Radiotherapie mit Hadronen - Stand der Forschung und Ermittlung des Patientenkollektivs für Deutschland
Karin Henke
Dr. Sc. Hum. Strahlentherapie mit Hadronen Aktueller Stand der Forschung und Ermittlung des Patientenkollektivs für Deutschland Geboren am 12.09.1965 in Kassel Reifeprüfung am 11.06.1985 in Wiesbaden Studiengang der Fachrichtung Biologie (Diplom) von WS 1986/87 bis WS 1992/93 Vordiplom am 30.09.1988 an der Universität Mainz Diplom am 07.01.1993 an der Universität Heidelberg Promotionsfach: Deutsches Krebsforschungszentrum Doktorvater: Herr Priv.-Doz. Dr. Reer . nat. Dr. Med. Jürgen Debus Radiotherapie mit kurativen oder palliativen Zielen wird heute bei etwa der Hälfte aller Krebspatienten angewendet. So ist sie nach der Chirurgie die erfolgreichste und am häufigsten verwendete Therapie für Krebserkrankungen. Aber auch heute noch verlieren etwa 18 Prozent aller Krebspatienten mit potentiell heilbaren, lokalisierten Tumoren ihre Krankheit, weil die Tumorprogression trotz Therapie nicht gestoppt werden kann. Die primäre Herausforderung besteht daher darin, die lokale Tumortherapie zu optimieren, um Heilungs- und Überlebensraten sowie die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Die größten Fortschritte bei der Strahlentherapie erwarten wir bis zum weiteren Ende der Chirurgie.
Ein erhebliches Potenzial zur Verbesserung der Strahlentherapie liegt in der Nutzung neuer Strahlen.
Qualitäten, die so genannte Qualität. Hadronen (schnelle Neutronen, Protonen, Schwerionen), da sie eine größere biologische Wirksamkeit und/oder physikalische Selektivität besitzen als konventionelle Photonstrahlung. Die Überlegenheit der Hadronen bei der Therapie bestimmter Tumorlokalisierungen, -histologien und -stadien ist mittlerweile eindeutig oder sehr wahrscheinlich bewiesen.
Das Ziel der vorliegenden Arbeit war zunächst, einen detaillierten Überblick über die Literatur zu geben. Der aktuelle Stand der klinischen Forschung mit Photonen und Hadronen wird vergleichbar dargestellt und ein Indikationsspektrum erstellt, das auch die histologischen Typen und Stadien der jeweiligen Tumorlokalisierungen berücksichtigt, die für Hadronen indiziert sind. Es werden drei Kategorien gebildet: a) eindeutig , b) wahrscheinlich und (c) mögliche Indikation, da es überwiegend an randomisierten klinischen Studien mit statistisch stagnierbarer Aussagewichtigkeit fehlt. So gibt es weltweit nur zwei randomisierte Studien, in denen mehr als 20.000 Patienten mit Protonen bestrahlt wurden, für die Schw-Ryon-Forschung gibt es bisher keine.
Darüber hinaus wird die Ausrüstung mit Hadrontherapieanlagen (wird weltweit und in Deutschland)
Die Ergebnisse der klinischen Beurteilung werden im Rahmen der Prüfung der klinischen Ergebnisse und der technischen Ausrüstung dargelegt.
Es ist bemerkenswert, daß von den weltweit über 25.000 Patienten, die mit Neutronen bestrahlt wurden, nur etwa 4.000 mit Geräten behandelt wurden, die den heutigen Qualitätsstandards entsprechen [D Troit (Michigan), Seattle (Washington), Seoul (Süd-Korea), Faure (Süd-Afrika) ].
Es ist heute unbestreitbar, daß Deutschland Hadrontherapieanlagen benötigt.
Meinungsverschiedenheit darüber, wie viele Protonen-, Neutronen- und Schwerpunkttherapieanlagen benötigt werden
In Deutschland ist es aufgrund der mangelnden Krebsregistrierung schwierig, den potenziellen Patientenbestand zu ermitteln.
Ziel der vorliegenden Arbeit war es, eine möglichst genaue Datenerhebung für ganz Deutschland durchzuführen. Hierfür wurde das Nationalen Krebsregister der DDR (heute: Gemeinsame Krebsr gestern der Neuen Bundesländer und Berlin) als Datenquelle gewählt, weil es mit ca. 17 Millionen Einwohnern die größte Bevölkerung innerhalb Deutschlands abdeckte und durch die gesetzlich vorgeschriebene Meldepflicht von Krebserkrankungen eine hervorragend gute Entdeckungsquote von 95% erreichte. Auch die Saarland-Krebsregister erhält ähnliche Entdeckungsquoten durch das dort geltende Meldungsrecht durch den Arzt, das keine Einwilligung des Patienten erfordert. Nur bei diesen beiden Registern kann eine vollständige Erfassung angenommen werden. Alle neun weiteren regionalen Bevölkerungs-Krebsregister in Deutschland sind (noch?) nicht in der Lage, dies zu tun. Es ist noch unklar, ob und wann die Erfassung nationaler Vorfälle für ganz Deutschland mit ausreichender Genauigkeit möglich sein wird. Es ist daher dringend erforderlich, die erforderlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen zu schaffen (Meldungspflicht oder das Recht, ohne die Einwilligung des Patienten zu melden, möglicherweise die Auszeichnung der meldernden Ärzte).
Im Gegensatz zum Saarland-Krebsregister konnte das Gemeinsame Krebsregister
Die Bundesländer und Berlin geben Angaben über die Häufigkeit einzelner Tumorstadien sowie die
Sie können diese Tumoren anzeigen. Beides war für diese Arbeit notwendig. Um einen genauen Datenaufruf im Krebsregister zu gewährleisten, wurden die indizierten Tumorlokalisierungen und -histologien in die Internationale Klassifizierung von Krankheiten und Tumorstadien in die TNMKlassifizierung von malignen Tumoren übersetzt. Das Krebsregister stellte anschließend die altersspezifischen Rohkrebsfälle (Krankheiten pro 100.000 Einwohner) in der ehemaligen DDR in den Jahren 1986 bis 1988 (Jahresdurchschnitt) zur Verfügung. Es handelt sich hier um die letzten Jahre vor der Wiedervereinigung. Die in den Neuen Bundesländern ab 1990 geltenden Gesetze führten zu einer Abschaffung der Meldepflicht und damit zu einem schnellen Rückgang der Erfassungsschwelle auf heute ca. 50%. Bei Berücksichtigung der veränderten Bevölkerungsstruktur wurden die Vorfälle für 1996 in ganz Deutschland hoch gerechnet. So wurde die Zahl der aktuellen Neuerkrankungsraten (= Primärsituation) ermittelt.
Für die Neutronentherapie geht es davon aus, daß allein bei den Patienten mit Hauptspeicheldrüsentumoren und Weichhalscharkomen, die als eindeutige Indikation gelten, jährlich etwa 1.200 Patienten zu rechnen sind. Dies erfordert für Deutschland mindestens zwei Anlagen, die den heutigen Qualitätsstandards entsprechen. Bei der Einbeziehung von Patienten mit Adenokarzin der Prostata - ebenfalls eindeutig indiziert, aber in Deutschland noch überwiegend Chiru gisch behandelt - kommen jährlich etwa 5.000 Patienten hinzu. Etwa 3.500 weitere Patienten pro Jahr leiden an Tumoren, die dringend für die klinische Forschung auf state-of-the-art Geräten notwendig sind (Nase- und Nebenhöhlen, lokale Rückfälle des Rektums).
Für die Protontherapie werden jährlich etwa 1.000 Patienten mit Tumoren erwartet, für die eindeutig eine tiefe Therapie vorgeschrieben ist (Chordome, Chondrosarkome, einige weitere Knochenarkome, Hypophysentumoren). So reicht es aus, eine Hochenergieanlage (mit 200 MeV) zu bauen. Es ist dringend notwendig, weitere etwa 6.600 Patienten zu untersuchen (Adenokarzinome der Prostata, pädiatrische Tumoren). Über 30.000 weitere Patienten leiden an Tumoren, bei denen positive Trends in Pilotstudien zu beobachten waren. Die Kapazität der 72 MeV-Anlage am Hahn-Meitner-Institut in Berlin sollte für die Behandlung von etwa 500 Aderhautmelanomen (einschließlich Augentumoren) erweitert werden.
Bei der Schwertherapie kann aufgrund fehlender randomisierter Studien bisher kein Ei entstehen.
Es ist jedoch nicht möglich, die Krankheit zu verhindern, wenn die Krankheit in den meisten Fällen zu verhindern ist.
Wahrscheinlichkeit einer schweren Ionenstrahlung (Chordome, Chondrosarkome, einige weit entfernt)
Es ist jedoch notwendig, die Entwicklung einer spezifischen Methode zu erleichtern.
Es wird empfohlen, diese Anlage zu nutzen. Fast 15.000 weitere Patienten leiden an Tumoren, bei denen positive Trends in Pilotstudien zu beobachten waren. Die einzige europaweite Anlage mit festem horizontalen Strahlen - befindet sich in Darmstadt bei der Gesellschaft für Schwerkörperforschung (GSI) und bietet nur eine sehr begrenzte Kapazität für 60-70 Patienten pro Jahr.
Es zeigt sich, daß das Indikationsspektrum für Neutronentherapie relativ gut geklärt ist und daß es dringend Forschungsbedarf für Protonen und Serionen gibt, um ihre therapeutische Bedeutung zu beurteilen. Hier wäre eine verstärkte (internationale) Zusammenarbeit wünschenswert, um statistisch ausreichend große Patientengruppen für die indizierten, überwiegend seltenen Tumoren zu erhalten, die Forschungsergebnisse schneller in die Klinik umzusetzen und die aufwendigen Therapieanlagen optimal zu nutzen.
Es wäre auch wünschenswert, die jährliche Anzahl von Patienten mit lokalen Rückfällen zu ermitteln.
Es ist wichtig, daß die Patienten, die in Deutschland die potentielle Patientengruppe für Hadrontherapie vergrößern, nicht unbedeutend vergrößert werden, wenn sie die indizierten Tumoren und sekundäre Neugestaltungen, die in dieser Arbeit nicht erkannt wurden, nicht identifizieren.