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Das Risiko von Brustkrebs bei prämenopausalen Frauen, abhängig von reproduktiven Variablen wie der Einnahme von oralen Kontrazeptiva, der Stillzeit der Kinder, Fehlgeburten und Abtreibungen

Silke Schieber

Dr. med. Das Brustkrebsrisiko bei prämenopausalen Frauen in Abhängigkeit von reproduktiven Variablen wie der Einnahme von oralen Kontrazeptiva, Stillzeit der Kinder, Fehlgeburten und Abbrechungen Geboren am 07.08.1968 in Stuttgart Reifeprüfung am 06.05.1988 in Leonberg Studiengang der Fakultät für Medizin von WS 1988/89 bis WS 1995/96 Physik am 10.09.1990 an der Universität Heidelberg Klinische Studie an der Universität Heidelberg Praktischjahr in Ludwigsburg Staatsprüfung am 13. Mai 1996 an der Universität Heidelberg Promotion: Deutscher Krebsforschungszentrum: Prof. Dr. Jürgen Schopa

In dieser Beurteilung wurden neben Einflüssen, die allgemein als Risikofaktoren gesichert sind,

wie Alter beim Eintritt in die Menarchie, Bildungsniveau, Anzahl der Kinder, Alter beim ersten

Lebendige Geburt, Familiengeschichte von Mammakarzinom bei einem oder mehreren

Erstklassige weibliche Verwandte, insbesondere die folgenden Fragen:

die Art und Weise, in der hormonelle orale Kontrazeptiva, Stillen und

Schwangerschaftskomplikationen wie Fehlgeburten oder Abtreibungen

Bei der Analyse der Daten über den Gebrauch von oralen Kontrazeptiva wurde vor allem darauf hingewiesen, bestimmte Einnahmemuster (Anwendung in jungen Jahren, vor der ersten Schwangerschaft, über einen langen Zeitraum pro Stück) und verschiedene Inhaltsstoffe (Ethinylstradiol, Mestranol, sogenannte High Potency Gestagenen) und deren mögliche Auswirkungen auf das Brustkrebsrisiko zu analysieren.

Bei der Stillzeit wurden die Zusammenhänge zwischen der gesamten Stillzeit aller Kinder untersucht,

Frage, ob das erste Kind gestillt wurde und das Risiko von Brustkrebs untersucht wurde. Bei Schwangerschaftskomplikationen wurden sowohl die Einflüsse der einzelnen Ereignisse als auch die Einflüsse der Gesamtheit aller Schwangerschaften einer Frau und deren Reihenfolge untersucht.

Es handelt sich hierbei um eine epidemiologische Studie, die eine Auswertung von Daten aus einer bevölkerungsbezogenen Fallkontrollstudie, der genetisch-epidemiologischen Studie zur Ätiologie prämenopausaler Brustkrebs der Epidemiologieabteilung des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg (Studieleiter: Dr. sc. hum. Jenny Chang-Claude, Abteilungsleiter: Prof. Dr. sc. math.

Jürgen Wahrendorf). Diese Beurteilung umfaßte Daten, die durch selbstvervollständige Fragebögen erhoben wurden, von 163 Mütterkrebspatienten bis zu 50 Jahren und 248 gleichaltrigen Bevölkerungskontrollen, die zufällig ausgewählt wurden, mit Hauptsitz in der Studienregion Kurpfalz (Kreise Heidelberg, Mannheim, Rhein-Neckar-Kreise, Neckar-Odenwald-Kreise, Ludwigshafen Stadt und Kreis Ludwigshafen mit Speyer und Frankenthal). Die Diagnose von aufgetretenen Mütterkrebs musste zwischen dem 1. Januar 1992 und dem 31. Juni 1993 in einem der 30 teilnehmenden Kliniken in der Studieregion bestätigt werden.

Die Patienten und Bevölkerungskontrollen wurden individuell gemessen, wobei 52

13 Fälle wurden nach einem Zufallsverfahren gleichwertigem Fall-Kontrollpaar zugeteilt. Die Daten mit dem SAS-Softwarepaket wurden zunächst beschreibend ausgewertet, anschließend wurden die Risikobewertungen (Odds-Ratio) univariat berechnet und für mehrere Variablen die multivariate logistische Regression erstellt.

Diese Beurteilung bestätigte ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung eines

prämenopausaler Brustkrebs bei einer früher auftretenden Menarche (OR 1.995

% CI 1.00-3.68 bei Menarche bis zum Alter von 12 Jahren) sowie bei familiärer Vorbelastung bei einem Verwandten der ersten Stufe.Das Risiko erhöhte sich jedoch stärker bei Frauen, deren Mutter an Brustkrebs litt, als bei Frauen, deren Schwester an Brustkrebs litt.

Die Tatsache, dass eine Frau jemals Oral-Kontrazeptiva einnahm, veränderte

und ihr Risiko für Brustkrebs nicht verringert.

Bestimmte Einnahmemuster und Inhaltsstoffe von hormonellen Verhütungsmitteln und

Das gleiche gilt für den Einfluss der Brust von eigenen Kindern, bei denen in unserer Studienpopulation kein positiver oder negativer Zusammenhang mit dem Auftreten prämenopausaler Brustkrebs bestand. Ein signifikant erhöhtes Risiko zeigte sich jedoch, wenn eine Frau in der Vergangenheit eine schwangere Schwangerschaft hatte, die durch Fehlgeburten oder Schwangerschaftsabbruch beendet wurde (OR = 1.9 95% CI 1.12 - 3.22). Dieses Risiko blieb auch bei der multivariaten Auswertung von angepassten Daten bestehen, wenn die Anzahl der Kinder oder das Alter bei der ersten lebenden Geburt in die Analyse aufgenommen worden war.

Eine Einschränkung bei der Bewertung der Bedeutung unserer Ergebnisse ist, neben den verschiedenen Verzerrungsmöglichkeiten, die im Diskussionsbereich ausführlich behandelt werden, auch die nicht zu große Zahl von 163 Patienten und 248 Bevölkerungskontrollen für eine epidemiologische Fallkontrolle zu berücksichtigen.

Die erhöhten Risiken sind daher in unserer Ansicht, obwohl statistisch signifikant,

nur als Hinweis auf eine mögliche positive Korrelation eines Risikofaktors mit der

Die Entwicklung eines prämenopausalen Mammakarzinoms ist zu beurteilen. Abschließend ist daher zu sagen, daß die Ergebnisse von Untersuchungen über die Zusammenhänge zwischen reproduktiven Variablen wie vorzeitigen Schwangerschaften und prämenopausalen Mammakarzinom weiterhin als gegensätzlich beurteilt werden müssen.