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ZHONG Xiao Yan
Dr. med.
Immunobeadsanreicherung, Immunzytologie und RT-PCR für den Tumorzellnachweis im
Knochenmark, peripheren Blut und Leukaphereseprodukt bei Patientinnen mit
Mammakarzinom
Geboren am 06. 09. 1961 in WUHAN, CHINA
Reifeprüfung am 01, 07, 1978 in Hubei
Studiengang der Fachrichtung Medizin von WS 1978 bis SS 1983 an der Universität Tongji in
Wuhan, Abschluß mit dem Diplomtitel
Physikum am 01, 07, 1982 an der Universität Tongji
Klinisches Studium in 1986-1989, Abschluß mit dem Magistertitel
Praktisches Jahr in 1982-1983
Staatsexamen am 27, 12, 1989 an der Universität Tongji, Abschluß mit dem Magistertitel
Promotionsfach: Frauenheilkunde
Doktorvater: Prof. Dr. Dr. h.c. med. G. Bastert
Betreuer: PD. Dr. S. Kaul
Die häufigste Todesursache krebskranker Patienten in den westlichen Industrieländern sind
Fernmetastasen, die in Folge einer frühzeitigen Tumorzellaussaat des Primärtumors
entstanden sind.
Der frühe Nachweis von disseminierten malignen Zellen und Zellansammlungen im
Organismus (Mikrometastasen) stellt somit eine Herausforderung für die moderne Medizin
dar.
Zahlreiche Studien konnten zeigen, daß der Nachweis mikrometastatischer Zellen im
Knochenmark von Patienten mit epithelialen Tumoren, insbesondere Mammakarzinom, ein
unabhängiger prognostischer Parameter ist, der von großer Bedeutung für die Beurteilung des
Rückfallrisikos der klinisch kurativ operierten Patientinnen ist. Diese Studien bedienten sich
des immunzytochemischen und molekularbiologischen Nachweises der mikrometastasierten
Tumorzellen.
Aufgrund der unterschiedlichen Ergebnisse in der Literatur im Hinblick auf Spezifität und
Sensitivität bzw. Detektionshäufigkeiten war es das Ziel, in der vorliegenden Arbeit
immunzytochemische und molekularbiologische Methoden für den effektiven
Tumorzellnachweis zu optimieren und standardisieren.
1. In Vergleichsuntersuchungen wurden MAK mit Spezifität für MUC1, humanes
epitheliales Antigen und Zytokeratin für immunzytologischen Nachweis eingesetzt.
Höchste Sensitivität (1/106) und Spezifität (100%) wurde mit dem MAK 5D3 mit
Zytokeratin 8, 18,und 19-Reaktivität erreicht.
2. Umfangreiche Untersuchungen zum Nachweis von Tumorzellen mittels RT-PCR ergaben
höchste Sensitivität (1/106) und Spezifität (100%) mit Primern für Zytokeratin 19.
3. Die immunmagnetische Isolierung von Karzinomzellen mittels BM2-Beads aus
Knochenmark und peripherem Blut führte reproduzierbar zu einer Anreicherung um den
Faktor 75.
4. Auf der Basis eines muzinspezifische MAK wurde eine schnelle und einfache Methode zur
immunmagnetischen Anreicherung von seltenen Tumorzellen entwickelt und mit der
nested-RT-PCR mit Zytokeratin 19 spezifischen Primern kombiniert. Damit steht ein
neues, hochempfindliches und effizientes Verfahren zur Tumorzellsuche im Knochenmark
und Blut von Patientinnen mit Mammakarzinom zur Verfügung mit dem reproduzierbar
eine Tumorzelle in 107 KM-Zellen bzw. 108 PBL nachzuweisen ist.