Untersuchungen der psychischen Leistungsfähigkeit von Patienten mit subklinischer hepatischer Enzephalopathie durch psychometrische Verfahren
Karl Stefan
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Dr.med. Untersuchungen der psychischen Leistungsfähigkeit von Patienten mit subklinischer Hepatitischer Enzephalopathie durch psychometrische Verfahren geboren am 19.01.1967 in Aachen Reifeprüfung am 09.06.1986 Studiengang des Fachbereichs Medizin von WS 1988/89 bis WS 1994/95 Physik am 25.09.1990 an der Bayer University Julius-Maximilians Universität Würzburg Klinische Studie in Würzburg Praxisjahr im Lehrkrankenhaus Bad Mergentheim Examen am 08.05.1995 an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Fakultät: Innere Medizin Doktor: Prof.Dr.med.W. Tittor Doktor Doktor der Lebermedizin am 25.09.1990 an der Bayer University Julius-Maximilians Universität Würzburg Klinische Studie in Würzburg Praxisjahr in der Lehrkrankenhaus-Verband Bad Mergentheim Staatliche Prüfung am 08.05.1995 an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Als Testbatterie wurden neben dem klassischen Zahlenverbindungstest das Wiener Testsystem (Reaktionsgerät, Determinationsgerät) und die Schoppe-motorische Leistungsserie zur Erfassung der Fleishmann-Faktoren (Steadiness, Linienabläufe, Aiming, Tapping) eingesetzt. Alle Verfahren mit Ausnahme des Zahlenverbindungstests waren so computerisiert, dass ein Einfluss des Testleiters ausgeschlossen war.
Die Ergebnisse zeigen, daß Zirrhotiker, die aus der Arbeitskräftefamilie stammen und ihr Leben lang überwiegend in grob-manuellen Tätigkeiten verbracht haben, deutliche Defizite in der Reaktionsfähigkeit und der Zuordnung zu einfachen und komplexen optisch-akustischen Reize sowie insbesondere in den fein motorischen Eigenschaften der Hand-Finger-Fähigkeit aufweisen.
Besonders betroffen waren die durchschnittlichen Reaktionszeiten auf einfache Lichtansprüche,
die Reaktionsfähigkeit auf komplexe optisch-akustische Reize des Determinationsgeräts,
Ruhigkeit der dominierenden Hand (Steadiness), Präzision von Arm-Hand-Bewegungen
in einem geschlossenen Raum (Linienabläufe), in der Zielrichtung (Aiming) und in
Besonderes Hand- und Fingerausbildung beim Umschalten von Metallstickern
Die Zirrhotiker waren also nicht in der Lage, die einzelnen Tests präzise durchzuführen. Diese Defizite konnten als Anzeichen für subklinische hepatische Enzephalopathie angesehen werden.
Im Hinblick auf eine künftige praxisorientierte Diagnose wurde aus den
Daten mit Diskriminierungsanalysen ermitteln die vier Testvariablen, die in
und ihre Kombination am besten zwischen der Zyrhose-Gruppe und den Kontrollgruppen unterschieden.
die durchschnittlichen Reaktionszeiten des Reaktionsgeräts (RG_MW), die vierte Belastungsstufe am
Wiener Bestimmungsgerät (S)
(k), die Fehler bei der L_F-Verfahren und die Zeiten für
Unter der Annahme, dass bei diesen vier Testvariablen bereits ein einmaliger Abschnitt außerhalb des 2. Bereichs als pathologisch anzusehen war (Summenscore 1), konnten 46,8% der Zirrhotiker (37 Probanden) als auffällig im Sinne einer SHE eingestuft werden.
In der Korrelation zwischen den Testergebnissen und den Laborparametern gab es keine signifikanten
Auch keine Beziehung zu den Stärken des früheren Alkoholkonsums konnte
Zirrhotiker scheinen ihre Mängel sehr wohl zu erkennen, denn in einer Patientenabfrage vor dem Beginn der Studie wurde ein deutlicher Zusammenhang zwischen der Summe der 4 Testvariablen und subjektiven Beeinträchtigungen wie Schlafstörungen, rascher Müdigkeit und Konzentrationsmangel gefunden.
Damit ist der Weg für weitere Studien geöffnet, um die psychomentalen Defizite von SHE-Patienten ausführlich zu untersuchen.