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[en] (orig)
Universität Ulm | 89069 Ulm | Germany Fakultät für
Ingenieurwissenschaften
und Informatik
Institut für Datenbanken und
Informationssysteme
Designkonzept für eine Webanwendung
zum Zugriff auf eine interdisziplinäre
und multinationale Datenbank zur
Erfassung Tinnitus-geschädigter
Patienten
Masterarbeit an der Universität Ulm
Vorgelegt von:
Robin Hagenlocher
Gutachter:
Prof. Dr. Manfred Reichert
Dr. Winfried Schlee
Betreuer:
Rüdiger Pryss
PD Dr. Berthold Langguth
Susanne Staudinger
2015
Fassung 10. März 2015
c
2015 Robin Hagenlocher
This work is licensed under the Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0
License. To view a copy of this license, visit http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/ or
send a letter to Creative Commons, 543 Howard Street, 5th Floor, San Francisco, California, 94105,
USA.
Satz: PDF-L
A
TEX2ε
Zusammenfassung
Tinnitus ist ein weit verbreitetes Symptom, bei welchem die Betroffenen Geräusche im
Ohr wahrnehmen. Ein Viertel der Bevölkerung der Industrieländer ist bereits betroffen
und jährlich erkranken weitere 270.000 Personen an Tinnitus. Diese Geräusche können
in verschiedenen Eigenarten auftreten und auf verschiedene Weisen diagnostiziert und
therapiert werden.
Die Tinnitus Datenbank ermöglicht Ärzten weltweit, detaillierte Informationen über Tinnitus-
Betroffene zu speichern und zu verwalten. Dieses System wurde 2008 entwickelt und wird
seither von der Tinnitus Research Initiative (TRI) verwaltet und benutzt. Der Hauptsitz
der TRI befindet sich in Regensburg, jedoch gibt es weltweit 26 Zentren, in denen die
Patientendaten eingegeben werden können.
Im System können Patienten angelegt und verwaltet werden. Die Patienten bekommen
mehrere Fragebögen zur Diagnose des Tinnitus und ihres Befindens ausgeteilt, welche
dann online übertragen werden können. Nach der Übertragung sind sowohl grafische, als
auch statistische Auswertungen abrufbar.
Durch eine kritische Analyse des Systems werden viele Schwachstellen sichtbar, welche
mithilfe einer neuen Version behoben werden sollen. Im Rahmen des Konzeptes steht, die
gesamte Oberfläche des Systems zu überarbeiten und um einige neue Funktionalitäten
zu erweitern. In dieser Arbeit wurde die vorhandene Tinnitus Datenbank analysiert,
um mögliche Schwachstellen und Kritikpunkte herauszufinden. Anhand der ermittelten
Ergebnisse und einer Liste von Anforderungen, welche die optimierte Variante erfüllen
muss, wurden erste Entwürfe erstellt. Diese Entwürfe wurden in mehreren Meetings und
Konferenzen mit den Auftraggebern angepasst und erweitert. Im Anschluss daran wird der
finale Entwurf vorgestellt und auf mögliche Umsetzungstechniken eingegangen.
iii
Danksagung
An dieser Stelle möchte ich denjenigen danken, die mich bei dieser Arbeit unterstützt
haben. Zuallererst möchte ich meinem Betreuer Rüdiger Pryss für all das Feedback
und die Denkanstöße danken. Ein großer Dank geht ebenfalls an das „Team Tinnitus“,
welches aus meinem Betreuer Rüdiger Pryss, meinem Gutachter Dr. Winfried Schlee und
aus Susanne Staudinger besteht. Ohne den ständigen Kontakt und das hilfreiche und
ausführliche Feedback auf persönlichem und elektronischem Wege wäre dieses Projekt
niemals zustande gekommen.
Vielen Dank auch an alle, die mir während des Erstellen der neuen Entwürfe Tipps und
Verbesserungsvorschläge gegeben haben. Außerdem will ich den Personen danken, die
diese Arbeit Korrektur gelesen haben.
iv
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1
1.1 Das Krankheitsbild Tinnitus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
1.2 Die bisherige Tinnitus Datenbank . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
1.2.1 AufbaudesSystems............................ 6
1.2.2 Funktionsumfang des Systems . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
1.3 Probleme des existierenden Systems . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
1.3.1 Zusammenfassung der Schwachstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
1.4 Motivation zur Einführung einer neuen Version . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
2 Anforderungen 20
2.1 Anforderungen an das neue System . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
3 Related Work 24
3.1 Beispiel: Otometrics MADSEN Astera2...................... 24
3.2 Beispiel: otoconsult Audiqueen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
3.3 Beispiel: tomedo R
................................. 26
3.4 Beispiel: Track Your Tinnitus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27
3.5 Beispiel:Tinnitracks ................................ 28
4 Erste Entwürfe 29
4.1 Entwürfe in Adobe Illustrator: Erste Vorschläge . . . . . . . . . . . . . . . . . 29
4.2 ElementedesEntwurfs .............................. 29
4.3 Design der einzelnen Elemente . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
4.3.1 Anmeldebildschirm............................. 31
4.3.2 Header ................................... 32
4.3.3 Navigationsbereich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35
4.3.4 Fragebögen................................. 36
4.3.5 Dashboard ................................. 40
v
Inhaltsverzeichnis
4.3.6 Patienten hinzufügen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
4.3.7 Patientensuchen.............................. 42
4.3.8 Einstellungen................................ 46
4.3.9 Neuroimaging-Verwaltung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48
4.3.10 Audiogramm-Verwaltung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50
4.3.11Charts.................................... 51
4.3.12Admin-Menü ................................ 52
4.3.13Statistik................................... 56
4.3.14 Farben und Hintergründe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57
4.3.15Sonstiges.................................. 58
5 Finaler Entwurf 61
5.1 DerHeaderunddasLogo............................. 61
5.2 Home ........................................ 62
5.2.1 Registrierung................................ 62
5.2.2 Login .................................... 64
5.2.3 Dashboard ................................. 65
Neue Patienten hinzufügen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65
Patientensuchen.............................. 67
5.3 Einstellungen.................................... 69
5.4 Patienten-Modul .................................. 70
5.4.1 Patienten-Akte ............................... 71
5.4.2 Treatment.................................. 71
5.4.3 Übersichten................................. 71
5.4.4 Fragebögen................................. 75
5.4.5 Neuroimaging................................ 77
5.4.6 Audiogramme................................ 79
5.4.7 Charts.................................... 80
5.5 Administrator-Modul ................................ 81
5.5.1 Qualitätskontrolle.............................. 82
5.5.2 Verwaltung der Benutzer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82
5.5.3 Verwaltung der Sprachen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84
5.5.4 Verwaltung der Oberfläche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 85
5.5.5 Verwaltung der Benutzerrollen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86
vi
Inhaltsverzeichnis
5.5.6 Verwaltung der Fragebögen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86
5.6 Statistik-Modul ................................... 89
5.6.1 Erster Schritt: Suche und Vorauswahl . . . . . . . . . . . . . . . . . . 89
5.6.2 Zweiter Schritt: Auswahl der Variablen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90
5.6.3 Dritter Schritt: Export der Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91
5.6.4 Zusätzliches Tool zur Nachbearbeitung der Suchergebnisse . . . . . . 92
6 Umsetzungstechniken 95
6.0.5 Webanwendung: Vor- und Nachteile . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95
6.0.6 Grundgerüst ................................ 96
6.0.7 Design.................................... 96
6.0.8 Datenspeicherung ............................. 96
6.0.9 Funktionalität................................ 97
7 Zusammenfassung und Ausblick 99
7.1 Zusammenfassung................................. 99
7.2 Die Zukunft der Tinnitus Datenbank . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 100
7.3 Ausblick.......................................101
A Anhang 106
A.1 Inhalt der beigelegten CD . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 106
B Nicht verwendete Entwürfe 107
C Styleguide 109
C.1 Farben........................................109
C.2 Typographie.....................................113
Literaturverzeichnis 114
vii
1 Einleitung
Die Herausforderung und gleichzeitig die Motivation dieser Arbeit besteht darin, die derzeit
verwendete Tinnitus Datenbank der Tinnitus Research Initiative, auch TRI genannt [13],
zu optimieren und weiterzuentwickeln. Die bereits existierende Tinnitus Datenbank soll
bezüglich der Nutzerfreundlichkeit und Visualisierung, zur Erfüllung der Kunden- und
Patientenbedürfnisse, verbessert werden. Diese Arbeit ist in einer Zusammenarbeit mit der
TRI und des Instituts für Datenbanken und Informationssysteme (DBIS) der Universität Ulm
entstanden. Die Impulsgeber sind Ärzte aus Regensburg, da diese und deren Patienten das
zukünftige System verwenden werden.
Das erste Kapitel beschreibt das Krankheitsbild Tinnitus und die derzeit verwendete
Tinnitus Datenbank, mit welcher Daten zu Tinnitus-geschädigten Patienten gesammelt
werden. Im zweiten Kapitel wird auf die einzelnen Anforderungen, welchen von einer
solchen Datenbank erfüllt werden sollen, eingegangen. Nachdem im dritten Kapitel zum
Vergleich verwandte Arbeiten beschrieben werden, beginnen die ersten Entwürfe des
neuen Konzepts im vierten Kapitel. Die bewerteten Möglichkeiten führen zu einem finalen
Entwurf, welcher im fünften Kapitel vorgestellt wird. Danach werden im sechsten Kapitel
die Umsetzungstechniken besprochen. Das siebte Kapitel schließt diese Arbeit mit einem
Ausblick auf den weiteren Verlauf und die Zukunft der Tinnitus Datenbank.
In Abbildung 1.1 wird der systematische Ablauf zur Gliederung der Masterarbeit dargestellt.
Abbildung 1.1: Struktur der Masterarbeit
1
1 Einleitung
1.1 Das Krankheitsbild Tinnitus
Daten und Fakten: Die Kurzform Tinnitus stammt vom lateinischem Wort Tinnitus
aurium, was „das Klingen der Ohren“ oder umgangssprachlich Ohrensausen bedeutet
[45]. Tinnitus ist entgegen dem Volksglauben keine Krankheit, sondern ein Symptom,
vergleichbar mit Schmerz oder Fieber. Hierbei muss unterschieden werden, ob der
Tinnitus objektiv oder subjektiv ist. Beim weitaus häufigeren subjektiven Tinnitus nimmt der
Betroffene Geräusche wahr, die keine äußere, für andere Personen wahrnehmbare Quelle
besitzen [31]. Das Geräusch ist also nur vom Patienten selbst wahrnehmbar. Der seltenere
objektive Tinnitus beruht auf körpereigenen physikalischen Störquellen in der Nähe des
Ohres (z.B. die Aussackung der Halsschlagader), welche vom Arzt mit speziellen Geräten
erfasst werden können. Die objektive Form betrifft gerade mal 0,01% aller Menschen mit
Tinnitus [1].
Das Geräusch kann in einem oder in beiden Ohren gleichzeitig, aber auch
manchmal innerhalb des Kopfes wahrgenommen werden. Die Art der Geräusche
kann variieren, wodurch Pfeifen, Zischen, Knacken, Brummen oder Klopfen als
Einzelform oder auch als Kombination wahrgenommen werden können. Es können auch
unterschiedliche Intensitäten entstehen, welche sich gleichbleibend oder rhythmisch-
pulsierend niederschlagen können.
Der Tinnitus ist ein weit verbreitetes Symptom. Ein Viertel der Bevölkerung der
Industrieländer ist im Laufe ihres Lebens von Tinnitus betroffen. Allein in Deutschland
leiden etwa 3 Millionen Menschen ständig an Ohrgeräuschen [2], welche meist
zwischen dem 40. und dem 50. Lebensjahr beginnen. Pro Jahr kommen etwa
270.000 Neuerkrankungen hinzu [16]. Ein Unterschied beim Auftreten des Symptoms
der unterschiedlichen Geschlechter ist nicht feststellbar, Frauen und Männer sind
gleichermaßen betroffen.
Da in den letzten Jahrzehnten die Zahl der Tinnituspatienten stark gestiegen ist, wird in
den westlichen Industrieländern und in Deutschland auch öfter von einer Volkskrankheit
gesprochen. Dies kann jedoch daran liegen, dass heutzutage mehr Patienten ärztliche Hilfe
aufsuchen und muss nicht auf einer erhöhten Zahl der Erkrankten beruhen.
2
1 Einleitung
Formen: Es wird angenommen, dass sich unter dem Begriff Tinnitus verschiedene
Subtypen verbergen, die in unterschiedlicher Weise auf einzelne Therapieformen
ansprechen.
Im deutschsprachigen Raum werden derzeit zwei Phasen im Bezug auf den Zeitraum
der Wahrnehmung unterschieden. Falls der Tinnitus nur über einen kurzen Zeitraum
(bis drei Monate) wahrnehmbar ist, spricht man von einem akuten Tinnitus. Alles was
darüber hinausgeht (also länger als drei Monate andauert), wird als chronischer Tinnitus
bezeichnet. In der akuten Phase ist eine Heilung oder eine spontane Besserung noch mit
großer Wahrscheinlichkeit möglich, oftmals sogar ohne ärztliche Unterstützung. Sollte der
Betroffene jedoch schon mehrere Monate den Tinnitus wahrnehmen, bestehen nur geringe
Chancen auf Heilung.
Ebenfalls hat sich die Einteilung des Tinnitus in vier Schweregrade bewährt [41].
Grad 1: kompensierter Tinnitus, kein Leidensdruck
Grad 2: kompensierter Tinnitus, tritt bei Stille in Erscheinung und wirkt störend bei Stress
und psychischen Belastungen
Grad 3: dekompensierter1Tinnitus, dauernde Beeinträchtigung im privaten und
beruflichen Bereich, Störungen im emotionalen, kognitiven und körperlichen
Bereich
Grad 4: vollständig dekompensierter Tinnitus, Berufsunfähigkeit
Da es sich beim Tinnitus jedoch um ein nur vom Betroffenen wahrnehmbares Geräusch
handelt, ist dieses nicht objektiv messbar. Aus diesem Grund fließen in die Beurteilung des
Schweregrades auch die Auswirkungen auf das Leben des Patienten mit ein.
Ursachen: Als Ursachen für Tinnitus kommen mehrere infrage, jedoch muss zuvor
zwischen dem objektiven und subjektiven Tinnitus unterschieden werden. Diese klare
Unterscheidung ist deshalb so wichtig, weil je nach Tinnitusart ein anderes therapeutisches
Vorgehen verwendet wird. Als Ursachen vom objektiven Tinnitus sind Bluthochdruck,
Gefäßmissbildungen, Tumore im Ohrbereich oder Zuckungen kleiner Muskeln möglich.
Beim subjektiven Tinnitus kommen verschiedenste Entzündungen des Ohrs oder auch
1Dekompensation (vom lateinischen Wort decompensatio = Unausgeglichenheit / Entgleisung) bezeichnet den
Zustand eines Patienten, wenn dessen Körper die Fehlfunktion eines Organsystems nicht mehr ausgleichen /
kompensieren kann [48]
3
1 Einleitung
der Atemwege infrage. Zusätzlich sind Lärmschäden (in Form eines Knalltraumas oder
ständiger Lärmbelästigung wie auf Baustellen oder in Diskotheken), Tauchunfälle, Tumore,
Arzneimittel (Antibiotika oder Aspirin) oder Virusinfekte möglich. Ebenso kann eine
Überaktivität des Hörzentrums im Gehirn für den Tinnitus verantwortlich sein [34] [35].
Die Liste kann beliebig weitergeführt werden, da viele verschiedene Einflussfaktoren wie
Alkohol, Nikotin, Speisen und vor allem Stress zu den Ursachen gezählt werden können.
Folgeschäden: Da der Leidtragende fortwährend Geräusche wahrnimmt, können
viele psychische Begleiterscheinungen auftauchen [24]. Neben Schlaf- und
Konzentrationsstörungen, Angstzuständen, Depressionen oder Arbeitsunfähigkeit,
schränken viele ihre soziale Kontakte ein und ziehen sogar Suizid in Erwägung, damit
die nervtötenden Geräusche endlich ausbleiben. Die Mehrzahl der Patienten (etwa
97%) lernt auf Dauer mit den Geräuschen zu leben und muss unter keiner Habituation
(Einschränkung der Lebensqualität) leiden.
Behandlung: Für die meisten Behandlungen konnte bisher noch kein Nachweis auf
Wirkung mittels gut angelegter Studien belegt werden. Da der Tinnitus fast immer mit
einer Hörstörung verbunden ist, beginnt man meist mit einem Hörtest, dem sogenannten
Audiogramm. Bei diesem Hörtest wird die Hörschwelle festgestellt. Die Gestalt des
Ohrgeräusches wird durch ein Tinnitusmatching erfasst, welches an dieser Stelle nicht
weiter betrachtet wird.
Die Therapiemöglichkeiten waren nicht Thema dieser Arbeit, somit kann von
einer genaueren Betrachtung abgesehen werden. Vorbeugend kann man versuchen
Haltungsschäden, starke akustische Belastungen und Stress durch einen gesunden
Lebensstil zu vermeiden.
Treten erste Anzeichen eines Tinnitus bei jemandem auf, so sollte man unverzüglich einen
Arzt aufsuchen. Je früher man mit der Behandlung beginnt, desto erfolgreicher kann der
Heilungsprozess sein. Falls sich jedoch ein chronischer Tinnitus entwickeln sollte, gibt es
viele Therapieansätze, die ausprobiert werden können. Ergänzend können Aufklärung,
leise rhythmische Musik und Selbsthilfegruppen hilfreich sein.
4
1 Einleitung
1.2 Die bisherige Tinnitus Datenbank
Die Tinnitus Datenbank ermöglicht Ärzten weltweit detaillierte Informationen über
Patienten, welche am Tinnitus erkrankt sind, zu speichern und verwalten [23]. Diese globale
Datenbank wurde 2008 entwickelt und ist seit Ende 2008 bzw. Anfang 2009 im Einsatz und
beherbergt einen Patientenstamm von derzeit ca. 3200 Patienten. Wie der Arbeitsablauf
vonstatten geht, ist in Abbildung 1.2 grafisch dargestellt.
Abbildung 1.2: Ablauf der Dateneintragung
Das System erfüllt aktuell nicht mehr die Anforderungen der Benutzung, sodass
eine Umstellung auf ein anderes bzw. überarbeitetes System zeitnah nötig ist. Diese
Neukonzeption wird umso dringlicher, je genauer das System betrachtet wird. Das verfolgte
Ziel ist es, die Datenbank so neu zu gestalten, dass neue fachliche Anforderungen realisiert
werden können.
Es gibt viele verschiedene Subtypen des Tinnitus. Zur Aufklärung, welche Subtypen es gibt
und wie man sie charakterisieren kann, ist es nötig, einen sehr großen und heterogenen
Patientendatensatz zu haben [42]. Hierbei kann die Datenbank von großem Nutzen sein.
Die Verwendung von Fragebögen im System soll überschaubare und
bedienungsfreundliche Informationen speichern und abbilden können, die nachträglich für
klinische Forschungen verwendet werden.
Die gesammelten Patientendaten könnten zusätzlich als Grundlage für ein ärztliches
Gespräch in Form eines strukturierten Tinnitus-Interviews gelten [12]. Die Fragebögen
5
1 Einleitung
werden auch eingesetzt, um die Beschwerden der Betroffenen bei der Aufnahme in eine
Klinik oder bei Beginn einer ambulanten Behandlung zu erfassen. Auf diese Weise ist es
möglich, den Tinnitus einem bestimmten Schweregrad zuzuordnen [20]. Dieser ist für die
Einschätzung der Tinnitusbelastung und für das Erstellen eines Therapiekonzepts relevant.
Mit einem neuen globalen System wird man viel Zeit einsparen, da sich die Patienten
schon im Vorfeld selbst für die Tinnitus Datenbank registrieren und vorab über ihren
Tinnitus informieren können. Im System sind alle wichtigen Funktionen und Datensätze
auf einen Blick zu sehen. Während und nach der Behandlung können jederzeit relevante
Informationen herausgegriffen und abgebildet werden.
1.2.1 Aufbau des Systems
Das Web-Interface zum Zugriff auf die Datenbank ist in drei Bereiche gegliedert: Eine
seitliche Navigation, der Header und der Inhalt, in dem weitere Informationen zum Patienten
verwaltet werden. Dies ist in Abbildung 1.3 dargestellt.
(a) Beschriftung (b) Aktuelles System
Abbildung 1.3: Aufbau des Systems
Die Eingabe und die Verwaltung aller Daten wird ausschließlich von Ärzten, Experten
oder anderen berechtigten Angestellten durchgeführt. Der Patient selbst bekommt die
Fragebögen in Papierform ausgeteilt und muss diese von Hand ausfüllen. Im neuen
System jedoch soll der Patient selbst die Fragebögen online ausfüllen, sodass natürliche
Ressourcen eingespart werden können und kein Mehraufwand für die Ärzte entsteht.
6
1 Einleitung
1.2.2 Funktionsumfang des Systems
Nach der Betrachtung der bereits bestehenden Tinnitus Datenbank wird deutlich,
dass mithilfe des Systems schon sehr viele Tinnitus-bezogene Daten gespeichert und
ausgewertet wurden. Die Datenbank des Systems verwaltet im operativen Routinebetrieb
eine Anzahl von über 3000 Patienten. Man kann neue Patienten hinzufügen und
nach bestehenden Patienten suchen. Für die Patienten müssen alle Fragebögen zur
Bearbeitung offen stehen. In der Praxis kommt ausschließlich der Fall vor, dass die
Ärzte oder andere berechtigte Angestellte alle Daten der Patienten eintragen. Zurzeit sind
weltweit 35 Benutzer angemeldet, welche diese Arbeiten ausführen. Diese bekommen die
ausgedruckten Fragebögen der Patienten und tragen sie dann in das System ein.
Im Folgenden werden nun die einzelnen prozessbegleitenden Schritte und Funktionen
erläutert, welche die Datenbank unterstützen.
Nachdem man sich eingeloggt hat, wird man auf eine Übersicht geleitet. In dieser Übersicht
sind die Funktionen „Neuer Patient“, „Patientensuche“ und „Logout“ gegeben.
Patienten suchen: Hierbei gelangt man zu einer Suchform, in der man die Möglichkeit
hat, entweder nach einer Code-ID, einer External-ID, einem Alter oder einem Geschlecht
zu suchen. Die Ergebnisse kann man sich beliebig nach den eben genannten Suchkriterien
sortieren lassen. Als Ergebnisliste sieht man für jeden Patienten seine Code-ID, seine
Externe ID, sein Alter, sein Geschlecht und einen Button zur Bearbeitung. Der Button
zur Bearbeitung ruft die Stammdaten des Patienten auf. Alle anderen Einträge rufen den
Benutzer auf.
Neuen Patienten anlegen: Eine Seite, in der man die Stammdaten des Patienten
eingeben muss, wird geöffnet. Die Stammdaten setzen sich aus kombinierter ID, externer
ID, Geburtsdatum, Geschlecht und Angabe des Dateneingebers zusammen. Mit diesen
Daten ist der Patient angelegt und in der linken Navigation können unter Patientendaten
die einzelnen Unterpunkte aufgerufen werden. Diese Unterpunkte umfassen:
Description
Screening 01-02
Baseline
Visite 1-11
Finale Visite
Follow-up 1-4
Adverse
Comorbidity
Concomittant
7
1 Einleitung
Non-Pharmalogical Input-State Katamnese
Der erste Punkt Description beschreibt die angewandte Behandlung des Patienten,
während die nächsten Punkte Screening, Baseline, Visite, Finale Visite und Follow-
Up alle Fragebögen beinhalten. Die nächsten Punkte beschreiben Nebenwirkungen
(Adverse), Begleiterkrankungen (Comorbiditiy), gleichzeitig eingenommene Medikamente
(Concomittant), nicht-medikamentöse Eingriffe (Non-Pharmalogical), die Validität (Input-
State) und einen zusätzlichen Fragebogen über die Einflüsse der Ohrgeräusche
(Katamnese).
Zusätzlich zu den Patientendaten gibt es noch mehrere andere Menüpunkte.
Startseite
Informationen und Hilfe
Impressum und Kontakt
Kommunikation
Benutzereinstellungen
Charts
Qualitätssicherung
Auswertungen (Eing. Pat.)
Auswertungen (Imp. Pat.)
Excel Export (Alle Pat.)
Admin-Menü
Logout
Im Folgenden wird auf jeden Menüpunkt kurz eingegangen.
Startseite Hier kann ein neuer Patient angelegt, ein bestehender Patient gesucht und
geöffnet werden oder man kann sich ausloggen.
Patientendaten Hier finden sich alle Fragebögen und sonstigen patientenbezogene Daten
Informationen und Hilfe Unter diesem Punkt finden sich Texte zum besseren Verständnis
einiger Punkte der Patientendaten, wie Comorbidity oder Concomittant
Medication.
Impressum und Kontakt Hier finden sich Informationen über Kontaktmöglichkeiten und
über das Impressum, welches Rechtshinweise, Datenschutz, Urheberrechte,
Haftung, Lizenzen und vieles mehr umfasst.
Kommunikation Das Kommunikationsmodul setzt sich aus zwei Bestandteilen
zusammen. Man kann entweder interne Nachrichten an andere User des
Portals oder E-Mails über das Internet versenden.
8
1 Einleitung
Benutzereinstellungen Unter den Einstellungen kann die Sprache und das Login-
Passwort geändert werden. Außerdem ist eine Rechte-Übersicht aufrufbar.
Charts Hier können die Auswertungen der Fragebögen (THI, TBF-12, G&H, BDI und
WHOQOL-BREF) in Form von Diagrammen angesehen werden. In Tabelle
1.1 sind die Abkürzungen der Fragebögen des Systems zusammen mit deren
ausgeschriebenen Titeln aufgeführt.
Qualitätssicherung Hier werden Reports über die Patienten und die Zentren
generiert und angezeigt. Zusätzlich können Patientendatensätze validiert und
zusammengefasst oder deren fehlende Datensätze angezeigt werden.
Auswertungen (Eing. Pat.) Unter dieser Auswertung lassen sich alle eingegebenen
Patienten vorsortieren und eine Ergebnistabelle mit Fragebogen-Score ausgeben.
Auswertungen (Imp. Pat.) Bei dieser Auswertung kann man eine Übersicht sehen,
welche Patienten importiert wurden. Für diese importierten Patienten wird eine
Tabelle mit Screening-Auswertungen ausgegeben.
Excel Export (Alle Pat.) Beim Excel-Export werden sowohl die selbst eingegebenen als
auch die importierten Patienten für diese Berechnung der Werte herangezogen.
Den Excel-Dateiinhalt kann man dann herunterladen.
Admin-Menü Dieses Menü teilt sich in mehrere Bereiche auf: Zuerst kommt eine
Benutzerverwaltung, in der bestehende Nutzer verwaltet und neu angelegt
werden können. Dann kann ferner auf Zugriffsstatistiken und mehrere
Datenbankverwaltungen zugegriffen werden.
Logout Unter diesem Punkt kann sich der Nutzer abmelden.
Abkürzung Voller Titel des Fragebogens
TSCHQ Tinnitus Sample Case History Questionnaire
THI Tinnitus Handicap Inventory
TBF-12 Tinnitus Impairment Questionnaire (Tinnitus-Beeinträchtigungs-Fragebogen)
CGI Clinical Global Impression
MDI Major Depression Inventory
BDI Beck Depression Inventory
WHOQOL World Health Organization Quality of Life
BREF Best Available Technique Reference Document
G & H Goebel & Hiller
Tabelle 1.1: Fragebögen des Systems
9
1 Einleitung
In Tabelle 1.2 sind die Zentren des bisherigen Systems aufgelistet.
Nummer Zentrum
000 Eingabe von Testpatienten
001 Regensburg, Deutschland
002 Antwerpen, Niederlande
003 Mailand, Italien
004 Valencia, Spanien
005 Sevilla, Spanien
006 Marseille, Frankreich
007 Boston, USA
008 Auckland, Neuseeland
009 Sao Paolo, Brasilien
010 Volta Redonda, Brasilien
011 Porto Alegre, Brasilien
012 Buenos Aires, Argentinien
013-021 (unbenannte Zentren)
022 Zürich, Schweiz
023 Stockholm, Schweden
024 Chicago, USA
025 Hong Kong, China
026 Teheran, Iran
Tabelle 1.2: Zentren des Systems
1.3 Probleme des existierenden Systems
Das bestehende System muss einer kritischen Bewertung unterzogen und einige
Schwachstellen hervorgehoben werden.
Neuen Patienten anlegen Nach dem Einloggen kann man einen neuen Patienten
anlegen. Schon die Eingabe des Geburtsdatums in den Stammdaten ist kompliziert. Über
die Textfelder kann man das Geburtsdatum als Zahlenwerte eingeben oder aber über einen
Kalender anklicken.
Falls man sich vertippt, kommt eine Fehlermeldung, dass dies kein gültiges Datum sei,
und alle Werte werden gelöscht bzw. auf ein festgelegtes Datum (1.1.1980) zurückgesetzt.
Auch das Anklicken des Datums über den Kalender ist nicht benutzerfreundlich, da für
ein Datum zu viele Klicks, also auch zu viel Arbeitszeit benötigt wird. Außerdem ist der
10
1 Einleitung
eingegebene Wert nicht mit dem Kalender verknüpft, wodurch zwei verschiedene Daten
angezeigt werden. Erst wenn man in den Kalender klickt, werden die Texteingabefelder
aktualisiert. Die Eingabemaske des Geburtsdatums ist in Abbildung 1.4 zu sehen.
Hat man den Patienten angelegt und seine Stammdaten angegeben, muss als
nächstes das Description of Intervention Protocol festgelegt werden. Darunter
ist die Behandlungsmethode (als dreistellige Zahl kodiert) zu verstehen. Die
Behandlungsmethode kann man in einem sich öffnenden Drop-Down Menü auswählen.
Abbildung 1.4: Eingabemaske des Geburtsdatums in den Stammdaten des Patienten
Beim Anlegen des Patienten bekommt man kein Feedback, wo man sich gerade befindet
oder wie viele Seiten man noch vor sich hat, da man nur die Möglichkeiten zum Speichern
oder Zurücksetzen hat.
Nachdem man die Seite zur Eingabe der Stammdaten gespeichert hat, öffnet sich an der
seitlichen Navigation der Punkt zu Patientendaten. Auch hier findet sich kein Bezug zum
aktuell geöffneten Unterpunkt.
11
1 Einleitung
Patienten suchen Der Arzt kann einen Patienten mittels einer vorgegebenen Maske
suchen. In der Maske werden von Anfang an alle Patienten der Datenbank (ca. 3200)
angezeigt. Es kann entweder nach Code-ID, External-ID, Alter oder Geschlecht gesucht
werden. Nach diesen Variablen kann man dann das Ergebnis sortieren lassen. Die Liste ist
standardmäßig so sortiert, dass die ältesten Einträge ganz oben sind. Falls man einen neu
angelegten Patienten auswählen will, muss also zuerst ganz nach unten gescrollt werden.
Wenn man den Ändern-Button rechts neben einem Patienten anklickt, öffnet sich ein
PopUp-Fenster, in dem man die Stammdaten verändern kann, jedoch keine Möglichkeit
hat, von dort zu den Fragebögen des Patienten zu gelangen.
Die Suche nach einem Geschlecht ist fehlerhaft und umständlich, da aus einem Drop-
Down-Menü zuerst Geschlecht ausgewählt und dann in einem Textfeld nach dem
spezifischen Geschlecht gesucht werden muss. Das braucht viel Zeit und kann zu
fehlerhaften Eingaben führen, welche eine falsche Ergebnisausgabe aufrufen.
Falls man in der Ergebnisliste Patientendaten öffnen will, kann man auf alle unterstrichenen
Einträge der Ergebnisliste klicken. Das ist irreführend, da der Eindruck entsteht, dass
beim Klick auf das unterstrichene Alter oder das Geschlecht ein Filter oder eine Suche
angewendet wird und nur noch Einträge angezeigt werden, welche das entsprechende
Alter oder Geschlecht aufweisen.
Beim Öffnen landet man immer direkt beim ersten Screening. Das System prüft nicht, wie
weit und ob Fragebögen schon bearbeitet wurden. Ferner ist auch nicht ersichtlich, wie weit
man diese schon bearbeitet hat. Die Patientensuche ist in Abbildung 1.5 zu sehen.
Abbildung 1.5: Patientensuche und Anzeige der ersten Ergebnisse
12
1 Einleitung
Sprachen und Übersetzungen Bei der Benutzung des Systems fällt eine Mischung aus
Deutsch und Englisch auf. Dies wäre nicht so schlimm, wenn es einheitlich geschehen
würde und nicht in einem Fall das deutsche und im anderen Fall das englische Wort
verwendet wird. In der Patienten-Suchmaske kann z.B. External ID ausgewählt werden,
in der Ergebnisliste wird jedoch Externe ID angezeigt. Oftmals wurde auch nicht alles,
sondern nur Teile übersetzt. In dem Fragebogen zur Audiologischen Untersuchung sind
zwei Buttons in Englisch, sodass dort Set Missing Values und Remove Missing Values
zu finden ist. Ansonsten sind die Fragebögen der Screenings, Visiten und Follow-Ups
vollständig auf Deutsch übersetzt.
Es gibt auch noch andere Eingabefelder und Unterpunkte, die nicht ins Deutsche übersetzt
wurden. Hierzu zählen Description, Score Overview, Adverse, Comorbidity, Concomittant
Medication und Non-pharmalogical Intervention.
Zusätzlich wurde nicht auf den korrekten Gebrauch der Zeichenkodierungen geachtet. So
kommt es vor, dass statt dem Wort Ägypten nun ?gypten zu finden ist.
In den Benutzereinstellungen kann das zu meldende Zentrum der Ärzte ausgewählt
werden. Hier ist auch eine Mischung aus Deutsch, Englisch und Schreibfehlern zu finden.
Patientendaten: Allgemein Wird man das erste Mal mit den Patientendaten konfrontiert,
steht man einer langen Liste von Einträgen gegenüber. Diese Liste ist starr und statisch. In
der Liste werden immer zwei Screenings, elf Visiten, eine Finale Visite und vier Follow-Ups
angezeigt, unabhängig davon, wie viele davon überhaupt benötigt werden. Außerdem wird
eine ungleichmäßige Nummerierung der Punkte verwendet. Bei Screening wird (01,02)
verwendet, bei Visiten jedoch (1,2,3, .. ,11) und bei Follow-Up (keine Nummer, 2, 3, 4).
Dies zeigt Abbildung 1.6.
Fragebögen Die Fragebögen scheinen von der Papierform falsch übertragen worden zu
sein. So kann es vorkommen, dass in einer Anleitung zum Fragebogen geschrieben steht,
man kann mehrere Antworten auswählen, allerdings werden dann nur Radio-Buttons2
verwendet. Die Antwortmöglichkeiten der Fragebögen sind ähnlich fehlerhaft entworfen
worden. Hier wurden uneinheitliche Anklick-Möglichkeiten für dieselben Funktionalitäten
verwendet. Beim einen Fragebogen steht der Antworttext bei jeder Multiple-Choice-Box,
2Da Radiobuttons gruppiert sind (Eine Frage besitzt eine Gruppe von Antwortmöglichkeiten), kann immer nur
ein einziger Radiobutton pro Gruppe (also immer nur eine Antwortmöglichkeit) ausgewählt sein.
13
1 Einleitung
Abbildung 1.6: Patientendaten in der linken Navigation
beim anderen Fragebögen steht nur eine Zahl, die aus einer Legende abgelesen werden
muss.
Es gibt auch Fehler ganz anderer Art, z. B. bei Concomittant Medication: Beim Klick auf
den zweiten Reiter verschwindet der erste Reiter. Außerdem sind die Fragen oft schlecht
zentriert bzw. ausgerichtet, was zu Verwirrungen führen kann. Dies kann man gut in
Abbildung 1.7 erkennen, in welcher ein Teil eines Fragebogens abgebildet ist.
Patientendaten: Description Die lange Liste beginnt mit der Description, welche in
den Entwürfen in Treatment umbenannt wird. Unter diesem Punkt kann man einen Code
auswählen, welcher eine Kurzform für eine bestimmte Medikamention ist. Dieser Code
steht dort aber nur als dreistellige Zahl und es ist nicht erkennbar, was sich hinter dem
Code verbirgt.
Informationen und Hilfe, Kommunikation Diese Menüpunkte sind wie auch andere
Punkte nicht vollständig übersetzt oder teils auch gänzlich leer. Zusätzlich sind
in den Seiten immer Reiter eingebaut, welche keine Beschriftung haben. Auf den
14
1 Einleitung
Abbildung 1.7: Ein Fragebogen im bisherigen System
15
1 Einleitung
Kommunikationsteil wird in dieser Arbeit nicht genauer eingegangen, da dieser Teil im
zukünftigen System wegfallen wird.
Benutzereinstellungen Im Inhaltsbereich wird eine Übersicht geöffnet, auf der kurz
beschrieben steht, was alles einstellbar ist. Allerdings gibt es in der Übersicht keine
Verlinkung auf die einzelnen Bereiche. Also kann nur von der linken Navigation her darauf
zugegriffen werden. Ebenfalls ist nicht ersichtlich, ob der Navigationspunkt aufklappbar
ist oder nicht. So kann es sein, dass man die Übersicht nur sieht, weil man mit einem
Doppelklick auf die Einstellungen gelangt ist, jedoch damit nicht arbeiten kann und auf die
einzelnen Einstellungen keinen Zugriff hat.
Innerhalb der Einstellungen sind drei Reiter angebracht, die dann allerdings immer nur eine
Einstellung beinhalten. Hier hätte man den Platz besser nutzen und mehrere Einstellungen
unter einem Reiter zusammenfassen können. Außerdem ist der dritte Reiter Rechte nur
eine Übersicht über Rechte, an denen der Benutzer selbst nichts ändern kann.
Charts Unter diesem Punkt können Diagramme zu den Fragebögen angezeigt werden.
Zu den Fragebögen gehören THI, TBF-12, G&H, BDI und WHOQOL-BREF. Außerdem
wird angezeigt, wie sich die Ergebnisse der Fragebögen im Verlauf der Visiten verändern.
Zwei Charts sind in Abbildung 1.8 (a) zu sehen. Die farbigen Bereiche zeigen an, ob
man sich eher im roten, grünen oder neutralen (gelben) Bereich befindet. Hierbei sollte
ein fließender Übergang verwendet werden und nicht nur drei verschiedene Farben. Des
Weiteren sollten die Datenpunkte und die Datenreihe größer bzw. dicker sein, damit man
sie besser vom Hintergrund unterscheiden kann. Falls keine, bzw. nicht genug Daten für
die grafische Auswertung zur Verfügung stehen, wird in kleiner, kaum lesbarer Schrift no
data yet angezeigt. Dies ist in Abbildung 1.8 (b) zu sehen.
Qualitätssicherung, Auswertungen, Excel Export Auf die Schwachstellen dieser drei
Bereiche wird nicht näher eingegangen, da diese im neuen System gestrichen werden.
Admin-Menü Im Admin-Menü steht als erster Punkt Administration, welcher besser
Benutzerverwaltung heißen sollte. Hier gibt es in der deutschen Version Komplikationen
mit dem Zeichensatz, weil in einem Drop-Down-Menü alle Umlaute und Sonderzeichen
durch Fragezeichen ersetzt werden.
16
1 Einleitung
(a) Chart (b) Keine Daten
Abbildung 1.8: Charts im aktuellen System
Wenn man einen neuen Benutzer anlegt, gelangt man zu einem Bereich, in dem die
Benutzerdaten eingegeben werden können. Oben sind drei Reiter, wobei der dritte Reiter,
namens Patienten, fehlerhaft ist. In der Benutzerübersicht wird unter Benutzertyp und
meldendes Zentrum nur eine Zahl angezeigt. Mit dieser Information können die Ärzte nichts
anfangen. Die anderen Unterpunkte im Admin-Menü sind aufgrund eines Datenbankfehlers
nicht aufrufbar.
Sonstige Fehler Als weiterer Fehler ist der plötzliche Absturz des Systems zu erwähnen,
welcher z.B. durch längere Inaktivität auftreten kann. In solch einem Fall wird eine
Fehlermeldung angezeigt, welche in Abbildung 1.9 zu sehen ist.
Abbildung 1.9: Fehlermeldung im aktuellen System
17
1 Einleitung
1.3.1 Zusammenfassung der Schwachstellen
Die Gesamtheit aller zu bearbeiteten Schwachstellen ist in Tabelle 1.3 abgebildet.
Schwachstellen
Eingabe des Geburtsdatums problematisch
Kein Feedback auf die aktuelle Position
Kein effizienter Zugriff auf neu angelegte Patienten
Fehlerhafte, komplett fehlende oder verwirrende Verlinkungen
Keine Übersicht über den Status der Fragebögen
Lückenhafte Übersetzungen, falsche Benennungen
Keine einheitliche Nummerierung und Beschriftung
Unverständliche Abkürzungen
Fehlerbehaftete Reiter, unvollständige und leere Seiten
Freier Platz nicht optimal ausgenutzt
Charts nicht gut lesbar
Falsche Zeichenkodierung
Tabelle 1.3: Schwachstellen der bestehenden Tinnitus Datenbank
18
1 Einleitung
1.4 Motivation zur Einführung einer neuen Version
Nach der Analyse des vorhandenen Systems wurden Verbesserungspotentiale des
Systems ermittelt (siehe Tabelle 1.3). Mit diesen Anreizen soll das gesamte System
inhaltlich und visuell überarbeitet werden. Die meisten Probleme der alten Version können
durch verbesserte Techniken und eine überarbeitete Benutzeroberfläche beseitigt werden,
weshalb eine Umstellung auf eine neue Version unabdingbar ist. Besonders im klinischen
Kontext ist es sehr wichtig, eine gute Benutzeroberfläche zu realisieren [29] [28].
Als Ausblick ist geplant, eine Version für mobile Endgeräte zu veröffentlichen, da diese
auch in medizinischen Bereichen von großem Nutzen sein können [30] [39] [17] [21].
In Tabelle 1.4 sind die generellen Ziele zu sehen, die für die Neukonzeption gesetzt wurden.
Ziel für das neue System
Benutzerfreundliche Oberfläche
Einfache Wartung
Alle Funktionen des bestehenden Systems sind ebenfalls ausführbar
Alte Daten gehen bei der Umstellung auf das neue System nicht verloren
Plattform- und Browser-Unabhängigkeit
Wünsche und Anregungen der bisherigen und zukünftigen Benutzer sollen mit
einbezogen werden
Mithilfe von grafischen Entwürfen dem Benutzer ein besseres Bild vom neuen System
machen
Tabelle 1.4: Ziele für die Neukonzeption der Tinnitus Datenbank
19
2 Anforderungen
Im Folgenden wird diskutiert, wie die bisherige Tinnitus Datenbank verbessert und
ausgebaut werden kann. Zunächst werden die Anforderungen an das Systems
zusammengeführt und erläutert.
2.1 Anforderungen an das neue System
In der neuen Tinnitus Datenbank soll der Fokus mehr auf dem Patienten liegen. So soll es
in Zukunft möglich sein, dass jeder Patient selbst seine Fragebögen online ausfüllt. Dies
kann er entweder von zu Hause aus oder direkt im Büro des Arztes machen. Falls der
Patient aus diversen Gründen nicht mehr in der Lage sein sollte, alleine alle Fragen zu
beantworten, stehen ihm im Büro der Klinik gerne Arzthelfer zur Seite. Die Bearbeitung der
Fragen könnte entweder an einem Computer, Laptop oder Tablet vorgenommen werden.
Die Anforderungen der Ärzte aus Regensburg finden sich in folgendem Text.
Mehrsprachigkeit Mitarbeiter arbeiten in mehreren Ländern mit verschiedenen
Landessprachen. Alle Seiten sollen immer die gleichen Möglichkeiten haben, zwischen
den Sprachen hin- und herzuschalten. Hierbei müssen die Textfelder groß genug bzw.
dynamisch veränderbar sein, weil je nach Sprache längere Zeichenketten entstehen
können. Außerdem muss eine passende Kodierung für Unicode-Zeichen verwendet werden
(z.B. UTF-8), sodass keine Fragezeichen anstelle von Sonderzeichen angezeigt werden.
Im Laufe des Projektes können neue Sprachen hinzukommen. Hierfür wäre eine Art
Content-Management-System notwendig, in welchem die Übersetzer arbeiten könnten,
welches aber keinen direkten Eingriff in den Programmier-Code benötigt. So würde keine
weitere Arbeit für die Programmierer entstehen.
20
2 Anforderungen
Mehrere Benutzerrollen Den einzelnen Benutzern dürfen nur die Funktionen angezeigt
werden, die sie auch ausführen können. Es soll auf jeder Seite ersichtlich sein, in welcher
Rolle man eingeloggt ist. Als vordefinierte Benutzerrollen würde es Super-Admin, Admin,
Redakteur, User und Experte geben.
Fragebogen-Verwaltung Die Fragebögen und dessen einzelne Fragen müssen
bearbeitet, neu angelegt oder auch gelöscht werden können. Diese Aktionen dürfen nur
von Benutzern mit besonderen Rechten (Administratoren) ausgeführt werden. Auch die
Zusammensetzung der Visiten kann sich verändern.
Barrierefreiheit Ältere Patienten und Benutzer müssen im Falle einer Sehbehinderung
die Schriftgröße verändern können.
Nutzerfreundlichkeit Bei der alten Version waren manche Buttons zu klein, andere
aber völlig überdimensioniert. Alle Funktionalitäten sollen möglichst selbsterklärend sein,
sodass effizient mit dem System gearbeitet werden kann.
Vermeidung von Fehlern schon im Vorhinein Bei der alten Datenbank konnte es
passieren, eine Seite oder einen ganzen Fragebogen zu übersehen. Das System soll den
Benutzer so durch die Fragebögen oder Visiten führen, dass dies nicht mehr passiert.
Keine Voreinstellungen der Fragebögen Wenn bei dem Geburtsdatum schon ein
Datum voreingestellt ist (z.B. 1.1.1980), wird es z.T. unabsichtlich übersprungen. Ein
weiteres Beispiel wäre der Wert der Tinnitusbelastung. Auch hier darf kein Wert
voreingestellt sein, da die Eingabe dadurch beeinflusst wird.
Hilfe-Anzeige Bei den Fragen, Fragebögen oder komplizierten Funktionen soll es eine
Möglichkeit geben, ein Hilfesymbol zu drücken, bei dem dann ein Hilfetext erscheint. Diese
Hilfetexte müssen auf unkomplizierte Weise eingepflegt und bearbeitet werden können.
21
2 Anforderungen
Ergebnisdarstellung Zwei verschiedene Darstellungen werden von den Ärzten aus
Regensburg benötigt. Als erste Darstellung ein Überblick, auf dem der Arzt mit einem Blick
möglichst viele Daten auf dem Monitor hat. Die Elemente sollen also immer gleich auf einer
Übersichtsseite angeordnet sein.
Die zweite Darstellung ist eine interaktive Verlaufsdarstellung, welche für die genauere
Analyse gedacht ist. Der Verlauf der Daten kann übereinander dargestellt werden. In dieser
Darstellung sollen sich verschiedene Ergebnisse hinzu- und wegschalten lassen.
Neuroimaging Der Upload und Download von Neuroimaging Daten bei verschiedenen
Visiten soll ermöglicht werden. Hierbei soll es eine übersichtliche Darstellung der Daten
geben. Neuroimaging fasst bildgebende Verfahren wie EEG (Elektroenzophalografie) und
MRT (Magnetresonanztomografie) zusammen [50].
Mobile Version Das entwickelte System wird in erster Linie für den stationären Gebrauch
entworfen. Die Aufgabe weiterführender Arbeiten stellt den Gebrauch des Systems auf
mobilen Geräten in Aussicht. Auf diese Weise kann mit mobilen Geräten wie Tablets oder
Smartphones auf die Datenbank zugegriffen werden.
Keine Abhängigkeit vom Betriebssystem und Browser Das System sollte möglichst
auf allen Betriebssystemen und mit den üblichen Browsern laufen. Diese Anforderung
ist weniger für das Design wichtig, kommt aber bei den Umsetzungstechniken mehr zur
Geltung (siehe dazu das Kapitel Umsetzungstechniken ab Seite 95).
Ausführbarkeit mit schlechter Internetverbindung In einigen Ländern (z.B. in
Brasilien) besteht trotz moderner Telekommunikationstechnologien nur eine langsame
Internetverbindung. Die Übertragung von Daten geringerer Qualität und damit kleinerer
Datengröße soll gewährleistet werden.
Weitere Anforderungen Darüber hinaus kamen während des Erstellungsprozesses
einige neue Ideen auf, die nur mithilfe der Entwürfe entdeckt wurden. Mehr dazu wird im
Kapitel Erste Entwürfe ab Seite 29 und Finaler Entwurf ab Seite 61 beschrieben.
In Tabelle 2.1 die sind Anforderungen an das neue System zusammengefasst.
22
2 Anforderungen
Anforderungen
Adressierung der Schwachstellen (siehe Tabelle 1.3)
Einfache Unterstützung der Mehrsprachigkeit
Mehrere Benutzerrollen
Barrierefreiheit
Nutzerfreundlichkeit
Fehlervermeidung
Keine Voreinstellungen
Hilfe
Keine Abhängigkeit vom Betriebssystem und Browser
Berücksichtigung einer schlechten Internetverbindung
Ergebnis-, Verlaufs- und Übersichtsdarstellungen
Neuroimaging-Verwaltung
Tabelle 2.1: Anforderungen an die neue Tinnitus Datenbank
23
3 Related Work
In diesem Kapitel werden verwandte Arbeiten auf deren Qualität und Übertragbarkeit auf
die neue Tinnitus Datenbank hin untersucht. Dabei geht es nur um visuelle und funktionelle
Eigenschaften des Related Work, nicht um die Technik oder Architektur.
3.1 Beispiel: Otometrics MADSEN Astera2
Otometrics ist einer der weltweit führenden Hersteller von Hör- und Gleichgewichts-
Messinstrumenten und Software. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt
computergestützte audiologische Messinstrumente in weltweit über 70 Ländern [8].
Die Firmensoftware OTOsuite bietet eine Tinnitus-Testmodalität, welche die Möglichkeiten
zur Behandlung von Tinnitus-Patienten erweitert. In dieser Anwendung können Fragebögen
zur Beurteilung von Tinnitus ausgefüllt werden, welche vollständig im System integriert sind
und dort gespeichert, geprüft und verwaltet werden. Diese Fragebögen bestehen aus THI
(Tinnitus Handicap Inventory), THS (Tinnitus and Hearing Survey), TFI (Tinnitus Funcional
Index) und BAHIA. Ebenfalls können psychoakustische Tests durchgeführt werden, die
unter anderem Frequenz- und Lautstärkenvergleiche, Mindest-Vertäubungspegel und
residual Inhibition ermöglichen. Dies alles wird zusammen mit einem Audiogramm mit
Tinnitus-Kennzeichnung als ein Tinnitus-Bericht gespeichert [9].
Als nützliches Feature dieser Software ist die Tinnitus-Kennzeichnung des Audiogramms zu
nennen. Zudem können die Fragebögen in einer anderen Sprache ausgedruckt werden, als
jener, die zum Ausfüllen verwendet wurde. Die Fragebögen sind validiert und in mehreren
Sprachen verfügbar und können sowohl über einen Computerbildschirm, als auch über
einen Touchscreen ausgefüllt werden. Der entsprechende Wert des Fragebogens wird
automatisch berechnet und eine vordefinierte Beschreibung angezeigt. So kann das
Symptom umfassend klassifiziert werden und der Einfluss dieses Symptoms auf das Leben
24
3 Related Work
des Patienten beurteilt werden. Der Tinnitus-Bericht kann mit bereits vorhandenen Tinnitus-
Daten verglichen werden, um so den Fortschritt der Tinnitus-Behandlung zu verfolgen.
Als Nachteil ist zu nennen, dass diese Tinnitus-Testmodalität nur in Verbindung mit der
Hardware (also dem Messgerät MADSEN Astera2) funktioniert, allerdings ist von der Uni
Regensburg eine Geräte-Unabhängigkeit gewünscht. Außerdem ist die Integration von
Daten aus mehreren Zentren nur bedingt möglich.
MADSEN Astera2und die dazugehörige Software OTOsuite ist in Abbildung 3.1 zu sehen.
(a) MADSEN Astera2(b) OTOsuite [15]
Abbildung 3.1: Otometrics Hardware (links) und Software (rechts)
In Abbildung 3.2 ist die Bearbeitung eines Fragebogens in der Software OTOsuite
dargestellt.
3.2 Beispiel: otoconsult Audiqueen
Mit Audiqueen hat man die Möglichkeit, Daten von verschiedenen medizinischen
Messinstrumenten in die elektronische Patientenakte einzupflegen [27]. Mehrere
Ergebnisse können überlappend dargestellt oder auch verglichen werden. Bei Bedarf
kann man die Ergebnisse in verschiedene Microsoft Office Anwendungen exportieren.
Audiqueen ist komplementär zu den üblichen Krankenhaus-Verwaltungs-Systemen, sodass
nicht mit zwei verschiedenen Programmen gearbeitet werden muss.
25
3 Related Work
Abbildung 3.2: OTOsuite: Bearbeitung eines Fragebogens
Der Funktionsumfang umfasst neben der Verwaltung von audiometrischen Daten und
Dokumenten viele bildgebende Verfahren und akustische Auswertungen. Außerdem hat
Audiqueen einen speziellen Bereich für Tinnitus, in dem unter anderem die Frequenz des
Tinnitus in Audiogrammen visualisiert werden kann.
Audiqueen kann mit mehreren verschiedenen Hals-Nasen-Ohren-Messinstrumenten
verbunden werden. Ein unterstütztes Modell aus der Otometrics-Reihe wäre das bereits
vorgestellte MADSEN Astera.
3.3 Beispiel: tomedo R
tomedo R
ist eine leistungsstarke und intuitive Software für Arztpraxen [54]. In diesem
System lassen sich Patienten mit ihren Stammdaten und Krankenakten verwalten, Befunde
dokumentieren, Statistiken einsehen und vieles mehr. Als Vorteile sind zu nennen, dass
das System eine gute Anbindung zu mobilen Geräten geschaffen hat und alle Daten
geschützt sind. Zudem können Datenbanken bisheriger Systeme konvertiert werden,
sodass ein Umstieg auf tomedo R
einfach vonstatten gehen kann. Autovervollständigungen
und Speech-to-Text erleichtern den Umgang mit dem System, sodass ein effizientes To-Do-
Konzept genutzt werden kann.
26
3 Related Work
Als Nachteil ist zu nennen, dass das System nur mit Apple-Produkten funktioniert.
Außerdem gibt es keinen speziellen Bereich zu Tinnitus-Erkrankungen.
Wegen seines großen Funktionsumfanges ist das System tomedo R
trotzdem zu nennen,
da einige der Funktionen ebenfalls in der Tinnitus Datenbank verwendet werden können.
Hierzu gehören textuelle Filter [55, S.11], welche in Suchfeldern eingegeben werden
können. Ein Beispiel für einen textuelle Filter wäre eine Negation -XYZ, welche nur noch
Suchergebnisse ohne XYZ anzeigt.
Ein weiteres Beispiel wäre die Verwendung von <und >. Dies könnte in Verbindung mit
Zeitangaben benutzt werden, sodass nur noch Einträge vor einer bestimmten Uhrzeit oder
einem bestimmten Event angezeigt werden.
Ein weiteres nützliches Feature für die Tinnitus Datenbank wäre ein Expert Mode für
Statistik, in dem SQL-Anfragen direkt verwendet werden können [55, S.172].
3.4 Beispiel: Track Your Tinnitus
Mit Track Your Tinnitus kann man individuelle Schwankungen der Tinnituswahrnehmung
mittels einer Smartphone Anwendung (App) erfassen. Diese Schwankungen des Tinnitus
können systematisch erfasst werden und man kann herausfinden, wie diese mit dem
Tagesablauf und den Tätigkeiten des Betroffenen zusammenhängen [14] [32] [19].
Die kostenfreie App ist mit Andoid und iOS Smartphones verwendbar und ist im Zuge einer
Zusammenarbeit der Tinnitus Research Initiative (TRI) und dem Institut für Datenbanken
und Informationssysteme (DBIS) der Universität Ulm entstanden [33].
Eine weitere App ist gerade in Planung und Produktion. Diese App wird Match Your Tinnitus
heißen und ein Werkzeug zu Bestimmung des individuellen Tinnitus werden.
Die Tinnitus Datenbank könnte eine Kooperation mit den beiden Apps eingehen und die
Daten austauschen, die für die Patientenakte sinnvoll sein können. Als Nachteil hierbei
ist zu nennen, dass die Nutzer damit einverstanden sein müssen, dass ihre Daten
weiterverarbeitet bzw. gespeichert werden. Dennoch wäre eine Anonymität möglich, da
alle Systeme die Daten nur anonymisiert speichern. Als Frage bleibt dann allerdings offen,
wie die Zuordnung der Datenwerte der App zu einem bestimmten (schon anonymisierten)
Patienten geschieht.
27
3 Related Work
3.5 Beispiel: Tinnitracks
Ein weiteres kommerzielles Angebot wäre Tinnitracks, welches eine Tinnitus-Therapie in
Form von gefilterter Musik darstellt. Während andere Therapieformen nur die Symptome
behandeln, adressiert Tinntracks gezielt die Ursache des Tinnitus [40]. Durch die indivuell
gefilterte Musik können die abnorm überaktiven Nervenzellen im Hörzentrum des Gehirns
so beruhigt werden, dass eine nachhaltige Linderung des Tinnits eintritt. Um eine
Wirksamkeit erreichen zu wollen, müssen die gefilterten Musikstücke mit geeignetem
Therapie-Potential über mindestens sechs Monate für ein bis zwei Stunden am Tag gehört
werden.
Das Angebot der Firma ermöglicht das Nutzen des Dienstes über 12 Monate hinweg.
Hierbei können unbegrenzt viele Musikstücke gefiltert und auf Therapie-Potential geprüft
werden. Falls man einen Sennheiser-Kopfhörer dazu bestellt oder schon im Besitz eines
solchen sein sollte, kann die Musik präzise auf diese Kopfhörer abgestimmt werden.
28
4 Erste Entwürfe
Im Folgenden werden erste Entwürfe für die Tinnitus Datenbank präsentiert. Hierbei
werden zum einen die Anforderungen der Uni Regensburg (siehe Kapitel Anforderungen)
und zum anderen allgemeine Richtlinien des Usability Engineerings [36] berücksichtigt.
4.1 Entwürfe in Adobe Illustrator: Erste Vorschläge
Die folgenden Entwürfe wurden mit Adobe Illustrator CS6 v.16 erstellt.
Bevor die einzelnen Elementen des Entwurfs präsentiert werden, wird der reale Ablauf
zum Entstehen der Entwürfe aufgezeigt. Die ersten zwei Entwürfe wurden bereits erstellt,
noch bevor Anforderungen oder Gespräche mit den Verantwortlichen geführt wurden. Der
erste Entwurf ist für den mobilen Bereich gedacht. Dieser Entwurf (zu sehen in Abbildung
4.1) könnte auf Tablets oder sogar Smartphones zum Einsatz kommen, welche ebenfalls
Vorteile mit sich bringen können [37] [38].
Der zweite Entwurf ist mehr für den Einsatz mit Computern oder Laptops gedacht. Dieser
ist zu sehen in Abbildung 4.2 und wurde das Grundgerüst für alle weiteren Entwürfe. Von
diesem Entwurf aus wurde sukzessiv das neue System entwickelt.
4.2 Elemente des Entwurfs
Die Elemente des Entwurfs sind in Tabelle 4.1 zu sehen.
29
4 Erste Entwürfe
Abbildung 4.1: Version 1 des ersten Entwurfes
Abbildung 4.2: Version 2 des ersten Entwurfes
30
4 Erste Entwürfe
Element Detail
Anmeldebildschirm Registrierung, Benutzername- und Passwort-Abfrage
Header Benutzerrolle, Status, Menü
Navigationsbereich Aufruf der Visiten, Fragebögen, Charts,
Fragebögen Abtrennung der Fragen, Antwortmöglichkeiten
Dashboard Schnellzugriff auf häufig verwendete Funktionen
Patientensuche Suche von Patienten, Filter, Ergebnisdarstellung
Patienten hinzufügen Einen oder mehrere Patienten hinzufügen
Charts Charts anzeigen, Vergleich mehrerer Charts
Neuroimaging & Audiogramm Übersicht der Daten, Detailansicht, Rename-Funktion
Admin-Menü Qualitätskontrolle, Benutzer und Rollen, Sprachen,
Fragebögen
Statistik Auswahl und Export der Daten
Einstellungen Sprachauswahl, Schriftgröße, Schriftart
Farben Farbschemen, Hintergrundfarbe, Hintergrundbilder
Tabelle 4.1: Elemente des Entwurfs
4.3 Design der einzelnen Elemente
Die Elemente des neuen Systems werden nun einzeln betrachtet und auf verschiedene
Weisen grafisch dargestellt, sodass aus mehreren Möglichkeiten ein ansprechendes und
benutzerfreundliches Element ausgewählt werden kann. Die einzelnen Elemente können
dann sukzessiv in das Grundgerüst eingebaut werden. Im Anschluss daran kann bewertet
werden, ob es in das Gesamtkonzept passt oder noch angepasst werden muss. Auf diese
Weise konnten in Gesprächen mit den Verantwortlichen weitere nützliche Features und
Gestaltungsaspekte herausgearbeitet werden.
4.3.1 Anmeldebildschirm
Unter dem Anmeldebildschirm kann man außer dem Loginbereich eine Seite für
die Registrierung verstehen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, einen Benutzeraccount
anzulegen:
Registrierung von zu Hause aus: Der Patient kann sich von seinem eigenen Rechner
von zu Hause aus mit seiner E-Mail-Adresse registrieren. Nach erfolgreicher
Registrierung könnte er eine E-Mail mit einem Aktivierungslink erhalten,
welcher die Registrierung abschließt und den Benutzer freischaltet. Während in
einigen frühen Varianten des Entwurfs bei der Registrierung eine Vielzahl von
31
4 Erste Entwürfe
Eingabe-Möglichkeiten gegeben waren, mussten diese leider wegen möglicher
Datenschutz-Probleme wieder entfernt werden. So wurden Einträge wie Login-
Namen, Familien- und Vornamen, Geburtsdaten, Länder oder Sprachkenntnisse
völlig gestrichen. Am Ende blieb nur noch eine generierte User-ID, zu der man
seine Stadt, eine E-Mail-Adresse und ein Passwort angeben muss. Der endgültige
Entwurf ist auf Seite 64 zu sehen.
Registrierung vom Arzt aus: Der Arzt kann einen oder mehrere Benutzer auf einmal
anlegen und die Login-Daten ausdrucken lassen. Diese Login-Daten können dann
an den oder die Betroffenen vor Ort ausgegeben werden. Hierzu mehr auf Seite
41 unter Patienten hinzufügen.
Registrierung vom Administrator aus: Der Administrator legt über das Admin-Menü
einen neuen Benutzer an und kann gleich die gewünschte Benutzer-Rolle
auswählen. Hierzu mehr auf Seite 52 unter Admin-Menü.
Nachdem man sich registriert hat, kann man sich anmelden. Dies könnte über eine der
Masken, die in Abbildung 4.3 zu sehen sind, stattfinden.
Abbildung 4.3: Drei Varianten zum Einloggen
4.3.2 Header
Unter Header ist der gesamte obere Bereich zusammengefasst. Hierzu gehört das Logo,
der Status des Benutzers und das gesamte obere Menü.
Der erste Entwurf des Headers bestand nur aus dem Logo und dem Status-Bereich
(vergleiche Abbildung 4.1 und 4.2 auf Seite 30). Bei diesen Entwürfen wird jedoch viel
32
4 Erste Entwürfe
Platz oben in der Mitte verschenkt. Dieser freie Platz könnte auch die recht überladene
linke Navigation entlasten. Aus diesem Grund befinden sich die einzelnen Menüpunkte von
nun an oben in dem Header.
Außerdem wurde die Struktur und Zusammensetzung der Menüpunkte verändert. Das alte
Menü besteht aus Home, Patientenmodul, Charts, zwei Evaluationen, Einstellungen und
einem Logout-Button. Der Home-Bereich und die Einstellungen bleiben bestehen, jedoch
wird das Patientenmodul in Patient umbenannt, die Charts werden direkt zu den jeweiligen
Patientendaten angesiedelt und die beiden Evaluationen werden zu einem Statistik-Modul
zusammengefasst. Hinzu kommt ein Administrationsbereich. Dieser ist genauer auf Seite
52 unter Admin-Menü beschrieben. Einige Entwürfe des Headers sind in Abbildung 4.4 zu
sehen.
Abbildung 4.4: Fünf Varianten zum Header
Ergänzend wurde ein Statusbereich hinzugefügt. In diesem sieht man zu jeder Zeit,
wer aktuell an dem Rechner angemeldet ist und welche Rolle dieser Benutzer hat.
Rechts neben dem Benutzer-Icon ist eine Anzeige mit detaillierten Angaben über den
ausgewählten Patienten. Eine Ausnahme stellen die Patienten selbst dar, da sie diesen
Bereich nicht sehen können.
Das Logo selbst hat auch viele Veränderungen durchgemacht. Ein kleiner Auszug der in
Frage kommenden Logos ist in Abbildung 4.6 zu sehen.
Einige weitere verworfene Entwürfe sind im Anhang unter Nicht verwendete Entwürfe auf
Seite 107 zu sehen.
33
4 Erste Entwürfe
Abbildung 4.5: Fünf vordefinierte Rollen in verschiedenen Farben und zusätzliche Angaben
Abbildung 4.6: Mehrere verschiedene Logos der Tinnitus Datenbank
34
4 Erste Entwürfe
4.3.3 Navigationsbereich
Eine weitere Anforderung bestand in der Entlastung des Navigationsbereichs. Alle
übergeordneten Bereiche werden in den Header verschoben und sichtbar bleiben nur noch
die einzelnen Bereiche der Patientendaten. Viele anfangs überladenen und ungleichmäßig
nummerierten Bereiche wie das Screening, die Visiten und das Follow-Up können
zusammengefasst werden. Es wird jedoch der komplette Chart-Bereich mit in die jeweiligen
Bereiche eingegliedert, da dieser direkt bei den zugehörigen Fragebögen sein sollte.
Zusätzlich kommen noch Bereiche zu den Neuroimaging-Daten, Audiogramm-Daten und
generischen Daten hinzu.
Bisher wurde ein erneutes Erstellen nach Schließen der Akte eines Patienten so
gehandhabt, dass ein komplett neuer Patient angelegt wurde und dieser dann mit seinem
alten Datensatz verknüpft werden konnte. In Zukunft soll es so sein, dass für einzelne
Patienten mehrere Datensätze angelegt werden können. So würde die etwaige Arbeit
des Zusammenführens entfallen und man könnte beide Datensätze direkt aus dem
Navigationsbereich aufrufen.
Eine Schwachstelle des alten Systems war das Fehlen einer Übersicht, sowie die große
Wahrscheinlichkeit eines Fehlers beim Ausfüllen der Fragebögen. Dies soll verhindert
werden, indem man direkt im Navigationsbereich den Status der einzelnen Visiten bzw.
Fragebögen anzeigt. So kann in einem Überblick gesehen werden, ob schon alle Daten
eingetragen wurden und welche noch fehlen. Der Status der Bearbeitung kann auf mehrere
Arten angezeigt werden. Zum einen mit farbigen Symbolen (z.B. ein grüner Kreis für
vollständig und ein grauer oder roter Kreis für unvollständig) und zum anderen mit
textuellen Beschriftungen. Der Navigationsbereich ist in einigen Variationen in Abbildung
4.7 zu sehen. Diese Varianten sind alle als eckige Formen dargestellt, wobei sie auch
abgerundete Ecken haben könnten oder von der Seite als eine Art Slider herein gezogen
werden könnten [22]. Da zusätzlich die Information der Validität mit eingebracht werden
soll, wurde eine Variante mit farbigen Kreisen gewählt.
Eine neue Funktion des überarbeiteten Systems ist die Möglichkeit, dass man die Daten
mehrerer Patienten gleichzeitig öffnen kann. Diese Patienten werden alle in eigenen
Navigationsbereichen geöffnet und angezeigt. Der ausgewählte Patient wird farblich von
den anderen inaktiven Patienten herausgehoben und ist übergeordnet angesiedelt. So
kann leicht zwischen den Patienten hin- und hergeschaltet werden und bei Bedarf Daten
35
4 Erste Entwürfe
Abbildung 4.7: Fünf Variationen der Statusanzeige
überschaubar verglichen werden. Eine Übersicht über schon geöffnete Patienten kann man
auch rechts oben im Header sehen, von wo aus man diese auch schließen kann.
Eine sogenannte Breadcrumb-Navigation ermöglicht es, selbst im Inhaltsbereich noch
zwischen den Seiten zu navigieren. Eine solche Navigationseinheit ist in Abbildung 4.8
zu sehen.
Abbildung 4.8: Breadcrumb-Navigation
4.3.4 Fragebögen
Der wohl wichtigste Teil der gesamten Datenbank sind die Fragebögen. Hierbei müssen
mehrere Informationen berücksichtigt werden. Zum einen, wie die Fragen voneinander
abgegrenzt und wie sie ausgerichtet werden und zum anderen, wie der Text formatiert
ist und welche Antwortmöglichkeiten zur Auswahl stehen [18].
Die Antworten der einzelnen Fragen haben eine Vielzahl von verschiedenen Datentypen:
Multiple-Choice
Textfelder
36
4 Erste Entwürfe
Textboxen
Checkboxen
Tabellen
Kombination aus Multiple-Choice und Textfelder
Würde ein einheitlicher Datentyp verwendet werden, so hätte das positive Auswirkungen
auf das verwendete Design. In solch einem Fall können tabellarische, einheitlich
zentrierte Antworten eine gutes und leicht verständliches Antwortschema erstellen. Werden
dennoch mehrere Datentypen innerhalb eines Fragebogens verwendet, müssen andere
Ausrichtungs- und Zentrierungs-Methoden angewandt werden. In diesem Fall können die
Antwortmöglichkeiten entweder direkt untereinander (gut geeignet für längere Antworten)
oder nebeneinander (gut geeignet für kurze Antworten wie Ja/Nein) angezeigt werden.
Die Fragen können auf verschiedene Weise voneinander abgetrennt werden. Wie dies
aussehen könnte, ist in Abbildung 4.9 dargestellt.
Abbildung 4.9: Abtrennung der einzelnen Fragen voneinander
Auch die Möglichkeiten zur Darstellung des Fortschritts der Beantwortung der Fragen sind
vielfältig. Neben den üblichen Radiobuttons oder Checkboxen könnte auch eine neuartige
Technik verwendet werden. Zu Beginn, also bei noch unausgefülltem Fragebogen, würde
einfach eine dünne Verlaufslinie bei Keine Antwort angezeigt werden. Unmittelbar bei
Beantwortung der Fragen wird die Linie bis zu der Stelle fett hervorgehoben und farbig
fortgeführt, bis zu welcher der Fragebogen schon ausgefüllt wurde. Von dieser Variante
37
4 Erste Entwürfe
wurde jedoch abgesehen, da sie zu ungewohnt ist und verwirrend sein könnte. Ein
Beispiel ist in Abbildung 4.10 zu sehen. Es ist geplant, diese Technik für die spätere
ärztliche Kontrolle zu verwenden, weil auf diese Weise schnell eine Tendenz der Antworten
abzulesen ist.
Abbildung 4.10: Neuartige Technik zur Beantwortung der Fragen
Ein weiteres Feature wäre, nicht beantwortete Fragen hervorzuheben, sobald der Benutzer
versucht, zum nächsten Fragebogen zu gelangen. Das könnte auf verschiedene Arten
geschehen. Eine Möglichkeit wäre, die Fragen farblich zu unterlegen. Eine dezentere
Lösung könnte das Einblenden eines kleines Symbols darstellen. Zusätzlich zu diesen
Möglichkeiten könnte an der Scrollbar seitlich die Stelle markiert werden, an der sich
die unbeantworteten Fragen befinden. Die farblichen Markierungen können natürlich auch
angeklickt werden, sodass der Benutzer direkt zu der entsprechenden Stelle gelangt. Das
Prinzip beugt der zeitaufwendigen Suche nach einzelnen unbeantworteten Fragen aus
einer großen Anzahl von beantworteten Fragen vor.
Damit die Navigation zwischen den Fragebögen leichter fällt, wurde zusätzlich zur linken
Navigation noch eine Tab-Navigation eingeführt. Einige Entwürfe für doppelte, bzw.
verschachtelte Tabulatoren, sind in Abbildung 4.11 zu sehen. Die obere Ebene würde die
Visiten verkörpern und die untere Ebene die einzelnen Fragebögen.
Die Vollständigkeit des Fragebogens könnte auf mehrere Arten signalisiert werden. So
könnte die Farbe des Hintergrundes von weiß/grau auf grün wechseln, sobald man alle
Fragen fertig ausgefüllt hat. Diese Idee wurde jedoch zugunsten der Statusanzeige in der
linken Navigation wieder verworfen.
Zusätzlich gibt es noch eine Übersicht, in welcher der prozentuale Fortschritt der
Bearbeitung ersichtlich ist. Es ist für jeden einzelnen Fragebogen der aktuelle Status
38
4 Erste Entwürfe
Abbildung 4.11: Tab-Navigation in verschiedenen Formen
zu sehen. Entweder könnten die Fortschrittsbalken alle gleichfarbig oder je nach
Prozentangabe, grün, gelb oder rot sein. Die Fortschrittsbalken könnten für jeden einzelnen
Fragebogen den Fortschritt und dann noch einen Gesamtfortschritt darstellen. Dies ist in
Abbildung 4.12 zu sehen. Da sowohl zu viele Farben, als auch zu viele Fortschrittsbalken
verwirrend sein können, wurde auf solch eine detaillierte Übersicht verzichtet. Falls man
noch keinen Fragebogen ausgefüllt hätte, würde ein Start-Button sichtbar sein, andernfalls
ein Fortsetzen-Button.
Abbildung 4.12: Übersicht über den aktuellen Bearbeitungsstatus
39
4 Erste Entwürfe
4.3.5 Dashboard
Je nach Benutzerrolle erfüllt das Dashboard zwei unterschiedliche Aufgaben. Für einen
Arzt würde darunter zum Beispiel das Anlegen oder Suchen eines Patienten fallen. Für
einen Patienten das Ausfüllen eines Fragebogens oder die Aufrufe eines Hilfe-Textes oder
der Einstellungen.
Die einzelnen Elemente und Icons des Dashboards sind in Abbildung 4.13 zu sehen.
Abbildung 4.13: Elemente des Dashboards in verschiedenen Ausführungen
In Abbildung 4.14 ist die Anordnung der Elemente als Block (links oben), als extra Bereich
(rechts oben), in einer vertikalen Reihe (links unten) und in einer horizontalen Reihe (rechts
unten) zu sehen.
Für den weiteren Verlauf der Entwürfe wurde die vertikale Reihe verwendet. Der Grund
hierfür ist, dass rechts neben den Icons das jeweilige Fenster geöffnet werden kann und die
Icons trotzdem sichtbar bleiben. So kann ohne Umwege zwischen den Fenstern navigiert
werden.
Unter Dashboard ist außerdem noch eine Übersicht für den Arzt über den Patienten
gemeint. Diese spezielle Form des Dashboards wird von nun an Akte genannt. Hierfür
könnte der Arzt an seinem Tablet den Patienten aufrufen und würde gleich zu Beginn
eine Übersicht mit den wichtigsten Daten vorfinden. Als wichtige Daten könnte man neben
einigen Stammdaten die Charts der Fragebögen (vgl. Seite 51) und eine Übersicht über
schon beantwortete Fragebögen verstehen. Die Übersicht ist so aufgebaut, dass auf einen
Blick gesehen werden kann, welche Fragebögen von welchen Visiten schon bearbeitet
wurden und ob die Fragen schon validiert sind. Wie eine solche Akte aussehen könnte,
ist in Abbildung 4.16 erkennbar. Die einzelnen Bereiche der Akte können maximiert oder
minimiert werden. Im minimierten Zustand ist nur die obere Leiste mit einem kleinen
40
4 Erste Entwürfe
Abbildung 4.14: Die Anordnung der Elemente des Dashboards
Bereich sichtbar. Sobald man auf den Bereich klickt, würde sich der Inhalt zeigen. Drei
verschiedene Variationen zur Minimierung (unten) bzw. Maximierung (oben) der Bereiche
sind in Abbildung 4.15 zu sehen.
Abbildung 4.15: Icons zur Minimierung und Maximierung der Bereiche in der Patientenakte
4.3.6 Patienten hinzufügen
Neben der Möglichkeit, dass sich der Patient selbst für das System registriert oder über
das Menü des Administrators angelegt wird, kann ein Patient auch vom Arzt aus über die
Home-Seite angelegt werden. Hierfür wird für den Patient eine Patienten-ID generiert und
zusätzlich können weitere Eintragungen, wie eine E-Mail-Adresse, das Geburtsdatum, das
Geschlecht, die Stadt und das zugeordnete Zentrum, gemacht werden. Wegen statischer
Erhebungen wird gespeichert, welcher Benutzer (also Arzt) die Patienten angelegt hat.
41
4 Erste Entwürfe
Abbildung 4.16: Patientenakte aus Sicht eines Arztes
Weitere Features können zum Editieren der Patientendaten dienen. Erstens kann man das
Geschlecht direkt über kleine unmissverständliche Icons ausgewählt werden. Zweitens
kann das Geburtsdatum sowohl über die Texteingabe als auch mithilfe der Maus
eingegeben werden, sodass das komplette Geburtsdatum durch nur drei Mausklicks
festgelegt werden kann. Hierbei ist die Texteingabe mit der Anzeige dynamisch verknüpft,
damit immer das ausgewählte bzw. eingegebene Datum angezeigt wird. Zwei verschiedene
Varianten für das Hinzufügen eines neuen Patienten sind in Abbildung 4.17 zu sehen. In
den Entwürfen sind eine kombinierte ID und eine externe ID dargestellt, welche jedoch in
weiteren Entwürfen zu einer Patienten-ID zusammengeführt wurden.
4.3.7 Patienten suchen
Die Art der Suche und die verschiedenen Filter zur Einschränkung der Suchergebnisse
sind nicht trivial.
Die neue Suchmaske kann direkt über den Home-Bereich aufgerufen werden. In der
Suchmaske gibt es ein Textfeld für die Eingabe des gewünschten Patienten oder der
gewünschten Eigenschaft, die der Patient bzw. die Patienten aufweisen sollen. Direkt
42
4 Erste Entwürfe
Abbildung 4.17: Maske zum Hinzufügen eines Patienten
43
4 Erste Entwürfe
hinter dem Textfeld kann ausgewählt werden, welche Variable gesucht werden soll.
Standardmäßig ist die Patienten-ID eingestellt. In der Suchmaske kann auch gleich
eingestellt werden, nach welcher Variablen die Ergebnisse später sortiert werden sollen.
Ein erster Entwurf der gesamten Suchmaske ist in Abbildung 4.18 zu sehen.
Abbildung 4.18: Maske zum Suchen eines Patienten
Die Neuerung des Entwurfs gibt vor, welche Patienten zuletzt hinzugefügt worden sind.
Die drei letzten Einträge sind mit einem Zeitstempel (z.B. „vor 10min“ oder „2014-12-11,
14:31“), Alter und Geschlecht rechts oben angegeben.
Ein weiteres Feature sind die Filter. Diese Filter können die Ergebnisse einer Suche
zusätzlich zu dem Suchfeld auf eine bestimmte Weise einschränken. So kann man z. B.
nur diejenigen Patienten anzeigen, die vom Geschlecht her weiblich sind, genau 42 Jahre
alt sind und weniger als drei Monate behandelt wurden. Die Filter können alle verschiedene
Datentypen haben. So wird das Geschlecht mit Icons symbolisiert, das Alter und der
Altersbereich mittels Texteingabe und die Behandlung mit einem Drop-Down-Menü. Beim
Altersbereich werden in dem Moment, indem man auf das Textfeld springt bzw. klickt, die
am häufigsten verwendeten Werte angezeigt. Diese Werte können angeklickt und so in
die Textfelder übernommen werden, also als Filter aktiviert werden. Zusätzlich zu den
44
4 Erste Entwürfe
am häufigsten verwendeten Werten, also einem Filterwert, wird die Anzahl der Patienten
angezeigt, welche mit diesem Filter noch übrig bleiben.
Die Bearbeitung der Filter würde über den Button Organize Filters aktiviert werden,
woraufhin Bearbeitungsbuttons eingeblendet werden. Das Filter-Management ist in
Abbildung 4.19 zu sehen.
Zum einen können die bestehenden Filter gelöscht oder neu platziert werden, da diese
Buttons direkt neben den Filtern angebracht sind, und zum anderen können neue Filter
hinzugefügt werden. Hierzu wird über den Button Add Filters ein Bereich geöffnet, in
dem die gewünschten Filter ausgewählt werden können. Zur Auswahl der Buttons ist auf
ein Plus-Icon zu drücken. Eine Vorschau des Filters ist rechts neben dem Filter-Namen
angebracht. Falls zu viele Filter in dieser Liste sein sollten, kann über das obige Suchfeld
auch nach einem spezifischen Filter gesucht werden.
Abbildung 4.19: Filter bearbeiten oder neue Filter hinzufügen
Damit man besser mit der großen Anzahl der Filter zurecht kommt, sollten diese in spezielle
Gruppen aufgeteilt werden. Diese Gruppen und deren Inhalte sind in Tabelle 4.2 aufgezählt.
Falls man nichts in das obige Suchfeld einträgt, werden weiter unten im Ergebnis-Bereich
einfach alle Datenbank-Einträge angezeigt. Die Ergebnisse sind tabellarisch dargestellt
und nach Erstellungsdatum sortiert. Über der Tabelle ist die Gesamtanzahl der Ergebnisse
45
4 Erste Entwürfe
Gruppe Inhalt der Gruppe
Allgemeine Daten Patienten-ID, Alter, Geschlecht, Stadt, Zentrum, Sprache,
Behandlung, Land
Daten aus Fragebögen Theoretisch jede Antwort, die zu jeder Frage gegeben
wurde. In der Praxis reichen jedoch ausgewählte Fragen,
wie z.B. die die Charakteristik oder der Beginn des Tinnitus
Neuroimaging Daten Typ, Zeitpunkt der Aufnahme, Größe, Scanner-Typ, Design
Audiogramm Daten Datentyp, Größe, Zeitpunkt der Aufnahme
Sonstiges Generische Daten, Anzahl der Visiten, Ergebnis der
Behandlung (positiv, negativ, keine Veränderung)
Tabelle 4.2: Gruppen der Filter für die Suchmaske
angezeigt, in der Tabelle die Werte der gewünschten Variablen. Neben der Patienten-ID
könnte die Validität der Daten, das Alter, das Geschlecht und noch ein Icon zur Bearbeitung
angezeigt werden. Durch einen Klick auf die Variablen in der Tabellenüberschrift kann die
Tabelle nach der jeweiligen Variable entweder aufsteigend oder absteigend sortiert werden.
4.3.8 Einstellungen
Die Benutzereinstellungen können auf verschiedene Weise dargestellt werden. Der erste
Punkt wäre die Mehrsprachigkeit. Anfangs war es geplant, mit einem Icon zwischen den
zwei am häufigsten verwendeten Sprachen hin- und herschalten zu können. Solche Icons
sind in Abbildung 4.20 zu sehen. Nun stellt sich die Frage, ob die Sprachen mittels Icons
oder mittels eines Drop-Down-Menüs auswählbar sein sollen. Die verschiedenen Varianten
sind in Abbildung 4.20 zu sehen. Da später jedoch viele neue Sprachen hinzukommen
können, wird auf die Auswahl über Icons verzichtet und der Fokus auf Drop-Down-Menüs
gesetzt.
Weiterhin ist angedacht, dass verschiedene Farbschemen zur Unterstützung des
Kontrastes und der Lesbarkeit eingebaut werden. Die verschiedenen Varianten könnten
wie in Abbildung 4.21 aussehen.
Zur weiteren Unterstützung der Lesbarkeit und der Barrierefreiheit kann man zusätzlich
verschiedene Schriftarten und Schritftgrößen auswählen.
Falls der Benutzer kein Patient ist, kann er seinen Login-Namen ändern. Da die Patienten
nur eine Patienten-ID als Login-Name bekommen, können diese ihren Namen nicht ändern,
46
4 Erste Entwürfe
Abbildung 4.20: Variationen für Mehrsprachigkeit im System
Abbildung 4.21: Farb-Schemen Variationen
47
4 Erste Entwürfe
sondern nur die anderen üblichen Daten, wie z.B. ihre E-Mail-Adresse, Passwort oder die
Stadt.
Die Rolle des jeweiligen Benutzers kann ebenfalls in den Einstellungen eingesehen
werden, jedoch kann die Rolle nicht vom Benutzer selbst geändert werden. Falls
jemand mit seiner Rolle nicht zufrieden ist oder eine Rolle mit weniger Einschränkungen
benötigt, könnte man direkt eine berechtigte Person (wie z. B. einen Administrator oder
Superadministrator) benachrichtigen, welcher dann der Person die gewünschte Rolle
zuweisen könnte.
4.3.9 Neuroimaging-Verwaltung
Eine gewünschte Anforderung der Uni Regensburg ist ein Bereich, in dem Neuroimaging-,
Audiogramm- und in Zukunft generische Daten verwaltet werden können. Hierbei soll vor
allem auf Designaspekte wie Übersichtlichkeit und Komfort geachtet werden.
Aus diesem Grund wurde eine tabellarische Übersicht über mehrere einzelne
Neuroimaging Daten erstellt, welche in Abbildung 4.22 zu sehen ist.
Abbildung 4.22: Entwurf der Neuroimaging Übersichtsseite
In der Tabelle werden neben dem Erstellungsdatum und dem Namen verschiedene andere
Datenwerte angezeigt, wie z.B. der Typ, die Größe oder der Scanner-Typ. Im Laufe der
48
4 Erste Entwürfe
Entwicklung kommen zusätzlich Zeitangaben, Bearbeitungsicons oder Angaben über das
Design der Bilder hinzu.
Falls sehr viele Daten vorhanden sind, kann man bestimmte Filter aktivieren. Diese Filter
beziehen sich natürlich auf die einzelnen Variablen. Durch dieses Feature kann man
bestimmte Einträge ein- oder ausblenden lassen.
Außerdem sollten direkt im System neue Daten hochgeladen werden können. Hierzu kann
man entweder mit Drag & Drop oder durch einen üblichen Uploader die gewünschten Daten
hochladen. Dann gelangt man in eine Detailansicht, von der man die Variablen der Werte
bearbeiten kann und eine Bildvorschau sieht. Dies könnte wie in Abbildung 4.23 aussehen.
In der Detailansicht werden die Informationen angezeigt und man hat die Möglichkeit, die
Daten zu exportieren bzw. herunterzuladen. Für den Export bzw. den Download hat man
mehrere Varianten zur Auswahl. Man kann die Bilder entweder als Vorschau, also leicht
herunterskaliert oder als unkomprimierte Datei herunterladen. Da eine unkomprimierte
Datei sehr groß werden kann, scheint die Kompression oder eine Skalierung eine gute
Lösung zu sein.
Abbildung 4.23: Entwurf der Neuroimaging Detailansicht
49
4 Erste Entwürfe
4.3.10 Audiogramm-Verwaltung
In dem sogenannten Audiogramm wird die Hörschwelle des Ohres festgelegt. So wird mit
speziellen Geräten festgestellt, welche Frequenzen (in Hz) das Ohr ab welcher Lautstärke
(in dB) hört. Ähnlich wie bei der Neuroimaging-Verwaltung werden die Datensätze der
Audiogramme in einer tabellarischen Übersicht abgebildet. Zusätzlich kann man sich den
Therapiebeginn, das Therapieende und die einzelnen Visiten als Navigationshilfe anzeigen
lassen. Die Audiogramme können entweder eingescannt und als PDF hochgeladen oder
direkt über das System als Tabelle eingetragen werden. Dies ist über zwei Buttons links
oben möglich. Falls sich hier zu viele Daten befinden, ist auch hier die Verwendung
eines Filters möglich. Bei der Eintragung der Werte in Tabellenform kann man für beide
Ohren die Lautstärken für die jeweiligen Frequenzen eintragen. Dies kann man entweder
über die Tastatur oder mithilfe der Maus erledigen. Hierbei kann einfach auf vorgefertigte
Frequenzen geklickt werden. Dies ist in Abbildung 4.24 zu sehen. Die Werte der Tabelle
sind zudem direkt an ein Diagramm gekoppelt, sodass immer das aktuelle Audiogramm
angezeigt wird.
Ein weiteres Feature ist der Export der Audiogramme. Hier hat man die Auswahl, ob man
nur den Text, also die Tabelle, nur das Diagramm oder beides zusammen exportieren will.
Neben dem Export kann man natürlich auch die Audiogramme in diesen Konstellationen
ausdrucken lassen.
Abbildung 4.24: Audiogramm-Entwurf
50
4 Erste Entwürfe
4.3.11 Charts
Unter Charts versteht man die grafischen Auswertungen der Fragebögen THI, TBF-12,
WHOQOL-BREF, BDI und G&H. Diese Fragebögen ergeben einen Wert, der sich im
grünen, gelben oder roten Bereich befindet. Mit grünem Bereich ist gemeint, dass es
dem Patienten gut geht. Der rote Bereich hingegen bedeutet, dass der Betroffene nur
sehr schlecht mit seinen Ohrgeräuschen zurechtkommt. Ein Zustand, in dem der Patient
mehr oder weniger mit dem Tinnitus klar kommt, ist dann ein Wert im gelben Bereich.
Einige Beispiele, wie die Charts aussehen könnten, sind in Abbildung 4.25 zu sehen. Die
Diagramme zeigen den zeitlichen Verlauf an, beginnend mit Baseline und Screening. Dann
geht es zu den Visiten und bei Bedarf zu Follow-Ups über.
Abbildung 4.25: Variationen der Diagramme
Eine weitere Anforderung der Uni Regensburg ist, dass es eine Übersichtsdarstellung zu
den Charts geben soll. Hier können mehrere Charts übereinander dargestellt werden. Wie
dies aussehen könnte, ist in Abbildung 4.26 zu sehen. Im Entwurf dieser Arbeit kann über
Checkboxen ausgewählt werden, welche Fragebögen angezeigt werden sollen.
Die Auswertungen der Fragebögen können auf verschiedene Weisen exportiert werden.
Hier steht zur Auswahl, ob man nur die grafische Auswertung, nur die textuelle Auswertung
in Tabellenform oder beides exportieren will.
51
4 Erste Entwürfe
Abbildung 4.26: Übersicht über die Diagramme
4.3.12 Admin-Menü
Das Menü für Administratoren setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. Die
einzelnen Komponenten bestehen aus einer Validierung für Fragebögen, einer Verwaltung
für Benutzer, Sprachen, Benutzeroberfläche, Benutzerrollen und Fragebögen. Auf dieses
Menü haben natürlich nur Administratoren, Superadministratoren oder andere Benutzer
mit ausreichend Rechten Zugriff. Im Folgenden werden die einzelnen Komponenten des
Menüs vorgestellt und beschrieben.
Validität der Fragebögen Die Fragebögen der Patienten können einen verschiedenen
Status haben. Dieser wird mithilfe von farbigen Punkten signalisiert. Ein grauer Punkt
bedeutet, dass die Fragebögen noch nicht vollständig ausgefüllt sind und ein grüner Punkt
wiederum sagt aus, dass die Fragebögen vollständig ausgefüllt sind. Sobald ein Häkchen
in dem grünen Punkt ist, ist dieser Fragebogen oder schon der komplette Patient vollständig
validiert. Die Punkte sehen wie in Abbildung 4.27 aus.
Die Verwaltung der Validität ist der Verwaltung des Filter-Managements ähnlich. Links
werden die validierten Fragebögen aufgelistet (mit der Farbe grün markiert) und rechts
die noch nicht validierten, aber wenigstens schon vollständig ausgefüllten Fragebögen
(mit der Farbe orange markiert). Mit den farbigen Pfeilen können nun die einzelnen per
Checkbox ausgewählten Fragebögen zur anderen Seite gebracht werden. Zur schnelleren
52
4 Erste Entwürfe
Abbildung 4.27: Punkte der Validität der Fragebögen
Bearbeitung kann man auch gleich alle Fragebögen auf einmal markieren und schnell und
unkompliziert validieren. Im linken Bereich können die Benutzer ausgewählt werden. Hier
hat der Arzt die Möglichkeit, einen Patienten aus einer Liste von zuletzt hinzugefügten
Patienten oder kürzlich angesehen Patienten auszuwählen. Falls der gesuchte Patient
dort nicht dabei ist, kann man über ein Suchfeld die Patienten-ID eingeben und dann
den gewünschten Patienten auswählen. Wie dies aussehen könnte, ist in Abbildung 4.28
dargestellt.
Abbildung 4.28: Verwaltung der Validität der Fragebögen
Benutzerverwaltung In der Benutzerverwaltung kann man die Benutzer auflisten, neue
Benutzer anlegen oder schon bestehende bearbeiten oder löschen. Im linken Bereich
kann man entweder einen bestehenden Benutzer aus einer Liste aller Benutzer auswählen
53
4 Erste Entwürfe
oder ihn über ein Suchfeld ausfindig machen. Falls man einen neuen Benutzer hinzufügen
möchte, kann man links oben direkt die Rolle des gewünschten Benutzers auswählen. Die
Benutzerrollen haben sowohl eine Farbe, als auch einen Zahlenwert zugeordnet, welche
hinter den einzelnen Rollen geschrieben sind. So kann bei der Suche nach Benutzern
auch gleich erkannt werden, ob es sich um einen Patienten oder eine andere Benutzerrolle
handelt.
Im rechten Bereich ist eine Übersicht über alle Benutzer aufgelistet. Diese Übersicht kann
durch Filter auf bestimmte Zentren oder Benutzerrollen beschränkt werden. Falls man einen
Benutzer anklickt, wird er in einem neuen Tab in einer Detailansicht geöffnet, von der er
auch bearbeitet oder gelöscht werden kann. Die Bearbeitung oder Löschung der einzelnen
Benutzer kann auch direkt über Icons aus der Übersicht aufgerufen werden.
Ein mögliches Design der Benutzerverwaltung ist in Abbildung 4.29 zu sehen.
Abbildung 4.29: Entwurf der Benutzerverwaltung
Verwaltung der Benutzeroberfläche und der Fragebögen Für den Fall, dass später
noch neue Elemente hinzukommen, wurde eine Oberfläche entworfen, mit der man das
Menü inklusive Icons und Beschriftungen ergänzen kann. Die einzelnen Elemente sind
an Platzhalter gekoppelt. In diesem Tool kann links ausgewählt werden, welchen Teil der
Benutzeroberfläche man gerade bearbeiten will. Zur Auswahl stehen die Menü-Struktur, die
einzelnen Fragebögen, die Charts und die Farben des Systems. All diese Bereiche werden
unter einer neuen frei benennbaren Datei als Entwurf gespeichert, sodass im Falle einer
54
4 Erste Entwürfe
ungewollten Änderung die fehlerfreie Benutzung des Systems sichergestellt ist. Sobald die
neue Änderung auch vollständig bearbeitet wurde, kann man diesen Entwurf aktivieren.
Unter der Menüstruktur lassen sich bestehende Einträge samt Logos bzw. Icons bearbeiten
oder auch neue Einträge hinzufügen. Dieses Verfahren ist nur sehr kompliziert umzusetzen,
weswegen dieser Bereich eher in zukünftigen Versionen des Systems angedacht ist. Die
Umsetzung wird dadurch erschwert, dass nicht sichergestellt werden kann, auf welche
Weise der verfügbare Platz für neue Elemente genutzt wird. So kann es zum Beispiel
vorkommen, dass der Platz ausgeht und Texte oder Buttons sich überschneiden würden
oder nicht mehr sichtbar wären.
Bei den Fragebögen sieht es anders aus, da es hier keine Rolle spielt, ob noch Fragen
hinzukommen oder nicht. So würde eine Aufzählung aller Fragen mit der Möglichkeit des
Bearbeitens ausreichen. Im ersten Entwurf dieser Arbeit ist die Aufzählung in einer Art
Tabelle angeordnet, sodass man noch weitere Zusatzinformationen wie die Anzahl der
Fragen oder der Antwortmöglichkeiten hat. Dieser Entwurf mit der Bearbeitung der Struktur
und der Fragebögen ist in Abbildung 4.30 zu sehen. Die endgültige Version ist ab Seite 86
zu sehen.
Abbildung 4.30: Entwurf der Benutzeroberflächen-Verwaltung und der Fragebögen
55
4 Erste Entwürfe
4.3.13 Statistik
Im neuen System soll ein Modul für Statistik-Angelegenheiten angeboten werden. Hierfür
wurden einige Überlegungen zur Suche und zur Auswahl der gewünschten Daten gemacht.
Die Statistik ist in mehrere Arbeitsschritte aufgeteilt:
1. Schritt: Suche und Auswahl der Patienten bzw. Patientendaten
2. Schritt: Selektion der Variablen
3. Schritt: Export bzw. Weiterverarbeitung der Daten
Für den ersten Schritt kann die Maske der Patientensuche wiederverwendet werden.
Allerdings können die Features der Suche, die für die Statistik unerheblich sind,
weggelassen werden. In diesem Schritt braucht man eine Möglichkeit, um die Ergebnisse
auswählen zu können. Hierfür scheinen Checkboxen die richtige Wahl zu sein. Mit einer
übergeordneten Checkbox zur Auswahl aller Einträge können so leicht und übersichtlich
die gewünschten Eintrage ausgewählt werden.
Im nächsten Schritt können all diejenigen Variablen ausgewählt werden, welche für
die Weiterverarbeitung benötigt werden. Diese Variablen könnten entweder alle in einer
Liste über Checkboxen auswählbar sein (zu sehen in Abbildung 4.31) oder aus einer
Tabellenform heraus auswählbar sein. Die Tabellenform hat das gleiche Aussehen wie die
Ergebnisliste der Patientensuche (zu sehen in Abbildung 4.32).
Abbildung 4.31: Erster Entwurf der Auswahl von Variablen im Statistik-Modul
Im dritten Schritt können die ausgewählten Daten dann exportiert werden (zur genauen
Umsetzung das Kapitel Finaler Entwurf ab Seite 89).
56
4 Erste Entwürfe
Abbildung 4.32: Zweiter Entwurf der Auswahl von Variablen im Statistik-Modul
Es ist geplant, noch eine erweiterte Option einzubauen, in der Datenbank-Operationen auf
die Suchergebnisse ausführbar sind.
4.3.14 Farben und Hintergründe
Als Hintergrund könnten verschiedene Schriftzüge oder ein Logo als Kachel-Mosaik
verwendet werden. So könnte eine Art schwebender 3D-Effekt entstehen. Als Schriftzug
könnte z.B. TCRF - Tinnitus Case Report Form oder TD - Tinnitus Database verwendet
werden. Wie diese mit verschiedenen Farben und Transparenzeffekten aussehen könnte,
ist in in Abbildung 4.33 zu sehen. Von solch einer Technik wurde allerdings abgesehen, da
diese Hintergründe gerade für ältere Patienten verwirrend sein können.
Abbildung 4.33: Verschiedene Hintergründe im System
Es muss aber nicht nur der Hintergrund des gesamten Systems festgelegt werden, sondern
auch die Farben sonstiger Bereiche und Fenster. Die Hintergrundfarbe der einzelnen Reiter
der Fragebögen könnte wie in Abbildung 4.34 aussehen.
57
4 Erste Entwürfe
Abbildung 4.34: Verschiedene Farben der Reiter
Die ersten Entwürfe waren alle vom Farbbild etwas düster und grau. Da jedoch einige
Mitarbeiter täglich mit dem System arbeiten müssen, soll im weiteren Verlauf mehr Wert
auf neutralere, fröhlichere und hellere Farben gelegt werden. In den Abbildungen 4.35 und
4.36 sind einige verschiedene Farbvariationen zu sehen.
Abbildung 4.35: Verschiedene Farbvariationen eines Fragebogens
4.3.15 Sonstiges
Da einige Fragen mehrdeutig verstanden werden können, müssen diese überarbeitet
werden und können zum Teil sogar zusammengefasst werden. Im TSCHQ-Fragebogen gibt
es eine Frage darüber, an welcher Stelle der Tinnitus vom Betroffenen wahrgenommen wird
(Frage Nr. 9). Diese Frage könnte um die Klang-Charakteristik des Tinnitus ergänzt werden
(Frage Nr. 13). Zum einfacheren Verständnis könnten kleine Symbole zur Hilfe genommen
werden. Die Kombination beider Fragen könnte wie in Abbildung 4.37 aussehen.
58
4 Erste Entwürfe
Abbildung 4.36: Verschiedene Farbvariationen der Suchmaske
Im oberen Bereich kann aus einer Vielzahl von Möglichkeiten eine Stelle ausgewählt
werden oder bei Bedarf eine abweichende Antwort gegeben werden. Damit Betroffene mit
einer Rechts-Links-Schwäche nicht vor Schwierigkeiten beim Ausfüllen des Fragebogens
stehen, sind kleine Symbole angezeigt, in denen der betroffene Bereich farblich markiert ist.
Im unteren Bereich kann man die Eigenart des Geräusches klassifizieren. Neben einigen
Voreinstellungen wie Rauschen oder Piepsen können auch hier noch benutzerdefinierte
Angaben gemacht werden.
Zu Beginn ist nur der obere Bereich sichtbar, in dem die Lokalisierung des Tinnitus
angegeben wurde. Von dort aus lassen sich die einzelnen Einträge über die jeweiligen
Icons bearbeiten bzw. löschen. Falls man einen zusätzlichen Ort, an dem man ein
Geräusch wahrnimmt, angeben will, so funktioniert dies über den unteren Button.
59
4 Erste Entwürfe
Abbildung 4.37: Lokalisierung und Charakteristik des Tinnitus
60
5 Finaler Entwurf
Diese Kapitel ist als eine Art Rundgang durch das endgültige System aufgebaut. Es wird
auf jedes Modul bzw. jeden Menüteil kurz eingegangen und so der finale Entwurf des neuen
Systems vorgestellt. Die Module umfassen:
Modul Inhalt des Moduls
Home/Dashboard Logo, Patienten hinzufügen und suchen, Filter für
Suchmaske
Patienten Modul Fragebögen, Charts, Übersichten, Neuroimaging,
Audiogramme
Statistik Modul Suche, Auswahl und Export der Daten
Einstellungen Benutzereinstellungen und Erscheinungsbild
Administratior Modul Qualitätskontrolle, Benutzer(Rollen)-, Sprachen-,
Oberflächen- und Fragebögen-Verwaltung
Tabelle 5.1: Module des finalen Entwurfs
5.1 Der Header und das Logo
Der finale Entwurf des Logos ist in Abbildung 5.1 zum einen als eigenständiges
abgetrenntes Logo (unten) und als zusammengesetztes Logo (oben) zu sehen. Die
zusammengesetzte Variante findet sich bei der Registrierungs- und Login-Seite, das
eigenständige Logo auf jeder anderen Seite. Das Hauptmenü im Header ist ebenfalls in
Abbildung 5.1 in der Mitte zu sehen. Über dieses Menü kann auf die einzelnen Module
zugegriffen werden. Der jeweils aktivierte Eintrag wird farblich hervorgehoben.
61
5 Finaler Entwurf
Abbildung 5.1: Das finale Logo und der Header
5.2 Home
Der Home-Bereich setzt sich aus mehreren Seiten zusammen. Hierzu gehört ein Bereich,
in dem man sich registrieren kann, und ein Bereich, in dem man sich einloggen kann.
Nachdem man sich eingeloggt hat, befindet man sich beim Dashboard, in welchem die am
häufigsten verwendeten Funktionen des Systems zu sehen sind.
5.2.1 Registrierung
Zur Benutzung des Systems muss sich der Benutzer registrieren. Dafür gibt es mehrere
Möglichkeiten. Hier wird die Variante besprochen, in welcher der Patient sich über die
Homepage registriert. Auf der Homepage hat man die Auswahl zwischen dem Zugang
zur Registrierung und dem Login für bereits registrierte Nutzer. Auf beiden Seiten hat man
die Möglichkeit zwischen verschiedenen Sprachen hin- und herzuschalten. Die Sprachen
sind mit kleinen Länderflaggen in der rechten oberen Ecke symbolisiert. Das komplette
System wird automatisch auf die Sprache umgestellt, welche gerade aktiviert ist. Eine
spätere Änderung der Systemsprache ist über die Einstellungen möglich. Hierzu mehr
unter Einstellungen auf Seite 69.
Bei der Registrierung bekommt der Patient eine automatisch generierte User-ID, auf die
er keinen Einfluss hat und welche von nun als Login-Name verwendet wird. Dies hat
den Vorteil gegenüber einem frei wählbaren Benutzernamen, dass aus der generierten
Nummer keinerlei Rückschlüsse auf den Benutzer gezogen werden können. Somit kann
es später keine Probleme bezüglich Datenschutz geben.
62
5 Finaler Entwurf
Auf das Wort „Patient“ wird in diesem Zusammenhang bewusst verzichtet, da sich manche
Betroffene nicht als Patienten sehen. Aus diesem Grund wird die Patienten-ID auch User-
ID genannt. Die User-ID fängt mit 000 an, welches das Kürzel für die Online-Registrierung
ist. In weiteren Schritten könnte der Arzt oder ein berechtigter Nutzer alle Patienten
den jeweiligen Zentren zuweisen. In diesem Fall würde ein Patient, welcher in Ulm lebt,
dem Zentrum 001-Regensburg zugeordnet werden. Zur Registrierung eines Benutzers
wird außerdem eine gültige E-Mail-Adresse benötigt, da an diese ein Aktivierungs-Link
geschickt wird, mit dem der neue Benutzer aktiviert wird. Das Passwort für den Account
ist frei wählbar, sollte aber aus Sicherheitsgründen mindestens aus 8 Ziffern bestehen und
ein Sonderzeichen und eine Zahl beinhalten. Um dem Datenschutz gerecht zu werden,
könnte man die E-Mail-Adresse nach der Registrierung automatisch aus der Datenbank
löschen. Dies hätte jedoch den Nachteil, dass bei Verlust des Passwortes kein neues mehr
angefordert werden könnte und der Patient seinen behandelnden Arzt aufsuchen müsste.
Der Arzt müsste dann das Passwort zurücksetzen bzw. ein neues erstellen und dem
Patienten in ausgedruckter Form zukommen lassen. Um diesen Aufwand zu vermeiden,
wird die E-Mail-Adresse nicht gelöscht.
Eine weitere notwendige Angabe für die Registrierung ist die Stadt, in welcher der Patient
lebt. Der Grund hierfür ist, dass je nach Wohnort des Patienten ein anderes Zentrum
zuständig ist.
Zum Schluss muss der Patient die Datenschutzerklärung und die Einverständniserklärung
durchlesen und akzeptieren, bevor die Registrierung abgeschlossen werden kann. Danach
bekommt er die automatische E-Mail zur Aktivierung.
Der Entwurf zur Registrierung ist in Abbildung 5.2 zu sehen.
63
5 Finaler Entwurf
Abbildung 5.2: Bereich zum Registrieren
5.2.2 Login
Wie auch bei der Seite zur Registrierung kann man seine gewünschte Sprache auswählen.
Dann muss man den eigenen Login-Namen und das Passwort eingeben und sich so
einloggen. Falls man sich beim Passwort vertippt, wird man zu einer Seite geleitet, von
der aus man es entweder nochmals eingeben oder sich ein neues Passwort zusenden
lassen kann. Aus Sicherheitsgründen müsste hierfür ein Captcha1eingegeben werden.
Einige weitere Funktionen könnten noch verwendet werden bzw. über Checkboxen aktiviert
werden.
Passwort in Klartext anzeigen
Kein automatisches Logout nach einer bestimmten Zeit
Benutzer merken/eingeloggt lassen: Wenn der Browser geschlossen und neu auf
das System zugegriffen wird, bleibt der Nutzer trotzdem eingeloggt
Der Login-Bereich ist in Abbildung 5.3 zu sehen.
1Abkürzung: Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart. Ein automatischer
Test zur Überprüfung, ob man ein Mensch ist. Üblicherweise muss man eine verzerrte Buchstaben- und
Ziffernfolge aus einem Bild abtippen [47].
64
5 Finaler Entwurf
Abbildung 5.3: Login-Bereich
5.2.3 Dashboard
Auf dem Dashboard sollen die am häufigsten verwendeten Funktionen aufgerufen werden
können. Diese Funktionen sind über große Buttons aufrufbar, welche in einer vertikalen
Reihe am linken Rand positioniert sind. So kann im rechten Bereich der Inhalt angezeigt
werden und gleichzeitig sieht man im linken Bereich alle anderen Buttons. Welche
Funktionen im Dashboard angezeigt werden sollen, kann entweder vorgegeben sein oder
über die Benutzereinstellungen eingegeben werden. In den Entwürfen dieser Arbeit sind
die Funktionen Neuen Patienten hinzufügen,Patienten suchen und Hilfe abgebildet.
Neue Patienten hinzufügen
Wenn ein Patient zu Hause kein Internet oder keine E-Mail-Adresse zur Verfügung haben
sollte, kann ein Arzt oder ein anderer berechtigter Nutzer neue Patienten anlegen. Hierfür
kann durch einen Klick auf den obersten Button die zugehörige Maske geöffnet werden.
Nun hat der berechtigte Nutzer die Möglichkeit, entweder einen oder mehrere Patienten
auf einmal anzulegen. Sollte er nur einen anlegen wollen, wird eine Patienten-ID generiert
und es können bei Bedarf noch weitere Angaben gemacht werden. In der Maske kann
man neben der E-Mail-Adresse, dem Geschlecht, der Stadt und des Geburtsdatums des
Betroffenen noch das zugehörige Zentrum auswählen. Zusätzlich wird protokolliert, welcher
Nutzer den Patienten anlegt. Sobald die entsprechenden Angaben gemacht wurden,
hat man die Möglichkeit, die Daten zu speichern oder auszudrucken. So können dem
65
5 Finaler Entwurf
Patienten seine Login-Daten sofort mit einem generierten Passwort und der URL der
Tinnitus Datenbank übergeben werden. Eine Druckvorschau ist im rechten Bereich der
Maske zu sehen. Falls der Patient eine E-Mail-Adresse angibt, können ihm seine Login-
Daten auch per E-Mail zugesandt werden. Falls keine E-Mail-Adresse angegeben wurde,
sind die betroffenen Buttons zum Versenden deaktiviert und durch eine Graumarkierung
ausgeblendet. Die Maske ist in Abbildung 5.4 zu sehen.
Abbildung 5.4: Finale Maske zum Hinzufügen eines Patienten
Falls der Nutzer gleich mehrere Patienten auf einmal anlegen will, kann er dies über
eine spezielle Funktion machen, welche über einen Link im unteren Bereich aufrufbar
ist. Nun gelangt er auf eine neue Maske, in der man einstellen kann, wie viele Patienten
angelegt werden sollen. Dies ist über ein Drop-Down-Menü möglich. Daraufhin werden
nicht-personalisierte Benutzeraccounts erstellt, also mit keinerlei Informationen bezüglich
Geschlecht, Alter oder Stadt. Für die Zukunft ist jedoch angedacht, dass man dort auch
schon einen Teil der Daten eintragen kann (wie zum Beispiel das Geschlecht oder das
zugehörige Zentrum) und diese dann mit den neuen Patienten gespeichert werden können.
Zusätzlich kann man einstellen, ob alle Login-Namen und Passwörter auf einer Seite
platziert oder immer nur eine Login-Information pro Seite verwendet werden soll. Für den
Fall, dass alles auf einer Seite ausgedruckt werden soll, werden Schnittmarken hinzugefügt,
sodass man die einzelnen Teile leichter voneinander trennen bzw. abschneiden kann. Dazu
ist ebenfalls im rechten Bereich eine Druckvorschau zu sehen. Die Maske ist in Abbildung
5.5 dargestellt.
66
5 Finaler Entwurf
Abbildung 5.5: Finale Maske zum Hinzufügen mehrerer Patienten
Patienten suchen
Die Suchmaske (zu sehen in Abbildung 5.6) ist in drei Bereiche aufgeteilt. Der erste Bereich
dient zur Eingabe des gewünschten Suchbegriffes oder zur Auswahl zuletzt hinzugefügter
Patienten. Der zweite Bereich ist für die Filter zuständig und im dritten Bereich werden die
Suchergebnisse angezeigt. Im Folgenden wird auf jeden Bereich eingegangen.
Abbildung 5.6: Finale Maske zum Suchen eines Patienten
Bereich zur Eingabe des Suchbegriffes In diesem Bereich können die Suchbegriffe
eingegeben und spezifiziert werden, wonach gesucht werden soll. Hier hat man neben
der Patienten-ID außerdem das Alter zur Auswahl. Alle weiteren Daten, wie z.B. das
Geschlecht, werden mittels Filter angegeben. Im oberen Bereich hat man zudem noch
67
5 Finaler Entwurf
die Möglichkeit, zuletzt hinzugefügte Patienten aufzurufen und auszuwählen, nach welcher
Variablen die Suchergebnisse sortiert werden sollen.
Bereich der Filter Mit den Filtern lässt sich die Suche nach Patienten präziser gestalten.
Als Filter kann jede beliebige Variable genommen werden, welche personenbezogen in der
Datenbank gespeichert ist.
Standardmäßig werden die Filter angezeigt, welche am häufigsten verwendet werden. Die
seltener benötigten Filter werden automatisch ausgeblendet, können aber durch einen
Klick auf den Button Show more Filters wieder eingeblendet werden. Wenn die Filter
alle eingeblendet sind, kann man sie mithilfe des Buttons Hide Filters wieder ausblenden.
Welche Filter zu jeder Zeit angezeigt werden sollen, kann unter dem Button Organize Filters
eingestellt werden.
Das Filter-Management wird in Abbildung 5.7 gezeigt. In diesem Management sind
links alle aktivierten Filter und rechts alle deaktivierten Filter aufgelistet. Durch die
farblich angepassten Pfeile können intuitiv und komfortabel die einzelnen Filter aktiviert
bzw. deaktiviert werden. Neben jedem einzelnen Filter befindet sich eine Vorschau des
Datentyps der Variablen, sodass es keine Missverständnisse bezüglich der Eigenschaften
der Filter gibt. Auf diese Weise können im Filter-Management die verschiedenen Werte
der Variablen betrachtet werden. Nachdem man die Einstellungen speichert, wird das
Management geschlossen und die Filter sind unmittelbar auf die neue Einstellung
umgestellt.
Zur schnelleren Benutzung des Systems kann auf die letzte Suche über einen großen
Bereich rechts neben den Filtern zugegriffen werden. Beim Klick auf den Bereich werden
die Filter automatisch mit den spezifischen Werten der letzten Suche gefüllt. Zusätzlich zur
letzten Suche kann man sich zwei weitere Such-Vorlagen speichern. So kann der Arzt auf
häufig verwendete Filtereinstellungen schnell und unkompliziert zugreifen.
Bereich der Suchergebnisse Im untersten Bereich werden die Suchergebnisse und
deren Anzahl angezeigt. Die Ergebnisse sind tabellarisch angeordnet und über die Pfeile
direkt neben den Variablen umsortierbar. Jeder Eintrag ist über das Bearbeiten-Icon
aufrufbar. Rechts in der Tabelle ist ein Icon für Einstellungen vorhanden, mit dessen Hilfe
man die Variablen in der Tabelle auswählen und sortieren kann. Über die Checkboxen kann
ausgewählt werden, welche Variablen angezeigt werden sollen. Durch die Pfeile rechts
68
5 Finaler Entwurf
Abbildung 5.7: Filtermanagement in der Suchmaske
neben den Variablen kann die Reihenfolge bestimmt werden, in der die Variablen in der
Ergebnistabelle angezeigt werden sollen.
5.3 Einstellungen
Die Einstellungen sind in zwei Bereiche aufgeteilt. Der obere Bereich umfasst die
Einstellungen zur Benutzeroberfläche, der untere die persönlichen Einstellungen des
Benutzers.
Der obere Bereich ist so aufgebaut, dass jeder einzelne Punkt über Drop-Down-Menüs
eingestellt werden kann. Rechts daneben befindet sich eine Hilfsübersicht, an der man
sich orientieren kann, aber auch Einstellungen ändern kann. Der aktivierte Punkt wird
farblich umrahmt. So wird zusätzlich zur Sprachauswahl zu jeder Sprache die zugehörige
Landesflagge angezeigt. Bei der Auswahl der Farbschema wird die zugehörige Farbe
als Kästchen angezeigt, damit man sich unter dem Namen etwas vorstellen kann. Die
Schriftgröße wird nicht nur in der angegeben Schriftgröße dargestellt, sondern noch
mit einer relativen Maßangabe, wie groß die Schriftart dann sichtbar sein wird. Unter
dem letzten Punkt kann man die Schriftart auswählen, in der alle textuellen Elemente
69
5 Finaler Entwurf
angezeigt werden sollen. Falls der Benutzer eine favorisierte Schriftart besitzt, kann er
diese auswählen und kann dann schneller und effizienter mit dem System arbeiten.
Der untere Bereich beinhaltet den Login-Namen, welcher jedoch nur von Nicht-Patienten
geändert werden kann. Zusätzlich wird dort die E-Mail-Adresse, das Passwort, die Stadt
und die Benutzerrolle angegeben. Die Benutzerrolle kann nicht vom Benutzer selbst
geändert werden, sondern nur von einem Benutzer mit Administrator-Zugriff über die
Benutzerverwaltung im Administrator-Modul. Die Einstellungen sind in Abbildung 5.8
dargestellt.
Abbildung 5.8: Einstellungen
5.4 Patienten-Modul
Im Patienten-Modul ist die linke Navigationseinheit mit allen Einträgen fest vorgegeben. Die
Einträge sind:
Treatment
Charts
Screening 01..N
Baseline
Visit 01..Final Visit
Follow-Up 01..N
Adverse
Comorbidity
Concommittant
70
5 Finaler Entwurf
Non-Pharmalogical
Input-State
Katamnese
Neuroimaging
Audiogram
Generic Data
Der jeweils aktive Eintrag ist farblich hervorgehoben und falls Einträge geschachtelt sein
sollten, sind diese mit einem Symbol zum Aufklappen versehen. Die Navigationseinheit ist
in Abbildung 5.9 zu sehen.
5.4.1 Patienten-Akte
Wenn der Patient geöffnet wird, erscheint die Patienten-Akte, in der alle wichtigen
Informationen zum Patienten aufgezeigt sind. Im Vergleich zu den ersten Entwürfen hat
man sich dazu entschieden, die Charts in einer Großansicht und die Übersichten über die
Visiten und Screenings anzuzeigen. Eine solche Akte, welche über einen Klick auf den
Patienten oder dessen Datensatz aufrufbar ist, wird in Abbildung 5.10 gezeigt.
5.4.2 Treatment
Als erster Punkt in der Navigation wird die Behandlungsmethode bzw. die Medikation
angezeigt. Hier hat man die Wahl, ob man einen standardisierten Code auswählt oder
manuell jedes einzelne Medikament aufzählt. Die einzelnen Codes fassen mehrere
Medikamente zusammen, sodass Schreibarbeit erspart bleibt. Im alten System stand nur
der dreistellige Code (ohne Beschreibung und ohne eine Legende). Man musste also
entweder auswendig wissen, was welcher Code bedeutet, oder in der entsprechenden
Literatur nachschlagen. Nun steht in dem Drop-Down-Menü zusätzlich die Beschreibung
der Codes zur Verfügung, wodurch unnötige Arbeitszeit eingespart werden kann. Der
Bereich zur Behandlung ist in Abbilung 5.11 zu sehen.
5.4.3 Übersichten
Wie schon bei der Patienten-Akte angesprochen, gibt es Übersichten über die Screenings
und Visiten. Solch eine Übersicht zeigt in verschiedenen Blöcken die einzelnen Screenings
und welche Fragebögen bereits beantwortet wurden. Durch die grünen Punkte kann
angezeigt werden, ob die Fragebögen schon validiert wurden. Wenn man ein neues
71
5 Finaler Entwurf
Abbildung 5.9: Navigationseinheit des Patientenmoduls
Abbildung 5.10: Akte eines Patienten
72
5 Finaler Entwurf
Abbildung 5.11: Bereich zur Angabe der Behandlungsmethode
Screening, bzw. eine neue Visite anlegen will, geschieht dies über den großen Button,
worauf ein kleines Fenster erscheint, in dem man das Datum der Visite eintragen muss.
Hierbei hat man die Auswahl, ob die Visite am heutigen Tage stattfindet oder an einem
vorherigen Tag schon stattgefunden hat und nun nachgetragen werden muss. Diese
Auswahl ist über Radiobuttons zu machen. Falls man ein vorheriges Datum aussuchen
muss, kann dies entweder über Tastatureingaben oder über einen Kalender erledigt
werden. Dann kann die Visite entweder erstellt werden (durch Klick auf das Häkchen in der
Leiste) oder der Vorgang abgebrochen werden (durch Klick auf das Kreuz in der Leiste).
Die Übersicht über Screenings ist in Abbildung 5.12 dargestellt.
Eine Besonderheit bei der Screening-Übersicht stellt eine Option dar, bei der man festlegen
kann, ob die Baseline und ein Screening am selben Tag durchgeführt wurden. Falls dies
der Fall sein sollte, kann man das durch eine Checkbox angeben. Nun wird diese Option
auch beim Aufruf der Baseline angezeigt werden (zu sehen in Abbilung 5.13). Falls die
Option nicht gewählt wird, sind unter Baseline ebenfalls alle Fragebögen zu finden.
Wenn man eine Visite bzw. ein Screening in der Übersicht anklickt, gelangt man zu einer
detaillierteren Übersicht, bei der prozentuale Angaben über den Stand der Beantwortung
angezeigt werden.
Von dort aus kann man entweder wieder zurück zur großen Übersicht springen oder den
Fragebogen fortführen, indem man auf den Fortfahren-Button klickt. Das System würde
73
5 Finaler Entwurf
Abbildung 5.12: Übersicht über die Screenings
Abbildung 5.13: Seite über Baseline
74
5 Finaler Entwurf
den Nutzer dann zum ersten unvollständig bearbeiteten Fragebogen leiten. Der Entwurf
zur Detail-Übersicht ist in Abbildung 5.14 zu sehen.
Abbildung 5.14: Detaillierte Übersicht einer Visite
5.4.4 Fragebögen
Die Fragebögen sind alle sowohl über die seitliche Navigation als auch über eine Reiter-
Navigation im Inhaltsbereich aufrufbar. Die einzelnen Fragen sind farblich voneinander
abgetrennt, sodass auf einen Blick gesehen werden kann, wo die vorige Frage aufhört
und die nächste beginnt.
Einige Fragen wurden überarbeitet oder kombiniert, wie auch die der Tinnitus-
Charakteristik. Im Vergleich zu den ersten Entwürfen wird in den kleinen Köpfen nun
nicht mehr farblich der Bereich markiert, sondern durch Pfeile die Intensität der Lautstärke
symbolisiert. Zum besseren Verständnis für Menschen, die links und rechts verwechseln,
wurde ein Hilfetext eingefügt, der Unklarheiten bezüglich der Symbolik beseitigen soll. So
weiß man direkt, was ein kleiner bzw. großer Pfeil auf einer bestimmten Seite des Kopfes
bedeutet.
Ebenfalls wurde die Frage über den Beginn des Tinnitus mit ausführlicheren Antworten
ausgestattet. Die genannten Fragen sind in Abbildung 5.15 zu sehen.
75
5 Finaler Entwurf
Abbildung 5.15: Fragen zur Charakteristik und Beginn des Tinnitus
Ein Fragebogen, der durchgehend ein gleiches Antwortschema besitzt, kann in einer
tabellarischen Form dargestellt werden. Hierbei wird eine farbliche Abgrenzung der
einzelnen Fragen verwendet.
Sobald man den Fragebogen vollständig beantwortet hat, kann man ganz unten im
Inhaltsbereich die Antworten zu den Fragen speichern und zum nächsten Fragebogen
springen. Falls man alle Fragen beantwortet hat, ändert der graue Punkt in der seitlichen
Navigation seine Farbe zu grün. Andernfalls erscheint eine Meldung, dass der Fragebogen
noch nicht vollständig ausgefüllt ist. Nun würden die noch fehlenden Fragen farblich
markiert werden, sodass man diese schneller ausfindig machen kann. Falls einige Fragen
mehrdeutig zu verstehen sind, wird bei diesen ein Hilfe-Symbol angezeigt, wodurch ein
Hilfetext mit einer ausführlichen Erklärung sichtbar wird.
Der finale Entwurf des Fragebogens ist in Abbildung 5.16 abgebildet.
76
5 Finaler Entwurf
Abbildung 5.16: Finaler Entwurf eines Fragebogen
5.4.5 Neuroimaging
Bei der Neuroimaging-Verwaltung gab es hinsichtlich des Designs noch einige
Verbesserungen. Da die Bilder meist in unüblichen Formaten vorkommen, kann auf
Vorschaubilder verzichtet werden und so eine übersichtlichere Tabellenform erstellt
werden. Als Einträge sollten das Erstellungsdatum, ein frei wählbarer Name, der Typ der
Aufnahme, die Größe der Datei und der Scanner-Typ angezeigt werden. Zusätzlich sollten
Informationen zum Zeitpunkt der Aufnahme (vor, während oder nach der Therapie) und
zum Design der Aufnahme angegeben werden können, sowie eine Kommentarfunktion
vorhanden sein.
Zur besseren Übersicht kann man sich zu den einzelnen Einträgen den Beginn und das
Ende der Therapie anzeigen lassen. So ist ersichtlich, welche Bilder vor und welche nach
der Therapie aufgenommen wurden. Falls noch mehr Details notwendig sind, kann man
die Daten der einzelnen Visiten zusätzlich einblenden. Diese werden in der Farbe grün
angezeigt, sodass sie sich von den normalen Einträgen abheben.
77
5 Finaler Entwurf
Die Bearbeitung oder die Löschung der Einträge lässt sich direkt aus der Übersicht starten.
Falls zu viele Einträge vorhanden sein sollten, kann man mit den Filtern Abhilfe schaffen.
Die Verwaltung der Neuroimaging-Daten ist in Abbildung 5.17 zu sehen.
Abbildung 5.17: Übersicht über alle Neuroimaging-Daten
Die Detailansicht setzt sich aus mehreren Bereichen zusammen. Links oben befinden
sich die Einstellungen, mit denen die Bereiche ein- oder ausgeblendet werden können.
Es beginnt mit allgemeinen Informationen, welche neben den Daten aus der Übersicht
zusätzliche und detailliertere Informationen zu den Einträgen haben.
Ein weiterer Bereich stellt die Möglichkeit zum Export der Dateien dar. In dem Entwurf aus
Abbildung 5.18 besteht der Eintrag EEG3_ERP3 aus fünf Bildern, welche nun exportiert
bzw. heruntergeladen werden können. Für den Download gibt es drei Varianten. Entweder
kann man die Vorschau der Bilder, die Bilder mit leicht skalierter Auflösung oder die
unkomprimierten Bilder in voller Auflösung herunterladen. Sobald man sich für eine der
drei Varianten entschieden hat, erscheint ein neuer Bereich in dem man die Bilder nun
entweder gepackt als .ZIP Datei oder als einzelne Bilddateien herunterladen kann.
Da die Bilddaten oft einen sehr langen Dateinamen haben, kann bei Bedarf ein Rename-
Feature aktiviert werden, welches im Bereich rechts dargestellt ist. Mit diesem Feature
hat der Nutzer die Möglichkeit, die langen Dateinamen nach einem bestimmten Schema
umzubenennen. Dies bringt der Vorteil mit sich, dass bei Weiterverwendung der Daten
in anderen Programmen wie MATLab oder ähnlichen nicht so lange Befehle geschrieben
werden müssen [25]. Bei dem Schema kann man sich die gewünschten Dateinamen
aus einem Präfix (erster Teil des neues Dateinamens) und einem Suffix (zweiter Teil des
neuen Dateinamenes) zusammenstellen. Beim Präfix hat man die Auswahl aus file,scan,
78
5 Finaler Entwurf
image oder einer benutzerdefinierten Zeichenkette. Beim Suffix kann man sich zwischen
01..N,1..N und A..Z entscheiden. Darunter wird eine Vorschau angezeigt, wie die neuen
Dateinamen nach dem Download aussehen werden. Falls das Rename-Feature aktiv ist, so
wird dies auch oben im Fenster durch einen grünen Schriftzug angezeigt. Die Detailansicht
der Neuroimaging-Daten mit dem Rename-Feature wird in Abbildung 5.18 dargestellt.
Abbildung 5.18: Detailansicht eines Neuroimaging-Eintrags
5.4.6 Audiogramme
Die Audiogramme haben fast die gleiche Übersicht wie die Neuroimaging-Daten. Der
einzige Unterschied ist, dass hier nicht nur Audiogramme als PDF- oder Bilddateien
hochgeladen werden können, sondern auch über das interne Tabellen-Tool eingetragen
werden können. Über dieses Tool kann angegeben werden, welche Frequenzen das Ohr
ab welcher Lautstärke hört. Zu den tabellarischen Eintragungen wird das zugehörige
Audiogramm automatisch grafisch dargestellt.
Im Audiogramm wird das linke Ohr in blau mit einem Kreuz als Markierung dargestellt
und das rechte Ohr in rot mit einem Kreis als Markierung. Wenn man für ein Ohr die
Daten eingegeben hat und die Werte des anderen Ohres nicht von den vorigen Daten
abweichen, können diese Daten direkt übernommen werden. Diese Kopier-Funktion ist
über die farblichen Buttons zwischen den Eingabefeldern möglich. Falls man weitere
Frequenzen hinzufügen will, geht dies über das Eingabefeld ganz unten. Die weitere
79
5 Finaler Entwurf
Frequenz ordnet sich automatisch zwischen den anderen Werten an die richtige Position
ein und kann mit dem dB-Wert für beide Ohren befüllt werden. Gespeichert wird das ganze
Audiogramm durch einen Klick auf das Häkchen in der oberen Leiste. Die Audiogramm-
Verwaltung mit dem exemplarischen neuen Audiogramm ist in Abbildung 5.19 zu sehen.
Abbildung 5.19: Übersicht über alle Audiogramm-Daten
5.4.7 Charts
Die Charts können übereinander dargestellt werden, sodass man auf einen Blick sehen
kann, wie sich die Auswertungen welcher Fragebögen über die Zeit hin verändert. Jeder
Fragebogen bekommt eine andere Farbe mit einer anderen Markierung zugewiesen. Wie in
Abbildung 5.20 zu sehen ist, ist dem Fragebogen THI eine blaue Verlaufslinie mit Punkten
und dem Fragebogen TBF-12 eine grüne Linie mit Dreiecken zugewiesen. Zusätzlich kann
ein Fragebogen ausgewählt werden, zu dem der farbliche Bereich angezeigt werden soll.
Dieser wird dann hellblau hinterlegt. Hierzu genügt ein MouseOver auf den Namen des
Fragebogens oder ein MouseOver auf die jeweilige Verlaufslinie im Schaubild. Bei einem
80
5 Finaler Entwurf
Klick auf eines der beiden Elemente würde der farbliche Bereich dauerhaft angezeigt
werden.
In den oberen Reitern kann man einen einzelnen Fragebogen auswählen, sodass dieser
auch separiert betrachtet und bei Bedarf exportiert werden kann.
Abbildung 5.20: Übersicht über alle Charts
5.5 Administrator-Modul
Das Administrator-Modul ist in mehrere Bereiche aufgegliedert. Hierunter fällt die
Qualitätssicherung und die Verwaltung der Benutzer, Sprachen, Oberfläche, Benutzerrollen
und Fragebögen. Beim Aufruf des Moduls gelangt man zuerst zu einer Übersicht über
die einzelnen Bereiche. Diese Bereiche werden kurz beschrieben und sind direkt über die
Übersicht, welche in Abbildung 5.21 zu sehen ist, aufrufbar.
81
5 Finaler Entwurf
Abbildung 5.21: Übersicht über den administrativen Bereich
5.5.1 Qualitätskontrolle
Unter Qualitätskontrolle werden mehrere Unterbereiche zusammengefasst. Hierunter fällt
die Validierung von patientenbezogenen Daten (klinische Daten, Neuroimaging Daten
und generische Daten). In dem linken Bereich kann ein Patient gesucht und ausgewählt
werden und im rechten Bereich kann die Validierung durchgeführt werden. Tendenziell
gibt es wenig Neuerungen zu den ersten Entwürfen, außer eine Vereinfachung. Es
können nur noch einzelne Visiten und nicht mehr deren untergeordnete Fragebögen
ausgewählt werden. Die Validierung ist über die farblichen Pfeil-Buttons möglich, sobald
ein oder mehrere Einträge ausgewählt wurden. Beim Wechsel zwischen klinischen Daten,
Neuroimaging Daten und generischen Daten bleibt der ausgewählte Patient weiterhin
ausgewählt, nur der Fensterinhalt ändert sich. Der Bereich der Validierung für die klinischen
Daten ist in Abbildung 5.22 dargestellt.
5.5.2 Verwaltung der Benutzer
In der Benutzerverwaltung ist das Hinzufügen einzelner Benutzer direkt über den linken
Bereich möglich. Dort kann die gewünschte Rolle, welche der Benutzer haben soll,
ausgewählt werden. Nun würde sich im rechten Bereich ein neuer Tab öffnen, in
dem zusätzliche Angaben des neuen Benutzers gemacht werden können. Bei den
Benutzerrollen ist die jeweilige zugeordnete Farbe und eine Zahl für die Nummer der
82
5 Finaler Entwurf
Abbildung 5.22: Validierung der Fragebögen eines Patienten
83
5 Finaler Entwurf
Rolle zu sehen. Im unteren Bereich, in dem nach Benutzern gesucht wird, ist diese Zahl
auch zu sehen, sodass immer gleich gesehen wird, was für eine Rolle der Benutzer
hat. Im rechten Bereich ist eine Übersicht über alle Benutzer zu sehen, in der die
wichtigsten benutzerbezogenen Daten sichtbar sind. Hierunter fallen der Benutzername,
die Benutzerrolle, die Patienten-ID, das Zentrum und die E-Mail-Adresse.
Nur Patienten haben eine Patienten-ID. Alle anderen Benutzer haben anstelle dessen nur
ein leeres Feld bzw. ein „-“. Die Patienten haben als Benutzername die User-ID. Alle
anderen Benutzerrollen können sich ihren Benutzernamen selbst aussuchen. Da eine
Registrierung auch ohne Angabe einer E-Mail-Adresse funktioniert, kommt es oft vor,
dass die Felder für die E-Mail-Adressen ebenfalls leer ist. Die Benutzerverwaltung ist in
Abbildung 5.23 zu sehen.
Abbildung 5.23: Verwaltung der Benutzers
5.5.3 Verwaltung der Sprachen
Eine Anforderung von der Uni Regensburg war die einfache Einpflegung neuer Sprachen
in das neue System, ohne dass dazu mehr Aufwand für die Ärzte oder Informatiker bzw.
Programmierer entsteht. Die Bearbeitung der Sprachen sollte über die Benutzeroberfläche
funktionieren, anstatt wie zuvor über den Programmiercode. In den Entwürfen ist jedem
Text ein bestimmter Platzhalter zugewiesen. Dieser Platzhalter ist in allen Sprachen gleich
und dessen Inhalt muss nur noch auf die jeweiligen Sprachen übersetzt werden. Wie
üblich kann in der linken Navigation die gewünschte Sprache ausgewählt werden. Über
die Checkboxen können mehrere Sprachen gleichzeitig geöffnet werden. Auf diese Weise
kann man nebeneinander die einzelnen Elemente übersetzen und direkt bei den weiteren
Sprachen kontrollieren, ob man die Nummerierungen nicht vertauscht hat. Die Flaggen der
Sprachen können als .JPG oder .PNG Datei hochgeladen werden.
84
5 Finaler Entwurf
Im Laufe des Entwurfs kam eine neue Anforderung hinzu: Man solle von bestehenden
Sprachen bestimmte Teile auf andere Sprachen übertragen können. Dies wurde so
umgesetzt, dass beim Anlegen einer neuen Sprache eine Auswahl erscheint, bei der
man eine Sprache und deren Bereiche auswählen kann, welche für die neue Sprache
übernommen werden sollen. Dies ist exemplarisch in Abbildung 5.24 zu sehen. In
diesem Beispiel wird beim Anlegen der neuen Sprache aus der deutschen Version die
Beschriftungen des Menüs übernommen.
Abbildung 5.24: Verwaltung der Sprachen
5.5.4 Verwaltung der Oberfläche
Bei den ersten Entwürfen war die Verwaltung der Oberfläche und die Verwaltung der
Fragebögen kombiniert. Da die Fragebögen jedoch von größerem Umfang sind und nicht
direkt zur Oberfläche des Systems gehören, bekommen diese einen eigenen Bereich. Im
linken Bereich kann ausgewählt werden, ob die Menüstruktur und deren Elemente, die
Charts oder die Farben des Systems bearbeitet werden sollen. Diese Bereiche werden
als Struktur-Datei gespeichert, welche bei Änderung oder Erstellung einer neuen Struktur
aktiviert bzw. deaktiviert werden können.
Die Menüstruktur und alle Elemente können durch dieses Tool bearbeitet werden. So ist
es auch möglich, in dem Hauptmenü im Header ein zusätzliches Modul einzufügen. Das
kann durch die Buttons Add new item erledigt werden. Ebenso sind alle Icons veränderbar
und austauschbar, indem man über den Bearbeiten-Button eine neue Bilddatei hochlädt.
Die Oberflächenverwaltung ist in Abbildung 5.25 dargestellt.
85
5 Finaler Entwurf
Abbildung 5.25: Verwaltung der Benutzeroberfläche
5.5.5 Verwaltung der Benutzerrollen
Im bisherigen System gab es in der Benutzerverwaltung die Auswahl zwischen Benutzer,
Administrator und Qualitäts-Manager. Die vierte Option wäre, den Benutzer zu sperren.
Im neuen System ist geplant, noch mehr Benutzerrollen zur Auswahl zu haben und auch
deren Rechte einstellen zu können. Es kann bei Bedarf eine Benutzerrolle erstellt werden,
welche nur Zugriff auf einen bestimmten Bereich des Systems hat. So kann die Anzahl
der Benutzerrollen variieren, da z. B. kurzfristig ein Übersetzer eingestellt werden könnte,
welcher nur Zugriff auf einen bestimmten Bereich bzw. Fragebogen hat. Die Verwaltung der
Benutzerrollen ist in Abbildung 5.26 zu sehen.
5.5.6 Verwaltung der Fragebögen
Die Verwaltung der Fragebögen besteht aus mehreren Teilen. Ein großer Teil besteht aus
den Fragebögen, einer aus den Antwortmöglichkeiten und einer aus der Validierung der
Fragebögen. Jeder Fragebogen hat verschiedene Arten von Antwortmöglichkeiten. Das
kann zwischen Ja/Manchmal/Nein und Immer/Manchmal/Nie/Ich weiß nicht variieren. Es
86
5 Finaler Entwurf
Abbildung 5.26: Verwaltung der Benutzerrollen
kann jedoch auch sein, dass viel ausführlichere Antworten gegeben werden müssen.
Falls alle Fragen eines Fragebogens dieselben Antworten haben, kann eine Vorlage für
diese erstellt werden. Infolgedessen können bei Bedarf alle Antworten auf einmal geändert
werden. Die Antwortmöglichkeiten sind im selben Schema wie die Benutzeroberfläche
dargestellt. Man kann also auch die einzelnen Einträge bearbeiten oder neue Einträge
hinzufügen.
Die Fragebögen sind tabellarisch angeordnet und besitzen eine Versionsnummer. Die
einzelnen Fragebögen können aufgeklappt werden, wodurch die Details (Fragenanzahl,
Versionsnummer, letztes Editierdatum, Kommentare) sichtbar werden. Bei jeglicher
Änderung wird die Versionsnummer hochgezählt und protokolliert, wer die Änderung
durchgeführt hat. Damit andere Bearbeiter einen besseren Überblick haben, können die
Bearbeiter über die Kommentarfunktion die Änderungen in einigen Worten beschreiben.
In diesem Tool können auch neue Fragebögen hinzugefügt werden. Dies ist über den
Button unter den Fragebögen möglich. Sobald ein Eintrag markiert wird, wird im unteren
Bereich ein Fenster mit Details zu diesem Eintrag angezeigt. Dort kann der ausführliche
Kommentar gelesen werden und die Änderungschronik zu dem Eintrag aufgerufen werden.
Aus der Chronik ist ersichtlich, wann welcher Benutzer welche Änderung durchgeführt hat.
87
5 Finaler Entwurf
Die Verwaltung der Fragebögen und der Antwortmöglichkeiten ist in Abbildung 5.27 zu
sehen.
Abbildung 5.27: Verwaltung der Fragebögen
Ein weiterer großer Teil der Fragebögen-Verwaltung ist die Validierung. Unter Validierung
versteht man verschiedene Stufen.
Validierungsgrad 1: Erster unvollständiger Entwurf des Fragebogens, keine Validierung
Validierungsgrad 2: Vollständige Übersetzung von Sprache 1 zu Sprache 2
Validierungsgrad 3: Rückübersetzung von Sprache 2 zu Sprache 1 stimmt mit der
vollständigen Übersetzung von Sprache 1 zu 2 überein
Validierungsgrad 4: Empirisch validiert
Es kann vorkommen, dass ein Fragebogen in Englisch schon empirisch validiert ist,
aber in Deutsch erst einen Validierungsgrad von 2 besitzt, weil er nur von Englisch
in Deutsch übersetzt wurde. Im nächsten Schritt könnte man die Deutsche Variante
wieder ins Englische übersetzen. Falls dann direkt dieselben Fragen herauskommen,
hat die Deutsche Variante den Validierungsgrad 3. Zukünftig sollten im System nur
noch Fragebögen mit einem Validierungsgrad von 3 oder 4 verwendet werden. In dieser
Verwaltung der Fragebögen kann ausgewählt werden, welche Fragebögen in welchen
Sprachen mit welchen Validierungsgraden angezeigt werden sollen. Da dies wie ein Filter
funktioniert, wird im rechten Bereich nur noch die eingeschränkte Auswahl angezeigt. In
dieser Auswahl sind neben der Versionsnummer des zuletzt-bearbeitet-Datums und der
88
5 Finaler Entwurf
Kommentare auch die Flaggen der Sprachen zu sehen, damit man auf einen Blick sieht,
welche Sprachen noch validiert werden sollten.
Zusätzlich kann man sich noch eine Legende anzeigen lassen, in der beschrieben steht,
was die einzelnen Validierungsgrade zu bedeuten haben.
Die Verwaltung des Validierungsgrades der Fragebögen ist in Abbildung 5.28 zu sehen.
Abbildung 5.28: Verwaltung des Validierungsgrades der Fragebögen
5.6 Statistik-Modul
Im Statistik-Modul wird zu Beginn eine Übersicht über die Arbeitsschritte gezeigt. Diese
Übersicht ist in Abbilung 5.29 zu sehen. Die ersten drei Punkte bilden zusammen eine
Einheit und sind nacheinander auszuführen. Der vierte Punkt ist ein zusätzliches Tool,
welches die Verwendung von Datenbank-Operationen erlaubt.
5.6.1 Erster Schritt: Suche und Vorauswahl
Im ersten Schritt kann nach Daten gesucht werden. Hierfür kann die Suchmaske der
Patientensuche wiederverwendet werden. Alle Funktionen und Einstellmöglichkeiten der
Suche werden beibehalten, jedoch wird der Bereich mit den zuletzt hinzugefügten
Patienten nicht mehr benötigt. Nachdem die Suchkriterien mithilfe der Filter eingestellt
wurden, sind im unteren Bereich die Suchergebnisse zu sehen. Für die weiteren Schritte
können über Checkboxen an der rechten Seite die gewünschten Patienten ausgewählt
89
5 Finaler Entwurf
Abbildung 5.29: Übersicht über den statistischen Bereich
werden. Hier kann man entweder alle auf einmal auswählen oder Einzelselektionen
vornehmen.
Die Suchmaske ist in Abbildung 5.30 zu sehen.
Über den großen Button an der rechten Seite gelangt man zum nächsten Schritt der
Statistik, in welchem die Variablen bestimmt werden können. In den Buttons zur Navigation
wird immer die Anzahl der ausgewählten Einträge angezeigt.
5.6.2 Zweiter Schritt: Auswahl der Variablen
In diesem Schritt werden die Variablen bestimmt, die für die Statistik von Bedeutung
sind. Standardmäßig werden diejenigen angezeigt, welche als Filter bei der Suche im
Schritt davor Verwendung fanden. Ebenfalls werden diejenigen angezeigt, welche in der
Ergebnistabelle im unteren Bereich angezeigt werden. Die Variablen können nun über
Checkboxen ausgewählt werden. Wenn man eine Variable deaktiviert, werden diese und
deren Vorschau ausgegraut. Da oftmals mehrere Variablen benötigt werden, kann eine
tabellarische Darstellung nicht verwendet werden, weil sonst die Seite zu sehr nach rechts
wachsen würde. Aus diesem Grund werden immer nur die ersten drei Einträge zu jeder
Variablen angezeigt und sobald eine Reihe voll ist, beginnt die nächste Variable in der
90
5 Finaler Entwurf
Abbildung 5.30: Erster Schritt der Statistik: Auswahl der Daten
nächsten Zeile. Falls man einmal doch alle Einträge sehen will, ist dies über einen Klick in
den Bereich unter den drei ersten Einträgen möglich.
Für den Fall, dass man noch mehr Daten benötigt, können weitere Variablen über den
Button Click to add Variable hinzugefügt werden.
Sobald man die endgültige Auswahl abgeschlossen hat, kann man mit diesen
ausgewählten Variablen und deren Einträgen zum nächsten Schritt fortfahren. Die Auswahl
der Variablen ist in Abbildung 5.31 vorgestellt.
5.6.3 Dritter Schritt: Export der Daten
Im dritten und letzten Schritt zum Export der Daten werden mehrere kleine Unterschritte
angeboten.
Erster Unterschritt: Bei Bedarf kann das Suchergebnis online gespeichert werden.
Hierzu kann ein beliebiger Name gewählt werden. Neben dem Name steht
nochmals die Anzahl der Suchergebnisse.
Zweiter Unterschritt: Die Struktur der Daten kann eingestellt werden. Hier hat man eine
Tabellenform, eine Liste oder eine Liste ohne Zeilenumbrüche zur Auswahl.
91
5 Finaler Entwurf
Abbildung 5.31: Zweiter Schritt der Statistik: Auswahl der Variablen
Dritter Unterschritt: Hier wird der Datentyp ausgewählt. Man hat je nach Auswahl der
Struktur verschiedene Formate zur Auswahl. Man kann eine CSV-Datei, eine TXT-
Datei oder eine PDF-Datei auswählen.
Vierter Unterschritt: In diesem letzten Schritt kommt man zum eigentlichen Export der
Daten. Hier kann man auswählen, ob man die Datei herunterladen oder per E-
Mail versenden will. Im Falle des Downloads wird die Datei als Direktdownload
angeboten und im Falle der E-Mail können eine oder mehrere E-Mail-Adressen
eingegeben werden.
Die Schritte zum Export der Daten sind in Abbildung 5.32 veranschaulicht.
5.6.4 Zusätzliches Tool zur Nachbearbeitung der Suchergebnisse
Dieses Tool ist dafür da, bereits durchgeführte und gespeicherte Suchergebnisse
wiederzuverwenden und auf verschiedene Arten mithilfe von Datenbank-Operationen zu
kombinieren. Durch solche Tools kann immer mehr auf externe Programme verzichtet
werden, da alle Bearbeitungsfunktionen in das neue System eingegliedert sind. Nachdem
die Operationen durchgeführt wurden, kann das Resultat ebenfalls exportiert werden.
In dem Tool gibt es sechs Unterschritte:
92
5 Finaler Entwurf
Abbildung 5.32: Dritter Schritt der Statistik: Export
Erster Unterschritt: Zu Beginn können die Dateien ausgewählt werden, mit welchen
die Bearbeitung durchgeführt werden soll. Es müssen mindestens zwei Dateien
ausgewählt sein, damit man fortfahren kann.
Zweiter Unterschritt: In diesem Schritt kann man sich entscheiden, ob man das spätere
Resultat online speichern oder nur einmalig exportieren bzw. herunterladen will.
Im Falle des Speicherns kann ein beliebiger Dateiname eingegeben werden.
Dritter Unterschritt: Im dritten Schritt kann die Operation ausgewählt werden, die auf
die einzelnen Dateien angewandt werden soll. Man hat die Auswahl zwischen
einer Vereinigung, einer Substraktion, eine Schnittmenge und einer Kombination
(Vereinigung abzüglich der Schnittmenge).
Vierter Unterschritt: Ab diesem Schritt läuft es analog wie zum dritten Schritt des
Statistik-Exportes ab. Es kann ausgewählt werden, welche Datenstruktur die
Ergebnismenge haben soll. Zur Auswahl stehen eine tabellarische Struktur, eine
Liste und eine Liste ohne Zeilenumbruch.
Fünfter Unterschritt: In diesem Schritt wird der Datentyp für den Export bestimmt. Der
Benutzer kann zwischen einer CSV-Datei, einer TXT-Datei und einer PDF-Datei
wählen.
93
5 Finaler Entwurf
Sechster Unterschritt: Hier kann das Resultat heruntergeladen oder per E-Mail
versendet werden.
Das Tool zur Weiterverarbeitung ist in Abbildung 5.33 zu sehen.
Abbildung 5.33: Export der Daten mit Datenbank-Operationen
94
6 Umsetzungstechniken
Im Folgenden wird auf die Umsetzungstechniken des zukünftigen Systems als
Webanwendung eingegangen. Es werden verschiedene Techniken für die Umsetzung der
Benutzeroberfläche und der Datenspeicherung besprochen.
6.0.5 Webanwendung: Vor- und Nachteile
Eine Webanwendung ist ein Programm, welches beim Benutzer in einem Webbrowser
abläuft bzw. dargestellt wird [53].
Vorteile: Da Webanwendungen auf dem Computer des Benutzers nur einen Webbrowser
voraussetzen, ist keine zusätzliche Installation von Software notwendig. So erreichen
Webanwendungen einen hohen Grad an Plattformunabhängigkeit. Die Anwendung kann
weltweit über jeden internetfähigen Computer aufgerufen werden, wodurch die Bedienung
des Systems nicht an einen bestimmten Arbeitsplatz gebunden ist.
Sollten Änderungen an der Software vorgenommen werden, so sind diese Änderungen nur
an einer zentralen Stelle notwendig, was sich günstig auf die Wartungskosten auswirkt.
Einen zusätzlichen Vorteil, insbesondere für die Datensicherheit, ergibt, dass auf diese
Weise Sicherheitslücken umgehend von einer zentralen Stelle aus beseitigt werden
können.
Nachteile: Für die Benutzung einer Webanwendung wird die Verbindung zum Webserver
benötigt. Dieser Umstand schließt die Offline-Benutzung der Webanwendung aus.
Zusätzlich können sich Sicherheitsprobleme durch die Identifizierung der Benutzer per
Session-ID ergeben. Ebenfalls kann es vorkommen, dass verschiedene Browser die Seite
leicht unterschiedlich darstellen.
95
6 Umsetzungstechniken
6.0.6 Grundgerüst
Das Grundgerüst und das grobe Layout der Tinnitus Datenbank könnte mit der
Markup-Sprache HTML1, bzw. dem neueren XHTML2, erstellt werden. XHTML ist eine
Neuformulierung von HTML auf Basis von XML3[44]. Im Vergleich zu HTML sind in XHTML
die Regeln strenger und eindeutig, wodurch eine gewisse Wohlgeformtheit entsteht. Wegen
Kompatibilitätsproblemen bei älteren Browsern sollte jedoch auf XHTML verzichtet werden,
da die Seite in Ländern der dritten Welt oftmals nicht funktionieren würde.
Eine Website, die man mit dem Begriff Web 2.0 bezeichnet, ist eine Mischung aus
mehreren verschiedenen Techniken. Hierbei spielt der HTML 5 Standard eine große Rolle,
da dieser das Internet vermutlich noch lange Zeit dominieren wird.
6.0.7 Design
Für das detailliertere Aussehen und das komplette Design wäre CSS4mit dem
neusten Standard CSS3 das Mittel der Wahl. Hierbei kann nach den Richtlinien des
W3C-Konsortiums entwickelt werden [43]. CSS wird für das Design verwendet, da
Tabellenlayouts (wie in HTML erstellbar) nicht mehr zeitgemäß sind.
Ebenfalls sollte Responsive Webdesign verwendet werden, womit eine Anpassung an
Auflösungen des Endgeräts möglich ist [51].
Mittels HTML und CSS würde eine statische Webseite erstellt werden, die Daten verwalten
und eine Interaktion mit dem Benutzer ermöglichen soll.
6.0.8 Datenspeicherung
Für die Speicherung aller Patientendaten ist eine Datenbank notwendig. Die Abfrage und
der Zugriff kann über eine MySQL-Datenbank geregelt werden. Die MySQL-Datenbank
kann in Verbindung mit PHP ebenfalls dazu benutzt werden, um die Zugangsdaten beim
Login-Vorgang zu überprüfen. MySQL wird unter anderem für Flickr, Youtube, Google,
Facebook, Wikipedia und Twitter verwendet [26].
1HyperText Markup Language
2Extensible HyperText Markup Language
3Extensible Markup Language
4Cascading Style Sheets
96
6 Umsetzungstechniken
In der neuen Datenbank wird MySQL verwendet werden und die Programmierung läuft mit
Laravel5als PHP Framework. Außerdem wird Bootstrap6genutzt.
Um eine lückenlose und fehlerfreie Funktionalität zu gewährleisten, sollte eine redundante
Speicherung aller Daten auf verschiedenen Servern vorgenommen werden.
Es exisitieren auch Alternativen zu MySQL, auf welche jedoch nicht näher eingegangen
wird. Einige Alternativen sind Microsoft Access, MariaDB, PostgreSQL, Firebird, XAMPP,
und MaxDB [10] [7].
6.0.9 Funktionalität
Um aus der statischen Website eine dynamische zu erstellen, ist PHP7notwendig. Diese
plattformunabhängige Skriptsprache wird vom Server interpretiert und agiert sehr gut mit
MySQL zusammen, sodass Daten effizient auf dem Server gespeichert werden oder Login-
Skripte ausgeführt werden können.
Neben PHP können auch noch andere Programmiersprachen und -techniken verwendet
werden. Als wichtigster Vertreter ist JavaScript zu nennen. Mit JavaScript lässt sich auf
einfachen Wegen eine Interaktivität generieren [11]. Diese Skriptsprache ist für das das
Feintuning des Systems nötig, da verschiedene Funktionalitäten programmiert werden
können. Mit JavaScript (clientseitig) und PHP (serverseitig) kann man Dynamik und
Interaktion in eine Webseite bringen. JavaScript wird im Browser ausgeführt, kann also
jederzeit in den Einstellungen abgestellt oder von AddOns deaktiviert werden.
Ebenfalls könnte Java in Form von Java-Applets8verwendet werden [5]. Hierfür wird jedoch
ein Plug-In benötigt, welches installiert werden muss. Da dieses Plug-In trotz regelmäßigen
Updates viele Sicherheitsprobleme aufweist, sollte auf Java verzichtet werden.
Unter Verwendung von Flash sind auch ansprechende Websiten erstellbar, jedoch wird
hier ebenfalls ein Plug-In namens Adobe Flash Player benötigt [3]. Dieses Plug-In
besitzt genauso wie das Java-Plug-In Sicherheitslücken und wird nicht von allen Geräten
unterstützt (wie z.B. IPhone und IPod).
5Open Source PHP Framework für Web-Künstler, welches dem Model-View-Controller-Pattern folgt [6].
6Framework mit HTML, CSS und JavaScript für die Entwicklung von anpassungsfähigen Projekten [4].
7Hypertext Preprocessor
8Computerprogramm, welches im Webbrowser ausgeführt wird [49].
97
6 Umsetzungstechniken
Ebenfalls erwähnenswert ist das Konzept RIA9. Unter diesem Konzept versteht man
Internetanwendungen, die eine vielfältige Menge an Interaktionsmöglichkeiten mit ihrer
Benutzeroberfläche bieten [52]. Diese Technik ist notwendig, um Drag & Drop zu
realisieren, wie es z.B. in der Neuroimaging- oder Audiogramm-Verwaltung benötigt wird.
Zusätzlich lassen sich Fade-Effekte und Animationen erstellen. RIAs können mit mehreren
verschiedenen Web-Technologien (wie HTML, CSS oder JavaScript) realisiert werden.
Durch die Kombination mit Techniken wie AJAX10 kann die Performance und die
Benutzerfreundlichkeit im Gegensatz zu klassischen Webanwendungen noch gesteigert
werden.
AJAX ist keine neue Programmiersprache, sondern bezeichnet ein Konzept der
Datenübertragung zwischen einem Browser und dem Server [46]. Mit dieser Technik
können Daten mit dem Server ausgetauscht werden und Teile der Seite verändert bzw.
aktualisiert werden, ohne dass die komplette Seite neu geladen werden muss. Auf diese
Weise kann eine Suchvervollständigung oder eine Form-Validierung realisiert werden.
9Rich Internet Application
10Asynchronous JavaScript and XML
98
7 Zusammenfassung und Ausblick
Diese Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung des Projektablaufs und einem Rückblick
auf die umgesetzten Ergebnisse. Im Anschluss wird erläutert, welche Aufgaben sich für die
Zukunft aufgetan haben und welche Möglichkeiten der Weiterentwicklung sich anbieten.
7.1 Zusammenfassung
Im Rahmen dieser Arbeit wurde ein Konzept zur Gestaltung und Visualisierung des Web-
Interfaces für eine interdisziplinäre und multinationale Datenbank zur Erfassung Tinnitus-
geschädigter Patienten entwickelt.
Zu Beginn des Projekts wurde zunächst ein Überblick über das bestehende System und
erste Ideen gesammelt. Danach wurde das bestehende System unter Berücksichtigung der
Bedienungsfreundlichkeit und Nutzen der Ärzte kritisch betrachtet. Die dabei gesammelten
Informationen wurden analysiert. Durch die vielen in Gruppenbesprechungen und
Eigenanalyse gefundenen Schwachstellen konnten schnell erste Entwürfe angefertigt
werden.
Durch erste Treffen mit den Verantwortlichen wurde ein guter Überblick über das
System und die benötigten Funktionalitäten gewonnen. Dies wurde in Form einer
Anforderungssammlung zusammengefasst.
Verbesserungspotentiale wurden gefunden und in weiteren Gruppensitzungen besprochen
und entwickelt, bis schließlich die daraus entstandenen Ideen umgesetzt und visualisiert
wurden.
Nach der gründlichen Ausarbeitung der Varianten und Module wurde das finale Konzept
zusammengefasst und präsentiert. Dieser finale Entwurf behebt alle vorhandenen
Probleme und Kritikpunkte des ursprünglichen Systems und entspricht den Anforderungen
der Auftraggeber.
99
7 Zusammenfassung und Ausblick
7.2 Die Zukunft der Tinnitus Datenbank
Mit dem Abschluss der Arbeit ist die Entwicklung der Tinnitus Datenbank nicht vollendet. Es
existieren viele Ideen für die Zukunft, welche in weiteren Arbeiten und Projekten entwickelt
werden müssen. Nachdem das System vollständig ausgearbeitet wurde, sollte es auf
mobile Endgeräte abgestimmt und ausgearbeitet werden. Hier sollten weitere Entwürfe
angefertigt werden, damit die benutzerfreundliche Bedienung auch von mobilen Geräten
aus gewährleistet ist.
Die Zugriffsrechte der Benutzerrollen müssen mit den Anwendern diskutiert und festgelegt
werden, um Unklarheiten in der Bedienung vorzubeugen. Es stellt sich die Frage, wie viel
der Patient zu sehen bekommt, wenn er sich einloggt und die Fragebögen zur aktuellsten
Visite ausfüllen muss.
Außerdem muss der Reproduzierung oder Verfälschung der Daten durch den Patienten
vorgebeugt werden. Aus diesem Grund könnte man die vorherigen Fragebögen bzw.
Visiten sperren und nur den Zugriff auf den aktuellsten Fragebogen erlauben.
Einige benutzerdefinierte Einstellungen müssten mit dem Personal aus Regensburg
abgestimmt werden, z.B. ob der Patient einen schon fertig ausgefüllten Fragebogen
nochmals ändern darf. Hierbei könnte man den fertig ausgefüllten Fragebogen für weitere
Bearbeitungen entweder nach dem vollständigen Bearbeiten der Fragebögen oder dem
Beenden der kompletten Visite sperren.
Einige weitere Features könnten zu einer besseren Verwendung des zukünftigen Systems
beitragen:
Offline-Modus mit Zwischenspeicher-Funktion für die Bearbeitung der
Fragebögen
Dokumentation, Tutorials und Hilfetexte zur Schulung des Personals und
Einweisung der Patienten
Schnittstellen zu MS Office Anwendungen (Export der Charts und Audiogramme
als Zahlenwerte, z.B. in einer übersichtlichen tabellarischer Form)
Allgemeine Bearbeitungsfunktion bei Fragebögen (Fragebogen leeren bzw.
zurücksetzen oder komplette Visite löschen)
100
7 Zusammenfassung und Ausblick
Aufnahme weiterer Fragebögen zur noch genaueren Diagnostik des Tinnitus und
des Befindens des Betroffenen
Kooperation bzw. Eingliederung von Smartphone Apps wie Track Your Tinnitus
oder Match Your Tinnitus
7.3 Ausblick
Die Tinnitus Datenbank hat gezeigt, dass das globale Sammeln, Verwalten und Auswerten
von medizinischen Daten einen großen Mehrwert für klinische Studien bringen. Zusätzlich
bieten die Informationen eine strukturierte Grundlage für Ärzte, ihre Patientenvisite
vorzubereiten und interaktiv zu ergänzen. Auf diese Weise erreicht man eine Zeitersparnis
im Arbeitsalltag.
Eine Ausdehnung auf weitere medizinische Bereiche ist ebenfalls vielversprechend, weil
auf diese Weise der zeitliche Aufwand für Untersuchungen und statistische Auswertungen
enorm verringert werden kann. Patientenverwaltung im Allgemeinen ist mit Sicherheit ein
Gebiet mit viel Potenzial für weitere Entwicklungen bei webbasierten Anwendungen.
Die Umsetzung und Implementierung des Konzepts findet Anfang 2015 statt. Ende 2014
hat es erste Treffen mit einem Team aus Studenten gegeben, die im Rahmen einer
Projektarbeit die Oberfläche mit deren Funktionalität umsetzen sollen. Die Umstellung auf
die neue leistungsfähigere Datenbank wird ebenfalls Anfang 2015 stattfinden.
Wie sich das System langfristig in den täglichen Gebrauch der Ärzte integriert und inwieweit
die Anwender einen zeitlichen und persönlichen Nutzen in dessen Umsetzung erkennen,
konnte im Rahmen dieser Arbeit nicht verfolgt werden. Dies bleibt für folgende Projekte
offen.
101
Tabellenverzeichnis
1.1 FragebögendesSystems ............................. 9
1.2 ZentrendesSystems ............................... 10
1.3 Schwachstellen der bestehenden Tinnitus Datenbank . . . . . . . . . . . . . 18
1.4 Ziele für die Neukonzeption der Tinnitus Datenbank . . . . . . . . . . . . . . 19
2.1 Anforderungen an die neue Tinnitus Datenbank . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
4.1 ElementedesEntwurfs .............................. 31
4.2 Gruppen der Filter für die Suchmaske . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46
5.1 Module des finalen Entwurfs . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61
C.1 Hintergrundfarben des Systems . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 109
C.2 FarbendesSystems................................110
C.3 Farben der Diagramme (Charts und Audiogramm) . . . . . . . . . . . . . . . 110
C.4 Farben der Benutzerrollen des Systems . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 112
102
Abbildungsverzeichnis
1.1 Struktur der Masterarbeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1
1.2 Ablauf der Dateneintragung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
1.3 AufbaudesSystems................................ 6
1.4 Eingabemaske des Geburtsdatums in den Stammdaten des Patienten . . . . 11
1.5 Patientensuche und Anzeige der ersten Ergebnisse . . . . . . . . . . . . . . 12
1.6 Patientendaten in der linken Navigation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
1.7 Ein Fragebogen im bisherigen System . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
1.8 Charts im aktuellen System . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
1.9 Fehlermeldung im aktuellen System . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
3.1 Otometrics Hardware (links) und Software (rechts) . . . . . . . . . . . . . . . 25
3.2 OTOsuite: Bearbeitung eines Fragebogens . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
4.1 Version 1 des ersten Entwurfes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
4.2 Version 2 des ersten Entwurfes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
4.3 Drei Varianten zum Einloggen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
4.4 Fünf Varianten zum Header . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33
4.5 Fünf vordefinierte Rollen in verschiedenen Farben und zusätzliche Angaben 34
4.6 Mehrere verschiedene Logos der Tinnitus Datenbank . . . . . . . . . . . . . 34
4.7 Fünf Variationen der Statusanzeige . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36
4.8 Breadcrumb-Navigation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36
4.9 Abtrennung der einzelnen Fragen voneinander . . . . . . . . . . . . . . . . . 37
4.10 Neuartige Technik zur Beantwortung der Fragen . . . . . . . . . . . . . . . . 38
4.11 Tab-Navigation in verschiedenen Formen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39
4.12 Übersicht über den aktuellen Bearbeitungsstatus . . . . . . . . . . . . . . . . 39
4.13 Elemente des Dashboards in verschiedenen Ausführungen . . . . . . . . . . 40
4.14 Die Anordnung der Elemente des Dashboards . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
4.15 Icons zur Minimierung und Maximierung der Bereiche in der Patientenakte . 41
103
Abbildungsverzeichnis
4.16 Patientenakte aus Sicht eines Arztes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42
4.17 Maske zum Hinzufügen eines Patienten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43
4.18 Maske zum Suchen eines Patienten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
4.19 Filter bearbeiten oder neue Filter hinzufügen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45
4.20 Variationen für Mehrsprachigkeit im System . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47
4.21 Farb-Schemen Variationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47
4.22 Entwurf der Neuroimaging Übersichtsseite . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48
4.23 Entwurf der Neuroimaging Detailansicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
4.24Audiogramm-Entwurf................................ 50
4.25 Variationen der Diagramme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51
4.26 Übersicht über die Diagramme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52
4.27 Punkte der Validität der Fragebögen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53
4.28 Verwaltung der Validität der Fragebögen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53
4.29 Entwurf der Benutzerverwaltung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54
4.30 Entwurf der Benutzeroberflächen-Verwaltung und der Fragebögen . . . . . . 55
4.31 Erster Entwurf der Auswahl von Variablen im Statistik-Modul . . . . . . . . . . 56
4.32 Zweiter Entwurf der Auswahl von Variablen im Statistik-Modul . . . . . . . . . 57
4.33 Verschiedene Hintergründe im System . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57
4.34 Verschiedene Farben der Reiter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58
4.35 Verschiedene Farbvariationen eines Fragebogens . . . . . . . . . . . . . . . 58
4.36 Verschiedene Farbvariationen der Suchmaske . . . . . . . . . . . . . . . . . 59
4.37 Lokalisierung und Charakteristik des Tinnitus . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60
5.1 Das finale Logo und der Header . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62
5.2 Bereich zum Registrieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64
5.3 Login-Bereich.................................... 65
5.4 Finale Maske zum Hinzufügen eines Patienten . . . . . . . . . . . . . . . . . 66
5.5 Finale Maske zum Hinzufügen mehrerer Patienten . . . . . . . . . . . . . . . 67
5.6 Finale Maske zum Suchen eines Patienten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67
5.7 Filtermanagement in der Suchmaske . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69
5.8 Einstellungen.................................... 70
5.9 Navigationseinheit des Patientenmoduls . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72
5.10AkteeinesPatienten................................ 72
5.11 Bereich zur Angabe der Behandlungsmethode . . . . . . . . . . . . . . . . . 73
104
Abbildungsverzeichnis
5.12 Übersicht über die Screenings . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 74
5.13SeiteüberBaseline ................................ 74
5.14 Detaillierte Übersicht einer Visite . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75
5.15 Fragen zur Charakteristik und Beginn des Tinnitus . . . . . . . . . . . . . . . 76
5.16 Finaler Entwurf eines Fragebogen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 77
5.17 Übersicht über alle Neuroimaging-Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 78
5.18 Detailansicht eines Neuroimaging-Eintrags . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 79
5.19 Übersicht über alle Audiogramm-Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80
5.20 Übersicht über alle Charts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81
5.21 Übersicht über den administrativen Bereich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82
5.22 Validierung der Fragebögen eines Patienten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 83
5.23 Verwaltung der Benutzers . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84
5.24 Verwaltung der Sprachen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 85
5.25 Verwaltung der Benutzeroberfläche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86
5.26 Verwaltung der Benutzerrollen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 87
5.27 Verwaltung der Fragebögen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88
5.28 Verwaltung des Validierungsgrades der Fragebögen . . . . . . . . . . . . . . 89
5.29 Übersicht über den statistischen Bereich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90
5.30 Erster Schritt der Statistik: Auswahl der Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91
5.31 Zweiter Schritt der Statistik: Auswahl der Variablen . . . . . . . . . . . . . . . 92
5.32 Dritter Schritt der Statistik: Export . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93
5.33 Export der Daten mit Datenbank-Operationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 94
B.1 Einige Logos der Tinnitus Datenbank . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 107
B.2 Entwürfe einer mobilen Version der Tinnitus Datenbank . . . . . . . . . . . . 108
C.1 Hintergrundfarben des Systems . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 110
C.2 Farben des Systems im Bereich der Patientenverwaltung . . . . . . . . . . . 111
C.3 Farben des Systems im Bereich des Administrator-Moduls . . . . . . . . . . . 111
C.4 Farben des Systems im Bereich der Charts und Audiogramme . . . . . . . . 112
105
A Anhang
A.1 Inhalt der beigelegten CD
Masterarbeit im PDF-Format
Masterarbeit im L
A
TEX-Format
Entwürfe im PDF und Adobe Illustrator-Format
106
B Nicht verwendete Entwürfe
Hier sind einige nicht verwendete Entwürfe abgebildet, die nur als Übergangslösung
verwendet und wieder verworfen wurden, sobald eine bessere Variante gefunden wurde.
Aus rund 400 Logos ist hier in Abbildung B.1 eine größere Auswahl von Logos, welche nicht
verwendet wurden.
Abbildung B.1: Einige Logos der Tinnitus Datenbank
Ein Ansatz zur Weiterentwicklung einer mobilen Version der Tinnitus Datenbank ist in
Abbildung B.2 zu sehen. In dieser Abbildung ist die seitliche Navigation mit großen Buttons
dargestellt, welche eine leichte Interaktion mit dem System ermöglichen sollen.
107
B Nicht verwendete Entwürfe
Abbildung B.2: Entwürfe einer mobilen Version der Tinnitus Datenbank
108
C Styleguide
In diesem Styleguide sind die verwendeten Farben und Schriften der Tinnitus Datenbank
definiert. Das Gesamtbild des Systems soll einheitlich und übersichtlich erscheinen,
während wichtige Interaktionselemente sich gut vom Hintergrund abheben sollen sollen.
C.1 Farben
Im Folgenden werden die verwendeten Farben des Systems dargestellt und deren
Verwendungszweck beschrieben. Die Farben sind im RGB-Format zum einen als drei
Zahlenwerte (der Farben Rot, Grün und Blau) und zum anderen als Hexadezimalzahl (Web)
beschrieben.
In Tabelle C.1 sind die Hintergrundfarben des Systems zu sehen. Zur Verdeutlichung sind
in Abbildung C.1 die zugehörigen Annotationen zu sehen.
Farbe Web R G B Einsatz
1 # ECECEC 236 236 236 Hintergrund des Headers
2 # 95D1D3 149 209 211 Hintergrund des Systems
3 # DDF0F9 221 240 249 Vorderer Hintergrund beim Login-Bereich
4 # 0574BB 5 116 187 Logo Hintergrundfarbe links
5 # 94D5F1 148 213 241 Logo Hintergrundfarbe rechts
Tabelle C.1: Hintergrundfarben des Systems
In Tabelle C.2 sind diverse Farben zu sehen, wie sie in verschiedenen Bereichen des
System zum Einsatz kommen. Der Einsatz dieser speziellen Farben im System ist in den
Abbildung C.2 und C.3 zu sehen.
In Tabelle C.3 sind die Farben der Diagramme zu sehen, die in den Charts und
Audiogrammen vorkommen. Die zugehörigen Annotationen sind in Abbildung C.4
dargestellt.
109
C Styleguide
Abbildung C.1: Hintergrundfarben des Systems
Farbe Web R G B Einsatz
6 # 009EE3 0 158 227 Buttons, Tabellenüberschriften
7 # F5F5F5 245 245 245 Dashboard-Maske (Patientenverwaltung)
8 # 2A4D9C 42 77 156 Obere Leisten im Patienten-Modul
9 # B6DDF6 182 221 246 Trennfarbe #1 der Fragen und DB-Einträgen
10 # DDF0FC 221 240 252 Trennfarbe #2 der Fragen und DB-Einträgen
11 # BBE1F9 187 225 249 Hintergrund der Verwaltungsbereiche
12 # E1F2FA 225 242 250 Trennfarbe #1 der Verwaltungsbereiche
13 # FFFFFF 255 255 255 Trennfarbe #2 der Verwaltungsbereiche
14 # 3AA935 58 169 53 Aktivierte Filter im Filtermanagement
15 # F39200 243 146 0 Deaktivierte Filter im Filtermanagement
16 # 36A9E0 54 169 224 Admin-Untermenü, Detailansicht-Bereich
Tabelle C.2: Farben des Systems
Farbe Web R G B Einsatz
17 # 36A9E0 54 169 224 Hintergrund der Charts-Übersicht
18 # 009640 0 150 64 Grüner Bereich
19 # FFED00 255 237 0 Gelber Bereich
20 # E30513 227 5 19 Roter Bereich, Audiogramm: rechtes Ohr
21 # 009EE3 0 158 227 Audiogramm: linkes Ohr
Tabelle C.3: Farben der Diagramme (Charts und Audiogramm)
110
C Styleguide
Abbildung C.2: Farben des Systems im Bereich der Patientenverwaltung
Abbildung C.3: Farben des Systems im Bereich des Administrator-Moduls
111
C Styleguide
Abbildung C.4: Farben des Systems im Bereich der Charts und Audiogramme
In Tabelle C.4 sind die Farben der Benutzerrollen dargestellt. Die Abbildung der
Benutzerrollen ist in der Abbildung C.3 auf Seite 111 zu sehen.
Verschiedene Benutzerrollen sind z.B. in Abbildung C.3 auf S.111 und Abbildung C.4 auf
dieser Seite zu sehen.
Farbe Web R G B Einsatz
22 # 009640 0 150 64 Patient
23 # 009EE3 0 158 227 Experte
24 # 2EAC66 46 172 102 Editor
25 # 95C11E 149 193 30 Admin
26 # F39200 243 146 0 Super-Admin
Tabelle C.4: Farben der Benutzerrollen des Systems
112
C Styleguide
C.2 Typographie
Schriftarten Im System kann der Benutzer die Schriftart selbst aussuchen. Je nach
Vorliebe kann der Benutzer zwischen folgenden fünf Schriftarten wählen:
Arial
Calibri
Myriad Pro
Times New Roman
Verdana
Frutiger
Standardmäßig ist Myriad Pro ausgewählt.
Es sollte darauf geachtet werden, Schriftarten mit möglichst ähnlichem Zeichenabstand,
bzw. Buchstabengröße zu wählen, sodass die Begriffe in einer anderen Schriftart nicht
größer oder kleiner ausfallen, da dies sich negativ auf das Erscheinungsbild auswirken
könnte.
Schriftgröße Die Schriftgrößen sind standardmäßig in Pixel (px) oder Punkt (pt)
angegeben. Gängig sind Schriftgrößen zwischen 10 und 20 Punkt. Als Standard sind im
System 15 Punkt ausgewählt.
Anti-Aliasing Anti-Aliasing ist eine Kantenglättung zur Vermeidung von Treppeneffekten
im Schriftbild. Durch Verwendung einer solchen Technik wird die Schrift trotz begrenzter
Auflösung des Displays besser lesbar sein.
113
Literaturverzeichnis
[1] Tinnitus Magazin.http://www.tinnitus-mag.de/ursachen-von-tinnitus/
objektiver-tinnituszusammenhang-bluthochdruck/. Version:2014, Abruf:
2014-12-02
[2] Tinnituszentrum Regensburg.http://www.tinnituszentrum-regensburg.
de/. Version:2014, Abruf: 2014-12-01
[3] Adobe Flash Player.http://get.adobe.com/de/flashplayer/. Version: 2015,
Abruf: 2015-02-03
[4] Bootstrap: Framework for HTML, CSS, JS.http://holdirbootstrap.de/.
Version:2015, Abruf: 2015-01-30
[5] Java.https://www.java.com/de/download/. Version: 2015, Abruf: 2015-02-03
[6] Laravel: Framework for PHP.http://laravel.com/. Version: 2015, Abruf: 2015-
01-30
[7] Netzwelt: Alternativen zu MySQL.http://www.netzwelt.de/
alternative-zu/7266-mysql.html. Version:2015, Abruf: 2015-02-03
[8] Otometrics: Über uns.http://www.otometrics.de/uber-uns. Version: 2015,
Abruf: 2015-01-19
[9] Otometrics: Über uns.http://www.otometrics.de/~/media/
DownloadLibrary/Otometrics/Astera2/7-26-9077-DE_01_STD2.ashx.
Version:2015, Abruf: 2015-01-19
[10] PC-Magazin: Alternativen zu MySQL.http://www.pc-magazin.de/ratgeber/
preiswerte-alternativen-zu-mysql-179401.html. Version: 2015, Abruf:
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Name: Robin Hagenlocher Matrikelnummer: 678620
Erklärung
Ich erkläre hiermit, dass ich die Arbeit selbständig verfasst und keine anderen als die
angegebenen Quellen und Hilfsmittel verwendet habe.
Ulm,den ................................................................................
Robin Hagenlocher