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Einfluss von Immobilierung und Sport auf die biochemischen Marker des Knochenwechsels und die Entstehung von Osteoporose

Martin Müller

Dr. Med. Einfluss von Immobilierung und Sport auf die biochemischen Marker des Knochenwechsels und auf die Entstehung von Osteoporose geboren am 21.12.1970 in Preetz, Schleswig-Holstein Reifeprüfung am 13.06.1990 in Bensheim Studiengang der Fakultät für Medizin von WS 1990/91 bis WS 1996/97 Physik am 02.09.1992 an der Universität Heidelberg Klinische Studie in Heidelberg Praxisjahr in Heidelberg, Montreal, Paris Prüfung am 27.05.1997 an der Universität Heidelberg Promotion: Innere Medizin

Drei Tage nach Beginn der Immobilierung erhöht sich die Knochenresorption erneut signifikant.

und steigt dann bis zum Ende des vierwöchigen Beobachtungszeitraums linear mit der

Immobilierungsdauer. Nach 4 Wochen zeigen sich gegenüber dem Beginn der Studie bis zu 400% erhöhte Ausscheidungen des mit hohem Druck Chromatographie ermittelten Gesamtdeoxypyridinolins und GesamtPyridinolins. Die Knochenbildung verändert sich dagegen im Laufe der Immobilierung nur gering. Diese in der Immobilierungsstudie nachgewiesenen Veränderungen des Knochenwechsels weisen auf eine Uncoupling von Knochenresorption und Knochenbildung hin. Bei höherer Knochenresorption führt Uncoupling zu einer Knochenbildung.

Im Laufe der Immobilierung und der anschließenden Mobilisierung ist die Knochenbildung nur

Dies bedeutet, dass während der Zeit nach der Immobilierung keine Tendenz zur Wiederherstellung der immobilizierenden Knochen zu erkennen ist. Diese fehlende Wiederherstellung als erstaunliches Ergebnis der Immobilierungsstudie unterstreicht die zerstörerischen Folgen einer Immobilierung auf die Erhaltung einer bestimmten Knochenmasse. Die fehlende Wiederherstellung unterstreicht aber auch die Notwendigkeit einer wirksamen Osteoporose-Prophylaxis, damit der Körper trotz des im Alter auftretenden Knochenverlusts möglichst lange von einem in der Jugend aufgebauten Spitzenmasse auskommen kann.

Die Sportstudie untersucht die Möglichkeit dieser Osteoporose-Prophylaxe durch körperliche

Training. Es ist die erste Studie, die sich primär darauf konzentriert, ob Aerobe und Anaerobe Training unterschiedliche Auswirkungen auf den Knochenwechsel haben. Die Knochenresorption in dieser Studie wird durch Aerobe Training signifikant abgenommen, durch Anaerobe Training signifikant erhöht. Die Knochenbildung zeigte in beiden Sportgruppen ähnliche Veränderungen mit einem temporären Abbau von Osteocalcin bei Aerobe Training nach 5 Wochen. In der Anaerobe-Training-Gruppe wurden jedoch immer höhere Knochenbildungskurse nachgewiesen, wobei die relativen Osteocalcinwerte in der Anaerobe-Training-Gruppe nach 9 Wochen sogar signifikant über dem Ausgangswert lagen.