SFB 1265
Working
Paper Nr.
Nr
/
/ SFB1265 1,,,
1,,fj,I
,,,, ,l.'~,
~/,, fl"',
1
;~1111
1
11/f
'"ht, 1/~ 1/' ~1/~ ' 1/fl,
1/~,, II /r rh
Re-Figuration/ 7 r4J
von Räumen
1
Martina Löw und Hubert Knoblauch
Die Re-Figuration von Räumen
Berlin 2019
Zum Forschungsprogramm des Sonder–
forschungsbereichs "Re-Figuration von
Räumen"
Diese Working Paper Reihe wird von dem an der Technischen
Universität Berlin angesiedelten Sonderforschungsbereich 1265
Re-Figuration von Räumen herausgegeben. Alle Working Papers
können kostenfrei heruntergeladen werden unter:
www.sfb1265.de
https://depositonce.tu-berlin.de
Die SFB 1265 Working Paper Reihe dient der Veröffentlichung
erster Ergebnisse aus den laufenden Forschungsprojekten des
SFB 1265 und soll den Austausch von Ideen und den akademischen
Diskurs fördern. Mit der Veröffentlichung eines Preprints in der SFB
1265 Working Paper Reihe wird eine anschließende Publikation in
einem anderen Format nicht ausgeschlossen. Die Urheberrechte
verbleiben bei den AutorInnen. Für die Wahrung von Sperrfristen
sowie Urheber- und Verwertungsrechten Dritter sind die
AutorInnen verantwortlich.
Zitation:
ISSN:
DOI: http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-8883
AutorIn für diese Ausgabe:
Lektorat und Redaktion: Nina Elsemann und Sarah Etz
Lizenz: CC BY 4.0
E-Mail: [email protected]
Gefördert durch die Deutsche
Forschungsgemeinschaft
Sonderforschungsbereich 1265 / “Re-Figuration von Räumen”
Technische Universität Berlin - Sekretariat BH 5-1
Ernst-Reuter-Platz 1 - 10587 Berlin
Der SFB 1265 kann nicht für Fehler oder mögliche Folgen verantwortlich
gemacht werden, die sich aus der Verwendung der in diesem Working Paper
enthaltenen Informationen ergeben. Die geäußerten Ansichten und Meinungen
entsprechen ausschließlich denen der AutorInnen und spiegeln nicht unbedingt
die des SFB 1265 wider.
SFB 1265
Working
Paper
Löw, Martina/Knoblauch, Hubert (2019): Die
Re - Figuration von Räumen. Zum Forschungs–
programm des Sonderforschungsbereichs
„Re-Figuration von Räumen“. SFB 1265 Working
Paper, Nr. 1, Berlin.
Martina Löw und Hubert
Knoblauch
Die Re-Figuration von Räumen
1
Nr.
Martina Löw und Hubert Knoblauch
Die Re-Figuration von Räumen
Zum Forschungsprogramm des Sonderforschungsbereichs
„Re-Figuration von Räumen“
1
I
Die Re-Figuration von Räumen
2
Gliederung
I. Idee und Konzept
II. Die These der Re-Figuration
III. Methodologie
IV. Forschungsformate / Integration der gemeinsamen Forschung
V. Fazit
Zu den AutorInnen:
Martina Löw ist seit 2013 Professorin für Planungs- und Architektursoziologie
am Institut für Soziologie der TU Berlin. Ihre Forschungsinteressen
und -schwerpunkte liegen in den Bereichen Soziologische Theorie, Stadt-
soziologie, Raumtheorie und Kultursoziologie. Sie ist Sprecherin des SFB 1265
„Re-Figuration von Räumen“.
Hubert Knoblauch ist seit 2002 Professor für Allgemeine Soziologie am Institut
für Soziologie der TU Berlin und Sprecher des SFB 1265 „Re-Figuration von
Räumen“. Seine Forschungsinteressen liegen in den Bereichen Soziologische
Theorie, Religionssoziologie, Kommunikation und Wissen sowie qualitative
Methoden.
Die Re-Figuration von Räumen
3
Überblick
Der Sonderforschungsbereich 1265 „Re-Figuration von Räumen“ (Abk.: SFB)
zeichnet sich durch eine einmalige Konstellation in Berlin aus: Das
Zusammentreffen von Raumtheorie und kommunikativem Konstruktivismus,
eine intensive Kooperation zwischen Architektur, Planung und Sozialwissen–
schaften sowie eine auch nicht selbstverständlich sehr gute Zusammenarbeit
zwischen Geografie und Raumsoziologie. Diese Konstellation verspricht
erstens die Entwicklung innovativer raumwissenschaftlicher Methoden und
zweitens eine durch den SFB ermöglichte Entwicklung einer transdisziplinären
Raumforschung. Die Einbindung anwendungsorientierter Disziplinen lässt,
drittens, eine unmittelbare Umsetzung der Ergebnisse erwarten. Neben dem
methodischen und dem praktischen Mehrwert kann und will diese integrierte
raumwissenschaftliche Forschung darüber hinaus auch ein allgemeines Modell
der gesellschaftlichen Entwicklung bieten.
Ziel dieses Beitrags ist eine kurze Darstellung der leitenden Ideen, der grund–
legenden Methodologie und der praktisch-organisatorischen Umsetzung des
Sonderforschungsbereichs 1265 (vgl. zum theoretischen Rahmen und zur
wissenschaftlichen Fragestellung ausführlich Knoblauch/Löw 2017).
I. Idee und Konzept
Am Anfang auch eines solchen Verbundvorhabens steht immer eine Idee. In
unserem Fall ist es die Einsicht, dass die Aussage, jedes Soziale habe auch eine
räumliche Fassung, in ihrer Allgemeinheit zwar zutrifft (Löw 2001), aber die
Frage offenlässt, wie sich die unterschiedlichen gegenwärtigen Verän–
derungen sowie die damit verbundenen Verunsicherungen und Konflikte auf
ein grundlegendes gemeinsames Problem fassen lassen. Unsere Idee nun ist
es, dass diese gegenwärtigen Veränderungen, Konflikte und Ängste zentral
damit zu tun haben, wie das Verhältnis der Menschen zu ihren Räumen, die
räumliche Strukturierung sozialer Praxis verhandelt wird. Diese Idee ist mit
der These verknüpft, dass in jenen Veränderungen und Konflikten eine
gemeinsame Figur zu erkennen ist, die wir als Re-Figuration des Raumes
bezeichnen. Damit meinen wir, dass wir einerseits vielfältige Prozesse von
neuen Ordnungen des Raumes beobachten, die die Grenzen des Behältnis–
Die Re-Figuration von Räumen
4
raumes sprengen, andererseits aber auch harte Kämpfe für den Erhalt
herkömmlicher räumlicher Strukturen, wie etwa Landesgrenzen oder
kulturelle Räume. Wichtig ist dabei zum einen, dass der Raum das Medium ist,
in dem sich die Veränderung der Gesellschaft vollzieht. Deswegen bietet die
Analyse des Raums eine integrative Perspektive für die Analyse des ge–
genwärtigen Wandels sozialer Ordnung. Wichtig ist zum anderen aber auch,
dass die gesellschaftliche Aushandlung des Raumes zunehmend in Konflikten
ausgetragen wird. Deswegen haben viele Menschen das Gefühl, in Zeiten zu
leben, die unruhig, unvorhersehbar, widersprüchlich und im raschen Wandel
begriffen sind. Die Re-Figuration lässt sich als eine Folge dieser Dynamiken
erklären.
Zu den raumrelevanten Veränderungen zählen die unter dem Stichwort der
Globalisierung diskutierten weltweit gestiegenen Abhängigkeiten und Ver–
netzungen. Hier sei beispielhaft an zunehmende Mobilität, oder auch an
Menschen auf der Flucht, an die Zirkulation von Waren, Verfahren und
Technologien und an international koordinierte Kontrollstrategien erinnert.
Auch wenn die Globalisierung lange Zeit als unbezweifelbarer Prozess galt,
blicken wir mit dem Begriff der Re-Figuration auch auf die Entwicklungen, die
der Globalisierung entgegenwirken, wie Brexit, die Kündigung von Frei–
handelsabkommen durch die Trump-Regierung, aber auch auf die „Esst nur
noch lokal angebaute Produkte“-Bewegung. Solche Umbrüche in der globalen
politischen Geografie artikulieren sich in neuen Deutungs- und Machtkämpfen
um Räume, in räumlichen Imaginationen von Sicherheit und Unsicherheit
sowie auch in Öffnungs- oder vermehrt auch wieder Schließungsprozessen,
wie etwa verstärkt zu beobachtende Grenzmauerbauten.
Wenn man von gesellschaftlichen Veränderungen, Transnationalisierung und
Globalisierung spricht, blickt man auch unweigerlich auf die mediale Revolu–
tion, auf die alle Bereiche des Alltags und des Berufslebens durchziehende und
sie durchdringende Anwendung digitaler Kommunikationstechnologien. Man
denke nur an die radikale Veränderung des Raumwissens von Kindern und
Jugendlichen, die Raum nicht länger als sie selbstverständlich Umgebendes
wahrnehmen. Eine Veränderung, die sowohl für steigenden Vandalismus als
auch für den wachsenden Rückhalt populistischer und extremistischer Be–
wegungen verantwortlich gemacht wird (Heitmeyer 1996). Diese Entwicklung
ist paradoxerweise auch mit der neuen Wiederbelebung der Innenstädte
verbunden, da sich die Jugendlichen – und nicht nur sie – nun mit mobilen statt
Die Re-Figuration von Räumen
5
mit fixierten Endgeräten durch die Stadt bewegen. Hierbei werden gerne auch
lokative Medien wie zum Beispiel ‘Pokémon GO’ benutzt.
Es ist zu beobachten, dass sich die Organisation des Sozialen durch Räume
sowie die soziale Organisation von Räumen in den letzten Jahrzehnten
grundlegend verändert hat. Vor diesem Hintergrund müssen wir uns fragen:
Welche neuen räumlichen Anordnungen bringen diese Veränderungen
hervor? Wie werden verschiedene Raumanordnungen individuell und kollektiv
zueinander ins Verhältnis gebracht und welche Raumordnungen und -logiken
stehen sich konflikthaft in Gestalt welcher sozialen Gruppen entgegen?
Um diese Fragen beantworten zu können, haben wir den seit Januar 2018 von
der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Sonderforschungs–
bereich 1265 „Re-Figuration von Räumen“ als langfristiges Projekt konzipiert.
Die Langfristigkeit kommt dem untersuchten Gegenstand in hohem Maße
entgegen, leben wir doch derzeit mitten in dem Wandel, den wir untersuchen,
sodass wir einige der Weichenstellungen sozusagen in vivo und ihre Folgen
unmittelbar beobachten können. Wenn wir in den nächsten zwölf Jahren die
Fragen nach den Veränderungen der räumlichen Figurationen sukzessive
beantwortet haben, dann hoffen wir (a) auf einen synergetischen Effekt der
Untersuchungen auf die Forschung selbst. Das heißt auf die Etablierung einer
interdisziplinären Raumforschung (erstmals in einem SFB auch mit der
Integration von Architektur und Planungswissenschaften), die angemessene
Methoden für ihren Gegenstand entwickelt hat; (b) zu einem besseren
Verständnis der Konflikte und Verunsicherungen beizutragen, die wir mit der
Re-Figuration von Räumen erklären wollen und (c) schließlich auch
konstruktive Handlungsmöglichkeiten erarbeitet zu haben, um alternative
Gestaltungen öffentlicher Räume vorschlagen zu können.
Doch gerade weil Raum so grundlegend für Gesellschaften ist, wagen wir mit
dem Konzept der Re-Figuration eine umfassende gesellschaftstheoretische
Hypothese, die im Folgenden näher erläutert werden soll.
Die Re-Figuration von Räumen
6
II. Die These der Re-Figuration
Holzschnittartig vereinfacht könnte man sagen: Das klassische Modell einer
sich weltweit durchsetzenden Moderne mit ihren zentralistischen National–
staaten, befestigten und bewachten Grenzen und den darin enthaltenen
„Völkern“ steht in einer spannungshaften Beziehung zur post- oder
spätmodernen Transnationalisierung mit ihrer Entgrenzung, ihrer grenzüber–
schreitenden Mobilität und ihrem globalisierenden Polyzentrismus. Aus dieser
Spannung resultiert, so unsere These, die Re-Figuration.
Re-Figuration ist also weder eine Absage an die, um es in Anlehnung an
Norbert Elias (2003) zu sagen, Figuration der Moderne noch an die Figuration
der späten Moderne oder der Postmoderne, wie sie zum Beispiel von Zygmunt
Bauman (2003) gezeichnet wird, sondern kann als eine Dynamik bezeichnet
werden, die sich zwischen diesen beiden Modellen und den mit ihnen
verbundenen räumlichen Logiken konflikthaft entfaltet.
Im Rahmen des SFB-Verbunds haben wir die
Re-Figuration
als Schlüsselbegriff
entwickelt, um die prozesshafte und vielfach mit Konflikten verbundene
Umformung räumlicher Anordnungen und Verflechtungen, etwa seit den
späten 1960er Jahren zu fassen (vgl. Knoblauch 2017). Die zentralisierte
Figuration der westlichen Moderne mit ihrem staatsterritorial begrenzten
Raum als Container für die Nation, die sich über Jahrhunderte global
ausgebreitet hat, bildet die (vereinfacht dargestellte) historische Kontrast–
folie für unsere Idee der
Re-Figuration
. Mit ihrer Betonung des Konfliktes geht
diese Idee aber auch über die Annahme einer (ebenso historisch schon
vorbereiteten) fortschreitenden Globalisierung und Transnationalisierung
hinaus. Wir begreifen die Re-Figuration von Räumen als einen aus dieser
Spannung und den sich daraus ergebenden Konflikten und Aushandlungen
entstehenden Prozess, der nicht nur die Makrostrukturen der Wirtschaft oder
Politik betrifft, sondern der darüber hinaus durch das kommunikative Handeln
vermittelt ist und deswegen alle gesellschaftlichen Skalen erfasst und auch
das subjektive Raumwissen verändert.
Den
Metaprozess der Re-Figuration
wollen wir durch drei Teilhypothesen auf
der Ebene von
Middle-Range-Theories
näher untersuchen und bestimmen: Mit
dem Begriff der
Polykontexturalisierung
stellen wir die Hypothese auf, dass
sich zum Beispiel Körperräume, Zirkulationen, Netzwerke, Bahnen oder Orte
Die Re-Figuration von Räumen
7
im raumbezogenen Handeln neu verknüpfen, sodass im Handeln immer
häufiger und immer mehr und gegebenenfalls auch neue Raumkonstruktionen
zugleich wirksam werden. Vergleichbar zur Beschleunigung des Handelns, wie
sie etwa von Hartmut Rosa (2005) beschrieben wurde, stehen Menschen vor
der Herausforderung, unterschiedlichen Raumlogiken und Sinnrelationen
zeitgleich folgen zu müssen. Ein Beispiel aus dem Feld der Bildung, verbunden
mit den Kontrollraum-Forschungen, veranschaulicht dies: Von den 477
Schulen in Hamburg lassen bereits 350 ihren Schulhof mit Videokameras
überwachen. Die Jugendlichen kommunizieren in der Pause zugleich
territorial in Abgrenzung zu anderen Gruppen, relational zu einem externen
Kontrollraum, von dem aus sie beobachtet werden, über digitale Medien mit
Freunden außerhalb der Schule und zuweilen außerhalb des Landes. Dabei
bleibt der Schulhof, da sie oft den Stadtteil viel schlechter kennen als den
Bahnenraum des öffentlichen Nahverkehrs, ein Knoten in einem städtischen
Netzwerk (Löw 2018).
Die steigende Bedeutung von Polykontexturalität liegt ganz wesentlich, und
damit ist die zweite Leithypothese genannt, an einer
Mediatisierung
kommunikativen Handelns. Die neuen technischen Formen der Kommu–
nikation, insbesondere die Digitalisierung, führen dazu, dass Menschen
regelmäßig zugleich sowohl in verschiedenen Raumlogiken als auch virtuell
und Face-to-Face agieren. So werden etwa in den neuen digitalisierten,
integrierten Kontrollzentren die unterschiedlichsten Handlungs- und
Funktionszusammenhänge – von Videoüberwachung der Menschen über die
Bewegungen in verschiedenen Verkehrssystemen bis hin zu globalen Wetter–
entwicklungen in einem Raum koordiniert.
Mit der dritten Leithypothese der
Translokalisierung
gehen wir davon aus,
dass es zu einer Koppelung verschiedener Orte – so erscheinen beispielsweise
Berlin-Jerusalem vielen enger verkoppelt als Berlin und Potsdam – und
gleichzeitig zu einer Relevanzzunahme der Ortskonstruktion kommt, weil Orte
schlicht nicht mehr als selbstverständlich gegeben erfahren werden.
Die Re-Figuration von Räumen
8
III. Methodologie
Methodologisch verfolgt der SFB 1265 eine langfristige Zwölf-Jahres
Forschungsperspektive, welche die Re-Figuration sozusagen in
statu nascendi
beobachtet, ihre Beobachtungen daran anpasst und schließlich zu Modellen
zusammenfasst. Dabei werden sehr unterschiedliche Methoden verwendet
und zum Teil neu entwickelt, und insgesamt wird deren Vielfalt durch zwei
begriffliche Ebenen trianguliert. Zum einen legen wir mit der Konstitutions–
theorie des Raumes und dem kommunikativen Konstruktivismus zwei
grundlagentheoretische Modelle vor. Sie sollen zu einer neuen bzw.
erneuerten Sozialtheorie des Raumes entwickelt werden, die Raum allgemein
als ein wesentlich soziales Phänomen zu fassen erlaubt (vgl. Christmann 2016).
Während sich die dafür entwickelten theoretischen Begriffe ihrer Nützlichkeit
als Leitlinien der spezifischen empirischen Forschung räumlichen Wissens,
kommunikativen Handelns oder räumlicher Anordnungen erweisen müssen
und entsprechend angepasst werden sollen, dient die Re-Figuration zum
Gesamtmethodologie: Theoriegeleitete empirische Begründung
Sensitizi ng-Concept: Re- Figura tion
i i
Emp irische Daten und Methoden
i i
Emp irisch begründete Gesellschaftstheorie
der räumlich-kommunikativen
Re-F ig uration
t
Grundlagentheoretische Begriffe
der Raumkonstitution (Weiterentwicklung)
Die Re-Figuration von Räumen
9
anderen als ein
Sensitizing-Concept,
das durch die Ergebnisse der Forschung
spezifiziert, definiert und gegebenenfalls auch geändert wird.
Genauer gesagt ist die Methodologie so angelegt, dass die empirischen
Befunde dazu dienen, spezifische Ausprägungen der hypothetischen
Sensitizing-Concepts auf der mittleren Ebene zu identifizieren
, das heißt der
Translokalisierung, Mediatisierung oder Polykontexturalisierung bzw. passen-
dere oder alternative Konzepte zu entwickeln. So zielt beispielsweise das Kon-
trollraumprojekt von Hubert Knoblauch darauf, Polykontexturalisierung mit
der zunehmenden Vielfalt an unterschiedlichen Kontrollfunktionen in Verbin-
dung zu bringen, die aufgrund der zunehmenden Digitalisierung ermöglicht
werden.
Diese analytischen Konzepte werden im Rahmen einer umfassenden metho–
dologischen Strategie verfolgt, die den Ablauf des Gesamtprojektes in drei
Phasen gliedert:
In der ersten Phase konzentrieren wir uns in den fünfzehn Teilprojekten vor
allem auf das Wie, also die Bestimmung der qualitativen Merkmale der
Re-Figuration sowie auf die Grundlagen der Theoriebildung. In dieser Phase
Methodologische
Vorgehensweise (b)
Methodische Vorgehensweise (c)
1. Phase
Bestimmung der qualitativen
Merkmale der Re-Figuration
von Räumen
• Weitgehend qualitative
Methoden (außer e.g. C01, B05)
• Methodologische Reflexion
• interdisziplinärer
Methoden-Baukasten
2. Phase
Modellbildung
• Verdichten
• Vergleichen
• Generalisieren
• Integration der Methoden
• Mixed-Methods
3. Phase
Ausnahmen, konfligierende &
kontrastierende Fälle,
deviant cases
Ausbau zu prozessorientierter
Methodologie sozialwissen–
schaftlicher Raumforschung
Die Re-Figuration von Räumen
10
werden deswegen auch qualitative Methoden im Vordergrund stehen, die
besondere Anforderungen an die interdisziplinäre Kooperation stellen, auf die
wir später noch eingehen werden.
Durch Verdichtung, Vergleich und Generalisierung werden in der zweiten
Phase Modelle der Re-Figuration gebildet, die wir durch Mixed-Methods und
vermehrt standardisierte, quantifizierende Verfahren ausweiten wollen. Diese
Modelle sollen in der dritten Phase durch abweichende, deviante und
scheinbar widersprüchliche Fälle überprüft werden, für welche dann schon
eigenständige, im Rahmen des SFB entwickelte, raumwissenschaftliche
Methoden zur Verfügung stehen können.
So tragen die drei Teilhypothesen der Translokalisierung, Mediatisierung und
Polykontexturalisierung wiederum zur empirischen Begründung der Theorie
der Re-Figuration bei. Begleitet wird diese Theoriebildung, wie oben erwähnt,
nicht nur durch die grundlagentheoretische Reflexion der gemeinsamen
sozial- und raumtheoretischen Vorannahmen. Auch unsere gesellschafts–
theoretische Ausgangsthese der Re-Figuration bedarf einer Reflexion, vor
allem, weil es sich bei der Re-Figuration von Räumen um eine weltweit
relevante und stattfindende Um- und Neustrukturierung handelt. Vor dem
Hintergrund unserer Annahme, dass es zwar zu unterschiedlichen
Zeitpunkten, aber dennoch weltweit zu einer Re-Figuration von Räumen
kommt, erachten wir es als wichtig, einen ‚methodologischen Nationalismus‘
oder einen Eurozentrismus zu vermeiden. Um einer eurozentristischen
Theoriebildung entgegenzuwirken und eine ausreichend breite Fallauswahl
sicherzustellen, bewegen wir uns (a) gewissermaßen quer zur Welt und
wählen Fälle aus allen Kontinenten und den wichtigsten kulturell-religiösen
Traditionen aus. Wir gehen also nach Kenia ebenso wie nach Kanada, an die
Grenze zwischen Saudi-Arabien und den Irak ebenso wie ins Flüchtlingslager
nach Jordanien; folgen wir (b) einer dezentrierten Prozess-Logik, nehmen also
auch in den Blick, dass zum Beispiel Songdo in Südkorea wesentlich das Smart
City Verständnis in Deutschland prägt, und (c) gehen wir in einen Dialog mit
Forschenden aus nichteuropäischen und nicht-westlichen Regionen, der auch
deren methodologische und theoretische Positionen ernst nimmt und es
erlaubt, die eigenen grundlagentheoretischen wie auch gesellschafts–
theoretischen Annahmen zu relationieren.
Vor dem Hintergrund dieser methodologischen und theoretischen Über-
legungen sind die empirischen Untersuchungen der fünfzehn Teilprojekte in
Die Re-Figuration von Räumen
11
drei thematische Schwerpunktbereiche sowie ein Öffentlichkeitsarbeits–
projekt untergliedert und werden interdisziplinär von WissenschaftlerInnen
aus sechs ingenieurs- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen durchgeführt.
Schwerpunktbereiche
Jedes Teilprojekt untersucht eine oder mehrere der Teilhypothesen mit Blick
auf jeweils einen analytischen Fokus, der genau einem Projektbereich
entspricht. Ausgehend von dem prozessualen Begriff der Re-Figuration zielen
wir erstens auf Raumwissen. Darunter verstehen wir subjektives Raumerleben,
aber auch Vorstellungen, Emotionen und Affekte. Es bildet deswegen auch den
Schwerpunkt der Teilprojekte im Bereich A. Weil wir das kommunikative
Handeln als Vermittlung zwischen subjektivem Wissen und objektivierten
Figurationen ansehen, steht die Untersuchung seiner Veränderungen im
Mittelpunkt des Projektbereichs B, vor allem die digitale Mediatisierung. Der
Schwerpunkt des Projektbereichs C liegt schließlich auf den objektivierten
Prozessen, die wir unter dem Begriff der Zirkulation fassen, welche Güter,
Technologien, aber auch Menschen einschließt. Wir glauben, dass diese
analytische Einteilung ein hohes Innovationspotenzial hat, denn es fehlt etwa
fundiertes Wissen über subjektive Orientierungslosigkeit, Neuorientierung
oder Entwurzelung in Relation zur wirtschaftlichen und politischen
Re-Figuration.
Raumwissen
Projektbereich
A
Raumwissen, subjektives Erleben und
Erfahren von Raum, Raumvorstellungen,
mit dem Raum verbundene Emotionen
und Affekte
Räume der
Kommunikation
Projektbereich
B
Formen und Strukturen des
kommunikativen Handelns, incl.
Körperlicher und technischer Vermittlung
Zirkulation und
Ordnung
Projektbereich
C
Zirkulation von Menschen, Gütern und
Technologien, die Relationen herstellen
und damit zur Ordnungsbildung beitragen
Die Re-Figuration von Räumen
12
RAUMWISSEN
Geographische Imaginationen: Sicherheit und Unsicherheit im Generationenvergleich
Ilse Helbrecht, Geographisches Institut, HU Berlin
Bildung: Raumwissen von Kindern und Jugendlichen in der Planung
Angela Million, Institut für Stadt- und Regionalplanung, TU Berlin
Waren und Wissen: Raumwissen von Konsumenten und Produzenten
Nina Baur, Institut für Soziologie, TU Berlin / Elmar Kulke, Geographisches Institut, HU Berlin
Architekturen des Asyls: Aneignungsprozesse in Flüchtlingsunterkünften
Philipp Misselwitz, Institut für Architektur, TU Berlin
Biographien der Mittelschichten: Raumbezüge im Wandel des Lebens
Gunter Weidenhaus, Institut für Soziologie, TU Berlin
RÄUME DER KOMMUNIKATION
Digitale städtebauliche Planungen: Planerisches Handeln und materiell-physische Anordnungen
Gabriela B. Christmann, Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) Erkner
Zentren der Koordination: Die Polykontexturalisierung von Macht in Kontrollräumen
Hubert Knoblauch, Institut für Soziologie, TU Berlin
Smart Cities: Alltagshandlungen in digitalisierten Lebensräumen
Martina Löw, Institut für Soziologie, TU Berlin / Jörg Stollmann, Institut für Architektur, TU Berlin
Lokative Medien: Inklusion und Exklusion in öffentlichen Räumen
Ingo Schulz-Schaeffer, Institut für Soziologie, TU Berlin
Translokale Netzwerke: Öffentlichkeit im Social Web
Barbara Pfetsch, Institut für Publizistik & Kommunikationswissenschaft, FU Berlin
Annie Waldherr, Institut für Kommunikationswissenschaft, WWU Münster
ZIRKULATION UND ORDNUNG
Die Grenzen der Welt: Prozesse von De- und Rebordering in globaler Perspektive
Steffen Mau, Institut für Sozialwissenschaften, HU Berlin
Nichtregierungsorganisationen: Strategien räumlicher Ordnungsbildung
Johanna Hoerning, Institut für Soziologie, TU Berlin
Doing Mini-publics: Translokalisierung von Politik
Jan-Peter Voß, Institut für Soziologie, TU Berlin
Die Welt in meiner Straße: Ressourcen und Netzwerke von Stadtbewohner/-innen
Talja Blokland, Institut für Sozialwissenschaften, HU Berlin
KUNSTFORSCHUNG
Raummigration und Tourismus
Stefanie Bürkle, Institut für Architektur, TU Berlin
////
A01
A02
A03
A04
A05
////
B01
B02
B03
B04
B05
////
C01
C02
C03
C04
////
Ö
Übersicht über die 15 Teilprojekte des SFB
Die Re-Figuration von Räumen
13
IV. Forschungsformate / Integration der gemeinsamen Forschung
Aus diesen methodologischen Überlegungen und Schwerpunktbereichen
ergeben sich spezifische organisatorische Formate zur Integration der
gemeinsamen Forschung. Die drei Projektbereiche stellen durch gemeinsame
Arbeitstreffen, Workshops, Onlineplattformen und Tandems bereits ein erstes
Forschungsformat dar.
Neben den dafür tragenden drei analytischen Kategorien, welche die drei
Säulen des SFB darstellen, überschneiden sich die Teilprojekte aber auch
hinsichtlich einer Reihe anderer gesellschaftlich relevanter Themen, wie
Sicherheit, deren zweigeschlechtliche Codierung, Migration, soziale Un–
gleichheit und Macht.
Diese Querschnittsthemen wollen wir im Laufe der nächsten Jahre quer zu den
drei Projektbereichen verfolgen. Ein Beispiel hierfür ist das Verhältnis von
geplantem und angeeignetem Raum, dem sich mehrere Teilprojekte widmen,
was aber bislang weitgehend in getrennten Disziplinen bearbeitet wurde.
Ebenso anzuführen ist das Querschnittsthema „Gender“, das uns durchgängig
zentral erscheint, weshalb wir es in allen Projekten verfolgen wollen.
Während wir die Formen und Aktivitäten der Querschnittsgruppen bewusst
offen gestalten wollen – sie können von regelmäßigen Treffen über gemein–
same Tagungen bis zu Vortragsreihen und Veröffentlichungen reichen -, sollen
die zentralen theoretischen und methodologischen Anliegen durch stärker
strukturierte Formate erreicht werden.
Querschnittsgruppen
AOl A02 A03 A04 A05 I 80 1 802 803 804 805 eo, C02 C03 C04 ö
QG 01 • • • •
Geplanter & angeeigneter Raum
QG 02 • • • •
Planungsprozesse & -verfahren
QG 03 • • . , • •
Öffentlichkeit
QG 04 • • .,
• •
soziale Ungleichheit, Inklusion & Exklusion
QG 05 • • • • • •
Sicherheit, Kontrolle & Macht
QG 06 • • • • • •
Migration & Mobillilät
QG 07 • • • • •
Versch ränkunge n von Raum & Zeit
Die Re-Figuration von Räumen
14
Formate der Zusammenarbeit
Dazu gehören gängige Veranstaltungsformate wie die bewährten Plenen,
Jahrestagungen, interne Tagungen und Workshops sowie das integrierte
Graduiertenkolleg. Um unsere besonderen Ziele zu erreichen, haben wir aber
auch innovative Formate entwickelt. So wird das Öffentlichkeitsprojekt zum
Thema „Raummigration und Tourismus“ durch seine forschende Orientierung
an der Entwicklung des Re-Figurationsbegriffs beteiligt. In seinem besonderen
Beitrag einer künstlerischen Erforschung des SFB-Themas sollen die
Fragestellungen und Antworten des SFB zudem in eine ästhetische Form
gebracht und der breiten Öffentlichkeit einen auch sinnlich nachvollziehbaren
Zugang ermöglichen.
Für die so entscheidende interdisziplinäre Entwicklung raumwissenschaft–
licher Methoden haben wir zwei SFB-spezifische Formen entwickelt. In
Anbetracht der Vielfalt der am SFB 1265 beteiligten Disziplinen – von der
Architektur, über Geografie und Planung bis zur Soziologie, Medien- und
SFB-Plenen
• Methodisch-theoretische Veranstaltungsreihen
• Internationale Jahrestagungen
• Interne Tagungen
Theorie-Tandem
1 - Raumkonstitution
2 - Polykontexturalisierung
3 - Translokalisierung
4 - Re-Figuration
Workshops
• Projektbereiche
• Querschnittsgruppen
• Teilprojekte
Öffentlichkeitsprojekt
• Künstlerisches
Forschen
• Wissenstransfer
• Innovative Dar–
stellungsform der
Re-Figuration
Integriertes Graduiertenkolleg (MGK)
Methoden-Lab/Wissenschaftsethnografin
• Methoden-Wissens-Transfer
• Koordination der interdisziplinären Forschung
• Methoden-Innovation (integrierte Raummethoden)
• Fortentwicklung der Archivierung sozialwissenschaftlicher Daten
Die Re-Figuration von Räumen
15
Kommunikationswissenschaft – stellt uns die Unterschiedlichkeit der dis–
ziplinären Methoden vor besondere Herausforderungen. Ihre Vielfalt birgt
aber auch ein enormes innovatives Potenzial für die Schaffung eigenständiger
raumwissenschaftlicher Methoden über die Differenzen von Disziplinen,
qualitativ und quantitativ, angewandt und grundlagentheoretisch, numerisch,
sprachlich und visuell-kartografisch hinweg. Zur Erarbeitung derartiger
integrierter, raumwissenschaftlicher Methoden dient zum einen das vom SFB
eingerichtete Methoden-Lab, das auf der Arbeit einer schon vor Beginn des
Verbundprojektes sehr aktiven Methodengruppe aufbaut (Baur et al. 2014).
Das Methoden-Lab wird von einer Wissenssoziologin betreut und koordiniert,
die zugleich eine besondere Weise der Wissenschaftsethnografie betreibt. Sie
wird einerseits die Methoden beobachten, die in den verschiedenen Pro–
jekten und Disziplinen zur Anwendung kommen. Durch die Unterstützung
eines methodischen Wissenstransfers in die Projekte bzw. zwischen den
Projekten wird sie andererseits die Entwicklung der gemeinsamen Methoden
vorantreiben. Die damit zusammenhängende Integration spezifischer
empirischer Methoden der Raumforschung bildet einen zentralen Mehrwert
des Sonderforschungsbereichs, der auch zur Etablierung einer inter–
disziplinären sozialwissenschaftlichen Raumforschung beitragen soll.
Um die zentrale theoretisch-analytische Arbeit an den Hypothesen voran–
zutreiben, haben wir zum anderen ein weiteres innovatives Format
übernommen: Das Theorietandem, das aus zwei Projektleitenden besteht, die
über die Dauer eines Jahres die empirischen Beiträge zu Polykontexturali-
sierung, Translokalisierung oder Re-Figuration aufnehmen, theoretisch
reflektieren und weiterentwickeln.
V. Fazit
In den letzten Jahrzehnten haben viele Menschen weltweit darüber
nachgedacht, Zeit nicht mehr in einer Entwicklungslogik, also beispielsweise
nicht mehr Entwicklungsländer und Linearität, zu denken. Mit diesem SFB
können wir dazu beitragen, Raum nicht länger auf ein herumlungerndes,
starres, zu eroberndes und zu schützendes homogenes Gebilde zu verengen,
sondern als komplexe Konstitutionsleistung zu begreifen, die in den letzten
Jahren eine besondere Bedeutung angenommen und eine neue Form
Die Re-Figuration von Räumen
16
gefunden hat, die wir als Re-Figuration untersuchen. Wir können nicht
versprechen, dass die Welt durch den SFB schöner und gerechter wird
(obwohl wir das erwarten), aber wir können noch ungenutzte theoretische
und empirische Potenziale aus Raumanalysen schöpfen, die bislang als
Spezialaufgabe auf einzelne Disziplinen beschränkt wurden. Unter dem Dach
des Re-Figurationskonzeptes können die Raumanalysen eine Antwort auf die
Frage ermöglichen: In welcher Gesellschaft leben wir heute?
Die Re-Figuration von Räumen
17
Literatur
Bauman, Zygmunt (2003):
Flüchtige Moderne
. Frankfurt am Main: Suhrkamp.
Baur, Nina/Hering, Linda/Raschke, Anna Laura/Thierbach, Cornelia (2014):
Theory and Methods in Spatial Analysis. Towards Integrating
Qualitative, Quantitative and Cartographic Approaches in the Social
Sciences and Humanities.
Historical Social Research/Historische
Sozialforschung, Jg. 39, Nr. 2, S. 7-50.
Christmann, Gabriela (Hg.) (2016):
Zur kommunikativen Konstruktion von
Räumen: Theoretische Konzepte und empirische Analysen
. (Theorie und
Praxis der Diskursforschung). Wiesbaden: Springer VS.
Elias, Norbert (2003):
Figuration.
In: Schäfers, Bernhard (Hg.): Grundbegriffe
der Soziologie. Stuttgart: Leske+Budrich, S. 88–91.
Heitmeyer, Wilhelm (1996):
Die gefährliche Zerstückelung von Zeit und Raum.
Zu den Folgen wachsender sozialer Desintegration
. In: Frankfurter
Rundschau, 26. September, S. 18.
Knoblauch, Hubert/Löw, Martina (2017):
On the Spatial Re-Figuration of the
Social World
. In: Sociologica, Nr. 2/2017. Online unter: DOI:
10.2383/88197 (zuletzt aufgerufen: 05. August 2019).
Knoblauch, Hubert (2017):
Die Refiguration der Moderne
. In: Ders.: Die
kommunikative Konstruktion der Wirklichkeit. Wiesbaden: Springer, S.
381-399.
Löw, Martina (2018):
Die konflikthafte Re-Figuration von Räumen in der späten
Moderne. In: Vom Raum aus die Stadt denken. Grundlagen einer
raumtheoretischen Stadtsoziologie
. Bielefeld: transcript, S. 47-60.
Rosa, Hartmut (2005):
Beschleunigung: Die Veränderung der Zeitstrukturen in
der Moderne
. Frankfurt am Main: Suhrkamp.
Technische Universität Berlin
SFB 1265
mail [email protected]
web https://sfb1265.de
SFB 1265
Working
Paper Nr.
ISSN:
DOI:
Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft
/
i>F<i
-n, Freie Universität ----wwu
-- MÜNSTER
/ SFB1265 1,,,
1,,fj,I
,,,, ,l.'~,
• 11,'-';;~111111/f
~;,,,,,~ 'IIJ/J,lft W$/;i01 ,, 1w1,
'7., r;;ll{I r %' 1/1 ~,
Re-Figuration/ r4
von Räumen
,,,,..s Leibniz-Institut für
, 1 R S Raumbezogcnc Sozialforschung
1
http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-8883