Universität Paderborn
Fakultät für Naturwissenschaften
Department Sport und Gesundheit
Lebensmittelverzehr und Nährstoffzufuhr bei Kindern der deutschlandweiten
EsKiMo-Studie unter besonderer Berücksichtigung des Sozialstatus
Dissertation
zur Erlangung des akademischen Grades
doctor rerum naturalium (Dr. rer. nat.)
vorgelegt im
Dezember 2008
von
Dipl.-Oecotroph.
Anna Stahl
Danke
Mein Dank gilt an erster Stelle Herrn Prof. Dr. Helmut Heseker für das Vertrauen, das er
mir bei der Durchführung und Auswertung der Studie geschenkt hat, für seine verläss-
liche Unterstützung und für viele wertvolle Anregungen.
Die Grundlage der vorliegenden Arbeit wurde auch durch die gelungene Zusammen-
arbeit der EsKiMo-Teams an der Universität Paderborn und dem Robert Koch-Institut
geschaffen. Ich danke besonders Claudia Vohmann, Dr. Gert B. M. Mensink und seinen
Mitarbeiterinnen für ihr großes Engagement. Zudem hat mich der Erfahrungs- und
Wissensaustausch mit ihnen sehr bereichert.
Außerdem danke ich Frau Prof. Dr. Kirsten Schlegel-Matthies sowie allen Mitarbeiter-
innen und Mitarbeitern der Fachgruppe Ernährung und Verbraucherbildung für das
angenehme Arbeitsklima und ihre Hilfsbereitschaft.
Ein großes Dankeschön geht auch an Martin, Eva und meine Eltern. Auf ihre Unter-
stützung war wie immer Verlass.
5
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis ............................................................................................................. 5
Abkürzungsverzeichnis .................................................................................................... 9
Abbildungsverzeichnis ................................................................................................... 11
Tabellenverzeichnis ....................................................................................................... 14
1
Einleitung .................................................................................................................. 25
1.1
Aktueller Wissensstand .................................................................................... 26
1.2
Ziele der Arbeit ................................................................................................. 36
2
Material und Methoden ............................................................................................. 38
2.1
Datenerhebung ................................................................................................. 38
2.2
Erhebungsinstrumente...................................................................................... 40
2.3
Qualitätssicherung ............................................................................................ 41
2.4
Datencodierung ................................................................................................ 43
2.4.1
Sozialstatus .............................................................................................. 44
2.4.2
Lebensmittelgruppierung .......................................................................... 45
2.4.3
Nährstoffzufuhr ......................................................................................... 46
2.5
Statistik ............................................................................................................. 48
2.5.1
Gewichtungsfaktor ................................................................................... 48
2.5.2
Complex Samples .................................................................................... 48
2.5.3
Statistische Kennzahlen ........................................................................... 49
6
2.5.4
Multivariate Regressionsanalysen ............................................................ 50
2.6
Beschreibung der Stichprobe ........................................................................... 54
2.6.1
Teilnahmebereitschaft .............................................................................. 54
2.6.2
Charakterisierung des Kollektivs .............................................................. 55
3
Ergebnisse ................................................................................................................ 59
3.1
Lebensmittelverzehr ......................................................................................... 59
3.1.1
Beschreibung des Lebensmittelverzehrs von Jungen und Mädchen
differenziert nach Altersklassen ............................................................... 60
3.1.2
Beschreibung des Lebensmittelverzehrs von Kindern mit unterschiedlich
hohem Sozialstatus .................................................................................. 65
3.1.3
Ergebnisse multivariater Regressionsanalysen zum Lebensmittelverzehr
von Kindern mit unterschiedlich hohem Sozialstatus ............................... 70
3.2
Nährstoffzufuhr ................................................................................................. 72
3.2.1
Beschreibung der Energie- und Nährstoffzufuhr sowie Energie- und
Nährstoffdichte von Jungen und Mädchen differenziert nach Altersklassen
................................................................................................................. 72
3.2.2
Beschreibung der Energie- und Nährstoffzufuhr sowie Energie- und
Nährstoffdichte von Kindern mit unterschiedlich hohem Sozialstatus ...... 76
3.2.3
Ergebnisse multivariater Regressionsanalysen zur Energie- und
Nährstoffzufuhr sowie Energie- und Nährstoffdichte von Kindern mit
unterschiedlich hohem Sozialstatus ......................................................... 79
3.3
Frühstück .......................................................................................................... 82
3.3.1
Häufigkeit des Frühstückens .................................................................... 83
3.3.2
Lebensmittelverzehr beim Frühstück ....................................................... 84
3.3.3
Energie- und Nährstoffzufuhr durch Frühstück ......................................... 88
7
4
Diskussion ................................................................................................................. 90
4.1
Möglichkeiten und Grenzen der Studie ............................................................. 90
4.1.1
Repräsentativität ...................................................................................... 90
4.1.2
Validität .................................................................................................... 91
4.1.3
Statistische Tests ..................................................................................... 94
4.2
Ernährung von Kindern in Deutschland ............................................................ 96
4.2.1
Lebensmittelverzehr ................................................................................. 96
4.2.2
Nährstoffzufuhr ....................................................................................... 104
4.2.3
Frühstück ............................................................................................... 113
4.3
Soziale Unterschiede in der Ernährung .......................................................... 118
4.3.1
Lebensmittelverzehr ............................................................................... 118
4.3.2
Nährstoffzufuhr ....................................................................................... 121
4.3.3
Frühstück ............................................................................................... 125
4.3.4
Erklärungsansätze ................................................................................. 126
5
Schlussfolgerung .................................................................................................... 132
6
Zusammenfassung.................................................................................................. 134
6.1
Einleitung ........................................................................................................ 134
6.2
Material und Methoden ................................................................................... 134
6.3
Ergebnisse ...................................................................................................... 134
6.3.1
Lebensmittelverzehr ............................................................................... 134
6.3.2
Nährstoffzufuhr ....................................................................................... 135
8
6.3.3
Frühstück ............................................................................................... 135
6.3.4
Soziale Unterschiede in der Ernährung .................................................. 136
6.4
Diskussion ...................................................................................................... 137
6.5
Schlussfolgerung ............................................................................................ 138
7
Literaturverzeichnis ................................................................................................. 139
8
Tabellenanhang ...................................................................................................... 149
9
Abkürzungsverzeichnis
BLS Bundeslebensmittelschlüssel
BMI Body Mass Index
BMR Basal Metabolic Rate, Grundumsatz
D-A-CH-Referenzwerte Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr in
Deutschland, Österreich und Schweiz
DGE Deutsche Gesellschaft für Ernährung
DISHES Dietary Interview Software for Health Examination
Studies
EN% Prozent der Gesamtenergie
EsKiMo-Studie Ernährungsstudie als KiGGS-Modul
EUFS Einfach ungesättigte Fettsäuren
FÄ Folat-Äquivalent
FKE Forschungsinstitut für Kinderernährung
IQS Intake Quality Score
KI Konfidenzintervall
KiGGS Kinder- und Jugendgesundheitssurvey
log logarithmiert
MW Mittelwert
NÄ Niacin-Äquivalent
NQI
Dichte
Nutritional Quality Index der Nährstoffdichte
NQI
Menge
Nutritional Quality Index der Nährstoffmenge
n. s. statistisch nicht signifikantes Ergebnis
10
OG obere Grenze des Konfidenzintervalls
p p-Wert, Fehlerwahrscheinlichkeit
P25 25. Perzentil
P50 50. Perzentil (Median)
P75 75. Perzentil
PUFS mehrfach ungesättigte Fettsäuren
RÄ Retinol-Äquivalent
RKI Robert Koch-Institut
r
S
Rangkorrelationskoeffizient nach Spearman
s. statistisch signifikantes Ergebnis
SD Standardabweichung
TÄ Tocopherol-Äquivalent
UG untere Grenze des Konfidenzintervalls
11
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Durchschnittliche Zusammensetzung der gesamten Verzehrsmenge
pflanzlicher Lebensmittel bei Kindern differenziert nach Altersklassen .......................... 62
Abbildung 2: Durchschnittliche Zusammensetzung der gesamten Verzehrsmenge
tierischer Lebensmittel Kindern differenziert nach Altersklassen ................................... 62
Abbildung 3: Durchschnittliche Zusammensetzung der gesamten Getränkemenge
bei Kindern differenziert nach Altersklassen .................................................................. 64
Abbildung 4: Durchschnittliche Zusammensetzung der gesamten Verzehrsmenge
pflanzlicher Lebensmittel bei Kindern differenziert nach Sozialstatus ............................ 66
Abbildung 5: Durchschnittliche Zusammensetzung der gesamten Verzehrsmenge
tierischer Lebensmittel bei Kindern differenziert nach Sozialstatus ............................... 68
Abbildung 6: Durchschnittliche Zusammensetzung der gesamten Getränkemenge
bei Kindern differenziert nach Sozialstatus .................................................................... 69
Abbildung 7: Prozentuale Anteile der Makronährstoffe an der Energiezufuhr bei
Kindern ........................................................................................................................... 74
Abbildung 8: Durchschnittliche prozentuale Zusammensetzung des Frühstücks
(ohne Getränke) bei Kindern differenziert nach Sozialstatus ......................................... 87
Abbildung 9: Durchschnittliche Zusammensetzung der Getränke beim Frühstück
bei Kindern differenziert nach Sozialstatus .................................................................... 87
Abbildung 10: Verzehr von Getränken pro Tag (P25, P50, P75) im Vergleich zu
altersgemäßen Referenzmengen bei Mädchen und Jungen differenziert nach
Altersklasse .................................................................................................................... 99
Abbildung 11: Verzehr von Obst pro Tag (P25, P50, P75) im Vergleich zu
altersgemäßen Referenzmengen bei Mädchen und Jungen differenziert nach
Altersklasse .................................................................................................................. 100
12
Abbildung 12: Verzehr von Gemüse pro Tag (P25, P50, P75) im Vergleich zu
altersgemäßen Referenzmengen bei Mädchen und Jungen differenziert nach
Altersklasse .................................................................................................................. 100
Abbildung 13: Verzehr von stärkereichen Lebensmitteln pro Tag (P25, P50, P75)
im Vergleich zu altersgemäßen Referenzmengen bei Mädchen und Jungen
differenziert nach Altersklasse ..................................................................................... 101
Abbildung 14: Verzehr von Milch(-erzeugnissen) pro Tag (P25, P50, P75) im
Vergleich zu altersgemäßen Referenzmengen bei Mädchen und Jungen
differenziert nach Altersklasse ..................................................................................... 101
Abbildung 15: Verzehr von Fleisch(-erzeugnissen) pro Tag (P25, P50, P75) im
Vergleich zu altersgemäßen Referenzmengen bei Mädchen und Jungen
differenziert nach Altersklasse ..................................................................................... 102
Abbildung 16: Verzehr von „geduldeten Lebensmitteln“ pro Tag (P25, P50, P75) im
Vergleich zu altersgemäßen Referenzmengen bei Mädchen und Jungen
differenziert nach Altersklasse ..................................................................................... 102
Abbildung 17: Prozentuale Anteile der Mädchen und Jungen differenziert nach
Altersklasse und erreichter Zufuhrmenge im Vergleich zum Referenzwert für
Energie ......................................................................................................................... 106
Abbildung 18: Prozentuale Anteile der Mädchen und Jungen differenziert nach
Altersklasse und erreichter Nährstoffdichte im Vergleich zum Referenzwert für
Vitamin A ...................................................................................................................... 110
Abbildung 19: Prozentuale Anteile der Mädchen und Jungen differenziert nach
Altersklasse und erreichter Nährstoffdichte im Vergleich zum Referenzwert für
Vitamin D ..................................................................................................................... 110
Abbildung 20: Prozentuale Anteile der Mädchen und Jungen differenziert nach
Altersklasse und erreichter Nährstoffdichte im Vergleich zum Referenzwert für
Folat ............................................................................................................................. 111
13
Abbildung 21: Prozentuale Anteile der Mädchen und Jungen differenziert nach
Altersklasse und erreichter Nährstoffdichte im Vergleich zum Referenzwert für
Eisen ............................................................................................................................ 112
Abbildung 22: Prozentuale Anteile der Mädchen und Jungen differenziert nach
Altersklasse und erreichter Nährstoffdichte im Vergleich zum Referenzwert für
Calcium ........................................................................................................................ 112
Abbildung 23: Prozentuale Anteile der Kinder differenziert nach Sozialstatus und
erreichter Nährstoffdichte im Vergleich zum Referenzwert für Ballaststoffe ................. 122
Abbildung 24: Prozentuale Anteile der Kinder differenziert nach Sozialstatus und
erreichter Zufuhrmenge im Vergleich zum Referenzwert für Vitamin A ........................ 123
Abbildung 25: Prozentuale Anteile der Kinder differenziert nach Sozialstatus und
erreichter Zufuhrmenge im Vergleich zum Referenzwert für Vitamin C ....................... 123
Abbildung 26: Limonadenverzehr bei Kindern differenziert nach Bildung der Mutter
und Haushaltseinkommen (MW) .................................................................................. 129
Abbildung 27: Verzehr „geduldeter Lebensmittel“ in Prozent der altersgemäßen
Verzehrsmengen bei Kindern differenziert nach Bildung der Mutter und
Haushaltseinkommen (MW) ......................................................................................... 130
Abbildung 28: NQI
Dichte
bei Kindern differenziert nach Bildung der Mutter und
Haushaltseinkommen (MW) ......................................................................................... 130
14
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Studien zur sozialen Ungleichheit in der Ernährung in Deutschland ............. 28
Tabelle 2: Lebensmittelgruppierung in der EsKiMo-Studie .......................................... 149
Tabelle 3: Referenzmengen für altersgemäßen Lebensmittelverzehr nach [Alexy et
al. 2008a] ..................................................................................................................... 151
Tabelle 4: Referenzwerte für die Energie- und Nährstoffzufuhr [Deutsche
Gesellschaft für Ernährung et al. 2000] ........................................................................ 152
Tabelle 5: Referenzwerte für die Nährstoffdichte [Deutsche Gesellschaft für
Ernährung et al. 2000] .................................................................................................. 153
Tabelle 6: Variablenübersicht ....................................................................................... 154
Tabelle 7: Ausschnitt aus der Korrelationsmatrix ......................................................... 156
Tabelle 8: Häufigkeit von Underreporting differenziert nach Geschlecht, Alter,
Sozialstatus und Gewichtsstatus (%, p) ....................................................................... 157
Tabelle 9: Prozentuale Anteile der Verzehrsprotokolle differenziert nach
Wochentag der Erhebung ............................................................................................ 157
Tabelle 10: Prozentuale Anteile der Verzehrsprotokolle differenziert nach
saisonaler Verteilung .................................................................................................... 157
Tabelle 11: Ungewichtete prozentuale Anteile von Mädchen und Jungen, die an
der EsKiMo-Studie teilnehmen und nicht teilnehmen ................................................... 158
Tabelle 12: Ungewichtete prozentuale Anteile 6 bis 11 Jahre alter Kinder, die an
der EsKiMo-Studie teilnehmen und nicht teilnehmen ................................................... 158
Tabelle 13: Ungewichtete prozentuale Anteile von Kindern aus Ost- und West-
Deutschland, die an der EsKiMo-Studie teilnehmen und nicht teilnehmen .................. 158
15
Tabelle 14: Ungewichtete prozentuale Anteile von Kindern mit niedrigem, mittlerem
und hohem Sozialstatus, die an der EsKiMo-Studie teilnehmen und nicht
teilnehmen ................................................................................................................... 158
Tabelle 15: Ungewichtete prozentuale Anteile von Kindern mit Unter-, Normal- und
Übergewicht, die an der EsKiMo-Studie teilnehmen und nicht teilnehmen .................. 159
Tabelle 16: Ungewichtete prozentuale Anteile von Kindern mit und ohne
Migrationshintergrund, die an der EsKiMo-Studie teilnehmen und nicht teilnehmen ... 159
Tabelle 17: Ungewichtete Anzahl der Jungen und Mädchen im Alter von 6 bis 11
Jahren .......................................................................................................................... 159
Tabelle 18: Größe und Gewicht der Jungen und Mädchen differenziert nach
Altersklassen (Mediane) ............................................................................................... 159
Tabelle 19: Prozentuale Anteile der Kinder differenziert nach Regionen ..................... 160
Tabelle 20: Prozentuale Anteile der Kinder differenziert nach Größe des Wohnorts ... 160
Tabelle 21: Prozentuale Anteile der Kinder differenziert nach Hauptaufenthaltsort
des Kindes ................................................................................................................... 160
Tabelle 22: Prozentuale Anteile der Kinder differenziert nach Anzahl der Kinder
unter 18 Jahren im Haushalt ........................................................................................ 160
Tabelle 23: Prozentuale Anteile der Eltern differenziert nach Schulabschluss ............. 161
Tabelle 24: Prozentuale Anteile der Eltern differenziert nach Berufsausbildung .......... 161
Tabelle 25: Prozentuale Anteile der Eltern differenziert nach Indexwerten der
Schul- und Berufsausbildung (Klassifizierung entsprechend [Winkler und
Stolzenberg 1999]) ....................................................................................................... 161
Tabelle 26: Prozentuale Anteile der Eltern differenziert nach Berufstätigkeit ............... 162
Tabelle 27: Prozentuale Anteile der Eltern differenziert nach beruflicher Stellung ....... 162
Tabelle 28: Prozentuale Anteile der Eltern differenziert nach Indexwerten der
beruflichen Stellung (Klassifizierung entsprechend [Winkler und Stolzenberg 1999]) .. 163
16
Tabelle 29: Prozentuale Anteile der Eltern differenziert nach Indexwerten des
monatlichen Haushaltsnettoeinkommens (Klassifizierung entsprechend [Winkler
und Stolzenberg 1999]) ................................................................................................ 163
Tabelle 30: Ungewichtete Anzahl der Kinder differenziert nach Geschlecht,
Altersklasse und Sozialstatus (Klassifizierung entsprechend [Winkler und
Stolzenberg 1999]) ....................................................................................................... 163
Tabelle 31: Prozentuale Anteile der Kinder differenziert nach Migrationsstastus ......... 163
Tabelle 32: Prozentuale Anteile der Kinder differenziert nach Dauer des
Fernsehens an Werktagen ........................................................................................... 164
Tabelle 33: Prozentuale Anteile der Kinder differenziert nach Dauer des
Fernsehens am Wochenende ...................................................................................... 164
Tabelle 34: Prozentuale Anteile der Kinder differenziert nach Häufigkeit des
Spielens im Freien ....................................................................................................... 164
Tabelle 35: Prozentuale Anteile der Kinder differenziert nach Häufigkeit sportlicher
Aktivität innerhalb und außerhalb des Vereins ............................................................. 164
Tabelle 36: Prozentuale Anteile der Kinder differenziert nach Häufigkeit von Essen
und Trinken während des Fernsehens ......................................................................... 165
Tabelle 37: Prozentuale Anteile der Kinder differenziert nach Häufigkeit von Essen
und Trinken während des Spielens .............................................................................. 165
Tabelle 38: Prozentuale Anteile der Kinder mit unterschiedlich hohem Sozialstatus,
die gemeinsam Mahlzeiten einnehmen ........................................................................ 165
Tabelle 39: Prozentuale Anteile der Kinder mit unterschiedlich hohem Sozialstatus,
die gemeinsam Frühstücken ........................................................................................ 166
Tabelle 40: Prozentuale Anteile der Kinder mit unterschiedlich hohem Sozialstatus,
die gemeinsam Mittagessen ........................................................................................ 166
Tabelle 41: Prozentuale Anteile der Kinder mit unterschiedlich hohem Sozialstatus,
die gemeinsam einen Nachmittagssnack einnehmen .................................................. 166
17
Tabelle 42: Prozentuale Anteile der Kinder mit unterschiedlich hohem Sozialstatus,
die gemeinsam Abendessen ........................................................................................ 167
Tabelle 43: Prozentuale Anteile der Kinder mit unterschiedlich hohem Sozialstatus
differenziert nach Gewichtsstatus (Klassifizierung nach [Kromeyer-Hauschild et al.
2001]) ........................................................................................................................... 167
Tabelle 44: Prozentuale Anteile der Kinder mit unterschiedlich hohem Sozialstatus
differenziert nach subjektivem Gesundheitszustand .................................................... 167
Tabelle 45: Lebensmittelverzehrsmengen bei Jungen differenziert nach
Altersklasse (P25, P50, P75, p) ................................................................................... 168
Tabelle 46: Lebensmittelverzehrsmengen bei Mädchen differenziert nach
Altersklasse (P25, P50, P75, p) ................................................................................... 170
Tabelle 47: Lebensmittelverzehrsmengen bei Jungen differenziert nach
Altersklasse (MW, SD) ................................................................................................. 172
Tabelle 48: Lebensmittelverzehrsmengen bei Mädchen differenziert nach
Altersklasse (MW, SD) ................................................................................................. 173
Tabelle 49: Lebensmittelverzehrsmengen nach der Optimierten Mischkost bei
Jungen differenziert nach Altersklasse (P25, P50, P75, p) .......................................... 174
Tabelle 50: Lebensmittelverzehrsmengen nach der Optimierten Mischkost bei
Mädchen differenziert nach Altersklasse (P25, P50, P75, p) ....................................... 175
Tabelle 51: Lebensmittelverzehrsmengen in Prozent der Referenzmengen bei
Jungen differenziert nach Altersklasse (P25, P50, P75, p) .......................................... 176
Tabelle 52: Lebensmittelverzehrsmengen in Prozent der Referenzmengen bei
Mädchen differenziert nach Altersklasse (P25, P50, P75, p) ....................................... 177
Tabelle 53: Korrelationen zwischen Lebensmittelgruppen und Alter, Geschlecht
sowie Variablen des Sozialstatus (r
S
, p) ....................................................................... 178
Tabelle 54: Korrelationen zwischen Lebensmittelverzehrsmengen in Prozent der
Referenzmengen und Alter, Geschlecht sowie Variablen des Sozialstatus (r
S
, p) ....... 180
18
Tabelle 55: Lebensmittelverzehrsmengen bei Kindern differenziert nach
Sozialstatus (P25, P50, P75, p) ................................................................................... 181
Tabelle 56: Lebensmittelverzehrsmengen nach der Optimierten Mischkost bei
Kindern differenziert nach Sozialstatus (P25, P50, P75, p) .......................................... 183
Tabelle 57: Lebensmittelverzehrsmengen in Prozent der Referenzmengen bei
Kindern differenziert nach Sozialstatus (P25, P50, P75, p) .......................................... 184
Tabelle 58: Lebensmittelverzehrsmengen bei Kindern mit niedrigem und mittlerem
Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach Analyse 0 (MW,
95%-KI, p) .................................................................................................................... 185
Tabelle 59: Lebensmittelverzehrsmengen bei Kindern mit niedrigem und mittlerem
Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach Analyse 0*
(MW, 95%-KI, p) ........................................................................................................... 187
Tabelle 60: Lebensmittelverzehrsmengen bei Kindern mit niedrigem und mittlerem
Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach Analyse 1 (MW,
95%-KI, p) .................................................................................................................... 189
Tabelle 61: Lebensmittelverzehrsmengen bei Kindern mit niedrigem und mittlerem
Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach Analyse 1*
(MW, 95%-KI, p) ........................................................................................................... 191
Tabelle 62: Lebensmittelverzehrsmengen bei Kindern mit niedrigem und mittlerem
Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach Analyse 2 (MW,
95%-KI, p) .................................................................................................................... 193
Tabelle 63: Lebensmittelverzehrsmengen bei Kindern mit niedrigem und mittlerem
Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach Analyse 2*
(MW, 95%-KI, p) ........................................................................................................... 195
Tabelle 64: Lebensmittelverzehrsmengen in Prozent der Referenzmengen bei
Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit
hohem Sozialstatus nach Analyse 0 (MW, 95%-KI, p) ................................................. 197
19
Tabelle 65: Lebensmittelverzehrsmengen in Prozent der Referenzmengen bei
Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit
hohem Sozialstatus nach Analyse 0* (MW, 95%-KI, p) ................................................ 198
Tabelle 66: Lebensmittelverzehrsmengen in Prozent der Referenzmengen bei
Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit
hohem Sozialstatus nach Analyse 1 (MW, 95%-KI, p) ................................................. 199
Tabelle 67: Lebensmittelverzehrsmengen in Prozent der Referenzmengen bei
Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit
hohem Sozialstatus nach Analyse 1* (MW, 95%-KI, p) ................................................ 200
Tabelle 68: Lebensmittelverzehrsmengen in Prozent der Referenzmengen bei
Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit
hohem Sozialstatus nach Analyse 2 (MW, 95%-KI, p) ................................................. 201
Tabelle 69: Lebensmittelverzehrsmengen in Prozent der Referenzmengen bei
Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit
hohem Sozialstatus nach Analyse 2* (MW, 95%-KI, p) ................................................ 202
Tabelle 70: Energie- und Nährstoffzufuhr bei Jungen differenziert nach Altersklasse
(P25, P50, P75, p) ........................................................................................................ 203
Tabelle 71: Energie- und Nährstoffzufuhr bei Mädchen differenziert nach
Altersklasse (P25, P50, P75, p) ................................................................................... 205
Tabelle 72: Energie- und Nährstoffzufuhr bei Jungen differenziert nach Altersklasse
(MW, SD) ..................................................................................................................... 207
Tabelle 73 Energie- und Nährstoffzufuhr bei Mädchen differenziert nach
Altersklasse (MW, SD) ................................................................................................. 208
Tabelle 74: Energie- und Nährstoffdichte bei Jungen differenziert nach Altersklasse
(P25, P50, P75, p) ........................................................................................................ 209
Tabelle 75: Energie- und Nährstoffdichte bei Mädchen differenziert nach
Altersklasse (P25, P50, P75, p) ................................................................................... 211
20
Tabelle 76: Korrelationen zwischen Energie- und Nährstoffzufuhr und Alter,
Geschlecht sowie Variablen des Sozialstatus (r
S
, p) .................................................... 213
Tabelle 77: Korrelationen zwischen Energie- und Nährstoffdichte und Alter,
Geschlecht sowie Variablen des Sozialstatus (r
S
, p) .................................................... 215
Tabelle 78: Energie- und Nährstoffzufuhr bei Kindern differenziert nach
Sozialstatus (P25, P50, P75, p) ................................................................................... 217
Tabelle 79: Energie- und Nährstoffdichte bei Kindern differenziert nach
Sozialstatus (P25, P50, P75, p) ................................................................................... 219
Tabelle 80: Energie- und Nährstoffzufuhr bei Kindern mit niedrigem und mittlerem
Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach Analyse 0 (MW,
95%-KI, p) .................................................................................................................... 221
Tabelle 81: Energie- und Nährstoffzufuhr bei Kindern mit niedrigem und mittlerem
Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach Analyse 0*
(MW, 95%-KI, p) ........................................................................................................... 223
Tabelle 82: Energie- und Nährstoffzufuhr bei Kindern mit niedrigem und mittlerem
Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach Analyse 1 (MW,
95%-KI, p) .................................................................................................................... 225
Tabelle 83: Energie- und Nährstoffzufuhr bei Kindern mit niedrigem und mittlerem
Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach Analyse 1*
(MW, 95%-KI, p) ........................................................................................................... 227
Tabelle 84: Energie- und Nährstoffzufuhr bei Kindern mit niedrigem und mittlerem
Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach Analyse 2 (MW,
95%-KI, p) .................................................................................................................... 229
Tabelle 85: Energie- und Nährstoffzufuhr bei Kindern mit niedrigem und mittlerem
Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach Analyse 2*
(MW, 95%-KI, p) ........................................................................................................... 231
Tabelle 86: Energie- und Nährstoffdichte bei Kindern mit niedrigem und mittlerem
Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach Analyse 0 (MW,
95%-KI, p) .................................................................................................................... 233
21
Tabelle 87: Energie- und Nährstoffdichte bei Kindern mit niedrigem und mittlerem
Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach Analyse 0*
(MW, 95%-KI, p) ........................................................................................................... 235
Tabelle 88: Energie- und Nährstoffdichte bei Kindern mit niedrigem und mittlerem
Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach Analyse 1 (MW,
95%-KI, p) .................................................................................................................... 237
Tabelle 89: Energie- und Nährstoffdichte bei Kindern mit niedrigem und mittlerem
Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach Analyse 1*
(MW, 95%-KI, p) ........................................................................................................... 239
Tabelle 90: Energie- und Nährstoffdichte bei Kindern mit niedrigem und mittlerem
Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach Analyse 2 (MW,
95%-KI, p) .................................................................................................................... 241
Tabelle 91: Energie- und Nährstoffdichte bei Kindern mit niedrigem und mittlerem
Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach Analyse 2*
(MW, 95%-KI, p) ........................................................................................................... 243
Tabelle 92: Prozentuale Anteile der Jungen und Mädchen differenziert nach
Altersklasse, die nie, manchmal oder immer frühstücken ............................................ 245
Tabelle 93: Prozentuale Anteile der Kinder mit unterschiedlich hohem Sozialstatus,
die nie, manchmal oder immer frühstücken ................................................................. 245
Tabelle 94: Prozentuale Anteile der Jungen und Mädchen differenziert nach
Altersklasse, die gemeinsam frühstücken .................................................................... 245
Tabelle 95: Prozentuale Anteile der Jungen und Mädchen differenziert nach
Altersklasse, die Lebensmittel der Mahlzeitenpyramide der Optimierten Mischkost
zum Frühstück verzehren ............................................................................................. 246
Tabelle 96: Prozentualer Anteil der Kinder mit unterschiedlich hohem Sozialstatus,
die Lebensmittel der Mahlzeitenpyramide der Optimierten Mischkost zum
Frühstück verzehren .................................................................................................... 246
Tabelle 97: Prozentuale Anteile der Jungen und Mädchen differenziert nach
Altersklasse, die wenig frühstücken ............................................................................. 247
22
Tabelle 98: Prozentuale Anteile der Kinder mit unterschiedlich hohem Sozialstatus,
die wenig frühstücken .................................................................................................. 247
Tabelle 99: Lebensmittelverzehrsmengen insgesamt und nach der Optimierten
Mischkost zum Frühstück bei Jungen differenziert nach Altersklasse (P25, P50,
P75, p) ......................................................................................................................... 248
Tabelle 100: Lebensmittelverzehrsmengen insgesamt und nach der Optimierten
Mischkost zum Frühstück bei Mädchen differenziert nach Altersklasse (P25, P50,
P75, p) ......................................................................................................................... 249
Tabelle 101: Zusammensetzung des Frühstücks ohne Getränke bei Jungen
differenziert nach Altersklasse (P25, P50, P75, p) ....................................................... 250
Tabelle 102: Zusammensetzung der beim Frühstück verzehrten Getränke bei
Jungen differenziert nach Altersklasse (P25, P50, P75, p) .......................................... 250
Tabelle 103: Zusammensetzung des Frühstücks ohne Getränke bei Mädchen
differenziert nach Altersklasse (P25, P50, P75, p) ....................................................... 251
Tabelle 104: Zusammensetzung der beim Frühstück verzehrten Getränke bei
Mädchen differenziert nach Altersklasse (P25, P50, P75, p) ....................................... 251
Tabelle 105: Lebensmittelverzehrsmengen insgesamt und nach der Optimierten
Mischkost zum Frühstück bei Kindern differenziert nach Sozialstatus (P25, P50,
P75, p) ......................................................................................................................... 252
Tabelle 106: Zusammensetzung des Frühstücks ohne Getränke bei Kindern
differenziert nach Sozialstatus (P25, P50, P75, p) ....................................................... 253
Tabelle 107: Zusammensetzung der beim Frühstück verzehrten Getränke bei
Kindern differenziert nach Sozialstatus (P25, P50, P75, p) .......................................... 253
Tabelle 108: Lebensmittelverzehrsmengen nach der Optimierten Mischkost bei
Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit
hohem Sozialstatus nach Analyse 0 (MW, 95%-KI, p) ................................................. 254
23
Tabelle 109: Lebensmittelverzehrsmengen nach der Optimierten Mischkost bei
Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit
hohem Sozialstatus nach Analyse 0* (MW, 95%-KI, p) ................................................ 254
Tabelle 110: Lebensmittelverzehrsmengen nach der Optimierten Mischkost bei
Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit
hohem Sozialstatus nach Analyse 1 (MW, 95%-KI, p) ................................................. 255
Tabelle 111: Lebensmittelverzehrsmengen nach der Optimierten Mischkost bei
Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit
hohem Sozialstatus nach Analyse 1* (MW, 95%-KI, p) ................................................ 255
Tabelle 112: Lebensmittelverzehrsmengen nach der Optimierten Mischkost bei
Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit
hohem Sozialstatus nach Analyse 2 (MW, 95%-KI, p) ................................................. 256
Tabelle 113: Lebensmittelverzehrsmengen nach der Optimierten Mischkost bei
Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit
hohem Sozialstatus nach Analyse 2* (MW, 95%-KI, p) ................................................ 256
Tabelle 114: Energie- und Nährstoffzufuhr durch Frühstück bei Jungen differenziert
nach Altersklasse (P25, P50, P75, p) ........................................................................... 257
Tabelle 115: Energie- und Nährstoffzufuhr durch Frühstück bei Mädchen
differenziert nach Altersklasse (P25, P50, P75, p) ....................................................... 258
Tabelle 116: Energie- und Nährstoffzufuhr durch Frühstück bei Kindern
differenziert nach Sozialstatus (P25, P50, P75, p) ....................................................... 259
Tabelle 117: Energie- und Nährstoffzufuhr durch Frühstück bei Kindern mit
niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem
Sozialstatus nach Analyse 0 (MW, 95%-KI, p) ............................................................. 260
Tabelle 118: Energie- und Nährstoffzufuhr durch Frühstück bei Kindern mit
niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem
Sozialstatus nach Analyse 0* (MW, 95%-KI, p)............................................................ 261
24
Tabelle 119: Energie- und Nährstoffzufuhr durch Frühstück bei Kindern mit
niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem
Sozialstatus nach Analyse 1 (MW, 95%-KI, p) ............................................................. 262
Tabelle 120: Energie- und Nährstoffzufuhr durch Frühstück bei Kindern mit
niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem
Sozialstatus nach Analyse 1* (MW, 95%-KI, p)............................................................ 263
Tabelle 121: Energie- und Nährstoffzufuhr durch Frühstück bei Kindern mit
niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem
Sozialstatus nach Analyse 2 (MW, 95%-KI, p) ............................................................. 264
Tabelle 122: Energie- und Nährstoffzufuhr durch Frühstück bei Kindern mit
niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem
Sozialstatus nach Analyse 2* (MW, 95%-KI, p)............................................................ 265
25
1 Einleitung
Kinder
1
stellen in Deutschland eine vergleichsweise kleine Bevölkerungsgruppe dar
2
, die
jedoch unter gesundheitswissenschaftlichen Gesichtspunkten von besonderem
Interesse ist. Damit sie im Jugend- und Erwachsenenalter ihr volles Potenzial erreichen
können, ist es unabdingbar, dass sie gesund aufwachsen. Gesundheit – definiert als
körperliches, mentales und soziales Wohlbefinden – wird als Grundrecht eines jeden
Menschen erachtet und hat insbesondere für Kinder grundlegende Bedeutung [World
Health Organization 1946, 2]. Der Ernährung kommt im Hinblick auf die Erhaltung und
Förderung von Gesundheit eine entscheidende Rolle zu. Eine den Bedürfnissen an-
gepasste Ernährung ist für Kinder notwendig, um optimale körperliche und geistige
Entwicklung zu gewährleisten [Bellisle 2004]. Ist sie nicht gegeben, können bereits im
Kindes- und Jugendalter ernährungsabhängige Krankheiten auftreten (z. B. Vitamin-
mangelkrankheiten, Adipositas) [Newby 2007]. Das Ernährungsverhalten als wichtiger
Bestandteil des Gesundheitsverhaltens ist darüber hinaus auch im Hinblick auf die zu-
künftige gesundheitliche Situation von Bedeutung. Viele Krankheiten, die im mittleren
und höheren Lebensalter auftreten, sind auf das in der Kindheit ausgebildete
Gesundheitsverhalten zurückzuführen [Lampert und Richter 2006; Smith 2007].
Ungünstige Gesundheitsverhaltensmuster sind dabei in der Bevölkerung nicht gleich-
mäßig verteilt, sondern treten in bestimmten Gruppen gehäuft auf [Richter und
Hurrelmann 2006; Smith 2007]. Die Charakterisierung von Gruppen erfolgt in der Sozial-
epidemiologie traditionell durch Gliederung der Gesellschaft in horizontale Schichten,
zwischen denen soziale Ungleichheit besteht. Messbar wird soziale Ungleichheit über
die in einer Gesellschaft als wertvoll betrachteten Güter wie z. B. Bildung, berufliches
Prestige und Einkommen. Durch Kombination der verschiedenen Dimensionen sozialer
Ungleichheit lassen sich Statusgruppen bilden. Zunehmend wird auch die Gesundheit
als ein sozial ungleich verteiltes, wertvolles Gut betrachtet [Babitsch 2005, 42ff.]. Der
1
Im Nachfolgenden bezieht sich die Bezeichnung „Kinder“ auf 6- bis 11-Jährige. Weitere Kriterien zur
Definition sind für die vorliegenden Fragestellungen nicht relevant.
2
Im Jahr 2006 leben in der Bundesrepublik Deutschland über 4,7 Millionen 6- bis 11-Jährige. Ihr Anteil an
der Gesamtbevölkerung beträgt knapp 5,8 % [Statistisches Bundesamt 2008, 44].
26
Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und Gesundheit wird auch abgekürzt
als „gesundheitliche Ungleichheit“ bezeichnet [Mielck 2002].
Insbesondere bei Personen mit niedrigem Sozialstatus und in von Armut betroffenen
Haushalten liegt vergleichsweise häufig ein ungünstiges Gesundheitsverhalten vor, das
sich in erhöhter Morbidität und Mortalität äußert. Dabei besteht die Gefahr, dass die
gesundheitliche Situation zur Verfestigung der sozialen Lage führt [Klocke und Lampert
2005]. Hinweise darauf, dass aktuell bereits im Kindes- und Jugendalter gesundheitliche
Ungleichheit besteht, gibt es aus der „Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugend-
lichen in Deutschland“ (KiGGS), die in den Jahren 2003 bis 2006 durchgeführt wurde.
Bei Kindern und Jugendlichen mit niedrigem Sozialstatus ist z. B. die Prävalenz von
Übergewicht und Adipositas erhöht [Kurth und Schaffrath Rosario 2007], treten häufiger
psychische Störungen auf [Ravens-Sieberer et al. 2007] und ist die motorische
Leistungsfähigkeit geringer [Starker et al. 2007]. Bislang stehen noch viele Antworten
darüber aus, wie sich gesundheitliche Ungleichheiten im Kindesalter erklären lassen
[Richter und Mielck 2006]. Die Rolle, die der Ernährung in der Verstärkung gesundheit-
licher Ungleichheit im Lebenslauf zukommt, lässt sich bislang nicht zufriedenstellend
bestimmen [Smith und Brunner 1997], aber ihr Einfluss wird als enorm betrachtet
[James et al. 1997]. Es ist von hoch komplexen Interaktionen auszugehen, die
differenzierter Analysen bedürfen.
1.1 Aktueller Wissensstand
Aktuell liegen für Deutschland nur wenige Studien vor, die den Zusammenhang
zwischen Ernährung und sozialen Aspekten beleuchtet haben (Tabelle 1). Grundsätzlich
lassen sich dabei drei zugrunde liegende Thesen unterscheiden: Einkommens-,
Bildungs- und Multifaktorenthesen. Diese werden im Folgenden kurz vorgestellt.
Einkommensthese:
Die Einkommensthese beruht auf der Annahme, dass Menschen, die mit niedrigem Ein-
kommen auskommen müssen bzw. in vergleichsweise geringem Wohlstand leben,
ungünstigere Ernährungsgewohnheiten aufweisen als Menschen, die finanziell besser
gestellt sind. Es wird angenommen, dass insbesondere Armut sich in mannigfaltiger
Weise auf die Ernährung auswirken kann: Mit Blick auf die Lebensmittelquantität und -
qualität kann Armut beispielsweise dazu führen, dass Mahlzeiten unregelmäßig statt-
27
finden oder ausgelassen werden, dass seltener warme Speisen zubereitet werden, oder
dass nicht präferierte und besonders preisgünstige Lebensmittel verzehrt werden
müssen. Letztendlich kann sich der durch Armut bedingte schlechtere Zugang zu
Lebensmitteln in ausreichender Quantität und Qualität auch negativ in der Energie- und
Nährstoffzufuhr niederschlagen [Feichtinger 1997]. Es wird z. B. diskutiert, dass bei
Armut Lebensmittel mit niedrigen Energiekosten (Preis/MJ) bevorzugt werden müssen,
die eine hohe Energiedichte (MJ/100 g) aufweisen und zu einer zu hohen Energiezufuhr
beitragen können [Drewnowski und Specter 2004]. Die Einkommensthese lag in der
Vergangenheit mehrfach Untersuchungen zur Ernährung bei Erwachsenen zugrunde
[Adolf 1995; Helmert et al. 1997; Karg et al. 1997], wird aber aktuell auch bei der
Untersuchung des Gesundheitsverhaltens von Kindern und Jugendlichen verfolgt [World
Health Organization 2008, 13].
Bildungsthese:
Entsprechend der Bildungsthese besteht ein Zusammenhang zwischen geringer Bildung
und unausgewogenen Ernährungsgewohnheiten von Menschen. Der Bildungsthese liegt
die Vorstellung zugrunde, dass eine allgemein höhere Bildung mit höherem Ernährungs-
wissen und Gesundheitsbewusstsein einhergeht. Als Maß für die Bildung werden die
besuchte Schulform [Kienzle 1988, 10ff.] oder der Schulabschluss herangezogen. Ein
vergleichbarer Zusammenhang wird auch zwischen der Bildung der Eltern und der
Ernährung der Kinder vermutet [Sozialministerium Baden-Württemberg 2000, 26f.;
Langnäse et al. 2002].
Multifaktorenthese:
Die Multifaktorenthesen vereinen Einkommens- und Bildungsthese und ergänzen diese
um weitere Einflussfaktoren. Eine These ist, dass Ernährungsweise und Lebensstil zu-
sammenhängen. Das Ernährungsverhalten wird demnach neben dem elterlichen und
eigenen Lebensstil durch weitere Einflussfaktoren bestimmt wie z. B. das Wissen über
Ernährung, Ernährungseinstellungen, Geschlecht und ökonomische Ressourcen
[Gerhards und Rössel 2003b]. Eine andere These ist, dass das Ernährungsverhalten die
Folge eines Entscheidungsprozesses ist, auf den eine Vielzahl von Determinanten
einwirkt. Hierzu zählen Alter, Geschlecht, Energiebedarf, soziale Stellung, Ausbildungs-
abschluss, Erwerbstätigkeit, Einkommen, Staatsangehörigkeit, Lebensmittelpreise,
Stellenwert der Ernährung, Gesundheitseinstellung, Ortsgröße, regionale Herkunft und
Jahreszeit [Gedrich 2005, 28ff.].
28
Tabelle 1: Studien zur sozialen Ungleichheit in der Ernährung in Deutschland
Studie (Bezeichnung,
Jahr, Quelle)
Probandinnen
und Probanden
Ziel der Auswertungen,
Erhebungsmethode,
Statistik
Definitionen Ergebnisse
Nationale Verzehrs-
studie (NVS)
(1985 - 1988)
[Anders et al. 1990, 9ff.;
Adolf 1995; Karg et al.
1997]
7.396 Privat-
haushalte in den
alten Bundes-
ländern und West-
Berlin, darunter
wenige mit
niedrigem Ein-
kommen
repräsentative Erhebung des
Lebensmittelverzehrs sowie
der Energie- und Nähr-
stoffzufuhr mittels 7-Tage-
Verzehrsprotokoll und
Strukturfragebogen
multivariate Regressions-
analysen mit Adjustierung für
Haushaltszusammensetzung,
Alter, Geschlecht, Schul-
bildung, Berufstätigkeit
bei Männern und Frauen mit niedri-
gem Einkommen vergleichsweise
hoher Verzehr von Brot und Teig-
waren, aber geringer Verzehr von
Frischgemüse und einheimischem
Frischobst
kein Einfluss des Einkommens auf
die Nährstoffzufuhr von Fett,
Vitamin C, Eisen und Calcium
statistisch bestätigt
Verbundstudie
Ernährungserhebung
und Risikofaktoren-
analytik (VERA)
(1987 - 1988)
[Heseker et al. 1994,
3ff.; Adolf 1995]
Unterstichprobe der
NVS mit 2.006 zu-
fällig ausgewählten
Frauen (1.144) und
Männern (862) im
Alter von 18 bis 88
Jahren
repräsentative Erhebung der
Versorgung mit essenziellen
Nährstoffen, Belastung mit
Schadstoffen und Verbrei-
tung von Risikofaktoren
mittels Blut- und Urin-
untersuchung
multivariate Regressions-
geringere Vitaminmesswerte bei
Frauen in der niedrigsten Einkom-
mensklasse als in den höheren
Einkommensklassen für Retinol, β-
Carotin, Vitamin C
für Männer kein Zusammenhang
von Vitaminmesswerten mit dem
29
anal
ysen mit Adjustierung für
Haushaltszusammensetzung,
Alter, Geschlecht, Schul-
bildung, Berufstätigkeit
Ein
kommen erkennbar
Gesundheitssurvey-Ost
(1991 - 1992)
[Hermann-Kunz 1995]
1.905 Frauen und
Männer aus den
neuen Bundes-
ländern im Alter
von 18 bis 79
Jahren
retrospektive Erhebung des
üblichen Ernährungsver-
haltens vor der Wiederver-
einigung mittels computer-
gestütztem Diet-History-
Interview (DISHES)
Vergleich arithmetischer
Mittelwerte
soziale Schicht:
Schulabschluss, berufliche
Stellung, Haushaltsnetto-
einkommen
bei Männern der Oberschicht im
Vergleich zur Unter- und Mittel-
schicht geringere Energie- und
Kohlenhydratzufuhr
bei Männern der Oberschicht im
Vergleich zur Unterschicht höhere
Nährstoffdichten für Carotin,
Vitamin E und Vitamin C
bei Frauen der Oberschicht im
Vergleich zur Unter- und Mittel-
schicht höhere Zufuhrmengen von
Vitamin A, Carotin, außerdem für
Thiamin, Riboflavin, Vitamin B
12
,
Vitamin C auch höhere Nährstoff-
dichten
30
3. Nationaler
Gesundheitssurvey in
West-Deutschland
(1990 - 1991) und
1. Gesundheitssurvey in
Ost-Deutschland
(1991 - 1992)
[Helmert et al. 1997]
7.144 Frauen und
Männer im Alter
von 25 bis 69
Jahren, darunter
als arm eingestuft
12% der Männer
und 15% der
Frauen in Ost-
Deutschland und
16% der Männer
und 19% der
Frauen in West-
Deutschland
Ermittlung des Risikos für
ungesundes Ernährungs-
verhalten bei Menschen
unterhalb der Armutsgrenze
mittels Fragebogen
multivariate logistische
Regressionsanalysen
(adjustiert für Alter)
Armut:
Äquivalenzeinkommen
(Haushaltsnettoeinkommen
dividiert durch die Summe
der Äquivalenzparameter
der einzelnen Haushalts-
mitglieder) höchstens
62,5 % des medianen
Einkommens der
Bevölkerung
ungesunde Ernährungs-
gewohnheiten:
mindestens drei der Indi-
katoren „täglich Weißbrot“,
„mindestens ein Mal pro
Monat Innereien“, „weniger
als einmal pro Woche
Salat“, „weniger als einmal
pro Woche Vollkornbrot“
oder „einmal oder weniger
pro Woche Haferflocken“
erfüllt
erhöhtes Risiko für ungesunde
Ernährungsgewohnheiten bei Men-
schen unterhalb der Armutsgrenze
im Vergleich zur hohen Einkom-
mensgruppe bei armen Frauen in
West-Deutschland für alle Indika-
toren ungesunden Ernährungsver-
haltens signifikant erhöhte Odds
Ratios, in Ost-Deutschland nur sig-
nifikante Unterschiede für Salat,
Vollkornbrot und Weißbrot
für arme Männer signifikant erhöhte
Odds Ratios für Vollkornbrot, in
West-Deutschland zudem für Weiß-
brot und Haferflocken
31
Einkommens- und
Verbrauchsstichprobe
(1998)
[Gedrich 2005]
12.680 Haushalte
in Deutschland
(16.256 Frauen,
15.368 Männer)
repräsentative Erhebung von
Einkommensstruktur,
Verbrauchsausgaben und
Vermögen privater Haushalte
multivariate Regressions-
analysen basierend auf einer
Sandwich-Theory of
Nutritional Behaviour
soziale Stellung:
berufliche Stellung (hoch =
Selbstständige(r) /
Freiberufler(in), mittel =
Angestellte(r) / Beamte(r),
niedrig = Arbeiter(in);
Landwirt(in) ohne
Zuordnung)
Bildungsniveau:
höchster beruflicher
Ausbildungsabschluss
je höher die soziale Stellung, um so
höher der Verzehr von Meeres-
früchten, Frischmilch, Butter,
manchen Gemüsearten, Speiseeis
je höher die soziale Stellung, um so
niedriger der Verzehr von Wurst-
waren, Schinken, Innereien, Hack-
fleisch, H-Milch, Kondensmilch,
Eiern, Margarine, Kartoffeln,
Limonaden und Bier
Bildungsniveau positiv assoziiert mit
dem Verzehr von Frischmilch,
Joghurt, Käse, Butter, manchen
Obst- und Gemüsearten
(Grapefruits, Bananen, Äpfel, Bir-
nen, Tomaten), Süßwaren, Nougat-
cremes, Obstsäften und -nektaren,
Wein
Bildungsniveau negativ assoziiert
mit dem Verzehr von Weizenmehl,
Schweinefleisch, Wurstwaren,
Schinken, Kartoffeln, Zucker,
Limonaden
32
Nationale
Verzehrsstudie II
(2005 - 2006)
[Max Rubner-Institut
2008]
19.329 Teilnehmer-
innen und Teil-
nehmer, davon
15.371 Personen
(8.278 Frauen und
7.093 Männer) im
Alter von 14 bis 80
Jahren mit Ver-
zehrsdaten
bundesweite Erhebung der
Ernährung von Jugendlichen
und Erwachsenen mittels
DISHES, Fragebögen, Unter-
suchungen
Vergleich arithmetischer
Mittelwerte
soziale Schicht:
höchster Schulabschluss,
berufliche Stellung des
Hauptverdieners und
Haushaltsnettoeinkommen
bei Frauen und Männern der Unter-
schicht im Vergleich zur Oberschicht
geringerer Verzehr von Gemüse,
Pilzen, Hülsenfrüchten, Obst/-
erzeugnissen, Fisch/-erzeugnissen,
Krustentieren, Wein und Sekt
bei Frauen und Männern der Unter-
schicht im Vergleich zur Oberschicht
höherer Verzehr von Fleisch/-
erzeugnissen, Wurstwaren, Streich-
fett, Süßwaren und Limonaden
Health Behaviour in
School-aged Children
(HBSC) Study
(2005 - 2006)
[World Health
Organization 2008,
85ff.]
7.224 Schülerinnen
und Schüler aus 5.,
7. und 9. Schulklas-
sen aller regulären
Schulformen in
Berlin, Hamburg,
Hessen, Nordrhein-
Westfalen und
Sachsen, darunter
13 % mit niedri-
gem, 40 % mit mitt-
lerem und 47 % mit
hohem Wohlstand
Untersuchung gesundheits-
relevanter Verhaltens- und
Lebensmuster mittels
Fragebogen
Chi-Quadrat-Test für Trend
familiärer Wohlstand:
Sozialindikatoren aus dem
Alltagsleben (Vorhanden-
sein eines eigenen Schlaf-
zimmers, Autos und Com-
putern im Haushalt,
Urlaubsreisen)
je höher der Wohlstand, um so häu-
figer Frühstück an Schultagen (mehr
als ein Glas Milch oder Fruchtsaft)
oder täglicher Verzehr von Obst
je niedriger der Wohlstand, um so
häufiger mindestens täglicher Ver-
zehr zuckerhaltiger Erfrischungs-
getränke
33
Vergleichende Analyse
von Ernährungsver-
halten, Ernährungs-
einstellungen und
Ernährungswissen von
Schülerinnen und Schü-
lern der 9. Klasse an
allgemeinbildenden
Schulen im Freiburger
Raum
(1982 - 1983)
[Kienzle 1988]
134 Jungen und
144 Mädchen aus
Haupt-, Realschu-
len und Gymnasien
im Freiburger
Raum
Untersuchung der Bedeutung
von Bildung und Ernährungs-
wissen für Lebensmittel-
auswahl und -präferenzen
mittels Fragebogen
Vergleich der prozentualen
Anteile in Gruppen
bei Gymnasiastinnen und Gym-
nasiasten im Vergleich zu Haupt-
schülerinnen und -schülern höherer
Anteil derjenigen, die täglich zu
Hause Milch, Joghurt, Mineral-
wasser und schwarzen Tee ver-
zehren
bei Hauptschülerinnen und
-schülern im Vergleich zu Gym-
nasiastinnen und Gymnasiasten
höherer Anteil derjenigen, die
täglich zu Hause Wurst, Butter /
Margarine, Limonaden, Pommes
frites und Schokoladenriegel
verzehren
34
Determinanten
jugendlichen
Ernährungsverhaltens
(2001)
[Gerhards und Rössel
2003a; b]
400 Schülerinnen
und Schüler der
Klassenstufen 8, 9
und 10 (13 bis 16
Jahre) an zwei
Gymnasien und
einer Mittelschule
in Leipzig
Untersuchung des Zusam-
menhangs zwischen Lebens-
stilen sowie sonstigen
Einflussfaktoren und
Ernährungsverhalten von
Jugendlichen mittels
Fragebogen und Gesprächen
Korrelations- und multivariate
Regressionsanalysen
Lebensstil:
Bündel von Verhaltens-
mustern der Alltags- und
Freizeitgestaltung
Beeinflussung des Ernährungs-
verhaltens durch Geschlecht,
Ernährungswissen, zur Verfügung
stehendes Geld und Lebensstil der
Jugendlichen
Zusammenhang zwischen an
Hochkultur und Sport orientierten
Lebensstilen und einem häufigeren
Verzehr von Obst, Gemüse,
Milchprodukten
Zusammenhang zwischen an
Fernsehen sowie inner- oder außer-
häuslicher Spannung orientierten
Lebensstilen mit häufigerem
Verzehr von Snacks und süßen
Getränken
Projekt Beobachtungs-
gesundheitsämter des
Landesgesundheitsamts
Baden-Württemberg
[Sozialministerium
Baden-Württemberg
2000, 26f.]
Eltern in Baden-
Württemberg
Ermittlung des Ernährungs-
verhaltens der Kinder mittels
Befragung
Vergleich von Häufigkeiten
Schulbildung:
Schulabschluss des Vaters
(Hauptschule, Mittlere
Reife, Abitur)
positiver Zusammenhang zwischen
Schulbildung des Vaters und
Häufigkeit, mit der Eltern Gemüse
als Bestandteil des Speiseplans
ihrer Kinder angaben
35
Kiel Obesity Prevention
Study (KOPS)
(1996 - 1998)
[Langnäse et al. 2002]
5 bis 7 Jahre alte
Kinder und ihre
Eltern in Kiel
Untersuchung des
Zusammenhangs zwischen
dem Sozialstatus der Eltern
und der Ernährung sowie
dem Ernährungsstatus der
Kinder mittels Befragungen
sowie Messungen
Vergleich der Mediane,
Kruskal-Wallis-Test
Sozialstatus:
höchster Schulabschluss
der Eltern (niedriger Sozial-
status = 9 Jahre Schulbil-
dung, hoher Sozialstatus =
13 Jahre Schulbildung)
Ernährungsstatus:
Body Mass Index
Gesundheitsverhalten:
Angaben zu körperlicher
Aktivität und Inaktivität
bei Kindern von Eltern mit niedrigem
Sozialstatus im Vergleich zu Kindern
von Eltern mit hohem Sozialstatus
häufigerer Verzehr von Weißbrot,
salzigen Snacks und Limonaden,
aber seltenerer Verzehr von Voll-
kornbrot und Obst
erhöhte Fettmasse bei Kindern von
Eltern mit niedrigem Sozialstatus
soziale Gradienten im Gesundheits-
verhalten
Ernährungsweise und -
zustand von Nürnberger
Grundschulkindern
(2006)
[Walter et al. 2008]
170 Kinder von
Grundschulen in
Nürnberg im Alter
von 9 bis 13 Jahren
regionale Untersuchung
sozioökonomisch bedingter
Unterschiede in der
Ernährungsweise und dem
Ernährungszustand von
Grundschulkindern mittels
Befragung, Anthropometrie
und Blutuntersuchung
Chi-Quadrat-Test, exakter
Test nach Fisher, Vergleich
prozentualer Anteile in
Gruppen
Sozialstatus:
Schul- und Berufsaus-
bildung, berufliche Stellung
und Einkommen der Eltern
Ernährungsqualität:
Ernährungsscores auf der
Grundlage der Optimierten
Mischkost des Forschungs-
instituts für Kinder-
ernährung (ungünstig,
normal, optimal)
bei Kindern mit niedrigem Sozial-
status im Vergleich zu Kindern mit
höherem Sozialstatus höherer
Verzehr von Softdrinks, Fast Food
und Fleisch
Anteil der Kinder mit ungünstiger
Ernährungsweise um so höher, je
niedriger der Sozialstatus
keine Unterschiede zwischen den
Sozialstatusgruppen bei den
Biomarkern der Vitamin- und
Mineralstoffversorgung
36
Wie die Übersicht in Tabelle 1 zeigt, wurde seit den 1980er Jahren hauptsächlich bei
Jugendlichen und Erwachsenen, nicht jedoch bei Kindern, der Zusammenhang
zwischen Ernährung und sozialen Aspekten untersucht. Zur Bestimmung der sozialen
Lage wurden jeweils andere, meist eindimensionale Indikatoren verwendet (z. B.
Haushaltseinkommen, Äquivalenzeinkommen, besuchte Schulform, höchster
Schulabschluss). Auch für die Beurteilung der Ernährung wurden verschiedene Kriterien
unterschiedlicher Aussagekraft angewendet (z. B. Verzehrshäufigkeiten ausgewählter
Lebensmittelgruppen, detaillierte Zufuhrmengen).
Insgesamt deuten die vorliegenden Studienergebnisse darauf hin, dass es mit Blick auf
die Ernährung soziale Unterschiede in Deutschland gibt. Eine ungünstige Lebensmittel-
auswahl tritt demnach besonders in Bevölkerungsgruppen auf, die sich durch niedriges
Einkommen und / oder geringe Bildung auszeichnen. In der öffentlichen Diskussion,
aber auch in der Fachliteratur [Kolip 2004; Müller und Langnäse 2005, 148f.; Schuch
2008] wird der Eindruck erweckt, als sei hinreichend belegt, dass Kinder mit niedrigem
Sozialstatus besonders von Fehlernährung betroffen wären. Tatsächlich hat es bislang
aber an einer Erhebung gefehlt, die die Ernährung von Kindern deutschlandweit
detailliert erfasst hat und damit eine geeignete Datenbasis darstellen konnte. Dies gilt für
die Ernährung von Kindern im Allgemeinen, aber auch im Besonderen für soziale Unter-
schiede in der Ernährung. Erst durch die im Jahr 2006 durchgeführte Ernährungsstudie
als KiGGS-Modul (EsKiMo-Studie) wurden eine Grundlage für umfassende Analysen
der Ernährung von Kindern in Deutschland geschaffen.
1.2 Ziele der Arbeit
Um die drängendsten Fragen zur Kinderernährung in Deutschland zu beantworten,
widmet sich diese Arbeit zum einen der Beschreibung der Ernährungssituation von
Kindern im Alter von 6 bis 11 Jahren. Zum anderen erfolgt eine ernährungs-
epidemiologische Untersuchung der sozialen Unterschiede in der Ernährung von
Kindern in Deutschland. Das Augenmerk liegt dabei nicht nur auf der Kost insgesamt,
sondern auch exemplarisch auf dem Frühstück als erster Mahlzeit des Tages.
37
Auf die folgenden Fragen sollen Antworten gefunden werden:
• Wie stellt sich die aktuelle Ernährungssituation von Kindern in Deutschland
hinsichtlich Lebensmittelverzehr und Nährstoffzufuhr dar?
• Wie gut ist die Ernährungsqualität, das heißt die Übereinstimmung mit
lebensmittel- und nährstoffbezogenen Referenzwerten?
• Inwiefern sind im Kindesalter in Abhängigkeit vom Sozialstatus Unterschiede im
Lebensmittelverzehr und in der Nährstoffzufuhr erkennbar?
Die Datenbasis zur Beantwortung der Fragen stellt die EsKiMo-Studie dar.
Nachdem zunächst Material und Methoden vorgestellt werden, schließt sich in den
folgenden Kapiteln die Darstellung der Ergebnisse und die Diskussion dieser an.
38
2 Material und Methoden
2.1 Datenerhebung
Im Jahr 2006 wurde von Januar bis Dezember die EsKiMo-Studie durchgeführt. Die
Studie wurde vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und
Verbraucherschutz finanziert und vom Robert Koch-Institut (RKI) in Zusammenarbeit mit
der Universität Paderborn, Fachgruppe Ernährung und Verbraucherbildung geplant und
durchgeführt. Ziel der Studie war es, repräsentativ für Deutschland Erkenntnisse über
die Ernährung von Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 17 Jahren zu gewinnen.
Dadurch sollte das herrschende Informationsdefizit zur Ernährungssituation in dieser
Altersklasse aufgehoben werden. Um den entwicklungsbedingt unterschiedlichen
Kompetenzen sowie Lebensumständen gerecht zu werden, wurden für Kinder und
Jugendliche verschiedene Erhebungsmethoden angewandt. Bei den 12- bis 17-Jährigen
(Jugendliche) kam DISHES (Dietary Interview Software for Health Examination Studies),
eine computergestützte Befragung zum Verzehr in den vorangegangenen vier Wochen
zum Einsatz. Für die 6- bis 11-Jährigen (Kinder) wurde von ihren Eltern drei Tage lang
ein Ernährungstagebuch geführt. Design und Ablauf der Erhebung bei den 6- bis 11-
Jährigen werden im Folgenden im Detail vorgestellt.
Die EsKiMo-Studie wurde als ergänzendes Modul des Kinder- und Jugendgesundheits-
surveys (KiGGS) konzipiert [Mensink et al. 2007a]. KiGGS wurde von Mai 2003 bis Mai
2006 vom RKI durchgeführt, um deutschlandweit umfassende Daten zum Gesundheits-
zustand von Kindern und Jugendlichen zu erheben. Die Stichprobenziehung fand über
ein zweistufiges, geklumptes und stratifiziertes Verfahren statt. Zunächst wurden 167
Städte und Gemeinden (Sample Points) ausgewählt, die für Deutschland repräsentativ
sind hinsichtlich Gemeindegröße und Bundesland. In einem zweiten Schritt wurde für
jeden Jahrgang etwa die gleiche Anzahl von Probandinnen und Probanden zufällig aus
den Einwohnermelderegistern ausgewählt. Die Teilnahmerate (Response) betrug 67 %.
Insgesamt nahmen 17.641 Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 17 Jahren teil
[Kurth et al. 2008].
Bei den Teilnehmenden der EsKiMo-Studie handelt es sich um eine Unterstichprobe des
KiGGS, die randomisiert nach Sample Point und stratifiziert nach Alter und Geschlecht,
gezogen wurde. Angestrebt wurde eine Beteiligung von je 100 Jungen und Mädchen pro
39
Jahrgang. Um Repräsentativität auch in Bezug auf Saison und Region zu erreichen,
wurde die Erhebung über das Jahr 2006 verteilt in 17 Durchgängen durchgeführt. In
jedem Durchgang fand die Erhebung in drei möglichst weit voneinander entfernten
Routen statt, wobei jede Route aus drei Untersuchungsorten bestand. Das Ausfüllen der
Ernährungstagebücher war zeitlich an die Routenplanung der Interviews angepasst. Die
Stichprobenziehung fand jeweils im Vorfeld eines Durchganges am RKI in Berlin statt.
Bei Zusage wurden die Kontaktdaten an das Studienzentrum an der Universität
Paderborn weitergegeben. Da alle zur Teilnahme benötigten Unterlagen auf Deutsch
waren, konnten nur die Kinder teilnehmen, bei denen zumindest ein Familienmitglied der
deutschen Sprache in Wort und Schrift mächtig war.
Nach elektronisch verschlüsselter Übermittlung der Probandendaten wurde zunächst für
jede Probandin und jeden Probanden per Zufallsverfahren ein Wochentag ermittelt, an
dem das Ernährungstagebuch begonnen werden sollte. Anschließend wurden
individuelle Serienbriefe erstellt, die neben Informationen zum Studienablauf auch die
Termine der drei Protokolltage enthielten. Dieses Anschreiben wurde sieben bis zehn
Tage vor dem ersten Protokolltag zusammen mit den weiteren Unterlagen (Ernährungs-
tagebuch, Fragebogen, Fotobuch und frankierter Rückumschlag) den Familien zu-
geschickt. Für eventuelle Rückfragen war eine Telefonnummer angegeben, unter der
die Mitarbeiterinnen des Studienzentrums bzw. ein Anrufbeantworter erreichbar waren.
Während der Protokollphase wurde versucht alle Eltern telefonisch zu erreichen, um
einen persönlichen Kontakt herzustellen und Fragen der Eltern zu klären. Darüber
hinaus wurde nochmals auf die Wichtigkeit vollständiger Angaben hingewiesen und
daran erinnert Größe und Gewicht des Kindes zu messen. War es nicht möglich das
Tagebuch an den vorgegebenen Tagen zu führen, wurde ein neuer Termin mit den
möglichst gleichen Wochentagen vereinbart. Nach Eingang der ausgefüllten Unterlagen
wurden die Tagebücher umgehend geprüft und bei fehlenden, ungenauen oder
unplausiblen Angaben mit den Eltern Rücksprachen gehalten. Den Abschluss bildete ein
Brief mit Danksagung, dem ein Verrechnungsscheck über fünf Euro für jeden Protokoll-
tag sowie eine individuelle Ernährungsauswertung beilag. In dieser Auswertung wurden
die verzehrten Mengen an Getränken, Milch und Milchprodukten, Obst und Gemüse
sowie Kartoffeln und Getreideprodukten anhand der Empfehlungen des Forschungs-
instituts für Kinderernährung (FKE) [Kersting und Alexy 2005] beurteilt. Zusätzlich
wurden Fettmenge und -qualität sowie Energiezufuhr und Body Mass Index (BMI)
bewertet.
40
2.2 Erhebungsinstrumente
Bei dem Ernährungstagebuch handelte es sich um ein durch Ringbindung zusammen-
gehaltenes Heft im DINA5-Querformat. Auf dem Deckblatt war das Datum der Tage
einzutragen, an denen das Tagebuch geführt wurde. Die folgenden Seiten enthielten die
Anleitung zum Führen des Tagebuches. Zunächst wurden Kinder und Eltern getrennt
angesprochen, um das Ziel der Studie („herauszufinden, was Kinder tatsächlich essen
und trinken“) transparent zu machen und die Wichtigkeit richtiger und vollständiger
Angaben hervorzuheben. Die wichtigsten Grundregeln wurden kurz vorgestellt. Darauf
folgten einerseits detaillierte Beispiele für die Beschreibung von Lebensmitteln und
andererseits das Vorgehen, um Mengen anzugeben. Mengenangaben konnten in
Haushaltsgrößen (z. B. gehäufter Teelöffel, Tasse, kleine Schale) sowie mit Hilfe von
Bildnummern im vorliegenden Fotobuch erfolgen. Die Abbildungen des Fotobuches
sowie die damit verbundenen Verzehrsgewichte stammten aus dem für Deutschland
angepassten EPIC-SOFT Picture Book for Estimation of Food Portion Sizes [van Kappel
et al. 1994]. Mengenangaben sollten nur dann in Gramm oder Milliliter notiert werden,
wenn sie genau bekannt waren, weil sie entweder auf der Packung angegeben waren
oder ausgemessen wurden (z. B. mit Litermaß). Im Anschluss an die Anleitungen fand
sich zusammenfassend ein Beispielprotokoll eines Tages. Dahinter begann das
eigentliche Tagebuch mit den Tabellen für die Eintragung der verzehrten Lebensmittel.
Uhrzeit, Ort, Menge und Art der Lebensmittel waren obligatorische Angaben. Rezepte
sowie eingenommene Zusatzpräparate bzw. Medikamente wurden separat eingetragen.
Bei der letzten Seite handelte es sich um eine aufklappbare Legende. Hier wurden für
alle Tabellenspalten die möglichen Abkürzungen zur Beschreibung aufgeführt. Auf der
Heftrückseite waren Geschlecht, Alter, Größe und Gewicht sowie Besonderheiten in der
Ernährung des Kindes (z. B. Lebensmittelallergien, Diabetes mellitus) einzutragen.
Ferner wurde gefragt, ob das Kind an einem der drei Protokolltage krank war und
deshalb die Ernährung umstellen musste.
Von allen Eltern wurde zudem ein Fragebogen beantwortet. Die erfragten Informationen
betrafen den sozioökonomischen Hintergrund sowie ausgewählte Aspekte des
Gesundheits- und Ernährungsverhaltens.
Die Eltern derjenigen Kinder, die an der Studie nicht teilnehmen konnten oder wollten,
wurden gebeten einen Kurzfragebogen zu beantworten, der ihnen inklusive frankiertem
Rückumschlag zugesendet wurde. Dieser Fragebogen enthielt neben wenigen Fragen
aus der KiGGS-Erstuntersuchung eine Frage nach dem Grund für die Nicht-Teilnahme.
41
2.3 Qualitätssicherung
Zur Qualitätssicherung bei der Datenerhebung sowie der Dateneingabe wurden ver-
schiedene Maßnahmen ergriffen. Alle Regeln, die bei der Kontrolle und Dateneingabe
der Ernährungstagebücher beachtet werden mussten, waren in einer Anleitung fest-
gehalten.
Nach Rücklauf der Ernährungstagebücher wurden diese zunächst im Hinblick auf Voll-
ständigkeit und Plausibilität geprüft. Alles, was nachzufragen war, wurde notiert und
schnellstmöglich mit den Eltern am Telefon besprochen. Gründe für Nachfragen waren
unter anderem fehlende Angaben zu Mahlzeiten (z. B. kein Frühstück vor Schulbeginn)
bzw. Zwischenmahlzeiten (z. B. in der Schule, am Nachmittag). Indizien für
möglicherweise fehlende Getränke waren insgesamt geringe Getränkemengen (unter
600 ml pro Tag) sowie keine genannten Getränke zu Mahlzeiten oder zwischendurch.
Des Weiteren wurde geprüft, ob bei häufig in Kombination verzehrten Lebensmitteln alle
Bestandteile notiert waren. Beispiele hierfür sind Butter oder Margarine auf Brot,
Ketchup zu Pommes frites oder Würstchen, Fleisch mit Soße, Süßungsmittel im Tee
sowie Milch zu Frühstückscerealien. Wenn so gut wie keine Süßigkeiten protokolliert
waren, erfolgte ebenfalls eine Nachfrage. Des weiteren wurde um eine genauere
Lebensmittelbeschreibung gebeten, wenn zum Beispiel unklar war, was die
Hauptzutaten von Salaten, Suppen, Aufläufen oder Kuchen waren, oder in welchem
Verhältnis Saftschorlen gemischt wurden. Zusätzliche Details, die gegebenenfalls
nachgefragt wurden, waren z. B. Art der Kuhmilch (Fettgehalt, frisch / haltbar), ob und
wenn ja welches Bratfett verwendet wurde, Verhältnis Zucker zu Frucht bei selbst
gemachten Konfitüren und ob Obst und Gemüse geschält oder ungeschält verzehrt
wurden. Für ausgewählte Produktgruppen, die in Abhängigkeit vom Hersteller
bedeutsame Unterschiede in der Zusammensetzung enthalten (z. B. Anreicherung mit
Vitaminen und Mineralstoffen), wurden die Eltern nach der genauen
Produktbezeichnung und dem Markennamen oder ersatzweise dem Ort des Einkaufs
gefragt. Beispiele hierfür sind Frühstückscerealien, Getränke, Getränkepulver,
Fertigdesserts, Gebäck, Süßigkeiten und Fertiggerichte. Weitere Gründe für Nachfragen
waren fehlende Angaben zu Ort und Zeitpunkt des Verzehrs sowie fehlende oder
ungenaue Mengenangaben. Wenn die Ernährungstagebücher auch nach der
telefonischen Nachfrage bei den Eltern noch Defizite aufwiesen, erhielten sie eine
entsprechende Kennzeichnung. Als unvollständig galten alle Tagebücher, bei denen
Tagesabschnitte oder ganze Protokolltage fehlten. Diese wurden nicht in die Datenbank
42
eingegeben und für die Auswertung nicht berücksichtigt. Als problematisch wurden
diejenigen Tagebücher bewertet, bei denen die Angaben nicht immer plausibel waren
oder zumindest teilweise nicht mit Sicherheit festgestellt werden konnte, welche
Produkte und Mengen genau verzehrt worden waren. Diese Tagebücher wurden
zunächst in die Datenbank eingegeben und anschließend anhand der Werte der
täglichen Verzehrsmenge (gesamt sowie in Lebensmittelkategorien) und Energiezufuhr
eingeschätzt. Waren deutliche Abweichungen von den zu erwartenden Werten zu
erkennen, wurden einzelne Tage von der Auswertung ausgeschlossen.
Die Dateneingabe mit dem Computerprogramm EAT 2006 wurde von zwei speziell dafür
geschulten Studentinnen des Faches Hauswirtschaft vorgenommen. Stichprobenartig
wurde anhand doppelt eingegebener Tagebücher die Übereinstimmung der codierten
Daten untereinander sowie die Richtigkeit der Eingaben überprüft und bei Bedarf
entsprechend nachgeschult. Wenn Unsicherheiten hinsichtlich der Richtigkeit der aus-
gewählten Lebensmittel oder der Mengen bestanden, wurden die betreffenden Einträge
in der Datenbank markiert und im Team besprochen. Zusätzlich wurden stichprobenartig
Tagebücher mit den eingegebenen Daten verglichen, um möglicherweise fehlende
Einträge aufzuspüren. Eine Prüfung auf Plausibilität jedes einzelnen Tagebuches in der
Datenbank fand bei der Erstellung der individuellen Ernährungsauswertung für die
Kinder statt. Zum einen wurde mithilfe der von EAT 2006 erstellten Statistik überprüft,
wie hoch die täglichen sowie durchschnittlichen Verzehrsgewichte und Energiemengen
waren. Gesamtverzehrmengen von über 3.000 g pro Tag bei gleichzeitig geringem
Getränkekonsum oder deutliche Abweichungen von den D-A-CH-Richtwerten für die
Energiezufuhr wurden als Anlass genommen, die Mengenangaben zu überprüfen. Das
Gleiche galt bei auffällig hohen oder niedrigen Grammangaben an einzelnen Tagen in
den verschiedenen Lebensmittelkategorien (Getränke, Obst / Gemüse, Milch / Milch-
produkte, Kartoffel / Getreideprodukte). Zum anderen wurde bei jedem Protokoll
überprüft, ob Lebensmittel und gewählte Portionsbezeichnung und -größe zusammen-
passten.
Nach Abschluss der Dateneingabe folgten weitere umfassende Prüfungen. Zunächst
wurden die minimalen und maximalen Lebensmittelmengen, sowie alle Werte, die
außerhalb des jeweiligen Medianes ± zweifache Standardabweichung lagen, auf ihre
Richtigkeit hin überprüft. Des Weiteren wurden die neu eingegebenen Rezepte mit Blick
auf ihre Vollständigkeit (z. B. Wasser in Suppe, Menge Bratfett) sowie die Wahl der
richtigen Rezeptzutaten (z. B. Zubereitungsart) kontrolliert. Abschließend wurde sicher-
43
gestellt, dass für alle Lebensmittel vollständige Nährstoffangaben vorhanden waren und
dass die Zuordnungen der Lebensmittel zu Lebensmittelgruppen vollständig und richtig
waren.
2.4 Datencodierung
EAT 2006 ist eine auf MySQL basierende Software, die speziell für die Codierung der
Ernährungstagebücher programmiert wurde. Sie basiert auf der Software EAT 2000, die
an der Universität Paderborn für die Verzehrsstudie zur Ermittlung der Lebensmittelauf-
nahme von Säuglingen und Kleinkindern für die Abschätzung eines akuten Toxizitäts-
risikos durch Rückstande in Pflanzenschutzmitteln (VELS) entwickelt wurde [Vohmann
et al. 2005]. Die Haupteingabemaske von EAT 2006 gliedert sich in zwei Bereiche.
Unter „Stammdaten“ werden Probandennummer, Alter, Geschlecht, Größe, Gewicht
sowie Ernährungs- und Protokollbesonderheiten eingegeben. Im Bereich „Verzehrs-
daten“ befinden sich Eingabefelder für Datum und Uhrzeit, Suchfelder zur Lebensmittel-
und Portionsgrößenauswahl und Auswahllisten für Verzehrsort, Zustand beim Einkauf,
Verpackung, Zubereitung sowie eine Übersicht aller gespeicherten Verzehrsdaten eines
Probanden. Darüber hinaus gibt es jeweils Masken für die Lebensmittel- und Rezept-
verwaltung sowie die Verwaltung der Portionsgrößen. Um die verzehrte Menge
einzugeben, standen Portionsgrößen aus der VELS-Studie, dem Bundeslebensmittel-
schlüssel (BLS) II.3, dem DISHES-Mustergeschirr und dem Fotobuch zur Verfügung.
War die gewünschte Portionsgröße (insbesondere bei Convenienceprodukten) nicht
vorhanden, wurde diese recherchiert und wenn nötig ausgewogen. Die in EAT 2006
hinterlegte Lebensmitteldatenbank setzt sich ebenfalls aus verschiedenen Quellen
zusammen. Die Basis stellte der BLS II.3 dar (Lebensmittelgruppen B - W, Rezeptcodes
X - Y, Rezeptzutaten ZREZ) [Hartmann et al. 2006]. Die Lebensmitteldatenbank wurde
zum einen um Gerichte ergänzt. Diese Gerichte wurden entsprechend den im
Ernährungstagebuch notierten Rezepten der Eltern rezeptiert. Fehlten diese, so wurden
Rezepte aus der VELS-Studie oder aus Koch- und Backbüchern übernommen. Sofern
bekannt, wurden grundsätzlich bei der Rezeptierung die Ausbeutefaktoren, die sich z. B.
durch Wasseraufnahme oder -verlust beim Garen ergeben, berücksichtigt [Bognár
2002]. Außerdem wurden Convenienceprodukte ergänzt und so weit wie möglich in
BLS-Codes übersetzt. Wenn sich im BLS ein Lebensmittel befand, das einem speziellen
Produkt sehr ähnlich war, wurde der entsprechende BLS-Code als 100-prozentige
Rezeptzutat hinterlegt (z. B. alle Apfelsäfte mit 100 % Fruchtgehalt wurden gleich „Apfel
44
Fruchtsaft“ gesetzt). War dies nicht sinnvoll, wurde ein Rezept aus BLS-Codes für das
betreffende Produkt erstellt. Zusätzlich wurden am RKI für 1.225 ausgewählte Lebens-
mittel die Nährstoffgehalte anhand von Herstellerinformationen, Packungsangaben,
Internetrecherchen und Informationen aus Nährstoffdatenbanken anderer Länder
ermittelt. Hierbei handelte es sich insbesondere um Süßwaren, Frühstückscerealien
sowie Speisen aus Fast Food Restaurants. Insgesamt umfasste die Lebensmittel-
datenbank im EAT 2006 zu Beginn der EsKiMo-Studie etwa 4.150 BLS-Codes, 5.200
Convenienceprodukte und 1.100 Individualrezepte aus der VELS-Studie. Diese wurden
um rund 6.800 Convenienceprodukte und Speisen erweitert. Zudem wurden aus der
Supplementdatenbank der Nationalen Verzehrsstudie II [Max Rubner-Institut 2008] die
Nährwertangaben von 45 Supplementen übernommen.
2.4.1 Sozialstatus
Der Sozialstatus wird entsprechend den Empfehlungen zur Messung und Quanti-
fizierung soziografischer Merkmale in epidemiologischen Studien mittels eines mehr-
dimensionalen Index abgebildet, der die wesentlichen Sozialstatus-Dimensionen enthält.
Die Details der Konstruktion des verwendeten Sozialstatusindexes können andernorts
nachgelesen werden [Lange et al. 2007; Mensink et al. 2007b]. Kurz umrissen handelt
es sich um einen nicht gewichteten additiven Index, der Schul- und Berufsausbildung,
berufliche Stellung und Einkommen der Eltern beinhaltet [Jöckel et al. 1997; Winkler und
Stolzenberg 1999]. Zunächst werden die Selbstangaben der Eltern für alle drei
Dimensionen in ordinale Skalen mit jeweils sieben Kategorien überführt. Daraus
ergeben sich für jedes Elternteil drei Indexscores mit 1
-
7 Punktwerten. Durch Addition
der drei Indexscores wird dann jeweils für Vater und Mutter der Winkler-Index
berechnet, der die Werte 3
-
21 annehmen kann. Die Indexwerte der Kinder werden
indirekt über die jeweiligen Punktwerte der Eltern approximiert (herkunftsbezogener
Sozialstatus). Lebt ein Kind überwiegend bei einem allein erziehenden Elternteil, wird
ihm der Indexwert dieses Elternteils zugeordnet. In allen anderen Fällen hingegen erhält
es in Abhängigkeit davon, wer den höchsten Indexwert erreicht hat, den der Mutter oder
den des Vaters. Der Wertebereich 3
-
8 wird als niedriger Sozialstatus bezeichnet;
mittlerer bzw. hoher Sozialstatus sind über die Wertebereiche 9
-
14 bzw. 15
-
21
definiert. Die Herleitung der Indexscores und des Sozialstatus wird in der EsKiMo-Studie
weitgehend identisch gehandhabt wie im KiGGS. Jedoch ist im Fragebogen der
EsKiMo-Studie das durchschnittliche monatliche Haushaltsnettoeinkommen in neun statt
45
sieben Kategorien abgefragt worden, wobei die jeweiligen Kategorien im Einkommens-
bereich unter 3.000 € nicht deckungsgleich sind. Die Überführung der neun Einkom-
menskategorien in den Wertebereich 1
-
7 brachte es mit sich, dass die berechneten
Indexscores des Haushaltsnettoeinkommens in der EsKiMo-Studie von denen des
KiGGS zum Teil um einen Punktwert nach oben abwichen. Daher wurde in allen Fällen
von Abweichung die Plausibilität der Punktwerte überprüft. Waren seit der
Datenerhebung im Rahmen des KiGGS keine Änderungen hinsichtlich beruflicher
Stellung oder Berufstätigkeit aufgetreten, die einen höheren Punktwert erklären könnten,
wurde der originale Punktwert aus dem KiGGS übernommen.
Im Falle fehlender Angaben für die Bestimmung der Indexscores wurden grundsätzlich
die betreffenden Werte aus dem KiGGS übernommen, sodass alle Kinder einer
Statusgruppe zugeordnet werden konnten.
2.4.2 Lebensmittelgruppierung
Alle verzehrten Lebensmittel wurden in Lebensmittelgruppen eingeordnet. Die
gewählten Zuordnungen ermöglichen Auswertungen auf der Basis verschiedener
Lebensmittelaggregationen. Im Folgenden werden zwei Arten der Aggregation
verwendet. Einerseits erfolgt die Unterscheidung von 26 Lebensmittelgruppen, wie sie in
Tabelle 2 aufgeführt sind. Sind einzelne Untergruppen von besonderem Interesse,
werden diese zusätzlich differenziert. Andererseits werden die verzehrten Lebensmittel
orientiert an den Empfehlungen der Optimierten Mischkost des FKE in zehn Gruppen
unterteilt (Tabelle 3). Die in der Optimierten Mischkost vorhandene Trennung zwischen
den Gruppen „Kartoffeln oder Nudeln, Reis u. a. Getreide“ und „Brot, Getreide(-flocken)“
war mit den vorhandenen Lebensmitteluntergruppen nicht vollständig möglich. Daher
wurden diese beiden Gruppen zusammengefasst und die Lebensmittelgruppe
„stärkereiche Lebensmittel“ gebildet.
Um die Gesamtverzehrsmenge der im Energie-, Fett- und Calciumgehalt sehr
inhomogenen Produktgruppe der Milch(-erzeugnisse) bewerten zu können, wird in der
Optimierten Mischkost die Umrechnung mittels Faktoren vorgenommen. Um die
Umrechnungsfaktoren möglichst exakt an den tatsächlichen Calciumgehalt der in der
EsKiMo-Studie verzehrten Lebensmittel anzugleichen, wurden diese hierfür am RKI
speziell berechnet. Dazu wurden die jeweiligen Verzehrsmengen und die damit ver-
46
bundene Calciumzufuhr ermittelt und ins Verhältnis gesetzt. Als Ausgangsbasis dienten
die Lebensmittel Milch, Joghurt, Buttermilch und Kefir, für die der Faktor 1 festgelegt
wurde. Damit ergab sich für Weichkäse, Frischkäse und Quark der Faktor 2,4 und für
Schnitt- und Hartkäse der Faktor 7,4. Die Verzehrsmengen der verschiedenen Lebens-
mittel wurden mit dem entsprechenden Faktor verrechnet und anschließend als Gesamt-
verzehrsmenge der Milch(-erzeugnisse) aufsummiert.
Die Verzehrsempfehlungen der Optimierten Mischkost für Fisch und Eier, die sich
jeweils auf eine Woche beziehen, wurden in Gramm pro Tag umgerechnet:
g Fisch/Tag = g Fisch/Woche / 7
g Eier/Tag = Stück Eier/Woche * 60 g / 7
2.4.3 Nährstoffzufuhr
Die Nährstoffzufuhr errechnet sich aus der Summe aller Makro- und Mikronährstoffe, die
durch Lebensmittel sowie Vitamin- und Mineralstoffsupplemente zugeführt werden.
Neben der Energiezufuhr werden folgende Nährstoffe betrachtet: Fett (gesamt sowie
differenziert nach gesättigten, einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren), Protein,
Kohlenhydrate (gesamt sowie differenziert nach Mono-/Disacchariden und
Polysacchariden), Ballaststoffe, Wasser, fettlösliche Vitamine (Vitamin A, β-Carotin,
Vitamin D, Vitamin E, Vitamin K), wasserlösliche Vitamine (Thiamin, Riboflavin, Niacin,
Pyridoxin, Folat, Pantothensäure, Vitamin B
12
, Biotin, Vitamin C) und Mineralstoffe
(Kalium, Calcium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Zink). Auf die Zufuhr von Natrium,
Chlorid und Jod wird nicht eingegangen, da der Konsum von (jodiertem) Salz durch
Verzehrserhebungen nur unzureichend zu erfassen ist.
Für die energieliefernden Nährstoffe (ausgenommen organische Säuren und Alkohol)
wird jeweils der Beitrag zur Energiezufuhr angegeben, der wie folgt berechnet wurde:
Prozent der Energie aus Fett (EN%) = Fett [g] * 3,7 / Gesamtenergie [MJ]
Nach derselben Formel wurde der Beitrag der verschiedenen Fettsäurearten zur
Energiezufuhr berechnet (Glycerol und Lipoide nicht eingeschlossen).
Prozent der Energie aus Protein (EN%) = Protein [g] * 1,7 / Gesamtenergie [MJ]
Prozent der Energie aus Kohlenhydraten (EN%) = Kohlenhydrate [g] * 1,7 / Gesamt-
energie [MJ]
47
Nach derselben Formel wurde der Beitrag der verschiedenen Kohlenhydratarten zur
Energiezufuhr berechnet (Zuckeralkohole nicht eingeschlossen).
Die Energiedichte wird jeweils für die gesamte Kost sowie für den Lebensmittelverzehr
ohne Berücksichtigung von Getränken angegeben. Sie errechnet sich wie folgt:
Energiedichte [kJ/g] = Energie [kJ] / Verzehrsmenge [g]
Die gesamte Wasserzufuhr errechnet sich aus Wasser, das direkt über Lebensmittel
zugeführt wird sowie Oxidationswasser, das indirekt enthalten ist. Das Wasser aus
Oxidation wird anhand folgender Formel berechnet:
Oxidationswasser [g] = Fett [g] * 1,7 + Kohlenhydrate [g] * 0,55 + Fett [g] * 0,41
Für die recherchierten Convenienceprodukte und Supplemente wurde wegen der
höheren Bioverfügbarkeit von synthetischer Folsäure [Food and Nutrition Board und
Institute of Medicine 2000, 210] der Folatgehalt (FÄ) nach folgender Formel berechnet:
Folat [µg FÄ] = Nahrungsfolat [µg] + synthetische Folsäure [µg] * 1,7
Zur Beurteilung der Mikronährstoffzufuhr insgesamt werden Nutritional Quality Indexes
(NQIs) herangezogen. Diese wurden aus den Intake Quality Scores (IQS) berechnet.
Die IQS der einzelnen Vitamine und Mineralstoffe entsprechen den Zufuhrmengen bzw.
Nährstoffdichten in Prozent der Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr der Fach-
gesellschaften für Ernährung aus Deutschland, Österreich und der Schweiz (D-A-CH-
Referenzwerte) (Tabelle 4 bzw. Tabelle 5). „Bei den Referenzwerten handelt es sich (mit
Ausnahme der Richtwerte für die Energiezufuhr) um Mengen, von denen angenommen
wird, dass sie nahezu alle Personen der jeweils angegebenen Bevölkerungsgruppe vor
ernährungsbedingten Gesundheitsschäden schützen und bei ihnen für eine volle
Leistungsfähigkeit sorgen. Darüber hinaus sind sie dazu bestimmt, eine gewisse Körper-
reserve zu schaffen, die bei unvermittelten Bedarfssteigerungen sofort und ohne
gesundheitliche Beeinträchtigung verfügbar ist“ [Deutsche Gesellschaft für Ernährung et
al. 2000, 7]. Die IQS können Werte von 0 bis maximal 100 annehmen [Gedrich 2005,
115f.]. Im NQI
Menge
sind die Zufuhrmengen von Vitamin A, Vitamin D, Vitamin E,
Vitamin K, Thiamin, Riboflavin, Niacin, Pyridoxin, Folat, Pantothensäure, Biotin,
Vitamin B
12
und Vitamin C sowie Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium, Eisen und
Zink berücksichtigt. Im NQI
Dichte
sind alle Mikronährstoffe berücksichtigt für die
Richtwerte für die Nährstoffdichte vorliegen (d. h. Vitamin A, Vitamin D, Niacin,
Pyridoxin, Folat, Vitamin B
12
, Vitamin C, Calcium, Magnesium, Eisen und Zink).
48
Der NQI berechnet sich als harmonisches Mittel der IQS nach folgender Formel:
NQI = N / ((1/IQS
1
) + (1/IQS
2
) + (1/IQS
n
) + … + (1/IQS
N
))
mit
N = Anzahl Mikronährstoffe und n = 1, 2, …, N
IQS
n
= (durchschnittliche Zufuhrmenge
n
bzw. Nährstoffdichte
n
/ Referenzwert
n
) * 100
2.5 Statistik
Die Datenverarbeitung erfolgte mithilfe des Softwareprogramms Superior Performing
Software Systems® (SPSS®) Version 15.0.1 (SPSS Inc., Chicago, Illinois, USA).
2.5.1 Gewichtungsfaktor
Um repräsentative Aussagen über die Ernährung von Kindern in Deutschland treffen zu
können, gingen alle Probandinnen und Probanden mit einem Gewichtungsfaktor in die
Analysen ein. Dieser Gewichtungsfaktor wurde am RKI in Zusammenarbeit mit dem
Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen (ZUMA) in Mannheim für den KiGGS
erstellt und für die Nettostichprobe der EsKiMo-Studie neu berechnet. Vorrangig war die
Gewichtung notwendig, um die disproportional höher gewählte Anzahl von Proban-
dinnen und Probanden in den neuen Bundesländern im Vergleich zu den alten Bundes-
ländern auszugleichen. Zudem diente der Faktor dazu, die Altersstruktur der Proban-
dinnen und Probanden an die Altersstruktur der Bevölkerung zum Stichtag 31.12.2004
anzupassen. Auch Abweichungen hinsichtlich der Staatsangehörigkeit wurden aus-
geglichen. Nachrangig wurden außerdem die Wochentage, an denen die Ernährungs-
tagebücher geführt wurden, berücksichtigt [Kamtsiuris et al. 2007; Mensink et al. 2007b].
Die angegebenen Werte sind, soweit nicht anders erwähnt, immer gewichtet.
2.5.2 Complex Samples
Bei der Berechnung von Konfidenzintervallen sowie für Signifikanztests und Varianz-
schätzungen sind Verfahren notwendig, die das Stichprobendesign der EsKiMo-Studie
berücksichtigen. Die Stichprobenziehung fand in ausgewählten Untersuchungsorten
statt, sodass keine einfache Zufallsstichprobe, sondern eine Klumpenstichprobe
49
(Cluster) gewonnen wurde. Wird die sich daraus resultierende Korrelation der Pro-
banden innerhalb eines Untersuchungsortes nicht berücksichtigt, werden möglicher-
weise zu schmale Konfidenzintervalle und zu kleine Fehlerwahrscheinlichkeiten
berechnet. Folglich können fälschlicherweise Signifikanzen und damit ungültige Ergeb-
nisse angezeigt werden. „Das RKI empfiehlt derzeit zur Berechnung von p-Werten und
Konfidenzintervallen sowohl für deskriptive Analysen als auch für Regressionsmodelle
(lineare und logistische Regression) die Anwendung von Verfahren, die auf der Stich-
probentheorie beruhen und Approximationen 1. Grades über Taylor-Entwicklungen zur
Varianzschätzung verwenden“ [Robert Koch-Institut 2007, 8]. Die Besonderheit liegt
darin, dass die Basis der Varianzschätzung nicht die Merkmalswerte der Probanden
sind, sondern die spezifischen Mittelwerte der Untersuchungsorte [Robert Koch-Institut
2007, 8]. Bei SPSS® sind diese Verfahren im Zusatzmodul SPSS Complex Samples™
15.0 enthalten. Hierbei wird eine Datei mit den Planspezifikationen hinterlegt, die bei
den Verfahren zur Analyse komplexer Stichproben berücksichtigt wird [SPSS Inc. 2006].
Die Syntax der Plandatei enthält die Variablen „Untersuchungsort“ sowie
„Gewichtungsfaktor“. Die Verteilungen nach Gemeindetypen und geografischer Region
sowie die Ziehung ohne Zurücklegen werden jedoch nicht berücksichtigt, sodass die
Ergebnisse eher konservativ sind [Robert Koch-Institut 2007, 8].
2.5.3 Statistische Kennzahlen
Die Daten der Stichprobe werden zum einen dargestellt durch Angabe der absoluten
Häufigkeiten (Befehl „FREQUENCIES“) und Prozentanteile („CSTABULATE“ oder
„TABLES“). Daneben werden zur Beschreibung der Werteverteilung 25., 50. und 75.
Perzentilen bzw. arithmetischer Mittelwert und Standardabweichung („TABLES“) an-
gegeben. Der arithmetische Mittelwert berechnet sich aus der Summe aller Messwerte
geteilt durch die Anzahl der Messwerte. Mit dem Mittelwert (MW) und seinem Streu-
ungswert Standardabweichung (SD) lassen sich normalverteilte Daten gut zusammen-
fassen. Asymmetrische Verteilungen lassen sich hingegen nicht angemessen charak-
terisieren, da der Mittelwert empfindlich auf Extremwerte reagiert. Da der Median nicht
durch Extremwerte beeinflusst wird, ist er für asymmetrische Verteilungen ein sinn-
volleres Lagemaß. Der Median ist der Wert, der die nach Größe geordneten Zahlen-
werte halbiert bzw. der arithmetische Mittelwert der beiden mittleren Werte (50.
Perzentil, P50). Um anzugeben, wie weit die Messwerte auseinander liegen, werden zu-
dem 25. und 75. Perzentilen (P25 und P75) angegeben [Schulze 2007, 35ff.]. Da sowohl
50
die Lebensmittelverzehrsmengen als auch die Nährstoffzufuhrmengen in den meisten
Fällen nicht normal verteilt waren, wird im Folgenden bevorzugt auf die medianen Werte
eingegangen. In Ergänzung zu den Tabellen, die P25, P50 und P75 enthalten, werden
zum Teil in separaten Tabellen Mittelwerte und Standardabweichungen angegeben.
Insbesondere bei den Verzehrsmengen selten konsumierter Lebensmittel können die
Mittelwerte aussagekräftiger als die Perzentilen (mit Wert null) sein.
Bivariate Assoziationen von Merkmalen wurden mittels Spearman-Rho-Test, einem
Korrelationstest für nicht normalverteilte sowie kategoriale (ordinale) Variablen,
untersucht („NONPAR CORR“). Der Wertebereich für Spearmansche Rangkorrelations-
koeffizienten (r
S
) reicht von -1 (perfekter negativer Zusammenhang) bis +1 (perfekter
positiver Zusammenhang). Der Wert 0 bedeutet, dass kein Zusammenhang zwischen
den beiden Variablen besteht. Unterschiede zwischen Gruppen (z. B. Jungen und
Mädchen, Altersklassen, Sozialstatusgruppen) werden mittels Mann-Whitney-U-Test
oder Kruskal-Wallis-H-Test bestimmt („NPAR TESTS“). Diese Tests setzen keine
normalverteilten metrischen Variablen voraus. Zusätzlich werden statistische Kenn-
zahlen der linearen Regressionsanalysen für komplexe Stichproben angegeben
(„CSGLM“) deren Modellbildung unter 2.5.4 beschrieben ist. Neben geschätzten Mittel-
werten (MW) werden Konfidenzintervalle (KI) und p-Werte angegeben. Für alle
Analysen gilt, dass die Ergebnisse signifikant sind, wenn die Fehlerwahrscheinlichkeit
(probability, p-Wert) kleiner als 5 % ist (statistische Signifikanz zum Niveau α = 0,05).
2.5.4 Multivariate Regressionsanalysen
Um den Einfluss wichtiger Faktoren auf das Ernährungsverhalten zu kontrollieren,
können nach Gruppen getrennte statistische Auswertungen durchgeführt werden (Strati-
fizierungsanalysen). Dies kann einerseits dazu führen, dass einzelne Gruppen sehr klein
werden bzw. Zellen nicht mehr besetzt sind und so keine aussagekräftigen Ergebnisse
erzielt werden. Andererseits wird eine Vielzahl von möglicherweise uneinheitlichen
Ergebnissen in den einzelnen untersuchten Schichten erzeugt, deren Bewertung schwer
fällt. Eine Lösung des Problems können Rechenmodelle darstellen, die wichtige
strukturelle Aspekte der komplexen Datensituation gleichzeitig berücksichtigen.
Funktionale Zusammenhänge zwischen einem quantitativen Merkmal (metrische
abhängige Variable) und mehreren Einflussgrößen (unabhängige Variablen) lassen sich
51
durch Regressionsanalysen untersuchen. Dabei wird ausgehend von einer vermuteten
Ursache-Wirkungs-Beziehung auf der Grundlage der empirischen Daten eine
Regressionsfunktion geschätzt. Sowohl sachlogische Überlegungen als auch die
Darstellung der Beobachtungswerte als Streudiagramme sprachen für die Annahme
linearer Regressionsmodelle. Speziell für komplexe Stichproben lassen sich in SPSS®
allgemeine lineare Modelle berechnen. Dabei gilt die allgemeine Formel:
Ý = β
0
+ β
1
* X
1
+ β
2
* X
2
+ β
j
* X
j
+ …+ β
J
* X
J
mit
Ý = Schätzwert der abhängigen Variablen Y
β
0
= konstantes Glied (entspricht Achsenabschnitt der Geraden)
β
j
= Regressionskoeffizient (j = 1, 2, …, J) (entspricht Steigung der Geraden)
X
j
= unabhängige Variable (j = 1, 2, …, J)
J = Zahl der unabhängigen Variablen
Die Entwicklung der Regressionsmodelle erfolgte ausgehend von einer im Vorfeld
erstellten Korrelationsmatrix (Ausschnitt davon in Tabelle 7). Auf dieser Basis wurden
verschiedene Modelle durchgerechnet. Nur diejenigen unabhängigen Variablen, die in
vielen Fällen signifikante Faktoren in Bezug auf die abhängigen Variablen (Lebens-
mittelverzehrsmengen und Nährstoffzufuhrmengen) waren und keine ausgeprägte
Multikollinearität (exakt lineare Abhängigkeit der unabhängigen Variablen) aufwiesen,
wurden ausgewählt. Im Folgenden werden die Ergebnisse dreier Regressionsmodelle
vorgestellt, die am besten dazu geeignet erscheinen, die Bedeutung des Sozialstatus für
die Ernährung zu untersuchen. Das Regressionsmodell 0 beinhaltet als einzige Variable
„Sozialstatus“. Modell 1 enthält über die Variable „Sozialstatus“ hinaus die Variablen
„Alter“ und „Geschlecht“. Modell 2 beinhaltet neben den Variablen des Modells 1
Variablen für Lebensumstände („Region“, „Jahreszeit“, „Anzahl der Kinder im Haushalt“)
sowie des Lebensstils („sportliche Aktivität“, „Fernsehen an Wochentagen“, „gemein-
sames Abendessen“). Darüber hinaus wird im Regressionsmodell 2 die Energiezufuhr
als weitere Variable berücksichtigt. Einen Überblick aller relevanten Variablen gibt
Tabelle 6.
Linearen Regressionen liegen grundsätzlich die folgenden Annahmen hinsichtlich der
Störgrößen zugrunde: Homoskedastizität (homogene / konstante Streuung der
Residuen), Unabhängigkeit und Normalverteilung der Residuen (Abweichung zwischen
empirischen Daten und den anhand des Modells geschätzten Werten). Werden die
52
Prämissen verletzt, weil Heteroskedastizität oder Autokorrelationen vorliegen, so ist die
Schätzung ineffizient. Sind die Residuen nicht normalverteilt, so sind Signifikanztests im
Falle weniger Beobachtungswerte ungültig [Backhaus et al. 2006, 45ff.; Hartung und
Elpelt 2007, 81ff.].
Aus der im Vorfeld erstellten Residuenstatistik sowie den Residuenplots wurde deutlich,
dass die Werte fast aller abhängiger Variablen transformiert werden mussten, um
lineare Regressionsmodelle sinnvoll einsetzen zu können. Durch Logarithmieren der
Variablen wurden zwei Verbesserungen erreicht. Auf der einen Seite wurde aus der
ursprünglich rechts-schiefen Verteilung der Werte (d. h. links steile und rechts flach
auslaufende Verteilungskurve) eine symmetrischere Werteverteilung. Auf der anderen
Seite streuten die standardisierten Residuen nach der Transformation enger um die
Null. Daher erschien es sinnvoll, alle Berechnungen mit logarithmierten abhängigen
Variablen durchzuführen. Da nur Werte logarithmiert werden können, die größer als 0
sind, wurde im Rahmen der Transformation zu allen Beobachtungswerten +1 addiert
und anschließen der natürliche Logarithmus berechnet:
x + 1 = x’
ln(x’) = y’
3
Um Unterschiede in der Ernährung von Kindern verschiedener Statusgruppen erkennen
zu können, werden unter anderem geschätzte (adjustierte) Mittelwerte angegeben.
Hierbei handelt es sich um Mittelwerte, die um solche Effekte, die auf anderen unab-
hängigen Variablen beruhen, bereinigt sind. Bei der Interpretation der geschätzten
Mittelwerte ist zu beachten, dass es sich im Falle logarithmierter abhängiger Variablen
nicht um arithmetische Mittelwerte handelt. Der arithmetische Mittelwert logarithmierter
Daten ist der Logarithmus des geometrischen Mittels der Daten. Durch Rück-
transformation erhält man das geometrische Mittel
4
. Die Verwendung des geo-
metrischen Mittels wird für schief verteilte, positive Werte mit großer Spannweite
empfohlen, da es im Gegensatz zum arithmetischen Mittel den Einfluss von Extrem-
3 Die Rücktransformation ist möglich über die Berechnung der Exponentialfunktion zur Basis e (Eulerscher Zahl e)
und Subtraktion von 1:
e
y
’ = x’
x = x’ - 1
4
Das geometrische Mittel ist die N-te Wurzel aus dem Produkt von n nichtnegativen Merkmalswerten.
53
werten dämpft [Schulze 2007, 57f.]. In Ergänzung zu den geschätzten Mittelwerten
geben Konfidenzintervalle (KI) Informationen über die Unsicherheit der Schätzung in der
Einheit der betreffenden Variablen und dienen die p-Werte zur genauen Angabe der
Evidenz [Bender und Lange 2001].
Zur Sensitivitätsanalyse werden alle drei Regressionsmodelle in zwei Varianten ge-
rechnet. In den Analysen 0, 1 und 2 werden alle Probandinnen und Probanden
einbezogen, in den Analysen 0*, 1* und 2* werden sogenannte „Underreporter“ aus-
geschlossen. Die Identifizierung von Underreportern erfolgt anhand des Verhältnisses
von Energiezufuhr zu individuell berechnetem Grundumsatz (Basal Metabolic Rate,
BMR). Auf dieses Zahlenverhältnis wird in der ernährungsepidemiologischen Forschung
häufig zur Abschätzung von Underreporting zurückgegriffen. Dabei wird davon
ausgegangen, dass die Angaben im Verzehrsprotokoll dann unplausibel sind, wenn die
protokollierte Energiezufuhr im Verhältnis zu dem auf der Grundlage von Geschlecht,
Körpergröße und -gewicht berechneten Grundumsatz langfristig zu gering zur Körper-
erhaltung wäre [Livingstone und Black 2003]. „Underreporting“ nach dieser Definition
liegt dann vor, wenn das Zahlenverhältnis von Energiezufuhr zu BMR niedriger als ein
vorgegebener Grenzwert ist.
Der Grundumsatz ergibt sich aus folgenden Formeln [Schofield 1985]:
BMR
(6- bis 9-jährige Jungen)
= 0.082 * Gewicht [kg] + 0.545 * Größe [m] + 1.736
BMR
(6- bis 9-jährige Mädchen)
= 0.071 * Gewicht [kg] + 0.677 * Größe [m] / 100 + 1.553
BMR
(10- bis 11-jährige Jungen)
= 0.068 * Gewicht [kg] + 0.574 * Größe [m] / 100 + 2.157
BMR
(10- bis 11-jährige Mädchen)
= 0.035 * Gewicht [kg] + 1.948 * Größe [m] / 100 + 0.837
Im Folgenden wird entsprechend der Grenzwerte von Sichert-Hellert et al. kategorisiert,
die auf der Grundlage von 3-Tage-Wiegeprotokollen speziell für Kinder mit geringer
körperlicher Aktivität berechnet wurden. Der Grenzwert beträgt 1,04 für Jungen und 1,01
für Mädchen [Sichert-Hellert et al. 1998].
Nach dieser Definition liegt bei 7 % der Kinder im Kollektiv das Verhältnis von proto-
kollierter Energiezufuhr zu BMR unterhalb des Grenzwertes, sodass in diesen Fällen
Underreporting wahrscheinlich ist (detaillierte Aufschlüsselung in Tabelle 8).
Hierbei muss berücksichtigt werden, dass an den Erhebungstagen tatsächlich eine sehr
geringe Energiezufuhr vorgelegen haben kann, z. B. wegen krankheitsbedingt veränder-
tem Appetit. Umgekehrt ist es auch möglich, dass ungewöhnlich hoch erscheinende
54
Energiemengen protokolliert werden. Auch hierbei sind sowohl bewusst als auch
unbewusst falschen Angaben, wie auch wirklich entsprechend hohe Zufuhrmengen
denkbar. Grenzwerte zur Abschätzung von sogenanntem „Overreporting“ gibt es bislang
jedoch nicht.
2.6 Beschreibung der Stichprobe
2.6.1 Teilnahmebereitschaft
Insgesamt wurden 2.102 Kinder eingeladen, an der Studie teilzunehmen. Zurück
gesendet wurden 1.253 Ernährungstagebücher. Von denjenigen, die kein Tagebuch
zurückgeschickt haben (insgesamt 868 Fälle), wurden 67 Kinder als qualitätsneutrale
Ausfälle gewertet. Ein qualitätsneutraler Ausfall lag vor, wenn einer der folgenden
Gründe für die Nicht-Teilnahme erfüllt war: Einladungsschreiben nicht zustellbar und
keine gültige Telefonnummer recherchierbar (48 Kinder), keine Verständigung aufgrund
sprachlicher Probleme möglich (16 Kinder) oder das Kind wohnte nicht mehr im
Untersuchungsort (3 Kinder). Unter Berücksichtigung der qualitätsneutralen Ausfälle
liegt die Response bei 62 %. Der überwiegend genannte Grund für die Nicht-Teilnahme
war keine Zeit dafür zu haben (263 Kinder). Gründe für einen Abbruch der Teilnahme
waren zeitliche Gründe (20 Kinder), sprachliche Gründe (10 Kinder) oder sonstige
Gründe (67 Kinder). Nach Prüfung von Datenqualität und Plausibilität der Angaben in
den 1.253 Ernährungstagebüchern wurden 19 Kinder von den weiteren Auswertungen
ausgeschlossen. Insgesamt gehen die Daten von 1.234 Kindern, für die sowohl ein aus-
wertbares Ernährungstagebuch als auch ein ausgefüllter Fragebogen vorliegen, in die
Analysen ein. Dies entspricht einer Response von 61 %. Da von sechs Kindern nur ein
Protokolltag und von 13 Kindern zwei Tage auswertbar waren, liegen insgesamt 3.677
Protokolltage vor. Wie Tabelle 9 zeigt, fand die Erhebung gleichmäßig verteilt über alle
Tage der Woche statt. Die Ernährungstagebücher wurden jedoch etwas häufiger in
Frühling und Sommer begonnen (Stichtag erster Protokolltag) als in den Herbst- und
Wintermonaten (Tabelle 10).
55
Signifikante Unterschiede in der Response
5
von Nicht-Teilnehmerinnen und -Teil-
nehmern im Vergleich zu den Teilnehmenden bestehen weder zwischen Mädchen und
Jungen (Tabelle 11) oder in der Altersverteilung (Tabelle 12), noch zwischen den
Regionen Ost (inklusive Berlin) und West (Tabelle 13). Mit Blick auf den Sozialstatus
(zum Zeitpunkt des KiGGS) unterscheiden sich die beiden Gruppen jedoch signifikant.
Diejenigen Kinder, für die im KiGGS ein niedriger Sozialstatus bestimmt wurde, sind in
der EsKiMo-Studie häufiger unter den Nicht-Teilnehmenden als unter den Teilnehmen-
den zu finden. Kinder mit mittlerem oder hohem Sozialstatus sind häufiger Teilneh-
mende als Nicht-Teilnehmende (Tabelle 14). Zudem unterscheiden sich die beiden
Gruppen hinsichtlich ihres BMI in der Klassifizierung nach Kromeyer-Hauschild et al.
[Kromeyer-Hauschild et al. 2001] signifikant voneinander (Tabelle 15). Insbesondere
Kinder, die entsprechend den Messungen im KiGGS als adipös klassifiziert wurden, sind
in der EsKiMo-Studie seltener unter den Teilnehmenden vertreten als unter den Nicht-
Teilnehmenden. Dagegen ist der Anteil normalgewichtiger Kinder unter den Teilnehmen-
den höher als unter den Nicht-Teilnehmenden. Zudem war die Response bei Kindern
mit Migrationshintergrund geringer als bei Kindern ohne Migrationshintergrund (Tabelle
16). Als Migranten wurden Kinder dann eingestuft, wenn sie selbst und mindestens ein
Elternteil nicht in Deutschland geboren waren oder beide Eltern nicht die deutsche
Staatsangehörigkeit hatten.
2.6.2 Charakterisierung des Kollektivs
Im Folgenden wird anhand ausgewählter Aspekte das Lebensumfeld der an der Studie
teilnehmenden Kinder beschrieben. Dazu zählt der Wohnort ebenso wie der Sozial-
status der Eltern. Zudem wird das Verhalten der Kinder bzw. Familien beschrieben, das
möglicherweise die Ernährung beeinflusst. Da ein besonderes Augenmerk der Analysen
auf den Unterschieden zwischen Kindern mit niedrigem, mittlerem und hohem Sozial-
5
Zum Vergleich der an der EsKiMo-Studie teilnehmenden Kinder mit den Nicht-Teilnehmerinnen und
-Teilnehmern (ohne qualitätsneutrale Ausfälle) wurden Erhebungsdaten des KiGGS herangezogen. Die
Analysen wurden mit der Software Statistical Analysis System© (SAS©) Version 9.1.3 (SAS Institute
Inc., Cary, North Carolina, USA) mit der Prozedur „proc surveyfreq“ am RKI durchgeführt. Bei den Chi-
Quadrat-Tests zum Signifikanzniveau α = 0,01 wurde das Surveydesign der Studie berücksichtigt. Die
angegebenen prozentualen Anteile sind ungewichtet
.
56
status liegt, werden diese Gruppen falls relevant in den betreffenden Tabellen gesondert
ausgewiesen.
Das untersuchte Kollektiv besteht aus 626 Jungen und 608 Mädchen im Alter von 6 bis
11 Jahren (Tabelle 17). Im Median sind die Kinder 136 cm groß und wiegen 30 kg
(Tabelle 18). Die meisten Kinder leben in den westdeutschen Bundesländern bzw. in
den Regionen Mitte oder Süd (Tabelle 19). Mehr als die Hälfte der Kinder lebt in Städten
mit mindestens 20.000 Einwohnern (Tabelle 20).
85 % der teilnehmenden Kinder leben bei ihren Eltern oder Mutter mit Partner und 8 %
bei der allein erziehenden Mutter (Tabelle 21). Zu den Haushalten gehören in 82 % der
Fälle zwei oder mehr Kinder bzw. Jugendliche (Tabelle 22).
Wie aus Tabelle 23 und Tabelle 24 ersichtlich ist, hat jeweils etwa die Hälfte aller Mütter
und Väter einen Haupt- oder Realschulabschluss erreicht und eine Lehre oder Aus-
bildung gemacht. Damit ergeben sich für 55 % der Mütter und 53 % der Väter niedrige
Indexwerte (1
-
3 Punkte) für die Schul- und Berufsausbildung (Tabelle 25). 89 % der
Väter sind vollzeit berufstätig. Als berufliche Stellung wurden am häufigsten gelernter
Arbeiter sowie Angestellter mit qualifizierter bzw. hochqualifizierter Tätigkeit angegeben.
Die Mütter arbeiten hingegen in 54 % der Fälle in Teilzeit, insbesondere als Angestellte
mit qualifizierter Tätigkeit, und sind häufiger als die Väter nicht berufstätig bzw. arbeits-
los oder freigestellt (Tabelle 26 und Tabelle 27). Wie Tabelle 28 zeigt, sind die beruf-
lichen Unterschiede auch an der Punktverteilung des Scores für die beruflichen Stel-
lungen der Eltern erkennbar. Hier erreichen 39 % der Väter, aber nur 17 % der Mütter
hohe Punktwerte. Das monatliche Haushaltsnettoeinkommen (genannt Haushalts-
einkommen) liegt für 30 % der beteiligten Familien im niedrigen Punktebereich und für
36 % im hohen Bereich (5
-
7 Punkte) (Tabelle 29).
Insgesamt ergibt sich damit für 18,5 % der Kinder ein niedriger Sozialstatus, während
50,5 % der Kinder der mittleren Statusgruppe und 31,1 % der höchsten Statusgruppe
zugeordnet werden. Ohne Berücksichtigung des Gewichtungsfaktors sind die Gruppen-
stärken nahezu identisch (18,2 % mit niedrigem, 50,3 % mit mittlerem und 31,4 % mit
hohem Sozialstatus). Wie Tabelle 30 zeigt, sind die Statusgruppen bei Differenzierung
nach Geschlecht und Altersklasse unterschiedlich stark besetzt (Minimum beträgt zehn
6-jährige Mädchen mit niedrigem Sozialstatus, Maximum sind 169 7- bis 9-jährige
Jungen mit mittlerem Sozialstatus). Der Anteil von Migranten beträgt insgesamt 14 %
und ist um so höher, je niedriger die Sozialstatusgruppe ist (Tabelle 31).
57
Im Folgenden wird das Kollektiv der EsKiMo-Studie hinsichtlich Merkmalen beschrieben,
die einen Einblick in die Freizeitgestaltung und das Familienleben sowie die Gesundheit
der Kinder geben. Ein Indiz für den Umfang bewegungsarmer Zeiten ist die durch-
schnittliche Dauer des Fernsehens. Wie Tabelle 32 und Tabelle 33 zu entnehmen ist,
verbringen 88 % der Kinder durchschnittlich 30 Minuten oder ein bis zwei Stunden an
Werktagen vor dem Fernseher. Am Wochenende ist der Fernsehkonsum höher. Zudem
ist zu erkennen, dass Kinder mit niedrigem Sozialstatus am häufigsten unter denjenigen
zu finden sind, die verhältnismäßig viel fernsehen (mindestens drei Stunden pro Tag).
Gleichzeitig ist der Anteil der Kinder, die gar nicht fernsehen, in dieser Gruppe
besonders gering. Sowohl für das Fernsehen an Werktagen als auch am Wochenende
besteht ein signifikanter Unterschied zwischen den Statusgruppen (jeweils p < 0,001).
Sowohl das Spielen im Freien als auch sportliche Aktivität innerhalb und außerhalb von
Vereinen geben Hinweise auf den Umfang bewegungsreicher Zeiten. Die meisten
Kinder spielen mehrmals pro Woche im Freien (Tabelle 34) ohne signifikanten Unter-
schied zwischen den Sozialstatusgruppen. Die meisten Kinder treiben regelmäßig Sport.
Die Häufigkeit ist dabei zwischen den Statusgruppen signifikant verschieden (p < 0,001).
Während 58 % der Kinder mit mittlerem und hohem Sozialstatus mindestens drei Mal
pro Woche sportlich aktiv sind, trifft dies nur auf 40 % der Kinder mit niedrigem Sozial-
status zu (Tabelle 35).
Etwa die Hälfte aller Eltern gibt an, dass ihre Kindern nie oder seltener als einmal pro
Woche während des Fernsehens oder Spielens essen und trinken. Am seltensten wird
diese Angabe für Kinder mit niedrigem Sozialstatus gemacht (Tabelle 36 und Tabelle
37). Häufiger Verzehr während des Fernsehens (mindestens drei Mal pro Woche) betrifft
40 % der Kinder der niedrigen Statusgruppe, wohingegen dies bei 26 % der Kinder mit
mittlerem und 19 % der Kinder mit hohem Sozialstatus der Fall ist (p < 0,001) (Tabelle
36). Auch das Essen und Trinken während des Spielens findet bei Kindern mit
niedrigem Sozialstatus häufiger statt als bei Kindern der anderen Statusgruppen (p =
0,003) (Tabelle 37).
In 97 % aller Haushalte gibt es Mahlzeiten, die von allen gemeinsam eingenommen
werden. Dabei besteht ein Unterschied zwischen den Statusgruppen (p < 0,001). Am
seltensten finden gemeinsame Mahlzeiten in Familien mit niedrigem Sozialstatus statt
(Tabelle 38). In Tabelle 39 bis Tabelle 42 ist zu erkennen, dass besonders häufig das
Abendessen die gemeinsame Familienmahlzeit ist, gefolgt von Frühstück und
58
Mittagessen. Für alle Mahlzeiten gilt, dass sie von Familien mit niedrigem Sozialstatus
häufiger als in den anderen Statusgruppen nie oder seltener als einmal pro Woche
gemeinsam eingenommen werden. Signifikant ist der Unterschied in der Häufigkeit der
gemeinsamen Mahlzeit für das Frühstücken (p < 0,001).
Entsprechend den Elternangaben zu Größe und Gewicht des Kindes ergibt sich für
80 % der Kinder ein BMI im Normalbereich. Der Anteil der untergewichtigen bzw. stark
untergewichtigen Kinder beträgt im Kollektiv 12 % während 9 % übergewichtig oder
adipös sind. Die Sozialstatusgruppen unterscheiden sich dabei signifikant (p = 0,009).
Besonders deutlich ist der Unterschied bei den übergewichtigen und adipösen Kindern.
Ihr Anteil beträgt in der niedrigen Statusgruppe 15 %, in der mittleren 9 % und in der
hohen Statusgruppe 5 % (Tabelle 43).
Der Gesundheitszustand der Kinder wird von fast allen Eltern als gut oder sehr gut ein-
geschätzt ohne Unterschiede zwischen den Statusgruppen (Tabelle 44).
Der Anteil der Protokolltage, an denen nach Angaben der Eltern ein aufgrund von
Krankheit verändertes Verzehrsverhalten vorliegt, beträgt zwischen 1 % am ersten und
2 % am dritten Protokolltag.
59
3 Ergebnisse
3.1 Lebensmittelverzehr
Im Folgenden wird der erhobene Lebensmittelverzehr präsentiert. Um sowohl die
Qualität (d. h. Lebensmittelauswahl), als auch die Quantität (d. h. Verzehrsmenge)
bewerten zu können, werden zwei Kategorisierungen vorgenommen. Zum einen werden
die Verzehrsmengen in 26 Lebensmittelhauptgruppen und fünf ausgewählten Unter-
gruppen angegeben (Tabelle 2). Dies ermöglicht den Vergleich mit den Empfehlungen
der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zur Lebensmittelauswahl von
(überwiegend) pflanzlichen oder tierischen Lebensmitteln, Fetten und Getränken
[Deutsche Gesellschaft für Ernährung et al. 2005]. Zum anderen werden Verzehrs-
mengen gemäß den Empfehlungen der Optimierten Mischkost des FKE aggregiert
(Tabelle 3). Die Optimierte Mischkost beinhaltet lebensmittelbezogene Empfehlungen,
die sowohl die Erfüllung der Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr als auch von
Empfehlungen zur Prävention ernährungsmitbedingter Krankheiten gewährleisten [Alexy
et al. 2008a]. Daher können die altersgemäßen Lebensmittelverzehrsmengen in der
Optimierten Mischkost als Referenz zur Beurteilung der Verzehrsmengen von Kindern
herangezogen werden. Tabelle 45 bis Tabelle 52 enthalten getrennt für Jungen und
Mädchen die Verzehrsmengen differenziert nach Altersklassen. In Tabelle 53 bis
Tabelle 57 sind die Lebensmittelverzehrsmengen differenziert nach Sozialstatus
angegeben. Auf die Unterteilung nach Geschlecht wird an dieser Stelle verzichtet, da die
Anzahl der Verzehrer in den verschiedenen Lebensmittelgruppen insbesondere bei den
Kindern mit niedrigem Sozialstatus zu gering für aussagekräftige Ergebnisse wäre (vgl.
Tabelle 30). Neben den deskriptiven Angaben sind in allen Tabellen die p-Werte des
durchgeführten Kruskal-Wallis-Tests enthalten (Tabelle 45 bis Tabelle 57). In Tabelle 58
bis Tabelle 69 werden die Ergebnisse der multivariaten Regressionsrechnungen
präsentiert. Diese Tabellen enthalten für die verschiedenen Analysen (jeweils ein-
schließlich ( ) und ohne Underreporter gerechnet (*)) die geschätzten Mittelwerte der
Verzehrsmengen in den drei Sozialstatusgruppen einschließlich p-Werten.
60
3.1.1 Beschreibung des Lebensmittelverzehrs von Jungen und
Mädchen differenziert nach Altersklassen
6- bis 11-jährige Kinder nehmen im Median 1.972 g Lebensmittel (einschließlich
Getränke) pro Tag zu sich. Die gesamte Zufuhrmenge ist bei Jungen mit 2.040 g im
Median höher als bei Mädchen, die pro Tag im Median 1.901 g Lebensmittel verzehren
(p < 0,001). Bei Mädchen steigt die mediane Verzehrsmenge von 1.675 g bei 6-Jährigen
über 1.871 g bei 7- bis 9-Jährigen auf 2.050 g bei 10- bis 11-Jährigen an. Bei Jungen
beträgt die Verzehrsmenge im Median 1.916 g bei 6-Jährigen, 2.055 g bei 7- bis 9-
Jährigen und 2.067 g bei 10- bis 11-Jährigen. Die Altersklassenunterschiede sind bei
beiden Geschlechtern signifikant (jeweils p < 0,001).
Lebensmittel (überwiegend) pflanzlicher Herkunft machen bei Kindern über die Hälfte
der gesamten Verzehrsmenge (ohne Getränke) aus. Im Median beträgt die Zufuhr
pflanzlicher Lebensmittel bei Jungen 616 g und bei Mädchen 606 g pro Tag ohne signi-
fikanten Unterschied. Über die Altersklassen hinweg nimmt der Verzehr dieser Lebens-
mittel zu, jedoch nur signifikant bei Mädchen (p = 0,007). Bei Betrachtung der einzelnen
Lebensmittelgruppen sind die Verzehrsmengen bei Jungen signifikant höher als bei
Mädchen für Brot (p = 0,041) und Cerealien (p = 0,039). Tabelle 45 und Tabelle 46 ist
zudem zu entnehmen, dass signifikant unterschiedliche Verzehrsmengen in den Alters-
klassen bei Jungen für Brot und Gemüse und bei Mädchen für Backwaren und
Kartoffeln vorliegen. Für diese Lebensmittelgruppen ist eine Zunahme des Verzehrs zu
beobachten je höher die Altersklasse ist.
Die größten Anteile am Verzehr der Lebensmittel (überwiegend) pflanzlicher Herkunft
machen in allen Altersklassen Obst gefolgt von Brot, Gemüse und Süßwaren aus.
Signifikante Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt es nicht abgesehen von
dem prozentualen Anteil von Obst, der bei Mädchen höher ist als bei Jungen (p =
0,041), sowie von Cerealien, der bei Jungen höher ist (p = 0,043). Die Altersklassen
unterscheiden sich signifikant hinsichtlich der prozentualen Anteile von Obst (p < 0,001)
sowie Gewürzen (p = 0,024), die um so geringer sind, je höher die Altersklasse ist
(Abbildung 1).
Vollkornprodukte machen in allen Altersklassen bei Jungen und Mädchen im
Durchschnitt einen geringen Anteil des gesamten Verzehrs von Brot, Teigwaren und
Getreide und Reis aus (Tabelle 47 und Tabelle 48). Insgesamt verzehren 61 % der
Jungen und 54 % der Mädchen innerhalb des Protokollzeitraums kein Vollkornbrot (p =
61
0,011). Noch geringer ist der Anteil derjenigen Kinder, die Vollkornprodukte aus der
Gruppe Getreide und Reis (3 % der Jungen und 5 % der Mädchen, nicht signifikant
(n. s.)) oder Teigwaren verzehren (1 % der Jungen und 3 % der Mädchen, p = 0,040).
Insgesamt ist bei Mädchen der prozentuale durchschnittliche Anteil von Vollkorn-
produkten am gesamten Brotverzehr (15 % bei Jungen und 21 % bei Mädchen, p =
0,008) sowie gesamten Teigwarenverzehr (1 % bei Jungen und 3 % bei Mädchen, p =
0,049) signifikant höher als bei Jungen.
Lebensmittel (überwiegend) tierischer Herkunft machen über ein Drittel des gesamten
Lebensmittelverzehrs (ohne Getränke) aus. Die Verzehrsmenge tierischer Lebensmittel
beträgt im Median bei Jungen 404 g und bei Mädchen 352 g pro Tag. Der Unterschied
zwischen den Geschlechtern ist signifikant (p < 0,001), zwischen den Altersklassen bei
Jungen und Mädchen jedoch nicht signifikant (Tabelle 45 und Tabelle 46). Bei
Betrachtung der einzelnen Lebensmittelgruppen sind die Verzehrsmengen für Milch und
Milchprodukte (p = 0,001) und Wurstwaren (p < 0,001) bei Jungen signifikant höher als
bei Mädchen.
Wie aus Abbildung 2 ersichtlich wird, besteht der Verzehr (überwiegend) tierischer
Lebensmittel zu 59 bis 67 % aus Milch und Milchprodukten und ist um so niedriger, je
höher die Altersklasse ist (p < 0,001). Fettarme Milch und Milchprodukte (mit maximal
1,5 % Fett) werden im Protokollzeitraum von 60 % aller Jungen und 64 % aller Mädchen
verzehrt (p = 0,042). Im Durchschnitt aller Kinder handelt es sich bei 40 % der verzehr-
ten Milch und Milchprodukte um fettarme Produkte. Der Anteil von Käse und Quark
beträgt 7 % der gesamten Verzehrsmenge (überwiegend) tierischer Lebensmittel und ist
bei Mädchen signifikant höher als bei Jungen (p = 0,034). Fettreduzierte Produkte dieser
Lebensmittelgruppe (z. B. light Käse, Magerquark) werden von 12 % der Kinder verzehrt
und machen im Durchschnitt 8 % des Verzehrs von Käse und Quark aus. Hinsichtlich
des Anteils fettreduzierter bzw. fettarmer Produkte bestehen keine signifikanten
Unterschiede zwischen den Geschlechtern oder Altersklassen. Fleisch und Wurstwaren
tragen jeweils etwa zu 10 % zum Verzehr von (überwiegend) tierischen Lebensmitteln
bei. Eier und Fisch machen die durchschnittlich geringsten Anteile des Verzehrs dieser
Lebensmittelkategorie aus. Für die Anteile dieser Lebensmittelgruppen bestehen keine
signifikanten Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Ein signifikanter Unterschied
zwischen den Altersklassen liegt nur für den Fleischverzehr vor (p = 0,022).
62
20
777
666
4
66
33
333
112
19
24
17 18
17 16 17
15
10
11
11
9
9
9
3
0
5
10
15
20
25
6 7 - 9 10 - 11 Alter [Jahre]
Verzehr pflanzlicher Lebensmittel [%]
Obst
Brot
Gemüse
Süßwaren
Kartoffeln
Teigwaren
Kuchen
Getreide und Reis
Cerealien
Gewürze
Backwaren
Nüsse
Abbildung 1: Durchschnittliche Zusammensetzung der gesamten Verzehrsmenge pflanzlicher Lebensmittel
bei Kindern differenziert nach Altersklassen
62 59
10 12 12
10 12 12
545
234
67
8
78
0
10
20
30
40
50
60
70
6 7 - 9 10 - 11 Alter [Jahre]
Verzehr tierischer Lebensmittel [%]
Milch und Milchprodukte
Fleisch
Wurstwaren
Käse und Quark
Eier
Fisch
Abbildung 2: Durchschnittliche Zusammensetzung der gesamten Verzehrsmenge tierischer Lebensmittel
Kindern differenziert nach Altersklassen
63
Fette und Öle werden im Median pro Tag in einem Umfang von 13 g bei Jungen und
12 g bei Mädchen verzehrt (p = 0,015). Dabei ist der mediane tägliche Verzehr pflanz-
licher Fette mit 8 g bei Jungen signifikant höher als bei Mädchen mit 6 g (p = 0,019). Ein
signifikanter Anstieg der Verzehrsmenge mit zunehmendem Alter liegt nur für pflanzliche
Fette bei Mädchen vor (Tabelle 45 und Tabelle 46). Insgesamt machen pflanzliche Fette
durchschnittlich 64 % des Verzehrs von Fetten und Ölen aus.
Die mediane Verzehrsmenge von Getränken beträgt bei Jungen 921 g und bei Mädchen
830 g (p = 0,002) und ist um so höher, je älter die Kinder sind. Bezogen auf die
unterschiedlichen Getränkegruppen ist nur der Limonadenverzehr bei Jungen signifikant
höher als bei Mädchen (p = 0,023). Unterschiede zwischen den Altersklassen sind bei
beiden Geschlechtern für den Verzehr von Limonade sowie von Wasser als Getränk zu
verzeichnen (Tabelle 45 und Tabelle 46).
Die durchschnittlichen prozentualen Anteile der einzelnen Getränkegruppen an der
gesamten Getränkemenge sind in Abbildung 3 dargestellt. Wasser als Getränk ist
dasjenige Getränk, das in allen Altersklassen mit durchschnittlich 44 bis 49 % den
größten Anteil ausmacht, gefolgt von Säften und Saftgetränke mit 26 bis 29 %. Der
Anteil von Limonade am Getränkeverzehr unterscheidet sich signifikant zwischen den
Altersklassen (p < 0,001); er beträgt 13 % bei den 6-Jährigen, 19 % bei 7- bis 9-
Jährigen und 22 % bei 10- bis 11-Jährigen. Tee und Kaffee (fast ausschließlich als
Früchte- und Kräutertee getrunken) werden nur wenig verzehrt. Unterschiede in der
Zusammensetzung der gesamten Getränkemenge zwischen den Geschlechtern
bestehen nicht.
64
49
44 44
29
26
13
19 22
998
28
0
10
20
30
40
50
60
6 7 - 9 10 - 11 Alter [Jahre]
Getränkeverzehr [%]
Wasser
Saft und Saftgetränke
Limonaden
Tee und Kaffee
Abbildung 3: Durchschnittliche Zusammensetzung der gesamten Getränkemenge bei Kindern differenziert
nach Altersklassen
In Tabelle 49 und Tabelle 50 sind bei Jungen und Mädchen der drei Altersklassen die
absoluten Verzehrsmengen unterteilt in Lebensmittelkategorien, wie sie in der
Optimierten Mischkost (Tabelle 3) verwendet werden, dargestellt. In der Altersklasse der
6- bis 11-Jährigen wird in der Optimierten Mischkost nicht zwischen Jungen und
Mädchen differenziert. Die in Tabelle 49 und Tabelle 50 aufgeführten Verzehrsmengen
zeigen jedoch im Median zum Teil deutlich höhere Mengen bei Jungen als bei Mädchen
desselben Alters. Signifikante Unterschiede zwischen den Geschlechtern bestehen
außer für die zuvor bereits erwähnten Lebensmittelkategorie Getränke auch für stärke-
reiche Lebensmittel (p = 0,026), Milch(-erzeugnisse) (p = 0,002), Fleisch(-erzeugnisse)
(p < 0,001), Fette (p = 0,015) und „geduldete Lebensmittel“ (p = 0,001). Lediglich beim
Obstverzehr der 7- bis 9-Jährigen und Gemüseverzehr der 10- bis 11-Jährigen sind die
Verzehrsmengen bei Mädchen höher als bei Jungen (n. s.). Die Altersklassen unter-
scheiden sich in Bezug auf fast alle Lebensmittelkategorien. Außer Getränken, Obst und
Gemüse sind dies stärkereiche Lebensmittel (p < 0,001), Fleisch(-erzeugnisse) (p =
0,001), Fette (p = 0,001) und „geduldete Lebensmittel“ (p = 0,003).
65
Der Lebensmittelverzehr von Mädchen und Jungen in Prozent der Referenzmengen ist
in Tabelle 51 und Tabelle 52 aufgeführt. Beim Vergleich der jeweils im Median
erreichten Prozentwerte bei Jungen und Mädchen der verschiedenen Altersklassen fällt
auf, dass diese bei Jungen fast durchweg höher sind als bei Mädchen. Ausnahmen
stellen die Lebensmittelverzehrsmengen von Obst und Gemüse dar, bei denen
Mädchen im Median höhere Werte erreichen als Jungen (abgesehen vom Obstverzehr
bei 10- bis 11-Jährigen). Signifikant sind diese Unterschiede zwischen den
Geschlechtern für Getränke (p = 0,002), stärkereiche Lebensmittel (p = 0,018), Milch(-
erzeugnisse) (p = 0,003), Fleisch(-erzeugnisse) (p < 0,001), Fette (p = 0,017) und
„geduldete Lebensmittel“ (p = 0,001).
Die medianen Verzehrsmengen von Obst, stärkereichen Lebensmitteln, Milch(-
erzeugnissen), Fleisch(-erzeugnissen) sowie „geduldeten Lebensmitteln“ in Prozent der
Referenzmengen sind um so niedriger sind, je höher die Altersklasse ist. Statistisch
signifikante Unterschiede zwischen den Altersklassen liegen bei beiden Geschlechtern
für die Lebensmittelkategorien Obst, stärkereiche Lebensmittel und Milch(-erzeugnisse)
vor. Bei Jungen unterscheiden sich zudem in den Altersklassen die Verzehrsmengen
von Fleisch(-erzeugnissen) und „geduldeten Lebensmitteln“ in Prozent der
Referenzmengen signifikant. Die Bewertung der Ergebnisse erfolgt in 4.2.1.
3.1.2 Beschreibung des Lebensmittelverzehrs von Kindern mit unter-
schiedlich hohem Sozialstatus
Nach der Beschreibung des Lebensmittelverzehrs bei Mädchen und Jungen im
Allgemeinen stellt sich nun die Frage, inwiefern sich Kinder verschiedener Sozial-
statusgruppen in ihrem Lebensmittelverzehr unterscheiden. Dass ein statistischer
Zusammenhang zwischen Sozialstatus und Lebensmittelverzehr besteht, darauf deuten
die signifikanten Korrelationen in Tabelle 53 hin, die für 19 von 31 Lebensmittelgruppen
bestehen. Positive Korrelationskoeffizienten größer als 0,1 liegen für Brot aus Vollkorn,
Gemüse, tierische Fette und Wasser als Getränk vor. Das bedeutet, dass für diese
Lebensmittelgruppen die Verzehrsmengen um so höher sind, je höher der Sozialstatus
ist. Hingegen bestehen signifikant negative Korrelationskoeffizienten kleiner als -0,1 in
Bezug auf Fleisch und Limonaden. Weitere Hinweise enthält Tabelle 55, in der die
Verzehrsmengen von Kindern mit niedrigem, mittleren und hohem Sozialstatus gegen-
übergestellt sind.
66
Der Verzehr von Lebensmitteln (überwiegend) pflanzlicher Herkunft beträgt im Median
pro Tag 609 g in der unteren, 598 g in der mittleren und 641 g in der hohen Status-
gruppe; die Unterschiede sind jedoch nicht signifikant. Wie Tabelle 55 zeigt, bestehen
bezogen auf die einzelnen Lebensmittelgruppen sowie Untergruppen mehrere
signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen. Einerseits sind die medianen
Verzehrsmengen von Brot sowie Gemüse um so höher, je höher der Sozialstatus ist.
Andererseits ist der Verzehr von Teigwaren um so niedriger, je höher der Sozialstatus
ist. Diese Unterschiede sind auch bezogen auf die prozentualen Anteile am gesamten
Verzehr (überwiegend) pflanzlicher Lebensmittel für Teigwaren (p = 0,005), Gemüse
(p < 0,001), Süßwaren (p = 0,019) und Gewürze (p = 0,037) signifikant (Abbildung 4).
19 20 21
9
77
666
656
343
333
12 1
17
17 17
18
16
15
10
11 11
9 9 9
0
5
10
15
20
25
niedrig mittel hoch Sozialstatus
Verzehr pflanzlicher Lebensmittel [%]
Obst
Brot
Gemüse
Süßwaren
Kartoffeln
Teigwaren
Kuchen
Getreide und Reis
Cerealien
Gewürze
Backwaren
Nüsse
Abbildung 4: Durchschnittliche Zusammensetzung der gesamten Verzehrsmenge pflanzlicher Lebensmittel
bei Kindern differenziert nach Sozialstatus
Mit Blick auf Vollkornprodukte ist der Anteil derjenigen Kinder, die diese verzehren, in
der hohen Statusgruppe jeweils am höchsten. Brot aus Vollkorn wird von 34 % der
Kinder der niedrigen, 40 % der mittleren und 52 % der hohen Statusgruppe verzehrt (p <
0,001). Getreide und Reis bzw. Teigwaren stammen bei Kindern mit hohem Sozialstatus
zu 7 % bzw. 3 % aus Vollkorn entgegen 3 % bzw. 1 oder 2 % in den anderen Status-
67
gruppen (p = 0,008 bzw. p = 0,033). Dementsprechend werden Brot aus Vollkorn,
Getreide und Reis aus Vollkorn sowie Teigwaren aus Vollkorn von Kindern der hohen
Statusgruppe in signifikant größerem Umfang verzehrt als von Kindern der anderen
Statusgruppen (Tabelle 55). Auch der prozentuale Anteil von Vollkornprodukten am
gesamten Verzehr von Brot (p < 0,001), Getreide und Reis (p = 0,011) und Teigwaren
(p = 0,027) ist zwischen Kindern der drei Sozialstatusgruppen signifikant verschieden. In
allen drei Lebensmittelgruppen ist der Anteil von Vollkornprodukten in der hohen Status-
gruppe am größten. Im Median beträgt der Anteil von Vollkornbrot am gesamten Brot-
verzehr in der höchsten Statusgruppe 22 %, in der mittleren 16 % und 17 % in der
niedrigen Statusgruppe. In den anderen Lebensmittelgruppen beträgt der Vollkornanteil
zwischen 1 und 4 %.
Die gesamte Verzehrsmenge der Lebensmittel (überwiegend) tierischer Herkunft nimmt
im Median von der niedrigen zur hohen Statusgruppe ab. Während die mediane
Verzehrsmenge pro Tag 383 g in der unteren und 374 g in der mittleren Statusgruppe
betragen, verzehren Kinder der hohen Statusgruppe 360 g dieser Lebensmittel. Der
Unterschied zwischen den Statusgruppen ist aber nicht signifikant.
Bei Betrachtung der einzelnen Lebensmittelgruppen fällt auf, dass je höher der Sozial-
status ist, um so höher der Verzehr von Eiern und um so niedriger der Verzehr von
Fleisch ist. Für die übrigen Lebensmittelgruppen bestehen keine signifikanten Unter-
schiede in den Verzehrsmengen (Tabelle 55). Ebenso unterscheiden sich die prozen-
tualen Anteile der einzelnen Lebensmittelgruppen an der gesamten Verzehrsmenge der
Lebensmittel (überwiegend) tierischer Herkunft abgesehen von Fleisch (p = 0,002) und
Eiern (p = 0,036) nicht signifikant zwischen Kindern mit niedrigem, mittlerem und hohem
Sozialstatus (Abbildung 5). Dies gilt auch für die prozentualen Anteile der fettarmen
Produkte am gesamten Verzehr der Milch und Milchprodukte.
68
61 61 63
12 12
9
12 11 12
87 8
545
234
0
10
20
30
40
50
60
70
niedrig mittel hoch Sozialstatus
Verzehr tierischer Lebensmittel [%]
Milch und Milchprodukte
Fleisch
Wurstwaren
Käse und Quark
Eier
Fisch
Abbildung 5: Durchschnittliche Zusammensetzung der gesamten Verzehrsmenge tierischer Lebensmittel bei
Kindern differenziert nach Sozialstatus
Für die Verzehrsmengen tierischer und pflanzlicher Fette ist über die Statusgruppen
hinweg eine gegenläufige Veränderung der medianen Verzehrsmengen zu erkennen
(signifikante Unterschiede). Je höher der Sozialstatus ist, um so mehr tierische Fette
und um so weniger pflanzliche Fette werden verzehrt (Tabelle 55). Insgesamt bestehen
keine signifikanten Unterschiede in der Gesamtverzehrsmenge von Fetten zwischen den
Statusgruppen.
Der Getränkeverzehr weist ebenfalls Unterschiede zwischen den Statusgruppen auf
(Tabelle 56). Die gesamte Getränkemenge ist bei Kindern mit niedrigem Sozialstatus am
geringsten und bei Kindern mit mittlerem Sozialstatus am höchsten. Differenziert nach
einzelnen Lebensmittelgruppen ist festzustellen, dass Wasser als Getränk von den
Kindern der hohen Statusgruppe im größten Umfang verzehrt wird. Gleichzeitig ist der
Verzehr von Limonaden bei ihnen am geringsten. Saft und Saftgetränke werden am
meisten von Kindern der mittleren Statusgruppe getrunken (Tabelle 55). Kinder der
niedrigen Statusgruppen trinken verglichen mit den anderen Gruppen am meisten
Limonade sowie Tee und Kaffee. Wie in Abbildung 6 zu sehen ist, ist die Zusammen-
69
setzung des Getränkeverzehrs in den drei Statusgruppen verschieden. Signifikante
Unterschiede bestehen für Wasser als Getränk (p < 0,001), Limonade (p < 0,001), Saft
und Saftgetränke (p = 0,018) und Tee und Kaffee (p = 0,022). Wasser als Getränk
macht in der höchsten Statusgruppe durchschnittlich 52 % der gesamten
Getränkemenge aus, während in den anderen Statusgruppen der Anteil um 10 bzw.
13 % geringer ist. Der Anteil von Limonade an der gesamten Getränkemenge beträgt in
der oberen 13 %, in der mittleren 20 % und in der unteren Statusgruppe 27 %.
39
42
52
24
29
20
13
10
2727
98
0
10
20
30
40
50
60
niedrig mittel hoch Sozialstatus
Getränkeverzehr [%]
Wasser
Saft und Saftgetränke
Limonaden
Tee und Kaffee
Abbildung 6: Durchschnittliche Zusammensetzung der gesamten Getränkemenge bei Kindern differenziert
nach Sozialstatus
In Tabelle 56 bzw. Tabelle 57 ist angegeben, wie sich bei Kindern mit unterschiedlichem
Sozialstatus der Lebensmittelverzehr absolut bzw. relativ zu den Empfehlungen der
Optimierten Mischkost darstellt. Signifikante Unterschiede liegen für Getränke, Gemüse,
Fleisch(-erzeugnisse) und „geduldete Lebensmittel“ vor. Über die Statusgruppe hinweg
steigen die medianen Verzehrsmengen in Prozent der altersgemäßen Verzehrsmengen
für Gemüse an und sinken für Fleisch(-erzeugnisse) und „geduldete Lebensmittel“. Auch
die Korrelation des Sozialstatus mit dem Gemüseverzehr deutet auf einen positiven
Zusammenhang hin, während sowohl Fleisch(-erzeugnisse) als auch „geduldete
70
Lebensmittel“ in Prozent der altersgemäßen Referenzmengen negativ mit dem
Sozialstatus korreliert sind (Tabelle 54).
3.1.3 Ergebnisse multivariater Regressionsanalysen zum Lebens-
mittelverzehr von Kindern mit unterschiedlich hohem Sozialstatus
Die vorangegangene Beschreibung des Lebensmittelverzehrs in den Sozialstatus-
gruppen hat einen ersten Eindruck von den Unterschieden zwischen den Statusgruppen
vermittelt. Allgemeingültige Aussagen für 6- bis 11-jährige Kinder in Deutschland sind
jedoch nur auf der Grundlage von Regressionsrechnungen möglich, die das Cluster-
Design der Stichprobe berücksichtigen. Zudem können mithilfe dieses Verfahrens neben
den geschätzten Mittelwerten der einzelnen Sozialstatusgruppen auch p-Werte für die
Unterschiede zwischen niedriger bzw. mittlerer und hoher Statusgruppe angegeben
werden. Alle Analysen wurden jeweils einschließlicher aller Probandinnen und
Probanden ( ) sowie ohne sogenannte Underreporter (*) gerechnet (Analyse 0 bzw. 0*
enthält „Sozialstatus“ als einzige unabhängige Variable, Analyse 1 bzw. 1* adjustiert
zusätzlich für „Alter“ und „Geschlecht“, Analyse 2 bzw. 2* beinhaltet darüber hinaus
weitere Variablen z. B. zum Lebensstil). Die Ergebnisse der Analysen zum Lebens-
mittelverzehr differenziert nach Lebensmittelgruppen sind in Tabelle 58 bis Tabelle 63
enthalten. Darauf folgen die Ergebnisse der Analysen für Lebensmittelverzehrsmengen
in Prozent der Empfehlungen der Optimierten Mischkost in Tabelle 64 bis Tabelle 69.
Bei den (überwiegend) pflanzlichen Lebensmitteln bestehen signifikante Unterschiede
zwischen den Statusgruppen für Brot aus Vollkorn, Getreide und Reis aus Vollkorn
sowie Gemüse. Alle Analysen kommen zu dem Ergebnis, dass die geschätzten Mittel-
werte der Verzehrsmenge von Brot aus Vollkorn bei Kindern mit niedrigem und
mittlerem Sozialstatus geringer sind als bei Kindern mit hohem Sozialstatus. Signifikant
sind die Gruppenunterschiede nach den Analysen 0, 0*, 1 und 1* sowohl zwischen
niedriger als auch mittlerer Statusgruppe und hoher Statusgruppe (Referenzgruppe),
nach Analyse 2 nur zwischen Kindern mit mittlerer und hoher Statusgruppe und nach
Analyse 2* zwischen keiner der Gruppen. Der Verzehr von Getreide und Reis aus
Vollkorn ist nach allen Analysen bei Kindern mit mittlerem Sozialstatus signifikant
niedriger als bei Kindern der hohen Statusgruppe. Zudem ergeben die Analysen 2 und
2* für die mittlere Statusgruppe signifikant geringere Verzehrsmengen von Getreide und
Reis insgesamt im Vergleich zur hohen Statusgruppe. Die geschätzten Mittelwerte der
71
Verzehrsmengen von Gemüse sind nach allen Analysen in der niedrigen und mittleren
Statusgruppe ähnlich niedrig verglichen mit der Referenzgruppe, jedoch besteht jeweils
nur zwischen der mittleren und der hohen Statusgruppe ein signifikanter Unterschied.
Darüber hinaus zeigt sich in allen Analysen konsistent, aber statistisch nicht signifikant,
dass in der niedrigen Statusgruppe die geschätzten Mittelwerte der Verzehrsmenge von
Cerealien und Teigwaren höher, von Brot sowie Getreide und Reis hingegen niedriger
sind als in der hohen Statusgruppe. Für die übrigen Lebensmittelgruppen (überwiegend)
pflanzlicher Herkunft sind die Ergebnisse nicht konsistent.
Unter den Lebensmitteln (überwiegend) tierischer Herkunft gibt es für fettarme Milch und
Milchprodukte sowie Fleisch signifikante Unterschiede zwischen den Statusgruppen. Die
geschätzten Mittelwerte der Verzehrsmengen der fettarmen Milch und Milchprodukte
sind bei allen Analysen um so geringer, je höher die Statusgruppe ist. Signifikant sind
die Unterschiede für diese Lebensmitteluntergruppe zwischen niedriger und hoher
Statusgruppe in den Analysen 0, 0*, 1 und 1*. Die Verzehrsmengen von Fleisch sind
nach allen Analysen sowohl in der niedrigen als auch in der mittleren Statusgruppe
signifikant höher als in der Vergleichsgruppe. Für die übrigen Lebensmittelgruppen
(überwiegend) tierischer Herkunft bestehen keine statistisch signifikanten Unterschiede
zwischen den Statusgruppen. Es ist jedoch bei allen Analysen zu erkennen, dass die
Mittelwerte des Verzehrs in der niedrigen Statusgruppe im Vergleich zur Referenz-
gruppe niedriger sind für Eier, Käse und Quark sowie Fisch.
Die Verzehrsmengen tierischer Fette sind nach allen Analysen bei Kindern mit
niedrigem und mittlerem Sozialstatus signifikant geringer als bei Kindern mit hohem
Sozialstatus. Umgekehrt ist der Verzehr pflanzlicher Fette in der hohen Statusgruppe
nach allen Analysen geringer als in der niedrigen und mittleren Statusgruppe. Dieser
Unterschied ist jedoch statistisch nicht signifikant.
Die Getränkeauswahl unterscheidet sich nach allen Analysen in der unteren und
mittleren Statusgruppe von der oberen Statusgruppe. Für den Verzehr von Limonaden
sowie Wasser als Getränk sind die Gruppenunterschiede statistisch signifikant. Je höher
der Sozialstatus ist, um so geringer ist der geschätzte Mittelwert des Limonaden-
verzehrs. Umgekehrt ist die Verzehrsmenge von Wasser als Getränk um so höher, je
höher der Sozialstatus ist. Die geschätzten Mittelwerte der Verzehrsmengen von Tee
und Kaffee bzw. Saft und Saftgetränken sind in der niedrigen Statusgruppe niedriger
(n. s.) als in der hohen Statusgruppe (Tabelle 58 bis Tabelle 63).
72
Werden die Lebensmittelverzehrsmengen entsprechend der Optimierten Mischkost
aggregiert und zu den altersgemäßen Referenzmengen (Tabelle 3) in Relation gesetzt,
so liegen für höchstens vier von zehn Lebensmittelkategorien signifikante Unterschiede
zwischen den Statusgruppen vor (Tabelle 64 bis Tabelle 69). Für den Getränkeverzehr
in Prozent der Referenzmenge ist nach keiner Analyse ein deutlicher Unterschied
zwischen der niedrigen bzw. mittleren Statusgruppe und der Vergleichsgruppe
erkennbar. Für Obst sowie Gemüse sind die geschätzten Mittelwerte des Verzehrs in
Prozent der Referenzmengen für alle Analysen in der hohen Statusgruppe jeweils am
höchsten. Für Gemüse ist nach allen Analysen der Unterschied zwischen mittlerer und
hoher Statusgruppe signifikant (für Analyse 0 außerdem zwischen niedriger und hoher
Statusgruppe). Für Obst bestehen keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen
Kindern mit niedrigem, mittlerem und hohem Sozialstatus. Die geschätzten Mittelwerte
der Verzehrsmenge von stärkereichen Lebensmitteln im Vergleich zur Referenzmenge
sind in der mittleren Statusgruppe, nicht jedoch in der niedrigen Statusgruppe, aller
Analysen signifikant niedriger als in der hohen Statusgruppe. Für Milch(-erzeugnisse)
sowie Fette in Prozent der Referenzwerte sind keine Unterschiede zwischen den Sozial-
statusgruppen feststellbar. Für Fleisch(-erzeugnisse) in Prozent des Referenzwertes
sind die geschätzten Mittelwerte in der hohen Statusgruppe in allen Analysen geringer
als in den anderen Statusgruppen, für Fisch und Eier sind die entsprechenden Werte
hingegen höher. Signifikant sind die Unterschiede lediglich für Fleisch(-erzeugnisse)
zwischen der mittleren und hohen Statusgruppe (außer in den Analysen 2 und 2*). Die
verzehrten Mengen an „geduldeten Lebensmitteln“ in Prozent der Referenzwerte sind
nach allen Analysen bei Kindern mit niedrigem Sozialstatus signifikant höher als in der
Vergleichsgruppe.
3.2 Nährstoffzufuhr
3.2.1 Beschreibung der Energie- und Nährstoffzufuhr sowie Energie-
und Nährstoffdichte von Jungen und Mädchen differenziert nach
Altersklassen
Im Folgenden wird die tägliche Zufuhrhöhe sowie die Dichte der Kost für Energie und
Nährstoffe beschrieben. Dabei werden Jungen und Mädchen sowie die Altersklassen
miteinander verglichen.
73
Die tägliche Energiezufuhr beträgt im Median bei 6- bis 11-Jährigen 7.288 kJ. Dabei gilt,
dass die Energiezufuhr von Mädchen signifikant niedriger ist als von Jungen (p < 0,001).
Es fällt jedoch auf, dass die Energiezufuhr 10- bis 11-jähriger Jungen im Median
niedriger ist als die der gleichaltrigen Mädchen sowie der 7- bis 9-jährigen Jungen
(Tabelle 70 und Tabelle 71). In Tabelle 72 und Tabelle 73 ist zu erkennen, dass die
durchschnittliche Energiezufuhr in den Altersklassen ansteigt. Bei Jungen ist diese
Zunahme schwächer als bei Mädchen. Die Unterschiede in der Energiezufuhr zwischen
den Altersklassen sind bei beiden Geschlechtern signifikant (Tabelle 70 und Tabelle 71).
Die mediane Energiedichte beträgt unter Berücksichtigung der gesamten Kost 3,79 kJ/g,
ohne Getränke hingegen 6,27 kJ/g. Signifikante Unterschiede zwischen den Geschlech-
tern bestehen nur für die Energiedichte ohne Getränke (p = 0,033). Bei Mädchen wie
Jungen gilt, dass die Energiedichte der Kost ohne Getränke bei den 10- bis 11-Jährigen
höher ist als bei den jüngeren Kindern. Signifikante Unterschiede zwischen den Alters-
klassen bestehen bei Jungen und Mädchen für die Energiedichte ohne Getränke und für
Jungen zusätzlich für die Energiedichte der gesamten Kost (Tabelle 74 und Tabelle 75).
Energieliefernde Nährstoffe werden von Jungen in signifikant höherem Umfang
zugeführt als von Mädchen (p < 0,001 für alle Makronährstoffe und Teilmengen von
Kohlenhydraten und Fetten). Für die Makronährstoffzufuhr in Prozent der Energiezufuhr
(EN%) bestehen jedoch keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Tabelle 70
und Tabelle 71 ist zu entnehmen, dass bei Jungen und Mädchen der verschiedenen
Altersklassen ebenso Unterschiede in den absoluten Zufuhrhöhen der energieliefernden
Nährstoffe bestehen, nicht jedoch in den prozentualen Anteilen an der Energiezufuhr.
Während sich die Altersklassen der Mädchen signifikant in allen Makronährstoffen sowie
Teilmengen (gesättigte, einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren sowie Mono-/Di-
und Polysaccharide) unterscheiden, ist dies bei Jungen zum Teil nicht der Fall. Es ist zu
erkennen, dass die Zufuhrhöhen von Kohlenhydraten (gesamt und Mono-/Disaccharide)
sowie Fett (gesamt und alle Teilmengen) bei 10- bis 11-jährigen Jungen im Median
geringer sind als in der jüngeren Altersklasse (Tabelle 70). Wie in Abbildung 7 dar-
gestellt, stammen bei Kindern durchschnittlich 53 % Energie aus Kohlenhydraten
(jeweils etwa zur Hälfte aus Mono-/Disacchariden und Polysacchariden), 32 % aus Fett
(jeweils etwa zur Hälfte aus gesättigten und ungesättigten Fettsäuren, Rest: Glycerin
und Lipoide) und 14 % aus Protein (Rest: organische Säuren und Alkohol). Die
medianen Werte sind nahezu identisch (nicht dargestellt).
74
32%
14%
53%
Kohlenhydrate [EN%]
Fett [EN%]
Protein [EN%]
27%
26% Polysaccharide [EN%]
Mono-/Disaccharide [EN%]
14%
11%
4% mehrfach ungesättigte
Fettsäuren [EN%]
einfach ungesättigte Fettsäuren
[EN%]
gesättigte Fettsäuren [EN%]
Abbildung 7: Prozentuale Anteile der Makronährstoffe an der Energiezufuhr bei Kindern
Die mediane Ballaststoffzufuhr beträgt bei Kindern 6,3 g ohne signifikante Unterschiede
zwischen den Geschlechtern. Über die Altersklassen hinweg steigt die Zufuhrmenge an,
jedoch nur signifikant bei Jungen. Die Ballaststoffdichte beträgt im Median 2,24 g/MJ
und ist bei Mädchen signifikant höher als bei Jungen. Es bestehen jedoch keine
signifikanten Unterschiede in der Ballaststoffdichte zwischen den Altersklassen bei
Jungen und Mädchen (Tabelle 74 und Tabelle 75).
Wasser wird von Kindern im Median insgesamt in einem Umfang von 1.835 g pro Tag
zugeführt, wobei die Zufuhrmenge bei Jungen signifikant höher ist als bei Mädchen (p <
0,001). Ohne Oxidationswasser beträgt die mediane Wasserzufuhr 1.572 g pro Tag.
Sowohl bei Jungen als auch bei Mädchen nimmt die Wasserzufuhr über die Alters-
klassen hinweg zu und ist zwischen den Altersklassen signifikant verschieden (Tabelle
70 und Tabelle 71).
Kinder führen im Median pro Tag 2,0 mg β-Carotin zu; die gesamte Vitamin-A-Zufuhr
beläuft sich im Median auf 0,8 mg RÄ. Während Vitamin A von Jungen in signifikant
75
größeren Mengen zugeführt wird als von Mädchen bestehen für die β-Carotin–Zufuhr
keine signifikanten Unterschiede. Auch zwischen den Altersklassen sind die Unter-
schiede nicht signifikant abgesehen von der Vitamin-A-Zufuhr bei Jungen (Tabelle 70
und Tabelle 71). Die Nährstoffdichten betragen im Median 0,28 mg/MJ für β-Carotin und
0,11 mg RÄ/MJ für Vitamin A. Hierbei gibt es weder signifikante Unterschiede zwischen
den Geschlechtern noch zwischen den Altersklassen bei Jungen und Mädchen (Tabelle
74 und Tabelle 75).
Die weiteren fettlöslichen Vitamine werden im Median von Kindern in Höhe von 1,4 µg
Vitamin D, 9,0 mg Vitamin E (TÄ) und 175,6 µg Vitamin K pro Tag zugeführt. Dabei
bestehen für alle drei Vitamine signifikante Unterschiede zwischen den Geschlechtern
(p = 0,012 für Vitamin D, p = 0,010 für Vitamin E und p = 0,025 für Vitamin K).
Signifikante Unterschiede zwischen den Altersklassen liegen bei Jungen für Vitamin D
und Vitamin K und bei Mädchen für Vitamin E und Vitamin K vor (Tabelle 70 und Tabelle
71). Die mediane Zufuhr dieser drei Vitamine in Relation zur Energiezufuhr beträgt
0,19 µg Vitamin D/MJ, 1,26 mg TÄ/MJ sowie 23,91 µg Vitamin K/MJ ohne signifikante
Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Unterschiede in der Nährstoffdichte
zwischen den Altersklassen bestehen nur bei Jungen für Vitamin D (Tabelle 74 und
Tabelle 75).
Die Zufuhrmenge der wasserlöslichen Vitamine beträgt bei Kindern im Median 1,2 mg
Thiamin, 1,4 mg Riboflavin, 21,0 mg Niacin (NÄ), 1,5 mg Pyridoxin, 195,4 µg Folat (FÄ),
4,2 mg Pantothensäure, 3,6 µg Vitamin B
12
, 36,7 µg Biotin und 95,5 mg Vitamin C.
Jungen führen im Median von allen Vitaminen mehr zu als Mädchen, doch für Folat und
Vitamin C sind die Unterschiede zwischen den Geschlechtern nicht signifikant (p < 0,001
für Thiamin, Riboflavin, Niacin, Pyridoxin und Vitamin B
12
, p = 0,008 für Pantothensäure,
p = 0,010 für Biotin). Auch zwischen den Altersklassen bestehen bei beiden Geschlech-
tern für alle wasserlöslichen Vitamine Unterschiede, die jedoch bei Jungen zum Teil
nicht signifikant sind (Tabelle 70 und Tabelle 71).
Die Nährstoffdichten der Kost sind im Median für Thiamin 0,16 mg/MJ, Riboflavin
0,19 mg/MJ, Niacin 2,85 mg NÄ/MJ, Pyridoxin 0,20 mg/MJ, Folat 26,66 µg FÄ/MJ,
Pantothensäure 0,56 mg/MJ, Vitamin B
12
0,49 µg/MJ, Biotin 5,05 µg/MJ und für
Vitamin C 12,96 mg/MJ. Signifikante Unterschiede zwischen den Geschlechtern
bestehen nicht abgesehen von Folat, das von Mädchen in höherer Nährstoffdichte
zugeführt wird als von Jungen (p = 0,027) sowie Vitamin B
12
(p = 0,001) und Vitamin C
76
(p = 0,009), für die die Nährstoffdichten bei Jungen höher sind. Auch zwischen den
Altersklassen bei Jungen und Mädchen unterscheiden sich die Nährstoffdichten nicht
signifikant (abgesehen von Folatdichte bei Mädchen) (Tabelle 74 und Tabelle 75).
Im Median führen Kinder pro Tag 2.222,2 mg Kalium, 853,6 mg Calcium, 277,2 mg
Magnesium, 1.037,0 mg Phosphor, 10,3 mg Eisen und 8,1 mg Zink zu. Für alle Mineral-
stoffe gilt, dass die Zufuhrhöhe bei Jungen signifikant höher ist als bei Mädchen (p <
0,001 für Calcium, Eisen und Zink, p = 0,003 für Phosphor, p = 0,005 für Kalium und
Magnesium). Abgesehen von der Kaliumzufuhr bei Jungen bestehen für alle Mineral-
stoffe signifikante Unterschiede zwischen den Altersklassen bei Mädchen und Jungen
(Tabelle 70 und Tabelle 71). Die Mineralstoffzufuhr in Relation zur Energiezufuhr beträgt
für Kalium 304,36 mg/MJ, Calcium 115,52 mg/MJ, Magnesium 37,81 mg/MJ, Phosphor
141,88 mg/MJ, Eisen 1,41 mg/MJ und für Zink 1,10 mg/MJ. Signifikant höhere Nährstoff-
dichten bei Mädchen als bei Jungen liegen für Kalium und Magnesium (jeweils p =
0,002) sowie Phosphor (p = 0,005) vor (Tabelle 74 und Tabelle 75).
Der NQI
Menge
für die Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffe beträgt im Median bei
Kindern 79. Insgesamt werden von Jungen höhere Werte erreicht als von Mädchen. Je
höher die Altersklasse ist, um so geringer ist der NQI
Menge
bei Jungen, aber nicht bei
Mädchen (Tabelle 70 und Tabelle 71). Der NQI
Dichte
beträgt im Median 75, wobei kein
signifikanter Unterschied zwischen den Geschlechtern besteht. Sowohl bei Mädchen als
auch bei Jungen steigt der NQI
Dichte
über die Altersklassen hinweg an (Tabelle 74 und
Tabelle 75). Die detaillierte Beurteilung der Zufuhrmengen und Nährstoffdichten anhand
der D-A-CH-Referenzwerte (Auszug in Tabelle 4 und Tabelle 5) erfolgt in 4.2.2.
3.2.2 Beschreibung der Energie- und Nährstoffzufuhr sowie Energie-
und Nährstoffdichte von Kindern mit unterschiedlich hohem Sozial-
status
Die in Tabelle 76 und Tabelle 77 angegebenen Korrelationskoeffizienten weisen darauf
hin, dass sowohl für die Energie- und Nährstoffzufuhr als auch für die Energie- und
Nährstoffdichte Zusammenhänge mit dem Sozialstatus bestehen. Die Zufuhrmengen
betreffend bestehen statistisch signifikante, negative Korrelationen, die mindestens -0,1
sind, für Mono-/Disaccharide und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Positive
Koeffizienten größer als 0,1 bestehen für β-Carotin und Vitamin A (Tabelle 76). Für die
77
Korrelationen von Sozialstatus und NQI
Dichte
sowie den Nährstoffdichten von
Magnesium, Biotin, Vitamin C, Phosphor, Ballaststoffen, β-Carotin und Vitamin A liegen
ebenfalls positive Korrelationen vor (Koeffizienten größer als 0,1 in aufsteigender
Reihenfolge) (Tabelle 77).
Einen Überblick über die tägliche Energie- und Nährstoffzufuhr bei Kindern der drei
Sozialstatusgruppen gibt Tabelle 78 anhand von Medianen sowie P25 und P75. Darüber
hinaus sind Energie- und Nährstoffdichten in Tabelle 79 für alle Kinder der drei Status-
gruppen aufgeführt. Einen Hinweis auf Unterschiede zwischen den Sozialstatusgruppen
geben die mittels Kruskal-Wallis-Test ermittelten p-Werte. An ausgewählten Beispielen
wird außerdem aufgezeigt inwiefern sich die Statusgruppen im Erreichen der alters- und
geschlechtsspezifischen Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr unterscheiden.
Der Tabelle 78 sind keine Anhaltspunkte dafür zu entnehmen, dass sich die Sozial-
statusgruppen hinsichtlich der Energiezufuhr eindeutig unterscheiden. P25 und P75 der
Energiezufuhr sind bei Kindern mit niedrigem Sozialstatus höher als in den anderen
Statusgruppen; der Median ist hingegen in der mittleren Statusgruppe am höchsten. Die
Energiezufuhr im Verhältnis zur Verzehrsmenge weist jedoch auf einen Unterschied
zwischen den Statusgruppen hin. Sowohl die Energiedichte der gesamten Kost als auch
die Energiedichte der Kost ohne Getränke sind im Median bei Kindern der unteren
Statusgruppe höher als bei Kindern der mittleren und hohen Statusgruppe. Statistisch
signifikant ist der Unterschied zwischen den Gruppen nur für die Energiedichte der
gesamten Kost (Tabelle 79).
Sowohl die Zufuhrmengen der energieliefernder Nährstoffe als auch ihre Beiträge zur
Energiezufuhr weisen in Tabelle 78 signifikante Unterschiede zwischen den Status-
gruppen auf. Kinder mit niedrigem Sozialstatus führen im Median am meisten Fett
(gesamt und mehrfach ungesättigte Fettsäuren), Protein und Kohlenhydrate (gesamt
und Mono-/Disaccharide) zu. Der größte Unterschied besteht für Mono-/Disaccharide,
von denen in der unteren Statusgruppe im Median pro Tag 12 g mehr zugeführt werden
als in der hohen Statusgruppe. Dagegen liegen keine statistisch signifikanten Unter-
schiede zwischen den Statusgruppen für gesättigte und einfach ungesättigte Fettsäuren
sowie Polysaccharide vor. Insgesamt ist der prozentuale Anteil von Fett an der Energie-
zufuhr in der niedrigen Statusgruppe im Median am höchsten, während der aus
Kohlenhydraten stammende Energieanteil in dieser Gruppe am niedrigsten ist. Für den
78
Energieanteil aus Protein bestehen im Gegensatz zu Kohlenhydraten und Fetten kein
statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Statusgruppen.
Für die Ballaststoffzufuhr liegen sowohl absolut als auch in Relation zur Energiezufuhr
signifikante Unterschiede zwischen den Statusgruppen vor. Bei Kindern mit hohem
Sozialstatus sind die Mediane der Ballaststoffzufuhr (Tabelle 78) und der Ballaststoff-
dichte der Kost (Tabelle 79) höher als in den anderen Statusgruppen.
Wasser wird von Kindern der drei Statusgruppen ohne signifikante Unterschiede in der
Menge zugeführt. Im Median ist die Wasserzufuhr in der hohen Statusgruppe niedriger
als in den anderen Statusgruppen (Tabelle 78).
Die Sozialstatusgruppen unterscheiden sich signifikant in der Zufuhrmenge und der
Nährstoffdichte der Kost für Vitamin A und β-Carotin. Diese werden im Vergleich der
Sozialstatusgruppen von Kindern mit hohem Sozialstatus im Median absolut betrachtet
am meisten zugeführt (Tabelle 78). Die Nährstoffdichten von Vitamin A und β-Carotin
sind in der Kost im Median um so höher, je höher der Sozialstatus ist (Tabelle 79).
Die übrigen fettlöslichen Vitamine betreffend ist nur die Zufuhrhöhe von Vitamin E in den
Statusgruppen signifikant verschieden. Die mediane Vitamin-E-Zufuhr ist um so
niedriger, je höher der Sozialstatus ist (Tabelle 78). Die Nährstoffdichte von Vitamin E ist
ebenfalls im Median um so niedriger, je höher der Sozialstatus ist. Im Gegensatz dazu
steigen die medianen Nährstoffdichten von Vitamin D und Vitamin K mit zunehmender
Höhe des Sozialstatus an. Statistisch signifikante Unterschiede zwischen den Sozial-
statusgruppen bestehen nur für die Nährstoffdichten von Vitamin D und Vitamin K
(Tabelle 79).
Bei den wasserlöslichen Vitaminen gibt es kaum erkennbare und statistisch signifikante
Unterschiede zwischen den drei Statusgruppen. Tabelle 78 ist zu entnehmen, dass die
Niacinzufuhr im Median um so geringer und die Zufuhrhöhe von Vitamin C um so größer
ist, je höher der Sozialstatus ist. Für die Zufuhrmengen dieser beiden Vitamine bestehen
signifikante Unterschiede zwischen den Statusgruppen, für die anderen wasserlöslichen
Vitamine hingegen nicht. Die medianen Nährstoffdichten von Vitamin C, Folat,
Pantothensäure und Biotin steigen über die Statusgruppen hinweg an. Dagegen ist die
Nährstoffdichte von Niacin im Median um so geringer, je höher der Sozialstatus ist.
Statistisch signifikante Gruppenunterschiede liegen für die Nährstoffdichten von
Vitamin C und Biotin vor (Tabelle 79).
79
Sowohl NQI
Menge
als auch
NQI
Dichte
weisen signifikante Unterschiede zwischen den
Statusgruppen auf und sind um so höher, je höher der Sozialstatus ist (Tabelle 78 und
Tabelle 79).
Die Mineralstoffzufuhr unterscheidet sich bei Kindern der drei Sozialstatusgruppen nicht
signifikant voneinander. Die Nährstoffdichten der Mineralstoffe sind in den Status-
gruppen jedoch abgesehen von Eisen signifikant verschieden. Kinder mit hohem Sozial-
status sind dabei jeweils diejenigen, die im Median nicht die höchste absolute Zufuhr-
menge an Mineralstoffen haben (außer von Phosphat), jedoch die höchste Mineralstoff-
dichte in der Kost aufweisen (Tabelle 78 und Tabelle 79).
3.2.3 Ergebnisse multivariater Regressionsanalysen zur Energie- und
Nährstoffzufuhr sowie Energie- und Nährstoffdichte von Kindern mit
unterschiedlich hohem Sozialstatus
Ebenso wie bei der Analyse der mit dem Sozialstatus der Kinder zusammenhängenden
Unterschiede im Lebensmittelverzehr ist es auch im Hinblick auf die Nährstoffzufuhr
sinnvoll, Rechenverfahren zugrunde zu legen, die das Stichprobendesign berück-
sichtigen und zudem im Rahmen multivariater Regressionsrechnungen für weitere
Einflussfaktoren zu adjustieren. Die Ergebnisse sind Tabelle 80 bis Tabelle 91 zu
entnehmen.
Entgegen den zuvor beschriebenen nicht eindeutigen Unterschieden in der Energie-
zufuhr (Kruskal-Wallis-Test) gibt es bei den Analyseergebnissen in Tabelle 80 bis
Tabelle 85 konsistente Hinweise für Statusgruppenunterschiede. In allen Analysen ist
der geschätzte Mittelwert der Energiezufuhr in der oberen Statusgruppe niedriger als in
der niedrigen und mittleren Statusgruppe. Die Differenzen der geschätzten Mittelwerte
der Energiezufuhr von niedriger und hoher Statusgruppe betragen zwischen 188 kJ
(Analyse 2*) und 307 kJ (Analyse 0). Die Differenzen der geschätzten Mittelwerte
zwischen mittlerer und hoher Statusgruppe betragen zwischen 74 kJ (Analyse 2) und
215 kJ (Analyse 0*). Signifikant ist der Unterschied zwischen mittlerer und hoher Status-
gruppe in den Analysen 0* und 1*, die Underreporter nicht berücksichtigen. Die
geschätzten Mittelwerte der Energiedichte der gesamten Kost sind in allen Analysen,
wie aufgrund der zuvor präsentierten Daten zu erwarten war, bei Kindern mit niedrigem
Sozialstatus am höchsten. Signifikant ist der Unterschied zwischen niedriger und hoher
80
Statusgruppe (Referenzgruppe) jedoch nur nach Analyse 0 und Analyse 1. Die Energie-
dichte ohne Getränke ist entsprechend den Analysen 0, 0*, 1 und 1* in der niedrigen
Statusgruppe am höchsten (ohne signifikanten Unterschied), bei den Analysen 2 und 2*
ist dies aber nicht zu erkennen (Tabelle 86 bis Tabelle 91).
Die Zufuhr energieliefernder Nährstoffe weist entgegen den zuvor präsentierten
Ergebnissen in den Analysen kaum signifikante Unterschiede zwischen den Status-
gruppen auf. Für die prozentualen Anteile der Makronährstoffe an der Energiezufuhr
bestehen nach keiner Analyse signifikante Gruppenunterschiede. Bei den geschätzten
Mittelwerten der absoluten Makronährstoffzufuhr werden ebenso keine deutlichen
Unterschiede zwischen Kindern mit niedrigem, mittlerem und hohem Sozialstatus
offenbar. Nach den Analysen 0* und 1* ist die gesamte Kohlenhydratzufuhr aber in der
mittleren Statusgruppe signifikant höher als in der Referenzgruppe. Zudem ist die Mono-
/Disaccharidzufuhr in der mittleren Statusgruppe nach den Analysen 0, 0*, 1 und 1*
signifikant höher als in der Referenzgruppe, während nach den Analysen 2 und 2* die
Polysaccharidzufuhr in dieser Gruppe signifikant geringer ist. Unter den Fettsäuren sind
es die mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die signifikant verschieden sind zwischen
niedriger und hoher Statusgruppe. Konsistent in allen Analysen ist, dass die höchsten
geschätzten Mittelwerte für die Zufuhr mehrfach ungesättigter Fettsäuren bei Kindern
mit niedrigem Sozialstatus vorliegen (Tabelle 80 bis Tabelle 85).
Was sich in Tabelle 78 und Tabelle 79 in Bezug auf die Ballaststoffe andeutet, wird von
den Analysen (Tabelle 80 bis Tabelle 91) bestätigt. Die Statusgruppen unterscheiden
sich hinsichtlich der Ballaststoffzufuhr und Kinder der oberen Statusgruppe führen
sowohl absolut als auch in Relation zur Energiezufuhr betrachtet am meisten Ballast-
stoffe zu. Die absolute Zufuhrmenge ist ebenso wie die Ballaststoffdichte in mittlerer und
hoher Statusgruppe in allen Analysen signifikant verschieden. Darüber hinaus ist in den
Analysen 0, 0*, 1 und 1* die Ballaststoffdichte auch in der niedrigen Statusgruppe
signifikant geringer als bei Kindern mit hohem Sozialstatus.
Die geschätzten Mittelwerte der Wasserzufuhr weisen in den Analysen keine erkenn-
baren Unterschiede zwischen den Sozialstatusgruppen auf (Tabelle 80 bis Tabelle 85).
Fettlösliche Vitamine werden in den drei Statusgruppen in unterschiedlichem Umfang
und unterschiedlicher Nährstoffdichte zugeführt. Wie sich zuvor angedeutet hat, sind
insbesondere die Zufuhrmengen sowie Nährstoffdichten von Vitamin A (RÄ) und β-
Carotin bei Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus in allen Analysen signifi-
81
kant geringer als in der hohen Statusgruppe. Auch die Mittelwerte der Vitamin-D-Zufuhr
sowie -Dichte sind in niedriger und mittlerer Statusgruppe in allen Analysen geringer als
in der Referenzgruppe. Diese Unterschiede sind jedoch statistisch nicht signifikant
abgesehen von der Vitamin-D-Dichte, die in der mittleren Statusgruppe signifikant
verschieden von der Referenzgruppe ist. Für Vitamin E bestehen entgehen den zuvor
präsentierten Ergebnissen weder für die Zufuhrmenge noch die Nährstoffdichte signifi-
kante Unterschiede zwischen den Statusgruppen. Die Vitamin-K-Zufuhrmenge und
-Dichte sind jedoch in der mittleren Statusgruppe signifikant niedriger als in der
Referenzgruppe (außer Vitamin-K-Zufuhr in den Analysen 0* und 1*) (Tabelle 80 bis
Tabelle 91).
Für die meisten wasserlöslichen Vitamine liegen nach den Analysen keine erkennbaren
Gruppenunterschiede vor (Tabelle 80 bis Tabelle 91). Vitamin C betreffend ist jedoch
den Analyseergebnissen zu entnehmen, dass sowohl die absolute Zufuhrmenge als
auch die Dichte im geschätzten Mittelwert um so höher sind, je höher die Statusgruppe
ist. Dies ist in Übereinstimmung mit den deskriptiven Ergebnissen in Tabelle 78 und
Tabelle 79. Signifikante Unterschiede liegen in allen Analysen für die Vitamin-C-Zufuhr
und -Dichte zwischen niedriger und hoher Statusgruppe vor. Die Biotinzufuhr ist in allen
Analysen mit Ausnahme der Analysen 0* und 1* in der mittleren Statusgruppe signifikant
niedriger als in der Referenzgruppe. Im Gegensatz dazu sind nach den Analysen 0* und
1* Niacin- und Pyridoxinzufuhr bei Kindern mit mittlerem Sozialstatus signifikant höher
als in der Referenzgruppe. Die Biotindichte ist sowohl bei Kindern mit niedrigem als
auch mit mittlerem Sozialstatus niedriger als in der hohen Statusgruppe (n. s. in der
niedrigen Statusgruppe nach Analysen 0*, 1*, 2 und 2*).
Die Mineralstoffzufuhr stellt sich in den Analysen von wenigen Ausnahmen abgesehen
in den Statusgruppen als nicht verschieden dar (Tabelle 80 bis Tabelle 85). Die
Nährstoffdichten sind jedoch in den meisten Fällen um so höher, je höher die Status-
gruppe ist (Tabelle 86 bis Tabelle 91). So unterscheidet sind die Kaliumzufuhr in den
Statusgruppen nicht signifikant, die geschätzten Mittelwerte der Kaliumdichte steigen
jedoch über die Statusgruppen hinweg an. Ein signifikanter Unterschied der Kalium-
dichte besteht nach den Analysen 0, 0* und 1* zwischen niedriger sowie mittlerer
Statusgruppe und Referenzgruppe, nach Analyse 1 nur zwischen niedriger Status-
gruppe und Referenzgruppe. Für Calcium ist ebenso zu beobachten, dass die Zufuhr-
mengen in den drei Statusgruppen nicht verschieden sind (abgesehen von Analyse 2,
nach der in der niedrigen Statusgruppe signifikant weniger Calcium zuführt wird als in
82
der Referenzgruppe). Die geschätzten Mittelwerte der Calciumdichte sind jedoch um so
höher, je höher die Statusgruppe ist. Entsprechend den Analysen 0, 0*, 1 und 1* ist die
Calciumdichte zwischen niedriger und hoher Statusgruppe statistisch signifikant
verschieden. Die Zufuhrmengen von Magnesium sind entsprechend den Analysen 0*, 1*
und 2* in der mittleren Statusgruppe signifikant geringer als in der hohen Statusgruppe
und zusätzlich nach Analyse 2 auch in der niedrigen Statusgruppe. Phosphor wird nur in
den Analysen 2 und 2* in den unteren Statusgruppen verglichen mit der Referenzgruppe
in signifikant geringerem Umfang zugeführt. In der Kost von Kindern der niedrigen und
mittleren Statusgruppe weisen Magnesium und Phosphor eine signifikant geringere
Dichte auf als in der hohen Statusgruppe (bei den Analysen 2 und 2* für Magnesium nur
Unterschied zwischen mittlerer Statusgruppe und Referenzgruppe signifikant). Für Eisen
und Zink liegen hinsichtlich der Zufuhrmengen keine deutlichen Gruppenunterschiede
vor. Nach Analyse 2 bzw. Analyse 2* ist die Zinkzufuhr in den beiden unteren bzw. nur
der niedrigen Statusgruppe statistisch signifikant von der oberen Statusgruppe
verschieden. Die Eisendichte ist in den Analysen ohne signifikante Unterschiede,
während die Zinkdichte in der Kost von Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozial-
status signifikant geringer als in der Referenzgruppe ist (bei den Analysen 2 und 2* ist
nur der Unterschied zwischen niedriger Statusgruppe und Referenzgruppe signifikant)
(Tabelle 80 bis Tabelle 91).
Der geschätzte Mittelwert des NQI
Menge
zeigt sich in allen Analysen als um so höher, je
höher die Sozialstatusgruppe ist. Ein statistisch signifikanter Unterschied liegt jedoch in
keinem Fall vor (Tabelle 80 bis Tabelle 85). Der NQI
Dichte
steigt ebenfalls über die Status-
gruppen hinweg an. Entsprechend den Analysen 0, 0*, 1 und 1* ist der NQI
Dichte
in
niedriger und mittlerer Statusgruppe signifikant niedriger als in der Referenzgruppe.
Nach Analyse 2 ist der Unterschied nur zwischen niedriger und hoher Statusgruppe
signifikant, während Analyse 2* zu keinem statistisch signifikanten Ergebnis kommt
(Tabelle 86 bis Tabelle 91).
3.3 Frühstück
Nachdem das, was Kinder über den Tag verteilt essen und trinken – und dadurch an
Energie und Nährstoffen zuführen – im Allgemeinen dargestellt wurde, soll nun eine im
Tagesverlauf bedeutsame Mahlzeit genauer beleuchtet werden. Die besondere
83
Bedeutung des Frühstücks liegt darin begründet, dass dadurch die über Nacht geleerten
Speicher (insbesondere Wasser und Glykogen) aufgefüllt werden.
3.3.1 Häufigkeit des Frühstückens
Frühstück ist in den folgenden Auswertungen definiert als alles, das laut Verzehrs-
protokoll von Montag bis Freitag zwischen 5.00 Uhr und 10.00 Uhr zu Hause oder bei
Freunden bzw. Verwandten oder unterwegs verzehrt wird. Das zweite Frühstück, das im
Kindergarten oder in der Schule eingenommen wird, ist nicht Gegenstand der
Betrachtung.
Nach dieser Definition frühstücken 91 % der Kinder an allen Protokolltagen (immer), 4 %
frühstücken nicht an allen Tagen (manchmal) und 5 % frühstücken an keinem Tag (nie).
Zwischen Jungen und Mädchen bestehen keine signifikanten Unterschiede in der
Häufigkeit des Frühstückens, zwischen den Altersklassen hingegen schon (p = 0,001).
Während bei den 6-Jährigen 7 % nie oder manchmal frühstücken, sind es unter den 10-
bis 11-Jährigen 12 % der Jungen und 15 % der Mädchen (Tabelle 92).
Es bestehen signifikante Unterschiede in der Häufigkeit des Frühstücks zwischen
Kindern der verschiedenen Sozialstatusgruppen (p < 0,001). Der prozentuale Anteil der
Kinder, die an keinem Protokolltag frühstücken, ist um so höher, je niedriger der Sozial-
status ist. Zudem frühstücken Kinder mit niedrigem Sozialstatus häufiger nur manchmal
als Kinder mit mittlerem oder hohem Sozialstatus. Insgesamt ist der prozentuale Anteil
derjenigen Kinder, die an allen Protokolltagen frühstücken, in der niedrigen Status-
gruppe 8 % niedriger als in der hohen Statusgruppe (Tabelle 93).
Entsprechend den Angaben, die die Eltern im Fragebogen zu gemeinsam stattfindenden
Mahlzeiten machten, bestehen zwischen den Geschlechtern keine signifikanten Unter-
schiede für die Häufigkeit des gemeinsamen Frühstückens. Der Unterschied zwischen
den Altersklassen ist jedoch signifikant (p < 0,001). Während 8 % der 6-Jährigen und
9 % der 7- bis 9-Jährigen nie oder seltener als ein Mal pro Woche gemeinsam mit der
Familie frühstücken, sind es 13 % bei den 10- bis 11-jährigen Kindern (Tabelle 94).
Zudem bestehen signifikante Unterschiede in der Häufigkeit des gemeinsamen
Frühstücks bei Kindern der drei Statusgruppen (p < 0,001). 23 % der Kinder mit
niedrigem Sozialstatus frühstücken nie oder seltener als ein Mal pro Woche gemeinsam
mit der Familie, während dies auf 12 % der Kinder aus der mittleren und 5 % aus der
hohen Statusgruppe zutrifft. Drei und mehr Mal pro Woche frühstücken 41 % der Kinder
84
der niedrigen Statusgruppe zusammen mit der Familie, während dies 44 % der Kinder
mit mittlerem und 61 % mit hohem Sozialstatus tun (Tabelle 39).
3.3.2 Lebensmittelverzehr beim Frühstück
Insgesamt werden von Kindern im Median 271 g Lebensmittel (einschließlich
Getränken) zum Frühstück verzehrt, wobei die Menge bei Jungen höher ist als bei
Mädchen (p = 0,001), jedoch keine signifikanten Unterschiede zwischen den Alters-
klassen bestehen. Der Lebensmittelverzehr ohne Getränke ist hingegen weder zwischen
den Geschlechtern noch zwischen den Altersklassen verschieden und beträgt im
Median 196 g (Tabelle 99 und Tabelle 100). Bezogen auf die Verzehrsmenge des
gesamten Tages macht das Frühstück im Median 14 % aus (n. s. zwischen Geschlech-
tern, aber signifikant zwischen den Altersklassen (p = 0,011) mit geringfügig niedrigeren
Werten bei älteren Kindern). Bei Kindern mit hohem Sozialstatus ist die Verzehrsmenge
beim Frühstück insgesamt höher als in den anderen Statusgruppen (Tabelle 105) und
es werden 15 % der Verzehrsmenge des gesamten Tages zum Frühstück verzehrt,
während es in der unteren und mittleren Statusgruppe 14 % sind (p = 0,005). Unter-
schiede zwischen den Statusgruppen bestehen hingegen nicht für den Lebens-
mittelverzehr ohne Getränke (Tabelle 105).
Um den Vergleich mit der Lebensmittelpyramide der Optimierten Mischkost für kalte
Mahlzeiten [Alexy et al. 2008a] zu ermöglichen, werden im Folgenden die Lebens-
mittelkategorien Eier, Fisch und Fleisch(-erzeugnisse) aufaddiert. Zudem werden die
„geduldeten Lebensmittel“ (ohne Limonaden) mit den Fetten zusammengefasst.
Zunächst wird beschrieben, bei wie vielen Kindern Lebensmittel aus der jeweils
betrachteten Lebensmittelgruppe Bestandteil des Frühstücks sind. Daran schließt sich
die Beschreibung der Verzehrsmengen und der Zusammensetzung des Frühstücks an.
Der Getränkeverzehr wird separat dargestellt.
Lebensmittel aus der Kategorie Fette und „geduldete Lebensmittel“ (ohne Limonade)
werden von 88 % der Kinder (90 % der Jungen und 86 % der Mädchen) zum Frühstück
verzehrt. Der Unterschied zwischen den Geschlechtern ist signifikant (p = 0,047). 80 %
der Kinder frühstücken Milch(-erzeugnisse) und 72 % frühstücken stärkereiche Lebens-
mittel. Für 58 % der Kinder gehört ein Getränk zum Frühstück. Bei 2 % der Kinder, die
frühstücken, besteht das Frühstück nur aus Getränken. Fleisch(-erzeugnisse), Fisch und
Eier werden von 18 % der Kinder zum Frühstück verzehrt, Obst und Gemüse von 15 %.
85
Hierbei bestehen keine signifikanten Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen. Für
keine der Kategorien außer Milch(-erzeugnisse) besteht ein signifikanter Unterschied
zwischen den Altersklassen (p = 0,040). Die genauen prozentualen Anteile der Mädchen
und Jungen in den drei Altersklassen, die Lebensmittel aus den Lebensmittelgruppen
der Mahlzeitenpyramide zum Frühstück verzehren, sind Tabelle 95 zu entnehmen.
Tendenziell ist der prozentuale Anteil von Kindern, die Milch(-erzeugnisse), Fleisch(-
erzeugnisse), Fisch und Eier sowie Fette und „geduldete Lebensmittel“ (ohne Limonade)
zum Frühstück verzehren, in der niedrigen Statusgruppe höher als in der hohen Status-
gruppe. Obst und Gemüse sowie stärkereiche Lebensmittel werden hingegen von
Kindern mit hohem Sozialstatus am häufigsten gegessen. Signifikante Unterschiede
zwischen den Statusgruppen bestehen für die Kategorien Obst und Gemüse sowie
Fleisch(-erzeugnisse), Fisch und Eier (Tabelle 96).
In Tabelle 99 und Tabelle 100 ist dargestellt, in welchem Umfang von Mädchen und
Jungen Lebensmittel zum Frühstück verzehrt werden. Insgesamt beträgt bei Kindern der
Median der Verzehrsmenge von Milch(-erzeugnissen) 150 g, von Getränken 67 g, von
stärkereichen Lebensmitteln 23 g, von „geduldeten Lebensmitteln“ 20 g und von Obst
und Gemüse sowie Fleisch(-erzeugnissen), Fisch und Eiern jeweils 0 g. Die Verzehrs-
mengen unterscheiden sich nur im Fall von Getränken zwischen den Geschlechtern (p =
0,028) sowie zwischen den Altersklassen (p = 0,031) mit jeweils niedrigen Mengen bei
Mädchen als bei Jungen und bei jüngeren als bei älteren Kindern.
Zwischen den Sozialstatusgruppen bestehen für mehrere Lebensmittelgruppen
signifikante Unterschiede in der Verzehrsmenge. Der Lebensmittelverzehr ohne
Getränke ist im Median in allen Statusgruppen nahezu gleich, einschließlich Getränken
jedoch signifikant verschieden. Im Vergleich zu den Kindern mit hohem Sozialstatus
verzehren Kinder der unteren Statusgruppe mehr und zu den Kindern der mittleren
Statusgruppe weniger Getränke. Der Verzehr von Obst und Gemüse sowie stärke-
reichen Lebensmitteln zum Frühstück ist in der oberen Statusgruppe signifikant höher
als in den anderen Gruppen. Umgekehrt werden Lebensmittel aus der Kategorie
Fleisch(-erzeugnisse), Fisch und Eier von Kindern mit niedrigem Sozialstatus in
größerem Umfang verzehrt als von Kindern der höheren Statusgruppen (Tabelle 105).
Die multivariaten Analysen kommen zu ähnlichen Resultaten, jedoch nur für zwei
Lebensmittelkategorien zu signifikanten Unterschieden zwischen den Statusgruppen.
Den Schätzungen der Analysen 0, 0*, 1 und 1* zu Folge wird Obst und Gemüse in
86
signifikant geringerem Umfang von Kindern mit niedrigem Sozialstatus verzehrt als in
der Referenzgruppe. Der Verzehr von stärkereichen Lebensmitteln ist nach allen
Analysen in der mittleren Statusgruppe signifikant geringer als in der hohen Status-
gruppe (Tabelle 108 bis Tabelle 113).
Werden die Gewichtsanteile der verschiedenen Lebensmittelgruppen (ohne Getränke)
am Frühstück zwischen den Geschlechtern verglichen, so besteht nur für Fleisch(-
erzeugnisse), Fisch und Eier ein signifikanter Unterschied mit geringerem prozentualem
Anteil bei Mädchen als bei Jungen (p = 0,048). Bezogen auf die Altersklassen ist nur der
Anteil der Lebensmittel aus der Kategorie Milch(-erzeugnisse) signifikant verschieden
(p = 0,032) mit geringeren Gewichtsanteilen bei höherem Alter. Die jeweiligen durch-
schnittlichen Zusammensetzungen des Frühstücks bei Mädchen und Jungen der ver-
schiedenen Altersklassen sind in Tabelle 101 und Tabelle 103 angegeben. Der
Getränkeverzehr der Kinder beim Frühstück ist dadurch gekennzeichnet, dass im
Median 45 % aus Wasser als Getränk, 24 % aus Limonaden und 9 % aus Saft und Saft-
getränken stammen. Mädchen und Jungen unterscheiden sich nicht hinsichtlich der
Getränkezusammensetzung beim Frühstück, die Altersklassen unterscheiden sich nur
im Limonadenverzehr voneinander (p < 0,001). In Tabelle 102 und Tabelle 104 sind die
entsprechenden Werte für Jungen und Mädchen aufgeführt.
Einen Überblick über die Zusammensetzung des Frühstücks in den drei Sozialstatus-
gruppen geben Abbildung 8 und Abbildung 9. Bei Kindern mit niedrigem Sozialstatus
besteht das Frühstück zu einem geringeren Anteil aus Obst und Gemüse sowie stärke-
reichen Lebensmitteln als bei Kindern mit hohem Sozialstatus. Der Anteil von Milch(-
erzeugnisse) sowie Fleisch(-erzeugnisse), Fisch und Eier ist dagegen bei Kindern der
unteren Statusgruppe höher als bei Kindern der hohen Statusgruppe (Tabelle 106).
Darüber hinaus bestehen signifikante Unterschiede in der Getränkekomposition. Bei
Kindern mit niedrigem Sozialstatus stammt ein größerer Anteil der Getränke aus
Limonaden sowie Tee und Kaffee als bei Kindern mit mittlerem und hohem Sozialstatus.
Umgekehrt machen Wasser als Getränk und Saft und Saftgetränke bei Kindern mit
niedrigem Sozialstatus einen geringeren Anteil aus als in den anderen Statusgruppen.
Insgesamt beträgt der Anteil von energiefreien Getränken (Wasser als Getränk sowie
Tee und Kaffee) bei Kindern der unteren und mittleren Statusgruppe etwa 50 %, in der
hohen Statusgruppe jedoch 60 % (Tabelle 107).
87
63 63
19
23
346
422
56
18
16
18
17
0
10
20
30
40
50
60
70
niedrig mittel hoch Sozialstatus
Lebensmittelverzehr beim Frühstück [%]
Milch(-erzeugnisse)
stärkereiche
Lebensmittel
Fett und „geduldete
Lebensmittel" (ohne
Limonade)
Obst und Gemüse
Fleisch(-erzeugnisse)
und Eier
Abbildung 8: Durchschnittliche prozentuale Zusammensetzung des Frühstücks (ohne Getränke) bei Kindern
differenziert nach Sozialstatus
39
42
53
24
29
20
12
10 9
2727
8
0
10
20
30
40
50
60
niedrig mittel hoch Sozialstatus
Getränkeverzehr beim Frühstück [%]
Wasser
Saft und Saftgetränke
Limonaden
Tee und Kaffee
Abbildung 9: Durchschnittliche Zusammensetzung der Getränke beim Frühstück bei Kindern differenziert
nach Sozialstatus
88
3.3.3 Energie- und Nährstoffzufuhr durch Frühstück
Im Median werden von Kindern 16 % der täglichen Energiezufuhr durch das Frühstück
zugeführt. Hierin unterscheiden sich weder die Geschlechter noch die unterschiedlichen
Altersklassen signifikant voneinander. Zwischen den Sozialstatusgruppen besteht
jedoch ein signifikanter Unterschied (p = 0,012), wobei Kinder in der unteren Status-
gruppe im Median 15 %, in der mittleren 16 % und in der oberen 17 % der Energiezufuhr
des Tages mit dem Frühstück abdecken.
87 % aller Kinder führen weniger als ein Viertel der Tagesenergie durch das Frühstück
zu; von 31 % wird weniger als ein Achtel der Tagesenergie über das Frühstück zu-
geführt. Mädchen und Jungen unterscheiden sich nicht signifikant in dem Anteil, der
weniger als ein Viertel bzw. Achtel der Tagesenergie durch das Frühstück zuführt.
Ebenso unterscheiden sich Mädchen und Jungen zwischen den drei Altersklassen nicht
signifikant voneinander (Tabelle 97). Kinder mit niedrigem Sozialstatus sind jedoch
signifikant häufiger als Kinder mit hohem Sozialstatus unter denjenigen zu finden, die
weniger als ein Achtel der Tagesenergie über das Frühstück zuführen (Tabelle 98).
Jungen führen über das Frühstück verglichen mit Mädchen signifikant mehr Energie (p =
0,001), Kohlenhydrate (p < 0,001), Fett (p = 0,044), Protein (p = 0,009), Wasser (p =
0,002) und Ballaststoffe (p = 0,028) zu. Die Energiedichte sowie der prozentuale Anteil
der Makronährstoffe an der Energiezufuhr sind hingegen nicht signifikant verschieden
zwischen den Geschlechtern oder den Altersklassen. Die über das Frühstück zugeführte
Energie stammt im Median zu 58 % aus Kohlenhydraten, 28 % aus Fett und 13 % aus
Protein. Die Energiezufuhr in Relation zur Verzehrsmenge des Frühstücks beträgt
4,2 kJ/g. Nach Geschlecht und Altersklasse differenzierte Ergebnisse finden sich in
Tabelle 114 und Tabelle 115 und weisen keine signifikanten Unterschiede auf.
Beim Vergleich der Mediane in den drei Sozialstatusgruppen fallen Unterschiede auf. So
ist die mediane Energiezufuhr durch das Frühstück um so höher, je höher der Sozial-
status ist. Die mediane Wasserzufuhr ist in der hohen Sozialstatusgruppe höher als in
den anderen Statusgruppen. Die mediane Energiedichte ist bei Kindern mit niedrigem
Sozialstatus geringer als in den anderen Statusgruppen. Die im Median geringste
Kohlenhydratzufuhr liegt bei Kindern mit niedrigem Sozialstatus vor, während Kinder der
hohen Statusgruppe im Median am meisten Kohlenhydrate zuführen. Fett wird von
Kindern der mittleren Statusgruppe im Median in geringerem Umfang zugeführt als in
den beiden anderen Statusgruppen. Die mediane Proteinzufuhr wiederum ist in der
89
niedrigen Statusgruppe am geringsten und in der mittleren Statusgruppe am höchsten.
Beim Vergleich der prozentualen Beiträge zur Energiezufuhr ist es die niedrige Status-
gruppe, die im Median am wenigsten Energie aus Kohlenhydraten, aber am meisten
Energie aus Fett und Protein bezieht. Ballaststoffe werden im Median im größten
Umfang von Kindern der hohen Statusgruppe zugeführt. Signifikant sind die Gruppen-
unterschiede für die Zufuhrmengen von Wasser und Ballaststoffen (Tabelle 116).
Diese Ergebnisse werden von den multivariaten Analysen nur zum Teil bestätigt
(Tabelle 117 bis Tabelle 122). Für Energiezufuhr und Energiedichte sind in den
Analysen ebenso wie für die Wasser- und Makronährstoffzufuhr keine eindeutigen
Unterschiede zwischen den geschätzten Mittelwerten der drei Statusgruppen erkennbar.
Hinsichtlich der Ballaststoffzufuhr über das Frühstück ist zu erkennen, dass der
geschätzte Mittelwert in der hohen Statusgruppe nach allen Analysen jeweils höher ist
als bei Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus. Ein statistisch signifikanter
Unterschied liegt für die Analysen 0 und 1 zwischen mittlerer Statusgruppe und
Referenzgruppe vor.
90
4 Diskussion
Mithilfe der in der EsKiMo-Studie gewonnen Daten ist es erstmals möglich Umfang und
Zusammensetzung des Lebensmittelverzehrs von 6- bis 11-jährigen Kindern in
Deutschland umfassend zu untersuchen. Aus den Erhebungsdaten lassen sich
Aussagen über die Energie- und Nährstoffzufuhr sowie die Energie- und Nährstoffdichte
der Kost ableiten. Von besonderem Interesse ist die Analyse sozialer Unterschiede in
der Ernährung, da hierzu bislang keine detaillierten Informationen vorliegen. Bevor die
Ergebnisse beurteilt werden, ist es sinnvoll die methodische Vorgehensweise bei der
Datenerhebung und Datenauswertung zu diskutieren, sowie die Stärken und
Schwächen zu reflektieren.
4.1 Möglichkeiten und Grenzen der Studie
4.1.1 Repräsentativität
Um die vorliegenden Ergebnisse richtig interpretieren zu können, ist es notwendig die
Möglichkeiten und Grenzen der Ernährungsstudie als KiGGS-Modul (EsKiMo-Studie) zu
bedenken. In der EsKiMo-Studie wurde der Verzehr von über 1.200 Kindern im Alter von
sechs bis elf Jahren erhoben. Die Stichprobe stellt eine Unterstichprobe des Kinder- und
Jugendgesundheitssurveys (KiGGS) dar. Die Stichprobenziehung wurde randomisiert
und nach Geschlecht und Alter stratifizierte in für Deutschland repräsentativen Städten
und Gemeinden vorgenommen. Die Datenerhebung fand von Januar bis Dezember
2006 statt. Die Daten von 61 % der eingeladenen Probandinnen und Probanden gingen
in die Auswertungen ein. Mittels Gewichtungsfaktor wurde sichergestellt, dass die
Verteilung der Merkmale Wohnregion, Alter und Geschlecht in Studienpopulation und
Zielpopulation (Bevölkerung) übereinstimmen (Repräsentativität). Einschränkend muss
gesagt werden, dass absolute Repräsentativität auf allen Ebenen bei freiwilligen Feld-
studien nicht zu erreichen ist und daher eine Verzerrung der Ergebnisse (Response
Bias) nicht ausgeschlossen werden kann [Latza et al. 2004]. Eine genaue Einschätzung
der Repräsentativität ist jedoch aufgrund fehlender Vergleichsdaten nicht möglich. Die in
Verzehrsstudien häufig beobachtete Tendenz besonders Personen mit hohem
Bildungsniveau einzubeziehen [Rockett und Colditz 1997], scheint für die EsKiMo-Studie
91
nicht vorzuliegen. Ein Vergleich der Schulabschlüsse der Eltern der Teilnehmenden mit
den entsprechenden Anteilen unter Erwachsenen in Deutschland spricht für eine gute
Übereinstimmung [Mensink und Heseker 2008]. Trotz der großen Anstrengungen, die
zur Teilnehmergewinnung unternommen wurden (wiederholte Kontaktaufnahme per
Brief und Telefon, Aufwandsentschädigung) können teilweise Verzerrungen nicht
ausgeschlossen werden. Beispielsweise sind Kinder mit niedrigem Sozialstatus häufiger
unter den Nicht-Teilnehmenden zu finden als unter den Probandinnen und Probanden.
Gleiches gilt für Kinder mit Migrationshintergrund und / oder Adipositas, wobei ihr Anteil
in der niedrigen Statusgruppe höher ist als in den beiden anderen Statusgruppen. Dabei
ist zu berücksichtigen, dass die betreffenden Angaben zum Zeitpunkt des KiGGS
verglichen wurden. Diese Daten waren zu Zeiten der EsKiMo-Studie bis zu drei Jahren
alt, sodass Veränderungen wahrscheinlich sind. Beispielsweise hat sich bei 14 % der an
der EsKiMo-Studie Teilnehmenden der Sozialstatus seit dem KiGGS verändert (jeweils
7 % hatten zum Zeitpunkt des KiGGS einen höheren oder niedrigeren Sozialstatus als
zur Erhebungszeit der EsKiMo-Studie).
4.1.2 Validität
Zur Erhebung des Verzehrs wurden 3-Tage-Ernährungstagebücher eingesetzt. Von den
Eltern wurde gemeinsam mit den Kindern notiert, was zu welcher Uhrzeit, an welchem
Ort und in welcher Menge verzehrt wurde. Ein Vorteil dieser Erhebungsmethode ist,
dass der Verzehr prospektiv erhoben wird und daher detaillierte Angaben zum
Lebensmittelverzehr möglich sind. Im Vergleich zu anderen Erhebungsmethoden wie
z. B. Häufigkeitsfragebögen wird für ein Verzehrsprotokoll mehr Zeit und Motivation
benötigt. Es wird jedoch bei Kindern mit dieser Methode die größte Fehlerfreiheit
erreicht [Crawford et al. 1994; Rockett und Colditz 1997]. Die Angaben der
Verzehrsmengen erfolgten anhand von Haushaltsmaßen, Stückangaben oder im
Fotobuch dargestellten Portionsgrößen. Dafür wurde das EPIC-SOFT Picture Book for
Estimation of Food Portion Sizes [van Kappel et al. 1994] speziell für Kinder hinsichtlich
Lebensmittelauswahl und Portionsgrößen angepasst. Da Mengen nicht abgewogen
werden mussten, wurde die Belastung der teilnehmenden Familien vergleichsweise
gering gehalten. Es besteht jedoch die Gefahr, dass Mengen falsch eingeschätzt
wurden. Studien, die den Einsatz von Fotos zur Identifizierung von Portionsgrößen
getestet haben, kamen jedoch zu positiven Ergebnissen. Demnach haben Fotoserien –
besonders wenn altersgemäße Portionsgrößen verwendet werden – das Potenzial die
92
Erfassung von Verzehrsmengen bei Kindern zu verbessern [Foster et al. 2006]. Die bei
der Schätzung auftretenden Fehler sind auf Gruppenebene gering [Lillegaard et al.
2005] und werden durch die Zusammenarbeit von Eltern und Kind möglicherweise
weiter reduziert. Es hat sich gezeigt, dass Kinder bis zu einem Alter von zwölf Jahren
eine relativ gute Compliance aufweisen, da sie neugierig und enthusiastisch sind die
Protokollführung zu unterstützen. Außerdem findet bei den meisten Kindern das Essen
und Trinken im Beisein der Eltern statt, sodass diese den Lebensmittelverzehr richtig
wiedergeben können [Livingstone et al. 2004]. Wie der vorab durchgeführte Pretest
ergeben hat, war die Anleitung zum Führen des Tagebuches gut umzusetzen und der
notwendige Zeitaufwand vertretbar. Zur Gewährleistung einer hohen Datenqualität
wurden umfassende qualitätssichernde Maßnahmen unternommen (unter anderem
Recherche von Stückgewichten und Inhaltsstoffen, Plausibilitätskontrollen für alle
Tagebücher sowie ihrer Codierung, Klärung von Unklarheiten mit Eltern). Trotzdem kann
nicht davon ausgegangen werden, dass alle Verzehrsprotokolle valide und damit frei
von zufälligen und systematischen Fehlern sind. Auf der einen Seite ist es möglich, dass
Lebensmittel verzehrt wurden, aber in den Eintragungen in zu geringer Menge
angegeben sind oder ganz fehlen (Underreporting). Umgekehrt ist es auch möglich,
dass verzehrte Lebensmittel in zu hoher Menge angegeben werden oder aber
Lebensmittel notiert werden, die tatsächlich nicht verzehrt wurden (Overreporting). Es ist
wahrscheinlich, dass sozial erwünschte („gesunde“) und unerwünschte („ungesunde“)
Lebensmittel nicht gleichermaßen von falschen Angaben betroffen sind und sich die
fehlerhaften Angaben daher nicht gegenseitig ausgleichen [Baxter et al. 2007].
Vermutlich betrifft systematisches Overreporting besonders „gesunde“ Lebensmittel und
Underreporting besonders „ungesunde“ Lebensmittel [Livingstone et al. 2004].
Selektives Underreporting „ungesunder“ Lebensmittel (entspricht etwa „geduldeten
Lebensmitteln“) und Overreporting „gesunder“ Lebensmittel (z. B. Obst und Gemüse)
würde für die präsentierten Ergebnisse bedeuten, dass die Kost tatsächlich ungünstiger
zusammengesetzt wäre als erhoben wurde. Auf Nährstoffebene würde in der Folge
wahrscheinlich die Fett- und Zuckerzufuhr sowie Energiezufuhr und -dichte unterschätzt,
jedoch die Mikronährstoffdichten überschätzt.
Ein Einflussfaktor für die Validität der Angaben stellt der Sozialstatus dar. Einerseits ist
es denkbar, dass geringe Bildung (z. B. wegen schlechterer Schreibfähigkeit) in Under-
reporting resultiert. Zudem tritt Underreporting bei Menschen mit Übergewicht vermehrt
auf. Der Anteil Übergewichtiger ist wiederum in niedrigen Sozialstatusgruppen erhöht
[Livingstone und Black 2003]. Da in der EsKiMo-Studie Kinder mit Übergewicht und
93
niedrigem Sozialstatus tendenziell unterrepräsentiert sind, ist das Ausmaß des Under-
reportings in dieser Studie möglicherweise vergleichsweise gering. Andererseits ist
denkbar, dass das größere Gesundheitsbewusstsein von Menschen mit höherer Bildung
ebenfalls zu Underreporting führt. Streng genommen ist ein Verzehrsprotokoll auch
dann nicht valide, wenn alles richtig protokolliert wurde, aber der Verzehr durch das
Protokollieren beeinflusst wurde (Under-, Overeating).
Aus Validierungsstudien mit doppelt markiertem Wasser (
2
H
218
O) ist bekannt, dass
Verzehrserhebungen einen Hang zur Unterschätzung der Energiezufuhr haben
[Livingstone und Black 2003]. Es muss davon ausgegangen werden, dass unverzerrte
Schätzungen auf Gruppenebene am ehesten bei jüngeren Kindern möglich sind, nicht
jedoch bei Jugendlichen [Livingstone et al. 2004]. Wie stark die EsKiMo-Studie von
dieser Verzerrung betroffen ist, lässt sich mit den zur Verfügung stehenden Mitteln nicht
bestimmen. Trotzdem wurde der Versuch unternommen den Anteil derjenigen
Probanden zu ermitteln, die vergleichsweise wenig Energie protokolliert haben. Dazu
wurde das individuelle Verhältnis von errechneter Energiezufuhr zu errechnetem
Energieverbrauch bestimmt. Anhand von alters- und geschlechtsspezifischen Grenz-
werten, die für Dortmunder Kinder mit geringer körperlicher Aktivität geschaffen wurden
[Sichert-Hellert et al. 1998], ließen sich Probandinnen und Probanden mit auffällig
niedriger Energiezufuhr (sogenannte Underreporter) identifizieren. Langfristig würde
eine entsprechend niedrige Energiezufuhr zu einer Verringerung des Körpergewichts
führen. Gemäß dieser Vorgehensweise ist das Vorliegen von Underreporting besonders
bei 10- bis 11-Jährigen sowie Kindern mit Übergewicht oder Adipositas wahrscheinlich,
was in Übereinstimmung mit den Beobachtungen anderer Studien ist. Dennoch müssen
die Schwächen des Konzepts zur Erkennung von Underreportern bedacht werden.
Entscheidend ist die zugrunde liegende Annahme, dass Verzehrsstudien die
gewöhnliche Zufuhr (durchschnittliche Zufuhr über lange Zeit) der Individuen messen
[Livingstone und Black 2003]. Tatsächlich ist die gewöhnliche Zufuhr durch die
Erfassung weniger aufeinanderfolgender Tage nicht möglich, da der Verzehr neben
inter-individuellen Unterschieden auch starken intra-individuellen Schwankungen von
Tag zu Tag unterliegt, die für die einzelnen Nährstoffe sehr unterschiedlich sein können
[Subcommittee on Criteria for Dietary Evaluation et al. 1986, 17ff.]. Das Varianz-
Verhältnis von intra- und inter-individueller Variabilität der Nährstoffzufuhr ist bei Kindern
sogar noch höher als bei Erwachsenen [Livingstone et al. 2004]. Zudem ist die
individuelle körperliche Aktivität nicht bekannt, sodass der angenommene Physical
Activity Level (PAL) möglicherweise falsch ist. Der Anteil der Underreporter gibt vielmehr
94
auf Gruppenebene einen Hinweis auf die Unterschätzung der Zufuhrmenge. Folgen des
Underreportings können sein, dass der Anteil derjenigen mit suboptimaler Zufuhr
überschätzt wird [Livingstone und Black 2003]. Für die EsKiMo-Studie ist dies
besonders für die höchste Altersklasse relevant.
Bislang besteht kein Konsens darüber, wie mit Underreporting bei der Datenauswertung
umgegangen werden soll. Valide Studien lassen sich nicht durch das simple Aus-
schließen von Underreportern erreichen [Black et al. 1991]. Bislang ist es nicht möglich,
mithilfe statistischer Verfahren für zufällige und systematische Fehler zu adjustieren.
Daher wird empfohlen, bei der Datenauswertung alle Probanden einzuschließen und
dabei für die Energiezufuhr zu adjustieren. Dieses Vorgehen kann jedoch die auf
selektivem (systematischem) Underreporting beruhenden Verzerrungen nicht beseitigen
[Livingstone und Black 2003]. Außerdem wird empfohlen bei der Dateninterpretation zu
berücksichtigen, dass manche Zufuhrmengen unterschätzt, andere hingegen
überschätzt werden [Livingstone et al. 2004]. Insgesamt ist es nicht möglich, mit hoher
Sensitivität und Spezifität invalide Verzehrsprotokolle zu entdecken und so interne
Validität garantieren zu können. Das Dilemma ist, dass interne Validität notwendig ist,
um die Ergebnisse verallgemeinern zu können. Um das Ausmaß des Underreportings
abschätzen zu können und zu berechtigten Verallgemeinerungen kommen zu können,
werden in der vorliegenden Arbeit zwei verschiedene Strategien angewendet. Einerseits
wird wie empfohlen für die Energiezufuhr statistisch adjustiert (Modell 2 und 2*).
Andererseits werden alle Modellrechnungen sowohl mit als auch ohne Underreporter
durchgeführt. Insgesamt ergeben die Regressionsanalysen, bei denen Underreporter
ausgeschlossen sind, weniger signifikante Gruppenunterschiede als die Regressions-
analysen, die alle Kinder berücksichtigen. Dies kann ein Hinweis auf Underreporting
sein. Eine weitere mögliche Ursache ist, dass die p-Werte aufgrund der geringeren
Probandenzahl erhöht sind. Insgesamt erscheinen die bedeutsamen Ergebnisse jedoch
sowohl hinsichtlich Lebensmittelgruppen als auch Nährstoffen robust gegenüber
Underreporting.
4.1.3 Statistische Tests
Die statistische Auswertung beruht sowohl auf deskriptiven als auch analytischen
Herangehensweisen. Zunächst einmal ist es hilfreich die Daten durch Angabe eines
mittleren Wertes kombiniert mit Werten, die eine Abschätzung der Streuung zulassen,
95
zusammenfassen. Aufgrund der überwiegend nicht normalverteilten Variablen werden
Median sowie 25. und 75. Perzentilen zur Beschreibung der Daten verwendet. In der
Ernährungsepidemiologie werden üblicherweise jeweils eindimensional die Unter-
schiede zwischen den Geschlechtern sowie Altersklassen untersucht. Durch die
vorgenommenen Stratifizierungen werden Vergleiche mit alters- und geschlechts-
spezifischen Referenzwerten ermöglicht. Ergänzend gibt der verwendete Kruskal-Wallis-
Test Auskunft darüber, ob sich die Gruppen hinsichtlich der Werteverteilung unter-
scheiden. Ein Vorteil dieser Vorgehensweise ist, dass einerseits ein Überblick über den
Lebensmittelverzehr und die Nährstoffzufuhr gegeben werden kann. Andererseits ist
durch den Vergleich der im Mittel erreichten Zufuhrwerte mit den Referenzwerten eine
Beurteilung möglich. Abhängig von der Fragestellung ist es jedoch nachteilig, dass bei
diesen statistischen Verfahren nicht mehrere Aspekte (z. B. Alter und Geschlecht)
gleichzeitig berücksichtigt werden können. Es besteht die Gefahr, dass die Missachtung
der vielfältigen zugrunde liegenden Einflussfaktoren zu unzulässigen Schluss-
folgerungen führt. Wenn Ziel der Auswertungen ist, die Unterschiede in der Ernährung
von sozialen Gruppen zu identifizieren, kommt ebendieser Aspekt zum Tragen. Die
deskriptive Statistik kann in diesem Fall einen ersten Eindruck von Unterschieden
zwischen Sozialstatusgruppen vermitteln. Ergänzend können Korrelationsanalysen
Hinweise auf die Stärke des statistischen Zusammenhangs zwischen zwei Variablen
geben (z. B. zwischen Verzehrsmenge und Sozialstatus). Auch wenn die beiden
Verfahren zu konsistenten Ergebnissen kommen, ist die Aussagekraft dennoch als
gering zu bewerten, da weitere Einflussfaktoren nicht berücksichtigt werden.
Prinzipiell gilt, dass die Möglichkeit Zusammenhänge bzw. Gruppenunterschiede in den
Zufuhrmengen festzustellen dadurch geschwächt wird, dass die intra-individuellen
Schwankungen von Tag zu Tag im Vergleich zu den inter-individuellen Unterschieden
groß sind [Sempos et al. 1985; Willett 1998]. Um die Varianz zumindest teilweise zu
erklären, werden zur Untersuchung sozialer Unterschiede in der Ernährung ergänzend
multivariate Regressionsanalysen durchgeführt. Das gewählte Verfahren für lineare
Regressionen bei komplexen Stichproben ermöglicht zudem die Berücksichtigung des
Cluster-Stichprobendesigns. Ohne Berücksichtigung des Stichprobendesigns wären die
p-Werte insgesamt kleiner und häufiger signifikant, was falsche Schlussfolgerungen
nach sich ziehen würde. Durch die Verwendung logarithmierter abhängiger Variablen
wird die weitgehende Übereinstimmung mit den Annahmen, die linearen Regressions-
analysen zugrunde liegen, erreicht. Um größtmögliche Transparenz zu schaffen, werden
die Ergebnisse dreier Modelle präsentiert. Anhand des Modells 0, das für keine Variable
96
adjustiert, lässt sich der Einfluss des statistischen Testverfahrens erkennen. Insgesamt
ergeben die Regressionsrechnungen nach Modell 0 für weniger Variablen signifikante
Unterschiede zwischen den Statusgruppen als der Kruskal-Wallis-Test. Aufgrund des
konservativen Verfahrens [Robert Koch-Institut 2007, 8] war dies zu erwarten. Gleich-
zeitig wird für die niedrige und die mittlere Statusgruppe differenziert angegeben, ob ein
statistisch signifikanter Unterschied zur Referenzgruppe besteht. Dadurch sind kon-
kretere Aussagen zu Gruppenunterschieden möglich. Modell 1 adjustiert für Alter und
Geschlecht, die wie gezeigt wichtige Einflussfaktoren für Verzehrs- und Zufuhrmengen
sind. Im Modell 2 schließlich sind weitere Einflussfaktoren berücksichtigt. Tritt nach
Modell 2 für Verzehrs- oder Zufuhrmengen ein statistisch signifikanter Unterschied
zwischen den Statusgruppen auf, so ist dies nicht auf Unterschiede hinsichtlich
Geschlecht, Alter, gesamte Energiezufuhr, Wohnregion, Jahreszeit der Erhebung oder
ausgewählte Lebensstilfaktoren zurückzuführen. Falls ein statistisch signifikanter
Zusammenhang besteht, darf nicht auf einen ursächlichen Zusammenhang zwischen
Sozialstatus und Verzehrs- oder Zufuhrmengen geschlossen werden. Da es sich bei der
EsKiMo-Studie um eine Querschnittserhebung handelt, sind Rückschlüsse auf Ursache
und Wirkung grundsätzlich unzulässig.
Dass Kinder mit niedrigem Sozialstatus die kleinste Statusgruppe darstellen, hat
Einfluss auf die Ergebnisse. Es ist zu erwarten, dass selbst wenn die statistischen
Kennzahlen (MW, KI) auf gleichartige Unterschiede hinweisen, aufgrund der unter-
schiedlichen Gruppengröße in der niedrigen Statusgruppe seltener signifikante Unter-
schiede zur Referenzgruppe bestehen als in der mittleren Statusgruppe. Zudem ist die
niedrige Statusgruppe besonders inhomogen hinsichtlich Migrations- und Gewichts-
status der Kinder, was ebenfalls die Wahrscheinlichkeit nicht signifikanter Gruppen-
unterschiede erhöht.
4.2 Ernährung von Kindern in Deutschland
4.2.1 Lebensmittelverzehr
Eine Beurteilungsmöglichkeit der erhobenen Zufuhrmengen bieten die Empfehlungen
zur Lebensmittelauswahl der DGE, die im „Ernährungskompass“ (bestehend aus
„Ernährungskreis“ und vier Pyramidenseiten) dargestellt sind. Bei entsprechender
Umsetzung hinsichtlich Quantität und Qualität ist eine vollwertige Ernährung sowie das
97
Erreichen der D-A-CH-Referenzwerte sichergestellt. Die Empfehlungen sind prinzipiell
für Erwachsene erarbeitet worden. Es kann aber von einer allgemeinen Gültigkeit auch
für Kinder ausgegangen werden, da die zugrunde liegenden „10 Regeln der DGE“ unter
anderem im Hinblick auf das zunehmende Übergewicht bei Kindern formuliert wurden.
Daher werden die Empfehlungen der DGE im Folgenden als Orientierung für die
Ermittlung des Verbesserungsbedarfs herangezogen. Im Optimalfall sollten wie im
„Ernährungskreis“ angegeben insgesamt 73 % der verzehrten Lebensmittel (ohne
Getränke) pflanzlichen Ursprungs sein (30 % Getreideerzeugnisse und Kartoffeln, 26 %
Gemüse, 17 % Obst). 25 % der Verzehrsmenge sollten tierische Lebensmittel (18 %
Milchprodukte, 7 % Fleisch, Wurst, Fisch und Eier) sein. Aus ernährungsphysiologischer
Sicht nicht empfehlenswerte Lebensmittel finden dabei keine Berücksichtigung. Öle und
Fette sollen 2 % ausmachen. Getränke sollen in etwa so viel wiegen wie die übrigen
Lebensmittel zusammen. Der „Ernährungskreis“ wird ergänzt durch die Pyramiden-
seiten, die für vier Lebensmittelkategorien Empfehlungen gemäß dem ernährungs-
physiologischen Wert von Lebensmitteln enthalten. Dabei werden nicht nur die optimale
Auswahl, sondern alle verfügbaren Lebensmittel berücksichtigt [Stehle et al. 2005].
Aufgrund der vorliegenden Lebensmittelgruppierung in der EsKiMo-Studie ist eine ein-
deutige Zuordnung zu den vier Lebensmittelkategorien nicht vollständig möglich. So
lässt sich Wasser als Zutat (z. B. in Gemüsesuppe oder Bratenfonds) keiner Kategorie
zuordnen. Süßwaren beinhalten sowohl Lebensmittel überwiegend pflanzlichen
Ursprungs (z. B. Müsliriegel) als auch tierischen Ursprungs (z. B. Milcheis). Die Lebens-
mittelgruppe Säfte und Saftgetränke enthält sowohl Lebensmittel, die zur Kategorie
pflanzliche Lebensmittel (z. B. Orangensaft), als auch zu Getränken (z. B. Orangen-
nektar) zählen. Die vorgenommene bestmögliche Zuordnung ist daher teilweise
ungenau, lässt aber aussagekräftige Rückschlüsse auf den Verzehr (überwiegend)
pflanzlicher Lebensmitteln und (überwiegend) tierischer Lebensmittel sowie Getränke,
Öle und Fette zu.
Insgesamt weist die Kost von Kindern im Vergleich zu den Empfehlungen eine deutlich
abweichende Zusammensetzung auf. Um den DGE-Empfehlungen gerecht zu werden,
müsste die Kost von Kindern zu einem deutlich größeren Anteil aus pflanzlichen
Lebensmitteln und zu einem geringeren Anteil aus tierischen Lebensmitteln bestehen.
Auch die Lebensmittelauswahl innerhalb der beiden Lebensmittelkategorien müsste
verändert werden, um den DGE-Empfehlungen näher zu kommen. Bei den pflanzlichen
Lebensmitteln ist zum einen der Verzehr von Gemüse zu gering. Gemüse sollte in
98
größerem Umfang als Obst zugeführt werden. Tatsächlich ist der Gemüseverzehr noch
niedriger als der Obstverzehr. Zum anderen müsste der Konsum von Vollkornprodukten
stark gesteigert werden. Ein Großteil der Kinder verzehrt kein Brot aus Vollkorn. Noch
seltener kommt es vor, dass Teigwaren oder Reis aus Vollkorn verzehrt werden. Auch
wenn der Verzehr von Vollkornprodukten bei Mädchen signifikant höher ist als bei
Jungen, gilt für beide Geschlechter, dass der Verzehr dieser an Mikronährstoffen und
Ballaststoffen reichen Lebensmittel viel zu gering ist. Süßwaren, Kuchen und Backwaren
zählen zu den Lebensmittelgruppen, die nur in geringem Umfang verzehrt werden
sollten. Tatsächlich machen Süßwaren nach Obst, Brot und Gemüse einen großen
Anteil des Verzehrs pflanzlicher Lebensmittel aus. Verglichen mit den Empfehlungen
wird von Kindern zu viel von diesen fett- und zuckerreichen Lebensmitteln verzehrt.
Dass Milch und Milchprodukte sowie Käse und Quark den überwiegenden Anteil der
tierischen Lebensmittel darstellen und die meisten Kinder auch fettreduzierte Produkte
verzehren, kommt den Empfehlungen nahe. Die erkennbare Tendenz, dass mit
höherem Alter der Kinder der Anteil der Milch und Milchprodukte zugunsten von Fleisch
und Wurstwaren abnimmt, ist jedoch nicht wünschenswert. Zudem sollte Fleisch
gegenüber Wurstwaren stärker bevorzugt werden. Fisch zählt zu den besonders
empfehlenswerten tierischen Lebensmitteln, macht insgesamt aber nur einen geringen
Anteil an der Lebensmittelkategorie aus. Der Verzehr von Lebensmitteln tierischen
Ursprungs sollte folglich durch weniger Wurstwaren und dafür mehr Fisch sowie bei
älteren Kindern auch mehr Milchprodukte gekennzeichnet sein. Die verzehrten Öle und
Fette bestehen überwiegend aus pflanzlichen Quellen. Dies stimmt grundsätzlich mit
den Empfehlungen überein. Der Umfang des Getränkeverzehrs entspricht weitgehend
den Empfehlungen. Die Getränkeauswahl ist jedoch nicht optimal. Es sollten über-
wiegend energiefreie Getränke (Wasser, Tee) sowie energiearme Getränke (stark
verdünnte Säfte) zum Durstlöschen getrunken werden. Vor diesem Hintergrund wären
ein höherer Verzehr von Tee oder Wasser als Getränk und eine Reduktion des Verzehrs
von Limonaden wünschenswert. Als negativ ist insbesondere zu bewerten, dass der
Limonadenkonsum mit steigendem Alter zunimmt.
Eine weitere Möglichkeit zur Beurteilung des Lebensmittelverzehrs bieten die Verzehrs-
empfehlungen des FKE. In der Optimierten Mischkost werden altersspezifische Lebens-
mittelmengen für Kinder empfohlen, um eine Nährstoffzufuhr gemäß den D-A-CH-
Referenzwerten zu erreichen. Dabei wird zwischen empfehlenswerten Lebensmitteln,
über die 90 % der Energiezufuhr und 100 % der Nährstoffzufuhr erfolgen, und
„geduldeten Lebensmitteln“, die die übrige Energie liefern, unterschieden. Neben
99
Verzehrsempfehlungen pro Tag bzw. Woche werden auch differenziert für Mahlzeiten
Empfehlungen ausgesprochen [Alexy et al. 2008a; b]. Um möglichst genaue Vergleiche
von erhobenen und empfohlenen Zufuhrmengen zu ermöglichen, wurden die Lebens-
mittelgruppen entsprechen zusammengefasst. Dabei muss berücksichtigt werden, dass
sich die altersgemäßen Verzehrsmengen auf 4- bis 6-Jährige (nicht nur 6-Jährige), 7-
bis 9-Jährige und 10- bis 12-Jährige (nicht nur 10- bis 11-Jährige) beziehen. Daher ist
zu erwarten, dass die Empfehlungen von 6-jährigen Kindern tendenziell eher über-
schritten, von 10- bis 11-jährigen Kindern jedoch unterschritten werden.
In Abbildung 10 bis Abbildung 16 sind für Jungen und Mädchen der drei Altersklassen
die absoluten Verzehrsmengen sowie die in der Optimierten Mischkost empfohlenen
Mengen dargestellt.
0
200
400
600
800
1.000
1.200
1.400
Mädchen Jungen Mädchen Jungen Mädchen Jungen
6 Jahre 7 - 9 Jahre 10 - 11 Jahre
Empfehlung
Median (P25 - P75)
Getränke / Tag [g]
Abbildung 10: Verzehr von Getränken pro Tag (P25, P50, P75) im Vergleich zu altersgemäßen Referenzmengen
bei Mädchen und Jungen differenziert nach Altersklasse
100
0
50
100
150
200
250
300
Mädchen Jungen Mädchen Jungen Mädchen Jungen
6 Jahre 7 - 9 Jahre 10 - 11 Jahre
Empfehlung
Median (P25 - P75)
Obst / Tag [g]
Abbildung 11: Verzehr von Obst pro Tag (P25, P50, P75) im Vergleich zu altersgemäßen Referenzmengen bei
Mädchen und Jungen differenziert nach Altersklasse
0
50
100
150
200
250
300
Mädchen Jungen Mädchen Jungen Mädchen Jungen
6 Jahre 7 - 9 Jahre 10 - 11 Jahre
Empfehlung
Median (P25 - P75)
Gemüse / Tag [g]
Abbildung 12: Verzehr von Gemüse pro Tag (P25, P50, P75) im Vergleich zu altersgemäßen Referenzmengen
bei Mädchen und Jungen differenziert nach Altersklasse
101
0
100
200
300
400
500
600
Mädchen Jungen Mädchen Jungen Mädchen Jungen
6 Jahre 7 - 9 Jahre 10 - 11 Jahre
Empfehlung
Median (P25 - P75)
stärkereiche Lebensmittel / Tag [g]
Abbildung 13: Verzehr von stärkereichen Lebensmitteln pro Tag (P25, P50, P75) im Vergleich zu altersgemäßen
Referenzmengen bei Mädchen und Jungen differenziert nach Altersklasse
0
100
200
300
400
500
600
Mädchen Jungen Mädchen Jungen Mädchen Jungen
6 Jahre 7 - 9 Jahre 10 - 11 Jahre
Empfehlung
Median (P25 - P75)
Milch(-erzeugnisse) / Tag [g]
Abbildung 14: Verzehr von Milch(-erzeugnissen) pro Tag (P25, P50, P75) im Vergleich zu altersgemäßen
Referenzmengen bei Mädchen und Jungen differenziert nach Altersklasse
102
0
20
40
60
80
100
120
Mädchen Jungen Mädchen Jungen Mädchen Jungen
6 Jahre 7 - 9 Jahre 10 - 11 Jahre
Empfehlung
Median (P25 - P75)
Fleisch(-erzeugnisse) / Tag [g]
Abbildung 15: Verzehr von Fleisch(-erzeugnissen) pro Tag (P25, P50, P75) im Vergleich zu altersgemäßen
Referenzmengen bei Mädchen und Jungen differenziert nach Altersklasse
0
100
200
300
400
500
600
700
Mädchen Jungen Mädchen Jungen Mädchen Jungen
6 Jahre 7 - 9 Jahre 10 - 11 Jahre
Empfehlung
Median (P25 - P75)
„geduldete Lebensmittel" / Tag [kcal]
Abbildung 16: Verzehr von „geduldeten Lebensmitteln“ pro Tag (P25, P50, P75) im Vergleich zu altersgemäßen
Referenzmengen bei Mädchen und Jungen differenziert nach Altersklasse
Beim Vergleich der Verzehrsmengen mit den in der Optimierten Mischkost empfohlenen
altersgemäßen Mengen fallen in unterschiedlichem Maße Abweichungen auf. Der
Getränkeverzehr ist im Median jeweils geringfügig geringer als die Referenzmenge.
103
Lediglich bei 6- sowie 7- bis 9-jährigen Mädchen ist der Getränkeverzehr vergleichs-
weise niedrig. Obst und Gemüse werden von den meisten Kindern in zu geringer Menge
verzehrt. Der Obstverzehr entspricht im Median 52 % der Empfehlung, wobei die
empfohlene Menge um so schlechter erreicht wird, je höher die Altersklasse ist. Die
Empfehlungen zum Gemüseverzehr werden im Median zu 40 % erreicht, sodass hierbei
eine noch größere Differenz zur Empfehlung besteht als beim Obstverzehr. Auch
stärkereiche Lebensmittel werden von Kindern zu wenig verzehrt (im Median 53 % der
Empfehlung erreicht). Da die Zufuhrmenge in dieser Lebensmittelkategorie relativ
konstant in den Altersklassen bleibt, während die empfohlene Menge deutlich ansteigt,
vergrößert sich die Differenz um so mehr, je höher die Altersklasse ist. Zudem sollten
mindestens 50 % des verzehrten Getreides aus Vollkorn sein. Ein entsprechender
Vollkornanteil wird jedoch noch nicht einmal bei Brot erreicht. Der Verzehr von Milch(-
erzeugnissen) entspricht in höherem Maße (im Median zu 88 %) als die zuvor
genannten Lebensmittelkategorien den Empfehlungen der Optimierten Mischkost. Es ist
jedoch ebenso zu verzeichnen, dass die Zufuhrempfehlung mit steigendem Alter in
geringerem Maße erreicht wird. Zudem ist bei Mädchen die Zufuhrhöhe geringer als bei
Jungen. Insgesamt muss dabei berücksichtigt werden, dass für diese Berechnung die
unterschiedlichen Arten von Milch(-erzeugnissen) mit Umrechnungsfaktoren multipliziert
werden mussten, um den unterschiedlichen Calciumgehalt zu berücksichtigen [vgl.
2.4.2]. In der Optimierten Mischkost entsprechen 100 ml Milch etwa 30 g Weichkäse
oder 15 g Schnittkäse. Für die EsKiMo-Studie wurde ermittelt, dass 41,7 g Weichkäse,
Frischkäse und Quark oder 13,5 g Schnitt- und Hartkäse im Calciumgehalt 100 g Milch,
Joghurt, Buttermilch und Kefir entsprechen. Diese Unterschiede in der Berechnung
können die Beurteilung der Verzehrsmengen der Milch(-erzeugnisse) beeinflussen.
Lebensmittel aus der Kategorie Fleisch(-erzeugnisse) werden verglichen mit den alters-
gemäßen Verzehrsmengen überreichlich konsumiert (im Median 138 %), insbesondere
von Jungen. Für Fisch und Eier wurden die auf eine Woche bezogenen altersgemäßen
Verzehrsmengen in Tagesportionen umgerechnet, da der Erhebungszeitraum nur drei
Tage umfasste. Der Fischverzehr erfüllt die Empfehlung im Median zu 0 %. Die Mittel-
werte des Fischverzehrs entsprechen ungefähr den altersgemäßen Verzehrsmengen;
die Standardabweichungen sind dabei verhältnismäßig groß. Das bedeutet, dass mehr
als die Hälfte der Kinder im Erhebungszeitraum keinen Fisch verzehrt hat, manche
Kinder hingegen reichlich Fisch gegessen haben. Wie groß der Anteil derjenigen Kinder
ist, die über eine Woche betrachtet zu wenig Fisch verzehren, kann daraus nicht
abgeleitet werden. Es könnte vermutet werden, dass seltener Eierverzehr ebenfalls die
104
Ursache dafür ist, dass die mediane Verzehrsmenge im Vergleich zu den alters-
gemäßen Referenzmengen gering erscheint (im Median 42 %). Eine geeignetere
Erklärung ist jedoch, dass die Lebensmittelgruppe Eier nicht den gesamten Eierverzehr
umfasst. Während Eier aus Gerichten in dieser Kategorie inbegriffen sind, trifft dies auf
Eier als Bestandteil von Kuchen und Teigwaren nicht zu. Somit liegt eine Unter-
schätzung des tatsächlichen Verzehrs vor. Aus vergleichbarem Grund ist wahrscheinlich
auch der Verzehr von Fetten vergleichsweise gering (im Median 41 %). Für „geduldete
Lebensmittel“ werden die altersgemäßen Mengen von den meisten Kindern deutlich
überschritten (im Median 236 %), insbesondere von Jungen.
Um die Referenzmengen der Optimierten Mischkost zu erreichen, müssten 6- bis 11-
jährige Kinder durchschnittlich pro Tag 90 g mehr Obst, 121 g mehr Gemüse und 200 g
mehr stärkehaltige Lebensmittel verzehren. Umgekehrt müsste der Verzehr von
Fleisch(-erzeugnissen) um 27 g und von „geduldeten Lebensmitteln“ um 290 kcal
reduziert werden. Die Verzehrsmengen der übrigen Lebensmittelkategorien entsprechen
im Durchschnitt aller Kinder den jeweiligen Empfehlungen (betrifft Fisch), oder über-
steigen (betrifft Getränke) oder unterschreiten (betrifft Milch(-erzeugnisse), Eier, Fette)
sie nur in nicht relevantem Maße.
Trotz der beiden verschiedenen Vergleichsgrundlagen (Lebensmittelpyramide und
Optimierte Mischkost) ist das Fazit gleich. Die Kost von Kindern ist aktuell nicht so aus-
gewogen, wie sie unter präventiven Gesichtspunkten sein sollte. Ein höherer Anteil
pflanzlicher Lebensmittel (insbesondere Gemüse, Obst und Vollkornprodukte) sowie
energiefreier Getränke wäre wünschenswert. Reduziert werden sollte der Verzehr von
Fleisch(-erzeugnissen) sowie Süßwaren.
4.2.2 Nährstoffzufuhr
Der BLS ist das Standardinstrument zur Auswertung von ernährungsepidemiologischen
Studien in Deutschland. Er enthält etwa 10.000 Lebensmittel, darunter frische Lebens-
mittel, zubereitete Gerichte und Rezepturen. Für etwa 1.200 unverarbeitete Lebensmittel
liegen analysierte Nährstoffmengen vor. Alle übrigen Nährstoffmengen wurden unter
Berücksichtigung von Gewichtsausbeute- und Nährstofferhaltungsfaktoren berechnet.
Der BLS enthält bislang keine hersteller- bzw. markenspezifischen Nährstoffangaben
und keine angereicherten Lebensmittel [Hartmann et al. 2006]. Um dem zu begegnen,
105
wurden in den relevanten Produktgruppen umfangreiche Recherchen durchgeführt und
die Nährstoffdatenbank dadurch optimiert. Zudem wurden Supplemente als Nährstoff-
quellen berücksichtigt. Einschränkend muss hierzu gesagt werden, dass die Hersteller-
angaben bei angereicherten Lebensmitteln und Supplementen grundsätzlich eher
geringer sind als die tatsächlich vorhandenen Vitamin- und Mineralstoffmengen. Die
berechneten Energie- und Nährstoffzufuhrmengen stellen damit bestmögliche
Näherungen an die tatsächlichen Zufuhrmengen dar. Insbesondere bei Mikronähr-
stoffen, die angereichert werden, besteht jedoch möglicherweise eine Unterschätzung
der Zufuhr.
Die D-A-CH-Referenzwerte ermöglichen eine Abschätzung der Versorgungslage auf
Gruppenebene. Für Einzelpersonen sind sie nur Zielgrößen, deren Überschreiten eine
Unterversorgung sehr unwahrscheinlich macht bzw. deren Unterschreiten die
Wahrscheinlichkeit einer unzureichenden Versorgung erhöht [Deutsche Gesellschaft für
Ernährung et al. 2000, 10]. Für Kinder muss berücksichtigt werden, dass es sich bei den
Referenzwerten um interpolierte Werte für die Mitte des jeweiligen Altersbereichs
handelt. Die zum Vergleich herangezogenen Referenzwerte gelten für 4- bis 6-Jährige,
7- bis 9-Jährige und 10- bis 12-Jährige. Folglich ist zu erwarten, dass die Referenzwerte
in der Gruppe der 6-jährigen Kinder eher überschritten werden, bei 10- bis 11-jährigen
Kindern ist hingegen eine geringere Zufuhr wahrscheinlich.
Die Referenzwerte für die Energiezufuhr gelten für „Personen mit einem BMI im Normal-
bereich und mit entsprechender körperlicher Aktivität“ und beruhen auf den Referenz-
maßen von Körpergröße und -gewicht [Deutsche Gesellschaft für Ernährung et al. 2000,
31]. In der EsKiMo-Studie sind z. B. 7- bis 9-jährige Jungen (Mädchen) im Mittel
4 (6) cm größer und 2 (2) kg schwerer als die Referenzmaße. Dies kann teilweise auf
Messfehler der Eltern zurückzuführen sein. Beim Vergleich der Referenzmaße mit
anthropometrischen Messergebnissen, die im Rahmen des KiGGS nach standardi-
sierten Verfahren gewonnen wurden, zeigt sich aber auch, dass Kinder aktuell größer
und schwerer sind [Stolzenberg et al. 2007]. Ein BMI im Normalbereich liegt bei 80 %
der Kinder im Kollektiv der EsKiMo-Studie vor. Zugleich ist die körperliche Aktivität der
Kinder und damit ihr Energieverbrauch nicht bekannt. Diese drei Aspekte haben zur
Folge, dass aus einem Vergleich mit derzeitigen Referenzwerten nicht abzuleiten ist, ob
die Energiezufuhr der Kinder adäquat ist. Insgesamt entspricht bei 84 % der Kinder die
Energiezufuhr mindestens 75 % des alters- und geschlechtsspezifischen Referenzwerts.
1 % der Kinder erfüllen höchstens 50 % des Referenzwerts für Energie. In Abbildung 17
106
ist für die drei Altersklassen bei Jungen und Mädchen differenziert dargestellt, inwiefern
dem Referenzwert für Energie entsprochen wird.
Kinder [%]
5511 7
20
41
34
20
44 47
48
41
60
76
44 45
30
16
0
20
40
60
80
100
Mädchen Jungen Mädchen Jungen Mädchen Jungen
6 Jahre 7 - 9 Jahre 10 - 11 Jahre
über 100 %
über 75 % bis 100 %
über 50 % bis 75 %
über 25 % bis 50 %
bis 25 %
erreichter Referenzwert
für Energie
Abbildung 17: Prozentuale Anteile der Mädchen und Jungen differenziert nach Altersklasse und erreichter
Zufuhrmenge im Vergleich zum Referenzwert für Energie
Bei den erhobenen Energiezufuhrwerten ist die verhältnismäßig geringe Energiezufuhr
bei 10- bis 11-jährigen Jungen auffällig. Im Durchschnitt nimmt die Energiezufuhr bei
Jungen über die Altersklassen hinweg zu, im Median ist sie jedoch in der höchsten
Altersklasse geringer als bei 7- bis 9-jährigen Jungen. Obwohl der Energie-Referenzwert
für Jungen jeweils höher ist als für Mädchen desselben Alters, ist die mediane Zufuhr
bei 10- bis 11-jährigen Jungen niedriger als bei gleichaltrigen Mädchen. Ein Erklärungs-
ansatz ist, dass in dieser Gruppe vermehrt Underreporting vorliegt. Vielleicht sind
Jungen davon stärker betroffen als Mädchen, da sie sich mehr außer Haus aufhalten
und ihre Eltern die verzehrten Lebensmittel weniger gut protokollieren konnten. Es ist
aber auch denkbar, dass der Energiebedarf 10- bis 11-jähriger Jungen geringer ist als
angenommen wird. Möglicherweise unterscheiden sich Mädchen und Jungen in diesem
Alter kaum in ihrem Energiebedarf für Wachstum und körperliche Aktivität.
Die Anteile von Kohlenhydraten und Fett an der Energiezufuhr entsprechen ober-
flächlich betrachtet den Referenzwerten, bei genauerer Betrachtung werden jedoch
relevante Abweichungen deutlich. Zunächst einmal ist positiv, dass in allen Alters-
klassen bei Jungen und Mädchen Kohlenhydrate entsprechend dem Referenzwert im
107
Median zu über 50 % zur Energiezufuhr beitragen. Ein geringer Energieanteil aus
Kohlenhydraten (weniger als 50 EN%) liegt jedoch bei 32 % der Kinder vor. Zudem ist
negativ zu bewerten, dass es sich bei den zugeführten Kohlenhydraten nicht über-
wiegend um Polysaccharide (Stärke) handelt. Statt dessen bestehen die zugeführten
Kohlenhydrate zur Hälfte aus Mono- und Disacchariden. Ähnliches gilt für die Fettzufuhr.
Der durchschnittliche Anteil von 32 % an der Energiezufuhr durch Fett liegt im Bereich
des Referenzwerts von 30 – 35 %. Jedoch ist bei 29 % der Kinder der Energieanteil aus
Fett hoch (mindestens 35 EN%). Wiederum ist die Zusammensetzung nicht optimal.
Unter der Annahme, dass wie bei Erwachsenen gesättigte und ungesättigte Fettsäuren
im Verhältnis 1 : 2 zueinander stehen sollten und auf mehrfach ungesättigte Fettsäuren
7 – 10 % der Energiezufuhr entfallen sollte, ist die Zufuhr gesättigter Fettsäuren zu hoch
und mehrfach ungesättigter Fettsäuren zu niedrig. Die Proteinzufuhr überschreitet im
Median den D-A-CH-Referenzwert um mehr als das Doppelte und auch die 75.
Perzentilen liegen weit oberhalb der Referenzwerte. Folglich ist eine Unterversorgung
mit Protein bei Kindern sehr unwahrscheinlich. Insgesamt bedeuten die Ergebnisse,
dass die Relation der Makronährstoffe in der Energiezufuhr modifiziert werden sollte.
Einerseits sollten weniger Mono- und Disaccharide und mehr Polysaccharide zugeführt
werden. Andererseits wären eine Reduktion der Zufuhr gesättigter Fettsäuren und eine
Steigerung der Zufuhr mehrfach ungesättigter Fettsäuren wünschenswert.
Die mediane Wasserzufuhr unterschreitet in allen Altersklassen bei Mädchen den je-
weiligen Referenzwert. Bei Jungen ist die Wasserzufuhr nur bei 10- bis 11-Jährigen
relativ niedrig. Da nur 15 % der Kinder bis zu 75 % des Referenzwerts für Wasser
erfüllen, kann insgesamt von einer ausreichenden Wasserzufuhr ausgegangen werden,
auch wenn der durch körperliche Aktivität bedingte Wasserbedarf nicht bekannt ist.
Die Zufuhr fettlöslicher Vitamine überschreitet nur im Fall von Vitamin K im Median aller
Gruppen den Referenzwert um ein Vielfaches. Vitamin A wird von Jungen im Median
gemäß dem Referenzwert zugeführt, bei Mädchen ist die Zufuhr bei 7- bis 9-Jährigen
und 10- bis 11-Jährigen etwas zu gering. Die Zufuhr von Vitamin E ist bei 6-Jährigen
leicht höher als der Referenzwert, von älteren Kindern wird er im Median nicht mehr
erfüllt. Die größte Abweichung zwischen Ist und Soll betrifft Vitamin D. Der Referenzwert
für Vitamin D wird in allen Gruppen im Median maximal zu 30 % erfüllt. Mindestens
75 % des Referenzwertes erreichen 100 % der Kinder für Vitamin K, 69 % für Vitamin-A,
64 % für Vitamin E und 8 % für Vitamin D. Fast alle wasserlöslichen Vitamine werden
gemessen an den Referenzwerten von der Mehrzahl der Kinder reichlich zugeführt. In
108
allen Alters- und Geschlechtsgruppen werden die Referenzwerte von Thiamin, Ribo-
flavin, Niacin, Pyridoxin, Biotin, Vitamin B
12
und Vitamin C im Median überschritten. Die
Pantothensäurezufuhr entspricht nur bei 6-jährigen Jungen im Median dem Referenz-
wert und ist in den anderen Gruppen etwas zu niedrig. Die Differenz zwischen dem
Referenzwert für Folat und der erfassten Zufuhr ist in allen Alters- und Geschlechts-
gruppen groß. Zufuhrmengen, die mindestens 75 % des Referenzwerts entsprechen,
liegen vor bei 99 % der Kinder für Niacin und Pyridoxin, bei 98 % bzw. 96 % der Kinder
für Biotin bzw. Vitamin B
12
, bei 91 % bzw. 90 % der Kinder für Thiamin bzw. Riboflavin,
bei 77 % bzw. 67 % der Kinder für Vitamin C bzw. Pantothensäure und bei 29 % der
Kinder für Folat. Dabei erfüllen Jungen die Referenzwerte in noch höherem Maße als
Mädchen (abgesehen von Thiamin, Riboflavin, Niacin und Vitamin C bei 10- bis 11-
Jährigen). Insbesondere die Folatzufuhr muss in allen Gruppen als unzureichend be-
zeichnet werden. Kritische Vitamine, die von Kindern in zu geringem Maße zugeführt
werden, sind demnach die Vitamine A, D und E, Pantothensäure und Folat. Das Risiko
einer unzureichenden Zufuhr besteht insbesondere bei Mädchen der höheren Alters-
klassen.
Kalium, Magnesium, Phosphor und Zink werden von fast allen Kindern so reichlich
zugeführt, dass die medianen Zufuhrmengen dieser Mineralstoffe in allen Altersklassen
bei Jungen und Mädchen oberhalb der Referenzwerte liegen (außer für Phosphor bei
10- bis 11-jährigen Jungen und Mädchen). Der Anteil von Kindern, der mindestens 75 %
des Referenzwerts erfüllt, beträgt 98 % bzw. 97 % für Kalium bzw. Magnesium, 95 % für
Zink und 90 % für Phosphor. Eine andere Situation besteht für Calcium, dass von 72 %
der Kinder in Höhe von mindestens 75 % des Referenzwerts zugeführt wird. In der
Gruppe der 6-Jährigen übersteigt die mediane Calciumzufuhr den Referenzwert, in den
höheren Altersklassen ist die Zufuhr vergleichsweise gering. Auch Eisen wird tendenziell
von älteren Kindern zu wenig zugeführt, insbesondere von 10- bis 11-jährigen Mädchen.
Insgesamt beträgt die Eisenzufuhr bei 80 % der Kinder mindestens 75 % des Referenz-
werts. Grundsätzlich lässt sich aus vergleichsweise geringen Zufuhrwerten aber nicht
auf eine Unterversorgung mit Eisen schließen. Dies liegt in der unterschiedlichen Bio-
verfügbarkeit von Eisen aus tierischen und pflanzlichen Quellen sowie der Beein-
flussung der Absorption durch andere Nahrungsbestandteile begründet. Natrium-,
Chlorid- und Jodzufuhr wurden nicht analysiert, da der Einsatz von (jodiertem) Salz in
der Lebensmittelproduktion und -zubereitung nur unzureichend durch Verzehrs-
erhebungen zu erfassen ist. Aus dem Jod-Monitoring im KiGGS ist bekannt, dass die
Jodversorgung (beurteilt anhand Jodurie) von Kindern und Jugendlichen relativ niedrig
109
ist, jedoch kein Mangel besteht [Thamm et al. 2007]. Insgesamt stellen sich damit
Calcium und Eisen als die kritischen Mineralstoffe in der Kost von Kindern dar.
Eine Abschätzung der Mikronährstoffzufuhr insgesamt im Vergleich zu den Referenz-
werten ist anhand des NQI
Menge
möglich. Je weniger der NQI
Menge
von 100 abweicht, um
so besser werden die Referenzwerte erfüllt [Gedrich 2005, 115f.]. Da dieser Index das
harmonische Mittel der IQS ist, reagiert es sensibel auf Ausreißer nach unten [Wirsam
1994]. Der Ausgleich zu niedriger Zufuhrwerte bei einzelnen Mikronährstoffen durch
sehr hohe Zufuhrwerte bei anderen Nährstoffen ist nicht möglich aufgrund der Be-
schränkung der IQS auf maximal 100 (entspricht Erfüllung des Referenzwerts zu 100 %
oder mehr). Der NQI
Menge
wird daher auch als Maß für die Ernährungsqualität betrachtet
[Gedrich 2005, 115f.]. Im vorliegenden Fall beträgt der NQI
Menge
im Median 79. Dies
kann als noch recht gute Nährstoffzufuhr im Vergleich zu den Referenzwerten
interpretiert werden.
Hinsichtlich der Energiedichte wird empfohlen, dass im Bevölkerungsdurchschnitt nicht
mehr als 125 kcal/100 g Lebensmittel (ohne Getränke) zugeführt werden sollten [World
Cancer Research Fund und American Institution for Cancer Research 2007, 378f.]. Dies
entspricht einer Energiedichte von 5,23 kJ/g. Die erhobene mediane Energiedichte
beträgt hingegen in allen Altersklassen bei Jungen und Mädchen mindestens 6 kJ/g. Die
durchschnittliche Energiedichte beläuft sich bei Kindern auf 6,4 kJ/g (entspricht
152 kcal/100 g). Insgesamt weisen nur 15 % der Kinder (12 % der Jungen, 18 % der
Mädchen) Energiedichten in der Kost auf, die den Grenzwert unterschreiten. Das be-
deutet, dass bei der überwiegenden Mehrzahl der Kinder die Energiedichte zu hoch ist.
Entsprechen den D-A-CH-Referenzwerten sollten Kinder in der Kost eine Ballaststoff-
dichte von 2,4 g Ballaststoffe pro MJ (bzw. 10 g/1000 kcal) aufweisen. Dies wird nur von
6-jährigen Mädchen erfüllt. Eine Ballaststoffdichte, die mindestens 75 % des Referenz-
werts entspricht, wird von 81 % der Kinder erreicht.
Die Vitamin-A-Dichte der Kost entspricht im Median bei 7- bis 9- sowie 10- bis 11-
jährigen Jungen dem Referenzwert, ist in den übrigen Gruppen jedoch etwas zu gering.
71 % der Kinder erfüllen den Referenzwert für die Vitamin-A-Dichte zu über 75 %
(detailliert in Abbildung 18). In deutlich geringerem Maße wird dem Referenzwert für die
Vitamin-D-Dichte entsprochen, da 90 % der Kinder eine Vitamin-D-Dichte aufweisen, die
höchstens 75 % des Referenzwerts beträgt (detailliert in Abbildung 19).
110
Kinder [%]
10 10 910 8
25 25 18 21 23 14
26 33
23 13
22
22
39 37 50 57
45 56
5
0
20
40
60
80
100
Mädchen Jungen Mädchen Jungen Mädchen Jungen
6 Jahre 7 - 9 Jahre 10 - 11 Jahre
über 100 %
über 75 % bis 100 %
über 50 % bis 75 %
über 25 % bis 50 %
bis 25 %
erreichter Referenzwert
für Vitamin A-Dichte
Abbildung 18: Prozentuale Anteile der Mädchen und Jungen differenziert nach Altersklasse und erreichter
Nährstoffdichte im Vergleich zum Referenzwert für Vitamin A
Kinder [%]
61 52 40 50
15 18
29
38
38
38
46
13 6
28
21
54
85
5 5 411 10
39
0
20
40
60
80
100
Mädchen Jungen Mädchen Jungen Mädchen Jungen
6 Jahre 7 - 9 Jahre 10 - 11 Jahre
über 100 %
über 75 % bis 100 %
über 50 % bis 75 %
über 25 % bis 50 %
bis 25 %
erreichter Referenzwert
für Vitamin D-Dichte
Abbildung 19: Prozentuale Anteile der Mädchen und Jungen differenziert nach Altersklasse und erreichter
Nährstoffdichte im Vergleich zum Referenzwert für Vitamin D
Pyridoxin, Vitamin B
12
und Vitamin C weisen in der Kost der meisten Kinder Dichten auf,
die oberhalb der Referenzwerte liegen. Der Anteil von Kindern, der mindestens 75 %
des Referenzwerts für die Nährstoffdichte erreicht, beträgt 100 % für Niacin und
111
Pyridoxin, 98 % für Vitamin B
12
, 79 % für Vitamin C und 33 % für Folat (detailliert in
Abbildung 20).
Kinder [%]
43
26 19
45 45
42
43 36 40
41 34
11
17 22 25
9
8
314 16 16
210
26
0
20
40
60
80
100
Mädchen Jungen Mädchen Jungen Mädchen Jungen
6 Jahre 7 - 9 Jahre 10 - 11 Jahre
über 100 %
über 75 % bis 100 %
über 50 % bis 75 %
über 25 % bis 50 %
bis 25 %
erreichter Referenzwert
für Folatdichte
Abbildung 20: Prozentuale Anteile der Mädchen und Jungen differenziert nach Altersklasse und erreichter
Nährstoffdichte im Vergleich zum Referenzwert für Folat
Bei den Mineralstoffdichten beträgt der Anteil von Kindern, der mindestens 75 % des
Referenzwerts für die Nährstoffdichte erfüllt, 100 % für Magnesium und Zink, 91 % für
Eisen (detailliert in Abbildung 21) und 81 % für Calcium (detailliert in Abbildung 22). 10-
bis 11-jährge Mädchen erfüllen die Referenzwerte für die Nährstoffdichten von Eisen
und Calcium insgesamt am schlechtesten. Dies liegt darin begründet, dass die
Referenzwerte in dieser Altersklasse eine deutlich höhere Eisen- und Calciumdichte für
Mädchen als für Jungen vorsehen, die tatsächliche Nährstoffdichten jedoch mit dem
Alter nicht entsprechend ansteigen.
112
Kinder [%]
6 6 3
41
3
51 43 42
33
52
28
43 52 54 66
7
69
0
20
40
60
80
100
Mädchen Jungen Mädchen Jungen Mädchen Jungen
6 Jahre 7 - 9 Jahre 10 - 11 Jahre
über 100 %
über 75 % bis 100 %
über 50 % bis 75 %
über 25 % bis 50 %
bis 25 %
erreichter Referenzwert
für Eisendichte
Abbildung 21: Prozentuale Anteile der Mädchen und Jungen differenziert nach Altersklasse und erreichter
Nährstoffdichte im Vergleich zum Referenzwert für Eisen
Kinder [%]
4 5
16
6
20 13
22 15
39
38
43
32
36
37
43
56
33
53
37 46
0
20
40
60
80
100
Mädchen Jungen Mädchen Jungen Mädchen Jungen
6 Jahre 7 - 9 Jahre 10 - 11 Jahre
über 100 %
über 75 % bis 100 %
über 50 % bis 75 %
über 25 % bis 50 %
bis 25 %
erreichter Referenzwert
für Calciumdichte
Abbildung 22: Prozentuale Anteile der Mädchen und Jungen differenziert nach Altersklasse und erreichter
Nährstoffdichte im Vergleich zum Referenzwert für Calcium
Somit sind die Nährstoffdichten bei denjenigen Vitaminen und Mineralstoffen zu gering,
bei denen auch die Zufuhr insgesamt zu niedrig ist: Vitamin D und Folat bei den meisten
Kindern, Vitamin A, Calcium und Eisen besonders bei Mädchen.
113
Der NQI
Dichte
ermöglicht eine zusammenfassende Abschätzung der relevanten
Nährstoffdichten im Vergleich zu den Referenzwerten. Dieser Index ist bisher in der
Literatur nicht beschrieben worden. Seine Berechnung und Interpretation in vergleichba-
rer Weise wie der NQI
Menge
erscheint jedoch sinnvoll. Im Gegensatz zum NQI
Menge
ist
beim NQI
Dichte
nicht die absolute Zufuhrmenge der Mikronährstoffe entscheidend,
sondern das Verhältnis von Mikronährstoffzufuhr und Energiezufuhr. Dass der NQI
Dichte
75 beträgt und damit niedriger als der NQI
Menge
ist, weist auf eine insgesamt schlechtere
Erfüllung der Referenzwerte für die Nährstoffdichten von Mineralstoffen und Vitaminen
hin. Der NQI
Dichte
ist damit ein etwas sensibleres Maß für die Ernährungsqualität als der
NQI
Menge
.
Eine Verbesserung der Energie- und Nährstoffzufuhr ließe sich durch veränderte Ver-
zehrsgewohnheiten, wie sie in 4.2.1 beschrieben sind, erzielen. So würde die Energie-
dichte der Kost geringer ausfallen, wenn mehr wasser- und ballaststoffreiche Lebens-
mittel verzehrt würden. Eine günstigere Zusammensetzung der Kohlenhydrate könnte
durch einen höheren Verzehr stärkereicher Lebensmittel (z. B. Brot, Kartoffeln) und
geringen Verzehr zuckerreicher Lebensmittel (z. B. Süßwaren, Saftgetränke und
Limonaden) erreicht werden. Die Fettsäurekomposition sowie die Zufuhr fettlöslicher
Vitamine ließe sich durch den Ersatz von tierischen Fetten durch pflanzliche Fette ver-
bessern. Dazu beitragen würden eine Verringerung des Wurstverzehrs und eine
Erhöhung des Fischverzehrs. Durch einen gesteigerten Verzehr von Gemüse und
Vollkornprodukten würden mehr Folat, Vitamin A (in Form von β-Carotin) und
Ballaststoffe zugeführt. Die Zufuhr von Calcium und Eisen zu steigern, ohne vermehrt
auf tierische Lebensmittel zurückzugreifen, erfordert eine geschickte Lebensmittel-
auswahl und -kombination.
4.2.3 Frühstück
Die große Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung zur Gesundheitsförderung und
die Notwendigkeit der Erforschung der dabei bestehenden komplexen Zusammenhänge
stehen außer Frage. Üblicherweise werden in diesem Zusammenhang Zufuhrmengen
einzelner Nährstoffe oder Lebensmittelgruppen analysiert. Dabei wird außer Acht
gelassen, dass Lebensmittelverzehr und Nährstoffzufuhr in Form von mehr oder weniger
strukturierten Mahlzeiten stattfinden. Diese alltäglichen Mahlzeiten stellen die Grundlage
von langfristigen Verzehrsgewohnheiten dar. Unter präventiven Gesichtspunkten ist es
114
wünschenswert, dass bereits im Kindesalter Verzehrsgewohnheiten ausgebildet werden,
die eine ausgewogene Lebensmittelauswahl und Nährstoffzufuhr sicherstellen. Das
Frühstück ist hierbei die Mahlzeit, der eine besondere Bedeutung in der Ernährung von
Kindern beigemessen wird [Rampersaud et al. 2005; Affenito 2007]. Wie im Folgenden
dargestellt wird, werden sowohl kurzfristige als auch langfristige Vorteile des
Frühstückens diskutiert. Demnach dient das Frühstück zum einen in besonderer Weise
der Nährstoffzufuhr und ist damit von hoher Relevanz für eine ausreichende Versorgung
mit Nährstoffen. Zum anderen wird vermutet, dass das Frühstücken der Vorbeugung
von Übergewicht und Adipositas dient. Außerdem wird der Frage nachgegangen, ob die
Einnahme eines Frühstücks die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit von Kindern
fördert.
Bei der Interpretation der vorliegenden Studienergebnisse sind vor allem drei metho-
dische Einschränkungen zu beachten. Einerseits wird der Begriff „Frühstück“ gar nicht
oder sehr unterschiedlich definiert (z. B. „Verzehr zwischen 6 Uhr und 10 Uhr“
[Vagstrand et al. 2006], „vor der Schule zu Hause etwas gegessen oder getrunken“
[Utter et al. 2007], „mehr als nur ein Glas Milch oder Saft“ [World Health Organization
2008, 85]). Andererseits erfolgten die Erhebungen mit unterschiedlicher Genauigkeit
(z. B. Wiegeprotokoll oder Häufigkeitsfragebogen). Außerdem ist es ohne Längsschnitt-
untersuchungen nicht möglich Schlussfolgerungen zu langfristigen Wirkungen des
Frühstücks zu ziehen. Aus den vorliegenden Studienergebnissen lässt sich trotzdem
ableiten, dass Kinder vom Frühstücken profitieren. So ergab eine Übersichtsarbeit von
Artikeln, die zwischen 1970 und 2004 veröffentlich wurden, dass die Zufuhrempfeh-
lungen für Mikronährstoffe und Ballaststoffe von Kindern eher erreicht werden, wenn
gefrühstückt wird. Personen, die das Frühstück auslassen, weisen eine insgesamt
geringere Qualität der Kost auf und holen das Nährstoffdefizit im Laufe des Tages nicht
auf. Das Fazit war, dass Frühstücken zu einer insgesamt ausgewogenen Ernährung
beiträgt [Rampersaud et al. 2005]. Eine neuere Studie ergab, dass bei regelmäßig früh-
stückenden Kindern die Wahrscheinlichkeiten des Verzehrs von Obst und Gemüse,
Cerealien und Milch höher und von Wurstwaren, Süßigkeiten und Limonaden geringer
waren als bei Kindern, die manchmal oder nie frühstücken [Utter et al. 2007]. Obwohl
die meisten Studien auf einen starken Zusammenhang zwischen Frühstück und
Energie- und Nährstoffversorgung hinweisen (z. B. [Serra-Majem et al. 2002; Warren et
al. 2003]), ist der Zusammenhang zwischen Frühstück und Körpergewicht weniger gut
belegt. Es bleibt die Vermutung, dass das Auslassen des Frühstücks [Vagstrand et al.
2006; Utter et al. 2007] oder eine ungünstige Zusammensetzung [Warren et al. 2003]
115
die Entstehung von Übergewicht fördern. Zur Verbesserung kognitiver Fähigkeiten durch
die Einnahme eines Frühstücks wurden diverse experimentelle Studien durchgeführt. Es
ist gut belegt, dass sich fehlendes Frühstücken kurzfristig negativ auf die Lernfähigkeit
am Vormittag auswirkt. Studien, die Langzeitfolgen untersucht haben, fanden teilweise
positive Auswirkungen des Frühstückens auf die Schulleistungen [Grantham-McGregor
2005]. Es ist anzunehmen, dass die Studienergebnisse aber von vielen weiteren
Faktoren abhängen wie z. B. der Art der zu lösenden Aufgabe, Alter, Intelligenz,
Ernährungsstatus und Frühstücksgewohnheiten der Testpersonen sowie der
Zusammensetzung des Frühstücks [Bellisle 2004]. Aufgrund methodischer Schwächen
der Studien sind die mittel- und langfristigen Folgen des Frühstückens auf
Aufmerksamkeit, Erinnerungsfähigkeit, Kreativität, Lernfähigkeit sowie die Schul-
leistungen noch in der Diskussion [Grantham-McGregor 2005; Rampersaud et al. 2005].
Insgesamt sind die physiologischen Zusammenhänge von Frühstück und körperlicher
und geistiger Gesundheit bislang nur unzureichend geklärt [Bellisle 2004; Pivik et al.
2006].
Die Empfehlungen, die für das Frühstück von Kindern gegeben werden, reichen von all-
gemeinen Hinweisen (z. B. vielfältige Lebensmittelauswahl [Rampersaud et al. 2005])
bis zu konkreten Angaben (z. B. Mengenverhältnis der Lebensmittelgruppen [Alexy et al.
2008b]). In der Optimierten Mischkost ist das Frühstück als eine von drei Haupt-
mahlzeiten vorgesehen, die etwa 25 % der täglichen Energiezufuhr liefert. Die mengen-
mäßig wichtigsten Lebensmittel sind bei dieser kalten Mahlzeit Milch(-erzeugnisse)
sowie Obst und Gemüse. An dritter Stelle folgen stärkereiche Lebensmittel (Brot und
Getreideflocken). Den geringsten Anteil machen Fleisch(-erzeugnisse) und Fette aus.
Dazu soll Wasser oder Tee getrunken werden. „Geduldete Lebensmittel“ sind nicht als
Bestandteil des Frühstücks vorgesehen. Die auf Mahlzeiten bezogenen Empfehlungen
sind von Musterspeiseplänen und altersgemäßen Tagesverzehrsmengen abgeleitet. Für
das Frühstück werden keinen genauen Mengenangaben gemacht. Statt dessen wird
dem Verhältnis der Lebensmittelgruppen untereinander mehr Bedeutung beigemessen.
Es bietet sich daher an, beim Vergleich mit den Empfehlungen nicht nur die absoluten
Lebensmittelmengen, sondern auch die prozentuale Zusammensetzung einzubeziehen.
Zunächst einmal ist festzustellen, dass die überwiegende Anzahl der Kinder
entsprechend der verwendeten Definition ein Frühstück einnimmt. Nur in seltenen Fällen
wird nicht mehr als ein Getränk gefrühstückt. Bei der Hälfte der Kinder findet das
Frühstücken mindestens drei Mal pro Woche zusammen mit den anderen Haushalts-
116
mitgliedern statt. Die meisten Kinder, die frühstücken, verzehren Lebensmittel aus den
Kategorien Fette und „geduldete Lebensmittel“ (ausgenommen Limonaden), Milch(-
erzeugnisse) und stärkereiche Lebensmittel zum Frühstück. Getränke sind bei über der
Hälfte der Kinder Bestandteil des Frühstücks, Fleisch(-erzeugnisse), Fisch und Eier
sowie Obst und Gemüse werden nur von wenigen Kindern verzehrt. Daraus wird zum
einen ersichtlich, dass ein Getränk zum Frühstück nicht selbstverständlich bei Kindern
ist. Zum anderen haben Obst und Gemüse, die reichlich verzehrt werden sollten, offen-
sichtlich einen geringen Stellenwert. Fett- und zuckerreiche Lebensmittel sind hingegen
von großer Bedeutung.
Die Zusammensetzung des bei Kindern im Durchschnitt vorliegenden Frühstücks weist
von den Milch(-erzeugnissen) als Basis abgesehen insgesamt deutliche Abweichungen
zur empfohlenen Komposition auf. Statt Obst und Gemüse werden mengenmäßig an
zweiter Stelle stärkereiche Lebensmittel sowie Fette und „geduldete Lebensmittel“
verzehrt. Obst und Gemüse werden ebenso wie Lebensmittel aus der Kategorie
Fleisch(-erzeugnisse), Fisch und Eier kaum verzehrt. Im Falle von Obst und Gemüse
widerspricht das der Empfehlungen für das Frühstück. Auch der Getränkeverzehr
entspricht nicht der Optimierten Mischkost aufgrund des hohen Anteils von Saft und
Saftgetränken sowie Limonaden. Wasser und Tee machen nur ungefähr die Hälfte des
Getränkeverzehrs aus.
Insgesamt bestehen zwischen Jungen und Mädchen keine signifikanten Unterschiede
bei der Zusammensetzung des Frühstücks. Nur die Getränkemenge ist bei Jungen
höher als bei Mädchen. Ein höheres Alter ist nicht mit einer positiven Entwicklung zu
mehr Obst und Gemüse sowie weniger fett- und zuckerreichen Lebensmitteln
verbunden. Der Getränkeverzehr verändert sich sogar eindeutig negativ, da bei beiden
Geschlechtern der Anteil von Limonaden am Getränkeverzehr des Frühstücks mit dem
Alter zunimmt. Zudem ist zu bedenken, dass der Anteil der Kinder, die immer
frühstücken, mit höherem Alter sinkt. Auch das Frühstück als Familienmahlzeit findet mit
höherem Alter seltener statt.
Die Verzehrsmenge beim Frühstück macht im Median 14 % der Verzehrsmenge des
gesamten Tages aus. Von der Tagesenergiezufuhr entfallen im Median 16 % auf das
Frühstück. Die meisten Kinder (87 %) führen weniger als 25 % der Tagesenergie über
das Frühstück zu. Fast ein Drittel der Kinder liegt sogar noch unterhalb des Richtwerts
von 12,5 % der Tagesenergie, der in der Optimierten Mischkost die Richtgröße für
117
Zwischenmahlzeiten ist. Das bedeutet, dass das Frühstück bei Kindern in der Regel
nicht den Stellenwert einer (Haupt-)Mahlzeit hat.
Auf Nährstoffebene setzt sich ein Frühstück bei Kindern im Median aus 210 g Wasser,
39 g Kohlenhydraten, 9 g Protein, 8 g Fett und 2 g Ballaststoffen (sowie Mikronähr-
stoffen) zusammen. Die Makronährstoffzusammensetzung beim Frühstück zeichnet sich
gegenüber der Zusammensetzung des gesamten Tages positiv durch einen insgesamt
höheren Kohlenhydratanteil und geringeren Fettanteil aus. Die mediane Energiedichte
des Frühstücks (einschließlich Getränken) ist etwa 10 % höher als die des gesamten
Tages. Da der begründete Verdacht besteht, dass eine hohe Energiedichte in der Kost
die Entstehung von Übergewicht und Adipositas fördert [Drewnowski et al. 2004], ist
eine hohe Energiedichte einzelner Mahlzeiten nicht erstrebenswert. Eine deutlich
geringere Energiedichte des Frühstücks könnte zu einer Reduzierung der gesamten
Energiedichte der Kost betragen. In der Folge würde möglicherweise ein geringerer
Anteil von Kindern eine insgesamt zu hohe Energiedichte der Kost aufweist.
Um den Empfehlungen der Optimierten Mischkost zu entsprechen, müssten Kinder
sowohl mehr zum Frühstück verzehren als auch eine andere Lebensmittelauswahl
treffen. Zunächst einmal wäre es wünschenswert, dass alle Kinder den Tag mit einem
Frühstück beginnen, dass also nicht mit höherem Alter seltener gefrühstückt wird.
Außerdem sollte immer ein energiefreies Getränk dazugehören und häufiger Obst und
Gemüse Bestandteil des Frühstücks sein. Im Gegenzug sollten weniger fett- und
zuckerreiche Lebensmittel zum Frühstück verzehrt werden.
Unter physiologischen Gesichtspunkten sind besonders die Zufuhr von Wasser sowie
der Verzehr von nährstoffreichen, gut sättigenden Lebensmitteln nach nächtlichem
Fasten wichtig. Die Empfehlungen, reichlich energiefreie Getränke, Milch(-erzeugnisse),
stärkereiche Lebensmittel sowie Obst und Gemüse zu verzehren, sind daher nachvoll-
ziehbar. Weniger verständlich ist, warum die umfassend definierte Gruppe der „gedul-
deten Lebensmittel“ in den Empfehlungen für das Frühstück, die der Umsetzung der
Optimierten Mischkost in der Praxis dienen sollen, nicht berücksichtigt werden. Zu den
„geduldeten Lebensmitteln“ zählen in der Optimierten Mischkost auch Frühstücks-
cerealien und süße Brotaufstriche, die bei der Esskultur hierzulande typischerweise zu
einem Frühstück dazugehören.
Zwei Hauptaspekte werden aus dem Vergleich von erhobenem Frühstücksverzehr mit
den Verzehrsempfehlungen deutlich. Zum einen fällt das Frühstück bei den meisten
118
Kindern vergleichsweise gering aus. Zum anderen werden dieselben Lebensmittel-
gruppen beim Frühstück wie im Tagesverlauf in zu geringem Umfang zugeführt.
4.3 Soziale Unterschiede in der Ernährung
Im Folgenden wird aufgezeigt, inwiefern sich Kinder der niedrigen, mittleren und hohen
Statusgruppe in ihrem Lebensmittelverzehr und folglich auch in der Nährstoffzufuhr
unterscheiden. Zudem werden die unterschiedlichen Hypothesen zur Erklärung sozialer
Ungleichheit in der Ernährung diskutiert.
4.3.1 Lebensmittelverzehr
Der Sozialstatus ist insbesondere positiv korreliert mit den Verzehrsmengen von
Lebensmitteln aus den Gruppen Brot aus Vollkorn, Gemüse, tierische Fette und Wasser
als Getränk. Gegenläufige Assoziationen liegen zwischen Sozialstatus und den Ver-
zehrsmengen von Fleisch sowie Limonaden vor. Beim Vergleich der medianen
Verzehrsmengen in den drei Sozialstatusgruppen sind Kinder mit hohem Sozialstatus
diejenigen, die am meisten Brot, Brot aus Vollkorn, Gemüse, Eier, tierische Fette und
Wasser als Getränk verzehren. Kinder mit niedrigem Sozialstatus verzehren verglichen
mit den anderen Statusgruppen im Median am meisten Teigwaren, pflanzliche Fette,
Fleisch und Limonaden. Die altersgemäßen Referenzmengen von Gemüse, Fleisch(-
erzeugnissen) und „geduldeten Lebensmitteln“ werden im Median um so besser
erreicht, je höher der Sozialstatus ist.
Die Regressionsanalysen 0 und 1 kommen überwiegend zu den gleichen Ergebnissen.
Demnach bestehen statistisch signifikante Unterschiede sowohl zwischen niedriger und
hoher Statusgruppe als auch zwischen mittlerer und hoher Statusgruppe für Brot aus
Vollkorn, Fleisch, tierische Fette, Limonaden und Wasser als Getränk. Außerdem ist
zwischen niedriger und hoher Statusgruppe die Verzehrsmenge fettarmer Milch und
Milchprodukte signifikant verschieden. Mittlere und hohe Statusgruppe unterscheiden
sich signifikant in der Verzehrsmenge von Getreide und Reis aus Vollkorn sowie
Gemüse. Wird umfassend für weitere Einflussfaktoren adjustiert (Modell 2), so bestehen
signifikante Unterschiede zwischen niedriger bzw. mittlerer und hoher Statusgruppe nur
für tierische Fette, Fleisch und Limonaden. Darüber hinaus unterscheiden sich mittlere
119
und hohe Statusgruppe in den Verzehrsmengen von Brot aus Vollkorn, Getreide und
Reis aus Vollkorn, Gemüse und Wasser als Getränk. Insgesamt haben sich bei allen
statistischen Herangehensweisen für dieselben Lebensmittelgruppen Zusammenhänge
mit dem Sozialstatus gezeigt. Die erkennbaren Unterschiede im Lebensmittelverzehr
zwischen den Sozialstatusgruppen sind gering, aber dennoch relevant.
Ein Vergleich mit Studienergebnissen aus Deutschland und anderen Ländern ist lediflich
sehr begrenzt möglich. Insgesamt sind nur wenige Studienergebnisse zur sozialen
Ungleichheit in der Ernährung von Kindern publiziert worden. Dabei schränken unter-
schiedliche Erhebungsmethoden, Lebensmittelgruppierungen sowie Definitionen des
Sozialstatus die Vergleichsmöglichkeiten ein. Gute methodische Übereinstimmung
besteht mit einer Studie bei 170 Nürnberger Grundschulkindern (9
-
13 Jahre). Diese
kam zu dem Ergebnis, dass Kinder mit niedrigem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern
mit höherem Sozialstatus mehr Softdrinks, Fast Food und Fleisch verzehrten. Mittels
eines an der Optimierten Mischkost orientierten Ernährungsscores wurde gezeigt, dass
bei Kindern mit niedrigem Sozialstatus eine ungünstigere Ernährungsweise vorlag als in
höheren Statusgruppen [Walter et al. 2008]. Die meisten Studien aus anderen Ländern,
die sich mit der Ernährung von Kindern unterschiedlicher Statusgruppen beschäftigt
haben, kamen zu dem Ergebnis, dass Unterschiede vor allem im Verzehr von Obst und
Gemüse zu finden sind [Darmon und Drewnowski 2008]. Auch eine Meta-Analyse (ohne
Adjustierung) bei Erwachsenen kam zu dem Ergebnis, dass eine positive Assoziation
zwischen höherer Bildung bzw. Beruf und Obst- und Gemüseverzehr besteht [Irala-
Estévez et al. 2000]. Auch für Vollkornbrot, fettarme Milch, stärkereiche Lebensmittel
und Limonaden wurden bei Erwachsenen weitgehend übereinstimmende Zusammen-
hänge festgestellt [Darmon und Drewnowski 2008]. Eine Auswertung von 24-h-Recalls
bei fast 700 finnischen Kindern im Alter von 9, 12 und 15 Jahren ergab, dass sich der
Obstverzehr zwischen Statusgruppen unterscheidet. Kinder verzehrten weniger Obst,
wenn Haushaltseinkommen oder Bildung des Vaters gering waren. In der Gruppe mit
hoher Bildung aßen diejenigen Kinder mehr Obst, bei denen das Haushaltseinkommen
hoch statt niedrig war [Laitinen et al. 1995]. Im Rahmen der enKid Study, bei der in
Spanien der Verzehr von über 3.500 2- bis 24-Jährigen (darunter 225 6- bis 9-Jährige
und 136 10- bis 13-Jährige) mit Hilfe von 24h-Recall und Verzehrshäufigkeitsfragebogen
erfasst wurde, wurden für den Gemüseverzehr Unterschiede gefunden. Es wurde
beobachtet, dass der Anteil von Mädchen, die weniger als zwei Portionen Gemüse pro
Tag verzehrten, in der Gruppe mit hohem Sozialstatus (beinhaltet Bildung und Beruf der
Eltern) sowie bei hohem Bildungsabschluss der Mutter am geringsten war. Für Obst und
120
Milchprodukte wurden keine Unterschiede festgestellt. Bei Jungen wurde für keine
Lebensmittelgruppe ein Zusammenhang mit dem Sozialstatus beobachtet [Aranceta et
al. 2003]. In Edinburgh, Schottland, wurde bei 160 7
-
8 Jahre alten Kindern festgestellt,
dass Kinder mit hohem Sozialstatus (definiert über Beruf der Eltern) am meisten
fettreduziert Milch verzehrten [Ruxton und Kirk 1996].
Ein deutlicher Zusammenhang des Sozialstatus mit dem Obstverzehr, wie er in anderen
Ländern zum Teil festgestellt wurde, lässt sich für Kinder in Deutschland nicht belegen.
Für die anderen Lebensmittelgruppen (Gemüse, Milch und Milchprodukte), sind die
Forschungsergebnisse insgesamt nicht konsistent. Verglichen mit den sozialen
Unterschieden im Lebensmittelverzehr, die in anderen Studien aus Deutschland
festgestellt wurden, bestehen Übereinstimmungen. Zusammenhänge mit dem
Sozialstatus haben sich in der Vergangenheit sowohl für Brot aus Vollkorn [Helmert et
al. 1997; Langnäse et al. 2002], als auch für Gemüse [Gedrich 2005, 119ff.; Max
Rubner-Institut 2008], Fleisch [Gedrich 2005, 119ff.; Walter et al. 2008] und Limonade
[Langnäse et al. 2002; Gedrich 2005, 119ff.; Walter et al. 2008; World Health
Organization 2008, 93ff.] gezeigt. Hinweise auf soziale Unterschiede im Verzehr von
Wasser als Getränk wurden bislang nicht beschrieben.
Insgesamt lässt sich aus den präsentierten Ergebnissen schließen, dass in Deutschland
Kinder mit hohem Sozialstatus eine günstigere Zusammensetzung der Kost aufweisen,
da sie mehr Brot aus Vollkorn, Gemüse und Wasser als Getränk verzehren sowie
weniger Fleisch(-erzeugnisse) und Limonade konsumieren. Besonders deutliche soziale
Unterschiede weist die Zusammensetzung des Getränkeverzehrs auf. Das bei Kindern
der niedrigen Statusgruppe vermehrt vorgefundene Verzehrsverhalten mit hohem Limo-
nadenkonsum ist unter dem Gesichtspunkt der Adipositasprävention negativ zu
bewerten [World Cancer Research Fund und American Institution for Cancer Research
2007, 378f.; Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und
Jugendmedizin et al. 2008]. Es gibt jedoch auch Aspekte, die in der niedrigen Status-
gruppe positiv zu bewerten sind. Dazu zählen der geringere Verzehr tierischer Fette und
der höhere Verzehr fettarmer Milch und Milchprodukte. Insgesamt erfüllen Kinder mit
hohem Sozialstatus in höherem Maße als Kinder der anderen Statusgruppen die alters-
gemäßen Verzehrsempfehlungen für Gemüse, stärkereiche Lebensmittel, Fleisch(-
erzeugnisse) und „geduldete Lebensmittel“.
121
4.3.2 Nährstoffzufuhr
Die Unterschiede im Lebensmittelverzehr schlagen sich weniger in der Energie- und
Makronährstoffzufuhr, als in der Mikronährstoffzufuhr nieder. Die multivariaten Regres-
sionsanalysen ergaben für die Energiezufuhr bei Kindern mit hohem Sozialstatus die
niedrigsten adjustierten Mittelwerte. Bei zusammenfassender Betrachtung der unter-
schiedlichen durchgeführten statistischen Tests bestehen jedoch keine eindeutigen
Unterschiede der Energiezufuhr zwischen den Sozialstatusgruppen. Für die Wasser-
zufuhr gibt es keine Hinweise dafür, dass sich die Statusgruppen unterscheiden. Die
Mediane und adjustierten Mittelwerte der Energiedichten (mit und ohne Getränke)
deuten darauf hin, dass Kinder mit niedrigem Sozialstatus die höchsten Energiedichten
in der Kost aufweisen. Die multivariaten Regressionsanalysen ergaben für die Energie-
dichten nur teilweise signifikante Gruppenunterschiede. Der prozentuale Anteil von Kin-
dern mit Energiedichten (ohne Getränke) oberhalb des Grenzwertes von 125 kcal/100 g
ist mit 91 % in der niedrigen Statusgruppe höher als in mittlerer und hoher Statusgruppe
(82 % bzw. 85 %).
Die Kinder der drei Sozialstatusgruppen unterscheiden sich beim Vergleich der Mediane
in der Makronährstoffzufuhr sowohl absolut betrachtet als auch in ihrem Beitrag zur
Energiezufuhr signifikant voneinander (insbesondere höherer Fettanteil, mehr Mono-
und Disaccharide bei Kindern mit niedrigem Sozialstatus). Die multivariaten Regres-
sionsanalysen widerlegen den Eindruck, dass bei Kindern mit niedrigem Sozialstatus
eine ungünstigere Makronährstoffzusammensetzung als bei Kindern der höheren
Statusgruppen vorliegt. Es zeigt sich in allen Regressionsanalysen, dass die Zufuhr
mehrfach ungesättigter Fettsäuren bei Kindern mit niedrigem Sozialstatus höher ist als
in der Referenzgruppe. Für die Ballaststoffzufuhr sowie die Ballaststoffdichte weisen alle
statistischen Tests auf einen starken Zusammenhang mit dem Sozialstatus hin. Bei
Kindern mit hohem Sozialstatus liegt die höchste Ballaststoffzufuhr und -dichte vor.
Unter den fettlöslichen Vitaminen sind es besonders β-Carotin und Vitamin A (RÄ), für
die eindeutige Unterschiede zwischen den Sozialstatusgruppen nachweisbar sind.
Kinder mit hohem Sozialstatus haben die höchsten Zufuhrmengen sowie Nährstoff-
dichten für β-Carotin und Vitamin A. Bei den wasserlöslichen Vitaminen ist es Vitamin C,
das unabhängig von der statistischen Herangehensweise sowohl höhere Zufuhrmengen
als auch höhere Nährstoffdichten aufweist, je höher der Sozialstatus ist. Für die übrigen
fettlöslichen Vitamine sowie Niacin, Pyridoxin und Biotin sind die Ergebnisse nicht
konsistent. Die Mineralstoffe betreffend sind die Ergebnisse der verschiedenen statis-
122
tischen Herangehensweisen in der Regel nicht deckungsgleich. Gemeinsam ist ihnen
jedoch, dass Unterschiede zwischen Statusgruppen eher für Nährstoffdichten als für
Zufuhrmengen vorliegen. Je höher der Sozialstatus ist, um so höher sind die mittleren
Nährstoffdichten von Kalium, Calcium, Magnesium und Zink. Entsprechend besteht für
den NQI
Dichte
nach allen Testverfahren ein Zusammenhang mit dem Sozialstatus (n. s.
bei Analyse 2*). Für den NQI
Menge
sind die Statusgruppenunterschiede bei uni- und
bivariaten Tests signifikant, nicht jedoch bei multivariaten Regressionsanalysen.
Zusammenfassend lässt sich folgern, dass bei Kindern mit hohem Sozialstatus eine
bessere Mikronährstoffversorgung vorliegt als bei Kindern der niedrigeren Status-
gruppen. Insbesondere die Referenzwerte für die Vitamin- und Mineralstoffdichten
werden bei ihnen in höherem Maße erfüllt.
Die folgenden Abbildungen zeigen, dass die D-A-CH-Referenzwerte in den drei Status-
gruppen zum Teil in unterschiedlichem Maße erfüllt werden. So ist z. B. der Anteil der-
jenigen Kinder, die mindestens 75 % der Referenzwerte für die Ballaststoffdichte sowie
die Zufuhr von Vitamin A und Vitamin C erreichen, in der hohen Statusgruppe am
höchsten. Gleichzeitig ist der Anteil derjenigen Kinder, die höchstens 50 % der
Referenzwerte erreichen, in der hohen Statusgruppe am geringsten (Abbildung 23 bis
Abbildung 25).
Kinder [%]
19 23 12
49 44
37
32 32
50
0
20
40
60
80
100
niedrig mittel hoch Sozialstatus
über 100 %
über 75 % bis 100 %
über 50 % bis 75 %
über 25 % bis 50 %
bis 25 %
erreichter Referenzwert
für Ballaststoffdichte
Abbildung 23: Prozentuale Anteile der Kinder differenziert nach Sozialstatus und erreichter Nährstoffdichte
im Vergleich zum Referenzwert für Ballaststoffe
123
Kinder [%]
18 12 6
20
20
17
17 24
24
44 43 52
0
20
40
60
80
100
niedrig mittel hoch Sozialstatus
über 100 %
über 75 % bis 100 %
über 50 % bis 75 %
über 25 % bis 50 %
bis 25 %
erreichter Referenzwert
für Vitamin A
Abbildung 24: Prozentuale Anteile der Kinder differenziert nach Sozialstatus und erreichter Zufuhrmenge im
Vergleich zum Referenzwert für Vitamin A
Kinder [%]
5
810 6
14 12 12
20 16 16
53 60 64
0
20
40
60
80
100
niedrig mittel hoch Sozialstatus
über 100 %
über 75 % bis 100 %
über 50 % bis 75 %
über 25 % bis 50 %
bis 25 %
erreichter Referenzwert
für Vitamin C
Abbildung 25: Prozentuale Anteile der Kinder differenziert nach Sozialstatus und erreichter Zufuhrmenge im
Vergleich zum Referenzwert für Vitamin C
124
Studien aus anderen Ländern konnten nur für wenige Nährstoffe Unterschiede zwischen
Sozialstatusgruppen bei Kindern belegen. Die Energiezufuhr wies in keiner Studie
signifikante Unterschiede auf, Energie- und Nährstoffdichten wurden nicht analysiert. In
einer finnischen Studie war die Zufuhr von Vitamin D, Niacin und Vitamin C bei Kindern
mit hohem Sozialstatus höher als bei niedrigem oder mittlerem Sozialstatus [Laitinen et
al. 1995]. In einer Studie aus Schottland wurde bei Kindern mit hohem Sozialstatus die
höchsten Zufuhrmengen von Thiamin, Riboflavin, Vitamin C und Vitamin A erhoben
[Ruxton und Kirk 1996]. Hinweise auf sozioökonomische Unterschiede in der
Mineralstoffzufuhr stammen aus einer Verzehrserhebung mittels 3-Tage-Protokoll bei
über 2.000 9- bis 10-jährigen Mädchen aus Richmond, USA. Je höher die Bildung und je
niedriger das Einkommen der Eltern waren, um so höher war die durchschnittliche
Calciumzufuhr der Mädchen. Außerdem war die Eisenzufuhr um so geringer und die
Kaliumzufuhr um so höher, je höher das Haushaltseinkommen war [Crawford et al.
1995]. Die Makronährstoffzusammensetzung war ebenfalls zum Teil verschieden bei
Kindern unterschiedlicher Sozialstatusgruppen. So hatten Mädchen aus Familien mit
niedrigem Einkommen bzw. niedriger Bildung der Eltern einen höheren Energieanteil
aus Fett als bei hohem Einkommen bzw. hoher Bildung [Crawford et al. 1995]. Im 1987 -
88 Nationwide Food Consumption Survey, bei dem über 3-Tage-Protokolle der
Lebensmittelverzehr von fast 1.400 Kindern im Alter von 1 bis 10 Jahren erhoben wurde,
war die Bildung des Vaters negativ assoziiert mit dem prozentualen Anteil von
gesättigten Fettsäuren an der Energiezufuhr (adjustiert für Alter und Geschlecht)
[Johnson et al. 1994]. In einer anderen Studie hatten Kinder mit hohem Sozialstatus
ebenfalls signifikant niedrigere Energieanteile aus Fett, aber zugleich auch einen
höheren Anteil von Energie aus Kohlenhydraten allgemein und Zucker [Ruxton und Kirk
1996]. In der GLOBE Study konnte im Erwachsenenalter (25
-
78 Jahre) in Abhängigkeit
von der Schulbildung der Mutter ein signifikanter Unterschied in der Fettzufuhr fest-
gestellt werden (betraf bei Männern EN% aus Fett, EN% aus mehrfach ungesättigten
Fettsäuren, Verhältnis mehrfach ungesättigter Fettsäuren zu gesättigten Fettsäuren, bei
Frauen EN% aus gesättigten Fettsäuren, EN% aus einfach ungesättigten Fettsäuren,
berechnet anhand quantitativem Verzehrshäufigkeitsfragebogen) [Giskes et al. 2004]. In
der enKid Study wurde festgestellt, dass die Wahrscheinlichkeit eines hohen
Ernährungsrisikos signifikant erniedrigt war, wenn die Bildung eines Elternteils oder der
Sozialstatus hoch waren (adjustiert für Geschlecht und Alter). Ein hohes Ernährungs-
risiko lag vor, wenn für mindestens drei Nährstoffe weniger als zwei Drittel des
jeweiligen Grenzwerts erreicht wurden [Serra-Majem et al. 2002]. Studien bei
125
Erwachsenen ergaben, dass die gefundenen Assoziationen zwischen Sozialstatus,
Energiezufuhr sowie Makronährstoffkomposition nicht statistisch signifikant oder
inkonsistent waren. Eindeutigere Hinweise bestehen hingegen für Zusammenhänge
zwischen Sozialstatus und Mikronährstoffzufuhr [Darmon und Drewnowski 2008].
Übereinstimmungen mit Beobachtungen aus anderen Studien liegen für die
Unterschiede in der Zufuhr ungesättigter Fettsäuren sowie von Vitamin A und Vitamin C
vor. Die zum Teil beschriebenen Unterschiede in der Mineralstoffzufuhr sowie Makro-
nährstoffzusammensetzung können nicht bestätigt werden. Abweichende Ergebnisse
waren zu erwarten, da die erkennbaren Unterschiede zwischen sozialen Gruppen unter
anderem von den ökonomischen und kulturellen Gegebenheiten der betreffenden
Länder zum Erhebungszeitpunkt sowie von den eingesetzten Erhebungsmethoden und
Nährstoffdatenbanken abhängen. Der Zusammenhang von Sozialstatus und
Nährstoffdichten bei Kindern ist bislang noch nicht beschrieben worden. Aufgrund der
vorliegenden Ergebnisse der EsKiMo-Studie erscheint die Untersuchung der Nährstoff-
dichten verglichen mit der Betrachtung der Zufuhrmengen besser geeignet, um auch
kleine Unterschiede in der Ernährungsqualität aufzudecken.
4.3.3 Frühstück
Unterschiede im Lebensmittelverzehr und der Nährstoffzufuhr bei Kindern mit
unterschiedlich hohem Sozialstatus bestehen bereits beim Frühstück. Auffallend ist,
dass besonders Kinder mit niedrigem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem
Sozialstatus seltener ein Frühstück einnehmen (Wochenenden nicht berücksichtigt) und
seltener gemeinsam mit der Familie frühstücken. Unter den Kindern, die frühstücken, ist
der mediane Anteil des Frühstücks an der Energiezufuhr des Tages um so höher ist, je
höher die Statusgruppe ist. Kinder mit niedrigem Sozialstatus führen häufiger als Kinder
mit hohem Sozialstatus nur wenig Energie über das Frühstück zu. Die
Makronährstoffzufuhr durch das Frühstück weist zwischen den Sozialstatusgruppen
keine eindeutigen und signifikanten Mengenunterschiede auf. Während sich die Status-
gruppen in ihrer Wasserzufuhr durch das Frühstück nicht unterscheiden, bestehen für
die Ballaststoffzufuhr jedoch signifikante Gruppenunterschiede. Ballaststoffe werden
sowohl im Median als auch gemäß den adjustierten Mittelwerten im größten Umfang von
Kindern der hohen Statusgruppe zugeführt. Lebensmittelkategorien, für die nach allen
statistischen Herangehensweisen konsistente Unterschiede zwischen den Status-
126
gruppen bestehen, sind Obst und Gemüse sowie stärkereiche Lebensmittel. Für diese
Lebensmittelkategorien sind die Verzehrsmengen sowohl beim Vergleich der Mediane
als auch der adjustierten Mittelwerte in der hohen Statusgruppe jeweils höher als in den
niedrigeren Statusgruppen. Darüber hinaus bestehen die selben Unterschiede in der
Getränkekomposition beim Frühstück wie bei Betrachtung des gesamten Tages. Bei
Kindern mit niedrigem Sozialstatus stammt ein größerer Anteil der Getränke aus
Limonaden als bei Kindern mit mittlerem und hohem Sozialstatus. Bei Kindern der
hohen Statusgruppe ist der Anteil von energiefreien Getränken (Wasser als Getränk
sowie Tee und Kaffee) insgesamt am höchsten.
Zusammenfassend bedeutet dies, dass insbesondere Kinder der niedrigen
Statusgruppe den Verzehrsempfehlungen für das Frühstück schlechter gerecht werden
als Kinder der höheren Statusgruppen (häufiger fehlendes (gemeinsames) Frühstück,
geringerer Anteil an der Tagesenergie, weniger Obst und Gemüse sowie stärkereiche
Lebensmittel, geringerer Anteil energiefreier Getränke, weniger Ballaststoffe).
In der Literatur ist beschrieben worden, dass bei Kindern mit niedrigem Sozialstatus
bzw. geringem familiären Wohlstand die Wahrscheinlichkeit zu frühstücken am
geringsten ist [Utter et al. 2007; World Health Organization 2008, 85]. Aufgrund dieser
Erkenntnisse sowie des Wissens über die Bedeutung des Frühstücks wird in den USA
die Förderung der Programme für Schulfrühstück gefordert, damit alle Kinder –
besonders aber solche mit niedrigem Sozialstatus – Zugang zu einem nahrhaften
Frühstück erhalten [Affenito 2007]. Die präsentierten Ergebnisse aus der EsKiMo-Studie
zeigen, dass auch in Deutschland Handlungsbedarf besteht und dass dieser bei Kindern
mit niedrigem Sozialstatus besonders groß ist.
4.3.4 Erklärungsansätze
Es gibt vielfältige Hinweise dafür, dass gesundheitliche Ungleichheiten im Kindesalter
bestehen, auch wenn Studien teilweise zu inkonsistenten Ergebnissen kommen und die
Unterschiede insgesamt gering ausgeprägt erscheinen. Neben großen Stichproben
werden daher sensible Erfassungsinstrumente gefordert. Auch die Operationalisierung
des Sozialstatus ist entscheidend, da das Ausmaß sozioökonomisch bedingter gesund-
heitlicher Ungleichheiten von den verwendeten Indikatoren abhängt [Richter und Mielck
2006]. Für die vorliegenden Auswertungen wurde der Sozialstatus der Kinder anhand
127
eines herkunftsbezogenen Indexes operationalisiert, der auf Schul- und Berufs-
ausbildung, beruflicher Stellung und Einkommen der Eltern beruht. Obwohl Bildung,
Einkommen und Berufsstatus korreliert sind, messen sie abhängig von der Zielgröße
unterschiedliche Phänomene und weisen auf verschiedene kausale Zusammenhänge
hin. Sie sind als Indikatoren für den Sozialstatus nicht austauschbar zu verwenden
[Geyer et al. 2006]. Bei Einsatz eines mehrdimensionalen Index, der die wesentlichen
Dimensionen des Sozialstatus umfasst, ist die Gefahr gering, dass Unterschiede
zwischen Statusgruppen unterschätzt werden [Galobardes et al. 2001].
Die Ergebnisse zeigen zudem, dass der Sozialstatus mehr impliziert als nur
Schulbildung, Berufstätigkeit und Einkommen der Eltern. Ein Indiz dafür ist, dass bei
umfassender Adjustierung vergleichsweise wenige Lebensmittelgruppen und Nährstoffe
signifikante Unterschiede zwischen den Statusgruppen aufweisen. Einen anderen
deutlichen Hinweis liefert die Charakterisierung des Kollektivs (2.6.2). Demnach sind in
den drei Statusgruppen gesundheitsrelevante Aspekte des Lebensstils unterschiedlich
verbreitet. Ungünstige Verhaltensweisen bzw. Gewohnheiten finden sich insbesondere
in der niedrigen Sozialstatusgruppe. Dazu zählen einerseits hoher Fernsehkonsum und
seltene sportliche Aktivität, was auf einen insgesamt weniger körperlich aktiven Lebens-
wandel hindeutet. Aber auch problematische Verzehrsgewohnheiten wie das Essen und
Trinken während des Fernsehens oder Spielens, die das Risiko für Übergewicht /
Adipositas erhöhen, sind in der niedrigen Sozialstatusgruppe weiter verbreitet.
Verglichen mit den höheren Statusgruppen, wird in Haushalten mit niedrigem Sozial-
status das Frühstück seltener gemeinsam eingenommen. Hinzu kommt, dass es bei
Familien mit niedrigem Sozialstatus häufiger als in den anderen Statusgruppen
überhaupt keine gemeinsamen Familienmahlzeiten gibt. Auch dies ist negativ zu
beurteilen, da die Häufigkeit gemeinsamer Familienmahlzeiten Auswirkungen auf den
Lebensmittelverzehr und die Energie- und Nährstoffzufuhr haben kann. Der positive
Einfluss von Familienmahlzeiten (adjustiert für Sozialstatus) auf das Verzehrsverhalten
ist bereits beschrieben worden [Neumark-Sztainer et al. 2003].
Eine naheliegende Frage ist, ob eine der drei Dimensionen des Sozialstatus in
besonderer Weise mit sozialen Unterschieden in der Ernährung assoziiert ist. In der
Vergangenheit lag ein besonderes Augenmerk auf den Dimensionen Bildung und
Einkommen, für die jeweils ein maßgeblicher kausaler Zusammenhang mit dem Lebens-
mittelverzehr angenommen wurde. Diese Annahmen sind mit mehreren Problemen
128
behaftet, wie sich aus theoretischen Überlegungen ergibt, aber auch anhand der
Studienergebnisse zeigen lässt.
An der Bildungsthese ist grundsätzlich zu kritisieren, dass (zu) stark vereinfachte
Annahmen getroffen werden, indem erreichter Schul- bzw. Bildungsabschluss mit All-
gemeinbildung und Ernährungsbildung gleichgesetzt wird. Tatsächlich bedarf es noch
einer umfassenden Reform der Ernährungs- und Verbraucherbildung in Schulen, um
den Erwerb von Kenntnissen und Kompetenzen im Bezug auf Lebensmittel und Ernäh-
rung in Fachcurricula und im Schulalltag zu verankern [Oepping und Schlegel-Matthies
2007]. Dennoch wird auch in aktuellen Studien (z. B. [Drescher 2007, 132]) der Schul-
abschluss stellvertretend als Maß für Ernährungswissen und -kompetenz verwendet.
Hinzu kommt, dass bei der Bildungsthese nicht berücksichtigt wird, wer für die
Ernährung im Haushalt verantwortlich ist und welcher Bildungsabschluss bei dieser
Person vorliegt.
Auch die Einkommensthese geht von einem direkten Zusammenhang aus, obwohl dies
eine stark vereinfachte Annahme darstellt. Sind finanzielle Ressourcen ausreichend
vorhanden, ist es nicht zu erwarten, dass sich höheres Haushaltseinkommen in Form
höherer Lebensmittelmengen oder besserer Zusammensetzung der Kost niederschlägt.
Wahrscheinlicher ist, dass sich in niedrigen Einkommensklassen Lebensmittelkosten als
eine Barriere für ausgewogene und nährstoffdichte Kost darstellen [Darmon und
Drewnowski 2008]. So wurde beispielsweise berechnet, dass die Kosten für die
Ernährung eines Kindes (7 Jahre oder älter) entsprechend der Optimierten Mischkost im
Jahr 2007 höher waren als die Regelleistungen des Arbeitslosengelds II für „Nahrung,
Getränke, Tabakwaren“ [Kersting und Clausen 2007]. Daraus ergibt sich für die
betroffenen Familien die Notwendigkeit das benötigte Geld entweder an anderer Stelle
einzusparen, oder (nahezu) kostenfrei Lebensmittel zu erhalten. Dass letztere
Möglichkeit genutzt wird, dafür spricht die ständig ansteigende Zahl von Tafeln in
Deutschland. Zunehmend werden auch Kinder-Tafel Angebote eingerichtet. Bundesweit
sind etwa ein Viertel der Tafel-Kunden Kinder [Bundesverband Deutsche Tafel e. V.
2008].
Von anderen Autoren wird vermutet, dass das Zusammenspiel der einzelnen Dimen-
sionen des Sozialstatus gerade bei niedrigem Haushaltseinkommen relevant ist. So wird
vermutet, dass Eltern mit höherer Bildung trotz knapper finanzieller Ressourcen besser
den Bedürfnissen ihrer Kinder gerecht werden können. Dies wird auf stärker aus-
129
geprägte Handlungskompetenzen oder bessere soziale Einbindung zurückgeführt
[Lampert und Richter 2006]. In einer Studie konnte gezeigt werden, dass höhere Bildung
eine effizientere Nachfrage nach gesundheitsförderlicher, vielfältiger Ernährung
ermöglicht [Drescher 2007, 189f.].
Anhand der in der EsKiMo-Studie gewonnen Daten lässt sich zeigen, dass in Abhängig-
keit von den gewählten Parametern die Thesen sowohl bestätigt als auch widerlegt
werden können. Der Limonadenverzehr ist in allen Einkommensklassen (hier: Index-
score des Haushaltsnettoeinkommens zu drei etwa gleich großen Gruppen zusammen-
gefasst) tendenziell um so niedriger, je höher die Bildung (hier: Indexscore der Bildung
der Mutter) ist. In der niedrigsten Einkommensklasse ist insbesondere bei hohem
Bildungsgrad (mindestens Fachhochschulreife und Lehre) der Limonadenverzehr
besonders niedrig (Abbildung 26). Dies könnte als Beleg für die These von Lampert und
Richter gedeutet werden. Dem widerspricht jedoch, dass ein entsprechender Zusam-
menhang für den Verzehr „geduldeter Lebensmittel“ (einschließlich Limonaden) in Pro-
zent der Referenzmenge der Optimierten Mischkost nicht erkennbar ist (Abbildung 27).
1234567
1 - 3
45 - 7
0
50
100
150
200
250
300
Limonaden [g]
Indexscore Bildung
Indexscore
Einkommen
Abbildung 26: Limonadenverzehr bei Kindern differenziert nach Bildung der Mutter und Haushaltseinkommen
(MW)
130
1234567
1 - 3
5 - 70
50
100
150
200
250
300
350
„geduldete
Lebensmittel"
[% Referenzmenge]
Indexscore Bildung
Indexscore
Einkommen
Abbildung 27: Verzehr „geduldeter Lebensmittel“ in Prozent der altersgemäßen Verzehrsmengen bei Kindern
differenziert nach Bildung der Mutter und Haushaltseinkommen (MW)
1234567
1 - 3
4
5 - 7
0
10
20
30
40
50
60
NQI
Dichte
Indexscore Bildung
Indexscore
Einkommen
Abbildung 28: NQI
Dichte
bei Kindern differenziert nach Bildung der Mutter und Haushaltseinkommen (MW)
131
Die Ernährungsqualität insgesamt (hier: NQI
Dichte
) weist einen leicht positiven
Zusammenhang mit dem Indexscore der Bildung der Mutter auf. Es zeigt sich jedoch
auch, dass bei höherem Einkommen insgesamt höhere Werte des NQI
Dichte
erreicht
werden als bei niedrigem Einkommen (Abbildung 28). Dies ist möglicherweise ein Hin-
weis darauf, dass höhere Bildung bei gleichzeitig hohem Haushaltseinkommen für eine
nährstoffdichte Kost des Kindes förderlich ist.
Diskussionen darüber, ob nun die Bildung (der Mutter) oder doch eher das Einkommen
der Familien darüber entscheiden, wie gut Lebensmittelauswahl und Nährstoffzufuhr
eines Kindes sind, erscheinen müßig. Die Variabilität der individuellen Ernährung kann
sich aufgrund sachlogischer Überlegungen nicht monokausal erklären lassen. Auch die
Berücksichtigung der Wechselwirkungen von Einkommen und Bildung greift noch zu
kurz. In der neueren Literatur finden sich daher auch Vorschläge für komplexe Modelle,
um das Ernährungsverhalten im Jugend- und Erwachsenenalter zu erklären. Entspre-
chend der Sandwich-Theory of Nutritional Behaviour hängt das Ernährungsverhalten
von situationsabhängigen Entscheidungsprozessen ab, auf die biologische, anthro-
pologische, psychische, soziokulturelle, ökonomische und hauswirtschaftliche Deter-
minanten einwirken [Gedrich 2005, 28ff.]. Neben den etablierten Einflussfaktoren
Bildung und Ernährungswissen sowie Einkommen und Lebensmittelkosten werden auch
der sozialen Integration, Motivation, Kompetenzen im Bereich der Lebensmittel-
zubereitung, Wohnort, Herkunft sowie dem Zugang zu Lebensmitteln (Verfügbarkeit und
Vielfalt des Angebots) eine hohe Relevanz zugeschrieben [Darmon und Drewnowski
2008]. Auch Lebensstile, das heißt die Verhaltensmuster der Alltags- und Freizeit-
gestaltung, können eng mit bestimmten Ernährungsverhaltensmustern verbunden sein
[Gerhards und Rössel 2003a, 54ff.]. Speziell für Kinder wird ein komplexes Modell mit
interagierenden Elementen postuliert. Neben finanziellen Ressourcen der Familie und
Charakteristika des Kindes (z. B. Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand, Temperament)
stehen dabei besonders die mütterlichen Ressourcen (z. B. Bildung, Intelligenz,
psychische Gesundheit) im Vordergrund. Die Vorstellung, der Bildungsgrad der Mutter
stehe im direkten Zusammenhang mit der Ernährung des Kindes, wird als unzureichend
betrachtet. Statt dessen wird ein Erklärungsmodell vorgeschlagen, bei dem der Einfluss
der Bildung auf die Ernährung durch weitere Faktoren beeinflusst wird. Dazu zählt das
Wissen der Mutter über Gesundheit bzw. gesundheitsförderliche Ernährung und die
Qualität ihrer Entscheidungen, aber auch die soziale Unterstützung [Wachs 2008].
Mithilfe der in der EsKiMo-Studie gewonnen Informationen ist es nicht möglich,
entsprechende Modelle zu validieren.
132
5 Schlussfolgerung
Die vorliegenden Ergebnisse zeigen auf, in welchen Bereichen die Empfehlungen für
den Lebensmittelverzehr und die Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr bei Kindern
erfüllt werden und wo Verbesserungsbedarf besteht. Zudem war es möglich, auf der
Grundlage einer umfassenden Verzehrserhebung und eines herkunftsbezogenen
mehrdimensionalen Statusindexes, soziale Unterschiede in der Ernährung von Kindern
aufzudecken. Mit dem NQI
Dichte
steht ein neuer Index zur Verfügung, der eine
zusammenfassende Einschätzung der Ernährungsqualität ermöglicht.
Insgesamt ergibt sich ein schlüssiges Bild der Ernährung von Kindern in Deutschland,
aus dem sich eindeutige Handlungsempfehlungen ableiten lassen. Zunächst einmal ist
positiv, dass für die meisten Nährstoffe die Referenzwerte von einem Großteil der
Kinder erreicht werden, sodass eine Unterversorgung unwahrscheinlich ist. Im Detail
werden jedoch Defizite erkennbar. Kritische Nährstoffe sind Vitamin A, Vitamin D,
Vitamin E, Folat, Calcium und Eisen. Zudem ist negativ zu beurteilen, dass die
Zusammensetzungen der Kohlenhydrate und Fette ungünstig sind, die Energiedichte
insgesamt zu hoch und die Ballaststoffdichte relativ gering ist. Dass Kinder mit
niedrigem Sozialstatus in besonderem Maße eine Risikogruppe darstellen, zeigt sich
besonders an einzelnen Nährstoffdichten sowie dem NQI
Dichte
. Demnach werden die
Referenzwerte für die Mikronährstoffdichten insgesamt um so besser erfüllt, je höher die
Statusgruppe ist. Die Nährstoffzufuhr und -dichte ließe sich durch Veränderungen im
Lebensmittelverzehr verbessern. Dazu zählt die Steigerung des Verzehrs pflanzlicher
Lebensmittel und die Reduktion des Verzehrs von fettreichen Fleisch(-erzeugnissen)
sowie Limonaden, Süßwaren, Backwaren und anderen fett- und zuckerreichen Lebens-
mitteln. Die Kost von Kindern mit hohem Sozialstatus ist insgesamt durch eine
günstigere Zusammensetzung (insbesondere des Getränkeverzehrs) gekennzeichnet.
Bereits beim Frühstück zeichnen sich deutliche Differenzen zu den Verzehrs-
empfehlungen sowie Unterschiede zwischen den Statusgruppen ab.
Da Kinder zunehmend im Ganztagsschulbetrieb betreut werden, eröffnen sich im
Rahmen der Schule vermehrt Möglichkeiten auf eine gesundheitsförderliche Ernährung
von Kindern hinzuwirken. Bezogen auf das Frühstück erscheint es notwendig, dass
Kinder in der Schule gemeinsam ein erstes bzw. zweites Frühstück einnehmen. Um ein
insgesamt ausgewogenes Frühstück für alle Kinder sicher zu stellen, ist dabei beson-
133
derer Wert auf die Lebensmittelauswahl zu legen. Dies beinhaltet einerseits das Trinken
von Wasser oder Tee, andererseits eine vielfältige Auswahl pflanzlicher Lebensmittel
(Gemüse, Obst, Vollkornbrot). Auch bei der Mittagsverpflegung sollte der Schwerpunkt
auf nährstoffdichten, pflanzlichen Lebensmitteln liegen, um bekannte Defizite
auszugleichen.
Es konnte bereits vielfach gezeigt werden, dass bei niederschwelligen Angeboten und
Verfügbarkeit von „gesunden“ Lebensmitteln die Wahrscheinlichkeit steigt, dass Kinder
diese Lebensmittel auch verzehren. Möglicherweise bestehende Ablehnung von
Lebensmitteln lässt sich durch die wiederholte Auseinandersetzung damit überwinden.
Zudem wird das Verzehrsverhalten von Kindern auch durch den sozialen Kontext des
gemeinsamen Essens und Trinkens mitbestimmt, der in der Schule geschaffen werden
kann [Patrick und Nicklas 2005]. Darüber hinaus kann im Unterricht nachhaltiges, eigen-
verantwortliches Handeln im Bezug auf Lebensmittel gefördert werden [Oepping und
Schlegel-Matthies 2007]. Zur Frühstückspausengestaltung und Verpflegung in der
Schule [Brüggemann et al. 2007; Deutsche Gesellschaft für Ernährung 2007] sowie zur
Ernährungs- und Verbraucherbildung in Schulen [Oepping und Schlegel-Matthies 2007]
bestehen bereits Konzepte, die in die Praxis umgesetzt werden müssen.
Das Zusammenspiel der verschiedenen Einflussfaktoren auf den Lebensmittelverzehr ist
bislang unzureichend untersucht, sodass auch die Ursachen der sozialen Unterschiede
in der Ernährung noch zu klären sind. Fest steht jedoch, dass die aufgedeckten sozialen
Ungleichheiten in der Ernährung von Kindern das Potenzial haben, langfristig zur
sozialen Ungleichheit in der Gesundheit beizutragen. Daher sollten Handlungskonzepte
zur Verbesserung der Gesundheit von Kindern mit niedrigem Sozialstatus das
Ernährungsverhalten unbedingt berücksichtigen. Zukünftig sind vermehrte interdis-
ziplinäre und Institutionen übergreifende Anstrengungen nötig, um insbesondere bei
Kindern mit niedrigem Sozialstatus eine gesundheitsförderliche Lebensmittelauswahl zu
fördern.
134
6 Zusammenfassung
6.1 Einleitung
Gesundheitliche Ungleichheit zwischen sozialen Gruppen besteht bereits im Kindesalter
in Deutschland. Der Ernährung kommt im Hinblick auf die Erhaltung und Förderung von
Gesundheit eine entscheidende Rolle zu. Bildungs-, Einkommens- und Multi-
faktorenthesen werden zur Erklärung sozialer Ungleichheit in der Ernährung postuliert.
Bislang mangelte es jedoch an einer aktuellen repräsentativen Verzehrserhebung, um
zu ermitteln, inwiefern auch für die Ernährung von Kindern soziale Ungleichheit besteht.
6.2 Material und Methoden
Im Rahmen der Ernährungsstudie als KiGGS-Modul (EsKiMo-Studie) wurde im Jahr
2006 bei 1.234 6- bis 11-jährigen Kindern deutschlandweit der Lebensmittelverzehr
mittels 3-Tage-Ernährungstagebüchern erhoben. Informationen zum sozio-ökono-
mischen Hintergrund der Familien wurden mit einem Fragebogen gewonnen. Die
Einteilung nach niedrigem, mittlerem und hohem Sozialstatus erfolgte anhand eines
herkunftsbezogenen, mehrdimensionalen Statusindex. Zusammenhänge zwischen
Sozialstatus und Ernährung wurden mithilfe deskriptiver Statistiken und multivariater
Regressionsanalysen untersucht.
6.3 Ergebnisse
6.3.1 Lebensmittelverzehr
6- bis 11-jährige Kinder nehmen pro Tag im Median knapp 2.000 g Lebensmittel (davon
etwa 900 g Getränke) zu sich. Mehr als die Hälfte der Verzehrsmenge der Lebensmittel
(überwiegend) pflanzlicher Herkunft machen Brot (davon weniger als ein Fünftel
Vollkornbrot), Obst und Gemüse sowie Süßwaren aus. Der Verzehr von Lebensmitteln
(überwiegend) tierischer Herkunft besteht zu zwei Dritteln aus Milch und Milchprodukten
(davon etwa 40 % fettarme Produkte). Fleisch und Wurstwaren tragen jeweils etwa zu
10 % zum Verzehr von tierischen Lebensmitteln bei. Die verzehrten Fette und Öle
135
stammen überwiegend aus pflanzlichen Quellen. Kinder konsumieren als Getränk an
erster Stelle Wasser gefolgt von Säften und Saftgetränke sowie Limonaden.
Die Kost von Mädchen und Jungen weist zum Teil statistisch signifikante Unterschiede
auf. Jungen verzehren verglichen mit Mädchen mehr Brot, Cerealien, Milch- und Milch-
produkte, Wurstwaren, pflanzliche Fette und Limonaden. Damit ist die gesamte
Verzehrsmenge bei ihnen signifikant höher. Bei Mädchen ist im Gegensatz zu Jungen
der prozentuale Anteil von Obst am Verzehr pflanzlicher Lebensmittel, von Vollkorn-
produkten am gesamten Brot- und Teigwarenverzehr sowie von Käse und Quark am
Verzehr tierischer Lebensmittel signifikant höher.
6.3.2 Nährstoffzufuhr
Die Energiezufuhr beträgt bei Kindern im Median knapp 7.300 kJ und stammt zu mehr
als der Hälfte aus Kohlenhydraten und zu weniger als einem Drittel aus Fetten. Während
die Energiezufuhr von Mädchen insgesamt geringer ist als von Jungen, besteht kein
Geschlechterunterschied in der Makronährstoffzusammensetzung. Die mediane
Energiedichte beträgt unter Berücksichtigung der gesamten Kost 3,8 kJ/g, ohne
Getränke hingegen 6,3 kJ/g. Kinder führen über Lebensmittel im Median über 1,5 l
Wasser (ohne Oxidationswasser) sowie etwa 6 g Ballaststoffe zu. Die Zufuhrmengen
der Makronährstoffe steigen ebenso wie die Zufuhrmengen von Wasser, Ballaststoffen
sowie den meisten Vitaminen und Mineralstoffen über die Altersklassen hinweg an. In
vielen Fällen ist die Zufuhr bei Jungen höher als bei Mädchen. Anders verhält es sich
bei den Mikronährstoffdichten, für die kaum Unterschiede zwischen den Geschlechtern
und Altersklassen erkennbar sind. Der NQI
Menge
beträgt bei Kindern 79, der NQI
Dichte
beträgt 75.
6.3.3 Frühstück
Die meisten Jungen und Mädchen nehmen morgens ein Frühstück ein. Je höher die
Altersklasse ist, um so seltener findet das Frühstück regelmäßig statt (Wochenenden
nicht berücksichtigt) und um so seltener ist das Frühstück eine Familienmahlzeit. Kinder
verzehren zum Frühstück überwiegend Lebensmittel aus den Kategorien Milch(-
erzeugnisse), stärkereiche Lebensmittel, Fette und fett- bzw. zuckerreiche Lebensmittel.
136
Getränke sind bei über der Hälfte der Kinder Bestandteil des Frühstücks. Limonaden,
Saft und Saftgetränken machen durchschnittlich die Hälfte des Getränkeverzehrs beim
Frühstück aus. Die meisten Kinder führen weniger als ein Viertel der Tagesenergie über
das Frühstück zu. Bei fast einem Drittel der Kinder macht das Frühstück weniger als ein
Achtel der Tagesenergie aus. Die über das Frühstück zugeführte Energie stammt im
Median zu 58 % aus Kohlenhydraten, 28 % aus Fett und 13 % aus Protein. Die mediane
Energiedichte beträgt 4,2 kJ/g beim Frühstück.
6.3.4 Soziale Unterschiede in der Ernährung
Unterschiede zwischen den Sozialstatusgruppen sind vielfältig. Sie betreffen das
Verzehrsverhalten (z. B. Familienmahlzeiten, Essen und Trinken während des
Fernsehens oder Spielens), aber auch Aspekte des Freizeitverhaltens (z. B.
Fernsehkonsum, sportliche Aktivität). Die multivariaten Regressionsanalysen zeigen,
dass zwischen Kindern mit niedrigem, mittlerem und hohem Sozialstatus sowohl im
Lebensmittelverzehr, als auch hinsichtlich Mikronährstoffzufuhr und -dichte signifikante
Unterschiede bestehen. Statusgruppenunterschiede liegen insbesondere für die
Verzehrsmengen von Brot aus Vollkorn, Getreide und Reis aus Vollkorn, Gemüse,
tierischen Fetten, Fleisch, Limonaden und Wasser als Getränk vor. Energiezufuhr und
Makronährstoffzusammensetzung weisen keine eindeutigen Zusammenhänge mit dem
Sozialstatus auf. Die Zufuhrmengen mancher Mikronährstoffe (insbesondere Vitamin A
und β-Carotin sowie Vitamin C) sind bei Kindern mit hohem Sozialstatus insgesamt
höher als in den anderen Statusgruppen. Die Ballaststoffdichte sowie mehrere Mikro-
nährstoffdichten (insbesondere Vitamin A, β-Carotin, Vitamin C, Magnesium, Phosphor,
Zink) sind um so höher, je höher der Sozialstatus ist. Die Statusgruppen unterscheiden
sich signifikant in dem Maße, in dem die Referenzwerte für die Mikronährstoffdichten
(NQI
Dichte
) erreicht werden. Bereits das Frühstück unterscheidet sich bei Kindern der drei
Statusgruppen. Bei Kindern der niedrigen Statusgruppe fehlt das (gemeinsame)
Frühstück häufiger, der Verzehr von Obst, Gemüse und stärkereichen Lebensmitteln ist
geringer, energiefreie Getränke machen einen geringeren Anteil aus, der Beitrag zur
gesamten Tagesenergie ist niedriger und es werden weniger Ballaststoffe zugeführt.
137
6.4 Diskussion
Die in der EsKiMo-Studie gewonnene Stichprobe kann als repräsentativ (hinsichtlich
Wohnregion, Alter und Geschlecht, Schulabschlüsse der Eltern) betrachtet werden. Da
intra- und inter-individuelle Variabilität in der Ernährung groß sind und keine Möglichkeit
zur Validierung besteht, sind invalide Verzehrsangaben nicht zu identifizieren. Mithilfe
unterschiedlicher Verfahren wurde versucht das Ausmaß des Underreportings
abzuschätzen (statistische Adjustierung für die Energiezufuhr, Regressionsanalysen
sowohl mit als auch ohne sogenannte Underreporter). Insgesamt erscheinen die bedeut-
samen Gruppenunterschiede gegenüber Underreporting robust. Es ist jedoch möglich,
dass der Anteil der Kinder mit suboptimaler Zufuhr überschätzt wird und die Kost
tatsächlich ungünstiger zusammengesetzt ist als erhoben wurde.
Aus dem Vergleich der verschiedenen eingesetzten statistischen Verfahren lässt sich
schließen, dass univariate bzw. bivariate Betrachtungsweisen (Vergleiche von
Medianen, Korrelationen) zu einer Überschätzung der sozialen Unterschiede in der
Ernährung führen. Selbst bei konservativer, multivariater Schätzung (beinhaltet Berück-
sichtigung des Stichprobendesigns mittels SPSS Complex Samples™ 15.0, sowie von
möglichen Einflussfaktoren wie z. B. Alter, Geschlecht, Lebensumfeld) sind jedoch
signifikante Unterschiede zwischen Sozialstatusgruppen erkennbar.
Die Kost von Kindern enthält im Vergleich zu den Empfehlungen von DGE und FKE
insgesamt einen zu geringen Anteil pflanzlicher Lebensmittel, insbesondere zu wenig
Gemüse und Vollkornprodukte. Im Gegenzug werden Fleisch(-erzeugnisse) und zucker-
und fettreiche Lebensmittel zu reichlich verzehrt. Der Getränkeverzehr besteht zu einem
großen Teil aus Limonaden, Säften und Saftgetränken, die zum Durstlöschen wenig
geeignet sind. Bei Kindern mit niedrigem Sozialstatus liegt verstärkt eine ungünstige
Zusammensetzung der Kost vor. Bereits beim Frühstück zeigen sich Differenzen zu den
Empfehlungen des FKE. Einerseits wird über das Frühstück relativ wenig Energie
zugeführt. Andererseits ist die Zusammensetzung nicht optimal, da vergleichsweise
wenig Obst, Gemüse und stärkereiche Lebensmittel verzehrt werden. Kinder mit
niedrigem Sozialstatus stellen wiederum eine Risikogruppe dar. Sie frühstücken nicht
nur unregelmäßiger und seltener in Gemeinschaft, sondern weisen auch eine weniger
empfehlenswerte Zusammensetzung des Frühstücks auf (z. B. höherer Limonaden-
konsum, geringere Ballaststoffzufuhr). Die D-A-CH-Referenzwerte für die Nährstoff-
zufuhr werden weitgehend erreicht, jedoch ist die Kohlenhydrat- und Fettsäuren-
zusammensetzung nicht optimal und die Zufuhrmengen mancher Mikronährstoffe sind
138
zu gering (Vitamin D, Vitamin E, Folat, Calcium, bei Mädchen außerdem Vitamin A,
Eisen). Unterschiede zwischen Statusgruppen bestehen insbesondere für die
Ballaststoffdichte sowie für Vitamin- und Mineralstoffdichten. Die Referenzwerte für die
Mikronährstoffdichten werden insgesamt um so schlechter erreicht, je niedriger der
Sozialstatus ist. Zudem ist der Anteil derjenigen Kinder mit empfehlungsgemäßer
Energiedichte in der niedrigen Statusgruppe besonders gering. Zum Teil können
Zusammenhänge zwischen Bildung der Mutter bzw. Haushaltseinkommen und der
Ernährung des Kindes aufgezeigt werden. Darüber hinaus sind mit dem Sozialstatus
viele weitere Aspekte verbunden, die zur Erklärung der Unterschiede beitragen können.
6.5 Schlussfolgerung
Mithilfe der im Rahmen der EsKiMo-Studie gewonnen Daten ergibt sich ein umfas-
sendes Bild der Ernährungssituation von Kindern in Deutschland im Allgemeinen und
von sozialen Unterschieden in der Ernährung im Besonderen. Kinder mit niedrigem
Sozialstatus weisen insgesamt eine weniger empfehlenswerte Zusammensetzung der
Kost (insbesondere des Getränkeverzehrs) sowie teilweise geringere Übereinstim-
mungen mit Referenzwerten auf als Kinder höherer Statusgruppen. Langfristig können
die zwischen Sozialstatusgruppen aufgedeckten Unterschiede des Lebensmittelverzehrs
und der Nährstoffzufuhr zur gesundheitlichen Ungleichheit beitragen. Dies sollte in der
Gesundheitsforschung und Gesundheitsförderung berücksichtigt werden. Aufgrund des
wahrscheinlich multikausalen Geschehens erscheinen interdisziplinär ausgerichtete
Maßnahmen notwendig, um bei Kindern aller Bevölkerungsgruppen eine ausgewogene
Ernährung zu gewährleisten.
139
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149
8 Tabellenanhang
Tabelle 2: Lebensmittelgruppierung in der EsKiMo-Studie
Lebensmittelgruppe Enthaltene Lebensmittel
Brot Brot, Brötchen, Knäckebrot, Broterzeugnisse (z. B. Brotback-
mischung, Paniermehl)
Brot aus Vollkorn
Vollkornbrot, Vollkornbrötchen
Getreide und Reis
Getreide, Reis, Getreideähnliche (Quinoa, Hirse, Mais, Grünkern),
Mehl, Getreideerzeugnisse (z. B. Popcorn, Reiswaffel)
Getreide und Reis aus
Vollkorn ungeschälter Reis, Vollkornmehl
Cerealien
Müsli, Cor
nflakes, Cerealienspezialitäten
Teigwaren
Nudeln mit und ohne Ei, Teigwarenerzeugnisse (z.
B. Ravioli)
Teigwaren aus Vollkorn
Vollkornnudeln
Backwaren
pikante Backwaren (z.
B. Laugen, Salzgebäck) und pikantes
Knabbergebäck (z. B. Kartoffelchips, Cracker)
Kuchen
süße Backwaren, Kuchen, Kekse
Gemüse
Blatt
-
, Kohl
-
, Lauch
-
, Frucht
-
, Wurzel
-
und Knollengemüse, frische
Kräuter, Sprossen, Keime, Pilze, Algen, Hülsenfrüchte und Soja/-
produkte
Obst
Obs
t, Früchte, Obsterzeugnisse (z.
B. Apfelmus, Rosinen, exkl
.
Säfte und Konfitüren)
Kartoffeln
Kartoffeln, Kartoffelerzeugnisse (z.
B. Kroketten, Pommes frites,
Schupfnudeln)
Eier
Eier
Nüsse
Nüsse, Samen, Kerne, Nusserzeugnisse (z.
B. Erdnussmus)
t
ierische Fette
Butter, tierische Fette und Öle
p
flanzliche Fett
e
Öl, Margarine, pflanzliche Fette, Fettzubereitungen (z.
B.
Mayonnaise)
Milch und Milchprodukte
Milch, Joghurt, Sahne, Kefir, Buttermilch
f
ettarme Milch und
Milchprodukte Milch und Milchprodukte mit maximal 1,5 % Fett
150
Käse und Quark Hart- und Weichkäse, Frischkäse, Quark, Schmelzkäse, Käsezu-
bereitungen
fettreduzierter
Käse und Quark fettreduzierter Käse, Magerquark
Fleisch Rind, Kalb, Schwein, Geflügel, Schaf, Wild, Innereien, Weichtiere
Wurstwaren Wurstwaren, Schinken
Fisch Fisch, Meeresfrüchte, Fischerzeugnis (z. B. Kaviar, Sardellenpaste)
Süßwaren Zucker, Zuckeraustauschstoffe, Süßstoffe, Honig, süße Brotaufstriche,
Eis, Kakaopulver, Schokolade und schokoladenhaltige Süßwaren,
Zuckerwaren, Riegel, Süßspeisen (inkl. Pudding), Getränkepulver und -
granulat
alkoholische
Getränke Bier, Wein, Sekt, Likör, Brandwein, Spirituosen, Cocktails, Alcopops
Tee und Kaffee Kräuter-, Früchtetee, schwarzer und grüner Tee, Kaffee, kaffeehaltige
Getränke
Säfte und
Saftgetränke Obst und Gemüsesäfte, Nektare, Fruchtsaftgetränke
Limonaden Limonaden und Brausen, Energydrinks, isotonische Getränke, Wasser für
gesüßte Getränke, aromatisiertes Wasser, alkoholfreies Bier und Malzbier
Wasser als Getränk
Trinkwasser und Mineralwasser pur oder als Schorle getrunken
Wasser als Zutat Wasser z. B. aus Soßen, Suppen
Gewürze Gewürze, Würzsoßen (z. B. Essig, Ketchup), Brühe, Pudding-,
Soßenpulver, Backtriebmittel, Geliermittel, Aromastoffe
151
Tabelle 3: Referenzmengen für altersgemäßen Lebensmittelverzehr nach [Alexy et al. 2008a]
Lebensmittelkategorie
[Referenzmenge/Tag] enthaltene Lebensmittelgruppen Alter [Jahre]
4
-
6
7
-
9
10
-
1
2
Getränke [g] Wasser als Getränk, Limonaden, Saft und Saftgetränke, Tee und Kaffee,
alkoholische Getränke 800 900 1.000
Obst [g]
Obst
200
220
250
Gemüse [g]
Gemüse
200
220
250
s
tärkereich
e Lebensmittel [g]
Brot, Kartoffeln, Teigwaren, Getreide und Reis, Müsli, Cornflakes
350
420
520
Milch(
-
erzeugnisse) [g] *
Milch und Milchprodukte, Käse und Quark
350
400
420
Fleisch(
-
erzeugnisse) [g]
Fleisch, Wurstwaren
40
50
60
Fisch [g]
Fisch
7
11
13
Eier [g]
Eier
17
17
21
Fette [g]
t
ierische Fette, pflanzliche Fette
25
30
35
„geduldete Lebensmittel“
[max. kcal] Süßwaren, Backwaren, Kuchen, Limonaden, Cerealienspezialitäten 150 180 220
* unter Berücksichtigung von Umrechnungsfaktoren
152
Tabelle 4: Referenzwerte für die Energie- und Nährstoffzufuhr [Deutsche Gesellschaft für Ernährung et al.
2000]
Energie-, Nährstoffzufuhr pro Tag
[Referenzmenge]
4 - 6 Jahre 7 - 9 Jahre 10 - 12 Jahre
Jungen
Mädchen
Jungen
Mädchen
Jungen
Mädchen
Energie [MJ] 6,4 5,8 7,9 7,1 9,4 8,5
Fett [EN%]
30
-
35
30
-
35
30
-
35
Protein [g]
18
17
24
34
35
Kohlenhydrate [EN%]
> 50
> 50
> 50
Wasser [ml
]
1
.
600
1
.
800
2
.
150
Vi
tamin
A
[mg RÄ]
0,7
0,8
0,
9
Vitamin
D
[µg]
5
5
5
Vitamin
E
[mg TÄ]
8
10
9
13
11
Vitamin
K
[µg
]
20
30
40
Thiamin [mg]
0,8
1,0
1,2
1,0
Riboflavin [mg]
0
,
9
1,1
1,4
1,2
Niacin [mg NÄ]
10
12
15
13
Pyridoxin [mg]
0,
5
0,7
1,0
Folat [µg FÄ]
300
300
400
Pa
ntothensäure [mg]
4
5
5
Vitamin B
12
[µg] 1,5 1,8 2,0
Biotin [µg
]
10
-
15
15
-
20
20
-
30
Vitamin
C
[mg]
70
80
90
Kalium [mg]
1
.
400
1
.
600
1
.
700
Calcium [mg]
700
900
1
.
100
Magnesium [mg
]
120
170
230
250
Phosphor [mg
]
600
800
1
.
250
Eisen [mg]
8
10
12
15
Zink [mg
]
5
7
9
7
153
Tabelle 5: Referenzwerte für die Nährstoffdichte [Deutsche Gesellschaft für Ernährung et al. 2000]
Nährstoffdichte [Referenzmenge/MJ]
4 - 6 Jahre 7 - 9 Jahre 1 - 12 Jahre
Jungen
Mädchen
Jungen
Mädchen
Jungen
Mädchen
Ballaststoffe [g/MJ] 2,4 2,4 2,4
Vitamin
A [mg
RÄ/MJ]
0,11
0,12
0,10
0,11
0,10
0,11
Vitamin
D
[µg/MJ]
0,8
0,9
0,6
0,7
0,5
0,6
Niacin [mg
NÄ/MJ]
1,6
1,6
1,6
Pyr
idoxin [mg/MJ]
0,09
0,09
0,10
0,11
0,12
Folat [µg
TÄ
/MJ]
47
52
38
42
43
47
Vitamin B
12
[µg/MJ] 0,23 0,26 0,22 0,25 0,21 0,24
Vitamin
C
[mg/MJ]
11
12
10
11
10
11
Calcium [mg/MJ]
109
121
114
127
117
129
Magnesium [mg/MJ]
19
21
22
24
24
29
Eisen [mg/MJ]
1,3
1,4
1,3
1,4
1,3
1,8
Zink [mg/MJ]
0,8
0,9
0,9
1,0
1,0
0,8
154
Tabelle 6: Variablenübersicht
Variable Ausprägungen Definition Typ
Geschlecht Junge nominal
Mädchen
Alter Jahre metrisch
Sozialstatus
niedrig 3 - 8 Punkte bei Winkler-Index
ordinal
m
ittel
9
-
14 Punkte bei Winkler
-
Index
h
och
15
-
21 Punkte bei Winkler
-
Index
Indexscore des Haushaltsnettoeinkommens
und jeweils von Mutter und Vater
Indexscore der Schul- und Berufsausbildung
und
Indexscore der beruflichen Stellung
1
siehe [Lange et al. 2007; Mensink et al. 2007b] ordinal
2
3
4
5
6
7
Region
Nord Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen,
Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern
nominal
Mitte
Nordrhein
-
Westfalen, Hessen, Sachsen, Sachsen
-
Anhalt,
Thüringen
Süd
Rheinland
-
Pfalz, Baden
-
Württemberg, Bayern, Saarland
Anzahl der Kinder im Haushalt 1 bis 8 Personen < 18 Jahre metrisch
Jahreszeit
Frühling Februar - April
nominal
S
ommer
Mai
-
Juli
Herbst
August
-
Oktober
Winter
November
-
Januar
155
Fernsehen an Wochentagen
gar nicht
ordinal
30 Minuten pro Tag
1
-
2
Stunden pro Tag
3
-
4
Stunden pro Tag
mehr als 4 Stunden pro Tag
sportliche Aktivität
nie
Summe von Sport im Verein und Sport außerhalb eines
Vereins ordinal
seltener als 1 Mal pro Woche
1
-
2
Mal pro Woche
3
-
5
Mal pro Woche
(fast) jeden Tag
gemeinsames Abendessen
nie
ordinal
seltener als 1 Mal pro Woche
1
-
2
Mal pro Woche
3
-
5
Mal pro Woche
(fast) jeden Tag
Energiezufuhr kJ metrisch
156
Tabelle 7: Ausschnitt aus der Korrelationsmatrix
Alter Geschlecht Region Jahreszeit Sozialstatus
Indexscore des
Haushaltsnetto-
einkommens
Indexscore der
Schul- und
Berufsausbil-
dung (Mutter)
r
S
p
r
S
p
r
S
p
r
S
p
r
S
p
r
S
p
r
S
p
Alter 0,012 n. s.
-0,040 n. s.
0,015 n. s.
-0,031 n. s.
0,007 n. s. -0,059 s.
Geschlecht
0,012
n.
s.
0,001
n.
s.
-
0,035
n.
s.
0,035
n.
s.
0,004
n.
s.
0,013
n.
s.
Region
-
0,
040
n.
s.
0,001
n.
s.
-
0,043
n.
s.
0,063
s.
0,036
n.
s.
-
0,188
s.
Jahreszeit
0,015
n.
s.
-
0,035
n.
s.
-
0,043
n.
s.
-
0,046
n.
s.
-
0,048
n.
s.
-
0,048
n.
s.
Sozialstatus
-
0,031
n.
s.
0,035
n.
s.
0,063
s.
-
0,046
n.
s.
0,727
s.
0,605
s.
Indexscore des
Haushaltsnetto-
einkommens
0,007 n. s. 0,004 n. s.
0,036 s. -0,048 n. s.
0,727 s. 0,369 s.
Indexscore der
Schul- und Berufs-
ausbildung (Mutter)
-0,059 s. 0,013 n. s.
-0,188 s. -0,048 n. s.
0,605 s. 0,369 s.
157
Tabelle 8: Häufigkeit von Underreporting differenziert nach Geschlecht, Alter, Sozialstatus und
Gewichtsstatus (%, p)
Variablen Ausprägung Underreporting p
w
ahrscheinlich
[%]
n
icht wahrscheinlich
[%]
Geschlecht Junge 6,8 93,2 0,886
Mädchen
7,2
92,8
Alter
6 Jahre 4,1 95,9
0,001
7
-
9
Jahre
5,3
94,7
10
-
11
Jahre
11,0
89,0
Sozialstatus
niedrig 4,5 95,5
0,076
mittel
8,5
91,5
hoch
6,1
93,9
Gewichtsstatus
stark untergewichtig
2,4 97,6
<0,001
untergewichtig
4,1
95,9
normalgewichtig
6,1
93,9
übergewi
chtig
14,4
85,6
s
tark übergewichtig
31,1
68,9
Tabelle 9: Prozentuale Anteile der Verzehrsprotokolle differenziert nach Wochentag der Erhebung
Wochentag Protokolltage [%]
Montag 14,2
Dienstag
13,9
Mittwoch
15,2
Donnerstag
14,1
Freitag
14,4
Samstag
13,9
Sonntag
14,4
Tabelle 10: Prozentuale Anteile der Verzehrsprotokolle differenziert nach saisonaler Verteilung
Jahreszeit
Protokolle [%]
Frühling 27,3
Sommer
26,9
Herbst
21,1
Winter
24,7
158
Tabelle 11: Ungewichtete prozentuale Anteile von Mädchen und Jungen, die an der EsKiMo-Studie teilnehmen
und nicht teilnehmen
Geschlecht
zur Teilnahme eingeladene Kinder
Teilnehmende [%]
Nicht
-
Teilnehmende [%]
Junge 50,7 50,8
M
ädchen
49,3
49,2
Tabelle 12: Ungewichtete prozentuale Anteile 6 bis 11 Jahre alter Kinder, die an der EsKiMo-Studie
teilnehmen und nicht teilnehmen
Alter [Jahre]
zur Teilnahme eingeladene Kinder
Teilnehmende [%]
Nicht
-
Teilnehm
ende [%]
6 17,1 14,7
7
17,0
17,2
8
16,5
16,1
9
17,5
14,4
10
15,5
18,2
11
16,4
19,4
Tabelle 13: Ungewichtete prozentuale Anteile von Kindern aus Ost- und West-Deutschland, die an der
EsKiMo-Studie teilnehmen und nicht teilnehmen
Regionale
Verteilung
zur Teilnahme eingeladene Kinder
Teilnehmende [%]
Nicht
-
Teilnehmende [%]
Ost (inkl. Berlin) 34,0 32,2
West
66,0
67,8
Tabelle 14: Ungewichtete prozentuale Anteile von Kindern mit niedrigem, mittlerem und hohem Sozialstatus,
die an der EsKiMo-Studie teilnehmen und nicht teilnehmen
Sozialstatus
zur Teilnahme eingeladene Kinder
Teilnehmende [%]
Nicht
-
Teilnehmende [%]
niedrig 19,4 40,0
mittel
48,5
39,7
hoch
32,1
20,3
159
Tabelle 15: Ungewichtete prozentuale Anteile von Kindern mit Unter-, Normal- und Übergewicht, die an der
EsKiMo-Studie teilnehmen und nicht teilnehmen
Gewichtsstatus zur Teilnahme eingeladene Kinder
Teilnehmende [%]
Nicht
-
Teilnehmende [%]
stark untergewichtig
2,3 1,5
untergewichtig
5,1
5,3
normal
gewichtig
82,2
77,2
übergewichtig
6,4
7,9
adipös
4,1
8,1
Tabelle 16: Ungewichtete prozentuale Anteile von Kindern mit und ohne Migrationshintergrund, die an der
EsKiMo-Studie teilnehmen und nicht teilnehmen
Migrationsstatus
zur Teilnahme eingeladene Kinder
Teilnehmende [%]
Nicht
-
Teilnehmende [%]
Migrant 6,9 26,2
Nicht
-
Migrant
93,1
73,8
Tabelle 17: Ungewichtete Anzahl der Jungen und Mädchen im Alter von 6 bis 11 Jahren
Geschlecht
Alter [Anzahl]
6
7
8
9
10
11
Junge 106
112
103
106
99
100
Mädchen
102
96
100
112
93
105
Tabelle 18: Größe und Gewicht der Jungen und Mädchen differenziert nach Altersklassen (Mediane)
Alter [Jahre]
Körpergröße [cm] Körpergewicht [kg]
Jungen
Mädchen
Jungen
Mädchen
6 122 121 22,5 22,0
7
-
9
134
135
29,0
28,9
10
-
11
146
150
37,0
39,4
160
Tabelle 19: Prozentuale Anteile der Kinder differenziert nach Regionen
Region
Kinder [%]
Region
Kinder [%]
Nord 24,3 Ost 13,8
Mitte
37,8
West
86,2
Süd
38,0
Tabelle 20: Prozentuale Anteile der Kinder differenziert nach Größe des Wohnorts
Einwohnerzahl des Wohnorts
Kinder [%]
unter 5.000 16,9
5.000
bis unte
r
20.000
26,5
20.000 bis unter
100.000
28,3
100.000 und mehr
28,3
Tabelle 21: Prozentuale Anteile der Kinder differenziert nach Hauptaufenthaltsort des Kindes
Hauptaufenthaltsort Kinder [%]
Leibliche Eltern 86,9
Mutter und P
artner
4,2
Vater und Partnerin
0,1
Mutter
7,8
Vater
0,3
Großeltern u. a.
0,3
Pflege
-
/Adoptiveltern
0,4
Heim
0,0
Tabelle 22: Prozentuale Anteile der Kinder differenziert nach Anzahl der Kinder unter 18 Jahren im Haushalt
Anzahl Kinder im Haushalt
Kinder [%]
1 18,0
2
58,2
3
18,2
4
4,4
5
0,4
6
0,6
7
0,1
8
0,1
161
Tabelle 23: Prozentuale Anteile der Eltern differenziert nach Schulabschluss
Schulabschluss Eltern
Väter [%]
Mütter [%]
Hauptschule 27,5 18,6
Realschule
22,2
33,3
Polytechnische Oberschule
7,6
8,1
Fachhochschulreife
13,8
10,8
Abitur
26,2
26,8
a
ndere
r
1,6
1,4
o
hne
0,5
0,4
n
och keinen
0,7
0,5
Tabelle 24: Prozentuale Anteile der Eltern differenziert nach Berufsausbildung
Berufsausbildungsabschluss
Eltern
Väter [%]
Mütter [%]
Lehre 36,2 41,3
Berufsschule
12,0
16,0
Fachschule
18,1
13,4
Fachhochschule
9,3
5,7
Universität
17,3
12,0
a
nderer
2,6
2,8
k
einer
4,3
7,7
n
och in Ausbildung
0,2
1,0
Tabelle 25: Prozentuale Anteile der Eltern differenziert nach Indexwerten der Schul- und Berufsausbildung
(Klassifizierung entsprechend [Winkler und Stolzenberg 1999])
Indexscore Schul- und Berufsausbildung
Eltern
Väter [%]
Mütter [%]
1 (niedrig) 6,0 9,0
2
25,5
15,1
3
21,0
30,7
4
15,4
15,0
5
5,8
12,6
6
9,3
5
,7
7 (hoch)
17,0
11,9
162
Tabelle 26: Prozentuale Anteile der Eltern differenziert nach Berufstätigkeit
Berufstätigkeit Eltern
Väter [%]
Mütter [%]
nicht berufstätig 1,5 19,6
arbeitslos
5,4
6,6
Freistellung
0,4
6,4
Teilzeit
3,9
54,3
voll berufstätig
88,5
12,6
Auszubildende/r
0,3
0,5
Tabelle 27: Prozentuale Anteile der Eltern differenziert nach beruflicher Stellung
Berufliche Stellung Eltern
Väter [%]
Mütter [%]
ungelernte/r Arbeiter/in 3,4 5,6
a
ngelernte/r Arbeiter/in
6,2
5,8
g
elernte/r Arbeiter/in
22,4
9,5
Vorarbeiter/in
4,9
0,9
s
elbstständige/r Landwirt/in
2,0
0,3
s
elbstständige/r Akademiker/in
5,3
5,2
s
onstige/r Selbstständige/r mit maximal 9 Mitarbeitern
6,1
1,9
s
onstige/r Selbststän
dige/r mit mindestens 10 Mitarbeitern
1,3
0,1
m
ithelfende/r Familienangehörige/r
0,3
4,0
Industriemeister/in
2,5
0,3
e
infache/r Angestellte/r
1,7
8,1
q
ualifizierte/r Angestellte/r
13,1
33,0
hoch qualifizierte/r Angestellte/r
18,2
5,4
Angestellte/r mi
t Führungsaufgaben
3,8
0,5
Beamter/Beamtin, einfacher Dienst
0,6
0,4
Beamter/Beamtin, mittlerer Dienst
2,7
2,6
Beamter/Beamtin, gehobener Dienst
3,0
2,8
Beamter/Beamtin, höherer Dienst
1,2
0,7
Auszubildende/r, Schüler/in, Student/in etc.
0,1
1,3
Haus
frau/Hausmann
1,2
11,6
163
Tabelle 28: Prozentuale Anteile der Eltern differenziert nach Indexwerten der beruflichen Stellung
(Klassifizierung entsprechend [Winkler und Stolzenberg 1999])
Indexscore berufliche Stellung
Eltern
Väter [%]
Mütter [%]
1 (niedrig) 4,7 18,4
2
30,5
15,6
3
7,5
13,4
4
18,3
35,9
5
6,1
1,9
6
30,4
13,9
7 (hoch)
2,5
0,8
Tabelle 29: Prozentuale Anteile der Eltern differenziert nach Indexwerten des monatlichen Haushalts-
nettoeinkommens (Klassifizierung entsprechend [Winkler und Stolzenberg 1999])
Indexscore Haushaltsnettoeinkommen Haushalte [%]
1 (weniger als 1250 € pro Monat) 5,1
2 (1250
€
bis weniger als
1750
€
pro Monat
)
8,2
3 (1750
€
bis weniger als
2250
€
pro Monat
)
16,3
4 (2250
€
bis weniger als
3000
€
pro Monat
)
34,7
5 (3000
€
bis weniger als
4000
€
pro Monat
)
19,0
6 (4000
€
bis weniger als
5000
€
pro M
onat
)
9,7
7 (mindestens
5000
€
pro Monat
)
7,0
Tabelle 30: Ungewichtete Anzahl der Kinder differenziert nach Geschlecht, Altersklasse und Sozialstatus
(Klassifizierung entsprechend [Winkler und Stolzenberg 1999])
Sozialstatus Jungen [Anzahl] Mädchen [Anzahl]
6 Jahre
7
-
9 Jahre
10
-
11 Jahre
6 Jahre
7
-
9
Jahre
10
-
11 Jahre
niedrig 21 61 39 10 53 41
mittel
53
169
99
57
147
96
hoch
32
91
61
35
108
61
Tabelle 31: Prozentuale Anteile der Kinder differenziert nach Migrationsstastus
Migrationsstatus
Sozialstatus gesamt [%]
niedr
ig [%]
mittel [%]
hoch [%]
Migrant 28,6 11,8 7,4 13,5
Nicht
-
Migrant
71,4
88,2
92,6
86,5
164
Tabelle 32: Prozentuale Anteile der Kinder differenziert nach Dauer des Fernsehens an Werktagen
Dauer des Fernsehens an Werktagen
Sozialstatus gesamt [%]
niedrig [%]
mittel [%]
hoch [%]
gar nicht 2,4 6,7 13,3 8,0
30 Minuten pro Tag
21,7
38,0
50,3
38,8
1
-
2
Stunden pro Tag
68,9
51,3
34,4
49,3
3
-
4
Stunden pro Tag
7,1
3,6
0,3
3,2
mehr als 4 Stunden pro Tag
0,0
0,3
1,7
0,7
Tabelle 33: Prozentuale Anteile der Kinder differenziert nach Dauer des Fernsehens am Wochenende
Dauer des Fernsehens am Wochenende
Sozialstatus gesamt [%]
niedrig [%]
mittel [%]
hoch [%]
gar nicht 0,5 1,9 5,0 2,6
30 Minuten pro Tag
8,6
11,5
20,4
13,8
1
-
2
Stunden pro Tag
53,6
62,0
62,5
60,6
3
-
4
Stunden pro Tag
31,6
22,0
10,1
20,0
mehr als 4 Stunden pro Tag
5,7
2,6
2,0
3,0
Tabelle 34: Prozentuale Anteile der Kinder differenziert nach Häufigkeit des Spielens im Freien
Häufigkeit des Spielens im Freien
Sozialstatus gesamt [%]
niedrig [%]
mittel [%]
hoch [%]
nie 0,0 0,0 0,6 0,2
seltener als 1 Mal pro Woche
2,8
1,9
1,4
1,9
1
-
2
Mal pro Woche
7,9
7,8
6,2
7,3
3
-
5
Mal pro Woche
13,1
20,5
27,6
21,3
(fast) jeden Tag
76,2
69,8
64,2
69,3
Tabelle 35: Prozentuale Anteile der Kinder differenziert nach Häufigkeit sportlicher Aktivität innerhalb und
außerhalb des Vereins
Häufigkeit sportlicher Aktivität
Sozialstatus gesamt [%]
n
iedrig [%]
mittel [%]
hoch [%]
nie 9,8 2,4 3,1 3,9
seltener als 1 Mal pro Woche
7,8
5,9
2,0
5,0
1
-
2
Mal pro Woche
42,9
34,1
36,6
36,5
3
-
5
Mal pro Woche
26,8
49,0
46,1
44,1
(fast) jeden Tag
12,7
8,5
12,3
10,4
165
Tabelle 36: Prozentuale Anteile der Kinder differenziert nach Häufigkeit von Essen und Trinken während des
Fernsehens
Häufigkeit des Essens und
Trinkens während des Fernsehens
Sozialstatus gesamt [%]
niedrig [%]
mittel [%]
hoch [%]
nie 4,4 13,1 19,0 13,4
seltene
r als 1 Mal pro Woche
29,3
36,6
38,0
35,7
1
-
2
Mal pro Woche
26,8
24,2
23,8
24,5
3
-
5
Mal pro Woche
20,5
14,5
11,9
14,8
(fast) jeden Tag
19,0
11,6
7,4
11,6
Tabelle 37: Prozentuale Anteile der Kinder differenziert nach Häufigkeit von Essen und Trinken während des
Spielens
Häufigkeit des Essens und
Trinkens während des Spielens
Sozialstatus gesamt [%]
niedrig [%]
mittel [%]
hoch [%]
nie 11,0 17,4 17,7 16,4
seltener als 1 Mal pro Woche
40,0
40,8
37,9
39,7
1
-
2
Mal pro Wo
che
9,5
18,1
18,5
16,7
3
-
5
Mal pro Woche
9,5
9,6
10,0
9,7
(fast) jeden Tag
30,0
14,1
16,0
17,5
Tabelle 38: Prozentuale Anteile der Kinder mit unterschiedlich hohem Sozialstatus, die gemeinsam
Mahlzeiten einnehmen
Vorhandensein gemeinsam
eingenommener Mahlzeiten
Sozialstatus gesamt [%]
niedrig [%]
mittel [%]
hoch [%]
ja 89,9 97,2 99,4 96,6
nein
10,1
2,8
0,6
3,4
166
Tabelle 39: Prozentuale Anteile der Kinder mit unterschiedlich hohem Sozialstatus, die gemeinsam
Frühstücken
Häufigkeit des gemeinsamen Frühstückens
Sozialstatus gesamt [%]
niedrig [%]
mittel [%]
hoch [%]
nie 13,1 5,3 1,7 5,5
seltener als 1 Mal pro Woche
9,3
6,6
3,2
5,9
1
-
2
Mal pro Woche
36,1
43,7
33,9
39,2
3
-
5
Mal pro Woche
5
,5
9,1
10,9
9,1
(fast) jeden Tag
36,1
35,3
50,3
40,4
Tabelle 40: Prozentuale Anteile der Kinder mit unterschiedlich hohem Sozialstatus, die gemeinsam
Mittagessen
Häufigkeit des gemeinsamen Mittagessens
Sozialstatus gesamt [%]
niedrig [%]
mittel [%]
hoch [%]
nie 11,9 6,5 1,5 5,9
seltener als 1 Mal pro Woche
7,3
4,8
7,8
6,2
1
-
2
Mal pro Woche
22,8
36,0
40,7
35,1
3
-
5
Mal pro Woche
12,4
17,1
16,2
16,0
(fast) jeden Tag
45,6
35,6
33,8
36,9
Tabelle 41: Prozentuale Anteile der Kinder mit unterschiedlich hohem Sozialstatus, die gemeinsam einen
Nachmittagssnack einnehmen
Häufigkeit des gemeinsamen Nachmittag-
snacks
Sozialstatus gesamt [%]
niedrig [%]
mittel [%]
hoch [%]
nie 28,1 18,2 18,2 20,0
se
ltener als 1 Mal pro Woche
29,3
38,2
32,4
34,7
1
-
2
Mal pro Woche
22,8
24,3
32,1
26,5
3
-
5
Mal pro Woche
9,6
10,4
9,8
10,1
(fast) jeden Tag
10,2
8,9
7,4
8,7
167
Tabelle 42: Prozentuale Anteile der Kinder mit unterschiedlich hohem Sozialstatus, die gemeinsam
Abendessen
Häufigkeit des gemeinsamen Abendessens
Sozialstatus gesamt [%]
niedrig [%]
mittel [%]
hoch [%]
nie 10,2 2,8 0,6 3,4
seltener als 1 Mal pro Woche
1,9
2,4
3,7
2,7
1
-
2
Mal pro Woche
6,3
6,6
7,6
6,9
3
-
5
Mal
pro Woche
15,0
16,1
19,1
16,8
(fast) jeden Tag
66,5
72,1
69,1
70,1
Tabelle 43: Prozentuale Anteile der Kinder mit unterschiedlich hohem Sozialstatus differenziert nach
Gewichtsstatus (Klassifizierung nach [Kromeyer-Hauschild et al. 2001])
Gewichtsstatus Sozialstatus gesamt [%]
niedrig [%]
mittel [%]
hoch [%]
stark untergewichtig
3,1 3,7 3,9 3,6
untergewichtig
6,9
8,3
8,0
8,0
normalgewichtig
74,6
79,1
83,0
79,5
übergewichtig
9,6
6,2
3,6
6,0
adipös
5,7
2,7
1,5
2,9
Tabelle 44: Prozentuale Anteile der Kinder mit unterschiedlich hohem Sozialstatus differenziert nach
subjektivem Gesundheitszustand
subjektiver Gesundheitszustand
Sozialstatus gesamt [%]
niedrig [%]
mittel [%]
hoch [%]
sehr gut 48,8 45,2 45,2 45,8
gut
44,7
49,7
51,4
49,3
mittelmäßig
6,0
5,1
3,4
4,7
schlecht
0,0
0,0
0,0
0,0
sehr schlecht
0,5
0,0
0,0
0,1
168
Tabelle 45: Lebensmittelverzehrsmengen bei Jungen differenziert nach Altersklasse (P25, P50, P75, p)
Lebensmittel pro Tag [g]
Jungen
p
6 Jahre
7
-
9 Jahre
10
-
11 Jahre
P25
P50
P75
P25
P50
P75
P25
P50
P75
Brot 65,0 79,8 120,2
73,4 99,2 140,4
72,3 105,1
145,5
0,003
Brot aus Vollkorn
0,0
0,0
20,2
0,0
0,0
20,0
0,0
0,0
35,0
0,226
Getreide und Reis
4,0
20,6
43,5
3,0
24,6
56,2
2,1
22,8
55,8
0,583
Getreide und Reis aus Vollkorn
0,0
0,0
0,0
0,0
0,
0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,243
Cerealien
0,0
12,9
30,3
0,0
13,3
33,3
0,0
9,0
33,5
0,964
Teigwaren
0,0
36,7
56,7
0,0
36,7
59,2
0,0
36,7
69,1
0,231
Teigwaren aus Vollkorn
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,464
Backwaren
0,0
0,0
9,4
0,0
0,0
13,3
0,0
0,0
13,3
0,073
Kuchen
1,4
19,9
60,0
0,0
21,1
58,0
0,0
28,7
58,0
0,596
Gemüse
41,3
68,8
113,0
52,3
93,7
148,2
55,6
89,4
138,9
0,035
Obst
80,0
113,3
181,5
56,8
113,3
184,3
34,4
111,7
169,8
0,106
Kartoffeln
20,7
45,4
71,8
20,7
46,9
79,3
23,3
53,3
84,9
0,725
Eier
0,9
11,2
22,6
1,6
9,5
22,0
0,0
8,9
25,7
0,891
Nüsse
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,852
t
ierische Fette
0,9
2,5
7,2
0,2
3,7
8,3
0,0
3,1
8,3
0,630
p
flanzliche Fette
2,2
6,7
12,9
3,4
7,6
12,8
4,1
7,9
14,0
0,401
Milch und Milchprodukte
179,6
315,8
4
17,5
150,0
259,6
400,1
148,7
244,1
366,0
0,104
f
ettarme Milch und Milchprodukte
0,0
66,7
184,0
0,0
59,6
190,7
0,0
54,1
173,5
0,538
Käse und Quark
5,2
15,1
45,5
5,7
17,6
39,8
4,4
17,2
34,6
0,927
f
ettreduzierter Käse und Quark
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,076
Fleisch
12,0
26,7
53,9
17,7
35,6
58,4
14,9
35,3
61,2
0,082
169
Wurstwaren 13,2 29,3 49,9 15,0 34,7 63,1 16,5 33,3 60,3 0,084
Fisch
0,0
0,0
10,0
0,0
0,0
19,0
0,0
0,0
27,9
0,071
Süßwaren
31,8
66,1
100,1
39,6
63,0
99,8
32,3
57,7
85,1
0,064
alko
holische Getränke
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,141
Tee und Kaffee
0,0
0,0
133,3
0,0
0,0
116,7
0,0
0,0
100,0
0,932
Säfte und Saftgetränke
85,7
196,8
363,0
82,6
233,3
400,0
66,7
192,7
400,7
0,424
Limonaden
0,0
66,7
133,3
0,0
100,0
283,3
0,0
133,3
337,7
0,001
Wasser als Getränk
158,3
286,0
499,8
179,4
352,5
615,4
195,5
400,0
727,2
0,015
Wasser als Zutat
2,2
16,0
48,5
3,5
19,0
53,5
3,4
17,2
50,2
0,593
Gewürze
2,7
6,7
18,9
3,1
7,3
20,1
4,1
9,1
20,0
0,173
170
Tabelle 46: Lebensmittelverzehrsmengen bei Mädchen differenziert nach Altersklasse (P25, P50, P75, p)
Lebensmittel pro Tag [g]
Mädchen
p
6 Jahre
7
-
9 Jahre
10
-
11 Jahre
P25
P50
P75
P25
P50
P75
P25
P50
P75
Brot 67,6 93,7 120,2
61,7 89,3 122,7
69,7 98,6 135,6
0,250
Brot aus Vollkorn
0,0
12,8
33,3
0,0
0,0
30,0
0,0
0,0
26,7
0,095
Getreide und Reis
6,0
21,4
33,8
2,5
22,5
51,5
4,1
29,6
57,1
0,123
Getreide und Reis aus Vollkorn
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,280
Cerealien
0,0
6,7
16,7
0,0
9,0
28,0
0,0
8,3
2
6,7
0,245
Teigwaren
0,0
36,7
65,5
0,0
36,7
56,7
0,0
38,9
66,7
0,578
Teigwaren aus Vollkorn
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,491
Backwaren
0,0
0,0
8,3
0,0
0,0
6,7
0,0
0,0
16,7
0,039
Kuchen
1,8
23,7
40,7
0,0
22,7
56,3
0,0
18,0
53,3
0,358
Gemüse
42,
5
85,9
127,8
47,5
94,5
151,6
55,6
103,7
175,2
0,125
Obst
64,8
162,5
212,3
57,8
133,4
201,5
56,5
106,7
208,3
0,166
Kartoffeln
16,5
39,2
66,7
20,3
53,2
77,9
23,3
46,9
76,2
0,045
Eier
0,0
6,4
23,6
0,0
6,2
20,3
0,0
7,6
25,1
0,449
Nüsse
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,481
t
ierische Fette
0,7
3,6
7,5
0,8
3,3
8,3
0,0
2,4
8,3
0,323
p
flanzliche Fette
1,9
4,9
9,2
2,3
5,6
10,6
4,6
8,3
13,0
<0,001
Milch und Milchprodukte
160,8
245,1
324,5
126,2
214,7
332,3
106,0
219,9
349,4
0,404
f
ettarme Milch und Milchp
rodukte
0,0
75,3
200,0
0,0
55,6
172,9
0,0
63,8
120,2
0,514
Käse und Quark
2,7
12,2
37,0
6,7
18,7
37,2
6,3
17,1
39,9
0,214
f
ettreduzierter Käse und Quark
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,042
Fleisch
10,8
24,7
49,6
9,7
28,2
54,6
16,8
37,0
64,4
0,022
171
Wurstwaren 14,6 25,9 42,4 10,0 26,3 48,5 11,3 28,4 54,8 0,635
Fisch
0,0
0,0
19,3
0,0
0,0
18,4
0,0
0,0
19,8
0,949
Süßwaren
31,5
48,2
78,3
31,2
56,0
89,1
32,7
60,5
90,8
0,111
alkoholische Getränke
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,741
Tee und Kaffee
0,0
0,0
100,0
0,0
0,0
133,3
0,0
0,0
116,7
0,222
Säfte und Saftgetränke
73,3
166,7
250,2
66,7
183,4
400,0
68,0
200,0
454,4
0,331
Limonaden
0,0
6,8
110,0
0,0
66,4
239,3
0,0
151,7
331,7
<0,001
Wasser als Getränk
225,4
441,3
516,7
140,6
339,3
592,2
167,2
4
00,0
666,7
0,031
Wasser als Zutat
1,0
5,8
21,3
3,9
16,7
50,7
8,2
25,2
67,1
<0,001
Gewürze
3,0
6,5
12,8
3,0
8,4
17,2
3,8
8,6
20,4
0,012
172
Tabelle 47: Lebensmittelverzehrsmengen bei Jungen differenziert nach Altersklasse (MW, SD)
Lebensmittel pro Tag [g]
Jungen
6 Jahre
7
-
9 Jahre
10
-
11 Jahre
MW
SD
MW
SD
MW
SD
Brot 91,7 42,2 109,0
54,3 113,3
57,2
Brot aus Vollkorn
14,2
23,7
18,5
40,0
21,9
38,2
Getreide und Reis
27,8
27,9
37,2
43,4
36,1
39,9
Getreide und Reis aus Vollkorn
0,7
3,4
0,5
3,5
1,0
6,2
Cerealien
18,6
24,0
23,1
31,6
23,2
32,9
Teigwaren
39,7
44,3
44,6
45,3
45,0
50,9
Teigwaren aus Vollkorn
0,2
3,4
0,1
2,1
1,2
9,4
Backwaren
5,7
10,5
9,6
16,1
11,5
28,5
Kuchen
34,4
37,2
35,8
41,5
42,9
49,9
Gemüse
90,1
75,7
106,0
70,7
102,5
73,3
Obst
146,0
103,7
132,4
102,8
126,5
126,5
Kartoffeln
53,8
45,2
57,0
54,0
59,7
51,2
Eier
16,6
18,5
15,0
16,8
17,4
22,8
Nüsse
1,5
5,7
1,7
6,0
1,8
5,7
tierische Fette
5,4
6,6
5,8
7,3
5,7
7,3
pflanzliche Fette
9,2
8,3
8,9
7,7
10,4
10,1
Mi
lch und Milchprodukte
317,2
182,4
277,1
165,4
274,4
178,1
fettarme Milch und Milchprodukte
119,0
151,2
104,7
127,8
111,6
153,2
Käse und Quark
27,5
30,6
26,5
30,9
24,8
29,2
fettreduzierter Käse und Quark
4,4
14,0
2,9
11,7
2,7
14,0
Fleisch
33,8
29,9
41,4
31,8
41,4
34,3
Wurstwaren
34,9
29,3
45,8
40,3
43,9
40,1
Fisch
8,1
16,7
11,3
20,2
14,5
24,2
Süßwaren
71,1
49,1
72,9
47,8
63,0
42,8
alkoholische Getränke
0,0
0,2
0,3
1,4
0,1
0,4
Tee und Kaffee
73,2
123,4
77,3
142,2
78,8
139,1
Säfte und Saftgetränke
25
2,6
255,6
266,8
243,5
265,8
248,3
Limonaden
120,2
191,3
188,2
232,6
226,1
269,2
Wasser als Getränk
370,3
344,9
422,6
322,0
487,3
389,8
Wasser als Zutat
31,1
40,8
38,2
51,7
35,4
51,2
Gewürze
17,6
29,0
18,6
26,8
20,5
36,5
173
Tabelle 48: Lebensmittelverzehrsmengen bei Mädchen differenziert nach Altersklasse (MW, SD)
Lebensmittel pro Tag [g]
Mädchen
6 Jahre
7
-
9 Jahre
10
-
11 Jahre
MW
SD
MW
SD
MW
SD
Brot 99,2 47,1 96,4 44,9 105,6
50,2
Brot aus Vollkorn
26,7
37,1
20,5
33,1
2
1,9
39,2
Getreide und Reis
22,7
20,2
31,8
33,9
34,1
30,8
Getreide und Reis aus Vollkorn
1,4
7,8
0,9
5,0
0,3
2,6
Cerealien
11,6
14,4
18,7
24,5
16,3
22,1
Teigwaren
40,2
37,4
44,2
47,7
45,5
47,2
Teigwaren aus Vollkorn
1,7
10,1
2,0
11,0
0,7
6,1
Backwaren
6,8
14,1
7,6
15,5
11,5
19,0
Kuchen
31,3
34,5
35,0
39,0
33,1
37,5
Gemüse
93,0
57,1
107,1
77,7
119,5
79,3
Obst
145,6
88,2
140,8
105,8
138,7
121,1
Kartoffeln
44,7
40,6
54,9
46,0
53,3
40,2
Eier
13,5
15,8
14,0
17,9
16,1
18,6
Nüsse
4,4
13,9
1,0
3,8
1,9
5,
8
tierische Fette
5,4
6,1
5,5
6,5
5,5
7,1
pflanzliche Fette
6,3
5,9
7,5
7,1
10,4
8,1
Milch und Milchprodukte
252,3
138,5
246,0
167,7
232,1
153,8
fettarme Milch und Milchprodukte
109,5
117,1
104,4
129,1
90,9
120,5
Käse und Quark
22,1
26,8
25,8
27,7
27,
4
30,1
fettreduzierter Käse und Quark
1,3
6,5
3,5
11,6
4,7
14,3
Fleisch
33,4
29,8
38,7
45,5
42,7
34,9
Wurstwaren
31,0
25,1
33,4
30,3
37,0
34,0
Fisch
9,0
15,2
10,3
20,0
12,5
23,6
Süßwaren
57,6
33,7
62,7
39,3
69,6
49,7
alkoholische Getränke
0,1
0,6
0,1
0,8
0,1
0,4
Tee und Kaffee
59,6
105,4
79,4
132,1
80,4
144,7
Säfte und Saftgetränke
201,3
179,7
252,9
239,3
260,4
224,8
Limonaden
74,4
107,6
153,6
214,9
205,5
222,8
Wasser als Getränk
422,2
253,2
382,2
300,8
480,6
420,1
Wasser als Zutat
20,2
42,2
34,4
43,6
42,8
45,5
Gewürze
12,4
19,5
16,9
25,7
17,5
23,5
174
Tabelle 49: Lebensmittelverzehrsmengen nach der Optimierten Mischkost bei Jungen differenziert nach Altersklasse (P25, P50, P75, p)
Lebensmittel pro Tag [Menge]
Jungen
p
6 Jahre
7
-
9 Jahre
10
-
11 Jahre
P25
P50
P75
P25
P50
P75
P25
P50
P75
Getränke [g] 541,7
757,6
985,1
698,8
921,4
1.166,7
800,0
986,3
1.200,0
<0,001
Obst
[g]
80,0
113,3
181,5
56,8
113,3
184,3
34,4
111,7
169,8
0,105
Gemüse
[g]
41,3
68,8
113,0
52,3
93
,7
148,2
55,6
89,4
138,9
0,035
s
tärkereiche
Lebensmittel
[g]
175,7
209,8
251,6
183,7
236,8
311,6
199,1
248,4
306,7
<0,001
Milch(
-
erzeugnisse)
271,5
393,0
528,0
238,2
365,5
526,4
244,0
340,8
518,9
0,665
Fleisch(
-
erzeugnisse)
[g]
39,7
68,6
91,6
50,3
84,6
116,9
46,2
77,1
116,3
0,001
Fisch
[g]
0,0
0,0
10,0
0,0
0,0
19,0
0,0
0,0
27,9
0,071
Eier
[g]
0,9
11,2
22,6
1,6
9,5
22,0
0,0
8,9
25,7
0,891
Fette
[g]
7,1
13,1
19,9
8,4
12,8
18,6
8,8
14,1
21,4
0,349
„geduldete Lebensmittel“
[kcal
]
307,8
435,9
605,4
317,7
478,5
669,1
299,2
484,3
647,3
0,616
175
Tabelle 50: Lebensmittelverzehrsmengen nach der Optimierten Mischkost bei Mädchen differenziert nach Altersklasse (P25, P50, P75, p)
Lebensmittel pro Tag [Menge]
Mädchen
p
6 Jahre
7
-
9
Jahre
10
-
11 Jahre
P25
P50
P75
P25
P50
P75
P25
P50
P75
Getränke [g] 600,0
693,2
933,3
600,0
784,1
1.092,8
749,8
956,6
1.249,9
<0,001
Obst
[g]
64,8
162,5
212,3
57,8
133,4
201,5
56,5
106,7
208,3
0,167
Gemüse
[g]
42,5
85,9
127,8
47,5
94,5
151,6
55,6
1
03,7
175,2
0,125
stärkereiche Lebensmittel [g]
165,6
204,0
253,3
188,8
223,4
274,1 191,0
238,2
294,4 0,008
Milch(
-
erzeugnisse)
[g]
250,5
317,2
465,9
200,0
328,0
471,5
191,9
313,3
497,0
0,794
Fleisch(
-
erzeugnisse)
[g]
36,3
58,8
91,4
37,6
63,7
93,4
34,5
7
1,0
110,1
0,092
Fisch
[g]
0,0
0,0
19,3
0,0
0,0
18,4
0,0
0,0
19,8
0,949
Eier
[g]
0,0
6,4
23,6
0,0
6,2
20,3
0,0
7,6
25,1
0,449
Fette
[g]
6,6
10,2
14,6
6,5
11,1
17,4
8,6
13,5
21,6
0,001
„geduldete Lebensmittel“
[g]
258,4
351,0
481,5
286,4
419,2
570,2
323,
6
444,0
628,1
<0,001
176
Tabelle 51: Lebensmittelverzehrsmengen in Prozent der Referenzmengen bei Jungen differenziert nach Altersklasse (P25, P50, P75, p)
Lebensmittel [% Referenzmenge]
Jungen
p
6 Jahre
7
-
9 Jahre
10
-
11 Jahr
e
P25
P50
P75
P25
P50
P75
P25
P50
P75
Getränke 67,7 94,7 123,1
77,6 102,4
129,6
80,0 98,6 120,0
0,168
Obst
40,0
56,7
90,8
25,8
51,5
83,8
13,7
44,7
67,9
<0,001
Gemüse
20,7
34,4
56,5
23,8
42,6
67,3
22,2
35,8
55,6
0,077
stärkereiche Lebensmittel
50,2
60,0
71,9
43,7
56,4
74,2
38,3
47,8
59,0
<0,001
Milch(-erzeugnisse)
77,6
112,3
150,9
59,6
91,4
131,6
58,1
81,1
123,5
0,003
Fleisch(-erzeugnisse)
99,3
171,6
229,1
100,6
169,3
233,9
77,0
128,4
193,8
0,001
Fisch
0,0
0,0
141,2
0,0
0,0
177,2
0,0
0,0
216,3
0,2
62
Eier
5,1
65,6
132,3
9,3
55,4
128,5
0,0
41,4
120,2
0,187
Fette
28,2
52,4
79,7
28,0
42,6
62,0
25,1
40,3
61,0
0,053
„geduldete Lebensmittel“
205,0
291,0
404,0
177,0
266,0
372,0
136,0
220,0
294,0
<0,001
177
Tabelle 52: Lebensmittelverzehrsmengen in Prozent der Referenzmengen bei Mädchen differenziert nach Altersklasse (P25, P50, P75, p)
Lebensmittel [% Referenzmenge]
Mädchen
p
6 Jahre
7
-
9 Jahre
10
-
11 Jahre
P25
P50
P75
P25
P50
P75
P25
P50
P75
Getränke 75,0 86,7 116,7
66,7 87,1 121,4
75,0 95,7 125,0
0,115
Obst
32,4
81,3
106,1
26,3
60,6
91,6
22,6
42,7
83,3
0,001
Gemüse
21,2
42,9
63,9
21,6
42,9
68,9
22,2
41,5
70,1
0,925
stärkereiche Lebensmittel
47,3
58,3
72,4
45,0
53,2
65,3
36,7
45,8
56,6
<0,001
Milch(-erzeugnisse)
71,
6
90,6
133,1
50,0
82,0
117,9
45,7
74,6
118,3
0,014
Fleisch(-erzeugnisse)
90,9
147,1
228,6
75,3
127,3
186,7
57,5
118,4
183,4
0,062
Fisch
0,0
0,0
271,9
0,0
0,0
172,0
0,0
0,0
153,4
0,535
Eier
0,0
37,4
138,3
0,0
36,5
118,9
0,0
35,3
117,2
0,966
Fette
26,5
4
0,9
58,6
21,6
36,9
58,0
24,6
38,7
61,7
0,517
„geduldete Lebensmittel“
172,0
234,0
321,0
159,0
233,0
317,0
147,0
202,0
286,0
0,059
178
Tabelle 53: Korrelationen zwischen Lebensmittelgruppen und Alter, Geschlecht sowie Variablen des Sozialstatus (r
S
, p)
Lebensmittel pro Tag [g] Alter Geschlecht Sozialstatus
Indexscore des
Haushaltsnetto-
einkommens
Indexscore der
Schul- und
Berufsausbildung
(Mutter)
r
S
p
r
S
p
r
S
p
r
S
p
r
S
p
Brot 0,110 s. -0,061
s. 0,066
s. 0,081 s. 0,011 n. s.
Brot
aus Vollkorn
-
0,009
n.
s.
0,068
s.
0,115
s.
0,152
s.
0,100
s.
Getreide und Reis
0,043
n.
s.
-
0,014
n.
s.
0,036
n.
s.
-
0,030
n.
s.
0,094
s.
Getreide und Reis aus Vollkorn
-
0,031
n.
s.
0,037
n.
s.
0,089
s.
0,070
s.
0,029
n.
s.
Cerealien
0,024
n.
s.
-
0,06
1
s.
-
0,043
n.
s.
-
0,038
n.
s.
0,023
n.
s.
Teigwaren
0,006
n.
s.
0,004
n.
s.
-
0,061
s.
0,003
n.
s.
-
0,110
s.
Teigwaren aus Vollkorn
-
0,007
n.
s.
0,061
s.
0,076
s.
0,035
n.
s.
0,032
n.
s.
Backwaren
0,081
s.
-
0,012
n.
s.
0,016
n.
s.
0,007
n.
s.
0,029
n.
s
.
Kuchen
-
0,003
n.
s.
-
0,021
n.
s.
0,059
s.
0,036
n.
s.
0,036
n.
s.
Gemüse
0,085
s.
0,048
n.
s.
0,122
s.
0,126
s.
0,089
s.
Obst
-
0,088
s.
0,054
n.
s.
0,044
n.
s.
0,034
n.
s.
0,073
s.
Kartoffeln
0,083
s.
-
0,001
n.
s.
0,016
n.
s.
-
0,049
n.
s.
-
0,027
n.
s
.
Eier
0,007
n.
s.
-
0,033
n.
s.
0,067
s.
0,025
n.
s.
0,055
n.
s.
Nüsse
0,047
n.
s.
-
0,007
n.
s.
0,003
n.
s.
0,020
n.
s.
0,059
s.
tierische Fette
-
0,064
s.
-
0,008
n.
s.
0,142
s.
0,141
s.
0,049
n.
s.
pflanzliche Fette
0,170
s.
-
0,070
s.
-
0,080
s.
-
0,039
n.
s.
-
0,075
s.
Milch und Milchprodukte
-
0,064
s.
-
0,102
s.
0,004
n.
s.
-
0,034
n.
s.
0,011
n.
s.
fettarme Milch und Milchprodukte
-
0,039
n.
s.
0,020
n.
s.
-
0,062
s.
-
0,083
s.
-
0,058
n.
s.
179
Käse und Quark 0,018 n. s.
0,016 n. s.
0,035
n. s.
0,025 n. s. 0,061 s.
fettreduzierter Käse und Quark
-
0,003
n.
s.
0,048
n.
s.
0,028
n.
s.
0,040
n.
s.
0,033
n.
s.
Fleisch
0,092
s.
-
0,044
n.
s.
-
0,117
s.
-
0,112
s.
-
0,021
n.
s.
Wurstwaren
0,075
s.
-
0,104
s.
-
0,061
s.
-
0,027
n.
s.
-
0,115
s.
Fisch
0,016
n.
s.
-
0,038
n.
s.
0,044
n.
s.
0,020
n.
s.
0,088
s.
Süßwaren
-
0,016
n.
s.
-
0,050
n.
s.
-
0,068
s.
-
0,074
s.
-
0,020
n.
s.
alkoholische Getränke
0,032
n.
s.
-
0,020
n.
s.
0,041
n.
s.
0,041
n.
s.
-
0,030
n.
s.
Tee und Kaffee
0,027
n.
s.
0,031
n.
s.
-
0,081
s.
-
0,142
s.
0,036
n.
s.
Säfte und Saftgetränke
0,046
n.
s.
-
0,024
n.
s.
0,010
n.
s.
0,059
n.
s.
-
0,008
n.
s.
Limonaden
0,191
s.
-
0,068
s.
-
0,217
s.
-
0,156
s.
-
0,205
s.
Wasser als Getränk
0,085
s.
-
0,016
n.
s.
0,123
s.
0,134
s.
0,115
s.
Wasser als Zutat
0,122
s.
0,001
n
.
s.
-
0,072
s.
-
0,093
s.
-
0,041
n.
s.
Gewürze
0,090
s.
-
0,019
n.
s.
-
0,062
s.
-
0,023
n.
s.
-
0,136
s.
180
Tabelle 54: Korrelationen zwischen Lebensmittelverzehrsmengen in Prozent der Referenzmengen und Alter, Geschlecht sowie Variablen des Sozialstatus (r
S
, p)
Lebensmittel [% Referenzmenge]
Alter Geschlecht Sozialstatus
Indexscore des
Haushaltsnetto-
einkommens
Indexscore der
Schul- und
Berufsausbildung
(Mutter)
r
S
p
r
S
p
r
S
p
r
S
p
r
S
p
Getränke 0,102 s. -0,093 s. -0,027
n. s.
0,017 n. s. -0,003 n. s.
Obst
-
0,164
s.
0,051
n.
s.
0,047
n.
s.
0,036
n.
s.
0,075
s.
Gemüse
-
0,006
n.
s.
0,049
n.
s.
0,125
s.
0,124
s.
0,091
s.
s
tärkereiche Lebensmittel
-
0,187
s.
-
0,070
s.
0,026
n.
s.
-
0,010
n.
s.
-
0,019
n.
s.
Milch(
-
erzeugnisse)
-
0,115
s.
-
0,089
s.
0,021
n.
s.
-
0,026
n.
s.
0,051
n.
s.
Fleisch(
-
erzeugnisse)
-
0,059
s.
-
0,119
s.
-
0,128
s.
-
0,123
s.
-
0,087
s.
Fisch
-
0,011
n.
s.
-
0,035
n.
s.
0,047
n.
s.
0,020
n.
s.
0,091
s.
Eier
-
0,041
n.
s.
-
0,035
n.
s.
0,067
s.
0,023
n.
s.
0,059
s.
Fet
te
-
0,041
n.
s.
-
0,071
s.
0,029
n.
s.
0,051
n.
s.
0,022
n.
s.
„geduldete Lebensmittel“
-
0,122
s.
-
0,101
s.
-
0,110
s.
-
0,118
s.
-
0,033
n.
s.
181
Tabelle 55: Lebensmittelverzehrsmengen bei Kindern differenziert nach Sozialstatus (P25, P50, P75, p)
Lebensmittel pro Tag [g]
Sozialstatus
p
niedrig
mittel
hoch
P25
P50
P75
P25
P50
P75
P25
P50
P75
Brot 68,4 91,7 125,2
66,3 93,6 127,7
72,0 102,1
140,5
0,044
Brot aus Vollkorn
0,0
0,0
24,7
0,0
0,0
23,3
0,0
6,7
35,0
<0,001
Getreide und
Reis
3,1
22,5
50,0
2,6
21,5
46,1
4,5
28,1
54,7
0,335
Getreide und Reis aus Vollkorn
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,007
Cerealien
0,0
10,1
33,3
0,0
10,0
30,0
0,0
8,6
26,7
0,337
Teigwaren
0,0
52,4
66,7
0,0
36,7
56,7
0,0
36,7
64,2
0,003
Teigwaren
aus Vollkorn
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,034
Backwaren
0,0
0,0
13,3
0,0
0,0
10,0
0,0
0,0
13,3
0,285
Kuchen
0,0
23,3
58,0
0,0
21,3
54,5
5,0
22,7
62,7
0,137
Gemüse
49,4
77,0
129,1
42,9
87,6
144,0
62,5
106,3
157,2
<0,001
Obst
56,7
116,3
186,7
51
,3
111,7
192,2
65,0
125,8
196,7
0,153
Kartoffeln
14,4
46,9
82,3
20,7
46,9
75,4
22,8
46,9
80,3
0,859
Eier
0,0
5,3
22,8
0,0
7,2
22,6
1,2
11,6
22,8
0,050
Nüsse
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,876
tierische Fette
0,0
2,1
8,0
0,4
2,8
7,5
1,2
4,7
10,2
<0,001
pflanzliche Fette
3,3
8,6
13,0
3,3
7,0
12,5
3,0
6,0
10,8
0,027
Milch und Milchprodukte
127,1
233,3
384,2
147,2
243,2
362,1
140,5
244,6
360,3
0,991
fettarme Milch und Milchprodukte
0,0
66,7
200,0
0,0
66,7
166,7
0,0
41,7
146,5
0,111
Käse und Quark
4,3
17,4
40,0
4,6
17,0
37,1
6,5
16,7
39,6
0,446
fettreduzierter Käse und Quark
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,520
182
Fleisch 17,6 38,0 68,8 16,2 32,6 59,1 10,4 25,8 48,3 <0,001
Wurstwaren
14,3
34,1
59,1
11,3
30,0
56,2
13,3
27,1
54,8
0,118
Fisch
0,
0
0,0
10,6
0,0
0,0
18,7
0,0
0,0
19,4
0,296
Süßwaren
34,1
63,0
106,0
34,3
60,2
90,0
31,4
57,2
84,7
0,071
alkoholische Getränke
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,363
Tee und Kaffee
0,0
0,0
133,3
0,0
0,0
117,6
0,0
0,0
97,6
0,025
Säfte und Saftgetränke
20,9
174,0
373,5
85,9
218,3
420,9
68,0
175,0
366,7
0,006
Limonaden
0,0
182,1
333,3
0,0
110,0
300,0
0,0
49,0
166,3
<0,001
Wasser als Getränk
130,6
318,0
503,3
158,3
333,3
616,7
232,2
422,2
650,0
<0,001
Wasser als Zutat
4,5
23,2
79,4
3,5
14,6
50,7
4,0
16
,7
41,0
0,005
Gewürze
4,1
9,1
21,6
3,3
7,5
17,9
2,9
7,1
19,1
0,111
183
Tabelle 56: Lebensmittelverzehrsmengen nach der Optimierten Mischkost bei Kindern differenziert nach Sozialstatus (P25, P50, P75, p)
Lebensmittel pro Tag [Menge]
Sozialstatus
p
niedrig
mittel
hoch
P25
P50
P75
P25
P50
P75
P25
P50
P75
Getränke [g] 650,0
852,2
1.108,3
683,3
916,7
1.178,3
629,1
867,3
1.100,2
0,026
Obst
[g]
56,7
116,3
186,7
51,3
111,7
192,2
65,0
125,8
196,7
0,154
Gemüse
[g]
49,4
77,0
129,1
42
,9
87,6
144,0
62,5
106,3
157,2
<0,001
s
tärkereiche Lebensmittel
[g]
191,3
231,7
292,7
180,8
225,4
276,9
186,8
237,8
303,0
0,130
Milch(
-
erzeugnisse)
[g]
212,0
328,2
508,9
221,8
341,2
510,3
237,3
351,6
489,6
0,799
Fleisch(
-
erzeugnisse)
[g]
46,6
84,7
115,8
45,0
72,4
108,1
34,7
60,0
96,6
<0,001
Fisch
[g]
0,0
0,0
10,6
0,0
0,0
18,7
0,0
0,0
19,4
0,296
Eier
[g]
0,0
5,3
22,8
0,0
7,2
22,6
1,2
11,6
22,8
0,050
Fette
[g]
7,2
12,7
19,3
8,2
12,7
19,1
7,9
12,7
18,0
0,703
„geduldete Lebensmittel“
[kcal]
329,2
497,0
7
01,6
301,6
438,5
604,8
284,5
397,9
563,4
<0,001
18
4
Tabelle 57: Lebensmittelverzehrsmengen in Prozent der Referenzmengen bei Kindern differenziert nach Sozialstatus (P25, P50, P75, p)
Lebensmittelgruppe [% Referenzmenge]
Sozialstatus
p
niedrig
mittel
hoch
P25
P50
P75
P25
P50
P75
P25
P50
P75
Getränke 74,0 90,7 120,5
75,3 98,2 126,3
69,8 94,2 118,5
0,042
Obst
24,8
51,5
85,7
22,7
49,9
83,7
28,0
57,2
86,1
0,114
Gemüse
21,7
33,7
56,0
19,7
39,1
62,9
28,4
47,3
69,7
<0,001
s
tärke
reiche Lebensmittel
43,4
54,4
67,4
40,4
51,9
64,6
43,1
53,4
68,2
0,104
Milch(
-
erzeugnisse)
52,8
85,7
127,6
55,2
88,1
127,9
59,8
88,9
126,3
0,757
Fleisch(
-
erzeugnisse)
89,8
168,6
248,6
90,9
141,2
212,9
65,3
118,9
187,2
<0,001
Fisch
0,0
0,0
112,4
0,0
0,0
176,2
0,0
0,0
187,8
0,244
Eier
0,0
31,2
124,9
0,1
39,4
126,9
6,2
60,1
128,1
0,057
Fette
24,6
38,9
61,4
25,7
40,9
62,2
26,8
41,7
59,9
0,600
„geduldete Lebensmittel“
191,5
255,6
371,1
156,9
235,8
324,6
155,3
218,4
303,5
<0,001
185
Tabelle 58: Lebensmittelverzehrsmengen bei Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach Analyse 0 (MW,
95%-KI, p)
Lebensmittel pro Tag [log (g + 1)]
Sozialstatus
niedrig
mittel
hoch
MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
UG
OG
UG
OG
UG
OG
Brot 4,5 4,5
4,6 0,358 4,5 4,4 4,5 0,105 4,6 4,5 4,6
Brot aus Vollkorn
1,3
0,9
1,7
0,013
1,4
1,2
1,6
0,003
1,9
1,6
2,1
Getreide und Reis
2,7
2,4
3,0
0,386
2,6
2,5
2,8
0,127
2,8
2,6
3,0
Getreide und Reis a
us Vollkorn
0,1
0,0
0,1
0,058
0,1
0,0
0,1
0,018
0,2
0,1
0,3
Cerealien
2,0
1,6
2,3
0,563
2,0
1,8
2,2
0,296
1,9
1,7
2,0
Teigwaren
3,0
2,7
3,3
0,124
2,6
2,4
2,8
0,503
2,7
2,4
2,9
Teigwaren aus Vollkorn
0,0
0,0
0,1
0,048
0,1
0,0
0,1
0,277
0,1
0,0
0,2
Backw
aren
1,2
0,9
1,5
0,960
1,0
0,8
1,2
0,356
1,2
1,0
1,4
Kuchen
2,4
2,1
2,8
0,108
2,6
2,4
2,8
0,201
2,8
2,6
3,0
Gemüse
4,3
4,2
4,5
0,076
4,3
4,2
4,4
0,002
4,5
4,4
4,6
Obst
4,3
4,0
4,5
0,243
4,3
4,1
4,4
0,098
4,5
4,3
4,6
Kartoffeln
3,2
2,9
3,5
0,488
3,3
3,1
3,5
0,758
3,4
3,1
3,6
Eier
1,8
1,5
2,1
0,112
2,0
1,8
2,1
0,227
2,1
1,9
2,3
Nüsse
0,4
0,1
0,7
0,568
0,3
0,2
0,4
0,814
0,3
0,2
0,4
tierische Fette
1,2
1,0
1,4
0,001
1,3
1,2
1,4
0,002
1,6
1,4
1,7
pflanzliche Fette
2,1
1,9
2,2
0,073
2,0
1,9
2,1
0,050
1,9
1,8
2,0
Milch und Milchprodukte
5,2
5,0
5,4
0,442
5,3
5,2
5,4
0,849
5,3
5,2
5,4
fettarme Milch und Milchprodukte
3,3
2,8
3,7
0,040
3,0
2,7
3,2
0,185
2,7
2,4
3,0
186
Käse und Quark 2,5 2,3
2,8 0,510 2,5 2,4 2,7 0,345 2,6 2,5 2,8
fettreduzierter Käse und Qua
rk
0,3
0,2
0,5
0,629
0,4
0,3
0,5
0,861
0,4
0,3
0,5
Fleisch
3,2
2,9
3,5
0,035
3,2
3,0
3,4
0,005
2,8
2,7
3,0
Wurstwaren
3,2
2,9
3,5
0,479
3,1
3,0
3,2
0,927
3,1
2,9
3,3
Fisch
1,0
0,7
1,3
0,298
1,1
0,9
1,3
0,428
1,2
1,0
1,4
Süßwaren
4,0
3,8
4,2
0,360
4,0
3
,9
4,1
0,204
3,9
3,8
4,0
alkoholische Getränke
0,1
0,0
0,1
0,598
0,1
0,0
0,1
0,676
0,0
0,0
0,1
Tee und Kaffee
4,5
4,5
4,6
0,358
4,5
4,4
4,5
0,105
4,6
4,5
4,6
Säfte und Saftgetränke
4,1
3,6
4,6
0,137
4,7
4,5
5,0
0,420
4,6
4,3
4,9
Limonaden
4,0
3,5
4,5
<
0,001
3,5
3,2
3,8
<0,001
2,6
2,3
2,9
Wasser als Getränk
5,1
4,7
5,5
0,008
5,3
5,1
5,5
0,007
5,7
5,5
5,8
Wasser als Zutat
2,9
2,6
3,2
0,106
2,6
2,4
2,8
0,842
2,6
2,4
2,8
Gewürze
2,3
2,2
2,5
0,301
2,3
2,1
2,4
0,566
2,2
2,0
2,4
187
Tabelle 59: Lebensmittelverzehrsmengen bei Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach Analyse 0* (MW,
95%-KI, p)
Lebensmittel pro Tag [log (g + 1)]
Sozialstatus
niedrig
mittel
hoch
MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
UG
OG
UG
OG
UG
OG
Brot 4,5 4,5 4,6 0,260 4,5 4,5
4,6 0,302 4,6 4,5 4,7
Brot aus Vollkorn
1,3
0,9
1,7
0,029
1,4
1,2
1,6
0,012
1,8
1,6
2,1
Getreide und Reis
2,7
2,4
3,0
0,375
2,6
2,5
2,8
0,077
2,9
2,7
3,1
Getreide und Reis a
us Vollkorn
0,1
0,0
0,1
0,053
0,1
0,0
0,1
0,013
0,2
0,1
0,3
Cerealien
2,0
1,7
2,4
0,471
2,0
1,8
2,2
0,338
1,9
1,7
2,1
Teigwaren
3,0
2,6
3,3
0,147
2,6
2,4
2,8
0,612
2,7
2,4
2,9
Teigwaren aus Vollkorn
0,0
0,0
0,1
0,055
0,0
0,0
0,1
0,093
0,1
0,0
0,2
Backw
aren
1,2
0,9
1,5
0,840
1,1
0,9
1,3
0,360
1,2
1,0
1,4
Kuchen
2,4
2,0
2,8
0,069
2,7
2,5
2,9
0,284
2,8
2,6
3,0
Gemüse
4,4
4,2
4,5
0,089
4,3
4,2
4,4
0,003
4,5
4,4
4,6
Obst
4,4
4,1
4,6
0,471
4,2
4,1
4,4
0,057
4,5
4,3
4,7
Kartoffeln
3,3
2,9
3,6
0,517
3,4
3,2
3,6
0,866
3,4
3,2
3,6
Eier
1,9
1,6
2,2
0,118
2,0
1,9
2,2
0,290
2,1
2,0
2,3
Nüsse
0,4
0,1
0,7
0,696
0,3
0,2
0,4
0,990
0,3
0,2
0,4
tierische Fette
1,2
1,0
1,4
0,001
1,4
1,2
1,5
0,005
1,6
1,5
1,7
pflanzliche Fette
2,1
1,9
2,3
0,117
2,1
2,0
2,1
0,050
1,9
1,8
2,0
Milch und Milchprodukte
5,2
5,0
5,5
0,661
5,3
5,3
5,4
0,537
5,3
5,2
5,4
fettarme Milch und Milchprodukte
3,3 2,8 3,7 0,031 3,0 2,7
3,2 0,186 2,7 2,4 3,0
188
Käse und Quark
2,5
2,3
2,8
0,369
2,5
2,4
2,7
0,234
2,7
2,5
2,8
fettreduzierter Käse und Qua
rk
0,3
0,2
0,5
0,620
0,4
0,3
0,5
0,853
0,4
0,3
0,5
Fleisch
3,2
2,9
3,5
0,044
3,3
3,1
3,4
0,001
2,9
2,7
3,0
Wurstwaren
3,2
2,9
3,5
0,568
3,1
3,0
3,3
0,802
3,1
2,9
3,3
Fisch
1,0
0,7
1,3
0,373
1,1
0,9
1,3
0,604
1,2
0,9
1,4
Süßwaren
4,0
3,8
4,2
0,553
4,0
4
,0
4,1
0,156
3,9
3,8
4,1
alkoholische Getränke
0,1
0,0
0,1
0,540
0,1
0,0
0,1
0,834
0,0
0,0
0,1
Tee und Kaffee
4,5
4,5
4,6
0,260
4,5
4,5
4,6
0,302
4,6
4,5
4,7
Säfte und Saftgetränke
4,1
3,6
4,7
0,148
4,8
4,6
5,0
0,276
4,6
4,3
4,9
Limonaden
4,0
3,4
4,5
<
0,001
3,5
3,3
3,8
<0,001
2,6
2,3
2,9
Wasser als Getränk
5,1
4,7
5,5
0,011
5,3
5,2
5,5
0,011
5,7
5,5
5,8
Wasser als Zutat
2,9
2,6
3,2
0,097
2,6
2,4
2,8
0,715
2,6
2,4
2,8
Gewürze
2,4
2,2
2,6
0,260
2,3
2,1
2,4
0,816
2,2
2,1
2,4
189
Tabelle 60: Lebensmittelverzehrsmengen bei Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach Analyse 1 (MW,
95%-KI, p)
Lebensmittel pro Tag [log (g + 1)]
Sozialstatus
niedrig
mittel
hoch
MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
UG
OG
UG
OG
UG
OG
Brot 4,5 4,5
4,6 0,314 4,5 4,4 4,5 0,100 4,6 4,5 4,6
Brot aus Vollkorn
1,3
0,9
1,7
0,015
1,4
1,2
1,6
0,004
1,9
1,6
2,1
Getreide und Reis
2,7
2,4
3,0
0,388
2,6
2,5
2,8
0,128
2,8
2,6
3,0
Getreide und Reis aus
Vollkorn
0,1
0,0
0,1
0,060
0,1
0,0
0,1
0,019
0,2
0,1
0,3
Cerealien
2,0
1,6
2,3
0,596
2,0
1,8
2,2
0,315
1,9
1,7
2,0
Teigwaren
3,0
2,7
3,3
0,114
2,6
2,4
2,8
0,511
2,7
2,4
2,9
Teigwaren aus Vollkorn
0,0
0,0
0,1
0,063
0,1
0,0
0,1
0,296
0,1
0,0
0,2
Backware
n
1,2
0,9
1,5
0,929
1,0
0,9
1,2
0,345
1,2
1,0
1,4
Kuchen
2,4
2,1
2,8
0,104
2,6
2,4
2,8
0,195
2,8
2,6
3,0
Gemüse
4,3
4,2
4,5
0,078
4,3
4,2
4,4
0,003
4,5
4,4
4,6
Obst
4,3
4,0
4,6
0,277
4,3
4,1
4,4
0,102
4,5
4,3
4,6
Kartoffeln
3,2
2,9
3,5
0,462
3,3
3,1
3,
5
0,743
3,4
3,2
3,6
Eier
1,8
1,5
2,1
0,106
2,0
1,8
2,1
0,215
2,1
1,9
2,3
Nüsse
0,4
0,1
0,7
0,578
0,3
0,2
0,4
0,816
0,3
0,2
0,4
tierische Fette
1,2
1,0
1,4
0,001
1,3
1,2
1,4
0,002
1,6
1,4
1,7
pflanzliche Fette
2,0
1,9
2,2
0,092
2,0
1,9
2,1
0,052
1,9
1,8
2,0
Milch und Milchprodukte
5,2
5,0
5,4
0,401
5,3
5,2
5,4
0,883
5,3
5,2
5,4
fettarme Milch und Milchprodukte
3,3 2,8
3,7 0,031 3,0 2,7 3,2 0,175 2,7 2,4 3,0
190
Käse und Quark
2,5
2,3
2,8
0,531
2,5
2,4
2,7
0,354
2,6
2,5
2,8
fettreduzierter Käse und Quark
0,3
0,2
0,5
0,659
0,4
0,3
0,5
0,880
0,4
0,2
0,5
Fleisch
3,2
2,9
3,5
0,044
3,2
3,0
3,4
0,006
2,8
2,7
3,0
Wurstwaren
3,2
2,9
3,5
0,517
3,1
3,0
3,2
0,959
3,1
2,9
3,3
Fisch
1,0
0,7
1,3
0,283
1,1
0,9
1,3
0,418
1,2
1,0
1,4
Süßwaren
4,0
3,8
4,2
0,377
4,0
3,9
4,1
0,207
3,9
3,8
4,0
alkoholische Getränke
0,1
0,0
0,1
0,636
0,1
0,0
0,1
0,695
0,0
0,0
0,1
Tee und Kaffee
4,5
4,5
4,6
0,314
4,5
4,4
4,5
0,100
4,6
4,5
4,6
Säfte und Saftgetränke
4,1
3,6
4,6
0,141
4,7
4,5
5,0
0,417
4,6
4,3
4,9
Limonaden
4,0
3,5
4,5
<0,0
01
3,5
3,3
3,8
<0,001
2,6
2,3
2,9
Wasser als Getränk
5,1
4,7
5,5
0,008
5,3
5,1
5,5
0,007
5,7
5,5
5,8
Wasser als Zutat
2,9
2,6
3,2
0,103
2,6
2,4
2,8
0,841
2,6
2,4
2,8
Gewürze
2,3
2,1
2,5
0,338
2,3
2,1
2,4
0,579
2,2
2,0
2,4
191
Tabelle 61: Lebensmittelverzehrsmengen bei Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach Analyse 1* (MW,
95%-KI, p)
Lebensmittel pro Tag [log (g + 1)]
Sozialstatus
niedrig
mittel
hoch
MW
95%
-
KI
p MW
9
5%
-
KI
p MW
95%
-
KI
UG
OG
UG
OG
UG
OG
Brot 4,5 4,5
4,6 0,232 4,5 4,5 4,6 0,295 4,6 4,5 4,7
Brot aus Vollkorn
1,3
0,9
1,7
0,031
1,4
1,2
1,6
0,013
1,8
1,5
2,1
Getreide und Reis
2,7
2,4
3,0
0,379
2,6
2,5
2,8
0,077
2,9
2,7
3,1
Getreide und Reis aus Vo
llkorn
0,1
0,0
0,1
0,055
0,1
0,0
0,1
0,014
0,2
0,1
0,3
Cerealien
2,0
1,7
2,4
0,501
2,0
1,8
2,2
0,360
1,9
1,7
2,1
Teigwaren
3,0
2,6
3,3
0,145
2,6
2,4
2,8
0,608
2,7
2,4
2,9
Teigwaren aus Vollkorn
0,0
0,0
0,1
0,062
0,0
0,0
0,1
0,098
0,1
0,0
0,2
Backwaren
1,2
0,9
1,5
0,821
1,1
0,9
1,3
0,353
1,2
1,0
1,4
Kuchen
2,4
2,0
2,8
0,064
2,7
2,5
2,9
0,278
2,8
2,6
3,0
Gemüse
4,4
4,2
4,5
0,092
4,3
4,2
4,4
0,003
4,5
4,4
4,6
Obst
4,4
4,1
4,6
0,513
4,2
4,1
4,4
0,061
4,5
4,3
4,7
Kartoffeln
3,3
2,9
3,6
0,507
3,4
3,2
3,6
0,864
3,4
3,2
3,6
Eier
1,9
1,6
2,2
0,117
2,0
1,9
2,2
0,287
2,1
2,0
2,3
Nüsse
0,4
0,1
0,7
0,701
0,3
0,2
0,4
0,994
0,3
0,2
0,4
tierische Fette
1,2
1,0
1,4
0,001
1,4
1,2
1,5
0,005
1,6
1,5
1,7
pflanzliche Fette
2,1
1,9
2,2
0,132
2,1
2,0
2,1
0,050
1,9
1,8
2
,0
Milch und Milchprodukte
5,2
5,0
5,5
0,625
5,3
5,3
5,4
0,565
5,3
5,2
5,4
fettarme Milch und Milchprodukte
3,3 2,8
3,7 0,026 3,0 2,7 3,2 0,178 2,7 2,4 3,0
192
Käse und Quark
2,5
2,3
2,8
0,389
2,5
2,4
2,7
0,243
2,7
2,5
2,8
fettreduzierter Käse und Quark
0,
3
0,2
0,5
0,644
0,4
0,3
0,5
0,871
0,4
0,3
0,5
Fleisch
3,2
2,9
3,5
0,049
3,3
3,1
3,4
0,002
2,9
2,7
3,0
Wurstwaren
3,2
2,9
3,5
0,594
3,1
3,0
3,3
0,824
3,1
2,9
3,3
Fisch
1,0
0,7
1,3
0,357
1,1
0,9
1,3
0,592
1,2
0,9
1,4
Süßwaren
4,0
3,8
4,2
0,570
4,0
4,0
4,
1
0,159
3,9
3,8
4,1
alkoholische Getränke
0,1
0,0
0,1
0,565
0,1
0,0
0,1
0,854
0,0
0,0
0,1
Tee und Kaffee
4,5
4,5
4,6
0,232
4,5
4,5
4,6
0,295
4,6
4,5
4,7
Säfte und Saftgetränke
4,1
3,6
4,7
0,151
4,8
4,6
5,0
0,274
4,6
4,3
4,9
Limonaden
4,0
3,4
4,5
<0,001
3,5
3,3
3,8
<0,001
2,6
2,3
2,9
Wasser als Getränk
5,1
4,7
5,5
0,011
5,3
5,2
5,5
0,011
5,7
5,5
5,8
Wasser als Zutat
2,9
2,6
3,2
0,088
2,6
2,4
2,8
0,715
2,6
2,4
2,8
Gewürze
2,4
2,2
2,6
0,287
2,3
2,1
2,4
0,830
2,2
2,1
2,4
193
Tabelle 62: Lebensmittelverzehrsmengen bei Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach Analyse 2 (MW,
95%-KI, p)
Lebensmittel pro Tag [log (g + 1)]
Sozialstatus
niedrig
mittel
hoch
MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
UG
OG
UG
OG
UG
OG
Brot 4,3 4,1 4,4 0,649 4,2 4,1 4,4 0,183
4,3 4,1 4,5
Brot aus Vollkorn
1,7
1,2
2,2
0,094
1,7
1,3
2,1
0,034
2,0
1,7
2,4
Getreide und Reis
2,8
2,4
3,2
0,069
2,8
2,4
3,1
0,031
3,1
2,7
3,4
Getreide und Reis aus Vollk
orn
0,1
0,0
0,3
0,266
0,1
0,0
0,2
0,038
0,2
0,1
0,3
Cerealien
2,2
1,8
2,7
0,266
2,1
1,8
2,5
0,410
2,0
1,7
2,3
Teigwaren
3,3
2,8
3,8
0,260
2,8
2,4
3,3
0,113
3,1
2,6
3,6
Teigwaren aus Vollkorn
0,0
0,0
0,1
0,900
0,0
-
0,1
0,1
0,524
0,0
0,0
0,1
Backwaren
1,
0
0,5
1,5
0,196
1,0
0,5
1,4
0,093
1,2
0,7
1,6
Kuchen
2,4
2,0
2,9
0,864
2,4
2,0
2,8
0,817
2,4
2,0
2,8
Gemüse
4,4
4,2
4,6
0,073
4,3
4,1
4,5
0,001
4,5
4,3
4,7
Obst
4,4
4,0
4,7
0,353
4,4
4,0
4,7
0,217
4,5
4,2
4,8
Kartoffeln
3,2
2,8
3,6
0,812
3,2
2,9
3,6
0,
970
3,2
2,9
3,6
Eier
2,1
1,8
2,5
0,332
2,1
1,8
2,4
0,074
2,3
2,0
2,6
Nüsse
0,4
0,0
0,8
0,914
0,4
0,1
0,6
0,477
0,4
0,2
0,7
tierische Fette
1,2
0,9
1,5
0,017
1,3
1,0
1,5
0,009
1,5
1,3
1,7
pflanzliche Fette
2,0
1,7
2,2
0,302
1,9
1,8
2,1
0,183
1,9
1,7
2,0
Milch und Milchprodukte
5,4
5,2
5,6
0,417
5,5
5,4
5,7
0,813
5,5
5,3
5,7
fettarme Milch und Milchprodukte 4,1 3,6 4,7 0,079 3,9 3,4 4,4 0,167
3,7 3,1 4,2
194
Käse und Quark
2,6
2,3
2,9
0,344
2,6
2,4
2,9
0,215
2,8
2,5
3,0
fettreduzierter Käse und Quark
0,2
0,0
0,5
0,866
0,2
0,1
0,4
0,836
0,3
0,1
0,5
Fleisch
3,2
2,8
3,5
0,044
3,2
2,9
3,5
0,015
2,9
2,6
3,2
Wurstwaren
2,9
2,5
3,3
0,799
2,9
2,6
3,2
0,748
2,9
2,6
3,2
Fisch
1,2
0,6
1,8
0,124
1,4
0,8
2,0
0,564
1,4
0,8
2,0
Süßwaren
4,3
4,1
4,5
0,956
4,3
4,1
4,6
0,352
4,3
4,1
4,5
alkoholische Getränke
0,2
0,0
0,3
0,683
0,2
0,0
0,3
0,523
0,2
0,0
0,3
Tee und Kaffee
4,3
4,1
4,4
0,649
4,2
4,1
4,4
0,183
4,3
4,1
4,5
Säfte und Saftgetränke
3,5
2,9
4,1
0,447
3,9
3,4
4,4
0,272
3,7
3,2
4,2
Limonaden
4,4
3,8
5,0
<0,001
4
,1
3,6
4,6
0,002
3,4
2,9
3,9
Wasser als Getränk
5,0
4,5
5,5
0,051
5,1
4,8
5,5
0,044
5,4
5,0
5,7
Wasser als Zutat
3,3
3,0
3,7
0,095
3,0
2,7
3,3
0,403
3,1
2,8
3,4
Gewürze
2,6
2,4
2,8
0,627
2,5
2,3
2,7
0,616
2,5
2,3
2,8
195
Tabelle 63: Lebensmittelverzehrsmengen bei Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach Analyse 2* (MW,
95%-KI, p)
Lebensmittel pro Tag [log (g + 1)]
Sozialstatus
niedrig
mittel
hoch
MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
K
I
p MW
95%
-
KI
UG
OG
UG
OG
UG
OG
Brot
4,2
4,1
4,4
0,547
4,2
4,1
4,4
0,393
4,3
4,1
4,4
Brot aus Vollkorn
1,5
1,0
2,1
0,093
1,6
1,2
2,1
0,057
1,9
1,5
2,4
Getreide und Reis
2,7
2,4
3,0
0,067
2,7
2,4
3,0
0,014
3,0
2,7
3,3
Getreide und Reis aus Vollko
rn
0,1
0,0
0,2
0,259
0,1
0,0
0,2
0,022
0,2
0,1
0,3
Cerealien
2,3
1,8
2,8
0,188
2,1
1,8
2,5
0,658
2,1
1,7
2,4
Teigwaren
3,4
3,0
3,9
0,315
3,0
2,6
3,4
0,126
3,2
2,9
3,6
Teigwaren aus Vollkorn
0,0
-
0,1
0,1
0,506
0,0
-
0,1
0,0
0,122
0,0
0,0
0,1
Backwaren
0,
9
0,5
1,4
0,182
0,9
0,5
1,2
0,055
1,1
0,7
1,5
Kuchen
2,4
1,9
2,9
0,850
2,4
2,0
2,8
0,825
2,4
2,0
2,9
Gemüse
4,4
4,2
4,6
0,083
4,3
4,1
4,5
0,001
4,5
4,3
4,7
Obst
4,6
4,2
4,9
0,718
4,4
4,0
4,8
0,128
4,6
4,3
4,9
Kartoffeln
3,3
2,9
3,7
0,944
3,4
3,0
3,7
0,
903
3,3
3,0
3,7
Eier
2,2
1,8
2,5
0,504
2,1
1,8
2,4
0,144
2,3
2,0
2,6
Nüsse
0,4
0,0
0,8
0,889
0,4
0,1
0,6
0,552
0,4
0,1
0,7
tierische Fette
1,1
0,9
1,4
0,013
1,2
1,0
1,4
0,005
1,4
1,2
1,6
pflanzliche Fette
2,0
1,8
2,3
0,243
2,0
1,9
2,2
0,133
1,9
1,8
2,1
Milch und Milchprodukte
5,5
5,2
5,7
0,646
5,6
5,4
5,8
0,572
5,5
5,4
5,7
fettarme Milch und Milchprodukte 4,1 3,6 4,7 0,062 3,9 3,4 4,3 0,190
3,6 3,1 4,1
196
Käse und Quark
2,7
2,3
3,0
0,295
2,7
2,4
2,9
0,158
2,8
2,6
3,1
fettreduzierter Käse und Quark
0,3
0,0
0,5
0,887
0,3
0,1
0,4
0,861
0,3
0,1
0,5
Fleisch
3,1
2,8
3,5
0,028
3,2
2,9
3,4
0,010
2,8
2,5
3,1
Wurstwaren
2,9
2,5
3,4
0,898
2,9
2,6
3,3
0,904
3,0
2,7
3,2
Fisch
1,4
0,9
1,8
0,163
1,6
1,2
2,0
0,777
1,6
1,2
2,0
Süßwaren
4,3
4,1
4,6
0,877
4,4
4,2
4,6
0,320
4,3
4,2
4,5
alkoholische Getränke
0,1
0,0
0,3
0,650
0,1
0,0
0,3
0,869
0,1
0,0
0,2
Tee und Kaffee
4,2
4,1
4,4
0,547
4,2
4,1
4,4
0,393
4,3
4,1
4,4
Säfte und Saftgetränke
3,5
2,9
4,1
0,517
4,0
3,4
4,5
0,174
3,7
3,2
4,2
Limonaden
4,4
3,9
5,0
<0,001
4
,1
3,7
4,6
0,002
3,5
3,0
3,9
Wasser als Getränk
4,8
4,3
5,4
0,039
5,0
4,6
5,4
0,054
5,2
4,9
5,6
Wasser als Zutat
3,4
3,0
3,7
0,076
2,9
2,6
3,3
0,257
3,1
2,8
3,4
Gewürze
2,6
2,4
2,9
0,558
2,5
2,2
2,7
0,385
2,6
2,3
2,8
197
Tabelle 64: Lebensmittelverzehrsmengen in Prozent der Referenzmengen bei Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem
Sozialstatus nach Analyse 0 (MW, 95%-KI, p)
Lebensmittelgruppe pro Tag [log
(% Referenzmenge + 1)]
Sozialstatus
niedrig
mittel
hoch
MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
UG
OG
UG
OG
UG
OG
Getränke 4,5 4,5 4,6 0,912
4,6 4,5 4,6 0,113
4,5 4,5 4,6
Obst
3,6
3,3
3,8
0,249
3,5
3,4
3,7
0,097
3,7
3,6
3,9
Gemüse
3,6
3,4
3,7
0,050
3,5
3,4
3,6
0,001
3,7
3,6
3,8
s
tärkereiche Lebensmittel
4,0
3,9
4,1
0,773
3,9
3,9
4,0
0,011
4,0
4,0
4,1
Milch(
-
erzeugnisse)
4,3
4,2
4,5
0,497
4,4
4,3
4,4
0,540
4,4
4,3
4,5
Fleisch(
-
erzeugnisse)
4,8
4,5
5,1
0,314
4,8
4,7
4,9
0,028
4,6
4,5
4,7
Fisch
1,7
1,2
2,1
0,293
1,8
1,5
2,1
0,3
59
2,0
1,6
2,3
Eier
2,9
2,5
3,3
0,082
3,1
2,9
3,3
0,239
3,3
3,1
3,6
Fette
3,6
3,5
3,7
0,347
3,6
3,6
3,7
0,462
3,7
3,6
3,8
„geduldete Lebensmittel“
5,5
5,4
5,6
0,002
5,4
5,4
5,5
0,093
5,3
5,3
5,4
198
Tabelle 65: Lebensmittelverzehrsmengen in Prozent der Referenzmengen bei Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem
Sozialstatus nach Analyse 0* (MW, 95%-KI, p)
Lebensmittelgruppe pro Tag [log
(%Referenzmenge + 1)]
Sozialstatus
niedrig
mittel
hoch
MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
UG
OG
UG
OG
UG
OG
Getränke 4,5 4,5 4,6 0,938
4,6 4,5 4,6 0,076
4,5 4,5 4,6
Obst
3,6
3,4
3,9
0,451
3,5
3,4
3,7
0,054
3,7
3,6
3,9
Gemüse
3,6
3,4
3,7
0,061
3,5
3,4
3,6
0,002
3,7
3,6
3,8
s
tärkereiche Lebensmi
ttel
4,0
4,0
4,1
0,712
4,0
3,9
4,0
0,037
4,0
4,0
4,1
Milch(
-
erzeugnisse)
4,4
4,2
4,5
0,417
4,4
4,3
4,5
0,719
4,4
4,3
4,5
Fleisch(
-
erzeugnisse)
4,8
4,5
5,2
0,420
4,9
4,8
5,0
0,028
4,7
4,5
4,8
Fisch
1,7
1,2
2,1
0,370
1,8
1,5
2,1
0,508
1,9
1,6
2,3
Eier
3,
0
2,5
3,4
0,078
3,2
3,0
3,5
0,287
3,4
3,2
3,6
Fette
3,6
3,5
3,8
0,363
3,7
3,6
3,8
0,816
3,7
3,6
3,8
„geduldete Lebensmittel“
5,6
5,5
5,7
0,007
5,5
5,4
5,5
0,051
5,4
5,3
5,5
199
Tabelle 66: Lebensmittelverzehrsmengen in Prozent der Referenzmengen bei Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem
Sozialstatus nach Analyse 1 (MW, 95%-KI, p)
Lebensmittelgruppe pro Tag [log
(%Referenzmenge + 1)]
Sozialstatus
niedrig
mittel
hoch
MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
UG
OG
UG
OG
UG
OG
Getränke 4,5 4,5 4,6 0,996
4,6 4,5 4,6 0,118
4,5 4,5 4,6
Obst
3,6
3,3
3,8
0,284
3,5
3,4
3,7
0,098
3,7
3,6
3,9
Gemüse
3,6
3,4
3,7
0,056
3,5
3,4
3,6
0,001
3,7
3,6
3,8
s
tärkereiche Lebensmittel
4,0
3,9
4,1
0,747
3,
9
3,9
4,0
0,007
4,0
4,0
4,0
Milch(
-
erzeugnisse)
4,3
4,2
4,5
0,427
4,4
4,3
4,4
0,499
4,4
4,3
4,5
Fleisch(
-
erzeugnisse)
4,8
4,5
5,1
0,340
4,8
4,7
4,9
0,030
4,6
4,5
4,7
Fisch
1,7
1,2
2,1
0,283
1,8
1,5
2,1
0,353
2,0
1,6
2,3
Eier
2,9
2,5
3,3
0,082
3,1
2,9
3
,3
0,225
3,3
3,1
3,6
Fette
3,6
3,5
3,7
0,305
3,6
3,6
3,7
0,426
3,7
3,6
3,8
„geduldete Lebensmittel“
5,5
5,4
5,6
0,002
5,4
5,4
5,5
0,097
5,3
5,3
5,4
200
Tabelle 67: Lebensmittelverzehrsmengen in Prozent der Referenzmengen bei Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem
Sozialstatus nach Analyse 1* (MW, 95%-KI, p)
Lebensmittelgruppe pro Tag [log
(% Referenzmenge + 1)]
Sozialstatus
niedrig
mittel
hoch
MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
UG
OG
UG
OG
UG
OG
Getränke 4,5 4,5 4,6 0,989
4,6 4,5 4,6 0,078
4,5 4,5 4,6
Obst
3,6
3,4
3,9
0,493
3,5
3,4
3,7
0,056
3,7
3,6
3,9
Gemüse
3,6
3,4
3,7
0,068
3,5
3,4
3,6
0,002
3,7
3,6
3,8
s
tärkereiche Lebensmittel
4,0
4,0
4,1
0,685
4,0
3,9
4,0
0,026
4,0
4
,0
4,1
Milch(
-
erzeugnisse)
4,4
4,2
4,5
0,371
4,4
4,3
4,5
0,680
4,4
4,3
4,5
Fleisch(
-
erzeugnisse)
4,8
4,5
5,1
0,439
4,9
4,8
5,0
0,033
4,7
4,5
4,8
Fisch
1,7
1,2
2,1
0,358
1,8
1,5
2,1
0,499
1,9
1,6
2,3
Eier
3,0
2,5
3,4
0,082
3,2
3,0
3,5
0,281
3,4
3,2
3,6
Fette
3,6
3,5
3,8
0,336
3,7
3,6
3,8
0,785
3,7
3,6
3,8
„geduldete Lebensmittel“
5,6
5,5
5,7
0,009
5,5
5,4
5,5
0,055
5,4
5,3
5,5
201
Tabelle 68: Lebensmittelverzehrsmengen in Prozent der Referenzmengen bei Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem
Sozialstatus nach Analyse 2 (MW, 95%-KI, p)
Lebensmittelgruppe pro Tag [log
(% Referenzmenge + 1)]
Sozialstatus
niedrig
mittel
hoch
MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
UG
OG
UG
OG
UG
OG
Getränke 4,3 4,2 4,5 0,920
4,4 4,3 4,5 0,199 4,4 4,2 4,5
Obst
3,7
3,4
4,0
0,374
3,6
3,3
4,0
0,221
3,8
3,5
4,0
Gemüse
3,6
3,4
3,8
0,052
3,5
3,3
3,7
<0,001
3,8
3,6
3,9
s
tärkereiche Lebensmittel
4,0
3,9
4,0
0,397
3,9
3,8
4,0
0,006
4,0
3,9
4,1
Milch(
-
erzeugni
sse)
4,4
4,3
4,6
0,359
4,5
4,4
4,6
0,757
4,5
4,4
4,6
Fleisch(
-
erzeugnisse)
4,5
4,1
4,9
0,612
4,6
4,3
4,9
0,069
4,4
4,2
4,7
Fisch
1,9
1,0
2,8
0,139
2,2
1,3
3,1
0,544
2,3
1,4
3,2
Eier
3,3
2,8
3,9
0,256
3,3
2,9
3,7
0,084
3,6
3,2
4,0
Fette
3,6
3,4
3,8
0,66
9
3,6
3,4
3,8
0,488
3,6
3,5
3,8
„geduldete Lebensmittel“
5,6
5,5
5,7
0,007
5,5
5,4
5,6
0,305
5,5
5,4
5,6
202
Tabelle 69: Lebensmittelverzehrsmengen in Prozent der Referenzmengen bei Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem
Sozialstatus nach Analyse 2* (MW, 95%-KI, p)
Lebensmittelgruppe pro Tag [log
(% Referenzmenge + 1)]
Sozialstatus
niedrig
mittel
hoch
MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
UG
OG
UG
OG
UG
OG
Getränke 4,3 4,2 4,4 0,997
4,4 4,3 4,5 0,198
4,3 4,2 4,4
Obst
3,8
3,5
4,1
0,709
3,7
3,3
4,0
0,124
3,9
3,6
4,1
Gemüse
3,6
3,4
3,8
0,062
3,5
3,3
3,7
0,001
3,7
3,6
3,9
s
tärkereiche Lebensmittel
4,0
3,9
4,0
0,390
3,9
3,8
4,0
0,008
4,0
3,9
4,1
Milch(
-
erzeugnisse)
4,5
4,4
4,7
0,493
4,5
4,4
4,7
0,957
4,5
4,4
4,7
Fleisch(
-
erzeugnisse)
4,5
4,1
4,9
0,517
4,6
4,4
4,8
0,078
4,5
4,2
4,7
Fisch
2,2
1,4
2,9
0,173
2,5
1,8
3,1
0,715
2,5
1,9
3,2
Eier
3,4
2,8
3,9
0,388
3,4
2,9
3,8
0,152
3,6
3,2
4,0
Fette
3,6
3,4
3,8
0,811
3,6
3,5
3,8
0,676
3,
7
3,5
3,8
„geduldete Lebensmittel“
5,6
5,5
5,8
0,024
5,6
5,5
5,7
0,377
5,5
5,4
5,6
203
Tabelle 70: Energie- und Nährstoffzufuhr bei Jungen differenziert nach Altersklasse (P25, P50, P75, p)
Nährstoff pro Tag [Menge]
Jungen
p
6 Jahre
7
-
9 Jahre
10
-
11 Jahre
P25
P50
P75
P25
P50
P75
P25
P50
P75
Energie [kJ] 6.329,6
7.288,3
7.907,7
6.693,6
7.760,3
8.843,8
6.685,7
7.598,3
9.264,6
<0,001
Fett [g]
50,2
61,5
76,9
55,2
67,2
80,5
52,3
65,6
81,4
0,051
gesättigte FS [g]
21,1
26,0
32,6
22,5
28,7
34,1
22,7
28,3
34,4
0,029
EUFS [g]
16,6
21,7
25,7
18,7
23,8
29,1
18,4
23,4
29,4
0,017
PUFS [g]
6,0
7,3
10,1
6,7
8,7
10,7
6,8
8,3
11,0
0,059
Fett [EN%]
29,3
32,2
36,9
28,6
32,7
36,1
27,8
32,3
36,2
0,911
Protein [g]
47,0
53,1
62,5
51,9
61
,4
69,5
51,9
62,4
73,7
<0,001
Protein [EN%]
12,1
13,2
14,3
12,2
13,4
15,0
12,0
13,7
15,2
0,124
Kohlenhydrate [g]
190,1
222,1
249,0
206,4
245,4
275,0
203,7
243,6
286,2
0,001
Mono
-
/Disaccharide [g]
89,9
119,6
145,3
97,4
120,4
150,8
90,1
117,2
145,7
0,204
Polysaccharide [g]
80,5
96,5
119,8
94,4
112,9
144,2
91,6
118,1
151,3
<0,001
Kohlenhydrate [EN%]
49,3
53,4
57,0
48,8
53,3
56,9
48,9
52,8
57,5
0,951
Ballaststoffe [g]
12,8
15,1
17,5
13,8
16,7
20,1
13,8
17,4
21,5
0,003
Wasser [g]
1
.
527,4
1
.
791,0
2
.
013,4
1
.
649,4
1
.
911,3
2
.
159,7
1
.
689,3
1
.
936,5
2
.
222,0
<0,001
Vitamin
A
[mg RÄ]
0,5
0,7
0,9
0,5
0,8
1,3
0,6
0,9
1,2
0,010
β
-
Carotin [mg]
1,1
1,7
2,8
1,1
2,1
4,1
1,3
2,3
3,7
0,069
Vitamin
D
[µg]
1,0
1,4
1,9
0,9
1,3
2,0
1,1
1,5
2,6
0,004
Vitamin
E
[mg TÄ]
6,7
8,
8
11,5
7,7
9,3
12,5
7,4
9,2
12,6
0,178
Vitamin
K
[mg]
123,8
162,4
204,5
136,1
183,7
241,8
148,2
185,4
229,0
0,007
204
Thiamin [mg]
0,9 1,1 1,4 1,0 1,3 1,6 1,0 1,2 1,6 0,038
Riboflavin [mg] 1,2 1,4 1,9 1,2 1,5 1,9 1,1 1,5 2,0 0,747
Niacin [mg NÄ]
16,2
19,
5
23,3
18,7
22,5
27,2
18,7
22,0
27,2
<0,001
Pyridoxin [mg]
1,2
1,4
1,9
1,3
1,6
2,1
1,2
1,5
2,0
0,032
Folat [µg FÄ]
149,6
189,6
247,6
156,9
204,0
264,5
153,7
204,9
270,4
0,523
Pantothensäure [mg]
3,3
4,0
5,1
3,5
4,4
5,5
3,5
4,3
5,8
0,101
Vitamin
B
12
[µg
]
2,6
3,6
4,4
3,0
3,8
5,1
2,9
4,2
5,2
<0,001
Biotin [µg]
29,8
37,6
45,9
31,2
37,9
48,3
31,6
39,4
52,1
0,201
Vitamin
C
[mg]
63,4
85,0
121,2
64,8
96,9
143,5
66,7
99,2
139,8
0,025
Kalium [mg]
1.876,4
2.212,6
2.542,1
1.920,6
2.302,1
2.721,5
1.901,8
2.325,2
2.662,8
0,236
Calcium [mg]
683,4
820,0
1.016,1
704,9
887,4
1.098,7
712,1
908,0
1.132,5
0,071
Magnesium [mg]
227,5
261,6
294,3
244,5
288,9
350,4
244,7
285,9
332,7
<0,001
Phosphor [mg]
856,0
979,3
1.128,7
873,9
1.053,1
1.262,4
940,5
1.097,7
1.281,4
0,003
Eisen [mg]
8,2
9,8
10,9
9,2
11,1
13,2
9,5
11,0
13,3
<0,001
Zink [mg]
6,8
7,4
9,0
7,1
8,5
10,0
7,2
8,7
10,4
<0,001
NQI
Menge
73,7
84,0
89,2
69,3
80,4
88,3
67,1
77,0
86,4
0,011
205
Tabelle 71: Energie- und Nährstoffzufuhr bei Mädchen differenziert nach Altersklasse (P25, P50, P75, p)
Nährstoff pro Tag [Menge]
Mädchen
p
6 Jahre
7
-
9 Jahre
10
-
11 Jahre
P25
P50
P75
P25
P50
P75
P25
P50
P75
Energie [kJ] 5.553,7
6.169,6
7.183,2
6.117,3
6.992,0
7.845,0
6.439,3
7.712,8
8.598,3
<0,001
Fett [g]
46,7
54,7
63,4
48,1
58,3
71,8
53,4
65,1
80,4
<0,001
gesättigte FS [g]
20,2
22,8
27,9
20,6
25,3
30,7
22,0
28,4
34,4
<0,001
EUFS [g]
16,3
19,3
21,1
15,7
19,8
24,1
18,4
22,7
30,1
<0,001
PUFS [g]
4,8
6,7
8,9
5,5
7,2
9,3
6,4
8,3
11,3
<0,001
Fe
tt [EN%]
29,3
32,4
36,0
27,5
31,2
34,7
28,9
32,2
36,8
0,058
Protein [g]
41,4
51,5
58,5
45,8
54,2
62,8
49,5
60,6
71,7
<0,001
Protein [EN%]
12,1
13,5
15,1
11,8
13,4
15,0
12,0
13,1
15,0
0,995
Kohlenhydrate [g]
170,2
193,0
226,0
184,1
217,5
259,0
197,4
230,
3
267,5
<0,001
Mono
-
/Disaccharide [g]
81,8
99,1
119,2
85,6
110,8
142,2
86,2
110,7
148,5
0,005
Polysaccharide [g]
76,2
88,3
108,2
82,8
103,6
124,3
93,1
109,7
129,9
<0,001
Kohlenhydrate [EN%]
49,6
53,3
56,7
49,3
54,0
58,8
48,6
52,7
57,1
0,146
Ballaststof
fe [g]
12,7
15,1
18,5
12,7
15,9
19,5
13,9
17,1
20,9
0,053
Wasser [g]
1
.
371,3
1
.
572,8
1
.
805,2
1
.
487,1
1
.
749,3
2
.
065,2
1
.
608,2
1
.
918,6
2
.
323,8
<0,001
Vitamin
A
[mg RÄ]
0,5
0,7
1,0
0,5
0,7
1,2
0,5
0,7
1,1
0,130
β
-
Carotin
[mg]
1,1
2,0
3,5
1,2
2,1
4,2
1,1
2,0
3,6
0,528
Vitamin
D
[µg]
0,7
1,3
1,8
0,7
1,2
2,0
1,0
1,4
2,2
0,091
Vitamin
E
[mg TÄ]
6,4
8,3
10,1
6,7
8,5
11,5
7,2
9,7
13,2
0,002
Vitamin
K
[mg]
117,7
145,1
183,9
128,7
172,1
215,2
134,4
190,9
253,4
<0,001
206
Thiamin [mg]
0,8 0,9 1,2 0,8 1,1 1,4 0,9 1,2 1,5 <0,001
Riboflavin [mg] 1,0 1,2 1,4 1,0 1,3 1,8 1,1 1,5 1,7 0,003
Niacin [mg NÄ]
14,6
17,9
21,4
15,9
19,3
23,8
17,3
21,7
25,9
<0,001
Pyridoxin [mg]
1,0
1,3
1,5
1,1
1,4
1,9
1,3
1,5
1,9
<0,001
Folat [µg
FÄ]
138,9
160,7
207,4
145,8
188,1
271,6
155,9
203,5
268,0
<0,001
Pantothensäure [mg]
3,0
3,5
4,5
3,0
4,1
5,6
3,5
4,2
5,5
<0,001
Vitamin
B
12
[µg]
2,3
2,8
3,8
2,3
3,3
4,3
2,8
3,6
4,9
<0,001
Biotin [µg]
27,6
33,5
40,0
28,1
36,0
48,0
30,3
37,0
49,1
0,010
V
itamin
C
[mg]
49,1
78,4
121,4
63,4
93,1
139,2
68,3
100,0
144,5
0,007
Kalium [mg]
1.666,3
2.088,9
2.289,5
1.761,3
2.169,6
2.646,0
1.899,2
2.282,1
2.618,2
0,004
Calcium [mg]
642,0
716,0
881,4
602,9
824,1
979,1
713,5
871,2
1.077,6
<0,001
Magnesium [mg]
204
,6
233,1
281,3
214,4
265,7
314,3
243,7
294,1
354,9
<0,001
Phosphor [mg]
815,7
927,8
1.058,8
828,2
1.000,7
1.178,1
910,0
1.068,7
1.231,8
0,001
Eisen [mg]
7,4
8,6
9,8
8,4
10,0
11,8
9,1
10,4
12,3
<0,001
Zink [mg]
5,8
7,1
8,2
6,5
7,6
8,9
7,1
8,3
9,6
<0,001
NQI
Menge
67,3
78,5
85,8
66,3
79,1
86,7
66,9
76,0
85,3
0,169
207
Tabelle 72: Energie- und Nährstoffzufuhr bei Jungen differenziert nach Altersklasse (MW, SD)
Nährstoff pro Tag [Menge]
Jungen
6 Jahre
7
-
9 Jahre
10
-
11 Jahre
M
W
SD
MW
SD
MW
SD
Energie [kJ] 7.176,5
1.390,9
7.834,7
1.570,4
7.997,8
1.828,2
Fett [g]
63,6
18,3
68,9
19,3
69,6
21,7
gesättigte FS [g]
27,0
9,1
29,3
9,1
29,7
9,8
EUFS [g]
22,0
6,8
24,2
7,5
24,5
8,1
PUFS [g]
8,4
3,3
9,2
3,7
9,1
3,6
Fett [EN%]
32,6
6,1
32,4
5,5
32,1
5,8
Protein [g]
55,3
10,8
62,0
14,0
64,4
16,2
Protein [EN%]
13,3
1,9
13,5
2,1
13,8
2,3
Kohlenhydrate [g]
224,7
50,7
244,6
54,8
250,3
64,3
Mono
-
/Disaccharide [g]
121,3
40,0
126,5
41,0
123,0
41,9
Polysaccharide [g]
101,2
29,3
118,6
34,3
1
25,1
44,4
Kohlenhydrate [EN%]
53,3
6,2
53,2
6,1
53,2
6,4
Ballaststoffe [g]
15,7
4,1
17,5
5,3
17,9
6,0
Wasser [g]
1
.
774,0
433,4
1
.
934,0
415,7
2
.
030,9
509,3
Vitamin
A
[mg RÄ]
0,8
0,5
1,0
0,6
1,0
0,5
β
-
Carotin
[mg]
2,4
2,1
3,0
2,8
2,9
2,3
Vitamin
D
[µg]
1,8
1,9
1,8
2,0
2,3
2,5
Vitamin
E
[mg TÄ]
9,8
4,7
10,6
4,6
10,7
5,2
Vitamin
K
[mg]
173,1
66,7
199,0
90,9
193,4
64,9
Thiamin [mg]
1,2
0,5
1,4
0,6
1,4
0,6
Riboflavin [mg]
1,6
0,5
1,6
0,7
1,7
0,7
Nia
cin [mg NÄ]
20,4
5,2
23,4
6,8
23,8
7,7
Pyridoxin [mg]
1,6
0,6
1,8
0,8
1,8
0,9
Folat [µg FÄ]
212,8
91,0
229,1
108,3
232,7
115,9
Pantothensäure [mg]
4,5
1,8
4,8
2,0
5,0
2,4
Vitamin
B
12
[µg]
3,6
1,4
4,2
1,7
4,4
1,9
Biotin [µg]
44,1
27,2
48,2
38,2
50,4
40
,7
Vitamin
C
[mg]
90,6
44,5
109,8
60,3
118,7
107,6
Kalium [mg]
2.266,5
570,5
2.354,5
604,1
2.346,3
610,6
Calcium [mg]
852,8
248,2
914,1
297,4
944,1
320,9
Magnesium [mg]
264,5
66,5
298,4
77,4
295,7
80,2
Phosphor [mg]
1.013,3
226,0
1.090,9
279,0
1.133,2
284,7
Eisen [mg]
10,0
2,9
11,4
3,1
11,7
3,6
Zink [mg]
7,7
1,6
8,7
2,2
9,0
2,3
NQI
Menge
80,6
12,2
77,6
14,1
75,3
14,2
208
Tabelle 73 Energie- und Nährstoffzufuhr bei Mädchen differenziert nach Altersklasse (MW, SD)
Nährstoff pro Tag [Menge]
Mädchen
6 Jahre
7
-
9 Jahre
10
-
11 Jahre
MW
SD
MW
SD
MW
SD
Energie [kJ] 6.332,1
1.341,5
6.971,1
1.394,7
7.575,3
1.649,3
Fett [g]
55,5
15,5
59,1
16,6
67,1
21,6
gesättigte FS [g]
23,9
7,1
25,7
7,8
28,2
9,3
EUFS [g]
19,1
5,6
20,4
6,6
24,
0
8,5
PUFS [g]
7,7
3,9
7,8
3,3
9,2
4,0
Fett [EN%]
32,2
4,6
31,3
5,8
32,3
6,3
Protein [g]
50,6
12,4
55,5
14,9
60,7
15,3
Protein [EN%]
13,6
2,0
13,6
2,7
13,7
2,4
Kohlenhydrate [g]
197,6
42,5
222,1
52,9
235,0
56,0
Mono
-
/Disaccharide [g]
101,0
28,9
114,7
40,7
119,6
47,1
Polysaccharide [g]
94,0
30,6
106,6
29,4
112,7
29,2
Kohlenhydrate [EN%]
53,3
5,2
54,2
6,7
53,1
7,2
Ballaststoffe [g]
15,8
4,7
16,8
5,4
17,7
5,5
Wasser [g]
1
.
609,0
353,4
1
.
772,8
420,7
1
.
968,6
509,9
Vitamin
A
[mg RÄ]
0,7
0,4
0,9
0,5
0,9
0,6
β
-
Carotin
[mg]
2,4
1,6
2,8
2,3
2,8
2,5
Vitamin
D
[µg]
1,5
1,4
1,7
1,8
1,9
2,1
Vitamin
E
[mg TÄ]
8,5
3,0
9,4
4,0
10,8
5,2
Vitamin
K
[mg]
152,4
50,8
183,0
85,3
205,8
94,0
Thiamin [mg]
1,0
0,3
1,2
0,5
1,3
0,5
Riboflavin [mg]
1,3
0,4
1,4
0,6
1,5
0,6
Niacin [mg NÄ]
17,9
4,7
20,5
6,8
21,6
5,7
Pyridoxin [mg]
1,3
0,4
1,6
0,7
1,6
0,6
Folat [µg FÄ]
175,0
65,3
211,8
87,8
218,5
86,1
Pantothensäure [mg]
3,8
1,2
4,5
2,0
4,7
2,1
Vitamin
B
12
[µg]
3,0
1,1
3,4
1,5
3,8
1,6
Biotin [µg]
37,5
19,2
45,7
34,7
46,7
40,1
Vitamin
C
[mg]
90,8
50,9
108,3
69,2
111,0
61,1
Kalium [mg]
2.036,1
479,4
2.228,0
686,4
2.263,8
657,7
Calcium [mg]
756,8
245,3
818,4
272,2
891,9
290,7
Magnesium [mg]
246,0
60,2
272,5
73,0
296,2
86,8
Phosphor [mg]
947,1
234,3
1.014,8
258,5
1.066,7
266,3
Eisen [mg]
8,8
2,2
10,2
2,8
10,8
2,7
Zink [mg]
7,3
1,9
7,8
1,9
8,4
2,2
NQI
Menge
72,8
20,8
75,2
15,5
73,3
15,9
209
Tabelle 74: Energie- und Nährstoffdichte bei Jungen differenziert nach Altersklasse (P25, P50, P75, p)
Nährstoffdichte pro Tag [Konzentration]
Jungen
p
6 Jahre
7
-
9 Jahre
10
-
11 Jahre
P25
P50
P75
P25
P50
P75
P25
P50
P75
Energie der gesamten Kost [kJ/g] 3,42 3,99 4,38 3,32 3,83 4,28 3,23 3,65 4,16 0,039
Energie ohne Getränke [kJ/g]
5,52
6,16
6,65
5,66
6
,31
7,09
5,74
6,48
7,22
0,009
Ballaststoffe [g/MJ]
1,82
2,12
2,59
1,89
2,17
2,52
1,77
2,15
2,64
0,920
Vitamin
A
[mg RÄ/MJ]
0,08
0,10
0,13
0,07
0,11
0,17
0,08
0,11
0,14
0,321
β
-
Carotin
[mg/MJ]
0,17
0,23
0,41
0,14
0,27
0,55
0,18
0,27
0,46
0,467
Vitamin
D
[µg/MJ]
0,15
0,20
0,26
0,11
0,18
0,26
0,14
0,20
0,30
0,013
Vitamin
E
[mg TÄ/MJ]
1,00
1,24
1,57
1,02
1,25
1,55
1,02
1,26
1,52
0,996
Vitamin
K
[µg/MJ]
18,19
22,21
28,04
18,50
23,41
29,15
19,15
23,22
28,29
0,612
Thiamin [mg/MJ]
0,14
0,16
0,19
0,13
0,17
0,
20
0,13
0,16
0,19
0,679
Riboflavin [mg/MJ]
0,17
0,20
0,26
0,16
0,19
0,24
0,15
0,19
0,25
0,076
Niacin [mg NÄ/MJ]
2,43
2,82
3,23
2,54
2,96
3,37
2,47
2,92
3,33
0,374
Pyridoxin [mg/MJ]
0,16
0,20
0,25
0,18
0,21
0,26
0,16
0,20
0,26
0,339
Folat [µg FÄ/MJ]
21,
65
26,48
35,25
20,68
26,64
33,34
20,24
25,71
35,62
0,509
Pantothensäure [mg/MJ]
0,49
0,54
0,68
0,48
0,55
0,71
0,47
0,55
0,69
0,777
Vitamin
B
12
[µg/MJ]
0,37
0,48
0,62
0,40
0,51
0,62
0,39
0,50
0,67
0,247
Biotin [µg/MJ]
4,49
5,31
6,04
4,18
4,81
5,71
4,14
5
,00
6,33
0,071
Vitamin
C
[mg/MJ]
8,21
11,72
15,94
8,77
12,77
17,67
8,01
11,92
17,78
0,383
210
Kalium [mg/MJ]
274,86
313,15
347,57
267,49
298,20
340,06
262,91
294,84
335,89
0,086
Calcium [mg/MJ]
100,75
115,90
135,90
95,23
115,90
136,24
95,67
115,51
143,55
0,901
Magnesium [mg/MJ]
31,46 35,88 39,65 32,10 37,18 44,97 31,79 36,44 42,92 0,104
Phosphor [mg/MJ] 127,24
138,73
157,10
122,09
138,69
155,24
125,64
142,42
163,74
0,231
Eisen [mg/MJ]
1,21
1,35
1,62
1,23
1,40
1,60
1,24
1,46
1,63
0,103
Zink [mg/MJ]
0,95
1,07
1,18
0,98
1,11
1,22
0,98
1,14
1,25
0,032
NQI
Dichte
62,01
71,33
78,62
61,24
72,36
81,66
71,26
79,54
86,67
<0,001
211
Tabelle 75: Energie- und Nährstoffdichte bei Mädchen differenziert nach Altersklasse (P25, P50, P75, p)
Nährstoffdichte pro Tag [Konzentration]
Mädchen
p
6 Jahre
7
-
9 Jahre
10
-
11 Jahre
P25
P50
P75
P25
P50
P75
P25
P50
P75
Energie der gesamten Kost [kJ/g] 3,18 3,78 4,23 3,18 3,77 4,22 3,21 3,78 4,12 0,712
Energie ohne Getränke [kJ/g]
5,32
6,16
6,60
5,5
0
6,15
6,84
5,60
6,48
7,27
0,009
Ballaststoffe [g/MJ]
2,02
2,51
2,89
2,02
2,27
2,86
2,02
2,25
2,64
0,059
Vitamin
A
[mg RÄ/MJ]
0,08
0,11
0,15
0,08
0,11
0,15
0,07
0,10
0,14
0,208
β
-
Carotin
[mg/MJ]
0,19
0,33
0,53
0,17
0,30
0,58
0,16
0,26
0,49
0,118
Vitamin
D
[µg/MJ]
0,11
0,21
0,29
0,12
0,18
0,28
0,14
0,19
0,27
0,866
Vitamin
E
[mg TÄ/MJ]
1,08
1,33
1,56
1,00
1,26
1,58
1,03
1,26
1,73
0,504
Vitamin
K
[µg/MJ]
19,13
22,73
28,95
19,12
2
4,46
30,89
19,04
26,13
32,50
0,109
Thiamin [mg/MJ]
0,12
0,15
0,18
0,13
0,16
0,20
0,13
0,16
0,19
0,089
Riboflavin [mg/MJ]
0,16
0,20
0,22
0,16
0,19
0,24
0,15
0,19
0,23
0,654
Niacin [mg NÄ/MJ]
2,46
2,77
3,26
2,45
2,82
3,22
2,38
2,81
3,23
0,513
Pyridoxin [
mg/MJ]
0,17
0,21
0,25
0,16
0,20
0,26
0,16
0,19
0,25
0,334
Folat [µg FÄ/MJ]
21,61
25,29
32,74
22,91
27,65
35,52
22,02
27,06
34,74
0,032
Pantothensäure [mg/MJ]
0,48
0,58
0,68
0,49
0,59
0,72
0,46
0,56
0,71
0,166
Vitamin
B
12
[µg/MJ]
0,37
0,43
0,58
0,36
0,47
0,60
0,38
0,48
0,63
0,451
Biotin [µg/MJ]
4,51
5,21
5,80
4,35
5,25
6,50
3,92
5,07
6,04
0,065
Vitamin
C
[mg/MJ]
8,40
11,71
18,23
9,24
13,90
19,67
8,99
13,12
19,52
0,241
212
Kalium [mg/MJ]
282,61
336,64
368,31
265,52
319,75
366,27
261,96
295,66
339,04
<0,00
1
Calcium [mg/MJ]
101,05
113,49
142,30
96,91
115,78
136,55
96,32
113,60
141,99
0,773
Magnesium [mg/MJ]
35,16 39,35 42,61 33,11 38,68 45,02 33,07 39,33 43,79 0,874
Phosphor [mg/MJ] 131,30
154,48
163,65
127,83
143,54
162,89
125,18
138,93
160,91
0,005
Eis
en [mg/MJ]
1,23
1,39
1,53
1,27
1,43
1,66
1,28
1,39
1,61
0,046
Zink [mg/MJ]
1,01
1,17
1,26
0,98
1,12
1,24
0,96
1,07
1,21
0,035
NQI
Dichte
54,29
67,03
76,00
65,75
75,58
83,35
68,71
79,60
84,96
<0,001
213
Tabelle 76: Korrelationen zwischen Energie- und Nährstoffzufuhr und Alter, Geschlecht sowie Variablen des Sozialstatus (r
S
, p)
Nährstoffdichte pro Tag [Konzentration]
Alter Geschlecht Sozialstatus
Indexscore des
Haushaltsnetto-
einkommens
Indexscore der
Schul- und
Berufsausbildung
(Mutter)
r
S
p
r
S
p
r
S
p
r
S
p
r
S
p
Energie [kJ] 0,226 s. -0,190
s. -0,068
n. s.
-0,075 s. -0,004 n. s.
Fett [g]
0,186
s.
-
0,169
s.
-
0,053
n.
s.
-
0,057
n.
s.
-
0,001
n.
s.
gesättigte FS [g]
0,168
s.
-
0,136
s.
-
0,009
n.
s.
-
0,022
n.
s.
0,013
n.
s.
EUFS [g
]
0,206
s.
-
0,160
s.
-
0,041
n.
s.
-
0,035
n.
s.
-
0,020
n.
s.
PUFS [g]
0,163
s.
-
0,140
s.
-
0,122
s.
-
0,090
s.
-
0,059
s.
Fett [EN%]
0,040
n.
s.
-
0,053
n.
s.
-
0,013
n.
s.
-
0,020
n.
s.
0,004
n.
s.
Protein [g]
0,235
s.
-
0,152
s.
-
0,080
s.
-
0,099
s.
-
0,002
n.
s.
Protein [EN%]
0,041
n.
s.
-
0,004
n.
s.
-
0,007
n.
s.
-
0,040
n.
s.
0,025
n.
s.
Kohlenhydrate [g]
0,179
s.
-
0,164
s.
-
0,069
s.
-
0,064
s.
-
0,024
n.
s.
Mono
-
/Disaccharide [g]
0,070
s.
-
0,113
s.
-
0,105
s.
-
0,097
s.
-
0,065
s.
Polysaccharide [g]
0,205
s.
-
0
,133
s.
-
0,005
n.
s.
-
0,027
n.
s.
0,014
n.
s.
Kohlenhydrate [EN%]
-
0,048
n.
s.
0,046
n.
s.
0,018
n.
s.
0,036
n.
s.
-
0,010
n.
s.
Ballaststoffe [g]
0,138
s.
-
0,033
n.
s.
0,068
s.
0,067
s.
0,080
s.
Wasser [g]
0,253
s.
-
0,1
31
s.
-
0,028
n.
s.
0,00
9
n.
s.
0,0
09
n.
s.
Vitamin
A
[mg RÄ]
0,072
s.
-
0,078
s.
0,127
s.
0,129
s.
0,140
s.
β
-
Carotin
[mg]
0,036
n.
s.
0,001
n.
s.
0,120
s.
0,122
s.
0,123
s.
Vitamin
D
[µg]
0,104
s.
-
0,075
s.
0,064
s.
0,052
n.
s.
0,076
s.
Vitamin
E
[mg TÄ]
0,126
s.
-
0,077
s.
-
0,085
s.
-
0
,055
n.
s.
-
0,035
n.
s.
Vitamin K [mg] 0,182 s. -0,067
s. 0,027 n. s.
0,060 s. 0,002 n. s.
214
Thiamin [mg] 0,165 s. -0,133
s. -0,029
n. s.
-0,013 n. s. 0,020 n. s.
Riboflavin [mg]
0,084
s.
-
0,131
s.
-
0,024
n.
s.
-
0,033
n.
s.
0,041
n.
s.
Niacin [mg NÄ]
0,1
97
s.
-
0,172
s.
-
0,094
s.
-
0,093
s.
0,009
n.
s.
Pyridoxin [mg]
0,129
s.
-
0,126
s.
-
0,049
n.
s.
-
0,040
n.
s.
0,009
n.
s.
Folat [µg FÄ]
0,108
s.
-
0,050
n.
s.
-
0,009
n.
s.
-
0,007
n.
s.
0,065
s.
Pantothensäure [mg]
0,117
s.
-
0,079
s.
0,002
n.
s.
-
0,013
n.
s
.
0,069
s.
Vitamin
B
12
[µg]
0,173
s.
-
0,177
s.
-
0,051
n.
s.
-
0,056
n.
s.
0,010
n.
s.
Biotin [µg]
0,104
s.
-
0,077
s.
0,049
n.
s.
0,052
n.
s.
0,064
s.
Vitamin
C
[mg]
0,100
s.
0,001
n.
s.
0,095
s.
0,112
s.
0,077
s.
Kalium [mg]
0,117
s.
-
0,084
s.
0,021
n.
s.
0,014
n.
s.
0,050
n.
s.
Calcium [mg]
0,140
s.
-
0,108
s.
0,006
n.
s.
-
0,010
n.
s.
0,030
n.
s.
Magnesium [mg]
0,204
s.
-
0,084
s.
0,021
n.
s.
0,028
n.
s.
0,036
n.
s.
Phosphor [mg]
0,163
s.
-
0,089
s.
0,029
n.
s.
0,010
n.
s.
0,051
n.
s.
Eisen [mg]
0,216
s.
-
0,163
s.
-
0,021
n.
s.
-
0,018
n.
s.
0,047
n.
s.
Zink [mg]
0,223
s.
-
0,146
s.
-
0,013
n.
s.
-
0,039
n.
s.
0,028
n.
s.
NQI
Menge
-
0,061
s.
-
0,078
s.
0,076
s.
0,067
s.
0,110
s.
215
Tabelle 77: Korrelationen zwischen Energie- und Nährstoffdichte und Alter, Geschlecht sowie Variablen des Sozialstatus (r
S
, p)
Nährstoffdichte pro Tag [Konzentration]
Alter Geschlecht Sozialstatus
Indexscore des
Haushaltsnetto-
einkommens
Indexscore der
Schul- und
Berufsausbildung
(Mutter)
r
S
p
r
S
p
r
S
p
r
S
p
r
S
p
Energie der gesamten Kost [kJ/g] -0,061
s. -0,050
n. s.
-0,056
n. s.
-0,064 s. -0,041 n. s.
Energie ohne Getränke [kJ/g]
0,140
s.
-
0,064
s.
-
0,055
n.
s.
-
0,042
n.
s.
-
0,037
n.
s.
Ballaststoffe [g/MJ]
-
0,037
n.
s.
0,134
s.
0,139
s.
0,145
s.
0,1
02
s.
Vitamin
A
[mg RÄ/MJ]
-
0,026
n.
s.
-
0,011
n.
s.
0,161
s.
0,166
s.
0,154
s.
β
-
Carotin
[mg/MJ]
-
0,024
n.
s.
0,049
n.
s.
0,140
s.
0,142
s.
0,124
s.
Vitamin
D
[µg/MJ]
0,035
n.
s.
-
0,024
n.
s.
0,090
s.
0,073
s.
0,084
s.
Vitamin
E
[mg TÄ/MJ]
0,010
n.
s.
0,038
n.
s.
-
0,051
n.
s.
-
0,020
n.
s.
-
0,033
n.
s.
Vitamin
K
[µg/MJ]
0,054
n.
s.
0,056
n.
s.
0,084
s.
0,123
s.
0,011
n.
s.
Thiamin [mg/MJ]
0,013
n.
s.
-
0,025
n.
s.
0,023
n.
s.
0,038
n.
s.
0,046
n.
s.
Riboflavin [mg/MJ]
-
0,074
s.
-
0,032
n.
s.
0,026
n.
s.
-
0,001
n.
s.
0,067
s.
Niacin [mg NÄ/MJ]
0,025
n.
s.
-
0,055
n.
s.
-
0,061
s.
-
0,0
48
n.
s.
0,007
n.
s.
Pyridoxin [mg/MJ]
-
0,026
n.
s.
-
0,023
n.
s.
-
0,009
n.
s.
<0,001
n.
s.
0,005
n.
s.
Folat [µg FÄ/MJ]
-
0,029
n.
s.
0,066
s.
0,031
n.
s.
0,032
n.
s.
0,072
s.
Pantothensäure [mg/MJ]
-
0,031
n.
s.
0,032
n.
s.
0,071
s.
0,028
n.
s.
0,107
s.
Vitamin
B
12
[µg/MJ]
0,047
n.
s.
-
0,096
s.
-
0,001
n.
s.
-
0,010
n.
s.
0,032
n.
s.
Biotin [µg/MJ]
-
0,061
s.
0,046
n.
s.
0,114
s.
0,103
s.
0,107
s.
Vitamin
C
[mg/MJ]
0,015
n.
s.
0,078
s.
0,119
s.
0,136
s.
0,085
s.
216
Kalium [mg/MJ]
-
0,114
s.
0,093
s.
0,085
s.
0,074
s.
0,061
s.
Calcium [mg/MJ]
-
0,012
n.
s.
0,019
n.
s.
0,067
s.
0,035
n.
s.
0,035
n.
s.
Magnesium [mg/MJ] 0,012 n. s.
0,092 s. 0,100 s. 0,105 s. 0,068 s.
Phosphor [mg/MJ]
-
0,060
s.
0,084
s.
0,125
s.
0,085
s.
0,086
s.
Eisen [mg/MJ]
0,044
n.
s.
0,00
6
n.
s.
0,045
n.
s.
0,070
s.
0,057
n.
s.
Zink [mg/MJ]
0,010
n.
s.
0,021
n.
s.
0,093
s.
0,070
s.
0,073
s.
NQI
Dichte
0,225
s
.
0,014
n.
s.
0,107
s.
0,111
s
.
0,105
s
.
217
Tabelle 78: Energie- und Nährstoffzufuhr bei Kindern differenziert nach Sozialstatus (P25, P50, P75, p)
Nährstoffdichte pro Tag [Konzentration]
Sozialstatus
p
niedrig
mittel
hoch
P25
P50
P75
P25
P50
P75
P25
P50
P75
Energie [kJ] 6.426,4
7.226,5
8.574,2
6.329,5
7.406,6
8.407,7
6.288,5
7.211,3
8.276,9
0,072
Fe
tt [g]
53,7
65,6
77,8
50,5
63,2
76,6
51,5
61,3
76,8
0,038
gesättigte FS [g]
21,5
27,5
32,7
21,5
27,0
31,8
21,2
26,9
33,1
0,622
EUFS [g]
17,8
22,7
29,6
17,1
21,4
26,6
17,5
21,7
26,4
0,052
PUFS [g]
7,0
8,9
11,9
6,1
7,8
10,4
6,0
7,7
9,7
<0,001
Fett [EN%]
29,4
32,7
36,5
28,0
31,5
35,8
28,7
32,3
35,9
0,031
Protein [g]
50,6
60,4
69,5
48,3
56,9
68,4
47,6
56,6
66,3
0,015
Protein [EN%]
12,1
13,7
15,4
12,0
13,2
14,9
12,1
13,4
14,9
0,471
Kohlenhydrate [g]
191,0
231,4
268,5
195,4
229,9
271,6
189,0
223,6
261,1
0,
050
Mono
-
/Disaccharide [g]
96,2
118,9
146,3
89,8
117,6
147,0
85,3
107,3
138,1
0,001
Polysaccharide [g]
88,0
108,2
131,0
88,9
105,2
129,3
85,3
108,8
137,0
0,622
Kohlenhydrate [EN%]
48,3
52,5
55,6
49,1
53,4
58,2
49,0
53,4
57,3
0,046
Ballaststoffe [g]
13,
6
16,1
20,1
12,9
15,8
19,6
14,1
17,2
20,6
0,003
Wasser [g]
1
.
544,7
1
.
891,4
2
.
087,8
1
.
553,1
1
.
838,7
2
.
142,1
1
.
560,8
1
.
805,1
2
.
117,0
0,3
07
Vitamin
A
[mg RÄ]
0,5
0,7
1,1
0,5
0,7
1,1
0,6
0,8
1,2
<0,001
β
-
Carotin [mg]
1,0
1,9
3,4
1,1
1,9
3,7
1,4
2,4
4,1
<0,001
Vitamin
D
[µg]
0,7
1,4
2,2
0,9
1,3
2,0
0,9
1,4
2,3
0,054
Vitamin
E
[mg TÄ]
8,1
9,7
12,2
6,9
8,9
12,5
7,1
8,7
11,8
0,007
Vitamin
K
[mg]
133,2
175,0
235,5
129,1
174,4
220,8
135,9
179,8
235,8
0,198
218
Thiamin [mg]
0,9
1,1
1,4
0,9
1,2
1,5
0,9
1,1
1,5
0,269
Riboflavin [mg] 1,1 1,4 1,8 1,1 1,4 1,8 1,1 1,4 1,8 0,675
Niacin [mg NÄ]
18,0
21,6
25,9
16,9
21,4
25,9
16,8
20,0
24,1
0,007
Pyridoxin [mg]
1,3
1,5
2,0
1,2
1,5
1,9
1,2
1,5
1,9
0,258
Folat [µg FÄ]
1
50,5
195,5
259,3
151,2
195,8
262,6
150,7
193,1
264,3
0,947
Pantothensäure [mg]
3,2
4,2
5,6
3,3
4,1
5,5
3,4
4,2
5,5
0,965
Vitamin
B
12
[µg]
2,7
3,7
4,9
2,7
3,6
4,7
2,6
3,5
4,6
0,212
Biotin [µg]
29,7
36,6
46,1
29,6
36,0
47,8
30,6
38,4
48,4
0,100
Vitamin
C
[mg]
58,2
85,2
112,2
62,9
98,8
140,4
67,2
99,4
141,5
0,002
Kalium [mg]
1.835,0
2.191,0
2.590,9
1.857,3
2.232,5
2.626,4
1.878,5
2.224,2
2.689,9
0,781
Calcium [mg]
653,5
833,8
1.036,4
663,3
861,6
1.069,2
679,8
849,7
1.025,3
0,715
Magnesium [mg]
226,4
284
,1
326,3
225,5
271,3
327,4
238,2
284,4
331,4
0,341
Phosphor [mg]
859,8
1.027,3
1.211,3
856,3
1.033,6
1.222,9
889,8
1.049,4
1.246,7
0,348
Eisen [mg]
8,9
10,4
12,6
8,6
10,3
12,4
8,6
10,3
12,2
0,776
Zink [mg]
6,9
8,3
9,5
6,7
8,0
9,5
7,0
8,1
9,4
0,145
NQI
Menge
64,0
77,7
87,5
68,6
78,1
85,9
70,3
79,8
88,0
0,028
219
Tabelle 79: Energie- und Nährstoffdichte bei Kindern differenziert nach Sozialstatus (P25, P50, P75, p)
Nährstoffdichte pro Tag [Konzentration]
Sozialstatus
p
niedrig
mittel
hoch
P25
P50
P75
P25
P50
P75
P25
P50
P75
Energie der gesamten Kost [kJ/g] 3,31 3,95 4,36 3,22 3,76 4,22 3,24 3,78 4,13 0,014
Energie ohne Getränke [kJ/g]
5,67
6,42
7,15
5,49
6,29
7,10
5,53
6,21
6,88
0,168
Ballaststoffe [g/MJ]
1,91
2,19
2,63
1
,84
2,16
2,60
2,03
2,42
2,88
<0,001
Vitamin
A
[mg RÄ/MJ]
0,07
0,10
0,14
0,07
0,10
0,14
0,08
0,12
0,17
<0,001
β
-
Carotin [mg/MJ]
0,15
0,23
0,45
0,15
0,26
0,50
0,19
0,34
0,58
<0,001
Vitamin
D
[µg/MJ]
0,10
0,17
0,28
0,13
0,18
0,27
0,14
0,19
0,30
0,006
Vita
min
E
[mg TÄ/MJ]
1,05
1,29
1,57
1,00
1,25
1,59
1,01
1,23
1,55
0,168
Vitamin
K
[µg/MJ]
18,95
23,37
28,45
18,27
23,60
29,13
19,81
25,44
31,25
0,006
Thiamin [mg/MJ]
0,12
0,15
0,20
0,13
0,16
0,20
0,13
0,16
0,19
0,146
Riboflavin [mg/MJ]
0,16
0,19
0,24
0,16
0
,19
0,25
0,16
0,19
0,24
0,499
Niacin [mg NÄ/MJ]
2,45
3,00
3,41
2,49
2,87
3,30
2,45
2,75
3,18
0,105
Pyridoxin [mg/MJ]
0,16
0,21
0,26
0,17
0,20
0,26
0,17
0,20
0,24
0,763
Folat [µg FÄ/MJ]
21,17
24,97
35,46
21,74
26,82
34,36
21,59
27,37
35,19
0,571
Pantoth
ensäure [mg/MJ]
0,46
0,53
0,69
0,47
0,57
0,71
0,50
0,58
0,71
0,052
Vitamin
B
12
[µg/MJ]
0,38
0,50
0,63
0,39
0,48
0,61
0,39
0,48
0,63
0,890
Biotin [µg/MJ]
4,08
4,89
5,68
4,13
4,89
6,12
4,53
5,36
6,33
<0,001
Vitamin
C
[mg/MJ]
8,13
11,05
16,03
8,28
13,12
18
,88
9,68
13,78
19,14
<0,001
220
Kalium [mg/MJ]
256,20
295,54
343,20
262,94
304,11
347,44
275,50
307,97
353,47
0,015
Calcium [mg/MJ]
94,41
111,42
128,96
97,00
115,55
140,97
98,14
117,59
137,33
0,034
Magnesium [mg/MJ]
31,34 36,46 43,07 31,73 36,96 43,53 34,49 39,61 44,24 0,002
Phosphor [mg/MJ] 122,14
139,80
152,27
125,45
139,26
159,92
128,87
145,40
165,56
<0,001
Eisen [mg/MJ]
1,25
1,39
1,58
1,22
1,41
1,63
1,27
1,42
1,63
0,309
Zink [mg/MJ]
0,97
1,10
1,22
0,95
1,08
1,22
1,02
1,13
1,26
0,002
NQI
Dichte
57,15
7
4,28
83,97
64,83
74,48
82,31
67,69
76,52
85,15
0,001
221
Tabelle 80: Energie- und Nährstoffzufuhr bei Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach Analyse 0 (MW,
95%-KI, p)
Nährstoff pro Tag [log (Menge + 1)]
Sozialstatus
niedrig
mittel
hoch
MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
UG
OG
UG
OG
UG
OG
Energie [kJ]
a
7.618,6
7.266,1
7.971,1
0,149
7.441,8
7.267,0
7.616,7
0,292
7.312,1
7.120,6
7.503,6
Fett [g]
4,2
4,1
4,2
0,
213
4,1
4,1
4,2
0,547
4,1
4,1
4,2
gesättigte FS [g]
3,3
3,3
3,4
0,980
3,3
3,3
3,3
0,331
3,3
3,3
3,4
EUFS [g]
3,2
3,1
3,2
0,311
3,1
3,1
3,1
0,378
3,1
3,1
3,2
PUFS [g]
2,3
2,2
2,4
0,004
2,2
2,1
2,2
0,496
2,2
2,1
2,2
Fett [EN%]
a
32,6
31,6
33,6
0,856
31,6
31,0
32,3
0,096
32,5
31,8
33,2
Protein [g]
4,1
4,0
4,1
0,127
4,1
4,0
4,1
0,590
4,0
4,0
4,1
Protein [EN%]
2,7
2,6
2,7
0,766
2,7
2,6
2,7
0,925
2,7
2,6
2,7
Kohlenhydrate [g]
5,4
5,4
5,5
0,241
5,4
5,4
5,5
0,199
5,4
5,4
5,4
Mono
-
/Disaccharide [g]
4,8
4,7
4
,8
0,078
4,7
4,7
4,8
0,042
4,7
4,6
4,7
Polysaccharide [g]
4,7
4,7
4,8
0,754
4,7
4,6
4,7
0,300
4,7
4,7
4,7
Kohlenhydrate [EN%]
a
52,8
51,6
54,0
0,727
53,9
53,1
54,6
0,182
53,1
52,3
53,9
Ballaststoffe [g]
2,9
2,8
2,9
0,122
2,8
2,8
2,9
0,001
2,9
2,9
2,9
W
asser [g]
7,5
7,4
7,5
0,797
7,5
7,5
7,5
0,591
7,5
7,5
7,5
Vitamin
A
[mg RÄ]
0,6
0,5
0,6
0,005
0,6
0,6
0,6
0,003
0,7
0,6
0,7
β
-
Carotin [mg]
1,1
1,0
1,2
0,005
1,1
1,1
1,2
0,002
1,3
1,2
1,4
Vitamin
D
[µg]
0,9
0,8
1,0
0,205
0,9
0,9
0,9
0,060
1,0
0,9
1,0
Vi
tamin
E
[mg TÄ]
2,4
2,3
2,4
0,125
2,3
2,3
2,4
0,652
2,3
2,3
2,4
Vitamin
K
[mg]
5,2
5,1
5,3
0,554
5,1
5,1
5,2
0,036
5,2
5,2
5,2
222
Thiamin [mg] 0,8 0,7 0,8 0,738
0,8 0,8 0,8 0,289
0,8 0,8 0,8
Riboflavin [mg]
0,9
0,8
1,0
0,756
0,9
0,9
0,9
0,312
0,9
0,9
0,9
Niacin [mg NÄ]
3,1
3,0
3,2
0,071
3,1
3,1
3,1
0,077
3,1
3,0
3,1
Pyridoxin [mg]
1,0
0,9
1,0
0,446
1,0
0,9
1,0
0,122
0,9
0,9
1,0
Folat [µg FÄ]
5,3
5,2
5,4
0,993
5,3
5,3
5,3
0,850
5,3
5,3
5,3
Pantothensäure [mg]
1,7
1,6
1,7
0,758
1,7
1,6
1,7
0,660
1,7
1,6
1
,7
Vitamin
B
12
[µg]
1,5
1,4
1,6
0,564
1,5
1,5
1,6
0,609
1,5
1,5
1,5
Biotin [µg]
3,7
3,6
3,8
0,240
3,7
3,6
3,7
0,035
3,8
3,7
3,8
Vitamin
C
[mg]
4,4
4,2
4,5
0,009
4,5
4,4
4,6
0,130
4,6
4,5
4,6
Kalium [mg]
7,7
7,6
7,7
0,451
7,7
7,6
7,7
0,265
7,7
7,7
7,7
Calcium [mg]
6,7
6,6
6,8
0,478
6,7
6,7
6,8
0,801
6,7
6,7
6,8
Magnesium [mg]
5,6
5,6
5,7
0,516
5,6
5,6
5,6
0,046
5,6
5,6
5,7
Phosphor [mg]
6,9
6,9
7,0
0,437
6,9
6,9
6,9
0,092
7,0
6,9
7,0
Eisen [mg]
2,4
2,4
2,5
0,820
2,4
2,4
2,5
0,897
2,4
2,4
2,5
Zink [m
g]
2,2
2,2
2,3
0,776
2,2
2,2
2,2
0,070
2,2
2,2
2,2
NQI
Menge
a
73,0
68,5
77,5
0,064
75,7
74,0
77,3
0,130
77,6
75,8
79,4
a
Variable nicht log-transformiert da normalverteilt
223
Tabelle 81: Energie- und Nährstoffzufuhr bei Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach Analyse 0* (MW,
95%-KI, p)
Nährstoff pro Tag [log (Menge + 1)]
Sozialstatus
niedrig
mittel
hoch
MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
UG
OG
UG
OG
UG
OG
Energie [kJ]
a
7.710,8
7.356,0
8.065,6
0,244
7.680,0
7.526,9
7.833,1
0,044
7.464,7
7.301,2
7.628,3
Fett [g]
4,2
4,1
4,3
0,336
4,2
4,2
4,2
0,636
4,2
4,1
4,2
gesättigte FS [g]
3,3
3,3
3,4
0,847
3,3
3,3
3,4
0,928
3,3
3,3
3,4
EUFS [g]
3,2
3,1
3,2
0,531
3,1
3,1
3
,2
0,945
3,1
3,1
3,2
PUFS [g]
2,3
2,2
2,4
0,010
2,2
2,2
2,3
0,205
2,2
2,2
2,2
Fett [EN%]
a
32,7
31,7
33,7
0,919
32,0
31,4
32,6
0,223
32,7
31,9
33,4
Protein [g]
4,1
4,1
4,2
0,208
4,1
4,1
4,1
0,110
4,1
4,0
4,1
Protein [EN%]
2,7
2,6
2,7
0,675
2,7
2,6
2,7
0,705
2,7
2,6
2,7
Kohlenhydrate [g]
5,5
5,4
5,5
0,402
5,5
5,4
5,5
0,044
5,4
5,4
5,5
Mono
-
/Disaccharide [g]
4,8
4,7
4,8
0,121
4,8
4,7
4,8
0,011
4,7
4,7
4,8
Polysaccharide [g]
4,7
4,7
4,8
0,957
4,7
4,7
4,7
0,503
4,7
4,7
4,8
Kohlenhydrate [EN%]
a
52,7
51,
4
54,0
0,733
53,5
52,8
54,2
0,390
53,0
52,1
53,8
Ballaststoffe [g]
2,9
2,8
2,9
0,131
2,9
2,8
2,9
0,007
2,9
2,9
2,9
Wasser [g]
7,5
7,5
7,6
0,757
7,5
7,5
7,6
0,300
7,5
7,5
7,5
Vitamin
A
[mg RÄ]
0,6
0,5
0,6
0,013
0,6
0,6
0,6
0,020
0,7
0,6
0,7
β
-
Carotin [mg]
1,1
1,0
1,2
0,013
1,2
1,1
1,2
0,009
1,3
1,2
1,4
Vitamin
D
[µg]
0,9
0,8
1,0
0,154
0,9
0,9
1,0
0,058
1,0
0,9
1,0
Vitamin
E
[mg TÄ]
2,4
2,3
2,5
0,239
2,4
2,3
2,4
0,229
2,3
2,3
2,4
Vitamin
K
[mg]
5,2
5,1
5,3
0,533
5,2
5,1
5,2
0,106
5,2
5,2
5,
3
224
Thiamin [mg] 0,8 0,8 0,9 0,781
0,8 0,8 0,8 0,090
0,8 0,8 0,8
Riboflavin [mg]
0,9
0,9
1,0
0,822
0,9
0,9
1,0
0,121
0,9
0,9
0,9
Niacin [mg NÄ]
3,1
3,1
3,2
0,089
3,1
3,1
3,2
0,009
3,1
3,0
3,1
Pyridoxin [mg]
1,0
0,9
1,0
0,458
1,0
0,9
1,0
0,040
0,9
0,9
1,0
Folat [µg FÄ]
5,3
5,2
5,4
0,999
5,3
5,3
5,4
0,619
5,3
5,3
5,4
Pantothensäure [mg]
1,7
1,6
1,8
0,731
1,7
1,7
1,7
0,867
1,7
1,7
1,7
Vitamin
B
12
[µg]
1,5
1,5
1,6
0,564
1,6
1,5
1,6
0,177
1,5
1,5
1,6
Biotin [µg]
3,7
3,6
3,8
0,299
3,7
3,7
3,8
0,144
3,8
3,7
3,8
Vitamin
C
[mg]
4,4
4,3
4,5
0,015
4,5
4,5
4,6
0,288
4,6
4,5
4,7
Kalium [mg]
7,7
7,6
7,8
0,413
7,7
7,7
7,8
0,617
7,7
7,7
7,8
Calcium [mg]
6,7
6,6
6,8
0,361
6,8
6,7
6,8
0,983
6,8
6,7
6,8
Magnesium [mg]
5,6
5,6
5,7
0,381
5,6
5,6
5,7
0,118
5,7
5,6
5,7
Phosphor [mg]
6,9
6,9
7,0
0,274
7,0
6,9
7,0
0,241
7,0
6,9
7,0
Eisen [mg]
2,5
2,4
2,5
0,847
2,5
2,4
2,5
0,737
2,4
2,4
2,5
Zink [mg]
2,2
2,2
2,3
0,616
2,2
2,2
2,2
0,202
2,2
2,2
2,3
NQI
Menge
a
74,1
69,4
78,8
0,065
77,6
76,3
78,9
0,248
78,8
77,2
80,4
a
Variable nicht log-transformiert da normalverteilt
225
Tabelle 82: Energie- und Nährstoffzufuhr bei Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach Analyse 1 (MW,
95%-KI, p)
Nährstoff pro Tag [log (Menge + 1)]
Sozialstatus
niedrig
mittel
hoch
MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
UG
OG
UG
OG
UG
OG
Energie [kJ]
a
7.580,3
7.244,7
7.915,8
0,208
7.436,1
7.268,1
7.604,1
0,338
7.325,4
7.145,0
7.505,8
Fett [g]
4,2
4,1
4,2
0,291
4,1
4
,1
4,2
0,470
4,1
4,1
4,2
gesättigte FS [g]
3,3
3,3
3,4
0,863
3,3
3,3
3,3
0,276
3,3
3,3
3,4
EUFS [g]
3,1
3,1
3,2
0,412
3,1
3,1
3,1
0,323
3,1
3,1
3,2
PUFS [g]
2,3
2,2
2,4
0,007
2,2
2,1
2,2
0,558
2,2
2,1
2,2
Fett [EN%]
a
32,6
31,6
33,5
0,904
31,6
31,0
32,
3
0,095
32,5
31,8
33,2
Protein [g]
4,9
4,0
4,1
0,180
4,1
4,0
4,1
0,675
4,1
4,0
4,1
Protein [EN%]
2,7
2,6
2,7
0,773
2,7
2,6
2,7
0,926
2,7
2,6
2,7
Kohlenhydrate [g]
5,4
5,4
5,5
0,321
5,4
5,4
5,5
0,205
5,4
5,4
5,4
Mono
-
/Disaccharide [g]
4,8
4,7
4,8
0,096
4,7
4,7
4,8
0,043
4,7
4,6
4,7
Polysaccharide [g]
4,7
4,6
4,7
0,945
4,7
4,6
4,7
0,224
4,7
4,7
4,7
Kohlenhydrate [EN%]
a
52,8
51,6
54,1
0,767
53,9
53,1
54,6
0,183
53,1
52,2
53,9
Ballaststoffe [g]
2,9
2,8
2,9
0,101
2,8
2,8
2,9
0,001
2,9
2,9
2,9
Wasser [g]
7,5
7,4
7,5
0,
619
7,5
7,5
7,5
0,
651
7,5
7,5
7,5
Vitamin
A
[mg RÄ]
0,6
0,5
0,6
0,003
0,6
0,6
0,6
0,003
0,7
0,6
0,7
β
-
Carotin [mg]
1,1
1,0
1,2
0,005
1,1
1,1
1,2
0,002
1,3
1,2
1,4
Vitamin
D
[µg]
0,9
0,8
1,0
0,168
0,9
0,9
0,9
0,054
1,0
0,9
1,0
Vitamin
E
[mg TÄ]
2,4
2,3
2,4
0,155
2,3
2,3
2,4
0,696
2,3
2,3
2,4
Vitamin
K
[mg]
5,2
5,1
5,2
0,463
5,1
5,1
5,2
0,034
5,2
5,2
5,
3
226
Thiamin [mg] 0,8 0,7 0,8 0,871
0,8 0,8 0,8 0,329
0,8 0,8 0,8
Riboflavin [mg]
0,9
0,8
0,9
0,884
0,9
0,9
0,9
0,360
0,9
0,9
0,9
Niacin [mg NÄ]
3,1
3,0
3,2
0,106
3,1
3,1
3,1
0,108
3,1
3,0
3,1
Pyridoxin [mg]
0,9
0,9
1,0
0,544
1,0
0,9
1,0
0,149
0,9
0,9
1,0
Folat [µg FÄ]
5,3
5,2
5,4
0,907
5,3
5,3
5,3
0,904
5,3
5,3
5,3
Pantothensäure [mg]
1,7
1,6
1,7
0,648
1,7
1,6
1,7
0,596
1,7
1,6
1,7
Vitamin
B
12
[µg]
1,5
1,4
1,6
0,709
1,5
1,5
1,6
0,699
1,5
1,5
1,5
Biotin [µg]
3,7
3,6
3,8
0,193
3,7
3,6
3,7
0,027
3,8
3,7
3,8
Vitamin
C
[mg]
4,4
4,2
4,5
0,008
4,5
4,4
4,6
0,123
4,6
4,5
4,6
Kalium [mg]
7,7
7,6
7,7
0,370
7,7
7,6
7,7
0,226
7,7
7,7
7,7
Calcium [mg]
6,7
6,6
6,8
0,362
6,7
6,7
6,8
0,731
6,7
6,7
6,8
Magnesium [mg]
5,6
5,6
5,7
0,412
5,6
5,6
5,6
0,036
5,6
5,6
5,7
Phosphor [mg]
6,9
6,9
7,0
0,329
6,9
6,9
6,9
0,073
7,0
6,9
7,0
Eisen [mg]
2,4
2,4
2,5
0,999
2,4
2,4
2,5
0,792
2,4
2,4
2,5
Zink [mg]
2,2
2,2
2,2
0,584
2,2
2,2
2,2
0,052
2,2
2,2
2,2
NQI
Menge
a
72,9
68,4
77,4
0,059
75,6
74,0
77,3
0,114
77,6
75,8
79,5
a
Variable nicht log-transformiert da normalverteilt
227
Tabelle 83: Energie- und Nährstoffzufuhr bei Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach Analyse 1* (MW,
95%-KI, p)
Nährstoff pro Tag [log (Menge + 1)]
Sozialstatus
niedrig
mittel
hoch
MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
UG
OG
UG
OG
UG
OG
Energie [kJ]
a
7.681,7
7.350,8
8.012,6
0,299
7.672,8
7.530,0
7.815,6
0,049
7.473,8
7.314,1
7.633,6
Fett [g]
4,2
4,1
4,2
0,403
4,2
4,2
4,2
0,728
4,2
4,1
4,2
gesättigte FS [g]
3,3
3,3
3,4
0,735
3,3
3,3
3,4
1,000
3,3
3,3
3,4
EUFS [g]
3,2
3,1
3,2
0,618
3,1
3,1
3,2
0,867
3,1
3,1
3,2
PUFS [g]
2,3
2,2
2,4
0,014
2,2
2,2
2,3
0,241
2,2
2,2
2,2
Fett [EN%]
a
32,7
31,7
33,7
0,942
32,0
31,4
32
,6
0,226
32,7
31,9
33,4
Protein [g]
4,1
4,1
4,2
0,252
4,1
4,1
4,1
0,147
4,1
4,0
4,1
Protein [EN%]
2,7
2,6
2,7
0,667
2,7
2,6
2,7
0,692
2,7
2,6
2,7
Kohlenhydrate [g]
5,5
5,4
5,5
0,480
5,5
5,4
5,5
0,039
5,4
5,4
5,5
Mono
-
/Disaccharide [g]
4,8
4,7
4,8
0,139
4,8
4,7
4,8
0,011
4,7
4,7
4,8
Polysaccharide [g]
4,7
4,7
4,8
0,802
4,7
4,7
4,7
0,412
4,7
4,7
4,8
Kohlenhydrate [EN%]
a
52,7
51,4
54,0
0,747
53,5
52,8
54,2
0,397
53,0
52,1
53,8
Ballaststoffe [g]
2,9
2,8
2,9
0,111
2,9
2,8
2,9
0,006
2,9
2,9
2,9
Wasser [g
]
7,5
7,5
7,6
0,
630
7,5
7,5
7,6
0,3
18
7,5
7,5
7,5
Vitamin
A
[mg RÄ]
0,6
0,5
0,6
0,010
0,6
0,6
0,6
0,019
0,7
0,6
0,7
β
-
Carotin [mg]
1,1
1,0
1,2
0,013
1,2
1,1
1,2
0,010
1,3
1,2
1,4
Vitamin
D
[µg]
0,9
0,8
1,0
0,128
0,9
0,9
1,0
0,053
1,0
0,9
1,0
Vitamin
E
[mg TÄ]
2,4
2,3
2,5
0,272
2,4
2,3
2,4
0,243
2,3
2,3
2,4
Vitamin
K
[mg]
5,2
5,1
5,3
0,474
5,2
5,1
5,2
0,103
5,2
5,2
5,
3
228
Thiamin [mg] 0,8 0,8 0,8 0,876
0,8 0,8 0,8 0,098
0,8 0,8 0,8
Riboflavin [mg]
0,9
0,9
1,0
0,913
0,9
0,9
1,0
0,141
0,9
0,9
0,9
Niacin [mg NÄ]
3,1
3,1
3,2
0,115
3,1
3,1
3,2
0,016
3,1
3,0
3,1
Pyridoxin [mg]
1,0
0,9
1,0
0,526
1,0
0,9
1,0
0,046
0,9
0,9
1,0
Folat [µg FÄ]
5,3
5,2
5,4
0,938
5,3
5,3
5,4
0,655
5,3
5,3
5,4
Pantothensäure [mg]
1,7
1,6
1,7
0,660
1,7
1,7
1,7
0,918
1,7
1,7
1,7
Vitamin
B
12
[µg]
1,5
1,5
1,6
0,652
1,6
1,5
1,6
0,215
1,5
1,5
1,6
Biotin [µg]
3,7
3,6
3,8
0,270
3,7
3,7
3,8
0,124
3,8
3,7
3,8
Vitamin
C
[mg]
4,4
4,3
4,5
0,013
4,5
4,5
4,6
0,280
4,6
4,5
4,7
Kalium [mg]
7,7
7,6
7,8
0,364
7,7
7,7
7,8
0,568
7,7
7,7
7,8
Calcium [mg]
6,7
6,6
6,8
0,290
6,8
6,7
6,8
0,963
6,8
6,7
6,8
Magnesium [mg]
5,6
5,6
5,7
0,319
5,6
5,6
5,7
0,098
5,7
5,6
5,7
Phosphor [mg]
6,9
6,9
7,0
0,217
7,0
6,9
7,0
0,213
7,0
6,9
7,0
Eisen [mg]
2,4
2,4
2,5
0,975
2,5
2,4
2,5
0,806
2,4
2,4
2,5
Zink [mg]
2,2
2,2
2,3
0,480
2,2
2,2
2,2
0,168
2,2
2,2
2,3
NQI
Menge
a
74,0
69,3
78,7
0,060
77,6
76,3
78,8
0,234
78,9
77,2
80,5
a
Variable nicht log-transformiert da normalverteilt
229
Tabelle 84: Energie- und Nährstoffzufuhr bei Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach Analyse 2 (MW,
95%-KI, p)
Nährstoff pro Tag [log (Menge + 1)]
Sozialstatus
niedrig
mittel
hoch
MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
UG
OG
UG
OG
UG
OG
Energie [kJ]
ab
7.519,8
7.022,8
8.016,9
0,345
7.390,5
6.979,3
7.801,6
0,523 7.316,2
6.902,3
7.730,2
Fett [g]
4,2
4,1
4,2
0,564
4,2
4,1
4,2
0,076
4,2
4,2
4,2
gesättigte FS [g]
3,3
3,3
3,4
0,072
3,3
3,3
3,4
0,109
3,4
3,3
3,4
EUFS [g]
3,1
3,1
3,2
0,396
3,1
3,1
3,2
0,049
3,2
3,1
3,2
PUFS [g]
2,3
2,2
2,4
0,038
2,2
2,1
2,2
0,914
2,2
2,1
2,3
Fett [EN%]
a
33,2
31,9
34,5
0,687
32,7
31,6
33
,8
0,138
33,4
32,3
34,6
Protein [g]
4,1
4,0
4,1
0,951
4,1
4,0
4,1
0,575
4,1
4,0
4,1
Protein [EN%]
2,7
2,6
2,7
0,750
2,7
2,6
2,7
0,930
2,7
2,6
2,7
Kohlenhydrate [g]
5,4
5,4
5,4
0,883
5,4
5,4
5,4
0,542
5,4
5,4
5,4
Mono
-
/Disaccharide [g]
4,8
4,7
4,8
0,360
4,8
4,7
4,9
0,092
4,7
4,7
4,8
Polysaccharide [g]
4,6
4,6
4,7
0,332
4,6
4,5
4,7
0,018
4,6
4,6
4,7
Kohlenhydrate [EN%]
a
52,3
50,8
53,8
0,922
53,0
51,8
54,1
0,215
52,2
51,0
53,5
Ballaststoffe [g]
2,9
2,8
2,9
0,052
2,8
2,8
2,9
<0,001
2,9
2,9
2,9
Wasser [
g]
7,5
7,4
7,5
0,162
7,5
7,4
7,5
0,859
7,5
7,4
7,5
Vitamin
A
[mg RÄ]
0,6
0,5
0,6
0,004
0,6
0,5
0,6
0,002
0,6
0,6
0,7
β
-
Carotin [mg]
1,0
0,9
1,2
0,020
1,0
0,9
1,1
0,001
1,2
1,1
1,3
Vitamin
D
[µg]
0,9
0,8
1,0
0,278
0,9
0,8
1,0
0,053
1,0
0,9
1,1
Vitamin
E
[mg TÄ]
2,3
2,2
2,4
0,091
2,2
2,2
2,3
0,845
2,2
2,2
2,3
Vitamin
K
[mg]
5,2
5,1
5,3
0,570
5,2
5,1
5,2
0,010
5,2
5,1
5,
3
230
Thiamin [mg] 0,7 0,7 0,8 0,742
0,7 0,7 0,8 0,785 0,7 0,7 0,8
Riboflavin [mg]
0,9
0,9
1,0
0,756
0,9
0,9
1,0
0,490
0,9
0,9
0,9
Niacin [mg NÄ]
3,1
3,0
3,1
0,519
3,1
3,0
3,1
0,286
3,1
3,0
3,1
Pyridoxin [mg]
0,9
0,9
1,0
0,870
0,9
0,9
1,0
0,352
0,9
0,9
1,0
Folat [µg FÄ]
5,3
5,2
5,4
0,997
5,3
5,2
5,4
0,631
5,3
5,2
5,4
Pantothensäure [mg]
1,6
1,6
1,7
0,350
1,7
1,6
1,7
0,347
1,7
1,6
1,7
Vitamin
B
12
[µg]
1,6
1,5
1,6
0,940
1,5
1,5
1,6
0,920
1,5
1,5
1,6
Biotin [µg]
3,7
3,6
3,8
0,194
3,6
3,5
3,7
0,007
3,7
3,6
3,8
Vitamin
C
[mg]
4,3
4,2
4,5
0,001
4,5
4,3
4,6
0,120
4,6
4,4
4,7
Kalium [mg]
7,7
7,6
7,8
0,056
7,7
7,7
7,8
0,050
7,7
7,7
7,8
Calcium [mg]
6,7
6,6
6,8
0,037
6,8
6,7
6,8
0,532
6,8
6,7
6,8
Magnesium [mg]
5,6
5,6
5,7
0,038
5,6
5,6
5,7
0,002
5,7
5,6
5,7
Phosphor [mg]
6,9
6,9
7,0
0,011
6,9
6,9
7,0
0,007
7,0
6,9
7,0
Eisen [mg]
2,4
2,4
2,5
0,217
2,4
2,4
2,5
0,064
2,5
2,4
2,5
Zink [mg]
2,2
2,2
2,2
0,038
2,2
2,1
2,2
0,002
2,2
2,2
2,3
NQI
Menge
a
74,2
68,9
79,6
0,178
75,4
71,9
79,0
0,196
77,0
73,6
80,4
a
Variable nicht log-transformiert da normalverteilt,
b
Regressionsrechnungen ohne Adjustierung für Energiezufuhr
231
Tabelle 85: Energie- und Nährstoffzufuhr bei Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach Analyse 2* (MW,
95%-KI, p)
Nährstoff pro Tag [log (Menge + 1)]
Sozialstatus
niedrig
mittel
hoch
MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
UG
OG
UG
OG
UG
OG
Energie [kJ]
ab
7.660,4
7.253,1
8.067,8
0,375
7.666,8
7.347,6
7.986,1
0,082
7.481,7
7.165,4
7.798,1
Fett [g]
4,2
4,2
4,3
0,611
4,2
4,2
4,2
0,434
4,2
4,2
4,3
gesättigte FS [g]
3,3
3,3
3,4
0,093
3,4
3,3
3,4
0,517
3,4
3,3
3,4
EUFS [g]
3,2
3,1
3,2
0,411
3,2
3,1
3,2
0,252
3,2
3,1
3,2
PUFS [g]
2,3
2,2
2,4
0,049
2,2
2,1
2,3
0,8
70
2,2
2,1
2,3
Fett [EN%]
a
33,2
31,9
34,6
0,683
33,0
31,8
34,1
0,329
33,5
32,4
34,6
Protein [g]
4,1
4,0
4,1
0,649
4,1
4,1
4,1
0,752
4,1
4,1
4,1
Protein [EN%]
2,7
2,6
2,7
0,495
2,7
2,6
2,7
0,703
2,7
2,6
2,7
Kohlenhydrate [g]
5,4
5,4
5,5
0,858
5,4
5,4
5
,5
0,470
5,4
5,4
5,5
Mono
-
/Disaccharide [g]
4,8
4,8
4,9
0,299
4,9
4,8
4,9
0,052
4,8
4,7
4,9
Polysaccharide [g]
4,6
4,6
4,7
0,241
4,6
4,6
4,7
0,009
4,7
4,6
4,7
Kohlenhydrate [EN%]
a
52,3
50,8
53,9
0,962
52,8
51,5
54,0
0,522
52,4
51,2
53,6
Ballaststoffe
[g]
2,9
2,8
2,9
0,093
2,8
2,8
2,9
0,001
2,9
2,9
3,0
Wasser [g]
7,5
7,4
7,5
0,360
7,5
7,4
7,5
0,764
7,5
7,4
7,5
Vitamin
A
[mg RÄ]
0,5
0,5
0,6
0,011
0,5
0,5
0,6
0,004
0,6
0,6
0,7
β
-
Carotin [mg]
1,0
0,9
1,1
0,030
1,0
0,9
1,1
0,002
1,1
1,0
1,2
Vitamin
D
[µg]
0,9
0,8
1,1
0,271
0,9
0,8
1,0
0,057
1,0
0,9
1,1
Vitamin
E
[mg TÄ]
2,3
2,2
2,4
0,161
2,3
2,2
2,3
0,570
2,2
2,2
2,3
Vitamin
K
[mg]
5,2
5,1
5,3
0,722
5,2
5,1
5,2
0,026
5,2
5,1
5,
3
232
Thiamin [mg] 0,7 0,7 0,8 0,875
0,7 0,7 0,8 0,637
0,7 0,7 0,8
Riboflavin [mg]
0,9
0,9
1,0
0,607
0,9
0,9
1,0
0,406
0,9
0,9
0,9
Niacin [mg NÄ]
3,1
3,0
3,1
0,297
3,1
3,0
3,1
0,206
3,1
3,0
3,1
Pyridoxin [mg]
0,9
0,9
1,0
0,652
0,9
0,9
1,0
0,370
0,9
0,9
1,0
Folat [µg FÄ]
5,3
5,3
5,4
0,720
5,3
5,2
5,4
0,540
5,3
5,3
5,4
Pantothensäure [mg]
1,7
1,6
1,7
0,513
1,7
1,6
1,7
0,541
1,7
1,6
1,7
Vitamin
B
12
[µg]
1,6
1,5
1,6
0,515
1,6
1,5
1,6
0,570
1,5
1,5
1,6
Biotin [µg]
3,7
3,6
3,8
0,363
3,6
3,6
3,7
0,039
3,7
3,6
3,8
Vitamin
C
[mg]
4,4
4,3
4,6
0,005
4,5
4,4
4,7
0,216
4,6
4,5
4,7
Kalium [mg]
7,7
7,7
7,8
0,122
7,7
7,7
7,8
0,132
7,8
7,7
7,8
Calcium [mg]
6,7
6,7
6,8
0,094
6,8
6,7
6,8
0,713
6,8
6,7
6,8
Magnesium [mg]
5,6
5,6
5,7
0,052
5,6
5,6
5,7
0,006
5,7
5,6
5,7
Phosphor [mg]
7,0
6,9
7,0
0,012
7,0
6,9
7,0
0,029
7,0
7,0
7,0
Eisen [mg]
2,5
2,4
2,5
0,470
2,4
2,4
2,5
0,067
2,5
2,4
2,5
Zink [mg]
2,2
2,2
2,2
0,066
2,2
2,2
2,2
0,005
2,2
2,2
2,3
NQI
Menge
a
75,3
70,2
80,5
0,175
77,2
73,6
80,9
0,499
78,0
74,8
81,2
a
Variable nicht log-transformiert da normalverteilt,
b
Regressionsrechnungen ohne Adjustierung für Energiezufuhr
233
Tabelle 86: Energie- und Nährstoffdichte bei Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach Analyse 0 (MW,
95%-KI, p)
Nährstoffdichte pro Tag [log
(Konzentration + 1)]
Sozialstatus
niedrig
mittel
hoch
MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
UG
OG
UG
OG
UG
OG
Energie der gesamten Kost [kJ/g]
1,58 1,56 1,61 0,021 1,55 1,53 1,57 0,901 1,55 1,53 1,56
Energie ohne Getränke [k
J/g]
2,00
1,98
2,02
0,077
1,99
1,97
2,00
0,388
1,98
1,96
1,99
Ballaststoffe [g/MJ]
1,17
1,14
1,20
<0,001
1,17
1,15
1,19
<0,001
1,23
1,21
1,25
Vitamin
A
[mg RÄ/MJ]
0,10
0,09
0,11
<0,001
0,11
0,10
0,12
0,002
0,13
0,12
0,14
β
-
Carotin [mg/MJ]
0,26
0,23
0,30
<0,001
0,29
0,27
0,31
0,003
0,35
0,31
0,38
Vitamin
D
[µg/MJ]
0,20
0,17
0,23
0,170
0,20
0,19
0,21
0,022
0,23
0,21
0,25
Vitamin
E
[mg TÄ/MJ]
0,85
0,81
0,89
0,399
0,83
0,81
0,86
0,797
0,83
0,81
0,85
Vitamin
K
[µg/MJ]
3,21
3
,14
3,27
0,099
3,20
3,16
3,24
0,006
3,27
3,24
3,31
Thiamin [mg/MJ]
0,15
0,14
0,16
0,740
0,16
0,15
0,16
0,497
0,16
0,15
0,16
Riboflavin [mg/MJ]
0,18
0,17
0,19
0,686
0,19
0,18
0,19
0,480
0,19
0,18
0,19
Niacin [mg NÄ/MJ]
1,36
1,32
1,40
0,325
1,37
1,34
1,39
0,088
1,34
1,32
1,36
Pyridoxin [mg/MJ]
0,20
0,18
0,21
0,855
0,20
0,19
0,21
0,217
0,20
0,19
0,20
Folat [µg FÄ/MJ]
3,33
3,25
3,40
0,362
3,36
3,32
3,40
0,839
3,36
3,32
3,40
Pantothensäure [mg/MJ]
0,47
0,44
0,49
0,280
0,47
0,46
0,49
0,378
0,48
0,47
0,50
V
itamin
B
12
[µg/MJ]
0,41
0,38
0,43
0,950
0,41
0,39
0,42
0,879
0,40
0,39
0,42
Biotin [µg/MJ]
1,84
1,77
1,92
0,048
1,85
1,82
1,89
0,007
1,93
1,89
1,98
Vitamin
C
[mg/MJ]
2,46
2,35
2,57
<0,001
2,62
2,55
2,68
0,084
2,69
2,63
2,74
234
Kalium [mg/MJ]
a
296,73
284,0
9
309,38
0,010
307,26
299,66
314,86
0,045
316,45
310,06
322,84
Calcium [mg/MJ]
4,70
4,64
4,75
0,036
4,75
4,72
4,78
0,474
4,77
4,72
4,81
Magnesium [mg/MJ] 3,64 3,60 3,67 0,009 3,64 3,62 3,67 0,001 3,70 3,67 3,72
Phosphor [mg/MJ]
a
139,06
134,53
143,59
0,
002
141,67
139,03
144,31
0,002
148,52
144,93
152,12
Eisen [mg/MJ]
0,88
0,86
0,89
0,064
0,89
0,88
0,90
0,386
0,90
0,88
0,91
Zink [mg/MJ]
0,74
0,72
0,75
0,009
0,74
0,73
0,75
0,001
0,77
0,75
0,78
NQI
Dichte
a
68,32
63,26
73,39
0,020
72,29
70,98
73,60
0,028
74,84
73,08
76,60
a
Variable nicht log-transformiert da normalverteilt
235
Tabelle 87: Energie- und Nährstoffdichte bei Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach Analyse 0* (MW,
95%-KI, p)
Nährstoffdichte pro Tag [log
(Konzentration + 1)]
Sozialstatus
niedrig
mittel
hoch
MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
UG
OG
UG
OG
UG
OG
Energie der gesamten Kost [kJ/g]
1,58 1,56 1,61 0,065
1,56 1,54 1,58 0,555 1,56 1,54 1,57
E
nergie ohne Getränke [k
J/g]
2,00
1,97
2,02
0,247
1,99
1,98
2,01
0,200
1,98
1,96
2,00
Ballaststoffe [g/MJ]
1,17
1,14
1,20
0,003
1,16
1,14
1,18
<0,001
1,22
1,20
1,24
Vitamin
A
[mg RÄ/MJ]
0,10
0,09
0,11
0,001
0,11
0,11
0,12
0,006
0,13
0,12
0,14
β
-
Carotin [mg/MJ]
0,27
0,23
0,30
0,002
0,29
0,27
0,31
0,005
0,34
0,31
0,37
Vitamin
D
[µg/MJ]
0,20
0,17
0,23
0,131
0,20
0,19
0,21
0,009
0,23
0,21
0,25
Vitamin
E
[mg TÄ/MJ]
0,85
0,81
0,89
0,511
0,84
0,82
0,86
0,628
0,83
0,81
0,86
Vitamin
K
[µg/MJ]
3,21
3,
14
3,28
0,160
3,20
3,16
3,24
0,007
3,27
3,23
3,31
Thiamin [mg/MJ]
0,15
0,14
0,17
0,896
0,16
0,15
0,16
0,357
0,16
0,15
0,16
Riboflavin [mg/MJ]
0,18
0,17
0,20
0,818
0,19
0,18
0,20
0,447
0,19
0,18
0,19
Niacin [mg NÄ/MJ]
1,36
1,33
1,40
0,220
1,36
1,34
1,38
0,077
1,34
1,32
1,36
Pyridoxin [mg/MJ]
0,20
0,18
0,21
0,670
0,20
0,19
0,21
0,193
0,20
0,19
0,20
Folat [µg FÄ/MJ]
3,34
3,26
3,41
0,537
3,35
3,31
3,39
0,692
3,36
3,32
3,40
Pantothensäure [mg/MJ]
0,47
0,44
0,50
0,407
0,48
0,46
0,49
0,435
0,48
0,47
0,50
Vi
tamin
B
12
[µg/MJ]
0,41
0,38
0,43
0,732
0,41
0,40
0,42
0,490
0,40
0,39
0,42
Biotin [µg/MJ]
1,86
1,78
1,94
0,115
1,86
1,83
1,90
0,024
1,93
1,88
1,98
Vitamin
C
[mg/MJ]
2,47
2,36
2,58
0,001
2,60
2,54
2,67
0,117
2,67
2,61
2,73
236
Kalium [mg/MJ]
a
298,45
285,25
311,66
0,030
305,93
298,87
312,99
0,038
315,54
308,85
322,22
Calcium [mg/MJ]
4,70
4,64
4,75
0,042
4,74
4,71
4,77
0,333
4,77
4,73
4,81
Magnesium [mg/MJ] 3,63 3,59 3,67 0,017
3,63 3,61 3,66 <0,001
3,69 3,67 3,71
Phosphor [mg/MJ]
a
138,95
134,26
143,64
0,0
02
141,16
138,77
143,55
0,001
148,17
144,56
151,77
Eisen [mg/MJ]
0,88
0,86
0,90
0,216
0,88
0,87
0,90
0,275
0,89
0,88
0,91
Zink [mg/MJ]
0,74
0,72
0,75
0,019
0,74
0,73
0,75
0,001
0,76
0,75
0,77
NQI
Dichte
a
68,77
63,46
74,08
0,035
72,57
71,31
73,82
0,045
7
4,90
73,08
76,71
a
Variable nicht log-transformiert da normalverteilt
237
Tabelle 88: Energie- und Nährstoffdichte bei Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach Analyse 1 (MW,
95%-KI, p)
Nährstoffdichte pro Tag [log
(Konzentration + 1)]
Sozialstatus
niedrig
mittel
hoch
MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
UG
OG
UG
OG
UG
OG
Energie der gesamten Kost [kJ/g]
1,58 1,55 1,61 0,028 1,55 1,53 1,56 0,929 1,55 1,53 1,57
Ene
rgie ohne Getränke [k
J/g]
2,00
1,97
2,02
0,102
1,99
1,97
2,00
0,410
1,98
1,96
1,99
Ballaststoffe [g/MJ]
1,17
1,15
1,20
0,001
1,17
1,15
1,19
<0,001
1,23
1,21
1,25
Vitamin
A
[mg RÄ/MJ]
0,10
0,09
0,11
<0,001
0,11
0,10
0,12
0,002
0,13
0,12
0,14
β
-
Carotin [mg/MJ]
0,26
0,23
0,30
<0,001
0,29
0,27
0,31
0,003
0,35
0,31
0,38
Vitamin
D
[µg/MJ]
0,20
0,17
0,23
0,161
0,20
0,19
0,21
0,021
0,23
0,21
0,25
Vitamin
E
[mg TÄ/MJ]
0,85
0,81
0,89
0,395
0,83
0,81
0,86
0,791
0,83
0,81
0,85
Vitamin
K
[µg/MJ]
3,21
3
,14
3,28
0,108
3,20
3,16
3,24
0,007
3,27
3,24
3,31
Thiamin [mg/MJ]
0,15
0,14
0,16
0,703
0,16
0,15
0,16
0,517
0,16
0,15
0,16
Riboflavin [mg/MJ]
0,18
0,17
0,19
0,659
0,19
0,18
0,19
0,499
0,19
0,18
0,19
Niacin [mg NÄ/MJ]
1,36
1,32
1,40
0,352
1,37
1,34
1,39
0,099
1,34
1,32
1,36
Pyridoxin [mg/MJ]
0,20
0,18
0,21
0,888
0,20
0,19
0,21
0,232
0,20
0,19
0,20
Folat [µg FÄ/MJ]
3,33
3,25
3,40
0,386
3,36
3,32
3,39
0,857
3,36
3,32
3,40
Pantothensäure [mg/MJ]
0,47
0,44
0,49
0,287
0,47
0,46
0,49
0,379
0,48
0,47
0,50
V
itamin
B
12
[µg/MJ]
0,40
0,38
0,43
0,947
0,41
0,39
0,42
0,934
0,40
0,39
0,42
Biotin [µg/MJ]
1,84
1,77
1,92
0,049
1,85
1,82
1,89
0,007
1,93
1,89
1,98
Vitamin
C
[mg/MJ]
2,46
2,35
2,58
0,001
2,62
2,55
2,68
0,090
2,68
2,63
2,74
238
Kalium [mg/MJ]
a
297,32
284,51
310,14
0,015
307,33
299,89
314,77
0,054
316,24
309,84
322,64
Calcium [mg/MJ]
4,70
4,64
4,75
0,038
4,75
4,72
4,78
0,474
4,77
4,72
4,81
Magnesium [mg/MJ] 3,64 3,60 3,68 0,013 3,64 3,62 3,67 0,001 3,70 3,67 3,72
Phosphor [mg/MJ]
a
139,25
134,64
143,86
0,0
02
141,70
139,11
144,30
0,002
148,46
144,90
152,01
Eisen [mg/MJ]
0,88
0,86
0,89
0,062
0,89
0,88
0,90
0,385
0,90
0,88
0,91
Zink [mg/MJ]
0,74
0,72
0,76
0,011
0,74
0,73
0,75
0,002
0,77
0,75
0,78
NQI
Dichte
a
68,24
63,40
73,08
0,014
72,30
70,94
73,66
0,029
7
4,87
73,10
76,63
a
Variable nicht log-transformiert da normalverteilt
239
Tabelle 89: Energie- und Nährstoffdichte bei Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach Analyse 1* (MW,
95%-KI, p)
Nährstoffdichte pro Tag [log
(Konzentration + 1)]
Sozialstatus
niedrig
mittel
hoch
MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
UG
OG
UG
OG
UG
OG
Energie der gesamten Kost [kJ/g]
1,58 1,56 1,61 0,080
1,56 1,54 1,58 0,584 1,56 1,54 1,57
En
ergie ohne Getränke [
k
J/g]
1,99
1,97
2,02
0,292
1,99
1,98
2,01
0,211
1,98
1,96
2,00
Ballaststoffe [g/MJ]
1,17
1,14
1,20
0,005
1,16
1,14
1,18
<0,001
1,22
1,20
1,24
Vitamin
A
[mg RÄ/MJ]
0,10
0,09
0,11
0,001
0,11
0,11
0,12
0,006
0,13
0,12
0,14
β
-
Carotin [mg/MJ]
0,27
0,23
0,30
0,002
0,29
0,27
0,31
0,006
0,34
0,31
0,37
Vitamin
D
[µg/MJ]
0,20
0,17
0,23
0,124
0,20
0,19
0,21
0,009
0,23
0,21
0,25
Vitamin
E
[mg TÄ/MJ]
0,85
0,81
0,89
0,501
0,84
0,82
0,86
0,614
0,83
0,81
0,86
Vitamin
K
[µg/MJ]
3,21
3,
14
3,29
0,176
3,20
3,16
3,24
0,008
3,27
3,23
3,31
Thiamin [mg/MJ]
0,15
0,14
0,17
0,869
0,16
0,15
0,16
0,368
0,16
0,15
0,16
Riboflavin [mg/MJ]
0,18
0,17
0,20
0,798
0,19
0,18
0,20
0,465
0,19
0,18
0,19
Niacin [mg NÄ/MJ]
1,36
1,33
1,40
0,234
1,36
1,34
1,38
0,085
1,34
1,32
1,36
Pyridoxin [mg/MJ]
0,20
0,18
0,21
0,693
0,20
0,19
0,21
0,205
0,20
0,19
0,20
Folat [µg FÄ/MJ]
3,34
3,26
3,41
0,553
3,35
3,31
3,39
0,702
3,36
3,32
3,40
Pantothensäure [mg/MJ]
0,47
0,44
0,50
0,415
0,48
0,46
0,49
0,439
0,48
0,47
0,50
Vi
tamin
B
12
[µg/MJ]
0,41
0,38
0,43
0,791
0,41
0,40
0,42
0,527
0,40
0,39
0,42
Biotin [µg/MJ]
1,86
1,78
1,94
0,121
1,86
1,83
1,90
0,025
1,93
1,88
1,98
Vitamin
C
[mg/MJ]
2,47
2,35
2,58
0,002
2,60
2,54
2,67
0,124
2,67
2,61
2,73
240
Kalium [mg/MJ]
a
298,95
285,50
312,40
0,039
306,06
299,09
313,02
0,047
315,38
308,63
322,14
Calcium [mg/MJ]
4,70
4,64
4,75
0,045
4,74
4,71
4,77
0,336
4,77
4,73
4,81
Magnesium [mg/MJ] 3,63 3,59 3,68 0,022
3,63 3,61 3,66 0,001 3,69 3,67 3,71
Phosphor [mg/MJ]
a
139,12
134,36
143,88
0,00
3
141,22
138,88
143,55
0,001
148,11
144,51
151,71
Eisen [mg/MJ]
0,88
0,86
0,90
0,209
0,88
0,87
0,90
0,272
0,89
0,88
0,91
Zink [mg/MJ]
0,74
0,72
0,76
0,023
0,74
0,73
0,75
0,001
0,76
0,75
0,77
NQI
Dichte
a
68,73
63,66
73,79
0,026
72,59
71,34
73,83
0,041
74
,91
73,12
76,69
a
Variable nicht log-transformiert da normalverteilt
241
Tabelle 90: Energie- und Nährstoffdichte bei Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach Analyse 2 (MW,
95%-KI, p)
Nährstoffdichte pro Tag [log
(Konzentration + 1)]
Sozialstatus
niedrig
mittel
hoch
MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
UG
OG
UG
OG
UG
OG
Energie der gesamten Kost [KJ/g]
1,59 1,56 1,62 0,259
1,57 1,54 1,60 0,519
1,58 1,55 1,61
Ener
gie ohne Getränke [KJ/g]
1,94
1,91
1,98
0,740
1,94
1,90
1,98
0,928
1,94
1,91
1,97
Ballaststoffe [g/MJ]
1,19
1,15
1,22
0,084
1,17
1,13
1,21
0,001
1,21
1,18
1,25
Vitamin
A
[mg RÄ/MJ]
0,10
0,09
0,12
0,003
0,10
0,09
0,12
0,002
0,12
0,11
0,14
β
-
Carotin [mg/MJ]
0,25
0,20
0,29
0,021
0,24
0,20
0,28
0,004
0,30
0,26
0,35
Vitamin
D
[µg/MJ]
0,21
0,16
0,25
0,544
0,19
0,16
0,23
0,052
0,22
0,18
0,25
Vitamin
E
[mg TÄ/MJ]
0,81
0,76
0,86
0,068
0,78
0,73
0,82
0,611
0,77
0,72
0,81
Vitamin
K
[µg/MJ]
3,25
3,
17
3,34
0,672
3,21
3,13
3,28
0,024
3,27
3,20
3,34
Thiamin [mg/MJ]
0,14
0,13
0,15
0,983
0,14
0,13
0,15
0,621
0,14
0,13
0,15
Riboflavin [mg/MJ]
0,19
0,17
0,20
0,566
0,19
0,18
0,20
0,378
0,19
0,17
0,20
Niacin [mg NÄ/MJ]
1,35
1,30
1,40
0,345
1,35
1,31
1,39
0,125
1,33
1,29
1,38
Pyridoxin [mg/MJ]
0,19
0,18
0,21
0,629
0,19
0,18
0,21
0,239
0,19
0,17
0,20
Folat [µg FÄ/MJ]
3,36
3,28
3,44
0,895
3,35
3,29
3,42
0,863
3,36
3,29
3,42
Pantothensäure [mg/MJ]
0,46
0,43
0,49
0,569
0,47
0,44
0,49
0,596
0,47
0,45
0,49
Vi
tamin
B
12
[µg/MJ]
0,43
0,39
0,46
0,752
0,42
0,39
0,45
0,973
0,42
0,39
0,45
Biotin [µg/MJ]
1,83
1,74
1,92
0,257
1,80
1,72
1,88
0,013
1,88
1,80
1,96
Vitamin
C
[mg/MJ]
2,46
2,31
2,61
0,001
2,59
2,46
2,73
0,187
2,65
2,53
2,77
242
Kalium [mg/MJ]
a
311,17
293,14
329,19
0,099
317,61
303,96
331,26
0,252
322,89
310,79
335,00
Calcium [mg/MJ]
4,74
4,68
4,80
0,051
4,79
4,73
4,84
0,726
4,80
4,75
4,85
Magnesium [mg/MJ] 3,67 3,61 3,72 0,053
3,67 3,62 3,72 0,009
3,71 3,67 3,75
Phosphor [mg/MJ]
a
143,64
137,75
149,53
0,01
1
145,34
139,86
150,83
0,025
150,67
145,49
155,85
Eisen [mg/MJ]
0,89
0,86
0,92
0,298
0,89
0,86
0,93
0,206
0,90
0,87
0,94
Zink [mg/MJ]
0,74
0,72
0,77
0,045
0,74
0,71
0,77
0,007
0,76
0,73
0,79
NQI
Dichte
a
70,43
64,82
76,05
0,047
72,50
68,64
76,36
0,095
74
,45
70,76
78,13
a
Variable nicht log-transformiert da normalverteilt
243
Tabelle 91: Energie- und Nährstoffdichte bei Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach Analyse 2* (MW,
95%-KI, p)
Nährstoffdichte pro Tag [log
(Konzentration + 1)]
Sozialstatus
niedrig
mittel
hoch
MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
UG
OG
UG
OG
UG
OG
Energie der gesamten Kost [KJ/g]
1,61 1,58 1,64 0,464
1,59 1,57 1,62 0,766
1,60 1,57 1,62
Ene
rgie ohne Getränke [KJ/g]
1,93
1,90
1,97
0,784
1,94
1,90
1,98
0,736
1,94
1,91
1,97
Ballaststoffe [g/MJ]
1,17
1,13
1,21
0,129
1,15
1,11
1,19
0,001
1,20
1,17
1,24
Vitamin
A
[mg RÄ/MJ]
0,10
0,08
0,11
0,013
0,09
0,08
0,11
0,008
0,11
0,10
0,12
β
-
Carotin [mg/MJ]
0,23
0,18
0,27
0,038
0,22
0,18
0,26
0,006
0,27
0,24
0,31
Vitamin
D
[µg/MJ]
0,21
0,17
0,26
0,480
0,20
0,17
0,23
0,035
0,23
0,20
0,26
Vitamin
E
[mg TÄ/MJ]
0,80
0,75
0,85
0,132
0,77
0,73
0,82
0,519
0,76
0,72
0,81
Vitamin
K
[µg/MJ]
3,23
3,
14
3,32
0,806
3,18
3,11
3,25
0,030
3,24
3,17
3,31
Thiamin [mg/MJ]
0,14
0,13
0,15
0,867
0,14
0,13
0,15
0,521
0,14
0,13
0,15
Riboflavin [mg/MJ]
0,19
0,17
0,20
0,431
0,19
0,17
0,20
0,366
0,18
0,17
0,19
Niacin [mg NÄ/MJ]
1,34
1,29
1,38
0,196
1,33
1,30
1,36
0,172
1,31
1,28
1,35
Pyridoxin [mg/MJ]
0,19
0,18
0,21
0,439
0,19
0,18
0,20
0,317
0,19
0,17
0,20
Folat [µg FÄ/MJ]
3,36
3,28
3,45
0,648
3,33
3,27
3,40
0,562
3,35
3,28
3,41
Pantothensäure [mg/MJ]
0,46
0,43
0,50
0,756
0,46
0,44
0,49
0,634
0,47
0,44
0,49
Vi
tamin
B
12
[µg/MJ]
0,42
0,39
0,45
0,328
0,42
0,39
0,44
0,540
0,41
0,39
0,44
Biotin [µg/MJ]
1,82
1,73
1,91
0,444
1,80
1,71
1,88
0,049
1,86
1,78
1,94
Vitamin
C
[mg/MJ]
2,49
2,35
2,64
0,005
2,61
2,48
2,74
0,245
2,66
2,55
2,77
244
Kalium [mg/MJ]
a
312,11
293,79
330,44
0,196
315,41
300,78
330,05
0,219
321,46
308,64
334,27
Calcium [mg/MJ]
4,74
4,68
4,81
0,118
4,78
4,73
4,84
0,737
4,79
4,74
4,84
Magnesium [mg/MJ] 3,64 3,58 3,70 0,065
3,64 3,59 3,69 0,007
3,69 3,65 3,73
Phosphor [mg/MJ]
a
142,44
136,41
148,48
0,01
3
144,16
138,20
150,12
0,034
149,32
143,79
154,84
Eisen [mg/MJ]
0,89
0,86
0,92
0,586
0,88
0,85
0,91
0,091
0,89
0,87
0,92
Zink [mg/MJ]
0,73
0,71
0,76
0,084
0,73
0,71
0,75
0,009
0,75
0,73
0,77
NQI
Dichte
a
70,90
65,16
76,63
0,084
72,72
68,64
76,80
0,150
74
,40
70,67
78,13
a
Variable nicht log-transformiert da normalverteilt
245
Tabelle 92: Prozentuale Anteile der Jungen und Mädchen differenziert nach Altersklasse, die nie, manchmal
oder immer frühstücken
Häufigkeit des
Frühstückens
6 Jahre 7 - 9 Jahre 10 - 11 Jahre
Jungen
[%]
Mädchen
[%]
Jungen
[%]
Mädchen
[%]
Jungen
[%]
Mädchen
[%]
nie 3,5 3,7 5,6 2,4 7,3 9,7
manchmal
3,4
2,8
2,5
4,5
4,6
5,5
immer
93,2
93,5
91,9
93,1
88,1
84,8
Tabelle 93: Prozentuale Anteile der Kinder mit unterschiedlich hohem Sozialstatus, die nie, manchmal oder
immer frühstücken
Häufigkeit des Frühstückens
Sozialstatus
niedrig [%]
mittel [%]
hoch [%]
nie 8,3 6,3 2,5
manchmal
6,1
3,5
3,4
immer
85,6
90,2
94,1
Tabelle 94: Prozentuale Anteile der Jungen und Mädchen differenziert nach Altersklasse, die gemeinsam
frühstücken
Häufigkeit des
gemeinsamen
Frühstückens
6 Jahre 7 - 9 Jahre 10 - 11 Jahre
Jungen
[%]
Mädchen
[%]
Jungen
[%]
Mädchen
[%]
Jungen
[%]
Mädchen
[%]
nie 1,9 2,1 6,9 5,1 5,0 8,0
seltener als 1 Mal pro
Woche 7,8 2,8 4,5 1,7 10,8 10,6
1
-
2
Mal pro Woche
46,2
41,5
35,5
37,9
38,2
42,3
3
-
5
Mal pro Woche
9,6
10,0
7,0
8,9
12,0
8,5
(fast) jeden Tag
34,5
43,6
46,1
46,4
34,0
30,7
246
Tabelle 95: Prozentuale Anteile der Jungen und Mädchen differenziert nach Altersklasse, die Lebensmittel der
Mahlzeitenpyramide der Optimierten Mischkost zum Frühstück verzehren
Lebensmittelgruppe
6 Jahre 7 - 9 Jahre 10 - 11 Jahre
Jung
en
[%]
Mädchen
[%]
Jungen
[%]
Mädchen
[%]
Jungen
[%]
Mädchen
[%]
Getränke 51,9 54,0 65,5 55,1 52,8 58,2
Obst und Gemüse
15,0
19,8
14,7
13,8
14,4
17,0
s
tärkereiche Lebensmittel
71,2
83,2
72,6
86,2
69,7
67,2
Milch
(
-
erzeugnisse)
83,0
79,6
80,4
85,2
79,4
7
2,7
Fleisch
(
-
erzeugnisse)
,
Fisch und Eier 19,2 12,2 19,9 15,4 20,0 21,1
Fette
und
„geduldete
Lebensmittel“ ohne
Limonade
90,8 84,7 91,0 89,6 89,1 80,7
Tabelle 96: Prozentualer Anteil der Kinder mit unterschiedlich hohem Sozialstatus, die Lebensmittel der
Mahlzeitenpyramide der Optimierten Mischkost zum Frühstück verzehren
Lebensmittelgruppe Sozialstatus p
niedrig [%]
mittel [%]
hoch [%]
Getränke 60,1 54,0 61,6 0,068
Obst und Gemüse
9,9
14,3
19,6
0,003
s
tärkereiche Lebensm
ittel
71,2
70,0
76,7
0,097
Milch
(
-
erzeugnisse)
82,0
81,7
77,2
0,342
Fleisch(
-
erzeugnisse)
, Fisch
und Eier
25,6
15,9
17,9
0,002
Fette
und
„geduldete Lebensmittel“
ohne Limonade
91,7
87,7
86,8
0,184
247
Tabelle 97: Prozentuale Anteile der Jungen und Mädchen differenziert nach Altersklasse, die wenig
frühstücken
Umfang des
Frühstücks
6 Jahre 7 - 9 Jahre 10 - 11 Jahre
Jungen
[%]
Mädchen
[%]
Jungen
[%]
Mädchen
[%]
Jungen
[%]
Mädchen
[%]
weniger als 25 % der
Tagesenergie 84,6 88,8 85,6 87,9 84,3 88,3
weniger als 12,5
% der
Tagesenergie 29,6 27,3 29,8 30,1 29,2 37,0
Tabelle 98: Prozentuale Anteile der Kinder mit unterschiedlich hohem Sozialstatus, die wenig frühstücken
Umfang des Frühstücks Sozialstatus p
niedrig [%]
mittel [%]
hoch [%]
weniger als 25 % der
Tagesenergie 87,1 88,4 83,9 0,803
weniger als 12,5
% der
Tagesenergie 32,0 27,5 28,2 0,035
248
Tabelle 99: Lebensmittelverzehrsmengen insgesamt und nach der Optimierten Mischkost zum Frühstück bei Jungen differenziert nach Altersklasse (P25, P50, P75, p)
Lebensmittel pro Tag [g]
Jungen
p
6 Jahre
7
-
9
Jahre
10
-
11
Jahre
P25
P50
P75
P25
P50
P75
P25
P50
P75
Lebensmittelverzehr insgesamt 215,0
271,1
362,7
230,0
281,3
363,4
213,5
278,0
363,0
0,518
Lebensmittelverzehr ohne Getränke
132,9
219,3
299,3
117,3
199,4
270,2
113,3
206,4
290,0
0,251
Getränke
0,0
20,0
150,0
0,0
100,0
200,0
0,0
50,0
175,0
0,004
Obst und Gemüse
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,890
s
tärkereich
e Lebensmittel
0,0
17,1
39,8
0,0
27,1
45,0
0,0
28,9
46,2
0,205
Milch(
-
erzeugnisse)
90,0
150,0
201,0
50,0
144,4
200,0
54,2
150,0
200,0
0,402
Fleisch(
-
erzeugnisse), Fisch und Eier
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,951
Fette und
„geduldete Lebensmittel
“
ohne Limonade
9,
2
20,0
35,0
8,8
20,0
40,0
8,0
20,0
39,
8
0,958
249
Tabelle 100: Lebensmittelverzehrsmengen insgesamt und nach der Optimierten Mischkost zum Frühstück bei Mädchen differenziert nach Altersklasse (P25, P50, P75,
p)
Lebensmittel pro Tag [g]
Mädchen
p
6 Jahre
7
-
9
Jahre
10
-
11
Jahre
P25
P50
P75
P25
P50
P75
P25
P50
P75
Lebensmittelverzehr insgesamt 211,5
271,0
322,0
200,0
256,3
340,2
202,5
271,0
356,1
0,322
Lebensmittelverzehr ohne Getränke
117,5
194,5
271,0
1
20,0
184,6
260,4
86,2
195,0
273,5
0,859
Getränke
0,0
47,7
142,8
0,0
50,0
150,0
0,0
100,0
200,0
0,066
Obst und Gemüse
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,170
s
tärkereiche Lebensmittel
11,3
22,4
41,0
0,0
22,5
40,0
10,8
25,0
45,0
0,174
Milch(
-
erzeugniss
e)
50,0
150,0
200,0
75,0
150,0
200,0
0,0
150,0
200,0
0,678
Fleisch(
-
erzeugnisse), Fisch und Eier
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,107
Fette und
„geduldete Lebensmittel“
ohne Limonade
6,0
16,5
30,0
8,0
20,0
35,0
5,0
18,0
38,0
0,321
250
Tabelle 101: Zusammensetzung des Frühstücks ohne Getränke bei Jungen differenziert nach Altersklasse (P25, P50, P75, p)
Gewichtsanteil am Frühstück [%]
Jungen
p
6 Jahre
7
-
9
Jahre
10
-
11
Jahre
P25
P50
P75
P25
P50
P75
P25
P50
P75
Obst und Gemüse 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,883
s
tärkereiche Lebensmittel
0,0
9,1
22,7
0,0
14,4
31,2
0,0
14,7
29,5
0,317
Milch(
-
erzeugnisse)
44,6
73,5
88,6
42,9
65,7
82,9
45,5
68,6
81,1
0,215
Fleisch(
-
erzeugnisse)
, Fisch
und Eier
0,0
0,0
0,0
0,0
0,
0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,933
Fette und
„geduldete Lebensmittel“
ohne Limonade
4,9
9,6
20,5
4,2
14,3
22,6
3,9
12,0
25,3
0,578
Tabelle 102: Zusammensetzung der beim Frühstück verzehrten Getränke bei Jungen differenziert nach Altersklasse (P25, P50, P75, p)
Gewichtsanteil am Getränkeverzehr [%]
Jungen
p
6 Jahre
7
-
9
Jahre
10
-
11
Jahre
P25
P50
P75
P25
P50
P75
P25
P50
P75
alkoholische Getränke 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,191
Tee und Kaffee
0,0
0,0
16,6
0,0
0,0
14,9
0,
0
0,0
8,8
0,390
Saft und Saftgetränke
9,7
29,1
50,3
11,2
25,0
41,3
5,6
22,8
40,6
0,225
Limonaden
0,0
7,2
21,0
0,0
11,9
32,2
0,0
13,6
30,8
0,164
Wasser als Getränk
20,2
36,6
65,3
23,7
45,1
63,8
23,0
45,1
70,0
0,599
251
Tabelle 103: Zusammensetzung des Frühstücks ohne Getränke bei Mädchen differenziert nach Altersklasse (P25, P50, P75, p)
Gewichtsanteil am Frühstück [%]
Mädchen
p
6 Jahre
7
-
9
Jahre
10
-
11
Jahre
P25
P50
P75
P25
P50
P75
P25
P50
P75
Obst und Gemüse 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,172
s
tärkereiche Lebensmittel
5,4
12,7
20,8
0,0
11,9
25,0
4,1
12,9
30,5
0,241
Milch(
-
erzeugnisse)
42,6
71,7
81,6
49,2
72,6
85,9
0,0
62,2
80,0
0,009
Fleisch(
-
erzeugnisse)
, Fisch
und Eier
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
75
Fette und
„geduldete Lebensmittel“
ohne Limonade
2,9
10,1
17,5
4,7
11,3
21,7
2,9
9,4
21,5
0,107
Tabelle 104: Zusammensetzung der beim Frühstück verzehrten Getränke bei Mädchen differenziert nach Altersklasse (P25, P50, P75, p)
Gewichtsanteil am Getränkeverzehr [%]
Mädchen
p
6 Jahre
7
-
9
Jahre
10
-
11
Jahre
P25
P50
P75
P25
P50
P75
P25
P50
P75
alkoholische Getränke 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,695
Tee und Kaffee
0,0
0,0
9,7
0,0
0,0
13,4
0,0
0,0
13,9
0,196
Sa
ft und Saftgetränke
11,8
22,3
35,8
9,1
23,8
44,5
9,5
22,1
36,9
0,252
Limonaden
0,0
4,1
14,5
0,0
6,4
30,8
0,0
14,9
35,7
<0,001
Wasser als Getränk
39,5
53,8
77,1
18,4
43,1
65,4
23,3
42,8
62,8
0,001
252
Tabelle 105: Lebensmittelverzehrsmengen insgesamt und nach der Optimierten Mischkost zum Frühstück bei Kindern differenziert nach Sozialstatus (P25, P50, P75, p)
Lebensmittel pro Tag [g]
Sozialstatus
p
niedrig
mittel
hoch
P25
P50
P75
P25
P50
P75
P25
P50
P75
Lebensmittelverzehr insgesamt 210,3
271,0
378,1
204,0
267,0
342,6
224,4
289,6
357,1
0,022
Lebensmittelverzehr ohne Getränke
107,9
199,0
271,0
122,1
195,2
270,0
104,9
195,0
280,4
0,980
Getränke
0,0
100,0
200,0
0,0
50,0
150,0
0,0
75,0
176,6
0,046
Obst und Gemüse
0,00
0,00
0,0
0
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,005
s
tärkereiche Lebensmittel
0,0
22,2
41,0
0,0
20,2
40,0
8,0
30,0
48,1
0,001
Milch(
-
erzeugnisse)
48,1
150,0
200,0
66,7
150,0
200,0
23,7
130,0
200,0
0,195
Fleisch(
-
erzeugnisse), Fisch und Eier
0,00
0,00
5,00
0,00
0,00
0
,00
0,00
0,00
0,00
0,001
Fette und
„geduldete Lebensmittel“
ohne Limonade
8,00
22,56
40,77
7,50
20,00
38,00
8,00
18,65
32,65
0,479
253
Tabelle 106: Zusammensetzung des Frühstücks ohne Getränke bei Kindern differenziert nach Sozialstatus (P25, P50, P75, p)
Gewichtsanteil am Frühstück [%]
Sozialstatus
p
niedrig
mittel
hoch
P25
P50
P75
P25
P50
P75
P25
P50
P75
Obst und Gemüse 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,004
s
tärkereiche Lebensmittel
0,0
12,9
31,1
0,0
11,2
24,5
4,8
15,1
32,0
0,005
Milch(
-
erzeugnisse)
0,0
69,3
84,4
46,9
71,6
84,6
20,3
65,1
80,6
0,002
Fleisch(
-
erzeugnisse)
, Fisch
und Eier
0,0
0,0
2,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,0
0,001
Fette und
„geduldete Lebensmittel“
ohne Limonade
0,0
12,2
22,6
3,9
11,1
23,1
3,5
10,8
21,1
0,488
Tabelle 107: Zusammensetzung der beim Frühstück verzehrten Getränke bei Kindern differenziert nach Sozialstatus (P25, P50, P75, p)
Gewichtsanteil am Getränkeverzehr [%]
Sozialstatus
p
niedrig
mittel
hoch
P25
P50
P75
P
25
P50
P75
P25
P50
P75
alkoholische Getränke 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,593
Tee und Kaffee
0,0
0,0
17,6
0,0
0,0
13,0
0,0
0,0
12,1
0,003
Saft und Saftgetränke
1,6
22,4
36,0
10,4
25,0
44,1
9,3
22,3
40,2
0,015
Limonaden
0,0
20,7
39,9
0,0
12,5
33,3
0,0
3,9
17,4
<0,001
Wasser als Getränk
16,4
37,0
60,5
20,8
41,9
60,7
31,9
54,1
77,4
<0,001
254
Tabelle 108: Lebensmittelverzehrsmengen nach der Optimierten Mischkost bei Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem
Sozialstatus nach Analyse 0 (MW, 95%-KI, p)
Lebensmittel pro Tag [log (g + 1)]
Sozialstatus
niedrig
mittel
hoch
MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
UG
OG
UG
OG
UG
OG
Getränke 3,0 2,5
3,6 0,903
2,7 2,4
2,9 0,078
3,0 2,7
3,3
Obst und Gemüse
0,4
0,2
0,6
0,023
0,5
0,4
0,7
0,080
0,7
0,6
0,9
s
tärkereiche Lebensmittel
2,5
2,2
2,8
0,166
2,4
2,3
2,6
0,005
2,8
2,6
3,0
Milch(
-
erzeugnisse)
4,1
3,7
4,5
0,302
4,1
3,9
4,3
0,076
3,8
3,6
4,1
Fleisch(
-
erzeugnisse), Fisch und Eier
0,8
0,5
1,1
0,065
0,4
0,3
0,5
0,447
0,5
0,4
0,6
Fette und
„geduldete Lebensmittel“
2,8
2,6
3,0
0,225
2,7
2,6
2,9
0,595
2,7
2,5
2,8
Tabelle 109: Lebensmittelverzehrsmengen nach der Optimierten Mischkost bei Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem
Sozialstatus nach Analyse 0* (MW, 95%-KI, p)
Lebensmittel pro Tag [log (g + 1)]
Sozialstatus
niedrig
mittel
hoch
MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
UG
OG
UG
OG
UG
OG
Getränke 3,0 2,5
3,6 0,903
2,7 2,4
2,9 0,078
3,0 2,7
3,3
Obst und Gemüse
0,4
0,2
0,6
0,027
0,6
0,4
0,7
0,104
0,7
0,6
0,9
s
tärkereiche Lebensmittel
2,5
2,2
2,8
0,166
2,4
2,3
2,6
0,005
2,8
2,6
3,0
Milch(
-
erzeugnisse)
4,1
3,7
4,5
0,302
4,1
3,9
4,3
0,076
3,8
3,6
4,1
Fleisch(
-
e
rzeugnisse), Fisch und Eier
0,8
0,5
1,1
0,053
0,5
0,3
0,6
0,573
0,5
0,4
0,6
Fette und
„geduldete Lebensmittel“
2,8
2,6
3,0
0,380
2,8
2,6
2,9
0,499
2,7
2,5
2,9
255
Tabelle 110: Lebensmittelverzehrsmengen nach der Optimierten Mischkost bei Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem
Sozialstatus nach Analyse 1 (MW, 95%-KI, p)
Lebensmittel pro Tag [log (g + 1)]
Sozialstatus
niedrig
mittel
hoch
MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
UG
OG
UG
O
G
UG
OG
Getränke 3,0 2,5
3,5 0,932
2,7 2,4
2,9 0,076
3,0 2,7
3,3
Obst und Gemüse
0,4
0,2
0,6
0,024
0,5
0,4
0,7
0,079
0,7
0,6
0,9
s
tärkereiche Lebensmittel
2,5
2,2
2,8
0,161
2,4
2,3
2,6
0,005
2,8
2,6
3,0
Milch(
-
erzeugnisse)
4,1
3,7
4,5
0,306
4,1
3,9
4
,3
0,082
3,8
3,6
4,1
Fleisch(
-
erzeugnisse), Fisch und Eier
0,8
0,5
1,1
0,067
0,4
0,3
0,5
0,423
0,5
0,4
0,6
Fette und
„geduldete Lebensmittel“
2,8
2,6
3,0
0,269
2,7
2,6
2,9
0,635
2,7
2,5
2,8
Tabelle 111: Lebensmittelverzehrsmengen nach der Optimierten Mischkost bei Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem
Sozialstatus nach Analyse 1* (MW, 95%-KI, p)
Lebensmittel pro Tag [log (g + 1)]
Sozialstatus
niedrig
mittel
hoch
MW
95%
-
KI
p MW
95
%
-
KI
p MW
95%
-
KI
UG
OG
UG
OG
UG
OG
Getränke 3,0 2,5
3,6 0,855
2,6 2,4
2,9 0,081
3,0 2,7
3,3
Obst und Gemüse
0,4
0,2
0,6
0,028
0,6
0,4
0,7
0,105
0,7
0,6
0,9
s
tärkereiche Lebensmittel
2,5
2,2
2,8
0,144
2,4
2,3
2,6
0,006
2,8
2,6
3,0
Milch(
-
erzeugni
sse)
4,1
3,7
4,5
0,300
4,2
4,1
4,4
0,028
3,9
3,6
4,1
Fleisch(
-
erzeugnisse), Fisch und Eier
0,8
0,5
1,1
0,052
0,5
0,3
0,6
0,552
0,5
0,4
0,6
Fette und
„geduldete Lebensmittel“
2,8
2,6
3,0
0,423
2,8
2,6
2,9
0,528
2,7
2,5
2,9
256
Tabelle 112: Lebensmittelverzehrsmengen nach der Optimierten Mischkost bei Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem
Sozialstatus nach Analyse 2 (MW, 95%-KI, p)
Lebensmittel pro Tag [log (g + 1)]
Sozialstatus
niedrig
mittel
hoch
MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
UG
OG
UG
OG
UG
OG
Getränke 2,7 2,1
3,4 0,366
2,2 1,6
2,8 0,175
2,5 1,9
3,0
Obst und Gemüse
0,3
0,0
0,6
0,069
0,4
0,1
0,7
0,110
0,6
0,3
0,9
s
tärkereiche Lebensmittel
2,2
1,5
2,8
0,105
2,1
1,5
2,7
0,0
08
2,5
1,9
3,0
Milch(
-
erzeugnisse)
4,3
3,9
4,8
0,153
4,3
3,9
4,7
0,116
4,0
3,6
4,4
Fleisch(
-
erzeugnisse), Fisch und Eier
0,7
0,3
1,0
0,384
0,4
0,2
0,7
0,261
0,5
0,3
0,8
Fette und
„geduldete Lebensmittel“
3,1
2,8
3,5
0,265
3,1
2,8
3,4
0,572
3,0
2,7
3,3
Tabelle 113: Lebensmittelverzehrsmengen nach der Optimierten Mischkost bei Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem
Sozialstatus nach Analyse 2* (MW, 95%-KI, p)
Lebensmittel pro Tag [log (g + 1)]
Sozialstatus
niedrig
mittel
hoch
MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
UG
OG
UG
OG
UG
OG
Getränke 2,7 2,1
3,4 0,348
2,2 1,5
2,8 0,154
2,5 1,9
3,0
Obst und Gemüse
0,3
0,0
0,6
0,082
0,4
0,1
0,7
0,165
0,6
0,3
0,9
s
tärkereiche Lebensmittel
2
,0
1,5
2,5
0,066
2,0
1,5
2,4
0,006
2,3
2,0
2,7
Milch(
-
erzeugnisse)
4,4
4,0
4,9
0,084
4,4
4,0
4,8
0,039
4,1
3,6
4,5
Fleisch(
-
erzeugnisse), Fisch und Eier
0,7
0,3
1,0
0,288
0,4
0,2
0,7
0,361
0,5
0,3
0,8
Fette und
„geduldete Lebensmittel“
3,1
2,8
3,5
0,411
3,1
2,8
3,4
0,534
3,0
2,7
3,3
257
Tabelle 114: Energie- und Nährstoffzufuhr durch Frühstück bei Jungen differenziert nach Altersklasse (P25, P50, P75, p)
Nährstoff pro Tag [Menge]
Jungen
p
6 Jahre
7
-
9 Jahre
10
-
11 Jahre
P
25
P50
P75
P25
P50
P75
P25
P50
P75
Energie [kJ] 804,3
1.183,6
1.526,5
899,4
1.234,5
1.641,5
838,3
1.229,0
1.731,7
0,495
Energiedichte [
kJ/g
]
3,3
4,4
5,3
3,2
4,2
5,3
3,3
4,3
5,4
0,390
Wasser [g]
200,9
249,2
335,0
209,7
263,7
336,0
202,8
253,4
336,6
0,43
8
Kohlenhydrate [g]
24,4
38,4
55,8
28,3
41,5
57,1
27,7
41,9
57,8
0,487
Kohlenhydrate [EN%]
46,8
57,0
65,9
48,6
58,3
67,8
50,8
60,0
65,9
0,618
Ballaststoffe [g]
1,1
2,2
3,1
1,4
2,3
3,6
1,3
2,2
3,8
0,445
Fett [g]
5,8
8,5
12,0
5,4
8,9
13,6
5,8
8,5
14,4
0,
678
Fett [EN%]
21,2
28,5
36,5
19,0
28,9
36,0
21,1
27,1
35,2
0,656
Protein [g]
5,9
9,1
11,9
6,2
9,2
12,6
6,4
9,3
12,7
0,909
Protein [EN%]
10,1
12,4
14,8
9,6
12,1
15,4
9,7
12,6
15,1
0,751
258
Tabelle 115: Energie- und Nährstoffzufuhr durch Frühstück bei Mädchen differenziert nach Altersklasse (P25, P50, P75, p)
Nährstoff pro Tag [Menge]
Mädchen
p
6 Jahre
7
-
9 Jahre
10
-
11 Jahre
P25
P50
P75
P25
P50
P75
P25
P50
P75
Energie [kJ] 788,4
1.095,0
1.484,1
752,7
1.038,5
1.407,3
690,8
1.131,7
1.568,9
0,799
Energiedichte [
kJ/g
]
3,1
3,9
5,5
3,3
4,1
5,2
3,0
4,0
5,3
0,364
Wasser [g]
192,7
246,8
298,8
183,5
236,6
309,7
188,2
249,0
331,7
0,265
Kohlenhydrate [g]
25,4
32,8
47,1
24,5
36,9
49,3
22,9
37,6
49,7
0,732
Kohlenhydrate [EN%]
50,
8
54,4
63,0
49,3
58,0
65,7
47,5
58,9
67,3
0,636
Ballaststoffe [g]
1,5
2,0
3,6
1,2
2,0
3,0
1,0
2,2
3,5
0,469
Fett [g]
5,7
8,4
13,7
4,7
7,4
12,2
4,9
7,8
13,9
0,651
Fett [EN%]
22,5
30,9
34,6
19,7
27,9
37,2
17,6
27,4
36,9
0,786
Protein [g]
5,2
8,8
11,2
5,6
7,9
11,6
4,6
8,5
11,9
0,836
Protein [EN%]
10,3
13,3
15,3
10,2
12,8
15,6
9,1
12,6
15,4
0,316
259
Tabelle 116: Energie- und Nährstoffzufuhr durch Frühstück bei Kindern differenziert nach Sozialstatus (P25, P50, P75, p)
Nährstoff pro Tag [Menge]
Sozialstatus
p
niedrig
mittel
hoch
P25
P50
P75
P25
P50
P75
P25
P50
P75
Energie [kJ] 832,8
1.118,2
1.526,8
802,1
1.149,0
1.525,0
818,9
1.157,6
1.696,3
0,164
Energiedichte [
kJ/g
]
3,2
4,0
5,4
3,3
4,2
5,3
3,1
4,2
5,3
0,858
Wasser [g]
198
,6
247,2
346,0
189,2
247,4
314,8
206,9
262,9
330,8
0,029
Kohlenhydrate [g]
25,3
35,7
50,6
24,6
38,4
5,3
27,9
40,4
55,0
0,113
Kohlenhydrate [EN%]
45,9
56,3
67,1
50,0
58,7
66,2
49,4
58,1
66,6
0,166
Ballaststoffe [g]
1,2
2,0
3,5
1,2
2,0
3,3
1,4
2,4
3,7
0,0
15
Fett [g]
5,3
8,5
14,6
5,3
7,7
12,5
5,5
8,6
14,1
0,101
Fett [EN%]
18,8
30,0
37,3
20,0
27,9
35,3
21,1
27,9
36,6
0,577
Protein [g]
6,3
9,2
12,3
6,1
8,4
11,7
5,1
8,8
12,1
0,215
Protein [EN%]
10,1
12,8
16,2
9,9
12,5
15,5
9,7
12,5
14,9
0,091
260
Tabelle 117: Energie- und Nährstoffzufuhr durch Frühstück bei Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach
Analyse 0 (MW, 95%-KI, p)
Nährstoff pro Tag [log (Menge + 1)]
Sozialstatus
niedrig
mittel
hoch
MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
UG
OG
UG
OG
UG
OG
Energie [kJ] 7,0 6,8 7,1 0,726
6,9 6,8 7,0 0,199
7,0 6,9 7,1
Energiedichte [kJ/g]
1,62
1,52
1,73
0,978
1,63
1,59
1,66
0,999
1,63
1,59
1,67
Wasser [g]
5,5
5,4
5,7
0,885
5,5
5,4
5,5
0,096
5,5
5,5
5,6
Kohlenhydrate [g]
3,6
3,5
3,7
0,409
3,6
3,5
3,7
0,270
3,6
3,6
3,7
Kohlenhydrate [EN%]
a
56,3
53,9
58,7
0,220
58,2
56,4
60,1
0,845
58,0
56,4
59,6
Ballaststoffe [g]
1,1
1,0
1,2
0,157
1,1
1,1
1,2
0,041
1,2
1,1
1,3
Fett [g]
2,2
2,
1
2,3
0,933
2,1
2,1
2,2
0,299
2,2
2,1
2,3
Fett [EN%]
a
29,0
26,6
31,4
0,586
27,6
26,1
29,0
0,561
28,2
26,7
29,7
Protein [g]
2,2
2,1
2,3
0,647
2,2
2,1
2,2
0,755
2,2
2,1
2,3
Protein [EN%]
a
13,2
12,2
14,1
0,150
12,7
12,2
13,2
0,390
12,4
11,9
12,9
a
Variable nicht log-transformiert da normalverteilt
261
Tabelle 118: Energie- und Nährstoffzufuhr durch Frühstück bei Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach
Analyse 0* (MW, 95%-KI, p)
Nährstoff pro Tag [log (Menge + 1)]
Sozialstatus
niedrig
mittel
hoch
MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
UG
OG
UG
OG
UG
OG
Energie [kJ] 7,0 6,8 7,1 0,743
7,0 6,9 7,1 0,716
7,0 6,9 7,1
Energiedichte [kJ/g]
1,63
1,52
1,73
0,942
1,65
1,62
1,
69
0,346
1,62
1,58
1,67
Wasser [g]
5,5
5,4
5,7
0,822
5,5
5,5
5,5
0,103
5,6
5,5
5,6
Kohlenhydrate [g]
3,6
3,4
3,7
0,408
3,6
3,5
3,7
0,770
3,6
3,6
3,7
Kohlenhydrate [EN%]
a
56,0
53,6
58,4
0,171
58,5
56,7
60,3
0,643
57,9
56,1
59,6
Ballaststoffe [g]
1,1
1,
1
1,2
0,166
1,1
1,1
1,2
0,076
1,2
1,1
1,3
Fett [g]
2,2
2,1
2,3
0,962
2,2
2,1
2,3
0,608
2,2
2,1
2,3
Fett [EN%]
a
29,3
26,8
31,7
0,523
27,8
26,4
29,3
0,654
28,4
26,8
29,9
Protein [g]
2,2
2,1
2,4
0,648
2,2
2,2
2,3
0,709
2,2
2,1
2,3
Protein [EN%]
a
13,2
12
,2
14,2
0,165
12,8
12,3
13,3
0,377
12,4
11,9
12,9
a
Variable nicht log-transformiert da normalverteilt
262
Tabelle 119: Energie- und Nährstoffzufuhr durch Frühstück bei Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach
Analyse 1 (MW, 95%-KI, p)
Nährstoff pro Tag [log (Menge + 1)]
Sozialstatus
niedrig
mittel
hoch
MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
UG
OG
UG
OG
UG
OG
Energie [kJ] 6,9 6,8 7,1 0,638
6,9 6,8 7,0 0,171
7,0 6,9 7,1
Energiedichte [kJ/g]
1,62
1,52
1,73
0,954
1,63
1,59
1,66
0,968
1,63
1,59
1,67
Wasser [g]
5,5
5,4
5,7
0,826
5,5
5,4
5,5
0,083
5,5
5,5
5,6
Kohlenhydrate [g]
3,6
3,4
3,7
0,343
3,6
3,5
3,6
0,236
3,6
3,6
3,7
Kohlenhydrate [EN%]
a
56,3
53,9
58,6
0,202
58,2
56,4
60,1
0,859
58,0
56,4
59,6
Ballaststoffe [g]
1,1
1,0
1,2
0,142
1,1
1,1
1,2
0,038
1,2
1,1
1,3
Fett [g]
2,2
2,1
2,3
0,879
2,1
2,1
2,2
0,274
2,2
2,1
2,3
Fett [EN%]
a
29,0
26,6
31,4
0,578
27,6
26,1
29,0
0,568
28,2
26,7
29,7
Protein [g]
2,2
2,1
2,3
0,6
95
2,2
2,1
2,2
0,708
2,2
2,1
2,3
Protein [EN%]
a
13,2
12,2
14,2
0,142
12,7
12,2
13,2
0,392
12,4
11,9
12,9
a
Variable nicht log-transformiert da normalverteilt
263
Tabelle 120: Energie- und Nährstoffzufuhr durch Frühstück bei Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach
Analyse 1* (MW, 95%-KI, p)
Nährstoff pro Tag [log (Menge + 1)]
Sozialstatus
niedrig
mittel
hoch
MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
UG
OG
UG
OG
UG
OG
Energie [kJ] 7,0 6,8 7,1 0,688
7,0 6,9 7,1 0,668
7,0 6,9 7,1
Energiedichte [kJ/g]
1,63
1,52
1,74
0,960
1,65
1,62
1,69
0,361
1,62
1,58
1,67
Wasser [g]
5,5
5,4
5,7
0,785
5,5
5,5
5,5
0,091
5,6
5,5
5,6
Kohlenhydrate [g]
3,6
3,4
3,7
0,365
3,6
3,5
3,7
0,719
3,
6
3,6
3,7
Kohlenhydrate [EN%]
a
56,0
53,6
58,3
0,161
58,5
56,6
60,3
0,657
57,9
56,1
59,6
Ballaststoffe [g]
1,1
1,0
1,2
0,157
1,1
1,1
1,2
0,073
1,2
1,1
1,3
Fett [g]
2,2
2,1
2,3
0,930
2,2
2,1
2,3
0,581
2,2
2,1
2,3
Fett [EN%]
a
29,3
26,8
31,7
0,516
27,9
2
6,4
29,3
0,663
28,3
26,8
29,9
Protein [g]
2,2
2,1
2,4
0,675
2,2
2,2
2,3
0,745
2,2
2,1
2,3
Protein [EN%]
a
13,2
12,2
14,2
0,163
12,8
12,3
13,3
0,374
12,4
11,9
12,9
a
Variable nicht log-transformiert da normalverteilt
264
Tabelle 121: Energie- und Nährstoffzufuhr durch Frühstück bei Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach
Analyse 2 (MW, 95%-KI, p)
Nährstoff pro Tag [log (Menge + 1)]
Sozialstatus
niedrig
mittel
hoch
MW
9
5%
-
KI
p MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
UG
OG
UG
OG
UG
OG
Energie [kJ]
b
7,1 6,9 7,3 0,976
7,1 6,9 7,2 0,348
7,1 7,0 7,3
Energiedichte [kJ/g]
1,70
1,57
1,82
0,342
1,74
1,65
1,83
0,961
1,74
1,64
1,83
Wasser [g]
5,5
5,4
5,7
0,562
5,5
5,3
5,6
0,178
5,5
5,4
5,
6
Kohlenhydrate [g]
3,7
3,5
3,9
0,882
3,7
3,5
3,8
0,531
3,7
3,6
3,9
Kohlenhydrate [EN%]
a
56,2
52,8
59,6
0,614
56,5
53,3
59,7
0,466
55,5
52,0
59,0
Ballaststoffe [g]
1,1
0,9
1,3
0,312
1,1
0,9
1,3
0,137
1,2
1,0
1,3
Fett [g]
2,3
2,1
2,4
0,242
2,3
2,1
2,4
0,152
2,3
2,2
2,5
Fett [EN%]
a
29,6
26,3
32,8
0,324
29,7
26,8
32,6
0,294
30,8
27,7
33,9
Protein [g]
2,3
2,1
2,4
0,788
2,2
2,1
2,3
0,755
2,3
2,1
2,4
Protein [EN%]
a
13,0
11,9
14,2
0,243
12,7
11,8
13,6
0,585
12,5
11,5
13,5
a
Variable nicht log-transformiert da normalverteilt,
b
Regressionsrechnung ohne Adjustierung für Energiezufuhr
265
Tabelle 122: Energie- und Nährstoffzufuhr durch Frühstück bei Kindern mit niedrigem und mittlerem Sozialstatus im Vergleich zu Kindern mit hohem Sozialstatus nach
Analyse 2* (MW, 95%-KI, p)
Nährstoff pro Tag [log (Menge + 1)]
Sozialstatus
niedrig
mittel
hoch
MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
p MW
95%
-
KI
UG
OG
UG
OG
UG
OG
Energie [kJ]
b
7,1 6,9 7,4 0,996
7,1 7,0 7,3 0,909
7,1 7,0 7,3
Energiedichte [kJ
/g]
1,70
1,57
1,83
0,392
1,76
1,68
1,85
0,326
1,74
1,64
1,83
Wasser [g]
5,6
5,4
5,7
0,487
5,5
5,4
5,6
0,182
5,5
5,4
5,6
Kohlenhydrate [g]
3,7
3,5
3,9
0,880
3,7
3,6
3,8
0,965
3,7
3,6
3,8
Kohlenhydrate [EN%]
a
54,6
51,4
57,7
0,955
55,5
52,8
58,2
0,464
54,
5
51,4
57,6
Ballaststoffe [g]
1,1
0,9
1,2
0,277
1,1
0,9
1,2
0,153
1,1
1,0
1,2
Fett [g]
2,3
2,2
2,5
0,364
2,3
2,2
2,5
0,445
2,4
2,3
2,5
Fett [EN%]
a
31,0
28,0
33,9
0,459
31,1
28,8
33,5
0,499
31,9
29,3
34,5
Protein [g]
2,3
2,2
2,4
0,625
2,3
2,2
2,4
0,723
2,3
2,1
2,4
Protein [EN%]
a
13,0
11,8
14,1
0,204
12,6
11,6
13,6
0,508
12,3
11,3
13,4
a
Variable nicht log-transformiert da normalverteilt,
b
Regressionsrechnung ohne Adjustierung für Energiezufuhr