Synthese von Pflanzenhormonen auf Jasmonatbasis
vorgelegt von
Diplom-Chemiker Thomas von Schrader
aus Berlin
Vom Fachbereich 5 - Chemie -
der Technischen Universität Berlin
zur Erlangung des akademischen Grades
Doktor der Naturwissenschaften
- Dr. rer. nat. -
genehmigte Dissertation
Promotionsausschuß:
Vorsitzender: Prof. Dr. J. Starnick
Berichter: Prof. Dr. S. Blechert
Prof. Dr. D. Schumann
Tag der mündlichen Prüfung: 21.07.2000
Berlin 2000
D83
Abstract
Thomas von Schrader
Synthese von Pflanzenhormonen auf Jasmonatbasis
Jasmonate gehören zur Klasse der cyclopentanoiden Naturstoffe. Aufgrund ihrer Fähigkeit,
physiologische Prozesse zu steuern, wurden sie als Phytohormone eingestuft. Zusätzlich zu den
Eigenschaften klassischer Wuchsstoffe regulieren Jasmonate durch die Induktion der Bildung von
Sekundärstoffen pflanzliche Abwehrprozesse. Diese Eigenschaft bildet die Grundlage für die
Entwicklung biologischer Pflanzenschutzmittel durch die jasmonatgesteuerte Aktivierung
pflanzlicher Abwehrprozesse. Die vorliegende Arbeit ist Teil des vom BMBF geförderten und in
Kooperation mit pflanzenphysiologischen Arbeitsgruppen bearbeiteten Projektes „Induzierte
Resistenz durch Jasmonate“. Unter Anwendung bekannter Strategien und moderner
Synthesemethoden wurde eine Reihe neuer Jasmonsäurederivate synthetisiert und für biologische
Untersuchungen zur Verfügung gestellt. Konzeptionell wurden Veränderungen der
Pentenylseitenkette an C7, der Säureseitenkette an C3 und der räumlichen Anordnung dieser
Seitenketten untersucht.
Durch den Aufbau eines N-heterocyclischen Methyljasmonats wurde gezeigt, daß durch die
Veränderung der Anknüpfungsstelle der Pentenylseitenkette die wachstumsregulatorischen
Eigenschaften des Methyljasmonats unterdrückt werden können. Verbindungen mit einer um ein
Kohlenstoffatom verkürzten Säureseitenkette, sowie ein 3,3-bismethoxycarbonyliertes
Cyclopentanonderivat, bei dem indirekt die cisoide Anordnung der Seitenketten erhöht ist, wurden
für die systematische Untersuchung der biologischen Aktivität in Abhängigkeit von der Kettenlänge
der Säureseitenkette durch Dieckmanncyclisierung funktionalisierter Adipinsäureester aufgebaut.
Phenyletherderivate des Jasminalkohols, welche potentielle Wuchsstoffe darstellen, wurden durch
Mitsunobureaktionen erhalten und weiter funktionalisiert. Die Untersuchung C2 alkylierter
Jasmonate zeigte, daß durch die Einführung von Substituenten in diese Position selektiv wirksame
Derivate zugänglich sind. Für die Darstellung von radioaktiv markierbaren Substanzen wurden
Vorschriften entwickelt, um weiterführende Untersuchungen der wachstumsregulatorischen
Eigenschaften der Jasmonate zu ermöglichen.
Basierend auf dem Naturstoff Dicranenon-A mit seiner ungewöhnlichen Säureseitenkette wurden
Alkinderivate aufgebaut und es wurde belegt, daß diese strukturelle Veränderung zu selektiv
wirksamen Verbindungen führt.
Die Untersuchung palladiumkatalysierter Oxidationen ergab, daß die Spaltung allyloxy-
carbonylsubstituierter Cyclopentenone zur Darstellung von α‘-Alkylidencyclopentenonen genutzt
werden kann.
Die Verwendung der In-En-Metathese führte zu neuen Derivaten mit verzweigter und polarer
Pentenylseitenkette. Für die Darstellung bicyclischer Jasmonate wurde eine effiziente
Synthesestrategie entwickelt, um variabel homologe und isomere Jasminketolactone direkt durch
Ringschlußmetathesereaktion der aus Methyljasmonat zugänglichen acyclischen Vorläufer zu
erhalten.
Die vorliegenden Testergebnisse zeigen deutlich, daß durch strukturelle Veränderungen des
Jasmonsäuregrundgerüstes biologisch selektiv wirksame Derivate zugänglich sind.
Die vorliegende Arbeit wurde in der Zeit von November 1996 bis Juli 2000 unter der Leitung von
Herrn Prof. Dr. S. Blechert am Institut für Organische Chemie der Technischen Universität Berlin
angefertigt.
Herrn Prof. Dr. Siegfried Blechert danke ich für die interessante Themenstellung, für die sehr guten
Arbeitsbedingungen, für die Gewährung großer Freiheiten bei der Bearbeitung dieses
Themengebietes und für fachliche Hinweise, die sehr zum Gelingen dieser Arbeit beigetragen
haben.
Herrn Prof. Dr. Dieter Schumann danke ich für die Übernahme der zweiten Berichterstattung.
Bei meinen Kollegen im Arbeitskreis bedanke ich mich für das sehr gute Arbeitsklima, viele
interessante und wertvolle Diskussionen und für konstruktive Hinweise bei der Durchführung und
Planung der synthetischen Arbeit. Besonders hervorgehoben seien hier Marco Jonas, Ulrike
Voigtmann, Roland Stragies, Stephan C. Schürer, Dr. Matthias Schuster und Martin Füßlein. Ein
spezieller Dank geht an Michael Grenz, der bei auftretenden technischen Problemen und
organisatorischen Dingen immer ein offenes Ohr hatte und für schnelle Lösungen sorgte.
Mein Dank gilt weiterhin allen Mitarbeitern des Instituts für Organische Chemie.
Für das Korrekturlesen dieser Arbeit möchte ich mich recht herzlich bei Marco Jonas, Ulrike
Voigtmann, Marco Schaudt und Roland Stragies bedanken.
Mein besonderer Dank gilt meinen Eltern, meiner Freundin und Patrick Jordan, ohne deren
Unterstützung diese Arbeit nicht möglich gewesen wäre.
Inhaltsverzeichnis
I. Theoretischer Teil 1
1. Einleitung 1
1.1 Pflanzenhormone 1
1.2 Die biologische Wirksamkeit von Jasmonaten 2
1.3 Die Biosynthese von Jasmonaten 3
1.4 Biologischer Pflanzenschutz durch induzierte Resistenz und weitere
Anwendungsmöglichkeiten 4
2. Konzepte zur Darstellung von Jasmonaten 6
2.1 Synthese natürlicher Derivate und biosynthetischer Vorläufer 6
2.2 Modifizierungen der Pentenylseitenkette 6
2.3 Modifizierung der Essigsäureseitenkette 7
2.4 Fixierung der Stereochemie 8
2.5 Veränderung der Ketofunktion und des Fünfrings 9
3. Biologische Testsysteme 10
4. Zielsetzung der Dissertation 11
5. Die Synthese heterocyclischer Jasmonate 12
5.1 Synthesekonzept 12
5.2 Die Synthese stickstoffhaltiger Jasmonate 13
5.3 Zusammenfassung 14
6. Die Synthese C1-verkürzter Jasmonate 15
6.1 Syntheseplanung 15
6.2 Die Synthese 2,3-di- und 2,3,3-trisubstituierter Cyclopentanone 16
6.3 Die Synthese eines C1-verkürzten Etherderivates 18
6.4 Zusammenfassung 19
7. Die Synthese von Phenyletherderivaten des Jasminalkohols und weitere
Untersuchungen von C2-alkyliertem Methyljasmonat 20
7.1 Untersuchung der Iodierung von 63 20
7.2 Phenyletherderivate 22
7.3 Die Synthese C2-funktionalisierter Jasmonate 25
7.4 Die Kombination von Allylseitenkette und Phenylethersubstituent 27
7.5 Analyse der Testergebnisse 28
7.6 Zusammenfassung 29
8. Dicranenonanaloge Jasmonate 30
8.1 Versuche zur Alkylierung des Alkins 103 32
8.2 Die Reaktion des Alkins 103 mit CO2 und Formaldehyd 36
8.3 Die Synthese einer oxoanalogen Verbindung zu 120 37
8.4 Zusammenfassung 38
9. Studien zur Synthese von Dehydrojasmonaten 39
9.1 Die Untersuchung der palladiumkatalysierten Bildung von Dienonen 40
9.2 Untersuchung des Einflusses eines zusätzlichen Substituenten am Fünfring 41
9.3 Zusammenfassung 44
10. Metathesereaktionen zum Aufbau funktionalisierter Jasmonate 45
10.1 In-En-Metathesen 46
10.2 Ringschlußmetathesen 48
10.3 Die Synthese des Jasminketolactons 49
10.4 Die Synthese homologer Ketolactone 50
10.5 Zusammenfassung 52
11. Zusammenfassung 54
II. Experimenteller Teil 58
Allgemeines 58
Zu Kapitel 5 59
Zu Kapitel 6 62
Zu Kapitel 7 66
Zu Kapitel 8 81
Zu Kapitel 9 90
Zu Kapitel 10 97
III. Anhang 109
Abkürzungsverzeichnis 109
Literaturverzeichnis 110
1. Einleitung
1
I. Theoretischer Teil
1. Einleitung
1.1 Pflanzenhormone
Pflanzen- oder Phytohormone sind Wuchsstoffe, deren Aufgabe es ist, pflanzliche Wachstums-,
Differenzierungs- und Entwicklungsprozesse zu steuern. Zu ihnen gehören die Auxine, die
Gibbereline, die Zytokinine, die Abszissinsäure und das Ethen. Auxine und Gibbereline dienen
vorwiegend der Zellstreckung und dem Längenwachstum. Zytokinine fördern in Anwesenheit von
Auxinen die Zellteilung und hemmen den Chlorophyllabbau. Im Gegensatz dazu bewirkt die
Abszissinsäure den Abwurf der Blätter und leitet die winterliche Knospenruhe ein. Das Ethen ist in
der Lage, das Längenwachstum zu beeinflussen und führt bei vielen Pflanzen zur Beschleunigung
der Fruchtreifung.1
Intensive Untersuchungen von Pflanzen führten zu der Entdeckung weiterer, wie sich später
herausstellte, biologisch stark aktiver Verbindungen - den Jasmonaten. Das Methyljasmonat 1, die
erste Verbindung dieser Substanzgruppe, wurde erstmals aus den Extrakten von Jasminum
grandiflorum2 und Rosmarinum officinalis3 isoliert und zeigte, genauso wie die später gefundene
Jasmonsäure 2,4 in verschiedenen Bioassays hohe biologische Aktivitäten.5
COOMe
O
COOH
O
12
Die weitere Untersuchung zahlreicher Pflanzen ergab, daß die Jasmonate anscheinend ubiquitär im
Pflanzenreich vorkommen. Diese Tatsache und die Kenntnis der hohen biologischen Aktivitäten in
sehr geringen Konzentrationen führten bald zu der Schlußfolgerung, daß es sich bei dieser
Substanzklasse um weitere Pflanzenhormone6 handeln muß, wobei jedoch die Wirkungsweisen der
gefundenen Verbindungen weit über das normale Spektrum der klassischen Phytohormone
hinausragen.
1. Einleitung
2
1.2 Die biologische Wirksamkeit von Jasmonaten
Jasmonate bewirken eine Vielzahl von physiologischen Effekten,7 wie die Promotion von
Seneszenz, die Inhibierung von Wachstumsprozessen8 und die Aktivierung von normalerweise
mechanisch induzierten Prozessen, wie der Spiralisierung von Ranken.9 Über Symptome, wie die
Einschränkung der photosynthetischen Aktivität wurde ebenfalls berichtet.10 Neben diesen
vielfältigen Eigenschaften, welche vor allem für die Jasmonsäure 2 und Methyljasmonat 1 gefunden
wurden, gibt es Hinweise auf spezifisch wirksame Jasmonate, wie der glykosylierten Tuberonsäure
3.11 Diese Verbindung induziert bei Kartoffelpflanzen (Solanum tuberosum) die Knollenbildung
und wird wahrscheinlich durch Hydroxylierung und anschließende Glykosylierung aus der
Jasmonsäure 2 metabolisiert.12
COOH
O
OR R=H: Tuberonsäure
R=β-Glc: 3
Neben diesen, für klassische Pflanzenhormone typischen Eigenschaften spielen Jasmonate noch
eine weitere Rolle in der Pflanzenphysiologie. So wird die Synthese einer Reihe von Proteinen
durch die Einwirkung von Jasmonaten auf Pflanzen oder Pflanzenzellkulturen induziert (jasmonate
induced proteins - JIPs).13 Zu diesen Proteinen gehören vegetative Speicherproteine, Lyasen und
Synthasen, sowie einige Proteine mit bisher ungeklärter Funktion.14 Interessanterweise führt die
Einwirkung von Jasmonaten zur Bildung von Proteaseinhibitoren (PINs).15 Diese Inhibitoren stellen
einen Teil des pflanzlichen Abwehrmechanismus dar und werden allgemein bei Verletzungen der
Pflanze synthetisiert. Zudem konnte gezeigt werden, daß durch das flüchtige Methyljasmonat 1 eine
interpflanzliche Kommunikation möglich ist, die in der benachbarten Pflanze ebenfalls zu der
Produktion der JIPs führt.16
Neben diesen Prozessen wird der Jasmonsäure 2 eine Funktion als systemischer Botenstoff
zugeordnet.17 Es konnte gezeigt werden, daß sie die Synthese von Alkaloiden,18 die Anreicherung
von Nicotin in Tabakpflanzen19 und die Produktion von flüchtigen Stoffen reguliert.20 Weiterhin
steuert die Jasmonsäure 2 die Bildung von Phytoalexinen.21 Diese Stoffe, die vor allem
antibiotische Eigenschaften aufweisen, sind die hauptsächlichen Sekundärstoffe, welche von
Pflanzen nach einem Angriff durch pathogene Mikroorganismen synthetisiert werden.22 All diese
gefundenen Effekte beweisen, daß Jasmonate nicht nur als Wuchsstoffe fungieren, sondern daß sie
1. Einleitung
3
eine eigenständige Funktion innerhalb der Regulierung der von Pflanzen synthetisierten
Sekundärstoffe innehaben.
1.3 Die Biosynthese von Jasmonaten
Die Biosynthese von Jasmonaten wurde bereits 1984 von Vick und Zimmerman entdeckt.23 Sie
beginnt mit der Linolensäure 4, welche durch Lipasen aus pflanzlichen Zellmembranen freigesetzt
wird. Durch eine Lipoxygenase24 wird sie in die 13-(S)-Hydroperoxylinolensäure 5 überführt und
über die Allenoxidzwischenstufe 6 in die 12-Oxo-phytodiensäure (12-Oxo-PDA) 7 umgewandelt.
Die Reduktion des Enons zum Keton 8 übernimmt eine Reduktase.25 Die abschließende dreifache
β-Oxidation führt zur epi-Jasmonsäure 9.26 Die cis-Konfiguration der Seitenketten ist aufgrund der
CH-Acidität an C7 nicht stabil und wandelt sich unter physiologischen Bedingungen in die trans-
Form um. Im thermodynamischen Gleichgewicht liegen ca. 95% der Jasmonsäure in der trans-Form
2 vor.
COOH
COOH
HOO
COOH
O
O
COOH
O
COOH
COOH
O
COOH
O
4
5
6
78
92
Lipoxygenase
Reduktase
β-Oxidation
1. Einleitung
4
Die weitere Metabolisierung führt dann zum Methyljasmonat 1, zu Aminosäurekonjugaten, zu
hydroxylierten und reduzierten Formen. Welche Rolle diese Metabolite innerhalb pflanzlicher
Regulationsprozesse spielen ist noch nicht vollständig geklärt.27
1.4 Biologischer Pflanzenschutz durch induzierte Resistenz und weitere
Anwendungsmöglichkeiten
Pflanzen benötigen als ortsgebundene Organismen einen besonderen Schutz, da sie sich ihren
Angreifern nicht durch Flucht entziehen können. So ist es nicht verwunderlich, daß Pflanzen über
ausgereifte Abwehrmechanismen verfügen. Neben den rein äußerlichen Barrieren wie Stacheln,
Dornen, Nesseln oder Wachsschichten produzieren Pflanzen Substanzen, die durch ihren
unangenehmen Geruch oder Geschmack Fraßfeinde abschrecken sollen. Weiterhin finden sich in
vielen Pflanzen Verbindungen die antibiotisch, antifungal oder hochtoxisch wirksam sind und von
diesen prophylaktisch gebildet werden. Andere Verbindungen, wie die Proteaseinhibitoren, werden
erst durch einen Befall mit einem Schadorganismus synthetisiert.28 Ein Effekt, der besondere
Aufmerksamkeit erweckte, ist die Auslösung von Resistenzen nach dem Befall mit pathogenen
Mikroorganismen bei einigen Pflanzenarten. Weitere Studien auf diesem Gebiet führten zu der
Erkenntnis, daß diese Resistenzen ebenfalls durch die Applikation mit chemischen Substanzen
induzierbar sind.29 Diese Untersuchungen bilden die Grundlage für eine konzeptionell neue Art des
Pflanzenschutzes. Klassische Methoden gehen davon aus, direkt auf den Schadorganismus
einzuwirken und diesen abzutöten. Die damit verbundenen Probleme, wie die Toxizität der
eingesetzten Verbindungen und die hohen Einsatzmengen, konnten durch intensive Forschungen
auf diesem Gebiet zwar weitgehend minimiert werden,30 dennoch wäre die Möglichkeit einer
Immunisierung mit geeigneten Substanzen ein Weg, durch einmalige Applikation mit äußerst
geringen Substanzmengen einen dauerhaften Schutz vor Krankheitserregern zu gewährleisten.
Pflanzenschutz ist generell notwendig, da Pflanzen viele ihrer Sekundärstoffe erst durch den Befall
mit einem Schadorganismus synthetisieren. In dieser Zeit werden aber unter Umständen bereits
große Teile der Pflanze derart geschädigt, daß ein normales Wachstum dann nicht mehr möglich ist
und so vor allem Ertragseinbußen bei den Nutzpflanzen zu erwarten sind.
Studien auf dem Gebiet der induzierten Resistenz belegen, daß dieses Konzept anwendbar ist, was
vor allem durch die Entwicklung synthetischer Elicitoren wie 2,6-Dichlorisonicotinsäure 10 und die
Markteinführung des als BION® bekannten 11 belegt wird.31 Diese Verbindungen wurden als
Mimetika der ebenso biologisch aktiven Salicylsäure32 entwickelt. Auf dem Gebiet der Jasmonate
1. Einleitung
5
zeigen erste Ansätze ebenfalls, daß durch den gezielten Einsatz dieser Verbindungen Pflanzen
gegen den Befall mit Pathogenen wirksam geschützt werden können.33
N
COOH
S
N
N
SO
ClCl
10 11
Neben dieser primären Anwendungsmöglichkeit finden sich in der Fachliteratur weitere Beispiele
für die Verwendung von Jasmonaten zur gezielten Akkumulierung pflanzlicher Sekundärstoffe in
Zellkulturen. Dabei berichten die Autoren, daß durch die Elicitierung der Kulturen mit
Methyljasmonat 1 die Inhaltsstoffe stark angereichert und so die zum Teil nur in geringen Mengen
vorliegenden und mit hohem Aufwand zugänglichen Komponenten leichter isoliert und
charakterisiert werden können.34 Eine direkte Anwendung dieser Methode wurde für die
Anreicherung von Taxanen in Zellkulturen von Taxus canadensis35 bzw. der Anreicherung von
Paclitaxel (Taxol) in Zellkulturen von Taxus cuspidata36 auf das 19-fache der ursprünglichen
Konzentration beschrieben. Das heißt, daß es möglich ist, die Biosynthese von Substanzen, die
aufgrund ihrer pharmokologischen Eigenschaften besonders interessant sind und für die es keine
wirtschaftlichen synthetischen Zugänge gibt, in Zellkulturen zu verstärken und so die Effizienz
dieses Zuganges noch zu steigern.
Eine weitere Anwendungsmöglichkeit von Jasmonaten liegt in ihrer Fähigkeit, direkt
physiologische Prozesse zu beeinflussen. So konnte demonstriert werden, daß durch die
Behandlung von Mangofrüchten, Zucchinis und Avocados mit Methyljasmonat eine deutlich höhere
Lagerfähigkeit durch eine verminderte Kälteempfindlichkeit erreicht wird, was vor allem für die
Qualitätserhaltung der geernteten Früchte von Interesse ist.37
2. Konzepte zur Darstellung von Jasmonaten
6
2. Konzepte zur Darstellung von Jasmonaten
Methyljasmonat 1 und Jasmonsäure 2 sind durch ihre vielfältigen biologischen Wirksamkeiten als
Pflanzenschutzmittel ungeeignet. Aus diesem Grund ist es das Ziel aller Untersuchungen, die
Struktur-Wirkungs-Beziehungen aufzuklären und durch gezielte Modifikationen, selektiv wirkende
Verbindungen zu erhalten.
2.1 Synthese natürlicher Derivate und biosynthetischer Vorläufer
Betrachtet man die hohe Anzahl natürlich vorkommender Jasmonate, stellt sich die Frage nach der
biologischen Funktion dieser Verbindungen. Neben der Jasmonsäure 2 findet man hydroxylierte,
dehydrierte, hydrierte oder mit Aminosäuren konjugierte Derivate (12-16).38 Daher gilt es, im Zuge
der Untersuchung herauszufinden, ob es sich bei den gefundenen Verbindungen um inaktive
Abbauprodukte oder gezielt aufgebaute Metabolisierungsprodukte der Jasmonsäure 2 handelt. Erste
Ergebnisse zeigten hier, daß zum Beispiel die 12-Oxo-PDA 7 eine eigenständige Rolle in der
Auslösung der Phytoalexinbildung besitzt und nicht die Metabolisierung zur Jasmonsäure für die
biologische Aktivität verantwortlich ist.39
COOMe
O
COOMe
HO
COOMe
O
OH
COOMe
O
COR
OR= Tyr
Trp
Ile
Leu
Val
Tyramin
12 13 14
15 16
2.2 Modifizierungen der Pentenylseitenkette
Die bisherigen Untersuchungen ergaben, daß durch die Modifikation der Pentenylseitenkette eine
bemerkenswerte Differenzierung der biologischen Aktivität der synthetisierten Verbindungen
2. Konzepte zur Darstellung von Jasmonaten
7
möglich ist. So zeigt die Verbindung 17 mit einer Allylseitenkette keinerlei biologische Aktivität.
Wird jedoch die Doppelbindung wie in 18 terminal durch zwei Bromatome funktionalisiert, ist die
biologische Aktivität sehr stark40. Der Ersatz der Doppelbindung durch ein Cyclopropan führt zu
einer Verbindung 19, die eine mit der Jasmonsäure 2 vergleichbare hohe biologische Aktivität
besitzt, jedoch mit dem Unterschied, daß die wachstumsregulatorischen Eigenschaften unterdrückt
werden.41 Weiterhin ist die spezifische Aktivität des Tuberonsäureglykosids 3 ein Indiz dafür, daß
durch Veränderungen in diesem Bereich des Moleküls selektiv wirkende Verbindungen erhalten
werden können.
COOMe
OO O
COOMe COOMe
Br
Br
17 18 19
2.3 Modifizierung der Essigsäureseitenkette
Bei der Untersuchung von Verbindungen mit veränderter Essigsäureseitenkette, gilt es vor allem zu
klären, ob die biologische Aktivität davon abhängig ist, daß eine Metabolisierung, im Sinne der β-
Oxidation, zur aktiven Jasmonsäure 2 führt. Die bisherigen Studien zeigten, daß die 12-Oxo-PDA 7
in einigen Testsystemen eine höhere Aktivität besitzt als die Jasmonsäure 2. Diese Beobachtung
führte zu der Annahme, daß diese Verbindung selbst biologisch aktiv ist. Daher wurden Derivate
wie 22 konzipiert, bei denen eine β-Oxidation nicht mehr möglich ist. Diese Verbindungen zeigten
ebenfalls hohe biologische Aktivitäten, wodurch die obige Annahme untermauert wird. Weitere
Untersuchungen beschäftigen sich mit der Synthese von Derivaten mit verzweigten Seitenketten.
Die bisherigen Ergebnisse bestätigen, daß durch die Einführung weiterer funktioneller Gruppen
hoch aktive und selektiv wirksame Verbindungen aufgebaut werden können. So zeigt das
allylsubstituierte Derivat 20 ein hohes wachstumsregulierendes Potential und andererseits gelingt
mit dem Aufbau von Verbindungen des Typs 21 die Synthese von Elicitoren die selektiv nur die
pflanzliche Immunantwort stimulieren.42
2. Konzepte zur Darstellung von Jasmonaten
8
COOMe
O
COOMe
OO
O COOMe
COOMe
n
20 21 22
2.4 Fixierung der Stereochemie
Die Biosynthese der Jasmonate zeigt, daß die Jasmonsäure im Zuge ihrer Biosynthese in der cis-
Konfiguration gebildet und durch Tautomerie in die trans-Form umgewandelt wird. Zahlreiche
Untersuchungen belegen, daß vor allem das natürliche (+)-Isomer (epi-Jas 9) mit seiner cis-
Anordnung der Seitenketten in vielen Testsystemen die aktivste Form der vier möglichen Isomere
der Jasmonsäure darstellt, welches aber eine biologische Aktivität der drei anderen Isomere nicht
ausschließt.43 Aufgrund dieser Erkenntnisse wurde versucht, die geometrische Anordnung der
Seitenketten direkt oder indirekt zu beeinflussen. Ziel dieser Manipulationen ist in allen Fällen eine
Anhebung des Anteils bzw. vollständige Stabilisierung der cis-konfigurierten Form. Unter diesem
Gesichtspunkt wurden die Verbindungen 23 und 24 synthetisiert, wobei im ersten Fall durch die
Einführung des Substituenten in die C-7 Position44 die Enolisierung blockiert wird und dadurch
direkt die cis-Form fixiert wird. Bei der Einführung des Substituenten in die C-3 Position erfolgt
hier, durch die Veränderung der räumlichen Verhältnisse am Fünfring, eine indirekte Beeinflussung
des cis-trans-Verhältnisses. Manipulationen dieser Art führten bisher nicht zu biologisch aktiven
Jasmonaten.45 Aus diesem Grund wurden Verbindungen synthetisiert, in denen durch eine
Rigidisierung des Systems die cis-Konfiguration etabliert wird. Derivate dieses Typs basieren auf
dem Naturstoff Coronatin 25, dessen biologische Aktivität in einigen Testsystemen um ein
Vielfaches höher ist als die der Jasmonsäure 2. Andere Beispiele zeigen aber auch, daß
Verbindungen wie 26, die quasi einer Zwischenstufe der cis- und der trans-Form entsprechen, hohe
biologische Aktivität besitzen. Da das 3,7-Didehydrojasmonat 27 selektiv pflanzliche
Abwehrprozesse induziert, wurden auch vollständig planarisierte Systeme wie die funktionalisierten
Indanone 28 in die Untersuchungen aufgenommen.
2. Konzepte zur Darstellung von Jasmonaten
9
COOMe
O
COOMe
O
COOMe
O
COOMe
AcO
O
ON
HCOOH
O
R
23 24 25
26 27 28 R=COOH
2.5 Veränderung der Ketofunktion und des Fünfrings
Die Untersuchungen auf diesem Gebiet beschäftigen sich vor allem mit der Frage, ob ein
Cyclopentansystem und eine Ketogruppe in der C-6 Position für eine biologische Wirksamkeit
erforderlich sind. Das Cyclopentanonsystem ist bei den meisten natürlich vorkommenden
Jasmonaten ein essentielles Strukturelement und lediglich die Cucurbinsäure 14 enthält anstelle der
Ketofunktion eine Hydroxygruppe in der C-6 Position. Die Aufhebung des cyclischen Systems, wie
in 31, zeigte, daß das Ringsystem notwendig ist, da diese Verbindung keine biologische Aktivität
mehr aufwies. Daß die Wirksamkeit nicht nur auf Verbindungen mit einem Fünfring beschränkt ist,
konnte durch die Verbindung 30 gezeigt werden. Weitere Untersuchungen ergaben, daß die
Ketogruppe auch durch eine Exomethyleneinheit oder halogensubstituierte Olefine ersetzt werden
kann. Derivate vom Typ 29 sind in der Lage, selektiv pflanzliche Abwehrprozesse zu stimulieren.
Eine vollständige Reduktion der 6-Position liefert hingegen inaktive Derivate.
COOMe
R
R
OO
COOMe COOMe
O
R= H; Br; F
29 30 31
3. Biologische Testsysteme
10
3. Biologische Testsysteme
Für die Untersuchung von Jasmonaten wurden Testsysteme entwickelt, die eine Aussage über die
unterschiedlichen Wirkungsbereiche der Jasmonate zulassen.
Die in dieser Arbeit vorgestellten biologischen Testergebnisse basieren auf den in den
Arbeitskreisen von Prof. Zenk (Zellkulturentest)46 und Prof. Weiler (Rankentest)47 entwickelten
Testmethoden, die eine schnelle Aussage über die Aktivierung pflanzlicher Abwehrprozesse und
die wachstumsregulatorischen Eigenschaften der zu untersuchenden Verbindung zulassen.
Im Zellkulturentest werden Kulturen von Eschscholtzia californica mit dem zu untersuchenden
Jasmonat behandelt. Diese Zellkulturen reagieren auf die Behandlung mit Methyljasmonat 1 mit der
verstärkten Bildung von Benzo[c]phenantridinen, einer Substanzklasse, die zu den Phytoalexinen
gehört. Diese Alkaloide sind intensiv gefärbt und lassen sich durch optische Methoden oder HPLC
erfassen. Die Konzentration der gebildeten Alkaloide ist im Vergleich zu den Referenzkulturen ein
Maß für die Induktion der pflanzlichen Immunantwort.
Im Rankentest werden frisch geschnittene Ranken von Bryonia dioica mit dem Jasmonat behandelt.
Diese Pflanzen reagieren auf die Behandlung mit Methyljasmonat 1 mit einer verstärkten Windung
ihrer Ranken und ermöglichen eine Aussage über die wachstumsregulatorischen Eigenschaften der
synthetisierten Verbindung.
Um die Verbindungen auf unerwünschte Nebenwirkungen zu untersuchen, werden bei
ausgewählten Verbindungen Untersuchungen an Pflanzenteilen durchgeführt. Die Testergebnisse
geben Aufschlüsse über die Veränderung der Transpiration, sowie der Veränderung des
Chlorophyllgehaltes nach der Behandlung mit einem Jasmonat, die als unerwünschte
Nebenwirkungen beobachtet werden.
Weiterhin werden bei ausgewählten Derivaten Untersuchungen mit ganzen Pflanzen durchgeführt,
indem diese im Gewächshaus zuerst mit dem zu untersuchenden Jasmonat und anschließend mit
Schadpilzen behandelt werden, um zu überprüfen, ob sich gezielt Resistenzen gegen die
Schadorganismen induzieren lassen.
4. Zielsetzung der Dissertation
11
4. Zielsetzung der Dissertation
Das Ziel dieser Arbeit ist die Synthese biologisch aktiver Jasmonate unter Berücksichtigung der
erwähnten Strategien und der in diesem Projekt gesammelten Erfahrungen. Im einzelnen sollen
dabei folgende Schwerpunkte bearbeitet werden:
- Die Synthese stickstoffanaloger Jasmonate durch den Einbau von Stickstoff in die C-7 Position
des Methyljasmonats 1 zur Untersuchung weiterer Ringmodifikationen und der direkten
Beeinflussung der Geometrie der Seitenketten.
- Die Synthese der in den bisherigen systematischen Untersuchungen noch nicht dargestellten
Jasmonate mit einer um ein Kohlenstoffatom verkürzten Säureseitenkette, zur
Vervollständigung der Daten bezüglich der biologischen Aktivität von Jasmonaten in
Abhängigkeit von der Länge der unteren Seitenkette.
- Die Synthese von Phenyletherderivaten und C2 alkylierter Jasmonate zur Bestimmung der
Struktur-Wirkungs-Beziehungen. Im Rahmen dieser Verbindungen soll die Möglichkeit des
Aufbaus radioaktive markierter Jasmonate untersucht werden, um weiterführende biologische
Studien zu ermöglichen.
- Die Synthese von Jasmonaten mit einer Alkinylseitenkette in Analogie zu dem Naturstoff
Dicranenon-A zur Untersuchung dieser ungewöhnlichen Seitenkettenmodifikation.
- Studien zur Synthese von Didehydrojasmonaten aus funktionalisierten Allyloxycarbonyl-
cyclopentanonen durch die Kombination von Saegusaoxidation und palladiumkatalysierter
Deallylierung-Decarboxylierung unter β-Hydrideliminierung.
- Die Synthese von Jasmonaten unter Verwendung von In-En-Metathesereaktionen und
Ringschlußmetathesen zum Aufbau von Derivaten mit modifizierter oberer Seitenkette und zur
Darstellung des Jasminketolactons und homologer Lactone zur Klärung der biologischen
Funktion dieser Verbindungen.
5. Die Synthese heterocyclischer Jasmonate
12
5. Die Synthese heterocyclischer Jasmonate
Die biologische Aktivität der Jasmonate ist von der relativen Anordnung der Seitenketten abhängig.
Aus diesem Grund wurden verschiedene Derivate aufgebaut, bei denen direkt oder indirekt Einfluß
auf die Geometrie der Seitenketten genommen wird. Ein zusätzlicher Aspekt der bei diesen
Synthesen untersucht wurde, ist die Planarisierung des Systems an C-7 und demzufolge eine
Aufhebung der cis-trans-Isomerie. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen zeigten, daß das Derivat
26 selektiv pflanzliche Abwehrprozesse induziert. Basierend auf den Erkenntnissen, daß durch die
Veränderung der räumlichen Anordnung der Seitenketten spezifisch wirkende Verbindungen
aufgebaut werden können, ist es interessant, den C-7 Kohlenstoff durch Stickstoff zu ersetzen.
Durch den Aufbau dieses Pyrrolidinons wird ein System konzipiert, welches von der Geometrie der
Seitenketten dem Derivat 26 entspricht und aufgrund der engen strukturellen Ähnlichkeit mit
Methyljasmonat 1 eine möglicherweise gleich starke biologische Aktivität besitzt, ohne jedoch die
bekannten Wachstumsprozesse auszulösen.
N
COOMe
O
32
COOMe
AcO
26
5.1 Synthesekonzept
Die retrosynthetische Analyse ergibt, daß der Aufbau von Derivaten des Typs 33 aus Succinimid 34
möglich sein sollte. Aus diesem kann durch Alkylierung mit Verbindungen des Typs 35, Reduktion
einer Carbonylgruppe und anschließender lewissäurevermittelter Reaktion mit Dimethylmalonat 36
das Malonesterderivat aufgebaut werden, welches durch eine Decarboxylierungsreaktion direkt in
das Zielmolekül überführbar sein sollte.
N
COOMe
R
O
NH
O
O
X
R
+
33 34 35
X = Hal, OH
5. Die Synthese heterocyclischer Jasmonate
13
5.2 Die Synthese stickstoffhaltiger Jasmonate
Die N-Alkylierung von Imiden in einem Zweiphasensystem aus Toluol und K2CO3 in Gegenwart
katalytischer Mengen 18-Krone-6 ist beschrieben.48 Das Allylderivat 36 wurde unter diesen
Reaktionsbedingungen in einer Ausbeute von 90 % gebildet. Die portionsweise Zugabe des
Reduktionsmittels zu einer Lösung des Substrates in Methanol bei 0°C führte in hohen Ausbeuten
zur Bildung des Halbaminals 37. Diese Verbindung wurde durch die lewissäurevermittelte Reaktion
mit Dimethylmalonat zu 38 gekuppelt. Es zeigte sich, daß die gezielte Synthese der O-ethylierten
oder O-acylierten Verbindungen umgangen werden konnte.49
NH
O
O
N
O
O
Br
18-C-6
K2CO3
Toluol, Rfl.
N
O
OH
MeOOC COOMe
AlCl3
NaBH4
MeOH / 0°C
N
O
COOMe
MeOOC
34 36 37 38
Eine weitere Möglichkeit der N-Alkylierung cyclischer Imide wird von Mitsunobu50 beschrieben.
Hierbei lassen sich unter Verwendung der klassischen Reagenzien (DEAD, PPh3) Imide mit
Alkoholen funktionalisieren. Das für die Darstellung von Verbindungen mit Pentenyl- oder
Pentinylseitenketten benötigte 2-Pentinol wurde in größerem Maßstab nach der Methode von
Brandsma51 aus Propargylalkohol und Ethyliodid dargestellt. Hierzu wurde Propargylalkohol mit
Lithiumamid in Ammoniak in das Dianion überführt und selektiv C-alkyliert. Die
Mitsunobureaktion lieferte das alkylierte Produkt 39 ebenfalls in 90 % Ausbeute, so daß es diese
Darstellungsmethode ermöglichte, auf den gezielten Aufbau der entsprechenden Halogenide zu
verzichten. Die weiteren Reaktionsschritte wurden wie oben beschrieben ausgeführt. Die Reduktion
mit NaBH4 in MeOH und die anschließende Kupplung des Halbaminals 40 mit Dimethylmalonat in
Gegenwart von 1 eq. AlCl3 ergab in hohen Ausbeuten das substituierte Pyrrolidinon 41. Die
Decarboxylierung des 1,3-Dicarbonsäuredimethylesters unter Krapchobedingungen52 mit NaCl in
feuchtem DMSO erwies sich als ungeeignet. Der Monomethylester 42 wurde bei diesen Versuchen
nur in geringen Ausbeuten isoliert, wobei kein Edukt zurückgewonnen werden konnte. Deshalb
wurden die Methylester verseift und die erhaltene Disäure decarboxyliert. Nach der Darstellung des
Methylesters 42 wurde die Dreifachbindung zur Doppelbindung hydriert, wobei quantitativ das Z-
Pentenylderivat 44 entstand. Bei der Hydrierung der Dreifachbindung auf der
Malonatzwischenstufe 41 wurde das vollständig hydrierte Produkt 43 erhalten. Bei dieser
5. Die Synthese heterocyclischer Jasmonate
14
Verbindung sollte bereits durch die Entfernung der Doppelbindung eine biologische Aktivität im
Rankentest unterdrückt sein.
NH
O
O
N
O
O
N
O
OH
HO
PPh3 / DEAD
NaBH4
MeOH / 0°C
N
O
COOMe
COOMe
N
O
COOMe
MeOOC COOMe
1eq. AlCl3
1) NaOH
2) 120-130 °C
3) SOCl2 / MeOH
N
O
COOMe
COOMe
N
COOMe
O
H2 / Pd (Lindlar)
H2 / Pd
3934 40
41 42
43 44
40
5.3 Zusammenfassung
Wie die vorgestellte Synthese zeigt, lassen sich substituierte Pyrrolidinone über die Sequenz aus der
Alkylierung von Succinimid, Reduktion einer Carbonylgruppe und lewissäurevermittelter
heteroanaloger Michaelreaktion einfach aufbauen. Das allylsubstituierte Derivat 38 könnte unter
den angegebenen Bedingungen für die Darstellung von 44 leicht in das Essigsäurederivat überführt
werden und durch Metathesereaktionen (siehe Kapitel 10) wären hier weitere Funktionalisierungen
der Doppelbindung möglich.
Wie die ersten Testergebnisse der Verbindungen 43 und 44 zeigen, erfüllen diese Derivate jedoch
nicht die Erwartungen. Die Verbindung 43 ist in beiden Testsystemen völlig inaktiv. Das
stickstoffanaloge Methyljasmonat 44 ist zwar, wie erwartet wurde, selektiv im Zellkulturentest
wirksam, aber die gemessene biologische Aktivität liegt unterhalb des Methyljasmonats 1. Aus
diesem Grund wurden keine weiteren Derivate dieser Verbindungsklasse synthetisiert.
6. Die Synthese C1-verkürzter Jasmonate
15
6. Die Synthese C1-verkürzter Jasmonate
Die Synthese von Jasmonaten mit homologisierter unterer Seitenkette führte zu interessanten
Verbindungen bezüglich ihrer biologischen Aktivität. Es finden sich vor allem für die Derivate mit
ungeradzahliger Seitenkette hohe Aktivitäten in der Induktion pflanzlicher Abwehrprozesse, ohne
dabei die Wachstumsprozesse zu stimulieren. Alternierend zu diesen Derivaten zeigen die
Verbindungen mit einer geradzahligen Seitenkette biologische Aktivitäten in beiden Testsystemen.
Verbindungen die in dieser Reihe noch nicht untersucht wurden, sind Jasmonate mit einer C1-
verkürzten Seitenkette. Es muß im Zuge der systematischen Untersuchungen geklärt werden, ob
diese Derivate überhaupt eine biologische Aktivität besitzen. Wenn die Verkürzung der unteren
Seitenkette noch toleriert wird, ließen sich Derivate aufbauen, in denen indirekt die relative
Anordnung der Seitenketten beeinflußt ist. Dies sollte dadurch gelingen, daß ein zweiter
Methoxycarbonylsubstituent in dieselbe Position eingeführt wird. Die Aufhebung eines
Stereozentrums führt zu einer Verbindung, die in der racemischen Form 50 % des quasi
stabilisierten „cis-Isomers“ enthält. Der direkte Vergleich der biologischen Aktivitäten dieser
beiden Verbindungen sollte gleichzeitig zeigen, wie stark die sterische Belastung an den
Anknüpfungspunkten der Seitenkette sein darf.
6.1 Syntheseplanung
Die Synthese 2,3-bismethoxycarbonylierter-2-alkylierter Cyclopentanone ist beschrieben.53 Durch
die geeignete Wahl der Reaktionsbedingungen können diese Verbindungen durch eine
Dieckmanncyclisierung aus dem 3-methoxycarbonylsubstituierten Adipinsäuredimethylester und
Alkylierung des gebildeten β-Ketoesters hergestellt werden. Durch den induktiven Effekt der
Estergruppe an C-3 ist die Acidität an C-2 erhöht. Bei der Deprotonierung unter kinetischen
Bedingungen entsteht selektiv das Anion in der C-2 Position, so daß in der anschließenden
Cyclisierung nur das 2,3-disubstituierte System gebildet wird. Aufgrund dieses Befundes wurde
geplant, den 3,3-bismethoxycarbonylierten Adipinsäureester unter diesen Reaktionsbedingungen zu
cyclisieren. Um den in dieser Reaktion gebildeten β-Ketoester nach der Alkylierung selektiv spalten
zu können, wurde der Einsatz eines tert-Butylesters in Erwägung gezogen, da dieser unter
protischen Bedingungen hydrolysiert werden kann.
6. Die Synthese C1-verkürzter Jasmonate
16
6.2 Die Synthese 2,3-di- und 2,3,3-trisubstituierter Cyclopentanone
Die Synthese des Adipinsäurederivates 46 gelang durch die Alkylierung von Dimethylmalonat 34
mit tert-Butylbromacetat und der anschließenden Michaelreaktion mit Acrylsäuremethylester. Die
Alkylierung erfolgte durch Deprotonierung des Dimethylmalonats mit NaH in DMF und
anschließender Reaktion mit dem Bromid. Dabei wurden 1,2 Äquivalente des Malonats eingesetzt
und so ließen sich 74 % des monoalkylierten Produktes 45 darstellen. Das dialkylierte Produkt
entstand bei dieser Reaktion in 10 % Ausbeute. Die Michaelreaktion des substituierten Malonats 45
mit Acrylsäuremethylester wurde in Methanol in Gegenwart von Natriummethylat durchgeführt.
MeOOC
MeOOC
Br COOtBu
NaH
MeOOC
MeOOC COOtBu
COOMe
NaOMe (kat.)/
MeOH MeOOC COOtBu
MeOOC COOMe
34 45 46
Die Cyclisierung des Derivates 46 erfolgte unter den beschriebenen Reaktionsbedingungen. Hierzu
wurde NaH in Toluol oder p-Xylol suspendiert und eine Lösung von 46 in Toluol oder p-Xylol und
katalytischen Mengen MeOH zu der Suspension getropft. Bei der Deprotonierung dieses Derivates
wurden oft verzögerte Reaktionen beobacht, aber selbst bei einem temperaturkontrollierten Ablauf
entstanden nur bis zu 50 % des 2,3,3-trisubstituierten Cyclisierungsproduktes. Durch die
Verwendung des tert-Butylesters in dieser Reaktion ist das Cyclisierungsprodukt 47 jedoch
unpolarer als die Nebenprodukte, so daß hier eine chromatographische Trennung des
Produktgemisches möglich war.
MeOOC COOtBu
MeOOC COOMe NaH / Toluol
MeOH (kat.) COOMe
O
COOMe
COOtBu
COOMe
O
COOMe
COOtBu
TosO
NaH / THF / Rfl.
TFA
-CO2COOMe
O
COOMe
COOMe
O
COOMe
H2 / MeOH
Pd (Lindlar)
4746 48
49 50
48
6. Die Synthese C1-verkürzter Jasmonate
17
Der so erhaltene β-Ketoester 47 wurde anschließend mit NaH deprotoniert und mit 2-
Pentinyltosylat alkyliert. Die Alkylierung erfolgte in einer Ausbeute von 60 %, wobei sich hier ein
2:1 Gemisch aus C- und O-alkyliertem Produkt bildete. Der tert-Butylester wurde mit
Trifluoressigsäure gespalten und unter den Bedingungen der Aufarbeitung decarboxyliert. Die
Hydrierung der Dreifachbindung in Gegenwart des Lindlarkatalysators ergab quantitativ das Z-
Pentenylderivat 50.
Das Methoxycarbonylderivat 51 wurde durch eine Decarboxylierungsreaktion unter
Krapchobedingungen aus 46 synthetisiert. Die Cyclisierung mit NaH in Toluol in Gegenwart
katalytischer Mengen Methanol ergab das 2,3-disubstituierte Cyclopentanon 52 und das 2,4-
disubstituierte System 53 zu gleichen Anteilen.
MeOOC COOtBu
MeOOC COOMe NaCl / DMSO / H2O
150 °C MeOOC COOtBu
COOMe
COOMe
COOtBu
O
NaH / Toluol
MeOH (kat.)
TsO
NaH / THF / Rfl.
COOMe
COOtBu
O
TFA / -CO2
COOMe
O
COOMe
O
MeOOC
+
51
52 53
54 55
46
51
52
Der β-Ketoester 52 wurde mit NaH deprotoniert und mit 2-Pentinyltosylat in 60 % Gesamtausbeute
C-alkyliert. Die Spaltung des tert-Butylesters und die anschließende Decarboxylierung verliefen in
hohen Ausbeuten. Um jedoch ausreichende Substanzmengen dieser Verbindung zu erhalten, wurde
die Synthese nach der Originalvorschrift53 wiederholt. Das Edukt für diese Sequenz wurde durch
die Michaelreaktion von 2 Äquivalenten Dimethylmalonat mit Acrylsäuremethylester und
anschließender Alkylierung mit Methylbromacetat synthetisiert. Der hohe Überschuß des Malonats
bewirkte, daß fast ausschließlich das monoalkylierte Produkt entstand. Das nicht umgesetzte
Malonat wurde am Ende der Reaktion abdestilliert und ließ sich für weitere Reaktionen verwenden.
Die abschließende Decarboxylierung erfolgte unter Krapchobedingungen.
6. Die Synthese C1-verkürzter Jasmonate
18
COOMe
O
MeOOC
MeOOC
COOMe
NaOMe (kat.)/
MeOH
MeOOC
MeOOC COOMe
1) NaH / BrCH2CO2Me
2) NaCl / DMSO / H2O
150 °C
MeOOC COOMe
COOMe
H2 / MeOH
Pd (Lindlar)
Lit. 53
55
56 57
58
34
57
Die anschließenden Transformationen wurden analog der Originalvorschrift durchgeführt und
ergaben das 2-pentinylsubstituierte Derivat 55 in hohen Ausbeuten. Die Hydrierung der
Dreifachbindung in Gegenwart des Lindlarkatalysators lieferte quantitativ das Z-Pentenylderivat 58.
6.3 Die Synthese eines C1-verkürzten Etherderivates
Ausgehend von dem Derivat 55 läßt sich durch weitere Transformationen das Derivat 61 aufbauen.
Verbindungen dieses Typs, welche vor allem deshalb synthetisiert wurden, da hier keine β-
Oxidationen möglich sind, zeigten in den bisherigen Studien hohe biologische Aktivitäten in den
Zellkulturentests. Aus systematischen Gründen, wurde hier die Synthese der C1-analogen
Verbindung geplant.
Für die Darstellung von 61 wurde 55 mit Glykol in Gegenwart von PPTS in siedendem Benzol
ketalisiert. Nach der Reduktion der Estergruppe wurde die Dreifachbindung des resultierenden
Alkohols 59 zur Z-Doppelbindung hydriert und die Hydroxygruppe mit tert-Butylbromacetat
verethert.
6. Die Synthese C1-verkürzter Jasmonate
19
OH
O
O
OH
O
O
O
O
O
COOtBu OCOOH
O
COOMe
O1) Glykol, PPTS,
Benzol, Rfl.
2) LiAlH4
H2
KOH (aq.) / Toluol
Bu4NI
Br COOtBu 1) 2M HCl / THF
55 59 60
61 62
60 2) TFA
Pd (Lindlar)
Abschließend wurde mit 2M Salzsäure in THF deketalisiert und der tert-Butylester mit TFA, zur
Darstellung der freien Säure 62, gespalten.
6.4 Zusammenfassung
Die vorgestellte Synthese des 2,3,3-trisubstituierten Cyclopentanons 50 zeigte, daß sich Derivate
dieses Typs durch eine Dieckmanncyclisierung aufbauen lassen. Der für die abschließende selektive
Spaltung des gebildeten β-Ketoesters notwendige tert-Butylester bewirkte jedoch aufgrund
sterischer Einflüsse eine Abnahme der Regioselektivität. Weitere Untersuchungen sollten zeigen, ob
durch die Verwendung anderer selektiv spaltbarer und sterisch nicht so anspruchsvoller Ester eine
Erhöhung der Produktbildung erreicht werden könnte. Jedoch ist es hier fraglich, ob die bei dieser
Reaktion eventuell gebildeten Produktgemische chromatographisch trennbar wären. Da bisher noch
keine biologischen Testergebnisse zu diesen Verbindungen vorliegen, wurde an dieser Stelle auf
weitere Optimierungsversuche bzw. auf die Untersuchung weiterer synthetischer Zugänge zu
diesem System verzichtet. Die Darstellung des 2,3-disubstituierten Cyclopentanons 55 ist durch die
Anwendung der beschriebenen Syntheseroute möglich. Dieses Derivat ist auch in größeren
Substanzmengen erhältlich und konnte für weitere Synthesen, wie hier zur Darstellung von 62, als
Edukt genutzt werden (siehe auch Kapitel 8).
7. Die Synthese von Phenylderivaten und C2-alkylierten Jasmonaten
20
7. Die Synthese von Phenyletherderivaten des Jasminalkohols und weitere Untersuchungen
von C2-alkyliertem Methyljasmonat
Die bisherigen Untersuchungen biologisch aktiver Jasmonate führten immer wieder zu der Frage,
wie die biologischen Prozesse induziert werden. Die heutigen Vorstellungen gehen davon aus, daß
durch die Einwirkung von Elicitoren eine Genaktivierung und dadurch die Synthese der JIPs und
PINs erfolgt. Der genaue Mechanismus dieser Genexpression ist bis heute nicht bekannt, da bisher
keine biologischen Rezeptoren gefunden werden konnten. Aus diesem Grund wurden bereits
zahlreiche markierte Derivate synthetisiert, um weitere Erkenntnisse über die gefundenen Prozesse
zu erhalten.
Die in diesem Kapitel vorgestellten Synthesen sollen das Spektrum der Phenyletherderivate und der
C2-modifizierten Derivate erweitern, da die bisher untersuchten Verbindungen differenzierte
Wirkungen in beide Richtungen der biologischen Aktivität der Jasmonate zeigten. Weiterhin sollte
geprüft werden, ob im Rahmen dieser Verbindungen radioaktiv markierbare Substanzen
bereitgestellt werden können. In den vorgestellten Testsystemen erwiesen sich vor allem die
Verbindungen 20 und 63 als starke Wuchsstoffe, ohne dabei die pflanzlichen Abwehrmechanismen
zu induzieren. Auf Vorschlag der Arbeitsgruppe von Prof. Weiler, sollte dabei die Möglichkeit des
Einbaus von 125Iod in die Systeme in Betracht gezogen werden und deshalb wurde zuerst versucht,
die Verbindung 63 direkt in ein iodiertes Derivat zu überführen.
O
O
COOMe
COOMe
O
20 63
7.1 Untersuchung der Iodierung von 63
Die im Arbeitskreis von Prof. Weiler angewandte Methode des Einbaus von 125I basiert auf
Vorschriften von Greenwood et al.54 Diese Iodierung wird in phosphatgepufferten Lösungen
(pH=7,5) durch Reaktion mit NaI und Chloramin-T durchgeführt und ist eine gängige Methode zum
Einbau von Iod in substituierte Phenole. Bei den in der Literatur beschriebenen Verbindungen
7. Die Synthese von Phenylderivaten und C2-alkylierten Jasmonaten
21
finden sich jedoch keine Beispiele für die Iodierung von Phenolethern. Aus diesem Grund wurde
zuerst untersucht, ob der Einbau von Iod durch diese Methode bei dem Derivat 63 überhaupt
möglich ist. Diese Verbindung wurde nach der im Arbeitskreis entwickelten Synthese über eine
Mitsunobureaktion des korrespondierenden Alkohols mit 4-Hydroxyphenylessigsäuremethylester
und anschließender Spaltung des Ketals mit 2M HCl in THF dargestellt. Eine elektrophile
Substitution des Aromaten war unter den milden Reaktionsbedingungen nicht möglich. Das
Hauptproblem der schlechten Wasserlöslichkeit von 63 konnte durch die Verwendung anderer
Lösungsmittel wie DMF, DMSO oder Acetonitril55 umgangen werden, aber auch bei diesen
Versuchen wurde das Edukt reisoliert.
O
O
COOMe
O
O
COOMe
NaI
Chloramin-T
I
63 64
Die Verwendung von I2 in Gegenwart von AgO2CF356 führte zu einer Addition an die
Doppelbindung der Pentenylseitenkette. Veränderungen dieser funktionellen Gruppe führten bei
bisherigen Derivaten zu einer Deaktivierung der wachstumsregulatorischen Eigenschaften, so daß
derartige Reaktionen an dieser Stelle nicht toleriert werden können. Gleichzeitig wurde festgestellt,
daß trotz der drastischeren Reaktionsbedingungen keine elektrophile Substitution des Aromaten
stattgefunden hat.
Aufgrund dieser Problematik, die sich durch die Verwendung anderer direkter Iodierungsmethoden
kaum umgehen läßt, wurde an dieser Stelle der Aufbau der Verbindung 64 durch die Iodierung des
Hydroxyphenylessigsäurederivates 65 und anschließender Mitsunobukupplung mit dem Alkohol57
68 geplant. Die Iodierung von 65 mit NaI und Chloramin-T führte zu der Bildung der mono- und
diiodierten Phenolderivate 66 (33%) und 67 (12%). Die anschließende Kupplung unter
Mitsunobubedingungen und Ketalspaltung ergab die iodierte Verbindung 64.
7. Die Synthese von Phenylderivaten und C2-alkylierten Jasmonaten
22
HO
COOMe
I
HO
COOMe
I
HO
COOMe I
NaI
Chloramin-T
+
OH
O
O
a) PPh3 / DEAD
b) THF / 2M HCl
65 66 67
68
64
Dieses Derivat sollte zeigen, ob die biologische Aktivität durch die Einführung des zusätzlichen
Substituenten verändert wird, um zu entscheiden, ob die Synthese von Verbindungen mit selektiv
transformierbaren funktionellen Gruppen58 sinnvoll ist.
7.2 Phenyletherderivate
Parallel zu diesen Versuchen wurden weitere Verbindungen synthetisiert, die strukturell mit dem
vorgestellten System verwandt sind und die weitere Erkenntnisse über mögliche
Substitutionsmuster im aromatischen Bereich sowie veränderte Kettenlängen innerhalb dieser
Derivate liefern sollten. Da sich Mitsunobureaktionen bei den Synthesen dieser Verbindungsklasse
bewährt hatten, wurden die weiteren Derivate durch diese Methode dargestellt. Ausgehend von dem
Alkohol 68 wurden die Derivate 69, 70 und 71/72 durch die Reaktion mit 2,4-
Dihydroxyacetophenon 73, 2,4-Dihydroxybenzaldehyd 74 und Kaffeesäuremethylester 75
dargestellt. Die 2,4-Dihydroxyderivate wurden bei diesen Reaktionen regioselektiv verethert. Die
Reaktion mit Kaffeesäuremethylester lieferte ein 1:1 Gemisch der regioisomeren Phenylether.
7. Die Synthese von Phenylderivaten und C2-alkylierten Jasmonaten
23
O
OH
O
O
OH
O
HO
O
H
O
OH
O
O
O
O
O
OO
O
PPh3 / DEAD
PPh3 / DEAD
PPh3 / DEAD
+
68
69
70
71 72
73
74
75
68
68
COOMe
COOMe
Das Gemisch der Phenyletherderivate 71/72 wurde anschließend in die Ketoform 76/77 überführt.
Die Deketalisierung verlief bei Raumtemperatur langsam, so daß vor allem bei längeren
Reaktionszeiten die Säurederivate 78/79 entstanden. Ausgehend von dem Derivat 69 wurde zuerst
die Ketofunktion entschützt und nachfolgend die Möglichkeit der Iodierung überprüft. Es zeigte
sich, daß unter den beschriebenen Reaktionsbedingungen mit NaI und Chloramin-T das
monoiodierte Derivat 81 in einer Ausbeute von 50 % dargestellt werden konnte.
7. Die Synthese von Phenylderivaten und C2-alkylierten Jasmonaten
24
O
COOMe
OH
O COOMe
HO
O
O
OH O
O
OH
OO
I
OO
O
COOH
OH
O COOH
HO
OO
NaI
Chloramin-T
2M HCl / THF
2M HCl / THF
+
+
2M HCl / THF
12 h
71/72
71/72
69
76 77
78 79
80 81
Für die Synthese weiterer Phenyletherderivate wurde ausgehend von 70 die Ketalschutzgruppe
hydrolysiert und die freie Hydroxygruppe mit Allylbromid verethert. Durch Corey-Fuchs-
Reaktion59 wurde das Dibromolefinderivat 83 synthetisiert. Die Reaktion mit
Trimethylphosphonoacetat in Gegenwart von LiCl und DBU60 ergab in hohen Ausbeuten das
Acrylderivat 84. Durch diese Transformationen wurde die Polarität des Moleküls in diesem Bereich
verändert und der Einsatz weiterer funktioneller Gruppen getestet.
O
H
O
O
O
H
O
Br Br
O
OO
O
COOMe
Br
2) K2CO3
18-Krone-6
(MeO)2P(O)CH2COOMe
DBU / LiCl
CBr4 / PPh3
83 84
82
70
O
1) 2M HCl / THF
7. Die Synthese von Phenylderivaten und C2-alkylierten Jasmonaten
25
Die vorgestellten Synthesen führen zu unterschiedlich funktionalisierten Phenyletherderivaten,
deren biologische Testergebnisse Aufschlüsse darüber liefern sollten, welche Veränderungen im
aromatischen Bereich toleriert werden. Vor allem um zu verstehen, wieso das Phenylderivat 63
starke wachstumsregulatorische Eigenschaften besitzt. So wurden Verbindungen mit zusätzlichen
polaritätssteigernden Hydroxygruppen aber auch Derivate mit eher lipophilen Endgruppen
aufgebaut. Die Veränderung der Seitenkettenlänge und der Ersatz der Carbonsäurefunktionalität
durch ein Dibromolefin sollten hier klären, welche Bedeutung die Esterfunktion an dieser Stelle des
Moleküls hat.
7.3 Die Synthese C2-funktionalisierter Jasmonate
Basierend auf der Erkenntnis, daß durch die Veränderung dieser Position selektiv wirkende
Verbindungen erhalten werden können, sollten weitere Derivate dieses Typs aufgebaut werden.
Die Grundlage für die folgenden Reaktionen ist, wie schon bei der Synthese des allylierten
Derivates 20, die Generierung des Lithiumenolates des ketalisierten Methyljasmonates 85 und das
Abfangen des gebildeten Anions mit Elektrophilen.
COOMe
O
O1) LDA
2) Elektrophil COOMe
O
R
3) 2M HCl / THF
85 86
Das Lithiumenolat des ketalisierten Methyljasmonates 85 wurde durch die Reaktion mit einem
Äquivalent LDA in THF bei 0°C dargestellt. Als Elektrophile wurden Halogenide, aromatische
Aldehyde und Dimethyloxalat eingesetzt, um ein möglichst breites Spektrum an funktionalisierten
Verbindungen zu erhalten.
Die Alkylierung mit Propargylbromid war unter diesen Reaktionsbedingungen in hohen Ausbeuten
möglich. Die Alkylierung mit 4-Methoxycarbonylbenzylbromid 87, welches durch NBS-
Photobromierung des p-Toluylsäuremethylesters dargestellt wurde, erfolgte in einer Ausbeute von
27 %. Abschließend wurden beide Derivate mit 2M HCl in THF deketalisiert. Die Esterfunktion des
propargylierten Derivates 88 wurde verseift, um hier einen direkten Vergleich der Aktivitäten der
freien Säure mit dem Esterderivat zu ermöglichen. Das deketalisierte Säurederivat 90 wurde im
Zuge der salzsauren Aufarbeitung erhalten.
7. Die Synthese von Phenylderivaten und C2-alkylierten Jasmonaten
26
COOMe
O
O
1) LDA
2) Propargylbromid COOMe
2M HCl / THF
1) 2M NaOH / THF
2) 2M HCl / THF
COOH
O
1) LDA
2) 87 COOMe
O
O
COOMe
2M HCl / THF
COOMe
COOMe
O
O
85
88 89
90
91 92
85
Als weitere Elektrophile wurden substituierte Benzaldehyde eingesetzt. So wurden die β-
Hydroxyverbindungen 93, 94, 95 und 96 durch die Reaktion mit 4-Methoxybenzaldehyd, 4-
Brombenzaldehyd, 3-Brombenzaldehyd, 3,4-Dimethoxybenzaldehyd und anschließender
Deketalisierung in Ausbeuten von 43% bis 67% erhalten.
7. Die Synthese von Phenylderivaten und C2-alkylierten Jasmonaten
27
COOMe
O
HO
OMe
COOMe
O
HO
OMe
COOMe
O
HO
COOMe
O
HO
Br
OMe
Br
1) LDA
2)
3) 2M HCl / THF
H
OMe
O
1) LDA
2)
3) 2M HCl / THF
H
Br
O
1) LDA
2)
3) 2M HCl / THF
H
O
1) LDA
2)
3) 2M HCl / THF
H
OMe
O
Br OMe
85 85
85 85
93 94
95 96
Verbindungen mit zwei Esterfunktionen in der unteren Seitenkette zeigten in den bisherigen
Untersuchungen hohe biologische Aktivitäten in den Zellkulturentests. Durch den Aufbau von
Derivaten mit β-Ketoesterstrukturelementen könnten auch hier die Polaritäten dieser Verbindungen
weiter erhöht werden, um die Flüchtigkeit der Methylesterderivate weiter zu senken.
Die gekreuzte Claisenkondensation mit Dimethyloxalat ergab nach der salzsauren Aufarbeitung das
Kondensationsprodukt 97 in einer Ausbeute von 55 %.
COOMe
O
O COOMe
1) LDA
2) MeO2CCO2Me
3) 2M HCl / THF
85
97
7.4 Die Kombination von Allylseitenkette und Phenylethersubstituent
Die Kombination von aktiven Strukturelementen ist bei der Synthese von Jasmonaten eine
grundlegende Strategie. Deshalb wurde geplant, ein Derivat aufzubauen, welches der Verbindung
63 entspricht und zusätzlich eine Allylgruppe in der Etherseitenkette enthält. Die Synthese dieser
Verbindung sollte ausgehend von dem ketalisierten Derivat 98 durch die Reduktion der Estergruppe
zum Alkohol 99 mit Lithiumaluminiumhydrid und anschließender Mitsunobureaktion möglich sein.
7. Die Synthese von Phenylderivaten und C2-alkylierten Jasmonaten
28
COOMe
O
OO
O
OH O
COOMe
O
LiAlH4
1) PPh3 / DEAD
65
2) 2M HCl / THF
98 99 100
Die LAH-Reduktion von 98 verlief in hohen Ausbeuten. Die Mitsunobureaktion des gebildeten
Alkohols 99 mit 4-Hydroxyphenylessigsäuremethylester 65 gelang in einer Ausbeute von 52%. Die
abschließende Deketalisierung ergab das Etherderivat 100.
Es bleibt hier abzuwarten, ob durch die Verknüpfung der aktiven Strukturelemente verstärkte
biologische Aktivitäten induziert werden können, da bisher über die Ursachen der selektiven
Wirkung der Verbindungen 20 und 63 nur spekuliert werden kann. Neben diesen beiden Derivaten
existieren bislang keine weiteren Verbindungen, die nur wachstumsregulatorische Eigenschaften
haben.
7.5 Analyse der Testergebnisse
Die biologischen Testergebnisse der bisher untersuchten Phenylether zeigen, daß für eine hohe
biologische Aktivität Phenylessigesterderivate notwendig sind. Eine Verkürzung der Seitenkette um
einen Kohlenstoff führt generell zu inaktiven Derivaten. Die entsprechende Verlängerung zu einer
Abnahme der Aktivität. Weiterhin kann festgestellt werden, daß als funktionelle Endgruppe ein
Carbonsäureester verwendet werden muß. Eine Induktion der pflanzlichen Abwehrprozesse wurde
in keinem Fall beobachtet.
In der Reihe der C2-alkylierten Verbindungen, sind kaum generelle Rückschlüsse zu ziehen. So
zeigen die Derivate 93 und 94 keine biologische Aktivität. Die Verbindungen 95 und 96 sind im
Rankentest und das Benzoesäurederivat 92 im Zellkulturentest zwar selektiv jedoch nur schwach
wirksam. Das Oxoderivat 97 ist stark aktiv im Zellkulturentest, ebenso die Säure des
propargylierten Derivates 89. Die Verbindung 89 selbst, ist in ihrer Aktivität indifferent.
7. Die Synthese von Phenylderivaten und C2-alkylierten Jasmonaten
29
7.6 Zusammenfassung
Der Einbau von Iod in das im Rankentest aktive Phenyletherderivat 63 erwies sich auf der letzten
Stufe als schwierig. Um die iodierte Verbindunge zu erhalten, wurde die Möglichkeit untersucht,
das Phenolderivat 65 zu iodieren und anschließend mit dem Alkohol 68 zu kuppeln. Die Ausbeuten
und die erforderlichen Reinigungsprozeduren sprechen aber nicht für eine praktikable Methode, um
auf diese Weise markierte Derivate darzustellen. Die Iodierung des Acetophenonderivates 80
zeigte, daß der Einbau von Iod bei den zusätzlich hydroxylierten aromatischen Systemen durch die
beschriebene milde Methode möglich war.
Da dieses Derivat und die iodierte Verbindung 81 inaktiv sind, müßten hydroxylierte
Phenylessigsäurederivate durch Mitsunobureaktionen aufgebaut werden. Diese Verbindungen
sollten, wenn die biologische Aktivität durch eine zusätzliche Hydroxygruppe nicht beeinträchtigt
wird, durch die beschriebene Reaktionssequenz in das Iodderivat überführbar sein.
Basierend auf den bisher synthetisierten Verbindungen kann an dieser Stelle empfohlen werden, aus
dem alkinylsubstituierten Derivat 89 durch eine Lindlarhydrierung61 die zu 20 analoge
tritiummarkierte Verbindung aufzubauen.
Sollte sich das Derivat 100 in den biologischen Tests durch die Verknüpfung beider
Strukturelemente als noch aktiver erweisen, wäre die Möglichkeit des Aufbaus der
alkinylsubstituierten Verbindung in Betracht zu ziehen und diese abschließend in die
tritiummarkierte Verbindung zu überführen.
8. Dicranenonanaloge Jasmonate
30
8. Dicranenonanaloge Jasmonate
Dicranenon-A 101 ist aufgrund des Vorhandenseins der Dreifachbindung in der unteren Seitenkette
eine ungewöhnliche Verbindung in der Reihe der Cyclopentanoncarbonsäuren. Es wurde erstmals
aus Extrakten von Dicranum scoporium und Dicranum japonicum isoliert und charakterisiert. 62
Erste biologische Untersuchungen zeigten, daß Dicranenon-A selbst eine antibiotische Wirkung hat.
Aufgrund dieser Eigenschaft wurden Totalsynthesen63 entwickelt, um weitere biologische Studien
durchzuführen.
O
COOH
101
Im Rahmen der Untersuchung von Jasmonaten ist diese Verbindung ebenfalls interessant, da sie
nicht auf die biosynthetische Umwandlung der Linolensäure zurückzuführen ist und in diesem
Sinne kein klassisches Jasmonat darstellt.
Die bisherigen strukturellen Untersuchungen von Jasmonaten zeigten Abhängigkeiten der
biologischen Aktivität von der Länge der unteren Seitenkette und so sollte ein möglichst flexibler
Zugang zu Derivaten dieses Typs verfolgt werden. Die Analyse der synthetischen Zugänge zeigt,
daß diese Verbindung unter anderem aus Jasmonsäuremethylester 1 zugänglich ist und so wurde die
Synthese von Verbindungen dieses Typs über die erarbeitete Route geplant.
Ausgehend von Methyljasmonat 1, wird im ersten Schritt die Ketofunktion als Ketal geschützt und
die Esterfunktion mit LiAlH4 zum Alkohol 68 reduziert. Die anschließende Reoxidation mit PDC in
Dichlormethan ergibt den Aldehyd 102. Dieser Aldehyd kann dann über die Corey-Fuchs Reaktion
in das Dibromolefin und dieses durch Behandeln mit zwei Äquivalenten Butyllithium in die
Dreifachbindung überführt werden. Die Dreifachbindung sollte dann mit geeigneten
Alkylierungsmitteln weiter funktionalisiert werden. Es ist bekannt, daß diese Dreifachbindung
relativ inert und lediglich die Alkylierung des Lithiumacetylides unter Verwendung von
Trialkylboranen64 und anschließender Umlagerung der gebildeten Borate mit Iod in höheren
Ausbeuten möglich ist.
Dennoch erlaubt dieser Syntheseweg die Darstellung des Alkinderivates 103 als einer
Zwischenstufe, welche möglicherweise mit verbesserten Verfahren oder stärkeren Elektrophilen
8. Dicranenonanaloge Jasmonate
31
alkylierbar ist, um nicht nur den Naturstoff zu erhalten, sondern weitere Derivate mit einer
Alkinseitenkette aufzubauen.
1) Glykol / PPTS
2) LiAlH4
3) PDC / CH2Cl2CHO
O
O1) CBr4 / PPh3
2) 2 eq. BuLi
H
O
O
1
102 103
Die Darstellung des Aldehyds 102 wurde nach der oben beschriebenen Methode bereits mehrfach in
früheren Arbeiten angewendet und lieferte diese Verbindung in hohen Ausbeuten. In der
anschließenden Dibromolefinierung wurden jedoch stets Gemische der Dibromolefinderivate 104
und 105 und in geringen Mengen die umketalisierte Verbindung 106 gebildet.
CBr4 / PPh3
O
O
Br
Br
Br
Br
OO
OO
++
2M HCl / THF
CHO
O
CBr4 / PPh3
102
104 105 106
105
Glykol / PPTs
107
Es ist bekannt, daß mit diesem System Ketale gespalten werden können65 und es zeigte sich bereits
in anderen Synthesen, daß die Dibromolefinierung in Gegenwart von Ketalen problematisch ist.
Deshalb wurde versucht, die Reaktion in Gegenwart von unterschiedlichen Anteilen einer Hilfsbase
durchzuführen, um die Ketalspaltung durch die sauren Nebenprodukte zu verhindern. Bei
Testansätzen gelang es, die Spaltung des Ketals durch den Zusatz von einem Äquivalent DBU zu
verhindern, jedoch war bei der Vergrößerung des Ansatzes nur eine geringe Produktbildung (bis
maximal 40% 104) zu beobachten. Aus diesem Grund wurde vor der Reaktion mit CBr4/PPh3 die
Schutzgruppe entfernt und die Reaktion mit dem deketalisierten Derivat 107 durchgefürt. Vor der
Reaktion mit Butyllithium mußte die Schutzgruppe wieder eingeführt werden. Um die vorherige
Schutzgruppenspaltung zu umgehen, wurde die Reaktion in Gegenwart eines Überschusses des
8. Dicranenonanaloge Jasmonate
32
Olefinierungsreagenzes untersucht. Durch die Verwendung von 1,3 Äquivalenten wurden in hohen
Ausbeuten die Dibromolefinderivate 104 und 105 im Verhältnis 3:1 gebildet. Die Bildung des
umketalisierten Produktes 106 wurde unterdrückt. Das resultierende Produktgemisch wurde
anschließend reketalisiert. Durch die Reaktion mit 2 Äquivalenten Butyllithium wurde das
Acetylenderivat 103 dargestellt.
8.1 Versuche zur Alkylierung des Alkins 103
Wie zuvor bereits erwähnt, ist die Alkylierung der Dreifachbindung erschwert, was möglicherweise
auf eine Komplexierung des gebildeten Lithiumacetylides durch die Ketalschutzgruppe
zurückzuführen ist. Aus diesem Grund wurde ausgehend von dem Alkinderivat 103 geplant, die
Schutzgruppe zu spalten, die Ketofunktion zum Alkohol zu reduzieren und die Reaktion mit diesem
Derivat zu untersuchen.
Die Ketalspaltung wurde mit Salzsäure durchgeführt und die resultierende Ketofunktion mit NaBH4
zum Alkohol reduziert. Versuche mit verschiedenen Alkylierungsmitteln unter variierten
Bedingungen führten zu keiner Alkylierung der Dreifachbindung. Nach dem Schutz der
Alkoholfunktionalität als Silylether gelang die anschließende Alkylierung ebenfalls nicht. Variiert
wurden bei diesen Versuchen das Gegenion, desweiteren die Durchführung der Reaktion in
Gegenwart von Kosolventien (wie z.B. DMPU) oder das Lösungsmittel. Selbst in Ammoniak
konnte bei diesen Verbindungen keine Alkylierung der Dreifachbindung beobachtet werden. Die
weiteren Versuche wurden aus diesem Grund mit dem ketalgeschützten Derivat 103 durchgeführt.
Eine Möglichkeit, welche gefunden wurde, ist die Reaktion des Lithiumacetylides mit drei
Äquivalenten Dibrombutan durch 24-stündiges Refluxieren des Reaktionsgemisches in THF. Das
Derivat 108 wurde unter diesen Bedingungen in 69% Ausbeute dargestellt.
O
O
Br
1) BuLi
2) 1,4-Dibrombutan
THF, Rfl.
103
108
Da diese Reaktion mit dem Dibromid möglich war, wurde anschließend die Reaktion mit dem als
Orthoester geschützten 5-Bromvaleriansäurederivat 109 wiederholt. Diese Verbindung ist aus
5-Bromvaleriansäure durch die Veresterung mit 1,1-Methylhydroxymethyloxetan und
8. Dicranenonanaloge Jasmonate
33
lewissäurekatalysierter Umlagerung zum Orthoester darstellbar.66 Die Durchführung der Reaktion
unter den analogen Bedingungen ergab nicht das alkylierte Produkt 110.
O
O
Br O
OOO
OO
+
1) BuLi
2) THF, Rfl.
103
109
110
Wie sich in diesen Versuchen zeigte, ist die Alkylierung des aus 103 darstellbaren
Lithiumacetylides nicht nur mit der beschriebenen Trialkylboranmethode64 möglich. Die
Verwendung von 1,4-Dibrombutan führte zu dem alkylierten Produkt in höheren Ausbeuten. Sobald
jedoch alkoxyfunktionalisierte Halogenide verwendet werden, ist die Ausbeute der Alkylierung
stark herabgesetzt. Diese geringe Alkylierungstendenz könnte auf zusätzlichen Komplexierungen
mit den Alkoxyfunktionen des Alkylierungsmittels beruhen. Aus diesem Grund wurden Methoden
untersucht, die ohne eine vorherige Bildung des Lithiumacetylides eine Alkylierung ermöglichen
sollten. Die Analyse der beschriebenen Alkinfunktionalisierungen zeigte zwei Methoden, die auf
diesen Fall anwendbar sein sollten. Die erste Methode wurde von Knochel et al. beschrieben und
zeigt die Möglichkeit der Reaktion von Iodacetylenen mit Zinkorganylen67 und die zweite
Möglichkeit eröffnet den Zugang zu den alkylierten Alkinen über die Reaktion von
Dicyclohexylalkylborverbindungen in Gegenwart von Kupferacetat und Kupferacetylacetonat.68
Vorteilhaft an beiden Reaktionen ist, daß Esterfunktionalitäten toleriert und zusätzliche
Transformationen vermieden werden könnten.
Für die Synthese des notwendigen Borreagenzes 111 wurde Dicyclohexylboran durch Reaktion von
Cyclohexen mit dem Borandimethylsulfidkomplex synthetisiert.69 Mit diesem Reagenz wurde
4-Pentensäuremethylester hydroboriert und die Reaktion mit dem Acetylenderivat 103 nach der
beschriebenen Methode in Gegenwart von 2 eq. Kupferacetat und 0.25 eq. Kupferacetylacetonat
durchgeführt. Eine Überprüfung des Dicyclohexylboranderivates 111 durch oxidative Spaltung der
Bor-Kohlenstoffbindungen und Nachweis des im Zuge der Aufarbeitung resultierenden
δ-Valerolactons zeigte, daß die entsprechende Borverbindung vorlag, aber eine Reaktion zu 112
konnte unter diesen Bedingungen nicht beobachtet werden.
8. Dicranenonanaloge Jasmonate
34
2eq. Cu(Ac)2,
0,25 eq. Cu(acac)2
DMA-THF
O
O
COOMe
111 112
103
MeO2CB(Cy)2
Das für die Umsetzung mit Zinkorganylen notwendige Iodacetylenderivat 113 wurde durch Bildung
des Lithiumacetylides und anschließende Reaktion mit elementarem Iod dargestellt, wobei diese
Reaktion in hohen Ausbeuten möglich war. Ausgehend von 5-Bromvaleriansäuremethylester wurde
durch eine Finkelsteinreaktion das 5-Iodderivat und daraus das Zinkorganyl 114 synthetisiert.70 Die
Reaktion wurde durch Vorlegen des Zinkorganyls in THF in Gegenwart von 2 eq. Lithiumchlorid
und 1 eq. Kupfer(I)cyanid bei –10°C und anschließendem Zutropfen des Iodacetylenderivates zu
der grünen Lösung bei –78 °C durchgeführt. Eine Alkylierung der Dreifachbindung konnte unter
diesen Reaktionsbedingungen ebenfalls nicht beobachtet werden.
103
1) BuLi
2) I2I
O
O
IZn COOMe
114
113
112
Da diese Methoden keine neuen Möglichkeiten der Funktionalisierung des Acetylenderivates
ergaben, wurde die Synthesestrategie gewechselt.
Das Acetylenderivat 103 ist nicht nur ausgehend von Methyljasmonat 1 erhältlich, sondern wurde
im Zuge der Totalsynthese des Dicranenons aus dem Bromid 116 durch Reaktion mit dem
Lithiumacetylid Ethylendiaminkomplex synthetisiert. Deshalb wurde versucht, die gesamte
Seitenkette über diesen Reaktionsweg aufzubauen. Das Bromid 116 wurde aus dem in Kapitel 6.3
beschriebenen Alkohol 60 durch die Reaktion mit Triphenylphosphin und Tetrabrommethan in
Gegenwart von 1 eq. Pyridin dargestellt. Die Hilfsbase ist notwendig, um eine Spaltung der
Ketalschutzgruppe zu verhindern. Das für den Aufbau der C8-Seitenkette benötigte 6-Heptinol71
wurde über folgende Reaktionssequenz dargestellt. Ausgehend von 1-Hexin wurde durch
Deprotonierung mit Butyllithium und Reaktion des Lithiumacetylides mit Paraformaldehyd das
2-Heptinol aufgebaut. Die anschließende Umlagerung der Dreifachbindung gelang durch eine
modifizierte KAPA-Umlagerung. Im Gegensatz zur Originalvorschrift72 wurde die Reaktion in
Ethylendiamin durch die Bildung des besser zu handhabenden Lithiumaminoethylamids und
8. Dicranenonanaloge Jasmonate
35
anschließendem Zusatz von Kaliumtertiärbutylat durchgeführt.73 Unter diesen
Reaktionsbedingungen wurde das 6-Heptinol in Ausbeuten von 80 % gebildet. Der freie Alkohol
wurde als THP-Ether 117 geschützt.74 Die Deprotonierung der Alkinkomponente mit Butyllithium
und Reaktion mit dem Bromid 116 unter den beschriebenen Reaktionsbedingungen ergab in
Ausbeuten von 10 % die alkylierte Verbindung 118. Diese Ausbeute ließ sich weder durch die
Veränderung des Lösungsmittels noch durch den Einsatz des aus dem Alkohol 60 darstellbaren
Mesylates erhöhen.
O
O
Br
CBr4 / PPh3
1eq. Pyridin
DMSO
O
O
OTHP
60
116 118
117
BuLi +
Die untersuchten Methoden ergaben keine weiteren Zugänge zu Verbindungen dieses Typs. Aus
diesem Grund wurde aus dem Bromid 108 durch einen Halogen-Metallaustausch mit tert-
Butyllithium, Reaktion der Organolithiumverbindung mit CO2 und Veresterung der Säure mit
Methanol das Derivat 120 dargestellt. Im Zuge der Freisetzung der Säure aus dem Lithiumsalz
wurde die Schutzgruppe gespalten.
Durch nucleophile Substitution mit Cyanid konnte das Nitril 121 dargestellt werden.75 Die
Ketalschutzgruppe des Nitrilderivates 121 wurde abschließend gespalten, um die Verbindung 122
ebenfalls auf ihre biologischen Eigenschaften zu überprüfen.
O
O
CN
COOMe
1) t-BuLi
2) CO2
O
2M HCl / THF
CN
O
KCN
108
120
121 122
3) 2M HCl / THF
4) SOCl2 / MeOH
Die hier vorgestellte Alkylierung eröffnet einen weiteren synthetischen Zugang der für die
biologischen Untersuchungen notwendigen Mengen an den Verbindungen 120 und 122. Da es sich
8. Dicranenonanaloge Jasmonate
36
bei dieser Verbindungsklasse um bisher wenig untersuchte Substrate handelt, ist es sinnvoll,
Derivate mit weiteren polaren funktionellen Gruppen oder verkürzten Seitenketten, wie sie im
Rahmen der Untersuchung von Jasmonaten synthetisiert wurden, aufzubauen.
8.2 Die Reaktion des Alkins 103 mit CO2 und Formaldehyd
Es ist für systematische Untersuchungen erforderlich, Verbindungen mit variierten Kettenlängen
aufzubauen. Die kürzeste Verbindung in der Reihe der dicranenonanalogen Substanzen ist 123 mit
einer Butinsäureseitenkette. Diese sollte sich aus dem Acetylenderivat 103 durch Deprotonierung
und Reaktion mit Kohlendioxid darstellen lassen.
Der Aufbau dieser Verbindung gelang durch die Deprotonierung des Acetylenderivates und dem
anschließenden Abfangen des Lithiumacetylides mit Trockeneis bei -78°C in hoher Ausbeute. Die
Ketalschutzgruppe wurde bei der Freisetzung der Carbonsäure aus dem Lithiumsalz im Zuge der
salzsauren Aufarbeitung gespalten. Für die Darstellung des Methylesters 124 wurde eine etherische
Diazomethanlösung verwendet.
COOH
O
COOMe
O
1) BuLi
2) CO2
CH2N2
103
123 124
Die Umsetzung mit Paraformaldehyd unter den analogen Bedingungen ergab den Alkohol 125,
welcher durch Reaktion mit tert-Butylbromacetat im Zweiphasensystem Toluol/50%ige KOH
verethert wurde. Die Freisetzung der Ketofunktion lieferte das Etherderivatderivat 127. Die
Spaltung des tert-Butylesters mit Trifluoressigsäure ergab 128.
8. Dicranenonanaloge Jasmonate
37
O
O
OH
O
O
O COOtBu
1) BuLi
2) CH2O
tert-Butylbromacetat
Bu4NI
KOH (50%ig) / Toluol
O COOtBu O COOH
TFA
2M HCl / THF
O
103
125 126
127 128
126
O
Verbindungen dieses Typs wurden bereits in früheren Synthesen aufgebaut und zeigten hohe
biologische Aktivitäten in den Zellkulturentests. Aufgrund des Sauerstoffs in der Kette ist zudem
ein Abbau durch β-Oxidationen nicht mehr möglich und so konnte gezeigt werden, daß eine
biologische Aktivität von Verbindungen mit verlängerten Seitenketten nicht von der biologischen
Transformation in die Jasmonsäure abhängig ist. Weiterhin konnte beobachtet werden, daß bei
Verbindungen mit normaler Kohlenstoffseitenkette, die in beiden Testsystemen aktiv waren, durch
den Aufbau des analogen Etherderivates die biologische Aktivität in den Zellkulturentests nicht
beeinträchtigt wird. Die wachstumsregulatorischen Eigenschaften können durch diese Modifikation
jedoch vollständig unterdrückt werden.
8.3 Die Synthese einer oxoanalogen Verbindung zu 120
Eine weitere Verbindung, deren Synthese unter dem Gesichtspunkt des Aufbaus von Substanzen
mit polarerer unterer Seitenkette geplant wurde, ist das Derivat 129.
O
COOH
O129
60
Diese Verbindung sollte vor allem im Vergleich zu den biologischen Testergebnissen von 120 erste
Daten darüber liefern, ob zusätzliche funktionelle Gruppen in diesem Bereich des Moleküls toleriert
werden. Sollte 129 aktiv sein, könnten weitere Verbindungen über diesen Weg synthetisiert werden.
8. Dicranenonanaloge Jasmonate
38
Durch die Verwendung der entsprechend kürzeren Alkinderivate ließen sich flexibel alle
Kettenlängen aufbauen und untersuchen.
Das Edukt für diesen Syntheseweg war der Alkohol 60, welcher durch Oxidation mit PDC in den
Aldehyd 130 überführt wurde. Die Reaktion mit dem deprotonierten THP-geschützten 6-Heptinol
ergab, nach der sauren Hydrolyse des Reaktionsproduktes unter Spaltung der Schutzgruppen, das
Diol 131. Die Reoxidation der Alkoholfunktionalitäten mit PDC in DMF lieferte das
Oxocarbonsäurederivat 132 als ersten Typ dieser Verbindungsklasse.
O
H
O
O
PDC
CH2Cl2
O
COOH
O
O
OH
OH
Li OTHP
1)
2) 2M HCl / THF
PDC / DMF
131
129
130
60
8.4 Zusammenfassung
Für die Synthese von Verbindungen mit einer Alkinylseitenkette wurde ausgehend von dem
Acetylenderivat 103 eine weitere Alkylierungsvorschrift erarbeitet. Die Reaktion mit 1,4-
Dibrombutan verlief in ähnlichen Ausbeuten wie die literaturbekannte Methode der Alkylierung mit
Trialkylboranen. Die Anwendbarkeit des Bromides 108 wurde durch die Darstellung des
Carbonsäurederivates 120 und des Nitrils 122 demonstriert. Weitere Methoden führten nicht zur
Bildung des Zielmoleküls.
Die Reaktionen mit Kohlendioxid und Formaldehyd ergaben die C1-verlängerten Verbindungen,
die anschließend verestert bzw. verethert wurden und die entsprechenden Zielmoleküle 123, 124
und 128 lieferten.
Der umgekehrte Prozeß, die Anbindung einer alkoxyfunktionalisierten Alkinkomponente an das
Halogenid 118 zeigte, daß nur in geringen Ausbeuten Alkylierungsprodukte gebildet wurden. Die
Reaktion mit der analogen Carbonylverbindung 130 war möglich. Über diesen Syntheseweg wurde
das Oxoderivat 129 dargestellt.
9. Studien zur Synthese von Dehydrojasmonaten
39
9. Studien zur Synthese von Dehydrojasmonaten
Dehydrojasmonate sind interessante Zielmoleküle im Rahmen der Untersuchung von Struktur-
Wirkungsbeziehungen der Jasmonate. Bekannterweise, lassen sich durch die Einführung
zusätzlicher Doppelbindungen im Bereich des Fünfrings die räumliche Anordnung der Seitenketten
direkt wie in 27 und indirekt wie in 12 beeinflussen76. Basierend darauf, wurden im Rahmen der
Untersuchungen bereits zahlreiche Derivate synthetisiert und auf ihre biologische Wirksamkeit
untersucht. Neben diesen Verbindungen konnten aber auch Didehydrojasmonate wie 134 und 135
isoliert werden, die vermutlich durch die Metabolisierung der 12-Oxo-PDA 7 entstehen.77
COOMe
O
COOMe
O
O
COOH
O
COOH
HO
cis:trans=1:7
12
134 135
27
Die Standardtransformationen, die in der Synthese der Derivate vom Typ 12 und 27 in den meisten
Fällen eingesetzt werden, basieren auf modifizierten Saegusaoxidationen,78 wobei im letzten
Syntheseschritt aus der Carbonylgruppe des Cyclopentanons der Silylenolether unter kinetischen
Bedingungen generiert und dieser mit katalytischen Mengen Palladiumacetat in Gegenwart von
Allylmethylcarbonat oxidiert wird. Für die Darstellung der thermodynamisch stabileren Systeme
erfolgt dann die basische Umlagerung des kinetisch gebildeten Enons. Eine weitere Reaktion, die
vor allem für den Aufbau von 2,3-disubstituierten Cyclopentanonen angewendet wird, ist die
palladiumkatalysierte Deallylierung-Decarboxylierung funktionalisierter Allyloxycarbonyl-
cyclopentanone unter nachfolgender β-Hydrideliminierung.79 Diese Reaktion ist eine der
Standardtransformationen für die Darstellung von Jasmonsäurederivaten und wurde im Rahmen
früherer Untersuchungen bereits mehrfach angewendet.80 Ausgehend von Diallyladipat 136 wird in
einer Eintopfsynthese im ersten Schritt durch eine Dieckmanncyclisierung das
Allyloxycarbonylcyclopentanon generiert und nach der azeotropen Entfernung des gebildeten
Allylalkohols das deprotonierte System 137 alkyliert. Die nachfolgende palladiumkatalysierte
9. Studien zur Synthese von Dehydrojasmonaten
40
Spaltung führt zum 2-Alkylcyclopentenon 138, welches durch 1,4-Additionen weiter
funktionalisiert werden kann.81
O
OO
Na
R
O
2) Pd(OAc2)
PPh3
R
O
Nu
Nu-
1,4-Addition
NaH / Toluol
OH
kat.
136
137 138 139
1) RCH2X
Basierend auf diesen beschriebenen Transformationen stellt sich die Frage, ob durch eine
Verknüpfung der für die Palladiumreaktionen notwendigen funktionellen Gruppen in einem
Molekül, ein neuer Tandemprozeß gefunden werden kann, der zur Bildung von funktionalisierten
Didehydrocyclopentanonen führt und eine katalytische Alternative zu den klassischen
Kondensationsreaktionen darstellt.
Wie die Verbindungen 134 und 135 zeigen, existieren neben den Didehydrojasmonaten auch
Verbindungen die zweifach ungesättigt sind. Es ist bisher nicht bekannt, ob diese Derivate aktive
Metabolisierungsprodukte der 12-OXO-PDA sind, aber die eigenen Erfahrungen auf dem Gebiet
der Dehydrojasmonate zeigen, daß durch die Planarisierung der Anknüpfungsstelle der
Pentenylseitenkette biologisch stark wirksame Verbindungen zugänglich sind. Demzufolge könnte
es sich bei Verbindungen dieses Typs um hoch aktive, die pflanzlichen Abwehrprozesse
stimulierende Verbindungen handeln, so daß die geplante Untersuchung der doppelten
Palladiumoxidation zu interessanten Zielverbindungen führen würde.
9.1 Die Untersuchung der palladiumkatalysierten Bildung von Dienonen
Ausgehend von der beschriebenen Cyclisierungsroute wurde das Derivat 140 aufgebaut. Der
Silylether 141 wurde durch Deprotonierung mit LDA in THF und dem Abfangen des Enolates mit
Trimethylchlorsilan82 bei -78°C in hohen Ausbeuten dargestellt.
O
OO
136
1) NaH / Toluol
OH
kat.
2) Allylbromid
1) LDA
2) TMSCl
O
OO
TMS
140 141
9. Studien zur Synthese von Dehydrojasmonaten
41
Anhand dieses Modellsystems wurde untersucht, ob die Saegusaoxidation als Startreaktion abläuft
und nachfolgend die Spaltung des Allyloxycarbonylsystems stattfindet. Der zweite Aspekt der
weiterhin berücksichtigt werden muß, ist die Frage, in welche Richtung die β-Hydrideliminierung
nach der decarboxylierenden Spaltung des Allylesters geht. Aus diesem Grund wurde zuerst die
Reaktion unter Verwendung der optimierten Bedingungen für die Saegusaoxidation mit 10 Mol%
Pd(OAc)2 und 2 eq. Allylmethylcarbonat in Acetonitril bei 80°C durchgeführt. Wie sich zeigte, ist
die Bildung des Enons 142 bevorzugt. So ließen sich bei Reaktionszeiten von 3 Stunden 54 %
dieser Verbindung neben 13 % des desilylierten Eduktes isolieren. Bei einer Verlängerung der
Reaktionszeit auf 14 Stunden wurde das Didehydroderivat 143 in einer Ausbeute von 29 % isoliert.
O
OOO
141
142 143
10 Mol% Pd(OAc)2
CH3CN / 80°C / 3h 14h
Es ist bekannt, daß für den zweiten Reaktionsschritt unter optimierten Bedingungen die Gegenwart
von ein bis zwei Äquivalenten eines Phosphinliganden notwendig sind. Deshalb wurde die Reaktion
in Gegenwart von 1 eq. PPh3 wiederholt. Unter diesen Bedingungen wurden jedoch nicht
differenzierbare Produktgemische gebildet. Aus diesem Grund wurde geplant, in der 3-Position
einen zusätzlichen Substituenten einzuführen, um eine Möglichkeit der β-Hydrideliminierung in
den Ring und daraus resultierende Folgereaktionen zu unterdrücken.
9.2 Untersuchung des Einflusses eines zusätzlichen Substituenten am Fünfring
Ein Zugang zu Systemen die für die geplante Umsetzung notwendig sind, sollte über
rhodiumkatalysierte Cyclisierungen von α-Diazo-β-ketoesterderivaten möglich sein.83 Um zu
überprüfen, ob der Allylester gleich in die Cyclisierung eingesetzt werden kann, oder durch
Umesterung im Anschluß gebildet werden muß, wurde ausgehend von
Adipinsäuremonomethylester 144 durch die Reaktion mit Meldrumsäure unter DCC-Aktivierung
und anschließendem Verkochen des Meldrumsäureadduktes mit Allylalkohol das β-Ketoderivat
dargestellt.84 Der Diazotransfer zur Bildung von 145 erfolgte mit Tosylazid in Triethylamin. Die
Cyclisierung dieser Verbindung mit Rh2(OAc)4 in Dichlormethan zeigte jedoch, daß bereits 33%
des Cyclopropanierungsproduktes 146 und 66% eines Isomerengemisches gebildet wurden.
9. Studien zur Synthese von Dehydrojasmonaten
42
MeOOC O
OO
N2
1) DCC / DMAP / Pyridin
O
O
O
O
2) Allylalkohol / Rfl.
3) TosN3/ NEt3
MeOOC
O
O
O
Rh2(OAc)4
+ Isomerengemisch
144
145
146
Es ist möglich, daß neben der C-H-Insertion auch direkt die Carbonylgruppe des Carbonsäureesters
angegriffen wurde und so ein Produktgemisch resultierte. Deshalb wurde ein längeres Derivat für
den Aufbau der Diazoverbindung verwendet und an Stelle des Allylesters der Methylester
eingesetzt. Ausgehend von dem Decandisäuredichlorid 147 wurde der 3-
Oxododecandisäuredimethylester synthetisiert85 und zur Darstellung von 148 diazotiert. Die
anschließende Cyclisierung ergab das Cyclopentanonderivat 149 in 69% Ausbeute. Die Methylester
wurden durch die Reaktion mit Allylalkohol umgeestert. Dabei mußten zwei verschiedene
Methoden verwendet werden. Unter basischen Bedingungen wurde der Methylester der Seitenkette
umgewandelt und für die Umesterung des β-Ketoesters wurden die Vorschriften von Gilbert et al.
verwendet.86 Die Autoren beschrieben die effiziente Umesterung von β-Ketoestern in siedendem
Toluol unter DMAP-Katalyse in Gegenwart von 4Å-Molekularsieb. Der zweite Allylester sollte
unter diesen Reaktionsbedingungen dazu dienen, das extern zugesetzte Allylmethylcarbonat zu
ersetzen. Da es sich bei dieser Verbindung um eine potentielle Vorstufe von 134 handelt, wurde die
Alkylierung mit 2-Pentinylmesylat durchgeführt. Die Darstellung des Silylenolethers 152 war in
hohen Ausbeuten möglich, aber die anschließende Reaktion mit Palladiumacetat ergab ein
Produktgemisch, wobei keine spektroskopischen Signale auf die Bildung der Enonsysteme
hinwiesen.
9. Studien zur Synthese von Dehydrojasmonaten
43
MeOOC COOMe
O
N2
COOR
COOR
O
10
O
COOH
O
Rh2(OAc)4
Pd(OAc)2 / 10 Mol%
COOAllyl
COOAllyl Me3SiO
COOAllyl
COOAllyl
7
7
7
LDA
TMSCl / -78°C
R = Me
R = Allyl
NaH / DMF
MesO
1) Meldrumsäure/
Pyridin
2) MeOH / Rfl.
3) TosN3 / NEt3
1) Allylalkohol/ NaH (kat.)
2) DMAP / Molsieb
Allylalkohol / Toluol / Rfl.
147
148 149
150
151 152
153
150
Diese Modifizierung des Systems führte nicht zu einem Erfolg. Daher wurden die
palladiumkatalysierten Prozesse getrennt. Da die Saegusaoxidation nach dem derzeitigen
Kenntnisstand an diesen Systemen möglich ist, sollte der zweite Prozeß noch einmal separat
untersucht werden. Um gleichzeitig die notwendigen Informationen über den zusätzlichen Einfluß
eines Substituenten zu erhalten, wurde geplant, das funktionalisierte Cyclopentenonderivat 157
aufzubauen.
Durch eine aldolartige Reaktion des Dianions von Allylacetoacetat 154 mit Butanal, 87 dem Schutz
der Alkoholfunktionalität als TBDMS-Ether88 und der anschließenden Diazotierung wurde das
Derivat 155 aufgebaut. Die Cyclisierung der Diazoverbindung zu 156 mit 2 Mol% Rhodiumacetat
gelang mit den für den analogen Methylester beschriebenen Ausbeuten.89 Für die Allylierung wurde
156 mit Natriumhydrid in DMF deprotoniert und mit Allylbromid alkyliert. Unter diesen
Reaktionsbedingungen entstanden 53 % des Enons 157.
9. Studien zur Synthese von Dehydrojasmonaten
44
OO
O
O
O
O
O
TBDMSO
O
N2
TBDMSO
4) TosN3 / NEt3
O
O
1) NaH; BuLi
2) Butanal
3) TBDMSCl / Imidazol
Rh2(OAc)4
NaH / Allylbromid
DMF
Pd(OAc)2
154
155 156
157 158
156
Die Reaktion der Verbindung 157 wurde in Analogie zu den obigen Reaktionsbedingungen
durchgeführt. Das Ergebnis dieser Reaktion ist an dieser Stelle überraschend. Die
Didehydroverbindung 158 wurde in 75 % Ausbeute gebildet.
9.3 Zusammenfassung
Die vorliegenden Ergebnisse zeigen, daß die β-Hydrideliminierung der palladiumkatalysierten
Allylesterspaltung der hier untersuchten funktionalisierten allyloxycarbonylsubstituierten
Cyclopentenone selektiv in die Seitenkette verläuft. Eine Kombination der Saegusaoxidation mit
diesem Prozeß ist nur in mäßigen Gesamtausbeuten möglich, obwohl gezeigt wurde, daß diese
Reaktion als Startreaktion abläuft.
Für die Synthese von Didehydrojasmonaten eröffnet sich die Möglichkeit, durch die Verwendung
ähnlich funktionalisierter Systeme in einer katalysierten Reaktion diese Verbindungsklasse zu
erhalten. Weitere Synthesen und vor allem die notwendigen Optimierungen der hier vorgestellten
Reaktionen konnten im Rahmen dieser Arbeit nicht mehr durchgeführt werden.
10. Metathesereaktionen zum Aufbau funktionalisierter Jasmonate
45
10. Metathesereaktionen zum Aufbau funktionalisierter Jasmonate
Metathesereaktionen gehören zu den bedeutendsten metallkatalysierten Reaktionen die derzeit
untersucht werden. Die Vielzahl an Veröffentlichungen in den unterschiedlichsten Bereichen der
organischen Synthesechemie zeigen die Vielseitigkeit und hohe Effizienz dieser katalytischen C-C-
Verknüpfungsmethode.90 Definitionsgemäß handelt es sich bei dieser Reaktion um den
metallkatalysierten Austausch der Alkylidengruppen zweier Olefine. Der Mechanismus der
Metathese verläuft über [2+2]-Cycloadditions-Cycloreversionssequenzen, welche durch die
verwendeten Alkylidenmetallkomplexe initiiert werden.91 Im ersten Additionsschritt bildet sich ein
Metallacyclobutan, welches unter Bildung eines neuen Alkylidenkomplexes zerfallen kann. Dieser
Komplex kann in analoger Weise mit einem weiteren Olefin reagieren und durch diese Abfolge
kommt es letztendlich zu der Bildung neuer Olefine. Der gesamte Prozeß ist reversibel und wird oft
durch die Bildung flüchtiger Komponenten zur Produktseite verschoben.
R1R1
R2R2
[M]
[M]
R2
R2
[M]
R1
R1
[M]
R2
+
R1
R2
R2R2R2
R1
R2
R1
+
++
Die bei der Olefinmetathese gebildeten acyclischen Alkene liegen als E,Z-Isomerengemische vor.
Je nach der Art des eingesetzten Substrates werden die Metathesereaktionen unterschiedlich
benannt. Man unterscheidet Kreuzmetathesen (CM), die intermolekulare Verknüpfung zweier
Olefine, Ringschlußmetathesen (RCM), die Bildung cyclischer Olefine aus acyclischen Vorläufern
und Ringöffnungsmetathesen (ROM), die Bildung acyclischer Diene aus cyclischen Olefinen.
Neben diesen Reaktionen gibt es weitere Metatheseprozesse unter Beteiligung von
Dreifachbindungen – sogenannte In-En-Metathesen und In-In-Metathesen.92
Die gängigen Katalysatoren die in Metathesereaktionen eingesetzt werden, sind vor allem die von
Grubbs entwickelten Rutheniumkatalysatoren 159 und der heute meist eingesetzte Katalysator
10. Metathesereaktionen zum Aufbau funktionalisierter Jasmonate
46
Ru,93 sowie der von Schrock entwickelte Molybdänkatalysator Mo.94 Beide Katalysatoren
unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Reaktivität und ihrer Toleranz gegenüber funktionellen
Gruppen. Der Rutheniumkatalysator Ru akzeptiert eine breitere Palette funktioneller Gruppen,
wohingegen der Vorteil von Mo in der Umsetzung sterisch anspruchsvoller Olefine liegt.
Ru
Cl
Cl
PCy3
PCy3R
Ru : R= Ph
R= CH=CPh2
N
Mo
O
O
F3C
F3C
F3C
CF3
Ph
iPriPr
Mo
159
Die Weiterentwicklungen auf dem Gebiet der Metathesekatalysatoren führten zu einer Reihe von
neuen Komplexen, die sich durch ihre höhere Reaktivität und thermische Stabilität auszeichnen95
oder durch die Verwendung chiraler Liganden asymmetrische C-C-Verknüpfungen ermöglichen
sollten.96
10.1 In-En-Metathesen
Metathesen terminaler Olefine mit terminalen Alkenen unter Verwendung von Ru wurden im
Arbeitskreis Blechert eingehend von R. Stragies untersucht und stellen eine effiziente Methode zur
Synthese von 1,3-funktionalisierten Dienen dar.97 Diese Reaktion beginnt wahrscheinlich mit einer
[2+2]-Cycloaddition des Metallcarbenkomplexes an die Dreifachbindung und der anschließenden
Cycloreversion unter Ausbildung eines Vinylidenkomplexes, welcher mit der Alkenkomponente in
einer normalen Kreuzmetathese weiterreagiert.98
RRu
R[Ru] R1
RR
1
Die Arbeiten von O. Brümmer auf dem Gebiet der Jasmonate zeigten, daß Kreuzmetathesen für die
Variation der Pentenylseitenkette einsetzbar sind und eine Vielzahl von modifizierten Jasmonaten
durch diese Transformation effizient zugänglich sind.99 Vor allem die Tolerierung funktioneller
Gruppen ermöglichte so den Aufbau nicht nur verzweigter, sondern auch funktionalisierter
10. Metathesereaktionen zum Aufbau funktionalisierter Jasmonate
47
Seitenketten. Da die Verbindungen 15 und 160 selektiv pflanzliche Abwehrprozesse induzieren,
wurde geplant, weitere Derivate dieses Typs aufzubauen. Basierend auf der entwickelten Methode
der In-En-Metathese ließen sich ausgehend von dem gleichen Edukt, wie für die Darstellung von
160 und 15, durch die Reaktion mit funktionalisierten Alkinen Derivate des Typs 161 aufbauen,
welche die Strukturmerkmale beider Verbindungen enthalten.
COOMe
O
COOMe
O
OH
COOMe
O
OR
n
160 15 161
Das Edukt für die In-En-Metathesen wurde über die bekannte Route durch eine
Dieckmanncyclisierung von Diallyladipat, Allylierung des primär gebildeten Natriumsalzes,
palladiumkatalysierter Transformation in das Enon, Michaelreaktion, Ketalisierung der
Ketofunktion und abschließender decarboxylierender Spaltung des Malonesters erhalten.100 Die für
die geplanten Kupplungen notwendigen geschützten Alkinole, Propinolacetat 162 und Butinolacetat
163, wurden durch Acylierungen aus den kommerziell erhältlichen Alkoholen dargestellt. Für die
Reaktionen mit der Alkenkomponente wurden die Reaktionspartner 22 Stunden mit 7 Mol% Ru in
Dichlormethan bei RT gerührt. Die gebildeten Diene 166 und 167 wurden dabei in Ausbeuten von
71 % und 47 % erhalten, wobei die E/Z-Verhältnisse im erwarteten Bereich von 1:1,5 bis 1:1,8
lagen. Die Reaktion mit dem im Zuge der Synthese von 164 gebildeten 165 und Propargylacetat
unter den gleichen Bedingungen führte zu der Bildung des Diens 168 in 36 % Ausbeute mit einem
E:Z Verhältnis von 1:2,3.
COOMe
OAc
O
O
COOMe
O
O
COOMe
O
OOAc
COOMe
OAc
COOMe
OAc
Ru 7 Mol%
Ru 7 Mol%
O
O
164 166
167
169
170
162
163
164
2M HCl / THF
2M HCl / THF
10. Metathesereaktionen zum Aufbau funktionalisierter Jasmonate
48
COOMe
O
O
COOMe
COOMe
O
O
COOMe
OAc
COOMe
COOMe
OAc
Ru 7 Mol% 2M HCl / THF
O
165 168 171
162
Wie die bisherigen Untersuchungen zeigten, sind für die Bildung der Diene Überschüsse der
Alkenkomponente notwendig. In diesem Fall wurden die Reaktionspartner in einem 1:1 Verhältnis
eingesetzt und im Zuge der Aufarbeitung die nicht umgesetzten Alkene zurückgewonnen. Die
geringeren Ausbeuten im Falle des Malonesterderivates sind sicherlich auf den höheren sterischen
Anspruch dieses Moleküls zurückzuführen. Die abschließenden Ketalspaltungen wurden mit 2M
HCl in THF durchgeführt und ergaben die Verbindungen 169, 170 und 171.
Entgegen den Erwartungen zeigen diese drei Derivate keine biologischen Aktivitäten, weshalb
keine weiteren Synthesen zu Verbindungen dieses Typs durchgeführt wurden.101
10.2 Ringschlußmetathesen
Ringschlußmetathesen gehören zu den am häufigsten eingesetzten Metathesen. Durch diese
Reaktion lassen sich nicht nur kleine und mittlere hochfunktionalisierte Ringe sondern auch große
Ringsysteme aufbauen102 und so ist gerade diese Methode eine effiziente Alternative zu den
bekannten Makrocyclisierungsreaktionen geworden. Die Anwendung der RCM auf dem Gebiet der
Jasmonatchemie konnte schon eindrucksvoll durch die von S. Hölder entwickelte Totalsynthese der
Coronafacinsäure103 gezeigt werden. Die Synthesen von M. F. Schneider104 und M. Füßlein41 zu
jasmonatanalogen bicyclischen Derivaten demonstrierten die allgemeine Anwendbarkeit dieser
Reaktion und so sollte gerade die RCM sehr gut geeignet sein, um weitere cyclische Jasmonate über
eine Ringschlußmetathese aufzubauen.
Das Jasminketolacton 186 wurde bereits frühzeitig als Bestandteil des Jasminöls entdeckt.105 Über
die biologische Bedeutung dieser Verbindung ist bisher jedoch wenig bekannt und so wurde
geplant, diese Verbindung und weitere Lactone aufzubauen, um mehr Informationen über diese
Substanzklasse zu erhalten. Synthetische Zugänge zu dieser Verbindung sind bereits länger bekannt
und enthalten neben Makrocyclisierungen einen effizienten Zugang über eine
Ringschlußmetathese.106 Das Edukt für die Cyclisierung wurde im Rahmen dieser Totalsynthese
10. Metathesereaktionen zum Aufbau funktionalisierter Jasmonate
49
über eine Dreikomponentenkupplung durch eine 1,4-Addition an Cyclopentenon und Alkylierung
des Enolates mit Allyliodid dargestellt. Diese Methode ist zwar effizient, aber für die geplante
flexible Darstellung der größeren Ringsysteme nur bedingt geeignet. Daher wurde untersucht, ob
die Ringschlußmetathese mit dem Pentenylderivat 175 möglich ist, da dieses durch Veresterung aus
der Jasmonsäure darstellbar ist und somit auch der einfache Zugang zu weiteren Lactonen durch
den Einsatz der entsprechend längeren Alkenole gegeben wäre.
O
O
O
O
O
O
n
n
172 173
10.3 Die Synthese des Jasminketolactons
Für die Darstellung des Cyclisierungseduktes wurde, ausgehend von ketalisiertem Methyljasmonat
85, der Carbonsäuremethylester mit wäßriger KOH in THF verseift und die resultierende
Carbonsäure 174 mit 3-Butenol unter DCC-Aktivierung und DMAP-Katalyse in den Butenylester
175 überführt. Die Ketalschutzgruppe wurde für die anschließende Cyclisierung beibehalten, um
eventuelle Olefinierungsreaktionen der Carbonylgruppe zu verhindern und gleichzeitig den Einfluß
dieser Veränderung auf das E/Z-Verhältnis des Cyclisierungsproduktes zu untersuchen.
O
OH
O
O
O
O
O
O
DCC / DMAP
3-Butenol
174 175
Neben der ersten Veröffentlichung einer Ringschlußmetathese zu zehngliedrigen Lactonen von
Fürstner et al., wurde später von Kalesse et al. über die Synthese eines Zehnringlactons berichtet.107
In dieser Publikation wurden E/Z-Verhältnisse von bis zu 1:12 bei der Bildung der innercyclischen
Doppelbindung beobachtet, in Abhängigkeit von der Reaktionstemperatur und dem verwendeten
Lösungsmittel. Dies zeigt, daß ein direkter Einfluß auf die Stereochemie der gebildeten
Doppelbindung durch die Wahl des Reaktionsmediums, der Reaktionsbedingungen und der
funktionellen Gruppen möglich scheint.
10. Metathesereaktionen zum Aufbau funktionalisierter Jasmonate
50
Die RCM-Reaktion wurde unter Verwendung von 7 Mol% Ru in einer 6 mM Lösung des Eduktes
in Dichlormethan durchgeführt. Es zeigte sich, daß die Cyclisierung, wenn auch mit geringeren
Ausbeuten, mit der höher substituierten Doppelbindung der Pentenylseitenkette möglich ist. Es ist
wahrscheinlich, daß die einleitende Bildung des Substrat-Alkylidenkomplexes an der unteren
terminalen Doppelbindung stattfindet. Dieser Komplex kann über die Carbonylgruppe des Esters
durch eine zusätzliche Komplexierung in der Reaktivität vermindert sein, wie es schon in ähnlichen
Fällen beobachtet wurde. Um die Komplexierung zu unterdrücken, wurde in Analogie zu den
Arbeiten von Fürstner et al.108 und A. Rückert109 der Einfluß von Titantetraisopropylat untersucht.
Die Verwendung der zusätzlichen Lewissäure ermöglichte in dieser Reaktion eine Erhöhung des
Umsatzes und zusätzlich konnte ein direkter Einfluß auf die Stereochemie der gebildeten
Doppelbindung gefunden werden. So führten die Reaktionen in Dichlormethan bei Raumtemperatur
und in der Siedehitze zur Bildung von 176 in 50% bzw. 55% Ausbeute, wobei die E/Z-Verhältnisse
bei 1:1 bis 1:2 liegen. Bei der Verwendung von einem Äquivalent Ti(OiPr)4 konnte die Ausbeute
auf 73% und das E/Z-Verhältnis auf 1:4 erhöht werden. Veränderungen, wie die Erniedrigung der
Konzentration (3 mM), die Verwendung von Toluol oder die Variation der Ketalschutzgruppe, wie
in 177, führten zu einer Abnahme der chemischen Ausbeute und einer Verringerung der E/Z-
Verhältnisse der gebildeten Produkte.
O
O
O
O
O
O
O
O
175
176 177
Ru 7 Mol%
Ti(OiPr)4
10.4 Die Synthese homologer Ketolactone
Wie die ersten Untersuchungen zeigten, ist es möglich, das aus der ketalisierten Jasmonsäure
zugängliche Alkenoat 175 in die RCM einzusetzen und so eröffnete sich hier der Zugang zu
homologen Ketolactonen. Die Veresterungen wurden in Analogie zu der Darstellung von 175 mit
den kommerziell erhältlichen Alkenolen unter DCC-Aktivierung in Gegenwart von DMAP
durchgeführt. Für die anschließenden Ringschlußreaktionen wurden die Edukte in einer
Konzentration von 6 mM in Dichlormethan vorgelegt, mit einem Äquivalent Ti(OiPr)4 versetzt und
nach der Zugabe von 7 bis 9 Mol% Ru 48h bis 60h refluxiert. Unter diesen Bedingungen konnten
10. Metathesereaktionen zum Aufbau funktionalisierter Jasmonate
51
die Lactone 181 und 182 dargestellt werden. Die Bildung des neungliedrigen Ringes ist weder in
Gegenwart der Lewissäure noch ohne möglich.
O
O
O
O
n
178 n=1
179 n=3
180 n=4
O
O
O
O
n
n=1 keine Reaktion
181 n=3 (80% E:Z=8:1)
182 n=4 (53% E:Z=3,5:1)
Ru 9 Mol%
Ti(OiPr)4
174 DCC / DMAP
Alkenol
Um auch den Einfluß der Lage der Carbonylfunktion im Ring zu untersuchen, wurde geplant, die zu
179 und 180 isomeren Verbindungen 183 und 184 aufzubauen und zu cyclisieren. Für die Bildung
des dekonjugierten Butensäureesters 183 wurde der Alkohol 68 mit Crotonsäurechlorid in
Triethylamin bei 0°C verestert.110 Für die Darstellung von 184 wurde kommerziell erhältliche
Pentensäure mit DCC aktiviert und in Gegenwart von DMAP mit dem Alkohol 68 gekuppelt. Die
anschließende Cyclisierung zeigt deutlich den Einfluß der Lage funktioneller Gruppen auf die
Ringschlußreaktion. Die Bildung des Zehnringes konnte unter diesen Bedingungen nicht beobachtet
werden. Die Darstellung des homologen Elfringlactons 185 ist jedoch wieder möglich, wobei die
Ausbeute von 65% im Vergleich zu 181 um 15% erniedrigt ist.
O
O
OOO
O
OO
68
183 n=1
184 n=2
n=1 keine Reaktion
185 n=2 (65% E:Z=4:1)
a) oder b)
a) NEt3 / 0°C
Crotylchlorid
b) DCC / DMAP
4-Pentensäure
Ru 9 Mol%
Ti(OiPr)4
n
n
Für die abschließende Umwandlung in die Ketoformen wurden die ketalisierten Verbindungen 176,
181 und 185 mit 2M HCl in Tetrahydrofuran behandelt, wodurch die Ketolactone 186, 187 und 188
in Ausbeuten von 70% bis 90% erhalten wurden.
10. Metathesereaktionen zum Aufbau funktionalisierter Jasmonate
52
O
O
O
OO
OOO
O
186 (70% E:Z=1:4) 187 (90% E:Z=8:1) 188 (78% E:Z=4:1)
Eine weitere Möglichkeit, die sich ausgehend von den Lactonsystemen ergab, war die Öffnung des
Lactons durch die Umesterung mit Methanol. Durch diese Transformation wurde ausgehend von
den primär dargestellten Estern nicht nur die Bildung der Lactone erreicht, sondern zusätzlich eine
Kreuzmetathese des Methyljasmonats mit Alkenolen imitiert. So führte die Öffnung der Lactone
176, 181 und 182 zu der Bildung der endständig hydroxylierten Jasmonate 15, 189 und 190. Wie
erwähnt, induziert die Verbindung 15 selektiv pflanzliche Abwehrprozesse und es muß geprüft
werden, welche Veränderungen durch die Verlängerung der Seitenkette eintreten.
O
O
O
On
1) MeOH
2) 2M HCl COOMe
O
OH
n
176 n=1
181 n=2
182 n=3
15 n=1 (75% E:Z=1:4)
189 n=2 (74% E:Z=8:1)
190 n=3 (79% E:Z=3,5:1)
NaOMe kat.
Vor allem die Öffnung des Zehnringlactons stellt ein Beispiel für eine quasi Z-selektive
Kreuzmetathese dar. Im Zuge der kreuzmetathetischen Synthese der Verbindung 15 wurde
bevorzugt das E-Isomer gebildet.
10.5 Zusammenfassung
Die vorgestellten Synthesen zeigen deutlich, daß durch die Verwendung der In-En-Metathese
schnelle und einfache Zugänge zu Jasmonaten mit funktionalisierten oberen Seitenketten möglich
sind und durch diese Reaktion nicht nur verzweigte, sondern auch zusätzlich funktionalisierte
Derivate erhältlich sind. Da die synthetisierten Diene 169, 170 und 171 entgegen den Erwartungen
keine biologischen Aktivitäten aufwiesen, wurde von einer Darstellung weiterer Verbindungen
abgesehen.
10. Metathesereaktionen zum Aufbau funktionalisierter Jasmonate
53
Die Ringschlußmetathese erweist sich bei der Darstellung der homologen Jasminketolactone als
geeignete Cyclisierungsmethode. Ausgehend von ketalisierter Jasmonsäure lassen sich effizient die
cyclischen Systeme aufbauen. Es kann festgestellt werden, daß diese Cyclisierungen abhängig von
der räumlichen Anordnung der funktionellen Gruppen sind. So cyclisiert der zu 175 isomere Ester
183 nicht unter Bildung des isomeren Zehnringlactons, die Bildung des um ein C-Atom größeren
Ringes ist wieder möglich, wenn auch mit geringeren Ausbeuten. Es konnte gezeigt werden, daß
durch die Verwendung von Titantetraisopropylat nicht nur die Ausbeute beeinflußbar ist, sondern
auch Veränderungen im E/Z-Verhältnis der gebildeten Doppelbindung möglich sind. Dennoch zeigt
sich auch hier, daß die unkontrollierbare Bildung von Isomerengemischen ein Hauptproblem bei der
Synthese mittlerer Ringe durch Metathesereaktionen darstellt.
Die Darstellung der Alkohole 15, 189 und 190 zeigt, daß ausgehend von kommerziell erhältlichem
Methyljasmonat auch eine Funktionalisierung der Pentenylseitenkette durch die Sequenz aus
Ringschlußreaktion und anschließender Öffnung des Lactons möglich ist.
11. Zusammenfassung
54
11. Zusammenfassung
Im Rahmen dieser Arbeit wurden strukturelle Variationen des Jasmonsäuregerüstes zum Aufbau
biologisch aktiver Jasmonate untersucht. Basierend auf den Ergebnissen der Untersuchung der
Struktur-Wirkungsbeziehungen dieser Verbindungsklasse konnten neue Strukturelemente
aufgenommen und bestehende Untersuchungsreihen vervollständigt werden.
Ausgehend von der Erkenntnis, daß durch die gezielte Manipulation der C-7 Position des
Methyljasmonats 1 hochwirksame und nur die pflanzlichen Abwehrprozesse stimulierende
Verbindungen erhältlich sind, wurde das stickstoffanaloge Methyljasmonat 32 aufgebaut, bei dem
der C-7 Kohlenstoff durch Stickstoff ersetzt ist. Diese Verbindung wäre der Prototyp einer neuen
Klasse von Jasmonaten mit veränderter räumlicher Anordnung der Seitenketten. Es konnte gezeigt
werden, daß Verbindungen dieser Art durch die Alkylierung von Succinimid mit Alkoholen unter
Mitsunobubedingungen, der Reduktion einer Carbonylgruppe, der anschließenden Generierung der
Acyliminiumspezies unter lewissauren Bedingungen und dem Abfang mit Dimethylmalonat
erhältlich sind. Die biologischen Testergebnisse bestätigen, daß durch die Planarisierung dieses
Zentrums wachstumsregulatorische Eigenschaften unterdrückt werden können. Die Stärke der
Induktion pflanzlicher Abwehrprozesse liegt jedoch unterhalb des Niveaus des Methyljasmonats 1.
Ausgehend von Dieckmanncyclisierungen funktionalisierter Adipinsäureester wurden die in den
bisherigen Untersuchungen noch nicht berücksichtigten Jasmonate 62 und 58 mit einer um ein
Kohlenstoffatom verkürzten Seitenkette synthetisiert. Es gelang der Aufbau des in der unteren
Position zweifach methoxycarbonylsubstituierten Jasmonats 50. Diese Verbindung zeichnet sich
dadurch aus, daß durch die Aufhebung eines Stereozentrums das cis-trans-Verhältnis aufgehoben
werden kann. Da diese Verbindungen noch nicht untersucht wurden, muß sich erst herausstellen, ob
diese Derivate biologisch aktiv sind.
O COOH
O
COOMe
O
COOMe
O
COOMe
505862
Um das Spektrum der C-2 alkylierten Verbindungen zu erweitern, wurden ausgehend von
ketalisiertem Methyljasmonat durch Deprotonierung und Abfangen des Enolates mit Elektrophilen
11. Zusammenfassung
55
weitere, vor allem aromatische, Substituenten eingeführt. Wie sich in den ersten Untersuchungen
dieser Verbindungen jedoch heraustellte, sind Derivate dieses Typs nur schwach aktiv. Dennoch ist
hier eine gewisse Tendenz in der biologischen Aktivität erkennbar. So zeigt die Verbindung 92 mit
ihrer Estergruppe eine vergleichbare Aktivität im Zellkulturentest wie die bereits untersuchten
verzweigtkettigen Verbindungen mit terminalen Esterfunktionen. Die methoxy- oder
halogensubstituierten Verbindungen sind im Vergleich dazu im Rankentest schwach aktiv. Das
alkinylsubstituierte Derivat 89 ist interessant, da es im Zellkulturentest aktiv ist. Dieser Befund ist
nicht zu erwarten gewesen, da die analoge allylierte Verbindung 20 selektiv wachstumsregulierend
ist. Das Oxoderivat 97 induziert ebenfalls selektiv pflanzliche Abwehrprozesse.
COOMe
O
COOMe
COOMe
O
COOMe
O
O COOMe
8992 97
Eine weitere Verbindungsklasse, die durch den Aufbau von Phenyletherderivaten des
Jasminalkohols zugänglich ist, wurde untersucht. In Analogie zu den bisher untersuchten
Benzoesäure- und Phenylessigsäurederivaten konnten die entsprechenden Phenylpropionsäure-
derivate, sowie Acetophenonderivate aufgebaut und zusätzliche funktionelle Gruppen in das
aromatische System eingeführt werden.
Im Rahmen dieser Synthesen wurde die Darstellung radioaktiv markierbarer Verbindungen
untersucht. Die Einführung von Iod in die im Rankentest hoch aktive Verbindung 63 war nicht
möglich, da unter milden Bedingungen die Reaktivität des aromatischen Systems nicht ausreicht
und drastischere Bedingungen zu einer Veränderung der Doppelbindung der Pentenylseitenkette
führten. Es konnte jedoch gezeigt werden, daß durch den Aufbau zusätzlich hydroxylierter Systeme
die elektrophile Substitution möglich ist. Insofern könnte die Verbindung 63 durch die Einführung
einer zusätzlichen Hydroxygruppe aktiviert werden. Effizienter ist es jedoch, das
alkinylsubstituierte Derivat 89 durch eine Lindlarhydrierung in die markierte hoch aktive
Allylverbindung zu überführen.
Basierend auf dem Naturstoff Dicranenon-A, mit seiner für klassische Jasmonate ungewöhnlichen
Seitenkette, wurden ausgehend von dem Alkinderivate 103 modifizierte Derivate dieses Typs
11. Zusammenfassung
56
aufgebaut. Die Testergebnisse des Derivates 123 zeigen, daß durch die Einführung der
Dreifachbindung hoch aktive und selektiv wirksame Verbindungen dargestellt werden können.
COOH
O
123
O COOH
O
COOH
O
120
128
Basierend auf der im Arbeitskreis Blechert entwickelten Methode der In-En-Metathese eröffnen
sich neue Möglichkeiten für die Darstellung verzweigter funktionalisierter Derivate durch diese
atomökonomische Variante der Metathesereaktion. Durch die Anwendung dieser Reaktion auf
allylierte Jasmonsäurederivate ließen sich Seitenketten aufbauen, die in einem Schritt zu den
verzweigten und zusätzlich funktionalisierten Systemen führten. Die biologischen Testergebnisse
dieser Verbindungen deuten darauf hin, daß eine Dieneinheit wie in 169 in diesem Bereich des
Moleküls nicht toleriert wird.
Für den Aufbau von bicyclischen Jasmonaten wurden Ringschlußmetathesen verwendet. Basierend
auf der Totalsynthese des Jasminketolactons 186 durch eine Ringschlußmetathese, konnten weitere
Derivate dieses Typs für die Untersuchung der biologischen Funktion dieser Verbindungsklasse
synthetisiert werden. Ausgehend von ketalisierter Jasmonsäure wurden homologe Alkenylester
dargestellt und durch die zusätzliche Aktivierung mit Titantetraisopropylat in hohen Ausbeuten
cyclisiert. Unter diesen Reaktionsbedingungen wurde das ketalisierte Jasminketolacton in 73%
Ausbeute mit einem E:Z Verhältnis von 1:4 dargestellt. Versuche zur Bildung der isomeren Lactone
zeigten den Einfluß der funktionellen Gruppen auf die Ringschlußreaktion. So konnte das isomere
Zehnringlacton nicht aufgebaut werden. Die Synthese des Elfringlactons 188 gelang jedoch in
hohen Ausbeuten.
OO
188 n=2
n
O
O
186
COOMe
O
OAc
OO
169
Vor allem die Z-Selektivität der Bildung des Zehnringlactons eröffnete die Möglichkeit, durch die
Umesterung mit Methanol den Tuberonsäuremethylester mit einem hohen Anteil der Z-
11. Zusammenfassung
57
Doppelbindung darzustellen. Ausgehend von den homologen Jasminlactonen waren Derivate mit
einer längeren hydroxylierten Seitenkette zugänglich. Dennoch kann die Bildung der
Doppelbindungsisomere nur geringfügig beeinflußt werden.
Daß die Erforschung der Jasmonate noch lange nicht abgeschlossen ist, zeigen die vielfältigen
Untersuchungen der verschiedensten Arbeitsgruppen auf diesem Gebiet. Es wird sich zeigen, ob die
genaue biologische Funktion der Jasmonate bis ins Detail geklärt werden kann und eventuell auch
gezielte Anwendungen dieser interessanten Verbindungsklasse möglich sein werden.
II. Experimenteller Teil
58
II. Experimenteller Teil
Allgemeines
1H-NMR-Spektren wurden mit dem AM 400 (400MHz) und AM 270 (270MHz) der Firma Bruker
gemessen. Als Lösungsmittel und innerer Standard wurden Deuterochloroform und
Hexadeuterobenzol verwendet. Die chemischen Verschiebungen sind in δ-Werten (ppm)
angegeben. Die Kopplungsmuster, die zugehörigen Kopplungsfrequenzen und die Anzahl der durch
elektronische Integration ermittelten Protonen sind in Klammern angegeben. Die Multiplizitäten
werden wie folgt gekennzeichnet: s: Singulett, d: Dublett, t: Triplett, q: Quartett, m: Multiplett und
br: breites Signal.
13C-NMR-Spektren wurden mit dem AM 400 (100,64 MHz) und AM 270 (67,5MHz) der Firma
Bruker gemessen. Als Lösungsmittel und innerer Standard wurde Deuterochloroform verwendet.
Die chemischen Verschiebungen sind in δ-Werten (ppm) angegeben und wurden den
breitbandentkoppelten Spektren entnommen. Die Zahl der direkt gebundenen Protonen wurde durch
DEPT-Experimente ermittelt und ist in Klammern angegeben, quartäre Kohlenstoffatome sind als
Cq abgekürzt.
IR-Spektren (IR) wurden mit dem Nicolet FTIR Spektrometer Magna 750 im ATR-Verfahren
aufgenommen. Die Lage der Banden ist in Wellenzahlen (cm-1) angegeben. Die Intensität der
Absorptionsbanden ist wie folgt abgekürzt: s: stark, m: mittel, w: schwach, br: breit und wird in
Klammern angegeben.
Massenspektren und Hochauflösungen (MS und HRMS) wurden auf einem Varian MAT 711
Finnigan MAT 95 SQ aufgenommen. Bei EI-Messungen betrug das Ionisationspotential 70 eV.
Angegeben sind die Masse zu Ladungsverhältnisse. In Klammern sind die relativen Intensitäten der
Signale bezogen auf 100 für den stärksten Peak angegeben. Die Meßtemperatur wird gesondert
angegeben.
GC-MS-Messungen wurden mit Varian MAT 44S durchgeführt. Als Säulenmaterial wurde CP Sil 5
der Firma Chrompack verwendet.
Säulenchromatographie wurde mit Kieselgel der Firma Baker (Korngröße 0,043-0,06 mm) bei
0,1-0,5 bar Säulendruck durchgeführt. Die verwendeten Eluenten sind in Klammern angegeben.
Dünnschichtchromatographie wurde mit DC-Karten der Firma Merck (Kieselgel 60F254
Schichtdicke 0,2 mm) durchgeführt. Als qualitative Sprühreagenzien dienten Kaliumpermanganat
und Molybdatophosphorsäure. UV-aktive Verbindungen wurden mit einer UV-Lampe bei einer
Wellenlänge von 254 nm detektiert.
Lösungsmittel wurden vor Gebrauch destilliert. THF wurd über Kalium, Toluol und Diethylether
über Natrium, Methanol über Magnesium und Dichlormethan über Calciumhydrid absolutiert.
II. Experimenteller Teil
59
Zu Kapitel 5
1-Pent-2-inylpyrrolidin-2,5-dione 39
Zu einer Lösung von 1,94 g (19,6 mmol) Succinimid, 5,16 g (19,7
mmol) PPh3 und 1,66 g (19,7 mmol) 2-Pentin-1-ol in 35 ml THF unter
Stickstoffatmosphäre werden langsam 3,1 ml (19,7 mmol) DEAD so
zugetropft, daß am Ende der Zugabe ein rötlicher Farbton bestehen
bleibt. Das Reaktionsgemisch wird 12 h bei RT gerührt, anschließend
wird das THF unter vermindertem Druck abdestilliert und der Rückstand in 100 ml MTBE
aufgenommen. Der sich bildende Niederschlag wird abgesaugt und das Filtrat am
Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck eingeengt. Das Rohprodukt wird
chromatographisch gereinigt (MTBE/PE = 2:1).
Man erhält 2,95 g 39 (17,8 mmol, 90%) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 4.24 (t, 2.5Hz, 2H), 2.76 (s, 4H), 2.16 (qt, 7.5Hz, 2.5Hz, 2H), 1.10 (t,
7.5Hz, 3H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 176.0 (Cq), 84.5 (Cq), 71.9 (Cq), 29.4 (CH2), 28.0 (CH2), 13.3 (CH3),
12.1 (CH2)
IR (ATR): 2977 (w), 2939 (w), 1705 (s), 1423 (m), 1397 (m), 1347 (m), 1326 (m), 1174 (s)
MS (GC): 165 (M+, 53), 150 (98), 137 (100), 123 (84), 108 (60), 94 (31), 81 (45), 55(50)
HRMS (C9H11NO2): ber. 165.0790, gef. 165.0796
5-Hydroxy-1-pent-2-inylpyrrolidin-2-one 40
Zu einer Lösung von 2 g (12,12 mmol) 39 in 50 ml MeOH werden bei
0°C portionsweise 1,4 g (36,8 mmol) NaBH4 zugegeben bis kein Edukt
mehr nachweisbar ist (ca. 20 min). Anschließend werden 50 ml H2O
zugegeben und das Rektionsgemisch mit insgesamt 120 ml CH2Cl2
dreimal extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen werden über
Na2SO4 getrocknet und am Rotationsverdampfer unter vermindertem
Druck eingeengt.Im Ölpumpenvakuum werden verbleibende Lösungsmittelreste entfernt. Das
Rohprodukt muß nicht weiter gereinigt werden.
Man erhält 1,83 g 40 (10,9 mmol, 90 %) als farbloses Öl, welches sofort weiter umgesetzt werden
sollte.
1H-NMR (400 MHz): (C6D6) δ = 5.17 (m, 1H), 4.57 (dt, 17Hz, 2.5Hz, 1H), 3.90 (dt, 17Hz, 2.5Hz,
1H), 3.46 (d, 8Hz, 1H), 2.28 (ddd, 17Hz, 10Hz, 8Hz, 1H), 1.96 (qt, 7.5Hz, 2.5Hz, 2H), 1.88 (ddd,
17Hz, 10Hz, 4Hz, 1H), 1.62 (m, 1H), 1.48 (dddd, 14Hz, 10Hz, 4Hz, 2Hz, 1H), 0.94 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (67.9 MHz): (C6D6) δ = 174.5 (Cq), 85.0 (Cq), 82.2 (CH), 74.0 (Cq), 29.4 (CH2), 29.1
(CH2), 27.9 (CH2), 13.8 (CH3), 12.4 (CH2)
IR (ATR): 3355 (br), 2977 (m), 2938 (m), 2920 (m), 2879 (w), 2850 (w), 1671 (s), 1456 (m), 1421
(m), 1351 (m), 1319 (m), 1271 (m), 1175 (m), 1066 (m), 985 (m)
MS (100°C): 167 (M+, 53), 152 (93), 150 (20), 123 (100), 108 (39), 94 (35), 67 (38)
HRMS (C9H13NO2): ber. 167.0946, gef. 167.0949
N
O
O
N
O
OH
II. Experimenteller Teil
60
2-(5-Oxo-1-pent-2-inylpyrrolidin-2-yl)-malonsäuredimethylester 41
Zu einer Suspension von 1,72 g (13 mmol) AlCl3 in 50 ml CH2Cl2 werden
unter N2-Atmosphäre 1,49 ml (13 mmol) Dimethylmalonat zugetropft.
Dieses Gemisch wird eine Stunde bei RT gerührt. Anschließend werden
1,83 g (10,9 mmol) 40 zugetropft und 12 h bei RT weitergerührt. Zur
Aufarbeitung wird mit 2M HCl hydrolysiert, die organische Phase
abgetrennt und die wäßrige Phase noch dreimal mit CH2Cl2 extrahiert. Die
vereinigten organischen Phasen werden über MgSO4 getrocknet und am
Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck eingeengt. Das Rohprodukt wird
chromatographisch gereinigt (MTBE).
Man erhält 2,08 g 41 (7,4 mmol, 68 %) als schwach gelbes Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 4.52 (dt, 18Hz, 2Hz, 1H), 4.44 (ddd, 8Hz, 5Hz, 5Hz, 1H), 3.98 (d, 5Hz,
1H), 3.80 (s, 3H), 3.74 (s, 3H), 3.69 (dt, 18Hz, 2Hz, 1H), 2.50-2.22 (m, 4H), 2.17 (qt, 8Hz, 2Hz,
2H), 1.12 (t, 8Hz, 3H)
13C-NMR (67.9 MHz): δ = 174.3 (Cq), 167.2 (Cq), 86.2 (Cq), 72.1 (Cq), 55.9 (CH), 52.5 (CH3),
52.2 (CH3), 30.5 (CH2), 29.3 (CH2), 20.4 (CH2), 13.4 (CH3), 12.0 (CH2)
IR (ATR): 2976 (w), 2955 (w), 2882 (w), 1734 (s), 1696 (s), 1436 (m), 1319 (m), 1264 (m), 1197
(m), 1158 (m), 1045 (w), 1022 (w)
MS (110°C): 281 (M+, 25), 266 (42), 252 (17), 214 (18), 187 (17), 156 (42), 150 (98), 124 (38), 84
(100), 67 (20)
HRMS (C14H19NO5): ber. 281.1263, gef. 281.1244
(5-Oxo-1-pent-2-inylpyrrolidin-2-yl)-essigsäure
Eine Lösung von 0,5 g (1,78 mmol) 41 in 10 ml THF wird mit 10 ml 1M
NaOH versetzt und 12 h bei RT gerührt. Anschließend wird mit 2M HCl
angesäuert und die wäßrige Phase mit insgesamt 150 ml Ethylacetat
dreimal extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen werden über
MgSO4 getrocknet und am Rotationsverdampfer unter vermindertem
Druck eingeengt. Das Rohprodukt wird chromatographisch gereinigt (CH2Cl2/MeOH = 9:1). Die so
erhaltene Disäure wird in Substanz auf 130°C erwämt und die Temperatur so lange gehalten, bis
keine Gasentwicklung mehr zu beobachten ist. Nach dem Abkühlen erhält man 293 mg (5-Oxo-1-
pent-2-inylpyrrolidin-2-yl)-essigsäure (1,4 mmol, 78%) als zähes Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 4.42 (dt, 17Hz, 2Hz, 1H), 4.18 (m, 1H), 3.78 (dt, 17Hz, 2Hz, 1H), 2.92
(dd, 16Hz, 4Hz, 1H), 2.56-2.28 (m, 4H), 2.18 (qt, 7.5Hz, 2Hz, 2H), 1.86 (m, 1H), 1.12 (t, 7.5Hz,
3H)
13C-NMR (67.9 MHz): δ = 175.1 (Cq), 172.9 (Cq), 85.8 (Cq), 72.0 (Cq), 54.2 (CH), 37.3 (CH2),
30.3 (CH2), 29.2 (CH2), 23.6 (CH2), 13.2 (CH3), 11.7 (CH2)
IR (ATR): 3500-2500 (br), 2976 (w), 2939 (w), 1726 (s), 1691 (s), 1646 (s), 1460 (m), 1420 (m),
1319 (m), 1255(m), 1178 (m),
MS (70°C): 209 (M+, 41), 194 (79), 180 (43), 150 (82), 123 (58), 108 (23), 84 (100), 67 (63)
HRMS (C11H15NO3): ber. 209.1052, gef. 209.1055
N
O
COOMe
COOMe
N
O
COOH
II. Experimenteller Teil
61
(5-Oxo-1-pent-2-inyl-pyrrolidin-2-yl)-essigsäuremethylester 42
Zu einer Lösung von 285 mg (1,36 mmol) (5-Oxo-1-pent-2-
inylpyrrolidin-2-yl)-essigsäure in 5 ml abs. MeOH werden 0,5 ml SOCl2
zugetropft und 12 h bei RT gerührt. Anschließend wird der Ansatz
vollständig eingeengt, in 80 ml Ethylacetat aufgenommen, zweimal mit je
5 ml ges. NaHCO3- und mit 5 ml ges NaCl-Lösung gewaschen, über
MgSO4 getrocknet und am Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck eingeengt. Das
Rohprodukt wird chromatographisch gereinigt (MTBE/PE = 1,5:1).
Man erhält 213 mg 42 (0,95 mmol, 70 %) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 4.42 (dt, 17Hz, 2Hz, 1H), 4.18 (m,1H), 3.76 (dt, 17Hz, 2Hz, 1H), 3.72
(s, 3H), 2.89 (dd, 16 Hz, 4Hz, 1H), 2.52-2.45 (m, 4H), 2.18 (qt, 7.5Hz, 2Hz, 2H), 1.80 (m, 1H),
1.12 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 174.3 (Cq), 170.9 (Cq), 85.9 (Cq), 72.2 (Cq), 54.1 (CH), 51.8 (CH3),
37.9 (CH2), 30.5 (CH2), 29.6 (CH2), 24.1 (CH2), 13.6 (CH3), 12.2 (CH2)
IR (ATR): 2976(w), 2953 (w), 2940 (w), 1735 (s), 1691 (s), 1599 (w), 1437 (m), 1418 (m), 1379
(m), 1254 (m), 1197 (m), 1172 (m), 1063 (w)
MS (130°C): 223 (M+, 8), 208 (19), 194 (20), 157 (15), 150 (38), 129 (26), 98 (25), 84 (100), 55
(23)
HRMS (C12H17NO3): ber. 223.1208, gef. 223.1209
((Z)-5-Oxo-1-pent-2-enylpyrrolidin-2-yl)-essigsäuremethylester 44
Eine Lösung von 70 mg (0,31 mmol) 42 und 5 mg Pd-Katalysator nach
Lindlar in 4 ml MeOH werden in einer H2-Atmosphäre so lange gerührt,
bis kein Edukt mehr nachweisbar ist (GC-Kontrolle). Anschließend wird
der Katalysator abfiltriert und das Filtrat noch einmal über Kieselgel
filtriert (MTBE). Das Lösungsmittel wird am Rotationsverdampfer unter
vermindertem Druck abdestilliert.
Man erhält 65 mg 44 (0,29 mmol, 94 %) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.59 (ddt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 1H), 5.26 (dddt, 11Hz, 8Hz, 6Hz, 1.5Hz,
1H), 4.25 (ddd, 15Hz, 6Hz, 1.5Hz, 1H), 3.98 (m, 1H), 3.70 (s, 3H), 3.62 (ddd, 15Hz, 8Hz, 1.5Hz,
1H), 2.72 (dd, 15Hz, 4Hz, 1H), 2.51-2.20(m,4H), 2.12 (m, 2H), 1.79 (m, 1H), 1.00 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 174.4 (Cq), 170.9 (Cq), 135.9 (CH), 122.9 (CH), 54.1 (CH), 51.7
(CH3), 37.9 (CH2), 37.3 (CH2), 29.6 (CH2), 24.2 (CH2), 20.6 (CH2), 14.0 (CH3)
IR (ATR): 3015 (w), 2962 (m), 2935 (m), 2876 (m), 1737 (s), 1688 (s), 1437 (m), 1419 (m), 1376
(m), 1327 (m), 1256 (m), 1196 (m), 1171 (m), 1062 (w), 1007 (w)
MS (GC): 225 (M+, 43), 210 (8), 196 (98), 168 (32), 152 (60), 128 (18), 96 (23), 84 (100), 69 (22)
HRMS (C12H19NO3): ber. 225.1364, gef. 225.1367
N
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COOMe
N
O
COOMe
II. Experimenteller Teil
62
2-(5-Oxo-1-pentylpyrrolidin-2-yl)-malonsäuredimethylester 43
160 mg (0,56 mmol) 41 werden in 5ml MeOH gelöst und mit 20 mg Pd-
Katalysator nach Lindlar versetzt. Das Gemisch wird in einer H2-
Atmosphäre gerührt bis kein Edukt mehr nachweisbar ist. Anschließend
wird mit MTBE verdünnt und über Kieselgel filtriert. Das Lösungsmittel
wird am Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck abdestilliert.
Man erhält 122 mg (0,43 mmol, 76 %) des vollständig hydrierten
Produktes 43.
1H-NMR (400 MHz): δ = 4.28 (m, 1H), 3.77 (s, 3H), 3.76 (d, 5Hz, 1H), 3.74 (s, 3H), 3.71 (m, 1H),
2.75 (ddd, 14Hz, 9Hz, 5Hz, 1H), 2.49-2.12 (m, 4H), 1.62-1.18 (m, 6H), 0.89 (t, 7Hz, 3H)
13C-NMR (67.9 MHz): δ = 174.9 (Cq), 167.5 (Cq), 167.3 (Cq), 56.3 (CH3, CH), 52.6 (CH3, CH),
52.6 (CH), 40.3 (CH2), 29.4 (CH2), 28.8 (CH2), 26.4 (CH2), 22.1 (CH2), 21.2 (CH2), 13.8 (CH3)
IR (ATR): 2955 (m), 2933 (m), 2872 (w), 2860 (w), 1735 (s), 1690 (s), 1436 (m), 1421 (m), 1377
(m), 1276 (m), 1196 (m), 1154 (m), 1045 (w), 1023 (w),
MS (RT): 285 (M+, 6), 256 (3), 228 (22), 200 (8), 169 (70), 154 (85), 140 (23), 128 (40), 113 (90),
100 (100), 84 (83), 68 (43), 55 (88)
HRMS (C14H23NO5): ber. 285.1576, gef. 285.1579
Zu Kapitel 6
3-Oxo-2-pent-2-inylcyclopentane-1,1,2-tricarbonsäure-2-tert-butylester-1,1-dimethylester 48
Zu einer Suspension von 200 mg (5 mmol) NaH (60%ig in Paraffin) in 7
ml THF wird eine Lösung von 1,5 g (5 mmol) 47 in 2 ml THF zugetropft
und 20 min gerührt. Anschließend werden 1,2 g (5 mmol) 2-
Pentinylmesylat in 1 ml THF zugetropft und 20 h refluxiert. Nach
Zugabe von 50 ml Wasser wird zweimal mit je 100 ml Essigester
extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen werden zweimal mit je 10
ml ges. NaCl gewaschen, über NaSO4 getrocknet und das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer
untert vermindertem Druck abdestilliert. Das Rohprodukt wird chromatographisch gereinigt
(MTBE/PE = 1:3).
Man erhält 720 mg 48 (1,96 mmol, 39 %) als hellgelbes Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 3.78 (s, 3H), 3.75 (s, 3H), 3.06 (dt, 17Hz, 2Hz, 1H), 2.91 (dt, 17Hz, 2Hz,
1H), 2.61 (m, 4H), 2.09 (qdd, 7.5Hz, 2Hz, 2Hz, 2H), 1.41 (s, 9H), 1.06 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (67.9 MHz): δ = 208.3 (Cq), 169.3 (Cq), 168.8 (Cq), 165.7 (Cq), 83.3 (Cq), 82.9 (Cq), 74.0
(Cq), 65.0 (Cq), 62.8 (Cq), 52.7 (CH3), 52.2 (CH3), 35.9 (CH2), 28.1 (CH2), 27.1 (CH3), 20.5 (CH2),
13.3 (CH3), 11.9 (CH2)
IR (ATR): 2978 (m), 2955 (m), 2938 (m), 2880 (w), 2847 (w), 1759 (s), 1737 (s), 1456 (m), 1434
(m), 1395 (w), 1370 (m), 1729 (s), 1254 (s), 1215 (s), 1152 (s), 1138 (s), 1116 (m), 1057 (m), 843
(m)
MS (110°C): 351 (M+-CH3, 2), 310 (100) 293 (58), 264 (32), 254 (38), 237 (43), 233 (57), 222
(78), 205 (90), 191 (41), 166 (37), 147 (37), 145 (37), 91 (20), 57 (99)
HRMS (C18H23O7): (M+-CH3) ber. 351.1443, gef. 351.1443
N
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COOMe
COOMe
COOMe
O
COOMe
COOtBu
II. Experimenteller Teil
63
3-Oxo-2-pent-2-inylcyclopentan-1,1-dicarbonsäuredimethylester 49
Eine Lösung von 700 mg (1,9 mmol) 48 4 ml TFA wird 30 min bei RT
gerührt und anschließend im Vakuum eingeengt. Der Rückstand wird
chromatographisch gereinigt (MTBE/PE = 1:3).
Man erhält 436 mg 49 (1,64 mmol, 86 %) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 3.80 (s, 3H), 3.76 (s, 3H), 2.97 (td, 5Hz, 1Hz, 1H), 2.73 (ddd, 13Hz,
9Hz, 5Hz, 1H), 2.64 (ddt, 16Hz, 5Hz, 2Hz, 1H), 2.56 (ddt, 16Hz, 5Hz, 2Hz, 1H), 2.48 (dd, 18Hz,
9Hz, 1H), 2.40 (dddd, 18Hz, 9Hz, 5Hz, 1Hz, 1H), 2.19 (ddd, 13Hz, 9Hz, 9Hz, 1H), 2.10 (qt, 7.5Hz,
2Hz, 2H), 1.07 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 213.4 (Cq), 171.1 (Cq), 169.6 (Cq), 82.8 (Cq), 75.2 (Cq), 59.4 (Cq), 53.4
(CH3), 52.8 (CH3), 52.5 (CH), 35.5 (CH2), 28.7 (CH2), 16.3 (CH2), 13.7 (CH3), 12.1 (CH2)
IR (ATR): 2975 (w), 2954 (w), 2849 (w), 1747 (s), 1729 (s), 1434 (m), 1263 (m), 1214 (m), 1154
(m), 1137 (m), 1038 (w), 1011 (w), 992 (w)
MS (50°C): 266 (M+, 2), 251 (1), 237 (20), 206 (40), 191 (12), 175 (11), 147 (9), 133 (8), 122
(100), 107 (26), 79 (15), 59 (9), 55(7)
HRMS (C14H18O5): ber. 266.1154, gef. 266.1154
(Z)-3-Oxo-2-pent-2-enylcyclopentan-1,1-dicarbonsäuredimethylester 50
Eine Lösung von 432 mg (1,62 mmol) 49 in 6 ml MeOH wird in
Gegenwart von 50 mg Pd-Katalysator nach Lindlar in einer H2-
Atmosphäre hydriert. Nach 5 h wird über Kieselgel filtriert (MTBE).
Man erhält 420 mg 50 (1,57 mmol, 97 %) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.42 (m, 2H), 3.79 (s, 3H), 3.75 (s, 3H), 2.80
(td, 6Hz, 1Hz, 1H), 2.62 (ddd, 14Hz, 9Hz, 4Hz, 1H), 2.49 (m, 1H), 2.34 (m, 3H), 2.23 (td, 14 Hz,
9Hz, 1H), 2.04 (m, 2H), 0.96 (t, 8Hz, 3H)
1H-NMR (400 MHz, [D6]-Benzol): (olefinische Protonen) δ =5.82 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1Hz, 1H),
5.52 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1Hz, 1H)
13C-NMR (100.6 MHz): 214.4 (Cq), 171.3 (Cq), 170.3 (Cq), 133.1 (CH), 125.1 (CH), 60.0 (Cq),
55.0 (CH), 52.8 (CH3), 52.3 (CH3), 34.8 (CH2), 28.4 (CH2), 24.2 (CH2), 20.3 (CH2), 13.9 (CH3)
IR (ATR): 3012 (w), 2957 (m), 2935 (w), 2875 (w), 1745 (s), 1730 (s), 1435 (m), 1275 (m), 1214
(m), 1153 (m), 1073 (w), 1040 (w), 992 (w)
GC-MS: 268 (M+, 40), 209 (49), 177 (25), 149 (33), 141 (88), 124 (98), 109 (31), 95 (100), 79
(13), 59 (12), 55 (10)
HRMS (C14H20O5): ber. 268.1310, gef. 268.1314
COOMe
O
COOMe
COOMe
O
COOMe
II. Experimenteller Teil
64
(Z)-3-Oxo-2-pent-2-enylcyclopentancarbonsäuremethylester 58
Eine Lösung von 50 mg (0,24 mmol) 55 und 8 mg Pd-Katalysator nach
Lindlar in 3 ml MeOH werden 3 h in einer H2-Atmosphäre gerührt.
Anschließend wird über Kieselgel filtriert und das Rohprodukt
chromatographiert (MTBE/PE = 1:3).
Man erhält 48 mg 58 (0,23 mmol, 97 %) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.46 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1Hz, 1H), 5.20 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1Hz, 1H), 3.73 (s,
3H), 2.81 (m, 1H), 2.56 (m,1H), 2.46 (m,2H), 2.31 (m, 2H), 2.14 (m, 1H), 2.00 (m, 3H), 0.95 (t,
7.5Hz, 3H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 217.0 (Cq), 174.8 (Cq), 134.5 (CH), 124.1 (CH), 52.2 (CH), 51.9
(CH3), 45.7 (CH), 37.4 (CH2), 25.8 (CH2), 24.7 (CH2), 20.4 (CH2), 14.0 (CH3)
IR (ATR): 3010 (w), 2961 (w), 2935 (w), 2875 (w), 1739 (s), 1462 (w), 1435 (w), 1374 (w), 1271
(w), 1201 (m), 1164 (m), 1072 (w), 1016 (w)
MS (70°C): 210 (M+, 21), 179 (7), 151 (46), 142 (18), 109 (17), 95 (25), 83 (100), 79 (17), 67 (16),
55 (9)
HRMS (C12H18O3): ber. 210.1255, gef. 210.1257
(6-Pent-2-inyl-1,4-dioxaspiro[4.4]non-7-yl)-methanol 59
Eine Lösung von 4 g (18 mmol) 55, 4 ml Glykol und 100 mg PPTS in
50 ml Benzol wird am Wasserabscheider refluxiert, bis kein
Reaktionswasser mehr gebildet wird. Anschließend wird das Benzol
abdestilliert und der Rückstand in 150 ml MTBE aufgenommen. Die
organische Phase wird zweimal mit je 10 ml Wasser und einmal mit
10 ml ges. NaCl gewaschen, über MgSO4 getrocknet und das
Lösungsmittel am Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck abdestilliert. Der Rückstand
wird in 10 ml THF aufgenommen und zu einer Suspension von 840 mg (22 mmol) LAH in 30 ml
THF getropft und bei RT gerührt. Anschließend wird mit 100 ml Wasser hydrolysiert, über eine
Glasfritte abgesaugt und die wäßrige Phase dreimal mit je 80 ml MTBE extrahiert. Die vereinigten
organischen Phasen werden über MgSO4 getrocknet, das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer
unter vermindertem Druck abdestilliert und das Rohprodukt chromatographisch gereinigt
(MTBE/PE = 1: 2).
Man erhält 2,5 g 59 (11,2 mmol, 62%) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 3.91 (m, 4H), 3.67 (d, 6Hz, 2H), 3.38 (m, 1H), 2.20-2.00 (m, 4H), 1.94-
1.74 (m, 4H), 1.45 (m, 1H), 1.12 (t, 7Hz, 3H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 117.0 (Cq), 81.6 (Cq), 78.3 (Cq), 65.6 (CH2), 64.4 (CH2), 63.8 (CH2),
47.5 (CH), 44.7 (CH), 34.4 (CH2), 24.2 (CH2), 18.4 (CH2), 13.7 (CH3), 11.9 (CH2)
IR (ATR): 3442 (br), 2971 (m), 2936 (m), 2877 (m), 1320 (m), 1153 (m), 1035 (s), 947 (m)
MS (20°C): m/z= 224 (M+, 12), 209 (23), 193 (40), 166 (10), 151 (43), 129 (8), 99 (100), 86 (20),
79 (15), 55 (10)
HRMS (C13H20O3): ber. 224.1412, gef. 224.1411
OH
O
O
COOMe
O
II. Experimenteller Teil
65
((Z)-6-Pent-2-enyl-1,4-dioxaspiro[4.4]non-7-yl)-methanol 60
Eine Lösung von 2 g (8,9 mmol) 59, 200 mg Pd-Katalysator nach
Lindlar und 1,5 ml Pyridin in 10 ml MeOH wird 2 h in einer H2-
Atmosphäre gerührt. Anschließend wird über Kieselgel filtriert und das
Filtrat vollständig eingeengt.
Man erhält 1,96 g 60 (8,7 mmol, 98 %) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.4 (m, 2H), 3.93(m, 4H), 3.65 (dd, 10Hz, 5Hz, 1H), 3.54 (dd, 10Hz,
6Hz, 1H), 2.26 (m, 1H), 2.08 (m, 3H), 1.98-1.72 (m, 5H), 1.48 (m, 1H), 0.97 (t, 7Hz, 3H)
1H-NMR (400 MHz, [D6]-Benzol): (olefinische Protonen) δ =5.62 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1Hz, 1H),
5.52 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1Hz, 1H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 131.8 (CH), 127.6 (CH), 117.7 (Cq), 65.6 (CH2), 64.3 (CH2), 63.8
(CH2), 47.5 (CH), 44.4 (CH), 34.4 (CH2), 26.7 (CH2), 24.2 (CH2), 20.2 (CH2), 13.8 (CH)
IR (ATR): 3423 (br), 3001 (w), 2961 (m), 2934 (m), 2874 (m), 1461 (w), 1437 (w), 1307 (w), 1151
(m), 1041 (s), 947 (m)
MS (20°C): m/z = 226 (M+, 3), 195 (20), 153 (15), 114 (8), 99 (100), 86 (17), 67 (9), 55 (9)
HRMS (C13H22O3): ber. 226.1568, gef. 226.1566
((Z)-6-Pent-2-enyl-1,4-dioxaspiro[4.4]non-7-ylmethoxy)-essigsäure-tert-butyl ester 61
Zu einer Lösung von 200 mg ( 0,88 mmol) 60 und 50 mg Bu4NI in
einem Zweiphasensystem aus 7 ml Toluol und 3 ml 50 %iger
KOH werden 0,4 ml tert-Butylbromacetat in 0,1 ml Portionen alle
2 h zugetropft. Nach 7 h wird mit 1M HCl unter Eiskühlung
neutralisiert, die wäßrige Phase dreimal mit je 30 ml MTBE
extrahiert, über MgSO4 getrocknet und das Lösungsmittel am
Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck abdestilliert. Der Rückstand wird
chromatographisch gereinigt (MTBE/PE = 1:7).
Man erhält 417 mg eines Gemisches aus dem Produkt und der bei dieser Reaktion gebildeten tert-
Butylglykolsäure. Nur ein geringer Teil der Fraktion besteht aus dem sauberen Produkt. Die
gesamte Fraktion läßt sich aber problemlos in die Folgestufe einsetzen.
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.34 (m, 2H), 3.90 (s, 3H), 3.87 (m, 4H), 3.52 (dd, 9Hz, 5Hz, 1H), 3.35
(dd, 9Hz, 8Hz, 1H), 2.21 (m, 1H), 2.14-1.92 (m, 4H), 1.87-1.68 (m, 4H), 1.52(m, 1H), 1.44 (s, 9H),
0.92 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 169.7 (Cq), 131.8 (CH), 127.8 (CH), 117.9 (Cq), 81.2 (Cq), 75.3 (CH2),
68.8 (CH2), 64.5 (CH2), 64.1 (CH2), 47.8 (CH), 42.3 (CH), 34.7 (CH2), 28.0 (CH3), 26.7(CH2), 25.1
(CH2), 20.4 (CH2), 14.1(CH3),
IR (ATR): 3003 (w), 2965 (m), 2934 (m), 2875 (m), 1749 (s), 1368 (m), 1224 (m), 1159 (m), 1135
(s), 1041 (m), 947 (w)
MS (50°C): 340 (M+, 7), 283 (15), 239 (10), 195 (43), 153 (18), 127 (10), 114 (10), 99 (100), 86
(17), 57 (40)
HRMS (C19H32O5): ber. 340.2249, gef. 340.2251
OH
O
O
O
O
O
COOtBu
II. Experimenteller Teil
66
((Z)-3-Oxo-2-pent-2-enylcyclopentylmethoxy)-essigsäure 62
417 mg (aus der Vorstufe) werden 10 min in 4 ml TFA gerührt und
anschließend im Vakuum eingeengt. Der Rückstand wird in 6 ml THF
aufgenommen, mit 2 ml 2M HCl versetzt und 2 h bei RT gerührt.
Anschließend wird mit 80 ml MTBE verdünnt, zweimal mit je 5 ml
ges. NaCl gewaschen, über MgSO4 getrocknet und das Lösungsmittel
am Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck abdestilliert. Das Rohprodukt wird
chromatographisch gereinigt (MTBE/PE = 1:2 und 1 % CH3COOH).
Man erhält 191 mg 62 (0,79 mmol, 90 % über beide Stufen) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.44 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1Hz, 1H), 5.24 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1Hz, 1H), 4.14 (s,
2H), 3.71 (dd, 9Hz, 4Hz, 1H), 3.58 (dd, 9Hz, 6Hz, 1H), 2.46-1.96 (m, 9H), 1.72 (m, 1H), 0.95 (t,
7.5Hz, 3H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 220.7 (Cq), 175.1 (Cq), 133.7 (CH), 124.9 (CH), 73.8 (CH2), 67.7
(CH2), 50.9 (CH), 41.8 (CH), 37.5 (CH2), 25.7 (CH2), 24.0 (CH2), 20.3 (CH2), 13.9 (CH3)
IR (ATR): 3126 (br), 3008 (m), 2962 (m), 2934 (m), 2875 (m), 1761 (s), 1736 (s), 1462 (m), 1433
(m), 1407 (m), 1220 (m), 1193 (m), 1134 (s), 931 (w)
MS (90°C): m/z = 240 (M+, 13), 192 (60), 152 (90), 135 (43), 109 (47), 95 (41), 85 (71), 83 (100),
79 (60), 67 (68), 55 (80)
HRMS (C13H20O4): ber. 240.1361, gef. 240.1362
Zu Kapitel 7
{3-Iodo-4-[2-((Z)-3-oxo-2-pent-2-enyl-cyclopentyl)-ethoxy]-phenyl}-essigsäuremethylester 64
Zu einer Lösung von 60 mg (0,25 mmol) Alkohol 68, 65
mg (0,25 mmol) PPh3 und 65 mg (0,22 mmol) 66 in 2 ml
THF werden 0,038 ml (0,25 mmol) DEAD langsam
zugetropft und das orangerote Gemisch 24 h bei RT
gerührt. Anschließend wird das Lösungsmittel
abdestilliert. Das Rohprodukt wird chromatographisch
gereinigt (MTBE/PE = 1:3) (60 mg, 0,11 mmol, 50 %).
Anschließend wird in 1 ml THF gelöst und 0,5 ml 2M HCl zugegeben. Das Gemisch wird 4 h bei
RT gerührt, mit ges. NaHCO3 neutralisiert und die wäßrige Phase zweimal mit je 10 ml MTBE
extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen werden über MgSO4 getrocknet und das
Lösungsmittel am Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck abdestilliert. Das Rohprodukt
wird chromatographisch gereinigt.
Man erhält 35 mg 64 (0,07 mmol, 64 %, 32% über alles) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 7.70 (d, 2Hz, 1H), 7.21 (dd, 9Hz, 2Hz, 1H), 6.74 (d, 9Hz, 1H), 5.45 (dtt,
11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 1H), 5.31 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 1H), 4.09 (m, 2H), 3.69 (s, 3H), 3.53 (s, 2H),
2.45-2.00 (m, 9H), 1.92 (dtd, 10Hz, 6Hz, 2Hz, 1H), 1.76 (ddt, 14Hz, 10Hz, 6Hz, 1H), 1.54 (m, 1H),
0.96 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (67.9 MHz): δ = 219.8 (Cq), 171.7 (Cq), 156.5 (Cq), 140.0 (CH), 133.7 (CH), 130.2
(CH), 128.0 (Cq), 125.2 (CH), 111.6 (CH), 86.4 (Cq), 67.1 (CH2), 54.8 (CH), 52.0 (CH3), 39.5
(CH2), 38.5 (CH), 37.9 (CH2), 33.7 (CH2), 27.1 (CH2), 25.4 (CH2), 20.5 (CH2), 14.1 (CH3)
O COOH
O
O
O
COOMe
I
II. Experimenteller Teil
67
IR (ATR): 3006 (w), 2958 (m), 2931 (m), 2873 (m), 1731 (s), 1599 (w), 1491 (m), 1470 (m), 1435
(m), 1404 (m), 1281 (m), 1252 (m), 1156 (m), 1044 (m), 1014 (m), 810 (w)
MS (90°C): 470 (M+, 40), 402 (7), 343 (15), 292 (100), 275 (41), 233 (62), 215 (25), 151 (19), 107
(11), 95 (6)
HRMS (C21H27IO4): ber. 470.0954, gef. 470.0951
1-{2-Hydroxy-4-[2-((Z)-6-pent-2-enyl-1,4-dioxaspiro[4.4]non-7-yl)-ethoxy]-phenyl}-ethanon
69
Zu einer Lösung von 0,5 g (2,08 mmol) Alkohol 68, 576 mg
(2,2 mmol) PPh3 und 320 mg (2,1 mmol) 73 in 10 ml THF
werden 0,35 ml (2,2 mmol) DEAD langsam zugetropft und
das orangerote Gemisch 17 h bei RT gerührt. Anschließend
wird das Lösungsmittel abdestilliert, der Rückstand in 20 ml
MTBE aufgenommen und der sich bildende Niederschlag
abfiltriert. Das Rohprodukt wird chromatographisch
gereinigt (MTBE/PE = 1:3).
Man erhält 0,75 g 69 (2 mmol, 96 %) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 12.76 (s, 1H), 7.62 (d, 9Hz, 1H), 6.43 (dd, 9Hz, 2Hz, 1H), 6.40 (d, 2Hz,
1H), 5.4 (m, 2H), 4.00 (m, 2H), 3.91 (m, 4H), 2.56 (s, 3H), 2.27 (m, 1H), 2.10 (m, 4H), 2.00-1.60
(m, 6H), 1.32 (m, 1H), 0.97 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (67.9 MHz): δ = 202.3 (Cq), 165.4 (Cq), 165.1 (Cq), 132.1 (CH), 131.8 (CH), 127.8
(CH), 117.6 (Cq), 113.5 (Cq), 107.8 (CH), 101.0 (CH), 66.8 (CH2), 64.5 (CH2), 64.0 (CH2), 51.6
(CH), 39.5 (CH), 35.1 (CH2), 34.5 (CH2), 27.7 (CH2), 26.6 (CH2), 26.0 (CH3), 20.4 (CH2), 14.1
(CH3)
IR (ATR): 2959 (m), 2933 (m), 2875 (m), 1632 (s), 1507 (m), 1471 (w), 1369 (m), 1272 (m), 1254
(s), 1193 (m), 1152 (m), 1134 (m), 1068 (m), 1039 (m), 949 (w), 834 (w), 802 (w)
MS (120°C): 374 (M+, 29), 306 (27), 209 (9), 195 (23), 153 (38), 114 (18), 99 (100), 91 (23), 77
(12)
HRMS (C22H30O5): ber. 374.2093, gef. 374.2083
3-[2-(4-Acetyl-3-hydroxyphenoxy)-ethyl]-2-(Z)-pent-2-enylcyclopentanone 80
0,75 g (2 mmol) 69 werden in 9 ml THF gelöst und nach
Zugabe von 3 ml 2M HCl 4,5 h bei RT gerührt. Anschließend
wird mit 10 ml ges. NaHCO3 gequencht und die wäßrige Phase
dreimal mit je 50 ml MTBE extrahiert. Die vereinigten
organischen Phasen werden über MgSO4 getrocknet und das
Lösungsmittel am Rotationsverdampfer unter vermindertem
Druck abdestilliert. Das Rohprodukt wird chromatographisch
gereinigt (MTBE/PE = 1:2).
Man erhält 576 mg 80 (1,74 mmol, 87 %) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 12.76 (s, 1H), 7.64 (d, 9Hz, 1H), 6.4 (m, 2H), 5.46 (dtt, 11Hz, 7Hz,
1.5Hz, 1H), 5.27 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 1H), 4.10 (t, 6Hz, 2H), 2.56 (s, 3H), 2.40 (m, 3H), 2.22
(m, 2H), 2.08 (m, 4H), 1.90 (dtd, 10Hz, 6Hz, 2Hz, 1H), 1.76 (ddt, 14Hz, 10Hz, 6Hz, 1H), 1.49 (m,
1H), 0.98 (t, 7.5Hz, 3H)
O
OH
O
O
O
O
O
OH
O
II. Experimenteller Teil
68
13C-NMR (67.9 MHz): δ = 219.4 (Cq), 202.4 (Cq), 165.1 (Cq), 165.0 (Cq), 133.7 (CH), 132.2 (CH),
124.9 (CH), 113.7 (Cq), 107.7 (CH), 101.9 (CH), 66.1 (CH2), 54.5 (CH), 38.1 (CH), 37.8 (CH2),
33.6 (CH2), 27.0 (CH2), 26.0 (CH3), 25.2 (CH2), 20.4 (CH2), 14.0 (CH3)
IR (ATR): 3006 (w), 2961 (m), 2933 (m), 2874 (m), 1738 (s), 1631 (s), 1506 (m), 1369 (s), 1254
(s), 1193 (m), 1152 (m), 1134 (m), 1068 (m), 833 (m), 803 (m)
MS (170°C): 330 (M+, 43), 288 (5), 262 (41), 207 (9), 152 (100), 137 (76), 110 (84), 95 (22), 67
(24), 55 (27)
HRMS (C20H26O4): ber.330.1831 , gef. 330.1827
3-[2-(4-Acetyl-5-hydroxy-2-iodphenoxy)-ethyl]-2-(Z)-pent-2-enylcyclopentanon 81
Zu einer Lösung von 10 mg (0,03 mmol) 80 und 5,4 mg (0,036
mmol) NaI in 0,6 ml CH3CN werden 0,2 ml einer 0,05M
Phosphatpufferlösung (pH 7) zugetropft und anschließend 10 mg
Chloramin-T zugegeben. Das Reaktionsgemisch wird sofort
braun und wird 10 min bei RT gerührt. Anschließend werden 1
ml H2O und eine Spatelspitze Na2S2O3 zugegeben und die
wäßrige Phase dreimal mit je 1 ml MTBE extrahiert. Die
vereinigten organischen Phasen werden über MgSO4 getrocknet und das Lösungsmittel am
Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck abdestilliert. Das Rohprodukt wird mit präparativer
Dünnschichtchromatographie gereinigt (MTBE/PE = 1:2).
Man erhält 7 mg 81 (0,015 mmol, 50 %) als hellgelbes Öl, 3 mg 80 werden zurückgewonnen.
1H-NMR (400 MHz): δ = 12.70 (s, 1H), 8.08 (s, 1H), 6.38 (s, 1H), 5.45 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz,
1H), 5.30 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 1H), 4.14 (m, 2H), 2.57 (s, 3H), 2.50-2.00 (m, 9H), 1.94 (dtd,
10Hz, 6Hz, 2Hz, 1H), 1.78 (ddt, 14Hz, 10Hz, 6Hz, 1H), 1.54 (m, 1H), 0.96 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (67.9 MHz): δ = 219.5 (Cq), 201.7 (Cq), 165.1 (Cq), 162.9 (Cq), 141.0 (CH), 133.8 (CH),
125.1 (CH), 115.9 (Cq), 100.4 (CH), 73.4 (Cq), 67.5 (CH2), 54.7 (CH), 38.4 (CH), 37.9 (CH2), 33.4
(CH2), 27.1 (CH2), 26.2 (CH3), 25.4 (CH2), 20.6 (CH2), 14.1 (CH3)
IR (ATR): 3006 (w), 2959 (m), 2930 (m), 2873 (m), 1738 (s), 1632 (s), 1466 (m), 1364 (s), 1327
(m), 1253 (s), 1196 (m), 1157 (w), 1070 (w), 1034 (m), 826 (w)
MS (170°C): 456 (M+, 12), 388 (17), 329 (63), 287 (17), 278 (100), 263 (57), 177 (13), 151 (20),
110 (21), 81 (15), 55 (5)
HRMS (C20H25IO4): ber. 456.0797, gef. 456.0799
3-{3-Hydroxy-4-[2-((Z)-6-pent-2-enyl-1,4-dioxaspiro[4.4]non-7-yl)-ethoxy]-phenyl}-
propansäuremethylester 72
3-{4-Hydroxy-3-[2-((Z)-6-pent-2-enyl-1,4-dioxaspiro[4.4]non-7-yl)-ethoxy]-phenyl}-
propansäuremethylester 71
Zu einer Lösung von 500 mg (2,08 mmol) Alkohol 68,
576 mg (2,1 mmol) PPh3 und 411 mg (2,1 mmol) 75 in
5 ml THF werden 0,35 ml (2,1 mmol) DEAD langsam
zugetropft und das orangerote Gemisch 12 h bei RT
gerührt. Anschließend wird das Lösungsmittel
abdestilliert, der Rückstand in 20 ml MTBE
aufgenommen und der sich bildende Niederschlag
O
O
O
OH
I
O
HO
COOMe
O
O
72
II. Experimenteller Teil
69
abfiltriert. Das Rohprodukt wird chromatographisch gereinigt (MTBE/PE = 1:2 bis 1:1).
Man erhält 414 mg (0,99 mmol, 48 %) der beiden Regioisomere (1:1) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 6.82 (d, 9Hz, 1H), 6.77 (d, 2Hz, 1H), 6.74 (d, 9Hz, 1H), 6.66 (m, 2+1H),
5.60 (s, 1H), 5.52 (s, 1H), 5.38 (m, 2x2H), 4.02 (m, 2x2H), 3.92 (m, 2x4H), [2.87/2.85] (t, 8Hz,
2x2H), 2.60 (t, 8Hz, 2x2H), 2.07 (m, 2x4H), 2.00-1.80 (m, 2x6H), 1.34 (m, 2x1H), 0.96 (t, 7.5Hz,
2x3H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 173.1 (Cq), [145.5/145.5 (Cq)], [144.1/143.9 (Cq)], [133.3/131.9 (Cq)],
131.6 (CH), 127.7 (CH), [120.4/119.2 (CH)], 117.5 (Cq), [114.3/114.1 (CH)], [111.5/111.3 (CH)],
[67.2/67.1 (CH2)], 64.3 (CH2), 63.8 (CH2), 51.4 (CH3), 51.2 (CH), 39.4 (CH), [35.8/35.5 (CH2)],
35.0 (CH2), 34.6 (CH2), [30.3/30.0 (CH2)], 27.7 (CH2), 26.5 (CH2), 20.3 (CH2), 13.9 (CH3)
IR (ATR): 3548 (br), 3441 (br), 2953 (m), 2933 (m), 2874 (m), 1736 (s), 1591 (w), 1513 (s), 1436
(m), 1362 (m), 1269 (s), 1234 (m), 1197 (m), 1154 (m), 1126 (m), 1037 (m), 948 (m)
MS (125°C): 418 (M+, 23), 356 (12), 223 (100), 195 (60), 179 (32), 161 (98), 151 (41), 109 (37),
81 (30)
HRMS (C24H34O6): ber. 418.2355, gef. 418.2357
3-{3-Hydroxy-4-[2-((Z)-3-oxo-2-pent-2-enylcyclopentyl)-ethoxy]-phenyl}-propansäuremethyl
ester 77
3-{4-Hydroxy-3-[2-((Z)-3-oxo-2-pent-2-enyl-cyclopentyl)-ethoxy]-phenyl}-propansäuremethyl
ester 76
Zu einer Lösung von 414 mg (0,99 mmol) 71/72 in 6 ml
THF werden 2 ml 2M HCl getropft und 4 h bei RT gerührt.
Anschließend werden 5 ml Wasser zugegeben und die
wäßrige Phase dreimal mit je 30 ml MTBE extrahiert. Die
vereinigten organischen Phasen werden über MgSO4
getrocknet und das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer
unter vermindertem Druck abdestilliert. Das Rohprodukt wird chromatographisch gereinigt
(MTBE/PE = 1:2).
Man erhält 312 mg (0,83 mmol, 84 %) der beiden Regioisomere (1:1) als hellgelbes Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 6.85 (d, 9Hz, 1H), 6.78 (d, 2Hz, 1H), 6.75 (d, 9Hz, 1H), 6.69 (m, 2+1H),
5.51 (s, 1H), 5.46 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 2x1H), 5.42 (s, 1H), 5.26 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 2x1H),
4.12 (m, 2x2H), 3.68 (s, 2x3H), [2.88/2.85] (t, 8Hz, 2x2H), [2.60/2.59] (t, 8Hz, 2x2H), 2.50-2.00
(m, 2x9H), 1.90 (m, 2x1H), 1.68 (m, 2x1H), 1.50 (m, 2x1H), 0.96 (t, 7.5Hz, 2x3H)
13C-NMR (67.9 MHz): δ = 219.5 (Cq), 173.2 (Cq), 145.4 (Cq), [144.0/143.9] (Cq), 133.7 (CH),
[133.6/132.2] (Cq), 125.0 (CH), [120.7/119.4] (CH), [114.5/114.3] (CH), [111.6/111.3] (CH),
[66.6/66.5] (CH2), 54.5 (CH), 51.4 (CH3), 38.0 (CH), 37.8 (CH2), [35.9/35.6] (CH2), 33.9 (CH2),
[30.4/30.1] (CH2), 27.0 (CH2), 25.2 (CH2), 20.4 (CH2), 14.0 (CH3)
IR (ATR): 3533 (br), 3444 (br), 3007 (w), 2958 (m), 2931 (m), 2874 (m), 1735 (s), 1591 (w), 1513
(m), 1436 (m), 1365 (w), 1268 (m), 1235 (m), 1198 (m), 1156 (m), 1029 (m), 803 (w)
MS (180°C): 374 (M+, 57), 343 (9), 196 (100), 179 (32), 151 (43), 136 (41), 123 (57), 109 (17), 81
(21), 55 (17)
HRMS (C22H30O5): ber. 374.2093, gef. 374.2104
O
O
HO
COOMe
77
II. Experimenteller Teil
70
3-{3-Hydroxy-4-[2-((Z)-3-oxo-2-pent-2-enylcyclopentyl)-ethoxy]-phenyl}-propansäure 79
3-{4-Hydroxy-3-[2-((Z)-3-oxo-2-pent-2-enylcyclopentyl)-ethoxy]-phenyl}-propansäure 78
Die freien Säuren von 76/77 entstehen zu hohen Anteilen
wenn die Ketalspaltung 12 h geführt wird. So entstehen
aus 335 mg (0,8 mmol) 71/72 unter den gleichen
Reaktionsbedingungen 100 mg (0,26 mmol) der Ester und
110 mg (0,3 mmol, 37 %) der Säuren. Die freien Säuren
werden nach der Elution mit MTBE/PE = 1:1 mit
MTBE/MeOH = 20:1 eluiert.
1H-NMR (400 MHz): δ = 6.87 (d, 9Hz, 1H), 6.80 (d, 2Hz, 1H), 6.78 (d, 9Hz, 1H), 7.70 (m, 2+1H),
5.53 (s, br, 2x1H), 5.45 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 2x1H), 5.25 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 2x1H), 4.12
(m, 2x2H), [2.90/2.87] (t, 8Hz, 2x2H), [2.65/2.63] (t, 8Hz, 2x2H), 2.46-2.00 (m, 2x9H), 1.90 (m,
2x1H), 1.76 (m, 2x1H), 1.50 (m, 2x1H), 0.96 (t, 7.5Hz, 2x3H)
13C-NMR (67.9 MHz): δ = 220.0 (Cq), 178.3 (Cq), 145.4 (Cq), [144.0/143.9 (Cq)], 133.6 (CH),
[133.6/132.0 (Cq)], 124.9 (CH), [120.7/119.5 (CH)], [114.5/114.4] (CH), [111.6/111.4] (CH),
[66.7/66.5] (CH2), 54.5 (CH), 38.0 (CH), 37.8 (CH2), [35.8/35.5] (CH2), 33.8 (CH2), [30.1/29.8]
(CH2), 27.0 (CH2), 25.1 (CH2), 20.5 (CH2), 14.0 (CH3)
IR (ATR): 3700-2500 (br), 3008 (w), 2961 (m), 2932 (m), 2874 (m), 1735 (s), 1710 (s), 1591 (w),
1514 (s), 1436 (m), 1405 (m), 1272 (s), 1235 (m), 1203 (m), 1156 (m), 1127 (m), 1029 (m)
MS (150°C): 360 (M+, 19), 256 (4), 196 (30), 182 (58), 151 (70), 137 (72), 123 (57), 109 (39), 84
(100), 83 (80), 69 (48), 55 (52)
HRMS (C21H28O5): ber. 360.1936, gef. 360.1928
2-Hydroxy-4-[2-((Z)-6-pent-2-enyl-1,4-dioxaspiro[4.4]non-7-yl)-ethoxy]-benzaldehyde 70
Zu einer Lösung von 0,5 g (2,08 mmol) Alkohol 68, 576 mg
(2,2 mmol) PPh3 und 320 mg (2,1 mmol) 74 in 5 ml THF
werden 0,35 ml (2,2 mmol) DEAD langsam zugetropft und
das orangerote Gemisch 12 h bei RT gerührt. Anschließend
wird das Lösungsmittel abdestilliert, der Rückstand in 20 ml
MTBE aufgenommen und der sich bildende Niederschlag
abfiltriert. Das Rohprodukt wird chromatographisch gereinigt
(MTBE/PE = 1:3).
Man erhält 441 mg 70 (1,23 mmol, 59 %) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 11.49 (s, 1H), 9.70 (s, 1H), 7.42 (d, 9Hz, 1H), 6.52 (dd, 9Hz, 2Hz, 1H),
6.40 (d, 2Hz, 1H), 5.36 (m, 2H), 4.02 (m, 2H), 3.90 (m, 4H), 2.26 (m, 1H), 2.10 (m, 4H), 2.00-1.60
(m, 5H), 1.34 (m, 1H), 0.96 (t, 7.5Hz, 3H),
13C-NMR (67.9 MHz): δ = 194.2 (Cq), 166.1 (Cq), 164.3 (Cq), 135.1 (CH), 131.9 (CH), 127.7
(CH), 117.7 (Cq), 114.9 (Cq), 108.6 (CH), 100.9 (CH), 67.0 (CH2), 64.5 (CH2), 64.0 (CH2), 51.6
(CH), 39.5 (CH), 35.1 (CH2), 34.5 (CH2), 27.8 (CH2), 26.6 (CH2), 20.4 (CH2), 14.1 (CH3)
IR (ATR): 2959 (m), 2933 (m), 2874 (m), 1629 (s), 1576 (m), 1507 (m), 1370 (m), 1335 (m), 1299
(m), 1219 (s), 1168 (m), 1135 (m), 1117 (m), 1038 (m), 804 (w), 752 (w)
MS (145°C): 360 (M+, 28), 331 (4), 292 (10), 195 (16), 156 (30), 114 (16), 99 (100), 83 (39), 55
(10)
HRMS (C21H28O5): ber. 360.1937, gef. 360.1945
O
O
HO
COOH
79
O
OH
H
O
O
O
II. Experimenteller Teil
71
2-Hydroxy-4-[2-((Z)-3-oxo-2-pent-2-enylcyclopentyl)-ethoxy]-benzaldehyd
441 mg (1,23 mmol) 70 werden in 6 ml THF gelöst und nach
Zugabe von 2 ml 2M HCl 6 h bei RT gerührt. Anschließend
wird mit 10 ml ges. NaHCO3 gequencht und die wäßrige Phase
dreimal mit je 40 ml MTBE extrahiert. Die vereinigten
organischen Phasen werden über MgSO4 getrocknet und das
Lösungsmittel am Rotationsverdampfer unter vermindertem
Druck abdestilliert. Das Rohprodukt wird chromatographisch
gereinigt (MTBE/PE = 1:3).
Man erhält 306 mg 2-Hydroxy-4-[2-((Z)-3-oxo-2-pent-2-enylcyclopentyl)-ethoxy]-benzaldehyd
(0,97 mmol, 79 %) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 11.49 (s, 1H), 9.74 (s, 1H), 7.45 (d, 9Hz, 1H), 6.54 (dd, 9Hz, 2Hz, 1H),
6.42 (d, 2Hz, 1H), 5.46 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 1H), 5.28 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 1H), 4.12 (t, 6Hz,
2H), 2.70-2.00 (m, 8H), 1.91 (dtd, 10Hz, 6Hz, 1Hz, 1H), 1,77 (ddt, 14Hz, 10Hz, 6Hz, 1H), 1.50 (m,
1H), 0.96 (t, 7.5Hz, 3H),
13C-NMR (67.9 MHz): δ = 219.5 (Cq), 194.3 (CH), 165.9 (Cq), 164.4 (Cq), 135.2 (CH), 133.9
(CH), 125.0 (CH), 115.1 (Cq), 108.6 (CH), 101.0 (CH), 66.4 (CH2), 54.7 (CH), 38.2 (CH), 37.9
(CH2), 33.7 (CH2), 27.7 (CH2), 25.4 (CH2), 20.5 (CH2), 14.1 (CH3)
IR (ATR): 3007 (w), 2961 (m), 2932 (m), 2874 (m), 1731 (s), 1629 (s), 1579 (m), 1507 (m), 1470
(m), 1370 (m), 1335 (m), 1299(m), 1291 (m), 1220 (s), 1190 (m), 1168 (m), 1136 (m), 1118 (m),
1022 (w), 804 (w)
MS (155°C): 316 (M+, 100), 298 (11), 248 (84), 230 (60), 176 (28), 151 (37), 137 (78), 110 (42),
95 (22), 81 (23), 67 (20), 55 (15)
HRMS (CnHnOn): ber. 316.1675, gef. 316.1677
2-Allyloxy-4-[2-((Z)-3-oxo-2-pent-2-enylcyclopentyl)-ethoxy]-benzaldehyd 82
Zu einer Suspension von 305 mg (0,96 mmol) 2-Hydroxy-4-
[2-((Z)-3-oxo-2-pent-2-enylcyclopentyl)-ethoxy]-benz-
aldehyd, 133 mg K2CO3 (1,1 mmol) und 3 mg 18-Krone-6 in
1,5 ml Toluol werden 0,13 ml (1,5 mmol) Allylbromid
getropft und das Gemisch 5,5 h refluxiert. Anschließend
werden je 20 ml Wasser und MTBE zugegeben und nach
dem Auflösen der Feststoffe getrennt. Die wäßrige Phase
wird noch dreimal mit je 30 ml MTBE extrahiert, die
vereinigten organischen Phasen über MgSO4 getrocknet und das Lösungsmittel am
Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck abdestilliert. Das Rohprodukt wird
chromatographisch gereinigt (MTBE/PE = 1:2).
Man erhält 230 mg 82 (0,65 mmol, 98 %) als hellgelbes Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 10.36 (s, 1H), 7.84 (d, 9Hz, 1H), 6.55 (dd, 9Hz, 2Hz, 1H), 6.43 (d, 2Hz,
1H), 6.08 (ddt, 17Hz, 11Hz, 5Hz, 1H), 5.46 (ddt, 17Hz, 2Hz, 1.5Hz, 1H), 5.43 (dtt, 11Hz, 7Hz,
1.5Hz, 1H), 5.36 (ddt, 11Hz, 2Hz, 1.5Hz, 1H), 5.27 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 1H), 4.64 (dt, 5Hz,
1.5Hz, 2H), 4.14 (t, 6Hz, 2H), 2.40 (m, 2H), 2.24 (m, 2H), 2.18-1.96 (m, 5H), 1.91 (dtd, 10Hz, 6Hz,
2Hz, 1H), 1.86 (ddt, 14Hz, 10Hz, 6Hz, 1H), 1.52 (m, 1H), 0.97 (t, 0.75Hz, 3H)
O
OH
H
O
O
O
O
H
O
O
II. Experimenteller Teil
72
13C-NMR (67.9 MHz): δ = 219.2 (Cq), 187.7 (CH), 165.0 (Cq), 162.3 (Cq), 133.5 (CH), 131.9
(CH), 130.0 (CH), 124.8 (CH), 118.8 (Cq), 117.7 (CH2), 106.2 (CH), 99.0 (CH), 68.8 (CH2), 66.0
(CH2), 54.4 (CH), 37.9 (CH), 37.6 (CH2), 33.6 (CH2), 26.8 (CH2), 25.1 (CH2), 20.3 (CH2), 13.9
(CH3)
IR (ATR): 3007 (w), 2961 (m), 2932 (m), 2873 (m), 2764 (w), 1738 (s), 1678 (s), 1600 (s), 1576
(m), 1501 (m), 1436 (m), 1397 (m), 1296 (m), 1259 (s), 1185 (s), 1113 (m), 1016 (m)
MS (140°C): 356 (M+, 17), 315 (6), 247 (7), 142 (58), 91 (100), 69 (9)
HRMS (C22H28O4): ber. 356.1987, gef. 356.1988
3-{2-[3-Allyloxy-4-(2,2-dibromovinyl)-phenoxy]-ethyl}-2-(Z)-pent-2-enylcyclopentanon 83
Zu einer Lösung von 300 mg (1,1 mmol) PPh3 in 8 ml
CH2Cl2 wird eine Lösung von 174 mg (0,52 mmol) CBr4 in
2 ml CH2Cl2 getropft und 10 min bei RT nachgerührt.
Anschließend wird eine Lösung von 215 mg (0,6 mmol) 82
in 2 ml CH2Cl2 zugetropft und 3 h bei RT gerührt. Das
Lösungsmittel wird am Rotationsverdampfer unter
vermindertem Druck abdestilliert und das Rohprodukt
chromatographisch gereinigt (MTBE/PE = 1:3).
Man erhält 195 mg 83 (0,38 mmol, 73 %) als hellgelbes Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 7.69 (d, 9Hz, 1H), 7.57 (s, 1H), 6.49 (dd, 9Hz, 2Hz, 1H), 6.40 (d, 2Hz,
1H), 6.05 (ddt, 17Hz, 11Hz, 5Hz, 1H), 5.45 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 1H), 5.40 (ddt, 17Hz, 2Hz,
1.5Hz, 1H), 5.32 (ddt, 11Hz, 2Hz, 1.5Hz, 1H), 5.26 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 1H), 4.54 (dt, 5Hz,
1.5Hz, 1H), 4.07 (t, 6Hz, 2H), 2.40 (m, 3H), 2.30-2.00 (m, 6H), 1.90 (dtd, 10Hz, 6Hz, 2Hz, 1H),
1.73 (ddt, 14Hz, 10Hz, 6Hz, 1H), 1.50 (m, 1H), 0.97 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (67.9 MHz): δ = 219.7 (Cq), 160.2 (Cq), 156.8 (Cq), 133.8 (CH), 132.7 (CH), 132.1
(CH), 129.7 (CH), 125.1 (CH), 117.6 (CH2), 117.5 (Cq), 104.8 (CH), 99.7 (CH), 87.7 (Cq), 69.1
(CH2), 65.9 (CH2), 54.7 (CH), 38.3 (CH), 37.9 (CH2), 34.0 (CH2), 27.1 (CH2), 25.4 (CH2), 20.5
(CH2), 14.1 (CH3)
IR (ATR): 3008 (w), 2960 (m), 2929 (m), 2872 (m), 1738 (s), 1607 (s), 1575 (m), 1498 (m), 1461
(m), 1421 (m), 1296 (m), 1260 (s), 1179 (s), 1119 (m), 1022 (m), 869 (m), 834 (m)
MS (120°C): 514 [M+(C23H2881Br2O3), 30], 512 (58), 510 (28), 446 (6), 444 (12), 442 (5), 392 (10),
390 (10), 336 (27), 334 (52), 332 (24), 255 (22), 253 (22), 227 (23), 225 (23), 214 (63), 212 (63),
174 (100), 149 (43), 109 (37), 105 (41), 81 (40) 67 (32)
HRMS (C23H2879Br2O3): ber. 510.0405, gef. 510.0413
(E)-3-{2-Allyloxy-4-[2-((Z)-3-oxo-2-pent-2-enylcyclopentyl)-ethoxy]-phenyl}-propensäure-
methylester 84
Zu einer Lösung von 42 mg (1 mmol) LiCl und 0,08
ml (0,5 mmol) Trimethylphosphonoacetat in 4 ml
CH3CN werden 0,08 ml (0,5 mmol) DBU zu getropft
und 10 min gerührt. Anschließend wird eine Lösung
von 190 mg (0,47 mmol) des Aldehyds 82 in 1 ml
CH3CN zugetropft und bei RT 24 h gerührt. Der
gebildete Niederschlag wird abfiltriert und das Filtrat
O
O
O
Br
Br
O
O
O
COOMe
II. Experimenteller Teil
73
am Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck eingeent. Der Rückstand wird in 5 ml THF
aufgenommen, dann werden 2 ml 2M HCl zugegeben und 2 h gerührt. Abschließend wird mit 8 ml
ges. NaHCO3 neutralisiert, die wäßrige Phase dreimal mit je 30 ml MTBE extrahiert, über MgSO4
getrocknet und das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck abdestilliert.
Das Rohprodukt wird chromatographisch gereinigt (MTBE/PE = 1:2).
Man erhält 145 mg 84 (0,35 mmol, 75 %) als hellgelbes Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 7.95 (d, 16Hz, 1H), 7.45 (d, 9Hz, 1H), 6.49 (dd, 9Hz, 2Hz, 1H), 6.44 (d,
16Hz, 1H), 6.42 (d, 2Hz, 1H), 6.08 (ddt, 17Hz, 11Hz, 5Hz, 1H), 5.46 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 1H),
5.43 (ddt, 17Hz, 2Hz, 1.5Hz, 1H), 5.32 (ddt, 11Hz, 2Hz, 1.5Hz, 1H), 5.26 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz,
1H), 4.60 (dt, 5Hz, 1.5Hz, 1H), 4.06 (t, 6Hz, 2H), 3.79 (s, 3H), 2.40 (m, 3H), 2.30-2.00 (m, 6H),
1.90 (dtd, 10Hz, 6Hz, 2Hz, 1H), 1.73 (ddt, 14Hz, 10Hz, 6Hz, 1H), 1.50 (m, 1H), 0.97 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (67.9 MHz): δ = 219.5 (Cq), 168.0 (Cq), 161.6 (Cq), 158.5 (Cq), 139.9 (CH), 133.6 (CH),
132.4 (CH), 130.1 (CH), 124.9 (CH), 117.7 (CH2), 116.5 (Cq), 115.4 (CH), 105.7 (CH), 99.6 (CH),
69.0 (CH2), 65.8 (CH2), 54.6 (CH), 51.2 (CH), 38.1 (CH), 37.8 (CH2), 33.8 (CH2), 26.9 (CH2), 25.2
(CH2), 20.4 (CH2), 14.0 (CH3)
IR (ATR): 3007 (w), 2959 (m), 2932 (m), 2874 (m), 1738 (s), 1711 (s), 1625 (m), 1604 (s), 1570
(m), 1504 (m), 1461 (m), 1434 (m), 1325 (m), 1301 (m), 1261 (s), 1187 (s), 1166 (s), 1116 (m),
1020 (m), 990 (m), 933 (m)
MS (170°C): 412 (M+, 70), 381 (8), 339 (5), 203 (12), 161 (16), 138 (16), 91 (100), 69 (24), 55 (20)
HRMS (C25H32O5): ber. 412.2249, gef. 412.2252
2-((Z)-6-Pent-2-enyl-1,4-dioxaspiro[4.4]non-7-yl)-pent-4-insäuremethyl ester 88
Zu einer Lösung von 0,28 ml (2 mmol) Diisopropylamin in 7 ml
THF werden bei 0 °C 0,8 ml (2 mmol) einer 2,5M Lösung von
Buthyllithium in Hexan getropft und 10 min gerührt. Anschließend
wird auf –50 °C abgekühlt, eine Lösung von 500 mg (1,8 mmol) 85
in 3 ml THF langsam zugetropft, 30 min gerührt unter Erwärmung
auf –30 °C, 0,19 ml (2,5 mmol) Propargylbromid zugetropft und
unter langsamer Erwärmung auf RT 6,5 h weitergerührt. Der Ansatz
wird dann auf verdünnte HCl gegossen und viermal mit je 50 ml
MTBE extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen werden
überMgSO4 getrocknet und das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck
abdestilliert. Das Rohprodukt wird chromatographisch gereinigt (MTBE/PE = 1:3).
Man erhält 494 mg 88 (1,6 mmol, 89 %) als hellgelbes Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.36 (m, 2H), 3.88 (m, 4H), 3.70 (s, 3H), 2.70 (ddd, 10Hz, 7Hz, 4Hz,
1H), 2.51 (ddd, 16Hz, 10Hz, 3Hz, 1H), 2.36 (ddd, 16Hz, 4Hz, 3Hz, 1H), 2.23 (m, 1H), 2.15-1.98
(m, 4H), 1.96 (t, 3Hz, 1H), 1.86-1.66 (m, 4H), 1.43 (m, 1H), 0.96 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (67.9 MHz): δ = 173.7 (Cq), 131.9 (CH), 126.9 (CH), 81.4 (CH), 69.2 (Cq), 64.4 (CH2),
63.4 (CH2), 51.2 (CH3), 48.5 (CH), 48.1 (CH), 43.5 (CH), 34.2 (CH2), 27.4 (CH2), 24.3 (CH2), 20.2
(CH2), 17.9 (CH2), 13.8 (CH3)
IR (ATR): 3288 (m), 2958 (m), 2876 (m), 2120 (w), 1735 (s), 1435 (m), 1346 (m), 1223 (m), 1192
(m), 1164 (s), 1037 (m), 948 (m)
MS (140°C): 306 (M+, 1), 277 (8), 195 (30), 153 (10), 99 (100), 86 (30), 67 (21), 55 (18)
HRMS (C18H26O4): ber. 306.1831, gef. 306.1836
COOMe
H
O
O
II. Experimenteller Teil
74
2-((Z)-3-Oxo-2-pent-2-enylcyclopentyl)-pent-4-insäuremethylester 89
Zu einer Lösung von 150 mg (0,49 mmol) 88 in 6 ml THF werden 2 ml
2M HCl zugetropft und 4 h bei RT gerührt. Anschließend werden 2 ml
ges. NaHCO3 zugetropft und die wäßrige Phase dreimal mit je 20 ml
MTBE extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen werden über
MgSO4 getrocknet und das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer unter
vermindertem Druck abdestilliert. Das Rohprodukt wird
chromatographisch gereinigt (MTBE/PE = 1:3).
Man erhält 114 mg 89 (0,43 mmol, 88 %) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.45 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 1H), 5.21 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 1H), 3.73
(s, 3H), 2.77 (ddd, 9Hz, 6Hz, 6Hz, 1H), 2.61 (ddd, 16Hz, 9Hz, 3Hz, 1H), 2.50-2.02 (m, 10H), 2.01
(t, 3Hz, 1H), 1.63 (m, 1H), 0.96 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (67.9 MHz): δ = 218.5 (Cq), 173.5 (Cq), 134.3 (CH), 124.0 (CH), 81.0 (CH), 70.0 (Cq),
51.7 (CH), 51.6 (CH3), 47.5 (CH), 41.4 (CH), 37.5 (CH2), 25.6 (CH2), 24.0 (CH2), 20.4 (CH2), 18.1
(CH2), 13.9 (CH3)
IR (ATR): 3289 (m), 3008 (w), 2962 (m), 2935 (m), 2875 (m), 2121 (w), 1737 (s), 1436 (m), 1408
(m), 1372 (m), 1268 (m), 1193 (m), 1167 (m), 1024 (m)
MS (GC): 262 (M+, 1), 233 (10), 205 (15), 151 (100), 134 (20), 109 (25), 91 (27), 83 (41)
HRMS (C16H22O3): ber. 262.1568, gef. 262.1567
2-((Z)-6-Pent-2-enyl-1,4-dioxaspiro[4.4]non-7-yl)-pent-4-insäure
Zu einer Lösung von 320 mg (1,04 mmol) 88 in 6 ml THF werden 2
ml 2M NaOH zugetropft und 12 h bei RT gerührt. Anschließend
werden 30 ml Wasser zugegeben und die wäßrige Phase einmal mit
30 ml MTBE extrahiert. Die Etherphase wird verworfen. Dann wird
die wäßrige Phase mit 2M HCl angesäuert (pH 2-3) und fünfmal mit
je 20 ml MTBE extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen
werden über MgSO4 getrocknet, das Lösungsmittel am
Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck abdestilliert und
lösungsmittelreste im Ölpumpenvakuum entfernt. Eine weitere Reinigung ist nicht notwendig.
Man erhält 268 mg 2-((Z)-6-Pent-2-enyl-1,4-dioxaspiro[4.4]non-7-yl)-pent-4-insäure (0,91 mmol,
88 %) als hellgelbes Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.38 (m, 2H), 3.87 (m, 4H), 2.76 (ddd, 10Hz, 7Hz, 4Hz, 1H), 2.52 (ddd,
16Hz, 10Hz, 3Hz, 1H), 2.39 (ddd, 16Hz, 4Hz, 3Hz, 1H), 2.26 (m, 1H), 2.20-2.00 (m, 4H), 1.98 (t,
3Hz, 1H), 1.88 (m, 1H), 1.75 (m, 3H), 1.42 (m, 1H), 0.96 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (67.9 MHz): δ = 179.3 (Cq), 132.3 (CH), 126.7 (CH), 117.2 (Cq), 81.4 (CH), 69.5 (Cq),
64.5 (CH2), 63.5 (CH2), 48.2 (CH), 48.0 (CH), 43.4 (CH), 34.4 (CH2), 27.4 (CH2), 24.1 (CH2), 20.3
(CH2), 17.4 (CH2), 13.9 (CH3)
IR (ATR): 3500-2300 (br), 3298 (m), 2961 (m), 2935 (m), 2877 (m), 2121 (w), 1737 (m), 1708 (s),
1433 (m), 1309 (m), 1225 (m), 1155 (m), 1039 (m), 948 (m)
MS (90°C): 292 (M+, 2), 263 (13), 247 (20), 195 (71), 153 (30), 99 (100), 86 (75), 67 (60), 55 (50)
HRMS (C17H24O4): ber. 292.1674, gef. 292.1683
COOH
H
O
O
COOMe
O
H
II. Experimenteller Teil
75
2-((Z)-3-Oxo-2-pent-2-enylcyclopentyl)-pent-4-insäure 90
Zu einer Lösung von 120 mg (0,41 mmol) 2-((Z)-6-Pent-2-enyl-1,4-
dioxaspiro[4.4]non-7-yl)-pent-4-insäure in 3 ml THF wird 1 ml 2M
HCl zugetropft und 3 h bei RT gerührt. Anschließend werden 50ml
MTBE zugegeben, über MgSO4 getrocknet und das Lösungsmittel
am Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck abdestilliert.
Das Rohprodukt wird chromatographisch gereinigt (MTBE/PE = 1:3
+ 1 % CH3COOH).
Man erhält 93 mg 90 (0,37 mmol, 91 %) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.46 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 1H), 5.23 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 1H), 2.82
(ddd, 9Hz, 6Hz, 6Hz, 1H), 2.53-2.00 (m, 11H), 1.68 (m, 1H), 0.96 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (67.9 MHz): δ = 219.0 (Cq), 178.9 (Cq), 134.6 (CH), 123.9 (CH), 80.9 (CH), 70.4 (Cq),
51.5 (CH), 47.1 (CH), 41.4 (CH), 37.6 (CH2), 25.8 (CH2), 23.8 (CH2), 20.5 (CH2), 17.1 (CH2), 14.0
(CH3)
IR (ATR): 3500-2500 (br), 3294 (m), 3009 (w), 2964 (m), 2934 (m), 2876 (w), 1212 (w), 1738 (s),
1710 (s), 1462 (m), 1432 (m), 1407 (m), 1160 (m)
MS (GC): 248 (M+, 17), 230 (2), 190 (7), 151 (95), 109 (30), 95 (25), 83 (100), 67 (20), 55 (26)
HRMS (C15H20O3): ber. 348.1412, gef. 248.1421
4-[2-Methoxycarbonyl-2-((Z)-6-pent-2-enyl-1,4-dioxaspiro[4.4]non-7-yl)-ethyl]-benzoesäure-
methylester 91
Zu einer Lösung von 0,11 ml (0,78 mmol) Diisopropylamin in 6
ml THF werden bei 0°C 0,31 ml (0,78 mmol) einer 2,5M Lösung
von BuLi in Hexan getropft und 5 min nachgerührt. Zu der so
dargestellten LDA-Lösung wird anschließend bei –78°C eine
Lösung von 200 mg (0,75 mmol) 85 in 1 ml THF getropft und 30
min bei dieser Temperatur gerührt. Nach der angegebenen Zeit
wird eine Lösung von 230 mg (1 mmol) des Bromids 87 in 1 ml
THF zugetropft, wobei eine sofortige Braunfärbung eintritt und
unter Beibehaltung des Kühlbades auf RT erwärmt (ca. 12 h). Zu
dieser Lösung werden 10 ml 0,1M HCl gegeben und die wäßrige
Phase mit je 30 ml MTBE dreimal extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen werden über
MgSO4 getrocknet und das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck
abdestilliert. Das Rohprodukt wird chromatographisch gereinigt (MTBE/PE = 1:5 bis 1:2).
Man erhält 85 mg 91 (0,2 mmol, 27%) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 7.93 (d, 8Hz, 2H), 7.23 (d, 8Hz, 2H), 5.37 (m, 2H), 4.90 (m, 7H), 3.52
(s, 3H), 3.02-2.70 (m, 3H), 2.26 (m, 1H), 2.07 (m, 4H), 1.82 (m, 4H), 0.97 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (67.9 MHz): δ = 174.5 (Cq), 166.9 (Cq), 145.2 (Cq), 132.3 (CH), 129.5 (CH), 128.7
(CH), 128.0 (Cq), 117.4 (Cq), 64.6 (CH2), 63.7 (CH2), 51.8 (CH3), 51.4 (CH3), 51.2 (CH), 48.6
(CH), 44.7 (CH), 34.6 (CH2), 34.4 (CH2), 27.6 (CH2), 24.9 (CH2), 20.4 (CH2), 14.0 (CH3)
IR (ATR): 2953 (m), 2876 (m), 1722 (s), 1610 (m), 1435 (m), 1310 (m), 1278 (s), 1179 (m), 1158
(m), 1111 (m), 1103 (m), 1039 (m), 1020 (m), 763 (m), 706 (m)
MS (130°C): 416 (M+, 5), 385 (5), 267 (6), 195 (100), 153 (10), 114 (9), 99 (72), 86 (15),
HRMS (C24H32O6): ber. 416.2199, gef. 416.2202
COOH
O
H
COOMe
COOMe
O
O
II. Experimenteller Teil
76
4-[2-Methoxycarbonyl-2-((Z)-3-oxo-2-pent-2-enylcyclopentyl)-ethyl]-benzoesäuremethylester
92
80 mg (0,19 mmol) 91 werden in 3 ml 2M HCl gelöst. Zu dieser
Lösung wird 1 ml 2M HCl getropft und 5 h bei RT gerührt.
Anschließend werden 5 ml ges. NaHCO3 zugegeben und die
wäßrige Phase dreimal mit MTBE extrahiert. Die vereinigten
organischen Phasen werden über MgSO4 getrocknet und das
Lösungsmittel am Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck
abdestilliert. Das Rohprodukt wird chromatographisch gereinigt
(MTBE/PE = 1:2).
Man erhält 70 mg 92 (0,18 mmol, 95 %) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 7.93 (d, 8Hz, 2H), 7.22 (d, 8Hz, 2H), 5.46 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 1H),
5.22 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 1H), 3.88 (s, 3H), 3.52 (s, 3H), 3.00 (dd, 13Hz, 11Hz, 1H), 2.89 (dd,
13Hz, 4Hz, 1H), 2.81 (ddd, 11Hz, 10Hz, 4Hz, 1H), 2.39 (m, 3H), 2.30-1.90 (m, 6H), 1.69 (m, 1H),
0.95 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 218.6 (Cq), 174.0 (Cq), 166.8 (Cq), 144.5 (Cq), 134.4 (CH), 129.7
(CH), 128.7 (CH), 128.3 (Cq), 124.2 (CH), 51.97 (CH3), 51.90 (CH3), 51.2 (CH), 50.7 (CH), 42.6
(CH), 37.6 (CH2), 34.5 (CH2), 25.9 (CH2), 24.5 (CH2), 20.5 (CH2), 14.0 (CH3)
IR (ATR): 3007 (w), 2954 (m), 2934 (m), 2874 (w), 1735 (s), 1722 (s), 1611 (m), 1435 (m), 1416
(w), 1279 (s), 1179 (m), 1161 (m), 1112 (m), 1103 (m), 1021 (m), 761 (m), 706 (m)
MS (100°C): 372 (M+, 6), 341 (7), 304 (9), 222 (18), 205 (8), 151 (100), 121 (11), 95 (22), 83 (43),
69 (42), 55 (36)
HRMS (C22H28O5): ber. 372.1936, gef. 372.1932
3-Hydroxy-3-(4-methoxyphenyl)-2-((Z)-3-oxo-2-pent-2-enylcyclopentyl)-propansäuremethyl
ester 93
Zu einer Lösung von 0,13 ml (0,94 mmol) Diisopropylamin in 5,5
ml THF werden bei 0°C 0,59 ml (0,94 mmol) einer 1,6M Lösung
von BuLi in Hexan getropft und 5 min nachgerührt. Zu der so
dargestellten LDA-Lösung wird anschließend bei –40°C eine
Lösung von 250 mg (0,93 mmol) 85 in 2,5 ml THF getropft und 30
min bei dieser Temperatur gerührt. Nach der angegebenen Zeit
werden 0,17 ml (1,4 mmol) 4-Methoxybenzaldehyd zugetropft und
unter Beibehaltung des Kühlbades auf 0°C erwärmt (ca. 3 h). Zu
dieser Lösung werden 3 ml 2M HCl gegeben und weitere 2h bei
RT weitergerührt. Anschließend wird mit ges. NaHCO3 gequencht und die wäßrige Phase mit je 30
ml MTBE dreimal extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen werden über MgSO4 getrocknet
und das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck abdestilliert. Das
Rohprodukt wird chromatographisch gereinigt (MTBE/PE = 1:1).
Man erhält 182 mg 93 (0,5 mmol, 54%) als farbloses Öl.
Gemisch der Diastereomere: 1:7
1H-NMR (400 MHz): δ = 7.28 (d, 9Hz, 2H), 6.87 (d, 9Hz, 2H), 5.50 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz,
0.88H), 5.52 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 0.12H), 5.32 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 0.88H), 5.17 (dtt, 11Hz,
7Hz, 1.5Hz, 0.12H), 5.04 (dd, 9Hz, 2Hz, 0.12H), 4.98 (dd, 9Hz, 2Hz, 0.88H), 3.80 (s, 3H), 3.53 (s,
COOMe
O
HO
OMe
COOMe
O
COOMe
II. Experimenteller Teil
77
0.36H), 3.46 (s, 2.64H), 3.09 (dd, 9Hz, 4Hz, 0.12H), 3.00 (dd, 9Hz, 4Hz, 0.88H), 2.68-2.20 (m,
5H), 2.20-1.92 (m, 4H), 1.81 (m, 1H), 0.97 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (67.9 MHz): δ = 220.0 (Cq), 173.0 (Cq), 159.1 (Cq), 134.2 (CH), 134.1 (Cq), 127.6 (CH),
124.9 (CH), 113.6 (CH), 72.9 (CH), 55.9 (CH), 55.0 (CH3), 51.5 (CH3), 51.3 (CH), 39.6 (CH), 37.7
(CH2), 26.4 (CH2), 25.3 (CH2), 20.5 (CH2), 14.0 (CH3)
IR (ATR): 3474 (br), 3004 (w), 2957 (m), 2933 (m), 2874 (w), 2837 (w), 1729 (s), 1611 (m), 1513
(s), 1459 (m), 1435 (m), 1247 (s), 1173 (m), 1159 (m), 1031 (m), 832 (m)
MS (130°C): 360 (M+, 1), 342 (19), 313 (36), 192 (23), 161 (18), 149 (60), 137 (100), 121 (33),
109 (41), 77 (30), 55 (22)
HRMS (C21H28O5): ber. 360.1937, gef. 360.1933
3-(4-Bromphenyl)-3-hydroxy-2-((Z)-3-oxo-2-pent-2-enylcyclopentyl)-propansäuremethylester
94
Zu einer Lösung von 0,16 ml (1,13 mmol) Diisopropylamin in 7
ml THF werden bei 0°C 0,7 ml (1,13 mmol) einer 1,6M Lösung
von BuLi in Hexan getropft und 5 min nachgerührt. Zu der so
dargestellten LDA-Lösung wird anschließend bei –40°C eine
Lösung von 300 mg (1,12 mmol) 85 in 3 ml THF getropft und 30
min bei dieser Temperatur gerührt. Nach der angegebenen Zeit
wird eine Lösung von 311 mg (1,68 mmol) 4-Brombenzaldehyd in
1,5 ml THF zugetropft und unter Beibehaltung des Kühlbades auf
0°C erwärmt (ca. 3 h). Zu dieser Lösung werden 3 ml 2M HCl
gegeben und weitere 2h bei RT weitergerührt. Anschließend wird mit ges. NaHCO3 gequencht und
die wäßrige Phase mit je 30 ml MTBE dreimal extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen
werden über MgSO4 getrocknet und das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer unter
vermindertem Druck abdestilliert. Das Rohprodukt wird chromatographisch gereinigt (MTBE/PE =
1:1).
Man erhält 307 mg 94 (0,75 mmol, 67%) als farbloses Öl.
Gemisch der Diastereomere: 1:3
1H-NMR (400 MHz): δ = 7.47 (d, 8Hz, 2H), 7.24 (d, 8Hz, 2H), 5.50 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz,
0.75H), 5.40 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 0.25H), 5.31 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 0.75H), 5.10 (m, 0.5H),
5.01 (dd, 8Hz, 3Hz, 0.75H), 3.58 (s, 0.75H), 3.50 (s, 2.25H), 3.05 (dd, 8Hz, 4Hz, 0.75H), 2.96 (dd,
8Hz, 4Hz, 0.75H), 2.50-2.20 (m, 5H), 2.15-1.94 (m, 4H), 1.88 (m, 1H), 0.98 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (67.9 MHz): δ = 219.7 (Cq), 173.0 (Cq), 141.0 (Cq), 134.3 (CH), 131.4 (CH), 128.1
(CH), 124.8 (CH), 121.8 (Cq), 72.7 (CH), 55.8 (CH), 51.5 (CH)/(CH3), 39.3 (CH), 37.7 (CH2), 26.5
(CH2), 25.5 (CH2), 20.5 (CH2), 14.0 (CH3)
IR (ATR): 3462 (br), 3006 (w), 2959 (m), 2932 (m), 2873 (w), 1728 (s), 1484 (w), 1457 (w), 1435
(m), 1406 (m), 1376 (w), 1330 (m), 1193 (m), 1160 (m), 1070 (m), 1010 (m), 821 (m)
MS (140°C): [410, 408] (M+, 11), [392, 390] (22), [361, 363] (100), [331, 333] (18), [322, 324]
(11), [263, 265] (29), [240, 242] (36), [209, 211] (22), 185 (55), 150 (82), 121 (23), 77 (23)
HRMS (C20H2579BrO4): ber. 408.0936, gef. 408.0934
COOMe
O
HO
Br
II. Experimenteller Teil
78
3-(3-Bromphenyl)-3-hydroxy-2-((Z)-3-oxo-2-pent-2-enylcyclopentyl)-propansäuremethylester
95
Zu einer Lösung von 0,16 ml (1,13 mmol) Diisopropylamin in 7
ml THF werden bei 0°C 0,7 ml (1,13 mmol) einer 1,6M Lösung
von BuLi in Hexan getropft und 5 min nachgerührt. Zu der so
dargestellten LDA-Lösung wird anschließend bei –40°C eine
Lösung von 300 mg (1,12 mmol) 85 in 3 ml THF getropft und 30
min bei dieser Temperatur gerührt. Nach der angegebenen Zeit
werden 0,197 ml (1,68 mmol) 3-Brombenzaldehyd zugetropft und
unter Beibehaltung des Kühlbades auf 0°C erwärmt (ca. 3 h). Zu
dieser Lösung werden 3 ml 2M HCl gegeben und weitere 2h bei
RT weitergerührt. Anschließend wird mit ges. NaHCO3 gequencht
und die wäßrige Phase mit je 30 ml MTBE dreimal extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen
werden über MgSO4 getrocknet und das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer unter
vermindertem Druck abdestilliert. Das Rohprodukt wird chromatographisch gereinigt (MTBE/PE =
1:1).
Man erhält 215 mg 95 (0,52 mmol, 46%) als farbloses Öl.
Gemisch der Diastereomere: 1:7
1H-NMR (400 MHz): δ = 7.54 (dd, 1.5Hz, 1.5Hz, 1H), 7.42 (ddd, 8Hz, 1.5Hz, 1.5Hz, 1H), 7.30
(ddd, 8Hz, 1.5Hz, 1.5Hz, 1H), 7.21 (dd, 8Hz, 8Hz, 1H), 5.51 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 0.88H), 5.39
(dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 0.12H), 5.30 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 0.88H), 5.10 (m, 0.24H), 5.01 (dd,
8Hz, 3Hz, 0.88H), 3.59 (s, 0.36H), 3.52 (s, 2.64H), 3.06 (dd, 7Hz, 4Hz, 0.12H), 2.96 (dd, 8Hz, 4Hz,
0.88H), 2.76 (d, 3Hz, 0.12H), 2.70-2.20 (m, 5H), 2.15-2.00 (m, 4H), 1.74 (m, 1H), 0.97 (t, 7.5Hz,
3H)
13C-NMR (67.9 MHz): δ = 219.9 (Cq), 172.9 (Cq), 114.5 (Cq), 134.2 (CH), 130.9 (CH), 129.8
(CH), 129.4 (CH), 125.0 (CH), 124.7 (CH), 122.3 (Cq), 72.6 (CH), 55.7 (CH), 51.5 (CH)/(CH3),
39.3 (CH), 37.7 (CH2), 26.4 (CH2), 25.3 (CH2), 20.5 (CH2), 14.0 (CH3)
IR (ATR): 3473 (br), 3006 (w), 2961 (m), 2933 (m), 2874 (w), 1731 (s), 1594 (w), 1571 (w), 1461
(w), 1434 (m), 1406 (w), 1377 (w), 1332 (w), 1194 (m), 1161 (m), 1071 (m), 786 (m), 697 (m)
MS (145°C): [410, 408] (M+, 7), [392, 390] (6), [363, 361] (16), [333, 331] (7), [265, 263] (13),
[265, 263] (11), [242, 240] (11), 185 (17), 150 (100), 121 (18), 95 (19), 83 (23), 77 (30)
HRMS (C20H2579BrO4): ber. 408.0936, gef. 408.0941
3-(3,4-Dimethoxyphenyl)-3-hydroxy-2-((Z)-3-oxo-2-pent-2-enylcyclopentyl)-propansäure
methylester 96
Zu einer Lösung von 0,16 ml (1,13 mmol) Diisopropylamin in 7
ml THF werden bei 0°C 0,7 ml (1,13 mmol) einer 1,6M Lösung
von BuLi in Hexan getropft und 5 min nachgerührt. Zu der so
dargestellten LDA-Lösung wird anschließend bei –40°C eine
Lösung von 300 mg (1,12 mmol) 85 in 2,5 ml THF getropft und 30
min bei dieser Temperatur gerührt. Nach der angegebenen Zeit
wird eine Lösung von 279 mg (1,68 mmol) 3,4-
Dimethoxybenzaldehyd in 1,5 ml THF zugetropft und unter
Beibehaltung des Kühlbades auf 0°C erwärmt (ca. 3 h). Zu dieser
Lösung werden 3 ml 2M HCl gegeben und weitere 2h bei RT
COOMe
O
HO
Br
COOMe
O
HO
OMe
OMe
II. Experimenteller Teil
79
weitergerührt. Anschließend wird mit ges. NaHCO3 gequencht und die wäßrige Phase mit je 30 ml
MTBE dreimal extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen werden über MgSO4 getrocknet und
das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck abdestilliert. Das
Rohprodukt wird chromatographisch gereinigt (MTBE/PE = 1:1).
Man erhält 190 mg 96 (0,48 mmol, 43 %) als farbloses Öl.
Gemisch der Diastereomere: 1:6
1H-NMR (400 MHz): δ = 6.92 (d, 2Hz, 1H), 6.88 (dd, 8Hz, 2Hz, 1H), 6.81 (d, 8Hz, 1H), 5.50 (dtt,
11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 0.86H), 5.40 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 0.14H), 5.13 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz,
0.86H), 5.18 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 0.14H), 5.04 (dd, 9Hz, 2Hz, 0.14H), 4.99 (dd, 9Hz, 2Hz,
0.86H), 3.89 (s, 3H), 3.86 (s, 3H), 3.53 (s, 0.42H), 3.48 (s, 2.58H), 3.09 (dd, 9Hz, 4Hz, 0.14H), 3.00
(dd, 9Hz, 4Hz, 0.86H), 2.66-1.96 (m, 9H), 1.80 (m, 1H), 0.97 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 219.8 (Cq), 172.9 (Cq), 148.5 (Cq), 148.3 (Cq), 134.8 (Cq), 133.8 (CH),
124.8 (CH), 118.6 (CH), 110.4 (CH), 109.2 (CH), 73.0 (CH), 55.8 (CH), 55.5 (CH3), 51.4 (CH3),
51.1 (CH), 39.7 (CH), 37.6 (CH2), 26.3 (CH2), 25.0 (CH2), 20.3 (CH2), 13.9 (CH3)
IR (ATR): 3500 (br), 3003 (w), 2957 (m), 2934 (m), 2875 (w), 2837 (w), 1731 (s), 1606 (w), 1594
(w), 1517 (m), 1463 (m), 1437 (m), 1421 (m), 1261 (s), 1236 (s), 1156 (s), 1139 (s), 1027 (s)
MS (145°C): 390 (M+, 36), 372 (11), 343 (23), 222 (39), 191 (20), 167 (100), 151 (68), 139 (80),
99 (35), 73 (62)
HRMS (C22H30O6): ber. 390.2042, gef. 390.2044
2-Oxo-3-((Z)-3-oxo-2-pent-2-enylcyclopentyl)-butandisäuredimethylester 97
Zu einer Lösung von 0,14 ml (1mmol) Diisopropylamin in 2 ml THF
werden bei 0 °C 0,4 ml (1 mmol) einer 1,6M Lösung von
Buthyllithium in Hexan getropft und 5 min gerührt. Anschließend
wird auf –78 °C abgekühlt und eine Lösung von 268 mg (1 mmol) 85
in 1 ml THF zugetropft. Es wird 10 min gerührt und danach wird eine
Lösung von 177 mg (1,5 mmol) Dimethyloxalat in 1,5 ml THF
zugetropft. Das Reaktionsgemisch wird unter langsamer Erwärmung
auf RT (Beibehaltung des Kühlbades) 22 h gerührt. Zur Aufarbeitung wird 2M HCl zugetropft (pH
2-3), eine Stunde bei RT gerührt, mit etwas H2O verdünnt und die wäßrige Phase dreimal mit je 30
ml MTBE extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen werden über MgSO4 getrocknet und das
Lösungsmittel am Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck abdestilliert. Das Rohprodukt
wird chromatographisch gereinigt (MTBE/PE = 1:3, Kieselgel mit MeOH vorbehandeln).
Man erhält 170 mg 97 (0,55 mmol, 55 %) als hellgelbes Öl.
Keto:Enol = 1:1
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.46 (m, 2x1H), 5.26 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 1H), 5.20 (dtt, 11Hz, 7Hz,
1.5Hz, 1H), 4.36 (d, 4Hz, 1H), 4.34 (d, 6Hz, 1H), 3.91 (s, 2x3H), 3.86 (d, 8Hz, 1H), 3.76 (s, 2x3H),
2.66 (m, 2x1H), 2.40-2.00 (m, 6H+7H), 1.80 (m, 1H), 1.57 (m, 2x1H), 0.97 (t, 7.5Hz, 3H), 0.94 (t,
7.5Hz, 3H),
13C-NMR (67.9 MHz): δ = 217.2/214.4 (Cq), 187.5 (Cq), 168.2 (Cq), 167.9 (Cq), 160.5 (Cq),
134.5/134.3 (CH), 124.4/124.1 (CH), 55.6/55.1 (CH3), 53.2 (CH3), 52.6/52.4 (CH), 51.0 (CH), 50.6
(CH), 39.4/38.8 (CH), 37.3/37.2 (CH2), 26.0/25.6 (CH2), 24.2/23.4 (CH2), 20.4 (CH2), 13.8 (CH3)
IR (ATR): 3007 (w), 2957 (m), 2933 (m), 2874 (w), 2854 (w), 1730 (s), 1436 (m), 1253 (m), 1228
(m), 1201 (m), 1167 (m), 1054 (m),
COOMe
O
O COOMe
II. Experimenteller Teil
80
MS (GC): 310 (M+, 2), 265 (7), 207 (8), 191 (7), 161 (100), 150 (46), 133 (22), 115 (20), 79 (15),
55 (8)
HRMS (C16H22O6): ber. 310.1416, gef. 310.1417
2-((Z)-6-Pent-2-enyl-1,4-dioxaspiro[4.4]non-7-yl)-pent-4-en-1-ol 99
Zu einer Suspension von 180 mg (4,7 mmol) LAH in 8 ml THF wird eine
Lösung von 800 mg (2,6 mmol) 98 in 2 ml THF zugetropft und 2h bei RT
gerührt. Anschließend wird mit Wasser hydrolysiert und die wäßrige Phase
dreimal mit je 40 ml MTBE extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen
werden über MgSO4 getrocknet und das Lösungsmittel am
Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck abdestilliert. Das
Rohprodukt wird chromatographisch gereinigt (MTBE/PE=1.1).
Man erhält 606 mg 99 (2,1 mmol, 81%) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.82 (ddt, 17Hz, 12Hz, 7Hz, 1H), 5.40 (m, 2H), 5.10-5.00 (m, 2H), 3.90
(m, 4H), 3.64 (m, 1H), 3.57 (m, 1H), 2.20 (m, 1H), 2.18-1.62 (m, 11H), 1.42 (m, 1H), 2.20 (m, 1H)
13C-NMR (67.9 MHz): δ = 137.3 (CH), 131.4 (CH), 127.8 (CH), 117.5 (Cq), 115.4 (CH2), 64.3
(CH2), 63.4 (CH2), 47.7 (CH), 42.7 (CH), 42.5 (CH), 34.7 (CH2), 31.2 (CH2), 27.2 (CH2), 23.1
(CH2), 20.1 (CH2), 13.8 (CH3)
IR (ATR): 3456 (br), 2960 (s), 2932 (s), 2875 (s), 1462 (m), 1154 (m), 1044 (s), 911 (m)
MS (100°C): 280 (M+, <1), 249 (4), 195 (20), 153 (8), 99 (100), 86 (18)
HRMS (C17H28O3): ber. 280.2038, gef. 280.2043
{4-[2-((Z)-3-Oxo-2-pent-2-enylcyclopentyl)-pent-4-enyloxy]-phenyl}-essigsäuremethylester
100
Zu einer Lösung von 600 mg (2,14 mmol) 99, 650 mg (2,3
mmol) PPh3 und 380 mg (2,3 mmol) 4-
Hydroxyphenylessigsäuremethylester in 5 ml THF werden
innerhalb von 30 min 0,38 ml (2,5 mmol) DEAD zugetropft, so
daß am Ende der Zugabe ein roter Farbton bestehen bleibt.
Anschließend wird 12 h bei RT gerührt, anschließend im
Vakuum eingeengt und der Rückstand mit MTBE/PE=1:2 über
Kieselgel filtriert. Das Lösungsmittel wird am
Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck abdestilliert und der Rückstand in 9 ml THF
aufgenommen. Nach der Zugabe von 3 ml 2M HCl wird weitere 3h bei RT gerührt. Anschließend
wird mit 10 ml ges. NaHCO3 neutralisiert und die wäßrige Phase dreimal mit je 50 ml MTBE
extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen werden über MgSO4 getrocknet und eingeengt. Der
Rückstand wird chromatographisch gereinigt (MTBE/PE= 1:2).
Man erhält 360 mg 100 (0,94 mmol, 43%) als hellgelbes Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 7.18 (d, 8Hz, 2H), 6.82 (d, 8Hz, 2H), 5.81 (ddt, 17Hz, 12Hz, 7Hz, 1H),
5.42 (ddt, 11Hz, 7Hz, 1Hz, 1H), 5.24 (ddt, 11Hz, 7Hz, 1Hz, 1H), 5.10-5.00 (m, 2H), 3.68 (s, 3H),
3.57 (s, 2H), 2.28-2.00 (m, 12H), 1.60 (m, 1H), 0.95 (t, 7Hz, 3H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 219.3 (Cq), 171.8 (Cq), 157,6 (Cq), 136.2 (CH), 133.4 (CH), 129.9
(CH), 125.8 (CH), 124.8 (CH), 116.5 (CH2), 114.1 (CH), 68.2 (CH2), 67.2 (CH2), 51.6 (CH), 51.0
O
COOMe
O
O
O
OH
II. Experimenteller Teil
81
(CH3), 42.0 (CH), 39.8 (CH2), 39.1 (CH), 37.6 (CH2), 34.5 (CH2), 31.0 (CH2), 25.7 (CH2), 22.1
(CH2), 20.3 (CH2), 13.8 (CH3)
IR (ATR): 3006 (w), 2959 (m), 2929 (m), 2875 (m), 1736 (s), 1513 (s), 1298 (m), 1242 (m), 1158
(m), 1017 (m)
MS (140°C): 384(M+, 8), 316 (10), 248 (5), 219 (6), 166 (100), 151 (42), 107 (40)
HRMS (C24H32O4): ber. 384.2300, gef. 384.1205
Zu Kapitel 8
7-(3,3-Dibromallyl)-6-(Z)-pent-2-enyl-1,4-dioxaspiro[4.4]nonan 104
Zu einer Lösung von 1,83 g (7 mmol) PPh3 in 10 ml CH2Cl2 wird bei 0 °C
eine Lösung von 1,16 g (3,5 mmol) CBr4 in 4 ml CH2Cl2 zugetropft und 10
min gerührt. Anschließend wird eine Lösung von 0,7 g (2,9 mmol) 102 in 1
ml CH2Cl2 zugetropft und 1,5 h bei 0 °C weitergerührt. Das Lösungsmittel
wird am Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck abdestilliert und
der Rückstand chromatographisch gereinigt. Man erhält 0,79 g eines 3:1
Gemisches von 104 und 105 welches in 50 ml Benzol aufgenommen wird und mit katalytischen
Mengen PPTS und einem Überschuß Glykol am Wasserabscheider refluxiert wird, bis sich kein
Reaktionswasser mehr bildet . Das Benzol wird abdestilliert und der Rückstand in 50 ml MTBE
aufgenommen. Die organische Phase wird mit 10 ml ges. NaHCO3, 10 ml Wasser und 10 ml ges.
NaCl gewaschen, über MgSO4 getrocknet und das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer unter
vermindertem Druck abdestilliert. Eine weitere Reinigung ist nicht erforderlich.
Man erhält 0,856 g 104 (2,17 mmol, 75 %) als hellgelbes Öl.
3-(3,3-Dibromallyl)-2-(Z)-pent-2-enylcyclopentanon 105
1H-NMR (400 MHz): δ = 6.45 (t, 7.5Hz, 1H), 5.46 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz,
1H), 5.22 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 1H), 2.46 (ddd, 15Hz, 7.5Hz, 4Hz, 1H),
2.83 (m, 3H), 2.22-1.98 (m, 6H), 1.88 (dtd, 11Hz, 5Hz, 2Hz, 1H), 1.51 (m,
1H), 0.96 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (67.9 MHz): δ = 219.0 (Cq), 135.8 (CH), 133.9 (CH), 124.8 (CH),
90.1 (Cq), 53.9 (CH), 39.8 (CH), 37.7 (CH2), 37.4 (CH2), 26.7 (CH2), 25.3
(CH2), 20.5 (CH2), 14.1 (CH3)
IR (ATR): 3007 (w), 2961 (m), 2931 (m), 2873 (w), 1740 (s), 1460 (m), 1437 (m), 1406 (m), 1148
(m), 760 (m)
MS (20°C): 350 (M+, <1), 323 (5), 321 (10), 319 (5), 201 (2), 199 (4), 197 (2), 151 (32), 107 (27),
83 (100), 67 (19)
HRMS (C13H1879Br2O): ber. 347.9724, gef. 347.9726
Spektroskopische Daten zu 104
1H-NMR (400 MHz): δ = 6.40 (t, 7Hz, 1H), 5.40 (m, 2H), 3.92 (m, 4H), 2.36 (ddd, 15Hz, 7Hz,
4Hz, 1H), 2.30-2.00 (m, 5H), 1.94-1.62 (m, 5H), 1.34 (m, 1H), 0.97 (t, 7.5Hz, 3H)
O
O
Br
Br
Br
Br
O
II. Experimenteller Teil
82
13C-NMR (67.9 MHz): δ = 137.0 (CH), 131.8 (CH), 127.6 (CH), 117.5 (Cq), 89.0 (Cq), 64.4 (CH2),
63.9 (CH2), 50.8 (CH), 41.4 (CH), 38.3 (CH2), 35.0 (CH2), 27.3 (CH2), 26.5 (CH2), 20.4 (CH2),
14.1 (CH3)
IR (ATR): 3006 (w), 2961 (m), 2931 (m), 2873 (w), 1740 (s), 1459 (m), 1436 (m), 1406 (m), 1146
(m), 780 (m)
MS (90°C): [396, 394, 392] (M+, 2, 4, 2), 323 (9), 321 (18), 319 (9), 315 (20), 313 (20), 195 (70),
151 (48), 133 (39), 99 (100), 83 (94), 67 (25)
HRMS (C15H2279Br2O2): ber. 391.9986, gef. 391.9983
6-(Z)-Pent-2-enyl-7-prop-2-inyl-1,4-dioxaspiro[4.4]nonan 103
Zu einer Lösung von 0,856 g (2,17 mmol) 104 in 8 ml THF werden
bei –78°C 2,75 ml (4,4 mmol) einer 1,6M Lösung von Buthyllithium
in Hexan getropft und 2 h unter Erwärmung auf RT weitergerührt.
Zur Aufarbeitung werden 10 ml Wasser zugegeben und die wäßrige
Phase dreimal mit je 30 ml MTBE extrahiert. Die vereinigten
organischen Phasen werden über MgSO4 getrocknet und das
Lösunsmittel am Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck abdestilliert. Das Rohprodukt
wird chromatographisch gereinigt (MTBE/PE =1:10).
Man erhält 458 mg 103 (1,96 mmol, 90 %) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.38 (m, 2H), 3.92 (m, 4H), 2.40 (dt, 17Hz, 3Hz, 1H), 2.23 (m, 2H), 2.10
(m, 3H), 1.95 (t, 3Hz, 1H), 1.90-1.68 (m, 5H), 1.50 (m, 1H), 0.97 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 131.5 (CH), 127.5 (CH), 117.6 (Cq), 82.3 (CH), 68.9 (Cq), 64.2 (CH2),
63.9 (CH2), 49.7 (CH), 40.9 (CH), 34.8 (CH2), 26.8 (CH2), 25.9 (CH2), 23.3 (CH2), 20.2 (CH2),
13.9 (CH3)
IR (ATR): 3302 (m), 3003 (m), 2962 (s), 2934 (s), 2875 (s), 2117 (w), 1462 (m), 1432 (m), 1323
(m), 1222 (m), 1152 (m), 1043 (m), 947 (m)
MS (115°C): 234 (M+, 1), 195 (35), 153 (10), 114 (15), 99 (100), 86 (20), 67 (18)
HRMS (C15H22O2): ber. 234.1619, gef. 234.1621
7-(7-Bromhept-2-inyl)-6-(Z)-pent-2-enyl-1,4-dioxaspiro[4.4]nonan 108
Zu einer Lösung von 100 mg (0,42 mmol) 103 in 3 ml THF
werden bei 0 °C 0,26 ml einer 1,6M Lösung von
Buthyllithium in Hexan getropft und 10 min gerührt.
Anschließend werden 324 mg (1,5 mmol) 1,4-Dibrombutan
zugegeben und 24 h refluxiert. Nach der Zugabe von 10 ml
MTBE wird filtriert, das Lösungsmittel am
Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck abdestilliert und das Rohprodukt
chromatographisch gereinigt (MTBE/PE 1:10).
Man erhält 106 mg 108 (0,29 mmol, 69 %) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.38 (m, 2H), 3.90 (m, 4H), 3.43 (t, 7Hz, 2H), 2.36 (m, 1H), 2.20 (m,
4H), 2.15-1.95 (m, 5H), 1.94-1.58 (m, 7H), 1.47 (m, 1H), 0.97 (t, 7.5Hz, 3H)
O
O
H
O
O
Br
II. Experimenteller Teil
83
13C-NMR (67.9 MHz): δ = 131.7 (CH), 127.9 (CH), 118.0 (Cq), 79.9 (Cq), 78.9 (Cq), 64.5 (CH2),
64.1 (CH2), 50.0 (CH), 41.6 (CH), 35.1 (CH2), 33.2 (CH2), 31.6 (CH2), 27.3 (CH2), 27.1 (CH2),
26.1 (CH2), 23.8 (CH2), 20.4 (CH2), 17.8 (CH2), 14.1 (CH3)
IR (ATR): 2960 (s), 2934 (s), 2897 (s), 2874 (s), 1458 (m), 1434 (m), 1324 (m), 1251 (m), 1151
(m), 1043 (s), 946 (m)
MS (145°C): 368/370 (M+, <1), 289 (20), 221 (25), 195 (42), 153 (10), 99 (100), 86 (24)
HRMS (C19H2979BrO2): ber. 368.1351, gef. 368.1355
7-(3-Iodprop-2-inyl)-6-(Z)-pent-2-enyl-1,4-dioxaspiro[4.4]nonan 113
Zu einer Lösung von 200 mg (0,51 mmol) 103 in 5 ml THF werden
bei –78 °C 0,63 ml einer 1,6M Lösung von Buthyllithium in Hexan
getropft, eine Stunde bei dieser Temperatur gerührt, 30 min bei RT
und anschließend wieder auf –78 °C abgekühlt. Zu dieser Lösung
wird eine Lösung von 150 mg (0,59 mmol) Iod in 3 ml THF
zugetropft bis eine schwache Rotfärbung bestehen bleibt und unter
Erwärmung auf RT weitergerührt. Das Reaktionsgemisch wird mit MTBE verdünnt, über Kieselgel
filtriert, das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck abdestilliert und das
Rohprodukt chromatographischgereinigt (MTBE/PE 1:7).
Man erhält 137 mg 113 (0,38 mmol, 76 %) als hellgelbes Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.36 (m, 2H), 3.91 (m, 4H), 2.56 (dd, 17Hz, 4Hz, 1H), 2.40 (dd, 17Hz,
6Hz, 1H), 2.22 (m, 1H), 2.08 (m, 3H), 1.94-1.66 (m, 6H), 1.46 (m, 1H), 0.97 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (67.9 MHz): δ = 131.9 (CH), 127.5 (CH), 117.7 (Cq), 92.8 (Cq), 64.4 (CH2), 64.0 (CH2),
49.9 (CH), 41.2 (CH), 34.9 (CH2), 27.1 (CH2), 26.0 (CH2), 25.9 (CH2), 20.4 (CH2), 14.1 (CH3)
IR (ATR): 3002 (w), 2961 (s), 2932 (s), 2874 (s), 2185 (w), 1460 (m), 1435 (m), 1322 (m), 1151
(s), 1040 (s), 947 (m)
MS (120°C): 359 (M+-H, 1), 277 (32), 233 (23), 195 (69), 171 (30), 127 (21), 99 (100), 67 (32)
HRMS (C15H20IO2): (M+-H), ber. 359.0508, gef. 359.0511
(Z)-7-Bromomethyl-6-pent-2-enyl-1,4-dioxaspiro[4.4]nonan 116
Zu einer Lösung von 450 mg (2 mmol) 60, 520 mg (2 mmol) PPh3 und
0,14 ml (1,8 mmol) Pyridin in 7 ml CH2Cl2 wird innerhalb einer Stunde
eine Lösung von 660 mg (2 mmol) CBr4 in 3 ml CH2Cl2 zugetropft. Man
rührt 10 h bei RT und gießt auf 30 ml Wasser. Die wüßrige Phase wird
dreimal mit je 40 ml MTBE extrahiert, die vereinigten organischen
Phasen über MgSO4 getrocknet und das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer unter
vermindertem Druck abdestilliert. Das Rohprodukt wird chromatographisch gereinigt (MTBE/PE =
1:8).
Man erhält 440 mg 116 (1,52 mmol, 76 %) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.40 (m, 2H), 3.93 (m, 4H), 3.60 (dd, 9Hz, 4Hz, 1H), 3.38 (dd, 9Hz,
8Hz, 1H), 2.24 (m, 1H), 2.06 (m, 4H), 2.00-1.70 (m, 4H), 1.50 (m, 1H), 0.96 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 132.3 (CH), 127.1 (CH), 117.6 (Cq), 64.5 (CH2), 64.1 (CH2), 49.7
(CH), 44.4 (CH), 39.0 (CH2), 34.5 (CH2), 26.8 (CH2), 26.2 (CH2), 20.4 (CH2), 14.0 (CH3)
O
O
I
Br
O
O
II. Experimenteller Teil
84
IR (ATR): 3004 (m), 2961 (s), 2934 (m), 2874 (s), 1461 (m), 1437 (m), 1311 (m), 1227 (m), 1153
(m), 1043 (s), 947 (m)
MS (20°C): 290 (M+, 6), 288 (M+, 6), 261 (3), 259 (3), 222 (4), 220 (4), 209 (70), 195 (25), 153
(23), 127 (57), 114 (48), 99 (100), 67 (20), 55 (22)
HRMS (C13H21O2Br): ber. 288.0725, gef. 288.0721
8-((Z)-3-Oxo-2-pent-2-enylcyclopentyl)-oct-6-insäuremethylester 120
Zu einer Lösung von 200 mg (0,54 mmol) 108 in 5 ml
THF werden bei –78 °C 0,63 ml einer 1,7M Lösung von
tert-Buthyllithium in Pentan getropft und 5 h bei dieser
Temperatur gerührt. Anschließend wird festes CO2
zugegeben und unter Erwärmung auf RT weitergerührt.
Danach wird 1M HCl zugetropft und die wäßrige Phase
viermal mit je 20 ml MTBE extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen werden über MgSO4
getrocknet und das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck abdestilliert.
Zur Abtrennung des dehalogenierten Produktes wird über Kieselgel filtriert (MTBE/PE 1:3 dann
MTBE + 1 % CH3COOH). Die aus der 2. Fraktion erhaltene Säure wird in 4 ml MeOH
aufgenommen und mit 0,3 ml SOCl2 versetzt und 5 h weitergerührt. Danach wird mit Wasser
verdünnt und dreimal mit je 20 ml MTBE extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen werden
über MgSO4 getrocknet und das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck
abdestilliert. Das Rohprodukt wird chromatographisch gereinigt (MTBE/PE =1:3).
Man erhält 73 mg 120 (0,24 mmol, 44%) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.44 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 1H), 5.27 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 1H), 3.68
(s, 3H), 2.45 (ddt, 17Hz, 2Hz, 2Hz, 1H), 2.37 (m, 4H), 2.33 (t, 7.5Hz, 2H), 2.22 (tt, 7Hz, 2Hz, 2H),
2.14- 1.96 (m, 6H), 1.72 (m, 3H), 1.53 (m, 2H), 0.95 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (67.9 MHz): δ = 219.9 (Cq), 173.8 (Cq), 133.6 (CH), 125.1 (CH), 81.9 (Cq), 77.1 (Cq),
52.9 (CH), 51.4 (CH3), 40.0 (CH), 37.7 (CH2), 33.4 (CH2), 28.3 (CH2), 26.0 (CH2), 25.2 (CH2),
24.0 (CH2), 22.7 (CH2), 20.5 (CH2), 18.3 (CH2), 14.1 (CH3)
IR (ATR): 3008 (w), 2953 (m), 2933 (m), 2873 (m), 1738 (s), 1435 (m), 1363 (w) 1262 (w), 1206
(m), 1173 (m), 1149 (m), 1069 (w)
MS (110°C): 304 (M+, 4), 236 (8), 189 (7), 151 (50), 83 (100), 69 (37), 55 (42)
HRMS (C19H28O3): ber. 304.2038, gef. 304.2034
8-((Z)-6-Pent-2-enyl-1,4-dioxaspiro[4.4]non-7-yl)-oct-6-innitrile 121
Eine Lösung von 100 mg (0,27 mmol) 108 und 50 mg (0,77
mmol) KCN in 8 ml MeOH/H2O (10:1) wird 24 h refluxiert.
Anschließend wird mit MTBE aufgenommen, die organische
Phase mit Wasser und ges. NaCl gewaschen, über NaSO4
getrocknet und das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer
unter vemindertem Druck abdestilliert. Das Rohprodukt wird
chromatographisch gereinigt (MTBE/PE = 1:2).
Man erhält 50 mg 121 (0,16 mmol, 60 %) als farbloses Öl.
O
O
CN
COOMe
O
II. Experimenteller Teil
85
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.37 (m, 2H), 3.88 (m, 4H), 2.36 (t, 6.5Hz, 2H), 2.34 (m, 1H), 2.26-2.00
(m, 7H), 1.90-1.58 (m, 9H), 1.46 (m, 1H), 0.97 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (67.9 MHz): δ = 157.5 (Cq), 131.8 (CH), 127.8 (CH), 119.4 (Cq), 118.0 (Cq), 79.4 (Cq),
79.3 (Cq), 64.5 (CH2), 64.1 (CH2), 50.0 (CH), 41.6 (CH), 35.2 (CH2), 27.6 (CH2), 27.1 (CH2), 26.2
(CH2), 24.3 (CH2), 23.9 (CH2), 20.4 (CH2), 17.8 (CH2), 16.7 (CH2), 14.1 (CH3)
IR (ATR): 2959 (s), 2934 (s), 2873 (s), 2246 (w), 1460 (m), 1434 (m), 1329 (m), 1151 (m), 1042
(m), 948 (m)
MS (120°C): 315 (M+, 2), 232 (15), 221 (19), 195 (100), 153 (18), 99 (92), 86 (20)
HRMS (C20H29NO2): ber. 315.2198, gef. 315.2197
8-((Z)-3-Oxo-2-pent-2-enylcyclopentyl)-oct-6-innitrile 122
Zu einer Lösung von 47 mg (0,15 mmol) 121 in 2 ml THF
werden 0,6 ml 2M HCl zugetropft und 3 h bei RT gerührt.
Anschließend wird mit NaHCO3 neutralisiert, die wäßrige
Phase dreimal mit je 20 ml MTBE extrahiert, über MgSO4
getrocknet und das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer
unter vermindertem Druck abdestilliert. Das Rohprodukt wird chromatographisch gereinigt
(MTBE/PE 1:3).
Man erhält 33 mg 122 (0,12 mmol, 80 %) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.45 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 1H), 5.26 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 1H), 2.46
(ddt, 17Hz, 2Hz, 2Hz, 1H), 2.36 (t, 7Hz, 2H), 2.22 (tt, 7Hz, 2Hz, 2H), 2.17-2.00 (m, 6H), 1.76 (m,
2H), 1.66 (m, 3H), 0.96 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 219.7 (Cq), 133.7 (CH), 125.0 (CH), 119.3 (Cq), 81.0 (Cq), 77.8 (Cq),
52.9 (CH), 40.0 (CH), 37.7 (CH2), 27.6 (CH2), 26.1 (CH2), 25.3 (CH2), 24.4 (CH2), 22.7 (CH2),
20.5 (CH2), 17.9 (CH2), 16.7 (CH2), 14.1 (CH3)
IR (ATR): 3008 (w), 2959 (m), 2931 (m), 2872 (m), 2246 (w), 1738 (s), 1460 (m), 1430 (m), 1334
(w), 1152 (w), 1070 (w)
MS (120°C): 271 (M+, 1), 203 (23), 151 (40), 133 (10), 107 (10), 83 (100), 67 (12), 55 (10)
HRMS (C18H25NO): ber. 271.1936, gef. 271.1933
4-((Z)-3-Oxo-2-pent-2-enylcyclopentyl)-but-2-insäure 123
Zu einer Lösung von 95 mg (0,4 mmol) 104 in 4 ml THF werden bei
-78 °C 0,18 ml (0,41mmol) einer 2,5M Lösung von Buthyllithium in
Hexan getropft und eine Stunde bei dieser Temperatur gerührt. Zu
dieser Lösung wird festes CO2 zugegeben und unter Erwärmung auf
RT weitergerührt. Das Reaktionsgemisch wird mit Wasser
aufgearbeitet, die wäßrige Phase zweimal mit je 20 ml PE extrahiert,
mit 2M HCl angesäuert (pH 1-2) und 5 h weitergerührt. Die wäßrige Phase wird dann mit je 20 ml
MTBE viermal extrahiert, die vereinigten MTBE-Phasen über MgSO4 getrocknet und das
Lösungsmittel am Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck abdestilliert.
Man erhält 58 mg 123 (0,25 mmol, 63 %) als farbloses Öl und 17 mg (0,073 mmol, 14 %) 103
werden aus der PE-Phase reisoliert.
O
COOH
CN
O
II. Experimenteller Teil
86
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.47 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 1H), 5.23 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 1H), 2.71
(dd, 17Hz, 4Hz, 1H), 2.54 (dd, 17Hz, 7Hz, 1H), 2.48-2.30 (m, 3H), 2.26-1.96 (m, 6H), 1.67 (m,
1H), 0.97 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 219.8 (Cq), 156.7 (Cq), 134.2 (CH), 124.5 (CH), 88.2 (Cq), 74.6 (Cq),
53.1 (CH), 39.1 (CH), 37.6 (CH2), 26.2 (CH2), 25.2 (CH2), 22.9 (CH2), 20.5 (CH2), 14.0 (CH3)
IR (ATR): 3500-2500 (br), 3009 (w), 2964 (m), 2934 (m), 2875 (w), 2237 (m), 1719 (s), 1462 (w),
1406 (m), 1226 (m), 1155 (m), 1073 (m), 755 (m)
MS (100°C): 190 (M+-CO2, 1), 161 (12), 151 (49), 133 (19), 109 (17), 91 (22), 83 (100), 67 (15)
HRMS (C13H18O): (M+-CO2), ber. 190.1357, gef. 190.1353
4-((Z)-3-Oxo-2-pent-2-enylcyclopentyl)-but-2-insäuremethylester 124
Zu einer Lösung von 30 mg (0,13 mmol) 123 in 1 ml Diethylether
wird eine etherische Diazomethanlösung zugetropft bis eine
schwache Gelbfärbung bestehen bleibt. Anschließend wird
eingedampft und der Rückstand chromatographisch gereinigt
(MTBE/PE 1:3).
Man erhält 27 mg 124 (0,11 mmol, 84 %) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.46 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 1H), 5.25 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 1H), 3.77
(s, 3H), 2.68 (dd, 17Hz, 4Hz, 1H), 2.50 (dd, 17Hz, 7Hz, 1H), 2.46-2.28 (m, 3H), 2.24-1.86 (m, 6H),
1.68 (m, 1H), 0.96 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (67.9 MHz): δ = 218.4 (Cq), 153.8 (Cq), 134.1 (CH), 124.7 (CH), 86.2 (Cq), 74.7 (Cq),
53.0 (CH), 52.6 (CH3), 39.2 (CH), 37.5 (CH2), 26.3 (CH2), 25.3 (CH2), 22.8 (CH2), 20.5 (CH2),
14.0 (CH3)
IR (ATR): 3006 (w), 2960 (m), 2933 (m), 2875 (w), 2235 (m), 1740 (m) 1712 (s), 1434 (m), 1254
(s), 1076 (m), 752 (m)
MS (120°C): 248 (M+, 1), 233 (3), 189 (12), 151 (42), 149 (42), 91 (18), 83 (100), 67 (19)
HRMS (C15H20O3): ber. 248.1412, gef. 248.1413
4-((Z)-6-Pent-2-enyl-1,4-dioxaspiro[4.4]non-7-yl)-but-2-in-1-ol 125
Zu einer Lösung von 290 mg (1,24 mmol) 103 in 4 ml THF werden
bei –10 °C 0,52 ml einer 1,6M Lösung von Buthyllithium in Hexan
getropft und 15 min gerührt. Anschließend werden 200 mg
Paraformaldehyd zugegeben und 3 h bei RT gerührt. Danach wird
mit verdünnter HCl aufgearbeitet, die wäßrige Phase dreimal mit je
30 ml MTBE extrahiert und die vereinigten organischen Phasen
über MgSO4 getrocknet. Das Lösungsmittel wird am Rotationsverdampfer unter vermindertem
Druck abdestilliert und der Rückstand chromatographisch gereinigt (MTBE/PE =1:1).
Man erhält 260 mg 125 (0,98 mmol, 79 %) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.36 (m, 2H), 4.24 (t, 2Hz, 2H), 3.89 (m, 4H), 2.42 (ddt, 17Hz, 2Hz,
2Hz, 1H), 2.25 (m, 1H), 2.07 (m, 3H), 1.94-1.67 (m, 5H), 1.50 (m, 1H), 0.97 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (67.9 MHz): δ = 131.8 (CH), 127.5 (CH), 117.9 (Cq), 83.8 (Cq), 79.3 (Cq), 64.4 (CH2),
63.9 (CH2), 50.7 (CH2), 49.8 (CH), 41.2 (CH), 35.1 (CH2), 27.0 (CH2), 26.1 (CH2), 23.7 (CH2),
20.3 (CH2), 14.0 (CH3)
O
COOMe
O
O
OH
II. Experimenteller Teil
87
IR (ATR): 3443 (br), 3003 (m), 2961 (s), 2933 (s), 2874 (s), 1460 (m), 1433 (m), 1324 (m), 1220
(m), 1140 (m), 1019 (s), 949 (m)
MS (125°C): 264 (M+, 1), 247 (10), 195 (76), 153 (15), 99 (100), 86 (23), 67 (21)
HRMS (C16H24O3): ber. 264.1725, gef. 264.1725
[4-((Z)-6-Pent-2-enyl-1,4-dioxaspiro[4.4]non-7-yl)-but-2-inyloxy]-essigsäure-tert-butylester
126
Zu einer Lösung von 80 mg (0,3 mmol) 125 in einem
Zweiphasensystem aus 1 ml 50%iger KOH und 2 ml Toluol
werden 10 mg Bu4NI zugegeben und 0,05 ml (0,35 mmol)
tert-Butylbromacetat zugetropft. Es wird 6 h bei RT gerührt,
wobei je nach Verbrauch weiteres tert-Butylbromacetat
zugetropft werden muß und anschließend mit 2M HCl
neutralisiert. Die wäßrige Phase wird dreimal mit je 20 ml
MTBE extrahiert, über MgSO4 getrocknet und das Lösungsmittel unter vermindertem Druck am
Rotationsverdampfer abdestilliert. Das Rohprodukt wird chromatographisch gereinigt (MTBE/PE =
1:4).
Man erhält 91 mg 126 (0,24 mmol, 80 %) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.38 (m, 2H), 4.27 (t, 2Hz, 2H), 4.03 (s, 2H), 3.90 (m, 4H), 2.44 (ddt,
17Hz, 2Hz, 2Hz, 1H), 2.24 (m, 2H), 2.07 (m, 3H), 1.94-1.66 (m, 5H), 1.48 (s, 9H), 1.44 (m, 1H),
0.96 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (67.9 MHz): δ = 169.1 (Cq), 131.9 (CH), 127.6 (CH), 117.8 (Cq), 86.0 (Cq), 81.5 (Cq),
75.6 (Cq), 66.2 (CH2), 64.5 (CH2), 64.1 (CH2), 58.4 (CH2), 50.1 (CH), 41.3 (CH), 35.0 (CH2), 27.9
(CH3), 27.1 (CH2), 26.1 (CH2), 23.9 (CH2), 20.4 (CH2), 14.1 (CH3)
IR (ATR): 3003 (w), 2966 (m), 2934 (m), 2875 (m), 1747 (s), 1368 (m), 1226 (m), 1161 (s), 1136
(s), 1114 (s), 1042 (m), 947 (m)
MS (110°C): 378 (M+, 1), 321 (8), 247 (23), 195 (64), 153 (15), 127 (19), 99 (60), 57 (100)
HRMS (C22H34O5): ber. 378.2406, gef. 378.2411
[4-((Z)-3-Oxo-2-pent-2-enylcyclopentyl)-but-2-inyloxy]-essigsäure-tert-butylester 127
Zu einer Lösung von 88 mg (0,232 mmol) 126 in 3 ml THF
wird 1 ml 2M HCl zugetropft und 3 h bei RT gerührt.
Anschließend wird mit NaHCO3 neutralisiert, die wäßrige
Phase dreimal mit je 20 ml MTBE extrahiert, über MgSO4
getrocknet und das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer
unter vermindertem Druck abdestilliert. Das Rohprodukt wird
chromatographisch gereinigt (MTBE/PE 1:4).
Man erhält 74 mg 127 (0,221 mmol, 95 %) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.45 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 1H), 5.26 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 1H), 4.28
(t, 2Hz, 2H), 4.04 (s, 2H), 2.55 (ddt, 17Hz, 2Hz, 2Hz, 1H), 2.38 (m, 4H), 2.20-2.00 (m, 6H), 1.68
(m, 1H), 1.50 (s, 9H), 0.96 (t, 7.5Hz, 3H)
OOtBu
O
O
O
O
OOtBu
O
II. Experimenteller Teil
88
13C-NMR (67.9 MHz): δ = 219.2 (Cq), 169.0 (Cq), 133.7 (CH), 124.9 (CH), 83.3 (Cq), 81.6 (Cq),
77.2 (Cq), 66.5 (CH2), 58.4 (CH2), 52.939.7 (CH), 37.6 (CH2), 27.9 (CH3), 26.1 (CH2), 25.2 (CH2),
22.8 (CH2), 20.4 (CH2), 14.0 (CH3)
IR (ATR): 3005 (w), 2967 (m), 2933 (m), 2874 (m), 1742 (s), 1458 (m), 1368 (m), 1227 (m), 1161
(m), 1135 (m), 1114 (m), 845 (m)
MS (130°C): 278 (M+-C4H8, 6), 210 (35), 151 (37), 91 (17), 83 (62), 57 (100)
HRMS (C16H22O4): (M+-C4H8) ber. 278.1518, gef. 278.1519
[4-((Z)-3-Oxo-2-pent-2-enylcyclopentyl)-but-2-inyloxy]-essigsäure 128
70 mg (0,209 mmol) 127 werden in 1 ml TFA aufgenommen
und 5 min gerührt. Dann wird die TFA abgezogen und der
Rückstand mit CH2Cl2 (1 % CH3COOH) über Kieselgel
filtriert.
Man erhält 44 mg 128 (0,158 mmol, 76 %) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.46 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 1H),
5.25 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1.5Hz, 1H), 4.32 (t, 2Hz, 2H), 4.21 (s, 2H), 2.58 (ddt, 17Hz, 2Hz, 2Hz, 1H),
2.40 (m, 4H), 2.20-1.96 (m, 6H), 1.67 (m, 1H), 0.96 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (67.9 MHz): δ = 219.9 (Cq), 174.6 (Cq), 133.8 (CH), 124.8 (CH), 85.1 (Cq), 76.7 (Cq),
65.6 (CH2), 58.8 (CH2), 53.0 (CH), 39.6 (CH), 37.6 (CH2), 26.1 (CH2), 25.2 (CH2), 22.8 (CH2),
20.4 (CH2), 14.0 (CH3)
IR (ATR): 3500-2500 (br), 3007 (w), 2962 (m), 2932 (m), 2874 (w), 1738 (s), 1458 (w), 1428 (m),
1407 (m), 1138 (m), 1112 (m), 927 (w)
MS (135°C): 279 (M++H, 4), 237 (30), 207 (37), 151 (41), 91 (24), 83 (100), 55 (31)
HRMS (C16H23O4): (M++H) ber. 279.1596, gef. 279.1599
(Z)-6-Pent-2-enyl-1,4-dioxaspiro[4.4]nonan-7-carbaldehyde 130
Zu einer Suspension von 0,7 g (2,4 mmol) PDC in 7 ml CH2Cl2 wird
eine Lösung von 400 mg (1,77 mmol) 60 in 1 ml CH2Cl2 getropft und 12
h bei RT gerührt. Anschließend wird über Kieselgel filtriert und das
Rohprodukt chromatographisch gereinigt (MTBE/PE = 1:2).
Man erhält 215 mg 130 (0,96 mmol, 54 %) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 9.60 (d, 2Hz, 1H), 5.41 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1Hz, 1H), 5.30 (dtt, 11Hz,
7Hz, 1Hz, 1H), 3.94 (m, 4H), 2.56 (m, 1H), 2.30 (m, 2H), 2.08 (m, 3H), 1.86 (m, 4H), 0.96
(t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (100.6 MHz): 202.3 (CH), 132.9 (CH), 126.3 (CH), 116.9 (Cq), 64.6 (CH2), 64.3 (CH2),
54.0 (CH), 46.7 (CH), 34.3 (CH2), 26.0 (CH2), 21.1 (CH2), 20.3 (CH2), 13.8 (CH3)
IR (ATR): 2963 (m), 2935 (m), 2877 (m), 2715 (w), 1723 (s), 1462 (w), 1309 (w), 1155 (m), 1040
(m), 948 (w)
MS (50°C): 224 (M+, 7), 195 (55), 155 (35), 142 (12), 127 (26), 99 (62), 86 (100), 67 (25), 55 (15)
HRMS (C13H20O3): ber. 224.1412, gef. 224.1415
CHO
O
O
O COOH
O
II. Experimenteller Teil
89
1-((Z)-6-Pent-2-enyl-1,4-dioxaspiro[4.4]non-7-yl)-8-(tetrahydropyran-2-yloxy)-oct-2-in-1-ol
Zu einer Lösung von 190 mg (0,95 mmol) 2-Hept-6-
inyloxytetrahydropyran in 6 ml THF werden bei –10 °C
0,6 ml (0,95 mmol) einer 1,6M Lösung von Buthyllithium
in Hexan getropft und 30 min gerührt. Anschließend wird
eine Lösung von 200 mg (0,89 mmol) 130 in 2 ml THF
zugetropft und unter Erwärmung auf RT weitergerührt.
Anschließend werden 8 ml 1M HCl zugegeben und die wäßrige Phase dreimal mit je 30 ml MTBE
extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen werden über MgSO4 getrocknet und das
Lösungsmittel am Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck abdestilliert. Das Rohprodukt
wird chromatographisch gereinigt (MTBE/PE = 1:1).
Man erhält 286 mg 1-((Z)-6-Pent-2-enyl-1,4-dioxaspiro[4.4]non-7-yl)-8-(tetrahydropyran-2-yloxy)-
oct-2-in-1-ol (0,68 mmol, 76 %) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.42 (m, 2H), 4.57 (m, 1H), 4.38 (m, 1H), 3.90 (m, 5H), 3.74 (dt, 10Hz,
7Hz, 1H), 3.50 (m, 1H), 3.38 (dt, 10Hz, 7Hz, 1H), 2.32-1.36 (m, 25H), 0.96 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (100.6 MHz): [132.4, 132.2 (CH)], [127.9, 127.6 (CH)], [118.0, 117.9 (Cq)], 98.7 (CH),
[85.6, 85.2 (Cq)], [80.5, 79.8 (Cq)], 67.3 (CH2), [65.6, 64.67 (CH)], 64.62 (CH2), 64.1 (CH2), 62.1
(CH2), [48.4, 48.1 (CH)], [47.4, 46.9 (CH)], [34.5, 34.4 (CH2)], 30.6 (CH2), 29.1 (CH2), [28.4, 28.3
(CH2)], [27.17, 27.11 (CH2)], 25.4 (CH2), 25.3 (CH2), 22.8 (CH2), 20.5 (CH2), 19.5 (CH2), 18.5
(CH2), [14.14, 14.10 (CH3)]
IR (ATR): 3444 (br), 2939 (s), 2872 (s), 2212 (w), 1731 (w), 1669 (w), 1454 (m), 1440 (m), 1353
(m), 1200 (m), 1137 (s), 1120 (s), 1076 (s), 1035 (s), 1022 (s), 948 (m), 906 (m), 869 (m)
MS (145°C): [420 (M+, 60), 402 (M-H2O, 100), 392 (28), 375 (31)]Bereich vergrößert 335 (10), 264 (8),
195 (81), 153 (13), 127 (30), 99 (86), 85 (100), 67 (63), 55 (58)
HRMS (C25H40O5): ber. 420.2875, gef. 420.2877
3-(1,8-Dihydroxyoct-2-inyl)-2-(Z)-pent-2-enyl-cyclopentanon 131
Eine Lösung von 200 mg (0,47 mmol) des Alkohols in 3 ml
THF und 1,5 ml 2M HCl wird 24 h bei RT gerührt.
Anschließend wird mit ges. NaHCO3 neutralisiert und die
wäßrige Phase fünfmal mit je 25 ml MTBE extrahiert. Die
vereinigten organischen Phasen werden über MgSO4
getrocknet und das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer
unter vermindertem Druck abdestilliert. Das Rohprodukt wird chromatographisch angereinigt
(MTBE).
Man erhält 140 mg welche direkt in die nächste Stufe eingesetzt werden.
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.48 (2dtt, 11Hz, 7Hz, 1Hz, je 0.5H), 5.29 (m, 1H), 4.69 (dt, 5Hz, 1Hz,
0.5H), 4.50 (dt, 4Hz, 1Hz, 0.5H), 3.66 (2t, 6.5Hz, je 1H), 2.32-1.40 (m, 20H), 0.96 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (100.6 MHz): [220.9, 220.6 (Cq)], [133.8, 133.7 (CH)], [125.0, 124.8 (CH)], [86.8, 85.9
(Cq)], [79.7, 78.8 (Cq)], [64.4, 63.2 (CH)], 62.0 (CH2), [51.0, 49.9 (CH)], [46.6, 46.3 (CH)], 37.4
(CH2), 31.7 (CH2), 27.9 (CH2), [26.19, 26.14 (CH2)], 24.7 (CH2), [21.78, 21.71 (CH2)], 20.3 (CH2),
18.3 (CH2), 13.9 (CH3)
IR (ATR): 3393 (br), 2936 (s), 2872 (m), 2211 (m), 1737 (s), 1668 (m), 1458 (m), 1405 (m), 1189
(m), 1162 (m), 1070 (m), 1051 (m)
O
O
OH
OTH
P
OH
O
OH
II. Experimenteller Teil
90
MS (140°C): m/z = 292 (M+, 2), 274 (2), 243 (7), 231 (6), 151 (59), 109 (64), 95 (51), 83 (89), 67
(57), 55 (79)
HRMS (C18H28O3): ber. 292.2038, gef. 292.2039
8-Oxo-8-((Z)-(S)-3-oxo-2-pent-2-enylcyclopentyl)-oct-6-insäure 129
135 mg des obigen Produktes werden in 4 ml DMF gelöst
und mit 450 mg PDC versetzt. Man rührt 24 h bei RT und
setzt bei Bedarf weiteres PDC zu. Anschließend werden 10
ml 2M HCl zugegeben und die wäßrige Phase dreimal mit je
30 ml EtAc extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen
werden über MgSO4 getrocknet und das Lösungsmittel am
Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck abdestilliert. Das Rohprodukt wird
chromatographisch gereinigt (MTBE/PE = 1:2 und 1% CH3COOH).
Man erhält 71 mg 129 (0,23 mmol, 49 % über beide Stufen) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.46 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1Hz, 1H), 5.20 (dtt, 11Hz, 7Hz, 1Hz, 1H), 3.00 (td,
10Hz, 7Hz, 1H), 2.71 (m, 1H), 2.56-2.26 (m, 8H), 2.18 (m, 1H), 2.10-1.88 (m, 3H), 1.84-1.60 (m,
4H), 0.96 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (100.6 MHz): 217.1 (Cq), 188.0 (Cq), 178.7 (Cq), 134.7 (CH), 124.1 (CH), 95.5 (Cq),
79.9 (Cq), 55.0 (CH), 51.1 (CH), 37.4 (CH2), 33.1 (CH2), 26.9 (CH2), 25.9 (CH2), 24.3 (CH2), 23.7
(CH2), 20.4 (CH2), 18.7 (CH2), 14.0 (CH3)
IR (ATR): 3500-2500 (br), 3009 (w), 2992 (m), 2934 (m), 2874 (w), 2213 (m), 1742 (s), 1709 (s),
1668 (s), 1460 (w), 1408 (w), 1284 (w), 1243 (m), 1189 (m), 1163 (m), 1071 (w), 1031 (w)
MS (130°C): 304 (M+, 2), 287 (2), 257 (3), 218 (3), 175 (5), 151 (20), 133 (8), 109 (16), 95 (17), 83
(21), 67 (21), 55 (43), 41 (100)
HRMS (C18H24O4): ber. 304.1675, gef. 304.1679
Zu Kapitel 9
1-Allyl-2-trimethylsilanyloxycyclopent-2-encarbonsäureallylester 141
Zu einer Lösung von 0,85 ml (6 mmol) Diisopropylamin in 9 ml THF
werden bei 0 °C 3,8 ml einer 1,6M Lösung von Buthyllithium in Hexan
getropft und anschließend auf -78 °C abgekühlt. Zu dieser LDA-Lösung
wird eine Lösung von 1 g (4,8 mmol) 140 in 1 ml THF getropft und 2 h
bei -78 °C gerührt, bevor 2 ml TMSCl zugetropft werden. Das
Reaktionsgemisch wird langsam auf RT erwärmt, mit 10 ml MTBE verdünnt und der gebildete
Niederschlag über Celite abfiltriert. Das Filtrat wird eingeengt und über Kieselgel (mit Triethylamin
behandelt) filtriert (MTBE/PE = 1:15).
Man erhält 1,15 g 141 (4,1 mmol, 85 %) als hellgelbes Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.91 (ddt, 17Hz, 11Hz, 5Hz, 1H), 5.76 (ddt, 17Hz, 10Hz, 7Hz, 1H), 5.32
(ddt, 17Hz, 2Hz, 1Hz, 1H), 5.20 (ddt, 11Hz, 2Hz, 1Hz, 1H), 5.09 (ddt, 17Hz, 2Hz, 1Hz, 1H), 5.05
(ddt, 10Hz, 2Hz, 1Hz, 1H), 4.69 (t, 2.5Hz, 1H), 4.58 (m, 2H), 2.60 (ddt, 14Hz, 7Hz, 1Hz, 1H), 2.41
(ddt, 14Hz, 7Hz, 1Hz, 1H), 2.36-2.12 (m, 3H), 1.88 (ddd, 12Hz, 9Hz, 5Hz, 1H), 0.20 (s, 9H)
O
O
OH
O
O
Si
O
O
II. Experimenteller Teil
91
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 174.5 (Cq), 153.6 (Cq), 134.4 (CH), 132.1 (CH), 117.5 (CH2), 117.2
(CH2), 102.7 (CH), 64.8 (CH2), 57.8 (Cq), 38.5 (CH2), 30.9 (CH2), 26.3 (CH2), -0.3 (CH3)
IR (ATR): 3075 (w), 2957 (m), 2859 (m), 1732 (s), 1648 (m), 1443 (m), 1342 (m), 1267 (m), 1253
(s), 1220 (m), 1163 (m), 993 (m), 917 (m), 870 (s), 847 (s)
MS (RT): 280 (M+, 56), 265 (52), 239 (88), 195 (97), 185 (84), 149 (65), 121 (68), 109 (88), 73
(100), 55(50)
HRMS (C15H24O3Si): ber. 280.1494, gef. 280.1492
1-Allyl-2-oxocyclopent-3-encarbonsäureallylester 142
Zu einer Lösung von 7 mg (0,03 mmol) Pd(OAc)4 in 1,5 ml entgastem CH3CN
werden 100 mg (0,35 mmol) 141 und 81 mg (0,7 mmol) Allylmethylcarbonat
zugetropft und 3 h bei 90 °C gerührt. Anschließend werden 3 ml MTBE
zugegeben und über Watte filtriert. Das Lösungsmittel wird am
Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck abdestilliert und das Produkt chromatographisch
gereinigt (MTBE/PE = 1:5).
Man erhält 40 mg 142 (0,19 mmol, 54 %) als hellgelbes Öl. 20 mg 140 (0,1 mmol, 29%) werden
reisoliert.
1H-NMR (400 MHz): δ = 7.72 (dt, 6Hz, 2.5Hz, 1H), 6.11 (dt, 6Hz, 1Hz, 1H), 5.82 (ddt, 17Hz,
11Hz, 5Hz, 1H), 5.58 (ddt, 17Hz, 10Hz, 7Hz, 1H), 5.24 (ddt, 17Hz, 2Hz, 1Hz, 1H), 5.17 (ddt,
11Hz, 2Hz, 1Hz, 1H), 5.08 (ddt, 17Hz, 2Hz, 1Hz, 1H), 5.03 (ddt, 10Hz, 2Hz, 1Hz, 1H), 4.54 (m,
2H), 3.15 (ddd, 19Hz, 2.5Hz, 1Hz, 1H), 2.70 (ddt, 10Hz, 2Hz, 1Hz, 1H), 2.63 (ddt, 19Hz, 2.5Hz,
1Hz, 1H), 2.47 (ddt, 14Hz, 7Hz, 1Hz, 1H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 205.0 (Cq), 169.8 (Cq), 164.0 (CH), 132.2 (CH), 131.9 (CH), 131.4
(CH), 119.2 (CH2), 118.2 (CH2), 65.8 (CH2), 57.0 (Cq), 38.4 (CH2), 38.2 (CH2)
IR (ATR): 3082 (w), 2958 (m), 2930 (m), 2874 (w), 2859 (w), 1714 (s), 1277 (m), 1179 (m), 1073
(m), 923 (m)
MS (RT): 206 (M+, 1), 165 (100), 147 (17), 121 (65), 91 (62), 77 (40), 55(30)
HRMS (C12H14O3): ber. 206.0943, gef. 206.0943
5-Allylidenecyclopent-2-enone 143
Gemäß der obigen Vorschrift werden 400 mg (1,43 mmol) 141, 28 mg (0,12 mmol)
Pd(OAc)2 und 360 mg (3,1 mmol) Allylmethylcarbonat in 6 ml CH3CN bei 90 °C
14 h gerührt und analog aufgearbeitet. Nach der chromatographischen Reinigung
(MTBE/PE = 1:3) erhält man 45 mg 143 (0,37 mmol, 26 %) als hellgelbes Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 7.59 (dtd, 6Hz, 2.5Hz, 1Hz, 1H), 6.96 (m, 1H), 6.52 (ddd, 17Hz, 11Hz,
10Hz, 1H), 6.40 (dt, 6Hz, 2Hz, 1H), 3.30 (m, 2H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 197.0 (Cq), 156.5 (CH), 136.3 (CH), 134.0 (Cq), 132.5 (CH), 131.1
(CH), 126.7 (CH2), 32.1 (CH2)
IR (ATR): 3081 (w), 2926 (br), 1703 (s), 1663 (m), 1344 (m), 1204 (m), 1057 (m), 779 (m)
MS (RT): 120 (M+, 84), 91 (100), 65 (15)
HRMS (C8H8O): ber. 120.0575, gef. 120.0571
O
O
O
O
II. Experimenteller Teil
92
3-Oxooctandisäure-1-allylester-8-methylester
Zu einer Lösung von 1 g (6,25 mmol) Adipinsäure-
monomethylester in 20 ml CH2Cl2 werden innerhalb von 15
min 2,3 g (6,5 mmol) DCC und anschließend 150 mg DMAP
addiert. Zu dieser Lösung werden 960 mg (6,5 mmol) Meldrumsäure gegeben und 2 ml Pyridin
zugetropft. Das Reaktionsgemisch wird 3 h bei RT gerührt. Zur Aufarbeitung werden 20 ml eines
Gemisches aus 2M HCl/Eis (1:1) zugegeben, mit 150 ml MTBE extrahiert und die organische
Phase zweimal mit je 20 ml 2M HCl und ges. NaCl gewaschen. Die organische Phase wird über
MgSO4 getrocknet und das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck
abdestilliert. Der Rückstand wird in 5 ml Allylalkohol aufgenommen, 30 min refluxiert,
anschließend eingeengt und chromatographisch gereinigt (MTBE/PE = 1:3; 1 % CH3COOH).
Man erhält 1,02 g 3-Oxooctandisäure-1-allylester-8-methylester (4,21 mmol, 67 %) als hellgelbes
Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.92 (ddt, 17Hz, 11Hz, 6Hz, 1H), 5.35 (dtd 17Hz, 1.5Hz, 1Hz, 1H) 5.26
(dtd, 11Hz, 1.5Hz, 1Hz, 1H), 4.64 (dt, 6Hz, 1.5Hz, 2H), 3.67 (s, 3H), 3.48 (s, 2H), 2.58 (m, 2H),
2.33 (m, 2H), 1.64 (m, 4H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 202.0 (Cq), 173.5 (Cq), 166.6 (Cq), 131.4 (CH), 118.5 (CH2), 65.6
(CH2), 51.2 (CH3), 48.8 (CH2), 42.2 (CH2), 33.4 (CH2), 23.9 (CH2), 22.5 (CH2)
IR (ATR): 3086 (w), 2951 (m), 2872 (w), 1735 (s), 1716 (s), 1437 (m), 1413 (m), 1364 (m), 1313
(m), 1199 (m), 1169 (m), 990(m), 934 (m)
MS (GC-CI): 243 (M++1, 9), 225 (12), 211 (78), 185 (45), 153 (42), 127 (85), 57 (100)
2-Diazo-3-oxooctanedisäure-1-allylester-8-methylester 145
Zu einer Lösung von 1 g (4,1 mmol) 3-Oxooctandisäure-1-
allylester-8-methylester in 1,5 ml NEt3 werden 850 mg (4,5
mmol) Tosylazid addiert und 12 h Bei RT gerührt.
Anschließend wird eingeengt und der Rückstand
chromatographisch gereinigt (MTBE/PE = 1:3).
Man erhält 800 mg 145 (2,98 mmol, 73 %) als hellgelbes Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.95 (ddt, 17Hz, 11Hz, 6Hz, 1H), 5.36 (dtd 17Hz, 1.5Hz, 1Hz, 1H) 5.30
(dtd, 11Hz, 1.5Hz, 1Hz, 1H), 4.73 (dt, 6Hz, 1.5Hz, 2H), 3.67 (s, 3H), 2.88 (m, 2H), 2.36 (m, 2H),
1.69 (m, 4H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 191.7 (Cq), 173.3 (Cq), 160.6 (Cq), 131.2 (CH), 118.6 (CH2), 75.3
(Cq), 65.3 (CH2), 51.0 (CH3), 39.3 (CH2), 33.3 (CH2), 24.0 (CH2), 23.3 (CH2)
IR (ATR): 3086 (w), 2951 (m), 2873 (w), 2134 (s), 1736 (s), 1716 (s), 1655 (s), 1268 (m), 1304
(s), 1209 (m), 1170 (m), 1127 (m), 999 (m)
MS (GC-CI): 241 (M++1, 100), 209 (60), 181 (31), 155 (12), 81 (12)
MeOOC O
OO
MeOOC O
OO
N2
II. Experimenteller Teil
93
6-Oxo-6-(2-oxo-3-oxabicyclo[3.1.0]hex-1-yl)-hexansäuremethylester 146
Zu einer Lösung von 5 mg (0,01 mmol) Rh2(OAc)4 in 3 ml CH2Cl2
wird eine Lösung von 410 mg (1,5 mmol) 145 in 2 ml CH2Cl2
zugetropft und 1 h bei RT gerührt. Anschließend werden 5 ml 2M
HCl zugetropft und mit 80 ml MTBE extrahiert. Die organische
Phase wird einmal mit 5 ml ges. NaCl gewaschen, über MgSO4 getrocknet und das Lösungsmittel
am Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck abdestilliert. Der Rückstand wird
chromatographisch gereinigt (MTBE, 1 % CH3COOH).
Man erhält und 120 mg 146 (0,5 mmol, 33 %) als farbloses Öl und 240 mg eines Isomeren-
gemisches.
1H-NMR (400 MHz): δ = 4.35 (dd, 9Hz, 5Hz, 1H), 4.20 (dd, 9Hz, 2Hz, 1H), 3.67 (s, 3H), 3.17 (m,
1H), 2.92 (m, 1H), 2.69 (m, 1H), 2.35 (m, 2H), 2.06 (dd, 8Hz, 4Hz, 1H), 1.66 (m, 4H), 1.40 (dd,
6Hz, 4Hz, 1H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 202.1 (Cq), 173.6 (Cq), 172.6 (Cq), 67.1 (CH2), 51.3 (CH3), 40.8
(CH2), 36.0 (Cq), 33.5 (CH2), 29.6 (CH), 23.9 (CH2), 23.7 (CH2), 22.5 (CH2)
IR (ATR): 3094 (w), 2952 (m), 2872 (w), 1767 (s), 1733 (s), 1696 (s), 1437 (m), 1383 (m), 1032
(m), 1210 (m), 1118 (m), 1086 (m), 1047 (m), 1000 (m)
MS (GC-CI): 241 (M++1, 27), 209 (100), 191 (48), 163 (79), 140 (7)
2-Diazo-3-oxotetradecandicarbonsäuredimethylester 148
Zu einer Lösung von 0,95 g (3.2 mmol) 3-Oxo-
tetradecandicarbonsäuredimethylester in 3 ml
NEt3 wurden unter Rühren 0,69 g (3.5 mmol)
Tosylazid gegeben. Das Reaktionsgemisch
wurde 12 h bei Raumtemperatur gerührt und anschließend in 20 ml MTBE verdünnt. Die
organische Phase wurde zwei mal mit je 10 ml 1M NaOH gewaschen, mit MgSO4 getrocknet und
das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck abdestilliert. Das
Rohprodukt wurde chromatographisch gereinigt. (MTBE/PE =1:3).
Man erhält 0,9 g 148 (2,8 mmol, 86%) als gelbes Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 3.83 (s, 3H), 3.66 (s, 3H), 2.83 (t, 7.5Hz, 2H), 2.29 (t, 7.5Hz, 2H), 1.60
(m, 4H), 1.27 (m, 12H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 192.8 (Cq), 174.1 (Cq), 161.6 (Cq), 51.9 (CH3), 51.2 (CH3), 40.0
(CH2), 33.9 (CH2), 29.2 (CH2), 29.08 (CH2), 29.06 (CH2), 28.9 (CH2), 24.8 (CH2), 24.2 (CH2)
IR (ATR): 2926 (m), 2854 (m), 2132 (m), 1723 (s), 1657 (m), 1436 (m), 1308 (m), 1209 (m), 1169
(m), 1171 (m), 1099 (m), 1019 (m), 745 (m)
MS (140°C): 327 (M++H, 38), 299 (5), 267 (10), 142 (13), 81 (18), 69 (29), 59 (52), 55 (100)
HRMS (C16H27N2O5): (M+H) ber. 327.1919, gef. 327.1921
COOMe
N2
O
MeOOC
MeOOC
O
O
O
II. Experimenteller Teil
94
2-(7-Methoxycarbonylheptyl)-5-oxo-cyclopentancarbonsäuremethylester 149
Zu einer Lösung von 250 mg (0,77 mmol) 148 in 10 ml CH2Cl2
wurden 10 mg (0,02 mmol) Rh2(OAc)4 zugegeben. Die grüne
Lösung wurde 1 h bei Raumtemperatur gerührt und
anschließend mit 1M HCl gewaschen. Das Lösungsmittel
wurde am Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck abdestilliert und das Rohprodukt
chromatographisch gereinigt (MTBE:PE = 1:3).
Man erhält 160 mg 149 (0.53 mmol, 69%) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 3.86 (s, 3H), 3.67 (s, 3H), 2.83 (d, 11Hz, 1H), 2.58 (m, 1H), 2.47-2.20
(m, 5H), 1.62 (m, 3H), 1.46 (m, 2H), 1.29 (m, 8H),
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 211.7 (Cq), 174.0 (Cq), 169.8 (Cq), 61.7 (CH), 52.2 (CH3), 51.2 (CH3),
41.2 (CH), 38.3 (CH2), 34.7 (CH2), 33.8 (CH2), 29.2 (CH2), 28.9 (CH2), 28.8 (CH2), 27.1 (CH2),
26.9 (CH2), 24.7 (CH2)
IR (ATR): 2929 (m), 2856 (m), 1757 (s), 1731 (s), 1436 (m), 1344 (m), 1256 (m), 1199 (m), 1172
(m), 1128 (m)
MS (100°C): 298 (M+, 2), 267 (20), 235 (12), 211 (11), 184 (16), 151 (17), 141 (100), 109 (52), 81
(21), 55 (24)
HRMS (C16H26O5): ber. 298.1780, gef. 298.1780
2-(7-Allyloxycarbonylheptyl)-5-oxocyclopentancarbonsäureallylester 150
Zu einer Lösung von 160 mg (0,53 mmol) 149 in 2 ml
Allylalkohol werden 10 mg NaH 60 %ig in Paraffin gegeben
und 24 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Anschließend
wird mit MTBE aufgenommen und die organische Phase mit
1M HCl gewaschen, über MgSO4 getrocknet und das
Lösungsmittel unter vermindertem Druck am Rotationsverdampfer abdestilliert. Der Rückstand
wird in 5 ml Toluol aufgenommen und nach der Zugabe von 0,5 ml Allylalkohol, 10 mg DMAP
und etwas Molsieb 20 h bei 95 °C gerührt. Anschließend wird filtriert und eingeengt. Das
Rohprodukt wird über Kieselgel filtriert.
Man erhält 160 mg 150 (0,45 mmol, 85 %) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 6.92 (ddt, 17Hz, 11Hz, 6Hz, 2H), 5.40-5.20 (m, 4H), 4.65 (d, br, 6Hz,
2H), 4.58 (dt, 6Hz, 1Hz, 2H), 2.84 (d, 11Hz, 1H), 2.58 (m, 1H), 2.47-2.18 (m, 5H), 1.70-1.26 (m,
13H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 211.8 (Cq), 173.4 (Cq), 169.2 (Cq), 132.2 (CH), 131.7 (CH), 118.4
(CH2), 118.0 (CH2), 65.8 (CH2), 64.8 (CH2), 61.9 (CH), 41.4 (CH), 38.4 (CH2), 34.9 (CH2), 34.1
(CH2), 29.3 (CH2), 29.0 (CH2), 28.9 (CH2), 27.3 (CH2), 27.0 (CH2), 24.8 (CH2)
IR (ATR): 2927 (m), 2856 (m), 1756 (s), 1731 (s), 1457 (m), 1377 (m), 1274 (m), 1241 (m), 1172
(m), 1125 (m), 990 (m), 930 (m)
MS (130°C): 350 (M+,<1), 293 (37), 235 (36), 207 (28), 167 (85), 109 (70), 81 (71), 69 (100), 55
(98)
HRMS (C17H25O4): (M-C3H5O) ber. 293.1752, gef. 293.1755
COOMe
COOMe
O
O
O
O
O
O
II. Experimenteller Teil
95
2-(7-Allyloxycarbonylheptyl)-5-oxo-1-pent-2-inylcyclopentancarbonsäureallylester 151
Zu einer Suspension von 15 mg NaH (60 %ig in Paraffin) in
1 ml THF wurde eine Lösung von160 mg 150 (0,45 mmol)
in 1 ml THF getropft. Nach 10 min werden 70 mg 2-
Pentinylmesylat zugetropft und 18 h gerührt. Anschließend
werden 5 ml Wasser zugetropft und die wäßrige Phase 3 mal
mit je 30 ml MTBE extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen werden über MgSO4 getrocknet
und das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck abdestilliert. Das
Rohprodukt wird chromatographisch gereinigt (MTBE/PE=1:1)
Man erhält 96 mg 151 (0,23 mmol, 51%) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.91 (ddt, 17Hz, 11Hz, 6Hz, 2H), 5.83 (ddt, 17Hz, 11Hz, 6Hz, 1H),
5.34-5.20 (m, 4H), 4.55 (m, 4H), 2.80 (dt, 17Hz, 2.5Hz, 1H), 2.60 (dt, 17Hz, 2.5Hz, 1H), 2.56 (m,
1H), 2.33 (t, 7.5Hz, 2H), 2.20 (m, 2H), 2.10 (qt, 7.5Hz, 2.5Hz, 2H), 1.76 (m, 1H), 1.64 (m, 3H),
1.46 (m, 2H), 1.30 (m, 8H), 1.05 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 214.9 (Cq), 173.4 (Cq), 169.7 (Cq), 132.2 (CH), 131.3 (CH), 118.8
(CH2), 118.0 (CH2), 84.7 (Cq), 74.7 (Cq), 65.6 (CH2), 64.8 (CH2), 62.4 (Cq), 43.7 (CH), 38.8 (CH2),
34.1 (CH2), 30.8 (CH2), 29.4 (CH2), 29.08 (CH2), 29.03 (CH2), 27.3 (CH2), 26.3 (CH2), 24.8 (CH2),
21.8 (CH2), 14.1 (CH3), 12.2 (CH2)
IR (ATR): 2928 (m), 2856 (m), 1752 (s), 1733 (s), 1457 (m), 1423 (m), 1207 (m), 1176 (m), 990
(m), 931 (m)
MS (210°C): 417 (M+H, 83), 375 (12), 359 (39), 331 (100), 317 (23), 289 (23), 206 (30)
HRMS (C25H37O5): (M+H) ber. 417.2641, gef. 417.2641
5-(tert-Butyldimethylsilanyloxy)-2-diazo-3-oxo-octansäureallylester 155
Zu einer Lösung von 2,14 g (6,52 mmol) des β-Ketoesterderivates
in 3 ml NEt3 werden 1,54 g (7,8 mmol) para-Toluolsulfonsäureazid
gegeben und 12 h bei RT gerührt. Anschließend wird mit 20 ml
MTBE verdünnt und die organische Phase zweimal mit je 10 ml
1M NaOH gewaschen. Es wird über MgSO4 getrocknet und das
Lösungsmittel am Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck
abdestilliert. Das Rohprodukt wird chromatographisch gereinigt
(MTBE/PE = 1:6).
Man erhält 1,46 g 155 (4,12 mmol, 63 %) als hellgelbes Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.95 (ddt, 17Hz, 11Hz, 6Hz, 1H), 5.36 (dtd, 17Hz, 2Hz, 1Hz, 1H), 5.29
(dtd, 11Hz, 2Hz, 1Hz, 1H), 4.73 (dt, 6Hz, 2Hz, 2H), 4.23 (ddt, 8Hz, 6Hz, 5Hz, 1H), 3.17 (dd, 16Hz,
8Hz, 1H), 2.86 (dd, 16Hz, 5Hz, 1H), 1.52-1.30 (m, 4H), 0.91 (t, 7.5Hz, 3H), 0.84 (s, 9H), 0.06 (s,
3H), 0.01 (s, 3H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 191.1 (Cq), 160.7 (Cq), 131.4 (CH), 118.9 (CH2), 76.3 (Cq), 68.9 (CH),
65.6 (CH2), 47.0 (CH2), 40.0 (CH2), 25.6 (CH3), 18.1 (CH2), 17.8 (Cq), 14.1 (CH3), -4.7 (CH3), -4.9
(CH3)
IR (ATR): 2958 (s), 2930 (s), 2857 (m), 2133 (s), 1720 (s), 1658 (s), 1472 (m), 1463 (m), 1367
(m), 1318 (s), 1286 (s), 1192 (m), 1039 (s), 836 (s), 776 (s)
MS (140°C): 355 (M++H, 47), 327 (5), 311 (18), 297 (17), 269 (24), 187 (100), 75 (34)
HRMS (C17H31N2O4Si): (M+H) ber. 355.2053, gef. 355.2054
O
O
O
O
O
O
O
N2
O
Si O
II. Experimenteller Teil
96
3-(tert-Butyldimethylsilanyloxy)-2-ethyl-5-oxocyclopentanecarbonsäureallylester 156
Zu einer Lösung von 0,7 g (1,97 mmol) 155 in 10 ml CH2Cl2 werden
15 mg (0,03 mmol) Rh2(OAc)4 gegeben und 1 h bei RT gerührt.
Anschließend wird mit Wasser gewaschen, die organische Phase
eingeengt und chromatographisch gereinigt (MTBE/PE = 1:6).
Man erhält 0,38 g 156 (1,17 mmol, 59 %) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.93 (ddt, 17Hz, 11Hz, 6Hz, 1H), 5.36 (dtd, 17Hz, 2Hz, 1Hz, 1H), 5.26
(dtd, 11Hz, 2Hz, 1Hz, 1H), 4.63 (m, 2H), 4.46 (t, 4Hz, 1H), 3.18 (d, 12Hz, 1H), 2.51 (dd, 18Hz,
4Hz, 1H), 2.46 (m, 1H), 2.37 (d, 18Hz, 1H), 1.64 (m, 2H), 0.96 (t, 7.5Hz, 3H), 0.86 (s, 9H), 0.09 (s,
3H), 0.06 (s, 3H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 210.0 (Cq), 169.5 (Cq), 131.6 (CH), 118.5 (CH2), 69.1 (CH), 65.8
(CH2), 57.8 (CH), 49.2 (CH), 49.1 (CH2), 25.5 (CH3), 21.9 (CH2), 17.8 (Cq), 11.6 (CH3), -4.5
(CH3), -5.1 (CH3),
IR (ATR): 2958 (m), 2930 (m), 2883 (m), 2858 (m), 1760 (s), 1729 (s), 1472 (m), 1463 (m), 1363
(m), 1256 (m), 1162 (m), 1085 (m), 1048 (m), 939 (m), 837 (m)
MS (70°C): 326 (M+, <1), 311 (3), 269 (100), 225 (23), 211 (38), 184 (96), 169 (18), 155 (19), 115
(29), 75 (78)
HRMS (C16H27O4Si): (M-CH3) ber. 311.1678, gef. 311.1677
1-Allyl-2-ethyl-5-oxocyclopent-3-encarbonsäureallylester 157
Zu einer Suspension von 70 mg (1,7 mmol) 60%igem NaH (gewaschen mit 0,5
ml PE) in 3 ml DMF wird eine Lösung von 0,47 g (1,44 mmol) 156 in 1,5 ml
DMF zugetropft. Nach 20 min werden 0,38 g (3 mmol) Allylbromid zugetropft
und 12 h bei RT gerührt. Anschließend wird mit 30 ml MTBE aufgenommen,
die organische Phase dreimal mit je 10 ml Wasser gewaschen, über MgSO4
getrocknet und das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck abdestilliert.
Das Rohprodukt wird chromatographisch gereinigt (MTBE/PE = 1:10).
Man erhält 210 mg 157 (0,9 mmol, 53 %) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 7.64 (dd, 6Hz, 2.5Hz, 1H), 6.18 (dd, 6Hz, 2.5Hz, 1H), 5.82 (ddt, 17Hz,
11Hz, 5Hz, 1H), 5.59 (dddd, 17Hz, 10Hz, 8Hz, 6Hz, 1H), 5.25 (dtd, 17Hz, 2Hz, 1Hz, 1H), 5.17
(dtd, 1Hz, 2Hz, 1Hz, 1H), 5.14 (dtd, 17Hz, 1.5Hz, 1Hz, 1H), 5.05 (dtd, 10Hz, 1.5Hz, 1Hz, 1H),
4.52 (m, 2H), 2.77 (ddt, 9Hz, 6Hz, 2.5Hz, 1H), 2.68 (ddt, 14Hz, 6Hz, 1.5Hz, 1H), 2.62 (ddt, 14Hz,
8Hz, 1.5Hz, 1H), 1.60 (m, 1H), 1.44 (m, 1H), 1.02 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 206.2 (Cq), 170.2 (Cq), 165.6 (CH), 132.5 (CH), 132.3 (CH), 131.3
(CH), 119.5 (CH2), 118.5 (CH2), 65.4 (CH2), 60.8 (Cq), 51.0 (CH), 37.6 (CH2), 22.6 (CH2), 12.2
(CH3)
IR (ATR): 3079 (w), 2965 (m), 2935 (m), 2879 (m), 1737 (s), 1709 (s), 1207 (s), 1129 (m)
MS (50°C): 234 (M+, 2), 193 (100), 176 (18), 149 (38), 135 (30), 119 (33), 91 (51), 79 (38)
HRMS (C14H18O3): ber. 234.1255, gef. 234.1255
O
O
O
O
Si
O
O
O
II. Experimenteller Teil
97
5-Allyliden-4-ethylcyclopent-2-enon 158
Zu einer Lösung von 100 mg ( 0,427 mmol) 157 in 2 ml CH3CN werden bei 80 °C
10 mg (0,04 mmol) Pd(OAc)2 addiert und 2 h bei dieser Temperatur gerührt. Das
Reaktionsgemisch wird mit 20 ml MTBE aufgenommen und über Kieselgel
filtriert. Das erhaltene Rohprodukt wird chromatographisch gereinigt (MTBE/PE =
1:4).
Man erhält 48 mg 158 (0,32 mmol, 75 %) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 7.75 (ddd, 6Hz, 2.5Hz, 1Hz, 1H), 6.94 (d, br, 12Hz, 1H), 6.63 (ddd,
17Hz, 12Hz, 10Hz, 1H), 6.39 (dd, 6Hz, 2Hz, 1H), 5.81 (ddd, 17Hz, 1Hz, 1Hz, 1H), 5.60 (ddd,
10Hz, 1Hz, 1Hz, 1H), 3.57 (m, 1H), 1.94 (dqd, 22Hz, 7.5Hz, 4Hz, 1H), 1.66 (dq, 22Hz, 7.5Hz, 1H),
0.88 (t, 7.5Hz, 3H),
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 197.5 (Cq), 161.2 (CH), 137.7 (Cq), 135.3 (CH), 132.0 (CH), 130.8
(CH), 126.8 (CH2), 44.4 (CH), 25.8 (CH2), 10.0 (CH3)
IR (ATR): 2964 (m), 2933 (m), 2876 (m), 1696 (s), 1633 (s), 1599 (m), 1578 (m), 1209 (s) 1183
(m), 1095 (m), 992 (m), 933 (m) 844 (s)
MS (RT): 148 (M+, 58), 133 (25), 119 (65), 105 (58), 91 (100), 77 (16), 65 (30)
HRMS (C10H12O): ber. 148.0888, gef. 148.0887
Zu Kapitel 10
[6-(4-Acetoxymethylpenta-2,4-dienyl)-1,4-dioxaspiro[4.4]non-7-yl]-essigsäuremethylester 166
Zu einer Lösung von 50 mg (0,208 mmol) 164 und 21 mg (0,214
mmol) Propargylacetat in 0,5 ml CH2Cl2 werden 11 mg (0,014 mmol,
7 Mol%) Ru addiert und 22 h bei RT gerührt. Anschließend wird das
reaktionsgemisch am Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck
eingeengt und chromatographisch gereinigt (MTBE/PE =1:3).
Man erhält 50 mg 166 (0,147 mmol, 71%) und 7 mg 164 (0,029 mmol, 13%) werden reisoliert.
E/Z=1:1.5
1H-NMR (400 MHz): δ = 6.1 (d, 16Hz, 1H-E), 5.81 (d, 11Hz, 1H-Z), 5.72 (dt, 16Hz, 7Hz, 1H-E),
5.65 (dt, 12Hz, 7Hz, 1H-Z), 5.28 (s, 1H-Z), 5.10 (m, 2H-E,1-HZ), 4.72 (m, 2H-E), 4.58 (m, 2H-Z),
3.87 (m, 4H), 3.63 (s, 3H), 2.56 (ddd, 16Hz, 12Hz, 5Hz, 1H), 2.50-2.04 (m, 5H), 2.10 (s, 3H), 1.94
(m, 1H), 1.86-1.66 (m, 3H), 1.32 (m, 1H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 173.0 (Cq), [170.6/170.5] (Cq), [140.2/139.7] (CH), 133.2 (CH),
[130.4/129.8] (CH), 126.5 (CH), 117.4 (CH2), [116.2/115.8] (CH2), 66.8 (CH2), 64.5 (CH2), 64.0
(CH2), 51.4 (CH3), 50.9 (CH), 39.6 (CH2), [39.1/38.9] (CH), 35.1 (CH2), 32.3 (CH2), 27.8 (CH2),
20.8 (CH3)
IR (ATR): 2950 (m), 2881 (m), 1733 (s), 1436 (m), 1373 (m), 1223 (s), 1148 (m), 1028 (m)
MS (140°C): 338 (M+, 10), 279 (22), 216 (43), 161 (36), 143 (36), 99 (100), 86 (24)
HRMS (C18H26O6): ber. 338.1729, gef. 338.1736
O
COOMe
OAc
O
O
II. Experimenteller Teil
98
[6-(6-Acetoxy-4-methylenhex-2-enyl)-1,4-dioxaspiro[4.4]non-7-yl]-essigsäuremethylester 167
Zu einer Lösung von 50 mg (0,208 mmol) 164 und 45 mg (0,4
mmol) 163 in 0,5 ml CH2Cl2 werden 11 mg (0,014 mmol, 7 Mol%)
Ru addiert und 22 h bei RT gerührt. Anschließend wird das
Reaktionsgemisch am Rotationsverdampfer unter vermindertem
Druck eingeengt und chromatographisch gereinigt (MTBE/PE
=1:2).
Man erhält 35 mg 167 (0,099 mmol, 47 %) als farbloses Öl.
E:Z= 1:1.8
1H-NMR (400 MHz): δ = 6.09 (d, 16Hz, 1H-E), 5.81 (d, 12Hz, 1H-Z), 5.73 (dt, 16Hz, 7Hz, 1H-E),
5.58 (dt, 12Hz, 7Hz, 1H-Z), 5.07 (s, 1H-Z), 4.98 (s, 1H-E), 4.96 (s, 1H-Z), 4.88 (s, 1H-E), 4.19 (t,
7Hz, 2H-E), 4.14 (t, 7Hz, 2H-Z), 3.88 (m, 4H), 3.66 (s, 3H), 2.66-2.07 (m, 7H), 2.06 (s, 3H), 1.92
(m, 1H), 1.74 (m, 3H), 1.32 (m, 1H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 173.0 (Cq), 170.9 (Cq), [141.7/141.0] (Cq), [132.2/131.8] (CH),
[129.4/129.3] (CH), 117.5 (Cq), [115.3/115.1] (CH2), 64.5 (CH2), 64.0 (CH2), 63.0 (CH2), 51.4
(CH3), 51.0 (CH), 39.6 (CH2), [39.2/38.9] (CH), 36.2 (CH2), 35.1 (CH2), [32.0/31.3] (CH2), 27.8
(CH2), 20.8 (CH3)
IR (ATR): 2952 (m), 2888 (w), 1736 (s), 1437 (m), 1366 (m), 1238 (m), 1036 (m)
MS (155°C): 352 (M+, 4), 292 (5), 230 (10), 156 (23), 99 (100), 91 (37),
HRMS (C19H28O6): ber. 352.1885, gef. 352.1892
2-[6-(4-Acetoxymethylpenta-2,4-dienyl)-1,4-dioxaspiro[4.4]non-7-yl]-malonsäure-
dimethylester 168
Zu einer Lösung von 50 mg (0,168 mmol) 165 und 24,7 mg (0,252
mmol) Propargylacetat in 0,5 ml CH2Cl2 werden 10 mg (0,012 mmol, 7
Mol%) Ru addiert und 22 h bei RT gerührt. Anschließend wird das
Reaktionsgemisch am Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck
eingeengt und chromatographisch gereinigt (MTBE/PE =1:2).
Man erhält 24 mg 168 (0,06 mmol, 36 %) und 24 mg 165 werden
reisoliert.
E:Z=1:2.3
1H-NMR (400 MHz): δ = 6.08 (d, 16Hz, 1H-E), 5.81 (d, 12Hz, 1H-Z), 5.71 (dt, 16Hz, 7Hz, 1H-E),
5.61 (dt, 12Hz, 7Hz, 1H-Z), 5.27 (s, 1H-Z), 5.14 (m, 2H-Z,1-H-E), 4.72 (m, 1H-E), 4.57 (s, 1H-Z),
3.87 (m, 4H), 3.72 (s, 3H), 3.59 (d, 8Hz, 2H-Z), 3.55 (d, 8Hz, 2H-E) 2.56-2.16 (m, 3H), 2.15-1.90
(m, 6H), 1.77 (ddd, 8Hz, 8Hz, 8Hz, 2H), 1.55 (m, 1H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 170.7 (Cq), [169.2/168,8] (Cq), [140.2/139.7] (Cq), [132.7/130.3]
(CH), [129.9/126.8] (CH), [117.3/116.3] (CH2), 115.7 (Cq), 66.8 (CH2), 64.6 (CH2), 64.0 (CH2),
55.3 (CH), 52.3 (CH3), 52.2 (CH), 48.6 (CH), 41.3 (CH), 34.2 (CH2), 33.1 (CH2), 29.6 (CH2), 25.0
(CH2), 20.8 (CH3)
IR (ATR): 2954 (m), 2889 (w), 1734 (s), 1436 (m), 1230 (s), 1152 (m), 1028 (m)
MS (155°C): 396 (M+, 5), 337 (5), 264 (10 ), 192 (28), 132 (67), 99 (98), 81 (68), 69 (100)
HRMS (C20H28O8): ber. 396.1784, gef. 396.1789
COOMe
OAc
COOMe
O
O
COOMe
OAc
O
O
II. Experimenteller Teil
99
[2-(4-Acetoxymethylpenta-2,4-dienyl)-3-oxocyclopentyl]-essigsäuremethylester 169
Zu einer Lösung von 33 mg (0,098 mmol) 166 in 0,5 ml THF werden
0,2 ml 2M HCl zu getropft und die Lösung 2 h bei RT gerührt.
Anschließend werden 2 ml NaHCO3 zugegeben, die wäßrige Phase
zweimal mit je 10 ml MTBE extrahiert, die vereinigten organischen
Phasen über MgSO4 getrocknet und das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer unter
vermindertem Druck abdestilliert. Das Rohprodukt wird chromatographisch gereinigt (MTBE/PE =
1:2).
Man erhält 24 mg 169 (0,032 mmol, 84 %) als farbloses Öl.
E:Z=1:1.5
1H-NMR (400 MHz): δ = 6.1 (d, 16Hz, 1H-E), 5.87 (d, 12Hz, 1H-Z), 5.60 (dt, 16Hz, 7Hz, 1H-E),
5.52 (dt, 12Hz, 7Hz, 1H-Z), 5.27 (s, 1H-Z), 5.15 (s, 1H-E), 5.10 (s, 1H-H-E), 5.05 (s, 1H-Z), 4.67
(s, 2H-E), 4.54 (s, 2H-Z), 3.68 (s, 3H-E), 3.67 (s, 3H-Z), 2.72-2.08 (m, 8H), 2.07 (s, 3H), 1.92 (m,
1H), 1.50 (m, 1H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = [218.5/218.3] (Cq), 172.3 (Cq), 170.5 (Cq), [139.8/139.5] (Cq),
[131.7/130.6] (CH), [128.3/127.5] (CH), [116.8/116.4] (CH), [66.6/63.9] (CH2), 53.9 (CH3), 51.6
(CH), [38.5/38.4] (CH2), [38.2/37.8] (CH), 37.5 (CH2), 31.3 (CH2), [27.1/26.9] (CH2), 20.8 (CH3)
IR (ATR): 2953 (m), 2932 (w), 1733 (s), 1436 (m), 1374 (m), 1228 (s), 1163 (m)
MS (130°C): 234 (M+-OAc, 43), 216 (38), 161 (100), 143 (42), 117 (55), 91 (76) 79 (96)
HRMS (C14H18O3): ber. 234.1255, gef. 234.1261
[2-(6-Acetoxy-4-methylenhex-2-enyl)-3-oxocyclopentyl]-essigsäuremethylester 170
Zu einer Lösung von 32 mg (0,09 mmol) 167 in 1 ml THF werden 0,3
ml 2M HCl zu getropft und die Lösung 2 h bei RT gerührt.
Anschließend werden 2 ml NaHCO3 zugegeben, die wäßrige Phase
zweimal mit je 10 ml MTBE extrahiert, die vereinigten organischen
Phasen über MgSO4 getrocknet und das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer unter
vermindertem Druck abdestilliert. Das Rohprodukt wird chromatographisch gereinigt (MTBE/PE =
1:2).
Man erhält 17 mg 170 (0,055 mmol, 61 %) als farbloses Öl.
E:Z=1:1.8
1H-NMR (400 MHz): δ = 6.10 (d, 16Hz, 1H-E), 5.88 (d, 12Hz, 1H-Z), 5.66 (dt, 16Hz, 7Hz, 1H-E),
5.48 (dt, 12Hz, 7Hz, 1H-Z), 5.12 (s, 1H-E), 5.07 (s, 1H-Z), 5.01 (s, 1H-E), 4.94 (s, 1H-Z), 4.17 (t,
7Hz, 2H-E), 4.14 (t, 7Hz, 2H-Z), 3.68 (s, 3H), 2.74-2.07 (m, 10H), 2.05 (s, 3H), 1.95 (m, 1H), 1.55
(m, 1H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 218.7 (Cq), 172.4 (Cq), 170.9 (Cq), 140.8 (Cq), [134.2/131.1] (CH),
[129.2/126.4] (CH), 116.1 (CH2), [62.9/62.7] (CH2), 54.0 (CH3), 51.6 (CH), 38.5 (CH2), 38.3 (CH),
37.6 (CH2), 36.1 (CH2), [31.2/31.0] (CH2), [27.0/26.9] (CH2), 20.9 (CH3)
IR (ATR): 2953 (w), 2925 (w), 2854 (w), 1735 (s), 1436 (m), 1365 (m), 1233 (s), 1162 (m)
MS (135°C): 308 (M+, 6), 281 (3), 248 (23), 193 (100), 174 (20), 133 (18), 105 (22)
HRMS (C17H24O5): ber. 308.1623, gef. 308.1627
COOMe
O
OAc
COOMe
O
OAc
II. Experimenteller Teil
100
2-[2-(4-Acetoxymethylpenta-2,4-dienyl)-3-oxocyclopentyl]-malonsäuredimethyl ester 171
Zu einer Lösung von 20 mg (0,05 mmol) 168 in 1 ml THF werden 0,3
ml 2M HCl zu getropft und die Lösung 2 h bei RT gerührt.
Anschließend werden 2 ml NaHCO3 zugegeben, die wäßrige Phase
zweimal mit je 10 ml MTBE extrahiert, die vereinigten organischen
Phasen über MgSO4 getrocknet und das Lösungsmittel am
Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck abdestilliert. Das
Rohprodukt wird chromatographisch gereinigt (MTBE/PE = 1:2 bis 1:1).
Man erhält 12 mg 171 (0,034 mmol, 68 %) als farbloses Öl.
E:Z=1:2.3
1H-NMR (400 MHz): δ = 6.12 (d, 16Hz, 1H-E), 5.81 (d, 12Hz, 1H-Z), 5.62 (dt, 16Hz, 7Hz, 1H-E),
5.52 (dt, 12Hz, 7Hz, 1H-Z), 5.30 (s, 1H-Z), 5.18 (s, 1H-E), 5.13 (s, 1H-Z), 5.07 (s, 1H-Z), 4.70
(2Hz, 2H-E), 4.57 (s, 2H-Z), 3.76 (s, 3H) 3.59 (d, 8Hz, 1H), 2.70-2.30 (m, 4H), 2.27-2.08 (m, 5H),
1.80 (m, 2H)
IR (ATR): 3374 (br), 2954 (w), 2926 (m), 2852 (w), 1735 (s), 1436 (m), 1375 (m), 1321 (m)
MS (140°C): 352 (M+, <1), 261 (8), 160 (100), 133 (62), 117 (43), 91 (39)
HRMS (C18H24O7): ber. 352.1522, gef. 352.1516
((Z)-6-Pent-2-enyl-1,4-dioxaspiro[4.4]non-7-yl)-essigsäurebut-3-enylester 175
Zu einer Lösung von 440 mg (2,1 mmol) DCC in 10 ml CH2Cl2
wird eine Lösung von 508 mg (2 mmol) 174 in 2 ml CH2Cl2
getropft und 15 min bei RT gerührt. Anschließend werden 20 mg
DMAP zugegeben, 0,2 ml (2,3 mmol) 3-Butenol zugetropft und 12
h bei RT gerührt. Der Ansatz wird filtriert und das Rohprodukt
chromatographisch gereinigt (MTBE/PE =1:3).
Man erhält 455 mg 175 (1,48 mmol, 74 %) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.76 (ddt, 17Hz, 11Hz, 7Hz, 1H), 5.34 (m, 2H), 5.10 (ddt, 17Hz, 2Hz,
1.5Hz, 1H), 5.05 (ddt, 11Hz, 2Hz, 1.5Hz, 1H), 4.10 (t, 7Hz, 2H), 3.86 (m, 4H), 2.58 (dd, 15Hz,
4Hz, 1H), 2.36 (dtt, 7Hz, 7Hz, 1.5Hz, 2H), 2.18 (m, 2H), 2.06 (m, 4H), 1.90 (dtd, 8Hz, 8Hz, 5Hz,
1H), 1.70 (m, 3H), 1.30 (ddt, 13Hz, 9Hz, 8Hz, 1H), 0.94 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 172 7 (Cq), 133.9 (CH), 132.1 (CH), 127.6 (CH), 117.6 (Cq), 117.0
(CH2), 64.6 (CH2), 64.1 (CH2), 63.2 (CH2), 51.1 (CH), 40.1 (CH2), 39.3 (CH), 35.1 (CH2), 33.0
(CH2), 27.9 (CH2), 26.3 (CH2), 20.4 (CH2), 14.1 (CH3)
IR (ATR): 3079 (w), 2961 (m), 2934 (m), 2875 (m), 1734 (s), 1642 (w), 1458 (w), 1435 (w), 1386
(w), 1304 (m), 1251 (m), 1149 (s), 1038 (m), 1020 (m), 990 (m), 948 (m), 917 (m)
MS (70°C): 308 (M+, 77), 279 (8), 237 (39), 195 (60), 153 (48), 125 (12), 114 (13), 99 (100), 86
(32), 67 (17), 55 (38)
HRMS (C18H28O4): ber. 308.1987, gef. 308.1988
COOMe
O
OAc
COOMe
O
O
O
O
II. Experimenteller Teil
101
1-Dioxaspiro[4.4]-2,3,3a,4,7,8,11,11a-octahydro-6-oxacyclopentacyclodecen-5-on 176
Zu einer Lösung von 59 mg (0,191 mmol) 175 in 30 ml CH2Cl2 werden 0,06 ml
(1 eq.) Ti(OiPr)4 zugetropft. Nach 10 min werden 11 mg (7 Mol%) Ru
zugegeben und 48h refluxiert. Anschließend wird mit 20 ml MTBE verdünnt, der
nach 1h gebildete Niederschlag abfiltriert, das Lösungsmittel am
Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck abdestilliert und das
Rohprodukt chromatographisch gereinigt (MTBE/PE= 1:3).
Man erhält 35 mg 176 (0,139 mmol, 73%) als farbloses Öl.
E:Z=1:4
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.69 (ddt, 10Hz, 7Hz, 1Hz, 1H-Z), 5.43 (ddt, 10Hz, 7Hz, 1Hz, 1H-Z),
5.24 (m, 2H-E), 4.65 (m, 1H-E), 4.61 (m, 1H-Z), 4.00 (ddd, 10Hz, 5Hz, 4Hz, 1H), 3.96 (m,
4H+1H-E), 2.60 (dd, 7Hz, 3Hz, 1H-Z), 2.50-1.65 (m, 10H), 1.30 (m, 1H)
13C-NMR (100.6 MHz): (Z-Isomer) δ = 172.5 (Cq), 133,9 (CH), 124.7 (CH), 118.4 (Cq), 64.5
(CH2), 64.4 (CH2), 62.4 (CH2), 52.7 (CH), 41.6 (CH2), 39.7 (CH), 34.9, (CH2), 29.0 (CH2), 26.2
(CH2), 25.3 (CH2),
IR (ATR): 2953, (m), 2877 (m), 1731 (s), 1456 (w), 1323 (w), 1256 (m), 1155 (m), 1129 (m), 1034
(m), 948 (m)
MS (70°C): 252(M+, 62), 223 (4), 193 (3), 139 (8), 99 (100), 86 (60), 67 (12)
HRMS (C14H20O4): ber. 252.1361, gef. 252.1359
((Z)-6-Pent-2-enyl-1,4-dioxaspiro[4.4]non-7-yl)-essigsäureallylester178
Zu einer Lösung von 380 mg (1,84 mmol) DCC in 7 ml CH2Cl2 wird
eine Lösung von 420 mg (1,65 mmol) 174 in 1 ml CH2Cl2 getropft
und 15 min bei RT gerührt. Anschließend werden 20 mg DMAP
zugegeben, 135 mg (2,3 mmol) Allylalkohol zugetropft und 12 h bei
RT gerührt. Der Ansatz wird filtriert und das Rohprodukt
chromatographisch gereinigt (MTBE/PE =1:3).
Man erhält 220 mg 178 (0,75 mmol, 45 %) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.92 (ddt, 17Hz, 10Hz, 6Hz, 1H), 5.38 (m, 2H), 5.30 (ddt, 17Hz, 2Hz,
1.5Hz, 1H), 5.23 (ddt, 10Hz, 2Hz, 1.5Hz, 1H), 4.57 (dt, 6Hz, 1.5Hz, 1H), 3.89 (m, 4H), 2.64 (dd,
15Hz, 4Hz, 1H), 2.24(m, 2H), 2.08 (m, 4H), 1.94 (dtd, 8Hz, 8Hz, 5Hz, 1H), 1.74 (m, 3H), 1.33
(ddt, 13Hz, 9Hz, 8Hz, 1H), 0.96 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 172.2 (Cq), 132.1 (CH), 132.0 (CH), 127.5 (CH), 117.9 (CH2), 117.5
(Cq), 64.7 (CH2), 64.5 (CH2), 64.0 (CH2), 51.1 (CH), 40.0 (CH2), 39.2 (CH), 34.9 (CH2), 27.8
(CH2), 26.3 (CH2), 20.3 (CH2), 14.0 (CH3)
IR (ATR): 2961 (m), 2935 (m), 2876 (m), 1735 (s), 1649 (w), 1461 (w), 1438 (w), 1304 (m), 1218
(m), 1150 (s), 1038 (m), 990 (m), 880 (w)
MS (90°C): 294 (M+, 53), 237 (10), 195 (48), 153 (42), 114 (10), 99 (100), 86 (32), 67 (17), 55 (19)
HRMS (C17H26O4): ber. 294.1831, gef. 294.1833
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II. Experimenteller Teil
102
((Z)-8,8-Dimethyl-1-pent-2-enyl-6,10-dioxaspiro[4.5]dec-2-yl)-essigsäurebut-3-enylester 177
Zu einer Lösung von 300 mg (1,45 mmol) DCC in 7 ml CH2Cl2
wird eine Lösung von 270 mg (1,28 mmol) 2 in 3 ml CH2Cl2
getropft und 15 min bei RT gerührt. Anschließend werden 20 mg
DMAP zugegeben, 0,15 ml (1,7 mmol) 3-Butenol zugetropft und
12 h bei RT gerührt. Der Ansatz wird filtriert und das Rohprodukt
in 50 ml Benzol aufgenommen. Nach Zugabe von 20 mg PPTS
und 333 mg (3,2 mmol) 2,2-Dimethylpropan-1,3-diol wird am
Wasserabscheider refluxiert. Anschließend wird das Benzol abdestilliert und der Rückstand in 100
ml MTBE aufgenommen. Die organische Phase wird mit ges. NaHCO3, und ges NaCl gewaschen,
über MgSO4 getrocknet und das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck
abdestilliert. Das Rohprodukt wird chromatographisch gereinigt (MTBE/PE = 1:3).
Man erhält 314 mg 177 (0,89 mmol, 70 %) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.78 (ddt, 17Hz, 11Hz, 7Hz, 1H), 5.40 (m, 2H), 5.10 (ddt, 17Hz, 2Hz,
1.5Hz, 1H), 5.05 (ddt, 11Hz, 2Hz, 1.5Hz, 1H), 4.10 (t, 7Hz, 2H), 3.53 (m, 2H), 3.38 (m, 2H), 2.60
(dd, 15Hz, 4Hz, 1H), 2.36 (m, 3H); 2.04 (m, 6H), 1.88 (m, 2H), 1.62 (m, 1H), 1.14 (s, 3H), 0.95 (t,
7.5Hz, 3H), 0.76 (s, 3H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 172.8 (Cq), 134.0 (CH), 131.9 (CH), 128.3 (CH), 117.0 (CH2), 108.1
(Cq), 72.2 (CH2), 71.0 (CH2), 63.1 (CH2), 35.0 (CH), 40.1 (CH2), 38.7 (CH), 33.0 (CH2), 30.0
(CH2), 29.2 (CH2), 28.0 (CH2), 25.7 (CH2), 22.7 (CH3), 22.1 (CH3), 20.5 (CH2), 14.1 (CH3)
IR (ATR): 3079 (w), 2955 (s), 2933 (s), 2869 (m), 2857 (m), 1735 (s), 1643 (w), 1472 (w), 1463
(w), 1395 (w), 1363 (w), 1295 (w), 1163 (w), 1134 (s), 1068 (w), 1047 (w), 1017 (w), 989 (w), 919
(w)
MS (50°C): 350 (M+, 22), 321 (6), 279 (12), 237 (23), 195 (44), 141 (100), 128 (20), 109 (8), 91
(9), 69 (30), 55 (28)
HRMS (C21H34O4): ber. 350.2457, gef. 350.2455
((Z)-6-Pent-2-enyl-1,4-dioxaspiro[4.4]non-7-yl)-essigsäurepent-4-enylester 179
Zu einer Lösung von 330 mg (1,6 mmol) DCC in 7 ml CH2Cl2
wird eine Lösung von 400 mg (1,57 mmol) 174 in 1 ml CH2Cl2
getropft und 15 min bei RT gerührt. Anschließend werden 20 mg
DMAP zugegeben, 0,17 ml (1,6 mmol) 4-Pentenol zugetropft
und 12 h bei RT gerührt. Der Ansatz wird filtriert und das
Rohprodukt chromatographisch gereinigt (MTBE/PE =1:4).
Man erhält 405 mg 179 (1,25 mmol, 79 %) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.77 (ddt, 17Hz, 11Hz, 7Hz, 1H), 5.34 (m, 2H), 5.00 (ddt, 17Hz, 2Hz,
1.5Hz, 1H), 4.96 (ddt, 11Hz, 2Hz, 1.5Hz, 1H), 4.04 (t, 7Hz, 2H), 3.84 (m, 4H), 2.57 (dd, 15Hz,
4Hz, 1H), 2.27-1.96 (m, 8H), 1.90 (dtd, 8Hz, 8Hz, 5Hz, 1H), 1.71 (m, 5H), 1.31 (ddt, 13Hz, 9Hz,
8Hz, 1H), 0.94 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 172.7 (Cq), 137.3 (CH), 132.0 (CH), 127.6 (CH), 117.6 (Cq), 115.1
(CH2), 64.6 (CH2), 64.0 (CH2), 63.5 (CH2), 51.2 (CH), 40.2 (CH2), 39.4 (CH), 35.1 (CH2), 30.0
(CH2), 27.9 (CH2), 27.7 (CH2), 26.4 (CH2), 20.4 (CH2), 14.0 (CH3)
IR (ATR): 3077 (w), 2961 (m), 2935 (m), 2876 (m), 1734 (s), 1642 (w), 1462 (w), 1438 (w), 1417
(w), 1390 (w), 1304 (m), 1257 (m), 1216 (m), 1152 (s), 1040 (m), 915 (m)
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II. Experimenteller Teil
103
MS (70°C): 322 (M+, 40), 293 (4), 260 (4), 237 (8), 195 (28), 153 (22), 114 (8), 99 (100), 86 (17),
67 (10), 55 (7)
HRMS (C19H30O4): ber. 322.2144, gef. 322.2145
((Z)-6-Pent-2-enyl-1,4-dioxaspiro[4.4]non-7-yl)-essigsäurehex-5-enylester 180
Zu einer Lösung von 240 mg (1,16 mmol) DCC in 6 ml
CH2Cl2 wird eine Lösung von 250 mg (0,98 mmol) 174 in 1
ml CH2Cl2 getropft und 15 min bei RT gerührt. Anschließend
werden 20 mg DMAP zugegeben, 0,15 ml (1,2 mmol) 5-
Hexenol zugetropft und 12 h bei RT gerührt. Der Ansatz wird
filtriert und das Rohprodukt chromatographisch gereinigt
(MTBE/PE =1:3).
Man erhält 205 mg 180 (0,61 mmol, 62 %) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.80 (ddt, 17Hz, 11Hz, 7Hz, 1H), 5.37 (m, 2H), 5.01 (ddt, 17Hz, 2Hz,
1.5Hz, 1H), 4.96 (ddt, 11Hz, 2Hz, 1.5Hz, 1H), 4.06 (t, 7Hz, 2H), 3.88 (m, 4H), 2.60 (dd, 15Hz,
4Hz, 1H), 2.21 (m, 2H), 2.08 (m, 6H), 1.92 (dtd, 8Hz, 8Hz, 5Hz, 1H), 1.86-1.59 (m, 5H), 1.46 (m,
4H), 1.32 (ddt 13Hz, 9Hz, 8Hz, 1H), 0.96 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 172.7 (Cq), 138.2 (CH), 132.0 (CH), 127.6 (CH), 117.6 (Cq), 114.7
(CH2), 64.5 (CH2), 64.0 (CH2), 51.1 (CH), 40.2 (CH2), 39.3 (CH), 35.0 (CH2), 33.1 (CH2), 27.9
(CH2), 27.8 (CH2), 26.3 (CH2), 25.1 (CH2), 20.4 (CH2), 14.0 (M+, ),
IR (ATR): 3077 (w), 2960 (m), 2934 (m), 2874 (m), 1734 (s), 1641 (w), 1460 (w), 1438 (w), 1416
(w), 1304 (m), 1254 (m), 1213 (m), 1152 (m), 1039 (m), 994 (m), 948 (m), 912 (m)
MS (GC-MS): 336 (M+, 32), 307 (6), 268 (6), 237 (12), 195 (41); 153 (29), 114 (10), 99 (100), 86
(17), 67 (12), 55 (17)
HRMS (C20H32O4): ber. 336.2300, gef. 336.2300
1-Dioxaspiro[4.4]-1,2,3,3a,4,7,8,9,12,12a-decahydro-6-oxacyclopentacycloundecen-5-one 181
Zu einer Lösung von 61 mg (0,189 mmol) 179 in 35 ml CH2Cl2 werden 0,05 ml
(1 eq.) Ti(OiPr)4 zugetropft. Nach 10 min werden 13 mg (9 Mol%) Ru
zugegeben und 60 h refluxiert. Anschließend wird mit 20 ml MTBE verdünnt,
der nach 1h gebildete Niederschlag abfiltriert, das Lösungsmittel am
Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck abdestilliert und das
Rohprodukt chromatographisch gereinigt (MTBE/PE= 1:3).
Man erhält 40 mg 181 (0,15 mmol, 80%) als farbloses Öl.
E:Z=(8:1)
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.39 (ddd, 17Hz, 9Hz, 5Hz, 1H), 5.24 (ddd, 17Hz, 9Hz, 5Hz, 1H), 4.77
(ddd, 11Hz, 10Hz, 2Hz, 1H), 4.00-3.80 (m, 5H), 2.40-1.56 (m, 12H), 1.30 (m, 1H)
13C-NMR (67.9 MHz): (E-Isomer) δ = 172.1 (Cq), 132.2 (CH), 127.7 (CH), 64.8 (CH2), 64.6
(CH2), 63.7 (CH2), 49.9 (CH), 43.0 (CH2), 38.4 (CH), 34.2 (CH2), 34.0 (CH2), 32.4 (CH2), 29.5
(CH2), 27.6 (CH2),
IR (ATR): 2951 (m), 2937 (m), 1730 (s), 1439 (w), 1351 )w), 1257 (m), 1248 (m), 1214 (m), 1149
(m), 1043 (m), 970 (m), 948 (w), 931 (w)
MS (90°C): 266(M+, 27), 237 (7), 198 (5), 170 (6), 137 (30), 99 (100), 86 (24)
HRMS (C15H22O4): ber. 266.1518, gef. 266.1515
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II. Experimenteller Teil
104
1-Dioxaspiro[4.4]-2,3,3a,4,7,8,9,10,13,13a-decahydro-1H-6-oxacyclopentacyclododecen-5-one
182
Zu einer Lösung von 50 mg (0,191 mmol) 180 in 25 ml CH2Cl2 werden 0,04 ml
(1 eq.) Ti(OiPr)4 zugetropft. Nach 10 min werden 11 mg (9 Mol%) Ru
zugegeben und 48h refluxiert. Anschließend wird mit 25 ml MTBE verdünnt,
der nach 1h gebildete Niederschlag abfiltriert, das Lösungsmittel am
Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck abdestilliert und das
Rohprodukt chromatographisch gereinigt (MTBE/PE= 1:3).
Man erhält 22 mg 182 (0,078 mmol, 53%) als farbloses Öl.
E:Z=3.5:1
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.70 (ddd, 10Hz, 7Hz, 1Hz, 1H-Z), 5.60-5.40 (m, 2H-E, 1H-Z), 4.30 (m,
1H-E), 4.00 (m, 4H), 2.40-1.60 (m, 16H)
13C-NMR (67.9 MHz): (E-Isomer) δ = 172.9 (Cq), 132.4 (CH), 128.8 (CH), 117.8 (CH), 64.6
(CH2), 64.0 (CH2), 63.4 (CH2), 50.1 (CH), 41.3 (CH2), 38.1 (CH), 34.1 (CH2), 32.5 (CH2), 30.0
(CH2), 28.7 (CH2), 27.0 (CH2), 24.6 (CH2),
IR (ATR): 2934 (m), 2879 (m), 1728 (s), 1437 (m), 1276 (m), 1250 (m), 1215 (m), 1142 (m), 1040
(m), 973 (m), 947 (m)
MS (50°C): 280(M+, 63), 251 (10), 125 (12), 99 (100), 86 (51), 79 (11)
HRMS (C16H24O4): ber. 280.1674, gef. 280.1673
3-Butensäure-2-((Z)-6-pent-2-enyl-1,4-dioxaspiro[4.4]non-7-yl)-ethylester 183
Zu einer Lösung von 240 mg (1 mmol) 68 in 3 ml NEt3 werden bei
0 °C 0,2 ml (1,5 mmol) frisch destilliertes Crotonsäurechlorid
zugetropft und 2 h bei dieser Temperatur gerührt. Anschließend
werden in der Kälte 10 ml 1M HCl zugegeben und mit 80 ml
MTBE extrahiert. Die organische Phase wird mit je 10 ml 1M
HCl, ges. NaHCO3 und ges. NaCl gewaschen, über MgSO4
getrocknet und das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck abdestilliert.
Das Rohprodukt wird chromatographisch gereinigt (MTBE/PE 1:3).
Man erhält 244 mg 183 (0,79 mmol, 79 %) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.92 (ddt, 17Hz, 11Hz, 7Hz, 1H), 5.37 (m, 2H), 5.17 (ddt, 11Hz, 2Hz,
1.5Hz, 1H), 5.16 (ddt, 17Hz, 2Hz, 1.5Hz, 1H), 4.11 (m, 2H), 3.88 (m, 4H), 3.08 (dt, 7Hz, 1.5Hz,
2H), 2.25 (m, 1H), 2.08 (m,3H), 2.00-1.60 (m, 6H), 1.52 (m, 1H), 1.28 (ddt, 13Hz, 9Hz, 8Hz, 1H),
0.96 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (67.9 MHz): δ = 171.3 (Cq), 131.7 (CH), 130.1 (CH), 127.7 (CH), 118.2 (CH2), 117.6
(Cq), 64.4 (CH2), 63.9 (CH2), 63.3 (CH2), 51.5 (CH), 39.5 (CH), 39.0 (CH2), 35.1 (CH2), 34.1
(CH2), 27.6 (CH2), 26.4 (CH2), 20.3 (CH2), 14.0 (CH3)
IR (ATR): 3083 (w), 2961 (m), 2933 (m), 2875 (m), 1738 (s), 1643 (w), 1461 (w), 1435 (w), 1405
(w), 1326 (m), 1254 (m), 1170 (s), 1041 (m), 993 (m), 920 (m)
MS (°C): 308 (M+, 50), 240 (10), 223 (15), 195 (46), 160 (32), 153 (68), 125 (22), 114 (63), 99
(100), 86 (58), 69 (23), 55 (36)
HRMS (C18H28O4): ber. 308.1987, gef. 308.1990
O
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OO
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II. Experimenteller Teil
105
4-Pentensäure-2-((Z)-6-pent-2-enyl-1,4-dioxaspiro[4.4]non-7-yl)-ethylester 184
Zu einer Lösung von 210 mg (1,01 mmol) DCC in 5 ml CH2Cl2
werden 0,1 ml 4-Pentensäure zugetropft und 15 min bei RT
gerührt. Anschließend werden 20 mg DMAP zugegeben, eine
Lösung von 240 mg (1 mmol) 68 in 3 ml CH2Cl2 zugetropft und
12 h bei RT gerührt. Der Ansatz wird filtriert und das
Rohprodukt chromatographisch gereinigt (MTBE/PE =1:3).
Man erhält 270 mg 184 (0,84 mmol, 84 %) als farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.83 (ddt, 17Hz, 11Hz, 7Hz, 1H), 5.37 (m, 2H), 5.06 (ddt, 17Hz, 2Hz,
1.5Hz, 1H), 5.00 (ddt, 11Hz, 2Hz, 1.5Hz, 1H), 4.08 (m, 2H), 3.88 (m, 4H), 2.38 (m, 4H), 2.24 (m,
1H), 2.07 (m, 3H), 1.95 (m, 1H), 1.90-1.58 (m, 5H), 1.48 (m, 1H), 1.26 (ddt, 13Hz, 9Hz, 8Hz, 1H),
0.95 (t, 7.5Hz, 3H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 172.7 (Cq), 136.5 (CH), 131.6 (CH), 127.8 (CH), 117.6 (Cq), 115.2
(CH2), 64.4 (CH2), 63.9 (CH2), 62.9 (CH2), 51.5 (CH), 39.5 (CH), 35.1 (CH2), 34.2 (CH2), 33.3
(CH2), 28.6 (CH2), 27.5 (CH2), 26.4 (CH2), 20.3 (CH2), 14.0 (CH3)
IR (ATR): 3080 (w), 2961 (m), 2933 (m), 2875 (m), 1736 (s), 1642 (w), 1461 (w), 1438 (w), 1347
(w), 1306 (w), 1254 (m), 1169 (m), 1041 (m), 915 (m)
MS (40°C): 322 (M+, 10), 195 (10), 160 (10), 153 (15), 114 (11), 99 (100), 86 (13), 55 (18)
HRMS (C19H30O4): ber. 322.2144, gef. 322.2145
1-Dioxaspiro[4.4]-3,3a,4,5,8,9,12,12a-octahydro-2H-6-oxacyclopentacycloundecen-7-on 185
Zu einer Lösung von 61 mg (0,186 mmol) 184 in 35 ml CH2Cl2 werden 0,05
ml (1 eq.) Ti(OiPr)4 zugetropft. Nach 10 min werden 13 mg (9 Mol%) Ru
zugegeben und 48h refluxiert. Anschließend wird mit 20 ml MTBE verdünnt,
der nach 1h gebildete Niederschlag abfiltriert, das Lösungsmittel am
Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck abdestilliert und das
Rohprodukt chromatographisch gereinigt (MTBE/PE= 1:4).
Man erhält 32 mg 185 (0,12 mmol, 65%) als farbloses Öl.
E:Z=4:1
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.58 (m, 1H-Z), 5.43 (ddd, 16Hz, 8Hz, 4Hz, 1H-E), 5.37 (m, 1H-Z), 5.26
(ddd, 16Hz, 11Hz, 4Hz, 1H-E), 4.46 (ddd, 11Hz, 6Hz, 2Hz, 1H-E), 4.37 (m, 1H-Z), 3.87 (m, 4H),
3.65 (ddd, 11Hz, 10Hz, 3Hz, 1H-E), 2.6-2.1 (m, 5H), 1.97 (m, 2H), 1.85-1.6 (m, 6H), 1.30 (m, 1H)
13C-NMR (67.9 MHz): (E-Isomer) δ = 174.1 (Cq), 130.5 (CH), 129.7 (CH), 117.5 (Cq), 64.7 (CH2),
64.0 (CH2), 63.5 (CH2), 49.3 (CH), 36.5 (CH), 36.3 (CH2), 35.1 (CH2), 34.7 (CH2), 34.6 (CH2),
30.6 (CH2), 28.7 (CH2)
IR (ATR): 2948 (m), 2877 (m), 1730 (s), 1439 (m), 1336 (m), 1307 (w), 1253 (m), 1234 (m), 1150
(s), 1108 (m), 1028 (m), 958 (m)
MS (70°C): 266(M+, 49), 237 (9), 165 (7), 125 (10), 99 (100), 86 (57), 79 (12)
HRMS (C15H22O4): ber. 266.1518, gef. 266.1518
O
O
OO
O
O
O
O
II. Experimenteller Teil
106
2,3,3a,7,8,9,12,12a-Octahydro-4H-6-oxacyclopentacycloundecen-1,5-dion 187
Zu einer Lösung von 17 mg (0,064 mmol) 181 in 1 ml THF werden 0,3 ml 2M
HCl zugetropft und 2 h bei RT gerührt. Anschließend wird mit 1 ml ges NaHCO3
neutralisiert und die wäßrige Phase dreimal mit 5 ml MTBE extrahiert. Die
vereinigten organischen Phasen werden über MgSO4 getrocknet und das
Lösungsmittel am Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck abdestilliert.
Der Rückstand wird chromatographisch gereinigt (MTBE/PE=1:3).
Man erhält 13 mg 187 (0,058 mmol, 90%) als farbloses Öl.
E.Z= 8:1
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.43 (ddd, 16Hz, 9Hz, 5Hz, 1H), 5.32 (ddd, 16Hz, 9Hz, 5Hz, 1H), 4.50
(ddd, 11Hz, 10Hz, 5Hz, 1H), 4.09 (ddd, 11Hz, 5Hz, 5Hz, 1H), 2.58 (dbr, 13Hz, 1H), 2.50 (dd,
13Hz, 2Hz, 1H), 2.40-1.40 (m, 12H),
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 219.3 (Cq), 172.0 (CH), 133.1 (CH), 126.8 (CH), 65.0 (CH2), 54.4
(CH), 42.5 (CH2), 38.7 (CH), 37.5 (CH2), 34.7 (CH2), 31.4 (CH2), 29.6 (CH2), 28.6 (CH2), 26.8
(CH2),
IR (ATR): 2952 (m), 2923 (m), 2854 (m), 1727 (s), 1440 (m), 1408 (w), 1380 (w), 1339 (m), 1238
(s), 1153 (s), 1073 (m), 1005 (m), 975(m),
MS (40°C): 222 (M+, 31), 204 (100), 176 (57), 149 (33), 135 (31), 109 (38), 79 (78)
HRMS (C13H18O3): ber. 222.1255, gef. 222.1256
3,3a,4,5,8,9,12,12a-Octahydro-2H-6-oxacyclopentacycloundecen-1,7-dion 188
Zu einer Lösung von 23 mg (0,086 mmol) 185 in 1 ml THF werden 0,3 ml 2M
HCl zugetropft und 2 h bei RT gerührt. Anschließend wird mit 1 ml ges
NaHCO3 neutralisiert und die wäßrige Phase dreimal mit 5 ml MTBE extrahiert.
Die vereinigten organischen Phasen werden über MgSO4 getrocknet und das
Lösungsmittel am Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck abdestilliert.
Der Rückstand wird chromatographisch gereinigt (MTBE/PE=1:3).
Man erhält 15 mg 188 (0,067 mmol, 78%) als farbloses Öl.
E:Z=4:1
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.42 (dddd, 16Hz, 9Hz, 5Hz, 1Hz, 1H), 5.32 (dddd, 16Hz, 9Hz, 5Hz,
1Hz, 1H), 4.51 (ddd, 11Hz, 10Hz, 2Hz, 1H), 4.07Hz, (ddd, 11Hz, 4Hz, 4Hz, 1H), 2.65-1.40 (m,
13H)
13C-NMR (100.6 MHz): δ = 219.4 (Cq), 172.1 (Cq), 133.2 (CH), 126.9 (CH), 65.1 (CH2), 54.5
(CH), 42.6 (CH2), 38.8 (CH), 37.6 (CH2), 31.5 (CH2), 29.7 (CH2), 28.7 (CH2), 26.9 (CH2),
IR (ATR): 2953 (m), 2922 (s), 2852 (m), 1735 (s), 1457 (m), 1382 (m), 1267 (m), 1156 (m),
1067(m), 1045 (m), 970 (m)
MS (50°C): 222 (M+, 55), 204 (100), 176 (49), 149 (53), 135 (45), 109 (53), 79 (98)
HRMS (C13H18O3): ber. 222.1255, gef. 222.1254
O
O
O
OO
O
II. Experimenteller Teil
107
[2-(6-Hydroxyhex-2-enyl)-3-oxocyclopentyl]-essigsäuremethylester 189
Zu einer Lösung von 21 mg (0,079 mmol) 181 in 1ml MeOH werden 2
mg NaH (60 %ig in Paraffin) gegeben und 12 h bei RT gerührt.
Anschließend wird mit 1M HCl hydrolysiert, die wäßrige Phase
dreimal mit je 10 ml MTBE extrahiert und die vereinigten organischen
Phasen eingeengt. Der Rückstand wird in 1 ml THF aufgenommen und nach Zugabe von 0,3 ml 2M
HCl 1h weitergerührt. Anschließend wird mit ges. NaHCO3 neutralisiert, die wäßrige Phase dreimal
mit je 10 ml MTBE extrahiert, die vereinigten organischen Phasen über MgSO4 getrocknet und das
Lösungsmittel am Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck abdestilliert. Das Rohprodukt
wird chromatographisch gereinigt (MTBE).
Man erhält 15 mg 189 (0,059 mmol, 74%) als farbloses Öl.
E:Z =8:1
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.49 (ddt, 16Hz, 6Hz, 1Hz, 1H), 5.36 (ddt, 16Hz, 6Hz, 1Hz, 1H), 3.70 (s,
3H), 3.63 (t, 7Hz, 1H), 2.66 (m, 1H), 2.40-2.20 (m, 6H), 2.08 (m, 3H), 1.90 (m, 1H), 1.60 (m, 3H),
13C-NMR (67.9 MHz): δ = 218.8 (Cq), 173.2 (Cq), 132.8 (CH), 126.7 (CH), 62.3 (CH2), 53.9
(CH3), 51.6 (CH), 38.6 (CH2), 37.7 (CH2), 37.5 (CH), 32.1 (CH2), 30.8 (CH2), 28.8 (CH2), 27.1
(CH2),
IR (ATR): 3408 (br), 2925 (m), 2853 (w), 1734 (s), 1436 (m), 1407 (w), 1378 (w), 1335 (w), 1261
(m), 1195 (m), 1161 (m), 1055 (m), 973 (m)
MS (135°C): 253(M+-H, 8), 239 (6), 223 (6), 181 (18), 163 (29), 156 (22), 121 (21), 83 (100)
HRMS (C14H21O4): (M+-H) ber. 253.1439, gef. 253.1441
[2-(7-Hydroxy-hept-2-enyl)-3-oxocyclopentyl]-essigsäuremethylester 190
Zu einer Lösung von 20 mg (0,071 mmol) 182 in 1ml MeOH
werden 2 mg NaH (60 %ig in Paraffin) gegeben und 12 h bei RT
gerührt. Anschließend wird mit 1M HCl hydrolysiert, die wäßrige
Phase dreimal mit je 10 ml MTBE extrahiert und die vereinigten
organischen Phasen eingeengt. Der Rückstand wird in 1 ml THF aufgenommen und nach Zugabe
von 0,3 ml 2M HCl 1h weitergerührt. Anschließend wird mit ges. NaHCO3 neutralisiert, die
wäßrige Phase dreimal mit je 10 ml MTBE extrahiert, die vereinigten organischen Phasen über
MgSO4 getrocknet und das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck
abdestilliert. Das Rohprodukt wird chromatographisch gereinigt (MTBE/PE= 2:1).
Man erhält 15 mg 190 (0,058 mmol, 79%) als farbloses Öl.
E:Z=3.5:1
1H-NMR (400 MHz): δ = 5.43 (ddt, 16Hz, 6Hz, 1Hz, 1H), 5.30 (dtt, 16Hz, 6Hz, 1Hz, 1H), 3.70 (s,
3H), 3.62 (t, 7Hz, 2H), 2.68 (m, 1H), 2.44-2.00 (9H), 1.88 (m, 1H), 1.60-1.36 (m, 5H)
13C-NMR (67.9 MHz): δ = (E-Isomer) 218.9 (Cq), 172.6 (Cq), 133.3 (CH), 126.4 (CH), 62.7 (CH2),
53.9 (CH3), 51.6 (CH), 38.6 (CH2), 37.7 (CH2), 37.4 (CH), 32.0 (CH2), 30.7 (CH2), 27.1 (CH2),
25.3 (CH2),
COOMe
O
OH
COOMe
O
OH
II. Experimenteller Teil
108
IR (ATR): 3448 (br), 2829 (m), 2858 (m), 1734 (s), 1436 (m), 1407 (w), 1336 (w), 1263 (w), 1195
(m), 1161 (m), 1057 (m), 974 (m),
MS (145°C): 268(M+, 18), 250 (6), 195 (41), 177 (22), 156 (80), 83 (100), 79 (28)
HRMS (C15H24O4): ber. 268.1674, gef. 268.1675
III. Anhang
109
III. Anhang
Abkürzungsverzeichnis
Ac Acetat
Acac Acetylacetonat
aq. wäßrig
Bu Butyl
°C Grad Celsius
18-C-6 18-Krone-6
DBU Diazabicycloundecen
DEAD Diethylazodicarboxylat
DMA Dimethylacetamid
DMF Dimethylformamid
DMSO Dimethylsulfoxid
eq. Äquivalente
GC Gaschromatographie
ges. gesättigt
h Stunde
IR Infrarot
J Kopplungskonstante
kat. katalytisch
LDA Lithiumdiisopropylamid
Mmolar
Me Methyl
MHz Megahertz
Min. Minute
MTBE Methyl-tert-Butylether
NMR Kernspinresonanz
PDC Pyridiniumdichromat
PE Petrolether
Ph Phenyl
PPTS Pyridiniumparatoluolsulfonat
Rfl. Rückfluß
TBDMS tert-Butyldimethylsilyl
TFA Trifluoressigsäure
THF Tetrahydrofuran
TMS Trimethylsilyl
III. Anhang
110
Literaturverzeichnis
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III. Anhang
111
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44 nach der Jasmonatnomenklatur: Hierbei beginnt die Numerierung bei Essigsäurederivaten
an der Carbonsäure und läuft über den Ring in die Pentenylseitenkette.
45 a) T. Taapken, S. Blechert, E. W. Weiler, M. H. Zenk, J. Chem. Soc. Perkin Trans. 1 1994,
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71 diese Verbindung ist inzwischen kommerziell erhältlich
72 siehe z.B.: J. A. Marshall, M. W. Anderson, J. Org. Chem. 1993, 58, 3912-3918.
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78 klassisch mit einem Äquivalent Pd(OAc)2: a) Y. Ito, T.Saegusa, J. Org. Chem. 1978, 43,
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81 siehe auch: T. Takahashi, K. Shimizu, T. Doi, J. Tsuji, K. Yamamoto, Tetrahedron Letters
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85 H. Thoma, G. Spiteller, Liebigs Ann. Chem. 1983, 457
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III. Anhang
113
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R. Schrock, A. H. Hoveyda, J. Am. Chem. Soc. 2000, 122, 1828-1829.
97 R. Stragies, Dissertation, Technische Universität Berlin, 2000.
98 a) R. Stragies, M. Schuster, S. Blechert, Angew. Chemie 1997, 109, 2628-2630. b) In-En-
Metathese mit Ethen: J. A. Smulik, S. T. Diver, J. Org. Chem. 2000, 65, 1788-1792.
99 O. Brümmer, A. Rückert, S. Blechert, Chem. Eur. J. 1997, 3, 441-446.
100 O. Brümmer, Dissertation, Technische Universität Berlin, 1996, S. 50.
101 S. C. Schürer, S. Blechert, Chem. Comm. 1999, 1203. b) S. C. Schürer, S. Blechert,
Tetrahedron Letters 1999, 40, 1877.
102 siehe z.B. I. Ojima, S. Lin, T. Inoue, M. L. Miller, C. P. Borella, X. Geng, J. J. Walsh, J. Am.
Chem. Soc. 2000, 122, 5343-5353. sowie Lit. 1f)
103 S. Hölder, S. Blechert, Synlett 1996, 505-506.
104 M. F. Schneider, H. Junga, S. Blechert, Tetrahedron 1995, 51, 13003-13014.
105 E. Demole, B. Willhalm, M. Stoll, Helv. Chim. Acta 1964, 47, 1152.
106 A. Fürstner, T. Müller, Synlett 1997, 1010-1012.
107 K. Gerlach, M. Quitschalle, M. Kalesse, Synlett 1998, 1108-1110.
108 A. Fürstner, K. Langemann, J. Am. Chem. Soc. 1997, 119, 9130-9136.
109 A. Rückert, Dissertation, Technische Universität Berlin, 1999.
110 T. Hudlicky, L. Radesca, H. L. Rigby, J. Org. Chem. 1987, 52, 4397-4399.
III. Anhang
114
Lebenslauf
Persönliche Daten:
Name: Thomas von Schrader
Adresse: Elsenstr. 41
12435 Berlin
Geburtsdatum: 05. März 1971 in Dresden
Schulbildung:
1977 - 1987 14. Oberschule in Berlin-Köpenick
1987 -1989 Erweiterte Oberschule in Berlin Friedrichshain
Wehrdienst:
September 1989 - August 1990 Grundwehrdienst
Studium:
Oktober 1990 - Oktober 1992 Grundstudium der Chemie an der TU Berlin
Oktober 1992 Vordiplom
Oktober 1992 - August 1996 Hauptstudium der Chemie an der TU Berlin
Wahlpflichtfach: Analytische Chemie
Januar 1996 - August 1996 Diplomarbeit unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. S. Blechert
mit dem Thema: „Synthese von Jasmonatanaloga“
August 1996 Diplom
November 1996 - Juli 2000 Promotion in der Arbeitsgruppe von Herrn Prof. Dr. S. Blechert
mit dem Thema: „Synthese von Pflanzenhormonen auf
Jasmonatbasis“
Juli 2000 Promotion
Dezember 1996 - Januar 1998 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Berlin
Januar 1998 - September 2000 Wissenschaftlicher Mitarbeiter mit Lehraufgaben
Stipendium
Dezember 1992 Stipendiat der Klaus-Koch-Stiftung