Retrospektive Untersuchung von entstehenden Infektionen im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich
Marion Richter
Dr. med. dent. Retrospektive Untersuchung von Mund-, Kiefer- und Gesichtsinfektionen geboren am 12.03.1971 in Mannheim Reifeprüfung am 08.05.1990 in Mannheim Studiengang der Fakultät für Zahnmedizin von WS 1990 bis WS 1995 Physik am 29.09.1993 an der Universität Heidelberg Klinische Studie in Heidelberg Staatsprüfung am 07.08.1996 an der Universität Heidelberg Promotionsfach: Mund- und Zahn-Krebsheilkunde Doktor: Prof. Dr. Dr. J. Zöller Im Rahmen dieser Untersuchung wurden Krankenunterlagen von Patienten mit Mundinfektionen in Bezug auf Lokalisierung, Ätiologie, Ursache, Alters- und Geschlechtsverteilung sowie Therapie und Behandlungsdauerwert herausgegeben.
Als Untersuchungsmaterial dienten 2332 Krankenunterlagen der Klinik und der Poliklinik für
Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie Heidelberg, 2078 ambulante und 254 stationäre Fälle
Im stationären Bereich wurden 17 Infiltrate (6,69%) und 237 Abszesse (93,31%) behandelt, im ambulanten Bereich 557 Infiltrate (26,80%) und 1521 Abszesse (73,20%) behandelt.
Bei 58,28% war Apical Parodontitis die Hauptursache für odontogene Erkrankungen.
Infektionen, gefolgt von Dentitio difficilis mit 20,33%. Dazu gehörte die Entzündung, die durch eine Extraktion verursacht wurde, mit 10,93%. Letzter Platz war die marginale Parodontitis mit 10,46%. Bei der Lokalisierung der odontogenen Infektionen waren die Unterschiede zwischen dem ambulanten und dem stationären Bereich deutlich. Während bei den ambulanten Patienten die Infektionen im Bereich der vestibulären Alveolare mit 34,12% an Spitze lagen, gefolgt von der parodontalen Entzündung mit 33,40%, dominierten die Infektionen der perimandibulären Loge mit 24,81%, der submandialen Loge mit 17,71% und der pygomandibulären Loge mit 16,53 % in den stationären Patienten.
Die Analyse der Ursachenzähne des permanenten Zähnes zeigte, daß die größte
Ein Teil der unentgegen geratenen Infektionen wurde durch Molaren ausgelöst.
Entzündungen stammten aus dem Weisheitszahn, 17,94% aus dem 6-jährigen Molar und 12,33% aus dem zweiten Molar. 50,15% der Infektionen stammten aus den Molaren des Unterkniefes. 763 Mal war ein Oberkniefes den Auslöser der Infektion (36,90 %), 1305 Mal ein Unterkniefes (63,10 %).
Eine Analyse der Geschlechtsverteilung in Bezug auf die Ursachen (Ambulant und
Im oberen Kiefer weigerten sich die sechsjährigen Molaren bei den weiblichen Patienten um 3,53%, gegenüber der Gesamtzahl aller Ursachenzähne, bei den männlichen den Eckzähnen um 3,48%.
Bei den Milchzähnen wurden drei Viertel aller pyogenen Infektionen von Milchmolaren
In den meisten Fällen war es das 1. Milchmolar, das in 39,01% der Fälle ausgelöst wurde. Hauptsächlich waren es die Oberkopfzähne, die knapp mehr als die Hälfte aller Infektionen im Milchbereich verursachten (53,41%). Die Krankenunterlagen wurden auch in Bezug auf Alters- und Geschlechtsverteilung ausgewertet.
Die Kombination von chemisch-chirurgischen Therapien war die Therapieform, die in 38,35
In der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie wurden Antibiotika sehr häufig eingesetzt. Im ambulanten Bereich in 58,61 % der Fälle, im stationären Bereich sogar in 91,34 %. In Bezug auf die Behandlungsdauer war ein Maximum bei den ambulanten Patienten bei der Dauer von 1 bis 3 Tagen deutlich (34,80 %), bei den stationären Patienten lag das Maximum bei mehr als 10 Tagen (51,97 %).
Die Auswertungen dieser Untersuchung von der Klinik und der Heidelberg Polyclinic für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie zeigen, dass odontogene Infektionen noch immer von großer Bedeutung sind. Es muss die Forderung nach einer frühzeitigen und sicheren Diagnose mit den notwendigen Konsequenzen gestellt werden, nämlich die rechtzeitige Verabreichung von Antibiotika, Überweisung und chirurgische Therapie. Nur so können die Fortschritte, die diese Therapieschritte in den klinischen Verlauf von odontogenen Infektionen deutlich gemacht haben und noch tun, zum Nutzen des Patienten voll auswirken.
In Heidelberg werden mehr als die Hälfte aller ambulanten Patienten mit Antibiotika behandelt, sogar mehr als 90% im stationären Bereich. Diese Zahlen verdeutlichen die Dringlichkeit, den häufigen Einsatz von Chemotherapie ohne zugehörige chirurgische Therapie oder als Vorsichtsmaßnahme neben der chirurgischen Therapie vollständig abzuschalten. Dies setzt ein genaues Wissen über die Diagnose und Therapie der entstehenden Infektionen voraus.
Dies bedeutet wiederum eine sorgfältige Ausbildung, Weiterbildung und Weiterbildung der behandelnden Ärzte, aus denen hervorgeht, dass ein wesentlicher Faktor für die Verringerung der Zahl der entstehenden Infektionen eine erhöhte Behandlungsbereitschaft und ein erhöhtes Interesse der Patienten selbst an der Gesundheit des orophasialen Systems wäre, was durch systematische Aufklärung, Motivation und Instruktion der Bevölkerung über sinnvolle Pflege und Pflege der Zähne erreicht werden kann.