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Ralf Günther Meiritz
Dr. med. dent.
Untersuchungen zur Epidemilogie fetaler Spaltbildungen im Kieferbereich
Geboren am 13.04.1961 in Querfurt
Reifeprüfung am 31.08.1980 in Querfurt
Studiengang der Fachrichtung Zahnmedizin vom WS 1982 bis SS 1987
Physikum am 11.09.1984 an der Universität Martin-Luther Halle
Klinisches Studium in Halle
Staatsexamen am 31.08.1987 an der Universität Martin-Luther Halle
Promotionsfach: Frauenheilkunde
Doktorvater: Prof. Dr. sc. med. D. Wallwiener
Der Anteil der Lippen-Kiefer-Gaumenspalten an allen Fehlbildungen beträgt 15 %; sie
liegen damit nach den Gliedmaßenfehlbildungen des Pes adductus equinovarus et exca-
vatus insgesamt an zweiter Stelle. Da die Inzidenz dieses Krankheitsbildes in den letzten
Jahrzehnten deutlich angewachsen ist, muß zwangsläufig die Frage nach möglichen ätio-
pathogenetischen Faktoren gestellt werden. Das Ziel der vorliegenden Arbeit bestand
darin, die epidemiologischen Ursachen der Lippen-Kiefer-Gaumenspalten in ihrer patho-
genetischen Bedeutung darzustellen.
Neben einer Analyse der aktuellen Literatur zu potentiellen exogenen Belastungsfaktoren,
wurden Untersuchungen am Patientenkollektiv der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg
und der Beratungsstelle des Institutes für Humangenetik der Universität Heidelberg der
Jahre 1990-1994 durchgeführt. Hier wurden bei insgesamt 15 Spaltkindern mit Hilfe eines
epidemiologischen Fragebogens Daten gesammelt, aus denen sich möglicherweise Hin-
weise auf relevante genetische oder exogene Faktoren ergeben könnten.
Die verschiedenen Spaltarten waren mit folgenden absoluten Häufigkeiten vertreten:
8 Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, 2 Lippen-Kiefer-Spalten, jeweils 2 Gaumen- und Gau-
mensegelspalten sowie 1 kombinierte Gaumen-/Gaumensegelspalte. Es handelte sich um
8 Knaben und 7dchen. In den Familien keines der Kinder konnten andere Spaltträger
ausgemacht werden (Geschwister, Eltern, Großeltern). Die Altersverteilung der Eltern
zeigte keine Auffälligkeiten.
Die Erfassung exogener Faktoren mit potientieller ätiologischer Relevanz erfolgte getrennt
nach Schwangerschaftsabschnitten (1.-3. Woche; 3.-9. Woche; 9.-40. Woche). Bei 11 von
15 Müttern traten während eines oder mehrer Abschnitte der Gravidität Unregelmäßigkei-
ten auf. Neben psychischem Stress waren Medikamenteneinnahme, Infektionen und Niko-
tinabusus die am häufigsten genannten Unregelmäßigkeiten.