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Elektrophysiologische, intraoperative und computertomographische Untersuchungen des Karpaltunnelsyndroms

Anne Bentlage

Dr. Med. Elektrophysiologische, intraoperative und computertomographische Untersuchungen zum Karpaltunnelsyndrom Geboren am 9.3.1960 in Quakenbrück Reifeprüfung am 12.6.1978 Studiengang der Fachrichtung Medizin von SS 1980 bis WS 1986 Physik am 6.4.1982 an der Freien Universität Berlin Klinische Studien in Berlin Praktische Jahr in Berlin Staatsprüfungen am 30.10.1986 an der Freien Universität Berlin Promotion Doktorat: Neurochirurgievater: Prof. Dr. med. K. Piscol An 42 Händen mit idiopathischem Karpaltunnelsyndrom wurden die für die Diagnose üblichen neurophysiologischen Untersuchungen sowie computertomographische Messungen des Karpaltunnels und intraoperative Zusammenhänge untersucht. Die Frage betrifft die Bedeutung neurographischer und elektromyographischer Parameter für die neurophysiologische Diagnose und die Untersuchung der Rolle des ligaments carpi transversum. Außerdem soll die Frage geantwortet werden, ob es Zusammenhänge zwischen den computertomographischen und neurophysiologischen und intraoperativen Parametern bei Karpaltunnelsyndrom gibt, wenn es um die diagnostische Wirksamkeit von Computertomographie geht.

Das Verhältnis zwischen Frauen und Männern beträgt 2,2: 1, das durchschnittliche Alter zum Zeitpunkt der Operation 53 Jahre. Geschlechtsspezifisch bedeutende Unterschiede sind für alle anatomisch orientierten Messgrößen zu beobachten, wobei die Männlichen Werte jeweils höher sind. Das Alter beeinflusst die neurographischen Werte sowie den Kompressionsgrad des N. medianus, die Dicke des Ligamentum carpi transversum und den Prozentsatz der durch das Funktionsgewebe entnommenen Fläche am proxamen Carpal tunnel.

Bei 83,3% der Fälle sind die Werte der distalen motorischen Latenzzeit und bei 71,5% die Werte der sensiblen Nervenleitungsgeschwindigkeit des N. medianus eindeutig pathologisch. Statistisch gesehen gibt es einen signifikanten Zusammenhang zwischen der Verzögerung der distalen motorischen Latenzzeit und der Verlangsamung der sensiblen Nervenleitungsgeschwindigkeit des N. medianus. Mit zunehmender distaler motorischer Latenzzeit nehmen die Anzeichen von neurogenen Schäden bei der elektromyographischen Untersuchung zu. Intraoperativ wird der Nerv nach den angewandten Kriterien in 92,8% der Fälle zweifellos beeinträchtigt.

Beide neurographischen Parameter weisen statistisch signifikante Beziehungen zu

die Operation auf einer definierten Skala des N. medianus-Kommpressionsgrades

Außerdem ist das Fehlen eines empfindlichen Reaktionspotenzials mit einer

Schwerer Kompressionsgrad. Die empfindliche und motorische Verzögerung der Leitungen zeigt

Verknüpfungen zur Kaliberdifferenz des N. medianus, dessen Quadratmeter vor und im

Im Gegensatz dazu gibt es zwischen dem intraoperativ bewerteten

Schwerheit der Nervenkompression und der elektromyographischen Parameter

Zusammenhang. Dieses Ergebnis unterstreicht die Bedeutung der neurographischen Untersuchung mit der Bestimmung der distalen motorischen Latenzzeit und der sensiblen Nervenverbindungsgeschwindigkeit des N. medianus bei Karpaltunnelsyndrom, während die Elektromyographie nur dazu beiträgt, Karpaltunnelsyndrom zu diagnostizieren, wenn sie bei klinisch und neurographisch eindeutiger Diagnose den Nachweis einer neurogenen Läsion in der medianusversorgten Muskulatur liefert.

Die Dicke des ligamentum carpi transversum zeigt keinen Einfluss auf die

Verzögerung der N. medianus und keinen Zusammenhang mit der

Kompressionsgrad des N. medianus, so dass die Hypothese, dass das Karpal-Tunnel-Syndrom

durch Verdickung des Legaments verursacht, kann nicht unterstützt werden. Durch die Computertomographie und die intraoperative Untersuchung und ihre Verbindung konnten einige Aussagen über die Morphologie des Karpaltunnels gewonnen werden. Der Karpaltunnel hat eine distal verjüngende Form, wobei die Dicke des ligamentum carpi transversum eine Beziehung zu den computertomographischen Größenparametern aufweist. Es kann daraus abgeleitet werden, daß das Ligament als Teil des osteofibrosen Kanals eine der Gesamtgröße angepasste Dicke besitzt.

Die Quadratdimension des N. medianus zeigt in dem untersuchten Kollektiv bei 66,6% der Fälle einen Rückgang von proximal nach distal, wobei die Kaliberdifferenz für die Beeinträchtigung der Nervenleitungsfunktion von Bedeutung ist. Für die Computertomographie entstehen keine Beziehungen zwischen den absoluten Messwerte und den neurophysiologischen und intraoperativen Erkenntnissen, die diagnostisch relevant sind. Wichtig für die Diskussion der Pathogenese des Karpaltunnelsyndroms ist jedoch, dass nachgewiesen werden kann, daß der Anteil des durch die Schnittstelle der Seiten und des N. medianus gebildeten Funktionsgewebe an der Höhe des proxamen Karpaltunnels in Beziehung zur Verzögerung der motorischen Nervenleitung und zur Schwere des N. medianus-Kompressionsgrades steht. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Karpaltunnelsyndrom auf eine Volumensteigerung des Funktionsgewebeanteils beruht. Dies führt zu einem Anschlag des N. medianus gegen das rigide Ligamentum carpi transversum. Dies erklärt sowohl die intraoperativen Komprimierungszeichen am Nerv als auch die unbestreitbaren operativen Erfolge.