Überwindung der Tumorresistenz gegen Nitrosohlen durch Chemosensibilisierung und Lokoregionale Therapie
Frank Seifert
Dr. sc. hum. Überwindung der Tumorresistenz gegenüber Nitrosohlen durch Chemosensibilisierung und Lokoregionale Therapie am 8.08.1964 in Saarlouis Geborene Prüfung am 18.06.1985 in Lebach Studiengang der Fakultät Chemie WS 1987/88 bis WS 1989/90 Studiengang der Fakultät Pharmazie von SS 1990 bis SS 1993 1. Staatsexamen am 14.09.1990 an der Universität Saarland 2. Staatsexamen am 24.10.1992 an der Universität Saarland Approval am 18.11.1993 Fach: Deutsches Krebsforschungszentrum Breveter: Prof.
Die hohe Wirkung von Transfersäuren im normalen Gewebe
Um die Verringerung der Allgemeintoxizität zu erreichen, wurde in der vorliegenden Arbeit eine lokoregionale
Da es gezeigt wurde, dass Ovarialtumorzellen mit mittlerem
bis zu hoher Transferase-Aktivität durch Depletion des O
-AGT mit O
-Benzylguanin in vitro
Wenn diese In-vitro-Ergebnisse zu einer
Das Ergebnis der In-vivo-Untersuchungen war,
Intraperitoneal-inokulierter Ovarialtumor in den Nacktmäusen konnte durch lokoregionale (i.p.) Therapie mit O-BG und BCNU so günstig beeinflusst werden, dass bei der optimalen Dosierung 42% der Tiere (5/12) länger als 70 Tage überlebten. Untersuchungen zum Verlauf der Neusynthese der Transferase nach Depletion zeigten, dass für eine erfolgreiche Anwendung dieses Therapiekonzepts nicht nur die Kenntnis der Höhe der Transferase-Aktivität des behandelnden Tumors, sondern auch die Kenntnis der Kapazität seiner O-AGT-Neusynthese nach Depletion erforderlich ist.
Darüber hinaus wurden in vitro Untersuchungen zur Zytotoxischen Aktivität von BCNU und
HeCNU nach vergleichender Inhibition der O
-AGT und GSH-Synthese durchgeführt. Schließlich wurde die Wirkung von BCNU und HeCNU in Bezug auf die Transferase-Aktivität des Tumors untersucht. Das Ergebnis war, dass, wenn keine O-AGT-Depletion erfolgt, eine Therapie mit BCNU offensichtlich überlegen ist, wenn der entsprechende Tumor eine mittlere bis hohe Transferase-Aktivität aufweist. Bei niedriger O-AGT-Aktivität zeigten sich keine Unterschiede in der Therapieerfolge. Dies führt zu dem Schluss, dass bei Tumoren mit niedriger Transferase-Aktivität HeCNU aufgrund der allgemeineren Toxizität der BCNU bevorzugt wäre. Nach lokoregionaler Depletion der Transferase könnte auch die Therapie mit BCNU erfolgen, da auch hier eine geringere Allgemeinheit aufweist.