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[de] (orig)
Dr. med. Elke Maria Schuster
Untersuchungen zum Einfluß der Zelleistung osteoblastärer Zellen auf die
Knochenmasse des Menschen
Geboren am 15.3.1968
Reifeprüfung am 14.5.1987
Studiengang der Fachrichtung Medizin von WS 1987 bis SS 1995
Physikum am 29.8.1989 an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Klinisches Studium in Heidelberg
Praktisches Jahr in Heidelberg, Paris (Frankreich), Yverdon-les-Bains (Schweiz)
Staatsexamen am 16.5.1995 an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Approbation am 17.3.1997
Promotionsfach Innere Medizin
Doktorvater: Priv.-Doz. Dr. med. Johannes Pfeilschifter
Die Kenntnis der Eigenschaften menschlicher osteoblastärer Zellen ist für die Einschätzung und
Therapie von Knochenerkrankungen von großer Bedeutung. In diesem Projekt wird der
Zusammenhang zwischen der Zelleistung und der Knochenmasse in einem klinisch-
experimentellen Ansatz untersucht.
Von primär knochengesunden Frauen und solchen mit manifester Osteoporose wurde
Knochenmaterial im Rahmen eines chirurgischen Eingriffes gewonnen in Form einer
Beckenkammstanze oder des Caput femoris bei Fraktur des Femurhalses. Davon wurden zum
einen histologische Präparate gefertigt zur Bestimmung der Knochendichte und
mikromorphologischer Parameter und zum anderen wurden Zellkulturen osteoblastärer Zellen
angelegt. Mittels der Zellkultur konnte die Zelleistung und -differenzierung untersucht werden.
Beim Vergleich histomorphologischer Daten mit den in vitro-Daten zeigte sich ein signifikanter
Zusammenhang zwischen der Knochenmasse und der Proliferationsleistung der Zellen in vitro
(R2: 30,7%, p=0,017 bei prämenopausalen Spendern, Zusammenhang zwischen der
Proliferationsrate und der Knochendichte oder R2: 37,1%, p=0,012 bezüglich des
Zusammenhanges zwischen dem DNA-Gehalt und der Knochendichte). Zwischen der
Histomorphologie der untersuchten Knochenstücke und den Differenzierungsparametern der
Zellen in vitro fand sich keine Korrelation.
Zur kausaltherapeutischen Beeinflussung von Knochenerkrankungen, die mit einer
verminderten Knochenmasse einhergehen, bietet sich daher die Förderung der
Proliferationsleistung der osteoblastären Zelle an.