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[de] (orig)
Christiane Meister
Dr. med.
Stimulation subcorticaler Gehirnstrukturen bei chronischen Schmerzpatienten –
Optimierung der postoperativen Testphase zum Ausschluß von Therapieversagern
Geboren 04.08.1968 in Heidelberg
Reifeprüfung am 19.05.1988 in Heidelberg
Studiengang der Fachrichtung Medizin vom SS 1991 bis SS 1997
Physikum am 31.08.1992
Klinisches Studium in Heidelberg
Praktisches Jahr in Heidelberg
Staatsexamen am 03.06.1997
Promotionsfach: Neurochirurgie
Doktorvater: Priv.-Doz. Dr. med. V. Tronnier
In der vorliegenden Arbeit zum Thema Stimulation subcorticaler Gehirnstrukturen bei
chronischen Schmerzpatienten können folgende Ergebnisse zusammengefaßt werden:
1. Die Stimulation subcorticaler Strukturen des Gehirns ist eine Therapiemöglichkeit bei
chronischen Schmerzen.
2. PVG und VPL Stimulation erzielen unterschiedliche Ausmaße der Schmerzreduktion. Die
Kombinationsstimulation mit PVG- und VPL-Elektroden erzielt eine deutlich stärkere
Schmerzreduktion als jede Elektrode für sich allein.
3. Die postoperative Testphase ist durch Doppelblinduntersuchungen und Placebostimulation
zu optimieren.
Bei der DBS ist eine Plcebostimulation möglich, im Gegenteil zur SCS, die auf
stimulationsbedingte Parästhesien angewiesen ist.
Die Durchführung einer Dosis-Wirkungs-Untersuchung im Doppelblindverfahren
ermöglicht es dem Therapeuten, Responder und Non-Responder der Therapie unabhängig
vom Placeboeffekt zu identifizieren.
4. Die Testung der Wirksamkeit der PVG-Elektrode ist nur zum Teil über einen
Naloxonversuch möglich. Nicht nur die Schmerzreduktion sollte Beobachtung bei dessen
Durchführung finden, sondern auch die Kreislaufparameter.
5. Es sollten größere klinische Studien durchgeführt werden, die die derzeitigen technischen
Möglichkeiten wie die intraoperative Zellableitung und das Wissen aus Tierversuchen
miteinander verbinden, und die Kenntnisse über die genauen physiologischen,
biochemischen und auch anatomischen Grundlagen der Schmerzverarbeitung zu vertiefen.
Daraus sollte es möglich sein, die DBS noch weiter in ihrer Wirkweise zu verstehen und
ihre Anwendbarkeit zu optimieren.