1
Maximilian Haars
Synopse zu organoleptischen Daten in Plinius,
Dioskurides und Galen
zu
Maximilian Haars:
Erscheint in:
Über Geschmack lässt sich nicht streiten?
Zum epistemologischen Status der Geschmackswahrnehmung in der speziellen
Pharmakologie Galens.
NTM. Zeitschrift für Geschichte der Wissenschaften, Technik und Medizin.
Version 1.0: Marburg, 18.02.2023
Abkürzungen:
Dsc. Pedanii Dioscuridis Anazarbei De Materia medica libri quinque. Edidit Max Wellmann. 3 Bde. Berlin
1907–1914; Nachdruck Berlin 1958.
Gal. Galeni De simplicium medicamentorum facultatibus, in: C. G. Kühn (Hrsg.): Claudii Galeni opera
omnia. Bde. 11–12, Lipsiae 1826.
Plin. C. Plini Secundi Naturalis historiae libri XXXVII. Edidit Carolus Mayhoff. 6 Bde. Stuttgart 1865–1909;
Nachdruck 1967–1970.
Plinius. Naturalis historia – Naturkunde. Lateinisch-Deutsch. Herausgegeben und übersetzt von
Roderich König u. a. 31 Bde. Zürich usw. 1973–1996 (Sammlung Tusculum).
S. N. Sextius Niger (von M. Wellmann erschlossene gemeinsame Quelle von Dsc. und Plin.).
Inhalt
I. Fehlende Angaben bei Plinius, wo Dioskurides solche bietet. ..................................................................... 2
II. Angaben stimmen bei Dioskurides und Plinius weitgehend überein. .......................................................... 8
III. Angaben unterscheiden sich bei Dioskurides und Plinius. ........................................................................ 13
IV. Fehlende Angaben bei Dioskurides, wo Plinius solche bietet. ................................................................... 15
V. Angaben unterscheiden sich bei Galen und Dioskurides; Galen ist detaillierter. ....................................... 17
Anm.: In der folgenden Synopse wurden alle für den Vergleich organoleptischer Daten entbehrlichen
Informationen ausgelassen. Die Auslassungen wurden durch (…) gekennzeichnet. Die beigefügten Übersetzungen
vom Autor stellen eine Rohfassung dar (größtenteils entstanden auf einer Zugfahrt zwischen Bologna und
Marburg). Sie mögen Lesern ohne Griechischkenntnissen helfen. Verbesserungsvorschläge werden gerne
angenommen (haarsmATstaff.uni-marburg.de).
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2
I. Fehlende Angaben bei Plinius, wo Dioskurides solche bietet.
1)
Dsc. III 3
γεντιανή… ῥίζαν [ἔχει]... πικράν.
„Enzian hat eine bittere Wurzel“
Plin. XXV 71 (e S. N.?)
Keine Angabe.
Gal. VI 3.2: X 856 K.
Γεντιανή. ταύτης τῆς πόας ἡ
ῥίζα… πικρὰ σφοδρῶς
ὑπάρχουσα.
„Enzian. Die Wuzel dieses Krautes
ist stark bitter.“
2)
Dsc. III 4
ἀριστολοχεία… ἀμφότεραι [sc.
ῥίζαι] πικραὶ τὴν γεῦσιν.
„Beiderlei Wurzeln der Osterluzei
sind bitter hinsichtlich des
Geschmacks.“
Plin. XXV 95–98 (e S. N.?)
Keine Angabe.
Gal. VI 3.4: XI 835 K.
Ἀριστολοχίας ἡ ῥίζα… πικρὰ καὶ
ὑπόδριμυς ὑπάρχουσα.
„Die Wurzel der Osterluzei ist
bitter und leicht beißend.“
3)
Dsc. III 9
[χαμαιλέων] ὁ δὲ μέλας… ῥίζα...
διαμασηθεῖσα δηκτική.
„Die Wurzel des schwarzen
Chamaileon ist beißend beim
Kauen.“
Plin. XXII 47 (e S. N.?)
Keine Angabe.
Gal. VIII 22.6: XII 154 K.
ἡ δὲ τοῦ λευκοῦ χαμαιλέοντος
ῥίζα… πικροτέρα ἐκείνης [sc.
μέλανος] ἐστίν.
„Die Wurzel des weißen
Chamaileon ist bitterer als die des
schwarzen.“
4)
Dsc. III 18
ἀνωνίς… ἔστιν ἡδίστη.
„Die Hauhechel ist sehr angenehm
[im Geschmack].“
Plin. XXVII 29 (e S. N.?)
Keine Angabe.
Gal. VIII 15.9: XII 89 K.
Keine Angabe.
5)
Dsc. III 19
λευκάκανθα… ῥίζαν ἔχει…
πικρὰν ἰσχυρῶς.
„Die leukakantha hat eine äußerst
bittere Wurzel.“
Plin. XXII 40 (e S. N.?)
Keine Angabe.
Gal. VII 11.10: XII 58 K.
λευκάκανθα… πικρὰ ταύτης ἡ
ῥίζα.
„leukakantha… ihre Wurzel ist
bitter.“
6)
Dsc. III 20
τραγάκανθα... ὑπόγλυκυς.
„Tragant ist leicht süßlich“
Plin. XIII 115
Keine Angabe.
Gal. VIII 19.8: XII 143 K.
Τραγάκανθα … ἔχει …
δριμύτητα.
„Tragant besitzt eine Bissigkeit.“
7)
Dsc. III 34
ἡδύοσμον... δύναμιν ἔχον...
στυπτικήν.
„Die Minze hat eine
adstringierende Wirkung“
Plin. XX 147 f. (e S. N. et J. B.?).
Keine Angabe.
Gal. VI 7.1: XI 882f. K.
Ἡδύοσμον… ἔχει δέ τι καὶ πικρὸν
καὶ στρυφνὸν ἐν ἑαυτῇ
„Die Minze hat auch etwas Bitteres
und Saueres an sich.“
Fehlende Angaben bei Plinius, wo Dioskurides solche bietet.
8)
Dsc. III 35
καλαμίνθη… πασῶν δὲ τὰ
φύλλα γευομένῳ πυρωτικὰ
ἰσχυρῶς καὶ δριμέα.
„Von allen Arten der kalaminthe
sind die Blätter im Geschmack
äußerst scharf und beißend.“
Plin. XX 144 (e S. N.?)
Keine Angabe.
Gal. VII 10.1: XII 4 K.
καλαμίνθη… τῇ μὲν γὰρ γεύσει
δριμεῖά τε καὶ θερμὴ σαφῶς ἐστι
καὶ βραχύ τι παντελῶς
ὑπόπικρον ἔχει.
„Die kalaminthe… im Geschmack
äußerst beißend und deutlich
warm, hat sie überhaupt auch
etwas leicht Bitteres.“
9)
Dsc. III 38
ἕρπυλλος… ἄνθη γευομένῳ
δριμέα, ὀσμὴ ἡδεῖα.
„Die Blüten vom Quendel sind im
Geschmack beißend, der Geruch ist
angenehm.“
Plin. XX 245f. (e S. N. — Crat.?).
Keine Angabe.
Gal. VI 5.20: XI 877 K.
Ἕρπυλλος… ἔστι δὲ καὶ πρὸς
τὴν γεῦσιν ἱκανῶς δριμύς.
„Der Quendel…. Gegenüber dem
Geschmack ist er äußerst beißend.“
10)
Dsc. III 40
μελίλωτος… δύναμιν δὲ ἔχει
στυπτικήν.
„Der Steinklee hat ein
adstringierendes Vermögen“
Plin. XXI 53 u. 151 (e S. N.?).
Keine Angabe.
Gal. VII 12.8: XII 70 K.
μελίλωτος … ἔχει μὲν γάρ τι καὶ
στυπτικόν.…
„Steinklee… er hat nämlich auch etwas
Adstringierendes.“
11)
Dsc. III 42
μᾶρον… ἔχει δὲ δύναμιν…
ὑποστῦφον.
„Maron hat ein leicht
adstringierendes Vermögen.“
Plin. XII 111
Keine Angabe.
Pflanze / Kapitel fehlt in Gal.
12)
Dsc. III 44
βάκχαρις… τὰ δὲ φύλλα
στυπτικὰ ὄντα.
„Bakcharis… die Blätter sind
adstringierend“
Plin. XXI 29 u. 132 (e S. N.?).
Keine Angabe.
Pflanze / Kapitel fehlt in Gal.
13)
Dsc. III 48
πάνακες Ἡράκλειον… σπέρμα
εὐῶδες καὶ πυρωτικόν, ῥίζας...
παχὺν ἐχούσας τὸν φλοιόν,
ὑπόπικρον ἐν τῇ γεύσει...εἰσὶ δὲ
τῶν ῥιζῶν βελτίους αἱ...
πυρώδεις ἐν τῇ γεύσει καὶ
ἀρωματίζουσαι·... τοῦ δὲ ὀποῦ
διαφέρει ὁ πικρότερος τῇ γεύσει.
„Das panakes des Herakles hat
einen wohlriechenden, brennend-
scharfen Samen und Wurzeln, die
eine dicke, im Geschmack leicht
bittere Rinde besitzen. Es sind von
den Wurzeln diejenigen besser, die
im Geschmack brennend und
aromatisch sind. Von dem
Plinius XII 127 (e S. N.?)
Keine Angabe.
Gal. VIII 16.4: XII 94 K.
Keine Angabe.
Fehlende Angaben bei Plinius, wo Dioskurides solche bietet.
Gummiharz zeichnet sich dasjenige
mit dem bitteren Geschmack aus.“
14)
Dsc. III 50
πάνακες Χειρώνιον… ῥίζαν…
γευομένῳ δὲ δριμεῖαν.
„Das panakes des Chiron hat eine
im Geschmack beißende Wurzel.“
Plin. XXV 32
Keine Angabe.
Gal. VIII 16.6: XII 95 K.
Keine Angabe.
15)
Dsc. III 51: λιγυστικόν… τὸ
σπέρμα… γευσαμένῳ δὲ δριμὺ
καὶ ἀρωματίζον.
„Der Samen von ligustikon ist
beißend und aromatisch im
Geschmack.“
Plin. XIX 165 und XX 168; 187
Keine Angabe.
Gal. VII 11.16: XII 62 K.
Keine Angabe.
16)
Dsc. III 52
σταφυλῖνος ἄγριος… φύλλα…
ὑπόπικρα.
„Die Wilde Möhre hat leicht bittere
Blätter.“
Plin. XX 30f. (e S. N. et I. B.?).
Keine Angabe.
Gal. VIII 18.36: XII 129 K.
Keine Angabe.
17)
Dsc. III 53.1
σέσελι… ὁ καρπὸς… δριμύς,
βιβρωσκόμενος ἡδέως… 53.2: τὸ
δὲ Αἰθιοπικὸν λεγόμενον
σέσελι… σπέρμα... δριμύτερον δὲ
καὶ εὐωδέστερον τοῦ
Μασσαλιωτικοῦ, ἡδὺ ἰσχυρῶς.
„Die Frucht von seseli ist beißend,
aber beim Kauen angenehm, aber
der Samen der Sorte aus Äthiopien
ist beißender und wohlreichender,
als diejenige aus Marseille, äußerst
angenehm.“
Plin. XX 36 (e S. N.?).
Keine Angabe.
Gal. VIII 18.9: XII 120 K.
Keine Angabe.
18)
Dsc. III 57
καρώ· σπερμάτιόν ἐστι...
εὔστομον.
„Kümmel… das kleine Samenkorn
ist angenehm im Mund.“
Plin. XIX 164
Keine Angabe.
Gal. VII 10.10: XII 13 K.
Κάρου τὸ σπέρμα… δριμεῖαν
μετρίως ἔχον τὴν ποιότητα.
„Der Kümmelsamen hat eine
mäßig beißende Qualität.“
19)
Dsc. III 59
κύμινον τὸ ἥμερον... δύναμιν δὲ
ἔχει… στυπτικήν.
„Der kultivierte Kümmel hat ein
adstringierendes Vermögen“
Plin. XX 159-162 (e S. N.?) cf.
XIX 161
Keine Angabe.
Keine Angabe.Gal. VII 10.61: XII
52 K.
Fehlende Angaben bei Plinius, wo Dioskurides solche bietet.
20)
Dsc. III 60
κύμινον ἄγριον... ὁ καρπὸς...
γευομένῳ δὲ δριμύτερος τοῦ
ἡμέρου.
„Die Frucht des Wilden Kümmels
ist im Geschmack beißender als
diejenige des kultivierten
Kümmels.“
Plin. XX 159 f. (e S. N.?) cf. XIX
161
Keine Angabe.
Pflanze / Kapitel fehlt in Gal.
21)
Dsc. III 62
ἄμι… τὸ σπερμάτιον…
ὀριγανίζον τῇ γεύσει.
„[Der Samen von] ami ist im
Geschmack ‚origanisierend‘.“
Plin. XX 163f. (e S. N.?).
Keine Angabe.
Gal. VI 1.28: XI 824 K.
ἄμι … ἔστι δὲ καὶ γευομένοις
ὑπόπικρόν τε καὶ δριμύ.
„Ami… der Samen ist im
Geschmack, leicht bitter und
beißend.“
22)
Dsc. III 65
ὀρεοσέλινον… ὁ καρπὸς...
δριμύς, εὐώδης.
„Die Frucht vom Bergsellerie ist
beißend und wohlriechend.“
Plin. XIX 124 (e Theophr.); XX
117 (e S. N.?).
Keine Angabe.
Gal. VIII 18.6: XII 119 K.
Keine Angabe.
23)
Dsc. III 66
πετροσέλινον… σπέρμα δὲ
ἐοικὸς ἄμει, εὐωδέστερον δὲ καὶ
δριμύτερον καὶ ἀρωματίζον.
„Der Samen der Petersilie ähnelt
ami, ist aber wohlriechender und
beißender und entfaltet Aroma.“
Plin. XX 118.
Keine Angabe.
Gal. VIII 16.16: XII 99 K.
Πετροσελίνου τὸ σπέρμα… ἔστι
δ' ὥσπερ ἐν τῇ γεύσει δριμὺ μετὰ
πικρότητος…
„Petersiliensamen… so wie er im
Geschmack beißend mit einer
Bitterkeit ist…“
24)
Dsc. III 67
ἱπποσέλινον… σπέρμα… δριμύ,
ἀρωματίζον, ῥίζα λευκή,
εὐώδης, εὔστομος.
„Der Samen vom Pferdeeppich ist
beißend und entfaltet Aroma, die
Wurzel ist weiß, wohlriechend,
angenehm im Mund.“
Plin. XX 117 (e S. N.?); XIX 162.
Keine Angabe.
Gal. VIII 18.6: XII 119 K.
Keine Angabe.
25)
Dsc. III 71
ἕτερον ἱππομάραθον… καρπὸν...
δριμύν, εὐώδη.
„Der andere Pferdeeppich hat eine
beißende, wohlriechende Frucht.“
Plin. XX 255 (aus Diokles, vgl. fr.
210 v. d. E.).
Keine Angabe.
Gal. VII 12.5: XII 68 K.
ἱππομάραθρον, οὗ τὸ σπέρμα…
δριμὺ τῷ τοῦ κοριάνου
παραπλήσιον.
„Pferdeeppich, dessen Samen
ähnlich beißend dem des
Korianders ist.“
26)
Dsc. III 74
λιβανωτίς… ἡ μέν τις... καρπὸς...
δριμύς, ῥητινίζων, ἐν τῷ
διαμασᾶσθαι ἐπικαίων τὴν
Plin. XXIV 99 f. (e S. N.?).
Keine Angabe.
Gal. VII 11.14: XII 60 K.
Keine Angabe.
Fehlende Angaben bei Plinius, wo Dioskurides solche bietet.
γεῦσιν... ἡ δὲ ἑτέρα... σπέρμα
φέρει… εὐῶδες, οὐ πυρωτικόν.
„Die eine libanōtis-Art hat eine
beißende, harzartige, beim Kauen
im Geschmack brennende Frucht,
die andere trägt einen
wohlriechenden, nicht-brennenden
Samen.“
27)
Dsc. III 80
σίλφιον… διαφέρει δὲ αὐτοῦ [sc.
τοῦ ὀποῦ] ὁ… μὴ πρασίζων
μηδὲ ἀπηνὴς πρὸς τὴν γεῦσιν…
ὁ μέντοι Κυρηναϊκός... τῇ τε ὀσμῇ
ἐστι προσηνέστατος, ὥστε
γευσαμένῳ μηδὲ τὸ στόμα πνεῖν.
„Silphion…Es zeichnet sich
derjenige Saft aus, der weder
lauchartig noch unangenehm im
Geschmack ist... der Kyrenäische
Saft... ist auch im Geruch so
ausgesprochen milde, dass auch
nach dem Kosten kein
Mundgeruch entsteht."
Plin. XIX 38–46 (e Theophr. et S.
N.?), vgl. PIin. XXII 100–106 (e S.
N.?).
Keine Angabe.
Gal. VIII 18.16: XII 123 K.
Keine Angabe.
28)
Dsc. III 81
σαγαπηνόν… διαφέρει δὲ αὐτοῦ
[sc. τοῦ ὀποῦ] τὸ… δριμὺ ἐν τῇ
γεύσει.
„Sagapenum… Es zeichnet sich
von dem Pflanzensaft derjenige mit
beißendem Geschmack aus.“
Plin. XX 197 (e S. N.?).
Keine Angabe.
Gal. VIII 18.1: XII 117 K.
Keine Angabe.
29)
Dsc. III 83
χαλβάνη… δύναμιν δὲ ἔχει
θερμαντικὴν καὶ πυρωτικήν.
„Galbanum hat eine wärmende
und brennende Kraft.“
Plin. XII 126
Keine Angabe.
Gal. VIII 22.1: XII 153 K.
Keine Angabe.
30)
Dsc. III 84
ἀμμωνιακόν… ἐγκριτέον δὲ
αὐτοῦ τὸ… πικρὸν δὲ τῇ γεύσει.
„Ammoniacum… es soll dasjenige
ausgewählt werden, das im
Geschmack bitter ist.“
Plin. XII 107 (e S. N.?).
Keine Angabe.
Gal. VI 1.37: XI 828 K.
Keine Angabe.
31)
Dsc. III 98
χαμαίρωψ ἢ χαμαίδρυς…
φύλλα... πικρά.
„Chamairōps oder chamaidrys…
die Blätter sind bitter.“
Plin. XXIV 130 (e S. N.?).
Keine Angabe.
Gal. VIII 22.2: XII 153 K.
Χαμαίδρυς ἐπικρατοῦσαν ἔχει
τὴν πικρὰν ποιότητα, ἔστι δὲ καὶ
δριμεῖά πως.
„Chamaidrys… hat vorherrschend
die bittere Qualität; er ist aber auch
irgendwie beißend.“
Fehlende Angaben bei Plinius, wo Dioskurides solche bietet.
32)
Dsc. III 105
πράσιον… φύλλον... πικρὸν τῇ
γεύσει.
„Andorn [hat] ein Blatt, das bitter
im Geschmack ist.“
Plin. XX 241–244 (e S. N.?).
Keine Angabe.
Gal. VIII 21.10: XII 107 K.
Πράσιον ὥσπερ τῇ γεύσει
πικρόν ἐστιν, οὕτω…
„So, wie Andorn im Geschmack
bitter ist, so…“
33)
Dsc. III 106
στάχυς… δύναμιν δὲ ἔχει
θερμαντικήν, δριμεῖαν.
„Stachys hat eine wärmende,
beißende Eigenschaft.“
Plin. XXIV 136 (e S. N.?).
Keine Angabe.
Gal. VIII 18.37: XII 129 K.
στάχυς … δριμὺς γευόμενός ἐστι
καὶ πικρὸς.
„Stachys… im Geschmack ist er
beißend und bitter.“
34)
Dsc. III 132
νυμφαία… καρπὸς... γευομένῳ
γλίσχρος.
„Die Nymphaia hat eine schleimig
schmeckende Frucht.“
Plin. XXV 75 (ex I. B.?).
Keine Angabe.
Gal. VIII 13.9: XII 86 K.
Keine Angabe.
35)
Dsc. III 46
πήγανον ἄγριον (= μῶλυ)…
σπέρμα… πικρὸν ἱκανῶς πρὸς
τὴν γεῦσιν.
„Die wilde Raute hat einen Samen,
der für den Geschmack ziemlich
bitter ist.“
Keine Parallelstelle in Plin.
Gal. VIII 16.18: XII 100f. K.
πήγανον ἄγριον… ἔστι δ' οὐ
μόνον δριμὺ γευόμενον, ἀλλὰ καὶ
πικρόν.
„Die wilde Raute… im Geschmack
ist sie nicht nur beißend, sondern
auch bitter.“
36)
Dsc. III 107
φυλλῖτις… γευσαμένῳ στρυφνή.
„Die Hirschzunge, hat einen sauren
Geschmack.“
Keine Parallelstelle in Plin.
Gal. VIII 21.10: XII 152 K.
Φυλλῖτις, στρυφνῆς οὖσα
ποιότητος.
„Die Hirschzunge ist von einer
sauren Qualität.“
8
II. Angaben stimmen bei Dioskurides und Plinius weitgehend überein.
1)
Dsc. III 1
ἀγαρικόν… γεύσει δὲ... κατ'
ἀρχὰς μὲν γλυκάζοντα, εἶτα ἐξ
ἀναδόσεως ἔμπικρα.
„Der [Baumpilz] agarikon
schmeckt zu Beginn süß, beim
weiteren Kauen aber bitter.“
Plin. XXV 103 (e S. N.?)
Agaricum… initio gustus dulcis
mox in amaritudinem transit.
„Agaricum… Der zu Beginn süße
Geschmack geht bald in eine
Bitterkeit über.“
Gal. VI 1.5: XI 813 K.
Ἀγαρικοῦ ῥίζα… κατὰ μὲν τὴν
πρώτην γεῦσιν γλυκεῖά τις,
ὑπόπικρος δὲ ὀλίγον ὕστερον
φαινομένη καί τινος ἐν τῷ
χρόνῳ δριμύτητος ἔμφασιν
ἐπάγουσα, καὶ βραχείας
στύψεως.
„Beim ersten Kosten ist die Wurzel
von agarikon irgendwie süß, wenig
später aber erscheint sie leicht
bitter und mit der Zeit führt sie
den Eindruck einer gewissen
beißenden Schärfe und geringen
Adstringenz herbei.“
2)
Dsc. III 7
κενταύρειον τὸ λεπτὸν ἢ
μικρόν… ῥίζα... γευομένῳ δὲ
ἐμποιεῖ πικρίαν.
„Das feine und kleine
Centaurium… die Wurzel… im
Geschmack erscheint eine
Bitterkeit.“
Plin. XXV 68 (e S. N.?)
centaurium… lepton…
amaritudinem summam.
„Das feine centaurium besitzt die
größte Bitterkeit.“
Gal. VII 10.18: XII 20 K.
Κενταυρίου τοῦ μικροῦ… ῥίζα…
κλῶνες… φύλλα… ἄνθη…
κρατεῖ δ' ἐν αὐτοῖς ἡ πικρὰ
ποιότης, ὀλίγον τι καὶ στύψεως
μετέχουσα, καὶ διὰ τὴν τοιαύτην
κρᾶσιν…
“Wurzel, Zweige, Blätter, Blüten
vom kleinen Centaurium… Es
herrscht in ihnen die bittere
Qualität vor, wobei sie auch Anteil
an einer Adstringenz haben, und
aufgrund dieser Mischung…“
3)
Dsc. III 8
χαμαιλέων λευκός… ῥίζαν…
βαρύοσμον, γλυκεῖαν.
„Der weiße chamaileōn [hat] eine
Wurzel mit einem schweren Duft,
leicht süßlich“
Plin. XXII 45 (e S. N. — Crat.?)
Chamaeleonem…candidior…
radice dulci, odore gravi.
„Der mehr weiße chamaileon hat
eine süße Wurzel und einen
schweren Duft.“
Gal. VIII 22.6: XII 154 K.
ἡ δὲ τοῦ λευκοῦ χαμαιλέοντος
ῥίζα… πικροτέρα ἐκείνης [sc.
μέλανος] ἐστίν.
„Die Wurzel des weißen
Chamaileon ist bitterer als die des
schwarzen“
4)
Dsc. III 10
κροκοδείλεον… ῥίζαν ἔχον...
ὀσμὴν δριμεῖαν.
„Das krokodeílion hat eine Wurzel
mit scharfem Geruch“
Plin. XXVII 64 (e S. N. - Crat.?)
Crocodileon… odoris asperi.
„Crocodileon hat einen scharfen
Geruch.“
Gal. VII 10.56: XII 47 K.
τὸ σπέρμα δριμὺ μέν ἐστι καὶ
ἀρωματίζον... ἡ δὲ ῥίζα…
δριμεῖα μὲν ἧττον ὑπάρχουσα
τοῦ σπέρματος, πικρὰ δ' οὐχ
ἧττον οὖσα.
„Der Samen ist zwar beißend und
aromatisch, die Wurzel aber
weniger beißend als der Samen,
aber nicht weniger bitter.“
Angaben stimmen bei Dioskurides und Plinius weitgehend überein.
5)
Dsc. III 13
ἄκανθα Ἀραβική… στύφουσα.
„Die arabische akantha (Distel) ist
adstringierend.“
Plin. XXIV 107 (e S. N.?)
Spina Arabica… astringit.
„Die Arabische Distel
adstringiert.“
Gal. VI 1.17: XI 819 K.
στυπτικωτέρα δὲ καὶ
ξηραντικωτέρα τὴν δύναμίν
ἐστιν.
„[Die arabische akantha] ist
adstringierender und trocknender
hinsichtlich des Vermögens.“
6)
Dsc. III 15
ποτίρριον… καρπὸν δὲ
γευομένῳ εὐώδη καὶ δριμύν.
„Potirrhion hat eine Frucht, die im
Geschmack wohlriechend und
beißend ist.“
Plin. XXVII 122 (e S. N. —
Crat.?)
Poterion… seminis... gustu acuto et
odorato.
„Poterion… von dem Samen…
mit einem scharfen Geschmack
und Geruch.“
Gal. VIII 13.7 : XII 86 K.
Νευρὰς… ξηραντικῆς ἀδήκτου
δυνάμεώς ἐστιν.
„Neuras ist von einem nicht-
beißenden trocknenden
Vermögen.“
7)
Dsc. III 24.
ἁβρότονον… ἄνθος πικρὸν τὴν
γεῦσιν
„Eberraute…die Blüte ist bitter im
Geschmack“
Plin. XXI 160 (e S. N.?)
Habrotonum…amaritudo
absinthii.
„Eberraute… von der Bitterkeit des
Absinths.“
Gal. XI 799f. K.
ἁβρότονον…πικρὸν γὰρ ἱκανῶς
ἐστιν.
„Eberraute… Sie ist nämlich
ziemlich bitter.“
8)
Dsc. III 32
δίκταμνον… πόα... δριμεῖα λίαν.
„Diktam… das Kraut ist stark
beißend“ (während die
Verfälschung, der Pseudodiktam,
weniger beißend sei, Dsc. 32.2:
ἧττον δριμύ).
Plin. XXV 92
dictamnum… acre gustu.
„Diktamnon ist von beißendem
Geschmack“ (und zwar genüge
hierfür schon eine sehr geringe
Menge: minima portione accendit
os, Plin. XXV 93).
Gal. VI 3.7: XI 857 K.
δίκταμνον wird hinsichtlich der
Eigenschaften mit γλήχων
verglichen.
9)
Dsc. III 45
πήγανον. τὸ ὄρειον καὶ ἄγριον
τοῦ ἡμέρου δριμύτερον.
„Raute. Die montane und wilde
[Spezies] ist beißender als die
kultivierte.“
Plin. XX 131 (e S. N.? et J. B.)
ruta... silvestris… ad omnia acrior.
“Die wilde Raute ist in allem
Belangen beißender.“
Gal. VIII 16.18: XII 100f. K.
ἔστι δ' οὐ μόνον δριμὺ
γευόμενον, ἀλλὰ καὶ πικρόν.
„… ist im Geschmack nicht nur
beißend, sondern auch bitter.“
10)
Dsc. III 55
σίνων· σπερμάτιόν ἐστιν...
πυρωτικόν.
„Sinōn. Der Samen ist…
brennend.“
Plin. XXVII 136 (e S. N.?)
Sinon... sapore simillima piperi.
„Sinon ist vom Geschmack Pfeffer
sehr ähnlich.“
Gal. VIII 18.17: XII 123 K.
Σίσων θερμὸς καὶ ὑπόπικρός ἐστι
τὴν γεῦσιν.
„Sison ist hinsichtloch des
Geschmacks warm und leicht
bitter.“
11)
Dsc. III 68
σμύρνιον...φύλλα... εὐώδη σὺν
δριμύτητι, φαρμακώδη...
σπέρμα… δριμὺ γευομένῳ,
<ὄζον> σμύρνης,...ἡ δὲ ῥίζα
Plin. XXVII 133 (e S. N.?)
Smyrnion... folia... odore medicato
cum quadam acrimonia iucundo...
radix quoque odorata, gustu acri
Gal. VIII 18.32: XII 128 K.
ἔστι μέντοι καὶ αὐτὸ σμύρνιον,
ἧττον δ' ἐστὶν δριμὺ
πετροσελίνου καὶ σμυρνίου.
Angaben stimmen bei Dioskurides und Plinius weitgehend überein.
δριμεῖα, εὐώδης… δάκνουσα τὴν
φάρυγγα.
„Smyrnion… Die Blätter sind
wohlriechend mit einer Schärfe,
arzneiartig… der Samen ist
beißend im Geschmack, nach
Weihrauch duftend… die Wurzel
ist beißend, wohlriechend… im
Schlund beißend.“
mordet; sucosa, mollis... odor
murrae habet qualitatem.
„Smyrnion… die Blätter von
einem medizinischen Geruch mit
einer gewissen angenehmen
Schärfe… Auch die Wurzel ist
wohlriechend, aber sie beißt mit
scharfem Geschmack; sie ist
saftreich und weich… Sie hat
einen Geruch von der Qualität der
Myrrhe.“
Vgl. XIX 187, wo gesagt wird,
dass ihre Wurzel wie Myrrhe
schmeckt: zmyrnium...
murramque radice resipit.
„Es gibt noch ein eigentliches
Smyrnion, es ist aber weniger
beißend als Petersilie und
Smyrnium.“
12)
Dsc. III 72
δαῦκος· ὁ... Κρητικός… ὁ
καρπὸς… δριμὺς ἐν τῷ
διαμασᾶσθαι, εὐώδης... ὁ δέ τις...
ἀρωματώδης καὶ εὐώδης, δριμὺς
καὶ πυρώδης γευομένῳ·
„Die kretische Karotte… die
Frucht… beißend beim Kauen,
wohlriechend… die eine Art ist
aromatisch, wohlriechend, beißend
und brennend im Geschmack.“
Plin. XXV 110 (e S. N.?)
[daucus Creticus]: radice
suavissimi gustus et odoris...
semen... acre, odoratum omnibus
et fervens.
„Die kretische Karotte… mit einer
sehr süßen Wurzel im Geschmack
und Geruch… der Samen ist
beißend, bei allen [Arten] duftend
und brennend.“
Gal. VI 4.2: XI 862 K.
ὁ δὲ ἥμερος [δαῦκος ]
ἐδώδιμος… δριμείας δέ ἐστι …
δυνάμεως.
„Die kultivierte Karotte ist essbar,
sie ist aber von einem beißenden
Vermögen.“
13)
Dsc. III 78
πευκέδανον… ὀπός…
βαρύοσμος… θερμαίνων τὴν
γεῦσιν.
„Das Peucedanum-Gummiharz ist
von schwerem Geruch… wärmend
im Geschmack.“
Plin. XXV 117 (e S. N.?)
peucedanum… sucus…
probatur... odore suaviter gravi,
fervens gustu.
“Das Peucedanum-Gummiharz
zeichnet sich durch seinen
schweren Geruch und den
brennenden Geschmack aus.“
Gal. VIII 16.17: XII 99 K.
Keine Angabe.
14)
Dsc. III 82
εὐφόρβιον… ἐκλέγου δὲ τὸν...
δριμύν. δυσδοκίμαστος δέ ἐστι
τῇ γεύσει λαμβανόμενος διὰ τὸ
ἅπαξ δηχθείσης τῆς γλώσσης
ἐπιμένειν τὴν πύρωσιν ἐφ' ἱκανὸν
χρόνον, ὥστε πᾶν τὸ
προσαγόμενον εὐφόρβιον δοκεῖν
εἶναι.
„Euphorbion… Wähle aber den
scharfen [Saft] aus. Allerdings ist er
schwer mit dem Geschmackssinn
nach der Einnahme zu beurteilen,
denn wenn die Zunge einmal
gebissen wurde, bleibt der
brennende Geschmack eine ganze
Weile, sodass alles [ihr] zugeführte
Euphorbium zu sein scheint“.
Plin. XXV 79 (e S. N. — Iuba?)
Euphorbeam… etiam levi gustu os
accensum diu detinens et magis ex
intervallo.
„Euphorbium brennt, wenn auch
nur leicht gekostet, lange im Mund
und nimmt nach einer Weile noch
zu."
Gal. VI 5.24: XI 879 K.
Keine Angabe.
Angaben stimmen bei Dioskurides und Plinius weitgehend überein.
15)
Dsc. III 99
λευκάς· ἡ ὀρεινὴ... δριμύτερον
[καὶ πικρότερον - hier ist wohl
besser mit E μικρότερον zu lesen]
ἔχουσα τὸν καρπὸν
„Leukas. Die montane Art hat eine
stärker beißende Frucht.“
Plin. XXVII 102 (e S. N.?)
leucas... silvestrem... semine
acriore.
„Leucas…die wilde…mit einem
schärferen Samen.“
Gal. VII 11.9: XII 58 K.
Λευκὰς δριμείας ἐστὶ ποιότητος
ἐπικρατούσης.
„Leukas ist von einer
vorherrschenden beißenden
Qualität.“
16)
Dsc. III 119
κιρκαία… ῥίζας… εὐώδεις,
θερμαντικάς.
Die kirkaia hat wohlriechende und
wärmende Wurzeln.
Plin. XXVII 60 (e S. N. — Crat?)
circaea... radice... odorata, gustus
calidi.
„Circaea…mit einer Wurzel…
duftend, von warmem
Geschmack.“
Gal. VII 10.26: XII 26 K.
Keine Angabe (allerdings wird das
aus der Frucht gewonnene Öl als
wärmend klassifiziert).
17)
Dsc. III 124
κραταιόγονον … ἰσχυρῶς
δριμύ.
„Krataiogonon ist stark beißend.“
Plin. XXVII 62 (e S. N.? - Crat.)
crataegonon vehementer aspero
gustu.
Gal. VII 10.51: XII 44 K.
κραταιόγονον … ὁ καρπὸς καὶ
δριμὺς γευομένοις ἐστὶ καὶ
σφοδρῶς.
„Krataiogonon… die Frucht ist im
Geschmack auch beißend und
zwar heftig.“
18)
Dsc. III 128
σατύριον… ῥίζαν δὲ... γευομένῳ
γλυκεῖαν καὶ εὔστομον.
„Das Satyrkraut hat eine süß und
im Mund angenehm schmeckende
Wurzel.“
Plin. XXVI 97 (e S. N.?)
aliud genus satyrii… radicis...
sapore subdulce.
„Die andere Sartyrium-Art…von
der Wurzel… mit einem leicht
süßen Geschmack.“
Gal. VIII 18.5: XII 118 K.
σατύριον… γευόμενον φαίνεται
γλυκύ.
„Satyrion erscheint im Geschmack
süß.“
19)
Dsc. III 130
ἡδύσαρον... τὸ σπέρμα... πικρὸν
γευσαμένῳ.
„Hedysaron hat einen bitter
schmeckenden Samen.“
Plin. XXVII 121 (e S. N.? —
Crat.)
pelecinon... semen... amarum.
„Pelecinon hat einen bitteren
Samen.“
Gal. VI 7.2: XI 883 K.
Ἡδύσαρον ἢ πελεκῖνος. τούτου
τοῦ θάμνου τὸ σπέρμα … πικρὸν
καὶ ὑπόστρυφνον φαίνεται.
„Hedysaron oder pelekinos. Der
Samen dieses Strauches erscheint
bitter und leicht sauer.“
20)
Dsc. III 133
ἀνδρόσακες… πόα δ' ἐστὶ...
πικρά.
„Androsaces ist ein bitteres Kraut.“
Plin. XXVII 25 (e S. N.? — Crat.)
Androsaces herba est... amara.
„Androsaces ist ein bitteres Kraut.“
VI 1.42: XI 830 K.
Ἀνδρόσακες πικρὰ καὶ δριμεῖα
πόα.
„Androsakes ist ein bitteres und
beißendes Kraut.“
21)
Dsc. III 136
ἀνθυλλίς… ἡ μὲν… γευομένῳ
ὕφαλμος.
„Anthyllis schmeckt leicht salzig.“
Plin. XXI 175 (e S. N.?)
herba anthyllium... subsalsa
gustanti.
„Das anthyllium-Kraut schmeckt
leicht salzig.“
Gal. VI 1.46: XI 833 K.
Keine Angabe.
Angaben stimmen bei Dioskurides und Plinius weitgehend überein.
22)
Dsc. III 138
παρθένιον… ἄνθη... τὸ δὲ μέσον
… τῇ δὲ γεύσει πικρίζον.
„Die Blüten des Mutterkrauts…
haben in der Mitte [d. h. die
Röhrenblüten] einen bitteren
Geschmack“ (wörtl.: sind im
Geschmack ‚bitternd‘).
PIin. XXI 176 (e S. N.?)
parthenium... sapore amaro.
“Mutterkraut ist von einem
bitteren Geschmack.“
Kapitel fehlt in Gal.
23)
Dsc. III 140
γλυκυσίδη… ῥίζα δὲ…
γευομένῳ στύφουσα.
„Die Paeonienwurzel ist im
Geschmack adstringierend.“
Plin. XXVII 84 (e S. N.?)
glycyside... radice..., quae gustu
adstringit.
„Glycyside mit einer Wurzel, die
im Geschmack adstringiert.“
[Nicht aber in XXV 29 (unde?)]
Gal. VI 3.10: XI 858f. K.
Γλυκυσίδην … ῥίζαν ἀτρέμα
στύφουσαν ἔχει μετά τινος
γλυκύτητος, ἐπὶ πλέον δὲ
μασωμένη καὶ δριμύτητος
ὑποπίκρου. … μὲν ᾗ δριμεῖά τέ
ἐστι καὶ ὑπόπικρος … ᾗ δ' ἔχει τι
καὶ στυπτικὸν…
„Die Päonie hat eine Wurzel, die
mit einer gewissen Süße
adstringiert, und wenn sie weiter
gekaut wird, auch mit einer leicht
bitteren Bissigkeit. Aber insofern sie
beißend und leicht bitter ist…aber
andererseits indem sie auch etwas
Adstringierendes hat…“
24)
Dsc. III 152
ἄλισμα… ῥίζαι… εὐώδεις,
δριμεῖαι, ὑπολίπαροι.
„Die Wurzeln von alisma sind
duftend, beißend und leicht fettig.“
Plin. XXV 124 (e S. N.?)
alcima… radicibus... acribus,
odoratis, pinguibus.
„Alcima mit scharfen Wurzeln,
duftend, fettig.“
Gal. VI 4.1: XI 861 K.
Keine Angabe.
25)
Dsc. III 157
κόρις… θάμνος δὲ… εὔστομος,
δριμύς, εὐώδης.
„Die koris ist ein im Mund
angenehmer, beißender,
wohlriechender Strauch.“
Plin. XXVI 86 (e S. N.?)
caron... odoratum… suave, leniter
acutum.
„Caron ist duftend, angenehm,
leicht beißend.“
Pflanze / Kapitel fehlt in Gal.
13
III. Angaben unterscheiden sich bei Dioskurides und Plinius.
1)
Dsc. III 2
ῥᾶ… ἔγγλισχρόν τε κατὰ τὴν
γεῦσιν μετ' ἀνειμένης στύψεως
διαμασηθέν τε ἔνωχρον καὶ
χροκίζον ποσῶς τῷ χρώματι
„Die Rhabarberwurzel ist im
Geschmack schleimig mit einer
leichten Adstringenz und beim
Kauen wird sie gelblich und zu
einem gewissen Grad
safranfarbig.“
Plin. XXVII 128 (e S. N.?)
rhecoma… calfaciens gustu et
adstringens. eadem trita vini
colorem reddit ad crocum
inclinantem.
„Rhecoma ist wärmend und
adstringierend im Geschmack.
Wenn sie zerrieben wird, erhält sie
eine weinähnliche, ins Safrangelbe
übergehende Farbe.“
Gal. VIII 17.3: XII 112 K.
Ῥῆον, … ἔχει μὲν γάρ τι καὶ
γεῶδες ψυχρὸν, ὡς ἡ στύψις
δηλοῖ. σύνεστι δέ τις αὐτῷ καὶ
θερμότης, ὑπόδριμυ γὰρ
ἐπιπλέον διαμασώμενον
φαίνεται.
„Rhabarber hat nämlich auch
etwas Erdartig-Kaltes, wie die
Adstringenz zeigt. Es ist ihm aber
auch eine Wärme eigentümlich,
denn beim weiteren Kauen
erscheint er leicht beißend.“
2)
Dsc. III 5
γλυκύρριζα… ῥίζαι
...ὑπόστρυφνοι, γλυκεῖαι.
„Süßholz… Die Wurzeln sind
leicht säuerlich, süß.“
Plin. XXII 24 (e S. N.?)
glycyrrhizam… radice dulci.
„Süßholz…mit einer süßen
Wurzel.“
Gal. VI 3.9: XI 858 K.
Γλυκύριζα…γλυκὺς ὑπάρχων,
ἅμα βραχείᾳ τινὶ στύψει.
„Süßholz… ist süß, zugleich mit
einer geringen Adstringenz.“
3)
Dsc. III 6
κενταύρειον τὸ μέγα… ῥίζα…
δριμεῖα μετὰ ποσῆς στύψεως καὶ
γλυκύτητος
„Das große Centaurium hat eine
beißende Wurzel, mit einem
gewissem Grad von Adstringenz
und Süßigkeit.“
Plin. XXV 66 (e S. N. — Crat.?)
centaurio… radix... amara cum
quadam dulcedine.
„Mit dem Centaurium…die
Wurzel… bitter mit einem
gewissen süßlichen Geschmack.“
Gal. VII 10.17: XII 19 K.
Κενταυρίου τοῦ μεγάλου ἡ
ῥίζα… κατὰ μὲν οὖν γεῦσιν
δριμεῖά τε ἅμα καὶ στύφουσα
φαίνεται μετά τινος βραχείας
γλυκύτητος.
„Die Wurzel vom großen
Centaurium erscheint im
Geschmack zugleich beißend und
adstringierend und mit einer
geringen Süße.“
4)
Dsc. III 23
ἀψίνθιον <βαθύπικρον> (add.
RHADi), 23.5 τὸ <σέριφον>
ἀψίνθιον θαλάσσιον...
ὑπόπικρος, 23.6: Σαντονικὸν…
ὑπόπικρον
„Der äußerst bittere Wermut…
Der seriphon [genannte], am Meer
wachsende Absinth ist leicht
bitter… der santonikon [genannte]
Absinth ist leicht bitter.“
Plin. XXVII 45 (e S. N.?)
absinthii… Ponticum... multoque
Italico amarius; sed medulla
Pontici dulcis.
„Vom Absinth ist der Pontische
viel bitterer als der ltalienische;
aber das Mark des Pontischen ist
süß.“
Gal. VI 1.75: XI 844 K.
Ἀψίνθιον στυπτικὴν καὶ πικρὰν
καὶ δριμεῖαν ἅμα ποιότητα
κέκτηται.
„Absinth besitzt eine zugleich
adstringierende, bittere und
beißende Qualität.“
5)
Dsc. III 26
στοιχάς… δριμεῖα τῇ γεύσει,
ὑπόπικρος ποσῶς.
Plin. XXVII 131 (e S. N.? —
Crat.)
stoechas… amara gustu.
„Stoechas ist von bitterem
Geschmack.“
Gal. VIII 18.39: XII 130 K.
Στοιχάδος ἡ μὲν πρὸς τὴν
γεῦσιν ποιότης πικρά τ' ἐστὶ καὶ
ὑποστύφουσα μετρίως.
Angaben unterscheiden sich bei Dioskurides und Plinius.
„Die stoichas ist beißend im
Geschmack, zu einem gewissen
Grade bitter.“
„Von Lavendel ist die Qualität im
Geschmack bitter und mäßig
adstringierend.“
6)
Dsc. III 33
ἐλελίσφακον… φύλλα...
σφοδρῶς εὐώδη, ἔμβρωμα.
„Salbeiblätter sind sehr aromatisch
duftend, widerlich“ [ich nehme an:
im Geschmack].
Plin. XXII 146 (e Theophr., S. N.)
elelisphacos... folio... odoratiore.
„Salbei… mit einem duftenden
Blatt.“
Gal. VI 5.8: XI 873 K.
Ἐλελίσφακος … ὑποστυφούσης
ἀτρέμα.
„Salbei… ist sehr leicht säuerlich.“
7)
Dsc. III 49
πάνακες Ἀσκληπίειον… τὰ
ἄνθη... δριμέα, εὐώδη.
„Das panakes des Asklepios… die
Blüten sind beißend,
wohlriechend.“
Plin. XXV 30 (e Basso ? e Thphr.
Hist. pl. IX 11.2).
Panaces...Asclepion... radice multi
corticis et salsi.
„Das panaces des Asclepius… die
Wurzel ist von dicker Rinde und
salzig.“
Gal. VIII 16.5: XII 95 K.
Keine Angabe.
8)
Dsc. III 69
ἐλαφοβόσκον… ῥίζα… γλυκεῖα,
ἐδώδιμος·
„Elaphoboskon… die Wurzel ist
süß, essbar.“
Plin. XXII 79 (e S. N.?)
elaphoboscon… semine… silis
effigie, sed non amari.
„Elaphoboscon hat ein Aussehen
wie Silis-Samen, ist aber nicht
bitter.“
Gal. VI 5.6: XI 873 K.
Keine Angabe.
9)
Dsc. III 85
σαρκοκόλλα… ἔμπικρον τῇ
γεύσει
„Sarcocolla ist im Geschmack
bitter.“
Plin. XXIV 128 (e S. N.?)
sarcocollam… cum quadam
acrimonia dulcem
„Sarcocolla ist süß mit einer
gewissen Schärfe.“
Gal. VIII 18.4: XII 118 K.
σαρκοκόλλα… βραχείας πικρᾶς.
„Sarkokollla… von einer geringen
bitteren Qualität.“
10)
Dsc. III 111
σκόρδιον… φύλλα... στυπτικὰ
δὲ καὶ ἔμπικρα κατὰ τὴν γεῦσιν.
„Skordion… die Blätter sind
adstringierend und bitter im
Geschmack.“
Plin. XXV 63 (e I. B.?)
scordion… gustus amari.
„Scordion… von bitterem
Geschmack.”
Gal. VIII 18.25: XII 125f. K.
σκόρδιον… καὶ γὰρ καὶ πικρὸν
ἔχει τι καὶ στρυφνὸν καὶ δριμὺ,
καὶ μάλιστά γε σκορόδῳ
προσέοικεν αὐτοῦ τὸ δριμύ.
„Skordion… er hat nämlich auch
etwas Bitteres und Saures und
Beißendes und das Beißende ähnelt
am meisten dem Knoblauch
[skorodon].“
11)
Dsc. III 116
γεράνιον… ῥίζαν δὲ ἔχει...
γλυκεῖαν, ἐσθιομένην.
„Stochenschnabel hat eine süße
Wurzel, die gegessen wird.“
Plin. XXVI 108
Geranion... foliis… saporis et
odoris iucundi… alterum genus...
radice… dulci.
„Geranion… mit Blättern von
angenehmem Geschmack und
Geruch… die andere Art mit einer
süßen Wurzel.“
Pflanze / Kapitel fehlt in Gal.
15
IV. Fehlende Angaben bei Dioskurides, wo Plinius solche bietet.
1)
Plin. XX 112–113 (e S. N. et J. B.?)
Chrysippus feminam [sc. Apium]
esse dicit... sapore acri et fervido.
In Bezug auf das apium, zitiert
Plinius Chrysippos aus Knidos
(4./3. Jh. v. Chr.), der einen
beißenden und brennenden
Geschmack bezeugt.
Dsc. III 64
Keine Angabe.
Gal. VIII 18.6: XII 118 K.
Keine Angabe, dafür wird an
anderer Stelle (ΧΙ 747 K.) gesagt,
dass der Samen beißend sei: εἴρηται
γὰρ ἔμπροσθεν ὡς τὸ δριμὺ πᾶν
θερμόν ἐστιν. ἔστι δὲ τοιαῦτα
σελίνου σπέρμα...
2)
Plin. XX 255 (e S. N.?)
hippomarathum… gustu acriore.
„Das hippomarathum hat einen
schärferen Geschmack [als Fenchel,
feniculum].“
Dsc. III 71
Keine Angabe (ein scharfer
Geschmack wird allerdings für das
andere, kleinere h. belegt)
Gal. VII 12.5: XII 68 K.
οὐ γὰρ δὴ στύψεώς γε σαφοῦς
αὐτοῖς [sc. μαράθρῳ καὶ
ἱππομαράθρῳ] μέτεστι.
„Zumindest ist ihnen (marathron
und hippom.) keine deutliche
Adstringenz eigen.“ (Für das
kleinere h. wird ebenfalls ein
beißender Geschmack belegt)
3)
Plin. XXVII 83 (e S. N. — Crat.?)
[glaucion, folia:] gustus amari cum
adstrictione.
„Glaucion, die Blätter von bitterem
Geschmack mit Adstringenz.“
Dsc. III 86
γλαύκιον… τὰ φύλλα... πικρὰ ἐν
τῇ γεύσει
„Glaukion… die Blätter sind bitter
im Geschmack.“
Gal. VI 3.5: XI 857 K.
Γλαύκιον στύφει μετά τινος
ἀηδίας.
„Glaukion adstringiert mit einer
bestimmten unangenehmen Note.“
4)
Plin. XXVII 32 (e S. N.?)
Aparinen… semen... subdulce.
„Aparine… der Samen ist leicht
süßlich.“
Dsc. III 90
Keine Angabe.
Gal. VI 1.50: XI 834 K.
Keine Angabe.
5)
Plin. XXV 45 (e S. N.?)
Teucrion, quam quidam hemionion
vocant… austero sapore.
„Teucrion, das manche hemionion
nennen hat einen herben
Geschmack.“
Dsc. III 97
Keine Angabe, aber Dsc. III 135
ἡμιονῖτις… γευσαμένῳ δὲ ἡ πόα
στυπτική.
„Hemionitis… das Kraut ist im
Geschmack adstringierend.“
Gal. VIII 19.3: XII 138 K.
Keine Angabe, aber XI 884 K.
Ἡμιονίτις στύψεως ἅμα σὺν
πικρότητι μετέχει.
„Hemionitis hat Anteil an einer
Adstringenz zugleich mit einer
Bitterkeit.“
6)
Plin. XXVI 84 (e S. N.?)
Cepaea… gustu amara.
Die cepaea ist im Geschmack bitter.
Dsc. III 151
Keine Angabe.
Pflanze / Kapitel fehlt in Gal.
Fehlende Angaben bei Dioskurides, wo Plinius solche bietet.
7)
Plin. XXVI 85 (e S. N.?)
hypericon… natura semini
spissandi.
„Hypericon… der Samen ist von
adstringierender Natur."
Dsc. III 154
Keine Angabe.
Gal. VIII 20.5: XII 148 K.
Keine Angabe.
17
V. Angaben unterscheiden sich bei Galen und Dioskurides; Galen ist detaillierter.
1)
Gal. VI 1.3: XI 810f. K.
τὸ δὲ σπέρμα… τῆς δ' ἐν τῷ
Παρνασσῷ [ἀγρώστεως]…
ὑπόστρυφνον. ἄγρωστις ἐδώδιμον
ἔχει τὴν ῥίζαν, ἔστ' ἂν ᾖ μαλακὴ,
γλυκεῖα μὲν ὑδατώδης, δριμὺ δέ τι
καὶ ὑπόστρυφνον ὀλίγον ἔχουσα.
„Der Samen der Agrostis vom
Parnass ist leicht sauer. Die Agrostis
hat eine essbare Wurzel. Wenn sie
weich ist, ist sie einerseits süß und
wasserartig, hat aber andererseits
auch etwas Beißendes und leicht
Saures.“
Dsc. IV 31
ἡ δὲ ἐν τῷ Παρνασσῷ ἄγρωστις…
ῥίζας… γλυκείας ἰσχυρῶς.
„Die Agrostis vom Parnass… die
Wurzeln sind sehr süß.“
Plin. XXIV 178-9 (e S. N.?)
gramen … sucum quoque eius in
Parnaso excipi tradunt propter
ubertatem; dulcis hic est.
„Manche berichten, dass auf dem
Parnaß auch sein Saft ausgezogen
werde, wegen seiner Reichhaltigkeit;
dieser ist süß.“
2)
Gal. VI 1,4: ed. Petit (2013), S.
1084–1086 = XI 811–813 K.
… (2.) Τῆς δὲ ἀγχούσης τέτταρά
ἐστιν εἴδη, ὧν ἡ μὲν… ἔχει τὴν
ῥίζαν, στύφουσάν τε ἅμα καὶ
ὑπόπικρον… τὰ δὲ φύλλα…
στύφει δὲ αὐτὰ… (3.) καὶ ἡ
λυκαψὸς δὲ προσαγορευομένη…
ῥίζαν δ’ ἔχει στυπτικωτέραν τῆς
ὀνοκλείας. (4.) ἡ δὲ ὀνόχειλος …
Πλέον γὰρ ἔχει καὶ πρὸς τὴν
γεῦσιν εὐθὺς τὸ δριμύ… (5.) … ἡ
μὲν γὰρ ὀνόκλεια
προσαγορευομένη στύφουσάν τε
ἅμα καὶ ὑπόπικρον ἔχει τὴν
ῥίζαν… (6.) ἐρρέθη γὰρ ἐν τοῖς
ἔμπροσθεν ὡς ἡ στρυφνὴ ποιότης
ἐπιμεμιγμένη τῇ πικρᾷ ταῦτα
ἐργάζεσθαι πέφυκεν… (8.) καὶ ἡ
λυκαψὸς δὲ προσαγορευομένη…
ῥίζαν ἔχει στυπτικωτέραν τῆς
ὀνοκλείας.
“Von der anchusa gibt es vier Arten, von
denen die erste eine adstringierende und
zugleich leicht bittere Wurzel hat…Die
Blätter… auch sie adstringieren. Und die
lykapsos genannte hat eine stärker
adstringierende Wurzel als die onokleia.
Die onocheilos… Sie hat nämlich in
höherem Maße auch im Geschmack
unmittelbar das Beißende. Die onokleia
genannte hat eine zugleich
adstringierende und leicht bittere Wurzel.
Es wurde nämlich im Vorhergehenden
schon gesagt, dass die saure Qualität,
wenn sie mit der bitteren gemischt ist,
diese [Effekte] bewirken kann… Auch die
lykapsos genannte… hat eine stärker
Dsc. IV 23–26
ἄγχουσα…, οἱ δὲ ὀνοκλείαν
καλοῦσι.…ἔστι δὲ ἡ ῥίζα
στυπτική… ἄγχουσα ἑτέρα, ἣν
ἔνιοι Ἀλκιβιάδειον ἢ ὀνοχειλὲς
ἐκάλεσαν…(keine Anagaben)
<ἔστι> δὲ καὶ ἄλλη… (Keine
Angaben..) λυκαψός… ῥίζα δὲ
…στυπτική·
„Anchusa, manche nennen sie
onokleia, die Wurzel ist
adstringierend.“
…
„Lykapsos, die Wurzel ist
adstringierend.“
Plin. XXII 48 (e S. N.?):
Keine Angabe.
Angaben unterscheiden sich bei Galen und Dioskurides; Galen ist detaillierter.
adstringierende Wurzel als die der
onokleia.“
[1-4 stellen wahrscheinlich einen späteren
Zusatz dar]
3)
Gal. VI 1.9: XI 815 K. Αἰγίλωψ …
δῆλον δ' ἐκ τῆς γεύσεως, ἠρέμα
γάρ πώς ἐστι δριμύς.
„Aigilops… Dies ist aufgrund des
Geschmacks klar, er ist nämlich
irgendwie leicht beißend.“
Dsc. IV 137
αἰγίλωψ (Keine Angabe.)
Plin. XXV 146 (e S. N.?)
Keine Angabe.
4)
Gal. VI 1.10: XI 816 K.
Αἴρα… θερμαίνει δραστικῶς, ὡς
ἐγγὺς εἶναι τῶν δριμέων ἴρεως
μᾶλλον.
„Taumellolch… Er wärmt drastisch,
sodass er mehr als die Iris den
beißenden Mitteln nahesteht.“
Dsc. II 100:
Keine Angabe.
Plin. XXII 160
Keine Angabe.
5)
Gal. VI 1.12: XI 817 K.
Ἀκακίας καὶ τὸ φυτὸν μὲν αὐτὸ
στρυφνόν ἐστι, καὶ ὁ καρπὸς καὶ ὁ
χυλὸς, ὅστις καὶ πλυθεὶς
ἀσθενέστερός τε ἅμα καὶ
ἀδηκτότερος γίγνεται, ὥς τινα
δριμύτητα κατὰ τὴν πλύσιν
ἀποτιθέμενος.
„Bei der Akazie ist die Pflanze selbst
sauer, als auch die Frucht und der
Presssaft, welcher, wenn gewaschen,
sowohl schwächer als auch weniger
beißend wird, weil eine bestimmte
Bissigkeit durch die Waschung
abgelegt wird.“
Dsc. I 101
ἀκακία…δύναμιν δὲ ἔχει
στυπτικήν.
„Die Akazie… hat ein
adstringierendes Vermögen“
Plin. XXIV 109
acacia…semen… colligitur autumno,
ante collectum nimio validius
spissat… foliorum sucus… vis summa
ad spissandum refrigerandumque est.
„Akazie… Man sammelt den Samen
im Herbst, weil der vor dieser Zeit
gesammelte zu stark adstringiert…
der Saft aus den Blättern… hat die
stärkste adstringierende und kühlende
Kraft.“
6)
Gal. VI 1.16: XI 819f. K.
Ἄκανθος λευκή. … ἔστι δ' αὐτῆς ἡ
μὲν ῥίζα … μετρίως στύφουσα.
„Weiße akanthos… Ihre Wurzel ist
mäßig adstrinigerend.“
Dsc. III 12
Keine Angabe.
Plin. XXIV 108
Keine Angabe.
7)
Gal. VI 1.17: XI 819 K.
Ἄκανθος Αἰγυπτία… ἔοικε δὲ καὶ
τῇ παρ' ἡμῖν ἀκάνθῃ τῇ λευκῇ.
στυπτικωτέρα δὲ… οὐκ ἀηδῆ τὴν
στύψιν.
„Ägyptische akantha… sie gleicht der
bei uns [vorkommenden] weißen
akantha. Sie ist aber
adstringierender… die Adstringenz ist
nicht unangenehm.“
Dsc. III 13 (siehe Haars [2018], S.
161)
Keine Angabe.
Plin. XXIV 107 (e S. N.?)
Spina Arabica - Spinae Aegyptiae …
- et ipsa astringit spissatque.
“Der arabische Dornstrauch ist
ebenfalls adstringierend und zieht
zusammen [so wie auch der
ägyptische, vgl. auch XIII 63].“
Angaben unterscheiden sich bei Galen und Dioskurides; Galen ist detaillierter.
8)
Gal. VI 1.18: XI 819 K.
Ἄκορον. τούτου τῇ ῥίζῃ χρώ-μεθα,
δριμείᾳ μὲν οὔσῃ καὶ ὑποπίκρῳ
μετρίως κατὰ γεῦσιν.
„Akoron. Davon gebrauchen wir die
Wurzel, wobei sie im Geschmack
einerseits beißend als auch
andererseits mäßig bitterlich ist.“
Dsc. I 2:
ἄκορον… τὰς ῥίζας … δριμείας δὲ
τῇ γεύσει.
„Akoron… die Wurzeln sind beißend
im Geschmack.“
Plin. XXV 157 (e S. N.?)
Acoron … gustu acres.
„Acoron ist im Geschmack beißend.“
9)
Gal. VI 1.25: XI 823 K.
Ἀλσίνη ἢ μυὸς ὦτα…χωρὶς
στύψεως ἐμψύχει.
„Alsine oder Mauseohr… sie kühlt
ohne Adstirngenz.“
Dsc. IV 86
ἀλσίνη· οἱ δὲ μυὸς ὦτα…δύναμιν
δὲ ἔχει ψυκτικήν, στυπτικήν.
„Alsine, manche nennen sie
Mauseohr… sie hat ein kühlendes,
adstringierendes Vermögen.“
Plin. XXVII 23 (e S. N. – Crat. ?)
Keine Angabe.
10)
Gal. VI 1.28: XI 824 K.
Ἄμι. … τὸ σπέρμα … ἔστι δὲ καὶ
γευομένοις ὑπόπικρόν τε καὶ δριμύ.
„Ami… der Samen ist im Geschmack
leicht bitter und beißend.“
Dsc. III 62: ἄμι…τὸ σπερμάτιον,
ὀριγανίζον τῇ γεύσει.
„[Der Samen von] ami ist im
Geschmack ‚origanisierend‘
Plin. XX 163f. (e S. N.?).
Keine Angabe.
11)
Gal. VI 1.34: XI 826f. K.
Ἀμπέλου λευκῆς, οἱ μὲν πρῶτοι
βλαστοὶ …εὐστόμαχον ἔδεσμα διὰ
τὸ στύφειν, καὶ ὑπόπικρον δὲ καὶ
ἀτρέμα δριμεῖαν ἔχον τὴν στύψιν·
„Weiße ampelos. Die ersten Triebe…
sind eine gut bekömmliche Speise
aufgrund des Adstringierens mit einer
nur leicht beißenden Adstringenz.“
Dsc. IV 182.2:
ἄμπελος λευκή…δύναμιν δὲ ἔχει τὰ
φύλλα καὶ ὁ καρπὸς <καὶ ὁ
καυλὸς> καὶ ἡ ῥίζα δριμεῖαν.
„Weiße ampelos… Die Blätter,
Frucht, der Stengel und die Wurzel
haben ein beißendes Vermögen.“
Plin. XXIII 21 (e S. N.?)
Keine Angabe.
12)
Gal. VI 1.36: XI 827f. K.
Ἀμύγδαλα... ὅσα δὲ γλυκέα τῶν
ἀμυγδάλων, μετέχει μὲν καὶ ταῦτα
βραχείας πικρότητος. ἀλλ'
ἐπικρατούσης τῆς γλυκύτητος
ἀποκρύπτεται.
„Mandeln… alle Mandeln, die süß
sind, haben zwar auch Anteil an einer
geringen Bitterkeit, aber sie bleibt
unter der vorherrschenden Süßigkeit
verborgen.“
Dsc. I 123
Keine Angabe.
Plin. XXIII 144 (e S. N.?)
Keine Angabe.
13)
Gal. VI 1.40: XI 829 K.
Ἀνάγυρος θάμνος ἐστὶ … δριμὺς…
ἀλλὰ τὰ μὲν φύλλα τὰ χλωρὰ διὰ
τὴν ὑγρότητος ἐπιμιξίαν ἧττον
ὄντα δριμέα.
„Anagyros ist ein beißender Strauch
aber die grünen Blätter sind aufgrund
Dsc. III 150
Keine Angabe.
Plin. XXVII 30 (e S. N.?)
Keine Angabe.
Angaben unterscheiden sich bei Galen und Dioskurides; Galen ist detaillierter.
der Beimischung einer Feuchtigkeit
weniger beißend.“
14)
Gal. VI 1.42: XI 830 K.
Ἀνδρόσακες πικρὰ καὶ δριμεῖα πόα.
„Androsakes ist ein bitteres und
beißendes Kraut.“
Dsc. III 133
ἀνδρόσακες… πόα δ' ἐστὶ... πικρά.
„Androsaces ist ein bitteres Kraut.“
Plin. XXVII 25 (e S. N. — Crat.?)
Androsaces herba est... amara.
„Androsaces ist ein bitteres Kraut.“
15)
Gal. VI 1.43: XI 830 K.
Ἀνδράχνη…ὀλίγου δέ τινος
αὐστηροῦ μετέχει.
„Andrachne… sie hat Anteil an einer
geringen herben [Qualität].“
Dsc. II 124.1
ἀνδράχνη δύναμιν ἔχει στυπτικήν.
„Andrachne hat ein adstringierendes
Vermögen.“
Plin. XXV 162f.
andrachlen… omnium harum vis
eadem, refrigerare et adstringere.
„Andrachle… all diese Pflanzen
haben dieselbe Kraft, sie kühlen und
adstringieren.“
16)
Gal. VI 1.48: XI 833 K.
Ἀνίσου τὸ σπέρμα… δριμὺ καὶ
ὑπόπικρον ὑπάρχον.
„Anissamen… ist beißend und leicht
bitter.“
Dsc. III 56
Keine Angabe.
Plin. XX 185 (e S. N. et I. B.?)
Keine Angabe.
17)
Gal. VI 1.56: XI 835 K.
Ἀριστολοχίας ἡ ῥίζα… πικρὰ καὶ
ὑπόδριμυς ὑπάρχουσα.
„Die Osterluzei-Wurzel… ist beißend
und leicht bitter.“
Dsc. III 4.2
ἀριστολοχεία … ἀμφότεραι δὲ …
πικραὶ τὴν γεῦσιν καὶ βρωμώδεις.
„Osterluzei… Beide Arten sind bitter
im Geschmack und widerlich.“
Plin. XXV 95–98 (e S. N.?)
Keine Angabe.
18)
Gal. VI 1.75: XI 844 K.
Ἀψίνθιον στυπτικὴν καὶ πικρὰν καὶ
δριμεῖαν ἅμα ποιότητα κέκτηται.
„Absinth besitzt eine adstirngierende,
bittere und zugleich beißende
Qualität.“
Dsc. III 23
ἀψίνθιον <βαθύπικρον> (add.
RHADi), 23.5 τὸ <σέριφον>
ἀψίνθιον θαλάσσιον... ὑπόπικρος,
23.6: Σαντονικὸν… ὑπόπικρον
„Der äußerst bittere Wermut…Der
seriphon [genannte], am Meer
wachsende Absinth ist leicht bitter…
der santonikon [genannte] Absinth ist
leicht bitter.“
Plin. XXVII 45 (e S. N.?)
absinthii… Ponticum... multoque
Italico amarius; sed medulla Pontici
dulcis.
„Vom Absinth ist der Pontische viel
bitterer als der ltalienische; aber das
Mark des Pontischen ist süß.“
19)
Gal. VI 2.1: XI 844f. K.
Βάλανος μυρεψικὴ… ἐπικρατοῦσαν
μὲν ἔχει τὴν πικρὰν ποιότητα.
μέμικται δέ τι καὶ στύψεως αὐτῷ.
„Balanos myrepsike… hat zwar eine
vorherrschende bittere Qualität. Ihr
ist aber auch eine bestimmte
Adstringenz beigemischt.“
Dsc. IV 157
Keine Angabe.
Plin. XII 100f.
Keine Angabe.
Angaben unterscheiden sich bei Galen und Dioskurides; Galen ist detaillierter.
20)
Gal. VI 2.7: XI 850f. K.
Βηχίον… τὴν ῥίζαν ἐπ'
ἀνθράκων… ἔστι δὲ δριμεῖα
συμμέτρως, …τὰ γὰρ ἤδη ξηρὰ
φύλλα τοῦ βηχίου δριμυτέρας
ἐστὶν… δυνάμεως.
„Huflattich… die auf glühende
Kohlen gelegte Wurzel… ist mäßig
beißend… denn die schon trockenen
Huflattich-Blätter sind von einem
stärker beißenden Vermögen
Dsc. III 112
Keine Angabe.
Plin. XXVI 30 (e S. N.?)
Keine Angabe.
Plin. XXIV 135 (ex I. B.)
Keine Angabe.
21)
Gal. VI 2.14: XI 852f.
Βούφθαλμον … μείζω δ' ἐστὶν
αὐτῶν [sc. τῶν ἀνθῶν τῆς
ἀνθεμίδος] … δριμύτερα.
„Bouphthalmon ist viel beißender als
sie [die Anthemis-Blüten].“
Dsc. III 139
Keine Angabe.
Plin. XXV 82 (e S. N.?)
Keine Angabe.
22)
Gal. VI 2.15: XI 853f. K.
Βράθυ τῶν ἰσχυρῶς ξηραινόντων
ἐστὶ, κατά γε τὰς τρεῖς ποιότητας
ἃς καὶ τῷ γεύεσθαι διασημαίνει,
παραπλησίως κυπαρίσσῳ, πλὴν
ὅτι δριμύτερον αὐτῆς ἐστι καὶ ὡς
ἂν εἴποι τις ἀρωματικώτερον.
αὐτῆς τε οὖν ταύτης μετέχει τῆς
ποιότητος ἧς εἴρηκα νῦν τῆς
δριμείας, ἐπὶ θερμῇ κράσει
συνισταμένης, ἔτι τε πικρότητός τε
καὶ στύψεως ἀμυδροτέρας ἢ κατὰ
κυπάρισσον. ὅσον γὰρ ἐν
δριμύτητι πλεονεκτεῖ κυπαρίσσου.
„Sadebaum gehört zu den stark
trocknenden Mitteln. Zumindest
gemäß den drei Qualitäten, welche
auch beim Schmecken erscheinen, ist
er der Zypresse ähnlich, außer, dass er
beißender ist als diese und, wie man
wohl sagen könnte, auch
aromatischer. Er hat folglich an
derselben Qualität Anteil, welche ich
jetzt die beißende nenne, die der
warmen Temperierung zuzuordnen
ist, ferner auch an der Bitterkeit und
einer Adstringenz, einer schwächeren
als bei der Zypresse. Umso mehr
nämlich übertrifft sie die Zypresse in
der Bissigkeit.“
Dsc. I 76
Keine Angabe.
Plin. XXIV 102 (e S. N.?)
Keine Angabe.
23)
Gal. VI 2.17: XI 855 K.
Βρόμος… καί τι καὶ στύψεως ἔχων.
„Hafer… hat auch etwas von einer
Adstirngenz.“
Dsc. II 94
Keine Angabe.
Plin. XXII 161 (e S. N.?)
Keine Angabe.
Angaben unterscheiden sich bei Galen und Dioskurides; Galen ist detaillierter.
24)
Gal. VI 3.1: XI 855f. K.
Γάλλιον… δύναμιν ἔχον…
ὑπόδριμυν.
„Gallion… hat ein leicht beißendes
Vermögen.“
Dsc. IV 95
Keine Angabe.
Kein entspr. Kapitel laut Wellmann
II p. 253.10
25)
Gal. VI 3.4: XI 856f. K.
Γιγγίδιον, ὥσπερ τῇ γεύσει
πικρότητός τε καὶ στύψεως
μετέχει…
„Gingidion, wie es im Geschmack
sowohl an einer Bitterkeit als auch
Adstringenz Anteil hat…“
Dsc. II 137
γιγγίδιον>· βοτάνιον σταφυλίνῳ
ἐοικὸς ἀγρίῳ… πικρότερον,
ῥίζαν… πικρὰν ἔχον.
„Gingidion ist ein dem wilden
Staphylinos ähnliches Pflänzchen,
bitterer, mit einer bitteren Wurzel.“
Plin. XX 33 (e S. N.?)
gingidion… amarius.
„gingidion… ist bitterer [als die
Karotte]“
26)
Gal. VI 3.9: XI 858 K.
Γλυκύριζα…γλυκὺς ὑπάρχων, ἅμα
βραχείᾳ τινὶ στύψει.
„Süßholz… ist süß, zugleich mit einer
geringen Adstringenz.“
Dsc. III 5
γλυκύρριζα… ῥίζαι
...ὑπόστρυφνοι, γλυκεῖαι.
Süßholz… Die Wurzeln sind leicht
säuerlich, süß.
Plin. XXII 24 (e S. N.?)
glycyrrhizam… radice dulci.
„Süßholz…mit einer süßen Wurzel.“
27)
Gal. VI 3.10: XI 858f. K.
Γλυκυσίδην … ῥίζαν ἀτρέμα
στύφουσαν ἔχει μετά τινος
γλυκύτητος, ἐπὶ πλέον δὲ
μασωμένη καὶ δριμύτητος
ὑποπίκρου. … μὲν ᾗ δριμεῖά τέ ἐστι
καὶ ὑπόπικρος … ᾗ δ' ἔχει τι καὶ
στυπτικὸν…
„Die Päonie hat eine Wurzel, die mit
einer gewissen Süße adstringiert, und
wenn sie weiter gekaut wird, auch mit
einer leicht bitteren Bissigkeit. Aber
insofern sie beißend und leicht bitter
ist…aber andererseits indem sie auch
etwas Adstringierendes hat…“
Dsc. III 140
γλυκυσίδη… ῥίζα δὲ… γευομένῳ
στύφουσα.
„Die Paeonienwurzel ist im
Geschmack adstringierend.“
Plin. XXVII 84 (e S. N.?)
Glycyside... radice..., quae gustu
adstringit.
„Glycyside… mit einer Wurzel, die
den Geschmack adstringiert.“
28)
Gal. VI 3.11: XI 861 K.
Γναφάλιον…ἔστι δὲ … μετρίως
στύφοντα [sc. τὰ φύλλα].
„Gnaphalion… die Blätter sind
mäßig adstringierend.“
Dsc. III 117
Keine Angabe.
Plin. XXVII 88 (e S. N.?)
Keine Angabe.
29)
Gal. VI 4.4: XI 863 K.
Δάφνης τοῦ δένδρου … ὁ δὲ
φλοιὸς τῆς ῥίζης ἧττον μέν ἐστι
δριμὺς … μᾶλλον δὲ πικρὸς, καί τι
καὶ στύψεως ἔχει.
Dsc. I 78
Keine Angabe (zu eben dieser
Droge).
Plin. XXIII 152 (e S. N.?)
Keine Angabe.
Angaben unterscheiden sich bei Galen und Dioskurides; Galen ist detaillierter.
„Lorbeerbaum… die Wurzelrinde ist
zwar weniger beißend aber stärker
bitter und hat auch etwas von einer
Adstringenz.“
30)
Gal. VI 4.5: XI 863 K.
Δάφνης τῆς πόας… γευομένοις
ἐστὶ δριμεῖά τε καὶ ὑπόπικρος.
„Daphnekraut… ist im Geschmack
beißend und leicht bitter.“
Dsc. IV 145:
Keine Angabe.
Plin. XV 131 (e S. N.?)
Keine Angabe.
31)
Gal. VI 4.9: XI 864f. K.
Δρακόντιον ἔχει μέν τι
παραπλήσιον ἄρῳ … δριμύτερον
δέ ἐστιν αὐτοῦ καὶ πικρότερον…
ἔχει δέ τινα καὶ στύψιν βραχεῖαν,
ἧς συνιούσης ταῖς προειρημέναις
δύο ποιότησι, τῇ τε δριμείᾳ καὶ τῇ
πικρᾷ.
„Drakontion ist ähnlich wie aron. Es
ist aber beißender als dieser und
bitterer. Auch hat er eine bestimmte
geringe Adstringenz, welche den
beiden vorhergenannten Qualitäten
hinzukomment, der beißenden und
der bitteren.“
Dsc. II 166
Keine Angabe.
Plin. XXIV 142f. (e S. N.?)
semen dracunculi fervens
mordaxque.
„Der Samen von dracunculus ist
brennend und beißend.“
32)
Gal. VI 4.10: XI 865 K.
Δρυοπτερὶς μικτῆς ἐστι γευομένῳ
ποιότητος γλυκείας δριμείας
ὑποπίκρου, κατὰ δὲ τὴν ῥίζαν καὶ
στρυφνῆς.
„Dryopteris ist im Geschmack von
gemischter süßer-beißender-leicht
bitterer Qualität, hinsichtlich der
Wurzel auch der sauren.“
Dsc. IV 187
δρυοπτερίς… ῥίζας δ' ἔχει …
στρυφνὰς κατὰ τὴν γεῦσιν ἐν τῷ
γλυκεῖ.
„Dryopteris… die Wurzeln verhalten
sich im Geschmack sauer in dem
Süßen.“
Plin. XXVII 72 (e S. N.?)
dryopteris… foliorum subdulcium.
„Dryopteris… von den etwas süßen
Blättern.“
33)
Gal. VI 5.5: XI 873 K.
Ἐλατίνη μετρίως ἐστὶ… στυπτική.
„Elatine ist mäßig adstringierend.“
Dsc. IV 40
ἐλατίνη… κλῶνας… φύλλων
πλήρεις στρυφνῶν ἐν τῇ γεύσει·
„Elatine… die Triebe sind voller
Blätter, die sauer im Geschmack
sind.“
Plin. XXVII 74 (e S. N.– Crat.?)
elatine… acerba gustu.
„Elatine ist von saurem
Geschmacke.“
34)
Gal. VI 5.8: XI 873 K.
Ἐλελίσφακος … ὑποστυφούσης
ἀτρέμα.
„Salbei… ist sehr leicht säuerlich.“
Dsc. III 33
ἐλελίσφακον… φύλλα... σφοδρῶς
εὐώδη, ἔμβρωμα.
Plin. XXII 146 (e Theophr., S. N.)
elelisphacos... folio... odoratiore.
„Salbei… mit einem duftenden
Blatt.“
Angaben unterscheiden sich bei Galen und Dioskurides; Galen ist detaillierter.
„Salbeiblätter sind sehr aromatisch
duftend, widerlich“ [ich nehme an:
im Geschmack].
35)
Gal. VI 5.16: XI 876 K.
Ἐπιμηλίς· στρυφνὸν τοῦτο τὸ
φυτόν ἐστι … ὁ καρπὸς δ' αὐτῆς
στρυφνός.
„Epimelis. Diese Pflanze ist sauer.
Ihre Frucht ist sauer.“
Dsc. I 118
ἐπιμηλίδα… καρπὸν δὲ ἔχει …
ὑποστύφοντα.
„Epimelis… hat eine leicht
adstringierende Frucht.“
Plin. XXIII 141
Keine Angabe.
36)
Gal. VI 5.22: XI 878 K.
Ἐρυθρόδανον. ἔστι δὲ ἡ τῶν
βαφέων ἐρυθρὰ ῥίζα στρυφνὴ καὶ
πικρὰ τὴν γεῦσιν.
„Erythrodanon. Die rote Wurzel der
Färber ist sauer und bitter im
Geschmack.“
Dsc. III 143
Keine Angabe.
Plin. XIX 47
Keine Angabe.
Plin. XXIV 94 (e S. N.?)
Keine Angabe.
37)
Gal. VI 5.23: XI 879 K.
Εὐπατόριον ἡ πόα… μετέχει δὲ καὶ
στύψεως βραχείας.
„Odermennigkraut… hat Anteil an
einer geringen Bitterkeit.“
Dsc. IV 41
Keine Angabe.
Plin. XXV 65 (e S. N.?)
Keine Angabe.
38)
Gal. VI 7.2: XI 883f. K.
Ἡδύσαρον ἢ πελεκῖνος. τούτου
τοῦ θάμνου τὸ σπέρμα … πικρὸν
καὶ ὑπόστρυφνον φαίνεται.
„Hedysaron oder pelekinos. Der
Samen von diesem Strauch erscheint
bitter und leicht sauer.“
Dsc. III 130
ἡδύσαρον... τὸ σπέρμα... πικρὸν
γευσαμένῳ,
„Hedysaron… der Samen ist bitter im
Geschmack.“
Plin. XXVII 121 (e S. N. — Crat.?)
pelecinon... semen... amarum.
„Pelecinon hat einen bitteren
Samen.“
39)
Gal. VI 7.4: XI 884 K.
Ἡμιονίτις στύψεως ἅμα σὺν
πικρότητι μετέχει.
„Hemionitis hat Anteil an einer
Adstringenz zugleich mit einer
Bitterkeit.“
Dsc. III 135
ἡμιονῖτις… γευσαμένῳ δὲ ἡ πόα
στυπτική.
„Hemionitis… Das Kraut schmeckt
adstringierend.“
Plin. XXV 45 (e S. N.?)
teucrion, quam quidam hemionion
vocant… austero sapore.
„Teucrion, das manche hemionion
nennen hat einen herben
Geschmack.“
40)
Gal. VI 8.4: XI 866 K.
Θέρμος ἄγριος πικρότερος… τοῦ
ἡμέρου ἐστί.
„Die wilde Lupine ist bitterer als die
kultivierte.“
Dsc. II 109
γίνεται δὲ καὶ ἄγριος θέρμος,
ἐμφερὴς τῷ ἡμέρῳ κατὰ πάντα,
πικρότερος* δέ.
*μικρότερος codd.: correxi.
„Es wächst aber auch eine wilde
Lupine, die der kultivierten in jeder
Hinsicht ähnlich aber bitterer ist.“
Plin. XXII 154 (e S. N.?)
lupini quoque silvestres sunt, omni
modo minores praeterquam
amaritudine.
„Von der Lupine gibt es auch wilde
Arten, die aber in jedem Belang von
minderer [Qualität] sind,
ausgenommen in der Bitterkeit.“
Angaben unterscheiden sich bei Galen und Dioskurides; Galen ist detaillierter.
41)
Gal. VI 9.4: XI 889f. K.
Ἵππουρις στυπτικὴν μετὰ
πικρότητος ἔχει ποιότητα.
„Hippuris hat eine mit Bitterkeit
adstringierende Qualität.“
Dsc. IV 46
ἵππουρις… στυπτικὴ δὲ ἡ πόα.
„Hippuris ist ein adstringierendes
Kraut.“
Plin. XXVI 132 (e S. N. – Crat.)
vis eius spissare corpora.
„Ihre Kraft liegt darin, den Körper
zusammenzuziehen.“
42)
Gal. VI 9.6: XI 890f. K.
Ἰσάτις ἡ μὲν ἥμερος… ἔστι γὰρ
πικρά τε ἅμα καὶ στυπτική.
„Die kultivierte Isatis ist nämlich
bitter und zugleich adstringierend.“
Dsc. II 184
Keine Angabe.
Plin. XX 59 (e S. N.?)
Keine Angabe.
43)
Gal. VII 10.1: XII 4 K.
καλαμίνθη … τῇ μὲν γὰρ γεύσει
δριμεῖά τε καὶ θερμὴ σαφῶς ἐστι
καὶ βραχύ τι παντελῶς ὑπόπικρον
ἔχει.
„Die kalaminthe… im Geschmack
äußerst beißend und deutlich warm,
hat sie überhaupt auch etwas leicht
Bitteres.“
Dsc. III 35
καλαμίνθη… πασῶν δὲ τὰ φύλλα
γευομένῳ πυρωτικὰ ἰσχυρῶς καὶ
δριμέα.
„Alle Arten der kalaminthe haben
äußerst scharfe und beißend
schmeckende Blätter“.
Plin. XX 144 (e S. N.?).
Keine Angabe.
44)
Gal. VII 10.7: XII 9 K.
Καππάρεως ὁ μὲν τῆς ῥίζης φλοιὸς
ἐπικρατοῦσαν ἔχει τὴν πικρὰν
ποιότητα, δευτέραν δὲ τὴν
δριμεῖαν, ἐφεξῆς δὲ ταύτῃ τὴν
στρυφνήν.
„Die Wurzelrinde der Kaper hat
vorherrschend eine bittere Qualität,
als zweites eine beißende und danach
eine saure.“
Dsc. II 173
Keine Angaben.
Plin. XIX 163
Keine Angabe.
45)
Gal. VII 10.10: XII 13 K.
Κάρου τὸ σπέρμα… δριμεῖαν
μετρίως ἔχον τὴν ποιότητα.
„Der Kümmelsamen hat eine mäßig
beißende Qualität.“
Dsc. III 57
καρώ· σπερμάτιόν ἐστι...
εὔστομον.
„Kümmel… das Samenkorn ist
angenehm im Mund.“
Plin. XIX 164
Keine Angabe.
46)
Gal. VII 10.11: Gal XII 13 K.
Κάρυα. τὸ δένδρον ἔχει μέν τι κᾀν
τοῖς βλαστοῖς κᾀν τοῖς φύλλοις
στυπτικὸν.
„Nüsse. Der Baum hat zwar auch in
den Trieben und in den Blättern
etwas Adstringierendes.“
Dsc. I 125
Plin. XXIII 147f. (e S. N.?)
Keine Angabe.
Angaben unterscheiden sich bei Galen und Dioskurides; Galen ist detaillierter.
47)
Gal. VII 10.18: XII 20 K.
Κενταυρίου τοῦ μικροῦ… ῥίζα…
κλῶνες… φύλλα… ἄνθη… κρατεῖ
δ' ἐν αὐτοῖς ἡ πικρὰ ποιότης,
ὀλίγον τι καὶ στύψεως μετέχουσα,
καὶ διὰ τὴν τοιαύτην κρᾶσιν…
“Wurzel, Zweige, Blätter, Blüten vom
kleinen Centaurium… Es herrscht in
ihnen die bittere Qualität vor, wobei
sie auch Anteil an einer Adstringenz
haben, und aufgrund dieser
Mischung…“
Dsc. III 7
κενταύρειον τὸ λεπτὸν ἢ μικρόν…
ῥίζα... γευομένῳ δὲ ἐμποιεῖ
πικρίαν.
„Das feine und kleine Centaurium…
die Wurzel… im Geschmack
erscheint eine Bitterkeit.“
Plin. XXV 68 (e S. N.?)
centaurium…lepton… amaritudinem
summam.
“Das feine centaurium besitzt die
größte Bitterkeit.“
48)
Gal. VII 10.19: XII 22f. K.
Κέρασος τὸ δένδρον… στύψεως
οὐκ ἴσης ἐν ἅπασι τοῖς κατὰ μέρος
φυτοῖς μετέχον· … ἐν τισὶ μὲν ἡ
αὐστηρὰ ποιότης, ἐν τισὶ δὲ ἡ
γλυκεῖα, ἐν τισὶ δὲ ἡ ὀξεῖα κρατεῖ.
„Der Kirschbaum hat Anteil an einer
Adstringenz, die bei allen einzelnen
Pflanzen nicht dieselbe ist. In
manchen waltet denn die herbe
Qualität vor, in anderen aber die süße
und in wieder anderen die saure.
Dsc. I 113
Keine Angabe.
Plin. XXIII 141 (e S. N.?)
Keine Angabe.
49)
Gal. VII 10.20: XII 23 K.
Κερατωνία ξηραντικῆς ἐστι καὶ
στυπτικῆς δυνάμεως, ὥσπερ καὶ ὁ
καρπὸς αὐτῆς τὰ κεράτια
καλούμενα, μετέχων δηλονότι καὶ
γλυκύτητός τινος.
„Keratonia ist von einem
trocknenden und adstringierenden
Vermögen, wie auch ihre Frucht, die
keratia genannt werden, auch
deutlichen Anteil an einer bestimmten
Süßigkeit hat.“
Dsc. I 114
Keine Angabe.
Plin. XXIII 151 (e S. N.?)
Keine Angabe.
50)
Gal. VII 10.21: XII 23f. K.
Κέστρον … πικροτέρα γάρ ἐστι καὶ
ὑπόδριμυς ἡ πόα.
„Kestron. Ist nämlich ein bittereres
und auch leicht beißendes Kraut.“
Dsc. IV 1
Keine Angabe.
Plin. XXV 84
Keine Angabe.
51)
Gal. VII 10.39: XII 34 K.
Κόμαρος. στρυφνὸν τῇ ποιότητι τὸ
δένδρον ἅμα τῷ καρπῷ.
„Erdbeerbaum. In der Qualität sauer
ist der Baum und ebenso seine
Frucht.“
Dsc. I 122
Keine Angabe.
Plin. XV 99
Keine Angabe.
Plin. XXIII 151
Keine Angabe.
Angaben unterscheiden sich bei Galen und Dioskurides; Galen ist detaillierter.
52)
Gal. VII 10.43: XII 36 K.
Κορίανον, … πολὺ μὲν ἔχουσα
πικρᾶς οὐσίας, …ἔχει δέ τι καὶ
στύψεως ὀλίγης.
„Koriander… er hat viel von einer
bitteren Qualität…, er hat aber auch
ein wenig von einer Adstringenz.“
Dsc. III 63
Keine Angabe.
Plin. XX 216 (e S. N.?)
Keine Angabe.
53)
Gal. VII 10.45: XII 40f. K.
Κόστος βραχείας μὲν πάνυ τῆς
πικρᾶς, πλείστης δὲ τῆς δριμείας …
μετέχει ποιότητός.
„Kostwurz, hat zwar sehr geringen
Anteil an einer bitteren, den größten
aber an einer beißenden Qualität.“
Dsc. I 16
Κόστος… γεύσει δηκτικὸς καὶ
πυρώδης.
„Kostwurz schmeckt beißend und
brennend.“
Plin. XII 41 (ex Iuba)
radix costi gustu fervens.
„Kostwurzel hat einen brennenden
Geschmack.“
54)
Gal. VII 10.46: XII 41 K.
Κοτυληδὼν μικτῆς ἐστι δυνάμεως
… τινὸς ἀμυδρῶς ὑποστυφούσης
καὶ σὺν αὐτῇ βραχείας πικρᾶς.
„Kotyledon ist von einem gemischten
Vermögen… von einem kaum
wahrnehmbaren adstringierenden
und mit ihm leicht bitteren.“
Dsc. IV 91
Keine Angabe.
Plin. XXV 159 (e S. N.?)
cotyledon.... est aliud genus eiusdem
… asperrimi gustus.
„Cotyledon … Es gibt davon noch
eine andere Art … von sehr scharfen
Geschmack.“
55)
Gal. VII 10.47: XII 41f. K.
Κρανίας… ὁ καρπὸς στρυφνὸς
ἱκανῶς ἐστιν ἐδώδιμος ὑπάρχων.
„Von der Kornelkirsche ist auch die
Frucht ziemlich sauer, obgleich sie
essbar ist.“
Dsc. I 119
κρανία… καρπὸν φέρον …
ἐδώδιμον, στύφοντα.
„Kornelkirsche trägt eine essbare,
adstringierende Frucht.“
Plin. XXIII 151 (e S. N.?)
Keine Angabe.
56)
Gal. VII 10.55: XII 45 K.
Κρίνου τὸ μὲν ἄνθος … ἔχει καὶ τὴν
ἐν τῇ γεύσει πικρότητα.
„Lilienblüte… hat auch im
Geschmack eine Bitterkeit.“
Dsc. III 102
Keine Angabe.
Plin. XXI 22
Keine Angabe.
57)
Gal. VII 10.56: XII 47 K.
κροκοδείλιον … τὸ σπέρμα δριμὺ
μέν ἐστι καὶ ἀρωματίζον... ἡ δὲ
ῥίζα… δριμεῖα μὲν ἧττον
ὑπάρχουσα τοῦ σπέρματος, πικρὰ
δ' οὐχ ἧττον οὖσα.
„Krokodeilion… der Same ist zwar
beißend und aromatisch… die
Wurzel ist aber weniger beißend als
der Samen, nicht weniger aber
bitter.“
Dsc. III 10
κροκοδείλεον… ῥίζαν ἔχον... ὀσμὴν
δριμεῖαν.
„Das krokodeileon hat eine Wurzel
mit scharfem Geruch.“
Plin. XXVII 64 (e S. N.? - Crat.)
crocodileon… odoris asperi.
„Crocodileon hat einen scharfen
Geruch.“
Angaben unterscheiden sich bei Galen und Dioskurides; Galen ist detaillierter.
58)
Gal. VII 10.59: XII 49f. K.
Κύαμος … μετέχει … τὸ λέμμα τῆς
στυπτικῆς [δυνάμεως].
„Bohne… die Schale hat Anteil an
einem adstringieren Vermögen.“
Dsc. II 105
Keine Angabe.
Plin. XXII 140 (e S. N.?)
Keine Angabe.
59)
Gal. VII 10.63: XII 52f. K.
Κυπαρίσσου τὰ φύλλα καὶ οἱ
βλαστοὶ καὶ τὰ σφαιρία …ὥσπερ
οὖν καὶ ἡ γεῦσις μαρτυρεῖ· φαίνεται
γὰρ ἐν αὐτῇ βραχὺ μέν τι τὸ δριμὺ,
πλεῖστον δὲ τὸ πικρὸν καὶ πολὺ
πλέον ἔτι τὸ στρυφνὸν ἐν ὅλῳ τῷ
φυτῷ.
„Zypressenblätter und Triebe und
Zapfen… wie auch der Geschmack
bezeugt: Es erscheint nämlich darin
kurz etwas Beißendes, am meisten
aber das Bittere und viel mehr noch
das Saure in der gesamten Pflanze.“
Dsc. I 74
κυπάρισσος στύφει.
„Die Zypresse adstringiert.“
Plin. XXIV 15
Keine Angabe.
60)
Gal. VII 10.64: XII 54 K.
Κυπέρου… αἱ ῥίζαι… ἔχουσι γάρ
τι καὶ στυπτικόν.
„Kyperos… die Wurzeln haben
nämlich auch etwas
Adstringierendes.“
Dsc. I 4
κύπερος… ῥίζαι … ἔμπικροι.
„Kyperos… die Wurzeln sind bitter.“
Plin. XXI 117
Keine Angabe.
61)
Gal. VII 10.68: XII 55 K.
Κώνου ὁ καρπὸς… ἔχει τι …
πικρὸν καὶ δριμύ.
„Von Kiefernzapfen die Frucht… hat
auch etwas bitteres und beißendes.“
Dsc. I 69
Keine Angabe.
Plin. XXV 140 (e S. N.?)
Keine Angabe.
62)
Gal. VII 11.4: XII 56 K.
Λάπαθον … ὀξυλάπαθον… τὸ δὲ
σπέρμα αὐτῶν ἔχει τι σαφῶς καὶ
στυπτικόν.
„Lapathon… oxylapathon… Ihr
Samen hat auch etwas deutlich
Adstirngierendes.“
Dsc. II 114
Keine Angabe.
Plin. XX 231f. (e S. N.?)
Keine Angabe.
63)
Gal. VII 11.5: XII 57 K.
Λειμωνίου τὸν καρπὸν αὐστηρὸν
ὑπάρχοντα.
„Die Frucht von leimonion ist herb.“
Dsc. IV 16
λειμώνιον… γέμοντα καρποῦ
ἐρυθροῦ, στύφοντος <πρὸς> τὴν
γεῦσιν.
„Leimonion… ist voll einer roten
Frucht, die adstringierend im
Geschmack ist.“
Plin. XX 72 (e S. N.?)
limonium… huius folia… gustantium
os adstringunt.
„Limonium… Ihre Blätter…
adstringieren beim Kosten den
Mund.“
Angaben unterscheiden sich bei Galen und Dioskurides; Galen ist detaillierter.
64)
Gal. VII 11.11: XII 58f.
Λευκοΐου καὶ σύμπας μὲν ὁ θά-μνος
… τὰ ἄνθη, …. καὶ γὰρ οὖν καὶ
πικρόν ἐστιν, εἴπερ τι καὶ ἄλλο.
„Von leukoion sind sowohl der
gesamte Strauch, als auch die
Blüten… also bitter, wie kaum ein
anderes [Heilmittel].“
Dsc. III 123
Keine Angabe.
Plin. XXI 27, 131
Keine Angabe.
65)
Gal. VII 11.13: XII 60 K.
Λιβανωτὸς … ἔχει δέ τι καὶ
ὑποστῦφον ὀλίγον, ἥκιστα δὲ
σαφὴς ἡ στύψις ἐστὶν ἐν τῷ λευκῷ
κατὰ τὴν χρόαν. ὁ δὲ φλοιὸς αὐτοῦ
τὴν στυπτικὴν δύναμιν ἐναργῶς
κέκτηται…καὶ ἥκιστα δριμύτητος
μετέχων.
„Vom Weihrauchbaum… er hat
auch etwas wenig Adstringierendes,
am wenigsten deutlich ist die
Adstringenz in der von der Farbe her
weißen Sorte. Seine Rinde besitzt
aber deutlich ein adstringierendes
Vermögen… und am wenigsten hat
sie Anteil an einer Bissigkeit.“
Dsc. I 68
λίβανος…δύναται δὲ στύφειν…
φλοιὸς δὲ λιβάνου…δύναμιν δὲ ἔχει
ἣν καὶ ὁ λίβανος, ἐνεργέστερος ὢν
καὶ στυπτικώτερος.
„Weihrauch… kann adstringieren…
die Weihrauchrinde aber hat ein
Vermögen, welches auch der
Weihrauch hat, es ist aber wirksamer
und stärker adstringierend.“
Plin. XII 55-67 (ex Iuba?)
67: [tus] aliqui… sapore iunipiri.
„Nach einigen ist Weihrauch… vom
Geschmack des Wacholders.“
66)
Gal. VII 11.24: XII 65 K.
Λωτὸς τὸ δένδρον στυπτικῆς μὲν
οὐ πολλῆς μετέχει ποιότητος.
„Der Lotus-Baum hat Anteil an einer
nicht großen adstringierenden
Qualität.“
Dsc. I 117
Keine Angabe.
Plin. XIII 104
Keine Angabe.
67)
Gal. VII 12.1: XII 66 K.
Μάκερ φλοιός … ἐν μὲν τῷ
γεύεσθαι στρυφνὸς ἱκανῶς, μετά
τινος βραχείας δριμύτητος
ἀρωματιζούσης·
„Maker-Rinde… im Geschmack ist
sie ziemlich sauer, mit einer geringen
Bissigkeit, die aromtaisch ist.“
Dsc. I 82
μάκιρ φλοιός… στύφων ἱκανῶς
κατὰ τὴν γεῦσιν.
„Makir-Rinde ist ziemlich
adstringierend im Geschmack.“
Plin. XII 32 (e S. N.?)
Keine Angabe.
68)
Gal. VII 12.7: XII 69f. K.
Μελάνθιον… διὰ τοῦτό γέ τοι καὶ
πικρόν ἐστιν.
„Schwarzkümmel… Aus diesem
Grund zumindest ist er bitter.“
Dsc. III 79
Keine Angabe.
Plin. XX 182 (e S. N.?)
Keine Angabe.
69)
Gal. VII 12.17: XII 76 K.
Μηλέα Περσικὴ… ἐπικρατοῦσαν
ἔχει τὴν πικρὰν ποιότητα.
Dsc. I 115
Keine Angabe.
Plin. XV 39
Keine Angabe.
Plin. XXIII 132
Keine Angabe.
Angaben unterscheiden sich bei Galen und Dioskurides; Galen ist detaillierter.
„Pfirsich… hat vorherrschend die
bittere Qualität.“
70)
Gal. VII 12.19: XII 77 K.
Μηλέα Μηδική…κατὰ μὲν τὸ
σπέρμα τὴν ὀξεῖαν ποιότητα …
κατὰ δὲ τὸν φλοιὸν … οὐκ ὀλίγον
ἐχούσης τὸ δριμὺ… τὸ δὲ σπέρμα
πᾶν ἄβρωτον, τό…ὀξῶδες, … καὶ
ὁ ἐν αὐτῷ πυρὴν εὑρισκόμενος,
ὅσπερ ὄντως ἐστὶ σπέρμα, πικρὸς
δ' οὗτός ἐστι.
„Zitronatzitrone… In der Gegend
um den Samen die saure Qualität, in
der Rinde hat sie nicht wenig
Beißendes… der Samen ist gänzlich
unbekömmlich, das… Saure… und
der darin gefundene Kern, welcher
der eigentliche Samen ist, dieser aber
ist bitter.“
Dsc. I 115.5
Keine Angabe.
Plin. XII 15
Keine Angabe.
71)
Gal. VIII 13.2: XII 85 K.
Νάρδος Κελτικὴ… ἧττον δὲ
στύφει.
„Die keltische Narde… adstingiert
aber weniger.“
Dsc. I 8
Keine Angabe.
Plin. XXI 135 (e S. N.?)
Keine Angabe.
72)
Gal. VIII 13.4: XII 85 K.
Νάρθηκος τὸ μὲν σπέρμα …
στυπτικῆς τινος μετέχει ποιότητος.
„Der Samen von Narthex hat Anteil
an einer bestimmten adstirngierenden
Qualität.“
Dsc. III 77
Keine Angabe.
Plin. XX 260 (e S. N.?)
Keine Angabe.
73)
Gal. VIII 15.1: XII 87f. K.
Ὄη τὸ δένδρον, ἧς ὁ καρπὸς…
στυπτικῆς μετέχει ποιότητος, ἀλλ'
ἀσθενεστέρας πολὺ μεσπίλου.
„Der Speierling-Baum, dessen Frucht
Anteil an einer adstringierenden
Qualität hat, aber viel schwächer ist
als Mispel…“
Dsc. I 120
Keine Angabe.
Plin. XXIII 141 (e S. N.?)
Keine Angabe.
74)
Gal. VIII 15.7: XII 89 K.
Ὄνοσμα … ἐκ δριμείας καὶ πικρᾶς
οὐσίας σύγκειται.
„Onosma ist aus einer beißenden und
bitteren Substanz zusammengesetzt.“
Dsc. III 131
Keine Angabe.
Plin. XXVII 110 (e S. N.?)
Keine Angabe.
75)
Gal. VIII 15.11: XII 90 K.
Ὀξυάκανθος… ἁπλῶς στρυφνὸς.
Dsc. I 93
Keine Angabe.
Plin. XXIV 114
Keine Angabe.
Angaben unterscheiden sich bei Galen und Dioskurides; Galen ist detaillierter.
„Oxyakanthos… ist schlechthin
sauer.“
76)
Gal. VIII 15.17: XII 92 K.
Ὄρχις… γευομένοις γλυκύτερος
φαίνεται.
„Orchis erscheint im Geschmack
süßer.“
Dsc. III 126
Keine Angabe.
Plin. XXVII 65 (e S. N.? – Crat.)
Keine Angabe.
Plin. XXVI 96 (ex I. B. – Crat.)
Keine Angabe.
77)
Gal. VIII 15.18: XII 93 K.
Ὄρχις, ὃν καὶ σεραπιάδα
καλοῦσιν… καὶ γάρ τι καὶ
ὑποστῦφον ἔχει.
„Orchis, welche manche auch
serapias nennen… Sie hat nämlich
auch etwas leicht adstringierendes.“
Dsc. III 127
Keine Angabe.
Plin. XXVI 95 (e S. N. – Crat.?)
Keine Angabe
78)
Gal. VIII 15.19: XII 93 K.
Ὀσίριδος τῆς πόας… πικρὰ μὲν ἡ
ποιότης.
„Von osiris-Kraut… ist die Qualität
bitter.“
Dsc. IV 140
Keine Angabe.
Plin. XXVII 111 (e S. N.?)
Keine Angabe.
79)
Gal. VIII 16.12: XII 97 K.
Περσέας τὰ φύλλα στυπτικῆς
μετείληφε συμμέτρως δυνάμεως.
„Pfirsich-Blätter haben symmetrisch
Anteil an einem adstringierenden
Vermögen.“
Dsc. I 129
Keine Angabe.
Plin. XV 45f.
Keine Angabe.
80)
Gal. VIII 16.16: XII 99 K.
Πετροσελίνου τὸ σπέρμα… ἔστι δ'
ὥσπερ ἐν τῇ γεύσει δριμὺ μετὰ
πικρότητος…
„Petersiliensamen… so wie er im
Geschmack beißend mit einer
Bitterkeit ist…“
Dsc. III 66
πετροσέλινον… σπέρμα δὲ ἐοικὸς
ἄμει, εὐωδέστερον δὲ καὶ
δριμύτερον καὶ ἀρωματίζον.
„Der Samen der Petersilie ähnelt ami,
ist aber wohlriechender und
beißender und entfaltet Aroma.“
Plin. XX 118.
Keine Angabe.
81)
Gal. VIII 16.21: XII 102 K.
Πιστάκιον… ὑπόπικρόν τι καὶ
ἀρωματίζον.
„Pistazienbaum… ist in bestimmter
Hinsicht leicht bitter und
aromatisch.“
Dsc. I 124
Keine Angabe.
Plin. XXIII 150 (e S. N.?)
Keine Angabe.
82)
Gal. VIII 16.27: XII 105f. K.
Πολύγαλον αὐστηρὰ μετρίως ἔχει
τὰ φύλλα.
„Polygalon hat mäßig herbe Blätter.“
Dsc. IV 139
πολύγαλον… ἔχον φύλλα… <τῇ>
γεύσει ὑπόστρυφνον.
Plin. XXVII 121 (e S. N.?)
Polygala… foliis… gustu adstricto.
“Polygala hat Blätter, die im
Geschmack adstringierend sind.“
Angaben unterscheiden sich bei Galen und Dioskurides; Galen ist detaillierter.
„Polygalon hat im Geschmack leicht
saure Blätter.“
83)
Gal. VIII 16.28: XII 106 K.
Πολυγόνατον … ἔχει γάρ τι καὶ
στύψεως καὶ δριμύτητος καὶ
πικρότητος καί τινος ἀηδίας
ἀῤῥήτου.
„Polygonaton hat nämlich auch
etwas von einer Adstringenz und
Bissigkeit und Bitterkeit und eine
undefinierbare Widerlichkeit.“
Dsc. IV 6
πολυγόνατον… φύλλα …
γευσαμένῳ ὅμοιόν τι μήλῳ
κυδωνίῳ ἢ ῥοᾷ μετὰ στύψεως
προσβάλλει·
„Polygonaton Blätter zeigen im
Geschmack eine Ähnlichkeit mit
Quitte oder Granatapfel mit einer
Adstringenz.“
Plin. XXVII 113f.
Polygonum… alii polygonaton… vis
earum est spissare.
“Polygonum, andere nennen sie
polygonaton, ihre Kraft ist zu
adstringieren.“
84)
Gal. VIII 16.30: XII 106f. K
Πόλιον πικρὸν γευομένοις ἐστὶ καὶ
μετρίως δριμύ.
„Polion ist bitter im Geschmack und
mäßig beißend.“
Dsc. III 110
Keine Angabe.
Plin. XXI 44 u. 145 (e S. N.?) et I.
B.)
Keine Angabe.
85)
Gal. VIII 16.30: XII 107 K.
Πόλιον τὸ μικρὸν…καὶ γὰρ καὶ
δριμύτερον καὶ πικρότερόν ἐστι
τοῦτο τοῦ μείζονος.
„Das kleine polion… Es ist nämlich
auch beißender und bitterer als das
große.“
Dsc. III 110
Keine Angabe.
Plin. XXI 44 u. 145 (e S. N.?) et I.
B.)
Keine Angabe.
86)
Gal. VIII 16.39: XII 109f. K.
Πτέρις ῥίζαν… ἔστι γὰρ πικρὰ
βραχύ τι στύψεως μετέχουσα.
„Pteris-Wurzel ist nämlich bitter,
wobei es einen bestimmten Anteil an
einer Adstringenz hat.“
Dsc. IV 184
πτέρις… ῥίζαν δὲ ἔχει …
ὑποστύφουσαν ἐν τῇ γεύσει.
„Pteris hat eine im Geschmack leicht
saure Wurzel.“
Plin. XXVII 78 (e S. N. – Crat.?)
Keine Angabe.
87)
Gal. VIII 17.5: XII 114 K.
Ῥόδων ἡ δύναμις…τῇ τε στυφούσῃ
καὶ τῇ πικρᾷ, σύγκειται.
„Das Vermögen der Rosen ist
zusammengesetzt aus einem
adstringierenden und bitteren.“
Dsc. I 99
ῥόδα ψύχει, στύφει, τὰ δὲ ξηρὰ
μᾶλλον στύφει.
„Rosen kühlen, adstringieren. Die
trockenen Rosen adstringieren aber
noch mehr.“
Plin. XXI 121 (e S. N.?)
rosa adstringit, refrigerat.
„Die Rose adstringiert und kühlt.“
88)
Gal. VIII 17.8: XII 115 K.
Ῥοιὰ πᾶσα τῆς στυφούσης μετέχει
ποιότητος, οὐ μὴν ἐπικρατούσης
γε πάντων. ἔνιαι μὲν γὰρ αὐτῶν
εἰσιν ὀξεῖαι, τινὲς δὲ γλυκεῖαι πλέον
ἢ αὐστηραί.
„Jeder Granatapfel hat Anteil an
einer adstringierenden Qualität, die
aber zumindest nicht bei allen
vorherrscht. Manche von ihnen sind
Dsc. I 110
ῥόα … ἡ γλυκεῖα … ἡ δὲ ὀξεῖα …
καὶ στυπτική.
„Granatapfel… der eine ist süß, der
andere sauer und adstringierend.“
Plin. XXIII 106-109
punici mali… ex iis dulcia, quae… ex
acerbo fit medicamentum.
“Von den Granatäpfeln… davon die
süßen, die… aus den sauren wird ein
Heilmittel bereitet.“
Angaben unterscheiden sich bei Galen und Dioskurides; Galen ist detaillierter.
nämlich säuerlich, manche aber mehr
süß oder herb.“
89)
Gal. VIII 18.8: XII 119 K.
Σέριφον. … κατὰ μὲν τὴν γεῦσιν
τῷ μήθ' ὁμοίως ἐκείνῳ στύφειν καὶ
μᾶλλον θερμαίνειν τε καὶ πικράζειν
μετά τινος ἁλυκότητος·
„Seriphon… hinsichtlich des
Geschmacks darin, dass er nicht
genauso wie jener [sc. Absinth]
adstringiert und sowohl mehr wärmt
als auch bitter ist mit einer gewissen
Salzigkeit.“
Dsc. III 23.5
τὸ <σέριφον> ἀψίνθιον
θαλάσσιον... ὑπόπικρος, 23.6:
Σαντονικὸν… ὑπόπικρον
„Der äußerst bittere Wermut…Der
seriphon [genannte], am Meer
wachsende Absinth ist leicht bitter…
der santonikon [genannte] Absinth ist
leicht bitter.“
Plin. XXVII 53 (e S. N.?)
absinthium marinum quod quidam
seriphum vocant… priore minusque
amarum.
„Der Maritime Wermut, den einige
seriphum nennen… ist weniger bitter
als der zuvor genannte.“
90)
Gal. VIII 18.12: XII 121 K.
Σησαμοειδοῦς τοῦ λευκοῦ τὸ
σπέρμα μετέχει μέν τινος καὶ
δριμείας ποιότητος. πικρὸν δ'
ἱκανῶς ἐστι.
„Der Samen des weißen Sesamoeides
hat Anteil an einer gewissen
beißenden Qualität. Er ist aber
ziemlich bitter.“
Dsc. IV 163
σησαμοειδὲς τὸ μικρόν… σπέρμα…
πικρόν.
„Das kleine Sesamoides hat einen
bitteren Samen.“
Plin. XXII 133 (e S. N.?)
Sesamoides… grano amaro.
„Sesamoides mit einem bitteren
Korn.“
91)
Gal. VIII 18.19: XII 124 K.
Σισάρου ἡ ῥίζα … ἔχουσα δέ τι καὶ
πικρότητος καί τι στύψεως
βραχείας.
„Die Wurzel von sisaron… hat zwar
auch etwas von einer Bitterkeit und
etwas von einer geringen
Adstringenz.“
Dsc. II 113
Keine Angabe.
Plin. XX 34 (e S. N. et I. B.?)
Keine Angabe.
92)
Gal. VIII 18.25: XII 125f. K.
σκόρδιον… καὶ γὰρ καὶ πικρὸν ἔχει
τι καὶ στρυφνὸν καὶ δριμὺ, καὶ
μάλιστά γε σκορόδῳ προσέοικεν
αὐτοῦ τὸ δριμύ.
„Skordion… er hat nämlich auch
etwas Bitteres und Saures und
Beißendes und das Beißende ähnelt
am meisten dem Knoblauch
[skorodon].“
Dsc. III 111
σκόρδιον… φύλλα... στυπτικὰ δὲ
καὶ ἔμπικρα κατὰ τὴν γεῦσιν.
„Skordion… die Blätter sind
adstringierend und bitter im
Geschmack.“
Plin. XXV 63 (e I. B.?)
scordion… gustus amari.
„Scordion, von bitterem
Geschmack.“
93)
Gal. VIII 18.37: XII 129 K.
στάχυς … δριμὺς γευόμενός ἐστι
καὶ πικρὸς.
„Stachys… im Geschmack ist er auch
bitter.“
Dsc. III 106
στάχυς… δύναμιν δὲ ἔχει
θερμαντικήν, δριμεῖαν.
„Ziest hat eine wärmende, beißende
Eigenschaft.“
Plin. XXIV 136 (e S. N.?).
Keine Angabe.
Angaben unterscheiden sich bei Galen und Dioskurides; Galen ist detaillierter.
94)
Gal. VIII 18.39: XII 130 K.
Στοιχάδος ἡ μὲν πρὸς τὴν γεῦσιν
ποιότης πικρά τ' ἐστὶ καὶ
ὑποστύφουσα μετρίως.
„Von Lavendel ist die Qualität im
Geschmack bitter und mäßig
adstringierend.“
Dsc. III 26
στοιχάς… δριμεῖα τῇ γεύσει,
ὑπόπικρος ποσῶς.
„Die stoichas ist beißend im
Geschmack, zu einem gewissen
Grad bitter.“
Plin. XXVII 131 (e S. N.? — Crat.)
stoechas… amara gustu.
„Stoechas ist von bitterem
Geschmack.“
95)
Gal. VIII 18.40: XII 131 K.
Στρατιώτης … ὁ δὲ χερσαῖος ἔχει
τι καὶ στύψεως.
„Der Erd-stratiotes hat auch etwas
Adstringierendes.“
Dsc. IV 102
Keine Angabe.
Plin. XXIV 169 (e S. N.?)
Keine Angabe.
96)
Gal. VIII 18.47: XII 135 K.
Σφονδύλου ὁ μὲν καρπὸς δριμείας
ἐστὶ δυνάμεως.
„Die Frucht von sphondylon ist von
einem beißenden Vermögen.“
Dsc. III 76
Keine Angabe.
Plin. XXIV 25 (e S. N.?)
Keine Angabe.
97)
Gal. VIII 19.4: XII 138f. K.
τέφρα... κονία… Διοσκορίδης δὲ
οὐκ οἶδ' ὅπως στυπτικὴν αὐτὴν
ἔχειν φησὶ τὴν δύναμιν.
„Pflanzenasche…Aschenlauge… Ich
weiß nicht, wie Dioskurides sagen
konnte, dass sie ein adstringierendes
Vermögen habe.“
Dsc. I 128.7
στυπτικαὶ δέ εἰσι πᾶσαι [sc. αἱ
κονίαι].
„Alle Pflanzenlaugen [aus -aschen]
sind adstringierend.“
98)
Gal. VIII 19.9: XII 143 K.
τὸ δ' ἕτερον τράγιον …στυπτικῆς
δ' οὐκ ὀλίγης μετέχον δυνάμεως.
„Das andere tragion hat nicht wenig
Anteil an einem adstringierenden
Vermögen.“
Dsc. IV 50
Keine Angabe.
Plin. XII 46
hirculus… radicis neque amarae
neque odoratae.
„Hirculus (Böckchen) seine Wurzel
ist weder bitter noch wohlriechend.“
99)
Gal. VIII 12: XII 144 K.
Τριπόλιον. ἡ ῥίζα δριμεῖα
γευομένῳ.
„Tripolion. Die Wurzel ist im
Geschmack beißend.“
Dsc. IV 132
τριπόλιον…ῥίζα … θερμαντικὴ
γευομένῳ.
„Tripolion… die Wurzel ist wärmend
im Geschmack.“
Plin. XXVI 39 (e S. N.?)
tripolion … radice… calidi gustus.
„Tripolion mit einer Wurzel von
warmem Geschmack.“
100)
Gal. VIII 19.15: XII 145f. K.
τρύχνον…τὸ μὲν ἐδώδιμον …
χρῶνται πρὸς ὅσα … στῦψαι
δέονται.
„Den essbaren Nachtschatten
gebrauchen sie für alle
[Indikationen], die des Adstringierens
bedürfen.“
Dsc. IV 70
Keine Angabe.
Plin. XXI 177 f.
Keine Angabe.
Angaben unterscheiden sich bei Galen und Dioskurides; Galen ist detaillierter.
101)
Gal. VIII 20.3: XII 147 K.
Ὑδροπέπερι κέκληται μὲν ἀπὸ …
τῆς κατὰ τὴν γεῦσιν ὁμοιότητος
πρὸς τὸ πέπερι. ἔστι δὲ θερμὸν,
ἀλλ' οὐκ εἰς ὅσον πέπερι.
„Wasserpfeffer hat diesen Namen
aufgrund seiner geschmacklichen
Ähnlichkeit zu Pfeffer. Er ist auch
warm, aber nicht so sehr wie Pfeffer.“
Dsc. II 161
ὑδροπέπερι… δριμέα ἐν τῇ γεύσει
ὥσπερ τὸ πέπερι, οὐ μὴν
ἀρωματίζει.
„Wasserpfeffer… er ist beißend im
Geschmack wie Pfeffer, ist aber nicht
aromatisch.“
Keine Similien.
102)
Gal. VIII 22.6: XII 154 K.
Χαμαιλέοντος…. ἡ δὲ τοῦ λευκοῦ
χαμαιλέοντος ῥίζα … πικροτέρα
ἐκείνης [sc. τῆς ρίζης τοῦ μέλανος]
ἐστίν.
„Chamaileon… Die Wurzel des
weißen chamaileon ist bitterer als die
des schwarzen.“
Dsc. III 8
χαμαιλέων λευκός…. ἔχει … ῥίζαν
… γλυκεῖαν.
„Chamaileon hat eine süße Wurzel.“
Plin. XXII 45f. (e S. N. – Crat.?)
Chamaeleonem… radice dulci.
„Chamaeleon mit einer süßen
Wurzel.“
103)
Gal. VIII 22.7: XII 155 K.
Χαμαιπίτυς κατὰ τὴν γεῦσιν μὲν
ἰσχυρότερον ἔχει τὸν πικρὸν χυμὸν
τοῦ δριμέος.
„Chamaipitys hat einen stärker
bitteren als beißenden Geschmack.“
Dsc. III 158
Keine Angabe.
Plin. XXIV 29 (e S. N.?)
Keine Angabe.
104)
Gal. VIII 22.9: XII 156 K.
Χελιδόνιον… τὸ δὲ μικρότερον
χελιδόνιον, δριμύτερον ὑπάρχον
τοῦ μείζονος.
„Chelidonion… Das kleinere
chelidonion ist beißende als das
größere.“
Dsc. II 181
χελιδόνιον τὸ μικρόν… ἔχει δὲ τὴν
δύναμιν δριμεῖαν.
„Das kleine chelidonion hat ein
beißendes Vermögen.“
Plin. XXV 89
chelidoniam.... sucus croci, mordax.
„Der Saft ist [gelb] wie Safran,
beißend.“
105)
Gal. VI 22.10: XII 156 K.
Χονδρίλη… πλέον ἔχει τὸ
ὑπόπικρον ἐν τῇ γεύσει.
„Chondrile… hat im Geschmack
mehr das Bitterliche.“
Dsc. II 133
Keine Angabe.
Plin. XXII 91 (e S. N.?)
chondrylla… suco madentem amaro.
„Chondrylla… von bitterem Safte
triefend.“
106)
Gal. VIII 22.12: XII 157 K.
Χρυσοκόμη… τὴν δριμεῖαν ἅμα καὶ
στύφουσαν ἐπικρατούσας ἔχει
ποιότητας ἡ ῥίζα.
„Chrysokome… die Wurzel hat
vorherrschend die beißende und
zugleich adstringierende Qualität.“
Dsc. IV 55
χρυσοκόμη… γευσαμένῳ οὐκ
ἀπηνῆ, κυπάρισσον ὑποκυοῦσαν,
ἐν τῷ γλυκεῖ ὑπαυστηρόν·
„Chrysokome… ist im Geschmack
nicht unangenehm, an Zypresse
erinnernd, im Süßen leicht herb.“
Plin. XXI 50 (e S. N.?)
Chrysocome … radice… ex austero
dulci.
„Chrysocome mit einer Wurzel von
süßlich-herbem Geschmacke.“