via 10-14:rRelation.
1.2: Aus VS gleich rRelation in x
folgt via 10-1(Def):rx×x.
2.1: Aus 1.2rx×x
folgt via 7-10:dom rdom (x×x).
2.2: Aus 1.2rx×x
folgt via 7-10:ran rran (x×x).
3.1: Via 7-22 gilt: dom (x×x)x.
3.2: Via 7-22 gilt: ran (x×x)x.
4.1: Aus 2.1dom rdom (x×x) und
aus 3.1dom (x×x)x
folgt via 0-6:dom rx.
4.2: Aus 2.2ran rran (x×x) und
aus 3.2ran (x×x)x
folgt via 0-6:ran rx.
5: Aus 1rRelation ,
aus 4.1dom rx und
aus 4.2ran rx
folgt: (rRelation) (dom rx)(ran rx).
ii) i) VS gleich (rRelation) (dom rx)(ran rx).
1: Aus VS gleich rRelation. . .
folgt via 10-4:rRelation in (dom r)(ran r).
2: Aus VS gleich ...dom rx . . . und
aus VS gleich ...ran rx
folgt via 2-12: (dom r)(ran r)x.
3: Aus 1rRelation in (dom r)(ran r) und
aus 2 (dom r)(ran r)x
folgt via 10-16:rRelation in x.
#10 MENGENLEHRE 215
10-18. In Analogie zu 10-3 handelt es sich bei rgenau dann um eine Relation
in x, wenn es zu jedem αrMengen ,Ψ in xmit α= (Ω,Ψ) gibt und dies ist
genau dann der Fall, wenn r=r(x×x):
10-18(Satz)
Die Aussagen i),ii),iii) sind ¨
aquivalent:
i) rRelation in x.
ii) α: (αr)(,Ψ : (Ω x) x)(α= (Ω,Ψ))).
iii) r=r(x×x).
Beweis 10-18 i) ii) VS gleich rRelation in x.
Thema1 αr.
2: Aus VS gleich rRelation in x
folgt via 10-1(Def):rx×x.
3: Aus Thema1αr und
aus 2rx×x
folgt via 0-4:αx×x.
4: Aus 3αx×x
folgt via 6-5:,Ψ : (Ω x) x)(α= (Ω,Ψ)).
Ergo Thema1:α: (αr)(,Ψ : (Ω x) x)(α= (Ω,Ψ))).
216 MENGENLEHRE #10
Beweis 10-18 ii) iii)
VS gleich α: (αr)(,Ψ : (Ω x) x)(α= (Ω,Ψ))).
Thema1 βr.
2: Aus Thema1βr und
aus VS gleich α: (αr)
(,Ψ : (Ω x) x)(α= (Ω,Ψ))”
folgt: ,Ψ : (Ω x) x)(β= (Ω,Ψ)).
3: Aus 2...x . . . und
aus 2...Ψx . . .
folgt via 6-6: (Ω,Ψ) x×x.
4: Aus 2. . . β = (Ω,Ψ) und
aus 3 (Ω,Ψ) x×x
folgt: βx×x.
Ergo Thema1:β: (βr)(βx×x).
Konsequenz via 0-2(Def):rx×x.
Konsequenz via 2-10:r(x×x) = r.
Konsequenz: r=r(x×x).
iii) i) VS gleich r=r(x×x).
1: Aus VS gleich r=r(x×x)
folgt: r(x×x) = r.
2: Aus 1r(x×x) = r
folgt via 2-10:rx×x.
2: Aus 1rx×x
folgt via 10-1(Def):rRelation in x.
#10 MENGENLEHRE 217
10-19. Nun werden drei grundlegende Aussagen ¨
uber Relationen in xnotiert:
10-19(Satz)
Aus rRelation in x und . . .
a) . . . und 06=r folgt 06=x .
b) . . . und x= 0 folgt r= 0 .
c) . . . und xMenge” folgt rMenge” .
218 MENGENLEHRE #10
Beweis 10-19 a) VS gleich (rRelation in x)(0 6=r).
1: Aus VS gleich rRelation in x . . .
folgt via 10-1(Def):rx×x.
2: Aus VS gleich ...06=r und
aus 1rx×x
folgt: 0 6=rx×x.
3: Aus 2 0 6=rx×x
folgt via 0-20: 0 6=x×x.
4: Aus 3 0 6=x×x
folgt via 6-13: 0 6=x.
b) VS gleich (rRelation in x)(x= 0).
1: Aus VS gleich . . . x = 0
folgt via 6-13:x×x= 0.
2: Aus VS gleich rRelation in x . . .
folgt via 10-1(Def):rx×x.
3: Aus 2rx×x und
aus 1x×x= 0
folgt: r0.
4: Aus 3r0
folgt via 0-18:r= 0.
c) VS gleich (rRelation in x)(xMenge).
1.1: Aus VS gleich . . . x Menge und
aus VS gleich . . . x Menge
folgt via Bin¨
arCartesisches Axiom:x×xMenge.
1.2: Aus )rRelation in x
folgt via 10-1(Def):rx×x.
2: Aus 1.2rx×x und
aus 1.1x×xMenge
folgt via TeilMengenAxiom:rMenge.
#10 MENGENLEHRE 219
10-20. Jede TeilKlasse einer Relation in xRelation in x:
10-20(Satz)
Aus rRelation in x und sr folgt sRelation in x .
Beweis 10-20
1: Aus )rRelation in x
folgt via 10-1(Def):rx×x.
2: Aus )sr und
aus 1rx×x
folgt via 0-6:sx×x.
3: Aus 2sx×x
folgt via 10-1(Def):sRelation in x.
220 MENGENLEHRE #10
10-21. In ¨
Ahnlichkeit zu 10-7 sind durch bin¨
aren Durchschnitt und KlassenDif-
ferenz aus einer Relation in xgewonnene Klassen Relationen in x:
10-21(Satz)
Es gelte:
)rRelation in x.
Dann folgt:
a) rsRelation in x und srRelation in x .
b) r\sRelation in x.
Beweis 10-21 a)
1.1: Via 2-7 gilt: rsr.
1.2: Via 2-7 gilt: srr.
2.1: Aus )rRelation in x und
aus 1.1rsr folgt via 10-20:rsRelation in x.
2.2: Aus )rRelation in x und
aus 1.2srr folgt via 10-20:srRelation in x.
3: Aus 2.1 und
aus 2.2
folgt: (rsRelation in x)(srRelation in x).
b)
1: Via 5-5 gilt: r\sr.
2: Aus )rRelation in x und
aus 1r\sr
folgt via 10-20:r\sRelation in x.
#10 MENGENLEHRE 221
10-22. Gem¨
10-8 ist die bin¨
are Vereinigung und die symmetrische KlassenDif-
ferenz von Relationen wieder eine Relation. Bei Relationen in xund yliegen die
Dinge ein wenig verwickelter. Auch ist der bin¨
are Durchschnitt von Relationen
in xund yeine Relation in xy:
10-22(Satz)
Es gelte:
)rRelation in x.
)sRelation in y.
Dann folgt:
a) rsRelation in xy.
b) rsRelation in xy.
c) rsRelation in xy.
Beweis 10-22 a)
1.1: Aus )rRelation in x
folgt via 10-21:rsRelation in x.
1.2: Aus )sRelation in y
folgt via 10-21:rsRelation in y.
2: Aus 1.1rsRelation in x und
aus 1.2rsRelation in y
folgt via 10-16:rsRelation in xy.
222 MENGENLEHRE #10
Beweis 10-22 b)
1.1: Aus )rRelation in x
folgt via 10-17: (rRelation) (dom rx)(ran rx).
1.2: Aus )sRelation in y
folgt via 10-17: (sRelation) (dom sy)(ran sy).
2.1: Aus 1.1rRelation . . . und
aus 1.2sRelation. . .
folgt via 10-8:rsRelation.
2.2: Aus 1.1...dom rx . . . und
aus 1.2...dom sy . . .
folgt via 2-13: (dom r)(dom s)xy.
2.3: Aus 1.1...ran rx und
aus 1.2...ran sy
folgt via 2-13: (ran r)(ran s)xy.
3.1: Via 7-16 gilt: dom (rs) = (dom r)(dom s).
3.2: Via 7-16 gilt: ran (rs) = (ran r)(ran s).
4.1: Aus 3.1dom (rs) = (dom r)(dom s) und
aus 2.2 (dom r)(dom s)xy
folgt: dom (rs)xy.
4.2: Aus 3.2ran (rs) = (ran r)(ran s) und
aus 2.3 (ran r)(ran s)xy
folgt: ran (rs)xy.
5: Aus 2.1rsRelation ,
aus 4.1dom (rs)xy und
aus 4.2ran (rs)xy
folgt via 10-17:rsRelation in xy.
#10 MENGENLEHRE 223
Beweis 10-22 c)
1.1: Aus )rRelation in x
folgt via 10-21:r\sRelation in x.
1.2: Aus )sRelation in y
folgt via 10-21:s\rRelation in y.
2: Aus 1.1r\sRelation in x und
aus 1.2s\rRelation in y
folgt via des bereits bewiesenen b): (r\s)(s\r) Relation in xy.
3: Via 5-27 gilt: rs= (r\s)(s\r).
4: Aus 3rs= (r\s)(s\r) und
aus 2 (r\s)(s\r) Relation in xy
folgt: rsRelation in xy.
224 MENGENLEHRE #10
10-23. In Spezialiserung von 10-22 ist die bin¨
are Vereinigung und die symmetri-
sche Klassendifferenz von Relationen in derselben Klasse xjeweils eine Relation
in x. Ein analoges Resultat gilt auch f¨
ur den bin¨
aren Durchschnitt, doch ist dieses
Resultat unter schw¨
acheren Voraussetzungen - damit rseine Relation in xist,
muss nur reine Relation in xsein, smuss nicht einmal eine Relation sein - in
10-21 zu finden, so dass sich eine weitere Erw¨
ahnung er¨
ubrigt:
10-23(Satz)
Es gelte:
)rRelation in x.
)sRelation in x.
Dann folgt:
a) rsRelation in x.
b) rsRelation in x.
Beweis 10-23 a)
1: Aus )rRelation in x und
aus )sRelation in x
folgt via 10-22:rsRelation in xx.
2: Via 2-14 gilt: xx=x.
3: Aus 1rsRelation in xx und
aus 2xx=x
folgt: rsRelation in x.
b)
1: Aus )rRelation in x und
aus )sRelation in x
folgt via 10-22:rsRelation in xx.
2: Via 2-14 gilt: xx=x.
3: Aus 1rsRelation in xx und
aus 2xx=x
folgt: rsRelation in x.
#10 MENGENLEHRE 225
10-24. In Erweiterung der auf bin¨
are Vereinigungen bezogenen Aussage von 10-
23 und in ¨
Ahnlichkeit zu 10-9 bezieht sich 10-25 auf die Vereinigung von Relatio-
nen in individuellen Klassen” . Bemerkenswerter Weise sind die in der Pr¨
amisse
auftretenden Relationen via ElementAxiom Mengen, w¨
ahrend die Relation SR
der Schlussfolgerung keine Menge sein muss. ¨
Ahnliches gilt f¨
ur die Klassen der
Pr¨
amisse. Diese m¨
ussen wieder via ElementAxiom Mengen sein, w¨
ahrend die
in der Schlussfolgerung auftretende Klasse SXkeine Menge sein muss. Hier ma-
nifestiert sich auch ein Unterschied zu 10-23, wo sich die bin¨
are Vereinigung auf
Relationen bezieht, die Unmengen oder Relationen in Unmengen sein k¨
onnen:
10-24(Satz)
Aus α: (αR)( : (αRelation in Ω) (Ω X))
folgt SRRelation in SX .
226 MENGENLEHRE #10
Beweis 10-24 VS gleich α: (αR)( : (αRelation in Ω) (Ω X))
Thema1 βSR.
2: Aus Thema1βSR
folgt via 1-12:Ψ : (βΨ) R).
3: Aus 2...ΨR und
aus VS gleich
α: (αR)( : (αRelation in Ω) (Ω X))”
folgt: Φ : Relation in Φ) X).
4: Aus 3...ΦX
folgt via 1-15: Φ SX.
5: Aus 3...Ψ Relation in Φ ... und
aus 4 Φ SX
folgt via 10-16: Ψ Relation in SX.
6: Aus 5 Ψ Relation in SX
folgt via 10-1(Def): Ψ (SX)×(SX).
7: Aus 2. . . β Ψ... und
aus 6 Ψ (SX)×(SX)
folgt via 0-4:β(SX)×(SX).
Ergo Thema1:β: (βSR)(β(SX)×(SX)).
Konsequenz via 0-2(Def):SR(SX)×(SX).
Konsequenz via 10-1(Def):SRRelation in SX.
#10 MENGENLEHRE 227
10-25. Wenn eine Klasse von Relationen in einer festen Klasse xgegeben ist,
dann ist die Vereinigung dieser Klasse von Relationen wieder eine Relation in
x. Im Vergleich zu 10-24 f¨
allt auf, dass die in 10-24 auftretenden Relationen
via ElementAxiom Relationen in Mengen sind, w¨
ahrend im jetzigen Satz x
auch eine Unmenge sein kann. Dessen ungeachtet sind die im jetzigen Satz in
der Pr¨
amisse auftretenden Relationen - wieder via ElementAxiom - Mengen,
w¨
ahrend SReine Unmenge sein kann.
10-25(Satz)
Aus α: (αR)(αRelation in x) folgt SRRelation in x .
Beweis 10-25 VS gleich α: (αR)(αRelation in x).
Thema1 βSR.
2: Aus Thema1βSR
folgt via 1-12:Ψ : (βΨ) R).
3: Aus 2...ΨR und
aus VS gleich α: (αR)(αRelation in x)
folgt: Ψ Relation in x.
4: Aus 3 Ψ Relation in x
folgt via 10-1(Def): Ψ x×x.
5: Aus 2. . . β Ψ... und
aus 4 Ψ x×x
folgt via 0-4:βx×x.
Ergo Thema1:β: (βSR)(βx×x).
Konsequenz via 0-2(Def):SRx×x.
Konsequenz via 10-1(Def):SRRelation in x.
228 MENGENLEHRE #10
10-26. Der folgende Satz ist das Analogon zu 10-10 mit Relationen in x:
10-26(Satz)
Aus rRelation in x und rR folgt TRRelation in x .
Beweis 10-26 VS gleich (rRelation in x)(rR).
1: Aus VS gleich . . . r R
folgt via 1-15:TRr.
2: Aus VS gleich rRelation in x. . . und
aus 1TRr
folgt via 10-20:TRRelation in x.
#10 MENGENLEHRE 229
10-27. Es folgt eine einfache, notwendige Bedingung daf¨
ur, dass ein geordnetes
Paar Element einer Relation in xist. Eine notwendige Bedingung daf¨
ur, dass
eine ansonsten beliebige Klasse Element einer Relation in xist, ist in 10-18 zu
finden:
10-27(Satz)
Es gelte:
)rRelation in x.
)(p, q)r.
Dann folgt:
a) px.
b) qx.
Beweis 10-27
1: Aus )rRelation in x
folgt via 10-1(Def):rx×x.
2: Aus ) (p, q)r und
aus 1rx×x
folgt via 0-4: (p, q)x×x.
3: Aus 2 (p, q)x×x
folgt via 6-6: (px)(qx).
4.a): Aus 3
folgt: px.
4.b): Aus 3
folgt: qx.
230 MENGENLEHRE #10
10-28. In enger logischer Verquickung mit 10-27 wird mit dem folgenden Satz
eine einfache, hinreichende Bedingung daf¨
ur gegeben, wann ein geordnetes Paar
nicht Element einer Relation in xsein kann:
10-28(Satz)
Es gelte:
)rRelation in x.
)p /x.
Dann folgt:
a) (p, q)/r.
b) (q, p)/r.
#10 MENGENLEHRE 231
Beweis 10-28 a)
1: Es gilt: ((p, q)r)((p, q)/r).
Fallunterscheidung
1.1.Fall (p, q)r.
2: Aus )rRelation in x und
aus 1.1.Fall(p, q)r
folgt via 10-27: (px)(qx).
3: Es gilt 2px... .
Es gilt )p /x .
Ex falso quodlibet folgt: (p, q)/r.
1.2.Fall (p, q)/r.
Ende Fallunterscheidung In beiden F¨
allen gilt: (p, q)/r.
b)
1: Es gilt: ((q, p)r)((q, p)/r).
Fallunterscheidung
1.1.Fall (q, p)r.
2: Aus )rRelation in x und
aus 1.1.Fall(q, p)r
folgt via 10-27: (qx)(px).
3: Es gilt 2...px .
Es gilt )p /x .
Ex falso quodlibet folgt: (q, p)/r.
1.2.Fall (q, p)/r.
Ende Fallunterscheidung In beiden F¨
allen gilt: (q, p)/r.
232 MENGENLEHRE #10
10-29. Es folgt ein Kriterium f¨
ur rkeine Relation” :
10-29(Satz)
Die Aussagen i),ii) sind ¨
aquivalent:
i) rkeine Relation.
ii) r6⊆ U × U.
Beweis 10-29
1: Via 10-1(Def) gilt: (rRelation) (r U × U).
2: Aus 1
folgt: (¬(rRelation)) (¬(r U × U)).
3: Aus 2
folgt via 10-1(Def): (rkeine Relation) (¬(r U × U)).
4: Aus 3
folgt via 0-3: (rkeine Relation) (r6⊆ U × U).
#10 MENGENLEHRE 233
10-30. Dass, wie in a) gesagt wird, 0 eine Relation ist, konnte schon an mehreren
Stellen antizipiert werden. Dass das Universum gem¨
b) keine Relation ist liegt
daran, dass es - zumindest im Rahmen der Essays - mindestens eine Menge gibt,
die nicht ein geordnetes Paar von Mengen ist. In der Tat ist gem¨
PaarAxiom
Iund 0UAxiom die leere Menge eine Menge, die nicht ein geordnetes Paar von
Mengen ist:
10-30(Satz)
a) 0Relation.
b) Ukeine Relation.
Beweis 10-30 a)
1: Via 0-18 gilt: 0 U × U.
2: Aus 1 0 U × U
folgt via 10-1(Def): 0 Relation.
b)
1: Via 6-12 gilt: U 6⊆ U × U.
2: Aus 1U 6⊆ U × U
folgt via 10-29:Ukeine Relation.
234 MENGENLEHRE #11
Relation invers zu x.x1.
Urbild von Eunter x.x1[E].
Ersterstellung: 12/09/05 Letzte ¨
Anderung: 14/04/11
#11 MENGENLEHRE 235
11-1. Die Relation invers zu xbesteht genau aus jenen geordneten Paaren
(p, q) von Mengen, f¨
ur die (q, p)xgilt. Die Bezeichnung Relation invers zu
xwird in 11-7 gerechtfertigt. Dort stellt sich heraus, dass x1in der Tat eine
Relation ist. Bemerkenswerter Weise ist die Relation invers zu xf¨
ur beliebige
Klassen xdefiniert. Insbesondere wird in der Definition nicht voraus gesetzt,
dass xeine Relation ist:
11-1(Definition)
1) x1
=11.0(x) = {(µ, λ) : (λ, µ)x}
={ω: (,Ψ : ((Ω,Ψ) x)(ω= ,Ω)))}.
2) CRelation invers zu x genau dann, wenn gilt:
C=x1.
236 MENGENLEHRE #11
11-2. Wenig ¨
uberraschend ist x1die Relation invers zu x:
11-2(Satz)
a) x1Relation invers zu x.
b) Aus CRelation invers zu x und DRelation invers zu x
folgt C=D .
Beweis 11-2 a)
Aus x1=x1
folgt via 11-1(Def):x1ist die Relation invers zu x.
b) VS gleich (CRelation invers zu x)(DRelation invers zu x).
1.1: Aus VS gleich CRelation invers zu x . . .
folgt via 11-1(Def):C=x1.
1.2: Aus VS gleich ...DRelation invers zu x
folgt via 11-1(Def):D=x1.
2: Aus 1.1C=x1 und
aus 1.2D=x1
folgt: C=D.
#11 MENGENLEHRE 237
11-3. Es folgt eine notwendige Bedingung f¨
ur wx1 :
11-3(Satz)
Es gelte:
)wx1.
Dann gibt es ,Ψ, so dass gilt:
e.1) w= ,Ω).
e.2) (Ω,Ψ) x.
e.3) dom x.
e.4) ran (x1).
e.5) Ψran x.
e.6) Ψdom (x1).
238 MENGENLEHRE #11
Beweis 11-3
1: Aus )wx1 und
aus x1={ω: (,Ψ : ((Ω,Ψ) x)(ω= ,Ω))}
folgt: ,Ψ : ((Ω,Ψ) x)(w= ,Ω)).
2.1: Aus 1...(Ω,Ψ) x
folgt via ElementAxiom: (Ω,Ψ) Menge.
2.2: Aus )wx1 und
aus 1. . . w = ,Ω)
folgt: ,Ω) x1.
2.3: Aus 1...(Ω,Ψ) x . . .
folgt via 7-5: (Ω dom x) ran x).
3.1: Aus 2.1 (Ω,Ψ) Menge
folgt via PaarAxiom I: (Ω Menge) Menge).
3.2: Aus 2.2 ,Ω) x1
folgt via 7-5: dom (x1)) (Ω ran (x1)).
4: Aus 1,Ψ... ,
aus 1. . . w = ,Ω) ,
aus 1...(Ω,Ψ) x . . . ,
aus 2.3 dom x . . . ,
aus 3.2...ran (x1) ,
aus 2.3...Ψran x und
aus 3.2 Ψ dom (x1)...
folgt: ,Ψ:
w= ,Ω)
(Ω,Ψ) x
dom x
ran (x1)
Ψran x
Ψdom (x1).
#11 MENGENLEHRE 239
11-4. Im folgenden Satz wird ein auch in dieser Form erwartetes Kriterium
f¨
ur (q, p)x1 und ein vielleicht weniger erwartetes Kriterium f¨
ur (p, q)
(x1)1gegeben:
11-4(Satz)
Die Aussagen i),ii),iii) sind ¨
aquivalent:
i) (p, q)x.
ii) (q, p)x1.
iii) (p, q)(x1)1.
Beweis 11-4 i) ii) VS gleich (p, q)x.
1.1: Aus VS gleich (p, q)x
folgt via ElementAxiom: (p, q) Menge.
1.2: Aus VS gleich (p, q)x
folgt: p, q : (p, q)x.
2: Aus 1.1 (p, q) Menge
folgt via PaarAxiom I: (pMenge) (qMenge).
3.1: Aus 2...q Menge und
aus 2pMenge. . .
folgt via PaarAxiom I: (q, p) Menge.
3.2: Aus 1.2p, q . . . ,
aus VS gleich (p, q)x und
aus (q, p) = (q, p)”
folgt: p, q : ((p, q)x)((q, p) = (q, p)).
4: Aus 3.2p, q : ((p, q)x)((q, p) = (q, p)) und
aus 3.1 (q, p) Menge
folgt: (q, p) {ω: (,Ψ : ((Ω,Ψ) x)(ω= ,Ω)))}.
5: Aus 4 (q, p) {ω: (,Ψ : ((Ω,Ψ) x)(ω= ,Ω)))} und
aus {ω: (,Ψ : ((Ω,Ψ) x)(ω= ,Ω)))}=x1
folgt: (q, p)x1.
240 MENGENLEHRE #11
Beweis 11-4 ii) iii) VS gleich (q, p)x1.
1.1: Aus VS gleich (q, p)x1
folgt via ElementAxiom: (q, p) Menge.
1.2: Aus VS gleich (q, p)x1
folgt: q, p : (q, p)x1.
2: Aus 1.1 (q, p) Menge
folgt via PaarAxiom I: (qMenge) (pMenge).
3: Aus 2...p Menge und
aus 2qMenge. . .
folgt via PaarAxiom I: (p, q) Menge.
4: Aus 1.2q, p : (q, p)x1 und
aus (p, q) = (p, q)”
folgt: q, p : ((q, p)x1)((p, q) = (p, q)).
5: Aus 4q, p : ((q, p)x1)((p, q) = (p, q)) und
aus 3 (p, q) Menge
folgt: (p, q) {ω: (,Ψ : ((Ω,Ψ) x1)(ω= ,Ω)))}.
6: Aus 5 (p, q) {ω: (,Ψ : ((Ω,Ψ) x1)(ω= ,Ω))} und
aus {ω: (,Ψ : ((Ω,Ψ) x1)(ω= ,Ω))}= (x1)1
folgt: (p, q)(x1)1.
iii) i)
1: Aus VS gleich (p, q)(x1)1 und
aus (x1)1={ω:,Ψ : ((Ω,Ψ) x1)(ω= ,Ω))}
folgt: (p, q) {ω:,Ψ : ((Ω,Ψ) x1)(ω= ,Ω))}.
2: Aus 1 (p, q) {ω:,Ψ : ((Ω,Ψ) x1)(ω= ,Ω))}
folgt: ,Ψ : ((Ω,Ψ) x1)((p, q) = ,Ω)).
3: Aus 2...(Ω,Ψ) x1...
folgt via ElementAxiom: (Ω,Ψ) Menge.
4: Aus 3 (Ω,Ψ) Menge
folgt via PaarAxiom I: (Ω Menge) Menge).
5: Aus 2...(p, q) = ,Ω) ,
aus 4...Ψ Menge und
aus 4 Menge. . .
folgt via IGP: (p= Ψ) (q= Ω).
...
#11 MENGENLEHRE 241
Beweis 11-4 iii) i) VS gleich (p, q)(x1)1.
...
6: Aus 5...q= und
aus 5p= Ψ ...
folgt via PaarAxiom I: (q, p) = (Ω,Ψ).
7: Aus 6 (q, p) = (Ω,Ψ) und
aus 2...(Ω,Ψ) x1...
folgt: (q, p)x1.
8: Aus 7 (q, p)x1 und
aus x1={ω:Φ,Υ : ((Φ,Υ) x)(ω= ,Φ))}
folgt: (q, p) {ω:Φ,Υ : ((Φ,Υ) x)(ω= ,Φ))}.
9: Aus 1 (q, p) {ω:Φ,Υ : ((Φ,Υ) x)(ω= ,Φ))}
folgt: Φ,Υ : ((Φ,Υ) x)((q, p) = ,Φ)).
10: Aus 9...,Υ) x . . .
folgt via ElementAxiom: ,Υ) Menge.
11: Aus 10 ,Υ) Menge
folgt via PaarAxiom I: Menge) Menge).
12: Aus 9...(q, p) = ,Φ) ,
aus 11...Υ Menge und
aus 11 Φ Menge. . .
folgt via IGP: (q= Υ) (p= Φ).
13: Aus 12...p= Φ und
aus 12q= Υ ...
folgt via PaarAxiom I: (p, q) = ,Υ).
14: Aus 13 (p, q) = ,Υ) und
aus 9...,Υ) x . . .
folgt: (p, q)x.
242 MENGENLEHRE #11
11-5. Via Negation ergibt sich aus 11-4 ein Kriterium f¨
ur (q, p)/x1 und
f¨
ur (p, q)/(x1)1 :
11-5(Satz)
Die Aussagen i),ii),iii) sind ¨
aquivalent:
i) (p, q)/x.
ii) (q, p)/x1.
iii) (p, q)/(x1)1.
Beweis 11-5
1: Via 11-4 gilt: ((p, q)x)((q, p)x1)((p, q)(x1)1).
2: Aus 1
folgt: (¬((p, q)x)) (¬((q, p)x1)) (¬((p, q)(x1)1)).
3: Aus 2
folgt: ((p, q)/x)((q, p)/x1)((p, q)/(x1)1).
#11 MENGENLEHRE 243
11-6. Je gr¨
oßer die Klasse, desto gr¨
oßer ist die Relation invers zu dieser Klasse:
11-6(Satz)
Aus xy folgt x1y1 .
Beweis 11-6 VS gleich xy.
Thema1 αx1.
2: Aus Thema1αx1
folgt via 11-3:,Ψ : (α= ,Ω)) ((Ω,Ψ) x).
3: Aus 2...(Ω,Ψ) x . . . und
aus VS gleich xy
folgt via 0-4: (Ω,Ψ) y.
4: Aus 3 (Ω,Ψ) y
folgt via 11-4: ,Ω) y1.
5: Aus 2. . . α = ,Ω) ... und
aus 4 ,Ω) y1
folgt: αy1.
Ergo Thema1:α: (αx1)(αy1).
Konsequenz via 0-2(Def):x1y1.
244 MENGENLEHRE #11
11-7. Wie in 11-1 angek¨
undigt, ist x1eine Relation. Der Definitions-Bereich
von x1ist der Bild-Bereich von x. Der Bild-Bereich von x1ist der Definitions-
Bereich von x:
11-7(Satz)
a) x1Relation.
b) dom (x1) = ran x.
c) ran (x1) = dom x.
d) Aus rRelation in E folgt r1Relation in E .
Beweis 11-7 a)
Thema1 αx1.
1: Aus Thema1αx1
folgt via 11-3:,Ψ : α= ,Ω).
2: Aus 1
folgt: Ψ, : α= ,Ω).
Ergo Thema1:α: (αx1)(Ψ, : α= ,Ω)).
Konsequenz via 10-3:x1Relation.
#11 MENGENLEHRE 245
Beweis 11-7 b)
Thema1.1 αdom (x1).
2: Aus Thema1.1αdom (x1)
folgt via 7-2: : (α, Ω) x1.
3: Aus 2...(α, Ω) x1
folgt via 11-4: (Ω, α)x.
4: Aus 3 (Ω, α)x
folgt via 7-5:αran x.
Ergo Thema1.1:α: (αdom (x1)) (αran x).
Konsequenz via 0-2(Def):A1
dom (x1)ran x
Thema1.2 αran x.
2: Aus Thema1.2αran x
folgt via 7-4: : (Ω, α)x.
3: Aus 2...(Ω, α)x
folgt via 11-4: (α, Ω) x1.
4: Aus 3 (α, Ω) x1
folgt via 7-5:αdom (x1).
Ergo Thema1.2:α: (αran x)(αdom (x1)).
Konsequenz via 0-2(Def):A2
ran xdom (x1)
1.3: Aus A1 gleich dom (x1)ran x und
aus A2 gleich ran xdom (x1)
folgt via GleichheitsAxiom:dom (x1) = ran x.
246 MENGENLEHRE #11
Beweis 11-7 c)
Thema1.1 αran (x1).
2: Aus Thema1.1αran (x1)
folgt via 7-4: : (Ω, α)x1.
3: Aus 2...(Ω, α)x1
folgt via 11-4: (α, Ω) x.
4: Aus 3 (α, Ω) x
folgt via 7-5:αdom x.
Ergo Thema1.1:α: (αran (x1)) (αdom x).
Konsequenz via 0-2(Def):A1
ran (x1)dom x
Thema1.2 αdom x.
2: Aus Thema1.2αdom x
folgt via 7-2: : (α, Ω) x.
3: Aus 2...(α, Ω) x
folgt via 11-4: (Ω, α)x1.
4: Aus 3 (Ω, α)x1
folgt via 7-5:αran (x1).
Ergo Thema1.2:α: (αdom x)(αran (x1)).
Konsequenz via 0-2(Def):A2
dom xran (x1)
1.3: Aus A1 gleich ran (x1)dom x und
aus A2 gleich dom xran (x1)
folgt via GleichheitsAxiom:ran (x1) = dom x.
#11 MENGENLEHRE 247
Beweis 11-7 d) VS gleich rRelation in E.
1: Aus VS gleich rRelation in E
folgt via 10-17: (dom rE)(ran rE).
2.1: Via des bereits bewiesenen a) gilt: r1Relation.
2.2: Via des bereits bewiesenen b) gilt: dom (r1) = ran r.
2.3: Via des bereits bewiesenen c) gilt: ran (r1) = dom r.
3.1: Aus 2.2dom (r1) = ran r und
aus 1...ran rE
folgt: dom (r1)E.
3.2: Aus 2.3ran (r1) = dom r und
aus 1dom rE . . .
folgt: ran (r1)E.
4: Aus 2.1r1Relation ,
aus 3.1dom (r1)E und
aus 3.2ran (r1)E
folgt via 10-17:r1Relation in E.
248 MENGENLEHRE #11
11-8. Die folgenden vier Resultate erwachsen einerseits 7-7, wo notwendige Be-
dingungen f¨
ur xdom y und xran y zu finden sind, andererseits resul-
tieren sie aus 11-8, wo die Gleichungen dom (x1) = ran x und ran (x1) =
dom x zu finden sind:
11-8(Satz)
a) Aus qdom x folgt : (Ω dom (x1)) ((Ω, q)x1) .
b) Aus qdom (x1) folgt : (Ω dom x)((Ω, q)x) .
c) Aus pran x folgt : (Ω ran (x1)) ((p, Ω) x1) .
d) Aus pran (x1) folgt : (Ω ran x)((p, Ω) x) .
#11 MENGENLEHRE 249
Beweis 11-8 a) VS gleich qdom x.
1: Via 11-7 gilt: ran (x1) = dom x.
2: Aus VS gleich qdom x und
aus 1ran (x1) = dom x
folgt: qran (x1).
3: Aus 2qran (x1)
folgt via 7-7: : (Ω dom (x1)) ((Ω, q)x1).
b) VS gleich qdom (x1).
1: Via 11-7 gilt: dom (x1) = ran x.
2: Aus VS gleich qdom (x1) und
aus 1dom (x1) = ran x
folgt: qran x.
3: Aus 2qran x
folgt via 7-7: : (Ω dom x)((Ω, q)x).
c) VS gleich pran x.
1: Via 11-7 gilt: dom (x1) = ran x.
2: Aus VS gleich pran x und
aus 1dom (x1) = dom x
folgt: pdom (x1).
3: Aus 2pdom (x1)
folgt via 7-7: : (Ω ran (x1)) ((p, Ω) x1).
d) VS gleich pran (x1).
1: Via 11-7 gilt: ran (x1) = dom x.
2: Aus VS gleich pran (x1) und
aus 1ran (x1) = dom x
folgt: pdom x.
3: Aus 2pdom x
folgt via 7-7: : (Ω ran x)((p, Ω) x).
250 MENGENLEHRE #11
11-9. Da x1nur aus jenen Elementen von xgebildet wird, die geordnete Paare
von Mengen sind ist es intuitiv klar, dass x1nicht mehr Elemente als xenthalten
kann. Konsequenter Weise ist die Aussage, dass sich eine eventuell vorhandene
Mengen-Eigenschaft” von xauf x1 vererbt” nicht allzu ¨
uberraschend. Auch
ist zu erwarten, dass eine ¨
ahnliche Aussage f¨
ur Unmengen nicht ohne Weiteres
zur Verf¨
ugung steht - und dass es jedoch schwierig sein wird, dies zu beweisen,
da hierzu eine Umenge zu finden ist, die lediglich eine Menge geordneter Paare
enth¨
alt:
11-9(Satz)
Aus xMenge” folgt x1Menge” .
Beweis 11-9
1.1: Via 11-7 gilt: x1Relation.
1.2: Via 11-7 gilt: dom (x1) = ran x.
1.3: Via 11-7 gilt: ran (x1) = dom x.
1.4: Aus )xMenge
folgt via dom ran Axiom:dom xMenge.
1.5: Aus )xMenge
folgt via dom ran Axiom:ran xMenge.
2.1: Aus 1.2dom (x1) = ran x und
aus 1.5ran xMenge
folgt: dom (x1) Menge.
2.2: Aus 1.3ran (x1) = dom x und
aus 1.4dom xMenge
folgt: ran (x1) Menge.
3: Aus 1.1x1Relation ,
aus 2.1dom (x1) Menge und
aus 2.2ran (x1) Menge
folgt via 10-5:x1Menge.
#11 MENGENLEHRE 251
11-10. W¨
ahrend 01= 0 von a) wenig ¨
uberrascht, ist die Aussage U1=
U × U von b) doch die eine oder andere erg¨
anzende ¨
Uberlegung Wert. Zuerst
bedeutet die Gleichheit der Parameter U1und U ×U, dass alle Resultate, die f¨
ur
U × U gelten - etwa gilt via 6-12 die Aussage U × U 6=U - auch f¨
ur U1gelten
- etwa U16=U - und dass es demzufolge eingermaßen ineffizient w¨
are, die f¨
ur
U × U geltenden Aussagen nochmals f¨
ur U1zu formulieren. Wenn in Beweisen
eine Aussage f¨
ur U1gebraucht wird, die nur f¨
ur U ×U verf¨
ugbar ist, so wird erst
11-10 mit U1=U × U zitiert, dann wird das gebrauchte Resultat f¨
ur U × U
zitiert und dann wird in diesem Resultat U × U durch U1 ersetzt.
Als Ausnahme dieses Vorgehens wird in b) die Aussage U16=U erw¨
ahnt. Via
10-30 ist bekannt, dass Ukeine Relation. Andererseits muss via 11-7 die Relation
invers zu Ueine Relation sein. Schon alleine hieraus ergibt sich U16=U- und
diese Aussage k¨
onnte auch aus 6-12 gewonnen werden, wenn dort U ×U durch
U1 ersetzt wird.
Via 10-1(Def) ist bekannt, dass jede Relation eine TeilKlasse von U × U ist und
da andererseits - etwa via 10-1(Def) und via 0-6, wonach U × U U × U - die
Klasse U × U eine Relation ist, ist U × U die gr¨
oßte” Relation. Demnach sagt
b), dass U1zwar nicht die gr¨
oßte Klasse - dies w¨
are via 0-18 das Universum U
- aber doch die gr¨
oßte Relation ist. Da ausserdem - etwa via 6-12 - die Inklusion
U × U U gilt, liegt ein Indiz daf¨
ur vor, dass zumindest bei einigen Klassen x
die Relation invers zu xdie gr¨
oßte in xenthaltene Relation ist. Dass dies generell
der Fall ist, wird in Essay #13 gezeigt. Die Beweis-Reihenfolge ist a) -c) -b):
11-10(Satz)
a) 01= 0.
b) U16=U.
c) U1=U × U.
252 MENGENLEHRE #11
Beweis 11-10 a)
Thema1 α01.
2: Aus Thema1α01
folgt via 11-3:,Ψ : (α= ,Ω)) ((Ω,Ψ) 0).
3: Es gilt 2...(Ω,Ψ) 0”.
Via 0-19 gilt (Ω,Ψ) /0” .
Ex falso quodlibet folgt: α /01.
Ergo Thema1:α: (α01)(α /01).
Konsequenz via 0-19: 01= 0.
#11 MENGENLEHRE 253
Beweis 11-10 c)
1.1: Via 11-7 gilt: U1Relation.
2: Aus 1.1U1Relation
folgt via 10-1(Def):A1
U1 U × U
Thema1.2 α U × U.
2: Aus Thema1.2α U × U
folgt via 6-8:
,Ψ : (Ω Menge) Menge) (α= (Ω,Ψ)).
3: Aus 2...Ψ Menge. . . und
aus 2... Menge. . .
folgt via PaarAxiom I: ,Ω) Menge.
4: Aus 3 ,Ω) Menge
folgt via 0-19: ,Ω) U.
5: Aus 4 ,Ω) U
folgt via 11-4: (Ω,Ψ) U1.
6: Aus 2. . . α = (Ω,Ψ) und
aus 5 (Ω,Ψ) U1
folgt: α U1.
Ergo Thema1.2:α: (α U × U)(α U1).
Konsequenz via 0-2(Def):A2
U × U U1
1.3: Aus A1 gleich U1 U × U und
aus A2 gleich U × U U1
folgt via GleichheitsAxiom:U1=U × U.
b)
1: Via des bereits bewiesenen c) gilt: U1=U × U.
2: Via 6-12 gilt: U × U 6=U.
3: Aus 1U1=U × U und
aus 2U × U 6=U
folgt: U16=U.
254 MENGENLEHRE #11
11-11. Im Folgenden geht es um Vereinigung und Durchschnitt von Klassen,
deren Elemente Relationen invers zu Elementen einer gegebenen Klasse sind. Die
hier angegebene Definition ist zugleich vorbereitend als auch themenstellend:
11-11(Definition)
11.1(X) = {λ1:λX}={ω: ( : (Ω X)(ω= 1))}.
#11 MENGENLEHRE 255
11-12. In Erl¨
auterung zu 11-11 als auch zur Erleichterung im Umgang mit der
in 11-11 definierten Klasse 11.1(X) folgt einerseits eine notwendige Bedingung
f¨
ur w {λ1:λX}- siehe a) - als auch eine hinreichende Bedingung f¨
ur
x1 {λ1:λX}:
11-12(Satz)
a) Aus w {λ1:λX} folgt : (w= 1)(Ω X) .
b) Aus xX folgt x1 {λ1:λX} .
————————————————————————————
11-11(Def) {λ1:λX}.
256 MENGENLEHRE #11
Beweis 11-12 a) VS gleich w {λ1:λX}.
1: Aus VS gleich w {λ1:λX} und
aus {λ1:λX}={ω: ( : (Ω X)(ω= 1))}
folgt: w {ω: ( : (Ω X)(ω= 1))}.
2: Aus 1w {ω: ( : (Ω X)(ω= 1))}
folgt: : (Ω X)(w= 1).
3: Aus 2
folgt: : (w= 1)(Ω X).
b) VS gleich xX.
1.1: Aus VS gleich xX
folgt: x:xX.
1.2: Aus VS gleich xX
folgt via ElementAxiom:xMenge.
2: Aus 1xMenge
folgt via 11-9:x1Menge.
3: Aus 1.1x:xX und
aus x1=x1 folgt: x: (xX)(x1=x1).
4: Aus 3x: (xX)(x1=x1) und
aus 2x1Menge
folgt: x1 {ω: ( : (Ω X)(ω= 1))}.
5: Aus 4x1 {ω: ( : (Ω X)(ω= 1))} und
aus {ω: ( : (Ω X)(ω= 1))}={λ1:λX}
folgt: x1 {λ1:λX}.
#11 MENGENLEHRE 257
11-13. Die folgende Gleichung ist bei den anschließenden Untersuchungen von
Vereinigung und Durchschnitt von {λ1:λx}hilfreich. Insbesondere liefert
die hier angegebene Klasse an einer wichtigen Stelle den Nachweis, dass eine
TeilKlassen-Aussage” nicht ohne Weiteres durch eine Gleichung ersetzt werden
kann:
11-13(Satz)
{λ1:λ0}= 0.
————————————————————————————
11-11(Def) {λ1:λ0}.
Beweis 11-13
Thema1 α {λ1:λ0}.
2: Aus Thema1α {λ1:λ0}
folgt via 11-12: : (α= 1)(Ω 0).
3: Es gilt 2...0”.
Via 0-19 gilt /0” .
Ex falso quodlibet folgt: α / {λ1:λ0}.
Ergo Thema1:α: (α {λ1:λ0})(α / {λ1:λ0}).
Konsequenz via 0-19:{λ1:λ0}= 0.
258 MENGENLEHRE #11
11-14. In a) wird gezeigt, dass die Relation invers zu der Vereinigung einer Klas-
se Xist gleich der Vereinigung der Relationen invers zu den Elementen von X.
Gem¨
bcd) liegen die Verh¨
altnisse bei der Durchschnittsbildung etwas kompli-
zierter. Zun¨
achst gilt via b), dass die Relation invers zum Durchschnitt einer
Klasse Xeine TeilKlasse des Durchschnitts der Relationen invers zu den Ele-
menten von X. Wenn hier X= 0 gesetzt wird, gilt via c) Ungleichheit dieser
beiden Klassen, so dass ohne Weiteres nicht Gleichheit auftritt. Dieses Weitere
ist via d) verbl¨
uffend einfach. Gem¨
d) ist n¨
amlich das in c) erw¨
ahnte Beispiel
auch die einzige Ausnahme, denn wenn 0 6=Xgilt, dann ist die Relation invers
zu TXgleich dem Durchschnitt der Klasse aller Relationen invers zu X:
11-14(Satz)
a) (SX)1=S{λ1:λX}.
b) (TX)1T{λ1:λX}.
c) (T0)16=T{λ1:λ0}
und (T0)1=U × U und T{λ1:λ0}=U .
d) Aus 06=X folgt (TX)1=T{λ1:λX} .
————————————————————————————
11-11(Def) {λ1:λX}und {λ1:λ0}.
#11 MENGENLEHRE 259
Beweis 11-14 a)
Thema1.1 α(SX)1.
2: Aus Thema1.1α(SX)1
folgt via 11-3:,Ψ : (α= ,Ω)) ((Ω,Ψ) SX).
3: Aus 2...(Ω,Ψ) SX
folgt via 1-12:Φ : ((Ω,Ψ) Φ) X).
4.1: Aus 3...(Ω,Ψ) Φ...
folgt via 11-4: ,Ω) Φ1.
4.2: Aus 3 Φ X
folgt via 11-12: Φ1 {λ1:λX}.
5: Aus 4.1 ,Ω) Φ1 und
aus 4.2 Φ1 {λ1:λX}
folgt via 1-12: ,Ω) S{λ1:λX}.
6: Aus 2. . . α = ,Ω) ... und
aus 5 ,Ω) S{λ1:λX}
folgt: αS{λ1:λX}.
Ergo Thema1.1:α: (α(SX)1)(αS{λ1:λX}).
Konsequenz via 0-2(Def):A1
(SX)1S{λ1:λX})
260 MENGENLEHRE #11
Beweis 11-14 a) ...
Thema1.2 αS{λ1:λX}.
2: Aus Thema1.2αS{λ1:λX}
folgt via 1-12: : (αΩ) (Ω {λ1:λX}).
3: Aus 2... {λ1:λX}
folgt via 11-12:Ψ : (Ω = Ψ1) X).
4: Aus 2. . . α ... und
aus 3... = Ψ1...
folgt: αΨ1.
5: Aus 4αΨ1
folgt via 11-3:Φ,Υ : (α= ,Φ)) ((Φ,Υ) Ψ).
6: Aus 5...,Υ) Ψ und
aus 3...ΨX
folgt via 1-12: ,Υ) SX.
7: Aus 6 ,Υ) SX
folgt via 11-4: ,Φ) (SX)1.
8: Aus 5. . . α = ,Φ) ... und
aus 7 ,Φ) (SX)1
folgt: α(SX)1.
Ergo Thema1.2:α: (αS{λ1:λX})(α(SX)1).
Konsequenz via 0-2(Def):A2
S{λ1:λX} (SX)1
1.3: Aus A1 gleich (SX)1S{λ1:λX}) und
aus A2 gleich S{λ1:λX} (SX)1
folgt via GleichheitsAxiom: (SX)1=S{λ1:λX}.
#11 MENGENLEHRE 261
Beweis 11-14 b)
Thema1 α(TX)1.
2.1: Aus Thema1α(TX)1
folgt via ElementAxiom:αMenge.
2.2: Aus Thema1α(TX)1
folgt via 11-3:,Ψ : (α= ,Ω)) ((Ω,Ψ) TX).
Thema3 β {λ1:λX}.
4: Aus Thema3β {λ1:λX}
folgt via 11-12:Φ : (β= Φ1) X).
5: Aus 2.2...(Ω,Ψ) TX und
aus 4...ΦX
folgt via 1-13: (Ω,Ψ) Φ.
6: Aus 5 (Ω,Ψ) Φ
folgt via 11-4: ,Ω) Φ1.
7: Aus 2.2...α= ,Ω) ... und
aus 6 ,Ω) Φ1
folgt: αΦ1.
8: Aus 7αΦ1 und
aus 4...β = Φ1...
folgt: αβ.
Ergo Thema3:
A1
β: (β {λ1:λX})(αβ)
2.3: Aus A1 gleich β: (β {λ1:λX})(αβ) und
aus 2.1αMenge
folgt via 1-13:αT{λ1:λX}.
Ergo Thema1:α: (α(TX)1)(αT{λ1:λX}).
Konsequenz via 0-2(Def): (TX)1T{λ1:λX}.
262 MENGENLEHRE #11
Beweis 11-14 c)
1.1: (T0)1114
=U1.
1.2: T{λ1:λ0}1113
=T0114
=U.
2.1: Via 11-10 gilt: U1=U × U.
2.2: Via 11-10 gilt: U16=U.
3.1: Aus 1.1 (T0)1=...=U1 und
aus 2.1U1=U × U
folgt: (T0)1=U × U.
3.2: Aus 1.1 (T0)1=...=U1 ,
aus 2.2U16=U und
aus 1.2T{λ1:λ0}=...=U
folgt: (T0)16=T{λ1:λ0}.
4: Aus 3.2 (T0)16=T{λ1:λ0} ,
aus 3.1 (T0)1=U × U und
aus 1.2T{λ1:λ0}=...=U
folgt: (T0)16=T{λ1:λ0}
(T0)1=U × U
T{λ1:λ0}=U.
#11 MENGENLEHRE 263
Beweis 11-14 d) VS gleich 0 6=X.
1.1: Aus VS gleich 0 6=X
folgt via 0-20: : X.
Thema2 αT{λ1:λX}.
3: Aus 1.1...X
folgt via 11-12: 1 {λ1:λX}.
4: Aus Thema2αT{λ1:λX} und
aus 3 1 {λ1:λX}
folgt via 1-13:α1.
5: Aus 4α1
folgt via 11-3:Ψ,Φ : (α= ,Ψ)) ((Ψ,Φ) Ω).
6: Aus 5...α= ,Ψ) ... und
aus Thema2αT{λ1:λX}
folgt: ,Ψ) T{λ1:λX}.
Thema7.1 βX.
8: Aus Thema7.1βX
folgt via 11-12:β1 {λ1:λX}.
9: Aus 6 ,Ψ) T{λ1:λX} und
aus 8β1 {λ1:λX}
folgt via 1-13: ,Ψ) β1.
10: Aus 9 ,Ψ) β1
folgt via 11-4: ,Φ) β.
Ergo Thema7.1:A1
β: (βX)((Ψ,Φ) β)
7.2: Aus A1 gleich β: (βX)((Ψ,Φ) β) und
aus VS gleich 0 6=X
folgt via 1-13: ,Φ) TX.
8: Aus 7.2 ,Φ) TX
folgt via 11-4: ,Ψ) (TX)1.
9: Aus 5...α= ,Ψ) ... und
aus 8 ,Ψ) (TX)1
folgt: α(TX)1.
...
264 MENGENLEHRE #11
Beweis 11-14 d) VS gleich 0 6=X.
...
Ergo Thema2:α: (αT{λ1:λX})(α(TX)1).
Konsequenz via 0-2(Def):A2
T{λ1:λX} (TX)1
1.2: Via des bereits bewiesenen b) gilt: (TX)1T{λ1:λX}.
2: Aus 1.2 (TX)1T{λ1:λX} und
aus A2 gleich T{λ1:λX} (TX)1
folgt via GleichheitsAxiom: (TX)1=T{λ1:λX}.
#11 MENGENLEHRE 265
11-15. Mit der folgenden Begriffsbildung wird Einiges erleichtert. Als Phrase
kommt das hier definierte Urbild von Eunter xweder in den folgenden S¨
atzen
noch in den folgenden Definitionen vor. Damit steht das Urbild von Eunter x
auf einer Stufe mit dem Bild von Eunter x von 8-5(Def). Klarer Weise ist
das Urbild von Eunter xgleich dem Bild von Eunter x1:
11-15(Definition)
CUrbild von Eunter x genau dann, wenn gilt:
C=x1[E].
266 MENGENLEHRE #11
11-16. In durchaus erwarteter Weise ist x1[E] das Urbild von Eunter x:
11-16(Satz)
a) x1[E]Urbild von Eunter x.
b) Aus CUrbild von Eunter x und DUrbild von Eunter x
folgt C=D .
Beweis 11-16 a)
Aus x1[E] = x1[E]”
folgt via 11-15(Def):x1[E] ist das Urbild von Eunter x.
b) VS gleich (CUrbild von Eunter x)(DUrbild von Eunter x).
1.1: Aus VS gleich CUrbild von Eunter x . . .
folgt via 11-15(Def):C=x1[E].
1.2: Aus VS gleich ...DUrbild von Eunter x
folgt via 11-15(Def):D=x1[E].
2: Aus 1.1C=x1[E] und
aus 1.2D=x1[E]
folgt: C=D.
#11 MENGENLEHRE 267
11-17. Das Urbild der leeren Menge unter jeder Klasse ist die leere Menge, siehe
ae). Das Urbild jeder Klasse unter der leeren Menge ist die leere Menge, siehe bf).
Das Urbild des Universums unter einer Klasse ist der Definitions-Bereich dieser
Klasse, siehe c). Das Urbild jeder nicht leeren Klasse unter dem Universum ist
das Universum, siehe d). Der enge Bezug zu 8-12 ist nicht zu leugnen.
11-17(Satz)
a) x1[0] = 0.
b) 01[x] = 0.
c) x1[U] = dom x.
d) Falls 06=x , dann U1[x] = U .
e) U1[0] = 0.
f) 01[U] = 0.
268 MENGENLEHRE #11
Beweis 11-17 a) Via 8-12 gilt: x1[0] = 0.
b)
1: 01[x]1110
= 0[x]812
= 0.
2: Aus 1
folgt: 01[x] = 0.
c)
1: x1[U]812
=ran (x1)117
=dom x.
2: Aus 1
folgt: x1[U] = dom x.
d) VS gleich 0 6=x.
1.1: Via 11-10 gilt: U1=U × U.
1.2: Via 2-17 gilt: U x=x.
2: Aus 1.2U x=x und
aus VS gleich 0 6=x
folgt: 0 6=U x.
3: Aus 2 0 6=U x
folgt via 9-12: (U × U)[x] = U.
4: Aus 1.1U1=U × U und
aus 3 (U × U)[x] = U
folgt: U1[x] = U.
e) Via des bereits bewiesenen a) gilt: U1[0] = 0.
f) Via des bereits bewiesenen b) gilt: 01[U] = 0.
#11 MENGENLEHRE 269
11-18. Aussagen ab) sind via 0-6 Spezialf¨
alle von c). In c) wird gesagt, dass
aus xy und Ee Inklusion x1[E]y1[e] folgt. Ungeachtet dieser
Implikationen ist die Beweis-Reihenfolge a) -b) -c). Aussage a) wiederholt 8-
9a) mit x1 an Stelle von x . 8-9 wird auch beim Beweis von bc) verwendet:
11-18(Satz)
a) Aus Ee folgt x1[E]x1[e] .
b) Aus xy folgt x1[E]y1[E] .
c) Aus xy und Ee folgt x1[E]y1[e] .
Beweis 11-18 a) VS gleich Ee.
Aus VS gleich Ee
folgt via 8-9:x1[E]x1[e].
b) VS gleich xy.
1: Aus VS gleich xy
folgt via 11-6:x1y1.
2: Aus 1x1y1
folgt via 8-9:x1[E]y1[E].
c) VS gleich (xy)(Ee).
1: Aus VS gleich xy . . .
folgt via 11-6:x1y1.
2: Aus 1x1y1 und
aus VS gleich . . . E e
folgt via 8-9:x1[E]y1[e].
270 MENGENLEHRE #11
11-19. Es werden die Aussagen von 8-10 f¨
ur x1 an Stelle von x unter Ver-
wendung von 11-7, wonach dom (x1) = ran xund ran (x1) = dom xgilt, adap-
tiert. Gem¨
a) ist jedes Element des Urbilds von Eunter xin dom x. Das Urbild
von Eunter xist eine TeilKlasse von dom x, siehe b) und ist via c) außerdem
gleich dem Urbild von Eran xunter x. Wie in d) gesagt, ist das Urbild von
ran xunter xgleich dom x:
11-19(Satz)
a) Aus px1[E] folgt pdom x .
b) x1[E]dom x.
c) x1[E] = x1[Eran x].
d) x1[ran x] = dom x.
#11 MENGENLEHRE 271
Beweis 11-19 a) VS gleich px1[E].
1: Aus VS gleich px1[E]
folgt via 8-10:pran (x1).
2: Via 11-7 gilt: ran (x1) = dom x.
3: Aus 1pran (x1) und
aus 2ran (x1) = dom x
folgt: pdom x.
b)
1: x1[E]
810
ran (x1)117
=dom x.
2: Aus 1
folgt: x1[E]dom x.
c)
1: x1[E]810
=x1[Edom (x1)] 117
=x1[Eran x].
2: Aus 1
folgt: x1[E] = x1[Eran x].
d)
1: x1[ran x]117
=x1[dom (x1)] 810
=ran (x1)117
=dom x.
2: Aus 1
folgt: x1[ran x] = dom x.
272 MENGENLEHRE #11
11-20. Falls xoder dom xeine Menge ist, dann ist das Urbild jeder Klasse unter x
eine Menge. Dieses Resultat ist eine Kombination der vorhergehenden Aussagen
8-11 und 11-7 und 11-9:
11-20(Satz)
a) Aus xMenge” folgt x1[E]Menge” .
b) Aus dom xMenge” folgt x1[E]Menge” .
Beweis 11-20 a) VS gleich xMenge.
1: Aus VS gleich xMenge
folgt via 11-9:x1Menge.
2: Aus 1x1Menge
folgt via 8-11:x1[E] Menge.
b) VS gleich dom xMenge.
1: Via 11-7 gilt: dom x=ran (x1).
2: Aus VS gleich dom xMenge und
aus 1dom x=ran (x1)
folgt: ran (x1) Menge.
3: Aus 2ran (x1) Menge
folgt via 8-11:x1[E] Menge.
#11 MENGENLEHRE 273
11-21. In der folgenden Aussage wird eine notwendige Bedingung daf¨
ur gegeben,
dass eine Klasse pim Urbild von Eunter xist. Die Formulierung ist ¨
ahnlich zu
8-7:
11-21(Satz)
Es gelte:
)px1[E].
Dann gibt es , so dass gilt:
e.1) E.
e.2) ran x.
e.3) (p, Ω) x.
Beweis 11-21
1: Aus VS gleich px1[E]
folgt via 8-7: : (Ω E)(Ω dom (x1)) ((Ω, p)x1).
2.1: Via 11-7 gilt: dom (x1) = ran x.
2.2: Aus 1...(Ω, p)x1
folgt via 11-4: (p, Ω) x.
3: Aus 1...dom (x1)... und
aus 2.1dom (x1) = ran x
folgt: ran x.
4: Aus 1 : E . . . ,
aus 3 ran x und
aus 2.2 (p, Ω) x
folgt: Ω:
E
ran x
(p, Ω) x.
274 MENGENLEHRE #11
11-22. Es folgt eine im Folgenden oft verwendete hinreichende Bedingung f¨
ur
px1[E]” . Die Formulierung ¨
ahnelt 8-8:
11-22(Satz)
Aus (p, q)x und qE folgt px1[E] .
Beweis 11-22 VS gleich ((p, q)x)(qE).
1: Aus VS gleich (p, q)x . . .
folgt via 11-4: (q, p)x1.
2: Aus 1 (q, p)x1 und
aus VS gleich . . . q E
folgt via 8-8:px1[E].
#11 MENGENLEHRE 275
11-23. Als Wegbereitung f¨
ur Betrachtungen von Vereinigung und Durchschnitt
von Urbildern von einer vorgegebenen Klasse unter den Elementen einer anderen
Klasse wird die Klasse aller Urbilder von yunter den Elementen von xdefiniert:
11-23(Definition)
11.2(X, E)
={λ1[E] : λX}={ω: ( : (Ω X)(ω= 1[E]))}.
276 MENGENLEHRE #11
11-24. Zur Vereinfachung des Umgangs mit der in 11-23 definierten Klasse
{λ1[E] : λX}wird eine notwendige Bedingung f¨
ur w {λ1[E] : λX}
und Hinreichendes f¨
ur x1[E] {λ1[X]:λE}bewiesen:
11-24(Satz)
a) Aus w {λ1[E]:λX} folgt : (w= 1[E]) (Ω X) .
b) Aus xX folgt x1[E] {λ1[E]:λX} .
————————————————————————————
11-23(Def) {λ1[E] : λX}.
#11 MENGENLEHRE 277
Beweis 11-24 a) VS gleich w {λ1[E] : λX}.
1: Aus VS gleich w {λ1[E]:λX} und
aus {λ1[E]:λX}={ω: ( : (Ω X)(ω= 1[E]))}
folgt: w {ω: ( : (Ω X)(ω= 1[E]))}.
2: Aus 1w {ω: ( : (Ω X)(ω= 1[E]))}
folgt: : (Ω X)(w= 1[E]).
3: Aus 2
folgt: : (w= 1[E]) (Ω X).
b) VS gleich xX.
1.1: Aus VS gleich xX
folgt via ElementAxiom:xMenge.
1.2: Aus VS gleich xX
folgt: x:xX.
2.1: Aus 1.1xMenge
folgt via 11-20:x1[E] Menge.
2.2: Aus 1.2x:xX und
aus x1[E] = x1[E]”
folgt: x: (xX)(x1[E] = x1[E]).
3: Aus 2.2x: (xX)(x1[E] = x1[E]) und
aus 2.1x1[E] Menge
folgt: x1[E] {ω: ( : (Ω X)(ω= 1[E]))}.
4: Aus 3x1[E] {ω: ( : (Ω X)(ω= 1[E]))} und
aus {ω: ( : (Ω X)(ω= 1[E]))}={λ1[E] : λX}
folgt: x1[E] {λ1[E] : λX}.
278 MENGENLEHRE #11
11-25. Mit Aussagen ac) - Aussage b) ist eine Vorbereitung auf c) - stehen
Hilfsmittel zur Verf¨
ugung, um im nachfolgenden Satz nachzuweisen, dass das
Urbild von einer Klasse unter dem Durchschnitt einer anderen Klasse mitunter
ungleich dem Durchschnitt der Urbilder der einen Klasse unter den Elementen
der anderen Klasse ist:
11-25(Satz)
a) {λ1[E]:λ0}= 0.
b) {λ1[0] : λX} {0}.
c) Aus 06=X folgt {λ1[0] : λX}={0} .
————————————————————————————
11-23(Def) {λ1[E]:λ0}und {λ1[0] : λX}.
Beweis 11-25 a)
Thema1 α {λ1[E]:λ0}.
2: Aus Thema1α {λ1[E] : λ0}
folgt via 11-24: : (α= 1[E]) (Ω 0).
3: Es gilt 2...0”.
Via 0-19 gilt /0” .
Ex falso quodlibet folgt: α / {λ1[E]:λ0}.
Ergo Thema1:α: (α {λ1[E] : λ0})(α / {λ1[E] : λ0}).
Konsequenz via 0-19:{λ1[E] : λ0}= 0.
#11 MENGENLEHRE 279
Beweis 11-25 b)
Thema1 α {λ1[0] : λX}.
2: Aus Thema1α {λ1[0] : λX}
folgt via 11-24: : (α= 1[0]) (Ω X).
3: Via 11-17 gilt: 1[0] = 0.
4: Aus 2. . . α = 1[0] ... und
aus 3 1[0] = 0
folgt: α= 0.
5: Via 1-5 gilt: 0 {0}.
6: Aus 4α= 0 und
aus 5 0 {0}
folgt: α {0}.
Ergo Thema1:α: (α {λ1[0] : λX})(α {0}).
Konsequenz via 0-2(Def):{λ1[0] : λX} {0}.
c) VS gleich 0 6=X.
1: Aus VS gleich 0 6=X
folgt via 0-20: : X.
2: Aus 1...X
folgt via 11-24: 1[0] {λ1[0] : λX}.
3: Via 11-17 gilt: 1[0] = 0.
4: Aus 2 1[0] {λ1[0] : λX} und
aus 3 1[0] = 0
folgt: 0 {λ1[0] : λX}.
5: Aus 4 0 {λ1[0] : λX}
folgt via 1-8:{0} {λ1[0] : λX}.
6: Via des bereits bewiesenen b) gilt: {λ1[0] : λX} {0}.
7: Aus 6{λ1[0] : λX} {0} und
aus 5{0} {λ1[0] : λX}
folgt via GleichheitsAxiom:{λ1[0] : λX}={0}.
280 MENGENLEHRE #11
11-26. Das Urbild von Eunter der Vereinigung von xist die Vereinigung der Ur-
bilder von Eunter den Elementen von X, siehe a). Gem¨
b) ist das Urbild von
Eunter dem Durchschnitt von Xeine TeilKlasse des Durchschnitts der Urbilder
von Eunter den Elementen von X. Falls peine Menge ist, dann ist gem¨
c)
das Urbild von {p}unter dem Durchschnitt von Xgleich dem Durchschnitt der
Urbilder von {p}unter den Elementen von X. In d) wird gezeigt, dass wenn p
eine Unmenge ist und wenn Xnicht leer ist, das Urbild von {p}- diese Klasse ist
klarer Weise die leere Menge - unter dem Durchschnitt von Xgleich dem Durch-
schnitt der Urbilder von {p}unter den Elementen von Xist. In der Tat stellt
sich heraus, dass beide angesprochenen auf Durchschnitts-Bildung” beruhenden
Klassen gleich der leeren Menge sind. Gem¨
e) kann an Stelle der TeilKlassen-
Aussage” von c) auch eine Ungleichung treten - n¨
amlich dann, wenn f¨
ur eine
Unmenge pdie Klassen (T0)1[{p}] und T{λ1[{p}] : λ0}betrachtet wer-
den. Dieses Beispiel zeigt auch, dass auf die Voraussetzung 0 6=X in d) nicht
verzichtet werden kann:
11-26(Satz)
a) (SX)1[E] = S{λ1[E]:λX}.
b) (TX)1[E]T{λ1[E]:λX}.
c) Aus pMenge” folgt (TX)1[{p}] = T{λ1[{p}] : λX} .
d) Aus 06=X und pUnmenge”
folgt (TX)1[{p}] = T{λ1[{p}] : λX}
und (TX)1[{p}] = 0
und T{λ1[{p}] : λX}= 0 .
e) Aus pUnmenge” folgt (T0)1[{p}]6=T{λ1[{p}] : λ0}
und (T0)1[{p}] = 0
und T{λ1[{p}] : λ0}=U .
————————————————————————————
11-23(Def) {λ1[E]:λX}und {λ1[{p}] : λX}
und {λ1[{p}] : λ0}.
#11 MENGENLEHRE 281
Beweis 11-26 a)
Thema1.1 α(SX)1[E].
2: Aus Thema1.1α(SX)1[E]
folgt via 11-21: : (Ω E)((α, Ω) SX).
3: Aus 2...(α, Ω) SX
folgt via 1-12:Ψ : ((α, Ω) Ψ) X).
4.1: Aus 3...ΨX
folgt via 11-24: Ψ1[E] {λ1[E]:λX}.
4.2: Aus 3...(α, Ω) Ψ... und
aus 2...E . . .
folgt via 11-22:αΨ1[E].
5: Aus 4.2αΨ1[E] und
aus 4.1 Ψ1[E] {λ1[E]:λX}
folgt via 1-12:αS{λ1[E]:λX}.
Ergo Thema1.1:α: (α(SX)1[E]) (αS{λ1[E] : λX}).
Konsequenz via 0-2(Def):A1
(SX)1[E]S{λ1[E] : λX}
282 MENGENLEHRE #11
Beweis 11-26 a) ...
Thema1.2 αS{λ1[E]:λX}.
2: Aus Thema1.2αS{λ1[E]:λX}
folgt via 1-12: : (αΩ) (Ω {λ1[E]:λX}).
3: Aus 2... {λ1[E]:λX}...
folgt via 11-24:Ψ : (Ω = Ψ1[E]) X).
4: Aus 2. . . α ... und
aus 3... = Ψ1[E]...
folgt: αΨ1[E].
5: Aus 4αΨ1[E]
folgt via 11-21:Φ : E)((α, Φ) Ψ).
6: Aus 5...(α, Φ) Ψ und
aus 3...ΨX
folgt via 1-12: (α, Φ) SX.
7: Aus 6 (α, Φ) SX und
aus 5...ΦE . . .
folgt via 11-22:α(SX)1[E].
Ergo Thema1.2:α: (αS{λ1[E]:λX})(α(SX)1[E]).
Konsequenz via 0-2(Def):A2
S{λ1[E]:λX} (SX)1[E]
1.3: Aus A1 gleich (SX)1[E]S{λ1[E] : λX} und
aus A2 gleich S{λ1[E] : λX} (SX)1[E]
folgt via GleichheitsAxiom: (SX)1[E] = S{λ1[E] : λX}.
#11 MENGENLEHRE 283
Beweis 11-26 b)
Thema1 α(TX)1[E].
2.1: Aus Thema1α(TX)1[E]
folgt via ElementAxiom:αMenge.
2.2: Aus Thema1α(TX)1[E]
folgt via 11-21: : (Ω E)((α, Ω) TX).
Thema3.1 β {λ1[E]:λX}.
4: Aus Thema3.2β {λ1[E]:λX}
folgt via 11-24:
Ψ : (β= Ψ1[E]) X).
5: Aus 2.2...(α, Ω) TX und
aus 4...ΨX
folgt via 1-13: (α, Ω) Ψ.
6: Aus 5 (α, Ω) Ψ und
aus 2.2...E . . .
folgt via 11-22:αΨ1[E].
7: Aus 6αΨ1[E] und
aus 4...β = Ψ1[E]...
folgt: αβ.
Ergo Thema3.1:
A1
β: (β {λ1[E]:λX})(αβ)
3.2: Aus A1 gleich
β: (β {λ1[E]:λX})(αβ)” und
aus 2.1αMenge
folgt via 1-13:αT{λ1[E]:λX}
Ergo Thema1:α: (α(TX)1[E]) (αT{λ1[E] : λX}).
Konsequenz via 0-2(Def): (TX)1[E]T{λ1[E] : λX}.
284 MENGENLEHRE #11
Beweis 11-26 c) VS gleich pMenge.
Thema1.1 αT{λ1[{p}]:λX}.
Thema2.1 βX.
3: Aus Thema3.1βX
folgt via 11-24:
β1[{p}] {λ1[{p}] : λX}.
4: Aus Thema1.1
αT{λ1[{p}] : λX} und
aus 3β1[{p}] {λ1[{p}] : λX}
folgt via 1-13:αβ1[{p}].
5: Aus 4αβ1[{p}]
folgt via 11-21:
: (Ω {p})((α, Ω) β).
6: Aus 5... {p}...
folgt via 1-6: = p.
7: Aus 6 = p
folgt via PaarAxiom I: (α, Ω) = (α, p).
8: Aus 7 (α, Ω) = (α, p) und
aus 5...(α, Ω) β
folgt: (α, p)β.
Ergo Thema2.1:A1
β: (βX)((α, p)β)
...
#11 MENGENLEHRE 285
Beweis 11-26 c) VS gleich pMenge.
...
Thema1.1 αT{λ1[{p}]:λX}.
...
2.2: Aus Thema1.1αT{λ1[{p}]:λX}
folgt via ElementAxiom:αMenge.
3: Aus 2.2αMenge und
aus VS gleich pMenge
folgt via PaarAxiom I: (α, p) Menge.
4: Aus A1 gleich β: (βX)((α, p)β) und
aus 2.2 (α, p) Menge
folgt via 1-13:A2
(α, p)TX
2.3: Aus )pMenge
folgt via 1-3:p {p}.
3: Aus A2 gleich (α, p)TX und
aus 2.3p {p}
folgt via 11-22:α(TX)1[{p}].
Ergo Thema1.1:α: (αT{λ1[{p}] : λX})(α(TX)1[{p}]).
Konsequenz via 0-2(Def):A3
T{λ1[{p}] : λX} (TX)1[{p}]
1.2: Via des bereits bewiesenen b) gilt: (TX)1[{p}]T{λ1[{p}]:λX}.
2: Aus 1.2 (TX)1[{p}]T{λ1[{p}]:λX} und
aus A3 gleich T{λ1[{p}] : λX} (TX)1[{p}]
folgt via GleichheitsAxiom: (TX)1[{p}] = T{λ1[{p}]:λX}.
286 MENGENLEHRE #11
Beweis 11-26 d) VS gleich (0 6=X)(pUnmenge).
1: Aus VS gleich . . . p Unmenge
folgt via 1-4:{p}= 0.
2.1: (TX)1[{p}]1
= (TX)1[0] 1117
= 0.
2.2: Aus VS gleich 0 6=X . . .
folgt via 11-25:{λ1[0] : λX}={0}.
3: T{λ1[{p}]:λX}1
=T{λ1[0] : λX}2.2
=T{0}114
= 0.
4: Aus 2.1 (TX)1[{p}] = ...= 0 und
aus 3T{λ1[{p}] : λX}=...0
folgt: (TX)1[{p}] = T{λ1[{p}] : λX}= 0
(TX)1[{p}] = 0
T{λ1[{p}]:λX}= 0.
e) VS gleich pUnmenge.
1: Aus VS gleich . . . p Unmenge
folgt via 1-4:{p}= 0.
2.1: (T0)1[{p}]1
= (T0)1[0] 1117
= 0.
2.2: T{λ1[{p}] : λ0}1125
=T0114
=U.
3: Via 0-18 gilt: 0 6=U.
4: Aus 2.1 (T0)1[{p}] = ...= 0 ,
aus 3 0 6=U und
aus 2.2T{λ1[{p}] : λ0}=...=U
folgt: (T0)1[{p}]6=T{λ1[{p}] : λ0}
(T0)1[{p}] = 0
T{λ1[{p}] : λ0}=U.
#12 MENGENLEHRE 287
Urbild von Eunter x:,,\,∆.
x1[{p}].
(x×y)1.
(x×y)1[E].
Ersterstellung: 12/09/05 Letzte ¨
Anderung: 15/04/11
288 MENGENLEHRE #12
12-1. Es folgen vier Aussagen ¨
uber die wechselseitige Beziehung der klassentheo-
retischen Grundoperationen und der Relation invers zu einer Klasse. In a) wird
gesagt, dass die Relation invers zur bin¨
aren Vereinigung von xund ygleich der
bin¨
aren Vereinigung der Relationen invers zu xund zu yist. Gem¨
b) ist die
Relation invers zum bin¨
aren Durchschnitt von xund ygleich dem bin¨
aren Durch-
schnitt der Relationen invers zu xund zu y. Wie in c) gesagt ist die Relation
invers zu der KlassenDifferenz von xund ygleich der KlassenDifferenz der Rela-
tion invers zu xund der Relation invers zu y. Schließlich ist gem¨
d) auch die
Relation invers zu der symmetrischen KlassenDifferenz von xund ygleich der
symmetrischen KlassenDifferenz der Relation invers zu xund der Relation invers
zu y:
12-1(Satz)
a) (xy)1= (x1)(y1).
b) (xy)1= (x1)(y1).
c) (x\y)1= (x1)\(y1).
d) (xy)1= (x1)∆(y1).
Beweis 12-1 a)
Thema1.1 α(xy)1.
2: Aus Thema1.1α(xy)1
folgt via 11-3:,Ψ : (α= ,Ω)) ((Ω,Ψ) xy).
3: Aus 1.1...(Ω,Ψ) xy
folgt via 2-2: ((Ω,Ψ) x)((Ω,Ψ) y).
Fallunterscheidung
...
...
#12 MENGENLEHRE 289
Beweis 12-1 a) ...
Thema1.1 α(xy)1.
...
Fallunterscheidung
...
3.1.Fall (Ω,Ψ) x.
4: Aus 3.1.Fall(Ω,Ψ) x
folgt via 11-4: ,Ω) x1.
5: Aus 2...α= ,Ω) ... und
aus 4 ,Ω) x1
folgt: αx1.
6: Aus 5αx1
folgt via 2-2:α(x1)(y1).
3.2.Fall (Ω,Ψ) y.
4: Aus 3.2.Fall(Ω,Ψ) y
folgt via 11-4: ,Ω) y1.
5: Aus 2...α= ,Ω) ... und
aus 4 ,Ω) y1
folgt: αy1.
6: Aus 5αy1
folgt via 2-2:α(x1)(y1).
Ende Fallunterscheidung In beiden F¨
allen gilt:
α(x1)(y1).
Ergo Thema1.1:α: (α(xy)1)(α(x1)(y1)).
Konsequenz via 0-2(Def):A1
(xy)1(x1)(y1)
290 MENGENLEHRE #12
Beweis 12-1 a) ...
1.2: Via 2-7 gilt: xxy.
1.3: Via 2-7 gilt: yxy.
2.1: Aus 1.2xxy
folgt via 11-6:x1(xy)1.
2.2: Aus 1.3y. . . x y
folgt via 11-6:y1(xy)1.
3: Aus 2.1x1(xy)1 und
aus 2.2y1(xy)1
folgt via 2-12: (x1)(y1)(xy)1.
4: Aus A1 gleich (xy)1(x1)(y1) und
aus 3 (x1)(y1)(xy)1
folgt via GleichheitsAxiom: (xy)1= (x1)(y1).
b)
1.1: Via 2-7 gilt: xyx.
1.2: Via 2-7 gilt: xyy.
2.1: Aus 1.1xyx
folgt via 11-6: (xy)1x1.
2.2: Aus 1.2xyy
folgt via 11-6: (xy)1y1.
3: Aus 2.1 (xy)1x1 und
aus 2.2 (xy)1y1
folgt via 2-12:A1
(xy)1(x1)(y1)
#12 MENGENLEHRE 291
Beweis 12-1 b) ...
Thema1.2 α(x1)(y1).
2: Aus Thema1.2α(x1)(y1)”
folgt via 2-2: (αx1)(αy1).
3: Aus 2αx1...
folgt via 11-3:,Ψ : (α= ,Ω)) ((Ω,Ψ) x).
4: Aus 3. . . α = ,Ω) ... und
aus 2...αy1
folgt: ,Ω) y1.
5: Aus 4.2 ,Ω) y1
folgt via 11-4: (Ω,Ψ) y.
6: Aus 3...(Ω,Ψ) x und
aus 5 (Ω,Ψ) y
folgt via 2-2: (Ω,Ψ) xy.
7: Aus 6 (Ω,Ψ) xy
folgt via 11-4: ,Ω) (xy)1.
8: Aus 3. . . α = ,Ω) ... und
aus 7 ,Ω) (xy)1
folgt: α(xy)1.
Ergo Thema1.2:α: (α(x1)(y1)) (α(xy)1).
Konsequenz via 0-2(Def):A2
(x1)(y1)(xy)1
1.3: Aus A1 gleich (xy)1(x1)(y1) und
aus A2 gleich (x1)(y1)(xy)1
folgt via GleichheitsAxiom: (xy)1= (x1)(y1).
292 MENGENLEHRE #12
Beweis 12-1 c)
Thema1.1 α(x\y)1.
2: Aus Thema1.1α(x\y)1
folgt via 11-3:,Ψ : (α= ,Ω)) ((Ω,Ψ) x\y).
3: Aus 2...(Ω,Ψ) x\y
folgt via 5-3: ((Ω,Ψ) x)((Ω,Ψ) /y).
4.1: Aus 3 (Ω,Ψ) x . . .
folgt via 11-4: ,Ω) x1.
4.2: Aus 3...(Ω,Ψ) /y
folgt via 11-5: ,Ω) /y1.
5: Aus 4.1 ,Ω) x1 und
aus 4.2 ,Ω) /y1
folgt via 5-3: ,Ω) (x1)\(y1).
6: Aus 2. . . α = ,Ω) ... und
aus 5 ,Ω) (x1)\(y1)
folgt: α(x1)\(y1).
Ergo Thema1.1:α: (α(x\y)1)(α(x1)\(y1)).
Konsequenz via 0-2(Def):A1
(x\y)1(x1)\(y1)
#12 MENGENLEHRE 293
Beweis 12-1 c) ...
Thema1.2 α(x1)\(y1).
2: Aus Thema1.2α(x1)\(y1)”
folgt via 5-3: (αx1)(α /y1).
3: Aus 2αx1...
folgt via 11-3:,Ψ : (α= ,Ω)) ((Ω,Ψ) x).
4: Aus 3. . . α = ,Ω) ... und
aus 2...α /y1
folgt: ,Ω) /y1.
5: Aus 4 ,Ω) /y1
folgt via 11-4: (Ω,Ψ) /y.
6: Aus 3...(Ω,Ψ) x und
aus 5 (Ω,Ψ) /y
folgt via 5-3: (Ω,Ψ) x\y.
7: Aus 6 (Ω,Ψ) x\y
folgt via 11-4: ,Ω) (x\y)1.
8: Aus 3. . . α = ,Ω) ... und
aus 7 ,Ω) (x\y)1
folgt: α(x\y)1.
Ergo Thema1.2:α: (α(x1)\(y1)) (α(x\y)1).
Konsequenz via 0-2(Def):A2
(x1)\(y1)(x\y)1
1.3: Aus A1 gleich (x\y)1(x1)\(y1) und
aus A2 gleich (x1)\(y1)(x\y)1
folgt via GleichheitsAxiom: (x\y)1= (x1)\(y1).
d)
1: (xy)1527
= ((x\y)(y\x))1a)
= ((x\y)1)((y\x)1)
c)
= ((x1)\(y1)) ((y1)\(x1)) 527
= (x1)∆(y1).
2: Aus 1
folgt: (xy)1= (x1)∆(y1).
294 MENGENLEHRE #12
12-2. Es folgen f¨
unf Resultate, die Adaptionen von 9-1 und - teilweise - von
9-4 f¨
ur Urbilder an Stelle von Bildern sind. Gem¨
a) ist das Urbild unter
der bin¨
aren Vereinigung gleich der bin¨
aren Vereinigung der Urbilder. Diese Glei-
chung geht, wie in b) gesagt, f¨
ur den bin¨
aren Durchschnitt in eine TeilKlassen-
Aussage” ¨
uber. Das Urbild unter dem bin¨
aren Durchschnitt kann auch gleich dem
bin¨
aren Durchschnitt der Urbilder sein. Als Beispiel hierf¨
ur werden in c) die je-
weiligen Urbilder von Singelton pbetrachtet. In d) wird gezeigt, dass die Klassen-
Differenz der Urbilder eine TeilKlasse des Urbilds unter der KlassenDifferenz ist.
Dieses Resultat wird in e) auch f¨
ur die symmetrische KlassenDifferenz bewiesen.
Dass die Aussagen bde) nicht ohne Weiteres als Gleichungen verf¨
ugbar sind, wird
in der nachfolgenden Bemerkung und den anschließenden Beispielen diskutiert:
12-2(Satz)
a) (xy)1[E] = (x1[E]) (y1[E]).
b) (xy)1[E](x1[E]) (y1[E]).
c) (xy)1[{p}] = (x1[{p}]) (y1[{p}]).
d) (x1[E]) \(y1[E]) (x\y)1[E].
e) (x1[E])∆(y1[E]) (xy)1[E].
#12 MENGENLEHRE 295
Beweis 12-2 a)
1: (xy)1[E]121
= (x1y1)[E]91
= (x1[E]) (y1[E]).
2: Aus 1
folgt: (xy)1[E] = (x1[E]) (y1[E]).
b)
1: (xy)1[E]121
= (x1y1)[E]
91
(x1[E]) (y1[E]).
2: Aus 1
folgt: (xy)1[E](x1[E]) (y1[E]).
c)
1: (xy)1[{p}]121
= (x1y1)[{p}]91
= (x1[{p}]) (y1[{p}]).
2: Aus 1
folgt: (xy)1[{p}] = (x1[{p}]) (y1[{p}]).
d)
1: (x1[E]) \(y1[E])
94
(x1\y1)[E]121
= (x\y)1[E].
2: Aus 1
folgt: (x1[E]) \(y1[E]) (x\y)1[E].
e)
1: (x1[E])∆(y1[E])
94
(x1y1)[E]121
= (xy)1[E].
2: Aus 1
folgt: (x1[E])∆(y1[E]) (xy)1[E].
296 MENGENLEHRE #12
12-3. Wie an Hand der folgenden Beispiele klar wird, sind statt der TeilKlassen-
Aussagen” von 12-2bde) nicht ohne Weiteres Gleichungen verf¨
ugbar:
12-3.Bemerkung
Die Gleichung
(xy)1[E] = (x1[E]) (y1[E])”
ist nicht ohne Weiteres verf¨
ugbar.
Die Gleichung
(x1[E]) \(y1[E]) = (x\y)1[E]”
ist nicht ohne Weiteres verf¨
ugbar.
Die Gleichung
(x1[E])∆(y1[E]) = (xy)1[E]”
ist nicht ohne Weiteres verf¨
ugbar.
#12 MENGENLEHRE 297
12-4. Mit dem folgenden Beispiel wird klar gemacht, dass in 12-2b) nicht ohne
Weiteres eine Gleichung zu erwarten ist:
12-4.BEISPIEL
Es gelte:
)pMenge.
)qMenge.
)p6=q.
)x={(p, p)}.
)y={(p, q)}.
)E={p, q}.
Dann folgt:
a) (xy)1= 0.
b) x1[E] = {p}.
c) y1[E] = {p}.
d) (xy)1[E] = 0.
e) (x1[E]) (y1[E]) = {p}.
f) (xy)1[E]6= (x1[E]) (y1[E]).
298 MENGENLEHRE #12
12-5. Mit dem folgenden Beispiel wird klar gemacht, dass in 12-2d) nicht ohne
Weiteres eine Gleichung zu erwarten ist:
12-5.BEISPIEL
Es gelte:
)pMenge.
)qMenge.
)p6=q.
)x={(p, p)}.
)y={(p, q)}.
)E={p, q}.
Dann folgt:
a) x\y={(p, p)}.
b) (x\y)1={(p, p)}.
c) x1[E] = {p}.
d) y1[E] = {p}.
e) (x1[E]) \(y1[E]) = 0.
f) (x\y)1[E] = {p}.
g) (x1[E]) \(y1[E]) 6= (x\y)1[E].
#12 MENGENLEHRE 299
12-6. Mit dem folgenden Beispiel wird klar gemacht, dass in 12-2e) nicht ohne
Weiteres eine Gleichung zu erwarten ist:
12-6.BEISPIEL
Es gelte:
)pMenge.
)qMenge.
)p6=q.
)x={(p, p)}.
)y={(p, q)}.
)E={p, q}.
Dann folgt:
a) xy={(p, p),(p, q)}.
b) (xy)1={(p, p),(q, p)}.
c) x1[E] = {p}.
d) y1[E] = {p}.
e) (x1[E])∆(y1[E]) = 0.
f) (xy)1[E] = {p, q}.
g) (x1[E])∆(y1[E]) 6= (xy)1[E].
300 MENGENLEHRE #12
12-7. In Adaption von 9-15 f¨
ur y1 an Stelle von y werden zwei hinreichende
Bedingungen f¨
ur zy1[{x}] angegeben. Die Beweis-Reihenfolge ist i) -iii) -
iv) -ii) -i):
12-7(Satz)
Die Aussagen i),ii),iii),iv) sind ¨
aquivalent:
i) px1[{q}].
ii) {q} x[{p}] und qMenge” .
iii) (p, q)x.
iv) (p, q)x und pMenge” und qMenge” .
#12 MENGENLEHRE 301
Beweis 12-7 i) iii) VS gleich px1[{q}].
1: Aus VS gleich px1[{q}]
folgt via 9-15: (q, p)x1.
2: Aus 1 (q, p)x1
folgt via 11-4: (p, q)x.
iii) iv) VS gleich (p, q)x.
1: Aus VS gleich (p, q)x
folgt via ElementAxiom: (p, q) Menge.
2: Aus 1 (p, q) Menge
folgt via PaarAxiom I: (pMenge) (qMenge).
3: Aus VS gleich (p, q)x ,
aus 2pMenge. . . und
aus 2. . . q Menge
folgt: ((p, q)x)(pMenge) (qMenge).
iv) ii) VS gleich ((p, q)x)(pMenge) (qMenge).
Aus VS gleich ((p, q)x)(pMenge) (qMenge)
folgt via 9-15: ({q} x[{p}]) (qMenge).
ii) i) VS gleich ({q} x[{p}]) (qMenge).
1: Aus VS gleich ({q} x[{p}]) (qMenge)
folgt via 9-15: (p, q)x.
2: Aus 1 (p, q)x
folgt via 11-4: (q, p)x1.
3: Aus 2 (q, p)x1
folgt via 9-15:px1[{q}].
302 MENGENLEHRE #12
12-8. Mit der folgenden Definition wird das Urbild-Analogon” zu der in 9-
16(Def) definierten Klasse {ω: (p, ω)x}in die Essays eingef¨
uhrt:
12-8(Definition)
12.0(q, x) = {ω: (ω, q)x}.
#12 MENGENLEHRE 303
12-9. Je gr¨
oßer die Klasse xist, desto gr¨
oßer ist die Klasse {ω: (ω, q)x}. Ein
analoges Resultat f¨
ur {ω: (p, ω)x}ist in 9-17 zu finden:
12-9(Satz)
Aus xy folgt {ω: (ω, q)x} {ω: (ω, q)y} .
————————————————————————————
12-8(Def) {ω: (ω, q)x}und {ω: (ω, q)y}.
Beweis 12-9 VS gleich xy.
Thema1 α {ω: (ω, q)x}.
2.1: Aus Thema1α {ω: (ω, q)x}
folgt via ElementAxiom:αMenge.
2.2: Aus Thema1α {ω: (ω, q)x}
folgt: (α, q)x.
3: Aus 2.2 (α, q)x und
aus VS gleich xy
folgt via 0-4: (α, q)y.
4: Aus 3 (α, q)y und
aus 2.1αMenge
folgt: α {ω: (ω, q)y}.
Ergo Thema1:α: (α {ω: (ω, q)x})(α {ω: (ω, q)y}).
Konsequenz via 0-2(Def):{ω: (ω, q)x} {ω: (ω, q)y}.
304 MENGENLEHRE #12
12-10. Im folgenden Satz wird in ¨
Ahnlichkeit zu 9-18 die Gleichung x1[{q}] =
{ω: (ω, q)x}etabliert:
12-10(Satz)
x1[{q}] = {ω: (ω, q)x}.
————————————————————————————
12-8(Def) {ω: (ω, q)x}.
Beweis 12-10
Thema1.1 αx1[{q}].
2.1: Aus Thema1.1αx1[{q}]
folgt via ElementAxiom:αMenge.
2.2: Aus Thema1.1αx1[{q}]
folgt via 11-21: : (Ω {q})((α, Ω) x).
3: Aus 2.2... {q}...
folgt via 1-6: = q.
4: Aus 3 = q
folgt via PaarAxiom I: (α, Ω) = (α, q).
5: Aus 4 (α, Ω) = (α, q) und
aus 2.2...(α, Ω) x
folgt: (α, q)x.
6: Aus 5 (α, q)x und
aus 2.1αMenge
folgt: α {ω: (ω, q)x}.
Ergo Thema1.1:α: (αx1[{q}]) (α {ω: (ω, q)x}).
Konsexuenz via 0-2(Def):x1[{q}] {ω: (ω, q)x}.
...
#12 MENGENLEHRE 305
Beweis 12-10 ...
Thema1.2 α {ω: (ω, q)x}.
2: Aus Thema1.2α {ω: (ω, q)x}
folgt: (α, q)x.
3: Aus 2 (α, q)x
folgt via 11-4: (q, α)x1.
4: Aus 3 (q, α)x1
folgt via 9-15:αx1[{q}].
Ergo Thema1.2:α: (α {ω: (ω, q)x})(αx1[{q}]).
Konsexuenz via 0-2(Def):A2
{ω: (ω, q)x} x1[{q}]
1.3: Aus A1 gleich x1[{q}] {ω: (ω, q)x} und
aus A2 gleich {ω: (ω, q)x} x1[{q}]
folgt via GleichheitsAxiom:x1[{q}] = {ω: (ω, q)x}.
306 MENGENLEHRE #12
12-11. qran xist genau dann der Fall, wenn 0 6=x1[{q}]:
12-11(Satz)
Die Aussagen i),ii) sind ¨
aquivalent:
i) qran x.
ii) 06=x1[{q}].
Beweis 12-11 i) ii) VS gleich qran x.
1: Via 11-7 gilt: ran x=dom (x1).
2: Aus VS gleich qran x und
aus 1ran x=dom (x1)
folgt: qdom (x1).
3: Aus 2qdom (x1)
folgt via 9-19: 0 6=x1[{q}].
ii) i) VS gleich 0 6=x1[{q}].
1.1: Aus VS gleich 0 6=x1[{q}]
folgt via 9-19:qdom (x1).
1.2: Via 11-7 gilt: dom (x1) = ran x.
2: Aus 1.1qdom (x1) und
aus 1.2dom (x1) = ran x
folgt: qran x.
#12 MENGENLEHRE 307
12-12. Via Negation ergibt sich aus 12-11 ein Kriterium f¨
ur x1[{q}] = 0:
12-12(Satz)
Die Aussagen i),ii) sind ¨
aquivalent:
i) q /ran x.
ii) x1[{q}] = 0.
Beweis 12-12
1: Via 12-11 gilt: (qran x)(0 6=x1[{q}]).
2: Aus 1
folgt: (¬(qran x)) (¬(0 6=x1[{q}])).
3: Aus 2
folgt: (q /ran x)(x1[{q}] = 0).
308 MENGENLEHRE #12
12-13. Wie vermutlich erwarten werden konnte ist die Relation invers zu x×y
gleich y×x, siehe a). Bei nochmaligem Invertieren” ergibt sich wieder x×y,
siehe b):
12-13(Satz)
a) (x×y)1=y×x.
b) ((x×y)1)1=x×y.
Beweis 12-13 a)
Thema1.1 α(x×y)1.
2: Aus Thema1.1α(x×y)1
folgt via 11-3:
,Ψ : (α= ,Ω)) ((Ω,Ψ) x×y).
3: Aus 2...(Ω,Ψ) x×y
folgt via 6-6: (Ω x) y).
4: Aus 3...Ψy und
aus 3 x . . .
folgt via 6-6: ,Ω) y×x.
5: Aus 2. . . α = ,Ω) ... und
aus 4 ,Ω) y×x
folgt: αy×x.
Ergo Thema1.1:α: (α(x×y)1)(αy×x).
Konsequenz via 0-2(Def):A1
(x×y)1y×x
#12 MENGENLEHRE 309
Beweis 12-13 a) ...
Thema1.2 αy×x.
2: Aus Thema1.2αy×x
folgt via 6-6:,Ψ : (Ω y) x)(α= (Ω,Ψ)).
3: Aus 2...Ψx und
aus 2...y . . .
folgt via 6-6: ,Ω) x×y.
4: Aus 3 ,Ω) x×y
folgt via 11-4: (Ω,Ψ) (x×y)1.
5: Aus 2. . . α = (Ω,Ψ) und
aus 4 (Ω,Ψ) (x×y)1
folgt: α(x×y)1.
Ergo Thema1.2:α: (αy×x)(α(x×y)1).
Konsequenz via 0-2(Def):A2
y×x(x×y)1
Thema1.3: Aus A1 gleich (x×y)1y×x und
aus A2 gleich y×x(x×y)1
folgt via GleichheitsAxiom: (x×y)1=y×x.
b)
1: ((x×y)1)1a)
= (y×x)1a)
=x×y.
2: Aus 1
folgt: ((x×y)1)1=x×y.
310 MENGENLEHRE #12
12-14. Die folgenden drei Aussagen ergeben sich als Kombination von 9-12 und
12-14. Gem¨
a) ist das Urbild jeder Klasse unter x×yeine TeilKlasse von x.
Falls 0 6=xy, so ist f¨
ur jede Klasse Edas Urbild von yunter E×xgleich E,
siehe b). Wie in c) gesagt, folgt aus xy= 0, dass das Urbild von yunter E×x
gleich der leeren Menge ist:
12-14(Satz)
a) (x×y)1[E]x.
b) Aus 06=yE folgt (x×y)1[E] = x .
c) Aus yE= 0 folgt (x×y)1[E] = 0 .
Beweis 12-14 a)
1: (x×y)1[E]1213
= (y×x)[E]
923
x.
2: Aus 1
folgt: (x×y)1[E]x.
b) VS gleich 0 6=yE.
1: Aus VS gleich 0 6=yE
folgt via 9-23: (y×x)[E] = x.
2: (x×y)1[E]1213
= (y×x)[E]1
=x.
3: Aus 2
folgt: (x×y)1[E] = x.
c) VS gleich yE= 0.
1: Aus VS gleich yE= 0
folgt via 9-23: (y×x)[E] = 0.
2: (x×y)1[E]1213
= (y×x)[E]1
= 0.
3: Aus 2
folgt: (x×y)1[E] = 0.
Literatur Essays 0-90 311
N. Dunford & J.T. Schwartz,Linear Operators. Part I: General Theory,
Wiley, 1988(6).
H. Federer,Geometric Measure Theory, Springer, 1996.
Th. Jech,The Axiom of Choice, North-Holland, 1973.
J. Kelley,General Topology, Springer, 1961.
A. Levy,Basic Set Theory, Springer, 1979.
W. Rudin,Real and Complex Analysis, McGraw-Hill, 1987(3).
J. Schmidt,Mengenlehre. Band 1: Grundbegriffe,
B.I. Mannheim/Wien/Z¨
urich, 1974(2).
H-P. Tuschik & H. Wolter,Mathematische Logik - kurzgefasst, BI Wis-
senschaftsverlag, 1994.