Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Informatik
Institut für Datenbanken und Informationssysteme
Bachelorarbeit
im Studiengang Medieninformatik
Design und Konzeption einer mobilen
Anwendung zur Unterstützung
tinnitusgeschädigter Patienten
vorgelegt von
Aliyar Aras
August 2014
Gutachter: Prof. Dr. Manfred Reichert
Betreuer: Rüdiger Pryss
Matrikelnummer: 723758
Arbeit vorgelegt am: 04.08.2014
ii
Kurzfassung
Tinnitus ist als bewusste Wahrnehmung von Ohrgeräuschen unter Abwesenheit einer externen
Geräuschquelle deniert. Die Wahrnehmung des Tinnitus kann innerhalb eines Tages in unre-
gelmäÿigen Abständen einsetzen. Zudem kann diese Belastung von Zeit zu Zeit stark variieren.
Indem es zu weitreichenden Begleitbeschwerden führt, kann der Tinnitus die Lebensqualität
eines Betroenen stark beeinträchtigen. Schätzungsweise 10% der Bevölkerung in Deutschland
leiden unter einem Tinnitus.
Um die individuelle Tinnitusbeobachtung zu erleichtern und dem Betroenen eine systemati-
sche Wahrnehmung des Tinnitus über mehrere Wochen zu ermöglichen, wurde eine Android
und iOS App namens
Track Your Tinnitus
entwickelt. Diese App erfasst und misst die Schwan-
kungen durch gezielte Fragen. Um die Lage des Tinnitusbetroenen zu erleichtern wertet die
App die eingegebenen Daten intern aus und erstellt passende Therapievorschläge. Zudem kann
mithilfe der App der Verlauf der Daten jederzeit betrachtet und bei Bedarf mit dem behan-
delnden Arzt oder Psychologen besprochen werden.
Ziel dieser Arbeit ist es, ein Design und Konzept für mobile Anwendungen zu erarbeiten, welches
zur Unterstützung tinnitusgeschädigter Patienten dient. Dabei soll die individuelle Tinnitus-
beobachtung durch einheitliche und einfache Darstellungsmöglichkeiten erleichtert werden. Die
bereits vorhandenen Android und iOS Apps sollen dabei nach den aktuellen Design Styleguides
der jeweiligen Betriebssysteme neu designt und konzeptioniert werden. Zugleich soll das bislang
nicht berücksichtigte Betriebssystem Windows Phone konzeptioniert werden.
iii
iv
Eigenständigkeitserklärung
Hiermit versichere ich, dass ich die vorliegende Arbeit selbständig verfasst und keine anderen
als die angegebenen Hilfsmittel verwendet habe. Sinngemäÿe Übernahmen aus anderen Werken
sind als solche kenntlich gemacht und mit genauer Quellenangabe (auch aus elektronischen
Medien) versehen.
Ulm, den 04. August 2014 Aliyar Aras
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vi
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
1.1. Problemstellung und Motivation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1
1.2. ZieldieserArbeit................................... 3
1.3. AufbauderArbeit .................................. 3
2. Grundlagen vom Tinnitus 5
2.1. Denition ....................................... 5
2.2. Tinnitusformen.................................... 5
2.3. Fragebögen und Schweregrade . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
2.4. Therapiemöglichkeiten................................ 7
3. Umfrage 9
3.1. Aufbau und Ziel der Umfrage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
3.2. AuszügeausderUmfrage .............................. 11
3.3. AuswertungderUmfrage............................... 12
3.4. Fazit.......................................... 13
4. Anforderungen 15
4.1. AnalyseIst-Stand................................... 15
4.1.1. Analyse der
Track Your Tinnitus
App................... 15
4.2. Benutzerprolanalyse................................. 16
4.2.1. Eigenschaften der Nutzer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
4.2.2. Erfahrungen der Nutzer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
4.3. Funktionale Anforderungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
4.4. Nichtfunktionale Anforderungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
5. User-Interface Styleguides 21
5.1. Android4+...................................... 21
5.1.1. Themes .................................... 22
5.1.2. Typographie ................................. 22
5.1.3. Farben..................................... 23
5.1.4. Icon ...................................... 24
5.1.5. Logo...................................... 26
5.1.6. Schreibstil................................... 26
5.1.7. ActionBar .................................. 26
5.2. iOS7.......................................... 27
5.2.1. ThemesundDesign ............................. 27
5.2.2. Typographie ................................. 28
vii
Inhaltsverzeichnis
5.2.3. Farben..................................... 29
5.2.4. Icons...................................... 30
5.2.5. Navigation Bar und Segmented Control . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
5.3. WindowsPhone8................................... 32
5.3.1. ThemesundFarben ............................. 32
5.3.2. Typographie ................................. 33
5.3.3. Icons...................................... 34
6. Entwurf der Track Your Tinnitus App 37
6.1. UMLStrukturdiagramm............................... 37
6.2. Paper-Mockups.................................... 39
6.3. ElektronischeMockups................................ 39
6.3.1. Willkommen1 ................................ 39
6.3.2. Willkommen2 ................................ 40
6.3.3. Einloggen................................... 41
6.3.4. Passwortvergessen.............................. 42
6.3.5. Registrieren1................................. 43
6.3.6. Registrieren2................................. 44
6.3.7. Homescreen.................................. 45
6.3.8. Hauptmenü.................................. 47
6.3.9. Fragebögen .................................. 48
6.3.10. Fragebögen Übersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
6.3.11. Benachrichtigungseinstellung Standard . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
6.3.12. Benachrichtigungseinstellung Benutzerdeniert . . . . . . . . . . . . . . 52
6.3.13. Benachrichtigungseinstellung ausschalten . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52
6.3.14. Push-Benachrichtigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53
6.3.15.Diagramme .................................. 54
6.3.16.Timeline.................................... 55
6.3.17. Therapievorschläge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56
6.3.18.SozialeNetzwerke............................... 58
6.3.19. Allgemeine Einstellungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58
6.3.20.Über...................................... 59
6.3.21. Prol Freunde Ansicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60
6.3.22. Prol Nachrichten Übersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61
6.3.23. Prol Nachrichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62
6.3.24.ProlÜber ................................. 63
6.3.25.Community1................................. 64
6.3.26.Community2................................. 65
7. Anforderungsabgleich 67
7.1. Funktionale Anforderungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67
7.2. Nichtfunktionale Anforderungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69
8. Fazit 71
8.1. Zusammenfassung .................................. 71
8.2. Ausblick........................................ 72
8.2.1. MergeApp .................................. 72
viii
Inhaltsverzeichnis
x
Abbildungsverzeichnis
1.1. Prognose zu Marktanteilen von Smartphone-Betriebssystemen in den Jahren
2014 und 2018, Quelle: [Gmben] . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
3.1. Verschiedene Möglichkeiten zur Darstellung von Fragen, Quelle: Screenshot
Track Your Tinnitus Android App [Schut] . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
3.2. Flyer zur Umfrage der
Track Your Tinnitus
App................. 11
3.3. Fragen mit Auswahlmöglichkeit in verschiedenen Varianten . . . . . . . . . . . 12
3.4. Verschiedene Möglichkeiten zur Beantwortung von Ja-Nein-Fragen . . . . . . . 12
3.5. Verschiedene Arten von Menüs . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
3.6. Auällige oder Eingaben mit einem Muster, Quelle: [eGom] . . . . . . . . . . . 13
3.7. Ergebnis einer Ja-Nein-Frage, Quelle: [eGom] . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
4.1. Verschiedene Ansichten der
Track Your Tinnitus
Android App, Quelle: [Schut] 16
4.2. Anzahl der Smartphone-Nutzer in Deutschland in den Jahren 2009 bis 2014,
Quelle:[Gmb10] ................................... 17
5.1. Zwei Standard-Theme von Android.
Holo Light-Theme
und
Holo Dark-Theme
22
5.2. Schriftvarianten der
Roboto
Schriftfamilie, Quelle: Testeingaben mit Adobe Pho-
toshopCS5...................................... 23
5.3. Schriftgröÿen der
Roboto
Schriftfamilie, Quelle: Testeingaben mit Adobe Pho-
toshopCS5...................................... 23
5.4. Verwendete Farben in der Track Your Tinnitus App . . . . . . . . . . . . . . . 24
5.5. Verwendete Icons in der Track Your Tinnitus App . . . . . . . . . . . . . . . . 26
5.6. ActionBarinAndroid................................ 27
5.7. iOSThemes...................................... 28
5.8. Helvetica Neue von Ultra Light bis Black, Quelle: [Incca] . . . . . . . . . . . . 28
5.9. Verwendete Farben in der iOS App . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
5.10. Verwendete Icons in der iOS App . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
5.11. Navigation Bar und Segmented Control in Übersicht . . . . . . . . . . . . . . . 31
5.12. Akzentfarben von Windows, Quelle: Windows Phone Link . . . . . . . . . . . . 32
5.13. Blaue Akzentfarbe von Windows . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33
5.14. Verwendete Farben beim Windows Phone, Quelle: Testeingaben mit Photoshop
CS5 .......................................... 33
5.15. Segoe UI in der Variante Light bis Black, Quelle: Testeingaben mit Photoshop
CS5 .......................................... 34
5.16. Standard Schriftgröÿen der Windows Phone . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34
5.17. Verwendeten Icons für die Windows Phone App . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35
xi
Abbildungsverzeichnis
6.1. Alle Dialoge und ihre Erreichbarkeiten der Track Your Tinnitus App, Erstellt
mitVisio2010 .................................... 38
6.2. Ersten Ideen der früheren Entwurfsphase . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39
6.3. Willkommen 1 - Android, iOS, Windows Phone . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
6.4. Willkommen 2 - Android, iOS, Windows Phone . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
6.5. Einloggen - Android, iOS, Windows Phone . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42
6.6. Passwort vergessen - Android, iOS, Windows Phone . . . . . . . . . . . . . . . 43
6.7. Registrieren 1 - Android, iOS, Windows Phone . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
6.8. Registrieren 2 - Android, iOS, Windows Phone . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45
6.9. Homescreen - Android, iOS, Windows Phone . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46
6.10. Hauptmenü - Android, iOS, Windows Phone . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47
6.11. Fragebögen - Android, iOS, Windows Phone . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48
6.12. Fragebögen Übersicht - Android, iOS, Windows Phone . . . . . . . . . . . . . . 49
6.13. Benachrichtigungseinstellung Standard - Android, iOS, Windows Phone . . . . 51
6.14. Benachrichtigungseinstellung Benutzerdeniert - Android, iOS, Windows Phone 52
6.15. Benachrichtigungseinstellung ausschalten - Android, iOS, Windows Phone . . . 53
6.16. Push-Benachrichtigung - Android, iOS, Windows Phone . . . . . . . . . . . . . 54
6.17. Diagramme - Android, iOS, Windows Phone . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55
6.18. Timeline - Android, iOS, Windows Phone . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56
6.19. Therapievorschläge - Android, iOS, Windows Phone . . . . . . . . . . . . . . . 57
6.20. Soziale Netzwerke - Android, iOS, Windows Phone . . . . . . . . . . . . . . . . 58
6.21. Allgemeine Einstellungen - Android, iOS, Windows Phone . . . . . . . . . . . . 59
6.22. Über - Android, iOS, Windows Phone . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60
6.23. Prol Freunde Ansicht - Android, iOS, Windows Phone . . . . . . . . . . . . 61
6.24. Prol Nachrichten Übersicht - Android, iOS, Windows Phone . . . . . . . . . 62
6.25. Prol Nachrichten - Android, iOS, Windows Phone . . . . . . . . . . . . . . . 63
6.26. Prol Über - Android, iOS, Windows Phone . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64
6.27. Community 1 - Android, iOS, Windows Phone . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65
6.28. Community 2 - Android, iOS, Windows Phone . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66
A.1. Paper-Mockups Homeseite + Hauptmenü . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 73
A.2. Paper-Mockups Willkommen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 74
A.3. Paper-Mockups Einloggen und Registrieren 1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75
A.4. Paper-Mockups Einloggen und Registrieren 2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76
A.5. Paper-Mockups Einloggen und Registrieren 3 . . . . . . . . . . . . . . . . . . 77
A.6. Paper-Mockups Allgemeine- und Benachrichtigungseinstellungen . . . . . . . 78
A.7. Paper-Mockups Prol und Therapievorschläge . . . . . . . . . . . . . . . . . 79
A.8. Paper-Mockups Freunde und Nachrichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80
A.9. Paper-Mockups Prol + Über . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81
A.10.Paper-Mockups Ergebnisse + Fragebögen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82
A.11.Ergebnisse der Umfrage 1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84
A.12.Ergebnisse der Umfrage 2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 85
A.13.Ergebnisse der Umfrage 3 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86
A.14.Ergebnisse der Umfrage 4 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 87
A.15.Ergebnisse der Umfrage 5 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88
A.16.Ergebnisse der Umfrage 6 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 89
A.17.Ergebnisse der Umfrage 7 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90
xii
Abbildungsverzeichnis
A.18.Ergebnisse der Umfrage 8 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91
A.19.Ergebnisse der Umfrage 9 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92
A.20.Ergebnisse der Umfrage 10 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93
xiii
Abbildungsverzeichnis
xiv
Tabellenverzeichnis
4.1. Tabelle funktionaler Anforderungen 1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
4.2. Tabelle funktionaler Anforderungen 2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
4.3. Tabelle nichtfunktionaler Anforderungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
7.1. Tabelle - Abgleich der funktionalen Anforderungen 1 . . . . . . . . . . . . . . . 67
7.2. Tabelle - Abgleich der funktionalen Anforderungen 2 . . . . . . . . . . . . . . . 68
7.3. Tabelle - Abgleich der nichtfunktionalen Anforderungen . . . . . . . . . . . . . 69
xv
Tabellenverzeichnis
xvi
Zu einem guten Ende gehört auch ein guter Beginn.
Konfuzius, (551 - 479 v. Chr.)
1
Einleitung
In diesem Kapitel wird die aktuelle Problemstellung 1.1 des
Track Your Tinnitus
Projektes
[Schut] dargestellt und die Ziele 1.2 dieser Arbeit angeführt. Zum Schluss folgt sodann ein
bündiger Überblick hinsichtlich der Aufbau 1.3 dieser Arbeit.
1.1. Problemstellung und Motivation
Die Wahrnehmung des Tinnitus kann innerhalb eines Tages in unregelmäÿigen Abständen ein-
setzen. Von Zeit zu Zeit kann diese Belastung stark variieren. Indem es zu weitreichenden
Begleitbeschwerden führt, kann der Tinnitus die Lebensqualität eines Betroenen stark beein-
trächtigen. Hierbei können beispielsweise Schlafstörungen, Angstzustände, Depressionen und
eine Arbeitsunfähigkeit mit dem Tinnitus im Zusammenhang stehen [Incus].
Da die Wahrnehmung des subjektiven Tinnitus ausschlieÿlich vom Betroenen selbst erfasst
werden kann, ist eine objektive Messung nicht möglich [Gmbad]. Um dennoch die psycholo-
gische Belastung und Beeinträchtigung des subjektiven Tinnitus beurteilen zu können, wird
auf ein Selbstbeurteilungsverfahren zurückgegrien. Hierbei kommt in der Regel ein Tinnitus-
Fragebogen zum Einsatz. Dieser erfasst diverse Aspekte bzw. die Schwankungen, die im Zu-
sammenhang mit dem Tinnitus auftreten. Als Beispiel sind hier psychologische Aspekte oder
Hörprobleme zu nennen. Zudem wird durch den Tinnitusbetroenen ein Tinnitustagebuch zur
individuellen Verlaufsbeobachtung und Kontrolle des Tinnitus geführt. Nichtsdestotrotz ist eine
Tinnitustagebuchführung mit Problemen behaftet.
Die Tinnitusfragebögen werden durch die Patienten selbstständig ausgefüllt und ausgewertet,
welches für sich eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt und eine Belastung mit sich bringt [Wei10].
Um die individuelle Tinnitusbeobachtung zu erleichtern und dem Betroenen eine systemati-
sche Wahrnehmung des Tinnitus über mehrere Wochen zu ermöglichen, wurde eine Android
und iOS App [Schut] namens
Track Your Tinnitus
entwickelt. Diese App erfasst und misst die
1
Kapitel 1. Einleitung
Schwankungen durch gezielte Fragen. Zugleich soll diese App dazu beitragen, dass die Schwan-
kungen sowie die Ursachen des Tinnitus besser registriert werden können [Schut].
Um die Lage des Tinnitusbetroenen zu erleichtern wertet die App die eingegebenen Daten
intern aus und erstellt passende Therapievorschläge. Zudem kann mithilfe der App der Verlauf
der Daten jederzeit betrachtet und bei Bedarf mit dem behandelnden Arzt oder Psychologen
besprochen werden.Daneben umfasst das Projekt
Track Your Tinnitus
eine Internetpräsenz
[Schut].
Im Projekt
Track Your Tinnitus
wurde jedoch das Betriebssystem Windows Phone bislang
nicht berücksichtigt. Prognosen sagen sogar voraus, dass Microsofts Windows Phone in den
kommenden Jahren einen Marktanteil von über 6,4% erreichen wird 1.1. Momentan hat es
einen Marktanteil von 3,5%. Das wäre ein Anstieg von 2,9% innerhalb 4 Jahren. Deshalb soll
diese Lücke anhand dieser Bachelorarbeit geschlossen werden. Die Problematik zur Anwen-
dungsentwicklung werden durch diese [PMLR14], [GSP
+
14], [SSP
+
14], [SSP
+
13], [GPSR13],
[RPR11] wissenschaftlichen Arbeiten verdeutlicht. Bevor die Windows Phone App program-
miert werden kann muss zunächst ein stimmiges Konzept ausgearbeitet werden, welches die
Microsoft-Designprinzipien erfüllt. Diese Designprinzipien sind die Grundlage für eine opti-
male und moderne Entwicklung einer App [Corgn]. Darüber hinaus sollen auch die bereits
vorhandenen Android und iOS Apps vollständig gemäÿ ihren Designprinzipien neu konzeptio-
niert werden. Somit soll am Ende eine benutzerfreundliche App entstehen, die dem Nutzer eine
erleichterte Bedienung ermöglicht und ein modernes Erscheinungsbild aufweist.
Abbildung 1.1.:
Prognose zu Marktanteilen von Smartphone-Betriebssystemen in den Jahren 2014
und 2018, Quelle: [Gmben]
Ein kurzer Überblick über die
Track Your Tinnitus
App:
Der Tinitusbetroene muss, nach einer Registrierung, persönliche Fragen beantworten
um die App im vollen Umfang nutzen zu können. Schlieÿlich werden über einen längeren Zeit-
2
1.2. Ziel dieser Arbeit
raum Fragen periodisch beantwortet um Empfehlungen zu den bestmöglichen Therapieformen
zu erhalten. Diese Daten werden sowohl auf der Webseite als auch auf der App gespeichert
und können durch einen Arzt oder Psychologen ausgewertet werden.
1.2. Ziel dieser Arbeit
Ziel dieser Arbeit ist es ein Design und Konzept für eine mobile Anwendung zu erarbeiten,
welches zur Unterstützung tinnitusgeschädigter Patienten dient. Die vorhandene Anwendung
[Schut] soll nach den Design Styleguides der jeweiligen Betriebssysteme neu designt und konzep-
tioniert werden. Dabei soll die individuelle Tinnitusbeobachtung durch einheitliche und einfache
Darstellungsmöglichkeiten erleichtert werden. Um diese Darstellungsmöglichkeiten einheitlich
und einfach zu gestalten, wurde zu Beginn dieser Arbeit eine Umfrage gestartet, in der Per-
sonen gefragt wurden, welche der verschiedenen Darstellungsmöglichkeiten sie am besten und
ezientesten empfunden haben.
Um ein optimales Ergebnis zu erreichen, werden in den Anforderungen sowohl Altsysteme als
auch Benutzereigenschaften analysiert. So können die Anforderungen auf die Bedürfnisse der
Benutzer angepasst werden.
Ebenso soll ein Ausblick für nachstehende Arbeiten erschaen werden, welche Zukunftsvisionen
und Erweiterungen der App vorstellt.
1.3. Aufbau der Arbeit
Dieses Kapitel umfasst eine einleitende Problemstellung und Motivation des Projektes. Ebenso
werden in diesem Kapitel Ziele dieser Arbeit genannt.
Das
Kapitel 2
beschreibt die Grundlagen des Tinnitus. Dabei werden die Formen des Tinnitus
sowie dessen Schweregrade und Therapiemöglichkeiten erläutert.
Kapitel 3
beschreibt die entstandene Online-Umfrage. Dazu werden die Gründe und Ziele der
Umfrage genannt. Auch werden einige Auszüge der Umfrage dargestellt. Am Ende wird eine
Auswertung vorgestellt.
Daraufhin werden in
Kapitel 4
die Anforderungen dargestellt. Dabei wird zwischen funk-
tionalen und nichtfunktionalen Anforderungen unterschieden. Des Weiteren werden in diesem
Kapitel eine Analyse zum Ist-Stand und Benutzer durchgeführt.
In
Kapitel 5
werden die Design-Guidelines der drei Betriebssysteme (Android 5.1, iOS 5.2,
Windows Phone 5.3) vorgestellt.
Darauf basierend wird in
Kapitel 6
der Entwurf der
Track Your Tinnitus
App prä-
sentiert. Hier werden zu Beginn alle Dialogstrukturen der Track Your Tinnitus App als
UML-Strukturdiagramm vorgestellt. Im Anschluss darauf werden alle Mockups nach ihrer
Funktionalität beschrieben.
In
Kapitel 7
werden die Anforderungen abgeglichen und bewertet.
3
2
Grundlagen vom Tinnitus
In diesem Kapitel werden zunächst die Grundlagen und danach die Formen und Schweregrade
vom Tinnitus beschrieben. Zum Schluss werden einige Therapiemöglichkeiten vorgestellt. Diese
Informationen basieren auf den wissenschaftlichen Arbeiten von Dr. Cornelia Weise [Wei10].
2.1. Denition
Das Symptom Tinnitus ist als bewusste Wahrnehmung von Ohrgeräuschen unter Abwesenheit
einer externen Geräuschquelle deniert. Folglich werden diese Ohrgeräusche nur vom Tinnitus-
betroenen selbst wahrgenommen und sind somit für Auÿenstehende nicht vernehmbar [Wei10].
Tinnitus kann in verschiedenen Formen in Erscheinung treten. Häug wird der Tinnitus von
Patienten in Form von Pfeifen, Klingeln, Rauschen oder Piepen beschrieben. Er klingt jedoch
alles in Allem für jeden Betroenen anders. Dies hat zur Folge hat, dass verschiedene Thera-
pieansätze für den Patienten individuell angepasst werden müssen. Typischer Weise tritt die
Symptomatik zwischen dem 40. und 50. Lebensalter ein [Incus].
Schätzungsweise 10% der Bevölkerung in Deutschland leiden unter einem dauerhaften, chroni-
schen Tinnitus. Die jährliche Zuwachsrate an Tinnitusbetroenen in Deutschland liegt zudem
bei 250.000 Menschen.
Hierbei ist zu beachten, dass der Tinnitus die Lebensqualität der Betroenen stark beeinträch-
tigt und zu weitreichenden Begleitbeschwerden (Sekundärsymptomen) wie Schlafstörungen,
Depressionen, Angstzustände sowie Konzentrationsschwierigkeiten führen kann [Wei10].
2.2. Tinnitusformen
Tinnitus kann bei Betroenen in unterschiedlicher Erscheinungsform auftreten. Die Häugkeit,
Intensität und Belastung des Tinnitus kann von jedem Betroenen anders wahrgenommen wer-
den. Zur Charakterisierung des Tinnitus wird deshalb zwischen verschiedenen Beschreibungs-
5
Kapitel 2. Grundlagen vom Tinnitus
ebenen dierenziert.
Zum einen kann der Tinnitus im Ohr ein- oder beidseitig bzw. auch im Inneren des Kopfes
wahrgenommen werden. Zum anderen kann eine Dierenzierung nach der Geräuschart, dem
Frequenzbereich sowie der Intensität des Ohrgeräusches gemacht werden.
Hinzu kommt die Unterscheidung des Tinnitus in subjektivem und objektivem Tinnitus. Beim
subjektiven Tinnitus werden die Geräusche ausschlieÿlich vom Tinnitusbetroenen wahrge-
nommen, da keine Schallwellen ausgesendet werden. Meist ist die Entstehung des subjektiven
Tinnitus auf Funktionsstörungen des Hörsystems zurückzuführen [Wei10]. Mögliche Ursachen
für den subjektiven Tinnitus können Lärm- und Knalltrauma, Schwerhörigkeit, Hörsturz, Tu-
more oder Verletzungen des Trommelfells sein.
Beim objektiven Tinnitus hingegen handelt es sich um ein physikalisches Geräusch, welches
auf körpereigene Störlaute beruht. Somit kann das Geräusch auch von auÿen wahrgenommen
und vom Arzt oder Psychologen gemessen werden. Ursachen eines objektiven Tinnitus können
beispielsweise Gefäÿmissbildungen oder Bluthochdruck sein. Im Gegensatz zum subjektiven
Tinnitus tritt der objektive Tinnitus nur selten auf. Bedeutsam ist die Untergliederung in sub-
jektiven und objektiven Tinnitus aufgrund der therapeutischen Vorgehensweise [Incus].
In der Literatur wird ferner hinsichtlich der Dauer des Tinnitus unterschieden. Nach den Richt-
linien der HNO-Fachgesellschaft wird zwischen zwei Phasen dierenziert:
Akuter Tinnitus (Dauer von weniger als drei Monate)
Chronischer Tinnitus (Dauer von länger als drei Monate)
Je nach Dauer werden unterschiedliche Therapiemaÿnahmen in Betracht gezogen.
2.3. Fragebögen und Schweregrade
Die tinnitusbedingte Belastung wird von jedem Betroenen unterschiedlich wahrgenommen.
Um die psychologische Belastung und Beeinträchtigung für den einzelnen beurteilen zu können
wird der Tinnitus in vier Schweregrade eingeteilt:
Grad 1:
Der Tinnitus belastet den Patienten kaum. Es besteht kein Leidensdruck.
Grad 2:
Der Tinnitus wird in bestimmten Situationen als belastend wahrgenommen.
Insbesondere bei Stille tritt der Tinnitus in Erscheinung und wirkt unter Stress und
körperlichen Belastungen störend.
Grad 3:
Der Tinnitus beeinträchtigt die Lebensqualität erheblich. Sie hat häug Störun-
gen im kognitiven, emotionalen und körperlichen Bereich zur Folge.
Grad 4:
Die Dauerbelastungen des Tinnitus schränkt die Lebensqualität massiv ein. Als
Folge ist der Betroene beruich wie privat schwer beeinträchtigt.
Der Schweregrad eines Tinnitusbetroenen wird in der Regel mithilfe eines standardisierten
Tinnitusfragebogens eingeordnet [KGtm].
Bei der Erfassung des Schweregrads handelt es sich um ein subjektives Maÿ, da die Belastung des
(subjektiven) Tinnitus nicht objektiv messbar ist. Hierbei ist anzumerken, dass die Einstufung
in Schweregrade keine Aussagen über die Ursachen der Belastung macht. Vielmehr soll der
Tinnitusbetroene anhand der gewonnenen Informationen einen Überblick über die aktuelle
Belastungssituation erhalten [Gmbad].
6
2.4. Therapiemöglichkeiten
2.4. Therapiemöglichkeiten
In Anbetracht der vielfältigen Ursachen des Tinnitus sind zahlreiche Therapieansätze möglich.
Deshalb kommt der Diagnostik durch den Arzt oder Psychologen eine zentrale Rolle zu. Je nach
Art (subjektiver und objektiver Tinnitus) sowie Dauer des Tinnitus werden unterschiedliche
Behandlungsmethoden in Betracht gezogen [Incus].
Behandlungsmöglichkeiten im Überblick:
Therapiemöglichkeiten eines
objektiven Tinnitus
:
Tinnitus-Counseling (Bewältigungstraining und Aufklärung)
Medikamentöse Behandlung (z.B. mit Cortison, gefäÿerweiternden Mittel)
Therapiemöglichkeiten eines
subjektiven Tinnitus
:
Tinnitus-Counseling (Bewältigungstraining und Aufklärung)
Medikamentöse Behandlung (z.B. mit Cortison, gefäÿerweiternden Mittel
Hörgeräteakustik
Kombinierte Therapieansätze (Zusammenspiel von akustischer Stimulation und verhal-
tenstherapeutischen Ansätzen, z.B. Tinnitus-Retraining-Therapie mit Tinnitracks)
Gehirnstimulationsverfahren (magnetisch und elektrisch)
7
Kapitel 2. Grundlagen vom Tinnitus
8
3
Umfrage
In diesem Kapitel werden die Gründe erklärt, weshalb eine Umfrage gestartet wurde. Auch
werden Beispielfragen und ein Teil des Ergebnisses dargestellt.
3.1. Aufbau und Ziel der Umfrage
Um die individuelle Tinnitusbeobachtung zu erleichtern, müssen die Nutzer der Track Your
Tinnitus App gezielte Fragen zu sich beantworten. Die App wertet die eingegebenen Daten aus
und schlägt die bestmögliche Therapiemöglichkeit vor.
Bisher gab es verschiedene Typen von Ja-Nein-Fragen und Fragen mit Auswahlmöglichkeit
(siehe Abbildung 3.1). Diese wurden mithilfe von Radiobuttons, Sliders und Ja-Nein-Buttons
dargestellt. Aufgrund der Unübersichtlichkeit dieser Darstellungsmöglichkeit wurde die Umfrage
initiiert.
Das Ziel dieser Umfrage war die Schaung einer einheitlichen Darstellungsform für Fragen mit
der der Nutzer am einfachsten und ezientesten arbeiten kann.
9
Kapitel 3. Umfrage
Abbildung 3.1.:
Verschiedene Möglichkeiten zur Darstellung von Fragen, Quelle: Screenshot Track
Your Tinnitus Android App [Schut]
Um diese Darstellungsform einheitlich und benutzerfreundlich zu gestalten, wurde eine Online-
Umfrage gestartet 3.2. Hier wurden Personen gefragt, welche der verschiedenen Darstellungs-
möglichkeiten sie am besten und ezientesten empfunden haben. Diese Umfrage wurde mithilfe
einer Online Umfrage Tool erstellt [eGom].
Um viele Nutzer für die Umfrage erreichen zu können wurde ein Flyer erstellt 3.2, welcher zum
Einen an der Universität Ulm und zum Anderen in der Stadt Ulm in einigen Akustikgeschäften
verteilt wurden. Wichtig war es, dass auch Tinnituspatienten befragt wurden. Dafür wurden die
Forumsmitglieder der Deutschen Tinnitus-Liga e.V. durch einen Beitrag aufgefordert, an dieser
Umfrage mitzumachen. Da dies eine Online-Umfrage war, wurde die Adresse zur Umfrage auch
an Freunde verschickt.
10
3.2. Auszüge aus der Umfrage
Abbildung 3.2.:
Flyer zur Umfrage der
Track Your Tinnitus
App
3.2. Auszüge aus der Umfrage
In der Umfrage wurden Nutzer über die Optik, Selbsterklärbarkeit und Bedienbarkeit der Fra-
gen zum Hauptmenü, zu den Ja-Nein-Fragen und den Fragen mit Auswahlmöglichkeit befragt.
Zu Beginn wurden allgemeine Fragen zur Person gestellt. Siehe dazu Anhang A.
In dieser Umfrage wurden die drei gängigsten Smartphone-Betriebssysteme, Android, iOS
und Windows Phone, verwendet. Diese drei haben den gröÿten Marktanteil der Smartphone-
Betriebssysteme (siehe Abbildung 1.1).
Die folgenden Abbildungen 3.3, 3.4 und 3.5 zeigen einen Ausschnitt aus der Umfrage. Die
komplette Umfrage bendet sich im Anhang A.
11
Kapitel 3. Umfrage
Abbildung 3.3.:
Fragen mit Auswahlmöglichkeit in verschiedenen Varianten
Abbildung 3.4.:
Verschiedene Möglichkeiten zur Beantwortung von Ja-Nein-Fragen
Abbildung 3.5.:
Verschiedene Arten von Menüs
3.3. Auswertung der Umfrage
Ausgewertet wurde per Hand und ohne eine bestimmte Auswertungssoftware. Dabei wurden
nach bestimmten Mustern und auällige Eingaben gesucht. Diese wurden im Ergebnis gelöscht,
12
3.4. Fazit
da sie sonst das Ergebnis beeinussen und somit auch fälschen würden. In der Abbildung 3.6
wird ein solches Muster dargestellt. Darüber hinaus wurde anonym ausgewertet, das heiÿt dem
Teilnehmer wurde eine ID zugewiesen.
Abbildung 3.6.:
Auällige oder Eingaben mit einem Muster,
Quelle: [eGom]
Die folgende Abbildung zeigt, wie die Teilnehmer abgestimmt haben. Es wurde nach der Optik,
Selbsterklärbarkeit und Bedienbarkeit der Checkboxes für Ja-Nein-Fragen gefragt.
Abbildung 3.7.:
Ergebnis einer Ja-Nein-Frage, Quelle: [eGom]
3.4. Fazit
Bei der Auswertung der Umfrage kam heraus, dass die Teilnehmer bei Ja-Nein-Fragen bezüglich
der Checkbox besser empnden als bei anderen Darstellungsmöglichkeiten. Bei Fragen mit
Auswahlmöglichkeit haben sich die Teilnehmer ebenfalls die Checkboxen gewünscht. Bei der
Menüauswahl kam heraus, dass das Menü auf der linken Seite bei Android und iOS am besten
ist. Bei Windows Phone hat die Kachel-Optik mehr Stimmen gesammelt.
Um das Thema Fragebögen wird intensiv gearbeitet. Siehe dazu [SHP
+
14b],[SHP
+
14a],[CNB
+
13],
[IRP
+
13], [RPL
+
13], [SRP
+
13].
13
Kapitel 3. Umfrage
14
4
Anforderungen
In diesem Kapitel werden die Anforderungen vorgestellt. In Kapitel 4.1 wird die bestehende
Track Your Tinnitus Anwendung analysiert. Daraufhin werden in Kapitel 4.2 die Benutzer
über ihre persönlichen Eigenschaften und Erfahrungen analysiert. Darauf basierend werden in
Kapitel 4.3 und 4.4 die funktionalen und nichtfunktionalen Anforderungen dokumentiert. Diese
Anforderungen werden mithilfe des Referenzmodels der Vorlesung Usability Engineering [Oml]
erstellt. Hierbei wurden nur einige zutreende Schritte berücksichtigt.
4.1. Analyse Ist-Stand
Bei der Analyse Ist-Stand werden Konkurrenz- oder bestehende Altsysteme analysiert. So kön-
nen erste Eindrücke über die Anwendung gewonnen werden [Oml]. Da es bisher keine ähnlichen
Anwendungen zum Tinnitus gibt, wird in diesem Kapitel die bestehende Track Your Tinnitus
Anwendung analysiert [Schut].
4.1.1. Analyse der
Track Your Tinnitus
App
Die bestehende Track Your Tinnitus App von [Her14] gibt es für Android und iOS Smartphones.
Diese App wird im Folgenden analysiert.
Markierung 1
zeigt die Startseite dieser App. Nachdem der Nutzer sich anmeldet hat, gelangt
er direkt auf die Fragebogen-Ansicht. Um die Übersichtlichkeit und Ezienz zu erhöhen, sollen
wichtigste Funktionen einer App auf einen Homescreen positioniert werden.
Die Abbildung in
Markierung 2
stellt alle Funktionen der App in einem Seitenfenster dar. Hier
hätte die Ansicht, in der sich der Nutzer gerade bendet, farbig dargestellt werden können.
Markierung 3
zeigt die Ergebnisse in Form eines Diagrammes. Hier könnte das Liniendia-
gramm besser darstellen werden. Das heiÿt die Farben und die Anordnung der x- und y-Achse
15
Kapitel 4. Anforderungen
hätten besser gelöst werden können. Auch werden die Diagramme zu den einzelnen Fragen
untereinander angezeigt. Falls der Nutzer sich die letzte Frage ansehen möchte, so müsste er
bis nach unten scrollen. Um diese Problematik zu lösen kann einerseits ein Drop Down einbaut
werden, andererseits kann die Ansicht per Wischbewegung gewechselt werden.
In der nächsten Abbildung besteht die Möglichkeit die Ergebnisse in einer Timeline zu sehen
(
Markierung 4
). Hier werden die Ergebnisse innerhalb eines Blockes angezeigt. Diese An-
ordnung wurde bisher gut gelöst, jedoch besitzen die Farben einen zu hohen Kontrast, welche
den Nutzer einen schlechten Eindruck hinterlässt. Eine Lösung hierfür wäre es weniger Farben
einzusetzen.
Abbildung 4.1.:
Verschiedene Ansichten der
Track Your Tinnitus
Android App, Quelle: [Schut]
4.2. Benutzerprolanalyse
In diesem Kapitel werden die Nutzer analysiert, die das Endsystem auch verwenden werden.
Hierbei werden auch ihre persönlichen Eigenschaften und Erfahrungen analysiert.
4.2.1. Eigenschaften der Nutzer
Die persönlichen Eigenschaften der Nutzer spielen für die Gestaltung der Anwendung eine groÿe
Rolle. So kann die Gestaltung der Anwendung auf den Nutzer angepasst werden. Eigenschaften
wie das Alter sind für die Gestaltung sehr wichtig.
Das Symptom Tinnitus tritt meist im Alter von 40 bis 50 in Erscheinung [Incus]. Daraus kann
geschlossen werden, dass die betroenen Personen sich im mittleren bis älteren Alter benden.
So können eventuell Bedienprobleme aufgrund einer Sehschwäche auftreten. Deshalb empehlt
sich, die Icons auf der Startseite groÿ genug zu gestalten, damit ältere Menschen keine Probleme
mit der Bedienung der Anwendung bekommen.
16
4.3. Funktionale Anforderungen
4.2.2. Erfahrungen der Nutzer
Die Erfahrung der Nutzer spielt ebenfalls eine groÿe Rolle bei der Bedienung der Anwendung.
Hier stellt sich die Frage, ob der Nutzer genug Erfahrung mit dem Smartphone besitzt. Hier-
bei werden zwischen der Berufs- und Smartphone-Erfahrung unterschieden. Personen, die im
technischen Bereich arbeiten, werden im späteren Verlauf keine Probleme mit der Bedienung
haben, da sie Geräte wie Computer, Tablets und Smartphones bedienen müssen.
Auch Nutzer die ihr Smartphone privat benutzen, werden bei der Bedienung nahezu keine
Probleme haben. Die Folgende Grak 4.2 zeigt, dass der Anteil der Smartphones auf dem Markt
kontinuierlich steigt. So kann gesagt werden, dass die nächste Generation keine Probleme mit
der Bedienung der Smartphones haben werden.
Die Personen, die das Smartphone weder im Beruf noch privat benutzen, werden bei der Be-
dienung Probleme haben. Dafür können Hilfestellungen in Form von Video-Tutorials oder Hil-
fetexte angeboten werden.
Abbildung 4.2.:
Anzahl der Smartphone-Nutzer in Deutschland in den Jahren 2009 bis 2014, Quelle:
[Gmb10]
4.3. Funktionale Anforderungen
Die folgende Tabelle stellt die funktionalen Anforderungen der Track Your Tinnitus-App vor.
Es werden somit Funktionen vorgestellt, welche dem Nutzer angeboten werden sollen.
17
Kapitel 4. Anforderungen
Nr. Anforderung Beschreibung
1 Umsetzung der Android, iOS und
Windows Phone App Die Track Your Tinnitus-App sollte auf allen
drei Betriebssystemen (Android, iOS, Windows
Phone) umgesetzt werden.
2 Willkommensseite Für die Benutzerfreundlichkeit sollte eine Will-
kommensseite erstellt werden.
3 Registrieren, Anmelden, Pass-
wort zurücksetzen Der Nutzer sollte sich anmelden und registrieren
können. Bei der Registration soll er persönliche
Informationen zu sich eingeben und ein Prol-
bild hochladen können.
4 Ausfüllen von Fragebögen Der Nutzer sollte die Möglichkeit haben, die Fra-
gebögen zu jeder Zeit auszufüllen. Auch soll er
die Fragebögen unvollständig speichern können
und diese zu einem späteren Zeitpunkt ausfüllen.
5 Fragebögen Übersicht Dem Nutzer soll ein Überblick über die bereits
ausgefüllten und ausstehenden Fragebögen er-
schaen werden.
6 Erstellung einer Homeseite Durch die Homeseite sollen die wichtigsten
Funktionen erreichbar sein.
7 Prol (Freundesliste ansehen,
Angaben über den Nutzer) Der Nutzer soll auf das eigene Prol zugreifen
und die eigenen Angaben lesen und bearbeiten
können. Über die Freundesliste soll die Möglich-
keit bestehen, Freundesanfragen zu akzeptieren
und Personen aus der Freundesliste zu entfernen.
8 Nachrichten Nachrichten sollen empfangen und verschickt
werden. Empfangene Nachrichten sollen auf der
Homeseite mithilfe einer Zahl dargestellt wer-
den. Auch sollen Nachrichten lediglich an Freun-
de verschickt werden.
9 Community Es soll eine Community angeboten werden, in
der sich die Nutzer gegenseitig austauschen kön-
nen.
10 Therapievorschläge Therapievorschläge sollen nach dem Ausfüllen
von Fragebögen angeboten werden. Auch sollen
Therapievorschläge bewertbar sein. Ebenso sol-
len die Nutzer die Möglichkeit haben, die Thera-
pievorschläge in sozialen Netzwerken zu teilen.
Tabelle 4.1.:
Tabelle funktionaler Anforderungen 1
18
4.3. Funktionale Anforderungen
Nr. Anforderung Beschreibung
11 Ergebnisse (Diagramme, Timeli-
ne) Die Ergebnisse der Fragebögen sollen in Form ei-
nes Diagrammes oder einer Timeline dargestellt
werden. So soll dem Nutzer deutlich gemacht
werden, ob der Tinnitus wahrgenommen wurde
oder nicht.
12 Benachrichtigungseinstellungen Der Nutzer soll die Möglichkeit haben, Benach-
richtigungen an- und auszuschalten. Auch sollen
die Benachrichtigungszeiten und Häugkeit der
Benachrichtigungen einstellbar sein.
13 Allgemeine Einstellungen Der Nutzer soll in dieser Ansicht die Klingel-
toneinstellungen, Vibrationseinstellungen und
LED-Einstellungen modizieren können.
14 Merge App Es soll zu Beginn eine App geben, in der sich
der Nutzer entscheiden kann, ob er entweder die
Track Your Tinnitus App oder den Navigator
nutzen möchte.
15 Push Nachrichten Der Nutzer sollte durch Push Nachrichten erin-
nert werden, damit er die Fragebögen ausfüllen
kann.
16 In sozialen Netzwerken teilen Der Nutzer soll die Track Your Tinnitus-App in
sozialen Netzwerken teilen können.
17 Über In dieser Ansicht soll der Nutzer Informationen
über das Projekt Track Your Tinnitus erfahren.
Tabelle 4.2.:
Tabelle funktionaler Anforderungen 2
19
Kapitel 4. Anforderungen
4.4. Nichtfunktionale Anforderungen
Die nichtfunktionalen Anforderungen beinhalten Anforderungen, welche für das Design, die
Bedienung und den Datenschutz von Wichtigkeit sind.
Diese Anforderungen werden in der folgenden Tabelle dargestellt.
Nr. Anforderung Beschreibung
1 Möglichst ähnliches Aussehen al-
ler Apps Die Apps aller drei Betriebssysteme sollen ähn-
lich aussehen, damit ein Wiedererkennungsge-
fühl zwischen den Betriebssystemen herrscht.
2 Einheitliche Darstellungsformen
der Fragebögen Die Darstellungsmöglichkeiten der Fragen sollen
einheitlich und einfach aufgebaut werden.
3 Design Guidelines einhalten Die Design Richtlinien der drei Betriebssysteme
sollten eingehalten werden, damit eine App ent-
wickelt wird, die auch realisierbar ist.
4 Aktuelle Version der Betriebssys-
teme Die Oberäche sollte sich dem aktuellen Design
(Android 4+, IO7, Windows Phone 8) anpassen.
5 Anlehnung an den Navigator Es sollen einige Ansichten oder Funktionen ge-
ben, in denen eine oensichtliche Wiedererken-
nung beider Apps zu sehen ist.
6 Usability Ziele einhalten Die App sollte einfach und verständlich aufge-
baut werden.
7 Feedback Die App sollte dem Nutzer unter bestimmten Be-
dingungen ein Feedback geben.
8 Selbsterklärbarkeit Die App sollte selbsterklärend aufgebaut sein.
Das heiÿt der Nutzer sollte keine Probleme beim
Verständnis der Funktionen oder Icons haben.
9 Benutzerfreundlichkeit Die App sollte benutzerfreundlich aufgebaut
sein. Das heiÿt der Nutzer sollte mit der Höf-
lichkeitsform angesprochen werden.
10 Verfügbarkeit Die App sollte in jeder Auösung darstellbar
sein. Zum Beispiel sollte die App auch für Ta-
blets angeboten werden.
11 Robustheit Die App sollte gegenüber Fehleingaben robust
sein.
Tabelle 4.3.:
Tabelle nichtfunktionaler Anforderungen
20
5
User-Interface Styleguides
In diesem Kapitel werden die User-Interface-Styleguides der jeweiligen Plattformen beschrie-
ben. Design-Styleguides sind vordenierte Richtlinien, die bei der Erstellung eines Entwurfes
eingehalten werden.
Die Benutzeroberäche der Smartphone-App soll zukünftig nicht nur besser aussehen, sondern
auch einheitlich und konsistenter aufgebaut werden [Oml]. So haben die Betriebssysteme An-
droid, iOS und Windows Phone eigene User-Interface-Styleguides festgelegt, an denen sich die
Entwickler oder Designer der App halten sollten.
Mit den Richtlinien der User-Interface-Styleguides soll eine gewisse Struktur erreicht werden,
welche dem Nutzer eine vereinfachte Handhabung ermöglicht. Dadurch soll vermieden werden,
dass die Nutzer sich permanent mit variierenden App-User-Interfaces befassen müssen. Der
Nutzer soll sich dadurch schneller zu Recht nden. Somit soll die Konzentration gezielt auf den
Inhalt gelenkt werden. Dies erspart dem Nutzer wertvolle Zeit und wahrt die Einheitlichkeit
und Konsistenz des Betriebssystems.
Das erste Kapitel 5.1 beschreibt die wichtigsten User-Interface-Styleguides der Android Platt-
form. Alle denierten Styleguides von Android können unter [Incmla] nachgelesen werden. Im
Weiteren wird im Abschnitt 5.2 die User-Interface-Styleguides der iOS Plattform dargestellt.
Unter [Incig] können alle iOS Styleguide nachgelesen werden. Abschlieÿend beinhaltet Kapitel
5.3 die User-Interface-Styleguides der Windows Phone. Siehe dazu auch [Corgn].
5.1. Android 4+
In diesem Kapitel werden die User-Interface-Styleguides der Android Plattform beschrieben.
Alle Android Styleguides können auch unter [Incmla] nachgelesen werden.
21
Kapitel 5. User-Interface Styleguides
5.1.1. Themes
Themes
sind dafür da um einen einheitlichen Style für Benutzeroberächen zu entwickeln.
Hierbei werden bei einer Theme die optischen Eigenschaften wie beispielsweise Farbe, Gröÿe
oder auch Schriftgröÿe festgelegt.
Diesbezüglich bietet Android zwei Standard-Themen an um eine starke Verbundenheit zwischen
allen Apps auf der Plattform zu fördern: das
Holo Light-Theme
und das
Holo Dark-Theme
.
Diese Themen sollen den Entwickler oder Designer helfen die Benutzeroberäche konsistent
an Android anzupassen. Andere Farbkombinationen für den Hintergrund werden akzeptiert,
solange die restlichen Richtlinien wie zum Beispiel die Anordnung der Navigationsleiste oder
ähnliche User-Interface-Elemente nicht verletzt werden.
Für die
Track Your Tinnitus
App wurden beide Standard-Themen angewandt (siehe Abb. 5.1).
Schwerpunktmäÿig wurde in der
Track Your Tinnitus
App das
Holo Light-Theme
verwendet.
Das
Holo Dark-Theme
wurde ausschlieÿlich für die Startseite und im Hauptmenü verwendet.
Der Unterschied zwischen beiden Themen liegt in erster Linie an der Schriftfarbe sowie dem
Hintergrund. Bei einem dunklen Hintergrund sollte eine hellere Farbe verwendet werden. Bei
einem helleren Hintergrund sollte dagegen mit dunklen Farben gearbeitet werden.
Abbildung 5.1.:
Zwei Standard-Theme von Android.
Holo Light-Theme
und
Holo Dark-Theme
5.1.2. Typographie
Die Wahl der Schriftart fällt dem Designer in der Regel sehr schwer. Nichtsdestotrotz hat
Android seit der Version 4.0 (Ice Cream Sandwich) eine neue Schriftfamilie namens
Roboto
eingeführt, welche speziell für hochauösenden Bildschirmen ausgelegt ist. Zudem ist
Roboto
ist eine serifenlose Schriftart, welche beim Lesen eine angenehme Wirkung hat [Incmld].
Die Schriftfamilie bietet extraleichte (
Roboto Thin
), leichte (
Roboto Light
), normale (
Roboto
Regular
), halbfette (
Roboto Medium
), fette (
Roboto Bold
) und extrafette (
Roboto Black
) Va-
riationen an. Die Variationen werden als kursive wie auch schmaler Variante angeboten (siehe
Abb. 5.2).
22
5.1. Android 4+
Abbildung 5.2.:
Schriftvarianten der
Roboto
Schriftfamilie, Quelle: Testeingaben mit Adobe Photo-
shop CS5
Die nachstehende Grak 5.3 zeigt einen Beispielausschnitt mit den o.g. Schriftvarianten. Die
Schriftgröÿen des Android-Frameworks wurden auf einen Standard begrenzt. Für Überschriften
wird die Schriftgröÿe in der Variante
Text Size Large 22pt
verwendet. Für Unterüberschriften
wird die Variante
Text Size Medium 18 pt
eingesetzt. Hinzukommend werden für Flieÿtexte
Text Size Small 14pt
eingesetzt. Auÿerdem werden für kleinere Flieÿtexte oder Anmerkungen
die
Text Size Micro 12pt
benutzt (siehe Abb. 5.3).
Abbildung 5.3.:
Schriftgröÿen der
Roboto
Schriftfamilie, Quelle: Testeingaben mit Adobe Photoshop
CS5
5.1.3. Farben
Laut Android-Style-Guides können Farben verwendet werden, welche zur eigenen Marke passen
und einen guten Kontrast zwischen visuellen Elementen darstellen. Android selber besitzt eine
Reihe von fünf Standardfarben (siehe [Incmlb]).
In der
Track Your Tinnitus
Android App wurden allerdings verschiedene, teilweise gleiche
Farben 5.4 verwendet:
23
Kapitel 5. User-Interface Styleguides
Markierung 1:
Die Statusleiste und die Actionbar werden mit der Standardfarbe von
Android dargestellt.
Markierung 2:
Ein dunkles Grau wurde als Hauptfarbe verwendet. Diese Farbe dient
zur Repräsentation des
Track Your Tinnitus
Projektes und wird in den meisten Fällen
in Gebrauch genommen. Diese Farbe wird beispielsweise auf der Startseite, im Menü und
auf der Top Bar verwendet.
Markierung 3:
Die Buttons bleiben bei ihrer Standardfarbe Grau.
Markierung 4:
In der
Track Your Tinnitus
App wurde eine blaue Standard-Akzentfarbe
der Android-Farbpalette verwendet. Diese Farbe kann bei Bedarf auch in dunkleren oder
helleren Farbtönen verwendet werden. Diese Akzentfarbe soll Besonderheiten wie zum
Beispiel bestimmte Wörter hervorheben.
Markierung 5 & 6:
Capriblau und Verkehrsgrün sind die Hauptfarben für das
Track
Your Tinnitus
Logo. Diese Farben wurden zur Wiedererkennung auf dem Homescreen
und im Hauptmenü verwendet.
Markierung 7:
Die Bewertungssterne werden bei den Therapievorschlägen mit diesem
gelben Farbton abgebildet.
Markierung 8:
Schlechte Ergebnisse werden auf der Timeline mithilfe dieser roten Farbe
aufgezeigt.
Abbildung 5.4.:
Verwendete Farben in der Track Your Tinnitus App
5.1.4. Icon
Icons sind in der Regel kleine Symbole, welche oft eine Funktion oder ein Verzeichnis darstellen.
Heutzutage sind Icons ein wichtiger Bestandteil der Benutzeroberäche einer Software und sind
kaum noch wegzudenken.
Da auf den Bildschirmoberächen Platzmangel herrscht müssen Icons eingesetzt werden, um
Beschriftungen zu ersetzen und somit mehr Platz für das Wesentliche zu schaen.
24
5.1. Android 4+
Inzwischen werden bestimmte Symbole lediglich für bestimmte Funktionen oder Verzeichnisse
eingesetzt. Der Vorteil liegt darin, dass der Wiedererkennungswert eines Icons steigt und der
Nutzer sich wenige Gedanken über die Bedeutung des Icons machen muss.
Damit der Nutzer keine Schwierigkeiten beim Verständnis der Icons hat wurde für die
Track
Your Tinnitus
App die vordenierten
Action Bar Icon Pack
von Android verwendet. Diese
sind einheitlich deniert und haben einen hohen Wiedererkennungswert für den Nutzer. Das
Action Bar Icon Pack
wird kostenlos auf der Android Homepage zur Verfügung gestellt [Incmlc].
Im Folgenden werden die wichtigsten Icons erklärt, welche in der
Track Your Tinnitus
Android
App herangezogen wurden.
Das erste Icon (siehe
Markierung 1
) bendet sich im Hauptmenü und stellt den Homescreen
dar.
Markierung 2
stellt eine Person dar, welches ein typisches Symbol für das eigene Prol ist.
Ebenfalls wird das Icon für Textfelder eingesetzt, bei denen der Nutzer animiert wird, den
Namen einzugeben. Als Beispiel wäre das Registrieren oder Einloggen zu nennen.
Die nächste Markierung (
Markierung 3
) stellt das Nachrichtensystem dar. Hier können Nach-
richten verschickt und empfangen werden.
Die
Markierung 4
veranschaulicht die Fragebögen.
Das Icon in
Markierung 5
bildet die Therapievorschläge ab.
Ein ebenso typisches Symbol zum Teilen wird in der
Markierung 6
dargestellt. Es besteht
hier die Möglichkeit, die eigenen Diagramme oder Therapievorschläge in sozialen Netzwerken
zu teilen.
Die Ergebnisse werden durch das Icon in
Markierung 7
dargestellt. Darunter gelangt der
Nutzer zu den Diagrammen und zur Timeline.
Hinter
Markierung 8
verbirgt sich eine Community, an der jeder Nutzer teilnehmen kann.
Zudem sollen die drei Personen im Icon das Gemeinschaftsgefühl einer Community symbolisie-
ren.
Des Weiteren zeigt das Icon (
siehe Markierung 9
) ein Labyrinth Spiel an. Dieses Spiel dient
zur Ablenkung vom Tinnitus und soll den Nutzer motivieren, die App erneut zu verwenden.
Ein typisches Symbol (siehe
Markierung 10
) für alle Einstellungen wurde auch in der
Track
Your Tinnitus
App verwendet.
Das Icon mit dem umkreisten i stellt alle Informationen zur App dar (siehe
Markierung
11
).
Das letzte Icon in
Markierung 12
, welches einen Schlüssel zeigt, dient zum Ausloggen des
Nutzers.
25
Kapitel 5. User-Interface Styleguides
Abbildung 5.5.:
Verwendete Icons in der Track Your Tinnitus App
5.1.5. Logo
Das Logo ist einer der wichtigsten Elemente einer erfolgreichen App. Um die App zu starten
muss der Nutzer auf das Logo drücken. Aus diesem Grund wird der Nutzer das App Logo
mehrmals am Tag sehen [Incmla]. Laut Android Styleguide soll das Logo auf der
Action Bar
in allen Ansichten sichtbar sein. Auch das
Track Your Tinnitus
Logo ist sowohl auf der
Action
Bar
sichtbar, als auch beim Registrieren 6.3.5, Anmelden 6.3.3 und auf der Willkommensseite
6.3.1.
5.1.6. Schreibstil
Lange und unwichtige Texte sollten vermieden werden. Stattdessen sollten die Texte einfach,
kurz, freundlich und prägnant gehalten werden. Die Zeichensetzung nimmt ebenso eine wichtige
Rolle ein. Lange Texte sollten durch mehrere kurze Sätze ersetzt werden. Des Weiteren sollten
kurze Wörter, Verben und Substantive verwendet werden. Auch sollte der Nutzer in der Höf-
lichkeitsform angesprochen werden. Das verleiht der Anrede eine gewisse Freundlichkeit. Alles
in Allem sollte ausschlieÿlich das Wesentliche erwähnt werden, was der Nutzer auch wissen
muss.
5.1.7. Action Bar
In Android gibt es drei verschiedene Positionen eine Action Bar zu positionieren:
1. Haupt Action Bar
2. Top Bar
3. Bottom Bar
Allerdings wird in der
Track Your Tinnitus
App einerseits die
Main Action Bar
und andererseits
die
Top Bar
eingesetzt 5.6. Durch beide Aktionsleisten besteht die Möglichkeit schneller durch
die Ansichten zu navigieren. Die
Markierung 1
zeigt die
Main Action Bar
. Diese beinhaltet
26
5.2. iOS7
zum einen das Hauptmenü-Icon. Das klicken des Icons führt zum Hauptmenü. Um in das
Hauptmenü zu gelangen kann alternativ auch von links nach rechts gewischt werden. Zum
anderen wird neben dem Hauptmenü-Icon das
Track Your Tinnitus
Logo angezeigt.
Die
Top Bar
(
Markierung 2
) beinhaltet auf der linken Seite ein Icon. Dieses Icon beschreibt die
aktuelle Ansicht. Im vorliegenden Beispiel beschreibt es eine
Community
. Neben dem Icon wird
eine Überschrift angezeigt. Diese Überschrift zeigt zur Orientierung die jeweilige Unteransicht
an. Zusätzlich kann auf der rechten Seite noch
Action-Buttons
einfügt werden. In diesem Beispiel
zeigen die drei Punkte eine Art
Drop Down
, bei dem der Nutzer einige Einstellungen betätigen
kann. Das + daneben dient zur Erstellung von neuen Nachrichten oder Forumsbeiträgen.
Abbildung 5.6.:
Action Bar in Android
5.2. iOS7
Dieses Kapitel beschreibt die User-Interface-Styleguides der iOS Plattform. Alle festgelegten
iOS Styleguides können unter [Incig] nachgelesen werden.
5.2.1. Themes und Design
Das Design für iOS 7 wurde in drei verschiedene Grundsätze deniert [Incig]:
Defence
bedeutet, dass das User-Interface dem Nutzer behilich sein soll, inhaltliches
mittels gutem Design gut wahrzunehmen.
Beim
Clarity
Grundsatz steht die Funktionalität im Vordergrund. Solange Texte gut
lesbar sind, dürfen sie in allen Schriftgröÿen dargestellt werden. Des Weiteren sollen Icons
einfach und deutlich gehalten werden, damit der Nutzer bei der Wahrnehmung der Icons
keine Probleme bekommt.
Depth
bedeutet, dass der Nutzer durch visuelle Schichten und gute Animationen beein-
druckt werden soll. Diese erhöhen die Benutzerfreundlichkeit und das Verständlichkeit.
Zusätzlich sollen den Nutzern durch transparente Hintergründe und gute Übergänge eine
hierarchische Struktur sichtbar gemacht werden.
27
Kapitel 5. User-Interface Styleguides
Alle drei Grundsätze wurden in der
Track Your Tinnitus
App berücksichtigt.
Defence
wurde
umgesetzt indem die bestehende
Track Your Tinnitus
App neu konzeptioniert wurde (siehe
Kapitel 6).
Clarity
wurde erreicht indem einfache
Icons
auf der Startseite und im Hauptmenü
sowie auch neben den Labels verwendet wurden (siehe
Markierung 1
). Ebenfalls wurden die
Texte so angeordnet, dass sie gut lesbar sind. Zudem wurde der Grundsatz
Depth
verwirklicht
indem die
Track Your Tinnitus
App hierarchisch aufgebaut worden ist. Das heiÿt, die Dialoge
sind einander über- und untergeordnet.
Abbildung 5.7.:
iOS Themes
5.2.2. Typographie
Helvetica Neue
ist die Standard Schriftart von iOS. Diese Schriftart besitzt keine Serifen und
ist unter den serifenlosen Schriftarten am häugsten verbreitetet.
Ebenso bietet die Schriftfamilie von
Light
bis
Black
mehrere Variationen an 5.8.
Abbildung 5.8.:
Helvetica Neue von Ultra Light bis Black, Quelle: [Incca]
28
5.2. iOS7
Bei iOS sind die Schriftgröÿen für die einzelnen Elemente vordeniert. Für einen normalen Text
wird die Variation
Regular
in der Gröÿe 28pt verwendet. Texte, welche mehr oder weniger im
Vordergrund angezeigt werden (wie zum Beispiel der Text in der Navigationsleiste oder auch
ein Standard Label), sollen mit
Helvetica Neue Medium
in der Gröÿe 34 dargestellt werden.
Auch die Beschriftungen für die Buttons werden in der Gröÿe 34 dargestellt, allerdings in
Light
.
Daneben werden die Icons auf der
Tab Bar
in der Variation
Regular
mit der Schriftgröÿe 20pt
angezeigt.
5.2.3. Farben
iOS hat acht verschiedene Farben zur Verfügung gestellt, welche miteinander gut harmonieren.
Alle Farben können entweder mit einem hellen Hintergrund oder auch mit einem dunklen
Hintergrund verwendet werden.
Auÿerdem erlaubt iOS auch benutzerdenierte Farben. Allerdings ist wie bereits erwähnt darauf
zu achten, dass die verwendeten Farben miteinander harmonieren.
Zusätzlich sollte der Designer auf unterschiedliche Kontraste achten. Das heiÿt mehrere Farben
sollen möglichst nebeneinanderliegen. Eine Faustregel besagt, dass der Kontrast zwischen den
Farben mindestens 50% betragen muss, um die Lesbarkeit zu steigern.
Im Folgenden werden die Farben erklärt, welche in der iOS Version der
Track Your Tinnitus
App verwendet wurden:
Markierung 1:
Die Infoleiste unter dem Navigation Bar und die Tab Bar werden mit
dieser Farbe dargestellt.
Markierung 2:
Ein dunkles Grau wurde als Hauptfarbe verwendet. Diese Farbe dient
zur Repräsentation des
Track Your Tinnitus
Projektes und wird in den meisten Fällen
in Gebrauch genommen. Diese Farbe wird beispielsweise auf der Startseite, im Menü, auf
der Infoleiste sowie für die Buttons verwendet.
Markierung 3:
Zeigt die Standard Akzentfarbe der iOS Farbpalette. Diese Akzentfarbe
wird beispielsweise für die Hervorhebungen von Labels und Icons oder für das
Segmented
Control
verwendet.
Markierung 4 & 5:
Capriblau und Verkehrsgrün sind die Hauptfarben für das
Track
Your Tinnitus
Logo. Diese Farben wurden zur Wiedererkennung auf dem Homescreen
und im Hauptmenü verwendet.
Markierung 6:
Die Bewertungssterne werden bei den Therapievorschlägen mit diesem
gelben Farbton dargestellt.
Markierung 7:
Schlechte Ergebnisse werden auf der Timeline mithilfe dieser roten Farbe
aufgezeigt.
29
Kapitel 5. User-Interface Styleguides
Abbildung 5.9.:
Verwendete Farben in der iOS App
5.2.4. Icons
iOS setzt auf eine Vielzahl von Icons ohne Farbfüllungen. Stattdessen wird die Kontur mit einer
Stärke von mindestens 1pt skizziert. Trotzdem werden auch Icons mit einer Farbfüllung ver-
wendet. Diese Icons werden auf der
Navigation Bar
, in Symbolleisten,
Tab Bars
, im Hauptmenü
und auf dem Homescreen verwendet. Ausgewählte und aktivierte Icons werden blau abgebildet.
Dadurch weiÿ der Nutzer, wo er sich momentan in der App bendet.
In der
Track Your Tinnitus
App wurde eine Mischung aus Text und Icons verwendet. Falls
viele Icons innerhalb einer Ansicht verwendet werden, besteht die Gefahr, dass der Nutzer
einige Icons nicht auf Anhieb wahrnimmt. Aus diesem Grund müssen einige Icons mit einem
Text versetzt werden.
Die Folgenden Icons wurden in der
Track Your Tinnitus
iOS App verwendet:
Die Icons mit den
Markierungen 1,4,5,7,9,10,11,12
sind dieselben Icons wie in der Android
Version 5.1.4. Diese wurden auch in der iOS Version der App übernommen. Für die iOS Version
wurden jedoch einige Standard iOS Icons verwendet (siehe
Markierung 2,3,6,8
).
Das Icon in der
Markierung 2
ist ein Symbol für das eigene Prol. Bei der
Markierung 3
handelt es sich um eine Sprechblase, welche ein Nachrichtensystem beschreibt. Das Icon in der
Markierung 6
wird verwendet um Therapievorschläge, Diagramme oder auch die komplette
App in allen sozialen Netzwerken zu teilen. Die drei Personen auf dem Icon (
Markierung 8
)
symbolisieren eine Community.
30
5.2. iOS7
Abbildung 5.10.:
Verwendete Icons in der iOS App
5.2.5. Navigation Bar und Segmented Control
Die
Navigation Bar
(siehe
Markierung 2
) ist eine Leiste, welche sich unterhalb der Statusleiste
am oberen Rand (siehe
Markierung 1
) bendet. Dem Nutzer wird eine Navigation durch die
App-Hierarchie ermöglicht. Das heiÿt der Nutzer kann problemlos zwischen allen Ansichten
wechseln. Die
Navigation Bar
umfasst in der Regel einen Titel in der Mitte, welcher die aktuelle
Ansicht beschreibt sowie grundlegende
Navigation-
und
Action Buttons
(zum Beispiel Zurück,
Erstellen, Bearbeiten, etc.). In der
Track Your Tinnitus
App wurden die
Action Buttons
auf
der rechten Seite durch ein Icon ersetzt (siehe
Markierung 2
). Dieses Icon ist dafür da, um
auf das Hauptmenü zu gelangen.
Das
Segmented Control
in der
Markierung 3
gibt dem Nutzer die Möglichkeit zwischen meh-
reren Ansichten innerhalb einer Ansicht zu wechseln. Ansichten, welche inhaltlich zusammen-
gehören, sollten laut iOS Styleguide mittels einem
Segmented Control
umgesetzt werden.
Abbildung 5.11.:
Navigation Bar und Segmented Control in Übersicht
31
Kapitel 5. User-Interface Styleguides
5.3. Windows Phone 8
In diesem Kapitel werden die User-Interface-Styleguides der Windows Phone Plattform be-
schrieben. Alle Windows Phone Styleguides können auch unter [Corgn] nachgelesen werden.
5.3.1. Themes und Farben
Die Windows Phone-Architektur setzt sich aus einer Kombination von einer Hintergrundfarbe
und einer Akzentfarbe zusammen. Der Nutzer hat die Möglichkeit aus 20 verschiedenen Stan-
dard Akzentfarben 5.12 zu wählen, die den eigenen Bedürfnissen entsprechen. Allerdings kann
der Nutzer nur zwischen zwei Hintergründen wählen. Dunkel oder Hell (Schwarz oder Weiÿ).
Benutzerdenierte Hintergrundfarben sind erlaubt, haben jedoch den Nachteil, dass die Ak-
zentfarben nicht deutlich in Geltung kommen würden. Auÿerdem soll der Kontrast zwischen
den Farben sichtbar sein, um die Farben und das Inhaltliches voneinander zu trennen.
Für die
Track Your Tinnitus
App wurden ein schwarzer Hintergrund und eine blaue Akzentfarbe
(Cyan) gewählt (siehe
Markierung 1
). Diese Akzentfarbe wurde gewählt, da sie dem
Track
Your Tinnitus
Logo sehr ähnelt.
Abbildung 5.12.:
Akzentfarben von Windows, Quelle: Windows Phone Link
Die folgende Abbildung 5.13 zeigt, wie die blaue Akzentfarbe zum Einsatz kommt. Auf der
linken Seite wird die Farbe in Form eines
Toogle Switch
dargestellt. Auf der rechten Seite
werden die Überschriften blau markiert. Durch den hohen Kontrast sind die Farben Weiÿ und
Blau auf dem schwarzen Hintergrund gut sichtbar.
32
5.3. Windows Phone 8
Abbildung 5.13.:
Blaue Akzentfarbe von Windows
Die
Track Your Tinnitus
App für Windows Phone beinhaltet folgende Farben 5.14:
Markierung 1:
Die blaue Standard Akzentfarbe von Windows wird für Hervorhebungen
verwendet.
Markierung 2:
Diese Farbe wird verwendet um die Therapievorschläge zu bewerten.
Markierung 3:
Die Ergebnisse, welche schlecht ausfallen, werden mit diesem rot darge-
stellt.
Abbildung 5.14.:
Verwendete Farben beim Windows Phone, Quelle: Testeingaben mit Photoshop CS5
5.3.2. Typographie
Microsoft verwendet die eigene Schriftfamilie namens
Segoe UI
5.15, welche auch eine serifen-
lose Schriftart ist. Die Schriftfamilie bietet folgende Variationen an:
Light
,
Semilight
,
Regular
,
Semibold
,
Bold
und
Black
(siehe 5.15). Diese werden auch in kursiver Variante angeboten.
33
Kapitel 5. User-Interface Styleguides
Abbildung 5.15.:
Segoe UI in der Variante Light bis Black, Quelle: Testeingaben mit Photoshop CS5
Die folgende Abbildung 5.16 zeigt die unterschiedlichen Standard Schriftgröÿen des Windows
Phone Frameworks an. Der Titel (
Markierung 1
) wird mit einer Schriftgröÿe von 17pt und
dem Schriftschnitt
SemiBold
dargestellt. Die
Markierung 2
zeigt ein
Pivot
Element, welches
in der Schriftgröÿe von 54pt
SemiLight
angezeigt wird. Die nächste Markierung stellt dar, wie
eine Beschreibung dargestellt werden könnte. Diese wird in der Schriftgröÿe 15pt und dem
Schriftschnitt von
Regular
dargestellt (
Markierung 3
).
Abbildung 5.16.:
Standard Schriftgröÿen der Windows Phone
5.3.3. Icons
Icons sollten einfach und verständlich aufgebaut werden, damit der Nutzer keine Verständ-
nisprobleme hat. Am besten sollten existierende Standard Icons verwendet werden. Falls dies
nicht möglich ist, kann der Designer eigene Icons entwickeln. Jedoch sollte darauf geachtet
werden, dass die vorhandenen Standard Icons nicht umgeändert werden.
34
5.3. Windows Phone 8
In der folgenden Abbildung werden die Icons angezeigt, welche im Hauptmenü und auf dem
Homescreen verwendet wurden.
Da es für manche Icons (
Markierung 1,2,4,8,9,11,12
) keine geeignete Windows Icons gab,
wurden diese von der Android 5.1.4 und iOS 5.2.4 Variante übernommen. Dagegen sind die
Markierungen 3,5,6,7,10
Windows spezische Icons. Die einzelnen Erklärungen zu den Icons
wurden bereits in 5.1.4 und 5.2.4 beschrieben.
Abbildung 5.17.:
Verwendeten Icons für die Windows Phone App
35
Kapitel 5. User-Interface Styleguides
36
6
Entwurf der Track Your Tinnitus App
In diesem Kapitel werden die Mockups nach ihrer Funktionalität vorgestellt. Überdies sollen
die Unterschiede zwischen den Betriebssystemen Android, iOS und Windows Phone beschrie-
ben werden. Die Mockups in dieser Arbeit wurden mit der Software Adobe Photoshop CS6
erstellt [Ltdml]. Dafür wurden vorgefertigte Templates genutzt. Siehe dazu (Android Template
[Incmle][Keyte]), (iOS Template [teene]) und (Windows Phone Template [Jäes]). Im weiteren
Verlauf werden zunächst alle Dialoge mithilfe eines Strukturdiagrammes dargestellt 6.1. An-
schlieÿend folgt die Vorstellung der Mockups 6.3.
6.1. UML Strukturdiagramm
Die folgende Abbildung 6.1 zeigt alle Dialogstrukturen der
Track Your Tinnitus
App als UML-
Strukturdiagramm. Hierbei werden alle Dialoge und ihre Erreichbarkeiten dargestellt.
Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurde von einigen Fällen abgesehen. Zum einem wurde der
Fall nicht berücksichtigt, bei dem der Nutzer mindestens zweimal hintereinander wischt. Zum
anderen wurde der Zurück-Button im UML-Strukturdiagramm auÿer Acht gelassen. Andern-
falls könnte der letzte Dialog aufgerufen werden. Übersichtlichkeitshalber wurden die Dialoge
mithilfe eines Bus-Systems miteinander verbunden.
Zudem ist noch zu erwähnen, dass der Nutzer aus jeder Ansicht das Hauptmenü 6.3.8 errei-
chen kann. Bei der Android und iOS Version muss der Nutzer eine Wischbewegung von links
nach rechts durchführen. Bei Windows Phone muss der Nutzer ebenfalls eine Wischbewegung
durchführen. Allerdings muss diese von unten nach oben verlaufen.
37
Kapitel 6. Entwurf der Track Your Tinnitus App
Abbildung 6.1.:
Alle Dialoge und ihre Erreichbarkeiten der Track Your Tinnitus App, Erstellt mit
Visio 2010
38
6.2. Paper-Mockups
6.2. Paper-Mockups
Paper-Mockups sind papierbasierte Mockups, die in der frühen Entwurfsphase konzipiert
wurden. Dabei handelt es sich um erste Ideen, welche im Verlauf späterer Phasen teilweise
übernommen wurden. Die Paper-Mockups haben gegenüber den elektronischen Mockups 6.3
einige Vorteile: Diese Mockups müssen nicht perfekt sein. Auÿerdem besteht bei Paper-
Mockups die Möglichkeit, diese ohne zusätzlichen Aufwand zu ändern. Des Weiteren sind diese
Art von Mockups schnell erstellbar und günstiger als Elektronische Mockups [Oml].
Die folgende Abbildung 6.2 zeigt einige Ausschnitte der Paper-Mockups.
Abbildung 6.2.:
Ersten Ideen der früheren Entwurfsphase
6.3. Elektronische Mockups
Die elektronischen Mockups wurden auf Grundlage der Paper-Mockups erstellt 6.2. Dabei han-
delt es sich um lauähige Prototypen. Diese verleihen ein erstes Gefühl, wie die
Track Your
Tinnitus
App umgesetzt werden kann. Die elektronischen Mockups haben darüber hinaus den
Vorteil, dass sie problemlos in die Endoberäche übernommen werden können. Somit können
Zeit und Kosten gespart werden [Oml].
Nachfolgend werden alle Mockups beschrieben. Es ist zudem noch zu erwähnen: Der Hinter-
grund wurde bei Android mit dem
Standard-Theme Holo Light
und bei iOS mit einem helleren
Farbton dargestellt. Bei Windows hingegen wurde ein Standard-Schwarz verwendet, um den
Kontrast zwischen den einzelnen Farben zu steigern.
6.3.1. Willkommen 1
Die Willkommensseite 6.3 ist die erste Ansicht der App, welche der Nutzer zu sehen bekommt.
Diese Seite wurde bei allen drei Betriebssystemen so ähnlich wie möglich gestaltet. Darauf
abgebildet ist das
Track Your Tinnitus
Logo und ein Begrüÿungstext, welche dem Nutzer
39
Kapitel 6. Entwurf der Track Your Tinnitus App
einen starken ersten Eindruck verleihen soll. Im Hintergrund ist in allen Betriebssystemen ein
Farbverlauf abgebildet, welcher die Farben des
Track Your Tinnitus
Logos abbildet. Auf die
nächste Ansicht gelangt der Nutzer durch eine Wisch-Bewegung.
Abbildung 6.3.:
Willkommen 1 - Android, iOS, Windows Phone
6.3.2. Willkommen 2
Die folgende Abbildung zeigt die nächste Willkommensseite 6.4. Hier hat der Nutzer die Mög-
lichkeit, sich einzuloggen 6.3.3, zu registrieren 6.3.5 oder zur
Track Your Tinnitus
Homepage zu
wechseln. Falls der Nutzer sich anmelden möchte, kann er entweder auf den Einloggen-Button
klicken oder er gelangt durch eine Wisch-Bewegung von rechts nach links in den Einloggen
Dialog. Für den Fall, dass der Nutzer auf die
Track Your Tinnitus
Homepage [Schut] wechseln
möchte, muss er auf den untersten Button klicken. Somit önet sich der Browser und der Nutzer
wird zur Homepage geleitet.
40
6.3. Elektronische Mockups
Abbildung 6.4.:
Willkommen 2 - Android, iOS, Windows Phone
6.3.3. Einloggen
Um sich anmelden zu können, muss der Nutzer gültige Informationen (E-Mail und Passwort)
in die Eingabefelder eintragen und die Anmeldung mit Einloggen durchführen. Werden jedoch
ungültige Informationen eingegeben, wird der Nutzer darauf hingewiesen und hat die Mög-
lichkeit, die Anmeldung erneut zu versuchen. Falls der Nutzer sein Passwort vergessen hat,
wird ihm die Option geboten, sein aktuelles Passwort an die E-Mail-Adresse zusenden zu las-
sen 6.3.4. Besitzt der Nutzer keinen Account, so kann er sich bei Android und iOS durch die
Betätigung des Registrieren Tabs einen Account erstellen 6.3.5. Bei Windows Phone ist das
anders. Um sich registrieren zu können, muss der Nutzer auf den Abbrechen-Button klicken
oder die physikalische Zurück-Taste betätigen. So würde er sich auf der Willkommensseite 6.3.2
benden.
41
Kapitel 6. Entwurf der Track Your Tinnitus App
Abbildung 6.5.:
Einloggen - Android, iOS, Windows Phone
Um die Anmeldung so einfach wie möglich zu gestalten, kann der Nutzer sein Passwort anzeigen
lassen, um eine falsche Eingaben zu vermeiden.
Die Eingabefelder unterscheiden sich in allen drei Betriebssystemen und wurden an das jeweilige
Styleguide 5 angepasst. Auch die Tab Bars unterscheiden sich in Android und iOS. Jedoch wurde
die Tab Bar im Windows Phone weggelassen. Das liegt in erster Linie daran, dass ansonsten
die Windows Phone Styleguide Richtlinien 5.3 verletzt worden wären. Stattdessen wurden im
Windows Phone Überschriften und ein Abbrechen-Button eingesetzt.
6.3.4. Passwort vergessen
Wenn der Nutzer sein Passwort vergessen hat, wird ihm die Option angeboten, sich das ak-
tuelle Passwort zusenden zu lassen 6.6. Dafür wird der Nutzer aufgefordert, seine E-Mail-
Adresse einzugeben. Im Anschluss kann der Nutzer den Vorgang durch betätigen des Passwort-
zurücksetzen-Buttons abschlieÿen.
Falls dem Nutzer (bei Android und iOS Geräten) das Passwort einfallen sollte, kann er auf
Abbrechen klicken und wird auf die Anmeldeseite 6.3.3 weitergeleitet. Bei Windows Phone
hingegen muss der Nutzer auf den unteren Abbrechen-Button klicken. Alternativ kann der
Nutzer bei Android und Windows Phone die physikalische Zurück-Taste verwenden.
42
6.3. Elektronische Mockups
Abbildung 6.6.:
Passwort vergessen - Android, iOS, Windows Phone
6.3.5. Registrieren 1
Bei der Nutzung der Registrationsoption 6.7 wird dem Nutzer ein Dialogfeld geönet, in dem
er die geforderten Daten (Benutzername, Email und Passwort) eingeben soll. Die Angaben wie
E-Mail und Passwort müssen, wie in jeder App, bestätigt werden. In diesem Dialog hat der
Nutzer ebenfalls die Möglichkeit das Passwort auf Grund der Falscheingaben sich anzeigen zu
lassen.
Falls alle Daten richtig eingegeben wurden, gelangt der Nutzer durch betätigen des Weiter-
Buttons (nur bei iOS und Windows Phone) auf die nächste Ansicht. Bei Android muss der
Nutzer lediglich nach unten scrollen.
Für den Fall, dass der Nutzer bereits über einen Account verfügt und sich nun anmelden möchte,
kann er bei Android und iOS durch die Betätigung des Einloggen Tabs in den Anmelden Dialog
6.3.3 gelangen. Um sich bei Windows Phone anzumelden, muss der Nutzer auf den Abbrechen-
Button klicken oder die physikalische Zurück-Taste betätigen. Dadurch wird der Nutzer auf die
Willkommensseite 6.3.2 weitergeleitet. Nun kann der Nutzer den Anmelde-Button klicken und
gelangt somit auf die Anmeldeseite.
43
Kapitel 6. Entwurf der Track Your Tinnitus App
Abbildung 6.7.:
Registrieren 1 - Android, iOS, Windows Phone
6.3.6. Registrieren 2
In der nächsten Ansicht (siehe Abbildung 6.8) hat der Anwender die Möglichkeit, persönliche
Daten auf freiwilliger Basis anzugeben. Diese Eingaben sind jedoch für den Abschluss der
Registrierung nicht notwendig.
Bei allen Betriebssystemen hat der Nutzer auch die Option, ein Bild von sich hochzuladen,
welches später im Prol 6.3.24 angezeigt wird.
Bei korrekter Eingabe aller Daten und Betätigung des Registrieren-Buttons wird dem Nutzer
ein Prol im System angelegt. Sind bei der Eingabe jedoch Fehler aufgetreten oder Pichtein-
gabefelder leer gelassen worden, wird der Nutzer darüber informiert und aufgefordert, diese zu
korrigieren bzw. zu ergänzen. War die Registration erfolgreich, wird der Nutzer im nächsten
Dialog aufgefordert, persönliche Fragen zu sich zu beantworten. Erst danach gelangt der Nutzer
auf den Homescreen 6.3.7 und kann das neu angelegte Prol nutzen.
Soll die Registrierung abgebrochen werden, kann der Nutzer die physikalische Zurück-Taste
betätigen, woraufhin er zur Willkommensseite 6.3.2 geleitet wird.
44
6.3. Elektronische Mockups
Abbildung 6.8.:
Registrieren 2 - Android, iOS, Windows Phone
6.3.7. Homescreen
Nach erfolgreicher Anmeldung 6.3.3 wird der Nutzer auf die Startseite geleitet 6.9. Zudem
bietet die Startseite eine übersichtliche Auistung aller wichtigsten Funktionen der
Track Your
Tinnitus
App.
Bei allen Betriebssystemen ist die Startseite in Kacheloptik gehalten. Dies birgt den Vorteil,
dass die Kacheln auf Smartphones mit einer niedrigen Bildschirmauösung gut zu sehen sind.
Die Startseite wurde bei der Android- und iOS-App identisch gestaltet, damit ein bestimmtes
Wiedererkennungsgefühl bei beiden Apps besteht. Allerdings unterscheiden sie sich bei einigen
Icons. Bei Windows Phone hingegen wurden Standard-Kacheln verwendet, da diese im Windows
Phone Styleguide 5.3 vorgeschrieben sind. Die Windows Phone Startseite hätte auch ähnlich
wie bei Android und iOS realisiert werden können, jedoch wäre das mit viel Aufwand bei der
Umsetzung verbunden, da des ungeachtet Standard-Kacheln vorgeschrieben sind.
Bei Android und iOS wurde im Hintergrund ein Farbverlauf verwendet, welcher die Farben
des
Track Your Tinnitus
Logos darstellen, allerdings in einem dunkleren Farbton. Bei
Windows Phone hingegen wurde eine Standard-Akzentfarbe verwendet. Diese blaue Standard-
Akzentfarbe ähnelt dem
Track Your Tinnitus
Logo sehr. Aufgrund des Kontrastes zwischen
den Icons und der blauen Akzentfarbe konnten die Icons bei Windows Phone nicht mit der
grauen Farbe wie bei Android und iOS dargestellt werden, sondern mit einem Weiÿ. So
45
Kapitel 6. Entwurf der Track Your Tinnitus App
kommen die Icons besser zur Geltung.
Die folgenden Menüpunkte können über das Homescreen erreicht werden:
Über Prol 6.3.24 kann das eigene Prol erreicht werden. Unter Fragebögen 6.3.9 kann der
Nutzer Fragenbögen zum Tinnitus ausfüllen. Unter Nachrichten 6.3.22 kann der Nutzer Nach-
richten an andere Teilnehmer der App verschicken und empfangen. Die Zahl rechts neben dem
Nachrichten-Icon verrät, wie viele Nachrichten ungelesen sind. Die Ergebnisse werden auf der
Startseite in einer kleinen Grak angezeigt. Um auf alle Ergebnisse 6.3.15, 6.3.16 Einsicht zu
nehmen muss auf das Ergebnisse-Icon gedrückt werden. Auÿerdem kann der Nutzer sich un-
ter Community 6.3.25 mit den anderen
Track Your Tinnitus
Teilnehmer austauschen. Unter
Therapievorschläge 6.3.17 bekommt der Nutzer Therapievorschläge, vorausgesetzt er hat eine
Mindestanzahl von Fragebögen ausgefüllt. Zum Schluss kann der Nutzer auf das Labyrinth-Icon
drücken, woraufhin das Labyrinth-Spiel gestartet wird.
Bei allen drei Betriebssystemen kann das Hauptmenü 6.3.8 von der Startseite aus erreicht
werden. Bei Android und iOS kann der Nutzer eine Wisch-Bewegung von links nach rechts
durchführen oder kann bei Android auf das Logo und bei iOS auf das Menü-Icon drücken. Bei
Windows Phone hingegen geht das mit einer Wischbewegung von unten nach oben, woraufhin
die
Application Bar
erscheint. Danach muss der Nutzer das Hauptmenü-Icon betätigen um zum
Hauptmenü zu gelangen.
Abbildung 6.9.:
Homescreen - Android, iOS, Windows Phone
46
6.3. Elektronische Mockups
6.3.8. Hauptmenü
Das Hauptmenü 6.10 ist eine Liste von allen Menüeinträgen. Da diese Art von Menüs in den
meisten Apps vertreten ist, werden die meisten Nutzer keine Probleme mit der Anwendung
des Hauptmenüs haben. Wie im Kapitel 6.3.7 bereits erwähnt, ist das Hauptmenü von jeder
Ansicht aus erreichbar. Um das Hauptmenü ausblenden zu können, genügt bei Android und
iOS eine Wischbewegung von rechts nach links. Auch besteht bei Android und Windows Phone
die Option, das Hauptmenü durch die physikalische Zurücktaste zu verlassen. Bei iOS kann der
Nutzer auf der Navigation Bar den Zurück-Button verwenden.
Das Hauptmenü wurde farblich an die Startseite 6.3.7 der jeweiligen Betriebssysteme angepasst.
Bei Android und iOS ist ersichtlich, dass das Hauptmenü transparent aufgebaut ist. Die aktuelle
Ansicht wird bei Android und iOS grün und blau gefärbt. So weiÿ der Nutzer, wo er sich gerade
bendet.
Aufgrund der Benutzerfreundlichkeit werden bei der Android- und iOS-App oben im Haupt-
menü das eigene Prolbild und der Name angezeigt. Falls das Prolbild geändert werden soll,
genügt es lediglich auf das aktuelle Prolbild im Hauptmenü zu klicken.
Die Android und iOS-Variante unterscheiden sich kaum voneinander. Aber die Windows Phone
Variante musste wegen ihren Windows Richtlinien anders konzeptioniert werden. Hierbei wur-
den alle Menüeinträge alphabetisch sortiert. Falls nicht bis ganz nach unten gescrollt werden
soll, gibt es eine Suchfunktion, welche die Suche erleichtern kann.
Abbildung 6.10.:
Hauptmenü - Android, iOS, Windows Phone
47
Kapitel 6. Entwurf der Track Your Tinnitus App
6.3.9. Fragebögen
Fragebögen 6.11 sind dazu da, um die Schwankungen der Tinnitus Wahrnehmung zu über-
wachen. Hierzu werden einige Fragen gestellt, die der Nutzer mehrmals am Tag beantworten
muss.
Die Fragebögen werden angezeigt, indem der Nutzer im Hauptmenü oder auf der Startseite
auf das Icon klickt oder durch eine interne Push-Benachrichtigung 6.3.14 aufgefordert wird, die
Fragen auszufüllen.
Die Fragebögen wurden bei allen drei Betriebssystemen gleich aufgebaut. Als Antworttypen
wurden in der Regel Checkboxes verwendet. Grund hierfür war die Umfrage, welche in Kapitel
3 bereits erwähnt wurde. Falls die Checkboxes für einige Fragen nicht geeignet waren, wurden
dafür Slider eingesetzt 6.11. Zu erwähnen ist, dass die Checkboxes oder Sliders keine Vorauswahl
haben, um eine Beeinussung aus psychologischer Sicht zu vermeiden.
Auÿerdem wird dem Nutzer die Option geboten, die Fragebögen nicht komplett, sondern zu
einem späteren Zeitpunkt vollständig auszufüllen. Dafür können entweder die bisher ausgefüll-
ten Fragen mit dem Speichern-Button abspeichert oder bei Android und Windows Phone der
physikalische Zurück-Button genutzt werden. Bei iOS kann dazu den Zurück-Button auf der
Application Bar
verwendet werden.
Sobald alle Fragen ausgefüllt sind und der Nutzer den Speichern-Button betätigt hat, gelangt
er zurück auf die Startseite 6.3.7.
Abbildung 6.11.:
Fragebögen - Android, iOS, Windows Phone
48
6.3. Elektronische Mockups
6.3.10. Fragebögen Übersicht
In dieser Ansicht 6.12 kann der Nutzer seine bereits ausgefüllten und ausstehenden Fragebögen
anschauen. Durch die Prozentanzeige kann der Nutzer sehen, wie weit er mit den einzelnen
Fragebögen ist. Hier besteht zudem die Möglichkeit, die Fragebögen nach bestimmten Tagen
anzuzeigen. Bei Android und iOS muss lediglich das Icon auf der rechten Seite der
Navigation
Bar
gedrückt werden. Bei Windows Phone hingegen muss das Icon auf der
Application Bar
getätigt werden. Die nicht ausgefüllten Fragebögen können am nächsten Tag nicht nachträg-
lich ausgefüllt werden, da der Nutzer ansonsten das Ergebnis fälschen könnte. Das Konzept
wurde bei allen drei Betriebssystemen soweit gleich gehalten, da die Fragebögen der Hauptteil
der Track Your Tinnitus-App ist. Der einzige Unterschied liegt an der Anordnung der Tage-
Auswählen-Option.
Abbildung 6.12.:
Fragebögen Übersicht - Android, iOS, Windows Phone
6.3.11. Benachrichtigungseinstellung Standard
Die folgende Abbildung 6.13 zeigt die Benachrichtigungseinstellung der App. Bei allen drei
Betriebssystemen wurde die App soweit es geht gleich gelassen. Um die Benachrichtigung ein-
oder auszuschalten, genügt bei Android und iOS ein Klick auf den Switch-Button (siehe
Mar-
kierung 1
). Gegenüber den anderen Betriebssystemen unterscheidet sich Windows Phone bei
einer Sache. In dieser Ansicht können die Benachrichtigungen allerdings nicht ein- und aus-
geschaltet werden. Ein Toogle Switch wurde in dieser Ansicht weggelassen. Dafür können die
Benachrichtigungen in der vorherigen Ansicht ein- und ausgeschaltet werden (siehe
Markie-
49
Kapitel 6. Entwurf der Track Your Tinnitus App
rung 5
). Nachdem die Benachrichtigungen erst eingeschaltet wurden (
Markierung 5
), kann
der Nutzer in dieser Ansicht zwischen einer Standard- 6.3.11 und benutzerdenierten 6.3.12
Benachrichtigungsart wählen. Bei Android und iOS geschieht dies mithilfe einer Tab Bar (siehe
Markierung 2
). In der
Markierung 3
kann der Nutzer die Häugkeit der Benachrichtigun-
gen einstellen. Zu erwähnen ist, dass der Nutzer hierbei die Anzahl der Benachrichtigungen
angeben muss, an denen er an einem Tag erinnert werden soll. Den Zeitraum kann der Nutzer
wie in der
Markierung 4
einstellen. Hierbei kann er eine Start- und Endzeit angeben. Der
Nutzer wird somit nur in dieser Zeit zufällig erinnert.
50
6.3. Elektronische Mockups
Abbildung 6.13.:
Benachrichtigungseinstellung Standard - Android, iOS, Windows Phone
51
Kapitel 6. Entwurf der Track Your Tinnitus App
6.3.12. Benachrichtigungseinstellung Benutzerdeniert
In dieser Ansicht 6.14 hat der Nutzer die Möglichkeit, die genauen Uhrzeiten der Benachrichti-
gungen einzutragen. In diesem Fall wird er nur zur angegebenen Zeit benachrichtigt. Es können
mehrere Benachrichtigungen an einem Tag eintragen werden.
Falls der Nutzer eine neue Benachrichtigung erstellen möchte, muss er bei Android und iOS auf
den gewünschten Tag klicken. Dabei wird ein neuer Dialog geönet, welcher den Tag anzeigt.
Bei Windows Phone kann er auf das Icon auf der
Application Bar
klicken.
Falls der Monat geändert werden soll, kann bei Android und iOS durch eine Wischbewegung
zum nächsten Monat übergegangen werden. Um bei Windows Phone die Monatsansicht zu
ändern, kann auf die Icons auf der
Application Bar
gedrückt werden.
Abbildung 6.14.:
Benachrichtigungseinstellung Benutzerdeniert - Android, iOS, Windows Phone
6.3.13. Benachrichtigungseinstellung ausschalten
Um die Benachrichtigungseinstellung 6.15 komplett auszuschalten, muss lediglich der Switch-
Button/Toogle-Switch deaktiviert werden. Sobald die Benachrichtigungen ausgeschaltet sind,
werden keine weiteren Einstellungen angezeigt. Beim Windows Phone ist ersichtlich, dass die
Benachrichtigungsarten (Standard 6.3.11 und Benutzerdeniert 6.3.12) deaktiviert wurden.
52
6.3. Elektronische Mockups
Abbildung 6.15.:
Benachrichtigungseinstellung ausschalten - Android, iOS, Windows Phone
6.3.14. Push-Benachrichtigung
In dieser Ansicht 6.16 wird der Nutzer durch Push-Nachrichten daran erinnert Fragebögen 6.3.9
neu auszufüllen. Diese Nachrichten empfängt der Nutzer eines Android oder iOS Smartphones
auf der Benachrichtigungsleiste seines Smartphone. Wenn der Nutzer auf die empfangene Nach-
richt klickt, gelangt er direkt zur
Track Your Tinnitus
App und kann die Fragebögen ausfüllen.
Die Nachricht wird auch empfangen, wenn andere Applikationen geönet sind.
53
Kapitel 6. Entwurf der Track Your Tinnitus App
Abbildung 6.16.:
Push-Benachrichtigung - Android, iOS, Windows Phone
6.3.15. Diagramme
Für die einzelnen Fragen wird jeweils ein Diagramm angezeigt 6.17. Auf der x-Achse kann der
Zeitraum und auf der Y-Achse kann der dazugehörige Wert abgelesen werden. Das Diagramm
zeigt an, ob sich der Tinnitus im Verlauf der Tage verschlechtert oder verbessert hat. Falls
der Nutzer keine Fragebögen ausgefüllt hat, werden ihm auch keine Ergebnisse in Form eines
Diagrammes angezeigt.
Um die Grak der anderen Fragen anzuzeigen, kann bei Android und iOS auf das
Drop Down
Menü geklickt werden. Somit besteht die Option die einzelnen Fragen anzuzeigen. In Windows
Phone hingegen muss auf die Pfeil-Icons auf der
Application Bar
geklickt werden.
Falls die Diagramme in sozialen Netzwerken geteilt oder auch als E-Mail verschickt werden sol-
len, so muss bei allen drei Betriebssystemen lediglich das Teilen-Icon unten auf der
Application
Bar
betätigt werden.
Für den Fall, dass der Nutzer aus der Ansicht zur Timeline 6.3.16 wechseln möchte, so kann
er bei Android und iOS oben auf die Timeline-Tabs klicken. Bei Windows hingegen ist das
anders. Hier muss die physikalische Zurück-Taste des Smartphones verwendet werden, um von
der vorherigen Ansicht auf die Timeline zu gelangen.
54
6.3. Elektronische Mockups
Abbildung 6.17.:
Diagramme - Android, iOS, Windows Phone
6.3.16. Timeline
In der Timeline 6.18 geht es darum herauszunden, ob der Nutzer den Tinnitus wahrgenommen
hat oder nicht. Dieses Ergebnis wird in Android und Windows Phone in Form eines Rechtecks
dargestellt. In der iOS Variante wurden dafür die Standard-Sprechblasen verwendet.
In diesem Rahmen werden die einzelnen Werte für Lautstärke, Belastung, Stress, Konzentration
und Soundlevel gelistet. Falls diese Werte zu hoch sind, wird der Rahmen in rot eingefärbt.
So weiÿ der Nutzer sofort, dass er den Tinnitus wahrgenommen hat. Falls der Rahmen blau
eingefärbt ist, so wurde der Tinnitus nicht wahrgenommen. Auf der oberen Hälfte des Rahmens
bendet sich auch eine Überschrift, in der farblich steht, ob der Tinnitus wahrgenommen wurde
oder nicht. Ebenfalls wird unten im Rahmen angezeigt, wann das Ergebnis erstellt wurde.
Falls der Nutzer die Ergebnisse der letzten Monate sehen möchte, so kann er bei Android und
iOS auf den
Drop Down
-Button klicken und den gewünschten Monat auswählen. Bei Windows
Phone muss der Nutzer auf das Kalender-Icon in der
Application Bar
klicken, um die Ergebnisse
zu sortieren. Diese Sortierfunktion hat den Vorteil, dass nicht ständig runtergescrollt werden
muss, sondern der gewünschte Monat ausgewählt werden kann.
Durch das Timeline-Gerüst ist bei Android und iOS zu erkennen, dass die Ergebnisse chrono-
logisch aufgebaut sind. Das heiÿt die Ergebnisse werden in der Timeline absteigend angezeigt.
Somit wird dem Nutzer immer das aktuellste Ergebnis angezeigt. Unter Windows Phone ist
die Funktion ähnlich aufgebaut, jedoch fehlt in dieser Ansicht ein Timeline-Gerüst. Dieses Ge-
55
Kapitel 6. Entwurf der Track Your Tinnitus App
rüst wird ersetzt durch die Anzeige der Monate vor dem Rahmen und durch die Anzeige der
einzelnen Wochentage links neben dem Rahmen.
Zum Schluss besteht noch die Möglichkeit zu den Diagrammen 6.3.15 zu wechseln. Bei Android
und iOS geschieht das durch das Drücken auf das Diagramm-Tab und bei Windows muss der
Nutzer zurück zur vorherigen Ansicht.
Abbildung 6.18.:
Timeline - Android, iOS, Windows Phone
6.3.17. Therapievorschläge
In der nächsten Ansicht 6.19 hat der Anwender die Möglichkeit, Therapievorschläge zu erhalten.
Diese Vorschläge werden erst generiert, wenn eine bestimmte Anzahl von Fragebögen ausgefüllt
worden ist. Ansonsten wird der Nutzer aufgefordert Fragebögen 6.3.9 auszufüllen.
Bei allen Betriebssystemen wurde diese Ansicht identisch gehalten. Die Therapievorschläge sind
folgendermaÿen aufgebaut: Am Anfang wird ein Bild angezeigt. Unter dem Bild benden sich
eine Überschrift und ein Text. Unter dem Text kann der Name des Verfassers stehen sowie ein
Veröentlichungsdatum. In Android und iOS ist auf der
Navigation Bar
die aktuelle Ansicht
zu sehen, in der sich der Nutzer gerade bendet.
56
6.3. Elektronische Mockups
Abbildung 6.19.:
Therapievorschläge - Android, iOS, Windows Phone
Der Nutzer hat nun die Möglichkeit, die Therapievorschläge zu bewerten oder zu teilen
(
Markierung 1
). Falls er die Therapievorschläge in sozialen Netzwerken teilen möchte, so
muss er auf das Teilen-Icon (
Markierung 2
) klicken. So werden ihm die gängigsten sozialen
Netzwerke angezeigt, in der er die Therapievorschläge mit seinen Freunden teilen kann. Auch
hat er die Möglichkeit seine Therapievorschläge per Mail zu schicken.
Falls der Nutzer eine Bewertung zum Therapievorschlag abgeben möchte, so kann er das wie in
Markierung 3
machen. Diese Bewertung kann nur vom Admin oder Arzt eingesehen werden.
So kann der Admin oder Arzt wissen, ob dieser Therapieform ezient ist.
57
Kapitel 6. Entwurf der Track Your Tinnitus App
6.3.18. Soziale Netzwerke
Die soziale Netzwerke-Seite bietet dem Nutzer die Möglichkeit, die
Track Your Tinnitus
App
in sozialen Netzwerken zu teilen. Dabei muss er bei Android und iOS nur auf das Teilen-Button
drücken. Bei Windows Phone reicht es aus auf den Namen zu drücken. Durch das Teilen kann
eigenen Freunden eine Empfehlung ausgesprochen werden, wodurch die
Track Your Tinnitus
App an Bekanntheit gewinnen würde. Um nicht gegen die Design Richtlinien 5 zu verstoÿen,
wurden auch in dieser Ansicht bestimmte Icons verwendet.
Abbildung 6.20.:
Soziale Netzwerke - Android, iOS, Windows Phone
6.3.19. Allgemeine Einstellungen
Bei der Allgemeinen Einstellung 6.21 können einige Einstellungen zur
Track Your Tinnitus
App
vorgenommen werden.
Der Aufbau aller drei Betriebssysteme hat sich wenig verändert. Lediglich die Farben und
Form der Icons weichen ab. Bei Android konnten die quadratischen Icons problemlos verwendet
werden. Jedoch war dies bei iOS nicht möglich. Die Richtlinien 5 gaben vor, dass die Icons eine
abgerundete Form haben müssen. Bei Windows Phone hingegen wurden die Icons mithilfe einer
Ring-Form realisiert.
Die Folgenden Menüpunkte werden nun erklärt:
58
6.3. Elektronische Mockups
Unter Lautstärke kann der Nutzer die Lautstärke der ausgewählten Klingeltöne bestimmen.
Bei Klingeltönen kann er zwischen den Standard Klingeltönen entscheiden. Die Vibration kann
er in der nächsten Einstellung mithilfe eines Switch Buttons an- und ausschalten. Auch ist die
Einstellung der Vibrationsdauer möglich. Das heiÿt hier kann festgelegt werden, ob eine Be-
nachrichtigung lange oder kurz vibrieren soll. Bei Licht kann der Nutzer eine Farbe auswählen,
welche im Falle einer Benachrichtigung blinken soll. Schlieÿlich kann die Geräuschmessung an-
und ausgeschalten werden. Falls diese Einstellung an bleibt, kann das System beim Ausfüllen
eines Fragebogens die Umgebungslautstärke messen und diese bei den Ergebnissen berücksich-
tigen. Denn es könnte sein, dass der Tinnitus abhängig von der Umgebungslautstärke ist.
Abbildung 6.21.:
Allgemeine Einstellungen - Android, iOS, Windows Phone
6.3.20. Über
Die Über Ansicht 6.22 bietet dem Nutzer die Möglichkeit, Informationen über das
Track Your
Tinnitus
Projekt zu erfahren.
Die Dialoge wurden bei allen optisch sehr ähnlich gehalten. Die folgenden Menüpunkte werden
nun erklärt: Über uns gibt dem Nutzer Informationen über das Projekt
Track Your Tinnitus
.
Unter Kontakt kann der Nutzer mithilfe eines Kontaktformulars Kontakt aufnehmen. Bei Hilfe
werden jegliche Hilfestellungen zur Benutzung der
Track Your Tinnitus
App gegeben. Die
Datenschutzbestimmungen enthalten Informationen zur Verwendung der Daten des Nutzers.
Bei Lizenzen hingegen werden Informationen über die Open-Source-Lizenzen aufgelistet. Des
Weiteren werden im Impressum Informationen über den Herausgeber bekanntgegeben.
59
Kapitel 6. Entwurf der Track Your Tinnitus App
Bei zu dieser Ansichten gibt es kleine Unterschiede. Siehe dazu Kapitel 6.3.19.
Abbildung 6.22.:
Über - Android, iOS, Windows Phone
6.3.21. Prol Freunde Ansicht
In dieser Ansicht kann der Nutzer seine Freundesliste einsehen 6.23. Auf die Freunde-Ansicht
gelangt der Nutzer, indem er im Hauptmenü 6.3.8 oder auf dem Homescreen 6.3.7 auf das Prol
Icon klickt. Hier hat er die Möglichkeit, in Android und iOS unter Anfragen oder im Windows
Phone unter Neu die Freundes-Anfragen einzusehen. Nun hat er die Option die Freundes-
Anfrage direkt anzunehmen oder er klickt zunächst auf das Prol der Person und entscheidet
sich danach für eine Freundschaft. Falls er das Annehmen-Icon klickt, so würde nun ein Dialog
erscheinen, in der abgefragt wird, ob eine Kontaktperson auch als Freund angenommen werden
soll. Falls ja, ist der Nutzer nun mit dieser Person befreundet und kann in dessen Prol einsehen.
Falls nein, wird die Anfrage aus der Liste gelöscht.
Unter den Anfragen wird die eigene Freundesliste aufgelistet. Klickt der Nutzer auf den Namen
einer Person, gelangt er auf dessen Prol. In Android und iOS kann in dieser Ansicht auf das
Bearbeiten-Icon rechts neben den Namen geklickt werden. Hierauf erscheint ein Dialog, aus dem
die Kontaktperson aus der eigenen Freundesliste heraus gelöscht werden kann. Bei Windows
hingegen muss auf der
Application Bar
das Bearbeiten-Icon geklickt werden.
Es besteht noch die Möglichkeit, die Freunde auf einen schnelleren Weg zu nden. Bei Android
wird dies mithilfe einer
Scrollbar
realisiert. Bei iOS geschieht dies durch klicken von Buchstaben
60
6.3. Elektronische Mockups
auf der rechten Seite und bei Windows durch klicken der
Application Bar
auf dem Suchen-
Icon.
Abbildung 6.23.:
Prol Freunde Ansicht - Android, iOS, Windows Phone
6.3.22. Prol Nachrichten Übersicht
In der Nachrichtenansicht 6.24 können, unter der Voraussetzung mit der Person befreundet zu
sein, Nachrichten empfangen und verschickt werden. In dieser Ansicht werden alle Kontakte
angezeigt, mit denen bereits Kontakt existiert. Falls eine Nachricht empfangen, jedoch nicht
gelesen wurde, so wird diese Nachricht bei allen drei Betriebssystemen farblich mit einer Zahl
angezeigt. Diese Zahl stellt die Anzahl der nichtgelesenen Nachrichten dar. Zum Lesen einer
bereits empfangenen Nachricht muss die Kontaktperson aus dieser Liste ausgewählt werden.
Um mit einer Person zum ersten Mal zu kommunizieren, muss bei Android und iOS auf den
+ Icon oben rechts auf der Navigation Bar geklickt werden. So gelangt der Nutzer auf die
Freundesansicht 6.3.21, in der er eine beliebige Kontaktperson auswählen kann. Bei Windows
Phone bendet sich das + Icon auf der
Application Bar
. Zusätzlich gibt es bei Windows Phone
die Möglichkeit Kontakte zu suchen, zu denen bereits Kontakt existiert. Dafür muss lediglich
das Suchen-Icon unten auf der
Application Bar
betätigt werden.
61
Kapitel 6. Entwurf der Track Your Tinnitus App
Abbildung 6.24.:
Prol Nachrichten Übersicht - Android, iOS, Windows Phone
6.3.23. Prol Nachrichten
In dieser Ansicht 6.25 wird veranschaulicht, wie ein Nachrichtensystem aufgebaut ist. Der Name
der Person, zu der geschrieben wird, steht oben in der Anzeige der Ansicht. Der Unterschied
zwischen den drei Betriebssystemen liegt an der Optik der Sprechblasen. Bei Android und Win-
dows werden die Sprechblasen in Form von Standard Rechtecken dargestellt. In iOS werden die
abgerundeten Sprechblasen verwendet. Die eigens versendete Nachricht wird mit einer anderen
Farbe dargestellt, als die Nachricht der Kontaktperson. Dadurch wird ein Überblick beim Lesen
gewährleistet. Des Weiteren werden die Uhrzeiten der Nachrichten angezeigt. Auch das Datum
wird zur Übersicht angezeigt.
Um nun eine Nachricht zu verschicken, muss unten die Nachrichtenäche geklickt werden. Auf
dieser Weise erscheint die Tastatur und der Nutzer kann seine Nachricht eingeben und mit
einem Klick auf die jeweiligen Icons abschicken.
62
6.3. Elektronische Mockups
Abbildung 6.25.:
Prol Nachrichten - Android, iOS, Windows Phone
6.3.24. Prol Über
Die Prolansicht 6.26 verrät alle Informationen über den Nutzer. Vorausgesetzt der Nutzer hat
die Daten zu sich angegeben. Denn diese Angaben waren bei der Registrierung 6.3.6 freiwillig.
Oben in der Ansicht ist bei Android und iOS das Prolfoto zu sehen. Bei Windows Phone
konnte dies wegen den Design Richtlinien 5 nicht dargestellt werden. Des Weiteren werden alle
Informationen, welche der Nutzer angegeben hat, untereinander aufgelistet. Falls die eigenen
Informationen bearbeitet werden sollen, kann bei Android und iOS unten auf den Informa-
tionen bearbeiten-Button geklickt werden. Bei Windows Phone muss auf das Bearbeiten-Icon
geklickt werden, welche auf der
Application Bar
abgebildet ist.
63
Kapitel 6. Entwurf der Track Your Tinnitus App
Abbildung 6.26.:
Prol Über - Android, iOS, Windows Phone
6.3.25. Community 1
Die Track Your Tinnitus App bietet eine Community, in denen sich die Nutzer gegenseitig
austauschen können. Hier können Fragen und auch Anregungen zum Tinnitus verfasst werden.
Da es verschiedene Subtypen vom Tinnitus gibt, wurde das Forum in Kategorien unterteilt.
Der
Markierung 1
können alle Fragen der Kategorie 1 entnommen werden.
In dieser Ansicht ist bei einem Beitrag der Namen des Verfassers, die Überschrift sowie bis zu
drei Zeilen der Fragestellung erkennbar. Um die ganze Frage zu lesen, muss lediglich auf den
Beitrag geklickt werden. Bei der Android und iOS Variante ist rechts unter dem Beitrag zu
sehen, wie viele Antworten es bereits gegeben hat. Ebenfalls ist die Uhrzeit der letzten Antwort
dargestellt.
Der Nutzer hat in Android und iOS die Möglichkeit, seine eigenen Beiträge zu löschen, zu
bearbeiten oder zu bewerten (
Markierung 2
). Um zu dieser Option zu gelangen, muss der
Nutzer lange auf einen Beitrag drücken. Ein Nutzer, dem der Beitrag nicht gehört, kann den
Beitrag nur bewerten. Nutzer eines Windows Phone können diese Einstellung unten auf der
Application Bar
vornehmen.
Falls ein Teilnehmer die Beiträge sortieren möchte, so kann er das Icon auf der
Navigation Bar
betätigen (
Markierung 3
). Hier hat er die Möglichkeit, die Beiträge nach Datum, Bewertung,
Anzahl der Beiträge und Alphabet anzuordnen. Der Nutzer eines Windows Phones muss diese
Einstellung in der
Application Bar
vornehmen.
64
6.3. Elektronische Mockups
Abbildung 6.27.:
Community 1 - Android, iOS, Windows Phone
6.3.26. Community 2
In dieser Ansicht 6.28 werden die Antworten zu einer Frage angezeigt. Hier können Beiträge
kommentiert werden. Dazu muss bei Android und iOS das + Icon oben auf der
Navigation
Bar
angeklickt werden. Bei Windows Phone geschieht dies unten in der
Application Bar
. Somit
erscheint die Tastatur und der Nutzer kann seine Antwort verfassen.
Auÿerdem werden die Antworten mit einer Nummer versehen. So wird deutlich wie viele Ant-
worten es davor schon gab.
65
Kapitel 6. Entwurf der Track Your Tinnitus App
Abbildung 6.28.:
Community 2 - Android, iOS, Windows Phone
66
7
Anforderungsabgleich
In diesem Kapitel werden die in Kapitel 4 genannten funktionalen 4.3 und nichtfunktionalen
4.4 Anforderungen abgeglichen.
7.1. Funktionale Anforderungen
Anforderung Erfüllt Beschreibung
Umsetzung der Android, iOS und
Windows Phone App Ja Die App wurde in allen drei Betriebssystemen
umgesetzt.
Willkommensseite Ja Eine Willkommensseite wurde zur Benutzer-
freundlichkeit erstellt. Siehe Kapitel 6.3.1
Registrieren, Anmelden, Pass-
wort zurücksetzen Ja Der Nutzer kann sich registrieren, anmelden und
bei Bedarf sein Passwort zurücksetzten. Siehe
Kapitel 6.3.5, 6.3.3, 6.3.4
Ausfüllen von Fragebögen Ja Die Fragebögen wurden mithilfe der Umfrage
einfach und einheitlich gestaltet. Siehe Kapitel
6.3.9
Fragebögen-Übersicht Ja In dieser Ansicht kann der Nutzer die bereits
ausgefüllten Fragebögen anschauen. Siehe Kapi-
tel 6.3.10
Homeseite Ja Eine Homeseite mit den wichtigsten Funktionen
wurde erstellt. Siehe Kapitel 6.3.7
Tabelle 7.1.:
Tabelle - Abgleich der funktionalen Anforderungen 1
67
Kapitel 7. Anforderungsabgleich
Anforderung Erfüllt Beschreibung
Prol (Freundesliste, Über) Ja Der Nutzer kann seine eigenen Angaben sehen
und bearbeiten. Auch kann er unter der Freun-
desliste Freundesanfragen annehmen und ableh-
nen. Siehe Kapitel 6.3.21, 6.3.24
Nachrichten Ja Jeder Nutzer kann Nachrichten empfangen und
verschicken. Jedoch nur an befreundete Perso-
nen. Siehe Kapitel 6.3.22
Community Ja Alle Nutzer können die Community verwenden
und sich gegenseitig austauschen. Siehe Kapitel
6.3.25
Therapievorschläge Ja Die Therapievorschläge werden nach mehrmali-
gen Ausfüllen von Fragebögen angezeigt. Somit
können Therapievorschläge bewertet und in so-
zialen Netzwerken geteilt werden. Siehe Kapitel
6.3.17
Ergebnisse (Diagramme, Timeli-
ne) Ja Die Ergebnisse werden in Form von Diagrammen
und einer Timeline angezeigt. Vorausgesetzt die
Fragebögen sind ausgefüllt. Siehe Kapitel 6.3.15,
6.3.16
Benachrichtigungseinstellungen Ja Benachrichtigungseinstellungen können nun ein-
und ausgeschaltet werden. Auch Häugkeiten
und Zeitangaben können eingegeben werden.
Siehe Kapitel 6.3.11, 6.3.12, 6.3.13
Allgemeine Einstellungen Ja Der Nutzer kann die Klingeltonart, Vibrations-
intensität und LED-Anzeige einstellen. Siehe
Kapitel 6.3.19
Merge App Nein Eine Merge App wurde bisher nicht konzeptio-
niert.
Push Nachrichten Ja Werden empfangen, auch wenn der Nutzer sich
in einer anderen App bendet. Siehe Kapitel
6.3.14
In soziale Netzwerke teilen Ja Die komplette App kann in den meisten sozialen
Netzwerken geteilt werden. Siehe Kapitel 6.3.18
Über Ja Eine Ansicht mit allen Informationen zur App.
Siehe Kapitel 6.3.20
Tabelle 7.2.:
Tabelle - Abgleich der funktionalen Anforderungen 2
68
7.2. Nichtfunktionale Anforderungen
7.2. Nichtfunktionale Anforderungen
Anforderung Erfüllt Beschreibung
Möglichst ähnliches Aussehen al-
ler Apps Teil-
weise Die Android und iOS App ähneln sich von der
Oberäche sehr. Bei Windows Phone gibt es
zwar eine Ähnlichkeit, die Oberäche musste
aufgrund der Styleguides geändert werden.
Einheitliche Darstellungsformen
der Fragebögen (Freundesliste,
Über)
Ja Die dafür erstellte Umfrage hat ergeben, dass
Checkboxen am geeignetsten sind. Siehe Kapi-
tel 3
Design Guidelines einhalten Ja Die Design Guidelines wurden eingehalten. Siehe
Kapitel 5
Aktuelle Version der Betriebssys-
teme Ja Die Oberäche der Track Your Tinnitus App
wurde an die aktuelle Version der jeweiligen Be-
triebssysteme gehalten.
Anlehnung an den Navigator Teil-
weise Einige Funktionen wurden beim Navigator an-
ders konzeptioniert, einige sind jedoch gleich.
Zum Beispiel die Schriftart oder manche Farben.
Usability Ziele einhalten Ja Durch die Hierarchie ist die App einfach und ver-
ständlich aufgebaut.
Feedback Ja Der Nutzer wird beispielsweise durch Push-
Nachrichten daran erinnert Fragebögen auszu-
füllen. Siehe Kapitel 6.3.14
Selbsterklärbarkeit Ja Die Icons wurden so einfach wie möglich gestal-
tet. Es wurden sogar Standard-Icons verwendet,
um die Selbsterklärbarkeit zu steigern.
Benutzerfreundlichkeit Ja Der Nutzer wird mit der Höichkeitsform an-
gesprochen. Auch wurde eine Willkommensseite
erstellt, die den Nutzer Willkommen heiÿt. 6.3.1
Verfügbarkeit Teil-
weise Diese App könnte auch in einem Tablet geönet
werden. Dann würden sich die Elemente skalie-
ren. Deshalb könnte es sein, dass sich die Qua-
lität von einigen Elementen und Bildern ver-
schlechtert. Dafür muss die App gezielt auf die
Tablet-Form geändert werden.
Robustheit Ja Der Nutzer wird bei Fehleingaben zum Beispiel
beim Registrieren aufgefordert, diese einzuge-
ben.
Tabelle 7.3.:
Tabelle - Abgleich der nichtfunktionalen Anforderungen
69
Kapitel 7. Anforderungsabgleich
70
8
Fazit
Abschlieÿend erfolgt in Kapitel 8.1 ein Überblick über die vorgestellten Inhalte dieser Arbeit.
Des Weiteren folgt im Kapitel 8.2 ein Ausblick über die Erweiterungen und Zukunftsvisionen
der
Track Your Tinnitus
App.
8.1. Zusammenfassung
Das Ziel dieser Arbeit war ein Design und Konzept für eine mobile Anwendung zu erarbeiten,
welches zur Unterstützung tinnitusgeschädigter Patienten dient. Dieses Ziel wurde mithilfe
dieser Arbeit erfolgreich umgesetzt.
Dazu wurde im
Kapitel 1
die Problemstellung des Projektes Track Your Tinnitus [Schut]
erarbeitet.
In
Kapitel 2
wurden die Grundlagen des Tinnitus beschrieben, welche eine groÿe Belastung
für den Betroenen sein kann.
Desweiteren wurde in
Kapitel 3
eine Online-Umfrage durchgeführt. Der Bewegrund für die-
se Umfrage war es, die individuelle Tinnitusbeobachtung für den Betroenen mithilfe einfa-
cher und ezienter Darstellungsformen zu erleichtern. Bei allen Antwortmöglichkeiten (a-Nein-
Fragen und Fragen mit Auswahlmöglichkeit) stellte sich heraus, dass Checkboxen im Gegensatz
zu anderen Darstellungsformen besser wahrgenommen wurden.
Im Anschluss daran wurden in
Kapitel 4
die Anforderungen dargestellt. Neben den funktiona-
len und nichtfunktionalen Anforderungen wurde der Ist-Stand analysiert. Dabei wurden exis-
tierende Altsysteme auf die Benutzerfreundlichkeit und der Ezienz analysiert. Auch Benutzer
wurden analysiert. Sie wurden nach ihrem Wissensstand und ihrer Eigenschaft kategorisiert.
In
Kapitel 5
wurden die Design Guidelines der drei Betriebssysteme (Android, iOS und Win-
dows Phone) zusammengefasst.
71
Kapitel 8. Fazit
Darauf folgend erfolgte in
Kapitel 6
die Entwurfsphase. Hier wurden die Anforderungen aus
Kapitel 4 anhand der festgelegten Design Guidelines 5 für alle drei Betriebssysteme (Android,
iOS und Windows Phone) erarbeitet.
Im letzten
Kapitel 7
wurden die Anforderungen aus Kapitel 4 abgeglichen.
8.2. Ausblick
In diesem Kapitel werden Erweiterungen und Zukunftsvisionen der Track Your Tinnitus App
vorgestellt.
8.2.1. Merge App
Es soll eine App entwickelt werden, bei dem sowohl die
Track Your Tinnitus
, als auch der
Tin-
nitus Navigator
in eine App inegriert werden. Dadurch soll der Nutzer die Möglichkeit erhalten,
durch einmaliges Registrieren, beide Anwendungen gleichzeitig zu verwenden. Zusätzlich hätte
es den Vorteil, dass der Nutzer lediglich eine App installieren müsste.
8.2.2. Tablet Version
Die
Track Your Tinnitus
App sollte auch für Tablets zur Verfügung gestellt werden. Da die
Anzahl der Tablet-Nutzer von Tag zu Tag steigt, wäre es eine gute Idee, die App auch für eine
Tablet Version zu optimieren. Dafür können die bereits gefertigten Vektorelemente aus dieser
Arbeit herangezogen werden.
8.2.3. Sprachauswahl
Die
Track Your Tinnitus
App sollte im späteren Verlauf den Nutzer die Möglichkeit bieten, die
eigene Sprache auszuwählen. Dadurch wäre die
Track Your Tinnitus
App auf internationaler
Reichweite vertreten.
72
Anhang A. Anhang
Abbildung A.2.:
Paper-Mockups Willkommen
74
A.1. Paper-Mockups
Abbildung A.3.:
Paper-Mockups Einloggen und Registrieren 1
75
Anhang A. Anhang
Abbildung A.4.:
Paper-Mockups Einloggen und Registrieren 2
76
A.1. Paper-Mockups
Abbildung A.5.:
Paper-Mockups Einloggen und Registrieren 3
77
Anhang A. Anhang
Abbildung A.6.:
Paper-Mockups Allgemeine- und Benachrichtigungseinstellungen
78
A.1. Paper-Mockups
Abbildung A.7.:
Paper-Mockups Prol und Therapievorschläge
79
Anhang A. Anhang
Abbildung A.8.:
Paper-Mockups Freunde und Nachrichten
80
A.1. Paper-Mockups
Abbildung A.9.:
Paper-Mockups Prol + Über
81
Anhang A. Anhang
Abbildung A.10.:
Paper-Mockups Ergebnisse + Fragebögen
82
A.1. Paper-Mockups
83
Anhang A. Anhang
A.2. Umfrage
Abbildung A.11.:
Ergebnisse der Umfrage 1
84
A.2. Umfrage
Abbildung A.12.:
Ergebnisse der Umfrage 2
85
Anhang A. Anhang
Abbildung A.13.:
Ergebnisse der Umfrage 3
86
A.2. Umfrage
Abbildung A.14.:
Ergebnisse der Umfrage 4
87
Anhang A. Anhang
Abbildung A.15.:
Ergebnisse der Umfrage 5
88
A.2. Umfrage
Abbildung A.16.:
Ergebnisse der Umfrage 6
89
Anhang A. Anhang
Abbildung A.17.:
Ergebnisse der Umfrage 7
90
A.2. Umfrage
Abbildung A.18.:
Ergebnisse der Umfrage 8
91
Anhang A. Anhang
Abbildung A.19.:
Ergebnisse der Umfrage 9
92
A.2. Umfrage
Abbildung A.20.:
Ergebnisse der Umfrage 10
93
Anhang A. Anhang
94
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