Sport und Osteoporose
Bewegungsmangel im Kindes- und Jugendalter als
Ursache für die Entstehung von Osteoporose
– Eine empirische Studie –
Dissertation
Schriftliche Arbeit zur Erlangung des Grades
„Doktor der Philosophie“
im Fachbereich Erziehungswissenschaft, Psychologie und Sportwissenschaft
der Universität-Gesamthochschule Paderborn
vorgelegt von
Hans Knievel
Paderborn, im Mai 2002
Inhalt
Vorbemerkung 5
1 Einleitung 6
2 Osteoporose als Zivilisationskrankheit
2.1 Osteoporosepatienten 10
2.2 Osteoporose – Genese und Erscheinungsformen 13
2.3 Der Knochenstoffwechsel und seine Steuerung 19
2.4 Das Knochenwachstum und Reparatur der Knochen 21
2.5 Risikofaktoren der Osteoporoseentwicklung 25
2.6 Therapiekonzepte 35
2.7 Präventionskonzepte 36
3 Können Sport und Bewegung in Kindheit und Jugend
präventiv wirksam sein? 41
4 Empirischer Teil der Studie
4.1 Forschungsprogramm 43
4.2 Stichprobe 45
4.3 Methodenkombination als Wahl 48
5 Osteodensitometrie und quantitative Daten 52
6 Retrospektiv-qualitative Erhebung
6.1 Grundgedanken 58
6.2 Leitfadeninterview 61
6.3 Kategoriensystem 67
6.4 Explikation der Kategorien 71
6.5 Transkription und Paraphrasierung 135
6.6 Methode der Quantifizierung qualitativer Daten 140
7 Auswertungsstrategie
7.1 Grundgedanken 147
7.2 Konkretisierung des Modells im Zuge der Hypothesenbildung 150
7.3 Konkretisierung des Modells als Prozess 151
7.4 Bewährungsprobe für das Modell 154
8 Fallbeispiele
8.1 Grundgedanken 157
8.2 Fallbeispiel 1 (VP 01) 159
8.2.1 Graphische Darstellung der retrospektiv-qualitativ
ermittelten Werte in einem Diagramm 159
8.2.2 Ankerbeispiele als Vorlage für die Kommentierung 161
8.2.3 Kommentar und Analyse 168
8.3 Fallbeispiel 2 (VP 39) 170
8.3.1 Graphische Darstellung der retrospektiv-qualitativ
ermittelten Werte in einem Diagramm 170
8.3.2 Ankerbeispiele als Vorlage für die Kommentierung 172
8.3.3 Kommentar und Analyse 177
8.4 Fallbeispiel 3 (VP 04) 179
8.4.1 Graphische Darstellung der retrospektiv-qualitativ
ermittelten Werte in einem Diagramm 179
8.4.2 Ankerbeispiele als Vorlage für die Kommentierung 181
8.4.3 Kommentar und Analyse 184
8.5 Fallbeispiel 4 (VP 37) 186
8.5.1 Graphische Darstellung der retrospektiv-qualitativ
ermittelten Werte in einem Diagramm 186
8.5.2 Ankerbeispiele als Vorlage für die Kommentierung 188
8.5.3 Kommentar und Analyse 190
9 Diskussion des Erkenntnisweges und der Ergebnisse
9.1 Verbindung qualitativer und quantitativer Datenquellen 192
9.2 Bemerkungen zum Auswertungsverfahren 193
9.2.1 Vorbemerkung 193
9.2.2 Zur Gewinnung der Hypothese 193
9.2.3 Zur Verifizierung der Hypothese 197
9.2.4 Zur Deutung des Ergebnisses 197
9.3 Relevanz und Reichweite der Ergebnisse 198
10 Resümee 224
11Anhang
11.1 Graphische Einzeldarstellung 228
11.2 Tabellarische Erfassung des Zahlenmaterials 270
12 Literaturverzeichnis 306
Vorbemerkung 5
Vorbemerkung
Dem Sport wird allgemein eine positive Wirkung hinsichtlich der Gesundheit
zugeschrieben. Wenn auch die immer wieder gern zitierten Worte des römischen
Schriftstellers Juvenal: „mens sana in corpore sano“ eine sinnentstellende Ver-
kürzung sind – sie lassen den entscheidenden Aspekt weg, es sei zu wünschen,
dass in einem gesunden Körper auch ein gesunder Geist wohnt – (Optandum es
ut sit mens sana in corpore sano.), so ist doch nachzuweisen, dass Sport eine
Reihe gesundheitlicher Vorteile mit sich bringt.
Heranwachsende schenken dem gesundheitlichen Bereich des Sports wenig
Aufmerksamkeit; andere Aspekte dominieren deutlich. In vielen Jahren berufli-
cher Tätigkeit mit Schülern und Studierenden konnte ich Erfahrungen darüber
sammeln, wie sehr der Sport für viele Ziele eingesetzt werden kann, aber auch
für solche, bei denen es in erster Linie um unser Wohlbefinden geht. Konkreter
Anlass einer intensiveren Hinwendung von zunächst mehr leistungsorientierten
sowie unterrichtstechnischen Aspekten des Sportunterrichts zu mehr gesund-
heitlichen Fragen sportlichen Tuns war der Kontakt mit Osteoporose-
Selbsthilfe-Gruppen. Frauen und Männer engagierten sich dort in unterschied-
lichsten Formen, um den an der so schmerzhaften Volkskrankheit Osteoporose
Leidenden Erleichterung zu verschaffen. Da sportliche Aktivitäten den Mittel-
punkt therapeutischer Maßnahmen innerhalb dieser Gruppen bildeten, wuchs
mein berufliches Interesse.
Es ist durchaus möglich, dass Osteoporose wenigstens zum Teil neben einer ge-
netischen Komponente durch Fehlverhalten bereits in der Kindheit und Jugend
begründet liegt. Mangelnde Bewegung könnte neben Ernährung, Vererbung und
Krankheiten ein wichtiger Risikofaktor für die Entstehung von Osteoporose
sein. So kam die Anregung von medizinischer und auch sportpädagogischer
Seite, der Bedeutung von Bewegungsmangel hinsichtlich des Aufbaus der Kno-
chendichte konkret nachzugehen.
Sollte sich ein positiver Zusammenhang ergeben zwischen Sport bzw. allgemei-
ner Bewegung und Knochenmineraldichte, dann könnte man die Bedeutung
auch des Sportunterrichts hinsichtlich der Verhinderung der Osteoporose erken-
nen. Weitere sportfördernde Maßnahmen wären dann einzuleiten, um den Kin-
dern die notwendigen Bewegungsaktivitäten zu ermöglichen und so das Risiko,
später an Osteoporose zur erkranken, vermindern.
Einleitung 6
1 Einleitung
„Das Erklärungsprinzip lautet in allen Fällen:
Dort, wo der Knochen von der einwirkenden
Muskelkraft getrennt wird, entsteht eine Osteopo-
rose, auch bei bester Kalziumversorgung – auch
ohne primäre Hormonstörungen, auch ohne kno-
chenschädigende Medikamente“
(Runge 2001, 26).
„Principiis obsta, sero medicina paratur.“ In freier Übersetzung bedeutet das:
Sorge dich früh genug um deine Gesundheit; bist du erst einmal krank, musst du
zur Medizin greifen!
Dieser Vers des römischen Dichters OVID aus dem letzten vorchristlichen Jahr-
hundert (Ovid, 43 v. Chr. - 18 n. Chr.) ist als Warnung zu verstehen. Er gibt an
dieser Stelle Idee und Leitlinie an für die Bearbeitung eines Themas, das sport-
pädagogische und sportdidaktische Fragen mit sportmedizinischen Erkenntnis-
sen verbindet. Konkret geht es in der vorliegenden Studie um folgende These,
die es zu beweisen gilt:
Sport verhindert Osteoporose,
wenn er in der Kindheit und Jugend betrieben wird.
In dieser recht plakativ erscheinenden Behauptung sind entscheidende Aspekte
enthalten, deren genauere Untersuchung zur Verifikation bzw. Falsifikation der
These beitragen können; sie bilden damit die Schwerpunkte dieser Arbeit.
Der Sport nimmt bei der anstehenden Bearbeitung eine besondere Stellung ein.
Sport und Gesundheit bilden ein Beziehungspaar. Das mag auf den ersten Blick
eine Selbstverständlichkeit sein. Bei genauerer Betrachtung allerdings wird man
feststellen, dass in unserer Gesellschaft Sport und Gesundheit bisweilen auch
erheblich auseinanderdriften können. Diese Problematik – so wichtig die Suche
nach relevanten Lösungswegen auch sein mag – wird hier jedoch nicht bespro-
chen. Statt dessen wird dem Sport die Kompetenz zugeschrieben, ein überaus
wirksames Mittel zur Prävention hinsichtlich bestimmter Krankheiten zu sein.
Konkret geht es in der vorliegenden Arbeit um erhöhte körperliche Aktivität
durch Bewegungsabläufe, die das Skelettsystem gleichmäßig belasten. Die Er-
höhung des physiologischen Muskelzuges durch entsprechende sportliche Akti-
vitäten wird als der beste Reiz für den Knochenstoffwechsel und damit für eine
gesunde Knochenbildung angesehen (vgl. Keck o. J.). Das gilt es zu beweisen.
Einleitung 7
Die hier im Vordergrund stehende Krankheit Osteoporose ist eine Volkskrank-
heit. Die Erforschung ihrer Ätiologie ist daher von großem allgemeinen Interes-
se. Immerhin haben in Deutschland etwa sechs Millionen Menschen Osteoporo-
se, wobei die Inzidenz in den nächsten Jahren noch erheblich steigen wird.
Wenn man bedenkt, dass für die Behandlung osteoporosebedingter Erkrankun-
gen jährlich große Summen ausgegeben werden, und wenn man die berechtigte
Hoffnung haben darf, dass diese Ausgaben durch Änderung der Lebensweise
drastisch gesenkt werden können – und das bedeutet die Rückbesinnung auf das
natürliche Bedürfnis nach Bewegung, das als ureigene und lustvolle menschli-
che Gewohnheit zurückgewonnen werden soll – dann kann das ein wichtiger
Ausgangspunkt sein, sich mit diesem Thema unter dem Aspekt der Prävention
zu beschäftigen. Eine vermutlich noch größere Bedeutung dürfte der Tatsache
beizumessen sein, dass Schmerzen und Krankenlager durch Osteoporose die Le-
bensqualität der Betroffenen erheblich reduzieren (vgl. Platen 1997).
Wenn behauptet wird, diese Volkskrankheit könne vermieden werden durch ent-
sprechende Maßnahmen in Kindheit und Jugend, dann führt das weiter zu der
Frage, welche Institutionen in der Lage sein könnten, entsprechende Lösungs-
wege zu finden, respektive zu beschreiten. Dass dabei dem Sportunterricht und
damit dem Sportlehrer eine große Bedeutung beigemessen werden kann, darf
angenommen werden und begründet die Notwendigkeit, sich gerade unter sport-
pädagogischen und sportdidaktischen Aspekten mit dieser Thematik zu befas-
sen. Zugängliche Erkenntnisse der Medizin müssen aufgenommen werden, um
sie für die Sportwissenschaft nutzbar zu machen; sie können als Basis dienen,
um sportdidaktische und sportmethodische Fragen zu stellen, deren Beantwor-
tung bei der Prävention und Prophylaxe bezüglich der Osteoporose Hilfe leisten
kann, was gleichbedeutend ist mit Osteoporosevorbeugung. Das jedenfalls ist
die Hoffnung.
Sport ist in den allgemeinbildenden Schulen Pflichtfach, und bei dem bestehen-
den Schulsystem ist somit gewährleistet, dass alle mit dem Sport in Berührung
kommen und von seinen positiven Auswirkungen profitieren. In der konkreten
Situation werden allerdings erhebliche Defizite sichtbar. Es ist leicht zu erken-
nen, dass ein großer Teil unserer Bevölkerung nicht die gewünschte körperliche
Leistungsfähigkeit, die charakterisiert ist durch Beweglichkeit, Koordination,
Schnelligkeit, Kraft und Ausdauer (vgl. Villiger 1991, 1), besitzt. Der Gesund-
heitszustand in vielen Bereichen ist zu kritisieren, die Morbidität ist hoch. Viele
Menschen leiden unter Krankheiten, die auf mangelnde Bewegung zurückzufüh-
ren sind. Neben Herzkreislauferkrankungen und anderen Zivilisationskrankhei-
ten gehört auch die Knochenstoffwechselkrankheit Osteoporose dazu.
Sport – Gesundheit – Osteoporose – Prävention sind Schlagwörter, die in unter-
schiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen besonders in den letzten Jahren
immer wieder Ausgangspunkt zahlreicher Forschungsvorhaben waren und auch
heute noch sind. Wenn die vorliegende Arbeit sich ebenfalls dieser Thematik
Einleitung 8
zuwendet, dann geschieht das einerseits mit dem Wissen um die etablierte
Osteoporoseforschung und ihre grundlegenden neuen Erkenntnisse, andererseits
aber auch um die immer noch „weißen Felder“ der gesamten Problematik.
Lauritzen und Minne erklären, dass es immer noch weitgehend unbekannt sei,
welche Störungen bei sonst gesunden Menschen zu einer Verminderung des
Knochenaufbaus führen können. Völlig unbekannt sei es, bei wie vielen Men-
schen in der Jugend der Knochenaufbau gestört gewesen sei, zumal epidemiolo-
gische Zahlen zu diesem Krankheitsbild weltweit nicht vorlägen (vgl. Lauritzen
und Minne 1990, 44).
Osteoporose ist sehr häufig begründet in falschen Verhaltensweisen. Das wurde
schon erwähnt und wird an anderer Stelle noch ausführlicher beschrieben wer-
den. Hier geht es zunächst darum, einen ersten Zusammenhang von Sport und
Osteoporose aufzuzeigen. Der Anlass, sich mit einem Grenzgebiet zwischen
Sportwissenschaft und Medizin zu beschäftigen, kann mit einem Zitat begründet
werden:
„Der Sinn der erhöhten körperlichen Aktivität durch Bewe-
gungsabläufe, die das Skelettsystem gleichmäßig belasten,
ist die Erhöhung des physiologischen Muskelzuges am Kno-
chen, da dieser der beste Reiz für die Knochenbildung zu
sein scheint“ (Keck o. J.).
Osteoporose bedeutet eine krankhafte Skelettentwicklung, unter der immerhin
12 % aller Bundesbürger leiden. Mit zunehmendem Alter werden unsere Kno-
chen brüchiger (osteon = Knochen, poros = brüchig). Durch die reduzierte Kno-
chenfestigkeit ist das Knochenbruchrisiko stark gesteigert.
Der Oberschenkelhalsbruch ist ein typisches Erscheinungsbild bei mangelnder
Knochenfestigkeit, das jährlich bei über 50 000 Patienten diagnostiziert wird
und pro Jahr Therapiekosten in Milliardenhöhe verursacht.
Zweifelsohne ist Osteoporose eine Alterserkrankung. Durch die sich in immer
höhere Regionen verschiebende Alterspyramide wird die Osteoporose ein sozi-
almedizinisches Problem. Aber auch schon vor Erreichen des Rentenalters er-
leiden viele Menschen einen Oberschenkelhalsbruch. Sie werden dadurch häufig
arbeitsunfähig oder pflegebedürftig und müssen in Krankenhäusern oder Pflege-
heimen untergebracht werden.
Trotz vieler Ansätze (z. B. Physikalische Therapie, Medikamentöse Therapie,
Orthopädische Therapie, Chirurgische Therapie, Physiotherapie) werden leider
oft nur unbefriedigende Ergebnisse erzielt.
Einleitung 9
Im Skelett läuft permanent ein dynamischer Knochenumbau ab. Bis zur postpu-
bertären Phase nimmt bei einem gesunden Menschen die Knochenmasse stets
zu. Die maximale Knochenmasse wird zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr
erreicht. Mit zunehmendem Alter nimmt sie dann wieder ab, und zwar zwischen
0,5 % und 1,5 % pro Jahr.
Es gibt verschiedene Risikofaktoren, die den Knochenaufbau in Kindheit und
Jugend stören können. Als Einflußfaktoren für einen verminderten Knochenauf-
bau seien hier genannt: Erbfaktoren, Relativer Hormonmangel, Relativer Bewe-
gungsmangel, Kalziummangel, Fehlernährung (vgl. Lauritzen und Minne 1990).
Diese Faktoren bewirken, daß es nicht zur Entwicklung einer optimalen Kno-
chenmasse kommen kann; der gesteigerte Knochenmasseverlust im Alter wirkt
sich dann in verstärktem Maße aus. Es kommt immer wieder zu Knochenbrü-
chen auch bei kleinen Anlässen.
Schon seit vielen Jahren hat man die Bedeutung von Bewegung für den Ske-
lettaufbau erkannt. Wir wissen: Jede Körperstruktur verbessert ihre Leistungsfä-
higkeit, wenn sie regelmäßig belastet wird. Knochen brauchen Belastung durch
die Muskelbewegung. Bewegung ist ein wichtiger Faktor für den optimalen
Knochenaufbau. Raumfahrer litten nach ihrer Rückkehr unter Osteoporose; ih-
nen hatte in der Schwerelosigkeit die Belastung gefehlt. Spezielle Trainingspro-
gramme wurden entwickelt und schufen Abhilfe.
Osteoporose als Zivilisationskrankheit 10
2 Osteoporose als Zivilisationskrankheit
2.1 Osteoporosepatienten
Die multifaktorielle Ätiologie der Osteoporose macht eine weite Betrachtungs-
weise der aufgeworfenen Frage nötig. Bei der Pathogenese von Krankheiten all-
gemein sind - wenn wir Hans Schaefer folgen - zwei Gruppen von Krankheitsur-
sachen zu konstatieren, nämlich die Erbanlagen und die Umwelteinflüsse. Das
folgende Schema soll in vereinfachter Form die Genese einer Krankheit ver-
deutlichen; es basiert auf Vorschlägen von Schaefer (1978, 25), ist jedoch er-
weitert und hinsichtlich der Terminologie entsprechend verändert.
Schematische Darstellung
der Entstehung von Krankheit
Lebenslange
(chronische)
Umwelteinflüsse
Erbmäßig fixiertes
Individuum
Akute
(episodische)
Umwelteinflüsse
Risikopersönlichkeit,
die auf die Umwelt reagiert
Gesundheit (Polarität, Kontinuum) Krankheit
Osteoporose als Zivilisationskrankheit 11
Die krankheitsauslösenden Faktoren können erbbedingt im Menschen selbst an-
gelegt sein; sie sind dann von Geburt an – eventuell auch schon im vorgeburtli-
chen Stadium – im Körper selbst wirksam. Andererseits ist der Mensch lebens-
lang den Einflüssen seiner Umwelt ausgesetzt. Diese Einflüsse können sich in
besonderen Lebenssituationen verstärken, oder aber auch ihre Anzahl kann zu-
nehmen. In der Medizin spricht man in diesem Zusammenhang von Risikofakto-
ren (Schaefer 1978, 27), die unterschieden werden können in solche, die beein-
flussbar sind und solche, die nicht zu beeinflussen sind.
Im folgenden wird versucht, anhand der relevanten Literatur das Risikoprofil für
die Entstehung der Osteoporose zu erarbeiten. Viele Autoren ordnen die unter-
schiedlichen Risikofaktoren nicht einheitlichen Kategorien zu. Es herrscht teil-
weise gewisse Unsicherheit in der Terminologie. Terminologische und ätiolo-
gisch unterschiedliche Sichtweisen rühren daher, dass sich verschiedene Diszi-
plinen von der jeweilig eigenen Sichtweise dem Problem nähern (z. B. Endokri-
nologie, Gynäkologie, Physiologie, Orthopädie). Das macht eine eindeutige Zu-
ordnung oft schwer. Dennoch soll versucht werden, eine Übersicht der wichti-
gen Risikofaktoren zu schaffen, die sich verpflichtet weiß den Erkenntnissen der
Mediziner, die sich in besonderem Maße um dieses Thema bemüht haben und
deren Aussagen vorliegen. Auf der Grundlage ihrer Arbeiten werden Kategorien
abgeleitet, denen dann die unterschiedlichen Risikofaktoren zugeordnet werden.
Dabei wird es Überschneidungen geben, einige Faktoren werden in mehreren
Kategorien auftauchen. Grund dafür ist einmal die mehrdimensionale Bedeutung
der Faktoren bezüglich der Schwerpunkte, denen sie zugeordnet werden können;
zum anderen messen die Forscher manchen Risikofaktoren unterschiedliche
Wirkungen zu.
Um zu brauchbaren Einteilungen zu kommen, werden – soweit es sinnvoll er-
scheint – auch unterschiedliche oder gar gegensätzliche Meinungen aufgenom-
men und mehrdimensional zugeordnet. Die Problematik solcher Zuordnungen
wird aber in jedem einzelnen Fall erwähnt, um nicht eine gesicherte Erkenntnis
vorzutäuschen.
Bevor diese Einteilung in Angriff genommen wird, soll in der gebotenen Kürze
das Organ selbst, das Mittelpunkt unserer Überlegungen ist, in seiner Entwick-
lung beschrieben werden. Zwar ist schon an anderer Stelle über den Knochen
diskutiert worden, doch um die Wertigkeit der Risikofaktoren besser einschätzen
zu können, erscheint eine knappe Gesamtschau hilfreich, bei der die Krankheit
selbst zunächst noch außen vor bleibt. Dabei geht es konkret um
Ø die Aufgaben der Knochen,
Ø den Aufbau und die Zusammensetzung der Knochen,
Ø den Knochenstoffwechsel und seine Steuerung sowie
Osteoporose als Zivilisationskrankheit 12
Ø das Knochenwachstum und die Reparatur der Knochen.
Bei der Diskussion dieser Aspekte steht also der gesunde Knochen ganz im
Vordergrund. Hinweise zu Knochenkrankheiten geben dabei allenfalls einen
ersten Einblick in das später zu behandelnde Thema Osteoporose.
Osteoporose als Zivilisationskrankheit 13
2.2 Osteoporose - Genese und Erscheinungsformen
Im Jahre 1990 fand der Osteoporose-Weltkongress in Kopenhagen statt, in des-
sen Folge eine Consensus-Konferenz die folgende Definition erarbeitet hat:
„Die Osteoporose ist eine Erkrankung, die durch eine nied-
rige Knochenmasse und eine Verschlechterung der Mikro-
architektur des Knochengewebes charakterisiert ist, wo-
durch es zu einer erhöhten Knochenbrüchigkeit und zu ge-
steigertem Frakturrisiko kommt.“
Andere Autoren haben auf der Grundlage der genannten Definition zusätzliche
Informationen eingearbeitet, die zur besseren Verständlichkeit beitragen können.
Hinzu kommt das Bemühen der Forscher, aktuelle Erkenntnisse aufzugreifen
und in der Definition zu berücksichtigen. Eine solche Ergänzung wird in dem
folgenden Zitat deutlich:
„Osteoporose ist eine Krankheit, die dadurch gekennzeich-
net ist, daß die Knochen zu Frakturen neigen. Die Ursache
hierfür ist einerseits eine Verminderung der Knochenmasse
über die geschlechts- und altersspezifische Norm hinaus.
Andererseits spielen aber auch eine Verschlechterung der
Mikroarchitektur des Knochengewebes und eine Entglei-
sung des Knochenstoffwechsels bei der erhöhten Knochen-
brüchigkeit eine Rolle. Zusammengefaßt heißt das also, daß
sowohl die Masse als auch die Qualität des Knochens ver-
mindert sind“ (Schacht et al. 1995, 1).
Eine andere Definition, auf die sich elf führende Experten auf einer Osteoporo-
setagung im Jahre 1991 geeinigt haben, sei noch beispielhaft beigefügt:
„Osteoporose ist eine Krankheit, die durch Verlust von
Knochenmasse, -struktur und -funktion charakterisiert ist.
Sie prädisponiert zu Frakturen und Skelettverformungen mit
den Folgen chronischer Schmerzen und Bewegungsein-
schränkungen. Im Verlauf der Krankheit treten überwiegend
Wirbel- und/oder Extremitätenfrakturen auf“ (Pyrmonter
Consensus 1991, 5).
Osteoporose als Zivilisationskrankheit 14
Schließlich soll die bislang aktuellste Definition angeführt werden, die von
Minne, Pollähne und Pfeifer 1999 erarbeitet wurde:
„Bei den Osteoporosen handelt es sich um Stoffwechsel-
krankheiten der Knochen, die zu einem Verlust an Knochen-
substanz, -struktur und -funktion führen. Hierdurch geht die
mechanische Kompetenz des Knochens verloren. Dies führt
zu einem Anstieg des Frakturrisikos nicht nur bei Unfällen,
sondern auch bei alltäglichen mechanischen Belastungen.
Die Definition beachtet nur die strukturellen Veränderun-
gen des Knochens und den Verlust der mechanischen Kom-
petenz, berücksichtigt aber nicht die mannigfaltigen patho-
genetischen Ursachen, die zur Osteoporose führen können“
(Minne et al. in Pollähne et al. 1999, 2).
Der folgende Überblick verdeutlicht die Vielzahl der Aufgaben der Knochen
und betont zugleich ihre Bedeutung für den Menschen:
Ø Gemeinsam mit den Muskeln und Sehnen bilden die Knochen den
Bewegungsapparat und ermöglichen das Gehen und Laufen, Springen
und Klettern, Sitzen und Stehen.
Ø Die Knochen bieten anderen Organen des Menschen einen mechani-
schen Schutz. Der Schädelknochen z. B. schützt das empfindliche Ge-
hirn und das Innenohr vor äußeren Verletzungen, der knöcherne Brust-
korb schützt Herz und Hauptschlagader.
Ø Die Funktion der Lungen wird erst ermöglicht durch die Beweglichkeit
der Rippen.
Ø In den Schwammknochen werden im Knochenmark Blutzellen gebil-
det.
Ø Durch die Speicherfunktion bezüglich des Kalziums wird dem Kno-
chen eine hohe Festigkeit verliehen.
Ø Große Bedeutung hat das im Knochen enthaltene Kalzium, weil es für
die Funktionsabläufe und Steuervorgänge in allen Körperzellen erfor-
derlich ist.
Ø Innerhalb des Hörvorganges übernehmen Knochen die Übertragung
von Schallwellen.
Osteoporose als Zivilisationskrankheit 15
Für die meisten dieser Aufgaben ist eine entsprechende funktionsfähige Kno-
chenarchitektur erforderlich. Der Aufbau der Knochen ist geradezu perfekt der
jeweiligen Beanspruchung angepaßt. Komplizierte Verstrebungen geben die
notwendige Stabilität und begrenzen zugleich in sinnvoller Weise Masse und
Gewicht der Knochensubstanz.
Auch die Zusammensetzung des Knochens ist mit Blick auf seine wesentlichen
Funktionen optimal geregelt. Er besteht einerseits aus hartem und druckfestem
Material, dem Hydroxylapatit; andererseits verleiht das Kollagen, das die elasti-
schen Fasern bildet, dem Knochen seine Zugfestigkeit. Durch die Verbindung
druckfester Kalksalze mit zugfestem Faserwerk entsteht der Werkstoff Knochen
mit großer Festigkeit und federnder Elastizität.
Die Knochen sind einem ständigen Umbau unterworfen; am auffälligsten er-
scheint der Knochenaufbau in der Kindheit und Jugend. Das Wachstum des
Kindes geht einher mit dem Aufbau des Skeletts. Augenscheinlich ist, dass der
Mensch im Alter kleiner wird, es wird nämlich Knochensubstanz abgebaut. Das
ist jedoch nur eine grobe und vereinfachte Darstellung des dauernden Knochen-
stoffwechsels. Mit fortschreitendem Alter wird die Knochenmasse verringert in
altersgemäßen und geschlechtsspezifischen Normen. In der Jugend ist die Bilanz
des Knochenaufbaus positiv, mit fortschreitendem Alter kehrt sich dieser Vor-
gang um, der Abbau der Knochen überwiegt dann. Dazwischen liegt eine Zeit,
in der Knochenaufbau und Knochenabbau ausgeglichen sind.
Verantwortlich für den Auf- und Abbau des Knochens sind Knochenzellen; die
Osteoblasten bauen den Knochen auf, die Osteoklasten bauen ihn ab. Mikroar-
chitektonische Änderungen stellen den spezifischen Reiz für den Knochenum-
bau durch die Osteoblasten dar. Die Osteoklasten erhalten über ein Transmitter-
system von den Osteoblasten den Befehl, das beschädigte Knochenmaterial aus-
zuräumen, damit die Osteoblasten ihrerseits mit dem Aufbau der neuen Kno-
chensubstanz beginnen können.
Mit fortschreitendem Alter nimmt der Knochenstoffwechsel deutlich ab, und das
von den Osteoklasten abgebaute geschädigte Material kann von den Osteobla-
sten nicht mehr vollständig erneuert werden. Durch diese Bilanzstörung verliert
der Knochen immer mehr an Substanz. Geht die Knochensubstanz unter die
schon erwähnte Norm, liegt eine Osteoporose vor. Folgende Ursachen sind be-
kannt:
1. Die Osteoklasten sind überaktiv. Man spricht dann von der „high-
turnover“-Osteoporose.
2. Die Osteoblasten lassen in ihrer Aktivität nach. In einem solchen Fall
spricht man von der „low-turnover“-Osteoporose.
Osteoporose als Zivilisationskrankheit 16
Bei jedem Menschen beginnt zu einem bestimmten Zeitpunkt ein erhöhter Ab-
bau der Knochensubstanz. Solange man noch nicht herausgefunden hat, wie die-
ser Knochenschwund sicher aufgehalten werden kann, sollten Möglichkeiten
gesucht werden, dieser verbreitetsten Knochenkrankheit, die die Lebensqualität
der Betroffenen ganz erheblich beeinträchtigt, auf andere Weise zu begegnen. Es
ist erwiesen, dass dem Aufbau des Skeletts in der Kindheit und Jugend die
größte Bedeutung zukommt. In Kindheit und Jugend wird das Knochenkonto
angelegt; ist es in der Anlage qualitativ gut und im Aufbau quantitativ ausrei-
chend, wird es dann, wenn in fortgeschrittenem Alter nur noch von ihm abgeho-
ben wird, nicht in den roten Bereich kommen. Das Knochenpolster reicht in ei-
nem solchen Fall gewöhnlich aus bis ans Lebensende.
Die schon erwähnte multifaktorielle Ätiologie der Osteoporose macht eine ein-
deutige Einteilung dieser Knochenkrankheit zu einem schwierigen und auch von
vielen Seiten immer wieder angreifbaren Unterfangen. Pollähne et al. (1996, 6)
führen an, dass die Grenzen der einzelnen Osteoporoseformen fließend und die
Differenzierungen in bestimmte Krankheitsbilder willkürlich sein können. Aus
medizinischer Sicht sind eindeutige Unterteilung und Systematisierung der Kno-
chenkrankheiten wichtig, denn aus ihnen können entsprechende Behandlungs-
methoden abgeleitet werden. Die bestehenden Definitionsprobleme, die sich aus
den unterschiedlichen Sichtweisen der Mediziner ergeben haben, sind aber in-
nerhalb der vorliegenden Arbeit nicht von so entscheidender Bedeutung und
brauchen deshalb hier nicht angeführt zu werden.
Die Mehrzahl der Autoren nimmt lediglich eine Unterteilung in Primäre Osteo-
porosen und Sekundäre Osteoporosen vor. Als Primäre Osteoporosen oder auch
Idiopathische Osteoporosen werden die Erkrankungen des Knochenskeletts be-
zeichnet, bei denen die Genese des Defekts nicht bekannt ist. Zu den Sekundä-
ren Osteoporosen werden die gerechnet, für deren Entstehung endokrine, meta-
bolische oder sonstige Ursachen bekannt sind.
Mit dem Hinweis auf eine allgemeine Pathophysiologie der Osteoporosen neh-
men Pollähne et al. (1996, 6) folgende differenziertere Einteilung vor:
1. Die Postmenopausenosteoporose
Sie entsteht vermutlich durch den Mangel an Sexualhormonen der
Frauen im mittleren Lebensalter.
2. Die Senile Osteoporose
Sie bezeichnet den erhöhten Knochensubstanzverlust bei Männern und
Frauen in höherem Alter, für den man keine Ursachen kennt.
3. Die Sekundäre Osteoporose
Sie liegt vor, wenn man als Ursache die Folgen externer Faktoren oder
Osteoporose als Zivilisationskrankheit 17
anderer Krankheiten erkannt hat, die den Knochenstoffwechsel behin-
dern.
4. Die Primäre Osteoporose
Sie bezeichnet einen Defekt des Knochenaufbaus bzw. des Knochen-
abbaus, der dem Knochenstoffwechsel selbst zuzuschreiben ist; die Ur-
sache für diesen Defekt ist allerdings nicht bekannt.
Die Autoren Pollähne, Bröll, Burckhardt, Delling und Minne setzten sich 1999
nochmals mit dem Problem der Differenzierung auseinander. Sie konstatierten,
dass neu entdeckte pathophysiologisch relevante Mechanismen immer wieder
eine schärfere Einteilung der Osteoporosen notwendig machen. Ihre aktuelle
Klassifikation in Osteoporosen ohne erkennbare Ursache und Osteoporosen mit
erkennbarer Ursache beruht u. a. auf der Überlegung, dass z. B. auch dann eine
primäre Osteoporose vorliegen kann, wenn bei einem Patienten eine relative
Endorganresistenz für das Vitamin-D-Hormon mit nachfolgendem sekundären
Hyperparathyreoidismus die Krankheitsursache ist. Auch bei Patienten mit se-
niler Osteoporose kann also primäre Osteoporose vorliegen. Wenn durch eine
knochenfern entstandene Krankheit der Knochenstoffwechsel unmittelbar oder
mittelbar gestört ist und ein Verlust an Knochensubstanz festzustellen ist, dann
liege eine sekundäre Osteoporose vor (vgl. Pollähne et al., 1999, 2). Diese
grundsätzliche Veränderung in der Auffassung der Autoren findet sich in der
folgenden Aufstellung wieder (vgl. Pollähne et al., 1999, 2).
Klassifikation der Osteoporose nach pathogenetischen Gesichtspunkten
I. Osteoporosen ohne erkennbare Ursache
(früher als primäre oder idiopathische Osteoporose bezeich-
net)
- Juvenile Osteoporose
- Osteoporose des Erwachsenen
- Idiopathische kryptogenetische Osteoporose
- Senile Osteoporose
II. Osteoporosen mit erkennbarer Ursache
(früher als sekundäre Osteoporosen bzw. metabolische
Osteopathien bezeichnet)
Osteoporose als Zivilisationskrankheit 18
1. Gruppe
Osteoporose im Rahmen von Endokrinopathien
- Hormonmangel (z. B. Sexualhormonmangel, Vitamin-D
etc.)
- Hormonüberschuß (z. B. Hyperkortisolismus,
Hyperthyreose)
2. Gruppe
Nutritiv bedingte Osteoporose (häufig Mischformen von
Osteoporose, Osteomalazie und reaktivem Hyperparathyreoi-
dismus)
- Malabsorption
- Maldigestion
3. Gruppe
Osteoporosen mit anderen Ursachen
- Renale Osteopathie
- Osteoporose infolge von Immobilisation
- Osteoporose infolge von entzündlichen Erkrankungen
(Morbus Crohn, chronische Polyarthritis)
- Osteoporose infolge neoplastischer Knochenmark-
erkrankungen
Ø Ein osteoporoseähnliches Bild kann auch bei diffuser knöcherner Me-
tastasierung solider Tumore entstehen.
Ø Erkrankungen, die mit einer verminderten Knochendichte einhergehen,
aber von Osteoporose differentialdiagnostisch abzugrenzen sind:
- Hyperparathyreoidismus
- Osteomalazie
- Osteogenesis imperfecta
Osteoporose als Zivilisationskrankheit 19
2.3 Der Knochenstoffwechsel und seine Steuerung
Aus der umfangreichen Literatur werden die Autoren Leibold (1990), Lauritzen
und Minne (1990) als Gewährsleute angeführt. Sie geben in besonders über-
sichtlicher Form zusammenfassende und systematische Gesamtbeschreibungen
der Knochenkrankheit Osteoporose und kennzeichnen in ihren schwerpunktmä-
ßigen Einteilungen die entscheidenden Kriterien, die auch von anderen Autoren
als bedeutsam hervorgehoben werden.
Der Knochenstoffwechsel, der durch Hormone gesteuert wird, bezieht sich ei-
nerseits auf den Aufbau des Knochengerüstes, was auch das Erkennen und Re-
geln notwendig werdender Reparaturen beinhaltet; andererseits reguliert er die
Kalziumaufnahme. Eine kurze Schilderung hormoneller Einflüsse auf den Kno-
chenstoffwechsel soll an einigen Beispielen die Vielgestaltigkeit der kompli-
zierten Vorgänge verdeutlichen. Dabei wird zurückgegriffen auf eine Zusam-
menstellung von Leibold (1990, 16).
Das somatotrope Hormon (STH - Wachstumshormon, Synonym HGH - human
growth hormone), entsteht in bestimmten Zellen des Vorderlappens der Hirnan-
hangdrüse (Hypophyse) und wirkt besonders auf das Längenwachstum der Kno-
chen. Seine Ausschüttung aus der Hirnanhangdrüse wird durch Hormone der
Schilddrüse und Geschlechtshormone beeinflußt. Die weiblichen Geschlechts-
hormone Östrogen und Progesteron (Gestagene) werden in den Eierstöcken, im
Mutterkuchen und in der Nebennierenrinde gebildet; die männlichen Ge-
schlechtshormone Testosteron und Derivate entstehen in den Hoden und in der
Nebennierenrinde.
Calcitonin wird in der Nebenschilddrüse gebildet; es senkt den Kalzium- und
Phosphorblutspiegel. Die Tätigkeit der Osteoklasten wird in der Zeit des Wach-
stums durch dieses Hormon herabgesetzt; beim Erwachsenen dagegen fördert es
den Einbau von Kalzium in die Knochen.
Die Steuerung des Knochenwachstums wird noch weiter beeinflusst durch Hor-
mone aus den hormonaktiven Hauptzellen der Nebenschilddrüse. Vor allem das
Parathormon steuert die Freisetzung von Kalzium aus den Knochen, erhöht in
den Nieren die Kalziumaufnahme und hemmt die Phosphataufnahme; bei
gleichzeitiger Anwesenheit von Vitamin-D fördert es die Kalziumaufnahme aus
dem Darm.
Vitamin-D-Hormon wird in der Haut unter dem Einfluss von Sonnenlicht und in
den Nieren aus dem Vitamin-D gebildet. Vitamin-D ist eine fettlösliche Sub-
stanz, die teilweise im Körper aus Cholesterin hergestellt werden kann. Es för-
dert die Aufnahme von Kalzium und Phosphat aus dem Darm, beeinflußt die
Kalziumausscheidung und verbessert dessen Einbau in die Knochen.
Osteoporose als Zivilisationskrankheit 20
Kieselsäure sorgt zusammen mit Hormonen und Vitamin-D als lebenswichtiges
Spurenelement für die Aufnahme von Kalzium aus der Nahrung und wahr-
scheinlich auch mit für seinen Einbau in den Knochen.
Osteoporose als Zivilisationskrankheit 21
2.4 Das Knochenwachstum und Reparatur der Knochen
Aus zunächst knorpeligem Gewebe entwickelt sich durch Einlagerung von Kal-
zium-, Magnesium- und Phosphorverbindungen das Skelett des Menschen. Die
Knochenbildung setzt ein, wenn das Kind beginnt, sich selbst fortzubewegen,
wenn es krabbelt. Dafür ist ein Stützorgan erforderlich. Der weiche Knorpel des
Kindes verknöchert schrittweise bis zur optimalen Festigkeit, das Skelett wird
„modelliert“; diese Phase wird als „modelling“ bezeichnet. Die optimale Kno-
chenmasse erreicht der Mensch etwa mit dreißig Jahren. Man spricht von der
Spitzenknochenmasse (peak bone mass). Diese ist allerdings bei den verschie-
denen Menschen sehr unterschiedlich. Anlage und Umweltbedingungen, die die
Höhe des „Knochenkontos“ beeinflussen, verdeutlichen Lauritzen und Minne
(1990, 29) eindrucksvoll in der folgenden Graphik:
Mechanismen, die den Knochenaufbau fördern (Lauritzen und Minne 1990, 29)
Es steht fest, dass die Knochenbildung durch eine Vielzahl von Körpervorgän-
gen gefördert oder gebremst wird. Die ererbte Anlage kann durch Umweltbe-
dingungen unterstützt oder auch behindert werden. Es ist erwiesen, dass eine
enge Korrelation besteht zwischen der Muskelmasse eines Menschen und seiner
Knochenmasse. Im Alter nimmt die Knochenmasse kontinuierlich ab, der natür-
liche Knochenschwund beträgt etwa 0,5 % - 1,5 % jährlich. Es leuchtet ein, dass
ein guter Ausgangswert der Knochenmasse – also eine hohe Spitzenknochen-
Osteoporose als Zivilisationskrankheit 22
masse – wie ein gutes Konto angesehen werden kann, von dem nur noch abge-
hoben wird, das aber immer noch das nötige Grundvermögen behält. Wie die
daran beteiligten Mechanismen ablaufen, ist allerdings noch unbekannt. Die
ganze Problematik dieses Zustandes fassen Lauritzen und Minne zusammen,
wenn sie sagen:
„Es mag sein, daß dieser Knochenabbau Folge der mit dem
Alter grundsätzlich zunehmenden Funktionseinschränkun-
gen unseres Körpers ist, also der ‚allgemeinen Involution‘
entspricht. Dann hätten wir diesem Vorgang so wenig ent-
gegenzusetzen, wie dem Alter an sich. Es kann aber auch
sein, daß noch unbekannte Störungen der Körperfunktion,
die ohne spürbare Krankheitszeichen einhergehen, den
Knochenstoffwechsel nachteilig beeinflussen, etwa ver-
gleichbar den Fettstoffwechselstörungen, die für die ‚Arte-
rienverkalkung‘ verantwortlich sind. Dies wäre für uns
Menschen eine vorteilhafte Lösung, denn wir könnten Hoff-
nung haben, daß diese Störungen in Zukunft erforscht wer-
den und ihnen dann entgegengearbeitet werden kann“
(Lauritzen und Minne 1990, 30).
Osteoporose als Zivilisationskrankheit 23
Deutlich zu unterscheiden ist das Wachstum der Knochen während der Ent-
wicklung und die sich daran anschließenden Umbauvorgänge (s. nächste Gra-
phik). Verantwortlich für die Steuerung dieser Vorgänge sind – wie oben ange-
deutet – Hormone sowie das Vitamin-D, durch die die im Knochen lokalisierten
Lauritzen und Minne 1990, 27
Zellen zum Ab- und Aufbau der Knochen angeregt werden. Die Führungsrolle
haben zweifelsohne die Osteoblasten, die selbst den Knochenstoffwechsel steu-
ern; in ihrem Zellkern sind auch die Baupläne der künftigen Knochensubstanz
enthalten. Die Osteoblasten erhalten durch die Osteozyten – das sind die eigent-
lichen Knochenzellen, die „am Ende einer Bauperiode“ aus den Osteoblasten
entstanden sind und in der Knochensubstanz leben – die Informationen über den
Funktionszustand der Knochen. Treten Verletzungen auf, alarmieren sie die
Osteoblasten; diese wiederum aktivieren die Osteoklasten, das verletzte Kno-
chenmaterial zu beseitigen und füllen ihrerseits die ausgeräumte Stelle mit ihren
eigenen Zellen aus und wandeln sich um zu Osteozyten. Der Knochen ist repa-
riert. Die beigefügte Graphik (S. 24) von Lauritzen und Minne veranschaulicht
den gesamten Vorgang sehr übersichtlich.
Osteoporose als Zivilisationskrankheit 24
In den Knochen findet ein dauernder Ab- und Aufbau statt, der auch als „remo-
delling“ bezeichnet wird. Durch die stete Belastung der Knochen treten immer
wieder kleinste Verletzungen – Haarrisse – auf, die eine Renovierung erforder-
lich machen, da sonst die mechanische Festigkeit nicht mehr gewährleistet wäre.
Dauerndes Reparieren feinster Schäden erhält also den Knochen. Allerdings
lässt die Reparaturfähigkeit mit fortschreitendem Alter nach; die Osteoblasten
sind nicht mehr in der Lage, das von den Osteoklasten ausgeräumte verletzte
Material zu ersetzen. Der Knochenstoffwechsel ist nicht mehr ausgeglichen, es
häufen sich die Haarrisse, die Knochenfestigkeit geht verloren, und die Brüchig-
keit nimmt zu.
Lauritzen und Minne 1990, 24
Osteoporose als Zivilisationskrankheit 25
2.5 Risikofaktoren der Osteoporoseentwicklung
Osteoporose braucht nicht als unabänderlich hingenommen zu werden. In den
meisten Fällen ist sie sogar vermeidbar. Zwar sind solche Konditionen zu erken-
nen, in denen sie unabwendbar ist; andererseits aber kann auch durch Umgehung
offensichtlicher Risikofaktoren eine erfolgreiche Prävention getroffen werden
(vgl. auch Dixon und Wolff 1992, 39).
Bei der Entstehung der Osteoporose müssen vermutlich mehr als nur eine
Hauptursache angenommen werden. Folgende Faktoren können neben der ge-
netischen Komponente als Mitauslöser der Krankheit angesehen werden:
Ø Fehler in der Ernährung
- Fehler der üblichen Zivilisationskost
- Kalziumarme Fehlernährung
- Schlankheitskuren und andere einseitige Diätformen
Ø Mangel an körperlicher Bewegung
Ø Chronische Verdauungs- und Stoffwechselstörungen
Ø Vitamin-D-Mangel
Ø Hormonelle Veränderungen
Ø Abführmittel, Kortison und andere Arzneimittel
Ø Alkohol- und Nikotinmißbrauch
(vgl. Leibold 1990, 35 ff)
Eine sehr differenzierte Aufstellung bezüglich der Ursachen, der Risikofaktoren
sowie der Folgen der Osteoporose ist zu finden bei Schurgast (1995, 194); sie
soll als Grundgerüst bei der folgenden Übersicht dienen. Ergebnisse anderer
Autoren werden mit aufgenommen und entsprechend eingeordnet:
Osteoporose als Zivilisationskrankheit 26
Risikofaktoren der Osteoporoseentwicklung
I.
Vorgegebene
Faktoren Erklärung
Alter
Geschlecht
Ø weibliches Geschlecht
Genetische Disposition
Ø Weiße Rasse
Ø Hellhäutigkeit
Ø Blonde Haarfarbe
Ø früh ergrauendes
Haar
Familienanamnese
Ø Knochenkrankheiten
in der Familie
Ø Töchter von Osteopo-
rose-Frauen
Ø Hohe Osteoporose-
Inzidenz in der Fami-
lie
Eigenanamnese
Ø Störungen der Eier-
stöcke
Theoretisch sind alle gefährdet, die länger leben.
Eine stete Verringerung der Knochendichte mit dem
Älterwerden ist ein natürlicher Prozess.
Bei Älteren ist die Ernährung häufig vitaminarm, da
sie weniger essen. Ältere sind weniger im Freien.
Bei ihnen vermindert sich die Fähigkeit, Kalzium zu
resorbieren (Malabsorption).
Bei älteren Menschen kommt es zu einer relativen
Vitamin-D-Hormonresistenz des Organismus.
Es besteht ein allgem. erhöhtes Osteoporoserisiko.
Männer besitzen eine größere Knochenmasse als
Frauen.
Frauen bauen generell weniger Knochen auf.
Bei Frauen verringert sich die Knochenmasse ab
dem 45. Altersjahr (Menopause), beim Mann erst ab
dem 55. Altersjahr.
Ovarialinsuffizienz – Funktionsschwäche der Eier-
stöcke; zu später Beginn der Periode, Ausbleiben
der Menstruation (Amonorrhoe) oder Verlängerung
des Zyklus über mehr als 35 Tage; verfrühtes Aufhö-
ren der Zeit bzw. der Dauer der „Östrogenberiese-
lung“ der Knochen.
Osteoporose als Zivilisationskrankheit 27
Ø Geringes Körperge-
wicht, graziler Habi-
tus, Schlankheit; ex-
tremes Untergewicht;
extrem niedriges Un-
terhautfettgewebe;
Ø Kinderlosigkeit (Nul-
lipara), fehlende
Schwangerschaften,
verspätete Menarche,
primäre/sekundäre
Amenorrhoe
Ø Besondere Risikofak-
toren
Bei korpulenten Frauen werden Östrogene zusätz-
lich im Fettgewebe aus Androgenen der Nebennie-
renrinde gebildet, was einem verbesserten Schutz
gegenüber Osteoporose entspricht.
Erhöhung des Osteoporoserisikos, da weniger Ös-
trogenproduktion, wodurch der Knochenumsatz ge-
steigert wird. Mangel an weiblichen Geschlechts-
hormonen. Verkürzte Fertilitätszeit (Fruchtbarkeit)
bei der Frau.
Chronische Darmerkrankungen
Chronische Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse
Chronische Leberleiden
Schlecht eingestellte Blutzuckerwerte
Osteoporose als Zivilisationskrankheit 28
II.
Lebensgewohnheiten Erklärung
Immobilität
Ø Inaktivität
(krankheitsbedingt,
unfallbedingt)
Bewegungsmangel
Ø Bewegungsmangel im
Beruf, in der Freizeit
Rauchen
Knochenmasse und Muskelmasse sind streng positiv
korreliert. Die Folge der Inaktivität ist eine vermin-
derte Mineralstoffresorption bzw. Mineralstoffbi-
lanz. Bei langandauernder Immobilisation kommt es
zu einer Muskelatrophie.
Kräftige Muskeln regen die Tätigkeit der knochen-
aufbauenden Osteoblasten an.
Bis zu 45 % kann der Knochensubstanzverlust in-
nerhalb eines Zeitraums von acht Monaten auch bei
jungen Menschen etwa durch Lähmung betragen.
Raumfahrer absolvieren zur Vermeidung des Kno-
chensubstanzverlustes ein entsprechendes Bewe-
gungsprogramm.
Die genaue Wirkungsweise der Bewegung bezüglich
der Osteoporosevorbeugung ist noch nicht endgültig
geklärt. Wahrscheinlich regt aber die körperliche
Belastung dazu an, sich den Anforderungen dadurch
anzupassen, dass mehr Mineralstoffe eingebaut
werden. Bei ausreichender Zufuhr mit der Nahrung
wird dadurch der erhöhte Knochenabbau verlang-
samt und das Knochengerüst gekräftigt.
Eine bewegungsarme Lebensweise mit kalziumarmer
Ernährung fördert den Knochenabbau .
Werden die Knochen nur wenig gefordert, wird nur
wenig Knochenmasse aufgebaut. Der Abbauprozess
führt dann schneller an die Bruchgrenze heran.
Durch Bewegung wird der Knochenaufbauprozess
angeregt. Ausreichende und vor allem regelmäßige
Bewegung spielt bei der Vorbeugung und Grundbe-
handlung der Osteoporose eine entscheidende Rolle.
Zwar hilft auch die Kalziumzufuhr allein, aber erst
die Bewegung sorgt dafür, daß genügend Kalzium in
das Knochengerüst eingebaut wird.
Rauchen beeinträchtigt die Produktion der weibli-
chen Geschlechtshormone.
Nikotin gehört zu den bedenklichsten Stoffen für die
Knochen. Es verwandelt bei den Frauen Östrogen
um in das verwandte Östradiol, das keine Schutz-
wirkung mehr ausübt. Andere Schädigungen des
Nikotins sind nicht auszuschließen.
Rauchen wirkt sich aus auf die Ernährungsgewohn-
Osteoporose als Zivilisationskrankheit 29
Hochleistungssport
heiten, was dazu führt, dass weniger Vitamin-D und
Kalzium, aufgenommen werden; die Ausscheidung
des Magnesiums mit dem Urin wird erhöht.
Eine deutlich erhöhte Anzahl Spontanfrakturen bei
Rauchern im Vergleich zu Nichtrauchern kann
nachgewiesen werden.
Hartes Training führt oft zu Störungen der Regel-
blutung oder zum Ausfall der Periodenblutung als
Zeichen eines Östrogenmangels, was zu vermehrtem
Knochenabbau mit folgender Knochenbrüchigkeit
führt. Besonders bedroht sind schlanke, junge
Sportlerinnen.
Osteoporose als Zivilisationskrankheit 30
III.
Ernährung
Nährstoffmangel
Erklärung
Verminderte
Kalziumaufnahme
Erhöhter Kaffeekonsum
Alkoholische Getränke
Übermässige
Proteinzufuhr
Phosphatüberschuss
in der Nahrung
Kalziumarme Fehlernährung, d. h. es wird mit der
Ernährung zu wenig Kalzium zugeführt; daher wer-
den die Kalziumreserven in den Knochen hinzugezo-
gen. Die Knochen werden brüchig.
Untergewicht durch Diäten und damit verbundene
Mangelversorgung mit Kalzium
Faserreiche und Vitamin-D-arme Diät – Zu wenig
Molkereiprodukte – Phosphatreiche Ernährung
(Fleisch, Wurstwaren, hoher Fleischkonsum) – Zu-
sätzliche Ballaststoffzufuhr (Faserstoffe) mit der
Ernährung – Süßigkeiten, Cola-Getränke – Man-
gelhafte Verdauung und Aufnahme der Nahrungsbe-
standteile durch den Magen bzw. Darm (Durchfälle,
Fettstühle) – Wenn Milch- und andere Milchpro-
dukte fehlen, dann entsteht ein Kalziummangel, wo-
durch die Aufbauprozesse der Knochen gehemmt
werden – Abneigung gegen Käse, Joghurt, Eis –
Formen von Mangelernährung und Malabsorption
Einnahme von knochenabbaufördernden Genuss-
mitteln – Erhöhter Kalziumverlust via Faeces und
Urin.
Gefahr des übermäßigen Alkoholkonsums, da Auf-
nahme von Kalzium, Vitamin-D und Eiweiß vermin-
dert und die Magnesiumausscheidungen mit dem
Urin erhöht wird – Defizitäre Nährstoffbilanz wegen
verminderter Zufuhr und erhöhter Verluste an Mine-
ralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen – Alko-
hol im Übermaß, da bei einseitiger Ernährung viele
Kalorien durch Alkohol abdeckt sind und es also zu
einer mangelhaften Versorgung mit Kalzium und
Vitamin-D kommt – Erhöhte Kalziumverluste via
Urin
Kalziumverluste wegen Induktion von ernährungs-
bedingten Hyperparathyroidismus; Beeinflussung
des Vitamin D-Stoffwechsels
Erhöhung der Kalziumausschüttung
Osteoporose als Zivilisationskrankheit 31
Säureüberschüssige
Nahrung
Magnesiummangel
Siliziummangel
Bor
Folsäuremangel
Vitamin-B6-Mangel
Vitamin-C-Mangel
Vitamin-D-Mangel
Ø zu wenig Licht
Das Skelett stellt nicht nur ein Depot für Kalzium-,
sondern auch für Magnesium- und Kaliumionen dar.
Störung des optimalen Verhältnisses zwischen
Ca/Mg. P (1:1 – 1,5:0,5) – Gestörte Regulation des
Parathormons; gestörte Kollagensynthese
Silizium ist ein strukturelles Element des Kollagens.
Ein Mangel bewirkt geringeres Knochenwachstum
sowie eine geringere Knochenelastizität.
Reduziert den Kalzium- und Magnesiumverlust via
Urin – Bor ist essentiell für die Stabilität der Zell-
wände
Folsäure ist das Coenzym für die Umwandlung des
toxischen Homocysteins zu Methionin. Homocystein
ist bei postmenopausalen Frauen oft erhöht und
stört die Quervernetzung von Kollagen, was zu einer
mangelhaften Ausbildung der Knochenmatrix und zu
Osteoporose führen kann.
Vitamin-B6 fördert die Umwandlung des toxischen
Homocysteins (siehe Folsäure) zu Cystathionin.
Vitamin-C-Mangel bewirkt Störung der Kollagen-
bildung. Vitamin-C verbessert die Kalziumresorpti-
on und ist für eine normale Osteoblastenfunktion
nötig.
Verminderte Kalzium- und Phosphat-Resorption.
Vitamin-D wird in der Haut gespeichert und durch
Sonnenlicht in wirksame D-Vitamine umgewandelt.
Ist unentbehrlich für die Kalziumaufnahme und den
Kalziumeinbau in die Knochen.
Osteoporose als Zivilisationskrankheit 32
IV.
Medikamente Erklärung
Medikamenteneinnahme
Ø Langdauernde, syste-
mische Kortikoid-
Therapie
Ø Heparin-Zufuhr
Ø Langdauernde Ein-
nahme von alumini-
umhaltigen Antazida
Ø Langdauernde Ein-
nahme von Barbitu-
raten, Antiepileptika,
Lipidsenker (Ionen-
austauscher)
Ø Einnahme von kno-
chenabbaufördernden
Medikamenten bei
Krankheiten
Hemmung der Matrix-Synthese; Stimulierung der
Osteoklasten; Störung der Kollagenbildung; bewirkt
Kalziummangel, Vitamin-C-Mangel; Kortikoide ha-
ben eine verminderte Wirkung von Folsäure und
Kalium zur Folge.
Erhöhtes Auftreten von Spontanfrakturen
Aluminium bindet anorg. Phosphor im Darm, was
eine erhöhte fäkale Ausscheidung von Kalzium und
eine negative Kalziumbilanz sowie auch eine ver-
minderte Resorption von Fluorid zur Folge hat. Zu-
dem ist Aluminium ein Magnesiumantagonist; ver-
minderte Vitamin D-Resorption.
Vitamin-D-Mangel
Fördern Osteoporose
Fördern Osteoporose
Osteoporose als Zivilisationskrankheit 33
V.
Pathologische
Einflüsse -
Chronische
Krankheiten
Erklärung
Ø Mangel an Magensäu-
re
Ø Magen und Darmer-
krankungen
Ø Leberfunktionsstörun-
gen, chronische Le-
bererkrankungen;
biliäre Zirrhose
Ø Lactoseintoleranz,
Milchallergien
Ø Erhöhte Bleispiegel
im Gewebe
Ø Erhöhter Aluminium-
spiegel im Gewebe
Ø Entfernung der Eier-
stöcke
Ø Diabetes
Ø Überfunktion der
Schilddrüse oder Ne-
benschilddrüse;
Ø Zahnausfall oder Ex-
traktion in jungen
Jahren
Ø Appetitlosigkeit in
jungen Jahren
Ø Chronische Nierener-
krankung.
Störung der Kalzium- und Magnesiumresorption
sowie erhöhte Verluste via Urin
Resorptionsstörungen; gestörte Umwandlung von
Vitamin-D in seine aktive Form und somit Reduktion
der Kalziumresorption
Vermeiden von Milchprodukten kann zu einer nega-
tiven Kalziumbilanz führen
Blei ist ein direkter Kalziumantagonist; Kalziumre-
sorption ist gestört.
Siehe Einnahme von aluminiumhaltigen Antazida
Östrogenmangel
Führt eventuell zur Fehlernährung.
Osteoporose als Zivilisationskrankheit 34
VI.
Hormonelle
Situation
Erklärung
Hormonelle
Veränderungen
Ø Menopause, frühe
Menopause, Ame-
norrhoe
Ø Mangel an Sexual-
hormonen, geringe
Sexualhormonbilanz
Ø Hyperthyreose
Ø Kastration
Andere hormonelle
Ursachen
Ø Erkrankung der Hirn-
anhangdrüse, Über-
funktion der Neben-
nierenrinde, Übermä-
ßige Produktion von
Parathormon in der
Nebenschilddrüse
Ø Östrogenmangelzu-
stände bei prämeno-
pausalen Frauen, her-
vorgerufen durch
Anorexia nervosa, ex-
zessives körperliches
Training und Hyper-
prolaktinämie können
die maximale Kno-
chendichte reduzieren.
Hormonelle Einflüsse, besonders bei Frauen in den
Wechseljahren, spielen eine große Rolle. Sie bilden
e i n e n Faktor. Bei Östrogenmangel im Klimakte-
rium mit nachlassender Östrogenproduktion der
Eierstöcke nimmt der Bedarf des Körpers an Kalzi-
um stark zu.
Verminderte Produktion von körpereigenem Östro-
gen – Östrogene hemmen den osteoklastären Kno-
chenabbau und fördern die Kalziumresorption; sie
sind jedoch nicht in der Lage, den Knochenaufbau
zu stimulieren.
Wechseljahre; weniger Östrogen steigert den Kno-
chenumsatz, es wird mehr Kalium freigesetzt. Der
Knochenaufbau kann nicht mitziehen. – Beim Mann
ist das ebenso, wenn Testosteron fehlt. – 1. Periode
spät, letzte Periode früh; nie die Pille genommen;
keine Schwangerschaft
Frauen, die im Laufe ihres Lebens überdurch-
schnittlich viele Geschlechtshormone entwickelt ha-
ben, bekommen kaum eine Osteoporose. Früh ein-
setzende Periode, die auch später aufhörte (vor 15
Jahren und nach 45 Jahren)
Osteoporose als Zivilisationskrankheit 35
2.6 Therapiekonzepte
Während unter Prävention Maßnahmen zu verstehen sind, die geeignet erschei-
nen, um bei skelettgesunden Personen die Entwicklung einer Osteoporose zu
vermeiden, bezieht sich die Therapie der Osteoporose auf die Behandlung von
Patienten mit entsprechenden Beschwerden oder mit bereits eingetretenen
Frakturen (vgl. Ringe in Bröll 1996, 154). Hinsichtlich einer erfolgversprechen-
den Behandlung einer manifesten Osteoporose liegen Überlegungen zahlreicher
Autoren vor (Auer, Bottermann, Dambacher, Danneck, Eck, Freiwald, Klimt,
Kruse, Lauritzen, Minne, Paul, Platen, Prisinger, Ringe, Schacht, Schuba, Senn,
Wernhardt).
Es kann innerhalb der vorliegenden Studie nicht darum gehen, unterschiedliche
Therapiekonzepte zu beschreiben oder gar zu bewerten. Begriffe wie Medika-
mentöse Therapie, Physiotherapie, Bewegungstherapie werden von den ge-
nannten Medizinern eingehend behandelt. Ein von Bartl (2001, 74 ff) in neuester
Zeit aufgestelltes Gesamtkonzept der Osteoporosetherapie gibt den derzeitigen
Stand der Forschung wieder und soll hier, allerdings ohne Erörterung der jewei-
ligen Behandlungsmethoden, angeführt werden:
Ø Schmerztherapie,
Ø Bewegungstherapie und Gymnastik,
Ø Sturzprophylaxe,
Ø knochenbewusste Ernährung,
Ø Basistherapie mit Vitamin-D plus Kalzium,
Ø Hormonersatztherapie (Östrogen, Gestagen, Raloxifen, Testo-
steron),
Ø antiresorptive Therapie (Bisposphonate, Kalzitonin),
Ø osteoanabole Therapie (Fluorid, Strontium, Anabolika),
Ø neue Therapieansätze (Parathormon, Statine, Wachstumsfakto-
ren, Tetrazykline, Leptin).
Osteoporose als Zivilisationskrankheit 36
2.7 Präventionskonzepte
Hatte man noch vor etwa zehn Jahren Osteoporose in erster Linie als eine
Krankheit älterer Frauen angesehen, so belegen neuere epidemiologische Daten,
dass der Knochenschwund keineswegs auf diese Menschengruppe begrenzt ist.
Man schätzt, dass etwa 10 % der Bevölkerung von Osteoporose betroffen ist.
40 % aller Frauen erleiden einmal in ihrem Leben einen osteoporosebedingten
Knochenbruch. Weltweit verursacht Osteoporose jährlich etwa 2 Millionen
Oberschenkelbrüche. In Deutschland müssen für die Behandlung der Schenkel-
halsfrakturen jährlich große Summen aufgebracht werden. In vielen Fällen
kommen nicht unerhebliche Kosten wegen der späteren Pflegebedürftigkeit hin-
zu; etwa ein Viertel der älteren Patienten überlebt das Jahr nach der Operation
nicht.
Obwohl die WHO die Osteoporose zu den 10 wichtigsten Volkskrankheiten
zählt, ist sie – so Bartl (2001, V) – in Deutschland noch eine unterdiagnostizierte
und untertherapierte Krankheit. Man könne davon ausgehen, dass von den ge-
schätzt etwa 7-8 Millionen Osteoporosepatienten lediglich 1,5 Millionen dia-
gnostiziert seien, und nur 1,2 Millionen von ihnen würden auch entsprechend
behandelt.
Prävention und Therapie der Osteoporose dürfen als wichtige sozialmedizini-
sche Aufgaben bezeichnet werden. Ist der Knochenschwund erst einmal einge-
treten, dann geht es in erster Linie darum, den Verfallprozess der Knochen zu
verlangsamen bzw. ihn in Grenzen zu halten. Es gilt also, entsprechende Be-
handlungsstrategien aufzubauen, um Knochenfrakturen zu verhindern. Anderer-
seits ermöglicht eine frühzeitige Identifikation solcher Patienten mit einem
Osteoporoserisiko, entsprechende Programme zu erarbeiten, die als vorbeugende
Maßnahmen Aussichten haben, den Ausbruch der Krankheit hinauszuzögern
oder ihn gar zu verhindern.
Zusammengefasst aus den Empfehlungen anderer relevanter Autoren (Bartl
2001; Dambacher 1996; Ringe 1996, 1989; Platen 1998; Hesch, Völker und
Schneider 1985; Semler 1996; Bottermann 1994; Klimt 1982; Dannbeck und
Auer 1996; Preisinger und Wernhardt 1996; Lauritzen 1990; Pollähne et al.
1999) ergeben sich folgende präventive und prophylaktische Empfehlungen:
1. Kalziumreiche Ernährung
2. Ausreichende Vitamin-Zufuhr
3. Rückenschonendes Verhalten
4. Regelmäßige Bewegung
5. Vermeidung von Nikotin
Osteoporose als Zivilisationskrankheit 37
6. Vermeidung der „Knochenräuber“ in der Nahrung
7. Richtiges Körpergewicht
8. Vermeidung knochenschädigender Medikamente
9. Frühzeitige Behandlung knochenschädigender Krankheiten
(vgl.: Bartl 2001, 64 ff)
In der angeführten einschlägigen Literatur werden sehr detaillierte Angaben ge-
macht zu den einzelnen Faktoren. Allerdings muss festgestellt werden, dass es in
den erwähnten Studien fast ausschließlich um die Frage geht, in welcher Form
Osteoporose-Prävention bei Erwachsenen vorgenommen werden kann. Die Titel
einiger Bücher oder auch einzelner Beiträge in medizinischen Fachzeitschriften
können das belegen:
Ø Prophylaxe und Therapie der Osteoporose mit Östrogenen und Gesta-
genen (Lauritzen 1993)
Ø Osteoporoseprävention – ein Übungsprogramm für Frauen nach der
Menopause (Preisinger und Wernhardt 1996)
Ø Osteoporoseprävention durch Gymnastik im höheren Lebensalter
(Ringe et al. 1988)
Ø Osteoporose – Eine Frauenkrankheit (In Aktiv gegen Osteoporose, o.
J.)
Ø Vorsorge: wie können wir die Entstehung einer Osteoporose verhin-
dern? (Minne und Lauritzen 1990. In Osteoporose – Wenn Knochen
schwinden)
Ø Was Sie selbst zur Vorbeugung tun können (Semler 1994. In Osteopo-
rose – Dem Knochenschwund rechtzeitig vorbeugen)
Ø Senile Osteoporose – Prävention von Schenkelhalsfrakturen (Ringe
und Meunier 1996)
Zu erkennen ist, dass die Veröffentlichungen sich fast ausschließlich um die
Prävention der Osteoporose bei erwachsenen Patientinnen bemühen. So wichtig
solche Studien auch sind, so sollte doch das Augenmerk verstärkt gerichtet wer-
den auf eine Prävention, die im Kindes- und Jugendalter beginnt. Immerhin
konnten in einigen Untersuchungen positive Korrelationen zwischen körperli-
chen Aktivitäten in der Jugend und der aktuellen Knochenmasse festgestellt
werden (Übersicht bei Platen 1997).
Osteoporose als Zivilisationskrankheit 38
Mit Blick auf das in dieser Studie zu behandelnde Thema folgen hier lediglich
einige Bemerkungen zu dem unter Punkt vier angegebenen Hinweis, nämlich
dass regelmäßige Bewegung helfen könne, das Osteoporoserisiko zu reduzieren.
Bartl (2001) z. B. betont, dass regelmäßiges körperliches Training einen positi-
ven Einfluss habe auf einen stabilen Blutdruck, was besonders bei älteren Men-
schen die Sicherheit beim Gehen fördere. Auch die sich durch körperliche
Übung ergebende Verbesserung der Koordination sei ein wichtiger Faktor, da
dadurch die Neigung zu Schwindelanfällen herabgesetzt und Stürze vermieden
werden könnten. Im Falle eines Knochenbruches hätten körperlich trainierte
Personen eine kürzere Erholungs- und Schmerzzeit. Besonders geeignet seien
solche Übungen, die sich gegen die Schwerkraft richten, z. B. Treppensteigen,
Laufen, Bergwandern, vorsichtiges Gewichtheben und Sprungübungen.
Andere Autoren erwähnen in der Regel ebenfalls, dass Bewegung eine Mög-
lichkeit biete, der Osteoporose entgegen zu wirken. In den meisten Fällen sind
ihre Ratschläge so allgemein gehalten wie die von Bartl. Konkrete Hinweise auf
präventive Maßnahmen, die schon in der Kindheit und Jugend angebracht sind,
fehlen jedoch meistens. Das mag daran liegen, dass die Mehrzahl der Mediziner
sich in erster Linie mit dem curativen Teil der Medizin befasst. Die herausra-
genden Erfolge der curativen Medizin sollten aber nicht dazu führen, die Prä-
vention dort zu vernachlässigen, wo entsprechende Möglichkeiten vermutet
werden können, dem Ausbruch dieser Volkskrankheit vorzubeugen.
Platen beschäftigt sich in ihrem Aufsatz „Prävention und Therapie“ (1997) mit
der Bedeutung des Sports und der körperlichen Aktivität. Die Zunahme körper-
licher Aktivität in allen Arbeitsbereichen könne – so ihre Meinung – eine effek-
tive Prävention der Osteoporose sein. Dabei seien gewichtsbelastende körperli-
che Aktivitäten einerseits im beruflichen wie auch im privaten Lebensbereich
und andererseits im Gesundheitssport, Freizeitsport und auch im Leistungssport
zu beachten. Körperliche Belastung habe einen meßbaren Einfluss auf viele
knochenwirksame Hormone, beeinflusse also den Knochenstoffwechsel. Aber
erst die kontinuierliche Steigerung der Trainingsreize, die über die üblichen
Alltagsbelastungen hinausgehen, erzielten knochenwirksame Effekte. Die Bela-
stungen sollten dynamisch sein, mit hoher Intensität und Frequenz ausgeführt
werden und möglichst vielseitig sein. Knochenanabole Wirkungen – so vermutet
sie – seien in erster Linie zu erreichen durch kurze, intensive Belastungen. In
ihrer Untersuchung zeigen die Kraftsportler deutlich höhere Knochendichte-
werte als Dauersportler, also z. B. Läufer oder Radfahrer oder gar Nichtsportler.
Wahrscheinlich sei die maximale Knochenmasse (peak bone mass) genetisch
bedingt, werde aber durch den Lebensstil beeinflusst. Sporttreibende Kinder
bauten eine um fünf bis zehn Prozent höhere Spitzenknochenmasse auf, die ei-
nen dauernden Effekt für spätere Lebensphasen mit sich bringe. Daher empfiehlt
sie umfangreiche Bewegungsangebote sowohl im Kindes- und Jugendalter als
auch im Erwachsenenalter. Hinreichende Belastungsreize in allen Lebensstufen
Osteoporose als Zivilisationskrankheit 39
fördere mit gezieltem Muskelaufbau den Knochenerhalt. Zur Osteoporoseprä-
vention genüge unter sportmedizinischen Aspekten allerdings nicht mehr die
simple Verordnung „mehr Sport“. Weitere Forschungen seien nötig, um genaue-
re Kenntnis zu erarbeiten, die bei der Prävention der Osteoporose helfen können.
Ringe unterscheidet bei der Prävention drei Phasen:
Ø Die juvenile Prävention
Ziel der Prävention in der frühen jugendlichen Phase des Lebens ist es,
durch geeignete Massnahmen den Aufbau einer möglichst maximalen
Knochenmasse zu unterstützen.
Ø Die prämenopausale Prävention
Während dieser Phase kündigen sich die Änderungen im Hormon-
haushalt allmählich an. Es gilt, die „peak bone mass“ möglichst lange
zu konservieren und durch geeignete Massnahmen den prämenopau-
salen Verlust an Knochenmasse zu vermeiden oder doch möglichst ge-
ring zu halten.
Ø Peri- und postmenopausale Prävention
In dieser Lebensphase kann der Knochenaufbau nicht mehr Schritt
halten mit dem Knochenabbau. Ziel der Prävention ist es, durch geeig-
nete Massnahmen den Knochenabbau zu hemmen oder zu minimieren,
um die vorhandene Knochenmasse möglichst lange zu erhalten.
Die in der folgenden Aufstellung angegebenen Ansatzmöglichkeiten einer
Osteoporoseprävention gelten nach Ringe in allen drei genannten Lebens-
phasen:
Ø Körperliche Aktivität
Gymnastik, isometrische Übungen, regelmässige körperliche Betäti-
gung bei der Arbeit und in der Freizeit
Ø Ernährung
Kalziumreich (Milch und Milchprodukte), relativ arm an Phosphat,
Protein und Fasern
Ø Vermeidung von
Nikotin, Alkohol, Bewegungsmangel, extreme Schlankheit, Hochlei-
stungssport (Ringe in Bröll 1996, 157)
Osteoporose als Zivilisationskrankheit 40
Welche Wertigkeit die einzelnen Risikofaktoren haben, kann noch nicht mit Si-
cherheit gesagt werden. Weitere Forschungen sind erforderlich, um an Hand
epidemiologischer Daten eine entsprechende Rangfolge herausfinden zu können.
Ringe betont aber, dass der körperlichen Aktivität, der Ernährung und dem Um-
gang mit unterschiedlichen Noxen – also vom Patienten selbst zu beeinflussende
Faktoren – eine unbestritten hohe Bedeutung bezüglich des Knochenstoffwech-
sels zukommt. Durch eine gezielte gesundheitsorientierte Lebensweise könne
auch der Osteoporose entscheidend entgegen gewirkt werden. Die dazu notwen-
dige Änderung des Lebensstils sei allerdings oft schwerer zu erreichen als die
regelmässige Einnahme von Tabletten.
Sport und Bewegung in Kindheit und Jugend 41
3 Können Sport und Bewegung in Kindheit und Jugend
präventiv wirksam sein?
Sind Sport und Bewegung in Kindheit und Jugend präventiv wirksam?
In den bisherigen Ausführungen wurden unterschiedliche Aspekte der anstehen-
den Thematik angeschnitten. In dem nun folgenden Kapitel soll die sich daraus
ergebende Fragestellung zusammenfassend dargestellt werden.
Allgemein wird festgestellt, dass erhöhte körperliche Aktivität das Skelettsystem
belastet und der erhöhte physiologische Muskelzug am Knochen der beste Reiz
für die Knochenbildung zu sein scheint. So wird das Knochengerüst gekräftigt
und der normale oder erhöhte Knochenabbau verlangsamt. Ein in der Kindheit
ausreichend aufgebautes Knochenskelett hat mehr Reserven, wenn es im späte-
ren Alter zu dem natürlichen Knochenabbau kommt. Wird in den ersten 10 bis
15 Jahren nur ein schwaches Knochengerüst aufgebaut, kann dieser Mangel bei
Erwachsenen offenbar kaum vollständig ausgeglichen werden (vgl. Leibold
1990, 41-57).
Lauritzen und Minne machen gleichwohl deutlich, dass es immer noch weitge-
hend ungeklärt sei, welche Störungen bei sonst gesunden Menschen zu einer
Verminderung des Knochenaufbaus führen können. Daten darüber, bei wieviel
Menschen in der Jugend der Knochenaufbau gestört sei, liegen derzeit nicht vor
(vgl. Lauritzen und Minne 1990, 44).
Bestimmte Lebensgewohnheiten, das heißt, falsche Verhaltensweisen, sind häu-
fig der Grund für Osteoporose. Eine Reihe von Risikofaktoren, die die Entste-
hung der Osteoporose begünstigen, wurde vorab dargestellt; andere Faktoren
wiederum haben einen positiven Einfluss auf die Knochenbildung. Die konkrete
Frage lautet, ob und in welchem Maße der Sport oder allgemeine sportliche Be-
wegungsformen einen Beitrag liefern können zur Prävention bezüglich der
Osteoporose.
Ist Sport wirklich das ideale Mittel gegen Osteoporose? Weitgehend herrscht
eine solche Meinung vor, doch konkrete Hinweise fehlen immer noch. Bewe-
gungstherapie – so heißt es – sei zwar die beste Möglichkeit, der Osteoporose zu
begegnen; sie scheitere allerdings an der Bequemlichkeit der Menschen. So
bleibt in den meisten Fällen lediglich die medikamentöse Behandlung.
Untersuchungen über den Zusammenhang zwischen Sport und Osteoporose be-
schäftigen sich in der Mehrzahl mit Auswirkungen der – trainingswissenschaft-
lich fundierten – Stimulationen zur Verbesserung der Knochenbildung bei
Sportlern, meist bei Leistungssportlern. Die Ergebnisse beziehen sich dann stets
auf eine spezifische Gruppe von Adressaten, haben also nur eine begrenzte Va-
lidität. Die in diesem Zusammenhang zu erörternde Fragestellung lautet:
Sport und Bewegung in Kindheit und Jugend 42
Gibt es Zusammenhänge zwischen Bewegung bzw. Bewegungsmangel im
Kindes- und Jugendalter und degenerativen Skeletterkrankungen?
In der Sportwissenschaft sind Untersuchungen, in denen die Bedeutung von
Bewegung im Kindes- und Jugendalter auf den Knochenaufbau nachgewiesen
und dokumentiert wurden, selten. Die Bedeutung von Bewegung für den Ske-
lettaufbau ist erkannt. Es ist bekannt, dass jede Körperstruktur ihre Leistungsfä-
higkeit verbessert, wenn sie regelmäßig belastet wird. Knochen brauchen Bela-
stung durch die Muskelbewegung. Bewegung ist ein wichtiger Faktor für den
optimalen Knochenaufbau.
Lebenslange Bewegungsreize sind – so stellt Weiß fest – Voraussetzung für ei-
nen gesunden Knochen, und besonders Sport in der Jugend zeige hinsichtlich
der Knochenmineraldichte überdauernde positive Aspekte (Weiß 2000). Dabei
sei die Verbesserung der Architektur, Geometrie und Mineraldichte des Kno-
chens abhängig von sogenannten „knochenwirksamen“ sportlichen Aktivitäten.
Eine so erworbene verbesserte Knochendichte im jungen Alter reduziere das
spätere Knochenbruchrisiko durch Osteoporose ganz erheblich. Im Anschluss an
die vorangegangenen Ausführungen lässt sich formulieren:
Es besteht ein Zusammenhang zwischen Sport und Bewegung
im Kindes- und Jugendalter und Osteoporose im Alter!
Es ist das Ziel der Arbeit, diesen allgemeinen Zusammenhang zu präzisieren und
empirisch zu belegen. Dabei wird sowohl auf Forschungen der Sportwissen-
schaft wie auch der Medizin zurückgegriffen; die interdisziplinäre Anlage der
Studie wird also betont. Sollte sich die oben angegebene Behauptung als richtig
erweisen, dann erscheint auch eine sportpädagogische Betrachtung der Thematik
ratsam. Aufgabe der Sportpädagogik könnte es sein, unter erziehungswissen-
schaftlichen Aspekten zu sportlichen Verhaltensweisen anzuhalten, um Sport als
Lebensstil-Element und Basis eines gesunden Lebens zu erkennen.
Empirischer Teil der Studie 43
4Empirischer Teil der Studie
4.1 Forschungsprogramm
Mit dem in den vorangegangenen Kapiteln entwickelten theoretischen Bezugs-
rahmen ist die Basis gelegt, auf der die empirische Studie aufbauen kann. Es ist
das Ziel der Studie, aktuelle Befunde der Knochendichtemessungen bei Frauen
im Alter von 40 bis 67 Jahren in Bezug zu setzen mit retrospektiven Berichten
über das Bewegungsverhalten in der Kindheit. Es werden sportliche Aktivitäten
sowie allgemeine Bewegungsformen im Kindes- und Jugendalter erfasst um he-
rauszufinden, ob und inwieweit Bewegung neben Ernährung und Vererbung
Einfluss auf die Knochenfestigkeit im Alter hat. Es geht darum, die prognosti-
sche Bedeutung dieser Faktoren für die Knochenfestigkeit in späteren Lebens-
jahren zu eruieren.
Dazu werden biographische Ereignisse durch Rating-Verfahren quantifiziert und
zu Befunden heutiger Labormessungen statistisch in Beziehung gesetzt. Korre-
lieren die auf so unterschiedliche Art und Weise gewonnenen Daten, dann darf
für die Biographie auch ein Voraussagewert angenommen werden. Die Richtung
der Kausalität ist – anders als bei anderen Zusammenhanganalysen – wegen der
zeitlichen Folge eindeutig. Nicht eindeutig ist aber, ob die Kausalität mittelbar
oder unmittelbar ist. In diesem Punkt ist man auf Plausibilitätsüberlegungen an-
gewiesen.
Methoden und Techniken der empirischen Sozialforschung wurden herangezo-
gen, um die medizinischen Ergebnisse der Osteodensitometrie zu interpretieren;
auf dieser Basis können Überlegungen hinsichtlich möglicher Präventivmaß-
nahmen angestellt werden.
Diese Zielsetzung führt zu Konsequenzen bei der Datenerhebung und Daten-
auswertung. Für die Datenerhebung kommen zwei Verfahren zur Anwendung.
Zum einen ist es das in der qualitativen Sozialforschung hinlänglich bewährte
focussierte Interview, mit dem biographische Daten der Kindheit, insbesondere
das Bewegungsverhalten, retrospektiv erfasst werden. Zum anderen geht es dar-
um, neben diesen subjektiven Daten objektive Daten zur Knochenfestigkeit zu
gewinnen. Dazu wird das in der Medizin bewährte Verfahren der Osteodensito-
metrie gewählt.
Für die Auswertung bedeutet dies, andererseits inhaltsanalytisch vorzugehen
und die biographischen Daten mittels des computergesteuerten Analysepro-
gramms WINMAX 97 auszuwerten. Die Auswertung der mit den Verfahren der
Osteodensitometrie (Kap. 5) gewonnenen medizinischen Daten erfolgt anhand
geeigneter statistischer Verfahren.
Empirischer Teil der Studie 44
Der nächste Schritt besteht in der Verknüpfung von qualitativen und quantitati-
ven Daten. Dazu wurden die qualitativen Daten quantifiziert und auf diese Wei-
se einer statistischen Verarbeitung zugänglich gemacht.
Um dieses grob skizzierte Forschungsprogramm detaillierter darzustellen, wer-
den folgende Schritte unternommen:
Ø Der erste Schritt gilt der Darstellung der Rekrutierung und Beschrei-
bung der Stichprobe.
Ø Dann folgt die Begründung für eine qualitative Vorgehensweise bei
der Eruierung biographischer Daten. Es folgt die Beschreibung des
gewählten Instruments und der Schritte von der Erstellung des Leitfa-
dens bis zur Transkription. Probleme der Retrospektion werden disku-
tiert.
Ø Der zweite Teil des Kapitels zur Datenerhebung gilt der Darstellung
der Osteodensitometrie.
Ø Es erfolgt die Darstellung, wie die subjektiven und qualitativen bio-
graphischen Daten quantifiziert und mit den objektiven quantitativen
Daten verknüpft wurden.
Ø Schließlich erfolgt die Auswertung durch die Regressionsanalyse.
Empirischer Teil der Studie 45
4.2 Stichprobe
In der qualitativen Sozialforschung spielen stichprobentheoretische Überlegun-
gen sowie die Frage der Repräsentativität eine untergeordnete Rolle (vgl. Lam-
nek 1995, 92 ff). Qualitative Sozialforschung möchte nicht in erster Linie im
Sinne der quantitativen Methodologie generalisieren. Hauptanliegen qualitativer
Methodologie ist das Bemühen um Typisierungen, wodurch sich eine deutliche
Verlagerung der Erkenntnisinteressen ergibt. Nicht die Häufigkeit bestimmter
Items steht im Vordergrund, vielmehr geht es in der qualitativen Forschung dar-
um, ein möglichst zutreffendes Kollektiv der relevanten Handlungsmuster he-
rauszufinden. Bei einer solchen Vorgehensweise hat sich der Forscher bei der
Auswahl der typischen Personen vor allem von seinem Vorverständnis und sei-
nen theoretischen Überlegungen leiten zu lassen.
Lamnek schreibt dem informellen und persönlichen Kontakt zwischen Forscher
und zu befragenden Personen große Bedeutung zu. Allerdings bestehe wegen
dieser eingeengten Auswahl auch die Gefahr, nicht alle typischen Handlungs-
muster erfassen zu können. Jedoch müsse selbst bei der quantitativen Methodo-
logie die sogenannte Ausschöpfungsquote in der Regel weit unter 100 % ange-
setzt werden. Um Verzerrungen zu vermeiden, schlägt er vor, nähere Bekannte
und Freunde nicht mit in die Untersuchung aufzunehmen.
Offenheit bezüglich abweichender Fälle sowie Ergänzung und Aufnahme neuer
Forschungsperspektiven während des gesamten Forschungsprozesses seien ein
wichtiges Kriterium qualitativer Sozialforschung.
Unter Beachtung der angeführten Aspekte wurde die Stichprobe festgelegt. Aus
der Grundgesamtheit der 40 – 67jährigen Frauen wurden 49 Probandinnen der
Gruppe von Patientinnen einer Radiologisch-nuklearmedizinischen Gemein-
schaftspraxis vorgesehen.
Auf ein entsprechendes Anschreiben (S. 47), das in der Arztpraxis auslag, sagten
49 Frauen ihre Mitarbeit zu, von denen 41 in die Stichprobe aufgenommen wer-
den konnten. Es wurden ausschließlich Frauen in die Stichprobe aufgenommen,
da diese 80 % der etwa sechs Millionen in Deutschland an Osteoporose Er-
krankten ausmachen.
Die 41 in der Stichprobe verbliebenen Frauen waren zwischen 43 und 67 Jahre
alt. Sie wohnten in der näheren Umgebung von Paderborn, einige auch 40 km
entfernt. Alle waren sie noch tätig als Arbeiterin, Arzthelferin, Bäuerin, Büroan-
gestellte, Fremdsprachenkorrespondentin, Friseuse, Geschäftsführerin, Haus-
frau, Krankenschwester, Lehrerin, Serviererin oder Sportübungsleiterin.
Alle Frauen gaben in dem Gespräch bereitwillig Auskunft über die anstehende
Thematik. Nach anfänglicher Zurückhaltung fühlten sie sich mit der ihnen zuge-
dachten Aufgabe sehr verbunden und zögerten nicht, auch sehr private Aus-
künfte aus ihrem Lebenslauf mitzuteilen, sofern sie denn für die Studie hilfreich
sein konnten. Zu Beginn des Interviews wurde auf das Anschreiben, das ja alle
Empirischer Teil der Studie 46
schon einmal gelesen hatten, hingewiesen, einige Passagen wurden nochmals
zitiert. Außerdem konnte festgestellt werden, dass die Offenheit des Intervie-
wers bezüglich seiner eigenen Person ganz erheblich dazu beitrug, dass die Ge-
sprächspartnerinnen ohne jegliche Scheu aus ihrem eigenen Leben auch sehr
intime Themen anschnitten und recht offenherzig zu erzählen wussten. Wenn
der Interviewer versuchte, durch Überwindung der Distanz zwischen sich und
den Gesprächspartnerinnen ein Vertrauensverhältnis zu gewinnen, dann geschah
das in voller Verantwortung und Achtung vor den Probandinnen mit dem Ziel,
wichtige Details aus ihrer Biographie zu erfahren, die eventuell einen Bezug ha-
ben könnten zu dem Aufbau des Knochengewebes. Nach dem Gespräch wurde
die Frage gestellt, ob die mitgeschnittene Tonbandaufnahme für die Studie ver-
wendet werden dürfe. Dazu gaben alle ausnahmslos ihre Zustimmung; selbstver-
ständlich wurde absolute Anonymität zugesichert.
Die Spannung zwischen Distanz und Identifikation wird an dieser Stelle beson-
ders deutlich. Lamnek (1995, 235) hebt hervor, dass der Forscher in einem
Spannungsverhältnis lebt, wenn von ihm einerseits erwartet wird, dass er sich
mehr oder weniger mit den zu Befragenden identifiziert, ihre Lebenswelt zu ver-
stehen sucht und er so eher die Chance habe, zu echten Erkenntnissen zu gelan-
gen. Dabei dürfe er allerdings andererseits nicht seine eigentlichen Untersu-
chungsaufgaben, die durch das Prädiktorensystem die wissenschaftliche Aus-
richtung angeben, aus den Augen verlieren.
Empirischer Teil der Studie 47
RADIOLOGISCH - NUKLEARMEDIZINISCHE
GEMEINSCHAFTSPRAXIS
Dres. med. H. Schöll & Partner
Dezember 1995
Sehr geehrte Patientin,
Sie haben in unserem Institut eine Knochendichtemessung durchführen lassen.
Das Ergebnis haben wir mit Ihnen besprochen.
In Zusammenarbeit mit dem Sportwissenschaftlichen und dem Sportmedizini-
schen Institut der Universität Paderborn soll untersucht werden, warum Perso-
nen gleicher Konstitution eine unterschiedliche Knochenmasse aufweisen.
Nach dem derzeitigen Forschungsstand ist davon auszugehen, daß neben Verer-
bung und Ernährung, insbesondere auch Bewegung einen Einfluß auf die Kno-
chenfestigkeit hat. Ziel des Forschungsprojektes ist es nun, diese Vermutung zu
erhärten.
Dazu bedarf es der Mitarbeit von freiwilligen Patienten. Herr Knievel, der als
Dozent an der Universität Paderborn seit vielen Jahren Sportlehrer ausbildet,
arbeitet im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie an der genannten Frage.
Falls Sie einverstanden sind, möchte er daher auch Sie in das Untersuchungs-
programm aufnehmen. Anhand bestimmter Fragen möchte er Einzelheiten aus
Ihrer Biographie (Ernährungs- u. Bewegungsgewohnheiten) erfahren. Das In-
terviewgespräch wird etwa 40 Minuten in Anspruch nehmen.
Selbstverständlich werden Ihre Angaben vertraulich behandelt und im Rahmen
der Untersuchung verschlüsselt. Wenn Sie an dem Gesamtergebnis interessiert
sind, so werden wir Sie nach Abschluß der Studie gerne darüber informieren.
Wir würden uns daher sehr freuen, wenn Sie sich an diesem Forschungspro-
gramm beteiligen. Vielleicht kann man damit im Rahmen der Lehrerausbildung
erreichen, daß durch frühzeitige gezielte sportliche Aktivität Schäden am Bewe-
gungsapparat, insbesondere eine Osteoporose, vermieden werden können.
Senden Sie daher bitte die beiliegende frankierte Antwortkarte zurück. Im vor-
aus möchten wir uns für Ihre Mühe herzlich bedanken.
Mit freundlichen Grüßen
Dres. med. H. Schöll & Partner
Empirischer Teil der Studie 48
4.3 Methodenkombination als Wahl
In der quantitativen Forschung stehen Untersuchungsplanung, Datenerhebung
und Hypothesenbildung der zu untersuchenden Beobachtungsrealität unter dem
Aspekt der Quantifizierung, die auf der Basis eindeutiger Messungen vorge-
nommen wird. Bei der Interpretation verbalen Materials kann allerdings nicht
gemessen bzw. es können keine Zahlenwerte angegeben werden. Der qualitative
Forschungsansatz hat daher Methoden entwickelt, durch die auch solche Unter-
suchungsfelder wissenschaftlich bearbeitet werden können, bei denen erst auf
Umwegen in Zahlen ausdrückbare Ergebnisse ermittelt werden können.
Die für die vorliegende Studie relevanten Überlegungen hinsichtlich der Metho-
denwahl werden im folgenden an Hand einiger Autoren verdeutlicht. Von ent-
scheidender Bedeutung ist dabei die Erkenntnis, dass nach anfänglich span-
nungsgeladenem Verhältnis zwischen quantitativer und qualitativer Forschung
es immer häufiger zu einer Kombination beider Verfahren kommt. Bortz und
Döring, auf die die oben geäußerten Gedanken zurückgehen, fassen diesen Tat-
bestand so zusammen: „In der qualitativen Forschung werden verbale bzw.
nichtnumerische Daten interpretativ verarbeitet, in der quantitativen Forschung
werden Meßwerte statistisch analysiert. Viele Forschungsprojekte kombinieren
beide Herangehensweisen“ (Bortz und Döring 1995, 274).
Die von Lamnek (1995) vorgenommene Gegenüberstellung von quantitativem
und qualitativem Paradigma hat das Ziel, methodologische Implikationen in
qualifizierbarer Sozialforschung deutlich zu machen und auch Unterschiede her-
vorzuheben. Die in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Kategorien geben
die Zusammenfassung der von Lamnek recht ausführlich beschriebenen Inhalte
wieder: Quantitative
Sozialforschung Qualitative
Sozialforschung
Erklären Verstehen
nomothetisch idiographisch
theorieprüfend theorieentwickelnd
deduktiv induktiv
objektiv subjektiv
ätiologisch interpretativ
ahistorisch historisierend
geschlossen offen
Prädetermination des Forschers Relevanzsysteme der Betroffenen
Distanz Identifikation
statisch dynamisch
starres Vorgehen flexibles Vorgehen
partikularistisch holistisch
Zufallsstichprobe theoretical sampling
Datenferne Datennähe
Unterschiede Gemeinsamkeiten
reduktive Datenanalyse explikative Datenanalyse
hohes Meßniveau niedriges Meßniveau
Schematischer Vergleich quantitativer und qualitativer Sozialforschung (vgl. Lamnek 1995, 244)
Empirischer Teil der Studie 49
Lamnek betont ausdrücklich, dass diese polarisierende Gegenüberstellung me-
thodologischer Dimensionen von quantitativer und qualitativer Sozialforschung
keineswegs den Eindruck absoluter Unvereinbarkeit und gegenseitiger Aus-
schließlichkeit charakterisieren. Methodologische Offenheit erfordere multime-
thodisches Vorgehen, was als zentraler und elementarer Gesichtspunkt empiri-
scher Forschung anzusehen sei.
Als tiefgreifende Veränderung innerhalb der Sozialwissenschaften bezeichnet
z. B. auch Mayring (1993) den Trend zu qualitativen Erkenntnismethoden. Seit
den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts etwa sei in vielen Forschungsbereichen
eine rein quantitative Vorgehensweise nicht mehr das alleinige Ideal. Eine deut-
liche qualitative Wende könne erkannt werden an der Entwicklung unterschied-
licher Forschungsschwerpunkte, die qualitatives Denken immer mehr in den
Vordergrund bringen. Qualitative Sozialforschung, Biographieforschung, Inter-
pretatives Paradigma, Frauenforschung mit weiblicher Erfahrung als Erkennt-
nisquelle sowie Forschungsprojekte innerhalb einer kritischen Psychologie,
qualitative Unterrichtsforschung, qualitative Familienforschung, qualitative Ge-
sundheitsforschung, qualitative Marktforschung, qualitative Medienforschung
z. B. machten das alternative methodische Vorgehen innerhalb sozialwissen-
schaftlicher Forschungszweige deutlich.
Mayring (1993, 9 ff) stellt als Forderungen hinsichtlich eines qualitativen Den-
kens fünf Grundsätze heraus. Diese stehen zwar dem quantitativen Denken nicht
konträr gegenüber, verdeutlichen aber entscheidende Unterschiede beider For-
schungsansätze, wie sie auch die Integrationsmöglichkeiten oder sogar Intergra-
tionsnotwendigkeiten dieser beiden Denkweisen erkennen lassen. Dabei wird
hervorgehoben, dass die qualitative Wissenschaft in erster Linie das Individuum
zu verstehen trachtet, die quantitative Wissenschaft dagegen mehr nach allge-
meinen Gesetzen und Prinzipien sucht. Die Grundsätze qualitativen Denkens
stellen sich – mit einer knappen Begründung – wie folgt dar:
Ø Subjektbezogenheit bedeutet in der sozialwissenschaftlichen For-
schung, dass der Mensch Ausgangspunkt und Ziel der Untersuchung
ist.
Ø Umfassende Beschreibung des Gegenstandsbereichs steht am Anfang
jeder Analyse; sie hat unterschiedliche Daten aus allen möglichen
Quellen zu berücksichtigen und spiegelt dadurch die Gesamtheit mög-
lichst facettenreich wider.
Ø Interpretation erschließt das objektiv Beobachtete bzw. die objektiv
beobachtete Handlung und kann diesen auch unterschiedliche Bedeu-
tungen beimessen.
Ø Alltägliches Umfeld ermöglicht ein natürliches Untersuchungsfeld und
verringert störende Verzerrungen der Forschungsergebnisse.
Empirischer Teil der Studie 50
Ø Verallgemeinerbarkeit muss im Einzelfall schrittweise begründet wer-
den; menschliches Handeln ist situativ gebunden mit subjektiven Be-
deutungen. Die Verallgemeinerbarkeit ergibt sich nicht automatisch
durch eine repräsentative Stichprobe, qualitatives Denken begründet
die Forschungsergebnisse für stets den spezifischen Einzelfall.
Ein integratives Verständnis zwischen qualitativem und quantitativem Denken
ermöglicht eine sinnvolle Bearbeitung innerhalb des Forschungsprozesses.
Durch qualitative Analyseschritte werden Einheiten gebildet, die mathematische
Operationen ermöglichen. Die so erarbeiteten quantitativen Ergebnisse können
helfen, die qualitativ orientierte Untersuchung abzusichern. Wenn Mayring von
dem „qualitativ-verstehenden Ansatz“ spricht (Mayring 1988, 17), dann bedeu-
tet das, dass Gegenstände, Zusammenhänge und Prozesse nicht nur analysiert
werden, sondern dass der Forscher sich in sie hineinzuversetzen sucht, sie
gleichsam nacherlebt. Deswegen steht fast immer im Zentrum qualitativer For-
schung die Erarbeitung von Kategorien, die als Leitfaden das zu untersuchende
Material ordnen und eine sinnvolle Bearbeitung ermöglichen.
Die Vorgehensweise innerhalb des Forschungsprozesses nach den drei Phasen
von der Qualität zur Quantität und wieder zurück zur Qualität verdeutlicht die
übergreifende Erkenntnisgewinnung; sie signalisiert die Überwindung des Ge-
gensatzes zwischen qualitativen und quantitativen Forschungsansätzen. Die fol-
gende Graphik spiegelt diese Gedanken in knapper Form wider:
Qualitative Analyse
Fragestellung
Begriffs- und Kategorienfindung
Analyseinstrumentarium
Qualitative oder quantitative Analyse
Anwendung des Analyseinstrumetariums je
nach Gegenstand und Ziel der Analyse unter
Zuhilfenahme quantitativer Verfahren
Qualitative Analyse
Rückbezug der Ergebnisse
auf die Fragestellung
Interpretation
Phasenmodell zum Verhältnis qualitativer und quantitativer Analyse (Mayring 1995, 20)
Empirischer Teil der Studie 51
Die Datenerhebung der vorliegenden Studie beruht auf einem Methodenmix.
Die retrospektiv-qualitative Erhebung (Kap. 6) erstellt durch interpretative Auf-
bereitung quantitative Werte solcher Risikofaktoren, die für die Entstehung einer
Osteoporose verantwortlich gemacht werden können; diese quantifizierten Da-
ten sind damit einer statistischen Verarbeitung zugänglich. Andererseits liefert
die Osteodensitometrie (Kap. 5) Messwerte, die eindeutige Aussagen machen
über das Stadium bzw. den Fortschritt der Osteoporose.
Die Vergleichbarkeit der durch so unterschiedliche Verfahren ermittelten Werte
ist Voraussetzung einer Auswertungsstrategie, die durch die Regressionsanalyse
(Kap. 7) vorgenommen wird.
Osteodensitometrie und quantitative Daten 52
5Osteodensitometrie und quantitative Daten
Objektiv und präzise ist das angewandte Verfahren der Osteodensitometrie. Es
ist erwiesen, dass zwischen dem Knochenmineralgehalt und der Knochenfestig-
keit bzw. der Knochenmasse eindeutige Zusammenhänge bestehen (vgl. Polläh-
ne et al. 1996, 20 ff). Die Knochenmineraldichte wird von Ringe und Meunier
(vgl. Ringe und Meunier 1996, 66) als das einzige wirklich objektive Mittel an-
gesehen, um eine sichere Diagnose bezüglich der Osteoporose zu stellen. Ent-
sprechende Messungen liefern also wichtige Anhaltspunkte, um Knochenkrank-
heiten zu diagnostizieren. Es können unterschiedliche Stadien sowie Verlaufs-
formen erkannt und Veränderungen dokumentiert werden. Die Osteodensitome-
trie gibt Anhaltspunkte für die Notwendigkeit der Therapie und dient der Thera-
piekontrolle; andererseits eröffnet sich durch sie die Möglichkeit, vermutliche
Risikofaktoren retrospektiv zu erfassen und nach deren Bedeutung hinsichtlich
der Genese bestimmter Knochenkrankheiten – z. B. der Osteoporose – zu fra-
gen.
Als Indikation für eine Knochenmineralgehaltsbestimmung führen die oben ge-
nannten Autoren folgendes an:
Ø Früherkennung und Prävention
Durch die Knochendichtemessung ist eine frühzeitige Erkennung des
Frakturrisikos möglich; eine therapeutische Intervention kann einge-
leitet werden und zur Erhaltung oder gar zur Erhöhung der Knochen-
masse beitragen.
Ø Sicherung der Diagnose
Wenn der Verdacht auf niedrige Knochendichte besteht oder schon auf
Röntgenaufnahmen Wirbelkörperverformungen erkennbar sind, kann
durch Verfahren der Osteodensitometrie der Knochensubstanzverlust
bestimmt werden. Eine entsprechende Therapie kann eingeleitet wer-
den.
Ø Therapie-Kontrollen
Bei medikamentöser Behandlung kann es zu Nebenwirkungen kom-
men, weil die Medikamente möglicherweise knochenschädigende Sub-
stanzen enthalten können. Die Knochendichtemessung ist dann ein
wichtiger Hinweis für eine notwendige Änderung der osteoanabolen
medikamentösen Therapie.
In der vorliegenden Studie steht der präventive Aspekt im Vordergrund. In dem
retrospektiven Verfahren werden durch qualitative Methoden „weiche“ Daten
ermittelt und in quantitative – also „harte“ Daten – umgewandelt. So können sie
Osteodensitometrie und quantitative Daten 53
verglichen werden mit den durch die quantitative Methode der Osteodensitome-
trie gewonnenen Ergebnissen.
Die verschiedenen Verfahren der Osteodensitometrie sind in den letzten Jahren
immer mehr verbessert worden. Es ist zu erwarten, dass auch künftig durch den
technischen Fortschritt große Anstrengungen unternommen werden, die Metho-
den der Knochenmineralgehaltmessung weiter zu verfeinern. Für die vorliegen-
de Studie wurden – wie oben erwähnt – in dem radiologischen Institut alle Kno-
chendichtemessungen nach dem zur Zeit der Untersuchungen üblichen Verfah-
ren vorgenommen, und zwar nach der DPX Methode, die große Genauigkeit
gewährleistet.
Verfahren zur Bestimmung der Knochenmasse beruhen auf dem Prinzip der
Photonenabsorption bzw. der Computertomographie. Ein Photonenstrahl wird
durch den Körper geschickt und beim Durchgang durch den Knochen oder
durch übriges Gewebe unterschiedlich abgeschwächt. Mit technischen Verfah-
ren werden die unterschiedlichen Strahlenschwächungen gemessen, und die
Knochendichte kann bestimmt werden.
Die folgende Graphik (Lauritzen und Minne 1990, 72) gibt ein anschauliches
Bild von dem Prinzip der Osteodensitometrie.
Osteodensitometrie und quantitative Daten 54
Prinzip der Osteodensitometrie (Lauritzen und Minne 1990, 72)
Osteodensitometrie und quantitative Daten 55
Als Basis für einen Überblick hinsichtlich unterschiedlicher Verfahren der
Osteodensitometrie dienen die Arbeiten einiger Autoren, die sich intensiv mit
Fragen der anstehenden Problematik auseinandergesetzt haben (Pollähne et al.
1996; Lauritzen und Minne 1990; Dambacher und Schacht 1996; Krämer 1991;
Semler 1994; Felsenberg 1998).
Ø Röntgentechniken
Die Demineralisierung des Knochens lässt sich im Röntgenbild erst bei einer
Minderung des Kalksalzgehaltes von etwa 30 % - 40 % nachweisen. Das ist
allerdings zugleich auch der Grenzwert zwischen gesunder Knochendichte
und Osteoporose. Ein frühzeitigeres Erkennen des Knochenschwundes ist
aber für therapeutische Maßnahmen erforderlich. Daher wurden empfindli-
chere Spezialverfahren entwickelt, die die Röntgentechnik ersetzen.
Ø Single-Photon-Absorptiometrie (SPA)
Die Ein-Energie-Photonenabsorptiometrie ist das älteste Verfahren, das die
Aussendung von Photonen als Strahlenquelle nutzt. Aus der Abschwächung
des Photonenstrahls – von einem Detektor gemessen – kann direkt auf den
Mineralsalzgehalt des untersuchten Knochens geschlossen werden. Die Ver-
fälschung des Messwertes durch die Absorption der Strahlung in den
Weichteilen ist allerdings erheblich und liefert lediglich dort brauchbare Er-
gebnisse, wo der Weichteilmantel sehr dünn ist, wie z. B. am Radius; an den
diagnostisch wichtigeren Körperregionen wie der Lendenwirbelsäule oder
am Schenkelhals sind SPA-Messungen zu ungenau. Die SPA spielt bei der
heutigen Diagnose ebenfalls keine Rolle mehr.
Ø Dual-Photonen-Absortiometrie (DPA)
Bei der Zwei-Energien-Photonenabsorptiometrie als Weiterentwicklung der
SPA senden die Strahlenquellen die Photonen mit unterschiedlicher Frequenz
aus. Das erlaubt später bei der Ermittlung der Knochendichte eine genauere
Bestimmung, da die Absorption in den Weichteilen herausgerechnet werden
kann. Messungen an Messorten mit ungleichmäßiger Weichteilumgebung
wie an der Wirbelsäule oder am Schenkelhals können problemlos durchge-
führt werden.
Ø Dual Photon X-Ray Absorptiometrie (DPX)
Bei der Weiterentwicklung der DPA-Methode schließlich wird als Strahlen-
quelle eine Röntgenröhre benutzt, die eine etwa 1000fach höhere Leistung
liefert als der radioaktive Stoff. Gemessen wird eine Flächendichte in g Kal-
Osteodensitometrie und quantitative Daten 56
zium (Hydroxylapatit) pro untersuchter Fläche in cm2. Andere Namen für
diese Zwei-Energien-Absorptiometrie mit Röntgenstrahlen sind DEXA
(Dual Energy X-Ray Absoptiometry) oder QDR (quantitative digitale duale
Radiographie).
Entscheidende Neuerungen, die erheblich zur verbesserten Diagnose beitra-
gen, sind die Verkürzung der Untersuchungsdauer, eine größere Auflösung
der Aufnahmen, eine geringere Strahlenbelastung sowie Möglichkeiten zur
Festlegung bestimmter Regionen für die Messung.
Ø Quantitative Computertomographie (QCT)
Bei der Quantitativen Computertomographie wird aus den abgeschwächten
Röntgenstrahlen in einem bestimmten Raum ein sichtbares Bild berechnet,
das eine genaue absolute Messung des Knochenmineralgehaltes ermöglicht.
Das Messfeld kann beschränkt werden z. B. auf die Wirbelsäulenspongiosa;
Störeinflüsse durch Weichteileinflüsse oder auch des Fettgehaltes können
durch den Einsatz der Zweienergietechniken ganz ausgeschlossen werden.
Der große Vorteil dieser Methode liegt darin, dass Spongiosa und Kompakta
getrennt gemessen und entsprechend analysiert werden können. Auch durch
überlagertes Gewebe werden die Messwerte nicht verfälscht.
Ø Ultraschall
Durch die Anwendung von Ultraschall ist eine röntgenfreie Messtechnologie
entwickelt worden. Bei dieser Methode fungiert auf der einen Seite ein
Schallkopf als Sender, auf der anderen Seite ein Schallkörper als Empfänger.
Zwischen beiden liegt das zu messende Organ. Gemessen wird die Schallge-
schwindigkeit, die durch das Organ – z. B. durch einen Knochen – geht und
die absolute Schallgeschwindigkeit. Das Schallverhalten bei dem Durchgang
durch den Knochen wird analysiert und lässt Rückschlüsse über dessen Be-
schaffenheit zu. Allerdings reichen die bisher vorliegenden Untersuchungs-
ergebnisse der Ultraschalldensitometrie noch nicht aus, um die Frage zu be-
antworten, ob diese strahlungsfreie Technik mehr Informationen zulässt über
die Knochendichte als die anderen Methoden.
Wie erwähnt, ist für die vorliegende Studie die Dual Photon X-Ray-
Absorptiometrie (DPX) Grundlage. In Übereinstimmung mit den gängigen Kri-
terien der Knochendichtemessungen und den vorliegenden Untersuchungen des
kooperierenden Radiologischen Instituts gilt folgende Tabelle mit den gemesse-
nen Osteometriewerten (g/cm2) zur Beurteilung der Ergebnisse:
Osteodensitometrie und quantitative Daten 57
Osteoporose osteoporosege-
fährdet keine Osteoporose Überdurchschnittliche
Knochendichte
unter 0,9000 0,9000 – 0,9999 1,000 mehr über 1,3000
Ergänzende Beispiele der medizinischen Befunde sowie deren ärztliche Beur-
teilung sollen an dieser Stelle einen konkreten Einblick geben über die Daten-
findung der angewandten Methode der Knochendichtemessung; sie stammen aus
dem Untersuchungskollektiv.
Beispiel 01 (VP 01)
Osteodensitometrie (DPX)
1 Der Mineralindex BMD beträgt an der
LWS 1.49 g/cm2 (23 % über der Altersnorm)
Schenkelhals 1,30 g/cm2 (35 % über der Altersnorm)
Ärztliche Beurteilung: Deutlich über der Norm liegende BMD-
Werte. Somit keine Hinweise auf Osteoporose.
Beispiel 22 (VP 22):
Osteodensitometrie 22 (DPX)
2 Der Mineralindex BMD beträgt an der
LWS 0,875 g/cm2 (31 % unterhalb der Altersnorm)
Schenkelhals 0,690 g/cm2 (21 % unterhalb der Altersnorm)
Ärztliche Beurteilung: Es liegt eine deutliche Osteoporose vor.
Retrospektiv-qualitative Erhebung 58
6Retrospektiv-qualitative Erhebung
6.1 Grundgedanken
Der retrospektive Ansatz der vorliegenden Studie dient dazu, Zusammenhänge
zwischen exponierten Faktoren, die sich aus dem Risikomodell ergeben, und
festgestellter Erkrankung – also hier der Knochenerkrankung Osteoporose – zu
klären. Längsschnittstudien werden in der Regel prospektiv durchgeführt, es
werden also alle Untersuchungen mit Beginn einer Studie vorgenommen und
sicher dokumentiert (vgl. Heinemann und Sinnecker 1994, 64). An dieser Stelle
ist eine solche Vorgehensweise allerdings nicht möglich gewesen. Die relevan-
ten Daten liegen in der Vergangenheit, sind bereits historisch und müssen retro-
spektiv erfasst werden. Zu beachten ist, dass bei der Retrospektion Schwierig-
keiten deswegen entstehen, weil die aus der Erinnerung gemachten Angaben
unpräzise oder zu allgemein und unklar sein können und – im Wissen um die
Thematik – spezifisch geschönt werden können.
Bortz und Döring (1995, 210 ff) weisen zudem darauf hin, dass ganz allgemein
sich die Befragten bei Interviews häufig darum bemühten, ihre eigene Person in
einem günstigen Licht erscheinen zu lassen und deswegen manche Vorkomm-
nisse aus ihrer eigenen Vergangenheit zu ihrem Vorteil korrigierten. Neben sol-
chen absichtlichen Fälschungen könnten aber auch unbemerkte und unkontrol-
lierte Fehlantworten entstehen durch Gedächtnislücken, mangelnde Informati-
onsverarbeitung, subjektive Selbstbeobachtung oder auch gewollte positive
Selbstdarstellung. Als Resultat seien dann irrtümliche und zufällige Ergebnisse
nicht auszuschließen.
Um diese prinzipiellen Schwierigkeiten zu mindern, wurde bei den Interviews
bewusst darauf geachtet, dass die Teilnehmerinnen auch durch gezielte Frage-
stellungen dahin geleitet wurden, möglichst „harte“ Daten zu liefern. Das wird
einmal deutlich durch das umfassende Kategoriensystem mit den zahlreichen
konkreten Subkategorien (siehe später), die als Leitlinien im Vordergrund der
Interviews standen; zum anderen bat der Interviewer die Gesprächsteilnehme-
rinnen an entsprechenden Stellen jeweils um genauere Angaben oder auch um
konkrete Belege. An einigen Beispielen soll das verdeutlicht werden:
Sportliche Aktivitäten:
Ø „Dreimal wöchentlich hatten wir Sportunterricht mit Bodenturnen,
Überschlag haben wir gemacht. Am Stufenbarren konnte ich den
Aufschwung und den Umschwung und den Unterschwung. Die
Klettertaue konnte ich bis oben hin hochklettern.“
(Der hohe zeitliche Rahmen wird angegeben und die Sportart mit ganz
konkreten Übungsformen, die aus dem Bereich des Gerätturnens kom-
men; die Art der körperlichen Beanspruchung ist erkennbar und lässt
eine Einschätzung mit positiven Werten zu.)
Retrospektiv-qualitative Erhebung 59
Ø Die Urkunde des Sportabzeichens oder von den Bundesjugend-
spielen wurde vorgelegt.
(Die Leistungen des Sportabzeichens sowie der Bundesjugendspiele
sind bekannt; eine sichere Einschätzung der körperlichen Aktivität ist
möglich.)
Ø Teilnahme an Wettkämpfen wurde durch Zeitungsausschnitte be-
legt.
(Die Platzierung bei Turnfesten und Jugendbestenkämpfen oder Gau-
meisterschaften gab die Möglichkeit einer Leistungseinschätzung.)
Ø „Unser täglicher Schulweg war von Wewer nach Borchen.“
(Der tägliche Fußmarsch von 14 km ermöglichte die Einschätzung der
körperlichen Belastung.)
Ø „Wir sind dreimal in der Woche zum Fechttraining gefahren wor-
den.“
(Mehrmaliges Fechttraining mit gymnastischen Übungen und schweiß-
treibenden Wettkampfformen zeugen von hoher körperlicher Belastung
und lässt einen hohen Einschätzwert zu.)
Ø „Wir haben keinen Sportunterricht gehabt, nie; wir Mädchen hatten
immer Handarbeit.“
(Der Sportunterricht in der Schule fehlte, der Einschätzwert für die ent-
sprechende Kategorie konnte als sehr gering angesetzt werden.)
Anamnese:
Gezielte Fragen, die sich durch die Subkategorien ergaben, führten zu
konkreten Antworten wie:
Ø „Zwei Jahre (im Alter von 10 bis 12 Jahren) habe ich in Lippsprin-
ge im Krankenhaus gelegen (Tuberkulose).“
(Alter und Dauer des Krankenhausaufenthaltes ermöglichen eine siche-
re Einschätzung.)
Ø „An Medikamenten habe ich genommen Nolvadex 30, Tamoxifen
30.“
(Die Art der Medikamente sowie die Einnahmedauer [siehe auch die
nächsten Beispiele] geben Möglichkeiten relevanter Einschätzungen.)
Ø „Die Medikamente habe ich über zwei Jahre genommen.“
(siehe oben)
Retrospektiv-qualitative Erhebung 60
Ø „Lebertran mussten wir jeden Morgen vor der Schule nehmen.“
(siehe oben)
Ø „Mit 45 Jahren hatte ich eine Totaloperation.“
(Zeitpunkt und Art der Operation geben Hinweise auf die Einschätzung
des Osteoporserisikos.)
Ø „Seit 24 Jahren spende ich Blut.“
(Die Dauer des Blutspendens ist ein Aspekt für die Einschätzung des
Osteoporoserisikos.)
Ernährungsgewohnheiten:
Ø Der Konsum an Fleisch, Fisch, Obst und Milchprodukten wurde
möglichst genau quantifiziert.
(Die Nahrungsgewohnheiten geben einen möglichen Hinweis auf das
Osteoporserisiko.)
Ø Arten von Diäten und deren zeitliche Ausdehnung wurden genau
belegt.
(Diäten können Mangelernährung beinhalten, die Auswirkungen auf das
Osteoporoserisiko haben.)
Genussmittel:
Ø „Zu meinem Rauchen stehe ich, seit 22 Jahren rauche ich, jeden
Tag zwei Schachteln Zigaretten.“
(Art und Menge der Genussmittel haben Einfluss auf die Osteoporose;
es kann eingeschätzt und als konkreter Wert bezüglich des Osteoporo-
serisikos festgehalten werden.)
Ø „Süßigkeiten habe ich als Kind nicht gemocht und esse sie auch
heute nicht.“
(Siehe oben)
Ø „Coca-Cola kommt mir nicht ins Haus.“
(Siehe oben)
Ø „Ich trinke jeden Tag 12 Tassen Kaffee.“
(Siehe oben)
Ø „Als Kind habe ich nie Alkohol getrunken; seit unserer Heirat trin-
ken wir eigentlich jeden Abend ein Gläschen Wein.“
(Siehe oben)
Retrospektiv-qualitative Erhebung 61
6.2 Leitfadeninterview
Unterschiedliche Erhebungsverfahren haben sich für die Materialfindung inner-
halb der qualitativen Interviews nach und nach entwickelt. Lamnek (1995, 69)
kritisiert, dass es bislang noch nicht zu einer einheitlichen und exakten Definiti-
on qualitativer Interviews gekommen ist. Daher stellt er seinerseits einige zen-
trale Aspekte des qualitativen Interviews heraus und versucht, Formen qualitati-
ver Interviews nach Gemeinsamkeiten zu typisieren und zu benennen.
Allen qualitativen Interviews ist gemeinsam, dass die Fragen nicht vorformuliert
sind und dass sie nicht in einer bestimmten Reihenfolge gestellt werden. Viel-
mehr ist die Gesprächstechnik offen. Der Interviewer regt den Befragten ledig-
lich an, sich zu einem bestimmten Gebiet Gedanken zu machen, sich zu relevant
erscheinenden Aspekten zu äußern. Diese offene Struktur lässt dem Interviewten
die Möglichkeit, sich frei und auch ausführlicher mit der vorgegebenen Thema-
tik auseinanderzusetzen.
Bortz und Döring (1995, 290) machen den Versuch, die Varianten qualitativer
Interviews zusammenzustellen und sie nach Gemeinsamkeiten zu ordnen. Die
nachfolgende Tabelle stellt in leicht veränderter Form ihr System dar und bietet
einen guten Überblick über mögliche Interviewformen und deren Ziele und
Methodik:
Verschiedene Formen qualitativer Interviews
Interview-Typ Ziel und Methodik
Assoziatives Interview Vorgabe eines biographischen Themas, dann
freies Assoziieren des Befragten
Biographisches Interview Erfassung der Lebensgeschichte, offen in Form
eines narrativen Interviews
Deutungsanalyse Erfassung von Interpretations- und Erklärungs-
mustern und deren Begründung in sozialen Nor-
men und Regeln
Dilemma-Interview Lösung eines moralischen Dilemmas durch den
Befragten
Diskursives Interview Im Kontext der Aktionsforschung diskutiert der
Untersuchungsteilnehmer mit dem Forscher die
Ergebnisse
Experteninterview Offene oder teilstandardisierte Befragungen von
Experten zu einem vorgegebenen Thema
Retrospektiv-qualitative Erhebung 62
Interview-Typ Ziel und Methodik
Exploration, Anamnese, kli-
nisches Gespräch Offene Erfassung biographischer Entwicklungen,
um Gesamtbild der Person zu erkennen
Feldgespräch, Ethnographi-
sches Interview Befragung im Kontext der Feldforschung
Fokussiertes Interview Leitfaden-Interview über fokussiertes Objekt
(z.B. Film, Foto); der Leitfaden entsteht durch
Analyse der Reizvorlage
Lautes Denken Handlungsbegleitendes Verbalisieren von Ge-
danken
Leitfaden-Interview Allgemeine Technik des Fragens anhand eines
vorbereiteten, aber flexibel einsetzbaren Fragen-
katalogs; für jedes Thema geeignet
Narratives Interview Durch Erzählanstoß generiert der Befragte Ste-
greiferzählungen zu Lebensepisoden
Oral History Offenes Interview über historische Ereignisse
Lebenslaufanalytische Me-
thode Erfassung der biographischen Dimensionen we-
sentlicher Überzeugungen
Problemzentriertes Interview Thematisierung gesellschaftlich relevanter Pro-
bleme
Tiefeninterview, Intensivin-
terview Offene oder teilstrukturierte Interviews, um un-
bewusste Motive und Prozesse aufzudecken
Tiefenpsychologisches bio-
graphisches Interview Erfassung kritischer Lebensereignisse und Bio-
graphieabschnitte aus tiefenpsychologischer Sicht
Verhaltensanalyse Erfassung des Verhaltens und Erlebens in um-
schriebenen Situationen, Leitfadeninterview
Vertikale Verhaltensanalyse Erfassung von handlungsleitenden Motiven und
Ziel-Mittel-Relationen, strukturiertes Nachfragen
vgl. Bortz und Döring 1995, 290
Andere Aufstellungen sind zu finden u.a. bei Lamnek (1995), Mayring (1994),
König und Volmer (1993). Festzustellen ist nach Durchsicht der unterschiedli-
chen Literatur, dass die Autoren für gleiche Methoden oft lediglich andere Be-
griffe verwenden. Mit Blick auf die Zielrichtung der vorliegenden Studie soll
das Leitfaden-Interview an dieser Stelle hervorgehoben und diskutiert werden.
Beim Leitfaden-Interview hat der Interviewer ein genau definiertes Interesse, er
will etwas Bestimmtes erfahren und hat sich einen Leitfaden erarbeitet, an dem
entlang sich das Gespräch entwickeln soll (vgl. König und Volmer 1993, 106).
Der Leitfaden mit etwa 3 - 6 Themengebieten bildet das Gerüst für die Datener-
Retrospektiv-qualitative Erhebung 63
hebung und die Datenanalyse. Die Unterteilung der Hauptthemen in viele rele-
vante Frageaspekte bzw. die Aufteilung in viele kleine Nachfragekategorien ge-
währleistet eine möglichst lückenlose Bearbeitung des Themas; sie lässt auch
Raum für spontane Aspekte, die sich erst während des konkreten Interviews er-
geben. Beispielsweise kann die Form gymnastischer oder auch turnerischer
Übungen genauer beschrieben werden; dadurch ist eine präzise Einschätzung
der körperlichen Belastung durch den Interviewer möglich.
Die erkenntnisleitende Frage, und damit auch der Leitfaden, der als Basis für die
gesamte Untersuchung angesehen werden kann, lässt sich aus der Biographie
der auf den Seiten 26-34 gelisteten Risikofaktoren herausfiltern. In deren Ge-
samtkonstellation spielte die zentrale Rolle die Frage:
Gibt es Zusammenhänge zwischen
Bewegungsmangel im Kindes- und Jugendalter
und degenerativen Skeletterkrankungen?
Zentrale Aspekte dieser Thematik werden nun als Leitfadenfragen zusammenge-
stellt; sie bilden das Gerüst für die Interviews. Bewegung ist ein wichtiger Fak-
tor für den optimalen Knochenaufbau. Bestimmte Lebensgewohnheiten, das
heißt falsche Verhaltensweisen, sind häufig der Grund für Osteoporose. Sie im-
plizieren eine Reihe von Risikofaktoren, die die Entstehung der Osteoporose
begünstigen; andere Faktoren dagegen haben einen günstigen Einfluss auf die
Knochenbildung. Für die Erstellung des Leitfadens bilden diese Faktoren die
Basis; sie werden folgenden übergeordneten Begriffen zugeordnet:
Ø Bewegung
Ø Umwelt
Ø Ernährung
Ø Vererbung
Ø Krankheiten
Um diese Kategorien zu operationalisieren, wurde in einem „brainstorming“ ein
Stichwortregister (S. 64-66) erstellt; es beruhte auf der Basis einer Sammlung
von Fakten aus den bisherigen Kenntnissen zum Risikomodell bezüglich der
Osteoporose (S. 26-34). Die so erhaltenen und für das Osteoporoserisiko mögli-
cherweise bedeutsamen Fakten wurden übergeordneten Kategorien zugewiesen
(S. 67-70). Bei diesem ersten Schritt ergeben sich also nachfolgende Tabellen:
Retrospektiv-qualitative Erhebung 64
1. Bewegung
1. Ausgleichssport 2. Beweglichkeit 3. Bewegung ausreichend
4. Bewegungseinschränkung 5. Bewegungsfaul 6. Bewegungsmangel wegen TV
7. Bewegungsübungen 8. Eitelkeit durch Sport befriedigt? 9. Fahrrad, eigenes
10. Fahrradfahren 11. Fußball 12. Fußball oder andere Bälle
13. Gymnastik, täglich 14. Hochleistungssport 15. Höchstleistungstraining
16. Kinderspiele 17. Krankengymnastik 18. Laufspiele, Fangen, Verstecken
19. Puppen-Spiele 20. Regelm. körperl. Training 21. Rollschuhe, eigene
22. Rollschuhfahren 23. Schulsonderturnen 24. Schwimmen
25. Sport als Erholung 26. Sport im Freundeskreis 27. Sport in der Familie
28. Sport in der Freizeit 29. Sportabzeichen, wie oft 30. Sportart außerhalb der Schule
31. Sportart, häufig betrieben 32. Sportarten 33. Sportgeräte
34. Sportklasse mit Jungen 35. Sportklasse mit Mädchen 36. Sportlehrer
37. Sportlehrerin 38. Sportstunden pro Woche 39. Sportunterricht in der Schule
40. Sportunterricht, wie lange 41. Sportvereinsmitgliedschaft 42. Sportvorlieben in der Schule
43. Sportzensur 44. Tanzen 45. Tätigkeit im Sitzen
46. Trainingsintensivierung 47. Unbeweglich 48. Wandern
49. Weg mit dem Fahrrad 50. Weg zum Einkaufen 51. Weg zur Arbeit, wie lang
52. Weg zur Schule, wie lang 53. Wege zu Fuß 54. Wettkampfsport
2. Umfeld und Verhalten
1. Antibabypille 2. Arbeit im Garten als Erwachse-
ner im eigenen großen oder
kleinen Garten
3. Arbeit im Garten als Kind im
eigenen großen oder kleinen
Garten
4. Arbeit mit schwerer körperli-
cher Anstrengung 5. Aufgewachsen in der Stadt oder
auf dem Land 6. Belastungen unangemessener
Art
7. Beliebtheit bei den Freunden 8. Beruf 9. Blutspenderin
10. Fehlhaltung im Alter, kleiner
geworden 11. Fehlhaltungen des Körpers 12. Ferien, wie verlebt
13. Gruppenzugehörigkeit während
der Kindheit bzw. im Erwach-
senenalter?
14. Hundebesitzerin und entspre-
chende Spaziergänge 15. Kinderanzahl
16. Kindergarten 17. Körperliche Tätigkeit 18. Krabbeln als Baby – Zeitpunkt
19. Lasten zu tragen 20. Laune im Normalfall nach
persönlicher Einschätzung 21. Lebensbejahend und allgemei-
ne Lebensfreude
22. Östrogenbehandlung 23. Periode, Beginn 24. Periode, Regelmäßigkeit
25. Rauchen 26. Schulart 27. Sonnenbaden oder Aufenthalt
in der Sonne
28. Spielgruppen informeller Art 29. Spielplatz als Kind 30. Streß
31. Wochenenden, wie verbracht32. Wohlbefinden nach persönli-
cher Einschätzung 33. Wohnung-, Haus- oder Zim-
merpflege
Retrospektiv-qualitative Erhebung 65
3. Ernährung
1. Abmagerungskuren gemacht 2. Alkohol 3. Allergien gegen Lebensmittel
4. Brot 5. Brotsorten 6. Carepakete nach dem Krieg
7. Coca-Cola 8. Eier 9. Ernährung in Kriegszeiten
10. Ernährungseinseitigkeiten 11. Ernährungseinschränkungen 12. Essensgewohnheiten: Früh-
stück/Mittagessen/Abendessen
13. Fisch 14. Fleisch 15. Fruchtsäfte
16. Gefangenenlager 17. Gemüse 18. Getränk zum Frühstück – Frü-
her, heute
19. Getreideprodukte 20. Hungerzeiten 21. Joghurt
22. Kalziumgehalt der Nahrung 23. Kalziummangel 24. Kalziumversorgung
25. Kartoffeln 26. Käse 27. Kaviar
28. Konservierungsmittel in der
Nahrung 29. Lebertran 30. Leitungswasser
31. Mahlzeiten pro Tag 32. Mangelernährung als Kind 33. Milch
34. Milchprodukte 35. Müsli 36. Nahrungsgruppen mit persön-
licher Bevorzugung
37. Nahrungsmittel mit Ergän-
zungs- und Ersatztabletten (Kal-
ziumtabletten)
38. Nahrungszusätze wie Fluorid,
Kalzium, Vitamin-D 39. Nudeln
40. Nüsse 41. Obst 42. Pausenmilch während der
Schulzeit
43. Phosphatüberschuss 44. Pilze 45. Quark
46. Rauchen 47. Reis 48. Salate
49. Schulmilch 50. Schulspeisung als Kind 51. Stoffwechselerkrankungen
52. Süßigkeiten 53. Tee 54. Übergewicht
55. Untergewicht 56. Vegetarier 57. Vitamin-D
58. Zähne 59. Zwischenmahlzeiten als Kind
4. Vererbung
1. Glasknochenkrankheit in der
Familie oder Verwandtschaft 2. Herz-Kreislauferkrankungen in
Familie und Verwandtschaft 3. Kleinerwerden der Eltern im
Alter
4. Kleinerwerden in der Verwandt-
schaft 5. Knochenbrüche in der Familie 6. Knochenbrüche in der Ver-
wandtschaft
7. Knochenbrüche nach leichten
Stürzen 8. Krankheiten in Familie und
Verwandtschaft 9. Rundrücken in der Familie
Retrospektiv-qualitative Erhebung 66
5. Krankheiten
1. Alkohol 2. Allergien 3. Allergische Leiden
4. Asthma 5. Bauchanlage 6. Bauchspeicheldrüsenerkrankung
7. Beckenverbiegungen 8. Bewegungseinschränkungen 9. Blutkrankheiten
10. Cushing`sche Krankheit 11. Darmkrankheiten 12. Drüsen entfernt
13. Eierstöcke entfernt? 14. Endokrinologische Erkrankun-
gen 15. Entzündliche Erkrankungen
16. Entzündliche Gelenkserkran-
kungen 17. Gesundheitserhaltung 18. Herz-Kreislauf?
19. Hormone zu viel 20. Hormone zu wenig 21. Kalzium im Urin gesteigert
22. Knochenbrüche 23. Knochenbruchstörende Erei-
gnisse 24. Knochenmasseverlust
25. Knochenmasseverlust – pha-
senweise 26. Knochenstoffwechselkrankheit 27. Knochenverbiegungen
28. Kollagen-Bildung gestört 29. Kortisol durch Medikamente
verabreicht 30. Kortisol vermehrt durch Neben-
schilddrüse erzeugt
31. Kortisol-Aufnahme gestört 32. Kortison 33. Kortisonähnliche Medikamente?
34. Kortisonüberschuss 35. Krankenlager, langes immobili-
sierendes 36. Krankheitsursachen
37. Krebs - diffuse Knochenauflö-
sung 38. Lähmung bestimmter Körper-
teile? 39. Leukämie
40. Magen-Darmkrebs 41. Medikamente 42. Medikamente bei Epilepsi (füh-
ren zu Osteomalazie)?
43. Minderwuchs 44. Muskelmasse- und Knochen-
masseverlust 45. Muskelschwäche
46. Muskelverspannungen47. Nackenbildung ausgeprägt 48. Nahrungsmittelunverträglichkeit
49. Narkosen 50. Nierensteine 51. Nierensteine entfernt?
52. Nikotin 53. Osteomalazie beim Erwachse-
nen 54. Osteoporose in der Familie
55. Östrogen 56. Östrogenmangel 57. Prävention
58. Rachitis beim Kleinkind 59. Relativer Mangel über längere
Zeit 60. Rote Streifen
61. Rundgesicht mit roten Wangen 62. Schilddrüsenüberfunktion? 63. Schlankheit, übertriebene
64. Schmerzen, dauernd 65. Sexualhormone 66. Skeletterkrankungen
67. Sport, übertrieben 68. Tumore, die Osteoklasten zur
Mehrarbeit anregen 69. Tumore, die zur Selbstauflösung
des Knochens führen
70. Tumorleiden 71. Verkalkung des Knochens ver-
hindernde Krankheiten 72. Verschleißerkrankungen
73. Vorbeugung 74. Vorsorge 75. Wachstumshormon
76. Zähne
Bei der nachfolgenden Strukturierung mit dem Ziel, aus dem Interviewmaterial
die Aspekte heraus zu filtern, die den theoretischen Vorgaben und der Zielrich-
tung der Studie entsprechen, stellte sich heraus, dass den einzelnen Kategorien
mehrere bedeutsame Aspekte zugeordnet werden konnten und die Bildung von
Unterkategorien (vgl. Rustemeyer 1992, 100) eine sinnvolle Präzisierung dar-
stellte. Im folgenden Kapitel wird das Ergebnis dieser Überlegungen aufgezeigt.
Retrospektiv-qualitative Erhebung 67
6.3 Kategoriensystem und Explikation der Kategorien
Ausdifferenziert ergab sich schließlich ein Kategoriensystem mit 16 Prädiktoren
und je einer Anzahl von Unterkategorien, die einerseits aus den medizinischen
Vorgaben zur Thematik aufgestellt wurden, die zum anderen aber auch aus dem
Text entwickelt werden konnten. Die Beschreibung der angegebenen Einfluß-
größen innerhalb der folgenden Aufstellung des Kategorienschemas soll die
theoretisch bedeutsamen Aspekte knapp aufzeigen (s. Kap. 6.4).
Das Kategoriensystem
Kategorien Subkategorien
1. Sport in Familie/Umfeld in Kindheit
und Jugend • Bewegungs-/Sportmotivation
• Bewegungs-/Sportmöglichkeiten
• Dauersportarten
-Jogging/Laufen
-Radfahren
-Schwimmen
-Wandern
• Leistungen
• Sportarten
-Ballspiele
-Leichtathletik
-Turnen/Gymnastik
• weitere Sportarten
2. Sport in Familie/Umfeld als Erwach-
sene • Bewegungs-/Sportmotivation
• Bewegungs-/Sportmöglichkeiten
• Dauersportarten
-Jogging/Laufen
-Radfahren
-Schwimmen
-Wandern
• Leistungen
• Sportarten
-Ballspiele
-Leichtathletik
-Turnen/Gymnastik
• weitere Sportarten
3. Sport in der Schule • Bewegungs-/Sportmotivation
• Bewegungs-/Sportmöglichkeiten
• Leistungen
• Sportarten
-Ballspiele
-Leichtathletik
-Schwimmen
-Turnen/Gymnastik
• weitere Sportarten
Retrospektiv-qualitative Erhebung 68
Kategorien Subkategorien
• Sportlehrer
• Sportunterricht
4. Sport im Verein in Kindheit/Jugend • Bewegungs-/Sportmotivation
• Bewegungs-/Sportmöglichkeiten
• Dauersportarten
-Jogging/Laufen
-Radfahren
-Schwimmen
-Wandern
• Leistungen
• Sportarten
-Ballspiele
-Leichtathletik
-Turnen/Gymnastik
• weitere Sportarten
5. Sport im Verein als Erwachsene • Bewegungs-/Sportmotivation
• Bewegungs-/Sportmöglichkeiten
• Dauersportarten
-Jogging/Laufen
-Radfahren
-Schwimmen
-Wandern
• Leistungen
• Sportarten
-Ballspiele
-Leichtathletik
-Turnen/Gymnastik
• weitere Sportarten
6. Körperliche Arbeit in der Jugend
7. Körperliche Arbeit als Erwachsene
8. Ernährung in Kindheit und Jugend • Brot/Getreide
• Diäten
• Ernährungsprobleme
• Fisch
• Fleisch
• kalziumreiche Ernährung
• Milch und Milchprodukte
• Obst und Gemüse
• phosphatreiche Ernährung
• weitere Nahrung
9. Ernährung als Erwachsene • Brot/Getreide
• Diäten
• Ernährungsprobleme
• Fisch
• Fleisch
• kalziumreiche Ernährung
• Milch und Milchprodukte
Retrospektiv-qualitative Erhebung 69
Kategorien Subkategorien
• Obst und Gemüse
• phosphatreiche Ernährung
• weitere Nahrung
10. Genussmittel in Kindheit und Jugend • Alkohol
• Cola/Sprudel
• Koffein
• Nikotin
• Süßigkeiten
• weitere Genussmittel
11. Genussmittel als Erwachsene • Alkohol
• Cola/Sprudel
• Koffein
• Nikotin
• Süßigkeiten
• weitere Genussmittel
12. Krankheiten in der Familie • Allergien
• bösartige Tumore
• Gelenkerkrankungen
-Arthrose
-Rheuma
• Herzkreislauferkrankungen
• Knochenerkrankungen
• Osteoporose
• weitere Erkrankungen
13. Anamnese der Kindheit/Jugend • Allergien
• Antibabypille
-zur Therapie
-zur Verhütung
• bösartige Tumore
• Drüsen
-Schilddrüse
-Bauchspeicheldrüse
-Nebenniere
• Gelenkerkrankungen
-Arthrose
-Rheuma
• Gewicht
• Herzkreislauf
• Hormonpräparate
• Kalziumzusätze
• Knochenkrankheit
• Kortison
• Krankenlager
• Kuren
• Lebertran
• Galle/Leber
• Magen/Darm
Retrospektiv-qualitative Erhebung 70
Kategorien Subkategorien
• Medikamente
• Menarche
• Operationen
• Periode
• Stress
• Vitamin-D
• weitere Erkrankungen
• Zähne
14. Anamnese als Erwachsene • Allergien
• Antibabypille
-zur Therapie
-zur Verhütung
• Blutspenden
• bösartige Tumore
• Drüsen (Schild-,Bauchspeicheldrüse,
Nebenniere)
• Gelenkerkrankungen
-Arthrose; Rheuma
• Gewicht
• Herzkreislauf
• Hormonpräparate
• Kalziumzusätze
• Knochenkrankheit
• Kortison
• Krankenlager
• Kuren
• Leber/Galle
• Magen/Darm
• Medikamente
• Nieren
• Operationen
-Eierstöcke
-Gebärmutter
-Totaloperation
• Weitere Operationen
• Periode
• Vitamin-D
• Schwangerschaften
-Anzahl;
-Stillen
• Stress
• weitere Krankheiten
• Zähne
15. Wohlbefinden in der Jugend
16. Wohlbefinden als Erwachsene
Retrospektiv-qualitative Erhebung 71
6.4 Explikation der Kategorien
Explikation der Kategorien 1-5
1. Sport in Familie/Umfeld in Kindheit und Jugend
2. Sport in Familie/Umfeld als Erwachsene
3. Sport in der Schule
4. Sport im Verein in Kindheit/Jugend
5. Sport im Verein als Erwachsene
Den Hauptkategorien 1 bis 5 werden allgemeine sportliche Aktivitäten oder
auch alltägliche Bewegungsformen zugeordnet. Ausgehend von der Überlegung,
dass gerade der Kindheit und Jugend hinsichtlich der Entwicklung eine beson-
ders prägende Wirkung beigemessen wird, werden in der Kategorie 1 (Sport in
Familie/Umfeld in Kindheit und Jugend) die Textpassagen aufgenommen und
als wichtige Prädiktoren eingestuft, in denen ein allgemeiner Bezug oder auch
das Interesse an sportlichen Tätigkeiten im Kindes- und Jugendalter erkennbar
sind.
Ob sich die angegebenen Interessen und sportlichen Aktivitäten auch im Er-
wachsenenalter erhalten haben, ob sie sich verändert haben oder andere hinzu
getreten sind, soll an den Textpassagen der Kategorie 2 (Sport in Fami-
lie/Umfeld als Erwachsene) deutlich gemacht werden.
Sport in der Schule – als Kategorie 3 – fragt nach Aussagen, die sich auf die
sportlichen Aktivitäten in der Schule beziehen.
Der Sportverein spielt im Zusammenhang mit der anstehenden Fragestellung
eine wichtige Rolle. Immerhin ist es von Bedeutung festzustellen, ob diese In-
stitution – neben der Schule – auf die sportlichen Aktivitäten einen Einfluss ge-
habt hat. Der Kategorie 4 (Sport im Verein in der Kindheit/Jugend) und der Ka-
tegorie 5 (Sport im Verein als Erwachsene) werden solche Textpassagen zuge-
ordnet, die das sportliche Leben in den beiden angesprochenen Lebensphasen
widerspiegeln.
Die Vielzahl der Unterkategorien ergibt sich aus der Notwendigkeit, die ver-
schiedenartigen Sportarten und Bewegungsformen zu unterscheiden. Grund da-
für ist die jeweils andersartige Beanspruchung der Bewegungsformen auf die
Muskeln und Knochen. Die reichhaltige Differenzierung ermöglicht damit bei
der Auswertung eine genauere Interpretation. Diesem Ziel dient auch der
gleichbleibende Katalog der Unterkategorien, wobei allerdings in der Kategorie
3 durch den Bezug auf die Schule entsprechende Änderungen notwendig sind.
Retrospektiv-qualitative Erhebung 72
Eine strenge Einteilung nach positiven bzw. negativen Beispielen geschieht an
dieser Stelle deswegen nicht, weil sie keine zusätzliche Information für das Ver-
ständnis der Kategorien enthält; vielmehr sollen die Ankerbeispiele einen Ein-
blick geben in den Umfang der jeweiligen Thematik. Die konkrete Zuteilung
kann erst an späterer Stelle erfolgen. Diese Vorgehensweise wird bei der Dar-
stellung der Ankerbeispiele aller Kategorien beibehalten.
Exemplarische Darstellung von Interviewauszügen:
Ankerbeispiele der Kategorie 1
Sport in Familie/Umfeld in Kindheit und Jugend
Subkategorie: Bewegungs-/Sportmotivation
Aber das hat vielleicht auch was mit Bestätigung zu tun, dass ich immer durch
den Sport, den ich gut konnte, so eine Befriedigung fand; und weil ich mich
vielleicht vorher viel bewegt habe und viel gemacht habe, dass ich so glänzen
konnte auch vor anderen, als Jugendlicher, wenn man unsicher ist, und dass
man das dann brauchte.
Subkategorie: Bewegungs-/Sportmöglicheiten
Wir waren sehr viel draußen. Wir Kinder waren sehr viel draußen, und wir ha-
ben also immer draußen gespielt. - Ich habe also hinter unserem Haus gespielt.
Da war ein großes Schrebergartengelände, und das war verwildert, so dass wir
da das Paradies hatten sozusagen, was Bewegung anging. - Da hatten wir es
also wirklich gut. Da waren wir ständig und haben da gespielt und sind auf
Bäume geklettert und haben da Buden gebaut und Kartoffelfeuer gemacht und
alles Mögliche.
* * *
In der Schule durfte ich keinen Sport mehr mitmachen. Das hörte da schon auf,
und unsere Mutter hat alles versucht.
Retrospektiv-qualitative Erhebung 73
Subkategorie: Dauersportarten (Laufen/Jogging)
Also in der Grundschule musste ich jeden Tag von Wewer nach Borchen zu Fuß
gehen; das war meine Bewegung. Wenn ich Glück hatte, bin ich dann mal mit-
genommen worden auf dem Fahrrad. Da war ich in der Grundschule. Meine
Mutter war in Borchen bei ihrer Mutter, die war krank. Und dann mussten wir
immer jeden Tag dahin. In Wewer gingen wir zur Schule und mussten jeden Tag
nach Borchen kommen, bis wir nachher mal ein Fahrrad kriegten.
Subkategorie: Dauersportarten (Radfahren)
Ein eigenes Fahrrad habe ich nicht gehabt; ich wollte Fahrrad fahren lernen,
da habe ich mir das Knie gebrochen, bin runtergefallen. Ich bin seit der Zeit
nicht mehr mit dem Fahrrad gefahren! Ich kann auch heute noch nicht Fahrrad
fahren.
Subkategorie: Dauersportarten (Schwimmen)
Ich kann gar nicht schwimmen! Das muss ich zu meiner Schande gestehen. In
Holsen gab es kein Schwimmbecken, und hier in Salzkotten, das wurde erst viel
später aufgemacht. Ich hatte auch immer so eine Angst. Wenn ich überhaupt ins
Wasser komme, kriege ich keine Luft; da hatte ich immer schon so eine Angst,
und es hat mich nie nach dem Wasser gezogen.
* * *
Dann wurde noch das Schwimmbad gebaut. Das war natürlich ganz was Tolles,
dass wir jetzt auch noch ein Schwimmbad da hatten. Jede freie Minute, wo ich
es eben konnte, bin ich auch ins Schwimmbad gegangen, weil ich gerne ge-
schwommen bin. Da bin ich nicht so daher gepaddelt, nein, nein! Ich war immer
auf Schnelligkeit bedacht!
Retrospektiv-qualitative Erhebung 74
Subkategorie: Dauersportarten (Wandern)
Sonntags bin ich schon mal mit den Eltern spazieren gegangen, mal. Aber so
viel sind wir nicht gelaufen mit den Eltern. - Wir hatten also immer schon auch
recht früh auch ein Auto, und dann sind wir auch vielfach also zu meinen
Grosseltern gefahren. Da sind wir also sehr häufig hingefahren, und das war
auch ein Bauernhof. Und da haben die Erwachsenen gesessen, und wir Kinder
sind dann draußen gewesen. - Aber so spazieren gehen mit den Eltern, das ha-
ben wir nicht so viel gemacht.
* * *
Mit den Eltern sind wir viel gewandert; nicht langsam spazieren gegangen,
richtig also. Mir hat es auch damals nichts ausgemacht, zehn, fünfzehn Kilome-
ter zu laufen, was mir heute schwer fällt. - In Ferien war ich regelmäßig in Len-
gries!
Subkategorie: Leistungen
Leistungssport oder so etwas gab es für mich nicht.
* * *
Was ich zwar nicht immer geschafft habe, weil ich schon mit sehr vielen Jungen
groß geworden bin, die mir körperlich auch manchmal auch überlegen waren.
Aber ich habe trotzdem immer gekämpft, dass ich da sportlich mithalten konnte.
Leistungsmäßig habe ich immer versucht dranzukommen!
Subkategorie: Sportarten (Ballspiele)
Also, ich war eigentlich auch unermüdlich im Spielen; ich konnte mich alleine
irgendwo mit dem Ball beschäftigen und dann an die Wand spielen und dann
Kopfball und so weiter. Die Ballspiele, die habe ich immer gerne gemacht.
* * *
Ich habe also solche Ballspiele als Kind nie gerne gemacht, überhaupt, draußen
so den Sport!
Retrospektiv-qualitative Erhebung 75
Subkategorie: Sportarten (Leichtathletik)
Ich konnte weder laufen noch springen, noch werfen; war also schlimm!
* * *
Heute spiele ich ja intensiv Tennis, früher waren das eben Laufen, Weitspringen
und so.
Subkategorie: Sportarten (Turnen/Gymnastik)
Ich war in dem Turnverein. Da bin ich durch diese Freundin hingekommen. Da
haben wir also auch immer Akrobatik mitgemacht. Wir waren die Kleinsten und
mußten dann bis oben rauf. Und dann waren da immer solche Veranstaltungen,
da waren dann so Vorführungen und so was. Das habe ich mitgemacht.
* * *
Gymnastik oder so habe ich früher nicht gemacht. Das gab es ja auch gar nicht!
Subkategorie: Weitere Sportarten
Und im Alter von 10 Jahren bin ich dann in diesen Fechtverein gegangen. Und
dieser Onkel meiner Freundin, der hat uns zweimal die Woche abgeholt mit dem
Auto und hat uns zum Training gebracht. Wir haben dann trainiert, auch ziem-
lich intensiv dann, und der hat uns jeden Abend dann wieder nach Hause ge-
bracht und ist dann wieder nach Haus gefahren. Und das hat der über Jahre
gemacht.
* * *
An irgendwelchen besonderen Veranstaltungen, an sportlichen Arbeitsgemein-
schaften oder so habe ich nie teilgenommen. Nein, so etwas gab es nicht!
Retrospektiv-qualitative Erhebung 76
Ankerbeispiele der Kategorie 2
Sport in Familie/Umfeld als Erwachsene
Subkategorie: Bewegungs-/Sportmotivation
Und wenn ich da dann war, dann ist das gut. Und wenn ich Erfolg habe, dann
freue ich mich und so. Und dann suche ich mir wieder das nächste Ziel. Und so
ist das bei mir. Das ist für mich eine Bestätigung. Es ist ja jeder auf der Suche
nach Bestätigung. Ich brauche diese Bestätigung im sportlichen Bereich; aber
nicht nur im sportlichen, sondern es braucht ja jeder auch so im privaten Be-
reich Bestätigung. Aber das ist vielleicht auch ein Grund, warum ich so viel ma-
che, denke ich manchmal. Ich brauche irgendwie diese Bestätigung oder so.
* * *
Ich war kein sehr sportlicher Typ. Ich bewege mich nicht gern. Besonders zur
Zeit ist das so. Denn das mit dem Tanzen hat auch aufgehört, als ich meinen
Mann kennengelernt habe. Da war ich 23, als ich geheiratet habe. Mein Mann
tanzte gar nicht gerne, kann auch gar nicht tanzen und hatte keine Lust dazu.
Und das ist dann eingeschlafen.
Subkategorie: Bewegungs-/Sportmöglickeiten
Jetzt turne ich zweimal in der Woche, einmal in der Rheumaliga in der Osteopo-
rosegruppe in Wünnenberg. Und donnerstags gehe ich mit meinem Mann, der
ist in einer Koronarsportgruppe. Und das tut mir gut. Die Bewegung ist schon
gezielte Bewegungen! Doch, das mache ich jetzt seit 1990 ungefähr; das werde
ich auch weiter tun.
* * *
Aber Sport, den habe ich nicht gemacht, da war ich immer zu bequem, das muss
ich dazu sagen! Ich habe Sport nie gerne gemacht, muss ich sagen!
Retrospektiv-qualitative Erhebung 77
Subkategorie: Dauersportarten (Laufen/Jogging)
Wir laufen zum Beispiel diese 6 km inzwischen in 25 oder 28 Minuten. Und
wenn wir dann wieder ein bisschen schneller geworden sind, oder uns fiel das
nicht so schwer an dem Tag und so, und wenn ich hinterher dann hier bin und
mich geduscht habe, dann fühle ich mich einfach toll. Dann könnte ich Bäume
ausreißen.
Subkategorie: Dauersportarten (Radfahren)
Also, ich kann heute sagen, wir fahren sehr viel Fahrrad. Auch große Touren,
oft 50, 60 Kilometer, wenn wir zum Dorf fahren. Letztes Jahr ist es so ein biß-
chen dabei geblieben, weil es so extrem heiß war. Da konnte man ja nicht so
diese Riesentouren machen; oder auch wandern, sonntags mal so einen ganzen
Tag, so was.
* * *
Ein eigenes Fahrrad habe ich nicht gehabt; ich wollte Fahrrad fahren lernen,
da habe ich mir das Knie gebrochen, bin runtergefallen. Ich bin seit der Zeit
nicht mehr mit dem Fahrrad gefahren! Ich kann auch heute noch nicht Fahrrad
fahren.
Subkategorie: Dauersportarten (Schwimmen)
Da habe ich morgens meine Tochter weggebracht, und dann bin ich mit einer
Freundin nach Bad Westernkotten gefahren. Um 9 Uhr waren wir in diesem
Thermalbad. Da haben wir zwei Stunden geschwommen, und danach waren wir
noch in Salzkotten.
* * *
Schwimmen kann ich natürlich auch nicht.
Retrospektiv-qualitative Erhebung 78
Subkategorie: Dauersportarten (Wandern)
Wir machen jeden Tag unseren Gang, mein Mann und ich, also jeden Tag.
Manchmal ist es nur so 20 Minuten, aber manchmal eben auch mehr; einmal
müssen wir an die frische Luft
* * *
Aber was wir ganz regelmäßig machen, ist spazieren gehen. Ich kann nicht
langsam gehen, dann kriege ich Rückenschmerzen, ich muß marschieren, richtig
marschieren, und sobald das Wetter es wieder zuläßt, Fahrradfahren. Das ma-
che ich mit meinem Mann zusammen, aber intensiv, unter 20 Kilometer ist da
nichts.
Subkategorie: Leistungen
Z. B. auf`s Fechten bezogen: Ich setze mir immer ein Ziel. Momentan sind das
die Deutschen Meisterschaften. Dann trainiere ich dafür mehr. Dann bin ich
auch extra noch nach Bielefeld zum Training gefahren und habe noch mehr ge-
macht. Da arbeite ich so drauf hin, ganz zielbewußt.
* * *
Aber Leistungssport in dem Sinne betreibe ich nicht.
Subkategorie: Sportarten (Ballspiele))
Und ich mache das gerne mit. Ich spiele gerne Fußball mit; manchmal nur mit
links. Wir spielen dann im Garten, manchmal gehen wir auf den Schulhof hier
vorne in der Nähe, und da muß ich einfach mitspielen, sonst ist keiner zufrieden,
ich auch nicht. Das mache ich gerne, aber sicher.
Subkategorie: Sportarten (Turnen/Gymnastik)
Aber so Bodenturnen, Rolle vorwärts, Rolle rückwärts; ich bin auch heute noch,
trotz meiner Probleme, die ich habe, sehr beweglich. Also, das konnte ich hin-
Retrospektiv-qualitative Erhebung 79
tereinander weg, Handstand und solche Sachen. Das habe ich ganz gerne ge-
macht.
* * *
Jetzt mache ich Bewegungstherapie unter Wasser, Trockengymnastik und Was-
sergymnastik.
Subkategorie: Weitere Sportarten
Ich fahre auch noch Ski, von 17 bis 23 bin ich regelmäßig gefahren. Als ich
meinen Mann kennenlernte, konnte der das nicht; und dann habe ich erst mal
ziemlich lange Pause gemacht. Und seit acht Jahren fahren wir also regelmä-
ßig, wenn's geht, so ein- zweimal im Jahr.
* * *
Und später hatte mein Ex-Mann ein eigenes Boot, das stand in Jugoslawien.
Und wir haben da 11 Jahre hintereinander auch Urlaub gemacht und sind da
ziemlich regelmäßig Wasserski gelaufen; also nur im Urlaub natürlich. Irgend-
wann habe ich eben auch mal angefangen zu surfen und habe einen richtigen
Surfschein gemacht; da war ich knapp 40.
Ankerbeispiele der Kategorie 3
Sport in der Schule
Subkategorie: Bewegungs-/Sportmotivation
Auf die Sportstunden habe ich mich immer gefreut, weil ich das auch gut konnte.
Da war ich wirklich fit. Und dann mußte ich auch vieles immer so vormachen
und so. Und das hat mir ganz gut getan, das hat mir gut gefallen, diese Sport-
stunden; auch in der Schule.
* * *
Retrospektiv-qualitative Erhebung 80
Ich war zu faul und ließ mich auch durch nichts motivieren. Da hab ich immer
gedacht, wie die so über die Kästen sprangen!
* * *
Zu Schule mit Sport kann ich sagen, Sportunterricht hatten wir zwar, aber Sport
habe ich nie betrieben! Aus dem einfachen Grund, ich war immer etwas kom-
pakter und habe mich dann immer wieder gedrückt vor sportlichen Aktivitäten;
weil das immer für mich so eine gewisse Hemmschwelle war. Und da ich immer
so ein bisschen pummelig war, haben die immer gedacht, ich hätte ein Drüsen-
leiden oder Funktionsstörungen, und da konnte ich mich natürlich immer schön
drücken.
Subkategorie: Bewegungs-/Sportmöglichkeiten
Wir hatten auch regelmäßig Sportunterricht in der Schule und Schwimmunter-
richt in diesem kleinen Hallenbad. Das war schön. Ich bin also die ersten Jahre
zum Schwimmen gekommen.
* * *
Die Zeit in der Schule, entweder war kein Sport, oder die Lehrer taugten nichts.
* * *
In Brakel haben wir dann auch Sportunterricht regelmäßig gehabt. Da wurde
auch nachmittags noch Sport gemacht.
* * *
Ich habe Sport nie gerne gemacht, muss ich sagen! Ich war immer eine Niete,
wenn gelaufen wurde. Ich muss sagen, wir haben ja wenig Sport gemacht, weil
es war ja so oft Alarm! Dann fiel überhaupt Unterricht aus!
* * *
Das habe ich schon immer in den ersten vier Grundschuljahren gemacht. Später
im Gymnasium haben wir ja sowieso Sport gemacht, da war Schulsport ja auch
ein Fach.
* * *
Retrospektiv-qualitative Erhebung 81
Wir hatten regelmäßig Sportunterricht! An der Pelizäus-Schule hatten wir eine
Turnhalle, und da hatten wir immer mindestens zwei Stunden hintereinander.
Subkategorie: Leistungen
Und ich war auch ganz gut natürlich im Sport in der Schule. Ich hatte immer
sehr gut.
* * *
Ich habe mich nicht so gerne bewegt, ich war steif, steif! Also ich war nicht gut
im Sport! Meine Sportzensur, ich würde sagen, das schwankt ja.
* * *
Manchmal waren ja mal Wettkämpfe oder so was, da war ich immer hinten
dran, ich war nie gut! Ich war wohl groß, eine der größten, und trotzdem steif
muss ich da sagen!
* * *
Und da war ich auch ziemlich ehrgeizig! Ich wollte auch immer, dass ich so
ziemlich bei den Besten mitgelaufen bin.
* * *
Sportabzeichen habe ich immer gemacht; und bei den Bundesjugendspielen ha-
be ich Ehrenurkunden und Siegerurkunden bekommen. Die Bundesjugendspiele
haben wir auch gemacht, ja, ja!
* * *
Aber die Eins hatte ich schon verdient. Ehrenurkunden mit der Unterschrift des
Bundespräsidenten habe ich auch immer bekommen.
Retrospektiv-qualitative Erhebung 82
Subkategorie: Sportarten (Ballspiele)
Und dann haben wir auch Ballspiele gemacht, so Völkerball auch, und draußen,
auch im Sommer haben wir draußen mal gespielt auf dem Schulhof, so Ball-
spiele.
* * *
Und dann war noch irgend so was, Brennball war das nicht, Völkerball. Und da
war ich immer schnell raus. Das haben wir schon gespielt. Ich war nicht die
Beweglichste. Ich war immer als erste raus. Ich habe mich maßlos drüber geär-
gert. Das war ja mit dem Abwerfen; andere Kinder blieben unheimlich lange
drin, aber ich nicht. Und dann hieß es, ach, die kann das ja eh nicht. Und dann
war ich auch raus, logisch!
Subkategorie: Sportarten (Leichtathletik)
Laufen habe ich früher auch viel gemacht; wenn wir zum Beispiel in den Som-
mermonaten gezielt für die Bundesjugendspiele geübt haben.
* * *
Beim Laufen konnte ich nur so paar Meter laufen, vielleicht zehn, 20 m. Dann
musste ich aufgeben! Ich hatte solche Seitenstiche jedesmal bekommen. Die an-
deren sind gelaufen, und ich musste aufhören, ich konnte nicht mehr! Aber wie-
so ich die Seitenstiche bekommen habe, weiß ich nicht. Aber es war so schlimm,
es ging nicht weiter, dann musste ich aufhören! Es ging nicht!
* * *
Im Sommer haben wir draußen richtig Leichtathletik gemacht, viel! Wir haben
auch viele Disziplinen gemacht in der Leichtathletik, Werfen mit dem Ball, aber
auch Speerwerfen oder Diskuswerfen haben wir gemacht.
Retrospektiv-qualitative Erhebung 83
Subkategorie: Sportarten (Schwimmen)
Nachher kam der Schwimmunterricht in der Schule. Da gingen wir regelmäßig
einmal die Woche zum Schwimmen; und dann, natürlich, da habe ich das ge-
lernt. Das war immer im Kaiser-Karls-Bad.
* * *
Geschwommen habe ich regelmäßig! Schulschwimmen hatten wir damals schon
vom Michaelskloster aus.
* * *
Schwimmen kann ich nicht, wir hatten keinen Schwimmunterricht. In den Jahren
gab es keine Möglichkeit durch den Krieg. In Steinhausen war kein Schwimm-
bad; war auch überhaupt kein Gewässer, und darum hat man es nie gelernt.
Subkategorie: Sportarten (Turnen/Gymnastik)
Und wir haben auch Bodenturnen gemacht. Wir hatten eine Turnhalle in der
Schule; Bodenturnen, und dann auch diese Matten da und so. Handstandüber-
schlag und Purzelbäume und Rad haben wir gemacht. Das Rad haben wir da
gelernt, das hab ich immer besonders gerne gemacht; dann solche Hechtsprün-
ge über ein paar drüber; und Bocksprünge.
* * *
Erinnern kann ich mich noch an dieses Geräteturnen, das war für mich ein
Greuel; vielleicht auch, weil ich ein bisschen Übergewicht hatte, weil ich auch
zu faul war.
* * *
Die Turnhalle war auch gut ausgerüstet, da waren alle Geräte da, Ringe, Taue,
Pferd und Kästen und Barren! Der Sportunterricht fand regelmäßig statt!
* * *
Geräteturnen haben wir in der Halle gemacht; wir haben am Barren geturnt
und an den Klettergerüsten und an der Sprossenwand. Da kann ich mich noch
Retrospektiv-qualitative Erhebung 84
gut dran erinnern. Stufenbarren war das auch; Bockspringen, kann ich mich
dran erinnern.
Subkategorie: weitere Sportarten
Wir haben wohl mal so Volkstänze gemacht, so was, mehr war da nicht drin!
* * *
Wir sind viel gelaufen und gewandert; auch in der Schule sind wir viel gewan-
dert, das weiß ich wohl. - Dann wurden Klassenausflüge gemacht, und die
machte man ja alle zu Fuß, nicht so wie heute mit den Bussen, wo sie dann rum-
gefahren werden. Aber wir sind dann richtig schön gelaufen; das tu ich auch
heute noch gerne, ich finde das herrlich! Wir sind dann auch immer so haupt-
sächlich in das Lipperland gewandert, nach dem Bauernkamp, nach Schlangen
und die Sachen; und wir waren auch im Detmolder Gebiet, Hermannsdenkmal,
Externsteine.
Subkategorie: Sportlehrer
Sport war ein Fach, das war nicht notwendig, so nach Ansicht der Lehrerin! Aus
der Ansicht der Lehrerin, ja! Damals bestimmte die wohl alles selbst! Da gab es
noch nicht diese festen Lehrpläne wie heute.
* * *
Und dann bekamen wir eine junge Lehrerin. Das war Frau Westhoff. Und das
war natürlich für uns eine Erquickung. Und dadurch sind wir dann bei dieser
Frau gewesen; die hat dann auch sehr viel Positives getan, was die andere alles
nicht für uns tun konnte und was wir dadurch versäumt hatten. Das hat die alles
wieder aufgeholt, und hat aus uns wirklich was gemacht. Wir waren ihre erste
Klasse, und sie war sehr motiviert, und da denken wir sehr positiv dran; die hat
sich sehr bemüht. Sie hat alles gemacht, alles, was möglich war. Und wenn ir-
gendwas war, was ich mitmachen konnte, dann hab´ ich das mitmachen können.
* * *
Retrospektiv-qualitative Erhebung 85
Gehen Sie mal auf die Dörfer, also früher war das so, die Mädchen hatten kei-
nen Sport!
* * *
Und die Lehrpersonen für Sport fehlten dann auch oft. Wir haben wenig Sport
gehabt.
* * *
Schulsport haben wir immer unter Anleitung gemacht, also nie allein! Unsere
Sportlehrerin war qualifiziert, die war gut! Die hat mit uns Sport gemacht und
nicht nur rumgetändelt, die hat mit uns Sport gemacht!
Subkategorie: Sportunterricht
Wir hatten auch regelmäßig Sportunterricht in der Schule und Schwimmunter-
richt in diesem kleinen Hallenbad.
* * *
Aber Sport? Die Jungen hatten Sport, aber wir Mädchen nicht, da war das nicht
nötig; das war auf dem Lande so.
* * *
In der Volksschule, da gab es keinen Sportunterricht, nein, nein, nein! Handar-
beiten hatten wir. Das war auch auf dem Land so.
* * *
Wir haben in der Schule regelmäßig Sportunterricht gehabt, ja, ja!
* * *
Das war schon ein systematisches Training auch gewesen, und nicht nur so
einfach! Nein, nein, wir hatten richtige Anleitung! Also die Lehrerinnen haben
schon versucht, uns was beizubringen!
Retrospektiv-qualitative Erhebung 86
Ankerbeispiele der Kategorie 4
Sport im Verein in Kindheit/Jugend
Subkategorie: Bewegungs-/Sportmotivation
Ich habe gerne Sport gemacht und ohne Zwang. Ich war damals so ähnlich wie
meine Tochter jetzt ist. Ich war immer so richtig froh, wenn ich mal was unter-
nehmen konnte, da war ich schon richtig gespannt. - Und ich wollte immer ir-
gend etwas unternehmen.
* * *
Ich habe mich nicht so gerne bewegt, ich war steif, steif!
Subkategorie: Bewegungs-/Sportmöglichkeiten
Meine Leistungen sind auch heute noch sehr gut. Das liegt daran, dass ich von
klein an Sport gemacht habe und eine breite Ausbildung habe; ich habe mich
nicht sofort spezialisiert, sondern ich habe viele unterschiedliche Sportarten
betrieben.
* * *
Aber früher als Kind, nein! Da wurde ja auch gar nicht so was geboten!
Subkategorie: Dauersportarten (Laufen/Jogging)
In meiner Kindheit, also, gelaufen bin ich garantiert reichlich.
Subkategorie: Dauersportarten (Schwimmen)
Und ein Schwimmverein war da auch nicht!
* * *
Ganz aktiv war ich im Schwimmverein. Ich habe also Wettkampf geschwommen,
bis zum 18ten, 20ten Lebensjahr.
Retrospektiv-qualitative Erhebung 87
Subkategorie: Dauersportarten (Wandern)
Ab 1949 gingen wir zur Flugschar in die Pfarrgemeinde. Da waren Gruppen-
stunden jede Woche, da gingen wir alle hin. Da haben wir noch religiöse The-
men erörtert; da kam der Vikar. Wir haben auch viel gespielt, wir haben ge-
handarbeitet, wir haben Radtouren gemacht, Wanderungen gemacht, wir fuhren
dann mit dem Fahrrad bis in den Teutoburger Wald und so.
Subkategorie: (Leistungen)
Aber den Friesenkampf, den hab ich ganz früh auch gemacht. Und wir haben
dann regelmäßig einmal in der Woche an Wettkämpfen teilgenommen. Ich war
mit etwa 16 Jahren bestimmt 30 mal jeweils für ein ganzes Wochenende in der
Jugendherberge in Soest. Dann sind wir aus dem Ruhrgebiet immer nach Soest
gefahren. Da ist neben der Jugendherberge der Sportplatz, und dann haben wir
ganze Wochenenden verbracht und haben Friesenkampf geübt; da war ja der
Sportplatz.
* * *
Das Sportabzeichen habe ich auch gemacht, im TV. Da hat die ganze Gruppe
zusammen das Sportabzeichen gemacht.
* * *
Sportabzeichen habe ich nie gemacht! In was denn auch, wann denn auch! Be-
wegen, das war nicht meine Sache!
Subkategorie: Sportarten (Ballspiele)
Aber der Sommer war für mich eine einzige Qual, denn da waren meistens Ball-
spiele, und da war ich ein absoluter Versager.
Retrospektiv-qualitative Erhebung 88
Subkategorie: Sportarten (Leichtathletik)
Dann sind wir auf den Sportplatz gegangen und haben Laufen geübt und Kugel-
stoßen; das fiel mir also schwer. Ich mußte immer 100m laufen. Ich konnte nicht
so gut schnell laufen.
* * *
Da sind wir gelaufen, gesprungen und so, oder wir haben geworfen.
Subkategorie: Sportarten (Turnen/Gymnastik)
Ich war auch als junges Mädchen schon im TV; dort habe ich auch schon ge-
turnt.
* * *
Also, wir haben am Barren geturnt. Da kann ich mich noch dran erinnern; Ge-
räteturnen, ja, genau! Ja, Pferd springen oder so. Ja, das haben wir richtig ge-
macht.
* * *
Gerätturnen konnte ich nie. Ich konnte nicht über´s Pferd und über den Kasten
springen; ich konnte nicht am Barren mich bewegen, ich konnte keine Kletter-
stange hoch.
Subkategorie: Weitere Sportarten
Rollschuhe hatte ich natürlich. Auf dem Turnplatz wurden dann natürlich die
Pirouetten gedreht. Meine Schwester ist Schlittschuh gelaufen, ich auch im
Winter, ja natürlich. Im Winter liefen wir auf den Fischteichen Schlittschuh, im
Sommer auf dem Turnplatz Rollschuh. Später haben die das im Winter dann
hinterher als Eisfläche gemacht, kann ich mich noch dran erinnern. Immer, so
wie man Zeit hatte, war man da.
* * *
Andere Sportarten habe ich gar nicht gemacht. Rollschuh oder Schlittschuh
hatte ich nicht, Ski bin ich auch nie gelaufen. Tennis habe ich nie gespielt.
Retrospektiv-qualitative Erhebung 89
Ankerbeispiele der Kategorie 5
Sport im Verein als Erwachsene
Subkategorie: Bewegungs-/Sportmotivation
Und ich wollte immer irgend etwas unternehmen. Und ich freute mich immer
wieder, wenn ich irgendwo hinfahren konnte. Das war so ganz toll. Ich war da
total so, ich strebte immer so `raus aus dem Haus oder so, ich wollte immer so
was mit Sport machen. Das hat sich bis heute nicht geändert, das ist vielleicht so
`ne Typsache.
* * *
Na ja! Ich bin auch nicht mehr (im Verein) gewesen.
Subkategorie: Bewegungs-/Sportmöglichkeiten
So in letzter Zeit achte ich ein bißchen mehr auf Bewegung, also durch diesen
Sportverein, in dem ich jetzt bin. Es ist zwar nicht so ganz regelmäßig, aber wir
machen hauptsächlich Gymnastik.
* * *
Wir haben in keinem Verein Sport getrieben, und auch sonst nicht!
Subkategorie: Dauersportarten (Laufen/Jogging)
Seit drei Jahren bin ich in einem Lauftreff.
Subkategorie: Dauersportarten (Schwimmen)
Damals war das noch Frau Lücking, die trainierte uns im Schwimmen. Wir ha-
ben dann so 20, 30 Bahnen abends geschwommen; dann auch immer ein paar
dazwischen mit Zeit.
* * *
Ich schwimme regelmäßig, das mache ich heute.
Retrospektiv-qualitative Erhebung 90
Subkategorie: Dauersportarten (Wandern)
Ich war immer aktiv im Alpenverein; bin dieses Jahr 40 Jahre dabei
* * *
Ja, und dann wandern wir gern. Wir wandern von Amsterdam bis Wien in Etap-
pen, jeweils acht, beziehungsweise manchmal neun Tage sogar. So zwischen 20,
ja manchmal sogar 30 Kilometer am Tag; wir übernachten in Hotels. Aber un-
ser Gepäck wird weitergebracht. Aber trotzdem tragen wir unsere Tagessachen
selber auf dem Rücken. - Wir sind jetzt auch in einem Wanderclub.
Subkategorie: Leistungen
Meine Leistungen sind auch heute noch sehr gut. [Deutsche Seniorenmeisterin
im Fechten; Europameisterin]
* * *
Als Heranwachsende war ich noch immer im Schwimmverein; dann waren da
die Schwimmwettkämpfe.
* * *
Sportabzeichen oder so etwas habe ich nie gemacht, nein überhaupt nicht!
Subkategorie: Sportarten (Turnen/Gymnastik)
Dieses Turnen habe ich auch immer beibehalten. Dann später halt Mutter Kind
Turnen gemacht. Und nachdem die Kinder dann schon ein bisschen weiter wa-
ren, bin natürlich auch regelmäßig zum Turnen gegangen.
* * *
Mit den Knochen, ich bin mit meiner Schwester zur Gymnastik gewesen, eben
gegen Osteoporose. Ja, die Bewegungen waren alle nicht schwer, das ging alles
ganz gut. Aber auf einmal tat mir mein Knie weh. Dann haben wir da den Kur-
sus zu Ende gemacht, und dann bin ich auch nicht mehr gegangen. Ich sage, die
kriegen mich an keine Gymnastik und Turnerei mehr dran.
Retrospektiv-qualitative Erhebung 91
Subkategorie: Weitere Sportarten
Ich bin jahrelang auch alpin Ski gelaufen. Als Stefan im ersten Schuljahr war,
bin ich das erste Mal mit ihm ins Hochgebirge gefahren, vom Alpenverein aus;
und dann regelmäßig, bestimmt sieben, acht mal in den Osterferien. Dann fuhr
er auch nachher alleine. Dann fuhr mein Mann noch mit, dann sind wir auch
mal zusammen gefahren.
* * *
Andere Sportarten habe ich nicht mehr gemacht, nein!
* * *
Aber Tennis mache ich seit 20 Jahren leistungsmäßig! Letzte Woche hatten wir
20jähriges Bestehen unseres Vereins, und ich bin mit Vereinsgründung in den
Verein eingetreten. Im Schnitt spiele ich zweimal die Woche, und dann kommen
die Turniere dazu und einmal die Woche im Sommer richtig Training mit einem
Trainer!
Explikation der Kategorien 6 und 7
6. Körperliche Arbeit in Kindheit und Jugend
7. Körperliche Arbeit als Erwachsene
Körperliche Arbeit darf im Zusammenhang gesehen werden mit Bewegung. Un-
erheblich innerhalb der vorliegenden Studie ist die Sinnrichtung dieser Bewe-
gung; es geht lediglich darum, dass bzw. ob Bewegungen und damit Muskelbe-
anspruchungen durchgeführt werden. Eine etwas weitere Auslegung von Arbeit
erscheint dann sinnvoll, wenn z. B. von sitzender Tätigkeit gesprochen wird.
Gerade sie ist von besonderem Interesse, da solche Tätigkeiten mehr als „Un-
Tätigkeiten“ angesehen werden können, bei denen die notwendige muskuläre
Beanspruchung fehlt. Andererseits interessieren auch Überbeanspruchungen,
deren Auswirkungen zu erfahren sind.
Beide Kategorien unterscheiden sich lediglich durch die Lebensphase, aus denen
die jeweiligen Textbeispiele stammen.
Retrospektiv-qualitative Erhebung 92
Ankerbeispiele der Kategorie 6
Körperliche Arbeit in Kindheit und Jugend
Wir hatten einen eigenen Garten, und da habe ich auch schon mal mitgeholfen
bei der Gartenarbeit. Wir hatten ja so keine Landwirtschaft. Mein Vater kommt
vom Bauernhof, da sind wir dann schon mal in den Ferien hingegangen; aber
wir zu Hause hatten nur einen Garten. Kartoffeln aufsammeln oder diese übli-
chen Hilfeleistungen, die mussten wir auch mal machen. Was weiß ich, hacken,
was man eben so im Garten macht. Aber schwere körperliche Arbeit habe ich
nie so machen müssen, das war nicht.
* * *
Also ich war zehn Jahre, da ist meine Mutter krank geworden; die hatte Multiple
Sklerose; 14 Jahre hat die damit gelebt. Ab dem 10. Lebensjahr musste ich alles
alleine machen. Auch meine Mutter auch noch mit pflegen. Meine kleineren Ge-
schwister musste ich mit versorgen.
* * *
Als wir dann nach Etteln gezogen sind, hatten wir ein Grundstück, da war ein
Garten bei. Im Garten habe ich nicht gearbeitet, nein, das ließ mein Vater nicht
zu! Schwere körperliche Arbeit brauchte ich nicht zu machen!
* * *
Bis 1957 habe ich bei den Russen und Polen nur auf dem Feld gearbeitet, nur
Feldarbeit, und die war recht schwer! Denn es gab ja in der Landwirtschaft sehr
wenig Maschinen; überhaupt mit der heutigen Landwirtschaft nicht zu verglei-
chen! Heute wird der Mist auf den Miststreuer geladen, wird dann ausgefahren.
Wir haben ihn erst mal aufgeladen auf die Wagen, und dann wurden sie raus-
gefahren, und dann wurde ja draußen auch wieder gestreut. Wir haben die
Kartoffeln alle mit der Hand aufgesammelt. Da ja in Schlesien ein sehr guter
Boden war, wurden sehr viel Zuckerrüben angebaut. Bei uns in der Nähe waren
zwei große Zuckerrübenfabriken, und das wurde alles mit der Hand gemacht.
Retrospektiv-qualitative Erhebung 93
Jede einzelne Rübe mit so einer mit der Hand aufgeladen. Also, das waren
schon schwere Arbeiten und das war bestimmt zu schwer für uns!
Ankerbeispiele der Kategorie 7
Körperliche Arbeit als Erwachsene
Ich arbeite als Nachtwache im Krankenhaus, jede zweite Woche, und zwar seit
22 Jahren! Da ist man auch immer auf Trab.
* * *
Putzen und alles muss ich noch selber machen. Ich hatte mal ´ne Zeit ´ne Hilfe.
Da war ich ja noch jeden Tag im Geschäft. Jetzt schränke ich es schon ein biß-
chen ein, jetzt ist die Tochter schon im Betrieb. Ich bin fast nur noch am Wo-
chenende im Geschäft; oder wenn die Leute krank sind, im Urlaub sind; oder
morgens mal ein paar Stunden oder nachmittags, je nachdem, wie die Arbeit
anfällt.
* * *
Und dann war ich 10 Jahre bei Famila; das ist ein großes Lebensmittelgeschäft.
Und dann wurde das immer schlimmer. Da nimmt man ja nicht eine Palette, um
sie ins Regal zu stellen. Man will ja auch fertig werden. Wenn man da vier Stun-
den vornimmt, muss das auch in vier Stunden getan sein. Ja, dann hat man
gleich so fünf genommen, ja, und dann rein damit! Und der Rücken, das wurde
immer schlimmer.
* * *
Einen Beruf habe ich nicht gelernt. Bevor ich bei Famila angefangen habe, habe
ich bei Möbel-Welle gearbeitet, als junges Mädchen. Da war ich gerade 20 Jah-
re alt. Da mussten wir die Türen polieren. Das war schwere Arbeit! Wir mussten
uns dabei viel bücken und heben. Das habe ich 6 Jahre gemacht.
* * *
Retrospektiv-qualitative Erhebung 94
Nach der Schule habe ich Damenkonfektion gelernt. Ich habe an der Nähma-
schine gesessen! Die Verspannungen kamen dann nachher in den Jahren, die
ich im Akkord im Betrieb gemacht habe. Da hatte ich noch keine großen Rük-
kenprobleme, ich hatte nur immer einen verspannten Nacken, und das ging aber
durch Massage wieder weg. Diese Rückenprobleme sind ja erst später gekom-
men.
* * *
In meinem Beruf sitze ich acht Stunden am Schreibtisch! Das mache ich jetzt
wieder seit sechs Jahren. Aber weil ich so viel Sport treibe, schadet mir das
nicht. Von den Frauen, die in unserer Firma arbeiten, bin ich die einzige, die
Sport treibt; bin aber auch von den Frauen die älteste! Nur, ich habe das Ge-
fühl, ich bin ein bisschen die Jüngste, bin beweglicher als der Rest, obwohl ich
eine ganze Portion älter bin als die, die da noch mit mir zusammenarbeiten.
* * *
1957 kriegte ich eine Arbeit hier oben in der Molkerei, im Haushalt; dort bin ich
sechs Jahre im Haushalt gewesen. Das hat mir sehr gut gefallen.
Explikation der Kategorien 8 und 9
8. Ernährung in der Kindheit und Jugend
9. Ernährung als Erwachsene
Beiden Kategorien sind gleiche Unterkategorien zugeordnet. Die Ernährung
spielt beim Aufbau des Knochensystems eine entscheidende Rolle, unterschied-
liche Ernährungsgewohnheiten im Kindes- und Jugendalter sowie auch im Er-
wachsenenalter werden in den Interviews deutlich und sollen durch entspre-
chende Textpassagen belegt werden.
Retrospektiv-qualitative Erhebung 95
Ankerbeispiele Kategorie 8
Ernährung in Kindheit und Jugend
Subkategorie: Brot/Getreide
Und es wurde selber Brot gebacken. Also, wir haben nie viel Weißbrot gegessen,
wir haben selber das Getreide angebaut, und es wurde gemahlen. Im Dorf war
eine Mühle, und Mutter hat jede Woche einmal Brot gebacken.
* * *
Wir haben mehr Graubrot gegessen, fast nur Graubrot, das Paderborner.
* * *
Bei uns im Rheinland isst man überwiegend dieses Weißbrot. Es wird meistens
in Verbindung mit Vollkornbrot gegessen. Also, man isst eine Scheibe Weißbrot
und dann Vollkornbrot dazu, weil das ist ja nicht so süß wie das Weißbrot hier
im Paderborner Raum.
Subkategorie: Diäten
Und dann hab´ ich natürlich gehungert; ich musste immer schon hungern, mein
ganzes Leben bestand aus Diäten; sämtliche Diäten, die es gab, hab´ ich immer
gemacht.
* * *
Irgendwelche Diäten habe ich als Kind nie gemacht.
Subkategorie: Ernährungsprobleme
Hungerzeiten hatten wir nicht. Aber nach dem Krieg wurden uns die Brot-
schnitten zugeteilt. Wir kriegten eine Schnitte Brot, und dann auch für die
Schule. Und abends gab es dann irgend etwas; Brot war dann sehr knapp.
In der Schule brachten dann die Kinder, die mehr hatten - die Bauernkinder -
die brachten dann denen, die nicht so viel hatten, ihr Butterbrot mit; und so
Retrospektiv-qualitative Erhebung 96
kriegten wir dann immer unser Frühstücksbrot von Nachbarkindern.
* * *
Nach der Währung gab es wieder was zu essen und zu kaufen; wir kriegten ja
erst die Lebensmittelmarken, und da ging es uns ziemlich dreckig. Aber wir
kriegten auch Schulspeisung.
* * *
Hungerzeiten habe ich nicht mehr mitgemacht, absolut nicht! Mein Onkel hatte
eine Bäckerei, und der durfte ganz früh wieder anfangen zu backen. Und somit
hatten wir immer zu essen. Ich habe niemals gehungert.
Subkategorie: Fisch
Fisch gab es, glaube ich, viel früher. Mein Vater war auch ein Fischfan. Ich
kann mich erinnern, dass meine Mutter den Schellfisch, den Kochfisch, immer
gemacht hat mit so einer bestimmten Senfsauce. Das habe ich mal versucht hin-
zukriegen, aber das klappt nicht; das schmeckt anders bei mir, ich weiß es nicht,
vielleicht ist es auch ein bisschen Einbildung, nein, aber es ist so. Also, Fisch
gab es viel; damals war ja Fisch auch noch zu bezahlen.
* * *
Fisch gab es bei uns selten, weil wir ja selbst Eier hatten. Freitags war der Ei-
ertag mit Spinat. Es gab mal eingelegten Hering; den meine Mutter dann selbst
eingelegt hatte. Aber das war nicht jede Woche, nicht so wie heute, dass man
jede Woche mindestens einmal Fisch ist.
Subkategorie: Fleisch
Und später hatten wir mal das Glück, daß wir uns selber Schweine füttern
konnten. Dann gab es natürlich im Winter auch Fleisch; im Sommer ganz wenig,
höchstens mal so Hühner und Kaninchen; aber so Fleisch, aus dem Laden, so
wie wir das heute machen, auch beim Metzger, das gab es eigentlich nur zum
Retrospektiv-qualitative Erhebung 97
Wochenende, den Sonntagsbraten sozusagen.
* * *
Aber ich war nie ein Fleischesser; auch Wurst wollte ich nicht.
* * *
Ich mochte die Wurst nicht. Die anderen Kinder kriegten, damit sie was auf dem
Brot hatten, immer so Zucker drauf gestreut; sonst hätten sie gar nichts drauf
gehabt. Und dann habe ich also mein Wurstbrot, meine Leberwurst oder Blut-
wurst, oder was es dann so gab, mit diesen Kindern getauscht. Schrecklich, die-
se Wurstbutterbrote!
Subkategorie: Kalziumreiche Ernährung
Milchspeisen gab es bei uns nicht so viel. Wohl mal Pudding, aber nicht ir-
gendwie Grießsuppe oder Milchsuppe, wie es früher viel gemacht wurde; das
gab es bei uns eigentlich nicht.
* * *
Eine Zeitlang mußte ich jeden Morgen, bevor ich zur Schule ging, Porige, Hafer
in Milch mit Honig und Banane essen. Danach mußte ich noch im Bett liegen
bleiben, und erst danach durfte ich aufstehen.
* * *
Wir hatten einen großen Wallnussbaum, und die Nüsse habe ich immer gerne
gegessen.
Subkategorie: Milch und Milchprodukte
Wir hatten ja auch eigene Kühe. Und da habe ich ganz regelmäßig Milch ge-
trunken. Auch andere Milchprodukte gab es regelmäßig. In den schlechten Jah-
ren wurde selbst gebuttert, und das wurde ja alles selbst gemacht; und die Milch
wurde abgegeben an die Molkerei, da kriegten wir ja auch eben Käse und der-
gleichen. Also andere Milchprodukte, Milchsuppe oder Quark, die gab es schon
häufig.
* * *
Retrospektiv-qualitative Erhebung 98
Ich mochte keine Milch, mag ich nicht, also bis heute noch nicht. Ich esse nur
mal Käse und Quark.
* * *
Ich hatte dann was gegen Milch, also alles, was mit Milch zusammenhängt, ha-
be ich abgelehnt.
Subkategorie: Obst und Gemüse
Gemüse wurde in unserer Kindheit auch sehr viel gegessen. Es gab Sauerkraut,
Grünkohl, Möhren. Und nach Möglichkeit wurde auch das Gemüse mit sehr viel
Fett zubereitet. Gemüsebrühe gab es einfach nicht. Es wurde einfach alles mit
Fett gemacht.
* * *
Also, ich habe immer nur Gemüse und Kartoffeln dann zu Mittag gegessen; al-
les, was man im Garten hat. Also bei uns gab´s alles, querbeet, je nach Jahres-
zeit; am liebsten esse ich Hülsenfrüchte, also alle Bohnensorten, Erbsen; alle
Bohnensorten, ob das diese Schnibbelbohnen waren, Brechbohnen, Dickeboh-
nen oder Erbsen.
Was haben wir denn sonst noch gehabt? Rotkohl, die Kohlsorten, Rotkohl,
Weißkohl; Weißkohl mochte ich früher nicht so gerne; Wirsing, und im Sommer
gab´s also sehr viel Salat auch, Kopfsalat, weil der ganz gut auch wächst.
* * *
Gemüse habe ich nicht gerne gegessen, nein!
* * *
Obst haben wir viel gegessen, weil wir einen Obstgarten auf dem Lande hatten.
Und da gab es immer Äpfel; die Äpfel wurden auch gelagert. Mein Vater hat
jeden Abend Äpfel gegessen, und er animierte mich immer. Er sagte immer, um
die Zähne zu reinigen! Ich bin das von Kind aus gewohnt, entweder gab es
abends eine Kohlrabi oder einen Apfel. Äpfel und so was gab es viel.
* * *
Retrospektiv-qualitative Erhebung 99
Gemüse mochte ich nicht so gerne, als Kind mochte ich lieber Fleisch.
Subkategorie: Weitere Ernährung
Meine Mutter kommt aus Bayern. Sie ist eine sehr gute Köchin. Sie hat immer
sehr viel Wert darauf gelegt, dass die Kinder gut ernährt wurden. Also, ordent-
lich essen und so war ihr wichtig. Und soweit ich mich erinnern kann, hat sie
immer viel und gut gekocht. Sie war immer viel in der Küche und hat dafür ge-
sorgt, dass wir gut ernährt wurden; sie hat sich also sehr viel Arbeit gemacht
mit dem Kochen.
* * *
In der Schule haben wir da auch die Schulnahrung bekommen, diese Schulspei-
sung; Milch und Kakao war das. Und es gab dann auch so Erbsensuppe. Und
unsere Lehrerin sorgte immer dafür. Dann sagte sie immer, ihr Bauernkinder
bringt mal ein Butterbrot wieder mit, die anderen wollen auch mal ein schönes
Butterbrot wieder haben!
* * *
Zu Hause auf unserem eigenen Bauernhof hat unsere Mutter immer sehr darauf
geachtet. Auch damals schon - weil wir auch sehr viel fremde Leute hatten, die
alle mit am Tisch aßen - achtete sie darauf, dass die Ernährung ausgewogen
war. Sie hat Kochen gelernt in einem großen Schloß, und das war dafür be-
kannt, dass da auch gut gekocht wurde, und zwar nicht nur mit genügend Fett,
sondern man achtete auch auf die Vitamine und so.
Retrospektiv-qualitative Erhebung 100
Ankerbeispiele der Kategorie 9
Ernährung als Erwachsene
Subkategorie: Brot/Getreide
Wir essen richtiges normales Brot. Wenn mehrere Sorten angeboten werden,
dann kaufe ich auch schon mal ein Brot mit Körnern. Dann muss ich mir immer
so viel davon einfrieren, wenn ich so ein Körnerbrot kaufe, weil es die anderen
nicht essen. Also, wir essen richtiges Graubrot. Als Kind haben wir das auch
gegessen. Weißbrot und so hat es auch schon mal gegeben, ich glaub aber nur
zum Feiertag.
* * *
Wir essen gemischtes Brot; jetzt auch gern so Körner, Dreikornbrot oder Viel-
kornbrot.
Subkategorie: Diäten
Ich musste immer schon hungern, mein ganzes Leben bestand aus Diäten; sämt-
liche Diäten, die es gab, hab´ ich immer gemacht.
* * *
Abmagerungskuren habe ich auch nie gemacht.
Subkategorie: Ernährungsprobleme
Und Kohlgemüse kann ich nicht gut vertragen, das aufgewärmt ist. Auch so auf-
gewärmtes Fleisch und Saucen und so was, das bekommt mir auch nicht so gut,
also lass ich es sein!
* * *
Und was mich natürlich sehr geschwächt hat und was sich negativ ausgewirkt
hat, das waren die Weißprodukte; z. B. diese vielen leckeren Nudeln, die mir im
Laufe der Jahre bestimmt 20 und mehr Kilo gebracht haben. 25 Kilo waren be-
Retrospektiv-qualitative Erhebung 101
stimmt nachher drauf, und zwar waren das immer diese Weißprodukte.
* * *
Nun, meine ganze Ernährung hat sich dadurch umgestellt, dass ich jetzt auch
alleine lebe, auch nicht mehr so regelmäßig mittags koche. Früher wurde ja re-
gelmäßig mittags gekocht. Heute esse ich auch eigentlich fast ausschließlich je-
den Tag, kann man sagen, einmal Salat; generell jeden Abend, wenn ich nach
Hause komme, ist das erste, was ich mache, einen Salat.
Subkategorie: Fisch
Ich bin ja kein Fleischesser, aber Fisch esse ich eben sehr gerne. Wir machen
also einmal die Woche Fisch.
* * *
Fisch essen wir heute noch sehr oft.
* * *
Als Kind hat es mich abgestoßen, wenn meine Mutter Fisch gegessen hat und
mit diesen Gräten da gekämpft hat. Deswegen habe ich als Kind auch nicht ger-
ne Fisch gegessen.
Subkategorie: Fleisch
Also, ich bin eine fleischfressende Pflanze. Das ist ja eigentlich auch für den
Bewegungsapparat nicht gut. Aber ich kann einfach nicht drauf verzichten.
* * *
Ich habe eigentlich immer nur das gegessen, was mir geschmeckt hat. Meine
Pflegemutter war keine besonders gute Köchin. Und Fleisch, wann gab es mal
Fleisch auf den Tisch? Wir waren arme Leute, das konnte man sich nicht leisten.
* * *
Ein großer Wurstesser oder Fleischesser war ich nie als Kind, heute noch weni-
ger.
Retrospektiv-qualitative Erhebung 102
Subkategorie: Kalziumreiche Ernährung
Ich habe also geguckt, so bei den Nahrungsmitteln, was eben auch einen hohen
Kalziumanteil hat. Und da achte ich also drauf, dass ich das verstärkt auch esse.
* * *
Nüsse hatten wir selbst. Also, bei Großvater gab es einen Nussbaum. Wir haben
immer auch Nüsse gegessen; der hatte also Haselnüsse und Wallnüsse. Die
Wallnüsse kriegten wir eingeteilt. Ja, da war nicht so viel dran. Aber sonst ha-
ben wir viel Nüsse gegessen als Kinder.
Subkategorie: Milch und Milchprodukte
Milchspeisen esse ich heute auch noch gerne. Was ich mir seit ein paar Jahren
angewöhnt habe, das ist, regelmäßig halt Joghurt zu essen. Milchspeisen habe
ich auch seit 30 Jahren schon auf dem Tisch. Früher gab´s keinen Joghurt, und
Quark mochten wir auch nicht so gerne. Aber so alle Milchspeisen, so Puddings
haben wir unheimlich gerne gegessen. Und jetzt essen wir regelmäßig Joghurt
und auch den Frühstücksquark.
* * *
Joghurt esse ich heute noch nicht! Warum, weiß ich selber nicht! Wahrschein-
lich, meine Mutter lehnte auch immer Milch ab, und irgendwie dadurch, dass
ich ja eine sehr enge Beziehung zu meiner Mutter hatte, weil ja sonst niemand
da war, hat sich das so übertragen.
* * *
Milch habe ich jeden Tag getrunken; ich trinke auch heute noch jeden Tag einen
Liter!
Retrospektiv-qualitative Erhebung 103
Subkategorie: Obst und Gemüse
Gemüse haben wir viel gegessen! Wir hatten einen eigenen Garten, wo alles
drin war. Das habe ich auch so beibehalten, Gemüse kaufe ich sehr sehr wenig,
also wir haben alles selber im Garten!
* * *
Wir ernähren uns sehr viel von Gemüse und Salat, sind große Salatesser.
* * *
Gemüse und so was, das sind so meine Hauptmahlzeiten.
Subkategorie: Weitere Nahrung
Und es wurde auch immer - für die früheren Zeiten - sehr ausgewogen gekocht,
weil wir immer alles da hatten. Wir hatten einen Gemüsegarten.
Es gab Eintöpfe in der Woche, und da war immer Fleisch drin. Es war nie so,
dass man das nur anbriet oder nur irgendwelche Speckseiten hatte, sondern es
war immer ein gutes Stück Fleisch drin. Und wir hatten auch immer sehr viel
fremde Leute bei uns am Tisch, die immer halfen; und die haben immer sehr
gerne bei uns gegessen. Ich weiß heute noch, wie gut es geschmeckt hat, also
das kann man schon sagen; wir haben sehr ausgewogen gegessen.
* * *
Ernährung ist sowieso bei mir immer ganz alleine gekommen. Ich esse nicht
gerne fett, da hat sich bei mir das sowieso erledigt gehabt. Und ich esse mei-
stens alles roh, wenn es eben geht, also lieber roh als gekocht.
* * *
Seit ich jetzt wieder berufstätig bin und alleine lebe, habe ich gar nicht mehr die
Zeit, aufwendig zu kochen; auch nicht mehr die Lust. Mein Sohn kommt ab und
zu mal an Wochenende, dann gebe ich mir Mühe, dann mache ich mal ein rich-
tiges Menü. Aber meine Ernährung zur Zeit, die finde ich ziemlich einseitig,
muss ich ehrlich sagen; aber erst die letzten sechs Jahre!
Retrospektiv-qualitative Erhebung 104
Explikation der Kategorien 10 und 11
10. Genussmittel in Kindheit und Jugend
11. Genussmittel als Erwachsene
Die Unterkategorien dieser beiden Hauptkategorien erfassen mögliche oder auch
allgemein übliche Genussmittel, zu denen Kinder oder auch Erwachsene Zugriff
haben.
Ankerbeispiele der Kategorie 10
Genussmittel in Kindheit und Jugend
Subkategorie: Alkohol
Alkohol habe ich früher überhaupt nicht getrunken.
* * *
Bier wurde damals auch getrunken! Das ging schon mal los mit 16. Dort in dem
Pfarrzentrum wurde die Gruppenstunde abgehalten, und anschliessend ging
man in eine Gaststätte, und da trank man doch schon mal zwei oder drei Bier-
chen auch.
Subkategorie: Cola/Sprudel
Coca-Cola gab es in meiner Kindheit noch nicht. Wir haben Wasser aus dem
Hahn getrunken, mehr nicht; und aus dem Brunnen! Tee, Lindenblüte und Pfef-
ferminztee aus dem eigenen Garten haben wir getrunken.
* * *
Nein, bei uns zu Hause gab´s so Sprudel. Wir hatten immer so Sprudelkästen
und so was.
Retrospektiv-qualitative Erhebung 105
Subkategorie: Koffein
Als ich in Stellung war, also zu arbeiten anfing, da haben sie mir das Kaffeetrin-
ken beigebracht. Früher gab es ja auch keinen Bohnenkaffee, nur Muckefuck
und so weiter; der schmeckte mir nicht.
* * *
Bohnenkaffee kannte man nicht. Den habe ich in meiner Jugend nicht getrunken.
Subkategorie: Nikotin
Geraucht habe ich noch nie im Leben!
* * *
Mit dem Rauchen habe ich leider früh angefangen. Und zwar ist das im Reitstall
passiert. Dort war so ein Stallbursche, der Manni, der hat uns dann angeboten,
da war ich im neunten Schuljahr. Dann hatte auch eine Freundin von mir Ziga-
retten. Dann, nach dem Kochunterricht, standen wir dann noch, und das war
auch noch mehr so Gepaffe. Ich denke mal, mit 17 ging das dann bei mir so
richtig los. Ich hatte nie viel Taschengeld; also das kann nicht viel gewesen sein,
vielleicht vier Zigaretten. Richtig losgegangen ist das so mit 18; da doch schon
manchmal eine Schachtel am Tag. Das habe ich leider sehr lange durchgehal-
ten.
Subkategorie: Süßigkeiten
Süßigkeiten habe ich immer gerne gegessen. Ich freute mich immer, wenn die
Fastenzeit ´rum war, und das Glas voll war; und dann ging das aber los!
* * *
Ich habe auch nie gerne genascht, ich habe eine Tafel Schokolade liegen sehen
können, das hat mich nicht gereizt.
Retrospektiv-qualitative Erhebung 106
Subkategorie: Weitere Genussmittel
Heute ist das auch noch so. Wir trinken sehr viel Mineralwasser, wir holen alle
14 Tage sechs Kisten Mineralwasser.
Ankerbeispiele der Kategorie 11
Genussmittel als Erwachsene
Subkategorie: Alkohol
Was ich natürlich jetzt schon mal trinke ist ein Gläschen Wein; ist ganz klar, das
gehört einfach zu einem guten Essen, das gönnen wir uns schon mal.
Wir sagen uns, wenn wir schon nicht viel essen, ein schönes Gläschen Wein, das
gönnen wir uns dann schon mal. Aber das muss auch nicht immer sein, ich kann
vier Wochen drauf verzichten, wenn ich meine Kalorien einsparen möchte; und
dann lass ich es weg, dann trink ich halt nichts.
* * *
Mit Alkohol habe ich nichts am Hut.
Subkategorie: Cola/Sprudel
Cola-Getränke hatten wir als Kinder noch nicht. Jetzt trinke ich das schon mal,
aber ganz selten.
* * *
Coca-Cola habe ich nie getrunken, trinke ich heute noch nicht.
Subkategorie: Koffein
Ich muß gestehen, ich bin kaffeesüchtig. Ich trinke endlos Kaffee; wobei das
auch eine Angewohnheit ist. Ich trinke bestimmt 16, 18 Tassen Kaffe, seit ich
meinen Mann kenne; der trinkt auch so gerne Kaffee. Es hat sich im Laufe der
Jahre auch gesteigert.
* * *
Retrospektiv-qualitative Erhebung 107
Wir trinken keinen Kaffee, wir trinken schwarzen Tee, viel Hagebuttentee.
Subkategorie: Nikotin
Geraucht habe ich noch nie im Leben!
* * *
Mit dem Rauchen habe ich erst ab 30 angefangen.
* * *
Mit dem Rauchen habe ich mit 20 Jahren angefangen. Ich rauche so eine
Schachtel am Tag.
Subkategorie: Süßigkeiten
Wir sind Kuchenesser, es gibt also auch Kuchen.
* * *
Und heute lehne ich sie fast ganz ab, also esse ich kaum Süßigkeiten.
Subkategorie: Weitere Genussmittel
Vormittags trinke ich immer mal so ein kleines Schlückchen, oder so ein Spru-
delwasser, also das Mineralwasser oder andere Säfte, Apfelsaft, was ich gerade
habe. Obstessig habe ich auch da stehen.
Explikation der Kategorie 12
12. Krankheiten in der Familie
Unter diese Kategorie fallen die Textpassagen, in denen sich die Interviewten zu
Krankheiten in der Familie äußern. Besonderes Augenmerk wird auf die Krank-
heiten gelegt, die – nach theoretischem Vorwissen – in Verbindung gebracht
werden können mit der Osteoporose.
Retrospektiv-qualitative Erhebung 108
Ankerbeispiele der Kategorie 12
Krankheiten in der Familie
Subkategorie: Allergien
Allergien sind aufgetreten. Meine Mutter hatte einmal irgendein Mittel ange-
rührt für ihre Rosen gegen, Mehltau. Ich habe damit meine Hände gewaschen,
hatte aber eine kleine Verletzung, und da nimmt man an, dass das davon ge-
kommen ist. Am nächsten Tag bekam ich lauter so Quaddeln in der Handfläche;
hauptsächlich wo Druck hinkam, auch so am Hosenbund, im Gesicht ganz
schlimm. Und das tritt manchmal wieder auf!
* * *
Gegen eine bestimmte Gruppe von so Sulfonamiden war auch mal was, aber ich
weiß nicht. Schuppenflechte auf dem Kopf hatte ich, sonst war Gott sei Dank
nichts. Aber das war auch reichlich, mir fielen lockenweise die Haare aus
schon! Es keimt so ein bisschen wieder. Mein Bruder hat das am ganzen Körper,
und sehr schlimm. Der hatte mir empfohlen Head and Shoulders, und seitdem
ich das nehme, bricht es nicht vollends aus. Es ist mal hier und da so ein kleiner,
wie von so einer bunten Stecknadel so ein Köpfchen; aber es geht dann recht
schnell wieder weg.
Subkategorie: Bösartige Tumore
Zwei Schwestern meines Vaters sind an Krebs gestorben.
* * *
Krebs auch nicht; auch innerhalb der Familie ist da nichts bekannt.
* * *
Aber Krebs, das gab es. Meiner Cousine haben sie die Brust abgenommen. Mei-
ne Mutter hatte auf dem Bauch wie so Gänseeier; sie ist mit 81 Jahren gestor-
ben. Mein Onkel ist an Darmkrebs gestorben. Meine Cousine ist an TB gestor-
ben, mein Onkel ist auch daran gestorben, und die eine Cousine, die hatte auch
Retrospektiv-qualitative Erhebung 109
TB, aber die lebt noch. Meine Mutter ist an Darmkrebs gestorben; meine beiden
Omas auch.
Subkategorie: Gelenkerkrankungen (Arthrose)
Und von meiner Mutters Seite her, da ist allerdings die Knochenkrankheit sehr
gross, dass die also alle neue Hüftgelenke haben. Drei Geschwister von meiner
Mutter und sie selbst leben schon mit neuen Hüftgelenken oder sind auch schon
tot. Sehr, sehr viele haben eben diese Knochenverschleißerscheinungen, das ist
so meiner Mutters Seite. Ja, aber nicht Oberschenkelhalsbruch, sondern regel-
recht Verschleiß, Arthrose!
Subkategorie: Gelenkerkrankungen (Rheuma)
Er kam krank aus dem Krieg wieder, der bekam Malaria im Krieg; und dann
kam Rheumatismus dazu, und dann bekam er Herzkrämpfe. Mein Vater, der war
immer krank; er musste dann auch seinen Beruf aufgeben, 1945, 46; er blieb
dann im Haus; Möglichkeiten waren genug gegeben, bei uns wurde jeder gut
eingesetzt.
* * *
Die Krankheit bei meiner Mutter wurde immer als Rheuma hingestellt.
Subkategorie: Herzkreislauf
Und Herzkreislauf - auch in der Verwandtschaft - und bei mir ist alles in Ord-
nung.
* * *
Besondere Todesursachen in unserer Familie sind nicht aufgefallen; es sind alle
sehr alt geworden. Alle hatten nie etwas mit dem Kreislauf, im Gegenteil, alle
hatten ganz starke Herzen.
* * *
Retrospektiv-qualitative Erhebung 110
Mein Vater ist mit 65 gestorben an einem Herzinfarkt. Ihm hatte man schon vor-
her ein Bein abgenommen. Er war starker Raucher und hatte Durchblutungsstö-
rungen.
Subkategorie: Knochenerkrankungen
Meine Eltern haben, was den Knochenapparat, den Bewegungsapparat anbe-
langt, überhaupt keine Probleme, beide nicht; beide Eltern leben noch, mein
Vater ist 79, und meine Mutter ist 72 Jahre alt. Sie haben keinen Rundrücken,
auch keinen Oberschenkelhalsbruch gehabt bislang. Bei meinen Grosseltern
oder in der Verwandtschaft ist da aber auch nichts.
* * *
Diese schlechten Knochen habe ich mit Sicherheit von meiner Mutter geerbt.
Der ging es nämlich auch nicht besser, die hat die letzten Jahre ihres Lebens
überhaupt nicht mehr laufen können, nur in einem Rollstuhl gefahren. Sie ist
über 90 Jahre alt geworden. Zuletzt, so ab 85 etwa, da konnte sie keinen Schritt
mehr machen, nicht einmal vor dem Bett konnte sie stehen; die Beine trugen sie
einfach nicht, die gingen ineinander. Und über Rückenschmerzen hat die auch
ihr ganzes Leben geklagt, und sie konnte auch schon früh auf der Straße nicht
mehr richtig laufen, weil ihr die Knie weggingen. Meine Mutter war nicht groß,
sie kann in Ihren besten Jahren so meine Größe gehabt haben; ich war mal
1,58m. Ich bin aber schon zwei Zentimeter weniger geworden.
Subkategorie: Osteoporose
OSTEOPOROSE ist in unserer Familie nie festgestellt worden.
* * *
OSTEOPOROSE war kein Thema. Da sprach keiner von OSTEOPOROSE! Aber
ich bin sicher, die hatte das auch, denn die Knochen waren so was von verformt.
Die Wirbelsäule war ganz krumm, und sie konnte praktisch nur noch sitzen.
Auch wenn sie lag, das war alles krumm, es war an ihr alles krumm.
Retrospektiv-qualitative Erhebung 111
Subkategorie: Weitere Krankheiten
Bestimmte Krankheiten gab es in unserer Familie nicht, nein! Mein Vater hatte
mal Nierensteine, die mussten mal entfernt werden; er hatte hohen Blutdruck,
aber nur so bis 50, und seitdem ging es ihm gesundheitlich besser als vorher.
Aber besondere Anfälligkeiten, wüsste ich nicht. Mein Opa ist fast 90 geworden,
meine Oma ist auch über 85 geworden. Die sind sehr alt geworden alle.
* * *
Meine Mutter ist mit 77 Jahren gestorben, die war immer kerngesund! Bis zum
letzten Tag hat sie im Alter noch Gymnastik gemacht. Mein Vater lebt noch; der
ist jetzt 76 und fährt noch Ski und macht auch noch Bergtouren.
Explikation der Kategorien 13 und 14
13. Anamnese der Kindheit/Jugend
14. Anamnese als Erwachsene
Diesen Kategorien werden die Textpassagen zugeordnet, in denen sich die In-
terviewten zu ihren eigenen Krankheiten äußern. Die Mehrzahl der Unterkatego-
rien ist für beide Hauptkategorien gleich; entsprechende Ergänzungen ergeben
sich jeweils aus der unterschiedlichen Altersphase.
Ankerbeispiele der Kategorie 13
Anamnese der Kindheit/Jugend
Subkategorie: Allergien
Gegen Erdbeeren bin ich allergisch. Davon hatte ich mal zuviel gegessen, und
dann bekam ich Ausschlag im Gesicht.
* * *
Retrospektiv-qualitative Erhebung 112
Irgendwelche Allergien hatte ich überhaupt nicht, nein!
* * *
Wenn irgendwie so diese Pollen da fliegen, dagegen bin allergisch; aber ich
weiß nicht genau, was das ist. Asthma habe ich nicht.
Subkategorie: Antibabypille (zur Therapie)
Im Teenie-Alter da hatte ich so unregelmäßige Periodenzeiten. Da hat mir der
Arzt schon damals - ich war vielleicht 15, 16 - die Pille verschrieben; aber eben
aus Gründen, weil ich unregelmäßige Periode hatte.
Subkategorie: Antibabypille (zur Verhütung)
Mit 20, als ich meinen Freund kennenlernte, habe ich wieder angefangen. Also
die Pille habe ich von 16 bis 18 genommen, und dann wieder ab 19.
Subkategorie: Bösartige Tumore
Ja, aber sonst, toi toi toi! Knochenverbiegungen oder Tumorleiden kennen wir
nicht.
* * *
Krebs, Tumore habe ich nicht.
* * *
Also siebenmal war ich zur Kur, bedingt durch die Krebserkrankung.
Subkategorie: Drüsen
Mit neun Jahren hatte ich dann eine Nierenbeckenentzündung durch Unterküh-
lung; war auch sehr schlimm, da habe ich auch sechs Wochen gelegen; wo ich
jetzt natürlich auch meine Nieren ein bisschen pflegen muss. Ich habe damals
sechs Wochen sehr intensiv gelegen. Und ich weiß, dass ich damals unheimliche
Mengen Zinkkrauttee getrunken habe; aber der Arzt wusste auch keinen Rat
Retrospektiv-qualitative Erhebung 113
mehr. Und dann bekam ich auch Medikamente, so ganz dicke rote Tabletten,
und das hat man dann verhältnismäßig gut in den Griff gekriegt.
* * *
Mit 14, 15 habe ich die Brille bekommen, und so lange musste ich schon Medi-
kamente nehmen für die Schilddrüse; also schon sehr, sehr lange.
* * *
Meine Schilddrüse ist immer in Ordnung gewesen.
Subkategorie: Gelenkerkrankungen (Arthrose)
Dann muss ich dazu sagen, Rückenbeschwerden habe ich eigentlich schon, so
lange ich denken kann, wenn ich dann mal von Jugend anfange.
* * *
Ich wäre gerne Friseuse geworden. Als ich aus der Schule kam, habe ich aber
schon gemerkt, dass ich schlecht sitze. Ich hatte immer Haltungsschäden, immer
bin immer krumm gegangen. Meine Eltern haben immer gesagt, geh gerade!
Nur selbst sieht man das nicht, empfindet man das nicht.
* * *
Entzündliche Gelenkserkrankungen habe ich noch nicht gehabt.
Subkategorie: Gelenkerkrankungen (Rheuma)
Mit 13 habe ich Rheuma gekriegt, das können Sie sich nicht vorstellen. Bin ich
hier im Krankenhaus gewesen. Es fing hier in dem Ellbogen an, und hier in den
Gelenken; da habe ich neun Wochen da gelegen.
* * *
Und die vielen Medikamente, was man durch das für das Rheuma kriegte; war
so Gelenkrheuma, das wanderte dann in die Knie, da hatte ich es dann auch.
Retrospektiv-qualitative Erhebung 114
Subkategorie: Gewicht
Als Kind war ich dick, schlichtweg dick! Doch, ich war immer sehr, sehr dick,
muss man sagen. Ich war nicht pummelig, ich war dick.
* * *
Untergewicht oder Übergewicht habe ich als Kind nicht gehabt.
* * *
Ich hatte ständig Untergewicht. Meine Mutter musste ständig zum Arzt mit mir;
mit den andern beiden Geschwistern nicht.
* * *
Als Kind und als Teenager und hinterher als Twen hatte ich, wie man das immer
gesagt hat, keinen Po in der Hose; und für meine Größe war ich eigentlich
schon zu schlank!
Subkategorie: Herzkreislauf
Als Kind habe ich immer einen zu niedrigen Blutdruck gehabt, bin ich immer
umgekippt.
* * *
Dann habe ich einen Herzklappenfehler dazu gekriegt, dadurch hat sich das
wahrscheinlich auch so verlängert. Und dann ging das immer so, dann war das
mal wieder mehr, mal weniger schlimm. Und dann sollten die Mandeln raus. Ich
wurde schon als Krüppel hingestellt, weil ich eben dadurch auch behindert war.
Subkategorie: Hormonpräparate
Ich habe im ganzen Leben keine Hormone bekommen, gar keine und überhaupt
keine.
* * *
Hormon habe ich mal bekommen, ein halbes Jahr. Ich habe es aber wieder ab-
gesetzt, weil ich zu dick wurde. Übergewicht hatte ich auf keinen Fall.
Retrospektiv-qualitative Erhebung 115
Subkategorie: Kalziumzusätze
Als Kind musste ich immer Kalktabletten schlucken. Ich war sehr groß und dünn
auch, und dann meinte unser Hausarzt, damit die Knochen auch richtig stabil
würden, müßte ich Kalziphonat nehmen; das war aber auch das einzige Medi-
kament.
* * *
Kalzium-Zusätze habe ich bekommen, die habe ich eigentlich fast regelmäßig
einnehmen müssen, von Kindheit.
* * *
Kalziumtabletten oder Vitamin-D habe ich nicht zusätzlich bekommen.
Subkategorie: Knochenkrankheit
Als ich aus der Schule kam, sind wir dann auch zum Orthopäden gegangen, und
der hat dann auch festgestellt, dass ich einen schwachen Rücken habe. Und
dann habe ich in so einem Gipsbett schlafen müssen; kriegte ich so eine Gips-
molle. Da war ich 14. Und dann musste ich darin schlafen; und am Anfang war
das ein bisschen unbequem. Ich habe mich schön seitlich reingelegt, habe da
herrlich drin geschlafen. Ist ja nicht im Sinne des Erfinders, habe ich aber ge-
macht.
* * *
Meine Mutter hat mir immer erzählt, dass ich mit zwei Jahren erst habe laufen
können. Also eine gewisse Knochenschwäche war sicher immer vorhanden, im-
mer.
* * *
Aber sonst habe ich keine Knochenverbiegungen. Ich habe auch noch nie etwas
gebrochen gehabt oder so, noch nie; und bin schon so öfters eine Treppe run-
tergesegelt, aber noch nie was gebrochen!
Retrospektiv-qualitative Erhebung 116
Subkategorie: Kortison
Kortison-Medikamente oder so etwas habe ich noch nie in meinem Leben ge-
nommen; Gottseidank.
* * *
Zusätzlich Kortison habe ich nie bekommen; ich habe nie Medikamente mit
Kortison bekommen.
Subkategorie: Krankenlager
An Kinderkrankheiten kann ich mich nicht erinnern. Ich war als Kind regelrecht
neidisch auf andere Kinder, die dann im Bett bleiben durften und verwöhnt wur-
den und nicht zur Schule mussten.
* * *
Und da hat man auch noch einen feingewebliche Erkrankung im linken Kniege-
lenk festgestellt. Und dann war ich dann zwei Jahre in Sennenhorst im Kran-
kenhaus. Sie wollten das Knie zwar steif legen, aber ich hatte Glück!
* * *
Wie gesagt, mit Ausnahme von den vier Jahren, die ich da im Krankenhaus ge-
legen habe.
* * *
Ein längeres Krankenlager habe ich nicht gehabt,
Subkategorie: Kuren
Vom Gesundheitsamt aus bin ich auch mal zur Erholung geschickt worden. Das
hatte Frau Doktor Zanken noch gemacht. Als ich so 10, 11 war, da bin ich für
sechs Wochen auf Norderney gewesen zur Erholung; von der Stadt aus ging das,
glaube ich.
* * *
Einmal war ich dann auch im Schwarzwald zur Kur; das war ja noch diese Kin-
derverschickung, und dann musste ich mal so sechs Wochen richtig jeden Mor-
Retrospektiv-qualitative Erhebung 117
gen Möhren essen - gerieben mit Honig dazwischen - weil ich immer sehr blass
war und Eisenmangel hatte.
Aber, ob es geholfen hat, weiß ich auch nicht; das wurde mir dann empfohlen,
und meine Mutter machte mir das dann.
Subkategorie: Lebertran
Morgens, wenn wir zur Schule gingen, stand Mutter an der Tür mit Lebertran.
Das schmeckte nicht so gut, aber da kamen wir wirklich nicht drum rum!
* * *
Als Kind sollte ich mal Lebertran nehmen. Habe ich aber nie genommen.
Subkategorie: Galle/Leber
Mit Nieren, Leber, Magen und Darm und so habe ich keine Beschwerden.
* * *
Als ich die Gelbsucht bekam, da war ich 16 Jahre alt.
Subkategorie: Magen/Darm
Magengeschwüre hatte ich von 18 bis 21. Das ist natürlich auch später erst
festgestellt worden; man wusste da nichts mit anzufangen. Also, es war so
schlimm, dass ich nicht mehr gehen konnte vor lauter Magenkrämpfen. Und
dann wurde ich mal von so einem praktischen Arzt behandelt. Ich hab´ dann
natürlich auch verschiedene Ärzte gehabt, weil der dann gar nicht mehr prakti-
zierte. Und nach Jahren hat man dann bei einer Röntgenaufnahme bei einem
Internisten festgestellt, dass ich mal ein Magengeschwür gehabt hätte, weil ich
nämlich Vernarbungen hatte.
* * *
Mit Nieren, Leber, Magen und Darm und so da habe ich keine Beschwerden.
Retrospektiv-qualitative Erhebung 118
Subkategorie: Medikamente
Was ich gegen die Kopfschmerzen genommen habe, weiß ich nicht. Aber dass
ich von Jugend an viel Tabletten genommen habe, das muss ich zugeben. Aber
Migräne ist es nicht, weil es ein konstanter Kopfschmerz ist.
* * *
Aber Medikamente habe ich sonst keine genommen, also eigentlich nicht. Ich
habe immer, wenn ich schlecht zurecht war, viel Tee getrunken, immer Tee.
Subkategorie: Menarche
Die erste Periode war bei mir relativ spät. Ich habe schon immer gedacht, ich
bin nicht normal oder so. Da war ich schon 16; ich hatte auch bis dahin fast
keinen Busen.
* * *
Mit 12 Jahren hatte ich meine erste Periode.
Subkategorie: Operationen
Ich bin geboren in Schlesien, und bin nach dem Krieg 12 Jahre in Gefangen-
schaft gewesen. Und da bin am Blinddarm operiert worden.
Mit 18 ist der Blinddarm rausgenommen worden; mit 20 die Mandeln. Da hatte
ich rheumatische Schmerzen gehabt, und die waren dann auf einmal weg.
Subkategorie: Periode
Ich hatte sehr sehr Schmerzen immer, sehr schmerzhaft war das immer! Das ist
so lange so geblieben bis nach der ersten Geburt, da hat es sich gebessert. Also
ich hätte die Wände hochgehen können!
* * *
Meine Regel war nie schmerzhaft, nein, gar nicht schlimm. Also, ich habe nie,
toi toi toi, nie Last damit gehabt. Wenn ich da an meine Arbeitskollegin denke,
die hat dann Migräne, und erbrechen musste die. Also, ich sage, was hat das
Retrospektiv-qualitative Erhebung 119
damit zu tun? Also, das hatte ich vorher noch nie gehört, kenne ich nicht. Ich
habe nie Schwierigkeiten gehabt.
Subkategorie: Stress
Stress oder so habe ich als Kind nicht gehabt.
* * *
Als ich zehn Jahre alt war, ja, da hatte ich schon Stress, kann man sagen.
Subkategorie: Vitamin-D
Ich habe früher gerne in der Sonne gelegen.
* * *
Irgendwelche Vitaminzusätze habe ich nicht bekommen.
Subkategorie: Weitere Erkrankungen
In der Kindheit haben wir alle gehabt; Masern, Windpocken, Röteln, Scharlach,
Mandelentzündung, Husten, Keuchhusten, Stickhusten.
Obwohl ich ja immer ziemlich dünn und schmal war, war ich relativ wenig
krank.
Subkategorie: Zähne
Das einzige Handikap sind meine Zähne. Auch als Kind hatte ich immer schon
Schwierigkeiten mit Zahnschmerzen.
* * *
Meine Zähne sind bestens in Ordnung. Der Zahnarzt hat gesagt, wenn ich nur
Patienten wie Sie hätte, dann müsste ich am Hungertuch nagen. Und inzwischen
hat es sich auch noch nicht geändert, erfreulicher Weise.
Retrospektiv-qualitative Erhebung 120
Ankerbeispiele der Kategorie 14
Anamnese als Erwachsene
Subkategorie: Allergien
Allergische Leiden habe ich überhaupt nicht; da habe ich also gar keine Last
mit, Gottseidank.
* * *
Wenn irgendwie so diese Pollen da fliegen, dagegen bin ich allergisch; aber ich
weiß nicht genau, was das ist.
Subkategorie: Antibabypille (Therapie)
Die Pille habe ich genommen, aber erst nach dem zweiten Kind. Damit hatte ich
keine Probleme. Die Ärztin hat mir sogar starke verschrieben, damit ich mal ein
Pfund zunehmen könnte. Im allgemeinen nimmt man ja davon zu, aber ich habe
nicht ein Pfund zugenommen zu der Zeit damals.
* * *
Die Pille hat mir der Arzt verschrieben, damit ich Kinder bekommen sollte.
Dann hat der Körper erst Ruhe, und wenn man die dann absetzt, dann ist das
besser, so wie bei mir.
Subkategorie: Antibabypille (Verhütung)
Die Pille habe ich öfter mal genommen, als ich so 20 war, bis 25. Als ich dann
verheiratet war, habe ich sie eine ganze Zeit genommen.
* * *
Die Pille habe ich nie genommen.
* * *
Ich habe niemals Hormone genommen, außer natürlich dann nach dem zweiten
Kind. Von da an habe ich die Pille genommen. Da war ich 24, das werde ich
Retrospektiv-qualitative Erhebung 121
nicht vergessen, da war ich noch sehr jung. Und die habe ich genommen, bis ich
ungefähr 45 war. Dann habe ich aufgehört.
Subkategorie: Blutspenden
Blut habe ich nie gespendet. Nein, es ist nicht dazu gekommen.
* * *
Ich habe 28 mal Blut gespendet 1984 das erste Mal, da war ich 42 Jahre alt.
Aber dann stellte man eine Entzündung im Blut fest, und jetzt geht das nicht
mehr.
Subkategorie: Bösartige Tumore
Krebs habe ich nicht, ich gehe regelmäßig zur Voruntersuchung.
* * *
1986 hatte ich dann Brustkrebs an der rechten Seite. Aber ich habe nicht er-
laubt, die ganze Brust abzunehmen, sondern nur teiloperiert. Kriegte dann 35
Kobalt-Bestrahlungen und bin dann nach acht Monaten wieder zurückgegangen
in meine Arbeit in die Kaserne.
Subkategorie: Drüsen
Unter anderem hatte ich eben auch eine Schilddrüsenoperation.
* * *
Drüsen und auch die Eierstöcke hat man bei mir nicht entfernt. Meine Nieren
sind auch in Ordnung!
* * *
Die Schilddrüse habe ich in den letzten Jahren zweimal untersuchen lassen;
aber das war weder Über- noch Unterfunktion; ein bisschen Vergrößerung, und
dann sollen da Knötchen drin sein, die aber nicht böse sind. Die Nieren sind
auch in Ordnung.
Retrospektiv-qualitative Erhebung 122
Subkategorie: Gelenkerkrankungen (Arthrose)
Die Knochen, die machen mir Sorgen, seit etwa drei Jahren. Angefangen ist es
mit dem Daumen. Und das wurde dann immer schlimmer, und dann bin ich mal
damit beim Orthopäden gewesen. Ja, und jetzt fängt das hier überall mit den
Gelenken an; auch die Füße, die kleinen Gelenke, hier diese Gelenke, das fängt
alles damit an. Es wird immer ein bisschen schlimmer, vor allem, wenn es Regen
wieder gibt.
* * *
Entzündliche Gelenkerkrankungen habe ich noch nicht gehabt.
Subkategorie: Gelenkerkrankungen (Rheuma)
Habe als Kind sehr viel Mandelentzündung gehabt. Und man sagt, die Mandel-
entzündung, entweder geht es aufs Rheuma oder aber aufs Herz. Und mich hat
es leider Gottes mit dem Rheuma erwischt. Verschiedene Rheuma der Weichteile
und Gelenkentzündungen. Und dadurch kommt auch die Verformung der Gelen-
ke. Das ist also eine grosse Belästigung, ich bin nie ohne Grundschmerzen.
* * *
Seit 1970 habe ich schweres Rheuma. Geerbt habe ich das nicht. Seit fünf Gene-
rationen hat niemand in unserer Familie Rheuma gehabt.
* * *
Da kamen nun drei Teile zusammen. Das war einmal dieses Weichteilrheuma,
die Arthrose, die Entzündungen in den Gelenken.
Subkategorie: Gewicht
Mit dem Übergewicht, das fing 1961 an, nachdem ich am Blinddarm operiert
worden war. Da war ich 31 Jahre alt. Nach der Operation ging ich auseinander.
* * *
Ich hatte immer ein normales Gewicht.
* * *
Retrospektiv-qualitative Erhebung 123
Aber ich bin ziemlich leichtgewichtig, also 50 Kilo jetzt. Und ich weiß nicht, das
macht mir ein bißchen Sorgen.
Subkategorie: Herzkreislauf
Mein Herzkreislauf ist in Ordnung; ich lasse regelmäßig ein EKG machen, also
bisher haben wir nichts festgestellt.
* * *
Aber ich hab´ Herz-Kreislauf-Probleme, muss ich ganz ehrlich sagen.
Subkategorie: Hormonpräparate
Hormone habe ich nicht bekommen.
* * *
Seit letzten November nehme ich Hormone, und zwar Prisomen Kompositum.
Und diese hat mir die Frauenärztin verschrieben: Osophortin. Und diese hat
mir der Orthopäde verschrieben, das ist Dona 200.
Subkategorie: Kalziumzusätze
Medikamente für den Knochenaufbau habe ich auch nie genommen.
* * *
Und seit vorigem Jahr regelmäßig Kalzium, Osophortin.
Subkategorie: Knochenkrankheit
Skeletterkrankungen oder Knochenverlust sind mir unbekannt.
* * *
Brüche habe ich noch nicht! Doch, einen Rippenbruch habe ich gehabt. Und den
rechten Fuss hatte ich mal angeknackst. Und einmal beim Wäscheaufhängen,
einmal über die Wäscheklammer drüber gestolpert, Rippenbruch! Das mag jetzt
vielleicht drei Jahre her sein. - Und im vorigen Jahr beim Einkaufen; ich wollte
nur so diesem Einkaufswagen hinterher springen, und irgendwie vertreten. Und
Retrospektiv-qualitative Erhebung 124
gleich angeknackst, oder angebrochen am rechten Fuß! Der Armbruch, da bin
ich die Treppe runtergefallen, abgestürzt!
* * *
Eine Knochenerkrankung habe ich nicht.
Subkategorie: Kortison
Zusätzlich Kortison habe ich nie bekommen; ich habe nie Medikamente mit
Kortison bekommen.
* * *
Kortison habe ich höchstens im Zusammenhang mit meiner Allergie bekommen,
weil ich auch Heuschnupfen habe. Aber nur so kurzfristig, also nur dann, wenn
es mal so ganz ganz brenzlig wurde, da habe ich dann eine Spritze bekommen.
Und wenn ich beim Orthopäden war; die spritzen ja auch ganz gerne Kortison.
Subkategorie: Krankenlager
Ja, ich bin auch noch nie krank gewesen.
* * *
Ich habe schon mal sieben Wochen im Krankenhaus gelegen, also von 1986 bis
1989. Ja doch, da habe ich sehr sehr viel Zeit im Krankenhaus verbracht!
* * *
Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals krank gewesen zu sein.
Subkategorie: Kuren
Ja, nach der Kur; ich war in 83 und 86 zur Kur, und in der zweiten Kur, da war
eben auch so ein Laufprogramm, und da ist das mal so ein bisschen angerissen
worden.
* * *
Retrospektiv-qualitative Erhebung 125
Ich habe da Moorbäder bekommen, richtig Moorbäder, und auch was für das
Herz. Das waren auch so Bäder, und da bin ich richtig zur Kur gewesen; also
das hat gutgetan. Ja, ich hab richtige Moorbäder bekommen und sehr heiß. Und
dann kriegte ich eben auch, weil das Herz eben auch geschwächt war, kriegte
ich da auch was für.
Subkategorie: Leber/Galle
Ich habe eine chronische Leberentzündung. Keiner weiß, wo das herkommt.
Weil mir hier alle Beulen an den Kopf reden wollten mit Leberzirrhose, da hab
ich mich kurzerhand 1988 angemeldet in der Klinik in Bad Kissingen und hab
mich da durchchecken lassen. Und da kam dann dabei raus - Lapraskopie und
alles machen lassen - , dass ich eine ansteckende Gelbsucht durchgemacht hat-
te, die aber nicht nach außen sichtbar war. Die konnte nicht behandelt werden,
weil man sie halt nicht erkannt hat, und dadurch ist das chronisch geworden.
Und da habe ich immer ein bisschen Last mit, muss auch alle acht bis zehn Wo-
chen die Werte überprüfen lassen.
* * *
Mit Nieren, Leber, Magen und Darm und so da habe ich keine Beschwerden.
Subkategorie: Magen/Darm
Ich habe immer noch Beschwerden mit dem Magen, also ich kann sehr wenig
gebratene Sachen essen! Aber wenn ich so was esse oder auch nur rieche, das
kann ich heute immer noch nicht ab! Ich gehe ja immer zu den Kontrolluntersu-
chungen und lebe eigentlich verhältnismäßig sehr gesund, gesunder wie vor
zehn, fünfzehn Jahren auf jeden Fall.
* * *
Einen Magen habe ich wie ein Pferd. Mein Darm ist in Ordnung, ich habe ganz
normale, regelmäßige Verdauung.
Retrospektiv-qualitative Erhebung 126
Subkategorie: Medikamente
Jetzt nehme ich wegen der Herzkranzgefässe etwas. Das war dann ja wohl auch
ein bisschen nervlich bedingt, eine Zeitlang. Und jetzt, in den Wechseljahren,
kommt das immer mehr. Da überlegt man sich, was man so hinter sich gebracht
hat.
* * *
Medikamente nehme ich nicht; gar keine Tabletten, keine, keine Medikamente,
nein, in keiner Form.
Subkategorie: Nieren
Mit der Leber oder der Niere hatte ich nie Schwierigkeiten.
* * *
Meine Nieren sind nicht ganz korrekt. Festgestellt worden ist das vor zwei Jah-
ren; ich habe Nierensteine. 1991 habe ich meine ersten Nierensteine gehabt,
voriges Jahr habe ich einen zweiten Nierenstein gehabt; dann habe ich also
auch noch kleine Zysten an den Nieren.
Subkategorie: Operationen (Eierstöcke)
Mit den Eierstöcken und der Gebärmutter habe ich keine Probleme.
* * *
Irgendwelche Drüsen entfernt oder die Eierstöcke hat man nicht entfernt.
* * *
Meine Eierstöcke wurden ja auch entfernt, da hatte sich ja auch ein Tumor ge-
bildet, aber der war Gott sei Dank nicht bösartig. Das war vor drei Jahren, ich
war 57.
Retrospektiv-qualitative Erhebung 127
Subkategorie: Operationen (Gebärmutter)
Die Gebärmutter wurde entfernt, weil ich solche starken Blutungen hatte. An-
geblich hatte ich auf der Gebärmutter etwas gehabt, aber das war gutartig. Und
das hat die Blutungen verursacht.
* * *
Mit den Eierstöcken und der Gebärmutter habe ich keine Probleme.
Subkategorie: Operationen (Totaloperation)
1985 bin ich total operiert weil ich eine unwahrscheinliche Senkung hatte und
mich 8 Jahre damit hingeschleppt habe. Sofort einen Tag nach der Periode
wurde die Totaloperation gemacht. Und das war 1985. Und am Abend vor der
Operation, da sagte man mir, es ist doch besser, wir nehmen die Gebärmutter
gleich mit weg und machen eine Radikaloperation.
Subkategorie: Weitere Operationen
Ich hatte einmal einen Bänderriss vor ein paar Jahren, einen doppelten Bänder-
riss. Da haben sie mich operiert.
Und da hat dann der Dr. Bloschke - bei dem bin ich schon ewige Jahre in Be-
handlung war - der hat dann gesagt: Raus, anders geht es nicht! Das habe ich
dann in Salzkotten machen lassen, und da wurde auch meine Brustsache ope-
riert bei dem Dr. Dauer; und der hat dann die linke Seite auch angeglichen, weil
die rechte ja dann ein ganzes Stück kleiner wurde. Aber das war alles ganz gut.
Subkategorie: Periode
Das war dann schon besonders beschwerlich; ich habe da 14 Tage lang zu
kämpfen gehabt, bis es so weit war. Das ist so geblieben, bis das erste Kind ge-
boren wurde; dass ich mich einfach hinlegen musste mit einer Wärmeflasche,
das hat geholfen! Aber, das war auch manchmal sehr beschwerlich, wenn man
ja auf dem Feld draußen war mit so viel Leuten zusammen, dass ich einfach
Retrospektiv-qualitative Erhebung 128
mich irgendwo an den Feldrand nur hin kauern konnte; solche furchtbaren
Schmerzen!
* * *
Das war nie kompliziert. Die kam dann immer pünktlich, konnten Sie die Uhr
nach stellen!
Subkategorie: Vitamin-D
Als Kind habe ich mich nicht in die Sonne gelegt; später als erwachsener
Mensch habe ich viel Urlaub in südlichen Ländern, auch außerhalb Europas,
gemacht. Da war ich so 20 Jahre etwa. Auch als Kind bin ich schon mit meinen
Eltern in südlichen Ländern gewesen. Urlaub in Spanien oder in Italien, mit El-
tern als Kind. Aber ich bin nie als Kind ziemlich braun aus dem Urlaub wieder-
gekommen. Später ja, aber als Kind nicht. Habe mich mit Sicherheit in der Son-
ne viel bewegt, also ich war kein Stubenhocker.
Subkategorie: Schwangerschaften (Anzahl)
Die Kinder habe ich bekommen mit 27, 32 und 37 Jahren.
* * *
Meine Kinder habe ich nicht selber geboren. Wir haben unsere Töchter adop-
tiert. Ich hatte also keine Geburt!
Subkategorie: Schwangerschaften (Stillen)
Meine Kinder habe ich nicht gestillt.
* * *
Die [Kinder] habe ich jeweils sieben Monate lang gestillt, dann mochten sie es
gar nicht mehr! Ich musste dann erst nach zwei Jahren eine Spritze kriegen,
damit das endlich aufhörte.
Retrospektiv-qualitative Erhebung 129
Subkategorie: Stress
Ich hatte noch meine Mutter hier; die war 15 Jahre hier mit einem Schlaganfall.
Im Frühjahr ist sie ins Pflegeheim gekommen. Da habe ich mich halt ein biss-
chen erholen können; das hat mich doch auch sehr gestresst so die letzte Zeit.
* * *
Da war ich auch noch ziemlich mit den Nerven fertig, und da haben sie dann
gesagt, ich sollte mal zur Kur. Da war ich auch in so einer psychosomatischen
Klinik in Bad Schwabach.
Subkategorie: Weitere Krankheiten
Ein bisschen Anämie habe ich immer gehabt, also von Kind auf schon. Das kam
immer mal wieder durch, dann auch in der Schwangerschaft und nach der Ge-
burt. Aber das ist ganz in Ordnung, also das stimmt.
* * *
Dann hatte ich mal vor Jahren, dass ich hier die Schultergelenke immer steif
hatte; das war durch Kalkablagerungen gekommen. Ich habe erst die rechte
Schulter, und dann vor drei Jahren die andere Schulter in einem Reha-Zentrum
in Brakel unter Narkose wieder gängig machen lassen. Mit Gymnastik ist das
dann wieder in Ordnung gekommen. Das war schmerzhaft, und man merkte,
wenn ich das so drehte, so richtig Knirschen.
* * *
Ich hatte viel Kopfschmerzen; ich weiß nicht, ob das Migräne war, aber jeden-
falls hatte ich Kopfschmerzen, und die habe ich auch heute noch! Ich wurde jetzt
auch auf die Migräne behandelt.
* * *
Später hatte ich noch Tuberkulose, da war ich 25 Jahre alt.
* * *
Ich habe wohl Darmbluten häufiger, aber das sind die Hämorrhoiden.
Retrospektiv-qualitative Erhebung 130
Subkategorie: Zähne
Meine Zähne sind gut, ich habe sie noch alle. Ich habe noch keinen gezogenen
Zahn, ich habe, glaube ich, nur drei Zähne überkront, und alles ist noch da.
* * *
1974 ist der Jüngste geboren, unser Uwe. Da war ich schon 42, da fing das an
mit meinen Zähnen. Und jetzt kann ich das Gebiss nicht mehr halten, weil die
Knochen total zurückgebildet haben. Und jetzt habe ich hier unten noch einen,
und die kriegen sie nicht zum Halten. Ich weiß nicht, was ich machen soll. Ich
bin ganz unzufrieden, ich kann da nicht mit sprechen. Wenn ich die drin habe,
kann ich nicht sprechen. Schlimm ist das!
Retrospektiv-qualitative Erhebung 131
Explikation der Kategorien 15 und 16
15. Wohlbefinden in der Jugend
16. Wohlbefinden als Erwachsene
Beide Kategorien erfassen Äußerungen, die recht allgemeine Bemerkungen ent-
halten über das Wohlbefinden in der jeweiligen Lebensphase.
Ankerbeispiele der Kategorie 15
Wohlbefinden in der Jugend
Ich bin Jahrgang 35 und habe die schlimmen Jahre, was Kriegsjahre waren,
total erlebt. Durch die Angriffe war das ja nicht so schön; und dann auch die
Nachkriegsjahre mit den vielen Entbehrungen.
* * *
Ich hab eine schöne Kindheit gehabt, denke ich mal; ein ganz schönes Zuhause,
schöne und gute Familie mit Geschwistern.
* * *
Wenn man das mit der Landarbeit sieht, weiß man nicht, ob das immer die rich-
tige Belastung war. Aber ich habe mich als Kind immer wohl gefühlt.
Sicher, diese Armut war eben da. Und dann waren das ja auch die Nachkriegs-
jahre! Da haben wir schon ab und zu mal Wünsche gehabt, die uns nicht erfüllt
wurden; aber alles im allem, ich denke gerne daran zurück, ich habe mich auch
immer wohl gefühlt.
* * *
An meine Kindheit habe ich keine guten Erinnerungen. Mein Vater, der soff!
Und dann war ja das Familienleben auch nicht gut! Darunter habe ich natürlich
gelitten! Der machte immer Theater, wenn er abends wiederkam. Wir hatten zu
der Zeit oben einen Mieter, wie das nach dem Krieg war. Dann musste ich
Retrospektiv-qualitative Erhebung 132
nachts nach oben hin, damit ich das nicht so mitkriegte hier unten. Und das
wollte er wieder nicht. Und oft wurde ich nachts wieder nach unten geholt. Das
waren schon Zustände hier!
* * *
Ich komme zwar aus einer großen Familie mit vielen Geschwistern, aber es war
trotzdem für mich immer wieder faszinierend, bei denen wieder am Tisch zu sit-
zen, mit den Knechten und Helfern, und die so rein kamen. Und da war dieser
riesige blank geputzte Tisch in der Küche. Ich muss sagen, eigentlich bin ich da
auch gross geworden auf dem Bauernhof. Der war ja auch direkt gegenüber von
meinem Elternhaus. Und da wollte ich auch immer Raschens Bäuerin werden.
* * *
Ich bin geboren in Schlesien, und bin nach dem Krieg 12 Jahre in Gefangen-
schaft gewesen.
* * *
Natürlich gab es mal eine Zeit, in der ich recht fröhlich war. Aber was nach
meinem fünften Lebensjahr war, da würde ich immer sagen, dass ich eigentlich
mehr Pflichten als sonst irgend etwas hatte.
* * *
Ich war immer gut in Form, ich bekam weder eine Kur zur Erholung, noch sonst
was. Ich kriegte auch keinen Lebertran, nichts, ich war immer fit! Ich habe nie
Lebertran bekommen, und von daher auch nie diese bewussten Bonbons hinter-
her! Ich neigte eher ein bisschen zu Übergewicht, aber nicht viel; aber ich war
gut in Form.
* * *
Als Kind habe ich mich nicht so wohl gefühlt, nein! Ich habe meinen Vater sehr
vermisst! Und der Stiefvater, den ich dann bekommen habe, das war schrecklich
für mich als Kind! Aber für meine Schwester nicht! Ich war da acht Jahre alt!
An den eigenen Vater kann ich mich nur aus den Erzählungen von meiner Mut-
ter erinnern.
Retrospektiv-qualitative Erhebung 133
Ankerbeispiele der Kategorie 16
Wohlbefinden als Erwachsene
Ich kann sagen, dass eigentlich mein Leben durch den Sport, durch die sportli-
chen Aktivitäten, enorm gewonnen hat! Wenn ich keinen Sport gemacht hätte,
hätte ich nie so viel gesehen und erlebt; und ich wär` wahrscheinlich dann auch
nicht so kontaktfreudig, wie ich immer noch bin, weil ich so unendlich viel ver-
schiedene Leute kennengelernt habe im Laufe dieser langen Zeit.
* * *
Dann bin ich sehr glücklich verheiratet, und es ist alles harmonisch, würde ich
sagen. Es stimmt, es passt, es passte immer mit meinen Eltern, es passte mit
meinem Mann, mit meiner Familie, und es passte auch mit der Familie meines
Mannes. Wir waren so eine Großfamilie; es waren immer Großeltern mit im
Haus, die da gewohnt haben, die mit im Familienverband integriert waren.
Wenn ich irgendwelche Sorgen oder Ärgernisse hatte, das wurde immer durch-
gesprochen, da wurde nie etwas verheimlicht, es wurde über alles immer gere-
det. Ich denke, das ist es mit.
Mein körperliches Wohlbefinden könnte ich aber nicht zurückführen auf Bewe-
gung, nicht bewusst.
* * *
Wenn ich ganz langsam gehen lasse, mich ruhig verhalte, dann geht das. Aber
ich habe ja auch einen Haushalt. Ich muss Wäsche machen, ich muss in den
Garten. Dann wird mir das schon verdammt schwer!
* * *
Und dann habe ich keine finanziellen Sorgen mehr. Ich habe meine Rente, für
die ich auch hart gearbeitet habe, ich habe nette Kinder, ich habe vor allem
ganz tolle Enkelkinder, neun Stück. Ich habe sechs Kinder, bis zu 18 Jahren.
Ich freue mich über jeden Tag, wenn es schönes Wetter ist. Trübes Wetter mag
ich auch nicht so gerne. Ich habe auch nette Bekannte.
Retrospektiv-qualitative Erhebung 134
Ich habe einen Lebensgefährten. Wir treffen uns, machen auch mal Urlaub zu-
sammen; wir haben schon schöne Sachen gemacht, Teneriffa, und in Johannes-
burg war ich dieses Jahr fünf Wochen. Das Umfeld - die Stadt selber gefällt mir
nicht so gut - aber das Umfeld ist sehr schön; Natur und so, das mag ich sowie-
so.
* * *
Mir geht es sehr gut! Das führe ich auf meine neuen Lebensumstände zurück!
Mein Leben hat sich in den letzten sechs Jahren verändert, und für mich hat der
zweite Lebensabschnitt begonnen. Vor sechs Jahren habe ich mich getrennt von
meinem Ehemann. Ich bin wieder ins Berufsleben zurückgekehrt, bin selbständig
geworden, unabhängig. Das ist das, was ich immer wollte; das habe ich er-
reicht, und mir geht es eigentlich sehr gut.
Retrospektiv-qualitative Erhebung 135
6.5 Transkription und Paraphrasierung
Mayring (1993, 65) erwähnt drei Techniken, die im wesentlichen bei der wörtli-
chen Transkription zur Verfügung stehen.
Ø Um alle Dialekt- und Sprachfärbungen wiederzugeben, könne das In-
ternationale Phonetische Alphabet genutzt werden.
Ø Die literarische Umschrift im gebräuchlichen Alphabet könne auch
Dialekte hinreichend festhalten.
Ø Die Übertragung in normales Schriftdeutsch bereinige den Dialekt, be-
hebe Satzbaufehler und glätte den Stil.
Bei der vorliegenden Studie steht im Vordergrund, das Textmaterial auf der Ba-
sis des theoretischen Interesses auf seinen inhaltlichen Kern zu untersuchen.
Daher ist die letztgenannte Technikregel von Bedeutung. Nach der mehr techni-
schen Aufbereitung des Befragungsmaterials durch die Transkription wurde auf
der Basis des theoretischen Interesses der Studie die Übersetzung der verschrif-
teten Äußerungen in ihren inhaltlichen Kern vorgenommen. In der Sprachwis-
senschaft wird damit das Ziel verbunden, einen Text durch eine verdeutlichende
Übertragung in eine Sprachform zu bringen, die verständlicher ist. Die für die-
sen Vorgang gebräuchliche Bezeichnung Paraphrasierung dient dazu, „das Ma-
terial so zu reduzieren, dass die wesentlichen Inhalte erhalten bleiben, durch Ab-
straktion einen überschaubaren Corpus [sic] zu schaffen, der immer noch Abbild
des Grundmaterials ist“ (Mayring 1994, 54). In dem Verfahren des Paraphrasie-
rens werden Auslassungen vorgenommen, die sich beziehen auf nicht inhaltstra-
gende Textbestandteile; umständliche und auch falsche grammatikalische Aus-
drucksweisen werden geglättet.
Zur Transkription des Gesprächsverlaufs werden bestimmte Zeichen vorge-
schlagen, die Besonderheiten wie Lachen, Pausen, Tonhöhen, Mimik, Unterbre-
chungen und andere Merkmale im sprachlichen Text kennzeichnen, da sie für
die spätere Interpretation von Bedeutung sein könnten (vgl. Bortz und Döring
1995, 287; Lamnek 1995, 108). In der vorliegenden Studie kommentierte der
Interviewer solche verbalen und auch nonverbalen Äußerungen der Interviewten
stets innerhalb des Gesprächs selbst, womit sie Bestandteil des Textes wurden.
Zur Verdeutlichung der Vorgehensweise sollen die folgenden Beispiele dienen:
Retrospektiv-qualitative Erhebung 136
Grundform Paraphrasierung
Ja, ich bin aus dem Jahrgang 35 und
habe eigentlich die schlimmen Jahre,
was Kriegsjahre waren und so weiter,
total erlebt. Dadurch, daß ich nun so,
wie gesagt, die Angriffe ..., und in ...,
und das war ja nicht so schön ...; und
dann auch die Nachkriegsjahre, ... et-
liche Entbehrungen ....
Ich bin Jahrgang 35 und habe die
schlimmen Jahre, was die Kriegsjahre
waren, total erlebt. Durch die Angriffe
war das ja nicht so schön ; und dann
waren das auch die Nachkriegsjahre
mit den vielen Entbehrungen.
Und -eh - man hat ..., ich hab auch
versucht, seitdem das nun irgendwie
`raus ist, daß das auch irgendwo der
Grund meiner Schwierigkeiten
ist - eh -, versucht, die Ernährung um-
zustellen dadurch, daß ich mit viel
mehr Salaten und so weiter ..., aber
wie gesagt, das Fleisch ist irgendwo
einfach mein Hauptnahrungsmittel,
bin ich ganz ehrlich. Sei es Wurst, und
kann ich auch einfach nicht lassen.
Ich habe auch versucht - seitdem ich
weiß, dass das der Grund meiner
Schwierigkeiten ist - die Ernährung
umzustellen. Ich esse viel mehr Salate
und so weiter. Das Fleisch ist einfach
mein Hauptnahrungsmittel. Und ich
kann das einfach nicht lassen.
Das einzige was war, das war, Herr
K. , das war Schulsport die Stunde, die
dann, manchmal fiel sie dann auch
noch aus, dadurch, daß die, der Alarm
war, das war ja in der Zeit. Turnhallen
gab es in ganz ganz ganz ganz wenig,
und also an Sport nebenbei hab ich
überhaupt gar nichts gemacht, ich
wüßte auch überhaupt nicht, daß da
unten aus der Ecke, daß da irgendei-
ner zum Sport gegangen wäre, also
wüßte ich wirklich nicht.
Meine einzige Bewegung hatte ich im
Schulsport; manchmal fiel die Sport-
stunde dann auch noch aus, weil
Alarm war. Turnhallen gab es ganz,
ganz wenig; Sport nebenbei hab` ich
überhaupt nicht gemacht. Keines von
uns Kindern ist zum Sport gegangen.
Ja, ja, aber wir waren ja, eigentlich
waren wir befreundet hier mit, mit M.
M., die waren ja auch sehr, also die
waren auch zu der Zeiten, also wie das
nachher wieder ein bißchen bergauf
ging, waren die im Sport sehr interes-
siert, hier ihre Schwester ja auch, Ire-
Nach dem Krieg, als es wieder bergauf
ging, da hatten wir einige Freunde und
Bekannte, die sehr sportinteressiert
waren. Die haben versucht, uns mitzu-
nehmen. Aber ich war wirklich sport-
uninteressiert. Ich war also ein Won-
neproppen. Ich hatte eigentlich immer
Retrospektiv-qualitative Erhebung 137
Grundform Paraphrasierung
ne, und so, die Bs. und B. W. seine
Frau auch, und die waren, wie gesagt,
wirklich sehr sportlich sehr sportinter-
essiert, aber das war auch so eine Cli-
que, wissen Sie da, und dann haben
die, wie gesagt, versucht uns mitzu-
nehmen, aber ich war wirklich Sport
uninteressiert. Ich bin ganz ehrlich,
vielleicht auch, man, ich war als Kind
auch, auf deutsch gesagt ein Wonne-
proppen, wissen Sie, Gewichtsproble-
me eigentlich immer Gewichtsproble-
me eigentlich immer, und dann war
man auch ein bißchen bequem, sag ich
ganz ehrlich.
Gewichtsprobleme. Und dann war
man auch ein bisschen bequem.
In, ... da war man aber wirklich noch
jünger, Strick, Seilchenspringen ... Ja,
Seilchenspringen und wissen Sie, diese
aufgezeichneten Hüpferkästchen da
und eh, doch, das haben wir schon
sehr intensiv gemacht, und es war ja
auch total so verkehrsberuhigt, also
die Straßen waren ja, also da waren
die Straßen wirklich noch ein Spiel-
platz. Ja doch, das haben wir ausge-
nutzt, doch sobald `ne Minute, sobald
man die Aufgaben fertig hatte und so,
dann sind wir schon auf der Straße
gewesen. Das hab ich gern gemacht,
ja doch, doch, doch!
Ja, Sport ist für mich, sag ich ganz
ehrlich in irgendeinem Verein ange-
schlossen zu sein und Geräteturnen
und so sag ich ganz ehrlich, also das
ist für mich Sport, ne.
Wir haben viel draußen mit unseren
Spielkameraden gespielt; als wir jün-
ger waren z. B. Strickschlagen und
Seilchenspringen. Seilchenspringen
und Hüpferkästchen, das haben wir
sehr intensiv gemacht; und es war ja
auch total so verkehrsberuhigt. Also
die Straßen waren wirklich noch ein
Spielplatz. Das haben wir ausgenutzt.
Sobald `ne Minute frei war, sobald
man die Aufgaben fertig hatte und so,
dann sind wir schon auf der Straße
gewesen. Das habe ich gerne gemacht,
ja doch!
Sport ist für mich, wenn man irgendei-
nem Verein angeschlossen ist und Ge-
räteturnen und so macht.
Ja, sind wir auch gelaufen, und an
Wintertagen Gesellschaftsspiele,
Mensch ärgere dich nicht und wie man
zu der Zeit eben uns Kinder so be-
schäftigt hat, und dann kamen wir
Wir sind auch gelaufen. Und an Win-
tertagen haben wir Gesellschaftsspiele
gemacht, Mensch-ärgere-dich-nicht,
und wie man zu der Zeit eben uns Kin-
der so beschäftigt hat. In der Schule
Retrospektiv-qualitative Erhebung 138
Grundform Paraphrasierung
noch in die Schule und dann wurde
auch gehandarbeitet mit der Strick-
liesel und so weiter, und haben wir uns
schon so ein bißchen abgeguckt, wir
haben dann auch schon mal mit meh-
reren Freundinnen gesessen und ein
bißchen, wie man es heute so schön
sagt, getuckelt.
wurde auch gehandarbeitet mit der
Strickliesel.
Ja, kommt irgendwo wieder durch,
aber ich glaub doch ich müßte ir-
gendwie, und das ist auch, was der
Hausarzt der Orthopäde der Hausarzt
immer wieder sagt, Bewegung bleiben,
Bewegung bleiben und ich merke das
ja selber, ich merke das selber, wenn
es mir noch so dreckig geht, und ich
mach mich wirklich auf, und ich ma-
che mich wirklich mobil - auf deutsch
gesagt - und gehe mal dann und nehme
mir das Fahrrad und fahre mal so,
fühle ich mich natürlich total wohl,
also viel wohler, als wenn ich, wenn
ich dann zurückkomme, ne.
Der Hausarzt sagt immer wieder, in
Bewegung bleiben, in Bewegung blei-
ben. Und ich merke das ja selber,
wenn es mir noch so dreckig geht, und
ich mache mich wirklich auf und neh-
me mir das Fahrrad und fahre mal so,
fühle ich mich natürlich total wohl;
also viel wohler.
Ja, also da muß ich Ihnen ganz ehrlich
sagen, es war ja, wie gesagt, die
schlimme Zeit. Es gab, ich konnte noch
nicht einmal schwimmen, ich konnte
nicht schwimmen, ich kann mich gut
erinnern, wir gingen von der Herz-
Jesu-Schule zum Kaiser-Karls-Bad
zum Schwimmen. Jetzt war der
Schwimmunterricht angesagt, dann
waren wir oft unten an der Klepper-
gasse da unten, ja, dann gab´s aber
Alarm. Zurück, oder aber in den näch-
sten erst besten Keller. Und dann
schon war unsere Schwimmstunde
wieder vorbei.
Ich habe es einfach nicht gelernt, und
da beide Eltern -in Anführungsstriche
Meine Kindheit war Kriegszeit, es war
eine schlimme Zeit. Ich konnte noch
nicht einmal schwimmen. Wir gingen
von der Herz-Jesu-Schule zum Kaiser-
Karls-Bad zum Schwimmen. Da war
der Schwimmunterricht angesagt.
Dann gab´s aber Alarm, und schon
war unsere Schwimmstunde wieder
vorbei.
Ich habe es einfach nicht gelernt, und
da beide Eltern vom Dorf waren, wur-
Retrospektiv-qualitative Erhebung 139
Grundform Paraphrasierung
– „vom Dorf“ waren, wurde das auch
irgendwo überhaupt nicht gefördert.
Es war einfach so, und es ....
de das auch überhaupt nicht gefördert.
Sehr wenig, also was ich gar nicht
gerne, kann ich mich noch erinnern,
dieses Geräteturnen, das war für mich
ein Greuel. Vielleicht auch, weil ich
auch immer ein bißchen Übergewicht
hatte, weil ich, wie gesagt, auch zu
faul war, ganz ehrlich. Heute sag ich
das, zu faul war und ließ mich auch
durch nichts motivieren. Da hab ich
immer gedacht, wie die so über die
Kästen sprangen (stöhnt), schon wie-
der über die alten Kästen.
Sportunterricht hatten wir sehr wenig.
Ich habe das auch nicht gerne ge-
macht. Erinnern kann ich mich noch
an dieses Geräteturnen, das war für
mich ein Greuel; vielleicht auch, weil
ich ein bisschen Übergewicht hatte,
weil ich auch zu faul war. Ich war zu
faul und ließ mich auch durch nichts
motivieren. Da hab ich immer gedacht,
wie die so über die Kästen sprangen!
Und auch, eh was das Schwimmen an-
belangt, denn auch gerade Schwimmen
ist ja also wirklich, es ist sehr sehr
wichtig und hat mir auch immer gut
getan, und seit dem letzten Jahr bin
ich wieder total am Schludern, auch
irgendwo keine Motivation mehr, ich
denke, ich sag’s ganz ehrlich, ist viel-
leicht auch ein Armutszeugnis, was ich
mir selber ausstelle, irgendwo fehlt
mir der letzte Schwung, ne.
Was das Schwimmen anbelangt, denn
gerade Schwimmen ist ja sehr wichtig
und hat mir auch später immer gut
getan. Seit dem letzten Jahr bin ich
wieder total am Schludern; auch ir-
gendwo keine Motivation mehr. Ir-
gendwo fehlt mir der letzte Schwung.
Retrospektiv-qualitative Erhebung 140
6.6 Methode der Quantifizierung qualitativer Daten
Auch bei qualitativen Daten liefern sinnvolle Quantifizierungen einen wichtigen
Beitrag zur Absicherung und zur Verallgemeinerung bei der wissenschaftlichen
Erkenntnisgewinnung. Innerhalb der qualitativen Erkenntnismethoden entschärft
ein solches integratives Denken den Gegensatz zwischen qualitativem und
quantitativem Denken (vgl. Mayring 1993, 24).
In der vorliegenden Studie werden qualitative Daten mit Hilfe einer computer-
unterstützten Analyse ermittelt; diese werden umgewandelt in quantitative Daten
und mit solchen in Beziehung gesetzt, die auf rein quantitativem Wege – also
durch Messen nach dem Verfahren der Osteodensitometrie – gewonnen wur-
den.
Dazu wird das computerunterstützte Programm zur Analyse qualitativer Daten
(QUALITATIVE DATA ANALYSIS) für die wissenschaftliche Bearbeitung von
Texten eingesetzt. Probleme der Datenerhebung sowie wissenschaftstheoreti-
sche Auseinandersetzungen über die anzuwendende Forschungsmethode sind
ausgeklammert, sie müssen vorher diskutiert und gelöst werden (vgl. Kuckartz
1999, 9).
Die Beschreibung des Textanalyseprogramms WINMAX 97 beschränkt sich da-
her auf die Darstellung genereller Regeln, die bei der vorliegenden Studie zur
Anwendung kamen (vgl. Kuckartz 1997, 58 ff):
Ø Der transkribierte Interviewtext wurde erfasst durch das Textverarbei-
tungsprogramm Microsoft Word.
Ø Der Text wurde in das Programm WINMAX 97 eingelesen; er stand
dort als Dokument zur Verfügung, wurde also nicht mehr verändert.
Ø Das festgelegte Kategoriensystem mit den Hauptkategorien bzw. den
Unterkategorien wurde als Codewort-Manager nach WINMAX 97
übertragen und bildete die zentrale Funktion.
Ø Einzelne Textpassagen (Codings) wurden bestimmten Codeworten zu-
geordnet (codieren).
Ø WINMAX 97 lässt bei der Codierung zusätzliche Gewichtungen der
einzelnen Textpassagen auf einer Skala von 1 – 100 zu. Grundlage für
diese Bewertung war im vorliegenden Fall das Osteoporoserisiko. Für
die geplante Auswertung wurde die Gewichtung unter Berücksichti-
gung der aufgetretenen Tendenzen auf drei Werte reduziert, und zwar
auf die Skalenwerte 1, 50 und 100. Diesen wiederum wurden die Be-
Retrospektiv-qualitative Erhebung 141
wertungsmaßstäbe 0, 1 und 2 zugeordnet, wobei 0 einen hohen und 1
einen mäßigen Grad des eingeschätzten Osteoporoserisikos kennzeich-
net; die Bewertung 2 schließt das Risiko bezüglich der Osteoporose
aus. Die folgenden Beispiele geben einen konkreten Einblick in die
Verfahrensweise:
Interviewbeispiel 1
Ich war damals sehr bewegungsfreudig, und ich bin es auch
noch immer. Verstecken, Fangen, Fußball, Federball,
Handball, Gymnastik, Turnen am Boden, Purzelbaum – all
das haben wir gemacht. Man hat sich verrenkt, ist durch
Röhren geklettert und über Zäune und was weiß ich alles.
Das haben wir jeden Tag gemacht, Rollschuhlaufen, und
was so kam. Wir hatten ein Fahrrad und eben diese Roll-
schuhe.
Ø Einschätzung dieser Textpassage innerhalb des Textanalysepro-
gramms WINMAX 97:
Ein Osteoporoserisiko – bezogen auf Kategorie 1 (Sport in Familie
und Umfeld in Kindheit und Jugend) – kann ausgeschlossen wer-
den; die Bewertung erfolgt mit der Gewichtung 2.
Interviewbeispiel 2
Geräteturnen haben wir in der Halle gemacht; wir haben
am Barren geturnt und an den Klettergerüsten und an der
Sprossenwand. Da kann ich mich gut dran erinnern. Stufen-
barren war das auch; Bockspringen, da kann ich mich dran
erinnern.
Ø Einschätzung dieser Textpassage innerhalb des Textanalysepro-
gramms WINMAX 97:
Ein Osteoporoserisiko – bezogen auf Kategorie 3 (Sport in der
Schule) – kann ausgeschlossen werden; die Bewertung erfolgt mit
der Gewichtung 2.
Retrospektiv-qualitative Erhebung 142
Interviewbeispiel 3
Mit unserem Mädchen haben wir sehr viel gespielt, aber eben
Halma, Mensch-Ärgere-Dich-Nicht. Das waren unsere ei-
gentlichen Spiele. Die körperlichen Spiele, Bewegungsspiele,
die haben wir nicht gemacht, nein, nein, nein!
Ø Einschätzung dieser Textpassage innerhalb des Textanalysepro-
gramms WINMAX 97:
Das Osteoporoserisiko – bezogen auf Kategorie 1 (Sport in Familie
und Umfeld in Kindheit und Jugend) – kann als hoch angesehen
werden; die Bewertung erfolgt mit der Gewichtung 0.
Interviewbeispiel 4
Sport in der Schule hatten wir gar nicht! In Ostpreußen
hatten wir Mädchen statt dessen Handarbeit.
Ø Einschätzung dieser Textpassage innerhalb des Textanalysepro-
gramms WINMAX 97:
Das Osteoporoserisiko – bezogen auf Kategorie 3 (Sport in der
Schule) – kann als hoch angesehen werden; die Bewertung erfolgt
mit der Gewichtung 0.
Jeder Interviewtext wurde mit Hilfe des Textanalyseprogramms WINMAX 97
unter Berücksichtigung der 16 Kategorien und mit insgesamt mehr als 150 Sub-
kategorien codiert und gewichtet. Für jede Kategorie der einzelnen Interviews
wurden aus den Bewertungen innerhalb der Subkategorien die Mittelwerte er-
rechnet, die dann die Grundlage bildeten für die Auswertung nach der multiplen
Regressionsanalyse. Die entsprechende Tabelle mit allen Daten ist als Anlage
(S. 270-305) beigefügt. An dieser Stelle soll an zwei Beispielen die Vorgehens-
weise erläutert werden:
Retrospektiv-qualitative Erhebung 143
Beispiel 1
Ø Kategorie 01 Sport in Familie/
Umfeld in Kindheit/Jugend 01 02
Bewegungs-/Sportmotivation 30/15=2,00 0/4=0,00
Bewegungs-/Sportmöglichkeiten 32/18=1,77 6/12=0,50
Dauersportarten
Jogging/Laufen
Radfahren 6/3=2 1/1=1,00
Schwimmen 0/1=0,00
Wandern 1/1=1,00
Leistungen 6/3=2,00
Sportarten
Ballspiele 4/2=2,00
Leichtathletik
Turnen/Gymnastik 8/4=2,00
weitere Sportarten 12/6=2,00
Gesamtergebnis 98/51=1,92 8/19=0,42
Das bedeutet:
1. In dem Interview 01 (VP 01) konnten der Kategorie 01 (Sport in Fami-
lie/Umfeld in Kindheit/Jugend) insgesamt 51 relevante Textpassagen zuge-
ordnet werden; sie sind einzeln aus der Tabelle ablesbar. Nach der festgeleg-
ten Bewertungsskala (vgl. S. 141) wurde dafür insgesamt ein Wert von 98
gegeben. Daraus ergibt sich der Mittelwert 1,92, was nach der angegebenen
Schätzskala ein Osteoporoserisiko ausschließt, die VP hat also mit großer
Wahrscheinlichkeit eine hohe Knochendichte. Dieser Wert ist Grundlage für
die multiple Regressionsanlyse.
2. In dem Interview 02 (VP 02) wurden in der Kategorie 01 (Sport in Fami-
lie/Umfeld in Kindheit/Jugend) für 19 passende Textstellen ein Wert von 8
vergeben, woraus sich ein Mittelwert von 0,42 errechnet wurde. Nach der
angegebenen Schätzskala kann man auf ein hohes Osteoporoserisiko schlie-
ßen, die VP hat also mit großer Wahrscheinlichkeit eine niedrige Knochen-
dichte. Dieser Wert ist Grundlage für die multiple Regressionsanalyse.
Retrospektiv-qualitative Erhebung 144
Beispiel 2
Ø Kategorie 03
Sport in der Schule 01 02
Bewegungs-/Sportmotivation 9/5=1,80 0/1=0,00
Bewegungs-/Sportmöglichkeiten 2/1=2,00 1/4=0,25
Leistungen 2/1=2,00
Sportarten
Ballspiele 2/1=2,00
Leichtathletik
Schwimmen 4/2=2,00 0/1=0,00
Turnen/Gymnastik 2/1=2,00 0/1=0,00
weitere Sportarten
Sportlehrer 5/3=1,66
Sportunterricht 2/1=2,00
Gesamtergebnis 28/15=1,86 1/7=0,14
Das bedeutet:
1. In dem Interview 01 (VP 01) konnten der Kategorie 03 (Sport in der Schule)
insgesamt 15 relevante Textpassagen zugeordnet werden; sie sind einzeln aus
der Tabelle ablesbar. Nach der festgelegten Bewertungsskala (vgl. Seite 141)
wurde dafür insgesamt ein Wert von 28 gegeben. Daraus ergibt sich der
Mittelwert 1,86, was ein Osteoporoserisiko ausschließt, die VP also mit gro-
ßer Wahrscheinlichkeit eine hohe Knochendichte hat. Dieser Wert ist
Grundlage für die multiple Regressionsanalyse.
2. In dem Interview 02 (VP 02) wurde in der Kategorie 03 (Sport in der Schule)
für 7 passende Textstellen der Wert 1 vergeben, woraus der Mittelwert 0,14
errechnet wurde. Nach der angegebenen Schätzskala kann man auf ein hohes
Osteoporoserisiko schließen, die VP hat also mit großer Wahrscheinlichkeit
eine niedrige Knochendichte. Dieser Wert ist Grundlage für die multiple Re-
gressionsanalyse.
Die folgende Graphik (S. 146) verdeutlicht die beiden auf unterschiedliche Wei-
se gefundenen quantitativen Werte des Risikofaktors bezüglich der Osteoporose.
Die Interviewpartnerin 01 (VP 01) hat den osteodensitometrisch ermittelten
Knochendichtewert von 1,49 g/cm2 . Sie liegt 23 % über der Altersnorm und hat
Retrospektiv-qualitative Erhebung 145
somit eine überdurchschnittlich hohe Knochendichte; auf der oben begründeten
Skala bekommt sie den Wert von 2.
Die Interviewpartnerin 02 (VP 02) hat den osteodensitometrisch ermittelten
Knochendichtewert von 0,87 g/cm2 ; sie liegt 31 % unterhalb der Altersnorm,
was einer deutlichen Osteoporose entspricht; auf der oben begründeten Skala
bekommt sie den Wert von 0.
Die Graphik zeigt die für alle 16 Kategorien retrospektiv-qualitativ ermittelten
Werte des Osteoporoserisikos der beiden Probandinnen. Es kann abgelesen wer-
den, dass in den Kategorien, die Aspekte der Bewegung beinhalten, die Werte
der beiden Probandinnen deutlich differieren, während bei den anderen Katego-
rien viele Überschneidungen festzustellen sind. Für VP 01 (in der Graphik mit
grünen Symbolen), deren Knochendichte nach der Osteodensitometrie mit 1,49
g/cm2 als sehr hoch eingestuft werden kann, ist das Osteoporoserisiko nach der
qualitativ vorgenommen Schätzung sehr niedrig. Für VP 02 (in der Graphik mit
roten Symbolen) dagegen, deren gemessener Knochendichtewert mit 0,87 g/cm2
niedrig ist, ist das retrospektiv-qualitativ ermittelte Osteoporoserisiko hoch.
Die in der Graphik ausgedruckten Linien kennzeichnen nicht graduelle Abhän-
gigkeiten der einzelnen Kategorien untereinander; sie machen lediglich die Les-
barkeit der Verteilung übersichtlicher.
Graphische Darstellung der Schätzwerte mit "hoher" und "niedriger" Knochendichte
VP 01: gemessene Knochendichte hoch (1,49 g/qcm)
VP 02: gemessene Knochendichte niedrig (0,87 g/qcm)
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 01
VP 02
146
Auswertungsstrategie 147
7Auswertungsstrategie
7.1 Grundgedanken
Die grundlegende Frage, um deren Beantwortung es geht, lautet:
Hängt das Auftreten eines osteoporotischen Befundes möglicherweise
von Ereignissen der Lebensgeschichte, vor allem in der Kindheit und Ju-
gend, ab?
Für die Erfassung mehrerer unabhängiger Variablen (relevanter Indikatoren)
sowie deren Einfluss auf eine abhängige Variable – hier den Knochendichte-
index – sind in den Sozialwissenschaften multivariate Methoden entwickelt
worden, mit denen Hypothesen überprüft werden können, die den Einfluss
der unabhängigen Variablen auf die abhängige Variable zu beschreiben versu-
chen (vgl. Bortz 1993, 407 ff).
Im Gegensatz zur Knochendichte, die gemessen und als Zahlenwert angegeben
werden kann, ist für die Erfassung der Lebensgeschichte ein anderes Verfahren
erforderlich. Sie kann dadurch objektivierend beschrieben werden, dass zur Cha-
rakterisierung einzelner Aspekte Variablen festgelegt werden, die sich durch
Ausprägungen kennzeichnen lassen. Jede Ausprägung ist eine Bewertung, die
Teilen des erfassten Materials durch den Untersucher oder einen von ihm Be-
auftragten wie eine Schulnote gegeben wird – im Grundsatz handelt es sich da-
bei um ein Einschätzungsverfahren (engl.: rating).
Die Zahlenwerte der unabhängigen Variablen stammen in dieser Untersuchung
aus der Lebensgeschichte der Probandinnen und werden von ihnen selber nicht
unmittelbar in ihren Interviews gegeben, sondern erst im Verlauf der Über-
arbeitung und Bewertung der Interviews nach bestimmten Regeln nachträglich
zugewiesen, so wie ein Lehrer zur Benotung eines Aufsatzes Punkte an dessen
Rand schreibt.
Auf diese Weise erhält man quantitative Einstufungen zur Beschreibung von
Aspekten der Lebensgeschichte. Als quantitative Größen sind sie nun mit der
ebenfalls quantitativ gegebenen Knochendichte kommensurabel, und erst durch
diese Kommensurabilität lässt sich ein rein quantitatives Analyseverfahren – in
diesem Fall die multivariate Regressionsanalyse – überhaupt einsetzen.
In dieser Studie geht es um Lebensgewohnheiten, die als Risikofaktoren die Ent-
stehung der Osteoporose begünstigen. Den übergeordneten Begriffen Bewe-
gung, Umwelt, Ernährung, Vererbung und Krankheiten wurden insgesamt 14
Kategorien zugeordnet und als Ausgangsbasis für die Auswertung zugrunde ge-
legt. Unter Berücksichtigung der beobachteten Tendenzen wurden drei Ge-
Auswertungsstrategie 148
wichtungen vorgenommen, wobei 0 eine hohe Ausprägung und 1 eine mittlere
Ausprägung kennzeichnet, während 2 für ein Nichtvorhandensein des Phäno-
mens steht. Diese – aus Gründen der Datenverarbeitungstechnik vorgenommene
– Zuordnung der Zahlenwerte entspricht dem Vorgehen bei den Schulnoten, bei
denen in Deutschland auch die niedrigste Zahl der höchsten Ausprägung (der
Leistung) entspricht.
Es wurden 14 quantifizierbare Aspekte der Lebensgeschichte zur Betrachtung
ausgewählt (S. 67-70) und durch unabhängige Bedingungsvariablen (jeweils mit
der Stufung 0, 1, 2) beschrieben. Einzige abhängige, also zu erklärende Variable
– Zielvariable genannt – ist die Knochendichte. 14 Bedingungsvariablen sollen
also zur Erklärung einer einzigen Zielvariablen verwendet werden.
Da die ursprünglichen Bedingungsvariablen wegen ihres klaren Bedeutungsge-
halts auch als Einflussfaktoren gelten und – anders als in einer Faktorenanalyse
– nicht zu neuen Faktoren mit neu zu definierenden Bedeutungen kombiniert
werden sollen, bietet sich die multiple Regressionsanalyse als Methode der
Wahl an.
Das lineare Modell erlaubt, die Zielvariable als gewichtete (das heißt: mit Koef-
fizienten versehene) Summe der Bedingungsvariablen zu beschreiben. Eine sol-
che mit Koeffizienten versehene Summe heißt Linearkombination. (Das Adjek-
tiv „linear“ wird gewöhnlich für solche Modelle verwendet, weil gewichtete
Summen geometrisch Geradengleichungen im zwei- und dreidimensionalen
Raum beschreiben.)
Die Gestalt der Regressionsformel ist nach Backhaus et al. (19947, 6) folgende:
y = b1.x1 + b2.x2 + … + bk.xk + … + bn.xn + b0
y Zielvariable (Regressand)
xkk-te Bedingungsvariable (k-ter Regressor)
bkRegressionskoeffizient der k-ten Bedingungsvariablen
(des k-ten Regressors)
b0 konstantes Glied
Die gewichtete Summe liefert im vorliegenden Fall eine Formel, in der auf der
linken Seite als Rechenergebnis ein Zahlenwert als Schätzung der Knochen-
dichte steht und auf der rechten die mit Koeffizienten versehene Summe der Be-
dingungsvariablen. Die Aufgabe der Regressionsanalyse besteht nun darin, aus
dem gegebenen Datenmaterial die Koeffizienten für die Formel zu finden.
Die so ermittelte Regressionsfunktion erlaubt es dann, eine Schätzung (!) für die
Knochendichte zu geben. Mittels Vergleich der gemessenen mit den geschätzten
Auswertungsstrategie 149
Werten wird die Güte des ermittelten Zusammenhangs beschreibbar bzw. die
Hypothese belegt.
Der Sinn einer solchen Formel ist es nicht, die Messung überflüssig zu machen,
sondern sie dient dem Nachweis eines Zusammenhangs. Die Kausalität des Ein-
flusses wäre dann zumindest sehr plausibel – vorausgesetzt, die durch Regressi-
onsanalyse erhaltene Formel erweise sich als tauglich, gute Schätzwerte für die
Knochendichte zu liefern.
Die Eignung der Formel, die man regressionsanalytisch bestimmen kann, soll
später in dieser Arbeit folgen. Es bestünde auch die Möglichkeit, dass die von
der Formel gelieferten Schätzwerte sich sehr stark von den gemessenen Kno-
chendichtewerten unterscheiden. Dann wäre die Formel ungeeignet, den ver-
muteten Zusammenhang nachzuweisen.
Wenn aber – wie in dieser Studie herauszufinden ist – die Schätzwerte, die von
der allein mit lebensgeschichtlichen Daten beschickten Formel geliefert werden,
gut treffen, dann darf dies als starkes Indiz für die Gültigkeit des Zusammen-
hangs zwischen Lebensgeschichte in der Kindheit und Jugend und Osteoporose
im Erwachsenenalter gewertet werden. Zugleich kann die Regressionsformel
dann nicht nur das Bestehen, sondern auch die Art des Zusammenhangs be-
schreiben.
Auswertungsstrategie 150
7.2 Konkretisierung des Modells im Zuge der Hypothesenbildung
Die multiple Regressionsanalyse ist Bestandteil vieler statistischer Standard-
Auswertungsprogrammsysteme, wie zum Beispiel des SPSS (Brosius 1988).
Im praktischen Vorgehen müssen dazu erst einmal die Bedingungsvariablen
konkret definiert und mit Bezeichnungen versehen werden. Außerdem muss
man die Zielvariable vorgeben. Für alle diese Variablen müssen in dem Daten-
bestand, den die Untersuchung als Basis der Auswertung geliefert hat, Daten für
jeden Fall und jede Variable in die sogenannte Databox eingegeben werden. Den
Rest erledigt das Programm. Als Ergebnis liefert es die Regressionskoeffizienten
und das absolute Glied der Regressionsformel.
Im vorliegenden Fall wird sich – wie hier schon vorweg angekündigt werden
soll – am Ende folgende Regressionsformel für die Knochendichte ergeben:
K = 0.22 . F + 0.11 . S + 0.67
mit
Kgeschätzter (!) Wert der Knochendichte
FAusprägung der erlebten Intensität des Sports
in Familie/Umfeld
SAusprägung der erlebten Intensität des Sports in der Schule
Hier sind nur zwei Bedingungsvariablen im Spiel. Es wird sich erweisen, dass
tatsächlich nur diese beiden Bedingungsvariablen einen dominanten Einfluss
haben.
Auswertungsstrategie 151
7.3 Konkretisierung des Modells als Prozess
Das Modell stellt sich, wie geschildert, als eine Formel dar, in die man Bedin-
gungsvariablen gleichsam „hineinfüttert“, um für eine einzige Variable, nämlich
die Zielvariable „Knochendichte“ (als Indikator für den Grad einer eventuellen
Osteoporose) Schätzwerte zu berechnen.
In der vorliegenden Arbeit wurden, wie an anderer Stelle näher erläutert (S.
193), 14 Bedingungsvariablen – genauer: Kandidaten für die Bedingungsvaria-
blen des endgültigen Modells – einbezogen. Diese 14 Bedingungsvariablen lie-
gen für alle 41 Fälle in ihrer Ausprägung vor (Kap. 9). Ob alle 14 oder nur ein-
zelne der Bedingungsvariablen tatsächlich Einfluss haben und, wenn ja, wie
groß dieser Einfluss ist, ist vor der Auswertung nicht bekannt.
Wie kann nun geklärt werden, welchen Einfluss die Bedingungsvariablen wirk-
lich haben? Dazu kann man auf verschiedenen Wegen gelangen, die sich zwar
an gewohnte Verfahrensweisen halten, aber letztlich doch auf einem intuitiv
geleiteten Erproben beruhen.
Im Kern geht es darum, jeweils eine beliebige Auswahl aus der Gesamtheit der
verfügbaren Kandidatenvariablen zu treffen und nur diese in die schon darge-
stellte lineare Regressionsformel einzusetzen. Da man jede Kandidatenvariable
unabhängig von den anderen als Bedingungsvariable verwenden kann oder
nicht, gibt es nicht weniger als 214 Möglichkeiten, eine Kombination von Be-
dingungsvariablen in das Modell einzubeziehen. Diese alle auszuprobieren wäre
ein großer Aufwand. Doch dieser Aufwand ist nicht notwendig, da man mit je-
der Bedingungsvariablen eine inhaltliche Vorstellung verbindet und auch die
Zusammenhänge der Variablen untereinander einschätzen kann. Man versucht
es also nur mit den plausiblen Zusammenstellungen, und diese lassen sich aus
der inhaltlichen Sachkenntnis heraus recht gut finden.
Im vorliegenden Fall bietet das Statistik-Programm „Student Systat“ die Be-
stimmung der Koeffizienten für die Regressionsformel an. Nach Eingabe der
relevanten Daten liefert „Systat“ die Regressionskoeffizienten der Formel und
das absolute Glied.
Die Regressionskoeffizienten werden so bestimmt, dass die Regressionsformel
einen möglichst guten Schätzwert liefern kann. Wann ein Schätzwert gut ist und
wann nicht, bemisst sich durch einen Vergleich der aus der Formel zu berech-
nenden Schätzwerte mit den wahren Werten, die das Programm aus der Databox
ebenfalls kennt. Für den einen Fall trifft die Formel gut, für den anderen viel-
leicht weniger gut. Doch über alle Fälle hinweg soll das mittlere Fehlerquadrat
als Maß für die unaufgeklärte Varianz beschreiben, wie gut die Schätzwerte tref-
fen. Manche Zusammenstellungen lassen einen weit höheren Rest unaufgeklärt
als andere. Das Maß der aufgeklärten Varianz ist das Qualitätsmaß für die Treff-
sicherheit, also die Qualität der Regressionsformel. Es geht also letztlich darum,
Auswertungsstrategie 152
für dieses Qualitätsmaß einen möglichst hohen Wert zu erhalten und dabei die
Anzahl der zur Erklärung notwendigen Bedingungsvariablen möglichst klein zu
halten. Diese Erläuterungen geben allgemein Bekanntes wieder, wie es in den
Handbüchern der Statistik-Software und in deren Online-Hilfe nachzulesen ist
(Brosius 1988; Brosius 1989).
Die Kernfrage der Modellbildung lautet also: Welche Zusammenstellung mög-
lichst weniger Bedingungsvariablen liefert eine Regressionsgleichung, deren
Schätzwerte nahe an die bekannten wahren Werte herankommen?
In der vorliegenden Untersuchung wurde zur Beantwortung dieser Frage folgen-
des Vorgehen verwendet:
Zuerst wurde ein Modell mit 14 Bedingungsvariablen, also unter Einbeziehung
aller Kandidaten, aufgestellt. Dann wurde zuerst eine einzige Bedingungsvaria-
ble weggelassen und die Regressionsformel neu bestimmt. Wenn dann die auf-
geklärte Varianz dadurch nicht nennenswert sank, war es offenbar unschädlich,
diese Bedingungsvariable wegzulassen. Es sei jedoch vor dem Fehlschluss ge-
warnt, diese Variable habe dann auf jeden Fall keinen Einfluss. Es ist ebenso gut
möglich, dass diese Variable mit einer anderen, die noch in der Zusammenstel-
lung ist, so eng korreliert, dass man nur eine von beiden braucht, um Wesentli-
ches zu beschreiben. Dies ist aber durch eine inhaltliche Beurteilung leicht zu
erkennen und bietet der Auswertung keine echten Schwierigkeiten.
Das Weglassen einer einzigen Bedingungsvariablen ist auf 14 verschiedene Ar-
ten möglich. Man probiert alle durch und lässt stets zuerst diejenige weg, die
den geringsten Einfluss hat und eventuell durch eine inhaltlich tragfähigere Be-
dingungsvariable mit vertreten werden kann. So schrumpft der Vorrat nun von
14 auf 13 Bedingungsvariablen.
Es liegt nahe, dass man dieses Vorgehen der Schrumpfung des Vorrats der Be-
dingungsvariablen wiederholen und so im nächsten Schritt von 13 auf 12, dann
von 12 auf 11 und so immer weiter vereinfachen kann. Irgendwann aber gerät
man an einen Schritt, in dem keine der verbliebenen Bedingungsvariablen ohne
großen Schaden für die Treffsicherheit der Regressionsformel mehr weggelassen
werden kann.
Es sei noch einmal betont, dass die geschilderte Vorgehensweise nicht durch
mathematische Begründungen oder Algorithmen festgelegt ist. Vielmehr ist je-
des neue Ausprobieren einer möglichen Regressionsformel letztlich eine Hypo-
thesenbildung und -prüfung. Für die Bildung von Hypothesen aber gibt es keine
einengenden Vorschriften, sondern sie sind ihrer Natur nach willkürliche Set-
zungen des Forschers. Erst die Überprüfung der Hypothesen folgt strengen, in
diesem Fall mathematischen Regeln.
Der Vorgang der schrittweisen Vereinfachung der Regressionsformel steht in
einem engen gedanklichen Zusammenhang mit inhaltlichen Kenntnissen über
Auswertungsstrategie 153
die Bedeutung der jeweils verwendeten oder weggelassenen Bedingungsvaria-
blen und mit den inhaltlichen Wechselbeziehungen zwischen den Bedingungs-
variablen. Der Untersucher geht dabei hypothesengeleitet vor, um zur vereinfa-
chenden Konstruktion zu gelangen. Er darf sich also nicht auf die Automatismen
des Programms verlassen, sondern er muss sich stets inhaltlich vergegenwärti-
gen, was der nächste Schritt in der vereinfachenden Konstruktion immer neuer
Hypothesen (in Gestalt von Regressionsformeln) inhaltlich bedeutet.
Es sei hier schon vorweggenommen, dass in der vorliegenden Untersuchung der
geschilderte Prozess der Hypothesenbildung ein sehr klares und überzeugendes
Ergebnis lieferte: Von allen 14 Kandidaten zeigten 2 Bedingungsvariablen eine
überwältigende Dominanz gegenüber allen anderen, nämlich die schon genann-
ten Bedingungsvariablen.
FAusprägung der erlebten Intensität des Sports in Familie/Umfeld
SAusprägung der erlebten Intensität des Sports in der Schule
Die zugehörige Regressionsformel für die Knochendichte K wurde bereits ge-
nannt, sie lautet:
K = 0.22 . F + 0,11 . S + 0.67
Auswertungsstrategie 154
7.4 Bewährungsprobe für das Modell
Wie soeben geschildert, wurde dem Programm zur Berechnung der Regressions-
formel ein Datensatz geliefert, an Hand dessen die Koeffizienten und das abso-
lute Glied berechnet wurden. Die Gültigkeit der gewonnenen Regressionskoeffi-
zienten wurde durch folgendes Vorgehen überprüft:
Um zur Überprüfung von der Stichprobe auf die Grundgesamtheit schließen zu
können, werden zwei Schritte unternommen:
1. Ermittlung der Regressionsformel aus einer Stichprobe
2. Anwendung der erhaltenen Regressionsformel für eine weitere Stich-
probe, die von der ersten unabhängig, aber ihr gleichartig ist
Kann mit Hilfe der Regressionsformel in der neuen Stichprobe eine signifikant
überzufällige Trefferquote bei der Vorhersage der Osteoporose erzielt werden,
dann darf die Regressionsformel als hinsichtlich ihrer Allgemeingültigkeit stati-
stisch gesichert betrachtet werden.
In dem vorliegenden Fall steht nur eine einzige Stichprobe zur Verfügung. Da
aber zwei gleichartige Stichproben benötigt werden, wird die Gesamtstichprobe
in zwei Teilstichproben (Umfänge 20 und 21 Fälle) aufgeteilt und jeweils eine
von ihnen zur Gewinnung der Regressionsformel, und die zweite zur Prüfung
der Regressionsformel verwendet. Nachdem die Teilstichproben in ihren Rollen
getauscht wurden, wird dasselbe Verfahren noch einmal durchgeführt. Auf diese
Weise erhält man Knochendichteschätzungen für alle 41 Probandinnen, und
zwar auf eine Weise, die sicherstellt, dass die Teilgruppe der jeweiligen Proban-
dinnen nicht diejenige war, aus der die Formel stammt.
Die auf den beiden Teilstichproben erhaltenen Regressionsformeln stimmen bei
Rundung auf zwei Dezimalstellen praktisch überein.
Wird die positive Ausprägung (erlebte Intensität) des Sports in Fami-
lie/Umfeld in der Kindheit mit F bezeichnet und die positive Ausprägung
(erlebte Intensität) des Sports in der Schule mit S, so lautet die Regressi-
onsformel:
Geschätzte Knochendichte = 0,22 F + 0,11 S + 0,67
Auswertungsstrategie 155
Werden also F und S nach der durch den Autor verwendeten Vorgehensweise
für jede einzelne Probandin ermittelt, dann ist die obige Formel eine Schätzregel
für die Knochendichte, die auch ohne Messung in die Nähe des wirklichen
Wertes führt.
Nun richtet sich das Augenmerk nicht mehr auf die Knochendichte, sondern auf
die aus ihr abgeleitete Diagnose Osteoporose mit einem positiven oder negativen
Ergebnis. Nach den üblichen diagnostischen Regeln spricht man von Osteoporo-
se oder von Osteoporosegefährdung, wenn die Knochendichtewerte unter 1 lie-
gen. Liegen die Knochendichtewerte aber bei 1 oder höher, kann die Probandin
als frei von Osteoporose angesehen werden.
Das nachfolgende Diagramm zeigt für alle Probandinnen die nach der Formel
geschätzten Knochendichtewerte auf der waagerechten Achse, und die wirkli-
chen, gemessenen Knochendichtewerte auf der senkrechten Achse. Die diagno-
stische Grenzlinie ist für beide Achsen eingetragen.
In diesem Diagramm finden sich die Fälle der zweiten Gruppe wieder. Hier
wurde die Schätzformel erprobt, die aus der ersten Gruppe gebildet wurde.
Auswertungsstrategie 156
Jeder Punkt in diesem Diagramm entspricht einer Probandin. Die waagerechte
Koordinate des Punktes ist die aufgrund der Biographiedaten geschätzte Kno-
chendichte. Die senkrechte Koordinate des Punktes ist die gemessene wirkliche
Knochendichte. Die beiden Hilfslinien geben die Grenzen an, rechts von der
senkrechten Hilfslinie liegen die als osteoporosefrei geschätzten Probandinnen,
links liegen die, für die Osteoporose geschätzt wurde. Unterhalb der waage-
rechten Hilfslinie liegen die Probandinnen, die wirkliche Osteoporose haben,
oberhalb die, die keine Osteoporose haben. In dem linken unteren und dem
rechten oberen Feld finden sich die richtig geschätzten Fälle. In den beiden an-
deren finden sich die falsch geschätzten Fälle.
Wie das Diagramm zeigt, stellen 39 der 41 Fälle Treffer dar, und nur zwei Fälle
gibt es, in denen eine osteoporoseferne Knochendichte geschätzt, aber eine
osteoporosenahe Knochendichte gemessen wurde.
Die hohe Trefferquote von 39 der 41 Fälle ist hochsignifikant. Dies kann ohne
Prüfgröße durch direkte Berechnung festgestellt werden. Dazu wird die bino-
miale Formel benutzt:
(
)
knk
Kpp
Pk
n−
−
=00 1**
Pk ist die Wahrscheinlichkeit, in einem aus n unabhängigen Versuchen beste-
henden Zufallsexperiment, für das die Grundwahrscheinlichkeit p0 angenommen
wird, genau k-mal einen Treffer zu erzielen (vgl. zum Beispiel Bronstein-
Semendjajew 1991, 662).
In dieser Formel wird ½ als Grundwahrscheinlichkeit dafür angenommen, dass
durch rein zufälliges Raten die Diagnose „osteoporotische Knochendichte“ rich-
tig gestellt wird. Diese Annahme ist gerechtfertigt, weil die Mediziner, von de-
nen das Patientengut stammte, im Sinne der Studie ebenso viele osteoporotische
wie nichtosteoporotische Patientinnen der Untersuchung zuführten.
Gesetzt werden weiter n = 41 für die Anzahl der Probandinnen und k = 39
für die Anzahl der Treffer bei der Schätzung der diagnostischen Aussage
„osteoporotische Knochendichte“ oder „nichtosteoporitische Knochendichte“.
Dann ergibt sich durch mehrfache Anwendung der obigen Formel eine Wahr-
scheinlichkeit von etwa 0,2 Promille dafür, dass eine mindestens ebenso hohe
Trefferrate in einem ähnlich gelagerten Fall zufällig zustande käme (einseitige
Signifikanzprüfung).
Damit ist sogar die 1-Promille-Signifikanzgrenze deutlich unterschritten, die
erhaltene Trefferquote ist folglich hoch signifikant.
Fallbeispiele 157
8Fallbeispiele
8.1 Grundgedanken
Die Darstellung und Auswertung einiger Einzelfälle gibt einen exemplarischen
Überblick. Für die Fallanalysen wurden vier Probandinnen ausgewählt, deren
osteodensitometrisch gefundenen Werte eindeutige Ergebnisse zeigen. Zwei
Probandinnen haben eine hohe Knochendichte, sie sind also osteoporosefrei; bei
zwei anderen wurde ein niedriger Knochendichtewert gemessen, sie leiden unter
Osteoporose.
Die Graphik (S. 158) zeigt die durch die qualitative Beurteilung ermittelten und
in quantitative Werte umgewandelten Bewertungen aller 16 Kategorien der vier
exemplarischen Fälle. Durch die Regressionsanalyse konnte gezeigt werden,
dass von allen 14 in die Auswertung einbezogenen Bedingungsvariablen (vgl.
auch S. 193) nur zwei wirklich nötig sind, um die Knochendichte-Varianz der
Probandinnen zu erklären. Daher richtet sich in der folgenden Diskussion das
Augenmerk ausschließlich auf diese beiden relevanten Kategorien, nämlich Ka-
tegorie 1 (Sport in Familie und Umfeld in der Kindheit und in der Jugend) sowie
die Kategorie 3 (Sport in der Schule). Die anderen Kategorien werden in den
allgemeinen Angaben zur Personenbeschreibung kurz erwähnt.
In der Graphik werden die Tendenzen sehr deutlich. Die retrospektiv-qualitativ
ermittelten Werte in den Kategorien, die Aspekte von Bewegung, Sport und
Spiel beinhalten – besonders die Kategorie 1 (Sport in Familie und Umfeld in
Kindheit und Jugend) sowie Kategorie 3 (Sport in der Schule) – differieren ganz
erheblich zwischen den Probandinnen, bei denen Osteoporose festgestellt wurde
und denen, die eine hohe Knochendichte haben. Die Werte der anderen Katego-
rien überschneiden sich und lassen keine unterschiedliche Kommentierung zu.
Graphische Darstellung der Schätzwerte der 16 Kategorien der Fallbeispiele;
gemessene Knochendichte:
VP 01: 1,49 g/qcm; VP 04: 0,77 g/qcm; VP 37: 0,74 g/qcm; VP 39: 1,40 g/qcm
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 01
VP 04
VP 37
VP 39
158
Fallbeispiele 159
8.2 Fallbeispiel 1 (VP 01)
Nach diesen allgemeinen Bemerkungen soll nun versucht werden, die vier Fall-
beispiele im Einzelnen zu beschreiben.
Der durch die Osteodensitometrie ermittelte Mineralindex (BMD) beträgt bei
der Probandin VP 01 an der LWS 1,49 g/qcm; er liegt damit 23 % über der Al-
tersnorm. Am Schenkelhals wurden 1,30 g/qcm gemessen, das sind 35 % über
der Altersnorm. In der ärztlichen Beurteilung wird festgestellt, dass durch diese
deutlich über der Altersnorm liegenden Werte eine Osteoporose ausgeschlossen
werden kann.
8.2.1 Graphische Darstellung der retrospektiv-qualitativ ermittelten Werte
in einem Diagramm
Das folgende Diagramm (S. 160) zeigt die graphische Darstellung der retro-
spektiv-qualitativ ermittelten und in quantitative Daten umgewandelten Werte;
es bildet den Bezugspunkt für die sich anschließende Auswertung des Inter-
views.
Fallbeispiel 1 (VP 01; 1,49 g/qcm = + 23%)
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des Osteoporoserisikos
VP 01
160
Fallbeispiele 161
8.2.2 Ankerbeispiele als Vorlage für die Kommentierung
Ø Kategorie 1:
Sport in der Familie und im Umfeld in der Kindheit und Jugend
Aber ansonsten haben die Eltern sich wirklich wenig, was so Bewegung
und Sport anging, um uns gekümmert. Das haben wir Kinder, wie das frü-
her so üblich war, von selbst gemacht.
Da war jede Menge Kinder, die haben das eben so untereinander ge-
macht.
Ich war schon ein sportliches Kind, ohne großes Dazutun meiner Familie
sozusagen.
Ja, ich bin also von Natur aus sehr ehrgeizig. Das liegt also auch in mei-
ner Jugend begründet. Ich habe einfach immer diesen Ehrgeiz gehabt, ich
wollte immer Erfolge, auch wenn ich auf Turniere gefahren bin oder so.
Im Sport wollte ich immer gut sein. Ich wollte immer mich bewegen. Ich
hatte immer Lust, mich zu bewegen.
Ich denke einfach, das hat vielleicht auch damit zu tun, dass man das von
Kindheit an so gewöhnt ist; oder weil das so in einem drin steckte.
Ich bin als Kind zum Sport gekommen und habe mich viel bewegt.
Aber das hat vielleicht auch was mit Bestätigung zu tun, dass ich immer
durch den Sport, den ich gut konnte, so eine Befriedigung fand; und weil
ich mich vielleicht vorher viel bewegt habe und dass ich so glänzen
konnte auch vor anderen, als Jugendlicher, wenn man unsicher ist, und
dass man das dann brauchte.
Denn von meiner Familie kam das gar nicht, das kam aus mir selbst sozu-
sagen, dass ich dann irgendwann dachte, ich wollte immer gut sein im
Sport.
Fallbeispiele 162
Ich hatte und ich habe immer diesen Ehrgeiz, und der ist nie weggegan-
gen.
Ich habe also hinter unserem Haus gespielt. Da war ein großes Schreber-
gartengelände, und das war verwildert, so dass wir da das Paradies hat-
ten sozusagen, was Bewegung anging.
Also, bei uns war das eben noch der Glücksfall. In anderen Straßenzügen
da gab´s so was gar nicht. Da war eben der Bürgersteig und die Straße,
und dann war's aus; kein Garten und nix.
Da hatten wir es also wirklich gut. Da waren wir ständig und haben da
gespielt und sind auf Bäume geklettert und haben da Buden gebaut und
Kartoffelfeuer gemacht und alles Mögliche.
Wir waren sehr viel draußen. Wir Kinder waren sehr viel draußen, und
wir haben also immer draußen gespielt.
Und die beste Freundin hatte einen Patenonkel, und diesem Patenonkel
habe ich das eigentlich zu verdanken, dass ich so viel auch Sport hinter-
her gemacht habe. Denn der war der Präsident von diesem Fechtverein,
wo ich dann auch war; und der war auch in so einer besonderen Sport-
gruppe, und zwar war das Akrobatik.
Ich hab also viel mit Jungen gespielt. Das war also, ich war wie ein Junge
früher als Kind.
Und wir waren eben sehr viel draußen. Diese normalen Spiele, wo man
sich dann eben nicht so viel bewegt hat, haben wir natürlich auch ge-
macht; so Mutter-Kind Spiele und so was da, diese ganz normalen Spiele.
Aber wir haben eben viel draußen gespielt, besonders Verstecken, und
dann aber auch dieses: Fischer, Fischer, wie tief ist das Wasser? Und so
was haben wir gespielt. Ich erinnere mich jetzt daran, weil wir immer
so`ne Horde Kinder waren. Das war irgendwie ganz toll da.
Fallbeispiele 163
Wir hatten doch so einige Gerätschaften und auch wohl genug Bewe-
gungsmöglichkeiten. Es waren so ganz einfache Sachen, eben was es da
so gab; diese Rollschuhe zum Unterschnallen, und einen einfachen Roller
und ein Fahrrad. Es war zwar alles einfach früher, aber wir hatten doch
schon einiges.
Unsere Eltern haben uns auch oft in den Stadtpark geschickt. Dann haben
sie gesagt, M., nimm mal die Kinder, und dann geh` mal schön in den
Stadtpark! Der war so `ne halbe Stunde zu Fuß von uns entfernt. Da gab`s
`nen Kahnteich, einen Spielplatz und so. Da sind wir also oft auch hinge-
gangen, auch am Wochenende sind wir da öfter hingegangen.
Aber wir haben eben viel in der näheren Umgebung gespielt. Um unser
Haus herum war das Gelände ja auch ziemlich groß, da haben wir viel
gespielt.
Meine Mutter [sagte] oft: “Du warst auch so ein ganz aktives und an-
strengendes Kind, und Du konntest ganz früh laufen.“
Ich konnte auch früh laufen und war immer ganz flink und war immer
weg, und sie mußte immer hinter mir her sein. Und ich war auch schnell,
hat meine Mutter gesagt. Ich war ein sehr anstrengendes Kind, also so
krabbelig und unruhig, und immer wollte ich laufen. Und ich bin auch
früh gelaufen.
Und meine Mutter hat immer gesagt: „Ich kann mich da noch dran erin-
nern, dass Du auch so früh gelaufen bist und so beweglich warst wie die.“
Also, da wären die Jungen viel ruhiger gewesen, hat sie immer gesagt.
Ich hatte von klein auf die Möglichkeit, mich zu bewegen und zu beweisen.
Und wenn ich damals nicht die Möglichkeit gehabt hätte, so viel mich
auszutoben, dann wäre ich heute wahrscheinlich nicht so bewegungsbe-
gabt geworden und hätte das dann gar nicht geschafft.
Dann hatten wir ein altes Fahrrad. Ich war vielleicht so acht, neun, zehn
Jahre.
Fallbeispiele 164
Da hatten meine Brüder auch alle schon Fahrräder. Und dann sind wir
auch oft so mit dem Fahrrad losgefahren auf einen Spielplatz und haben
da gespielt. Da war ich elf, zwölf, dreizehn.
Im Sport wollte ich immer gut sein. Ich wollte immer mich bewegen. Ich
hatte immer Lust, mich zu bewegen.
Aber das hat vielleicht auch was mit Bestätigung zu tun, dass ich immer
durch den Sport, den ich gut konnte, so eine Befriedigung fand; und weil
ich mich vielleicht vorher viel bewegt habe und viel gemacht habe, dass
ich so glänzen konnte auch vor anderen, als Jugendlicher, wenn man un-
sicher ist, und dass man das dann brauchte.
Ich beginne mit Bewegungen, Bewegungsformen, bin da ganz gut drin,
und dann setzt sich das weiter so fort. Ich bekomme einfach Spaß daran.
Ja, und das bleibt dann so ganz lange.
Dann haben wir Ballspiele auch gemacht, Abwerfen und Völkerball. Und
wir waren ja immer jede Menge Kinder. Fußball haben wir gespielt, und
dann haben wir Verstecken natürlich gespielt, diese ganz normalen Spie-
le.
Wenn ich mit den Jungen Fußball gespielt und dann drei Tore geschossen
hatte, dann hat mir das gefallen.
Und meine Eltern, besonders meine Mutter, hatten allerdings dafür ge-
sorgt, dass ich mit fünf Jahren in einen Turnverein ging. Da bin ich ein-
mal die Woche hingegangen, so zum Turnen.
Ich war in dem Turnverein. Da bin ich durch diese Freundin hingekom-
men. Da haben wir also auch immer Akrobatik mitgemacht. Wir waren
die Kleinsten und mußten dann bis oben rauf. Und dann waren da immer
solche Veranstaltungen, da waren dann so Vorführungen und so was. Das
habe ich mitgemacht.
Fallbeispiele 165
Zweimal die Woche hat der das gemacht. Ich bin einmal zum Turnen ge-
gangen und zweimal zum Fechten.
Zum Turnen war ich im VFL Bochum, da war ich im Turnverein. Aber da
war ich nur so vielleicht von fünf bis ich zehn Jahre alt war.
Und im Alter von 10 Jahren bin ich dann in diesen Fechtverein gegangen.
Und dieser Onkel meiner Freundin, der hat uns zweimal die Woche abge-
holt mit dem Auto und hat uns zum Training gebracht. Wir haben dann
trainiert, auch ziemlich intensiv dann, und der hat uns jeden Abend dann
wieder nach Hause gebracht und ist dann wieder nach Haus gefahren.
Und das hat der über Jahre gemacht.
Dann waren das Übungen mit Aufwärmen, ein Ballspiel und dann Gym-
nastik und so. Das war so eine Rundum-Ausbildung.
Rollschuhe hatte ich auch. Ich konnte so gut Rollschuh fahren, weil wir
auf diesem Schulhof gute Möglichkeiten hatten.
* * *
Ø Kategorie 3:
Sport in der Schule
Wir hatten auch regelmäßig Sportunterricht in der Schule und Schwimm-
unterricht in diesem kleinen Hallenbad. Das war schön. Ich bin also die
ersten Jahre zum Schwimmen gekommen.
[Der Sport] war eigentlich auch sehr wichtig.
In der Schule war das auch so; ich erinnere, dass mir das viel Spaß ge-
macht hat. Ich habe mich da immer wahnsinnig drauf gefreut, weil ich das
so gerne gemacht habe.
An die Schulzeit habe ich eine positive Erinnerung.
Fallbeispiele 166
Auf die Sportstunden habe ich mich immer gefreut, weil ich das auch gut
konnte. Da war ich wirklich fit. Und dann mußte ich auch vieles immer so
vormachen und so. Und das hat mir ganz gut getan, das hat mir gut ge-
fallen, diese Sportstunden; auch in der Schule.
Ich war total ehrgeizig immer, so was den Sport anging.
Wir hatten auch regelmäßig Sportunterricht in der Schule und Schwimm-
unterricht in diesem kleinen Hallenbad. Das war schön. Ich bin also die
ersten Jahre zum Schwimmen gekommen.
Und ich war auch ganz gut natürlich im Sport in der Schule. Ich hatte
immer sehr gut.
Und dann haben wir auch Ballspiele gemacht, so Völkerball auch, und
draußen, auch im Sommer haben wir draußen mal gespielt auf dem
Schulhof, so Ballspiele.
Ich hatte auch keinen weiten Schulweg. Das waren vielleicht 400 m bis
zur Schule. Die Schule war allerdings schon ziemlich modern. Die Grund-
schule, die hatte sogar schon ein Schwimmbad. Also, das war damals, für
damalige Verhältnisse, das war dann ja so um 1960 rum, war das schon
allerhand.
Und dann sind wir zum Schwimmen gegangen in der Grundschule.
Schwimmen habe ich in der Grundschule gelernt. Das war irgendwie eine
Ausnahme, weil das selten war, dass Grundschulen in der Zeit schon
Hallenbäder hatten, solche Schwimmbäder.
Und wir haben auch Bodenturnen gemacht. Wir hatten eine Turnhalle in
der Schule; Bodenturnen, und dann auch diese Matten da und so. Hand-
standüberschlag und Purzelbäume und Rad haben wir gemacht. Das Rad
haben wir da gelernt, das hab ich immer besonders gerne gemacht; dann
solche Hechtsprünge über ein paar drüber; und Bocksprünge.
Fallbeispiele 167
An die Schulzeit habe ich eine positive Erinnerung. Auch an den Sportleh-
rer. Wir hatten einen sehr netten Sportlehrer, den ich auch sehr gut leiden
konnte.
Und dann hatten wir aber auch mal eine Klassenlehrerin, die auch Sport
gab. Und das war so `ne alte Schrulle. Die hat sich noch nicht einmal
umgezogen. Die stand immer da in ihren Klamotten und hat dann irgend-
welche Anweisungen gegeben.
Aber dieser andere, der hat schon gute Sachen mit uns gemacht.
Wir hatten auch regelmäßig Sportunterricht in der Schule und Schwimm-
unterricht in diesem kleinen Hallenbad.
* * *
Fallbeispiele 168
8.2.3 Kommentar und Analyse
VP 01 ist zur Zeit der Studie 43 Jahre alt. Sie ist verheiratet und hat drei Kinder.
Sie führt ihren Haushalt, ist im Sportverein selbst aktiv und leitet dort auch ver-
schiedene Sportgruppen. Ihr sehr gutes Wohlbefinden führt sie darauf zurück,
dass sie selbst ständig etwas unternimmt und besonders im Sport noch über-
durchschnittliche Leistungen erbringt. Diese Einstellung habe sie bereits seit ih-
rer Kindheit.
Obwohl ihre Eltern selbst nicht sportaktiv waren und sich auch wenig um die
sportlichen Aktivitäten ihrer Tochter kümmerten, haben sie ihr aber stets die
Möglichkeiten gegeben zu unbeschwertem Spielen mit anderen Kindern und
auch veranlasst, dass sie sich früh einem Sportverein anschloss. Schon mit fünf
Jahren wurde sie von ihrer Mutter in einem Turnverein angemeldet.
Die kleine Wohnung bot kaum Bewegungsmöglichkeiten, weshalb sich all ihre
Aktivitäten „draußen“ abspielten. Dazu bot das nahe Schrebergartengelände
ideale Möglichkeiten, das den Kindern wie ein Bewegungsparadies erschien.
Besondere Anregungen und Sportmöglichkeiten ergaben sich durch den Einsatz
des Onkels ihrer Freundin, der die sportlichen Aktivitäten der beiden Mädchen
über viele Jahre sehr förderte. Turnen, Fechten, Akrobatik standen auf einem sy-
stematischen Trainingsplan. Zur Vorbereitung auf den Friesenkampf, den sie im
Alter von 11 bis 16 Jahren regelmäßig bestritt, war sie mehr als 30 mal zu Wo-
chenendlehrgängen in Sportschulen, wo jeweils intensiv auf diesen sportlichen
Mehrkampf vorbereitet wurde. Da im Friesenkampf Kugelstoßen, Schwimmen,
Laufen, Schießen und Fechten zu bewältigen sind, ist eine allseitige und intensi-
ve körperliche Belastung im Training wie im Wettkampf vorhanden.
Auch das direkte Umfeld nutzte sie immer wieder zu mannigfaltigen sportlichen
Aktivitäten. Dabei bevorzugte sie besonders die mehr jungenhaften Spiele.
Eine sehr positive Erinnerung hat sie an den Sportunterricht in der Schule und
auch an ihren Sportlehrer. „Richtiges“ Turnen mit Handstützüberschlag, Rad-
schlagen, Hechtsprüngen und Bocksprüngen waren Inhalt eines regelmäßigen
Sportunterrichts; auch Schwimmunterricht fand in einem schuleigenen
Schwimmbad statt. All das hat sie sehr gerne und sehr viel gemacht; auf den
Sportunterricht hat sie sich immer gefreut, und weil sie so fit war und alles so
gut konnte, durfte sie auch immer vormachen.
Auch außerhalb der Schule wollte sie immer etwas mit Sport machen, und sie
war froh, wenn sie sich an sportlichen Aktivitäten beteiligen konnte. Von ihrer
Mutter höre sie heute noch, sie sei ein sehr anstrengendes Kind gewesen, da sie
immer aktiv und sehr lebhaft und immer in Bewegung gewesen sei.
Fallbeispiele 169
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass VP 01 ein großes Bewegungsbe-
dürfnis hat und diesem während ihrer Kindheit und Jugend sowohl in ihrer Um-
welt wie auch in der Schule nachgehen konnte. Ihre sportlichen Aktivitäten wa-
ren sehr zahlreich und auch recht intensiv. – Die Bewertung in den Kategorien,
die Aspekte der Bewegung enthalten, liegt in dem Bereich, der als osteoporose-
frei einzustufen ist.
Ihre Ernährung darf als gut bezeichnet werden, was bei der Tätigkeit der Mutter
als Köchin nicht verwundert. Gemüse, Milch und Milchspeisen standen regel-
mäßig auf dem Speiseplan. Fisch hat sie gerne gegessen. Lebertran musste sie
zusätzlich nehmen. Coca-Cola hat sie schon mal öfter getrunken, Alkohol hat sie
mal probiert, geraucht hat sie nie. – Für die entsprechenden Kategorien kann al-
so ebenfalls kein Osteoporoserisiko angegeben werden.
Ihre erste Periode hatte sie erst mit 16 Jahren, hatte damit aber nie Beschwerden.
Ihre drei Kinder hat sie sehr leicht bekommen. Die Pille hat sie – mit kleinen
Unterbrechungen – bis zu ihrem 25. Lebensjahr genommen. – Die Einschätzung
in diesem Bereich wird bezüglich eines Osteoporoserisikos als wenig auffällig
gesehen.
Mehrere ihrer Verwandten sind an Krebs gestorben; ihre Mutter hat Polyarthrose
und seit etwa zwei Jahren Krebs. Skoliosen sind innerhalb der Verwandtschaft
nicht bekannt. VP 01 selbst hatte einige Sportunfälle, ist ansonsten aber kaum
krank gewesen. – Die Bewertung bezüglich der Krankheiten innerhalb der Fa-
milie muss negativ ausfallen.
VP 01 treibt auch heute noch Leistungssport mit internationalem Erfolg. Als un-
gewöhnlich bezeichnet sie selbst ihren hohen Kaffeekonsum, sie trinkt immerhin
täglich 16 bis 18 Tassen. Gegen die starken Kopfschmerzen, die ihr zweimal im
Jahr arg zusetzen, nimmt sie Tabletten. Ansonsten fühlt sie sich sehr wohl, be-
sonders auch deswegen, weil sie durch ihre guten sportlichen Leistungen immer
wieder eine positive Bestätigung bekommt. Dazu trägt auch die positive Unter-
stützung innerhalb ihrer eigenen Familie erheblich bei. – Die Bewertung fällt
auch hier positiv aus; allerdings wird der hohe Kaffeekonsum an dieser Stelle
ausgeklammert.
Die oben angeführten Ankerbeispiele geben ein deutliches Bild von körperlicher
Belastung der VP 01 durch Sport, Spiel und Bewegung. Der positive Zusam-
menhang zwischen intensiver körperlicher Aktivität und hoher Knochendichte
darf vermutet werden.
Fallbeispiele 170
8.3 Fallbeispiel 2 (VP 39)
Der durch die Osteodensitometrie ermittelte Mineralindex (BMD) beträgt bei
der Probandin an der LWS 1,401 g/qcm; er liegt damit 20 % über der Alters-
norm. Am Schenkelhals wurden 1,213 g/qcm gemessen, das sind 30 % über der
Altersnorm. In der ärztlichen Beurteilung wird festgestellt, dass diese Knochen-
dichte hoch über der normalen Altersnorm liegt und keine Osteoporose vorliegt.
8.3.1 Graphische Darstellung der retrospektiv-qualitativ ermittelten Werte
in einem Diagramm
Das folgende Diagramm (S. 171) zeigt die graphische Darstellung der retro-
spektiv-qualitativ ermittelten und in quantitative Daten umgewandelten Werte;
es bildet den Bezugspunkt für die sich anschließende Auswertung des Inter-
views.
Fallbeispiel 2 (VP 39; 1,40 g/qcm = + 20%)
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des Osteoporoserisikos
VP 39
171
Fallbeispiele 172
8.3.2 Ankerbeispiele als Vorlage für die Kommentierung
Ø Kategorie 1
Sport in der Familie und im Umfeld in der Kindheit und Jugend
Mein Drang war immer zu viel Bewegung!
Wir wohnten nah am Waldrand, da waren nur so ein paar Wiesen und
Felder dazwischen, was unser Land noch war. Und dann schloß sich ein
riesengroßer Wald an. Und der Wald war Dreh- und Angelpunkt fast für
unsere ganzen Spiele.
Die ganze Schulzeit war ich fast nur bei uns in der Nachbarschaft so
nachmittags zum Spiel mit Jungen zusammen!
Auch am Hause haben wir viel gespielt, so in der Scheune. Häuser haben
wir uns gebaut. Wir hatten immer Holz gesammelt, aus Ästen haben wir
uns Hütten gebaut, oder wir haben uns Farnkraut gerissen.
In unserer Nachbarschaft waren in meinem Alter nur Jungen. Da war
meine Mutter ziemlich unglücklich darüber, weil ich das einzige Mädchen
war mit den Jungen. Ich habe Fußball gespielt! Also, ich habe mehr Jun-
genspiele gemacht, die habe ich immer mitgemacht. Und wir haben uns
eben die Hütten gebaut!
Die hatten auch immer zwei große Hunde; mit denen sind wir immer los-
getobt und rumgetollt.
Und dann wurde bei uns im Dorf auch noch so einiges angeboten, das
habe ich alles mitgemacht.
Ich hatte einen ziemlich weiten Schulweg, weil wir ziemlich weit raus
wohnten - also jeden Tag vier Kilometer zur Schule hin, und mit dem
Fahrrad; jeden Tag, bei Wind und Wetter, und auch vier Kilometer zurück
natürlich.
Wir haben viel mit den Fahrrädern unternommen, dass wir viel losgefah-
ren sind.
Fallbeispiele 173
Wir sind immer weit gestrampelt. Mit dem Fahrrad sind wir sehr sehr viel
unterwegs gewesen.
Und im Sommer sind wir viel zum Schwimmen gefahren. Das Schwimm-
bad war im Nachbarort, das waren ca. 12 Kilometer; dann haben wir
schnell unsere Schularbeiten gemacht, damit wir noch mal schnell ins
Schwimmbad kamen!
Dann wurde noch das Schwimmbad gebaut. Das war natürlich ganz was
Tolles, dass wir jetzt auch noch ein Schwimmbad da hatten. Jede freie
Minute, wo ich es eben konnte, bin ich auch ins Schwimmbad gegangen,
weil ich gerne geschwommen bin. Da bin ich nicht so daher gepaddelt,
nein, nein! Ich war immer auf Schnelligkeit bedacht!
Ich war auch immer sehr ehrgeizig; ich wollte immer gerne die Erste
sein! Was ich zwar nicht immer geschafft habe, weil ich schon mit sehr
vielen Jungen groß geworden bin, die mir körperlich auch manchmal
überlegen waren. Aber ich habe trotzdem immer gekämpft, dass ich da
sportlich mithalten konnte. Leistungsmäßig habe ich immer versucht
dranzukommen!
Ballspiele haben wir auch sehr viel gemacht so.
Wir hatten eine große Scheune mit einer großen gemauerten Wandfront,
wo wir dann immer die Bälle dagegen gepölt haben.
Federball haben wir so abends noch mal gespielt, wenn wir nicht mehr so
viel Krach machen durften. Wir haben so etwas immer so kreuz und quer
gespielt! Fußball habe ich auch viel mitgespielt, ja! Auf der Wiese haben
wir immer gespielt, und ich war im Tor immer ganz gut, das habe ich ger-
ne gemacht. Als Torwart musste ich immer ganz geschickt sein, und ich
habe die Bälle immer gut gehalten.
Viel Räuber und Gendarm haben wir gespielt; wir waren viel im Wald;
wir sind immer auf die Bäume geklettert!
Fallbeispiele 174
Unser Nachbar hatte einen großen Teich, und da sind wir im Winter viel
Schlittschuh gelaufen.
* * *
Ø Kategorie 3
Sport in der Schule
Die Schule war gut, die hat mir Spaß gemacht.
Sport habe ich immer gerne gemacht.
Ich war wirklich immer traurig - nachher die Jahre - wenn ich dann mal
so meine Periode hatte, wenn man Sport nicht mitmachen kann!
Da war ich traurig, wenn ich auf der Bank saß und zugucken mußte, wie
die anderen irgendwelche sportlichen Sachen machten, und ich mußte zu-
gucken. Das hat mich immer geärgert!
Also, ich war sportlich und habe gerne immer Sport gemacht!
Und daher hat das vielleicht auch noch dazu beigetragen, dass ich sehr
gerne zum Sport gegangen bin und auch Sport mitgemacht habe.
Sport habe ich gerne gemacht, ja!
Und wir hatten auch einen schönen und großen Sportplatz, wo wir dann
so Spiele gemacht haben.
Ja, ja, wir hatten richtig immer Sportunterricht! Wir hatten richtig mit
Umkleidekabine und Sportzeug, das war so!
Ich glaube, wir hatten zweimal die Woche Sport. Und wenn dann so Wett-
kämpfe anstanden, dann haben wir fast täglich eine Stunde Sport gemacht
Fallbeispiele 175
oder noch angehängt. Also, das war immer, wenn so Wettbewerbsspiele
waren. Das hat der Lehrer mit uns gemacht, ja!
Wettbewerbsspiele haben wir auch gemacht.
Und da war ich auch ziemlich ehrgeizig! Ich wollte auch immer, dass ich
so ziemlich bei den Besten mitgelaufen bin.
Sportlich hatte ich meistens auch immer eine zwei im Durchschnitt; schon
mal eine drei, wenn man keinen Bock hatte; kam ja auch immer schon mal
vor. Aber im großen und ganzen war ich da ganz gut.
Sportabzeichen habe ich immer gemacht; und bei den Bundesjugendspie-
len habe ich Ehrenurkunden und Siegerurkunden bekommen. Die Bun-
desjugendspiele haben wir auch gemacht, ja, ja!
Brennball haben wir in der Schule auch gemacht. Das habe ich gerne ge-
macht, weil man da eben tüchtig laufen muss.
Völkerball haben wir viel gespielt, und eben die Wettbewerbsspiele, wie
Springen und Laufen.
Turngeräte hatten wir auch. Am Anfang noch nicht, die ersten Schuljahre
- da haben wir erst mal die Turnhalle bekommen. An der Schule wurde di-
rekt angebaut, und da hatten wir natürlich auch sportliche Geräte wie
Barren, Pferd und Seile.
Ich habe auch immer gerne an den Seilen geturnt und an den Ringen und
Bockspringen gemacht. Geräteturnen haben wir auch gemacht, ja!
Auch mit diesem Medizinball haben wir viel gemacht. Den Barren haben
wir auch aufgebaut und daran geturnt. Stufenbarren haben wir gemacht,
an dem man so Turnübungen machen kann.
An den Klettertauen konnte ich richtig hochklettern, bis oben hin, ja, ja,
ja, ja! Und was ich auch gerne gemacht habe, so Bodenturnen! Auch
Fallbeispiele 176
Gymnastik habe ich gerne gemacht! Ich konnte Handstand, ich konnte
auch laufen auf den Händen und Rad schlagen.
An meine Sportlehrerin kann ich mich gut erinnern!
In der Schule hatten wir eine sehr nette Sportlehrerin, die auch sehr viel
für den Sport übrig hatte. Ich habe mich mit der Sportlehrerin auch sehr
gut verstanden.
Das hat unsere Lehrerin richtig im Unterricht gemacht!
* * *
Fallbeispiele 177
8.3.3 Kommentar und Analyse
VP 02 ist zur Zeit der Studie 46 Jahre alt. Sie war verheiratet und hat aus ihrer
Ehe zwei Kinder. Nach ihrer Scheidung lebt sie nun seit mehr als zwölf Jahren
mit ihrem Lebensgefährten zusammen, mit dem sie sich sehr gut versteht. Sie
führe ein sehr angenehmes Leben und sei – im Gegensatz zu vorher – innerlich
auch ausgeglichen.
VP 02 macht insgesamt einen vitalen Eindruck, sie ist allseitig interessiert. Der
Drang nach Aktivität und Bewegung ist deutlich auch während des Gesprächs
spürbar. Nach zwei wirkungslosen Diäten hat sie es aufgegeben, sich schlank zu
hungern; sie akzeptiert nun auch ihre etwas gesetztere Figur. „Die Leute, die
mich kennen, die sagen immer: Also, nach dem, was du machst und dich be-
wegst, dürftest du nur halb so dick sein, Du müsstest rank und schlank sein!“
VP 02 ist berufstätig, den Haushalt führt sie gemeinsam mit ihrem Lebensge-
fährten. Ihre beiden Kinder haben eigene Wohnungen.
VP 02 ist auf dem Lande aufgewachsen. Der nahe Wald und die umliegenden
Wiesen gaben ihr reichlich Möglichkeiten für vielseitige Bewegungsaktivitäten.
Dabei muss sie sich mehr den robusteren Jungenspielen zuwenden, da in ihrer
Nachbarschaft keine Mädchen ihres Alters wohnen. Sie versteht es aber, sich
gegen die meist stärkeren Jungen durchzusetzen. Sie spielt Fußball, klettert auf
Bäume, tollt in der Scheune umher und ist insgesamt eine „gleichwertige“
Spielgefährtin der Jungen. Sie verspürt einen inneren Drang, sich körperlich zu
bewegen; an Sport und Bewegung war sie schon immer interessiert. Stark ent-
wickelt ist der Wunsch nach körperlicher Leistung.
Das Fahrrad nutzte VP 02 täglich für die Fahrt zur Schule; auch sonst war dieses
Fortbewegungsmittel häufig bei ihr im Gebrauch. So konnte sie auch das
Schwimmbad gut erreichen. Dem Schwimmen galt ihre besondere Liebe.
VP 02 hat die Schule insgesamt in positiver Erinnerung. Besonderen Spaß hat
ihr der Sportunterricht gemacht. Traurig war sie, wenn sie – aus welchen Grün-
den auch immer – nicht am Sportunterricht teilnehmen konnte. Dabei war sie
immer bestrebt, auch intensiv zu üben und besondere Leistungen zu erbringen.
Sie wollte immer zu den Besten gehören, und deswegen trainierte sie auch eif-
rig.
Ihre Sportlehrer hat sie in guter Erinnerung. Besonders gefallen hat ihr, dass die-
se „Ahnung“ vom Sport hatten und „richtigen“ Sportunterricht machten.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass VP 02 seit ihrer Kindheit sehr viel
Sport getrieben hat. Ihr familiäres Umfeld bot dazu reichlich Möglichkeiten, in
der Schule wurde die Bewegungslust weiter gefördert durch regelmäßigen und
anspruchsvollen Sportunterricht. Darin vermutet sie selbst die Ursache für ihren
Bewegungsdrang, den sie auch als Erwachsene verspürt. Allerdings kommt sie
Fallbeispiele 178
wegen ihrer beruflichen Anspannung und zeitweisen privaten Schwierigkeiten
nicht immer dazu, dem nachzugehen. – VP 02 hat in den angegebenen Berei-
chen kein Osteoporoserisiko aufzuweisen.
Auffälligkeiten bezüglich der anderen Kategorien ergeben sich nicht. Hunger-
zeiten hat sie nicht gehabt, ihre Mutter hat abwechslungsreich gekocht, Gemüse,
Obst, Milchspeisen, Kartoffeln und Nudeln waren die wichtigsten Bestandteile
ihrer Ernährung. „Gute Butter“ und auch fettes Fleisch hat sie als Kind schon
mal gerne gegessen. Coca-Cola gab es einmal in der Woche, wenn der Sprudel-
Mann kam; ansonsten wurde aus dem Obst aus dem eigenen Garten Obstsaft ge-
presst und getrunken. Geraucht hat sie nie, Alkohol gehört im Erwachsenenalter
schon mal ein wenig dazu, wenn gefeiert wird. – Ein Osteoporoserisiko kann
nicht erkannt werden.
Wegen der Unregelmäßigkeiten der Perioden hat VP 02 vom Arzt die Pille ver-
schrieben bekommen, die sie im Alter von 15 und 16 genommen hat; daran an-
schließend hat sie die Pille nur noch in unregelmäßigen Abständen genommen.
Eine Lungenentzündung übersteht sie im Alter von fünf Jahren, Masern, Zie-
genpeter und Entzündung der Mandeln treten im Kindesalter auf. Mit 23 und mit
25 Jahren bekommt sie ihre beiden Kinder, die sie etwa vier Monate stillt. Im
Alter von 38 Jahren ist ihre Gebärmutter entfernt worden. Knochenkrankheiten
sind in ihrer Familie nicht aufgetreten. In ihrer Kindheit hatte sie bei ihren regen
sportlichen Aktivitäten viele Stürze zu überstehen, einen Knochenbruch hatte sie
aber noch nicht. Ein Osteoporoserisiko kann nicht erkannt werden.
Fallbeispiele 179
8.4 Fallbeispiel 3 (VP 04)
Der durch die Osteodensitometrie ermittelte Mineralindex (BMD) beträgt bei
der Probandin an der LWS 0,770 g/qcm; er liegt damit 30 % unter der Alters-
norm. Am Schenkelhals wurden 0,660 g/qcm gemessen, das sind 14 % unter der
Altersnorm. In der ärztlichen Beurteilung wird festgestellt, dass diese Knochen-
dichte unter der Altersnorm liegt und bereits eine Osteoporose vorliegt.
8.4.1 Graphische Darstellung der retrospektiv-qualitativ ermittelten Werte
in einem Diagramm
Das folgende Diagramm (S. 180) zeigt die graphische Darstellung der retro-
spektiv-qualitativ ermittelten und in quantitative Daten umgewandelten Werte;
es bildet den Bezugspunkt für die sich anschließende Auswertung des Inter-
views.
Diese Verteilung ist auch beispielhaft dafür, dass andere Kategorien wie Ernäh-
rung, Arbeit, Genussmittel, Krankheiten mit durchweg positiven Ergebnissen
die negativen Werte in den Kategorien mit Bewegungsaspekten nicht ausglei-
chen können.
Fallbeispiel 3 (VP 04; 0,77 g/qcm = - 30%)
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des Osteoporoserisikos
VP 04
180
Fallbeispiele 181
8.4.2 Ankerbeispiele als Vorlage für die Kommentierung
Ø Kategorie 1
Sport in der Familie und im Umfeld in der Kindheit und Jugend
Puppen haben wir auch gehabt.
Also großartige Spielzeuge konnten wir uns erst mal nicht leisten. Wir
waren es auch gar nicht gewohnt, weil wir waren also wirklich nur auf
dem Land. In der Stadt waren wir ganz selten.
Rollschuhe oder Schlittschuhe hatte ich natürlich nicht!
Tägliche Gymnastik oder so was gab es nicht.
Irgendwelche Sportgeräte hatten wir selbst nicht, wohl so ein Seilchen.
Ein eigenes Fahrrad habe ich nicht gehabt.
Mein Onkel, der das gut meinte, wollte mir absolut das Schwimmen bei-
bringen. Der hat mich aber so immer untergetaucht, und da war es mir
nachher so übel! Und dann habe ich gesagt: Nie wieder! Und dann habe
ich es nachher alleine noch mal versucht. Aber ich bin immer mit dem
Kopf wieder untergegangen, und dann habe ich es aufgegeben irgend-
wann mal.
Sportabzeichen habe ich nie gemacht.
Fallbeispiele 182
Ø Kategorie 3
Sport in der Schule
Wir waren immer vier Klassen, vier Jahrgänge in einer Klasse. Das wa ja
so in Mini-Schulen. Und dann hatten wir Mädchen Handarbeit.
Unser Lehrer war passionierter Jäger, der ist dann mit den Jungen in den
Wald gegangen; entweder auf Jagd, oder die mussten Holz schlagen, oder
die mussten für ihn Holz hacken oder dergleichen. Also, richtigen Sport-
unterricht hat es da nicht gegeben in Ostpreußen!
In Ostpreußen war ich noch drei Jahre in der Schule. Wir sind im Herbst
geflüchtet, nach Pommern wurden wir evakuiert. In Pommern waren wir
zwar in der Schule, aber den nächsten Tag, da waren die Soldaten in den
Schulen, also da hat es gar keine Schule gegeben. Richtig eingeschult
worden sind wir dann nachher erst wieder nach dem Krieg hier nach J.
Sport in der Schule hatten wir gar nicht! In Ostpreußen hatten wir Mäd-
chen Handarbeit!
Zwischendurch waren auch ja auch überall die Soldaten dann nach dem
Krieg in den Schulen. Dann hatten wir nur so kirchlichen Unterricht,
durch so Schwestern da.
Und deswegen war ich auch nachher, als wir dann geflüchtet waren, hier
nach J. in der Schule ziemlich gehemmt! Ich traute mich gar nicht! Die
anderen konnten alle Sport, und ich konnte das nicht!
Ich habe irgendwie versucht, mich zu drücken!
Nur halt, nachher, wie gesagt, eben, ich musste das da mitmachen in der
Schule, den Sport! Aber ich habe mich halt nicht irgendwie hervorgetan!
Ich war dann froh, wenn die Stunde um war!
Also Laufen und Springen und so was habe ich wohl mitgemacht.
Fallbeispiele 183
Aber Turnen, da hing ich wie ein Sack an so einem Ding! Also, da habe
ich mich immer geniert und habe das auch gar nicht versucht!
Aber so Reckturnen und so was, das war absolut nichts für mich!
So richtigen Sportunterricht und richtiges Training gab es für uns nicht,
nein!
Fallbeispiele 184
8.4.3 Kommentar und Analyse
VP 03 ist zur Zeit der Studie 61 Jahre alt. Sie war verheiratet, ihr Mann ist vor
drei Jahren verstorben. Sie hat drei erwachsene Kinder. Zusätzlich zu ihrem
Haushalt mit fünf Personen hat sie über fünfzehn Jahre ihre Mutter gepflegt, die
nun seit drei Jahren in einem Pflegeheim ist. Zwei ihrer Kinder haben einen ei-
genen Haushalt, der jüngste Sohn lebt noch bei ihr. Das nun doch erheblich ru-
higere Leben genießt sie, den Tod ihres Mannes hat sie allerdings bislang nicht
überwunden.
VP 03 ist auf dem Land aufgewachsen. Bewegungsmöglichkeiten sind vorhan-
den, werden aber kaum genutzt. Das Spiel mit den Puppen steht im Vorder-
grund. Andere Spielzeuge, die zu intensiveren Bewegungsaktivitäten auffordern,
„konnten wir uns erst mal nicht leisten“. Fahrrad, Rollschuhe, Schlittschuhe
hatte sie nicht. Schlagball und Völkerball wurden mal gespielt. Große Lust dazu
ist allerdings nicht zu erkennen.
Während der ersten Schuljahre in Ostpreußen „hatten wir Mädchen keinen
Sportunterricht“. Während der Kriegswirren fand kein geregelter Schulunterricht
statt, „wir hatten nur so kirchlichen Unterricht“. Nach der Flucht aus Ostpreußen
und ihrem Eintritt in die Schule in Westfalen baut sich bei VP 03 die Angst vor
Bewegung immer mehr auf. Sie traut sich nicht, sie ist gehemmt. Das führt dazu,
dass sie sich nach Möglichkeit im Sportunterricht immer wieder drückt.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass VP 03 keinen Bezug zum Sport findet
und keinerlei sportliche Interessen aufbaut. Eigenes Bewegungsbedürfnis ist
nicht vorhanden. Sie läuft bei verschiedenen einfachen Kinderspielen „wohl
schon mal so mit“, ist aber immer wieder froh, wenn die Bewegung vorbei ist.
Sie bezeichnet sich selbst als sportlich uninteressiert und bewegungsfaul. – Das
Osteoporoserisiko muss als hoch angesehen werden.
Der Überblick hinsichtlich der anderen Kategorien lässt keine besonderen Risi-
kofaktoren zur Entstehung einer Osteoporose erkennen. Ihre Ernährung in Ost-
preußen, also bis zum neunten Lebensjahr, war gut und reichlich. An Obst, Ge-
müse, Milchspeisen war kein Mangel. Als „Selbstversorger“ hatte die Familie
ein eigenes Stückchen Land und durfte sich Vieh halten. Allerdings gab es nach
der Flucht aus Ostpreußen eine kurze Zeit, in der der Tisch nicht so reichlich
gedeckt war.
VP 03 hat nie geraucht, Coca-Cola hat sie früher kaum getrunken, im Vorder-
grund standen frisch gepresste Obstsäfte. Süßigkeiten gab es sehr wenig, mal zu
Weihnachten eine Tafel Schokolade. Heute trinkt sie schon mal bei einer Feier
ein wenig Alkohol.
Knochenkrankheiten sind in der Verwandtschaft nicht bekannt. Sie hat kein
Kortison bekommen, die Pille bzw. andere Hormone hat sie nicht genommen.
Lebertran und Kalktabletten hat sie als Kind einnehmen müssen. Ihre erste Peri-
Fallbeispiele 185
ode hatte sie mit 13 Jahren; bis zur Geburt ihres ersten Kindes hat sie darunter
sehr gelitten. Als sie Probleme mit der Galle bekam, stellte man fest, dass ihre
Gallenblase die Gallenflüssigkeit nur sehr langsam abgibt. Nach medizinischer
Beratung verhält sie sich nun entsprechend und verspürt keinerlei Beeinflussung
mehr.
Ihre Kinder hat sie bekommen mit 27, 32 und 37 Jahren. Gestillt hat sie die Kin-
der nicht. Nach der letzten Geburt hat sie eine Eileiterunterbrechung machen
lassen.
Die oben angeführten Ankerbeispiele zeigen außer in den „Bewegungskategori-
en“ eine günstige Bewertung. Die allgemeine Abneigung der VP 03 gegenüber
allgemeiner Bewegung und besonders gegenüber sportlichen Aktivitäten wird
aber sehr deutlich, wie auch die Graphik (S. 180) erkennen lässt. Ein Zusam-
menhang zwischen mangelnder körperlicher Belastung und niedriger Knochen-
dichte darf vermutet werden. Festzuhalten ist, dass die positive Bewertung aller
anderen Kategorien den Bewegungsmangel nicht ausgleichen können.
Fallbeispiele 186
8.5 Fallbeispiel 4 (VP 37)
Der durch die Osteodensitometrie ermittelte Mineralindex (BMD) beträgt bei
der Probandin an der LWS 0,743 g/qcm; er liegt damit 17 % unter der Alters-
norm. Am Schenkelhals wurden 0,619 g/qcm gemessen, das sind 16 % unter der
Altersnorm. In der ärztlichen Beurteilung wird festgestellt, dass diese Knochen-
dichte unter der Altersnorm liegt und bereits eine Osteoporose vorliegt.
8.5.1 Graphische Darstellung der retrospektiv-qualitativ ermittelten Werte
in einem Diagramm
Das folgende Diagramm (S. 187) zeigt die graphische Darstellung der retro-
spektiv-qualitativ ermittelten und in quantitative Daten umgewandelten Werte;
es bildet den Bezugspunkt für die sich anschließende Auswertung des Inter-
views.
Zu erkennen ist, dass trotz positiver Werte bezüglich der Ernährung eine Osteo-
porose vorliegt. Die Ernährung allein wirkt sich also nicht positiv auf das Kno-
chenwachstum aus, wenn Sport und Bewegung fehlen.
Fallbeispiel 4 (VP 37; 0,74 g/qcm = - 17%)
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des Osteoporoserisikos
VP 37
187
Fallbeispiele 188
8.5.2 Ankerbeispiele als Vorlage für die Kommentierung
Ø Kategorie 1
Sport in der Familie und im Umfeld in der Kindheit und Jugend
Ich habe Sport nie gerne gemacht, muss ich sagen!
Spiele habe ich nicht gerne gemacht; da muss ich sagen nein; ich habe es
nicht gerne gemacht; aber die Zeit, ich wurde ja auch in Anspruch ge-
nommen.
Also ich muss nochmals sagen, ich habe ja Sport nie gerne gemacht!
Ich hatte ja bis dahin noch keinen Sport gemacht und mich auch nicht an-
ders ernährt.
Ich bin hier auf der Talle groß geworden, ich bin hier geboren. Das war
hier alles ländliches Gebiet. Bis zur Schule brauchten wir eine halbe
Stunde, und zur Kirche auch. Ich bin auch viel Fahrrad gefahren. Ich war
die Älteste und musste immer einkaufen.
Gespielt habe ich weniger, weil ich dann immer schon wieder gebraucht
wurde und mit auf die Kinder aufpassen musste.
Wir waren hier eine Gruppe Kinder hier, haben mal mit dem Ball ge-
spielt, oder Hüpfen oder was auch so war, das haben wir auch gespielt.
Ich bin ganz früh angefangen zu laufen, mit zehn Monaten. Das hat mein
Vater immer gesagt.
Aber Sport, den habe ich nicht gemacht, da war ich immer zu bequem, das
muss ich dazu sagen!
Fallbeispiele 189
Der Weg zur Schule war etwa eine halbe Stunde. Zur Schule durften wir
nicht mit dem Fahrrad fahren. Zum Einkaufen bin ich auch mit dem Fahr-
rad gefahren.
Später mal so ein bißchen Federball, aber das war jetzt vor ein paar Jah-
ren, so ein bißchen, mit den Kindern. Dann erlaubte mir die Zeit das auch
nicht mehr. Aber in der Kindheit habe ich das auch nie gemacht, nein,
nein!
Ø Kategorie 3
Sport in der Schule
Und später sind wir dann auch irgendwie gesprungen oder haben dieses
Laufen gemacht, so diese Leichtathletik. Aber das habe ich nicht gerne
gemacht! Da hätte ich lieber Handarbeit gehabt, das machte die gleiche
Lehrerin nämlich!
Ich habe Sport nie gerne gemacht, muss ich sagen! Ich war immer eine
Niete, wenn gelaufen wurde. Ich muss sagen, wir haben ja wenig Sport
gemacht, weil es war ja so oft Alarm! Dann fiel überhaupt Unterricht aus!
Und ich weiß, dass wir wenig Sport gehabt haben. Dann mussten wir Le-
sen und Schreiben üben.
Manchmal waren ja mal Wettkämpfe oder so was, da war ich immer hin-
ten dran, ich war nie gut! Ich war wohl groß, eine der größten, und trotz-
dem steif, muss ich da sagen!
Schwimmen habe ich in der Schule nicht gelernt.
Und die Lehrpersonen für Sport fehlten dann auch oft. Wir haben wenig
Sport gehabt.
An eine Lehrerin erinnere ich mich, mit der haben wir so Reigen gemacht
und dieses Zipfelmütze; und dann fliegen über das weite Feld mit den
Tauben.
Fallbeispiele 190
8.5.3 Kommentar und Analyse
VP 04 ist zur Zeit der Studie 65 Jahre alt. Sie hat die Knochendichtemessung im
Alter von 60 Jahren machen lassen. Sie ist verheiratet und hat sechs Kinder. Seit
etwa einem halben Jahr hat sie sich auf Anraten eines Arztes einer Bewegungs-
therapie-Gruppe angeschlossen. Ansonsten ist sie körperlich inaktiv.
Aufgewachsen ist VP 04 auf dem Lande. In der ländlichen Umgebung wären
Möglichkeiten zu sportlichen sowie allgemeinen Bewegungsaktivitäten gewe-
sen; dazu verspürte sie jedoch keine Lust. Als ältestes Kind hatte sie außerdem
schon frühzeitig häusliche Arbeiten zu verrichten. Spiele mit dem Ball waren für
sie eher selten möglich, da sie immer wieder auf die Kinder aufpassen musste,
was ihr auch bedeutend mehr Spaß machte.
Sportunterricht in der Schule hatte sie selten. Das war ihr auch ganz recht, denn
sie war zu bequem, sich körperlich zu betätigen. Statt dessen machte sie lieber
Handarbeit. Durch die Kriegswirren fiel der Sportunterricht auch häufig aus,
Schreiben und Lesen wurde von ihren Lehrern in der damaligen Zeit dem Sport
vorgezogen. Oft fehlten auch einfach die Sportlehrer.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass VP 04 schon seit ihrer Kindheit
sich nicht gern bewegt hat. Sie bezeichnet sich als bequemes Kind, das lieber
mit Puppen gespielt hat. Unregelmäßiger und unqualifizierter Sportunterricht
bestärkte das Desinteresse am Sport, das auch im Erwachsenenalter geblieben
ist. In den „Bewegungskategorien“ fällt die Bewertung sehr deutlich negativ aus.
Bei der Betrachtung der anderen Kategorien ergeben sich keine Auffälligkeiten,
die als Risikofaktoren bezüglich einer Osteoporose angesehen werden könnten.
Die Ernährung war abwechslungsreich, Milch und andere Milchspeisen gehör-
ten zum täglichen Essen. Aus dem eigenen Garten geerntetes Obst und Gemüse
waren regelmäßige Ergänzung. Ein Osteoporoserisiko in diesen Bereichen ist
nicht vorhanden.
Sie hat nie geraucht, heute trinkt sie schon mal bei besonderen Anlässen ein
Gläschen Wein. Im Alter zwischen 25 und 32 Jahren hat sie fünf Kinder be-
kommen; einen Nachkömmling hat sie noch mit 42 Jahren geboren. Nach der
letzten Geburt hatte sie ein offenes Bein, das über ½ Jahr mit einer Salbe behan-
delt wurde. „Ob da Kortison drin war, das weiß ich nicht.“
Ihre erste Periode hatte sie mit etwa 12 Jahren. Damit verbunden waren stets er-
hebliche Beschwerden, die erst nachließen nach der Geburt des ersten Kindes.
Mit 45 Jahren wurde ihre Gebärmutter entfernt. Als positiv kann die lange „Ös-
trogenberieselung“ angesehen werden, die das Osteoporoserisiko erheblich
senkt.
Die oben angeführten Ankerbeispiele zeigen deutlich eine allgemeine Abnei-
gung der VP 04 gegenüber körperlicher Belastung und besonders gegenüber
Fallbeispiele 191
sportlichen Aktivitäten. Ein Zusammenhang zwischen mangelnder körperlicher
Belastung und niedriger Knochendichte darf vermutet werden. Die durchweg
positive Bewertung in den anderen Kategorien hat jedoch keine Auswirkung auf
das Gesamtergebnis, die Knochendichte von VP 04 liegt 17 % unterhalb der
Altersnorm.
Diskussion des Erkenntnisweges und der Ergebnisse 192
9 Diskussion des Erkenntnisweges und der Ergebnisse
9.1 Verbindung qualitativer und quantitativer Datenquellen
Anlass für die vorliegende Studie war die Frage nach der Bedeutung von Bewe-
gungsmangel im Kindes- und Jugendalter für die Entstehung von Osteoporose.
Dazu wurden aktuelle Befunde der Knochendichtemessungen bei Frauen in Be-
zug gesetzt mit retrospektiven Berichten über das Bewegungsverhalten in der
Kindheit und Jugend. Es wurden also durch qualitative Methoden ermittelte
Daten nach ihrer Quantifizierung in Verbindung mit gemessenen Daten ge-
bracht. Sportliche Aktivitäten sowie allgemeine Bewegungsformen im Kindes-
und Jugendalter wurden erfasst um herauszufinden, ob und inwieweit Bewegung
neben Ernährung, Vererbung sowie Krankheiten Einfluss hat auf die Knochen-
festigkeit im Alter.
Die Verbindung nachkategorisierter Daten mit gemessenen Daten, noch dazu bei
einem so großen zeitlichen Abstand zwischen den dabei zu berücksichtigenden
Ereignissen, ist ungewöhnlich. Dennoch bleiben die verwendeten Verfahren
zumindest formal ganz im Rahmen konventioneller statistischer Vorgehenswei-
sen.
Die Retrospektive ist nicht unproblematisch – vor allem im Hinblick auf die
Verlässlichkeit der Erinnerung. Angesichts der Forschungsfrage, um die es geht,
gibt es bei vertretbarem Aufwand kaum eine andere Wahl, als sich ihrer zu be-
dienen. Dennoch ist es möglich, die Gültigkeit der Zusammenhänge nicht nur
rechnerisch glaubhaft zu machen, wenn man bedenkt, dass die berichteten Ein-
stellungen zum Bewegungshandeln durchaus mit einer lebensgeschichtlichen
Kontinuität verbunden sind, die es überzeugend wirken lassen, wenn jemand
nach Jahrzehnten auf die eigene Einstellung zur Bewegung in der Kindheit zu-
rückblickt.
Der Autor hat versucht, die erzählerischen Aussagen seiner Probandinnen in
eindeutige Klassifizierungen im Rahmen eines Kategoriensystems zu überführen
und sie damit in einen rechnerisch fassbaren Rahmen einzupassen. Als dies aber
erst einmal gelungen war, konnten gängige Verfahren aus dem Alltag der statis-
tischen Auswertungsmethodik eingesetzt werden, die nichts Ungewöhnliches
mehr haben.
Es bestätigte sich im Ergebnis der Stellenwert von Bewegung und Sport im Ri-
sikoprofil der Osteoporose. Die Osteoporoseentwicklung wird im Verlauf der
späteren Lebensjahre wahrscheinlicher, wenn für die Frauen als Kinder und Ju-
gendliche in ihrem sozialen Umfeld wie auch in der Schule die Möglichkeiten
für körperliche Aktivitäten eingeschränkt waren. Umgekehrt wird deutlich, dass
die Osteoporosegefahr bei einer Frau um so geringer ist, je intensiver sie als
Kind und Jugendliche in der Familie, dem Alltagsumfeld und der Schule Gele-
genheiten zur körperlichen Bewegung hatte und nutzte.
Diskussion des Erkenntnisweges und der Ergebnisse 193
9.2 Bemerkungen zum Auswertungsverfahren
9.2.1 Vorbemerkung
Die Auswertungsstrategie wurde bereits in Kap. 7 erläutert. Hier geht es nun
darum, sie noch einmal im Überblick aus einer gewissen Urteilsdistanz heraus
zu betrachten. Dabei wird sich zeigen, dass die verwendete Forschungsmethode
der Aufgabenstellung gerecht werden konnte.
9.2.2 Zur Gewinnung der Hypothese
Die Gewinnung der Hypothese war das Ergebnis eines mehrstufigen Prozesses,
der sich an die Gewinnung der Daten anschloss. Die Daten lagen nach ihrer
Aufarbeitung einerseits als Knochendichte-Messungen (eine metrische Variable)
und andererseits als Ausprägungen von Rating-Kategorien (16 kategoriale Va-
riablen) vor.
Gewöhnlich unterteilt man alle Variablen, deren Werte man hat, in zwei Sorten:
das Zustandekommen der einen soll erklärt werden, sie sind die Zielvariablen
(Explanandum); die anderen dienen zur Erklärung, sie sind die Einflussvariablen
(Prädiktoren).
Die einzige metrische Variable, nämlich die Knochendichte im Erwachsenenal-
ter, ist eine Zielvariable, deren Ausprägung erklärt werden soll (ein Explanan-
dum). Von den 16 kategorialen Variablen liegen nur zwei – die „Anamnese als
Erwachsene“ sowie „Wohlbefinden als Erwachsene“ – im Bereich des Erwach-
senenlebens und kommen somit als Explananda in Betracht. Die übrigen katego-
rialen Variablen bilden einen Pool von möglichen Einflussvariablen, weil sie
alle im Bereich der Kindheit angesiedelt sind. Letztlich geht es darum, die kau-
sale Richtung von der Kindheit zum Erwachsenenalter zu verfolgen, und dem
muss auch das hypothetische Modell Rechnung tragen.
Die Hypothesenbildung erfolgt durch eine Schritt für Schritt durchzuführende
Vereinfachung, die eine Konzentration auf das Wesentliche anstrebt. Am Be-
ginn dieser Vereinfachung stand die Entscheidung, sich in der Erklärung nur auf
die Knochendichte als harten Kennwert für die Nähe zur Osteoporose zu kon-
zentrieren und die zunächst narrativ mit erhobenen weichen Kategorien „Ana-
mnese als Erwachsene“ sowie „Wohlbefinden als Erwachsene“ nicht zu berück-
sichtigen, um die Klarheit und Einprägsamkeit der Ergebnisse zu betonen.
Die Vereinfachung des Systems der Einflussgrößen dagegen wurde nach einem
konventionellen statistischen Verfahren vorgenommen, nämlich der üblichen
mehrstufigen, multivariaten Regressionsanalyse. Dieses Verfahren ermittelt aus
den gegebenen Daten eine möglichst gute lineare Schätzformel, mit deren Hilfe
man aus den Einflussvariablen eine Schätzung für die einzige Zielvariable,
nämlich die Knochendichte, findet. Rechnerisch bedeutet das, dass ein mög-
Diskussion des Erkenntnisweges und der Ergebnisse 194
lichst hoher Anteil der in den gemessenen Knochendichte-Werten vorliegenden
Schwankung (Varianz) durch Schätzwerte vorausgesagt werden kann, die sich
aus der Regressionsformel errechnen.
Kann der aus den Einflussgrößen mit Hilfe der Regressionsformel berechnete
Knochendichte-Schätzwert die wirkliche, gemessene Knochendichte gut voraus-
sagen, dann sind die Einflussgrößen offenbar von erklärender Bedeutung. Je hö-
her der Schwankungsanteil in der gemessenen Knochendichte ist, der durch den
Schätzwert vorausgesagt werden kann, um so besser ist die Regressionsformel.
Wenn man nun immer weniger Einflussgrößen in die Regressionsformel auf-
nimmt, dann muss man befürchten, dass die Voraussage immer schlechter wird.
Die Frage ist nun: wie viele der 14 kategorialen Einflussvariablen kann man
weglassen, damit die Voraussage nicht viel schlechter wird. Oder anders gefragt:
wie viele und welche Einflussvariablen braucht man wirklich? Dies auszupro-
bieren ist der Sinn des mehrstufigen Vorgehens in der üblichen multivariaten
Regressionsanalyse.
Im Prozess der mehrstufigen, multivariaten Regressionsanalyse verzichtet man
nun in jedem Schritt auf eine oder mehrere Einflussvariablen. Sinkt die Qualität
der Schätzung dadurch nicht nennenswert, waren die weggelassenen Einflussva-
riablen entbehrlich – entweder trugen sie zur Aufklärung der Restschwankung
nichts bei oder sie wurden durch andere Einflussvariablen mit abgedeckt.
Der Ablauf des Vereinfachungsprozesses zur Gewinnung der endgültigen
Hypothese soll kurz skizziert werden. Am Anfang konnten die 14 Kategorien
(Variablen) zusammen einen sehr hohen Anteil der Varianz aufklären, nämlich
über
85 %. Im ersten Verkleinerungsschritt wurde die Variable „Sport im Verein als
Erwachsene“ vom Algorithmus ausgesondert, weil ihr Fehlen die aufgeklärte
Varianz so gut wie nicht minderte. Insgesamt sah die Kette der Aussonderungs-
schritte so aus:
Diskussion des Erkenntnisweges und der Ergebnisse 195
Ausgeschiedene Variablen Verbleibende
aufgeklärte Varianz
noch keine 85,3 %
5 – Sport im Verein als Erwachsene 85,3 %
4 – Sport im Verein in Kindheit und Jugend 85,3 %
7 – Körperliche Arbeit als Erwachsene 85,2 %
2 – Sport in Familie und Umfeld als Erwachsene 85,0 %
6 – Körperliche Arbeit in der Jugend 84,9 %
9 – Ernährung als Erwachsene 84,8 %
12 – Krankheiten in der Familie 84,5 %
11 – Genussmittel als Erwachsene 83,7 %
10 – Genussmittel in der Kindheit und Jugend 83,2 %
8 – Ernährung in Kindheit und Jugend 78,2 %
15 – Wohlbefinden in der Jugend 77,8 %
13 – Anamnese in der Kindheit und Jugend 77,3 %
Im Modell verbleiben nun die unabhängigen Variablen:
1 – Sport in Familie und Umfeld in Kindheit und Jugend
3 – Sport in der Schule
Erst das Weglassen einer dieser Variablen bringt die aufgeklärte Varianz und
damit das Bestimmtheitsmaß zum Zusammenbruch; diese beiden werden also
gebraucht.
Diskussion des Erkenntnisweges und der Ergebnisse 196
Das Ergebnis lautet also:
Ø Von allen 14 in die Auswertung einbezogenen Einflussvariablen sind in
der Stichprobe nur zwei wirklich nötig, um die Knochendichte-Varianz
der Probandinnen zu erklären, nämlich:
Kategorie 01 - Sport in Familie/Umfeld in Kindheit und Jugend, und
Kategorie 03 - Sport in der Schule
Ø Diese beiden Einflussvariablen zusammen haben in der Stichprobe ei-
nen sehr hohen Erklärungswert; sie erklären etwa drei Viertel der ge-
samten Varianz. Alle 14 Variablen zusammen können also nur wenig
mehr erklären als die beiden genannten Einflussvariablen.
Die regressionsanalytisch aus der Stichprobe ermittelte Schätzformel, die nur die
beiden verbliebenen Einflussvariablen enthält, lautet wie folgt:
K = 0.22 . F + 0.11 . S + 0.67
mit
Kgeschätzter (!) Wert der Knochendichte
FAusprägung der erlebten Intensität des Sports
in Familie/Umfeld
SAusprägung der erlebten Intensität des Sports in der Schule
Diese Formel ist die mathematische Formulierung der endgültigen Hypothese.
Es sei darauf hingewiesen, dass die Entbehrlichkeit aller Variablen bis auf zwei
keine Entscheidung gegen die Bedeutung der weggelassenen Variablen ist.
Vielmehr ist die Stichprobe zu klein, um allzu differenzierte Aussagen sichern
zu können. Nur die beiden prägnantesten können durch das vorliegende Daten-
material als bedeutsam erkannt werden, und nur mit ihnen soll gearbeitet wer-
den.
Die Regressionsanalyse ist hier als hypothesenbildendes Verfahren eingesetzt
worden. Das Modell wurde im Prinzip auf Grund einer willkürlichen, aber gut
gestützten Entscheidung ausgewählt. Seine Allgemeingültigkeit zu testen, war
nicht Teil der Regressionsanalyse sondern Gegenstand eines weiteren Schrittes.
Diskussion des Erkenntnisweges und der Ergebnisse 197
9.2.3 Zur Verifizierung der Hypothese
Die Hypothese gibt für die gegebene Stichprobe eine sehr gute Beschreibung
des Zusammenhanges zwischen den beiden Einflussvariablen „Sport in Fami-
lie/Umfeld in Kindheit und Jugend“ und „Sport in der Schule“ einerseits und der
Zielvariablen „Knochendichte“ andererseits.
Wichtig ist nun die Frage, ob diese Hypothese nicht nur innerhalb ihrer eigenen
Stichprobe gültig ist, sondern auch unabhängig davon. Diese Frage könnte im
Rahmen statistischer Unsicherheit beantwortet werden, wenn es eine zweite
Stichprobe gäbe, aus der die Hypothese nicht gewonnen wurde, an der sie sich
aber bewähren kann, indem sie für deren Fälle allein auf Grund der Einflussgrö-
ßen eine gute Näherung für die reale Knochendichte liefert.
Nun werden die verfügbaren Fälle – wie in Kap. 7 beschrieben – in zwei struk-
turähnliche Hälften aufgeteilt, von denen eine zur Bildung der Hypothese, die
andere zu ihrer Überprüfung eingesetzt wird. Um das Fallmaterial noch besser
zu nutzen, wird das ganze Verfahren dann noch einmal in umgekehrter Richtung
praktiziert – beides, wie sich herausstellte, mit nahezu gleichem Ergebnis.
Bei der Überprüfung ging es – dem eigentlichen Kern des Problems Osteoporo-
se entsprechend – nicht um den Messwert „Knochendichte“ als Gegenstand der
Prädiktion, sondern es wurde direkt versucht, die Diagnose osteoporotisch oder
nicht osteoporotisch allein mit Hilfe der Einflussgrößen richtig erkennen zu las-
sen. Dies gelang– beide Richtungen zusammengenommen – in 39 von 41 Fällen,
und kann mit 0,2 Promille (!) hoch signifikant genannt werden.
Die Knochendichte kann also aus den beiden ausgewählten Einflussvariablen
nach der Formel:
geschätzte Knochendichte = 0,22 F + 0,11 S + 0,67
so gut ermittelt werden, dass in sehr vielen Fällen die positive oder negative
Diagnose Osteoporose richtig ermittelt werden kann.
9.2.4 Zur Deutung des Ergebnisses
Welche Bedeutung hat es, wenn die Diagnose Osteoporose mit Hilfe der ermit-
telten Schätzformel allein aus der Kenntnis der beiden Einflussvariablen „Sport
in Familie/Umfeld in Kindheit und Jugend“ und „ Sport in der Schule“ heraus zu
stellen, mit großer Signifikanz gestellt werden kann? Es bedeutet, dass diese
beiden Einflussvariablen wirklich auf einen deutlichen Einfluss hinweisen, sonst
könnte sie diese beachtenswerte Diagnose nicht leisten.
Dies aber wäre nicht möglich, wenn nicht wirklich ein Zusammenhang mit dem
Sport in der Kindheit und der Osteoporose in späteren Jahren bestünde. Damit
sind wir bei der übergeordneten Hypothese angelangt, um die es eigentlich geht.
Diskussion des Erkenntnisweges und der Ergebnisse 198
9.3 Relevanz und Reichweite der Ergebnisse
Zwischen körperlicher Aktivität in Kindheit und Jugend und
Osteoporose im späteren Leben scheint ein Zusammenhang zu bestehen.
In der wissenschaftlichen Arbeit stützt die statistische Bewährung einer Hypo-
these zwar deren Glaubhaftigkeit, aber sie ist kein Beweis. Gezeigt wurde näm-
lich ein Zusammenhang, nicht aber eine Kausalität. Es könnte z. B. auch sein,
dass die Neigung zur Osteoporose im Erbgut durch irgendeinen Mechanismus
mit angeborener Bewegungslust gekoppelt wäre. Dann gäbe es umgekehrt einen
Typus, der sowohl zur körperlichen Aktivität als auch zur Ausbildung einer gu-
ten Knochendichte neigt.
Ob dies stimmt oder ob man wirklich Osteoporoseprophylaxe durch Bewegung
im Kindesalter betreiben kann, bleibt noch offen. Was aber feststeht, ist eine
deutliche Stärkung der Vermutung, dass Bewegung im Kindesalter prophylakti-
schen Nutzen hat. Dies allein sollte ein starkes Argument für diejenigen sein, die
der Bewegungsarmut im Kindesalter entgegenwirken wollen.
Angesichts der Tatsache, dass dem Interviewer und Auswerter die Knochen-
dichtewerte erst nachträglich bekannt wurden, kommt man zu der Überlegung,
dass er allein aus der Kenntnis der biographischen Daten heraus mit hoher Treff-
sicherheit die Knochendichte ohne jede Messung hätte schätzen können. Daraus
kann man schließen, dass allein die beiden genannten Einflussgrößen einen ho-
hen vorherbestimmenden Wert haben, wenn es um die Erwartung geht, dass
später im Leben Osteoporose auftritt.
Die nachfolgende Tabelle (S. 200-202) gibt die qualitative Auswertung sämtli-
cher Interviews wieder. Unabhängig von der Häufigkeit charakterisieren die
Werte die Einschätzungen, die von den einzelnen Kategorien bezüglich des Ri-
sikofaktors Osteoporose gewonnen wurden. Wie oben bereits angeführt, wurden
für jede Kategorie der einzelnen Interviews aus den Bewertungen innerhalb der
Subkategorien die Mittelwerte errechnet (vgl. Kap. 6.6), die dann entsprechende
Relevanz für die multiple Regressionsanalyse hatten.
Die laufenden Nummern von 1-41 in der ersten Spalte der Tabelle bezeichnen
die einzelnen Probandinnen (VP - n); darunter ist ihr Alter angegeben. In der
zweiten Spalte sind ihre Gesamtbewertungen aufgezeigt, wobei die erste Zahl
das Ergebnis der durch die Osteodensitometrie ermittelten Daten darstellt; die
zweite Zahl dieser Spalte zeigt den auf qualitativem Wege aus allen Kategorien
ermittelten Mittelwert der Osteoporosegefährdung, also 0 = hoch eingeschätztes
Osteoporoserisiko, 1 = mäßig eingeschätztes Osteoporoserisiko und 2 = völligen
Ausschluss eines Osteoporoserisikos.
Die nachfolgenden Spalten zeigen jeweils für die einzelnen Kategorien die re-
trospektiv-qualitativ ermittelten Werte an, die aus der Anzahl der Textpassagen
und den zugeteilten Punkten als Mittelwerte errechnet wurden (vgl. S. 143, 144).
Diskussion des Erkenntnisweges und der Ergebnisse 199
Die Tabelle zeigt deutlich die Tendenzen, die schon durch die Regressionsana-
lyse dokumentiert wurden. Ihre Darstellung in einem einzigen Diagramm mit
allen Probandinnen und allen Kategorien wäre zu unübersichtlich. Daher wurden
die Werte von jeweils zwei Patientinnen für ein Diagramm aufbereitet und dar-
gestellt (S. 203-223). Die Aufnahme einer Probandin mit Osteoporose und einer
Probandin ohne Osteoporose für jeweils ein Diagramm erleichtert die Lesbarkeit
und gibt offenkundige Richtungen an. Gleiches gilt für die Farbgebung (grünlich
für die osteoporosefreien Probandinnen und rötlich für die Probandinnen mit
Osteoporose).
Wie schon in den vorher beschriebenen Diagrammen zeigt sich bei allen Ver-
gleichen der Probandinnen mit hoher Knochendichte und Probandinnen mit
niedriger Knochendichte durchgehend ein ähnliches Bild: Während die Katego-
rien, die Aspekte der Bewegung beinhalten, die Werte zwischen solchen Pro-
bandinnen mit bzw. ohne Osteoporose sehr deutlich differieren, kommt es bei
den anderen Kategorien zu häufigen Überschneidungen.
Aus den Graphiken ist ablesbar: Hohe Werte innerhalb der „Bewegungskatego-
rien“ – und insbesondere innerhalb der Kategorie 1 (Sport in Familie und Um-
feld in Kindheit und Jugend) sowie innerhalb der Kategorie 3 (Sport in der
Schule) – korrelieren mit einer osteodensidometrisch ermittelten hohen Kno-
chendichte. Niedrige Werte innerhalb der „Bewegungskategorien“ – und insbe-
sondere innerhalb der Kategorie 1 (Sport in Familie und Umfeld in Kindheit und
Jugend) sowie innerhalb der Kategorie 3 (Sport in der Schule) – korrelieren mit
einer osteodensitometrisch ermittelten niedrigen Knochendichte. Trotz positiver
Werte der Kategorien ohne Bewegungsaspekte wird das Osteoporoserisiko der
Probandinnen nicht gemindert, wenn die „Bewegungskategorien“ schlechte Be-
wertungen aufweisen.
Die graphische Darstellung der retrospektiv-qualitativ ermittelten Werte des
Osteoporoserisikos aller einzelnen Probandinnen in jeweils einer eigenen Gra-
phik vermittelt zusätzlich einen eindrucksvollen Überblick über die deutlichen
Ergebnisse und ist im Anhang (S. 229-269) nachzulesen. Dabei signalisiert der
grüne Farbton der Graphiken eine osteoporosefreie Probandin, während die rote
Farbgebung eine Probandin mit Osteoporose kennzeichnet.
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des Osteoporoserisikos – Vorlage für die multiple Regressionsanalyse
200
Code
Alt
DPX
Osteo
Kat 1
Sport in
Fam./Umfeld
(Kindheit/
Jugend)
Kat 2
Sport in
Fam./Umfeld
(Erwachsene)
Kat 3
Sport in
der
Schule
Kat 4
Sport im
Verein
(Kindheit/
Jugend)
Kat 5
Sport im
Verein
(Erwachse-
ne)
Kat 6
Körperliche
Arbeit
(Kindheit/
Jugend)
Kat 7
Körperliche
Arbeit
(Erwachsene)
Kat 8
Ernährung
(Kindheit/
Jugend)
Kat 9
Ernährung
(Erwachse-
ne)
Kat 10
Genussmittel
(Kindheit/
Jugend)
Kat 11
Genussmittel
(Erwachsene)
Kat 12
Krankheiten in
der Familie
Kat 13
Anamnese
(Kindheit/
Jugend)
Kat 14
Anamnese
(Erwachsene)
Kat 15
Wohlbefinden
(Kindheit/
Jugend)
Kat 16
Wohlbefin-
den (Erwach-
sene)
01
43 1,498
298/51
1,92 27/14
1,92 28/15
1,86 16/8
2,00 4/2
2,00 2/1
2,00 2/1
2,00 32/18
1,77 4/2
2,00 4/5
0,80 6/7
0,85 3 /4
0,75 8/8
1,00 11/9
1,22 6/3
2,00 20/10
2,00
02
60 0,878
08/19
0,42 2/5
0,40 1/7
0,14 0/1
0,00 0/1
0,00 2/1
2,00 1/1
1,00/ 11/6
1,83 6/4
1,50 4/2
2,00 4/3
1,33/ 4/2
2,00 7/8
0,87 14/16
0,87 3/2
1,50 1/2
0,50
03
62 0,831
04/5
0,80 4/4
1,00 1/10
0,10 1/1
1,00 0/1
0,00 5/5
1,00 9/6
1,60 24/12
2,00 6/3
2,00 6/3
2,00 4/2
2,00 4/3
1,33 14/10
1,40 26/20
1,30 2/1
2,00 9/5
1,80
04
61 0,770
05/10
0,50 1/1
1,00 2/13
0,15 0/1
0,00 1/1
1,00 2/1
2,00 1/1
1,00 30/16
1,87 2/2
1,00 6/3
2,00 4/2
2,00 6/2
2,00 12/8
1,50 30/21
1,42 7/4
1,75 5/3
1,66
05
53 1,279
214/7
2,0 17/9
1,88 31/17
1,82 7/4
1,75 0/1
0,00 0/1
0,00 1/1
1,00 12/6
2,00 1/1
1,00 2/1
2,00 3/2
1,50 2/1
2,00 2/1
2,00 12/7
1,71 2/1
2,00 8/4
2,0
06
55 1,100
230/16
1,87 18/9
2,00 19/12
1,58 0/1
0,00 0/1
0,00 3/2
1,50 2/1
2,00 9/6
1,50 2/1
2,00 5/3
1,66 1/ 2
0,50 4/3
1,33 9/7
1,28 18/14
1,28 5/3
1,66 2/1
2,00
07
45 1,158
222/12
1,83 0/1
0,00 12/10
1,20 0/1
0,00 0/1
0,00 2/2
1,00 4/4
1,00 26/22
1,18 14/12
1,16 15/11
1,36 5/3
1,66 4/4
1,00 7/10
0,90 18/14
1,28 2/1
2,00 16/8
2,00
08
50 0,810
03/12
0,25 6/5
1,20 7/20
0,35 0/1
0,00 4/3
1,33 3/2
1,50 2/2
1,00/ 27/15
1,80 12/6
2,00 4/2
2,00 8/4
2,00 6/5
1,20 9/9
1,00 26/21
1,23 2/2
1,00 2/3
0,66
09
56 0,850
05/14
0,35 3/2
1,50 4/8
0,50 0/2
0,00 0/2
0,50 5/4
1,25 1/1
1,00 20/12
1,66 1/ 2
0,50 8/4
2,00 6/4
1,50 8/4
2,00 16/9
1,77 8/7
1,14 1/3
0,33 1/1
1,00
10
50 1,380
219/10
1,90 9/5
1,80 15/8
1,87 4/2
2,00 7/4
1,75 7/5
1,40 2/1
2,00 15/8
1,87 8/4
2,00 6/3
2,00 8/4
2,00 3/3
1,00 17/14
1,21 38/25
1,52 6/3
2,00 5/3
1,66
11
53 0,920
14/6
0,66 5/3
1,66 5/6
0,83 1/ 4
0,25 1/1
1,00 2/1
2,00 1/1
1,00 14/19
0,73 4/2
2,00 12/6
2,00 4/2
2,00 1/1
1,00 17/14
1,21 19/16
1,18 1/ 2
0,50 4/2
2,00
12
53 1,126
222/12
1,83 40/20
2,00 8/9
0,88 0/1
0,00 8/4
2,00 2/1
2,00 2/1
2,00 12/6
2,00 8/4
2,00 2/1
2,00 5/3
1,66 2/1
2,00 8/4
2,00 12/9
1,33 1/3
1,33 12/7
1,71
13
44 1,231
239/20
1,95 8/4
2,00 24/12
2,00 12/6
2,00 8/4
2,00 2/1
2,00 2/1
2,00 10/6
1,66 4/3
1,33 6/3
2,00 7/4
1,75 8/5
1,60 11/10
1,10 13/9
1,44 4/2
2,00 2/1
2,00
14
52 1,161
225/13
1,92 2/1
2,00 8/4
2,00 8/4
2,00 2/1
2,00 2/1
2,00 1/1
1,00 10/6
1,66 7/4
1,75 4/3
1,33 2/1
2,00 1/1
1,00 12/10
1,20 8/9
0,88 2/1
2,00 1/1
1,00
15
53 1,323
227/17
1,58 11/6
1,83 8/4
2,00 6/3
2,00 2/1
2,00 1/1
1,00 7/4
1,75 18/10
1,80 11/6
1,83 9/5
1,80 6/4
1,50 4/2
2,00 14/9
1,55 25/22
1,13 4/2
2,00 6/3
2,00
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des Osteoporoserisikos – Vorlage für die multiple Regressionsanalyse
201
Code
Alt
DPX
Osteo
Kat 1
Sport in
Fam./Umfeld
(Kindheit/
Jugend)
Kat 2
Sport in
Fam./Umfeld
(Erwachsene)
Kat 3
Sport in
der
Schule
Kat 4
Sport im
Verein
(Kindheit/
Jugend)
Kat 5
Sport im
Verein
(Erwachse-
ne)
Kat 6
Körperliche
Arbeit
(Kindheit/
Jugend)
Kat 7
Körperliche
Arbeit
(Erwachsene)
Kat 8
Ernährung
(Kindheit/
Jugend)
Kat 9
Ernährung
(Erwachse-
ne)
Kat 10
Genussmittel
(Kindheit/
Jugend)
Kat 11
Genussmittel
(Erwachsene)
Kat 12
Krankheiten in
der Familie
Kat 13
Anamnese
(Kindheit/
Jugend)
Kat 14
Anamnese
(Erwachsene)
Kat 15
Wohlbefinden
(Kindheit/
Jugend)
Kat 16
Wohlbefin-
den (Erwach-
sene)
16
60 1,369
217/12
1,41 6/5
1,20 11/8
1,37 12/7
1,71 0/1
0,00 1/1
1,00 2/1
2,00 14/8
1,75 6/4
1,50 4/2
2,00 2/2
1,00 2/5
0,40 19/17
1,11 20/20
1,00 2/1
2,00 2/1
2,00
17
55 0,910
112/10
1,20 6/4
1,50 8/7
1,14 2/3
0,42 7/6
1,16 0/2
0,50 1/1
1,00 28/15
1,86 10/6
1,66 6/4
1,50 3/2
1,50 4/3
1,33 24/15
1,60 13/9
1,44 4/2
2,00 4/2
2,00
18
57 0,540
013/19
0,68 6/8
0,75 3/12
0,25 0/2
0,00 0/1
0,00 3/2
1,50 1/1
1,00 37/21
1,76 12/7
1,71 8/4
2,00 9/5
1,80 3/ 4
0,75 14/9
1,55 21/14
1,50 2/1
2,00 1/1
1,00
19
53 0,878
014/24
0,58 5/6
0,83 3/7
0,42 1/3
0,33 0/1
0,00 4/3
1,33 1/1
1,00 32/20
1,60 17/10
1,70 8/4
2,00 4/2
2,00 6/4
1,50 24/18
1,33 31/31
1,00 2/1
2,00 3/2
1,50
20
58 0,837
05/12
0,41 2/2
1,00 1/10
0,10 0/1
0,00 0/1
0,00 2/2
1,00 0/1
0,00 17/11
1,54 3/3
1,00 8/4
2,00 4/2
2,00 4/3
1,33 17/11
1,54 20/18
1,11 1/ 2
0,50 2/2
1,00
21
58 0,825
012/24
0,50 4/3
1,33 0/5
0,00 0/1
0,00 0/2
0,00 6/5
1,20 2/2
1,00 34/20
1,70 4/2
2,00 10/5
2,00 6/3
2,00 4/2
2,00 17/16
1,06 19/14
1,35 1/1
1,00 3/ 4
0,75
22
57 0,875
04/13
0,30 2/4
0,50 ¼
0,25 0/3
0,00 0/1
0,00 3/3
1,00 3/3
1,00 29/16
1,81 6/3
2,00 2/1
2,00 2/2
1,00 6/3
2,00 23/20
1,15 17/11
1,54 5/5
1,00 1/1
1,00
23
58 0,837
06/7
0,85 3/3
1,00 4/4
1,00 0/1
0,00 0/1
0,00 1/1
1,00 2/2
1,00 24/14
1,71 4/2
2,00 2/1
2,00 3/2
1,50 8/4
2,00 27/15
1,80 17/12
1,41 3/1
1,50 1/1
1,00
24
63 0,724
02/6
0,33 5/3
1,66 5/5
1,00 0/1
0,00 0/1
0,00 3/6
0,50 1/ 4
0,25 21/12
1,75 4/2
2,00 6/3
2,00 6/3
2,00 8/5
1,60 17/13
1,30 11/9
1,22 4/3
1,33 0/1
0,00
25
61 0,842
015/14
1,07 5/5
1,00 1/8
0,12 1/5
0,20 4/2
2,00 1/1
1,00 4/4
1,00 18/10
1,80 6/3
2,00 6/4
1,50 4/3
1,33 7/8
0,87 25/19
1,31 26/16
1,62 1/1
1,00 2/2
1,00
26
57 0,815
05/5
1,00 0/1
0,00 5/11
0,45 0/2
0,00 0/1
0,00 2/1
2,00 2/2
1,00 37/19
1,94 2/1
2,00 7/4
1,75 8/6
1,33 5/3
1,66 20/11
1,80 32/25
1,28 2/1
2,00 0/1
0,00
27
63 0,860
03/10
0,30 1/1
1,00 1/10
0,10 0/1
0,00 0/1
0,00 0/2
0,00 1/1
1,00 29/18
1,61 6/3
2,00 6/3
2,00 7/4
1,75 7/5
1,40 12/9
1,33 18/13
1,38 4/7
0,57 4/4
1,00
28
53 1,350
224/15
1,60 3/2
1,50 1/1
1,00 0/1
0,00 4/2
2,00 4/2
2,00 2/1
1,00 17/9
1,88 5/3
1,66 2/1
2,00 3/2
1,50 2/2
1,00 14/9
1,55 28/18
1,55 2/1
2,00 2/1
2,00
29
49 1,443
236/18
2,00 4/2
2,00 14/8
1,75 0/1
0,00 0/1
0,00 1/1
1,00 4/3
1,33 22/12
1,83 7/4
1,75 6/3
2,00 4/3
1,33 4/2
2,00 24/17
1,41 31/24
1,29 2/1
2,00 2/1
2,00
30
53 0,897
010/8
1,25 3/2
1,50 17/10
1,70 4/2
2,00 0/1
0,00 2/1
2,00 2/2
1,00 31/17
1,82 4/2
2,00 2/2
1,00 2/3
0,66 4/3
1,33 15/10
1,50 16/12
1,33 2/1
2,00 1/1
1,00
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des Osteoporoserisikos – Vorlage für die multiple Regressionsanalyse
202
Code
Alt
DPX
Osteo
Kat 1
Sport in
Fam./Umfeld
(Kindheit/
Jugend)
Kat 2
Sport in
Fam./Umfeld
(Erwachsene)
Kat 3
Sport in
der
Schule
Kat 4
Sport im
Verein
(Kindheit/
Jugend)
Kat 5
Sport im
Verein
(Erwachse-
ne)
Kat 6
Körperliche
Arbeit
(Kindheit/
Jugend)
Kat 7
Körperliche
Arbeit
(Erwachsene)
Kat 8
Ernährung
(Kindheit/
Jugend)
Kat 9
Ernährung
(Erwachse-
ne)
Kat 10
Genussmittel
(Kindheit/
Jugend)
Kat 11
Genussmittel
(Erwachsene)
Kat 12
Krankheiten in
der Familie
Kat 13
Anamnese
(Kindheit/
Jugend)
Kat 14
Anamnese
(Erwachsene)
Kat 15
Wohlbefinden
(Kindheit/
Jugend)
Kat 16
Wohlbefin-
den (Erwach-
sene)
31
52 0,812
0
5/14
0,35 0/1
0,00 2/6
0,42 0/1
0,00 0/1
0,00 0/1
0,00 0/2
0,00 18/11
1,63 9/5
1,80 5/3
1,66 4/4
1,00 7/5
1,40 11/7
1,57 15/14
1,07 1/3
0,33 1/1
1,00
32
51 0,830
05/13
0,38 1/3
0,33 1/6
0,16 1/ 2
0,50 2/2
2,00 5/4
1,25 5/2
1,50 24/12
2,00 1/1
1,00 6/3
2,00 4/3
1,33 5/3
1,66 23/19
1,21 24/19
1,26 2/1
2,00 8/5
1,60
33
61 0,832
02/12
0,16 0/3
0,00 0/9
0,00 0/2
0,00 0/1
0,00 3/ 4
0,75 1/1
1,00 18/11
1,63 4/2
2,0 1/1
1,00 2/2
1,00 2/2
1,00 7/8
0,87 22/21
1,04 1/3
0,33 0/1
0,00
34
67 1,013
213/7
1,85 1/1
1,00 15/11
1,36 6/3
2,00 2/1
2,00 2/2
1,00/ 3/2
1,50 33/19
1,73 6/3
2,00 7/5
1,40 4/2
2,00 9/5
1,80 13/10
1,30 17/15
1,13 4/3
1,33 3/3
1,00
35
60 1,300
238/22
1,72 29/18
1,61 8/8
1,00 0/1
0,00 0/1
0,00 4/3
1,33 6/4
1,50 28/16
1,75 26/14
1,85 9/5
1,80 9/5
1,80 0/4
0,00 18/13
1,38 22/26
0,84 8/5
1,60 15/13
1,15
36
51 0,801
06/14
0,42 0/1
0,00 2/8
0,25 0/1
0,00 0/1
0,00 1/1
1,00 2/2
1,00 25/15
1,66 4/3
1,33 7/4
1,75 6/4
1,50 2/1
2,00 15/11
1,36 20/16
1,25 0/2
0,00 1/1
1,00
37
63 0,743
05/11
0,45 3/7
0,42 1/9
0,11 0/2
0,00 0/1
0,00 3/6
0,50 1/1
1,00 18/11
1,63 5/3
1,66 6/3
2,00 7/4
1,75 11/9
1,22 18/14
1,28 32/31
1,03 1/1
1,00 2/2
1,00
38
58 1,206
216/9
1,77 4/2
2,00 12/8
1,50 0/1
0,00 4/2
2,00 6/4
1,50 2/2
1,00 14/8
1,75 6/3
2,00 6/3
2,00 2/2
1,00 2/2
1,00 12/8
1,50 23/19
1,21 2/2
1,00 6/3
2,00
39
46 1,401
248/24
2,00 4/2
2,00 42/21
2,00 6/3
2,00 2/1
2,00 1/1
1,00 2/2
1,00 16/10
1,60 6/3
2,00 4/3
1,33 1/1
1,00 3/2
1,50 22/15
1,46 31/26
1,19 2/1
2,00 5/4
1,25
40
40 1,301
232/16
2,00 2/1
2,00 29/15
1,93 1/1
1,00 1/1
1,00 4/2
2,00 4/4
1,00 26/15
1,73 2/1
2,00 3/ 4
0,75 1/ 2
0,50 2/3
0,66 15/14
1,07 24/22
1,09 4/2
2,00 0/2
0,00
41
51 1,350
218/9
2,00 12/6
2,00 42/21
2,00 0/1
0,00 5/3
1,66 2/1
2,00 2/1
2,00 19/12
1,58 14/10
1,40 0/1
0,00 1/3
0,33 4/2
2,00 8/12
0,66 22/16
1,37 6/3
2,00 4/2
2,00
Osteodensitometrie (DPX) Mineralindex Differenzierung der Knochenmineraldichte
0 = unter 0,900 1 = 0,900 - 0,999 2 = über 1,000 Beispiel der Berechnung:
Osteoporose osteoporosegefährdet keine Osteoporose,
über 1,300 – überdurch-schnittliche
Knochendichte
98/51 = 1,92
98 = Gesamtpunktzahl innerhalb der Kategorie
51 = Anzahl der belegten Codes (Codings)
1,92 = Errechneter Mittelwert (98:51=1,92)
Hohe Knochendichte (VP 01) und niedrige Knochendichte (VP 02) im Vergleich
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 01
VP 02
203
Hohe Knochendichte (VP 15) und niedrige Knochendichte (VP 22) im Vergleich
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 15
VP 22
204
Hohe Knochendichte (VP 38) und niedrige Knochendichte (VP 31) im Vergleich
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 38
VP 31
205
Hohe Knochendichte (VP 39) und niedrige Knochendichte (VP 32) im Vergleich
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 39
VP 32
206
Hohe Knochendichte (VP 40) und niedrige Knochendichte (VP 33) im Vergleich
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 40
VP 33
207
Hohe Knochendichte (VP 41) und niedrige Knochendichte (VP 36) im Vergleich
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 41
VP 36
208
Hohe Knochendichte (VP 16) und niedrige Knochendichte (VP 37) im Vergleich
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 16
VP 37
209
Hohe Knochendichte (VP 13) und niedrige Knochendichte (VP 20) im Vergleich
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 13
VP 20
210
Hohe Knochendichte (VP 14) und niedrige Knochendichte (VP 21) im Vergleich
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 14
VP 21
211
Hohe Knochendichte (VP 29) und niedrige Knochendichte (VP 27) im Vergleich
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 29
VP 27
212
Hohe Knochendichte (VP 29) und niedrige Knochendichte (VP 26) im Vergleich
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 29
VP 26
213
Hohe Knochendichte (VP 05) und niedrige Knochendichte (VP 03) im Vergleich
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 05
VP 03
214
Hohe Knochendichte (VP 06) und niedrige Knochendichte (VP 04) im Vergleich
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 06
VP 04
215
Hohe Knochendichte (VP 10) und niedrige Knochendichte (VP 09) im Vergleich
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 10
VP 09
216
Hohe Knochendichte (VP 12) und niedrige Knochendichte (VP 18) im Vergleich
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 12
VP 18
217
Hohe Knochendichte (VP 11) und niedrige Knochendichte (VP 19) im Vergleich
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 11
VP 19
218
Hohe Knochendichte (VP 28) und niedrige Knochendichte (VP 25) im Vergleich
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 28
VP 25
219
Hohe Knochendichte (VP 35) und niedrige Knochendichte (VP 30) im Vergleich
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 35
VP 30
220
Hohe Knochendichte (VP 17) und niedrige Knochendichte (VP 23) im Vergleich
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 17
VP 23
221
Hohe Knochendichte (VP 34) und niedrige Knochendichte (VP 24) im Vergleich
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 34
VP 24
222
Hohe Knochendichte (VP 07) und niedrige Knochendichte (VP 08) im Vergleich
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 07
VP 08
223
Resümee 224
10 Resümee
Osteoporose ist eine weltweit verbreitete Krankheit. Die Weltgesundheitsorgani-
sation (WHO) zählt sie zu den zehn wichtigsten Zivilisationskrankheiten. Etwa
40 % aller Frauen erleiden einmal in ihrem Leben eine durch Knochenschwund
bedingte Fraktur. Jährlich verursacht Osteoporose etwa 2 Millionen Oberschen-
kelhalsbrüche; allein in Deutschland entstehen dadurch im Jahr Kosten in Höhe
von 1,5 Milliarden € (vgl. Bartl 2001). Die WHO prognostizierte 1994, dass sich
die Osteoporose-Fälle in den folgenden 20 Jahren verdoppeln werden (vgl.
Deutsches Grünes Kreuz 19972,).
Es wird deutlich, dass zusätzlich zu der Behandlung der Symptome auch präven-
tive Maßnahmen erforderlich sind. „Die einzige Möglichkeit, kausal wirksam zu
werden, stellt die Förderung der Prävention dar“ (Hollmann et al. 1978, 142).
Prävention aber setzt voraus, dass Ursachen, Entstehung und Verlauf der Krank-
heit bekannt sind. Bezüglich der nicht zu übersehenden derzeitigen Unsicherheit
innerhalb dieser Aspekte können einige Vermutungen angestellt werden.
Osteoporose tritt in der Regel erst in höherem Lebensalter auf. Als ein diagno-
stisches Problem dieser chronischen Krankheit bezeichnet Bartl (vgl. 2001, V)
die Tatsache, dass keine Frühwarn-Symptome Hinweise auf ihren Beginn oder
ihre Entwicklung geben; sie wird daher häufig nur dann erkannt, wenn eine
Fraktur bereits eingetreten ist. Ihre Entstehung kann also nur rückblickend ver-
standen werden. Der Einsatz des sozialwissenschaftlichen Verfahrens der Re-
trospektion bietet die Möglichkeit einer Rückblende. Dabei muss in Betracht
gezogen werden, dass die mehrere Jahrzehnte zurückliegende Erinnerungsquelle
– nämlich die Interviews – zweifellos einen Unsicherheitsfaktor darstellt; den-
noch kann sie als eine Möglichkeit angesehen werden, um über bloße Mutma-
ßungen hinaus konkret Informationen zu erhalten, die bezüglich der Entstehung
der Krankheit von Bedeutung sind.
„Bone is everybody`s business“ stellt Bartl fest (2001, VI); dadurch soll ausge-
drückt werden, dass eine Beschränkung einzelner Wissenschaftsdisziplinen auf
sich selbst im Prozess der Erkenntnisgewinnung über Entstehung, Verlauf und
Prävention als Hindernis angesehen werden kann. Vielmehr wird interdisziplinä-
re Zusammenarbeit gefordert. Knochen als Gegenstand wissenschaftlicher Un-
tersuchung sei nicht nur Angelegenheit von Spezialisten; vielmehr müssten In-
ternisten, Endokrinologen, Orthopäden, Chirurgen, Radiologen, Gynäkologen,
Geriater, Pädiater, Rheumatologen, Labormediziner und Vertreter der Physikali-
schen Medizin ihr Spezialwissen einbringen und gemeinsame Strategien für
Prävention und Behandlung erarbeiten (vgl. Bartl 2001).
Das Forschungskonzept der vorliegenden Studie versucht eine Gratwanderung
im geforderten Sinn zunächst zwischen zwei Disziplinen, der Medizin und der
Sportwissenschaft. Das Untersuchungsdesign ist eher unkonventionell; es mischt
Resümee 225
qualitative und quantitative Verfahren miteinander. Retrospektiv ermittelte qua-
litative Daten werden zusammengeführt mit aktuellen, osteodensitometrisch er-
hobenen Daten.
Eine per Zufall ermittelte Gruppe von 41 Frauen wurde nach Messung durch die
Osteodensitometrie in zwei Gruppen eingeteilt. Dem Versuchsleiter war das Er-
gebnis und damit die Diagnose hinsichtlich der Osteoporose nicht bekannt. Mit
den Frauen wurden Interviews geführt mit dem Ziel, ihre Lebens- und Bewe-
gungswelten retrospektiv zu erfassen. Die Interviews wurden verschriftet, kate-
gorisiert, codiert, analysiert und interpretiert. Die Inhaltsanalyse erfolgte mit
dem Textanalyseprogramm WINNMAX 97. Als Codierungskategorien dienten
diejenigen Phänomene, die in der vorfindlichen Literatur als Prädiktoren für
Osteoporose benannt werden.
Die vorliegende Studie macht die Hypothese des Zusammenhangs zwischen
Bewegungsaktivitäten in der Kindheit und Jugend und der Knochendichte im
Erwachsenenalter glaubhafter, wenn sie auch keine endgültige Bestätigung lie-
fern kann. Die hohe Bedeutung von Spiel, Sport und Bewegung in Kindheit und
Jugend für den Knochenaufbau scheint erwiesen. Gleichwohl bleiben noch viele
Fragen. So ist es z. B. nicht auszuschließen, dass die Genetik der Primärfaktor
für die Knochendichte ist, der sich aber erst dann bemerkbar macht, wenn ande-
re Schutzfaktoren fehlen.
Weiter müsste man der Frage nachgehen, ob eine gezielte Belastung für den op-
timalen Knochenaufbau erforderlich ist, und in welchen Formen Überbelastun-
gen schädliche Auswirkungen haben. Weiß (2000) spricht in diesem Zusam-
menhang von der Spezifität des Trainings, das für das Skelettsystem und die
Knochen große Bedeutung hat. Krafteinwirkungen führten nur dort zum Zu-
wachs, wo die Kräfte angreifen. Die Ökonomisierung im Umgang mit den Res-
sourcen gehe sogar so weit, dass bei geringer Verfügbarkeit von Kalzium für
den Aufbau bestimmter Knochen das Kalzium aus nicht beanspruchten Knochen
entnommen werde. Diese Umverteilungshypothese sei wichtig bei der Planung
geeigneter Aktivitäten zur Vermeidung von Osteoporose.
Auf der Plausibilitätsebene spricht viel für die Bedeutung körperlicher Aktivi-
täten im Kindes- und Jugendalter als mögliche Prävention bezüglich der Osteo-
porose. Allerdings erscheint es sinnvoll, nicht nur das Kindes- und Jugendalter,
sondern die gesamte Lebensspanne im Auge zu haben. Körperliche Aktivitäten
sollten in allen denkbaren Handlungsfeldern und in allen Lebensphasen als
wirksames Mittel angesehen werden, der Volkskrankheit Osteoporose vorzu-
beugen. Familie und Kindergarten stehen am Anfang einer ganzen Kette von
Settings, in denen Spiel, Sport und Bewegung gezielt für die körperliche Ent-
wicklung eingesetzt werden können.
Es schließt sich eine Lebensphase an, in der Schule, Freundschaftsgruppen,
Straßenspielgruppen, Sportvereine und andere informelle Sportgemeinschaften
Resümee 226
als Beispiele genannt werden, in denen sportliche Aktivitäten ausgeübt werden
können.
In einer dritten Lebensphase schließlich, in der viele Menschen gesundheitlichen
Aspekten mehr Aufmerksamkeit schenken, bieten sich Handlungsfelder mit
Bewegungsformen an, die einem eher moderaten sportlichen Anspruch genügen.
In Sportstudios, Betriebssportgemeinschaften, Seniorensportgruppen oder Tanz-
gruppen beispielsweise können die positiven Auswirkungen sportlichen Tuns
erlebt werden.
Die allgemeine Forderung nach lebenslangem Sport – und damit verbunden die
Förderung einer Prävention der Osteoporose – gewinnt in unserer Gesellschaft
immer mehr an Gewicht. Welchen besonderen Wert Spiel, Sport und Bewegung
für Mädchen und Frauen hat, ist unverkennbar. Jedoch darf nicht übersehen
werden, dass Mädchen im Prozess der Bewegungssozialisation noch immer be-
nachteiligt werden.
In der vorliegenden Studie konnte die Bedeutung von Sport und Bewegung in
Kindheit und Jugend für die Vermeidung der Volkskrankheit Osteoporose empi-
risch belegt werden. Die eindeutigen Ergebnisse sollten Anlass sein, dem Sport-
unterricht in der Schule mehr Aufmerksamkeit zu schenken als bisher. Vor die-
sem Hintergrund bekommt auch die Diskussion um die dritte Sportstunde und
um die Qualifikation der Sportlehrer einen neuen Stellenwert. An vielen Inter-
viewbeispielen (an dieser Stelle sei nur auf die vier Fallbeispiele auf den Seiten
159-191 hingewiesen) ist abzulesen, welch großen Einfluß gerade der Sportleh-
rer auf die Entwicklung sportlicher Interessen bei Kindern und Jugendlichen
über die Schule hinaus nehmen kann.
Anhang 227
11 Anhang
Anhang 228
11.1 Graphische Einzeldarstellung (S. 229-269)
Graphische Einzeldarstellungen der retrospektiv-qualitativ ermittelten Daten
aller Kategorien aller Probandinnen
Die grüne Farbgebung kennzeichnet die Probandinnen ohne Osteoporose, die
rote Farbgebung die Probandinnen mit Osteoporose.
VP 01
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 01
229
VP 02
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 02
230
VP 03
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 03
231
VP 04
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 04
232
VP 05
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 05
233
VP 06
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 06
234
VP 07
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 07
235
VP 08
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 08
236
VP 09
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 09
237
VP 10
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 10
238
VP 11
0
0,5
1
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2
2,5
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Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
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Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
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Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
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Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 11
239
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1
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2,5
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Kat. 6 - Arbeit: Jugend
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Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
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Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 12
240
VP 13
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Kat. 6 - Arbeit: Jugend
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Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
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Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
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Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
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241
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Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
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242
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Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 15
243
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Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 16
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Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 17
245
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Osteoporoserisikos
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246
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Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
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Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
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Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
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Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 22
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Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
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Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
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Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
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Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
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Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
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Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 28
256
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Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 29
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Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 30
258
VP 31
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Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 31
259
VP 32
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Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
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Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 32
260
VP 33
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Kat. 6 - Arbeit: Jugend
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Kat. 12 - Krankh.: Familie
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Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 33
261
VP 34
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Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
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Kat. 6 - Arbeit: Jugend
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Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
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Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
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Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
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262
VP 35
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Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
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Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
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263
VP 36
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Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
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Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
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Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 36
264
VP 37
0
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Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
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Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
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Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 37
265
VP 38
0
0,5
1
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2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
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Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 38
266
VP 39
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 39
267
VP 40
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 40
268
VP 41
0
0,5
1
1,5
2
2,5
Kat. 1 - Sport: Fam./Umf. Kindh.
Kat. 2 - Sport: Fam./Umf. Erw.
Kat. 3 - Sport: Schule
Kat. 4 - Sport: Verein Kindh.
Kat. 5 - Sport: Verein Erw.
Kat. 6 - Arbeit: Jugend
Kat. 7 - Arbeit: Erw.
Kat. 8 - Ernährung: Kindh.
Kat. 9 - Ernährung: Erw.
Kat. 10 - Genussm.: Kindh.
Kat. 11 - Genussm.: Erw.
Kat. 12 - Krankh.: Familie
Kat. 13 - Anam.: Kindh.
Kat. 14 - Anam.: Erw.
Kat. 15 - Wohlb.: Jugend
Kat. 16 - Wohlb.: Erw.
Kategorien
Retrospektiv-qualitativ ermittelte Werte des
Osteoporoserisikos
VP 41
269
Anhang 270
11.2 Tabellarische Erfassung des Zahlenmaterials (S. 271-305)
Tabelle der retrospektiv-qualitativen Beurteilung (Schätzwerte) der 16
Kategorien mit allen Einzeldaten aller Probandinnen
271
01 Sport in Familie/Umfeld VP 01 VP 02 VP 03 VP 04 VP 05 VP 06
in Kindheit/Jugend 1,498 0,878 0,831 0,77 1,279 1,1
Bewegungs-/Sportmotivation 30/15=2,00 0/4=0,00 2/1=2,00 2/1=2,00
Bewegungs-/Sportmöglichk. 32/18=1,77 6/12=0,50 3/3=1,00 5/7=0,71 4/2=2,00 16/8=2,00
Dauersportarten
Jogging/Laufen
Radfahren 6/3=2,00 1/1=1,00 0/1=0,00 4/2=2,00 4/2=2,00
Schwimmen 0/1=0,00 0/1=0,00 2/1=2,00
Wandern 1/1=1,00 1/1=1,00
Leistungen 6/3=2,00 0/1=0,00 0/1=0,00 2/2=1,00
Sportarten
Ballspiele 4/2=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
Leichtathletik
Turnen/Gymnastik 8/4=2,00
weitere Sportarten 12/6=2,00 4/2=2,00
Gesamtauswertung 98/51=1,92 8/19=0,42 4/5=0,80 5/10=0,50 14/7=2,00 30/16=1,87
02 Sport in Familie/Umfeld
als Erwachsene
Bewegungs-/Sportmotivation 14/7=2,00 1/3=0,33 0/1=0,00 4/2=2,00
Bewegungs-/Sportmöglichk. 0/1=0,00 1/1=1,00 3/2=1,50
Dauersportarten
Jogging//Laufen 4/2=2,00
Radfahren 1/1=1,00 6/3=2,00
Schwimmen 1/1=1,00 1/1=1,00 2/1=2,00 2/1=2,00
Wandern 2/1=2,00 6/3=2,00 4/2=2,00
Leistungen 6/3=2,00 1/1=1,00
Sportarten
Ballspiele 2/1=2,00
Leichtathletik
Turnen/Gymnastik
weitere Sportarten 2/1=2,00 2/1=2,00 4/2=2,00
Gesamtauswertung 27/14=1,92 2/5=0,40 4/4=1,00 1/1=1,00 17/9=1,88 18/9=2,00
Bewegungs-/Sportmotivation 9/5=1,80 0/1=0,00 0/3=0,00 8/4=2,00 1/1=1,00
Bewegungs-/Sportmöglichk. 2/1=2,00 1/4=0,25 1/4=0,25 0/3=0,00 5/3=1,66 6/4=1,50
Leistungen 2/1=2,00 5/3=1,66
Sportarten
Ballspiele 2/1=2,00 1/1=1,00 1/1=1,00
Leichtathletik 1/1=1,00 6/3=2,00 2/1=2,00
Schwimmen 4/2=2,00 0/1=0,00 4/2=2,00
Turnen/Gymnastik 2/1=2,00 0/1=0,00 0/2=0,00 4/2=2,00 2/1=2,00
weitere Sportarten
Sportlehrer 5/3=1,66 0/3=0,00 1/1=1,00
Sportunterricht 2/1=2,00 0/3=0,00 0/3=0,00 2/1=2,00 3/2=1,50
Gesamtauswertung 28/15=1,86 1/7=0,14 1/10=0,10 2/13=0,15 31/17=1,82 19/12=1,58
VP 01 VP 02 VP 03 VP 04
03 Sport in der Schule VP 01 VP 02 VP 03 VP 04
VP 05 VP 06
VP 05 VP 06
01 Sport in Familie/Umfeld
in Kindheit/Jugend
Bewegungs-/Sportmotivation
Bewegungs-/Sportmöglichk.
Dauersportarten
Jogging/Laufen
Radfahren
Schwimmen
Wandern
Leistungen
Sportarten
Ballspiele
Leichtathletik
Turnen/Gymnastik
weitere Sportarten
Gesamtauswertung
02 Sport in Familie/Umfeld
als Erwachsene
Bewegungs-/Sportmotivation
Bewegungs-/Sportmöglichk.
Dauersportarten
Jogging//Laufen
Radfahren
Schwimmen
Wandern
Leistungen
Sportarten
Ballspiele
Leichtathletik
Turnen/Gymnastik
weitere Sportarten
Gesamtauswertung
Bewegungs-/Sportmotivation
Bewegungs-/Sportmöglichk.
Leistungen
Sportarten
Ballspiele
Leichtathletik
Schwimmen
Turnen/Gymnastik
weitere Sportarten
Sportlehrer
Sportunterricht
Gesamtauswertung
03 Sport in der Schule
272
VP 07 VP 08 VP 09 VP 10 VP 11 VP 12
1,158 0,81 0,85 1,38 0,92 1.126
0/1=0,00 0/1=0,00 10/5=2,00
8/4=2,00 3/5=0,60 2/6=0,33 15/8=1,87 2/4=0,50 4/2=2,0
6/3=2,00 1/1=1,00 4/2=2,00 2/2=1,00
3/2=1,50 0/1=0,00 0/1=0,00 0/1=0,00
2/1=2,00 0/1=0,00 1/2=0,50 6/3=2,00
0/1=0,00 0/1=0,00
0/1=0,00 1/1=1,00
0/1=0,00
3/2=1,50 0/1=0,00 0/1=0,00 2/1=2,00
22/12=1,83 3/3=0,25 5/14=0,35 19/10=1,90 4/6=0,66 22/12=1,83
1/2=0,50 16/8=2,00
0/1=0,00 1/1=1,00 4/2=2,00 10/5=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 4/2=2,00 4/2=2,00
3/2=1,50 3/2=1,50 1/1=1,00 4/2=2,00
2/1=2,00
2/1=2,00
4/2=2,00
0/1=0,00 6/5=1,20 3/2=1,50 9/5=1,80 5/3=1,66 40/20=2,00
0/2=0,00 0/1=0,00 0/2=0,00
3/3=1,00 4/5=0,80 1/1=1,00 8/4=2,00 2/2=1,00 2/2=1,00
1/1=1,00 2/2=1,00
2/1=2,00
0/1=0,00 1/1=1,00 2/2=1,00
0/1=0,00 4/2=2,00 1/1=1,00
0/1=0,00 0/1=0,00 1/1=1,00 2/1=2,00
5/3=1,66 0/1=0,00 0/1=0,00
3/11=0,27 1/3=0,33 3/2=1,50 2/2=1,00
12/10=1,20 7/20=0,35 4/8=0,50 15/8=1,87 5/5=0,83 8/9=0,88
VP 07 VP 08 VP 09 VP 10 VP 11
VP 07 VP 08 VP 09 VP 10 VP 11
VP 12
VP 12
01 Sport in Familie/Umfeld
in Kindheit/Jugend
Bewegungs-/Sportmotivation
Bewegungs-/Sportmöglichk.
Dauersportarten
Jogging/Laufen
Radfahren
Schwimmen
Wandern
Leistungen
Sportarten
Ballspiele
Leichtathletik
Turnen/Gymnastik
weitere Sportarten
Gesamtauswertung
02 Sport in Familie/Umfeld
als Erwachsene
Bewegungs-/Sportmotivation
Bewegungs-/Sportmöglichk.
Dauersportarten
Jogging//Laufen
Radfahren
Schwimmen
Wandern
Leistungen
Sportarten
Ballspiele
Leichtathletik
Turnen/Gymnastik
weitere Sportarten
Gesamtauswertung
Bewegungs-/Sportmotivation
Bewegungs-/Sportmöglichk.
Leistungen
Sportarten
Ballspiele
Leichtathletik
Schwimmen
Turnen/Gymnastik
weitere Sportarten
Sportlehrer
Sportunterricht
Gesamtauswertung
03 Sport in der Schule
273
VP 13 VP 14 VP 15 VP 16 VP 17 VP 18
1.231 1.161 1.323 1.369 0.910 0.540
2/1=2,00 1/1=1,00 0/2=0,00
14/7=2,00 5/3=1,66 5/4=1,25 6/5=1,20 8/6=1,33 8/9=0,88
2/1=2,00 4/2=2,00
5/3=1,66 6/3=2,00 6/3=2,00 2/1=2,00 1/1=1,00 1/1=1,00
6/3=2,00 2/1=2,00 2/3=0,66 2/1=2,00
4/2=2,00 6/3=2,00 8/4=2,00 4/2=2,00 1/1=1,00
4/2=2,00 1/2=0,50
2/1=2,00 6/3=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/2=1,00 3/5=0,60
39/20=1,95 25/13=1,92 27/17=1,58 17/12=1,41 12/10=1,20 13/19=0,68
4/2=2,00 2/1=2,00 0/1=0,00 0/1=0,00
2/1=2,00 5/3=1,66 5/6=0,83
2/1=2,00 6/3=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00
1/1=1,00 2/1=2,00
2/1=2,00 1/1=1,00
1/1=1,00 2/2=1,00
8/4=2,00 2/1=2,00 11/6=1,83 6/5=1,20 6/4=1,50 6/8=0,75
2/1=2,00 1/1=1,00 0/3=0,00
8/4=2,00 2/1=2,00 2/2=1,00 2/2=1,00 2/6=0,33
2/1=2,00
2/1=2,00
4/2=2,00
6/3=2,00 2/2=1,00 2/1=2,00 0/1=0,00
4/2=2,00 4/2=2,00 1/1=1,00
2/1=2,00 1/1=1,00
2/1=2,00 2/1=2,00 4/2=2,00 2/2=1,00 1/2=0,50
24/12=2,00 8/4=2,00 8/4=2,00 11/8=1,37 8/7=1,14 3/12=0,25
VP 18
VP 13 VP 14 VP 15 VP 16 VP 17 VP 18
VP 13 VP 14 VP 17VP 15 VP 16
01 Sport in Familie/Umfeld
in Kindheit/Jugend
Bewegungs-/Sportmotivation
Bewegungs-/Sportmöglichk.
Dauersportarten
Jogging/Laufen
Radfahren
Schwimmen
Wandern
Leistungen
Sportarten
Ballspiele
Leichtathletik
Turnen/Gymnastik
weitere Sportarten
Gesamtauswertung
02 Sport in Familie/Umfeld
als Erwachsene
Bewegungs-/Sportmotivation
Bewegungs-/Sportmöglichk.
Dauersportarten
Jogging//Laufen
Radfahren
Schwimmen
Wandern
Leistungen
Sportarten
Ballspiele
Leichtathletik
Turnen/Gymnastik
weitere Sportarten
Gesamtauswertung
Bewegungs-/Sportmotivation
Bewegungs-/Sportmöglichk.
Leistungen
Sportarten
Ballspiele
Leichtathletik
Schwimmen
Turnen/Gymnastik
weitere Sportarten
Sportlehrer
Sportunterricht
Gesamtauswertung
03 Sport in der Schule
274
VP 19 VP 20 VP 21 VP 22 VP 23 VP 24
0.878 0.837 0.825 0.875 0.837 0.724
0/2=0,00 1/1=1,00
9/15=0,60 3/6=0,50 7/18=0,38 3/8=0,37 6/7=0,85 2/5=0,40
2/1=2,00 1/1=1,00 3/2=1,50 1/1=1,00
2/3=0,66 0/1=0,00 0/1=0,00 0/2=0,00
0/1=0,00 0/1=0,00 1/2=0,50
0/1=0,00 0/1=0,00
0/1=0,00
1/1=1,00 1/2=0,50 0/1=0,00 0/1=0,00
14/24=0,58 5/12=0,41 12/24=0,50 4/13=0,30 6/7=0,85 2/6=0,33
4/4=1,00 1/1=1,00 2/2=1,00 1/2=0,50 1/1=1,00
1/1=1,00
2/1=2,00 2/1=2,00
1/1=1,00 1/1=1,00 1/2=0,50 2/2=1,00 2/1=2,00
0/1=0,00
5/6=0,83 2/2=1,00 4/3=1,33 2/4=0,50 3/3=1,00 5/3=1,66
1/4=0,25 0/3=0,00 1/1=1,00 1/1=1,00
1/2=0,50 0/2=0,00 0/1=0,00 1/1=1,00
1/1=1,00
0/1=0,00
0/2=0,00 0/1=0,00 1/1=1,00
1/2=0,50 0/2=0,00 0/1=0,00 0/3=0,00 2/2=1,00 4/4=1,00
3/7=0,42 1/10=0,10 0/5=0,00 1/4=0,25 4/4=1,00 5/5=1,00
VP 19 VP 20 VP 21 VP 22 VP 23 VP 24
VP 19 VP 20 VP 21 VP 22 VP 23 VP 24
01 Sport in Familie/Umfeld
in Kindheit/Jugend
Bewegungs-/Sportmotivation
Bewegungs-/Sportmöglichk.
Dauersportarten
Jogging/Laufen
Radfahren
Schwimmen
Wandern
Leistungen
Sportarten
Ballspiele
Leichtathletik
Turnen/Gymnastik
weitere Sportarten
Gesamtauswertung
02 Sport in Familie/Umfeld
als Erwachsene
Bewegungs-/Sportmotivation
Bewegungs-/Sportmöglichk.
Dauersportarten
Jogging//Laufen
Radfahren
Schwimmen
Wandern
Leistungen
Sportarten
Ballspiele
Leichtathletik
Turnen/Gymnastik
weitere Sportarten
Gesamtauswertung
Bewegungs-/Sportmotivation
Bewegungs-/Sportmöglichk.
Leistungen
Sportarten
Ballspiele
Leichtathletik
Schwimmen
Turnen/Gymnastik
weitere Sportarten
Sportlehrer
Sportunterricht
Gesamtauswertung
03 Sport in der Schule
275
VP 25 VP 26 VP 27 VP 28 VP 29 VP 30
0.842 0.815 0.860 1.350 1.443 0.879
1/1=1,00 4/2=2,00 5/4=1,25
5/5=1,00 1/1=0,00 0/7=0,00 16/10=1,60 14/7=2,00
5/3=1,66 2/2=1,00 2/2=1,00 4/2=2,00 2/1=2,00 1/1=1,00
2/1=2,00 1/1=1,00 0/1=0,00
2/2=2,00 4/2=2,00 6/3=2,00
0/1=0,00
1/1=1,00 1/1=1,00 4/2=2,00 2/1=2,00
0/1=0,00
6/3=2,00 2/2=1,00
15/14=1,07 5/5=1,00 3/10=0,30 24/15=1,60 36/18=2,00 10/8=1,25
1/1=1,00 2/1=2,00
1/1=1,00 2/1=2,00
1/1=1,00 3/2=1,50 2/1=2,00
3/3=1,00
1/1=1,00
5/5=1,00 0/1=0,00 1/1=1,00 3/2=1,50 4/2=2,00 3/2=1,50
1/1=1,00 1/3=0,33 2/1=2,00 2/1=2,00
0/4=0,00 1/3=0,33 0/6=0,00 2/1=2,00 4/2=2,00
5/3=1,66
0/1=0,00 0/1=0,00
6/3=2,00
1/1=1,00
0/1=0,00 1/2=0,50 0/2=0,00 2/1=2,00 2/1=2,00
0/2=0,00 0/1=0,00 1/2=0,50 1/1=1,00 2/1=2,00 4/2=2,00
1/8=0,12 5/11=0,45 1/10=0,10 1/1=1,00 14/8=1,75 17/10=1,70
VP 25
VP 25
VP 26
VP 26 VP 27 VP 28 VP 29 VP 30
VP 27 VP 28 VP 29 VP 30
01 Sport in Familie/Umfeld
in Kindheit/Jugend
Bewegungs-/Sportmotivation
Bewegungs-/Sportmöglichk.
Dauersportarten
Jogging/Laufen
Radfahren
Schwimmen
Wandern
Leistungen
Sportarten
Ballspiele
Leichtathletik
Turnen/Gymnastik
weitere Sportarten
Gesamtauswertung
02 Sport in Familie/Umfeld
als Erwachsene
Bewegungs-/Sportmotivation
Bewegungs-/Sportmöglichk.
Dauersportarten
Jogging//Laufen
Radfahren
Schwimmen
Wandern
Leistungen
Sportarten
Ballspiele
Leichtathletik
Turnen/Gymnastik
weitere Sportarten
Gesamtauswertung
Bewegungs-/Sportmotivation
Bewegungs-/Sportmöglichk.
Leistungen
Sportarten
Ballspiele
Leichtathletik
Schwimmen
Turnen/Gymnastik
weitere Sportarten
Sportlehrer
Sportunterricht
Gesamtauswertung
03 Sport in der Schule
276
VP 31 VP 32 VP 33 VP 34 VP 35 VP 36
0.812 0.832 0.832 1.013 1.300 0.801
3/9=0,33 2/1=2,00 2/1=2,00 2/3=0,66
3/11=0,27 0/8=0,00 16/10=1,60 0/6=0,00
2/1=2,00
2/2=1,00 0/1=0,00 1/1=1,00 10/5=2,00 2/2=1,00
2/2=1,00 0/1=0,00 0/1=0,00 1/1=1,00
0/1=0,00 0/1=0,00 2/2=1,00 4/2=2,00 6/3=2,00 1/1=1,00
0/1=0,00
2/1=2,00
0/1=0,00
4/2=2,00 2/1=2,00
5/14=0,35 5/13=0,38 2/12=0,16 13/7=1,85 38/22=1,72 6/14=0,42
5/4=1,25
1/3=0,33 0/1=0,00 5/4=1,25
0/1=0,00 8/4=2,00
0/1=0,00 1/1=1,00 1/1=1,00
2/1=2,00
8/4=2,00 1/1=1,00
1/1=1,00
0/1=0,00 1/3=0,33 0/3=0,00 1/1=1,00 29/18=1,61 0/1=0,00
0/1=0,00
1/3=0,33 0/3=0,00 8/5=1,60 1/2=0,50
0/1=0,00 0/1=0,00 1/1=1,00
0/1=0,00 1/1=1,00 1/2 =0,50
1/1=1,00 1/1=1,00
3/3=1,00 1/1=1,00 0/1=0,00
0/1=0,00
2/1=2,00
0/1=0,00 0/1=0,00 0/2=0,00 4/2=2,00
1/2=0,50 0/1=0,00 0/3=0,00 2/2=1,00 0/3=0,00
2/6=0,42 1/6=0,16 0/9=0,00 15/11=1,36 8/8=1,00 2/8=0,25
VP 32
VP 31 VP 32
VP 31 VP 33 VP 34
VP 33 VP 34 VP 35 VP 36
VP 35 VP 36
01 Sport in Familie/Umfeld
in Kindheit/Jugend
Bewegungs-/Sportmotivation
Bewegungs-/Sportmöglichk.
Dauersportarten
Jogging/Laufen
Radfahren
Schwimmen
Wandern
Leistungen
Sportarten
Ballspiele
Leichtathletik
Turnen/Gymnastik
weitere Sportarten
Gesamtauswertung
02 Sport in Familie/Umfeld
als Erwachsene
Bewegungs-/Sportmotivation
Bewegungs-/Sportmöglichk.
Dauersportarten
Jogging//Laufen
Radfahren
Schwimmen
Wandern
Leistungen
Sportarten
Ballspiele
Leichtathletik
Turnen/Gymnastik
weitere Sportarten
Gesamtauswertung
Bewegungs-/Sportmotivation
Bewegungs-/Sportmöglichk.
Leistungen
Sportarten
Ballspiele
Leichtathletik
Schwimmen
Turnen/Gymnastik
weitere Sportarten
Sportlehrer
Sportunterricht
Gesamtauswertung
03 Sport in der Schule
277
VP 37 VP 38 VP 39 VP 40 VP 41
0.743 1.206 1.401 1.301 1.350
0/3=0,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
4/6=0,66 8/4=2,00 18/9=2,00 16/8=2,00 4/2=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00
1/1=1,00 6/3=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
6/3=2,00 2/1=2,00
4/3=1,33
2/1=2,00
2/1=2,00 6/3=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00
0/1=0,00 2/1=2,00 6/3=2,00 4/2=2,00
5/11=0,45 16/9=1,77 48/24=2,00 32/16=2,00 18/9=2,00
0/2=0,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
1/3=0,33 4/2=2,00 2/1=2,00 6/3=2,00
4/2=2,00
3/7=0,42 4/2=2,00 4/2=2,00 2/1=2,00 12/6=2,00
0/1=0,00 12/6=2,00 6/3=2,00
0/4=0,00 3/2=1,50 6/3=2,00 3/2=1,50 4/2=2,00
0/1=0,00 2/1=2,00 8/4=2,00 6/3=2,00 4/2=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00
2/2=1,00 4/2=2,00 8/4=2,00
0/1=0,00 4/2=2,00
3/2=1,50 6/3=2,00 8/4=2,00 4/2=2,00
0/1=0,00 6/3=2,00 4/2=2,00 6/3=2,00
1/1=1,00 2/1=2,00 6/3=2,00 4/2=2,00
1/9=0,11 12/8=1,50 42/21=2,00 29/15=1,93 42/21=2,00
VP 37 VP 38 VP 39
VP 37 VP 38 VP 39 VP 40 VP 41
VP 40 VP 41
278
04 Sport im Verein
in Kindheit/Jugend
Bewegungs-/Sportmotivation 4/2=2,00
Bewegungs-/Sportmöglichk. 4/2=2,00
Dauersportarten 2/1=2,00
Jogging//Laufen
Radfahren
Schwimmen
Wandern 1/1=1,00
Leistungen 2/1=2,00
Sportarten
Ballspiele
Leichtathletik 2/1=2,00
Turnen/Gymnastik 5/3=1,66
weitere Sportarten 4/2=2,00
Gesamtauswertung 16/8=2,00 0/1=0,00 1/1=1,00 0/1=0,00 7/4=1,75 0/1=0,00
05 Sport im Verein
als Erwachsene
Bewegungs-/Sportmotivation 2/1=2,00
Bewegungs-/Sportmöglichk. 0/1=0,00
Dauersportarten
Jogging//Laufen
Radfahren
Schwimmen
Wandern
Leistungen 2/1=2,00
Sportarten
Ballspiele
Leichtathletik
Turnen/Gymnastik
weitere Sportarten 1/1=1,00
Gesamtauswertung 4/2=2,00 0/1=0,00 0/1=0,00 1/1=1,00 0/1=0,00 0/1=0,00
06 Körperliche Arbeit
in Kindheit/Jugend
Gesamtauswertung 2/1=2,00 5/5=1,00 2/1=2,00 3/2=1,50
07 Körperliche Arbeit
als Erwachsene
Gesamtauswertung 9/6=1,60 1/1=1,00 1/1=1,00 2/1=2,00
VP 01 VP 02 VP 03 VP 04
VP 01 VP 02 VP 03 VP 04
VP 01 VP 02 VP 03 VP 04
VP 01 VP 02 VP 03 VP 04
VP 05 VP 06
VP 05 VP 06
VP 05 VP 06
VP 05 VP 06
04 Sport im Verein
in Kindheit/Jugend
Bewegungs-/Sportmotivation
Bewegungs-/Sportmöglichk.
Dauersportarten
Jogging//Laufen
Radfahren
Schwimmen
Wandern
Leistungen
Sportarten
Ballspiele
Leichtathletik
Turnen/Gymnastik
weitere Sportarten
Gesamtauswertung
05 Sport im Verein
als Erwachsene
Bewegungs-/Sportmotivation
Bewegungs-/Sportmöglichk.
Dauersportarten
Jogging//Laufen
Radfahren
Schwimmen
Wandern
Leistungen
Sportarten
Ballspiele
Leichtathletik
Turnen/Gymnastik
weitere Sportarten
Gesamtauswertung
06 Körperliche Arbeit
in Kindheit/Jugend
Gesamtauswertung
07 Körperliche Arbeit
als Erwachsene
Gesamtauswertung
279
VP 12
1.126
0/1=0,00 0/1=0,00
1/3=0,33
2/1=2,00
0/1=0,00
0/1=0,00
2/1=2,00
0/1=0,00 0/1=0,00 0/2=0,00 4/2=2,00 ¼=0,25 0/1=0,00
2/1=2,00
1/1=1,00 3/2=1,50 2/1=2,00
4/2=2,00
1/1=1,00 4/2=2,00 1/1=1,00
2/1=2,00 0/2=0,50
0/1=0,00 4/3=1,33 0/2=0,50 7/4=1,75 1/1=1,00 8/4=2,00
2/2=1,00 3/2=1,50 5/4=1,25 7/5=1,40 2/1=2,00
4/4=1,00 2/1=2,00 1/1=1,00 2/1=2,00
VP 07 VP 08 VP 09 VP 10 VP 11
VP 07 VP 08 VP 09 VP 10 VP 11
VP 07 VP 08 VP 09 VP 10 VP 11
VP 07 VP 08 VP 09 VP 10 VP 11
VP 12
VP 12
VP 12
04 Sport im Verein
in Kindheit/Jugend
Bewegungs-/Sportmotivation
Bewegungs-/Sportmöglichk.
Dauersportarten
Jogging//Laufen
Radfahren
Schwimmen
Wandern
Leistungen
Sportarten
Ballspiele
Leichtathletik
Turnen/Gymnastik
weitere Sportarten
Gesamtauswertung
05 Sport im Verein
als Erwachsene
Bewegungs-/Sportmotivation
Bewegungs-/Sportmöglichk.
Dauersportarten
Jogging//Laufen
Radfahren
Schwimmen
Wandern
Leistungen
Sportarten
Ballspiele
Leichtathletik
Turnen/Gymnastik
weitere Sportarten
Gesamtauswertung
06 Körperliche Arbeit
in Kindheit/Jugend
Gesamtauswertung
07 Körperliche Arbeit
als Erwachsene
Gesamtauswertung
280
VP 13 VP 14 VP 15 VP 16 VP 17 VP 18
1.231 1.161 1.323 1.369 0.910 0.540
2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 0/1=0,00 0/1=0,00
2/1=2,00
4/2=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 0/1=0,00
1/1=1,00
6/3=2,00 6/3=2,00 7/4=1,75
2/1=2,00 2/1=2,00 0/1=0,00
12/6=2,00 8/4=2,00 6/3=2,00 12/7=1,71 2/3=0,42 0/1=0,00
2/1=2,00
4/2=2,00
3/3=1,00
6/3=2,00 2/1=2,00
0/1=0,00
8/4=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 0/1=0,00 7/6=1,16 0/1=0,00
1/1=1,00 1/1=1,00 0/2=0,50 3/2=1,50
7/4=1,75 2/1=2,00 1/1=1,00 1/1=1,00
VP 14 VP 15 VP 16 VP 17 VP 18
VP 13 VP 14 VP 15 VP 16 VP 17 VP 18
VP 13
VP 18VP 13 VP 14 VP 17VP 15 VP 16
04 Sport im Verein
in Kindheit/Jugend
Bewegungs-/Sportmotivation
Bewegungs-/Sportmöglichk.
Dauersportarten
Jogging//Laufen
Radfahren
Schwimmen
Wandern
Leistungen
Sportarten
Ballspiele
Leichtathletik
Turnen/Gymnastik
weitere Sportarten
Gesamtauswertung
05 Sport im Verein
als Erwachsene
Bewegungs-/Sportmotivation
Bewegungs-/Sportmöglichk.
Dauersportarten
Jogging//Laufen
Radfahren
Schwimmen
Wandern
Leistungen
Sportarten
Ballspiele
Leichtathletik
Turnen/Gymnastik
weitere Sportarten
Gesamtauswertung
06 Körperliche Arbeit
in Kindheit/Jugend
Gesamtauswertung
07 Körperliche Arbeit
als Erwachsene
Gesamtauswertung
281
VP 19 VP 20 VP 21 VP 22 VP 23 VP 24
0.878 0.837 0.825 0.875 0.837 0.724
1/3=0,33 0/1=0,00 0/2=0,00 0/1=0,00
0/1=0,00
0/1=0,00
1/3=0,33 0/1=0,00 0/1=0,00 0/3=0,00 0/1=0,00 0/1=0,00
0/1=0,00
0/1=0,00
0/1=0,00
0/1=0,00 0/1=0,00 0/2=0,00 0/1=0,00 0/1=0,00 0/1=0,00
4/3=1,33 2/2=1,00 6/5=1,20 3/3=1,00 3/6=0,50
1/1=1,00 2/2=1,00 3/3=1,00 2/2=1,00 1/4=0,25
VP 19 VP 20 VP 21 VP 22 VP 23 VP 24
VP 19 VP 20 VP 21 VP 22 VP 23 VP 24
VP 19 VP 20 VP 21 VP 22 VP 23 VP 24
04 Sport im Verein
in Kindheit/Jugend
Bewegungs-/Sportmotivation
Bewegungs-/Sportmöglichk.
Dauersportarten
Jogging//Laufen
Radfahren
Schwimmen
Wandern
Leistungen
Sportarten
Ballspiele
Leichtathletik
Turnen/Gymnastik
weitere Sportarten
Gesamtauswertung
05 Sport im Verein
als Erwachsene
Bewegungs-/Sportmotivation
Bewegungs-/Sportmöglichk.
Dauersportarten
Jogging//Laufen
Radfahren
Schwimmen
Wandern
Leistungen
Sportarten
Ballspiele
Leichtathletik
Turnen/Gymnastik
weitere Sportarten
Gesamtauswertung
06 Körperliche Arbeit
in Kindheit/Jugend
Gesamtauswertung
07 Körperliche Arbeit
als Erwachsene
Gesamtauswertung
282
VP 25 VP 26 VP 27 VP 28 VP 29 VP 30
0.842 0.815 0.860 1.350 1.443 0.879
0/3=0,00 0/1=0,00
1/1=1,00
0/1=0,00
0/1=0,00
1/5=0,20 0/1=0,00 0/1=0,00 0/1=0,00 0/1=0,00 0/1=0,00
2/1=2,00
2/1=2,00 4/2=2,00
4/2=2,00 0/1=0,00 0/1=0,00 4/2=2,00 0/1=0,00 0/1=0,00
1/1=1,00 2/1=2,00 0/2=0,00 4/2=2,00 1/1=1,00 2/1=2,00
1/1=1,00 2/1=2,00 4/3=1,33 0/1=0,00
VP 25
VP 25
VP 25
VP 26
VP 26
VP 28 VP 29 VP 30
VP 26 VP 27 VP 28 VP 29 VP 30
VP 27
VP 27 VP 28 VP 29 VP 30
04 Sport im Verein
in Kindheit/Jugend
Bewegungs-/Sportmotivation
Bewegungs-/Sportmöglichk.
Dauersportarten
Jogging//Laufen
Radfahren
Schwimmen
Wandern
Leistungen
Sportarten
Ballspiele
Leichtathletik
Turnen/Gymnastik
weitere Sportarten
Gesamtauswertung
05 Sport im Verein
als Erwachsene
Bewegungs-/Sportmotivation
Bewegungs-/Sportmöglichk.
Dauersportarten
Jogging//Laufen
Radfahren
Schwimmen
Wandern
Leistungen
Sportarten
Ballspiele
Leichtathletik
Turnen/Gymnastik
weitere Sportarten
Gesamtauswertung
06 Körperliche Arbeit
in Kindheit/Jugend
Gesamtauswertung
07 Körperliche Arbeit
als Erwachsene
Gesamtauswertung
283
VP 31 VP 32 VP 33 VP 34 VP 35 VP 36
0.812 0.832 0.832 1.013 1.300 0.801
0/1=0,00 2/1=2,00
0/1=0,00 2/1=2,00
2/1=2,00
1/1=1,00
0/1=0,00 ½=0,50 0/1=0,00 6/3=2,00 0/1=0,00 0/1=0,00
1/1=1,00
1/1=1,00
0/1=0,00
0/1=0,00
0/1=0,00 2/2=2,00 0/1=0,00 2/1=2,00 0/1=0,00 0/1=0,00
0/1=0,00 5/4=1,25 ¾=0,75 2/2=1,00
3/2=1,50 1/1=1,00 6/4=1,50
VP 31 VP 32
VP 31 VP 32
VP 32VP 31
VP 33 VP 34
VP 33 VP 34
VP 35 VP 36
VP 33 VP 34 VP 35 VP 36
VP 35 VP 36
04 Sport im Verein
in Kindheit/Jugend
Bewegungs-/Sportmotivation
Bewegungs-/Sportmöglichk.
Dauersportarten
Jogging//Laufen
Radfahren
Schwimmen
Wandern
Leistungen
Sportarten
Ballspiele
Leichtathletik
Turnen/Gymnastik
weitere Sportarten
Gesamtauswertung
05 Sport im Verein
als Erwachsene
Bewegungs-/Sportmotivation
Bewegungs-/Sportmöglichk.
Dauersportarten
Jogging//Laufen
Radfahren
Schwimmen
Wandern
Leistungen
Sportarten
Ballspiele
Leichtathletik
Turnen/Gymnastik
weitere Sportarten
Gesamtauswertung
06 Körperliche Arbeit
in Kindheit/Jugend
Gesamtauswertung
07 Körperliche Arbeit
als Erwachsene
Gesamtauswertung
284
VP 37 VP 38 VP 39 VP 40 VP 41
0.743 1.206 1.401 1.301 1.350
2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00
0/1=0,00 2/1=2,00
0/2=0,00 0/1=0,00 6/3=2,00 1/1=1,00 0/1=0,00
2/1=2,00
2/1=2,00
5/3=1,66
0/1=0,00 4/2=2,00 2/1=2,00 1/1=1,00 5/3=1,66
3/6=0,50 6/4=1,50 1/1=1,00 4/2=2,00 2/1=2,00
2/2=1,00 2/2=1,00 4/4=1,00 2/1=2,00
VP 37 VP 38
VP 37 VP 38
VP 39
VP 37 VP 38 VP 39
VP 39
VP 40 VP 41
VP 40 VP 41
VP 40 VP 41
285
08. Ernährung
in Kindheit/Jugend
Brot/Getreide 8/4=2,0 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
Diäten
Ernährungsprobleme 3/2=1,50 4/3=1,33 2/2=1,00
Fisch 4/2=2,00 2/1=2,00 1/1=1,00 1/1=1,00
Fleisch ½=0,50 1/1=1,00 3/1=1,00 2/1=2,00 4/2=2,00
kalziumreiche Ernährung
Milch und Milchprodukte 6/3=2,00 2/1=2,00 8/4=2,00 8/4=2,00 4/2=2,00
Obst und Gemüse 6/3=2,00 6/3=2,00 6/3=2,00 8/4=2,00 4/2=2,00
phosphatreiche Ernährung
weitere Ernährung 7/4=1,75 3/2=1,50 6/3=2,00
Gesamtauswertung 32/18=1,77 11/6=1,83 24/12=2,00 30/16=1,87 12/6=2,00 9/6=1,50
09 Ernährung
als Erwachsene
Brot/Getreide
Diäten
Ernährungsprobleme 2/2=1,00
Fisch
Fleisch 2/2=1,00
kalciumreiche Ernährung 2/1=2,00
Milch und Milchprodukte 2/1=2,00 2/1=2,00
Obst und Gemüse 4/2=2,00 2/1=2,00
phosphatreiche Ernährung
weitere Nahrung 1/1=1,00
Gesamtauswertung 6/4=1,50 6/3=2,00 2/2=1,00 1/1=1,00 2/1=2,00
10 Genussmittel
in Kindheit/Jugend
Alkohol 1/2=0,50 2/1=2,00
Cola/Sprudel 1/2=0,50 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
Koffein
Nikotin 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
Süßigkeiten 2/1=2,00 2/1=2,00 1/1=1,00
weitere Genussmittel
Gesamtauswertung 4/5=0,80 6/3=2,00 6/3=2,00 2/1=2,00 5/3=1,66
11 Genussmittel
als Erwachsene
Alkohol 2/2=1,00 2/1=2,00 2/1=2,00 1/1=1,00 1/1=1,00
Cola/Sprudel
Koffein 0/3=0,00
Nikotin 4/2=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 0/1=0,00
Süßigkeiten 2/1=2,00
weitere Genussmittel
Gesamtauswertung 6/7=0,85 4/2=2,00 4/2=2,00 3/2=1,50 1/2=0,50
VP 01 VP 02 VP 03 VP 04
VP 01 VP 02 VP 03 VP 04
VP 01 VP 02 VP 03 VP 04
VP 01 VP 02 VP 03 VP 04
VP 05 VP 06
VP 05 VP 06
VP 05 VP 06
VP 05 VP 06
08. Ernährung
in Kindheit/Jugend
Brot/Getreide
Diäten
Ernährungsprobleme
Fisch
Fleisch
kalziumreiche Ernährung
Milch und Milchprodukte
Obst und Gemüse
phosphatreiche Ernährung
weitere Ernährung
Gesamtauswertung
09 Ernährung
als Erwachsene
Brot/Getreide
Diäten
Ernährungsprobleme
Fisch
Fleisch
kalciumreiche Ernährung
Milch und Milchprodukte
Obst und Gemüse
phosphatreiche Ernährung
weitere Nahrung
Gesamtauswertung
10 Genussmittel
in Kindheit/Jugend
Alkohol
Cola/Sprudel
Koffein
Nikotin
Süßigkeiten
weitere Genussmittel
Gesamtauswertung
11 Genussmittel
als Erwachsene
Alkohol
Cola/Sprudel
Koffein
Nikotin
Süßigkeiten
weitere Genussmittel
Gesamtauswertung
286
VP 12
1.126
2/1=2,00
0/3=0,00 1/1=1,00
2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 1/1=1,00 1/1=1,00 2/1=2,00 0/1=0,00
0/1=0,00 6/3=2,00 2/1=2,00 4/2=2,00 2/2=1,00
2/1=2,00 1/1=1,00
3/5=0,60 11/6=1,83 6/4=1,50 4/2=2,00 11/7=1,57 6/3=2,00
8/4==2,00 4/2=2,00 6/3=2,00 2/1=2,00 5/3=1,66 6/3=2,00
11/7=1,57 2/1=2,00 3/2=1,50 1/1=1,00 5/5=1,00
26/22=1,18 27/15=1,80 20/12=1,66 15/8=1,87 14/19=0,73 12/6=2,00
0/3=0,00 1/1=1,00
0/2=0,00
2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 4/2=2,00
4/2=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 0/1=0,00 4/2=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00
8/4=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
14/12=1,16 12/6=2,00 ½=0,50 8/4=2,00 8/4=2,00
6/3=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
3/2=1,50 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
4/2=2,00
2/4=0,50 2/1=2,00 4/2=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 4/2=2,00
2/1=2,00
15/11=1,36 4/2=2,00 8/4=2,00 6/3=2,00 12/6=2,00 2/1=2,00
1/1=1,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 1/1=1,00
4/2=2,00 2/1=2,00 2/2=1,00 4/2=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00
5/3=1,66 8/4=2,00 6/4=1,50 8/4=2,00 4/2=2,00 5/3=1,66
VP 07 VP 08 VP 09 VP 10 VP 11
VP 07 VP 08 VP 09 VP 10 VP 11
VP 07 VP 08 VP 09 VP 10 VP 11
VP 07 VP 08 VP 09 VP 10 VP 11
VP 12
VP 12
VP 12
08. Ernährung
in Kindheit/Jugend
Brot/Getreide
Diäten
Ernährungsprobleme
Fisch
Fleisch
kalziumreiche Ernährung
Milch und Milchprodukte
Obst und Gemüse
phosphatreiche Ernährung
weitere Ernährung
Gesamtauswertung
09 Ernährung
als Erwachsene
Brot/Getreide
Diäten
Ernährungsprobleme
Fisch
Fleisch
kalciumreiche Ernährung
Milch und Milchprodukte
Obst und Gemüse
phosphatreiche Ernährung
weitere Nahrung
Gesamtauswertung
10 Genussmittel
in Kindheit/Jugend
Alkohol
Cola/Sprudel
Koffein
Nikotin
Süßigkeiten
weitere Genussmittel
Gesamtauswertung
11 Genussmittel
als Erwachsene
Alkohol
Cola/Sprudel
Koffein
Nikotin
Süßigkeiten
weitere Genussmittel
Gesamtauswertung
287
VP 13 VP 14 VP 15 VP 16 VP 17 VP 18
1.231 1.161 1.323 1.369 0.910 0.540
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00
2/1=2,00 8/4=2,00 4/2=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 4/2=2,00 1/1=1,00
2/2=1,00 2/2=1,00 3/2=1,50 2/2=1,00
2/1=2,00
2/1=2,00 3/2=1,50 1/1=1,00 4/2=2,00 7/4=1,75 6/4=1,50
4/2=2,00 2/1=2,00 6/3=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 10/5=2,00
3/2=1,50 7/4=1,75 4/2=2,00 10/5=2,00
10/6=1,66 10/6=1,66 18/10=1,80 14/8=1,75 28/15=1,86 37/21=1,76
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
1/1=1,00
1/1=1,00 2/1=2,00 2/1=2,00 4/2=2,00
1/1=1,00 2/1=2,00 2/2=1,00 1/1=1,00 2/1=2,00
6/3=2,00 1/1=1,00 6/4=1,50
2/1=2,00 4/2=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
1/1=1,00
4/3=1,33 7/4=1,75 11/6=1,83 6/4=1,50 10/6=1,66 12/7=1,71
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 1/1=1,00 2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
0/1=0,00 3/2=1,50 2/1=2,00 1/1=1,00 2/1=2,00
6/3=2,00 4/3=1,33 9/5=1,80 4/2=2,00 6/4=1,50 8/4=2,00
1/1=1,00 1/1=1,00 1/1=1,00 2/1=2,00
4/2=2,00 2/1=2,00
4/2=2,00 1/1=1,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/2=1,00 1/1=1,00 2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00
7/4=1,75 2/1=2,00 6/4=1,50 2/2=1,00 3/2=1,50 9/5=1,80
VP 13 VP 14 VP 15 VP 16 VP 17 VP 18
VP 14 VP 15 VP 16 VP 17 VP 18
VP 13 VP 14 VP 15 VP 16 VP 17 VP 18
VP 13
08. Ernährung
in Kindheit/Jugend
Brot/Getreide
Diäten
Ernährungsprobleme
Fisch
Fleisch
kalziumreiche Ernährung
Milch und Milchprodukte
Obst und Gemüse
phosphatreiche Ernährung
weitere Ernährung
Gesamtauswertung
09 Ernährung
als Erwachsene
Brot/Getreide
Diäten
Ernährungsprobleme
Fisch
Fleisch
kalciumreiche Ernährung
Milch und Milchprodukte
Obst und Gemüse
phosphatreiche Ernährung
weitere Nahrung
Gesamtauswertung
10 Genussmittel
in Kindheit/Jugend
Alkohol
Cola/Sprudel
Koffein
Nikotin
Süßigkeiten
weitere Genussmittel
Gesamtauswertung
11 Genussmittel
als Erwachsene
Alkohol
Cola/Sprudel
Koffein
Nikotin
Süßigkeiten
weitere Genussmittel
Gesamtauswertung
288
VP 19 VP 20 VP 21 VP 22 VP 23 VP 24
0.878 0.837 0.825 0.875 0.837 0.724
2/1=2,00 3/2=1,50 2/1=2,00
2/1=2,00 5/4=1,25 11/7=1,57 2/1=2,00 2/1=2,00 4/2=2,00
2/2=1,00 1/1=1,0 1/1=1,0 1/1=1,0 1/1=1,0
1/1=1,0 2/1=2,00 2/1=2,00 3/2=1,50 1/1=1,0 ½=0,50
1/1=1,0 3/2=1,50
6/3=2,0 5/3=1,66 6/3=2,0 6/3=2,0 6/3=2,0 6/3=2,0
14/7=2,00 2/1=2,00 6/3=2,0 6/3=2,0 8/4=2,00 4/2=2,00
6/5=1,20 5/3=1,66 8/4=2,00 6/4=1,50 4/2=2,00
32/20=1,60 17/11=1,54 34/20=1,70 29/16=1,81 24/14=1,71 21//12=1,75
1/1=1,0
4/2=2,00 2/1=2,00
1/1=1,00 2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 ½=0,50 2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00
7/4=1,75
17/10=1,70 3/3=1,00 4/2=2,00 4/2=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 4/2=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
8/4=2,00 8/4=2,00 10/5=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 6/3=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 1/1=1,00 4/2=2,00
2/1=2,00
2/1=2,00
2/1=2,00 0/1=0,00 2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00
4/2=2,00 4/2=2,00 6/3=2,00 2/2=1,00 3/2=1,50 6/3=2,00
VP 19 VP 20 VP 21 VP 22 VP 23 VP 24
VP 24
VP 19 VP 20 VP 21 VP 22 VP 23 VP 24
VP 19 VP 23VP 20 VP 21 VP 22
08. Ernährung
in Kindheit/Jugend
Brot/Getreide
Diäten
Ernährungsprobleme
Fisch
Fleisch
kalziumreiche Ernährung
Milch und Milchprodukte
Obst und Gemüse
phosphatreiche Ernährung
weitere Ernährung
Gesamtauswertung
09 Ernährung
als Erwachsene
Brot/Getreide
Diäten
Ernährungsprobleme
Fisch
Fleisch
kalciumreiche Ernährung
Milch und Milchprodukte
Obst und Gemüse
phosphatreiche Ernährung
weitere Nahrung
Gesamtauswertung
10 Genussmittel
in Kindheit/Jugend
Alkohol
Cola/Sprudel
Koffein
Nikotin
Süßigkeiten
weitere Genussmittel
Gesamtauswertung
11 Genussmittel
als Erwachsene
Alkohol
Cola/Sprudel
Koffein
Nikotin
Süßigkeiten
weitere Genussmittel
Gesamtauswertung
289
VP 25 VP 26 VP 27 VP 28 VP 29 VP 30
0.842 0.815 0.860 1.350 1.443 0.897
2/1=2,00 6/3=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 1/1=1,00
4/2=2,00 4/2=2,00 10/8=1,25 2/1=2,00 8/4=2,00
5/3=1,66 1/1=1,00 1/1=1,00 2/1=2,00
1/1=1,0 2/1=2,00 5/3=1,66 2/1=2,00 1/1=1,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
6/3=2,0 8/4=2,00 2/1=2,00 6/3=2,00 7/4=1,75 6/3=2,00
2/1=2,00 8/4=2,00 6/3=2,00 4/2=2,00 4/2=2,00
3/2=1,50 4/2=2,00 8/4=2,00 4/2=2,00 7/4=1,75
18/10=1,80 37/19=1,94 29/18=1,61 17/9=1,88 22/12=1,83 31/17=1,82
2/1=2,00
2/1=2,00 1/1=1,00
1/1=1,00 2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00
2/1=2,00 5/3=1,66 7/4=1,75 4/2=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00
3/2=1,50 2/1=2,00
6/3=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 0/1=0,00
0/1=0,00 2/1=2,00
6/4=1,50 7/4=1,75 6/3=2,00 2/1=2,00 6/3=2,00 2/2=1,00
1/1=1,00 2/1=2,00 2/1=2,00 1/1=1,00 1/1=1,00 1/1=1,00
1/1=1,00
3/3=1,00 3/2=1,50 1/1=1,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 0/1=0,00
1/1=1,00
1/1=1,00
4/3=1,33 8/6=1,33 7/4=1,75 3/2=1,50 4/3=1,33 2/3=0,66
VP 25
VP 25
VP 25
VP 26
VP 26 VP 27 VP 28 VP 29 VP 30
VP 28 VP 29 VP 30
VP 26 VP 27 VP 28 VP 29 VP 30
VP 27
08. Ernährung
in Kindheit/Jugend
Brot/Getreide
Diäten
Ernährungsprobleme
Fisch
Fleisch
kalziumreiche Ernährung
Milch und Milchprodukte
Obst und Gemüse
phosphatreiche Ernährung
weitere Ernährung
Gesamtauswertung
09 Ernährung
als Erwachsene
Brot/Getreide
Diäten
Ernährungsprobleme
Fisch
Fleisch
kalciumreiche Ernährung
Milch und Milchprodukte
Obst und Gemüse
phosphatreiche Ernährung
weitere Nahrung
Gesamtauswertung
10 Genussmittel
in Kindheit/Jugend
Alkohol
Cola/Sprudel
Koffein
Nikotin
Süßigkeiten
weitere Genussmittel
Gesamtauswertung
11 Genussmittel
als Erwachsene
Alkohol
Cola/Sprudel
Koffein
Nikotin
Süßigkeiten
weitere Genussmittel
Gesamtauswertung
290
VP 31 VP 32 VP 33 VP 34 VP 35 VP 36
0.812 0.830 0.832 1.013 1.300 0.801
2/1=2,00 2/1=2,00 1/1=1,00
4/2=2,00 2/1=2,00 4/3=1,33 6/4=1,50 4/3=1,33 ¾=0,75
1/1=1,00 2/1=2,00 1/1=1,00 2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 4/2=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
3/2=1,50 4/2=2,00 2/2=1,00 10/5=2,00 9/5=1,80 10/5=2,00
4/2=2,00 10/5=2,00 4/2=2,00 6/3=2,00 8/4=2,00 2/1=2,00
4/3=1,33 2/1=2,00 2/1=2,00 6/4=1,50 8/4=2,00
18/11=1,63 24/12=2,00 18/11=1,63 33/19=1,73 28/16=1,66 25/15=1,66
2/1=2,00
3/2=1,50 1/1=1,00
2/1=2,00 2/1=2,00 0/1=0,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 6/3=2,00
7/4=1,75
1/1=1,00 6/3=2,00 2/1=2,00
9/5=1,80 1/1=1,00 26/14=1,85 4/3=1,33
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
1/1=1,00 1/1=1,00 3/3=1,00 1/1=1,00 2/1=2,00
5/3=1,66 6/3=2,00 1/1=1,00 7/5=1,40 9/5=1,80 7/4=1,75
1/1=1,00 1/1=1,00 2/1=2,00 2/1=2,00 1/1=1,00
1/1=1,00 4/2=2,00
1/1=1,00 1/1=1,00 2/1=2,00
0/1=0,00 2/1=2,00 1/1=1,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 1/1=1,00
4/4=1,00 4/3=1,33 2/2=1,00 4/2=2,00 9/5=1,80 6/4=1,50
VP 31 VP 32
VP 31 VP 32
VP 31 VP 32
VP 33 VP 34
VP 33 VP 34 VP 35 VP 36
VP 35 VP 36
VP 33 VP 34 VP 35 VP 36
08. Ernährung
in Kindheit/Jugend
Brot/Getreide
Diäten
Ernährungsprobleme
Fisch
Fleisch
kalziumreiche Ernährung
Milch und Milchprodukte
Obst und Gemüse
phosphatreiche Ernährung
weitere Ernährung
Gesamtauswertung
09 Ernährung
als Erwachsene
Brot/Getreide
Diäten
Ernährungsprobleme
Fisch
Fleisch
kalciumreiche Ernährung
Milch und Milchprodukte
Obst und Gemüse
phosphatreiche Ernährung
weitere Nahrung
Gesamtauswertung
10 Genussmittel
in Kindheit/Jugend
Alkohol
Cola/Sprudel
Koffein
Nikotin
Süßigkeiten
weitere Genussmittel
Gesamtauswertung
11 Genussmittel
als Erwachsene
Alkohol
Cola/Sprudel
Koffein
Nikotin
Süßigkeiten
weitere Genussmittel
Gesamtauswertung
291
VP 37 VP 38 VP 39 VP 40 VP 41
0.743 1.206 1.401 1.301 1.350
1/1=1,00 2/1=2,00 4/2=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
3/2=1,50 6/3=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
1/1=1,00 1/1=1,00 1/1=1,00 1/1=1,00
3/2=1,50 0/2=0,00 1/1=1,00 1/1=1,00
1/1=1,00
6/3=2,00 2/1=2,00 4/2=2,00 4/2=2,00 3/2=1,50
2/1=2,00 2/1=2,00 8/4=2,00 9/5=1,80 4/2=2,00
2/1=2,00 1/1=1,00 6/3=2,00 6/4=1,50
18/11=1,63 14/8=1,75 16/10=1,60 26/15=1,73 19/12=1,58
2/1=2,00
1/1=1,00
2/1=2,00 3/2=1,50
2/1=2,00 4/2=2,00
1/1=1,00
2/1=2,00 4/4=1,00
5/3=1,66 2/1=2,00 14/10=1,40
2/1=2,00 1/1=1,00
1/1=1,00 1/1=1,00
2/1=2,00 2/1=2,00 0/1=0,00
1/1=1,00 1/1=1,00 1/1=1,00
6/3=2,00 4/3=1,33 ¾=0,75
3/2=1,50 1/1=1,00 1/1=1,00 0/1=0,00 1/1=1,00
2/1=2,00 1/1=1,00 1/1=1,00 0/2=0,00
2/1=2,00
7/4=1,75 2/2=1,00 1/1=1,00 1/2=0,50 1/3=0,33
VP 37 VP 38 VP 39
VP 39
VP 37 VP 38 VP 39
VP 37 VP 38
VP 40 VP 41
VP 40 VP 41
VP 40 VP 41
292
12 Krankheiten
in der Familie
Allergien
bösartige Tumore 0/2=0,00
Gelenkerkrankungen
Arthrose ½=0,50 0/1=0,00
Rheuma
Herzkreislauf
Knochenkrankheiten 2/1=2,00 4/3=1,33 6/2=2,00 2/1=2,00
Osteoporose 2/1=2,00
weitere Krankheiten 0/1=0,00 4/2=2,00
Gesamtauswertung 3/4=0,75 4/2=2,00 4/3=1,33 6/2=2,00 4/3=1,33
13 Anamnese
der Kindheit/Jugend
Allergien 1/1=1,00 2/1=2,00
Antibabypille
zur Therapie
zur Verhütung
bösartige Tumore
Drüsen
Gelenkerkrankungen
Arthrose
Rheuma
Gewicht 1/1=1,00 2/1=2,00 0/1=0,00
Herzkreislauf 0/0=0,00
Hormonpräparate
Kalziumzusätze 0/1=0,00 0/1=0,00 4/2=2,00 0/1=0,00
Knochenkrankheit
Kortison 2/1=2,00 2/1=2,00
Krankenlager
Kuren 2/1=2,00
Lebertran 4/2=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
Galle/Leber
Magen/Darm
Medikamente 2/1=2,00
Menarche 0/1=0,00 2/1=2,00 1/1=1,00 2/1=2,00 2/1=2,00
Operationen
Periode 0/1=0,00 0/1=0,00 ½=0,50 0/1=0,00 2/1=2,00
Stress
Vitamin D
weitere Erkrankungen 2/2=1,00 0/1=0,00 2/2=1,00 3/2=1,50 1/1=1,00
Zähne 0/1=0,00 2/1=2,00
Gesamtauswertung 8/8=1,00 7/8=0,87 14/10=1,40 12/8=1,50 2/1=2,00 9/7=1,28
VP 01 VP 02 VP 03 VP 04
VP 01 VP 02 VP 03 VP 04 VP 05 VP 06
VP 05 VP 06
12 Krankheiten
in der Familie
Allergien
bösartige Tumore
Gelenkerkrankungen
Arthrose
Rheuma
Herzkreislauf
Knochenkrankheiten
Osteoporose
weitere Krankheiten
Gesamtauswertung
13 Anamnese
der Kindheit/Jugend
Allergien
Antibabypille
zur Therapie
zur Verhütung
bösartige Tumore
Drüsen
Gelenkerkrankungen
Arthrose
Rheuma
Gewicht
Herzkreislauf
Hormonpräparate
Kalziumzusätze
Knochenkrankheit
Kortison
Krankenlager
Kuren
Lebertran
Galle/Leber
Magen/Darm
Medikamente
Menarche
Operationen
Periode
Stress
Vitamin D
weitere Erkrankungen
Zähne
Gesamtauswertung
293
2/1=2,00
0/2=0,00
0/1=0,00
2/1=2,00 2/1=2,00
4/3=1,33 4/2=2,00 4/2=2,00
0/1=0,00 2/1=2,00 3/3=1,00
4/4=1,00 6/5=1,20 8/4=2,00 3/3=1,00 2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00
0/1=0,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/3=0,66 1/1=1,00
0/1=0,00 2/2=1,00
0/1=0,00 0/1=0,00 0/1=0,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00
0/1=0,00
0/1=0,00 0/1=0,00 2/1=2,00 2/1=2,00
1/1=1,00
0/1=0,00
2/1=2,00 2/1=2,00 4/2=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 1/1=1,00 2/1=2,00 0/1=0,00 2/1=2,00 2/1=2,00
0/1=0,00 0/1=0,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
4/2=2,00 0/1=0,00
0/1=0,00
½=0,50 ½=0,50 1/1=1,00
2/1=2,00 0/1=0,00
7/10=0,90 9/9=1,00 16/=1,77 17/14=1,21 17/14=1,21 8/4=2,00
VP 10 VP 11
VP 07 VP 08 VP 09 VP 10 VP 11
VP 09VP 07 VP 08 VP 12
VP 12
12 Krankheiten
in der Familie
Allergien
bösartige Tumore
Gelenkerkrankungen
Arthrose
Rheuma
Herzkreislauf
Knochenkrankheiten
Osteoporose
weitere Krankheiten
Gesamtauswertung
13 Anamnese
der Kindheit/Jugend
Allergien
Antibabypille
zur Therapie
zur Verhütung
bösartige Tumore
Drüsen
Gelenkerkrankungen
Arthrose
Rheuma
Gewicht
Herzkreislauf
Hormonpräparate
Kalziumzusätze
Knochenkrankheit
Kortison
Krankenlager
Kuren
Lebertran
Galle/Leber
Magen/Darm
Medikamente
Menarche
Operationen
Periode
Stress
Vitamin D
weitere Erkrankungen
Zähne
Gesamtauswertung
294
0/2=0,00
0/1=0,00
2/1=2,00 1/1=1,00
4/2=2,00 2/1=2,00 2/2=1,00 2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 0/2=0,00
0/1=0,00 1/1=1,00 2/1=2,00 2/2=1,00
8/5=1,60 1/1=1,00 4/2=2,00 2/5=0,40 4/3=1,33 3/4=0,75
2/1=2,00 2/1=2,00
0/1=0,00 2/1=2,00
2/1=2,00 1/1=1,00 2/1=2,00 2/1=2,00 0/1=0,00 2/1=2,00
1/1=1,00
0/1=0,00 0/1=0,00
0/1=0,00 0/1=0,00 0/1=0,00 0/1=0,00
2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 6/3=2,00 4/2=2,00
2/1=2,00 1/1=1,00
2/1=2,00 4/2=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 6/3=2,00 1/1=1,00
1/1=1,00
0/1=0,00 2/1=2,00 2/1=2,00
1/1=1,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
1/1=1,00 1/1=1,00 1/1=1,00 0/1=0,00 1/2=0,50 2/1=2,00
0/1=0,00 2/1=2,00 2/1=2,00
0/2=0,50 2/4=0,50 2/1=2,00 3/2=1,50
1/1=1,00 2/1=2,00 2/1=2,00
11/10=1,10 12/10=1,20 14/9=1,55 19/17=1,11 24/15=1,60 14/9=1,55
VP 18
VP 13 VP 14 VP 15 VP 16 VP 17 VP 18
VP 13 VP 14 VP 17VP 15 VP 16
12 Krankheiten
in der Familie
Allergien
bösartige Tumore
Gelenkerkrankungen
Arthrose
Rheuma
Herzkreislauf
Knochenkrankheiten
Osteoporose
weitere Krankheiten
Gesamtauswertung
13 Anamnese
der Kindheit/Jugend
Allergien
Antibabypille
zur Therapie
zur Verhütung
bösartige Tumore
Drüsen
Gelenkerkrankungen
Arthrose
Rheuma
Gewicht
Herzkreislauf
Hormonpräparate
Kalziumzusätze
Knochenkrankheit
Kortison
Krankenlager
Kuren
Lebertran
Galle/Leber
Magen/Darm
Medikamente
Menarche
Operationen
Periode
Stress
Vitamin D
weitere Erkrankungen
Zähne
Gesamtauswertung
295
VP 19 VP 20 VP 21 VP 22 VP 23 VP 24
0.878 0.837 0.825 0.875 0.837 0.724
2/1=2,00
1/1=1,00 2/1=2,00 1/1=1,00
1/1=1,00
2/1=2,00 3/2=1050 4/2=2,00 2/1=2,00 5/3=1,66
2/1=2,00
3/2=1,50 4/2=2,00 4/2=2,00
6/4=1,50 4/3=1,33 4/2=2,00 6/3=2,00 8/4=2,00 8/5=1,60
4/2=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00
0/2=0,00 2/1=2,00 2/2=1,00
2/3=0,66
0/1=0,00 1/1=1,00 1/1=1,00 1/1=1,00 2/2=1,00 1/1=1,00
0/1=0,00 1/1=1,00
0/1=0,00
2/1=2,00 0/1=0,00
0/1=0,00 0/1=0,00
2/1=2,00
2/1=2,00 1/1=1,00 0/2=0,00 2/6=0,33
2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 4/2=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 4/2=2,00 0/1=0,00
4/2=2,00 3/2=1,50 0/1=0,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 1/1=1,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 0/1=0,00
0/1=0,00 1/1=1,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
1/1=1,00 1/1=1,00 2/1=2,00
1/1=1,00 0/1=0,00 3/2=1,50 6/3=2,00 4/2=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
24/18=1,33 17/11=1,54 17/16=1,06 23/20=1,15 27/15=1,80 17/13=1,30
VP 20 VP 21 VP 22 VP 24VP 19 VP 23
12 Krankheiten
in der Familie
Allergien
bösartige Tumore
Gelenkerkrankungen
Arthrose
Rheuma
Herzkreislauf
Knochenkrankheiten
Osteoporose
weitere Krankheiten
Gesamtauswertung
13 Anamnese
der Kindheit/Jugend
Allergien
Antibabypille
zur Therapie
zur Verhütung
bösartige Tumore
Drüsen
Gelenkerkrankungen
Arthrose
Rheuma
Gewicht
Herzkreislauf
Hormonpräparate
Kalziumzusätze
Knochenkrankheit
Kortison
Krankenlager
Kuren
Lebertran
Galle/Leber
Magen/Darm
Medikamente
Menarche
Operationen
Periode
Stress
Vitamin D
weitere Erkrankungen
Zähne
Gesamtauswertung
296
VP 25 VP 26 VP 27 VP 28 VP 29 VP 30
0.842 0.815 0.860 1.350 1.443 Aug 97
0/1=0,00 0/1=0,00
0/2=0,00
7/6=1,66 1/1=1,00 5/3=1,66 2/2=1,00 4/2=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
7/8=0,87 5/3=1,66 7/5=1,40 2/2=1,00 4/2=2,00 4/3=1,33
4/2=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00
2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 0/1=0,00
0/1=0,00
0/1=0,00 0/1=0,00
3/3=1,00 2/1=2,00 4/2=2,00 1/1=1,00
2/1=2,00
0/1=0,00 1/1=1,00 2/1=2,00 2/2=1,00
2/1=2,00
4/2=2,00 2/1=2,00 4/2=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
0/1=0,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
0/1=0,00
2/1=2,00 2/1=2,00 1/1=1,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
6/4=1,50 4/3=1,33 4/3=1,33 2/1=2,00 2/4=0,50 2/2=1,00
0/1=0,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
25/19=1,31 20/11=1,80 12/9=1,33 14/9=1,55 24/17=1,41 15/10=1,50
VP 25 VP 26 VP 27 VP 28 VP 29 VP 30
12 Krankheiten
in der Familie
Allergien
bösartige Tumore
Gelenkerkrankungen
Arthrose
Rheuma
Herzkreislauf
Knochenkrankheiten
Osteoporose
weitere Krankheiten
Gesamtauswertung
13 Anamnese
der Kindheit/Jugend
Allergien
Antibabypille
zur Therapie
zur Verhütung
bösartige Tumore
Drüsen
Gelenkerkrankungen
Arthrose
Rheuma
Gewicht
Herzkreislauf
Hormonpräparate
Kalziumzusätze
Knochenkrankheit
Kortison
Krankenlager
Kuren
Lebertran
Galle/Leber
Magen/Darm
Medikamente
Menarche
Operationen
Periode
Stress
Vitamin D
weitere Erkrankungen
Zähne
Gesamtauswertung
297
VP 31 VP 32 VP 33 VP 34 VP 35 VP 36
0.812 0.832 0.832 1.013 Jan 30 0.801
4/2=2,00 0/1=0,00 0/1=0,00
0/1=0,00
0/2=0,00
1/1=1,00
1/1=1,00 2/1=2,00 2/1=2,00 6/3=2,00 2/1=2,00
3/2=1,50 2/1=2,00 0/1=0,00
2/1=2,00
7/5=1,40 5/3=1,66 2/2=1,00 9/5=1,80 0/4=0,00 2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 0/1=0,00
2/1=2,00 2/1=2,00
0/1=0,00
2/1=2,00 1/1=1,00
2/1=2,00 0/1=0,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
0/4=0,00 0/1=0,00 1/1=1,00 0/2=0,00
4/2=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 0/1=0,00 2/1=2,00
0/1=0,00 0/1=0,00
1/1=1,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
5/3=1,66
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
0/1=0,00
1/1=1,00 2/1=2,00 0/1=0,00 2/1=2,00 1/1=1,00 1/1=1,00
1/1=1,00 3/4=0,75 1/1=1,00 0/1=0,00 1/2=0,50
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
11/7=1,57 23/19=1,21 7/8=0,87 13/10=1,30 18/13=1,38 15/11=1,36
VP 31 VP 32 VP 33 VP 34 VP 35 VP 36
12 Krankheiten
in der Familie
Allergien
bösartige Tumore
Gelenkerkrankungen
Arthrose
Rheuma
Herzkreislauf
Knochenkrankheiten
Osteoporose
weitere Krankheiten
Gesamtauswertung
13 Anamnese
der Kindheit/Jugend
Allergien
Antibabypille
zur Therapie
zur Verhütung
bösartige Tumore
Drüsen
Gelenkerkrankungen
Arthrose
Rheuma
Gewicht
Herzkreislauf
Hormonpräparate
Kalziumzusätze
Knochenkrankheit
Kortison
Krankenlager
Kuren
Lebertran
Galle/Leber
Magen/Darm
Medikamente
Menarche
Operationen
Periode
Stress
Vitamin D
weitere Erkrankungen
Zähne
Gesamtauswertung
298
VP 37 VP 38 VP 39 VP 40 VP 41
0.743 1.200 1.401 1.301 1.350
0/1=0,00
0/1=0,00 0/1=0,00
5/3=1,66 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
1/1=1,00 2/1=2,00 0/1=0,00
5/4=1,25 1/1=1,00 2/1=2,00
11/9=1,22 2/2=1,00 3/2=1,50 2/3=0,66 4/2=2,00
1/1=1,00
1/1=1,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00
2/1=2,00 1/1=1,00 1/1=1,00
0/1=0,00 1/3=0,33
2/1=2,00 0/1=0,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
0/2=0,00 2/1=2,00 2/1=2,00
1/1=1,00
0/1=0,00 0/1=0,00 2/1=2,00 1/1=1,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 4/2=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
1/1=1,00 2/1=2,00
1/1=1,00 2/1=2,00 1/2=0,50
0/2=0,00
1/2=0,50
1/1=1,00 1/1=1,00 5/3=1,66 5/4=1,25 2/5=0,40
1/1=1,00 1/1=1,00
18/14=1,28 12/8=1,50 22/15=1,46 15/14=1,07 8/12=0,66
VP 37 VP 38 VP 39 VP 40 VP 41
299
14 Anamnese
als Erwachsene
Allergien 1/1=1,00 2/1=2,00 0/1=0,00
Antibabypille
zur Therapie
zur Verhütung 1/2=0,50
Blutspenden 2/1=2,00 2/1=2,00
bösartige Tumore 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
Drüsen 3/2=1,50 2/1=2,00
Gelenkerkrankungen
Arthrose 0/1=0,00 0/3=0,00 2/2=1,00
Rheuma 0/3=0,00
Gewicht
Herzkreislauf 1/1=1,00 2/1=2,00 2/1=2,00
Hormonpräparate 4/3=1,33 2/1=2,00 0/1=0,00 0/1=0,00
Kalziumzusätze 2/2=1,00
Knochenkrankheit
Kortison 2/1=2,00
Krankenlager 1/1=1,00 2/1=2,00
Kuren 4/2=2,00
Leber/Galle 2/2=1,00 2/1=2,00
Magen/Darm 1/1=1,00 2/1=2,00 2/1=2,00
Medikamente 3/2=1,50 2/1=2,00 2/1=2,00
Nieren 2/1=2,00 1/1=1,00 2/1=2,00
Operationen
Eierstöcke 2/1=2,00 2/1=2,00
Gebärmutter 2/1=2,00 2/1=2,00
Totaloperation 0/2=0,00
weitere Operationen 1/1=1,00 1/1=1,00
Periode 2/2=1,00
Vitamin D
Schwangerschaften 4/2=2,00 2/1=2,00
Anzahl 2/1=2,00 2/1=2,00 4/2=2,00 2/1=2,00
Stillen 1/1=1,00 2/1=2,00
Stress 1/1=1,00 0/2=0,00
weitere Krankheiten 4/2=2,00 5/3=1,66 2/3=0,66
Zähne 1/1=1,00 2/1=2,00
Gesamtauswertung 11/9=1,22 14/16=0,87 26/20=1,30 30/21=1,42 12/7=1,71 18/14=1,28
15 Wohlbefinden
in Kindheit/Jugend
3/2=1,50 2/1=2,00 7/4=1,75 2/1=2,00 5/3=1,66
16 Wohlbefinden
als Erwachsene
Gesamtauswertung 20/10=2,00 1/2=0,50 9/5=1,80 5/3=1,66 8/4=2,00 2/1=2,00
VP 01 VP 02 VP 03 VP 04
VP 01 VP 02 VP 03 VP 04
VP 01 VP 02 VP 03 VP 04
VP 06
VP 05 VP 06
VP 05
VP 05 VP 06
14 Anamnese
als Erwachsene
Allergien
Antibabypille
zur Therapie
zur Verhütung
Blutspenden
bösartige Tumore
Drüsen
Gelenkerkrankungen
Arthrose
Rheuma
Gewicht
Herzkreislauf
Hormonpräparate
Kalziumzusätze
Knochenkrankheit
Kortison
Krankenlager
Kuren
Leber/Galle
Magen/Darm
Medikamente
Nieren
Operationen
Eierstöcke
Gebärmutter
Totaloperation
weitere Operationen
Periode
Vitamin D
Schwangerschaften
Anzahl
Stillen
Stress
weitere Krankheiten
Zähne
Gesamtauswertung
15 Wohlbefinden
in Kindheit/Jugend
16 Wohlbefinden
als Erwachsene
Gesamtauswertung
300
VP 12
1.126
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 4/2=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/2=1,00 2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00
1/2=0,50 1/2=0,50 0/2=0,00
0/1=0,00 1/1=1,00
0/1=0,00 1/1=1,00 1/2=0,50 4/2=2,00
2/1=2,00 6/3=2,00 2/2)1,00
2/1=2,00
4/2=2,00 1/3=0,33 6/3=2,00 2/2=1,00 2/1=2,00
2/1=2,00
1/1=1,00 2/1=2,00
3/2=1,50
2/1=2,00 2/1=2,00 0/1=0,00 1/1=1,00
1/1=1,00 2/1=2,00
2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
0/1=0,00
0/1=0,00 1/1=1,00
0/1=0,00 0/1=0,00 4/3=1,33
2/1=2,00
4/2=2,00 0/1=0,00 2/1=2,00 4/2=2,00 2/1=2,00
1/1=1,00 1/1=1,00
3/3=1,00 3/2=1,50 1/1=1,00 2/2=1,00
2/1=2,00 2/1=2,00
18/14=1,28 26/21=1,23 8/7=1314 38/25=1,52 19/16=1,18 12/9=1,33
2/1=2,00 1/2=0,50
16/8=2,00 2/3=0,66 1/1=1,00 5/3=1,66 4/2=2,00 12/7=1,71
VP 07 VP 08 VP 10 VP 11
VP 07 VP 08 VP 09 VP 10 VP 11
VP 07 VP 08 VP 09 VP 10 VP 11
VP 12
VP 09
VP 12
14 Anamnese
als Erwachsene
Allergien
Antibabypille
zur Therapie
zur Verhütung
Blutspenden
bösartige Tumore
Drüsen
Gelenkerkrankungen
Arthrose
Rheuma
Gewicht
Herzkreislauf
Hormonpräparate
Kalziumzusätze
Knochenkrankheit
Kortison
Krankenlager
Kuren
Leber/Galle
Magen/Darm
Medikamente
Nieren
Operationen
Eierstöcke
Gebärmutter
Totaloperation
weitere Operationen
Periode
Vitamin D
Schwangerschaften
Anzahl
Stillen
Stress
weitere Krankheiten
Zähne
Gesamtauswertung
15 Wohlbefinden
in Kindheit/Jugend
16 Wohlbefinden
als Erwachsene
Gesamtauswertung
301
VP 13 VP 14 VP 15 VP 16 VP 17 VP 18
1.231 1.161 1.323 1.639 0.910 0.540
1/1=1,00
2/1=2,00 1/1=1,00 2/1=2,00 1/1=1,00
1/1=1,00 1/1=1,00 2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00
0/1=0,00 0/2=0,00 2/1=2,00 1/1=1,00
1/1=1,00 1/3=0,33
2/1=2,00 1/1=1,00 2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 2/2=1,00 4/4=1,00 1/1=1,00 2/1=2,00
2/1=2,00 1/2=0,50
1/1=1,00
2/1=2,00 4/2=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 1/1=1,00
2/1=2,00 2/1=2,00 4/2=2,00 1/1=1,00
2/1=2,00
0/1=0,00
1/1=1,00
2/1=2,00 2/2=1,00
2/1=2,00
2/1=2,00
0/1=0,00 0/1=0,00
0/3=0,00
0/1=0,00
1/1=1,00 0/0=0,00 1/1=1,00 2/1=2,00
0/1=0,00 2/1=2,00
4/2=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00
0/1=0,00
3/4=0,75 0/1=0,00 2/1=2,00 1/1=1,00
1/1=1,00 2/2=1,00 2/1=2,00
13/9=1,44 8/9=0,88 25/22=1,13 20/20=1,00 13/9=1,44 21/14=1,50
4/2=2,00 2/1=2,00 4/2=2,00 4/2=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 1/1=1,00 6/3=2,00 2/1=2,00 4/2=2,00
VP 14 VP 15 VP 16 VP 17 VP 18
VP 13 VP 14 VP 15 VP 16 VP 17 VP 18
VP 13
14 Anamnese
als Erwachsene
Allergien
Antibabypille
zur Therapie
zur Verhütung
Blutspenden
bösartige Tumore
Drüsen
Gelenkerkrankungen
Arthrose
Rheuma
Gewicht
Herzkreislauf
Hormonpräparate
Kalziumzusätze
Knochenkrankheit
Kortison
Krankenlager
Kuren
Leber/Galle
Magen/Darm
Medikamente
Nieren
Operationen
Eierstöcke
Gebärmutter
Totaloperation
weitere Operationen
Periode
Vitamin D
Schwangerschaften
Anzahl
Stillen
Stress
weitere Krankheiten
Zähne
Gesamtauswertung
15 Wohlbefinden
in Kindheit/Jugend
16 Wohlbefinden
als Erwachsene
Gesamtauswertung
302
VP 19 VP 20 VP 21 VP 22 VP 23 VP 24
0.878 0.837 0.825 0.875 0.837 0.724
4/2=2,00 2/2=1,00 2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
0/3=0,00 2/1=2,00 0/1=0,00 2/2=1,00 0/1=0,00
2/1=2,00 1/1=1,00
1/1=1,00 1/1=1,00 1/1=1,00
3/2=1,50 2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00
1/2=0,50 3/2=1,50 2/1=2,00 1/1=1,00 1/1=1,00
2/1=2,00 1/1=1,00
2/1=2,00
1/1=1,00 2/1=2,00
0/2=0,00
2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/2=1,00 1/1=1,00 2/1=2,00
0/1=0,00 0/3=0,00
0/2=0,00
2/2=1,00
0/1=0,00 2/1=2,00
2/2=1,00
2/1=2,00 1/1=1,00
4/2=2,00 1/1=1,00 2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 1/1=1,00 0/1=0,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
4/7=0,57 1/1=1,00 3/2=1,50 1/1=1,00
1/1=1,00 2/1=2,00 2/1=2,00 0/1=0,00
31/31=1,00 20/18=1,11 19/14=1,35 17/11=1,54 17/12=1,41 11/9=1,22
2/1=2,00 1/2=0,50 1/1=1,00 5/5=1,00 3/1=1,50 4/3=1,33
3/2=1,50 2/2=1,00 3/4=0,75 1/1=1,00 1/1=1,00 0/1=0,00
VP 19 VP 20 VP 21 VP 22 VP 23 VP 24
VP 19 VP 20 VP 21 VP 22 VP 23 VP 24
14 Anamnese
als Erwachsene
Allergien
Antibabypille
zur Therapie
zur Verhütung
Blutspenden
bösartige Tumore
Drüsen
Gelenkerkrankungen
Arthrose
Rheuma
Gewicht
Herzkreislauf
Hormonpräparate
Kalziumzusätze
Knochenkrankheit
Kortison
Krankenlager
Kuren
Leber/Galle
Magen/Darm
Medikamente
Nieren
Operationen
Eierstöcke
Gebärmutter
Totaloperation
weitere Operationen
Periode
Vitamin D
Schwangerschaften
Anzahl
Stillen
Stress
weitere Krankheiten
Zähne
Gesamtauswertung
15 Wohlbefinden
in Kindheit/Jugend
16 Wohlbefinden
als Erwachsene
Gesamtauswertung
303
VP 25 VP 26 VP 27 VP 28 VP 29 VP 30
0.842 0.815 0.860 1.350 1.443 0.897
4/2=2,00 3/2=1,50 2/2=1,00
2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
4/2=2,00 3/2=1,50 2/1=2,00
0/1=0,00 2/1=2,00 0/1=0,00 0/1=0,00
1/1=1,00 2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
4/2=2,00 0/1=0,00 1/1=1,00 1/1=1,00
2/1=2,00
2/2=1,00 0/3=0,00 2/1=2,00 1/1=1,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 3/2=1,50 1/1=1,00
2/1=2,00 2/2=1,00 4/3=1,33
0/2=0,00
4/2=2,00 2/1=2,00 1/1=1,00
1/1=1,00 2/2=1,00
2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
0/1=0,00 0/1=0,00
0/1=0,00
1/1=1,00
2/1=2,00 2/2=1,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
0/1=0,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 1/1=1,00 1/1=1,00 2/1=2,00
0/1=0,00
2/1=2,00 2/2=1,00 2/2=1,00 5/4=1,25 1/1=1,00 2/1=2,00
0/1=0,00 2/1=2,00 2/1=2,00 0/1=0,00
26/16=1,62 32/25=1,28 18/13=1,38 28/18=1,55 31/24=1,29 16/12=1,33
1/1=1,00 2/1=2,00 4/7=0,57 2/1=2,00
2/2=1,00 0/1=0,00 4/4=1,00 2/1=2,00 2/1=2,00 1/1=1,00
VP 25
VP 25 VP 26
VP 26 VP 27 VP 28 VP 29
VP 27 VP 28 VP 29 VP 30
VP 30
14 Anamnese
als Erwachsene
Allergien
Antibabypille
zur Therapie
zur Verhütung
Blutspenden
bösartige Tumore
Drüsen
Gelenkerkrankungen
Arthrose
Rheuma
Gewicht
Herzkreislauf
Hormonpräparate
Kalziumzusätze
Knochenkrankheit
Kortison
Krankenlager
Kuren
Leber/Galle
Magen/Darm
Medikamente
Nieren
Operationen
Eierstöcke
Gebärmutter
Totaloperation
weitere Operationen
Periode
Vitamin D
Schwangerschaften
Anzahl
Stillen
Stress
weitere Krankheiten
Zähne
Gesamtauswertung
15 Wohlbefinden
in Kindheit/Jugend
16 Wohlbefinden
als Erwachsene
Gesamtauswertung
304
VP 31 VP 32 VP 33 VP 34 VP 35 VP 36
0.812 0.832 0.832 1.013 1.300 0.801
2/1=2,00 2/1=2,00 0/1=0,00 2/1=2,00 1/1=1,00
2/1=2,00
1/1=1,00
2/1=2,00 1/1=1,00
2/1=2,00 2/1=2,00 0/1=0,00 2/1=2,00 0/3=0,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 0/1=0,00
1/1=1,00 0/2=0,00
1/1=1,00 1/1=1,00 0/1=0,00 1/1=1,00
1/1=1,00 2/1=2,00 0/1=0,00 3/2=1,50
0/1=0,00 2/1=2,00
0/1=0,00 0/1=0,00 0/2=0,00
1/1=1,00 2/1=2,00 2/1=2,00 0/1=0,00 2/1=2,00 2/1=2,00
0/1=0,00 0/0=2,00 0/1=0,00
4/2=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 0/1=0,00
1/1=1,00 2/2=1,00 1/3=0,33 2/2=1,00
0/1=0,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 0/1=0,00 1/1=1,00
2/1=2,00 0/2=0,00
1/1=1,00 0/1=0,00
2/1=2,00 3/2=1,50 2/2=1,00 4/2=2,00
2/1=2,00 0/1=0,00 1/1=1,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
1/1=1,00 1/1=1,00 0/1=0,00 0/1=0,00 2/1=2,00
0/2=0,00
3/2=1,50 3/3=1,00 0/1=0,00 4/2=2,00 2/1=2,00
0/1=0,00 1/1=1,00 1/1=1,00 0/1=0,00 0/2=0,00
15/14=1,07 24/19=1,26 22/21=1,04 17/15=1,13 22/26=0,84 20/16=1,25
1/3=0,33 2/1=2,00 1/3=0,33 4/3=1,33 8/5=1,60 0/2=0,00
1/1=1,00 8/5=1,60 0/1=0,00 3/3=1,00 15/13=1,15 1/1=1,00
VP 32VP 31
VP 31 VP 32
VP 33 VP 34 VP 35 VP 36
VP 33 VP 34 VP 35 VP 36
14 Anamnese
als Erwachsene
Allergien
Antibabypille
zur Therapie
zur Verhütung
Blutspenden
bösartige Tumore
Drüsen
Gelenkerkrankungen
Arthrose
Rheuma
Gewicht
Herzkreislauf
Hormonpräparate
Kalziumzusätze
Knochenkrankheit
Kortison
Krankenlager
Kuren
Leber/Galle
Magen/Darm
Medikamente
Nieren
Operationen
Eierstöcke
Gebärmutter
Totaloperation
weitere Operationen
Periode
Vitamin D
Schwangerschaften
Anzahl
Stillen
Stress
weitere Krankheiten
Zähne
Gesamtauswertung
15 Wohlbefinden
in Kindheit/Jugend
16 Wohlbefinden
als Erwachsene
Gesamtauswertung
305
VP 37 VP 38 VP 39 VP 40 VP 41
0.743 1.206 1.401 1.301 1.350
3/2=1,50 2/1=2,00
2/1=2,00
1/2=0,50 2/1=2,00
0/1=0,00 0/1=0,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
1/2=0,50 1/1=1,00
1/1=1,00
1/1=1,00 1/1=1,00
2/2=1,00 1/1=1,00 1/1=1,00
2/1=2,00 1/1=1,00
0/5=0,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 1/1=1,00
2/2=1,00 2/1=2,00 1/1=1,00 2/1=2,00
0/2=0,00 2/2=1,00
1/1=1,00
2/1=2,00 0/1=0,00
2/1=2,00 1/1=1,00 4/2=2,00 0/1=0,00 2/1=2,00
1/1=2,00 3/3=1,00 3/2=1,50
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
2/1=2,00 2/1=2,00 2/1=2,00
0/1=0,00 0/1=0,00
0/1=0,00
0/1=0,00 1/1=1,00
1/1=1,00 2/1=2,00 1/1=1,00 3/2=1,50
2/2=1,00
2/1=2,00 2/1=2,00 6/3=2,00 1/1=1,00
2/1=2,00 1/1=1,00 2/1=2,00
0/1=0,00 1/2=0,50 0/4=0,00
4/3=1,33 3/3=1,00 2/2=1,00 4/4=1,00 1/1=1,00
1/1=1,00 1/2=0,50
32/31=1,03 23/19=1,21 31/25=1,19 24/22=1,09 22/16=1,37
2/2=1,00 4/2=2,00 6/3=2,00
2/2=1,00 6/3=2,00 5/4=1,25 0/2=0,00 4/2=2,00
VP 37 VP 38 VP 39
VP 37 VP 38 VP 39
VP 40 VP 41
VP 40 VP 41
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