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[en] (orig)
Universität Ulm | 89069 Ulm | Germany Fakultät für
Ingenieurwissenschaften,
Informatik und
Psychologie
Institut für Datenbanken
und Informationssysteme
Konzeption und Realisierung einer
Web-Plattform zur Unterstützung von
Diabetes-Patienten
Masterarbeit an der Universität Ulm
Vorgelegt von:
Helga Lösch
Gutachter:
Prof. Dr. Manfred Reichert
Dr. Rüdiger Pryss
Betreuer:
Dr. Rüdiger Pryss
2018
Fassung 5. Oktober 2018
c
2018 Helga Lösch
This work is licensed under the Creative Commons. Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0
License. To view a copy of this license, visit http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/
or send a letter to Creative Commons, 543 Howard Street, 5th Floor, San Francisco, California,
94105, USA.
Satz: PDF-L
A
TEX2ε
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1
1.1 Motivation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1
1.2 Ziele dieser Arbeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1
1.3 Aufbau der Arbeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
2 Hintergrundinformationen 3
2.1 Diabetes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
2.1.1 Typ I . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
2.1.2 Typ II . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
2.1.3 Gestinationsdiabetes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
2.2 Track-Your-Plattformen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
2.3 Track Your Tinnitus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
2.4 Verwandte Arbeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
2.4.1 mySugr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
2.4.2 DiabetesConnect . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
2.4.3 TK-DiabetesTagebuch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
3 Anforderungsanalyse 13
3.1 Unregistrierte Besucher . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
3.2 User: Patienten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
3.3 User: Experten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
4 Verwendete Technologien 17
4.1 Angular 6 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
4.1.1 TypeScript . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
4.2 Bootstrap . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
4.3 Sass . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
4.4 ng2-charts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
4.5 API . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
4.5.1 Die 3 Säulen der API . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
v
Inhaltsverzeichnis
4.5.2 Funktionsvoraussetzungen API . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
5 Architektur der Anwendung 23
5.1 API-Calls . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
5.2 Lokale Speicherung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
5.3 Schedule der Fragebögen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
6 Ausgewählte Aspekte der Implementierung 27
6.1 Vorstellung der Anwendung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
6.1.1 Patient . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
6.1.2 Experte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
6.1.3 Generelle Profileinstellungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33
6.2 Abgleich der Anforderungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36
7 Zusammenfassung 39
7.1 Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39
7.2 Ausblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
vi
1
Einleitung
1.1 Motivation
„Diabetes tötet: Eine Person alle acht Sekunden, 4 Millionen Menschen pro Jahr.“ [
1
] im
Hinblick auf dramatische Schlagzeilen und Studienergebnisse wird die aktive Behandlung
für unsere Gesellschaft immer bedeutsamer. Die Anzahl der Diabetiker weltweit steigt
brisant an, während 2014 etwa 425 Millionen Menschen an Diabetes leiden, waren es
1980 nur 108 Millionen [
2
]. Die Zahl der Erkrankten hat sich somit in lediglich 34 Jahren
nahezu vervierfacht. Dadurch wird eine Hilfestellung benötigt, welche es ermöglicht eine
maximale Anzahl an Betroffenen anhand von minimalem Aufwand zu erreichen und
ihnen eine hilfreiche Stütze zu bieten. Oft kann hier bereits mir vermeindlich kleinen
Hilfestellungen sehr viel geändert und vielen Betroffenen geholfen werden.
1.2 Ziele dieser Arbeit
Ziel dieser Arbeit ist es eine Applikation zu entwickeln, welche Patienten als auch
Experten im Umgang mit Diabetes unterstützt. Sie sollen den Patienten Möglichkeiten
bieten ihre Symptome direkt, wenn sie eintreten, zu erfassen. Dies vermeidet eine
lange Zeitspanne zwischen dem Eintreten des Symptoms und der Aufzeichnungen von
Merkmalen wie Stärke und Dauer. Vergeht zu viel Zeit erinnern sich die Betroffenen oft
verfälscht und die Daten werden dadurch ebenfalls fehlerhaft.
1
1 Einleitung
1.3 Aufbau der Arbeit
Die Thesis besteht aus 7 Kapiteln, in diesem Kapitel wird eine kleine Einleitung gegeben,
Ziele der Arbeit zusammengefasst sowie der Aufbau der Arbeit beschrieben. Daraufhin
folgen Hintergrundinformationen über die verschiedenen Diabetes Typen, die Track-Your
Plattformen und weitere verwandte Arbeiten. In Kapitel 3 folgt eine Anforderungsanalyse
sowie eine Erläuterung der verwendeten Technologien in Kapitel 4. Kapitel 5 erklärt die
Architektur der Anwendung. Das 6. Kapitel ergänzt das Gesamtbild um ausgewählte
Aspekte der Implementierung, hier wird die Anwendung vorgestellt sowie ein Abgleich
der geforderten und der gelieferten Funktionen. Abschließend folgt in Kapitel 7 eine
Zusammenfassung sowie ein Ausblick.
2
2
Hintergrundinformationen
In diesem Kapitel werden die Hintergrundinformationen für die TrackYourDiabetes Appli-
kation aufgearbeitet. Sowohl medizinische, wie psychologische Aspekte wurden beach-
tet, um die Bedürfnisse der User möglichst exakt kennenzulernen. Abgeschlossen wird
dieses Kapitel mit der Vorstellung bereits existenter Applikation für Diabetes.
2.1 Diabetes
Diabetes ist die Kurzform für „Diabetes mellitus“ diese Bezeichnung stammt aus der
Antike und bedeutet so viel wie „honigsüßer Durchfluss“. Zu dieser Zeit konnten Ärzte
Erkrankte anhand von starkem Durst, übermäßigem Harndrang mit einem auffallend
süß schmeckenden Harn erkannt werden [3], [S.1] [4].
Diabetes mellitus ist ein Überbegriff für eine Stoffwechselkrankheit, welche in
verschiedene Typen unterteilt wird. Am weitesten verbreitet sind hierbei Typ I und
Typ II Diabetes. Unabhängig des Diabetes Typen führt die Erkrankung zu erhöhten
Blutzuckerwerten.
3
2 Hintergrundinformationen
2.1.1 Typ I
Typ I Diabetes wird immunologisch vermittelt, der Betroffene kann kein körpereigenes
Insulin bilden, die Ursachen der Typ I Diabetes sind nach wie vor nicht genau bekannt,
daher gilt Typ I als idiopathisch [
4
]. Ebenfalls ist Diabetes Typ I nicht heilbar, die Patienten
sind darauf angewiesen ihr Leben lang Insulin zu spritzen. Die Diagnose erhalten die
meisten Betroffenen im Kindes- oder Jugendalter [5].
2.1.2 Typ II
Typ II Diabetes entsteht meist „schleichend“, die Körperzellen verlieren an Empfindlich-
keit für Insulin bis hin zur Insulinresistenz. Zudem verfallen die Insulin produzierenden
Zellen in eine Art Erschöpfungszustand, da sie jahrelang zu viel Insulin produziert haben
und allmählich nicht mehr genug bereitstellen können, für den erhöhten Insulinbedarf.
Die stärksten Verursacher für Typ II Diabetes sind Bewegungsmangel sowie Überge-
wicht, eine erbliche Veranlagung spielt ebenfalls eine Ursache. Typ II Diabetes wird oft
auch „Altersdiabetes“ genannt, das Alter bei der Diagnose verringert sich allerdings
immer weiter, so das inzwischen bereits viele Jugendliche unter Typ II Diabetes leiden [
5
].
Bei der Therapie von Typ II Diabetes ist vor allem viel Bewegung, eine gesun-
de Ernährung und normales Körpergewicht von höher Wichtigkeit. Dadurch wird die
Empfindlichkeit der Körperzellen wieder verbessert und der Insulinbedarf kann so
gesenkt werden. Oft kann hier bereits mit einer Umstellung der Gewohnheiten des
Betroffenen sehr viel erreicht werden. Erst, wenn diese Maßnahmen keine Wirkung
zeigen, wird mit Medikamenten gearbeitet, das Spritzen von Insulin wird vermieden,
solange es möglich ist mit anderen Mitteln zu therapieren [5].
4
2.1 Diabetes
2.1.3 Gestinationsdiabetes
Gestinationsdiabetes mellitus (GDM) ist auch unter dem Namen Schwangerschafts-
diabetes bekannt. Lange Zeit wurde angenommen, GDM ist zeitlich begrenzt auf die
Dauer der Schwangerschaft, 1964 wurde jedoch erstmals belegt das für Betroffene von
GDM das Risiko für eine spätere Diabetesentwicklung deutlich erhöht ist. Vor allem
übergewichtige Schwangere sowie Normalgewichtige, welche während der Schwan-
gerschaft stark zu nehmen, tragen das Risiko von Schwangerschaftsdiabetes [S.2][
6
].
In der Schwangerschaft werden Hormone vom Körper produziert, durch welche es zu
erheblichen Veränderungen im Stoffwechsel kommt, des Weiteren kommt es zu einer
zunehmenden Insulinresistenz und damit zu einer etwa 4-fach erhöhten Insulinsekretion
[S.7][6].
GDM entwickelt sich meist ab der 20. Schwangerschaftswoche, 4 von 100 Schwangeren
sind betroffen, allerdings ist auch hier die Tendenz steigend. Unabhängig davon, dass
GDM nach der Geburt verschwindet, muss die Krankheit dringend behandelt werden,
sie löst bei der Schwangeren keine direkten Beschwerden aus, kann jedoch negativen
Auswirkungen auf das ungeborene Kind haben. Bei GDM ist eine Therapie durch Ernäh-
rungsumstellung und viel Bewegung an der frischen Luft sowie speziellen Formen von
Schwangerschaftsgymnastik in den meisten Fällen ausreichend, nur selten ist es nötig,
bis zu dem Ende der Schwangerschaft Insulin zu verabreichen [7].
5
2 Hintergrundinformationen
2.2 Track-Your-Plattformen
Die Track Your Plattformen unterstützen die Patienten bei der Erfassung der exakten
Daten und Einflussfaktoren ihrer Krankheit. Einander ergänzend gibt es jeweils eine
Smartphone App und eine Webversion, um dem Patienten die Datenerfassung so
einfach und angenehm wie möglich zu gestalten. Den Betroffenen wird somit die
Möglichkeit geboten, jederzeit und überall ihre Daten zu erfassen. Oft sind die Thera-
piemöglichkeiten breit gefächert und es dauert sehr lang bis Arzt und Patient die richtige
Methode finden, anhand der Daten, welche über die Track Your Plattformen gesammelt
und ausgewertet werden, ist es möglich die vorhandenen Therapiemöglichkeiten
besser zu bewerten und zu analysieren, welche für den Patienten hilfreich sind sowie
individuelle und auf die Symptome angepasste Therapiemöglichkeiten zu finden [8][9].
Anhand der TrackYourTinnitus Plattform werden verschieden Forschungsarbei-
ten erstellt sowie Designstudien durchgeführt, die grundlegenden Prinzipien und
Erkenntnisse aus dieser Forschung können auf andere chronische Erkrankungen
übertragen und angewendet werden. Dies bietet eine vielversprechende Perspektive für
das Management von Störungen und klinische Forschung [9].
Nach dem Vorbild und anhand der Erkenntnisse der TrackYourTinnitus Plattform wurden
weitere Plattformen wie Stress-Tracking, Hearing für altersbedingten Hörverlust sowie
die während dieser Arbeit entwickelte TrackYourDiabetes Plattform entwickelt.
6
2.3 Track Your Tinnitus
2.3 Track Your Tinnitus
Bei Tinnitus handelt es sich um die Phantom-Wahrnehmung von einem Ton ohne einen
entsprechenden externen Ton. Tinnitus ist eine häufige Störung die eine signifikante
Morbidität verursacht [10].
Da viele Symptome von neuropsychischen Störungen wie Tinnitus subjektiv
sind und im Laufe der Zeit variieren, werden Patienten üblicherweise in Interviews und
anhand von Selbstbewertungsfragebögen aufgefordert, ihre Symptome mit Schwere
und Dauer, retrospektiv zu melden.
Bislang gibt es keine Behandlung, welche die Tinnituswahrnehmung zuverlässig
reduziert. Mit TrackYourTinnitus konnte nachgewiesen werden, dass eine Diskrepanz
zwischen der prospektiven Bewertung der Symptomvariablität und dem retrospektiven
Bericht gibt. Der Mobile Selbsthilfeservice TrackYourTinnitus ermöglicht es Patienten
bequem ihre Symptome prospektiv zu erfassen, während oder kurz, nachdem sie aufge-
treten sind, so wird eine genauere Diagnose sowie Erfassung des Tinnitussubtypens
und eine individuellere Behandlung ermöglicht [11][12][9].
Je weniger über eine Störung wie beispielsweise Tinnitus bekannt ist, umso
wichtiger ist es den Betroffenen, das neue Erkenntnisse und Möglichkeiten gesammelt
werden. Dadurch und durch das „Bring your own device“ Prinzip, welches eine einfache
Integration in den Alltag sowie das Erfassen der Daten im richtigen Moment und unter
Berücksichtigung der beeinflussenden Umweltfaktoren ermöglicht, bieten Plattformen
wie TrackYourTinnitus eine wertvolle Möglichkeit eine große Menge an Daten exakter
und mit hoher Kosteneffizienz zu erfassen.
Durch das „Bring your own device“ Prinzip kann jeder sein eigenes Smartphone
unterwegs nutzen, um Daten zu erfassen. Dadurch hat sich eine Möglichkeit zum
Vergleich zwischen Android und iOS Usern geboten.
7
2 Hintergrundinformationen
Das Ergebnis dieser Auswertung zeigt, das Android User signifikant älter waren und
auch über eine deutlich länger Dauer des Tinnitus berichteten. Allerdings sind mehr
Evaluationen nötig, um nachvollziehen zu können wie Smartphones die Datenerfassung
über chronische Krankheiten beeinflussen [13][9].
Mit dem mobilen Feedbackservice wurde ein weiterer Komponente der TrackY-
ourTinnitus Plattform bereitgestellt. Durch diesen mobilen Service soll dem Patienten
geholfen werden, den Tinnitus zu entmystifizieren und ihn dadurch besser kontrollieren
zu können, mit dieser Hilfestellung soll die Bewältigung des Tinnitus erleichtert werden.
Eindeutig erkennbar war die Motivation der User solche neuen Serviceangebote zu
nutzen. Dennoch ist es äußerst wichtig weitere Anreize und Funktionen zu entwickeln,
um die Motivation der User noch weiter zu steigern, um noch effektivere Daten sammeln
zu können. Um den Usern ein besseres Feedback bieten zu können, arbeiten Medizin
Experten und Forscher an neuen Algorithmen um Patienten Daten automatisch auszu-
werten. In den kommenden Jahren werden Crowd Sensing Dienste immer wichtiger um
große und ökologisch valide Daten, im Kontext der klinischen Forschung, zu sammeln [
9
].
Anhand einer Querschnittsstudie mit 658 TrackYourTinnitus Usern wurde auf-
grund vorherrschender Unklarheiten untersucht, wie Tinnituslautheit zu Tinnitusdistress
führt. Betrachtet wurde die vermittelnde Rolle des emotionalen Zustands „Stresslevel“
sowie der beiden Komponenten des emotionalen Zustands „Erregung“ und „Valenz“.
Stress vermittelte die Beziehung zwischen Tinnituslautheit und Tinnitusbeschwerden
in einem einfachen Mediationsmodell und sogar in einem multiplen Mediationsmodell,
wenn Erregung und Wertigkeit konstant gehalten wurden. Bei konstant gehaltener
Wertigkeit vermittelte Erregung die Loudness-Distress-Beziehung, allerdings nicht bei
Valenz- und Stresskontrolle. Valenz fungierte als Vermittler bei der Erregungskontrolle
und sogar bei konstanter Erregung und Stress. Der direkte Effekt der Tinnituslautheit
auf Tinnitusdistress blieb in allen Modellen signifikant. Diese Studie zeigt, dass
emotionale Zustände den Prozess, wie sich Tinnituslautheit auf Tinnitusdistress auswirkt,
beeinflussen. Es konnte gezeigt werden, dass der vermittelnde Einfluss der emotionalen
Valenz wenigstens so stark ist wie der des Stress [14].
8
2.3 Track Your Tinnitus
Durch eine Datensammlung von 857 Freiwilligen, welche von April 2014 bis Februar 2016
die App nutzten, konnte viele Auswertungen gemacht werden. Vor allem konnte gezeigt
werden, dass die regelmäßige Nutzung der TrackYourTinnitus-App keinen signifikanten
negativen Einfluss auf die Wahrnehmung der Tinnituslautheit und des Tinnitusdistress
hat. Die TrackYourTinnitus-App kann daher als sicheres Instrument zur longitudinalen
Erfassung der Tinnituswahrnehmung im Alltag des Patienten vorgeschlagen werden
[10].
Einfluss Faktor Stress
Vor allem bei Stress, welcher über einen langen Zeitraum hinweg anhält, sowie
chronischem Stress konnte ein negativer Einfluss auf chronische Krankheiten oder
sogar das Entstehen dieser Krankheit festgestellt werden.
Durch verschiedene Achtsamkeitsübungen kann Stress mit großem Erfolg redu-
ziert werden. Eine gute Möglichkeit ergibt sich durch achtsames Gehen, der ansonsten
automatisierte Prozess wird in dieser Übung bewusst wahrgenommen und angewiesen
[
15
]. Bewusstes Gehen ist vergleichbar mit einer Meditation, diese konzentriert statt auf
den Gang auf das bewusste Wahrnehmen des automatisierten Prozesses atmen. Um
diese Übung möglichst vielen Patienten einfach zugänglich zu machen, wurde „mindful
walking“ entwickelt.
9
2 Hintergrundinformationen
Mindful walking
Mit mindful walking wurde eine mobile Applikation entwickelt, welche den Pati-
enten zu diesem bewussten Gehen anleitet. Zunächst wird der User angewiesen, 5
Minuten in seiner gewöhnlichen Geschwindigkeit zu gehen. Die Geschwindigkeit wird
über die Sensoren der Apple Watch gemessen, nach 5 Minuten ertönt ein akustisches
Signal und der User sieht seine durchschnittliche Laufgeschwindigkeit. Nun kann
entschieden werden, ob die Laufgeschwindigkeit während der Übung um 10%, 25%,
50% oder 75% reduziert wird. Der User wird durch die Anweisungen der Applikation
dazu gebracht bewusst wahrzunehmen, wie man einen Fuß anhebt, diesen ein wenig
nach vorne bewegt und ihn wiederum auf dem Boden platziert, er achtet bewusst
darauf das die Ferse zuerst auf den Boden sowie die Gewichtsverlagerung des eigenen
Körpers auf den vorderen Fuß, während die Ferse des hinteren Fußes sich vom
Boden abhebt und die Zehen weiterhin den Boden berühren. Läuft der User zu schnell,
bekommt er ein haptisches Feedback in Form einer Vibration. Die Übung kann jederzeit
abgebrochen werden, die Durchführungsdauer sollte allerdings wenigstens 15 Minuten
sei [
15
]. Mit dieser Applikation wird den User das bewusste Laufen vereinfacht und sie
bekommt Echtzeit Feedback. Die Übungen sind einfach und überall ausführbar, so ist es
eine wertvolle Möglichkeit den Stresslevel zu senken und zu kontrollieren.
2.4 Verwandte Arbeiten
2.4.1 mySugr
Mit der mySugr App wird dem User eine Möglichkeit geboten Blutzuckerwerte, Insulin,
Medikamente und Kohlenhydrate zu tracken und zu dokumentieren. Ein großer Vorteil
der App besteht in personalisierten Eingabemasken. Anhand der eingegebenen Daten
schätzt die App den aktuellen HbA1c des Users ab und bietet ihm so eine Möglichkeit
die Erfolge oder Misserfolge direkt einzuschätzen. Des weiteren werden viele zusätzliche
Funktionen wie ein individueller Plan für Intervallfasten geboten.
10
2.4 Verwandte Arbeiten
2.4.2 DiabetesConnect
DiabetesConnect hilft den Usern eine Diabetes Dokumentation, mit wenigen Klicks,
zu erstellen. Mit DiabetesConnect können Daten wie Blutzucker, Mahlzeiten, Insulin,
Medikamente und vieles mehr gesammelt und verwaltet werden. Wird eine Funktion
nicht benötigt, kann diese ausgeblendet werden, dadurch wird die Übersichtlichkeit
deutlich verbessert und auf den User individuell abgestimmt.
Die Werte können auf mehreren Geräten gesammelt und synchronisiert wer-
den. Im Web können Daten exportiert und ausgewertet werden.
Die Daten können ebenfalls als PDF exportiert werden, um sie besser mit dem
behandelnden Arzt durchzugehen.
Anhand von Grafiken und Statistiken wird dem User eine übersichtliche Darstel-
lung geboten.
11
2 Hintergrundinformationen
2.4.3 TK-DiabetesTagebuch
Die Techniker Krankenkasse stellt für ihren Kunden ein Diabetestagebuch in Form
einer App zur Verfügung. Um einen optimalen Service zu erhalten wird vorgeschlagen
die App, mit weiteren digitalen Serviceangeboten der Techniker Krankenkasse im
Ernährungs- sowie Bewegungsbereich, zu verbinden. Als Besonderheit der App wird
angegeben, dass die Blutzuckerwerte nicht mehr per Hand eingetragen werden müssen,
sondern direkt vom Messgerät an das verbundene Smartphone gesendet werden.
Neben den Blutzuckerwerten können Zeitpunkt und Datum der Messung, verabreichte
Insulinmenge, eingenommene Medikamente und der Ernährungszustand (vor dem
Essen, nach dem Essen, nüchtern) gespeichert werden.
Des Weiteren bietet die App einen Export der gesammelten Daten per PDF so-
wie eine Erinnerungsfunktion für die anstehenden Messungen.
Die Daten werden über Jahre hinweg ordentlich gespeichert und ausgewertet,
so können auch Fehler in der Therapie leichter aufgedeckt und angepasst werden.
12
3
Anforderungsanalyse
In diesem Kapitel werden die Anforderungen, welche an das TrackYourDiabetes-System
gestellt werden beschrieben.
Es gibt 3 verschiedene Bereiche für Besucher, welche nicht eingeloggt sind, eingeloggte
Patienten sowie eingeloggte Experten.
13
3 Anforderungsanalyse
3.1 Unregistrierte Besucher
1. About-Bereich
Hier werden generelle Informationen über das TrackYourDiabetes System bereitgestellt.
2. Impressum
Bereitstellung von Informationen über die Betreiber des TrackYourDiabetes System
sowie der Verwendung und Verarbeitung der auf die Plattform gespeicherten Daten.
3. Login
Anhand der Eingabe von E-Mail-Adresse und Kennwort kann der User sich in das
System einloggen.
Nach dem ersten Einloggen ins System:
Zunächst muss eine diverse Anzahl
an demografischen Fragebögen ausgefüllt werden. Nach der Ausfüllung dieser
Fragebögen werden dem User die restlichen Funktionen freigegeben.
4. Registrieren
Erstellen eines Accounts mit dem Versand einer Bestätigungsmail anhand von Eingabe
der folgenden Parameter:
1. Benutzername
2. E-Mail Adresse
3. Kennwort
14
3.2 User: Patienten
3.2 User: Patienten
1. Aktivitäten der letzten Woche
2. Fragebögen
Ausfüllen verschiedener Fragebögen (demografisch sowie multiple) zur Erfassung
der Diabetessituation. Bereitstellung der Fragebögen anhand des vorgegebenen
Zeitplans der API.
3. Ergebnisse demografisch
Grafische Anzeige und Auswertung der Ergebnisse der demografischen Fragebö-
gen.
4. Ergebnisse wiederkehrenden
Grafische Anzeige und Auswertung der Ergebnisse der wiederkehrenden
Fragebögen.
5. Experten Feedback
Anzeige des erhaltenen Experten Feedbacks.
6. Studien
Funktion, welche es dem Patienten ermöglicht eine Studie zu verlassen sowie
daran teilzunehmen.
15
3 Anforderungsanalyse
3.3 User: Experten
1. Patientenübersicht
Anzeige einer Übersicht von allen Patienten.
2. Patienteninformationen
Detailanzeige für einzelne Patienten.
3. Feedbacks
Anlegen von Feedbacks für Patienten.
4. Nachrichten
Versenden von Nachrichten an Patienten.
16
4
Verwendete Technologien
Um TrackYourDiabetes umzusetzen, wurden verschiedene aktuelle Technologien ver-
wendet. In diesem Kapitel werden sie erläutert.
4.1 Angular 6
Für die Umsetzung der Arbeit wurde Angular 6 als Framework gewählt.
Begonnen wurde die Umsetzung zunächst in Angular 4. Durch einige Vorteile der
neuen Version und um die Applikation aktuell zu halten, wurde der Code noch einmal
überarbeitet und auf Angular 6 upgedatet. Der Unterschied in der Umsetzung ist vor
allem in der Verwendung des HttpClient anstelle von Http auffällig.
Der HttpClient gibt automatisch JSON-Objekte zurück, somit sieht der Aufruf einer
GET-Methode nun so aus:
1constructor(private http: HttpClient) {
2this.http.get(’http://api/data’)
3.subscribe(response => console.log(response));
4}
Zuvor musste die RXJS map Method importiert und die Antwort als JSON geparst
werden:
17
4 Verwendete Technologien
1import ’rxjs/add/operator/map’;
2// more code
3constructor(private http: HttpClient) {
4this.http.get(’http://my.api/data’)
5.map((response: any) => response.json())
6.subscribe(response => console.log(response));
7}
Bei Angular handelt es sich um ein Open-Source-SPA-Framework, welches von Google
publiziert wird [
16
]. Angular wurde vollständig in TypeScript entwickelt [
17
], daher wurde
auch für TrackYourDiabetes zusammen mit dem Angular Framework TypeScript sowie
HTML genutzt.
4.1.1 TypeScript
Bei TypeScript handelt es sich um eine JavaScript Erweiterung, so kann bestehender
JavaScript Code jederzeit mit TypeScript umgesetzt werden. Zusätzliche Möglichkeit,
welche durch TypeScript geboten werden sind unter anderem Klassen, Interfaces und
Module. Der Einsatz von TypeScript lohnt sich vor allem für größere Projekte sehr, da der
Quellcode dadurch deutlich übersichtlicher gestaltet und besser nachvollzogen werden
kann [18].
18
4.2 Bootstrap
4.2 Bootstrap
Bei Bootstrap handelt es sich um ein opensource mobile-first Toolkit mit welchem unter
Verwendung von HTML, CSS und JavaScript einfach und schnell Lernbar responsive
Internetseiten erstellt werden können. In diesem Bereich ist Bootstrap das beliebteste
Framework. Um die Seiten immer optimal anzupassen, basieren Bootstrap Seiten
auf einem responsive Grid-System, dieses wird je nach Bildschirmgröße automatisch
angepasst. Zusätzlich wird dem Entwickler eine komplette Bibliothek an User-Interface-
Komponenten und den dafür benötigten JavaScripts geboten, des Weiteren unterstützt
Bootstrap die Verwendung von Sass Variablen und Mixins sowie weitere nützliche
Funktionen [19].
4.3 Sass
Bei Sass handelt es sich um einen CSS-Präprozessor, dadurch wird CSS um Variablen,
Funktionen und Mixins ergänzt.
Die Verwendung von CSS wird so stark vereinfacht und deutlich übersichtlicher [20].
Variablen
Die Verwendung von Variablen ermöglicht es dem Programmierer Variablen für
alle CSS Elemente einzusetzen, so können beispielsweise einfache Namen wie
„light-green anstelle von komplexen Farbcodes eingesetzt werden. Auch Änderungen
sind so deutlich einfacher, da wiederkehrende Werte wie Farben, Abstände oder
Schriftgrößen nur noch bei der Definition der Variable geändert werden müssen statt
jedes Element einzeln zu editieren [21].
19
4 Verwendete Technologien
Funktionen
Funktionen bieten dem Programmierer die Möglichkeit, Regeln zu definieren
und so besonders schnell und einfache CSS Regeln auf einzelne Objekte oder ganze
Listen zu übertragen. Ein Loop biete beispielsweise die Möglichkeit Regeln auf alle
Element einer Liste anzuwenden [22].
Mixins
Mixins ermöglichen es ein gesamtes Regelset zu erstellen, diese Regelsets
können danach in andere Objekte eingegliedert werden [20].
4.4 ng2-charts
Für eine ansprechende grafische Auswertung, der gesammelten Daten, wurde ng2-
charts verwendet. Hierbei handelt es sich um eine charting library, welche dem Ent-
wickler vielseitig Optionen sowohl in der Wahl der Art des Diagramms als auch in der
spezifischen Anpassung bietet. Die Charts sind sehr übersichtlich und für den User
leicht verständlich. Einen weiteren Vorteil bieten die ng2-charts durch ihre Responsivität,
so passen sie sich automatisch an die Größe des verwendeten Geräts an und bleiben
ästhetisch und übersichtlich. Durch die Darstellung mittels HTML 5 Canvas arbeiten die
Charts mit einer hohe Rendering-Performanz sowie einer stabilen Darstellung in allen
modernen Browsern. Die Basis der ng2-charts bietet Chart.js [23] [24].
20
4.5 API
4.5 API
Bei einer API (Application Programming Interface) handelt es sich um eine Schnittstelle,
welche den Entwicklern zur Verfügung gestellt wird, um auf Funktionen einer Anwendung
zugreifen zu können [25].
Die API gibt vor, wie die Daten empfangen und ausgegeben werden. Daher ge-
hört zu jeder API eine Dokumentation, welche alle Funktionen und deren Parameter
veranschaulicht.
Für die Wartbarkeit einer mobilen Applikation ist das Design der verwendeten
API maßgebend.
Die API muss zum einen die häufigen Updates der mobilen Betriebssysteme berück-
sichtigen, genauso ist es von hoher Wichtigkeit den hohen Bedarf der medizinischen
Fachkreise, bestehende Features zu ändern oder neue hinzuzufügen, zu beachten[
26
].
Eine ordnungsgemäße Benutzerverwaltung ist die Basis, welche die API bereit-
stellen muss. An zweiter Stelle gibt es eine Verwaltung der Meldungen, hierbei
handelt es sich um ein JOIN-Feature zwischen der API und der mobilen Anwendung.
Jeder Datensatz, welcher von den Bewertungsfragebögen gespeichert und an die
API übergeben wird, hat ein Feld, das den Zeitstempel speichert, wann der User
benachrichtigt wurde[26].
4.5.1 Die 3 Säulen der API
Das Laravel Framework bildet die Grundlage für die Umsetzung der API.
Die API ist komplett in dem REST Architekturstil realisiert.
Der Datenaustausch zwischen Anwendung und API findet mittels JSON statt [26].
21
4 Verwendete Technologien
4.5.2 Funktionsvoraussetzungen API
Folgende Funktionsvoraussetzungen wurden für die API festgelegt:
User Management:
Möglichkeit der Userregistrierung sowie Änderung der persönlichen
Daten [26].
Study Management:
Möglichkeit User einer Studie hinzuzufügen ebenso wie
die Entfernung bestimmter User von einer Studie [26].
Export Management:
Möglichkeit Daten als CSV Datei zu exportieren (für User
sowie Experten) [26].
Sensor Management:
Möglichkeit Daten, welche über Fragebögen erfasst wur-
den, mit Sensordaten anzureichern sowie die Option bestimmte Sensoren und die
Datenfreigabe als Voraussetzung für eine Studie festzulegen [26].
Fragebogen Management:
Möglichkeit das User Registrierungs- und Bewer-
tungsfragebögen ausfüllen können, das Ausfüllen der Registrierungsfragebögen
muss Voraussetzung sein für das Ausfüllen der Bewertungsbögen, die verschiedenen
Benachrichtigungen, die Studien sowie die Sensorenmessungen [26].
Daten Visualisierungs Feedback Management:
Möglichkeit das Fachkräfte
des Gesundheitswesen den Usern Feedback geben können sowie die Möglichkeit
Regeln hinzuzufügen, welche Userfeedback auf Basis der Daten des User oder auf
Basis der Daten aller Usern ermitteln [26].
22
5
Architektur der Anwendung
In diesem Kapitel werden wichtige Bauteile der Entwicklung von TrackYourDiabetes
betrachtet und erklärt.
5.1 API-Calls
Über die API findet jegliche Form von Datenaustausch statt, sowohl die Abfragung sowie
die Hinterlegung verschiedener Daten auf dem Server wird über diese gesteuert. Diese
Abfragen nennen sich API-Calls. Ausgeführt werden die Calls über eine URN mittels
HTTP Methoden. Die verwendeten HTTP Methoden werden im Folgenden erläutert:
GET
Die GET-Methode fordert die benötigten Daten vom Server an. Über die URL
wird identifiziert, welche Daten zurückgesendet werden sollen [27].
23
5 Architektur der Anwendung
POST
Die vom User eingegebenen Daten werden mittels POST an den Server ver-
schickt, hier übermittelt die URN lediglich, welche Routine auf dem Server für die
Verarbeitung der Daten verwendet werden soll. Die Daten werden bei der POST-Methode
nicht im Header, sondern im Body versendet, dadurch wird die Versendung von großen
Datenmengen ermöglicht [27].
PATCH
Durch die PATCH-Methode erhält der User die Möglichkeit bereits eingespei-
chert Daten auf dem Server zu ändern. Mit der gesendeten URI werden die Daten,
welche geändert werden sollen identifiziert [27].
DELETE
Die DELETE-Methode ermöglicht es dem User, Daten vom Server zu löschen.
Auch eine Löschung mit zeitlicher Verzögerung ist möglich, der Server bestätigt
zumindest die Annahme der Request [27].
Authentifizierung
Mittels der Login Methode kann der User sich authentifizieren, er erhält von der
API einen Token zugewiesen, welcher eine konkrete Zeitspanne nutzbar ist und danach
automatisch gesperrt wird. Dieser generierte Token wird bei jedem Aufruf, welcher User-
oder Expertenrechte benötigt, mit der URI mitgeschickt, in dem „?token=xyz“ anhängt
wird, xyz steht für die Variable, unter welcher der Token abgelegt wird.
24
5.2 Lokale Speicherung
5.2 Lokale Speicherung
Über den localstorage werden einige Daten lokal für die Dauer einer Session gespeichert.
Zunächst wird der Token und Benutzername im lokalen Speicher abgelegt, um diese
jederzeit einfach abrufen zu können und so zu prüfen, ob die vom User gewählte Route
mit seinen Rechten gestattet ist.
Des Weiteren wurde ein Quiz Model erstellt, dieses Model bildet alle zum Spei-
chern eines Fragebogens benötigten Daten, nach Vorgabe der API, ab. Dadurch
ist es möglich die Eingaben der User, während der Ausfüllung eines Fragebogens,
zwischenzuspeichern. Auf diese Weise wurde eine Navigation, welche eine Vorwärts-
sowie Rückwertsnavigation, innerhalb eines Fragebogens erlaubt entwickelt. Diese
greift anhand des Quiz Models auf die zwischen gespeicherten Antwortdaten zu.
5.3 Schedule der Fragebögen
Der Schedule ist jedem Fragebogen beigefügt und wird mittels der API abgefragt. Aus
diesem Schedule ist ersichtlich, ob es sich um einen multiplen oder einen demografi-
schen Fragebogen handelt. Wurde der Fragebogen als multiple deklariert, kann über den
Schedule ebenfalls abgefragt werden, in welchem zeitlichen Abstand der Fragebogen
den Usern präsentiert werden soll.
In einer zweiten API-Abfrage wird geprüft, ob und wann der User den Fragebogen zuletzt
ausgefüllt hat. Durch den Abgleich und die Auswertung dieser zwei Datensätze werden
dem User die richtigen Fragebögen jeweils zur richtigen Zeit angezeigt.
25
6
Ausgewählte Aspekte der
Implementierung
Dieses Kapitel beschreibt wichtige Aspekte der Implementierung, zunächst wurde durch
ein vereinfachtes Flussdiagramm der Ablauf verdeutlich (siehe Abbildung 6.1).
Abbildung 6.1: Vereinfachtes Flussdiagramm TrackYourDiabetes
27
6 Ausgewählte Aspekte der Implementierung
6.1 Vorstellung der Anwendung
Zu Beginn muss der User sich an anhand der Eingabe seiner E-Mail-Adresse und
Passwort einloggen. Handelt es sich bei dem User um einen Experten, muss die
vorgegebene Checkbox markiert werden (siehe Abbildung 6.2).
Abbildung 6.2: Login Bereich
6.1.1 Patient
Nach dem Einloggen wird bei einem Patienten zu nächst geprüft, bei welchen Studien
er teilnimmt und ob alle demografischen Fragebögen ausgefüllt wurden.
Ist dies nicht der Fall wird der Patient direkt zur Ausfüllungsoberfläche, des demografi-
schen Fragebogen, weitergeleitet. Wurden alle demografische Fragebögen ausgefüllt
gelangt der Nutzer zu seinem Profil (siehe Abbildung 6.3).
28
6.1 Vorstellung der Anwendung
Abbildung 6.3: Patienten Profil: Übersicht
Menüpunkt Erklärung
Studien
Möglichkeit sich zu einer Studie an oder ab zu melden, grafische
Unterscheidung: bereits angemeldete Studien werden in schwarzem
Feld dargestellt, Studien an welchen der Nutzer nicht teilnimmt in
einem blauen (siehe Abbildung 6.4)
Fragebogen aus-
füllen
Hier werden alle Fragebögen angezeigt, welche dem User, laut Zeit-
plan, zum Ausfüllen zur Verfügung stehen (siehe Abbildung 6.5)
Letzte Aktivitäten
Hier findet der User eine tabellarische Auflistung seiner letzten Aktivi-
täten
Experten Feed-
back
Es werden alle vorhandenen Feedbacks, in Form von Kacheln, darge-
stellt. Mit ein Klick auf die gewünschte Kachel wird dem Nutzenden
das Feedback angezeigt (siehe Abbildung 6.6).
29
6 Ausgewählte Aspekte der Implementierung
Ergebnisse der
Fragebögen
Hier findet der User eine Auflistung aller verfügbaren Fragebögen,
durch klicken auf den entsprenden Button werden die Ergebnisse
eingeblendet (siehe Abbildung 6.7).
Abbildung 6.4: Patienten Profil: Studien Übersicht
Abbildung 6.5: Patienten Profil: Fragebogen Übersicht
30
6.1 Vorstellung der Anwendung
Abbildung 6.6: Patienten Profil: Feedback Übersicht
Abbildung 6.7: Patienten Profil: Fragebögen Ergebnisse Übersicht
31
6 Ausgewählte Aspekte der Implementierung
6.1.2 Experte
Der Experte gelangt, im Vergleich zum Patienten, nach dem einloggen sofort zu seinem
Profil (siehe Abbildung 6.8).
Abbildung 6.8: Experten Profil: Übersicht
Menüpunkt Erklärung
Patientenübersicht
Die Patientenübersicht bietet eine Auflistung aller Teilnehmer, aller
Studien, tabellarisch gelistet unter Angabe von UserID, E-Mail-Adresse,
Vorname, Nachname und Benutzername. Am Ende jeder Tabellenzeile
befindet sich ein kleines i Icon, wird dieses aktiviert, wird der Experte
auf ein kleines Patientenprofil geleitet. Hier sieht er ein weiteres Mal
die Basisangaben und alle Fragebögen, welche der Patient bereits
beantwortet hat. Wählt der Experte einen dieser Fragebägen aus,
werden ihm grafische Auswertungen der Patientenantworten gezeigt
(siehe Abbildung 6.9).
32
6.1 Vorstellung der Anwendung
Studien verwal-
ten
Es wird einer Übersicht aller Studien, welche dem Experten zur Verfü-
gung stehen, gezeigt. Jede Studie hat verschiedene Bearbeitungsmög-
lichkeiten. Es gibt die Möglichkeit die Studie zu bearbeiten, zu löschen,
Teilnehmer zu einzusehen und gegebenen falls zu entfernen sowie
Kollaborateure hinzuzufügen oder zu entfernen (siehe Abbildung 6.10).
Feedback anle-
gen
Der Experte sieht alle, für ihn relevanten, Fragebögen. Für jeden Fra-
gebogen hat er die Möglichkeit ein Feedback für diesen Fragebogen
zu erstellen, zu bearbeiten, zu deaktivieren und zu löschen (siehe
Abbildung 6.11)
Nachricht senden Eine Übersicht über alle Themen und unglesene sowie gelesene Nach-
richten. Durch betätigen des "NEUES THEMA"Button kann ein neues
Thema angelegt werden (siehe Abbildung 6.12). Wird ein bestimmtes
Thema angeklickt, hat der User die Möglichkeit eine Nachricht zu ver-
fassen, Teilnehmer hinzuzufügen oder wieder zu entfernen sowie das
Thema zu löschen (siehe Abbildung 6.13).
FAQ Hier wird eine Übersicht aller FAQ angezeigt.
6.1.3 Generelle Profileinstellungen
Unabhängig von der User Rolle als Expert oder Patient, haben alle die Möglichkeit
einige ihrer Daten zu ändern, dafür steht in der Profil Leiste der Benutzername und ein
kleiner Pfeil, durch die Anwahl öffnet sich ein Fenster, welches dem User die Möglichkeit
der Passwortänderung sowie der Profilbearbeitung bietet (siehe Abbildung 6.14). In
beiden Fällen öffnet sich durch die Aktivierung eine Seite, mit Eingabefeldern für die
Änderungen.
33
6 Ausgewählte Aspekte der Implementierung
Abbildung 6.9: Experten Profil: Detailansicht Patient
Abbildung 6.10: Experten Profil: Studien Übersicht
Abbildung 6.11: Experten Profil: Feedback Übersicht
34
6.1 Vorstellung der Anwendung
Abbildung 6.12:
Experten Profil: Alle Themen und Übersicht über ungelesene sowie
gelesene Nachrichten
Abbildung 6.13: Experten Profil: Themen Detail Ansicht
Abbildung 6.14: Profil / Passwort ändern
35
6 Ausgewählte Aspekte der Implementierung
6.2 Abgleich der Anforderungen
In diesem Kapitel werden die Anforderungen aus Kapitel 3 mit der entwickelten TrackY-
ourDiabetes Web Applikation verglichen. In der tabellarischen Darstellung wird schnell
ersichtlich, dass alle Anforderungen, welche an die Entwicklung von TrackYourDiabetes
gestellt wurden, erfüllt wurden. Neben den geforderten Funktionen wurden ein paar
weiter umgesetzt, um den Usern eine möglichst einfache und intuitive Nutzung zu bieten.
Anforderung Erfüllt
3 Ansicht Ebenen (Experten, Patienten, Unregistrierte) X
Demografische Fragebögen nach einloggen X
Letzte Aktivitäten X
Fragebögen ausfüllen X
Grafische Ausarbeitung der Ergebnisse (demografisch und
wiederkehrende)
X
Studien teilnehmen und verlassen X
Experten Feedback anzeigen X
Patientenübersicht X
Detailansicht der Patienten X
Feedback anlegen X
Nachrichten senden X
36
6.2 Abgleich der Anforderungen
"About"Seite X
Impressum Seite X
Neben den offiziellen Anforderungen wurden folgende Punkte realisiert:
Anforderung Erfüllt
Studien Management (Kollaborateure hinzu-
fügen und entfernen, Studie updaten und
löschen)
X
Grafische Auswertung Patientendetails X
Profildaten ändern X
Passwort ändern X
37
7
Zusammenfassung
Abschließend wird in diesem Kapitel eine Zusammenfassung über die wichtigsten Punkte
dieser Arbeit sowie ein Ausblick zu der behandelten Thematik vorgestellt.
7.1 Zusammenfassung
Während dieser Thesis wurde eine Applikation, welche die Patienten in dem Umgang
mit verschiedenen Typen von Diabetes unterstützen soll, entwickelt. Des Weiteren bietet
sie eine Hilfestellung in der Kommunikation und dem Feedback zwischen Experten und
Patienten.
Um ein umfassendes Verständnis über die Krankheit, Betroffene, deren Thera-
pie und vor allem die Bedürfnisse der betroffenen Patienten und Experten zu erhalten,
habe ich mich zunächst in die medizinischen Grundkenntnisse der Diabetes und der
Behandlungsmethoden eingearbeitet. Ebenfalls spielten hier psychologische Erkennt-
nisse der Diabetes Forschung eine wichtige Rolle. Um besser auf die Bedürfnisse
der Patienten und Experten eingehen zu können, habe ich mir einige bereits existen-
te Applikation in diesem Fachbereich angeschaut, diese wurden in Kapitel 2.3 vorgestellt.
39
7 Zusammenfassung
Anschließend wurden im Hauptteil, mit Hilfe möglichst neuer und innovativer Techniken,
die geforderten Funktionen der TrackYourDiabetes Applikation umgesetzt und zum Teil
erweitert.
Im Laufe dieser Thesis ist eine voll funktionsfähige Angular 6 Applikation entstanden,
welche es den Patienten ermöglicht, die Symptome einfach und während oder kurz
nachdem sie auftreten, in Verbindung mit den äußeren Umständen, zu erfassen. Auf-
grund der erfassten Fragebögen bietet die Applikation eine wichtige Hilfestellung bei der
Wahl der richtigen Behandlungsmethoden, ebenso erleichtert sie die Kommunikation
zwischen Experte und Patient und bietet durch die grafische Auswertung der Ergebnisse
eine übersichtliche sowie einfach verständliche Zusammenfassung über Entwicklung
und Verlauf der Krankheit.
7.2 Ausblick
Die verwandte TrackYourTinnitus Applikation wurde wie in Kapitel 2.2 beschrieben
umfänglich validiert und bietet eine große Hilfestellung im Umgang mit der Krankheit.
Gleich verhält es sich bei der TrackYourDiabetes Applikation, durch den Mehrwert und
die exakten Daten kann den Patienten schneller und präziser geholfen werden. Mit einem
Blick in die Zukunft werden solche Applikationen zunehmend von Bedeutung sein, zum
einen hat der Patient so seine Daten eigenständig, jederzeit im Blick und zur Verfügung
und zum anderen kann schnell und zeitsparend Hilfe und Feedback angefordert werden,
da die Fahrt und Wartezeit bei dem Experten vor Ort entfällt.
Die Möglichkeiten diese Applikation weiter auszubauen schätze ich als sehr hoch ein,
durch die sich stetig verbessernde Sensorentechnik bietet sich in naher Zukunft eine
intensivere Kopplung mit neuster Sensorentechnik besonders an. Des weiteren wäre
eine Gamifizierung der Applikation durch verschiedene Levels und andere Reize sehr
gut denkbar. Dadurch würde sich eine gute Möglichkeit bieten, die Patienten noch stärker
für den richtigen Umgang mit ihrer Krankheit sowie das Unterlassen von schädlichen
Aktionen, zu motivieren.
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43
Abbildungsverzeichnis
6.1 Vereinfachtes Flussdiagramm TrackYourDiabetes . . . . . . . . . . . . . . 27
6.2 Login Bereich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
6.3 Patienten Profil: Übersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29
6.4 Patienten Profil: Studien Übersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
6.5 Patienten Profil: Fragebogen Übersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
6.6 Patienten Profil: Feedback Übersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
6.7 Patienten Profil: Fragebögen Ergebnisse Übersicht . . . . . . . . . . . . . 31
6.8 Experten Profil: Übersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
6.9 Experten Profil: Detailansicht Patient . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34
6.10 Experten Profil: Studien Übersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34
6.11 Experten Profil: Feedback Übersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34
6.12
Experten Profil: Alle Themen und Übersicht über ungelesene sowie gele-
sene Nachrichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35
6.13 Experten Profil: Themen Detail Ansicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35
6.14 Profil / Passwort ändern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35
45
Name: Helga Lösch Matrikelnummer: 788396
Erklärung
Ich erkläre, dass ich die Arbeit selbstständig verfasst und keine anderen als die angege-
benen Quellen und Hilfsmittel verwendet habe.
Ulm,den .............................................................................
Helga Lösch