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Retrospektive über die gynäkologische Umweltunterricht der Frauenklinik der Universität Heidelberg von 1994 bis 1995 unter Berücksichtigung besonderer Fallbeispiele

Claudia Böckmann

Dr. Med. Retrospektive über die gynäkologische Umweltunterricht der Heidelberg University Women's Clinic von 1994 - 1995 mit Berücksichtigung besonderer Fallbeispiele Geboren am 26.05.1971 in Schwäbisch Hall Reifeprüfung am 15.05.1990 in Weinsberg Studiengang der Fachrichtung Medizin von SS 91 bis SS 98 Physik am 16.09.1993 an der Universität Hamburg Klinisch Studium in Heidelberg Praktischjahr in Schwäbisch Hall Staatsprüfungen am 11.05.1998 an der Universität Heidelberg Promotionsfach: Gynäkologie Doktorat: Frau Prof. Dr. med. Ingrid Gerhard In dieser Studie werden 200 Patienten beschrieben, die über einen Zeitraum von zwölf Monaten zwischen 1994 und 1995 die Umweltunterricht der Frauenklinik der Universität Heidelberg besuchten. Ziel dieser retrospektiven Analyse ist die Dokumentation und Beschreibung von Anamnese, Beschwerden, Schadstoffbelastungen, Therapiemaßnahmen und -erfolgen.

88 Patienten (44%) kamen aus der endokrinologischen Gesprächsstunde der Klinik, 112 Patienten (56%) wurden von außerhalb überwiesen. Die Patientendaten wurden mittels eines standardisierten Fragebogens erhoben. Abhängig von der Geschichte wurden gezielt individuelle Untersuchungen angeordnet. Folgende Schadstoffe wurden gemessen: Pentachlorphenol und Lindan im Blut, Serum, Holz und Hausstaub, Quecksilber im Speichel und Urin, Formaldehyd im Hausstaub und Raumluft, Pyrethroide im Hausstaub, polychlorisierte Biphenyle, Hexachlorbenzol, DDT, DDD, DDE und -hexachlorcyclohexan im Blut. Die Frauen wurden als belastet angesehen, wenn die Konzentration u.a.

Schadstoffe das 95. Prozentsatz einer nicht beruflich exponierten Personengruppe überschritten, für Quecksilber im Urin wählten wir die 75. Prozentsätze als Grenzwerte. Bei verschiedenen Krankheitsbildern war eine immunologische Diagnose (Lymphozyten-Subpopulationen, Mitogen-Stimulationen) oder endokrinologische Untersuchungen erforderlich. Da die Maßnahmen nicht standardisiert durchgeführt wurden, sondern sich auf die Krankheit und den finanziellen Aufwand konzentrierten, schwankte die Zahl der Untersuchungen erheblich.

Die Bewertung erfolgte sowohl für das Gesamtkollektiv als auch für drei Gruppen, die nach Schadstoffbelastungen unterteilt waren: 1. Holzschutzmittel (n=73, 37%), 2. Quecksilber (n=69, 35%), 3. Holzschutzmittel und Quecksilber (n=20, 10%).

Insgesamt waren nur 5% der Patientinnen unbelastet. Eine weitere Aufteilung wurde in 5 Berufsgruppen durchgeführt, die ebenfalls untersucht wurden. Sowohl im Allgemeinen als auch in den Belastungsgruppen waren Funktionsstörungen, wiederkehrende Infektionen, Haut-, Augen- und Atemwegsstörungen am häufigsten. 78 der 200 Patienten hatten eine primäre oder sekundäre Sterilität (39%). Es waren vor allem Frauen mit einem Verlust an Quecksilber betroffen (n=40, 58%).

Die Mediane der Lymphozyten-Subsets lagen alle im Normalbereich, jedoch zeigten die Patienten in allen drei Gruppen pathologische Werte bei der Stimulation mit einem Mitogen (Median). Zwischen der PCP-Konzentration im Blut und der Anzahl der T-Helferzellen fand sich ein positiver Zusammenhang (p=0.02) und ähnlicher Zusammenhang für Lindan im Blut (p=0.04). Negativ signifikante Zusammenhänge zwischen der Anzahl der T-Helferzellen und dem Mercury-Konzentration im Urin (p=0.009) zeigten sich, gleich für die Anzahl der T-Suppressorzellen (p=0.002; p=0.03). Die Mediane der Schilddrüsenwerte ergaben in unserem Kollektiv keine pathologischen Werte.

Es wurden signifikante Zusammenhänge zwischen der Anzahl der Amalgamfüllungen und den Mercury-Werten festgestellt.

Im Speicher und Urin nach DMPS i.v. (p=0.008; p=0.0001); die Mercury Konzentration im Speicher und die Mercury Absorption nach DMPS i.v. korrelierten ebenfalls positiv signifikant (p=0.0001; p=0.003).

Die folgenden Therapiemaßnahmen wurden empfohlen: Umzug oder Sanierung der Wohnung, Zahnbehandlung und

oder eine Ergänzung mit verschiedenen Spurenelementen und Vitaminen. In allen drei Gruppen zeigten sich die deutlichsten Erfolge nach Beendigung der Schadstoffexposition. In der Holzschutzmittel-Gruppe verbesserten sich die Symptome bei 39 Patienten (58%). Bei 40 Frauen konnten die Vor- und Nachtherapiewerte gemessen werden: Vorher lag der Median von PCP im Blut bei 32,5 g/l, danach bei 11 g/l (p=0,0001) und vorher lag der Lindenkonzentration bei 65 ng/l, danach bei 37,5 ng/l (p=0,0005). Das Baby-take-home-Rate nach dem Ende der Therapie (Sanierung / Abzug) betrug 54,5%. Bei den Patienten mit MRT verbesserte sich die Beschwerden in 23 Fällen (36,5%). Die Baby-take-home-Rate nach Zahnsanierung betrug 54%. Bei 36 Patienten wurden vor und nach der Durchführung der Therapie die Urinkonzentrationen von Mercury gemessen, und auch hier zeigten sich signifikante Unterschiede. Vor der Therapie betrug das Median der DMPS-stimulierten Quecksilber-Ausgabe 303,8 g/g Kreatinin, danach 78,7 g/g Kreatinin (p=0,0001). Alle Therapien, die in der Gruppe mit Holzschutzmitteln und Merkurbelastung mit dem Entfernen von mindestens einer Schadstoffquelle verbunden waren, führten in zwei Drittel der Fälle zu einer Verbesserung der Beschwerden (n=13; 65%). Die Baby-take-home-Rate

betrug in dieser Gruppe 33%. Diese Arbeit kann keinen Beweis dafür liefern, ob verschiedene Umweltverletzungen die mit ihnen verbundenen Beschwerden und Krankheiten tatsächlich verursachen. Es gibt keine Symptomkomplexe für Belastungen mit verschiedenen Schadstoffen, die Beschwerdebilder sind sehr ähnlich.

Da die schädlichen Auswirkungen anthropogener Umweltschadstoffe auf die menschliche Gesundheit

Wissenschaftlich bewiesen oder ausgeschlossen werden kann, dass Erfolge nach der Beseitigung von

Allerdings sollten Schadstoffquellen und entsprechende Therapiemaßnahmen eingestellt werden.

Diese Maßnahmen werden aus prophylaktischen Gründen ergriffen.

Eine umfassende Anamnese und Diagnose mit möglichen Differentialdiagnosen.