Hormonal Veränderungen bei adipösen Frauen vor und nach der Diät mit und ohne Entspannung
Annette Giering, geb. Schiffer
Dr. Med. Hormonal Veränderungen bei adipösen Frauen vor und nach der Ernährung mit und ohne Entspannung Geboren am 13.07.1969 in Siegburg Reifeprüfung im Mai 1989 in Frankenthal Studiengang der Fachrichtung Medizin von WS 1989/90 bis WS 1996/97 Physik am 06.09.1991 an der Universität Heidelberg Klinische Studie in Heidelberg Praxisjahr in Heidelberg und Walzstadt, Schweiz Staatsprüfung am 14.11.1996 an der Universität Heidelberg Promotionsfach: Medizin Doktor: Frau Prof. Dr. med. I. Gerhard Ziel dieser Studie war es, den Stoffwechsel von adipösen Frauen mit Zyklusstörungen, Hirsutismus und Insulinresistenz zu analysieren und zu vergleichen mit dem von asymptomatischen Frauen. Die Auswirkungen von Gewichtsreduktion auf das Hormonhaushalt sollten ebenfalls untersucht werden. Schließlich wurde untersucht, ob eine Diät mit Entspannungstherapie für die Gewichtsreduktion geeigneter ist als eine Diät ohne zusätzliche Entspannung. Von 1990 bis 1993 wurden 166 Patienten in der Frauenklinik der Universität einen oralen Glukose-Toleranztest durchgeführt. Neben den Sexualhormonen und Gonadotropinen wurden Insulin, C-Peptid, ACTH, Cortisol, STH, IGF 1, SHBG, Prolactin und β-Endorphine und deren Zusammenhänge untersucht.
Eine klinisch auffällige Gruppe (n=18, mit Zyklusstörungen, Hirsutismus
Eine Gruppe mit Insulinresistenz (n=53, Glucose/Insulin<6)
Kontrollgruppe (n=14, mit einem BMI < 25 kg/m2, ohne Zyklusstörungen, Unfruchtbarkeit oder Hirsutismus)
Außerdem wurden die drei Gruppen nach dem Body-Mass-Index unterteilt.
BMI < 27 kg/m2 (n=69), BMI 27-33 kg/m2 (n=58) und BMI> 33 kg/m2 (n=39) verglichen. 40 der 166 Patienten nahmen über drei Monate eine 1500 kcal-Diät ein, davon 20 Patienten mit zusätzlicher Entspannung. Die Ergebnisse aus der Gesamtgruppe und den drei BMI-geteilten Gruppen zeigten eine signifikant positive Korrelation zwischen BMI und Insulin, freiem Testo und BAT und eine negative Korrelation zwischen BMI und DHT, SHBG und STH. DHEA und die übrigen Parameter korrelierten nicht signifikant mit dem BMI. Adiol-Glucuronid, Testosteron, freie Testosteron, BAT, LH/FSH-Ratio sowie Insulin waren in der klinisch erkennbaren Gruppe und der Insulinresistenz-Gruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant erhöht, DHT und DHEA tendenziell niedrig. Die Diätgruppen reduzierten weder das Gewicht noch den BMI oder die WHR signifikant, wobei keine der beiden Gruppen mehr Erfolg zeigte. Einige Hormone veränderten sich jedoch signifikant. In der Gruppe mit Entspannung verringerte sich das IGF 1, das Endorphin, AdiolGlucuronid und das C-Peptid signifikant. STH und Insulin stiegen. In der anderen Gruppe stieg der FSH, während das C-Peptid abnahm.
Diese Studie ergab, dass Hyperandrogenämie, Hyperinsulinämie, niedriges SHBG,
STH und das hohe LH/FSH-Ratio im Zusammenhang mit Adipositas, Insulinresistenz,
Zyklusstörungen und Hirsutismus. Keine der beiden Therapien zeigte mehr
Erfolg als das andere. Ein eindeutiger Zusammenhang zwischen Gewichtsverlust und Gewichtsverlust
Einfluss auf Hormonveränderungen wurde in dieser Studie nicht erkannt.