Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Informatik
Institut für Datenbanken und Informationssysteme
Bachelorarbeit
im Studiengang Medieninformatik
Usability-Konzept für die Fehlerbehandlung
von mobilen Prozess-Aktivitäten
vorgelegt von
Ekaterina Speda
September 2015
1. Gutachter Prof. Dr. Manfred Reichert
Betreuer: Rüdiger Pryss
Matrikelnummer 735284
Arbeit vorgelegt am: 25.09.2015
ii
Kurzfassung
Es gewinnt heutzutage immer mehr an Bedeutung, mobile Endgeräte und neue elektronische
Kommunikationstechnologien zur Verbesserung der Geschäftsabläufe einzusetzen. Man muss
aber damit rechnen, dass die Ausführung der Prozess-Aktivitäten auf Smartphones zu unter-
schiedlichen Fehlern führen kann. Der Benutzer sollte hierbei über das auftretende Problem
und den Lösungsweg rechtzeitig informiert werden.
Im schlimmsten Fall kann ein mobiler User komplett ausfallen, zum Beispiel wegen fehlender
Netzwerkverbindung oder bei leerem Akku. Um den Geschäftsvorgang nicht abzubrechen, wäre
es denkbar, Aktivitäten an andere verfügbare berechtigte Nutzer weiterzureichen. Dazu wurde
an der Universität Ulm ein umfassendes Konzept zur Delegation entwickelt. Die vorliegende
Bachelorarbeit soll dabei zur Unterstützung dienen.
Im Rahmen der Arbeit wurde ein Usability-Konzept entworfen, das die Fehlerbehandlung von
mobilen Prozess-Aktivitäten, inklusive die Delegationsprinzipien, widerspiegelt. In Anlehnung
an die Design Guidelines der drei Betriebssysteme (Android 5.0, iOS 8 und Windows Phone 8)
ergaben sich einige Fehlermeldungen. Usability-Kriterien wie gute Lesbarkeit, Verständlichkeit
und Benutzerfreundlichkeit standen bei der Erarbeitung der Benachrichtigungen im Mittel-
punkt. Darüber hinaus wurde die Thematik bezüglich Barrierefreiheit angerissen.
iii
iv
Eigenständigkeitserklärung
Hiermit versichere ich, dass ich die vorliegende Arbeit selbständig verfasst und keine anderen
als die angegebenen Hilfsmittel verwendet habe. Sinngemäÿe Übernahmen aus anderen Werken
sind als solche kenntlich gemacht und mit genauer Quellenangabe (auch aus elektronischen
Medien) versehen.
Ulm, den 25.09.2015 Ekaterina Speda
v
vi
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
1.1. Problemstellung.................................... 1
1.2. ZielederArbeit.................................... 2
1.3. Aufbau der Bachelorarbeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
2. Anforderungen 5
3. Design Guidelines 7
3.1. Android5.0...................................... 7
3.2. iOS8.......................................... 10
3.3. WindowsPhone8................................... 12
4. Entwurf der Fehlermeldungen 17
4.1. PaperPrototyping .................................. 17
4.2. Dialogbeschreibung.................................. 19
4.2.1. Worklist-View................................. 19
4.2.2. Execution-View................................ 24
4.3. Dialogstrukturdiagramme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29
5. Umfrage 33
5.1. ZielderUmfrage ................................... 33
5.2. AufbauderUmfrage ................................. 33
5.3. ErgebnissederUmfrage ............................... 35
5.3.1. Auswertung.................................. 35
5.3.2. Kommentare der Befragten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37
6. Verbesserungspotential 43
6.1. Verbesserungsvorschläge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43
6.2. VerbesserteMockups................................. 44
7. Fazit 47
A. Anhang 49
A.1.Handskizzen...................................... 49
A.1.1. "Low battery"-Fehlermeldung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
A.1.2. "Lost network connection"-Fehlermeldung . . . . . . . . . . . . . . . . . 54
A.1.3. "Undened user location"-Fehlermeldung . . . . . . . . . . . . . . . . . 59
A.1.4. "Instant shutdown"-Fehlermeldung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65
A.1.5. "Time limit"-Fehlermeldung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70
A.2.ElektronischeMockups................................ 73
A.2.1.Ausgangsdialoge ............................... 73
A.2.2. "Lost network connection"-Fehlermeldung . . . . . . . . . . . . . . . . . 75
A.2.3. "Undened user location"-Fehlermeldung . . . . . . . . . . . . . . . . . 79
vii
Inhaltsverzeichnis
A.2.4. "Instant shutdown"-Fehlermeldung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 83
A.2.5. "Time limit"-Fehlermeldung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88
A.3. Auswertungen der Umfrage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91
A.4. Inhalt der beigelegten CD . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 122
viii
Abbildungsverzeichnis
1.1. Anwendungsfälle für mobile Delegations- und Backup-Services während der Aus-
führung,Quelle:[PMR14] .............................. 2
3.1. Aufbau einer Fehlermeldung - Android . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
3.2. Ein negatives Beispiel für eine Android-Fehlermeldung . . . . . . . . . . . . . . 9
3.3. Ein Beispiel für ein iOS Action Sheet mit mehreren Auswahlmöglichkeiten . . . 10
3.4. Windows Phone 8 Dialogfelder, Quelle: [Cora] . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
4.1. Skizze des "Task Selection"-Dialogs und der "Low battery"-Fehlermeldung in
derWorklist-View .................................. 18
4.2. Skizze des "Task Delegation"-Dialogs und der "Critical low battery"-
Fehlermeldung in der Execution-View . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
4.3. Dialog "Task Selection" - Android, iOS, Windows Phone . . . . . . . . . . . . . 19
4.4. Dialog "Low battery" während der Aufgabenauswahl - Android, iOS, Windows
Phone ......................................... 20
4.5. Dialog "Task Execution" - Android, iOS, Windows Phone . . . . . . . . . . . . 21
4.6. Dialog "Low battery" während der Aufgabenausführung - Android, iOS, Win-
dowsPhone...................................... 22
4.7. Dialog "Task Delegation" - Android, iOS, Windows Phone . . . . . . . . . . . . 23
4.8. Dialog "Low battery" während der Aufgabendelegation - Android, iOS, Windows
Phone ......................................... 23
4.9. Bestätigungsdialog "Low battery" während der Aufgabendelegation - Android,
iOS,WindowsPhone................................. 24
4.10. Dialog "Task Execution" - Android, iOS, Windows Phone . . . . . . . . . . . . 25
4.11. Dialog "Low battery" während der Aufgabenausführung - Android, iOS, Win-
dowsPhone...................................... 25
4.12. Dialog "Low battery" während der Aufgabenausführung - Android, iOS, Win-
dowsPhone...................................... 26
4.13. Dialog "Critical low battery" während der Aufgabenausführung - Android, iOS,
WindowsPhone.................................... 27
4.14. Dialog "Task Delegation" - Android, iOS, Windows Phone . . . . . . . . . . . . 27
4.15. Dialog "Low battery" während der Aufgabendelegation - Android, iOS, Windows
Phone ......................................... 28
4.16. Dialog "Critical low battery" während der Aufgabendelegation - Android, iOS,
WindowsPhone.................................... 29
4.17. Dialogstrukturdiagramm "Low battery" - Worklist-View . . . . . . . . . . . . . 30
4.18. Dialogstrukturdiagramm "Low battery" - Execution-View . . . . . . . . . . . . 31
5.1. Dialog der Aufgabenauswahl und dazugehörige Fehlermeldung "Low battery" . 34
5.2. Dialog der Aufgabendelegation und dazugehörige Fehlermeldung "Low battery" 34
5.3. Fragen bezüglich der "Low battery"-Fehlermeldung während der Aufgabenauswahl 35
5.4. Auswertung zur allgemeinen Frage über das Alter der Teilnehmer . . . . . . . . 35
5.5. Auswertung zur allgemeinen Frage über das meist benutzte Betriebssystem . . 36
ix
Abbildungsverzeichnis
5.6. Auswertung zur allgemeinen Frage über das Befolgen der Fehlermeldungen . . . 36
5.7. Auswertung zur Frage über die Textlänge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37
5.8. Auswertung zur Frage über die Fortschrittsspeicherung . . . . . . . . . . . . . . 37
5.9. Verbesserungsvorschläge zur "Low battery"-Fehlermeldung während der Aufga-
benauswahl in der Worklist-View . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38
5.10. Verbesserungsvorschläge zur "Low battery"-Fehlermeldung während der Aufga-
benausführung in der Worklist-View . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39
5.11. Verbesserungsvorschläge zur "Low battery"-Fehlermeldung während der Aufga-
bendelegation in der Worklist-View . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
5.12. Verbesserungsvorschläge zur "Low battery"-Fehlermeldung (2. Stufe) während
der Aufgabenausführung in der Execution-View . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
5.13. Verbesserungsvorschläge zur "Critical low battery"-Fehlermeldung (3. Stufe)
während der Aufgabenausführung in der Execution-View . . . . . . . . . . . . . 41
5.14. Verbesserungsvorschläge zur "Low battery"-Fehlermeldung (1. Stufe) während
der Aufgabendelegation in der Execution-View . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42
5.15. Verbesserungsvorschläge zur "Critical low battery"-Fehlermeldung (2. Stufe)
während der Aufgabendelegation in der Execution-View . . . . . . . . . . . . . 42
6.1. Verbesserungsvorschlag zu der "Low battery"-Fehlermeldung während der Auf-
gabenausführung in der Ausführungsansicht: Vorher (links) und nachher (rechts)
-Android ....................................... 44
6.2. Verbesserungsvorschlag zu der "Low battery"-Fehlermeldung während der Auf-
gabenausführung in der Arbeitslistenansicht: Vorher (links) und nachher (rechts)
-Android ....................................... 44
6.3. Vorherige "Low battery"-Fehlermeldung während der Aufgabendelegation in der
Arbeitslistenansicht - Android . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45
6.4. Verbesserte "Low battery"-Fehlermeldung während der Aufgabendelegation in
der Arbeitslistenansicht - Android . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45
A.1. "Low battery"-Fehlermeldung während der Aufgabenauswahl in der Worklist-View 49
A.2. "Low battery"-Fehlermeldung während der Aufgabenauführung in der Worklist-
View.......................................... 50
A.3. "Low battery"-Fehlermeldung während der Aufgabendelegation in der Worklist-
View.......................................... 51
A.4. "Low battery"-Fehlermeldung während der Aufgabenausführung in der
Execution-View(Stufe1) .............................. 52
A.5. "Low battery"-Fehlermeldung während der Aufgabenausführung in der
Execution-View(Stufe2) .............................. 52
A.6. "Critical low battery"-Fehlermeldung während der Aufgabenausführung in der
Execution-View(Stufe3) .............................. 53
A.7. "Low battery"-Fehlermeldung während der Aufgabendelegation in der
Execution-View.................................... 53
A.8. "Critical low battery"-Fehlermeldung während der Aufgabendelegation in der
Execution-View.................................... 54
A.9. "Lost network connection"-Fehlermeldung während der Aufgabenauswahl in der
Worklist-View..................................... 54
x
Abbildungsverzeichnis
A.10."Lost network connection"-Fehlermeldung während der Aufgabenausführung in
derWorklist-View .................................. 55
A.11."Lost network connection"-Fehlermeldung während der Aufgabendelegation in
derWorklist-View .................................. 56
A.12."Lost network connection"-Fehlermeldung während der Aufgabenausführung in
derExecution-View.................................. 57
A.13.Automatische Delegation: "Lost network connection"-Fehlermeldung während
der Aufgabenausführung in der Execution-View . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58
A.14."Lost network connection"-Fehlermeldung während der Aufgabendelegation in
derExecution-View.................................. 59
A.15."Lost network connection"-Fehlermeldung während der Aufgabenauswahl in der
Worklist-View..................................... 59
A.16."Lost network connection"-Fehlermeldung während der Aufgabenausführung in
derWorklist-View .................................. 60
A.17."Lost network connection"-Fehlermeldung während der Aufgabendelegation in
derWorklist-View .................................. 61
A.18."Lost network connection"-Fehlermeldung während der Aufgabenausführung in
derExecution-View.................................. 62
A.19.Automatische Delegation: "Lost network connection"-Fehlermeldung während
der Aufgabenausführung in der Execution-View . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63
A.20."Lost network connection"-Fehlermeldung während der Aufgabendelegation in
derExecution-View.................................. 64
A.21."Instant shutdown"-Fehlermeldung während der Aufgabenauswahl in der
Worklist-View..................................... 65
A.22."Instant shutdown"-Fehlermeldung während der Aufgabenausführung in der
Worklist-View..................................... 66
A.23."Instant shutdown"-Fehlermeldung während der Aufgabendelegation in der
Worklist-View..................................... 67
A.24."Instant shutdown"-Fehlermeldung während der Aufgabenausführung in der
Execution-View.................................... 68
A.25."Instant shutdown"-Fehlermeldung während der Aufgabendelegation in der
Execution-View.................................... 69
A.26."Time limit"-Fehlermeldung während der Aufgabenausführung in der Worklist-
View.......................................... 70
A.27."Time limit"-Fehlermeldung während der Aufgabenausführung in der Execution-
View(Stufe1) .................................... 70
A.28."Time limit"-Fehlermeldung während der Aufgabenausführung in der Execution-
View(Stufe2) .................................... 71
A.29.Automatische Delegation: "Time limit exceeded"-Fehlermeldung während der
Aufgabenausführung in der Execution-View (Stufe 3) . . . . . . . . . . . . . . . 71
A.30."Time limit"-Fehlermeldung während der Aufgabendelegation in der Execution-
View(Stufe1) .................................... 72
A.31.Automatische Delegation: "Time limit exceeded"-Fehlermeldung während der
Aufgabendelegation in der Execution-View (Stufe 2) . . . . . . . . . . . . . . . 72
A.32.Dialog der Aufgabenauswahl in der Worklist-View . . . . . . . . . . . . . . . . 73
A.33.Dialog der Aufgabenausführung in der Worklist-View . . . . . . . . . . . . . . . 73
xi
Abbildungsverzeichnis
A.34.Dialog der Aufgabendelegation in der Worklist-View . . . . . . . . . . . . . . . 74
A.35.Dialog der Aufgabenausführung in der Execution-View . . . . . . . . . . . . . . 74
A.36.Dialog der Aufgabendelegation in der Execution-View . . . . . . . . . . . . . . 75
A.37."Lost network connection"-Fehlermeldung während der Aufgabenauswahl in der
Worklist-View..................................... 75
A.38."Lost network connection"-Fehlermeldung während der Aufgabenausführung in
derWorklist-View .................................. 76
A.39."Lost network connection"-Fehlermeldung während der Aufgabendelegation in
derWorklist-View(Teil1).............................. 76
A.40."Lost network connection"-Fehlermeldung während der Aufgabendelegation in
derWorklist-View(Teil2).............................. 77
A.41."Lost network connection"-Fehlermeldung während der Aufgabenausführung in
der Execution-View (Stufe 1) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 77
A.42."Lost network connection"-Fehlermeldung während der Aufgabenausführung in
der Execution-View (Stufe 2, Teil 1) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 78
A.43."Lost network connection"-Fehlermeldung während der Aufgabenausführung in
der Execution-View (Stufe 2, Teil 2) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 78
A.44."Lost network connection"-Fehlermeldung während der Aufgabendelegation in
derExecution-View.................................. 79
A.45."Undened user location"-Fehlermeldung während der Aufgabenauswahl in der
Worklist-View..................................... 79
A.46."Undened user location"-Fehlermeldung während der Aufgabenausführung in
derWorklist-View .................................. 80
A.47."Undened user location"-Fehlermeldung während der Aufgabendelegation in
derWorklist-View(Teil1).............................. 80
A.48."Undened user location"-Fehlermeldung während der Aufgabendelegation in
derWorklist-View(Teil2).............................. 81
A.49."Undened user location"-Fehlermeldung während der Aufgabenausführung in
der Execution-View (Teil 1) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81
A.50."Undened user location"-Fehlermeldung während der Aufgabenausführung in
der Execution-View (Teil 2) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82
A.51."Undened user location"-Fehlermeldung während der Aufgabendelegation in
derExecution-View.................................. 82
A.52."Instant shutdown"-Fehlermeldung während der Aufgabenauswahl in der
Worklist-View(Teil1)................................ 83
A.53."Instant shutdown"-Fehlermeldung während der Aufgabenauswahl in der
Worklist-View(Teil2)................................ 83
A.54.Android-Systemmeldung nach der Anzeige der "Instant shutdown"-Fehlermeldung
während der Aufgabenauswahl in der Worklist-View (Teil 3) . . . . . . . . . . . 84
A.55."Instant shutdown"-Fehlermeldung während der Aufgabenausführung in der
Worklist-View(Teil1)................................ 84
A.56.Android-Systemmeldung nach der Anzeige der "Instant shutdown"-Fehlermeldung
während der Aufgabenausführung in der Worklist-View (Teil 2) . . . . . . . . . 85
A.57."Instant shutdown"-Fehlermeldung während der Aufgabendelegation in der
Worklist-View(Teil1)................................ 85
xii
Abbildungsverzeichnis
A.58."Instant shutdown"-Fehlermeldung während der Aufgabendelegation in der
Worklist-View(Teil2)................................ 86
A.59.Android-Systemmeldung nach der Anzeige der "Instant shutdown"-Fehlermeldung
während der Aufgabendelegation in der Worklist-View (Teil 3) . . . . . . . . . . 86
A.60."Instant shutdown"-Fehlermeldung während der Aufgabenausführung in der
Execution-View(Teil1) ............................... 87
A.61.Android-Systemmeldung nach der Anzeige der "Instant shutdown"-Fehlermeldung
während der Aufgabenausführung in der Execution-View (Teil 2) . . . . . . . . 87
A.62."Time limit"-Fehlermeldung während der Aufgabenauswahl in der Worklist-View 88
A.63."Time limit"-Fehlermeldung während der Aufgabenausführung in der Execution-
View(Stufe1) .................................... 88
A.64."Time limit"-Fehlermeldung während der Aufgabenausführung in der Execution-
View(Stufe2) .................................... 89
A.65.Automatische Delegation: "Time limit exceeded"-Fehlermeldung während der
Aufgabenausführung in der Execution-View (Stufe 3) . . . . . . . . . . . . . . . 89
A.66."Time limit"-Fehlermeldung während der Aufgabendelegation in der Execution-
View(Stufe1) .................................... 90
A.67.Automatische Delegation: "Time limit exceeded"-Fehlermeldung während der
Aufgabendelegation in der Execution-View (Stufe 2) . . . . . . . . . . . . . . . 90
A.68.Auswertung der Umfrage 1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92
A.69.Auswertung der Umfrage 2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93
A.70.Auswertung der Umfrage 3 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 94
A.71.Auswertung der Umfrage 4 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95
A.72.Auswertung der Umfrage 5 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96
A.73.Auswertung der Umfrage 6 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 97
A.74.Auswertung der Umfrage 7 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 98
A.75.Auswertung der Umfrage 8 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 99
A.76.Auswertung der Umfrage 9 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 100
A.77.Auswertung der Umfrage 10 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 102
A.78.Auswertung der Umfrage 11 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 103
A.79.Auswertung der Umfrage 12 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 104
A.80.Auswertung der Umfrage 13 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 105
A.81.Auswertung der Umfrage 14 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 106
A.82.Auswertung der Umfrage 15 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 107
A.83.Auswertung der Umfrage 16 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 108
A.84.Auswertung der Umfrage 17 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 109
A.85.Auswertung der Umfrage 18 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 110
A.86.Auswertung der Umfrage 19 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 112
A.87.Auswertung der Umfrage 20 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 113
A.88.Auswertung der Umfrage 21 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 114
A.89.Auswertung der Umfrage 22 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 115
A.90.Auswertung der Umfrage 23 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 116
A.91.Auswertung der Umfrage 24 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 117
A.92.Auswertung der Umfrage 25 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 118
A.93.Auswertung der Umfrage 26 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 119
A.94.Auswertung der Umfrage 27 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 120
xiii
Zu einem guten Ende gehört auch ein guter Beginn.
Konfuzius, (551 - 479 v. Chr.)
1
Einleitung
In diesem Kapitel werden Problemstellung, Zielsetzung und Aufbau der vorliegenden Bachelor-
arbeit besprochen.
1.1. Problemstellung
Die Abwicklung der täglichen Geschäftsroutinen kann mithilfe von mobilen Anwendungen un-
terstützt werden. Während der Ausführung von Prozess-Aktivitäten auf Smart-Mobilgeräten
ist das Auftreten verschiedener Fehler möglich. Es handelt sich hierbei um benutzer- und
umgebungsbezogene Probleme, wie etwa eine nicht denierte Benutzerlokalisierung oder eine
schlechte Netzwerkverbindung. Damit der User notwendige Gegenmaÿnahmen schnellstmöglich
durchführen kann, müssen diese "Schwachstellen" entsprechend behandelt und in Form von
Fehlermeldungen auf dem Bildschirm ausgegeben werden. Die Darstellung der Benachrichti-
gungen hängt auÿerdem von unterschiedlichen prozessbezogenen Faktoren ab, wie zum Beispiel
der Zeitbeschränkung.
Die Tabelle 1.1 listet die für diese Arbeit relevanten Probleme auf.
Benutzerbezogen Umgebungsbezogen Prozessbezogen
Sofortiges Ausschalten Schlechte Verbindung Zeitbeschränkung
Nicht denierte Benutzerlokalisierung Akku schwach
Tabelle 1.1.:
Probleme bei der Ausführung mobiler Anwendungen, Quelle: [PMR14]
Eine Lösung für die aufgeführten Probleme besteht darin, Aktivitäten an andere angemeldete
Verantwortliche zu delegieren, falls ein mobiler Benutzer ausfällt. Dazu wurde an der Univer-
sität Ulm ein umfangreiches Konzept zur Weiterreichung ausgearbeitet [PMR14] [SSP
+
14a]
[PTR10] [PTKR10] [PMR13]. Um die Robustheit und Flexibilität bei der Aufgabenausführung
1
Kapitel 1. Einleitung
auf Smartphones zu garantieren, sahen die Entwickler einen automatischen Delegations-Service
vor. Des Weiteren musste ein Backup-Service das Sichern und Wiederherstellen der Daten über-
nehmen, wenn kein für die Aufgabe zuständiger User verfügbar ist. Die beiden Ansätze sollten
unter anderem in Fehlermeldungen nachvollziehbar veranschaulicht werden.
Das Diagramm unten zeigt die Anwendungsfälle für mobile Delegations- und Backup-Services
während der Ausführung.
Abbildung 1.1.:
Anwendungsfälle für mobile Delegations- und Backup-Services während der Ausfüh-
rung, Quelle: [PMR14]
Zur Zeit befassen sich mehrere wissenschaftliche Arbeiten mit dem aufwendigen Entwurf ei-
ner Informationsarchitektur, die die oben beschriebene Delegation sowie die Datensicherung
zuverlässig integriert [PMLR15] [SPSR15] [SPR15] [GSP
+
14] [SSP
+
14b] [CNB
+
13] [GPSR13]
[IRLP
+
13] [RLPL
+
13] [PLRH12] [RPR11]. Denn mit einer gut durchdachten dienstorientier-
ten Informationsorganisation ist es möglich, eine hohe Akzeptanz unter den Anwendern zu
erreichen.
1.2. Ziele der Arbeit
Ziel der nachfolgenden Bachelorarbeit ist es, ein Usability-Konzept zu erarbeiten, das die Feh-
lerbehandlung von mobilen Prozess-Aktivitäten für Endanwender ansprechend präsentiert. Die
Delegations- und Backup-Services sollen dabei in benutzerfreundlicher Weise visualisiert wer-
den. Als Ergebnis sind digitale Mockups zu erwarten, die in Anlehnung an die Design Guidelines
der drei Betriebssysteme (Android 5.0, iOS 8 und Windows Phone 8) gestaltet sind.
Der Entwurf der Benachrichtigungen muss den Anforderungen in Bezug auf Aussehen, Bedie-
nung und Verständlichkeit entsprechen und auf die Erwartungen der mobilen Benutzer ab-
gestimmt sein. Dazu ist am Ende der Arbeit eine Umfrage geplant. Diese soll herausnden,
inwieweit die Teilnehmer mit der Optik und den Formulierungen der entstandenen Fehlermel-
dungen zufrieden sind.
Es ist von wesentlicher Bedeutung, das bestehende Verbesserungspotenzial frühzeitig zu er-
kennen. Deshalb bekommen die Befragten die Möglichkeit, eigene Optimierungsvorschläge zu
hinterlassen. Die denkbaren Veränderungen sollen extra ausdiskutiert werden.
2
1.3. Aufbau der Bachelorarbeit
1.3. Aufbau der Bachelorarbeit
Nach dieser Übersicht über die Struktur des entwickelten Usability-Konzepts ist die Arbeit in
sechs weitere Kapitel aufgeteilt. Das Kapitel 2 erläutert die Anforderungen an die Darstellung
der Fehlerbehandlung von mobilen Prozess-Aktivitäten. Es geht hierbei um nichtfunktionale
Anforderungen. Im dritten Abschnitt auf den Seiten 7 bis 15 werden die Gestaltungsrichtlinien
von Android 5.0, iOS 8 und Windows Phone 8 vorgestellt. Darauf basiert der Entwurf der
Fehlermeldungen für die drei erwähnten Betriebssysteme. Die Handskizzen, die elektronischen
Mokups und die Dialogbeschreibungen folgen im Kapitel 4. Anschlieÿend bildet ein Dialogstruk-
turdiagramm die Dialogabläufe ab. Das Kapitel 5 befasst sich mit einer Online-Umfrage, deren
Auswertung im Kapitel 6 berücksichtigt wird. Dieses ergänzt das Usability-Konzept mit einigen
Verbesserungsvorschlägen für die künftige Fehlerbehandlung. Das letzte Kapitel 7 rundet die
Bachelorarbeit mit einer Zusammenfassung ab.
3
Kapitel 1. Einleitung
4
2
Anforderungen
Das folgende Kapitel beinhaltet nichtfunktionale Anforderungen an die Darstellung der mobilen
Fehlermeldungen. Diese sind im Hinblick auf Aussehen, Verständlichkeit und Sicherheit wichtig.
Zusätzlich dienen sie dazu, die Akzeptanz des Systems gegenüber dem Anwender zu erhöhen.
Die Anforderungen werden in Tabelle 2.1 zusammengestellt.
Nr. Anforderung Beschreibung
1 Einheitliches Aussehen
der Benachrichtigungen Die Fehlermeldungen eines Betriebssystems sollen ein ein-
heitliches Design aufweisen.
2 Erkennbarkeit Die Fehlermeldungen aller drei Betriebssysteme sollen vom
Benutzer als solche sofort identiziert werden.
3 Einhaltung der Design
Guidelines Um ein einheitliches Erscheinungsbild zu erreichen, sollen die
Gestaltungsrichtlinien der drei Betriebsysteme (Android 5.0,
iOS 8 und Windows Phone 8)eingehalten werden.
4 Optimales Layout Die Meldungen sollen aufgrund ihrer Schriftgröÿe, Wort- und
Zeilenabstände leicht lesbar sein.
5 Optimale Textlänge Eine Fehlermeldung sollte möglichst kurz gehalten werden,
damit der Nutzer sie zu Ende liest. Trotzdem soll sie aussa-
gekräftig bleiben.
6 Verständlichkeit
der Formulierungen Die Texte der Fehlermeldungen sollen verständlich formuliert
sein. Insbesondere sind Fachbegrie zu vermeiden.
7 Hervorhebung Die Fehlermeldungen sollen sich gut vom Hintergrund abhe-
ben.
8 Eindeutige Benennung
der Buttons Es ist auf eine eindeutige Benennung der Buttons zu achten,
um keine Verwirrung unter den Usern auszulösen.
9 Verständlichkeit
der Handlung Die durchzuführende Handlung muss durch Schaltächen-
bezeichnungen klar wiedergegeben werden. Der Nutzer soll
verstehen, wohin der Klick des Buttons führt. Die Buttons
mit unterschiedlicher Funktionalität dürfen nicht gleich be-
zeichnet werden.
5
Kapitel 2. Anforderungen
10 Pragmatische Hilfestel-
lung Die Fehlermeldungen sollen beim Lösen des Problems hilf-
reich sein.
11 Benutzerfreundlichkeit Es ist ein benutzerfreundlicher Aufbau der Formulierungen
zu erwarten. Der Nutzer soll in höicher Form angesprochen
werden.
12 Zuverlässigkeit Das Delegations-Konzept soll in den Fehlermeldungen nach-
vollziehbar abgebildet sein. Der User soll die Möglichkeit
haben, das System wieder in einen korrekten Zustand zu
überführen bzw. es muss der Übergang in einen gesicherten
Zustand gewährleistet werden.
13 Sicherheit Die Fehlermeldungen sollen das Backup-Konzept berücksich-
tigen. Der Nutzer muss wissen, dass die eingegebenen Infor-
mationen im Fehlerfall zwischengespeichert werden.
14 Unterscheidung
nach Dringlichkeit Der User soll die kritischen Fehler sofort als solche erkennen,
damit er rechtzeitig reagieren kann.
Tabelle 2.1.:
Tabelle nichtfunktionaler Anforderungen
6
3
Design Guidelines
Was die Fehlermeldungen betrit, sind diese nur dann sinnvoll, wenn sie strukturiert und ein-
heitlich umgesetzt sind. Eine Fehlermeldung soll vom User als solche sofort erkannt werden und
beim Lösen des Problems helfen. Eine freundliche, benutzerorientierte Gestaltung ist ebenso
von groÿer Bedeutung.
Jedes mobile Betriebssystem hat seine Besonderheiten. Die Design Guidelines dienen dabei
als anerkannter Leitfaden, um eine verbesserte Benutzerführung sowie eine uniforme Optik zu
erreichen. Das Einhalten der vordenierten Gestaltungsrichtlinien fördert die Benutzbarkeit
und könnte deshalb entscheidend sein, ob der Anwender eine Warnung zu Ende liest.
Aus diesem Grund werden im aktuellen Kapitel die Design Guidlines der drei Plattformen, der
Android 5.0, iOS 8 und Windows Phone 8, vorgestellt. Die allgemeinen Regeln für Verwendung
der Meldungen und deren Aufbau stehen hierbei im Mittelpunkt. Weiterhin wird ein spezielles
Augenmerk auf die Barrierefreiheit gelegt.
Im Abschnitt 3.1 sind die relevanten Empfehlungen für das Android Betriebssystems zu lesen.
Der zweite Teil beinhaltet die zum Thema passenden iOS Guidelines (siehe Seite 10). Im ab-
schlieÿenden Unterkapitel 3.3 folgt eine Beschreibung der entsprechenden Gestaltungsrichtlinien
für die Windows Phone Plattform.
3.1. Android 5.0
Verwendung der Meldungen
Die Entwickler der Google-Richtlinien für Android unterstreichen die Wichtigkeit der informa-
tiven Rolle der Warnungen: "Alerts inform the user about a situation or action that requires
their conrmation or acknowledgement before proceeding." [Ince] Man sollte die Fehlermeldun-
gen mit Bedacht verwenden, weil sie den Programmablauf unterbrechen: "Not every choice,
setting, or detail warrants interruption and prominence." [Ince] Zum Vermeiden der überüs-
sigen Mitteilungen werden zusätzliche Menüpunkte bzw. erweiterte Optionen für ergänzende
Informationen im Inhaltsbereich der Applikation empfohlen.
Eine Meldung muss im Fokus des Users sein, daher dürfen andere Elemente sie nicht überdecken.
Auf die verschachtelten Fenster und scrollbaren Bereiche sollte nach Möglichkeit verzichtet
werden: "Instead, consider alternate containers or layouts that are optimized for reading or
interacting with signicant amounts of content." [Ince]Insbesondere wird davon abgeraten, die
Aktionen einzuführen, die von der Applikation wegnavigieren und die gegenwärtige Aufgabe in
einen nichtdeterminierten Zustand bringt. Ein Beispiel dazu wäre ein "Learn more"-Button, der
den Zugang zu der Hilfedokumentation erlaubt. Eine Lösung dazu ist: "If a little more detail or
7
Kapitel 3. Design Guidelines
explanation is needed for the dialog contents, use in-line expansion within the dialog. If more
extensive information or explanation is needed for the dialog content, provide that information
prior to entering the dialog." [Ince]
Aufbau einer Meldung
Eine Meldung lässt sich grob in die drei Bereiche einteilen: Titel, Inhalt und Aktionen (siehe
Abb. 3.1). Die Design Guidelines geben eine Richtung vor:
Clearly state a potential result in the dialog title.
The dialog content should directly relate to the title or choices.
Present clear choices. [Ince]
Titel
Inhalt
Aktionen
Abbildung 3.1.:
Aufbau einer Fehlermeldung - Android
Eine Empfehlung der Herausgeber der Android Design Guidelines ist, einen Titel sparsam
und nur in Situationen mit hohem Risiko, beispielsweise wegen bevorstehendem Datenverlust,
einzusetzen. Wenn eine Überschrift unvermeidbar ist, dann sollte sie am besten als eine klare
Frage formuliert sein. Alternativ eignet sich dafür eine aussagekräftige Feststellung mit einer
prägnanten Erklärung im Inhaltsbereich. "A user should be able to skip the content completely
and still have a clear idea of what choices are available based on the title and the text of the
action buttons," [Ince] klären die Autoren der Guidelines auf. Sie raten nachdrücklich davon ab,
Entschuldigungen, mehrdeutige Feststellungen oder missverständliche Fragen im Titelbereich
zu benutzen: "For example, don't use 'Warning!' or 'Are you sure?'" [Ince]
Wie bereits erwähnt, bendet sich typischerweise im Inhaltsbereich einer Meldung eine textuelle
Problembeschreibung. Oft aber werden hier auch die Steuerelemente der Benutzeroberäche
platziert.
Die Auswirkungen des aufgetretenen Problems müssen für den Benutzer klar sein, genauso wie
die vorzunehmenden Handlungen. Sie werden im Aktionsbereich durchgeführt. In erster Linie
sollen die Aktionen dem User helfen, eine Entscheidung auf möglichst einfache Weise zu treen.
Für die Benennung der Buttons eignen sich daher klare, eindeutige Verben bzw. Verbalphrasen,
die im direkten Zusammenhang mit dem Titel und dem Inhalt der Fehlermeldung stehen.
Die Android-Entwickler unterscheiden generell zwischen bejahenden und ablehnenden Aktio-
nen. Dies könnten etwa eine Löschungsbestätigung oder ein Verwerfen gewisser Einstellungen
sein. Bejahende Aktionen setzen den Prozess fort und sollen auf der rechten Seite der Android-
8
3.1. Android 5.0
Fehlermeldung zu nden sein. Ablehnende Aktionen führen den Nutzer zum Ursprungsbild-
schirm oder zu dem vorherigen Schritt zurück. Die Buttons für die Ablehnung werden links
von den bejahenden Schaltächen angebracht. Des Weiteren weisen die Richtlinien darauf hin,
dass die Buttons, hinter denen eine ablehnende Handlung steht, nie im deaktivierten Zustand
erscheinen sollten: "Armative actions are more likely to be disabled until a choice is made.
Dismissive actions are never disabled." [Ince]
Der Meinung der Android-Designer nach, sollte man sich nur in den seltensten Fällen für War-
nungen mit nur einem Button entscheiden. Sie bieten dem User keine Auswahl, unterbrechen
aber den Ablauf. Es sollten jedoch auch nicht zu viele Buttons angeboten werden. Es gilt die
Faustregel: Nicht mehr als zwei Aktionen pro Meldung.
Barrierefreiheit
Eine barrierefreie Nutzung ist nicht nur für Menschen mit Behinderung von Vorteil. Sie trägt
auch zu einer besseren Benutzerfreundlichkeit für alle Endanwender bei. Die Design Guidelines
der Android Plattform schreiben die genaue Fenstergröÿe, den Abstand zwischen den Berei-
chen und die Gröÿe der Buttons vor, um die Meldungen hindernisfrei zu gestalten: "To ensure
usability for people with disabilities, make sure that your buttons have a minimum height of
36dp, but that the touchable target has a minimum height of 48dp." [Ince]
Die vom System vorgegebenen Farben können in die Anwendungsdesignfarben überschrieben
werden. Dabei ist es jedoch wichtig zu beachten, dass die Kombination der Akzentfarben keine
unbeabsichtigte Bedeutung vermittelt. Alle Texte müssen auÿerdem ausreichende Kontrastver-
hältnisse haben, um die Bestimmungen der Richtlinien für Barrierefreiheit zu erfüllen.
So warnen im Beispiel unten (siehe Abb. 3.2) die roten Buttons vor Gefahren, obwohl deren
Betätigung zu keiner Zerstörung führen. Der mangelhafter Kontrast zwischen Text und Hinter-
grundfarbe im Inhaltsbereich schränkt die Lesbarkeit erheblich ein.
Abbildung 3.2.:
Ein negatives Beispiel für eine Android-Fehlermeldung
In den Accessibility Guidlines für Android Designer sind Kontrastverhältnisse festgelegt: "Use a
contrast ratio of 4.5:1 between the background and text or critical elements to allow users to read
text more easily." [Incd] Text mit geringer Schriftgröÿe braucht viel Kontrast, im Gegenteil dazu
dürfen die groÿen Überschriften und deren Hintergründe in einer breiten Palette von Farben
dargestellt werden. Weitere Vorgaben zu der Navigation, Lesbarkeit sowie Anleitungen und
Feedback sind online unter "Accessibility" [Incd] nachzulesen.
9
Kapitel 3. Design Guidelines
3.2. iOS 8
Verwendung der Meldungen
Die Hauptaufgabe einer Warnung wird von den iOS Human Interface Guidelines folgenderma-
ÿen deniert: "An alert gives people important information that aects their use of an app
or the device." [Incc] Ähnlich wie die Android-Designer, empfehlen die Entwerfer des iOS Be-
triebssystems unnötige Fehlermeldungen zu vermeiden. Sie sagen zudem, dass je seltener eine
Benachrichtigung auf dem Bildschirm erscheint, umso ernsthafter wird sie vom User wahr-
genommen. Deshalb ist es ratsam, die Meldungen nach deren Seriosität auszusortieren und
nur die mit den kritischsten Informationen und den wichtigsten Entscheidungsvorschlägen zu
verwenden.
In den iOS Richtlinien werden auÿerdem einige Szenarien für eine positive Umwandlung sinnlo-
ser Warnungen beschrieben. Zum Beispiel, wenn eine Auskunft über die Standardfunktionen der
Anwendung anzuzeigen ist, sollte man die Informationen auf eine auallende und auf den Stil
der App abgestimmte Weise innerhalb der Benutzeroberäche designen, ohne dass ein Benach-
richtigungsfenster extra eingeblendet wird. Oder anstatt den User nach einer Aufgabenbestäti-
gung zu fragen, wäre es besser, ihm ein Action Sheet mit einer Reihe von Auswahlmöglichkeiten
anzubieten (siehe Abb. 3.3).
Abbildung 3.3.:
Ein Beispiel für ein iOS Action Sheet mit mehreren Auswahlmöglichkeiten
Aufbau einer Meldung
Der Aufbau einer iOS-Fehlermeldung ähnelt dem einer Android-Fehlermeldung (siehe Abb.
3.1), mit dem Unterschied, dass hier ein Titel erforderlich ist, die Nachricht im Inhaltsbereich
aber ausgelassen werden darf. Darüber hinaus soll ein Titel es unnötig machen, eine Nachricht
hinzuzufügen.
Die Überschrift könnte, zum Beispiel, als eine Frage oder als ein bestenfalls einzeiliges Satzfrag-
ment formuliert sein: "A short, informative statement tends to be easier to understand than a
complete sentence." [Incc] Die Verfasser der iOS Design Guidelines merken an, dass ein langer
10
3.2. iOS 8
Titel das schnelle Lesen erschwert. Er darf jedoch nicht aus einem Einzelwort bestehen, da
solche Bezeichnungen wie "Fehler" oder "Warnung" selten hilfreich sind.
Ein freundlicher Umgangston der Meldungen fördert die Benutzerfreundlichkeit der Applika-
tion. Die Texte sollen nicht anklagend oder beurteilend klingen, wenn negative Nachrichten
geliefert werden müssen. Aber "[...] it's better to be negative and direct than it is to be positive
but oblique." [Incc]
Beim Entwerfen einer iOS-Fehlermeldung sollte man die Rolle der Groÿ- und Kleinschreibung
eines Textes nicht unterschätzen. Es ist zwischen titelartiger und satzartiger Groÿschreibung
zu dierenzieren:
Titel capitalization means that every word is capitalized, except articles, coor-
dinating conjunctions, and prepositions of four or fewer letters when they aren't
the rst word.
Sentence-style capitalization means that the rst word is capitalized, and the
rest of the words are lowercase unless they are proper nouns or proper adjec-
tives. [Incc]
Die korrekte Interpunktion ist ebenso wichtig. Die Tabelle 3.1 zeigt die iOS Guidelines zur
Groÿ- und Kleinschreibung sowie Verwendung der Satzzeichen.
Wenn der Titel der Meldung... Verwende...
ein Satzteil oder ein einzelner Satz, jedoch
kein Fragesatz, ist titelartige Groÿschreibung und kein Satzzei-
chen
ein Fragesatz ist satzartige Groÿschreibung und ein abschlie-
ÿendes Fragezeichen
aus zwei oder mehr Sätzen besteht satzartige Groÿschreibung und passende Zei-
chensetzung am Ende jedes Satzes
Tabelle 3.1.:
iOS Empfehlungen zur Groÿ- und Kleinschreibung sowie Interpunktion, Quelle: [Incc]
Entscheidet man sich dennoch für eine Nachricht im Inhaltsbereich, ist diese aus vollständigen
kurzen Sätzen zu bilden. Eine oder zwei Textzeilen reichen aus: "If the message is too long,
it will scroll, giving users a poor experience." [Incc] Für die Schreibweise wird eine satzartige
Groÿschreibung und passende Zeichensetzung am Satzende empfohlen.
Die iOS Entwickler raten davon ab, im Inhaltsbereich zu erwähnen, auf welchen Button zu
klicken ist. Der User kann die Schlussfolgerungen darüber aus einer eindeutigen Problembe-
schreibung und einer logischen Bezeichnung der Buttons ziehen. Eine Schaltächenbeschriftung
besteht gemäÿ den Richtlinien aus einem Verb bzw. einer Zweiwort-Verbphrase. Diese ist oh-
ne Anführungszeichen dargestellt und titelartig groÿgeschrieben. Die weiteren Vorgaben sind:
"Use 'OK' for a simple acceptance option if there is no better alternative. Avoid using 'Yes' or
'No'." [Incc]
Was die Anzahl der Buttons pro Fehlermeldung betrit, stimmen die Meinungen der iOS und
Android Designer überein: Eine Meldung mit einem einzigen Button ist weniger nützlich, weil
sie die Endanwender informiert, ohne ihnen jegliche Kontrolle über die Situation zu geben.
11
Kapitel 3. Design Guidelines
Zwei Buttons pro Meldung sind optimal, weil es für Benutzer am leichtesten ist, zwischen zwei
Alternativen zu wählen. "An alert that contains three or more buttons is signicantly more
complex than a two-button alert and should be avoided as much as possible," [Incc] geben die
Autoren der iOS Design Guidelines eine ausführliche Erklärung, "If you add too many buttons
to an alert, it can cause the alert to scroll, which is a bad user experience." [Incc]
Hinter dem Konzept für die Platzierung der iOS Schaltächen steht eine andere Idee als im Ka-
pitel 3.1. Man ermittelt zunächst den bevorzugten Button, den der User am wahrscheinlichsten
anklicken wird. Er führt die meist gewünschte Aktion aus und verursacht bei der versehentlichen
Betätigung die wenigsten Probleme. Wenn der bevorzugte Button eine nicht-destruktive Hand-
lung durchführt, soll er auf der rechten Seite des Dialogs mit zwei Schaltächen stehen. Der
Button, der diese Aktion abbricht, sollte links sein. Dagegen ist für den bevorzugten Button mit
einer zerstörerischen Wirkung der linke Platz in der Meldung vorgeschrieben. Der annullierende
Button sollte dabei rechts angebracht werden.
Die weiteren Details zur empfohlenen Gestaltung der Fehlermeldungen sind online [Incc] ver-
fügbar.
Barrierefreiheit
Das iOS Betriebssystem liefert einige eingebaute Funktionen, die Nutzern mit Hör- und Seh-
behinderung ein erleichtertes Bedienen ermöglichen. Dies sind VoiceOver, Guided Access, Text
to Speech uvm. Jeder Anwender kann daraus einen praktischen Nutzen ziehen.
Die iOS-Fehlermeldungen sind standardmäÿig barrierefrei. Das betrit vor allem die drei im
vorigen Kapitel genannten Elemente: Titel der Meldung, Nachricht im Inhaltsbereich und Be-
zeichnungen der Buttons. Sie werden vor allem vom Bildschirmreader unterstützt:
If VoiceOver is activated, it speaks the word "alert" when an alert is shown, then
speaks its title followed by its message if set. As the user taps a button, VoiceOver
speaks its title and the word "button." As the user taps a text eld, VoiceOver
speaks its value and "text eld" or "secure text eld." [Incb]
Weitere Informationen zur barrierefreien iOS Gestaltung ndet man im Accessibility Program-
ming Guide for iOS [Inca].
3.3. Windows Phone 8
Verwendung der Meldungen
Möchte ein Designer eine eektive Windows Meldung kreieren, sollte er darauf achten, dass
die Nachricht den Anwender über das auftretende Problem informiert, die Ursache des Fehlers
erwähnt und eine Lösung anbietet. Als Folge davon muss der Nutzer entweder eine bestimmte
Aktion durchführen oder sein Verhalten ändern. Die Autoren der Microsoft Guidelines betonen
die ausschlaggebende Rolle der gut geschriebenen Fehlermeldungen für die User Experience:
Well-written, helpful error messages are crucial to a quality user experience. Poorly
written error messages result in low product satisfaction, and are a leading cause
of avoidable technical support costs. Unnecessary error messages break users' ow.
[Corb]
12
3.3. Windows Phone 8
Eine gut geschriebene Windows Fehlermeldung ist [Corb]:
Relevant: Die Meldung präsentiert ein Problem, das der Nutzer lösen will.
Benutzerorientiert: Das Problem wird aus der Sicht des Benutzers, nicht des
Programmierers erklärt.
Kurz: Die Meldung ist so kurz wie möglich, aber nicht kürzer.
Klar: Die Meldung ist in einfacher Sprache verfasst, so dass der Benutzer das
Problem und seine Lösung leicht verstehen kann.
Präzise: Die Meldung beschreibt das Problem in präziser Sprache, mit der
genauen Angabe von Namen, Positionen und Werten der beteiligten Objekte.
Höich: Der Benutzer darf sich nicht unwohl oder dumm fühlen.
Selten: Die Fehlermeldung wird selten angezeigt. Oft gezeigte Fehlermeldungen
sind ein Zeichen schlechten Designs.
Microsoft Windows ist streng in Vorschriften: "Often the best error message is no error messa-
ge." [Corb] Es ist es nicht ratsam, Fehler anzuzeigen, die der Benutzer als akzeptabel betrachtet,
oder innerhalb einer Fehlermeldung einen komplizierten Fehlerbehebungsprozess zu erklären.
Viele Details oder dramatische Formulierungen können auf den Nutzer eine negative Wirkung
haben.
Damit unnötige Fehlermeldungen vermieden werden können, schlagen Designer vor, eine Reihe
von Fragen vor dem Entwicklungsbeginn zu beantworten und erst danach zu reagieren (siehe
Tabelle 3.2).
Frage Antwort Lösungsvorschlag
Ist das Problem bereits aufgetreten? Nein Es liegt kein Fehler vor. Falls es sich um
ein mögliches zukünftiges Problem han-
delt, soll eine Warnung verwendet werden.
Kann das Problem verhindert wer-
den, ohne einen Irrtum hervorzuru-
fen?
Ja Das Problem soll verhindert werden. Man
könnte zum Beispiel Bedienelemente mit
Gültigkeitskontrolle einführen, wenn sie
ohne Überprüfung fehleranfällig sind.
Kann das Problem automatisch be-
seitigt werden? Ja Man sollte den Fehler behandeln und dem
Nutzer die Fehlermeldung nicht anzeigen.
Ist das Problem während der akti-
ven Benutzung anderer Anwendun-
gen auch relevant?
Ja Man sollte die Meldung als Ankündigung
darstellen.
Bezieht sich das Problem auf den
Status einer Hintergrundaufgabe in-
nerhalb eines primären Fensters?
Ja Das Problem sollte in der Statusleiste an-
gezeigt werden.
Tabelle 3.2.:
Einige Windows-Vorschläge zur Vermeidung der unnötigen Fehlermeldungen, Quelle:
[Corb]
13
Kapitel 3. Design Guidelines
Laut den Richtlinien [Core] sollte ein Dialogfeld-Steuerelement für wichtige Informationen, die
der Benutzer vor dem Fortsetzen lesen und bestätigen muss, benutzt werden. Ein Fehlerdialog-
feld eignet sich besser als ein Inlinefehler, wenn der Fehler für den allgemeinen App-Kontext gilt,
beispielsweise im Falle eines Verbindungsfehlers. "Verwenden Sie ein Fragedialogfeld, wenn dem
Benutzer eine blockierende Frage gestellt werden muss, z. B. wenn die App nicht im Auftrag
des Benutzers eine Auswahl treen kann," werden weitere Hinweise gegeben, "Eine blockieren-
de Frage kann nicht ignoriert oder verschoben werden und sollte dem Benutzer klar denierte
Auswahlmöglichkeiten bieten."[Core]
Aufbau einer Meldung
Ein Windows Dialogfeld ist eine modale Benutzeroberächenüberlagerung [Corc], die den obe-
ren Teil des Bildschirms überdeckt. Für das Fenster sind minimale sowie maximale Höhen
vorgegeben, und es ist mithilfe des "Zurück"-Buttons explizit aufhebbar. Ein Dialogfeld gleicht
im Aufbau Android und iOS Meldungen (siehe Seiten 8 bis 9 und 10 bis 12): Es gibt eine
Titelbarüberschrift, einen Inhaltstext und die Buttons im Aktionenbereich.
Die Abb. 3.4 zeigt einige Microsoft Design Template Dialogfelder:
CUSTOM DIALOG
Robust dialog with login/password fields
cancelsign in
Excepteur sint occaecat
Password
Login name
Excepteur sint occaecat cupidatat non
proident, sunt in.
Lorem ipsum dolor sit amet,
consectetur adipisicing
12:38
MESSAGE BOX
Shown with inline check box control
text button 1
Excepteur sint occaecat
Excepteur sint occaecat cupidatat non
proident, sunt in culpa qui officia deserunt
mollit anim id est laborum.
Lorem ipsum dolor sit amet,
consectetur adipisicing
12:38
MESSAGE BOX
Shown at minimum height with all elements
text button 1text button 1
Lorem ipsum dolor sit
Excepteur sint occaecat cupidatat non
12:38
Abbildung 3.4.:
Windows Phone 8 Dialogfelder, Quelle: [Cora]
Die Windows 8 Design and coding guidelines fassen die allgemeinen Regeln für die Gestaltung
der Meldungen zusammen. Die PDF mit diesen Richtlinien steht auf [Corf] zum Herunterladen
bereit.
Als Erstes wird empfohlen: "All message dialogs should clearly identify the user's objective in
the rst line of the dialog's text." [Cord] Die Hauptanweisung könnte zum Beispiel im optionalen
Dialogfeldtitel dargestellt werden. Windows Phone schneidet lange Überschriften ab, daher ist
es sinnvoll, diese kurz zu halten. Der Titel soll sich direkt auf die Auswahlmöglichkeiten der
Schaltächen beziehen.
14
3.3. Windows Phone 8
Ein Inhaltsbereich ist im Gegensatz zu dem Titelbereich im Dialogfeld erforderlich. Der Nach-
richtentext stellt Details dar. Dabei darf der Titel nicht mit anderen Worten wiederholt werden.
Beim Erfassen des Titels und Textes verwendet man die Groÿschreibung der Satzanfänge und
Nomen.
In der Abb. 3.4 ist teilweise zu sehen, dass die Platzierung der Checkboxen sowie Radio-,
Toggle- und Druckbuttons im Inhaltsbereich möglich ist. Im Aktionenbereich der Meldung wird
mindestens eine Schaltäche erwartet. Allein stehende Schaltächen nehmen den linken Platz
in der Meldung ein, die Mehrfachbuttons richtet man mittig aus. Die Richtlinien schreiben vor,
die zwei nebeneinander stehenden Buttons folgendermaÿen zu positionieren:
Specify the default button, which should be the action you most want the user to
take.[...]
If not specied, the default is the leftmost button.
Put the safest, most conservative choice on the rightmost position.
[Cord]
Die Namen für Schaltächen werden typischerweise kleingeschrieben. Alle Bezeichnungen soll-
ten für User leicht interpretierbar sein, um ihm bei einer schnellen Entscheidungsndung zu
helfen.
Barrierefreiheit
Um die gröÿtmögliche Zielgruppe zu erreichen, empfehlen die Microsoft Richtlinien [Corg], zahl-
reiche Fähigkeiten, Einschränkungen und Vorlieben der Anwender zu berücksichtigen. "Folgen
Sie von Anfang an den Gestaltungsprinzipien für Barrierefreiheit," [Corg] raten die Herausgeber
und listen eine Reihe von Szenarien auf, bei denen eine barrierefreie Applikation funktionieren
muss. Diese beziehen sich auf die Sprachausgabe, Tastaturnavigation und visuelle Erfahrung
der Nutzer.
Für eine barrierefreie Meldungen sind hierbei folgende Maÿnahmen relevant:
Die Bildschirmsprachausgabe soll Auskunft über die UI-Elementen der Mel-
dung geben. Die Informationen sollen Name, Rolle, Beschreibung, Zustand und
Wert beinhalten.
Die Navigation per Tabulator- und Pfeiltasten soll ermöglicht werden.
Aktivieren von UI-Elementen mit der Leertaste und der Eingabetaste soll mög-
lich sein.
Design mit hohem Farbkontrast ist zu bevorzugen.
Es soll vermieden werden, Informationen nur durch den Einsatz von Farben
zu transportieren. Denn die Benutzer, die farbenblind sind, können diese nicht
wahrnehmen.
Die Richtlinien weisen auÿerdem speziell darauf hin, die Erstellung benutzerdenierter UI-
Elemente zu vermeiden, wenn es möglich ist, die Standardsteuerelemente zu verwenden. Denn
die "Windows-Runtime-Standardsteuerelemente sind standardmäÿig barrierefrei." [Corg]
15
Kapitel 3. Design Guidelines
16
4
Entwurf der Fehlermeldungen
In diesem Kapitel werden zunächst die ersten Handskizzen (siehe Anhang A.1) und digitalen
Mockups zu der "Low battery"-Fehlermeldung auf dem Android-Betriebssystem vorgestellt. Die
Dialogstrukturdiagramme unterstützen zum Schuss die Visualisierung der Fehlermeldungen.
4.1. Paper Prototyping
Nach Vorgabe [PMR14] verfügt die imaginäre Geschäftsprozess-Software über zwei Sichten:
Worklist-View und Execution-View. In der Arbeitslistenansicht haben die Nutzer die Möglich-
keit, die im System vorhandenen Daten anzuschauen, auszuselektieren, nicht aber zu mani-
pulieren. Die unmittelbare Datenbearbeitung geschieht in der Ausführungsansicht. Dabei wird
dem User ein Formular zur Verfügung gestellt, in das die zu speichernden Informationen ein-
zutragen sind. Die Formulardaten werden nach jeder Eingabe auf dem Server gespeichert. In
beiden Views können die gleichen Probleme auftreten, die Benachrichtigungen darüber sollten
dennoch individuell angepasst werden.
Folgende Fehlerfälle kamen in Betracht (siehe Anhang A.1):
niedriger Akkuladestand,
nicht verfügbare Netzwerkverbindungen,
undenierter Benutzerstandort,
sofortiges Ausschalten des Gerätes,
Zeitbegrenzung.
Um Ideen und Abläufe möglichst früh prüfen zu können, wurde in der Anfangsphase der Kon-
zeption eine Methode der nutzerorientierten Gestaltung namens Paper Prototyping eingesetzt.
Bei dieser transparenten Darstellungsweise sind die Änderungen am schnellsten vornehmbar.
Nach und nach entstanden auf den gedruckten Android-Bildschirmen von Hand skizzierte GUI-
Komponenten (siehe Abb. 4.1 und Abb. 4.2). Aus Gründen der Weiterverwendung wurden alle
Meldungen der Prozess-App in Englisch verfasst.
17
Kapitel 4. Entwurf der Fehlermeldungen
Abbildung 4.1.:
Skizze des "Task Selection"-Dialogs und der "Low battery"-Fehlermeldung in der
Worklist-View
Abbildung 4.2.:
Skizze des "Task Delegation"-Dialogs und der "Critical low battery"-Fehlermeldung
in der Execution-View
18
4.2. Dialogbeschreibung
Bei weniger dringlichen Aufgaben gibt das System im Fehlerfall eine einfache Informationsmel-
dung aus. Die Prozesse, die jedoch sofort auszuführen sind, werden delegiert. Hierbei entstehen
komplizierte Fehlermeldungen.
4.2. Dialogbeschreibung
Basierend auf den Handskizzen begann im nächsten Schritt die Modelierung digitaler Mockups.
Alle elektronischen Entwürfe wurden mit Adobe Photoshop CS6 [Ltd] erstellt. Hierfür waren
die vorgefertigten Vorlagen von Android [LLC] [Incf] und Windows Phone [Cora] hilfreich.
Die Unterkapitel 4.2.1 und 4.2.2 stellen die Ausgangsdialoge sowie die Benachrichtigungen,
die im Fall des niedrigen Akkustandes in Erscheinung treten, vor. Die Mockups zu weiteren
Fehlerfällen benden sich im Anhang A.2.
4.2.1. Worklist-View
Genauere Betrachtung verdienen hier die Meldungen, die während der Auswahl, Ausführung
und Delegation der Aufgaben in der Arbeitsliste angezeigt werden.
4.2.1.1. Task Selection
Dialog "Task Selection"
Der Dialog "Task Selection" (siehe Abb. 4.3) wird angezeigt, wenn der Benutzer eine bzw.
mehrere der verfügbaren Aufgaben zu seiner Aufgabenliste hinzufügen will.
Abbildung 4.3.:
Dialog "Task Selection" - Android, iOS, Windows Phone
Dialog "Low battery" während der Aufgabenauswahl
19
Kapitel 4. Entwurf der Fehlermeldungen
Das "Low battery"-Mitteilungsfenster erscheint während der Aufgabenauswahl, falls der Akku
des Smartphones fast leer ist. Sie warnt den Benutzer: "Your phone's battery needs to be
charged before you can select the desiered tasks." Möchte der User die Fehlermeldung schlieÿen,
kann er dies mit dem "Close"-Button tun. Nach dieser Interaktion wird der vorherige Dialog
"Task Selection" geönet (siehe Abb. 4.4 und Abb. 4.3).
Abbildung 4.4.:
Dialog "Low battery" während der Aufgabenauswahl - Android, iOS, Windows Phone
4.2.1.2. Task Execution
Dialog "Task Execution"
Will der Benutzer eine Aufgabe aus seiner Aufgabenliste ausführen, kann er das im Dialog
"Task Execution" (siehe Abb. 4.5) erledigen.
20
4.2. Dialogbeschreibung
Abbildung 4.5.:
Dialog "Task Execution" - Android, iOS, Windows Phone
21
Kapitel 4. Entwurf der Fehlermeldungen
Dialog "Low battery" während der Aufgabenausführung
"Your phone's battery needs to be charged before task execution." - Diese "Low battery"-
Fehlermeldung wird dem Benutzer während der Aufgabenausführung gezeigt. Er kann die
Fehlermeldung mit der Schaltäche "Close" schlieÿen, um in den vorherigen Dialog für die
Aufgabenausführung zu gelangen (siehe Abb. 4.6 und Abb. 4.5).
Abbildung 4.6.:
Dialog "Low battery" während der Aufgabenausführung - Android, iOS, Windows
Phone
4.2.1.3. Task Delegation
Dialog "Task Delegation"
Die Delegation einer bzw. mehreren Aufgaben an die anderen Benutzer wird im Dialog "Task
Delegation" (siehe Abb. 4.7) durchgeführt.
22
4.2. Dialogbeschreibung
Abbildung 4.7.:
Dialog "Task Delegation" - Android, iOS, Windows Phone
Dialog "Low battery" während der Aufgabendelegation
Falls der Akku des Smartphones während der Aufgabendelegation beinahe erschöpft ist, wird
der Benutzer zunächst nach dem Speichern der Delegationsliste gefragt: "Save the list of tasks
should be delegated?" Der User kann die für Delegation vorgesehenen Aufgaben mit dem
"Save"-Button speichern (siehe Abb. 4.8). Ein neuer Dialog bestätigt die Speicherung (sie-
he Abb. 4.9). Alternativ kann die Fehlermeldung mit dem "Close"-Button geschlossen werden.
In diesem Fall landet man im Dialog "Task Delegation" (siehe Abb. 4.7). Die aktuelle Delega-
tionsliste geht verloren.
Abbildung 4.8.:
Dialog "Low battery" während der Aufgabendelegation - Android, iOS, Windows
Phone
23
Kapitel 4. Entwurf der Fehlermeldungen
Bestätigungsdialog "Low battery" während der Aufgabendelegation
Nach dem Anklicken des Buttons "Save" im vorherigen Dialog (siehe Abb. 4.8) wird das Spei-
chern bestätigt (siehe Abb. 4.9). Anschlieÿend folgt die Erinnerung, dass der Akku des Geräts
geladen werden muss: "The list of tasks should be delegated was saved. Your phone's battery
needs to be charged before task delegation." Zum Schlieÿen des Dialogs wird ein "Close"-Button
angeboten, der zum Dialog "Task Delegation" zurückführt (siehe Abb. 4.7).
Abbildung 4.9.:
Bestätigungsdialog "Low battery" während der Aufgabendelegation - Android, iOS,
Windows Phone
4.2.2. Execution-View
Die in diesem Unterkapitel beschriebenen Meldungen erscheinen während der Auswahl, Aus-
führung und Delegation der Aufgaben in der Ausführungsansicht.
4.2.2.1. Task Execution
Dialog "Task Execution"
In der Ausführungssicht ist der Dialog "Task Execution" ein Formular, in dem die für die
Aufgabenausführung notwendigen Daten eingegeben werden (siehe Abb. 4.10).
24
4.2. Dialogbeschreibung
Abbildung 4.10.:
Dialog "Task Execution" - Android, iOS, Windows Phone
Dialog "Low battery" während der Aufgabenausführung (Stufe 1)
Wie am Anfang dieses Kapitels bereits erwähnt werden die Formulardaten nach jeder Eingabe
gespeichert. Das System teilt es dem Benutzer mit, wenn der Akku des Geräts während des
Ausfüllens schwach wird (siehe Abb. 4.11). Des Weiteren bekommt der User einen Hinweis
zur Akku-Ladung: "The already entered values were saved. Your phone's battery needs to be
charged". Ein Klick auf die Schaltäche "Close" lässt die Fehlermeldung vom Bildschirm ver-
schwinden. Danach erscheint erneut das Formular der Aufgabenausführung (siehe Abb. 4.10).
Abbildung 4.11.:
Dialog "Low battery" während der Aufgabenausführung - Android, iOS, Windows
Phone
25
Kapitel 4. Entwurf der Fehlermeldungen
Dialog "Low battery" während der Aufgabenausführung (Stufe 2)
Wurde das Smartphone noch nicht an ein Netzteil angeschlossen, bekommt der Benutzer eine
erneute Erinnerung den Akku zu laden (siehe Abb. 4.12). Da das Gerät ohne Energieversor-
gung bald ausgeschaltet wird, fragt das System, ob die noch nicht erledigte Aufgabe an einen
anderen Verantwortlichen weitergeleitet werden soll: "Your phone's battery needs to be charged
immediately. Would you like to delegate the task containing your entries to a certain respon-
sible user?". Für diese Aktion steht der Button "Delegate" bereit. Ein Klick darauf führt zum
Formular der Aufgabendelegation (siehe Abb. 4.14). Möchte der Benutzer die Aufgabe nicht
delegieren, kann er die Fehlermeldung mit dem "Close"-Button schieÿen. Es wird das Formular
der Aufgabenausführung angezeigt (siehe Abb. 4.10).
Abbildung 4.12.:
Dialog "Low battery" während der Aufgabenausführung - Android, iOS, Windows
Phone
Dialog "Critical low battery" während der Aufgabenausführung (Stufe 3)
Wenn die Akkukapazität das kritische Niveau erreicht, önet sich der Dialog "Critical low bat-
tery" (siehe Abb. 4.13). Diesmal wird dem Benutzer mitgeteilt, dass das noch nicht zu Ende
ausgefüllte Formular mit allen gespeicherten Eingaben an einen anderen Verantwortlichen auto-
matisch delegiert wurde: "The task was saved and automatically delegated to other responsible
user. You can check if it is available in the list of your upcoming tasks after recharging the
phone's battery." Falls die Aufgabe nach dem Laden des Akkus von keinem anderen übernom-
men wurde, steht sie dem Benutzer in der Liste seiner bevorstehenden Aufgaben (siehe Abb.
4.3) wieder zur Verfügung. Ein "Close"-Button schieÿt die Fehlermeldung. Das Formular der
Aufgabenausführung tritt in Erscheinung (siehe Abb. 4.10).
26
4.2. Dialogbeschreibung
Abbildung 4.13.:
Dialog "Critical low battery" während der Aufgabenausführung - Android, iOS,
Windows Phone
4.2.2.2. Task Delegation
Dialog "Task Delegation"
Um eine bestimmte Aufgabe an einen bzw. mehrere Verantwortliche(n) weiterzuleiten, soll der
Benutzer ein Formular für die Aufgabendelegation ausfüllen (siehe Abb. 4.14).
Abbildung 4.14.:
Dialog "Task Delegation" - Android, iOS, Windows Phone
27
Kapitel 4. Entwurf der Fehlermeldungen
Dialog "Low battery" während der Aufgabendelegation (1. Stufe)
Im Dialog "Task Delegation" geschieht das Speichern der Formulardaten ebenso feldweise. Bei
einem niedrigen Akkustand informiert das Gerät den User, dass die erfassten Inhalte gespeichert
wurden, und weist auf die Notwendigkeit hin, den Akku zu laden: "The already entered values
were saved. Your phone's battery needs to be charged". Die Fehlermeldung lässt sich mit der
Schaltäche "Close" schlieÿen (siehe Abb. 4.15). Der Benutzer sieht wieder das Formular für
die Aufgabendelegation (siehe Abb. 4.14).
Abbildung 4.15.:
Dialog "Low battery" während der Aufgabendelegation - Android, iOS, Windows
Phone
Dialog "Critical low battery" während der Aufgabendelegation (2. Stufe)
Der Benutzer erhält diese Fehlermeldung (siehe Abb. 4.16) während der Aufgabendelegation,
wenn die Akkuladung für die Funktionstüchtigkeit des Geräts zu niedrig ist. Das System führt
eine automatische Delegation der zu delegierenden Aufgabe durch und meldet sich: "The task
containing your entries was automatically delegated to other responsible user." Das Schlieÿen
des Dialogs ist durch ein Klick auf den "Close"-Button möglich. Es önet sich der vorherige
Dialog "Task Delegation" (siehe Abb. 4.14).
28
4.3. Dialogstrukturdiagramme
Abbildung 4.16.:
Dialog "Critical low battery" während der Aufgabendelegation - Android, iOS, Win-
dows Phone
4.3. Dialogstrukturdiagramme
Zum Zwecke der besseren Strukturierung ist die Abfolge der oben beschriebenen Dialoge in Ab-
hängigkeit der betätigten Buttons und der auftretenden Ereignisse graphisch aufbereitet (siehe
Abb. 4.17 und Abb. 4.18). In beiden Sichten (Worklist- und Execution-View) sind Fehlermel-
dungen als modale Dialogfenster dargestellt. "Das bedeutet, dass so lange kein anderes Fenster
der Anwendung aktiviert werden kann, bis das modale Fenster geschlossen wird". [Kue] Der
Benutzer kann erst fortfahren, wenn er auf die Mitteilung reagiert hat.
29
Kapitel 4. Entwurf der Fehlermeldungen
Abbildung 4.17.:
Dialogstrukturdiagramm "Low battery" - Worklist-View
30
4.3. Dialogstrukturdiagramme
Abbildung 4.18.:
Dialogstrukturdiagramm "Low battery" - Execution-View
31
Kapitel 4. Entwurf der Fehlermeldungen
32
5
Umfrage
Im Folgenden wird die mit Hilfe des Internetanbieters "Umfrage Online" [Gmb] durchgeführte
Umfrage ausdiskutiert. Nach der Schilderung der Ziele soll ein Blick auf den Aufbau der Frage-
bögen geworfen werden. Des Weiteren kommt die Auswertung der gewonnenen Ergebnisse. Die
von den Teilnehmern vorgeschlagenen Verbesserungsmöglichkeiten schlieÿen das Kapitel ab.
5.1. Ziel der Umfrage
Bei der Ausführung von Prozess-Aktivitäten auf Smart-Mobilgeräten können die unterschied-
lichsten Fehler auftreten, mit denen umgegangen werden muss. Im Rahmen dieser Arbeit wur-
den Fehlermeldungen für einige Anwendungsfälle ausgearbeitet. Jede Meldung sollte dem Nut-
zer eine möglichst klare Aussage über das aktuelle Problem und seine Lösung vermitteln. Au-
ÿerdem stehen optimales Layout, passende Textlänge, eindeutige Benennung der Buttons und
verständlicher Dialogablauf im Blickfeld. Ziel dieser Online-Umfrage war herauszunden, ob
das entwickelte Konzept die Zufriedenheit der Teilnehmer in den oben genannten Punkten
gewährleistet, und mögliches Verbesserungspotenzial zu identizieren.
5.2. Aufbau der Umfrage
Nach einigen allgemeinen Fragen zur Person wurden die Aufgabenauswahl-, Aufgabenausführungs-
und Aufgabendelegations-Mockups einer beispielhaften Android-Anwendung eingeführt. Jedem
Dialog folgte eine Meldung des "Low battery"-Fehlerfalls (siehe Abb. 5.1 und Abb. 5.2).
Die Befragten sollten die Optik und die Verständlichkeit der Fehlermeldungen mittels einer
Likert-Skala bewerten. Dabei handelte es sich um bestimmte Aussagen und die bereits im
Voraus bestehenden Kategorisierung der Antworten. Durch die Gestaltung der einheitlichen
Auswahlmöglichkeiten erzielt diese Befragungsmethode eine erhöhte Vergleichbarkeit in der
Auswertung. Zum Schluss konnten die Teilnehmer angeben, wie hilfreich die jeweilige Mitteilung
beim Lösen des Problems war, und die eigene Verbesserungsvorschläge als Freitext einbringen.
Abbildung 5.3 zeigt einen Fragebogenauszug. Die komplette Umfrage mit Auswertung bendet
sich im Anhang.
33
Kapitel 5. Umfrage
Abbildung 5.1.:
Dialog der Aufgabenauswahl und dazugehörige Fehlermeldung "Low battery"
Abbildung 5.2.:
Dialog der Aufgabendelegation und dazugehörige Fehlermeldung "Low battery"
34
5.3. Ergebnisse der Umfrage
Abbildung 5.3.:
Fragen bezüglich der "Low battery"-Fehlermeldung während der Aufgabenauswahl
5.3. Ergebnisse der Umfrage
5.3.1. Auswertung
Die Fragebögen wurden von "Umfrage Online" [Gmb] automatisch ausgewertet. Insgesamt nah-
men 23 Personen im Durchschnittsalter von 25-34 Jahren an der Umfrage teil. Knapp 70 Prozent
der Befragten waren männlich. Die Mehrheit studierte Informatik bzw. Medieninformatik an
der Universität Ulm und benutzte das Android-Betriebssystem (siehe Abb. 5.4 und Abb. 5.5).
Abbildung 5.4.:
Auswertung zur allgemeinen Frage über das Alter der Teilnehmer
35
Kapitel 5. Umfrage
Abbildung 5.5.:
Auswertung zur allgemeinen Frage über das meist benutzte Betriebssystem
Rund 4,3 Prozent der Teilnehmer nden die Fehlermeldungen im Allgemeinen eher nicht nütz-
lich. Genau so viele befolgen die Anweisungen in der Regel überhaupt nicht und 8,7 Prozent
machen es selten. Nichts desto trotz liest mehr als die Hälfte die Systemmitteilungen, um die
Hintergründe der aufgetretenen Fehler zu erfahren und sie zu beheben (siehe Abb. 5.6).
Abbildung 5.6.:
Auswertung zur allgemeinen Frage über das Befolgen der Fehlermeldungen
Fast alle Befragten bewerteten das Layout der im Rahmen dieser Arbeit entstandenen Mockups
positiv. Die Schriftgröÿe, der Wort- und Zeilenabstand wurden gröÿtenteils als optimal emp-
funden. Die Mehrheit bestätigte, dass die Fehlermeldungen sich gut vom Hintergrund abheben.
Unstimmigkeiten gab es allerdings bezüglich der Textlänge (siehe Abb. 5.7).
36
5.3. Ergebnisse der Umfrage
Abbildung 5.7.:
Auswertung zur Frage über die Textlänge
Die Formulierung der Meldungen, die lediglich die Ursache des Problems vermitteln und mit
einem "Close"-Button zu schlieÿen sind, fanden die Nutzer verständlich. Auch das Delegation-
Prinzip war für die Meisten gut nachvollziehbar. Unsicherheiten gab es hingegen bei den Feh-
lermeldungen zur Fortschrittsspeicherung (siehe Abb. 5.8).
Abbildung 5.8.:
Auswertung zur Frage über die Fortschrittsspeicherung
5.3.2. Kommentare der Befragten
Wie bereits im Kapitel 5.2 erwähnt, hatten die Teilnehmer der Umfrage die Möglichkeit, die
Anregungen hinsichtlich der Verbesserung der Fehlermeldungen zu hinterlassen. Da die Meinung
der Benutzer eine entscheidende Rolle für ein Usability-Konzept spielt, sollte an dieser Stelle
37
Kapitel 5. Umfrage
auf die relevanten Anmerkungen der Befragten eingegangen werden. Alle Kommentare und
Verbesserungsvorschläge sind im vollen Umfang im Anhang A.3 aufgeführt.
5.3.2.1. Worklist-View
Fehlermeldung "Low battery" während der Aufgabenauswahl
Je nach Studiengang variierten die Meinungen zu dem Inhalt und der Textlänge erheblich. Wäh-
rend die "Nicht-Informatik"-Studenten die vorgestellte Mitteilung (siehe Kapitel 4.2.1.1, Abb.
4.3 und Abb. 4.4 als klar bezeichneten, hatten die Studierenden der Informatikstudiengänge
andere Erwartungen. So benötigte eine Wirtschaftsmathematikerin keine zusätzlichen Informa-
tionen über den minimalen bzw. aktuellen Akkuzustand, um eine Aufgabe zu wählen. Ihrer
Ansicht nach, wirkt eine vertiefte Beschreibung eher irritierend und zerstört die Einfachheit
und äuÿere Struktur der Fehlermeldung. Dafür interessierten sich zwei Medieninformatiker und
ein Software Ingenieur für die weiteren Details zu dem aufgetretenen Fehler. Einer von ihnen
schrieb: "Für mich wäre eine Begründung oder eine Möglichkeit, um sich zu diesem Problem
mehr Details einblenden zu lassen, ganz gut". Ein anderer wollte wissen, ab welchem Akkustand
sein Smartphone wieder betriebsfähig ist, oder ob er nach dem Laden den Service weiter benut-
zen kann. Interessanterweise würde ein Medieninformatiker die Beschreibung kürzer halten.
Die Bedeutung des Buttons "Close" verwirrte manche Umfrageteilnehmer: "Schlieÿt close die
Fehlermeldung oder die App?" Nach dem Lesen der Überschrift "Low Battery" wanderte der
Blick eines Wirtschaftsphysikers sofort auf den "Close"-Button. Als mögliche Verbesserung
schlug er ein "X"-Button an der oberen rechten Ecke anstatt dem "Close"-Button vor: "... oder
sogar gar keinen Button zum Schlieÿen verwenden". Im letzten Fall sollte die Fehlermeldung
vom Bildschirm verschwinden nachdem der Benutzer auf den grauen Hintergrund drückt.
In der Abbildung 5.9 ist ein Ausschnitt aus der Umfrage mit Kommentaren zu sehen.
Abbildung 5.9.:
Verbesserungsvorschläge zur "Low battery"-Fehlermeldung während der Aufgaben-
auswahl in der Worklist-View
Fehlermeldung "Low battery" während der Aufgabenausführung
Zu dieser "Low battery"-Fehlermeldung in der Task Execution Worklist-View (siehe Kapitel
4.2.1.1, Abb. 4.5 und Abb. 4.6) gab es ähnliche Verbesserungsvorschläge wie oben. Eine Stu-
38
5.3. Ergebnisse der Umfrage
dentin konnte die vorherige Meldung ieÿender lesen. Die anderen an der Umfrage beteiligten
Personen rieten, eine Symbolik für den "Close"-Button oder eine bessere Erklärung des Pro-
blems einzuführen.
Der folgende Ausschnitt aus der Umfrage bildet die Antworten der Befragten ab.
Abbildung 5.10.:
Verbesserungsvorschläge zur "Low battery"-Fehlermeldung während der Aufgaben-
ausführung in der Worklist-View
Fehlermeldung "Low battery" während der Aufgabendelegation
Die meisten Missverständnisse rief die im Kapitel 4.2.1.1 in der Abbildung 4.8 dargestellte Feh-
lermeldung zum Speichern der Zwischenergebnisse hervor. So empfahl ein Wirtschaftsphysiker
eine andere Beschreibung des Problems auszuarbeiten und nannte die aktuelle Mitteilung als
"ein netter Ratschlag zur Fortschrittssspeicherung" (siehe Abb. 5.11). Sein Tipp wäre, einen
"Save"-Button anzubieten, der unter der Meldung über notwendige Akkuladung vor der Aufga-
bendelegation stehen könnte. Medieninformatiker fanden die Benachrichtigung ebenso "irgend-
wie total schlecht", "komisch" und "viel zu formal". Es wurde eine konkrete Lösung angeboten:
"Speichere deine Liste bevor dein Akku leer ist".
Ferner tritt ein weiteres Problem in Erscheinung - eine Doppelbedeutung des Buttons "Close".
Man sollte in der Fehlermeldung deutlicher darauf hinweisen, "dass mit close die liste verloren
geht...denn wenn close wie bisher im kontext von schlieÿen der meldung ist, dann hat man 1
benennung zu 2 kontexten". Die Bezeichnung des oben genannten Buttons war ebenfalls für
einen Informatiker nicht aussagekräftig genug. Er fragte sich: "Was passiert bei close?"
Die Wirtschaftsmathematikerin korrigierte den Satzbau der Meldung auf folgende Weise: "Save
the list of tasks, THAT should be delegated."
39
Kapitel 5. Umfrage
Abbildung 5.11.:
Verbesserungsvorschläge zur "Low battery"-Fehlermeldung während der Aufgaben-
delegation in der Worklist-View
5.3.2.2. Execution-View
Fehlermeldung "Low battery" während der Aufgabenausführung (Stufe 2)
Zu dem Fehler, der bei dem Erfassen der Benutzerdaten eintreen könnte (siehe Kapitel 4.2.1.1,
Abb. 4.10 und Abb. 4.12), hinterlieÿen lediglich drei Studenten einen Kommentar.
Ein Informatiker interessierte sich dafür, ob die Daten nach dem Klicken auf den "Close"-
Button temporär gespeichert werden und ob der Prozess sich später fortführen lässt. Weiterhin
war die Fehlermeldung für einen Medieninformatiker "eindeutig zu lang". "Wenn der Akku fast
leer ist kann der Nutzer auch mal in Panik geraten und dann aus versehen auf den falschen
Button klicken", begründete er seine Meinung.
Die Wirtschaftsmathematikerin bezweifelte die Notwendigkeit der "Delegate"-Schaltäche, falls
ihr Smartphone dringend aufgeladen werden muss. Sie ging davon aus, dass nach dem Drücken
dieses Buttons mehrere weiteren angeklickt werden müssen. Es war für sie schwer nachvollzieh-
bar, warum es genug Zeit für die Delegation gibt, die Zeit aber nicht ausreicht, um das Formular
vollständig auszufüllen. Denn es könnte, ihrer Vorstellung nach, sein, dass der Nutzer mit der
Aufgabenausführung fast fertig war.
Die Abbildung 5.12 zeigt einige Anmerkungen zu der oben aufgeführten Fehlermeldung.
40
5.3. Ergebnisse der Umfrage
Abbildung 5.12.:
Verbesserungsvorschläge zur "Low battery"-Fehlermeldung (2. Stufe) während der
Aufgabenausführung in der Execution-View
Fehlermeldung "Critical low battery" während der Aufgabenausführung (Stufe 3)
Hier waren die Anmerkungen teilweise gegensätzlich. Während die Wirtschaftsmathematikerin
dank der aktuellen Nachricht (siehe Kapitel 4.2.1.1, Abb. 4.10 und Abb. 4.13) eine Antwort
auf ihre Frage zu der vorherigen Fehlermeldung bekam, empfand der Wirtschaftsphysiker die
Mitteilung als "schwierig zu lesen". Auÿerdem wies er darauf hin, dass das Wort "Critical" "zu
Panik und Nichtlesen der Fehlermeldung" führen könnte. Seiner Empfehlung zufolge, sollte es
weglassen werden.
Ein Student der Medieninformatik bemerkte: "Trotz der Länge ist der Text gut verständlich".
Im Gegenteil dazu schlug ein anderer Teilnehmer der Umfrage eine "Kürzung des Textes" vor.
Abbildung 5.13.:
Verbesserungsvorschläge zur "Critical low battery"-Fehlermeldung (3. Stufe) wäh-
rend der Aufgabenausführung in der Execution-View
Fehlermeldung "Low battery" während der Aufgabendelegation (Stufe 1)
Auÿer
einer sehr positiven Bewertung von einem Medieninformatiker gab es zu dieser "Low battery"-
Fehlermeldung (siehe Kapitel 4.2.1.1, Abb. 4.14 und Abb. 4.15) nur noch einen Vorschlag
von der Wirtschaftsmathematikerin, einen "Sofort delegieren"-Button einzuführen (siehe Abb.
5.14).
41
Kapitel 5. Umfrage
Abbildung 5.14.:
Verbesserungsvorschläge zur "Low battery"-Fehlermeldung (1. Stufe) während der
Aufgabendelegation in der Execution-View
Fehlermeldung "Critical low battery" während der Aufgabendelegation (Stufe 2)
Die Mitteilung über eine automatische Delegation an einen anderen verantwortlichen Benutzer
(siehe Kapitel 4.2.1.1, Abb. 4.14 und Abb. 4.16) erzeugte weitere Kommentare. Der Wirt-
schaftsphysiker war der Ansicht, dass die Fehlermeldung nicht das Problem des kritischen Ak-
kuzustands löst. Eine "Erwähnung des Akkuauadens" wäre für ihn sinnvoller. Des Weiteren
hielt die Studierende der Wirtschaftsmathematik eine unerwünschte Delegation für möglich.
Die Meinung teilte ein Medieninformatiker, denn er schlug eine Zustandszwischenspeicherung
als Verbesserung vor.
Die Abbildung 5.15 stellt die Antworten der Befragten dar.
Abbildung 5.15.:
Verbesserungsvorschläge zur "Critical low battery"-Fehlermeldung (2. Stufe) wäh-
rend der Aufgabendelegation in der Execution-View
42
6
Verbesserungspotential
In diesem Kapitel werden Verbesserungsvorschläge für die Textgestaltung sowie Benennung der
Buttons vorgestellt. Diese können der weiteren Optimierung der Fehlerbehandlung dienen.
6.1. Verbesserungsvorschläge
Bei der Umfrage stellte sich heraus, dass sich manche Befragten mehr Details über den auf-
getretenen Fehler wünschten (siehe Kapitel 5.3.2). Für den Anwender wäre es mit Sicherheit
nützlich, wenn die Meldungen weitere Auskünfte geben würden, wie zum Beispiel über den
geforderten Akkustand oder über die Nutzungsmöglichkeiten während des Akkuladens.
Die Design Guidelines aller drei Betriebssysteme raten jedoch von langen Meldungen ab. Aus-
führliche Texte erschweren das schnelle Lesen und beeinussen die Nutzererfahrung negativ
(siehe Kapitel 3). Es wird nachdrücklich darauf hingewiesen, die Benachrichtigungen prägnant
zu halten. Der gleicher Meinung waren einige Umfrageteilnehmer, die bereits die kurzgefassten
Warnungen reduzieren wollten (siehe Anhang A.3).
Es empehlt sich daher die bestehenden Fehlermeldungen eher zu verkürzen, als noch umfang-
reicher zu gestalten (siehe Kapitel 6.2).
Bezüglich der Buttons konnte ebenso Verbesserungspotential in der Umfrage aufgezeigt wer-
den. Kommentare der Befragten deuteten darauf hin, dass der Button "Close" zur Verwirrung
der User führen könnte. Es wurde nicht verstanden, ob diese Schaltäche die Fehlermeldung
oder die Anwendung schlieÿt. Darüber hinaus schrieb ein Umfrageteilnehmer eine berechtigte
Anmerkung über die Doppelbedeutung des "Close"-Buttons (siehe Seite 39).
Deshalb wäre es sinnvoll die Bezeichnung fallabhängig anzupassen. Es bietet sich an, den
"Close"-Button durch den "OK"-Button zu ersetzen, wenn vom Nutzer eine einfache Akzep-
tanz erwartet wird (siehe iOS Empfehlungen auf der Seite 11 und Kommentare der Befragten
im Anhang A.3). Für die weiteren "Close"-Buttons sollten präzisere Benennungen ausgesucht
werden, die dahinter stehende Handlungen eindeutig denieren (siehe Kapitel 6.2).
Da die "Low battery"-Fehlermeldung während der Aufgabendelegation in der Execution-View
starker Kritik ausgesetzt wurde, sollte diese umkonzipiert werden. Es wäre wichtig, die Pro-
blemlösung als Erstes zu erwähnen. Die Nicht-Speicherung der Delegationsliste könnte man mit
dem "Reject"-Button bejahen (siehe Kapitel 6.2, Abb. 6.3 und Abb. 6.4).
43
Kapitel 6. Verbesserungspotential
6.2. Verbesserte Mockups
Abbildung 6.1.:
Verbesserungsvorschlag zu der "Low battery"-Fehlermeldung während der Aufgaben-
ausführung in der Ausführungsansicht: Vorher (links) und nachher (rechts) - Android
Abbildung 6.2.:
Verbesserungsvorschlag zu der "Low battery"-Fehlermeldung während der Aufgaben-
ausführung in der Arbeitslistenansicht: Vorher (links) und nachher (rechts) - Android
44
6.2. Verbesserte Mockups
Abbildung 6.3.:
Vorherige "Low battery"-Fehlermeldung während der Aufgabendelegation in der Ar-
beitslistenansicht - Android
Abbildung 6.4.:
Verbesserte "Low battery"-Fehlermeldung während der Aufgabendelegation in der
Arbeitslistenansicht - Android
45
Kapitel 6. Verbesserungspotential
46
7
Fazit
Dieses Kapitel fasst die wichtigsten Aspekte der vorliegenden Bachelorarbeit zusammen. Die
Fehlerbehandlung von mobilen Prozess-Aktivitäten liegt in Form von elektronischen Mockups
vor. Sie sind unter Berücksichtigung der Design Guidelines der drei Betriebssysteme (Android
5.0, iOS 8 und Windows Phone 8) gestaltet worden.
Des Weiteren wurden die elektronischen Entwürfe auf Benutzerfreundlichkeit und Verständ-
lichkeit in einer online Umfrage geprüft. Die Befragung brachte wertvolle Ergebnisse für die
Weiterentwicklung des Usability-Konzepts. Die Teilnehmer bewerteten die Optik und Bedie-
nung der Fehlermeldungen weitgehend positiv. Noch wichtiger: Die vor dem Arbeitsbeginn zur
Umsetzung vorgegebenen Delegations- und Backup-Konzepte wurden von den Umfrageteilneh-
mern verstanden.
Nichts desto trotz gab es einige Kritikpunkte, die zu weiteren Überlegungen bezüglich der Kon-
zipierung der Meldungen führten. Als Ergebnis ist ein extra Kapitel namens Verbesserungs-
potential (siehe Seiten 43 bis 45) entstanden, das einige Optimierungsvorschläge auührt. Die
Ideen sollten in Zukunft berücksichtigt und falls notwendig auf die restlichen Fehlermeldungen
übertragen werden.
Es empehlt sich, weitere Untersuchungen in diesem Themengebiet durchzuführen. Insbeson-
dere wären zusätzliche Umfragen von groÿer Bedeutung, um die Meinung der User zu den im
Anhang A.2 bendlichen Mockups herauszunden.
47
Kapitel 7. Fazit
48
Literaturverzeichnis
[CNB
+
13]
Crombach
, A. ;
Nandi
, C. ;
Bambonye
, M. ;
Liebrecht
, M. ;
Pryss
, R. ;
Reichert
, M. ;
Elbert
, T. ;
Weierstall
, R.: Screening for mental disorders in
post-conict regions using computer apps - a feasibility study from Burundi. In:
XIII Congress of European Society of Traumatic Stress Studies (ESTSS) Confe-
rence
, 2013, S. 7070
[Cora]
Corporation
, Microsoft:
Design resources for Windows Phone
.
https://msdn.
microsoft.com/library/windows/apps/ff637515(v=vs.105).aspx
, . [letzter
Abruf: 20.09.2015]
[Corb]
Corporation
, Microsoft:
Error Messages
.
https://msdn.microsoft.com/
en-us/library/windows/desktop/dn742471(v=vs.85).aspx
, . [letzter Abruf:
20.09.2015]
[Corc]
Corporation
, Microsoft:
Guidelines for message dialogs
.
https://msdn.
microsoft.com/en-us/library/windows/apps/hh738363.aspx
, . [letzter Ab-
ruf: 20.09.2015]
[Cord]
Corporation
, Microsoft:
Guidelines for message dialogs
.
https://msdn.
microsoft.com/en-us/library/windows/apps/hh738363.aspx
, . [letzter Ab-
ruf: 20.09.2015]
[Core]
Corporation
, Microsoft:
Richtlinien für Dialogfeld-Steuerelemente
.
https://
msdn.microsoft.com/de-de/library/windows/apps/Dn997764.aspx
, . [letzter
Abruf: 20.09.2015]
[Corf]
Corporation
, Microsoft:
Richtlinien für UWP-Apps
.
https://msdn.
microsoft.com/de-de/library/windows/apps/hh465424.aspx
, . [letzter Ab-
ruf: 20.09.2015]
[Corg]
Corporation
, Microsoft:
Richtlinien zum Entwerfen barrierefreier Apps
.
https:
//msdn.microsoft.com/de-de/library/windows/apps/Hh700407.aspx
, . [letz-
ter Abruf: 20.09.2015]
[Gmb]
GmbH
enuvo:
Umfrage Online
.
https://www.umfrageonline.com
, . [letzter
Abruf: 20.09.2015]
[GPSR13]
Geiger
, P. ;
Pryss
, R. ;
Schickler
, M. ;
Reichert
, M.: Engineering an
Advanced Location-Based Augmented Reality Engine for Smart Mobile Devices.
Ulm : University of Ulm, October 2013 (UIB-2013-09). Technical Report
[GSP
+
14]
Geiger
, P. ;
Schickler
, M. ;
Pryss
, R. ;
Schobel
, J. ;
Reichert
, M.: Location-
based Mobile Augmented Reality Applications: Challenges, Examples, Lessons
Learned. In:
10th Int'l Conference on Web Information Systems and Technolo-
gies
, 2014, S. 383394
[Inca]
Inc
, Apple:
Accessibility Programming Guide for iOS
.
https://developer.
apple.com/library/ios/documentation/UserExperience/Conceptual/
iPhoneAccessibility/Introduction/Introduction.html
, . [letzter Ab-
ruf: 20.09.2015]
49
Literaturverzeichnis
[Incb]
Inc
, Apple:
Alert Views
.
https://developer.apple.com/library/ios/
documentation/UserExperience/Conceptual/UIKitUICatalog/UIAlertView.
html
, . [letzter Abruf: 20.09.2015]
[Incc]
Inc
, Apple:
Temporary Views
.
https://developer.apple.com/library/ios/
documentation/UserExperience/Conceptual/MobileHIG/Alerts.html
, . [letz-
ter Abruf: 20.09.2015]
[Incd]
Inc
, Google:
Accessibility
.
https://www.google.com/design/spec/usability/
accessibility.html
, . [letzter Abruf: 20.09.2015]
[Ince]
Inc
, Google:
Dialogs
.
https://www.google.com/design/spec/components/
dialogs.html
, . [letzter Abruf: 20.09.2015]
[Incf]
Inc
, Google:
Material Design Icons 2.0
.
https://github.com/google/
material-design-icons/releases
, . [letzter Abruf: 20.09.2015]
[IRLP
+
13]
Isele
, D. ;
Ruf-Leuschner
, M. ;
Pryss
, R. ;
Schauer
, M. ;
Reichert
, M.
;
Schobel
, J. ;
Schindler
, A. ;
Elbert
, T.: Detecting adverse childhood
experiences with a little help from tablet computers. In:
XIII Congress of Eu-
ropean Society of Traumatic Stress Studies (ESTSS) Conference
, 2013, S. 6970
[Kue]
Kuehnel
, Andreas:
Visual C# 2008
.
http://openbook.rheinwerk-verlag.de/
visual_csharp/visual_csharp_13_009.htm
, . [letzter Abruf: 20.09.2015]
[LLC]
LLC
, Pixeden:
Samsung Galaxy S5 Psd Mockup
.
http://www.pixeden.com/
psd-mock-up-templates/samsung-galaxy-s5-psd-mockup
, . [letzter Abruf:
20.09.2015]
[Ltd]
Ltd
, Adobe Systems Software I.:
Adobe-Downloads
.
http://www.adobe.com/de/
downloads.html
, . [letzter Abruf: 20.09.2015]
[PLRH12]
Pryss
, R. ;
Langer
, D. ;
Reichert
, M. ;
Hallerbach
, A.: Mobile Task
Management for Medical Ward Rounds - The MEDo Approach. In:
1st Int'l Work-
shop on Adaptive Case Management
, Springer, September 2012 (LNBIP 132), S.
4354
[PMLR15]
Pryss
, R. ;
Mundbrod
, N. ;
Langer
, D. ;
Reichert
, M.: Supporting medical
ward rounds through mobile task and process management. In:
Information Sys-
tems and e-Business Management
13 (2015), February, Nr. 1, S. 107146
[PMR13]
Pryss
, R. ;
Musiol
, S. ;
Reichert
, M.: Collaboration Support Through Mobile
Processes and Entailment Constraints. In:
9th IEEE Int'l Conference on Collabora-
tive Computing: Networking, Applications and Worksharing (CollaborateCom'13)
,
IEEE Computer Society Press, October 2013
[PMR14]
Pryss
, R. ;
Musiol
, S. ;
Reichert
, M.: Integrating Mobile Tasks with Business
Processes: A Self-Healing Approach. In:
Handbook of Research on Architectural
Trends in Service-Driven Computing
. 2014, S. 103135
[PTKR10]
Pryss
, R. ;
Tiedeken
, J. ;
Kreher
, U. ;
Reichert
, M.: Towards Flexible Process
Support on Mobile Devices. In:
Proc. CAiSE'10 Forum - Information Systems
Evolution
, Springer, 2010 (LNBIP 72), S. 150165
50
Literaturverzeichnis
[PTR10]
Pryss
, R. ;
Tiedeken
, J. ;
Reichert
, M.: Managing Processes on Mobile Devices:
The MARPLE Approach. In:
CAiSE'10 Demos
, 2010
[RLPL
+
13]
Ruf-Leuschner
, M. ;
Pryss
, R. ;
Liebrecht
, M. ;
Schobel
, J. ;
Spyridou
,
A. ;
Reichert
, M. ;
Schauer
, M.: Preventing further trauma: KINDEX mum
screen - assessing and reacting towards psychosocial risk factors in pregnant women
with the help of smartphone technologies. In:
XIII Congress of European Society
of Traumatic Stress Studies (ESTSS) Conference
, 2013, S. 7070
[RPR11]
Robecke
, A. ;
Pryss
, R. ;
Reichert
, M.: DBIScholar: An iPhone Application
for Performing Citation Analyses. In:
CAiSE Forum-2011
, CEUR Workshop Pro-
ceedings, June 2011 (Proceedings of the CAiSE'11 Forum at the 23rd International
Conference on Advanced Information Systems Engineering Vol-73)
[SPR15]
Schobel
, J. ;
Pryss
, R. ;
Reichert
, M.: Using Smart Mobile Devices for
Collecting Structured Data in Clinical Trials: Results From a Large-Scale Case
Study. In:
28th IEEE International Symposium on Computer-Based Medical Sys-
tems (CBMS 2015)
, IEEE Computer Society Press, June 2015, S. 1318
[SPSR15]
Schickler
, M. ;
Pryss
, R. ;
Schobel
, J. ;
Reichert
, M.: An Engine Enabling
Location-based Mobile Augmented Reality Applications. In:
10th Int'l Conference
on Web Information Systems and Technologies (WEBIST 2014)
. Springer, 2015
(LNBIP)
[SSP
+
14a]
Schobel
, J. ;
Schickler
, M. ;
Pryss
, R. ;
Maier
, F. ;
Reichert
, M.: Towards
Process-Driven Mobile Data Collection Applications: Requirements, Challenges,
Lessons Learned. In:
10th Int'l Conference on Web Information Systems and Tech-
nologies (WEBIST 2014)
, 2014, S. 371382
[SSP
+
14b]
Schobel
, J. ;
Schickler
, M. ;
Pryss
, R. ;
Maier
, F. ;
Reichert
, M.: Towards
Process-Driven Mobile Data Collection Applications: Requirements, Challenges,
Lessons Learned. In:
10th Int'l Conference on Web Information Systems and Tech-
nologies (WEBIST 2014)
, 2014, S. 371382
51