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Die Verabreichung von Ticlopidin oder Phenprocoumon bei Patienten mit Palmaz-Schatz-Koronar-Stenten: klinische und lab-chemische Ergebnisse

Samir Saleh-Abed

Dr. Med. Verabreichung von Ticlopidin oder Phenprocoumon an Patienten mit Palmaz-Schatz-Koronar-Stent: klinische und lab-chemische Ergebnisse Geboren am 17.07.1952 in Burqein/Palestina Reifeprüfung Juni 1971 in Jenin/Palestina Studium der Fachrichtung Medizin von WS 1973 bis WS 1980 Physik am 26.03.1976 an der Universität Bonn Klinische Studium in Bonn Praktikjahr in Bonn Stageprüfungen am 05.05.1980 Anwesenden an der Universität Bonn Promotion: Medizin Doktoratvater: Priv.-Doz. Dr. Med. Christoph Bode Die Hauptkomplikation bei der Implantation von Koronarstenten sind Reokclusion und Restenosis. In dieser Studie wurde die Antikoagulation mit Phenprocoumon mit der Behandlung mit Ticlopidin verglichen. Hämostatische Marker für eine Stentthrombose wurden gemessen.

Zwischen Januar 1993 und März 1995 wurden 293 Patienten mit Koronarsten implantiert. Die Nachbehandlung wurde entweder mit Phenprocoumon (163 Patienten) oder Ticlopidin (130 Patienten) durchgeführt. In beiden Gruppen wurde Aspirin und Heparin als Begleitmittel angewendet. In einer Subgruppe wurden Hämostaseparameter in 16 Patienten untersucht.

In 17 Patienten (5,8%) wurde innerhalb der ersten 15 Tage nach der Implantation eine Stentverbindung beobachtet. 15 dieser Patienten wurden mit Phenprocoumon (9.2%) und 2 mit Ticlopidine (1.5%) (p = 0.011) behandelt. Komplikationen nach der Intervention in den 2 Gruppen waren wie folgt: Aneurysma 25.8% gegen 7.7% (p = 0.0001), Blutungen 11.0% gegen 2.3% (p = 0.008) und Myocardial infarkt 8.6% gegen 1.5% (p = 0.0173). In 16 Patienten der Phenprocoum-Gruppe wurden die Parameter der Thrombinactivation und Hämostase bestimmt. Von diesen 16 Patienten zeigten 5 Patienten eine Stentverbindung. Im Vergleich zu den Patienten mit offenem Stent zeigten Patienten erhöhte Spiegelungen von Prothrombin-Fragmenten F1 und F2 (4.8 ± 4.8 nmol/l vs. 0.8 ± 0.4 nmol/l, p < 0.03), Thrombin-Antithrombin-TAT (22.2 ± 23.7 ug/l vs. 2.5 ± 0.5 ug/l, p < 0.004) und Fibrinogen (617 ± 141.3 mg/dl vs. 406.8 ± 50.4 mg/dl, p < 0.0001). Alle Patienten zeigten erhöhte PAIS-Spiegel ohne signifikanten Unterschied zwischen den einzelnen Gruppen.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Behandlung nach Stent-Implantation mit Ticlopidin

Wirkungsvoller Schutz vor Stentoklusion und niedrigere Komplikationsraten als

Phenprocoumon: F 1 + 2 und TAT scheinen wertvolle Kennzeichen für die Bestimmung von Stentthrombose zu sein, aber nicht für die Vorhersage einer Stentoklusion.