scieee Science in your language
[en] (orig)
Organisation und Kennzahlen
2 Umweltbericht 2013 der TU Berlin
Organisation und Kennzahlen
Haushalt 2012
284 Mio. € Staatszuschuss
160 Mio. € Drittmittelzuwendungen
16,5 Mio. Energie und Medien
(5,8 % des Staatszuschusses)
Forschung und Lehre
7 Fakultäten mit 41 Instituten:
Fakultät I Geisteswissenschaften
Fakultät II Mathematik und Naturwissenschaften
Fakultät III Prozesswissenschaften
Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik
Fakultät V Verkehrs- und Maschinensysteme
Fakultät VI Planen Bauen Umwelt
Fakultät VII Wirtschaft und Management
6 fakultätsübergreifende Innovationszentren
42 Bachelor- und 62 Masterstudiengänge
323 Professuren (Stellen)
inkl. 16 Juniorprofessuren
Standorte
Zentraler Campus in Charlottenburg
Spreebogen Charlottenburg
Wedding (Ackerstr. und TIB-Gelände)
Wedding (Seestr. und Amrumer Str.)
Steglitz (Rothenburgstraße)
Zehlendorf (Königin-Luise-Str.)
Wilmersdorf (Waldschulallee)
EUREF (Schöneberg)
El Gouna (Ägypten)
Gebäudefläche
ca. 627.185 m² Fläche, davon
ca. 383.000 m² Nutzfläche
Mitglieder
Insgesamt 36.276 Personen, davon:
31.962 Studierende (WS 12/13), 32,1% weiblich,
davon aus:
Ingenieurwissenschaften 20.494
Mathematik, Naturwissenschaften 7.017
Rechts-, Sozial und Wirtschaftswissenschaften 1.759
Geisteswissenschaften 2.446
sonstiges, z.B. Agrarwissenschaften 246
490 Professoren und Professorinnen (Personen)
2.704 weitere akademische Beschäftigte
2.130 sonstige Angestellte und Beamte (Zentrale
Einrichtungen, Werkstätten, Bibliothek, Zentrale
Universitätsverwaltung)
2.570 studentische Mitarbeiter/-innen
142 Auszubildende
Der aktuelle Bericht umfasst, wenn nicht anders angegeben,
für Forschung und Lehre (Kap. 2) den Berichtszeitraum
Wintersemester 2012/13 bis Sommersemester 2013 sowie
für den betrieblichen Teil (Kap. 3) das Jahr 2012
Dieser Bericht versteht sich als Fortschreibung der Umwelt-
berichte von 1995 bis 2012. Alle Berichte sind im Internet
einsehbar unter www.tu-berlin.de/?29450.
Titelbild: Zentraler Campus (Süd) der TU Berlin in Charlottenburg: Grüne Lunge für Mensch und Natur inmitten
großstädtischer Bebauung; Foto: Jörg Romanski
Kleine Titelbilder: 1) Wasseraufbereitung mit Ozonierung im Fachgebiet Wasserreinhaltung (s. Seite 13);
2) Energiesparende Weichenmotoren auf dem Eisenbahn-Betriebs- und Experimentierfeld
des Fachgebietes Schienenfahrwege und Bahnbetrieb (s. Seite 27)
Hinterer Umschlag: Abfalltrennung und Brandschutz im „Blauen Foyer“ des Hauptgebäudes (H) der TU Berlin: Sinnbild für
das integrierte Modell der TU Berlin Arbeitsschutz-Umweltschutz-Gesundheitsschutz
Inhalt
Umweltbericht 2013 der TU Berlin 3
Inhalt
Inhaltsverzeichnis
Organisation und Kennzahlen ....................... 2
Inhalt ............................................................... 3
Vorwort ............................................................ 4
Editorial ........................................................... 5
1 Umweltleitlinien ......................................... 6
2 Forschung, Lehre und Weiterbildung ....... 8
2.1 Forschung und Lehre mit
Nachhaltigkeitsbezug .............................. 9
2.2 Beispiele aus Forschung und
Einrichtungen .......................................... 9
2.2.1 Verbünde, Netzwerke und Projekte ....................... 9
2.2.2 Institute, Fachgebiete und Einrichtungen ............ 13
2.3 Beispiele aus Lehre und Weiterbildung . 15
2.3.1 Studiengänge ...................................................... 15
2.3.2 Projektwerkstätten und tu projects ....................... 15
2.3.3 Lehrveranstaltungen ............................................ 16
2.3.4 Weiterbildung und Kompetenzentwicklung .......... 16
3 Betrieb ...................................................... 18
3.1 Zentrale betriebliche Umweltziele und
Aktivitäten.............................................. 19
3.1.1 Ziel: Das Arbeits- und Umweltschutz-
managementsystem weiterentwickeln und
stärker anwenden ................................................ 19
3.1.2 Ziel: Verringern des Energie-, Wasser- und
Materialverbrauchs .............................................. 22
3.1.3 Ziel: Verstärken der Abfallvermeidung und
-trennung ............................................................. 27
3.1.4 Ziel: Verringern des motorisierten
Individualverkehrs für Mitglieder und Gäste der
TU Berlin ............................................................. 29
3.1.5 Ziel: Verbessern der technischen Sicherheit und
des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz ...........29
3.1.6 Ziel: Schützen und Erhalten der natürlichen
Lebensgrundlagen ................................................33
3.1.7 Ziel: Fördern der nächsten Generation in
nachhaltiger Betriebspraxis ..................................34
3.2 Dezentrale betriebliche
Umweltaktivitäten .................................. 35
3.2.1 Büroarbeitsplätze der Verwaltung ........................35
3.2.2 Initiativen ..............................................................36
4 Anhang ..................................................... 37
4.1 Mitglieder und Nutzfläche ...................... 37
4.2 Treibhausgas-Emissionen ..................... 37
4.3 Energie- und Medienverbrauch ............. 37
4.4 Maßnahmen der Abteilung Gebäude
und Dienstemanagement ...................... 38
4.5 Abfallaufkommen .................................. 40
4.6 Gefahrgut .............................................. 41
4.7 Hauptbegehungen Arbeitsstätten .......... 42
4.8 Themen des Arbeits- und
Umweltschutzausschusses (AUSA) ...... 43
4.9 Fort- und Weiterbildungsangebot zu
Arbeits-, Gesundheits- und
Umweltschutz ....................................... 44
4.10 Arbeits- und Wegeunfälle ...................... 45
4.11 Glossar ................................................. 45
Impressum .................................................... 47
Vorwort
4 Umweltbericht 2013 der TU Berlin
Vorwort
Sehr geehrte Damen und Herren,
nachdem nun seit Juni 2013 das
"Zukunftskonzept der TU Berlin
für die Jahre 2013 - 2020"
vorliegt, das mit überwältigender
Zustimmung aller Gremien
verabschiedet wurde, ist der Weg
unserer Universität für die
nächsten Jahre vorgezeichnet.
Nun gilt es, die gemeinsame, konstruktive Arbeit
fortzusetzen und die Umsetzung der Pläne in
Angriff zu nehmen. Das Zukunftskonzept will dabei
den notwendigen Rahmen darstellen.
Dass dieser Rahmen, diese Richtungsweisung auf
unserem Leitbild fußen und weitere Richt- und
Leitlinien der TU Berlin berücksichtigt werden,
versteht sich von selbst. Die Umweltleitlinien
geben uns dabei umweltgerechte Handlungs-
empfehlungen für konkrete Maßnahmen vor, das
Leitbild enthält für beide Ausprägungen unserer
Universität, für Lehre und Forschung einerseits
und für den Betrieb andererseits, die Willens-
erklärung zu nachhaltigem Handeln.
So ist es nur folgerichtig, wenn auch unser
Zukunftskonzept ganz bewusst nachhaltige Inhalte
und Handlungsstränge verfolgt. Schon in der
Präambel wird die Verpflichtung auf das Prinzip
der Nachhaltigkeit prominent hervorgehoben.
Konkretisiert wird dies in den Key Application
Areas, die unsere charakteristischen forschungs-
starken Kernthemen darstellen.
Eine der Key Application Areas, nämlich Energy
Systems and Sustainable Resource Management",
bezieht sich vollständig auf (technische) Nach-
haltigkeitsthemen. Es werden Fragestellungen u.a.
des Klimawandels, der Wasserversorgung und der
Umgang mit begrenzten Ressourcen bearbeitet.
Auch im Wechselspiel mit weiteren Key
Application Areas wird dem Anspruch der Nach-
haltigkeit entsprochen, insbesondere mit der Area
„Infrastructure and Mobility“, die neben technologi-
schen Innovationen wie E-Mobilität oder Vernetzung
auch gesellschaftliche Prozesse einbezieht, sowie
der Area „Materials, Design and Manufacturing“, in
der Themen aus dem gesamten Produktlebens-
zyklus vom Ressourcenverbrauch über nachhaltige
Produktionsverfahren bis hin zum Recycling
behandelt werden.
Im Grunde aber zeigt diese Schwerpunktsetzung
des Zukunftskonzeptes, wie auch die Dar-
stellungen in unserem Umweltbericht, dass die
umwelt- und nachhaltigkeitsrelevanten Themen-
stellungen schon lange an der TU Berlin etabliert
sind und weiter wachsen.
Auch in Bau und Betrieb unserer Einrichtung
werden unvermindert Anstrengungen unternommen,
um die umweltrelevanten Auswirkungen unserer
Infrastruktur so gering wie möglich zu halten. Dass
dies trotz politischer Willensbekundung in Zeiten
begrenzter finanzieller Mittel nur teilweise gelingt,
wirkt auf dem Weg hin zu einer CO2-neutralen
Gesellschaft zumindest verlangsamend. Hier geht
mein deutliches Signal an die politischen Ent-
scheidungsträger, insbesondere an den Senat, für
umwelt- und klimarelevante Investitionen auch
entsprechende Mittel bereit zu stellen.
Doch auch wir selbst sind jeden Tag aufs Neue
herausgefordert, unser eigenes, individuelles
Handeln zu hinterfragen, wenn es um unser Heiz-
und Kühlverhalten oder um unsere Mobilität geht.
So lassen Sie auch uns selbst, Sie liebe
Leserinnen und Leser eingeschlossen, Zeichen
setzen, auch kleine Schritte gehen und beispiels-
weise, so wie unsere Universität auch, Papier-
produkte nur aus Recyclingpapier verwenden
oder atomkraftfreien und CO2-neutralen Strom
beziehen.
Viele Erfolge, mithin aber auch die Grenzen, die
wir als Lehr- und Forschungseinrichtung im
Umweltschutz erreicht haben, können Sie, liebe
Leserinnen und Leser, auf den folgenden Seiten
finden. Ich wünsche Ihnen eine interessante
Lektüre.
Ihr
Prof. Dr.-Ing. Prof. h.c. Jörg Steinbach
Präsident der Technischen Universität Berlin
Das Zukunftskonzept, das Leitbild und weitere Informationen dazu finden Sie unter www.tu-berlin.de/?758
Editorial
Umweltbericht 2013 der TU Berlin 5
Editorial
Verehrte Leserinnen und Leser,
die Diskrepanz zwischen poli-
tischer Willensäußerung und
progammatischer Zukunftsvision
gegenüber dem real Machbaren
und Durchsetzbaren wird gefühlt
immer größer. Während einer-
seits politische Ziele für 2020 und
2050 formuliert werden, muss bei
aktueller Neugestaltung auf Grund knapper Mittel
oft die zweitbeste oder gar die günstigste Lösung
gewählt werden, ohne die Verlagerung der Kosten
in die Zukunft zu bedenken, ganz zu schweigen von
den nachteiligen Umweltauswirkungen. Solange
Entscheidungen immer nur am aktuellen Budget
festgemacht werden, können Lebenszyklusbe-
trachtungen nicht in das Tagesgeschäft einfließen.
Auch an der TU Berlin sind diese politischen Sach-
zwänge zu spüren. Doch gerade unter diesen
Bedingungen gilt es, den Blick zu schärfen und
auch kleine Schritte zu gehen, wenn es darum
geht, schädliche Auswirkungen zu vermeiden oder
zu verringern. Dies gelingt immer dann, wenn
gleichzeitig Kosten eingespart werden. Damit
können schnell wirksame Effizienzmaßnahmen
meist durchgeführt werden. Bei mittel- bis länger-
fristigen Maßnahmen ist jedoch der kameralistisch
geprägte Budgethebel im Weg, da künftige Ausga-
ben nicht adäquat berücksichtigt werden können.
Umso mehr gebührt dem Gebäudebetreiber,
nämlich der Abteilung IV (Gebäude- und Dienste-
management) der TU Berlin, Anerkennung, dass
kontinuierlich Maßnahmen zur energetischen
Optimierung und Effizienzsteigerung vorgenom-
men werden. In einer Zusammenstellung aller
Maßnahmen werden Planung, Durchführung und
Effekt sowohl im Baubereich (Neubau, Umbau,
Sanierung) als auch im technischen Betrieb
(Modernisierung, Optimierung, Betriebsführung)
dargestellt. Dem Energiebericht ist zu entnehmen,
dass trotz weiter erhöhter Anforderungen
komplexere technische Ausstattung bis hin zu
halbindustriellen Anlagen, weitere Expansion der
Rechentechnik, mehr und größere Drittmittel-
projekte der Energieverbrauch vergleichsweise
stabil gehalten werden konnte (ab S. 18).
Auch parallel zum technischen Bau und Betrieb
werden einzelne Maßnahmen durchgeführt, die
positive Wirkung auf die Umweltsituation entfalten
können: Die Informationsmöglichkeiten für alle Mit-
glieder der TU Berlin über Intranet, Druckerzeug-
nisse und Weiterbildungsmöglichkeiten wachsen
stets, Aufklärungsarbeit bei Arbeitsstättenbegehungen
zeigen Wirkung (Einsatz von Schaltsteckdosen,
Lüftungsverhalten) und mit einzelnen Projekten
wird der verhaltensbasierte oder geringinvestive
Bereich erreicht (Geräteerneuerungsprogramm).
Damit ist der Betrieb der TU Berlin zwar mit
kleinen aber stetigen Schritten dabei, eine
kontinuierliche Verbesserung zu erreichen.
In Lehre und Forschung können dagegen unab-
hängig von den genannten Zwängen Nachhaltig-
keitsthemen behandelt werden. Die große Anzahl
der Veranstaltungen und Projekte mit Nachhaltig-
keitsbezug zeigt, dass es sich durchaus um zeit-
gemäße und relevante Fragestellungen handelt.
Die großen Herausforderungen der Menschheit,
wie Klimawandel, Raubbau an organischen und
mineralischen Ressourcen, Verschmutzung und
Kontamination ganzer Lebensbereiche werden
einerseits in der Forschung neben vielen Einzel-
projekten auch in interdisziplinären, überuni-
versitären, selbst in internationalen Verbünden
behandelt. Andererseits besteht ein vielfältiges
Lehrangebot, dessen Spanne von der klassischen
Lehrveranstaltung bis zu studierendenorgani-
sierten Projektwerkstätten reicht (ab S. 8).
Nun ist es an Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, auf
den folgenden Seiten zu lesen, auf welche Weise
die Technische Universität Berlin durch die
Tätigkeiten ihrer Mitglieder ihrer Verantwortung für
die Umwelt und damit für die Lebensgrundlage
künftiger Generationen gerecht wird.
Viel Freude beim Lesen,
Dr.-Ing. Jörg Romanski
Umweltbeauftragter an der TU Berlin
Umweltleitlinien
6 Umweltbericht 2013 der TU Berlin
1 Umweltleitlinien
Präambel
Die Technische Universität Berlin sieht sich auf-
grund der dramatischen globalen Umweltsituation
dem Grundsatz der nachhaltigen Entwicklung
verpflichtet:
Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Develop-
ment) ist eine Entwicklung, die die Bedürfnisse
heutiger Generationen befriedigt, ohne zu riskieren,
dass künftige Generationen ihre Bedürfnisse nicht
befriedigen können. (World Commission on
Environment and Development, Our Common
Future (Brundtland-Bericht), 1987)
Die Universität trägt eine besondere gesellschaft-
liche Verantwortung, da sie zukünftige Entschei-
dungsträger/innen unserer Gesellschaft ausbildet
und prägt. Sie hat damit eine Multiplikatorfunktion -
dieses ist Verantwortung und Chance zugleich. Da
wissenschaftliche Forschung Auswirkungen auf
Mensch und Natur hat, trägt die Wissenschaft eine
besondere Verantwortung für ihre Forschungsziele
und -ergebnisse.
Die Technische Universität Berlin stellt sich mit
ihrem breiten Fächerspektrum und den interdiszi-
plinären Möglichkeiten der ökologischen Heraus-
forderung durch die Entwicklung einer umwelt-
gerechten und umweltvernetzten Wissenschaft, um
so eine langfristige Entwicklung einzuleiten
(Sustainable Development).
Mit ihren ca. 37.000 Mitgliedern und dem damit
verbundenen Energie- und Stoffumsatz ist die
Technische Universität Berlin mit einem großen
Wirtschaftsunternehmen vergleichbar. Die durch
den Universitätsbetrieb entstehenden erheblichen
Umweltbelastungen gilt es zu minimieren.
Zur Verdeutlichung der Verantwortung für die
Ausbildung zukünftiger Generationen und zur
Förderung des universitären Umweltbewusstseins
und Umwelthandelns in Lehre, Forschung und in
der betrieblichen Praxis billigt die Technische
Universität Berlin die CRE-Charta for Sustainable
Development (CRE-COPERNICUS: The University
Charta for Sustainable Development, 1994) und
legt die folgenden Umweltleitlinien fest:
Leitlinien
Der Schutz und Erhalt der natürlichen
Lebensgrundlagen im Rahmen einer nach-
haltigen Entwicklung ist vorrangiges Ziel
unserer Universität in Forschung, Lehre und
Betrieb. Der Auftrag ist die dafür nötige fachüber-
greifende Erarbeitung von Grundlagenwissen zum
Umweltschutz sowie der Wissenstransfer in alle
Bereiche der Gesellschaft und in die interne Praxis.
Wir fördern das Umweltbewusstsein aller
Mitglieder der Universität. Umweltschutz ist ein
festes Element in unseren Lehr- und Studien-
angeboten und der Forschung. Die Studierenden
und Beschäftigten werden so aus- und
weitergebildet, dass sie ihre berufliche Tätigkeit im
Bewusstsein ihrer Verantwortung für die Umwelt
ausüben.
Forschung und Lehre betreiben wir unter
Umweltschutzaspekten. Versuche und Technolo-
gien untersuchen wir vorsorgend auf mögliche
Umweltbelastungen. Die Fachbereiche und die
fachbereichsübergreifenden Einrichtungen der
Universität fördern wissenschaftliche Arbeiten im
Umweltbereich sowie die Vernetzung und
interdisziplinäre Bearbeitung von umweltrelevanten
Fragen in Forschung und Lehre. Wir entwickeln
unsere Universität entsprechend den Handlungs-
prinzipien der CRE-Charta.
Unsere Universität strebt den intensiven
Austausch mit anderen Hochschulen zur
Förderung des Umweltschutzgedankens an.
Durch gezielte Zusammenarbeit in Forschung,
Lehre und Betrieb auf nationaler und internationaler
Ebene stellen wir uns der globalen Verantwortung
für Umwelt und nachhaltige Entwicklung
Wir setzen den Umweltschutz an unserer
Universität ressortübergreifend um, so dass
sowohl Verwaltung als auch Fachbereiche in
Umweltschutzangelegenheiten ihre Verantwortung
wahrnehmen und kooperieren. Durch den umwelt-
schonenden Einsatz der bestverfügbaren Tech-
niken erreichen wir eine kontinuierliche Verbes-
Umweltleitlinien
Umweltbericht 2013 der TU Berlin 7
serung unseres betrieblichen Umweltschutzes. Bei
zukünftigen Investitionen und Anschaffungen der
Universität werden wir die Umweltauswirkungen im
Voraus in Betracht ziehen und den umwelt-
gerechten Varianten den Vorzug geben.
Mit Ressourcen (Rohstoffe, Energie, Wasser)
gehen wir sparsam um. Umweltbelastungen wie
Abluft, Lärm, Abfälle und Abwasser reduzieren
wir auf ein wirtschaftlich vertretbares Mindestmaß.
Der Senkung des Materialeinsatzes und der
Wiederverwertung von Materialien geben wir den
Vorrang vor der Entsorgung.
Von unseren Lieferanten/innen und Dienst-
leistenden erwarten wir das Einhalten der
gleichen Umweltmaßstäbe, wie wir sie für uns
gesetzt haben. Wir wirken auf unsere Ge-
schäftspartner/innen ein, um eine ökologische Ver-
besserung der von ihnen bezogenen Waren und
Dienstleistungen zu erreichen. Wir bevorzugen
soweit wie möglich Lieferanten/innen, die nach EG-
Öko-Audit-Verordnung oder ISO (International
Standard Organization) 14001 zertifiziert sind.
Gesetzliche Vorgaben und behördliche Aufla-
gen zum Umweltschutz sehen wir als einzuhal-
tende Mindeststandards an, die nach Möglichkeit
überboten werden sollen. Nicht gesetzlich
Geregeltes wird in eigener Verantwortung aus-
gefüllt. Regelmäßige Öko-Audits gewährleisten,
dass wir künftig die Vorgaben, Auflagen und
universitätsinternen Anordnungen zum Umwelt-
schutz einhalten.
Unsere Universität führt einen offenen Dialog
und betreibt gezielte Öffentlichkeitsarbeit. Damit
ist gewährleistet, dass die Umsetzung der hoch-
schulinternen Umweltpolitik öffentlich transparent
und bewertbar wird.
TU Berlin, 12. November 1997
Umweltleitlinien in weiteren Sprachen:
www.tu-berlin.de/?24771
Die Umweltleitlinien sind im Selbstverständnis
der TU Berlin verankert. Sie spiegeln sich auf
verschiedenen Ebenen wider:
Universitätspolitik
Im Leitbild der TU Berlin (2011) wird die
Verantwortung zweifach aufgenommen:
„Die Mitglieder der Universität sind dem Prinzip der
nachhaltigen Entwicklung verpflichtet, das den
Erfordernissen der Gegenwart gerecht wird und
zugleich nicht zu Lasten zukünftiger Generationen
geht.“
„Unsere Einrichtungen betreiben wir sicher,
gesundheitsgerecht, ressourcenschonend und
umweltbewusst.“
Leitbild: www.tu-berlin.de/?101215
Im Zukunftskonzept der TU Berlin (2013) widmet
sich eine der sechs Key Application Areas
vollständig der nachhaltigen Entwicklung:
Energy Systems and Sustainable Resource
Management
Zukunftskonzept: www.tu-berlin.de/?3197
Universitätsstruktur
In verschiedenen Fakultäten finden sich Ein-
richtungen, die dem Umweltgedanken verpflichtet
sind, z. B.:
Institut für Technischen Umweltschutz
Institut für Ökologie
Verschiedene Studiengänge beschäftigen sich mit
Nachhaltigkeitsthemen, z. B.:
Regenerative Energiesysteme
Nachhaltiges Management
Verschiedene Lehrformen fokussieren sich auf
Nachhaltigkeit, z. B.:
Projektwerkstätten
tu projects
Auch im Betrieb der Infrastruktur wird Umwelt-
verträglichkeit durch verschiedene Einrichtungen
sichergestellt, z. B.:
Energiemanagement
Sicherheitstechnische Dienste und Umweltschutz
Dezentrale Umweltschutzbeauftragte (SB-DUB)
Forschung, Lehre und Weiterbildung
8 Umweltbericht 2013 der TU Berlin
2 Forschung, Lehre und Weiterbildung
Entwicklung unter diesem Begriff lassen
sich die Kernkompetenzen der Universität
subsummieren. Sowohl die Ausbildung der
künftig Entscheidungstragenden als auch die
Weichenstellungen für nftige Technologien
beeinflussen maßgeblich unsere weitere
Entwicklung als Gemeinwesen.
Insbesondere durch die Schwerpunktsetzung
auf technische Inhalte besitzen die tech-
nischen Universitäten ein hohes Maß an Ver-
antwortung, auch dadurch, dass sich der Be-
reich der anwendungsorientierten Forschung
neben der Grundlagenforschung immer mehr
etabliert. An der Technischen Universität
Berlin wird dieser Verantwortlichkeit auf
verschiedene Weise Rechnung getragen.
An oberster Stelle steht neben den Umwelt-
leitlinien das Leitbild der TU Berlin. Gleich zu
Beginn werden alle Mitglieder der TU Berlin
in die Pflicht genommen, das Prinzip nach-
haltiger Entwicklung zu verfolgen und so den
gegenwärtigen Anforderungen gerecht zu
werden, ohne dies zu Lasten zukünftiger
Generationen geschehen zu lassen.
www.tu-berlin.de/?101215
Dieses Bekenntnis bricht sich in das
Zukunftskonzept der TU Berlin herunter, in
dem insbesondere ein Schlüsselbereich (key
application area) vollständig nachhaltigem
Energie- und Ressourcenmanagement ge-
widmet ist.
www.tu-berlin.de/?3197
In der Lehre wird dies erkennbar in Studien-
gängen wie z. B. Ökologie und Umweltpla-
nung“ sowie „Technischer Umweltschutzim
Bachelor, und im Master darüber hinaus,
dass mit dem Campus EUREF das Thema
„Energieeffiziente Stadt“ ein eigenes, inno-
vatives Forum gefunden hat.
www.tu-berlin.de/?100756
Weitere Einrichtungen sind in ihrer Gesamt-
heit der Ökologie oder dem Umweltschutz
verschrieben, wie das Institut r Ökologie
oder, als ältestes seiner Art, das Institut r
Technischen Umweltschutz.
Die Forschung ist neben zahlreichen Einzel-
projekten geprägt von interdisziplinären
Clustern oder einrichtungbergreifenden Ver-
bünden und Kooperationen mit der Wirt-
schaft. Viele widmen sich Zukunftsthemen
wie Klimawandel oder Wasserwirtschaft.
Auch auf der Ebene der Studierenden ist
hohes Engagement zu verzeichnen. Sei es
im Bereich der Projektwerkstätten oder der
tu projects“ mit erklärt nachhaltigen Inhalten,
bei denen die Studierenden eigenverant-
wortliches Erarbeiten lernen. Oder auch in
Form von Studierendeninitiativen wie z. B.
„Grüne Uni“ (eine Hochschulgruppe zu
Umwelt- und Sozialfragen), die „Umsonst-
lädin“ (eine Möglichkeit, alte Produkte weite-
rer Nutzung zuzuführen) oder Daejayon (eine
internationale studentische Umweltgruppe).
Bild 1: TU-Campus EUREF:
Masterstudium für die energieeffiziente Stadt
Forschung, Lehre und Weiterbildung
Umweltbericht 2013 der TU Berlin 9
2.1 Forschung und Lehre mit
Nachhaltigkeitsbezug
Der Anteil an Forschungsprojekten und Lehrver-
anstaltungen der TU Berlin, der einen Nachhaltig-
keitsbezug aufweist, ist seit Jahren eine messbare
Größe. Insbesondere für eine Technische Univer-
sität ist dies nicht selbstverständlich. Doch auf-
bauend auf der langjährigen Tradition umwelt-
spezifischer Studiengänge und über 30 Jahre
bestehender Institute mit Umweltbezug ist diese
Ausprägung neben Umweltleitlinien und Zukunfts-
konzept nicht nur plausibel sondern durchaus zu
erwarten.
In der Regel eilt die Forschung der Lehre immer
etwas voraus. Bis die Ergebnisse der Projekte,
Verbünde, Cluster oder Sonderforschungsbereiche
Eingang in die Lehre finden, ist meist eine Zeit der
Etablierung der Forschungsergebnisse von Nöten.
Dieser Effekt ist auch an der TU Berlin zu
beobachten: Der Anteil nachhaltiger Forschung
liegt mit 14% bis 18% über dem der Lehre mit im
Schnitt knapp 10%.
Auf Grund der Tatsache, dass derzeit in beiden
Bereichen eine Datenkonsolidierung stattfindet und
das Auswertungssystem angepasst wird, sind
dieses Jahr keine Absolutzahlen darstellbar. So
fehlt beispielsweise derzeit durch unterschiedliche
Betrachtung und Zählweise von Verbünden und
Einzelprojekten eine kontinuierliche Vergleich-
barkeit. Daher sind die dargestellten Ergebnisse
nur als Richtmarke zu werten. Sie spiegeln so die
Größenordnung des Anteils umweltbezogener
Projekte und Lehrveranstaltungen wider.
Bild 2: Anteil der Projekte (Forschung) und Veran-
staltungen (Lehre) mit Umweltbezug an der
Gesamtzahl der Projekte und Veranstaltungen
Bild 3
2.2 Beispiele aus Forschung
und Einrichtungen
2.2.1 Verbünde, Netzwerke und Projekte
Climate-KIC
Das European Institute of
Innovation and Technology (EIT)
wählte die TU Berlin bereits Ende
2009 zur akademischen Partner-
einrichtung in diese hoch dotierte
Klimainitiative. Zahlreiche Inno-
vationsprojekte unter Beteiligung von Wissen-
schaftlern der TU Berlin sind bereits initiiert worden
und entwickeln sich gut.
Das Zentrum für Entrepreneurship (ZfE) an der TU
Berlin ist in den Bereichen Education und
Entrepreneurship aktiv eingebunden. Gegenwärtig
werden acht Start-up-Teams im Climate-KIC
„Acceleration Programme“ unterstützt. Davon
nutzen vier Teams das Angebot der Green Garage.
Dieser neuartige Inkubator für Klima-Start-ups ist in
dieser Form bislang einmalig in Deutschland.
Darüber hinaus führt Climate-KIC jährlich einen
Ideenwettbewerb durch, den „Open Innovation
Slam“. Dieser konnte in 2012 über 800 aktive User
auf seiner Plattform verzeichnen. Insgesamt
wurden 50 Ideen im Wettbewerb eingereicht. Die
zehn besten Teams wurden zu einem Venture
Weekend nach Berlin geladen. Mitarbeitende des
ZfE waren an der Organisation der Veranstaltung
und Bewertung der Ideen beteiligt und haben mit
ihrer Unterstützung aktiv zum großen Erfolg des
„Open Innovation Slamsbeigetragen.
Für Studierende der Climate-KIC Partneruniver-
sitäten wird seit 2010 eine mehrwöchige Summer
School "The Journey" organisiert. Ziel ist es, in
interdisziplinären, transnationalen Teams Ge-
schäftsideen mit Klimabezug zu entwickeln. Das
Programm umfasst den Austausch mit Forschungs-
einrichtungen sowie die Vermittlung von Wissen
zur Existenzgründung. Erfolgreiche Konzepte
können im Start-up Programm für Studierende
("greenhouse") fortgeführt werden.
Bild 4: Green Garage auf dem EUREF-Campus
0%
5%
10%
15%
20%
2011
2012
2013
Forschung
Lehre
Forschung, Lehre und Weiterbildung
10 Umweltbericht 2013 der TU Berlin
Mit dem Klima- und Innovationsnetzwerk Climate-KIC
(Knowledge and Innovation Community) will die
Europäische Union ihre Wettbewerbsfähigkeit für
Lösungen beim Klimaschutz und bei der Anpassung an
veränderte Klimabedingungen entscheidend stärken.
Dazu soll das Netzwerk konkrete Instrumente und
Produkte entwickeln und, mit Blick auf langfristige
Entwicklungen für die Klimaschutzmärkte der Zukunft,
geeignete Rahmenbedingungen identifizieren.
Darüber hinaus sollen die beteiligten Hochschulen,
Institute, Unternehmen und öffentlichen Partner neue
Aus- und Weiterbildungsprogramme für Klimawissen-
schaftler und -entrepreneure etablieren. Dreh- und
Angelpunkte für die Forschungs- und Ausbildungs-
programme sind nf regionale Zentren, sogenannte
„Co-Location Centers in Berlin (EUREF-Campus),
London, Paris, Utrecht/Delft und in Zürich.
Informationen: www.tu-berlin.de/?97583
www.climate-kic.org
Kontakt: Dr. Franka Birke, franka.birke@climate-kic.org.
Schaufenster der Elektromobilität
Die Bundesregierung fördert neben drei weiteren
Regionen das „Internationale Schaufenster der
Elektromobilität Berlin-Brandenburg“. Die TU Berlin
mit ihrem Forschungsnetzwerk Elektromobilität, in
dem 21 Fachgebiete zusammenarbeiten, hat dabei
als Partner der Berliner Agentur für Elektromobilität
eMO einen maßgeblichen Beitrag geleistet. Bei
zwölf der eingereichten 35 Kernprojekte sind
Wissenschaftler der TU Berlin federführend oder in
führender Rolle beteiligt.
Ziel ist es, Berlin-Brandenburg als Modellregion für
Elektromobilität zu entwickeln. Bis zum Jahr 2015
sollen circa 4.000 elektrische Pkw, Lkw und Busse
in der Region fahren.
Die „Schaufenster Elektromobilität“ sind eine Maß-
nahme aus dem Regierungsprogramm „Nationale
Plattform Elektromobilität“. Als „Schaufenster“ sind
diejenigen groß angelegten regionalen Demonstrations-
und Pilotvorhaben ausgewählt worden, in denen die
innovativsten Elemente der Elektromobilität an der
Schnittstelle von Energiesystem, Fahrzeug und Ver-
kehrssystem gebündelt und deutlich auch interna-
tional sichtbar gemacht werden.
Die TU Berlin hat detaillierte Projektvorschläge
insbesondere in den Themenfeldern Ausbau der
Ladeinfrastruktur, adaptive Elektromobilitätsdienste,
Smart Grid, elektrischer Busbetrieb, Elektromobi-
lität in der Stadtlogistik und Erweiterung der
Ladeinfrastruktur eingebracht.
Kontakt: Herr Prof. Dietmar Göhlich, Leiter des FG Methoden
der Produktentwicklung und Mechatronik, Koordinator des
Forschungsnetzwerks Elektromobilität an der TU Berlin
E-Bus Berlin: Voll-elektrischer Busbetrieb mit
induktiver Ladetechnologie
Das E-Bus Berlin Projekt ist
ein Forschungsvorhaben des
Schaufensters Elektromobilität
Berlin Brandenburg. Das Vorhaben befasst sich mit
dem vollständigen elektrischen Betrieb einer Bus-
linie im Berliner Zentrum unter Nutzung erneuer-
barer Energien. Hierzu wurde ein Projektkon-
sortium aus den Unternehmen Bombardier, BVG,
Solaris, Vossloh-Kiepe und der TU Berlin gebildet,
mit dem Ziel, den Betrieb der Buslinie im Jahr 2014
aufzunehmen.
Bild 5: Induktionsladestation
Bis zu acht neukonzipierte 12-Meter Elektrobusse
werden sich geräuscharm und emissionsfrei im Berliner
Stadtverkehr fortbewegen. Der Einsatz der innovativen
induktiven Ladetechnologie mit je einem Ladepunkt an
den Endhaltestellen, ermöglicht eine entsprechend
kostengünstige Batteriedimensionierung bei hoher
Ladeleistung (bis zu 200 kW) und vermeidet die
Installation von Oberleitungen im Einsatzgebiet, so dass
eine unauffällige Integration in das Stadtbild gewähr-
leistet ist.
Die Machbarkeitsstudie bewertet den Einsatz von
E-Bussen im Alltagsbetrieb und zeigt das Potential
auf, den öffentlichen Personennahverkehr von
fossilen Brennstoffen auf elektrische Energie umzu-
stellen. Die Ergebnisse dienen als Grundlage für
die Erstellung eines Elektrifizierungskonzepts für
einen nachhaltigen Verkehr in Berlin. Bereits erste
Simulationen im Vorfeld der Testphase zeigen,
dass die elektrische Umstellung einer Linie von
16 km Länge CO2-Einsparungen von 660 Tonnen
im Jahr bewirkt.
Kontakt: FG Methoden zur Produktentwicklung und Mechatronik,
Alexander Kunith, alexander.kunith@tu-berlin.de
Forschung, Lehre und Weiterbildung
Umweltbericht 2013 der TU Berlin 11
Neuer Sonderforschungsbereich:
Nachhaltige Produktionstechnik
Mit der Hypothese nachhaltiger industrieller Wert-
schöpfungsnetze stellt sich der Sonderforschungs-
bereich (SFB) 1026 "Sustainable Manufacturing
Shaping Global Value Creation" der globalen Nach-
haltigkeitsherausforderung aus einer produktions-
wissenschaftlichen Perspektive. Ökologische, öko-
nomische und soziale Betrachtungen bestimmen
das Verhältnis zwischen Nutzen und dem dazu
erforderlichen Ressourceneinsatz. Hierzu bedarf es
neuer Herstellungsprozesse und Produkte, erhöh-
ter Nutzungsintensität der Ressourcen und Arte-
fakte sowie eines kreislaufwirtschaftlichen Lebens-
zyklusmanagements.
Bild 6: Entwicklungspfade der nachhaltigen
Produktionstechnik
In dem von der DFG geförderten interdisziplinären
Großprojekt entwickeln rund 50 Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftler aus sechs wissenschaftlichen
Einrichtungen nachhaltige Produktionstechnologien und
-strategien. Das Ziel: Größerer Wohlstand für mehr
Menschen bei weniger Ressourcenverbrauch.
Kontakt: Prof. Dr.-Ing. Günther Seliger, FG Montagetechnik
und Fabrikbetrieb, info@sustainable-manufacturing.net
Gasabsorptionswärmepumpen
Die Markteinführung von gasgefeuerten Wärme-
pumpen steht in den kommenden Jahren unter-
stützt durch das Erneuerbare-Energien-Wärme-
Gesetz (EEWärmeG) verstärkt an und sollte von
Anfang an wissenschaftlich durch eine Evaluierung
der Gesamtsysteme begleitet werden.
Im Rahmen eines vom Land Berlin und der
Europäischen Union geförderten Projektes soll das
Energieeinsparpotential von Gaswärmepumpen anhand
von drei Einsatzbeispielen (Kindertagesstätte,
Wohnheim, Stadtbad) geprüft werden. Die
Messergebnisse der verschiedenen Feldanlagen
werden durch den Vergleich mit einer an der TU Berlin
auf dem Teststand befindlichen Gaswärmepumpe
validiert. Im Projekt sollen optimierte und einfach auf
andere Anwendungen und Standorte übertragbare
Regel- und Betriebsstrategien entwickelt werden.
Bild 7: Gasabsorptionswärmepumpen im Stadtbad
Mitte
Kontakt: Annett Kühn, annett.[email protected]
Projekte der Zentraleinrichtungen
Unter Beteiligung der Zentraleinrichtungen der TU
Berlin (s. Seite 14) werden Projekte durchgeführt,
die sich als Querschnittsprojekte zwischen
Universität und Gesellschaft bzw. Wirtschaft
verstehen, beispielsweise:
Urbane Landwirtschaft Casablanca
Das Projekt Urban Agriculture Casablanca (UAC)
unter Beteiligung dreier Fachgebiete der TU Berlin
sowie vom Wissenschaftsladen kubus (ZEWK der
TU Berlin) wurde im Umweltbericht 2010/2011
vorgestellt (s. dort Seite 12).
Der Wissenschaftsladen kubus leitet derzeit
Pilotumsetzungen in der informellen Siedlung Ouled
Ahmed in der Peripherie von Casablanca. Zusammen
mit den Bewohnern und Bewohnerinnen der Siedlung
und lokalen Akteuren wurden ein Schulgarten und ein
Gemeinschaftsgarten, in dem Frauen ausgebildet
werden, errichtet und in Betrieb genommen.
2012 wurden die Planung und der Bau einer Pflanzen-
kläranlage unter Einbeziehung der Bevölkerung
begleitet. Die Anlage reinigt das Abwasser des örtlichen
Badehauses (Hamam) zur Bewässerung und wird
seitdem von der Universität Casablanca forschend
begleitet.
Forschung, Lehre und Weiterbildung
12 Umweltbericht 2013 der TU Berlin
Bild 8: Ferme Solidaire: Gemeinschaftsgarten
Bis zum Jahr 2014 werden durch kubus Opti-
mierungs- und Übertragungsmöglichkeiten dieser
nachhaltigen Einfachtechnologien für die im orien-
talischen Raum verbreiteten Hamams untersucht.
Informationen: www.uac-m.org
Kontakt: Fr. Prof. Undine Giseke, undine.giseke@tu-berlin.de,
Fr. Gisela Prystav, gisela.prysta[email protected]
Netzwerk Großbeerenstraße
Der Wissenschaftsladen
kubus der ZEWK nimmt
seit dem Jahr 2011 die
Sprecherrolle des Arbeits-
kreis KlimaPOSITIV des Berliner Unternehmens-
netzwerks "Netzwerk Großbeerenstraße e.V." wahr,
in dem Umweltarbeit mit regionalen Kleinen und
Mittleren Unternehmen (KMU) stattfindet.
Zusammen mit den Netzwerkunternehmen wurden im
Berichtszeitraum Projekte zum Umweltschutz ent-
wickelt, vorangetrieben und abgeschlossen. Zu den
Projekten gehören z. B.:
Datenerfassung zur betrieblichen Abfallvermeidung
durch Wiederverwendung von Gebrauchtgütern
und Produktionsabfällen,
Erstellung eines Konzepts zur Begrünung von
Firmengeländen,
Entwicklung eines niedrigschwelli-
gen Umweltmanagementsystems
für Kleinunternehmen mit
"KlimaPOSITIV"-Siegel,
Zusammenarbeit mit dem Umweltamt Tempelhof-
Schöneberg bei der Konzeption eines Klimafonds
für Kleinunternehmen.
Weitere Kontakte zu interessierten Organisationen,
die gemeinsam mit dem Netzwerk Großbeeren-
straße e.V. Umweltprojekte entwickeln und um-
setzen möchten, sind willkommen.
Information: http://www.netzwerk-grossbeerenstrasse.de/
arbeitskreise/ak-klima-positiv
Kontakt: Hr. Johannes Dietrich, johannes.dietri[email protected]
ZeroWIN
Im ZeroWIN Projekt (Towards
Zero Waste in Industrial
Networks, vgl. Umweltbericht
der TU Berlin 2012, S. 12) leitete der Wissen-
schaftsladen kubus (ZEWK) die Erstellung einer
Fallstudie zur Wieder- und Weiterverwendung von
gebrauchten IT-Geräten und anderen Gebraucht-
gütern und -materialien in gewerblichen Netzwerken.
2012 wurde eine Produkt- und Material-Austausch-
Plattform1 für mehr Ressourceneffizienz entwickelt.
Zudem initiierte und dokumentierte kubus durch
Kooperationen mit unterschiedlichen Partnern, z.B.
Arbeit für Menschen mit Behinderungen gGmbH,
Material Mafia und Netzwerk Großbeerenstraße e.V.
zusätzliche Materialströme.
Information: www.zerowin.eu
Kontakt: Hr. Johannes Dietrich, johann[email protected]
Mauergarten e.V. i.G.
Seit Mai 2012 begleitet und unterstützt kubus die
Aktivitäten des Mauergarten e.V. i.G. zum Aufbau
eines interkulturellen Gemeinschaftsgartens auf der
Erweiterungsfläche des Mauerparks in Berlin-Mitte.
Bild 9: Mauergarten im Brunnenviertel
Der Wissenschaftsladen kubus unterstützte u.a. die
Vorbereitung und Durchführung eines Runden Tischs
der Initiative mit Anwohnern und Anwohnerinnen aus
1 www.trxp.eu
Forschung, Lehre und Weiterbildung
Umweltbericht 2013 der TU Berlin 13
dem Berliner Brunnenviertel, förderte die Weiternutzung
gebrauchter Materialien über Kontakte zum Projekt
Material Mafia (siehe ZeroWIN) und vermittelte eine
Kooperation zum Fachgebiet Ökosystemkunde/
Pflanzenökologie der TU Berlin, mit dem Ziel,
pflanzenökologisch fundierte Flächenbegehungen zur
biologischen Vielfalt mit Anwohnenden aus dem Umfeld
der Erweiterungsfläche durchzuführen.
Am 24.07.2013 wurde nach mehr als 10 Jahren die
Erweiterungsfläche des Mauerparks eröffnet. Die
Initiative Mauergarten hat bei dieser Gelegenheit
ihren Gemeinschaftsgarten eingeweiht.
Informationen: http://mauergarten.net/
Kontakt Hr. Frank Becker, bec[email protected]
2.2.2 Institute, Fachgebiete und
Einrichtungen
Institut für Technischen Umweltschutz
Zu Beginn steht
wieder das Institut r
Technischen Umwelt-
schutz (ITU) 2, das,
bereits im Jahr 1978
gegründet, wegwei-
send in seiner medi-
enbezogenen und medienübergreifenden Struktur,
die sich bis heute bewährt hat, war.
Es besteht aus sechs Fachgebieten mit durchweg
umweltrelevanten Veranstaltungen. Jährlich wird an
dieser Stelle ein Fachgebiet mit ausgewählten
Aktivitäten vorgestellt.
Weitere Informationen: www.itu.tu-berlin.de
Fachgebiet Wasserreinhaltung
Das Fachgebiet Wasserreinhaltung unter der
Leitung von Prof. Martin Jekel beschäftigt sich mit
den naturwissenschaftlichen, analytischen und
ingenieurtechnischen Aufgabenstellungen bei der
Sicherung und Sanierung der Wasserqualität in den
unterschiedlichen Kompartimenten des Wasser-
kreislaufs. Hierzu werden Wässer aller Art auf neue
Schadstoffe untersucht und Vermeidungs- sowie
Reinigungsverfahren entwickelt.
Wesentliche Ziele sind dabei eine nachhaltige
Gestaltung der technischen und natürlichen Stufen
im Wasserkreislauf urbaner Räume und die
geordnete Schließung von Wasserkreisläufen ohne
Qualitätsprobleme. Die Labore sind mit modernen
Analysegeräten
aller Art für eine umfassende
2 Fakultät III
chemische Wasseruntersuchung ausgestattet.
Technische Testanlagen und Pilotsysteme zur
Wasseraufbereitung erlauben die Erprobung und
Optimierung unterschiedlicher Verfahren der
Wasserreinigung.
Lehre
Die Wasserreinhaltung ist eines der Kern- und
Schwerpunktfächer in den Bachelor- und Master-
Studiengängen des Technischen Umweltschutzes
und ist daher mit Lehrveranstaltungen zu den
folgenden Themen weitgehend auf dieses Studium
ausgerichtet:
Wasser- und Abwasseraufbereitung sowie
Wiederverwendung
Aquatische Chemie
Gewässerökologie und Limnologie
Messtechnik in der Wasserreinhaltung
Erfassung und Bewertung der anthropogenen
Einflüsse
Rechtliche Regelungen
Forschung
Die Forschungsthemen werden in Eigenvorhaben
und in zahlreichen Drittmittelprojekten bearbeitet:
Wasserchemische Prozesse und Modellierung
Physikalisch-chemische und biologische Verfahren
der Wasser- und Abwasseraufbereitung, wie
Oxidation, Adsorption, Uferfiltration, Niederdruck-
membranfiltration
Stoffliche Abbau- und Umwandlungsprozesse in
Gewässern und im Untergrund
Weitergehende Abwasserreinigung zur Wiederver-
wendung für hochwertige Nutzungen
Analytik von Pharmaka und industriellen Spuren-
stoffen
Entfernbarkeit von Pharmaka und Spurenstoffen in
der technischen und natürlichen Aufbereitung
Limnologische und ökotoxikologische Unter-
suchungen in Stauseen, u.a. in Brasilien
Drittmittelgeber sind u.a. das
Bundesministerium für Bil-
dung und Forschung
(BMBF), die Deutsche For-
schungsgemeinschaft (DFG),
die Berliner Wasserbetriebe,
das Kompetenzzentrum
Wasser Berlin, das Land
Berlin und die Europäische
Union (EU).
Forschung, Lehre und Weiterbildung
14 Umweltbericht 2013 der TU Berlin
Bild 10 Ozonungsanlage: Wasseraufbereitung zur
nachhaltigen Gestaltung von Wasserkreis-
läufen urbaner Räume
Kontakt: Hr. Prof. Martin Jekel, martin.je[email protected]
Fachgebiet Schienenfahrzeuge
Schwerpunktmäßig wird am Fachgebiet von Prof.
Markus Hecht in den Bereichen Energieeffizienz,
Sicherheit und Lärmminderung geforscht.
Im Bereich der Lärmminderung bearbeitet das
Fachgebiet Schienenfahrzeuge in Kooperation mit
verschiedenen Projektpartnern (IGES Berlin, IVE
mbH, Universität Würzburg) ein Projekt zur
Reduzierung des Lärms im Schienengüterverkehr.
Die Studie wird im Auftrag des Umweltbundes-
amtes durchgeführt.
Bild 11: Lärmmonitoringstation in der Schweiz
Wie können lärmmindernde Maßnahmen schnell und
kosteneffizient für Güterwagen eingeführt werden?
Welche Randbedingungen sind dabei zu beachten? Wo
liegen derzeit Hemmnisse bei der Einführung der
lärmreduzierenden Maßnahmen? Diese und weiteres
Fragen beschäftigen im Zuge des Projektes das
Fachgebiet Schienenfahrzeuge und die Projektpartner.
Fest steht, dass im Schienengüterverkehr vor allem
nachts Grenzwertüberschreitungen von bis zu 25 dB(A)
nicht selten sind. Eine Minderung des Schalldruck-
pegels um 10 dB(A) würde eine subjektive Lärm-
halbierung bedeuten. Dieses Ziel der rmreduktion hat
sich die Deutsche Bahn für das Jahr 2021 gesetzt.
Derzeit ist jedoch leider zu beobachten, dass
innovative, lärmarme Entwicklungen nur begrenzt statt-
finden bzw. unter den gegebenen Randbedingungen
nur sehr langsam im Markt Verbreitung finden.
Wichtig ist weiterhin, dass auf die Entwicklung in
den deutschen Nachbarländern geachtet wird. Von
der Schweiz kann Deutschland zum Beispiel in
Hinblick auf die Überwachung der Lärmpegel
lernen. Die Einführung von Monitoringstationen, wie
sie in der Schweiz an sechs festen Standorten
eingesetzt werden, ist auch für Deutschland
notwendig. Nur so ist die Lärmentwicklung der
Güterwagen nachvollziehbar und Restriktionen für
zu laute Güterwagen könnten eingeführt werden.
Zu diesem wichtigen Punkt wird ebenso im Laufe
der Projektbearbeitung geforscht.
Kontakt: Hr. Prof. Markus Hecht, mar[email protected]
Zentraleinrichtungen für Verbundvorhaben
und Kooperationen
Neben den Instituten als forschende und teilhabende
Einrichtung, die im Servicebereich Forschung der
Abt. V einen Ansprechpartner zur Verbundkoordina-
tion besitzen, stehen der TU Berlin zwei Zentralein-
richtungen für interdisziplire Koordination zur Ver-
gung: Die Zentraleinrichtung Wissenschaftliche
Weiterbildung und Kooperation (ZEWK) initiiert und
vermittelt Kooperationen und Kooperationsprojekte und
bietet das Gasthörerstudium BANA (s. S. 17) an.
Das Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG) regt
inter- und multidisziplinäre Dialoge und Forschung an.
Weitere Informationen:
www.forschung.tu-berlin.de ,www.tu-berlin.de/ztg
ZEWK
Mit zwei Bereichen spricht die ZEWK verschiedene
Zielgruppen an:
Die Kooperationsstelle Wissenschaft/ Arbeits-
welt (KOOP) und die Kooperations- und Bera-
tungsstelle für Umweltfragen (Wissenschafts-
laden kubus) führen zahlreiche Projekte und Akti-
Forschung, Lehre und Weiterbildung
Umweltbericht 2013 der TU Berlin 15
vitäten zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit durch.
Kubus bezieht sich stark auf regionale Netzwerke,
Bürgergruppen, Umweltverbände sowie KMU und
soziale Unternehmungen. KOOP zielt hingegen
insbesondere auf Beschäftigte und Funktionsträger
und -trägerinnen in Betrieben und Gewerkschaften.
Weitere Informationen: www.zewk.tu-berlin.de
Der Wissenschaftsladen kubus setzt
thematische Schwerpunkte im Bereich
Ökologie, nachhaltige Stadtentwicklung
und ressourcenschonendes Wirtschaften
und arbeitet als universitärer Wissenschaftsladen.
kubus ist damit das Verbindungselement zwischen
der TU Berlin und zivilgesellschaftlichen Bereichen.
Neben der Beteiligung an mehreren Drittmittelpro-
jekten und der Mitarbeit in regionalen Netzwerken
koordiniert kubus die Projektwerkstätten für sozial
und ökologisch nützliches Denken und Handeln und tu
projects und hrt Fachtagungen zu den
Themenschwerpunkten seiner Arbeit durch. Im
Oktober 2013 wurde z. B. eine Fachtagung zum
Thema Wieder- und Weiterverwendung „Das Letzte
Zuerst! im Rahmen des ECOPOL-Projektes
(Accelerating eco-innovation policies) durchgeführt.
Weitere Informationen: www.tu-berlin.de/?49335
www.ecopol-project.eu
Projekte unter Beteiligung der ZEWK finden Sie ab
Seite 11.
2.3 Beispiele aus Lehre und
Weiterbildung
2.3.1 Studiengänge
Die TU Berlin bietet zahlreiche umwelt- und nach-
haltigkeitsbezogene Studiengänge an. Beispiele
neuer Entwicklungen werden hier vorgestellt.
Drei neue Master „Stadt und Energie“
Bereits seit Sommersemester 2012
bietet die TU Berlin drei weiter-
bildende Masterstudiengänge auf
dem EUREF-Gelände in Berlin-
Schöneberg zum Thema „Stadt und Energie“ an:
„Energieeffizientes Bauen und Betreiben von
Gebäuden“, „Urbane Mobilitätskonzepte“ und
„Urbane Versorgungsinfrastruktur“.
Die Curricula umfassen neben der technischen
auch die ökologische und ökonomische Dimension.
Fakultätsübergreifend sollen Fragen der Nach-
haltigkeit genauso behandelt werden wie das
Innovations- und Projektmanagement. Die Studien-
gänge richten sich an junge Berufstätige, die
bereits einen ersten akademischen Abschluss in
einer wirtschafts- oder ingenieurwissenschaftlichen
Disziplin erworben haben. Im Rahmen eines
solchen Masterstudiums können sie das EUREF-
Gelände weiter gestalten. Das Gelände um das
ehemalige Schöneberger Gasometer wird all-
mählich zum Reallabor: Hier werden fortschrittliche
Gebäudetechnologien mit effektiver Energie-
nutzung kombiniert, und die angesiedelten Firmen
bieten passende Kooperationsmöglichkeiten.
Information: www.campus-euref.tu-berlin.de
Kontakt: Prof. Dr. Frank Behrendt, Leiter des FG Energiever-
fahrenstechnik und Umwandlungstechniken regenerativer Energien3
frank.behren[email protected]
Studiengang Nachhaltiges Management
Mit der Einrichtung des
Bachelorstudiengangs Nach-
haltiges Management zum Wintersemester 2013/
2014 trägt die Fakultät VII Wirtschaft und Mana-
gement zu einer stärkeren Thematisierung der
unterschiedlichen Nachhaltigkeitsdimensionen in
der betriebswirtschaftlichen Ausbildung bei.
In sieben Semestern erlernen die zukünftigen Studie-
renden des Nachhaltigen Managements, betriebswirt-
schaftliche Ziele mit sozialen und ökologischen Zielen
einer nachhaltigen Entwicklung zu vereinbaren und sich
der unternehmerischen Verantwortung für die Gesell-
schaft und die Umwelt bei gleichzeitiger Sicherstellung
ihrer ökonomischen Nachhaltigkeit zu stellen.
Insbesondere im Fokusbereich des Bachelorstudiums in
den Wahlpflichtbereichen Werte und Normen“,
„Sozialer Fokus“ und „Ökologischer und technischer
Fokus“ befinden sich dabei viele interdisziplinäre Kurse
und Schnittstellen zu den anderen Fakultäten der TU
Berlin mit Themen, die zum ganzheitlichen Verständnis
einer nachhaltigen Unternehmensführung und -
entwicklung von Bedeutung sind.
Der Studiengang verknüpft die Konzepte und Ideen
der derzeitigen Nachhaltigkeitsdiskussion mit den
Anforderungen eines BWL-Studienganges und den
Potenzialen der TU Berlin.
Information: www.nama.tu-berlin.de
Kontakt: Frau Lara Steup, nama@wm.tu-berlin.de
2.3.2 Projektwerkstätten und tu projects
Die von Studierenden initiierten und selbst organi-
sierten Projektwerkstätten (PW) „für sozial und
ökologisch nützliches Denken und Handeln“ sind
seit 1988 fester Bestandteil einer auf Nachhaltig-
keit, Interdisziplinarität und studentisches Enga-
3 Institut für Energietechnik, Fakultät III
Forschung, Lehre und Weiterbildung
16 Umweltbericht 2013 der TU Berlin
gement ausgerichteten Lehre an der TU Berlin (vgl.
Leitbild sowie Ziethener Manifest der TU Berlin)4.
Die PW fördern die von vielen Studierenden
nachgefragte stärkere Verbindung von Theorie und
Praxis in der Lehre. Die Antragstellenden berät
kubus und übernimmt die überfachliche Begleitung
der Projektwerkstätten.
Seit Sommersemester 2012 betreut
kubus zudem die neue Programm-
linie „tu projects“, die projektorien-
tiertes Lernen in die Lehre integriert.
Im Jahr 2012 konnten zehn neue
tu projects begonnen werden, zudem wurde die
100. Projektwerkstatt mit "Blue Engineering"
erfolgreich abgeschlossen und als Studienreform-
projekt in der TU-Lehre verankert (vgl. Umwelt-
bericht der TU Berlin 2010/2011, S. 18).
Die Projektwerkstätten kooperieren mit Unternehmen,
gemeinnützigen Organisationen. Mittlerweile fragen bei
kubus andere Hochschulen an, um das erfolgreiche
Konzept zu übernehmen (z.B. Universitäten Rostock,
Hamburg-Harburg und Dortmund, Hochschule für
nachhaltige Entwicklung Eberswalde und Humboldt-
Universität Berlin).
Information: http://www.projektwerkstaetten.tu-berlin.de
http://www.tuprojects.tu-berlin.de
Kontakt: Hr. Johannes Dietrich, johann[email protected]
2.3.3 Lehrveranstaltungen
Auch in der klassischen Lehre wird eine Vielzahl
von umweltbezogenen Veranstaltungen angeboten,
für die beispielhaft die Folgende vorgestellt wird.
Modul Umweltmanagement und -auditing
Mit Erarbeitung der Umweltmanagementsysteme
(UMS) durch die Internationale Standardisierungs-
organisation (ISO) und die EU fanden Management-
Aufgaben, wie Zielsetzung, Schulung und Audits,
einen Weg in die betriebliche Praxis von Unter-
nehmen. Diese bieten erstmals eine personelle
Komponente ergänzend zur Umwelttechnik: Kein
Umweltschutz ohne Menschen, die ihn engagiert
voran treiben.
Die Vorlesung Umweltmanagement und -auditing stellt
Management-Aufgaben in der speziellen Umweltschutz-
Ausrichtung und in ihrem Zusammenwirken im Plan-Do-
Check-Act-Kreislauf dar, wobei sie Widersprüche nicht
ausspart. Der politisch-soziale Hintergrund bildet die
Einführung, Zertifizierung und Umsetzung durch Unter-
nehmen zeigen die Rolle der Umweltmanagement-
systeme (UMS) in der Wirtschaft. Die Veranstaltung
schließt mit einem Blick auf andere Management-
systeme und die Perspektive des Nachhaltigkeits-
4 www.tu-berlin.de/130390
Managements. Damit bietet sich ein facettenreiches
Thema von Umweltdaten über Umweltpsychologie bis
Prozessmodell des Managements.
Im begleitenden Projekt sollen die Kenntnisse in der
Praxis angewandt werden. Das gibt die Gelegenheit,
den o.g. politisch-sozialen Hintergrund zu erleben. Die
Projektaufgaben beziehen sich auf Elemente der UMS,
wie z. B. Umwelt-Kommunikation. Aufgaben „am PC“
sind aber auch möglich.
Die Lehrveranstaltung wird vom
FG Sustainable Engineering5 des
Instituts für Technischen Umwelt-
schutz6 angeboten, wo sie im
Kontext der unternehmensbezogenen Umwelt-
management-Methoden steht. Umweltmanagement
und -auditing wurde von Fr. Dr. Strecker mit der
Entstehung der UMS ins Leben gerufen und wird
seitdem von ihr als Lehrbeauftragte und Praktikerin
gestaltet.
Die Bilanz der UMS zeigt, dass sie ein hervor-
ragendes Hilfsmittel für Unternehmen und nicht
mehr wegzudenkendes politisches Instrument sind.
Übrigens: Die UMS-Standards sind auch für
Universitäten nutzbar und wurden von einigen
bereits angewendet!
Kontakt: Dr. Elisabeth Strecker, e.stre[email protected]
2.3.4 Weiterbildung und
Kompetenzentwicklung
Climate Lecture inzwischen eine
Institution
Am 3. Dezember 2012 luden
die TU Berlin, das Potsdam-
Institut für Klimafolgen-
forschung und die Vattenfall
GmbH zur vierten "Climate
Lecture" ins Audimax der TU
Berlin ein. Die Veranstaltung
widmete sich dem Thema "Green Growth" in the
Global Crisis Fairytale or Strategy?
Die wachsende Weltbevölkerung mit westlichen
Lebensstandards und die damit steigenden CO2-
Emissionen stehen den ökologischen Grenzen
eines endlichen Planeten gegenüber.
Zu Gast war Prof. Tim Jackson PhD, Professor of
Sustainable Development von der University of
Surrey und Director of the ESRC Research Group
on Lifestyles, Values and Environment
Weitere Informationen: www.tu-berlin.de/climatelecture
5 Vorgestellt im Umweltbericht 2010/2011 der TU Berlin, S. 15
6 s. S. 11
Forschung, Lehre und Weiterbildung
Umweltbericht 2013 der TU Berlin 17
Ringvorlesung „Wohlstand ohne
Wachstum?“ mit Podiumsdiskussion
Deutschland ist ein starker,
innovationshiger Industrie-
und Dienstleistungsstandort,
dessen Wohlstand auf
ökonomischem Wachstum
basiert so jedenfalls die bisherige gängige
Gewissheit in der Politik, der Wirtschaft, den
Gewerkschaften und den Wirtschaftswissen-
schaften. Aber taugt dieser Wachstumsbegriff auch
für die Zukunft, zeigt die Größe des
Bruttoinlandsprodukts (BIP) tatsächlich den realen
gesellschaftlichen und persönlichen Wohlstand an?
Der Klimawandel, unsere begrenzten Rohstoffreserven,
die Krisenanfälligkeit unserer Wirtschaft, die pro-
blematische Ernährungssituation und das starke
Wachstum der „Schwellenländer“ sind gegenwärtig die
Ausgangspunkt für viele Diskussionen über den
sozialen und ökologischen Modernisierungs- bzw.
Transformationsbedarf unserer Wirtschafts- und
Gesellschaftsordnung.
Welches Wachstum brauchen wir für sichere Arbeits-
plätze und globalen Wohlstand, für soziale Absiche-
rungen und für eine überlebensfähige natürliche
Umwelt? Welcher Wohlstand ist erstrebenswert in
Zeiten des ungebremsten Klimawandels? Stehen wir
tatsächlich vor einem wirtschaftlichen, technologischen
und wertemäßigen Umbruch? Was bedeuten Green
Economy“, „vierte industrielle Revolution“ und ein
nachhaltiger Lebens- und Konsumstil?
Praktische Erfahrungen und wissenschaftliche Theorie-
bildungen stoßen dabei aufeinander, ethische Forde-
rungen, ökonomische Kalküle und pragmatische Politik
kommen zu Wort.
Die Ringvorlesung Wohlstand ohne Wachstum?
im WS 2012/13 wurde durch die Diskussion im
Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften mit
DGB-Chef Sommer, Prof. Ulf Schrader sowie Frau
Dr. Wendorf; 3. Vizepräsidentin der TU Berlin
gekrönt und wird im WS 2013/14 fortgesetzt.
Veranstalter ist die Kooperationsstelle Wissen-
schaft/Arbeitswelt KOOP der TU Berlin
Kontakt: Dr. Jürgen Rubelt, juergen.rubelt@tu-berlin.de
Weitere Informationen: www.tu-berlin.de/?121899
www.tu-berlin.de/?135177
BANA: Gasthörerstudium
für Menschen ab 45
Im Rahmen des Modells Aus-
bildung für nachberufliche Aktivi-
täten“ unter dem Dach der ZEWK (s. S. 14) hat im
Berichtzeitraum eine für alle Studierenden der TU
Berlin offene Vortrags- und Seminarreihe „Universe
City Learning“ stattgefunden.
Es wurden u.a. konsumkritische Stadtführungen durch-
geführt sowie ein Workshop zur Gesundheit am
Studienplatz mit QiGong. Mit Warren Brush (USA)
konnte einer der prominentesten Vertreter der
Permakultur für einen sehr gut besuchten vierstündigen
Vortrag im Audimax der TU Berlin gewonnen werden.
Weitere Informationen: www.tu-berlin.de/?49428
Kontakt: Fr. Elke Beyer, elke.beyer@tu-berlin.de
Lange Nacht der Wissenschaften 2012
Es wurden 49.000 Besucher
auf den Campus Charlotten-
burg und Wedding gezählt:
Publikumsrekord in Berlin
und Potsdam am 2. Juni
2012.
Von den 307 präsentierten Projekten besaßen 33
Projekte Nachhaltigkeitsbezug. Dies sind wieder
mehr als 10% der Gesamtanzahl.
Beispielhaft seien genannt:
E-Mobilität
o Probefahrten
o Gesteuertes Laden
o „Autonom und vernetzt“: Ganzheitliche
Verkehrsbetrachtung
Ressourcenschonung:
o Langes Produktleben durch ReUse
o Eiskalt sauber Reinigen mit CO2
o Nachhaltig produzieren für jedermann
Solarenergienutzung:
o Klimahüllen zur Energienutzung
o „Solar hautnah“ mit spannenden Experimenten
Bild 12: Autonom und vernetzt: Zukunftstechnologien
der automobilen Forschung für Smart Cities
Weitere Informationen: www.lndw.tu-berlin.de/lndw12
Betrieb
18 Umweltbericht 2013 der TU Berlin
3 Betrieb
Das Arbeits- und Umweltschutzmanage-
mentsystems (AUMS) der Technischen
Universität Berlin wurde vor über 10 Jahren
als integriertes System formuliert und
installiert. Dadurch wurden Arbeits-, Umwelt-
und Gesundheitsschutz als gemeinsame
Aufgabe definiert und seither behandelt.
Dieses System ist die letzten anderthalb
Jahre evaluiert worden, hat seine
Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt,
doch gleichzeitig wurde an einigen Stellen
auch Handlungsbedarf festgestellt.
Eine der ursprünglichen Ausprägungen des
AUMS bestand in der Formulierung von
sieben Zielen, die als Orientierung r
Infrastruktur und Betrieb dienen. Sie sind
durch die jeweiligen Verantwortlichen auf ihre
Tätigkeitsbereiche herunterzubrechen und mit
konkreten Maßnahmen zu untermauern. Die
Darstellung im betrieblichen Teil des
Umweltberichtes folgt diesen Zielen:
1. Ziel: Das Arbeits- und Umweltschutz-
managementsystem (AUMS)
weiterentwickeln und stärker
anwenden
2. Ziel: Verringern des Energie-, Wasser-
und Materialverbrauchs
3. Ziel: Verstärken der Abfallvermeidung und
-trennung
4. Ziel: Verringern des motorisierten Indivi-
dualverkehrs für Mitglieder und
Gäste der TU Berlin
5. Ziel: Verbessern der technischen Sicher-
heit und des Gesundheitsschutzes
am Arbeitsplatz
6. Ziel: Schützen und Erhalten der natür-
lichen Lebensgrundlagen
7. Ziel: Fördern der nächsten Generation in
nachhaltiger Betriebspraxis
Bild 13: Sicherheit und Umweltschutz: Das Chemiege-
bäude (C) spiegelt sich in der Tür des Gefahr-
stofflagers des Instituts für Chemie
Betrieb
Umweltbericht 2013 der TU Berlin 19
3.1 Zentrale betriebliche
Umweltziele und Aktivitäten
3.1.1 Ziel: Das Arbeits- und Umweltschutz-
managementsystem weiterent-
wickeln und stärker anwenden
Evaluation des Arbeits- und Umwelt-
schutzmanagementsystems
Das Arbeits- und Umweltschutzmanagement-
system der TU Berlin (AUMS) wird gelebt! Das
zeigen die Ergebnisse der Evaluation des Systems.
Ziele der Evaluation waren Stärkung, Verankerung
und Verbesserung des AUMS. Zahlreiche Inter-
views in unterschiedlichen Bereichen der TU Berlin
bildeten die Basis für eine der wesentlichen
Erkenntnisse der Evaluation des AUMS durch
unsere Projektpartner HIS GmbH7 und Unfallkasse
Berlin8. Damit kommt die TU Berlin in dem ersten
betrieblichen Ziel, das AUMS stärker anzuwenden,
ein ganzes Stück voran.
Die unter Federführung der Stabstelle Sicherheits-
technische Dienste und Umweltschutz (SDU) und
durch HIS durchgeführten Interviews lieferten
weiterhin sehr viele Vorschläge zur Verbesserung
des AUMS, von denen ausgewählte von der
Abteilung IV (Gebäude- und Dienstemanagement),
dem Betriebsärztlichen Dienst (BÄD) bzw. SDU
aufgegriffen und umgesetzt werden sollen.
SDU hat vor über 10 Jahren das AUMS aufgebaut,
stets weiterentwickelt und 2002 in einem Handbuch und
einer Broschüre dokumentiert9. Grundlage ist das
Arbeits- Umweltschutzmerkblatt Nr. 1 von März 2002
„Regelung des Arbeits-, Gesundheits- und betrieblichen
Umweltschutzes an der TU Berlin“. Ziele der Evaluation
waren einerseits die optimale Ausgestaltung der
Aktivitäten sowohl im Arbeits- und Gesundheitsschutz
(sicherheitstechnische, -organisatorische und arbeits-
medizinische Aufgaben), als auch in der Gesund-
heitsförderung und im Umweltschutz zu gewährleisten.
Andererseits sollte geprüft werden, wie der Service der
Stabsstellen auf der einen Seite und der Abteilungen
mit operativen Aufgaben im Arbeits-, Umwelt- und
Gesundheitsschutz auf der anderen Seite ggf. den
veränderten Rahmenbedingungen anzupassen ist.
7 Inzwischen HIS HE Hochschulentwicklung im DZHW
www.his-he.de
8 www.unfallkasse-berlin.de
9 www.tu-berlin.de/?5922
Inhalte und Motivation der Evaluation
Anstoß und Förderung einer Diskussion in allen
Statusgruppen (Information)
Sensibilisierung und weitere Bewusstseinsbildung
durch direkte Ansprache und dem „Abholen am
Ort des Geschehens“
Ständige Verbesserung des Systems durch
Motivation der dezentral handelnden Akteure
Transparenz der Leistungen, Kooperation und
Schnittstellen zwischen SDU und BÄD
Ergebnisse im Einzelnen
Sehr häufig genannte Probleme sind Folge über-
geordneter, struktureller Rahmenbedingungen.
Fehlende Kontinuität des Know-Hows beim Betrieb
der Lehr- und Forschungsstätten durch stetige
Verringerung von Dauerstellen
Durch Stellenzusammenführungen verursachte
Arbeitsverdichtung mit daraus folgender
Überlastung, auch durch erweiterten
Aufgabenumfang (z.B. durch höheres
Drittmittelaufkommen)
Seit Jahren kontinuierlich verschärfte finanzielle
Situation und dadurch inzwischen fehlender
finanzieller Spielraum für außerordentliche
Maßnahmen
Bei der Frage nach der dezentralen Organisation von
Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz haben die
Interviews gezeigt, dass die Führungskräfte weitgehend
ihre Betreiberverantwortung wahrnehmen
besonders in Bereichen mit hohem Gefährdungs-
potential, aber auch in Verwaltungsbereichen,
die Sicherheitsunterweisungen durchführen,
AUG-Themen in Arbeitsbesprechungen integrieren,
sich um die ergonomische Gestaltung von
Arbeitsplätzen ihrer Beschägtigten kümmern
Ausgewählte Verbesserungsvorschläge
Klarstellung der Rollenverteilung und
-unterscheidung zwischen beratenden Stabsstellen
und operativen Betreiberaufgaben bzw. dezentraler
Arbeitgeberverantwortung
Abstimmung zur Umsetzung von gesetzlichen
Anforderungen bei finanziell begrenzten Rahmen
Pflichtenübertragung auf die Dekane und
Geschäftsführenden Direktoren (GD) wieder
aufgreifen und nachhaltig sicherstellen
Einsatz von Fremdfirmen: Organisation und
Koordination
Energie: Prämienmodell zur Energieeinsparung
vorantreiben
Betrieb
20 Umweltbericht 2013 der TU Berlin
Umsetzung der DGUV10 Vorschrift 2
Im zweiten Teil des Projektes wurden die Leis-
tungen der Stabsstellen SDU und BÄD auf Grund-
lage der neuen arbeitsmedizinischen und sicher-
heitstechnischen Betreuungsvorschrift (DGUV V2)
standardisiert beschrieben und die Betreuungs-
zeiten durch Arbeitsmediziner/innen und Fachkräfte
für Arbeitssicherheit (FASi) berechnet.
Qualitätsgewinn der Umsetzung dieser Vorschrift
ist die geschaffene Transparenz der Leistungen
von SDU und BÄD und die Berechnung der
notwenigen Kapazitäten.
Die neue Betreuungsvorschrift teilt die arbeitsmedi-
zinische und sicherheitstechnische Regelbetreuung in
Grundbetreuung und betriebsspezifische Betreuung.
Die Grundbetreuung richtet sich dabei nach einer Pro-
Kopf-Zahl in Verbindung mit vorgegebenen
Inhalten.
Die betriebsspezifische Betreuung wird gemäß den
Er-fordernissen bzw. Tatbeständen im Betrieb
ermittelt.
So gehört zur Grundbetreuung z. B. die Unterstützung
bei der Implementierung eines Gesamtkonzeptes zur
Gefährdungsbeurteilung oder auch die Untersuchung
von Unfallereignissen. In der betriebsspezifischen
Betreuung sind u. a. alle personenbezogenen Betreu-
ungsleistungen wie Mutterschutz oder Beratung zu
Atemschutz und Vieles mehr zu finden.
Bild 14: Einteilung der Betreuung der Arbeitsmediziner/
innen und Fachkräfte für Arbeitssicherheit
Information: www.tu-berlin.de/?117394
Kontakt: Fr. Marianne Walther von Loebenstein, SDU,
marianne.walther@tu-berlin.de
Arbeits- und Umweltschutz-Ausschuss
Im Jahr 2012 wurden die vier gesetzlich vorge-
schriebenen Sitzungen des Arbeitsschutz-Ausschuss
(ASA) durchgeführt, die an der TU Berlin seit der
Einführung des AUMS den Umweltschutz
integrieren (Arbeits- und Umweltschutzausschuss
AUSA).
10 Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V., www.dguv.de
Bild 15: Organisation des Arbeits-, Umwelt- und
Gesundheitsschutzes an der TU Berlin
Das Thema Arbeitsverdichtung durch z. B. das
hohe Drittmittelaufkommen hat die Mitglieder des
AUSA und die Kanzlerin als Leiterin des Aus-
schusses besonders beschäftigt. Es stellte sich die
Frage, ob die TU Berlin personell und seitens der
Räumlichkeiten nicht bereits an ihre Grenzen
gestoßen sei. Die Mitglieder diskutierten über ver-
minderte Kontinuität in den Fachgebieten durch das
naturgemäß häufige Wechseln des wissenschaft-
lichen Personals und die Folgen für die Qualitäts-
sicherung im Arbeits-, Gesundheits- und Umwelt-
schutz in den Fachgebieten.
Als eine Reihe konzipiert, behandelte der AUSA mit
gleich zwei Themen die Betriebssicherheit von über-
prüfungspflichtigen Anlagen nach gesetzlichen Vor-
schriften. Neben der Auswertung über die Betriebs-
sicherheit wurden die optimierten Abwicklungspro-
zesse vorgestellt.
Die Überprüfung der Anlagen wird zum großen Teil als
Service für die Fachgebiete von der Fachtechnik der
Abteilung IV Gebäude- und Dienstemanagement ange-
boten, durchgeführt und zentral finanziert. Diese Vor-
gehensweise ist im Rahmen des Arbeits- und Umwelt-
schutzmanagementsystems seit über 10 Jahren fest-
geschriebene und bewährte Praxis.
Eine Gesamtaufstellung der behandelten Themen
finden Sie im Anhang (s. S. 43).
Arbeitsstättenbegehungen im Schwer-
punkt Fakultät VI
Jedes Jahr werden, zur systematischen Bewertung
des Arbeits,- Umwelt- und Gesundheitsschutzes
und zur Unterstützung der Verantwortlichen, aus-
Betrieb
Umweltbericht 2013 der TU Berlin 21
führlich protokollierte Arbeitsstättenbegehungen durch
die Stabsstellen SDU sowie BÄD zusammen mit
dem Personalrat durchgeführt. Sie erfolgen auf
Grundlage des AUMS und der rechtlichen und be-
rufsgenossenschaftlichen Vorschriften. Sie dienen der
Kontrolle zur Unterstützung des Präsidenten in seinen
Unternehmerpflichten im Arbeits-, Gesundheits- und
Umweltschutz. Zugleich wird der kontinuierliche
Verbesserungsprozess vorangetrieben, der die
Kernaufgaben der TU Berlin begleitet.
Im Jahr 2012 wurden insgesamt elf sogenannte
Kombinationsbegehungen in Abstimmung mit dem
Dekan in diversen Fachgebieten der Fakultät VI
Planen Bauen Umwelt und im neu hergerichteten
Gebäude L durchgeführt (s. Anhang, Tabelle 12 S. 42).
Bewertung
In vier Fachgebieten wurden leider gravierende Mängel,
die die Gesundheit und den Brandschutz betreffen,
festgestellt. Zudem wurden weitere Mängel, die die
organisatorische und technische Sicherheit, die
Gesundheit und die Umwelt betreffen, festgehalten.
Beispielsweise wurde die Prüfung der ortsbeweglichen
elektrischen Betriebsmittel nicht beantragt, Wasser-
kocher werden in zahlreichen Büros betrieben, Unter-
weisungen und dazugehörige Dokumentationen werden
nicht durchgeführt, Brandlasten in Rettungswegen
wurden vorgefunden.
Zu den Beobachtungen erhalten die Verant-
wortlichen jeweils bereits in der Begehung eine
Bewertung mit Lösungsvorschlägen. Die Kombi-
nationsbegehungen werden auch deshalb von den
Professoren und Professorinnen sehr konstruktiv
und positiv angenommen. Der persönliche Infor-
mationstransfer der Fachkräfte von BÄD und SDU
über den vorhandenen Service zentraler Abtei-
lungen einerseits und die sicherheitstechnische,
brandschutztechnische und weitere fachlichen
Bewertung der Arbeitsstätten z. B. zur Gesund-
erhaltung der Beschäftigten andererseits kommen
hierbei prominent zum Tragen.
Über 300 Einzelbegehungen, meist auf Anfrage
oder anlassbezogen, ergänzen die Arbeitsstätten-
begehungen und die Bewertung der Arbeitsplätze,
des Gesundheitsschutzes und des Umweltschutzes
(vgl. Kapitel 3.1.5, s. S. 32).
Kontakt: Fr. Marianne Walther von Loebenstein, SDU,
marianne.walther@tu-berlin.de
Qualifikation und Weiterbildung im
Brandschutz erreicht die 10%-Marke
Zum integrierten Managementsystem der TU Berlin
gehören die Qualifikation und die Weiterbildung der
Beschäftigten im Arbeits-, Umweltschutz und Ge-
sundheitsschutz, um auf dem Stand der Technik
und der „best practise“ zu bleiben. Damit kann For-
schung und Lehre bestmöglich im Betrieb begleitet
werden. Auch die gesetzlich vorgeschriebenen Qua-
lifizierungen r Strahlenschutzbeauftragte und Laser-
schutzbeauftragte etc. gehören dazu. Ernzt durch
außerfachliche Angebote unterstützt die Stabsstelle
SDU den ganzheitlichen Ansatz in der Befähigung
von Beschäftigten und trägt dazu bei, dass die
Leistungsfähigkeit und die Gesundheit der
Beschäftigten erhalten bleiben (Tabelle 1).
Tabelle 1: Auszug gesetzlich geforderter dezentraler
Beauftragte im Arbeits- und Umweltschutz
Funktion
Personen
Sicherheits- /Dezentrale Umweltbeauftragte in
Stabsfunktion (SB-DUB)
158
Beauftragte für Biologische Sicherheit in
Stabsfunktion
13
Projektleitung Gentechnik in Linienfunktion
14
Sammelstellenbetreuer für gefährliche Abfälle
in Linienfunktion
44
Laserschutzbeauftragte in Linienfunktion
31
Strahlenschutzbeauftragte in Linienfunktion
19
SDU organisierte im Jahr 2012 wieder zahlreiche
interne Weiterbildungen und vermittelte externe
Qualifizierungskurse. Insgesamt nahmen 459 Be-
schäftigte an diesen Fortbildungen teil. Sie besuch-
ten die bewährten Halbtageskurse z. B. zum Thema
Arbeits- und Umweltschutz im chemischen Labor
bzw. im Biolabor oder Brandschutz bzw. Rettung
im Brandfall (vgl. Anhang, Tabelle 15 S. 44).
Thema Brandschutz
Viele Beschäftigte der TU Berlin im Brandschutz zu
schulen, ist nicht nur gesetzliche Notwendigkeit,
sondern hilft, im Brandfall richtig und menschen-
schützend zu handeln und Bränden vorzubeugen.
So hat die TU Berlin auf Initiative von SDU seit April
2007 im Rahmen von Brandschutzübungen insgesamt
ca. 1.120 Beschäftigte qualifiziert. Das sind insgesamt
knapp 15 % der ca. 7800 Beschäftigten. Neben der
Theorie gehört als praktischer Teil der Gebrauch von
Handfeuerlöschern dazu. Besonderen Wert legt SDU
darauf, dass alle neuen Auszubildenden im Brand-
schutz qualifiziert werden. Damit ist dieser Kurs ein
fester Bestandteil der Begrüßungskultur.
Selbst wenn einige Mitarbeitende nicht mehr an der TU
Berlin beschäftigt sind, kann von einer guten Quote von
ca. 10 % der Beschäftigten ausgegangen werden, die
aktuell im Brandschutz geschult sind.
Weitere Maßnahmen zur Prävention im Brand-
schutz finden Sie im Kapitel Entwicklungen im
Brandschutzab Seite 31.
Betrieb
22 Umweltbericht 2013 der TU Berlin
Willkommenskultur für die neuen
Professoren und Professorinnen von SDU
Der persönliche Besuch der neuen Professorinnen
und Professoren von der Stabsstelle SDU in den
ersten Arbeitsmonaten ist mittlerweile eine kleine
Servicetradition. Diesen Service nahmen 19
Professorinnen und Professoren in 2012 wahr. Das
Ziel ist die Unterstzung der hrungskräfte bei
Fragen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes, des
Umweltschutzes sowie des Brand- und Strahlen-
schutzes in ihrem Fachgebiet.
Als Führungskraft haben die Professoren und
Professorinnen die Arbeitgeberverantwortung im
Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz in ihrem
Fachgebiet. Um den damit verbundenen Ver-
pflichtungen leichter nachzukommen, können sie
auf persönliche Beratung und umfangreiche
Materialien der Stabsstelle SDU zugreifen, z. B. zu
Gefährdungsermittlungen oder Unterweisungen.
Information: www.tu-berlin.de/?75036
Kontakt: Fr. Marianne Walther von Loebenstein, SDU,
marianne.walther@tu-berlin.de
3.1.2 Ziel: Verringern des Energie-,
Wasser- und Materialverbrauchs
Der Betrieb der Infrastruktur der TU Berlin liegt in
den Händen von Abteilung IV „Gebäude- und
Dienstemanagement“. Dies sind insbesondere
betriebliche, technische und bauliche Prozesse
sowie das entsprechende Controlling. Das Energie-
management in der Abt. IV stellt jährlich die Daten
in Form des Energieberichts vor, der die Grund-
lage der folgenden Zusammenfassung bildet.
Die dargestellten Verbräuche und Kosten sind grund-
sätzlich auf das Kalenderjahr 2012 bezogen. Bei realen
Abweichungen z. B. auf Grund unterjähriger Abrech-
nungszeiträume wurden die Werte auf 364 Tage extra-
poliert. Dadurch nnen die Ergebnisse von den Werten
des Haushaltsjahres abweichen. Daten aus Miet-
nebenkostenabrechnungen beziehen sich zum Teil auf
frühere Abrechnungsperioden, sofern die aktuellen
Zahlen noch nicht verfügbar waren.11
Neben den Daten werden ebenso die im Berichts-
zeitraum durch Abteilung IV durchgeführten Maß-
nahmen dargestellt, die zur Reduktion der Ver-
brauchswerte und zur Erhöhung der Sicherheit
führten.
Kontakt: Energiemanagement, Hr. Detlev Zielke, Team IV C,
detlev.zielke@tu-berlin.de, www.tu-berlin.de/?30639
11 Dadurch können Abweichungen zu den Daten früherer Berichte
auftreten. Gültig sind immer die Werte des aktuellen Berichtes.
Elektrische Energie
Der steigende Trend des Stromverbrauches hat sich
im Jahr 2012 fortgesetzt (Bild 16). Der nur leichten
Steigerung des Verbrauchs steht jedoch eine sehr
starke Kostensteigerung gegenüber, die die Preis-
entwicklung der letzten Jahre widerspiegelt.
Die Preise aller Energieträger sind über Preisgleit-
klauseln an den statistischen Weltmarktpreis des
Öls gebunden. Eine Preissenkung ist nicht zu
erwarten, im Gegenteil ist weiterhin mit Preis-
steigerungen jenseits der Inflationsrate zu rechnen.
Bild 16: Entwicklung des Stromverbrauchs und der
Kosten
Die Verbrauchswerte für einzelne Gebäude können
Bild 17 entnommen werden, in dem neben dem
Absolutwert auch der flächenbezogene Ver-
brauchswert (Kennwert) zur Beurteilung der Rele-
vanz aufgetragen ist. Für die energieintensivsten
Gebäude ist in Bild 18 eine Darstellung der
Entwicklung des letzten Jahres dargestellt.
0
25
50
75
100
0
20.000
40.000
60.000
80.000
Stromverbrauch flächenbezogen
MWh
kWh
0
2.500
5.000
7.500
10.000
Kosten Stromverbrauch
T
Betrieb
Umweltbericht 2013 der TU Berlin 23
Bild 17: Spezifischer flächenbezogener Verbrauch 2011
bezogen auf den Gesamtverbrauch je Gebäude
Der Rückgang des Verbrauches im Gebäude MA
ist ein Ergebnis der Rückführung der dort zeitweise
untergebrachten Rechentechnik in das Rechen-
zentrum in Gebäude E-N. Die Steigerung im E-N
hängt sowohl damit als auch mit der weiter-
führenden Inbetriebnahme von Rechen- und Ver-
sorgungstechnik im Rechenzentrum zusammen.
Hier ist im Folgezeitraum mit einem weiteren
Anstieg zu rechnen.
Bild 18: Veränderung des flächenbezogenen Verbrauchs
ausgehlter Gebäude.
Deutliche Steigerungen des Strombezugs wurden,
wie bereits prognostiziert, in den Gebäuden BH und
BA mit der zunehmenden Nutzung nach der Bau-
phase erreicht. Die ergebnisrelevante Wirksamkeit
der Senkung des Verbrauches zum Ende des
Jahres durch die Räumung des Gebäudekom-
plexes FR/OE/GOR wurde durch die Inbetrieb-
nahme der Gebäude FH und MAR, und z.B. dem
Verbrauch des Gebäudes PTZ-AMP (Zuwachs
2011 auf 2012: ca. 800.000 kWh) kompensiert.
Weiterhin führt die intensivere Nutzung von
Flächen zu einer Erhöhung des Versorgungs-
bedarfes. Der Verbrauch wird im Wesentlichen
durch wechselnde Bedürfnisse für Lehr- und
Forschungsaufträge, einschließlich der Erhöhung
von Nutzungszeiten, den energetischen Bedürf-
nissen von Forschungseinrichtungen, den ver-
stärkten Einsatz von Kältemaschinen und den
Betrieb von Lüftungsanlagen bestimmt.
Grundsätzlich führen damit Maßnahmen zur
Effizienzsteigerung beim Einsatz von Energie zur
Vermeidung zusätzlicher Kosten und Verbräuche,
weniger zu einem absoluten Rückgang.
Deutlich erkennbar ist wieder ein überpropor-
tionaler Anstieg des Bedarfes der elektrischen
Versorgung, einschließlich der erforderlichen raum-
klimatischen Bedingungen für die Datenverar-
beitung, obwohl bei Um- bzw. Neubau des
Rechenzentrums neben funktionellen Kriterien
insbesondere die energetischen Anforderungen
beachtet wurden.
Im Jahr 2012 wurden zum Betrieb des Rechen-
zentrums, bei derzeitiger minimaler Auslastung von nur
ca. 17%, bezogen auf die Bedarfsanmeldung zum
erster Bauabschnitt, gut 2,2 GWh Elektroenergie zum
Betrieb aufgewendet (hier ermöglichten die niedrigen
Außentemperaturen im Sommer einen hohen Anteil des
Betriebes der freien Kühlung, damit deutlich reduzierte
Aufwendungen r die direkte Kälteerzeugung im
Leistungsbetrieb von Kältemaschinen).
Der von tubIT12 ermittelte und in der Realisierung
geforderte technische Ausstattungsgrad, der sich
deutlich von der Realität im ersten Betriebsjahr
unterscheidet, führt wegen des geringen tatsächlichen
Bedarfs, neben den hohen Investitionskosten, zu einem
nur bedingt zeitgemäßen PUE (power usage
effectiveness) 13 von 1,74 .
Darüber hinaus ist beispielsweise der notwendige
Versorgungsaufwand für das Backup-Zentrum mit
650 MWh und für ein Wiring-Center (Backbone) mit
75 MWh gegenüber dem Vorjahreszeitraum noch ein-
mal um 25% gestiegen. Mit den Baumaßnahmen zur
Erweiterung des EDV-Netzwerkes im Hauptgebäude H
wurden die neuerrichteten Wiring-Center mit Klima-
technik ausgerüstet, was auch zukünftig für einen
Anstieg der Verbrauchszahlen führen wird.
12 IT-Service-Center der TU Berlin
13 Der PUE-Wert setzt die insgesamt im Rechenzentrum
verbrauchte Energie ins Verhältnis zur Energieaufnahme der
Rechnertechnik. Mit dem PUE-Wert wird somit die Effizienz des
Energieeinsatzes ermittelt.
0
100
200
300
400
0 2.500.000 5.000.000 7.500.000 10.000.000
Verbrauchskennwert 2012
durchschn. Verbrauch
durchschn. Kennwert
EW
TIB
BIB
H
MA
E-N
TEL
TC
C
MB
kWh
kWh
a
HFT
0
100
200
300
400
0 2.500.000 5.000.000 7.500.000 10.000.000
Verbrauchskennwert 2012
Verbrauchskennwert 2011
durchschn. Verbrauch
durchschn. Kennwert
EW
TIB
BIB
H
MA
E-N
TEL
TC
C
MB
kWh
kWh
a
HFT
BH
Betrieb
24 Umweltbericht 2013 der TU Berlin
Wie schon in den vorhergehenden Jahresanalysen
dargestellt, ist die Entwicklung im Verbrauch elek-
trischer Energie weiterhin gekennzeichnet durch
die absolute Zunahme von halbindustriellen
Forschungs- und Versuchsständen durch Cluster,
Sonderforschungsbereiche sowie die Realisierung von
Ausstattungen im Rahmen von Berufungszusagen.
die Vermietung von Flächen, die durch intensive
experimentelle Arbeit und intensive Nutzung hoch
technisierter Versuchsstände gekennzeichnet sind.
die umfassende Anmietung von Flächen, die sowohl
zu Mehrverbräuchen als auch zu anderen (kosten-
intensiveren) Versorgungstarifen auf Grund der
möglichen Versorgung durch den Vermieter führen
können und bei denen eine Einbeziehung in Rahmen-
verträge mit Energieversorgern unter Umständen nicht
möglich sind.
An dieser Stelle besteht auch ein Zusammenhang
zu der Steigerung der Einwerbung von Drittmitteln,
die unmittelbar zu einer Steigerung der Nutzungs-
intensität von Versorgungseinrichtungen führt.
Diese überproportionale Entwicklung des Dritt-
mitteleinsatzes führt direkt zu einem starken
Anstieg des Bedarfes. Daher ergeben sich kaum
noch Möglichkeiten zum Vergleich und zur Be-
wertung von Verbrauchsdaten gegenüber Vor-
jahreszeiträumen. Es ist absehbar, dass sich diese
Entwicklung in den nächsten Jahren weiter fort-
setzen wird. Selbst vergleichende Betrachtungen
innerhalb von Gebäuden sind unter diesem
Gesichtspunkt kaum belastbar.
Zusätzlich ist in vielen Gebäuden eine Erweiterung
der Nutzungszeiten bis in die späten Abendstunden
und in die Wochenenden zu erkennen.
In Tabelle 2 sind einige zu erwartende Nutzungs-
erweiterungen dargestellt, die in der Folgezeit zu
Bedarfsteigerungen, speziell zur Versorgung mit
Elektroenergie führen werden. Die Aufgabe von
Liegenschaften (Gebäude ES, Gebäudekomplex
FR/OE/GOR) geht einher mit der Intensivierung der
Nutzung vorhandener Flächen und der Neuan-
mietung von Flächen.
Tabelle 2: Nutzungserweiterungen an der TU Berlin
Gebäude
Nutzungserweiterungen
E-N
Ausbau RZ und Berufungen
TEL
Vermietung
MA
Erweiterung Fläche und Kapazität experimental
Rechentechnik
EW
Berufungen, Ausbau Lasertechnik und BasCat
Joint Lab
KPK
Ausbau Experimental und Laborflächen
ER
Ausbau Experimentalflächen
Gebäude
Nutzungserweiterungen
L
Inbetriebnahme, Nutzung Experimentalflächen
H
Erweiterung Hörsaalnutzung (Eigennutzung und
Vermietung)
TIB
Erweiterung Prüfstände und Versorgungstechnik
HF
Ausbau Experimentalflächen
BA
Ausbau Experimentalflächen
HFT
Brandschutz und Nutzungsverdichtung
TA
Ausbau Arbeitsplätze und Prüfstände
HL
Ausbau Experimentalflächen und Prüfstände
MAR
Neubezug Marchstr.
FH
Neubezug Fraunhoferstr.
Wärmeenergie
Durch die weitgehende Ablösung von Heizöl als
Energieträger insbesondere durch Fernwärme
konnte die TU Berlin, auch durch die Reduktion der
jährlichen Abnahmemengen, den jährlichen CO2-
Ausstoß für die Deckung des Wärmebedarfes seit
dem Jahr 2001 deutlich senken (vgl. Kap. 3.1.6,
S. 33). In diese positive Umweltbilanz wirkt auch
die Tatsache, dass durch die bewusste langfristige
Förderung des Fernwärmeeinsatzes in den
Liegenschaften der TU Berlin ein wesentlicher
Beitrag zur Entlastung der Umwelt geleistet wird.
Die Lieferung der Fernwärme durch den Energie-
versorger erfolgt auf Grund der mit 93,2% Anteil an
Kraft-Wärme-Kopplung erzeugten Wärme mit
einem zertifizierten Primärenergiefaktor von 0,567.
Dieser ist beim Einsatz von Heizöl oder Gas ca.
doppelt so hoch. Es wurde auch dafür Sorge
getragen, dass die der TU Berlin ab dem Jahr 2012
neu zur Verfügung stehenden Liegenschaften über
entsprechende Fernwärmeversorgungsverträge
versorgt werden.
Um den Einfluss der schwankenden Witterung zu
reduzieren, wird der Wärmebedarf grundsätzlich
gemäß VDI 3807 mit Klimafaktoren witterungs-
bereinigt dargestellt14. Der unbereinigte Verbrauch
bildet den zu erwartenden Mehrverbrauch auf
Grund der kühleren Witterung gegenüber dem Jahr
2011 während der Heizperiode ab. Dagegen hat
sich die positive Entwicklung beim witterungsbe-
reinigten Verbrauch im Abrechnungsjahr grund-
sätzlich fortgesetzt (Bild 19).
14 In allen nicht anders bezeichneten Darstellungen wird der
Wärmebedarf grundsätzlich witterungsbereinigt dargestellt, nicht
jedoch die Kosten, die den real fälligen Wert widerspiegeln.
Betrieb
Umweltbericht 2013 der TU Berlin 25
Zwischen den Energieverbräuchen durch Wärme
und durch Strom besteht zudem ein Zusammen-
hang: Erhöhte Wärmelasten durch Elektroanlagen
in den Gebäuden können zur Heizenergie-
reduzierung in der Heizperiode beitragen.
Gleichzeitig ist in den Verbrauchszahlen auch ein
Anteil von ca. 0,8 GWh für die Erzeugung von Kälte
durch Sorptionskühlung enthalten.
Bild 19: Entwicklung des Wärmeenergieverbrauchs
Die Kosten der Wärmeenergie steigen jedoch
tendenziell kontinuierlich (Bild 20) an.
Bild 20: Entwicklung des spezifischen Verbrauchs und
der Kosten für die Wärmeenergie
Zur Beurteilung der Verbrauchswerte für einzelne
Gebäude ist in Bild 21 neben dem Absolutwert
auch der flächenbezogene Verbrauchswert (Kenn-
wert) dargestellt.
Die insgesamt gesunkenen Verbrauchswerte resul-
tieren aus Nutzungsänderungen in Verbindung mit
zunehmend wirksamen technischen Maßnahmen.
Der Beginn von Reparatur- und Sanierungsarbeiten
am Lüftungs- und Heizungssystem im Gebäude
EW auf Grund des technischen Zustandes,
verbunden mit einer wesentlichen Modernisierung
des gesamten Regelungs- und Steuerungs-
systems, führte bereits in dieser Phase zu einer
deutlichen Verbesserung, besonders gegenüber
dem Jahr 2011 (s. Bild 22).
Bild 21: Spezifischer flächenbezogener Verbrauch 2012
bezogen auf den Gesamtverbrauch je Gebäude
Die notwendige Weiterführung von Maßnahmen,
wie die in den Jahren 2011 und 2012 zum Teil
schon durchgeführte Modernisierung der Lüftungs-
anlagen, aber auch die Notwendigkeit des
geplanten Umbaus der Wärmeverteilung, sind
eingeleitet.
Bild 22 Veränderung des flächenbezogenen Verbrauchs
ausgewählter Gebäude. Die Wirksamkeit der M-
nahmen in Gebäude EW ist deutlich erkennbar.
0
25.000
50.000
75.000
100.000
125.000
Heizenergie absolut
Heizenergie witterungsbereinigt
MWh
0
2.000
4.000
6.000
8.000
0
50
100
150
200
Heizenergie flächenbezogen
Kosten
T
kWh
0
250
500
750
0 2.500.000 5.000.000 7.500.000 10.000.000 12.500.000
Verbrauchskennwert 2012
durchschn. Verbrauch
durchschn. Kennwert
EW
C
TIB gesamt
H
MA
TC
TIB-15
SPW
kWh
kWh
a
0
250
500
750
0 2.500.000 5.000.000 7.500.000 10.000.000 12.500.000
Verbrauchskennwert 2012
Verbrauchskennwert 2011
durchschn. Verbrauch
durchschn. Kennwert
C
TIB gesamt
H
MA
TC
TIB-15
SPW
kWh
kWh
a
EW
Betrieb
26 Umweltbericht 2013 der TU Berlin
Wasser und Abwasser
Die Entwicklung des Wasserverbrauchs wird stark
verfälscht durch ein lange Zeit unentdecktes Leck
in einer unterirdischen Frischwasserleitung im
Nordgelände, welches erst nach umfangreichen
Arbeiten lokalisiert werden konnte. Dadurch stieg
der Wasserverbrauch von 2011 zu 2012 um ca.
40.000 m³. Durch die Wasserbetriebe wurde diese
Leckage anerkannt, so dass für diese Menge keine
Schmutzwassereinleitungsgebühren verrechnet
wurden (Bild 23). Dies spiegelt sich auch in den
spezifischen Kosten wider, die trotz gestiegener
Gesamtkosten im Betrachtungszeitraum gesunken
sind (Bild 24).
Bild 23: Entwicklung der Wasser- und Abwassermenge
Bild 24: Entwicklung der Kosten für den Wasserkonsum
Bauliche und technische Maßnahmen
Schwerpunkt Gebäudeleittechnik
Die langjährige kontinuierliche Maßnahme zur
umfangreichen Erweiterung und Modernisierung
der Gebäudeleittechnik mit Integration in das
CAFM-System wird auch in diesem Berichts-
zeitraum fortgeführt. Sie kommt insbesondere dem
besseren Monitoring und Controlling und damit der
Möglichkeit der Einführung verursachungsgerechter
Kostenzuordnung der Verbräuche zu gute.
Schwerpunkte Gebäude
Im Rahmen des Konjunkturprogramms, welches im
Jahr 2011 auslief, wurden im Zeitraum 2009 bis
2011 umfangreiche Maßnahmen, die auch be-
sonders durch den energetischen Aspekt initiiert
wurden, realisiert.
Die Sanierungsarbeiten am Hauptgebäude H, dem
Ernst-Ruska-Haus (ER) und am Chemiegebäude
(C) wurden fortgesetzt. Weiterhin wurden
Heizungs-, Fassaden, Fenster- und Dacharbeiten
sowie -sanierungen vorgenommen. Der Leistungs-
umfang wird jedoch durch die zur Verfügung
stehenden Mittel begrenzt.
Eine Einsparung von etwa 400.000 kWh/a konnte
durch die Maßnahmen zur Sicherung der Ver-
sorgung im Gebäudekomplex TIB erreicht werden.
Auf Grund des technischen Zustandes der Anlagen
wurde der Einsatz neuer, effektiverer Technik für
Zuluftanlagen im Gebäude 17 notwendig.
Sämtliche Einzelmaßnahmen und Programme sind
im Anhang zusammengefasst (Tabelle 6, Seite 38).
Kontakt: Energiemanagement, Hr. Detlev Zielke, Team IV C,
detlev.zielke@tu-berlin.de, www.tu-berlin.de/?30639
Geräteerneuerungsprogramm
Im Jahr 2012 wurde mit neuer Ausrichtung ein Pro-
gramm zur Modernisierung des Gerätebestandes
an der TU Berlin unter dem Fokus der Energie- und
Medieneinsparung wiederbelebt. Vor Jahren als
Lasererneuerungsprogramm erfolgreich, ist mit der
Ausweitung auf mtliche energie- und ressourcen-
verbrauchende Geräte der TU Berlin und einer
Finanzierung nur über die tatsächlich eingesparten
Medienkosten eine Ausweitung im geringinvestiven
Bereich initiiert und erfolgreich gestartet worden.
Mit derzeit 13 bewilligten Einzelmaßnahmen, insbe-
sondere bei Pumpen- und Kühltechnik, konnten ca.
33.000 kg CO2 /a. gespart werden. Eine Ausweitung
auf höher investive Maßnahmen befindet sich in der
Entwicklung und soll die Wirksamkeit erhöhen.
0,0
2,5
5,0
7,5
10,0
0
100.000
200.000
300.000
Trinkwasser (TW)
Abwasser
TW pro-Kopf-Verbrauch
MA
m³/a
0
2
4
6
8
0
500
1.000
1.500
2.000
Gesamtkosten Wasser
spezifische Kosten Trinkwasser
/m³
T/a
Betrieb
Umweltbericht 2013 der TU Berlin 27
Bild 25: Vorher Nachher: Austausch von dauererregten
Weichenmagneten durch moderne Motoren am
Eisenbahn-Betriebs- und Experimentierfeld15
Kontakt: Hr. Dr. Jörg Romanski, SDU20,
3.1.3 Ziel: Verstärken der Abfall-
vermeidung und -trennung
Im Bereich Abfalltrennung und Entsorgung ist die
TU Berlin mit einer recht stabilen Verwertungsquote
von 70% bis 80% gut aufgestellt, auch wenn der
letzte Schritt die Verwertung von gemischten
Siedlungsabfällen (AVV16 20 03 01) noch nicht
vollzogen wurde (Bild 26).
Dennoch ist eine stetige Pflege des Prozesses von
Nöten. Das persönliche Trennverhalten der TU-
Mitglieder ist sehr unterschiedlich ausgeprägt.
Wiederholte Beratung durch die Abfallbeauftragten,
sowohl der Nutzer und Nutzerinnen als auch der
Betreiber in Abt. IV ist notwendig, um den Status
Quo halten zu können.
Schwieriger ist jedoch die Situation nach dem
Abwurf: Der Weg des Restabfalls und der Wert-
stoffe wird in der Regel durch die Reinigungskräfte
übernommen. Durch regelmäßige und kurzfristige
Neuausschreibungen ist hier keine Kontinuität
gewährleistet.
Die häufig wechselnden, dazu noch gebäude-
spezifisch verschiedenen Dienstleister sind unter
starkem finanziellem Druck gezwungen, in kurzer
Zeit neue Gebäudestrukturen und Prozesse zu
übernehmen ohne die Sicherheit auf eine dauerhafte
Perspektive. Damit fehlt jede Identifikations-
möglichkeit mit der TU Berlin. Dies kann sich
negativ auf die Leistung auswirken, eine Über-
wachung ist nur stichprobenartig möglich. Damit
können lediglich punktuelle Nachforderungen bei
den Dienstleistern erfolgen.
Unter diesen Bedingungen ist eine kontinuierliche,
nachhaltige Lösung nicht möglich. Diese
15 FG Schienenfahrwege und Bahnbetrieb, Inst. für Land- und
Seeverkehr, Fakultät V
Kontakt: Hr. Heiko Herholz, heiko.herholz@tu-berlin.de
16 Abfallverzeichnisverordnung
Problematik wirkt sich direkt auf die Sammlung der
Wertstoffe im Bereich Gewerbeabfall aus.
Bild 26: Verwertungsquote aller Abfälle der TU Berlin
Gewerbeabfall
Allein bei der Altpapiersammlung ist im Berichts-
zeitraum eine positive Entwicklung zu verzeichnen
die Mengen liegen seit 5 Jahren erstmals wieder
über den Restabfallmengen (Bild 28). Der
sprunghafte Anstieg deutet jedoch auf eine
einmalige Entsorgungsaktion hin. Die tatsächliche
Entwicklung ist so erst in den Folgezeiträumen zu
verifizieren.
Bei den übrigen Wertstoffen ist jedoch mit
sinkenden Mengen eine negative Entwicklung zu
konstatieren (Bild 29). Insbesondere die konti-
nuierlich anfallenden Wertstoffe Verpackungen und
Glas sind langjährig eher rückläufig. Dies kann ein
Hinweis auf Verluste in der Abfalllogistik sein.
Bild 27: Wertstofftrennung an der TU Berlin
50%
60%
70%
80%
90%
100%
Verwertungsquote
Betrieb
28 Umweltbericht 2013 der TU Berlin
Neben den stichprobenartigen Überwachungen der
Beauftragten der Stabstelle durch den inte-
grierten Ansatz im Arbeits- und Umweltschutz ist
hier sogar eine erhöhte Betreuungsrate möglich
gilt es auch, dass der Betreiber und Auftraggeber
verstärkt auf die Einhaltung der Vertragsbe-
dingungen dringt. Hier sind auch die Beschäftigten
aufgerufen, beobachtete Unregelmäßigkeiten bei
der Abräumung der Gewerbeabfälle und Wertstoffe
zu melden, damit rechtzeitig Gegenmaßnahmen
ergriffen werden können.
Bild 28: Mengenentwicklung der Massenabfälle
Bild 29: Mengenentwicklung weiterer Wertstoffe
Sonderabfall
Sonderabfälle (gefährliche Abfälle nach AVV)
zeigen in der Regel einen unregelmäßigen Verlauf.
Die Menge der Lösemittelabfälle jedoch zeigt einen
auffälligen Anstieg über die letzten Jahre. Diesen
gilt es näher zu untersuchen und Präventions-
maßnahmen einzuleiten. Das gleiche gilt für
chemikalienverunreinigte Betriebsmittel.
Tendenzen und Entwicklungen sind ansonsten
häufig erst im langjährigen Mittel validierbar. Grund
sind die Dynamiken in Forschung und Lehre z. B.
durch wechselnde Forschungsprojekte (Bild 30)
und im Betrieb durch diskontinuierliche Maß-
nahmen in Bau und Instandhaltung sowie längere
Zyklen bei Wartungsintervallen, z. B. bei Ab-
scheideranlagen (Bild 31).
Bild 30: Sonderabfälle aus Forschung und Lehre
Bild 31: Sonderabfälle aus der betrieblichen Technik
Der starke Anstieg bei den chemikalienhaltigen
Abfällen und einigen technischen Abfällen ist
jedoch zumindest teilweise auf die Räumung von
Gebäuden, insbesondere im Gebäudekomplex
FR/OE/GOR, zurückzuführen. Da die Schluss-
räumung noch bis in das Jahr 2013 hinüberreichte,
ist mit einem weiteren Anstieg zu rechnen.
0
200
400
600
800
1000
Restabfall
Papier
Sperrmüll
^ 1400 t
t/a
0
50
100
150
Metalle
Glas
Verpackungen
Holz
t/a
0
5
10
15
20
25
Lösemittelgemische
Laborchemikalien
chem. Betriebsmittel
schwermetallh. Lsg.
t/a
0
5
10
15
20
Altöl, Emulsionen
ölh. Betr.-mittel, Filter
Benzinabsch.-inh.
Farben, Klebstoffe
t/a
Betrieb
Umweltbericht 2013 der TU Berlin 29
Dieses hatte auch Auswirkungen auf die Ent-
sorgung radioaktiver Abfälle. Darüber wird im
Kapitel Strahlenschutz und biologische Sicherheit
ab Seite 31 berichtet.
Kontakt: Fr. Kerstin Goldau, SDU21, kerstin.goldau@tu-berlin.de
Abfallvermeidung am Beispiel ZeroWIN
Ein beeindruckendes Beispiel, wie Forschungs-
und Projektarbeit in eine praktische Anwendung
überführt werden können, ist das Projekt des
Wissenschaftsladens kubus der TU Berlin (s. S. 15).
Ein Aspekt der Entwicklung ist die Wiederauf-
bereitung von Rechnertechnik. Hier ist es
gelungen, sämtliche Nachhaltigkeitskriterien mit
einem externen Partner, der AfB gGmbH zu
integrieren und praxisorientiert nutzbar zu machen.
Abfall vermeiden und Kosten sparen sowie die
Unterstützung der Integration von Menschen mit
Behinderungen in den Arbeitsalltag ist möglich
durch den Kauf generalüberholter Computer. Dies
ist für Studierende und Beschäftigte der TU Berlin
darüber hinaus mit einem Rabatt verbunden
(s. S. 12).
Informationen: www.afb-group.eu
Kontakt: Hr. Johannes Dietrich, johann[email protected]
3.1.4 Ziel: Verringern des motorisierten
Individualverkehrs für Mitglieder
und Gäste der TU Berlin
Firmenticket
Im Jahr 2012 nutzten 4 Prozent der
Beschäftigten der TU Berlin das
Angebot der Berliner S-Bahn GmbH
und abonnierten ein Firmenticket.
Die Zahl der Abonnierenden an der
TU Berlin ist damit auf einen neuen
Tiefstand gesunken (Bild 32). Das
Angebot ist durch die inzwischen
sehr geringe Förderung (derzeit nur
noch 5%) und Nachteile gegenüber
der regulären Jahreskarte (z. B.
keine Übertragbarkeit) für viele
Beschäftigte unattraktiv.
Die Abteilung II Personal und Recht bietet den
Beschäftigten weiterhin die Dienstleistungen der
Beratung rund um das Abonnement des Jobtickets
und zur Bestellung der Wertmarken an.
Bild 32: Stetiger Rückgang der Firmenticketnutzung
Kontakt: Abt. II, www.tu-berlin.de\?101455
Eintrittskarten zur Langen Nacht der
Wissenschaften
Die Tickets zur Langen Nacht der Wissenschaften
berechtigten zusätzlich zur Nutzung des ÖPNV im
gesamten Tarifgebiet ABC von Berlin und
ermöglichen damit eine umweltschonende An- und
Abreise zu den verschiedenen Ausstellungsorten.
Zusätzlich wurden zur Vermeidung von Individual-
verkehr Bus-Shuttles zwischen den Standorten
eingerichtet.
Weitere Informationen: www.lndw.tu-berlin.de/lndw12
UNIRAD
Die Fahrradselbsthilfewerkstatt „UNIRAD“ im Ge-
bäude HFT wird ehrenamtlich von Studierenden an
der TU Berlin betrieben. Neben der Nutzung zum
Reparieren des eigenen Rades sind auch an der
Mitarbeit in der Werkstatt Interessierte herzlich
willkommen.
Weitere Informationen: www.unirad.de
3.1.5 Ziel: Verbessern der technischen
Sicherheit und des Gesundheits-
schutzes am Arbeitsplatz
Auswertung der Arbeitsunfälle
Von Mitgliedern der TU Berlin werden jährlich
insgesamt zwischen 200 und 300 Unfälle gemeldet.
Damit verbunden sind ca. 1500 unfallbedingte
Krankentage der Beschäftigten und Auszu-
bildenden zusammen. Die Ursachen sowie
Möglichkeiten zu deren Vermeidung werden
Betrieb
30 Umweltbericht 2013 der TU Berlin
grundsätzlich u.a. von der Stabsstelle SDU geprüft.
Im Jahr 2012 waren dies 236 Unfälle.
Auch wenn diese Zahl zunächst hoch erscheint und
auch deutlich höher als im Vorjahr liegt, sollte zur
Bewertung zunächst die Zeitreihe der vergangenen
fünf Jahre betrachtet werden. In der 1000-
Personen-Quote liegt der diesjährige Wert mit
17,4 im Bereich der letzten Jahre zwischen
15 ‰ und 19 ‰.
Betrachtet man ausschließlich die Quoten der
sogenannten meldepflichtigen Unfälle (Unfälle, die
mehr als 3 Krankheitstage nach sich ziehen), so
bleibt der Wert seit Jahren beinahe erfreulicher
Weise konstant auf ca. 6 ‰ (Bild 33).
Sowohl die Zahl der Wegeunfälle der Beschäftigten
als auch die Unfälle bei der Arbeit haben im Jahr
2012 zugenommen.
Bild 33: Arbeitsunfälle je 1000 Beschäftigte
Unfallorte der Arbeitsunfälle befinden sich vor allem
in Werkstätten, Laboren, etwas weniger auch in
technischen Räumen und Büros. Unfallort sind
auch Flure und Treppen, obwohl sich erfreulicher-
weise gerade dort die Unfallzahlen zum Vorjahr
erheblich reduzierten. Dies konnte nicht zuletzt
möglicherweise auch erreicht werden, in dem ein
TU-internes Programm zur Erfassung, Bewertung
und Verbesserung der Treppensicherheit begonnen
wurde. Jedoch auch das Gehen außerhalb der
Gebäude über den Campus (erschwert auch durch
zahlreiche Baustellen u.a.) birgt nach wie vor das
nicht unerhebliche Risiko, einen Unfall zu erleiden.
Die durchschnittliche Schwere der Arbeitsunfälle
(gemessen an den unfallbedingten Krankheits-
tagen) hat sich insgesamt erfreulicherweise auf 3,9
Arbeitstage pro Unfall stark reduziert, zum Vorjahr
ist sie damit nahezu halbiert worden.
Bei den Wegeunfällen dagegen zeichnen sich
durchschnittlich leider schwerere Unfälle ab. In
steigender Tendenz sind bei Beschäftigten, die mit
dem Fahrrad zur TU Berlin fahren, hohe Unfall-
zahlen festzustellen (50% der Wegeunfälle von
Beschäftigten mit durchschnittlich über zehn
Krankheitstagen), gefolgt von Wegeunfällen zu
Fuß.
Dies entspricht auch der Tendenz von Wege-
unfällen der Studierenden: Dort ist die Anzahl von
Wegeunfällen per Rad höher als die Anzahle der
Unfälle aller anderen gewählten Verkehrsmittel
zusammen. Die TU Berlin sollte erneut Programme
zum sicheren Erreichen der Arbeitsstätten per
Fahrrad durchführen.
Bild 34: Anzahl der Unfälle Beschäftigter der TU Berlin
Bild 35: Anzahl der Unfälle Studierender der TU Berlin
0
2
4
6
8
10
12
14
16
18
20
Arbeitsunfälle je 1000 Beschäftigte
davon meldepflichtig
0
20
40
60
80
100
Arbeitsunfälle
Wegeunfälle
Sportunfälle
0
10
20
30
40
50
Arbeitsunfälle
Wegeunfälle
Sportunfälle
Betrieb
Umweltbericht 2013 der TU Berlin 31
Aufgrund der Fürsorgepflicht werden die Unfälle
der Auszubildenden der TU Berlin gesondert
betrachtet. Leider haben sich die Arbeitsunfälle
nahezu verdoppelt. Werden die einzelnen Unfälle
betrachtet, so zeigt sich, dass es sich überwiegend
um „kleinere“ Unfälle handelt, die noch ein
gewisses Ungeübt-Sein im Umgang mit den
Materialien und Geräten herzurühren scheint.
Kontakt: Hr. Christian Kühn, SDU11,christian.kuehn@tu-berlin.de
Strahlenschutz und biologische Sicherheit
Der Berichtszeitraum war stark geprägt von der
Aufgabe des Gebäudekomplexes FR/OE/GOR.
Hierbei waren nicht nur die formalen, baulichen und
organisatorischen Voraussetzungen für die Still-
legung und die Freigabe zu erfüllen, sondern auch
die Umzugsplanungen für zwei große gen-
technische S1-Anlagen17. Für eine neue S2-Anlage
wurde eine Genehmigung beantragt, eine alte S2-
Anlage wurde stillgelegt.
Zusätzlich wurden die offenen radioaktiven Abfälle
des etwa 40 Jahre genutzten Radionuklidlabors
entsorgt. Bei den sehr alten Abfällen war es
teilweise nicht möglich, brauchbare Angaben zur
Aktivität zu erhalten, daher mussten einige Abfälle
in eine höhere Kategorie eingestuft werden. Die
Lagerbehälter entsprachen nicht mehr den Anfor-
derungen an den Transport, weshalb die Abfälle
zusätzlich umgepackt werden mussten.
Im Anschluss konnten die Räume am alten Stand-
ort freigemessen werden. Das waren nicht nur das
eigentliche Radionuklidlabor und die beiden Abfall-
lager, sondern es wurden auch viele Räume r
radioaktive Arbeiten unterhalb der Freigrenze
genutzt. Das ist grundsätzlich rechtlich zulässig,
aber mittlerweile nicht mehr genehmigungsfähig.
So mussten weitere 55 Räume mit erheblichem
personellen, zeitlichen und finanziellen Aufwand
freigemessen werden, da die Nutzung seit Anfang
der 70er Jahre nicht mehr festgestellt werden
konnte.
Weiterhin konnte die Entlassung der Räume im
Kompaktzyklotronbunker (KPK) aus der Über-
wachungspflicht gemäß Strahlenschutzverordnung
(StrlSchV) abgeschlossen werden. Die dort ver-
bliebenen ortsfesten Großanlagen eine Ab-
wasserauffang- und -abklinganlage, ein 400 keV-
Beschleuniger und der Magnet des Kompakt-
zyklotrons wurden freigemessen.
17 Schutzstufen nach §7 Gentechniksicherheitsverordnung
(GenTSV)
Anschließend konnte bei der zuständigen
Aufsichtsbehörde die Freigabe beantragt werden.
Nach Erteilung der Freigabe wurden die Anlagen
abgebaut, um Kapazitäten für neue Arbeitsgebiete
zu schaffen.
Bild 36: Beschleuniger Bild 37: Kompaktzyklotron
Kontakt: Fr. Ina Tietenberg, SDU30, ina.tietenberg@tu-berlin.de
Entwicklungen im Brandschutz
Prävention
Neben den praktischen Brandschutzübungen im
Umgang mit dem Handfeuerlöscher (seit dem Jahr
2007 wurden über 1.100 Personen geschult, s.
auch S. 20) wurde von der Stabsstelle SDU ein ver-
tiefendes Brandschutzseminar für die dezentralen
Beauftragten (SB-DUB) durchgeführt, das neben
der Brandbekämpfung auch Themen wie Brand-
lastfreiheit sowie Flucht- und Rettungswege
beinhaltet.
Insbesondere bei der Brandlast in öffentlichen
Bereichen musste die Materialauswahl (z.B. bei
Bilderrahmen oder Vitrinen) oft individuell geklärt
werden. Die Entscheidung, ob schwer entflammbar
ausreicht oder „nicht brennbar“ gefordert werden muss,
kann nicht durch Laien getroffen werden.
Auch wenn der Sicherheitsgewinn gering ist,
werden auf Grund der Änderung der Vorschriften
die Kennzeichnungen der brandschutztechnischen
Einrichtungen sukzessive auf europäischen
Standard angepasst.
Bild 38: Altes und neues Symbol für Feuerlöscher18
Im Rahmen der Aktualisierungen von Brandschutz-
ordnungen wird der Schwerpunkt auf Personen, die
18 Anm. d. R.: Die Annahme, es handele sich bei dem neuen
Symbol um eine Shampoo-Flasche, wie auch die wehenden
Haare daneben vermuten lassen, ist falsch.
Betrieb
32 Umweltbericht 2013 der TU Berlin
durch temporäre oder dauerhafte Behinderungen in
ihrer Fähigkeit sich zu retten oder Brände wahrzu-
nehmen, eingeschränkt sind, gelenkt. Parallel
finden kontinuierlich brandschutztechnische Ertüch-
tigungen im Rahmen von Baumaßnahmen statt
(vgl. Tabelle 6, S. 38).
Schadensereignisse
Vor größeren Brandschadensereignissen blieb die
TU Berlin im Berichtsjahr verschont.
Zwei Brände sind auf Defekte elektrischer Geräte
zurückzuführen.
In einem Fall brannte in einem ungenutzten Büro
ein Wasserkocher. Auf Grund des Brandrauchs
meldete ein Mitarbeiter den Brand. Der Haus-
meister hat nach Sichtung umgehend entschieden,
dass sich das Feuer schon so weit ausgedehnt hat,
dass hier nur noch die Feuerwehr löschen kann
(Bild 39).
Diese korrekte Entscheidung trägt dem Tatbestand
Rechnung, dass Handfeuerlöscher nur für das
Ablöschen von Entstehungsbränden vorgesehen
sind. Bereits verqualmte Räume sind keine
Entstehungsbrände, der Einsatz eines Feuer-
löschers ist hier nicht angezeigt.
In einem anderen Fall brannte eine Kaffee-
maschine in einer Teeküche. Hier wurde das Feuer
rechtzeitig entdeckt und gelöscht.
Bild 39: Brand eines Wasserkochers
Die beiden Fälle zeigen deutlich, dass es wichtig ist,
elektrische Geräte bei Nichtbenutzung vom Stromnetz
zu trennen und die Überprüfung der elektrischen
Betriebsmittel regelmäßig durchführen zu lassen. Die
Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel ist
dabei durch die Leitung des nutzenden Bereiches (z. B.
Fachgebietsleitung) zu veranlassen.
Weiter wurde durch (verbotenes) Rauchen und
eine vermutlich noch nicht vollständig abgelöschte
Kippe ein Brand ausgelöst, der durch den schnell
eingetroffenen Hausmeister und den Ordnungs-
dienst gelöscht werden konnte.
An der Außenhülle eines Gebäudes brannten
Kleidungsstücke hinter einer Klimatisierungsanlage,
ohne dass sich der Brand ausbreiten konnte.
Kontakt: Hr. Axel Stojenthin, SDU31, axel.stojenthin@tu-berlin.de
Anlassbezogene Begehungen und
Beratungen Vor-Ort
Über die in Kapitel 3.1.1 genannten Kombinations-
begehungen zur systematischen Bewertung des
Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutzes hinaus,
werden eine Vielzahl anlassbezogener Vor-Ort-
Beratungen durchgeführt. Diese durch die Fach-
kräfte von SDU durchgeführten Beratungen dienen
der Verbesserung des Arbeits-, des Gesundheits-
und des Umweltschutzes. Diesen Service be-
grüßen viele Mitglieder der TU wie die Ergebnisse
der AUMS Evaluation zeigen (s. S. 19).
Die meist durch Anfragen und aktuelle Ereignisse
ausgelösten Beratungen von Führungskräften mit
Arbeitgeberverantwortung und anderen Mitgliedern
der TU Berlin erfolgen gemäß Aufgabe und Selbst-
verständnis von SDU als Stabstelle der Universi-
tätsleitung hinsichtlich rechtlicher Anforderungen.
Der Fokus liegt dabei auf der Unterstützung bei
der Entwicklung praktischer und umsetzbarer
Lösungen.
Die Fachkräfte von SDU beraten und unterstützen zu:
Abfallentsorgungs- und Abwasserfragen,
Trinkwasserqualität,
Sicherheit von Versuchsanlagen,
immissionsschutzrechtlichen Bewertungen,
Gefahrstofflagerung und Gefahrguttransport,
Atemschutz,
verhaltensbezogenem und organisatorischem
Brandschutz,
barrierefreien Zugängen und Verkehrswegen,
Gentechnik und Biostoffsicherheit,
Geruchsproblemen in Arbeitsräumen,
Gesundheitsschutz,
Energie- und Ressourceneinsparung,
Sicherheit in Werkstätten und vieles mehr.
Durch die aktive Abforderung dieses Services wird
der Standard an der TU Berlin verbessert. Im Jahr
2012 hat es neben telefonischen und schriftlichen
Anfragenbearbeitungen auch circa 325 Vor-Ort-
Beratungen gegeben.
Betrieb
Umweltbericht 2013 der TU Berlin 33
Beispiel: Geruchsprobleme im neu
bezogenen Gebäude FH
Im Herbst 2012 bezogen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter der ZUV und verschiedener Ein-
richtungen in 10 Etagen des FH Gebäudes in der
Fraunhoferstraße ihre neuen Büros. Kurze Zeit
nach dem Einzug gab es die ersten Beschwerden
über Geruchsbelastung in einer Etage.
Nach Baumaßnahmen treten oftmals während des
Trocknungsprozesses Ausdünstungen aus verar-
beiteten Materialien aus, die z. B. zu roten Augen bis
hin zu Kopfschmerzen führen können.
Von Experten und Beratern wurden zahlreiche
Recherchen und Beratungen durchgeführt sowie
Empfehlungen ausgesprochen. Da anhand der Daten-
blätter der verbauten Produkte keine gesundheits-
schädlichen Komponenten eingesetzt wurden, wurde
ein akkreditiertes Umwelt-Mess-Labor beauftragt, reprä-
sentative Luftproben zu nehmen und die Raumluft auf
standardisierte Luftschadstoffkomponenten zu unter-
suchen. Beschäftigte mit den stärksten Beschwerden
mussten in ros anderer Gebäude umziehhen. Die
Messungen ergaben, dass keine gesundheitsge-
fährdenden Konzentrationen in der Raumluft vorhanden
sind.
Durch kollektives Stoß- und Querlüften und die
Beschaffung von geeigneten Zimmerpflanzen
konnte der Geruch und die damit verbundene
Belastung minimiert werden. Die Beschäftigten
wurden in Versammlungen über Maßnahmen und
Methoden, Hintergründe informiert und über die
Ergebnisse der Raumluftmessungen aufgeklärt.
Bild 40: Grün am Arbeitsplatz baut Stress ab, schluckt
den Schall und wirkt als Staub- und Geruchs-
binder, zudem als Luftbefeuchter
Kontakt: Fr. Marianne Walther von Loebenstein, SDU,
marianne.walther@tu-berlin.de
3.1.6 Ziel: Schützen und Erhalten der
natürlichen Lebensgrundlagen
Reduktion von Treibhausgasemissionen
In dem vom 01.01.2010 bis 31.12.2012 gültigen
Stromliefervertrag erhielt das Land Berlin 100%
sogenannten „Grünen Strom“. Der Anbieter hat
dazu dem Land Berlin eine Eigenerklärung über die
Herkunft des Stroms bei der Abgabe des Ange-
botes geliefert: Neben Strom aus erneuerbaren
Quellen kommt Strom über das European Energy
Certificate System (EECS) dazu. Der CO2-Faktor
betrug für alle 3 Lieferjahre 0 g/kWh.
Für den Stromliefervertrag ab 01.01.2013 lauteten
die Mindestanforderungen des Landes Berlin, dass
die gesamte Liefermenge atomstromfrei ist,
der zu liefernde Strom ausschließlich aus
erneuerbaren Energien stammen muss,
der CO2-Faktor 0 g/kWh betragen muss und
der Lieferant sich verpflichtet, im jeweiligen
Lieferjahr Anlagen zur Erzeugung von Energie
aus erneuerbaren Energiequellen oder kleinen
KWK-Anlagen in Betrieb zu nehmen, deren
Leistung mindestens 5% der Gesamtleistung
des Summenlastgangs der ausgeschriebenen
Lose entspricht (Investitionsleistung in
Neuanlagen).
Der Anbieter, der den Zuschlag für den Strom-
liefervertrag ab 01.01.2013 erhalten hat, sichert zu,
dass 10% der Gesamtleistung in Neuanlagen
investiert wird.
Bild 41: Treibhausgasemission der TU Berlin in CO2-
Äquivalenten
0
10.000
20.000
30.000
40.000
50.000
Wärme
Strom
Gesamt
t/a
Berechnet mit
Strom-Mix Deutschland
Betrieb
34 Umweltbericht 2013 der TU Berlin
Die wärmeinduzierte Treibhausgasemission wird,
im Gegensatz zur Energiebilanz, nicht witterungs-
bereinigt dargestellt, um die reale Klimabelastung
zu erfassen.
Kontakt: Energiemanagement, Hr. Detlev Zielke, Team IV C,
detlev.zielke@tu-berlin.de, www.tu-berlin.de/?30639
3.1.7 Ziel: Fördern der nächsten Genera-
tion in nachhaltiger Betriebspraxis
Gesundheitstag 2012 (Work-) Life
Balance - Leben im Gleichgewicht?
Die Gesunderhaltung und die Gesundheitsförderung
nehmen im Alltag und am Arbeitsplatz eine immer
größere Bedeutung ein. Der Gesundheitstag ist
dafür ein Element, das die TU Berlin all ihren
Mitgliedern anbietet. Mit dem Thema „(Work-) Life
Balance - Leben im Gleichgewicht?hat der Arbeits-
kreis Gesundheitsförderung im Jahr 2012 ein
breites Angebot von vielen internen Bereichen
zusammengeführt und und zusätzlich auch externe
Institutionen dazu gewinnen können. Das Grußwort
der Leitung überbrachte Frau Dr. Wendorf,
3. Vizepräsidentin der TU Berlin.
Aus dem Grußwort der Leitung der TU Berlin
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich freue mich, anlässlich des Gesundheitstages 2012
einige Worte an Sie zu richten.
Die Gesundheitsförderung bekommt im Alltag und am
Arbeitsplatz einen immer größeren Stellenwert. Aus
diesem Grund begrüße ich die Initiative, auch in diesem
Jahr wieder einen Gesundheitstag durchzuführen und
bitte Sie, sich aktiv daran zu beteiligen. Wir als
Universität können zwar die formalen Voraussetzungen
für einen gesunden Arbeitsplatz schaffen; ihn gesund
leben, können aber nur Sie selbst als Beschäftigte.
Dazu gehört auch Zufriedenheit und Wohlbefinden am
Arbeitsplatz.
Nicht zuletzt deshalb steht der Gesundheitstag dieses
Jahr unter dem Motto:
(Work-) Life - Balance Leben im Gleichgewicht?
Neben den Einrichtungen der TU Berlin wie:
Betriebsärztlicher Dienst
Fakultät V - ISTA
Familienbüro
Kollegiale Suchtberatung
Personalvertretung
Servicebereich Weiterbildung
Sicherheitstechnische Dienste und Umweltschutz
Sozialberatung
Zentraleinrichtung Wiss. Weiterbildung und
Kooperation
Zentraleinrichtung Hochschulsport
sind auch wieder viele externe Institutionen beteiligt.
Alle Beteiligten bemühen sich, Ihnen Anregungen und
Hilfestellungen zu einem Leben im Gleichgewicht zu
geben. Ich hoffe, dass Sie viele hilfreiche Anregungen
erhalten werden.
Bitte nutzen Sie diese Angebote, für die Dienstbefreiung
gewährt wird, sofern dienstliche Belange dem nicht
entgegenstehen. Einen besonderen Service bieten wir
diesmal u. a. im Mathematikgebäude an:
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zentraleinrichtung
Hochschulsport werden Sie spontan unter dem Motto
"Mach mal Pause“ zu unserem Gesundheitstag
abholen. Ich wünsche Ihnen allen einen informativen
und aktiven Gesundheitstag an der TU Berlin.
Bild 42: Begrüßung durch Frau Dr. Wendorf
Aspekt: rm-Prävention zur Gesunderhaltung
Warum Lärmprävention als Beitrag zu (Work-) Life
Balance?
Für einen gesunden Arbeitsplatz hat die TU Berlin
die formalen Voraussetzungen zu schaffen. Neben
Angeboten für Ausgleichssport oder einem ergo-
nomischen Arbeitsplatz gehört ein gesundes
Arbeitsklima hierzu. Einen Aspekt für einen
gesunden Arbeitsplatz und eine gesunde
Arbeitsstätte griff die Stabsstelle SDU auf: Die
Lärmprävention.
Lärm begegnet uns am Arbeitsplatz durch Maschinen-
geräusche, Geräte, durch Umgebungslärm wie Baulärm
und vieles mehr. Auch außerhalb der Arbeitsstätte
empfangen wir sowohl angenehme und anregende
Geräusche als auch stressenden Lärm. Das Anliegen
ist, Beschäftigte zu sensibilisieren und auf eine mit
vielen Sinnen erfahrbare Weise zu informieren.
Betrieb
Umweltbericht 2013 der TU Berlin 35
Der Schwerpunkt liegt in der Vermeidung von
Lärm, um im Leben im Gleichgewicht und dauerhaft
gesund und leistungsfähig zu bleiben.
Bild 43: Lärm erfahrbar machen: Das Experimentarium
Akustik des FEZ zu Gast an der TU Berlin
Auf diesem Gesundheitstag zeigten Mitglieder der
TU Berlin auch ihre Fitness: Neun Etagen in einer
Minute, das schafften die Besten im „Treppenlauf“
durch das Hauptgebäude. Aber nicht nur Höchst-
leistungen, vor allem Spiel, Spaß, Beratung und
Unterstützung für den Arbeitsalltag standen im
Vordergrund.
3.2 Dezentrale betriebliche
Umweltaktivitäten
3.2.1 Büroarbeitsplätze der Verwaltung
Abteilung I - Studierendenservice
In den Aufgabenbereich des Referats IA des
Studierendenservices fallen sämtliche Zulassungs-
und Immatrikulationsverfahren sowie die Studieren-
denverwaltung.
Im Rahmen dieser Aufgaben werden in großem Umfang
individualisierte Schreiben an Bewerberinnen bzw.
Bewerber und Studierende verschickt, insbesondere
Zulassungs- und Ablehnungsbescheide sowie
Rückmeldeaufforderungen und -mahnungen. Diese
Schreiben wurden bisher per Post versandt.
Bis Ende 2012 wurden die technischen und recht-
lichen Voraussetzungen geschaffen, um einen rein
elektronischen Versand zu ermöglichen. Nachdem
Tests mit den ckmeldemahnungen und Ab-
lehnungsbescheiden erfolgreich verliefen, sollen
sukzessive alle Bescheide sowie Rückmeldeauf-
forderungen und -mahnungen per E-Mail versandt
werden. Hierdurch werden nach vollständiger Um-
setzung pro Jahr mehr als 100.000 Blatt Papier,
eine entsprechende Anzahl von Briefumschlägen
sowie Toner gespart. Dies entspricht ca. 10 % des
von Abteilung I insgesamt verbrauchten Papiers.
Kontakt: Hr. Dr. Alexander Rindfleisch,
alexander.rindfleisch@tu-berlin.de
Abteilung II - Personal und Recht
Beschaffung
Der Weg der Beschaffung nach Standards der
„Umweltfreundlichen Beschaffung“ des Bundes-
ministeriums für Umwelt (BMU) unter Berück-
sichtigung weiterer Umweltzertifikate (EPEAT,
TCO, EnergyStar etc.) wird fortgesetzt. Dazu
gehören gemeinsam genutzte Multifunktionsgeräte
sowie die Nutzung von Energieschemata bei der
Rechnertechnik. Besonders die Ausstattung von
Büroarbeitsplätzen mit Thin Clients wirkt sich posi-
tiv auf Stromverbrauch und Lärmemmission aus.
Ressourcen und Medien
Die Abteilung II der TU Berlin nutzt vollständig
Recyclingpapier mit 100% Altpapieranteil. Durch
konsequente Anwendung von
klassischen Maßnahmen
(Duplexdruck, Broschurdruck,
Nutzung von Konzeptpapier,
Reduktion von Vordrucken auf
das notwendige Maß) konnte
der Papierverbrauch um
100.000 Blatt weiter gesenkt
werden.
Bild 44: Papierverbrauch der Abteilung II
Durch den Einbau isolierender Fenster konnten die
vorhandenen Klimageräte abgebaut werden. Im
Servicebereich Weiterbildung wird für den Aus-
schank von Kaffee an die Seminarteilnehmer aus-
Betrieb
36 Umweltbericht 2013 der TU Berlin
schließlich Mehrweggeschirr verwendet. Durch Groß-
packungen wird Verpackungsmaterial minimiert. So
gibt es z. B. keine Portionspackungen an Kaffee-
sahne.
Kontakt: Hr. Benjamin Klingbeil, benjamin.klingbeil@tu-berlin.de
3.2.2 Initiativen
An der TU Berlin gibt es eine Vielzahl von
Aktivitäten und Initiativen, meist studentischer
Natur, die sich dem Thema Umweltschutz oder
Nachhaltigkeit widmen. Sie haben an der TU Berlin
die Möglichkeit, sich als Vereinigung registrieren zu
lassen. Registrierte Vereinigungen erhalten nach
Maßgabe besonderer Regelungen Unterstützungen
u.a. durch Bereitstellung von Veranstaltungs-
räumen.
Informationen: www.tu-berlin.de/?18828
Beispiele von Vereinigungen mit Nachhaltigkeits-
bezug werden jedes Jahr an dieser Stelle
vorgestellt.
Daejayon
Daejayon (koreanisch: "Mutter Natur")
ist eine im Jahr 2008 gegründete inter-
nationale Umweltvereinigung von
Studierenden. Wege zu finden, wie
Menschen im Einklang mit der Natur leben können,
um dem Klimawandel entgegen zu wirken, ist das
Ziel. Den Mitgliedern ist wichtig, das Umwelt-
bewusstsein, vor allem von Studierenden und
Schülern, auf- und auszubauen, da sie die
Zukunftsträger unserer Erde sind.
Im Jahr 2010 wurde der Verein festes Mitglied der IUCN
(International Union for Conservation of Nature). Derzeit
sind weltweit 2.100 studentische Mitglieder aktiv.
Daejayon ist in drei Aufgabenbereiche unterteilt: "Green
School", "Green Campus", "Green World".
Seit dem Jahr 2011 arbeitet der Verein auch an der
TU Berlin. So gab es im Rahmen von "Green Campus"
ein Forum mit dem Titel "Auswirkungen des Klima-
wandels und deren Prävention". Beim Erstsemestertag
2012 wurden die '10 Umweltregeln' an neue
Studierende verteilt und auf der "Climate Lecture 2012"
wurde ein Video über die Umweltprobleme der Erde
und deren Lösungen gezeigt.
Daejayon engagiert sich auch für hochschulinterne
Projekte wie 'HCBC' (Errichtung eines grünen
Campus an TU Berlin und UdK Berlin) und das
'Prämienmodell KT' (Energiesparwettbewerb im
Gebäude KT). Ab und an können Aufmerksame
jene Studierenden in hellgrünen T-Shirts Bonbons
mit kleinen angeklebten Umweltregeln auf dem
Campus verteilend wahrnehmen.
Bild 45: Einladung von der Senatsverwaltung,
28.07.2011
Im August werden im Rahmen von "Green School"
mehrere Berliner Grundschulen besucht, um dort
Umweltunterricht zu geben. Ziel ist es, in Zukunft
Studierende der großen Berliner Universitäten TU,
HU und FU für diese Aufgabe an der TU Berlin zu
Umweltleitern auszubilden. So werden diese
Studierenden praktische Erfahrungen sammeln und
können ein stärkeres Umweltbewusstsein ent-
wickeln, damit dies an die nächste Generation
vermittelt wird.
Kontakt: mail@daejayon.de
Anhang
Umweltbericht 2013 der TU Berlin 37
4 Anhang
4.1 Mitglieder und Nutzfläche
Tabelle 3: Mitglieder und Gebäudefläche der TU Berlin der letzten 10 Jahre19
Jahr
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
Mitglieder
37.508
37.847
36.422
34.944
34.544
34.574
35.514
36.143
36.050
36.276
davon Studierende
28.291
30.706
29.701
28.118
27.578
27.408
28.142
28.565
30.635
30.810
davon Beschäftigte
6.755
6.802
6.721
6.826
6.966
7.166
7.372
7.578
7.867
8.036
4.2 Treibhausgas-Emissionen
Seit dem Jahr 2010 bezieht die TU Berlin Strom aus erneuerbaren Quellen (EECS-Nachweise - GoO). Zum
Vergleich wird zusätzlich der Anteil der Emission dargestellt, wenn der Strommix für Deutschland20 zugrunde
gelegt würde. Für die Vergangenheit wird als statistische Größe der Strommix für Deutschland verwendet,
auch wenn in den konkreten Vertragssituationen zwischen der TU Berlin und ihren Versorgern auch andere,
durchaus geringere Werte festgelegt wurden.
Tabelle 4: Emission von Treibhausgasen in CO2-Äquivalenten der TU Berlin
CO2-Äquivalente in t/a
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
Strom
30.148
29.312
30.432
30.671
30.983
30.921
30.620
30.227
30.266
32.365
Strom (mit Strommix)
30.148
29.312
30.432
30.671
30.983
30.921
30.620
0
0
0
Fernwärme
10.511
10.066
10.273
10.031
9.319
9.242
9.621
10.956
9.489
9.519
Öl
2.313
768
812
846
471
519
634
777
703
619
Gas
2.776
3.530
3.014
3.106
2.795
3.121
3.152
3.823
1.970
2.226
Wärme in Mietobjekten
1.317
1.358
1.593
1.373
1.626
1.350
1.403
1.445
1.783
1.999
Wärme (Summe)
16.918
15.722
15.692
15.356
14.210
14.232
14.810
17.001
13.946
14.362
Trinkwasser
102
89
86
95
80
83
80
85
88
107
Abwasser
122
119
119
132
111
115
107
112
121
119
Summe
47.289
45.242
46.329
46.255
45.385
45.350
45.617
17.198
14.155
14.588
Summe je Mitglied
1,26
1,20
1,27
1,32
1,31
1,31
1,28
0,48
0,39
0,40
Summe (mit Strommix)
47.289
45.242
46.329
46.255
45.385
45.350
45.617
47.425
44.420
46.954
4.3 Energie- und Medienverbrauch
Die Daten und Bewertung zu den Energie- und Medienverbräuchen werden jährlich im Rahmen des
Energiemanagements der TU Berlin, Abteilung IV, Team IV C Fachtechnik, im Energiebericht zusammen-
gefasst. Dort sind auch über die in diesem Umweltbericht veröffentlichten Daten hinaus Details zu finden (s.
auch S. 22ff).
Berichtszeitraum ist grundsätzlich das Kalenderjahr 2012. Bei Abweichungen z. B. auf Grund unterschiedlicher
Abrechnungszeiträume wurden die Werte auf 364 Tage extrapoliert. Dadurch können die Ergebnisse von den Werten des
Haushaltsjahres abweichen. Daten aus Mietnebenkostenabrechnungen beziehen sich z. T. auf frühere Abrechnungsperioden,
sofern die aktuellen Zahlen noch nicht verfügbar waren. Dadurch können Abweichungen zu den Daten früherer Berichte
auftreten. Gültig sind immer die Werte des aktuellen Berichtes.
Kontakt: Energiemanagement, Hr. Detlev Zielke, Team IV C, www.tu-berlin.de/?30639.
19 Seit 2011 werden Doppelzählungen (z. B. gleichzeitig Studierende und studentische Beschäftigte) herausgerechnet.
20 Quelle: Umweltbindesamt (UBA), „Entwicklung der spezifischen Kohlendioxid-Emissionen des deutschen Strommix“, April 2012
Anhang
38 Umweltbericht 2013 der TU Berlin
Tabelle 5: Energie- und Wasserverbrauch der TU Berlin der letzten 10 Jahre
Medium
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
Elektrische Energie MWh
Elektrische Energie - HS
33.914
35.733
38.563
38.180
37.094
39.430
39.865
40.734
42.621
44.233
Elektrische Energie - MS
11.441
10.485
10.177
10.616
11.010
11.827
12.440
12.130
9.930
10.854
Elektrische Energie - NS
1.751
1.600
1.313
1.320
1.154
973
762
777
922
1.068
Elektrische Energie -
Summe
47.106
47.818
50.053
50.116
49.258
52.231
53.067
53.642
55.182
56.155
Thermische Energie MWh (witterungsbereinigt)
Fernwärme - Konstantleiter
25.305
26.405
27.866
25.682
24.120
24.929
24.510
24.093
30.283
25.777
Fernwärme - Gleitleiter
44.081
43.376
43.640
42.228
43.080
41.317
39.274
37.314
36.505
36.658
Summe Fernwärme
69.386
69.781
71.506
67.910
67.200
66.245
63.783
61.407
66.788
62.435
Öl
9.175
3.201
3.395
3.442
2.039
2.235
2.525
2.616
2.973
2.438
Gas für Heizung
14.866
19.854
17.022
17.059
16.349
18.150
16.951
17.383
11.251
11.846
Nachtspeicherheizung
0,2
3
0
7
6
8
7
0,5
0,7
0
Mietnebenkosten Wärme
7.054
7.636
8.995
7.542
9.510
7.848
7.548
6.572
8.107
11.413
Thermische Energie -
Summe
100.482
100.475
100.919
95.960
95.105
94.486
90.815
87.978
91.195
87.355
Frischwasser m³
Abrechnung mit BWB
246.017
212.433
202.882
231.872
191.127
201.817
199.380
204.692
212.387
264.150
Mietnebenkosten Wasser
24.980
24.055
26.205
21.136
21.415
18.884
12.607
22.077
21.426
19.634
Frischwasser -
Summe
270.997
236.487
229.087
253.008
212.542
220.701
211.987
226.769
233.813
283.784
HS: Hochspannung, MS: Mittelspannung, NS: Niederspannung, BWB: Berliner Wasserbetriebe
4.4 Maßnahmen der Abteilung Gebäude und Dienstemanagement
Tabelle 6: Zusammenstellung der Maßnahmen von Abteilung IV
Ausgangszustand
Art der Maßnahme
Ökologische
Auswirkungen
Stand
Team IV C, Fachtechnik
Fehlende Möglichkeit der
Eigenfinanzierung für Erneuerung
versorgungstechnischer Anlagen zur
Energieeinsparung
Energiespar-Contracting für A; FR/OE/GOR; SG, E,
EMH; E-N
Senkung des Energieverbrauchs
derzeit um ca. 16% für die
ausgewählten Gebäude
Realisiert, Laufzeit bis
2016
Konventionelle Vorschaltgeräte für
Leuchtstoffröhren an Bildschirmplätzen
und in Gebäuden, alte Beleuchtungs-
ausstattung in Hörsälen
Ersetzen von zweiröhrigen Leuchten durch z.T.
einröhrige, blendarme Rasterleuchten mit
elektronischen Vorschaltgeräten, im Zuge von
notwendigen Umbaumaßnahmen
Einsparung elektrischer Energie
(bis 90 kWh/a je Stk, entspricht
ca. 30.000€/a) Verbesserung
der Arbeitsbedingungen und
Arbeitssicherheit
Weiterführung im
Rahmen von
Umbaumaßnahmen.
Schwerpunkt wird ab
2013 die Bibliothek
Konventionelle Lichttechnik
Vorbereitung des Einsatzes von LED-Leuchten an
ausgewählten Objekten
Einsparung elektrischer Energie
Vorbereitung von
Maßnahmen
EW: veraltete Ausstattung
Modernisierung der techn. Ausstattung des
Gebäudes, Teilsanierung der Lüftungsanlagen
Erhöhung der Betriebssicherheit
und Senkung des
Energieverbrauches
seit 2011
Anhang
Umweltbericht 2013 der TU Berlin 39
Ausgangszustand
Art der Maßnahme
Ökologische
Auswirkungen
Stand
ER: Veraltete Heizverteilung
Sanierung und Modernisierung der
Heizungsverteilung
Erhöhung der Betriebssicherheit
und Senkung des
Energieverbrauches
ab 2013
Fehlende Energieverbrauchserfassung
Ausbau des Energiemanagementsystems zur
Datenerfassung und Analyse der Energieverbräuche,
Integration in das FM-System
Verbrauchs- und
Schwachstellenanalyse
Zusätzliche Elektro- und
Wärmemengenzähler im
Rahmen von
Modernisierungen
BIB: Hohe Energieverbrauchswerte
Weitere Optimierung Bodenabsorber und
Wärmepumpe, optimale Fahrweise der
Lüftungsanlagen und Überarbeitung des
Beleuchtungskonzeptes
Optimierung Elektro- und
Wärme-Bedarf, Sicherung des
Raumklimas
Weiterführung Energie-
Monitoring
EB: Beschränkte Effektivität und
Versorgungssicherheit in der
Heizungsanlage
Erneuerung Heizungsanlage, hydraulische
Anpassung
Erhöhung der Effektivität der
Heizungs- und Lüftungsanlagen
Bauseits realisiert,
Optimierung läuft
Gebäudeleittechnik ausbaufähig
Erweiterung GLT und teilweise Modernisierung.
Zusammenführung auf gemeinsames Netzwerk,
Optimierung der Betriebstechnik
Effektiver Einsatz Energie
Modernisierung TIB, ER,
EW, BH, BA
H: Mangelhafte Nachkriegsinstand-
setzung, unübersichtliche Verbindung
versorgungs- und brandschutz-
technischer Anlagen, alte
energieintensive und nicht
funktionssichere Heizungsanlage
Komplexe Erneuerung der heizungstechnischen
Anlagen mit Einbindung in GLT abgeschlossen,
derzeit Optimierung der Heizungsanlagen
Effektiver Einsatz Energie
seit 2009
H: Lüftungsanlagen
modernisierungsbedürftig
Modernisierung ausgewählter Lüftungsanlagen
Effektiver Einsatz Energie
seit 2012
ER (Ernst Ruska Gebäude): veraltete
Ausstattung
Modernisierung der techn. Ausstattung des
Gebäudes
bis 2012
E-N: Unzureichendes Rechenzentrum
aus rechentechnischer, sicherheits-
technischer und ökologischer Sicht
Errichtung eines dem technischen Stand
entsprechenden Rechenzentrums abgeschlossen,
derzeit Optimierung des Betriebes
Effektiver Einsatz Energie
seit 2009
Standortentwicklung
Entscheidung zur Entwicklung des Ostgeländes
Effektiver Einsatz Energie
2012/2013
Brandmelde- und Hausalarmanlagen
Entsprechend der Abstimmungen im Brandschutz-
ausschuss wurden im Berichtszeitraum durchgeführt:
Abschluss: PTZ; Installation: EMH, Planung: HL, EW,
KF
Erhöhung der Sicherheit,
Verkürzung der Reaktionszeiten
kontinuierlich
Team IV B, Hochbau (teilweise in Zusammenarbeit mit IV C)
E: veralteter Bestand
Bauliche Sanierung, Brandschutzertüchtigung und
Berufungszusagen
u.a. Optimierung Elektro- und
Wärme-Bedarf,
2012
HL: veralteter Bestand
Sanierung des Gebäudes
u.a. Optimierung Elektro- und
Wärme-Bedarf,
ab 2012
BH: veralteter Bestand
Erneuerung der Lüftung im Zuge des Laborausbaus
Senkung des Wärmebedarfes
ab 2013 Optimierungs-
maßnahmen an
Heizungs- und
Lüftungsanlagen
H: Mangelhafte Nachkriegs-
instandsetzung, teilweise einfache
Fensterverglasung in Teilen des
Hauptgebäudes
Bauliche Maßnahmen, u. a.: Sanierung der
Natursteinfassade, Korrektur bauphysikalischer und
konstruktiver Mängel, Einbau neuer Fenster zum
Innenhof
Effektiver Einsatz Energie
bis 2012
ER (Ernst-Ruska-Gebäude):
Mangelhafte Nachkriegsinstandsetzung,
fehlende Standsicherheit, hohe
Transmissionswärmeverluste über die
Fassade
Beseitigung von Mängeln an der Fassade und
Dachkonstruktion
Aufwertung nach EnEV,
energetische Optimierung
bis 2012
HFT: Veraltete Betriebstechnik,
unzureichende Wärmedämmung und
baulicher Brandschutz
Verbesserung von baulichem Brandschutz und
Wärmedämmung, Erneuerung und energetische
Optimierung betriebstechnischer Anlagen
Effektiver Einsatz Energie
2012/2013
BEL: veralteter Bestand
Ausbau und Modernisierung Gebäude
Effektiver Energieeinsatz
bis 2012
Anhang
40 Umweltbericht 2013 der TU Berlin
4.5 Abfallaufkommen
Gewerbeabfälle und Wertstoffe (ungefährliche Abfälle)
Tabelle 7: Jahresgesamtmengen und -kosten der Gewerbeabfälle und Wertstoffe
Abfall-/Wertstoffart in t
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
Restabfall
483
414
388
393
369
434
470
447
382,05
354,35
Papier
445
468
406
478
466
388
436
391
322,04
456,85
Glas
114
60,5
60,4
69,0
30,9
30,0
23,4
30,3
31,22
26,1
Verpackungen
152
92
100
85
76
80
80
70
75,71
61,75
Holz
54,7
29,8
37,9
26,1
32,6
32,9
39,1
29,3
39,78
35,24
Metalle
49,5
7,7
6,6
3,2
11,4
5,1
7,7
4,6
7,21
4,47
Sperrmüll
97
525
512
1403
622
840
801
259
247,83
265,9
Gartenabfälle
58
51
62
65
56
167
146
98
173,3
111,35
Elektroschrott
98
93
61
98
73
108
82
75
86,5
73,4
Bauabfälle
28
35
38
40
40
15
39
26
12,78
20,88
Summe in t
1.579
1.776
1.671
2.661
1.776
2.101
2.123
1.430
1.378
1.410
Summe in kg/Mitglied
42,1
46,9
45,9
76,1
51,4
60,8
59,8
39,6
38,2
38,9
Elektroschrott wird, auch wenn ein Teil als gefährlicher Abfall eingestuft wird, auf Grund seiner Struktur und seiner Mengen
unter Gewerbeabfall geführt.
Sonderabfälle / gefährliche Abfälle nach AVV
Tabelle 8: Jahresgesamtmengen der Sonderabfälle
Abfallart in t
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
Absorber
0
0,16
0,1
0,1
0,05
0
0,15
0,2
0,15
0,25
Altöl, Emulsionen
15,0
5,63
17,73
9,12
7,84
9,63
10,0
6,37
5,6
11,7
Asbestprodukte
0,38
0,61
0
0,18
0,17
0,16
0
0,42
0,21
0,09
Autobatterien, Akkus
0,02
0,03
0,49
0,11
0,66
0
0,04
0,12
0
0
chem. verunr. Betriebsmittel
1,94
2,54
2,64
1,76
3,03
7,1
4,23
4,23
5,38
6,11
Farben, Klebstoffe
0,75
0,65
0,89
2,26
2,12
0,58
1,32
0,99
1,06
1,05
Entwickler, Fixierer
3,15
1,82
1,77
1,43
2,11
0,04
0
0,04
0,05
0
Infektiöse Abfälle
0,3
0,38
0,51
0
0,19
0
0
0
0
0
Kühlgeräte
0,7
0,97
0,89
1,13
1,13
1,23
1,5
1,71
1,16
1,63
Laugen
0,47
0
0
0,59
0,35
0,59
0,39
0,05
0,37
0,28
Leuchtstofflampen
2,3
2,05
0,98
1,42
0,63
1,55
1,39
1,18
2,06
1,65
Lösemittelgemische
10,9
9,29
9,41
12,7
14,5
16,6
14,4
14,4
16,8
20,2
Laborchemikalien
6,42
2,24
3,64
3,98
4,63
5,08
4,05
0,86
1,76
5,69
ölhaltige Abfälle
1,19
1,52
1,55
5,72
4,06
5,71
4,02
4,36
4,07
6,0
PCB-Kondensatoren
0,01
0
0
0,38
0,08
0
0
0,38
0
0
Quecksilberabfälle
0,05
0,02
0,09
0,1
0
0,16
0,03
0,01
0,06
0,08
Säuren
0,49
0,74
0,29
0,56
0,79
7,08
0,73
0,11
0,68
0,32
schwermetallhaltige Lösungen
2,25
2,82
2,82
2,42
2,62
3,0
1,56
2,97
2,05
1,65
Benzinabscheiderinhalte
11,4
7,92
5,69
3,5
2,0
0
4,55
0,05
0,94
5,34
Trockenbatterien
0,72
0,72
0,84
0,72
0
1,08
0,48
0,73
0,58
0,43
Summe in t
58,5
40,1
50,3
48,2
47,0
59,6
48,8
39,2
43,0
62,5
Summe in kg/Mitglied
1,56
1,06
1,38
1,38
1,36
1,72
1,37
1,08
1,19
1,72
Anhang
Umweltbericht 2013 der TU Berlin 41
Radioaktive Abfälle
Im Jahr 2012 wurden die offenen radioaktiven Abfälle eines etwa 40 Jahre genutzten Radionuklidlabors entsorgt:
Tabelle 9: Jahresgesamtmengen der radioaktiven Abfälle
Isotop
2012
H-3
274,4
MBq
C-14
193,4
MBq
Sr-90
70
MBq
Cs-137
0,6
MBq
Uran, Uransalze
21
g
4.6 Gefahrgut
Im Berichtszeitraum 2012 sind bei Gefahrguttransporten keine meldepflichtigen Unfälle aufgetreten. Die Mengen der
transportierten gefährlichen Güter ist folgenden Tabellen zu entnehmen. Weitere Details finden sich im Gefahrgutbericht gemäß
§ 8 (5) GbV des externen Gefahrgutbeauftragten der TU Berlin, der bei SDU eingesehen werden kann.
Tabelle 10: Als Gefahrgut transportierte Abfallfraktionen, TU Berlin als Absender
Klasse
Art der gefährlichen Güter
Verwendete Gefahrgutumschließung
Menge
2
Gase
Gasflaschen, Spraydosen
< 5t
3
Lösemittel, Altöle, Chemikalien, Altlacke, -
farben
Kanister, Fässer, IBC, zusammengesetzte
Verpackungen
< 50t
4.1
Betriebsmittel, Filter, Leeremballagen
IBC
< 50t
6.1
Chemikalien, schwermetallhaltige Abfälle
Kanister, Fässer, IBC, zusammengesetzte
Verpackungen
< 50t
7
Tritium, C-14, Sr-90, Cs-137
Kanister, Kombinationsbehälter
609 L
8
Säuren- und Laugengemische,
Chemikalien
Kanister, Fässer, IBC, zusammengesetzte
Verpackungen
< 5t
9
Lithiumbatterien
Fässer
< 5t
Tabelle 11: Als Gefahrgut transportierte Stoffe und Geräte: TU Berlin als Beförderer
Klasse
Art der gefährlichen Güter
Verwendete Gefahrgutumschließung
Menge
2
tiefgekühlte flüssige Gase
Kryobehälter
58.718 L
2
technische Gase
Stahlflaschen
< 5t
3
z. B. Alkohole, Lösemittel
Kanister, Fässer, zusammengesetzte Verpackungen
< 5t
4.2
z. B. Absorber, Pumpe mit
phosphorhaltigem Öl
Kisten
< 5t
8
Säuren, Laugen
Kanister, Fässer, zusammengesetzte Verpackungen
< 5t
Anhang
42 Umweltbericht 2013 der TU Berlin
4.7 Hauptbegehungen Arbeitsstätten
Im Jahr 2012 haben SDU und der Betriebsärztliche Dienst unter Einbeziehung des Personalrates Begehungen im Rahmen ihrer
Beratungs- und Überwachungspflicht nachstehende Bereiche durchgeführt. Diese stichprobenartigen Arbeitsstättenbegehungen
mit dem Schwerpunkt auf Fakultät VI im Jahr 2012 stellen Gesamtbegehungen (sämtliche genutzte Räume) dar.
Tabelle 12: Geplante Arbeitsstättenbegehungen 2012 (Hauptbegehungen)
Monat
Einrichtung
Verantwortlicher
Januar
Fakultät IV - Elektronik und Informatik, FG Nachrichtenübertragung, Institut für
Telekommunikationssysteme
Herr Prof. Dr. Thomas Sikora
März
Fakultät VI - Planen Bauen Umwelt, FG Konstruktives Entwerfen und klimagerechtes
Bauen, Institut für Architektur
Herr Prof. Dr. Rainer
Hascher
März
Fakultät VI - Planen Bauen Umwelt, FG Baustoffe und Bauchemie, Institut für
Bauingenieurwesen
Herr Prof. Dr. Dietmar A.
Stephan
Mai
Fakultät VI - Planen Bauen Umwelt, FG Grundbau und Bodenmechanik , Institut für
Bauingenieurwesen
Herr Prof. Dr. Stavros
Savidis
Mai
Fakultät VI - Planen Bauen Umwelt, FG Stadt- und Regionalökonomie, Institut für Stadt-
und Regionalplanung
Herr Prof. Dr. Dietrich
Henckel
Juni
Fakultät VI - Planen Bauen Umwelt, FG Geodäsie u. Ausgleichsrechnung (Werkstatt
Gebäude EB), Institut für Geodäsie und Geoinformationstechnik
Herr Prof. Dr. Frank Neitzel
August
Fakultät VI - Planen Bauen Umwelt, GD Institut für Architektur, Einrichtungen: Werkstätten
Herr Prof. Dr. Johannes
Cramer
Oktober
Fakultät III Prozesswissenschaften, FG Angewandte und Molekulare Mikrobiologie,
Institut für Biotechnologie
Frau Prof. Dr. Vera Meyer
November
Fakultät II - Mathematik und Naturwissenschaften, FG Nichtlineare Dynamik u
Strukturbildung, Institut für Theoretische Physik
Herr Prof. Dr. Harald Engel
Dezember
Fakultät VI - Planen Bauen Umwelt, FG Hydrogeologie, Institut für Angewandte
Geowissenschaften
Herr Prof. Dr. Uwe Tröger
Zusätzlich wurden vollständige Arbeitsstättenbegehungen in folgenden Bereichen auf Wunsch der Verantwortlichen nach
Umzug in neue Räumlichkeiten vorgenommen.
Tabelle 13: Zusätzliche Arbeitsstättenbegehungen 2012
Monat
Einrichtung
Verantwortlicher
Februar
Fakultät II Mathematik und Naturwissenschaften, FG Funktionsmaterialien, Institut für
Chemie
Herr Prof. Dr. Arne Thomas
April
Fakultät III Prozesswissenschaften, FG Keramische Werkstoffe, Institut für
Werkstoffwissenschaften und -technologien
Herr Prof. Dr. Helmut
Schubert
Darüber hinaus haben die Fachkräfte für Arbeitssicherheit und die Umweltbeauftragten ca. 325 anlassbezogene Begehungen
durchgeführt. Anlässe waren Anfragen der Beschäftigten, konkrete Ereignisse oder Unfälle sowie eigene Beobachtungen bzw.
Informationen.
Anhang
Umweltbericht 2013 der TU Berlin 43
4.8 Themen des Arbeits- und Umweltschutzausschusses (AUSA)
Der AUSA stellt den nach §11 ASiG vorgeschriebenen Arbeitsschutzausschuss dar. Die folgende Aufstellung ist eine Auswahl
relevanter Themen.
40. Sitzung, 17. Februar 2012
Berichtspunkte
Umweltbericht 2011
Schließregime der Gebäude
Gefährdungsermittlung Messräume
Brand im Büro Gebäude E-N
Beratungspunkt (Fakultät III)
Arbeitsschutz bei enormer Drittmitteleinwerbung?
Haben wir genug Platz? Haben wir die Infrastruktur?
Beschlusspunkte
Arbeits- und Umweltschutzmerkblatt
o Nr. 1.10 Werkstattnutzung durch Studierende
und wissenschaftliche Mitarbeiter
41. Sitzung, 13. Juni 2012
Berichtspunkte
Geräteerneuerungsprogramm der TU Berlin
Sicherheitsüberprüfung von Treppen
Zwei aktuelle Beispiele im Strahlenschutz
42. Sitzung, 21. September 2012
Berichtspunkte
Bewertung der Arbeitsstätten 2011
Stand Brandschutztechnische Sanierung
Gebäude TC
Beschlusspunkte
Arbeits- und Umweltschutzmerkblätter
o Nr. 3.0 Gefahrstoffverordnung,
Umsetzungsregelung TU Berlin
o Nr. 4.9 Grundwasserschutz
o Nr. 7.2 Abfallregelung der TU Berlin
43. Sitzung, 16. November 2012
Berichtspunkte
Abschlussbericht Notfallabsorber
Prüfpflichtige Anlagen
o Teil I: ortsbewegliche elektrische Betriebsmittel
o Teil II: Sicherheits- und Sterilwerkbänke
Umweltbericht 2012
Beschlusspunkte
Arbeitsstättenbegehungsplanung 2013 (Schwerpunkt
Fakultät II)
AUSA Termine 2013
Verschiedenes
Feedback Gesundheitstag 2012
Umstellung des Chemikalienverzeichnisses
(tubIT-Server)
Nachteile für Beschäftigte im Außenbereich
Anhang
44 Umweltbericht 2013 der TU Berlin
4.9 Fort- und Weiterbildungsangebot zu Arbeits-, Gesundheits-
und Umweltschutz
Dargestellt sind die zentral über SDU angebotenen Veranstaltungen im Rahmen des Umweltschutzes und der Arbeitssicherheit.
Darüber hinaus werden in jeder Organisationseinheit durch die leitenden Personen auf Grund ihrer Arbeitgeberverantwortung
bereichs- und tätigkeitsspezifische Unterweisungen durchgeführt.
Tabelle 14: TU-intern organisierte Weiterbildungs- und Schulungsveranstaltungen
Kursbezeichnung
Veranstalter
Teilnehmende
Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz in Biolaboren (3 Termine)
SDU
69
Workshop Umgang mit Flusssäure
SDU
15
Einweisung Umgang Lastenaufzüge mit Vorrangschaltung Geb. BH-N
SDU
13
Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz im Büro
SDU
6
GHS und CLP Verordnung
SDU
14
Rettung im Brandfall für SB-DUB
SDU
16
Einführung und Umsetzung der Biostoffverordnung
SDU
3
Gefahrgutrecht und Abfallrecht- kurz und anschaulich- (2 Termine á 2 Tage)
SDU
10
Abwasser- und Wasserreinhaltung in Labor und Werkstatt
SDU
12
Brandschutz mit Übung (2 Termine)
SDU
87
Weiterbildung zur Unterweisung für leitende Personen
SDU
14
Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz im Labor
SDU
16
Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz in Werkstätten
SDU
14
Sichere Arbeit - exzellente Ergebnisse / Ausbildung - Arbeits- und
Umweltschutzorganisation versus Freiheit von Forschung und Lehre?
SDU
14
Gefahrgutschulungen (3 Termine)
Gefahrgutbeauftragter
12
Tabelle 15: Extern organisierte Weiterbildungsmaßnahmen bzw. Ermöglichung der Teilnahme von TU-Mitgliedern an
externen Weiterbildungsmaßnahmen
Kursbezeichnung
Veranstalter
Teilnehmende
Lasereinsatz im Forschungslabor
Unfallkasse Berlin
12
Sicherheitsbeauftragte in Universitäten und Hochschulen - Das sind meine
Aufgaben
Unfallkasse Berlin
7
Betreiber- bzw. Eigentümerverantwortung und Fremdfirmeneinsatz
Unfallkasse Berlin
1
Persönliche Schutzausrüstung
Unfallkasse Berlin
1
Unterweisung im Arbeitsschutz
Unfallkasse Berlin
2
Auffrischung Atemschutzgeräteträger
Bayer Health Care
13
Fachkunde Tätigkeiten mit Kühlschmierstoffen
BGHM
2
Fachkunde Strahlenschutzkurs
LPS
1
Aktualisierung Fachkunde StrSchV
LPS
1
Grundlehrgang Abfallbeauftragte
TÜV Rheinland
1
Aktualisierung Fachkunde RöV
LPS
1
Aufbauseminar ZEDAL
Abfallmanagement AG
1
Grundausbildung Atemschutz-Gerätewart
MSA AUER GmbH
1
Fachkunde Strahlenschutzkurs
LPS
1
Fachkunde Umgang umschlossene und offene radioaktive Stoffe
LPS
1
Laserschutzkurs
Akademie Lasersicherheit Berlin
1
Laserschutzkurs
Akademie Lasersicherheit Berlin
1
Laserschutzkurs
Akademie Lasersicherheit Berlin
2
Löschübung
TOTAL
53
Löschübung (Azubi)
TOTAL
ca. 40
Grundkurs befähigte Person Druckbehälter und Rohrleitungen
TÜV Rheinland
1
Anhang
Umweltbericht 2013 der TU Berlin 45
4.10 Arbeits- und Wegeunfälle
Alle Arbeits- und Wegeunfälle, die ärztliche Betreuung notwendig machen, sind an der TU Berlin grundsätzlich zu melden.
Meldepflichtige Unfälle gemäß § 193 SGB VII sind als Teilmenge davon Unfälle, die mehr als 3 Krankheitstage zur Folge haben.
Tabelle 16: Arbeits- und Wegeunfälle an der TU Berlin der Beschäftigten (ohne Studierende)
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
Arbeits- und Wegeunfälle gesamt
94
88
101
124
97
106
136
145
127
141
davon meldepflichtige Unfälle
39
39
44
48
42
44
47
50
54
51
unfallbedingte Krankentage
818
967
825
1.041
702
829
992
1.067
1.048
1.101
Durchschnitt Tage pro Unfall
8,7
11,0
8,2
8,4
7,2
7,8
7,3
7,4
8,3
7,8
Unfälle je 1000 Beschäftigte
13,9
12,9
15,0
18,2
13,9
14,8
18,4
19,1
16,1
17,5
meldepflichtige Unfälle je 1000 MA
5,8
5,7
6,5
7,0
6,0
6,1
6,4
6,6
6,9
6,3
4.11 Glossar
Tabelle 17: Abkürzungsverzeichnis
Abkür-
zung
Bedeutung
AfR
gemeinnützige IT-
Aufbereitungsgesellschaft
ASA
Arbeitsschutzausschuss
ASTA
Allgemeiner Studierendenausschuss
AUG
Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz
AUM
Arbeits- und Umweltschutzmerkblatt der TU
Berlin
AUMS
Arbeits- und Umweltschutz-
managementsystem der TU Berlin
AUSA
Ausschuss für Arbeits- und Umweltschutz
an der TU Berlin
BÄD
Betriebsärztlicher Dienst der TU Berlin
BANA
Gasthörerstudium „Ausbildung für
nachberufliche Aktivitäten“ der TU Berlin
BasCat
UniCat BASF JointLab
BGHM
Berufsgenossenschaft Holz und Metall
BIP
Bruttoinlandsprodukt
BMBF
Bundesministerium für Bildung und
Forschung
BMU
Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz und Reaktorsicherheit
BVG
Berliner Verkehrsbetriebe
BWB
Berliner Wasserbetriebe
BWL
Betriebswirtschaftslehre
CAFM
Computer Aided Facility Management
CRE
Konferenz der europäischen Rektoren
(Hochschulverband)
DFG
Deutsche Forschungsgemeinschaft
DGB
Deutscher Gewerkschaftsbund
DGUV
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung
e. V.
DZHW
Deutsches Zentrum für Hochschul- und
Wissenschaftsforschung
ECOPOL
Accelerating eco-innovation policies
EDV
Elektronische Datenverarbeitung
EG
Europäische Gemeinschaft
EECS
European Energy Certificate System,
Herkunftsnachweise für Strom
EIT
European Institute of Innovation and
Technology
eMO
Berliner Agentur für Elektromobilität
EPEAT
Zertifizierungsprozess des Green
Electronics Council
Abkür-
zung
Bedeutung
ESRC
Economic and Social Research Council,
Swindon, Großbritannien
EU
Europäische Union
Fak.
Fakultät
FASi
Fachkraft für Arbeitssicherheit
FEZ
Kinder-, Jugend- und Familienzentrum in
Berlin-Wuhlheide
FG
Fachgebiet
FU
Freie Universität Berlin
GD
geschäftsführende Direktoren und
Direktorinnen
GHS
Globally Harmonized System (Gefahrstoff-
einstufung und -kennzeichnung)
GLT
Gebäudeleittechnik
GoO
Guarantee of Origin,
Herkunftsnachweis für Strom
HIS
Hochschul-Informations-System GmbH (in-
zwischen HIS HE Hochschulentwicklung)
HS
Hochspannung
HU
Humboldt-Universität Berlin
ISO
International Organization for
Standardization
ISTA
Institut für Strömungsmechanik und Tech-
nische Akustik der TU Berlin (Fakultät V
IUCN
International Union for Conservation of
Nature
IT
Informationstechnik
ITU
Institut für technischen Umweltschutz der
TU Berlin
KIC
Knowledge and Innovation Community,
gefördert durch das EIT
KMU
kleine und mittelständische Unternehmen
KOOP
Kooperationsstelle Wissenschaft/
Arbeitswelt der ZEWK der TU Berlin
kubus
Kooperations- und Beratungsstelle für
Umweltfragen der ZEWK der TU Berlin
KWK
Kraft-Wärme-Kopplung
LPS
Landesanstalt für Personendosimetrie und
Strahlenschutzausbildung
MA
Mitarbeiter / Mitarbeiterinnen
MS
Mittelspannung
NS
Niederspannung
PC
Personalcomputer
Abkür-
zung
Bedeutung
PhD
Doktorgrad in englischsprachigen Ländern
PSA
Persönliche Schutzausrüstung
PUE
power usage effectiveness
S1, S2
Schutzstufen von Biolaboren
PW
Projektwerkstatt der TU Berlin
SB-DUB
Sicherheits- und dezentrale
Umweltbeauftragte der TU Berlin
SC
Strategisches Controlling der TU Berlin
SDU
Sicherheitstechnische Dienste und
Umweltschutz der TU Berlin
SFB
Sonderforschungsbereich
SS
Sommersemester
TCO
Gütesiegel der TCO Development für
Produkte mit hoher Anwenderfreundlichkeit
und hoher Umweltverträglichkeit
TU
Technische Universität
tubIT
IT-Service-Center der TU Berlin
TÜV
Technischer Überwachungsverein
TW
Trinkwasser
UAC
Urban Agriculture Casablanca
(Forschungsverbundprojekt)
UB
Universitätsbibliothek
UBA
Umweltbundesamt
UMS
Umweltmanagementsysteme
UniCat
Exzellenzcluster Unifying Concepts in
Catalysis
UNIRAD
Fahrradselbsthilfewerkstatt der TU Berlin
USA
Vereinigte Staaten von Amerika
VDI
Verein deutscher Ingenieure
WGK
Wassergefährdungsklasse
WM
Wissenschaftlicher Mitarbeiter /
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
WS
Wintersemester
ZEDAL
Portal für die elektronische
Abfallnachweisführung
ZEWK
Zentraleinrichtung Wissenschaftliche Weite-
rbildung und Kooperation der TU Berlin
ZfE
Zentrum für Entrepreneurship der TU Berlin
ZTG
Zentrum Technik und Gesellschaft der TU
Berlin
ZUV
Zentrale Universitätsverwaltung der TU
Berlin
Anhang
46 Umweltbericht 2013 der TU Berlin
Tabelle 18: Verzeichnis der im Text erwähnten Gebäude der TU Berlin mit Standort
Kürzel
Gebäude (Standort)
A
Architektur (Campus Charlottenburg)
(F = Flachbau, H = Hochhaus)
ACK
Ackerstraße (Wedding)
AM
Alte Mineralogie (Campus Charlottenburg)
BA
Alter Bauingenieurflügel (Campus Charlottenburg)
BEL
Villa BEL (Campus Charlottenburg)
BH
Bergbau-Hüttenwesen (Campus Charlottenburg)
BH-N
Bergbau-Hüttenwesen Neubau (Campus Charlottenburg)
BIB
Universitätsbibliothek (Campus Charlottenburg)
C
Chemie (Campus Charlottenburg)
E
Elektrotechnik (Campus Charlottenburg)
EB
Erweiterungsbau (Campus Charlottenburg)
EMH
Elektromaschinen (Campus Charlottenburg)
E-N
Elektrotechnik-Neubau (Campus Charlottenburg)
ER
Ernst-Ruska-Gebäude / Physik (Campus Charlottenburg)
EUREF
Campus seit 2012 auf dem Gelände des Schöneberger Gasometers
EW
Eugene-Paul-Wigner-Gebäude/Physik-Neubau (Campus
Charlottenburg)
FH
Fraunhoferstraße (Charlottenburg)
FR/OE/GOR
Franklinstraße (Charlottenburg), inzwischen aufgegeben
H
Hauptgebäude (Campus Charlottenburg)
HBS
Hardenbergstraße (Charlottenburg)
HE
Hörsaal Elektrotechnik (Campus Charlottenburg)
HF
Hermann-Föttinger-Gebäude (Campus Charlottenburg)
Kürzel
Gebäude (Standort)
HFT
Hochfrequenztechnik (Campus Charlottenburg)
HL
Heizung und Lüftung (Campus Charlottenburg)
K
Versuchshalle Fluidsystemdynamik (Campus Charlottenburg)
KF
ehem. Kraft- und Fernheiztechnik (Campus Charlottenburg)
KPK
ehem. Kompaktzyklotronbunker (Campus Charlottenburg)
KT
ehem. Kerntechnik (Campus Charlottenburg)
L
Lebensmitteltechnologie (Campus Charlottenburg)
MA
Mathematik (Campus Charlottenburg)
MAR
Marchstraße (Charlottenburg)
MB
Müller-Breslau-Straße (Charlottenburg)
PTZ
Produktionstechnisches Zentrum (Spreebogen Charlottenburg)
PTZ-AMP
Erweiterung des PTZ
RDH
Rudolf-Drawe-Haus (Charlottenburg)
SG
Severin-Gelände (Charlottenburg)
SPW
Sporthallen Waldschulallee (Eichkamp)
TA
Technische Akustik (Campus Charlottenburg)
TC
Technische Chemie (Campus Charlottenburg)
TEL
ehem. Telefunkenhochhaus (Campus Charlottenburg)
TEM
Elektronenmikroskopie-Neubau (Campus Charlottenburg)
TIB
Technologie- und Innovationspark Berlin (Wedding)
TK
Thermodynamik und Kältetechnik (Campus Charlottenburg)
UB
Universitätsbibliothek (Charlottenburg)
W
Wasserbau (Campus Charlottenburg)
WF
WF, Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik (Charlottenburg)
Tabelle 19: Im Text erwähnte Abteilungen und Teams der Zentralen Universitätsverwaltung (ZUV)
Abteilung/ Team
Bezeichnung
Abteilung I
Studierendenservice
Abteilung II
Personal und Recht
Abteilung III
Finanzen
Abteilung IV
Gebäude- und Dienstemanagement
Team IV B
Hochbau
Abteilung/ Team
Bezeichnung
Team IV C
Fachtechnik
Team IV E
Flächenmanagement
Team IV G
Außendienste
Abteilung V
Forschung
Die Namen der Fakultäten entnehmen Sie bitte der Aufstellung am Anfang des Berichtes (Organisation und Kennzahlen, S. 2)
Tabelle 20: Im Text erwähnte und andere für die TU Berlin relevante rechtliche Vorschriften und deren Bezeichnungen
Bezeichnung
Vorschrift
ADR
Anlagen A und B des Europäischen Übereinkommens über
die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der
Straße (Gefahrgutvorschriften)
ArbSchG
Gesetz über die Durchführung von Maßnahmen des
Arbeitsschutzes zur Verbesserung der Sicherheit und des
Gesundheitsschutzes der Beschäftigten bei der Arbeit
ASiG
Gesetz über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere
Fachkräfte für Arbeitssicherheit
AVV
Verordnung über das Europäische Abfallverzeichnis
BetrSichV
Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der
Bereitstellung von Arbeitsmitteln und deren Benutzung bei der
Arbeit, über Sicherheit beim Betrieb überwachungsbedürftiger
Anlagen und über die Organisation des betrieblichen
Arbeitsschutzes
BImSchG
Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen
durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und
ähnliche Vorgänge
BioStoffV
Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei
Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen
CLP
Regulation on Classification, Labelling and Packaging of
Substances and Mixtures (EU-Verordnung für Gefahrstoffe)
EEWärmeG
Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im
Wärmebereich
EnEV
Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und
energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden
Bezeichnung
Vorschrift
EnEV DVO Berlin
Verordnung zur Durchführung der Energieeinsparverordnung
in Berlin
GenTSV
Verordnung über die Sicherheitsstufen und Sicherheitsm-
nahmen bei gentechnischen Arbeiten in gentechnischen Anl.
GbV
Verordnung über die Bestellung von Gefahrgutbeauftragten in
Unternehmen
GGBefG
Gesetz über die Beförderung gefährlicher Güter
GGVSEB
Verordnung über die innerstaatliche und grenzüberschreitende
Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße, mit
Eisenbahnen und auf Binnengewässern
KrWG
Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung
der umweltverträglichen Bewirtschaftung von Abfällen
IfSG
Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von
Infektionskrankheiten beim Menschen
RöV
Verordnung über den Schutz vor Schäden durch
Röntgenstrahlung
SGB
Sozialgesetzbuch
StrlSchV
Verordnung über den Schutz vor Schäden durch
ionisierenden Strahlen
TA Luft
Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft
VAwS
Verordnung über Anlagen zum Umgang mit
wassergefährdenden Stoffen
WHG
Gesetz zur Ordnung des Wasserhaushaltes
Impressum
Umweltbericht 2013 der TU Berlin 47
Impressum
Herausgeber und verantwortlich i. S. d. P.:
Der Präsident der Technischen Universität Berlin
Hr. Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach
Technische Universität Berlin
Straße des 17. Juni 135
10623 Berlin
www.tu-berlin.de/?1629
Redaktion
Technische Universität Berlin
Sicherheitstechnische Dienste und
Umweltschutz SDU
Straße des 17. Juni 135
10623 Berlin
www.arbeits-umweltschutz.tu-berlin.de
SDU@tu-berlin.de, Tel.: 030 / 314-28888
Chefredaktion:
Fr. Marianne Walther von Loebenstein
marianne.walther@tu-berlin.de
Redaktion und Kontakt:
Umweltbeauftragter,
Hr. Dr.-Ing. Jörg Romanski,
joerg.romanski@tu-berlin.de
Tel.: 030 / 314-21392
mit Unterstützung des Servicebereiches
Strategisches Controlling (SC)
Hr. Dr. Patrick Thurian
patrick.thurian@tu-berlin.de
Realisierung
Layout und Gestaltung: Romanski
Herstellung: Druckerei (DRU) der TU Berlin
gedruckt auf Recyclingpapier mit Jury
Umweltzeichen (Der Blaue Engel),
Auflage: 1000 Exemplare
Erscheinungsdatum: Dezember 2013
Verbreitung
Intern
Hochschullehrende, Geschäftsführende Direktoren und
Direktorinnen, Mitglieder des Akademischen Senats und
des Kuratoriums, Fakultäten, Fakultätsbeauftragte für
Arbeits- und Umweltschutz, Sicherheits- und Dezentrale
Umweltbeauftragte (SB-DUB), Zentrale Einrichtungen,
Universitätsbibliothek (UB), Allgemeiner Studierendenaus-
schuss (ASTA), Ausschuss für Arbeits- und Umweltschutz
(AUSA), Einzelverteilung bei Weiterbildungsveranstal-
tungen, Erstsemestertag, wiederholte Auslage im
Hauptgebäude und auf Anfrage.
Extern
Bundesweite Hochschulen, Forschungseinrichtungen und
Universitäten, HIS Hochschulentwicklung, Umweltbundes-
amt (UBA), Presseverteiler, Industrie- und Handels-
kammer und auf Anfrage, Hinweis in hochschulbezogenen
Mailinglisten sowie im Internet: www.tu-berlin.de/?29450
Bildquellennachweis
Titelbild und hinterer Umschlag: Romanski
Kleine Titelbilder von oben nach unten:
1. TU Berlin / FG Wasserreinhaltung
2. Romanski
Foto des Präsidenten: TU Berlin/Pressestelle/Ruta
Foto des Umweltbeauftragten: Romanski
Umweltleitlinien: Hauptgebäude der TU Berlin: Romanski
Bild 1, Bild 13, Bild 25, Bild 27, Bild 40, Bild 42f: Romanski
Bild 4: TU Berlin / Entrepreneurship
Bild 5: Bombardier Inc.
Bild 6: TU Berlin / SFB 1026
Bild 7: Gust / Berliner NetzwerkE
Bild 8: Ahmed Amine Chahed / kubus
Bild 9: F. Becker
Bild 10: TU Berlin / FG Wasserreinhaltung
Bild 11: TU Berlin / FG Schienenfahrzeuge
Bild 12: TU Berlin/Pressestelle/Ruta
Bild 15: TU Berlin/SDU
Bild 36f: Tietenberg
Bild 39: TU Berlin/Synofzig
Bild 45: Daejayon
Übrige Bildquellen am Bild.
Die Rechte der Logos liegen, sofern nicht anders
angegeben, bei der jeweiligen Institution
Arbeitsschutz
Umweltschutz
Gesundheitsschutz
SDU
www.arbeits-umweltschutz.tu-berlin.de